Über das geistige Gebet

Israel! Ich habe nur zu eurem Geist gesprochen, habe ihn gestärkt und geheilt. Es ist mein Wille, dass diese Kraft, dass dieses Licht, das wie Heilbalsam über jeden einzelnen eurer Geister ausgegossen wird, auch von eurem Körper empfunden wird, dass auch euer Fleisch an diesem Frieden teilhat, dass eure Gehirne von diesem Licht erleuchtet werden, dass euer Blut durch dieses Leben gestärkt wird und dass auch eure Leiden durch diesen Heilbalsam gelindert werden.

Ich habe eurem Geist das Brot gereicht; er möge das Brot des ewigen Lebens essen; er möge sich mit allem, was der Geist benötigt kleiden, und es ist mein Wille, dass auch euer Fleisch sich mit Tugend, mit Moral und mit Kraft bekleidet; dass euer Geist auch das Fleisch erhebe und es nähre und zur Erfüllung der materiellen Pflichten führe, dass er ihm die Kraft und Nahrung spüren lasse, die er selbst durch das Hören meines Wortes empfangen hat.

Mit diesen Worten will der Meister folgendes sagen: Was euer Geist empfängt, das empfängt auch eure Körpermaterie. Ich lehre euch: Esst, mein Volk, esst; denn wenn nur euer Geist vor meine Füße tritt, so betrachte Ich durch euren Geist (auch) eure materiellen Bedürfnisse. Durch euren Geist erblicke und spüre Ich euer Schicksal, eure Klagen, alle eure Bitten und eure Nöte, und es ist nicht nötig, dass ihr sie Mir Punkt für Punkt auflistet, denn Ich sehe, dass eure Listen unvollständig sind; Ihr habt mich nicht um alles gebeten, was ihr benötigt, denn nicht einmal ihr selbst wisst, was ihr braucht. Doch Ich bin derjenige, der alles spürt, was ihr benötigt – nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Zukunft.

Lasst euren Geist sich stets vor Mir niederwerfen, wenn er kommt, um mich um Vergebung zu bitten und sich in meine Arme wirft, wenn er zerknirscht und reumütig ist; denn alles andere weiß Ich in Wahrheit und im Geist – so wie Ich in diesem Augenblick von meinem hohen Thron aus die Gaben des Friedens, des Lichts, der Kraft, des Heilbalsams, der Eintracht, der Vergebung, der Annäherung der abwesenden Wesen und der Lösung von Prüfungen ausgegossen habe; und Ich habe auch Läuterungen (eures Geistes) bewirkt; und Ich habe eure Heime gesegnet und eure Kranken.

Ich habe meinen Segen und meinen väterlichen Kuss der gesegneten Kindheit gegeben, die ihr Mir vor Augen führt; Ich überreiche dem Greis noch einmal den Stab und habe einen unsichtbaren Wächter zur Rechten der Jungfrauen und der ganzen Jugend zurückgelassen; Ich schenke der Frau, der Ehefrau, der Mutter der Familie, der Frau, die durch die Schicksalsschläge des Lebens, durch Undankbarkeit und Leiden in Erschöpfung gerät, Kraft sowie eine Liebkosung.

Ich bin gekommen, um euch einen Kelch zu reichen, doch keinen Kelch der Bitterkeit, sondern einen Kelch mit Honig für eure Lippen, damit ihr Geduld habt, damit ihr inmitten so vieler Leiden und Bitterkeiten diese Liebe kostet, die aus dem Jenseits herabkommt, und damit ihr genügend Kraft und Licht habt, um Schritt für Schritt eure Bestimmung zu erfüllen. Doch es werden nicht die Euren sein, die euch hier (auf Erden) krönen; denn diese Krone bestünde nur aus Dornen, aus Undankbarkeit, aus vergänglichen, flüchtigen Blumen. Ich bin es, der euch die wahre Krone auf die Schläfen setzen wird.

Folge jeder seinem Schicksal, seiner Mission und seinem Weg mit der Kraft, die Ich euch in diesem Augenblick schenke, und nehmt meinen Segen und meine Vergebung in meinem Namen, denn Ich bin der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Unveröffentlichte Unterweisung aus der Versammlungsstätte „El Redentor“, Sonntag, 19. September 1948