Kategorie: Fragen zur Seele

  • Wie wirkt der Geist auf das Gedächtnis unserer Seele?

    Wie wirkt der Geist auf das Gedächtnis unserer Seele?

    Der Geist kann, je nach seiner Entwicklung und seiner Wiedergutmachung, eine positive oder negative Auswirkung auf seine Seele haben. Wer sich von den seelischen Instinkten mitreißen lässt, ohne sich dagegen zur Wehr zu setzen, wird krank. Im kranken Zustand überträgt er (dann) seine Krankheit auf dies Seele und den Körper. Zum anderen überträgt ein den göttlichen Geboten gehorsamer Geist auf natürliche Weise der Seele die Wohltaten, die er bekommt und sein Gedächtnis erweitert sich.

    Ich habe Menschen kennengelernt, die, weil sie nicht ihre Irrtümer berichtigten, ihre Gedächtniskraft und Fähigkeit des logischen und tiefgehenden Denkens verloren haben, bis dahin, dass es sich negativ auf ihre Berufsausübung auswirkte. Anderseits pflegte uns ein alter Freund, von welchem ich die geistigen Grundlagen erlernte, zu sagen, dass wer die Vergeistigung ausübt, eine Zunahme sowohl seines Gedächtnis als auch seiner Intelligenz um 400% erfährt. Diese Zahl ist natürlich nur symbolhaft zu verstehen, dennoch bin ich mit dem einverstanden, was er uns sagte.

    Im Übrigen kann man auf all‘ das auch die Aussage des Meisters anwenden, der sagte: „Suche das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und das Übrige wird Dir als Zugabe hinzugegeben werden.“ (Matth 6,33)

  • Wer sind die Dämonen und wo haben sie ihren Ursprung?

    Wer sind die Dämonen und wo haben sie ihren Ursprung?

    Welches Dasein und welche Macht haben sie? Was wollen sie? Wann und wie kommen wir unter den Einfluss dämonischer Kräfte?

    In den polytheistischen Kulturen fasste man die Dämonen der Antike als Götter oder Genies auf, denen man einen Kult widmete. Doch da der Vater sich als einziger Gott offenbart hatte, wurden die Dämonen in der hebräischen und christlichen Kultur als betrügerische Wesen aufgefasst, die eine höhere Macht hatten als die menschliche.

    Der Ursprung der Dämonen ist derselbe wie jener aller Geister;  da wir alle aus Gott stammen. Doch  nicht alle Geister würden von jenen (Menschen), die die verschiedenen Unvollkommenheits-Grade der desinkarnierten verwirrten Geister einstufen, als Dämonen bezeichnet werden.

    Obwohl man sagen kann, dass die Dämonen Wesen von hohem Grad an Verwirrung und Bosheit sind, bittet uns Unser Vater, dass wir diese Art von Bezeichnung auf keinen der geistigen Wesen anwenden, seien sie inkarniert oder desinkarniert, denn wir können in den Fehler verfallen, sie auf unkorrekte Art und Weise zu behandeln.

    U. 295.7: Zu diesen drei Irrtümern, die den Verstand der Menschen beherrschen, sage Ich euch: Wenn ihr glaubt, dass Gott der Heilige Geist ist, gibt es keinen Grund dafür, Ihn in materiellen Gestalten zu suchen, da Er Geist ist. Und jenes imaginäre Wesen, das ihr Luzifer oder Satan nennt, existiert nur im Verstand derer, die meine Worte, Offenbarungen und Botschaften vergangener Zeiten nicht geistig auszulegen vermochten.

    Wahrlich, Ich sage euch, im Geistigen Tal gibt es große Geister der Finsternis, die Zwietracht, Hass und Verderbnis säen. Es gibt zahllose Geister, deren Einfluss die Menschen erreicht, wenn sie ihnen schlechte Gedanken eingeben und sie zu schlechten Werken anstiften. Aber diese Wesen sind keine Dämonen; es sind unvollkommene, verstörte, verwirrte Wesen, die durch Schmerz, Missgunst oder Rachsucht verdunkelt sind. Wundert euch nicht, wenn Ich euch sage, dass ihre Natur dieselbe ist, die auch euer Geist hat, und dieselbe, wie sie jene Wesen haben, die von euch Engel genannt werden.

    Viele dieser Wesen (von vielen Dämonen genannt) streben danach eine große Macht über andere zu haben, viele möchten als höhere Wesen anerkannt werden und in diesem Streben machen sie nicht Halt vor dem Ruf ihres Gewissens und rebellieren gegen die göttliche Ordnung. Ihre Existenz ist damit erfüllt, ihr Ziel zu begehren, das ihnen sehr nahe erscheinen mag, doch ihre Errungenschaften befriedigen sie nicht und so nehmen sie sich andere Ziele vor, in der Meinung diese seien besser und kämpfen weiter, um diese zu erhalten. Dieses Streben ist wie eine Fata Morgana und in derren Irreführung beachten sie das Leid nicht, das sie anderen zufügen könnten; obwohl, auch für sie wird die Stunde des Gerichts kommen, wie für alle, in welchem sie ihre Verfehlungen erkennen und beklagen werden.

    So , wie viele Inkarnierte es tun, benutzen diese Wesen unsere Schwächen, um uns zu beeinflussen und uns zum Ziel zu führen, das sie für uns bereitet haben. Wir fallen unter ihre Macht, wenn wir Unseren Vater vergessen, der unser wirklicher Schutz ist. Unseren Vater vergessen bedeutet, Sein Wort und Sein Gesetz zu vergessen, für das Gerechte und Wahre zu wachen und beten zu vergessen, etc.

  • Fortschritt der Wissenschaft und Entwicklung des Geistes: Wie hängen diese zusammen?

    Fortschritt der Wissenschaft und Entwicklung des Geistes: Wie hängen diese zusammen?

    Autor: Alfredo Melendez

    U. 106,6. Die menschliche Wissenschaft ist der materialisierte Ausdruck der geistigen Befähigung, welche der Mensch in dieser Zeit erreicht hat. Das Werk des Menschen in dieser Zeit ist nicht nur ein Produkt des Verstandes, sondern auch seiner geistigen Entwicklung.

    Dieser Vers besagt, dass die menschliche Wissenschaft der materialisierte Ausdruck der geistigen Befähigung der Menschen ist. Bezieht sich dieser Vers auch auf die Entwicklung der Seele oder bezieht es sich auf den Einfluss des Geistes, wenn die Wissenschaft aus Nächstenliebe betrieben wurde?

    Gemäß der Erläuterung 50 der Geistigen Lichtwelt ist „die Entwicklung des Geistes an die Entwicklung der materiellen Dinge gebunden“, d.h. an die Entwicklung der Seele. Insofern, findet die Entwicklung der Seele tatsächlich im Gleichschritt mit der Entwicklung des Geistes statt.

  • Geschieht die Entwicklung der Seele parallel zur Entwicklung des Geistes?

    Geschieht die Entwicklung der Seele parallel zur Entwicklung des Geistes?

    Autor: Alfredo Melendez

    Ja, gemäss der E. 50 der Geistigen Lichtwelt ist die Entwicklung des Geistes an die Entwicklung der Seele, die ihm zugeteilt wurde, gebunden.

    „Auf diese Weise, vermöge der Einswerdung dieser Pole, Geist und Seele, ist die Wiedergutmachung des Geistes mit der Entwicklung der materiellen Dinge vereint, damit der Geist alles Materielle regiere, das der Vater für ihn geschaffen hat. Der Vater legte dem Sohn eine Erde zu Füßen, damit er darauf herrsche 2 und seinen Willen ausübe. Doch um den Geist an die Materie zu binden, hat er den Geist mit der Seele vereint und diese wiederum mit dem Körper. (GLW E. 50,12-14)

    Wenn es heisst, dass die Entwicklung des Geistes an die Entwicklung der materiellen Dinge gebunden ist, dass der Geist die Erde regieren soll und der Geist sich mittels der Seele ausdrückt als auch mit der Materie interagiert, so müssen wir daraus folgern, dass die Seele sich mit dem Geist entwickeln muss, damit es ein vollkommenes Werkzeug werde und der Geist völlige Herrschaft über die Mateire haben kann. Denn, wie könnte ein erhobener Geist diese Herrschaft ausüben ohne ein geeignetes Werkzeug dafür zu haben?

    Es gab manche die in Betracht zogen, dass man, je nach Entwiklungsgrad des Geistes, ihm eine andere, ähnlich entwickelte Seele gewähren könne, doch wenn es so wäre: Weshalb heisst es dann, dass der Geist an die Entwicklung der materiellen Dinge gebunden ist? Gibt es etwa eine bessere Form, damit die menschliche Seele sich entwickle, als sie mit dem Geist zusammen sich entwickeln zu lassen, dem sie zugewiesen wurde? Gibt es für den Geist eine bessere Wiedergutmachung als jene, zu lernen, die Seele, die ihm zugeteilt wurde, zu führen und sie zur Entwicklung zu bringen?

    Es gibt ausserdem einige Arten und Weisen, festzustellen, dass der Geist, wenn er desinkarniert, mit der Seele vereint bleibt, und dass es dieselbe Seele ist, die mit dem Geist wieder inkarniert. Darüber werden wir vielleicht später sprechen.

    Ich glaube, dass wir uns nicht vorstellen könnten, in welchem Grad der Geist mittels der Seele Herrschaft über die Materie haben könnte; Doch der Meister erlaubt in der Unterweisung 264, dass wir uns eine Idee davon machen:

    „Ihr fragt, wie sie damals meine menschliche Gestalt sahen, und einer meiner Jünger Mich sogar berühren konnte, obwohl Ich nicht mehr zur Menschenwelt gehörte? — Ihr müsst noch vieles von Mir lernen, um die Wahrheit all dessen, was Ich euch vor Augen geführt habe, zu erkennen. Aber alle Geheimnisse werden sich zur rechten Zeit auflösen. Vorerst braucht ihr nur zu wissen, dass es zwischen der göttlichen Natur und der Natur des Menschen viele andere gibt, derer sich der Herr für seine hohen Ziele bedient.

    Christus war in seinen Offenbarungen und Unterweisungen seiner Zeit lange voraus, damit der Mensch, wenn die Zeiten kommen würden, in denen er für das Geistige erwachen und sich für all das interessieren würde, was sich auf jenes höhere Leben bezieht, auf Schritt und Tritt in Jesus den Meister entdeckt, der seinen Kindern alles offenbarte, sagte und vermachte.“ (9.264.44-45)

    Diese zwischen dem Menschen und dem Göttlichen liegende Natur ist eine Natur, welche die entwickelten Geister erlangen, und bei welcher sie, um sich auf der materiellen Ebene zu bekunden, ihre Seele gebrauchen, welche sich mit dem Geist entwickelt hat.

  • Weshalb ist die Rückkehr zum Vaterschoss so schmerzlich und mühsam, auch wenn das Gewissen sich immer mehr ausdehnt?

    Weshalb ist die Rückkehr zum Vaterschoss so schmerzlich und mühsam, auch wenn das Gewissen sich immer mehr ausdehnt?

    Autor: Alfredo Melendez

    Damit wir nicht in Eitelkeiten fallen und nicht über unsere vergangene Irrtümer erschrecken, hat unser Vater nicht erlaubt, dass wir uns an sie errinnern. Dies ist auch der Grund, weshalb wir nicht wissen, wie gross unsere Schuld ist oder wie lange sich unsere Wiedergutmachung hinzieht.

    Je bewusster wir über die eigenen Nöte und jene unserer Nächsten sind, desto grössere(r) Kampf und Arbeit (in unserer Wiedergutmachung) wird von uns verlangt; und in diesem Kampf und Arbeit, sollen wir auch den anderen in ihrer Wiedergutmachung beistehen. Und obwohl es nicht unmöglich ist, so glaube ich dennoch, dass wir wohl kaum in einer Inkarnationszeit erreichen werden, den Fortschritt wiederaufzuholen, den wir erlangt hätten, wenn wir alle Gelegenheiten, die uns früher dargeboten wurden, genutzt hätten.

    Dass unser Gewissen sich ausdehnt, weist nicht daraufhin, dass wir unsere Irrtümer gänzlich korrigiert und/oder wiedergutgemacht haben.

  • Unser Geist entsprang dem Schoss des Vaters. Wie konnte dann die Verwirrung geschehen?

    Unser Geist entsprang dem Schoss des Vaters. Wie konnte dann die Verwirrung geschehen?

    Autor: Alfredo Melendez

    Als unser Geist dem Göttlichen Geist entsprang, waren wir rein und makellos, doch wir mussten noch lernen, die göttliche Weisheit zu empfangen, indem wir den freien Willen gut nutzen.

    Wir waren wie ein neugeborenes Baby. Unser Vater hätte uns mit all der Weisheit erschaffen können, die in unserem Geist inne ist, aber dann hätte unsere Entwicklung keinen Wert, weil sie nicht bewusst erreicht worden wäre.

    Der Geist durfte von seinem Ursprung an über sich selbst entscheiden, ob er vorwärtsschreiten, zurückgehen oder stehenbleiben will. Stehenbleiben oder zurückgehen sind ein Übel für den Geist und dieses Übel wird er bedauern, wenn er sich darüber bewusst wird, dass andere über Fähigkeiten und Mächte verfügen, die ihnen grosse Befriedigung verschaffen und dass er die gleiche Gelegenheit gehabt hatte, diese zu entwickeln und er dies nicht gemacht hat.

    Nachdem ein Geist inkarniert ist, bleibt der freie Wille im Geist, nur, dass er jetzt noch einer anderen Prüfung unterzogen wird, und zwar jener der Körpermaterie.

    Seht, ihr habt den freien Willen, besitzt den Willen und deswegen leidet ihr. Wie oft wolltet ihr den unerbittlichen Gesetzen unterworfen sein, festen Gesetzen, wie es die euch untergeordneten Wesen sind! Nein, meine Brüder und Schwestern, der Verdienst liegt gerade darin, euren freien Willen dem Gesetz unterzuordnen und eure Vernunft dem Gewissen. Der freie Wille und der Wille wurden euch gewährt, damit ihr dem Herrn ähnlich seid. (GLW E. 53,34)

    Warum folgte der Geist nicht von Anfang an der Stimme des Gewissens? Weil er es nicht hinreichend entwickelt hatte, um die Gebote zu verstehen und zu erfüllen, die es ihm eingab, und gleichzeitig die Triebe des Fleisches zu beherrschen. Der freie Wille und der Einfluss der Materie sind die Prüfungen, denen euer Geist unterworfen ist. (U. 1-15,5)

    Was würde aus dem Geist, der seines freien Willens beraubt ist? Erstens wäre er nicht Geist und deshalb wäre er kein Geschöpf, das des Höchsten würdig wäre; er wäre so etwas wie jene Maschinen, die ihr herstellt, etwas ohne eigenes Leben ohne Intelligenz, ohne Willen und ohne Strebsamkeit. (1-20,37)

    Dass unser Gewissen sich erweitert bedeutet nicht, dass wir unsere Irrtümer vollständig korrigiert und/oder wiedergutgemacht haben.

  • Wie kann ein seelisches Trauma geheilt werden?

    Wie kann ein seelisches Trauma geheilt werden?

    Autor: Alfredo Melendez

    Ich finde diese Frage interessant, weil es genau in der Seele ist, wo die Traumatas gespeichert werden, welche in vielen Fällen Phobien bzw. Ängste erzeugen.

    Jedes Trauma kann durch das tiefe Gebet und die Anerkennung des Gesetzes und der Göttlichen Liebe aufgelöst werden.

    Es gibt auch Traumatas, die im bestimmten Mass durch seriöse Psychologen geheilt werden können.

    Einmal fragte mich ein blinder Freund über den geistigen Grund, der dazu geführt hatte, das er als Kind in einem Unfall den Sehsinn verloren hatte. Ich antwortete ihm, indem ich ihm die folgende Frage stellte: „Sag mir, wer hat den Fehler begangen, dass dies geschehen ist, Du oder Gott?“ Und er antwortete mir: „Alles weist darauf hin, dass ich es war.“

    Obwohl er blind war, konnte man in seinem Gesicht und in seinem Leben spüren, dass er in diese eingeschränkte Lebensverfassung eingewilligt hatte, in ihm war Frieden und Glauben an unseren Vater. Ich glaube, dass wenn er gegen diese Lebenseinschränkung rebelliert hätte, Traumatas geblieben wären, die für ihn schwer zu überwinden gewesen wären.

    Die Irrtümer, die wir in der Vergangenheit oder in anderen Inkarnationen begangen haben, sind der Grund für unsere gegenwärtige Prüfungen und Leiden. Einige der Prüfungen, mit welchen wir uns auseinander setzen müssen, bleiben in unserer Seele als Tramatas gespeichert, die schwer zu lösen sind. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns an die Aussage von Paulus errinnern: „Alles, was der Mensch sät, muss er ernten.“, d.h wir müssen verstehen, dass nicht Gott die Ursache unseres Schmerzes ist, sondern unsere Fehler. Und obwohl uns andere dem Anschein nach ohne Grund schaden, über uns lachen, uns beleidigen oder misshandeln, etc. , so sind sie nur die Werkzeuge, die uns an unsere vergangenen Irrtümer erinnern. Denn sehr wahrscheinlich waren wir es, die früher (anderen) geschadet ausgelacht, beleidigt oder misshandelt haben.

    Ein Beweis dafür finden wir in der Unterweisung 70, wo unter anderen Beispielen gesagt wird, dass im heutigen Elenden sich manchmal jener verbirgt, der in anderen Zeiten eine Krone auf seinem Haupt trug.

    „Die Wissenschaften, die Religionen und die Theologen werden in dieser Zeit nicht entdecken können, wie meine Gerechtigkeit wirkt; doch euch habe Ich es offenbart. — Jedes Menschenherz ist ein lebender Beweis meiner Gerechtigkeit und meiner Weisheit. Manchmal verbirgt sich im Herzen eines Elenden der Geist dessen, der in einer anderen Zeit eine Krone auf seinem Haupt trug, oder in einem Gefängnis wird der gefangengehalten, der in einem anderen Leben ein Volk seiner Freiheit beraubte. Eure ganze Existenz ist eine unendliche Lektion der Liebe, um die Geister zu vervollkommnen, damit sie als willige und gehorsame Kinder zum Schoß ihres Vaters gelangen können. Aber solange diese Finsternis, die nun die Menschheit einhüllt, sich verdichtet, werden die Menschen, wenn die Angst sie in ihren Bann schlägt, schreien müssen: Mein Gott, mein Gott, warum hast Du uns verlassen?, ohne zu merken, dass das Licht meines Geistes bereit ist, in ihre Herzen einzudringen, sobald sie zum Glauben auferstehen. Doch diese Finsternis wird nicht ewig bestehen, nicht einmal allzu lang, obwohl es den Menschen wegen der Heftigkeit ihres Schmerzes so vorkommt, als ob sie eine Ewigkeit gedauert hätte. Allmählich wird es licht in den Geistern werden, und diese werden voll Jubel ausrufen: Hosianna, hosianna, der Herr ist nun bei uns!“ (3-70,62)

    Nur (schon) die Anerkennung unserer Irrtümer kann uns auf den Weg der Genesung, der durch die Traumatas ausgelösten (Gesundheits-)Verfassung bringen.

    Wir haben nicht die Fähigkeit tief und wahrhaftig zu vergeben, wie es gefordert wäre, deshalb können wir, wenn wir vergeben den Satz hinzufügen:“im Namen des Meisters“. Denn nur unser Meister, der auch unser Vater ist, kann uns die Gnade gewähren, auf diese Weise zu vergeben. Und in dieser Vergebung, die wir jenen zusprechen, die uns geschadet haben, werden wir uns selber unsere Fehler vergeben können.

    Es geschieht auch manchmal, dass wenn wir uns über die Verletzung oder den Schaden, den wir anderen verursacht haben, bewusst werden, wir den Eindruck haben, dass wir für diese Fehler bestraft werden müssen, und so ziehen wir unbewusst den Schmerz an, um unsere Irrtümer zu „begleichen“; bewusst würden wir dies nie tun.

    Deshalb sagt der Meister, dass wir unsere schlimmsten Richter zu sein pflegen und dass Er unser Verteidiger ist.

    „Den Urteilsspruch habt ihr vor langer Zeit selbst unterschrieben; doch ich, den ihr als euren Richter betrachtet, bin in Wirklichkeit euer Verteidiger, der euch von eurer Bürde befreit, indem ich euch liebevoll dahin bringe, den guten Weg einzuschlagen, damit ihr die wahre Freiheit erlangt, welche die des Geistes ist.“ (1-27,40)

    Es ist deshalb von Nöten, dass wir in einem erhobenen Gebet unserem Vater im Vertrauen bitten, dass Er uns helfe unsere Schwierigkeiten, unsere Traumatas, unsere Ängste, etc zu lösen, indem wir den anderen vergeben, wie wenn sie unsere eigenen Kinder wären, und indem wir auch uns selber vergeben, denn: Welches Recht haben wir, weiterhin jenen zu richten, den unser Vater schon vergeben hat?

  • Wie ist die Verwirrung des Geistes und wie jene des menschlichen Verstandes zu verstehen?

    Wie ist die Verwirrung des Geistes und wie jene des menschlichen Verstandes zu verstehen?

    Autor: Alfredo Melendez

    Die Verwirrung des Geist kann sowohl im geistigen Zustand als auch im inkarnierten Zustand geschehen. Es gibt in der Bibel Erzählungen über mehrere Wesen, die uns als gefallene Engel bekannt sind, weil sie in die Hochmut und Eitelkeit hinabstürzten. Wie die Erläuterung 50 der Geistigen Lichtwelt besagt, „wollten sie nicht weniger sein als Gott und sehnten sich nach einem Universum, über den sie herrschen könnten.“ Der Hochmut, die Eitelkeit und der Neid sind sicherlich die Hauptgründe für die Verwirrung der Wesen, die nicht inkarniert sind. Sehr wahrscheinlich waren dies auch die Gründe für unser Gefallen-Sein.

    Wenn der Geist einmal inkarniert, hat er die Möglichkeit alle Irrtümer zu berichtigen, die er als Geist begangen hat. Doch im inkarnierten Zustand vergisst er die guten Vorsätze, die er vor seiner Inkarnation hatte, und in seinem menschlichen Zustand, gibt er sich den zeitlichen Vergnügungen hin. Er hört nicht auf die Stimme seines Gewissens, geniesst die irdischen Freuden und vergisst für eine Zeit sein geistiges Wesen, so dass seine Verwirrung andauert.

    Die Verwirrung der Körpermaterie kann auf zwei Art und Weisen verstanden werden: zum einen, wenn das menschliche Wesen nicht die normale Urteilsfähigkeit hat, zum anderen, wenn er dieses Urteilsvermögen dafür benutzt, das Böse zu tun. Der erste Grund kann durch Krankheiten des Gehirns verursacht werden, durch Einschränkungen, welche durch verwirrte, entkörperte Wesen verursacht werden oder es kann auch ein Abbild des Verwirrungszustandes des eigenen Geistes sein. Der zweite Grund zeigt an, dass ein Geist noch nicht in die vollständige Wiedergutmachung eingetreten ist und wiederspiegelt seine Bosheit und sein Mangel an Erhebung.

    Aus dem Vorherigen kann man erkennen, dass es inkarnierte Geister gibt, die aufgrund ihrer Boshaftigkeit und Materialismus sehr verwirrt sind, sie jedoch alle menschlichen Fähigkeiten besitzen, während andere, die bereits wiedergutmachen, in ihrer Körpermaterie einen bedauerlichen Zustand der Verwirrung haben. Einige von ihnen verlieren die Vernunft, denn sie werden verfolgt oder fühlen sich verfolgt, aufgrund der Erinnerung oder dem Ergebnis ihrer früheren verkehrten Handlungen.

  • Heilung durch den Geist

    Heilung durch den Geist

    Autor: Alfredo Melendez

    Wie erfolgt die Heilung durch unseren Geist? Und wann bzw. weshalb erfolgt keine Heilung?

    Unser Geist erhält den Heilbalsam vom Göttlichen Geist oder den Wesen, die gelernt haben sich zu erheben, und dieser überträgt den Heilbalsam (welcher nicht materiell ist) auf die Seele. Die Wirkung des geistigen Heilbalsams auf die Seele ist, ihr die Harmonie zurück zu geben, die sie einmal gehabt hat. So werden sich folglich auch alle Organfunktionen verbessern oder wiederhergestellt werden und die physischen Krankheiten neigen dazu, zu verschwinden.

    Es gibt Gelegenheiten, an welchen die Krankheiten nicht komplett verschwinden oder es keine sichtbare Besserung gibt, weil der Geist noch eine Lektion lernen muss. Die oben gestellte Frage hat mich an 2. Korinther, Kapitel 12 erinnert, als es dem Jünger Paulus mit all seiner Erhebung nicht gelang, ein Prüfung zu überwinden, unter welcher er litt. Und obwohl wir uns nicht darüber im Klaren sind, ob es sich um ein physisches Leiden handelte, offenbart uns diese Stelle dennoch, dass in manchen Situation uns nicht alles gewährt wird, was wir erbitten, damit wir demütig bleiben und auf Gott vertrauen.

     «Ich enthalte mich aber dessen, damit nicht jemand höher von mir denke, als was er an mir sieht oder was er von mir hört, auch wegen des Außerordentlichen der Offenbarungen. Darum, damit ich mich nicht überhebe, wurde mir ein Dorn für das Fleisch gegeben, ein Engel Satans, dass er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe. Um dessentwillen habe ich dreimal den Herrn angerufen, dass er von mir ablassen möge.  Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. Deshalb habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.» (2. Korinther, 12:6-10)

    Und nachdem ich dies gesagt habe, sollte man auch in Betracht ziehen, wie wichtig es ist, die Fehltritte gegenüber unserem Körper zu berichtigen, und ich beziehe ich dabei nicht auf die ungesunde Ernährung oder dem Sich Aussetzen viraler oder bakteriellen Krankheiten, etc. Sondern, wir müssen umkehren, vergeben, lernen, einen angemessenen Grad an Gelassenheit zu behalten, etc.

  • Wie wirkt unser Geist auf unsere Seele?

    Wie wirkt unser Geist auf unsere Seele?

    Autor: Alfredo Melendez

    „Bittet euren Geist, dass er zum rechten Weg zurück kehre, dass er eure Leiden heile und euch in euren Schwächen beistehe.“ (U. 134,59)

    Basierend auf diesem Vers: Wie wirkt unser Geist auf unsere Körperseele und wie wirken die Funktionen (Herzschläge, Darmbewegungen, Atem, etc.) der menschlichen Seele auf unseren Körper, insbesondere bei sogenannt seelischen wie auch körperlichen Krankheiten (zB. Krebs)?

    Die Seele ist eine Form von Lebensenergie, die unser Vater gegeben hat, die Leben spendet und die Körperfunktionen ordnet. Diese Energie ist auf verschiedene Art und Weisen spürbar, bspw durch das Elektroenzephalogramm, oder mittels spezieller Kameras, wie die sogenannte Kirliankamera. Diese Energien gehören nicht dem Geist an, denn dieser ist vollständig immateriell. Die Seele oder Lebensenergie hat sich -wie die E. 50 der Geistigen Lichtwelt sagt- vom kleinsten Organismus bis zu Gestalten mit sehr komplexen Funktionen entwickelt. D.h. Die Seele entwickelt sich durch verschiedene Erfahrungen hindurch, in welchen ihr (neue) Funktionen oder eine grössere Komplexität innerhalb dieser Funktionen hinzugefügt werden.

    Unser Geist ist mit der Seele verbunden, und diese (wiederum) mit den Körper. Deswegen muss jede Wirkung, die der Geist auf den Körper hat, durch seine Seele geschehen. Die Seele kann für den Geist auch als ein Werkzeug des Guten angesehen werden, denn durch sie kann der Geist grosse Dinge tun; obwohl es auch finstere Geistwesen gibt, welche die Materie einsetzen, um Groll, Eitelkeit und niederes Streben zu bekunden. Dem Geist wird für seine erste Inkarnation eine Seele zugewiesen. Wir glauben, dass wir als Menschen inkarnieren -es gibt einige Ausnahmen-, da wir im geistigen Zustand nicht gehorsam zu sein verstanden und (so) das Licht unseres Vaters nicht in uns festzuhalten wussten. Die einem Geist bestimmte Seele hat die Charakteristiken, die der Geist für seine Entwicklung oder Wiedergutmachung braucht. Denn es gibt subtilere Seelen und andere, die niederer oder gröber sind.

    Die ganze Schöpfung hat denselben Ursprung, und dieser Ursprung ist unser Vater. Die ganze Schöpfung wird durch unseren Vater erhalten und da Er Geist ist, bedeutet das, dass die Schöpfung zuerst mit dem Göttlichen Geist eine Verbindungsform hat, und folgerichtig auch mit seinen Kindern, welche Er die Erben der Schöpfung nannte. Dieser Verbindung, die eine Schöpfung Gottes ist, kann als Universelle Seele genannt werden.

    Es ist schwierig auf einige Fragen zu antworten, deren Antworten ich kaum angefangen habe zu studieren, dennoch werde ich anhand eines Beispiels versuchen, eine allgemeine Idee dazu auszudrücken: In der Frühschwangerschaft einer Frau, besteht die neue Lebensgestalt zunächst -von der materiellen Perspektive aus gesehen- nur aus zwei Zellen, die beginnen sich zu vervielfältigen, indem sie sich ständig teilen. An einem bestimmten Punkt des Wachstumsprozesses des Embryos, teilen sich die Zellen nicht nur, sondern sie diversifizieren sich in verschiedene Zelltypen, je nach Ordnung, welche die Seelenenergie (in ihnen) herstellt.

    Man könnte meinen, sie diversifizieren sich nach dem genetischen Code, der sich in der Zelle befindet, jedoch: wie könnten einige Zellen von anderen unterschieden werden, wenn alle denselben genetischen Code haben? Notwendigerweise befindet sich die regelnde Instanz, die für die Zellteilung verantwortlich ist, ausserhalb der Zellen. Deswegen folgere ich, dass die Seele, und nicht der genetische Code, für diese Ordnung zuständig ist. Ich glaube, dass dieser Gedanke auch durch die Experimente bewiesen werden, die (schon) gemacht wurden. In einem von ihnen, gemäss einem ernstzunehmenden Video, den ich vor einiger Zeit sah, nahmen sie eine Zelle, die aufgrund ihrer Lage im Körperchen des Embryos sich in eine Leberzelle (wenn ich mich richtig daran erinnere) verwandeln hätte sollen, doch, als sie diese an einen anderen Ort des Embryokörperchens hintaten, verwandelte sie sich in die typische Zelle, die an diesem Ort sein sollte (ich glaube in eine Neuronenzelle, obwohl ich mir dessen nicht mehr so sicher bin).

    Dies deutet darauf hin, dass es nicht der Zelltyp ist, welcher selber bestimmt, was er ist, sondern ein externer Faktor. Man könnte auch sagen, dass jener externe Faktor die chemische Substanzen wären, die zuvor erzeugt worden wären, was wiederum dazu führen müsste, dass wir zum Anfangspunkt zurück kehren müssten, d.h. erklären müssten, weshalb einige Zellen sich ausdifferenziert hätten, um vermittelnde chemische Substanzen zu bilden und diese auszuscheiden, damit sie andere beeinflussen würden.

    Wenn die Seele dazu fähig ist, das Wachstumswunder eines Körpers aus zwei Zellen heraus zu veranlassen, so ist es sicherlich so, dass wenn der Seele die Reinheit, die Gott in sie gelegt hat, wieder zurück gegeben wird, als Folge die Wiedererlangung der Gesundheit aller kranken Gewebe stattfinden muss.

    Über die Krankheiten der Seele gibt es meiner Meinung nach viel zu sagen und zu erforschen. Die Seele erkrankt, wenn sie ungehorsam handelt gegenüber dem Licht, dass der Geist ihr gibt. Und da sie Energie ist, wird sie auch durch andere Energien beeinflusst, die ihre Harmonie stören. Wir können beobachten, dass viele Strahlungen Unordung bewirken können, vom frühzeitigem Altern bis zum Krebs. Dies geschieht, weil die Seele „Energie“ ist, ihr Feld wird verändert und daraus folgern verschiedene gesundheitliche Unregelmässigkeiten.

    Eine ähnliche Wirkung haben die verfinsterten Geistwesen, wenn sie sich den Menschen nähern. Denn die Unordnung, die sie in ihren kranken Seelen haben, verändert auch die menschliche Seele und provoziert verschiedene Krankheiten.

    „Die geistige Welt der Finsternis, die kranken Geister, die Geister, die besessen machen, sind mit bösartigen Einflüssen aufgeladen, mit krankhaften Einflüssen, die sie in die inkarnierten Wesen hineintragen, und sie auf diese Weise krank machen.

    Jene Geister, die gewöhnlich kranke Geister sind, bedienen sich der Körpermaterie des Menschen nach ihrem Willen und üben auf jene, die ihnen Raum gewährt haben, mittels energetischer Fäden, die jeder Geist besitzt, eine suggestive Kraft aus.“ (E. 10,50-51)

    Es heisst in obengenannter Erläuterung der Geistigen Lichtwelt, dass die verfinsterten Geistwesen die Menschen krank machen.