Unterweisung 316

1.  Jünger: Hier bin Ich als Meister erneut unter euch. Mein Geist empfängt euren Ruf, und sogleich erhört er eure Bitte und sendet euch seinen Universellen Strahl, um euch in sein Licht zu hüllen.

2.  Ich wende Mich den vorbereiteten Verstandesorganen zu, um euch meine Unterweisung zu geben. Aber nicht nur die Stimmträger empfangen meine Gegenwart ─ nein, Ich bin bei allen meinen Kindern, vom Schüler bis zum Jünger. Sie alle fühlen in diesem Augenblick die Gegenwart des Heiligen Geistes.

3.  In Wahrheit fühlt nicht nur ihr Mich. Von allen Punkten eurer Welt aus erhebt sich der Geist meiner Kinder im Verlangen nach dem Arzt aller Ärzte, um von Ihm Liebkosung, Heilbalsam und Stärkung zu empfangen. Da jetzt die Zeit der Manifestation meines Geistes unter der Menschheit ist, mache Ich Mich bei allen meinen Kindern fühlbar. Ich begrenze Mich und lasse Mich je nach der Entwicklung eines jeden schauen, um damit den Glauben und die Liebe meiner Jünger anzufachen.

4.  Die Dritte Zeit ist für die Menschheit voll und ganz angebrochen. Es sind etwa 2000 Jahre vergangen, seit Ich euch mein Wort gegeben habe; doch jene Lehre ist trotz der verstrichenen Zeit noch nicht von der ganzen Menschheit erkannt worden, weil Ich nicht von all meinen Kindern geliebt werde. Dennoch bringen Mir alle Verehrung entgegen, alle suchen einen einzigen Göttlichen Geist, welcher der meine ist. Doch Ich sehe keine Einigkeit unter den Menschen, Ich sehe unter ihnen nicht denselben Glauben, dieselbe Erhebung und Erkenntnis, und daher komme Ich als Heiliger Geist, um sie in Mir zu vereinen, um sie mit meiner Lehre der Wahrheit zu vervollkommnen, mit meinem unwandelbaren Wort, mit meinem Gesetz der Liebe und Gerechtigkeit.

5.  Der größere Teil dieser Menschheit nennt sich christlich; doch der Meister sagt euch: Wenn er wirklich christlich wäre, hätte er mit seiner Liebe, mit seiner Demut und seinem Frieden bereits den Rest der Menschen überwunden. Aber meine schon in der Zweiten Zeit als Testament hinterlassene Lehre ist nicht im Herzen der Menschheit, sie lebt und blüht nicht in den Werken der Menschen. Sie wird in verstaubten Büchern aufbewahrt, und Ich bin nicht gekommen, um zum Menschen über Bücher zu sprechen. Statt eines Buches brachte Ich euch mein Leben, mein Wort und meine Werke, mein Leiden und meinen Tod als Mensch. Der Grund, weshalb der größte Teil der Menschheit, der sich christlich nennt, nicht den Frieden noch die Gnade Christi hat, ist der: Weil die Menschen Ihn nicht zum Vorbild nehmen, weil sie nicht nach seiner Lehre leben.

6.  Das Reich der Ungerechtigkeit hat unter der Menschheit die Herrschaft übernommen, weil die Menschen meine Offenbarungen missachtet haben. Doch jetzt komme Ich in der Dritten Zeit, um sie an meine Lektionen der vergangenen Zeiten zu erinnern.

7.  Warum herrscht in der heutigen Zeit das Reich der Ungerechtigkeit? Weil Ich jene herrschen sehe, die Diener sein müssten, und jene, die in Liebe und Demut Herren sein sollten, in der Versklavung sehe.

8.  Den, der stiehlt und die Gutgläubigkeit der anderen übertölpelt, entdecke Ich als Reichen, und der Gewaltherrscher wird gepriesen und ist von Schmeichlern umgeben. Wer sich mit Menschenblut befleckt, wird auf einen hohen Thron gehoben, und jene, welche Opfer der menschlichen Grausamkeit sind, werden gedemütigt.

9.  So sehe Ich euer Leben, Menschheit. Ich sehe viele Institutionen mit schönen Namen, aber es geht von ihnen keine Wahrhaftigkeit, Liebe noch Wohltätigkeit aus. Ich sehe, dass sich im Schoß von Sekten und Religionen Geistliche erheben und ihren Gemeinden sagen: „Tut Gutes!“ Doch wahrlich, Ich sage euch: Der einzige, der sagen darf: „Tut Gutes!“, bin Ich. Denn Ich allein tue euch Gutes. Die Menschen sollen immer sagen: „Lasst uns Gutes tun!“

10.  Ich sehe weder Wahrhaftigkeit noch Aufrichtigkeit, weil die Menschen sich vom Bösen, das herrscht, haben anstecken lassen. Dennoch gibt es solche, die meinem Gesetz treu geblieben sind und die gelitten haben, ohne vom Pfad abzuweichen, den ihnen meine Liebe weist.

11.  Durch jene, die meinem Gesetz treu geblieben sind trotz der Umwelt, die sie umgibt, sage Ich denen, die leiden: Bleibt beharrlich im Guten, erinnert euch an meine Beispiele der vergangenen Zeiten und lebt sie, dann werdet ihr die menschlichen Schwachheiten überwinden.

12.  Viele Lektionen offenbarte Ich euch in der Zweite Zeit, und jene Unterweisung war die Vorbereitung, die Ich euch für diese Dritte Zeit gab, da sich euer Geist nicht zu Mir erheben konnte.

Ich kam zu euch in Jesus, wurde geboren, litt und starb als Mensch. Durch meinen Opfertod öffnete Ich euch die Türen zum Jenseits, damit euer Geist, aus seiner Lethargie er­wachend, sich zu Mir erheben würde. Ich schlug vor euch das Buch der Sieben Siegel auf, das große Buch des Lebens, und wahrlich, Ich sage euch: Durch meinen Opfertod aus Liebe zur Menschheit löste Ich in jener Zeit das Fünfte Siegel.

13.  Heute komme Ich nicht als Mensch zu euch, Ich komme als Heiliger Geist, um euch zu lehren, damit ihr die Zwiesprache von Geist zu Geist erlangt. Damit jedoch diese Zwiesprache ihre Vollkommenheit erreicht, habe Ich Mich durch das menschliche Verstandesvermögen kundzugeben begonnen. Aber diese Kund­gebung wird 1950 enden, und dann werden diese Schüler zu Jüngern werden und von Geist zu Geist mit ihrem Meister Zwiesprache halten. Obwohl sie in meinen Augen meine Jünger sind, werden sie in den Augen der Menschen die guten Lehrmeister sein.

14.  Heute bereite Ich euch wie in der Zweiten Zeit vor. Ihr und jene seid dieselben, ihr seid Jünger und Zeugen meiner Unter­weisungen.

15.  Die Prüfungen haben euch auf eurem Weg in Bedrängnis gebracht. Doch wenn ihr auf ihm auch auf Hindernisse stoßen solltet, werdet ihr Mir nicht den Rücken kehren, werdet ihr Mich nicht verleugnen, weil ihr Zeugen meines Versprechens gewesen seid, zurückzukehren, und ihr es in dieser Zeit erfüllt gesehen habt.

16.  Ihr könnt in meiner Kundgebung dieselben Unterweisungen wie die der Zweiten Zeit finden; aber in dieser Ära habe Ich euch durch das Licht meines Heiligen Geistes das Unergründliche offenbart, und in der Zwiesprache von Geist zu Geist werde Ich euch weiterhin neue und sehr große Lehren offenbaren. Den ganzen Inhalt des Sechsten Siegels werde Ich euch in dieser Offen­barungsepoche bekannt machen, die euch für die Zeit vorbereiten wird, in der Ich das Siebte Siegel lösen werde. So werdet ihr das Unergründliche immer mehr erkennen; so werdet ihr entdecken, dass die Geistige Welt die Wohnstätte aller Geistwesen ist, das unendliche und wunderbare Vaterhaus, das euch im Jenseits erwartet, wo ihr den Lohn für die Werke empfangen werdet, die ihr mit Liebe und Barmherzigkeit an euren Geschwistern getan habt.

17.  In dieser Zeit ist euer Geist von meinen Offenbarungen gesättigt ─ sei es, dass er sie durch den Stimmträger empfangen hat, oder mittels seiner Geistesgaben.

18.  Es ist die Zeit, in der ihr ─ da ihr unter den Menschen nicht einen Bruder findet, der euch Orientierung gibt, euch berät und euch als Stütze dient ─ zu Mir kommt, weil Ich der Göttliche Kreuzträger bin, der euch in euren Schicksalsschlägen aufrichtet und euch tröstet.

19.  Durch den Spiritualismus habt ihr das kennengelernt, was in eurer Bestimmung die geistige Wiedergutmachung bedeutet, und in der Ausübung meiner Unterweisungen dringt ihr meinem Willen gemäß in die Zukunft ein und betrachtet die Prüfungen, die euch auf eurem Weg zustoßen, als einen Weckruf, wenn ihr nicht wacht und betet.

20.  Euer Gewissen ist der Richter, der nicht schläft, euch immer rät, für eure Geschwister und für euch selbst zu wachen.

21.  Warum bringen die Menschen den Völkern Elend und Zerstörung? Warum respektieren sie nicht deren Leben und das ihrer Nächsten? Aus Mangel an geistiger Erhebung, weil sie sich von der Erfüllung meines Gesetzes entfernt haben.

22.  Könntet ihr in einem Augenblick von Gewalttätigkeit eine mörderische Waffe ergreifen, um euren Bruder zu töten? Nein, Jünger, keiner von euch fühlt sich dessen fähig, selbst wenn Ich ihn schwer prüfen würde. Warum? Weil ihr wisst, dass jedem Geschöpf in seinem Schicksal seine Auftragserfüllung und seine Stunde, zu Mir zurückzukehren, bestimmt ist. Ihr erinnert euch an die Wiedergutmachung, die euch erwartet, wenn ihr euch mit Menschenblut befleckt, und diese Furcht vor meinem Gericht lässt euch das Leben eures Nächsten respektieren, und ihr wünschtet, dass alle den gleichen Respekt fühlen würden. Der Vater sagt euch: Heute ist die Herrschaft der Ungerechtigkeit auf ihrem dritten Höhepunkt. Aber der Spiritualismus, welcher die Offenbarung des Heiligen Geistes ist, wird nicht einen einzigen Winkel der Welt ohne seine Gegenwart lassen, und wenn meine Lehre einmal im Herzen der Menschen Fuß gefasst hat, wird bei allen Menschen guten Willens mein Reich der Gerechtigkeit herrschen.

23.  Wenn diese göttliche Offenbarung einmal von allen richtig verstanden worden ist, wird es keine Suizide und Morde mehr geben, niemand wird sich das Leben nehmen und noch weniger das seines Nächsten. Der Mensch wird eine umfassende Erkenntnis aller seiner Handlungsweisen haben. Aber zuvor werde Ich ihn weiterhin prüfen, und so wie Ich euch meine Lehre durch das menschliche Verstandesvermögen kundgetan habe, werde Ich, das Wort, Mich allen meinen Kindern hörbar und verständlich zu machen wissen.

24.  Da Ich euch in der Zweiten Zeit sagte, dass jedes Auge Mich schauen würde, werde Ich euch meine Verheißung erfüllen, indem Ich Mich von allen Menschen in meiner ganzen Wahrheit schauen und fühlen lasse.

25.  Das ist der Grund dafür, warum der Meister euch ständig sagt, dass eure Mission, meine Lehre zu verbreiten, nicht schwierig und noch weniger unmöglich sein wird. Denn das Erdreich ist fruchtbar geworden, und ihr als die guten Arbeiter werdet täglich mehr lernen, es besser zu bestellen. Wisst jedoch, dass ihr nicht die einzigen Boten oder Stimmträger meiner Lehre sein werdet. Auch die Geistige Welt erfüllt derzeit ihre Mission unter der Menschheit. Beide werdet ihr eure Geschwister zu Wegbereitern meiner Lehre für die kommenden Generationen machen.

26.  Durch die Natur hattet ihr Zeichen meiner Ankunft in dieser Zeit. Ich gebe der Menschheit derzeit Zeichen und wecke die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler. Denn in diesem Jahr 1950 werde Ich das Herz aller meiner Kinder erschüttern. Viele werden an diesen Prüfungen irre werden, andere dagegen werden erwachen, und nach diesen Geschehnissen werde Ich als Heiliger Geist kommen und ihnen sagen, dass sie meine Jünger aufsuchen sollen, die meine Offenbarungen dieser Dritten Zeit besitzen.

27.  Wenn sie als Schüler Fehler begehen, werde Ich als vollkommener Meister ihnen vergeben und ihnen durch eure Vermittlung meine Lehre der Zurüstung geben, die Ich euch derzeit durch das menschliche Verstandesvermögen anvertraue. Wenn Ich euch dann alle mit Liebe in den geistigen Sinn meiner Unterweisungen eindringen sehe, werde Ich euch überraschen, indem Ich euch große Offenbarungen kundtue, und voller Freude werdet ihr Mir dann sagen: „Meister, deine Weisheit hat wahrlich kein Ende.“

28.  Bleibt beharrlich im Guten, Jünger, das euch nicht enttäuschen wird. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr dann ins Jenseits kommt, werdet ihr bei Mir die Ernte eurer guten Werke finden. Dann werdet ihr erleben, wie schön euer Lohn ist. Vorerst wisst ihr nicht, wie er sein wird, und versucht auch nicht, ihn euch vorzustellen. Ich sage euch nur: Wacht und betet. Sät meine Liebessaat mit Worten, mit Blicken, mit Gebeten. Da die Nächstenliebe in vielerlei Formen mitgeteilt wird, handelt so bei euren Nächsten. Wahrlich, Ich sage euch, Mir wird euer heilbringender Gedanke genügen, um euren Wunsch zu dem meinen zu machen und den Notleidenden nach meinem Willen zu geben.

29.  So will Ich euch sehen, oh Jünger des Heiligen Geistes ─ als Boten des Friedens, als Ärzte des Körpers und des Geistes, als Sämänner der göttlichen Eigenschaften. Niemals sollt ihr aufhören, Trost, Balsam und Frieden zu säen. Auf diese Weise werdet ihr eure Mission bis zum Ende des Tagewerkes erfüllen. Eure Arbeit wird mit meiner göttlichen Liebkosung gekrönt werden, und Ich werde euren Geist mit den ewigen Festgewändern meines Segens stärken.

30.  Ihr empfangt nun meine letzten Lektionen durch das menschliche Verstandesvermögen, und in ihnen bitte Ich um eure Vereinigung nach 1950. Wenn ihr diese Kundgebung nicht mehr habt ─ wer wird dann meinen Platz einnehmen? Wer wird seine Stimme hören lassen und an die Lehre des Göttlichen Meisters erinnern? Ehrfurcht und Furchtsamkeit werden euch erfassen, selbst die Stimmträger, durch die Ich euch meine Unter­weisung gab, werden Furcht fühlen, selbst die mit ihren Gemeinden vertrauten Gemeindeleiter werden sich nicht trauen, euch mein Wort zu geben. Was werdet ihr dann tun, oh Jünger?

31.  Volk: Ich werde nun von jenen sprechen, die einst auf der Welt zurückblieben, um von meinem Wort Zeugnis abzulegen: meinen Jüngern der Zweiten Zeit.

32.  Jesus war nicht mehr da, die Apostel seiner Wahrheit waren auf Missionsreisen, betraten die Städte, besuchten die Heime, schrieben an ihre entfernten Geschwister.

33.  Das göttliche Wort begann wie eine neue Morgenröte das Leben der Menschheit zu erhellen und vertrieb die Finsternis, in der die Menschen gelebt hatten.

34.  Meine Lehre, auf den Lippen und in den Werken meiner Jünger, war ein Schwert der Liebe und des Lichts, das gegen die Unwissenheit, das Götzentum und den Materialismus kämpfte. Ein Schrei der Empörung stieg bei denen auf, die den nahen Untergang ihrer Mythen und Traditionen sahen, während gleichzeitig aus anderen Herzen ein Hymnus des Jubels drang angesichts des lichtvollen Weges, der sich für die Hoffnung und den Glauben der nach Wahrheit Dürstenden und von Sünde Belasteten auftat.

35.  Jene, die das Geistige Leben leugneten, gerieten in Wut, als sie die Offenbarungen über das Himmelreich vernahmen, während die, die jenes Dasein erahnten und davon Gerechtigkeit und Heil erhofften, dem Vater dankten, dass Er der Welt seinen Eingeborenen Sohn gesandt hatte.

36.  Die Menschen, die in ihren Herzen die gesegnete Sehnsucht bewahrt hatten, ihrem Gott mit Lauterkeit zu dienen und Ihn zu lieben, sahen ihren Weg licht werden und ihren Verstand sich klären, als sie sich in mein Wort vertieften, und sie fühlten eine Belebung in ihrem Geist und in ihrem Herzen. Die Unterweisung Christi als wahres geistiges Brot füllte die unermessliche Leere aus, die in ihnen war, und erfüllte mit ihrer Vollkommenheit und ihrer Essenz alle Sehnsüchte ihres Geistes überreichlich.

37.  Ein neues Zeitalter hob an, ein lichtvollerer Weg tat sich auf, der in die Ewigkeit führte.

38.  Welch schöne Gefühle geistiger Erhebung, von Liebe und von Zärtlichkeit erwachten da in jenen, die vom Glauben erleuchtet wurden, um mein Wort zu empfangen! Welcher Mut und welche Standhaftigkeit begleitete jene Herzen, die alles zu erleiden und zu überwinden verstanden, ohne einen Augenblick zu verzagen!

39.  Etwa weil das Blut des Meisters noch frisch war? Nein, Volk, die geistige Essenz jenes Blutes, welches die materielle Verkörperung der Göttlichen Liebe war, wird nicht trocken, noch erlischt sie jemals; sie ist heute wie damals gegenwärtig, lebendig und lebenswarm.

40.  Der Grund dafür ist, dass in jenen Herzen gleichfalls Liebe zur Wahrheit vorhanden war, der sie ihr Leben weihten und für die sie sogar ihr Blut hingaben, um damit zu beweisen, dass sie die Lektion ihres Meisters gelernt hatten.

41.  Jenes hochherzig dahingegebene Blut überwand die Hinder­nisse und die Heimsuchungen.

42.  Welch ein Gegensatz zeigte sich zwischen der Geistigkeit der Jünger meines Wortes und der Abgötterei, dem Materialismus, dem Egoismus und der Unwissenheit der Fanatiker in alten Traditionen oder der Heiden, die nur lebten, um dem Vergnügen der Körpermaterie zu huldigen!

43.  Niemals war das Gesetz Gottes so klar, wie es auf den Lippen Jesu war. Daher fühlte sich die Welt bis in ihre tiefsten Wurzeln erschüttert, und viele Völker entfernten aus ihrem Herzen alte Traditionen und widmeten sich dem Wort, das sich den Menschen in Christus verständlich machte.

44.  Niemals hatte die Welt einen Menschen beherbergt, der größere Unterweisungen offenbart und größere Werke vollbracht hätte.

45.  Wie viele Geheimnisse enträtselte damals der Mensch? Wie viel Licht durchflutete seinen Geist, sein Herz und seinen Verstand! Jene Worte des Meisters voller Zärtlichkeit, seine weisen, tief­gründigen und zugleich klaren Gleichnisse; jene Vergleiche, für die Er das Kind, die Blumen verwendete, um sich verständlich zu machen; jene machtvollen Werke, die nur für einen Gott möglich waren und welche die Welt Wunder nannte ─ all dies war wie ein neuer Morgentau, der die wie Wüsten trockenen Äcker fruchtbar machte, die im Herzen der Menschen existierten.

46.  Bis dahin hatten die Menschen noch nicht den geistigen Sinn entdeckt, der in allem vom Herrn Geschaffenen vorhanden ist, selbst in den kleinsten Wesen. Wenn sie ein Kind in ihre Arme nahmen und ihm tief in die Augen blickten und seine Fragen voller Unschuld und intuitivem Wissensdrang vernahmen, da fühlten sie die Gegenwart eines Geistes, eines Wesens, das etwas mehr war als jenes Kind.

47.  Wenn sie eine zarte Pflanze beobachteten, die unter Gestrüpp verborgen wuchs, entdeckten sie bei ihr sofort den Drang zu wachsen, um die Blüte ihrer Schönheit darbieten zu können und so die Bestimmung zu erfüllen, die der Schöpfer ihr zugewiesen hatte.

48.  So erwachten jene Menschen, wobei sie den Eindruck hatten, in einer nie zuvor gesehenen Welt zu leben. Dies war so, weil sie blind waren und sehenden Auges nicht sahen, weil sie taub waren und mit hörenden Ohren nichts vernahmen. Doch Ich kam zu den Menschen, um ihnen das Sehvermögen, das Gehör, die Stimme, die Beweglichkeit, den Willen, das Verstandesvermögen und die Empfindungsfähigkeit zu geben, damit ihr Geist, im Gefängnis des Fleisches gefangen, sich aus seinem finsteren Kerker befreien und lernen würde, das Buch des Ewigen Lebens zu lesen und aus­zulegen.

49.  Fragt euch jetzt, neue Hörer meines Wortes: Gibt es auf der Welt noch jene schlichten und klaren Ausleger der göttlichen Offenbarungen? „Nein“, antwortet ihr Mir aus tiefstem Herzen, weil ihr sehr wohl wisst, dass jeder Schritt, den die Welt in ihrer Wissenschaft voranschreitet, ein weiterer Schritt ist, der sie von der Vergeistigung entfernt. Denn anstatt den Sinn oder die geistige Essenz zu suchen, die alle Wesen enthalten, lag ihr Interesse darin, die Substanz und die rein materiellen Kraft zu entdecken.

50.  Erkennt, weshalb Ich zu den Menschen zurückgekehrt bin, und lasst zu, dass mein Wort in eure Herzen dringt. Denn in dieser Zeit soll ein neues Bekehrungswunder der Vergeistigung und Erhebung unter der Menschheit Wirklichkeit werden. Lernt von Mir, damit ihr die guten Jünger dieser Zeit seid.

51.  Hier ist das Buch meiner Unterweisungen, das Ich euch derzeit vermache. Darin sind die Niederschriften; sie werden mein Werk unter euch fortsetzen. Wenn ihr Mich einmal nicht mehr in dieser Form vernehmt, werdet ihr meine Lektionen wiederholen, und in ihnen werdet ihr immer neue Offenbarungen entdecken.

52.  Beim Lesen meiner Unterweisungen, werden euch meine Weisheit, meine große Botschaften und Inspirationen zuteil. An die Erläuterungen der Geistigen Welt werdet ihr euch mit demselben Wohlgeruch erinnern, mit dem ihr sie erhalten habt. Diese Zeit wird dem Studium, der Auslegung, der Zubereitung gewidmet sein, und wenn ihr am wenigsten daran denkt, werden unter euch jene in Erscheinung treten, die meine durch Inspiration empfangene Unterweisung wortgewandt wiedergeben. Aber wie groß wird ihre Zubereitung sein müssen, damit ihnen von den Menschenscharen geglaubt wird. Heute schaut ihr auf diese Stimmträger, die zu euch in Verzückung sprechen, und so groß auch die Ungläubigkeit mancher ist, denkt ihr, dass meine Kundgabe durch diese Übermittler möglich ist. Doch wenn die Menschen einst meine Jünger in ihrem normalen Zustand göttliche Offenbarungen verkünden sehen, werden sie an ihnen zweifeln.

53.  In eurer eigenen Gemeinde werden sich manche empören, die zweifeln, wenn sie euch unter meiner Inspiration sprechen hören, und ihr werdet eine große Vorbereitung und geistige Reinheit haben müssen, um Glauben zu finden. So werde Ich Mich weiterhin kundgeben, ob es nun einer ist, der euch vernimmt, oder eine Menschenmenge, ob eure Zuhörerschar aus ausgewählten Menschen, aus Ungebildeten oder aus den sogenannten Gelehrten besteht ─ vor den einen wie vor allen werde Ich Mich durch euer Verstandesvermögen kundgeben. Wenn ihr euch vorzubereiten versteht, werde Ich die Beweise geben, die jene erbitten, die euch zuhören. So werde Ich mein Trinitarisch-Marianisches Geistwerk weiterhin aussäen, meine Offenbarung als Heiliger Geist im Herzen der Menschen. Dann werdet ihr begreifen, dass meine Kommunikation mit euch nicht Ende 1950 abgebrochen wird. Denn die Bande zwischen Gott und seinen Kinder sind ewig.

54.  In der Dritten Zeit verwirklichte Ich mit der Klarheit meiner Kundgebungen das für die Menschen Unmögliche: Mich durch das menschliche Verstandesvermögen mitzuteilen. Begreift Mich, Jünger, denn in der Zwiesprache von Geist zu Geist, die euch erwartet, werdet ihr meine Gegenwart ewiglich fühlen. Wenn ihr euch vorzubereiten versteht, werdet ihr Mir nicht mehr sagen: „Herr, warum kommst Du nicht? Warum siehst Du meinen Schmerz nicht?“ Ihr werdet nicht mehr so zu Mir sprechen. Wahrlich, Jünger, Ich sage euch, wer so zu Mir spricht, wird einen greifbaren Beweis seiner Unwissenheit und seines Unvorbereitetseins geben. Ich will meine Jünger nicht von Mir getrennt sehen, Ich möchte, dass ihr Mir in eurem Geist sagt: „Meister, Du bist unter uns, unser Geist fühlt Dich, Deine Weisheit ist die Quelle meiner Inspiration.“ Dies ist das wahre Bekenntnis, das Ich von euch hören will.

55.  Ich will in meiner neuen Apostelschar keinen Thomas sehen, Ich will in euch die Hingabe von Johannes sehen, dass ihr alle Mich immer in eurem Geist fühlt. Aber Ich will nicht, dass ihr euch Mir gegenüber als Sklaven fühlt, denn ihr könntet dann in einen neuen Fanatismus geraten.

56.  In den Augenblicken eurer Auftragserfüllung in meiner Lehre gebt euch geistig ganz hin, und widmet euch in den Augen­blicken eurer irdischen Pflichten diesen mit aller Sorgfalt. Ich sage euch noch einmal, dass ihr euch Mir gegenüber nicht als Sklaven fühlen sollt. Habt wahre Vergeistigung, die meine Lehre vermittelt, damit ihr Gott gebt, was Gottes ist, und dem Kaiser, was des Kaisers ist. Auf diese Weise werdet ihr Frieden haben und werdet glücklich sein bei eurer Auftragserfüllung, ohne stehen­zubleiben. Ihr werdet nicht ausposaunen, dass ihr meine Zeugen seid, sondern mit euren Werken beweisen, dass ihr meine Wahrheit sät.

57.  Wenn Ich euch mein Wort in dieser Form nach 1950 nicht mehr gebe, setze Ich Mich nicht zur Ruhe, denn mein Universeller Geist ruht niemals. Ich bin ewige Aktivität, immer kämpfe Ich für die Vervollkommnung aller meiner Geschöpfe. Ich bin der Wegbegleiter bei der Entwicklung meiner Kinder, bin ihr Berater; und am Ende jedes Entwicklungsabschnitts bin Ich es, der die Frucht ihrer Auftragserfüllung in meinem Gesetz entgegennimmt.

58.  Ich bin der vollkommene Gärtner und werde die Früchte nicht abreißen, solange sie grün sind. Ich werde Mich in einen Sturm zu verwandeln wissen, um die Bäume zu rütteln, und werde ihre schlechten Früchte herabfallen lassen, aber die guten wird meine Liebe bewahren, und ewig wird sich mein Geist an ihrem Fortschritt und an ihrer Entwicklung erfreuen.

59.  Steigt empor auf dem Pfad, der euch auf den Gipfel des Berges führt, und bei jedem eurer Schritte werdet ihr meine Unterweisungen besser verstehen und euch immer mehr vervoll­kommnen bei der Auslegung der göttlichen Botschaft.

60.  Was ist die Sprache des Geistes? Es ist die Liebe. Die Liebe ist die universelle Sprache aller Geistwesen. Seht ihr nicht, dass auch die menschlicheLiebe spricht? Oftmals braucht sie keine Worte, spricht sie besser durch Taten, durch Gedanken. Wenn sich schon die menschliche Liebe so äußert ─ wie wird dann erst eure Sprache sein, wenn ihr euch in meinen Gesetzen vervollkommnet?

61.  Geht festen Schrittes, Jünger, werdet nicht feige angesichts der Prüfungen, der Schicksalsschläge. Denkt daran, dass Ich diesen Weg vor euch gegangen bin und ihn durch meine Spur gesegnet hinterlassen habe. Betet für die Menschheit, dies ist eure Aufgabe. Kommt zu Mir, der Ich unerschöpfliche Quelle von Trost und Balsam bin, und bringt dieses Geschenk auch euren Geschwistern.

62.  In diesem Augenblick dringe Ich in das Herz meiner Kinder ein und verteile meine Liebessaat. Doch welches Herz wird wie fruchtbares Erdreich sein, das die Saat aufgehen lässt? Heute wisst ihr es noch nicht. Aber wenn ihr zu guten Arbeitern werdet, werdet ihr meine Lehre und Frieden Dürstenden zu säen verstehen.

63.  In alle sollt ihr den unermesslichen Schatz meines Wortes legen, der in eurem Geist immer größer werden wird.

64.  Wenn ihr alle die Arbeiter des Göttlichen Gärtners seid, wenn ihr alle Mitarbeiter in meiner Liebespflanzung seid, dann deshalb, weil ihr alle euch am Höhepunkt meines Werkes erfreuen sollt.

65.  Ihr alle werdet euch an meinen Tisch setzen, weil es im Himmel ein Fest geben wird. Ihr alle werdet die klugen Jungfrauen meines Gleichnisses sein. Dort wird es keinen Verlorenen Sohn geben, ihr alle werdet mein Reich eingenommen haben und das schönste und erhebendste Konzert vernehmen. Euer Geist wird das größte Glück erfahren, weil er endlich die große Liebe eures Vaters und Herrn versteht.

Mein Friede sein mit euch!