Kategorie: Band XII

  • Unterweisung 339

    1. Ihr kommt mit vorbereitetem Geist zu Mir, voller Demut und Sanftmut, um an die Türen Dessen zu klopfen, welcher Liebe und ewige Vergebung für seine Kinder ist. Und ihr erwartet sehnsuchtsvoll ein Wort, das eure Schmerzen lindert, das auf eure Klagen antwortet, oder welches in eurer Finsternis Licht entzündet, um euch glücklich zu fühlen.

    2. Ich sehe euch von verschiedenen Wegen herbeikommen, jeder eine andere Bestimmung erfüllend. Aber ihr alle strebt auf das gleiche Ziel zu und sucht mit Mir eins zu werden, um euch der Vollkommenheit nahe zu fühlen. Und freudig empfangt ihr mein Wort, das euch gleichzeitig liebkost und korrigiert. Ihr legt es in seinem wirklichen Sinn aus und beginnt, Mich aufrichtig zu lieben. Ihr befürchtet nichts mehr von Mir, wie ihr es in anderen Zeiten tatet, weil ihr heute wisst, dass Ich vollkommene Liebe und Gerechtigkeit bin, dass Ich euch nicht strafe, und dass es ihr selbst seid, die ihr fürchten müsst, weil ihr schwach seid und schwere Fehler begeht, derentwegen ihr später Tränen vergießen und zu einem sehr hohen Preis wiedergutmachen müsst. Doch diese Erfahrung lässt euch wachsam leben, um die Fehltritte zu vermeiden, die den Geist beunruhigen und Leid verursachen.

    3. Jeder, der dies so verstanden hat, ist auf dem richtigen Weg. Ihr vollbringt noch keine Werke von höchster Vollkommenheit, aber ihr seid auf dem Weg, sie zu tun, weil ihr meine Jünger seid. Das Licht hat eure Zweifel zerstreut, die Stärke hat die Schwachheit überwunden und das Vertrauen bringt euch dazu, euch mit wahrer Liebe der Erfüllung eurer Bestimmung zu widmen.

    4. Ihr betretet nun unmerklich den geistigen Pfad, das Leben in Einfachheit und Lauterkeit, das Ich von euch verlangt habe, und ihr fühlt euch in diesem neuen Leben zufrieden. Ihr fragt euch nicht mehr, warum Ich zu euch zurückgekommen bin, oder ob mein Wort euch etwa einen neuen Weg weist. Heute wisst ihr, dass das, was Ich euch in der Zweiten Zeit gesagt habe, nicht alles war, was Ich euch lehren musste, dass die Lektion nicht abgeschlossen war, und dass Ich für euch eine Gnadenzeit aufbewahrt hatte, in der Ich meine Unterweisungen wiederaufnehmen musste, um euch den Weg zu zeigen, der zum Geistigen Leben führt, die wahre Zwiesprache mit Mir und die Erklärung meiner in jener Zeit, in der Ich unter euch wohnte, gegebenen Worte, die von euch noch nicht verstanden worden sind.

    5. Meditiert (darüber), und ihr werdet schließlich begreifen, dass ihr weder in der Ersten, noch in der Zweiten Zeit fähig wart, eine so große Lektion zu erfassen, zu erfühlen und zu glauben. Doch der Vater, welcher Herr der Zeit und der Ewigkeit ist, hat euch auf dem Weg des Lebens mit höchster Geduld und Weisheit an der Hand genommen, ohne irgendeine Übereilung, und heute seid ihr in ein neues Zeitalter eingetreten.

    6. Jetzt ist die Zeit des Heiligen Geistes, die bald ihren Höhepunkt erreicht ─ die Zeit der großen Offenbarungen und der Gerechtigkeit, in der die Schleier vieler Geheimnisse gelüftet werden, um ganz Licht und Klarheit zu sein!

    7. Ich habe euch die Augen geöffnet, damit ihr über das hinausgeht, was ihr gekannt habt, und ihr in meine geheime Schatzkammer eintreten könnt; denn Ich, der Vater, bin kein Geheimnis für meine Kinder. Ich will von euch in vollkommener und vollständiger Weise erkannt und geliebt werden, so wie Ich euch liebe. Noch bin Ich nicht geliebt und verehrt worden, wie es Mir zukommt, und ihr wisst nicht, wie viel Freude ihr meinem Geist durch einen Augenblick des Verständnis und der Einhaltung des Gesetzes bereiten würdet.

    8. Seit eurem Kommen zur Erde habt ihr meine Kundgebungen im Fassungsbereich eures Verstandesvermögens gehabt, aber als ihr die ersten Schritte auf dem Entwicklungsweg tatet, war euer Verständnis noch sehr klein, so wie das Kind bei seiner Geburt klein ist. Ich musste Mich begrenzen, um gesehen und gehört zu werden, damit ihr Mich verstehen könntet.

    9. Ich offenbarte Mich in den ersten Zeiten nicht völlig, weil eure Vernunft verwirrt worden wäre, und euer ganzes Wesen sich zermalmt gefühlt hätte. Daher habe Ich euch während langer Zeitalter vorbereitet und euch an den Anfang des Weges gestellt, um ihn Schritt für Schritt zurückzulegen, und damit ihr so zu diesem Zeitabschnitt gelangen würdet, in dem ihr euren Vater besser verstehen und lieben könnt.

    10. Zu allen Zeiten habe Ich Boten zu dieser Welt gesandt, die vom Überleben des Geistes, von seiner Unsterblichkeit und vom höheren Leben gesprochen haben, das dieser erlangt, wenn er sich vervollkommnet hat. Von den ersten Tagen an, in denen der Mensch die Erde bewohnte und Merkmale von Unschuld zeigte, wie in denen größerer Sündhaftigkeit, und jetzt in diesen von Materialismus und falscher Wissenschaft, haben meine geistigen Botschafter Beweise des hohen Grades an Erhebung gegeben, in welchem der Geist lebt, der sich in ständiger Zwiesprache mit seinem Herrn zu erhalten verstanden hat.

    11. Doch die Boten der Ersten Zeiten vermochten der Menschheit nicht die großen Zeiträume zu erklären, welche der Geist durchlebt, und sein Leben im Jenseits. Die Patriarchen, die sich in der Tugend, in der Liebe zu ihrem Schöpfer zu erhalten verstanden, begnügten sich damit, ihre Familie, ihren Stamm oder ihr Volk auf dem Weg der Gerechtigkeit und der Rechtschaffenheit zu führen. Doch obwohl sie die Kenntnis von der Existenz ihres geistigen, universellen Gottes ─ das intuitive Wissen von einem höheren Leben für den Geist im Jenseits ─ hatten, konnten sie bei all ihrem Licht und ihrer Tugend nicht den Entwicklungsweg des Geistes und den Grund für seine großen Prüfungen offenbaren.

    12. Die Propheten sprachen mit großer Wahrhaftigkeit, fast immer kamen sie zur Erde in Zeiten der Verwirrung und Verirrung. Sie warnten die Völker und forderten sie zur Reue und zur Umkehr auf, wobei sie große Heimsuchungen der Gerechtigkeit ankündigten, wenn sie sich nicht dem Guten zuwandten. Bei anderen Gelegenheiten sagten sie Segnungen voraus für die Befolgung und den Gehorsam gegenüber dem Göttlichen Gesetz. Doch was jene Propheten sprachen, war eine Ermahnung zur Ausübung des Guten, der Gerechtigkeit und der gegenseitigen Achtung. Sie offenbarten nicht das Leben des Geistes, seine Bestimmung und seine Entwicklung. Nicht einmal Moses, den Ich erwählte, um ihn zu meinem Stellvertreter zu machen, und durch dessen Vermittlung Ich das Gesetz für alle Zeiten übergab, sprach zu euch vom Geistigen Leben.

    13. Das Gesetz des Vaters enthält Weisheit und Gerechtigkeit. Es lehrt den Menschen, in Frieden zu leben, sich untereinander zu lieben und zu respektieren und sich als Menschen in meinen Augen als würdig zu erweisen. Aber Moses zeigte der Menschheit nicht, was es jenseits der Schwelle des körperlichen Todes gibt, noch wie die Wiedergutmachung der ungehorsamen Geistwesen beschaffen ist oder die Belohnung für die in ihrer Lebensaufgabe Klugen und Eifrigen.

    14. Später regierte David, erfüllt von Gaben und Inspirationen, und in seinen Augenblicken der Erhebung, in seinen Verzückungen vernahm er Hymnen und geistige Lieder, aus denen er die Psalmen schuf. Mit ihnen sollte er das Volk Israel dazu einladen, zu beten und seinem Herrn die beste Opfergabe seines Herzens zu schenken. Doch David konnte mit all seiner Liebe und Inspiration dem Volk nicht die wunderbare Existenz der Geistwesen, ihre Entwicklung und ihr Ziel offenbaren.

    15. Und Salomon, der ihm in der Herrschaft nachfolgte und gleichfalls die großen Gaben der Weisheit und Macht bewies, die ihm verliehen worden waren, um derentwillen er geliebt und bewundert wurde, und dessen Ratschlägen, Urteilen und Aussprüchen noch heute gedacht wird ─ wenn sein Volk sich an ihn gewandt und ihn gefragt hätte: „Herr, wie ist das Geistige Leben beschaffen? Was gibt es jenseits des Todes? Was ist der Geist?“ Salomon in all seiner Weisheit hätte darauf nicht antworten können.

    16. Aber wahrlich, Ich sage euch: Moses mit seinem Eifer und Gehorsam, die Propheten mit ihren Warnungen, die Patriarchen mit ihrem Beispiel, die Berater, die Gelehrten und die Richter mit ihren heilsamen Ratschlägen und ihrem guten Urteilen hinterließen euch ihr Vorbild, damit ihr ─ ihm folgend ─ bewirken würdet, dass eure ersten Schritte von dieser Erde auf dem Weg zum Gelobten Land des Jenseits sicher sein würden. Ihr solltet damit beginnen, das Gute auf dieser Welt auszuüben, solltet gerecht unter euch sein, um auf der Erde Gerechtigkeit zu finden. Hier fandet ihr die Frucht oder die Ernte eurer Arbeit. Diese Wohnstätte war für den Menschen in jenen Zeiten ein Abglanz, ein Abbild des ewigen Lebens des Geistes.

    17. Später kam der Messias, indem Er Mensch wurde, um eine neue Zeit zu eröffnen und der Menschheit eine neue Lektion zu geben, in der Er ihr große Offenbarungen zu machen hatte, um ihr zu sagen: „Ihr seid die Kinder des Lichts, und Ich verwandle euch in meine Jünger. Wahrlich, Ich sage euch: Alles, was ihr Mich tun seht, könnt auch ihr im Namen des Vaters tun.“ Und in Wahrheit besaß der Messias, in dem sich mein Geist kundtat, den Schlüssel, um die Tore zum Zweiten Zeitalter zu öffnen, und die Macht, um die Siegel zu lösen, die das Buch des Lebens, der Weisheit, der Gerechtigkeit und der Ewigkeit verschlossen.

    18. Vor seiner Ankunft ließ Ich zu, dass die Menschenwelt von der Geistigen Welt besucht würde. Im Gefolge des Meisters wirkten Geistwesen des Lichts und großer Erhebung und auch solche von geringer Erhebung. Die einen wie die anderen waren in dieser Zeit zugegen. Die Ersteren zeigten sich als demütige Diener voller Ergebenheit; unter ihnen war jener, welcher Maria ihre hohe Bestimmung ankündigte, in ihrem reinsten Schoß das Wort des Vaters zu empfangen. Ein anderer besuchte die Hirten von Bethlehem, um ihnen die Nachricht von der Geburt des Heilands zu geben, und ein weiterer Bote warnte die Heilige Familie vor der Gefahr, die ihr drohte, und führte und beschützte sie auf der Flucht nach Ägypten.

    19. Viele Manifestationen wurden in dieser Zeit mit Jubel und dem Glauben vieler erblickt. Doch andere ─ feindselig und ungläubig gegenüber dem Geistigen Leben ─ bezweifelten und leugneten diese Wahrheit. Aber meine Geistigen Heerscharen, die losgelöst waren, wurden vom Licht angezogen, das der Meister ausstrahlte.

    20. Wesen des Lichts im Dienst des göttlichen Werkes und andere, die rebellisch und unwissend waren, machten sich überall bemerkbar, und unter jener Menschheit traten die Besessenen in Erscheinung, welche die Wissenschaft nicht zu befreien vermochte und die vom Volk verstoßen wurden. Weder die Lehrer des Gesetzes noch die Wissenschaftler vermochten jenen Kranken die Gesundheit zurückzugeben.

    21. Doch all dies war von Mir vorgesehen, um euch zu lehren und euch Liebesbeweise zu geben. Ich gewährte euch durch Jesus die Heilung dieser Geschöpfe, zum Erstaunen vieler. Die Ungläubigen, die von der Macht Jesu sprechen gehört hatten und die um seine Wundertaten wussten, verlangten nach den schwierigsten Beweisen, um Ihn einen Augenblick unsicher zu machen und zu beweisen, dass Er nicht unfehlbar sei. Doch diese Befreiung der Besessenen, die Tatsache, dass Ich sie in den Zustand normaler Menschenwesen zurückversetzte, nur indem Ich sie berührte oder anblickte oder ein Befehlswort an sie richtete, damit jene Geistwesen deren Verstand verlassen und beide von ihrer schweren Last befreit sein würden, verwirrte jene. Angesichts dieser Macht zeigten die Pharisäer, die Wissenschaftler, die Schriftgelehrten und die Zöllner unterschiedliche Reaktionen. Die einen anerkannten die Vollmacht Jesu, andere schrieben seine Macht unbekannten Einflüssen zu, wieder andere vermochten nichts dazu zu sagen. Aber die Kranken, die geheilt worden waren, segneten seinen Namen. Manche waren von einem einzigen Geist besessen gewesen, andere von sieben, wie Maria aus Magdala, und einige von einer so großen Zahl, dass sie selbst sagten, eine Legion zu sein.

    22. Während des ganzen Lebens des Meisters folgte eine geistige Manifestation auf die andere. Die einen wurden von den zwölf Jüngern miterlebt, andere vom Volk ─ im Freien und in den Heimen. Es war eine Zeit der Wundertaten, der Wunder. Männer und Frauen empfingen Zeichen und Rufe aus dem Jenseits. Die Alten und die Kinder waren gleichfalls Zeugen dieser Erscheinungen, und in den Tagen, die dem Kreuzestod des Erlösers vorangingen, drang das Himmlische Licht in die Herzen der Menschen; die Wesen des Geistigen Tales riefen die Herzen der Menschen; und am Tag, an dem der Meister seinen letzten Atemzug als Mensch tat und sein Licht in alle Höhlen und in alle Winkel eindrang, in die materiellen und geistigen Wohnstätten, auf der Suche  nach den Wesen, die Ihn seit langem erwarteten ─ vermaterialisierte, verwirrte und kranke Wesen, die vom Weg abgeirrt waren, gebunden mit Ketten der Gewissensbisse, Lasten der Ungerechtigkeit mit sich schleppend, und andere Geistwesen, die tot zu sein glaubten und an ihre Körper gebunden waren ─ da erwachten alle aus ihrem tiefen Schlaf und erhoben sich zum Leben. Aber bevor sie diese Erde verließen, gaben sie jenen, die ihre Angehörigen gewesen waren, ein Zeugnis ihrer Auferstehung und ihres Daseins, und dadurch erlebte die Welt diese Manifestationen in jener Nacht der Trauer und des Schmerzes. Die Herzen der Menschen erbebten, und die Kinder weinten angesichts jener, die seit langem tot waren und an diesem Tag nur für einen Augenblick zurückkehrten, um von jenem Meister Zeugnis abzulegen, der zur Erde herabgekommen war, um seinen Liebessamen auszustreuen, und der zugleich die geistigen Felder bestellte, welche von unendlich vielen Geistwesen bewohnt waren, die gleichfalls seine Kinder waren und die Er heilte und von ihrer Unwissenheit befreite.

    23. Die Kenntnis dieser Tatsachen wurde von einer Generation zur nächsten weitergegeben, und die Apostel gingen auf den Wegen der Welt, öffneten jener schlafenden Menschheit die Augen, zeigten den Pfad, der zu einem höheren Leben führt, schlugen eine Bresche zum Jenseits und erklärten die Lehre ihres Meisters. Auch sie befreiten die Besessenen, heilten die Kranken nicht nur des Körpers, sondern auch des Geistes. Sie ermutigten und blickten mit Mitleid sowohl auf die, welche diese Welt bewohnen, als auch auf jene, die in einer fernen Welt leben. Sie fühlten den Schmerz der einen wie der anderen, weil es für den, der liebt, keinen fremden, noch fernen Schmerz gibt. Wer sich zubereitet, vermag die Klage, die Bitte oder die Not wahrzunehmen, wo diese auch sind. Und diese Jünger unterwiesen andere, damit sie ihnen in der Erfüllung ihrer Mission auf der Erde nachfolgen würden.

    24. Ich erlaubte diese Manifestationen, damit die Welt meditieren und erkennen würde, dass der Geist nicht stirbt, dass sein Leben ewig ist, und dass er auf jeder Wohnstatt, auf der er wohnt, einen vorgezeichneten Weg hat, ihm seine Pflichten angewiesen worden sind, und er eine Aufgabe zu erfüllen hat.

    25. Ich kehrte selbst nach der Kreuzigung zurück, um Zeugnis von meiner Wahrheit abzulegen und den Unglauben der Menschheit zu überwinden. Und selbst unter meinen Jüngern musste Ich Mich zeigen, um zu beweisen, dass Ich das Leben bin, und mein Leben in allem Geschaffenen ist. Ich bewirkte, dass jene Nachfolger von Mir Mich sahen und ihre Finger Mich berührten, um sie von ihrer Qual zu befreien. Denn nachdem Ich mein Werk auf Golgatha vollbracht hatte, waren sie verstört, und es war notwendig, dass meine Gegenwart sie tröstete und ermutigte. Doch dies war nicht der ganze Sinn dieses Geschehens, es war eine Vorwegnahme meines erneuten Kommens, eine Lektion von tiefer Bedeutung, die Ich euch gab, als Ich zum Staunen und zur Freude jener geliebten Jünger im Geist erschien. Da erkannten sie, dass eine Zeit kommen würde, in der Ich auf diese Weise ─ geistig kommen würde, um alles zu erklären und euch eine neue Botschaft zu bringen.

    26. Folgendes sagte Ich euch in jener Zeit: „Was Ich euch gesagt habe, ist nicht alles, was Ich euch lehren muss. Damit ihr alles erfahrt, muss Ich zuerst hinweggehen und euch den Geist der Wahrheit senden, damit Er alles erklärt, was Ich gesagt und getan habe. Ich verspreche euch den Tröster in den Zeiten der Prüfung.“ Doch jener Tröster, jener Erklärer, bin Ich Selbst, der zurückkehrt, um euch zu erleuchten und euch zu helfen, die vergangenen Unterweisungen und diese neue zu verstehen, die Ich euch jetzt bringe.

    27. Ich bin es, der die Dritte Zeit eröffnet hat, damit ihr, indem ihr ein gründliches Studium vollzieht, den Grund für alle meine Manifestationen erkennt und die Erkenntnis meiner Offenbarungen habt.

    28. In der Zweiten Zeit ─ während der Jahre, in denen Ich auf dieser Welt lebte ─ war Ich von übernatürlichen Ereignissen, Geschehnissen und Geschöpfen umgeben, und all dies sprach von der Bedeutung dieses Zeitabschnittes, von der Verwirklichung meiner Verheißungen, die der vielgeliebten Menschheit seit Anbeginn der Zeiten gemacht worden waren. Und heute, da Ich euch eine weitere Lektion bringe und euch das Geistige Leben kennenlernen lasse, gebe Ich euch Fähigkeiten und Gaben, damit ihr zu geistigen Ärzten werdet und auf diesem Weg unermüdliche Sämänner, Lehrer der wahren Weisheit seid. Und für diese Mission habe Ich an erster Stelle das Volk Israel erwählt, damit dieses es sei, welches die anderen Völker unterweist.

    29. Die Menschheit von heute, so groß an Zahl sie in euren Augen auch ist, ist sehr klein im Vergleich mit der Welt der Geistwesen, die sie umgibt. Mit welcher Macht dringen jene Legionen auf die Wege der Menschen ein; doch diese nehmen jene Welt, die sie umwogt, nicht wahr, fühlen und hören sie nicht.

    30. Ich bereite euch vor, meine Jünger, damit ihr in jedem Geist Licht entzündet, damit ihr einander wahre Freunde, Geschwister, Ratgeber und Ärzte seid, und eure Intuition wird euch sagen, wer um euch ist und was ihre Nöte, ihre Mission oder Wiedergutmachung ist. Ihr jedoch, mit diesem großen Werk beschäftigt, sollt die Bestimmung achten und lieben, die Ich jedem Wesen zugewiesen habe, und sollt nicht in Wissenschaften eindringen, die euch vom hohen Platz herabsinken lassen, auf den euch Meine Barmherzigkeit gestellt hat.

    31. Ihr seid nicht mehr unwissend. Heute geht ihr festen Schrittes, weil ihr euer Werk schon vor langer Zeit begonnen habt. Von den Tagen der Patriarchen und der Propheten an und danach jenen von Moses, in denen ihr weise geführt und beraten wurdet, sind alle eure Handlungen, Gebete und Worte aufgeschrieben worden und spiegeln sich im Geist wider. Sie waren der Grund, der euch würdig machte, meine ersten großen Offenbarungen und auch meine Ankünfte zu empfangen.

    32. Meine Kundgabe in dieser Zeit wird nicht unfruchtbar sein, und für die, welche Mich gehört haben und meine Unterweisungen genutzt haben, wird sie ein Schatz an Früchten von gutem Geschmack sein. Wenn Ich aufhöre, Mich mittels des Menschen kundzugeben, werde Ich meine Zeugen, meine Jünger zurücklassen, die weiterhin arbeiten werden, und danach werde Ich aus dem Schoß dieses Volkes neue Generationen von Sämännern hervorgehen lassen, die diesen Samen sich vervielfältigen lassen werden.

    33. Ich lade euch ein, euch die glücklichen Tage der Patriarchen in Erinnerung zu rufen. Stellt euch für einen Augenblick vor, wie ihr ein tugendsames und einfaches Leben wie jenes führt, in welchem der Friede, das Wohlergehen und die Warmherzigkeit regierten. Vergegenwärtigt euch die glücklichen Zeiten, in denen der Mensch sich durch seinen Glauben und seine Tugend gesund und stark an Geist und Körpermaterie zu erhalten wusste und Mich in der Gerechtigkeit, in der Tatkraft und in der Stärke darzustellen verstand. Jene Zeiten, in denen auch die Frau voller Tugenden, Zärtlichkeit, moralischer Kraft, Schönheit in ihrem Geist und an ihrem Körper war, Schoß und Wiege, Quelle von Güte und Beispiel von Erbarmenfür ihre Kinder, ihren Gatten und ihre Eltern war.

    34. Erinnert euch an jene Zeiten, in denen das Dach der einen sich ausdehnte, um die anderen zu schützen, in denen Gastfreundschaft und Barmherzigkeit, Liebe und Respekt existierte. Wenn ihr diese Tage wieder erlebt und euch den Wunsch zu eigen macht, den Nächsten zu lieben und ihm zu dienen, den Frieden eures Volkes, den Frieden eures Herzens und eures Heimes zu fördern, werde Ich andere Völker einladen, an dieser Freude teilzuhaben. Und dort  in eurer Gesellschaft werden sie Geschwisterlichkeit und Freundschaft finden, in eurem Herzen Aufrichtigkeit. Unter eurem Dach werden sie Ehrenhaftigkeit und Moral finden, auf eurem Tisch Segensgaben, und in eurem Wort Licht und Wahrheit. Und nachdem jene sich nach Frieden sehnenden Völker euch besucht und an eurem geistigen Ideal teilgehabt haben, werden sie auf ihren weiten oder kurzen Wegen in ihre Länder zurückkehren und eine Spur, ein Beispiel von Vergeistigung und von Wahrhaftigkeit mitnehmen. Es wird in ihnen das Bedürfnis entstehen, wie ihr zu sein, weil sie bei euch das Geheimnis des Friedens, der Gesundheit, der Freude entdeckt haben, welches ihr in der Erfüllung meiner Gesetze und in der Vergeistigung gefunden habt, welche Schlichtheit, Erhebung und Wahrhaftigkeit bei allen Handlungen ist.

    35. Seht ihr diese Menschheit, die sich in ihrer Ungewissheit und in ihrem Schmerz herumschlägt? Fühlt ihr jenen Mantel der Schwere, düsterer Vorahnungen, der euren Planeten umhüllt? Der Meister sagt euch: Jene Welt, die keine Kenntnis von meiner Wiederkunft hat, noch durch mein Wort inspiriert lebt ─ wie fern fühlt sie sich vom Geistigen Leben! Aber auch für die Erleuchtung ihrer Bewohner wird ein Beweis, ein Ruf genügen, damit sie umkehren und erkennen, dass die einzige Aufgabe, welche ihr Geist auf der Erde hat, darin besteht, sich durch die Prüfungen, die Ich ihm sende, zu vervollkommnen.

    36. Viele werden diese große Wahrheit erkennen, bevor sie ihren Körper in der Erde zurückgelassen und die Schwellen jenes Tales überschritten haben, dass alle erwartet. Die Menschheit ist nur einen Schritt weit von dieser Erkenntnis entfernt. Die Schleier werden zerrissen werden, und die Augen aller werden sich öffnen, um sich der verborgenen Schatzkammer gegenüber zu befinden, und diese Welt, die ihr für so groß haltet ─ mit ihren weiten Kontinenten, ihren so ausgedehnten Meeren wie auch ihren Wüsten, ihren so langen Wegen, ihren für euch unerreichbaren Menschen, ihren so unbegreiflichen Rassen ─ wird durch eine Lehre, durch ein Wort, durch eine Offenbarung besiegt werden. Doch dies wird keine Spuren von Blut, von Tod oder Schmerz hinterlassen.

    37. Der Mensch wird durch ein Wort erleuchtet werden, dass wie Feuer verzehrt. Aber dieses Feuer wird aus Liebe bestehen, und die Spur, die es auf seinem Weg hinterlässt, wird aus Leben, Gesundheit, Trost und Frieden bestehen. Diese Lehre ist mein Gesetz, mein Wort und mein ewiges Werk, das Ich ein weiteres Mal meinen Kindern anbiete, und es wird mit Macht aus den Herzen aller hervorbrechen, weil es in jedem Geist geschrieben ist, und sein Siegel unauslöschlich ist.

    38. Wie wird der Beginn dieser Arbeit sein, und wie wird dieses Wissen zu den Menschen gelangen? Alles habe Ich in vollkommener Weise vorbereitet: Einen großen Teil davon übernehme Ich selbst. Euch jedoch und meine Geistigen Heerscharen lasse Ich an diesem Werk teilhaben, ebenso wie meine Boten, denen Ich unendlich viele Missionen anvertraut habe, damit ihr euch als Legionen des Lichts aufmacht, um diese Offenbarung und Erklärung der geistigen Kundgebungen zu bringen, die in den vergangenen Zeiten und in der gegenwärtigen Ära Wirklichkeit geworden sind, in der nur sehr wenige deren Tragweite geahnt haben. Doch dieses Licht soll zu allen gelangen ohne Unterscheidung von Gesellschaftsklassen oder Rassen. Denn ihr sollt euch nicht aus Furcht vor dem Urteil oder der Strafe der Ungläubigen zurückhalten.

    39. Ich werde euch die Anweisung geben, wann ihr euch an die Arbeit machen sollt; denn es wird eine Zeit so großer und klarer Zeichen sein, dass ihr den Ruf der Geistigen Welt und den Ruf dieser Welt hören werdet, die mit ihren Ereignissen anzeigen wird, dass die Stunde eures Kampfes gekommen ist. Ich werde zu euch von Geist zu Geist sprechen und euch auf dem Weg führen. Doch Ich will, dass ihr, bevor ihr zur Menschheit als Lehrer kommt, als Ärzte zu ihr gelangt, und wenn ihr dann ihr Leid gestillt habt, wird sie aus dem Quell der reinen Wasser meines Wortes trinken können. Sucht zuerst die Wunde, den Schmerz oder die Krankheit und heilt ihre Leiden, um euch danach ihrem Geist zuzuwenden.

    40. Geht zu euren Geschwistern wie Jesus in der Zweiten Zeit und bringt vor meinem Wort den Heilbalsam. Doch worin besteht der Heilbalsam, oh Jünger? Ist es etwa das Wasser der Quellen, das gesegnet und in Medizin für die Kranken verwandelt wird? Nein, Volk. Jener Heilbalsam, von dem Ich zu euch spreche, ist in eurem Herzen. Dort habe Ich ihn als kostbare Essenz hineingelegt, und nur die Liebe kann ihn erschließen, damit er unaufhaltsam herausströmt. Wenn ihr ihn über irgendeinen Kranken ausgießen möchtet, werden es nicht eure Hände sein, die heilen, sondern der Geist, der von Liebe, Barmherzigkeit und Trost überfließt. Dort, wohin ihr eure Gedanken richtet, wird das Wunder geschehen.

    41. Auf die Wesen und Elemente der Natur könnt ihr auf vielfache Weise einwirken, um allen Trost zu bringen. Doch sage Ich euch auch dies: Fürchtet euch nicht vor den Krankheiten und seid mit allen geduldig und barmherzig. Was die Besessenen und die in ihrem menschlichen Verstand Verwirrten anbetrifft, könnt ihr gleichfalls heilen, weil ihr diese Fähigkeit besitzt und sie in den Dienst jener Wesen stellen sollt, die in Verzweiflung und in Vergessenheit geraten sind. Befreit sie und offenbart diese Vollmacht vor den Glaubenslosen. Es ist eine der großen Missionen dieses Volkes, das Licht dorthin zu bringen, wo Finsternis ist, jede Knechtschaft und jede Ungerechtigkeit zu brechen und diese Welt dazu zu bringen, ihren Herrn zu erkennen und sich selbst, ihr Inneres zu erblicken, in voller Erkenntnis der Wahrheit.

    42. Helft jenen, die in ihrem Wahn glauben, noch zu dieser Welt zu gehören und in ihrem Geist verstört und verwirrt leben, mit Liebe aus ihrem großen Irrtum herauszufinden. Wendet keine Gewalt an, sondern erfüllt euer Herz mit Zärtlichkeit und Mitleid, um alle Wesen richtig zu behandeln.

    43. Habt ihr diesen verwirrten Wesen etwa kein Licht und keinen Trost gebracht? Doch, sagt euch der Meister. Seit Ich euch dieses Wissen gegeben habe, habt ihr den Weg dieser Geschöpfe erhellt. Doch wie groß muss euer Glaube und euer Gebet sein, damit ihr diese Geistwesen bekehrt.

    44. Der Kampf, in dem die Finsternis niedergeworfen wird, ist bereits von einer Welt zur anderen entbrannt. Die große Schlacht findet im Universum statt, und es ist notwendig, dass der Mensch davon überzeugt wird, damit er seine Waffen ergreifen kann. Solange die Welt sich vorbereitet und der letzten Prüfung entgegengeht, die ihr das Licht bringen wird, sollt ihr beten, wachen und allen Notleidenden den Heilbalsam bringen. Geht in eurem Gebet zu ihnen und gebt ihnen unter eurem geistigen Mantel Schutz. Denn während ihr euer Wesen in Liebe verströmt, werde Ich das ganze Universum mit meinem Geist umfangen.

    45. Betet, Volk, lasst nicht einen Augenblick lang den Mut sinken angesichts der Nähe meines Abschieds. Stärkt euch an meinem Wort und bittet um den Frieden der Nationen.

    46. Versucht gar nicht erst herauszufinden, wer ihr gestern wart und wer ihr morgen sein werdet. Denkt nur daran, dass ihr wart, dass ihr seid, und dass ihr sein werdet, und dass ihr zu Mir gelangen werdet auf dem Weg, den Ich euch vorgezeichnet habe; dass ihr der Geist Israels seid, das auserwählte Volk, um hohe Aufgaben innerhalb meines Werkes innezuhaben. Arbeitet, damit ihr Frieden auf der Erde und Herrlichkeit im Jenseits erlangt.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 340

    1. Mit Liebe und Barmherzigkeit erinnere Ich euch an meine Worte, die Ich euch in der Zweiten Zeit gab, in der Ich euch lehrte, einander zu lieben und deutliche Spuren meiner Liebe auf eurem Weg zu hinterlassen.

    2. Ich lehrte euch, euren Gott mehr als alles Geschaffene zu lieben. Doch in dieser Dritten Zeit wende Ich Mich erneut an euren Geist, um ihm meine Liebe, mein Licht und meine Barmherzigkeit zu schenken.

    3. Entfernt euch nicht von meinem Schoß, denn ihr wisst nicht, was die Zukunft euch bringen wird, und Ich will nicht, dass ihr in jener Zeit schwach seid. Ihr seid das auserwählte Volk, das aufbrechen wird, um der Welt den sicheren Weg zu zeigen und ihr Silbe für Silbe die Unterweisung zu übergeben, die Ich euch anvertraut habe. Doch mein Werk ist keine weitere Religion ─ die Menschen sind es gewesen, welche die Religionen entsprechend ihrer Intelligenz geschaffen haben. Mein Werk ist eine Lehre, ist ein Gesetz, dass Ich euch seit Anbeginn der Zeiten gebracht habe.

    4. In dieser Zeit leert die Menschheit den Leidenskelch und sagt: „Es ist Strafe Gottes.“ Doch der Vater sagt euch: Ich bin Liebe und bestrafe euch nicht. Ihr selbst seid es, die sich ihre Läuterung erwirkt haben. In dieser Zeit gebe Ich euch die Unterweisung, und diese empfangt ihr durch das Wort, durch die Intuition, die Sehergabe und die Offenbarung. Ich stärke euren Geist, damit er nicht durch die Versuchung überrascht wird, welche euch immer vom Weg des Lichts abbringen will.

    5. Ich vernehme die, welche Mir im Grund ihres Herzens sagen: „Mach uns würdig, einen Teil Deiner Apostelschar zu bilden.“ Ich sage euch:  Nach 1950 werde Ich neue Jünger und Diener von Mir heranbilden, die meine Botschaften durch Intuition und durch Inspiration empfangen werden, damit sie zur Menschheit sprechen.

    6. Ihr fragt euch, welche Bedeutung die sieben Stufen der Entwicklungsleiter haben, und euer Meister sagt euch mit Bestimmtheit: Die Zahl Sieben bedeutet Vergeistigung, es ist die Vergeistigung, die Ich in meinem auserwählten Volk Israel sehen möchte. Ihr müsst mit all euren Tugenden und entfalteten Gaben zu Mir gelangen. Auf der siebten Stufe oder Etappe eurer Entwicklung werdet ihr bei Mir ankommen und sehen, dass die Herrlichkeit ihre Pforten öffnet, um euch zu empfangen. Ich verlasse euch nicht einen Augenblick lang, und wenn der Schmerz in eurem Herzen ist, dann nicht deshalb, weil Ich euch verlassen hätte; denn meine Liebe ist unendlich. Der Grund dafür ist, dass der Vater zugelassen hat, dass der Schmerz zu euch gelangt, damit ihr erwacht und wachsam seid.

    7. Ihr, geliebtes Volk, seid in Stellvertretung der Menschheit vor Mir. Ihr bildet einen Teil der Stämme Israels, der 144.000 Gekennzeichneten meines auserwählten Volkes; doch die einen befinden sich im Geist, und die anderen in der Körpermaterie.

    8. Diese Botschaft des Friedens und des Trostes sollt ihr zu allen Orten der Erde bringen, weil die Not der Menschheit groß ist. Ich habe euer Reisebündel prall gefüllt mit meiner Barmherzigkeit und habe ein Schwert in eure Hände gelegt, damit ihr die Finsternis beseitigt, die euch auf eurem Weg aufhalten möchte.

    9. In dieser Dritten Zeit habe Ich für euch den Tisch gedeckt und eurem Geist die geistige Speise beschert. Denn es ist der Heilige Geist, der euch erleuchtet, damit ihr zur Vergeistigung gelangt.

    10. Elias ist in dieser Dritten Zeit der Wegbereiter gewesen. Er hat euch in der Hürde meiner Liebe vereinigt und hilft euch, auf diesem Weg zu gehen, damit ihr lernt, einander zu vergeben und zu lieben. Jeder, der meine Unterweisungen ausübt, wird zum Licht und zur Ruhe gelangen, und die Freude wird in seinem Wesen überströmen.

    11. In meiner Liebe habe Ich euch die Willensfreiheit gewährt, damit ihr durch euren eigenen Willen zu Mir kommt. Doch da ihr euch nicht zu erheben verstandet, bin Ich zu euch gekommen, um euch mit der Zärtlichkeit meiner göttlichen Liebe den Weg zu weisen.

    12. Der wahre Spiritualist wird nicht an seinen Worten, sondern an seinen guten Beispielen erkannt werden. Um euch bei eurer Erhebung zu helfen, kommt mein leuchtender Strahl zu eurer Welt, um euren Geist zu erleuchten und zu erheben.

    13. Die Menschheit benötigt meine Liebe, mein Wort, das bis zum Grund ihres Herzens gelangen wird. Der Meister kämpft unermüdlich darum, dass euer Geist täglich mehr erleuchtet werde, damit er sich, von Unwissenheit befreit, zu höheren Wohnstätten erheben kann.

    14. Die Tore meines Reiches stehen offen, und das Wort des Vaters kommt mit unendlicher Liebe zu euch, um euch erneut den Weg zu zeigen.

    15. Ich bin nochmals zur Menschheit gekommen, doch sie hat Mich nicht gefühlt, weil Ich geistig erschienen bin und ihr Materialismus groß ist. Da euer Geist meinem Göttlichen Geist entsprang ─ weshalb haben die Menschen Mich nicht empfunden? Weil sie ihren Geist an den Materialismus gebunden haben, an die niederen Leidenschaften. Doch hier ist das Lamm Gottes, das als Licht zu euch gelangt, um euch zu erleuchten und die Wahrheit zu bringen.

    16. Mein Wort ist die Nahrung für euren Geist, ist das kristallklare Wasser, in dem er sich reinigen wird, um von seinem Gott das zu empfangen, was ihm zukommt. Strebt nicht nach den Schätzen der Erde, erstrebt die ewigen Schätze, damit ihr die Herrlichkeiten erkennt, die euch umgeben.

    17. Erhebt euch in schwierigen Momenten, wenn ihr euch traurig und niedergeschlagen fühlt, im Gebet, damit ihr von eurem Vater Barmherzigkeit empfangt.

    18. Mein Volk, ihr fühlt euch niedergeschlagen, weil euch Glauben und Vertrauen gefehlt hat. Und wahrlich, Ich sage euch, wenn euch der Glaube fehlt, werdet ihr den Mut verlieren, und euer Geist wird sich schwach, traurig und niedergeschlagen fühlen. Ich will, dass ihr euren Glauben und euer Vertrauen in euren Vater setzt, damit ihr alles erlangt, was ihr benötigt. Liebt, damit ihr glücklich seid, seid gut und einfach, leidet mit Geduld und vergebt die Beleidigungen eurer Nächsten.

    19. Ich habe euch gerufen, damit ihr meine Unterweisungen erneut empfangt, und damit ihr Mich in eurem Herzen wohnen lasst und meinen Willen tut ─ damit Ich Mich durch eure Vermittlung durch die guten Werke offenbare.

    20. In der Zweiten Zeit offenbarte Ich, Christus, Mich durch die Lippen Jesu von Nazareth, und als die Menschen Mir das Leben als Mensch nahmen, erleuchtete diese Lichtbotschaft weiterhin eure Welt, und so wird sie es zu allen Zeiten tun.

    21. Ergründet jedes meiner Worte, auf diese Weise werdet ihr zum Licht der Wahrheit vordringen können, und euer Geist wird immer größer werden und sich auf der vollkommenen Stufenleiter meines geistigen Lichts erheben.

    22. Mein Licht ist immer bei den Menschen gewesen und hat sich durch meine Boten offenbart. Die Apostel der Zweiten Zeit ─ erleuchtet durch das Licht des Heiligen Geistes ─ haben den geistigen Samen meiner Lehre ausgesät. In der Dritten Zeit lehre Ich euch mit unendlicher Liebe, wobei Ich Mich gleichfalls des menschlichen Verstandesvermögens bediene, damit ihr, wenn ihr euch einmal voll dieses Lichts und dieser Barmherzigkeit fühlt, der Menschheit diese Lichtstrahlen und diese Barmherzigkeit bringt. So, wie Ich euch unterweise, so unterweist ─ so wie ihr von Mir empfangt, so gebt mein Wort mit unendlicher Liebe an eure Geschwister weiter. Zeigt nicht auf die Verfehlungen eurer Nächsten, denn Ich bin nicht gekommen, um eure Verfehlungen aufzudecken. Geht auf meinem Weg und sät Rosen aus, auch wenn ihr Dornen ernten müsst. Wenn die Dornen euer Herz verletzen, werde Ich eure Wunden heilen. Ich werde euch Heilbalsam, Trost und Geistesstärke geben.

    23. Mein Volk: Auf der Welt gibt es Drangsal; doch wahrlich, Ich sage euch, dass es nicht für immer sein wird. Denn Ich bin gekommen, um die Finsternis der Welt zu beseitigen und ihr das geistiges Licht zu hinterlassen, damit diese große Drangsal für immer beseitigt ist, damit die Menschheit sich glücklich fühlt, wie es mein Wille ist. Gebt jedoch nicht dem Vater die Schuld an euren Leiden, noch an euren Kriegen, denn dies ist nicht mein Wille gewesen.

    24. Ich habe euch Frieden, Einigkeit, Geschwisterlichkeit und guten Willen angeboten und habe euch gelehrt, wie ihr einander lieben sollt. Ich will keine Kriege auf eurer Welt, noch dass der Schmerz sich euer bemächtigt. Es sind die Menschen gewesen, die es so gewollt haben, weil sie einander nicht zu lieben und zu vergeben verstanden. Ich als Vater habe euch vergeben; denn da eure Sünde groß gewesen ist, ist auch eure Drangsal sehr groß gewesen. Um eures Schmerzes willen habe Ich euch vergeben, weil jeder, der leidet und weint, das Mitleid und das Erbarmen eures Himmlischen Vaters verdient, und in dieser Zeit trockne Ich eure Tränen.

    25. Liebt und vergebt, damit ihr zu meinem Reich gelangt und in eurem Geist ein Lichtgewand tragt. Euer Meister zeigt euch den Weg, damit ihr euch retten könnt. Und auf dieselbe Weise, wie Ich euch die Hand reiche, sollt ihr sie euren Geschwistern reichen, sie sanft auf dem Weg führen und ihnen eure Liebe und euren guten Willen bekunden.

    26. Was ist der Grund für euren Schmerz gewesen, mein Volk? Eure Fehler. Sie haben sich in Dornen verwandelt, die eure Herzen verwundet haben. Doch meine Liebe heilt eure Wunden.

    27. Ich sage euch: Zieht nicht den Schmerz auf euch. Kommt auf meinem Weg mit dem weißen Gewand der Tugenden, damit ihr in das Himmelreich eingeht.

    28. Ihr sollt einen Teil der Geistigen Heerscharen von leuchtenden Wesen bilden, weil Ich euch das Licht des Heiligen Geistes gegeben habe, damit ihr wie die Sterne am Firmament strahlen könnt.

    29. Ich sage euch wiederum: Ich bin die Wahrheit, der Weg, das Licht und das Leben. Kommt zu Mir, denn Ich rufe euch, damit ihr von diesen hohen Tugenden meines Göttlichen Geistes Gebrauch macht.

    30. In dieser Zeit zeige Ich eurem Geist weite Horizonte, damit ihr euch von der Vermaterialisierung freimacht und über all das Gute nachdenkt, das ihr der Menschheit erweisen könnt.

    31. Mit Sanftmut und Gehorsam sollt ihr meine Aufträge durchführen und eure Körpermaterie beherrschen, damit ihr im Zusammenwirken von Geist und Körper meinen Willen tut.

    32. Ihr habt meine Liebe und meine geistigen Wohltaten. Ihr, die ihr meinen Frieden habt, sollt für die Nationen bitten, die sich im Chaos befinden.

    33. Ich mache Mich im harten Herzen der Menschen fühlbar ─ jener, die die Absicht haben, die Kriege zu schüren ─ damit sie erkennen, dass mein Wille stärker ist als ihre kriegerischen Absichten. Falls das Herz jener Männer hart bleibt und sich von meinem Willen nicht umstimmen lässt, wird meine Gerechtigkeit auf dem ganzen Erdball fühlbar werden.

    34. Betet für die Menschheit, geliebtes Volk, kämpft und arbeitet, damit sie durch eure Vermittlung meine Barmherzigkeit empfängt. Denn dies ist eure Mission und die Wiedergutmachung, die euer Geist in dieser Zeit hat, damit ihr Verdienste erwerbt.

    35. Schlaft nicht, Israel, schreitet mit dem Licht des Heiligen Geistes voran in der Erfüllung eurer heiklen Mission. In dieser Zeit steht die Jugend auf, und wie Kain rauben sich die Geschwister gegenseitig das Leben.

    36. Erhebt euch und bringt der Welt mein Licht und den Heilbalsam für ihre großen Leiden. Kämpft mit eurem Lichtschwert und führt die Welt aus ihrer Sünde heraus. Beseitigt durch euer Gebet die schlechten Einflüsse, welche die Menschen überwältigen. Ich will, dass die Welt euch als Boten meiner Göttlichkeit erkennt, und dass ihr in dieser Zeit, in der Ich euch alle richte, meine Diener seid, in die Ich das Licht und die Vollmacht gelegt habe, um die Finsternisse der Welt zu zerschlagen.

    37. Schützt eure Kinder in dieser Zeit vor der Abgötterei. In den verschiedenen Religionen fragen Mich viele: „Herr, Du hast gesagt, dass Du zurückkehren würdest. Warum offenbarst Du Dich nicht bei uns?“ Es sind die Menschen, die Mich nicht verstanden haben, denn Ich erfülle derzeit mein Wort und tue meinen Willen unter meinen Erwählten, damit sie die Botschafter sind, welche die Menschheit erwecken und von meiner Gegenwart in dieser Zeit Zeugnis ablegen.

    38. Israel: In dieser Dritten Zeit erwarten euch große Menschenscharen. Ihr sollt wie ein Regenbogen des Friedens und des Lichts sein, wenn ihr ihnen die Frohe Botschaft bringt.

    39. Es ist notwendig, dass ihr mit jenen sprecht, die mein Wort verbergen und meine Unterweisungen verfälschen. Sprecht in aller Klarheit mit ihnen, Ich werde euch beistehen, damit ihr euren Standpunkt ihnen gegenüber vertretet. Denn die Menschen werden der Grund dafür sein, dass mein Werk morgen der Zensur unterworfen und mein Gesetz verfälscht wird, weil sie meinem Werk (Dinge) hinzugefügt haben, die nicht zu ihm gehört.

    40. Die Menschheit wird meine Lehre aus Überzeugung annehmen, doch meine wahren Diener werden sich vor den Menschen nicht als Herren aufspielen. Morgen werdet ihr mutig aufbrechen müssen, um eure Mission an nahen und fernen Orten zu erfüllen, damit die Welt sich zubereitet und meinen Willen erfüllt. Doch wie viele Prüfungen erwarten euch, Israel! Wie viele meiner Kinder werden sich wie hungrige Wölfe erheben, weil sie euch vernichten wollen! Und wenn ihr nicht vorbereitet sein solltet, werdet ihr großen Schmerz fühlen, obwohl dies nicht mein Wille ist. Seid vorbereitet und befolgt jede meiner Weisungen, damit bei euch und in der Menschheit Glückseligkeit herrscht.

    41. Ihr verbringt euer Leben damit, Mir zu sagen, dass Ich eure Verfehlungen vergeben soll, so wie ihr euren Geschwistern vergebt. Doch wahrlich, Ich sage euch, nur die Lippen wiederholen jene auswendig gelernten Sätze, aber es ist nicht euer Herz, das Mir eine echte und wahre Frucht eurer Werke darbringt.

    42. Zuweilen, wenn irgendeine Prüfung auf euch lastet und ihr sie fälschlicherweise einer göttlichen Strafe zuschreibt, sagt ihr Mir: „Herr, da ich meinem Bruder vergeben habe, warum vergibst Du mir nicht?“ Anstatt zu sagen: „Vater, vergib mir, wenn ich meinem Bruder vielleicht nicht mit der Wahrhaftigkeit und Lauterkeit vergeben habe, mit der Du uns gelehrt hast.“

    43. Wenn ihr lernen würdet, täglich für kurze Zeit zu meditieren, und wenn eure Meditation das Geistige Leben beträfe, würdet ihr unendlich viele Erklärungen entdecken und Offenbarungen empfangen, die ihr auf keine andere Weise erhalten könntet.

    44. Euer Geist besitzt bereits genügend Licht, um Mich zu befragen sowie meine Antwort zu empfangen. Der Geist der Menschheit hat schon eine große Erhebung erreicht. Beobachtet eure Geschwister aus bescheidenen Verhältnissen, die trotz ihres Mangels an Kenntnissen mit ihren tiefsinnigen Beobachtungen überraschen sowie mit der klaren Art und Weise, in der sie sich das erklären, was für viele andere etwas Unerklärliches ist. Beziehen sie dies etwa aus Büchern oder Schulen? Nein. Aber sie haben aus Intuition oder Notwendigkeit heraus die Gabe der Meditation entdeckt, welche Teil des geistigen Gebets ist. In ihrer Abgeschiedenheit, abgeschirmt gegenüber Einflüssen und Vorurteilen, haben sie den Weg entdeckt, mit dem Ewigen, dem Geistigen, dem Wahren in Verbindung zu treten; und alle, die über die wahre Essenz des Lebens meditiert haben, haben ― die einen mehr, die andern weniger ― in ihrem Verstandesvermögen geistiges Licht empfangen.

    45. Der Mensch wird mittels seines Geistes die Wahrheit finden, alle werden meine Gegenwart spüren; denn Ich habe euch bereits seinerzeit gesagt, dass jedes Auge Mich schauen werde, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

    46. Nun, diese Zeit, in der ihr lebt, ist eben jene durch mein Wort und meine Propheten vergangener Zeiten Angekündigte, damit alle Menschen Mich mittels der Sinne und Fähigkeiten ihres Geistes schauen mögen.

    47. Es wird nicht nötig sein, dass sie Mich in einer menschlichen Gestalt begrenzt erblicken, um sagen zu können, dass sie Mich gesehen haben; sondern es wird genügen, dass ihr Geist Mich fühlt und ihr Verstand Mich begreift, um voller Wahrheit sagen zu können, dass sie Mich geschaut haben.

    48. Die Liebe und der Glaube sowie die Intelligenz können unendlich weiter blicken, als es eure Augen zu tun vermögen. Darum sage Ich euch, dass es nicht notwendig ist, dass Ich meine Gegenwart auf die menschliche Gestalt oder mittels irgendeiner Symbolfigur begrenze, um zu bewirken, dass ihr Mich schaut.

    49. Wie viele von denen, die Mich in jener Zweiten Zeit sahen oder mit Mir zogen, wussten nicht einmal, wer Ich war. Wie viele hingegen, die nicht einmal wussten, wann Ich als Mensch geboren wurde, erblickten Mich im Geist, erkannten Mich an meinem Licht und erfreuten sich an meiner Gegenwart aufgrund ihres Glaubens.

    50. Öffnet alle eure Augen und beweist durch euren Glauben, dass ihr die Kinder des Lichts seid.

    51. Ihr alle könnt Mich schauen, doch dafür ist es unerlässlich, dass ihr Willen und Glauben habt.

    52. Die Tore des Reiches, jener geistigen Heimat, zu der ihr gelangen sollt, um alles kennen zu lernen, stehen offen in Erwartung eures Geistes.

    53. Seid so groß wie ihr nur könnt in diesem Leben, damit ihr die notwendige Kraft habt, um zum Licht aufzusteigen, wenn die Befreiung eures Geistes eintritt. Aber seid groß an Liebe und an Vergebung, an Barmherzigkeit und an Licht, damit, wenn die Stunde schlägt, in der ihr den Körper verlassen müsst, ihr euch leicht eurer irdischen Last entledigt, und ihr dann frei auf dem Aufstiegsweg, ohne Straucheln zur Heimstätte des Friedens gelangt.

    54. Um euch bei eurer Entwicklung zu helfen, kommt mein Wort erneut zu den Menschen herab, um ihnen den rettenden Weg zu zeigen. Liebevoll nehme Ich die Menschen guten Willens an der Hand, um sie zum Licht zu führen und ihnen bei jedem Schritt auf dem Pfad die niemals zuvor entdeckten Schönheiten zu zeigen.

    55. Wenn Ich zu euch von Schönheiten spreche, meine Ich nicht die Schönheiten der Natur, denn dafür sind eure Sinne wach und entfaltet. Ich spreche von den Schönheiten des Geistigen Lebens, die ihr nicht kennt. Denn, obwohl ihr ihnen gegenüber nicht kalt oder gleichgültig gewesen seid, habt ihr euch dennoch mit Bildern oder Gestalten begnügt, die vom menschlichen Verstand geschaffen worden sind.

    56. Ich gebe euch die Schlüssel, damit ihr die Türen zu eurer ewigen Seligkeit öffnet. Diese Schlüssel sind die Liebe, welcher Barmherzigkeit, Vergebung, Verständnis, Demut und Friede entspringen, mit denen ihr durch das Leben gehen sollt.

    57. Wie groß ist das Glück eures Geistes, wenn er Herrschaft über die Körpermaterie hat und sich am Licht des Heiligen Geistes erfreut!

    58. Die Prüfungen dieses Lebens bewirken, dass ihr für Augenblicke  den Glauben verliert. Doch vertraut auf Mich, Ich stärke euch, damit ihr eure Mission erfüllt, und Tag für Tag werde Ich euren Glauben festigen.

    59. Ich habe euch vorbereitet, damit durch eure Vermittlung die Läuterung der Menschheit aufgehoben wird ─ damit ihr mein Licht zu den Nationen bringt, die vor ihren großen Problemen stehen. Die Menschheit schluchzt und sucht die Freiheit, um den Weg zur Vergeistigung zu betreten.

    60. Jeden Tag erwarte Ich die Ankunft meiner neuen Jünger, um ihnen mein Werk anzuvertrauen und sie zu einem Beispiel von Demut und zu einem reinen Spiegel für die Menschheit zu machen. Sie sollen sich aufmachen, ohne zu prahlen, dass sie meine Auserwählten sind, und als Botschafter (der Geistlehre) kämpfen und wirken, um der Welt mein Licht zu bringen.

    61. Groß ist die Zahl der Menschenscharen, die Mich in dieser Zeit vernehmen, doch wenige sind derer, die ihr Herz als ein Heiligtum meiner Göttlichkeit zubereitet haben.

    62. Kurz ist die Zeit für meine Kundgabe unter euch, und deshalb will Ich euch vorbereitet sehen. Ich sage euch, meine Kinder: Die Tore meines Reiches erwarten euch, so wie es war, als ihr in der Ersten Zeit mit Moses die Wüste durchquert habt, um zum Land Kanaan zu gelangen. Ihr seid wie der Verlorene Sohn, die zum Vatersschoss zurückkehrt, die aufs Neue meine Liebkosung fühlt und meine Unterweisungen habt, und wenn ihr nackt zu Mir gekommen seid, habe Ich euch mit meinem geistigen Mantel bedeckt, damit ihr euch nicht beschämt fühlt. Ich habe euch einen neuen Tag aufgezeigt und euch die Speisen meines Tisches beschert. Denn Ich habe eure Stürze gesehen, und als Vater habe Ich euren Schmerz mitempfunden. Doch in dieser Zeit habe Ich euch den Trost gebracht, mein Wort als Brot des ewigen Lebens, meinen Frieden und meine Freude in eurem Leben, damit ihr euch in den Armen eures Vaters fühlt.

    63. Auch die Geistige Welt hat Freude empfunden, als sie gesehen hat, dass ihr erneut bei Mir seid. Sie hat sich euch angeschlossen, um auf Feldern zu arbeiten, um die Notleidenden und die Kranken zu empfangen, um die Finsternis zu vertreiben und den geistig Kranken den Heilbalsam zu geben.

    64. Gerade dann, wenn ihr euch von Mir entfernt, wache Ich umso näher über euch, damit ihr nicht in die Abgründe stürzt, denn meine Liebe ist unendlich. Ihr seid es, die Ich aus den aufgewühlten Wogen errettet habe, um euch den rettenden Hafen zu zeigen. Ich werde euch auf dem Weg führen, und meine Geistige Welt wird euch beschützen und euch helfen, euch zu Mir zu erheben.

    65. Die Zahl meiner Diener hat sich vervielfacht, aber nur wenige werden es sein, die gehorsam sein werden, nachdem meine Kundgebung durch das menschliche Verstandesvermögen zu Ende ist. Doch Ich sage euch, dass ihr dann meine Kundgebung geistig erhalten werdet. Nachdem ihr meine Unterweisungen Seite für Seite empfangen habt, ist es jetzt eure Aufgabe, euch aufzumachen, um an die Menschheit den Ruf ergehen zu lassen.

    66. Ihr tragt in eurem Geist die Gaben des Heiligen Geistes und meine Liebe, damit ihr als das spiritualistische Trinitarisch-Marianische Volk erkannt werdet.

    67. Der Heilige Geist wird euch erleuchten, das Buch der Unterweisung wird geöffnet bleiben, und Silbe für Silbe werdet ihr alles verstehen was euer Meister euch in dieser Zeit gegeben hat. Es wird das Dritte Testament sein, das zur Menschheit gelangen wird ─ das Wort, das Ich euch in dieser Dritten Zeit durch das menschliche Verstandesvermögen übergeben habe.

    68. Wenn das Licht meines Heiligen Geistes euch vollständig erleuchtet, werdet ihr euch mit Reinheit und Liebe vorbereiten, damit ihr meinem Wort seine Essenz entnehmt und sie der Menschheit als Nahrung und Heilbalsam bringt.

    69. Seufzer und Schluchzer dieser Menschheit gelangen zu Mir. Doch Ich frage euch: Wer hat euch verwundet? Ihr schweigt, und daher sage Ich euch, dass es eure Fehler gewesen sind, die euch verletzt haben. Denn die Menschen haben ihren Weg mit stechenden Dornen bestreut, ohne begreifen zu wollen, dass sie später auf ihnen gehen müssten.

    70. Manchmal meint ihr, dass es eine Ungerechtigkeit ist, die Folgen der Fehler derer zu erleiden, die schon vor langer Zeit über die Erde gingen. Doch wer von euch kann versichern, nicht zu jenen gehört zu haben, die den Pfad mit Dornen besäten? Viele Menschen werden diese Lehre lächerlich finden, aber es wird nicht ihr Geist sein, der sich darüber lustig macht ─ es wird ihr Herz sein. Denn der Mensch ist immer skeptisch und ungläubig gewesen, wenn es sich um das Geistige handelte. Aber Mir wird es genügen, dass mein Wort ihnen bekannt ist, damit ihnen trotz ihrer Ironie und Ungläubigkeit etwas in ihnen sagt, dass dieses Wort einen Kern enthalten kann, den sie aus Dummheit nicht erkennen wollen.

    71. Welcher, der meine Unterweisungen kennt, wird danach trachten, der Göttlichen Gerechtigkeit zu entkommen? Keiner.

    72. Wie viele Menschen haben sich, nachdem sie ein Sündendasein geführt haben, während ihres ganzen Lebens ohne Leiden und Schmerzen gesehen, und wenn ihre letzte Stunde auf der Welt gekommen ist, haben sie geglaubt, die Göttliche Gerechtigkeit verlacht zu haben, oder ihr wenigstens entkommen zu sein. Wenn sie dann im Geistigen Tal sind, haben sich jene Wesen ─ anstatt die ewige Qual vorzufinden, von der man auf der Welt zu ihnen gesprochen hat ─ mit Überraschung in einem Hauch von Licht und von Frieden eingehüllt gesehen, der zum Nachdenken und zur Gewissensprüfung geeignet war. Wer hätte ihnen in jenen Augenblicken sagen können, dass sie den Weg, den sie auf der Erde zurückgelegt haben, erneut gehen müssten? Und in diesem Augenblick fühlt der Geist die Last einer weisen und unerbittlichen Gerechtigkeit auf sich. Aber er ist vermaterialisiert und begreift nichts von Ewigkeit, noch von geistiger Vervollkommnung. Er rebelliert, weil er all das für ungerecht hält, was unbedingt gerecht und liebevoll ist.

    73. Wenn ihr alle bereits dieses Wissen hättet, wäre die Art und Weise, in der ihr eure Mühen und Leiden ertragen würdet, eine andere. Es würde keine Verzweiflung in euren Leiden geben, sondern ihr würdet ganz im Gegenteil innerlich die Genugtuung haben, eine Wiedergutmachung zu erfüllen, um euren Geist zu läutern. Und anstatt zu lästern und aufzubegehren ─ wodurch jene Wiedergutmachung noch länger und leidvoller würde ─ würdet ihr euch Tag für Tag bemühen, die Last zu erleichtern, in der Hoffnung, euren Geist frei von Makeln zu fühlen.

    74. In dieser Dritten Zeit, welche die des Gerichts ist, in welchem die geistige Wiedergutmachung ihren Höhepunkt erreichen muss, um einem neuen Zeitalter Platz zu machen, lasse Ich meine Stimme auf der Welt vernehmen, um die Menschen aus ihrem Schlaf zu wecken und ihnen die Art und Weise zu zeigen, ihren Leidenskelch in einen Kelch des ewigen Lebens zu verwandeln.

    75. Ich habe euch die Vorgehensweise offenbart, die Tage der Trübsal zu verkürzen, euch von dem Dorn zu befreien, mit dem ihr euch verwundet habt, und habe euch gesagt, dass Ich nicht will, dass ihr euch weiterhin auf dem Weg verletzt. Ich bekämpfe eure Fehler, indem Ich eurem Verstand Licht gebe, damit er die Ursachen seiner Leiden versteht und sie zu vermeiden versteht. So werdet ihr nicht länger dem Schicksal oder euren Geschwistern die Schuld für all das geben, was euch widerfährt. Denn der Gedanke, selbst dafür verantwortlich zu sein, wird euch nicht abwarten lassen, bis eure Missgeschicke aufhören, sondern ihr werdet euch sofort aufmachen und eure ganze Bemühung und Willenskraft einsetzen, um euch vom Joch des Leidens, der Sünde und der Unwissenheit zu befreien.

    76. Das Licht ist auf dem ganzen Erdkreis verteilt, kein Mensch, der dieses Wort vernimmt, wird das Recht haben, zu sagen, dass es ihn in Verwirrung gebracht hat. Bevor diese Lehre zu den Völkern der Erde gelangt, wird meine geistige Gegenwart sie aufgeweckt haben, und sie werden das Kommen einer guten Botschaft erahnen. Meine Botschaft wird euch segnen, euch trösten, euch dabei helfen, euch vom Materialismus zu befreien und zu einem besseren Leben zu erheben, das der Wahrheit näher ist.

    77. Nun den, Jünger: Wenn ihr ein oder mehrere Male zur Welt zurückkehren müsst, soll dies geschehen, damit ihr wohlschmeckende Früchte erntet, die früher von euch gepflegt worden sind, damit euer Geist die Befriedigung erlebt, vor sich die Gelegenheit zu haben, irgendein begonnenes Werk zu beenden.

    78. Verlasst diesen Planeten nicht, ohne zuvor das eurem Geist anbefohlene Werk vollendet zu haben.

    79. Wie schmerzlich ist es für den, der zurückkehren muss, wenn er feststellt, dass jene Arbeit, die er kaum begonnen zurückließ, nun mit neuen Aufgaben, Verantwortungen und Mühen verbunden ist!

    80. Ich komme, um euch zu helfen, eure Fehler wiedergutzumachen, euch das Geheimnis zu offenbaren, an einem Tag ein verlorenes Jahr zu ersetzen, und in einem Jahr ein schlecht genutztes Jahrhundert, und euch so zu befähigen, die Ewigkeit einzunehmen.

    Mein Friede sei mit euch!