Unterweisung 327

1.  Der Geist Elias‘ ist vor euch hergezogen, hat euren Geist mit Licht und Liebe berührt und den Zeitpunkt und den Weg für euch bereitet. Elias ist auf dem Weg jedes seiner Schafe wie ein Schwert, wie ein Schild, der euch hilft, die vielerlei Hindernisse, die Versuchungen zu überwinden, die sich euch in den Weg stellen. Und jener, der ihn zu fühlen vermag, der ihn anruft und ihn sucht, wie das verirrte Schaf seinen Hirten sucht, wird ihn immer finden, wird in seinem Klagen, in seinem Flehen immer gehört und erhört.

2.  Oftmals fragt ihr euch: Warum halten mich, obwohl im Grund meines Herzens die Sehnsucht lebt, dem Meister nach­zufolgen, so viele Hindernisse davon ab, zu Ihm zu kommen und Ihm zu dienen? Dann erhebt sich euer Geist in einem Gebet, das flehentliche Bitte um göttlichen Beistand ist, und in diesem Augenblick eilt Elias, der den Auftrag Gottes hat, in der Dritten Zeit über die Herde zu wachen, eilig herbei, zeigt sich auf eurem Weg und hilft euch, die Schwierigkeit zu überwinden. Dann richtet ihr euer Angesicht triumphierend empor und dankt dem Vater, und das Lämpchen eures Glaubens entflammt wieder, und ihr wandert mit Frieden und Vertrauen auf Mich weiter auf dem Pfad.

3.  In Wahrheit sagt euch der Meister: Ich habe für jeden Geist ein Reich des Friedens und der Vollkommenheit vorbereitet. Doch diesem Reich, das Ich bereitet habe, stellt sich ein anderes Reich entgegen: die Welt. Während man mein Reich durch Demut, Liebe und Tugend erringt, erfordert die Inbesitznahme des anderen Reiches Hochmut, Ehrgeiz, Stolz, Habgier, Egoismus und Bosheit. Zu allen Zeiten hat sich die Welt meinem Reich widersetzt, allezeit sind jene, die Mir nachfolgen, auf ihrem Weg bedrängt und in Versuchung geführt worden, sei es durch sichtbare Einflüsse oder durch unsichtbare Kräfte. Dies ist nicht die einzige Zeit, in der ihr über Dornen schreitet, um zu Mir zu gelangen, es ist nicht das erste Mal, dass euer Geist im Bemühen, meine Gegenwart zu erreichen, strauchelt. Zu allen Zeiten habt ihr den Kampf im Innersten eures Wesens ausgetragen. Die Inspiration meines Geistes, die Licht in euer Inneres bringt, hat eine Schlacht entfacht mit den dunklen Kräften, mit den falschen Lichtern, den falschen Tugenden, mit der Materie, mit allem Überflüssigen, mit der ganzen falschen Herrlichkeit dieser Welt.

4.  Euer Geist hat seine Vergangenheit und seinen Lebensweg in das Buch der Sieben Siegel geschrieben. Dort sind alle eure Handlungen, jeder eurer Schritte, Gedanken und Worte aufgezeichnet. Die großen Taten eures Geistes, die großen Schicksalsschläge und Lebenswege, seine großen Prüfungen, seine Leidens­kelche ─ alles ist dort wahrheitsgemäß niedergeschrieben. Vieles hat euer Geist erlebt, aber euer Fleisch weiß es nicht. Wenn eure Körpermaterie die ersten Schritte eurer Kindheit vergessen hat ─ wie sollte sie dann die Entwicklung eures Geistes während seiner langen Lebensreise kennen? Wie wenig hat euer Geist seiner Körpermaterie zu offenbaren vermocht ─ Ich habe es euch wegen eures Mangels an Entwicklung noch nicht gewährt.

5.  Es werden Zeiten kommen, in denen der menschliche Verstand und das menschliche Herz, gereinigt und geläutert in der Vergeistigung, durch Intuition die Stimme ihres eigenen Geistes zu empfangen vermögen; in denen sie mit Klarheit und Reinheit jede Offenbarung zu empfangen verstehen, die der Geist seiner Körperhülle macht.

6.  Heute seid ihr noch nicht so weit, während eures mensch­lichen Lebens die Vergangenheit eures Geistes zu sehen. Dennoch sagt der Vater euch: Wie weit ist euer Reiseweg gewesen! Wie sehr hat euer Geist gekämpft, um auf dem rechten Weg zu bleiben! Wie oft hat er sich an den Dornen des Lebens verletzt, und wie viele Strecken eures Pfades sind mit der Blutspur eurer Schritte gekenn­zeichnet worden! Doch trotz aller Prüfungen und Missgeschicke folgt ihr dem Vater, eurem Meister nach, den ihr liebt ─ dem Gott, der Quelle von Licht und von Trost für euren Geist ist. Und selbst jetzt in der Dritten Zeit stoßt ihr, wenn ihr Mir nachfolgen wollt, auf Schwierigkeiten, strauchelt ihr durch die Missgeschicke. Die einen nennt ihr Prüfungen, und die anderen nennt ihr Versuchungen. Da ihr Mich so sehr liebt und so sehr wünscht, Mir auf dem Weg nachzufolgen und zu Mir zu kommen ─ warum lässt dann euer Vater zu, dass ihr so geprüft und versucht werdet? Wahrlich, Ich sage euch: Weil der Weg, der zu Mir führt, schmal ist, und in dieser Beengtheit gibt es Mühsale. Er ist so schmal wie der Passionsweg, er hat seine Stürze, er hat seine Dornen, viele Verständnislosigkeiten und Undankbarkeiten und alle Leiden des Lebens.

7.  Doch um zu diesem Reich der Vollkommenheit zu gelangen, gibt es nur diesen Weg. Der breite Weg führt zum Reich der Welt und der Sünde.

8.  Mein Reich ist stark und mächtig, und wenn Ich zugelassen habe, dass sich vor meiner Kraft und meiner Macht eine andere Macht erhebt ─ die des Bösen ─ so deshalb, um die meine zu beweisen; damit ihr angesichts des Betruges, der Finsternis, die Kraft meines Lichts und meiner Wahrheit erlebt und schaut. Es geschieht, damit ihr erkennt, dass jenes Reich der Finsternis der Verirrungen und Versuchungen, obschon es große Macht hat, mein Werkzeug ist und Ich Mich in Wirklichkeit seiner bediene.

9.  Wenn Ich euch prüfe, geschieht dies nicht, um euch auf eurem Entwicklungsweg aufzuhalten, denn Ich erwarte eure Ankunft in meinem Reich. Aber Ich will, dass ihr nach den Schlachten siegreich zu Mir kommt, nach dem Kampf stark seid, voll Licht der geistigen Erfahrung nach der langen Pilgerschaft, voller Verdienste im Geist, damit ihr euer Angesicht demütig erheben und den Vater schauen könnt in dem Augenblick, da Er sich naht, um euch seinen göttlichen Kuss zu geben ─ ein Kuss, der alles Glück und alle Vollkommenheiten für euren Geist enthält.

10.  Um in allen Prüfungen siegen zu können, tut das, was der Meister euch gelehrt hat: Wacht und betet, damit eure Augen immer wachsam sind und ihr nicht von der Versuchung überwältigt werdet. Bedenkt, dass das Böse großen Spürsinn hat, um euch zu versuchen, um euch zu Fall zu bringen, euch zu besiegen und sich eure Schwachheit zunutze zu machen. Seid scharfsichtig, damit ihr es zu entdecken versteht, wenn es euch auflauert. Denn obwohl ihr große Prüfungen und Versuchungen gehabt habt, in denen ihr gesiegt habt, um Mir in dieser Zeit nachfolgen zu können, so werdet ihr im gegenwärtigen Jahr sehr große Prüfungen und Versuchungen haben. Der Kampf in eurem Inneren ist groß, der Kampf im Schoß der Menschheit ist groß, der geistige Kampf im ganzen Universum ist gleichfalls sehr groß. Es ist die entscheidende Zeit für meine Herrschaft, für meine Gerechtigkeit, für meine Macht. Und die, welche jetzt bei Mir sind, die von meinem Wort gelernt haben, die sich derzeit bei Mir stärken, müssen alles kennen und verstehen, um siegen zu können, um in den großen Prüfungen bestehen zu können, die auf die Menschen zukommen.

11.  Ich lehre euch, zu wachen und zu beten ─ nicht nur für euch, sondern auch für die anderen, damit ihr wie geistige Propheten seid, die ihren Geschwistern durch ihr Gebet Intuition übermitteln, die sie die Gefahren, die Versuchungen erahnen lassen. Denn dadurch könnt ihr der Menschheit die schwerwiegenden schlechten Entscheidungen ersparen. Dies ist für manche unverständlich, für andere unmöglich, aber Ich sage euch: Es ist das, was der Heilige Geist in der Dritten Zeit seinen Jüngern gebracht hat: Die Vergeistigung, die Entfaltung des Geistes durch die Geistlehre, damit er sich erhebt, damit er seinen geistigen Horizont entdeckt, sein geeignetes Feld, um zu keimen, um die Stufenleiter zu finden, damit er beim Aufstieg immer die Gegenwart des Meisters findet, die Stufenleiter, auf die er sich stützt und auf der er auf die Vollkommenheit zugeht.

12.  Wie wenige fühlten in dieser Zeit, als Ich an jeden von euch den Ruf ergehen ließ, bei der ersten Berührung schon die innere Erleuchtung. Wie wenige waren es, die bekannt haben, dass ihr Geist das Wunder vorausahnte, dass ihr Geist fühlte, dass die Erfüllung der göttlichen Verheißung nun in ihm Wirklichkeit wurde: die Wiederkunft des Meisters. Doch wie viele von euch verfingen sich in den Netzen des Zweifels und des Widerspruchsgeistes.

13.  Andere von euch, die sich bereits zu meinem Wort und meiner Gegenwart aufmachen wollten, wurden von Festen, Ver­gnügungen, von irdischen Liebesbeziehungen und Zuneigungen, von ihren menschlichen Geschäften in Anspruch genommen, und der Meister wartete weiter auf euch. Aber schließlich siegte euer Geist mit meiner Hilfe und kam zu Mir, um sich von meiner Gegenwart zu überzeugen, dass das Unmögliche möglich war, dass meine Verheißung Wirklichkeit geworden war.

14.  Da ihr geprüft worden seid, während ihr noch schwach wart ─ wie sehr werdet ihr es jetzt werden, da ihr stark seid!

15.  Wird der Vater zulassen, dass große Verwirrungen oder Versuchungen an seine Jünger herantreten? Wahrlich, Ich sage euch: Gewiss lasse Ich dies nun zu. Doch nicht in der Absicht, euch in diesen Prüfungen durch die Versuchung besiegt zu sehen ─ nein, sondern damit ihr die Finsternis in Licht verwandelt und, eure Feinde besiegend, diese zu Freunden und Geschwistern macht ─ damit auch ihr euch über die Sünden der Menschen erhebt, Spuren des Guten und der Tugend hinterlasst, die Menschen in gute Menschen verwandelt. Darum werde Ich zulassen, dass die Prüfungen zu euch gelangen. Ich habe euch bereits gelehrt, wie ihr bestehen könnt: Indem ihr wacht, betet und meine Lehre zur Anwendung bringt.

16.  Wie werden jene Prüfungen sein, die auf euch zukommen und die bald eintreffen werden? In vielerlei Weisen. Einige von ihnen habt ihr bereits durchlebt, andere erlebt ihr gerade, und weitere werden später kommen. Es soll weder Traurigkeit noch Furchtsamkeit in eurem Geist sein. So, wie jeder Tag für euch eine Befriedigung und ein Brot mit sich bringt, so bringt euch auch jeder Tag einen Schmerz. Fasst diese Prüfungen als große Lektionen auf, die euch das Leben gibt, in denen ihr meine Unterweisungen zur Anwendung bringen sollt. Vom Schüler bis zum Fortgeschrittenen ─ ihr alle werdet Prüfungen auf dem Weg haben, und Ich weise euch schon jetzt darauf hin, dass es mein Wille ist, dass ihr wach seid. Ich wünsche nicht, dass irgendeiner von euch bei solchen Prüfungen scheitert. Wenn jemand ins Straucheln gerät, wird an seiner Seite immer eine freundschaftliche Hand, eine geschwisterliche Hand sein, die ihn auf dem Pfad wiederaufrichtet. Wenn jemand schläft und in seinem Schlaf überrascht wird, so geht bei passender Gelegenheit zu jenem, der eingeschlafen ist und weckt ihn auf. Falls der Schlaf tief ist und er nicht aufwacht, soll jener, der wach ist, der Wachposten für den sein, der eingeschlafen ist.

17.  So unterweise Ich euch, so bereite Ich euch vor und mache euch für eine völlige Aussöhnung bereit, damit auch ihr zu vergeben versteht.

18.  Bedenkt, Volk, ihr wisst nicht, ob nicht viele Prüfungen, die ihr vor langer Zeit gehabt habt, und die ihr aus Liebe zu meiner Sache glücklich überstanden habt, euch Verzweiflung verursachen, wenn sie sich erneut auf eurem Weg einstellen. Ihr wisst nicht, ob nicht Krankheiten oder der Mangel an dem für euer Leben Not­wendigen euch für Augenblicke an meiner Barmherzigkeit (und) an eurer Zubereitung zweifeln lassen werden.

19.  Ich spreche über all dies zu euch, weil die Versuchung alle ihre Künste, all ihre Kräfte gebrauchen wird, um meine Jünger zu treffen ─ meine Jünger, die nicht nur im Spiritualismus zu finden sind, weil sie im ganzen Universum sind. Ich sehe sie verstreut, wenn auch spärlich, aber sie sind überall, weil Ich sie gesandt habe. Sie werden aufgesucht werden, um ihren Geist in seiner Tugend, in seiner Liebe zu Mir, in seiner Liebe zu den anderen auf die Probe zu stellen, um ihn zu beugen, um ihm die Reichtümer dieser Welt, die irdischen, vergänglichen Herrlichkeiten, den Glanz des Ruhmes und irdische Größe anzubieten. Aber ebenso, wie Ich euch mittels des Verstandesvermögens des Menschen warne, so warne Ich all jene Jünger durch Offenbarungen und durch Intuition.

20.  Seid wachsam, sagt euch der Meister! Wenn ihr durch Prüfungen im irdischen Leben berührt werdet und in ihnen oft siegen werdet, werden auch andere Prüfungen für den Geist kommen. Das Jahr 1950 neigt sich seinem Ende zu, und all jene, die sich innerhalb dieses meines Volkes nicht zubereitet haben, werden meine Stimmträger, meine Geistige Welt, die Gemeinde­leiter und auch die Arbeiter in Versuchung führen.

21.  Viele, die mit dem Aufhören meines Wortes nicht einverstanden sind, werden sich erheben ─ all jene, die sich unfähig fühlen, bereits ohne diese Kundgebung zu leben, werden sich erheben, um den Meister zu bitten, dass Er seine Anordnung widerruft, seine Entscheidung ändert und neue Anordnungen für sein Volk erlässt. Doch in all dem wird die Versuchung sein, die ihren Samen sät und die Herzen der Stimmträger berührt, aller ohne Ausnahme. Auf jene, die sie wachend und betend, durch ihr Gewissen erleuchtet antrifft, wird dies keinen Einfluss haben. Doch jene, die sie bereits durch mangelnde Zubereitung, durch Aufbegehren, durch Verwirrt­heit und Furcht vor Verlassenheit beeinflusst antrifft, wird sie gewiss inspirieren, in ihnen wird sie einen Stützpunkt finden, und diese Herzen werden versuchen, meine Lehre in großem Maß zu verfälschen.

22.  Wer ist jener, der bewirken kann, dass der Vater seine göttlichen Entscheidungen ändert? Wahrlich, ich sage euch, nicht einmal Jesus erwirkte dies vom Vater. Als in der Zweiten Zeit die Stunde des Opfertodes des Meisters nahte, suchte Jesus die Einsamkeit des Gartens auf und ließ sich von seinen Jüngern begleiten. Trauer überflutete die Herzen der Apostel, die Vorahnung schwerer Prüfungen bedrückte sie. Aber auch das Herz Jesu war von großer Trauer durchdrungen. Da sagte der Meister zu seinen Jüngern: „Wacht und betet einige Augenblicke mit Mir.“ Doch als der Meister wachte und betete, tat er es nicht nur für jene Jünger, sondern für die ganze Welt.

23.  Das Herz des Meisters als Mensch fühlte sich einen Augenblick lang von allen verlassen, unverstanden und allein, und aus seinem Körper quoll blutiger Schweiß. Dies geschah, als Jesus, seinen Blick und seine Stimme emporrichtend, zum Vater sprach: „Mein Gott, wenn es möglich ist, so nimm diesen so bitteren Kelch von Mir. Doch nicht mein Wille, sondern der Deine geschehe.“

24.  Angesichts der Bitte des Sohnes, dass der Vater seinen Willen zurücknehmen solle, wenn es möglich wäre ─ erhörte der Vater da etwa jene Worte? Wahrlich, Ich sage euch: Nein. Es war niedergeschrieben und angeordnet, und der Meister aller Meister musste sich über jenen gesegneten Körper fühlbar machen, damit der Geist über den Leib siegen würde. Als Ich dann zu den Jüngern zurückkehrte, die schliefen, sagte Ich ihnen: „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“

25.  Wie liebevoll war sein Vorwurf für jenen Körper!

26.  Die Dritte Zeit nähert sich ihrer Vollendung, und daher will der Meister, dass ihr wacht. Ja, meine Jünger dieser Zeit. Denn wenn die (Jünger) des Zweiten Zeitalters in jener gesegneten und feierlichen Stunde schliefen, und der Herr für alle wachte und betete, so will Ich heute, dass ihr wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt, damit ihr zulasst, dass der Vater seinen Willen unter euch vollzieht. Und wenn Er die Stunde seines Abschieds angekündigt hat, wenn Er euch den Augenblick angezeigt hat, an dem Er sein Wort zurückziehen wird, so habt ihr die hohen Anordnungen des Herrn zu befolgen, auch wenn es eine große Prüfung für euch ist. Doch ihr wisst bereits, dass mein Geist ewig gegenwärtig sein wird, dass Ich Mich von Geist zu Geist kundgeben werde, und dass meine Geistige Welt für euch einstehen und euch beschützen wird.

27.  Ihr seid an diese während so langer Zeit erhaltenen Kundgebung gewohnt, habt euch in großem Maß an sie gewöhnt, weshalb ihr durch die Beendigung dieser Kundgebungen Schmerz fühlt. Aber seid stark gegenüber diesem Schmerz, meine Kinder, gebt angesichts dieser Prüfung Zeichen eurer geistigen Erhebung. Doch wahrlich, Ich sage euch: All jene Stimmträger, die diesen Tag gut zugerüstet erreichen, werden fühlen, dass selbst sie für kurze Zeit der Tod streift. Doch Ich werde sie danach auferwecken. Andere werden das Gefühl haben, als ob sie verwaist wären. Doch das einzige, was ausbleiben wird ─ das einzige, was sie verlieren werden, wird der Ton der körperlichen Stimme, der Klang des menschlichen Wortes sein, weil die Schwingung meines Lichts, meines Geistes und meiner Inspirationen euch überallhin folgen wird. Und je stärker eure Vergeistigung dann ist, desto größer wird auch das sein, was der Heilige Geist euch offenbart.

28.  Ach, wenn Ich doch meine Lehre wirklich allen meinen Jüngern dieser Zeit geben könnte, in einer einzigen Schar vereint ─ wenn mein ganzes Volk diese Warnungen vernehmen würde! Aber der letzte Augenblick dieses Zeitabschnitts rückt näher, und Ich treffe euch noch immer entzweit an, geistig distanziert, ohne Liebe der einen zu den anderen. Noch immer werden aus dem Reinsten eures Herzens nicht geistiger Respekt und Nächstenliebe geboren; doch dort sind die Tugenden, die Ich als göttliche Saat in das Herz aller meiner Kinder gesät habe in Erwartung der geistigen Entwicklung, um zum Leben der Gnade wiedergeboren zu werden.

29.  Nur die Vergeistigung wird euch die Vereinigung geben. Solange ihr nicht die Vergeistigung in meinem Werk erreicht habt, wird es keine Barmherzigkeit, noch Verständnis, noch Liebe geben, und ohne diese Tugenden werdet ihr nicht mit Mir vereint sein können. Ich will, dass ihr miteinander vereint seid, damit ihr Zeugnis von eurem Meister ablegt, und Ich auch von euch. Wenn ihr unter den Menschen sagt: „Dies ist mein Meister“, so will auch Ich dem ganzen Erdkreis sagen: „Dies sind meine Jünger.“ Doch Ich muss noch immer an euch arbeiten, und ihr müsst noch lernen und euch betätigen.

30.  Schreitet mit Mir voran, oh meine Kinder, denn Ich werde euch helfen, jede Prüfung zu bestehen. Ich werde euch das Licht geben, damit es auf eurem Weg keine Finsternis gibt. Ich werde immer die liebevolle Stimme sein, die euch nicht erlaubt, zu schlafen. Und wenn dann jene Stunde näher rückt, die bereits sehr nahe ist, in der Ich euch das letzte Wort durch diese Kundgabe sage, dann will Ich unter euch geistige Versenkung, Ergebenheit, wirkliches Verständnis und das Bestreben antreffen, Fortschritte zu machen. Aber weh jenen, die sich meinem Willen widersetzen! Weh jenen, die meine Stimmträger verführen! Weh jenen, die sie in Netze der Versuchung fallen lassen! Denn niemand wird sagen können, dass er unwissend war, niemand wird vor dem Tribunal meiner Gerechtigkeit behaupten können, dass er nicht wusste, was er tat. Welcher Spiritualist weiß nicht, dass Ende 1950 diese Form der Kundgebung durch den Menschen enden wird? Wer weiß nicht, dass Ich allein in meinen hohen Ratsschlüssen dies zu bestimmen habe? Wer hat nicht vernommen, dass Ich ein unerbittlicher Richter bin?

31.  Wenn Ich euch also mein letztes Wort sage, das „Mein Friede sei mit euch!“ sein wird, wird im Materiellen Stille eintreten. Euer Vater wird sein Wort nicht mehr durch den menschlichen Verstand ertönen lassen. Ich habe keinerlei Strafe vorgesehen, habe keinen Galgen für die Kinder aufgerichtet, die Mir nicht gehorchen oder sich meinem Gebot widersetzen ─ für jene, die Mich zu jenem entscheidenden Zeitpunkt auf die Probe stellen. Sie werden Angeklagte ihrer selbst sein, Angeklagte vor ihrem Gewissen. Sie werden jene sein, die ihren eigenen Urteilsspruch unterschreiben, und sie werden auch ihre (eigenen) Henker sein.

32.  Doch welche Frucht werden sie überreichen können, welche Essenz werden sie auf die Herzen der Menschen gießen können? Jener, der sich derartig in Ungehorsam erheben sollte, wird sich mit eigener Hand der Vollmacht, der Gaben und der Aufträge berauben.

33.  Ich kann euch nicht betrügen! Ich bin niemals in einem Akt der Falschheit, Ich verberge Mich nicht im Dunkeln. Meine Wahrheit ist immer nackt. Doch wenn die Menschen die Nacktheit meines Geistes nicht zu sehen vermochten, dann nur, weil sie es nicht wollten. Ich verberge euch meine Wahrheit nicht durch irgendein Gewand. Meine Nacktheit ist göttlich und ist rein, meine Nacktheit ist heilig, und Ich werde sie allen Wesen des Universums zeigen. Als ein Sinnbild derselben kam Ich als Mensch nackt auf die Welt, und nackt ging Ich wieder von euch.

34.  Ich will, dass unter den Meinen immer Wahrheit herrscht, denn Ich bin und werde immer in eurer Wahrheit sein. Ich will, dass Liebe unter euch ist, und meine Liebe wird immer in eurer Liebe sein. Es gibt nur eine Wahrheit, eine einzige wahre Liebe; und wenn diese Wahrheit und diese Liebe in euch sind, werden eure Liebe und eure Wahrheit die meine sein, und meine Wahrheit und meine Liebe werden die eure sein.

35.  So will Ich, dass meine Jünger so sind; denn auch nach 1950 werde Ich weiterhin mit ihnen sprechen: in den Augenblicken ihrer Meditation, bei euren Zusammenkünften, wenn ihr alleine seid. Wenn ihr miteinander unterwegs seid, werdet ihr immer dem Reisenden, dem Wanderer begegnen, der euren Weg kreuzt und euch bittet, dass ihr ihn einladet, mit euch zu gehen, und meine Inspirationen werden sehr groß sein. Dann wird euer Geist Trost erfahren und sagen: „Das, was der Vater vom Jenseits aus sendet, hat Er niemals durch das Verstandesvermögen des Stimm­trägers gesagt. Der Grund dafür ist, dass der Vater sein Werk unter uns fortsetzt.“

36.  So will Ich euch in Wahrheit sehen ─ mit dieser Demut, mit dieser Sanftmut, um Mich euch kundgeben zu können. Denn Ich halte für die Zukunft noch große Lektionen bereit ─ all das, was Ich euch in dieser Zeit nicht übergeben habe. Meine Geistige Welt wird zu eurem Geist kommen, und dies wird die kraftvolle Ermutigung sein, die euch tröstet und euch auf dem Weg aufmuntert: die Nähe des Vaters, die wirkliche Gegenwart von Ihm und seiner Geistigen Welt, die Nähe seines Reiches unter euch. Und wenn ihr dann zu den Menschenscharen geht, sollt ihr bei ihnen Zeugnis ablegen und ihnen erzählen, dass Ich und meine Geistige Welt bei euch gewesen sind, übermittelt durch das menschliche Verstandesvermögen ─ dass ihr es gewesen seid, die mit dem Vater gesprochen haben, und die mit meinen gesegneten Wesen Gespräche geführt haben.

37.  Wenn die Welt euch fragen sollte: „Und dieser Gedanken­austausch und jene geistigen Gespräche ― haben diese bei euch aufgehört?“ Dann sollt ihr sagen: „Die Zwiesprache mit dem Vater ist ewig. Er hat seine Kinder vom Beginn ihrer Entwicklung an aufgesucht, und in jedem Augenblick hat Er mit seinen Geschöpfen kommuniziert. Doch im Lauf der Zeit hat Er eine bessere, vollkommenere, höhere und geistigere Kundgebungsform angestrebt.“ Wenn ihr mit dieser Einfachheit sprecht, wird die Menschheit viele göttliche Offenbarungen verstehen, und ihr werdet bewirken, dass die dunkle Augenbinde abfällt, die verhindert, dass der Geist meine Wahrheit begreift. So werdet ihr bewirken, dass auch sie meine Größe erkennen, und dass der Fanatismus und die Abgötterei aus den Herzen verschwinden.

38.  Auf diese Weise werden die stolzen Bauwerke, die Altäre aus Gold und Silber, die Riten voller Pomp fallen, sie alle werden von selbst fallen, nur von der Zeit besiegt. Doch es ist die Abgötterei, der Tempel des Fanatismus, der im Herzen der Menschen lebt, der nach meinem Willen einstürzen, zerstört werden soll. Und den Menschen, die Mich am meisten verletzt haben, werde Ich alles entreißen, was sie in ihren Herzen bewahren, damit keine Spur von diesen Entweihungen zurückbleibt.

39.  Oh gesegnetes Volk Israel! Seid erfüllt von meiner Kraft und meinem Licht. Denn wenn Ich euch in meinem Wort immer schwere Prüfungen und schmerzliche Ereignisse ankündige, dann deshalb, damit ihr euch vor ihnen schützen könnt und sie heil übersteht. Aber in meinem Wort verströme Ich auch immer Heilbalsam und Freude, Zuversicht und Hoffnung in euer Herz und euren Geist. Eurem Herzen kündige Ich ein besseres Leben auf der Erde an und bereite es vor. Ich tröste und segne euer menschliches Herz ─ sei es das eines Kindes, eines Jugendlichen, eines Mannes oder einer Frau im reifen Alter oder im höheren Alter ─ und eröffne euch neue Möglichkeiten auf dem Lebensweg, um Segnungen auf euren Weg zu gießen. Ich lehre euch die beste Art und Weise, auf der Welt Frieden zu finden, die Früchte kennenzulernen, die süß im Mund schmecken. Ich lehre euch, welche jene erlaubten Werke sind, die euch auf dieser Welt, die ein Tränental ist, glücklich und meines Friedens würdig machen können. Ich stärke eure Bande der Liebe zu euren Kindern, Eltern, Geschwistern, Verwandten oder Freunden und zwischen Völkern. Auch lehre Ich euren Geist ein weiteres Mal das Leben im Jenseits, das ihr durch Verdienste erreichen könnt. Denn ihr alle werdet unausweichlich ohne irgendeine Aus­nahme ins Jenseits gelangen; denn der Tod kommt nicht nur im Alter, er kommt nicht nur mit der Müdigkeit des Lebens ─ er kommt zu jeder Stunde, an jedem Tag, in dem am wenigstens erwarteten Moment. Denkt daran, dass ihr alle ─ absolut alle ─ dieses Leben hinter euch lassen werdet.

40.  Doch wenn ihr dieses menschliche Leben, das ihr lebt, genießt und erforscht ─ wenn ihr dieses Leben, dessen ihr euch erfreut und das ihr erleidet, das ihr so sehr studiert und dem ihr auch dient, niemals ganz erkannt habt ─ wie wird dann wohl jenes andere sein, das über diesem steht? Euer Geist kennt etwas von ihm, aber dieses Etwas ist nicht alles. Die einen mehr und die anderen weniger ─ sie alle haben das Tal des Geistes durchlebt, jene hohen Regionen, jene höheren Welten als diese Welt. Aber dennoch muss euer Geist immer bereit sein, um in andere Welten einzudringen ─ nicht in diejenige, die ihr das letzte Mal verlassen habt, sondern in eine andere, höhere, auf einer höheren Stufe der Leiter zur geistigen Vollkommenheit. Deswegen komme Ich zu euch, deshalb spreche Ich zu euch nicht über das irdische Leben, sondern auch über das Leben des Geistes. Denn es ist länger, es ist das vollkommene Leben, weil es die Wohnstätte ist, in der ihr ewig bleiben werdet, und Ich nicht will, dass ihr verstört seid, wenn ihr zu ihr gelangt. Ich will nicht, dass euer Geist sich unwürdig fühlt, an meine Tür zu klopfen ─ Ich will nicht, dass euch der Schritt von diesem Leben zum anderen verwirrt. Denn dieser Schritt ist von entscheidender Bedeutung, er ist eine Prüfung, ein Kampf, in Wahrheit.

41.  Ich ziehe nicht euer ganzes Denken vom menschlichen Leben ab. Ich bin es, der euch eine Körpermaterie gegeben hat, der euren Geist inkarnieren ließ. Es ist meine Barmherzigkeit, die euch aus­gesandt hat, um auf der Erde zu leben, der diesen Planeten mit jeder Art von Gaben, Naturreichen, Elementen, Geschöpfen voller Nutzen für eure Ernährung, Erhaltung, Erquickung und Entwicklung ge­schmückt und gesegnet hat. Ich bin es, der euch verehelicht, der euch den Auftrag gibt, zu wachsen und sich zu vermehren.

42.  Ich bin es, der die Arbeitswerkzeuge in eure Hände legt, und der diese Arbeit und eure Frucht segnet. Ich bin es, der den Schweiß auf eurer Stirn segnet. Daher kann Ich nicht der sein, der euch von eurer Pflichterfüllung abhält, solange ihr wirklich mit ihr beschäftigt seid. Aber erfüllt sie, wie es sich für euch gehört, mit Demut, mit Achtung und Barmherzigkeit gegenüber euch selbst und auch mit Barmherzigkeit gegenüber den anderen, dann werdet ihr mit den geringsten irdischen Mühen eine Frucht ernten, die eurem Herzen Frieden und Lieblichkeit schenkt.

43.  Doch abgesehen von jenen Pflichten, jenen Liebes­beziehungen, Gefühlen und Banden, die euch miteinander vereinen, verlange Ich auch Aufmerksamkeit und Zeit für euren Geist, für jenes höhere Wesen, das allen Regungen eures Herzens, eures Ver­standes und eures ganzen Wesens vorsteht ─ für jenes Wesen, das eure Körperhülle regiert, für jenes Wesen, das mein Diener ist, und dem eure Körpermaterie dienen soll. Ich will, dass ihr auch ihm Zeit gewährt für seine Meditation, für seine Arbeit, für seine Entfaltung, für seine Gottesverehrung, für seine geistigen Pflichten gegenüber seinem Vater und gegenüber den anderen Geistwesen.

44.  In meiner Lehre und in meinem Gesetz habe Ich zu allen Zeiten alle Gesetze, alle Pflichten, alle Verehrungsformen vereinigt. Ebenso komme Ich in dieser Dritten Zeit zu euch und unterweise mit dieser Weite, damit ihr nicht in neuen Fanatismus geratet, damit ihr nicht in Geheimniskrämerei noch in Versuchung fallt und bei der Erfüllung aller eurer Pflichten einfach seid, damit der Geist nicht fanatisch wird, noch der Körperhülle seine Pflichten erschwert ─ damit der Geist kein Hindernis für das Herz noch für den Verstand ist, sodass auch die Körpermaterie willig ist und sich das Gewissen in der Körpermaterie fühlbar macht, damit auch sie nicht den Geist an seiner Erfüllung hindert.

45.  Dies sind meine Jünger. Wohl denen, die meine Lektion wirklich nutzen. Wohl denen, die wachen und beten in diesem Prüfungsjahr ─ in diesem Jahr, in dem Versuchungen und Verwirrungen auf euch treffen werden. So könnt ihr stark sein, könnt ihr alles durch das Gebet, durch Wachsamkeit, durch die Ausübung meiner Lehre überwinden und möget ihr euch vereinigen und einander lieben und Barmherzigkeit erweisen. Ich will nicht, dass Hindernisse für die Entfaltung meiner Mani­festationen entstehen, dass unter euch Unterschiede auftreten, sondern dass Verständnis herrscht. Dann werde Ich Mich weiterhin durch mein Wort im Schoß dieses Volkes kundgeben und durch alle Stimmträger in allen Versammlungsstätten.

46.  Wacht für alle, wacht für euch selbst, damit das Gute und der Friede schließlich eure Differenzen überwinden, damit mein Reich bei euch das Reich der Lüge, der Finsternis und des Bösen besiegt.

47.  Ich will Mich in euch als Sieger erheben ─ Ich will, dass ihr euren Vater als König der Heerscharen betrachtet, der das Böse in euch besiegt, und euch selbst als Soldaten voll geistiger Würde, voll Zufriedenheit und Frieden. Dann wird man den Hymnus der Universellen Harmonie beim größten der Siege vernehmen ─ jenem Triumph, der kommen wird, bei dem jedoch weder euer Vater noch ihr selbst bekümmert sein werdet, wenn es durch eure Liebe Besiegte geben wird. Unsere Besiegten werden nicht die Geistwesen sein ─ es wird das Böse sein, alle Dunkelheiten, Sünden und Unvollkommenheiten. Der Triumph des Vaters wird in der Errettung aller zurückgebliebenen Geistwesen bestehen, die in der Finsternis und im Bösen verwurzelt waren. Ihr befindet euch in einem Irrtum, wenn ihr glaubt, dass jemand verlorengehen wird. Ich wäre nicht mehr Gott, wenn ein einziger Geist keine Erlösung finden würde. All jene, die ihr Dämonen nennt, sind gleichfalls Geistwesen, die aus Gott hervorgegangen sind, und wenn sie heute verwirrt sind, so werden auch sie Erlösung finden. Wann wird das wahre Licht in ihnen sein? Dann, wenn ihr zusammen mit den geistigen Heerscharen des Lichts ihre Un­wissenheit und ihre Sünde mit eurem Gebet und euren Werken der Liebe und Barmherzigkeit bekämpft.

48.  Eures Vaters und euer vollkommenes Glück wird der Große Tag des Herrn sein. Das Universelle Festmahl wird stattfinden, wenn ihr euch einst alle an seinem Tisch vom Brot des Ewigen Lebens nährt.

Mein Friede sei mit euch