Kategorie: Buch des Wahren Lebens

  • Unterweisung 17

    1. Geliebtes Volk, hier habt ihr eine weitere Botschaft des Göttlichen Meisters, welche euch einen Schritt vorwärtsbringen wird im Verständnis meiner Unterweisungen; denn ihr dürft nicht stehen bleiben auf dem Weg des Geistigen Fortschritts.

    2. Ich komme nicht, um in euch Gewohnheiten des Stillstands oder Rückschritts zu fördern; Ich führe euch immer auf den Weg der Entwicklung.

    3. Mein Wort bietet euch abwechslungsreiche Speisen, alle von erlesenem Geistigen Geschmack.

    4. Ihr habt mit euren Lippen gesprochen: „Ehre sei Gott in der Höhe“, doch wann habt ihr Ihn mit eurem Werken verherrlicht? Ihr habt euch selbst angebetet und eure Götzen verherrlicht, doch Gott, eurer Schöpfer, wann? Jesus war es, der mit seinem Leben seinen Vater verherrlichte, und Er ist es, dem ihr nachahmen müsst.

    5. Ebenso habt ihr gesagt: „Friede auf Erden den Menschen guten Willens“, und wahrlich, Ich sage euch, selbst denen bösen Willens habe Ich Frieden gegeben; doch ihr, sagt Mir, wann habt ihr Frieden gegeben? Seit vielen Jahrhunderten wiederholt ihr die Worte dieses Psalms, mit welchem das Volk seinen Herrn in Jerusalem empfing, und es ist das einzige, was die Menschheit seit damals getan hat: jene Worte zu wiederholen; denn mit ihren Werken tun sie genau das Gegenteil.

    6. Sprecht diese Sätze, wenn ihr wollt, doch begreift, dass weder diese noch andere Worte irgendeine Wirkung haben, solange ihr sie nicht in euren Herzen empfindet; wenn ihr sie empfindet, so bekundet sie euren Geschwistern in guten Werken, mit Sanftmut und Demut; dann werde Ich euch mit meiner grenzenlosen Liebe antworten und euren Geiste in der unbefleckten Gnade meines Friedens zur Schwingung bringen.

    7. So spreche Ich heute als Heiliger Geiste zu euch. Die Zeiten sind anders, und deswegen muss die Zurüstung der Menschen eine andere sein.

    8. Lasst ab von den Wortgebeten und dem Aberglauben und gebt euch Mir hin, dem Meister, dem Vater, der euch immer empfangen und verstehen wird.

    9. Betet, ja, doch mit einem vorbereiteten Herzen; sprecht zu Mir mit dem Geiste, so, wie ihr es in jenem Augenblick empfindet. Kommt zu Mir mit Gedanken voller Liebe, aber nähert euch; sprecht zu Mir als Jünger oder als kleine Kinder, und Ich werde euch meine Weisheit und meine Liebe fühlen lassen.

    10. Bittet Mich mit Demut, doch verlangt niemals Wunder und erwartet auch nicht, sie zu erhalten.

    11. Das Wunder, so wie ihr es versteht, gib es nicht; es gibt keinen Widerspruch zwischen dem Göttlichen und dem Materiellen.

    12. Jesus schreibt ihr viele Wunder zu; doch wahrlich, Ich sage euch, seine Taten waren die natürliche Auswirkung der Liebe, dieser göttlichen Kraft, welche ihr noch nicht zu gebrauchen wisst, obwohl sie in jedem Geiste verborgen vorhanden ist. Denn ihr habt die Wirkungskraft der Liebe nicht kennenlernen wollen.

    13. Was war in allen Wundertaten, die Jesus vollbrachte, gegenwärtig außer Liebe?

    14. Hört, Jünger: Damit die Liebe Gottes sich der Menschheit kundgeben konnte, war die Demut des Werkzeuges notwendig, und Jesus war immer demütig; und da Er davon den Menschen ein Beispiel gab, sagte Er euch bei einer Gelegenheit, dass Er ohne den Willen seines Himmlischen Vaters nichts zu tun vermöchte. Wer nicht in die Demut dieser Worte eindringt, wird denken, dass Jesus ein Mensch wie jeder andere war; doch die Wahrheit ist, dass Er euch eine Lehre der Demut geben wollte.

    15. Er wusste, dass diese Demut, diese Einheit mit dem Vater Ihn gegenüber der Menschheit allmächtig machte.

    16. Oh überaus große schöne Verklärung, welche die Liebe, die Demut und die Weisheit schenkt!

    17. Nun wisst ihr, warum Jesus, obgleich Er sagte, dass Er nichts tun könne, wenn es nicht nach dem Willen seines Vaters war, in Wirklichkeit alles vermochte; denn Er war gehorsam, denn Er war demütig, denn Er machte sich zum Diener des Gesetzes und der Menschen und Er verstand zu lieben.

    18. Erkennt also, dass, obschon ihr selbst einige der Tugenden der Geistigen Liebe kennt, ihr sie nicht empfindet, und darum könnt ihr nicht die Ursache begreifen von all dem, was ihr Wunder oder Geheimnis nennt, und welches die Werke sind, die die göttliche Liebe bewirkt.

    19. Welche Lehren gab euch Jesus, die nicht aus Liebe bestanden hätten? Welche Wissenschaft, welche Übungen oder geheimnisvollen Kenntnisse wandte Er an, um euch seine Beispiele von Macht und Weisheit zu geben? Nur die Warmherzigkeit der Liebe, mit der man alles vermag.

    20. Es gibt nichts Widersprüchliches in den Gesetzen des Vaters, die einfach sind, weil weise, und weise, weil von Liebe durchdrungen.

    21. Begreift den Meister, er ist euer Lehrbuch.

    22. Das Kind Jesus versetzte die berufenen Lehrer des Gesetzes in Erstaunen; der Prediger Jesus gab euch große Offenbarungen für alle Zeiten. Der Erlöser Jesus besiegelte seine Worte mit seinem Leben, mit seinem höchsten Opfer am Kreuz.

    23. Nun denn, geliebte Jünger, wenn ihr in Wahrheit groß und stark im Geiste sein wollt, warum eifert ihr Mir nicht nach in den Werken, die Ich durch Jesus tat? Er sagte euch: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“, und zeigte euch dabei mit Sanftmut und Demut den Gehorsam gegenüber dem göttlichen Willen. Wie muss also die Demut beschaffen sein, die ihr Mir bezeigen sollt?

    24. Hört: Gott, das Höchste Wesen, schuf euch „zu seinem Bild und Gleichnis“, nicht hinsichtlich der materiellen Gestalt, die ihr habt, sondern der Tugenden, mit denen euer Geiste ausgerüstet ist, ähnlich denen des Vaters.

    25. Wie angenehm war es für eure Eitelkeit, euch für das Ebenbild des Schöpfers zu halten. Ihr haltet euch für die höchstentwickelten Geschöpfe, die Gott gemacht hat; doch ihr befindet euch in einem schweren Irrtum, wenn ihr annehmt, dass das Universum nur für euch geschaffen ist. Mit welcher Unwissenheit nennt ihr euch selbst die Krone der Schöpfung!

    26. Begreift, dass nicht einmal die Erde nur für die Menschen gemacht ist. Auf der endlosen Stufenleiter der göttlichen Schöpfung gibt es eine unendliche Zahl von Geisteern, die sich in Erfüllung des göttlichen Gesetzes entwickeln.

    27. Die Ziele, die alles miteinbeziehen und die ihr als Menschen, auch wenn ihr wolltet, nicht verstehen könntet, sind groß und vollkommen, wie alle Absichten eures Vaters; doch wahrlich, Ich sage euch, ihr seid weder die größten noch die kleinsten Geschöpfe des Herrn.

    28. Ihr wurdet erschaffen und in jenem Augenblick nahm euer Geiste Leben vom Allmächtigen und trug so viele Eigenschaften in sich wie für euch notwendig waren, um eine heikle Aufgabe in der Ewigkeit zu erfüllen.

    29. Nicht einmal jetzt kennt ihr alle Fähigkeiten, die euch der Vater gab; doch seid unbesorgt, ihr werdet sie später kennenlernen.

    30. Wisst ihr etwa von der Existenz der großen Geister, die dazu bestimmt wurden, über der Harmonie alles Geschaffenen zu wachen, die fortwährend mit erhabenen Aufgaben beschäftigt sind, die euch unbekannt sind? Nein. Und deshalb sage Ich euch nochmals, dass euer Geiste nicht der höchstentwickelte ist, dass er nun in begrenzter Form die Eigenschaften entwickelt hat, die Gott euch gewährte.

    31. Dennoch werden diese Eigenschaften genügen, um euch glücklich auf den Gipfel zu bringen, der euch zukommt, wenn ihr eure Schritte auf den geraden und lichtvollen Pfad lenkt, den euch mein Gesetz weist.

    32. Ich bin gekommen, um euch zu helfen. Nun ist die Zeit der Wiedergutmachung; erwacht, erhebt euch!

    33. Ihr habt gesündigt, die Ehe gebrochen, Verbrechen begangen, und nun, da ihr der Wahrheit meines Wortes gegenübersteht, das euch eure Fehler aufzeigt, vergesst ihr eure Übertretung und glaubt, dass euer Herr ungerecht ist, wenn er zu euch von Prüfungen und Sühne spricht.

    34. Ihr habt euch in die Finsternis der Bosheit und der Unwissenheit gehüllt und dadurch euren Geiste gehindert, die Morgenröte der Dritten Zeit zu schauen, und wenn Ich komme, euch mit dem Licht meines Wortes zum Aufstehen zu bringen, damit ihr den Glanz des neuen Tagesanbruchs seht, wollt ihr nicht aus eurem Geistigen Schlaf erwachen, und zuweilen steht ihr nur widerwillig auf. Viele sind es die lieber in ihrer Unwissenheit schlafen, ohne zur höchsten Wahrheit erwachen zu wollen. Sie ziehen das Jammertal, die Krankheit und den Hunger vor; sie wollen, dass der lange Zeitraum von Jahrhunderten sich fortsetze, in welchem das Laster und das Leid ihre einzige Aufmunterung waren. All dies ziehen sie dem liebevollen Ruf vor, den meine Liebe durch ihr Gewissen an sie ergehen lässt.

    35. Ihr hört Mir zu, als ob Ich sehr weit weg von euch wäre, träge öffnet ihr eure Augen. Aber da ihr den Sinn der göttlichen Botschaft nicht erfassen könnt, weil euer Verstand von Materialismus durchdrungen ist, zieht ihr vor, im Bösen zu leben. In dem Augenblick vergesst ihr Mich, kehrt ihr Mir den Rücken, wollt ihr nur in leidender Teilnahmslosigkeit verharren. Ich aber sage euch: Wenn ihr in diesem Abgrund von Vermaterialisierung und Unwissenheit leben wollt, wenn ihr nur den Genuss leichtfertiger Vergnügungen und niederer Leidenschaften haben wollt, so gebt wenigstens nicht Gott die Schuld an euren Schmerzen.

    36. Wenn ihr nicht die Größe besitzt, euren Nächsten zu lieben, wie euch euer Vater liebt, so habt wenigstens den Mut und die Ergebung, die Folgen euer Fehler zu ertragen. Wenn ihr euren falschen Frieden sowie eure brudermörderischen Kriege vorzieht, so sagt nicht, dass Gott es so wolle; und schreit auch nicht zum Vater, um seine Barmherzigkeit anzuflehen, wenn ihr euch von euren Feinden beherrscht fühlt, damit Er komme, euch den Sieg zu geben, womit Er doch nur eurer Eitelkeit schmeicheln und eure Verderbtheit fördern würde, was euch gemäß meinem Gesetz nicht gewährt werden kann.

    37. Wenn die Menschen unter Lachen, Vergnügungen und Eitelkeiten Mich vergessen und Mich sogar leugnen, warum verzagen und zittern sie, wenn sie die Ernte der Tränen einholen, die ihren Geiste und ihren Körper quält? Dann lästern sie, sagen, dass es keinen Gott gibt.

    38. Mutig genug ist der Mensch, um zu sündigen, entschlossen, vom Weg meines Gesetzes abzuweichen; doch Ich versichere euch, dass er überaus feige ist, wenn es sich darum handelt, zu wiedergutmachen und seine Schulden zu begleichen. Dennoch stärke Ich euch in eurer Feigheit beschütze euch in euren Schwächen, erwecke euch aus tiefem Schlaf, trockne eure Tränen und gebe euch neue Gelegenheiten, damit ihr das verlorene Licht zurückgewinnt und den vergessenen Weg meines Gesetzes wiederfindet.

    39. Ich komme, euch wie in der Zweiten Zeit das Brot und den Wein des Lebens zu bringen, sowohl für den Geiste als für den Körper, damit ihr mit allem von eurem Vater Geschaffenen in Harmonie lebt.

    40. Auf meinen Wegen blühen die Tugenden, auf euren dagegen gibt es Dornen, Abgründe und Bitterkeiten.

    41. Wer sagt, dass die Wege des Herrn voller Dornen sind, weiß nicht, was er sagt, denn Ich habe für keines meiner Kinder den Schmerz geschaffen; doch die, welche sich vom Pfad des Lichts und des Friedens entfernt haben, werden bei der Rückkehr zu ihm die Folgen ihrer Schuld erleiden müssen.

    42. Warum habt ihr den Kelch des Leidens getrunken? Warum habt ihr das Gebot des Herrn vergessen, ebenso wie die Mission, die Ich euch anvertraute? Weil ihr mein Gesetz durch die euren ersetzt habt, und hier habt ihr die Ergebnisse eurer eitlen Weisheit: Bitteres Leid, Krieg, Fanatismus, Enttäuschungen und Lügen, die euch ersticken und mit Verzweiflung erfüllen. Und das Schmerzlichste für den vermaterialisierten Menschen, für den, der alles seinen Berechnungen unterwirft und den materiellen Gesetzen dieser Welt unterstellt, ist dies, dass er nach diesem Leben noch immer die Last seiner Irrtümer und Neigungen mit sich herumschleppen wird. Dann wird das Leiden eures Geistes sehr groß sein.

    43. Schüttelt hier eure Sündenlast ab, erfüllt mein Gesetz und kommt bald. Bittet alle um Vergebung, die ihr verletzt habt, und überlasst das übrige Mir; denn kurz wird eure Zeit zum Lieben sein, wenn ihr euch wirklich entschließt, es zu tun.

    44. Ich wiederhole noch einmal, dass Ich euch keine Dornen oder Schmerzen auf den Weg gelegt habe. Durch Jesus lehrte Ich euch, alle Schwächen abzulegen, um euch meine Liebe und die Macht, die ihr innewohnt zu zeigen, um euch die wahre Freude zu lehren, die in einem wahrhaft demütigen Geiste lebt. Und mit meinem Abschied und meiner Verheißung für diese Zeiten hinterließ Ich euch den Frieden, das Licht der Hoffnung und die Sehnsucht nach meiner Wiederkunft. Aber ihr wolltet es nicht so verstehen und habt Mich weiterhin gekreuzigt, damit Ich euch fort und fort vergeben sollte. Ihr müsst jedoch begreifen, dass meine Vergebung euch nicht die Folgen eurer Verfehlungen erspart, denn es sind eure, nicht meine Fehler. Meine Vergebung ermuntert euch, tröstet euch, denn schließlich werdet ihr zu Mir kommen und Ich werde euch mit immerwährender Liebe empfangen; aber solange ihr Mich nicht auf den Wegen des Guten, der Liebe und des Friedens sucht – ihr wisst es nun und dürft es nicht vergessen: Das Böse, das ihr tut oder zu tun gedenkt, werdet ihr mit Zinseszinsen zurückbekommen.

    45. Ihr erntet nun die Saat eures Materialismus und auch wenn ihr möchtet, dass Ich eure Werke gutheiße, irrt ihr euch, weil Ich unwandelbar in meinem Gesetz bin; Ich verfahre nicht, wie ihr es wollt, denn dann wäre Ich nicht mehr „der Weg, die Wahrheit und das Leben“.

    46. Ich komme, um eure irrigen Gesetze aufzuheben, damit euch nur solche regieren, die durch meine Gebote geformt sind und mit meiner Weisheit im Einklang sind. Meine Gesetze sind von Liebe geprägt, und da sie von meiner Göttlichkeit stammen, sind sie unveränderlich und ewig, während die euren vergänglich und zuweilen grausam und eigensüchtig sind.

    47. Das Gesetz des Vaters besteht aus Liebe, aus Güte, es ist wie ein Balsam, der Trost gibt und den Sünder aufrichtet, damit er die Wiedergutmachung seiner Vergehen ertragen kann. Das Gesetz der Liebe des Vaters bietet dem, der sich vergeht, immer die großmütige Gelegenheit zur sittlichen Erneuerung, während eure Gesetze ganz im Gegenteil den, der sich vergangen hat, und oftmals auch den Unschuldigen und Schwachen, erniedrigen und züchtigen. In eurer Rechtsprechung gibt es Härte, Rache und Mangel an Erbarmen. Das Gesetz Christi ist von liebevoller Überzeugungskraft, unendlicher Gerechtigkeit und höchster Geradlinigkeit. Ihr selbst seid eure Richter, Ich dagegen bin euer unermüdlicher Verteidiger; doch müsst ihr wissen, dass es zwei Arten gibt, euer Unrecht zu bezahlen: eine mit Liebe und eine mit Schmerz.

    48. Wählt selbst. Noch immer genießt ihr die Gabe des freien Willens.

    49. Wollt ihr nicht mehr leiden, Menschen? Dann liebt, tut Gutes auf eurem Wege, baut euer Leben neu auf. Wollt ihr groß und glücklich sein? Dann liebt viel, liebt immer. Wollt ihr weinen, wünscht ihr, dass bitteres Leid euch heimsucht, wollt ihr Krieg und Trostlosigkeit? Dann macht weiter, wie ihr gerade lebt, lasst zu, dass sich weiterhin die Selbstsucht, die Heuchelei, die Eitelkeit, die Abgötterei und der Materialismus eures Lebens bemächtigen.

    50. Sehr klar erkennt ihr das Chaos unter den Menschen, damit ihr nicht weiterhin das Gesetz nach eurem Gutdünken gestaltet.

    51. Ich will, dass die Jünger und Kinderschüler meiner Lehre in ihrem Herzen Edelmut und in ihrem Verstand Lauterkeit besitzen, denn nur so werden sie fähig sein, von Mir zu lernen und später die Menschheit zu lehren.

    52. Jetzt komme Ich nicht, um, in Bezug auf den Körper, Tote zu erwecken, wie Ich es mit Lazarus in der Zweiten Zeit tat. Heute kommt mein Licht, die Geister zu erwecken, die Mir gehören. Und diese werden sich durch die Wahrheit meines Wortes zum ewigen Leben erheben; denn euer Geiste ist der Lazarus, den ihr derzeit in eurem Wesen tragt und den Ich von den Toten auferwecken und heilen werde.

    53. Nun seht ihr, dass die göttliche Gerechtigkeit aus Liebe besteht, nicht aus Bestrafung wie die eure. Was würde aus euch, wenn Ich eure eigenen Gesetze anwenden würde, um euch zu richten, vor Mir, vor dem kein äußerer Anschien noch falsche Argumente gelten? Wenn Ich euch gemäß eurer Schlechtigkeit richten und eure schrecklich harten Gesetze anwenden würde – was würde dann aus euch? Dann würdet ihr Mich mit Recht bitten, Gnade walten zu lassen. Doch ihr braucht euch nicht zu fürchten, denn meine Liebe welkt niemals, noch ändert sie sich, noch vergeht sie; ihr dagegen vergeht bestimmt, ihr sterbt und werdet wiederum geboren, ihr geht und kommt dann wieder, und so geht ihr euren Pilgerweg, bis der Tag kommt, an dem ihr euren Vater erkennt und euch seinem göttlichen Gesetz unterstellt.

    54. Ihr seid vorübergehend hier, aber Ich bin ewig; ihr geht stöhnen dahin, weil ihr euch von dem Weg entfernt, den euch mein Gesetz weist, während Ich unwandelbar bin.

    55. Trocknet eure Tränen, beschleunigt euer Erwachen und erhebt euch. Fühlt meine Gegenwart in euch; es ist notwendig, dass ihr zu Mir kommt; denn noch habt ihr Mich nicht erkannt, oh Volk.

    56. Ihr kennt nicht den Lohn, der dem zukommt, welcher wahre Reue fühlt und zu Mir zurückkehrt, und ihr wisst nicht, dass es nicht nötig ist, bis zu eurem Eintritt in die Geistige Welt zu warten, um den Lohn zu empfangen, den euch die Liebe Gottes gibt.

    57. Es war notwendig, dass Ich in dieser Weise zu euch spreche, denn die Menschen sind in Verwirrung geraten durch das Wissen, das sie sich aus den Büchern erworben haben, die sie studierten; die Stimme ihres Gewissens hingegen wollten sie nicht hören, die Stimme ihres Geistigen Wissens, die sie einlädt, dem göttlichen Licht zu folgen, aus dem alle Weisheit entspringt.

    58. Ich sage euch: Gut ist das nützliche Studium und gut ist die Wissenschaft; doch über allem steht die Liebe. Die Liebe wird euch die Eingebung geben, eure Wissenschaft würdiger zu machen und sie zu mehren; denn ihr müsst begreifen, dass alle eure Kenntnisse nur eine Botschaft sind, die euch meine Liebe gibt.

    59. Fragt eure Gelehrten und wenn sie ehrlich sind, werden sie euch sagen, dass sie Gott um Inspiration gebeten haben. Und Ich würde ihnen mehr Eingebungen schenken, wenn sie Mich darum mit mehr Liebe für ihre Geschwister bitten würden und mit weniger Eitelkeit für sich selbst.

    60. Wahrlich, Ich sage euch: Alles, was ihr an wahren Kenntnissen angesammelt habt, kommt von Mir; all das, was sie an Reinem und Hohem haben, werde Ich in dieser Zeit zu eurem Vorteil nutzen, denn dafür habe Ich es euch gewährt. Doch ihr müsst euch vorsehen, oh Völker der Erde, denn wenn ihr weiterhin meine göttlichen Belehrungen dazu verwendet, die Naturkräfte herauszufordern, wenn ihr die geringen Kenntnisse, die ihr habt, fernerhin für das Böse anwendet, werdet ihr die schmerzhafte und gerechte Antwort erhalten, wenn ihr es am wenigsten erwartet. Ihr fordert Luft, Feuer, Erde, Wasser und alle Mächte heraus, und ihr wisst bereits, was eure Ernte sein wird, wenn ihr nicht rechtzeitig eure Handlungsweisen berichtigt, um die durch euer sinnloses Handeln entfesselten Naturgewalten im Zaum halten zu können. Ich mache euch darauf aufmerksam, dass ihr im Begriff seid, das Maß voll machen, das meine Gerechtigkeit eurem freien Willen erlaubt; zu sehr fordert ihr die Natur heraus. Und da ihr die Kleinen seid, die sich groß fühlen, kommt dies Wort, um euch vor der Gefahr zu warnen, in der ihr euch befindet.

    61. Und das Wort sagt euch: Meiner Kinder, macht euer Herz gütig, indem ihr eure Geschwister liebt. Liebt alles Geschaffene, sucht die Versöhnung und den Frieden unter allen. Wenn ihr nicht wollt, dass euch die Erdumwälzungen ausrotten, die ihr selbst fördert, so kommt rechtzeitig zur Besinnung, oh viel geliebte Kinder, beruhigt sie mit eurer Liebe, wandelt sie um in Frieden. Oh Menschen, wenn ihr auf Mich hören würdet, wie viele Mühsale hättet ihr euch erspart, und Ich hätte eure Welt bereits umgewandelt, ohne dass es nötig wäre, dass ihr leidet! Ich würde euch den Vorgeschmack der Belohnung in diesem Leben schenken, würde euch Frieden und Ruhe geben. Versucht es, meiner Kinder. Deshalb habe Ich mein Wort in dieser Zeit zu euch gesandt, um euch aus dem Abgrund zu befreien.

    62. Euch, die ihr Mich hört, sage Ich, dass ihr in eurem Geiste das bewahren sollt, was euch betrifft, und dass ihr das übrige eure Geschwister lehren sollt. Was für den einen ist, ist für alle, deshalb soll auch nicht ein einziges meiner Schafe Mangel an Geistiger Nahrung haben.

    63. Ich will, dass ihr einig seid, damit Ich eure Eintracht belohnen kann, indem Ich meine Wohltaten und mein Gnade über alle ausschütte. Bisher habe Ich nur gesehen, dass ihr euch für kurze Augenblicke vereinigt, solange ihr versucht, meiner Göttlichkeit eure Anbetung darzubringen. Überzeugt euch davon, dass ihr durch Liebe vereint Wundertaten zu tun vermögt. In Wahrheit sage Ich euch: Noch ist es Zeit, dass ihr arbeitet, um wiederaufzubauen, was ihr zerstört habt.

    64. Vieles ist es, was ihr Mir angetan und womit ihr Mich verletzt habt; doch Ich liebe euch, und größer als eure Verfehlungen ist meine Liebe.

    65. Wenn ihr Mich als Richter sucht, ist mein Gericht unerbittlich; wenn ihr Mich als Meister sucht, ist meine Weisheit ohne Grenzen; wenn ihr Mich als Vater ruft, bin Ich von liebevollster Sanftmut; doch wahrlich, Ich sage euch, Ich bin noch viel mehr als das, den Ich habe weder Anfang noch Ende.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 16

    1. Der Friede des Geistes und des Herzens sei in allen, die sich lieben! An diesem Tag der Gnade empfangt ihr die Inspiration des Meisters, welche durch das Gehirn dieser von Mir vorbereiteten und dazu bestimmten Geschöpfe aufgenommen wird, damit sie der Menschheit meine göttliche Botschaft übermitteln.

    2. Empfang an diesem Tag meine Geistige Liebkosung, oh große Schar. Ich heiße euch willkommen und erfülle euch mit Gnade.

    3. Hört, Jünger: Seid euch bewusst, dass ein Atom meines Seins sich unter euch kundgibt. Eine Schwingung der Göttlichen Macht lehrt euch. Eine Ausstrahlung seiner universellen Wesenheit erleuchtet euch. Es gab nie eine Zeit, in der es keine Kundgebung Gottes gegeben hätte. Zu allen Zeiten, in allen Zeitaltern war, ist und wird diese göttliche Schwingung sein. Im Ablauf der Zeiten hat der Vater nicht aufgehört, euch die Wohltat seiner Liebe zu schenken, denn in seinem Geiste, ebenso wie in der Schöpfung, vibriert alles, alles ist Tätigkeit und Leben. Und die Geschehnisse dieser Welt sind Echo und Widerspiegelung des Geistigen Lebens.

    4. Im Verlauf der Jahrhunderte hat Gott die Menschheit nicht verlassen, denn eines ist vom anderen nicht zu trennen. Heute war es der Wille des Vaters, sich mit dem Menschen Geistig in der Art zu verbinden, die ihr seht und hört, denn die Zeit ist gekommen, in der ihr euch bereit machen müsst, Mich von Geiste zu Geiste zu empfangen.

    5. Aber noch besitzt ihr keine Geistige Empfindsamkeit, und deshalb nehmt ihr die göttliche Inspiration nicht mit Klarheit wahr.

    6. Bevor sich der Vater in Jesus der Menschheit kundgab, sandte Er euch seine Offenbarungen, wobei Er sich materieller Formen und Ereignisse bediente. Unter dem Namen Christus habt ihr Den kennengelernt der die Liebe Gottes unter den Menschen kundtat; doch als Er zur Erde kam, hatte Er sich schon zuvor als Vater offenbart, weswegen ihr nicht sagen dürft, dass Christus auf der Welt geboren wurde – Jesus war es, der geboren wurde, der Körper, in welchem Christus wohnte.

    7. Meditiert und ihr werdet Mich schließlich verstehen und werdet anerkennen, dass Christus schon vor Jesus war, denn Christus ist die Liebe Gottes.
    8. So verstanden, lasst euch nicht mehr irre machen, hört auf, euch in die trüben Gewässer alter und irrtümlicher Auslegungen zu versenken, die ihr durch Überlieferung besitzt. Ihr seid mit Schleiern der Unwissenheit bedeckt, die Ich durch das Licht meines Wortes zerreiße, damit die Weisheit in euch einzieht.

    9. Vergesst daher nicht, dass Christus die Liebe Gottes ist; deshalb als Er sich durch Jesus offenbarte, wart ihr bestürzt und verwirrt, und selbst angesichts seiner Wunder habt ihr Ihm nicht geglaubt, weil seine Macht zu unendlich ist, als dass euer begrenzter Verstand sie begreift. So kommt es, dass die einen Mich leugnen, andere in Verwirrung geraten und wieder andere Mich gemäß ihrer Denkungsart und ihres Begriffsvermögens studieren und erforschen. Es sind nur wenige, sehr wenige, die Christus etwas zu verstehen vermögen. Ich sage euch dies, weil Ich nur wenig Liebe in den Herzen finde, da ihr euch nicht einmal unter Geschwistern liebt.

    10. Liebt euren Nächsten wie euer eigenes Kind, dann werdet ihr Jesus zu verstehen beginnen, werdet Ihn lieben, werdet Ihn fühlen, werdet Christus in euren Werken widerspiegeln müssen. Euer Geiste jedoch kennt Mich etwas mehr; so kommt es, dass einige von euch den Messias, andere Gott den Allmächtigen suchen, damit Er euch einen Strahl des Lichts und den Hoffnung gebe, der eure Schmerzen lindern und eure Sehnsucht beleben soll, Ihm immer näher zu kommen. Dies ist so, weil euer Geiste durch das Gewissen die Erinnerung an seinen Schöpfer, an Christus besitzt, der niemals aufgehört hat, euch zu suchen und zu lieben, oh Menschen, denn Ich sage euch noch einmal, dass die Geistige Kundgebung nicht zu existieren aufgehört hat, noch jemals aufhören wird, zu sein.

    11. Die Erleuchteten vergangener Zeiten sahen immer einen Lichtglanz, sie hörten immer mein Wort. Die Propheten, die Inspirierten, die Vorläufer, die Begründer von Lehren mit hoher Geistigkeit legten Zeugnis ab, dass sie Stimmen hörten, die aus den Wolken, den Bergen, vom Wind oder irgendeinem Ort herzukommen schienen, den sie nicht genau bestimmen konnten; dass sie die Stimme Gottes hörten, als ob sie aus Feuerzungen hervorginge und geheimnisvollen Echos. Viele hörten, sahen und fühlten mittels ihrer Sinne, andere durch ihre Geistigen Eigenschaften; dasselbe geschieht in dieser Zeit.

    12. Wahrlich, Ich sage euch: Jene, welche meine Botschaften mit ihren körperlichen Sinnen empfingen, legten die göttliche Inspiration Geistig aus, und dies taten sie gemäß ihrer körperlichen und Geistigen Zurüstung, gemäß der Zeit, in der sie auf der Welt waren, so wie es jetzt bei den menschlichen Werkzeugen geschieht, die ihr Stimmträger oder Gabenträger nennt. Doch muss Ich euch sagen, dass sie in den vergangenen Zeiten ebenso wie in den gegenwärtigen der Reinheit der göttlichen Offenbarungen ihre eigenen Vorstellungen oder diejenigen, welche in ihrer Umgebung vorherrschten, beigemischt haben, und wissentlich oder unwissentlich die Reinheit und die unbegrenzte Essenz der Wahrheit verändert haben, welches in Wahrheit die Liebe in ihren höchsten Offenbarungen ist.

    13. Die Geistigen Schwingungen und Eingebungen waren in ihnen, und sowohl die Ersten als auch die Letzten haben Zeugnis abgelegt und werden Zeugnis ablegen von dieser Inspiration, die zu ihrem Geiste gelangte, fast immer ohne zu wissen wie, in gleicher Weise, wie es heute bei vielen geschieht und wie es morgen noch bei weiteren geschehen wird.

    14. Die Worte, die Auslegungen und die Art des Handels sind auf die Menschen und die Zeiten zurückzuführen, in denen sie leben, doch über alledem steht die höchste Wahrheit.

    15. Aus Mangel an Geistiger Zurüstung ist es für euch notwendig, dass die göttliche Inspiration sich materialisiert und euch aus eurer Geistigen Lethargie aufweckt. Die fortgeschrittenen Geister hatten diese Form der Offenbarung nicht nötig.

    16. Alles Geistige im Universum ist ein Quell des Lichts, sichtbar oder unsichtbar für euch, und dieses Licht ist Kraft, ist Macht, ist Inspiration. Den Ideen, Worten und Werken entströmt ebenfalls Licht, der Reinheit und Erhebung entsprechend, die sie besitzen. Je höherstehend die Idee oder das Werk ist, desto feiner und subtiler ist seine Schwingung und die davon ausgehende Inspiration, wenn es auch für die Sklaven des Materialismus schwerer ist, sie wahrnehmen zu können. Dennoch, die Wirkung, welche die hohen Gedanken und Werke Geistig ausüben, ist groß.

    17. Die Vermaterialisierung ist Gegnerin der Vergeistigung; doch begreift, dass Ich Mich auf die Art von Vermaterialisierung beziehe, die euch zu Verirrungen, Lastern, Entartung und niederen Leidenschaften verleitet.

    18. Auch wenn der größte Teil der Menschheit die Wahrheit meiner Kundgabe an die Menschen in Zweifel ziehen wird, wahrlich, Ich sage euch noch einmal, diese Kundgebung vollzieht sich in den inkarnierten und desinkarnierten Geisteern ununterbrochen, vom ersten Augenblick ihrer Erschaffung an.

    19. Wenn ihr es erreicht habt, eure Nachrichten über Entfernungen hinweg zu übermitteln, indem ihr von eurem Scharfsinn und eurer Wissenschaft Gebrauch macht, welche eine der vielen Geistigen Fähigkeiten ist, die ihr besitzt – wie konntet ihr dann annehmen, dass Gott dem Menschen keine Botschaft übermitteln kann mittels eines empfindsamen und intelligenten menschlichen Apparates?

    20. Denn dies ist der menschliche Körper: ein Apparat, der mit so großer Vollkommenheit ausgerüstet ist, wie sie der Mensch seinen kompliziertesten und größten wissenschaftlichen Werken nicht wird geben können. Achtet gut auf mein Wort, Ich spreche von der Materie des Menschen, nicht von seinem Geiste; denn der Geiste, obschon er nicht die Macht seines Vaters erreichen kann, wird zweifellos größere Werke tun können als die, welche sein beschränkter menschlicher Körper hervorzubringen vermag.

    21. Wenn eure begrenzte Intelligenz Kenntnisse zu erlangen vermochte und Erfindungen gemacht hat, die nach eurer Meinung wunderbar sind – was werdet ihr nicht alles mit eurem Geiste erreichen, und zu welchen Werken wird nicht euer Herr fähig sein.

    22. Eine armselige Vorstellung von seinem Gott hat der, welcher Ihn für kleiner hält als die Menschenwesen.

    23. Warum wundert ihr euch, dass Gott euch sein Licht sendet, welches Weisheit ist und über euch schwingt, und dass Er eine Form der Mitteilung an seine Kinder geschaffen hat? Weshalb meint ihr, dass für euren Gott etwas unmöglich ist, wo ihr doch selbst sagt, dass Er alles weiß und alles vermag? Wenn ihr solches von Mir glaubt, warum widersprecht ihr euch dann so leichtfertig? Verlangt ihr von Mir, dass Ich jedes Mal, wenn Ich zu euch sprechen will, Jesus sende, damit ihr Ihn dann ans Holz nagelt?

    24. Wahrlich, Ich sage euch, ihr seid euch selbst nicht klar darüber, wie Ich Mich eurer Meinung nach in euch fühlbar machen soll.

    25. Um euch entgegenzukommen, sage Ich euch: Wenn ihr nicht wollt, dass Ich Mich sündiger Körper bediene, um euch meine Liebe zu schenken, so zeigt Mir einen Gerechten, einen Reinen, stellt Mir einen von euch vor, der zu lieben versteht, und Ich versichere euch, dass Ich Mich seiner bedienen werde. Begreift, dass Ich Mich der Sünder bediene, um die Sünder herbeizuführen; denn Ich komme nicht, um die Gerechten zu retten; diese sind bereits im Reich des Lichts.

    26. Es ist wahr, dass ihr Sünder seid; aber Gott verachtet oder vergisst niemanden, obwohl ihr das Gegenteil meint. Warum seid ihr so blind geworden, dass ihr alles nach einem Augenblick eures materiellen Lebens beurteilen wollt? Ihr seid es, die sich verachten und sich selbst vergessen; darum fühlt ihr euch schwach und müde.

    27. Glaubt ihr, dass Ich meine sehr geliebten Geschöpfe vergesse, selbst wenn diese ungehorsam sind, wo sie Mich doch immerzu brauchen und Mich rufen?

    28. Ihr sündigt viel und brecht die Gesetze und habt Mich oft vergessen; aber unendlich größer als alle Verfehlungen eures Daseins ist die Liebe des Himmlischen Vaters für alle seine Kinder.

    29. Doch Ich muss fortfahren, zu euch über meine Kundgebung zu sprechen, damit ihr euch von allen euren Zweifeln freimacht. Viele von euch bejahen das, was euch meine Erleuchteten gesagt haben, zum Beispiel, dass Gott durch die Wolken, das Feuer, das Wasser, den Wind zu ihnen sprach; doch Ich frage euch: Was erscheint euch richtiger, zum Menschen mittels dieser Elemente zu sprechen oder durch ihn selbst?

    30. Wo bleibt euer folgerichtiges Denken, wenn es euch nicht dazu verhilft, die einfachsten Unterweisungen zu verstehen.

    31. Oh Männer und Frauen der Welt, die ihr in euren Wissenschaften das einzige vergessen habt, was euch weise und glücklich machen kann: ihr habt die Liebe vergessen, die alles inspiriert, die Liebe, die alles vermag und alles verwandelt! Ihr lebt inmitten des Schmerzes und der Finsternis; denn da ihr nicht die Liebe übt, die Ich euch lehre, verursacht ihr euer körperliches oder Geistiges Leiden.

    32. Um meine Botschaften zu entdecken und zu verstehen, müsst ihr zuerst von Herzen gütig und sanft sein, Tugenden, die in jedem Geiste vom Augenblick seiner Erschaffung an vorhanden sind; aber um die wahre, hohe Empfindung der Liebe fühlen zu können, müsst ihr euch verGeistigen, indem ihr eure guten Gefühle pflegt; doch alles habt ihr im Leben haben wollen, nur keine Geistige Liebe.

    33. In jedem Augenblick gehen gedankliche oder Geistige Schwingungen von euch aus, aber in den meisten Fällen strahlt ihr Selbstsucht, Hass, Gewalttätigkeit, Eitelkeit und niedere Leidenschaften aus. Ihr verletzt und fühlt, wenn man euch verletzt, aber ihr liebt nicht, und deswegen fühlt ihr nicht, wenn man euch liebt, und mit euren krankhaften Gedanken sättigt ihr die Umgebung, in der ihr lebt, immer mehr mit Schmerz und erfüllt euer Dasein mit Unbehagen. Doch Ich sage euch: Sättigt alles mit Frieden, mit Harmonie, mit Liebe, dann werdet ihr glücklich sein.

    34. Die Liebe hat immerdar im Geiste des Schöpfers existiert, daher müsst ihr verstehen, dass mit ihr auch alle Geister ausgestattet worden sind.

    35. Heute habt ihr euch trotz des Fortschrittes eurer Zivilisation immer mehr von der materiellen Natur entfernt, ebenso wie auch vom Geistigen, vom Reinen, von dem, was von Gott ist. Deshalb fallt ihr mit jedem Abschnitt eures Lebens in immer größere Schwäche, in immer größeres Leid, trotz eures Verlangens, mit jedem Tag, den ihr auf der Erde verbringt, stärker und glücklicher zu werden. Doch ihr werdet nun einen Schritt vorwärts machen in der Erfüllung meines Gesetzes, oh Bewohner der Erde!

    36. Der Meister, der zu allen Zeiten zu euch gesprochen hat, kommt jetzt, um euch seine Lehre mittels dieser Unterweisung zu erläutern, indem Er sich im Wort, in der Intuition und Inspiration kundgibt und so euren Geiste zum Licht der kommenden Zeiten erweckt. Dann werdet ihr die göttliche Eingebung in verschiedenen Formen haben, für euch immer erstaunlicher, immer höher und vollkommener.

    37. Heute bin Ich gekommen, euch daran zu erinnern, dass ihr euch lieben sollt, wie Jesus euch lehrte. Ich erinnere euch an Jesus, denn in Ihm war die Fleischwerdung der universellen Liebe.

    38. Zur Zeit Moses wurde dem Volk ein Gesetz der Gerechtigkeit gegeben, welches lautete: „Auge um Auge und Zahn um Zahn“. Dies Gesetz, das euch heute scheußlich und rachsüchtig erscheinen würde, war dennoch gerecht für die Menschen jener Zeiten.

    39. Später, als Ich in Jesus Mensch wurde, habt ihr Mich sagen hören, und so wurde es niedergeschrieben, dass „Mit der Elle, mit der ihr messt, ihr gemessen werdet“. Bei diesem Wort haben einige gefragt, ob in diesem Satz die Liebe, die Barmherzigkeit und die Vergebung vorhanden sind, die Jesus predigte.

    40. Es ist an der Zeit, dass Ich selbst euch den Grund für das Gesetz der Ersten Zeit und den Grund für jenen Ausspruch Jesu erkläre, denn viele meiner Unterweisungen musste Ich euch über die Zeiten hinweg nach und nach geben.

    41. Am Anfang, als die Saiten des menschlichen Herzens noch unempfindlich gegenüber dem Gefühl der Vergebung waren, und das der Nächstenliebe und der Nachsicht noch in seinem Geiste schlummerten, war es notwendig, dass der Mensch sich selbst sowie seine Güter beschützte, gedeckt durch ein Gesetz, das ihm das Recht gab, seine Kraft zur Selbstverteidigung zu gebrauchen. Wie ihr seht, waren es primitive Gebote und Gebräuche in einem Volk, das wie alle Völker dazu bestimmt war, sich zu entwickeln.

    42. Das Gesetz, das aus dem Wort Jesu entsprang, erleuchtete später das Leben der Menschen und sagte euch: „Liebt einander“, und offenbarte euch auch, dass ihr „mit der Elle, mit der ihr messen würdet, eurerseits gemessen würdet“, womit euch der Meister zu verstehen gab, dass jene Gerechtigkeit, die der Mensch sich durch seine eigene Hand verschafft hatte, nun zum ausschließlichen Recht der Göttlichen Gerechtigkeit wurde. Von nun an wusste der Mensch, dass er so, wie er richten würde, von Gott gerichtet würde, und so, wie er auf Erden säen würde, die Ernte sein würde, die er im Jenseits erntet.

    43. Der Mensch hielt daraufhin seine brudermörderische Hand zurück, der Bösewicht ließ oftmals ab von seinen verwerflichen Vorhaben, und wer zu stehlen beabsichtige, wusste und fühlte, dass ein Blick aus der Unendlichkeit ihn beobachtete und ihn von diesem Augenblick an ein Gericht erwartete.

    44. Jahrhunderte sind vergangen und obwohl die Menschen etwas mehr über die göttliche Gerechtigkeit wissen, haben sie noch nicht die Wahrheit begriffen und haben sich viele Male geirrt, wobei sie sogar glaubten dass, wenn sie auf Erden schwer gesündigt haben, sie sich unerbittlich dem Gerichte Gottes stellen müssten, um eine ewige Strafe zu erhalten. Hierzu frage Ich euch: Welcher Vorsatz der Reue und der Erfüllung meines Gesetzes wird in dem erstehen können, welcher sich von vornherein für verloren hält? Welche Hoffnung wird derjenige hegen können, welcher von dieser Welt mit dem Wissen scheidet, dass die Fehler seines Geistes ewig bestehen werden?

    45. Es war notwendig, dass Ich selbst kam, um die Finsternis eurer irrtümlichen Auslegungen von euch zu nehmen, und hier bin Ich also.

    46. In Jehova glaubtet ihr einen grausamen, schrecklichen und rachsüchtigen Gott zu erkennen. Alsdann sandte euch der Herr, um euch aus eurem Irrtum herauszuholen, Christus, seine Göttliche Liebe, damit ihr „den Sohn kennenlernend, den Vater kennen solltet“; und trotzdem glaubt die unwissende und aufs neue in ihre Sünde verstrickte Menschheit einen erzürnten und beleidigten Jesus zu sehen, der nur auf die Ankunft derer im Geistigen Tal wartet, die Ihn verletzten, um ihnen zu sagen: „Weicht von Mir, Ich kenne euch nicht“; und um sie sogleich die grausamsten Qualen in der Ewigkeit erleiden zu lassen.

    47. Es ist Zeit, dass ihr den Sinn meiner Lehren versteht, damit ihr keinen Irrtümern anheimfallt. Die Göttliche Liebe wird euch nicht hindern, zu Mir zu kommen; doch wenn ihr eure Fehler nicht wiedergutmacht, wird es der unerbittliche Richter eures Gewissens sein, der euch sagt, dass ihr nicht würdig seid, in das Reich des Lichts einzugehen.

    48. Doch hier hast du Mich aufs neue, Menschheit, im Geiste, wie Ich es euch versprochen habe.

    49. Seht das Licht des Geistes der Wahrheit, wie es die erleuchtet und erweckt, die im Finstern wohnen.

    50. Aber denen, die dieser Kundgebung beiwohnen, sage Ich: Hört mein Wort mit Aufmerksamkeit, denn es wird euch Wege des Lichts erschließen und euch die Wahrheit erhellen, die ihr kennen müsst.

    51. Zwar muss man im Leben jede Schuld gegenüber Gott begleichen, aber die Bezahlung, der Tribut oder die Opfergabe, die ihr Ihm gebt, ist in Wirklichkeit nicht für Ihn, sondern für den, der die darbringt.

    52. Wenn ihr Ihm Reinheit anbietet, wird sie zu eurem Wohl sein; wenn ihr Ihm verdienstvolle Werke vorzeigt, so werden sie die Zierden sein, die euren Geiste in der Gegenwart Gottes erheben. Wenn ihr sündigt und später bereut und eure Fehler wiedergutmacht, so werden der Friede des Geistes und das Glück, das in dem lebt, der das Gute tut, euer Lohn sein.

    53. Wenn Ich häufig zulasse, dass ihr den gleichen Kelch trinkt, den ihr euren Geschwistern gegeben habt, geschieht es, weil manche nur so das Böse begreifen, das sie verursachten; und indem sie durch die gleiche Prüfung gehen, die sie andere durchmachen ließen, werden sie den Schmerz kennenlernen, den sie fühlen ließen. Dies wird ihren Geiste erleuchten und wird das Verstehen, die Reue, und folglich die Erfüllung meines Gesetzes zur Folge haben.

    54. Aber wenn ihr vermeiden wollt, durch Leiden zu gehen oder den Kelch der Bitternis zu leeren, so könnt ihr das erreichen, indem ihr eure Schuld durch Reue, durch gute Werke, durch all das begleicht, was euch euer Gewissen zu tun heißt. So werdet ihr eine Liebesschuld begleichen, werdet eine Ehre, ein Leben oder den Frieden, die Gesundheit, die Freude oder das Brot zurückgeben, das ihr euren Geschwistern irgendeinmal geraubt habt.

    55. Seht, wie verschieden die Wirklichkeit meiner Gerechtigkeit von jener Vorstellung ist, die ihr euch von eurem Vater gemacht hattet!

    56. Vergesst nicht: Wenn Ich euch gesagt habe, dass keiner von euch verloren gehen wird, so ist auch gewiss, dass Ich euch gesagt habe, dass jede Schuld beglichen und jede Verfehlung aus dem Buche des Lebens gestrichen werden muss. Es liegt an euch, den Weg zu wählen, um zu Mir zu gelangen.

    57. Ihr besitzt noch immer den freien Willen.

    58. Wenn ihr das Gesetz der Vergeltung der alten Zeiten vorzieht, wie es die Menschen aus den stolzen Nationen noch immer handhaben, so seht ihre Resultate!

    59. Wenn ihr wollt, dass die Elle, mit der ihr eure Geschwister messt, auch euch messen soll, so braucht ihr nicht einmal auf euren Eintritt in das andere Leben zu warten, um meine Gerechtigkeit zu empfangen; denn hier, wenn ihr es am wenigsten erwartet, werdet ihr euch in derselben kritischen Lage sehen, in die ihr eure Geschwister gebracht habt. Doch wenn ihr wollt, dass euch ein höheres Gesetz zu Hilfe kommt, nicht nur, um euch vom Schmerz zu befreien, den ihr am meisten fürchtet, sondern auch, um euch edle Gedanken und gute Empfindungen einzugeben, so betet, ruft Mich an und geht dann euren Weg des Kampfes, um immer besser zu werden, um stark in den Prüfungen zu sein, mit einem Wort, um mit Liebe die Schuld zu bezahlen, die ihr gegenüber eurem Vater und euren Nächsten habt.

    60. Der Ruf der Liebe, den ihr jetzt aus dem Mund dieser Stimmträger hört, ist der Vorbote von großen Ereignissen für die Menschheit. Diese Botschaften sind Funken der Weisheit, die sich den Menschen in der Zukunft offenbaren wird. Es ist der Anfang des Erwachens aller Geister. Es ist die Vorbereitung für das Zeitalter der Vergeistigung, der Zeit, in der ihr euch in der Liebe eures Himmlischen Vaters erlösen werdet.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 15

    1. An diesem Morgen feierlichen Gedenkens frage Ich euch: Was habt ihr aus dem Gesetz gemacht, das Ich durch Mose der Menschheit sandte? Wurden diese Gebote etwa nur für die Menschen jener Zeit gegeben?

    2. In Wahrheit sage Ich euch, dass jener gesegnete Samen nicht im Herzen der Menschen ist, weil sie Mich nicht lieben, noch sich untereinander lieben; sie ehren weder ihre Eltern, noch achten sie fremdes Eigentum; dagegen nehmen sie einander das Leben, brechen die Ehe und bringen Schande über sich.

    3. Hört ihr nicht von allen Lippen die Lüge? Ist euch nicht bewusst geworden, wie ein Volk dem anderen den Frieden raubt? Und dennoch sagt die Menschheit, sie kenne mein Gesetz. Was würde aus den Menschen werden, wenn sie meine Gebote vollständig vergessen würden?

    4. Begreift, dass das Gesetz der Weg ist, der durch die Liebe des Alleinigen Schöpfers gebahnt ist, um jedes seiner Geschöpfe zu führen. Meditiert über das Leben, das euch umgibt, welches aus Grundstoffen und Organismen von unendlicher Zahl besteht und ihr werdet schließlich entdecken, dass jeder Körper und jedes Wesen sich auf einem Wege oder einer Bahn bewegt, die dem Anschein nach von einer fremden und geheimnisvollen Macht gelenkt wird. Diese Macht ist das Gesetz, das Gott für jedes seiner Geschöpfe erlassen hat. Wenn ihr diese bedeutsamen Vorgänge erforscht, werdet ihr am Ende zu der Erkenntnis gelangen, dass tatsächlich alles unter einem höchsten Gebot lebt, sich bewegt und wächst. Ihr werdet auch feststellen, dass inmitten dieser Schöpfung der Mensch erscheint, welcher anders als alle übrigen Geschöpfe ist, weil in ihm die Vernunft und der freie Wille vorhanden ist. Im Geiste des Menschen existiert ein göttliches Licht, welches das Gewissen ist, das seine Intelligenz erleuchtet und ihn zur Erfüllung der Pflicht anregt. Denn wenn eine unwiderstehliche Gewalt ihn zwingen würde, nur dem rechten Weg zu folgen, so wäre seine Pflichterfüllung ganz ohne Verdienst und er würde sich erniedrigt fühlen in der Erkenntnis, unfähig zu sein, nach eigenem Willen zu handeln, und dass er trotz desselben einem Gesetz unterworfen ist. Doch wer kann unter den Bedingungen, unter denen sich euer Dasein abspielt, eure Gedanken zum Guten hinlenken? Nur das göttliche Licht des Gewissens, das dem Menschen eingibt, das Gesetz zu erfüllen; ein Licht, das im Geiste wohnt und sich durch denselben der Materie offenbart.

    5. Warum folgte der Geiste nicht von Anfang an der Stimme des Gewissens? Weil er sich nicht hinreichend entwickelt hatte, um die Gebote zu verstehen und zu erfüllen, die es ihm eingab, und gleichzeitig die Triebe des Fleisches zu beherrschen. Der freie Wille und der Einfluss der Materie sind die Prüfungen, denen euer Geiste unterworfen ist.

    6. Wenn die Menschen von Anbeginn auf die Stimme ihres Gewissens gehört hätten, wie es Abel tat, glaubt ihr, es wäre dann nötig gewesen, dass euer Vater sich von Zeit zu Zeit materialisieren musste, um euch das Gesetz zu erklären und euch den Weg der Entwicklung des Geistes zu lehren? Wahrlich, Ich sage euch: Nein. Wenn ihr euch meinem Gesetz unterworfen hättet und ihm gehorsam gewesen wären, so wären alle meine Offenbarungen und Unterweisungen durch euer Gewissen zu euch gelangt. Doch als Ich diese Menschheit in den Leidenschaften gefangen sah, welche die Welt ihr anbot, taub für meine Stimme und zu blind, um das Geistige Licht zu schauen, das ihren Weg erhellte, da musste Ich mein Gesetz in der Ersten Zeit vermaterialisieren, indem Ich es in Stein meißelte und Mich ihren körperlichen Sinnen offenbarte, um ihren Materialismus zu besiegen.

    7. Von neuem wandte sich die Menschheit ab von meinen Geboten und Ich musste zu den Menschen kommen, um sie zu lehren. Es genügte nicht, dass Ich euch mein Gesetz in jener materiellen Form gegeben habe und es enthielt auch nicht alles, was der Vater euch zu sagen hatte; und so sandte Ich euch Jesus, durch den ihr das Wort Gottes hören würdet. Er sprach zu euren Herzen. Jener Meister kannte die Wege, die zum Innersten des menschlichen Wesens führen und mit seinen Worten, mit seinen Werken und seinem Opfer am Kreuz rührte Er an eure eingeschlafenen Herzen. Er weckte eure teilnahmslosen Gefühle, weil Er wusste, dass ohne diese Vorbereitung die Zeit nicht kommen würde, in der der Mensch in seinem eigenen Geiste die Stimme seines Herrn hören würde, der nun bei euch ist, wie es euch angekündigt war.

    8. Es ist euer Gott, der zu euch spricht, meine Stimme ist das Gesetz. Heute hört ihr es aufs Neue, ohne dass es nötig ist, es in Stein zu meißeln, oder dass Ich mein unter euch inkarniertes Wort senden muss. Meine göttliche Stimme ist es, die zu eurem Geiste kommt und ihm den Beginn eines Zeitalters offenbart, in welchem der Mensch gerecht wird, sich mit seinem Schöpfer versöhnen und sich läutern wird, wie es geschrieben steht.

    9. Legt meine Worte nicht falsch aus, indem ihr sagt, dass das Gesetz der Ersten Zeit das Gesetz des Fleisches war und dass dasjenige der Zweiten Zeit nur zu eurem Herzen sprach; denn Ich habe zu jeder Zeit den empfindsamsten und entwickeltesten Teil eures Wesens berührt, um Mich daselbst kundzutun und Mich fühlbar zu machen. Mein Gesetz hat immer zu eurem Geiste gesprochen, denn er ist es, der die Materie im menschlichen führt.

    10. Als einige meiner Jünger der Zweiten Zeit die Verklärung ihres Meisters auf dem Berg Tabor erlebten, als sie schauten, dass zu seiner Rechten Mose erschien und zu seiner Linken Elias, da fielen sie zur Erde nieder, weil ihr Geiste vor der unvergleichlichen Größe dessen erschrak, was ihre Augen erblickten. Hernach wies Ich sie an, dieses Geheimnis zu bewahren, um es bekannt zu geben, wenn die Zeit dafür gekommen sei. Denn es war notwendig, dass Ich vorher diese Welt verließ, damit ihr verstehen solltet, wenn euch jene Erlebnisse zur Kenntnis gebracht würden, dass sie euch von der Zukunft sprachen und dieselbe ankündigten.

    11. Ach, wenn die Menschheit dieser Zeit den Sinn jener Verklärung verstehen und sie begreifen würde, dass das Zeugnis meiner Jünger für die Menschen dieser Zeit bestimmt war, wie groß wäre ihr Fortschritt! Der Meißel, der meine Gebote in den Stein auf dem Berg Sinai eingrub, ist derselbe, der nun die göttlichen Gedanken in euer Herz schreibt; das Blut eures Heilands, welches die Lehre war, die zu euch von Liebe, Auferstehung, von ewigem Leben und höchstem Glück sprach, ist das gleiche, das Ich nun in der Essenz dieses Wortes vergieße; und die Weissagung und Vollmacht, mit der Elias die Menschen in Erstaunen setzte, ist die gleiche, die ihr jetzt in den Kundgebungen erlebt, die Ich euch in dieser Zeit gewähre.

    12. Der Kampf meiner Jünger in diesem Zeitalter wird größer denn je sein, um zu erreichen, dass mein Gesetz auf dieser Erde eingesetzt wird. Doch damit in dieser Welt die Vergeistigung zur Herrschaft gelangt, aus welcher alle Gerechtigkeit, alle Liebe und die Vernunft entspringt, werden die Völker und Nationen der Welt zuvor einen sehr bitteren Kelch trinken müssen.

    13. Dies wird geschehen, wenn das Goldene Kalb für immer zerstört wird, abgeschafft die unnützen Opfer; wenn die Geistigen Güter, die ihr nicht gegen irdische Güter eintauschen werdet, nicht mehr Gegenstand von Gewinn sind. Dies wird eintreten, sobald der Mensch die volle Entwicklung seines Geistes erreicht hat und die kostbaren Gaben in sich zu schätzen weiß, mit denen ihn sein Vater vom Beginn seiner Erschaffung an begnadet hat.

    14. Um euch zu helfen, diesen Grad der Vergeistigung zu erreichen, darum komme Ich jetzt, um euch den Lebenssaft meines Wortes zu übergeben, die Frucht von gutem Geschmack. Ich bin der liebevolle Vater, der euch Brot und Obdach für euren Körper gibt und für den Geiste das Licht, das euch führt, damit ihr davon an eure Geschwister weitergebt. Auch mein Heilbalsam ist bei euch; die einen werden ihn voll empfangen, und bei anderen werden die Schmerzen gelindert werden. Die einen werden ihre eigenen Schulden reinwaschen, doch die anderen werden mit ihrem Vorbild ihren Nächsten bei deren Läuterung helfen.

    15. Wollt ihr meine Stärke? So erfüllt meine Gebote, liebt mein Gesetz, denn ihr seid verantwortlich für die Menschheit. Ihr seid die Unterrichteten, und vor euch liegt der Weg, den Elias vorbereitet hat. Geht mit bedächtigem, mit sanftem Schritt.

    16. Ihr seid die Kinder des Lichts; lasst nicht zu, dass die Versuchung euch in ihren Netzen zu Fall bringt.

    17. Nehmt euch die Apostel der Zweiten Zeit zum Vorbild, die zu den Menschenmengen vom Vater redeten und diese erkannten ihren Gott und Herrn in den Werken seiner Sendboten. Ebenso will Ich euch sehen; jetzt ist es an der Zeit, dass ihr euch völlig der Verkündung meiner Wahrheit hingebt.

    18. Wendet euch ab von den unnützen Werken der Menschen und regiert den Körper. Lasst nicht zu, dass er euch beherrscht. Auf diese Weise werde Ich euch nach diesem Kampf voll Freude und Frieden sehen.

    19. Kämpfe und arbeite, Israel, forsche und begreife, dass Ich euch mit diesen Unterweisungen die weißen Kleider gebe, damit ihr durch die Welt geht und eure Mission erfüllt.

    20. Groß ist die Reise, die Ich dem Geiste für seine Zurüstung, Wiedergutmachung und Erfüllung vorgezeichnet habe. Wenn es euch gelingt, Geistig mit Mir Zwiesprache zu halten, werdet ihr euch stark fühlen für den Kampf und werdet lernen, auf dem Weg vorwärts zu kommen und die Hindernisse zu überwinden, die sich euch auf demselben entgegenstellen.

    21. Wollt ihr zu meinen Aposteln gehören? Wollt ihr unter meine Jünger gezählt werden? Dann seid beharrlich im Studium, sorgt dafür, dass es mit eurer Zurüstung aufwärts geht, damit ihr mein Wort bald zu euren Geschwistern bringt.

    22. Der Geiste des Menschen hat sich entwickelt, deshalb hat seine Wissenschaft Fortschritte gemacht. Ich habe ihm gestattet, das kennenzulernen und zu entdecken, was er früher nicht wusste; aber er darf sich nicht nur den materiellen Arbeiten widmen. Ich habe ihm jenes Licht gewährt, damit er seinen Frieden und sein Glück im Geistigen Leben, das ihn erwartet, erarbeite.

    23. Inmitten dieser aus verschiedenartigen Geschöpfen bestehenden Welt ist der Mensch das bevorzugte Wesen, dem Ich einen Teil meines Geistes und das Recht gegeben habe, mit Mir Zwiesprache zu halten, Mich in sich zu haben, damit, da er Mich so eng mit sich verbunden fühlt, in seinem Geiste das Vertrauen und der Glaube an meine Göttlichkeit wächst.

    24. Der Endzweck der Erschaffung dieser Welt ist der Mensch, für sein Wohlgefallen habe Ich die übrigen Wesen und Naturkräfte hinzugeben, damit er sich ihrer für seine Erhaltung und Erquickung bediene. Wenn er Mich von den ersten Zeiten an, seit seiner Geistigen Kindheit, geliebt und erkannt hätte, so würde er heute zu einer Welt großer Geister gehören, in der weder Unwissenheit noch Unterschiede vorhanden wären, wo ihr im Wissen und in der Veredelung eurer Gefühle alle gleich wäret. Doch wie langsam entwickelt sich der Mensch! Wie viele Zeiträume sind vergangen, seit er auf der Erde lebt, und noch immer ist es ihm nicht gelungen, seine Geistige Aufgabe und seine wahre Bestimmung zu begreifen. Er hat es nicht vermocht, seinen Geiste in sich zu entdecken, welcher nicht stirbt, weil er ewiges Leben besitzt; er hat es nicht verstanden, in Harmonie mit ihm zu leben, noch hat er dessen Rechte anerkannt, und dieser, seiner Freiheit beraubt, hat seine Gaben nicht entwickelt und ist stehengeblieben.

    25. Heute, angesichts der Ereignisse, die der Mensch selbst hervorgerufen hat, angesichts des Krieges und des Überschäumens aller Leidenschaften des Materialismus, ist er bestürzt, weil er es weder versteht noch dazu fähig ist, das Böse aufzuhalten, und erschreckt fragt er sich nach dem Grund für dieses Resultat. Denn der Mensch ist vom Weg seiner Geistigen Entwicklung abgeirrt und stürzt sich in den Abgrund, ohne dass es eine menschliche Macht gibt, die diese Gewalt aufhalten kann.

    26. Diese Welt, die mit so viel Liebe geschaffen wurde, damit sie die zeitweilige Wohnstätte meiner Kinder sein würde, hat sich in ein Tal der Ruhelosigkeit, der Angst und des Todes verwandelt; nur die Ausübung der Liebe und der Tugend wird sie retten können. Deshalb sammle Ich nun alle zerstreuten Stämme Israel, um seinen Geiste zuzurüsten und es in den Kampf zu senden, bis es die Rettung und Vergeistigung des Menschengeschlechts erreicht hat.

    27. Jeder, der zu Mir gekommen ist und mein Wort vernommen hat, gehört zu diesem so alten und zahlreichen Volk, und da Ich euch diese Lehren bekannt gebe, werdet ihr begreifen, dass eure Gaben im Verborgenen fortbestanden haben und dass sie gerade in dieser Zeit wieder auferstehen, erfüllt mit der Kraft, welche euch die Liebe gibt. Eure Bestimmung war von Anbeginn der Zeiten vorgezeichnet, damit ihr diejenigen seid, die über die Menschheit wachen und ihr die Botschaften mitteilen, die Ich euch von Zeit zu Zeit zur Kenntnis brachte.

    28. Der Zeitpunkt wird kommen, an dem die ganze Menschheit aus meinen Jüngern bestehen wird, an dem ihr Mich versteht und mein Wort mit Leichtigkeit ergründet. Die Hochmütigen werden von ihrem Sockel herabsteigen, um bei Mir zu sein, und die Gelehrten werden Mich als ihren Meister erkennen.

    29. Ich will euch alle auf dem Weg der Vergeistigung sehen, wobei ihr in den Prüfungen Stärke und Stählung erlangt, damit Ich euch in dem Maß, in dem ihr aufwärts steigt, den Schatz an Weisheit offenbaren kann, der in dem Buch enthalten ist, das Ich euch gegenwärtig zeige.

    30. Wenn ihr zu Meistern werden wollt, müsst ihr euch zurüsten. Beseitigt jede Spur von Götzendienst in euch und lehrt eine Geistige, ehrfurchtsvolle und aufrichtige Gottesverehrung, die einzig auf die Liebe gegründet ist.

    31. Auch wenn euer Gedächtnis euch untreu werden sollte, mein Wort ist in eurem Gewissen, wo es niemals ausgelöscht werden wird. Euer Geiste wird sprechen und wird ein Quell der Weisheit sein, der, wenn er überquillt, auf eurem Entwicklungsweg das Licht zu euren Geschwistern bringen wird.

    32. Erquickt euch an meiner Gegenwart, denn auch Ich freue Mich, wenn Ich euch meine Lehre gebe. Studiert in dem Buche und lernt die Erklärung alles dessen kennen, was ihr nicht verstanden hattet. Erfasst die Essenz der Lehre, die Ich euch nun offenbare. Wenn ihr euch vorbereitet, werdet ihr das Licht in der Finsternis sein, die heute die Menschheit einhüllt.

    33. Immerzu bin Ich in Erwartung der Geistigen Gemeinschaft mit euch. Jeder, der sich läutert und sich zu Mir erhebt, wird fühlen, dass er sich mit Mir vermählt hat und Ich werde seine Schritte auf dem besten Weg führen.

    34. Viele fragen sich, weshalb Ich zur Erde zurückgekehrt bin, da Ich euch schon in der Zweiten Zeit mit meinem Wort gelehrt habe. Doch ihr hattet mein Gesetz vergessen und Ich habe euch schiffbrüchig in einem Meer der Unwissenheit angetroffen. Ich habe gekämpft, um euch auf den Weg des Friedens und der Wahrheit zu bringen. Ich biete euch einen Stab, um euch darauf zu stützen, denn ihr seid von der Pilgerschaft ohne Führer erschöpft und deshalb bin Ich gekommen, euch beizustehen.

    35. Ich sammle meine neuen Apostel, die nicht zwölf, sondern hundertvierundvierzigtausend sein werden, und jeder einzelne von ihnen wird die Aufgabe haben, meine Lehre zu verkünden; sie alle werden sprechen und gleich Herolden sein, welche die Frohe Botschaft bringen, dass der Meister als Heiliger Geiste zu den Menschen zurückgekommen ist.

    36. Seit 1866 suche Ich unter der Menschheit die neuen Jünger und rüste sie zu, damit sie mit Ergebung meine Gebote achten und Vorläufer neuer Apostel sind, die zu Mir kommen sollen.

    37. Der Tag wird kommen, an dem die Menschen vom Volk Gottes Kenntnis besitzen und sie werden euch suchen, um von euch Licht zu erbitten; andere, um mit ihren Meinungen euer Wissen zu bekämpfen. Ich will nicht, dass ihr euch, weil ihr euch arm und gering fühlt, von jenen überrumpeln lasst, die in gewählter Sprache reden und die euch Theorien vorlegen, welche nur Unklarheit oder spärliches Licht offenbaren werden. Ihr, die ihr die Wahrheit dieses Wortes kennt, weil ihr wisst, dass es meine Offenbarung als Heiliger Geiste ist, lasst euch nicht verwirren.

    38. Auch will Ich nicht, dass ihr euch aus Furcht verbergt, sondern dass ihr euch denen stellt, welche eure Hilfe erbitten. Für alle sollt ihr Worte der Liebe haben, die sie erwecken und bewegen und sie meine Gegenwart fühlen lassen. So werdet ihr anerkannt werden.

    39. Elias ist euch nahe und erfüllt die große Aufgabe, die Ich ihm anvertraut habe, welche darin besteht, euch zur Erneuerung anzuregen, damit ihr euch erhebt auf der Suche nach Frieden, nach Besserung und Geistiger Vervollkommnung.

    40. Bald werdet ihr von eurer Arbeit ausruhen. Dies große Werk wird mit dem Beistand vieler Geister durchgeführt, wobei Ich jedem eine bestimmte Aufgabe zugewiesen habe.

    41. Ihr, die ihr Mir folgt, seid mein Heer und Ich bin euer Vater, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, seine Kinder zu erlösen. Ich gehe euch voran, um euch zu führen. Wollt ihr Mir folgen? Euer Herz sagt ja, und Ich empfange eure Sehnsucht. Seht, Ich verlange nicht mehr von euch, als was ihr mit euren Gaben, wenn ihr sie zu nutzen versteht und wenn ihr Mich in Wahrheit liebt.

    42. Das Geistige Gesetz kommt vor dem menschliche, deswegen müsst ihr Mir euren Tribut vor dem der Welt geben. Seht die Natur mit ihren Feldern und Bergen, ihren Meeren, Wäldern und Wüsten; sie bringt in ihrer Gesamtheit in jedem Augenblick dem Schöpfer, welcher sie ins Leben rief und erhält, ihre Opfergabe dar. Alle bekunden Mir ihren Tribut, indem sie von Mir Zeugnis ablegen. Warum erweist ihr Mir keine würdige Verehrung? Warum bittet ihr um meine Gegenwart, um hernach an Mir zu zweifeln.

    43. Rüstet euch zu, damit ihr eure Geistige Natur ergründet und mein Wort versteht. Dringt in meine Lehre ein, erforscht, Ich erlaube es euch, verhört Mich, doch kommt zu Mir. Übergebt euch Mir mit dem Vertrauen, das ihr habt, wenn ihr Kinder seid und euren Eltern überallhin folgt; liebt und vertraut eurem himmlischen Vater ebenso.

    44. Ich will nicht, dass ihr Tränen vergießt oder dass ihr Mir Schmerzen bereitet. Viel habt ihr geweint und seid oft durch die Wüsten gegangen. Hinterlasst euren Kindern nicht diesen Samen des Leides, den ihr mit euch getragen habt. Lasst diese Wesen ein Leben der Rechtschaffenheit, der Arbeit und der Erfüllung meines Gesetzes schauen, damit sie den Frieden und den Wohlstand blühen sehen.

    45. Warum seid ihr erstaunt, Volk, über das Wunder, das Ich euch in dieser Zeit vor Augen führe, wenn Ich Mich mittels des menschlichen Verstandesorgan kundgebe? Größere Werke vollbrachte Ich in den vergangenen Zeiten und ihr habt sie geglaubt.

    46. Ich weiß, dass die Ursache eures Erstaunens darauf zurückzuführen ist, dass ihr euch von den Geistigen Lehren entfernt habt; denn seit lange Zeit glaubt ihr nur an das, was ihr seht, an das, was ihr berührt, und an das, was ihr mit Hilfe eurer Wissenschaft beweist.

    47. Im ersten Zeitalter, als Israel in den Schriften las, über das Gesetz nachsann und in Erwartung des verheißenen Messias betete, war sein Leben voller Zeichen und Geistiger Kundgebungen, sein Herz war empfindsam für die Botschaften, die der Herr ihm sandte, und es glaubte an all dies, weil es Vertrauen besaß.

    48. Aber glaubt nicht, dass alle Kinder jenes Volkes die göttlichen Botschaften zu empfangen verstanden. Nein, die reichen Geizhälse fühlten nichts, sie sahen nichts noch hörten sie, ebenso wie die Priester, die, obwohl sie das Buch des Weissagungen offen vor Augen hatten, auch nicht das Geistige Leben über den Menschen wahrnahmen; denn blind und hochmütig an dem Platz, den sie einnahmen, konnten sie die Rufe des Herrn nicht hören, der sich bereits näherte.

    49. Wer waren dann diejenigen, die in den Nächten in Judäa beteten, wachten und in ihren Herzen das Licht empfingen, das die Hoffnung entzündet? Wer waren die, welche prophetische Träume hatten und mit dem Herzen zu ahnen vermochten und den Schriften eine Geistige Auslegung gaben? Es waren die Demütigen, die Armen, die Sklaven, die Kranken, die nach Licht Hungernden, die nach Gerechtigkeit Dürstenden, die der Liebe Bedürftigen.

    50. Es waren die Leute aus dem Volk, die Männer und Frauen von schlichtem Herzen, sie, die durch Jahrhunderte ihren Erlöser erwartet hatten.

    51. In der Nacht, in der Jesus in dieses Leben geboren ward, waren es die Herzen der armen Hirten von Bethlehem, die angesichts des Geistigen Boten des Herrn erzitterten, der sie wissen ließ, dass ihr seit so langer Zeit erwarteter Heiland gekommen war.

    52. In jener feierlichen Stunde schliefen die Reichen, die Herren und die Mächtigen.

    53. Auch in dieser Zeit schliefen die Großen, die Herren, die Reichen, die Gelehrten und die Theologen tief, während mein Strahl zu den Menschen herabkam, um ihnen zum ersten Mal meine Botschaft zu bringen.

    54. Wie wenige haben Mich erwartet und wie wenige glaubten an meine Gegenwart!

    55. Doch jene, die zu Mir kamen, waren Männer und Frauen von einfachem Herzen, von geringem Verstand, über die sich die Ungläubigen lustig machen, weil sie an übernatürliche Kundgebungen glauben und von seltsamen Lehren sprechen.

    56. Urteilt nicht schlecht über die, deren Mangel an Zurüstung sie einen Fehler begehen lässt, da sie wenigstens die Intuition des Geistigen bewahren, was der Beweis einer geheimen Sehnsucht ist, mit dem Vater Zwiesprache zu halten, sich der Welt des Lichts zu nähern, von Ihm ein Wort der Liebe zu empfangen.

    57. Diese Armen, welche der falsche Glanz der Welt nicht verblendet hat, sind die, welche Intuition besitzen, die, welche vorausahnen, die, welche Träume haben, die, welche Zeugnis vom Geistigen ablegen und Ich habe sie gesucht, um vor ihren Augen das Buch der Weisheit aufzuschlagen und so ihr Verlangen nach Wissen und Wahrheit überreichlich zu stillen.

    58. Ich habe ihnen meine Gegenwart fühlbar gemacht, ebenso auch die Nähe der Geistigen Welt, als Belohnung für ihre Hoffnung und ihren Glauben.

    59. Auch habe Ich zu ihnen über ihre Gaben gesprochen, über ihre Aufgabe, über den Wert meiner Lehre, damit sie aus ihrem Herzen alles entfernen, was nicht zu diesem Werk gehört, und damit ihr Zeugnis lauter und voll Licht zum Herzen ihrer Geschwister gelangt.

    60. Stehe auf, Israel, und ersteige den Geistigen Berg; denn Ich bin nun dein Helfer. In dieser Zeit werdet ihr alle Mir behilflich sein bei dem Kreuz, das Ich aus Liebe zur Menschheit auf den Schultern trage.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 14

    1. Ihr kommt, um das Licht zu suchen, und Ich gebe es euch, denn ihr habt Glauben und erwartet es von Mir. Jeder, der Mich sucht, findet Mich; jeder der auf Mich hofft, empfängt.

    2. Es wäre leichter, dass das Königsgestirn zu strahlen aufhören würde, als dass Ich ein einziges meiner Kinder, das Mich sucht, zurückwiese.

    3. Ich komme euch zu Hilfe, um eure Irrtümer richtigzustellen, denn Ich will nicht, dass eure Verwirrung weiter anhält.

    4. Die von Mir festgesetzte Zeit für die Übergabe dieser Unterweisung an euch geht ihrem Ende zu, und es ist erforderlich, dass ihr euch zurüstet, denn in der Zwiesprache von Geiste zu Geiste, die ihr nach 1950 erlangen sollt, werdet ihr in meinen Belehrungen noch größere Weisheit finden.

    5. Die Uneingeweihten werden sich in Kinderschüler, die Kinderschüler in Jünger und die Jünger in Meister verwandeln, in lebende Vorbilder für gute Werke unter der Menschheit.

    6. Fühlt euch nicht klein, wenn Ich euch Kinderschüler nenne, denn vor der Weisheit des Herrn ist es schon viel, ein Kindlein zu sein.

    7. Ich habe viele Jünger und Kinderschüler, nicht nur hier unter euch, sondern unter der Menschheit verstreut, in Sekten und Religionen, da alle gemäß ihrer Entwicklung die verschiedenen Stufen einnehmen, welche die unendliche Leiter der Vergeistigung bilden.

    8. Aber ihr müsst ebenso wissen, dass Ich nicht nur in dieser Welt Jünger habe. Erinnert euch, dass Ich euch sagte: „Im Haus des Vaters gibt es unendlich viele Wohnungen“. Dort gibt es meine Kinder in unermesslichen Scharen, welche leben, um von Mir zu lernen.

    9. Wisst, dass es in jenem Reich ist, wo man meinen Unterricht besser versteht, wo man deswegen auch mehr Fortschritte macht.

    10. Dorthin kommen die, welche an Kummer und Enttäuschungen leidend von dieser Welt schieden; die nach Wahrheit und Wissen Dürstenden, nie nach Liebe Hungernden, die Gedemütigten.

    11. Dort erwartet sie ihr Meister, um ihnen größere Lehren zu geben als jene, welche ihnen die Menschheit verweigerte.

    12. Dann werden die, welche auf Erden unbekannt und arm waren, in wahrem Licht erstrahlen und erstaunt sehen, wie die, welche in dieser Welt mit falschem Licht glänzten, im Jenseits ihr Geistiges Elend beweinen.

    13. In jenen Welten des Friedens, die ihr bewohnen werdet, ist es, wo jene, welche auf der Erde weinten und Mich segneten, die angenehmsten Überraschungen empfangen haben, einen Lohn, den sie nicht erwarteten, als sie ihren Leidenskelch leerten.

    14. Es macht nichts, dass sie Augenblicke der Hoffnungslosigkeit und des Zweifels gehabt haben; diese Augenblicke der Schwäche vergebe Ich ihnen, weil sie auch große Schmerzenstage hatten, in denen sie Ergebung zeigten und Mich segneten.

    15. Diese meine Kinder erlebten ebenfalls ihr Golgatha und litten sehr auf ihrem Weg der Wiedergutmachung; doch die mein Gesetz erfüllen, erlangen im ewigen Leben die Wonne und Geistige Befriedigung, auch wenn sie nur wenige Augenblicke auf dem guten Pfade leben.

    16. So antwortet meine ewige Liebe auf die nur kurz dauernde Liebe der Menschen.

    17. Selig, die fallend und sich erhebend, weinend und Mich segnend, verwundet durch die Bosheit ihrer Geschwister Mir vertrauen und Mir das Heiligtum ihres Herzens anbieten.

    18. Diese Kleinen und Betrübten, Verspotteten und doch Sanftmütigen sind dem Anschein nach schwach, aber in Wirklichkeit sind sie starken Geistes; und ihnen sind größere Offenbarungen vorbehalten, sobald sie jenseits dieser Welt sind.

    19. Um in der Zweiten Zeit mein Jünger zu sein, war es unerlässlich, nicht nur eine große Geistige, sondern auch physische Kraft zu besitzen; denn man musste die Grausamkeit der Menschen, die Foltern und die Prüfungen ertragen, denen sie in ihrer Rohheit und Unwissenheit diejenigen unterwarfen, welche etwas predigten, das außerhalb des ihnen in der Welt Bekannten war.

    20. Jetzt benötigt ihr keine große körperliche Kraft, der göttliche Plan ist ein anderer; doch werdet ihr weiterhin meine Mitarbeiter sein, um meine Lehre unter der Menschheit zu verbreiten.

    21. In dieser Zeit werdet ihr gegen die Unwissenheit einer Menschheit kämpfen, welche, obwohl auf allen Gebieten vermaterialisiert, weniger grausam ist und höher entwickelt ist durch die Erfahrung, die sie in ihren vergangenen Inkarnationen gewonnen hat.

    22. Wenn ihr heutzutage jemanden kennt, der seine Gottesverehrung nicht so versteht und zum Ausdruck bringt, wie es die Mehrheiten tun, wenngleich euch dies befremdet und ihr Anstoß daran nehmt, so schreit ihr nicht mehr, dass man ihn lebend verbrennen soll.

    23. Wenn ihr jetzt unvermutet auf irgendeinen kranken Besessenen trefft, flieht ihr nicht mehr vor ihm mit dem Geschrei, dass er voller Teufel sei.

    24. Schon viele verstehen, dass es solche Wesen nicht gibt und dass es nur verwirrte Geister sind, denen ein Augenblick der Klarheit fehlt, um sich in sanfte Schafe zu verwandeln.

    25. Ihr beginnt schon zu erkennen, dass jenes Wesen, welches ihr Teufel oder Satan nennt, nichts anderes ist als die Schwäche eures Fleisches, der Hang zu den niederen Leidenschaften, die Sucht nach Vergnügungen und den Begierden des Körpers, der Hochmut, die Eigenliebe, die Eitelkeit und all das, womit das Fleisch den Geiste versucht.

    26. Ihr tut noch und denkt an viele ungebührliche Werke; doch freut euch, weil ihr immer mehr in eurer Entwicklung fortschreitet, auch wenn einige von euch das Gegenteil annehmen, da ihr euch von euren unvollkommenen Urteilen leiten lasst.

    27. Dies geschieht, weil ihr noch nicht fähig seid, die sichtbare und unsichtbare Schöpfung zu verstehen, die euch umgibt, und darum irrt ihr euch in euren Auslegungen.

    28. Doch je nachdem, wie eure Geistige Entwicklung ist und infolgedessen euer Bedürfnis, meine Offenbarungen besser zu ergründen, sende Ich euch meine Boten, damit sie euch führen; und je nachdem, wie Ich euren Verstand vorbereitet finde, spreche Ich zu euch von meiner Weisheit, um euch zur Vollkommenheit zu führen.

    29. Auch meine Gerechtigkeit prüft euch in vollkommener Entsprechung zu dem, was ihr seid, wobei sie immer den freien Willen respektiert, den euch die Liebe eures Vaters gewährte.

    30. Ihr alle habt die Ahnung oder das intuitive Wissen von der Existenz des Höchsten Wesens, und diese innere Erkenntnis ist das Licht, das euer Geiste auf dem langen Weg der Geistigen Entwicklung allmählich gewonnen hat.

    31. Eine neue Sonne kommt nun zu eurem Geiste, um euch zu erleuchten, ein neues Buch, das euch lehrt, was ihr so sehr ersehntet und erwartetet.

    32. Fühlt ihr nicht, geliebtes Volk, dass die Menschheit die Lüge, die Mythen und soviel falsches Licht nicht mehr ertragen kann? Es ist nicht mehr zeitgemäß, den Geiste mit den irrtümlichen Auslegungen zu nähren, die man meinem Gesetz gegeben hat.

    33. Ihr bereitet euch vor, um größeres Wissen zu empfangen, und obgleich ihr Jahrhunderte hindurch in Sekten, Philosophien und Religionen getrennt wart, werdet ihr euch sehr bald um meine neue Offenbarung versammeln müssen, deren Weisheitsstrom euch begreiflich machen wird, dass ihr endlich das Buch des wahren Lebens des Geistes gefunden habt.

    34. Ihr bedürft dringend meines Wortes; ihr verschmachtet vor Geistigem Durst, aus Mangel an diesem Tau, der von meiner vollkommenen Liebe ausgeht. Euch fehlt Erfrischung im Geiste; deshalb nahe Ich Mich euch, um euch die Frucht des Lebensbaumes anzubieten.

    35. Ich komme, um euch liebevoll auf eure Fehler aufmerksam zu machen; und auch ihr sollt die Irrtümer der anderen mit derselben Liebe und Barmherzigkeit aufzeigen, damit die einen wie die anderen ihre Unvollkommenheiten erkennen und sie berichtigen. Doch niemals werde Ich ein Wort aussprechen, das euch veranlasst, das Tun eurer Nächsten zu verurteilen oder euch über ihre Glaubensüberzeugungen oder kultischen Handlungen lustig zu machen.

    36. Wisst ihr etwa, durch welche Verirrungen ihr gegangen seid bei dem Versuch, Mir Verehrung zu erweisen? Wer erinnert sich der Vergangenheit seines Geistes?

    37. Wenn Ich euch sagen würde, dass ihr die wilden Tiere oder die Sterne angebetet habt, und dass ihr mit eurer Einbildungskraft Götter mit menschlichen Eigenschaften geschaffen habt; dass ihr euch niedergeworfen habt, um Raubtiere, Vögel und Reptilien anzubeten, so würde dies vielen von euch befremdlich erscheinen. Doch Ich kenne eure Geistige Entwicklung und darum sage Ich euch, dass ihr verständnisvoll, achtungsvoll und barmherzig mit euren Nächsten sein sollt, mit denen, die auf einer tieferen Entwicklungsstufe als ihr stehen; so werdet ihr in Wahrheit eure Vergeistigung beweisen.

    38. Ich allein habe die Befugnis, die Fehler der Menschen aufzuzeigen, Irrtümer, die Ich mit meiner Weisheit berichtige und mit meiner Liebe vergebe.

    39. Die Menschheit ist Sklave von Sekten und widersinnigen Kulten, von Lastern und Schändlichkeiten; deshalb betrachtet ihr euch gegenseitig als Feinde; denn ihr seid unduldsam gegenüber euren Nächsten.

    40. Aber Ich sage euch noch einmal, dass kein Mensch das Recht hat, die Geistigen Überzeugungen seiner Geschwister zu verachten oder zu verspotten.

    41. Ihr seid meine vorübergehend verirrten Schafe und Ich komme nicht, um euch den Tod zu bringen, sondern um euch zu retten, zu unterrichten und zu vereinen. Ich komme wie ehemals, um euch zu sagen, dass ihr einander lieben sollt; dass ihr jenseits dieser Existenz ein anderes, höheres Leben habt; denn im Haus des Vaters gibt es eine unendliche Zahl von Wohnungen.

    42. Wenn die Menschen die wahre Liebe zu ihren Geschwistern fühlen würden, so müssten sie nicht das Chaos erleiden, in dem sie sich befinden; alles in ihnen wäre Harmonie und Frieden. Doch diese göttliche Liebe begreifen sie nicht und sie wollen nur die wissenschaftliche Wahrheit, die abgeleitete Wahrheit, jene, die sie mit ihren menschlichen Gedankengängen beweisen können; sie wollen die Wahrheit, die das Gehirn anspricht, nicht die, welche das Herz erreicht, und nun haben sie das Ergebnis ihres Materialismus: eine selbstsüchtige, falsche und von Leid erfüllte Menschheit.

    43. In dieser Zeit sind Religionen und Sekten verwirrt; doch Ich weise euch darauf hin, dass sie einen hohen Ursprung gehabt haben und dass über ihren Verfehlungen noch Spuren der Reinheit und des Lichts vorhanden sind, welche meine Erleuchtete in ihnen zurückließen.

    44. Wenn ihr einige eurer Wissenschaften dazu verwendet habt, Mich zu untersuchen und zu beurteilen – erscheint es euch da nicht vernünftiger, ihr würdet sie dazu benutzen, euch selbst zu erforschen, bis ihr euer Wesen erkennt und euren Materialismus zerstört? Glaubt ihr vielleicht, dass euer Vater euch auf dem Wege eurer guten Wissenschaften nicht helfen kann? Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr die Essenz der göttlichen Liebe zu fühlen vermöchtet, so würde das Wissen leicht zu eurem Verstand gelangen, ohne dass ihr euer Gehirn ermüden und euch durch das Studium derjenigen Kenntnisse verausgaben müsstet, die ihr für tiefschürfend haltet und die in Wahrheit in eurer Reichweite liegen.

    45. Doch wenn eure Wissenschaften, Beobachtungen und Studien euch zur Liebe hinführen würden, wenn der Endzweck dieser Wissbegierde der wäre, eurem Vater einen Tribut zu entrichten, indem ihr mit immer größerer Vollkommenheit eurem Nächsten, den Kleinsten, Schwächsten und Bedürftigsten dient, so würde Ich euch nichts sagen. Aber wenn Ich sehe, dass ihr durch eure Wissenschaften selbst euren Gott verkleinert und herabsetzt, indem ihr Ihm Grenzen setzt, Ihm Irrtümer zuschreibt und Ihm Formen gebt, die Er nicht hat; wenn Ich sehe, dass ihr gleichzeitig Götzen aus Materie macht und unvollkommene Menschen vergöttlicht und für heilig haltet, so sage Ich euch, dass ihr weder die Wahrheit erkannt habt, die ihr besitzen solltet, noch dazu ermächtigt seid, jemanden einen heiligen oder göttlichen Rang zuzuerkennen. Dies kommt nur eurem Gott und Herrn zu.

    46. Ihr könnt das Unendliche weder darstellen noch bestimmen, weil ihr es mit eurem begrenzten Verstand nicht erfassen könnt; ebenso wenig kann eure Sprache das Göttliche ausdrücken oder das Unerklärliche mit menschlichen Ausdrücken erklären.

    47. Versucht nicht, Gott in Worten einzusperren oder in Sinnbildern, die euch niemals eine Vorstellung der Wahrheit geben können.

    48. Sagt mit Demut Gott, doch sagt es auf eine tiefempfundene Weise, und wenn ihr eine Vorstellung von der unermesslichen Liebe des Herrn zu euch haben wollt, so denkt an Jesus.

    49. Mit Allegorien, Bildern, Symbolen oder armseligen Darstellungen von Gott werdet ihr nur erreichen, dass eure Geschwister Mich leugnen oder kleinen Geistes werden.

    Um das Göttliche zu offenbaren sind eure Sprachen zu begrenzt; deshalb musste Ich zu allen Zeiten in Gleichnissen, in Metaphern zu euch reden; aber nun seht ihr, dass, selbst wenn Ich auf diese Art zu euch gesprochen habe, ihr Mich wenig verstanden habt, weil euch der nötige Wille gefehlt hat, meine Offenbarungen zu ergründen.

    51. Ihr streitet immer wegen der Bedeutung eurer Worte, und in dem Maß, in dem ihr mehr Worte erfindet, verwirrt ihr euren Geiste noch mehr. Oh ihr Menschen vieler Worte, vieler Sprachen und vieler Glaubensbekenntnisse, aber sehr weniger Werke der Liebe!

    52. Seht die Vögel an, die an allen Enden der Erde in gleicher Weise und in Einfachheit singen.

    53. Ich kann euch sagen, dass sich alle Geschöpfe besser untereinander kennen und verstehen als die Menschen. Warum? Weil sie alle auf dem Weg leben, den Ich ihnen vorgezeichnet habe, während ihr, wenn ihr in Gebiete eindringt, die euch nicht zugedacht sind, euch von euren rechten Wegen entfernt, welche die des Geistes sind; und wenn ihr euch einmal im Materialismus verloren habt, begreift ihr das Geistige, das Göttliche und Ewige nicht mehr.

    54. Aber hier hast du Mich, Menschheit; Ich lehre euch, wie ihr selbst in eurem materiellen Zustand mit dem Geistigen Leben im Einklang sein könnt, indem ihr eure Fehltritte auf Erden in ein Lebenswerk von wahrem Fortschritt verwandelt, welches euch in dieser Welt hohe und edle Befriedigungen geben wird, und jenseits, wenn ihr das menschliche Leben verlasst, werdet ihr eine nicht endende Ernte herrlicher Überraschungen für euren Geiste vorfinden.

    55. Nehmt euch Jesus zum Vorbild! Auf welche Weise? Indem ihr euren Nächsten wie euer eigenes Kind liebt, wie eure Mutter, wie euren Bruder, wie euch selbst.

    56. Zu allen Zeiten habt ihr Führer gehabt, die euch die Kraft der Liebe gelehrt haben. Es waren eure fortgeschritteneren Geschwister, mit größerer Erkenntnis meines Gesetzes und größerer Reinheit in ihren Werken. Sie gaben euch ein Beispiel von Stärke, Liebe und Demut, als sie ihr Leben der Verirrungen und Sünden mit einem Dasein vertauschten, das dem Guten, dem Opfer und tätiger Nächstenliebe geweiht war.

    57. Von der Kindheit bis ins hohe Alter habt ihr klare Vorbilder von all dem, was man mit der Liebe erreicht und von den Leiden, die der Mangel an Nächstenliebe verursacht; aber ihr, gefühlloser als die Felsen, habt es nicht verstanden, aus den Lehren und Beispielen zu lernen, die euch das tägliche Leben gibt.

    58. Habt ihr einmal beobachtet, wie selbst die Raubtiere auf einen Ruf der Liebe sanft reagieren? In derselben Weise können die Elemente, die Kräfte der Natur, reagieren, alles, was in der materiellen und Geistigen Welt existiert.

    59. Darum sage Ich euch, dass ihr alles mit Liebe segnen sollt, im Namen des Vaters und Schöpfers des Weltalls.

    60. Segnen bedeutet sättigen. Segnen ist, das Gute zu fühlen, es zu sagen und weiterzugeben. Segnen heißt, alles, was euch umgibt, mit Gedanken der Liebe zu durchtränken.

    61. Handelt so und Ich werde euch verherrlichen, wenn ihr ans Ziel gekommen seid, nachdem ihr in euch selbst das göttliche Wesen, den Urgrund eures Lebens und die Gaben gefunden habt, mit denen Ich euch ausgerüstet habe. Der Kampf, die Verdienste und eure Übereinstimmung mit meinem Gesetz wird euch einen einzigen Willen, einen einzigen Geiste mit meiner Göttlichkeit bilden lassen.

    62. Mein Licht kommt euch entgegen, um euch beim Aufstieg behilflich zu sein, denn Ich bin der Meister aller Zeiten. Ich bin nicht nur in einem Zeitalter gekommen; ewig habe Ich euch das Buch gezeigt und von euch verlangt, euch Geistig zu erkennen, damit ihr wüsstet, welches eure Gaben sind und ihr ein musterhaftes Leben führtet, in dem Gesundheit, Kraft und Vertrauen strahlen. So werdet ihr euren Geiste erhöhen und euch für das ewige Leben vorbereiten können.

    63. Wenn der Mensch Geistige Kraft besitzt, dann deshalb, weil sein Geiste sich in der Tugend zu kräftigen verstand.

    64. Einige von euch kommen zu Mir, um Trost zu finden, oder auf der Suche nach der Lösung eines Problems oder der Antwort auf eine Frage, nachdem ihr die Gelehrten zu Rate gezogen oder die Sterne befragt habt, und zwar, weil euch der Glaube gefehlt hat und ihr nicht die Stärke oder die Gewissheit dessen gehabt habt, der wahrhaft glaubt; doch wahrlich Ich sage euch, über aller Kenntnis der Zukunft steht mein göttlicher Wille. Wer liebt, wer glaubt, ist vereint mit Mir, denn Ich bin die Liebe, die Vernunft und die Gerechtigkeit.

    65. Vergesst nicht, dass ihr meine Kinder seid; und wenn ihr mit Mir in Harmonie zu leben versteht, werdet ihr es nicht nötig haben, eure Geschwister zu fragen, noch die Bücher oder die Sterne zu befragen, denn Ich spreche zu eurem Geiste durch das Gewissen, und wenn ihr es hört, werdet ihr euch mit Weisheit regieren und in Erfüllung meines Willens zu leben verstehen.

    66. Wacht auf bei dieser Stimme, erkennt eure Fähigkeiten und stellt sie in den Dienst des Guten. Nehmt diese Botschaft auf, die Ich euch sende, damit sie eure Schritte lenke; denn Ich erwarte, dass ihr euer Werk auf Erden beendigt, um euch höhere Aufgaben zu geben, unter ihnen diejenige, zu Beschützern der Menschheit zu werden.

    67. Fühlt, dass ihr Geister seid und bindet euch nicht an die Materie, macht euer Leben nicht schwierig! Habt keine Verehrung oder Anbetung für etwas, außer wenn es die Liebe zu eurem Vater und auch zu eurem Nächsten ist. Im Geiste wurzelt das wahre Leben, nicht im Körper, da dieser nur eine Zeitlang lebt und dann verschwindet, währen jener ewig lebt.

    68. Was werden euch eure irdischen Schätze nützen, wenn ihr nicht die des Geistes zu gewinnen wisst? Was werdet ihr im Geistigen Tal anderes sein als arme Geister, die ihren Frieden und ihr Glück nicht zu erarbeiten vermochten, um sich daran im ewigen Leben zu erfreuen?

    69. Ihr alle besitzt ein väterliches Erbe, wenn ihr zur Erde gesandt werdet; aber ihr kennt nicht seinen Wert, ihr vermögt es in eurem Geiste nicht zu entdecken und sucht es außerhalb von euch. Ich sage euch, dass ihr über diese Lehren meditieren sollt. Wenn ihr Weisheit sucht – ihr habt sie in euch. Wenn Ich nach Macht strebt – sie liegt in euch: in der Gesundheit, in der Geistigen Kraft, in der Begabung. Wenn ihr der Schönheit nachjagt – auch sie habe Ich euch gegeben, ihr braucht euch nur selbst erkennen, und ihr werdet finden, was ihr ersehnt. Wenn ihr andere Regionen kennenlernen wollt – versetzt euch Geistig dorthin und ihr werdet andere Lebensstufen antreffen, wo der Geiste in größerer Vollkommenheit lebt.

    70. Eure Bestimmung ist, aufzusteigen und das zu besitzen, was mein ist, weil ihr meine sehr geliebten Kinder seid.

    71. Werdet wieder reine Geister! Dahin führt euch meine Lehre, um euch in den Zustand der Vollkommenheit zu bringen. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr zu ihm zurückkehrt, wird euch kein Schmerz mehr zustoßen, denn ihr seid dann in das Heim des Vaters eingetreten.

    72. Ich helfe euch bei eurer Befreiung. Mein Licht wird euch in den Schwierigkeiten weiterhelfen. Doch tut von nun an niemandem mehr Böses, damit ihr euch nicht selbst Schaden zufügt.

    73. Nehmt meine Kraft, alle meine Naturkräfte stehen euch zu Diensten, alles liegt in eurer Reichweite. Lebt, um zu lieben und zu vergeben, wie Ich euch liebe und vergebe.

    74. Liebt alles, segnet alles. So lehre Ich euch, wie ihr auf Erden meine Jünger sein könnt und wie ihr im Jenseits ein Geiste des Lichts sein werdet, wohin ihr mit wahrem Frieden gelangen werdet, um den Platz einzunehmen, den euer Vater euch bestimmt hat. Wenn ihr also tut, werdet ihr nicht noch einmal in diese Welt hineingeboren, in der ihr leidet; denn ihr werdet begreifen, dass dieses Leiden für euren Geiste nicht ewig sein kann. Dann werdet ihr zu anderen Lebenswelten aufsteigen und mit Freuden die Aufgaben erfüllen, die euch in der Ewigkeit zukommen.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 13

    1. Das Haus des Vaters ist in Feststimmung, das Gastmahl steht bereit, weil dies Volk wie der verlorene Sohn zum Vaterhaus zurückgekehrt ist. Setzt euch an den Tisch und esst von der Speise, die Stunde ist günstig und freundlich.

    2. Auch in der Zweiten Zeit pflegte Ich Mich von meinen Jüngern umgeben an den Tisch zu setzen Sie wussten, dass Jesus der Messias war, dessen Kommen verheißen war, um sein Volk zu retten. Ihr habt Mich nicht körperlich gesehen wie jene Mich sahen, doch durch die Essenz dieses Wortes fühlt ihr die Gegenwart des Meisters, der euch versprochen hatte, wiederzukommen und euch den Geiste der Wahrheit zu senden, damit Er euch alle vergangenen Unterweisungen erkläre, und ihr das verstehen solltet, was ihr nicht verstanden hattet.

    3. Doch wer ist der Geiste der Wahrheit, wenn nicht die Weisheit Gottes selbst? Wo werdet ihr Ihn finden können, wenn nicht in dieser Geistigen Lehre, die euch alles erklärt und erhellt?

    4. Ich prophezeite euch, dass Ich wiederkommen würde, wenn die Menschheit sich auf dem Höhepunkt ihrer Schlechtigkeit und Verwirrung befände; deshalb ahnen die Menschen beim Nachsinnen darüber, dass ihre Wissenschaft und ihre Verderbtheit eine Frucht hervorgebracht haben, die in voller Reife ist, dass sich noch etwas Göttliches offenbaren wird. Diese Vorahnung ist eine Folge davon, dass meine Geistige Gegenwart zu jedem Geiste spricht und meine Gerechtigkeit als Vater sich unter der Menschheit kundtut.

    5. Ihr werdet Mich nicht wieder als Mensch sehen; jetzt müsst ihr euch zubereiten, um Mich im Geiste zu schauen; so wurde es euch seit der Zweiten Zeit zu verstehen gegeben. In einer „Wolke“ stieg der Meister auf, da Er zum letzten Mal noch sichtbar war für seine Jünger, und es war euch angekündigt worden, dass Er in eben dieser Form wiederkommen würde.

    6. Jetzt spreche Ich zu euch durch diese von Mir vorbereiteten Verstandesorgane; morgen wird meine Stimme in eurem Herzen und in allen Geisteern ertönen. Denn mein Wort ist wie das Läuten einer klangvollen Glocke, welche sowohl die Inkarnierten als auch die Desinkarnierten aufweckt und zu neuem Leben auferstehen lässt. Es ist ein allumfassender Ruf. Seit den vergangenen Zeiten habe Ich euch gesagt, dass keines meiner Kinder verloren gehen würde, und dass, wenn ein Schaf in Gefahr sein sollte, Ich die neunundneunzig im Schafstall lasse würde, um dem Verlorenen nachzugehen.

    7. Wahrlich, Ich sage euch, oh meine neuen Jünger, es wird euch gelingen, das zu begreifen, was keiner meiner Jünger der Zweiten Zeit verstanden hat.

    8. Wie oft, wenn Ich zu ihnen sprach, schauten sie einander an, um herauszufinden, wer von ihnen verstanden hatte, was Jesus gesagt hatte; und da sie sich die Worte des Meisters nicht erklären konnten, baten sie Ihn schließlich, er möchte klarer in seiner Unterweisung sein. In Wahrheit sage Ich euch, dass mein Wort nicht klarer sein konnte; aber zu jener Zeit hatte sich der Geiste noch nicht genügend entwickelt, um die ganze Lehre zu verstehen, die er empfangen hatte; Zeit musste vergehen, die Menschheit musste Geistig fortschreiten, damit sie, erleuchtet vom Licht der Vergeistigung, den Sinn der göttlichen Offenbarungen begreifen konnte.

    9. Dennoch, als die Stunde kam, in der jene Jünger zur Menschheit von meiner Lehre reden sollten, wussten sie alles, was notwendig war, um ihre Geschwister zu lehren; und was sie noch nicht wussten, das offenbarte der Heilige Geiste durch ihren Mund, denn sie waren bereits zugerüstet für diese Aufgabe.

    10. Wenn in der Zeit, in der sie mit dem Meister lebten, die einen seine Lehre in der einen Form und die anderen in anderer Form auslegten, so waren sie doch alle, als die Zeit ihrer Kämpfe und ihres Predigens kam, in einem einzigen Ideal vereint, es erfüllte sie die gleiche Weisheit, die gleiche Liebe. Jeder nahm seinen Weg durch andere Provinzen; doch ihr Geiste, ihre Gedanken waren einig in der Mission, die sie erfüllen mussten, und die Erinnerung an Jesus ermutigte sie.

    11. Immer waren sie bestrebt, zusammenzukommen, um Eindrücke über ihre Kämpfe, ihre Widerwärtigkeiten auszutauschen, und auch, um sich an den errungenen Siegen zu erfreuen. Sie gaben sich gegenseitig Aufmunterung, Mut und Glauben.

    12. Sie verstanden den Samen zu säen, den Ich ihnen anvertraute, denn der eine säte nicht Weizen und der andere Unkraut, nein, alle säten einen einzigen Samen, und dies war der der Liebe, die Ich sie lehrte. Deshalb war die Frucht, die den Herzen der Menschen entspross, die der Liebe. Begreift ihr, was Ich sagen will, wenn Ich euch von den Taten spreche, die eure Geschwister zu jener Zeit vollbrachten?

    13. Denkt nicht daran, ob ihr größer oder kleiner seid als sie. Ich sage euch nur, dass ihr sie lieben sollt, wie sie euch geliebt haben, als sie für euch den Weg säuberten, euch lehrten, eurem Herrn nachzufolgen, für euch ihr Leben gaben. Seid wie sie in ihrem Glauben, in ihrem Eifer, in ihrer Liebestätigkeit.

    14. Fühlt euch wahrhaft als meine Jünger! Ich habe euch in meiner Lehre das Göttliche Gesetz gebracht, das in eurem Gewissen gegenwärtig ist. Was ist es, was ihr von anderen Lehren, Theorien, Wissenschaften oder Philosophien befürchtet? Oder fürchtet ihr vielleicht die, welche die alten Schriften, die Religionen studieren, die sich christlich nennen? Wahrlich, Ich sage euch, die Lehre, die Ich euch übergebe, ist nicht mehr als die Erläuterung, die Bestätigung der Offenbarungen, die euch in den vergangenen Zeiten zuteil wurden.

    15. Ich bin nicht gekommen, um euch Verwirrung zu bringen, um sie den bereits in der Welt herrschenden Verwirrungen hinzuzufügen, sondern vielmehr, um euch von ihnen zu befreien, wie es einst Mose mit seinem Volk tat, das er aus Ägypten befreite, wo es Sklave war.

    16. Ich will euch wie in jener Zeit in sicheres Land bringen, und dafür habe Ich ein neues Kapitel meines Buches vor euch aufgeschlagen, damit ihr durch dasselbe den schmalen und geraden Pfad erkennt, den Ich über die Zeiten hin mit meinem Gesetz für euch abgesteckt habe.

    17. Erfüllt, damit ihr nicht in Zeiten des Schmerzes zur Erde zurückkehren müsst, um die Frucht eurer Fehler oder die eurer Selbstsucht zu ernten. Erfüllt eure Mission; dann werdet ihr zwar auch wiederkommen, doch wird es in einer Zeit des Friedens sein, um euch bei der Pflege der Saat zu erquicken, die ihr angefangen zurückließt. Nun wird euch nicht Mose anführen, um euch zu befreien, wie er es in der Ersten Zeit tat; euer Gewissen wird es sein, das euch führt.

    18. Dem Anschien nach werden die Menschen von sich aus aufbrechen, um den Frieden und die Wahrheit zu suchen; doch wahrlich, Ich sage euch, der Geiste Elias wird sich vor den Völkern und Nationen kundgeben und sie zur Befreiung aufrufen.

    19. Es spricht zu euch das Wort, das immer in Gott war, dasselbe, das in Christus war und das ihr heute durch den Heiligen Geiste kennt; denn das Wort ist Wort, ist Gesetz, ist Botschaft, ist Offenbarung, ist Weisheit. Wenn ihr das Wort durch die Worte Christi vernommen habt und es nun durch die Inspiration des Heiligen Geistes empfangt, wahrlich, Ich sage euch, so ist dies die Stimme Gottes, die ihr gehört habt; denn es gibt nur einen Gott, nur ein Wort und nur einen Heiligen Geiste.

    20. Prüft, versteht und bereitet euch vor, damit euch die Zeiten der Prüfungen nicht überraschen, damit mein Wort nicht unfruchtbar ist, von dem ihr morgen nach meinem Willen der Menschheit Zeugnis geben sollt. Ihr müsst standhaft sein, damit euer Glaube nicht schwach wird, denn ein einziger Augenblick der Schwäche kann die Ursache eures Versagens werden.

    21. Im Jahr 1950 müsst ihr schon zugerüstet sein. Dieses Datum wird unvergesslich sein für dies Volk.

    22. Wer wird dieses Datum noch erleben? Wer wird Zeuge der Gebote und Anordnungen sein, sowie meiner neuen Prophetien, die Ich euch an jenem Tag gebe? Ihr wisst es nicht, doch Ich füge noch hinzu: Wer werden diejenigen sein, die wahrhaft vorbereitet sind für diese Prüfung und dafür, dem wahren Pfad des Kampfes zu folgen?

    23. Ihr wisst es nicht; Ich sage euch nur, wenn für euch Jahre fehlen, so sind es für Mich nur einige kurze Augenblicke, denn Ich lebe nicht der Zeit unterworfen, ihr jedoch seid es. Doch wenn ihr glaubt, dass es viele Jahre sind, die euch noch verbleiben und dass ihr genug Zeit haben werdet, euch vorzubereiten, auch wenn ihr sie vergeudet, so befindet ihr euch in einem schweren Irrtum. Seid nicht zu selbstsicher, denn die Zeit vergeht schnell und nichts wird meinen Willen ändern. Werdet ihr die Zeit aufhalten können? Nein. Antwortet ihr Mir. Dann werdet ihr ebenso wenig verhindern können, dass meine Anordnungen sich erfüllen.

    24. Meditiert, bereit euch vor, damit ihr Freude empfindet an dieser Kundgabe, und nützt die Zeit in der Ausübung alles dessen, was euch Vergeistigung gibt. So werdet ihr die Stunde nicht fürchten, in der ihr mein Wort nicht mehr hören werdet.

    25. Ich habe euch von vielen Prüfungen gesprochen und habe euch gewarnt. Mein Wort voll guter Lehren und voll Liebe ist die Kraft und die Liebkosung, die euer Herr euch zuteil werden lässt.

    26. Ich erwarte euch auf dem Gipfel des Berges, wo Ich euch den Frieden geben werde. Ich bin zu euch in drei Zeitaltern gekommen, um euch zu lehren, und dies ist das Dritte, in dem Ich euch vereinige, um euch meine letzten Unterweisungen kundzutun. Meine Aufgabe als Meister war am Kreuz nicht abgeschlossen. Heute werdet ihr mit dem Licht meiner Unterweisungen viel mehr zu verstehen vermögen als ihr früher erkannt hattet.

    27. Doch wie wenige sind derer, die sich zubereitet haben, um Mich zu empfangen. Viele sehe Ich unter euch, die ihre Lampe ausgelöscht haben und im Finstern geblieben sind, und andere, die Mich bereits vergessen haben. Trotz eures Geistigen Fortschritts habt ihr nicht die Vollkommenheit erreicht, und während sich die einen entwickelt haben, sind die anderen stehengeblieben.

    28. Von Anfang der Zeiten an habe Ich euch zu beten gelehrt, damit ihr immer in Verbindung mit meiner Göttlichkeit seid. Ich sagte euch, dass ihr das göttliche Gesetz und auch das menschliche erfüllen müsst. Das, welches Ich den ersten Menschen übergab, ist das gleiche, das Ich euch heute zur Erfüllung übergebe.

    29. Geliebte Kinder Israel, seid ihr nicht müde geworden von so vielem Wandern? Hat euch die Last eurer Sühne nicht niedergedrückt? Ist euch so viel Schmerz, den ihr ertragen habt, nicht zum Überdruss geworden? Ist eure Vertrautheit mit dem Schmerz so groß, dass ihr schon unempfindlich geworden seid? Fühlt ihr keine Liebe mehr für euren Vater oder für eure Geschwister? Ihr seid in eine tiefe Geistige Lethargie verfallen und seid gleichgültig gegenüber jeder hohen Empfindung. Ihr lebt ein atemloses und unmenschliches Leben und habt eure Geistigen Pflichten vergessen; doch Ich will, dass ihr euren Verstand für die Aufnahme meines Wortes vorbereitet und Mich in euren Herzen wohnen lasst, damit ihr wieder in der Gnade lebt.

    30. Ich will euch zu einem Leben auf anderen Ebenen führen, wo ihr in Harmonie mit den hohen Geisteern sein werdet, damit ihr weiter aufwärts steigt, ohne euch aufzuhalten. Wenn ihr euch aufmacht, um Mir nachzufolgen, werdet ihr nicht mehr gleichgültig sein, werdet nicht mehr den Leidenskelch leeren; ihr werdet das Leben lieben und mit allen euren Geschwistern vereint sein.

    31. Rüstet euch zu, geht zu euren Geschwistern in meinem Namen, trocknet die Tränen derer, die leiden, gebt Mut dem Schwachen, richtet die Gefallenen auf und rettet den Verlorenen. Tragt das Licht überall hin. Viele werden Mich in ihrem menschlichen Leben erkennen, und andere, wenn sie sich im Geistigen Tal befinden. Es ist mein Wille, dass alle erwachen, damit Ich meinen Samen der Liebe in ihren Geiste lege.

    32. Ihr werdet sehen, dass die einen an meine Kundgebung in dieser Dritten Zeit glauben werden, wenn sie meine Lehre durch Vermittlung des Stimmträgers hören; andere werden es durch euer Zeugnis tun, und viel mehr durch die Schriften, die von meinem Wort erhalten bleiben.

    33. Ich will, dass ihr alle stark seid, damit ihr nicht beim ersten Hindernis zurückweicht, noch irgendeinen Feind fürchtet. Ich rüste euch zu, damit ihr Wunder vollbringt und eure Geschwister durch die Beweise, die Ich euch gewähren werde, umwandelt.

    34. Versteht Mich, gründet euren Glauben auf die Festigkeit des Felsens, damit ihn nichts zerstören kann. Lasst eure Lippen nicht aus Furcht vor Tadel schweigen und verbergt euren Geschwistern auch nicht, dass Ich in dieser Zeit gekommen bin. Entwickelt die Gabe des Wortes und lasst aus eurem Herzen die Liebe und die Weisheit fließen, die Ich euch anvertraut habe.

    35. Wacht für eure Nation, lasst nicht zu, dass der Krieg in sie eindringt. Öffnet die Tore eurer Herzen und lasst den, welchen ihr Ausländer nennt, eintreten, sowohl den Menschen guten Willens, als auch jenen, der Böses in seinem Herzen trägt; denn sein Geiste wird in diesem Land erleuchtet werden, und es wird für alle wie eine hilfsbereite Mutter sein. Ich bereite die Kornkammern vor, damit ihr der Hungernden Nahrung gebt, und Glück und Frieden unter allen meinen Kindern ist.

    36. Bereitet euch Geistig vor, damit ihr eure Zukunft erahnt und ins Auge fasst, dass ihr nach 1950 als meine Apostel zurückbleiben werdet, um jenen nachzueifern, die Mir in einer anderen Zeit folgten. Diese wussten, dass sie meine Geistige Gegenwart behalten würden, auch wenn sie Mich als Mensch entschwinden sehen würden, und dass sie weiterhin von Mir begleitet und erleuchtet würden. Ich erquickte Mich, wenn Ich ihren Glauben, ihre Einigkeit, ihre Inspiration betrachte, und sehr bald bewegte ihr Wort die Menschen jener Zeit; denn sie verstanden alles in die Praxis umzusetzen, was ihr Meister sie gelehrt hatte.

    37. Mache dich aufnahmebereit, Menschheit, und empfange das Licht meines Geistes, das auf alles Geschaffene ausgegossen ist. Ich lehre ein Volk, das Dir eine Botschaft des Friedens bringen wird. Ich werde durch seinen Mund sprechen; wenn du es ablehnst, hast du Mich abgelehnt.

    38. Erinnert die Menschheit daran, dass Ich jedesmal, wenn Ich zu ihr kam, sie durch weltliche Dinge abgelenkt überraschte, und eben darum hat sie meine Gegenwart nicht gefühlt. Doch wie hätte sie es verstehen sollen, so lange Zeit zu warten, wo ihr doch beim Auszug aus Ägypten den Beweis eurer Ungeduld gegeben habt, da ihr ja nicht einmal einige wenige Tage die Rückkehr Moses erwarten konntet? Als dieser vom Sinai herabstieg und die Gesetzestafeln mitbrachte, fand er das Volk einem Götzendienst hingegeben. In nur wenigen Augenblicken der Schwäche hatten sie den Namen des wahren Gottes aus ihrem Herzen getilgt, um ihn durch ein Goldenes Kalb zu ersetzen.

    39. Daraufhin nannte der Herr jenes Volk halsstarrig. Deshalb wundert es Mich nicht, dass Ich nach einem Zeitalter erlebe, dass die Menschen, obwohl sie meine Verheißung besitzen, ihren Glauben vernachlässigt haben, sie zugelassen haben, dass ihre Lampe erloschen ist, und sie an meine Stelle so viele Götzen gesetzt haben, wie sie heute anbeten. Wäre es möglich, dass sie Mich heute, da Ich zu ihnen gekommen bin, erkennen? Es ist natürlich, dass all das meine ihnen fremd erscheint.

    40. Ich offenbarte euch, dass meine Rückkehr in einer Wolke sein würde. Heute, da Ich Mich schon unter euch befinde und Ich daher jenes Wort erfüllt habe, sage Ich euch in Wahrheit, dass die ‚Wolke‘ die Entsprechung für meine Gegenwart im Geiste ist. In der gleichen Form, in der meine Jünger Mich auffahren sahen, nachdem Ich mein Werk in der Zweiten Zeit beendet hatte, bin Ich in dieser Zeit zur Menschheit herabgekommen.

    41. Ihr müsst euch in Erinnerung rufen, dass damals, als Mose durch den Herrn auf den Sinai gerufen wurde, eine Wolke den besagten Berg bedeckte, und am Tag mitten aus der Wolke die Stimme Jehovas ertönte. Jene Manifestation wurde von allen gesehen, jene Wolke war sichtbar für die am Fuß jenes Berges versammelte Menge. Es war der Herr, der euch schon damals zu verstehen gab, dass sein Reich und sein Aufenthalt jenseits alles Materiellen ist.

    42. Obwohl der Herr seine Gegenwart in jener Wolke materialisierte, und das Volk durch seine Kundgebungen der Macht und Gerechtigkeit erzittern ließ, wurden jene Menschen mit verhärtetem Sinn und Herzen dem Bündnis untreu, das sie nur in Augenblicken der Furcht mit Gott geschlossen hatten.

    43. Jetzt, da Ich in der Wolke komme, lasse Ich Mich in eurem Geiste nieder; daher sind meine Kundgebungen in dieser Dritten Zeit für die sterblichen Augen unsichtbar. Nur der Geiste mit seinen hohen Empfindungen kann meine Offenbarungen schauen, fühlen und verstehen.

    44. Dieser Geistige Sinn, den Ich in euch entwickle, damit ihr mit ihm alles erkennen und betrachten könnt, was euch vom Anfang eures Lebens bis heute offenbart worden ist, er wird es sein, der alle falschen Auslegungen zerstören wird, welche die Menschen über das Göttliche gemacht haben. Ganz allmählich wird das Licht in das Herz meiner Kinder eindringen, weswegen Ich euch sage, dass die Stunde nicht mehr sehr fern ist, in der sie von sich aus den Sinn dessen verstehen werden, was im Leben der Menschheit geschehen kann.

    45. Manche fragen sich beim Hören dieses Wortes: Ist der Herr in dieser Zeit etwa herabgekommen, um sich nur in uns fühlbar zu machen, die wir seine Unterweisung durch menschliche Vermittlung gehört haben, oder hat Er es unter der ganzen Menschheit getan? In Wahrheit sage Ich euch: Die Geistige Wolke spendet ihren schützenden Schatten der ganzen Welt, ebenso wie in der Ersten Zeit, in der sie sein ganzes Volk bedeckte, das sich am Fuß der Berges Sinai befand.

    46. Jünger der neuen Zeit, studiert mein Wort, denn ihr bedürft meiner Weisheit in eurem Kampf.

    47. Sinnt über die Seiten des Buches nach, dessen Siegel vom Lamm gelöst wurden. Die Stimme des göttlichen Wortes dringt aus dem Buch des Lebens und gelangt zu denen, die tot sind für das Leben der Gnade, um sie zu neuem Leben zu erwecken.

    48. Ein menschlicher Körper ist für Mich nicht unbedingt nötig, um Mich den Menschen hörbar zu machen. Hier habt ihr Mich im Geiste, durch das menschliche Verstandesorgan zu euch sprechend, ohne dass Ich körperlich den Staub der Erde betreten muss. Diese Kundgebung ist die Vorbereitung gewesen für die direkte Zwiesprache von Geiste zu Geiste zwischen euch und eurem Schöpfer.

    49. Selig, die in dieser Zeit mein Geistig Kommen erwarten, denn sie werden Mich in der Wolke kommen sehen.

    50. Die Menschen haben sich der Erforschung der alten Testamente gewidmet, wobei sie sich bei der Untersuchung und Auslegung der Prophetien und Verheißungen den Kopf zerbrechen. Diejenigen unter ihnen, welche der Wahrheit am nächsten gekommen sind, sind die, welche den Geistigen Sinn meiner Lehren gefunden haben; denn jene, welche sich hartnäckig an die materielle Auslegung halten und den Geistigen Sinn meiner Kundgebungen nicht verstehen oder nicht finden wollen, werden Verwirrungen und Enttäuschungen erleiden müssen, wie sie das jüdische Volk erlitt, als der Messias kam, den es sich in einer anderen Art und Weise vorgestellt und anders erwartet hatte, als Ihn die Wirklichkeit zeigte.

    51. Ich gebe euch diese Erklärung beim Lösen des Sechsten Siegels des Buches des Lebens.

    52. Damit Ich euch diese neuen Offenbarungen geben konnte, war es notwendig, dass in der Zeitspanne, die zwischen meiner Kundgebung an die Menschheit als Mensch und meiner Ankunft im Geiste in dieser Zeit lag, ihr durch viele Reinkarnationen auf der Erde hindurchgingt, damit euer Geiste zu antworten wüsste, wenn Ich von euch die vergangene Lektion verlangen würde, und wenn Ich ihm neue Offenbarungen zuteil werden ließe, er diese zu verstehen vermöchte.

    53. Das Buch der Sieben Siegel ist die Geschichte eures Lebens, eurer Entwicklung auf der Erde, mit all ihren Kämpfen, Leidenschaften, Auseinandersetzungen und schließlich mit dem Sieg des Guten und der Gerechtigkeit, der Liebe und der Vergeistigung über die Leidenschaften des Materialismus.

    54. Glaubt in Wahrheit, dass alles auf einen Geistigen und ewigen Zweck abzielt, damit ihr jeder Lektion den rechten Platz einräumt, der ihr zukommt.

    55. Solange euch das Licht des Sechsten Siegels erleuchtet, wird eine Zeit der Auseinandersetzung, der Entsagung und Läuterung sein; doch wenn diese Zeit vorüber ist, werdet ihr einen neuen Zeitabschnitt erreicht haben, in welchem euch das Siebte Siegel neue Offenbarungen bringen wird. Wie zufrieden und glücklich wird der Geiste desjenigen die neue Zeit empfangen, welcher als rein und vorbereitet befunden wurde. Solange euch das Sechste Siege erleuchtet, werden sich Materie und Geiste läutern.

    56. Es naht die Zeit, in der sich euer Geiste auf der Erde voll offenbaren soll. Bisher war es ihm nicht möglich wegen der Verhärtung und dem Materialismus, die ihn noch gefangen halten; aber nach der Reinigung werden die Menschen ihren Geiste sich in der Tugend offenbaren und entfalten lassen. Das Gefäß wird rein und durchsichtig sein und seinen Inhalt sehen und ihn auch überströmen lassen.

    57. Vor ihrem Abscheiden ins Jenseits werden die Menschen aus dieser Erde eine Welt des Friedens schaffen, einen Ort, an dem das Licht des Geistes ewig strahlen wird.

    58. Ihr aber, legt euch nicht schlafen, in dem Gedanken, dass andere es sein werde, welche die Erfüllung dieser Prophezeiung erleben und jenen Frieden genießen. Wisst ihr etwa, ob nicht ihr zu jenen Zeiten kommen werdet? Wahrlich, Ich sage euch, es gibt keine Saat ohne Frucht, noch Werke ohne Lohn.

    59. Viele werden der Leiden sein, welche die Menschen erdulden müssen, um diese Zeit kommen zu sehen; doch ihr, die ihr sie erwartet, dürft keine Angst haben, denn in euren Kämpfen oder in eurer Einsamkeit, gibt es immer einen leuchtenden Stern, der euren Weg erhellt, und dieser Stern ist Elias.

    60. Ihr Scharen, die ihr diese Stimme hört, Ich frage euch: Seid ihr bereit, Mir auf diesem Weg zu folgen im gehorsam gegen meine Gebote? Werdet ihr den nötigen Mut haben, um von dieser Lehre zu euren Geschwistern zu sprechen? Glaubt ihr, dass ihr schon fähig seid, Mich ohne das Bedürfnis nach Riten und Symbolen zu verehren? Werdet ihr euch gegenüber den verschiedenen Religionen nicht schämen, euch Spiritualisten zu nennen? Werdet ihr nicht schwankend werden noch bereuen, dieses Werk begonnen zu haben? Werdet ihr nicht zweifeln angesichts der Kritiken und Angriffe, welche eure Nächsten gegen euch führen und auch nicht abtrünnig werden, wenn sie euch verkennen und aus ihren Heimen verjagen?

    61. Glaubt nicht, dass Ich euch befrage, weil Ich eure Art, in der ihr morgen fühlt und euer Verhalten gegenüber den Prüfungen nicht kenne. Ihr wisst gut, dass Mir nichts unbekannt ist; doch wenn Ich euch diese Fragen stelle, so deshalb, damit ihr selbst sie euch wiederholt und über sie nachdenkt; denn über die Meditation könnt ihr zum Licht gelangen, zur Entscheidung, zur Kraft und zum Vertrauen auf Mich.

    62. Wenn Ich euch nicht warnen würde, damit ihr euch zubereitet, wie würdet ihr dann den Widrigkeiten und Prüfungen die Stirn bieten können?

    63. Mein Volk, sei geduldig und klug gegenüber der Menschheit; verzweifle nicht, denke daran, dass du gerade in den Prüfungen deine schönsten Beispiele von Vergebung, von Nächstenliebe und Standhaftigkeit geben sollst.

    64. Doch fürchtet euch nicht; denn obwohl Ich euch gesagt habe, dass Ich euch Geistig reich machen werde, werden euch auch die Dinge, die für euer menschliches Leben unerlässlich sind, nicht fehlen. Wisst dass der, welcher sich verGeistigt hat, es erreicht hat, dies alles zu besitzen, und wenn es ihm gelingt, mit dem Herrn alles Geschaffenen eins zu werden, so soll er als Sohn, auch wenn er keine irdischen Güter hat, sich als Erbe und sogar als Eigentümer von allem fühlen, was sein Himmlischer Vater besitzt.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 12

    1. Seid gesegnet an diesem Morgen heiliger Erinnerung, an dem die Menschen das Andenken an den Messias ehren.

    2. Ich bringe euch nicht nur Hoffnung, sondern auch schöne Wirklichkeiten.

    3. Der Sturm der Leiden, den ihr in eurem Leben erduldet, wird von kurzer Dauer sein; all dies wird vorübergehen und ihr werdet aufhören, zu weinen und zu leiden.

    4. Das Dasein eines Menschen auf der Erde ist nur ein Augenblick in der Ewigkeit, ein Hauch von Leben, welcher den Menschen eine Zeitlang belebt und sich sogleich wieder entfernt, um später wiederzukehren und einem neuen Körper den Odem zu geben.

    5. Freut euch, dass kein Schmerz ewig währt; eure Leiden sind zeitlich und vergehen sehr bald.

    6. Die Zeit der Sühne und Läuterung ist für den, der die Prüfungen mit Vergeistigung betrachtet, flüchtig; für den dagegen, der ganz im Materialismus aufgeht, wird das, was in Wirklichkeit sehr bald vorüber ist, lange dauern.

    7. Wie die Schläge eures Herzens vorübergehen, so vergeht in der Unendlichkeit das Leben der Menschen.

    8. Es gibt keinen Grund zur Furcht, denn so, wie sich jemandem ein Seufzer entringt, wie man eine Träne vergießt oder wie man ein Wort sagt, so vergehen auch die Leiden des Menschen.

    9. In der unendlichen Zärtlichkeit Gottes müssen sich alle eure Schmerzen und Kümmernisse in Nichts auflösen.

    10. Wenn euch der Schmerz verwundet, so geschieht dies nicht, weil er von Mir zu euch kommt, sondern weil ihr ihn zuvor gesucht habt und das Gesetz der Gerechtigkeit sich erfüllen muss.

    11. Dennoch ist niemand hilflos alleingelassen, ihr alle habt jemanden, der euch ermutigt uns schützt, ihr habt viele Lieben hinter dem Schleier der Materie. Aber ihr kennt sie nicht und wisst nicht, auf welche Weise sie euch vom jenseits aus Liebe erweisen. Es sind die Geister, die im Reich des Lichts wohnen, welche den kleinen Geschwistern, den Schwachen, den Gefallenen, den Kranken helfen und sie trösten.

    12. Die Erleuchteten sind die hohen Sendboten des Herrn, die in Erfüllung wichtiger und schwieriger Aufgaben alles, was man ihnen aufgetragen hat, anordnen und besorgen.

    13. Ich nenne sie Erleuchtete, weil sie jene sind, die meinen Samen der Liebe in ihrem Geiste haben erblühen lassen. Dies sind die Erleuchteten, die ihr noch nicht kennt, weil euch die Geistige Sensibilität fehlt.

    14. Damit meine Gegenwart von euch empfunden würde, war es notwendig, meine Gedanken durch eine Körpermaterie ertönen zu lassen; aber wahrlich, Ich sage euch, das Universum ist erfüllt von Geistigen Schwingungen, die ihr ebenfalls hören könntet, wenn eure Geistige Vorbereitung und Fähigkeit euch dies gestatten würde.

    15. Ich musste in dieser Form zu euch sprechen, um Mich hörbar zu machen; denn Ich will euch von euren Ketten der Unwissenheit befreien, will diese Bande zerreißen, die euch behindern, und euch helfen, meine Lehre wahrhaft zu verstehen.

    16. Wer an die Schwächen der Welt gebunden ist, wird Mich nicht in der Fülle zu empfinden vermögen. Kein Mensch, dessen Herz verhärtet ist, kann die Vollkommenheit erreichen.

    17. Ich muss Mich in euren Herzen fühlbar machen, damit ihr Mich versteht, und muss meine Lehren oft wiederholen und den Augenblick suchen, in welchem ihr zugerüstet seid, um Mich zu empfangen.

    18. Ich müsst begreifen, dass Ich gekommen bin, die Ketten zu zerbrechen, die euch zu Sklaven des Schmerzes gemacht haben, euch von Leiden zu befreien, die ihr euch selbst geschaffen und noch langwieriger gemacht habt, weil ihr eure Irrtümer und Unvollkommenheiten wiederholt. Aber wenn ihr im Bösen halsstarrig seid, so bin Ich in meiner Liebe beständig, um euch zu retten; und selbst wenn ihr euch in den Lasterhöhlen oder im tiefsten Abgrund eurer Leidenschaften befinden solltet, werde Ich dort die Verlorenen suchen, um sie ins Reich des Lichts zu bringen. Doch müsst ihr demütig und gerecht sein, damit mein Same in euch erblüht.

    19. In Wahrheit sage Ich euch: Auch wenn Ich sehe, dass ihr euch vom Vergänglichen und Unnützen freigemacht habt, dass ihr euch bei der Abkehr von den schlechten Wegen angestrengt habt, kann Ich euch noch nicht sagen, dass ihr schon fähig seid, ein Volk zu führen; denn noch fehlt euch viel, um die Vergeistigung zu erreichen.

    20. Ich komme auch, um Ideale in euch wachzurufen, damit ihr euch von der Unwissenheit befreit; denn mit dieser Kette, die an den Materialismus bindet, könnt ihr nicht als meine Apostel auftreten, noch Beispiele wahrer Liebe geben.

    21. Ich bin die Sonne der Wahrheit, die den Nebel der Unwissenheit auflöst; kommt heraus aus eurer Finsternis und empfangt die erleuchtenden und wärmenden Strahlen der Inspiration Gottes.

    22. Wenn ihr Mich schon verstündet, würdet ihr vollauf fühlen, wie Ich zu eurem Geiste als Weisheit, als Leben komme, und wenn euer Verstand und euer Herz meine Worte des Lichts bewahren würden, so würdet ihr bald zur Zahl der Erleuchteten gehören.

    23. Oh gesegneter Morgen, erfüllt von Gebeten, Gesängen und Segnungen! Wenn die Menschen wenigstens für einige Augenblicke in die Größe seiner Bedeutung eindringen würden, wie viel Friede und wie viel Licht würden sie für ihren Geiste ernten!

    24. Schaut, mein Volk, betrachtet den Himmel, seht ihn genau an und ihr werdet erleben, dass in jedem Stern eine Verheißung liegt, eine Welt, die euch erwartet; es sind Lebenswelten, die den Kindern Gottes versprochen sind, und die ihr alle bewohnen werdet. Denn ihr alle werdet mein Reich kennenlernen, welches nicht nur für bestimmte Wesen gemacht wurde; es wurde als die universelle Heimstätte geschaffen, in der sich alle Kinder des Herrn vereinen werden.

    25. Ihr müsst jedoch immer klaren Sinnes sein, frei von Wolken, müsst immer wach sein, um zu fühlen, dass meine Inspiration zu euch kommt.

    26. Wenn ein vor meiner Weisheit Erleuchteter eines Tages die Erde regiert, wird alles Harmonie sein; aber bis zum heutigen Tage habt ihr meine Lehre nicht angenommen, habt ihr nicht gewünscht, Führer der Erde oder einer einzigen Nation zu sein, und darum gibt es Kriege.

    27. Hört nun etwas für euch Wichtiges, das euch in eurem Schmerz trösten wird:

    28. In der Zukunft werde Ich euch erleuchtete Geistewesen senden, die als Regierende zur Erde kommen werden, und diese werden keine weiteren Kriege zulassen, weil sie wissen, dass dieser Planet für alle Menschen da ist, und dass der Zwist unter den Nationen, der bis auf die Anfänge der Menschheit zurückgeht, der unleugbare Beweis von Neid, Groll, Misstrauen, Entzweiung und Hass unter den Menschen ist.

    29. Dieser Morgen, erleuchtet durch die Erinnerung an mein Kommen zu dieser Welt in Jesus, wurde durch eure Erhebung noch leuchtender.

    30. Unterlasst nicht das Gebet, auch wenn es so kurz ist, dass es nicht länger als fünf Minuten dauert; doch unterzieht euch darin mit dem Licht eures Gewissens einer genauen Prüfung, damit ihr euer Handeln im Auge behaltet und wisst, worin ihr euch bessern müsst.

    31. Wenn ihr bei eurer Erhebung im Gebet den Zeitbegriff verlieren solltet, wird es ein Zeichen von Vergeistigung sein, da ihr, wenn auch nur für einige Augenblicke, aus der Zeit herauszutreten

    vermochtet; jener Zeit, welche die Sklaven des Materialismus nur für ihre Vergnügungen oder für die Vermehrung ihres Geldes begehren.

    32. Wer sich täglich prüft, wird seine Art des Denkens, Lebens, Sprechens und Fühlens verbessern.

    33. Die Geistige Entwicklung des Menschen, seine Umwandlung, seine Erneuerung und Erhebung sind der Grund für die Kundgabe meines Wortes in dieser Welt.

    34. Ich will, dass ihr die Vollkommenheit erreicht, damit ihr euer Glück und euren Frieden erarbeitet.

    35. Wenn ihr trotz dieser täglichen Gewissensprüfung nicht auf dem Pfad des Guten wandelt, werdet ihr für eure Fehltritte, eure Stürze und Irrtümer verantwortlich sein.

    36. Falls einige meiner Unterweisungen nicht gebührend wiedergegeben werden sollten, weil sie durch einen Wortvermittler mit wenig Sprachgewandtheit gesprochen worden sind, so wendet euch an die Geistige Seite des Wortes, ohne euch bei jener Armut des Ausdrucksweise aufzuhalten, und ihr werdet in der Wahrheit meiner Lehre die göttliche Essenz meiner Unterweisungen finden.

    37. Vielen, die mein Wort hören, erscheint es als die größte Lehre, die man heute auf der Erde erhalten kann; auf andere macht es den Eindruck, keine Wahrheit zu enthalten. Doch ist es nicht das erste Mal, dass meine Offenbarungen von den Menschen abgelehnt werden.

    38. Viele Meister und Sendboten sind auf diese Welt gekommen, und als sie anfingen, meinen Samen der Wahrheit und Liebe zu säen, habt ihr sie getötet, weil die Finsternis der Menschheit so viel Licht nicht ertragen hat.

    39. Die Propheten, Patriarchen und Seher sind Märtyrer gewesen, Opfer der menschlichen Schlechtigkeit, weil die Menschen weder die Wahrheit zu begreifen vermochten, die von ihren Lippen kam, noch die Güte jener Herzen.

    40. Alle Erleuchteten haben das Kreuz des Leidens kennengelernt, mit all den Qualen und Bitterkeiten, welche die Menschen ihren Geschwistern zu bereiten verstehen.

    41. Diese Leiden sind für jeden Meister notwendig, sie sind Dornen, über welche er hinwegschreiten muss, und Bitternisse, die er kennenlernen muss, um inmitten derselben die Größe seines Geistes sichtbar werden zu lassen.

    42. Diesen Weg kennt ihr noch nicht, doch werdet ihr ihn kennenlernen und zurücklegen müssen, wenn ihr erfüllt von der Kraft, welche die Liebe gibt, von Mir inspiriert ans Werk geht.

    43. Für euch ist die Liebe ein schönes Wort; aber bis heute seid ihr nicht in dessen wahre Bedeutung eingedrungen.

    44. Wer Meister ist, weiß, was seine Bestimmung ist und segnet sie, und weiß welche die seiner Geschwister ist.

    45. Und was ist eure Bestimmung? Die gleiche, die ehedem der Meister der Meister vorlebte und die allen Sendboten beschieden war: zu retten, zu lieben und die Sünder zu erlösen.

    46. Eure Bestimmung ist es, Erleuchteter und Prophet zu sein. Eines Tages werdet ihr dies sein, und dann werdet ihr die Leiden jener kennenlernen, welche euch den Weg vorzeichneten. Gleichzeitig werdet ihr die Liebe und den Mut kennenlernen, die sie auf ihrem Lebensweg begleiteten.

    47. Sie alle mussten in der schwersten Stunde des Leidens und der Prüfung in einem innerlichen Kampf siegen; und als ihr Gewissen sie fragte, ob sie sich von ihrer Mission lossagen oder unter dem Volk verbleiben wollten, das ihnen den Tod gab, antworteten sie entschlossen, dass sie bei ihrem Volk bleiben wollten, denn dies sei ihre Aufgabe, auch wenn ihre Geschwister es nicht in gleicher Weise verstehen würden. Sie harrten unerschütterlich bei denen aus, die sie liebten, solange ihnen ein Hauch von Leben blieb. Sie wussten, dass die Finsternis in der Menschheit aufgelöst werden musste; aber wahrlich, Ich sage euch, sie erfüllte kein egoistisches Interesse, obschon ihnen ihr Lohn in meinem Reich aufbewahrt war.

    48. Ich bin das Buch für alle, und als Beweis dafür habt ihr Mich hier. Ich bin noch immer bei euch, weil Ich euch liebe und ihr Mich braucht. Um die Seligkeit zu erobern, gibt es für euch zwei Wege, denen ihr aus eigenem Willen folgen könnt: den der Liebe und den des Schmerzes; doch wahrlich, Ich sage euch, dass Ich auf jedem Weg, den ihr wählt, euch als Helfer beistehen werde. Wenn ihr die hohen Empfindungen des geläuterten Geistes kennenlernt, werdet auch ihr sagen: Ich werde bei den Sündern bleiben.

    49. Ich frage die, welche mit Liebe in meinem Werk gearbeitet haben: Was habt ihr empfunden, als ihr für das Gute, zum Nutzen der anderen tätig wart?

    50. Ihr sagt Mir: „Meister, in uns ist dabei eine Hochstimmung aufgekommen und eine Kraft hat uns angetrieben, ohne Überdruss oder Ermüdung weiterzumachen.“

    51. Wurdet ihr müde, Mich zu hören? Nein, Meister. Sagt ihr Mir. Ebenso wenig wurde Ich müde, vom Anfang eurer Erschaffung an, bei euch zu sein.

    52. Ich gebe euch meine Lehren, göttliche Ratschläge, Gesetze und Regeln für die Ewigkeit, und manchmal habt auch ihr bei der Ausübung meiner Worte durch eure Nächstenliebe Lehren erteilt, als ihr für das Wohl der anderen gearbeitet habt.

    53. Wenn jemand von euch bei meiner Unterweisung unberührt bleibt, ist er gleich einem Felsen; doch ihr alle hört aufmerksam auf mein Wort, denn diesem Licht gegenüber kann niemand gefühllos bleiben.

    54. Jemand fragt Mich: „Meister, warum gibt es solche, die große Missionen auf die Erde mitbringen, und andere dagegen nicht?“ Und Ich antworte euch, dass die Menschen, die heute nur eine kleine Aufgabe haben, morgen die großen Erleuchteten sein wird.

    55. Lebt immer wachsam, denn auf eurem Weg wird es welche geben, die sagen, sie gehören zu Mir; aber glaubt ihnen nicht schon im ersten Augenblick, glaubt um dessentwillen, was sie an Demut, an Weisheit und Liebe bekunden.

    56. Andere werden euch sagen, dass sie mit Mir Zwiesprache halten, während sie die ersten Betrogenen sind. Deshalb müsst ihr über die Aufgabe, die ihr habt, und über die Stellung, die ihr einnehmt, immer wachen. Ihr müsst eure Augen und Ohren aufmachen und auch vieles vergeben.

    57. Ihr müsst vieles wissen, damit ihr ihnen sagt, welches der wahre Weg ist und wie man sich aus der Knechtschaft, von der Unwissenheit befreit. Begreift, dass ihr verpflichtet seid, die Wahrheit, die ihr predigt, auch mit Werken zu beweisen.

    58. Dieser Planet wird sich wandeln, denn die Menschen werden sich verGeistigen und dann werden sie Gott eine vollkommene Anbetung darbringen.

    59. Der Augenblick der Stille ist gekommen, der Augenblick eurer Gemeinschaft mit Mir, damit ihr so, wie die Wellen im Meer ineinanderfließen, euch mit meinem göttlichen Geiste vereint. Schweigen nicht nur auf den Lippen, sondern auch im inneren Tempel des Menschen, weil euer Geiste es ist, der zu Mir spricht und der Augenblick ist feierlich.

    60. Werdet still und hört Mich, ihr Wanderer auf vielen Pfaden, die ihr den Staub von mancherlei Wegen mitbringt; lasst Mich das Licht auf eurem Schicksalsweg sein.

    61. Aus verschiedenen Religionen seid ihr gekommen, dies Wort zu hören, durch welches ihr erfahren habt, dass das einzige Geistige Gesetz, der einzige wahre Lehrsatz, der die Menschen regieren soll, dieser sein wird: „Liebt einander“. Doch diesen Lehrsatz werden die durch diese Unterweisung Erleuchteten verbreiten, nicht die, welche gegen das Gesetz verstoßen, auch nicht die bösen Prediger einer ewigen Hölle.

    62. Auf den Lippen meiner neuen Sendboten wird weder die Lüge noch die Gotteslästerung zu finden sein, sie werden nicht die Doktrin eines ungerechten, grausam, unbarmherzigen Gottes lehren, der unfähig ist, alle seine Kinder zu retten, sondern von dem Gott der wahren Liebe und der vollkommenen Gerechtigkeit.

    63. Ich sage euch nicht einmal, dass diese Geisteslehre die Weltreligion sein wird; denn niemals habe Ich Religion überbracht, sondern Gesetz. Ich beschränke Mich darauf, euch zu sagen, dass das Gesetz, das auf der Erde triumphieren und bleibende Gültigkeit auf ihr haben wird, um das Dasein der Menschen zu erleuchten, das Gesetz der Liebe sein wird, das Ich euch in meiner Lehre erklärt habe, damit ihr es voll erkennt.

    64. Die Menschheit wird noch viele falsche Werke der Liebe und Wohltätigkeit tun, bis sie zu lieben und wahre Liebestätigkeit auszuüben lernt, und viele werden noch von Religion zu Religion wandern müssen, bis ihr Geiste sich zu höherer Erkenntnis erhebt und sie endlich begreifen, dass das einzige Gesetz, die universelle und ewige Lehre des Geistes, die der Liebe ist, zu der alle gelangen werden.

    65. Alle Religionen werden verschwinden und übrigbleiben wird nur das Licht des Tempels Gottes, das innerhalb und außerhalb des Menschen erstrahlt, des Tempels, in welchem ihr alle einen einzigen Kult des Gehorsams, der Liebe, des Glaubens und des guten Willens darbringen werdet.

    66. Euer Gewissen ist bereit, euch auf jeden eurer Schritte aufmerksam zu machen, und es macht euch unruhig, wenn ihr mein Gesetz übertretet. Daraufhin habt ihr den Vorsatz gefasst, nicht wieder in Böses zu verfallen.

    67. Ich habe auch die gesehen, welche in der Stille den Kranken trösten und eilen, welche ohne Prahlerei das richtige Wort zu geben verstehen, welches rettet, zurechtweist und stärkt. 68. Während ihr Mir zuhört, veredelt sich euer Herz und der Geiste erhebt sich über die Selbstsucht der Materie und denkt an die anderen und macht ihre Leiden und Prüfungen zu seinen eigenen. Ihr wünschtet, es gäbe keinen Krieg mehr, weil ihr den Frieden zu lieben beginnt; dennoch wird der Krieg seinen Weg der Zerstörung und des Todes fortsetzen, denn noch immer denken und fühlen nicht alle Menschen wie ihr in diesem Augenblick. Doch nicht mehr lange währt die Frist, die den Machthabern gegeben ist, bald werdet ihr deren Herrschaft und Macht in Asche verwandelt sehen.

    69. Worin besteht die Schuld dieser Menschen vor Gott, und wie werden sie diese bezahlen müssen? Nur Ich weiß es; aber wahrlich, Ich sage euch, niemand wird dem Gesetz der Wiedergutmachung entrinnen. Darum sage Ich euch: während sie weiterhin die Welt, die Gott ihnen zum Leben gab, vernichten, sollt ihr wachen und beten für eure Geschwister, denn sie wissen nicht, was sie tun. Denn wenn sie es wüssten, würden sie schon längst mit ihren Tränen, mit ihrem Blut und sogar mit ihrem Leben all das, was sie zerstört haben, wiederaufbauen.

    70. Betet weiterhin für den Frieden in der Welt, es ist eure Pflicht; betet, damit die Menschen sich verstehen und sich untereinander lieben.

    71. Wenn die Menschen einsehen würden, dass die Erde für alle geschaffen worden ist, und wenn sie die materiellen und Geistigen Schätze, mit denen ihr Dasein übersät ist, in gerechter Weise mit ihren Geschwistern zu teilen verstehen würden, wahrlich, Ich sage euch, schon hier auf dieser Erde würdet ihr den Frieden des Geistigen Reiches zu fühlen beginnen.

    72. Ich bin unter euch gewesen, obschon Ich euch nochmals sage, dass Ich nicht bis in die Materie herabgekommen bin, sondern nur meine göttlichen Gedanken in ein menschliches Gehirn gesandt habe, durch welches sie sich in Worte umgewandelt haben.

    73. Falls jemand sagen sollte, dass es unmöglich ist, dass Ich Mich durch dieses Mittel mit der Menschheit in Verbindung setze, weil Ich unendlich bin und ihr nicht wert seid, Mich zu empfangen, so sage Ich darauf: Anstatt eure Kleinheit anzusehen, offenbare Ich Mich euch, weil ihr Mich braucht.

    74. Mein göttlicher Geiste kennt keine Entfernungen noch Schranken, in jeder Form bin Ich bei euch, weil meine Gegenwart universell ist.

    75. Bald werde Ich Mich dieser Stimmträger nicht mehr bedienen, weil diese Form der Kundgabe 1950 enden wird. Ich bin euer Vater, und ihr meine Kinder, lernt, direkt mit Mir zu sprechen. Erinnert ihr euch nicht, wie euch der Göttliche Meister seinerzeit lehrte? Ruft euch in Erinnerung, dass Jesus keine Mittler suchte, um zum Vater zu sprechen.

    76. Mein Wort, meine Lehransprache, ist heute dem Anschein nach allein für euch bestimmt; in Wahrheit ist es jedoch für alle bestimmt, denn seine Weisheit und Liebe umfasst das ganze Universum, vereint alle Welten, alle inkarnierten und desinkarnierten Geister. Kommt herbei, so ihr meiner bedürft; sucht Mich, wenn ihr euch verloren fühlt.

    77. Ich bin euer Vater, der eure Leiden kennt und der euch tröstet. Ich flöße euch die Liebe ein, die ihr so sehr benötigt, für euch selbst, und um sie in eurer Umgebung zu verbreiten.

    78. Wenn ihr in Wahrheit meine Gegenwart an der Weisheit erkennt, welche Ich durch diese Stimmträger offenbare, so erkennt auch, dass der Zeitpunkt da ist, das aufbauende Werk auf dem Geistigen Pfad zu beginnen.

    79. Ach, wenn doch alle, die gerufen worden sind, herbeieilen würden; wahrlich, Ich sage euch, der Tisch des Herrn wäre überfüllt von Jüngern, und sie alle würden die gleiche Speise essen! Doch nicht alle Geladenen sind gekommen, sie haben verschiedene Beschäftigungen vorgegeben und so den göttlichen Ruf auf den zweiten Platz verwiesen.

    80. Selig, die eilends herbeigekommen sind, denn sie haben Belohnung erhalten.

    81. Zu allen Zeiten, doch heute mehr als in der Vergangenheit, fühlt sich der Mensch als Herr seiner Handlungen, unabhängig von jedem Geistigen Gesetz. Er hat sich in ein egoistisches Wesen verwandelt, das nur an sich selbst denkt. Sein Herz ist ohne Liebe gegenüber den anderen, und deshalb gleicht die Menschheit einer unermesslichen Wüste, trocken und dürr. Können die Menschen sich in diesem Zustand vereinigen, sich verstehen und in ehrlicher und edelmütiger Weise helfen? Nein! Wenn die Menschheit nicht den bösen Samen aus ihrem Herzen entfernt, wird sie sich weiterhin selbst zerstören; die einen werden den anderen misstrauen und fortfahren, sich zu streiten, solange sie ohne Liebe sind.

    82. Dies ist das Ackerland, in das Ich mein Saatkorn in der Dritten Zeit säe, wofür Ich ein Volk von Arbeitern vorbereite, ein Volk, dessen Herz sich von der Selbstsucht entfernt, das über meine Wahrheit nachdenkt und sich dem Guten zuwendet.

    83. Doch ehe ihr zu Mir gekommen seid, habt ihr für euch das Glück und den Frieden gesucht, ohne daran zu denken, euer Glück aufzugeben, um das fremde zu erreichen, oder euren Wünschen die Bedürfnisse eurer Nächsten voranzustellen.

    84. Wenn ihr das Gesetz der Liebe erfüllt, werdet ihr eure Einigkeit und Harmonie erreicht haben, werdet ihr zu leiden aufhören und der Friede der Nationen, den die Menschen bis heute nicht erlangt haben, wird sich in der Menschheit einstellen.

    85. Wie leicht wäre es mit ein wenig Vergeistigung für die Menschen, sich verstehen zu können! 86. Ich frage diejenigen, welche diese Lehre als eine Wahrheit anerkennen, die fähig ist, die Menschheit zu retten und zu vereinigen: Warum entschließt ihr euch nicht, sie in Anwendung zu bringen? Begnügt ihr euch etwa damit, sie als eine einfache Weisheitslehre zu betrachten oder als eine Theorie mehr?

    87. Der Mensch will sich retten, ohne seine Geistige Natur zu erkennen, und dies ist sein größter Irrtum. Solange er lebt und sich stark fühlt auf der Erde, ist er bestrebt, jede Vorstellung zu vergessen, die ihn an die Ewigkeit oder das Geistige Leben mahnt. Er verliert diese intuitive Erkenntnis nicht, aber er will nichts davon wissen, und nur wenn der Tod sich ihm naht und er in sich den Todeskampf fühlt, geschieht es, dass er in einem Augenblick Fehler wiedergutmachen und die verlorene Zeit ersetzen möchte; doch dann wird es schon zu spät sein, denn nicht alles erreicht die Reue. Es ist das Gesetz der Gerechtigkeit, das zu ernten, was man gesät hat, auch wenn die Reue ihm helfen wird, mit Liebe und Geduld die Wiedergutmachung seiner Schuld zu tragen, was in Wirklichkeit sein Werk der Wiederherstellung und Erneuerung sein wird.

    88. Ihr hört zu und bejaht gleichzeitig, dass Ich wahr zu euch spreche. Ihr lasst euer Gewissen zu euch reden und dieses sagt euch, dass euer Glaube oft nur Schein war, weil ihr nicht die Gewissheit des Vorhandenseins eines ewigen Lebens für den Geiste hattet. Zweifellos hattet ihr im Sinn, euer Dasein auf der Erde voll zu genießen und für den Schritt zum Geistigen Leben erst dann Vorbereitungen zu treffen, wenn der letzte Augenblick gekommen ist. Die Vorstellung eines Lebens nach diesem war wie eine Rückversicherung für den Glauben, um auf dieselbe zurückzugreifen, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, und um die angstvollen Augenblicke des Abscheidens überstehen zu können.

    89. Ich frage euch: Soll der Mensch so leben? Zeigt ihr so euren Glauben an den Vater und erlangt ihr so eine wahre Geistige Erhebung?

    90. Denkt über alles nach, was Ich euch in dieser Unterweisung gesagt habe, und ihr werdet zuletzt einsehen, dass der Mensch sich immerzu geirrt hat mit seinen selbstsüchtigen und materiellen Gefühlen.

    91. Ergründet meine Lehre, die dem Menschen die Zwiesprache von Geiste zu Geiste offenbart durch die Liebe und alle Tugenden, die aus ihr hervorgehen, sowie aus allen Empfindungen und Gaben des Geistes; und sagt, ob sie nicht der Schlüssel ist, welcher der Menschheit die Pforten zum ewigen Frieden und zur unvergänglichen Weisheit öffnen kann.

    92. In drei Zeitabschnitten, in die Ich die Entwicklung der Menschheit eingeteilt habe, steckte Ich euch mit meinem Licht die gleiche gerade und schmale Bahn für die Erhebung des Geistes ab, den einzigen Weg der Liebe, der Wahrheit und der Gerechtigkeit.

    93. Ich habe euch von Unterweisung zu Unterweisung, von Offenbarung zu Offenbarung geführt, bis diese Zeit kam, in der Ich euch sage, dass ihr schon von Geiste zu Geiste mit Mir Zwiesprache halten könnt. Hätte die Menschheit sich in der Ersten Zeit auf diese Weise verbinden können? Nein. Sie war genötigt, sich mit dem materiellen Kult, mit dem Ritus und den Zeremonien, mit den traditionellen Festessen und den Symbolen zu behelfen, damit sie das Göttliche und Geistige sich nahe zu fühlen vermochte. Aus dieser Unfähigkeit heraus, sich dem Geistigen zu nähern, sich zum Göttlichen zu erheben, das Tieferliegende zu erkennen und die Geheimnisse aufzuklären, entstanden die verschiedenen Religionen, eine jede dem Grad der Geistigen Rückständigkeit oder des Geistigen Fortschritts der Menschen entsprechend, wobei die einen der Wahrheit mehr zugetan waren als andere, einige verGeistigter waren als andere, doch alle dem gleichen Ziel zustrebend. Es ist der Pfad, den die Geister im Verlaufe der Jahrhunderte und der Zeitalter durchlaufen, der Pfad, auf den die verschiedenen Religionen verweisen. Einige sind nur mit größter Langsamkeit vorangekommen, andere sind stehengeblieben und wieder andere sind trügerischen Doktrinen erlegen und haben sich befleckt.

    94. Ein neues Zeitalter ist für die Menschheit angebrochen; es ist das Zeitalter des Lichts, dessen Gegenwart auf dem Geistigen Weg aller Menschen einen Höhepunkt darstellen wird, damit sie erwachen, nachdenken, sich der schweren Last ihrer Traditionen, ihres Fanatismus und ihrer Irrtümer entledigen, um sich danach zu einem neuen Leben zu erheben.

    95. Die einen früher und die anderen später, so werden nach und nach alle Religionen und Sekten zu dem unsichtbaren Tempel gelangen, zu dem Tempel des Heiligen Geistes, welcher in meinem Werke gegenwärtig ist, unverrückbar wie eine Säule, die sich ins Unendliche erhebt, in Erwartung der Menschen aller Völker und Geschlechter.

    96. Wenn alle in das Innere meines Heiligtums eingetreten sind, um zu beten und zu meditieren, werden die einen wie die anderen die gleiche Erkenntnis meiner Wahrheit erlangen. Deshalb, wenn einmal dieser Höhepunkt auf dem Weg vollendet ist, werden alle im gleichen Gesetz vereint sich erheben und ihren Vater in der gleichen Art und Weise verehren.

    97. Warum sollte irgendjemand überrascht sein angesichts meiner neuen Offenbarungen? Wahrlich, Ich sage euch, die Patriarchen der alten Zeiten hatten bereits Kenntnis von Kommen dieses Zeitalters, und die Seher anderer Epochen hatten es geschaut und die Propheten kündigten es an. Es war ein göttliches Versprechen, das den Menschen gegeben worden war, lange, bevor Ich durch Jesus zur Welt kam.

    98. Als Ich meinen Jüngern mein erneutes Kommen ankündigte und die Form andeutete, in der Ich Mich den Menschen kundgeben würde, war schon viel Zeit vergangen, seit euch das Versprechen gegeben worden war.

    99. Jetzt habt ihr den Ablauf jener Zeit vor Augen, hier gehen jene Prophetien in Erfüllung. Wer kann davon überrascht sein? Nur die welche in der Finsternis geschlafen haben, oder die, welche meine Verheißungen in sich ausgelöscht haben.

    100. Hier ist mein Licht, das alle erwartet, um sie auf ihrem Weg anzuhalten, denn Ich werde ihnen den Geistigen Schatz offenbaren, den sie in sich tragen und doch nicht zu entdecken vermochten. Ich werde sie davon überzeugen, dass sie das Materielle schon zu sehr erforscht haben, dass sie sich dem Vergänglichen und Flüchtigen bereits ausgeliefert haben. Ich werde sie lehren, in ihrem eigenen Geiste das Gewissen zu suchen, das die göttliche Essenz ist, die Ich in jeden Menschen gelegt habe.

    101. In Wahrheit sage Ich euch, dass ihr niemals all das Große und Gute weitergegeben habt, das in eurem Geiste vorhanden ist, denn ihr kennt es nicht einmal. Wie wollt ihr einander mit der Vollkommenheit lieben, die Ich euch gelehrt habe, wenn ihr euch nicht als Geschwister anerkennt? Es ist notwendig, dass ihr von der Essenz Gebrauch macht, die der Geiste in sich trägt, damit eure Liebe Liebe ist und eure Barmherzigkeit wahre Barmherzigkeit, etwas mehr als leere Worte, etwas mehr als elende Geldstücke, etwas mehr als das Stück trockenen Brotes, das auf euren Tischen übrig bleibt und welches die einzigen Mittel sind, die ihr anwendet, um euch glauben zu machen, dass ihr Nächstenliebe übt und euch untereinander liebt.

    102. Wie schön wird eure Welt sein, wenn die Menschen in ihrem Geiste den gesegneten Schatz entdeckt haben, mit dem ihr Schöpfer sie schon von dem Augenblick ihrer Erschaffung an begabte!

    103. Ich gebe euch diese Belehrung, damit ihr mittels derselben auf die Vergangenheit schaut, um euren Anfang zu suchen, damit ihr eure Gegenwart prüft und hernach in die Zukunft blickt, die euch voll Weisheit, Arbeit, Kampf und göttlichen Vergütungen erwartet.

    104. Ihr seid Sünder, aber ihr liebt Mich, und wenn ihr an Mich denkt, versucht ihr, Mir zu gefallen, indem ihr an euren Geschwistern Nächstenliebe übt. Ihr seid Sünder, Ich weiß es, aber ihr betet, wenn ihr einen Kummer habt. Ihr seid Sünder, aber ihr seid bereit, euer Brot mit dem zu teilen, der um Wohltätigkeit bittend an eure Tür kommt.

    105. Für alles Gute, das ihr im Verlangen nach meinem Wohlgefallen tut, nehmt meine Liebkosung entgegen, fühlt meinen Trost, empfangt meinen Segen.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 11

    1. Menschheit, suche deine Herrlichkeit in der Liebe deines himmlischen Vaters; denn wahrlich, Ich sage euch, die Verbindung mit Gott wird euch die Herrlichkeit in eurem Geist fühlen lassen.

    2. Wenn der Mensch den Geistigen Pfad betritt, wird er endlich den Weg zur Herrlichkeit gefunden haben. Jünger, fasst das Wunder, in eurem Geist      die Herrlichkeit haben und fühlen zu können.

    3. Wieder erteile Ich euch Unterricht durch die Lehre der Liebe, denn obwohl ihr dabei seid, die Lehren des Lebens, das eine Schule für euch ist, zu lernen, habt ihr nicht alles ergründet, was es euch auf eurem Weg offenbart.

    4. Oh meine viel geliebten Kinder, die ihr wie verirrte Schafe klagt und mit angstvoller Stimme nach eurem Hirten ruft! Wenn ihr eure Augen vor der Wirklichkeit verschließt, die euch umgibt, denkt ihr schließlich, dass Ich die Ursache all eures Elends auf der Erde bin, andere glauben, dass Mir ihre Wechselfällen des Lebens gleichgültig sind.

    5. Wie undankbar seid ihr, wenn ihr so von eurem Vater denkt, und wie ungerecht in der Beurteilung meiner vollkommenen Gerechtigkeit!

    6. Meint ihr, Ich höre euch nicht wenn ihr sagt, dass ihr euch nur von Bitterkeiten nährt, dass die Welt, die ihr bewohnt, eine Welt ohne Glück ist, und dass das Leben, das ihr führt, keine Daseinsberechtigung hat?

    7. Ihr fühlt Mich nur, wenn ihr glaubt, dass Ich euch züchtige, dass Ich euch jede Barmherzigkeit versage, und vergesst die Zärtlichkeit und Güte eures Vaters; ihr beklagt euch über euer Leben, statt seine Wohltaten zu segnen.

    8. Dies deshalb, weil ihr eure Augen vor der Wahrheit verschließt und nur Leid und Tränen in eurer Umwelt seht und in Verzweiflung geratet, weil ihr glaubt, dass alles ohne Belohnung bleiben wird.

    9. Wie anders wäre euer Leben, wenn statt dieses Aufbegehrens, dieser Verständnislosigkeit, euer erster Gedanke täglich der wäre, euren Vater zu segnen und eure ersten Worte solche des Dankes wären für so viele Wohltaten, die euch seine Liebe beschert! Aber ihr vermögt diese Tugenden nicht mehr zu empfinden, weil das Fleisch euren Geiste verstört hat, und ihr meine Lehre vergessen habt; deshalb spreche Ich zu euch von diesen Empfindungen, die ihr aus eurem Herzen verbannt habt.

    10. Das Schicksal hat das Erbarmen, welches Gott in dasselbe hineingelegt hat. Das Schicksal der Menschen ist voll göttlicher Güte.

    11. Ihr findet diese Güte oftmals nicht, weil ihr sie nicht zu suchen versteht. 12. Wenn ihr innerhalb des für jeden Geiste durch Mich vorgezeichneten Schicksals euch einen harten und bitteren Weg bahnt, so suche Ich ihn zu mildern, doch niemals seine Bitterkeit zu mehren.

    13. Die Menschen brauchen einander in der Welt, niemand ist zu viel und niemand ist zu wenig. Alle Leben sind für die Ergänzung und Harmonie ihres Daseins füreinander notwendig.

    14. Die Armen benötigen die Reichen und diese jene. Die Bösen bedürfen der Guten und diese der ersteren. Die Unwissenden haben die Wissenden nötig, und diejenige, die Unwissenden. Die Kleinen brauchen die Älteren, und diese ihrerseits benötigen die Kinder.

    15. Jeder Einzelne von euch ist durch die Weisheit Gottes in dieser Welt an seinen Platz gestellt und demjenigen nahe, bei dem er sein soll. Jedem Menschen ist der Kreis zugewiesen, in dem er leben soll und in welchem es inkarnierte und desinkarnierte Geister gibt, mit denen er zusammenleben soll.

    16. So trefft ihr, jeder auf seinem Weg, nach und nach alle, deren Aufgabe es ist, euch die Liebe zu lehren, die euch erhebt; von anderen werdet ihr Schmerz erleiden, welcher euch läutert. Die einen werden euch Leid bringen, weil ihr es also bedürft, während die anderen euch ihre Liebe schenken werden, um eure Bitternisse auszugleichen; doch alle haben eine Botschaft für euch, eine Lehre, die ihr verstehen und nützen müsst.

    17. Ich sage euch noch einmal, dass ihr die Botschaft, die jedes Wesen für euch bereithält, nicht erkannt habt, obwohl ihr meiner Unterweisung beiwohnt.

    18. Sucht in jedem eurer Geschwister sowohl die gute Seite, die er euch darbietet, um von ihm zu lernen, als auch die schlechte Seite, damit ihr ihm helft, sich zu erheben; auf diese Weise werdet ihr den Lebensweg unter gegenseitigem Beistand gehen.

    19. Haltet einen Augenblick inne und denkt nach, denn ihr habt viele vorübergehen lassen, die euch Gutes tun konnten. Lasst diese Gelegenheiten nicht vorübergehen, denn es sind Lektionen, die ihr ungenutzt lasst.

    20. Jedes Menschenwesen ist eine Lehre, eine Erwartung von Liebe oder von Lieblosigkeit, welches euch schließlich seine süße oder bittere Wahrheit zuteil werden lässt; und so werdet ihr von Lektion zu Lektion gehen, zuweilen lernend und zuweilen lehrend, denn Ich müsst euren Geschwistern ebenfalls die Botschaft vermitteln, die ihr zur Erde mitgebracht habt.

    21. In Wahrheit sage Ich euch, wenn die Menschheit diese Lehren verstünde, würde sie auf Erden nicht so viel weinen.

    22. Vergesst nicht, dass jeder inkarnierte und desinkarnierte Geiste, der euren Lebensweg in irgendeiner Form kreuzt, euch in eurem Schicksal weiterhilft.

    23. Wie viele Geister des Lichts habe Ich für euch zur Welt gesandt, und ihr habt nicht innegehalten, um meine Liebe für euch zu segnen!

    24. Vielen Geisteern, die Ich zu euch geschickt habe, habt ihr keine Beachtung geschenkt, ohne euch darüber klar sein, dass sie Teil eures Schicksals waren; doch weil ihr sie nicht aufzunehmen verstandet, bliebt ihr mit leeren Händen zurück und musstet später Reuetränen vergießen.

    25. Menschheit, deine Bestimmung ist es, mit allem Geschaffenen im Einklang zu sein. Diese Harmonie, von der Ich zu euch spreche, ist das größte aller Gesetze, denn in ihm findet ihr die vollkommene Gemeinschaft mit Gott und seinen Werken.

    26. Studiert die Geister, die euch umgeben, und die, welche euren Lebensweg kreuzen, damit ihr deren Tugenden schätzen lernt, die Botschaft aufnehmt, die sie euch bringen, oder ihnen das gebt, was sie von euch erhalten sollen.

    27. Warum habt ihr eure Nächsten verachtet, welche das Schicksal euch in den Weg gestellt hat? Ihr habt ihnen die Tür eures Herzens verschlossen, ohne die Lehre zu erfahren, die sie euch brachten.

    28. Oft habt ihr gerade den von euch ferngehalten, welcher eine Botschaft des Friedens und des Trostes für euren Geiste brachte, und dann beklagt ihr euch, wenn ihr es seid, die ihren Kelch mit Bitterkeit gefüllt haben.

    29. Das Leben bringt unerwartete Veränderungen und Überraschungen mit sich, und was werdet ihr tun, wenn ihr morgen den sehnsuchtsvoll suchen müsst, den ihr heute hochmütig von euch wiest?

    30. Bedenkt, dass es möglich ist, dass ihr den heute Abgewiesenen und Verachteten morgen voll Verlangen suchen müsst, aber dass es oftmals schon zu spät sein wird.

    31. Wenn ihr Kinder seid, so begreift und schätzt die Güte eurer Eltern. Wenn ihr Eltern seid, so habt Verständnis für eure Kinder. Wenn ihr Ehegatten seid, so lernt euch kennen und liebt euch gegenseitig; doch wenn ihr dies noch nicht seid und auf den wartet, der sich mit eurem Geschick verbindet, so macht euch bereit, ihn zu empfangen, ihn zu verstehen.

    32. Hört auf, euch durch Verirrungen und Frivolitäten noch mehr Bitterkeit zu schaffen, und da ihr nicht gelernt habt, im Buch des Lebens zu lesen, so lest wenigstens im Geistigen Adel jener, die euch direkt umgeben.

    33. Menschheit, begreife mein Wort, lerne von Mir und sehe, wie Ich niemanden von Mir weise von denen, die sich Mir nahen; weil Ich weiß, dass ihr alle meine Kinder seid, dass ihr alle meiner bedürft.

    34. Lernt diese Lehre, damit ihr versteht, Meister zu werden; doch lernt zuvor, Geschwister zu sein.

    35. Ihr alle müsst erkennen, dass es eure Bestimmung ist, die großen Lektionen des Lebens zu lernen; denn nur so werdet ihr zum Gipfel eurer Vollendung gelangen, nur so werdet ihr groß werden. Andernfalls werdet ihr immer Unzufriedenheit, Klagen und Verständnislosigkeit, Gotteslästerung und Vorwürfe gegen euren Herrn in euch tragen.

    36. Lasst meine Lehren euer Berater sein auf eurem Weg, und ihr werdet eine Kraft in euch fühlen, sie euch niemals verzagen lassen wird und euch Schritt für Schritt zum höchsten Gipfel des Verstehens führen wird.

    37. Tröstet die, welche ihr weinen seht. Gott hat euch zu ihnen geführt, denn dort ist eure Aufgabe.

    38. Begreift meine Lehre, um nicht weitere Fehler in eurem Leben zu begehen; denn jede Kränkung, die ihr euren Geschwistern zufügt, sei es mit Worten oder Werken, wird eine unauslöschliche Erinnerung in eurem Gewissen sein, das euch unversöhnlich Vorhaltungen machen wird.

    39. Ich sage euch noch einmal, dass ihr alle benötigt werdet, damit sich der göttliche Plan erfüllt und das so große Geistige Elend unter den Menschen ein Ende hat.

    40. Solange die Selbstsucht existiert, wird auch der Schmerz existieren. Wandelt eure Gleichgültigkeit, euren Egoismus und eure Verachtung um in Liebe, in Mitgefühl, und ihr werdet erleben, wie bald der Friede zu euch kommen wird.

    41. Denkt eingehend über meine ganze Lehre nach!

    42. Erkennt euch selbst! Ich habe das Dasein der Menschen aller Zeiten betrachtet und weiß, was der Grund von all ihrem Schmerz und Unglück gewesen ist.

    43. Seit den ersten Zeiten habe Ich gesehen, wie die Menschen sich aus Neid, aus Materialismus, aus Machthunger das Leben nahmen; immer haben sie ihren Geiste vernachlässigt, im Glauben, nur Materie zu sein, und wenn dann die Stunde gekommen ist, die menschliche Gestalt auf Erden zurückzulassen, blieb nur das übrig, was sie in ihrem materiellen Leben schufen ohne irgendeine Herrlichkeit für den Geiste zu ernten; denn sie haben sie nicht gesucht, nicht an sie gedacht, haben sich weder um die Tugenden des Geistes, noch um Wissen gekümmert. Sie begnügten sich damit, zu leben, ohne den Weg zu suchen, der sie zu Gott führt.

    44. Solange ihr, die ihr das Leben nicht liebt, weil ihr es grausam nennt, nicht die Bedeutung des Gewissens im Menschen erkennt, noch euch von ihm führen lasst, werdet ihr nichts an wahrem Wert finden.

    45. Das Gewissen ist es, das den Geiste zu einem höheren Leben über der Materie und seinen Leidenschaften erhebt. Die Vergeistigung wird euch die große Liebe Gottes fühlen lassen, wenn es euch gelingt, sie zur Tat werden zu lassen. Dann werdet ihr die Bedeutung des Lebens verstehen, werdet seine Schönheit schauen und seine Weisheit entdecken. Dann werdet ihr wissen, warum Ich es Leben genannt habe.

    46. Wer wird diese Lehre abzulehnen wagen, indem er sagt, dass sie nicht wahr ist nachdem er sie kennengelernt und verstanden hat?

    47. Wenn ihr begreift, dass euer wahrer Wert im Gewissen liegt, werdet ihr in Harmonie mit allem von eurem Vater Geschaffenen leben.

    48. Dann wird das Gewissen das arme menschliche Leben verschönern. Aber zuvor muss sich der Mensch von allen Leidenschaften abwenden, die ihn von Gott trennen, um dem Pfad der Gerechtigkeit und Weisheit zu folgen. Dann wird für euch das wahre Leben beginnen, das Leben, das ihr heute mit Gleichgültigkeit betrachtet, weil ihr nicht wisst, was ihr verachtet, und keine Vorstellung von seiner Vollkommenheit habt.

    49. Menschheit, du bist die Zeiten hindurch Geistig träge geblieben, weil du geglaubt hast, dass das wahre Glück und der wahre Friede zum menschlichen Dasein gehören, ohne zu verstehen, dass sie ein Teil des Geistigen Lebens sind, welches das wahre Leben ist.

    50. Sucht die auf, die euch lieben, und die, welche euch verabscheuen; liebt das Leben, das ihr grausam genannt habt, ohne zu wissen, dass es wie ein offenes Buch voller Weisheit für euch ist. Lasst euch von den Freuden wie von den Leiden der anderen bewegen. Seht in jedem menschlichen Wesen einen Meister und fühlt euch selbst als ein lebendes Symbol des Guten, nicht des Bösen; denn gemäß euren Werken im Leben wird das Symbol beschaffen sein, das ihr verkörpert.

    51. Die Menschen haben sich die Hölle als einen Ort ewiger Qual vorgestellt, wohin ihrer Meinung nach alle jene kommen, die gegen meine Gebote verstoßen haben. Und so wie sie für die schweren Vergehen diese Hölle schufen, so stellten sie sich für die geringeren Vergehen einen anderen Ort vor und ebenso einen weiteren für jene, welche weder Gutes noch Böses getan haben.

    52. Wer sagt, dass man sich im Jenseits weder freut, noch leidet, spricht nicht die Wahrheit. Niemand ist ohne Leiden, noch bar jeder Freude. Die Leiden und Freuden werden immer gemischt sein, solange der Geiste nicht den höchsten Frieden erreicht.

    53. Hört, meine Kinder: die Hölle ist in Inkarnierten und Desinkarnierten, in Bewohnern dieser Welt und des Geistigen Tales. Die Hölle ist das Symbol der schweren Leiden, der furchtbaren Gewissensbisse, der Verzweiflung, des Schmerzes und die Bitterkeit derer sie schwer gesündigt haben. Doch von diesen Folgen werden sie sich befreien durch die Entwicklung ihres Geistes hin zur Liebe.

    54. Der Himmel dagegen, welcher das wahre Glück und den wahren Frieden symbolisiert, ist für jene, welche sich von Leidenschaften der Welt abgewandt haben, um in Gemeinschaft mit Gott zu leben.

    55. Befragt euer Gewissen, dann werdet ihr wissen, ob ihr in der Hölle lebt, ob ihr eure Vergehen sühnt, oder ob ihr vom Frieden des Himmels durchdrungen seid.

    56. Was die Menschen Himmel oder Hölle nennen, sind keine bestimmten Orte; es ist die Essenz eurer Werke, die euer Geiste erntet, wenn er das Geistige Tal erreicht. Jeder erlebt seine Hölle, bewohnt seine Welt der Sühne oder genießt die Herrlichkeit, welche die Erhebung und die Harmonie mit dem göttlichen Geiste schenkt.

    57. Ich bin euer Vater und ihr seid meine sehr geliebten Kinder. Kommt, erhebt euch über alles Geschaffene und kommt zu Mir.

    58. Geliebte Jünger, diese Zeiten sind Gerichtszeiten für die Menschheit. Die Frist ist abgelaufen, damit ihr beginnt, eure Schulden zu bezahlen. Ihr holt nun die Ernte der vergangenen Aussaaten ein, das Ergebnis oder die Folgen eurer Werke.

    59. Dem Menschen steht eine Zeit zur Verfügung, um sein Werk zu tun, und eine andere, um zu verantworten, was er tat; die letztere ist die Zeit, in der ihr lebt. Deshalb leidet und weint ihr alle. So wie ihr eine Zeit der Aussaat und eine andere der Ernte habt, hat auch Gott eine, die Er euch gewährte, um sein Gesetz zu erfüllen, und eine andere, um seine Gerechtigkeit kundzutun.

    60. Ihr lebt jetzt in der Zeit des göttlichen Gerichts. Der Schmerz lässt euch weinen, die Menschheit reinigt sich in ihren eigenen Tränen, denn niemand bleibt von oder Wiedergutmachung verschont.

    61. Es sind Zeiten der Gerechtigkeit, in denen ihr über euer Schicksal nachdenken sollt, damit ihr durch Meditation und Vergeistigung die Stimme des Gewissens hört, die nicht irreführt noch trügt, sondern euch auf den Pfad des Friedens führt.

    62. Das Schwierigste für den Geiste ist es, über die Materie die Vergeistigung zu erreichen; das Schwierigste für den Menschen ist es, sich im Essentiellen zu erkennen. Lasst euer Leben nicht ungenutzt, lernt alle seine Lektionen. Eure Aufgabe ist es, Weisheit zu erlangen, diejenigen zu lehren, welche euch umgeben und euch im Geiste zu vervollkommnen.

    63. Mein Volk, wenn ihr wisst, dass eure Geistige Bestimmung groß ist, so schlagt den Weg der Liebe ein und entzündet euer Glaubenslicht an der göttlichen Flamme meiner Weisheit.

    64. Kommt zu Mir, Menschheit, Ich bin die Hoffnung, Ich bin der verheißene Tröster, der euch in dieser Zeit des Chaos seine Botschaft des Friedens gebracht hat. Weil ihr viel geweint und gelitten habt, ergießen sich mein Trost und meine Liebe als ein Quell der Barmherzigkeit in euch.

    65. Wahrlich, Ich sage euch, ihr habt vielfach gegen mein Gesetz verstoßen; aber ebenso wahr ist, dass ihr euch in meiner Liebe reinigen werdet. Was würdet ihr tun, wenn Ich in dieser Zeit, statt euch zu trösten, nur als Richter zu euch kommen würde?

    66. Ich bin der Meister der Liebe, der kommt, um euch bei eurem Kreuz zu helfen. Ich bin euer Reisebegleiter, der eure Schritte lenkt und euch in eurer Einsamkeit und Bitterkeit zur Seite steht. Ich bin der gute Freund, den ihr erwartet habt. Ich bin der Unterhalt, den euer Geiste verlangt, denn meine Liebe ist die Nahrung, die euch Leben schenkt.

    67. Zu allen Zeiten habt ihr Mich benötigt, doch am meisten in diesen, in denen die Menschheit den Kelch des Schmerzes bis zur Neige leert. Deshalb bin Ich bei euch, denn Ich bin euer Heiland. Ihr weint, und Ich segne euer Weinen, denn die Tränen der Sünder sind der gesegnete Tau, mit dem die Herzen befruchtet werden.

    68. Euer Geiste hat sich von der Materie entfernt, um mein Wort in der Geistigen Welt zu vernehmen, und hat ohne Worte zu Mir gesprochen.

    69. Der erhobene Geiste weiß, dass das menschliche Wort den Ausdruck des Geistigen Gedankens arm macht und verkleinert; darum lässt er die materiellen Lippen schweigen, um sich zu erheben und in der Sprache, die Gott allein kennt, das Geheimnis auszusprechen, das er im Innersten seines Wesens verborgen in sich trägt.

    70. Setzt euch über euren Schmerz hinweg, erhebt euch über eure Tränen und hört Mir weiterhin zu. Erkennt, dass für die Menschheit die Dritte Zeit gekommen ist, und fühlt die Verantwortung, euch vorzubereiten. Ihr beichtet bei Mir und richtet euren Geiste empor. Ich höre euer Gebet und lasse euch meine Gnade und meine Vergebung zuteil werden.

    71. Ihr preist Mich mit Geistigen Gesängen, wenn ihr Mich von der Bergeshöhe zu eurem Hause herabkommen seht, und beim Hören meines Wortes erzittert euer Geiste, und ihr sagt Mir: „Herr, wir wissen, dass Du bei uns bist.“ Doch nicht alle haben mein Kommen verspürt, und es ist notwendig, dass sich meine Worte und meine Beweise ständig wiederholen, um euch zum Bewusstsein zu bringen, dass Ich noch einmal zu den Menschen gekommen bin. Ich habe im Menschenwesen ein Heim, einen Tempel gesucht, um darin zu wohnen, und finde ihn noch nicht, aber Ich werde nicht aufhören, die Felsen zu polieren, bis Ich sie in Herzen umgewandelt habe, die meine Gegenwart fühlen und mit ihr meine Gerechtigkeit und meine Liebe.

    72. Wenn ihr fühlt, dass ihr in einer Wüste von Verständnislosigkeiten wandert, so seid tapfer und schreitet vorwärts. Doch wenn Ich euch nach meinem Willen Wüsten und Gebirge durchqueren lassen sollte, um die Frohe Botschaft zu anderen Ländern zu bringen, so macht euch ans Werk; denn wenn euch das Wasser ausgeht, werde Ich es aus dem Felsen hervorsprudeln lassen, um euren Durst zu stillen und wenn euch die Kräfte für die lange Reise fehlen, werde Ich euch beleben.

    73. Das Werk, das Ich euch anvertraue, ist heikel. Lasst nicht zu, dass ruchlose Hände diesen Schatz rauben, um später zu sagen, dass dieser die Frucht ihrer Inspiration sei und sie sich mit demselben erhöhen und die Unschuldigen erniedrigen.

    74. Wenn ihr zu Mir kommt, werde Ich euch fragen und Rechenschaft fordern über alles, was Ich euch gegeben habe. Doch viele von euch werden Mir sagen: Herr, Ich habe mein Erbe verloren. Dann werde Ich euch auftragen, es zu suchen, und ihr werdet nicht zu Mir zurückkommen, bis ihr es wiedererlangt und alle meine Gebote erfüllt habt. Wenn Ich nicht in dieser Weise zu euch sprechen würde, würdet ihr einschlafen und euch nicht zu retten vermögen.

    75. Die Essenz meines Wortes, die ihr heute bewahrt, wird morgen zum Nutzen der Menschheit in Worten der Weisheit von euren Lippen strömen. Wenn ihr auf diesem Weg beharrlich bleibt, werdet ihr auf ihm gesunde und heilsame Freuden finden, die eurem Geiste Nahrung geben werden.

    76. Habt Vertrauen in die Größe des Senfkorns, und ihr werdet große Wunder Wirklichkeit werden sehen. Heute sage Ich euch wie in der Zweiten Zeit: Befehlt einem Berg, seine Lage zu ändern, und euch wird gehorcht werden; gebietet dem Toben der Elemente Einhalt, und ihr werdet es verwirklicht sehen; sagt in meinem Namen zu einem Kranken, er soll gesund werden, und er wird sich von der Krankheit befreit sehen. Doch wenn euch ein Wunder gewährt wird, so seid nicht gleichgültig, nehmt das göttliche Wirken in eurem Geist wahr und versteht es zu schätzen.

    77. Viele Katastrophen werden über die Menschheit kommen. In der Natur wird es Umwälzungen geben, die Elemente werden entfesselt werden. Das Feuer wird ganze Landstriche verheeren, die Wassermassen der Ströme werden über die Ufer treten, die Meere werden Veränderungen erfahren; es wird Gegenden geben, die unter den Wassermassen begraben werden und neue Länder werden auftauchen. Viele Geschöpfe werden ihr Leben verlieren und selbst die tiefer als der Mensch stehenden Wesen werden umkommen. Alles wird Umsturz und Verwirrung sein, und wenn ihr euch nicht schon jetzt vorbereitet, werdet ihr in den Prüfungen schwach sein und den anderen keine Kraft geben können, und so werdet ihr den kommenden Generationen kein gutes Beispiel hinterlassen können, welche mit Mir von Geiste zu Geiste Zwiesprache halten sollen. Wenn ihr nicht ihren Weg bahnt, werden sie Mich auf dem Pfad der Wissenschaft und nicht auf dem Weg der Vergeistigung suchen, und dies ist nicht mein Wille.

    78. Nach dem Jahre 1950 werdet ihr den Anfang dieser großen Prüfungen erleben. Wacht und betet; erkennt Mich, Volk. Handelt nach meinem Wort, das alle Tugenden umfasst und errettet euch. Wahrlich Ich sage euch: Wer mein Wort hört und danach handelt, wird gerettet werden und in das ewige Leben eingehen. Jener Tempel, von dem Ich meinen Jüngern sagte, dass Ich ihn in drei Tagen aufrichten würde, ist der, welchen Ich heute in eurem Geiste erbaue. Dieser Tempel ist unzerstörbar; die Grundmauern habe Ich euren Vätern anvertraut und seine Vollendung werden eure Kinder erleben.

    79. Niemand darf diesen Tempel entweihen, noch zulassen, dass die Abgötterei, die Habgier, die Selbstsucht oder die Heuchelei in ihn eindringen; denn Finsternis und Gewissensbisse werden der einzige Lohn sein, den sie damit erreichen. Doch wenn ihr dieses innere Heiligtum eifersüchtig bewacht, welches ihr in eurem Geiste tragt und welches die Wohnung ist, in der euer Vater wohnen will, so werdet ihr von fern und nah Karawanen von Männern, Frauen und Kindern herbeikommen sehen, die im Verlangen nach Geistiger Hilfe an die Pforten dieser Wohnung klopfen werden.

    80. Viele werden als Wölfe kommen und versuchen, euch zu überlisten; doch angesichts der Lauterkeit und Wahrhaftigkeit eurer Gottesverehrung und auch der eurer Werke werden sie sich in sanfte Schafe verwandeln.

    81. Denkt nach und lasst Mich euch in der Stille eures Schlafgemachs befragen. Diese Fragen werden dieselben sein, welche die Menschen euch stellen werden, und Ich will, dass ihr euch von jetzt an vorbereitet, um ihnen die schuldige Antwort zu geben.

    82. Zur gleichen Zeit, da Ich euch meine Lehre und meine Gebote gab, habe Ich euch mit Kraft erfüllt, damit ihr kämpft, ohne nachzulassen. Geliebte Kinder, es ist nicht möglich, dass ihr mit der Last eures Kreuzes die Höhe des Berges erreicht, ohne zuvor die Straße des Leidens zurückzulegen.

    83. Wann wird auf Erden der Mensch erscheinen, der alle meine Lehren erfüllt, so wie es mein Gesetz verlangt: Der Mensch von großem und leuchtendem Geiste, von hohen Empfindungen und heller Intelligenz?

    84. Wenn ihr glaubt, dass das Wort ‚Mensch‘ bedeutet schwächlich, klein und dazu verdammt, sich ewig vom Bösen fortreißen zu lassen; so befindet ihr euch in einem großem Irrtum. Die Menschen hatten ihren materiellen und Geistigen Schmelztiegel des Leides, damit die Frucht ihres Kampfes, ihrer Erfahrung und ihrer Entwicklung darin bestehe, zum wahren Menschen zu werden. Meint ihr, euer Same sei unfähig, eine solche Frucht hervorzubringen? Israel, zweifle nicht an meinem Wort. Erinnere dich, dass Ich Abraham und Jacob verheißen habe, dass ihr Same der Segen und der Trost für alle Völker der Erde sein wird.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 10

    1. Antwortet in dieser gesegneten Stunde auf die Fragen eures Gewissens, denn es ist Gerichtszeit.

    2. Ihr befindet euch vor eurem Richter, denn es ist nötig, dass Ich euch für einen Augenblick mit meiner Gerechtigkeit berühre; aber wahrlich, Ich sage euch, mein Gericht ist liebevoll und gerecht.

    3. Ich gebe euch andauernd große Beweise, dass Ich unter euch weile. Warum glaubt ihr Mir nicht alle? Wollt ihr, dass Ich euch der Willkür menschlicher Bosheit preisgebe? Verirrt euch nicht auf die Wege der Welt. Kommt zu Mir, Ich bin der Weg, der euch zum wahren Glücke führt.

    4. Ich habe eurer Nation eine Mission des Friedens und nicht des Krieges anvertraut; begreift, dass in ihr mein göttliches Wort ertönt, in welchem Ich euch offenbart habe, dass das Neue Jerusalem sich im Geistige Tal befindet; und in dieses müssen alle Geister auf dem Weg Geistiger Erhebung eingehen und zu dessen Bewohner werden.

    5. Noch bis zum heutigen Tag zeigt ihr Mir eure Kornkammern mit wenig Saatkorn, und zwar, weil ihr die Äcker nicht nützt, die Ich euch nach und nach verschaffe. Eure Geschwister sterben vor euren Augen, und ihr bleibt unberührt davon.

    6. Glaubt ihr nicht, dass ihr auf diese Weise mein Gesetz verheimlicht? Ihr wisst sehr wohl, dass ihr es seid, die vor langer Zeit ein Bündnis mit Mir schlossen, einen Bund, der im Buch des Lebens niedergeschrieben blieb.

    7. Euer Herz bekennt, dass ihr noch immer wie mutlose Soldaten seid.

    8. Hört auf Mich, Volk, denn die Prüfungen werden kommen, und sie werden euch aufwecken und euch die Stählung geben, die euch fehlt.

    9. Es ist notwendig, dass euer Glaube und euer Wissen groß werden, damit ihr versteht, dass ihr in diesem Leben die Hüter des Friedens sein müsst mittels eurer Gedanken und Gebete.

    10. Ein neues Jahr beginnt für euch, für welches ihr Mir Rechenschaft ablegen werdet. Ich gebe euch diese Zeit für eure Zurüstung und für euren Kampf.

    11. Wenn ihr euch zubereitet, werdet ihr nicht weinen noch Schmerz in eurem Herzen fühlen. Doch fordert meine Gerechtigkeit nicht durch Ungehorsam heraus, denn dann werdet ihr mit Sicherheit den Kelch der Bitterkeit trinken müssen.

    12. Werdet meine Arbeiter, denn die Felder erwarten euren Liebessamen. Elias, der unermüdliche Hirte, hat die Wege und Äcker schon vorbereitet, damit ihr eure Ackergeräte ergreift und die Felder zu bearbeiten anfangt.

    13. Eure Arbeit ist sehr heikel, doch wird sie weder schwer noch ermüdend sein. Vor die weißglühende Sonne meiner Gerechtigkeit wird sich immer der mütterliche Mantel Marias wie eine wohltätige Wolke legen, der euch seinen himmlischen Schutz gewährt, während euch meine Stimme wie das Trillern und Gurren der Vögel ergötzen wird, um eure Arbeit angenehm zu machen.

    14. Geliebte Jünger, meine Stimme hat in der Dritten Zeit unermüdlich zu euch gesprochen. Mein Wort erschien wie ein strahlender Leuchtturm, der den verirrten Schiffbrüchigen den Weg zeigt.

    15. Ich habe euch mit meiner Lehre die Geistige Macht gegeben, nicht nur, um die Wechselfälle dieser Welt zu bestehen, sondern auch, um Geistige Aufgabe zu erfüllen, die ihr in dieser Zeit übernommen habt.

    16. Nicht alle werden euch mit offenen Armen empfangen, wenn ihr meine Lehre verbreiten werdet; manche werden euch Schlingen legen, um euch zu Fall zu bringen.

    17. Der Kampf wird entbrennen; denn ebenso, wie es welche gibt, die die Macht haben, das Gute zu tun, gibt es auch solche, die die Macht für das Böse haben.

    18. Ich läutere euch und bereite euch Geistig und körperlich vor, damit ihr die Inspiration des Vaters versteht und sie später euren Geschwistern in gleicher Reinheit bringt, in der Ich sie euch übergeben habe.

    19. Ihr werdet beweisen, dass diese Lehre keine Theorie ist, dass sie nicht den Büchern entnommen wurde, dass sie in ihrer Wahrheit die Botschaft des Heiligen Geistes enthält.

    20. Ich mache euch bereit, denn das Leben auf der Erde wird sich jeden Tag verändern, und was heute Frieden ist, wird morgen Krieg sein; was heute den Menschen als Licht erscheint, wird sie morgen in die Irre gehen lassen. Die Menschheit stellt ihre vielfältigen Waffen für die Schlacht bereit; haltet ihr die euren bereit.

    21. Im Gebet und in der Ausübung meiner Lehre werden die Menschen das Licht finden. Im Handeln nach meinem Gesetz werden meine neuen Soldaten die Kraft finden, und wenn die Tage des Schmerz kommen, werdet ihr euch vereinigen, um euch gegenseitig Mut zu machen und für alle zu beten.

    22. Mein Gesetz wird in dieser Zeit die Arche der Errettung sein. In Wahrheit sage Ich euch: Wenn die Wasser der Sintflut von Schlechtigkeiten, von Schmerzen und Elend entfesselt sind, werden die Menschen anderer Nationen in langen Zügen zu diesem Land kommen, von seiner Vergeistigung, seiner Gastfreundschaft und seinem Frieden angezogen; und wenn sie diese Offenbarung kennengelernt haben und an das glauben, was Ich bei meinem neuerlichen Kommen als Heiliger Geiste gesprochen habe, werde Ich auch sie Israeliten nach dem Geiste nennen. Unter diesen Menschenmengen werden meine Sendboten sein, die Ich zu ihren Völkern zurückkehren lassen werde, um ihren Geschwistern die göttliche Botschaft meines Wortes zu bringen. Doch nicht alle werden zu dieser Nation kommen, um die Lehre kennenzulernen, die Ich euch brachte, denn viele werden sie Geistig empfangen.

    23. Ihr werdet dann erleben, wie viele, die Mich nie gehört haben, wie die großen Apostel voller Glauben, Liebe und Eifer aufstehen werden, Befürchtung und Vorurteile, die ihr nicht zu überwinden vermochtet, unbeachtet lassen und überall, wo sich eine Tür auftut eintreten werden, um von meinem Wort Zeugnis abzulegen. Sie werden keine Furcht haben vor Sekten und Religionen, denn statt sie für Feinde zu halten, werden sie dieselben als Geschwister betrachten.

    24. Seht niemanden auf diesem Weg als Fremden an, nehmt eure Geschwister mit offenen Herzen auf und übergebt ihnen die Unterweisung, die Ich euch gegeben habe.

    25. Später, wenn meine Sendboten sich über die Welt verstreut haben, werden sie sich alle in ihrer Mission vereint fühlen.

    26. Der Arbeiter wird das Land bebauen, die Furche ziehen und dahinein seinen Samen legen, mit dem Glauben und der Sehnsucht, eine reiche Ernte einzuholen. Doch der Meister sagt euch: erinnert euch stets daran, das Erdreich zu wählen, das geeignet ist, damit die Saat nicht misslingt. Immer werdet ihr Früchte ernten, die der Liebe entsprechen, mit der ihr sie gepflegt habt.

    27. Ihr alle werdet Arbeiter auf meinen Feldern sein können, aber es ist notwendig, diese Aufgabe vorher zu fühlen und zu begreifen.

    28. Diese Arbeit besteht darin, die dunkle Binde von den Unwissenden und Fanatikern wegzunehmen, sie zu lehren, dass Ich der eine Gott bin, dem alle dienen müssen. Ich bereite euch zu, um euch den anderen als ein Vorbild zu zeigen, da ihr fähig wart, eure Augen dem Licht zu öffnen und demütig zu bekennen, dass ihr Unwissende wart.

    29. Durch euch werde Ich meinen Samen aussäen und später die Früchte der Erfüllung meines Gesetzes ernten. Eure Geschwister werden euch fragen, wie ihr diese Lehre erhalten habt, welcher Art meine Kundgebung waren, und warum ihr diesem Weg folgt; und auf jede Frage sollt ihr mit absoluter Wahrheit antworten. Denn wenn ihr euch nicht mit der Wahrheit zu verteidigen versteht, werdet ihr nicht stark sein und als Verlierer dastehen; dann wird der Samen nicht keimen können.

    30. Ich will nicht, dass ihr am Ende des Kampfes keine Ernte einbringen könnt, nachdem ihr euch von den Versuchungen der Welt abgewandt habt, um Mich zu hören, und meine Jünger genannt wurdet. Es wäre nicht gerecht, wenn ihr Enttäuschungen und Bitternisse ernten würdet, nur weil ihr nicht rechtzeitig gelernt habt, mein Werk zu verteidigen, indem ihr es studiert und ergründet, um den Prüfungen die Stirn bieten zu können.

    31. Meine Unterweisung ist eine einzige Lehre, wohlweislich in vielerlei Formen mitgeteilt, damit ihr sie verstehen könnt, und der ihr nichts hinzuzufügen habt. Und obgleich sie Gesetz ist, will Ich euch dieselbe nicht aufzwingen, denn ihr würdet in Heuchelei geraten; ihr würdet Erfüllung zur Schau tragen, während ihr mit euren Handlungen gegen mein Gesetz verstoßen würdet.

    32. Ich habe das Gewissen in eure Wesenheit gelegt, damit es die Richtschnur auf all euren Wegen sei, da das Gewissen das Gute vom Bösen zu unterscheiden vermag und das Gerechte von dem, was ungerecht ist. Mit diesem Licht werdet ihr nicht getäuscht werden noch unwissend genannt werden können. Wie könnte der Spiritualist seinen Nächsten betrügen oder sich selbst zu täuschen suchen, so er die Wahrheit kennt?

    33. In der Zweiten Zeit nahte sich Jesus ein reicher Jüngling und sprach zu ihm: „Meister, Ich glaube das Reich zu verdienen, das Du versprichst, denn Ich handle nach Deiner Lehre.“ Jesus fragte ihn: „Erfüllst du das Gesetz?“ Und der Jüngling antwortete: „Ja, Herr, Ich faste, behandle meine Geschwister gut, tue niemanden Böses und gebe einen Teil meines Vermögens zur Unterstützung des Tempels.“ Da sprach Jesus zu ihm: „Wenn du Mir folgen willst, so gib den Armen, was du besitzt, und folge Mir nach.“ Doch es war so viel, was der Jüngling besaß, dass er seine Reichtümer nicht aufgeben wollte und es verzog, sich vom Herrn zu trennen. Er glaubte zu erfüllen und betrog sich selbst.

    34. Wie oft habe Ich euch gesagt: Übt tätige Nächstenliebe, lasst diese Tugend offenbar werden, doch tragt sie nicht zur Schau, denn dann wird es keine selbstlose Hilfe mehr sein, und ihr werdet euch selbst betrügen.

    35. Jünger, wenn ihr bei der Ausübung meiner Lehre keinen Irrtümern erliegen wollt, so prüft eure Handlungen mit Hilfe des Gewissens; wenn es euch anklagt, so erforscht euch von Grund auf, findet den Fehler und berichtigt ihn. Euer Gewissen ist ein Spiegel, in welchem ihr sehen könnt, ob ihr lauter seid oder nicht.

    36. Der Spiritualist soll an seinen Handlungen erkannt werden, welche, um lauter zu sein, vom Gewissen diktiert sein müssen. Wer so handelt, wird in seinem Geiste die Berechtigung fühlen, sich mein Jünger zu nennen.

    37. Wer wird Mich täuschen können? Niemand. Aber Ich richte euch nicht nach dem, was ihr tut, sondern nach der Absicht, mit der ihr es tut. Ich bin in eurem Gewissen und jenseits desselben. Meint ihr, dass Ich eure Handlungen und deren Absicht nicht wissen kann?

    38. Bereitet euch vor auf den Kampf, damit mein Volk nicht aufgrund eurer schlechten Handlungen falsch verstanden wird, denn oftmals wird die Anerkennung oder Nichtanerkennung meine Lehre von euch abhängen. Doch Ich frage euch: Was wird mein Wort verdunkeln können, da es die Wahrheit selbst ist, da es Reinheit und Vollkommenheit ist? Nichts. Doch durch euren Mangel an Erfüllung werdet ihr sehr wohl Gelegenheiten versäumen, Verdienste zu erwerben und euren Geiste zu erheben.

    39. Wenn jemand meine Wahrheit nicht kennt, so deshalb, weil er nicht herbeigekommen ist, um aus dem Quell der Weisheit zu trinken, welcher mein Wort ist und welcher seine kristallklaren Wasser für jeden Dürstenden überquellen lässt.

    40. Die Wahrheit, die Ich den Ersten offenbarte, den Patriarchen, Propheten und Gerechten, ist dieselbe, die Ich euch heute darlege; denn meine Lehre, die ihr derzeit empfangt, ist das Gesetz aller Zeiten. Ich lehre euch nur den Weg, damit ihr eure Lebensreise bis zum Ziel fortsetzt.

    41. Jünger, hier ist mein Wort, in welchem ihr immer meine Wahrheit finden werdet; falls ihr jedoch irrtümliche oder komplizierte Auslegungen geben solltet, wenn ihr meine Lehre verändert oder den Bedürftigen eine verworrene Darstellung derselben gebt, werdet ihr eine schlechte Ernte einbringen.

    42. Achtet darauf, wie ihr meine Lehre weitergebt und wie ihr von ihr sprecht, denn ihr seid für ein sehr großes Erbe verantwortlich.

    43. Ich bin der Eigentümer des Saatkorns, ihr seid die Arbeiter. Sorgt dafür, dass es keimt, blüht und Frucht bring, wie Ich es euch gelehrt habe.

    44. Fühlt euch jedoch nicht als Knechte oder Sklaven. Fühlt euch frei, um innerhalb meines Werkes zu lieben und zu arbeiten. Ich bin das Licht, das die Wege beleuchtet, und ihr die Wanderer, die den Pfad auswählen.

    45. Wenn jemand wie ein Blinder geht und dies Licht nicht sieht, wenn jemand träge ist und es deshalb nicht findet, wenn jemand vom Weg abirrt, so gebe er nicht Mir die Schuld; denn wo immer ihr seid, bin Ich, um in verschiedenen Formen zu euch sprechen. Erkennt, dass der, welcher Mich finden will, eine Anstrengung machen muss.

    46. Mein Wort dringt in euer Herz wie der Weizen in fruchtbares Erdreich, und wenn ihr es empfangt, müsst ihr es zum Blühen und sich vervielfältigen bringen.

    47. Erforscht dies Wort, damit ihr seinen Inhalt erkennen könnt, und handelt danach, damit ihr seines Wertes inne werdet; und behaltet die Erkenntnis, die ihr durch die Erforschung gewinnt, nicht nur für euch, macht sie der Menschheit bekannt. Ihr werdet mit Freude erleben, dass sie von euren Geschwistern gut aufgenommen wird, und ihr werdet sie zur Liebe und zum Glauben erwachen sehen.

    48. Nach dieser Zeit werden die Menschen auf der Suche nach meiner Lehre zu euch kommen und, ohne mein durch die Sprachrohre übermitteltes Wort gehört zu haben, werden sie wissen, dass Ich noch einmal gekommen bin, und werden die Gewissheit haben, dass Ich in dieser Form zur Menschheit gesprochen habe.

    49. Der Augenblick wird kommen, in dem mein Wort sich in allen Nationen ausbreitet und meine in dieser Zeit gegebenen Gebote über die Zeiten hin Leben und Kraft erlangen werden. Jeder, der sich vorbereitet, wird meine Gegenwart in seinem Geiste fühlen, und schließlich wird der Mensch meinem Gesetz gehorchen. Der freie Wille wird von ihm recht verstanden werden, und er wird im Rahmen meines Göttlichen Gesetzes gerechte Werke vollbringen.

    50. Noch einmal hinterlasse Ich euch die Spur, damit ihr Mir nachfolgt. Wenn ihr euch auf der Suche nach Menschen aufmacht, um die Frohe Botschaft zu bringen, so fleht nicht, dass sie euch anhören. Tragt eure Aufgabe mit Würde, und jene, welche euch glauben, werden diejenigen sein, die Ich erwählt habe, um aus ihnen meine Jünger zu machen. Gerüchte werden umgehen, dass der Meister wiederkommen ist, um seine neuen Apostel zu berufen, und ihr werdet diese Kundgebungen bezeugen und ihnen darüber hinaus offenbaren, dass auch ihr zu Erde zurückgekommen seid, die ihr in der Zweiten Zeit bei Mir wart und mein Wort in Galiläa und Judäa gehört habt. Doch wenn sie an euch zweifeln, so sagt ihnen, dass sie über meine Worte und über die meinen Aposteln gegebenen Prophezeiungen nachdenken sollen, dann werden sie wissen, dass dies die Wahrheit ist.

    51. Euch, die ihr Mich hört, übergebe Ich mein Wort durch Vermittlung der Stimmträger; später werden andere Generationen kommen, die alles studieren werden, was Ich gesprochen habe und was gedruckt erhalten bleiben und dicke Bände füllen wird.

    52. Ich bin das Leben und belebe euch in jedem Augenblick; aber Ich muss mit euren Ideen und Gedanken kämpfen. Eure Werke bringen euch den Schmerz und den Tod und ihr versteht es nicht, Mich zu suchen, um im Guten stark zu werden. Warum kommt ihr nicht zu Mir? Wer hat Mich angerufen und nicht meine Gegenwart gefühlt? Wie sehr liebe Ich euch und habe euch immer geliebt! Schon bevor Ich euch erschuf, habe Ich euch in Mir geliebt, und von dem Augenblick an, in dem ihr aus meinem Geiste hervorgegangen seid, habt ihr meine Gaben und Gebote für alle Zeiten empfangen.

    53. Die Erde, über die ihr heute schreitet, ist nicht euer ewiges Zuhause, ist nicht das Land der Verheißung; deshalb sehnt ihr euch immer nach anderem, höherem Leben, trachtet ihr nach Vollkommenheit, denn sie kommt euch als ewiges Erbe zu; es ist der Zustand der Erhebung, den euer Geiste nach großen Kämpfen erringen wird. Gebt euch nicht mit den irdischen Gütern zufrieden, denn ihr wisst, dass ihr dazu bestimmt seid, das vollkommene, Geistige Leben kennenzulernen, mit al seinen Gnaden und Schönheiten.

    54. Erwartet nicht, dass sich eure Geschwister allein durch mein göttliches Werk erneuern, ohne dass ihr dafür gekämpft hättet. Eure Aufgabe ist es, zu arbeiten, um die Grundmauern einer neuen Menschheit zu errichten, die mein Gesetz liebt und befolgt. Dafür ist das Gebet eure beste Waffe.

    55. Ich spreche zum Geiste und Herzen aller Menschen; Ich hege und pflege sie, und es wird ein Zeitpunkt kommen, da sie mit Mir von Geiste zu Geiste Zwiesprache zu halten verstehen werden, und dann wird es keine Geheimnisse zwischen dem Vater und dem Sohn geben. Bereitet euch auf diese Zeit vor, in der Ich Mich nicht mehr über das menschliche Verstandesorgan kundgeben werde.

    56. Schreibt mein Wort für die kommenden Generationen nieder und nehmt euch davor in Acht, meine Aufträge nicht richtig auszuführen. Ich will nicht, dass meine neuen Jünger, jene, die mein Wort nur durch die Schriften kennen werden, in meiner Lehre Unvollkommenheiten finden infolge eures Mangels an Zurüstung. Es ist mein Wille, dass auf diesen Seiten der ganze Gehalt und die ganze Wahrheit meines Werkes enthalten ist. In diesem Buch, das Ich euch anvertraute, habe Ich mein in drei Zeiten geoffenbartes Wort vereinigt, und alles, was verborgen oder in Geheimnis gehüllt geblieben ist, werdet ihr verstehen, wenn ihr von Geiste zu Geiste mit meiner Göttlichkeit Zwiesprache hält.

    57. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr glaubt, dass meine Kundgebung in dieser Zeit kein Ereignis ist, und dass mit eurem Verschwinden mein Werk zu Ende sein wird, so habt ihr keine Ahnung von seiner Tragweite, noch habt ihr das Licht des Sechsten Siegels geschaut, das alles Geschaffene erleuchtet und belebt und für die Vollkommenheit des Geistes eine neue Etappe kennzeichnet. 58. Wenn ihr beim Hören meines Wortes die Demut eures Geistes sehen würdet, so würde sich eure Materie mit demselben vereinen, um einen einzigen Willen zu bilden; aber die Körperhülle ist ein Hindernis für euren Geistigen Fortschritt. Seht hierin den Kampf und in ihm die notwendigen Verdienste für eure Erhebung.

    59. Wenn ihr euch durch die Prüfungen des Lebens niedergeschlagen fühlt, so haltet euch an Mich, und ihr werdet stark sein, und keiner wird euren Frieden zerstören noch euch eures Erbes berauben.

    60. Ich will euch immer in eurer Liebe brennen sehen, damit ihr nicht gleich den Grabmälern seid, die nur heiß sind, solange die Sonne ihre Strahlen herab sendet, und gegen Abend, wenn sie sich verbirgt, wieder erkalten.

    61. Seid nicht nur bewegt, wenn ihr mein Wort hört, sondern liebt Mich und liebt einander immerdar, so wie Ich euch liebe.

    62. In den dankbaren Herzen habe Ich dieses Gebet vernommen: Herr, unermüdlich gewährst Du uns so viele Wohltaten. Doch Ich sage euch: Ich bin euer Vater und sehe eure Bedürftigkeit. Wie sollte mein Geiste bei eurem Gebet nicht bewegt werden? Ich habe euch in der Einsamkeit eures Schlafgemachs getröstet und euch erleuchtet, damit euer Geistiges Gebet von Nutzen ist.

    63. Ich lasse im Herzen meiner Jünger ein Album zurück, damit nach 1950, wenn mein Wort nicht mehr über das menschliche Verstandesorgan gehört wird, sie es sind, die der Menschheit meine Botschaft bringen.

    64. Wie viele Lehren habt ihr in diesen unscheinbaren Gebetshäusern, in denen sich mein Wort kundtut, gehört und gelernt, obwohl es in ihnen keine Riten, Altäre noch Bildnisse gibt; hier habt ihr keine Leere mehr in euren Herzen empfunden.

    65. Seid gesegnet, die ihr Mir mit Sanftmut und Demut zugehört habt, denn morgen werdet ihr die Menschenmengen durch den tiefen Sinn eures Wortes in Staunen versetzen.

    66. Jünger, jetzt ist es Zeit, dass ihr die Größe und Reinheit meines Werkes erkennt, damit, wenn ihr es in der Zukunft verkündet, eure Handlungen im Einklang mit meiner Lehre sind.

    67. Die Menschenmengen nähern sich diesem Volk, seid zugerüstet. Ich will nicht, dass sie euch bei unlauterem Tun überraschen, denn sie könnten sagen: Sind das die neuen Jüngern des Herrn?

    68. Nachdem Ich so vieles zu euch gesprochen habe, will Ich nicht, dass sie eure Kornkammer leer finden an guten Werken.

    69. Ihr werdet morgen ausgeforscht und auf die Probe gestellt werden durch die Menschen, welche sich wünschen, euch schwach werden zu sehen, um euch anzuklagen und meine Wahrheit zu leugnen.

    70. Erwartet nicht, dass mein in Büchern niedergeschriebenes Wort allein das Wunder vollbringt, die Menschheit zu bekehren. Es ist notwendig, dass große Soldaten meiner Sache aufstehen, um mit ihrem Glauben, ihrem Mut und ihrer Liebe als Waffen meine Wahrheit zu besiegeln und zu bestätigen.

    71. Es wird nicht nötig sein, nachzuforschen, ob der Weg frei ist oder nicht, noch braucht ihr auf die Suche nach den Menschenmengen gehen; denn Ich werde es übernehmen, die Bedürftigen auf euren Weg zu stellen.

    72. Es ist notwendig, dass sich unter der Menschheit Menschen erheben, welche die Größe meines Gesetzes erkennen und bewirken, dass es erkannt wird.

    73. Ihr, die ihr Mich in dieser Zeit gehört habt, seid groß durch die Demut, durch mein Wort, durch eure Tugend und gute Erfüllung meines Gesetzes! Doch glaubt nicht, dass ihr die Größten unter der Menschheit sein werdet, weil ihr Mich gehört habt. Wie vielen, die meiner Lehre fernstehen, wird an dem Tag, da sie euch hören, euer Zeugnis genügen, um größere Werke als die euren zu vollbringen. Darüber werdet ihr euch sehr freuen, denn diese Werke werden die Frucht eurer Erfüllung sein.

    74. Jetzt stärke Ich euch und schließe die Wunden, welche die Menschheit euch früher schlug, damit ihr die nötige Stählung habt, wenn der Kampf beginnt.

    75. Seid euch bewusst, dass das Licht des Sechsten Siegels euch erleuchtet, der Sechste Leuchter die Menschheit erhellt; doch obgleich alle von diesem Licht bestrahlt werden, werden die einen sich bewusst, dass sie in einer bedeutungsvollen Zeit leben, während die anderen alle Lehren unbeachtet vorübergehen.

    76. Warum, wenn ihr alle gleich erschaffen worden seid, besitzt ihr nicht alle Glauben? Aufgrund eures freien Willens und der unterschiedlichen Entwicklung eures Geistes. Während daher die einen hoffen, dass ein höheres Licht und eine höhere Macht sie führt, vertrauen die anderen auf das, was sie für ihre eigenen Kräfte halten, und wenn ihnen diese fehlen, fühlen sie sich verloren.

    77. Vor langer Zeit ist euer Geiste aus Mir hervorgegangen; dennoch sind nicht alle in gleicher Weise auf dem Geistigen Weg fortgeschritten.

    78. Alle Schicksale sind verschieden, obschon sie euch zum gleichen Ziel bringen. Den einen sind diese, den anderen jene Prüfungen vorbehalten. Das eine Geschöpf durchläuft den einen Weg, das andere folgt einem anderen. Ihr seid weder alle im selben Augenblick ins Dasein getreten, noch werdet ihr alle zum gleichen Zeitpunkt zurückkehren. Die einen wandern vorne, die anderen hinten, doch das Ziel erwartet euch alle. Niemand weiß, wer ihm nahe ist, oder wer ferne von ihm wandert, weil ihr noch zu klein seid, um diese Kenntnis zu besitzen. Ihr seid menschlich, und eure Eitelkeit würde euch zum Verderben gereichen.

    79. Der Vater sagt euch allen, dass ihr ausharren sollt. Und denen, die Glauben haben, sagt Er, dass sie den Weg derer erleuchten sollen, die im Finstern wandeln.

    80. Denkt eingehend nach über euren Lebenslauf, und ihr werdet sehen, dass ihr zuweilen kraftvoll, zuweilen langsam gewandert seid; bei anderen Gelegenheiten seid ihr gestürzt und hernach wieder aufgestanden, bis es euch endlich gelang, einen sichereren und festeren schritt zu tun.

    81. Ich allein kenne eure Entwicklung, obschon Ich euch sagen muss, dass der wahrhaft erhobene Geiste Kenntnis von seinem Fortschritt besitzt, ohne darum eingebildet zu sein.

    82. Durch die Gabe der Intuition könnt ihr wissen, ob euer Gang übermäßig langsam ist, oder ob ihr in atemberaubendem Lauf begriffen seid, ob ihr stehen geblieben seid, oder ob ihr nach eurer Meinung festen Tritt gefasst habt.

    83. Durch euer Gewissen könnt ihr wissen, ob der Weg, auf dem ihr geht, erlaubt ist, oder ob ihr ihn verfehlt habt.

    84. Um denen, die nach euch kommen, eine wohltätige Spur eures Ganges durch die Welt zu hinterlassen, ist es notwendig, dass ihr mein Gesetz erfüllt; mit ihm werdet ihr große Werke hinterlassen, und euer Andenken und Vorbild werden unauslöschlich sein.

    85. Jünger, Ich bin die Lerche, unter deren Flügel ihr wie junge Vöglein lebt. Auch sage Ich euch, dass das Sechste Siegel das einzige ist, das geöffnet ist und euch in dieser Zeit erleuchtet.

    86. Erkennt, dass viele meiner Arbeiter, welche die ersten Schüler des Spiritualismus waren, dem schweren Irrtum verfallen sind, zu glauben, dass die Siegel Versammlungsstätten sind, dass die Siegel in dieser Nation gelöst worden sind, und dass sie ihre Besitzer sind.

    87. Ich lasse sie unablässig meine Gerechtigkeit fühlen, denn sie sind in dieser Zeit wie Erstgeborene, die Ich rief und an meinen Tisch lud, denen Ich mein Wort der Liebe vorbehalten hatte. Sie gehen auf den Straßen der Welt dahin und tragen ihre Gaben und Aufträge mit sich, ohne wissen zu wollen, was sie mit sich tragen. Sie glauben mein Gesetz zu erfüllen und verurteilen ihre Geschwister.

    88. Sie wissen nicht, wohin sie gehen, noch ahnen sie die Größe meines Werkes, und als Ich sie gerufen habe, damit sie Mich über das menschliche Verstandesorgan hören, und Ich sie fragte: Glaubt ihr an meine Gegenwart in dieser Form? Da haben viele von ihnen Mich geleugnet.

    89. Ich habe ihnen gesagt: Zeigt Mir eure Anhängerscharen, zählt Mir die Wunder auf, die ihr vollbracht habt. Doch sie haben Mir sehr wenige Früchte gezeigt. Ich habe sie auf die großen Menschenmengen hingewiesen, die sich versammeln, wo mein Wort zu hören ist, auf die Unzahl der Zeugnisse meiner Macht, und habe sie daran erinnert: „Der Baum wird an seinen Früchten erkannt werden“. Dies ist das Sechste Siegel, unter dessen Licht ihr alle Mir folgen müsst. Heute erleuchtet euch der Sechste Leuchter, welcher das Göttliche Wort ist.

    90. Seht, unter meinem Volk sind die Kinder des Zweifels neben den Kindern des Glaubens, solche die Mich leugnen, und solche, die Mir nachfolgen. Die einen dem Materialismus zugetan, und die anderen sich bemühend, die Vergeistigung zu erlangen. Das ist der Hauptgrund eures Zwistes in dieser Zeit.

    91. Aber meine Lehre ist hell wie das Licht des Tages.

    92. Das Lamm Gottes löste die Siegel, und dieses allein wird sie von neuem versiegeln können.

    93. Das Neue Jerusalem ist nicht in dieser und auch in keiner anderen Nation. Diese Stadt ist Geistig, auch wenn ihr sie vom jetzigen Zeitpunkt an werdet bewohnen können.

    94. Nicht Elias ist es, der die Siegel löste. Er war der Vorläufer, damit das Sechste Siegel zur rechten Zeit gelöst und offenbart werden sollte. Elias repräsentiert das Sechste Siegel, und seine Mission ist eine sehr hohe; er offenbarte euch, dass für euch eine neue Zeit der Offenbarung ihren Anfang nahm.

    95. Die sieben Gemeinden Asiens, die Heiligtümer waren, in denen die Stimme meiner Apostel ertönte als eine Botschaft an alle Völkergenerationen, sind ein schönes Bild des Buchs der Sieben Siegel.

    96. Roque Rojas kam mit der Mission auf die Welt, das erste Verständigungsorgan zu sein, durch welches Elias die ersten Arbeiter der Dritten Zeit berief, und unter jenen ersten, die Aufträge erhielten, erhob sich eine Jungfrau mit der notwendigen Vergeistigung und Hingabe, damit sich in ihr das Wunder meiner Kundgabe durch den menschlichen Verstand vollzieht. Seit damals und durch diese Vermittlung zeigte mein Wort die Zeitspanne diese Kundgabe an, welche mit der Kundgebung von Elias angefangen hat und die von 1866 bis 1950 dauern wird.

    97. Viele Verstandesorgane wurden zubereitet, damit ihr mein unerschöpfliches Wort haben solltet, welches bis zum letzten Augenblick meiner Kundgabe Quelle der Weisheit und der Offenbarungen ist.

    98. Später wird die Zeit der Vergeistigung kommen, und obwohl ihr mein Wort nicht mehr hören werdet, werdet ihr Mich näher bei euch fühlen.

    99. Ungeachtet der guten Vorbereitung der einen und der schlechten Vorbereitung der anderen werde Ich weiterhin herabkommen, um Mich kundzutun. Um der guten Absicht der einen und der mangelnden Zurüstung der anderen willen wird mein Geiste bis 1950 in dieser Form gegenwärtig sein; denn nichts wird verhindern können, dass meine Wille sich erfüllt.

    100. Doch jene, welche dieser Speise etwas Fremdes beimischen und den Volksmengen Wasser zu trinken geben, das nicht kristallklar und rein ist, werden Mir dafür verantwortlich sein.

    101. Es ist mein Wille, dass ihr an die Orte zurückkehrt, an denen ihr unterlassen habt, irgendeine Aufgabe zu erfüllen.

    102. Die Wege sind geebnet, die Felder erwarten das Saatkorn. Macht euch bereit und lasst die Stunde eures Kampfes kommen. Dann werdet ihr euch geschwisterlich umarmen, werdet aufbrechen und meinen Willen sich in euch erfüllen lassen.

    103. Vergesst nicht, dass mein Werk rein ist und ihr es bis ans Ende lieben sollt.

    104. Ihr sollt auf eurem ganzen Lebensweg tätige Nächstenliebe üben; dies ist eure Aufgabe. Ihr besitzt viele Geistige Gaben, um auf verschiedene Arten selbstlose Hilfe zu leisten. Wenn ihr euch vorzubereiten versteht, werdet ihr das, was ihr unmöglich nennt, vollbringen.

    105. Die Liebestätigkeit, die ihr mit einem Geldstück ausübt, obgleich auch sie Liebestätigkeit ist, wird doch die weniger hochstehende sein.

    106. Liebe, Vergebung und Frieden müsst ihr den Herzen eurer Geschwister bringen.

    107. Ich will keine in meinem Gesetz geschützten Pharisäer und Heuchler mehr. Ich will Jünger, die den Schmerz ihrer Mitmenschen fühlen. Allen, die sich reuevoll erheben, werde Ich vergeben, ganz gleich, zu welcher Sekte oder Religion sie sich bekennen, und werde ihnen den wahren Weg klar vor Augen führen.

    108. Gesegnet seien, die meine Lehren in fremde Länder bringen, denn mein Gesetz und meine Schutzengel werden sie behüten. Ich habe euch gesagt, dass durch eines meiner Kinder, das zugerüstet ist, ein Landstrich gerettet werden kann. Macht euch dieser Gnade würdig, dann werde Ich euch vieles gewähren.

    109. Ich spreche auf vielerlei Arten zu euch, damit euch mein Wort stärkt und ihr nicht schwach werdet, wenn ihr den Glauben am meisten nötig habt.

    110. Liebt euch, wenn ihr beisammen seid, liebt euch, wenn ihr fern voneinander seid, dann wird der Segen des Vaters auf diese Geschwisterlichkeit herabkommen.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 9

    1. Ihr gedenkt an diesem Tage meines Einzugs in Jerusalem; ihr ruft die Zeiten wach, in denen Ich als Jesus unter euch lebte. Heute fühlt ihr euch angesichts meiner neuen Wunder wieder stark und legt öffentlich Zeugnis ab, dass dieser Meister derselbe ist, der in der Zweiten Zeit zu euch sprach; doch Ich sage euch, dass ihr nicht vergessen sollt, was ihr mit Jesus getan habt, damit ihr es nicht in dieser Zeit wiederholt. Ich wusste, dass ihr nach eurem Jubel infolge der Worte der Priester schwach werden würdet und dass eure Hosianna-Gesänge bald in das „Kreuzigt ihn“ umschlagen würden.

    2. Oh meine Kinder, die ihr meine Kundgebung über die Zeiten hin nicht erkannt habt, noch wach geblieben seid in Erwartung der Erfüllung meiner Weissagungen!

    3. Ich war das Opferlamm bei jenem Passahfest, das mein Volk feierte. Erst später, als die Zeit vorbei war, erkanntet ihr das Wesen meiner Lehre und den Grund für mein Opfer, und dann weintet ihr und bereutet, Mich nicht erkannt zu haben.

    4. Heute befindet ihr euch in einer neuen Zeit der Unterweisungen und großer, Geistiger Kundgebungen, und der Meister sucht in eurem Geiste den Samen, den Er zu einer anderen Zeit in euch gelegt hat. Ihr sagt Mir: Warum fühlen wir nicht Deine Gegenwart, wenn Du uns so nahe bist? Und Ich antworte euch, dass ihr euch vermaterialisiert habt, dass ihr mit den Wissenschaften und all dem, was zur Welt gehört, beschäftigt seid und dabei euren Geiste vergesst. Angstvoll sagt ihr Mir, dass ihr vom Wege abgeirrt seid, und Ich sage euch, dass Ich gekommen bin, um euch mit dem Lichte meiner Lehren den Weg zu weisen, der euch zu einem Dasein in einer Welt des Friedens führt. Hört auf Mich, dann wird mein Wort euch zu einem neuen Leben erwecken, eure Zweifel und Befürchtungen werden sich zerstreuen. Euer Geiste, der eine schwere Last trägt, wird Ruhe finden, wenn er meine Vergebung fühlt.

    5. Warum überlasst ihr nicht Mir eure Sache? Warum verschafft ihr euch Gerechtigkeit, indem ihr meinen Platz als Richter einnehmt? Wisst ihr nicht, dass ihr in einer Zeit der Prüfungen und der Wiedergutmachung lebt? Erkennt, dass ihr alle gegen mein Gesetz verstoßt, und dass Ich euch weder gerichtet noch öffentlich angeklagt habe.

    6. Wenn Ich euch den freien Willen gewährt habe, so nicht deshalb damit ihr euch gegenseitig richtet, sondern damit ihr euren Geiste in der Ausübung des Guten vervollkommnet, unterstützt vom Licht des Gewissens.

    7. Ich mache euch zu Arbeitern und gebe euch meinen Samen der Liebe, damit ihr ihn in die Kranken, in die Betrübten, in die Übeltäter sät; und falls jemand sich unwürdig fühlt, ihn zu empfangen, so veranlasst ihn, zu Mir kommen. Ich werde ihn würdig zu machen wissen, damit er sich nicht verachtet fühlt. Ruft eure himmlische Mutter an, ihre göttliche Liebe wird euch in diesem Kampf beistehen und euch alle zu Mir fühlen.

    8. Ich will, dass ihr, das Volk, welches Ich gelehrt habe, es übernehmt, die neuen Menschenmengen zu führen, welche nach 1950 herbeikommen werden, um mein Volk zu vermehren, und dass ihr wacht, damit sie mit dem Brot des ewigen Lebens genährt werden, so wie Ich dies mit euch tat.

    9. Erlaubt nicht, dass mein Wort verfälscht wird; seid wachsam, damit sein Geistiger Sinn immer gewahrt bleibt, und sorgt dafür, dass eure Auslegung richtig ist. Legt meine Wahrheit dar, und sie wird euren Geschwistern Leben, Gesundheit und Glauben bringen. Wenn mein Wort Licht ist, das aus Mir hervorbricht, muss es sich in jedem, der es kennt, wie eine Fackel offenbaren. Ich biete euch dieses Licht an, weil Ich nicht will, dass ihr im Finstern lebt.

    10. Vervollkommnet euren Geiste mit meiner Weisheit, stärkt euch, damit ihr für euren Geistigen Aufstieg kämpft. Die ihr bar aller Gefühlsregungen seid, fühlt meine Liebkosung, damit die Eigensucht der euch umgebenden Wesen in euren Herzen keinen Schaden hinterlässt. Ihr fragt Mich: Warum gibt es unter den Menschen keine wahre Liebe? Warum übt man nicht wahre Wohltätigkeit aus? Und Ich antworte euch: Darum, weil ihr den Quell kristallklaren Wassers habt versiegen lassen, den Ich in euer Herz gelegt habe, weil ihr euch von der Erfüllung meines Gesetzes entfernt habt.

    11. Ihr habt euch entzweit und wollt von den Bedürfnissen eurer Geschwister nichts wissen; ihr betrachtet euch als Fremde, selbst wenn ihr unter demselben Dach wohnt. Deshalb wart ihr beim Hören meines Wortes überrascht, weil Ich in ihm meine Liebe, meine Geduld und meine Vergebung für alle meine Kinder kundtue.

    12. Ich bevorzuge niemanden und verlange von euch, dass ihr euch vereinigt, dass ihr euch untereinander liebt und euch gegenseitig vergebt. Ich habe euch schon genügend Zeit gegeben, damit ihr nachdenkt und mit einem neuen Leben beginnt. Eure vergangenen Fehler habe Ich vergeben und gebe euch die Gelegenheit, euch in meine guten Jünger zu verwandeln.

    13. Das Buch des Lebens öffnet sich vor euch, um jeden Verstand zu erleuchten. Studiert jede einzelne seiner Lektionen, seht nicht überall Geheimnisse; heute ist alles Klarheit für den Geiste. Schaut herein in die verborgene Schatzkammer und lernt alles kennen, was Ich euch gewähre. Ich will nicht länger ein unbegreiflicher Vater für euch sein. Es gibt keinen Grund, Mich so zu sehen, denn alle meine Offenbarungen lagen im Bereich eures Begriffsvermögens, und alles habe Ich euch zur rechten Zeit offenbart.

    14. Grämt euch nicht unnötigerweise. Alles, was ihr nötig zu haben glaubt, habt ihr bei euch. Ich habe mein Licht in euren Geiste gelegt und euch das für die Erhaltung eures Körpers Notwendige obendrein anvertraut. Alle Elemente dienen euch, alles habe Ich zu eurer Erquickung geschaffen, und alles ist nützlich, wenn ihr es mit Maß gebraucht. Der Grund für eure Leiden und Sorgen ist ein anderer: Der Geiste findet in diesem leeren Dasein, das ihr auf Erden geschaffen habt, keinen Frieden, und seine Unruhe teilt sich euch mit. Wenn ihr Vorsätze zu wahrer Besserung fassen würdet – wie viel Gutes würdet ihr euch tun und wie würdet ihr den verlorenen Frieden wiedergewinnen.

    15. Jünger, bereitet euch zu, damit ihr zur Menschheit von Liebe, Vergebung und Gerechtigkeit sprechen könnt. Vergesst alles, was der Welt angehört, um euch zu den Regionen des Friedens und der vollkommenen Liebe zu erheben.

    16. Ihr habt auf meinen Ruf gehört und sucht Mich, um meine Lektion zu lernen. Einige bitten um das tägliche Brot, andere suchen Mich als Arzt und Berater. Aber manche kommen nur, um mein Wort auszuforschen, und wollen in ihm irgendeinen Fehler entdecken. Doch Ich sage ihnen: Diesen schwachen Punkt, den ihr sucht, werdet ihr in meiner Lehre nicht finden. Wenn ihr dagegen in euer Inneres eindringt, werdet ihr dort die Unvollkommenheit finden. Die so gehandelt haben, haben meine Gegenwart nicht erkannt, weil sie nur die menschlichen Werke zu deuten vermögen, aber noch nicht fähig sind, die Botschaften Gottes zu verstehen. Ich erleuchte alle und vergebe ihre Ungläubigkeit.

    17. Ich werde nicht zulassen, dass ein einziges meiner Kinder sich verirrt oder gar verloren geht. Die Schmarotzerpflanzen verwandle Ich in fruchtbringende, denn alle Geschöpfe wurden ins Dasein gerufen, um ein Ziel der Vollkommenheit zu erreichen.

    18. Ich will, dass ihr euch mit Mir an meinem Werk erfreut. Schon früher habe Ich euch an meinen Eigenschaften teilhaben lassen, weil ihr ein Teil von Mir seid. Da alles Mir gehört, mache Ich auch euch zu Eigentümern meines Werkes.

    19. Ihr, Geister, habt in Mir alle einen göttlichen Vater, und wenn Ich euch im materiellen Leben menschliche Eltern gegeben habe, so geschah es, damit sie eurem Körper das Leben geben und euren himmlischen Vater bei euch vertreten. Ich habe euch gesagt: „Du sollst Gott über alles Geschaffene lieben“; und habe hinzugefügt: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“. Vernachlässigt also nicht eure Pflichten. Wenn ihr die Liebe eurer Eltern nicht dankbar anerkannt habt, und ihr sie noch auf der Welt habt, so segnet sie und anerkennt ihre Verdienste.

    20. Ich will, dass ihr gläubige Menschen seid, dass ihr an das Geistige Leben glaubt. Wenn ihr eure Geschwister ins Jenseits habt aufbrechen sehen, so haltet sie nicht für fern von euch und denkt auch nicht, dass ihr sie für immer verloren habt. Wenn ihr euch mit ihnen wieder vereinen wollt, so arbeitet, erwerbt euch Verdienste, und wenn ihr dann ins Jenseits kommt, werdet ihr sie dort auf euch wartend finden, um euch zu lehren, im Geistigen Tal zu leben.

    21. Mein Volk, glaubt ihr, dass es euer Gott ist, der dies Wort eingibt? Warum habt ihr dann an Mir gezweifelt, als ihr Mich auf dem Schmerzenslager angerufen habt und der Heilbalsam nicht auf der Stelle eure Krankheit heilte? Denkt daran, dass Ich euch auf viele Arten prüfe, weil Ich will, dass ihr stark seid: Denn wenn ihr meine Jünger seid, müsst ihr viele Prüfungen bestehen, damit euch geglaubt werden kann.

    22. Ihr seid der Same Abrahams, Isaaks und Jakobs, die euch große Beispiele des Glaubens und des Gehorsams gaben; obgleich ihr denselben Geiste besitzt, bringt ihr es nicht fertig, es ihnen gleich zu tun. Zu allen Zeiten habe Ich meine Jünger geprüft. Wie viele Male habe Ich Petrus der Prüfung unterworfen, und nur in einer derselben wankte er. Doch urteilt wegen dieser Tat nicht schlecht über ihn, denn als sein Glaube entflammte, war er unter der Menschheit wie eine Fackel, indem er predigte und von der Wahrheit Zeugnis ablegte.

    23. Verurteilt Thomas nicht; bedenkt, wie oft ihr meine Werke mit Händen greifen konntet und selbst dann noch gezweifelt habt. Blickt nicht mit Verachtung auf Judas Ischariot, jenen geliebten Jünger, der seinen Meister für dreißig Münzen verkaufte; denn niemals hat es eine größere Reue gegeben als die seine. Ich bediente Mich jedes einzelnen von ihnen, um euch Lehren zu hinterlassen, die euch als Beispiel dienen würden und die ewig im Gedächtnis der Menschheit haften würden. Nach ihrem Kleinmut bereuten sie, änderten sie sich und gaben sich unumschränkt der Erfüllung ihrer Mission hin. Sie waren wahrhaftige Apostel und ließen für alle Generationen ein Vorbild zurück.

    24. Kommt ins Geistige Tal, damit ihr mein Wort versteht. Wenn ihr meiner Lehre lauscht, so nehmt Abstand von den Sorgen der Welt und lasst mein Licht euren Geiste erleuchten. Ich ermutige euren Glauben und führe euch immerdar, damit ihr euch zubereitet, das ewige Leben zu genießen.

    25. „Wacht und betet“, sage euch immer wieder; aber Ich will nicht, dass ihr euch an diesen gütigen Rat gewöhnt, sondern über ihn nachdenkt und danach handelt.

    26. Ich heiße euch beten, weil jener, der nicht betet, sich überflüssigen, materiellen und manchmal wahnwitzigen Gedanken hingibt, wodurch er, ohne sich dessen bewusst zu sein, die brudermörderischen Kriege begünstigt und nährt. Doch wenn ihr betet, zerreißt euer Denken, als ob es ein Schwert des Lichts wäre, die Schleier der Finsternis und die Schlingen der Versuchung, die heute viele Wesen gefangen halten; es sättigt eure Umgebung mit Geistiger Kraft und wirkt den Mächten des Bösen entgegen.

    27. Verzagt nicht angesichts des Kampfes und verzweifelt auch nicht, wenn ihr noch keinen Erfolg gesehen habt. Macht euch klar, dass es eure Aufgabe ist, bis zum Ende zu kämpfen; aber ihr müsst in Betracht ziehen, dass euch nur ein sehr kleiner Teil dieses Werkes der Erneuerung und Vergeistigung der Menschheit zufallen wird.

    28. Morgen werdet ihr euren Posten verlassen und andere werden kommen, um eure Arbeit fortzusetzen. Sie werden das Werk einen Schritt weiterbringen, und so wird sich mein Wort von Generation zu Generation erfüllen.

    29. Zuletzt werden sich alle Zweige mit dem Baum vereinigen, alle Nationen werden sich zu einem einzigen Volk verbinden und auf Erden wird der Friede regieren.

    30. Betet, Jünger, und vervollkommnet euch in eurer Erhebung, damit eure Worte der Unterweisung und Liebe ein Echo im Herzen eurer Geschwister finden.

    31. In Wahrheit sage Ich euch: Wenn dies Volk außer dem Verstehen seiner Bestimmung schon seine Aufgabe erfüllen würde, die Menschheit würde durch seine Gebete Gnade erlangen. Aber noch fehlt euch die Nächstenliebe, dass ihr eure Nächsten als wahre Geschwister empfindet, dass ihr in Wahrheit die Unterschiede der Rassen, Sprachen und Glaubensbekenntnisse vergessen könnt, und ihr außerdem aus euren Herzen jede Spur von Groll gegen jene auslöscht, die euch verletzt haben.

    32. Wenn es euch gelingt, eure Gefühle über so großes menschliches Elend hinweg zu erheben, wird in euch die tiefst empfundene und aufrichtigste Bitte für eure Geschwister aufsteigen, und diese Liebesschwingung, diese Reinheit eurer Empfindungen werden die machtvollsten Schwerte sein, welche die Finsternisse vernichten, die die Kriege und Leidenschaften der Menschen geschaffen haben.

    33. Der Schmerz hat dich vorbereitet, Israel, in der Knechtschaft habt ihr euch geläutert; darum seid ihr die Geeigneten, um für die Leidenden zu wachen.

    34. Wacht, mein Volk, seid gleich den Vögeln, die den neuen Tag ankündigen und die Schlafenden aufwecken, damit sie die ersten sind, die das Licht empfangen, und Ich ihnen dann sage: Der, welcher euch wahrhaft liebt, grüßt euch in diesem Augenblick.

    35. Alle, die sich nahen, um Mir zuzuhören, werden die Liebkosung meines Wortes empfinden, sie werden sich durch meine Liebe gesalbt und mit Geistigen Gütern überhäuft fühlen.

    36. Ich bin glücklich, weil Ich gesehen habe, dass ihr alles verlassen habt, um an meinem Tisch zu sein, und dies, weil ihr wisst, dass mein Wort euer Brot und eure Seligkeit auf Erden ist.

    37. Diese Unterweisung gelangt in euer Herz, wo Vorsätze zur Besserung und zu edlen Gefühlen geboren wurden.

    38. So ihr viel gelitten und geweint habt, bis ihr bereit wart, Mir die Türen eures Herzens zu öffnen; wahrlich, Ich sage euch, der, der viel gelitten hat, hat damit zugleich seine Verfehlungen gesühnt und soll Vergebung erlangen.

    39. Betrübte Herzen, stillt euren Schmerz und kommt zu Mir. Erleuchtet euch mit dem Licht eures Gewissens und beschreitet frohgemut den Weg meiner Unterweisungen.

    40. Werdet in Mir gesund, vergesst euren Kummer und liebt. Wer Liebe hat, der hat alles; wer Liebt sagt, sagt alles.

    41. Doch wenn ihr begreift, dass alles, was aus Mir hervorgegangen ist, vollkommen, harmonisch und schön ist, fragt ihr euch: Warum leben die Kinder Gottes dann zerstörend und vernichtend in der Welt? Welche Macht bewegt sie, sich zu verkennen und zu vernichten, obwohl sie der reinen Quelle des Vaters entsprangen? Welches sind diese Mächte, und weshalb hat Gott mit seiner unbegrenzten Macht das Vordringen der Menschen, die den Frieden zerstören, nicht aufgehalten? Warum lässt Er das Böse unter den Menschen zu?

    42. Hört, Jünger: Der Mensch besitzt als Geistige Gaben den freien Willen und das Gewissen; alle kommen mit Tugenden begabt auf die Welt und können von ihnen Gebrauch machen. In ihrem Geiste ist das Licht des Gewissens; aber gleichzeitig mit der Entwicklung des Körpers entwickeln sich mit ihm die Leidenschaften, die bösen Neigungen, und diese liegen im Kampf mit den Tugenden. Gott lässt dies so geschehen, denn ohne Kampf gibt es keine Verdienste, und dies ist so für euch notwendig, um auf dem Geistigen Weg aufzusteigen. Worin bestünde das Verdienst der Kinder Gottes, wenn sie nicht kämpfen würden? Was würdet ihr tun, wenn ihr von Glück erfüllt leben würdet, wie ihr es in der Welt ersehnt? Könnt ihr, von Annehmlichkeiten und Reichtümern umgeben, einen Geistigen Fortschritt erwarten? Ihr würdet stehen bleiben; denn wo kein Kampf ist, gibt es kein Verdienst.

    43. Doch versteht es nicht falsch; denn wenn Ich von Kampf spreche, meine Ich jenen, den ihr entfaltet, um eure Schwächen und Leidenschaften zu überwinden. Diese Kämpfe sind die einzigen, die Ich den Menschen erlaube, damit sie ihre Selbstsucht und ihren Materialismus beherrschen, auf dass der Geiste, durch das Gewissen erleuchtet, seinen wahren Platz einnimmt.

    44. Diesen inneren Kampf heiße Ich gut, nicht aber jenen, den die Menschen im Verlangen nach Selbsterhöhung führen, verblendet von Ehrgeiz und Bosheit.

    45. Das Getöse und die Schandtaten der brudermörderischen Kriege haben die Sensibilität des menschlichen Herzens ausgelöscht, haben die Bekundung jedes hochstehenden Gefühls, wie die Nächstenliebe und das Mitleid, verhindert.

    46. Ich will euch damit nicht sagen, dass alle so beschaffen sind, nein; denn noch gibt es Menschen, in denen Zartgefühl, Mitleid und Liebe zu ihren Nächsten vorhanden sind, die bis zum Opfer gehen, um ihnen Übel zu ersparen oder sie aus irgendeiner Prüfung zu befreien. Wenn euch manche Menschen diese Hilfe zuteil werden lassen, was wird dann nicht alles euer himmlischer Vater für euch tun, die ihr seine Kinder seid? Wie konntet ihr dann auf den Gedanken kommen, dass er euch den Schmerz und die Trostlosigkeit schickt? 47. Ich bin der gleiche Meister, der in der Zweiten Zeit zu euch vom Weg ins himmlische Reich sprach; Ich bin der gleiche Christus, der die Wahrheit durch die Jahrhunderte hindurch verkündet, die ewigen Lehren, die unwandelbar sind, weil sie Offenbarungen sind, die meinem Geiste entspringen.

    48. Erkennt in Mir den Vater; denn wahrlich, Ich sage euch, Christus ist mit dem Vater eins von Ewigkeit her, noch bevor die Welten waren. In der Zweiten Zeit wurde dieser Christus, der mit Gott eins ist, auf Erden Mensch in dem gesegneten Körper von Jesus und wurde so der Sohn Gottes, doch nur in Bezug auf sein Menschsein; denn Ich sage euch noch einmal, dass nur ein einziger Gott existiert.

    49. Zuweilen denkt ihr, dass Ich zu viel vom Geistee zu euch spreche und eure menschlichen Bedürfnisse und Sorgen vergesse. Darauf sage Ich: „Sucht das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, so wird euch das Übrige noch obendrein gegeben werden“. Dann wird zu euch der Friede, die Gelassenheit, das Verständnis, die Vergebung und die Liebe kommen, und auf materieller Ebene werdet ihr alles im Überfluss haben.

    50. Ich kenne und verstehe alle eure Bedürfnisse und übernehme es, alle eure Sorgen meinem Willen gemäß zu erleichtern, und wenn ihr euch gelegentlich enttäuscht fühltet, weil Ich euch nicht sogleich das gewährte, worum ihr batet, so seid ihr darum nicht weniger geliebt vom Vater; es geschah, weil es euch so zuträglich ist.

    51. Viele meiner kleinen Kinder schreiben ihr Leiden den Ungerechtigkeiten des Schicksals zu und glauben sich von ihrem Vater vergessen. Nun frage Ich euch: Wozu hat euch mein Wort gedient? Glaubt ihr etwa, dass der Herr, der Urheber des Lebens, nicht die Macht hat, euren Übeln abzuhelfen, oder dass Er euch in irgendetwas Materiellem, das euch nichts bei eurer Geistigen Erhebung hilft, nicht willfahren kann?

    52. Ich gewähre euch nur das, was zu eurem Besten ist. Wie viele Bitten bringt ihr vor, die euch nur Nachteile oder Missgeschicke verursachen würden, wenn sie euch gewährt würden.

    53. Der Mensch, der auf Gott vertraut und sein Schicksal vor Ihm segnet, verflucht es niemals, noch fordert er, was ihm nicht gewährt ist.

    54. Wenn er arm oder krank ist und sein Herz leidet, hofft er vertrauensvoll auf den Willen seines Herrn.

    55. Manchmal sagt ihr Mir: Herr, wenn Ich alles hätte, wenn Mir nichts mangeln würde, würde Ich in deinem Geistigen Werk mitarbeiten und Wohltätigkeit üben. Doch wisst, dass ihr als Menschen wankelmütig seid und dass alle Vorsätze von heute, da ihr nichts besitzt, sich ändern würden, wenn Ich euch alles gewähren wurde, was ihr euch wünscht.

    56. Nur die Liebe Gottes zu seinen Kindern ist unwandelbar.

    57. Ich weiß im Voraus, dass ihr zugrunde gehen würdet, wenn Ich euch im Überfluss beschenken würde, denn Ich kenne eure Entscheidungen und Schwächen.

    58. Ich weiß, dass der Mensch sich bei Überfluss an materiellen Gütern von Gott entfernt, weil er noch nicht fähig noch vorbereitet ist, seinen Herrn zu verstehen.

    59. Erkennt, wie sehr Ich euch liebe und euch keineswegs vergesse; Ich will nur nicht, dass ihr zugrunde geht.

    60. Wendet euch ab von den Eitelkeiten der Welt, kommt zu Mir aus Überzeugung, aus Liebe, nicht durch Schmerz.

    61. Fallt nicht vom Glauben ab, wenn ihr notleidend seid; denn wenn es für eure Geistige Entwicklung förderlich wäre, euch von der Armut zu befreien, würde Ich euch alles im Überfluss geben.

    62. Denkt daran, dass der Vater das Schicksal seiner Kinder mit höchster Gerechtigkeit und Vollkommenheit lenkt.

    63. Dies sind Zeiten der Prüfungen, der Schmerzen und der Bitterkeiten, Zeiten, in denen die Menschheit die Folgen von so viel gegenseitigem Hass und Überwollen erleidet.

    64. Seht die Schlachtfelder, wo man nur das Getöse der Waffen und die Angstschreie der Verwundeten hört, die Berge verstümmelter Leichen, die zuvor starke Körper junger Menschen waren. Könnt ihr euch diese vorstellen, als sie zum letzten Mal die Mutter, die Gattin oder den Sohn umarmten? Wer kann den Schmerz dieser Abschiede ermessen, der nicht selbst diesen Kelch getrunken hat?

    65. Tausende und Abertausende angsterfüllter Eltern, Gattinnen und Kinder haben die geliebten Angehörigen zu den Feldern des Krieges, des Hasses, der Rache aufbrechen sehen, genötigt durch die Habsucht und den Hochmut von einigen wenigen Menschen ohne Licht und ohne Liebe zu ihren Nächsten.

    66. Diese Legionen junger und kräftiger Männer haben nicht in ihr Heim zurückkehren können, weil sie zerfetzt auf den Feldern liegen blieben; doch seht, die Erde, die Mutter Erde, barmherziger als die Menschen, welche die Völker regieren und glauben, die Herren über das Leben ihrer Mitmenschen zu sein, hat ihren Schoß geöffnet, um sie zu empfangen und liebevoll zu bedecken.

    67. Seht die Karawanen von Männern jeden Alters, von Frauen und Kindern, wie sie vor der Zerstörung fliehen und ermüdet einen Ort des Schutzes und des Friedens suchen. Ihre Füße sind schon zerschunden und blutend, ihr Herz leistet dem Schmerz nicht länger Widerstand; aber noch bleibt ihnen im Innersten ihres Wesens ein Funken Hoffnung.

    68. Betet, Volk, betet für sie, und meine Zärtlichkeit, mit euren Gedanken vereint, wird auf sie herabkommen, um sie zu beschützen und mit meinem Mantel der Liebe zu bedecken.

    69. Denkt über die Ursache der brudermörderischen Kriege sowie über die Zerstörung nach, die sie verursachen, und ihr werdet erkennen, dass ihr nicht so elend seid, wie ihr glaubt. Dann werden eure Klagen aufhören und ihr werdet Mir nicht mehr sagen: Herr, Ich bin der Unglücklichste auf Erden; ist es darum, weil Du Mich vergessen hast?

    70. Seht, wie der Krieg alles zerstört!

    71. Seht diese betagten Eltern, die auf die Rückkehr der geliebten Angehörigen warten; der Hunger pocht an ihre Pforten, und die Einsamkeit ist ihr Gefährte.

    72. Die genug Kraft zum Gehen hatten, entflohen; die Behinderten mussten bleiben und hinnehmen, was ihnen widerfuhr. Ihre düsteren Gedanken erhellten sich nur, wenn sie Mich in ihrem Gebet anflehten: Herr, verlass Mich nicht!

    73. Nur Ich kenne den Schmerz, den die durch die Schlechtigkeit der Menschen verlassenen Mütter verschweigen.

    74. Ich bin der Einzige, der ihnen in der Stille und Einsamkeit ihres Lebens sagt, dass sie in meinem Reich nicht verlassen sind.

    75. Betet, mein Volk, und bedenkt den Hochmut und den Ehrgeiz, die in den Gehirnen der Menschen keimen, welche anderen Menschen, die keine Schuld haben, den Ruin, die Verzweiflung und den Tod gebracht haben.

    76. Nachdem ihr über meine Worte nachgedacht habt, meint ihr da immer noch, mein Volk, dass ihr das unglücklichste auf Erden seid? Ihr antwortet Mir: Nein, Meister, wir waren in einem Irrtum befangen, weil wir die anderen vergessen hatten und nur an uns dachten, in der Meinung, dass der Kampf ums tägliche Brot der bitterste Kelch sei, den man trinken könne.

    77. Darauf sage Ich euch, dass ihr euch reich fühlen müsst, weil ihr das göttliche Wort hört, das nährt und stärkt, und ihr noch ein wenig Frieden genießt.

    78. Noch könnt ihr mit einigen Tagen der Ruhe rechnen, aber auch dieser Erdenwinkel wird von Schmerz erschüttert werden; so wird kein Platz auf dieser Welt übrigbleiben, der nicht gereinigt worden wäre.

    79. Alles, was euch mein Apostel Johannes sagte, geht nunmehr Wort für Wort und Ereignis nach Ereignis in Erfüllung.

    80. all diese Zeichen, Prüfungen und Unruhen, unter denen die Menschheit leidet, sind der greifbarste Beweis dafür, dass nun ein Zeitalter zu Ende geht, um einer neuen Zeit den Weg frei zu geben. Es ist nicht das erste Mal, dass solche Ereignisse bei euch eintreten; doch wenn ihr Mich verstehen würdet und vorbereitet wäret, würdet ihr diesen Übergangsschritt mit Gelassenheit tun, ohne bestürzt zu sein.

    81. Ihr erreicht nun bald die Mitte eines Jahrhunderts und habt vieles erlebt. Welche Überraschungen, Ereignisse und Prüfungen erwarten euch in dem halben Jahrhundert, das vor euch liegt?

    82. Ich sage euch nur, was Ich meinen Aposteln der Zweiten Zeit viele Male sagte: „Wacht und betet, auf dass ihr nicht in Versuchung fallt!“

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 8

    1. Das Licht meines Heiligen Geistes kommt auf euch herab; doch warum stellt Ich Mich in der Gestalt einer Taube dar? Jene Bilder und Symbole dürfen von meinen neuen Jüngern nicht mehr verehrt werden.

    2. Versteht meine Lehre, Volk: In jener Zweiten Zeit manifestierte sich mein Heiliger Geiste bei der Taufe Jesu in Gestalt einer Taube, weil dieser Vogel in seinem Flug Ähnlichkeit hat mit dem Wehen des Geistes, sein Weiß spricht von Reinheit, und in seinem sanften und milden Blick liegt ein Abglanz von Unschuld. Wie konnte man jenen ungebildeten Menschen das Göttliche begreiflich machen, wenn man nicht die Gestalten der Wesen zu Hilfe nahm, die ihnen in der Welt bekannt waren?

    3. Christus, der in diesem Augenblick zu euch spricht, wurde durch ein Lamm dargestellt, und selbst Johannes sah Mich in seinem prophetischen Gesicht so. Dies alles ist darauf zurückzuführen, dass, wenn ihr Mich in jedem meiner Werke sucht, ihr in der ganzen Schöpfung immer ein Bild des Urhebers des Lebens findet werdet.

    4. In meiner Offenbarung durch Jesus kündigte Ich euch das Kommen des Heiligen Geistes an, und die Menschen glaubten, dass es sich um eine Gottheit handle, die, von ihnen unerkannt, sich in Gott befinde, ohne begreifen zu können, dass, wenn Ich vom Heiligen Geiste sprach, Ich zu euch von dem alleinigen Gott sprach, welcher die Zeit vorbereitete, in der Er sich den Menschen über das menschliche Verstandesorgan Geistig mitteilen sollte.

    5. Mit diesen Unterweisungen vertraue Ich euch das Schwert des Lichtes und der Wahrheit an, damit ihr mit ihm in der Schlacht kämpft, die Ich euch so oft angekündigt habe; doch Ich sage euch noch einmal, dass diese Waffen, die Ich euch anvertraue, aus Liebe und Gerechtigkeit, Vergebung und Barmherzigkeit gegenüber euren Geschwistern bestehen.

    6. Nur noch ein paar Jahre verbleiben, um euch meine Lehre in dieser Form zu geben. Bewahrt meine Unterweisungen auf, denn Ende 1950 werden diese Kundgebungen enden, und es ist notwendig, dass ihr in der Demut und im Gehorsam stark werdet, damit ihr alle Prüfungen übersteht.

    7. Glaubt nicht, dass ihr nur auf Geistigem Gebiet kämpfen werdet; nein, mein Volk. Der kommende Kampf wird sich auf allen Gebieten abspielen, damit, was aus seiner Bahn geraten ist, in diese zurückkehre, was stehengeblieben ist, von neuem zur Entwicklung ansetze, und was sich befleckt hat, seine Reinigung erlange.

    8. Dann werdet ihr erleben, wie die menschlichen Institutionen selbst in ihren Grundfesten erschüttert werden, wie die Elemente der Natur in heftige Bewegung geraten, wobei sie Verheerungen anrichten und den Glauben der Menschheit auf die Probe stellen.

    9. All dies wird nach 1950 geschehen, und wenn ihr diesem Gesetz treu bleibt, werdet ihr alle wechselvollen Geschicke heil überstehen; doch wenn ihr in Ungehorsam fallt, indem ihr euch von dem abwendet, was Ich euch angeordnet habe, so sage Ich euch schon heute: ihr werdet den Prüfungen und entfesselten Elementen preisgegeben sein, und diese werden euren Befehlen nicht mehr gehorchen.

    10. Diesen Schmerz will Ich nicht für mein Volk, das Ich während einer so langen Zeit gelehrt habe, Ich will seinen Frieden, damit es in den Stunden der Prüfung den Gepeinigten ein Wort des Lichts und des Trostes zu bringen vermag.

    11. Wer sehnt sich in dieser Zeit nicht danach, durch den Heiligen Geiste erleuchtet zu werden.

    12. Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr euch vorzubereiten versteht, werden die Kundgebungen groß sein die ihr nach 1950 schauen werdet.

    13. Als Ich Mich in der Zweiten Zeit meinen Jüngern zum letzten Mal sichtbar machte zwischen Wolken, war Traurigkeit in ihnen, als Ich ihrem Blick entschwand, weil sie sich in diesem Augenblick alleingelassen fühlten; aber danach hörten sie die Stimme des Engelsboten des Herrn, der zu ihnen sprach: „Ihr Männer aus Galiläa, wonach haltet ihr Ausschau? Dieser Jesus, den ihr heute in die Himmel habt auffahren sehen, werdet ihr in der gleichen Weise herabkommen sehen.“

    14. Da verstanden sie, dass der Meister, wenn Er zu den Menschen zurückkehren würde, dies Geistig tun würde.

    15. Einige Tage nach meiner Kreuzigung, als meine Jünger um Maria versammelt waren, ließ Ich sie meine Gegenwart fühlen, die in der Geistigen Schau einer Taube versinnbildlicht war. In jener gesegneten Stunde wagte sich niemand zu bewegen noch irgendein Wort zu sprechen. Es herrschte eine wahre Verzückung bei der Betrachtung jenes Geistigen Bildes, und die Herzen schlugen voller Kraft und Zuversicht, weil sie wussten, dass der Meister, der augenscheinlich von ihnen gegangen war, immerdar im Geiste bei ihnen gegenwärtig sein werde.

    16. Jünger, denkt eingehen über diese Belehrungen nach und lasst meine Gnade in euch wirksam werden wie in jenen Zeiten.

    17. Heute komme Ich zu euch in strahlendem Licht herab, so, wie Ich meinen Jüngern in der Zweiten Zeit erschien, als Ich vor meiner Himmelfahrt im Geiste bei ihnen war, um sie zu stärken und sie von ihrer Bestürzung infolge der Ereignisse, denen sie beigewohnt hatten, zu befreien. In gleicher Herrlichkeit erscheine Ich bei euch, um euch zu sagen: Ewig wiederholt sich mein Opfer, immer wieder stehe Ich von den Toten auf und gieße mein Licht auf euch aus, damit ihr das Tagewerk beginnt und all das ausführt, was Ich euch gelehrt habe.

    18. Arbeitet an euch, damit ihr von meinem Reich die Geistigen Güter herabkommen seht, die Ich euch gewähren will.

    19. Das Gastmahl ist zubereitet, das Lamm ist geopfert worden und reiche Speisen stehen bereit. Schart euch um Mich, Jünger, und nährt euch. Ich öffne das Buch der Weisheit, damit ihr die Lektion lest, die diesem Tag entspricht. Kommt zu Mir und nehmt die Speise, die Ich euch anbiete, denn kurz ist die Zeit der Gnade, die Ich euch gewähre.

    20. Warum versetzt euch mein Wort in Erstaunen, das Ich euch mittels eines menschlichen Sprachrohrs übergebe, da Ich Mich zu allen Zeiten der Menschen bedient habe, um zu euch zu sprechen und euch zu führen? Als Ich in der Zweiten Zeit zu euch kam, wurde Ich Mensch, damit ihr beim Anblick meiner Werke meinen Schritten folgen würdet. Ihr habt Mich geboren werden, heranwachsen, kämpfen und leiden sehen. Es war notwendig, dass die Menschheit meine Liebe und meine Macht kennenlernte, damit mein Vorbild in allen meinen Kindern unauslöschlich wäre. Darum weint ihr, wenn ihr euch an diese Begebenheiten erinnert, und fühlt Gewissensbisse, weil Ich weder voll erkannt noch geliebt worden bin von der Menschheit. Auch jetzt noch, in der Dritten Zeit, gebe Ich euch eine weitere Unterweisung, die euch mein früheres Wirken erklären und euch für die neue Zeit vorbereiten soll, in der ihr leben werdet.

    21. Ich will, dass ihr morgen, wenn ihr Mich in dieser Form nicht mehr hört, meinem Vorbild nachlebt und als Meister der Menschheit zurückbleibt. Wer werden jene sein, die sich aufmachen, um die Menschen zu retten, wenn diese sich inmitten des Chaos befinden? Wer wird Mich in der Dritten Zeit vertreten und Zeugnis von Mir ablegen? Wer werden die sein, die das Vordringen der Elemente der Zerstörung aufhalten, wenn sie in der Welt losbrechen? Wer wird meinen Aposteln nacheifern und meine Lehre verbreiten? – Ihr seid es, die Ich mit meinem Wort, mit Gaben der Heilung und Stärke vorbereite, damit ihr Ärzte, Sendboten und Tröster seid, denn die Menschheit wird vor und nach meinem Weggange sehr weinen. Die kommenden Zeiten werden die bittersten Hefen des Kelches anbieten, und in jenen Tagen wird mein Geiste in jedem Verstand schwingen und alle Geschöpfe erleuchten, um die herrschende Verwirrung zu beseitigen. In jener Zeit wird das Leid alle Geister vereinen, und diese werden das Licht und den Weg suchen, der zu Mir führt.

    22. Werdet ihr meinen Willen befolgen, um die zu führen, die auf der Suche nach Mir herbeikommen? Ihr sagt Mir, dass dies euer Vorsatz ist, und bittet Mich um Beistand, um alle Hindernisse zu überwinden, die sich euch in den Weg stellen. Ja, meine Kinder, Ich habe euch gesagt, dass Ich bereit bin, euch beizustehen, denn ohne diese Kraft könntet ihr nichts tun. Ihr seid schwach, arm und unwissend, doch Ich mache euch zu Erben eines Reiches von wahrer Größe, und nichts werde Ich in meiner verborgenen Schatzkammer zurückbehalten. Alles, was euch als meinen Kindern gehört, werde Ich euch geben, und Ich beauftrage euch, diesen Reichtum unter euren Geschwistern zu verteilen.

    23. Ich spreche zu euch von Zusammenschluss, von Harmonie und Verständnis, weil Ich will, dass das Haus Israel Arche der Rettung, Quelle des Friedens und des Trostes sei für alle erschöpften Wanderer. Ich habe euch die Starken genannt, und dies werdet ihr sein durch die Vollmacht der Tugenden, die Ich in euch gelegt habe. Denkt daran, dass Ich in allen euren Kämpfen vor euch hergehe und euch meine Spur hinterlasse. Begreift, dass in eurem Geiste weder Friede noch Freude sein kann, solange ihr nicht einig seid. Ich will euch frei von allem Leiden sehen, denn schon seid ihr dem Ende eurer Wiedergutmachung nahe, steht ihr vor den Toren des Verheißenen Landes, in das ihr siegreich und heil gelangen werdet, weil dies mein Wille ist.

    24. Ich will nicht, dass ihr durch mein Wort fanatisch werdet oder dass ihr eine neue Idolatrie schafft. Ich verlange nicht das Opfer eures Lebens, noch dass ihr die Blumen und die Früchte eurer Gärten darbringt, denn sie sind mein Werk, und ihr habt kein Verdienst, wenn ihr sie Mir gebt. Es ist nicht mein Wille, dass ihr mit euren eigenen Händen Bilder herstellt und sie hernach anbetet, noch dass ihr voller Eitelkeit und Hochmut einen zweiten Turm von Babel baut. Was Ich als Gabe von euch sehnlichst wünsche, ist ein Heiligtum, das bis zu Mir empor reicht, gebildet aus euren Werken der Liebe, aus Gebeten und Worten, die euren Herzen entspringen, und die ihr in meinem Namen den nach Wahrheit hungernden Geisteern zuteil werden lasst. Dies ist der Gottesdienst, den Ich von euch verlange.

    25. Ihr seid dem Gesetz der Entwicklung unterworfen, dies ist der Grund für eure Reinkarnationen. Nur mein Geiste braucht sich nicht zu entwickeln: Ich bin unwandelbar.

    26. Von Anbeginn habe Ich euch die Stufenleiter gezeigt, auf welcher die Geister emporsteigen müssen, um zu Mir zu gelangen. Heute wisst ihr nicht, auf welcher Seinsebene ihr euch befindet; doch wenn ihr eure Hülle ablegt, werdet ihr euren Entwicklungsgrad erkennen. Bleibt nicht stehen, denn ihr würdet für die nach euch Kommenden ein Hindernis sein.

    27. Sein einig im Geiste, auch wenn ihr verschiedene Ebenen bewohnt, und eines Tages werdet ihr auf der siebten Stufe, der höchsten, vereinigt sein und meine Liebe genießen.

    28. Ihr Männer, die ihr nach meinem Bild und Gleichnis gestaltet seid, hört auf Mich. Macht euch nicht schon morgen auf, um von dieser Lehre zu sprechen, wenn ihr keinen guten Samen bei euch habt, wenn ihr nicht wisst, was demütige Unterordnung ist und das Gegenteil dessen tut, was mein Gesetz gebietet. Ich berate euch heute, damit ihr morgen nicht auf dem Wege strauchelt.

    29. Ihr sollt für die Frau sorgen, die Ich euch zur Gattin gebe, sollt sie in Ehren halten, und in ihr wird euer Same Frucht bringen. Ich will nicht, dass ihr von Wahrheit und Rechtschaffenheit redet und dabei die Rosen entblättert und sie danach verlasst, denn ihr werdet damit mein Gesetz entweihen. Habt Achtung sowohl vor dem, was euer ist, als auch vor dem, was den anderen gehört. Seid gerecht und fördert den Frieden auf Erden. Den Zeitpunkt wird kommen, in dem ihr vorbereitet seid, um von unbedingtem Gehorsam, von Liebe und Vergebung zu sprechen.

    30. Selig, wer sich auf Erden demütigt, denn Ich werde ihm vergeben. Selig, wer verleumdet wird, denn Ich werde seine Unschuld bezeugen. Selig, wer Zeugnis von Mir ablegt, denn Ich werde ihn segnen. Und wer aufgrund der Ausübung meiner Lehre verkannt wird, den werde Ich anerkennen.

    31. Wer von euch hat meine Gegenwart nicht empfunden und hat sich durch mein Wort nicht genährt? „Bittet, so wird euch gegeben“. Wenn ihr Mich früher in den Sternen und in materiellen Dingen gesucht habt, so sucht Mich heute mit eurem Geiste im Unendlichen. Nähert euch Mich durch die Liebe, durch den Gehorsam, und ihr werdet Frieden haben.

    32. Liebt Mich und vergöttert nicht diese Stimmträger, durch die Ich Mich kundgebe. Liebt mein Wort und meine Werke, sie sind jenseits des Menschlichen. Diese Sprachrohre sind nur meine Werkzeuge und sind euch nicht überlegen, sondern sind euch gleich.

    33. Stillt euren Durst in meinem unerschöpflichen Quell, damit ihr nicht länger durstig seid. Ich will nicht, dass meine Kinder weiterhin Hunger oder Durst leiden. Darum nähere Ich Mich euch und bringe euch das Brot des ewigen Lebens, damit ihr nicht einen Augenblick lang Mangel an Geistigen Gütern fühlt. Ich hingegen habe Durst nach eurer Liebe, nach eurem Frieden, und ihr habt Mir das Wasser eures Verständnisses verweigert. Bis zum heutigen Tage habt ihr den brennenden Durst nach Anerkennung meines Gesetz, welche ihr Mir als Kinder schuldet, nicht gestillt. Ich werde jedoch weiter auf euch warten, denn meine Geduld ist unerschöpflich. Kommt zu Mir und Ich verspreche euch, dass euch mein Schutz nicht fehlen wird; denn wenn ihr Mich heute zu lieben versteht, werdet ihr eines Tages zu Mir gelangen und Mich endlich wirklich verstehen.

    34. Lebt und nehmt von allem, was Ich für euer Wohlbefinden auf Erden geschaffen habe, auf dass der Friede nicht von euch gehe. Lasst nicht nach im Kampfe, damit ihr eure Geistige Erlösung erreicht.

    35. Wenn der Geiste vorbereitet ist, gibt er für ihn keine Nacht, keine Müdigkeit noch Schlaf; im Tätigsein gewinnt er seine Stärke, und jede Prüfung ist für ihn eine kostbare Gelegenheit, seine Kraft und Ausdauer zu beweisen. Andere Geister, obschon sie schwach sind, verstehen es, Mich in der Stunde der Prüfung zu suchen; ihr Glaube und ihr Vertrauen lassen sie vorwärtskommen. Ich will euch demütig und gehorsam haben, damit ihr euch durch euer Gewissen leiten lasst, welches der göttliche Funke ist, der eurem Geiste führt.

    36. Um was wollt ihr Mich bitten und um wen weint ihr? Ihr sagt Mir, dass nur Ich allein euch das geben kann, was ihr benötigt. Seid gesegnet, die ihr Mich also sucht und Mich in Demut für eure geliebten Angehörigen bittet und für jene, die ihr zärtlich liebt, und um deren Geistigen Fortschritt ihr besorgt seid, ohne dass sie mit euch blutsverwandt sind. Ihr bittet Mich für die, welche im Gefängnis leben und eine Strafe verbüßen, und für die, welche als Unschuldige ebenfalls eingesperrt sind. Ihr betet für die Kranken, die fern von ihrem Heim leiden. Dies Verlangen entsteht in euch, weil ihr zu lieben beginnt und in dieser Empfindung immer mehr die höchste Wonne findet. Lasst euch von der Liebe inspirieren, um eure Werke zu verwirklichen, dann werden sie Geistige Essenz haben.

    37. Wenn ihr betet, so sucht Mich im Unendlichen, jenseits alles Irdischen. Setzt euch mit Mir in Verbindung, und wenn ihr in eure Welt zurückkehrt, wird jeder Zweifel zerstreut sein, wird es keine Hindernisse auf dem Wege geben, und ihr werdet euch voll meiner Weisheit fühlen.

    38. Ich habe euch diese Zeit gegeben, damit ihr sie zum Studium meiner Unterweisung nutzt, damit ihr euch in mein Wort vertiefen könnt, abgewandt von den Vergnügungen der Welt. Heute habt ihr Mich sehr nahe bei euch. Mein Licht hat sich auf euren Geiste ergossen; meine Essenz nährt euch, und mein Vorbild habt ihr ewig gegenwärtig. Glaubt nicht, dass Ich euch nur in der Zweiten Zeit Beweise der Liebe gab; meine Gegenwart ist ewig bei euch. Ich verlange von euch nur, dass ihr euch zubereitet, um Mich in allen meinen Werken zu fühlen. In den Prüfungen, welche heute die Menschheit beugen, könnt ihr die Geradlinigkeit meiner Gerechtigkeit erkennen.

    39. Ihr alle werdet das Ziel erreichen durch die Erfüllung eurer Aufgabe; deshalb bin Ich gekommen, euch meine unerschöpflichen Lehren zu geben, damit ihr auf der Stufenleiter eurer Entwicklung aufsteigt. Nicht mein Blut ist es, das euch errettet, sondern mein Licht in eurem Geiste wird euch erlösen.

    40. In der Zweiten Zeit, nach meinem Weggang, gab Ich euch meine Lehre durch meine Apostel; jetzt gebe Ich sie euch durch Vermittlung meiner Stimmträger, und in ihr biete Ich euch die göttliche Weisheit an, die euren Geiste ernährt und tröstet.

    41. Ich bitte euch, euer Herz in eine Geistige Blume zu verwandeln, um sie Maria darzubringen, die ihr als Mutter sucht und die ihr liebt, weil ihrem Schoß die gesegnete Frucht entspross, welche euch das Brot des ewigen Lebens brachte: Jesus.

    42. Maria ist die Blume meines himmlischen Gartens, deren Wesenheit immer in meinem Geiste gewesen ist.

    43. Seht ihr diese Blumen hier, die ihre Schönheit in Demut verbergen? Ebenso war und ist Maria: ein unerschöpflicher Born der Schönheit für den, der sie in Reinheit und Ehrfurcht zu schauen vermag, und ein Schatz an Güte und Zärtlichkeit für alle Wesen.

    44. Ich gab sie Jesus als Mutter; sie war die in eine Frau inkarnierte göttliche Zärtlichkeit. Sie ist es, die ihr als Fürsprecherin sucht, die ihr als Trost in euren Leiden anruft, und diese göttliche Liebe breitet sich wie ein Mantel über die Menschheit aus.

    45. Sie ist jene, die der Engel des Herrn „Gesegnete unter allen Frauen“ nannte. Sie ist dieselbe, die Christus am Kreuze als Geistige Mutter allen Menschen zurückließ.

    46. Maria ging durch die Welt und verbarg ihre göttliche Wesenheit; sie wusste, wer sie war und wer ihr Sohn war, und statt sich mit jener Gnade zu brüsten, erklärte sie sich nur für eine Dienerin des Höchsten, für ein Werkzeug der Ratschlüsse des Herrn.

    47. Maria ging still durch die Welt, doch sie erfüllte die Herzen mit Frieden, legte für die Bedürftigen Fürbitte ein, betete für alle und vergoss zuletzt ihre Tränen der Vergebung und des Mitleids über die Unwissenheit und Schlechtigkeit der Menschen. Warum solltet ihr euch nicht an Maria wenden, wenn ihr zum Herrn kommen wollt, da ihr durch Sie Jesus empfangen habt? Waren nicht Mutter und Sohn in der erhabenen Todesstunde des Erlösers vereint? Vermischte sich nicht in jenem Augenblick das Blut des Sohns mit den Tränen der Mutter?

    48. So ist es nicht verwunderlich, dass ihr Sie in dieser Zeit sucht, damit Sie euch führt und dem Meister näherbringt.

    49. Selig, die diese Blume der Demut und Reinheit im himmlischen Garten zu entdecken verstehen; aber Ich sage euch noch einmal, dass nur der reine Blick Sie wird finden können.

    50. Heute stellt ihr Mir eure Leiden vor Augen, damit Ich sie lindere, und in Wahrheit sage Ich auch, dass dies meine Aufgabe ist, dass Ich hierfür gekommen bin, weil Ich der Göttliche Arzt bin. Doch bevor mein Heilbalsam in euren Wunden wirksam wird, bevor meine Liebkosung zu euch gelangt, konzentriert euch auf euch selbst und prüft euren Schmerz, erforscht ihn, denkt die ganze Zeit, die dazu nötig ist, gründlich darüber nach, damit ihr aus dieser Betrachtung die Lehre entnehmt, welche diese Prüfung enthält, ebenso wie die Erkenntnis, die sich darin verbirgt und die ihr kennen müsst. Diese Erkenntnis wird Erfahrung, wird Glaube, wird ein Blick ins Angesicht der Wahrheit sein, wird die Erklärung für viele von euch unverstandene Prüfungen und Lektionen sein.

    51. Erforscht den Schmerz, als ob er etwas Greifbares wäre, und ihr werdet in ihm den schönen Samen der Erfahrung entdecken, die große Lehre eures Daseins, denn der Schmerz ist zum Lehrmeister in eurem Leben geworden.

    52. Wer den Schmerz als einen Lehrmeister betrachtet und mit Sanftmut seine Mahnrufe befolgt, die er zur Erneuerung, zur Reue und zur Besserung macht, der wird später das Glücksgefühl, den Frieden und die Gesundheit kennenlernen.

    53. Prüft euch sorgfältig, und ihr werdet erleben, wie viel Nutzen ihr daraus zieht. Ihr werdet eure Mängel und Unvollkommenheiten erkennen, sie berichtigen und deshalb aufhören, Richter der anderen zu sein.

    54. Ihr bittet Mich, dass Ich euch heile; doch wahrlich, Ich sage euch, dass niemand besser als ihr selbst euer Arzt sein kann.

    55. Was nützt es, dass Ich euch heile und euren Schmerz beseitige, wenn ihr nicht eure Irrtümer, Sünden, Laster und Unvollkommenheiten ablegt? Nicht der Schmerz ist der Ursprung eurer Übel, sondern eure Sünden. Seht, das ist der Ursprung des Schmerzes! Bekämpft also die Sünde, entfernt sie von euch, und ihr werdet gesund sein. Doch dies zu tun ist eure Aufgabe; Ich lehre euch nur und helfe euch dabei.

    56. Wenn ihr durch euer Gewissen die Ursache eurer Kümmernisse entdeckt und alles daran setzt, sie zu bekämpfen, würdet ihr die göttliche Kraft in der Fülle empfinden, die euch hilft, im Kampf zu siegen und eure Geistige Freiheit zu gewinnen.

    57. Wie groß wird eure Befriedigung sein, wenn ihr fühlt, dass ihr durch eure eigenen Verdienste erreicht habt, euch vom Schmerze zu befreien, und ihr Frieden gewonnen habt. Dann werdet ihr sagen: Mein Vater, Dein Wort war meine Heilung. Deine Lehre war meine Rettung.

    58. Hört jetzt damit auf, in einer Welt von Vermutungen zu leben. Ihr dürft weder als Menschen und noch weniger als Geister in Unkenntnis der Wahrheit sein. Wie wollt ihr im materiellen Kampf siegreich sein, ohne das Geistige Leben zu kennen? Wie wollt ihr groß, gesund, weise und stark sein, wenn ihr eure Augen dem ewigen Licht hartnäckig verschließt?

    59. Lebt nicht mehr im Dämmerlicht! Wacht auf und kommt ins volle Tageslicht! Seid keine kleinen Kinder mehr und wachst Geistig!

    60. Noch könnt ihr sagen, dass ihr im Frieden lebt, wenn ihr euch mit anderen Nationen vergleicht; doch wenn ihr euch verzagt fühlt, so schöpft aus meinem Werk die Kraft; wenn euch die Lehren des Materialismus beherrschen wollen, so nehmt aus meinem Wort das Licht. Wahrlich, Ich sage euch, falls ihr euch nicht vorbereiten solltet, wie Ich es euch lehre, werden viele von euch in Verwirrung geraten, viele Mir den Rücken kehren und viele Gläubige von heute werden morgen meine Feinde sein und aufstehen, um diese Wahrheit zu verneinen. Schon im Voraus vergebe Ich euch, aber Ich mache euch auch im Voraus darauf aufmerksam und halte euch wach.

    61. Noch einmal sage Ich euch, dass ihr euch sorgfältig prüfen sollt; auf diese Weise werdet ihr anfangen, ein wenig geschwisterlicher mit den anderen zu fühlen, mitleidiger und verständnisvoller mit euren Nächsten zu sein. Heute stoßen euch noch viele Handlungen der anderen ab, weil ihr eure eigenen Fehler vergesst. Doch wenn ihr eure Flecken und Fehler kennt, werdet ihr die Liebe verstehen, mit der Ich euch vergebe und euch erwarte. Dann könnt ihr nur noch sagen: Wenn Mein Vater Mir vergeben hat, nachdem Ich Ihn so sehr verletzt habe, ist es meine Pflicht, meinen Geschwistern zu vergeben.

    62. Der Mensch versteht es nicht, in sein Inneres zu blicken, seine Handlungen und Gedanken zu prüfen.

    63. Geistige Zurüstung ist es, was euch Not tut; aber wenn ihr nach meinem Wort handelt, werdet ihr im Leben eurer Geschwister Erregung verursachen, weil sich in euch der Geiste mit all seinen Gaben und Kräften kundtun wird.

    64. Wahrlich, Ich sage euch, die Geschichte des Spiritualismus wird in der Menschheitsgeschichte mit leuchtenden Buchstaben geschrieben werden.

    65. Machte sich Israel nicht unsterblich durch die Befreiung vom ägyptischen Joch? Machten sich die Christen auf ihrem Siegeszug nicht durch die Liebe unsterblich? Ebenso werden sich die Spiritualisten unsterblich machen in ihrem Kampf für die Freiheit des Geistes.

    Mein Friede sei mit euch!