Kategorie: Band II

  • Unterweisung 55

    1. Das Licht des Heiligen Geistes schwingt über allen Geistwesen.

    2. Wohl euch, die ihr euch vorbereitet, meine Aufträge zu erfüllen, denn immerdar werdet ihr meine Hilfe fühlen. Doch sage Ich euch gleichfalls: Bringt nicht die Stimme des Gewissens zum Schweigen, wenn sie euch auf eure Fehler hinweist, hört auf sie, denn es ist meine Stimme. Wenn ihr Mir so wohlgefällig sein wollt, so erhebt euren Geist im Gebet, nachdem ihr eure Fehler wiedergutgemacht habt, dann werdet ihr Mich immer auf euch wartend finden, um euch den Frieden zu geben.

    3. Je mehr ihr fühlt, dass Ich euch vergebe, desto mehr sollt ihr eure Pflichten erfüllen. Missbraucht diese Vergebung niemals!

    4. Alle, die sich aufmachen in dem Bestreben, sich geistig höherzuentwickeln, werden sich auf dem Wege der Erfüllung meines Gesetzes von großen Menschenscharen umgeben sehen, die ihnen nachfolgen werden. Doch wenn Ich euch an die Spitze einer Menschengruppe stelle, so bemächtigt euch nicht derselben. Bedenkt, dass selbst die Könige in dieser Zeit von ihren Thronen herabstiegen, um zu Dienern ihrer Völker zu werden; denn es naht ein Zeitalter der Gleichheit und Brüderlichkeit für alle Menschen.

    Erinnert euch — als Ich euch rief, habt ihr demütig geantwortet und Mir gesagt, dass ihr folgsam sein würdet und euer Kreuz mit Liebe annehmen wolltet, um meiner Spur zu folgen, mit der Ich in der „Zweiten Zeit“ den Weg zu eurer geistigen Entwicklung für euch kennzeichnete.

    5. Wenn ihr euch zubereitet, werden die großen Heimsuchungen, die auf die Menschheit wie Wirbelstürme zukommen, für euch wie eine sanfte Brise sein, die euch liebkost. Danach wird das Licht einer neuen Morgenröte scheinen, und die Sonne wird euch ihre Wohltaten schenken. Doch wenn ihr nicht wacht, und ihr in euren Herzen die Heuchelei keimen lasst und euch mit einem Schafspelz bedeckt, während ihr im Innern hungrige Wölfe seid, werdet ihr auf Schwierigkeiten stoßen, und die Dornen des Weges werden eure Füße verletzen.

    6. Weh euch, wenn die bösen Neigungen mehr vermögen als die Tugenden, die ihr in eurem Geist habt, und wenn meine Unterweisung keine Früchte hervorbringt! Wenn ihr nicht über mein Wort nachdenkt und es ergründet, und dabei meint, dass ihr meinen Willen erfüllt, wird mein Licht euch wachrütteln. Doch wenn ihr (dann) die ganze Wahrheit erkennt, werdet ihr euch daran erinnern, dass Ich euch zur Welt gesandt habe, um wohltätige Werke zu tun.

    7. Auch wenn ihr eurer Bestimmung entfliehen wolltet, könntet ihr es nicht tun. Sooft ihr vom Wege auch abweichen mögt, wird euch meine Barmherzigkeit auf ihn zurückbringen. Mein Gesetz steht in jedem Geist geschrieben, und ihr müsst ihm gehorchen.

    8. Ich habe gesehen, dass ihr mit den Führern der Nationen nicht einverstanden seid, wobei ihr nicht begreift, dass sie Werkzeuge sind, derer Ich Mich bediene, um die Völker zu beugen und abzuschleifen. Ihr habt es nicht verstanden, euch in Gedanken zu vereinen, um demjenigen beizustehen, den Ich dazu bestimmt habe, die Geschicke der Nation zu lenken. Ihr widersetzt euch und verursacht Spaltungen, obwohl Ich euch Vereinigung und Gehorsam gegenüber meinem Willen empfohlen habe. Liebt euch, auf dass euer Gebet sie zubereitet und geistig unterstützt.

    9. Vereinige dich, Israel, höre auf Mich! Ich werde euch großen Prüfungen unterwerfen und will euch dann nicht weinen sehen. Betet für die, die es nicht zu tun verstehen — für die, die sich schwach fühlen. Dass ja nicht in den einen Freude über den Misserfolg der andern ist! Denn ihr wisst nicht, ob ihr nicht alle die gleichen Prüfungen durchleben werdet und — wenn sie euch treffen — ob ihr nicht gleichfalls schwach werdet.

    10. Weist die Versuchung ab, denn dies ist die Zeit, in der jene Macht ihre Ernte zu vervielfachen sucht, und nur das Gebet und die guten Werke werden sie von euch fernhalten.

    11 Viele Lehren werden euch zum Zusammenschluss aufrufen, wenn sie euch uneinig sehen, und Ich will, dass ihr alle euch in Mir vereint und eure Gottesverehrung in derselben Weise ausübt, in der Ich sie euch gelehrt habe.

    12. Um euch bei eurer Erhebung zu helfen, habe Ich für meine Kinder den besten Platz vorbereitet; denn Ich will euch nahe zu Mir ziehen und euch meinen Frieden geben. Wer immer sich ermattet fühlt, komme zu Mir und erhole und stärke sich.

    13. Jünger, habt Erbarmen mit denen, die gegen das Gesetz verstoßen, die sich aufgelehnt haben, denn es sind die Menschen, die eurer Hilfe und eurer Nächstenliebe am meisten bedürfen.

    Warum sündigt der Mensch, obwohl er das Gute kennt und weiß, dass nur dessen Ausübung ihn glücklich machen wird? — Weil er nicht auf die Stimme seines Gewissens hört, und weil die Hirten zugelassen haben, dass ihre Herde sich auf verschiedene Wege verstreut, und weil ihr Wort keine Kraft mehr hat und auch nicht die Macht, die Schafe zur Rückkehr in die Hürde zu veranlassen. Wo sind meine Jünger, die Nachfolger jener Apostel der Zweiten Zeit?

    14. Euch, die ihr derzeit meine Zöglinge seid, sage Ich: Nennt euch nicht Pastoren oder Priester, lasst Mich die Menschen führen, denn in Mir werden sie ihren Vater, ihren Richter, ihren besten Freund und Ratgeber haben. Ihr sollt nur Überbringer der Frohen Botschaft und Zeugen meiner Kundgebung sein. Wenn dann die Menschen mittels ihrer Gaben die Verbindung mit meinem Geiste erreicht haben, werden sie ihren Entwicklungsweg sicheren Schrittes gehen, und Ich werde ihnen Werke und Handlungen eingeben, die auf mein Gesetz gegründet sind. Dies wird nach der Sühne und Wiedergutmachung sein, die ihr jetzt durchlebt.

    15. Wenn ihr nicht gesündigt hättet, hättet ihr nicht die Härte des Sühnegesetzes kennengelernt, sondern wärt immer vorwärtsgegangen in eurer Entwicklung. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr nicht erfüllt, die ihr beauftragt seid, euren Brüdern diese Botschaft zu bringen, werdet ihr von der Menschheit gerichtet werden und die Härte dieses Richters kennenlernen, der weder Mitleid noch Liebe kennt.

    16. Wenn Ich euch einer Prüfung unterworfen habe, um euren Geist emporzuheben, bin Ich euch beigestanden, damit euch nicht die Kräfte versagen, und wenn ihr euch meinem Willen unterstellt und jene Lektion genutzt habt, fühlt ihr euch Mir näher. Dafür dankt ihr Mir, und Ich gebe euch den Frieden.

    17. Ich habe von der Menschheit Einigkeit und die Rückkehr zum einfachen, geistigen Leben verlangt, weil ich will, dass die Geistwesen sich in einem einzigen Glauben zusammenschließen, indem sie Mich erkennen und Mich lieben. Die unterschiedlichen Lehren werden verschwinden, und nur mein Gesetz und mein Wort werden überdauern.

    18. Ich habe euch immer meine Liebe kundgetan, doch ihr habt Mich nicht verstanden. Wisst ihr nicht, dass — wenn Ich euch einen neuen Auftrag gebe — es in der Absicht geschieht, dass ihr durch seine Erfüllung eure Schuld abtragt? Ich habe euch erwählt, weil Ich euch liebe und weil Ich will, dass ihr meine Jünger werdet. Doch damit ihr euch so nennen könnt, müsst ihr euch bei allen Handlungen eures Lebens Demut und Sanftmut zu eigen machen.

    19. Ihr seid in der Zeit der Ernte, in der ihr das ernten werdet, was ihr gesät habt. Aber wenn ihr von neuem sät, um später zu ernten, so verwendet guten Samen und pflegt ihn, denn Ich gebe euch eine neue Gelegenheit dazu.

    20. Begreift: Weit mehr, als ihr Mir nachgefolgt seid, bin Ich euch zu allen Zeiten nachgegangen, um euch eure Aufgabe zu zeigen und euch zu lehren, mein Gesetz zu erfüllen, damit euer Geist niemals vom Wege abkommt, und er wie eine Glocke zu sein vermag, welche die Menschenscharen herbeiruft.

    21. Wie viele Prüfungen musste euer Geist durchleben, um endlich sanft und demütig zu werden und mit Entschiedenheit den Weg des Gesetzes einzuschlagen! Früher kam von euren Lippen Lästerung, wenn sich auf eurem Lebenswege eine Prüfung fühlbar machte. Wenn ihr heute fühlt, dass ihr eine harte Lektion des Lebens durchmacht, betet ihr, weil das Licht euren Geist immer mehr durchdringt.

    22. Wenn Ich euch sage, dass „jene (Menschen früherer Zeiten) und ihr dieselben sind“, will Ich euch begreiflich machen, dass ihr durch die Wiedereinkörperungen eures Geistes nach und nach deren Höherentwicklung erreicht. Von dem Zeitpunkt an, an dem die Stimme des Vaters euch sagte: „Wachset, und mehret euch“, bis zur Gegenwart, ist eure Entwicklung nicht einen Augenblick stehengeblieben. Doch wie langsam geht ihr euren Weg!

    23. Ihr habt euch vermehrt, und damit habt ihr jenen göttlichen Auftrag erfüllt. Doch danach bedurfte es eines neuen Gebotes, damit eurem Herzen Früchte entsprössen, die Gottes würdig sind, und da sagte Ich euch: „Liebet einander“. Ich gab euch diesen Lehrsatz in der „Zweiten Zeit“ als die Zusammenfassung des ganzen Gesetzes, und noch immer warte Ich darauf, dass er in euren Herzen Frucht trägt. Jetzt bin Ich mit neuen Lehren und neuen Offenbarungen gekommen; jedoch wende Ich euer Herz nicht von jenem göttlichen Gebote ab, euch untereinander zu lieben, und auch nicht von jenem anderen, euch zu mehren.

    24. Ja, Menschenkinder, wachset an Tugenden und an Weisheit, vervielfältigt euch durch die Vergeistigung, liebt euch alle, ohne Unterschiede zu machen zwischen Rassen, Klassen, Glaubensbekenntnissen und Welten.

    25. Ich will den Weizen wachsen sehen auf den Feldern, auf denen das Unkraut derart gedieh und sich das Böse so sehr vermehrte. Der Tag des Gerichts ist gekommen, und das Feuer des Krieges verbrennt und verzehrt die böse Saat, von der nicht einmal Asche übrigbleiben wird, da die Winde sie verstreuen, und danach werden die Wasser- und Schneemassen die Menschheit reinigen und läutern. Wenn der Schmerz unter den Menschen sehr heftig sein wird, werden sie Mir Altäre errichten, Weihrauch verbrennen und sagen, dass sie Mich lieben. Doch Ich werde ihnen sagen, dass dies nicht die rechte Art ist, um meinem Geiste wohlgefällig zu sein, und dass das, was sie für Liebe zu Mir halten, Furcht vor dem Gericht und vor dem Tode ist.

    Die Menschen müssen begreifen, dass der einzige Weihrauch, der zu Mir gelangt, jener der Werke der Liebe und Barmherzigkeit ist, die ihr einander erweist, wenn ihr euch die Liebe eures Vaters zum Vorbild nehmt.

    26. Euch, die ihr dies Wort hört, sage Ich, dass ihr Mich zum Vorbild nehmen sollt, dass ihr Mir folgen sollt auf dem Wege der Liebe, den Ich euch in der „Zweiten Zeit“ zeigte, damit — wenn ihr Mich nicht mehr in dieser Form hört — ihr befähigt seid, die Menschenscharen in diesen Gebetsstätten zu versammeln und sie durch die Wahrheit und Überzeugungskraft eurer Worte und eures Vorbilds bei euch zu halten. Nicht nur an diesen Orten sollt ihr die Lehre weitergeben, sondern wo immer die Umstände euren Einsatz erfordern. Vergesst nicht, dass Ich euch gesagt habe, dass ihr „in der Wüste, auf den Wegen, auf dem Meer und in den Tälern“ von den Prüfungen und auch von meiner Inspiration überrascht werdet.

    27. Damit ihr diese Aufgabe erfüllt, will Ich, dass dies Volk, das Ich durch meine Unterweisung heranbilde, mein Gesetz ehrt und durch seine Werke und sein Beispiel von seinem Meister Zeugnis ablegt. In euren Häusern soll der Friede regieren, in euren Familien sollen nicht die einen gegen die andern sein, es soll keinen Streit unter Brüdern geben oder Unstimmigkeiten zwischen Eltern und Kindern. Wenn unter euch der Friede zu herrschen beginnt und euer Heim nicht wie ein kleines Schlachtfeld ist, werden die Kriege nach und nach verschwinden; denn der, welcher Friede in seinem Herzen hat, wird ihn überall hinbringen.

    Denkt an eure Kinder und erkennt, dass ihr es noch nicht verstanden habt, durch euer Vorbild mein Gesetz in ihre Herzen zu prägen, und dass sie die neuen Generationen darstellen, die dazu bestimmt sind, das geistige Licht in der Menschheit zu verbreiten.

    28. Groß ist ihr Geist, doch erkennt, dass sie in der Kindheit ihres materiellen Lebens eures Schutzes und eurer Führung bedürfen. Beginnt diese Aufgabe bei den kleinen Kindern, seid verständnisvoll und geduldig. Lernt von Mir: Ich kann Jahrhunderte, Jahrtausende oder eine Ewigkeit lang auf die Entwicklung und die Vervollkommnung eines Geistes warten.

    Ihr alle gleicht dem Brillanten in seinem Urzustand, welcher sorgfältig geschliffen werden muss, damit er schöne Strahlen aussendet. Haltet ihr euch etwa für unwürdig, mit dem Brillanten verglichen zu werden?

    29. Eines der schönsten und wunderbarsten Kunstwerke, mit denen Ich diese Erde ausgestattet habe, sind die Blumen, die euren Blick ergötzen, die Umgebung mit Wohlgeruch erfüllen und euch inspirieren. Doch wahrlich, Ich sage euch, ihr seid vollkommener und schöner als Blumen.

    30. Wenn ihr bereits die Vergeistigung besäßet, die ihr erreichen sollt, würdet ihr die Sprache alles Erschaffenen verstehen, Ich würde durch diese zu euch sprechen und ihr würdet nicht Anlass dazu sein, dass sich euer Vater unter euch materialisiert bis zum Verbluten an einem Kreuze, und dass Ich mein göttliches Wort in dieser Zeit durch Lippen unreiner Menschen geben muss. Aber es ist notwendig, dass ihr euren Vater kennt, und darum habe Ich Mich niemals verborgen und habe es auch nicht abgelehnt, zu euch zu kommen — trotz eurer Sündhaftigkeit. Wenn Ich Mich den Menschen gezeigt habe, und sie (trotzdem) immer falsche Götter geschaffen haben: Was geschähe, wenn Ich Mich aus Widerwillen vor euren Sünden verbergen würde?

    31. O Jünger, die ihr euch erquickt, wenn ihr Mich hört, und sagt: „Meister, wir bedauern, dass nicht die Freiheit besteht, die uns gestattet, von deinem Worte unumwunden zu unsern Nächsten zu sprechen.“ Doch Ich sage euch: Fürchtet nicht eure Mitmenschen, wessen könnt ihr euch schämen? Wartet, wartet nur kurze Zeit, denn bald wird die Menschheit die Begrenzungen und Hindernisse überspringen, die sie durch ihren Fanatismus und ihre Unwissenheit geschaffen hat, und die sie gehindert hat, zum Kern der Wahrheit vorzudringen, welche sie nur oberflächlich erkannt hat.

    32. Esst von der Speise, die Ich euch heute anbiete, und ihr werdet meinen Frieden fühlen. Doch lasst nicht zu, dass irgendetwas euch denselben raubt.

    33. Ich nenne euch Jünger der Dritten Zeit, weil ihr einen neuen Bund mit meiner Göttlichkeit geschlossen habt.

    34. Ich vertraue euch neues Land an, auf dem sich die Stämme Israels vervielfachen werden. Aber werdet nicht von Eitelkeit erfüllt, weil ihr wisst, dass ihr zu meinem Volke gehört; denn wenn ihr gründlich nachdenkt über eure Aufgabe, werdet ihr eure große Verantwortung begreifen.

    35. Ich bin von neuem zu euch gekommen und frage euch: Wollt ihr euren Herrn noch einmal opfern? Glaubt ihr, dass mein in der „Zweiten Zeit“ vergossenes Blut nicht genug war?

    36. Nehmt in dieser Zeit euren Geist wahr, wie er das Kreuz seiner Sühne mit sich trägt und ihm ausgedehnte Felder anvertraut sind, damit er dieselben bebaue. Doch soll er keinen andern Samen auf sie säen als nur den meinen. Die Ernte, die ihr in dieser Zeit einbringt, wird der Schlüssel sein, der euch das Tor zu eurem Heile öffnet.

    37. Ich bin gekommen, um die Last eurer Sündhaftigkeit durch die süße Bürde meines Kreuzes zu ersetzen, damit ihr euch von der Sünde erholt, die euch jahrhundertelang niedergedrückt hat.

    38. Eure Lippen sollen keine Lästerungen aussprechen, sie sollen nur meinen Namen verherrlichen. Die Gabe des Wortes, die Ich euch zuteil werden ließ, ist nicht dazu da, dass ihr die Ehre eures Nächsten besudelt.

    39. Jetzt, da ihr wisst, dass Ich euch gerufen habe, um euch zu meinen geliebten Jüngern zu machen, unterzieht euch jeden Tag im Lichte eures Gewissens einer Prüfung, besonders wenn ihr wisst, dass ihr mein Wort hören werdet.

    40. Hütet euch davor, falsch verstandene Bußen zu vollbringen, und entzieht eurem Körper nicht das, was er braucht. Erspart ihm dagegen, was für ihn schädlich ist, auch wenn es für ihn ein Opfer bedeutet. Dies wird die Buße sein, die eurem Geist dienlich ist, und daher jene, die dem Vater wohlgefällt.

    41. Allmählich lernt ihr, eure Gedanken zum Unendlichen zu erheben, ohne die Notwendigkeit von Bildnissen, die auf einer Leinwand gemalt sind oder nach eurem Sinn geformt wurden. Nach und nach fallen die Hindernisse, die euer Geist immer vorfand, wenn er zu beten beabsichtigte. Jetzt ist er auf dem Wege, die geistige Verbindung mit seinem Herrn zu erreichen.

    42. Vergesst nicht: Damit euer Gebet euch eine tiefe Befriedigung schenkt und euch wahren Frieden fühlen lässt, müsst ihr euer Herz reinigen, wenn ihr euch anschickt, eure Gedanken emporzusenden, damit sie zu meinem Heiligtum gelangen.

    43. Morgen werdet ihr große Menschenscharen euch nachfolgen sehen. Sie müssen eine tiefe und leuchtende Spur entdecken, die sie zur Wahrheit führt, und jene Spur soll die eurer guten Werke sein.

    44. Ihr müsst Zeugnis davon geben, dass ihr jenes Volk seid, das der Herr zur Pilgerreise auf die Erde sandte, um in der Menschheit das Licht zu entzünden. Die Weisheit, die eurem Geiste entspringt, wird das Licht des Sechsten Siegels sein, das in dieser Zeit gelöst ist.

    45. Wenn ihr Mich liebt, werdet ihr meine Aufträge erfüllen können; wenn ihr Mich liebt, werdet ihr eure Mitmenschen zu lieben verstehen.

    46. Einige sagen Mir in ihrem Innern: „Herr, wenn wir hier versammelt sind und dein Wort hören — geschieht es nicht, weil wir Dich lieben? — Doch Ich sage euch: Sehr wenige kommen aus Liebe herbei, um Mich zu hören; die meisten kommen, weil sie vom Schmerz gebeugt sind.

    47. Ich tadle nicht, dass euch der Schmerz in meine Gegenwart gebracht hat; denn nachdem dieser seine Aufgabe erfüllt hat, vergeht er wieder, und er machte die Herzen derer aufnahmebereit, die später meine Jünger sein werden.

    48. Ihr könnt nicht sagen, dass Ich nie menschlichen Schmerz gefühlt habe und euch daher nicht verstehe. Ich wurde Mensch und litt, um euch in jeder Prüfung und in jeder kritischen Situation ein Beispiel zu geben. Wenn Ich euch heute darum bitte, den Weg, den eure Kinder zu gehen haben, mit Licht und guten Beispielen zu versehen, so deshalb, weil Ich in Jesus immer der gehorsame Sohn des Vaters war. Ich kenne und fühle alle eure Leiden, und deshalb, weil Ich im Geiste zu euch gekommen bin, bin Ich doch nicht ferne. Wahrlich, Ich sage euch, meine Kundgebung in der „Dritten Zeit“ ist der größte Beweis, dass Ich euch liebe und euch verstehe.

    49. Vertieft euch in euren Augenblicken der Ruhe in mein Wort. Begreift, dass Ich der Friede bin, der sich herabsenkt, wenn euch der Sturm peitscht. Bewahrt diesen Frieden trotz aller Prüfungen und lasst nicht zu, dass er aus euren Herzen weicht und zu Mir zurückkehrt.

    50. Lehnt euch nicht auf, wenn Krankheiten euer Heim befallen, sie läutern den Geist. Ich hindere euch jedoch nicht daran, dass ihr nach dem heilenden Balsam dafür sucht, vielmehr sage Ich euch, dass ihr euch an Mich als den Göttlichen Arzt wenden und mit Liebe das entgegennehmen sollt, was euch zu gewähren mein Wille ist.

    51. Es gibt viele, die nur durch die Leiden des Lebens zum rechten Weg zurückgekehrt sind. Einige lästerten, während sie den Schmerz durchlebten. Doch als sie erkannten, dass er es war, der sie auf dem Weg ins Verderben aufhielt, segneten sie ihren Leidenskelch. Diese setzte Ich an meinen Tisch, und Ich gebe ihnen das Lamm zu kosten, das in eine köstliche Speise von Liebe und Barmherzigkeit verwandelt ist.

    52. Wahrlich, Ich sage euch, wenn die Menschen das gleiche an denen täten, die undankbar zu ihnen gewesen sind — welcher Friede würde unter den Menschen herrschen!

    53. Lebt in Frieden, dies wird das beste Zeugnis sein, das ihr ablegt, dass ihr meine Jünger seid. Vergesst nicht, dass euch immer viele Augen beobachten — sei es, um sich zu versichern, ob das, was ihr tut, wahrhaftig ist, oder um Beweise zu sammeln und euch dann Lügen zu strafen.

    54. Seid meine treuen Soldaten! Seid niemals der Grund dafür, dass eure Brüder Mich verkennen. Nicht ein einziges Mal habe Ich euch mein Wort gegeben, ohne dass nicht zumindest ein Herz zugegen war, das es kritisch untersuchte. In jenen Augenblicken wurde mein Wort, meine Kundgebung in jeder Hinsicht genau geprüft, und ebenso die Handlungen meiner Diener. Mit all ihren Sinnen und Fähigkeiten haben sie sich eingefunden, um meine Kundgabe auszuforschen, und derer, die in der Erwartung gekommen sind, dass das Gerücht von meiner Gegenwart falsch ist, sind mehr gewesen als jener, die mit dem brennenden Wunsche herkamen, dass die gute Nachricht wahr ist.

    Wer hätte ihnen sagen sollen, dass — während sie alles beobachten und beurteilen — mein Blick ins Innere ihres Herzens dringt und meine Stimme sie durch ihr Gewissen ruft? Gerade in jenem Augenblicke ist in vielen, die zweifelten, der Glaube entflammt, und er ist in denen übermächtig geworden, die ihn bereits besaßen. So hat sich die Zahl meiner Jünger ständig vermehrt, welche nun ein Volk bilden, dem Ich sage, dass es meinen Frieden gut verwahren soll, damit er sein größter Schatz sei. Denn dies wird das beste Zeugnis sein, das es vor den andern Völkern der Erde von der Wahrheit meiner Kundgebung ablegen kann.

    55. Ich will, dass ihr begreift, dass diese Nation eine hohe Bestimmung zu erfüllen hat, und dass jeder von euch einen schwierigen Auftrag hat. Dies Volk wird ein Quell der Liebe und des Friedens sein, zu dem Menschen anderer Rassen kommen werden, um daraus zu trinken. Nicht ferne ist jene Zeit, doch zuvor müsst ihr so vieler Kämpfe unter Brüdern müde werden, zuvor müsst ihr euch von so viel Lüge und Falschheit überzeugen, aus denen die Menschen einen Kult gemacht haben. Dann werden sie zu Mir kommen und feststellen, dass Christus, der am Kreuze starb, lebt und voll Herrlichkeit und Majestät erscheint, so, wie Er gesehen wurde, als Er in der „Zweiten Zeit“ zum Himmel auffuhr.

    56. Heute fühlt ihr, dass die Verhältnisse durchaus nicht günstig sind, um von meinem Werke zu sprechen. Doch der Tag rückt näher, an dem eure Lippen unablässig von meinem Worte sprechen werden; denn der Schmerz, die Not, die Angst und die Verwirrung (der Menschen) werden von euch alles in Erfahrung zu bringen suchen, was Ich euch gegeben habe.

    57. Schon jetzt bereite Ich euch darauf vor und unterrichte Ich euch, damit ihr meine Lehre mit Worten und Werken zu predigen versteht, denn die Menschheit ist der Heuchler müde. Bildet eine gehorsame Familie, vereint euer Denken, euer Wollen und euer Geschick mit dem Bande der Vergeistigung, und ihr werdet stark und unsterblich sein.

    58. Große Heimsuchungen erwarten die Menschheit; bleibt bei jedem Schmerz und jeder Katastrophe wachend und betend. Viele Leiden werden gemildert werden, andere werden nicht eintreten, weil sie durch jene, die beten, auf ihrer Bahn aufgehalten werden.

    59. Wenn Anhänger anderer Konfessionen und Sekten sehen, dass diesem Volke große Menschenscharen nachfolgen, werden aus diesen Konfessionen jene aufbrechen, die euch verfolgen. Doch fürchtet euch nicht, denn wenn ihr gefasst bleibt, wird der Heilige Geist Worte des Lichts auf eure Lippen legen, die jene, die euch verleumden, verstummen lassen.

    60. Ich gebe euch nicht das tötende Schwert, um euch zu verteidigen, Ich gebe euch das Schwert der Liebe. Jeder seiner Lichtblitze wird eine Tugend sein, die von ihm ausgeht.

    61. Wie viel Gnade werdet ihr beim Vater finden, wenn ihr die Scharen der Verfolger meines Werkes durch eure Worte bezwingt und sie durch eure Liebeswerke bekehrt zu Mir bringt.

    62. Dies ist die Lehre, die Ich euch in der „Zweiten Zeit“ gab und die ihr bereits vergessen hattet.

    63. Der menschliche Verstand wird Beunruhigungen erleiden, wenn er versucht, die Trinitarisch-Marianische Geistlehre zu verstehen. Denn der vermaterialisierte Mensch ist dem Geistigen gegenüber unbeholfen.

    64. Ich bin gekommen, um Mich ein weiteres Mal in dieser Welt zu offenbaren und der Menschheit begreiflich zu machen, dass Ich Mich nicht auf einer Himmelshöhe befinde, die ihr nicht erreichen könnt. Ich lehre euch die Form, euren Geist durch das Gebet zu erheben, bis ihr meine Gegenwart findet und euer Geist durch ein dem Guten geweihtes Leben meiner Göttlichkeit näher bringt. Nur wer in meinem Gesetze lebt, weiß, dass Ich tatsächlich im Menschen bin, und dass dies kein bildlicher Ausdruck ist.

    65. Ihr, die ihr Mir zuhört — behindert nicht euer Verständnis für die geistigen Unterweisungen. Verdunkelt nicht euer Licht, und lasst nicht zu, dass euer Herz, das in den Augenblicken, da es mein Wort hört, feinfühlend und veredelt ist, wieder gleichgültig und kalt wird. Die Freuden, die die Welt beschert, habt ihr bereits gekostet, ihr habt schon ihren Honig kennengelernt. Kommt und genießt jetzt die Frucht des Baumes, den Ich gepflanzt habe. Aber wenn ihr dann euren Hunger gestillt habt, so hütet euch, auf jene Wege zurückzukehren. Bedenkt, dass es nicht recht ist, dass ihr das in den Morast tragt, was Ich euch aus Gnade gegeben habe.

    66. Hört mein Wort, welches Binden der Finsternis wegreißt und in jedem Geist Licht entzündet, damit ihr in Zukunft den guten Weg gehen könnt, und ebenso auch das Verbotene erkennen und in euch selbst Kräfte finden könnt, um nicht in Versuchung zu fallen. Wer diese Unterweisung empfangen hat, kann sich nicht mehr unwissend nennen. Hört und versteht Mich, Jünger — heute, da Ich noch in diesem Worte bei euch bin.

    67. Wer auf der Welt Untergebener gewesen ist, wird sich nicht verwundern, wenn Ich ihm Anweisungen gebe. Wer Herr gewesen ist, vergesse seinen Stolz und sei mein Diener. Dann werdet ihr alle die so liebevolle Weise Jesu verstehen, seinen Jüngern Anordnungen zu erteilen.

    68. Unterwerft eure Willensfreiheit meinem Gesetze und eurem Gewissen, dann werdet ihr euch nicht versklavt, sondern wahrhaft frei fühlen.

    69. Gerade jetzt, da das Unkraut sich auf dem ganzen Erdenrund ausgebreitet hat, sage Ich euch, dass ihr euch bereitmachen sollt, meine Arbeiter zu sein, um meinen Friedenssamen auszusäen. Jeder meiner Erwählten in dieser Zeit möge sich in seinem Innern fragen, ob er nicht, bevor er dies Wort vernahm, im Schmerz geläutert und gestählt und oftmals in dem, was ihm am liebsten ist, geprüft wurde.

    70. Erlangt Überzeugung und Glauben, hört Mir zu, ohne zu ermüden und ohne euch an diese Kundgebung zu gewöhnen. Wachet, Ich will euch am Tage meines Abschieds nicht im Schlaf überraschen. Heute seht ihr, dass dies Jahr vergeht und ein anderes kommt, doch mein Wort gelangt unwandelbar zu euch. Aber das Jahr 1950 wird kommen, und ihr werdet Mich nicht mehr in dieser Form hören.

    Dann will Ich, dass ihr gestärkt und überreich an Unterweisungen seid.

    71. Studiert mein Werk, das Ich durch alle meine Stimmträger geoffenbart habe, habt keine Vorlieben. Denkt daran, dass Ich zu allen herabkomme und durch alle die Wahrheit sage. Wollt ihr, dass das Jahr 1950 kommt, ohne dass ihr meine Gegenwart genutzt und meine Lehre gelernt habt? Wartet ihr, bis die Welt, die gegenüber meiner Kundgebung als Heiliger Geist ungläubig ist, sich auf euch stürzt und, da sie euch schwach findet, euch ausrottet? Wollt ihr, dass die Regierungen der Erde, wenn sie Zwist und Verwirrung unter euch entdecken, Gesetze erlassen, die eure Schritte aufhalten? Wie würdet ihr jammern, gegenwärtige Generationen, wenn ihr es herausfordern würdet, dass sich diese Prophezeiungen erfüllen! Wie hart und traurig würdet ihr dann euer Dasein machen, und wie viele Dornen würdet ihr auf dem Wege derer zurücklassen, die nach euch kommen! Erhebt euch voll Liebe und Hoffnung, Ich habe euch noch vieles zu offenbaren und anzuvertrauen.

    72. Wenn ihr irgendeine Prüfung durchlebt, so zweifelt nicht. Seid aufmerksam, damit ihr seht, wie der Meister euch in jeder kritischen Situation von allem Übel befreit; dann werdet ihr fühlen, wie euer Geist sich entfaltet und stärker wird. Denkt daran, dass niemand vor Schmerz gefeit ist, dass die, die Mich am meisten geliebt haben und Mir am nächsten gefolgt sind, jene sind, die ihr Herz am meisten bluten fühlten. „Wer Mir nachfolgen will, nehme sein Kreuz auf sich“. — Warum sind viele auf dem Weg zurückgeblieben?: — Weil die Liebe nicht wahrhaftig war, die sie zu fühlen glaubten.

    73. Vergeistigt euch, meidet das Unnütze und das Leichtfertige, strebt nicht länger nach den Eitelkeiten der Welt, sucht die geistigen Tugenden auch nicht als einen bloßen Schmuck für euren Geist, damit ihr bewundert werdet. Verschönt euren Geist durch die Tugenden, die Ich euch in meinen Unterweisungen der Liebe gelehrt habe.

    74. Ich erwarte euch auf dem Gipfel des Berges, wo Ich euch euren Lohn geben werde. Wendet euren Blick nicht zurück, um die Spuren eurer Vergangenheit zu betrachten. Geht euren Weg ruhig voran, ohne die Dornen zu fühlen, die ihr selbst verstreut habt, und gelangt zum Gipfel eurer Vollendung, wo mein Licht strahlt. Wenn ihr einmal dort seid, werdet ihr endlich mein Liebesgesetz segnen.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 54

    1. Wohl denen, die ihre materiellen Güter verlassen, um Mich zu hören.

    2. Diejenigen, die meine Unterweisung genutzt haben, sind stark geworden, und wenn sie sich von einer Prüfung betroffen sahen, haben sie, statt zu verzweifeln, nachzudenken und zu beten begonnen und haben empfunden, dass in jenen Augenblicken die göttliche Inspiration zu ihrem Verstande kommt gleich einem Lichtstrahl, der den Weg ihrer geistigen Entwicklung erhellt.

    3. Wahrlich, Ich sage euch, wer sich in der Erfüllung meines Gesetzes vorzubereiten und zu stärken versteht, wird alles heil überstehen, selbst wenn er durch Unwetter oder durch Feuer geht. — Auch denen, die im Glauben die Prüfung zu bestehen vermochten, die ihren Geist heimsuchte, sage Ich noch einmal, dass sie sich nicht „schlafenlegen“ sollen; denn es werden neue Prüfungen kommen, und sie müssen dann vorbereitet sein.

    Es gibt viele, die am Ende einer großen Prüfung, wenn die Lebensreise schon beinahe vollendet ist, nahe daran waren, zu fallen, von der Last ihres Kreuzes bezwungen. Doch in jenen Augenblicken hat sich meine Stimme vernehmen lassen, die sie ermutigt hat, das Endziel zu erreichen, das schon nahe ist.

    4. Wenn ihr die Prüfungen des Lebens dem Zufall zuschreibt, werdet ihr schwerlich stark sein können. Doch wenn ihr eine Vorstellung von dem habt, was Sühne ist, was Gerechtigkeit und Wiedergutmachung ist, werdet ihr in eurem Glauben Erhebung und Ergebung finden, um in den Prüfungen zu siegen.

    5. Es ist mein Wille, euren Geist auf verschiedene Weise zu prüfen, denn Ich bilde, forme und vervollkommne ihn. Dafür bediene Ich Mich aller Dinge und aller Menschen; als Werkzeuge gebrauche Ich sowohl einen Gerechten, als auch einen Bösewicht. Das eine Mal bediene Ich Mich des Lichtes, ein andermal mache Ich die Finsternis zu meiner Dienerin. Darum sage Ich euch: Wenn ihr euch in einer kritischen Situation befindet, so denkt an Mich, an euren Meister, der euch in aller Liebe den Grund für jene Prüfung erklären wird.

    6. Es gibt Kelche, die alle trinken müssen, die einen früher, und die andern später, damit alle Mich verstehen und lieben lernen. Das Elend, die Krankheit, die Verleumdung, die Entehrung sind sehr bittere Kelche, die nicht nur an die Lippen des Sünders gelangen. Erinnert euch, dass der Allergerechteste in jener „Zweiten Zeit“ den bittersten Kelch leerte, den ihr euch vorstellen könnt. Der Gehorsam, die Demut und die Liebe, mit welcher der Leidenskelch getrunken wird, werden das Kreuz leichter machen und die Prüfung schneller vorübergehen lassen.

    7. Die Welt ist eine Schule für die Geistwesen, euer Körper ist nur ein Werkzeug. Auf Erden durchlauft ihr die verschiedenen Stufen der Leiter zur geistigen Vollkommenheit, auf der die Geistwesen zu Mir aufsteigen, angetrieben durch die Kraft ihrer Verdienste, ihres Bemühens, zum Vater zu gelangen durch die Liebe, die sie ihren Brüdern gegeben haben. Wer diesen Weg des Kampfes nicht durchläuft, wird weder wissen, wer sein Schöpfer ist, noch wird er sich selbst erkennen.

    8. Wer seine Bestimmung verleugnet, weist den Ehrennamen „Kind meiner Göttlichkeit“ zurück. Wenn er nicht an mein Dasein glaubt, kann er keinen Glauben an meine Liebe haben.

    9. Wenn für manche dies Leben überaus bitter und leidvoll gewesen ist, so wisset, dass dieses Dasein nicht das einzige ist, dass es nur dem Anschein nach lang ist, und dass es im Schicksal jedes Geschöpfes ein Geheimnis gibt, in das nur Ich eindringen kann.

    10. Diese Stimme hat euch nicht gesagt: Ihr müsst diesem Worte gehorchen. Sie hat euch nur gesagt: Sucht die Wahrheit, strebt nach Liebe, strebt nach Frieden, und wenn ihr dies in meiner Unterweisung, die ihr derzeit hört, findet, so bleibt dabei. Doch wenn ihr es hier nicht gefunden habt, so suchet weiter.

    11. Ich tue Mich bei jedem von euch kund, manchmal über euer Herz, ein anderes Mal in eurem Geiste.

    12. Bei meiner Stimme der Vergebung werden die Toten zum Leben der Gnade auferstehen, von der Verwirrung ihres Geistes frei werden und mein Gesetz erfüllen, das euch sagt: „Liebet einander.“ Wo keine Vergebung ist, — die immer der Liebe entspringt — wird es weder Reue noch gute Werke geben, und dann wird es auch keine Erlösung geben.

    13. Wie viele geistig Tote müssen auf der Welt umherirren und warten, bis der körperliche Tod sie in meine Gegenwart bringt, um die Stimme des Herrn zu vernehmen, die sie zum wahren Leben aufrichtet und sie liebkost. Welche Sehnsucht nach Erneuerung hätten sie auf Erden nähren können, da sie sich unwiderruflich für immer verloren hielten, obwohl sie sich einer wahren Reue und der Wiedergutmachung ihrer Verfehlungen für fähig fühlten?

    14. Doch außer jenen, denen man das Heil ihres Geistes abgesprochen hatte und die ohne Hoffnung zu Mir gekommen sind, sind auch die in meine Gegenwart gelangt, die von Wissenschaftlern hinsichtlich des Körpers zum Tode verurteilt worden sind. Ich, der Ich das Leben besitze, habe sie den Klauen des körperlichen Todes entrissen. Doch was tun in der Welt jene, denen Ich die Gesundheit des Geistes sowie die des Körpers anvertraut habe? Kennen sie etwa nicht die hohe Bestimmung, die der Herr ihnen anvertraut hat, damit sie diese erfüllen? Muss Ich, der Ich sie mit einer Botschaft der Gesundheit und des Lebens ausgesandt habe, unaufhörlich ihre Opfer in Empfang nehmen?

    15. Jetzt, da ihr Mir euren Kummer darlegt und Mich um Kraft bittet, sage Ich euch: Vertraut auf Mich, und ihr werdet alle getröstet werden.

    Nicht alle hören mein Wort wie ihr es hört, aber meine Kraft und mein Licht sind das väterliche Erbe für alle Geistwesen. Ihr jedoch werdet schwach und lasst euch besiegen durch die Prüfungen.

    16. Nur Ich, euer Vater, höre und verstehe euer Herz. Ihr habt noch nicht die wahre Liebe zueinander gefunden. Auch sage Ich euch, dass ihr nicht Heiligenbilder oder Symbole aufsuchen sollt, damit sie euch Erleichterung gewähren. Lernt, mit dem Geist zu beten, erweckt die empfindsamen Fasern eures Wesens, damit ihr meine Gegenwart fühlt und meine Liebe bei Mir genießt. Fühlt euch eurem Vater gegenüber nicht fremd. Oder habt ihr euch etwa so weit (von Mir) entfernt, dass ihr Mich nicht mehr erkennt?

    17. Ich sehe in dieser Zeit, dass die Menschen sich an die Sünde gewöhnt haben. Die Leidenschaften sind entfesselt, die Kinder verlieren schon in frühem Alter ihre Unschuld und nehmen verbotene Früchte. Die Menschheit hat den Weg zum Bösen eingeschlagen, und von Generation zu Generation wird sie hinfälliger und sinkt tiefer. Darum bin Ich noch einmal gekommen, um Mich unter euch zu offenbaren.

    18. Betet, und versteht mein Wort. Bittet nicht nur für euch, bittet für die euch bekannten und unbekannten Mitmenschen, die irdischen und die geistigen.

    19. Ihr wisst nicht um die geistige Armut, in der heute die Menschheit lebt. Die Fürsprache eines Volkes und sein Kampf sind notwendig, um das Licht zu allen Geistwesen zu bringen.

    20. Reinigt die, die sich befleckt haben. Enthüllt ihnen die Gaben ihres Geistes, bringt sie wie kleine Kinder auf den Weg und führt sie zu Mir. Ihr werdet auf eurem Wege viele Kranke finden, die von der Wissenschaft nicht geheilt werden; unter euch jedoch werdet ihr die Möglichkeit finden, ihren Leiden Heilung zu verschaffen: Ihr werdet sie mit eurer Liebe heilen, durch den guten Einfluss, den ihr ausübt, durch die Erneuerung, zu der ihr sie anregt. Und durch die Kenntnis meiner Lehre, die ihr ihnen übermittelt, werden sie entdecken, dass der Heilbalsam im Frieden des Geistes liegt und in der Erfüllung der Pflichten, in der Liebe zueinander.

    21. Ich will nicht zusehen, wie meine Kinder die Gelegenheit zu ihrer Rettung versäumen. Wenn die großen Sünder Mich in Demut und Reue suchen, werde Ich ihre Verfehlungen vergeben und ihnen eine Gelegenheit bieten, ihr Leben neu aufzubauen. Ich lasse meinen Ruf an die größten Sünder ergehen, um sie zu erlösen und zu retten.

    22. Ich habe das Herz der jungen Menschen, der Jünglinge und Jungfrauen dazu inspiriert, neue Generationen zu bilden. Hierfür läuterte Ich sie, und wenn sie an ihren Kindern die Aufgabe zu erfüllen verstehen, die Ich ihnen anvertraut habe, und sie jene Geistwesen zubereiten und auf den Weg des Guten führen, werde Ich Mich ihnen kundgeben, und ihr werdet euch auf diese neuen Generationen stützen, und sie werden die Fortsetzer dieses Werkes sein.

    23. Bewahrt die Gnade, die Ich unter euch lasse. Bald wird es welche geben, die verhindern wollen, dass mein Werk fortschreitet. Doch es wird andere geben, die, nachdem sie meine Hilfe erfleht haben, ein Wunder empfangen werden; und auch wenn sie nicht zu meinen Jüngern gehören, werden sie von Mir Zeugnis geben und sagen: „Der Herr hat mich geheilt.“ Andere werden sagen: „Ich hatte das Liebste verloren, und Er hat es mir zurückgegeben.“

    24. Verteidigt mein Werk nicht mit falschen Zeugnissen und lügt niemals, denn Ich habe euch nicht gelehrt, zu lügen. Meine Werke sind immer lauter, und wenn ihr sie zu deuten versteht, werdet ihr in ihnen meine Liebe und Barmherzigkeit für die Menschen finden.

    25. Wenn ihr törichte Worte hört, so schweigt, wie Jesus vor den Pharisäern schwieg. Doch fürchtet nicht, dass eure „Kleidung“ zerrissen wird. Ich werde euch rechtfertigen und euch vor euren Brüdern emporheben. Diese Menschen, die euch verurteilen, werden dann einsehen, dass ihr nicht vom Wege abgeirrt seid, sondern dass ihr Mir nähergekommen seid.

    Wachet über eure Handlungen und fürchtet nur den ewigen Richter, der euch immer sieht.

    26. Mit Sanftmut und Vergeistigung sollt ihr davon zeugen, dass ihr Mich gehört habt, dann werden sich viele bekehren. Wenn ihr kein Verständnis findet, so schweigt und vergebt. Wenn ihr euren Körper mit eurem Geist eint und mein Gesetz erfüllt, werdet ihr für die Menschheit Gnade erlangen.

    27. Erinnere dich, gesegnetes Volk, dass Ich dir in allen Versammlungsstätten gesagt habe, dass sich Zeiten des Schmerzes, der Prüfung und des Gerichts für die Menschheit nahen, was ihr zur Läuterung dienen wird. Auch kündige Ich euch an, dass nach jener Zeit auf Erden Freude herrschen wird.

    28. Seit Jahren hört ihr diese Botschaften, welche Lehren sind, mit denen Ich euch als Jünger vorbereite, damit ihr morgen in das Leben eurer Brüder Licht bringen könnt und ihnen den guten Weg weist — sowohl den im Körper lebenden, als auch den entkörperten Wesen. Es ist mein Wille, dass ihr als Same für die künftigen Generationen ein gutes Vorbild hinterlasst; dass die Offenbarungen, die Ich euch gegeben habe, euch dazu dienen, euren Geist in meiner Weisheit und euer Herz im Guten zu stärken und alles Unkraut aus ihm zu entfernen, das lange Zeit hindurch in eurem Wesen gewachsen ist. Doch sage Ich euch voll Traurigkeit, dass ihr mein Wort noch immer nicht fühlt, dass ihr diesen Kundgebungen gegenüber schlaft, und dass eure Werke meine Lehre nicht bezeugen.

    29. Ich wollte, dass ihr alle ein einziges Herz, einen einzigen Willen bildet; aber Ich sehe, dass ihr noch immer in eurer Uneinigkeit verharrt.

    30. Ich habe euch gesagt, dass Ich Mich in allen euren Versammlungsstätten als der alleinige Gott kundtue, der euch alle in gleicher Weise liebt. Dennoch streiten die einen den andern die Geistesgaben und die Wahrheit ab. Wie könnt ihr glauben, dass ihr auf diese Weise meine Lehre verherrlicht?

    31. Nicht nur durch das Verhalten, das ihr in diesen Versammlungsstätten zeigt, sollt ihr Mich suchen, um Mir wohlgefällig zu sein und Mir zu dienen, sondern mit allen Handlungen eures Lebens. Aber bis zu diesem Augenblicke habt ihr euch weder im Geistigen noch im Materiellen an mein Gesetz gehalten, und ihr seid immer noch Anfänger, die nicht glauben wollen. Wollt ihr nicht, dass euch fernerhin Christus führt. — Jener, der euch sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“? Wollt ihr nicht, dass die Liebe euch rettet, euch stark, froh und zuversichtlich macht, damit in der Stunde der Stürme und der Heimsuchungen sie es ist, die euch aufrichtet und schützt?

    32. Erkennt, dass Ich euch eine Weisheit gegeben habe, die jeder menschlichen Wissenschaft überlegen ist: jene, die Kräfte der Natur zu beherrschen. Aber ihr habt es nicht verstanden, auf meine Stimme wie folgsame Schafe zu reagieren. Beansprucht ihr, dass jene Elemente sich bei eurem Ungehorsam wie ergebene Diener vor euch beugen?

    33. Seht ihr nun, warum es nötig ist, dass ihr meine Unterweisungen hört, ebenso wie es unerlässlich ist, dass ihr über sie nachdenkt, dass ihr sie erfühlt und zur Anwendung bringt?

    Wachet und betet, habe Ich euch gesagt, damit euch nicht unvermutet ein Leid zustößt; doch ihr wolltet weder wachen noch beten. Wenn die Prüfungen euch gepeitscht haben, habt ihr geglaubt, dass Ich euch gestraft oder euch verlassen habe. Erst dann fällt euch ein, zu beten, um Mich zu bitten, euch nicht allein zu lassen. Ach, wenn ihr doch begreifen würdet, dass Ich euch nicht im Stich lasse und dass ihr es seid, die Mich vergessen!

    Ihr müsst wissen, dass es nicht eine Sekunde gibt, in der Ich euch nicht etwas gebe, und dass dagegen ihr oftmals ein ganzes Leben lebt, ohne Mir irgendetwas darzubringen.

    34. Ich gebe euch diese Lehren, damit ihr wisst, dass Ich immer bei euch bin, dass Ich alles vernehme und alles weiß, — damit ihr meine Wohltaten nicht zurückweist und euch auch nicht allein und traurig fühlt in euren Prüfungen.

    35. Wie viele von euch benehmen sich nach ihrer Menschwerdung wie undankbare Kinder, die nicht auf die Ratschläge ihrer Eltern hören und sich wie Unsinnige auf die gefahrvollen Wege des Lebens stürzen, um hernach, wenn sie viel gestrauchelt sind und Enttäuschungen erlebt haben, innezuhalten und unter Reuetränen auszurufen: „Ach, wenn Ich doch auf meinen Vater gehört hätte, dann hätte ich nicht soviel Leid erfahren und wäre auch nicht so weit vom rechten Wege abgekommen!“

    36. Manchmal ist es schon zu spät, wenn sie ihre Schuld erkennen. Sie werden vom Tod überrascht, der ihnen nicht erlaubt, zum Vaterhaus zurückzukehren und vor jenen auf die Knie zu fallen, denen sie die Autorität absprachen.

    37. Welch übergroßer Schmerz für jene, die ihren letzten Augenblick kommen sahen, ohne mit ihren Tränen die Gesichter ihrer Eltern benetzen zu können, noch von ihren Lippen Worte der Vergebung hören zu können!

    38. Wenn ihr über diese Prüfungen nachdenkt, sagt ihr zuweilen: „Wie ist es möglich, dass Gott in seiner vollkommenen Gerechtigkeit soweit geht, jene Freude dem zu verwehren, der bereits seine Schuld erkannte und bereute? — Doch Ich antworte euch, dass nicht der Körper jene Gnade empfangen soll, sondern der Geist, für den immer genügend Zeit zur Verfügung stehen wird, seine Flecken reinzuwaschen, und ebenso auch Zeit, die Frucht seiner Reue zu ernten.

    39. Damit euer Geist sich nicht auf der gefahrvollen Erdenpilgerschaft verirrt, ist er mit einem höheren Lichte ausgestattet worden, welches das Gewissen ist. Außerdem wurde die Welt immer durch das Licht meiner Lehre und meiner Offenbarungen erleuchtet, von den ersten Tagen eures Daseins in dieser Welt bis in Ewigkeit.

    40. Ich habe euch immer erleuchtet, damit, wenn euer inkarnierter Geist ins Geistige Leben zurückkehrt, er in hohen Seinsebenen wohnen kann.

    41. Geliebtes Volk, Werkzeug für meine Kundgebungen in dieser Zeit, vergeistige dich, damit — wenn du der wahre Interpret meines Wortes sein wirst — du es durch dein Denken, dein Leben und dein Wort bist. Begreife, dass lebende Vorbilder vonnöten sind, damit die Menschheit an Mich glaubt.

    42. Welche von euch werden die großen Geistwesen sein, die die Menschen zur wahren Vergeistigung führen? Die Vergeistigung, das heißt die geistige Aufwärtsentwicklung, muss sich durch den Verstand und die Empfindungen offenbaren, damit sie die Rettung der Menschheit ist.

    43. Jünger, für die großen Werke sind hohe Gesinnungen und reine Herzen nötig. Entwickelt eure Eigenschaften und seid groß. Warum verlange Ich von dir Zusammenschluss, Volk?: Weil Ich weiß, dass der Krieg als Folge des Fehlens von Brüderlichkeit unter den Menschen gleich einem Wirbelsturm näherrückt, der alles niederreißt, und weil Ich will, dass ihr wacht und ein Volk des Friedens bildet, ein Heer von Soldaten im Dienste des Guten. Wenn ihr euch aufmacht, diese Mission zu erfüllen, so tragt Mich in euren Herzen; ohne Mich könnt ihr nichts tun. Wer bin Ich?: Christus. Und wer ist Christus?: Er ist die Liebe Gottes. Darum sage Ich euch: Tragt Mich in euch, dann werdet ihr nicht umkommen. Vielmehr werdet ihr alle Widrigkeiten überwinden und die Ewigkeit erringen.

    44. Vergesst nicht, dass die göttlichen Kräfte nur bei den Demütigen sind und dass sie niemals herabkommen, um den menschlichen Eitelkeiten zu schmeicheln.

    45. Zwar beflecken viele ihren Geist; doch verurteilt sie nicht, denn sie wissen nicht, was sie tun. Auch sie werde Ich retten, ungeachtet dessen, dass sie Mich derzeit vergessen haben, oder Mich durch die falschen Götter ersetzt haben, die sie auf der Welt schufen. Auch sie werde Ich in mein Reich bringen, selbst wenn sie jetzt — weil sie den falschen Propheten folgen — den gütigen Christus vergessen haben, welcher für sie sein Leben hingab, um sie seine Lehre der Liebe zu lehren.

    46. Für den Vater ist niemand „böse“, niemand kann es sein, da sein Ursprung in Mir ist. Verirrte, Blinde, Gewalttätige, Rebellen, so sind viele meiner Kinder aufgrund ihrer Willensfreiheit geworden, mit dem sie ausgestattet wurden. Doch in allen wird Licht werden, und meine Barmherzigkeit wird sie auf den Weg zu ihrer Erlösung führen.

    47. Heute hat euch die Kraft der Materie und der Einfluss der Welt zu Egoisten gemacht. Aber die Materie ist nicht ewig, auch nicht die Welt und ihr Einfluss, und Ich bin der geduldige Richter, dessen Gerechtigkeit Herr des Lebens und der Zeit ist. Ihr dürft nicht jene richten, die Mich leugnen, denn dann werde Ich euch für schuldiger befinden als sie.

    48. Erhob Ich etwa meine Stimme, um meine Henker zu verurteilen? Habe Ich sie nicht mit Liebe und Sanftmut gesegnet? Wenn ihr doch verstündet, dass viele von jenen, die wegen dieses Vergehens zeitweilig auf der Welt in die Irre gingen, sich heute geläutert in der Geistigen Welt befinden!

    49. Seht, wie mein Wort euch den Weg zeigt und euch führt! Ich gebe es allen, weil Ich euch alle liebe und euch alle suche. Wartet nicht, bis euch die Wirbelstürme als Verirrte oder Schlafende überraschen, denn dann wird „Zähneklappern“ sein. Noch kennt ihr nicht meinen Rettungsplan; deshalb braucht ihr nur auf Mich zu vertrauen und Mir zu gehorchen.

    50. Merkt ihr, wie bescheiden mein Wort ist, wie unbedeutend die Diener sind, durch die Ich meine Stimme übertrage, und wie ärmlich das Milieu ist, in dem Ich Mich kundgebe? Wundert euch nicht, zu erfahren, dass in dieser Zeitepoche diese Lehre es sein wird, die die Geschicke der ganzen Menschheit regieren und lenken wird!

    51. Die göttlichen Gedanken sind durch meine in Verzückung befindlichen Stimmträger in Worte übertragen worden, welche, zu Sätzen vereint, eine geistige Lehre gebildet und festgelegt haben, welche voll von Offenbarungen und vollkommenen Unterweisungen ist.

    52. Dies ist der verheißene Tröster, dies ist jener angekündigte Geist der Wahrheit, der euch alles lehren würde. Die Zubereitung nimmt schon ihren Anfang, es kommen die Zeiten, in denen ihr jenen benötigt, der, weil er Stärke in seinem Geiste besitzt, euch mit dem Adel und der Schlichtheit seines Herzens, mit Weisheit und Gerechtigkeit führt.

    53. Die Menschen bedürfen derer, die in den Prüfungen standhaft zu bleiben vermögen — derer, die mit den großen Kämpfen der Welt und des Geistes vertraut sind. Sie sind es, die der Menschheit die Richtung weisen und sie führen können, denn in ihren Herzen wird nicht das Verlangen sein, irgendjemanden zu unterdrücken oder zu beherrschen. Sie können der Selbstsucht keine Herberge gewähren, weil sie in ihren Augenblicken der Erhebung die Barmherzigkeit des Herrn empfunden haben, der sie mit Liebe überschüttet, damit sie von dieser Barmherzigkeit an ihre Brüder weitergeben.

    54. Wenn ihr euch nicht vereint, werdet ihr den Menschen nicht zu antworten vermögen; wenn ihr euch nicht zusammenschließt, werdet ihr euch vor ihren Angriffen nicht schützen können. Bald wird der Kampf kommen, und dann ist es notwendig, dass Ich euch geschützt und zugerüstet finde durch Herzen, die Licht und Glauben besitzen. Alsdann sollt ihr schon fähig sein, denen zu vergeben, die euch beleidigen, weil ihr wisst, dass eure Mitmenschen euch jene Wunden aus wirklicher Unwissenheit zufügen.

    55. Wenn der Kampf einsetzt, will Ich, dass ihr auf die Beleidigungen eurer Mitmenschen mit eurer Vergebung und eurer Liebe antwortet.

    56. Nehmt euer Kreuz gleichfalls auf euch! Oder glaubt ihr etwa, dass das Kreuz von Christus keine Bürde ist? Glaubt ihr, dass meine Aufgaben klein sind? — Die Aufgaben derer, die Mir nachfolgen, werden weder klein noch leicht sein. Die leichten Werke sind für die geistig Schwachen, für die Herzen ohne Liebe.

    57. Es ist keine Zeit mehr zu verlieren, denn der Zeitpunkt rückt näher, an dem die Starken dieses Volkes in Erscheinung treten sollen, um die Wege zu ebnen, die euch zu jenem hohen Feste leiten, bei dem ihr meinen Geist euch näher fühlen werdet.

    58. Ich sehe unter den Anwesenden jene, die — von Wonne erfüllt, weil sie meine Inspiration fühlen und begreifen — sich für jenen Kampf vorbereiten. Sie wissen, dass nur die Wahrheit, die Vergeistigung und die Liebe die Waffen sein können, um siegreich zu bestehen.

    59. Kommt zu Mir, eilt herbei auf den liebevollen Ruf, den euer Vater an euch richtet, damit ihr fern den dunklen Wegen des Schmerzes oder der Unwissenheit euch an meinem Frieden und meinem Lichte sättigt und danach das gleiche bei euren Nächsten tun könnt.

    60. Ich bin nicht nur gekommen, um euch Aufgaben oder Verantwortungen zu übertragen. Ich habe Mich euch auch genähert, um eure Tränen zu trocknen und eure Klagen anzuhören.

    61. Heute folgt ihr eurem Heiland nach, und Ich helfe euch bei eurem Kreuz. Aber bevor eure Wanderschaft auf dieser Welt endet, sollt ihr die gute Botschaft in die Provinzen tragen.

    62. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“, und diese Welt hat geistigen Hunger. Daher könnt ihr euren Brüdern von dieser Nahrung anbieten, die ich euch anvertraut habe.

    63. Meine Lehre ist der Weg, der euch zeigt, auf Erden in Frieden zu leben, und der euch näher zum Vater bringen wird, wenn ihr einmal im Geiste lebt. Wo ist die Brüderlichkeit, die Ich die Menschen gelehrt habe? Sie existiert nicht auf der Erde, denn seit langem habt ihr zugelassen, dass das Unkraut unter dem Weizen wächst. Die Lieblosigkeit unter den Menschen nimmt überhand, ebenso wie die Zwietracht. Sie haben sich nicht als Brüder in Gott erkannt, und dennoch behaupten sie, dass sie Mich erkennen und Mich sogar lieben.

    64. Da gibt es Herren und Knechte, Richter und Angeklagte, Henker und Opfer, doch alle sind Brüder. Groß wird die Erschütterung sein, die mein Wort dieser Zeit in der Menschheit hervorruft, denn es wird als Richter zu allen Geistwesen gelangen.

    65. Wachet und betet, Jünger, damit ihr meine Gegenwart empfindet; denn falls ihr schlafen solltet, wird beim Erwachen großes Leid in eurem Geist sein.

    Achtet genau auf mein Wort, damit euch nichts unvorbereitet trifft. Wenn dann die Wege geebnet sind und die Länder ihre Tore öffnen, sollt ihr bereit sein, eure Mission zu erfüllen, und wenn die Herzen ein Wort des Lebens ersehnen, soll es sogleich von euren Lippen kommen. Ebenso soll — wenn leidende Menschen an eurer Tür vorübergehen — diese nicht verschlossen bleiben.

    66. Es ist nicht mehr Zeit, weiterhin den Freuden der Welt nachzujagen. Es ist an der Zeit, mit allen Sinnen und Kräften wach zu leben und aufmerksam zu sein für alles, was zu euch spricht und euch umgibt. Die Zeit eures Aufenthalts in dieser Welt ist schon sehr kurz geworden und es ist notwendig, dass ihr die kurze Zeitspanne nutzt, die ihr noch auf ihr lebt. Für die, die sich zubereiten, wird nichts unbeachtet vorübergehen, ob es menschliche Ereignisse, Zeichen in der Natur oder geistige Kundgebungen sind. Große Wunder wird derjenige erleben, der vorbereitet ist, damit er aufklären, lehren und denen Voraussagen machen kann, die weder sehen, fühlen noch verstehen.

    67. Geliebtes Volk, erkenne, wie groß das Glück des Geistes sein wird, der auf seinem Lebensweg seinen Brüdern als Führer, Ratgeber oder Stütze diente. Dies ist eure Aufgabe: stark, redlich und gehorsam gegenüber meinem Gesetze zu sein, damit ihr euren Nächsten als Leuchtfeuer dient.

    68. Wann wird diese Menschheit wie eine unermessliche Blume sein, deren Blütenblätter eure Herzen sind und deren Duft eure Liebe zu Mir ist?

    69. Wenn ihr seht, wie die Welt in dieser Stunde der Prüfung beschaffen ist, in welcher ihre ehrsüchtigen Leidenschaften und ihre Hassgefühle überschäumen, denkt ihr, dass diese Worte, die Ich euch sage, nur ein göttlicher Traum sind. Doch Ich weise euch darauf hin, dass Ich nur deshalb in der „Zweiten Zeit“ das Kreuz annahm, das ihr Mir gabt, und jetzt „auf der Wolke“ zu euch gekommen bin, weil Ich wusste, dass der Same meiner Liebe über die menschliche Unvollkommenheit triumphieren wird. Warum zweifelt ihr, dass Ich euch erlösen kann? Glaubt ihr, dass Christus sein Blut umsonst auf Golgatha vergossen hat, dass es euch nichts lehrte? Glaubt ihr, dass meine neue Kundgebung unfruchtbar ist? — Wahrlich, Ich sage euch, Gott kann sich nicht irren, und Er kann auch nicht scheitern in seiner Liebesmission.

    70. Groß, sehr groß ist in euren Augen die menschliche Verderbtheit, furchtbar erscheint euch die Macht und die Kraft des Bösen, welche die Menschen ausüben, und dennoch sage Ich euch, dass sie schwach ist gegenüber der Kraft meiner Gerechtigkeit, gegenüber meiner Göttlichkeit, welche Herr des Schicksals, des Lebens, des Todes und der ganzen Schöpfung ist.

    71. Aus dieser gesegneten und fruchtbaren Erde hat der Mensch eine Hölle gemacht, weil er alle Kräfte und Elemente, mit denen Ich ihn für das Leben umgab, dazu verwendet hat, sich den Tod zu verursachen. Trotz alledem kann Ich euch sagen, dass der, der bereut, seine Verfehlung begreift und sich bemüht, sie wiedergutzumachen, bald zu den geistigen Toren des wahren Paradieses gelangen wird, wo der Engel des Herrn sein Schwert in die Scheide stecken und ihn in das ewige Reich des Friedens eintreten lassen wird, wo die Liebe des Vaters ihm den Lohn geben wird, der allen Menschen guten Willens verheißen ist.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 53

    1. Warum entdecke Ich, dass ihr von dem Tag, an dem Ich Mich bei euch kundgebe, bis zum nächsten, an dem Ich euch eine neue Unterweisung gebe — also in einer so kurzen Zeitspanne — bereits den Frieden verloren habt, den Ich euch schenkte? Verliert auf euren Lebenswegen nicht die Gnaden, die Ich euch übergebe.

    Ihr kommt verzagt durch die Prüfungen und Wechselfälle, die euch auf eurem Weg begegnen, ihr nähert euch mit zerknirschten Herzen. So sehe Ich euch fast immer, wenn Ich euch meinen Frieden gegeben habe, damit ihr den Entwicklungsweg eures Lebens mit frohem Mut und Glauben zurücklegt.

    2. Ich habe euch beten gelehrt, damit ihr euch von den Gefahren und Hindernissen, den Fallstricken und Finsternissen befreit. Ich habe euch gesagt, dass selbst die Naturgewalten euer Gebet vernehmen werden, wenn sie um meiner Gerechtigkeit willen entfesselt sind. Sie werden über euch hinweggehen, ohne euch anzutasten, weil ihr mit Glauben und Lauterkeit zu beten verstandet.

    3. Aus dem Schmutz und dem Abgrund werde Ich euren Geist in dieser Zeit emporheben, damit er nicht nur ihren Gott, sondern auch sich selbst sowie seine Geistesgaben erkennt. Aber zuvor werdet ihr durch den Schmelztiegel des Leides hindurchgehen müssen, der euch reinigen wird. Denn ohne innere Erneuerung werden eure Gaben nicht in voller Stärke erstrahlen können.

    4. Die menschlichen Leidenschaften sind wie ein Unwetter, das euer inneres Heiligtum peitscht, und nur der, der betet, ist stark genug, um den Prüfungen standzuhalten, und nur der, der wacht, ist genügend aufmerksam, um sich zu schützen.

    5. Wenn Ich zu euch von Tempeln und von Heiligtümern spreche, meine Ich nicht die Versammlungsstätten, die ihr im Materiellen errichtet, sondern euer Herz; denn wo immer ihr auch hingeht, dort wird der Tempel sein, und ihr werdet meine Liebe in ihm immer gegenwärtig finden.

    6. Die Menschheit hat Religionen geschaffen, so etwas wie Wege, die zu Mir führen. Doch Ich sage euch: Wandelt nicht mehr gemäß der menschlichen Auslegung, die jeder meinem Gesetze gibt. Es ist nun Zeit, dass ihr alle meine Inspiration zu empfangen versteht, damit jenes Licht es ist, das euch führt.

    7. Manchmal fragt ihr euch: Warum ist dieses Volk das einzige, zu dem Ich gesprochen habe, wo es doch so viele Nationen gibt, die dessen bedürfen? — Darauf antworte Ich euch, dass es in der damaligen Zeit nur eine Menschengruppe war, die meine Kreuzigung und meinen Tod miterlebte, und dennoch verbreitete sich das Blut des Lammes über die ganze Menschheit, um ihr den Weg zu ihrer Entsühnung zu zeigen. So werde Ich in der heutigen Zeit zu diesen Gemeinschaften hier sprechen; doch das Licht meines Geistes ist über den ganzen Erdkreis ausgegossen.

    8. Alle Mittel, um zu lernen und danach zu handeln habe Ich euch bereits übergeben, und Ich will nicht, dass — wenn ihr im Geiste in meine Gegenwart kommt — ihr euch ohne Ernte einstellt und vorgebt, dass die Unnachgiebigkeit und Widerspenstigkeit des Körpers euch eure Aufgabe nicht erfüllen ließ. Denn wer nicht über die Versuchungen der Welt siegt, wird keine Verdienste besitzen, um sich vor seinem Herrn zeigen zu können. Viel Kraft besitzt der Körper in seinen Leidenschaften, Neigungen und Schwächen, aber der Geist ist mit einer höheren Macht ausgestattet, und mit ihr kann er das Böse bezwingen.

    9. Welches Verdienst hätte euer Geist, wenn er innerhalb eines Körpers ohne Willen und ohne eigene Neigungen wirken würde? Der Kampf des Geistes mit seiner Körperhülle ist der von Macht gegen Macht. Da findet er den Prüfstein, an dem er seine Geistesgröße beweisen muss. Es ist die Prüfung, in welcher der Geist oft für einen Augenblick den Versuchungen erlegen ist, in die die Welt ihn durch das Fleisch bringt. So groß ist die Gewalt, die diese auf den Geist ausüben, dass ihr schließlich den Eindruck hattet, dass eine übernatürliche und bösartige Macht euch ins Verderben riss und euch in den Leidenschaften zugrunde richtete.

    10. Wie groß ist die Verantwortung des Geistes vor Gott! Das Fleisch hat diese Verantwortung nicht übernommen. Seht, wie es für immer in der Erde ruht, wenn der Tod kommt. Wann werdet ihr Verdienste erwerben, damit euer Geist würdig wird, vollkommenere Heimstätten zu bewohnen als die, in der ihr lebt?

    11. Die Welt bietet euch Kronen an, die nur von Eitelkeit, von Stolz und falscher Größe zeugen. Dem Geist, der über diese Eitelkeiten hinwegzugehen versteht, ist im Jenseits eine andere Krone vorbehalten, jene meiner Weisheit.

    12. Einstmals suchte Ich Täler, Berge, das Meer und die Wüste auf, um zu euch zu sprechen. Auch heute stellte Ich fest, dass es Herzen gibt, die durch ihren Frieden den Tälern gleichen — andere, die wie ein stürmisches Meer sind, wie jenes, das aufschäumte, als Jesus mit seinen Jüngern im Boot darauf fuhr. Einige werden durch ihre Erhebung, wenn sie Mir zuhören, dem Berge ähnlich, und andere gleichen mit ihrer Einsamkeit und (geistigen) Dürre der Wüste.

    13. Ihr, die ihr mein Wort hört — liebt es, studiert es, und praktiziert es. Wie viele, die den Wunsch hatten, es zu hören, können es nicht vernehmen, weil ihnen in dieser Zeit diese Gnade nicht zuteil wurde. Doch wahrlich, Ich sage euch, sein Echo wird zu allen gelangen und in größerer Reinheit, denn es wird nicht die Stimme eines Menschen sein, die zu ihnen kommt, sondern der Geist Gottes.

    14. Heute bearbeite Ich euer Herz mit dem Meißel meines Wortes, Ich lehre es, den Schmerz der andern zu fühlen; denn wer kein Mitgefühl besitzt, kann nicht mein Apostel sein. Ich will nicht, dass die Notleidenden — nachdem sie vergebens an eure Tür geklopft haben — Mich schluchzend fragen, ob jene meine Auserwählten sind — diejenigen, die Ich als Treuhänder der Sorgen ihrer Brüder vorbereitet habe, als die Vertrauenspersonen und Stützen für die Bedürftigen.

    Wachet, o Jünger, damit ihr sogar mitten in der Nacht, wenn ihr tief schlaft, die Hand wahrnehmen könnt, die an eure Türe klopft. Dieser Notleidende, der euch heute aufsucht, kann jener sein, der — durch eure Hilfsbereitschaft bewegt — sich gleichfalls in meinen Arbeiter verwandelt und euch morgen eure Mission erleichtert. Wie viele von denen, die heute um ein wenig Liebe, Verständnis oder Gerechtigkeit bittend herbeikommen, werden morgen der Schild sein, der euch schützt, oder der Zeuge, der euch rettet. Aber was könnt ihr von dem erwarten, der in all seinem Schmerz an eure Türen klopfte und seine Hoffnung auf eure Hilfsbereitschaft setzte und dann kein Gehör fand? Lasst jenen zu euch kommen, der im Schlamm des Lasters versunken ist; wenn ihr ihn innerlich zu bewegen versteht, wird er Reue fühlen. Lasst den Zerlumpten sich eures Hauses und eures Tisches würdig fühlen; empfindet jedoch keinen Widerwillen vor seiner Armut, vielleicht ist er geistig reiner und geschmückter als ihr. Spart eure besten Aufmerksamkeiten und euer freundlichstes Lächeln nicht für jene auf, die in ihren Händen materiellen Reichtum haben, oder die sich in kostspieliger Aufmachung präsentieren. Lasst euer Herz nicht auf diese Unterschiede sehen und teilt die Wohltat eurer Gaben an alle gleich aus. Leiden gibt es überreichlich — wie viel Gutes könnt ihr an jedem Tag und zu jedem Zeitpunkt tun!

    15. Wenn ihr die Kinder beobachtet, werdet ihr sehen, dass es viele Kleine ohne Liebe, ohne Gesetz und ohne Brot gibt. Wenn ihr unter die Jugend tretet, werdet ihr den Kampf der Leidenschaften, die verfehlten Wege antreffen, und wenn ihr euch unter den Männern und Frauen umseht, die die Lebensreife erreicht haben, werdet ihr unter ihnen Tragödien finden, den sehr bitteren Kelch: manchmal den der Witwenschaft, das Fehlen von Hoffnung und Glauben sowie von wahrer geistiger Ermutigung, die sie tröstet und stützt.

    16. Mein Wort allein vermag das durch das Leid hart gewordene Herz zu rühren und empfindsam zu machen. Viele von euch hatten so viel gelitten, dass sie den Schmerz der andern nicht fühlten und er ihnen gleichgültig war.

    Ich spreche zu euch viel vom Schmerz und erwähne häufig das Erbarmen, das ihr mit euren Mitmenschen haben sollt, weil es so viele Leiden in der Welt gibt, wie es menschliche Wesen gibt, und in der heutigen Zeit fangen die Leiden der Menschheit erst an. Darum bereite Ich euch vor, damit ihr euren Brüdern mit eurer Liebe neue Kraft gebt.

    17. Wenn es den großen Völkern der Erde gefällt, auf das „Wohl“ der Welt zu trinken, indem sie den Leidenskelch hochheben und ihn auf die Menschheit ausgießen, so entbiete Ich euch von diesem bescheidenen Tische aus einen geistigen Kelch voll Süße und Leben, damit ihr diese Botschaft zu denen bringt, die in ihrem Herzen den Tod und auf ihren Lippen Bitternis haben.

    18. Geht Schritt für Schritt auf diesem Weg der Liebe. Lasst die stürmischen Winde über euch hinwegbrausen, ohne schwach zu werden. Eure Ohren werden sie sagen hören, dass ihr auf dem Wege des Verderbens seid; doch stärkt euch in der Erinnerung an meine Worte, als Ich euch sagte, dass mein Mantel jeden bedecken wird, der auf der Welt den Weg geht, den Ich ihm mit der blutigen Spur meines Leidens vorgezeichnet habe.

    19. Ich will, dass euer Gesicht die Sanftmut eures Geistes, jedoch nicht Heuchelei widerspiegelt; denn das, was eure Brüder nicht sehen, werde Ich richten.

    Nach Stürmen, die dieses Volk peitschen müssen, wird die Zahl derer, die um Mich geschart bleiben, klein sein, weil viele durch die Prüfungen verzagen werden. Doch die Übrigbleibenden werden jene sein, die mein Werk zum Erblühen bringen. Alles wird dann lauter sein, im Materiellen wie im Geistigen. Denn Ich habe euch mit meinem Worte den Weg geöffnet, der durch die Bosheit und den Ungehorsam der Menschen verschlossen war. Die Augen eures Geistes wurden ebenfalls geöffnet, damit ihr die Wahrheit schaut. Ich sage euch noch einmal, dass jedes Auge Mich schauen wird.

    Die rechtverstandene Buße, die Ich von euch verlangt habe, hat den Zweck, dass ihr in eurem Leben einen Anfang zur Erneuerung macht. Darum sage Ich euch, dass Ich nicht will, dass ihr euch mit „Kleidern“ der Heuchelei bedeckt. Ich will, dass ihr gut und aufrichtig seid und mit euren Werken die Wahrheit meiner Lehre bezeugt.

    20. Ihr werdet einen großen Schatz an Weisheit erlangen, ohne die Bücher der Menschen zu benötigen, da euer einziges Lehrbuch dies Wort ist, in welchem ihr weder Einfluss von fremden Lehren, noch von schlechten Auslegungen oder von Menschentheorien haben werdet, sondern nur mein Gesetz, das euch den Weg eurer Entwicklung vorzeichnet.

    21. Der dichte Schleier eures Materialismus hatte euch in eine Unwissenheit versinken lassen, die verursachte, dass ihr euch dem Göttlichen ferne fühltet, und die euch das Licht verbarg, welches das Leben des Geistes erhellen muss. In dieser Zeit zerriss meine Stimme jenen Schleier und zeigte euch mein Heiligtum, indem sie euch neue Lehren aus meiner geheimen Herzenskammer offenbarte. Bei meiner geistigen Kundgebung haben die einen ihre Lampe des Glaubens entzündet, während die andern vorgezogen haben, das Leben weiterhin in dem Lichte zu betrachten, das ihnen ihre geringe geistige Erkenntnis gegeben hat. Wann werdet ihr alles erfassen, was ihr für euren Geist (an Erkenntnissen) ansammeln müsst?

    22. Ich verbiete euch nicht, die Natur zu erforschen oder Kenntnisse anzuhäufen, wenn diese zum Wohle und Fortschritt eures menschlichen Lebens sind. Aber Ich will, dass ihr euch auch dafür interessiert, für euren Geist Licht zu erlangen, denn es wird das einzige sein, was ihr von hier zum Jenseits mitnehmt, und was euch auf dem geistigen Wege für euren Fortschritt dienlich ist. Ich bin jedem von euch so nahe, dass ihr Mich mit euren Gedanken nur etwas zu fragen braucht, um sogleich meine Antwort zu empfangen. Niemand kann dem Vater vorwerfen, dass Er sich von seinen Kindern zurückgezogen hat. Denn als ein liebevoller Hirte habe Ich immer über alle meine Schafe gewacht, und Ich kann euch in Wahrheit sagen, dass keines verlorengegangen ist und auch nicht verlorengehen wird, weil Ich überall bin. An jedem Orte ist mein Licht vorhanden, und das Leben und die Liebe eures Vaters pulsiert in der ganzen Schöpfung.

    23. Der Mensch ist von der Erfüllung meines Gesetzes abgewichen; doch heute kann Ich euch sagen, dass Ich mit meinen Liebeslehren viele verirrte Schafe auf den Weg zu ihrer Aufwärtsentwicklung bringe. Aber wenn diese zur Hürde zurückkehren, werde Ich andere herbeiführen, bis Ich sie alle im Gehege meiner Liebe verwahrt habe.

    24. Heute wisst ihr, dass der Schmerz den Geist und das Herz läutert und dass es nicht das erste Mal ist, dass ihr euren Geist von ihren Verfehlungen reinigen müsst. Der Leidenskelch goss seinen Inhalt auf die Welt, und es war wie eine neue Sintflut, aber schmerzhafter, bitterer und länger anhaltend. Es werden Zeiten kommen, in denen nicht der Schmerz die Menschen bändigt und zügelt, sondern das Licht ihres Gewissens. Wenn ihr noch immer den Schmerz als einen Zaum benötigt, ist es das klarste Zeichen dafür, dass ihr euch geistig nicht entwickelt habt.

    25. Denkt daran, meine Kinder, dass ihr den Berg (der Vollkommenheit) ersteigen müsst und dabei ein Kreuz des Schmerzes auf dem Rücken tragt. Aber begreift, dass das Kreuz, das euch (geistig) emporheben soll, nicht das der Abtragung für eure Sünden ist, sondern das eurer Opfer für andere.

    Den Männern sage Ich, dass sie Führer, Verteidiger und Beschützer der Menschen sein sollen. Den Frauen, den Müttern sage Ich: Betet für die großen Scharen von Kindern ohne Eltern, ohne Heim und ohne Brot. Eure Gebete werden wie die Flügel der Lerche sein, die sich ausbreiten, um die Jungen zu bedecken. Doch denkt in diesem Augenblicke nicht nur an die euren, denn sie haben eure mütterliche Liebe, sondern an jene, die auf der Erde nichts als Einsamkeit und Hunger nach Liebe haben. Betet für sie! Wer kann besser als ihr die Kälte, die Leere und den Durst jener zarten Herzen verstehen? Betet, dann wird das Brot, das Obdach und die Liebe bald zu ihnen kommen. Dies ist die rechte Gelegenheit, um Barmherzigkeit zu üben.

    26. Ihr seid auf die Erde verbannt worden, auf diesen Planeten, den der Mensch in ein Tränental verwandelt hat, obwohl er ein wunderbarer Garten ist, den der Schöpfer mit seinen Segnungen überschüttete. Doch die Menschen werden einsehen lernen, dass ihnen um der Abtragung ihrer Schuld willen beschieden war, in dieser Zeit zur Welt zu kommen, um diese Wüste von Trübsal und Schmerz in ein Paradies des Lichtes zu verwandeln, in eine Stätte der Brüderlichkeit und des Friedens, wo man mein Gebot erfüllt, das euch sagt: „Liebet einander!“

    27. Unter denen, die Mir zuhören, befinden sich Ungläubige, die, um glauben zu können, (mit ihren Händen) betasten möchten, wie es Thomas tat. Ihnen sage Ich, dass sie sich eines Tages mit Mir von Geist zu Geist verbinden werden. Zuerst sollen sie ihr Gefäß von innen und von außen reinwaschen, damit mein Wort sich in dasselbe wie ein Tau der Gnade und des Lebens für den Geist herabsenkt.

    28. Die Kranken möchten mein Gewand berühren wie in der Zweiten Zeit, damit ihr Glaube sie heilt. Doch Ich sage euch: Warum berührt ihr nicht meinen Göttlichen Geist mit euren reinen Gedanken, mit eurem inbrünstigen Gebet? Ihr würdet alles erlangen, was euer Geist und euer Körper benötigt.

    29. Dies ist die Unterweisung, die Ich euch gebe, womit Ich euch das Buch erblicken lasse, das Ich zu allen Zeiten vor euch aufgetan habe. Es ist das Buch meiner ewigen Weisheit, das Ich euch heute beim Sechsten Siegel geöffnet zeige, wobei Ich als meinen Dolmetscher den Stimmträger verwende, den Ich zubereitet habe.

    30. Zu allen Zeiten wolltet ihr meine Kundgebung studieren, um meinen Willen und meine Gebote kennenzulernen, und Ich habe auf eure Fragen geantwortet, weil jeder, der Mich aus Liebe sucht, mit dem Wunsch, die Wahrheit zu finden, Mich findet, Mich vor sich sieht, Mich fühlt und sich an meiner Liebe erquickt, ebenso wie Ich von Freude erfüllt werde, wenn meine Kinder Mir die Frucht vorweisen, die sie mit ihren Werken der Liebe und Barmherzigkeit erreicht haben, mit denen sie den Schmerz ihrer Mitmenschen gelindert haben.

    31. In diesem Buche, das Ich ein weiteres Mal vor euch aufgeschlagen habe, sind alle meine Lehren enthalten, und was in ihm niedergeschrieben ist, sollt ihr kennenlernen, und es wird zu eurem Glücke sein, weil es euch auf den Weg zu eurer Aufwärtsentwicklung führen wird.

    32. Euch verlangt danach, meine Inspirationen zu empfangen, die Ich zu allen Zeiten reichlich fließen ließ; doch ihr habt sie nicht genutzt. Werdet ihr heute, da Ich mit euch durch das menschliche Verstandesorgan in Verbindung trete, weiterhin an meinen Unterweisungen und an meiner Gegenwart unter euch zweifeln? — Ich spreche nicht zu den Toten oder zu Wesen ohne Vernunft, sondern zu euch, die ihr menschliche Wesen seid und ein Gewissen habt und Mich kennt.

    Wenn Ich zu den Toten sprechen würde, hätten diese sich schon aus ihren Gräbern erhoben, wenn Ich zu den Steinen oder zu den Elementen der Natur spräche, würden sie bereits Zeugnis von Mir ablegen. Doch die Ungläubigkeit meiner Kinder wird meine Unterweisung nicht aufhalten, und dies Buch wird weiterhin von der Wahrheit, dem Leben der Gnade und dem Jenseits sprechen.

    33. Was sucht ihr in meiner Lehre, was wollt ihr kennenlernen, meine Kinder? „Das Licht“, sagen Mir die einen. „Wir sehnen uns danach, den Frieden zu finden“, höre Ich die andern sagen. Ich sage euch: Wenn ihr euch zuberereitet, werdet ihr in meinem Worte alles finden, was euer Geist ersehnt. Ich habe diese Nation wie einen fruchtbaren und gesegneten Acker zubereitet, von wo aus ihr den Berg des Neuen Zion schauen könnt — das Land, das euch erwartet. Und morgen, nachdem ihr durch die Welt gegangen seid und dabei eure Aufgabe erfüllt habt, werdet ihr euch im Geiste auf den Wegen des Jenseits befinden, und ihr alle werdet in einem einzigen „Tale“ vereint sein und mit Mir einen einzigen Geist bilden.

    34. Ihr müsst studieren, damit ihr die Ursache der Ereignisse dieser Zeit versteht: Warum Elias in dieser Zeit gekommen ist, und warum Ich euch mein Wort gebe. Zu allen Zeiten ist Elias als mein Vorläufer gekommen, um den Geist aller Menschen vorzubereiten.

    In der „Ersten Zeit“ kam Elias zur Erde, näherte sich den Herzen der Menschen und fand sie dem Heidentum und Götzendienste verfallen. Die Welt wurde von Königen und Priestern regiert, und beide hatten sich von der Erfüllung der göttlichen Gesetze abgewandt und führten ihre Völker auf Wege der Verwirrung und Unwahrheit. Sie hatten verschiedenen Göttern Altäre errichtet, denen sie Verehrung erwiesen. Elias trat in jener Zeit auf und sprach zu jenen mit Worten voller Gerechtigkeit: „Öffnet eure Augen und erkennt, dass ihr das Gesetz des Herrn entweiht habt. Ihr habt das Vorbild seiner Sendboten vergessen und seid Kulten verfallen, die des lebendigen und mächtigen Gottes unwürdig sind. Es ist notwendig, dass ihr erwacht, auf Ihn schaut und Ihn anerkennt. Zerstört euren Götzendienst und erhebt eure Augen über jedes Bildnis, mit dem ihr Ihn dargestellt habt.“

    35. Elias hörte meine Stimme, die ihm sagte: „Entferne dich von diesem bösen Volke. Sage ihm, dass für lange Zeit kein Regen mehr fallen wird, bis du es in meinem Namen befiehlst.“ — Und Elias sprach: „Es wird nicht mehr regnen, bis mein Herr die Stunde anzeigt und meine Stimme es befiehlt“, und indem er dies sagte, entfernte er sich. — Von jenem Tage an war die Erde trocken, die für den Regen bestimmten Jahreszeiten verstrichen, ohne dass dieser sich einstellte. Am Himmel sah man keine Anzeichen für Regen, die Felder fühlten die Dürre, das Vieh verschmachtete nach und nach, die Menschen gruben in der Erde nach Wasser, um ihren Durst zu löschen, ohne es zu finden, die Flüsse vertrockneten, das Gras verwelkte, weil es den Strahlen einer sengenden Sonne erlag, und die Menschen riefen ihre Götter an und baten sie, dass jenes Element zu ihnen zurückkehre, um Samen zu säen und zu ernten, der sie ernähren würde.

    36. Elias hatte sich auf göttliches Gebot hin zurückgezogen, betete und erwartete den Willen seines Herrn. Die Männer und Frauen begannen aus ihrer Heimat fortzuziehen auf der Suche nach neuen Ländern, wo sie kein Wasser entbehren würden. Überall sah man Karawanen, und an allen Orten war die Erde ausgedörrt.

    37. Die Jahre vergingen, und eines Tages, als Elias seinen Geist zum Vater erhob, hörte er seine Stimme, die ihm sagte: „Suche den König auf, und wenn Ich dir das Zeichen gebe, werden die Wasser wieder auf dies Land herabfallen.“

    38. Elias, demütig und voll Gehorsam, ging hin zum König jenes Volkes und zeigte vor den Anbetern des falschen Gottes seine Macht. Danach sprach er vom Vater und von Dessen Macht, und da erschienen die Zeichen: Blitze, Donner und Feuer gewahrte man am Himmel, darauf fiel der lebenspendende Regen in Strömen herab. Von neuem bekleideten sich die Felder mit Grün, die Bäume waren voller Früchte, und es gab Wohlstand.

    39. Das Volk erwachte angesichts dieses Beweises und erinnerte sich seines Vaters, welcher es durch Elias aufrief und ermahnte.

    40. Zahlreich und sehr groß waren zu jener Zeit die Wundertaten Elias‘, um die Menschen aufzurütteln.

    41. In der „Zweiten Zeit“ erschien Johannes der Täufer, riet zur Buße und bereitete die Herzen vor, den Messias zu empfangen. Jener gesegnete Vorläufer redete zu den Menschenmengen, weil sich die Zeit von Jesu Predigttätigkeit nahte und es notwendig war, dass sie Ihn erkannten. — Er taufte mit Wasser und goss es auch über Jesus aus, wobei er zu Ihm sprach: „Meister, warum muss ich Dich taufen, obwohl Du ohne Makel bist?“ Darauf erwiderte Jesus: „Es muss also geschehen, damit Ich mein Tagewerk damit beginne, dass Ich Ergebung zeige, auf dass diese hier, die Mir nachfolgen, sich zu läutern und zuzurüsten verstehen, wenn sie sich anschicken, ihre Aufgabe zu erfüllen.“

    42. Elias, ein Geist von großer Macht, der von der Menschheit nicht erkannt worden ist, ist immer mein Wegbereiter gewesen. Heute ist er ein weiteres Mal gekommen, um die Gekennzeichneten vorzubereiten, die Mir als Stimmträger zu dienen haben, sowie alle Menschen.

    43. Wenn ihr euch zubereitet und meine Unterweisung studiert, um meinen Willen kennenzulernen, wird Elias euch zu Hilfe kommen und euch Stütze und Freund sein.

    44. Elias ist (ein) göttlicher Strahl, der alle Wesen erleuchtet und lenkt und sie zu Mir führt. Liebt ihn und verehrt ihn als euren Bahnbrecher und Fürsprecher.

    45. Jünger, wenn ihr in das Himmelreich eingehen wollt, so tut gerechte Werke, erfüllt das Gesetz, dann wird mein Werk von allen erkannt werden und unter den Religionen und Lehren als der einzige Weg hervorragen, den Ich den Menschen vorgezeichnet habe.

    46. Kommt zu Mir, damit Ich euch bei eurer Zubereitung behilflich bin, setzt euch an meinen Tisch, an dem Ich für jeden meiner Jünger einen Platz bereithalte, von dem aus ihr meinem Unterricht beiwohnen werdet. Kümmert euch nicht darum, ob die Person, durch die Ich Mich kundgebe, ein Mann oder eine Frau, ob sie ein Greis, ein Jüngling oder ein Kind ist. Ergründet meine Unterweisungen, bis ihr den göttlichen Sinngehalt dieses Wortes gefunden habt; dann werdet ihr meine Gegenwart durch jeden meiner Erwählten fühlen. Nützt diese Augenblicke, denn später könntet ihr es beklagen, wenn ihr nicht also tut.

    47. Lasst dies Volk wachsen, wie die Bäume wachsen, indem sie ihre Zweige vervielfältigen, wie die Flüsse sich ausdehnen, indem sie neue Flüsse und Bächlein bilden. Seht, wie aus einer Gemeinschaft neue Gemeinschaften in den Provinzen und in den Städten hervorgehen!

    48. Mein Geist ist es, der sie (die Berufenen) in die verschiedenen Provinzen gesandt hat, um eine Botschaft der Vergeistigung zu überbringen. Warum wenden sich manche von den Grundsätzen der Vergeistigung ab, die Ich ihnen aufgezeigt habe — nämlich ohne irgendwelchen Eigennutz Liebe zu schenken und Barmherzigkeit zu üben — und verkaufen die Dienste, die sie mittels Gaben vollbringen, die sie nichts gekostet haben? Erinnert ihr euch nicht, dass Ich von den ersten Unterweisungen an, die ihr gehört habt, euch sagte, dass ihr wachen und beten sollt, weil die Versuchung eure Schritte umlauert? Denkt nach, dann werdet ihr euch entsinnen, dass Ich euch auch sagte, dass Ich euch mehr zu geben habe, als ihr von Mir zu erbitten habt — damit ihr euch darauf beschränken solltet, das von Mir zu empfangen, was zulässig ist.

    49. Wisset, dass im Buche eurer Bestimmung der Tag und die Stunde aufgezeichnet ist, da sich die Pforten des Jenseits öffnen werden, um eurem Geist Einlass zu gewähren. Von dort aus werdet ihr euer ganzes Werk auf Erden, eure ganze Vergangenheit sehen. Ihr wollt doch dann nicht Stimmen hören, die aus Vorwürfen oder Klagen gegen euch bestehen, oder jene sehen, die euch als Urheber ihrer Übel bezeichnen!

    50. Welches Leid, welchen Schmerz fühlt ein Geist, wenn er in jene Welt des Lichtes und des Friedens kommt und hört, dass die Klage seiner Opfer bis dorthin gelangt. Wenn ihr diese kritische Situation nicht durchleben wollt, so pflegt schon jetzt die Felder, die Ich euch anvertraut habe, und legt in sie den Samen meiner Lehre in ihrer ganzen Reinheit. Fühlt euch nicht unfähig, Werke zu vollbringen, die meiner würdig sind, und verlasst eure Ackergeräte nicht bei erst halb getaner Arbeit, um diesen Auftrag zu vergessen und euch erneut den Versuchungen der Welt hinzugeben.

    51. Kommt eilends herbei, mein Wort zu hören. Erinnert euch daran, dass der Tag sehr nahe ist, an dem ihr es in dieser Form nicht mehr hören werdet. Für euch ist bereits die Zeit vorbei, in der es nötig war, dass Propheten vor dem Volke auftraten, um es zu ermahnen, Buße zu tun, und um ihm mit der Gerechtigkeit Gottes zu drohen, falls es nicht auf jenen Warnruf hören sollte. Heute will Ich, dass ihr die Propheten seid, welche die Menschheit erwecken und ihr diese himmlische Botschaft übermitteln. Ich werde Wunder auf eurem Wege tun und euch die Waffen der Wahrheit geben, um mit ihnen zu kämpfen, denn ihr werdet bekämpft werden.

    52. Viele krumme Wege werde Ich gerade machen, indem Ich Mich der Rechtschaffenheit meiner guten Jünger bediene. Die geistige Gegenwart des Volkes Gottes, auf Erden Israel genannt, wird sich unter den Menschen fühlbar machen, und viele werden zu der Einsicht kommen, dass das, was in materieller Form ausgelegt worden war, einen hohen geistigen Sinn hatte.

    53. Auch wenn die Geistwesen, die dies Volk gebildet haben, über die Welt und das Geistige Tal verstreut wurden, um eine Sühnepflicht zu erfüllen, werden sie jetzt — aufgrund meiner Liebe vereint durch das Licht des Heiligen Geistes, das den Pfad ihrer Entwicklung erhellt — auf ihrem Wege alle zusammenführen, die nach Freiheit, nach Frieden, nach Wahrheit und Gerechtigkeit, nach Liebe und Erlösung hungern.

    54. Wahrlich, Ich sage euch, das Volk Gottes ist grenzenlos, ihr alle gehört geistig dazu. Darum konnte dies Volk nicht auf eine Nation oder eine Rasse beschränkt bleiben. Das Volk Israel, das von den Propheten und Patriarchen der Ersten Zeiten das Volk Gottes genannt wurde, ist ein Symbol der universellen Familie, ein Volk, das aus Wesen gebildet wurde, die für meine Vorhaben weise ausgewählt worden waren, und das Ich als Werkzeug gebrauchte, um der Menschheit meine Lehren wie ein vor den Menschen aufgeschlagenes Buch zukommen zu lassen — ein Buch, das von geistiger und körperlicher Entwicklung, von göttlichen Offenbarungen, von Weissagungen, von menschlichen Auslegungen, von Erfolgen und von Irrtümern jenes Volkes spricht, von Glanz und Niedergang, von Freiheit und Knechtschaft, von Licht und von Finsternis. Dies Volk wird kein „Gelobtes Land“ mehr unter den Füßen haben. Seine Aufgabe besteht darin, die Verirrten zu suchen, den Schwachen neuen Mut einzuflößen und ihnen den Weg aus der Wüste zu zeigen, hinter der die Tore des Neuen Jerusalem liegen, der Geistigen Stadt, in der ihr ewig mit eurem Meister wohnen werdet.

    55. Die hundertvierundvierzigtausend Gekennzeichneten haben die Aufgabe, voll Eifer für das Gesetz einzutreten, das Volk auf dem Wege zu ermutigen, den Glauben zu verteidigen. Sie sollen Soldaten des Friedens sein, Meister in meiner Weisheit, Ärzte für alle Krankheiten, Tröster und Propheten.

    56. Große Ereignisse haben die Generationen dieser Zeit miterlebt. Ohne dass ihr euch dessen bewusst werdet, durchlebt ihr die große Schlacht, die nicht nur auf euren Schlachtfeldern oder in den kriegführenden Nationen, sondern auf vielen Gebieten stattfindet. Die wahre Schlacht vollzieht sich im Geistigen — dort, wo eure Augen nicht hindringen, im menschlichen Verstande und Herzen, in den Männern der Wissenschaft und der Religionen und in allen menschlichen Institutionen. Der Grund dafür ist, dass eine neue Zeit herannaht, in der das Siebte Siegel geöffnet werden muss und die Gerechtigkeit und das Licht in den Geistwesen triumphiert. Zuvor werde Ich Geistwesen zur Erde senden müssen, die voll meiner Gnade sind und die die Menschen wie Kinder führen werden, damit sie ihr Heil erlangen.

    57. Betet und fühlt, wie Elias den Weltraum von einem Ende zum anderen durcheilt und auf den dunklen Wegen Licht verbreitet, jene rettet, die sich verirrt haben, die Befleckten reinigt, diejenigen erweckt, die in der Unwissenheit schlafen, und alles ordnet, denn dies ist seine Zeit. Fürchtet ihn nicht, liebt ihn, denn er ist als Hirte gekommen, um euch zum Vater zu führen, zur himmlischen Hürde, die euch erwartet.

    58. Mein Wort und alle Weissagungen werden in Erfüllung gehen.

    59. In der „Zweiten Zeit“ habt ihr meine Hände an ein Holz genagelt, die gleichen Hände, die die Kranken geheilt und Kinder, Jünglinge und Greise liebkost haben. Heute habe Ich meine Rechte freigemacht, doch nicht, um das Kreuz zurückzuweisen, an dem ihr Mich erhöht habt — nein, vielgeliebte Kinder, heute strecke Ich sie liebevoll aus, um euch meinen Segen zu spenden.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 52

    1. Nährt euch von meinem göttlichen Wesen, seid stark in der Erfüllung meines Gesetzes, dann werdet ihr als Lohn Frieden und Trost in euren Werken finden. Seid wahrhaftige Fürsprecher eurer Brüder und bringt ihnen durch eure Gebete und eure Verdienste den Frieden meines Geistes. Beraubt euch nicht meiner Gnade in diesen Zeiten voller Verführungen. Stärkt euren Geist, damit ihr aus den Prüfungen siegreich hervorgeht.

    2. Legt Fürbitte ein und erwerbt euch sogar Verdienste an jenen, die euch nicht lieben. Handelt wie Maria, eure Himmlische Mutter, die Göttliche Fürsprecherin, die sowohl für den eintritt, der seine Hoffnung auf sie setzt, als auch für den, der ihr sein Herz verschlossen hat, oder für den, der ihre Reinheit und ihr göttliches Wesen leugnet.

    3. Schwierig ist deine Aufgabe und edel deine Bestimmung, Volk. Weiche nicht mehr von dem Wege ab, den Ich dir vorgezeichnet habe. Ich habe ein Heiligtum in euren Herzen errichtet; doch lasst nicht zu, dass in ihm die Flamme des Glaubens erlischt, oder das Ideal, euch zu vergeistigen, stirbt. Hüllt euren Tempel nicht in Finsternis; denn wenn jemand an seine Pforten klopft, wird er das Licht nicht finden, das er sucht, noch kann er das Echo meiner Stimme vernehmen. Tragt meine Gegenwart und mein Wort in euren Herzen, und wahrlich, Ich sage euch, es wird niemanden geben, der euer Heiligtum zerstört oder euch veranlasst, auf dem Wege zurückzuweichen. Wer wird verhindern können, dass ihr Mich liebt?

    4. Mein Licht erstrahlt in jedem Verstande, und meine Stimme ertönt in jedem Gewissen; dennoch wollen die Menschen sich nicht der Zeit bewusst werden, in der sie leben. Es ist nötig, dass sich ein „Volk“ vorbereitet, um der Menschheit die Frohe Botschaft zu geben, und Ich will, dass dies Volk dieses hier ist, das Ich ausgewählt habe, um es mein göttliches Wort hören zu lassen.

    Wenn Ich euch ständig sage, dass ihr euch vorbeiten sollt, so geschieht es, weil ihr von meiner Kundgebung durch das menschliche Verstandesorgan Zeugnis ablegen müsst, und dies Zeugnis soll sich nicht darauf beschränken, die Lehrsätze zu wiederholen, die ihr von Mir gelernt habt, sondern ihr sollt Beweise von geistiger Vollmacht geben — sei es, dass ihr hartnäckige Sünder bekehrt, aufgegebene Kranke heilt, oder irgendein anderes der Werke tut, die Ich euch gelehrt habe. Denkt daran: Falls ihr ans Werk geht, ohne zuvor die Erneuerung eures Lebens und einen Anfang von Vergeistigung erreicht zu haben, werdet ihr, wenn ihr Liebe und Barmherzigkeit predigt, es den heuchlerischen Pharisäern gleichtun, die ihre falsche Tugend zur Schau stellten und ihre Verderbtheit verbargen. Ich will keine Unaufrichtigen oder Heuchler unter meinen neuen Jüngern.

    5. Wenn ihr sehnlichst wünscht, dass meine Lehre auf Erden erblüht, so sät sie so rein, wie Ich sie euch übergeben habe, und bewässert dies göttliche Saatkorn mit dem Wasser eurer guten Werke. Geht euren Weg im Vertrauen auf meinen Schutz.

    6. Wer könnte euch aufhalten oder zum Schweigen bringen, wenn ihr euch, durch mein göttliches Licht inspiriert, ans Werk macht? — Niemand, mein Volk, so wie zu seiner Zeit niemand Jesus zum Schweigen brachte. Wenn Er gegenüber einigen Sündern verstummte, geschah es, um euch eine Lehre der Demut zu geben, da Er mit seinen Werken Zeugnis von der Wahrheit seines Wortes gab.

    7. Werdet euch der Jahre bewusst, die verstrichen sind, während denen mein Wort durch diese Stimmträger ertönt ist, und niemand vermochte die göttliche Stimme zum Schweigen zu bringen, die von ihren Lippen kommt. Wahrlich, Ich sage euch, das Jahr 1950 wird kommen, ohne dass sie unterbrochen wird. Doch wenn einmal das Ende jenes Jahres gekommen ist, werden meine Nachtigallen für die Übermittlung meiner Unterweisungen verstummen; denn alles, was Ich euch durch ihre Vermittlung während dieser Etappe meiner Kundgebung zu sagen habe, wird dann abgeschlossen sein.

    8. Ihr werdet mit Werken, Worten und Gedanken Zeugnis von meiner Lehre geben, und nichts wird den Lichtstrom aufhalten, den Ich aus eurem Geiste hervorbrechen lassen werde. Aber auch eure Stunde des Schweigens wird kommen: Ich werde eure Lippen versiegeln und euch (zu Mir) heimholen; denn das, was Ich durch eure Vermittlung zu sagen hatte, wird dann bis zum letzten Wort gesagt sein.

    9. Ich will, dass ihr euch alle vereinigt, ohne Unterschiede zu machen, weil ihr verschiedene Versammlungsstätten besucht. Denn die Unterweisung, die alle erreicht hat, ist ein- und dieselbe — das Licht, das euren Verstand erleuchtet, ist in den einen wie in den andern das gleiche.

    10. Ich habe euch Mittel gegeben, um euren Glauben zu verteidigen und um über das Werk zu wachen, das Ich euch anvertraut habe; doch niemals habe Ich euch Waffen gegeben, damit ihr euch gegenseitig verletzt. Ich will, dass die, welche dies Volk bilden, die Soldaten meiner geistigen Sache sind, aber niemals die Feinde derselben.

    11. Meine geheime Herzenskammer tat sich in dieser Zeit auf, um die geistig Armen, die nach Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden zu Besitzern eines geistigen Schatzes zu machen. Seid ihr darüber nicht glücklich? Bebt dein Herz nicht aus Dankbarkeit, o Volk? — „Ja“, sagt ihr Mir. Aber Ich will, dass dieses Ja nicht aus Worten, nicht aus Gedanken besteht, sondern dass ihr es mit Werken der Liebe für eure Mitmenschen zum Ausdruck bringt.

    12. Jetzt sage Ich euch: Ruht euch einige Augenblicke von eurer irdischen Mühsal aus. Ihr seid viel mit eurer Schmerzenslast auf den Schultern gewandert. Kommt zum Quell der Gnade, um von diesem Wasser, das erlöst, zu trinken. Derzeit seid ihr noch schwach; doch bald werdet ihr euch in Starke verwandeln, um für meine Sache zu kämpfen und den Prüfungen die Stirne zu bieten.

    13. Schnürt eure Sandalen, denn ein neuer Weg erwartet euch, auf dem ihr Gelegenheiten ohne Ende finden werdet, um Barmherzigkeit und Liebe zu säen. Noch seid ihr furchtsam, und darum wolltet ihr der Menschheit die neue Zeit nicht ankündigen. — Ihr müsst begreifen, dass das, was der Vater in euch gelegt hat, euren Mitmenschen gehört, und dass ihr es ihnen bekannt machen müsst.

    14. Ich gebe euch in dieser Zeit keine neuen Geistesgaben oder Fähigkeiten, denn das, was euch als euer Besitz bewusst geworden ist, ist immer in eurem Geiste gewesen. Doch die Zeit verrinnt, und Ich frage euch: Worauf wartet ihr, um mit der Erfüllung eurer Aufgabe zu beginnen? Wartet ihr, bis die ungläubigen Menschen sich über mein Wort, über meine neue Kundgebung lustig machen und überall Fälschungen veröffentlichen?

    15. Lasst meine Unterweisungen zur Tat werden und lebt sie: Wahrlich, Ich sage euch, die lästernden Lippen werden schweigen, diejenigen, die widerspenstig waren, werden sich euch aufmerksam nähern, um die Auslegung meiner Lehre zu finden, und sie werden sehr große und beredsame Zeugnisse meiner Wahrheit finden, wenn eure Werke von Liebe und Barmherzigkeit geprägt sind. Wie viele von ihnen werden — wenn sie sehen, wie ihr die Kranken heilt — euch ihre Angehörigen zuführen — voll Hoffnung, Linderung für ihre Leiden zu finden.

    16. Übergebt meine Unterweisung rein, dann braucht ihr euch nicht zu verbergen, um den Kranken zu heilen. Denn wahrlich, Ich sage euch, in dieser Zeit werdet ihr keine Katakomben aufsuchen, um meine Lehren ausüben zu können, sondern ihr werdet es im Lichte des Tages tun. — Habt keine Furcht! Wenn man euch in eurer Umgebung nicht glaubt, werdet ihr einfach in andere Provinzen gehen, wo ihr inbrünstige Herzen finden werdet.

    17. Die Ersten, die von der Wahrheit, die ihr verkünden wollt, überzeugt sein müssen, müsst ihr sein, damit ihr diesen Glauben euren Brüdern mitteilt. Wenn der Zweifel in euren Geist eindringen sollte, wird er wie ein Dolch sein, der eurer Hingabe den Todesstoß versetzen würde.

    18. Drei Zeitepochen sind schon über euch hinweggegangen. Begreift, dass ihr euch aufmachen müsst, um das Höchste eurer Bestimmung zu erfüllen. Erwacht aus eurer geistigen Trägheit und geht mit festem Schritte auf dem Wege eurer Entwicklung vorwärts.

    19. Fragt Mich nicht, warum ihr noch immer von Versuchungen überrascht werdet, obwohl ihr auf dem Weg des Herrn seid. Begreift, dass ihr gerade dann am meisten geprüft werdet. Darum sage Ich euch immer: „Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt.“

    20. Der Tag ist nahe, an dem eure Mitmenschen kommen werden, um euch Fragen zu stellen. Wollt ihr dann das, was Ich euch mit soviel Liebe offenbart habe, verheimlichen? — Ich habe euch in meinen Unterweisungen nichts gegeben, dessen ihr euch zu schämen braucht.

    21. Wartet nicht, bis sich die Wehklagen auf Erden vervielfachen und sich die Kriegsnachrichten mehren, um euch aufzuraffen. Betet und vollbringt täglich Werke der Barmherzigkeit, denn damit werdet ihr der Macht des Bösen entgegenwirken.

    22. Wenn jemand von euch sich nicht bereitmacht, seine Aufgaben zu erfüllen, so deshalb, weil er die Fähigkeiten nicht kennt, die Ich seinem Geiste gegeben habe.

    23. Gesegnet seien, die den geistigen Sinn meines Wortes zu finden verstehen, denn ihrer wird dies Erbe sein. Die Sucher der göttlichen Wahrheit sind jene, die immerdar ihrem Schöpfer gefolgt sind. Diese werden die Gegenwart des Meisters in dieser bescheidenen Kundgebung finden.

    24. Äußerlich mag meine Kundgebung in dieser Zeit ärmlich erscheinen. Doch wahrlich, Ich sage euch, Ich habe im Herzen des Menschen, der mein Wort vernimmt, ein Heiligtum errichtet. Glaubt nicht, dass unter denen, die Ich in dieser Zeit erwählt habe, Rangordnungen existieren — alle liebe Ich in gleicher Weise. Denkt nicht, dass die Gabe des Stimmträgers, die jene besitzen, die mein Wort übermitteln, dies durch eigene Verdienste erreichten. So groß ist diese Gnade, dass es dem Menschen nur durch meine Liebe möglich war, sie zu empfangen.

    25. Diese Aufgabe ist schwer erfüllbar für den, der sie erhalten hat. Groß ist die Last dieses Kreuzes; denn ohne sich von den Notwendigkeiten der Welt abzuwenden und ohne seine irdischen Pflichten im Stich zu lassen, muss der Stimmträger den Grad von Vergeistigung erreichen, der ihm erlaubt, den göttlichen Strahl meiner Inspiration aufzunehmen.

    26. Es gibt Augenblicke, in denen ihr euch wundert, dass Gott bei euch sein und sich mit soviel Liebe kundtun kann. Euer Erstaunen kommt daher, dass ihr im Bewusstsein eurer Flecken und Unvollkommenheiten euch dieses so großen Beweises der Liebe eures Vaters unwürdig fühlt. Immer hat euch meine Liebe überrascht, da ihr Mich beurteilt habt, wie ihr es mit euch selbst zu tun gewohnt seid. Warum habt ihr die Vorstellung, dass sich in Mir Groll, das Gefühl der Rache oder Selbstsucht verbirgt? Ich sage euch: Wenn ihr euch in einer Prüfung im Lichte eures Gewissens durch das ehrliche und demütige Bekenntnis eurer Verfehlung innerlich richtet, macht ihr euch würdig, dass Ich herabkomme, um zu euch von meinem Reiche zu sprechen; denn eure Betrübnis darüber, dass ihr Mich verletzt habt, hilft euch, euch zu reinigen.

    27. Wundert euch nicht, dass meine Liebe euch trotz eurer Sünden überallhin folgt. Ihr alle seid meine Kinder. Auf dieser Welt habt ihr ein Abbild der göttlichen Liebe in der Liebe eurer Eltern gehabt. Ihr könnt ihnen den Rücken kehren, ihre Autorität nicht anerkennen, ihren Anordnungen nicht gehorchen und ihren Ratschlägen kein Gehör schenken; ihr könnt mit euren bösen Handlungen eine Wunde in ihrem Herzen verursachen, könnt Anlass geben, dass ihre Augen von so vielem Weinen austrocknen, dass sich auf ihren Schläfen weiße Haare zeigen und ihre Gesichter von den Spuren des Leides gezeichnet werden; doch niemals werden sie aufhören, euch zu lieben, und sie werden nur Segen und Vergebung für euch haben. Doch wenn diese Eltern, die ihr auf der Erde gehabt habt und die nicht vollkommen sind, euch so große Beweise einer reinen und erhabenen Liebe gegeben haben — warum seid ihr dann erstaunt, dass Der, welcher diese Herzen schuf und ihnen jene Aufgabe, Eltern zu sein, gab, euch mit vollkommener Liebe liebt? — Die Liebe ist die höchste Wahrheit. Um der Wahrheit willen wurde Ich Mensch, und um der Wahrheit willen starb Ich als Mensch.

    28. In dieser Zeit verlange Ich von euch kein Blutopfer. Dennoch haben manche ihr Leben in meinem Namen hingegeben, für einen Augenblick durch ihren Fanatismus geblendet, und nachdem sie ein unreines Dasein geführt hatten. Jene Handlungsweisen werden keine wahrhaftige Saat emporsprießen lassen können, sondern weiterhin den Fanatismus fördern.

    29. Darum sage Ich euch, dass ihr beim Reden euer eigenes Wort empfinden sollt, und dass ihr die Unterweisung, die ihr gebt, in eurem Herzen lebt. Nichts wird besser sprechen als euer eigenes Leben.

    30. Meine Liebe soll euch nicht in Erstaunen setzen, doch zweifelt auch nicht an ihr, wenn ihr erlebt, dass ihr in der Welt oft einen sehr bitteren Kelch leert.

    Der Mensch kann tief sinken, von Finsternis erfüllt sein oder zögern, zu Mir zurückzukehren. Doch für alle wird der Zeitpunkt kommen, an dem sie Mich in ihrem eigenen Wesen spüren, Mich nicht (mehr) ferne fühlen und Mich auch nicht als einen Fremden betrachten oder mein Dasein, meine Liebe und meine Gerechtigkeit leugnen können.

    31. So, wie der Mensch sich auf Erden eine Welt geistigen Friedens ähnlich dem Frieden meines Reiches schaffen kann, kann er durch seine Verderbtheit auch ein Dasein führen, das wie eine Hölle von Lastern, Schlechtigkeiten und Gewissensbissen ist.

    32. Auch im Jenseits kann der Geist Welten der Finsternis, der Verderbtheit, des Hasses und der Rache antreffen, je nach der Neigung des Geistes, seiner Verirrung und seinen Leidenschaften. Doch wahrlich, Ich sage euch, sowohl der Himmel, als auch die Hölle, von denen sich die Menschen nur mittels irdischer Formen und Bilder eine Vorstellung machen, sind nichts anderes als verschiedene Entwicklungsstadien des Geistes: der eine aufgrund seiner Tugend und Entwicklung auf dem Gipfel der Vollkommenheit, der andere im Abgrund seiner Finsternis, seiner Laster und seiner Verblendung.

    33. Für den gerechten Geist ist der Ort, an dem er sich befindet, gleichgültig, denn überall wird er den Frieden und den Himmel des Schöpfers in sich tragen. Der unreine und verwirrte Geist hingegen kann sich in der besten der Welten befinden, und er wird im Innern unaufhörlich die Hölle seiner Gewissensbisse fühlen, die in ihm brennen werden, bis diese ihn geläutert haben.

    34. Glaubt ihr, dass Ich, euer Vater, Orte geschaffen habe, die eigens dazu bestimmt sind, euch zu strafen und Mich so auf ewig für eure Beleidigungen zu rächen?

    35. Wie beschränkt sind die Menschen, die diese Theorien lehren!

    36. Wie ist es möglich, dass ihr glaubt, dass ewige Finsternis und ewiger Schmerz das Ende ist, das manche Geistwesen erwartet? Auch wenn sie gesündigt haben, werden sie dennoch für immer Kinder Gottes sein.Wenn sie Belehrung brauchen — hier ist der Meister. Wenn sie der Liebe bedürfen — hier ist der Vater. Wenn sie sich nach Vergebung sehnen — hier ist der vollkommene Richter.

    37. Wer nie versucht, Mich zu suchen und seine Fehler zu berichtigen, der wird nicht zu Mir kommen. Doch es gibt niemanden, der meiner Gerechtigkeit oder meinen Prüfungen widersteht. Nur geläutert könnt ihr zu Mir kommen.

    38. Jünger, wenn ihr in dem Augenblick, da ihr mein Wort hört, es nicht versteht, so bewahrt es in eurem Gedächtnis auf und erinnert euch desselben und ergründet es in den Augenblicken der Ruhe. Dann werdet ihr vieles von dem, was Ich euch gelehrt habe, begreifen lernen. Wenn ihr nicht (Erkenntnisse) aufspeichert — was könnt ihr dann den Menschenscharen weitergeben, die noch kommen werden?

    39. Ich lasse euch alle ohne Unterschied in meine Gegenwart kommen, um euch meine Lehren zu geben. Bevor Ich euch ein Amt anvertraue, trockne Ich eure Tränen, schließe Ich eure Wunden, stille Ich euren geistigen Hunger und Durst. Und als Ich euch Beweise meiner Liebe gegeben und das Licht des Glaubens und der Hoffnung in euren Herzen entzündet hatte, habe Ich euch gesagt: „Ihr alle seid gerufen worden. Wollt ihr zu den Auserwählten gehören?“

    Daraufhin fragen die einen: „Auf welchen Weg und wohin führst Du uns?“ — Dies sind jene, die sich nach der Welt und ihren Freuden sehnen. Die andern sagen Mir: „Herr, wir sind nicht wert, uns deine Auserwählten zu nennen, doch dein Wille geschehe an uns.“ — Dies sind jene, die schon soweit sind, aufwärts zu streben.

    40. Denen, die Mir folgen, lege Ich den Frieden der Welt ans Herz, damit sie für ihn „wachen“ und beten. Die Nationen werden bald ihre Gebete emporsenden, um Mich um Frieden zu bitten, den Ich ihnen zu jeder Zeit angeboten habe. Vorher habe Ich zugelassen, dass die Menschen die Frucht ihres Werkes kosten, dass sie Ströme von Menschenblut fließen sehen und Bilder des Schmerzes schauen, Berge von Leichen und in Trümmer verwandelte Städte. Ich wollte, dass die Menschen mit versteinerten Herzen die Verwüstung der Heime, die Verzweiflung bei den Unschuldigen, die Mütter sehen, die außer sich vor Schmerz die zerfetzten Körper ihrer Kinder küssen, dass sie die ganze Verzweiflung, Angst und alles Wehklagen der Menschen aus nächster Nähe erleben, damit sie in ihrem Hochmut die Demütigung empfinden und ihr Gewissen ihnen sagt, dass ihre Größe, ihre Macht und ihre Weisheit Lüge ist, dass das einzig wahrhaft Große dem Göttlichen Geiste entstammt.

    Wenn diese Menschen ihre Augen der Wahrheit öffnen, werden sie sich entsetzen — nicht über die (Schreckens) Bilder, die ihre Augen schauen, sondern über sich selbst, und da sie dem Blick und der Stimme ihres Gewissens nicht entfliehen können, werden sie in sich die Finsternis und das Feuer der Gewissensbisse fühlen; denn sie werden für jedes Leben, für jeden Schmerz und selbst für den letzten Tropfen Blut, der ihretwegen vergossen wurde, Rechenschaft ablegen müssen.

    41. Ich werde die Menschen nicht nur dafür zur Verantwortung ziehen, was sie mit fremdem Leben gemacht haben, Ich werde von ihnen auch darüber Rechenschaft verlangen, was sie mit ihrem eigenen Leben, mit ihrem Körper getan haben. Wer kann dann sagen, dass er gerade zu dem Zeitpunkt als Geist zu Mir gekommen ist, an dem die Uhr der Ewigkeit ihn abberufen sollte? — Niemand! — Denn häufig verkürzt ihr euer Dasein durch vorzeitiges Altern, manchmal seid ihr aus Gründen verbraucht, die nicht eine eurer Tränen oder ein einziges eurer grauen Haare wert sind.

    42. Ich bin unerbittliche und vollkommene Gerechtigkeit, die der reinsten Liebe entspringt, welche euer Schöpfer ist, und Ich verlange nur von euch, dass ihr euch von den Freuden der Welt abwendet, um mein Wort zu vernehmen. Der Meister öffnet gerne sein Buch der vollkommenen Unterweisungen, um euch mit einer neuen Lektion zu erfreuen. Wie oft war ein einziger meiner Lehrsätze fähig, euch zu retten. Hierbei ist euer Geist erwacht und hat die Aufträge empfunden, die er von seinem Lebensursprung an empfing.

    43. Ich habe entdeckt, dass euer Herz den eitlen Samen birgt, den es auf Erden geerntet hat; aber jetzt muss es sich in eine Kornkammer verwandeln, in der ihr die gute Frucht eurer Liebeswerke aufbewahren sollt.

    44. Unter den Menschenscharen kommen die großen Sünder herbei — jene, die ihren Geist im Schmutz der Leidenschaften gewälzt haben, die (andern) die Ehre geraubt haben, die die grauen Haare des Greises entwürdigt haben, die fremdes Gut gestohlen haben, die die Unschuld des Kindes befleckt und ihren Nächsten körperlich oder moralisch getötet haben.

    45. Es hören Mich solche, die das Heim entweihen, die gegen göttliche oder menschliche Gesetze verstoßen, die den Glauben der Herzen auslöschen. Doch wenn sie mein Wort vernehmen, das an die zarten Saiten ihrer Herzen rührt, dann sagen sie: „Es ist der Richter, der spricht; aber mit welcher Güte lässt Er uns unsere Irrtümer begreifen, und mit welchem Zartgefühl lehrt und berichtigt Er uns.“ Wenn jene Herzen die Versammlungsstätte verlassen haben, wo sie diese Stimme hörten, scheint es ihnen, als ob sie das Leben und alles, was sie umgibt, nicht nur durch das materielle Licht erhellt sehen, sondern mit einem göttlichen Lichte überströmt, das überall in der Schöpfung zum Menschen spricht. Dann ersteht vor den Augen dessen, der sich geläutert hat — dort, wo er nur Materie, fleischliche Freuden oder Sünden sah, ein wunderbares Leben. Vor seinem Geiste zeigt sich ein Dasein, das er nicht geahnt hatte — voller Offenbarungen, Verheißungen und Inspirationen. Es ist das Wunder der Liebe — nicht nur des Wortes; denn wie oft haben Menschen in erlesenerer und vollkommenerer Weise gesprochen als diese bescheidenen und ungebildeten Stimmträger, durch die Ich Mich kundgebe. Aber der geistige Sinngehalt, der in jedes dieser Worte hineingelegt ist, kann nur der Göttlichen Liebe entspringen.

    46. Wenige haben mein Wort in dieser Form gehört; doch wahrlich, Ich sage euch, alle Menschen vernehmen meine Stimme in der Stille des Heiligtums, das in ihrem Geist vorhanden ist, auch wenn es ihrem Verstande nicht gelingt, diese Eingebungen zu begreifen, und ihre Lippen auch nicht alles auszudrücken wissen, was sie mittels ihrer geistigen Gaben beständig empfangen. Wenn ihr zubereitet seid, werdet ihr diese Wahrheit verstehen.

    47. In dieser „Dritten Zeit“ ist Elias der Hirte, der euch Tag für Tag aus den Gefahren errettet. Er ist es, der bis in den trauten Winkel eurer Schlafkammer dringt, wenn ihr betet, der euch in der „Einsamkeit der Wüste“ beisteht und der euch auf den „langen Tagereisen“ folgt. Überall, wo ihr jemanden braucht, der euch verteidigt, oder eine Stimme, die euch Mut gibt, da ist Elias, der Geistige Hirte der Dritten Zeit.

    48. Wenn ihr wissen wollt, wo Elias lebt, sage Ich euch, dass es im Geistigen Reiche ist. Wer von euch kann sich bis dahin erheben, um ihn zu schauen? — Noch niemand. — Deshalb kommt er zu euch, um die Wege zu bereiten, die zu eurem Herzen führen, damit danach der Meister kommt und euer ganzes Wesen erleuchtet. Doch glaubt nicht, dass Ich nur zu denen herabkomme, die Mich mit größter Reinheit und Vollkommenheit suchen — nein, Ich komme zu jedem, der Mich sucht — zu dem, der vor seinem Götzen niederkniet, zu dem, der Mich in Formen oder Vorstellungen begreift, die der Wahrheit sehr ferne sind. Jeder sucht Mich gemäß der Fähigkeit seines Geistes, und Ich werde die Flamme des Glaubens nicht auslöschen, die sie im Verborgensten ihres Wesens in Bezug auf das Dasein Gottes haben.

    49. Mein Wille ist es, dass die Menschen in dieser Zeit fähig werden, von Geist zu Geist mit ihrem Herrn in Verbindung zu treten, dass im Herzen des Menschen ein wahres Heiligtum vorhanden ist, in welchem er die Stimme des Vaters hört.

    50. Um zu diesem Grade der Vergeistigung zu gelangen, werden die Menschen sich an den großen Kämpfen der Religionen beteiligen müssen, welche die eingeschlafenen Geistwesen zum Erwachen bringen werden, die (dann) das Licht der Wahrheit schauen werden.

    51. Meint ihr nicht, dass es an der Zeit ist, dass die Menschen ihrem Gott, ihrem Schöpfer, eine Verehrung darbringen und einen Tribut zollen, die Dessen würdig sind, der sie empfängt, und dessen, der sie darbringt?

    Wenn ihr die verschiedenen Reiche der Natur studiert und beobachtet, werdet ihr in ihnen eine unendliche Zahl von Beispielen, Lehren und Gleichnissen finden, die wert sind, dass ihr sie euch zum Vorbild nehmt. Ich will euch (damit) nicht sagen, dass die tieferstehenden Wesen eure Lehrer sein sollen. Aber Ich sage euch doch, dass die Natur, das ganze Leben ein Buch ist, dessen Autor Gott ist. Jenes Buch habe Ich vor den Menschen aufgeschlagen, damit sie in ihm meine Vollkommenheit, meine Liebe und meine Gerechtigkeit erkennen — nicht im Worte, sondern im Werke.

    52. Sucht Mich nicht in Büchern falscher Gelehrsamkeit oder in euren Theorien, die im allgemeinen irrig sind wegen des Materialismus, in dem ihr lebt. Es wurde euch bereits gewährt, im vollen Genüsse eures freien Willens auf allen Wegen zu wandeln. Heute sage Ich euch, dass ihr euren schnellen Lauf zügeln und einige Augenblicke über die Erfahrung nachdenken sollt, die ihr im Leben gewonnen habt, über alles, was ihr auf dem langen, zurückgelegten Wege gesehen, empfunden und erlitten habt. Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wer dieses Licht (der Erkenntnis) nutzt, wird den Pfad der Wahrheit finden, der ihn zu seinem eigenen Ursprung führen wird. Der Weg bin Ich; wer ihn erkannt hat, hat Mich erkannt. Ich bin der Anfang und das Ende des Weges. Ich bin das Alpha und das Omega.

    53. Ich bin der Meister der Einfachheit, der zu euch wie ein guter Freund in vertrautester Sprache spricht, um euch Geheimnisse zu erhellen und die Geheimnisse zu enthüllen, die eurem menschlichen Wissen bisher verborgen waren.

    54. Gebt eurem Geiste die Gelegenheit, sich in der Betrachtung des Göttlichen und in der Ausübung der Gesetze, die ihn leiten, zu erquicken. Haltet dieses Leben nicht für das einzige, und die körperliche Arbeit auch nicht für das einzige Mittel, um Wohlergehen zu haben. Beschränkt euch nicht auf die Liebe zu eurer Familie, denn eure Felder sind ausgedehnter. Die Selbstsucht ist kein Same Gottes.

    55. Die Menschen haben dies Leben derart geliebt, dass sie sich — wenn die Stunde naht, es zu verlassen — gegen meinen Willen auflehnen und den Ruf nicht hören wollen, den Ich an sie ergehen lasse. Sie verschmähen den Frieden meines Reiches und bitten den Vater um eine weitere Zeitspanne auf der Erde, um weiterhin ihre zeitlichen Güter zu besitzen.

    56. Werdet feinfühlig, damit ihr das Geistige Leben erahnt und euch nicht mit dem Anfang eurer Entwicklung begnügt — denn das ist dieses Leben —, weil über ihm höhere Schöpfungswerke existieren.

    57. Versucht nicht, den Tod zurückzuweisen, wenn er nach meinem Willen an euch herantritt, und verlangt auch nicht nach dem Wissenschaftler, damit er für euch das Wunder vollbringt, meinen Ratschlüssen zu widerstehen und euer Dasein zu verlängern, denn beide werdet ihr diesen Fehler bitter bereuen. Bereitet euch in diesem Leben vor, und ihr werdet keinen Grund haben, euren Eintritt ins Jenseits zu fürchten.

    58. Ihr weint, wenn einer der Euren ins Geistige Tal abscheidet, statt dass ihr euch voll Frieden fühlt, weil ihr begreift, dass jener sich seinem Herrn einen weiteren Schritt nähert. Dagegen feiert ihr ein Fest, wenn ein neues Wesen in euer Heim kommt, ohne in dieser Stunde daran zu denken, dass jener Geist ins Fleisch gekommen ist, um in diesem Tränental eine Sühne zu erfüllen; dann solltet ihr um ihn weinen.

    59. Wann werdet ihr für Fremde das empfinden, was ihr für eure Angehörigen fühlt? — Aus einer einzigen Ehe ließ Ich den endlosen Samen dieser Menschheit hervorgehen, die sich sehr bald in Familien, in Stämme, in Völker und Nationen teilte, woraus die Unterschiede in den Sitten, in den Sprachen und Religionen entstanden. Diese Unterschiede erzeugten Feindschaften und schufen Abgrenzungen zwischen den einen und den andern. Es entstanden Kriege und Rivalitäten. Der Same Kains hat viele Früchte getragen.

    Doch jetzt, da der Geist sich entwickelt hat und ihr euren Verstand geschult habt — warum seht ihr euch weiterhin als Fremde an, hasst und tötet ihr euch? Heute wisst ihr, dass alle Geistwesen aus meinem göttlichen Geiste hervorgegangen sind, und dass die Menschheit von einem einzigen Paar abstammt, dass ihr also des Geistes nach und sogar nach dem Blute nach Brüder seid.

    60. Wie ferne seid ihr dem wahren Weg, wenn ihr den Schmerz eures Nächsten nicht fühlt, obwohl er ein Teil von euch selbst ist! Ihr seht jemanden vorübergehen, den ihr nie zuvor gesehen habt, und — da ihr ihn für einen Fremden haltet — grüßt ihr ihn nicht. Wenn ihr dagegen einen Leichenzug vorübergehen seht, entblößt ihr euer Haupt. Warum widmet ihr eure Aufmerksamkeit, eure Liebe und Barmherzigkeit nicht den Lebenden?

    Es war mein Wille, dass ihr mit eurer Liebe die Grenzen und Unterschiede auslöscht, die in der Welt bestehen; doch die Menschen haben es nicht so gewollt. Wollt ihr, dass es Menschenblut ist, das die Abgrenzungen aufhebt und die Menschen einander näherbringt? Wollt ihr, dass der Krieg die Rassen verschmelzt?

    Von den frühesten Zeiten an rüstete Ich ein Volk zu, das Mich erkennen und lieben sollte, damit es unter der Menschheit wie eine Fackel wäre, und dieses ist zeitweilig stark gewesen und zu andern Zeiten ist es schwach geworden. Heute habe Ich es zur Erde zurückkehren lassen, auf dass die Weissagungen erfüllt werden. Dies Volk ist jenes, das geistig die drei Testamente empfangen hat; und da es wusste, dass Ich Mich in dieser Zeit durch das menschliche Verstandesorgan kundtat, wagte es nicht, Mich offen zu leugnen. Denn ihr Geist erinnert sich, dass sie in der „Zweiten Zeit“ „Kreuzige den Betrüger“ geschrien haben und sie hernach bitter zu leiden hatten.

    Heute haben viele von ihnen an meine Wiederkunft geglaubt, andere jedoch nicht. Aber diese werden nach meinem Weggang 1950 ebenfalls glauben, denn sie werden meine Weissagungen erfüllt sehen und Mir sagen: „Herr, als Du zu Mir sprachst, zweifelte ich; doch nun, da Du weggegangen bist, und Ich dein Wort erfüllt sehe, glaube ich an Dich.“

    61. Bevor Ich mein (äußerlich hörbares) Wort verstummen lasse, werden jene herbeikommen, die ihr Ausländer nennt, und die — ohne dies Wort aufgrund der Sprachunterschiede klar zu erfassen — fühlen werden, dass ihr Geist von Frieden erfüllt wird und sich von meinem göttlichen Wesen nährt. Denn meine Liebe wird es sein, die sie in ihrem Herzen empfinden, und ihr wisst bereits, dass die Liebe die Sprache des Geistes ist. Diese (Ausländer) werden sich ebenfalls aufmachen, um Mir nachzufolgen; denn mein Volk ist über die ganze Welt verstreut.

    62. Inmitten eines Sturmes bin Ich in dieser Zeit zu euch gekommen. Der Regenbogen des Friedens hat noch nicht geschienen, die Taube mit dem Ölzweig hat sich noch nicht eingefunden. Doch der Augenblick wird kommen, an dem Ich, die Höchste Liebe, allen Menschen sagen kann: Hier bin Ich. Dann werden Mich alle erkennen und sich vereinigen. Heute bin Ich noch dabei, die Lebenden und die Toten zu richten.

    63. In der „Dritten Zeit“ bin Ich dem Grab des Vergessens, in das die Menschheit Mich verwiesen hat, entstiegen, um sie zu neuem Leben zu erwecken; denn Ich bin das Leben. Niemand kann sterben. Selbst jener, der sich das Dasein mit eigener Hand raubt, wird hören, dass ihm sein Gewissen seinen Mangel an Glauben vorwirft.

    64. Ich will, dass ihr nach und nach eine Familie bildet, ein Volk, das an Geist und Körper heil ist.

    65. Wann wird sich unter euch die geistige Erhebung Abels, der Gehorsam Abrahams, die Stärke Jakobs, die Geduld Hiobs und die Vergeistigung des Johannes zeigen? Erkennet eure Verantwortung in der Welt.

    66. Männer, flieht die Laster, damit euer Blut fruchtbarer Same ist, und die Früchte von morgen wohlgefällig sind.

    67. Frauen, Ich bereite euch vor, damit ihr der Welt Kinder des Friedens und des guten Willens schenkt. Den Unfruchtbaren sage Ich: Betet, habt nicht das Gefühl der Schande wegen eurer Sühne. Seid ergeben, denn Ich werde euch überraschen und bewirken, dass ihr in eurem Schoß den Herzschlag eines neuen Wesens spürt.

    68. Zeugt vollkommene Kinder wie euer Schöpfer, der nur vollkommene Wesen geschaffen hat, und erfüllt das göttliche Gebot, das von euch verlangt, dass ihr einander liebt.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 51

    1. Jünger, mit welcher Freude und Zärtlichkeit empfängt Mich heute euer Herz! Der Grund dafür ist, dass zuvor eure Geistige Mutter unter euch war und euch in ihr göttliches Wesen einhüllte.

    2. Welche Freude wird in eurem Geist sein, wenn er einmal außerhalb der Materie, die ihn gefangen hält, in den Regionen des Friedens lebt und immerdar die Stimme der Himmlischen Mutter wie einen göttlichen Gesang hören kann.

    3. Der Glaube und die Liebe zu eurer Geistigen Mutter ist ein Same, den Ich euch anvertraue, damit ihr ihn in den Herzen eurer Brüder pflegt. Alle, die durch meine Barmherzigkeit das Zeichen an ihrer Stirne empfangen haben, werden vorangehen und den Weg erhellen.

    Vor langer Zeit gebot Ich eben diesen Geistwesen, als Symbol des Bündnisses und der Reinigung die Türen ihrer Häuser mit dem Blut eines Lammes zu kennzeichnen. Ich allein weiß, warum Ich euch zu allen Zeiten gekennzeichnet habe, Ich allein kenne eure Bestimmung und euren Sühneweg, und darum sucht euch immerzu meine Gerechtigkeit heim, damit ihr dem Bösen fernbleibt.

    4. Als meine Stimme in dieser Zeit wie der Schall einer läutenden Glocke ertönte, habt ihr augenblicklich erkannt, Wer da rief, und habt euch aufgemacht, um Mich zu hören und Mir später nachfolgen zu können. — Keiner von euch fühle sich als König oder Herr wegen der Gaben, die er von Mir empfangen hat, oder wegen der Würde, mit der er bekleidet worden ist. Seid die Demütigsten und doch auch die Eifrigsten (in der Beachtung) meines Gesetzes.

    5. Dies ist die Zeit eures geistigen Tätigseins, in der euch die Erfahrung helfen wird, die ihr auf dem Entwicklungsweg gesammelt habt. Immer, wenn ihr auf der Erde gewesen seid, habt ihr Annehmlichkeiten und Vergnügungen gesucht, und wenn ihr im Jenseits lebtet, habt ihr euch auf ein beschauliches Leben beschränkt. Erst jetzt begreift ihr allmählich den Zweck eures Daseins und das eigentliche Wesen eurer geistigen Aufgabe.

    6. Täglich öffnen die Menschen neue Furchen für das sittliche Verderben, und gerade dort müsst ihr diesen Samen hineinlegen, Arbeiter Jesu, damit das Beispiel eurer guten Werke die Wahrheit meiner Lehre bezeugt und eure Mitmenschen von ihrem „Materialismus“ befreit.

    Lasst euer Leben immer auf dem rechten Weg hingleiten. Wenn dann der Tod eurem Geist die Tore zur Ewigkeit öffnet, können eure Brüder sagen: „Seht, das war ein Gerechter!“ Und wenn ihr in meine Gegenwart kommt, kann der Vater zu euch sagen: „Kommt, ihr sollt ewig bei Mir leben!“

    7. Elias, welcher der Geistige Hirte der „Dritten Zeit“ ist, ist derjenige, dem die Geistwesen als Schafe der Hürde des Herrn anvertraut wurden. Er ist es, der die Hundertvierundvierzigtausend sammeln wird, die Ich mit dem Zeichen meiner Göttlichkeit kennzeichne, und wenn sie gekennzeichnet worden sind, wird mein Gericht über die Erde hereinbrechen. Heute entzündet Elias in jedem Geiste ein Licht, damit in der Stunde der Prüfung niemand verlorengeht.

    8. Volk, mein Lichtstrahl wird durch meine Stimmträger zum Wort, um euch meine Lehre zu erläutern. Dies Wort hat eure Herzen berührt, es hat euch den Weg gewiesen, der zur Glückseligkeit führt und die Last eures Kreuzes leichter macht. Stärkt euch an meinem Worte, damit ihr euren Prüfungen mutig standhaltet und es mit Liebe und Sanftmut befolgt. Fürchtet nicht die losen Zungen der Menschen — vergesst nicht, dass ihr sehr geprüft werden müsst.

    9. Es ist notwendig, dass die Menschheit sich von neuem gegen Mich erhebt, es ist notwendig, dass die Menschen mein Werk auskundschaften. Nur so werden sie imstande sein, die Wahrheit und das gerechte Gesetz zu entdecken, nur so werden sie meine Gegenwart finden und meine Weisheit und Liebe klar erkennen können.

    10. In diesem Kampfe müsst ihr eine sehr wichtige Aufgabe erfüllen. Doch haltet euch nicht für die Besitzer meines Gesetzes, denn das Gesetz bin Ich, und ihr seid nur seine Ausleger.

    11. Seid glücklich bei dem Gedanken, dass ihr keine prächtigen Tempel besitzt, die jemand zerstören kann; denn ihr könnt eure Zusammenkünfte sowohl in einer schlichten Kammer, als auch in einem Tale oder auf einem Berg abhalten. Wo meine Kinder sich versammeln und Mich rufen, da werde Ich bei ihnen sein. Auch sage Ich euch, dass es keine menschliche Macht geben wird, die dies Wort aufhält, das ohne Unterbrechung bis zu dem Tage (zu euch) kommen wird, der durch meinen Willen festgesetzt ist. Und wenn die Menschen die Lippen meiner Jünger vor dieser Zeit zum Schweigen brächten oder sie töten würden, so würden ihre toten Körper schreien!

    12. Die Prophetien, die Ich euch in meinem Worte gegeben habe, werden sich treulich erfüllen. Denn Ich habe euch nicht betrogen, habe euch nicht Steine statt Brot oder Schlangen statt Fische gegeben. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.

    13. In der „Zweiten Zeit“ gab Ich euch nur Kunde von dem Reich, aus dem Ich kam und zu dem ihr eingehen müsst. Jetzt komme ich, um euch viele Schönheiten dieses göttlichen Vaterhauses zu offenbaren. Dieses neue Leben ist der Beginn des Friedensreiches, das Ich euch versprochen habe.

    14. Meine Spur ist seit der „Ersten Zeit“ deutlich sichtbar. Wandelt auf ihr, geht voran, ohne euer Kreuz im Stich zu lassen, denn ohne dasselbe könnt ihr nicht erkannt werden.

    15. Was die Menschen zerstört haben, werde Ich wiederaufbauen.

    16. Dringt in das Licht und den geistigen Sinn des Sechsten Siegels ein — des Buches, in welchem eure Bestimmung niedergeschrieben ist.

    17. Ich gebe euch belehrende Worte des Trostes, andere zur Unterweisung, wieder andere zur Wachsamkeit, und einige auch zur Zurüstung, damit euch nichts in eurem Reisesack fehlt.

    18. Wie viele der Prophezeiungen meiner Propheten gehen bereits in Erfüllung! Joel sagte: „Ich werde meinen Geist auf alles Fleisch ausgießen.“ Der Apostel Johannes sah diese Zeit in seinen prophetischen Gesichten, und mein Wort wird weiterhin bis in Ewigkeit in Erfüllung gehen.

    19. Das Göttliche Wort findet Widerhall im Herzen dieses Volkes. Ihr habt die Wohnung vorbereitet, und hier bin Ich bei euch. Das Buch des Wahren Lebens liegt aufgeschlagen vor euch, und jedes Mal, wenn ihr es studiert, empfangt ihr eine neue Belehrung. Doch jene, die in ihrer Teilnahmslosigkeit tief schlafen, sollen nicht bis zum Jahr 1950 warten — nicht warten, bis meine laut tönende Glocke meinen Abschied ankündigt, und sich erst zu dieser Stunde aufmachen wollen, Mich zu hören. Ihr wisst, dass mein Wort und das meiner Geistigen Welt nach jenem Jahr, das Ich euch angezeigt habe, nicht mehr zu hören sein wird.

    20. Ich habe euch befreit, und mein Blut war das Symbol der Liebe, die Ich zu euch habe. Ich will nicht, dass ihr zur Sünde, zur Finsternis zurückkehrt.

    21. Eine weltweite Heimsuchung naht, und Ich will, dass mein Volk vorbereitet ist, damit es inmitten des Unwetters der Leuchtturm der Hoffnung ist, der den Weg der Schiffbrüchigen erhellt. Wahrlich, wahrlich, drei Viertel der Erde werden heimgesucht werden, sie wird der Schmerz reinigen. Höre auf Mich, Volk, denn du musst diese Worte allen deinen Mitmenschen bringen.

    22. Ihr sollt in eurem Herzen die Selbstsucht, die es enthalten könnte, abtöten und der Nächstenliebe Raum geben. Ist es etwa möglich, dass ihr Liebe predigt, ohne sie zu empfinden? Bevor ihr diese Maske der Heuchelei auf euer Gesicht setzen solltet, werde Ich euch lehren und euch prüfen, bis Ich bewirke, dass die Aufrichtigkeit in euren Herzen geboren wird.

    23. Der Tag meines Abschieds wird kommen, und wer sich vorzubereiten verstanden hat, wird sich geistig zur Rechten des Herrn stehen fühlen. Doch wahrlich, Ich sage euch, die Zahl der Ungehorsamen — jener, die den verbotenen Kreis überschreiten, wird groß sein. Dies werden jene sein, die, obwohl sie Mir oft zugehört haben, den Unterricht weder zu nutzen noch zu verstehen wussten, und in ihrer Unwissenheit werden sie den Vater bitten, dass Er noch eine Zeitlang bei ihnen sei, obschon Ich ihnen viele Male gesagt habe: „Mein Wort ist das eines Königs und wird niemals zurückgenommen“; und: „Eher würden Himmel und Erde vergehen, oder das Königsgestirn würde zu strahlen aufhören, als dass ein einziges meiner Worte nicht in Erfüllung ginge.“ Darum sage Ich euch, dass es mein Wille war, euch von den ersten Tagen meiner Kundgabe an das Ende dieser Manifestation anzukündigen, damit ihr alle es wüsstet und vorbereitet wäret.

    24. Elias kündigte dem Volke meine bevorstehende Ankunft an, und ebenso bezeichnete er durch den Mund von Roque Rojas das Jahr 1950 als das meines Abschieds, das heißt das Ende des Zeitraums für die Kundgabe durch den menschlichen Verstand.

    25. Zum jetzigen Zeitpunkt sage Ich euch, dass mein Unterricht weit vorausgeht, und dass ihr im Begriffe seid, zurückzubleiben. Wenn ihr euch am Tage der Heimsuchung nicht schwach fühlen wollt, müsst ihr euch beeilen und euch anstrengen, um mit meinen Lektionen Schritt zu halten. Nur so werdet ihr euch stark genug fühlen, um in den folgenden Zeitabschnitt einzutreten, in den der Kundgabe von Geist zu Geist.

    26. Ich habe euch die Gegenwart der Geistigen Welt offenbart, damit ihr die Nähe eurer Brüder fühlt und ihre weisen Ratschläge annehmt. Sie sind gekommen, um euch Vergeistigung zu bringen. Warum wolltet ihr sie alle Augenblicke zum Materiellen herabzerren? Das wird euch zwar nicht gelingen, aber ihr verursacht ihnen Leiden.

    27. Diese Geistwesen leben in Harmonie mit meiner Göttlichkeit, ihr seid die Toten, die sie auferwecken wollen. Meine Stimme wird euch beständig sagen: Bereitet euch vor! Denn wenn es nicht so geschehen würde — falls ihr euch nicht bewusst werden solltet, dass ihr in einer Zeit der Gefahren und Fallstricke lebt, werdet ihr vor euren Augen die falschen Christusse, die falschen Elias‘ und die falschen „Lichtgeister“ aufkommen sehen.

    28. Wollt ihr, dass es die Welt, die Menschen oder der Schmerz ist, die euch von euren Fehlern freimachen? Erinnert euch, dass Ich euch gesagt habe: „Der Baum wird an seiner Frucht erkannt“, was so zu verstehen ist, dass ihr nach euren Werken beurteilt werdet. Gesegnet seien jene, die mit Ergebung und Gehorsam ihr Kreuz auf sich nehmen. Doch immer wird es unter meinen Aposteln den verräterischen, selbstsüchtigen und falschen Jünger geben, der, wenn er könnte,‘ Mich von neuem dem Opfertod überantworten würde — wenngleich es nicht notwendig ist, dass Ich in einem materiellen Körper bin, um Mich kreuzigen oder mein Gesicht bespeien lassen zu können.

    29. Ich will, dass ihr alle gehorsam seid, will keinen sehen, der diese harten Worte verdient; denn wenn eure Mitmenschen euch nach Mir fragen, sollt ihr euch nicht verbergen, noch ihnen gegenüber leugnen, Mich gehört zu haben. Denn niemand soll Mir im Augenblick der Prüfung den Rücken kehren, keiner soll sein Erbe verheimlichen.

    30. Ausführlich ist mein Unterricht bei jeder meiner Lehransprachen; denn Ich will in eurem Herzen ein geistiges Heiligtum errichten, in dem Ich wohne, und einen Ort des Friedens für eure Brüder.

    31. Nutzt diese Zeit, in der mein Wort durch den Stimmträger euren Geist liebkost. Öffnet euer Herz und bewahrt in ihm dies Buch, denn der Augenblick wird kommen, in dem ihr aus eurer tiefen Lethargie erwacht und auf der Suche nach Licht euch ihm zuwendet.

    32. Ich spreche von meinem Kreuz der Liebe herab zu euch. Doch jetzt ist es nicht Blut, das aus meinem Körper fließt, sondern Licht, das in Strahlen hervorbricht, die auf die Menschen herabfallen. Ich habe euch die Gabe des Wortes und das Licht der Inspiration gegeben. Aus eurem Munde wird die Erklärung des Geheimnisses der Sieben Siegel kommen, damit die Menschheit meine Wahrheit kennt. Dies Wort, das Ich euch gebe, wird die dunkle Binde von den Augen der Menschen wegnehmen. Alles Unkraut wird ausgerissen werden, und an seiner Stelle wird der gute Same gesät werden.

    33. Ihr geht auf Spuren von Blut, von Laster und von Sünde und verwünscht jene, die sie hinterließen, ohne dass ihr wisst, ob diese Spuren nicht diejenigen sind, die ihr in einem früheren Leben zurückgelassen habt. Fühlt euch daher nicht frei von Verantwortung in dieser Zeit. Dann werdet ihr zur Einsicht kommen, dass meine Gerechtigkeit, so hart und unerbittlich sie euch erscheinen mag, nur Liebe enthält.

    Einen Schatz an Weisheit habe Ich in dieser Zeit durch meine Stimmträger ausgeschüttet; doch erst nach meinem Weggang 1950 werdet ihr diesem Worte seinen vollen Wert beimessen, wenn meine Nachtigallen für diese göttlichen Gesänge verstummt sind.

    34. Mein Wort ist das eines Königs, mein Wille ist ein einziger, und wenn jener Zeitpunkt gekommen ist, wird nichts und niemand die Anordnung meiner Gebote und Ratschlüsse ändern.

    Manche sagen, dass 1950 noch ferne ist und dass noch Zeit ist, um sich des freien Willens zu erfreuen, dass später noch Zeit sein wird, sich zu bekehren und mein Gesetz zu erfüllen. Wie armselig und unwissend erweist sich, wer so denkt und fühlt! Wer weiß die Tage, die er noch auf Erden zu leben hat? Wer ist Herr darüber, sein Dasein nach seinem Willen zu verlängern?

    35. Niemand wünsche sich, dass sein Geist zu einem elenden Überbleibsel wird, wenn sein Erdenkleid aufhört zu existieren; und macht aus euer Geist auch nicht einen leidenden Schatten, der von Tür zu Tür und von Herz zu Herz um ein Almosen von Licht bettelt, obwohl mein Geist Ströme davon auf ihn ergoss.

    36. Hört zu, Neuankömmlinge: der Meister will, dass — wenn dies Wort nicht mehr vernommen wird — ihr die geistigen Meister eurer Kinder sein könnt, der neuen Generationen, die Ich euch anvertraue. Ihr sollt Vergeistigung und Sittlichkeit lehren, dann wird eure Saat in meiner Kornkammer aufgenommen werden.

    37. Die heuchlerischen Pharisäer der „Zweiten Zeit“ kreuzten auf Schritt und Tritt meinen Weg — in der Hoffnung, einen Makel in meinem Werke, eine Lüge in meinen Worten zu entdecken, und konnten dies niemals finden.

    38. In der heutigen Zeit werdet ihr ausgeforscht werden wie Jesus; doch da ihr nicht die Stärke und die Weisheit des Meisters besitzt, will Ich, dass ihr wenigstens auf dem wahren Wege seid. Nach allem, was Ich zu euch gesprochen habe, und der Zeit, die Ich euch gewährt habe, müsste euer Gebet nahezu vergeistigt sein. Aber noch habt ihr die Welt nicht überwunden, noch hat sich der Geist gegenüber dem Körper nicht durchgesetzt.

    39. In der „Zweiten Zeit“ suchte Ich Jünger an den Ufern des Galiläischen Meeres, und als Ich diejenigen fand, die Mir folgen sollten, sagte Ich zu ihnen: „Kommt!“, und sie folgten Mir. Sie ließen alles zurück, um Mir nachzufolgen.

    Den Menschenmengen, die an mein Wort glaubten, sagte Ich: „Wer Mich hören will, verteile seine Güter unter die Notleidenden und folge Mir. Ich lehre den Weg, der in mein Reich führt.“ Jene Jünger, die später zu Aposteln der Liebe und der Wahrheit geworden waren, die Christus predigte, verstanden es, die geistigen und moralischen Grundfesten der Völker jener Zeit zu erschüttern. Mit Liebe und mit Blut besiegelten sie ihr Werk der Hingabe gegenüber dem Vater. Aus jenen Scharen, die Mir zuhörten, und aus jenen Völkern, die später meine Jünger hörten, gingen die meiner Lehre Treuen, die Märtyrer hervor.

    40. Heute verlange Ich nicht euer Leben, noch euer Blut, denn es ist eine andere Zeit, in der ihr heute lebt. Dennoch — könntet ihr nicht etwas Ähnliches tun wie das, was jene in Liebe, in Selbstverleugnung und im Glauben taten?

    41. Mancher sagt Mir: „Vater, ich bin bereit, mein Leben für Dich hinzugeben“; doch Ich antworte euch: „Nein, mein Sohn, gib dein Leben nicht hin, ohne zu wissen wofür. Erhalte es lieber, damit du deinen Mitmenschen nützlich bist, und wenn du deine Mission vollendet hast, dann übergib es Mir in Demut.“

    42. Heute sagt ihr: „Herr, wir leben nicht vom Brot allein. Komm zu uns und gib uns dein Wort.“

    43. Inmitten der Wechselfälle eures Lebens erinnert ihr euch an Mich. Ihr seid „das starke Volk“, doch in den Augenblicken schwersten Leidens besinnt ihr euch auf den Gekreuzigten, um Ihn um Kraft zu bitten.

    44. Ihr seid stark genug gewesen, um Mich zu suchen und mir zu folgen, und eure Intuition hat euch zu Mir geführt, obwohl die Menschen alles daran setzten, das Licht des (wahren) Weges, mein Versprechen wiederzukommen, meine Prophetien der „Zweiten Zeit“ und die Offenbarung meines Apostels Johannes zu verbergen.

    45. Trotz allem habt ihr es verstanden, euch von der Abgötterei und vom Fanatismus zu trennen und den Glauben eures Geistes zu verteidigen. Und als ihr hörtet, dass Christus zurückgekommen war, und dass Er derzeit die Menschen lehrte, seid ihr dem Ruf gefolgt und erkanntet an der Einfachheit der Form, in der Er sich kundgab, an der Bescheidenheit des Ortes und an der Schlichtheit derer, die Ihm folgten, dass es der Meister war. Wenn man euch gesagt hätte, dass Er sich in den Palästen der Menschen kundgäbe, hättet ihr es nicht geglaubt; denn die Erinnerung an die Demut des Rabbis aus Galiläa ist noch nicht aus eurem Geiste verschwunden. Auch hättet ihr es nicht begreifen können, wenn Er erneut in einem Menschen inkarniert gewesen wäre. Doch als ihr Ihn auf geistige Art zur Welt kommen saht, fühltet ihr, dass dies Licht vom Heiligen Geist ausging, und zwar, weil ihr wisst, dass Ich nicht zweimal in der gleichen Form komme.

    Jünger, verschließt eure Ohren gegenüber dem Gerede und den Meinungen, welche die Menschen sich von euch bilden; bedenkt, dass sie einfältig sind. Doch seid immer gewappnet, dass sie nicht das Licht eures Glaubens auslöschen.

    46. Ich offenbare euch das Geheimnis, damit ihr niemals vom Weg des wahren Lebens abirrt, da es in dieser Zeit niemanden auf der Welt gibt, der euch auf dem Weg der Wahrheit zu führen vermag. Das Geheimnis besteht darin, euch vom Gewissen leiten zu lassen, denn in ihm bin Ich.

    47. Alle Menschen und alle Völker haben Führer; doch wenn Ich sie fragen würde: „Wohin seid ihr geführt worden?“, würden Mir alle sagen: „In den Schmerz, in den Abgrund und in die Zerstörung.“

    48. Ich gebe euch eine ausführliche Erklärung darüber, wie der Weg ist, der zu Mir führt, indem Ich euch lehre, auf der Erde in Reinheit zu leben, damit eure geistige Anbetung wohlgefällig und lauter ist. Ich sage euch, dass ihr (wirkliche) Menschen sein sollt, damit ihr Spiritualisten seid, welche ihre Verpflichtung gegenüber dem „Kaiser“ erfüllen und die auch ihre Pflichten gegen ihren Gott zu erfüllen verstehen.

    49. Das menschliche Leben hat Gesetze, die ihr erfüllen müsst, um mit ihm in Harmonie zu sein; die Natur verlangt von euch ihren Tribut. Gebt jedem Gesetze die Erfüllung, die ihm zukommt; doch irrt euch niemals dabei, indem ihr Mir den Tribut darbringt, welcher der Welt gebührt, und gebt ihr nicht die Opfergabe, die für Mich sein müsste. Begreift: Wer beide Gesetze erfüllt — sowohl das geistige als auch das materielle — verherrlicht Mich und wird zu Mir gelangen.

    50. Daher beschränkt sich meine Unterweisung nicht nur auf den Geist, sondern sie bezieht sich auch auf das menschliche Leben, auf die Moral, die der Mensch in ihm haben muss. Denn wenn ihr euch in diese Unterweisungen vertieft, werdet ihr sehen, dass das Leben ein einziges ist und Der Weg ebenfalls ein einziger.

    Wundert euch nicht, dass Ich euch sage, dass ihr den Familien Würde verleihen sollt, dass ihr eure Eltern lieben, die Gatten sich lieben sollen, dass der Mann in der Frau nicht eine Dienerin, sondern seine würdige Gefährtin sehen soll, dass die Frau im Manne ihre Schutzwehr, ihren Schild erblicken soll, dass die Eltern der Welt gesunde Kinder bescheren sollen, die sie auf den Weg des Guten führen.

    51. Seid auch nicht erstaunt, so Ich euch sage: Wenn der „Kaiser“ (d. h. der Staat) von euch den Tribut von eurer Arbeit fordert, so kommt dem nach, denn es ist gleichfalls ein Gesetz, das auf dem Menschen lastet. Ergreift die Arbeitswerkzeuge und entreißt der Erde ihre Schätze und ihre Früchte der Liebe.

    52. Sucht euren Fortschritt innerhalb des menschlichen Lebens, doch lasst euch niemals von übermäßigem Ehrgeiz beherrschen; denn dann werdet ihr eure Freiheit verlieren, und der Materialismus wird euch versklaven.

    53. Legt in jede eurer Handlungen das, was euch euer Gewissen anzeigt, damit sie Gerechtigkeit beinhalten. Achtet die, die euch regieren, folgt ihren Aufrufen und wirkt mit ihnen zum Wohle aller.

    Respektiert die religiösen Überzeugungen eurer Mitmenschen, und wenn ihr ihre Kirchen betretet, so entblößt eure Häupter in aufrichtiger Andacht, da ihr wisst, dass Ich bei jeder Gottesverehrung gegenwärtig bin. Verleugnet die Welt nicht, um Mir nachzufolgen, und trennt euch auch nicht von Mir unter dem Vorwand, dass ihr Pflichten in der Welt habt. Lernt, beide Gesetze in ein einziges zu verschmelzen.

    54. Ich befreie euren Geist nur vom Unnützen, vom Falschen, damit er sich in den harten Prüfungen des irdischen Lebens über jedes Elend, jede Knechtschaft oder Erniedrigung zu erheben vermag. Hört meine Stimme, die euch sagt: Es gibt niemanden auf der Erde, der Macht über euren Geist besitzt.

    55. Ich muss so zu euch sprechen, um die schlechten Auslegungen zu zerstören, die man meiner Lehre gegeben hat. Heute tue Ich es durch diese Menschen, durch die Ich Mich kundgebe, die nicht gerecht sind und die Ich dennoch — wie es mein Wille gewesen ist — erwählt habe.

    56. Sie wissen: Je größer ihre Zubereitung und ihre Reinheit ist, desto größer ist die Inspiration, die in ihren Verstand gelangt. Dies ist der Grund für die Erneuerung und Besserung dieser meiner Kinder, die früher sündigten und die heute darum ringen, sich würdig zu machen, mein Wort kundzutun.

    57. Wenn ihr Vollkommenheit suchen wollt, werdet ihr sie nicht in den Stimmträgern finden. Sucht sie im geistigen Sinn meines Wortes, dort werdet ihr meine Gegenwart finden.

    58. Volk, lerne Barmherzigkeit zu üben in all ihren verschiedenen Formen. Doch macht eure Werke nicht bekannt, weil ihr Bewunderung oder Lob sucht; denn dieser Lohn ist gering, und ihr verliert so die große Belohnung, die Ich für euch bereithalte.

    59. Ich sage euch nicht nur, dass ihr euren Geist reinigen sollt, sondern auch, dass ihr euren Körper kräftigen sollt, damit die neuen Generationen, die aus euch hervorgehen, gesund sind, und ihr Geist seinen schwierigen Auftrag erfüllen kann.

    60. Betet, aber euer Gebet soll kurz sein, damit ihr die übrige Zeit zur Ausübung des Gesetzes verwendet. Nur fünf Minuten des Gebets verlange Ich von euch; aber in ihnen sollt ihr euch Mir hingeben, damit ihr meine Stimme in eurem Gewissen vernehmt. Wahrlich, Ich sage euch, ihr seid nicht alle wachend und betend; denn mein scharfer Blick ist in euer Herz gedrungen, wohin oftmals nicht einmal ihr selbst eindringen könnt, und hat alles entdeckt, was ihr in ihm verbergt.

    61. Dies ist die Zeit des Gerichts für die Menschheit. Mensch für Mensch, Volk für Volk und Nation für Nation werden durch meine Göttlichkeit gerichtet. Trotzdem haben die Menschen dies nicht bemerkt, noch wissen sie, in welcher Zeit sie leben. Daher bin Ich im Geiste gekommen und habe meinen Strahl auf das menschliche Verstandesorgan herabgesandt, und durch seine Vermittlung habe Ich euch offenbart, Wer zu euch spricht, welche Zeit es ist, in der ihr lebt, und was eure Aufgabe ist.

    62. Ich habe den Inhalt meiner drei Testamente in das Herz dieses Volkes gelegt, und obwohl ihr wisst, dass ihr die Wahrheit und das Gesetz besitzt, verkennt ihr euch noch immer untereinander. Dies geschieht, weil der Einfluss des Krieges, der über den Nationen schwebt, auch euch befallen hat.

    63. Es spricht zu euch der einzige Gott, der existiert, den ihr Jehova nanntet, als Er euch seine Macht zeigte und euch auf dem Berge Sinai das Gesetz offenbarte; den ihr Jesus genannt habt, denn in Ihm war mein Wort; und den ihr heute Heiliger Geist nennt, weil Ich der Geist der Wahrheit bin.

    64. Wie kommt es, dass ihr drei Gottheiten gesehen habt, wo nur Eine existiert? Ihr alle seid Kinder dieses Gottes. Warum versteht ihr euch hier auf der Erde nicht als Geschwister zu lieben, die ihr seid? Ihr wisst, dass Menschen durch Menschen getötet werden, dass das Blut in Strömen fließt, doch der Schmerz, der die Erde überflutet, erschüttert eure Herzen nicht.

    Ich habe euch gesagt: Betet, und wenn ihr meine Gebote erfüllt, braucht ihr die Kriege, den Hunger, die Seuche oder die unbekannten Krankheiten nicht zu fürchten. Doch wenn ihr frei von diesen Plagen seid, so deshalb, damit ihr für eure Nächsten betet und für sie Sorge tragt. Zweifelt nicht an der Macht des Gebetes, denn es ist die größte Waffe des Geistes.

    65. Die törichte Hand des Menschen hat die Tore geöffnet, welche die Kräfte und Elemente der Reinigung zurückhielten, die über die Menschheit gekommen sind.

    66. Nationen der Erde, ihr trinkt einen sehr bitteren Kelch und fühlt den Schmerz bis in die tiefste Tiefe eurer Herzen, da ihr es so gewollt habt. Trinkt in Geduld, damit ihr aus dieser Erfahrung Licht und Nutzen für euren Geist ziehen könnt, wenn ihr euch auf die Suche nach dem wahren Wege macht, auf dem ihr zu den Ruinen des Tempels gelangen werdet, den ihr in euch selbst zerstört habt und den ihr wiederaufbauen müsst, damit in ihm meine Stimme zu euch spricht, und ihr wieder mein Gesetz besitzt.

    67. Bete und erwirb dir Verdienste, Volk, denn der Krieg umlauert eure Nation. Eure geistige Mission wartet auf euch. Lasst nicht zu, dass Hunger, Krankheit und Tod bei euch Einzug halten. Wenn eurem Glauben Stärke fehlen sollte, werdet ihr euch vor Verzweiflung die Haare raufen müssen, wenn ihr erlebt, wie eure Mitmenschen einander töten, eure Kinder Hunger leiden. Das Wasser, das ihr trinkt, wird bitter sein, eure Berge und eure Täler werden austrocknen, die Bäume werden keine Früchte tragen, und dies Land, das von vielen wegen seiner Reichtümer und seines Überflusses als Land der Verheißung betrachtet wird, wird dem Ausländer, der sich ihm auf der Suche nach Freiheit oder Brot naht, nichts anzubieten haben.

    68. Wahrlich, ich sage euch, während mein verborgener Weisheitsschatz voll Offenbarungen und Barmherzigkeit nur auf die Stunde wartet, in der die Menschheit ihren Blick dem Vater zuwendet und sich lauter und demütig zeigt, um sie mit allem zu überschütten, was Ich für sie bereithalte, habt ihr immerzu meine Gerechtigkeit herausgefordert, und in dieser Zeit habe Ich eure Herausforderung angenommen.

    Ich komme in kriegerischer Absicht, meine Macht ist groß, meine Heere sind zahlreich, und meine Waffen sind unüberwindlich. Zuletzt werde Ich siegen; doch ich werde Mich nicht über Toten (siegreich) erheben, sondern vor Lebenden. Niemanden werde Ich erniedrigen, alle werden ihr Antlitz emporrichten, um meinen Namen zu preisen. Darum will Ich unter dir, meinem Volke, Einigkeit, Barmherzigkeit, Achtung und Liebe eines „Arbeiters“ zum andern und einer Gemeinschaft zu den andern sehen.

    69. Ich gewähre euch diese Zeit, damit ihr in euren Herzen die Abgötterei, den Fanatismus, alles Unnütze und Schlechte beseitigt, das in euren Gewohnheiten und eurer Gottesverehrung vorhanden ist. Fühlt das göttliche Wort, wie es auf die Menschheit herabkommt, doch inmitten meines Gerichtes fühlt meinen Frieden.

    70. O Tal der Tränen und des Blutes, in welchem die Menschen ihren Thron errichten, um sich selbst anzubeten und danach mit ihren Händen ihr eigenes Grab zu graben! Ich komme, um sie von der Sünde und vom Tode zu befreien; denn sie haben sich gebunden und versklavt. Wahrlich, Ich sage euch, diese Welt gehört nicht mehr diesen Menschen, deshalb stößt sie dieselben alle Augenblicke von sich.

    71. Die Erde, welche die Menschen wie eine aufopferungsvolle und duldsame Mutter beherbergt hat, wird ihnen von jetzt an auf Schritt und Tritt den Weg weisen, der nicht in ihren Schoß, sondern zum Höchsten führt, wo eine andere Mutter, die Himmlische Mutter, die Ankunft ihrer Kinder erwartet, um sie in ihren Mantel zu hüllen, welcher eine ewige Verheißung der Seligkeit ist.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 50

    1. Wie die Lerche, die ihre Flügel ausbreitet, um ihre Jungen zu bedecken, so breitet sich meine Liebe über euch aus.

    2. Diese Stimme, die euch ruft, ist die des Göttlichen Meisters; dies Wort ist von Dem, der alles geschaffen hat. Wer Macht hat, alles zu tun, wird den Stein eures Herzens in ein Heiligtum der Liebe und Erhebung verwandeln und wird das Licht entzünden, wo nur Finsternis war.

    3. Einige von euch werden umgewandelt und zubereitet werden durch meine Lehre, damit sie sich auf die Suche nach denen machen, die sich in der Wüste verirrt haben. Denn so sehe Ich das menschliche Leben — als eine Wüste. Mancher fühlt sich allein inmitten von Millionen Geistwesen und verschmachtet vor Durst, ohne dass es jemanden gibt, der ihm ein wenig Wasser darreicht; dorthin werde Ich meine neuen Apostel senden.

    Ich will, dass mein Name von den einen wieder mit Liebe ausgesprochen wird und von den andern mit Ergriffenheit vernommen wird. Ich will, dass er denen bekannt wird, die ihn nicht kennen. Es gibt Menschen — Greise, Frauen und Kinder, — die nichts von meinem Dasein wissen. Ich will, dass alle Mich kennenlernen und wissen, dass sie in Mir den liebevollsten Vater haben, dass alle Mich hören und Mich lieben.

    4. Ihr müsst euch zubereiten, denn der Augenblick ist sehr nahe, in dem Ich Mich in eurem Geist fühlbar machen werde. Ich werde zu euch kommen und an die Türe eines jeden Herzens klopfen: Selig, wer Mir Herberge zu geben versteht. Die einen werde Ich um Brot bitten, andere um Wasser, wie euch mein Jünger Johannes weissagte: „Siehe, Ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören und die Türe auftun wird, zu dem werde Ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit Mir.“

    5. Begreift, dass es nicht die materiellen Dinge sein werden, um die Ich euch bitte; es werden die Liebeswerke eures Geistes sein. Denn mein Hunger und mein Durst ist der, dass ihr euch untereinander liebt, und dass ihr in Frieden lebt.

    6. Lasst meine Liebe in euren Herzen keimen und stillt mit ihr den Durst, der diese Menschheit verzehrt.

    7. Ich bin nicht müde geworden, euch zu erwarten; ihr jedoch seid müde geworden von so vielem Wandern, denn ihr habt euren (Entwicklungs-)Weg lang gemacht. Niemand fürchte sich, Mir nachzufolgen, denn Ich werde sein Stab sein.

    8. Kämpft, damit die Menschheit sich vergeistigt. Wenn ihr es verwirklicht seht, werdet ihr euch freuen und eurem Vater danken. Doch wenn euch nicht vergönnt sein sollte, dies zu erleben, so ängstigt euch nicht, lasst den Samen ausgesät. Denn wenn ihr die Frucht nicht hier erntet, werdet ihr sie in dem Leben ernten, das euch erwartet. Wie wird jenes Leben sein? — Seid unbesorgt, glaubt an es, denn es ist unendlich schöner und vollkommener als das, in dem ihr heute lebt. In eurer Sprache gibt es keine Worte, die das Göttliche beschreiben oder ausdrücken können, und wenn Ich euch jenes Leben in irgendeiner Form beschriebe, würdet ihr es weder geistig erfassen noch verstehen. In jeder Welt und auf jeder Stufe, die ihr erreicht, werde Ich euch das sagen, was ihr dort wissen müsst. Dennoch habe Ich euch viel zu offenbaren in dieser Welt, damit ihr euch zu jenen erheben könnt, die euch erwarten, ohne durch die Hindernisse des Weges zum Straucheln zu kommen.

    9. Ich will, dass der Mensch die Weisheit erlangt, demütig und zugleich wohltätig zu sein. Seht, wie viele durch ein wenig Wissen eitel werden, sich groß fühlen, ein Zepter ergreifen und sich vor ihren Mitmenschen krönen. Seid von Herzen demütig, seid einfach und umgänglich, dann werde Ich euch krönen, doch nicht mit menschlichen Eitelkeiten. Es ist nicht nötig, dass die Menschheit diesen Lohn sieht. — Sucht keine Belohnungen unter den Menschen, die euch recht wenig zu geben haben. Strebt danach, dass euch Der entschädige, der ganz Gerechtigkeit ist und alles besitzt.

    10. Haltet euch nicht auf bei eurer Lebensreise, macht keine Rückschritte in eurer Entwicklung. Bedenkt, unter wie vielen Leiden und wechselvollen Fügungen ihr bis hierher gelangt seid. Der Fischer der Herzen hat euch befreit und in Sicherheit gebracht; befleckt euch nicht von neuem.

    Ich sandte euch zur Erde, um eure Vergehen zu sühnen, und nicht, um sie zu vervielfachen. Denkt nicht — weil ihr seht, dass Ich euch jede Verfehlung vergebe — dass mein Gericht nie zu euch kommen kann und euch zwingt, aus eurem Traum von Größe zu erwachen. Lasst den Frieden meiner Liebe euch alles offenbaren, was ihr nach meinem Willen wissen sollt, auf dass es nicht der Schmerz meines Gerichts ist, der zu euch spricht.

    11. Lernt, nutzt die göttliche Unterweisung und lasst sie zur Tat werden. Dies wird die (beste) Art sein, zu beweisen, dass ihr von Mir gelernt habt. Doch wenn Ich euch frage, was ihr mit meinem liebevollen Unterricht angefangen habt, werdet ihr hoffentlich nicht antworten, dass ihr nicht verstanden habt, was ihr gehört habt, und dass euch alles unbekannt ist. Wenn ihr, die ihr meine Worte gehört habt, mit euren Werken meine Liebe und meine Gerechtigkeit Lügen strafen solltet — welche Saat würdet ihr dann auf Erden hinterlassen?

    12. In diesem Augenblicke ist es mein Wille, dass ihr für die Nationen der Welt, für eure Menschenbrüder betet, und Ich verspreche euch, dass Ich zu allen als „Lerche“ herabkomme, so wie Ich bereits zu euch hernieder gekommen bin.

    13. Mit Liebe und Freude sehe Ich, dass ihr alle euch vorbereitet habt, um Mich zu empfangen — die einen mit ihren guten Werken, andere mit ihrem Schmerz, und wieder andere mit geistiger Buße. Dornenvolle Wege musstet ihr zurücklegen, um bis zu dem Baume zu gelangen, auf dem die Nachtigall singt, deren Gesang dem Herzen Frieden gibt.

    14. Als ihr hinausgegangen seid auf die Wege des Lebens, der Erfahrung und der Entwicklung, gingt ihr mit eurem Erbe; doch jetzt, da ihr meine Stimme hört, die euch auf halbem Wege überrascht hat, treffe Ich euch ohne Erbe an.

    15. Welches Erbe meint der Meister? — Das des Geistes. Denn während die einen es verloren haben, vertauschten es die andern für die Eitelkeiten der Welt. Doch der Augenblick kam, in welchem ihr das Bedürfnis nach den geistigen Gaben empfunden habt, und da ihr sie nicht in euch selbst fandet, habt ihr sie voller Angst auf dem einen oder andern Weg zu suchen begonnen. Daher nenne Ich euch häufig „Verlorene Söhne“; denn ihr seid jenem ähnlich, von dem Ich zu euch in meinem Gleichnis sprach.

    16. In euren Herzen sind die Spuren der Stürme eingeprägt, die über sie hinweggegangen sind, an euren Füßen sind die Narben noch frisch, welche die Dornen des Weges auf ihnen zurückgelassen haben, und in eurem ganzen Wesen sehe Ich die Mühsal eines Lebens, von dem ihr heute begreift, dass es nicht das ewige sein kann.

    17. Euer Geist durchlebte eine lange Nacht der Schlaflosigkeit und der Tränen; doch die Hoffnung, auf die ihr setztet, als ihr euch aufmachtet, Mich zu suchen, wurde nicht enttäuscht. Denn eine schöne Morgenröte überraschte euch und blendete für Augenblicke euren Geist.

    18. Endlich kehrte der „Verlorene Sohn“ — gegenwärtig in den Herzen all derer, die dies Volk bilden — zum Heim seines Vaters zurück, hörte von neuem seine Stimme und fühlte sich mit unendlicher Liebe umfangen. Die Scham, seine Kleider zerrissen und seine Füße ohne Sandalen zu zeigen, verschwand, als er auf seiner Stirne den väterlichen Kuss fühlte, als Beweis dafür, dass alles vergeben war von jenem Vater, der lange Zeit hindurch auf die Rückkehr des Sohnes gewartet hatte.

    19. Darum habe Ich euch an diesem Tage gesagt, dass ihr alle euch vorbereitet habt, um Mich zu empfangen, und dass ihr euch meiner Liebkosung würdig gemacht habt. Als ihr ausgeruht wart, und die Schluchzer in eurer Brust aufgehört hatten, da hat euch euer Vater, sich in den Meister verwandelnd, seinen Unterricht erteilt, damit ihr die Aufgabe zu erfüllen begännet, für die ihr erschaffen und zur Erde entsandt worden seid.

    20. Wer seine Liebe zum Vater mehrt und zu seinem Jünger wird, kann danach nicht mehr den Weg verfehlen. Sie alle lasse Ich in mein Heiligtum eintreten, damit sie beim Anblick der Reinheit und der Vollkommenheit, die in ihm herrschen, nicht wagen, es jemals zu beflecken.

    21. Der Neuling gerät bei der Lehrrede des Göttlichen Meisters in freudige Begeisterung, und beim Eindringen in den Sinngehalt seiner Unterweisung wird er sich bewusst, dass das Erbe, das er auf seinem Lebensweg verloren zu haben glaubte, immer bei ihm gewesen ist. Doch seine Augen sahen es nicht, und sein Herz fühlte es nicht, weil er taub, blind und unempfindlich für seine geistigen Gaben war. Wieder erstarkt, sicher und vertrauensvoll, hat er das Verlangen — da er seinen Schöpfer liebt und sich von Ihm geliebt fühlt — noch einmal die Wege zurückzulegen, die er hinter sich ließ. Doch nicht, um sich zu verirren, sondern um sie zu erhellen, die Dornen zu entfernen und die verirrten Wanderer aufzusuchen und ihnen die Richtung nach jenem Baume zu zeigen, bei dem er selbst das Leben und den Glauben zurückgewann.

    22. Selig, die unermüdlich die Wahrheit suchen, und noch mehr jene, die sie nicht für sich behalten, nachdem sie diese gefunden haben, sondern sie zu den Menschen bringen, um mit ihrem Lichte den Weg ihrer Brüder zu erhellen.

    23. Ich habe euch „Arbeiter“ genannt, und ihr könnt es in Wahrheit sein. Ich habe euch die Zeit, das Saatkorn, das Wasser, die Äcker und die Arbeitsgeräte gegeben.

    24. Einfach ist das Sinnbild, in welchem Ich zu euch spreche, damit ihr alles verstehen könnt, was Ich euch in diesen Unterweisungen sagen will.

    25. Ich lasse auf eurem Geist meinen Liebestau zurück, der euch fruchtbar macht und liebkost. Weder auf die Berge, noch in die Täler, noch auf die Blumen habe Ich so große Gnade strömen lassen wie auf euch. Meine Liebe wird euch immer begleiten; aber dies Wort, das Ich euch derzeit durch Vermittlung des menschlichen Verstandesorganes gebe, wird nicht ewig bei euch sein.

    26. Hört meine Worte und bewahrt sie in euren Herzen. Wenn Ich der Menschheit nicht gewährte, dass Ich — von neuem Mensch geworden — zur Erde zurückkehrte, wie es der Wunsch und die Glaubensüberzeugung vieler ist, so werde Ich euch ebenso wenig gewähren, dass ihr Mich nach dem angezeigten Zeitpunkt, der am Ende des Jahres 1950 ist, weiterhin in dieser Form hört. Heute wisst ihr noch nicht, was Ich nach dieser Zeit für euch bereithalte.

    27. Ich will euch zubereiten, damit ihr die Kranken heilt, damit ihr die Witwen und die Waisen tröstet, damit ihr die Sünder mit Worten der Vollmacht bekehrt, damit ihr die „Aussätzigen“ heilt und den geistigen Weg eurer Mitmenschen mit Licht erfüllt.

    28. Von neuem vererbe und überlasse Ich euch den Samen des Lebens, der Liebe und der Vergeistigung. Verliert euer Erbe nicht mehr in eurem Leben.

    29. Ich lasse euch meinen Frieden, denn Ich bin der Friede, der sich über die Welt ausbreitet, ähnlich den Flügeln der Lerche, die im Nest ihre Jungen bedeckt. Wann werdet ihr geistig wie Lerchen des Friedens sein?

    30. Ich ließ euch in diesem Liebesnest geboren werden, wo es euch nie an Nahrung gefehlt hat, und wo meine Unterweisung euer Herz mit Wonne erfüllt. Noch seid ihr schwach, eure Flügel sind noch nicht gewachsen, das Gefieder ist spärlich. Aber der Tag wird kommen, an dem ihr euch stark genug fühlen werdet, um im Fluge aufzusteigen, Entfernungen zu überwinden und dem Toben der Stürme zu trotzen. Handelt nicht wie jene, die das Nest vor der Zeit verlassen wollten und zu Boden gestürzt sind, weil sie noch nicht mit ihren Flügeln zu schlagen verstanden. Wartet, bis Ich euch den Weg bezeichne, dann werdet ihr euch nicht verirren. Wie eine große Lerchenschar werdet ihr euch zerstreuen, als Symbol des Friedens einen Olivenzweig mitnehmend, und im Laub der Bäume werdet ihr neue Nester bauen.

    31. Ihr fragt Mich, warum Ich in dieser Zeit zu euch gekommen bin, und Ich sage euch: Seid ihr euch nicht all dessen bewusst, was in eurer Umwelt vor sich geht? Wisst ihr nicht, dass das, was in jüngster Zeit auf der Welt geschehen ist, und das, was sich in der Gegenwart abspielt, die Verkündung meiner Ankunft und meiner Gegenwart unter den Menschen bedeutet?

    32. Seht, wie der Krieg die fortgeschrittensten Nationen erfasst hat, die Bosheit seinen höchsten Entwicklungsgrad erreicht hat. Die Lüge wird aufgenommen, als ob sie Wahrheit wäre; die Wissenschaft hat erlaubt, als sie der Menschheit große Geheimnisse enthüllte, diese zur Zerstörung zu verwenden. Und wie viele unlautere Betätigungen hat die Welt als gut sanktioniert! Gerade dann erscheine Ich bei euch, um euren Verstand zu erleuchten und euch in eurem rasenden Lauf in den Abgrund aufzuhalten.

    33. Ich spreche zu euch mit meiner ewigen Wahrheit und sage euch: Wenn ihr Vergnügungen sucht und nach Wissenschaft verlangt, so werdet ihr in Mir die wahre Wissenschaft und die wahre Wonne finden.

    34. Wie klein ist euer Planet, und dennoch — wie ferne lebt ihr voneinander! Wie viel Zwietracht gibt es in eurer Welt!

    35. Der Mensch ist nicht mehr unwissend, seine geistige und intellektuelle Entwicklung ist groß; darum ist seine Verantwortung in dieser Stunde der Prüfung ebenfalls sehr groß. Der Mensch dieser Zeit wird vielleicht sagen, dass er meine Gesetze und meine Gerechtigkeit nicht kennt. Doch dies ist nicht die Wahrheit, weil er einen Lichtgeist in sich trägt. Der Grund (für seine Gesetzesverstöße) ist der, dass der Geist gegenüber den Versuchungen und Vergnügungen der Welt nachgibt, denen er seine Geistesgaben zu Füßen legt und vor denen er seinen Nacken beugt.

    36. Menschheit, aus Liebe zu dir bin Ich herabgekommen und habe Mich in dieser Form materialisiert. Mein Geist steigt in die Abgründe hinab, und meine helfende Hand streckt sich aus, um das verirrte Schaf zu retten. Ich lehre euch, mit dem Geist, und nicht mit den Lippen zu beten und zu bitten; denn es ist nicht der Körper, der bitten soll, sondern der Geist ist es, der weiß, was beide bedürfen. Die Sprache gab Ich euch, damit ihr euch mit euren Brüdern verständigen könnt.

    37. Die Sprache des Geistes ist jenseits eurer Sprache und eures Denkens. Wie kann der Körper das ausdrücken, was der Geist empfindet? Immer werden diese Ausdrucksweisen armselig sein, und unvollkommen diese Äußerungen im Gebet. Immer wird eine Träne, die eurem Auge entquillt, und die oft niemand sieht, besser zum Vater sprechen — ein Schluchzen, das in eurer Brust erstickt, ein Schmerz, den ihr schweigend vor Mich bringt und den ihr mit Geduld ertragt, oder eure guten Werke, deren geistiger Gehalt zu Mir aufsteigt, so wie von den Blumen Wohlgeruch ausgeht.

    38. Ich beweise meine Gegenwart unter euch mit der Tatsache meiner Unterweisung. Jemand mag sagen: „Meister, es ist schwer, deine Lehre in die Tat umzusetzen, und vielleicht ist sie ungeeignet für unsere materialistische Zeit.“ Doch Ich sage euch, das gleiche sagte man in der „Zweiten Zeit“ von meinem Worte, und dennoch waren gerade die Heiden und Götzenanbeter diejenigen, die sich am schnellsten zu ihm bekehrten.

    39. Ebenso, wie Ich euch diese Zeiten großen Leidens ankündigte, so sage Ich euch auch, dass, wenn die Verwirrung vorüber ist, die Harmonie unter den Menschen kommen wird.

    40. Die Hochmütigen, die sich groß Dünkenden, die, welche ohne Nächstenliebe und Gerechtigkeit sind, werden eine Zeitlang im Jenseits zurückgehalten werden, damit das Gute, der Friede und die Gerechtigkeit auf der Erde Fortschritte machen und inmitten derselben die Vergeistigung und die gute Wissenschaft wachsen. Denn es wird nicht nötig sein, dass ihr ein mystisches Leben führt, um Mir zu gefallen, auch wird keiner genötigt werden, Mir zu folgen. Denn die Werke, die ihr Mir unter Zwang darbringt, werden von Mir nicht angenommen werden. Zu Mir gelangen allein die Opfergaben aus gutem Willen, die aufrichtigen Impulse, die spontane Liebe. Auch will Ich nicht, dass ihr Mir aus Furcht vor einer Strafe dient. Es ist Zeit, dass ihr wisst, dass Gott seine Kinder nicht bestraft. Verletzt Mich darum nicht mehr durch eure schlechten Urteile (über Mich).

    41. Niemals soll euch der Eigennutz leiten, und gebt auch nie etwas, weil ihr im Voraus an den Lohn denkt; denn dies ist weder Liebe noch Barmherzigkeit. Euer Geist erwarte nicht, auf der Welt Liebe zu ernten als Lohn für seine guten Werke; denn ihr seid nicht zur Erde gekommen, um Liebe zu ernten, sondern um sie zu säen. Die Ernte ist nicht von dieser Welt.

    42. Jene, die ihre Aufgabe in diesem Leben erfüllt haben, haben es mit Frieden in ihrem Herzen, mit einem Lächeln auf den Lippen, voll Befriedigung und Demut verlassen und haben alle gesegnet, ohne an all den Schmerz zu denken, den sie für die Liebe ernteten, die sie gesät haben. Ich bin der vollkommene und gerechte Lohn für eure Werke. Vergesst nicht, dass Ich euch sagte: „Alles, was ihr an euren Brüdern tun werdet, tut ihr an Mir.“

    43. Wenn um eines kurzen Aktes der Reue und der geistigen Erhebung willen mein göttlicher Strahl auf diese Körper (der Stimmträger) herabfällt und das Wort auf ihre Lippen legt, das meine göttliche Unterweisung zum Ausdruck bringt, die euch bewegt und durch ihre Liebe erbeben lässt — was wird euch der Vater erst geben, wenn ihr euch voller Verdienste in eurem Geist in jener andern Welt einfindet?

    44. Ich sage euch sogar: Bittet Mich um mein Zepter, und Ich werde es euch geben! Ja, meine Kinder, versteht zu bitten, und alles wird euch gegeben werden; denn wenn ihr euch eines Tages meines Zepters würdig macht, würde Ich es euch nicht verweigern. Doch Ich will, dass ihr dies Wort richtig auffasst, damit ihr nicht einem Irrtum anheimfallt.

    45. Viele Menschen von anerkannter Gelehrsamkeit in der Welt werden Mich in dieser Form nicht erkennen können und Mich verneinen. Doch seid dadurch nicht überrascht, da Ich es euch schon vor langer Zeit ankündigte, als Ich euch sagte: „Sei gesegnet, Vater, dass Du deine Wahrheit den Unmündigen offenbart und sie den Gelehrten und Klugen verborgen hast.“

    Dies geschieht jedoch nicht, weil Ich meine Wahrheit irgendjemandem verberge, sondern vielmehr, weil die, deren Verstand unbelastet ist, in ihrer (geistigen) Armut oder Bedeutungslosigkeit Mich besser empfinden können, während die Menschen mit Begabung, deren Verstand voller Theorien, Philosophien und Glaubenslehren ist, Mich weder begreifen noch empfinden können. Doch die Wahrheit, die für alle ist, wird zum vorbestimmten Zeitpunkte zu jedem kommen.

    46. Viele werden kommen und euch sagen, dass nicht Ich es bin, der zu euch spricht, dass es nicht mein göttliches Wesen ist, das sich in dies Wort ergießt. Daraufhin werden einige von euch Zweifel bekommen und Mir in ihrem Kummer sagen: „Meister, wie ist es möglich, dass ich den Glauben verliere und (nun) ohne Gesetz und ohne Gott weiterleben muss?“ Doch wahrlich, Ich sage euch, wer Mich empfunden und erlebt hat, kann Mich nicht mehr leugnen.

    47. Ein Sturm von Ideen und finsteren Kräften hat seit langem die Menschen entzweit. Ein Sturm des Lichts wird sie in dieser Zeit vereinen. Der Turm von Babel, den die Menschen errichteten, ist zerstört worden, aber im Herzen der Völker und Rassen ist jener Turm des Hochmuts weitergewachsen. Nur ein geistiger Sturm kann ihn niederreißen, und dieses Unwetter beginnt nun seine Grundfesten und seine Mauern zu erschüttern. Doch wenn dieser Turm zerstört ist, wird sich dort an seiner Stelle ein anderer erheben, der nicht zerstört werden kann, weil seine festen Grundmauern nicht aus Uneinigkeit, sondern aus Brüderlichkeit und Harmonie bestehen werden.

    48. Um euch zu helfen, meinen Unterricht zu verstehen, sage Ich euch: Empfangt Mich in eurem Herzen, damit ihr die Lehre begreifen könnt, die Ich euch in dieser Zeit offenbare. Dies Wort, das Ich euch übergebe, ist das neue Testament, das euch zum ewigen Leben führen wird. Selig, wer die hohen Werte dieses Wortes erkennt; denn dann wird er in der jenseitigen Welt die hohen Werte erkennen, die dort vorhanden sind.

    Verlangt nicht Beweise, um zu glauben, denn ihr würdet die heidnischen Völker des Altertums nachahmen, und dies sind jetzt andere Zeiten. Treibt eure Vermaterialisierung und eure Zweifel nicht so weit, eure Propheten zu leugnen und sie sogar umzubringen, wie ihr es in der „Ersten Zeit“ getan habt.

    Ihr seid wieder ins Fleisch geboren worden, um einen Schritt vorwärts auf dem Entwicklungsweg zu machen, nicht um bei der gleichen Lektion stehenzubleiben. Falls meine neue Unterweisung tiefgehender ist — seht, wie Ich Selbst sie euch erkläre, damit ihr sie versteht.

    49. Ihr alle erhaltet die gleiche Unterweisung, ihr habt jedoch nicht alle die gleiche Anzahl von Reinkarnationen. Ihr lebt in der Dritten Zeit, und noch immer wissen manche nicht, in welcher Zeit sie leben, noch was die Wahrheit ist, noch welches der rechte Weg ist.

    50. Dies ist die Zeit des Lichtes und des Geistes, und viele kennen noch immer nicht die wahre Verehrung Gottes. Während die einen nicht die geringste Furcht vor meiner Gerechtigkeit haben, fürchten die andern Gott auf eine falsche und unberechtigte Weise.

    Ich sage meinen Jüngern, dass der Mensch sich vor sich selbst fürchten soll, denn er ist es, der wirkt, der aufbaut oder zerstört. Wie ungerecht zeigt ihr euch gegenüber eurem Vater, wenn ihr im tiefen Schmerz, den ihr euch verursacht, zu Mir sprecht: „Herr, warum züchtigst Du mich?“ — Ich setze keine Dornenkrone auf das Haupt meiner Kinder, auch lege Ich auf ihre Schultern kein schweres Kreuz. Sie verurteilen sich, krönen und überhäufen sich mit Mühsalen.

    51. Jesus, der Gerechte, nahm die Krone an, die ihr Ihm zuteil werden ließet, und das Kreuz, das ihr Ihm auferlegtet; denn sein Opfer und sein Blut waren das Einzige, was würdig war, um durch sein Beispiel den Weg vorzuzeichnen, auf dem ihr aufwärtssteigen müsst, um euch von euren Sünden zu reinigen.

    52. Ich bin euer Richter, doch mein Urteil, das unwiderruflich und unerbittlich ist, entspringt der Liebe. Heute richte Ich Lebende und Tote; doch lernt begreifen, wer die Lebenden und wer die Toten sind. Ich bin Auferstehung und Leben und erwecke die zu neuem Leben, die für die Wahrheit tot waren. Ich komme als König, doch Ich trage keine Krone der Eitelkeit, denn mein Reich ist das der Demut. Für viele bin Ich der Tote, der aufersteht, weil Ich im Geiste zur Menschheit gekommen bin, um ihr aufs neue zu sagen, dass „mein Reich nicht von dieser Welt ist“, und dass — um die Stimme eures Königs und Herrn zu hören — es notwendig ist, den Geist zu erheben, um so zu Ihm zu gelangen.

    53. Wer während seines Aufenthaltes auf der Erde den Versuchungen erlegen ist und Sklave der Welt und seiner Leidenschaften gewesen ist, den wird der Tod ohne Kraft und ohne Entwicklung des Geistes überraschen, was so ist, als ob er den Tod in sich trüge.

    54. Dem Bösen errichtet man Throne in der Welt und erweist man in allen möglichen Formen Verehrung. Das Gute verspottet und bekämpft man, als ob es schädlich oder unnütz wäre. Doch wenn meine Stimme euch von der Unendlichkeit aus ruft, damit ihr auf dem Weg des Guten zu Mir kommt, welches der einzige (Weg) ist, der zu Mir führt, so geschieht dies, weil Ich euer Schöpfer bin und weil ihr Mir gehört. Wenn Ich euch suche, so deshalb, weil Ich euch liebe und nicht will, dass jemand die Glückseligkeit verliert, die Ich für alle bereithalte. Wie ein Dieb bin Ich gekommen, um euch zu überraschen; doch was Ich gesucht habe, ist euer Geist. Da Ich euch ein schweres Kreuz tragen sah, brauchte Ich sein Gewicht nicht noch vermehren durch mein Gericht; vielmehr helfe Ich es euch tragen.

    55. Wahrlich, Ich sage euch, noch kann Ich keine vollkommenen Werke von euch verlangen, weil ihr in Sünde geboren werdet und in Sünde lebt. Ich versichere euch aber, dass Ich durch die Macht meines Wortes aus euren Herzen Tugenden hervorsprießen lassen werde. Die Gaben, die in eurem Geiste vorhanden sind und von denen die Menschheit glaubt, dass sie nur den Gerechten und den Propheten einer andern Zeit zu eigen waren, erscheinen jetzt selbst bei den großen Sündern, und mittels dieser Gaben wird die Menschheit gerettet werden.

    56. Ich habe Durst nach eurer Liebe, Hunger nach eurem Frieden. Doch wenn auch ihr Hunger und Durst habt — was könnt ihr Mir dann geben? Eure geistige Auftragserfüllung ist die des Friedens. Wachet und betet, damit ihr diese Gabe, die Ich euch anvertraute, Wirklichkeit werden lasst. Betet täglich für kurze Zeit und verwendet den Rest eurer Zeit dazu, eure geistigen und auch materiellen Pflichten zu erfüllen.

    57. Sagt den Menschen, dass Ich den Weg der Sünder erhellt habe, damit sie dem Verderben entrinnen können. Ich komme auf der Suche nach den Verirrten, denn die Gerechten sind schon bei Mir.

    58. Ich werde euch lehren, mit Sanftmut und zugleich mit Festigkeit durch die Welt zu gehen. Als meine Kundgabe in dieser Zeit begann — wer hätte euch da von allen geistigen Gnadengaben sagen können, die ihr genießen würdet?

    59. Ihr habt die Prophezeiungen der vergangenen Zeiten erforscht und habt festgestellt, dass meine neue Offenbarung angekündigt worden war. Doch als ihr die Kundgabe Marias, eurer Himmlischen Mutter, erhieltet, fragte sich mancher: Sollte die Gegenwart Marias auch angekündigt sein? — Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr die Weissagungen des Apostels Johannes richtig auslegtet, würdet ihr entdecken, dass ihre „Gegenwart“ gleichfalls in dieser Zeit sein musste.

    60. Wie viele derer, die zu diesem Volke gehören, haben nicht einmal die Schriften erforscht; denn die Eingebung ihres Geistes und der Glaube ihres Herzens haben ihnen im Innersten gesagt: Es ist der Göttliche Meister. Es ist unsere Geistige Mutter.

    61. Wahrlich, Ich sage euch, wo immer sich mein Geist kundgibt, dort wird die mütterliche Zärtlichkeit und Güte Marias gegenwärtig sein.

    62. Warum haben viele sie verkannt? Bedenkt: Wenn sie nur als Frau gelebt hätte und sich ihre Mission darauf beschränkt hätte, jenen Körper zur Welt zu bringen, in welchem sich „Das Wort“ kundgab, so hätte Ich sie euch nicht direkt am Fuße des Kreuzes als Mutter zurückgelassen, noch hätten meine Jünger sie als ihre eigene Mutter betrachtet, nachdem der Meister weggegangen war.

    In der heutigen Zeit, in der ein Teil der Menschheit ihre Reinheit und Göttlichkeit verneint und ein anderer Teil sie als Universelle Mutter anerkennt, sie mit fanatischen, unwissenden und abgöttischen Kulten anbetet, sende Ich euch mein Licht und gewähre euch ihre Gegenwart, damit ihr euch durch ihr Wort, welches mütterliches Wesen, unendliche Zärtlichkeit und göttlichen Trost verbreitet, euch zu den Menschen aufmacht und in euren Herzen ein Heiligtum tragt, in welchem eure zarteste Opfergabe jene sein soll, die ihr eurer Himmlischen Mutter weiht. Dann werdet ihr mit Recht den Namen Trinitarisch-Marianische Spiritualisten tragen.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 49

    1. Euer Gebet steigt zu Mir auf wie der Duft der Blumen, und Ich nehme es an.

    2. Lasst euren Geist das Brot des ewigen Lebens genießen. Dies ist nicht die erste Unterweisung, die euch mein göttlicher Geist gibt; als Mensch offenbarte Ich Mich bereits zu einer anderen Zeit, um euch zu lehren, die Demut zu entfalten — zu leben, um den anderen Gutes zu tun, und zu sterben am Kreuze der Liebe. Wenn ihr mein Wort hört, erscheint es euch, als ob es die erste Unterweisung wäre, die euer Geist erhält, weil ihr den früheren Unterricht nicht verstanden habt. Heute komme Ich von neuem auf der Suche nach den Kranken, die alle meine Kinder sind,weil ihr alle in diesem Sühnetal stöhnt, und eure Klagen zu Mir gelangen.

    3. Wenn der Schmerz sehr stark wird, dann erinnert sich der Mensch an Gott — so gleichgültig und kalt er sich auch gegenüber meiner Lehre gezeigt hat — er richtet seine Augen im Verlangen nach meiner Barmherzigkeit auf Mich und sendet in seiner Verzweiflung dies Gebet empor: „Herr, warum gewährst Du mir nicht, worum ich Dich so sehr bitte? Wenn Du mein Flehen nicht erhören kannst, so verkürze meine Tage auf Erden, da es keinen Sinn hat, nur um zu leiden auf ihr zu sein.“ Wie viel Unwissenheit zeigt ihr, wenn ihr so zu eurem Vater sprecht, der ganz Liebe ist für seine Kinder!

    4. Darum hole Ich euch mit meiner Unterweisung in dieser Zeit aus den Dunkelheiten des Unverständnisses heraus, damit ihr selbst im größten Schmerze nicht vom Pfade des Lichtes abweicht. Bald werdet ihr verstehen, dass Ich euch nicht für den Schmerz geschaffen habe, denn das Leiden kam nicht von Mir, sondern von euch. Jetzt müsst ihr den ganzen Weg zurücklegen, um das Licht und die Reinheit zurückzugewinnen, die ihr in Fetzen an den Dornen des Weges zurückgelassen habt.

    5. Zwar ist euer Leben wie ein stürmisches Meer, in welchem ihr zeitweilig unterzugehen fürchtet. Doch da ihr wegen eurer Unvollkommenheiten so tief gesunken seid, so glaubt wenigstens in jenen Augenblicken an meine Gegenwart und meine Macht, wenn eure Prüfungen sehr hart sind. Gebt keinen Anlass, dass Ich zu euch wie zu meinen Jüngern der „Zweiten Zeit“ spreche, die mit Mir in einem Boot fuhren und die, als sie das Meer aufbrausen und Jesus schlafen sahen, voll Furcht und Angst zu Ihm sagten: „Meister, rette uns, wir verderben.“ Da war meine tadelnde Antwort dies: „O ihr kleingläubigen Menschen!“

    6. Geliebtes Volk, ergründe meine Unterweisung, orientiere dein Leben nach den Vorbildern jener Jünger, denn auch ihr sollt Jünger werden. Denkt daran, meine Kinder, dass ihr vom Jahre 1950 an dies Wort nicht mehr hören werdet. Nützt es jetzt, damit es euch läutert und ihr nicht länger auf dem Weg der Sünde seid.

    7. Mein Liebesopfer in der „Zweiten Zeit“ zeigte euch, wie die Flecken abzuwaschen sind, die ihr am Körper und an dem Geist tragt, selbst jene, die euch Sodom und Gomorrha als Erbschaft hinterließen. Ich opferte Mich um der Unterweisung der Menschen willen, um ihnen den Weg des Gehorsams und der Liebe zu zeigen, auf dem sie ihre Erlösung erlangen können.

    8. Jetzt, nachdem Ich euch zahllose Unterweisungen gegeben habe, seid ihr vorbereitet, um euch zu retten und euch selbst zu reinigen. Ich kündigte euch damals an, dass Ich unter die Menschen zurückkehren werde, und hier bin Ich in Erfüllung meines Versprechens.

    9. Wenn nicht alle, die dies Wort vernehmen, meine Gegenwart empfinden, so ist dies darauf zurückzuführen, dass ihr Materialismus, ihre Sünde und die Vorstellungen, die in ihrem Verstand verwurzelt sind, sie vom Meister trennen. Aber ein Augenblick der Reue wird genügen, dass sie Mich in ihrem Geist fühlen. Das Licht meiner Liebe wird sie wie Petrus erleuchten, als er auf die Frage des Meisters die Göttlichkeit Jesu bekannte. Sie werden mit ihren Schlechtigkeiten Schluss machen, werden mit Entsetzen auf ihre Vergangenheit blicken und ein neues Leben beginnen — rein, nützlich und würdig. Darum sage Ich euch, dass ihr eure Brüder nicht richten sollt, wenn sie mit ihrer Last von Sünden und Lastern unter euch treten. Weist sie nicht zurück, denn diese Absicht würde der jener Gruppe ähnlich sein, die eine Frau beim Ehebruch ertappte und sie vor Jesus brachte, um meine Gerechtigkeit auf die Probe zu stellen. Welch strenge Lektion erteilte Ich jenen, die sich für frei von Sünden hielten im Vergleich mit der Ehebrecherin, als Ich ihnen sagte: „Wer sich frei von Sünden glaubt, der werfe den ersten Stein auf diese Frau“, und sie sich beschämt zurückzogen.

    10. Wie verständnisvoll, aufrichtig und demütig müsst ihr sein, wenn ihr nicht wollt, dass Ich euch Heuchler nenne wie die Pharisäer, die Ich weißgetünchte Gräber nannte — äußerlich schön hergerichtet und in ihrem Innern unrein.

    11. Mein Blick ist forschend und dringt ins Tiefste eures Wesens und ins Innerste eures Herzens. Meine Barmherzigkeit ist bereit, eure Werke in das Buch eures Lebens einzutragen, welches das eures Gerichts sein wird. Sorgt dafür, dass sie nur gute Werke aufzeichnet, dann wird der Friede, den euer Geist dadurch erlangt, das Vorzeichen für große Belohnungen im Geistigen Leben sein.

    12. Heute gedenkt ihr jenes Tages, an dem Jesus Angeklagter der Menschen war, und an dem selbst die Kinder, dem Beispiel der Erwachsenen folgend, in ihrer Unschuld schrien: „Kreuzige Ihn!“

    13. Ich sah Mich den Richtern gegenüber, und groß war die Freude unter denen, die meinen Tod wünschten, als Ich dazu verurteilt wurde, gekreuzigt zu werden. Wie ein Lamm, das zur Opferung geht, so neigte Ich sanftmütig den Nacken und nahm das Martyrium an, wie es geschrieben steht.

    14. Heute stehe ich erneut vor meinen Richtern. Ich zeige euch meine Wahrheit, damit ihr sie erforscht und sie beurteilt, und Ich weiß, dass ihr Fehler in ihr finden werdet, die sie nicht hat, um sie danach zu verdammen. Richtet mein Werk, doch lasst alle jene in Frieden, durch die Ich euch mein Wort gegeben habe.

    15. Es gibt Geistwesen unter euch, die sich schon seit alter Zeit und im Schoße Israels bis in eure Tage auf der Erde von ihren großen Fehlern geläutert haben, um rein zu sein, wenn sie den geistigen Raum bewohnen. Diese sind es, die an meine Gegenwart in dieser Zeit geglaubt haben, und sie werden diejenigen sein, welche die Verfolger meines Werkes fragen: „Um welcher Unvollkommenheiten willen beanstandet ihr diese Lehre?“ Ebenso wie seinerzeit Pilatus die Menge fragte: „Wessen beschuldigt ihr diesen Menschen?“ — meine Stimme wird schweigen, ebenso wie die Lippen Jesu bei jener Gelegenheit schwiegen, und Ich werde zulassen, dass — während die einen mein Wort richten — andere es verteidigen, denn aus diesem Kampfe wird das Licht hervorbrechen. Mein liebevoller Blick wird alle umfassen, und meine Vergebung wird gleichfalls allen gelten.

    16. Ich wurde vor Hannas und Kaiphas gebracht und angeklagt, dann vor Pilatus und Herodes, um gerichtet zu werden. Wahrlich, Ich sage euch, in dieser Zeit wird mein Werk, mein Wort, ebenfalls vor den „Hohen Rat“ kommen und danach vor den neuen Pilatus, um gerichtet zu werden. Es wird Staatsbeamte geben, die an meine neue Verkündigung und an diese Botschaft glauben; doch aus Furcht vor der Welt werden sie schweigen und zulassen, dass meine Lehre und meine Nachfolger verfolgt werden, während sie sich die Hände reinwaschen, aber nicht die Schandflecken, die sie auf ihren Geist geladen haben.

    17. Ein neues Kreuz wird Mir in der „Dritten Zeit“ zuteil werden. Dieses wird den sterblichen Augen nicht sichtbar sein, doch von seiner Höhe herab werde Ich der Menschheit meine Liebesbotschaft senden, und mein Blut, welches die geistige Essenz meines Wortes ist, wird in Licht für den Geist verwandelt werden.

    18. Jene, die Mich seinerzeit richteten, bringen heute den Herzen der Menschen mit ihrem Geiste reuevoll das Licht, um ihre Fehler wiedergutzumachen.

    19. Damit meine Lehre über die Schlechtigkeit der Menschen triumphiert, muss sie zuvor wie Christus an der Martersäule gegeißelt und verspottet werden. Aus jeder Wunde muss mein Licht strömen, um die Finsternis dieser Welt ohne Liebe zu erhellen. Es ist notwendig, dass mein unsichtbares Blut auf die Menschheit niederfällt, um ihr erneut den Weg zu ihrer Erlösung zu zeigen.

    20. Das Kreuz, das ihr Mir jetzt auferlegt, ist schwerer als das der Zweiten Zeit. Damals hattet ihr Christus nicht erkannt, jetzt kennt ihr Ihn alle, und trotzdem werdet ihr Ihn verurteilen. Diesmal werdet ihr Jesus nicht unter der Last des Kreuzes keuchend vor eurem Haus vorübergehen sehen. Man wird meinen Geist nicht von der Last eurer Sünden niedergedrückt sehen. Dennoch werdet ihr meine Stimme hören, die euch sagt: „Mich dürstet, Menschheit“; doch mein Durst wird jener nach Liebe sein.

    21. Maria, die liebevolle Mutter Jesu, wird ihre Tränen nicht mit der Blutspur ihres geliebten Sohnes vereinen; aber sie wird euch für eure Undankbarkeit vom Himmelreich aus ihre zärtliche Liebe als Mutter des Alls zusenden.

    22. Ich werde auf dem Wege zu meinem neuen Golgatha nicht stürzen; daher wird es nicht nötig sein, dass Mir ein Beistand zu Hilfe kommt, denn Ich bin der Starke unter den Starken. Jedoch wird mein Blick meine Jünger suchen — in der Erwartung, dass sie treu sind, wie es mein Apostel Johannes war.

    23. Wohl dem, der richtig auszulegen versteht, was der Meister euch in dieser Gedenkstunde gesagt hat. Seid gesegnet, die ihr in dieser Zeit dem Göttlichen Meister bei seinen Unterweisungen der Erinnerung zugehört habt. Die dichte Finsternis, welche durch die Sünde der Menschheit gebildet wird, ist der Anlass, dass der Meister das Kreuz des Martyriums umfängt und noch einmal den Leidensweg zurücklegt.

    Ihr lebt jetzt in der Dritten Zeit, und noch immer reicht ihr eurem Herrn den Leidenskelch; doch Ich nehme ihn demütig an, um euch ein weiteres Mal eine Liebeslehre zu geben. Über mein Antlitz rinnen Blut und Tränen, die Ich aus Liebe zu euch vergieße, und beim Hören meiner Worte kommen auch euch Tränen, die euch die Erinnerung und die Reue abnötigen. Dies Weinen reinigt euch und bringt euch Mir näher.

    24. Ihr Frauen, die ihr eure Verfehlungen gesühnt habt, seid getrost, denn euer Übel soll von euch genommen werden, damit ihr stark seid auf dem Lebensweg. Ihr seid Magdalena nachgefolgt, doch nach eurem Fall habt ihr Reue empfunden. Seid stark, genest an Geist und Körper und werdet heil.

    25. Ich bin zu den Sündern gekommen, nicht zu den Gerechten; entrüstet euch daher nicht. Ich liebe alle meine Kinder, gesunde und kranke, reine und befleckte, und kümmere Mich um alle. Das eine Herz bittet Mich um Licht für seine Kinder, ein anderes legt Fürbitte ein für seine kranke Mutter, und allen gewähre Ich meine Barmherzigkeit.

    26. Wenn ihr viel geweint habt, so tröstet euch; wenn andere von euch Mich um Empfindsamkeit bitten, um über eure Sünden zu weinen, so nehmet sie hin und beruhigt euch, denn das Weinen ist auch Erleichterung und Frieden für das Herz, das mit Gewissensbissen und Schuld beladen ist.

    27. Erinnert euch: Als das Opfer vollbracht war und jene, die Mich verfolgt hatten, glaubten, dass das Licht für immer ausgelöscht war, das den Weg meiner Jünger erhellt hatte, und dass mit dem Verstummen meiner Stimme alles zu Ende sein würde, erblickten sie im Herzen derer, die Mir nachfolgten, einen unauslöschlichen Lichtstrahl von jenem Lichte der Ewigkeit, das niemals erlischt. Denn wenn die einen Mich verkannten, liebten Mich andere, und da sie Mir nachzufolgen verstanden, erwarteten sie — als Ich ihnen wiederzukommen versprach — wachend und betend meine Rückkehr, und bei allen meinen Kundgebungen fühlten sie meine Gegenwart.

    28. Ebenso wird es in der heutigen Zeit sein. Diejenigen, die in den Kern meiner Lehre eingedrungen sind, werden weiterhin wachen und ehrfurchtsvoll die Erfüllung meiner Worte erwarten, während die anderen die Liebe, die Ich ihnen erzeigt habe, und meinen Eifer, sie zu erlösen, vergessen werden.

    29. Ich sehe den Schmerz, der in jedem Herzen ist, und während die Lippen schweigen, weil sie nicht mit Worten auszudrücken vermögen, was sie empfinden, erhebt sich der Geist und hat Gemeinschaft mit Mir.

    Sehr nahe eurem Herzen pulsiert der Geist des Vaters, bewacht euch und segnet euch. Außerdem stärke Ich euren Mut, trockne eure Tränen und segne euch alle, die ihr an diesem Tag zusammengekommen seid, um die Stimme des Vaters zu hören, der euch gesagt hat, dass ihr nach dem Jahre 1950 sein Wort nicht mehr durch das menschliche Verstandesorgan hören werdet.

    Ihr seid meinen Aposteln der „Zweiten Zeit“ ähnlich, denn auch sie haben Mir viel zugehört. Tragt mein Wort in euren Herzen, damit ihr es denen weitergeben könnt, die Mich nicht durch einen Stimmträger hörten.

    30. Ihr auf der Erde gedenkt bestimmter Zeiten und Tage, die euch an die großen Taten eures Meisters auf seinem Weg durch die Welt erinnern, und Ich bin mit meinem Wesen und meiner Gegenwart bei euch in den Augenblicken, in denen ihr euch meiner Werke erinnert. Doch nur die Menschen haben ihre bestimmten Tage, um mit Feierstunden das Gedächtnis meiner Passion zu begehen. Im Geistigen feiert man diese Ereignisse nicht, denn in der Ewigkeit gibt es keine (bestimmten) Zeitpunkte oder Tage; es gibt nur einen einzigen „Tag“, der fortdauert und niemals endet. Doch meine göttlichen Werke sind im Geiste der Gerechten, die nahe bei ihrem Schöpfer leben, gegenwärtig, und die Anbetung, die sie ihrem Vater darbringen, erweisen sie nicht nur in bestimmten Augenblicken, sondern immerdar.

    31. O Jünger, die ihr an meinem Gastmahl teilgenommen und das Brot des ewigen Lebens gegessen habt, das euer Geist ersehnte! Ihr glaubt, dass Ich jedes Jahr sterbe und von den Toten auferstehe; doch dies geschieht nur in eurer Vorstellung, denn Ich lebe in der Ewigkeit. Ihr glaubt, dass mein Geist zu den Lasterhöhlen und Sühnestätten herabkommt, um denen, die verirrt sind, Licht zu bringen, doch Ich sage euch: Wenn ihr es wünscht, wenn ihr Mich darum bittet, werde Ich es tun, denn immerzu gewähre Ich meine Gnaden, damit die Verirrten den Weg zu ihrer Erlösung finden. Mein Blick ruht immer auf dem, der seine Sühnekette an sich trägt, und ewig ist mein Geist auf allen Welten und auf allen Ebenen gegenwärtig, ohne bei irgendjemandem einen Unterschied zu machen wegen seiner mehr oder weniger großen Erkenntnis oder geistigen Reife.

    32. Wisset, o meine neuen Jünger, dass eure Huldigung und euer Tribut für den Herrn beständig sein sollen, ohne dass ihr auf bestimmte Zeitpunkte oder Tage wartet, um sie darzubringen, so wie die Liebe eures Vaters zu euch gleichbleibend ist. Doch wenn ihr wissen wollt, wie ihr euch täglich an meine Werke der Liebe erinnern sollt, ohne in Fanatismus zu verfallen, werde Ich es euch sagen: Euer Leben soll eine ständige Huldigung für Den sein, der alles geschaffen hat, indem ihr einander liebt.

    33. Handelt so, und Ich werde euch gewähren, worum ihr Mich demütig bittet: dass eure Verfehlungen euch vergeben sind. Ich tröste euch und schenke euch Erleichterung; aber Ich sage euch: Wenn ihr eure Fehler entdeckt, und euer Gewissen euch richtet, so betet, berichtigt euren Fehler, wappnet euch mit Stärke, damit ihr nicht wieder die gleiche Sünde begeht, und ihr Mich nicht wiederholt bitten müsst, dass Ich euch vergebe. Mein Wort lehrt euch, damit ihr aufwärtssteigt und dem Licht und der Vergeistigung Zugang gewährt.

    34. Diese Lehre ist der Weg, der euch zu Mir führt. Wollt ihr in den Genuss des verheißenen Reiches kommen? — Ich erinnere euch an das Bündnis, das ihr mit Mir für alle Zeiten geschlossen habt, und belebe es aufs neue, damit dieser Bund nicht gebrochen wird. Ich frage euch, Männer Israels: Wollt ihr in das Ewige Leben eingehen und bei Mir sein?

    Fühlt Mich jetzt, da Ich die Prophezeiungen bestätige und erfülle und euch mit Geduld lehre, damit in Zukunft jedes Wort, das aus eurem Munde kommt, aus eurem Geist geboren ist, der zuvor durch meine Liebe zubereitet wurde, und es sich in Werke der Barmherzigkeit für eure Brüder verwandelt.

    35. Beginnt Nächstenliebe zu üben, ertragt eure Leiden mit Ergebung, erarbeitet euer Brot im Schweiße eures Angesichts. Liebt euch, wie Ich euch liebe, und wachet für diese Nation, die Ich unter allen erwählt habe und die Ich „die Perle“ genannt habe, in die Ich meine Gnadengaben gelegt habe.

    36. Handelt nicht wie Thomas, wenn Ich euch auf die Probe stelle, verlangt nicht von Mir, dass Ich euch erlaube, eure Finger in die Wunde an meiner Seite zu legen, um zu glauben. Wenn Ich euch eine Belehrung geben muss, die euren Geist erbeben lässt, so verkennt Mich nicht, zweifelt nicht, um nicht danach aus Reue zu weinen. Denn euer Leben ist ein Weg der Prüfungen und Wunder, der Schmerzen und hernach der Freuden, in denen der Geist auf der Stufenleiter zur Vollkommenheit geformt wird.

    37. Seid nicht wie Petrus, verleugnet nicht Den, der euch seine Unterweisungen mit soviel Liebe gegeben hat, und schämt euch auch nicht, zu diesem Volke zu gehören und die Geistesgaben zu besitzen, die Ich euch anvertraut habe; denn dann werdet ihr Mich verleugnen — nicht dreimal wie jener Jünger, sondern tausend mal tausend mal, weil ihr euch vervielfacht habt an Zahl, und euer Mangel an Glauben sich in andern Nationen auswirken wird.

    38. Wachet, damit meine Sache nicht verraten wird und nicht der Same des Judas in den Herzen zum Keimen kommt, und — wenn die Stunde des Erwachens für diese Herzen kommt — sie in ihrer Verwirrung nicht wie jener Jünger glauben, dass der körperliche Tod sie von den Gewissensbissen befreien wird, die ihnen die begangene Verfehlung verursacht. Denn sonst werden sie in das Geistige Tal eingehen, ohne für ihren Geist, die niemals stirbt, Frieden zu finden.

    39. Seht, wie Ich euch das wahre Leben zeige, wenn Ich Mich euch nahe und euch meine Gegenwart fühlbar mache. Aber ihr seid wenige, die ihr Interesse daran habt, es kennenzulernen; ihr andern „sterbt“ allmählich aus Mangel an Glauben, weil ihr nicht an Mich geglaubt habt, als Ich in der „Zweiten Zeit“ Mensch wurde. Heute zieht ihr mein Wort und meine offenkundigen Werke wiederum in Zweifel und stellt Mich auf die Probe, auch wenn Ich nur gekommen bin, um euch zum geistigen Leben aufzuerwecken und euch mit der Wahrheit bekanntzumachen.

    40. Mein Geist durchlebt eine Passion, die nicht endet. In jedem Augenblick wird er am Kreuz erhöht, und die Dornenkrone umklammert meine Schläfen. Meine Wunden brechen auf und Ich werde von neuem geopfert, damit ihr an meinem Vorbild die Lehre der Liebe zu euren Mitmenschen findet und für immer lebt.

    41. Heute komme Ich im Geiste zu euch und sage euch, dass Ich ewig lebe, während ihr oftmals gestorben seid, weil ihr, obwohl ihr Mich um euch habt und mein Wort vernommen habt, dieses nicht in euer Herz aufzunehmen versteht, wie es das Erdreich tut, wenn es vom Sämann umgebrochen wird und das Keimen des Samens unterstützt. Darum hat mein Liebessamen nicht hundertfältig Frucht getragen und sich vervielfacht, wie es mein Wille ist.

    42. In dieser Zeit richte Ich Lebende und Tote. Das Licht meiner Liebe ergießt sich in jeden Geist und auf alles Fleisch. „Selig, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden.“ Selig sind die Demütigen, denn sie werden Ruhm und Preis ernten.

    43. Wenn die Zeit gekommen ist, sollst du dich aufmachen, geliebtes Volk, und deinen Brüdern mein heiliges Wort fühlbar machen. Ihr werdet euch als gute Jünger über die Welt verstreuen, und dies neue Evangelium, das Ich euch hinterlasse, wird sich ausbreiten. Dies Licht, das vom Sechsten Siegel ausgeht, wird die Menschheit jener Zeit erleuchten, und mit ihm werden die Geheimnisse aufgeklärt werden.

    Meine Lehre wird in anderen Nationen Fuß fassen, und alles, was die Menschen nicht entdeckt haben, werden sie durch das Licht erkennen, das die Sieben Siegel spenden. Doch ihr sollt von diesen Unterweisungen, die ihr empfangen habt, sprechen und die Menschen in der Erfüllung meiner Gebote unterweisen.

    44. Wenn meine Kinder in den Kern meiner Unterweisungen eindringen, werden sie begreifen, dass es mein Wille gewesen ist, Mich von Geist zu Geist mit den Menschen zu verbinden, dass Ich zu ihnen zurückgekommen bin, weil mein Bund unauflöslich ist.

    45. Niemand kann sich lebendig nennen, wer meine Wahrheit nicht kennt, oder Jünger, wer verbrecherische Handlungen begeht, obwohl er diese Unterweisung hat. Ich bin gekommen, um die Geistwesen, die den Weg verloren haben, zurückzubringen und von der Unwissenheit und Sünde zu befreien.

    46. Läutert euch wie Magdalena und lebt für meinen Dienst. Sie bekehrte sich aus Liebe und Reue. Da die Welt nicht zu meiner Liebe erwacht ist, so ehrt Mich wenigstens ihr, die ihr Mich gehört habt, indem ihr das Gebot erfüllt, das euch sagt: „Liebet einander.“

    47. Die Nationen, die heute im Kriege leben, sind die „Törichten Jungfrauen“, die nicht wach bleiben wollten, und als der Gatte erschien und an ihre Tür klopfte, schliefen sie. Dies Volk hier hat Mich empfunden und hat darum erreicht, den Frieden zu bewahren.

    48. Ich bin euer Diener gewesen, um euch die Demut zu lehren. Immer, wenn ihr Mich gerechterweise gebeten habt, habe Ich es euch gewährt, euer Wille ist der meine.

    Ihr bittet Mich, dass euch nicht der Lebensunterhalt fehlt, dass Ich den Mangel von eurem Heime fernhalte, und Ich gebe euch das Notwendige. Ich gewähre euch alles, ohne dass ihr es erbittet, denn Ich bin euer Vater und liebe euch. Welcher Schmerz kann das Kind quälen, den der Vater nicht fühlt? Wer von euch hat kein Brot zum Munde geführt, ist unbekleidet, oder wem fehlt ein Dach? — Ich wache über allen meinen Kindern. Die reine Luft nährt euch, die Felder bieten euch ihre Samen und Früchte, um euch zu ernähren. Es hat nicht an einer Quelle gefehlt, die euch ihr Wasser beschert, um euren Durst zu stillen. Ich habe dem Menschen Intelligenz verliehen, damit er die Mittel zum Leben sucht und ein auskömmliches Leben führen kann, indem er in der Natur das Notwendige für sein Wohlbefinden entdeckt. Begreift, dass nicht ihr es seid, die die Wesen geschaffen haben und ihnen das Leben erhalten, sondern Ich, der Ich euch liebe und jedem Geschöpf seine Bestimmung zuweise.

    49. In dieser Zeit, in der Ich Mich im Geiste kundgetan habe, um euch meine Unterweisung zu geben, sage Ich euch: Erfüllt das Dritte Testament, das Ich euch hinterlasse. Lasst euren Geist eilends zu Mir kommen, nehmt meine Gnade an, damit mein Licht in euch erstrahlt und „das Wort“ auf euren Lippen ist.

    50. Wascht euch mit euren Tränen der Sühne und Reue. Erhöht euer Verständnis durch das Gebet, damit eure Folgerungen richtig sind. Dann werdet ihr auf euch das Licht meiner Inspiration fühlen, und eure Wonne wird unermesslich sein. Nachdem ihr jene göttliche Inspiration empfangen habt, werdet ihr aufbrechen, um zu euren Brüdern von meinem Werke zu sprechen, und wahrlich, Ich sage euch, euer Wort wird ein Zeugnis der Wahrheit sein.

    51. Ich habe euch meine Lehre durch das Wort kundgetan, das durch die Lippen vieler Stimmträger verkündigt wurde, im Innern vieler Versammlungsstätten, mit ein und demselben geistigen Sinngehalt und in ein und derselben Form, und welches (bei allen) den gleichen Weg vorzeichnete und auf ein gleiches Ziel hinwies.

    52. Niemand von denen, die Mich in dieser Zeit gehört haben, kann — ohne zu lügen — behaupten, dass er Mich nicht verstanden hat, denn jeder, der gerufen worden ist, ist vorher zubereitet worden. Mein Wort ist ein göttlicher Schatz, von dem Ich nicht will, dass ihr ihn nur für euch aufbewahrt. Werdet nicht zu reichen Geizhälsen, denn sonst werdet ihr — in der Meinung, viel Weisheit zu besitzen — nichts haben. Wahrlich, Ich sage euch, die Selbstsucht ist Finsternis, und Finsternis in dem Geist ist Unwissenheit.

    53. Ausführlich und klar ist mein Unterricht in der Dritten Zeit — eine Unterweisung, die Elias euch mit seinem Worte erklärt und die überdies eure Geistigen Brüder mit ihren Ratschlägen leicht verständlich machen, damit ihr nicht im Irrtum lebt. Welcher meiner Jünger, der diese Unterweisung erhalten hat, wird sich zu schwach fühlen können, um mein Gebot zu erfüllen, den Menschen diese Botschaft zu bringen?

    54. Ich will, dass ihr alle Mittel und Möglichkeiten lernt, um tätige Nächstenliebe zu üben, damit ihr Mir nicht sagt: „Vater, wie kannst Du wollen, dass ich mein Brot oder mein Geld mit meinen Nächsten teile, wenn es so knapp ist?“ — Wenn ihr nicht wisst, wie ihr Barmherzigkeit üben sollt, könnt ihr eure Mitmenschen nicht in diesen Lehren unterweisen.

    55. Wahrlich, Ich sage euch, wenn eure Hände bei vielen Gelegenheiten leer sind angesichts des Notleidenden, so wird doch euer Geist in sich immer etwas zum Geben finden. Wenn ihr in materieller Hinsicht nichts habt, um es mit euren Brüdern zu teilen, so lasst euren Geist von dem Vielen anbieten, was er besitzt. Doch erkennt: Wenn es notwendig ist, dass eure Nächstenliebe in Materiellem besteht, dürft ihr der Erfüllung eurer Pflicht nicht ausweichen, indem ihr sagt, dass es mit der (guten) Absicht genug war. Lernt von eurem Vater, der euch alles gibt, sowohl für den Geist wie für den Körper. Lernet von Jesus, der euch lehrte, alles aus Liebe zu euren Brüdern hinzugeben.

    56. Tragt euer Kreuz mit Geduld und Liebe, damit Ich zu euch sagen kann: Seid gesegnet!

    Im Herzen einiger meiner Kinder sehe Ich entfesselte Stürme, und ihnen sage Ich: Wachet und betet, denn das Gewitter wird vorübergehen, und ihr werdet von neuem den Regenbogen des Friedens erstrahlen sehen.

    57. Wenn morgen Drangsal die Menschheit umfängt, werdet ihr danken, weil ihr aufgrund der Prüfungen, die ihr heute durchlebt, erreicht habt, euren Geist zu stärken. Wenn ihr die Bilder des Schmerzes, des Hungers und Elends zu sehen vermöchtet, die es in den Nationen, die im Kriege sind, millionenfach gibt, würdet ihr euch nicht zu beklagen wagen; und wahrlich, Ich sage euch, wenn Mich viele jener eurer Brüder auch nicht segnen, so lästern sie wenigstens nicht!

    58. Wachet und betet, macht euch meiner Wohltaten würdig und zerstört mit dem Gebete alles, was die menschliche Verderbtheit verursacht.

    59. Nach dem Chaos, das sich naht, werden die Menschen meine Vaterliebe suchen und werden Mich finden in Erwartung aller meiner Kinder. Denn in der „Dritten Zeit“ wird die ganze Menschheit Mich erkennen, und alle werden sich geistig in der gleichen Gottesverehrung vereinigen.

    60. Die Menschen haben wie der „Verlorene Sohn“ gehandelt; doch wenn sie selbst den letzten Rest ihres Erbes verschwendet haben, werden sie sich an ihren Vater erinnern und zu Ihm zurückkehren.

    61. Euch alle warne Ich mit meinem prophetischen Worte. Hört darauf und verbreitet es, damit ihr morgen, wenn ihr es erfüllt seht, erkennt, dass euer Vater es war, der euch gelehrt hat.

    62. Wie ferne steht die Menschheit dem geistigen Kampfe, der auf sie zukommt! Wie viele meiner Kinder, deren Lippen meinen Namen niemals ausgesprochen haben, werden überrascht sein, ihn überall rühmen zu hören!

    63. Ich sage euch, dass ihr meinen Namen nur aussprechen sollt, wenn ihr es für unerlässlich haltet, damit ihr eure Brüder die Ehrfurcht vor dem Vater lehrt.

    64. Wenn ihr seht, dass jede Moral, Tugend und Gerechtigkeit von der Welt gewichen ist, erscheint euch ihre Erneuerung unmöglich; doch gerade darin wird sich die Größe meiner Lehre offenbaren.

    65. Lasst meine Unterweisung in euren Herzen erblühen. Betrachtet euch mit Liebe, helft einander in eurer geistigen Aufgabe, steht euch bei in den Prüfungen.

    66. Wenn ihr euch zubereitet habt, indem ihr mein Gesetz erfüllt, werde Ich der Menschheit Zeichen geben, die euren Zusammenschluss kund machen.

    67. Wann werdet ihr zubereitet sein, damit eure Mitmenschen in ihren Herzen das Verlangen fühlen, im Schoße dieses Volkes zu leben? Begreift, wie schwerwiegend die Aufgabe und die Verantwortung derer ist, die Mich in dieser Zeit meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesorgan gehört haben.

    68. Liebt einander, und ihr werdet erleben, dass euch große Menschenmengen folgen, denn die Menschen warten nur auf ein Beispiel wahrer Barmherzigkeit und Liebe, um meiner Wahrheit nachzufolgen. Wenn ihr im Herzen eurer Brüder Glauben erntet, werdet ihr in eurem Wesen meine Liebe fühlen, und für euren Geist wird es dann keinen größeren Lohn geben als den Frieden.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 48

    1. Ihr Scharen, die ihr den Schatten des weitausladenden Baumes aufsucht, wo ihr ausruhen könnt — hier vernehmt ihr mein Wort, das euch Trost und Kraft gibt, damit ihr in Ergebung den Weg betrachten könnt, den ihr zurücklegen müsst.

    2. Wenn ihr fühlt, dass euer Geist schwach wird, so bittet Elias um seinen Stab, damit ihr auf ihn gestützt zur kristallklaren Quelle des Vaters gelangen könnt, wo das Wasser seiner Liebe und Weisheit als Anreiz und zur Wonne der Wanderer überfließt.

    3. Ich lehre euch, den wahren Tempel zu errichten; denn es gibt viele, die Heiligtümer errichtet haben, ohne ihnen die Grundmauern des Glaubens gegeben zu haben. Mein Tempel muss wie ein Baum sein, dessen Äste sich liebevoll über den ganzen Erdball ausbreiten, wo die Vögel in verschiedenen Weisen jubilieren und beim Vereinen ihrer Stimmen ein harmonisches, liebliches und vollkommenes Konzert bilden, das sie dem Schöpfer darbringen. Dabei wird euer Geist aufwärts steigen, um seinen Herrn zu suchen — als Vater, als Meister, als Arzt; doch niemals sollt ihr Ihn als Richter suchen.

    4. Der wahre Gott wird in wahrhaftiger Weise geliebt werden, die falschen Gottheiten werden zerstört werden, und die unreinen und unvollkommenen Kulte werden der Anbetung des Geistes weichen, welche ein Liebeslied an den Vater sein wird.

    5. Wahrlich, Ich sage euch, viel habe Ich in dieser Zeit zu euch gesprochen, doch manchmal begreift ihr Mich nicht und ein andermal lasst ihr Mich nur ins Leere reden. Dennoch wird das Echo dieses himmlischen Wortes nicht verhallen und wird von den Menschen auf der ganzen Welt vernommen werden.

    6. Wenn das Geistige sich in materielle Dinge verwandelte, würdet ihr euch in diesem Augenblicke an einem Tisch von ungeheuren Ausmaßen sitzen sehen, und vor jedem von euch würdet ihr das Brot meines Wortes erblicken, dargestellt durch erlesene Speisen.

    7. Diejenigen, die sich allmählich vergeistigen, sagen Mir, dass sie mein Wort nicht für die leckerste und verführerischste Speise vertauschen würden. Jene, die ihren Materialismus noch nicht zu besiegen vermochten, würden es vorziehen, dass ihr Vater, statt ihnen geistige Gaben und Güter zu bringen, ihnen im Überfluss die Reichtümer der Welt brächte.

    8. Wie viele haben an meinem Tische die Speisen stehen lassen, die Ich ihnen mit soviel Liebe anbot, ohne sie auch nur angerührt zu haben. Wann werden sie je wieder eine Gnadenzeit wie die gegenwärtige erleben, in der ihnen beschieden war, auf die Erde zu kommen, um mein Wort zu vernehmen? — Sie sind harte Felsen, welche Unwetter benötigen und Zeit brauchen, um mürbe zu werden. Ihr Erbe wird ihnen vorenthalten werden, solange sie es nicht zu hüten und zu schätzen wissen. Doch sie werden es wieder besitzen, denn Ich habe euch gesagt, dass das, was der Vater seinen Kindern gibt, ihnen niemals genommen, sondern nur für sie aufbewahrt wird.

    9. Dies ist der mächtige Baum, unter dessen Schatten die Wanderer Rast machen, um von ihrer ermüdenden Wanderschaft auszuruhen und ihre Kräfte zurückzugewinnen, indem sie sich von seinen Früchten nähren.

    10. Unter diesem Baume erwarte Ich alle; die einen werden durch die erfüllte Aufgabe befriedigt zurückkehren, die andern mit hängendem Kopf und leeren Händen.

    11. Als der Friede aus euren Herzen gewichen ist und unaufhörlich Tränen über eure Wangen liefen, habt ihr nachzudenken begonnen, um den Grund für eure Betrübnis zu erkennen. Da hat euch das Gewissen offenbart, dass die Ursache eures Verdrusses und der Friedlosigkeit auf die geringe Vergeistigung zurückzuführen ist, die ihr gehabt habt, auf die mangelnde Erfüllung eures Auftrags — darauf, dass in euren Lebenswerken keine Liebe und Barmherzigkeit zu euren Mitmenschen vorhanden ist.

    12. Euer jetziges Leben ist die Sühne dafür gewesen; denn ihr wisst nicht, von wie vielen Sünden, mit denen ihr euren Geist in vergangenen Leben befleckt habt, ihr euch heute reinigt. Das ist der Grund, warum ihr keinen Frieden in euren Herzen gehabt habt.

    13. Wer selbst den letzten Rest von Frieden verloren hat, kämpft mühsam darum, ihn zurückzugewinnen, und kommt zu der Einsicht, dass jene Gnade nur auf dem Wege der Gerechtigkeit und des Guten existiert, auf den Ich die Menschen in jedem Augenblicke durch das Gewissen hinweise. Daher kommt es, dass jene, die mein Wort vernommen haben, sich bemühen, meiner Spur zu folgen, weil sie wissen, dass auf meinem Wege der Friede ist, und wenn eine Schwierigkeit oder eine Heimsuchung eintritt, meine Barmherzigkeit nahe ist, um sie aufzurichten.

    14. Mein Gesetz verlangt keine übermenschlichen Opfer, es bedeutet nicht Sklaverei und bindet auch niemanden mit Ketten. Gewiss ist es ein Kreuz, aber eines aus Liebe — ein Kreuz, dessen Gewicht stärkt, statt zu erschöpfen.

    15. Erinnert euch, dass ihr bei verschiedenen Gelegenheiten in eurem Leben wahren Frieden empfunden habt, und ihr werdet erkennen, dass dies geschah, als ihr das Gute getan habt, als ihr vergeben habt, als ihr euch mit jemandem ausgesöhnt habt, als ihr das bequeme Bett verließet, um zu dem eines Kranken zu gehen, um ihm Trost zu bringen. Da war der Friede meines Reiches für einen Augenblick in eurem Geist.

    Euch, die Ich lehre, den Frieden euer ganzes Leben hindurch zu bewahren, sage Ich in Wahrheit, dass eure Aufgabe von Anbeginn der Zeit die gewesen ist, euren Mitmenschen Frieden zu bringen. Daher bitte Ich euch jedes Mal, wenn Ich Mich euch kundtue, dass ihr für die Menschen beten sollt; denn eure in einem einzigen Gedanken und in der gleichen Absicht vereinigten Geistwesen werden zu den Herzen als ein Hauch von Glück und Frieden gelangen. Auch habt ihr die Unterweisung und Vollmacht erhalten, den Wesen, die (für euch) unsichtbar im Geistigen Tale wohnen, innere Ruhe, Licht und Zuversicht zu geben.

    16. Voller Gefahren und Versuchungen sind die Wege der Welt. Daher geraten die Geistwesen oftmals unter die Herrschaft der Welt und der Materie, obwohl sie voll Erkenntnislicht und Ahnungsvermögen, mit Waffen und Mitteln, um sich zu verteidigen und zu siegen, aus Mir hervorgegangen sind.

    17. Ich fand euch besiegt, doch ihr habt auf meine Stimme gehört, die euch mit Güte suchte, und so habt ihr euch voll Glauben und Hoffnung aufgerichtet. Wahrlich, Ich sage euch, es wird nicht einen Verirrten oder Besiegten geben, der diese Stimme nicht vernimmt, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist.

    18. In dieser Zeit werden jene, die sich am weitesten entfernten, die sich am meisten verirrten, diejenigen sein, die Mich am inbrünstigsten lieben und Mir folgen werden.

    19. Der Meißel meiner Liebe wird die härtesten Felsen behauen.

    20. Um dieses Ziel zu erreichen, suche Ich euren Geist, weil er meine Lehre verstehen kann; aber zuvor musste Ich zu eurem Herzen sprechen, wobei Ich Mich durch den Stimmträger begrenze und mein Wort vermenschliche. Dies ist die Stufe, die euch zur Kundgabe von Geist zu Geist emporführen wird. Dann wird es meine geistige Stimme sein, die zu euch als Eingebung kommt, welche euch den Weg zu eurer Entsühnung weist; denn euer Körper ist manchmal eine schwere Kette oder ein dichter Schleier, der euch nicht über das Materielle hinaussehen lässt.

    Um euch zu helfen, in diesem Kampfe zu siegen, habt ihr hier meine göttliche Inspiration, die aus Liebe zu euch in menschliches Wort verwandelt wird, das wie eine Liebkosung für den Verstand und das Herz zu euch kommt.

    21. Dies sind Tage des Gedenkens, und darum habt ihr euch der Andacht und Zubereitung hingegeben. Ach, wenn ihr doch diese Vergeistigung in eurem ganzen Leben zu bewahren vermöchtet, ohne in Fanatismus zu fallen; wie groß wäre eure Entwicklung.

    22. Wonne ist in den Herzen dieser Zuhörerscharen, weil sie wissen, dass sich vor ihrem Geiste das himmlische Festmahl befindet, zu dem der Meister sie erwartet, um ihnen das Brot und den Wein des wahren Lebens zu essen und zu trinken zu geben.

    23. Der Tisch, um den sich damals Jesus mit seinen Aposteln versammelte, war ein Symbol des Himmelreiches. Dort war der Vater von seinen Kindern umgeben, dort waren die Speisen, die das Leben und die Liebe darstellten; es erklang die göttliche Stimme, und ihr Wesen war die weltumfassende Harmonie, und der Friede, der damals herrschte, war der Friede, der im Reiche Gottes besteht.

    24. Ihr habt versucht, euch in diesen Andachtsstunden zu reinigen, da ihr dachtet, dass der Meister euch in seinen Worten ein neues Testament bringen werde, und so ist es: Heute erlaube Ich euch, dass ihr des Brotes und des Weines gedenkt, mit denen Ich meinen Körper und mein Blut darstellte. Doch ebenso sage Ich euch, dass ihr in dieser neuen Zeit jene Nahrung nur im göttlichen Sinn meines Wortes finden werdet. Wenn ihr meinen Körper und mein Blut sucht, müsst ihr sie im Göttlichen der Schöpfung suchen, denn Ich bin nur Geist. Esset von jenem Brot und trinket von jenem Wein, doch füllt auch meinen Becher, Ich möchte mit euch trinken: Ich habe Durst nach eurer Liebe.

    25. Tragt diese Botschaft zu euren Brüdern und lernet, dass das Blut, da es Leben ist, nur ein Symbol des ewigen Lebens ist, welches die wahre Liebe ist. — Durch euch beginne Ich die Menschheit mit meinen neuen Offenbarungen zu erleuchten.

    26. Männer und Frauen, Kinder, Jünglinge und Greise werden das Apostolat Christi in dieser „Dritten Zeit“ bilden. Doch wahrlich, Ich sage euch, mehr als Herzen — der Geist wird es sein, den ich suche.

    Wenngleich nicht die ganze Menschheit mein Wort vernimmt, will Ich, dass sie meine Gegenwart in dieser gesegneten Stunde fühlt. Die Familienväter in ihren Heimen, die Kranken auf ihrem Lager, die nach Gerechtigkeit Hungernden, die von den Menschen Bestraften, die, welche keinen Frieden in ihren Herzen haben, die Beleidigten, die Armen — ihr alle, gehet still hinein in mein Heiligtum, damit ihr die Stimme eures Herrn hört, der euch sagt: „Friede sei mit euch!“

    27. Volk, in diesem Augenblicke umgeben Mich im Unsichtbaren — wie in damaliger Zeit — meine Apostel, die nun im Geiste sind: Petrus, Johannes, Jakobus der Ältere und der Jüngere, Thaddäus, Thomas, Matthäus, Bartholomäus, Simon, Philippus, Andreas und sogar Judas, der von Schmerz erfüllt ist. Sie alle begleiten Mich bei diesem neuen Abendmahl. An welchem andern Ort der Erde könnte man euch das Bild vor Augen führen, das Ich euch zeige? — Man wird euch Darstellungen ohne Leben zeigen, während Ich veranlassen kann, dass jene Geistwesen sich in der Vollkraft des Lebens und des Lichtes kundtun.

    28. Wie zu jener Zeit ist Freude und gleichzeitig Schmerz in meinem Geiste, denn noch sind nicht alle meine Kinder erlöst.

    29. Während ihr mein Wort vernehmt, das euch sagt, dass ihr euch an meinem Tische befindet, kommen eure Gedanken nicht von jenem Jünger los, der in einem Augenblick der Verwirrung seinen Meister und seine Brüder verriet; dann stellt ihr euch die Frage, ob es in dieser Zeit auch einen Verräter geben wird, und euer Geist fragt Mich: „Vielleicht werde ich es sein?“ — Tränen kommen euch in die Augen und ihr bittet Mich um Stärke, um niemals in Versuchung zu fallen. Wahrlich, Ich sage euch, auch in dieser Zeit wird es solche geben, die Mich verraten; doch wird es nicht an meinem Körper sein wie in der Zweiten Zeit, sondern sie werden die Wahrheit meiner Lehre mit ihren Werken zu verbergen suchen und damit bewirken, dass die Menschen das, was ein Unterricht der Göttlichen Weisheit gewesen ist, für Betrug halten.

    30. Ihr alle gelobt, Mich zu lieben und Mir nachzufolgen bis in den Tod; doch Ich sage euch, dass ihr wachen und beten müsst, denn auch Judas hatte gelobt, sein Leben für Mich hinzugeben.

    31. Wenn damals meine körperliche Marter eine Nacht und einen Tag währte, und der Tod die Qualen des Leibes beendete, so empfinde Ich jetzt im Geiste den Schmerz in all denen, die leiden; in jedem Angeklagten werde Ich von den Richtern der Erde verurteilt, und in jeder Gefängniszelle bin Ich gefangengesetzt im Herzen derer, die jene Sühne erleiden. Weint nicht nur bei der Erinnerung an jene Stunden des Schmerzes, die Jesus auf der Welt erlebte, denn noch immer ist meine Passion nicht zu Ende.

    32. Schon beginnt euer Geist an meiner Traurigkeit teilzuhaben, da er begreift, dass er erst noch Verdienste erwerben muss durch seine Werke der Liebe und Barmherzigkeit, um die Wonne und den Frieden zu erlangen, die mein Wort dem verheißt, der Mir bis zum Ende folgt.

    33. Erhebt euren Geist im schlichten Gebet, denn das Gebet ist Verbindung und Annäherung an den Herrn.

    34. Dieses Abendmahl besteht aus Liebe, vergesst es nicht. Nehmt das Brot vom Tische und teilt es mit euren Brüdern; und wenn ihr einmal alle in der Ewigkeit seid, werdet ihr begreifen, dass diese Offenbarung, die Ich euch derzeit zuteil werden lasse, ein Symbol des ewigen Lebens war. Kommt herbei, ihr Menschenscharen, denn wenn es in der „Zweiten Zeit“ nur zwölf waren, die sich an meinem Tische niederließen, so werden es heute hundertvierundvierzigtausend sein: doch mein Liebesruf gilt allen Menschen. Ich will, dass ihr Mich alle in dieser Zeit begleitet.

    Manche erbeben bei meinem Worte, einige weinen, und andere fühlen sich unwürdig, es zu hören. Ich, der weiß, wer jeder von euch ist, sage euch, dass unter diesem Volke, das jetzt in Scharen herbeieilt, um meine Unterweisungen zu hören, auch jene herbeikommen, denen seinerzeit Wunder zuteil wurden, um an Mich zu glauben; dass jene dabei sind, die an Jesus zweifelten, und auch die, die vor Pilatus schrien: Kreuzige Ihn, kreuzige Ihn!

    35. Viele (von euch) sahen Mich mit dem Kreuz auf den Schultern nach Golgatha gehen, ohne zu wissen, Wen sie begleiteten, und sahen die Tränen Marias, ohne sich bewusst zu sein, wer jene war, die da weinte. Seht, wie Ich jetzt aufs neue diejenigen lehre und in meine Jünger verwandle, die Mich damals nicht zu erkennen vermochten.

    36. Am Kreuze bat Ich um Vergebung für euch, weil ihr nicht wusstet, was ihr tatet. Jene Vergebung fand ihren Ausdruck in einer neuen Gelegenheit, die der Vater euch bietet, damit ihr eure Augen für die Wahrheit öffnet, euch rettet und euch Mir nähert. Doch trotz meiner Barmherzigkeit euch gegenüber gibt es noch manche, die Unvollkommenheiten in meinem Worte suchen, um so einen Grund zu haben, nicht zu glauben und Mir nicht nachzufolgen. Aber wahrlich, Ich sage euch, in der geistigen Essenz meines Wortes ist keinerlei Makel enthalten; hingegen habe Ich mit diesem unscheinbaren und schlichten Worte viele Makel aus euren Herzen getilgt.

    37. Ihr alle untersteht meinem Gerichte. Es wird nichts geben, was euch nachdrücklicher bewegt, als die Barmherzigkeit meiner Liebe zu euch; denn mein Gericht besteht aus Liebe.

    38. Seinerzeit öffnete Joseph von Arimathia die Tore seines Hauses, damit der Meister in ihm im Kreise seiner Jünger das Passahfest feiern würde, als diese noch nicht wussten, dass das Lamm, das an jenem Fest geopfert würde, Jesus sein werde.

    39. Jetzt bitte Ich euch, in euren Herzen die Herberge zu bereiten, wo Ich einkehre, um euch mit meinem Worte an die Werke und die Unterweisung zu erinnern, die Ich damals mit meinem Blut besiegelte. Beschränkt euch jedoch nicht darauf, meine Passion nur während dieser Gedenktage ins Gedächtnis zurückzurufen. Ihr müsst das Heiligtum in eurem innersten Wesen errichten, wo ihr euch ewiglich an die Liebeslektion erinnert, die euch Christus auf die Erde brachte. Jenes Heiligtum wird unzerstörbar sein in den Stürmen, die darauf abzielen, den Glauben der Menschheit zu zerstören.

    40. Heute bewirke Ich, dass meine Stimme in vielen Provinzen, Städten und Dörfern vernommen wird, damit viele zu Berufenen werden. Auf meinem Wege säe Ich Balsam, Trost und Frieden in die Herzen, erwecke die Hoffnung in denen, die sich für das Leben der Gnade verloren glaubten, und gebe denen Leben, die im Laster und in der Sünde tot waren.

    41. Auch in der damaligen Zeit ging Ich von einer Provinz in die andere, und meine Anwesenheit löste Jubel aus unter den Notleidenden, den Kranken und den geistig Armen. Nicht alle folgten meinen Schritten, doch blieben diese als lebende Zeugen der Wunder zurück, die Ich an ihnen tat. Männer, Frauen und Kinder kamen zu Jesus, ihre bekümmerten Gesichter und ihre Klagen sprachen zu Mir von ihrem Elend und ihrem Leiden. Sie hatten Gerüchte und Nachrichten über meine Wundertaten gehört, und sehnsüchtig erwarteten sie den Durchzug des Rabbi aus Galiläa, um ihre Hände nach Ihm auszustrecken und Ihn um einen Beweis seiner Macht zu bitten.

    Es waren einfache Herzen, doch es gab auch andere, die Schriftgelehrten, die Gesetzeslehrer und die Pharisäer, die in ihrer Abneigung gegen Jesus schließlich von Ihm verlangten, dass Er ihnen seine Hände zeigen solle, um zu sehen, ob an ihnen die Macht erkennbar war, mit der Er die Kranken durch bloßes Berühren heilte.

    42. Mein Mitleid galt unterschiedslos allen. Ich war der Vater, der kam, um alle seine Kinder von ihren Schmerzen zu erlösen. Jesus, der Arzt, war ganz Balsam, und es war nicht nötig, dass Er den Körper eines Kranken berührte, um ihm die Gesundheit zurückzugeben. Manchmal — um den Menschen einen Beweis dessen zu geben, was der Glaube vermag — ließ Ich zu, dass irgendein Kranker an Mich herantrat und mein Gewand berührte, um ihn gesund zu machen.

    43. In der heutigen Zeit ist es nicht mehr der Mensch Jesus, der auf der Suche nach den Sündern und Notleidenden zu eurer Welt kam. Jetzt ist es Jesu Geist, der sich der Menschheit kundgibt, um unter den Menschen dieser Zeit die neuen Jünger zu entdecken, die Ihm bis ans Ende treu sein werden. An einem geistigen Tische hat Er ihnen Brot und Wein angeboten, unsichtbar für menschliche Augen, aber real für den Geist.

    Viele von denen, die heute mein Wort inbrünstig hören, glaubten Mir einst nicht; doch Ich frage euch: Auf welche Wunder und auf welche Zeiten warten jene, die — obwohl sie Mich jetzt hören — nicht an meine Kundgabe glauben? Sie zweifeln, weil Ich Mich durch ungebildete und einfache Leute kundtue und nicht durch Gelehrte oder Theologen; doch Ich sage euch, dass ihr Mich zu allen Zeiten immer unter „Geringsten“ finden werdet.

    44. Jene, die den Wert dieses Wortes erfasst und es erforscht haben, bis sie seinen göttlichen Sinngehalt fanden, sind diejenigen, die es als den Samen der Vergeistigung hüten werden, den sie morgen unter den Menschen werden verbreiten müssen.

    45. In der „Ersten Zeit“ wurde die Stimme des Herrn im Allerheiligsten vernommen, in der „Zweiten Zeit“ gab Ich euch meine Liebeslehren im Worte Jesu; jetzt hört ihr mein Wort durch einen menschlichen Stimmträger, und morgen wird es meine Inspiration sein, die jeden Geist in einer innigsten Verbundenheit zwischen dem Vater und seinen Kindern erleuchtet.

    46. In der „Zweiten Zeit“ sagte Ich euch: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das von Gott kommt.“ Daher war das Brot, mit dem Ich meinen Körper zur Darstellung brachte, nur ein Symbol. Heute sage Ich euch: Nehmt das Brot meines Wortes, trinkt den Wein seines geistigen Sinnes, und ihr werdet euch für ewig nähren.

    47. Begreift, dass Ich vom Reich des Friedens zum Tal der Tränen komme, vom Wohnsitz der Gerechten niedersteige, um mit den Sündern zu sprechen. Ich trage weder Krone noch Zepter eines Königs, Ich komme voll Demut, um Mich euch durch einen unbeholfenen Körper kundzutun, den Ich durch mein Licht verwandle, und überrasche euch durch die unbegrenzte Wahrheit meiner Unterweisung.

    48. Ich schäme Mich eurer nicht, und trotz eurer Sünden und Unvollkommenheiten werde Ich niemals leugnen, dass ihr meine Kinder seid, weil Ich euch liebe. Vielmehr sind es die Menschen gewesen, die sich meiner schämen, wenn sie Mich bei vielerlei Gelegenheiten verleugnen.

    49. Heute gieße Ich meinen Geist unter euch aus, damit ihr lernt, Mir eine geistige und schlichte Verehrung darzubringen, frei von Materialismus, von Traditionen und Fanatismus.

    50. Ihr, die ihr die falschen Götter gestürzt habt, welche ihr in vergangenen Zeiten angebetet habt, werdet in das Heiligtum einzutreten verstehen, das Ich derzeit mit meinem Worte in eurem Geist bilde.

    51. Ich sehe in euren Herzen den Wunsch, dass Ich bei euch bleiben und euch immerzu in dieser Form lehren soll; dies darf jedoch nicht sein, denn wenn Ich eure Bitte erfüllte, würdet ihr keine Anstrengungen machen, um Mich durch eure Liebeswerke zu suchen, und ihr würdet euch damit begnügen, meinen Unterweisungen zuzuhören.

    52. Von alters her habe Ich euch gesagt, dass mein Reich nicht von dieser Welt ist; und wahrlich, Ich sage euch, geistig ist die Erde auch nicht eure Heimat. Das Reich des Vaters ist in seinem Lichte, in seiner Vollkommenheit, in seiner Heiligkeit. Dies ist euer wahres Zuhause, dies ist euer Erbe. Erinnert euch, dass Ich euch sagte, dass ihr die Erben des Himmelreiches seid.

    Dieser Planet ist wie eine Wohnung, die euch vorübergehend beherbergt, in der euer Geist den Prüfungen seiner Läuterung unterworfen ist, damit er bei der Rückkehr zur geistigen Heimat Weiterentwicklung und Fortschritt erlangt hat. Daher sollt ihr euch nicht fragen: „Warum habe ich in dieser Welt keinen vollkommenen Frieden und kein vollkommenes Glück gefunden?“ Wahrlich, Ich sage euch, nicht einmal die, welche rein gewesen sind, haben in diesem Erdental den wahren Frieden gefunden.

    53. Wenn diese Erde euch alles bescheren würde, was ihr wünscht, wenn es auf ihr nicht die großen geistigen Prüfungen gäbe — wer von euch hätte dann Verlangen, in mein Reich zu kommen?

    Lästert oder verflucht auch nicht den Schmerz, da ihr ihn mit euren Verfehlungen geschaffen habt. Tragt ihn mit Geduld, dann wird er euch läutern und euch helfen, Mir näherzukommen.

    54. Erkennt ihr, wie stark eure Verwurzelung in den Herrlichkeiten und Befriedigungen dieser Welt ist? Nun, der Zeitpunkt wird kommen, in dem das Verlangen, euch von ihr zu entfernen, sehr heftig sein wird.

    55. Wer seine Prüfungen durch geistige Erhebung zu bestehen vermag, erlebt in dieser Überwindung Frieden. Wer auf Erden mit zum Himmel gerichtetem Blicke wandelt, strauchelt nicht, noch verletzen sich seine Füße an den Dornen auf seinem Sühneweg.

    Ihr, die ihr Mich hört — ertragt mit Liebe eure Prüfungen, damit ihr zum Vorbild werdet. Trachtet danach, dass ihr immer mehr in eurer Vervollkommnung fortschreitet. Denn wenn es nicht so wäre — wozu seid ihr dann an diesem Tage gekommen? Warum habt ihr eure Arbeit verlassen, um euch auf diese harten Bänke zu setzen?

    Weil ihr auf der Suche nach Frieden, nach Licht, nach der Heilkraft des Balsams seid.

    Unter diesen Scharen sind jene, die meine Weisheit und meine Offenbarungen suchen, um diese Botschaft morgen in die Provinzen zu tragen. Auch solche sind da, die viel gesündigt haben, die Mir mit tränenüberströmtem Gesichte gesagt haben: „Vater, wir sind nicht wert, dein Wort zu hören.“ Doch Ich sage euch, dass Ich gerade um euretwillen gekommen bin — um jener willen, die vom Entwicklungswege abgeirrt sind. Nie bin Ich gekommen, um Gerechte auf Erden zu suchen — sie sind schon gerettet. Ich suche nach denen, die in sich selbst nicht mehr die Kraft finden, um sich zu retten; ihnen schenke Ich meinen Segen und meine zärtliche Liebe.

    56. Wenn jemandem von euch gesagt wurde, dass sein Geist wegen seiner Sünden verloren ist, und er möchte noch seine Fehler wiedergutmachen und sich retten, der komme zu Mir und Ich werde ihm meine Vergebung zuteil werden lassen und ihn zu einem neuen Leben erheben. Er wird wie Lazarus sein, der sich erhob, als er die Stimme Jesu vernahm, da Er zu ihm sprach: „Stehe auf und wandle.“

    57. Ebenso suche Ich den Unwissenden, um vor seinen Augen das Buch der Wahrheit aufzuschlagen, das „Buch des Wahren Lebens“. Ich will, dass die, die Mich früher leugneten und gegen Mich lästerten, sich heute unter den Menschen erheben und ein Volk bilden, das ein Vorbild der Vergeistigung, Demut und Nächstenliebe ist, das durch Liebeswerke für ihre Mitmenschen von meiner Unterweisung Zeugnis ablegt.

    58. Ich sehe, dass ihr euch meinen Unterricht zunutze macht; doch noch immer seid ihr ferne der Vollkommenheit. Ihr seid noch schwach, denn ihr macht keine drei Schritte, und schon bringt euch die Versuchung zu Fall.

    59. Seid stark, und wenn euch eure Eltern oder eure Kinder wegen meiner Lehre verkennen, so gebt Beweise von Festigkeit und Glauben und fürchtet euch nicht, denn meine Macht und euer Vorbild werden sie von dieser Wahrheit überzeugen. Wenn einige von denen, die euch verkannten, diese Welt verließen, ohne dass ihr sie bekehrt habt, so verliert nicht den Mut; denn den Samen, den ihr in sie gelegt habt, nahmen sie in ihrem Geiste mit, und er wird in andern Welten erblühen.

    60. Ergründet die Lehren, die Ich euch in der „Zweiten Zeit“ mit meiner Passion gab. Ich lade euch ein, euch mit Mir jener Lehren zu erinnern und über sie nachzudenken. Bedenkt, dass Ich nur noch wenige Male über sie zu euch sprechen werde. Ihr wisst nicht, was danach kommt, doch müsst ihr euch zubereiten, um die neuen Offenbarungen zu empfangen, die Ich euch geben werde.

    Wenn jene Gedenktage für euch gekommen sind und ihr in eurem Geiste Frieden haben und eurem Herrn Wohlgefallen wollt, so tut Werke der Barmherzigkeit an den Notleidenden, vergebt euren Feinden und habt mit niemandem „unbeglichene Rechnungen“; denn wenn ihr in den Augenblicken, in denen Ich meine sieben Worte (am Kreuze) spreche, Gewissensbisse in eurem Geiste hättet — wie bitter und schmerzlich würden jene Worte in euer Herz fallen! Denn euer Gewissen wird euch dann sagen, dass — als Ich euch um Wasser bat, um meinen Durst zu löschen — ihr Mir Galle und Essig zu trinken gabt.

    61. Betet, denn ihr lebt in Zeiten der Versuchungen und Verführungen und wisst nicht, ob die, welche in diesem Moment in Frieden sind, nicht innerhalb weniger Augenblicke im Streit liegen oder Gott lästern. Haltet immer im Gedächtnis, was Ich euch heute sage, damit ihr allezeit bereit seid in (geistiger) Wachsamkeit und im Gebet.

    62. Seht, wie meine göttliche Essenz fähig ist, durch die Lippen eines Sünders zu euch zu gelangen. Ist dies nicht ein Wunder an Macht und Liebe? Es geschieht, weil Ich Der bin, der Wasser aus dem Felsen und Licht aus der Finsternis hervorbrechen lässt.

    63. Durch bescheidene Vermittler habe Ich zu den „Geringsten“ gesprochen; denn wenn die Herren der Welt der Menschheit diese Botschaft vermittelt hätten — wahrlich, Ich sage euch, ihr wäret ohne die Kenntnis eurer Gaben geblieben und ohne Ämter, die ihr erfüllen dürft. Ihr hättet nicht von diesem Festmahle gegessen und hättet euch damit begnügen müssen, dem Fest von ferne zuzusehen. Durch diese Verstandesorgane (der Stimmträger) hingegen, die unberührt sind von Theorien, Wissenschaften und religiösen Vorurteilen habe Ich an die ganze Menschheit einen Ruf ergehen lassen, ohne jemanden wegen seiner Gesellschaftsklasse, seiner Nationalität, seiner Religion oder seiner Sprache zu bevorzugen.

    64. Meine Stimme kommt aus dem Reiche des Geistes, wo Ich König bin — aus jenem Paradiese, wo ihr alle bei eurem Herrn sein werdet, wenn ihr wie Dimas von eurem Kreuze aus demütig und voll Glauben zu Mir sprecht: „Herr, gedenke meiner, wenn Du in deinem Reiche bist.“ Euer Kreuz ist jenes, das Ich euch anvertraut habe, als Ich euch diese Aufgabe übertrug: zu lehren, Kranke zu heilen, zu trösten, der Menschheit meine göttlichen Botschaften kundzutun. Diese Mission ist schwer, weil sie Verantwortung einschließt, weil sie heikel ist, weil sie lauter ist, und bei der Ausübung derselben gehen die Spöttereien der Ungläubigen, der Verleumder und der Spötter auf euch nieder, die die Wahrheit in meiner Lehre nicht finden wollten.

    65. Ebenso ging Jesus auf dem Leidensweg und ertrug die Last des Kreuzes, die unvergleichlich geringer war als die der Undankbarkeit jener Menschenscharen.

    66. Hier ist der Meister, der seine Kinder an Taten früherer Zeiten erinnert und diese mit Werken der Gegenwart in Beziehung bringt, damit ihr meine Unterweisungen besser versteht. Ich will, dass diese Lehre sich über die Welt ausbreitet, dass sie die Menschheit erleuchtet, damit sie angesichts eines Lebens, das sie nicht kannte, erwacht und sich aufmacht, um in der Welt ein einziges Heim zu bilden, eine einzige Familie. Diese wird das wahre Volk Israel sein, das Volk Gottes, in welchem Unterschiede der Abstammung, Gesellschaftsklassen und Stämme verschwinden werden, weil sie alle Zweige sein werden, die aus einem einzigen Stamm hervorgehen, wo alle mein Gesetz erfüllen, das euch sagt: „Liebet einander.“

    67. Ihr, die ihr dies Kreuz auf eure Schultern genommen habt — erkennet die Verantwortung, die ihr habt, der Menschheit die Wahrheit meiner Kundgebung und meiner Wunder vor Augen zu führen. Daher fordere Ich von euch Adel der Gesinnung und vollkommene Erkenntnis dessen, wer ihr in Bezug auf Gott und die Menschheit seid, und hierzu gebe Ich euch meine Lehre der Vergeistigung.

    68. Bereitet euch in dieser Weise vor, und ihr werdet die guten Soldaten dieses Kampfes sein, die wahren „Israeliten nach dem Geiste“, die treuen Jünger. Scheut keine Anstrengungen, um die Wahrheit dieses Wortes zu beweisen. Vergesst nicht, dass Christus, um Zeugnis von der Wahrheit abzulegen, die Er predigte, zuließ, dass sein Körper zerstört wurde. Warum hätte Er das Leben jenes Körpers verteidigen sollen, da er zuvor gesagt hatte, dass sein Reich nicht von dieser Welt ist? — Ebenso auch ihr — denkt, dass man, um das ewige Leben zu erreichen, das euren Geist erwartet, ihm viele ehrgeizige Ziele opfern kann.

    69. Wenn ihr von eurem Bruder die dunklen Flecken entfernen wollt, die er in seinem Geist trägt, müsst ihr zuvor selbst fleckenlos werden; wenn ihr Vergebung erlangen wollt, müsst ihr zuvor vergeben.

    70. Wie schön wird es für euren Geist sein, wenn sein letzter Augenblick auf Erden gekommen ist, und das Gewissen, von Frieden erfüllt, so zum Vater sprechen kann: „Herr, alles ist vollbracht!“

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 47

    1. Menschheit, Ich unterweise dich in dieser Zeit mit meinem Worte, damit du meine Lehre verstehst. Ich lasse den Ruf an die Geistwesen ergehen, um ihnen ihre Geistesgaben kundzutun, und damit sie meine Kundgebungen studieren und nicht darüber erstaunt sind, sondern mit ihnen das bestätigt finden, was für diese Zeit verheißen war.

    2. Ich will, dass jeder von euch als Jünger den Platz einnimmt, auf den Ich ihn gestellt habe. Ihr alle seid zur Erde gesandt worden, um eine Aufgabe zu erfüllen. Ich habe geduldig auf deren Verwirklichung gewartet, habe euch viele Gelegenheiten gegeben, doch noch immer habt ihr euch nicht vervollkommnet. Wollt ihr, dass diese neue Ära vorübergeht, ohne dass ihr sie nutzt, weil euch das Kreuz der Erfüllung eurer Aufgabe zu schwer erscheint? Die Zeit ist euer, doch sie ist begrenzt, und Ich will nicht, dass ihr morgen, wenn ihr euch an die Arbeit macht, am Rande des Grabes seid, nahe dem bevorstehenden Abschied ins Geistige Tal, und ihr eure körperlichen Kräfte verloren habt. Arbeitet vom Augenblicke eurer Erleuchtung an — sei es, dass ihr in der Kindheit, in voller Reife oder im Greisenalter seid. Säet, damit ihr erntet, und bewahrt euer Korn in meiner Kornkammer auf — dort, wo die Zeit es nicht zerstört und der Dieb es nicht stehlen kann.

    3. Heute ist der Mensch in große Kämpfe verstrickt: Während die einen grausame Kriege führen, kämpft ihr anderen, um die Leidenschaften zu besiegen und den Geist zu befreien. Die Menschheit hat sich gespalten, und das Leben ist wie ein Boot, das inmitten eines Sturmes kentert. Sogar ihr, die ihr in dieser Nation lebt, die im Frieden geblieben ist, fühlt keine Ruhe; ihr alle leert einen Schmerzenskelch.

    4. Warum bleiben einige, obwohl sie den Klang der himmlischen Glocke hören, noch immer taub für ihren Ruf? Diese Glocke ist meine Stimme, die sich in dieser Zeit an allen Orten hören lässt, wo meine Kinder wohnen.

    Beim Hören meines Wortes fühlt ihr, dass es nicht der Widerhall der menschlichen Stimme ist, deren Ich Mich bediene, um zu euch zu sprechen, sondern dass meine Stimme euch ins Herz dringt, dass sie euch ermutigt und Leben gibt.

    5. Ich werde von euch nur eine reine Verehrung annehmen; nur eure Werke der Liebe und Barmherzigkeit werden euch meinen Frieden geben.

    6. Hört auf meinen väterlichen Rat, lauft nicht vor Mir davon! Ich habe euch gesagt, dass um eines Gerechten willen ein Landstrich gerettet werden wird. Doch wenn ihr nicht fähig seid, gerecht zu sein, so bessert euch wenigstens, arbeitet, denn so werdet ihr die Gnade zurückgewinnen und meine Sendboten in allen Nationen sein. Seid nicht gleichgültig angesichts des Schmerzes; euer Gebet soll zu Mir gelangen, dann werden viele Tränen getrocknet werden durch dasselbe, und eure Brüder werden Frieden und Segen erlangen. Bevor die Menschheit unter der Bürde ihres Kreuzes zusammenbricht, werde Ich ihr Helfer sein und ihre schwere Last übernehmen, damit sie weiter vorangeht.

    7. Gesegnet sind, die ihr Herz zu läutern verstehen, um mein Wort aufzunehmen, denn dieses wird sie ewiglich nähren. Gesegnet sind, die seufzen und leiden, wenn sie die Zerrüttung betrachten, in der ihre Brüder leben, denn ihr Gebet wird zu Mir gelangen; sie werden das Erblühen und die Wiederherstellung der Tugend in den Herzen der Menschen erleben.

    8. „Bittet, so wird euch gegeben, suchet, so werdet ihr finden“. Ich habe euch meinen Geist kundgetan, damit ihr in ihn eindringt, und Ich erinnere euch an die Worte, die Ich euch in der „Zweiten Zeit“ sagte: „Thomas, lege deine Finger in meine Seite und sei nicht ungläubig.“ — Kommt zu Mir durch den Glauben, lasst euren Unglauben, erkennt, dass Ich euch in der Unendlichkeit das Verheißene Land zeige, das mit seinen offenen Pforten die Ankunft meiner geliebten Jünger erwartet.

    9. Ich habe euch das „Brot“ in Fülle gegeben, damit ihr satt seid und euch morgen nicht hungrig fühlt nach diesem Worte, das ihr heute geringschätzt. Erhebt euch geistig, damit ihr euer Entwicklungsziel erreicht. Betet für alle und denkt daran, dass ihr wie ein Lichtstrahl auf dem Lebenswege eurer Mitmenschen seid. Seid die guten Hirten jener Herde, welche die Menschheit ist. Ihr alle, die ihr im Geiste Licht, Vernunft und Inspiration habt, werdet diejenigen führen und wiederbringen können, die sich verirrt haben.

    10. Es ist prophezeit, dass der Schmerz sehr groß sein wird. Ihr werdet ruhig bleiben, wenn ihr betet und meine Lehre ausübt, denn ihr werdet meine Kraft in jedem Augenblicke fühlen. Doch wehe denen, die — obwohl sie diesem Unterricht zugehört haben — nicht an meine Kundgebung geglaubt haben, denn ihr Zweifel wird sie in der Heimsuchung verzagt machen.

    Ihr, die ihr die Worte der Propheten in eurem Gedächtnis aufgenommen und bewahrt habt — lästert nicht Gott, wenn die Zeit kommt, in welcher der Schmerz die Menschheit überwältigt, verzweifelt nicht, schweigt und bereitet euch vor, denn Ich werde euch mit meiner Liebe beschützen.

    11. Bittet Mich nicht, dass Ich in meinen Gesetzen und Gerichten zurückweiche. Bittet mit Demut, und Ich werde euch das geben, was euch in Gerechtigkeit zusteht, damit ihr das Heil findet.

    12. Ergründet und versteht die Unterweisungen, die Ich euch in der „Dritten Zeit“ unermüdlich gegeben habe. Mein Wort erschien bei euch wie ein strahlender Leuchtturm, der den verirrten Schiffbrüchigen den Weg wies.

    13. Meine Unterweisung hat euch geistige Stärke gegeben — nicht nur, um den Widrigkeiten standzuhalten, die der Welt eigen sind, sondern auch, um den geistigen Auftrag auszuführen, den ihr mitgebracht habt. Erwartet nicht, dass euch alle mit offenen Armen empfangen, wenn ihr meine Lehre verbreiten werdet. Manche werden euch Fallstricke legen, um euch zu Fall zu bringen.

    14. Ich reinige euch und bereite euch geistig und körperlich vor, damit ihr die Inspirationen des Vaters versteht und sie später in der gleichen Reinheit, mit der Ich sie euch sandte, in die Herzen eurer Brüder legt und dabei mit euren Werken von der Wahrheit meiner Unterweisung Zeugnis ablegt.

    15. In den Herzen, die durch meine Barmherzigkeit begnadet wurden, habe Ich dies Gebet vernommen: „Herr, du gewährst uns unermüdlich geistige Gaben und Wohltaten.“ Doch Ich sage euch: Ich bin euer Vater und kenne eure Bedürfnisse. Wie sollte mein Geist bei eurem Gebet und eurer Bitte nicht bewegt werden? Ich habe euch in der Einsamkeit eures Kämmerleins getröstet und habe euch erleuchtet, damit eure Andacht nutzbringend ist. Eilends kommt ihr herbei, um meinem Worte zu lauschen; doch zuvor bereitet ihr euer Herz wie einen Altar, und auf ihm bringt ihr Mir eure Werke als eine Opfergabe dar.

    16. Ihr kommt zu Mir wie ein Kind, das seinem Vater die Hand reicht, damit er es auf dem Wege führt; und wahrlich, vor Mir seid ihr Kinder! Doch seht, Ich gleiche dem Hirten, der seine Schafe hütet und sie mit liebevoller Stimme von der Schafhürde aus herbeiruft. Ihr habt meine Stimme in dieser „Dritten Zeit“ durch Vermittlung des menschlichen Verstandesorgans vernommen, doch ihr suchtet Mich erst, als eure Lippen trocken vor Durst waren, während ihr die Wüste eurer Leidenschaften durchquertet. Erst dann hörtet ihr den Ruf eures Himmlischen Vaters.

    17. Immer, wenn ihr Mich zu Hilfe ruft, werdet ihr meine Gegenwart fühlen, die euch Trost und Frieden gibt. Doch der Augenblick kam, in welchem ihr Hunger fühltet, Mich zu hören, und ihr habt euch aufgemacht im Verlangen nach meiner Unterweisung.

    18. Für jeden zeigte die Uhr der Ewigkeit die Stunde an, und die Glocke rief und verkündete, dass der Augenblick gekommen war, in welchem euer Geist das Wasser finden sollte, das seinen Durst löschen würde.

    19. Einige zweifelten angesichts der unerwarteten Art und Weise, in der sie Mich fanden; doch hernach, als sie in die Bedeutung des Wortes eindrangen, das sie vernahmen, fanden sie, dass sein „Geschmack“ und sein geistiger Sinn nur von Gott kommen konnte. Da sprachen sie innerlich voll Jubel zu Mir: „Vater, Vater, wir glauben an deine neue Kundgebung unter den Menschen!“ — Ihr saht euch mit geistigen Gaben geschmückt, habt in euren Herzen den Frieden erfahren, und in eurem Heim habt ihr das Licht der Eintracht strahlen sehen. Und während die Kinder sich in der Gegenwart und unter dem Blicke des Vaters erquickten, fühlte dieser gleichfalls, wie sein Durst nach Liebe gestillt wurde, als Er die Freude seiner Kindlein betrachtete, ihre sittliche Erneuerung sah und durch ihre Gebete ihre Liebkosungen empfing.

    20. Da sagte Ich euch: Folgt Mir nach, Ich habe euch bereits Beweise meiner Gegenwart gegeben, schon ist das Licht des Glaubens in euren Herzen angezündet. Darum seid ihr von diesem Zeitpunkt an nicht verzagt, wann immer sich auf eurem Lebenswege Prüfungen eingestellt haben, noch habt ihr euch gegen mein Gesetz aufgelehnt.

    21. Ihr habt eure geliebten Angehörigen in die andere Welt scheiden sehen, habt erlebt, dass sich die Türen zur Arbeit schlossen und das Brot auf dem Tische knapp wurde, habt eure irdischen Güter verloren; doch der Glaube hat euch wie ein Leuchtturm den sicheren Hafen erreichen lassen.

    Es gab auch solche, die inmitten der Prüfung schwach wurden und sich bezüglich meines Wortes Fragen gestellt haben und ihren Glauben erlöschen fühlten.

    22. Doch mein Wort, welches durch das Gewissen in ihr Herz gelangte, sprach so zu ihnen: „Warum seid ihr schwach geworden? Warum habt ihr nicht den Glauben bewahrt und habt meine Worte vergessen? Erinnert euch, dass Ich euch sagte, dass die Erwählten immer geprüft werden, damit ihr Glaube, ihre Festigkeit und ihre Liebe sich bewähren.“

    23. Die, welche stark geblieben sind, haben erlebt, wie die Stürme vorübergingen und es von neuem Licht auf ihrem Wege wurde. Sie haben erlebt, dass der Friede, die Gesundheit und die verlorenen Güter zurückkehrten.

    24. Auf diese Weise forme Ich allmählich das harte Herz jener, deren Ich Mich bedienen werde, damit sie morgen meine guten Zeugen und Diener unter der Menschheit sind, in die sie die Saat meiner Wahrheit säen sollen.

    25. Der Geist ist edelmütig angesichts der Mahnung meines Wortes, das Fleisch ist gebrechlich. Darum sage Ich euch: Wenn Ich euren Geist stärke und aufrichte, so muss er es übernehmen, seinen Körper auf seinem Wege neu zu beleben und zu erhalten.

    26. Ihr seid sehr geprüft worden, liebste Jünger. Weil jede Prüfung für euch ein Geheimnis birgt, wisst ihr nicht, ob sie dafür da ist, um euch im Kampfe zu stärken, um euch etwas zu offenbaren, das ihr nicht kennt, oder um irgendein Vergehen zu sühnen. Doch weicht niemals vor den Prüfungen zurück, denn dazu sind sie nicht gesandt worden; auch gehen sie nicht über eure moralischen oder geistigen Kräfte.

    27. Gehört zu denen, die in den großen Prüfungen stark bleiben. Aus euch werde Ich Generationen voll Licht und Gnade hervorgehen lassen.

    28. Kommt, um für eure Zubereitung meine Liebeslehre zu empfangen, durch welche alle verworrenen Vorstellungen, die ihr auf Erden angesammelt haben könntet, aus eurem Verstande entfernt werden. Dieses Wort wird euch den wahren Weg zeigen, falls ihr ihn verloren habt. Meine himmlische Stimme kommt zu eurem Herzen, um euch die Dritte Zeit anzukündigen und von ihr zu sprechen.

    29. Eure Fehler und Unvollkommenheiten waren kein Hindernis für meine Kundgebung unter euch — im Gegenteil, sie waren der Grund dafür. Ich komme auf der Suche nach euch, weil ihr euch verirrt hattet und dort, in eurer Verbannung, krank und vom Leiden ermattet wart. Bis dahin ist euer Meister herabgekommen, um euch zu sagen: „Kommt zu Mir!“ Da seid ihr eilends aufgebrochen, um dem Weg des Gesetzes zu folgen, das von Jenem geschrieben wurde, welcher Eigentümer und Herr der Schöpfung ist.

    30. Das Licht der „Dritten Zeit“ erhellt die Wege, damit euer Blick die Dornen entdeckt und ihr sie entfernen könnt; denn dieser Pfad ist mit Prüfungen übersät.

    31. Unablässig hat meine Liebe an die Tür eurer „Wohnung“ gepocht, damit ihr wachet. Wie kann es jemanden geben, der nach so vielen Liebesbeweisen noch immer mein Wort leugnet? — Weil sie, obwohl sie Augen haben, nicht sehen, obwohl sie Verstand haben, nicht verstehen, obwohl sie ein Herz haben, nicht fühlen.

    32. Ihr kennt Mich noch immer nicht. Erst wenn ihr einander liebt, wie Ich euch gelehrt habe, werdet ihr eine sehr große Erkenntnis und ein sehr großes Verständnis der Geistesgaben erlangen. Ich habe euch gesagt, dass eure Lippen von der Fülle an guten Empfindungen in euren Herzen sprechen werden. Doch kann der von Liebe sprechen, der sie nicht in seinem Herzen trägt? Erschüttert euch nicht der Gedanke, dass die, denen Ich diese Unterweisungen gebe, eben jene sind, denen Ich schon zu andern Zeiten Liebeslehren gegeben habe?

    Seht, Ich vertraue euch in meiner Liebe als Vater und als Meister diese Lehre als ein Buch an, das ihr mit der Reinheit und Weisheit, welche die göttliche Gnade des Herrn in dasselbe gelegt hat, bewahren sollt, damit, wenn die Menschen es kennenlernen — unter denen sich auch Auskundschafter als neue Schriftgelehrte und Pharisäer befinden werden, um Mich auf die Probe zu stellen — ihr ihnen ein vollkommenes Werk vorzeigen könnt, eine geistige Lehre von überströmender Gerechtigkeit und Liebe — eine Gottesverehrung, die in ihrem Innern tief und in ihrem Äußern schlicht ist und bestätigt wird durch eure Werke der Liebe und Barmherzigkeit für eure Brüder.

    33. Wachet und betet, seid vorbereitet, denn meine Lehre wird verfolgt werden. Diese Offenbarungen sollen euch nicht beunruhigen; lasst sie, wenn sie Wirklichkeit werden, euch bei eurer Mission überraschen, während ihr Kranke heilt und die Leidenden tröstet. Ich werde euch die Kraft geben, indem Ich euch gewähre, dass der Saft des Lebensbaumes in jedem von euch ist. Setzt euch an diesen Tisch, unter diesen Schatten, aber hütet euch, das blendendweiße Tischtuch zu beflecken. Dieses reine Weiß ist ähnlich jenem des Weges, den ihr danach zurückzulegen habt. Mein Mantel der Liebe bedeckt alle meine Kinder, und meine Barmherzigkeit bereitet den Lebensweg aller, die Mich in dieser Zeit hören sollen.

    34. Die entfesselten Naturgewalten rütteln die Menschheit alle Augenblicke auf. Wachet, damit sie die Spuren ihrer Bahn nicht in euren Landstrichen hinterlassen.

    35. Lasst die Menschenscharen zu euch kommen; jedes Herz und jeder Geist trägt einen Kummer in sich. Bringt sie in Verbindung mit meiner Geistigen Welt — jetzt, da noch die Zeit dieser Kundgebung ist, damit sie den geistigen Balsam empfangen, der von meinem Reiche herabkommt. Ich will euch zubereitet sehen, mit Hingabe in meinem Liebeswerke arbeitend, sodass die Stunde meiner Gerechtigkeit euch antrifft, während ihr den Kranken heilt, den Trauernden tröstet, jenen lehrt, den nach Wahrheit dürstet, und den beratet, der sich vom Wege verirrt hat. Bedenkt: Wenn jener Tag euch nicht bei dieser Auftragserfüllung überrascht, werdet ihr die Betrübten sein.

    36. Ich will euch in meiner Gegenwart nicht mit gesenktem Haupte sehen, Ich will euch immer würdig und froh sehen. Mit diesem Frieden und dieser Kraft will Ich euch unter den Menschen zurücklassen, wenn der Augenblick meines Abschieds gekommen ist; denn wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet kämpfen müssen. — In diesen Prüfungen sehe Ich die, die Mir folgen werden, und die, die Mir den Rücken kehren werden. Denn jeden von euch habe Ich heimgesucht und geprüft, um ihn stark zu machen.

    37. Ich will, dass das Laub und die Früchte des Baumes, den ihr bildet, heilsam und belebend sind. Dann wird meine umsichtige Fürsorge euch die Menschen zuführen, die nur auf den Augenblick warten, dass sie gerufen werden, weil der Kelch sehr bitter ist, den sie trinken.

    38. Kranke des Geistes, des Verstandes und des Körpers, Witwen, Waisen, hilflose Männer und Frauen, nach Liebe und Frieden Hungernde werden es sein, die herbeikommen, um ihre Last niederzulegen und ihren Glauben wiederzugewinnen. Für die, die nicht kommen können, sollt ihr beten, Mich bitten, und Ich werde euch erhören.

    39. Bleibt beharrlich in der Erneuerung, lasst nicht zu, dass die Körpernatur in ihrer Entwicklung (zum Besseren) zurückfällt. Begreift, dass — wenn ihr diesen Fortschritt erreicht — ihr die Grundmauern für eure Vergeistigung gelegt habt.

    40. Fühle, o Volk, den Jubel, den der Göttliche Geist empfindet, wenn Er zu euch spricht und fühlt, dass Er gehört wird. Seht, wie viel Licht mein Wort auf viele Geheimnisse wirft, die ihr nicht begreifen konntet.

    41. Menschen dieser Zeit, die ihr glaubtet, euch am Abend des Lebens zu befinden — meine Unterweisung hat euch wie eine Morgenröte überrascht und euren Geist neu belebt.

    42. Gesegnet seien, die ihre Aufgabe erkennen und ihr Kreuz in dieser Zeit umfassen; denn die Felder, die sie betreten, werden fruchtbar sein für mein Wort, und sie werden in sie das Saatkorn meiner Lehre säen können.

    43. Lasst euch nieder, Schüler und Jünger, beruhigt in eurem Verstand und in euren Herzen die Stürme, die in ihnen toben, und lasst den Regenbogen des Friedens am geistigen Firmament erscheinen.

    44. Ihr werdet bei meinem göttlichen Unterricht überrascht sein, wenn ihr verborgen in eurem Wesen zahllose Gaben und Kräfte entdeckt, mit denen ihr in der Zukunft in den Prüfungen siegen und in den Wechselfällen des Lebens triumphieren könnt.

    45. Euer Führer in dieser Zeit wird mein Geist sein. Ich werde euch den Weg durch das neue Rote Meer bahnen wie in den Zeiten Moses. Ich werde euch erretten und in der Wüste erhalten. Ich verlange nur von euch, dass ihr mein Vorbild der Liebe unermüdlich lebt, und dass ihr treu seid bis ans Ende. Denn das Endziel werdet ihr finden, wenn euer Geist sich vor den Toren des Verheißenen Landes einfindet, wo ihr von den menschlichen Kämpfen ausruhen werdet und die Befreiung von den Leidenschaften und vom Elend dieser Welt findet. Dort werdet ihr das wahre Licht des Geistes kennenlernen, das diesem die Wahrheit in solcher Fülle zeigen wird, wie ihr in dieser Welt das Licht der Sonne schauen könnt.

    46. Vom Vater seid ihr ausgegangen, und zu ihm werdet ihr zurückkehren müssen, wobei ihr nicht nur eure ursprüngliche Reinheit besitzen müsst, sondern auch die Größe, welche euch die Entfaltung der Gaben, die ihr besitzt, geben wird, wenn ihr meine göttlichen Gesetze erfüllt. Doch niemand wird allein in meine Gegenwart kommen, jeder wird alle diejenigen mitbringen, die er rettete, die er heilte, die er tröstete und auf den Weg des Heils führte. Um eurem Geist auf seinem Entwicklungswege beizustehen, habe Ich ihm in dieser Zeit meine Lehren der Liebe gegeben.

    47. Jetzt ist die Zeit des Lernens. Seht, wie mein Geist sich auf alles Fleisch und auf jeden Geist ergießt. Die einen geben mein Wort in ihrer Verzückung kund, die andern ohne Verzückung. Die Greise, die Jünglinge und die Kinder sprechen von meinem Geistigen Reich. Sind das nicht die Beweise, die sowohl meine Propheten, als auch Ich euch einstens bezüglich meiner neuen Kundgebung ankündigte?

    48. Reinigt euer Herz und euren Verstand, damit euer Geist sich aufschwingt und sich läutert. Dann werde Ich mein Licht durch euer Wesen offenbaren und die Menschheit durch eure Werke der Liebe in Staunen versetzen. Durch das Kind werde Ich zum Greis sprechen, durch den Ungebildeten und Unwissenden zum Gelehrten, und durch den Demütigen zum Hochmütigen. Heute begreift ihr noch nicht, was euch erwartet, aber morgen werdet ihr es wissen und euch willig aufmachen, um in die Provinzen zu gehen, die heute (noch) schlafen und die morgen, wenn sie meine göttliche Botschaft empfangen, bereit sein werden, Mir nachzufolgen.

    49. Heute wartet ihr mit Sehnsucht darauf, dass euer Meister herabkommt, um euch zu lehren und euch an die Unterweisungen vergangener Zeiten zu erinnern. Ihr lebt wachsam, mit willigem Gehör und einem Herzen, das in Liebe für Mich schlägt. Euer Verstand ist aufmerksam — bereit, über mein Wort nachzusinnen; und hernach, in der Stille, erinnert ihr euch an meine Ratschläge und Gebote und versucht, sie zu verstehen, um sie in die Tat umzusetzen. Dann begreift ihr, wie rein meine Lehre und wie schwierig eure Aufgabe ist, und ihr fragt Mich, ob es wohl nötig ist, dass ihr, um eifriger zu sein, zuvor zu geistigen Wesen werden müsst, indem ihr die Körperhülle ablegt, die ihr heute tragt; denn ihr fühlt, dass sie ein Hindernis für euren geistigen Aufstieg und eure Auftragserfüllung ist.

    Doch Ich sage euch, dass ihr diese Hülle mit Liebe annehmen und euch derselben mit Geschick bedienen sollt. Ich habe sie nicht umsonst geschaffen und sie euch gegeben. Wenn ihr sie zu lenken versteht, wird sie eure Mitarbeiterin sein, und ihr werdet euer Dasein auf Erden durch die Ernte, die ihr aus eurer Liebessaat bei euren Mitmenschen erlangt, zu schätzen und zu genießen vermögen.

    50. Nehmt Mich zum Vorbild und tut Wunder, da ihr meine Auserwählten seid. Seid Ärzte und Berater eurer Brüder, Anwälte und Fürsprecher der Menschen, und legt euren ganzen Geist in euer Werk um sie zum sicheren Hafen zu bringen und damit sie fühlen, dass sie auf dem Wege der Wiedergutmachung auf sicherem Boden gehen.

    51. Geht auf die Felder, die Ich vorbereitet habe, und legt den Samen in sie. Lockert das Erdreich wie ein guter Landmann mit eurer Liebe auf, denn das menschliche Herz hat sich verhärtet und man muss es geduldig bearbeiten. — Wenn ihr auf widerspenstige Geistwesen gestoßen seid, wolltet ihr ihnen aus dem Wege gehen und sagtet: „Der gehört nicht zu denen, die Gott sucht: Er will demütige Herzen.“ — Wisst ihr nicht, dass es gerade diese Herzen sind, die zu suchen und umzuwandeln Ich gekommen bin? Ich frage euch: Als ihr zu Mir kamt, war da euer Herz schon wie ein Heim oder wie ein Tempel für Mich? Wendet euren Blick zurück und erkennt, dass ihr eure schwere Last bereits abgelegt habt und dass ihr zum wahren Leben wiedergeboren seid.

    52. Warum zweifelt ihr zuweilen an meiner Kundgabe durch den menschlichen Verstand und verlangt Beweise von Mir, und warum fehlt euch der Glaube, solange ihr die Gunst, die ihr erbittet, nicht erfüllt seht? Ihr wollt Mich in einer gewählteren Sprache reden hören, um zu glauben, und mischt euch in meine hohen Ratschlüsse ein. Ich frage euch: Seid ihr schon auf dem Gipfel der Vergeistigung, um meine Eingebungen auslegen zu können? Seid ihr schon so hoch entwickelt, dass ihr meinen Willen in meinem Geiste lesen könnt? — Ihr seid noch zu klein, um Mich zu verstehen; doch Ich führe euch auf den Weg, auf dem ihr den geistigen Kontakt mit Mir erreichen werdet, damit ihr mein Geheimnis kennenlernt.

    53. Ihr habt die Mission, die eurem Geiste anvertraut wurde, entwertet, obwohl Ich euch eine Bestimmung zu eigen gegeben habe, die euch zum Frieden und zur Vollkommenheit des ewigen Lebens führen soll.

    54. Wenn ihr demütig seid, werdet ihr groß sein. Größe ist nicht im Hochmut und in der Eitelkeit, wie viele glauben. „Seid von Herzen sanft und demütig“, so habe Ich euch zu allen Zeiten gesagt.

    Erkennt Mich als Vater und liebt Mich, sucht für eure Körperhülle keinen Thron noch einen Namen, der euch vor den andern auszeichnet. Seid einfach ein Mensch unter andern Menschen und habt guten Willen in euch.

    55. Bereitet euch vor, damit ihr Mich in all meiner Herrlichkeit schaut und von Mir Zeugnis ablegt; und in dem Maße, wie ihr geistig höher steigt, werde Ich mein Wissen in euch strömen lassen.

    56. O Menschen, die ihr euch nicht von den Eitelkeiten der Welt zu lösen vermochtet, um die Gesetze des Geistes zu erfüllen! Ihr liebt diese Erde, die euch Tränen verursacht, und kommt immer wieder zu ihr, ohne den Zweck zu verstehen, weshalb ihr hingeschickt worden seid. Ich sage euch: Erfüllt euren Auftrag und bereitet euch vor für die Reise zu dem Land, das Ich euch verheißen habe, damit ihr meine Vaterstimme hört, die euch empfängt und euch die Ruhe gibt, die ihr durch eure Werke der Liebe und Barmherzigkeit für eure Brüder erlangt habt.

    57. Fürchtet nicht die Prüfungen dieser Zeit. Wappnet euch mit Stärke und helft euren Nächsten. Ihr werdet unter ihnen viele finden, die der Schmerz entmutigt hat. Ihr werdet eure Brüder in Angst sehen und sollt für alle heilenden Balsam haben, ein Wort der Stärkung und der Ermutigung und einen Strahl des Lichtes von eurem Vater. Macht den Schmerz derer, die leiden, zu dem euren, dann habt ihr die Trübsal mit ihnen geteilt und ihnen Liebe und Barmherzigkeit gegeben.

    58. Euch, die ihr im Stillen weint, sage Ich: Gesegnet sind, die auf der Suche nach Trost herbeikommen. Euch hat weder nach Sinnbildern noch nach Bildnissen verlangt, um zu beten, weil ihr wisst, dass Ich bei euch bin, und ihr habt Mich in eurem Innern gefunden. Ich habe euren Körper und euren Geist mit Kraft durchströmt.

    59. Gesegnet seien, die die Menschenscharen zu führen verstanden, und die, als sie die Last des Kreuzes fühlten, Mich als Helfer gesucht haben. Ich erhelle den Weg aller Wesen, die in den geistigen und materiellen Regionen leben. Betrachtet einander nicht als Fremde, gebt euch Wärme und liebt euch in Wahrheit; denn wenn ihr eure Mitmenschen liebt, habt ihr Mich geliebt.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 46

    1. Selig seid ihr, die ihr herbeigeeilt seid, als ihr den Liebesruf hörtet, der euch zum geistigen Festmahle lud, um die Speisen des ewigen Lebens zu genießen. Ich habe euch diese gebracht in Erfüllung des Versprechens, das Ich eurem Geiste durch Jesus gegeben habe.

    2. Wenn Ich sehe, dass ihr auf dem Wege eurer Entwicklung ermattet, nahe Ich Mich euch, um euch mit Kraft zu erfüllen, und sage euch: „Geht Schritt für Schritt bis zum Ende des Lebensweges, mit der Hoffnung, das Verheißene Land zu erreichen. Dort werdet ihr die Belohnung für euren Glauben und eure Beharrlichkeit in jenem gesegneten und wahren Frieden finden, den euer Geist so sehr ersehnt.“

    3. O Volk, das mein Wohlgefallen hat und das Ich Israel nannte, Kind des Lichtes und Jünger des Heiligen Geistes: Beachtet es nicht, falls euer Körper in Lumpen gehüllt ist oder eure Füße nackt sind — eure geistige Würde beruht nicht auf dem Materiellen. Prüft die Werke eures Lebens im Lichte eures Gewissens, damit ihr wisst, ob euer Geist rein von Sünde ist.

    4. Wenn ihr angesichts des Zweifels und des Spottes eurer Mitmenschen Schmerz empfindet, so bejaht ihn. Wisst ihr etwa, ob nicht ihr zu jener Zeit schreiend von Pilatus gefordert habt, dass er Mich kreuzige? Wisst ihr etwa, ob ihr nicht zu denen gehörtet, die meine Apostel verfolgten und ihnen den Leidenskelch zu trinken gaben?

    5. Bei dieser Frage verstummt ihr, doch Ich sage euch: Vergebt, wenn ihr beleidigt werdet, macht aus meinen Worten nicht zweischneidige Waffen, um eure Mitmenschen zu verwunden. In dieser Zeit soll euer entwickelter Geist Gleichmut erlangen; er soll alle eure Werke, Worte und Gedanken leiten. Euer geistiges Alter ist nicht mehr das eines Kindes, und durch meine Unterweisung habt ihr aufgehört, kleine Kinder zu sein, und seid zu Jüngern geworden. Vollbringt eure Werke innerhalb meiner Lehre, ohne diese zu verändern oder zu entweihen. Entfernt niemanden aus eurem Umgang, auch wenn ihr in einem eurer Brüder Flecken oder Fehler erblickt. Sagt nicht, dass es Unkraut ist, wenn jemand meiner Lehre unvollkommene Vorstellungen beimischt oder schlechten Gebrauch von seinen Gaben macht. Berichtigt ihn liebevoll und führt ihn mit Barmherzigkeit.

    Nur in dem Falle, dass er sich in seinen bösen Neigungen versteift und euch verkennt, lasset ab von ihm, betet für ihn und überlasst die Sache Mir.

    6. Ich bereite euch zu, damit ihr mit meinem Lichte denen die Auferstehung bringt, die für das Leben der Gnade tot sind, und damit euer Gebet sie rettet und eure Werke ein heilsames Vorbild für eure Brüder sind. Meine Kinder, denkt an das, was ihr eurem Vater darbringen werdet, wenn ihr euch in seiner Gegenwart befindet.

    7. Es ist der Geist der Wahrheit, der zu euch spricht. Ihr habt den Baum an seiner Frucht erkannt, und diese Quelle an seinem klaren Wasser; darum folgt ihr dieser Spur. Aber es ist notwendig, dass ihr diese so große Liebe, die ihr für Mich fühlt, von jeder Selbstsucht, von jedem Zwist mit euren Nächsten reinigt, damit sie rein und des Vaters würdig ist.

    8. Seid demütig, auch wenn ihr fühlt, dass der Schöpfer große Gaben in euer Wesen gelegt hat. Bedenkt, dass Ich niemandem eine Krone gebracht habe, um ihn zum König zu machen.

    9. Menschenscharen, die ihr versammelt seid und meinem Worte lauscht: Schon nähert sich der Tag, an dem ihr dieses Wort nicht mehr hören werdet und euch allein fühlt, obwohl meine geistige Gegenwart bei euch ist. Dann wird ein neuer Zeitabschnitt beginnen, in welchem Ich euch an Körper und Geist reinigen werde, in welchem Ich die Gottesverehrung und die sich darauf beziehenden Bräuche dieses Volkes läutern werde, damit es dann in andere Provinzen und in andere Länder geht, um die gute Botschaft meines Wortes hinzubringen und mit seinen Werken die Liebesunterweisungen meiner Lehre zu bezeugen.

    10. Ich habe vorausgesagt, dass nach dem Jahre 1950 die Scharen, die dieses Volk bilden, bereits versuchen werden, die Kundgabe von Geist zu Geist zu erreichen, denn dann werde Ich euch mein Wort nicht mehr über das menschliche Verstandesorgan geben. Was werdet ihr dann mit meinen Geboten und meinen Lehrsätzen machen? Worin wird das Vorbild der Vergeistigung, des Gehorsams und des Glaubens bestehen, das ihr denen darbieten sollt, die noch in euren Kreis eintreten sollen? Was wird das Vorbild und der Samen sein, den ihr den kommenden Generationen hinterlasst?

    11. Erkennt, dass jene Zeit schon nahe ist, und dass sie der Anfang der geistigen Kundgabe sein wird, das Ende der Herrschaft der Abgötterei und des religiösen Fanatismus.

    12. Aus fernen Ländern werden Gruppen von Menschen zu dieser Nation kommen auf der Suche nach diesem Zeugnis. Ihr sollt sie mit der ganzen Liebe eures Herzens empfangen und ihnen das „Buch des Wahren Lebens“ zeigen, das ihr aus den Unterweisungen gebildet habt, die Ich euch gegeben habe, ohne dabei zu vergessen, dass eure Werke und Empfindungen einen Bestandteil des Buches bilden müssen, das ihr vorstellt.

    13. Nutzt die Jahre, die euch noch zur Belehrung und geistigen Wonne durch das Hören meines Wortes verbleiben; gebt nicht Anlass, dass diese Zeit eine solche des Gerichts und der Beanstandungen ist. Lasst es nicht soweit kommen, dass ihr vom ersten Worte an, das euch der Sendbote Elias zu Beginn dieser Kundgabe brachte, bis zum letzten, das Ich euch gebe, (um eures Ungehorsams willen) mit Sühne und Schmerz bezahlt.

    14. Um jede Entweihung zu vermeiden, werde Ich dieses „Arbeitsfeld“ säubern und alle heimsuchen, die Ämter erhalten haben. Diese Reinigung werde Ich auf alle Bereiche eures Lebens ausdehnen, nicht nur auf den geistigen. Dieselben, die mein Gesetz entweiht haben, sollen dafür sorgen, dass die Flecken abgewaschen werden, die sie ihm aufgedrückt haben.

    15. Volk, Ich will, dass mein Friede sich durch euren Geist, euren Blick und euer Lächeln kundtut. Ich will nicht, dass sich in einem vom Leiden abgezehrten Gesicht Verbitterung oder Friedlosigkeit widerspiegeln. Ihr seid ein Volk, das im Schmerze geboren wurde und das die Aufgabe hat, ihn zu besiegen; das sein Kreuz mit Aufopferung und Liebe trägt, seinen Nacken beugt und die Schwächen des Körpers überwindet. Leert euren Kelch mit Geduld — erkennt, dass mein göttliches Wort euch zu jedem Zeitpunkt von euren Wunden heilt.

    16. Wann wird dies Wort zur ganzen Menschheit kommen? Die „Triller dieser Nachtigallen“ sind nicht in die Ferne gedrungen, sie haben den süßen Klang meiner Unterweisungen nicht zu den Luxushäusern der Großen oder zu den Wohnsitzen der Mächtigen gelangen lassen. Sie sind nicht zu den Schlachtfeldern gelangt, die mit dem Blute der Männer getränkt wurden, noch zu den Geistwesen, die damit beschäftigt sind, den neuen Turm von Babel zu errichten, oder die im neuen Sodom wohnen. Doch das Wort, das während der letzten Jahre meiner Kundgabe über eure Lippen kommt, wird die Botschaft sein, die morgen alle eure Brüder erreichen soll; denn dazu reinige Ich euch in diesen Augenblicken und bereite euch vor.

    17. Zu euren Ohren sind nur die Klagen der Witwen und Waisen gelangt, zusammen mit den Kriegsgerüchten, den Nachrichten über große Nöte und Tragödien, die ihr noch nicht erlebt und erlitten habt.

    18. Ihr habt durch Mich erfahren, dass ihr Kinder des Volkes Israel seid, und durch die Geschichte wisst ihr, dass dies Volk sich in den vergangenen Zeiten das „Volk Gottes“, das Auserwählte nannte — jenes, auf das sich alle Gnaden des Himmlischen Vaters ergossen. Heute will Ich, dass ihr wisst, dass jenes Volk, das Ich in dieser Zeit von neuem zur Erde gesandt habe, niemals mehr geliebt worden ist als die übrigen Völker, und wenn es viele Gnadenerweise von Mir empfing, es in der Absicht geschah, dass es diese mit den andern (Völkern) teilen sollte, damit es für alle seine Nächsten Licht, Weg, offenes Buch und Erlösung wäre.

    19. Erfüllte dies Volk etwa seinen Auftrag in den vergangenen Zeiten? Erfüllt es etwa dies Gesetz der Liebe und Brüderlichkeit in der Gegenwart? — Wenn ihr die alte Geschichte dieses Volkes kennt, wird euch nicht unbekannt sein, dass auch auf ihm große Heimsuchungen, Nöte, Gefangenschaft, Hunger, Seuche und Erniedrigung lagen, wegen seiner Treulosigkeiten und seines Ungehorsams. Es war weder die Liebe, noch der Gehorsam gegenüber meinem Gesetze, noch die Vergeistigung jenes Volkes, die ein Buch für die zukünftigen Generationen schrieben. Das Buch jenes Volkes ist mit dem Blut von Brüdern, von Propheten und Gerechten geschrieben, es ist durch Missgunst, Ungehorsam und Uneinigkeit befleckt und ist mit dem Blute des Sohnes Gottes versiegelt.

    20. Es ist notwendig, dass dies Volk all jene Schandflecken abwäscht und reinigt, dass es alle seine Vergehen aus dem Buche tilgt und an deren Stelle gute Werke einträgt — Handlungen, die seines Herrn würdig sind.

    21. Ihr Jünger, schreibt in dieser Zeit nicht ein neues Buch voller Ungehorsamkeiten und Entweihungen, denn später hättet ihr nicht genug Tränen, um eure Schandflecken aus diesem Buche zu beseitigen. Schreibt eine neue Geschichte, aber sie soll aus sittlicher Erneuerung, aus Versöhnung, Brüderlichkeit, Gehorsam und Vergeistigung bestehen. Euer Bündnis (mit Gott) in dieser Zeit ist von eurem Gewissen geschrieben.

    22. In den Jahren, in denen Ich euch weiterhin meine Unterweisung zuteil werden lasse und welche dazu dienen, euch auf meinen Weggang vorzubereiten, sollt ihr der Auftragserfüllung nachkommen, die Ich von euch verlange. Wisset, dass Ich nach dieser Zeit nicht will, dass die Menschen den Betrug kennenlernen, auch nicht eure jetzigen Unvollkommenheiten. Wenn diese Zeit gekommen ist, werden die Menschen mein Wort durch die Schriften kennenlernen, die Ich meinen „Goldfedern“ anvertraut habe. In dieses Buch werdet ihr euch vertiefen, wenn ihr mein Werk studieren werdet, wenn ihr euch durch die Heimsuchungen verstört fühlt, oder wenn ihr Verlangen nach Trost habt.

    23. Das Licht meines Geistes ergießt sich in euren Verstand, damit ihr diejenigen zu führen versteht, die euren Schritten folgen werden.

    24. Heute gebe Ich euch meine Unterweisung wie in jener Zeit, in der Ich bei euch lebte und euch mit meinem Vorbild zeigte, wie das Menschengeschlecht erlöst wird.

    25. Die Menschheit, nicht zufrieden mit jener Lektion, verlangt in dieser Zeit noch immer, dass das unschuldige Blut ein weiteres Mal vergossen wird, aber der Göttliche Meister ist im Geiste gekommen, und jener Liebesbeweis wird sich nicht in der gleichen Form wiederholen. Heute spreche Ich zu euch durch den Verstand des Menschen und sende euch zahllose Strahlen meines Lichtes, mit denen Ich euch meine Weisheit gebe, damit ihr das Heil findet und euer Geist den Pfad der Liebe zu euren Mitmenschen einschlägt.

    26. Ich habe gesehen, dass von meiner Lehre der Liebe und Demut im Herzen vieler Völker nichts zurückgeblieben ist. Die einen haben sich gegen die andern erhoben, die Starken demütigen die Schwachen, und meine geistigen Boten, denen Ich die Aufgabe anvertraut habe, den Regierenden Frieden und Eintracht zu inspirieren, sind mit Betrübnis in ihrem Geiste zu Mir zurückgekehrt, weil man nicht auf sie gehört hat und ihnen auch keinen Gehorsam leistete. Da habe Ich zugelassen, dass die Menschheit ihren Kelch leert, damit dieser Schmerz sie erleuchte und sie veranlasse, auf den Weg ihrer Höherentwicklung zurückzukehren.

    27. In dieser Stunde der Prüfung habt ihr Elias, der euch das Gebet und gute Handlungen eingibt, damit ihr dem Bösen entgegenwirkt. Ihr habt eure Himmlische Fürsprecherin, welche näher denn je über diese Menschheit wacht, die nicht auf ihre Ratschläge und Warnungen gehört hat. Und ihr habt Mich, euren Vater, unwandelbar in meiner Liebe, der euch eine weitere Gelegenheit gibt, euch zu erneuern und euren Geist zu entfalten, damit ihr den Lohn erlangt, den Ich euch versprochen habe.

    28. Wenn außerhalb eurer Nation eure Brüder sich erbarmungslos verwunden und töten, den Frieden zerstören, die schwachen Völker vernichten und auf ihrem Wege Schrecken, Elend und Trauer säen, so sollt ihr, die Ich zubereitet habe und denen Ich seit langer Zeit diese Geschehnisse angekündigt habe, wachen und beten. Sendet Gedanken des Friedens aus; euer Herz soll Liebe und Barmherzigkeit unter euren Mitmenschen verbreiten. Lasst meine Unterweisung zur Tat werden, auf diese Weise werdet ihr dem Bösen entgegenwirken.

    29. Ich habe euch unter den großen Menschenmassen, die diese Menschheit bilden, ausgewählt, um euch meine Lehre, meinen Willen kundzutun, und Ich habe jeden Geist dazu aufgefordert, sich auf dem Wege der Erfüllung (meiner Gebote) zu vervollkommnen. Aber ihr seid mehr verantwortlich, weil ihr die Erfüllung aller meiner Worte miterlebt habt.

    30. Die Elemente und Kräfte der Natur werden entfesselt sein, um alles zu reinigen und wiederherzustellen, was durch den Menschen auf der Erde befleckt und entweiht worden ist.

    31. Die Kinder in dieser Zeit sind erschüttert angesichts des Chaos, das sie aus nächster Nähe erleben, und ihr unschuldiges Herz erhebt sich zu Mir, um Mich um Licht für die Regierenden und um die richtige Führung bei ihren Entscheidungen zu bitten. Auch legen sie bei Mir Fürsprache für die Völker ein, die unter dem Joche anderer, stärkerer gelitten haben, und bitten Mich, dass sie wieder frei werden. Ihre Tugenden der Liebe und Gerechtigkeit sind lebendig in ihnen, und ihr Klageruf verlangt nach Frieden und gutem Willen unter den Menschen. Ich empfange ihr Gebet und lasse es als Balsam über die Nöte dieser kriegführenden Nationen kommen.

    32. Ihr Kindergeister, weicht nicht ab vom Wege der Ergebung, des Gehorsams und der guten Gefühle. Lasst euch nicht anstecken, flieht vor dem Einfluss des Bösen. Vertraut Mir und lasst mein Licht euch leiten und den Weg eurer Entwicklung erhellen.

    33. Euch, die ihr Erwachsene seid, betrachte Ich auch als Kinder, und Ich bewerte eure Werke. Nehmt das Licht meiner Unterweisung auf und vertraut Mir eure Sorgen an. Seid stark angesichts des Schmerzes und ergebt euch in euer Los. In eurem Gebet legt ihr Mir eure leidenden Brüder ans Herz, und Ich nehme eure Fürsprache an. Euch wie allen meinen Kindern lasse Ich meine Liebe gleichermaßen zuteil werden. Ich empfange euer Gebet, und durch euch segne Ich alle meine Kinder, sowohl die, die Mich lieben und an dieses Wort glauben, als auch die, die zweifeln und Mich noch leugnen. Euer Herz, das früher gefühllos wie ein Fels war, habe Ich angerührt, und es beginnt aus ihm Wasser der Liebe und der Vergebung für die Menschen zu quellen. Das ist es, was Ich immer von euch gefordert habe: Es ist das ewige Gesetz ohne Anfang und Ende, das Gesetz der Liebe, der Barmherzigkeit, das bis heute vom Menschengeschlechte nicht ausgeübt worden ist.

    34. Heute nähert ihr euch Mir im Verlangen nach dem Worte, das die Leiden auslöscht, das euer von schweren Stürmen gepeitschtes Herz liebkost. Ich gebe euch Wärme, wie es die liebevolle Lerche mit ihren Jungen macht, da Ich gesehen habe, dass in viele Herzen der Winter eingezogen ist: die einen zittern vor Kälte, andere sind gestorben. Meine Gegenwart gibt euch Stärke in den Prüfungen. Ich will nicht, dass euer Glaube erlischt.

    35. Nur der Glaube wird euch in dieser Zeit des Schmerzes eine Stütze sein, wenn ihr für eure Mitmenschen Vorbild sein wollt und mit euren Werken Zeugnis ablegen wollt von meinem Worte. Seid stark, bereitet euch zu, lebt wachsam und lasset das zur Tat werden, was meine Lehre euch lehrt, damit euch geglaubt wird. Ich will euch durch meine Unterweisung stark und erleuchtet sehen, sodass ihr die verlorene Zeit wiedereinholt.

    36. Wenn Ihr Mich liebt, wird sich eurer Herz ändern: ihr werdet euch voll Leben fühlen, voll Eifer, für euren geistigen Aufstieg zu kämpfen. Ihr werdet meine wahren Jünger sein, und wenn euch die Widrigkeiten des Lebens treffen, werdet ihr euch nicht von Mir abkehren und Mir auch nicht die Prüfungen bei eurer Sühneleistung vorwerfen. Ihr werdet mit der Erfüllung (eures Auftrages) einverstanden sein, weil ihr wisst, dass der Geist sich in diesen Prüfungen läutert und vervollkommnet.

    37. Nützt die Zeit aus, in der ihr meinen Unterricht erhaltet, denn nach diesem Zeitabschnitt werdet ihr meine Unterweisung nicht mehr in dieser Art haben. Doch wartet auch, bis Ich euch sage: „Dies ist die Anzahl Herzen, die ihr in eure Obhut nehmen sollt“. Dies sind die Grenzen, die Ich euch ziehe — nicht Grenzen im Lieben oder Vergeben, sondern Grenzen in eurer Arbeit. Denn — selbst wenn ihr Mir eine karge Ernte darbringt — wenn sie mit Liebe gepflegt worden ist, wird es Mir genügen, und Ich werde euch annehmen und eure Arbeit segnen.

    Ihr sollt darüber wachen, dass eure Schritte sich nicht vom Pfade des Guten entfernen, und dass das Licht, das Ich euch gegeben habe, wie ein Leuchtturm ist, der den Weg jedes Geistes erhellt. Es wird alle Zweifel zerstreuen und euch bei euren Handlungen das Gefühl der Sicherheit geben. Doch wenn ihr den rechten Weg verlasst, wird es euch immer auffordern, zur Erfüllung eures Auftrags zurückzukehren.

    38. Anderen von meinen Kindern sage Ich: Seid nicht ungeduldig, bittet Mich nicht um ein Amt, ohne zuvor die Verantwortung dafür zu verstehen. Geht nicht in Eile, denn ihr werdet bald müde werden, und der Überdruss wird euch dann einschlafen lassen, um (erst wieder) in einem andern Zeitabschnitt zu erwachen. Die Lebensreise ist lang und der Weg holprig; ihr müsst Schritt für Schritt vorwärtsgehen, ohne euch aufzuhalten. Wenn ihr die Anreize des Körpers überwindet und fähig seid, euren Geist zu erheben, werdet ihr auf höheren Ebenen leben, von wo aus ihr das Geistige Leben, das euch erwartet, mit größter Klarheit schauen könnt.

    39. Begreift meine Liebe, bedenkt, dass Ich nicht wie der reiche Geizhals bin, der alles für sich will. Alles, was mein ist, ist auch euer, weil ihr meine sehr geliebten Kinder seid.

    40. Ihr seid die Generationen, die in dieser Zeit dazu auserwählt wurden, meine Kundgebungen zu empfangen. Auf euch habe Ich meine Gnaden und Segnungen ausgegossen, denn Ich will nicht, dass ihr zur Erde zurückkehrt, um vergangene Verfehlungen zu sühnen. Ich will euch nach der Erfüllung eurer Aufgabe den Frieden meines Reiches genießen lassen.

    41. Ihr sagt Mir, dass die Erde ein Ort der Leiden und Qualen ist; doch Ich sage euch, dass ihr aus ihr erst eine Welt des Unglücks und des Zwistes gemacht habt infolge fehlender Auftragserfüllung. Ich habe euch die Ergebung und den Gehorsam gelehrt und euch immer das Gute angeraten. Ich habe euch gesagt, dass ihr Frieden säen sollt, damit ihr Frieden erntet, dass ihr den neuen Generationen den Weg bereiten sollt und ihnen von eurem Samen gebt, damit ihr ihn bei ihnen erblühen und fruchtbringen seht.

    42. Ich habe euch Gaben gewährt, die euch Mir näherbringen. Ich habe erlaubt, dass ihr über eure Welt hinausschaut und Zeugnis ablegt von meinen Unterweisungen in der Dritten Zeit. Niemand wird das Offenbarwerden dieser Geistesgaben verhindern können, ebenso wie niemand meine euch gewährte Barmherzigkeit an sich reißen kann. Nur das Gewissen wird euch begreifen lassen, wie groß die Gnaden sind, die Ich euch gewährt habe. Läutert euch und arbeitet, damit ihr bald bei Mir seid und ihr die Befriedigung habt, meine Gebote verstanden und befolgt zu haben.

    43. Gebt heute, in der Zeit der Wiedergutmachung, denen den Frieden zurück, die ihr in ihrem Glauben „getötet“ habt; heilt die, die ihr mit eurem Worte verwundet habt; bezahlt eure Schuld, lasst auf eure Mitmenschen die Wohltat eurer Liebe überfließen, und ihr werdet mein Gesetz erfüllen.

    44. Der Mensch hat — als er sich von der Erfüllung meines Gesetzes abwandte — verschiedene Ideen, Theorien, Religionen und Doktrinen geschaffen, welche die Menschheit spalten und verwirren und den Geist an die Materie binden und ihn hindern, sich frei zu erheben. Doch das Licht meines Heiligen Geistes erleuchtet alle Menschen und zeigt ihnen den Weg des wahren Lebens, auf dem es nur einen Führer gibt, welcher das Gewissen ist.

    45. Wenn die großen Seuchen ausbrechen und die Wissenschaftler wegen ihres Mangels an Liebe und innerer Anteilnahme die Leidenden nicht zu heilen vermögen, werden die „Arbeiter“, die Jünger in Erscheinung treten und mit Liebe ihre Aufgabe erfüllen, ihre Mitmenschen zu heilen und zu trösten. Und die Geistige Welt, die sich mit ihnen verbindet, wird der vom Schmerz gebeugten Menschheit ihre Wohltaten zuteil werden lassen. Wachet und betet, denn wenn Ich euch derzeit meine Unterweisung mittels des Verstandesorgans gebe, werden morgen nur diejenigen, die sich zubeeiten, meine Inspiration empfangen und mit Mir von Geist zu Geist Zwiesprache halten.

    46. Die „Goldfedern“ sollen meine Unterweisung für die kommenden Generationen niederschreiben, denn mein Wort soll nicht verlorengehen; es wird wie ein Schatz sein, den ihr über die Zeiten hin bewahren werdet. Doch Ich sage euch, dass der, welcher den göttlichen Sinn auf dem Grunde meines Wortes findet, derjenige sein wird, der meinem Vorbild mit größter Beharrlichkeit und Festigkeit nachfolgt. Wer an dieses Wort glaubt, ist wie jemand, der eine brennende Fackel trägt, um seinen Weg zu beleuchten, ohne durch falsche Theorien oder schön-klingende Worte verwirrt zu werden. Denn er wird dann das Geheimnis entdeckt haben, wie man die Wahrheit findet, er wird dann die unermessliche Liebe begriffen haben, die Ich zu euch hege, und er wird spüren, dass Ich bei allen meinen Kindern bin und ihnen Mut zur Fortsetzung des Lebensweges einflöße.

    47. Ihr habt Stürmen und Unwettern standgehalten, die eure „Kleider“ in Fetzen davongetragen haben, aber ihr habt euch im Gebete erhoben und eure Bitte war, dass meine Barmherzigkeit verhindere, dass eure Lampe verlöscht, und ihr habt den Meister bereit gefunden, euch zu Hilfe zu kommen.

    48. Der Weg ist leidvoll, und in dieser Welt erntet man nicht die Früchte der Saat; aber wahrlich, Ich sage euch, in dieser Zeit der Prüfungen und des Gerichtes ist ein wenig Frieden im Geiste und ein Stück trockenen Brotes auf eurem Tische mehr wert als schöne Kleider oder üppige Speisen und selbst als die Throne der Herren der Erde. Ich, der Ich in jene Herzen eindringe, sage euch, dass sie wie Gräber sind, und dass auf ihren Lippen Bitternis liegt.

    49. Auf diesem Wege der Demut gibt es Freuden, Befriedigungen und Schätze von großem Wert für den Geist. Wohl dem, der sie zu würdigen weiß.

    50. Unter euch befinden sich jene, die angeekelt von den Vergnügungen der Welt herbeikamen, zu denen sie nicht mehr zurückkehren werden. Aber manche fühlen sich noch immer von den falschen Freuden angezogen, die sie verschaffen. Doch wenn ein schlechter Freund sie auf den bösen Weg einlädt und in diesem Augenblicke sich ein Kranker an sie wendet und um einen Tropfen „Balsam“ bittet, so kämpfen der Geist und die Materie innerlich miteinander, die Gefühle der Liebe und Barmherzigkeit zu ihren Brüdern siegen, und sie entfernen sich von dem, der sie versuchte, um an das Lager dessen zu treten, der in seiner Not das Rettungsboot für jenen „Arbeiter“ gewesen ist. Wie groß war die Wonne und der Friede, die dieses Herz erfahren hat, als es den Kranken gesund sah! Da hat es sich im Gebete erhoben und Mir gesagt: „Danke, Meister, dass Du mir die Kraft gegeben hast, in der Prüfung zu siegen.“

    51. Seht, wie euch die segnen, die durch eure Vermittlung gesund geworden sind; seht, wie viel Freude in dem ist, der durch eure Hilfe das Bett verlassen hat. Hört die Worte der Dankbarkeit jener Verirrten, die ihr auf den Weg des Guten zurückgebracht habt. Wie sehr hat sich euer Herz bei der Erfüllung eurer Aufgabe erquickt! Doch wehe jenen, die diese Freuden nicht begreifen!

    52. Dies Wort, das Ich euch durch Vermittlung des Menschen gebe, ist keine menschliche Theorie. Der Kern dieser Kundgebung ist eine göttliche Offenbarung.

    53. Mein Geist muss die Schwellen eurer Unwissenheit überschreiten, um euch das ewige Leben zu enthüllen, da ihr, solange ihr inkarniert seid, mit all eurer Inspiration und Erhebung das nicht zu erfassen vermögt, was euer ist, was jedoch als mein Geheimnis auf euch wartet.

    54. Dies ist die dritte Offenbarung, das Dritte Testament; deshalb seid ihr Trinitarier. Jeder, der in dieser Zeit das geistige Zeichen an seiner Stirne empfangen hat, war schon zuvor in den zwei vorhergegangenen Perioden bei Mir.

    55. Ich habe euch ausgesandt, um einen großen Kampf unter der Menschheit zu bestehen. Darum zeigt ihr Mir häufig eure in den Schlachten des Lebens zerfetzten „Kleider“. Doch ihr wisst gut, dass euer liebevoller Meister euch eure Leiden und Wunden heilt, so wie ihr in meinem Namen den Schmerz eurer kranken Brüder heilt.

    56. Ich segne eure durchwachten Nächte, den Trost und die Liebkosung, die ihr dem Leidenden gegeben habt, die Tränen, die ihr um den vergossen habt, der auf der Welt leidet; und alles, was ihr eingebracht habt, nehme Ich entgegen. Vergesst nicht, dass das, was ihr an euren Nächsten tut, ihr an eurem Vater und für euch selbst tut. Auf meinen Feldern geht kein einziges Saatkorn verloren.

    57. Wenn das Wort, das Ich euch zu Gehör bringe, und alles, was Ich euch lehre, vollkommen ist, so deshalb, weil euer Geist vollkommen ist, insofern als er aus Mir hervorging. Seht, wie er — durch das Gewissen erleuchtet — die guten Taten billigt und keine Unvollkommenheiten annimmt.

    58. Wer von euch kann etwa beweisen, dass er vor diesem Leben nicht existiert hat? Welche von denen, die absolut sicher sind, dass sie eine erneute Inkarnation durchleben, können wohl beweisen, dass ihre Rechnung mit dem Vater beglichen ist, und dass sie noch Verdienste auf ihrer „Haben“-Seite besitzen?

    59. Niemand kennt die Stufe der Vollkommenheit, auf der er sich befindet. Darum kämpft, liebt und bleibt beharrlich bis ans Ende.

    60. Für einige wird das „Tagewerk“ im Körper noch lang sein, andere werden es bald im Geiste fortsetzen müssen. Wahrlich, Ich sage euch: Es ist sehr schön, im Geiste zu wirken, wenn man auf Erden erfüllt hat. Doch glaubt nicht — weil ihr eure Aufgabe in der Welt erfüllt — dass ihr das Ziel der Vollkommenheit erreicht habt. Die Stufenleiter der geistigen Vervollkommnung ist sehr hoch, und um zu ihrer Spitze zu gelangen, müsst ihr sieben Stufen durchlaufen.

    61. Betet, damit ihr in den Heimsuchungen stark seid. In diesem Jahr wird sich der Schmerz außerordentlich fühlbar machen in den Herzen der Menschen, denn wieder einmal wird die bittere Frucht der Wissenschaft und des menschlichen Machtstrebens große Volksmassen vergiften und töten.

    62. Alles Befleckte wird rein werden, und jedes Unkraut wird mit der Wurzel ausgerissen werden. Eben jener, die heute auf Abwegen sind, werde Ich Mich zu bedienen wissen, um meine Göttliche Gerechtigkeit auszuüben, und dieses „Tal“, das bis jetzt ein Tränental gewesen ist, wird eines von Blut sein, denn dieses wird in Strömen auf der Erde fließen.

    63. Ich gab dem Menschen die Willensfreiheit; doch wenn dieser in seiner Verblendung so weit gehen sollte, Mir deshalb Vorwürfe zu machen, werde Ich ihm sagen, dass Ich ihm auch Willenskraft und Verstand gab. Zugleich offenbarte Ich ihm mein Gesetz, welches der Weg ist, um nicht zu straucheln oder sich zu verirren, und entzündete in ihm das Licht des Gewissens, welches das innere Leuchtfeuer ist, das den Weg des Geistes erhellt und ihn zum ewigen Leben führt.

    64. Warum gibt es die Sünde, überwiegt das Böse und brechen Kriege aus? — Weil der Mensch nicht auf die Stimme des Gewissens hört und schlechten Gebrauch von seiner Willensfreiheit macht.

    65. Die Menschen werden ans Ende ihres eigenen Weges gelangen und auf demselben zurückkehren, wobei sie die Früchte all dessen ernten werden, was sie säten — die einzige Verfahrensweise, durch die in den Herzen Reue aufsteigt. Denn wer seine Verfehlungen nicht erkennt, kann nichts tun, um seine Irrtümer zu berichtigen.

    66. Eine neue Welt ist in Vorbereitung, die neuen Generationen werden bald kommen; doch zuvor müssen die hungrigen Wölfe beseitigt werden, damit sie die Schafe nicht zur Beute nehmen.

    67. Ihr seid als Soldaten des Friedens ausgesandt. Schreckt nicht vor dem Kampfe zurück, lasst euch nicht von den Vertretern der Sekten und Konfessionen beeindrucken. In all eurer Bescheidenheit seid ihr nicht weniger als sie.

    68. Auf dem Wege der Vervollkommnung, auf dieser unendlichen Stufenleiter, hat es immer Wesen gegeben, die vorne gehen, und andere, die hinten gehen. Doch alle werden zur gleichen Heimstatt gelangen, denn in der Sphäre meiner Göttlichkeit gibt es keine Rangordnungen, sondern nur Kinder, alle sehr geliebt von meinem Geiste. Ich bin in allen, Ich verberge Mich ebenso im Herzen des Mächtigen wie in dem des Bettlers. Darum sage Ich euch: Wenn ihr einen Bedürftigen an eure Türen kommen seht, so verweigert ihm nicht eure liebevolle Hilfe, denn es wird euer Vater sein, der an euer Herz pocht.

    69. Mich dürstet nach eurer Liebe, o vielgeliebte Kinder!

    70. Meine Kundgabe in dieser Zeit ist ein weiterer Beweis dafür, dass Ich euch meine Liebe schenke. Doch bereitet eure Herzen, denn diese Kundgabe wird bald vorüber sein, und Ich sage euch noch einmal, dass Ich am letzten Tag des Jahres 1950 zum letzten Mal zu euch sprechen werde. Denn nach diesem Tage sollt ihr Mich auf geistige Weise im Unendlichen suchen, und wenn ihr zubereitet seid, werdet ihr meine Stimme in Form von Inspiration vernehmen — nun ohne die Unvollkommenheiten des menschlichen Stimmträgers.

    71. Bete, Volk, denn in den Augenblicken deines Gebetes beruhigt sich das Kriegsgeschehen, die Herzen ruhen aus, die Mütter finden Trost und die Kinder Zuflucht.

    72. Weh denen, die sich nicht vorzubereiten verstanden, denn sie werden sich auf der Erde wie Waisen fühlen!

    73. Große geistige Ereignisse wird man auf der Welt erleben; in den Nationen werden Propheten in Erscheinung treten, der Inhalt der Sieben Siegel wird allen bekannt werden, das Licht des Sechsten Siegels wird als dasjenige erkannt werden, das in dieser Zeit scheint; denn in dieser Offenbarung werden sich alle Menschen vereinigen und alle Glaubensbekenntnisse und Geschlechter der Erde verschmelzen.

    Mein Friede sei mit euch!