Unterweisung 310

1.  Komm zu Mir, verirrte und irrende Menschheit. Sucht zuerst mein Reich, und wenn ihr einmal in ihm seid, trinkt aus der unerschöpflichen Quelle meiner Weisheit. Doch vergesst nicht, dass mein Reich nicht von dieser Welt ist, und dass ihr es nur durch die Befolgung meiner Liebesgesetze einnehmen könnt.

2.  Jünger: Das gegenwärtige Jahr 1950 wird entscheidende Ereignisse für alle Menschen mit sich bringen. Daher ist eure Verantwortung so groß, wenn ihr meine Lehre vernehmt.

3.  Die Menschheit ist krank, ist blind und steht einen Schritt vor dem Abgrund. Der Vater wird sie durch eure Vermittlung retten. Wahrlich, Ich sage euch, niemand wird verlorengehen.

4.  Da Ich alle meine Kinder gleichermaßen liebe ─ warum gibt es dann Elend auf der Welt? Dies ist die Frage, die sich die Menschen stellen und ihr kennt den Grund für die Ereignisse.

5.  Es ist nicht das erste Mal, dass euer Geist auf dieser Welt lebt. Schon vor langer Zeit habe Ich ihm erlaubt, dass er in verschiedenen Körpermaterien reinkarniert, damit er so seine Fehler wiedergutmacht und gegenüber meinem Gesetz würdig wird. Ich stellte die Geistwesen vom Beginn ihrer Erschaffung an auf die Erde, damit sie durch ihre eigenen Verdienste die Fähigkeit gewännen, in mein Reich zu kommen.

6.  Der Geist des Menschen ist das bevorzugte Geschöpf der Schöpfung gewesen. Ich habe ihn als einen Beweis meiner Liebe mit Willensfreiheit ausgestattet. Alle anderen Wesen sind meinem Willen unterworfen. Doch wenn die Menschen in Ausübung ihrer Willensfreiheit sich nur vom Weg meiner Liebe entfernt haben, werden sie auf eben diesem durch ihre Willensfreiheit geschaffenen Weg ihr Heil erlangen müssen.

7.  Für alle Geistwesen ist die Zeit der Ernte gekommen, und deshalb seht ihr Verwirrung unter den Menschen. Aber wahrlich, Ich sage euch, in diesem Chaos wird jeder seine eigene Saat ernten.

Doch was wird mit jenen meiner Kinder geschehen, die immerzu gegen mein Gesetz verstoßen haben? Wahrlich: Alle, die schlafen und meine Unterweisungen nicht ergründen und studieren wollen, werden von den Prüfungen wie von einem Wirbelsturm erfasst, der sie zu Fall bringt. Doch für alle, die meine Weisungen befolgt haben, wird er wie eine Aufmunterung für ihre Auftragserfüllung sein, wie eine schöne Belohnung, die Gott ihnen schenkt.

8.  Der Vater ist unerschöpfliche Aktivität, Er wirkt ewig für alle seine Kinder, und angesichts dieses Beispiels sollt auch ihr unermüdlich sein in der Erfüllung euer Arbeit, damit ihr euch auf diese Weise mit eurem Herrn identifiziert. Begreift, dass eure Arbeit für euch ein wahrer Segen ist, denn sie besteht darin, eurem Gott immer näher zu kommen. Dies ist das Geheimnis der Vervollkommnung eures Lebens.

9.  Der Mensch hat sich entwickelt, und bei seiner Entfaltung hat er viele Früchte erlangt, um der Menschheit dienen zu können. Aber heutzutage hat er sich in seinem Hochmut seinem Schöpfer über­legen geglaubt.

10.  Ihr fragt Mich, ob Ich meinen Kindern helfen kann, aus ihrer Verirrung herauszufinden. Und Ich antworte euch: Ja, Volk. Die Gelegenheit, die Ich dem Geist in seinen Reinkarnationen im menschlichen Leben gegeben habe, ist ein Beweis meiner Liebe. Denn mein Reich kann nur durch die guten Taten der Liebe und Barmherzigkeit erlangt werden, die meine Kinder vollbringen, indem sie bei vollem Gebrauch ihrer Willensfreiheit den Weisungen ihres Gewissens folgen.

11.  Auch wenn ihr euch unbedeutend und schwach fühlt, sollt ihr euren Geschwistern durch die unendliche Macht beistehen, die Ich euch mit dem Gebet anvertraut habe. Das reine und lautere Gebet, das Ich euch gelehrt habe, ist es, das die ganze Menschheit in der Hürde meiner Liebe vereinigen soll.

12.  Betet, Jünger, sendet eure Gedanken als eine Friedens­botschaft zu jenen, die derzeit euer Leben durch ihre Intelligenz verwandeln, damit die Früchte, die sie erlangen, wie Heilbalsam für die Leiden der Menschheit sind.

13.  Warum nennt euch der Herr das auserwählte Volk? Weil Ich euch schon in der Ersten Zeit eine heikle Mission unter euren Geschwistern zuwies. Doch Ich stattete euch nicht mit größeren Gaben aus als sie, noch stellte Ich euch über die anderen Völker, sondern Ich machte euch zu einem treuen Sohn, zum Boten meiner Licht- und Liebesbotschaft für alle noch im Irrtum befindlichen Völker auf der Erde.

14.  Euch habe Ich die Gnade gewährt, mein Wort durch einen Stimmträger zu vernehmen ─ eine Botschaft, die ihr, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, zum Herzen der Menschheit tragen sollt.

15.  Jünger, nutzt die Zeit, seht euch die Menschen an, die in ihren Materialismus versunken sind und sich an die falschen Stimmen der Welt halten. In ihnen wird das Leid sein, und nur so werden sie hinsichtlich ihres Gewissens erwachen. Das Leiden ─ auch wenn ihr es nicht versteht, solange ihr es durchlebt ─ ist für euren Geist ein Segen.

16.  Erhebt euch im Geist zu mir, über jede Pein, über jede Versuchung oder Schwachheit hinweg, dann werdet ihr begreifen, wie schön der Weg ist, den Ich euch in der Erfüllung meines Gesetzes anbiete. Wenn ihr auf die Menschheit blickt, die in ihrer Verderbtheit zum Gipfel der Lasterhaftigkeit gelangt ist, so sagt euch der Vater: Der Geist hat sich dennoch entwickelt, die Grausamkeit der Kriege hat ihn wachgerüttelt, und heute, da er auf allen Wegen den Frieden sucht, steht er an einem Scheideweg.

17.  Da ist eure Mission, Israel. Jeder von euch wird mit seinem Gebet und mit seinem Beispiel die Menschheit führen müssen. Niemand hat das Recht, über die Unvollkommenheiten seiner Nächsten zu sprechen. Dann wer von euch ist vollkommen? Richtet niemanden und seid ein gutes Vorbild unter den Menschen. Auf diese Weise sollt ihr als ein Abglanz ewigen Friedens und ewiger Seligkeit leben. Dann werden die Menschen ─ so vieler Leiden überdrüssig ─ zu euch kommen und euch sagen: „Gebt uns von eurem Brot, gebt uns von diesem unerschöpflichen Wasser.“

18.  Die Nationen ringen um einen Frieden, den sie noch nicht erreicht haben. In einigen Teilen der Welt haben die Kriege aufgehört, aber in anderen umgibt die Menschen in ihren mörde­rischen Kämpfen weiterhin das Chaos. Vergeblich möchten sie, dass auf dieser Welt der Friede regiert, weil ihnen Liebe und Barm­herzigkeit fehlt. Die Menschen zittern aus Angst vor den neuen Waffen, die von der menschlichen Intelligenz geschaffen wurden. Helft ihnen, Volk, streckt ihnen meine Liebesbotschaft entgegen, die Ich euch anvertraut habe. Habt keine Vorliebe für bestimmte Rassen, Sprachen oder Ideologien, seht in ihnen nur eure Geschwister, die Rat und Liebe benötigen.

19.  Betet, denn wahrlich, Ich sage euch, mein Friede wird zu allen Völkern der Erde gelangen, indem er den Egoismus und die menschlichen Schwachheiten überwindet.

20.  So wird mein Reich zu euch kommen, und dann werden die Erfindungen, die heute Zerstörung und Tod verursachen, nur noch beim notwendigen Wiederaufbau verwendet werden, um aus dieser Welt ein wahres Paradies zu machen. Ich will, dass der Mensch sich endlich vervollkommnet und diesen Planeten so regiert, wie der Vater das Universum regiert: mit Liebe.

21.  Der Mensch, der einen großen Glauben an mein Gesetz hat und mit wahrer Liebe meine Lehre lehrt, hat nichts zu befürchten, weil er ein Werkzeug des Vaters sein wird und zugleich ein Teil Gottes.

22.  Jünger: so wie das Licht Schatten beseitigt, so werdet ihr mit meiner göttlichen Botschaft die Unwissenheit der Menschheit beseitigen können.

23.  Mein in dieser Dritten Zeit offenbartes Wort wird bewirken, dass die Menschen den wahren Sinn der Gerechtigkeit entdecken und von meinem Werk inspirierte Gesetze erlassen werden.

24.  Diese der Menschheit noch unbekannte Lehre wird sich schließlich auf der ganzen Erde verbreiten und im Herzen vieler Völker Wurzeln fassen. Die Vergeistigung wird ihre volle Entfaltung in der Menschheit der Zukunft erreichen.

25.  Ihr habt die Gnade gehabt, meine Botschaften durch meine Stimmträger zu vernehmen, aber ihr werdet nicht mehr das Erblühen meiner Lehre miterleben, weil ihr dann nicht mehr dieser Erde angehören werdet. Es werden andere Generationen sein, die die Erfüllung meines Wortes bezeugen werden. Denn euch war die Aufgabe beschieden, Wegbereiter der Vergeistigung zu sein.

26.  Doch deshalb wird eure Mission nicht weniger wichtig sein als die der zukünftigen Generationen ─ im Gegenteil: Bedenkt, dass viel von euch abhängt, dass jene den guten Weg einschlagen, dass sie gute Ausleger meines Werkes und gute Jünger sind.

27.  Ihr sollt euren Teil beitragen, der ─ wie Ich euch schon gesagt habe ─ sehr wichtig ist. Doch werdet nicht stolz darauf. Denn wer innerhalb eines geistigen Werkes eitel wird, hat es nicht verstanden, ein würdiger Jünger zu sein, da eine der wesentlichsten Bedingungen dafür, ein Jünger von Mir zu sein, die Demut ist.

28.  Betrachtet euch im Spiegel eures Gewissens, um zu sehen, ob er nicht irgendeine Unlauterkeit widerspiegelt. Erblickt euch in diesem inneren Spiegel, bevor ihr anhebt, die Werke eurer Geschwister zu verurteilen. Dann wird euren Taten mehr Reinheit und Wahrhaftigkeit zugrunde liegen.

29.  Ich sage euch dies, weil Ich sehe, dass viele von euch Freude daran haben, die Fehler zu verurteilen, die eure Geschwister in den verschiedenen Kulten begehen, ebenso wie ihre Riten und ihre Ausübungsformen. Ich sage euch, es wäre besser für euch, weder Religionen noch Glaubensbekenntnisse zu richten, da ihr vorerst ihre geistige Reichweite nicht erkennt.

30.  Ich lasse euch als Wegweiser zurück, jedoch nicht als Hetzer. Euer Same soll der des Friedens und der Eintracht sein, aber niemals der der Verwirrung noch der Gewalt.

31.  Mein Wort hat Vereinigung und Frieden zum Ziel, damit ihr, wenn ihr euch an ihm inspiriert, euren Geschwistern die Hand zu reichen versteht und ihren Glauben immer als etwas Heiliges achtet. Denn ihr Glaube ist ein innerlicher Altar, in dem Ich wohne. Dann werdet ihr bei euren Geschwistern die Entfaltung zu erkennen vermögen, die sie aufgrund ihres Kampfes, ihrer Anstrengung und ihrer Missgeschicke erreicht haben.

32.  Wenn ihr beim Vergleich der Form, in der eure Geschwister ihren Kult praktizieren, mit der Form, die ihr habt, Unterschiede entdeckt, so haltet euch nicht damit auf, nach dem Äußerlichen zu urteilen, und versteht es in die Tiefe einzudringen, wo die Wahrheit existiert. Da ihr Spiritualisten seid, denkt daran, dass ihr immer den Geist suchen sollt und nicht die äußeren Formen.

33.  Wenn ihr eure Geschwister auf diese Weise nach und nach zu verstehen vermögt, werdet ihr recht bald entdecken, dass jeder Mensch auf einem anderen Weg voranschreitet, aber dass alle Wege in einem einzigen Punkt zusammenlaufen, welcher der Weg zum Licht, zur Wahrheit und zum Leben ist.

34.  Ihr erkennt nun, dass es nicht genügt, die Kenntnis meines Wortes in eurem Geist zu tragen, weil der wichtigste Teil noch zu tun ist, der darin besteht, meine Unterweisungen zur Anwendung zu bringen. Dies ist die Prüfung, in der ihr zeigen müsst, wie viel ihr von meinem Wort gelernt habt.

35.  Als Ich euch in sinnbildlicher Sprache gesagt habe, dass Ich eure Lippen verschließe, geschah dies, um euch verständlich zu machen, dass Ich in jenem Augenblick eure Lippen gesegnet habe, damit euer Geist durch sie seine Inspiration kundgeben und meine göttlichen Worte wiederholen kann, während dieselben Lippen für das Richten, Kritisieren, Lügen oder Lästern verschlossen bleiben. Bewahrt meine Unterweisung liebevoll und lasst zu, dass euer Geist wie ein viele Jahrhunderte lang aufgestauter Strom in Worten des Trostes, des Lichts, des Heilbalsams, der Weisheit und des Friedens überbordet.

36.  Es wird nicht nötig sein, dass ihr meinen Namen oft aus­sprechen müsst ─ im Gegenteil: Je weniger ihr ihn aussprecht und je besser ihr meine Unterweisung zur Anwendung bringt, ein desto größeres Zeugnis werdet ihr von Mir gegeben haben.

37.  Fühlt eure Nächsten im Herzen nach und nach als wahre Geschwister, seht die Menschheit als eine einzige Familie an, aber hütet euch davor, dies auszuposaunen. Macht eure Verdienste niemals bekannt, denn diese zu beurteilen kommt Mir allein zu. Das einzige, was ihr durch euer Leben und eure Worte bekannt machen sollt, ist mein Werk. Denn dieses soll allen euren Geschwistern bekannt werden.

38.  Die Demut des Spiritualisten muss echt sein, darf nicht nur scheinbar sein, damit seine Spur auf Erden lichtvoll ist.

39.  Erkennt, dass mein Wort keine neue Religion ist noch sein kann. Dies Werk ist der lichtvolle Weg, in welchem sich alle Ideologien, Glaubensbekenntnisse und Religionen geistig vereinigen werden, um vor die Tore des Verheißenen Landes zu gelangen.

40.  Ich gebe euch in diesem Wort den Frieden und die Warmherzigkeit, die euch eure Schmerzen vergessen lassen. Ich stärke euren Glauben und gebe euch Licht, damit ihr dem Weg folgt, der zu Mir führt. Dieses Licht inspiriert euch, fordert euch auf, für die zu beten, die leiden ─ Anwesende oder Abwesende. Es bringt euch euren unbekannten Geschwistern näher, die fern von euch leben, die ihr nicht körperlich berühren oder liebkosen könnt. Meine Lehre lehrt euch, für alle zu bitten und das zu fühlen, was im Herzen eurer Nächsten vor sich geht. Ich habe euch gesagt, dass Ich ganz Gegenwart bin, dass für Mich niemand abwesend oder fern von Mir ist, und Ich gebe euch die Fähigkeit, euch zu versetzen, um euch denen zuzuwenden, die Hilfe, Trost oder Begleitung benötigen.

41.  Wie viel Gutes werdet ihr von dem Tag an tun können, an dem ihr eure Gaben erkennt und sie zum Wohl eurer Geschwister zu gebrauchen versteht! Der zubereitete Geist kann Entfernungen überbrücken, Gefahren trotzen und Hindernisse überwinden, um dorthin zu gehen, wo es ersehnt wird.

42.  Wenn ihr in eurem Geist eine schwere Last tragt, weil ihr eure alten Schulden nicht zu begleichen vermochtet, so wirkt in geistiger Weise, dann werdet ihr den verlorenen Frieden und die verlorene Freude zurückkehren fühlen.

43.  Mein Wort lässt euch die ersten Zeiten erleben, indem es euch an meine Manifestationen durch die Patriarchen und Propheten und mein Wort durch Jesus in der Zweiten Zeit erinnert. Ich lasse euch meine Vaterliebe fühlen, und euer Geist ruht im Bewusstsein, dass er von meiner Barmherzigkeit gesehen und beschützt wird.

44.  Ich spreche zu euch mit der gleichen Weisheit wie der, die Ich als Meister meinen Jüngern zuteilwerden ließ. Heute jedoch, als Heiliger Geist, zeige Ich euch eine weitere Seite des Buches, damit ihr sie studiert und erleuchtet werdet.

45.  Es ist mein Wille, dass ihr die drei Testamente, die euch in drei Zeiten gegeben wurden, zu einem einzigen vereint, und dass ihr euch vorbereitet, um denen zu antworten, die euch nach dem Grund für diese Kundgebungen fragen.

46.  Das Beispiel eurer Urväter ist mit unauslöschlichen Lettern niedergeschrieben: Abraham, Isaak und Jakob, die ihrem Volk eine Saat des Glaubens, der Liebe und der Standhaftigkeit hinterließen, erfüllten ihre Bestimmung und sind bei Mir. Von euch verlange Ich keine Opfer, denn jene Zeiten sind nun vorüber. Euer Leben ist heute ohnehin leidvoll, und Ich will nur, dass ihr euch vergeistigt. Doch wenn Ich euren Kindern die Mission zuweisen sollte, meine Lehre in andere Länder zu tragen, so widersetzt euch nicht. Wenn Ich euch dazu gebrauchen sollte, eine Menschenmenge mit eurem Wort und Beispielen zu führen, dann weigert euch nicht. Auf diese Weise werdet ihr in dieser Zeit eine Spur hinterlassen, und Ich werde den kommenden Generationen die Früchte zeigen, die mein Wort hervorbrachte.

47.  Die Zeit des Kampfes ist für euch gekommen. Die Geist­lichen großer Religionsgemeinschaften verbünden sich miteinander, um sich stark zu fühlen und gegen meine Auserwählten zu kämpfen. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, wollen sie diese Offen­barung ihrer Begabung zuschreiben ― diese Offenbarung, die Ich euch anvertraut habe, ihr die Ich zu Demütigen und Einfachen zugerüstet habe. Wenn Ich diese Gnade in euch gelegt habe, dann deshalb, weil Ich euch kenne und euch geläutert und gepflegt habe, um Mich eures Verstandesvermögens zu bedienen. Doch das, was Ich euch gegeben habe, gehört allen meinen Kinder, und Ich will nicht, dass es Anlass für Kämpfe ist. Wenn dieser Kampf nach 1950 dennoch einsetzt ─ eine Zeit, in der ihr meine Kundgabe in dieser Form nicht mehr haben werdet ─ wie sehr werdet ihr die Abwesenheit meines Wortes fühlen! Dann werde Ich euch nur erlauben, dass ihr meine Apostel von großem Glauben und starkem Willen zum Vorbild nehmt.

48.  Mein Wort wird bald zu anderen Nationen gelangen und die Menschen in ihrem Hass und Rachedurst zurückhalten. Seht ─ noch erheben sich die Kranken nicht von ihrem Lager, und noch immer gibt es Nachrichten über neue Kriege. Die Heime wurden nicht wiederaufgebaut, und die Völker nicht wiederhergestellt, und noch immer gibt es Blutdurst. Zu ihnen soll meine Botschaft des Friedens und der Eintracht gelangen.

49.  Ihr wisst, dass jenseits eures Kontinents die Nationen verwüstet worden sind, und der Schmerz alle Herzen erreicht hat. Es gibt keine Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen, die keinen Leidenskelch geleert haben, und unter ihnen entdecke Ich solche, die trotz ihres Leides die Kraft haben, um zu bitten, dass die Nationen, die ihren Frieden bewahren, nicht durch Krieg verwüstet werden. Und in verschiedenen Sekten finde Ich fromme Geistwesen, die mit aufrichtiger Liebe und Mitleid für die beten, die jene großen Prüfungen durchmachen. Ich empfange ihre Werke, respektiere ihre Bräuche und rechne ihnen ihre Verdienste zu. Wacht, betet, bittet als gute Jünger, und Ich werde euch meine Gnade gewähren. Ich schütze jedes Geschöpf und segne alle Nationen.

50.  Ihr alle werdet den Frieden empfangen, wie ihr ihn euch verdient habt; doch Ich verheiße euch bessere Zeiten. Nach der Reinigung, die auf Erden geschehen muss, werden von Mir ausgesandte Menschen auftreten, tugendsame Geistwesen mit großen Missionen, um die gehorsame (Menschheits)familie zu schaffen. Vier Generationen nach der euren werden noch vergehen, bis meine Lehre sich über den Erdkreis ausbreitet und schöne Früchte erntet.

51.  Nicht alle meine Kinder werden in der heutigen Zeit mein Kommen im Geist verstehen, noch werden sie erfahren, dass Ich die Menschheit vorbereite, um sie zu Mir zurückkehren zu lassen. Ich will, dass ihr so, wie ihr aus Mir hervorgegangen seid ─ nämlich rein ─ zurückkehrt, damit ihr in das Himmelreich eingehen könnt.

52.  Jeder Geist trägt eine Tugend in sich, die ihn vor Hinterhalt und Versuchungen bewahrt, und ein Licht, das ihn führt, welches das Gewissen ist. Wenn Ich dem Menschen Willensfreiheit gegeben habe, dann deshalb, damit er einen eigenen Willen besitzt und sich dadurch als Herr seines Lebens, seiner Taten und Mir ähnlich fühlt. Ich habe ihm meine Liebe bewiesen, indem Ich ihn zum Besitzer einer hohen Bestimmung gemacht und ihn mit Annehmlichkeiten umgeben habe, auch wenn dieses Kind nicht die Gesetze befolgt hat, die Ich ihm gegeben habe.

53.  Mein Ruf in dieser Zeit hat allen gegolten, doch sind es nur wenige, die Mir nachfolgen. Fühlt euch nicht ferne von Mir, weil ihr heute auf dieser Welt lebt. Ich will, dass ihr Mich schon in eurer Lebenswelt erkennt, dass euer Herz für jede göttliche Bekundung empfänglich ist, dass ihr Mich liebt, und dass ihr innig mit Mir vereint seid. Da ihr ─ wenn auch nur in begrenzter Form ─ meine Natur besitzt, könnt ihr Mich verstehen und große Werke tun.

54.  Der Weg, den Ich dem Geist vorgezeichnet habe, führt ihn zur Erhebung, obschon ihr auf ihm oftmals Disteln und Dornen begegnet.

55.  Wenn ihr heilige oder gerechte Menschen sucht, die euch führen, werdet ihr sie nicht finden. Wenn ihr die höchste Voll­kommenheit erstreben wollt, dann schaut Mich im Unendlichen, hält Zwiesprache mit Mir, und Ich werde euch beraten und euch inspirieren.

56.  Ihr habt zur Welt nicht von dem gesprochen, was ihr von Mir gehört habt. Doch diese materialistische und kalte Welt erwartet ein Zeichen von Mir, einen Hinweis oder ein Wort, um zu ihrem Herrn zurückzukehren und ein neues Leben zu beginnen. Die Wissenschaftler beobachten und fragen sich nach dem Grund so vieler Phänomene im Weltraum. Die Theologen wollen in meine Geheimnisse eindringen, und jeder für meine Gegenwart empfindsame Geist fragt sich, ob die Welt in ein neues Zeitalter eingegangen ist. Und Ich habe die Antwort für diese Begierigen, nach Wissen Dürstenden, denen Ich an der Quelle das Wasser zu trinken geben werde, das ihren Durst löscht.

57.  Ihr seid nun zubereitet, eure Gaben sind von Dauer. Wenn ihr die Gnade, die ihr habt, hochgeschätzt habt, so verliert sie nicht. Wenn ihr Verdienste habt, dann vermehrt sie. Denn kein Opfer wird unfruchtbar sein, noch irgendeine Anstrengung vergeblich, weil jedes Werk niedergeschrieben bleibt und es keine Hand gibt, die euer Buch auslöschen oder verändern kann.

58.  Ihr, die ihr einen Geist Israels in euch tragt, wisst, dass die Essenz, die mein Wort ausgießt, die gleiche ist wie die, die Ich euch in der Ersten und Zweiten Zeit gab. Heute zeige Ich euch die Seiten des Buches des Lebens in seinem dritten Teil, und wie die vorher­gehenden enthält er meine unendliche Weisheit.

59.  Ich bin das Buch, in dem das Leben niedergeschrieben ist und in dem alle Weisheit vorhanden ist. Kommt, klopft an meine Tür, und Ich werde euch unverzüglich öffnen. Doch will Ich in eurem Herzen wahres Verlangen nach Licht sehen. Wenn ihr fühlen solltet, dass euer Auffassungsvermögen an eine Grenze des Verständnis gelangt ist und nicht darüber hinauskommen kann, so so fürchtet nicht. Denn dann wird sich euer Geist, für den weitreichendere Horizonte existieren, über die Begrenztheit der Materie erheben, bis er jenes Licht erreicht, das er zu schauen wünschte.

60.  Wann immer der Mensch im Verlangen, sein Wissen zu vermehren, alles der Kraft seiner Intelligenz anvertraut hat, ist er an den für den menschlichen Verstand unüberwindlichen Hindernissen gescheitert. Oder er hat sich in Abgründe voller Geheimnisse gestürzt, ohne dass er seine Neugier oder seinen Wunsch, mehr Licht für seine Wissenschaft zu entdecken, befriedigen konnte.

61.  Bis heute hat den Wissenschaftlern Vergeistigung gefehlt, weshalb ihre Kenntnisse immer begrenzt gewesen sind, da sie nicht den wahren Ursprung, den Urgrund und das Prinzip all dessen, was sie studieren, zu suchen verstanden.

62.  Wahrlich, Ich sage euch, nach diesem Zeitalter einer materialistischen, egoistischen und verderblichen Wissenschaft wird eine Zeit kommen, in der die Wissenschaftler in die Geheimnisse der Natur einzudringen verstehen werden ─ geistig vorbereitet durch das Gebet, bekleidet mit Demut und Respekt, von edlen, hohen, menschlichen Ideen und Vorsätzen inspiriert.

63.  Mit großen Schritten geht die Menschheit auf das Ende dieser von der Wissenschaft des Menschen geschaffenen Welt, dieser falschen und oberflächlichen Welt zu, und es wird der Mensch sein, der mit eigener Hand das Werk zerstört, das sein Hochmut und seine Habgier aufgebaut haben.

Danach wird Stille eintreten, Meditation und dadurch Erneuerung, hochstehende Vorsätze und Ideale. Vor den Menschen wird sich ein neues Zeitalter auftun, und in dieses wird eine im Schmerz gereinigte und in der Erfahrung geläuterte Menschheit eingehen. Die Menschen werden eine neue Welt aufbauen, aber es wird eine von dem Geist geführte, vom Gewissen erleuchtete, auf den Weg meines Gesetzes gebrachte Welt sein.

64.  Ich will, dass diese Welt begreift, dass die materialistische Wissenschaft niemals das Ziel eures Daseins ist noch sein wird, da ihr mit ihr nicht einmal euer Glück auf der Erde habt erlangen können.

65.  Ihr müsst wissen, dass wenn ihr diesen Planeten verlasst, ihr nur zu einer höheren Wohnstätte gelangen könnt, wenn ihr von einer durch die Liebe, durch die Tugend vergeistigte Welt aus geht. Von einer wissenschaftlichen und materialistischen Welt aus, könnt ihr das nicht erreichen.

66.  Die vermaterialisierten Geistwesen sind in anderen Welten blind, weil sie ihre Fähigkeit, das Geistige zu verstehen, vernach­lässigt haben und damit verhindert haben, genügend feinfühlig zu werden, um das Subtile, das Reine, das Hohe, das Leuchtende wahr­zunehmen.

67.  Niemand wage es, zu leugnen, dass er in seinem Wesen geistige Aufgaben mitbringt. Nur Ich und euer Geist kennen den Pakt, der zwischen dem Vater und seinen Kindern besteht. Glaubt jedoch und wisst, dass ihr euch für alles, was Ich euch übergeben habe, vor Mir verantworten müsst, dass ihr über alle Gaben und Aufträge, die Ich euch anvertraut habe, Rechenschaft ablegen müsst, wenn ihr als Geistwesen zum ewigen Reich zurückkehrt.

68.  Da ihr einen Zeitpunkt erreicht habt, an dem ihr das Geistige Leben bereits verstehen, annehmen und begreifen könnt, habe Ich euch mein Wort gesandt, welches Lehre für den Geist ist, welches sicherer Weg und voller Licht ist, damit ihr auf ihm mit sicherem und festem Schritt zu Mir kommt, mit Geduld und Liebe wieder­gutmacht, euch des Mantels aus Unreinheiten entledigt, den ihr lange Zeit hindurch getragen habt, und immer mehr Licht erwerbt, damit ihr, wenn jene gesegnete Stunde gekommen ist, euch von dieser Welt der Prüfungen und des Kampfes entfernen, einen würdigen Einzug in das Tal tun könnt, das euch erwartet, um euch eine Ernte aus Licht und eine Frucht des Friedens zu bescheren.

69.  Ihr alle tragt mein Licht in euch, jeder Geist besitzt diese Gnade; aber während bei manchen dies Licht immer stärker wurde, anwuchs, nach außen drang, um sich kundzutun, bleibt es bei anderen nur in einem gebundenen, verborgenen, unbewussten Zustand. Doch wahrlich, Ich sage euch: Wie sehr ein Mensch auch spirituell zurückgeblieben sein mag, immer wird er zwischen dem Guten und dem Bösen unterscheiden können, weshalb ihr alle für eure Werke Mir gegenüber verantwortlich seid.

70.  Ich muss euch sagen, dass eure Verantwortlichkeit in dem Maß wächst, in dem eure Erkenntnis zunimmt, denn ihr werdet dann immer sensibler werden für die Weisungen des Gewissens.

71.  Seid ihr euch bewusst, wie sehr ihr auf der Erde eine Lehre benötigt, die euch auf erlaubte, gerechte und schlichte Weise das Verständnis erleichtert?

72.  Hier habt ihr mein Wort, Volk, das verheißene Wort, die schon in der Zweiten Zeit von Mir angekündigte Botschaft ─ jene, deren Essenz der Geist der Wahrheit sein würde, das göttliche Licht,  das kommen würde, um jedes Geheimnis aufzuklären, das der Verstand der Menschen nicht zu durchdringen vermochte.

Mein Friede sei mit euch!