Autor: Cristina Marti Schneider

  • Das Erste Siegel

    „Die erste dieser geistigen Entwicklungsetappen in der Welt wird durch Abel versinnbildlicht, den ersten Diener des Vaters, der Gott sein Sühneopfer darbrachte. Er ist das Symbol des Opfers. Der Neid erhob sich gegen ihn.“ (U. 161,54)

    „Die erste Stufe wird durch Abel, den Sohn von Adam und Eva symbolisiert. In Überwindung seiner niedrigen Leidenschaften brachte er Gott sein Opfer und sein Gebet dar. Seine Reinheit und Erhebung erregte den Neid seines Bruder Kais, der ihn erschlug. Darum symbolisiert diese erste Stufe das Opfer.“ (Buch Dritte Zeit, S.1)

    Kain und Abel

    „Und der Mensch erkannte Eva, seine Frau, und sie wurde schwanger und gebar Kain, und sie sprach: Ich habe einen Sohn bekommen mit Hilfe des Herrn. Und sie gebar wieder, Abel, seinen Bruder. Abel wurde Schafhirt, und Kain wurde Ackerbauer. Nach geraumer Zeit aber brachte Kain dem Herrn von den Früchten des Ackers ein Opfer dar. Und auch Abel brachte ein Opfer dar von den Erstlingen seiner Schafe und von ihrem Fett. Und der Herr sah auf Abel und sein Opfer, aber auf Kain und sein Opfer sah er nicht. Da wurde Kain sehr zornig, und sein Blcik senkte sich. Der Herr aber sprach zu Kain: Warum bist du zornig, und warum ist dein Blick gesenkt? Ist es nicht so: Wenn du gut handelst, kannst du frei aufblicken. Wenn du aber nicht gut handelst, lauert die Sünde an der Tür, und nach dir steht ihre Begier, du aber sollst Herr werden über sie. Darauf redete Kain mit seinem Bruder Abel. Und als sie auf dem Feld waren, erhob sich Kain gegen seinen Bruder Abel und schlug ihn tot.“ (Genesis 4,1-8)

    Das Gleichnis vom vierfachen Acker und seine Deutung

    „Seht, der Sämann ging aus, um zu säen. Und beim Säen fiel etliches auf den Weg; und die Vögel kamen und frassen es auf. Anderes fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde fand, und ging sogleich auf, weil die Erde nicht tief genug war. als aber die Sonne aufging, wurde es versengt, und weil es keine Wurzeln hatte, verdorrte es. anderes fiel unter die Dornen, und die Dornen schossen auf und erstickten es. Wieder anderes fiel auf guten Boden und brachte Frucht: das eine hundertfach, das andere sechzigfach, das dritte dreissigfach. Wer Ohren hat, der höre. (…)

    So hört nun das Gleichnis vom Sämann: Immer wenn jemand das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und raubt, was in sein Herz gesät ist. Hier ist der Same auf den Weg gefallen. Der Same, der auf den felsigen Boden gesät wurde: Hier hört einer das Wort und nimmt es sogleich freudig auf, doch er hat keine Wurzeln, sondern ist unbeständig. Wenn es dann zu Bedrängnis und Verfolgung kommt um des Wortes willen, kommt er gleich zu Fall. Der Same, der unter die Dornen fiel: Hier hört einer das Wort, und die Sorge dieser Welt und der trügerische Reichtum ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht. Der Same, der auf guten Boden gesät wurde: Hier ist einer, der das Wort hört und versteht. Der trägt dann Frucht, sei es hundertfach, sei es sechzigfach, sei es dreissigfach.“ (Matth. 13,3-9 + 13,18-23)

    Die erste Aussage Jesu am Kreuz

    Und Jesus sprach: „Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lukas 23,34)

    Analyse:

    Abel hat den guten Boden in sich zubereitet, indem er seine niederen Leidenschaften überwand und Gott vor allem Geschaffenen liebte, in dem er Ihm die Erstlinge seiner Schafe, das Beste was er hatte, opferte. Abel pflegte seine Beziehung mit Gott durch das Gebet. Dadurch erreichte er, dass sein Besitz ihn nicht blind machte angesichts der geistigen Dimension des Lebens. Sein Opfer wurde von Gott angenommen, und dies wurde äusserlich auch für Kain sichtbar. Dadurch wurde Kains Zorn erweckt und aus Neid erschlug er ihn. Abel symbolisiert das Opfer, dies in mehrfachem Sinne; denn einerseits hat er es verstanden, sich auf das Wesentliche im Leben auszurichten, auf die geistige Dimension, auf das Wahre Leben, wodurch er die niederen Leidenschaften überwand, so dass sie ihn nicht mehr beherrschten. Er wurde aber auch Opfer vom Zorn und dem Neid von Kain, der ihn erschlug. Jesus weist uns mit Seiner ersten Aussage am Kreuz darauf hin, dass wir mit Vergebung auf solche Reaktionen antworten sollen. Vergebung und die Überwindung äusserlich-materiellen Bedürfnissen und Sorgen als auch die Überwindung bzw. Zügelung der körperlichen Leidenschaften führen zur geistigen Erhebung unseres Lebens, zur Vergeistigung, und zur Reinigung unserer Seele. Der Erste Siegel stellt die Erste Stufe unserer geistigen Entwicklung dar und der Anfang unseres geistigen Weges. Konkret bedeutet das, dass wir in unserem täglichen Leben unsere Gedanken und Gefühle konstant beobachten und alles „Ungute“ im Gebet Gott darbringen sollen. Diese tägliche Reinigung bereitet den Boden in uns vor, damit unser wahres Ich, unser Geist, der Göttliche Funke in uns, auferstehen kann.

  • Das Buch der Sieben Siegel

    Autor: Cristina Marti Schneider

    Das aus der Johannesoffenbarung bekannte „Buch des Lebens“ (Apokalypse 5,1) enthält die Geschichte der Menschheit, wie sie von Gott vorausgesehen wurde. Es ist in sieben grosse Kapitel unterteilt, die alle ein besonderes Siegel haben. Diese Siegel wurden von Christus gelöst (Apokalypse 5,5-13), damit das in dem jeweiligen Kapitel des Lebensbuches enthaltene Licht, der Wille und Erziehungsplan Gottes, sich in der Menschenwelt auswirken und verwirklichen konnte. Dabei wird die Hauptlehre der betreffenden geistigen Entwicklungsstufe der Menschheit in einem symbolischen Geschehen von einem Auserwählten Gottes versinnbildlicht, als Leit- und Vorbild dieser Epoche und aller späteren Zeiten.

    In den Erläuterungen der Geistigen Lichtwelt, die sich ebenfalls zwischen 1866 und 1950 kundgaben, um das Wort des Herrn zu erklären, heißt es bei E. 29, dass die sieben Gleichnisse vom Reich Gottes, die Jesus erzählte, und Seine sieben letzten Worte am Kreuz, mit dem Inhalt der Sieben Siegel in Verbindung stehen. In dieser Studie möchten wir dieser Empfehlung nachgehen.

  • Geistiges Gesicht einer Frau: Apokalyptische Zeichen

    Geistiges Gesicht einer Frau: Apokalyptische Zeichen

    Geschwister, der Herr gewährte mir die Erdkugel zu betrachten, als ich plötzlich sah, wie ein Flackerfeuer sich entzündete und wie brennende Lava sich über sie ergoss, und ein Drittel der Erdkugel verschwand, wie ich dies schon bei anderen Gelegenheiten (im Geist) gesehen habe.

    Als aber dies vorüber war, sah ich die Erdkugel, als ob sie ihre Bewegung verändere, und sie sah nicht mehr wie eine Kugel aus, sondern ungestaltig.

    Dann sah ich eine Quelle von kristallklarem Wasser, ihr näherten sich drei Amerikaner, die von dem Wasser nahmen und sich auf einem sehr langen Weg entfernten. Ich sah nicht das Ende jenes Weges, aber dann konnte ich die Unterhaltung jener Amerikaner hören deren Gesichter ich nicht sehen konnte. Einer von ihnen sagte: „Die Zeit der Prophezeiung ist gekommen, sie hat sich erfüllt.“

    Die Flammen haben sich entzündet und es sind vier. Eine davon vertritt die menschliche Weisheit, mit grosser Macht, mit grosser Vollkommenheit. Die Menschheit hat grosse Dinge geschaffen, doch sie haben der menschlichen Hand auch den Unterhalt und die Arbeit entzogen. Die Katastrophen sind eingetroffen, und das Wort tut sich kund in allen Teilen der Natur.

    Die Zweite Flamme sagt: Die Wassermassen werden in das Meer und auf die Erde niederstürzen, es wird grosse Katastrophen geben, schwere Krankheiten, Hunger, Pest, Tod.

    Die Dritte Flamme ist auch gegenwärtig. Der Vater hat die Gehirne erweckt, Er hat das Zeitalter angekündigt, um durch Vermittlung der Menschheit die Lehre Seines Wortes übergeben zu können, die Lehre Seiner Liebe und Seiner Wahrheit; Herzen werden sie erforschen, der Verstand sie begreifen, und die Hände werden sie ausführen. Die einen werden sich lustig machen über das, was die Brüder und Schwestern ihnen zu sagen haben, die anderen werden aufmerksam zuhören, denn in ihren Herzen fühlen sie die Wahrheit jener Worte.

    Die Vierte Flamme ist entzündet worden, und nach kurzen Augenblicken wird es grosse Erschütterungen auf der Erde geben. Jene grossen Gebäude und Fabriken, alles was die Hand des Menschen mit so viel Weisheit, mit so viel Vollkommenheit erstellt hat, wird zusammenstürzen, und dann werden alle ihre Hände erheben zum Gebet und den Allerhöchsten um Erbarmen bitten, um erhabene Hilfe, die sie erlangen werden, denn Gott ist Liebe.

    Dann Geschwister, durch die Bitte, die wir vorgebracht haben, kann ich nun sagen, dass das Geistige Wesen sich näherte und sagte: „Oh dummer Wanderer, wie einfach ist das Wort des Herrn, und du verstehst es nicht. Warum versteifst du dich, die Dinge nach deinem Willen zu glauben? Warum verschliesst du die Türen deines Herzens und hörst nicht die Stimme des Gewissens, die zu dir spricht; dies ist die Ausstrahlung Gottes, dies ist das Licht, dies ist die Wiege des Heiligen Geistes. 

    (Aus Walter Maier: Zeitzeuge der Göttlichen Belehrungen von Mexiko, S. 43)

  • Ab 1950 wird sich Gott nur noch von Geist zu Geist offenbarten

    Ab 1950 wird sich Gott nur noch von Geist zu Geist offenbarten

    Die Kommunikation von Geist zu Geist beginnt mit dem Gebet, setzt sich fort mit der Meditation und geht von dort in die Aktion über: Gebet, Meditation, Aktion, Ausübung und Erfüllung sind. Auf diese Weise werdet ihr die Vergeistigung erreichen und werdet das starke Israel sein, wie es euch der Meister gelehrt hat.

    Nach 1950 wird sich der Herr wie auch Seine Geistige Lichtwelt weiterhin offenbaren, doch nicht mehr mittels Stimmträger oder Begabte (facultad), sondern von Geist zu Geist. Und diese Kommunikation wird nicht das Jahr 1951 abwarten, (um sich bemerkbar zu machen), denn ihr übt diese bereits aus, wenn ihr eure Sinne von allem entfernt, was zur Welt gehört und eure Gedanken und euren Geist zum Herrn erhebt.

    Denkt (darüber) nach, kommuniziert ihr etwa von Materie zu Geist? Nein, ihr hält Zwiesprache mit Gott von Geist zu Geist, sei es in der Nische eures Schlafzimmers, auf dem Weg oder in der Einsamkeit der Felder.

    Ohne vor euren Augen irgendein Bild (oder) Sinnbild zu haben, ohne dass eure Lippen ein Wort aussprechen, löst sich euer Gedanke ab, erhebt sich euer Geist, indem er sich vom Fleisch und von der Welt entfernt und mit seinem Herrn kommuniziert.

    Und dies habt ihr schon in anderen Zeiten getan, nicht mit der Weite und Entfaltung, mit welcher ihr sie nach 1950 tun werdet, noch mit der Bewusstheit, mit welcher ihr sie nach dieser Zeit ausüben werdet.

    Wie viele Gaben werdet ihr entfalten, die ihr noch verborgen und latent habt! Gerade die geistige Not wird es sein, die euch nach 1950 anhalten wird, viele Gaben zu entfalten, die euch unbekannt sind.

    Wir, eure Beschützer und Freunde, haben euren Geist sensibilisiert, damit er sich nach 1950 nicht in seiner Entfaltung aufhalte, damit er vorbereitet sei für die Zwiesprache von Geist zu Geist.

    Erläuterung der Geistigen Lichtwelt 2, 39-45

  • Moses als Vorbild

    Lang ist der Weg den Israel seit Moses zurückgelegt hat, um sich der wahren Kommunikation anzunähern.

    Als Moses in der Ersten Zeit sein Volk zusammenführte ̵ welches dasselbe ist, das sich zum Grösstenteil in dieser Nation eingefunden hat ̵ und sich Israel am Bergrücken des Sinai niedergelassen hatte, nahm Moses den Weg zum Gipfel auf sich, denn er wusste, dass er dort in der Einsamkeit jenes Berggipfels leichter in direkte Kommunikation mit seinem Herrn treten konnte. Als Demuts- und Liebesbeispiel, als Zeichen des Respekts, wagte Moses nicht sein Angesicht zu erheben, um den Herrn in irgendeiner Figur zu schauen versuchen. (Ex. 19, 11-25)

    Der Führer Israels schloss seine Augen (und) hielt seine Ohren zu, damit die Welt mit ihrer Unreinheit nicht zu ihm gelange. Auf diese Weise war die Stimme des Vaters die Einzige, die Moses vernahm, war das Licht des Vaters das Einzige, das seine verschlossenen Augen sahen.

    So gewaltig war jene Kundgabe Göttlicher Macht, dass sogar ein Mann mit der geistigen Stärke von Moses auf die Erde niederknieen musste, und nur der Gehorsam jenes demütigen Geistes war es, welcher ihn angesichts solch großartiger Kundgebung zurückhalten konnte. Die Stimme des Vaters wurde durch den Geist und die Materie Moses‘ vernommen. Auf diese Weise vermaterialisierte sich die Stimme, die dem Dröhnen der mächtigen Winde des Meeres glich. Doch inmitten jenes wunderbaren Knallens, jenes Brausen, hörte man klar die Stimme Jehovas (Ex 19,18-19).

    In dieser Dritten Zeit seid ihr an der Reihe -wie früher Moses – den Gipfel des Berges zu erklimmen, auf welchem der Vater euch mit offenen Armen erwartet. Doch dieser Berg wird nicht mehr der materielle Sinai sein, sondern der geistige Berg, und dort werdet ihr nicht mehr die vermaterialisierte Stimme von früher hören, wie Moses sie hörte, sondern die geistige Stimme eures Herrn.

    Ihr wisst nicht ob ihr wenig oder (schon) viel gestiegen seid, um auf den geistigen Gipfel zu gelangen. Ihr wisst nur, dass ihr weitersteigen müsst, Schritt für Schritt, durch die Erfüllung des Liebes(gebotes), das sich im Göttlichen Gesetz befindet.

    Die vollkommene Kommunikation von Geist zu Geist wird (dann) sein, wenn ihr im Schoss des Vaters angelangt seid; wenn euer Geist den ganzen Pfad zurückgelegt hat und verstanden hat, was Sein Vater ist; wenn er die vollständige Erkenntnis seiner selbst hat und den Grund seines Schicksals erkennt; wenn er alles erkennt, was sein Geist durch den Willen Gottes wissen soll.

    Erläuterung der Geistigen Lichtwelt 2, 32-38

  • Die Vergeistigung als Basis

    Nach 1950 wird euer Geist sich mittels der Vergeistigung, der Lauterkeit, der Reinheit und der guten Werke erheben; er wird sich mit Eifer und Hingabe der guten Ausübung der Lehre und des Gesetzes widmen und gemäß eures Fortschrittes wird die Kommunikation von Geist zu Geist jedes Mal vollkommener sein; die Offenbarungen, die ihr im großen Maß vom Vater als auch von der Geistigen Lichtwelt empfangen werdet, werden immer grösser und reiner sein.

    Ihr, die ihr die Kommunikation durch das menschliche Verstandesorgan genossen habt, werdet es nicht sein, welche die Zwiesprache von Geist zu Geist zu ihrer höchsten Entwicklung bringen werdet, nein. Die neuen Generationen, eure Kinder werden es sein, welche die höchste Kommunikation erlangen werden. Ihr sollt ihnen verantwortungsvoll den Weg bereiten, mit den Lehren eines Gottes der Ewigkeit, mit einem Heiligtum im Herzen, mit einem höchst geistigem Kult und mit der Sehnsucht nach der Zwiesprache von Geist zu Geist.

    Eure Kinder werden keine materiellen Symbole, Rituale und Zeremonien mehr kennen. Und die Kinder eurer Kinder werden einen noch reineren geistigen Gotteskult haben. Und so werdet ihr euch von Generation zu Generation immer mehr der vollkommenen Kommunikation von Geist zu Geist nähern.

    Erläuterung der Geistigen Lichtwelt 2, 29-31

  • Die Zwiesprache von Geist zu Geist

    Die Zwiesprache von Geist zu Geist

    Schon zu allen Zeiten hat Gott durch vorbereitete Menschen und göttliche Gesandte gesprochen. Heute ist der menschliche Geist so entwickelt, dass der Mensch ohne Vermittler von „Geist zu Geist“ mit Seinem göttlichen Vater Zwiesprache halten kann.

    Christus und Seine Geistige Lichtwelt offenbaren sich uns über die Intuition, über unser Gewissen, über Träume und Visionen. Menschen, die ein reines und einfaches Leben führen geniessen diese Zwiesprache von Geist zu Geist, oft ohne dass sie sich dessen bewusst sind.

    Im Folgenden werden Stellen aus dem Dritten Testament zitiert, welche diese Zwiesprache erläutern und erklären.

    • Moses als Vorbild

      Lang ist der Weg den Israel seit Moses zurückgelegt hat, um sich der wahren Kommunikation anzunähern. Als Moses in der Ersten Zeit sein Volk zusammenführte ̵ welches dasselbe ist, das sich zum Grösstenteil in dieser Nation eingefunden hat ̵ und sich Israel am Bergrücken des Sinai niedergelassen hatte, nahm Moses den Weg zum Gipfel auf…

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    • Die Vergeistigung als Basis

      Nach 1950 wird euer Geist sich mittels der Vergeistigung, der Lauterkeit, der Reinheit und der guten Werke erheben; er wird sich mit Eifer und Hingabe der guten Ausübung der Lehre und des Gesetzes widmen und gemäß eures Fortschrittes wird die Kommunikation von Geist zu Geist jedes Mal vollkommener sein; die Offenbarungen, die ihr im großen…

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  • Fortschritt der Wissenschaft und Entwicklung des Geistes: Wie hängen diese zusammen?

    Fortschritt der Wissenschaft und Entwicklung des Geistes: Wie hängen diese zusammen?

    Autor: Alfredo Melendez

    U. 106,6. Die menschliche Wissenschaft ist der materialisierte Ausdruck der geistigen Befähigung, welche der Mensch in dieser Zeit erreicht hat. Das Werk des Menschen in dieser Zeit ist nicht nur ein Produkt des Verstandes, sondern auch seiner geistigen Entwicklung.

    Dieser Vers besagt, dass die menschliche Wissenschaft der materialisierte Ausdruck der geistigen Befähigung der Menschen ist. Bezieht sich dieser Vers auch auf die Entwicklung der Seele oder bezieht es sich auf den Einfluss des Geistes, wenn die Wissenschaft aus Nächstenliebe betrieben wurde?

    Gemäß der Erläuterung 50 der Geistigen Lichtwelt ist „die Entwicklung des Geistes an die Entwicklung der materiellen Dinge gebunden“, d.h. an die Entwicklung der Seele. Insofern, findet die Entwicklung der Seele tatsächlich im Gleichschritt mit der Entwicklung des Geistes statt.

  • Geschieht die Entwicklung der Seele parallel zur Entwicklung des Geistes?

    Geschieht die Entwicklung der Seele parallel zur Entwicklung des Geistes?

    Autor: Alfredo Melendez

    Ja, gemäss der E. 50 der Geistigen Lichtwelt ist die Entwicklung des Geistes an die Entwicklung der Seele, die ihm zugeteilt wurde, gebunden.

    „Auf diese Weise, vermöge der Einswerdung dieser Pole, Geist und Seele, ist die Wiedergutmachung des Geistes mit der Entwicklung der materiellen Dinge vereint, damit der Geist alles Materielle regiere, das der Vater für ihn geschaffen hat. Der Vater legte dem Sohn eine Erde zu Füßen, damit er darauf herrsche 2 und seinen Willen ausübe. Doch um den Geist an die Materie zu binden, hat er den Geist mit der Seele vereint und diese wiederum mit dem Körper. (GLW E. 50,12-14)

    Wenn es heisst, dass die Entwicklung des Geistes an die Entwicklung der materiellen Dinge gebunden ist, dass der Geist die Erde regieren soll und der Geist sich mittels der Seele ausdrückt als auch mit der Materie interagiert, so müssen wir daraus folgern, dass die Seele sich mit dem Geist entwickeln muss, damit es ein vollkommenes Werkzeug werde und der Geist völlige Herrschaft über die Mateire haben kann. Denn, wie könnte ein erhobener Geist diese Herrschaft ausüben ohne ein geeignetes Werkzeug dafür zu haben?

    Es gab manche die in Betracht zogen, dass man, je nach Entwiklungsgrad des Geistes, ihm eine andere, ähnlich entwickelte Seele gewähren könne, doch wenn es so wäre: Weshalb heisst es dann, dass der Geist an die Entwicklung der materiellen Dinge gebunden ist? Gibt es etwa eine bessere Form, damit die menschliche Seele sich entwickle, als sie mit dem Geist zusammen sich entwickeln zu lassen, dem sie zugewiesen wurde? Gibt es für den Geist eine bessere Wiedergutmachung als jene, zu lernen, die Seele, die ihm zugeteilt wurde, zu führen und sie zur Entwicklung zu bringen?

    Es gibt ausserdem einige Arten und Weisen, festzustellen, dass der Geist, wenn er desinkarniert, mit der Seele vereint bleibt, und dass es dieselbe Seele ist, die mit dem Geist wieder inkarniert. Darüber werden wir vielleicht später sprechen.

    Ich glaube, dass wir uns nicht vorstellen könnten, in welchem Grad der Geist mittels der Seele Herrschaft über die Materie haben könnte; Doch der Meister erlaubt in der Unterweisung 264, dass wir uns eine Idee davon machen:

    „Ihr fragt, wie sie damals meine menschliche Gestalt sahen, und einer meiner Jünger Mich sogar berühren konnte, obwohl Ich nicht mehr zur Menschenwelt gehörte? — Ihr müsst noch vieles von Mir lernen, um die Wahrheit all dessen, was Ich euch vor Augen geführt habe, zu erkennen. Aber alle Geheimnisse werden sich zur rechten Zeit auflösen. Vorerst braucht ihr nur zu wissen, dass es zwischen der göttlichen Natur und der Natur des Menschen viele andere gibt, derer sich der Herr für seine hohen Ziele bedient.

    Christus war in seinen Offenbarungen und Unterweisungen seiner Zeit lange voraus, damit der Mensch, wenn die Zeiten kommen würden, in denen er für das Geistige erwachen und sich für all das interessieren würde, was sich auf jenes höhere Leben bezieht, auf Schritt und Tritt in Jesus den Meister entdeckt, der seinen Kindern alles offenbarte, sagte und vermachte.“ (9.264.44-45)

    Diese zwischen dem Menschen und dem Göttlichen liegende Natur ist eine Natur, welche die entwickelten Geister erlangen, und bei welcher sie, um sich auf der materiellen Ebene zu bekunden, ihre Seele gebrauchen, welche sich mit dem Geist entwickelt hat.

  • Weshalb ist die Rückkehr zum Vaterschoss so schmerzlich und mühsam, auch wenn das Gewissen sich immer mehr ausdehnt?

    Weshalb ist die Rückkehr zum Vaterschoss so schmerzlich und mühsam, auch wenn das Gewissen sich immer mehr ausdehnt?

    Autor: Alfredo Melendez

    Damit wir nicht in Eitelkeiten fallen und nicht über unsere vergangene Irrtümer erschrecken, hat unser Vater nicht erlaubt, dass wir uns an sie errinnern. Dies ist auch der Grund, weshalb wir nicht wissen, wie gross unsere Schuld ist oder wie lange sich unsere Wiedergutmachung hinzieht.

    Je bewusster wir über die eigenen Nöte und jene unserer Nächsten sind, desto grössere(r) Kampf und Arbeit (in unserer Wiedergutmachung) wird von uns verlangt; und in diesem Kampf und Arbeit, sollen wir auch den anderen in ihrer Wiedergutmachung beistehen. Und obwohl es nicht unmöglich ist, so glaube ich dennoch, dass wir wohl kaum in einer Inkarnationszeit erreichen werden, den Fortschritt wiederaufzuholen, den wir erlangt hätten, wenn wir alle Gelegenheiten, die uns früher dargeboten wurden, genutzt hätten.

    Dass unser Gewissen sich ausdehnt, weist nicht daraufhin, dass wir unsere Irrtümer gänzlich korrigiert und/oder wiedergutgemacht haben.