Autor: Cristina Marti Schneider

  • Über das geistige Gebet

    Israel! Ich habe nur zu eurem Geist gesprochen, habe ihn gestärkt und geheilt. Es ist mein Wille, dass diese Kraft, dass dieses Licht, das wie Heilbalsam über jeden einzelnen eurer Geister ausgegossen wird, auch von eurem Körper empfunden wird, dass auch euer Fleisch an diesem Frieden teilhat, dass eure Gehirne von diesem Licht erleuchtet werden, dass euer Blut durch dieses Leben gestärkt wird und dass auch eure Leiden durch diesen Heilbalsam gelindert werden.

    Ich habe eurem Geist das Brot gereicht; er möge das Brot des ewigen Lebens essen; er möge sich mit allem, was der Geist benötigt kleiden, und es ist mein Wille, dass auch euer Fleisch sich mit Tugend, mit Moral und mit Kraft bekleidet; dass euer Geist auch das Fleisch erhebe und es nähre und zur Erfüllung der materiellen Pflichten führe, dass er ihm die Kraft und Nahrung spüren lasse, die er selbst durch das Hören meines Wortes empfangen hat.

    Mit diesen Worten will der Meister folgendes sagen: Was euer Geist empfängt, das empfängt auch eure Körpermaterie. Ich lehre euch: Esst, mein Volk, esst; denn wenn nur euer Geist vor meine Füße tritt, so betrachte Ich durch euren Geist (auch) eure materiellen Bedürfnisse. Durch euren Geist erblicke und spüre Ich euer Schicksal, eure Klagen, alle eure Bitten und eure Nöte, und es ist nicht nötig, dass ihr sie Mir Punkt für Punkt auflistet, denn Ich sehe, dass eure Listen unvollständig sind; Ihr habt mich nicht um alles gebeten, was ihr benötigt, denn nicht einmal ihr selbst wisst, was ihr braucht. Doch Ich bin derjenige, der alles spürt, was ihr benötigt – nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Zukunft.

    Lasst euren Geist sich stets vor Mir niederwerfen, wenn er kommt, um mich um Vergebung zu bitten und sich in meine Arme wirft, wenn er zerknirscht und reumütig ist; denn alles andere weiß Ich in Wahrheit und im Geist – so wie Ich in diesem Augenblick von meinem hohen Thron aus die Gaben des Friedens, des Lichts, der Kraft, des Heilbalsams, der Eintracht, der Vergebung, der Annäherung der abwesenden Wesen und der Lösung von Prüfungen ausgegossen habe; und Ich habe auch Läuterungen (eures Geistes) bewirkt; und Ich habe eure Heime gesegnet und eure Kranken.

    Ich habe meinen Segen und meinen väterlichen Kuss der gesegneten Kindheit gegeben, die ihr Mir vor Augen führt; Ich überreiche dem Greis noch einmal den Stab und habe einen unsichtbaren Wächter zur Rechten der Jungfrauen und der ganzen Jugend zurückgelassen; Ich schenke der Frau, der Ehefrau, der Mutter der Familie, der Frau, die durch die Schicksalsschläge des Lebens, durch Undankbarkeit und Leiden in Erschöpfung gerät, Kraft sowie eine Liebkosung.

    Ich bin gekommen, um euch einen Kelch zu reichen, doch keinen Kelch der Bitterkeit, sondern einen Kelch mit Honig für eure Lippen, damit ihr Geduld habt, damit ihr inmitten so vieler Leiden und Bitterkeiten diese Liebe kostet, die aus dem Jenseits herabkommt, und damit ihr genügend Kraft und Licht habt, um Schritt für Schritt eure Bestimmung zu erfüllen. Doch es werden nicht die Euren sein, die euch hier (auf Erden) krönen; denn diese Krone bestünde nur aus Dornen, aus Undankbarkeit, aus vergänglichen, flüchtigen Blumen. Ich bin es, der euch die wahre Krone auf die Schläfen setzen wird.

    Folge jeder seinem Schicksal, seiner Mission und seinem Weg mit der Kraft, die Ich euch in diesem Augenblick schenke, und nehmt meinen Segen und meine Vergebung in meinem Namen, denn Ich bin der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

    Unveröffentlichte Unterweisung aus der Versammlungsstätte „El Redentor“, Sonntag, 19. September 1948

  • Unterweisung 339

    1. Ihr kommt mit vorbereitetem Geist zu Mir, voller Demut und Sanftmut, um an die Türen Dessen zu klopfen, welcher Liebe und ewige Vergebung für seine Kinder ist. Und ihr erwartet sehnsuchtsvoll ein Wort, das eure Schmerzen lindert, das auf eure Klagen antwortet, oder welches in eurer Finsternis Licht entzündet, um euch glücklich zu fühlen.

    2. Ich sehe euch von verschiedenen Wegen herbeikommen, jeder eine andere Bestimmung erfüllend. Aber ihr alle strebt auf das gleiche Ziel zu und sucht mit Mir eins zu werden, um euch der Vollkommenheit nahe zu fühlen. Und freudig empfangt ihr mein Wort, das euch gleichzeitig liebkost und korrigiert. Ihr legt es in seinem wirklichen Sinn aus und beginnt, Mich aufrichtig zu lieben. Ihr befürchtet nichts mehr von Mir, wie ihr es in anderen Zeiten tatet, weil ihr heute wisst, dass Ich vollkommene Liebe und Gerechtigkeit bin, dass Ich euch nicht strafe, und dass es ihr selbst seid, die ihr fürchten müsst, weil ihr schwach seid und schwere Fehler begeht, derentwegen ihr später Tränen vergießen und zu einem sehr hohen Preis wiedergutmachen müsst. Doch diese Erfahrung lässt euch wachsam leben, um die Fehltritte zu vermeiden, die den Geist beunruhigen und Leid verursachen.

    3. Jeder, der dies so verstanden hat, ist auf dem richtigen Weg. Ihr vollbringt noch keine Werke von höchster Vollkommenheit, aber ihr seid auf dem Weg, sie zu tun, weil ihr meine Jünger seid. Das Licht hat eure Zweifel zerstreut, die Stärke hat die Schwachheit überwunden und das Vertrauen bringt euch dazu, euch mit wahrer Liebe der Erfüllung eurer Bestimmung zu widmen.

    4. Ihr betretet nun unmerklich den geistigen Pfad, das Leben in Einfachheit und Lauterkeit, das Ich von euch verlangt habe, und ihr fühlt euch in diesem neuen Leben zufrieden. Ihr fragt euch nicht mehr, warum Ich zu euch zurückgekommen bin, oder ob mein Wort euch etwa einen neuen Weg weist. Heute wisst ihr, dass das, was Ich euch in der Zweiten Zeit gesagt habe, nicht alles war, was Ich euch lehren musste, dass die Lektion nicht abgeschlossen war, und dass Ich für euch eine Gnadenzeit aufbewahrt hatte, in der Ich meine Unterweisungen wiederaufnehmen musste, um euch den Weg zu zeigen, der zum Geistigen Leben führt, die wahre Zwiesprache mit Mir und die Erklärung meiner in jener Zeit, in der Ich unter euch wohnte, gegebenen Worte, die von euch noch nicht verstanden worden sind.

    5. Meditiert (darüber), und ihr werdet schließlich begreifen, dass ihr weder in der Ersten, noch in der Zweiten Zeit fähig wart, eine so große Lektion zu erfassen, zu erfühlen und zu glauben. Doch der Vater, welcher Herr der Zeit und der Ewigkeit ist, hat euch auf dem Weg des Lebens mit höchster Geduld und Weisheit an der Hand genommen, ohne irgendeine Übereilung, und heute seid ihr in ein neues Zeitalter eingetreten.

    6. Jetzt ist die Zeit des Heiligen Geistes, die bald ihren Höhepunkt erreicht ─ die Zeit der großen Offenbarungen und der Gerechtigkeit, in der die Schleier vieler Geheimnisse gelüftet werden, um ganz Licht und Klarheit zu sein!

    7. Ich habe euch die Augen geöffnet, damit ihr über das hinausgeht, was ihr gekannt habt, und ihr in meine geheime Schatzkammer eintreten könnt; denn Ich, der Vater, bin kein Geheimnis für meine Kinder. Ich will von euch in vollkommener und vollständiger Weise erkannt und geliebt werden, so wie Ich euch liebe. Noch bin Ich nicht geliebt und verehrt worden, wie es Mir zukommt, und ihr wisst nicht, wie viel Freude ihr meinem Geist durch einen Augenblick des Verständnis und der Einhaltung des Gesetzes bereiten würdet.

    8. Seit eurem Kommen zur Erde habt ihr meine Kundgebungen im Fassungsbereich eures Verstandesvermögens gehabt, aber als ihr die ersten Schritte auf dem Entwicklungsweg tatet, war euer Verständnis noch sehr klein, so wie das Kind bei seiner Geburt klein ist. Ich musste Mich begrenzen, um gesehen und gehört zu werden, damit ihr Mich verstehen könntet.

    9. Ich offenbarte Mich in den ersten Zeiten nicht völlig, weil eure Vernunft verwirrt worden wäre, und euer ganzes Wesen sich zermalmt gefühlt hätte. Daher habe Ich euch während langer Zeitalter vorbereitet und euch an den Anfang des Weges gestellt, um ihn Schritt für Schritt zurückzulegen, und damit ihr so zu diesem Zeitabschnitt gelangen würdet, in dem ihr euren Vater besser verstehen und lieben könnt.

    10. Zu allen Zeiten habe Ich Boten zu dieser Welt gesandt, die vom Überleben des Geistes, von seiner Unsterblichkeit und vom höheren Leben gesprochen haben, das dieser erlangt, wenn er sich vervollkommnet hat. Von den ersten Tagen an, in denen der Mensch die Erde bewohnte und Merkmale von Unschuld zeigte, wie in denen größerer Sündhaftigkeit, und jetzt in diesen von Materialismus und falscher Wissenschaft, haben meine geistigen Botschafter Beweise des hohen Grades an Erhebung gegeben, in welchem der Geist lebt, der sich in ständiger Zwiesprache mit seinem Herrn zu erhalten verstanden hat.

    11. Doch die Boten der Ersten Zeiten vermochten der Menschheit nicht die großen Zeiträume zu erklären, welche der Geist durchlebt, und sein Leben im Jenseits. Die Patriarchen, die sich in der Tugend, in der Liebe zu ihrem Schöpfer zu erhalten verstanden, begnügten sich damit, ihre Familie, ihren Stamm oder ihr Volk auf dem Weg der Gerechtigkeit und der Rechtschaffenheit zu führen. Doch obwohl sie die Kenntnis von der Existenz ihres geistigen, universellen Gottes ─ das intuitive Wissen von einem höheren Leben für den Geist im Jenseits ─ hatten, konnten sie bei all ihrem Licht und ihrer Tugend nicht den Entwicklungsweg des Geistes und den Grund für seine großen Prüfungen offenbaren.

    12. Die Propheten sprachen mit großer Wahrhaftigkeit, fast immer kamen sie zur Erde in Zeiten der Verwirrung und Verirrung. Sie warnten die Völker und forderten sie zur Reue und zur Umkehr auf, wobei sie große Heimsuchungen der Gerechtigkeit ankündigten, wenn sie sich nicht dem Guten zuwandten. Bei anderen Gelegenheiten sagten sie Segnungen voraus für die Befolgung und den Gehorsam gegenüber dem Göttlichen Gesetz. Doch was jene Propheten sprachen, war eine Ermahnung zur Ausübung des Guten, der Gerechtigkeit und der gegenseitigen Achtung. Sie offenbarten nicht das Leben des Geistes, seine Bestimmung und seine Entwicklung. Nicht einmal Moses, den Ich erwählte, um ihn zu meinem Stellvertreter zu machen, und durch dessen Vermittlung Ich das Gesetz für alle Zeiten übergab, sprach zu euch vom Geistigen Leben.

    13. Das Gesetz des Vaters enthält Weisheit und Gerechtigkeit. Es lehrt den Menschen, in Frieden zu leben, sich untereinander zu lieben und zu respektieren und sich als Menschen in meinen Augen als würdig zu erweisen. Aber Moses zeigte der Menschheit nicht, was es jenseits der Schwelle des körperlichen Todes gibt, noch wie die Wiedergutmachung der ungehorsamen Geistwesen beschaffen ist oder die Belohnung für die in ihrer Lebensaufgabe Klugen und Eifrigen.

    14. Später regierte David, erfüllt von Gaben und Inspirationen, und in seinen Augenblicken der Erhebung, in seinen Verzückungen vernahm er Hymnen und geistige Lieder, aus denen er die Psalmen schuf. Mit ihnen sollte er das Volk Israel dazu einladen, zu beten und seinem Herrn die beste Opfergabe seines Herzens zu schenken. Doch David konnte mit all seiner Liebe und Inspiration dem Volk nicht die wunderbare Existenz der Geistwesen, ihre Entwicklung und ihr Ziel offenbaren.

    15. Und Salomon, der ihm in der Herrschaft nachfolgte und gleichfalls die großen Gaben der Weisheit und Macht bewies, die ihm verliehen worden waren, um derentwillen er geliebt und bewundert wurde, und dessen Ratschlägen, Urteilen und Aussprüchen noch heute gedacht wird ─ wenn sein Volk sich an ihn gewandt und ihn gefragt hätte: „Herr, wie ist das Geistige Leben beschaffen? Was gibt es jenseits des Todes? Was ist der Geist?“ Salomon in all seiner Weisheit hätte darauf nicht antworten können.

    16. Aber wahrlich, Ich sage euch: Moses mit seinem Eifer und Gehorsam, die Propheten mit ihren Warnungen, die Patriarchen mit ihrem Beispiel, die Berater, die Gelehrten und die Richter mit ihren heilsamen Ratschlägen und ihrem guten Urteilen hinterließen euch ihr Vorbild, damit ihr ─ ihm folgend ─ bewirken würdet, dass eure ersten Schritte von dieser Erde auf dem Weg zum Gelobten Land des Jenseits sicher sein würden. Ihr solltet damit beginnen, das Gute auf dieser Welt auszuüben, solltet gerecht unter euch sein, um auf der Erde Gerechtigkeit zu finden. Hier fandet ihr die Frucht oder die Ernte eurer Arbeit. Diese Wohnstätte war für den Menschen in jenen Zeiten ein Abglanz, ein Abbild des ewigen Lebens des Geistes.

    17. Später kam der Messias, indem Er Mensch wurde, um eine neue Zeit zu eröffnen und der Menschheit eine neue Lektion zu geben, in der Er ihr große Offenbarungen zu machen hatte, um ihr zu sagen: „Ihr seid die Kinder des Lichts, und Ich verwandle euch in meine Jünger. Wahrlich, Ich sage euch: Alles, was ihr Mich tun seht, könnt auch ihr im Namen des Vaters tun.“ Und in Wahrheit besaß der Messias, in dem sich mein Geist kundtat, den Schlüssel, um die Tore zum Zweiten Zeitalter zu öffnen, und die Macht, um die Siegel zu lösen, die das Buch des Lebens, der Weisheit, der Gerechtigkeit und der Ewigkeit verschlossen.

    18. Vor seiner Ankunft ließ Ich zu, dass die Menschenwelt von der Geistigen Welt besucht würde. Im Gefolge des Meisters wirkten Geistwesen des Lichts und großer Erhebung und auch solche von geringer Erhebung. Die einen wie die anderen waren in dieser Zeit zugegen. Die Ersteren zeigten sich als demütige Diener voller Ergebenheit; unter ihnen war jener, welcher Maria ihre hohe Bestimmung ankündigte, in ihrem reinsten Schoß das Wort des Vaters zu empfangen. Ein anderer besuchte die Hirten von Bethlehem, um ihnen die Nachricht von der Geburt des Heilands zu geben, und ein weiterer Bote warnte die Heilige Familie vor der Gefahr, die ihr drohte, und führte und beschützte sie auf der Flucht nach Ägypten.

    19. Viele Manifestationen wurden in dieser Zeit mit Jubel und dem Glauben vieler erblickt. Doch andere ─ feindselig und ungläubig gegenüber dem Geistigen Leben ─ bezweifelten und leugneten diese Wahrheit. Aber meine Geistigen Heerscharen, die losgelöst waren, wurden vom Licht angezogen, das der Meister ausstrahlte.

    20. Wesen des Lichts im Dienst des göttlichen Werkes und andere, die rebellisch und unwissend waren, machten sich überall bemerkbar, und unter jener Menschheit traten die Besessenen in Erscheinung, welche die Wissenschaft nicht zu befreien vermochte und die vom Volk verstoßen wurden. Weder die Lehrer des Gesetzes noch die Wissenschaftler vermochten jenen Kranken die Gesundheit zurückzugeben.

    21. Doch all dies war von Mir vorgesehen, um euch zu lehren und euch Liebesbeweise zu geben. Ich gewährte euch durch Jesus die Heilung dieser Geschöpfe, zum Erstaunen vieler. Die Ungläubigen, die von der Macht Jesu sprechen gehört hatten und die um seine Wundertaten wussten, verlangten nach den schwierigsten Beweisen, um Ihn einen Augenblick unsicher zu machen und zu beweisen, dass Er nicht unfehlbar sei. Doch diese Befreiung der Besessenen, die Tatsache, dass Ich sie in den Zustand normaler Menschenwesen zurückversetzte, nur indem Ich sie berührte oder anblickte oder ein Befehlswort an sie richtete, damit jene Geistwesen deren Verstand verlassen und beide von ihrer schweren Last befreit sein würden, verwirrte jene. Angesichts dieser Macht zeigten die Pharisäer, die Wissenschaftler, die Schriftgelehrten und die Zöllner unterschiedliche Reaktionen. Die einen anerkannten die Vollmacht Jesu, andere schrieben seine Macht unbekannten Einflüssen zu, wieder andere vermochten nichts dazu zu sagen. Aber die Kranken, die geheilt worden waren, segneten seinen Namen. Manche waren von einem einzigen Geist besessen gewesen, andere von sieben, wie Maria aus Magdala, und einige von einer so großen Zahl, dass sie selbst sagten, eine Legion zu sein.

    22. Während des ganzen Lebens des Meisters folgte eine geistige Manifestation auf die andere. Die einen wurden von den zwölf Jüngern miterlebt, andere vom Volk ─ im Freien und in den Heimen. Es war eine Zeit der Wundertaten, der Wunder. Männer und Frauen empfingen Zeichen und Rufe aus dem Jenseits. Die Alten und die Kinder waren gleichfalls Zeugen dieser Erscheinungen, und in den Tagen, die dem Kreuzestod des Erlösers vorangingen, drang das Himmlische Licht in die Herzen der Menschen; die Wesen des Geistigen Tales riefen die Herzen der Menschen; und am Tag, an dem der Meister seinen letzten Atemzug als Mensch tat und sein Licht in alle Höhlen und in alle Winkel eindrang, in die materiellen und geistigen Wohnstätten, auf der Suche  nach den Wesen, die Ihn seit langem erwarteten ─ vermaterialisierte, verwirrte und kranke Wesen, die vom Weg abgeirrt waren, gebunden mit Ketten der Gewissensbisse, Lasten der Ungerechtigkeit mit sich schleppend, und andere Geistwesen, die tot zu sein glaubten und an ihre Körper gebunden waren ─ da erwachten alle aus ihrem tiefen Schlaf und erhoben sich zum Leben. Aber bevor sie diese Erde verließen, gaben sie jenen, die ihre Angehörigen gewesen waren, ein Zeugnis ihrer Auferstehung und ihres Daseins, und dadurch erlebte die Welt diese Manifestationen in jener Nacht der Trauer und des Schmerzes. Die Herzen der Menschen erbebten, und die Kinder weinten angesichts jener, die seit langem tot waren und an diesem Tag nur für einen Augenblick zurückkehrten, um von jenem Meister Zeugnis abzulegen, der zur Erde herabgekommen war, um seinen Liebessamen auszustreuen, und der zugleich die geistigen Felder bestellte, welche von unendlich vielen Geistwesen bewohnt waren, die gleichfalls seine Kinder waren und die Er heilte und von ihrer Unwissenheit befreite.

    23. Die Kenntnis dieser Tatsachen wurde von einer Generation zur nächsten weitergegeben, und die Apostel gingen auf den Wegen der Welt, öffneten jener schlafenden Menschheit die Augen, zeigten den Pfad, der zu einem höheren Leben führt, schlugen eine Bresche zum Jenseits und erklärten die Lehre ihres Meisters. Auch sie befreiten die Besessenen, heilten die Kranken nicht nur des Körpers, sondern auch des Geistes. Sie ermutigten und blickten mit Mitleid sowohl auf die, welche diese Welt bewohnen, als auch auf jene, die in einer fernen Welt leben. Sie fühlten den Schmerz der einen wie der anderen, weil es für den, der liebt, keinen fremden, noch fernen Schmerz gibt. Wer sich zubereitet, vermag die Klage, die Bitte oder die Not wahrzunehmen, wo diese auch sind. Und diese Jünger unterwiesen andere, damit sie ihnen in der Erfüllung ihrer Mission auf der Erde nachfolgen würden.

    24. Ich erlaubte diese Manifestationen, damit die Welt meditieren und erkennen würde, dass der Geist nicht stirbt, dass sein Leben ewig ist, und dass er auf jeder Wohnstatt, auf der er wohnt, einen vorgezeichneten Weg hat, ihm seine Pflichten angewiesen worden sind, und er eine Aufgabe zu erfüllen hat.

    25. Ich kehrte selbst nach der Kreuzigung zurück, um Zeugnis von meiner Wahrheit abzulegen und den Unglauben der Menschheit zu überwinden. Und selbst unter meinen Jüngern musste Ich Mich zeigen, um zu beweisen, dass Ich das Leben bin, und mein Leben in allem Geschaffenen ist. Ich bewirkte, dass jene Nachfolger von Mir Mich sahen und ihre Finger Mich berührten, um sie von ihrer Qual zu befreien. Denn nachdem Ich mein Werk auf Golgatha vollbracht hatte, waren sie verstört, und es war notwendig, dass meine Gegenwart sie tröstete und ermutigte. Doch dies war nicht der ganze Sinn dieses Geschehens, es war eine Vorwegnahme meines erneuten Kommens, eine Lektion von tiefer Bedeutung, die Ich euch gab, als Ich zum Staunen und zur Freude jener geliebten Jünger im Geist erschien. Da erkannten sie, dass eine Zeit kommen würde, in der Ich auf diese Weise ─ geistig kommen würde, um alles zu erklären und euch eine neue Botschaft zu bringen.

    26. Folgendes sagte Ich euch in jener Zeit: „Was Ich euch gesagt habe, ist nicht alles, was Ich euch lehren muss. Damit ihr alles erfahrt, muss Ich zuerst hinweggehen und euch den Geist der Wahrheit senden, damit Er alles erklärt, was Ich gesagt und getan habe. Ich verspreche euch den Tröster in den Zeiten der Prüfung.“ Doch jener Tröster, jener Erklärer, bin Ich Selbst, der zurückkehrt, um euch zu erleuchten und euch zu helfen, die vergangenen Unterweisungen und diese neue zu verstehen, die Ich euch jetzt bringe.

    27. Ich bin es, der die Dritte Zeit eröffnet hat, damit ihr, indem ihr ein gründliches Studium vollzieht, den Grund für alle meine Manifestationen erkennt und die Erkenntnis meiner Offenbarungen habt.

    28. In der Zweiten Zeit ─ während der Jahre, in denen Ich auf dieser Welt lebte ─ war Ich von übernatürlichen Ereignissen, Geschehnissen und Geschöpfen umgeben, und all dies sprach von der Bedeutung dieses Zeitabschnittes, von der Verwirklichung meiner Verheißungen, die der vielgeliebten Menschheit seit Anbeginn der Zeiten gemacht worden waren. Und heute, da Ich euch eine weitere Lektion bringe und euch das Geistige Leben kennenlernen lasse, gebe Ich euch Fähigkeiten und Gaben, damit ihr zu geistigen Ärzten werdet und auf diesem Weg unermüdliche Sämänner, Lehrer der wahren Weisheit seid. Und für diese Mission habe Ich an erster Stelle das Volk Israel erwählt, damit dieses es sei, welches die anderen Völker unterweist.

    29. Die Menschheit von heute, so groß an Zahl sie in euren Augen auch ist, ist sehr klein im Vergleich mit der Welt der Geistwesen, die sie umgibt. Mit welcher Macht dringen jene Legionen auf die Wege der Menschen ein; doch diese nehmen jene Welt, die sie umwogt, nicht wahr, fühlen und hören sie nicht.

    30. Ich bereite euch vor, meine Jünger, damit ihr in jedem Geist Licht entzündet, damit ihr einander wahre Freunde, Geschwister, Ratgeber und Ärzte seid, und eure Intuition wird euch sagen, wer um euch ist und was ihre Nöte, ihre Mission oder Wiedergutmachung ist. Ihr jedoch, mit diesem großen Werk beschäftigt, sollt die Bestimmung achten und lieben, die Ich jedem Wesen zugewiesen habe, und sollt nicht in Wissenschaften eindringen, die euch vom hohen Platz herabsinken lassen, auf den euch Meine Barmherzigkeit gestellt hat.

    31. Ihr seid nicht mehr unwissend. Heute geht ihr festen Schrittes, weil ihr euer Werk schon vor langer Zeit begonnen habt. Von den Tagen der Patriarchen und der Propheten an und danach jenen von Moses, in denen ihr weise geführt und beraten wurdet, sind alle eure Handlungen, Gebete und Worte aufgeschrieben worden und spiegeln sich im Geist wider. Sie waren der Grund, der euch würdig machte, meine ersten großen Offenbarungen und auch meine Ankünfte zu empfangen.

    32. Meine Kundgabe in dieser Zeit wird nicht unfruchtbar sein, und für die, welche Mich gehört haben und meine Unterweisungen genutzt haben, wird sie ein Schatz an Früchten von gutem Geschmack sein. Wenn Ich aufhöre, Mich mittels des Menschen kundzugeben, werde Ich meine Zeugen, meine Jünger zurücklassen, die weiterhin arbeiten werden, und danach werde Ich aus dem Schoß dieses Volkes neue Generationen von Sämännern hervorgehen lassen, die diesen Samen sich vervielfältigen lassen werden.

    33. Ich lade euch ein, euch die glücklichen Tage der Patriarchen in Erinnerung zu rufen. Stellt euch für einen Augenblick vor, wie ihr ein tugendsames und einfaches Leben wie jenes führt, in welchem der Friede, das Wohlergehen und die Warmherzigkeit regierten. Vergegenwärtigt euch die glücklichen Zeiten, in denen der Mensch sich durch seinen Glauben und seine Tugend gesund und stark an Geist und Körpermaterie zu erhalten wusste und Mich in der Gerechtigkeit, in der Tatkraft und in der Stärke darzustellen verstand. Jene Zeiten, in denen auch die Frau voller Tugenden, Zärtlichkeit, moralischer Kraft, Schönheit in ihrem Geist und an ihrem Körper war, Schoß und Wiege, Quelle von Güte und Beispiel von Erbarmenfür ihre Kinder, ihren Gatten und ihre Eltern war.

    34. Erinnert euch an jene Zeiten, in denen das Dach der einen sich ausdehnte, um die anderen zu schützen, in denen Gastfreundschaft und Barmherzigkeit, Liebe und Respekt existierte. Wenn ihr diese Tage wieder erlebt und euch den Wunsch zu eigen macht, den Nächsten zu lieben und ihm zu dienen, den Frieden eures Volkes, den Frieden eures Herzens und eures Heimes zu fördern, werde Ich andere Völker einladen, an dieser Freude teilzuhaben. Und dort  in eurer Gesellschaft werden sie Geschwisterlichkeit und Freundschaft finden, in eurem Herzen Aufrichtigkeit. Unter eurem Dach werden sie Ehrenhaftigkeit und Moral finden, auf eurem Tisch Segensgaben, und in eurem Wort Licht und Wahrheit. Und nachdem jene sich nach Frieden sehnenden Völker euch besucht und an eurem geistigen Ideal teilgehabt haben, werden sie auf ihren weiten oder kurzen Wegen in ihre Länder zurückkehren und eine Spur, ein Beispiel von Vergeistigung und von Wahrhaftigkeit mitnehmen. Es wird in ihnen das Bedürfnis entstehen, wie ihr zu sein, weil sie bei euch das Geheimnis des Friedens, der Gesundheit, der Freude entdeckt haben, welches ihr in der Erfüllung meiner Gesetze und in der Vergeistigung gefunden habt, welche Schlichtheit, Erhebung und Wahrhaftigkeit bei allen Handlungen ist.

    35. Seht ihr diese Menschheit, die sich in ihrer Ungewissheit und in ihrem Schmerz herumschlägt? Fühlt ihr jenen Mantel der Schwere, düsterer Vorahnungen, der euren Planeten umhüllt? Der Meister sagt euch: Jene Welt, die keine Kenntnis von meiner Wiederkunft hat, noch durch mein Wort inspiriert lebt ─ wie fern fühlt sie sich vom Geistigen Leben! Aber auch für die Erleuchtung ihrer Bewohner wird ein Beweis, ein Ruf genügen, damit sie umkehren und erkennen, dass die einzige Aufgabe, welche ihr Geist auf der Erde hat, darin besteht, sich durch die Prüfungen, die Ich ihm sende, zu vervollkommnen.

    36. Viele werden diese große Wahrheit erkennen, bevor sie ihren Körper in der Erde zurückgelassen und die Schwellen jenes Tales überschritten haben, dass alle erwartet. Die Menschheit ist nur einen Schritt weit von dieser Erkenntnis entfernt. Die Schleier werden zerrissen werden, und die Augen aller werden sich öffnen, um sich der verborgenen Schatzkammer gegenüber zu befinden, und diese Welt, die ihr für so groß haltet ─ mit ihren weiten Kontinenten, ihren so ausgedehnten Meeren wie auch ihren Wüsten, ihren so langen Wegen, ihren für euch unerreichbaren Menschen, ihren so unbegreiflichen Rassen ─ wird durch eine Lehre, durch ein Wort, durch eine Offenbarung besiegt werden. Doch dies wird keine Spuren von Blut, von Tod oder Schmerz hinterlassen.

    37. Der Mensch wird durch ein Wort erleuchtet werden, dass wie Feuer verzehrt. Aber dieses Feuer wird aus Liebe bestehen, und die Spur, die es auf seinem Weg hinterlässt, wird aus Leben, Gesundheit, Trost und Frieden bestehen. Diese Lehre ist mein Gesetz, mein Wort und mein ewiges Werk, das Ich ein weiteres Mal meinen Kindern anbiete, und es wird mit Macht aus den Herzen aller hervorbrechen, weil es in jedem Geist geschrieben ist, und sein Siegel unauslöschlich ist.

    38. Wie wird der Beginn dieser Arbeit sein, und wie wird dieses Wissen zu den Menschen gelangen? Alles habe Ich in vollkommener Weise vorbereitet: Einen großen Teil davon übernehme Ich selbst. Euch jedoch und meine Geistigen Heerscharen lasse Ich an diesem Werk teilhaben, ebenso wie meine Boten, denen Ich unendlich viele Missionen anvertraut habe, damit ihr euch als Legionen des Lichts aufmacht, um diese Offenbarung und Erklärung der geistigen Kundgebungen zu bringen, die in den vergangenen Zeiten und in der gegenwärtigen Ära Wirklichkeit geworden sind, in der nur sehr wenige deren Tragweite geahnt haben. Doch dieses Licht soll zu allen gelangen ohne Unterscheidung von Gesellschaftsklassen oder Rassen. Denn ihr sollt euch nicht aus Furcht vor dem Urteil oder der Strafe der Ungläubigen zurückhalten.

    39. Ich werde euch die Anweisung geben, wann ihr euch an die Arbeit machen sollt; denn es wird eine Zeit so großer und klarer Zeichen sein, dass ihr den Ruf der Geistigen Welt und den Ruf dieser Welt hören werdet, die mit ihren Ereignissen anzeigen wird, dass die Stunde eures Kampfes gekommen ist. Ich werde zu euch von Geist zu Geist sprechen und euch auf dem Weg führen. Doch Ich will, dass ihr, bevor ihr zur Menschheit als Lehrer kommt, als Ärzte zu ihr gelangt, und wenn ihr dann ihr Leid gestillt habt, wird sie aus dem Quell der reinen Wasser meines Wortes trinken können. Sucht zuerst die Wunde, den Schmerz oder die Krankheit und heilt ihre Leiden, um euch danach ihrem Geist zuzuwenden.

    40. Geht zu euren Geschwistern wie Jesus in der Zweiten Zeit und bringt vor meinem Wort den Heilbalsam. Doch worin besteht der Heilbalsam, oh Jünger? Ist es etwa das Wasser der Quellen, das gesegnet und in Medizin für die Kranken verwandelt wird? Nein, Volk. Jener Heilbalsam, von dem Ich zu euch spreche, ist in eurem Herzen. Dort habe Ich ihn als kostbare Essenz hineingelegt, und nur die Liebe kann ihn erschließen, damit er unaufhaltsam herausströmt. Wenn ihr ihn über irgendeinen Kranken ausgießen möchtet, werden es nicht eure Hände sein, die heilen, sondern der Geist, der von Liebe, Barmherzigkeit und Trost überfließt. Dort, wohin ihr eure Gedanken richtet, wird das Wunder geschehen.

    41. Auf die Wesen und Elemente der Natur könnt ihr auf vielfache Weise einwirken, um allen Trost zu bringen. Doch sage Ich euch auch dies: Fürchtet euch nicht vor den Krankheiten und seid mit allen geduldig und barmherzig. Was die Besessenen und die in ihrem menschlichen Verstand Verwirrten anbetrifft, könnt ihr gleichfalls heilen, weil ihr diese Fähigkeit besitzt und sie in den Dienst jener Wesen stellen sollt, die in Verzweiflung und in Vergessenheit geraten sind. Befreit sie und offenbart diese Vollmacht vor den Glaubenslosen. Es ist eine der großen Missionen dieses Volkes, das Licht dorthin zu bringen, wo Finsternis ist, jede Knechtschaft und jede Ungerechtigkeit zu brechen und diese Welt dazu zu bringen, ihren Herrn zu erkennen und sich selbst, ihr Inneres zu erblicken, in voller Erkenntnis der Wahrheit.

    42. Helft jenen, die in ihrem Wahn glauben, noch zu dieser Welt zu gehören und in ihrem Geist verstört und verwirrt leben, mit Liebe aus ihrem großen Irrtum herauszufinden. Wendet keine Gewalt an, sondern erfüllt euer Herz mit Zärtlichkeit und Mitleid, um alle Wesen richtig zu behandeln.

    43. Habt ihr diesen verwirrten Wesen etwa kein Licht und keinen Trost gebracht? Doch, sagt euch der Meister. Seit Ich euch dieses Wissen gegeben habe, habt ihr den Weg dieser Geschöpfe erhellt. Doch wie groß muss euer Glaube und euer Gebet sein, damit ihr diese Geistwesen bekehrt.

    44. Der Kampf, in dem die Finsternis niedergeworfen wird, ist bereits von einer Welt zur anderen entbrannt. Die große Schlacht findet im Universum statt, und es ist notwendig, dass der Mensch davon überzeugt wird, damit er seine Waffen ergreifen kann. Solange die Welt sich vorbereitet und der letzten Prüfung entgegengeht, die ihr das Licht bringen wird, sollt ihr beten, wachen und allen Notleidenden den Heilbalsam bringen. Geht in eurem Gebet zu ihnen und gebt ihnen unter eurem geistigen Mantel Schutz. Denn während ihr euer Wesen in Liebe verströmt, werde Ich das ganze Universum mit meinem Geist umfangen.

    45. Betet, Volk, lasst nicht einen Augenblick lang den Mut sinken angesichts der Nähe meines Abschieds. Stärkt euch an meinem Wort und bittet um den Frieden der Nationen.

    46. Versucht gar nicht erst herauszufinden, wer ihr gestern wart und wer ihr morgen sein werdet. Denkt nur daran, dass ihr wart, dass ihr seid, und dass ihr sein werdet, und dass ihr zu Mir gelangen werdet auf dem Weg, den Ich euch vorgezeichnet habe; dass ihr der Geist Israels seid, das auserwählte Volk, um hohe Aufgaben innerhalb meines Werkes innezuhaben. Arbeitet, damit ihr Frieden auf der Erde und Herrlichkeit im Jenseits erlangt.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 340

    1. Mit Liebe und Barmherzigkeit erinnere Ich euch an meine Worte, die Ich euch in der Zweiten Zeit gab, in der Ich euch lehrte, einander zu lieben und deutliche Spuren meiner Liebe auf eurem Weg zu hinterlassen.

    2. Ich lehrte euch, euren Gott mehr als alles Geschaffene zu lieben. Doch in dieser Dritten Zeit wende Ich Mich erneut an euren Geist, um ihm meine Liebe, mein Licht und meine Barmherzigkeit zu schenken.

    3. Entfernt euch nicht von meinem Schoß, denn ihr wisst nicht, was die Zukunft euch bringen wird, und Ich will nicht, dass ihr in jener Zeit schwach seid. Ihr seid das auserwählte Volk, das aufbrechen wird, um der Welt den sicheren Weg zu zeigen und ihr Silbe für Silbe die Unterweisung zu übergeben, die Ich euch anvertraut habe. Doch mein Werk ist keine weitere Religion ─ die Menschen sind es gewesen, welche die Religionen entsprechend ihrer Intelligenz geschaffen haben. Mein Werk ist eine Lehre, ist ein Gesetz, dass Ich euch seit Anbeginn der Zeiten gebracht habe.

    4. In dieser Zeit leert die Menschheit den Leidenskelch und sagt: „Es ist Strafe Gottes.“ Doch der Vater sagt euch: Ich bin Liebe und bestrafe euch nicht. Ihr selbst seid es, die sich ihre Läuterung erwirkt haben. In dieser Zeit gebe Ich euch die Unterweisung, und diese empfangt ihr durch das Wort, durch die Intuition, die Sehergabe und die Offenbarung. Ich stärke euren Geist, damit er nicht durch die Versuchung überrascht wird, welche euch immer vom Weg des Lichts abbringen will.

    5. Ich vernehme die, welche Mir im Grund ihres Herzens sagen: „Mach uns würdig, einen Teil Deiner Apostelschar zu bilden.“ Ich sage euch:  Nach 1950 werde Ich neue Jünger und Diener von Mir heranbilden, die meine Botschaften durch Intuition und durch Inspiration empfangen werden, damit sie zur Menschheit sprechen.

    6. Ihr fragt euch, welche Bedeutung die sieben Stufen der Entwicklungsleiter haben, und euer Meister sagt euch mit Bestimmtheit: Die Zahl Sieben bedeutet Vergeistigung, es ist die Vergeistigung, die Ich in meinem auserwählten Volk Israel sehen möchte. Ihr müsst mit all euren Tugenden und entfalteten Gaben zu Mir gelangen. Auf der siebten Stufe oder Etappe eurer Entwicklung werdet ihr bei Mir ankommen und sehen, dass die Herrlichkeit ihre Pforten öffnet, um euch zu empfangen. Ich verlasse euch nicht einen Augenblick lang, und wenn der Schmerz in eurem Herzen ist, dann nicht deshalb, weil Ich euch verlassen hätte; denn meine Liebe ist unendlich. Der Grund dafür ist, dass der Vater zugelassen hat, dass der Schmerz zu euch gelangt, damit ihr erwacht und wachsam seid.

    7. Ihr, geliebtes Volk, seid in Stellvertretung der Menschheit vor Mir. Ihr bildet einen Teil der Stämme Israels, der 144.000 Gekennzeichneten meines auserwählten Volkes; doch die einen befinden sich im Geist, und die anderen in der Körpermaterie.

    8. Diese Botschaft des Friedens und des Trostes sollt ihr zu allen Orten der Erde bringen, weil die Not der Menschheit groß ist. Ich habe euer Reisebündel prall gefüllt mit meiner Barmherzigkeit und habe ein Schwert in eure Hände gelegt, damit ihr die Finsternis beseitigt, die euch auf eurem Weg aufhalten möchte.

    9. In dieser Dritten Zeit habe Ich für euch den Tisch gedeckt und eurem Geist die geistige Speise beschert. Denn es ist der Heilige Geist, der euch erleuchtet, damit ihr zur Vergeistigung gelangt.

    10. Elias ist in dieser Dritten Zeit der Wegbereiter gewesen. Er hat euch in der Hürde meiner Liebe vereinigt und hilft euch, auf diesem Weg zu gehen, damit ihr lernt, einander zu vergeben und zu lieben. Jeder, der meine Unterweisungen ausübt, wird zum Licht und zur Ruhe gelangen, und die Freude wird in seinem Wesen überströmen.

    11. In meiner Liebe habe Ich euch die Willensfreiheit gewährt, damit ihr durch euren eigenen Willen zu Mir kommt. Doch da ihr euch nicht zu erheben verstandet, bin Ich zu euch gekommen, um euch mit der Zärtlichkeit meiner göttlichen Liebe den Weg zu weisen.

    12. Der wahre Spiritualist wird nicht an seinen Worten, sondern an seinen guten Beispielen erkannt werden. Um euch bei eurer Erhebung zu helfen, kommt mein leuchtender Strahl zu eurer Welt, um euren Geist zu erleuchten und zu erheben.

    13. Die Menschheit benötigt meine Liebe, mein Wort, das bis zum Grund ihres Herzens gelangen wird. Der Meister kämpft unermüdlich darum, dass euer Geist täglich mehr erleuchtet werde, damit er sich, von Unwissenheit befreit, zu höheren Wohnstätten erheben kann.

    14. Die Tore meines Reiches stehen offen, und das Wort des Vaters kommt mit unendlicher Liebe zu euch, um euch erneut den Weg zu zeigen.

    15. Ich bin nochmals zur Menschheit gekommen, doch sie hat Mich nicht gefühlt, weil Ich geistig erschienen bin und ihr Materialismus groß ist. Da euer Geist meinem Göttlichen Geist entsprang ─ weshalb haben die Menschen Mich nicht empfunden? Weil sie ihren Geist an den Materialismus gebunden haben, an die niederen Leidenschaften. Doch hier ist das Lamm Gottes, das als Licht zu euch gelangt, um euch zu erleuchten und die Wahrheit zu bringen.

    16. Mein Wort ist die Nahrung für euren Geist, ist das kristallklare Wasser, in dem er sich reinigen wird, um von seinem Gott das zu empfangen, was ihm zukommt. Strebt nicht nach den Schätzen der Erde, erstrebt die ewigen Schätze, damit ihr die Herrlichkeiten erkennt, die euch umgeben.

    17. Erhebt euch in schwierigen Momenten, wenn ihr euch traurig und niedergeschlagen fühlt, im Gebet, damit ihr von eurem Vater Barmherzigkeit empfangt.

    18. Mein Volk, ihr fühlt euch niedergeschlagen, weil euch Glauben und Vertrauen gefehlt hat. Und wahrlich, Ich sage euch, wenn euch der Glaube fehlt, werdet ihr den Mut verlieren, und euer Geist wird sich schwach, traurig und niedergeschlagen fühlen. Ich will, dass ihr euren Glauben und euer Vertrauen in euren Vater setzt, damit ihr alles erlangt, was ihr benötigt. Liebt, damit ihr glücklich seid, seid gut und einfach, leidet mit Geduld und vergebt die Beleidigungen eurer Nächsten.

    19. Ich habe euch gerufen, damit ihr meine Unterweisungen erneut empfangt, und damit ihr Mich in eurem Herzen wohnen lasst und meinen Willen tut ─ damit Ich Mich durch eure Vermittlung durch die guten Werke offenbare.

    20. In der Zweiten Zeit offenbarte Ich, Christus, Mich durch die Lippen Jesu von Nazareth, und als die Menschen Mir das Leben als Mensch nahmen, erleuchtete diese Lichtbotschaft weiterhin eure Welt, und so wird sie es zu allen Zeiten tun.

    21. Ergründet jedes meiner Worte, auf diese Weise werdet ihr zum Licht der Wahrheit vordringen können, und euer Geist wird immer größer werden und sich auf der vollkommenen Stufenleiter meines geistigen Lichts erheben.

    22. Mein Licht ist immer bei den Menschen gewesen und hat sich durch meine Boten offenbart. Die Apostel der Zweiten Zeit ─ erleuchtet durch das Licht des Heiligen Geistes ─ haben den geistigen Samen meiner Lehre ausgesät. In der Dritten Zeit lehre Ich euch mit unendlicher Liebe, wobei Ich Mich gleichfalls des menschlichen Verstandesvermögens bediene, damit ihr, wenn ihr euch einmal voll dieses Lichts und dieser Barmherzigkeit fühlt, der Menschheit diese Lichtstrahlen und diese Barmherzigkeit bringt. So, wie Ich euch unterweise, so unterweist ─ so wie ihr von Mir empfangt, so gebt mein Wort mit unendlicher Liebe an eure Geschwister weiter. Zeigt nicht auf die Verfehlungen eurer Nächsten, denn Ich bin nicht gekommen, um eure Verfehlungen aufzudecken. Geht auf meinem Weg und sät Rosen aus, auch wenn ihr Dornen ernten müsst. Wenn die Dornen euer Herz verletzen, werde Ich eure Wunden heilen. Ich werde euch Heilbalsam, Trost und Geistesstärke geben.

    23. Mein Volk: Auf der Welt gibt es Drangsal; doch wahrlich, Ich sage euch, dass es nicht für immer sein wird. Denn Ich bin gekommen, um die Finsternis der Welt zu beseitigen und ihr das geistiges Licht zu hinterlassen, damit diese große Drangsal für immer beseitigt ist, damit die Menschheit sich glücklich fühlt, wie es mein Wille ist. Gebt jedoch nicht dem Vater die Schuld an euren Leiden, noch an euren Kriegen, denn dies ist nicht mein Wille gewesen.

    24. Ich habe euch Frieden, Einigkeit, Geschwisterlichkeit und guten Willen angeboten und habe euch gelehrt, wie ihr einander lieben sollt. Ich will keine Kriege auf eurer Welt, noch dass der Schmerz sich euer bemächtigt. Es sind die Menschen gewesen, die es so gewollt haben, weil sie einander nicht zu lieben und zu vergeben verstanden. Ich als Vater habe euch vergeben; denn da eure Sünde groß gewesen ist, ist auch eure Drangsal sehr groß gewesen. Um eures Schmerzes willen habe Ich euch vergeben, weil jeder, der leidet und weint, das Mitleid und das Erbarmen eures Himmlischen Vaters verdient, und in dieser Zeit trockne Ich eure Tränen.

    25. Liebt und vergebt, damit ihr zu meinem Reich gelangt und in eurem Geist ein Lichtgewand tragt. Euer Meister zeigt euch den Weg, damit ihr euch retten könnt. Und auf dieselbe Weise, wie Ich euch die Hand reiche, sollt ihr sie euren Geschwistern reichen, sie sanft auf dem Weg führen und ihnen eure Liebe und euren guten Willen bekunden.

    26. Was ist der Grund für euren Schmerz gewesen, mein Volk? Eure Fehler. Sie haben sich in Dornen verwandelt, die eure Herzen verwundet haben. Doch meine Liebe heilt eure Wunden.

    27. Ich sage euch: Zieht nicht den Schmerz auf euch. Kommt auf meinem Weg mit dem weißen Gewand der Tugenden, damit ihr in das Himmelreich eingeht.

    28. Ihr sollt einen Teil der Geistigen Heerscharen von leuchtenden Wesen bilden, weil Ich euch das Licht des Heiligen Geistes gegeben habe, damit ihr wie die Sterne am Firmament strahlen könnt.

    29. Ich sage euch wiederum: Ich bin die Wahrheit, der Weg, das Licht und das Leben. Kommt zu Mir, denn Ich rufe euch, damit ihr von diesen hohen Tugenden meines Göttlichen Geistes Gebrauch macht.

    30. In dieser Zeit zeige Ich eurem Geist weite Horizonte, damit ihr euch von der Vermaterialisierung freimacht und über all das Gute nachdenkt, das ihr der Menschheit erweisen könnt.

    31. Mit Sanftmut und Gehorsam sollt ihr meine Aufträge durchführen und eure Körpermaterie beherrschen, damit ihr im Zusammenwirken von Geist und Körper meinen Willen tut.

    32. Ihr habt meine Liebe und meine geistigen Wohltaten. Ihr, die ihr meinen Frieden habt, sollt für die Nationen bitten, die sich im Chaos befinden.

    33. Ich mache Mich im harten Herzen der Menschen fühlbar ─ jener, die die Absicht haben, die Kriege zu schüren ─ damit sie erkennen, dass mein Wille stärker ist als ihre kriegerischen Absichten. Falls das Herz jener Männer hart bleibt und sich von meinem Willen nicht umstimmen lässt, wird meine Gerechtigkeit auf dem ganzen Erdball fühlbar werden.

    34. Betet für die Menschheit, geliebtes Volk, kämpft und arbeitet, damit sie durch eure Vermittlung meine Barmherzigkeit empfängt. Denn dies ist eure Mission und die Wiedergutmachung, die euer Geist in dieser Zeit hat, damit ihr Verdienste erwerbt.

    35. Schlaft nicht, Israel, schreitet mit dem Licht des Heiligen Geistes voran in der Erfüllung eurer heiklen Mission. In dieser Zeit steht die Jugend auf, und wie Kain rauben sich die Geschwister gegenseitig das Leben.

    36. Erhebt euch und bringt der Welt mein Licht und den Heilbalsam für ihre großen Leiden. Kämpft mit eurem Lichtschwert und führt die Welt aus ihrer Sünde heraus. Beseitigt durch euer Gebet die schlechten Einflüsse, welche die Menschen überwältigen. Ich will, dass die Welt euch als Boten meiner Göttlichkeit erkennt, und dass ihr in dieser Zeit, in der Ich euch alle richte, meine Diener seid, in die Ich das Licht und die Vollmacht gelegt habe, um die Finsternisse der Welt zu zerschlagen.

    37. Schützt eure Kinder in dieser Zeit vor der Abgötterei. In den verschiedenen Religionen fragen Mich viele: „Herr, Du hast gesagt, dass Du zurückkehren würdest. Warum offenbarst Du Dich nicht bei uns?“ Es sind die Menschen, die Mich nicht verstanden haben, denn Ich erfülle derzeit mein Wort und tue meinen Willen unter meinen Erwählten, damit sie die Botschafter sind, welche die Menschheit erwecken und von meiner Gegenwart in dieser Zeit Zeugnis ablegen.

    38. Israel: In dieser Dritten Zeit erwarten euch große Menschenscharen. Ihr sollt wie ein Regenbogen des Friedens und des Lichts sein, wenn ihr ihnen die Frohe Botschaft bringt.

    39. Es ist notwendig, dass ihr mit jenen sprecht, die mein Wort verbergen und meine Unterweisungen verfälschen. Sprecht in aller Klarheit mit ihnen, Ich werde euch beistehen, damit ihr euren Standpunkt ihnen gegenüber vertretet. Denn die Menschen werden der Grund dafür sein, dass mein Werk morgen der Zensur unterworfen und mein Gesetz verfälscht wird, weil sie meinem Werk (Dinge) hinzugefügt haben, die nicht zu ihm gehört.

    40. Die Menschheit wird meine Lehre aus Überzeugung annehmen, doch meine wahren Diener werden sich vor den Menschen nicht als Herren aufspielen. Morgen werdet ihr mutig aufbrechen müssen, um eure Mission an nahen und fernen Orten zu erfüllen, damit die Welt sich zubereitet und meinen Willen erfüllt. Doch wie viele Prüfungen erwarten euch, Israel! Wie viele meiner Kinder werden sich wie hungrige Wölfe erheben, weil sie euch vernichten wollen! Und wenn ihr nicht vorbereitet sein solltet, werdet ihr großen Schmerz fühlen, obwohl dies nicht mein Wille ist. Seid vorbereitet und befolgt jede meiner Weisungen, damit bei euch und in der Menschheit Glückseligkeit herrscht.

    41. Ihr verbringt euer Leben damit, Mir zu sagen, dass Ich eure Verfehlungen vergeben soll, so wie ihr euren Geschwistern vergebt. Doch wahrlich, Ich sage euch, nur die Lippen wiederholen jene auswendig gelernten Sätze, aber es ist nicht euer Herz, das Mir eine echte und wahre Frucht eurer Werke darbringt.

    42. Zuweilen, wenn irgendeine Prüfung auf euch lastet und ihr sie fälschlicherweise einer göttlichen Strafe zuschreibt, sagt ihr Mir: „Herr, da ich meinem Bruder vergeben habe, warum vergibst Du mir nicht?“ Anstatt zu sagen: „Vater, vergib mir, wenn ich meinem Bruder vielleicht nicht mit der Wahrhaftigkeit und Lauterkeit vergeben habe, mit der Du uns gelehrt hast.“

    43. Wenn ihr lernen würdet, täglich für kurze Zeit zu meditieren, und wenn eure Meditation das Geistige Leben beträfe, würdet ihr unendlich viele Erklärungen entdecken und Offenbarungen empfangen, die ihr auf keine andere Weise erhalten könntet.

    44. Euer Geist besitzt bereits genügend Licht, um Mich zu befragen sowie meine Antwort zu empfangen. Der Geist der Menschheit hat schon eine große Erhebung erreicht. Beobachtet eure Geschwister aus bescheidenen Verhältnissen, die trotz ihres Mangels an Kenntnissen mit ihren tiefsinnigen Beobachtungen überraschen sowie mit der klaren Art und Weise, in der sie sich das erklären, was für viele andere etwas Unerklärliches ist. Beziehen sie dies etwa aus Büchern oder Schulen? Nein. Aber sie haben aus Intuition oder Notwendigkeit heraus die Gabe der Meditation entdeckt, welche Teil des geistigen Gebets ist. In ihrer Abgeschiedenheit, abgeschirmt gegenüber Einflüssen und Vorurteilen, haben sie den Weg entdeckt, mit dem Ewigen, dem Geistigen, dem Wahren in Verbindung zu treten; und alle, die über die wahre Essenz des Lebens meditiert haben, haben ― die einen mehr, die andern weniger ― in ihrem Verstandesvermögen geistiges Licht empfangen.

    45. Der Mensch wird mittels seines Geistes die Wahrheit finden, alle werden meine Gegenwart spüren; denn Ich habe euch bereits seinerzeit gesagt, dass jedes Auge Mich schauen werde, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

    46. Nun, diese Zeit, in der ihr lebt, ist eben jene durch mein Wort und meine Propheten vergangener Zeiten Angekündigte, damit alle Menschen Mich mittels der Sinne und Fähigkeiten ihres Geistes schauen mögen.

    47. Es wird nicht nötig sein, dass sie Mich in einer menschlichen Gestalt begrenzt erblicken, um sagen zu können, dass sie Mich gesehen haben; sondern es wird genügen, dass ihr Geist Mich fühlt und ihr Verstand Mich begreift, um voller Wahrheit sagen zu können, dass sie Mich geschaut haben.

    48. Die Liebe und der Glaube sowie die Intelligenz können unendlich weiter blicken, als es eure Augen zu tun vermögen. Darum sage Ich euch, dass es nicht notwendig ist, dass Ich meine Gegenwart auf die menschliche Gestalt oder mittels irgendeiner Symbolfigur begrenze, um zu bewirken, dass ihr Mich schaut.

    49. Wie viele von denen, die Mich in jener Zweiten Zeit sahen oder mit Mir zogen, wussten nicht einmal, wer Ich war. Wie viele hingegen, die nicht einmal wussten, wann Ich als Mensch geboren wurde, erblickten Mich im Geist, erkannten Mich an meinem Licht und erfreuten sich an meiner Gegenwart aufgrund ihres Glaubens.

    50. Öffnet alle eure Augen und beweist durch euren Glauben, dass ihr die Kinder des Lichts seid.

    51. Ihr alle könnt Mich schauen, doch dafür ist es unerlässlich, dass ihr Willen und Glauben habt.

    52. Die Tore des Reiches, jener geistigen Heimat, zu der ihr gelangen sollt, um alles kennen zu lernen, stehen offen in Erwartung eures Geistes.

    53. Seid so groß wie ihr nur könnt in diesem Leben, damit ihr die notwendige Kraft habt, um zum Licht aufzusteigen, wenn die Befreiung eures Geistes eintritt. Aber seid groß an Liebe und an Vergebung, an Barmherzigkeit und an Licht, damit, wenn die Stunde schlägt, in der ihr den Körper verlassen müsst, ihr euch leicht eurer irdischen Last entledigt, und ihr dann frei auf dem Aufstiegsweg, ohne Straucheln zur Heimstätte des Friedens gelangt.

    54. Um euch bei eurer Entwicklung zu helfen, kommt mein Wort erneut zu den Menschen herab, um ihnen den rettenden Weg zu zeigen. Liebevoll nehme Ich die Menschen guten Willens an der Hand, um sie zum Licht zu führen und ihnen bei jedem Schritt auf dem Pfad die niemals zuvor entdeckten Schönheiten zu zeigen.

    55. Wenn Ich zu euch von Schönheiten spreche, meine Ich nicht die Schönheiten der Natur, denn dafür sind eure Sinne wach und entfaltet. Ich spreche von den Schönheiten des Geistigen Lebens, die ihr nicht kennt. Denn, obwohl ihr ihnen gegenüber nicht kalt oder gleichgültig gewesen seid, habt ihr euch dennoch mit Bildern oder Gestalten begnügt, die vom menschlichen Verstand geschaffen worden sind.

    56. Ich gebe euch die Schlüssel, damit ihr die Türen zu eurer ewigen Seligkeit öffnet. Diese Schlüssel sind die Liebe, welcher Barmherzigkeit, Vergebung, Verständnis, Demut und Friede entspringen, mit denen ihr durch das Leben gehen sollt.

    57. Wie groß ist das Glück eures Geistes, wenn er Herrschaft über die Körpermaterie hat und sich am Licht des Heiligen Geistes erfreut!

    58. Die Prüfungen dieses Lebens bewirken, dass ihr für Augenblicke  den Glauben verliert. Doch vertraut auf Mich, Ich stärke euch, damit ihr eure Mission erfüllt, und Tag für Tag werde Ich euren Glauben festigen.

    59. Ich habe euch vorbereitet, damit durch eure Vermittlung die Läuterung der Menschheit aufgehoben wird ─ damit ihr mein Licht zu den Nationen bringt, die vor ihren großen Problemen stehen. Die Menschheit schluchzt und sucht die Freiheit, um den Weg zur Vergeistigung zu betreten.

    60. Jeden Tag erwarte Ich die Ankunft meiner neuen Jünger, um ihnen mein Werk anzuvertrauen und sie zu einem Beispiel von Demut und zu einem reinen Spiegel für die Menschheit zu machen. Sie sollen sich aufmachen, ohne zu prahlen, dass sie meine Auserwählten sind, und als Botschafter (der Geistlehre) kämpfen und wirken, um der Welt mein Licht zu bringen.

    61. Groß ist die Zahl der Menschenscharen, die Mich in dieser Zeit vernehmen, doch wenige sind derer, die ihr Herz als ein Heiligtum meiner Göttlichkeit zubereitet haben.

    62. Kurz ist die Zeit für meine Kundgabe unter euch, und deshalb will Ich euch vorbereitet sehen. Ich sage euch, meine Kinder: Die Tore meines Reiches erwarten euch, so wie es war, als ihr in der Ersten Zeit mit Moses die Wüste durchquert habt, um zum Land Kanaan zu gelangen. Ihr seid wie der Verlorene Sohn, die zum Vatersschoss zurückkehrt, die aufs Neue meine Liebkosung fühlt und meine Unterweisungen habt, und wenn ihr nackt zu Mir gekommen seid, habe Ich euch mit meinem geistigen Mantel bedeckt, damit ihr euch nicht beschämt fühlt. Ich habe euch einen neuen Tag aufgezeigt und euch die Speisen meines Tisches beschert. Denn Ich habe eure Stürze gesehen, und als Vater habe Ich euren Schmerz mitempfunden. Doch in dieser Zeit habe Ich euch den Trost gebracht, mein Wort als Brot des ewigen Lebens, meinen Frieden und meine Freude in eurem Leben, damit ihr euch in den Armen eures Vaters fühlt.

    63. Auch die Geistige Welt hat Freude empfunden, als sie gesehen hat, dass ihr erneut bei Mir seid. Sie hat sich euch angeschlossen, um auf Feldern zu arbeiten, um die Notleidenden und die Kranken zu empfangen, um die Finsternis zu vertreiben und den geistig Kranken den Heilbalsam zu geben.

    64. Gerade dann, wenn ihr euch von Mir entfernt, wache Ich umso näher über euch, damit ihr nicht in die Abgründe stürzt, denn meine Liebe ist unendlich. Ihr seid es, die Ich aus den aufgewühlten Wogen errettet habe, um euch den rettenden Hafen zu zeigen. Ich werde euch auf dem Weg führen, und meine Geistige Welt wird euch beschützen und euch helfen, euch zu Mir zu erheben.

    65. Die Zahl meiner Diener hat sich vervielfacht, aber nur wenige werden es sein, die gehorsam sein werden, nachdem meine Kundgebung durch das menschliche Verstandesvermögen zu Ende ist. Doch Ich sage euch, dass ihr dann meine Kundgebung geistig erhalten werdet. Nachdem ihr meine Unterweisungen Seite für Seite empfangen habt, ist es jetzt eure Aufgabe, euch aufzumachen, um an die Menschheit den Ruf ergehen zu lassen.

    66. Ihr tragt in eurem Geist die Gaben des Heiligen Geistes und meine Liebe, damit ihr als das spiritualistische Trinitarisch-Marianische Volk erkannt werdet.

    67. Der Heilige Geist wird euch erleuchten, das Buch der Unterweisung wird geöffnet bleiben, und Silbe für Silbe werdet ihr alles verstehen was euer Meister euch in dieser Zeit gegeben hat. Es wird das Dritte Testament sein, das zur Menschheit gelangen wird ─ das Wort, das Ich euch in dieser Dritten Zeit durch das menschliche Verstandesvermögen übergeben habe.

    68. Wenn das Licht meines Heiligen Geistes euch vollständig erleuchtet, werdet ihr euch mit Reinheit und Liebe vorbereiten, damit ihr meinem Wort seine Essenz entnehmt und sie der Menschheit als Nahrung und Heilbalsam bringt.

    69. Seufzer und Schluchzer dieser Menschheit gelangen zu Mir. Doch Ich frage euch: Wer hat euch verwundet? Ihr schweigt, und daher sage Ich euch, dass es eure Fehler gewesen sind, die euch verletzt haben. Denn die Menschen haben ihren Weg mit stechenden Dornen bestreut, ohne begreifen zu wollen, dass sie später auf ihnen gehen müssten.

    70. Manchmal meint ihr, dass es eine Ungerechtigkeit ist, die Folgen der Fehler derer zu erleiden, die schon vor langer Zeit über die Erde gingen. Doch wer von euch kann versichern, nicht zu jenen gehört zu haben, die den Pfad mit Dornen besäten? Viele Menschen werden diese Lehre lächerlich finden, aber es wird nicht ihr Geist sein, der sich darüber lustig macht ─ es wird ihr Herz sein. Denn der Mensch ist immer skeptisch und ungläubig gewesen, wenn es sich um das Geistige handelte. Aber Mir wird es genügen, dass mein Wort ihnen bekannt ist, damit ihnen trotz ihrer Ironie und Ungläubigkeit etwas in ihnen sagt, dass dieses Wort einen Kern enthalten kann, den sie aus Dummheit nicht erkennen wollen.

    71. Welcher, der meine Unterweisungen kennt, wird danach trachten, der Göttlichen Gerechtigkeit zu entkommen? Keiner.

    72. Wie viele Menschen haben sich, nachdem sie ein Sündendasein geführt haben, während ihres ganzen Lebens ohne Leiden und Schmerzen gesehen, und wenn ihre letzte Stunde auf der Welt gekommen ist, haben sie geglaubt, die Göttliche Gerechtigkeit verlacht zu haben, oder ihr wenigstens entkommen zu sein. Wenn sie dann im Geistigen Tal sind, haben sich jene Wesen ─ anstatt die ewige Qual vorzufinden, von der man auf der Welt zu ihnen gesprochen hat ─ mit Überraschung in einem Hauch von Licht und von Frieden eingehüllt gesehen, der zum Nachdenken und zur Gewissensprüfung geeignet war. Wer hätte ihnen in jenen Augenblicken sagen können, dass sie den Weg, den sie auf der Erde zurückgelegt haben, erneut gehen müssten? Und in diesem Augenblick fühlt der Geist die Last einer weisen und unerbittlichen Gerechtigkeit auf sich. Aber er ist vermaterialisiert und begreift nichts von Ewigkeit, noch von geistiger Vervollkommnung. Er rebelliert, weil er all das für ungerecht hält, was unbedingt gerecht und liebevoll ist.

    73. Wenn ihr alle bereits dieses Wissen hättet, wäre die Art und Weise, in der ihr eure Mühen und Leiden ertragen würdet, eine andere. Es würde keine Verzweiflung in euren Leiden geben, sondern ihr würdet ganz im Gegenteil innerlich die Genugtuung haben, eine Wiedergutmachung zu erfüllen, um euren Geist zu läutern. Und anstatt zu lästern und aufzubegehren ─ wodurch jene Wiedergutmachung noch länger und leidvoller würde ─ würdet ihr euch Tag für Tag bemühen, die Last zu erleichtern, in der Hoffnung, euren Geist frei von Makeln zu fühlen.

    74. In dieser Dritten Zeit, welche die des Gerichts ist, in welchem die geistige Wiedergutmachung ihren Höhepunkt erreichen muss, um einem neuen Zeitalter Platz zu machen, lasse Ich meine Stimme auf der Welt vernehmen, um die Menschen aus ihrem Schlaf zu wecken und ihnen die Art und Weise zu zeigen, ihren Leidenskelch in einen Kelch des ewigen Lebens zu verwandeln.

    75. Ich habe euch die Vorgehensweise offenbart, die Tage der Trübsal zu verkürzen, euch von dem Dorn zu befreien, mit dem ihr euch verwundet habt, und habe euch gesagt, dass Ich nicht will, dass ihr euch weiterhin auf dem Weg verletzt. Ich bekämpfe eure Fehler, indem Ich eurem Verstand Licht gebe, damit er die Ursachen seiner Leiden versteht und sie zu vermeiden versteht. So werdet ihr nicht länger dem Schicksal oder euren Geschwistern die Schuld für all das geben, was euch widerfährt. Denn der Gedanke, selbst dafür verantwortlich zu sein, wird euch nicht abwarten lassen, bis eure Missgeschicke aufhören, sondern ihr werdet euch sofort aufmachen und eure ganze Bemühung und Willenskraft einsetzen, um euch vom Joch des Leidens, der Sünde und der Unwissenheit zu befreien.

    76. Das Licht ist auf dem ganzen Erdkreis verteilt, kein Mensch, der dieses Wort vernimmt, wird das Recht haben, zu sagen, dass es ihn in Verwirrung gebracht hat. Bevor diese Lehre zu den Völkern der Erde gelangt, wird meine geistige Gegenwart sie aufgeweckt haben, und sie werden das Kommen einer guten Botschaft erahnen. Meine Botschaft wird euch segnen, euch trösten, euch dabei helfen, euch vom Materialismus zu befreien und zu einem besseren Leben zu erheben, das der Wahrheit näher ist.

    77. Nun den, Jünger: Wenn ihr ein oder mehrere Male zur Welt zurückkehren müsst, soll dies geschehen, damit ihr wohlschmeckende Früchte erntet, die früher von euch gepflegt worden sind, damit euer Geist die Befriedigung erlebt, vor sich die Gelegenheit zu haben, irgendein begonnenes Werk zu beenden.

    78. Verlasst diesen Planeten nicht, ohne zuvor das eurem Geist anbefohlene Werk vollendet zu haben.

    79. Wie schmerzlich ist es für den, der zurückkehren muss, wenn er feststellt, dass jene Arbeit, die er kaum begonnen zurückließ, nun mit neuen Aufgaben, Verantwortungen und Mühen verbunden ist!

    80. Ich komme, um euch zu helfen, eure Fehler wiedergutzumachen, euch das Geheimnis zu offenbaren, an einem Tag ein verlorenes Jahr zu ersetzen, und in einem Jahr ein schlecht genutztes Jahrhundert, und euch so zu befähigen, die Ewigkeit einzunehmen.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 310

    1.  Komm zu Mir, verirrte und irrende Menschheit. Sucht zuerst mein Reich, und wenn ihr einmal in ihm seid, trinkt aus der unerschöpflichen Quelle meiner Weisheit. Doch vergesst nicht, dass mein Reich nicht von dieser Welt ist, und dass ihr es nur durch die Befolgung meiner Liebesgesetze einnehmen könnt.

    2.  Jünger: Das gegenwärtige Jahr 1950 wird entscheidende Ereignisse für alle Menschen mit sich bringen. Daher ist eure Verantwortung so groß, wenn ihr meine Lehre vernehmt.

    3.  Die Menschheit ist krank, ist blind und steht einen Schritt vor dem Abgrund. Der Vater wird sie durch eure Vermittlung retten. Wahrlich, Ich sage euch, niemand wird verlorengehen.

    4.  Da Ich alle meine Kinder gleichermaßen liebe ─ warum gibt es dann Elend auf der Welt? Dies ist die Frage, die sich die Menschen stellen und ihr kennt den Grund für die Ereignisse.

    5.  Es ist nicht das erste Mal, dass euer Geist auf dieser Welt lebt. Schon vor langer Zeit habe Ich ihm erlaubt, dass er in verschiedenen Körpermaterien reinkarniert, damit er so seine Fehler wiedergutmacht und gegenüber meinem Gesetz würdig wird. Ich stellte die Geistwesen vom Beginn ihrer Erschaffung an auf die Erde, damit sie durch ihre eigenen Verdienste die Fähigkeit gewännen, in mein Reich zu kommen.

    6.  Der Geist des Menschen ist das bevorzugte Geschöpf der Schöpfung gewesen. Ich habe ihn als einen Beweis meiner Liebe mit Willensfreiheit ausgestattet. Alle anderen Wesen sind meinem Willen unterworfen. Doch wenn die Menschen in Ausübung ihrer Willensfreiheit sich nur vom Weg meiner Liebe entfernt haben, werden sie auf eben diesem durch ihre Willensfreiheit geschaffenen Weg ihr Heil erlangen müssen.

    7.  Für alle Geistwesen ist die Zeit der Ernte gekommen, und deshalb seht ihr Verwirrung unter den Menschen. Aber wahrlich, Ich sage euch, in diesem Chaos wird jeder seine eigene Saat ernten.

    Doch was wird mit jenen meiner Kinder geschehen, die immerzu gegen mein Gesetz verstoßen haben? Wahrlich: Alle, die schlafen und meine Unterweisungen nicht ergründen und studieren wollen, werden von den Prüfungen wie von einem Wirbelsturm erfasst, der sie zu Fall bringt. Doch für alle, die meine Weisungen befolgt haben, wird er wie eine Aufmunterung für ihre Auftragserfüllung sein, wie eine schöne Belohnung, die Gott ihnen schenkt.

    8.  Der Vater ist unerschöpfliche Aktivität, Er wirkt ewig für alle seine Kinder, und angesichts dieses Beispiels sollt auch ihr unermüdlich sein in der Erfüllung eurer Arbeit, damit ihr euch auf diese Weise mit eurem Herrn identifiziert. Begreift, dass eure Arbeit für euch ein wahrer Segen ist, denn sie besteht darin, eurem Gott immer näher zu kommen. Dies ist das Geheimnis der Vervollkommnung eures Lebens.

    9.  Der Mensch hat sich entwickelt, und bei seiner Entfaltung hat er viele Früchte erlangt, um der Menschheit dienen zu können. Aber heutzutage hat er sich in seinem Hochmut seinem Schöpfer überlegen geglaubt.

    10.  Ihr fragt Mich, ob Ich meinen Kindern helfen kann, aus ihrer Verirrung herauszufinden. Und Ich antworte euch: Ja, Volk. Die Gelegenheit, die Ich dem Geist in seinen Reinkarnationen im menschlichen Leben gegeben habe, ist ein Beweis meiner Liebe. Denn mein Reich kann nur durch die guten Taten der Liebe und Barmherzigkeit erlangt werden, die meine Kinder vollbringen, indem sie bei vollem Gebrauch ihrer Willensfreiheit den Weisungen ihres Gewissens folgen.

    11.  Auch wenn ihr euch unbedeutend und schwach fühlt, sollt ihr euren Geschwistern durch die unendliche Macht beistehen, die Ich euch mit dem Gebet anvertraut habe. Das reine und lautere Gebet, das Ich euch gelehrt habe, ist es, das die ganze Menschheit in der Hürde meiner Liebe vereinigen soll.

    12.  Betet, Jünger, sendet eure Gedanken als eine Friedensbotschaft zu jenen, die derzeit euer Leben durch ihre Intelligenz verwandeln, damit die Früchte, die sie erlangen, wie Heilbalsam für die Leiden der Menschheit sind.

    13.  Warum nennt euch der Herr das auserwählte Volk? Weil Ich euch schon in der Ersten Zeit eine heikle Mission unter euren Geschwistern zuwies. Doch Ich stattete euch nicht mit größeren Gaben aus als sie, noch stellte Ich euch über die anderen Völker, sondern Ich machte euch zu einem treuen Sohn, zum Boten meiner Licht- und Liebesbotschaft für alle noch im Irrtum befindlichen Völker auf der Erde.

    14.  Euch habe Ich die Gnade gewährt, mein Wort durch einen Stimmträger zu vernehmen ─ eine Botschaft, die ihr, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, zum Herzen der Menschheit tragen sollt.

    15.  Jünger, nutzt die Zeit, seht euch die Menschen an, die in ihren Materialismus versunken sind und sich an die falschen Stimmen der Welt halten. In ihnen wird das Leid sein, und nur so werden sie hinsichtlich ihres Gewissens erwachen. Das Leiden ─ auch wenn ihr es nicht versteht, solange ihr es durchlebt ─ ist für euren Geist ein Segen.

    16.  Erhebt euch im Geist zu Mir, über jede Pein, über jede Versuchung oder Schwachheit hinweg, dann werdet ihr begreifen, wie schön der Weg ist, den Ich euch in der Erfüllung meines Gesetzes anbiete. Wenn ihr auf die Menschheit blickt, die in ihrer Verderbtheit zum Gipfel der Lasterhaftigkeit gelangt ist, so sagt euch der Vater: Der Geist hat sich dennoch entwickelt, die Grausamkeit der Kriege hat ihn wachgerüttelt, und heute, da er auf allen Wegen den Frieden sucht, steht er an einem Scheideweg.

    17.  Da ist eure Mission, Israel. Jeder von euch wird mit seinem Gebet und mit seinem Beispiel die Menschheit führen müssen. Niemand hat das Recht, über die Unvollkommenheiten seiner Nächsten zu sprechen. Denn wer von euch ist vollkommen? Richtet niemanden und seid ein gutes Vorbild unter den Menschen. Auf diese Weise sollt ihr als ein Abglanz ewigen Friedens und ewiger Seligkeit leben. Dann werden die Menschen ─ so vieler Leiden überdrüssig ─ zu euch kommen und euch sagen: „Gebt uns von eurem Brot, gebt uns von diesem unerschöpflichen Wasser.“

    18.  Die Nationen ringen um einen Frieden, den sie noch nicht erreicht haben. In einigen Teilen der Welt haben die Kriege aufgehört, aber in anderen umgibt die Menschen in ihren mörderischen Kämpfen weiterhin das Chaos. Vergeblich möchten sie, dass auf dieser Welt der Friede regiert, weil ihnen Liebe und Barmherzigkeit fehlt. Die Menschen zittern aus Angst vor den neuen Waffen, die von der menschlichen Intelligenz geschaffen wurden. Helft ihnen, Volk, streckt ihnen meine Liebesbotschaft entgegen, die Ich euch anvertraut habe. Habt keine Vorliebe für bestimmte Rassen, Sprachen oder Ideologien, seht in ihnen nur eure Geschwister, die Rat und Liebe benötigen.

    19.  Betet, denn wahrlich, Ich sage euch, mein Friede wird zu allen Völkern der Erde gelangen, indem er den Egoismus und die menschlichen Schwachheiten überwindet.

    20.  So wird mein Reich zu euch kommen, und dann werden die Erfindungen, die heute Zerstörung und Tod verursachen, nur noch beim notwendigen Wiederaufbau verwendet werden, um aus dieser Welt ein wahres Paradies zu machen. Ich will, dass der Mensch sich endlich vervollkommnet und diesen Planeten so regiert, wie der Vater das Universum regiert: mit Liebe.

    21.  Der Mensch, der einen großen Glauben an mein Gesetz hat und mit wahrer Liebe meine Lehre lehrt, hat nichts zu befürchten, weil er ein Werkzeug des Vaters sein wird und zugleich ein Teil Gottes.

    22.  Jünger: so wie das Licht Schatten beseitigt, so werdet ihr mit meiner göttlichen Botschaft die Unwissenheit der Menschheit beseitigen können.

    23.  Mein in dieser Dritten Zeit offenbartes Wort wird bewirken, dass die Menschen den wahren Sinn der Gerechtigkeit entdecken und von meinem Werk inspirierte Gesetze erlassen werden.

    24.  Diese der Menschheit noch unbekannte Lehre wird sich schließlich auf der ganzen Erde verbreiten und im Herzen vieler Völker Wurzeln fassen. Die Vergeistigung wird ihre volle Entfaltung in der Menschheit der Zukunft erreichen.

    25.  Ihr habt die Gnade gehabt, meine Botschaften durch meine Stimmträger zu vernehmen, aber ihr werdet nicht mehr das Erblühen meiner Lehre miterleben, weil ihr dann nicht mehr dieser Erde angehören werdet. Es werden andere Generationen sein, die die Erfüllung meines Wortes bezeugen werden. Denn euch war die Aufgabe beschieden, Wegbereiter der Vergeistigung zu sein.

    26.  Doch deshalb wird eure Mission nicht weniger wichtig sein als die der zukünftigen Generationen ─ im Gegenteil: Bedenkt, dass viel von euch abhängt, dass jene den guten Weg einschlagen, dass sie gute Ausleger meines Werkes und gute Jünger sind.

    27.  Ihr sollt euren Teil beitragen, der ─ wie Ich euch schon gesagt habe ─ sehr wichtig ist. Doch werdet nicht stolz darauf. Denn wer innerhalb eines geistigen Werkes eitel wird, hat es nicht verstanden, ein würdiger Jünger zu sein, da eine der wesentlichsten Bedingungen dafür, ein Jünger von Mir zu sein, die Demut ist.

    28.  Betrachtet euch im Spiegel eures Gewissens, um zu sehen, ob er nicht irgendeine Unlauterkeit widerspiegelt. Erblickt euch in diesem inneren Spiegel, bevor ihr anhebt, die Werke eurer Geschwister zu verurteilen. Dann wird euren Taten mehr Reinheit und Wahrhaftigkeit zugrunde liegen.

    29.  Ich sage euch dies, weil Ich sehe, dass viele von euch Freude daran haben, die Fehler zu verurteilen, die eure Geschwister in den verschiedenen Kulten begehen, ebenso wie ihre Riten und ihre Ausübungsformen. Ich sage euch, es wäre besser für euch, weder Religionen noch Glaubensbekenntnisse zu richten, da ihr vorerst ihre geistige Reichweite nicht erkennt.

    30.  Ich lasse euch als Wegweiser zurück, jedoch nicht als Hetzer. Euer Same soll der des Friedens und der Eintracht sein, aber niemals der der Verwirrung noch der Gewalt.

    31.  Mein Wort hat Vereinigung und Frieden zum Ziel, damit ihr, wenn ihr euch an ihm inspiriert, euren Geschwistern die Hand zu reichen versteht und ihren Glauben immer als etwas Heiliges achtet. Denn ihr Glaube ist ein innerlicher Altar, in dem Ich wohne. Dann werdet ihr bei euren Geschwistern die Entfaltung zu erkennen vermögen, die sie aufgrund ihres Kampfes, ihrer Anstrengung und ihrer Missgeschicke erreicht haben.

    32.  Wenn ihr beim Vergleich der Form, in der eure Geschwister ihren Kult praktizieren, mit der Form, die ihr habt, Unterschiede entdeckt, so haltet euch nicht damit auf, nach dem Äußerlichen zu urteilen, und versteht es in die Tiefe einzudringen, wo die Wahrheit existiert. Da ihr Spiritualisten seid, denkt daran, dass ihr immer den Geist suchen sollt und nicht die äußeren Formen.

    33.  Wenn ihr eure Geschwister auf diese Weise nach und nach zu verstehen vermögt, werdet ihr recht bald entdecken, dass jeder Mensch auf einem anderen Weg voranschreitet, aber dass alle Wege in einem einzigen Punkt zusammenlaufen, welcher der Weg zum Licht, zur Wahrheit und zum Leben ist.

    34.  Ihr erkennt nun, dass es nicht genügt, die Kenntnis meines Wortes in eurem Geist zu tragen, weil der wichtigste Teil noch zu tun ist, der darin besteht, meine Unterweisungen zur Anwendung zu bringen. Dies ist die Prüfung, in der ihr zeigen müsst, wie viel ihr von meinem Wort gelernt habt.

    35.  Als Ich euch in sinnbildlicher Sprache gesagt habe, dass Ich eure Lippen verschließe, geschah dies, um euch verständlich zu machen, dass Ich in jenem Augenblick eure Lippen gesegnet habe, damit euer Geist durch sie seine Inspiration kundgeben und meine göttlichen Worte wiederholen kann, während dieselben Lippen für das Richten, Kritisieren, Lügen oder Lästern verschlossen bleiben. Bewahrt meine Unterweisung liebevoll und lasst zu, dass euer Geist wie ein viele Jahrhunderte lang aufgestauter Strom in Worten des Trostes, des Lichts, des Heilbalsams, der Weisheit und des Friedens überbordet.

    36.  Es wird nicht nötig sein, dass ihr meinen Namen oft aus­sprechen müsst ─ im Gegenteil: Je weniger ihr ihn aussprecht und je besser ihr meine Unterweisung zur Anwendung bringt, ein desto größeres Zeugnis werdet ihr von Mir gegeben haben.

    37.  Fühlt eure Nächsten im Herzen nach und nach als wahre Geschwister, seht die Menschheit als eine einzige Familie an, aber hütet euch davor, dies auszuposaunen. Macht eure Verdienste niemals bekannt, denn diese zu beurteilen kommt Mir allein zu. Das einzige, was ihr durch euer Leben und eure Worte bekannt machen sollt, ist mein Werk. Denn dieses soll allen euren Geschwistern bekannt werden.

    38.  Die Demut des Spiritualisten muss echt sein, darf nicht nur scheinbar sein, damit seine Spur auf Erden lichtvoll ist.

    39.  Erkennt, dass mein Wort keine neue Religion ist noch sein kann. Dieses Werk ist der lichtvolle Weg, in welchem sich alle Ideologien, Glaubensbekenntnisse und Religionen geistig vereinigen werden, um vor die Tore des Verheißenen Landes zu gelangen.

    40.  Ich gebe euch in diesem Wort den Frieden und die Warmherzigkeit, die euch eure Schmerzen vergessen lassen. Ich stärke euren Glauben und gebe euch Licht, damit ihr dem Weg folgt, der zu Mir führt. Dieses Licht inspiriert euch, fordert euch auf, für die zu beten, die leiden ─ Anwesende oder Abwesende. Es bringt euch euren unbekannten Geschwistern näher, die fern von euch leben, die ihr nicht körperlich berühren oder liebkosen könnt. Meine Lehre lehrt euch, für alle zu bitten und das zu fühlen, was im Herzen eurer Nächsten vor sich geht. Ich habe euch gesagt, dass Ich ganz Gegenwart bin, dass für Mich niemand abwesend oder fern von Mir ist, und Ich gebe euch die Fähigkeit, euch zu versetzen, um euch denen zuzuwenden, die Hilfe, Trost oder Begleitung benötigen.

    41.  Wie viel Gutes werdet ihr von dem Tag an tun können, an dem ihr eure Gaben erkennt und sie zum Wohl eurer Geschwister zu gebrauchen versteht! Der zubereitete Geist kann Entfernungen überbrücken, Gefahren trotzen und Hindernisse überwinden, um dorthin zu gehen, wo es ersehnt wird.

    42.  Wenn ihr in eurem Geist eine schwere Last tragt, weil ihr eure alten Schulden nicht zu begleichen vermochtet, so wirkt in geistiger Weise, dann werdet ihr den verlorenen Frieden und die verlorene Freude zurückkehren fühlen.

    43.  Mein Wort lässt euch die ersten Zeiten erleben, indem es euch an meine Manifestationen durch die Patriarchen und Propheten und mein Wort durch Jesus in der Zweiten Zeit erinnert. Ich lasse euch meine Vaterliebe fühlen, und euer Geist ruht im Bewusstsein, dass er von meiner Barmherzigkeit gesehen und beschützt wird.

    44.  Ich spreche zu euch mit der gleichen Weisheit wie der, die Ich als Meister meinen Jüngern zuteilwerden ließ. Heute jedoch, als Heiliger Geist, zeige Ich euch eine weitere Seite des Buches, damit ihr sie studiert und erleuchtet werdet.

    45.  Es ist mein Wille, dass ihr die drei Testamente, die euch in drei Zeiten gegeben wurden, zu einem einzigen vereint, und dass ihr euch vorbereitet, um denen zu antworten, die euch nach dem Grund für diese Kundgebungen fragen.

    46.  Das Beispiel eurer Urväter ist mit unauslöschlichen Lettern niedergeschrieben: Abraham, Isaak und Jakob, die ihrem Volk eine Saat des Glaubens, der Liebe und der Standhaftigkeit hinterließen, erfüllten ihre Bestimmung und sind bei Mir. Von euch verlange Ich keine Opfer, denn jene Zeiten sind nun vorüber. Euer Leben ist heute ohnehin leidvoll, und Ich will nur, dass ihr euch vergeistigt. Doch wenn Ich euren Kindern die Mission zuweisen sollte, meine Lehre in andere Länder zu tragen, so widersetzt euch nicht. Wenn Ich euch dazu gebrauchen sollte, eine Menschenmenge mit eurem Wort und Beispielen zu führen, dann weigert euch nicht. Auf diese Weise werdet ihr in dieser Zeit eine Spur hinterlassen, und Ich werde den kommenden Generationen die Früchte zeigen, die mein Wort hervorbrachte.

    47.  Die Zeit des Kampfes ist für euch gekommen. Die Geistlichen großer Religionsgemeinschaften verbünden sich miteinander, um sich stark zu fühlen und gegen meine Auserwählten zu kämpfen. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, wollen sie diese Offenbarung ihrer Begabung zuschreiben ― diese Offenbarung, die Ich euch anvertraut habe, ihr, die Ich zu Demütigen und Einfachen zugerüstet habe. Wenn Ich diese Gnade in euch gelegt habe, dann deshalb, weil Ich euch kenne und euch geläutert und gepflegt habe, um Mich eures Verstandesvermögens zu bedienen. Doch das, was Ich euch gegeben habe, gehört allen meinen Kinder, und Ich will nicht, dass es Anlass für Kämpfe ist. Wenn dieser Kampf nach 1950 dennoch einsetzt ─ eine Zeit, in der ihr meine Kundgabe in dieser Form nicht mehr haben werdet ─ wie sehr werdet ihr die Abwesenheit meines Wortes fühlen! Dann werde Ich euch nur erlauben, dass ihr meine Apostel von großem Glauben und starkem Willen zum Vorbild nehmt.

    48.  Mein Wort wird bald zu anderen Nationen gelangen und die Menschen in ihrem Hass und Rachedurst zurückhalten. Seht ─ noch erheben sich die Kranken nicht von ihrem Lager, und noch immer gibt es Nachrichten über neue Kriege. Die Heime wurden nicht wiederaufgebaut, und die Völker nicht wiederhergestellt, und noch immer gibt es Blutdurst. Zu ihnen soll meine Botschaft des Friedens und der Eintracht gelangen.

    49.  Ihr wisst, dass jenseits eures Kontinents die Nationen verwüstet worden sind, und der Schmerz alle Herzen erreicht hat. Es gibt keine Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen, die keinen Leidenskelch geleert haben, und unter ihnen entdecke Ich solche, die trotz ihres Leides die Kraft haben, um zu bitten, dass die Nationen, die ihren Frieden bewahren, nicht durch Krieg verwüstet werden. Und in verschiedenen Sekten finde Ich fromme Geistwesen, die mit aufrichtiger Liebe und Mitleid für die beten, die jene großen Prüfungen durchmachen. Ich empfange ihre Werke, respektiere ihre Bräuche und rechne ihnen ihre Verdienste zu. Wacht, betet, bittet als gute Jünger, und Ich werde euch meine Gnade gewähren. Ich schütze jedes Geschöpf und segne alle Nationen.

    50.  Ihr alle werdet den Frieden empfangen, wie ihr ihn euch verdient habt; doch Ich verheiße euch bessere Zeiten. Nach der Reinigung, die auf Erden geschehen muss, werden von Mir ausgesandte Menschen auftreten, tugendsame Geistwesen mit großen Missionen, um die gehorsame (Menschheits)familie zu schaffen. Vier Generationen nach der euren werden noch vergehen, bis meine Lehre sich über den Erdkreis ausbreitet und schöne Früchte erntet.

    51.  Nicht alle meine Kinder werden in der heutigen Zeit mein Kommen im Geist verstehen, noch werden sie erfahren, dass Ich die Menschheit vorbereite, um sie zu Mir zurückkehren zu lassen. Ich will, dass ihr so, wie ihr aus Mir hervorgegangen seid ─ nämlich rein ─ zurückkehrt, damit ihr in das Himmelreich eingehen könnt.

    52.  Jeder Geist trägt eine Tugend in sich, die ihn vor Hinterhalt und Versuchungen bewahrt, und ein Licht, das ihn führt, welches das Gewissen ist. Wenn Ich dem Menschen Willensfreiheit gegeben habe, dann deshalb, damit er einen eigenen Willen besitzt und sich dadurch als Herr seines Lebens, seiner Taten und Mir ähnlich fühlt. Ich habe ihm meine Liebe bewiesen, indem Ich ihn zum Besitzer einer hohen Bestimmung gemacht und ihn mit Annehmlichkeiten umgeben habe, auch wenn dieses Kind nicht die Gesetze befolgt hat, die Ich ihm gegeben habe.

    53.  Mein Ruf in dieser Zeit hat allen gegolten, doch sind es nur wenige, die Mir nachfolgen. Fühlt euch nicht ferne von Mir, weil ihr heute auf dieser Welt lebt. Ich will, dass ihr Mich schon in eurer Lebenswelt erkennt, dass euer Herz für jede göttliche Bekundung empfänglich ist, dass ihr Mich liebt, und dass ihr innig mit Mir vereint seid. Da ihr ─ wenn auch nur in begrenzter Form ─ meine Natur besitzt, könnt ihr Mich verstehen und große Werke tun.

    54.  Der Weg, den Ich dem Geist vorgezeichnet habe, führt ihn zur Erhebung, obschon ihr auf ihm oftmals Disteln und Dornen begegnet.

    55.  Wenn ihr heilige oder gerechte Menschen sucht, die euch führen, werdet ihr sie nicht finden. Wenn ihr die höchste Voll­kommenheit erstreben wollt, dann schaut Mich im Unendlichen, hält Zwiesprache mit Mir, und Ich werde euch beraten und euch inspirieren.

    56.  Ihr habt zur Welt nicht davon gesprochen, was ihr von Mir gehört habt. Doch diese materialistische und kalte Welt erwartet ein Zeichen von Mir, einen Hinweis oder ein Wort, um zu ihrem Herrn zurückzukehren und ein neues Leben zu beginnen. Die Wissenschaftler beobachten und fragen sich nach dem Grund so vieler Phänomene im Weltraum. Die Theologen wollen in meine Geheimnisse eindringen, und jeder für meine Gegenwart empfindsame Geist fragt sich, ob die Welt in ein neues Zeitalter eingegangen ist. Und Ich habe die Antwort für diese Begierigen, nach Wissen Dürstenden, denen Ich an der Quelle das Wasser zu trinken geben werde, das ihren Durst löscht.

    57.  Ihr seid nun zubereitet, eure Gaben sind von Dauer. Wenn ihr die Gnade, die ihr habt, hochgeschätzt habt, so verliert sie nicht. Wenn ihr Verdienste habt, dann vermehrt sie. Denn kein Opfer wird unfruchtbar sein, noch irgendeine Anstrengung vergeblich, weil jedes Werk niedergeschrieben bleibt und es keine Hand gibt, die euer Buch auslöschen oder verändern kann.

    58.  Ihr, die ihr einen Geist Israels in euch tragt, wisst, dass die Essenz, die mein Wort ausgießt, die gleiche ist wie die, die Ich euch in der Ersten und Zweiten Zeit gab. Heute zeige Ich euch die Seiten des Buches des Lebens in seinem dritten Teil, und wie die vorher­gehenden enthält er meine unendliche Weisheit.

    59.  Ich bin das Buch, in dem das Leben niedergeschrieben ist und in dem alle Weisheit vorhanden ist. Kommt, klopft an meine Tür, und Ich werde euch unverzüglich öffnen. Doch will Ich in eurem Herzen wahres Verlangen nach Licht sehen. Wenn ihr fühlen solltet, dass euer Auffassungsvermögen an eine Grenze des Verständnisses gelangt ist und nicht darüber hinauskommen kann, so fürchtet nicht. Denn dann wird sich euer Geist, für den weitreichendere Horizonte existieren, über die Begrenztheit der Materie erheben, bis er jenes Licht erreicht, das er zu schauen wünschte.

    60.  Wann immer der Mensch im Verlangen, sein Wissen zu vermehren, alles der Kraft seiner Intelligenz anvertraut hat, ist er an den für den menschlichen Verstand unüberwindlichen Hindernisse gescheitert. Oder er hat sich in Abgründe voller Geheimnisse gestürzt, ohne dass er seine Neugier oder seinen Wunsch, mehr Licht für seine Wissenschaft zu entdecken, befriedigen konnte.

    61.  Bis heute hat den Wissenschaftlern Vergeistigung gefehlt, weshalb ihre Kenntnisse immer begrenzt gewesen sind, da sie nicht den wahren Ursprung, den Urgrund und das Prinzip all dessen, was sie studieren, zu suchen verstanden.

    62.  Wahrlich, Ich sage euch, nach diesem Zeitalter einer materialistischen, egoistischen und verderblichen Wissenschaft wird eine Zeit kommen, in der die Wissenschaftler in die Geheimnisse der Natur einzudringen verstehen werden ─ geistig vorbereitet durch das Gebet, bekleidet mit Demut und Respekt, von edlen, hohen, menschlichen Ideen und Vorsätzen inspiriert.

    63.  Mit großen Schritten geht die Menschheit auf das Ende dieser von der Wissenschaft des Menschen geschaffenen Welt, dieser falschen und oberflächlichen Welt zu, und es wird der Mensch sein, der mit eigener Hand das Werk zerstört, das sein Hochmut und seine Habgier aufgebaut haben.

    Danach wird Stille eintreten, Meditation und dadurch Erneuerung, hochstehende Vorsätze und Ideale. Vor den Menschen wird sich ein neues Zeitalter auftun, und in dieses wird eine im Schmerz gereinigte und in der Erfahrung geläuterte Menschheit eingehen. Die Menschen werden eine neue Welt aufbauen, aber es wird eine von dem Geist geführte, vom Gewissen erleuchtete, auf den Weg meines Gesetzes gebrachte Welt sein.

    64.  Ich will, dass diese Welt begreift, dass die materialistische Wissenschaft niemals das Ziel eures Daseins ist noch sein wird, da ihr mit ihr nicht einmal euer Glück auf der Erde habt erlangen können.

    65.  Ihr müsst wissen, dass wenn ihr diesen Planeten verlasst, ihr nur zu einer höheren Wohnstätte gelangen könnt, wenn ihr von einer durch die Liebe, durch die Tugend vergeistigte Welt ausgeht. Von einer wissenschaftlichen und materialistischen Welt aus, könnt ihr das nicht erreichen.

    66.  Die vermaterialisierten Geistwesen sind in anderen Welten blind, weil sie ihre Fähigkeit, das Geistige zu verstehen, vernachlässigt haben und damit verhindert haben, genügend feinfühlig zu werden, um das Subtile, das Reine, das Hohe, das Leuchtende wahrzunehmen.

    67.  Niemand wage es, zu leugnen, dass er in seinem Wesen geistige Aufgaben mitbringt. Nur Ich und euer Geist kennen den Pakt, der zwischen dem Vater und seinen Kindern besteht. Glaubt jedoch und wisst, dass ihr euch für alles, was Ich euch übergeben habe, vor Mir verantworten müsst, dass ihr über alle Gaben und Aufträge, die Ich euch anvertraut habe, Rechenschaft ablegen müsst, wenn ihr als Geistwesen zum ewigen Reich zurückkehrt.

    68.  Da ihr einen Zeitpunkt erreicht habt, an dem ihr das Geistige Leben bereits verstehen, annehmen und begreifen könnt, habe Ich euch mein Wort gesandt, welches Lehre für den Geist ist, welches sicherer Weg und voller Licht ist, damit ihr auf ihm mit sicherem und festem Schritt zu Mir kommt, mit Geduld und Liebe wiedergutmacht, euch des Mantels aus Unreinheiten entledigt, den ihr lange Zeit hindurch getragen habt, und immer mehr Licht erwerbt, damit ihr, wenn jene gesegnete Stunde gekommen ist, euch von dieser Welt der Prüfungen und des Kampfes entfernen, einen würdigen Einzug in das Tal tun könnt, das euch erwartet, um euch eine Ernte aus Licht und eine Frucht des Friedens zu bescheren.

    69.  Ihr alle tragt mein Licht in euch, jeder Geist besitzt diese Gnade; aber während bei manchen dies Licht immer stärker wurde, anwuchs, nach außen drang, um sich kundzutun, bleibt es bei anderen nur in einem gebundenen, verborgenen, unbewussten Zustand. Doch wahrlich, Ich sage euch: Wie sehr ein Mensch auch spirituell zurückgeblieben sein mag, immer wird er zwischen dem Guten und dem Bösen unterscheiden können, weshalb ihr alle für eure Werke Mir gegenüber verantwortlich seid.

    70.  Ich muss euch sagen, dass eure Verantwortlichkeit in dem Maß wächst, in dem eure Erkenntnis zunimmt, denn ihr werdet dann immer sensibler werden für die Weisungen des Gewissens.

    71.  Seid ihr euch bewusst, wie sehr ihr auf der Erde eine Lehre benötigt, die euch auf erlaubte, gerechte und schlichte Weise das Verständnis erleichtert?

    72.  Hier habt ihr mein Wort, Volk, das verheißene Wort, die schon in der Zweiten Zeit von Mir angekündigte Botschaft ─ jene, deren Essenz der Geist der Wahrheit sein würde, das göttliche Licht,  das kommen würde, um jedes Geheimnis aufzuklären, das der Verstand der Menschen nicht zu durchdringen vermochte.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 311

    Gegeben am 1. Februar 1950

    1.  Geliebte Jünger: Ihr habt das Heiligtum vorbereitet, um Mich zu empfangen, und hier bin Ich, gegenwärtig im Geist und in Wahrheit. Jeder von euch zeigt Mir sein eigenes Heiligtum. Aber dem Meister gefällt jenes, das ihr durch eure Einigkeit, durch eure geistige Harmonie bildet. Dafür habe Ich euch die Liebe gelehrt, damit ihr durch sie im Geist zur Ära der geistigen Vereinigung gelangt. Wahrlich, Ich sage euch, erst dann werdet ihr Mir das wahre Heiligtum vorzeigen können, in dem man das göttliche Konzert vernimmt.

    2.  Heute bin Ich dabei, diesen Tempel durch mein Wort, durch die Inspirationen meines Gesetzes im Geist meiner Kinder aufzurichten. Aber noch immer seid ihr meine Schüler, fortwährend kommen Kinderschüler in meine Gegenwart. Die einen habe Ich über lange Jahre hinweg gelehrt, die anderen beginne Ich die ersten Lektionen in der Dritten Zeit zu lehren.

    3.  Mein Wort durch diese Kundgebung wird bald enden. Doch welche werden es sein, die nach Mir der Menschheit die Lektion weitergeben sollen? Welche werden jene sein, welche die Unterweisung weitergeben, die das Große Buch des Lebens enthält? Meine Jünger, die Ich seit langem vorbereitet habe, damit sie an meine Stelle treten können. Doch nicht, damit sie sich nur bemühen, meine Worte zu wiederholen. Denn dann würdet ihr nur den Wortlaut des Stimmträgers wiedergeben. Es ist jedoch nicht das menschliche Wort, das Ich euch vermache, sondern die Essenz meiner Botschaft.

    4.  Ihr habt mein Wort durch meine Stimmträger vernommen. In ihm habt ihr Unvollkommenheiten entdeckt, die einige der Körpermaterie des Stimmträgers zugeschrieben haben, und andere Mir. Ich komme nicht, um meine Kinder, durch die Ich Mich kundgebe, anzuklagen, aber Ich sage euch dennoch: Ich habe euch bei dieser Kundgebung nicht betrogen, habe dies nie getan. Ich habe euch meine Offenbarungen und die Inspiration des Heiligen Geistes mittels des menschlichen Verstandesvermögens gebracht, und zusammen mit meiner vollkommenen Lehre  hat es die Unvollkommenheiten des Menschen gegeben. Der Meister sagt euch: Diese Etappe meiner Kundgabe wird vorübergehen, und dann werdet ihr, durch das Licht meines Heiligen Geistes erleuchtet, klar zu unterscheiden verstehen, wo meine Essenz zum Ausdruck kommt, und was menschliche Unzulänglichkeit ist. Und so wie es die Landarbeiter auf Erden machen, die, wenn sie ihre Weizenernte eingebracht haben, die Spreu zu trennen verstehen, so sollt ihr den Weizen meiner Unterweisung von der Spreu trennen und in der Kornkammer eurer Herzen verwahren. Doch die Spreu, die die Unvollkommenheit der Stimmträger ist, soll der Vergessenheit anheimfallen, während die Essenz meiner Unterweisungen ewig in eurem Geist bleiben wird.

    5.  Um Mich in dieser Zeit, in dieser Form kundzutun, habe Ich den Ruf an große Menschenscharen ergehen lassen. Unter ihnen habe Ich Männer und Frauen verschiedenen Alters, Standes und der Rasse erwählt. Diese Erwählten, von denen ihr ein Teil seid, sind Geistwesen, die Ich kenne. Denn es gibt nicht einen einzigen Geist, der Mir fremd ist. Ihr alle seid meine Kinder.

    6.  Ich habe den Entwicklungsweg eines jeden von euch verfolgt, denn Ich habe eure Bestimmung vorgezeichnet. Und als Ich den Ruf an euch ergehen ließ, damit ihr bei diesen Kundgebungen anwesend seid, habe Ich meine Erwählten ausgesucht. Ich habe sie mit Fähigkeiten und Kräften ausgestattet, und sie werden in ihrer Aufgabe durch die Lichtgeister, durch meine Friedensboten unterstützt ─ Geistwesen voll des Wortes, die euch Schritt für Schritt auf den Weg des Spiritualismus gebracht und euch dabei geholfen haben, in euch selbst die Gaben und Gnaden zu entdecken und euren Geist für das Jenseits, für die Ewigkeit zu erwecken.

    7.  Durch meine göttlichen Unterweisungen und durch die Prüfungen, die Ich weise auf euer ganzes Leben verteile, habe Ich euren Geist immer mehr entfaltet, ihn für den Kampf gestählt und ihm das enthüllt, was zuvor ein Mysterium für ihn war, ein undurchdringliches Geheimnis. Ihr habt euch an meinem Werk erfreut, und durch meine Lektionen lernt ihr nach und nach, die Unterweisungen der Ersten und der Zweiten Zeit auszulegen, die die Theologen nicht zu begreifen vermochten.

    8.  Die Prüfungen, denen ihr auf eurem Lebensweg begegnet, drücken euch nieder. Aber sofort denkt ihr daran, dass mein Göttlicher Geist in eurem Wesen ist ─ wie ein Stern, wie ein Leuchtturm, und immer wendet ihr euch diesem Licht zu, um euch zu retten.

    9.  Viele der Erwählten, die Ich mit Gnadengaben überschüttet habe, sind gegenüber ihrer Aufgabe in meinem Werk kalt gewesen. Die Ideale der Welt, die Versuchungen und die mangelnde Zubereitung haben sie von Mir getrennt. Doch wie viele, die meinen Unterweisungen treu geblieben sind, sehe Ich mit meiner Gnade bekleidet, obwohl sie nicht zu den Erwählten gehörten, noch durch den Stimmträger das Siegel und die Gaben empfangen haben. Denn Ich habe ihnen ihre Gaben von Geist zu Geist gegeben, und in ihnen ist die Gnade vorhanden, die in euch allen seit Anbeginn der Zeiten besteht.

    10.  Glücklich die Getreuen, selig jene, die bis zum Ende ihrer Prüfungen standhaft bleiben. Gesegnet seien, die die Kraft, die ihnen meine Lehre zuteilwerden lässt, nicht vergeudet haben, denn sie werden in den kommenden Zeiten der Bitternis die Wechselfälle des Lebens kraft- und lichtvoll überstehen.

    11.  Seid getreu, Jünger, denn mein Werk wird euch niemals enttäuschen, der Meister wird seine Verheißung erfüllen und nicht einen Augenblick lang abwesend sein bei euren Kämpfen mit der Menschheit.

    12.  Meine Lehre, von der sich euer Geist nährt, will euch in Meister, in treue Apostel des Heiligen Geistes verwandeln.

    13.  Ich will euch mit diesen Offenbarungen nicht nur den Frieden der Welt bringen und euch die Leiden durch körperliche Linderung erleichtern. Ich gebe euch mit dieser Kundgebung die großen Lehren, die zu euch von eurer geistigen Entwicklung sprechen. Denn wenn Ich euch nur die Güter der Welt hätte bringen wollen ─ wahrlich, Ich sage euch: Dafür hätte genügt, die Wissenschaftler zu beauftragen, die Ich durch Intuition erleuchte und denen Ich die Geheimnisse der Natur offenbart hätte, damit sie aus ihr den Heilbalsam nähmen, um euch von euren körperlichen Leiden zu heilen.

    14.  Mein Werk will euch weitere Horizonte zeigen, jenseits eures Planeten, mit jener unendlichen Zahl von Welten, die euch umgeben ─ Horizonte, die kein Ende haben, die euch den Weg zur Ewigkeit weisen, die euch gehört.

    15.  Es ist euer Geist, zu dem Ich spreche, damit er durch mein Licht ― mein Gesetz, das sich im Gewissen befindet ― seine Vollkommenheit erstrebt. Verwandelt dieses Gesetz in eine Stufenleiter, einen Weg, damit ihr zu Mir gelangt. Denn es ist eure Ankunft, die Ich mit Sehnsucht erwarte, damit ihr, oh vielgeliebte Kinder, euch meines Reiches erfreuen könnt, meine Liebe versteht, und Ich meinerseits die eure empfangen kann, die vollkommen sein muss, damit euer Geist sich an der universellen Herrlichkeit meines Werkes erfreuen kann.

    16.  Erringt dieses Reich, Jünger, Ich stehe euch bei. Denn wie viele Feinde, wie viele Versuchungen werden sich eurem Schritt entgegenstellen, und wie vielen Abgründen werdet ihr entgehen müssen!

    17.  Ihr seid das Volk Israel, das im Verlangen nach dem Land der Verheißung durch die Wüste wandert. Ihr habt nicht mehr Moses als Führer ─ es ist euer Vater, der diesem Volk voranzieht, der euch ermutigt und euch aufrichtet. Und obwohl Ich euch durch meine Erwählten führe ─ erkennt, dass über ihnen der Universelle Führer ist, welcher Gott ist, euer Vater, Der zu euch spricht und euch sagt: Schreitet weiter voran, besiegt eure Feinde, werdet nicht schwach in den Prüfungen, damit ihr nicht unterwegs umkommt. Vorwärts! Sagt euch nicht von eurer Bestimmung los, denn ihr wisst nicht, ob ihr nicht gerade in jenem Augenblick am Horizont bereits das Gelobte Land erspähen könnt.

    18.  Ich habe meinen Erwählten große Gaben anvertraut. Eine davon ist die der Heilung ─ der Heilbalsam, um mit dieser Gabe eine der schönsten Aufgaben unter den Menschen erfüllen zu können, da euer Planet ein Tal der Tränen ist, wo es immer Schmerz gibt. Mittels dieser Gabe  habt ihr ein weites Feld vor euch, um nach meinem Willen Trost zu spenden. Diesen Heilbalsam habe Ich in euer Wesen gelegt, in die zartesten Saiten eures Herzens, und ihr habt euch an ihm erquickt, vor seinen Wunderwerken hat sich euer Nacken gebeugt, euer Herz ist durch den Schmerz der Menschen weich geworden, und ihr seid immer auf dem Pfad der Barmherzigkeit gewandelt. Spendet weiterhin diesen Heilbalsam, der nicht in euren Händenist, weil er durch Blicke des Mitgefühls, des Trostes, des Verständnisses übertragen, durch gute Gedanken weitergegeben wird und sich in heilsame Ratschläge, in Worte des Lichts verwandelt.

    19.  Die Gabe der Heilung hat keine Grenzen. Vergesst niemals, dass ihr von ihr durchdrungen seid; und falls der Schmerz euch zur Beute machen sollte, weil ihr einer Prüfung unterworfen werdet, falls ihr ihn mit diesem Heilbalsam nicht beseitigen könnt, so vergesst nicht meine Unterweisungen, vergesst euer Leiden und denkt an die anderen, bei denen die Qual größer ist. Dann werdet ihr bei euch und bei euren Geschwistern Wunder erleben.

    20.  Ich habe erlaubt, dass im gleichen Zeitabschnitt wie dem meiner Kundgebung, sich meine Geistige Welt in dieser Zeit durch die Gabenträger bei euch bekundet, damit sie diese mit meinem Heilbalsam gesättigten Wesen empfangen und sie als Meister der Liebe und Barmherzigkeit unter euch wären. Einige von euch haben ihre Geduld, ihre Demut zu würdigen verstanden, andere haben sie zum Objekt von Demütigungen, Schikanen, Vermaterialisierungen gemacht. Doch diese Lichtwesen haben ihre Klagen, ihre Vorwürfe nicht vor Mich gebracht. Es sind verständnisvolle Geistwesen, die ─ um euch aus eurem geistigen Elend zu reißen ─ angesichts eures Begehrens und Armseligkeit herabgekommen sind und dabei oftmals ihre eigene Vergeistigung geopfert haben, mit dem Ziel, euch der Finsternis zu entreißen, euch ins Licht zu bringen. Aber dieser Zeitabschnitt wird bald zu Ende sein.

    21.  Meine Geistige Welt, Fürsprecher von Arbeitern und Menschenscharen, wird Mir sagen: „Herr, richte unsere Geschwister nicht wegen der Beleidigungen, die sie uns zugefügt haben.“ Und wenn sie in dieser Weise für euch eintreten und euch vergeben ─ was wird der Vater dann nicht alles tun, wenn Er euch seine Vergebung gewährt? Sie haben selbst die ärmlichsten Heime betreten, indem sie euren Spuren des Elends und des Schmerzes folgten. Sie sind auf den Ruf meiner Arbeiter und der Kranken hin zu jedem Ort geeilt, ohne Angst, sich zu beflecken, wobei sie sich nur um die Wunde kümmerten, um sie zu heilen, um die Trübsal, um Trost zu hinterlassen, um die Krankheit, um sie in Gesundheit zu verwandeln. Der Vater sagt euch: Das Beispiel, das meine Geistige Welt euch gegeben hat, müsst ihr eurem Geist einprägen. Vergesst es nicht. Ich will, dass ihr so seid, wie sie, damit ihr, wenn diese Kundgebungen zu Ende sind, diesen Heilbalsam zu allen euren Geschwistern bringt, ohne Unterscheidung nach Gesellschafts­klassen, Rassen und Weltanschauungen ─ dass ihr königliche Paläste, als auch die armseligsten Hütten oder den schmutzigsten Ort betretet, ohne dass ihr Angst vor Ansteckung, vor Kritik oder Spott habt.

    22.  Geht immer zu denen, die leiden, und hinterlasst als Spur eures Ganges die besten Früchte eurer Liebe. Wenn ihr so handelt, werdet ihr euch meine Geistige Welt zum Vorbild genommen haben, die mein treuer Jünger und euer Lehrmeister ist. Und so, wie sie keinerlei Lohn suchen und, wenn sie euch die größten Wohltaten erwiesen haben, es immer in meinem Namen getan haben, ebenso sollt ihr nach meinem Willen auf den Wegen der Welt gehen und dabei Trost, Gesundheit und Liebe aussäen, auch wenn ihr für all das wie meine Geistige Welt und wie euer Meister in jener Zweiten Zeit nur Beleidigungen, Bedrängnisse und Undank erntet. Ihr sollt keinerlei Lohn auf dieser Welt erwarten. Doch wenn ihr eine Belohnung haben wollt, soll sie die Befriedigung, die Freude sein, den, der weinte, zum Lächeln gebracht zu haben, den Toten zu meiner Wahrheit auferweckt zu haben, und den Betrübten getröstet zu haben.

    23.  Ich habe euch in meinem Gesetz den ewigen Frieden übergeben, und Ich will, dass jeder von euch wie eine Friedenstaube ist, dass eure Flügel sich niemals schließen, dass ihr euch durch eure Gebete in alle Orte zu versetzen versteht, sei es innerhalb des Materiellen oder mit den Gedanken, und dass ihr da wo Krieg und Zwietracht herrscht, wo sich Ungerechtigkeit zeigt, wie Friedensengel gegenwärtig seid, wie Schutzengel und Boten des Heiligen Geistes.

    24.  Erkennt, dass diese Menschheit Mir niemals Früchte des Friedens dargebracht hat. Von ihren Anfängen an hat sie in Kriegen gelebt, unablässig hat sie gekämpft, um unsinnige Ziele zu erreichen, um ausschweifend zu leben und Hass und Rache zu nähren. Dies ist die Frucht, die die Menschen Mir anbieten, und auch heute haben diese Kämpfe noch nicht geendet. Die Menschheit macht sich bereit, ihren größten Kampf zu beginnen, sie bereitet ihre mächtigsten Waffen vor, die Waffen ihres Verstandes.

    25.  Die Menschen gehen auf ihre eigene Vernichtung zu. Über ihnen agieren die Wesen des Jenseits. Die einen sind Boten meiner Liebe und inspirieren die Menschen zum Frieden, zur Gerechtigkeit, zur Eintracht. Die anderen inspirieren sie nur zum Hass, zu Kriegen und offenbaren den Wissenschaftlern die Mittel zur Zerstörung, die das menschliche Gehirn allein nicht zu entdecken fähig wäre. Schon vor langer Zeit kündigte Ich den Menschen diese Geschehnisse durch meinen Apostel Johannes an, damit sie wachend und betend sein würden. Aber sie haben nur geschlafen, und daher gibt es die Feinde des Friedens, die im Herzen der Menschheit kämpfen, um sie ins Verderben zu führen. Daher mache Ich euch zu meinen Liebesboten, damit ihr mit den Legionen des Friedens vereint seid und das Gute siegt ─ damit ihr an der Erfüllung der Prophetie des Johannes mitwirkt.

    26.  Wenn diese Kampfzeit kommt, die Ich euch angekündigt habe, in der ihr Provinzen, Länder und Meere durchqueren werdet, dann lasst euch nicht vom Getöse der Kriege Angst einjagen und lasst auch nicht zu, dass ihr angesichts der Gegenwart des Todes den Mut verliert, sondern ihr sollt die Flügel eures Friedensideals ausbreiten, damit dieses Gebet die Menschen beschützt. Ihr sollt von allen Gaben eures Geistes Gebrauch machen, um meinen Liebessamen auszusäen.

    27.  Meine Kundgebung in dieser Zeit hat euch das Bedeutungsvolle erkennen lassen, das im Kampf und in den Prüfungen enthalten ist, die euch erwarten: Wird eure Liebe die Hartherzigkeit der Menschen überwinden? Wahrlich, Ich sage euch: Mein Friede wird siegen. Aber Ich werde ihn nicht mit Gewalt aufzwingen, er wird durch die Überzeugungskraft kommen, die meine Unterweisungen ausstrahlen. Wenn er einmal in das Herz des am meisten im Bösen verblendeten Kindes eindringt, so wird dieses Herz endlich Frieden finden.

    28.  Der Meister sagt euch: Es wird ein Schmerz kommen, der größer als alle Leiden und Sünden der Menschen ist. Dieser Schmerz wird der Kelch ihrer Reue sein. Vor ihm werden sie ihren Nacken beugen, und wenn sie dann meine Vergebung und meinen Heilbalsam empfangen, werden sie sich als meine Diener bekennen.

    29.  Ich habe euch, oh meine Kinder, die Gabe des Wortes gegeben, weil Ich das Ewige Wort bin. Ich bin das Göttliche Wort, das niemals endet. Ich bin das göttliche Konzert, und Ich habe euch einen Teil von ihm überantwortet. Dieses Wort, das Ich in euren Geist gelegt habe, wird sprechen, und eure Lippen, die heute zu unbeholfen sind, um die Eingebungen und Inspiration auszudrücken, die Ich euch gewähre, werden beredsam sein, werden willige und treue Übermittler des göttlichen Konzertes sein. Es wird eine Gabe sein, die euch in Staunen versetzen wird, durch die ihr in Verzückung geraten werdet, und durch die Menschen sich meiner Gegenwart erfreuen und sie fühlen werden. Ihr habt diese Gabe zu entfalten begonnen. Denn Ich sage euch noch einmal: Eure Lippen werden aus der Überfülle heraus sprechen, die in eurem Herzen und in eurem Geist vorhanden ist.

    30.  Bewahrt und liebt das, was aus eurem Herzen geboren wird, und wenn ihr es weitergebt, wird es Essenz und Leben haben. Wenn ihr dagegen sprechen solltet, ohne die Wahrheit zu sagen, wird es wie ein tauber Same sein, der im Herzen eurer Geschwister nicht aufgehen wird.

    31.  Jünger: Groß sind die Lektionen, die Ich euch gewährt habe, denn das Ende dieser Kundgebung ist schon sehr nahe, und ihr dürft nicht vergessen, dass mein Wort erst nach diesem Zeitabschnitt in euren Versammlungen erblühen wird durch die Zwiesprache von Geist zu Geist. Dann werden eure Lippen die großen Offenbarungen meines Reiches weitergeben und ihr werdet mit meiner Liebesbotschaft in alle Herzen dringen. Dann werden die Menschen sagen: „Wie kommt es, dass dieser in meinem Herzen lesen kann, was in ihm verborgen war?“ Doch erinnert euch daran, dass nicht ihr es sein werdet ─ Ich werde es sein, der durch eure Vermittlung spricht. Wegen dieser Gaben sollt ihr euch nicht als Herren fühlen, sollt ihr euch unter den Menschen nicht aufspielen, denn eure Körpermaterie wird nichts von jener geistigen Größe anzeigen. Ihr werdet einer unter allen anderen sein, ihr werdet keine Insignien tragen, die euch unterscheiden. Ihr werdet dem Anschein nach wie alle anderen sein, aber in den Augenblicken, die dafür geeignet sind, wird sich meine verborgene Schatzkammer in euren Geist ergießen.

    32.  Ihr habt dank der Gnade des Heiligen Geistes die Gabe des Geistigen Gesichts, die nicht darauf beschränkt ist, im Geistigen die Botschaften des Jenseits zu schauen. Das Geistige Gesicht ist eine weitergehende Gabe, ist Intuition, ist Vorahnung, ist Prophetie; es sind auch Botschaften, die ihr in euren Träumen empfangt. Das Geistige Gesicht ist der geistige Blick, der die Vergangenheit, die Gegenwart und selbst die Zukunft schauen kann, soweit es mein Wille ist. Wie oft wird der Seher, wenn er eine Vision erblickt, nicht wissen, was er gesehen hat. Doch jene, die sein Zeugnis vernehmen, werden jene Botschaft verstehen.

    33. Derzeit befinden sich die Seher noch in Vorbereitung. Doch wahrlich, Ich sage euch: Ihr alle seid Seher. Die einen haben sich auf die eine Weise entwickelt, die anderen in einer anderen, aber ihr alle habt das Geistige Gesicht in latentem Zustand. Jene, die das, was mein Wille ist, bei ihrem Gebet in Form von symbolischen Bildern sehen, bereite Ich weiter zu. Denn nach 1950 wird die Mission, die Ich ihnen anvertrauen werde, sehr groß sein, und ihre Verantwortung wird dann zunehmen. Daher sage Ich euch: Bereitet euch vor, denn wenn dieses Wort nicht mehr durch die Stimmträger ertönt, werden die Menschen­scharen, Gläubige wie Ungläubige, einen großen Verlust verspüren. Euer Zeugnis, euer Ruf zum Erwachen und zur inneren Einkehr soll dann wie eine Fackel mitten in der Nacht sein. Ihr sollt wie Herolde sein, die die Völker, die noch schlafen, aufwecken. Bereitet euch vor, Volk, damit ihr nach 1950 in eurem Geist die Botschaften zu empfangen vermögt, die von meiner Liebe herabkommen.

    34.  Ich habe zu euch über die Geistesgaben gesprochen, und wenn ihr Mich nicht mehr in dieser Form vernehmt, werdet ihr in ihnen immer mehr die ganze Größe entdecken, die in eurem eigenen Wesen vorhanden ist. Ihr werdet Mich erneut vernehmen und werdet verwundert über so viel Liebe, so viel Gnade, mit der Ich euch beschenkt habe, Tränen vergießen. Doch von der Fähigkeit, euch durch euer Verstandesvermögen mit der Geistigen Welt in Verbindung zu setzen, dürft ihr keinen Gebrauch mehr machen, nachdem das Jahr 1950 zu Ende ist. Die geistigen Lichtwesen werden sich weiterhin durch die Gabenträger und solche, die es nicht waren, bemerkbar machen, aber ihre Bekundung wird sich durch Inspiration fühlbar machen. Ebenso werden sie euch weiterhin ihren Heilbalsam übergeben und Wunder tun, und ihr Wort wird unerschöpflich unter euch sein.

    35.  Doch wenn ihr, nachdem einige Zeit nach diesen Kundgebungen verstrichen ist, Gerüchte zu hören beginnt, dass der Meister oder die Geistige Welt zurückgekehrt sind, um sich durch das menschliche Verstandesvermögen kundzutun, könnt ihr es dementieren, weil mein Wort ein einziges ist und mein Gesetz sich niemals ändert.

    36.  Ihr sollt wachsam leben, oh Volk, damit ihr die Stimme der wahren Propheten und das Zeugnis der Apostel vom Betrug zu unterscheiden versteht! Ihr sollt wachsam leben, damit ihr nicht in die Netze der Falschheit geratet, und ihr die Starken dieser Zeiten des Kampfes seid, und jener Zeiten, die noch kommen werden. Denn eine Gruppe meiner Jünger, die meinen Unterweisungen treu bleiben werden, wird sich nicht beflecken, noch wird sie der Soldat sein, der seine Fahne geistiger Reinheit im Stich lässt. Die Wahrheit wird in ihnen sein, und Ich werde Mich den anderen Völkern kundgeben, zu ihnen sprechen und ihnen sagen: Dies ist mein Werk, dies sind meine Jünger, und das beste Merkmal, das Ich der Welt darüber geben werde, welche meine Boten sind, wird darin bestehen, dass die Falschen in den großen Prüfungen zu Fall kommen, und die Treuen standhaft bleiben werden. Die Falschen werden angesichts des Schmerzes fluchen, und die Getreuen werden Mich segnen. Die Falschen werden meinem Gesetz den Rücken kehren, und die Treuen werden immer an ihm festhalten.

    37.  Ich will, dass ihr alle meine treuen Zeugen und meine geliebten Jünger seid, und dafür bereite Ich euch vor. Aber bevor Ich meine Lektion dieses Tages beende, werde Ich euch etwas sagen, das euch nicht überraschen soll: Ich habe in meinen Unterweisungen von Berufenen und von Auserwählten gesprochen. Glaubt ihr, dass ein Vater, der vollkommen ist wie Ich, Vorlieben oder Bevorzugungen unter seinen Kindern haben kann? Könnte ein entwickelter Geist akzeptieren, dass sein Vater einige seiner Kinder beschenkt und die anderen ohne Erbe lässt?

    38.  Wenn ihr eure Mission zu erfüllen beginnt und ihr zu den Nationen, zu den entferntesten Völkern, selbst in die Urwälder gelangt, werdet ihr Menschen begegnen, und ihnen sollt ihr begreiflich machen, dass ihr alle Geschwister seid, sollt ihnen Zeugnis geben von meiner Geistlehre. Ihr werdet dann verwundert sein über die Liebesbeweise, die Ich euch geben werde.

    39.  Dort, unter jenen von der Zivilisation abgeschnittenen, aber auch von der menschlichen Verderbtheit sehr weit entfernten Menschen, werdet ihr große Geistwesen entdecken, die die Reihen des Volkes Israel vermehren werden.

    40.  Die Kranken werden auf eurem Weg den Heilbalsam empfangen und genesen; die Betrübten werden zum letzten Mal weinen, aber ihre Tränen werden Freudentränen sein. Angesichts jener Beweise, die ihr geben sollt, werden die Menschenscharen den Herrn und seine Jünger segnen, ihr werdet umjubelt werden, wie es an jenem Tag geschah, an dem euer Meister in Jerusalem einzog. Aber auch unter jenen, die euch zujubeln, wird es Männer und Frauen geben, die voll derGeistesgaben sind, die ihr besitzt. Bei den einen wird euch deren Gabe der Weissagung in Staunen versetzen; bei anderen wird mein Heilbalsam unerschöpflich sein; bei wieder anderen wird mein Wort wie kristallklares Wasser hervorquellen. So werdet ihr unter euren Geschwistern, gleich einer unerschöpflichen Aussaat, die Gaben des Heiligen Geistes in Erscheinung treten sehen.

    41.  Dann werdet ihr erkennen, dass ihr nicht die Einzigen seid, dass ihr nur die Stimmträger Gottes, die damit Beauftragten seid, die Menschheit wachzurütteln und ihr zu sagen, dass der Mensch in seinem Geist einen unerschöpflichen Schatz an Tugenden hat, und dass Ich ihnen die Gaben als ihr Herr und als Vater übergeben habe. Ihr werdet entdecken, dass ihr vor der Gerechtigkeit der Liebe Gottes alle gleich seid, dass ihr alle im Geist und in Wahrheit mit der gleichen Gnade beschenkt seid. Erst dann wird die Menschheit das Geheimnis ihrer Existenz in sich selbst aufzuklären versuchen, werden sie in ihr Inneres eindringen und ihren eigenen Geist erkennen. Danach werden sie ihr Gesicht zum Unendlichen erheben und all das erfragen, was sie nicht zu begreifen vermögen.

    42.  All das, was ihr sie lehren könnt, sollt ihr sie wissen lassen, und im Hinblick auf all das, was ihr ihnen nicht erklären könnt, weil dessen Kenntnis eurem Vater entspricht, sollt ihr euch zubereiten, damit Ich es ihnen durch eure Vermittlung offenbare. Aber zuvor müsst ihr eure Mission erkennen. Und wenn Ich euch immer noch Volk Israel nenne, so wird ein Tag kommen, an dem alle vor Mir, vor ihrem Herrn, gleich sein werden ─ indem sie ihre eigenen Gaben entfalten ─ und schließlich ein einziges Volk bilden werden, welches das Volk Gottes sein wird.

    43.  Wenn meine Lehransprache endet, wird euer Geist vom Jenseits aus, wo er sich an meiner Gegenwart erquickt, zusammen mit den geistigen Heerscharen des Friedens seine Empfindungen der Liebe, seine Gedanken des Friedens und der Barmherzigkeit auf diese Menschheit herabsenden, die das Licht für ihren Geist nicht vollständig zu erlangen vermochte. Doch worum könnt ihr den Vater bitten, obwohl Er euch seit Anbeginn schon alles gegeben hat? Es ist euer Gewissen, das eurem Geist erlaubt, die Frucht zu sich zu nehmen, auf die er ein Anrecht erworben hat.

    44.  Wann immer ihr eure Kampfeswege zurücklegt, wird auf ihnen bereits alles bereitgestellt sein, was ihr benötigen werdet. Ihr müsst nur Verdienste erwerben, die euch meiner Liebe würdig machen.

    45.  Warum spreche Ich so zu euch, meine Kinder? Weil Ich euch liebe, weil Ich Mich nicht an euren Leiden ergötze. Der Vater möchte auf eurem Gesicht immer das geistige Lächeln des Friedens sehen.

    46.  Ich segne euch und sage euch noch einmal: Seid die würdigen Boten meines universellen Friedens!

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 312

    1.  Der Meister befindet sich erneut unter euch in Erfüllung seiner Verheißung. Er will euch ein weiteres Blatt des Buches anvertrauen, das Er als ein Liebesgeschenk für sein Volk hinterlassen wird ─ ein weiteres Blatt, geliebte Jünger, das von den zukünftigen Generationen gelesen, studiert und verstanden werden wird.

    2.  Wer außer Mir hätte euch offenbaren können, dass ihr in der Dritten Zeit lebt? Wer außer Mir hätte euch sagen können, dass ihr das Volk Israel seid? Ihr wisst dies und glaubt daran, weil Ich es euch gelehrt habe. Ihr seid diese, jene und dieselben im Geist, und Ich will euch in einer einzigen Familie vereinen.

    3.  Ich bin es, der eure Familie geschaffen hat, und in ein einziges Heim habe Ich Geistwesen verschiedener Stämme verteilt. In einer ein- und derselben Familie gibt es Geistwesen vom Stamm Levi, Simeon, Ruben, Juda ─ Glieder verschiedener Stämme, und wenn in ihnen Frieden herrscht und sie sich untereinander lieben, hat sich in Wahrheit und im Geist die Sehnsucht des Vaters auszukristallisieren begonnen: die Vereinigung aller Menschen.

    4.  Heime und Familien Israels: Wann immer ihr fühlt, dass sich in eurer Mitte die Versuchung spürbar macht, sucht die Einsamkeit auf, ruft Mich an und sagt Mir: „Meister, komm und gib uns Deine Stärke, gib uns Dein Schwert und lass nicht zu, dass Ich als Vater meine Kinder verkenne; erlaube nicht, dass ich als Ehemann meine Gefährtin verkenne, oder dass ich als Gefährtin meinen Gatten verkenne.“ Ich werde euer Gebet hören, euch verteidigen und euch weiterhelfen, denn dies ist mein Wille.

    5.  Heute komme Ich zu den Meinen und habe die klangvolle Glocke geläutet, die euch zur Zusammenkunft in dieser Dritten Zeit ruft. Erneut wird die Menschheit geistig die vereinigten Stämme schauen, die das Volk Israel bilden.

    6.  Schon in der Ersten Zeit erwies Ich euch viele Wohlgefälligkeiten. Die Nationen oder Länder in jener Ära hatten keine größeren Weisen als Salomon, keine erleuchteteren Boten als meine Propheten, keine schöneren und keuscheren Frauen als die Israels, noch vollkommenere Männer als die meines Volkes. Ich ließ in ihrer Mitte die Gabe der Weisheit, der Inspiration, der Schönheit erstehen. Ich bewirkte, dass die Gaben des Heiligen Geistes erblühten, und ihr wusstet damals, dass ihr das Auserwählte Volk Gottes wart ─ ihr wusstet, dass euer Herr mit euch war und euch liebkoste ─ wusstet, dass Ich euer starker Held war. Und dennoch habt ihr euch an meine Gaben, an meine Liebkosung und an meine Gegenwart gewöhnt. Daher kam die Gerechtigkeit des Vaters über euch.

    7.  Sehr zahlreich sind die Stämme Israels dem Geist nach. Aus jedem davon werde Ich zwölftausend erwählen und sie an ihrer Stirne kennzeichnen. Doch das Volk Israel beschränkt sich nicht auf 144.000. Das Auserwählte Volk ist unermesslich groß.

    8.  Der Meister lehrte euch in der Zweiten Zeit, dass viele zu den Berufenen gehören und wenige zu den Auserwählten; doch das ganze Volk Israel wird berufen, und Ich werde unter ihnen 144.000 kennzeichnen. In alle werde Ich Frieden, Vergeistigung und den Beginn der Zwiesprache von Geist zu Geist legen.

    9.  Es naht die Zeit, in der die Menschen dem Geist mehr Bedeutung beimessen und von der materialistischen Wissenschaft enttäuscht sein werden, die sie in Schmerz, Enttäuschung und Lethargie verfallen lassen wird. Aber dann wird das Volk Israel kommen, die Schlafenden wachrütteln, die zu Fall Gekommenen aufrichten und die Toten auferwecken, so wie es die Stimme Jesu tat, die zu Lazarus sagte: „Steh auf und wandle!“ Wenn die Menschen einmal vergeistigt sind, wenn ihr Verstand und ihre Gefühle sich erheben, werden sie das wissen, was sie durch die Wissenschaft niemals erfahren haben. Dann werden sie sich in Harmonie, mit Geschwisterlichkeit, mit edlen Gedanken aufrichten, um im Reich zu leben, das Ich den Menschen inspiriert habe.

    10.  Im Haus eures Vaters gibt es viele Wohnungen, welche die unendlich vielen Stufen der Leiter sind, die zur Vollkommenheit führt. Von dort steigt die Geistige Welt herab, um sich unter euch kundzutun. Ihr habt Mich viele Male von Geist zu Geist nach dem Grund für das Vorhandensein jener unermesslich großen Zahl von Sternen gefragt und jener Planeten, die über eurer Welt strahlen, und habt Mir gesagt: „Meister, sind jene Welten leer?“ Doch Ich sage euch: Die Zeit ist noch nicht gekommen, in der Ich es euch völlig offenbare. Wenn der Mensch Vergeistigung erlangt, dann erst werden ihm große Offenbarungen gegeben werden, und er wird mit jenen geliebten Wesen meiner Göttlichkeit von Geist zu Geist Zwie­sprache halten können, und dann wird der Gedankenaustausch zwischen allen Geschwistern stattfinden.

    11.  Doch sollt ihr schon heute erfahren: Alle Welten sind von meinen Geschöpfen bewohnt, nichts ist leer, alle sind gesegnete Gefilde und Gärten, betreut von Maria, der göttlichen Zärtlichkeit.

    12.  Der Heilige Geist wird durch euren Mund erneut hohe Lehren übermitteln, die euch und der Menschheit unbekannt sind. Wann, geliebtes Volk? Dann, wenn bei euch Vergeistigung herrscht und Hingabe an eure Mission.

    13.  Ich sehe, dass das Brot, mit dem sich der Mensch geistig nährt, nicht das Brot meines Tisches ist. Alles wurde im Lauf der Zeit verunreinigt, das Herz und die Hand des Menschen hat alles unrein hinterlassen. Doch Ich bin zu euch gekommen, Volk, und habe Mich durch sündige Körpermaterien wie die euren kundgetan, um euch ein im Grund unverfälschtes und reines Wort zu übergeben. Beurteilt mein Wort und meine Kundgebungen jedoch nicht oberflächlich, denn in ihnen gibt es viel an menschlicher Unvollkommenheit. Sucht den Sinngehalt meiner Kundgebungen, und ihr werdet das liebevolle Gesicht eures Meisters erblicken, werdet den Ton seiner Stimme vernehmen, an den sich euer Geist noch erinnert.

    14.  Meine Apostel der Zweiten Zeit, die ihr euch zum Vorbild nehmen müsst, baten flehentlich darum, dass der Heilige Geist auf ihren Geist herabkomme, und sprachen unter seiner Inspiration. Ebenso sollt ihr euch zubereiten, Volk. Denn der Geist kann unter der Inspiration des Heiligen Geistes durch die Körpermaterie sprechen.

    15.  Wacht also über euch ─ wacht, damit sich euer Ver­standesvermögen nicht verunreinigt. Bewahrt euer Herz rein, damit ihr jenen Tau der Gnade empfangen könnt, den Ich euch sende ─ jenes kristallklare Wasser, das im Brunnquell eures eigenen Wesens bewahrt werden soll, damit ihr den Durst der Welt stillt.

    16.  Fürchtet nicht das Urteil der Menschen, geliebtes Volk, fürchtet das Göttliche Gericht, falls ihr es durch eure Verfehlungen auf euch ziehen solltet.

    17.  Schämt euch niemals, euch an so bescheidenen Orten wie diesem hier zu versammeln, wo ihr mein Wort vernehmt.

    18.  Wenn man euch fragen sollte, ob diese Versammlungsorte eure Tempel sind, sollt ihr in aller Wahrheit sagen, dass dies nicht der Fall ist, dass ihr euren Tempel derzeit im Geist errichtet.

    19.  Die einen werden über eure Offenbarung staunen, und die anderen werden sich über euer Wort lustig machen.

    20.  Fühlt euch nicht verletzt durch den Spott eurer Geschwister, da ihr euch bewusst seid, dass jener, der dies tut, aufgrund seiner Unwissenheit die Wahrheit nicht zu erkennen vermag. Den Ausgleich dafür werdet ihr bei denen finden, die zu euch kommen, um euch zu erforschen, und dann überrascht sind vom inneren Frieden, welcher jeden meiner wahren Jünger durchstrahlt.

    21.  Ihr dagegen sollt euch niemals über jene lustig machen, die in ihrem religiösen Fanatismus Götzendiener sind. Denn wenn sie Mich auch in materiellen Formen suchen, so beten sie Mich doch in ihnen an. Ihr braucht eure Geschwister nicht auf ihre Irrtümer hinzuweisen, um zu erreichen, dass sie beseitigt werden. Vielmehr würdet ihr damit ihren Zorn erregen und ihren Fanatismus noch verstärken. Es wird genügen, meine Lehre mit der Vergeistigung, die sie verlangt, in die Praxis umzusetzen, um die Irrtümer eurer Geschwister ans Licht der Wahrheit zu bringen.

    22.  Ihr werdet viel Geduld, große Barmherzigkeit und wahre Liebe aufbringen müssen, wenn ihr wollt, dass die Menschheit bald die Essenz meines Wortes zu erkennen und ihm wahre Verehrung entgegenzubringen lernt, sowie in jedem menschlichen Geschöpf einen geistigen und irdischen Bruder in Gott zu erkennen lernt.

    23.  Wer hat euch gesagt, dass ihr nur geistig Geschwister seid? Es wird nicht nötig sein, dass ihr euch den Kopf zerbrecht, um zu verstehen, dass derselbe Ursprung, den ihr geistig habt, auch euer materieller Ursprung ist, da alles aus Mir hervorgegangen ist. Außerdem erinnere Ich euch daran, dass auf der Erde die ganze Menschheit aus einem einzigen Vater und einer einzigen Mutter hervorgegangen ist.

    24.  Warum liebt und anerkennt ihr euch dann nicht als Geschwister, obwohl eure geistigen Bande ewig und eure mensch­lichen Bande so tief sind? Wahrlich, Ich sage euch, dies ist so aus Mangel an geistigem Wissen unter den Menschen ─ trotz ihrer Religionen.

    25.  An dem Tag, an dem die Menschen durch Meditation ─ inspiriert vom Licht, das vom Gewissen ausgeht, um das Gehirn und das Herz des Menschen zu erleuchten ─ ihre Essenz entdecken, wird unter der Menschheit der Friede zu keimen beginnen. Auch sage Ich euch, dass ─ wenn der Mensch einmal zum geistigen Licht erwacht ─ es nichts und niemanden geben wird, der ihn auf seinem Weg eines unermüdlichen Suchers nach Wahrheit aufhalten wird. Niemals wieder wird er seine Geistesfreiheit verlieren, die er nach vielen Schmerzen und vielen Tränen erlangt hat.

    26.  Es wird nicht nötig sein, dass Ich Mich auf der ganzen Welt durch Stimmträger kundgebe, damit die Völker erwachen und die Menschen sich von der Finsternis befreien. Diejenigen, die meinen, dass Ich mein Wort erst dann beenden werde, bis die ganze Welt sie vernimmt, befinden sich im Irrtum. Denn dies würde bedeuten, dass das Gehirn des Menschen das einzige Mittel ist, über das Ich verfüge, um meine Botschaften zum Geist der Menschen gelangen zu lassen. Doch Ich beweise euch nun die Wahrheit jener alten Prophetie, in der euch offenbart wurde, dass eine Zeit kommen würde, in der der Göttliche Geist auf alles Fleisch und jeden Geist ausgegossen würde.

    27.  Wahrlich, Ich sage euch, diese durch den Propheten angekündigte Zeit ist gerade diese, in der ihr lebt ─ dieses jetzt beginnende Zeitalter, das ihr als die Dritte Zeit kennt.

    28.  Das Verdienst dieses Volkes wird darin bestehen, diese göttliche Botschaft von Herz zu Herz und von Provinz zu Provinz zu tragen, damit jene, die beim Licht dieser neuen Morgenröte erwacht sind, in ihrem Herzen den Samen meines Wortes empfangen, sobald das Erdreich durch den Tau meiner Gnade fruchtbar geworden ist.

    29.  In jener Zweiten Zeit ließ Ich Mich nur von einem Volk vernehmen, und es waren nur drei Jahre, die Ich darauf verwandte, der Welt mein Wort zu geben.

    30.  Ich brachte euch den Samen und unterwies meine Jünger, wie sie ihn aussäen müssten. Nachdem sie von Mir gelernt hatten, vertraute Ich ihnen die weiten Felder an, damit sie diese bestellen würden. Das Verdienst jener Sämänner besteht darin, dass sie ihren Meister nicht bedrängten, dass Er längere Zeit bei ihnen bleiben solle, als es geschrieben stand, noch Einwände vorbrachten, indem sie sagten, dass es noch viele Völker und Nationen gäbe, die diesen Samen kennenlernen mussten. Sie wussten, dass sie von ihrem Meister die Wahrheit geerbt hatten, und dass diese ihnen genügte, um die Finsternis zu besiegen, um die Welt zu bekehren und zu bewirken, dass jener göttliche Same in allen menschlichen Generationen fortdauern würde.

    31.  Entfernt aus eurem Verstand jede irrige Vorstellung, die ihr zuweilen bildet, und beschränkt euch nur auf das, was Ich euch von den ersten Tagen meiner Kundgabe an offenbart habe, da ihr wisst, dass jedes meiner Worte ein Gesetz ist, und dass jedes Gesetz befolgt werden muss.

    32.  Geliebtes Volk: Eure Herzen sind von Genugtuung erfüllt bei dem Gedanken, dass ihr meine Jünger in dieser Dritten Zeit seid. Doch Ich sage euch, dass ihr niemals zulassen dürft, dass euch die Eitelkeit verblendet. Denn wenn ihr dieser Schwäche erliegen würdet, würdet ihr selbst auf euer Gewissen nicht mehr hören, wenn dieses euch eure Verfehlungen vorhält. Wer sein menschliches Leben nicht zu läutern und zu erheben beginnt, kann nicht danach streben, sich geistig zu erheben, denn seine Schritte werden irreführend sein und seine Werke keinen Wahrheitssamen haben.

    33.  Bedenkt also, dass Ich in meinen Lektionen manchmal von der geistigen Unterweisung zum Ratschlag herabsteige, damit ihr euch in eurem menschlichen Leben rechtschaffen verhaltet. Ich spreche dann zum Herzen des Menschen, ermahne es zur Erneuerung, mache ihm den Schaden begreiflich, den die Laster dem Körper zufügen, und das Übel, das sie dem Geist antun. Ich habe euch gesagt, dass der Mensch, der sich von einem Laster beherrschen lässt, vergessen hat, dass der Geist nicht besiegt werden darf ─ dass er vergessen hat, dass die wahre Stärke darin besteht, das Böse durch die Tugend zu überwinden.

    34.  Jener vom Fleisch besiegte Mensch hat sich selbst herab­gewürdigt, hat gegen seine Selbstachtung verstoßen, ist von seinem hohen Stand eines Menschen zu einem armen Wesen herab­gesunken, das zu feige ist, um zu kämpfen.

    35.  Anstatt seinem Heim Licht, Brot und Wein zu bringen, bringt jener Mann Schatten, Leid und Tod, macht seinKreuz und das seiner Gattin und seiner Kinder schwer und hemmt den geistigen Entwicklungsweg aller, die um ihn sind.

    36.  Ich habe zum Herzen der Frau, Mutter und Gattin gesprochen, die im Herzen nicht die Reinheit zu erhalten verstand, noch dem Lebensgefährten und den Kindern die Wärme der Zärtlichkeit und des Verständnisses zu geben vermochte.

    37.  Wie könnten Männer und Frauen ihr geistiges Leben erheben, wenn sie nicht zuvor die schweren Fehler korrigiert haben, die in ihrem menschlichen Leben existieren?

    38.  Mein Werk macht es erforderlich, dass seine Jünger durch die Lauterkeit und die Wahrhaftigkeit der Handlungsweisen in ihrem Leben Zeugnis abzulegen verstehen.

    39.  Die einen wie die anderen frage Ich: Habt ihr Kinder? Dann habt Erbarmen mit ihnen. Wenn ihr auch nur für einen Augenblick deren Geist erblicken könntet, würdet ihr euch unwürdig fühlen, euch ihre Eltern zu nennen. Gebt ihnen keine schlechten Beispiele, hütet euch davor, in Gegenwart der Kinder zu streiten.

    40.  Ich weiß, dass es in dieser Zeit wie nie zuvor Probleme innerhalb der Ehen gibt ─ Probleme, für welche die Betreffenden nur eineLösung finden: die Trennung, die Scheidung.

    41.  Wenn der Mensch vom geistigen Wissen die nötige Kenntnis hätte, würde er keine so schweren Fehler begehen, denn er würde im Gebet und in der Vergeistigung die Inspiration finden, um die schwierigsten Situationen zu lösen und die härtesten Prüfungen zu bestehen.

    42.  Mein Licht erreicht alle Herzen, auch die betrübten und niedergeschlagenen, um ihnen neuen Lebensmut zu geben.

    43.  Meine Stärke wird den Schwachen zuteil, damit sie sich bald aufrichten ─ mit dem eisernen Willen, ihr dunkles und leeres Dasein durch Wissen, durch Tugend und Vergeistigung in ein leuchtendes Leben zu verwandeln.

    44.  Jünger, Ich will, dass ihr alle durch das Beispiel predigt, dass ihr nicht vortäuscht, dass ihr nicht Wahrhaftigkeit ausposaunt und das Gegenteil tut, dass die Frucht, die ihr erntet, statt bitter zu sein, wohlschmeckend ist.

    45.  Volk, vergesst daher nicht, dass ihr zuerst eurem Leben auf der Erde gerecht werden müsst, damit ihr danach in meinem Werk Erfüllung zu finden vermögt.

    46.  Bevor ihr weiterhin eure Leiden auf der Welt beklagt, haltet inne, um einige Augenblicke nachzudenken, damit ihr den Grund für eure Kümmernisse entdeckt.

    47.  Ich erlaube euch, so lange zu suchen, bis ihr die Ursache eures Leids gefunden habt, damit ihr Abhilfe schaffen könnt. Denn es ist eure Aufgabe, zu verhindern, dass das Leid in euer Zuhause eindringt. Ich versichere euch, dass ihr nicht nur den Grund für alles, was euch leiden lässt, finden werdet, sondern dass gleich­zeitig die Vorgehensweise, eure Leiden zu heilen, offenbart werden wird. Meine Barmherzigkeit wird auf jene herabströmen, die zu beten und zu meditieren verstanden haben; und diese Barmherzigkeit wird in eurem Geist und in eurem Körper wie Heilbalsam sein.

    48.  Ich werde euch beweisen, dass der verheißene Tröster zu euch gekommen ist, um eure Tränen zu trocknen und euren Schmerz in Frieden zu verwandeln.

    49.  Kommt alle zu Mir, die ihr ein verborgenes Leid im Herzen tragt. Ihr tragt heimlich einen Schmerz in euch, den euch ein Verrat zugefügt hat, und eure Verbitterung ist sehr groß, weil es ein sehr geliebtes Wesen war, das euch zutiefst verletzt hat.

    50.  Werdet still in euch, damit das Gebet euch erleuchtet und ihr erfahren könnt, ob nicht ihr irgendeinmal der Grund dafür wart, dass man euch verraten hat. Dann wird das Gebet euch im Gedanken bestärken, dass ihr denen vergeben müsst, die euch in eurer Liebe, in eurem Glauben, in eurem Vertrauen verraten.

    51.  Wahrlich, Ich sage euch, im selben Augenblick, da ihr dem vergebt, der euch beleidigt hat, werdet ihr meinen Frieden in Fülle fühlen; denn in diesem Augenblick wird sich euer Geist mit dem Meinen vereint haben, und Ich werde meinen Mantel ausbreiten, um euch zu vergeben und euch beide in meine Liebe zu hüllen.

    52.  Ich stähle euch für die Zeit des Kampfes. Denkt daher niemals, dass eure Leiden von heute unfruchtbar sind. Was wollt ihr, Volk? Noch immer habt ihr es nötig, dass es der Schmerz ist, der euch seine Lektionen erteilt.

    53.  Diese Zeit der Prüfung und der Lehren für euren Geist wird vorübergehen, aber sie wird ihre Saat des Glaubens, der Erfahrung, der Weisheit und der Stärke in jedem meiner Jünger hinterlassen. Danach werden die Zeiten des Kampfes kommen, in denen ihr verfolgt, verleumdet und verspottet werdet ─ selbst von denen, die sich eure Freunde nennen. Doch überrascht werdet ihr feststellen, dass ihr angesichts des Verrates nicht kleinmütig werdet, dass euch dann niemand mehr enttäuschen kann, weil ihr gelernt haben werdet, zu vergeben und gegenüber euren Geschwistern ver­ständnisvoll und nachsichtig zu sein.

    54.  Ich werde meine Jünger segnen, wann immer sie vergeben, und werde jene mit Segnungen beglücken, denen ihr vergeben habt.

    55.  Ihr seid nicht allein auf der Welt, in eurer Umgebung schweben Wesen in unendlicher Zahl, die euch bei allen Schritten eures Lebens beistehen und inspirieren.

    56.  Damit ihr diesen geistigen Einfluss und dieses Licht aufnehmen könnt, ist es notwendig, dass ihr betet, damit ihr immer ein Anrecht auf den Beistand hoher Wesen habt.

    57.  Seid empfindsam für die geistigen Einflüsse, und es wird keinen Grund mehr dafür geben, auf dem Weg zu straucheln.

    58.  Es ist ein schmaler Weg, der sich euren Augen darbietet, und es ist notwendig, zu wachen und zu beten, um seine Begrenzungen nicht zu überschreiten. Auf ihm will Ich euch immer antreffen, denn für diejenigen, die auf diesem Pfad zu Mir kommen, bedeutet dies, dass sie wirklich frei von Lastern und von Falschheit sind.

    59.  Wollt ihr euch des unsichtbaren Besuches sowie des Einflusses der geistigen Lichtwesen erfreuen? Wollt ihr euch ebenso von denen befreien, die in den Schatten ihres Materialismus und ihres Irrtums leben? Dann sage Ich euch, dass das Geheimnis darin besteht, ein ruhiges, einfaches Leben zu führen, in Liebe zu leben, in eurem Heim die Saat der Tugend zu pflegen.

    60.  Mein Segen kommt auf alle herab. Aber während die einen ihn anzunehmen verstehen und seine Wohltaten nutzen, weisen ihn die anderen zurück und berauben sich so der ganzen Gnade, die er enthält.

    61.  Jene geistigen Heerscharen, von denen Ich gesprochen habe, stellen gleichfalls einen Teil meiner Segnungen dar, die Ich euch sende. Meine Boten und Diener beeilen sich in dem Augenblick, in dem sie die göttliche Eingebung empfangen, ihren Geschwistern beizustehen, welche die Erde bewohnen ─ diesen Planeten, der durch die Menschen in ein Tränental verwandelt worden ist.

    62.  Nur meine Lehre wird euch in Kontakt mit der Geistigen Welt bringen können und euch einander annähern, wie es allen Kindern des Herrn zukommt, die ─ da sie Geist besitzen ─ nicht voneinander getrennt sein können, noch zulassen sollen, dass die Materie eine Barriere bildet zwischen denen, die die Erde bewohnen, und denen, die sich im Geistigen befinden.

    63.  Lasst zu, dass mein Wort weiterhin eure Herzen glättet bis es euch wirklich empfindsam gemacht hat für fremden Schmerz.

    64.  Ihr werdet eure geistige Mission niemals vollkommen erfüllen können, solange die Saiten eures Herzens nicht empfindsam geworden sind.

    65.  Lasst euch bei eurer Zubereitung nicht aufhalten, denkt daran, dass in jeder Sekunde, die vergeht, Schmerzensschreie ertönen, die diese Menschheit, eure Schwester, ausstößt.

    66.  Als ihr erstmals zur Kundgebung meines Wortes gekommen seid, habt ihr Mir die Last eurer Leiden, euer Klagen präsentiert und habt viele Tränen vergossen, weil ihr glaubtet, dass niemand auf Erden so viel leidet wie ihr. Der Grund dafür war, dass euer Herz nur für sich selbst lebte, und eure Augen gegenüber jeder Not oder jedem Leiden anderer geschlossen waren. Es war notwendig, dass ihr mein Wort vernehmen würdet, welches ewige Quelle von Wahrheit und Licht ist, damit die dunkle Binde, die eure Augen bedeckte, fallen würde und euch die Wirklichkeit erblicken ließe. Doch die Wahrheit ist, dass euch eure Leiden, obwohl sie groß waren, klein erschienen, als ihr andere Völker der Erde zu betrachten begannt, durch die der Krieg gezogen war, der durch Feindschaften, Machtstreben und Rachedurst der Menschen entstanden war. Dann habt ihr euren Kopf beschämt gesenkt und Mir gesagt: „Herr, vergib mir. Heute erkenne Ich, dass ich, als der Schmerz in meinem Herzen heftig wurde, zu lästern begann, obwohl ich Dir hätte danken müssen, weil meine Leiden unvergleichlich geringer waren als diejenigen anderer Menschen. Aber es war meine Unwissenheit, die mich Dir gegenüber ungerecht sein ließ. Heute sehe ich meinen Irrtum ein, bitte ich Dich um Vergebung für alle meine Beleidigungen und bitte Dich inständig, dass Du alles, was ich für mich erbat, nun denen zuteilwerden lässt, die eine unermesslich schwerere Last mit sich schleppen als jene, die ich trug.“

    67.  Wie anders ist eure heutige Art zu beten, wenn ihr sie mit jener vergleicht, die ihr gebrauchtet, bevor ihr dieses Wort gehört habt! Warum? Weil eure Art zu fühlen und die göttlichen Unterweisungen auszulegen anders wurde.

    68.  Jetzt sage Ich euch, Jünger, dass ihr nicht stehenbleiben, noch euch einreden dürft, dass es, um wahre Barmherzigkeit auszuüben, bereits genügt, Mitleid zu fühlen, wie ihr es bis heute getan habt. Nein, Volk, denn vieles gibt es zu läutern, empfindsam zu machen. Es gibt noch viel Egoismus, der bekämpft werden muss, als ob es Unkraut wäre. Es gibt noch viel Kälte, die in geistige Wärme umgewandelt werden muss, damit in eurem Geist schließlich das Gefühl von Liebe aufsteigt, das die Quelle ist, aus der das Mit­gefühl, die Barmherzigkeit und alle edlen und hohen Empfindungen entspringen.

    69.  Dann werdet ihr fähig sein, Arbeiten und Aufgaben in Angriff zu nehmen, denen ihr euch heute nicht gewachsen fühlen würdet, weil euch noch die Kraft dazu fehlt, die der wahren Liebe entspringt.

    70.  Also, Volk: Glaubt ihr, dass ihr untätig auf die Stunde warten müsst, in der euer Geist von dieser Inspiration erleuchtet und euer Herz von diesem Ideal erfüllt wird? Glaubt ihr, dass ihr durch das bloße Vernehmen meines Wortes die Saiten eures Herzens ausreichend empfindsam machen könnt? Nein, Volk. In derselben Zeit, in der ihr meine Lektionen vernehmt, müsst ihr euch denen zuwenden, die leiden, um mit dem Schmerz in Kontakt zu sein, um von dem Leidenskelch eurer Geschwister zu kosten und mit euren Sinnen das Elend, die Verwaistheit, die abstoßenden Laster, die Krankheiten, die euch mit Schrecken erfüllen, die Finsternis, welche die verwirrten Verstandesorgane verdunkelt, den Hunger, den Durst und die Erneuerung der Geistwesen direkt mitzuerleben.

    71.  Nur so werdet ihr zu Meistern derer werden können, die im Leben viel leiden. Denn wenn ihr euch nur durch Studium in meinem Wort und durch Gebete vorbereiten solltet, werdet ihr, wenn ihr euch der Wirklichkeit stellen wollt und die Absicht habt, zu trösten, zu bekehren und zu heilen, betrübt feststellen, dass ihr gegenüber denen, die das erlitten habe, was ihr euch nicht vorstellen könnt, armselig dasteht, und dass diese vielmehr Meister von euch sein könnten aufgrund dessen, was sie ertragen haben, was sie erlebt und erfahren haben. Dann würden eure Lippen verstummen müssen, und ihr könntet denken, dass meine Lehre nicht genügend trostreich und stark ist, um den Menschen ihre Leiden zu lindern und in ihnen den Glauben und die Hoffnung auf meine Gerechtigkeit, auf meine Vergebung und auf meine Liebe zu erwecken.

    72.  Wo könnt ihr die Lektion ausüben, die ihr empfangt, um euch immer mehr vorzubereiten? Die Gelegenheiten dazu gibt es so reichlich, dass ihr ─ wenn ihr zu beobachten versteht ─ werdet feststellen können, dass kein Tag eures Lebens vergeht, ohne dass sich nicht mindestens eine Gelegenheit bietet, Barmherzigkeit auszuüben in irgendeiner der vielerlei Formen, in denen sie ausgeübt werden kann.

    73.  Durch die Gabe der Intuition, die Ich allen Menschen zuteilwerden ließ, könnt ihr viele Dinge entdecken, die im Geheimnis der Herzen verborgen sind ─ viele Tragödien, die nicht nur das irdische Leben eurer Geschwister betreffen, sondern auch ihren.

    74.  Wie kann man in die Intimität jener Herzen eindringen, ohne sie zu verletzen und ohne ihre Geheimnisse zu entweihen? Wie jene verborgenen Leiden entdecken, die das Leben eurer Geschwister überschatten? Ich habe es euch bereits gesagt: Die Intuition, jene Gabe, die Teil der des Geistigen Gesichts ist und die ihre volle Entfaltung in euch durch das Gebet erhalten soll, zeigt euch die Vorgehensweise, den Schmerz eines jeden eurer Mitmenschen zu lindern.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 313

    1.  Ich stärke euer Verstandesvermögen, damit es alles aufnehmen kann, was Ich in diesen Augenblicken auf euch ergieße.

    2.  Dies ist die Zeit der großen Prüfungen und der großen Unterweisungen. Euer Geist weiß dies, und daher nähert er sich angesichts meiner Kundgebung, begierig nach meinen Offen­barungen und meinen Worten. Er begreift, dass er diese Prüfungen nur mit einer großen Zubereitung wirklich nutzen können wird.

    3.  Niemals zuvor hat der Geist der Menschen ein so weites Feld für seine Entfaltung erblickt, und nun beeilt er sich, im Verlangen nach der Wahrheit ― die er verloren hat und nicht wiederzufinden vermag ― in dasselbe einzudringen.

    4.  Wenn Ich die Menschen bei ihrem Suchen allein ließe, würden sie sich verirren. Doch wahrlich, Ich sage euch: Wenn Ich sie nicht verlassen habe, als sie auf dem Weg in ihr Verderben waren ─ wie könnt ihr dann annehmen, dass Ich sie im Stich lassen würde, wenn sie nach der Wahrheit suchen? Daher bin Ich in dieser Zeit zu euch gekommen und habe euch eine Botschaft voller Offenbarungen gebracht, die bald der Leuchtturm und der Weg für den Geist des Menschen sein wird.

    5.  Zuerst bin Ich zu diesem Volk gekommen, das sich nach und nach um meine göttliche Kundgebung schart, und morgen, wenn es stark ist und fähig, zu lehren, werde Ich in ihm zu den anderen Nationen gelangen.

    6.  Begreift die Verantwortung, die diese Worte für euch bedeuten, und lasst euer ganzes Wesen die süße Last seines Kreuzes fühlen.

    7.  Ihr, Volk, seid der Missionar, der in dieser Dritten Zeit dem Geist eurer Geschwister Pfade bahnen wird ─ Pfade der Wahrheit, die den Geist zum Licht und zum Frieden führen. Ihr seid es, die zwischen den Menschen geistige Bande spannen wird, damit die Völker miteinander in Einklang kommen und sich zusammen­schließen.

    8.  Obwohl ihr euch heute unter dem Einfluss meines Wortes befindet, schlaft ihr einen sanften Schlaf, weil ihr euch nicht der Tragweite dieser Zeit, noch der Erhabenheit der Aufträge, die ihr derzeit empfangt, bewusst geworden seid. Aber ihr werdet nicht immer schlafen, bald kommen die Stürme, um das Laubwerk dieser Bäume zu schütteln, in deren Schatten ihr so oft die göttliche Nachtigall trillern gehört habt. Doch wenn ihr einmal seht, wie die Äste gerüttelt werden, und der Baumstamm knarrt ─ wenn ihr seht, wie die Blätter, die Früchte und die Nester herabfallen, dann werdet ihr euch bewusst werden, dass ihr geschlafen habt, weil ihr nicht die Stimme vernehmen wolltet, die euch aus der Unendlichkeit warnte, die unermüdlich zu euch sprach, damit ihr wachsam leben würdet und euch niemals der Schmerz überfiele.

    9.  Wäre es nicht besser, wenn ihr jetzt beim Klang meiner Stimme erwachen würdet, als morgen vom Getöse des Unwetters?

    10.  Bald werdet ihr mein Wort nicht mehr vernehmen, und wenn ihr es nicht so beherzigt, wie es ein wahrer Schüler meiner Lehre tun sollte, werdet ihr morgen weinen müssen. Doch ihr werdet dann nicht sagen können, dass Ich zu euch nicht von Gefahren oder Verfolgungen gesprochen habe. Denn dann werdet ihr euch mit größter Klarheit daran erinnern, wie Ich während der Zeit meiner Kundgabe das Verstandesvermögen aller meiner Stimm­träger gebrauchte, um euch fortwährend zu sagen: Wacht und betet, denn der Kampf wird groß sein, und ihr müsst dann stark sein.

    11.  Ich werde einen vorbereiteten Weg hinterlassen, einen Pfad voller Licht für den Geist. Ich werde als Meister euch gegenüber meine Aufgabe erfüllen. Und später wird jeder von denen, die sich in dieser Zeit geistig an meinen Tisch gesetzt haben, um das Brot meines Wortes zu essen, Mir von jeder der Aufgaben Rechenschaft ablegen müssen, die ihm für sein geistiges Tagewerk anvertraut worden sind.

    12.  Was wäre die Antwort, die ihr Mir gerne in dem Augenblick geben würdet, in dem Ich euch um die Frucht eures Kampfes bitte? Selbstverständlich wünscht ihr euch in diesen Augenblicken, dass eure Antwort in jener Stunde gut ausfällt. Daher sage Ich euch, dass ihr schon jetzt etwas dafür tun möget, damit euer Geist auf seinem Weg eine wertvolle Frucht erntet, die ihn jenen Augenblick mit Zuversicht erwarten lässt.

    13.  Wahrlich, Ich sage euch, euer Geist wird diesen ent­scheidenden Zeitpunkt unwiderruflich durchleben. Warum dies also ignorieren und denken, dass euer Geist schließlich erst nach diesem Leben dem Vater seine Ernte überreichen muss?

    14.  Ich gebe euch Zeit, damit ihr meditiert und der Mission gerecht werdet, die euer Geist in dieser Zeit auf Erden erfüllen soll.

    15.  Erkennt, dass Ich als Meister euch gerecht und liebevoll behandle, dass Ich euch alle Mittel zur Verfügung stelle, damit ihr den Frieden erlangt, den ihr erringen sollt.

    16.  Ebenso, wie es solche gibt, die niemals von dieser Erde scheiden möchten, gibt es auch solche, die davon träumen, sie für immer zu verlassen. Den einen wie den anderen sage Ich, dass es weitgehend von ihnen abhängt, dass ihr Wunsch in Erfüllung gehe.

    17.  Wenn der, der sich danach sehnt, zum Geistigen Tal zurückzukehren, seine Aufgabe auf Erden abgeschlossen zurück­lässt, wird er sich zu jenen Wohnstätten erheben, und es wird keinen Grund mehr geben, weiterhin zu dieser Welt zurückzukehren. Dem dagegen, der eine große Neigung zum Materiellen fühlt, wird ─ wenn er das Leben zum Wohl seines Geistes zu nutzen versteht, indem er für die anderen Gutes bewirkt ─ gewährt werden, so oft mit Wonne in seinem Geist zurück­zukehren, wie es notwendig ist. Aber wenn jener, der sich danach sehnt, das menschliche Leben zu verlassen, und der das Geistige Leben ersehnt, seine Aufgabe nicht erfüllt hat, und wenn jener, der für immer auf der Erde wohnen möchte, die Gelegenheit nicht zu nutzen versteht, die das Leben ihm bietet, werden beide ihre Wünsche nicht in Erfüllung gehen sehen: Der Erstere wird zur Welt zurückkehren müssen und das Geistige Tal verlassen müssen, um erneut zur Erde zurückzukehren ─ unauf­hörlich ─ bis er seine Aufgabe erfüllt und die Frucht erntet, die er viele Male ablehnte. Der Zweite wird in der Geistigen Welt zurückgehalten werden müssen, bis er, in Übereinstimmung mit seinem Gewissen, in sich den festen Vorsatz fasst, auf Erden die Aufgabe zu erfüllen, die er immer zurückließ, ohne sie zu verwirklichen.

    18.  Glaubt nicht, dass Ich euch tadle, wenn ihr Mir Liebe für euer Leben auf der Welt zeigt. Wenn euer Verlangen edel ist, und ihr das Erdendasein wünscht, um meinem Namen Ehre zu machen, werde Ich euch nichts vorzuwerfen haben. Aber wenn eure Verwurzelung in der Welt unsinnigen Zielen oder niederen Leidenschaften gehorchen sollte, dann werde Ich der Erste sein, der euch sagt, dass ihr nicht würdig seid, diese Welt zu bewohnen, die Ich mit Segnungen für den Fortschritt eures Geistes überhäuft habe.

    19.  Liebt Mich, lebt in meinem Gesetz, seid in Einklang mit allem und allen, dann wird der Ort, an dem ihr wohnt, gleichgültig sein. Denn das, was allein zählt, wird eure geistige Erhebung sein.

    20.  Ihr wisst nicht, wie verdienstvoll es für den Geist ist, sich inmitten seiner menschlichen Lebensumstände zu erheben, indem er alle Versuchungen der Welt überwindet. Um diese Verdienste zu erwerben, erlaubte Ich eurem Geist, Mensch zu werden, und ließ Ich ihn auf materiellen Welten wohnen, weise von Mir vorbereitet.

    21.  Jede Welt, jede Wohnstätte wurde geschaffen, damit der Geist sich auf ihr entwickle und einen Schritt auf seinen Schöpfer zu tue und so, immer weiter auf dem Weg der Vervollkommnung vorankommend, Gelegenheit habe, weiß, rein und wohl­gestaltet ans Ziel seines Reiseweges zu gelangen, auf den Gipfel der geistigen Vollkommenheit, was eben gerade das Wohnen im Reich Gottes ist.

    22.  Wem erscheint es unmöglich, schließlich im Schoß Gottes zu wohnen? Ach, ihr armseligen Verstandesmenschen, die ihr nicht wirklich nachzudenken versteht! Habt ihr schon vergessen, dass ihr aus meinem Schoß ins Dasein tratet, das heißt, dass ihr bereits zuvor in ihm existiert habt? Es ist doch nichts Seltsames daran, dass alles, was dem Quell des Lebens entsprang, zu seiner Zeit zu ihm zurückkehrt. Jeder Geist war, als er aus Mir ins Leben trat, jungfräulich rein; doch hernach befleckten sich viele auf ihrem Weg. Dennoch ─ da alles von Mir in weiser, liebevoller und auf Gerechtigkeit bedachter Weise vorausgesehen wurde, ging Ich unverzüglich daran, auf dem Weg, den meine Kinder durchlaufen mussten, alle notwendigen Mittel für ihre Rettung und Erneuerung bereitzustellen.

    23.  Auch wenn jene geistige Jungfräulichkeit von vielen Wesen geschändet wurde, wird der Tag kommen, an dem sie sich von all ihren Verfehlungen läutern und dadurch ihre ursprüngliche Reinheit zurückgewinnen. Die Läuterung wird in meinen Augen sehr verdienstvoll sein, denn der Geist wird sie durch große und fortwährende Prüfungen seines Glaubens, seiner Liebe, seiner Treue und seiner Geduld errungen haben.

    24.  Ihr alle werdet auf dem Weg der Arbeit, des Kampfes und des Schmerzes zum Reich des Lichts zurückkehren, von wo aus ihr es nicht mehr nötig habt, in einen menschlichen Körper zu inkarnieren, noch in einer Welt aus Materie zu leben, denn dann wird euch euer geistiges Wirkungsvermögen bereits befähigen, euren Einfluss von einer Welt zur anderen fühlbar zu machen und euer Licht zu senden.

    25.  Warum hemmt ihr euren Geist, indem ihr seinen Fortschritt verhindert und damit seinen Einzug in das Reich des Lichts ver­zögert, wo alles (herrlich) Große existiert, wonach ein Geist trachten kann?

    26.  Arbeitet unablässig, auch wenn es nur ein wenig täglich ist, immer mit dem Gedanken, zu der Heimstatt zu gelangen, die dem Geist wirklich entspricht ─ zu jener Heimat, die Ich manchmal das Gelobte Land nenne, in der man keine Tränen vergießt, noch leidet, noch stirbt.

    27.  Zu diesem Zustand der Erhebung und des Lichts führt diese Lehre den Geist ─ die Lehre, welche Weg, Leuchtturm, Nahrung und Wanderstab ist.

    28.  Gesegnet sei ein jeder, der sich beim Vernehmen dieses Wortes auf Flügeln der Gedanken erhebt. Denn wenn er aus seiner Verzückung zum täglichen Lebenskampf zurückkehrt, wird er in seinem Inneren ein brennendes Licht tragen, das ihn Schritt für Schritt vorankommen lassen und ihn jener ewigen Heimat näherbringen wird, aus der ihr alle hervorgegangen seid, und zu der ihr alle zurückkehren werdet.

    29.  Ich werde in diesen Augenblicken zu allen Jüngern sprechen, die lieber ihr Leben hingeben würden, als meinen Geboten nicht zu gehorchen. Lasst mein Wort zu den empfindsamsten Saiten eures Herzens gelangen, denn in den kommenden Zeiten werdet ihr euch oftmals auf dieses Wort stützen.

    30.  Wenn ihr meine Essenz wirklich bewahrt, werdet ihr nicht zu denen gehören, die das Aufhören meiner geistigen Kundgebung beklagen, da ihr meine Offenbarungen und Unterweisungen zu bewahren verstandet. Weder Trübseligkeit, noch Traurigkeit, noch Aufbegehren, noch Verstörtheit wird es bei euch geben, weil ihr alles gemäß meinen Verheißungen in Erfüllung gehen sehen werdet, und nicht einen Augenblick lang werdet ihr das Verlangen haben, aufzubegehren oder euch der Erfüllung meines Willens zu widersetzen.

    31.  Habt schon heute die volle Erkenntnis darüber, dass jeder, der diesen Schritt auf die Vergeistigung zu, mit Standhaftigkeit tut, bald die Belohnung dafür sehen, meine Gegenwart um sich und in sich fühlen, sich meiner Inspiration erfreuen, und der Fortschritt aller seiner Geistesgaben offensichtlich sein wird. Es wird nicht nur der Glaube daran bestehen, dass Ich euch nahe bin, sondern die Wirklichkeit meiner Gegenwart in eurem Geist.

    32.  Diejenigen, die meinen, dass sie nach 1950 in Stillstand geraten oder Vergeistigung verlieren, irren sich. Denn gerade nach dem Ausbleiben meines Wortes werden einige von euch wirkliche Schritte hin zu Fortschritt und Verständnis in meiner Lehre tun.

    33.  Wenn ihr glaubt, dass ihr während der Zeit meiner Kundgabe große Höhen der Vergeistigung erreicht habt, und dass dies der Grund dafür gewesen ist, dass mein Wort in den Verstandesorganen und auf den Lippen der Stimmträger erblüht sei, so befindet ihr euch in einem großen Irrtum. Denn Ich sage euch in voller Wahrhaftigkeit, dass ihr bisher keinen festen Schritt auf die Vergeistigung zu getan habt, die das Ziel ist, das allen meinen Kindern durch mein liebevolles Wort aufgezeigt worden ist.

    34.  Es ist notwendig, dass der Stimmträger verschwindet, dass ihr meine Gedanken nicht mehr auf den Lippen dieser Geschöpfe vermenschlicht hört, dass ihr jeden Ritus und allen Symbolismus aufgebt, damit ihr die Essenz des Spiritualismus finden könnt.

    35.  Ich sage dies zu den einen und zu den anderen ─ zu denen, die den Fortschritt ihres Geistes und das Erblühen meiner Lehre in dieser Zeit ersehnen, und auch zu den Bewahrern von Traditionen, Gewohnheiten und Bräuchen, die meinen, dass sie, wenn sie ihre materiellen Kulte ausüben, das Gesetz erfüllen.

    36.  Ja, Volk, ihr wisst wohl, dass ihr innerhalb einer reinen, schlichten und essentiell geistigen Lehre, wie es die ist, die Ich offenbart habe, ein weiteres Mal einen äußerlichen Kult geschaffen habt, von dem ihr im Lauf der Zeit geglaubt habt, dass er mein Werk darstellt. Doch die Zeit ist gekommen, in der Ich mit absoluter Klarheit zu euch spreche. Denn nun seid ihr stark genug, um diese Wahrheit kennenzulernen.

    37.  Zusammen mit dem Weizen meines Wortes wuchs auch die Brennnessel und das Unkraut eurer Irrtümer. Doch hier wird eines meiner in der Zweiten Zeit gegebenen Gleichnisse in Erfüllung gehen ─ jenes, das lehrte, das Unkraut zusammen mit dem Weizen wachsen zu lassen, ohne zu versuchen, das Unkraut auszujäten, bevor der Weizen reif ist, weil die Gefahr bestünde, dabei auch die gute Saat auszureißen.

    38.  So wird es in dieser Zeit geschehen, gesegnetes Volk. Die Stunde ist festgesetzt, in der die Sichel meiner Gerechtigkeit herabkommt, um die Felder zu mähen, in die meine Saat gesät wurde, damit ihr euch endlich, nachdem die Wahrheit und die Essenz meines Werkes von jedem menschlichen Einfluss getrennt worden ist, an der Betrachtung meines Lichts erfreuen könnt und euch die Kenntnis dieser göttlichen Offenbarung zu eigen macht.

    39.  Auch die Stunde ist festgesetzt, in der dieselbe Sichel zu jeder Religion herabkommt, um deren Felder zu mähen ─ mit dem Ziel, die Wahrheit von all jenem zu trennen, was sie an Falschem und Unreinem an sich haben.

    40.  Das ganze menschliche Dasein hat sich entwickelt ─ seine Wissenschaft, seine Art zu denken und zu leben, seine Kenntnisse, seine Eroberungen und seine Zielsetzungen. Nur seine spirituelle Seite, nur seinen Geist hat der Mensch vernachlässigt, ohne einsehen zu wollen, dass der Geist einer ständigen Vergewaltigung unter­worfen ist, ohne sich um all die Rechte kümmern zu wollen, die der Geist innerhalb des Lebens besitzt. Und deshalb lebt die Menschheit schon seit vielen Jahrhunderten in geistigem Stillstand.

    41.  Wie wenig geben die Menschen ihrem Geist mit ihren religiösen Kulten! Wie viel Durst, wie viel Hunger, und welch großes Verlangen nach Licht hat der Geist der Menschheit!

    42.  Es ist nur sehr wenig Weizen, den sie hat wachsen lassen, und es gibt viel Unkraut. Doch Ich komme allen zu Hilfe, indem Ich die Felder mit der unversöhnlichen und gerechtigkeitsschaffenden Sichel der Wahrheit mähe, die ihr schließlich auf eurer Welt erstrahlen sehen werdet.

    43.  Ihr Volk, welche die Unterweisungen des letzten Jahres meiner Kundgabe unter euch vernehmt: Lasst zu, dass sie sich in das Subtilste, in das Empfindsamste eures Verstandesorgans und eures Herzens einprägen, damit das Licht des Gewissens, das im Höchsten eures Wesens strahlt, in jedem von euch wirksam werden kann.

    44.  Die Spur, die Ich euch hinterlassen werde, wird aus Frieden bestehen, damit ihr, wenn ihr dies Wort nicht mehr vernehmt und von ihm Zeugnis ablegen müsst, sagt: „Der Meister ging weg und hinterließ uns den Weg mit seinem göttlichen Licht vorbereitet.“

    45.  Meine Spur wird in das Verborgenste eures Herzens eingeprägt bleiben ─ dort, wo das innere Heiligtum ist.

    46.  Es ist notwendig, dass sich mein Wort eurem Verstand einprägt, damit ihr es gründlich studiert. Nur so werden euer Glaube und eure Stärke echt sein.

    47.  Ihr werdet bald erleben, dass viele nicht an das Aufhören meines Wortes glauben werden. Doch wahrlich, Ich sage euch, daran werdet ihr erkennen, dass sie auch nicht an meine Gegenwart geglaubt haben, während Ich Mich in dieser Form kundgetan habe. Diejenigen, die zwischen Zweifel und Glaube hin- und her­geschwankt sind ― auch wenn sie sich den Anschein gaben, einen absoluten Glauben an meine Kundgebung zu haben ― werden gerade jene sein, die leugnen, dass mein Wort aufgehört hat. Denn die, die wirklich an alles geglaubt haben, was Ich euch offenbart und geboten habe, werden nicht fähig sein, eines meiner Worte zu leugnen.

    48.  Jene, die gezweifelt und keinen völligen Glauben gehabt haben, wie es der Glaube eines Jüngers zum Meister sein soll, werden auf ihrem Weg stehenbleiben, indem sie sich von dem monotonen und routinemäßigen Ritus nähren, den sie selbst geschaffen haben. Diejenigen dagegen, die Mir derzeit geglaubt haben, werden zwangsläufig weiterhin an Mich glauben, auch nachdem die Kundgebung meines Wortes zu Ende ist. Sie werden meinen Anordnungen gehorsam sein und das ihnen Mögliche tun, um meine Unterweisungen richtig auszulegen. Sie werden ein Ideal haben: das der Vergeistigung, und werden ein Licht haben, das sie immer begleiten wird: der Glaube.

    49.  Mein Blick wird auf der Arbeit dieses Volkes ruhen, wenn der Zeitabschnitt meiner Kundgabe einmal vorüber ist, um jeden gehorsamen Jünger zu belohnen, indem Ich ihm meine Barm­herzigkeit gewähre, ihn ermutige, in seinem Tagwerk fortzufahren, ihn zu immer neuen Schritten geistigen Fortschritts ermuntere. Ich weiß, dass unter diesem Volk solche sind, die nicht nur an mein Wort glauben, sondern es auch für richtig und vollkommen halten, dass der Vater seiner Kundgabe in dieser Form einen Schlusspunkt setzt, damit das Ringen um die Vergeistigung beginnen kann. Diese Herzen haben die Gewissheit, dass es dann keine Verlassenheit noch Leere geben wird, und dass meine Gegenwart noch fühlbarer sein wird, weil auf diese Weise eine neue Art der Kommunikation mit meiner Göttlichkeit näherkommen wird, eine reinere und vollkommenere Etappe, weil es die Zwiesprache von Geist zu Geist sein wird.

    50.  Nicht mehr fern ist die Zeit, in der sich euch eure Geschwister nähern, um euch über meine Offenbarung auszufragen, euer Zeugnis von den Beweisen verlangen, die Ich euch von meiner Wahrheit gegeben habe. Doch wie unterschiedlich wird die Art und Weise sein, in der die einen und die anderen mein Werk bezeugen werden. Während die einen sich strikt an die Wahrheit halten, die sie vernommen haben, werden die anderen Argumente suchen müssen, um ihre Irrtümer zu rechtfertigen.

    51.  Es ist notwendig, dass Ich so zu euch spreche, geliebtes Volk, damit ihr rechtzeitig nachdenkt und eine genaueste Prüfung eurer Werke, Gedanken, Gefühle, Worte und Vorhaben vornehmt und dabei zulasst, dass es euer Gewissen ist, das diese Selbstbetrachtung und diese Prüfung anleitet.

    52.  Dieser Augenblick ist nötig, damit ihr eure Augen voll der Wahrheit öffnet, weil ihr dann noch berichtigen könnt, falls ihr geirrt habt, und die verlorene Zeit wiedereinholen könnt.

    53.  Groß wird die Befriedigung derer sein, die meine Lehre zum Sieg führen und sie in ihrer ganzen Reinheit und Wahrhaftigkeit bekannt machen. Doch Ich als Meister, der euch sehr liebt, will, dass alle meine Jünger diese Freude erleben.

    54.  Hört Mich, Volk: Ich bewahre in meiner geheimen Schatzkammer viele Wunder für euch auf, um eure Vergeistigung zu belohnen. Aber Ich werde abwarten, bis ihr euch alle als Geschwister vereinigt habt ─ bis ihr alle Gehorsam gegenüber meinen Weisungen zeigt, um dann auf euren Geist und eure Körpermaterie den Strom von Licht, Barmherzigkeit, Trost und Offenbarung zu ergießen, den Ich für die Tage eurer Vergeistigung aufbewahre.

    55.  Größere Klarheit kann dieses Wort nicht haben, das durch alle meine Stimmträger übermittelt wird. Wenn es einmal von allen verstanden worden ist, wird meine Gerechtigkeit darauf bedacht sein, jene in Betracht zu ziehen, die nach größerer Vergeistigung streben, und ebenso, um die Werke derer zu richten, die ihr Reich noch immer auf dieser Welt suchen.

    56.  Wer bewirkte, dass der Mensch von Anfang an eine Orientierung für seine Handlungsweisen suchen würde? Wer veranlasste ihn im Grunde seines Wesens seine unsterbliche Essenz zu suchen? Der Geist. Er war es, der ihm nach und nach offenbart hat, dass ihn eine höhere Natur belebte und ihn erleuchtete.

    57.  Der Mensch hat sich ─ wenn auch nur allmählich ─ mittels der Gabe der Intuition und der Offenbarung und mittels seiner Intelligenz von den frühesten Zeiten seines Daseins an der Aufgabe gewidmet, nach seinem Ursprung, seiner Essenz, dem Grund für sein Dasein, seines Aufenthaltes auf der Welt und dem Zweck, für den er geschaffen wurde, zu suchen.

    58.  Seit er sich bewusst wurde, dass es in ihm Fähigkeiten gab, die ihn von den anderen Geschöpfen unterschieden, erwuchs in ihm die Vorstellung, dass ihm unter allen Wesen der Schöpfung eine höhere Bestimmung vorbehalten war, und allmählich wurde im Verborgenen seines Wesens das intuitive Wissen von einem Gott, von der Existenz des Geistes geboren, und daher das Bedürfnis, Jenem eine Verehrung oder eine geistige Opfergabe darzubringen, von Dem er fühlte, dass er aus Ihm hervorgegangen war.

    59.  Dies war der Ursprung der geistigen Entwicklung der Menschheit ─ eine Entwicklung, die nicht bei allen Menschen gleich war. Denn von diesen ─ geteilt in Rassen und getrennt durch Nationalitäten, Gewohnheiten und Sprachen ─ haben die einen schnellere Fortschritte gemacht als die anderen, haben die einen eine Art und Weise gehabt, Gott ihre Verehrung darzubringen, und die anderen haben andersartige Formen angenommen.

    60.  Auf alle Menschen habe Ich Licht verströmt und ihnen damit die einzige existierende Wahrheit offenbart; aber ihr seht ja, wie jeder Mensch und jedes Volk in unterschiedlicher Weise fühlt, denkt, glaubt und interpretiert.

    61.  Jene verschiedenartigen Denkweisen der Menschen haben ihre Entzweiungen verursacht, da jedes Volk und jede Rasse anderen Wegen folgt und andersartige Ideale pflegt.

    62.  Die Mehrheit hat sich vom lichtvollen und wahren Pfad entfernt, in der Meinung, dass die Erfüllung des Göttlichen Gesetzes übermenschliche Opfer, Entsagungen und Anstrengungen bedeutet, und hat es vorgezogen, für sich selbst Religionen und Sekten zu gründen, deren Gesetzeserfüllung und Kulthandlung für sie leichter zu befolgen sind. Auf diese Weise glauben die Menschen, das Verlangen nach Licht und Erhebung beschwichtigen zu können, das sie in ihrem Geist fühlen.

    63.  Viele Jahrhunderte und viele Zeitalter sind vergangen, ohne dass die Menschen sich bewusst wurden, dass die Erfüllung meines Gesetzes kein menschliches Opfer ist und dass siehingegen sehr wohl Leib und Geist der Welt zum Opfer bringen, wenn sie meine Gebote missachten. Sie haben sich nicht klar gemacht, wollten nicht begreifen, dass, wer nach meinem Wort lebt, das wahre Glück, den Frieden, die Weisheit und die Herrlichkeit finden wird, welche die vermaterialisierten Menschen sich auf so andersartige Weise vorstellen.

    64.  Die moralische und wissenschaftliche Welt, die euch umgibt, ist das Werk von Menschen mit materialistischen Idealen ─ von Menschen, die nur die materielle Verbesserung der Menschheit erstrebt haben, und Ich habe ihnen erlaubt, ihr Werk zu tun, es bis an seine Grenze durchzuführen, seine Folgen kennenzulernen und seine Früchte zu ernten, damit sie daraus das Licht der Erfahrung ziehen können. In jenem Licht wird sich meine Gerechtigkeit offenbaren, und in jener Gerechtigkeit wird mein Gesetz gegenwärtig sein, welches die Liebe ist.

    65.  Wenn die Menschen einmal ihre Irrtümer erkennen und sich auf die Suche nach dem wahren Weg machen, wird dies geschehen, weil sie erwacht sind, weil sie bereut haben, weil sie erleuchtet worden sind, und dann werden ihre Werke nicht nur eine menschliche Zweckbestimmung, sondern auch die geistige haben.

    66.  Jedes Volk, jede Religion, Sekte, Wissenschaft und jeder Mensch trägt in sich seinen Anteil  an Falschem und an Irrtümern, ebenso wie seinen Anteil an Wahrheit. Doch der Zeitpunkt wird kommen, an dem die Notwendigkeit, sich zu vereinigen, sie wie eine mächtige und unwiderstehliche Kraft zusammenführt, damit jeder im Verlangen, mit allen in Einklang zu kommen, seinen Samen beiträgt. Dabei wird es Kämpfe, Streitgespräche und Verwirrungen geben müssen. Doch diese werden notwendig sein, damit alle zu dem einzigen Ergebnis gelangen, welches die unwandelbare Wahr­heit meines Daseins und meines Gesetzes ist.

    67.  Am Ende des Kampfes werden die Menschen ─ nun in Frieden mit sich selbst und mit ihren Nächsten ─ begreifen, dass es, um das Ziel des Wissens zu erreichen und den wahren Frieden zu erfahren, unerlässlich ist, in Einklang mit dem Göttlichen Gesetz zu leben, das gerade aus der Liebe des Schöpfers hervorgeht. Gleichzeitig werden sie begreifen, dass es nicht nötig ist, sich zu so vielen und so verschiedenen Religionen zu bekennen, um sich im Guten und in der Moral bewahren zu können, sondern dass es ― um unter allen die wahre Harmonie zu erlangen und eine Moral zu haben, die jenseits des nur Menschlichen ist ― genügt, im Herzen das Wort zu tragen, das ihr Lehre Christi nennt, und um es ganz zu ergreifen, müsst ihr es schlicht und demütig leben und lieben.

    68.  Das Licht der Offenbarung, das Ich euch in dieser Zeit gesandt habe, habe Ich durch meine Übermittler oder Stimmträger in bescheidene und einfache Worte verwandelt, damit die ganze Menschheit es kennenlernt und ihr bei ihrem Erwachen hilft ─ heute, da alle irdische Mittel und Lösungen suchen, um sich vor dem Chaos zu retten, in das die Welt versinkt ─ heute, da niemand versucht, sich geistig zu inspirieren, um bei Mir die Antworten auf seine Fragen und die Lösung seiner Probleme zu finden.

    69.  Mein Wort wird zu den Palästen und zu den einfachen Hütten gelangen, wird an die Türen der Herzen klopfen, die Geistwesen erbeben lassen, die an Körper oder Geist Kranken heilen und trösten, und die verfinsterten Gehirne erleuchten.

    70.  Wohl denen, die es froh empfangen, die es vernehmen und über seinen Sinngehalt meditieren, denn es wird fruchtbarer Same in ihren Herzen sein.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 314

    1.  Ein weiteres Mal habe Ich euch vernommen, und die Vereinigung eurer Gebete ist das beste Loblied gewesen, mit dem ihr Mich beschenkt habt.

    2.  Von jedem von euch löst sich eine Frucht der Liebe, die wie ein Ton der Harmonie mit eurem Vater ist, und die Vereinigung eurer Gedanken bildet ein Konzert voll geistiger Reinheit.

    3.  Bei einigen sehe Ich, dass dieser Ton Gebet ist, Danksagung für die Wohltaten, die sie von Mir empfangen haben.

    4.  Bei anderen ist dieser Gedanke voller Traurigkeit und Bitternis wegen der Missgeschicke, denen sie auf dem Pfad begegnet sind. Doch durch die Vereinigung dieser Gedanken bildet ihr einen Glaubensakt, welcher Huldigung und Hochachtung gegen­über meiner Göttlichkeit ist.

    5.  Dies ist die Zwiesprache, die der Vater vom Geist seiner Kinder erwartete ─ dies ist die Liebesgabe, die ihr Ihm nie schenken wolltet.

    6.  Aber das Gebet, das Ich euch zu allen Zeiten gelehrt habe und das ihr aus Mangel an geistiger Entfaltung nicht immer darzubringen vermochtet, ist das, was euch leiten wird, und unter seinem Licht werdet ihr nun die wahre geistige Zwiesprache mit eurem Gott erreichen.

    7.  Solange ihr unter dem Einfluss meines Wortes seid, verschwindet die Welt mit ihren dornenreichen Wegen für euch.

    8.  Am siebten Tag ruht sich eure Körpermaterie von ihren irdischen Mühsalen aus, und euer Geist ─ frei wie eine Lerche ─ kommt im Verlangen nach der unversiegbaren Quelle meiner Weisheit herbei. Er kommt zu meiner Kundgebung und stärkt sich an der Ausstrahlung meiner Liebe, die Ich ihm bei der Unterweisung meines Wortes anbiete.

    9.  Ich suche nicht Glauben bei den einen oder Ungläubigkeit bei anderen. Ich suche nicht große Verdienste bei den einen oder kleine bei anderen. Nein, Volk. Meine göttliche Liebe ist vollkommen, Ich bin Vater von allen, und wenn Ich euch meine Unterweisung zuteil­werden lasse, gebe Ich euch allen die gleiche Essenz, die gleiche Liebe.

    10.  Wenn die Menschheit in ihrer Gesamtheit mein Wort vernehmen würde, würde es nicht für die einen Segnungen und für die anderen Tadel geben. Entweder wäre mein Tadel allgemeingültig, oder meine Segnung wäre für alle. Aber jetzt ist die Zeit, in der Ich Mich durch das menschliche Verstandesvermögen kundtue, und nicht alle werden diese Kundgebung miterleben. Die Zahl meiner Zeugen, die dazu bestimmt sind, meine Lehre durch einen Stimmträger zu vernehmen, ist sehr klein. Doch wahrlich, Ich sage euch, wenn diese Zeugen sich vorzubereiten verstehen, wird die Menschheit mein Wort durch ihre Lippen vernehmen. Denn alle werden erfahren, dass der Heilige Geist euch mittels des menschlichen Verstandesvermögens gelehrt hat.

    11.  Dafür bereite Ich euch als Vater vor, damit nach 1950, wenn ihr zu den Menschenmengen aufbrecht und in meinem Namen sprechen müsst, mein Wort, welches Wahrheit ist, nicht mit Unlauterkeit und Lüge vermischt wird. Es soll wie ein Strom kristallklaren Wassers sprudeln, denn der Ursprung dieses Wassers, welcher mein Geist ist, ist klar und rein, und das, was von euren Lippen kommt, muss ebenfalls rein sein.

    12.  Ich will, dass ihr immer rein seid, dass ihr wie eine Oase unter den Menschen seid, in der alle nach Wahrheit Dürstenden ihren Durst löschen können und in diesem Wasser nicht die Unreinheit des Schlammes vorfinden.

    13.  Wenn diese Lehrzeit vorüber ist, werdet ihr Mir sagen: „Vater, warum bist Du nur so kurze Zeit bei uns gewesen? Warum bist Du so bald gegangen?“ Doch Ich werde euch antworten: Die Dauer meiner Unterweisung für meine Jünger der Dritten Zeit war durch die Uhr der Ewigkeit festgesetzt, und in dieser werdet ihr die Lektionen der vergangenen Zeiten verstehen und fortsetzen können. Ich habe euch keine andersartige Lehre gegeben.

    14.  Ich muss euch bis zum letzten meiner Worte auf meine Anordnungen hinweisen, damit ihr im Augenblick der Prüfungen nicht wankt. Es ist mein Wille, dass ihr auf jede Frage eine Antwort habt, für jeden Zweifel einen Lichtstrahl, für jede Schwachheit die Stärke meines Gesetzes. Dann werdet ihr in eurer Auftragserfüllung zu siegen vermögen und euren Geist dabei in der schönsten und erhabensten Mission erquicken, die Ich euch seit Anbeginn der Zeiten anvertraut habe, die darin besteht, aus Liebe zu erlösen und zu vergeben, Gutes zu tun ─ nicht zum Wohl von euch selbst, sondern um eurem Vater zu gefallen und euren Geist zu vervoll­kommnen.

    15.  Die Ausübung eurer Mission wird euch den Frieden geben, und wenn ihr einmal stark seid durch die Macht der Liebe, werdet ihr diese Menschheit, die heute nackt, hungrig und krank ist, lehren, dass nur die Ausübung des Guten für ihren Geist den Heilbalsam bringen wird, welcher der Friede Gottes ist.

    16.  Dies wird die Lehre sein, die ihr den Menschen in meinem Namen bringen werdet, wenn sie einmal das Wohlergehen und den Frieden, welcher das höchste Gut des Geistes ist, nicht mehr in der Wissenschaft finden, noch in den Reichtümern, noch in den Zuneigungen dieser Welt. Dann werden sie auf ihrem Weg dem demütigen Bruder, meinem Jünger, meinem Apostel begegnen, der ─ ohne zu prahlen, ohne seine Mission auszu­posaunen, mit seinen Werken der Liebe und Wahrhaftigkeit lehrt. Dann werden die Menschen das Geheimnis des Friedens entdecken und ihr Herz reinigen, um von meinem Reich den vollkommenen Frieden zu empfangen. Denn der Friede der Menschen entsteht oft durch die Furcht vor einander. Dieser scheinbare Friede ist zum Scheitern verurteilt. Damit gibt es keine Ruhe im Geist.

    17.  Kämpft, Jünger, formt im Herzen meiner Kinder ein Reich des Friedens, von dem aus sie in einer besseren Welt leben können, einer starken Welt ─ nicht die gebrechliche, die sie Mir heute präsentieren. Denn mit einem schwachen Hauch oder Erregung der Naturkräfte könnte Ich das eitle und stolze Werk der Menschen zerstören. Aber es ist das Werk meiner Kinder, und Ich respektiere es ─ erlaube, dass es seine Früchte trägt, weil Ich weiß, dass sie schließlich, ihrer Werke müde, die Unterweisungen meiner Liebe annehmen werden.

    18.  Alle meine Werke haben die Liebe und die Gerechtigkeit zum Ursprung. Alles, was ihr seht, was ihr mittels des Verstandesvermögens zu erkennen vermögt, selbst das kleinste der Atome, lebt und bewegt sich auf dem Weg der Liebe und Gerechtigkeit. Denn alles ist von Mir geschaffen worden, und in meinem Geist gibt es keine Unlauterkeit, noch gibt es Unvollkommenheit.

    19.  Viele der großen Werke, die der Mensch Mir zeigt, und denen er sein Leben, seine Kraft und seinen Hochmut gewidmet hat, haben nicht die Liebe und die Gerechtigkeit zum Ursprung, und jedes Werk, das nicht diesen Ursprung hat, wird zerstört werden, und den Menschen wird als Frucht nur das Licht der Erfahrung bleiben.

    20.  Der Mensch hat sein neues Leben auf die Wissenschaft gegründet, indem er forscht und seinen Turm des Hochmuts, seinen Turm von Babel errichtet, von dem aus er Mir keine Verehrung darbringt, Mich nicht anerkennt. Doch wahrlich, Ich sage euch, der Mensch wird in Verwirrung geraten und in seiner Verwirrung seinen neuen Turm von Babel zerstören. Dann wird die Menschheit erkennen, dass der Mensch seit der Ersten Zeit seinen Turm der Eitelkeiten, des Misstrauens gegen Mich errichtete, und die Folgen, die dies in den vergangenen Zeiten hatte, werden sich in der Dritten Zeit wiederholen.

    21.  Der Materialismus, der Hochmut und der Stolz werden niedergeworfen werden, und unter den Menschen wird Verwirrung einsetzen.

    22.  Die Gelehrten werden an ihrer Gelehrtheit zweifeln, die Wissenschaftler werden ─ wenn sie meinen, das Ziel gefunden zu haben ─ auf ein unergründliches Geheimnis stoßen. Die Naturkräfte werden sich gegen die Wissenschaftler wenden, weil sie nicht mit Liebe genutzt worden sind, und es wird Chaos unter den Menschen herrschen.

    23.  Erinnert euch daran, dass Ich der Anfang und das Ende bin, die Wissenschaft und das Wissen. Ich habe den Menschen dieses Licht gegeben, und Ich habe Mich an ihren Werken erfreut, wenn sie sie im Dienst des Guten verwendet haben; wenn sie die Gaben und Fähigkeiten, mit denen Ich sie begnadet habe, für die Entfaltung des Geistes und des Verstandes gebraucht haben. Dann haben sie Mir Verehrung erwiesen, haben sie die Aufgabe, die Ich ihnen anvertraute, treu erfüllt. Doch wenn sie ihre Gaben in den Dienst des Bösen, der Eitelkeit, des Verlangens nach Selbstherrlichkeit gestellt haben, dann haben sie Mir nicht gehorcht, haben den Weg verbogen, haben sie Mich verletzt. Aber in meiner Weisheit habe Ich Mich ihrer bedient, um meine göttlichen Pläne durchzuführen, habe Ich sie als Beispiel für die Menschheit, als Werkzeuge meiner Gerechtigkeit verwendet.

    24.  Bin Ich etwa ein Feind der Wissenschaft? Bin Ich ein Hindernis für den Fortschritt und die Entwicklung meiner Kinder? Wenn jemand dieser Meinung sein sollte, dann deshalb, weil er mein Wort nicht auszulegen verstanden hat, den Vater nicht in seiner Wahrheit begriffen hat. Denn jede Gabe oder Fähigkeit, die es im Menschen gibt, muss Entfaltung haben, weil die Entwicklung Universelles Gesetz ist. Alles in meiner Schöpfung muss sich vervollkommnen, ihr alle müsst zu Mir zurückkehren ─ rein, vollkommen und vervielfacht. Doch wenn Ich für kurze Zeit in das Wollen des Menschen einge­griffen habe, dann deshalb, weil die Sünde und das menschliche Übelwollen eine Grenze hat, welche meine Gerechtigkeit ist.

    25.  Wenn die Menschheit einmal durch diesen Schmelztiegel hindurchgegangen ist, wenn das Licht der Wahrheit sich siegreich über die Finsternis erhebt, dann ─ oh geliebtes Volk ─ werden die Menschen auf festen Fundamenten den neuen Turm errichten, der ein Tempel des Dankes an Gott, ein Heiligtum des Friedens sein wird, in dem es niemals Streit über meine Existenz geben wird, in dem die Erkenntnis des einen die aller sein wird. Dort wird es keine Abgötterei, Mystizismus noch Betrug gegenüber meinem Gesetz geben. Dann werden die Menschen mit meiner Hilfe auf diesem Tränental eine Welt des Friedens errichten, in der alle Tugenden erblühen, in der sich alle Wissenschaften vervollkommnen. Im Schoß aller Institutionen werden sie meine Stimme ertönen fühlen, die ihnen sagen wird: „Liebt einander“, und in ihrem harmonischen Leben werden die Menschen ein Abbild der ewigen Heimat erkennen.

    26.  Wenn der Mensch trotz seiner Unvollkommenheiten so viel entdeckt hat ─ was wird erst geschehen, wenn er wacht und betet und sich Mir nährt? Was wird geschehen, wenn er sich mit Ehrfurcht, Demut und Liebe meinem Quell des Lichts und der Wahrheit nähert? Der Heilige Geist wird auf die Menschen alle Offenbarungen ausgießen, die Er in seiner geheimen Schatzkammer zurückgehalten hat. Wenn dies geschieht, wird es nicht mehr nötig sein, dass der Wissenschaftler sich den Kopf zerbricht und seine Bücher zu Rate zieht, weil sein Geist ihn zum unerschöpflichen Quell meiner Weisheit führen wird. Dort wird er Mich auf ihn wartend antreffen, ihn immer erwartend, um ihm neue und große Lektionen zu offenbaren. So werde Ich die Menschen von Offenbarung zu Offenbarung, von Heimstatt zu Heimstatt, von Vollkommenheit zu Vollkommenheit bis in die Ewigkeit führen.

    27.  Für diese kommenden Zeiten bereite Ich euch vor. Ihr alle werdet Zeugen der Erfüllung dieser Verheißungen sein, ihr alle werdet das Glück haben, eine harmonische Note im Konzert des Herrn zu sein. Wenn Ich Mich bei euren Verstößen gegenüber meinem Gesetz eurer bediene, um meine Gerechtigkeit zu offenbaren, so werde Ich Mich auch dann, wenn ihr in Einklang mit meinen Geboten lebt, eurer selbst bedienen, um euch mit meinen Offenbarungen, mit meinen Liebesbotschaften zu belohnen.

    28.  Heute errichte Ich ein Heiligtum im Herzen meiner Kinder. Aber bei dieser Errichtung muss Ich auf den Beistand von euch allen bauen.

    29.  Welches Heiligtum meint der Vater, oh Volk? ─ das eures Geistes. Denn in dieser Zeit sehe Ich es in Trümmern. Doch Ich werde euch bei seinem Wiederaufbau helfen.

    30.  Das Heiligtum des Herrn hat immer existiert, es hat weder Anfang noch Ende, es ist sein eigenes Werk. Sein göttlicher und unendlicher Geist ist es, der auf eure Zubereitung wartet, damit ihr euch innerhalb desselben fühlt, wo alles Harmonie und Vollkommenheit ist.

    31.  Euer Planet, der ein Atom inmitten der Unermesslichkeit des Universums ist, hat die Aufgabe, ein Abbild jenes harmonischen Tempels zu sein.

    32.  Wenn ihr daher zu dieser Erkenntnis gelangt, die nicht nur Wort oder Theorie sein soll ─ nein, Jünger, die etwas sein soll, das ihr fühlt und lebt, dann werdet ihr die Tempel aus Stein nicht mehr benötigen. Euer Geist wird kein Verlangen nach diesen Orten haben, die ihn daran hindern, seinen Herrn besser kennenzulernen. Er wird die Freiheit suchen, und in der gesegneten Gnade, die Ich ihm anvertraut habe, wird er die Stufenleiter zu seiner Vollkommenheit finden.

    33.  Dies wird dann geschehen, wenn der Mensch sich von Mir begleitet und gesehen fühlen wird, wenn er erkennt, dass es unter seinen Füßen keinen schmutzigen Staub gibt. Dann wird er verstehen, dass sein Heim ein kleines Heiligtum für Mich ist, dass seine Welt, obwohl sie nur ein Atom in der Unermesslichkeit der Schöpfung ist, in ihrer Gesamtheit das universelle Heiligtum Gottes darstellt.

    34.  Alle Welten, auf denen sich meine Kinder vervollkommnen, sind wie ein unendlich großer Garten. Heute seid ihr noch zarte Schösslinge, aber Ich verspreche euch, dass euch das kristallklare Wasser meiner Unterweisungen nicht fehlen wird, und ihr durch deren Bewässerung immer mehr an Weisheit und Liebe zunehmen werdet; bis eines Tages in der Ewigkeit, wenn die Bäume vollreife Früchte im Überfluss tragen, der Göttliche Gärtner sich an seinem Werk erquicken kann, indem Er die Früchte seiner eigenen Liebe kostet.

    35.  So bereite Ich euch vor, Jünger, schlage Ich vor euch das Buch des Lebens auf, damit euch nicht mehr nach einem bestimmten Ort verlangt, um Mich zu verehren ─ damit ihr Mich an jedem Ort und in jedem Augenblick fühlt ─ sei es auf den Feldern, in den Tälern, auf den Bergen oder am Meer. Es genügt eure Anwesenheit an irgendeinem Ort, dass dieser geheiligt ist, weil Ich in euch bin.

    36.  Wenn Ich in dieser Weise zu euch spreche und euch unterweise, geschieht es, um euch von dem Fanatismus frei zu machen, den ihr traditionsgemäß gehabt habt ─ nicht, um einen neuen Fanatismus unter euch zu schaffen.

    37.  Erkennt, dass meine Lehre, obwohl sie tiefgründig ist, schlicht und klar ist.

    38.  Bevor ihr Lehrmeister seid, will Ich euch als gute Jünger sehen, die von Mir lernen, damit euch die Menschen nicht verwirren, damit ihr auf jede Frage mit Bestimmtheit und Wahrhaftigkeit, mit Freundlichkeit und Liebe antwortet, weil ein solches Wort am meisten in die Herzen dringt.

    39.  Ich habe euch gesagt, dass in vielen Fällen ein Wort der Weisheit und Liebe genügt hat, um einen Geist zu retten, dass jenes Wort nicht vergessen worden ist, weil es wie ein Siegel ewigen Feuers in jenem Geist geblieben ist, und er dieses Wort, das seine Rettung gewesen ist, nicht nur in seinem irdischen Leben behielt, sondern sogar im Jenseits. Daher vermache Ich euch mein Wort als Erbe, das wie ein Schlüssel ist, der für die Geistwesen den Weg zum Frieden erschließt. Fürchtet euch nicht vor den Scheidewegen, lasst euch nicht von den Missgeschicken niederdrücken, beseitigt den Zweifel, vertieft euch in meine Lehre, dann wird euch diese Kraft große Beglückung schenken. Wehe den Schwachen, wehe denen, die nicht an meiner Unterweisung erstarkt sind, denn sie werden weiterhin auf dem Weg straucheln!

    40.  Ich will, dass mein Volk, mein Zeuge, mein Jünger, der Starke auf den Wegen sei, damit er die Menschenscharen rettet, die Ich auf seinen Weg stelle.

    41.  Heute vermögt ihr die Stärke eures Geistes noch nicht zu erfassen, weil ihr noch schwach im Glauben seid. Aber ich werde diesen Glauben durch große Prüfungen stark machen. Doch das Vertrauen, das ihr zu Mir habt, müsst ihr auch zu euch selbst haben, da Ich euch die Gaben, die ihr in euch tragt, gegeben habe.

    42.  Bald wird meine Kundgabe durch das menschliche Ver­standesvermögen enden, und nach 1950 werdet ihr Mich nicht mehr durch diese Kundgabe vernehmen. Doch ihr sollt euch nicht an diejenigen wenden, welche Stimmträger oder Gabenträger waren, um Mich anzurufen oder meine Geistige Welt anzurufen. Nicht einmal in der größten Prüfung sollt ihr meinen Willen zu missachten versuchen.

    43.  Bereitet euch vor, damit ihr durch die Kraft meiner Unterweisungen das Eintreten vieler Ereignisse verhindert und diejenigen vermeidet, die meinem Willen entsprechen. Wenn ihr aber schlaft, werden diese Prüfungen eintreten und eure Arbeit erschweren.

    44.  Wie viele Männer und Frauen gehen auf anderen Pfaden als jene, die Ich euch vorgezeichnet habe, obwohl sie in ihrem Geist die gleichen Gaben besitzen wie ihr. Wenn diese Männer und Frauen in euch einen guten Lehrmeister finden, werden sie den Grund für diese Gaben erfahren und in der Kenntnis meiner Unterweisungen eine weitgehende Entfaltung erlangen. Doch wenn sie auf ihrem Weg keinen guten Lehrmeister finden sollten, werden die einen in Verwirrung geraten, andere werden ihre Gaben dazu verwenden, sie nach ihrer eigenen Vorstellung und ihrem eigenen Willen zu entfalten, und wieder andere werden zu Werkzeugen unsichtbarer Mächte, die wohl solche des Lichts sein können, aber auch solche der Finsternis.

    45.  Schlaft also nicht, Jünger, hinsichtlich eurer Auftragserfüllung. Nach 1950 werde Ich euch eine Zeitspanne gewähren, damit ihr über eure Mission nachdenkt und bei dieser Meditation zur Vereinigung der Kenntnisse innerhalb meiner Lehre gelangt. Aufgrund dieser Vereinigung werdet ihr den Ereignissen und dem Kampf die Stirn bieten.

    46.  So warne Ich euch vor allen Prüfungen, und im letzten Jahr meiner Gegenwart unter euch bei dieser Kundgebung werde Ich zu euch über alle Gefahren sprechen und euch die Verhaltensweise mitteilen, um sie zu bestehen.

    47.  Vernehmt wohl, was Ich euch jetzt sage: Im Schoß einer großen Kirche werden die Geistlichen zur Menschheit vom Heiligen Geist sprechen. Sie werden von der Dritten Zeit sprechen. Sie werden von den Sieben Siegeln sprechen. Sie werden einen Ruf an die Völker ergehen lassen und behaupten, die Hundert­vierundvierzigtausend zu erwählen und sie mit dem Kennzeichen zu versiegeln, mit dem Ich die durch meinen Willen Erwählten gekennzeichnet habe. Doch Ich werde alle Menschen heimsuchen, bei den Geistlichen der Menschheit werde Ich Mich durch das Gewissen bekunden und sie großen Prüfungen unterwerfen. Zu jener Zeit werde Ich wissen, welcher von euch Ich Mich bedienen werde, um jenen Beweise zu geben. Ich werde durch eure Vermittlung mit der Überzeugungskraft sprechen, die Ich euch verliehen habe.

    48.  Nicht die Menschen werden es sein, die der Menschheit die Offenbarungen des Heiligen Geistes bekannt machen, denn in den hohen Ratsschlüssen des Herrn ist es Er allein.

    49.  Die Trinitarisch-Marianische Geistlehre hat euch kein Mensch offenbart. Ich als Vater kündigte sie euch schon in der Ersten Zeit durch meine Propheten an. Durch Jesus, das Wort des Vaters, kündigte Ich sie euch an, verhieß Ich sie euch als eine nicht sehr ferne Offenbarung.

    50.  In dieser Dritten Zeit habe Ich ─ indem Ich Mich durch das menschliche Verstandesvermögen kundgab ─ mein Versprechen erfüllt und die Lektionen offenbart, die verborgen waren. Nicht der Mensch ist es gewesen, der eurem Geist die Gaben verliehen hat ─ Ich habe sie euch anvertraut, als ihr aus Mir hervorgingt.

    51.  Nicht der Mensch ist es gewesen, der das trinitarische Symbol auf eure Stirn gezeichnet hat. Es ist der Herr gewesen, der euch im Geist gekennzeichnet hat. Nicht der Mensch ist es gewesen, der eure Aufgabe bestimmt hat, es ist meine allmächtige Stimme gewesen.

    52.  Wie sollte der Vater den Menschen eine solche Entweihung und Irreführung erlauben? Ich, das geopferte Lamm, bin der Einzige, der würdig ist, die Siegel des Buches der Weisheit, des Großen Buches des Lebens, zu lösen, welches die Bestimmung alles Geschaffenen enthält. Ich, das Alpha und das Omega des Göttlichen Wortes, bin der Einzige, der euch die intimen Offenbarungen meiner Göttlichkeit sagen kann. Wie könnte Ich erlauben, dass der weltlich Gesinnte und Ehrfurchtslose die göttlichen Lektionen nach seinem Willen dazu verwendet, die Unwissenden zu übertölpeln und sich unter den Menschen zu erhöhen?

    53.  Es werden Anzeichen dieser Entweihungen in Erscheinung treten, aber dies wird nur geschehen, damit ihr, geliebtes Volk, erwacht. Es werden Zeichen von Entweihung, falschen Zeugnissen, falschen Wundern unter den Menschen zutage treten; falsche Propheten, falsche Kundgebungen werden erscheinen, die man meiner Göttlichkeit zuschreibt. Aber dies wird nur ein Beweis für das Verlangen nach Fortschritt des Geistes, nach dem Kommen des Heiligen Geistes, nach der Erfüllung meiner Prophetien und aller meiner Verheißungen sein.

    54.  Verzögert nicht die Zeit meiner geistigen Ankunft unter den Menschen, seid durch eure mangelhafte Zubereitung kein Hindernis für meine Bekundung unter der Menschheit durch eure Werke. Denn obwohl ihr nicht der Erlöser seid, noch ausposaunen sollt, dass ihr die Menschen retten werdet, noch die einzigen in diesem Werk seid, so seid ihr doch das fruchtbare Erdreich gewesen, das meinen Samen der Erlösung geduldig erwartete. Ihr seid ein Teil meiner Legionen des Lichts, meiner Heere des Friedens und der Wahrheit, die in dieser Zeit bereits für die Grundlegung des Friedens kämpfen. Aber Ich bereite euch vor, damit ihr eurer Mission als das starke Israel gerecht werdet ─ einer Mission die ihr zu keiner Zeit erfüllt habt; die ihr heute jedoch zum Abschluss bringen sollt, damit ihr zu jener Lichtheimat gelangt, die euch erwartet; von der aus ihr weitere Horizonte erblicken werdet, wo ihr meine Gerechtigkeit und meine Liebe ausüben und euch auf die Stufe der Vollkommenheit erheben werdet, bis ihr den Platz einnehmt, der euch im Schoß Gottes zukommt.

    55.  Sind es etwa Phantasien, die Ich euch übermittle? Nein, Volk. Euch als Menschen gebe Ich eine moralische Unterweisung und versehe euch mit Tugend, damit ihr liebevoll und friedlich in eurem Heim lebt, damit euer Brot nicht bitter ist. Meine Lehre bringt Wohlergehen, Ermutigung und Fortschritt, aber eurem Geist genügt diese Nahrung nicht. Eurem Geist mangelt es an einer höheren Speise, um nach dem Tod seiner Körpermaterie seine Reise in die Unendlichkeit fortzusetzen. Für diese Reise gebe Ich dem Geist Unterweisungen, die dem Menschen als Phantasien erscheinen ─ tiefe und selbst für die aufgeweckteste Vor­stellungskraft unergründliche Lektionen. Diesen Schlüssel vertraue Ich eurem Geist an, damit er mit ihm alle Türen öffnet, die er auf seinem Weg antrifft, und er so seine Reise zur geistigen Vervoll­kommnung fortsetzt.

    56.  Meine Lehre enthält alle Unterweisungen. Sie ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Daher sollt ihr sie in allen Augen­blicken eures Daseins befolgen.

    57.  Gebt dem Göttlichen den höchsten Platz in eurem Geist, und gebt der Körpermaterie, was ihr zukommt. Gebt Gott, was Gottes ist, und dem Kaiser, was des Kaisers ist!

    58.  Wenn ihr lernt, in eurem Leben gerecht zu sein, wird euer Schritt fest sein, und Zweifel und Unsicherheit werden ver­schwinden.

    59.  Wenn einmal die Zeit eures Predigens kommt, wenn eure Schwachheiten und überflüssigen Kulthandlungen verschwunden sind ─ wenn ihr euch nur noch mit dem für euren Geist Not­wendigen und Erhebenden beschäftigt, dann werdet ihr euch einer längeren Zeit erfreuen, um mein Werk auszuüben. Wenn ihr auf eurem Weg dann jemandem begegnet, der dessen bedarf, was ihr besitzt, werdet ihr euch nicht wie Thomas zweifelnd zeigen, noch wie Petrus in seinem Augenblick der Feigheit, noch werdet ihr wie Judas schwach sein gegenüber Eitelkeiten und Versuchungen.

    60.  Euer Geist sagt Mir: „Meister, warum vergleichst Du uns mit jenen außergewöhnlichen Geistwesen?“ Doch der Meister sagt euch: Es ist wahr, meine Jünger der Zweiten Zeit waren große Geister, die unter den Menschen für deren geistigen Fortschritt wirkten ─ ein Fortschritt, den die Menschen jener Zeit nicht erreicht hatten, und auch nicht in der gegenwärtigen. Aber sie waren Geistwesen wie ihr und waren auch menschlich wie ihr. Ihre Tugend kämpfte gegen ihre Unvollkommenheiten; aber da ihr Geist stärker war, überwand er die menschlichen Schwachheiten, und sie widmeten sich der Aus­übung meiner Unterweisungen, erreichten aufgrund ihrer Tugend und ihrer Liebe die genaue Befolgung meiner Lehre, und das Beispiel, das jeder von ihnen hinterließ, ist des Meisters, der sie unterwies, würdig gewesen.

    61.  Auch ihr werdet große Beispiele geben, die des Meisters würdig sind, der in dieser Dritten Zeit zu euch gesprochen hat. Zweifelt ihr etwa an Mir und an euch? Ich warte geduldig darauf, dass ihr mein Wort auslegt, und Ich will, dass auch ihr die Menschheit geduldig unterweist.

    62.  Ich, der geduldigste Meister, erkläre euch die Lektion, die ihr nicht verstanden habt, klar und deutlich, und die Prüfung, die ihr nicht zu bestehen verstandet, lege Ich euch erneut in den Weg. Wenn ihr sie dann besteht, wird sich euer Geist stark fühlen und Mir danken. Dann wird der Meister das Buch der Weisheit zur Hand nehmen und euch eine neue Lektion lehren.

    63.  Doch wenn dieses Buch einmal in der Schatzkammer eures Herzens aufbewahrt ist, wird der Meister euch sagen: Ihr seid keine Jünger mehr, ihr seid Meister. Geht zur Menschheit, die meine Offenbarungen nicht kennt, und schlagt vor ihr das Buch der Weisheit auf und unterweist eure Geschwister mit der gleichen Geduld, mit der Ich euch gelehrt habe.

    64.  Wenn Ich euch eure Mängel aufgezeigt habe, geschah dies, damit ihr sie korrigiert. Erinnert auch ihr euch, wenn ihr zu euren Geschwistern geht und bei ihnen die gleichen Mängel antrefft, dass diese sich mit Geduld und mit Liebe korrigieren lassen.

    65.  Habe Ich in meinen Unterweisungen etwa Gewalt gepredigt? Habe Ich etwa eine Peitsche benutzt, um euch zu unterweisen? Nein, Jünger, Ich habe euch liebevoll vergeben. Ihr Männer: Habt ihr bereits Geduld mit eurer Gefährtin? Ihr Frauen: Seid ihr mit eurem Gatten geduldig gewesen? Und ihr beiden Eheleute: Habt ihr Geduld gehabt bei der Erziehung eurer Kinder? Wenn ihr in dieser Weise gehandelt habt, habt ihr wie Ich gehandelt. Wenn ihr nicht so gehandelt habt, vergebe Ich euch. Aber Ich werde euch auf eurem Lebensweg prüfen, bis ihr bestanden habt.

    66.  Ich hinterlasse euch ein weiteres Mal mein Wort als Liebessamen. Wenn ihr ihn aussäht, dann denkt daran, dass auch der materielle Samen nicht in dem Augenblick aufgeht, in dem er gesät wird, und noch viel weniger kann er schon erblühen und Frucht tragen. All dies benötigt Liebe, Verdienste und Opferbereitschaft für die Aufzucht.

    67.  Das Erdreich, das Ich euch gewähre, ist das Herz der Menschheit, das Saatkorn ist meine Offenbarung als Heiliger Geist. Widmet euch eurem bestellten Feld, liebt es, segnet es. Denn durch euer Beispiel werdet ihr neue Arbeiter unterweisen, die mit euch zusammen die Sämänner der Dritten Zeit sein werden.

    68.  Lernt, meine Unterweisung zu erkennen. Wo könnt ihr sie entdecken? Etwa im Wort, das der Stimmträger ausspricht? Nein, Jünger. Meine Unterweisung habt ihr in der Essenz dieses Wortes. Wenn ihr von Geist zu Geist mit eurem Herrn Zwiesprache hält. Wie könnt ihr dann meine göttliche Stimme erkennen? An der Stimme eures Gewissens. Dort werde Ich ewig in euch sein und euch lehren.

    69.  Meine Liebe wird die empfindsamsten Saiten eurer Herzen erzittern lassen. Aber es wird die Übereinstimmung mit eurem Gewissen sein, die euch mein göttliches Konzert vernehmen lässt, und viele von euch werden Mich in der geistigen Gestalt Jesu schauen. Ich muss euch darauf hinweisen, dass die Gestalt Jesu nicht die vollkommenste Art und Weise ist, in der ihr Mich schauen werdet. Wenn Ich euch in vergangenen Zeiten sagte: „Aller Augen werden Mich schauen“, so gab Ich euch zu verstehen, dass ihr alle die Wahrheit erkennen werdet, obschon Ich euch sagen muss, dass Ich Mich der Entwicklung eines jeden Geistes entsprechend begrenzen werde. Doch wenn ihr auf der Stufenleiter zur Vollkommenheit aufsteigt, werdet ihr Mich gewisslich in all meiner Herrlichkeit schauen.

    70.  Versucht jetzt nicht, Mich euch in irgendeiner Weise vorzustellen. Bedenkt: Wenn euer Geist, obwohl er begrenzt ist, Essenz ist, Licht ist ─ welche Gestalt könnte dann der Universelle Geist eures Herrn haben, der weder Anfang noch Ende hat? Lasst das Unergründliche im Innern meines Buches der Göttlichen Weisheit. Wacht und betet, und wenn der menschliche Tod euren Geist einmal in Freiheit versetzt, werde Ich für ihn einen weiteren Schleier in meinem unendlichen Buch der Offenbarungen be­seitigen, damit er den Vater erkennt und sich selbst erkennt ─ damit ihr, wenn ihr zum Jenseits gelangt, bei der Betrachtung einer besseren Welt, einer wunderbaren Welt, die euch erwartet, entzückt seid, welche jedoch nicht die letzte sein wird, die ihr bewohnt.

    71.  Betet, Volk, betet für die Menschheit. Mit eurem Gebet oder ohne dasselbe, bin Ich bei allen. Aber Ich wünsche, dass unter meinen Kindern das Gebot, einander zu lieben, erblüht.

    72.  Ich habe eure Welt besucht, und da Ich eure Nöte sah, habe Ich euch ein Liebesgeschenk hinterlassen. Ihr habt meine göttliche Sprache nicht lernen wollen. Ich jedoch kenne die eure, obschon sie unvollkommen ist.

    73.  Geht festen Schrittes auf meinem Pfad und ihr werdet ihn mit Wundern besät antreffen. Wer hat euch gesagt, dass die Zeit der Wunder vorüber ist? Ist eure Existenz nicht ein Liebeswunder? Ahnt ihr nicht die Gefahr, die eure Umwelt bedroht? Ahnt ihr nicht die Gefahr, die eure Welt umgibt? Warum geht ihr nicht zugrunde? Weil euch ein Liebeswunder beschützt.

    74.  Alles, was euch umgibt, ist von Mir als ein wunderbares Liebeswunder geschaffen worden, um meine vielgeliebten Kinder zu beglücken.

    75.  Die Zeit der Wunder währt ewiglich. Ich bin ein nicht endendes Liebeswunder für alle meine Kinder.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 315

    1.  Gesegnet sei das Volk, das auf den Ruf seines Herrn hin herbeigeeilt ist. Mein Buch öffnet sich vor euch, um euch eine weitere Lektion zu offenbaren. Die Unterweisung, die meinem Geist entspringt, ist Essenz und Leben für den euren. Nehmt und esst davon, denn es ist das Brot ewigen Lebens.

    2.  Ich säe derzeit meine Lehre in das Herz dieser Menschenscharen und werde die Früchte zur gegebener Zeit ernten. Mein Wort wird nicht verlorengehen, weil Ich es im Empfindsamsten eures Wesens bewahre, welches euer Geist ist.

    3.  Stillt euren Hunger und Durst an diesem Tisch der Liebe. Vergesst euer Elend und genest von euren Leiden, damit ihr diese Augenblicke wirklich genießen könnt.

    4.  Das Feuer des Schmerzes versengt euer Herz, und nur das kristallklare Wasser meines Wortes kann es löschen. Daher lade Ich euch ein, Mir zuzuhören, damit ihr lebt und den Frieden zurückgewinnt.

    5.  Ja, Volk, Ich will euch zu Besitzern meines Friedens machen, damit ihr ihn danach auf die Wege und Völker der Erde verteilt. Ich habe euch gerufen, um euch vorzubereiten und euch zu Boten meiner Friedensbotschaft zu machen. Bedenkt, dass ihr nicht die einzigen seid, die Mich in dieser Zeit benötigen, sondern dass die ganze Menschheit, die euch umgibt, nach Liebe und Licht dürstet.

    6.  Fürchtet euch nicht, wenn ihr nicht verstanden werdet ─ mein Licht erleuchtet jedes Verstandesvermögen. Seht in der Unter­schiedlichkeit von Sprachen und Glaubensbekenntnissen keine unüberwindlichen Hindernisse für die Verbreitung meiner Lehre.

    7.  Der Turm zu Babel steht zwar noch, aber ebenso wahr ist, dass das spiritualistische Volk auf der Welt in Erscheinung tritt, und dieses hat die Aufgabe, die Grundmauern dieses Turmes der Spaltungen, Differenzen und des Hochmuts nach und nach zu zerstören.

    8.  Ich will, dass ihr lernt, inmitten des Lebenskampfes Frieden zu halten, damit ihr alle diese Welt weiterhin als eine einzige Wohnstatt, als ein Heim betrachtet, das ─ obschon nur vorüber­gehend ─ die Wärme und die Nahrung bietet, die ihr alle zum Leben benötigt.

    9.  Denkt noch nicht an den Frieden, den euch das Geistige Leben bescheren kann, wenn ihr einmal dieses Leben hinter euch gelassen habt. Denkt an das Viele, das ihr noch auf dieser Welt zu tun habt. Beschäftigt euch lieber damit, möglichst große Verdienste zu erwerben, um einer besseren Welt würdig zu sein. Und wenn ihr daran denkt, so zweifelt nicht daran, dass ihr die Tage, die euch meine Barmherzigkeit auf der Erde gewährt, wohl zu nutzen verstehen werdet.

    10.  Hinterlasst auf eurem Lebensweg eine Liebesspur. Denn falls es nicht so sein sollte, werdet ihr nicht in das Reich des Friedens gelangen können.

    11.  Wenn ihr Mich liebt, wenn ihr an Mich glaubt, wenn ihr Mir gefallen und euch in eurem Geist eine friedvolle Zukunft erarbeiten wollt, dann nehmt diese Unterweisung mit, befolgt sie mit Lauterkeit und Wahrhaftigkeit. Wenn dies geschieht, werdet ihr in eurem ganzen Wesen eine sehr große Stärke und großes Licht erfahren, weil ihr dann Mich zum Vorbild nehmen werdet.

    12.  Wenn euer Kampf einmal zu Ende geht, werdet ihr in eurem Herzen eine unendliche, himmlische Stimme vernehmen können, die euch sagen wird: „Seid gesegnet, die ihr meine Stimme in der Wüste vernommen und an sie geglaubt habt. Denn von diesem Augenblick an habt ihr ein vollkommenes Ideal gehabt, an dem ihr euch inspiriert habt. Gesegnet seien, die den Verleumdungen, Schlägen und Demütigungen standzuhalten vermochten. Denn am Ende habt ihr die Erde erobert, auf der ihr alle eure Wunden stillen werdet. „

    13.  Bewahrt mein Wort auf, oh gesegnetes Volk ─ bedenkt, dass es das feste Fundament eines neuen Turmes sein muss, den die Menschen werden errichten müssen. Doch nicht den Turm, der den menschlichen Hochmut symbolisiert, noch den, welcher der göttlichen Macht und Gerechtigkeit misstraut, sondern den immateriellen Turm, der die geistige Erhebung, die Liebe, die Barmherzigkeit und die Harmonie unter den Menschen versinnbildlicht.

    14.  Um euch bei eurer geistigen Entfaltung beizustehen, ist es unerlässlich gewesen, dass Ich mittels des menschlichen Verstandesvermögens mit diesem Volk hier in Verbindung trat, um euch an mein Gesetz zu erinnern, um euch mein Wort zu erklären und eure Mission zu bestimmen.

    15.  Gesetz, Normen und Ratschläge habe Ich euch anvertraut, damit ihr eure Schritte zu lenken versteht, wenn einmal mein Wort nicht mehr bei euch ist. Jenes Gesetz und jene Normen, die der Menschheit durch das menschliche Verstandesvermögen gegeben worden sind, werden dazu dienen, dass die Menschen, denen Ich Geistesgaben gewährt habe, diese auf den richtigen Weg zu lenken verstehen und so ihre eigene Verwirrung und die ihrer Geschwister vermeiden.

    16.  Ich sage euch aufs Neue, dass euer geistiges Tageswerk nicht leidvoll sein wird. Wenn ihr alle die verschiedenen Gaben und Missionen, die Ich euch anvertraut habe, zu vereinigen versteht, werdet ihr eine Vereinigung bilden, die unbesiegbar sein wird in den Prüfungen, weil ihr euch gegenseitig stärken werdet und euch im Kampf zur Erlangung des Gelobten Landes ermutigen werdet.

    17.  Die Welt verstand es nicht, Mich in der gegenwärtigen Zeit so zu erwarten, wie Mich das Volk Israel in jener Zweiten Zeit erwartete. Meine großen Propheten hatten einen Messias angekündigt, einen Heiland, den Sohn Gottes, welcher kommen würde, um die Unterdrückten zu befreien und die Welt durch das Licht des Wortes zu erleuchten. Je mehr jenes Volk litt, desto mehr sehnte es das Kommen des Verheißenen herbei; je mehr es vom Kelch der Erniedrigung und der Unterdrückung trank, desto mehr sehnte es sich nach der Gegenwart des Messias, und überall suchte es nach Hinweisen und Zeichen, die zu ihm von der Nähe der Ankunft ihres Erlösers sprechen würden.

    18.  Von Generation zu Generation und von Eltern auf Kinder wurde die göttliche Verheißung weitergegeben, die das auserwählte Volk des Herrn lange Zeit hindurch zum Wachen und Beten veranlasste. Endlich kam Ich zu meinem Volk, aber nicht alle vermochten Mich zu erkennen, obwohl Mich alle erwarteten: Die einen taten es in vergeistigter Weise und die anderen in einer materialistischen Auslegung. Aber Mir genügte die Lauterkeit und die Liebe derer, die meine Gegenwart fühlten und im Licht meines Wortes das Himmelreich erblickten und an meine Kundgebung glaubten. Mir genügten jene, die Mir getreulich nachfolgten und in Mir ihren geistigen Erlöser sahen, denn sie waren es, die meine Wahrheit bezeugten, nachdem Ich von dieser Welt geschieden war.

    19.  Obwohl meine Botschaft für alle Völker der Erde bestimmt war, ging mein Ruf an das Herz des auserwählten Volkes, damit es hernach zum Sprachrohr meines Wortes würde. Dennoch ─ nicht nur jenes Volk fühlte meine Gegenwart, auch in anderen Nationen vermochten die Menschen die Zeichen meiner Ankunft zu ent­decken und erahnten die Zeit meiner Gegenwart auf Erden.

    20.  Als Ich der Welt erklärte, dass Ich der Messias sei, und mein Wort als ein Lebensstrom die Herzen zu nähren begann, war überall Hunger und Elend des Körpers und des Geistes. Nur das Licht der Hoffnung erhielt jenes Volk aufrecht, da selbst seine Verehrung Gottes Entweihungen erlitten hatte, indem man sie in einen weiteren abgöttischen Kult verwandelte.

    21.  Hunger, Durst, Krankheit, Knechtschaft, Verwirrung, Aussatz, Finsternis, Elend ─ dies war die Last, die der Kaiser auf die Schultern des Volkes Gottes gelegt hatte. Deshalb wurde der Messias ersehnt, deshalb wurde er von einem Tag zum anderen erwartet, und als mein Wort zu den Herzen gelangte und zu ihnen von Liebe, Gerechtigkeit, von Geschwisterlichkeit und von Freiheit sprach, folgten die Menschenscharen Mir nach. Als meine Hand die Kranken berührte und sie dabei den Frieden und den göttlichen Trost fühlen ließ, schrien sie, ohne sich beherrschen zu können auf Straßen und Plätzen, um davon Zeugnis zu geben, dass Ich der verheißene Christus, der angekündigte Messias sei.

    22.  Doch jetzt, in dieser Dritten Zeit ─ welches Volk hat Mich erwartet? Wer hat gewacht und gebetet in Erwartung der Erfüllung meiner Verheißung? Nur sehr wenige. Denn anstatt sich jenes Volk zum Vorbild zu nehmen, das die Kenntnis der Prophetien von Generation zu Generation weitergab, ist das, was ihr getan habt, mein Wort im Lauf der Zeit auszulöschen. Doch wisst, dass Ich in meinem Wort, das Ich in der Zweiten Zeit als Jesus gab, wiederzukommen versprach, und so die Worte der Propheten früherer Zeiten bestätigte, die nicht nur von meinem Kommen als Mensch sprachen, sondern auch meine Ankunft im Geist ankündigten, in dieser Zeit, in der ihr jetzt lebt.

    23.  Die Zeichen, die von meiner Wiederkunft sprechen würden, ebenso wie die Beweise meiner Gegenwart unter den Menschen waren niedergeschrieben, und sie alle sind in Erfüllung gegangen. Warum erwartete Mich die Welt dann nicht? Die Menschheit leert zurzeit den bittersten Kelch von allen, die der Mensch auf der Welt getrunken hat. Warum hat er Mich dann nicht ersehnt noch Mich gerufen? Weil sein Materialismus einen solchen Grad erreicht hat, dass er Mich aus seinem Leben ausgeschlossen, Mich aus seinem Herzen vertrieben hat. Denn sie sind nicht mehr die Demütigen, die sich vor ihrem Herrn verneigten, um zu beten und seinem Willen zu gehorchen.

    24.  Heute fühlt sich der Mensch groß, weise, stark, mächtig und unabhängig. Er besitzt das Licht der Wissenschaft ─ weshalb sollte er sich nach dem Licht des Geistes sehnen? Er ist Herr der Naturkräfte ─ weshalb also erwarten, dass Ich komme, um ihn von seinen Feinden zu befreien, da er es mit seinen Waffen tun kann?

    25.  Die Menschheit schlief geistig zu dem Zeitpunkt, in dem meine Verheißung in Erfüllung ging, zu euch zurückzukehren. Kein einziges Volk wachte und erwartete Mich. Und bedenkt, dass in der Ersten Zeit die Verheißung des Messias für ein Volk geschah, die Verheißung meiner Wiederkunft jedoch für alle Nationen.

    26.  Wahrlich, Ich sage euch, mein Licht hat seinen Weg bereits wie ein Blitz, von Osten nach Westen genommen, ohne dass die Welt dessen gewahr wurde.

    27.  Mein Wort ist zu euch gekommen und hat ungebildete Menschen erweckt und überrascht, die den Grund für meinen Ruf nicht kannten, um Mich ihres Verstandes zu bedienen und der Welt meine neue Botschaft zu übermitteln.

    28.  Wenn diese Botschaft abgeschlossen ist, werde Ich nicht mehr durch diese Übermittler sprechen, sondern Mich hernach auf subtile Weise in den Geistwesen bekunden. Aber mein Wort, geprägt in die Herzen derer, die es vernahmen, und niedergeschrieben in einem neuen Buch, soll zu den Völkern und Nationen der Welt als Same des Friedens, als Licht des wahren Wissens, als Heilmittel für jedes Übel, das den Körper und den Geist der Menschen quält, gebracht werden.

    29.  Mein Wort wird nicht dann zu den Herzen gelangen, wenn es meine Sendboten wünschen, sondern wenn es mein Wille ist. Denn Ichwerde es sein, der über meine Saat wacht, der ihr das Erdreich bereitet und den Weg bahnt. Ich werde es sein, der es weisheitsvoll, zum rechten Zeitpunkt zu den Völkern, Nationen und Familien gelangen lässt. Es wird hingelangen, wenn man es bereits erwartet, wenn die Herzen wachsam sind und sich an meine Verheißungen erinnern, wenn sie aus ihrem tiefen Traum von Selbstherrlichkeit, Hochmut, Materialismus und Eitelkeit erwacht sind.

    30.  Volk, das sich um die Kundgebung meines Wortes geschart hat: Da ihr nicht in Erwartung meines Kommens zu wachen verstandet, begreift wenigstens den Wert meines Werkes, indem ihr die unendliche Liebe erkennt, mit der Ich zu euch gekommen bin, um euch zu sagen: Da ihr meine Rückkehr nicht erwartet habt, bleibt wenigstens von jetzt an wach, indem ihr für die Rettung der Welt bittet und betet.

    31.  Ich habe euch gesucht, um aus jedem von euch einen Jünger von Mir zu machen, um euch als Erbe mein Wort zu hinterlassen, welches ewiger Same ist, und ─ nachdem Ich meine eigene Saat in euch gesät und sie gepflegt habe ─ euch als meine Stellvertreter in andere Länder zu senden, um dieses Liebesgeschenk all euren Geschwistern zu bringen.

    32.  Ich habe Hunger nach dem Glauben und der Vergeistigung meiner Kinder. Ich habe euch den Geist gegeben, welcher ein Teil von Mir ist, der euch den übrigen Geschöpfen überlegen macht, die diese Welt bevölkern. Der Mensch ist Mir ähnlich aufgrund der Eigenschaften und Tugenden, mit denen Ich ihn ausgestattet habe. Ich habe euch alles gegeben, damit ihr ein an Werken der Liebe und Barmherzigkeit reiches Leben führt.

    33.  Verheimlicht meine Lehre nicht aus Furcht, zurückgewiesen zu werden. Wenn ihr euch in ehrenhafter Weise vorbereitet, wenn ihr euch an die Befolgung meiner Gesetze haltet ─ wer könnte euch dann zurechtweisen? Meine Unterweisungen führen euch zur höchsten Moral und Vergeistigung, und ihr könnt in Frieden mit jenen leben, die ihren Glauben in anderen Formen bekennen, sowie mit denen, die zu anderen Rassen oder anderen Klassen gehören. Ich will nur, dass ihr das Siegel der reinsten Vergeistigung zum Ausdruck bringt, damit ihr als Jünger dieses Werkes erkannt werdet. Fühlt euch deshalb nicht größer noch kleiner als eure Geschwister, fühlt jedoch die Pflicht, ihnen beizustehen, indem ihr ihnen mein Wort nahebringt, damit auch sie zu meinen Jüngern werden können.

    34.  Ich habe euch die Erde gegeben, damit ihr alle sie gleicher­maßen besitzt, damit ihr in Frieden lebt und sie als ein zeitweiliges Heim nutzt, in dem ihr eure Gaben entfalten und euren Geist zubereiten sollt, damit er zu seiner neuen Wohnstätte aufsteigt. Ich habe euch gesagt: „Im Haus des Herrn gibt es viele Wohnungen.“ Ihr werdet sie in dem Maß kennenlernen, in dem ihr euch erhebt. Jede einzelne Wohnstätte wird euch im aufsteigenden Maß näher zu Mir bringen, und diese Wohnungen werden von euch je nach euren Werken erreicht werden. Denn alles ist einer göttlichen Ordnung und Gerechtigkeit unterworfen.

    35.  Niemand wird euren Schritt von einer Stufe zur nächsten verhindern können, und am Ende einer jeden von ihnen wird Jubel und ein Fest in eurem Geist und auch in meinem sein.

    36.  So bereite Ich euch vor, damit ihr wisst, dass der Weg, den ihr zurücklegen müsst, weit ist, und ihr euch nicht mit euren ersten Werken begnügt ─ in der Meinung, dass sie euch das Tor zu jenen Wohnstätten öffnen werden. Auch sage Ich euch, dass es schön und befriedigend für einen Geist ist, zum Ende einer Etappe zu gelangen und innezuhalten, um hinter sich den zurückgelegten Weg mit seinen großen Kämpfen, seinen Tagen der Bitternis und seinen Stunden des Friedens zu betrachten, nachdem er zahllose Hindernisse überwunden hat. Und schließlich der Triumph, die Belohnung und die Ge­rechtigkeit, die um euch herum strahlen, und der Geist eures Vaters ─ gegenwärtig, herrlich, das Kind segnend, es in seinem Schoß ruhen lassend, wo es auf seine nächste Stufe vorbereitet wird und so von einer zu anderen fortschreitend, bis es schließlich zur höchsten Erfüllung gelangt, um dann ewiglich bei Mir zu sein.

    37.  Erfüllt vorerst eure Bestimmung auf der Erde. Bringt Frieden dahin, wo Streit herrscht ─ Liebe, wo Hass regiert, und seid wohltätig, wo der Egoismus herrscht. Wenn ihr einmal ans Ende dieses Weges gelangt, werde Ich euch das, was ihr euren Geschwistern gegeben habt, mit Zinsen zurückgeben.

    38.  Dies ist mein schlichtes und klares Wort, das im Fassungs­bereich eures Verstandesvermögens ist. Ich habe Mich über eure innere Sammlung und Aufmerksamkeit gefreut. Ich sehe in jedem von euch das Bestreben, meine Lehre auszuüben, euch zu erneuern, euch zu vervollkommnen und eine an Geist und Körper gesunde Familie zu bilden, die sich untereinander liebt, sich gegenseitig anerkennt und zu einem einzigen Geist verschmilzt, die der Menschheit Licht, Stärke und Frieden sendet.

    39.  Das Licht meiner Göttlichkeit ist in jedem Gewissen, als höchste Gabe, die der Vater seinen Kindern als Erbe gegeben hat. Ihr seid daher unter all meinen Geschöpfen die erhabensten, da ihr das Licht des Gewissens in euch habt, das euch wissen lässt, wer ihr seid, aus Wem ihr hervorgegangen seid, was eure Bestimmung ist, und wohin ihr geht.

    40.  Jetzt lebt euer Geist in einer Zeit größeren Lichts, in der er einen Schritt nach vorne machen wird, in der er sich in erhöhtem Maß zu Mir erheben wird, der Ich das Ziel eurer Vervollkommnung und Vergeistigung bin.

    41.  Die Leiter, die Jakob in Traumbildern sah, erhebt sich heute strahlend vor jedem Geist und lädt ihn ein, emporzusteigen und die Geheimnisse kennenzulernen, in welche die Menschen nicht einzudringen vermochten.

    42.  Jetzt ist eine Zeit der Klarheit für den Geist und für das menschliche Verstandesvermögen, in der ihr den Inhalt, die Essenz oder den Sinngehalt all jener Offenbarungen zu entdecken verstehen werdet, die euch schon in vergangenen Zeiten gegeben wurden, die ihr jedoch nicht richtig auszulegen vermochtet, weil sie euch mittels einer symbolischen Sprache oder im Gleichnis gegeben worden sind.

    43.  Der Mangel an Vergeistigung der Menschen ist der Grund dafür gewesen, dass das Verstandesvermögen nicht die Wahrheit erkannt hat, die in jedem der Worte oder Gestalten verborgen ist, die in den göttlichen Botschaften enthalten sind. Also hat die Menschheit angenommen, dass sie nur glauben muss, auch wenn es schwer zu verstehen ist. Ich sage euch jetzt, dass Ich für niemanden ein Geheimnis bin, dass ihr durch euren Mangel an geistiger Erhebung, durch euren Mangel an Gebet und euren Mangel an Nächstenliebe und Demut dieses Geheimnis erst schafft.

    44.  Ich kann kein Geheimnis sein, denn Ich bin überall und zeige Mich vollständig in allem, was existiert und euch umgibt. Aber wenn ihr hartnäckig behauptet, Mich nicht zu sehen, wenn ihr eure Augen verschließt, wenn Ich Mich bei euch zeige ― oder vor Mir flieht, wenn Ich euch rufe, werde Ich für euch weiterhin ein undurchdringliches Geheimnis bleiben.

    45.  Wisst ihr, welche Bedeutung jene Leiter hat, die Jakob in Traumbildern sah? Diese Leiter repräsentiert das Leben und die Entwicklung der Geistwesen. Der Körper Jakobs schlief im Augenblick der Offenbarung, aber sein Geist war wach. Er hatte sich zu seinem Vater erhoben, indem er vom Gebet Gebrauch machte, und als sein Geist in die Regionen des Lichts eindrang, vermochte er eine himmlische Botschaft zu empfangen, die als ein Vermächtnis geistiger Offenbarungen und Wahrheiten für sein Volk erhalten bleiben würde, welches die ganze Menschheit ist. Denn Israel ist kein irdischer Name, sondern ein geistiger.

    46.  Jakob sah, dass jene Leiter auf der Erde stand und ihre Spitze den Himmel berührte. Dies zeigt den Weg der geistigen Erhebung an, welcher auf Erden mittels des Fleisches beginnt und der endet, wenn der Geist sein Licht und seine Essenz mit der seines Vaters vereint, fern jedes materiellen Einflusses.

    47.  Der Patriarch sah, dass auf jener Leiter Engel auf- und niederstiegen. Dies versinnbildlicht das unaufhörliche Inkarnieren und Desinkarnieren, das ständige Kommen und Gehen der Geistwesen im Verlangen nach Licht oder auch mit der Aufgabe, wiedergutzumachen und sich zu läutern, um bei der Rückkehr zur Geistigen Welt sich ein wenig höher zu erheben. Es ist der Weg der geistigen Entwicklung, der zur Vervollkommnung führt. Deshalb sah Jakob an der Spitze der Leiter die sinnbildliche Gestalt Jehovas, welche anzeigte, dass Gott das Ziel eurer Vervollkommnung, eures Strebens und die höchste Belohnung von unendlichen Seligkeiten ist ─ als Lohn für schwere Kämpfe, lange Leiden und die Beharrlichkeit, zum Schoß des Vaters zu gelangen.

    48.  Immer fand der Geist in den Schicksalsschlägen und Prüfungen eine Gelegenheit, Verdienste zu erwerben, um aufzu­steigen. Dort, in jeder Prüfung, war immer die Leiter Jakobs versinnbildlicht, die euch aufforderte, eine weitere Sprosse zu erklimmen.

    49.  Dies war eine große Offenbarung, oh Jünger, denn in ihr wurde zu euch in einer Zeit vom Geistigen Leben gesprochen, in der das Erwachen des Geistes zur Verehrung des Göttlichen, des Hohen, Reinen, Guten und Wahren kaum begonnen hatte.

    50.  Jene Botschaft konnte nicht nur für eineFamilie bestimmt sein, nicht einmal für ein einziges Volk; ihre Essenz war geistig und hatte daher universelle Bedeutung. Eben darum sprach die Stimme des Vaters zu Jakob: „Ich bin Jehova, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks. Das Land, in dem du dich befindest, werde Ich dir und deinem Samen geben, und dieser Same wird zahlreich wie der Staub der Erde sein. Ihr werdet euch nach Westen und nach Osten, nach Norden und nach Süden ausbreiten, und alle Geschlechter der Erde werden in dir und deinem Samen gesegnet werden.“

    51.  Diese Botschaft könnte euch dem Anschein nach als von geringer Bedeutung erscheinen, aber sie ist unendlich tief in ihrem geistigen Gehalt. Doch wie könnten die Menschen ihre Essenz entdecken, da sie ihr keine Bedeutung beimaßen, da sie jedes Zeichen oder jede geistige Offenbarung meiden? Ich Selbst musste euch die Auslegung jener Botschaft geben, die Ich euch in einer anderen Zeit gab, als das Erwachen des Geistes auf der Welt kaum begann, um euch bei eurer Mission zu ermutigen.

    52.  Tag für Tag erscheinen Zeichen und gibt es Ereignisse, die zu euch vom Ende eines Zeitalters sprechen.

    53.  Die menschliche Wissenschaft hat die Grenze erreicht, bis zu der der Mensch sie in seinem Materialismus hinführen kann. Denn die am geistigen Ideal der Liebe, des Guten und der Vervollkommnung inspirierte Wissenschaft kann viel weiter kommen, als ihr sie gebracht habt.

    54.  Der Beweis dafür, dass euer wissenschaftlicher Fortschritt nicht die gegenseitige Liebe als Beweggrund gehabt hat, ist der moralische Niedergang der Völker, ist der brudermörderische Krieg, ist der Hunger und das Elend, die überall herrschen, ist die Unwissenheit über das Geistige.

    55.  Voll Hochmut erheben sich die großen Nationen, prahlen mit ihrer Macht, bedrohen die Welt mit ihren Waffen, sind stolz auf ihre Intelligenz und ihre Wissenschaft, ohne sich der Zerbrechlichkeit der falschen Welt, die sie geschaffen haben, bewusst zu sein; denn ein leichter Hauch meiner Gerechtigkeit wird genügen, damit diese künstliche Welt verschwindet. Doch es wird die Hand des Menschen selbst sein, die sein eigenes Werk zerstört; es wird sein Verstand sein, der die Form finden wird, das zu vernichten, was er zuvor erschuf. Ich werde dafür sorgen, dass nur jene menschlichen Werke, die den Menschen gute Früchte beschert haben, überdauern, damit sie weiterhin zum Wohl der kommenden Generationen verwendet werden. Doch alles, was einem verderb­lichen oder egoistischen Zweck dient, wird im Feuer meines unerbittlichen Gerichts zerstört werden.

    56.  Auf den Ruinen einer Welt, die von einer materialistischen Menschheit geschaffen undzerstört wurde, wird sich eine neue Welt erheben, deren Fundamente die Erfahrung sein wird, und die das Ideal ihrer geistigen Erhebung zum Ziel haben wird.

    57.  Stellt euch den Fortschritt einer Menschheit vor, deren Moral der Vergeistigung entspringt; stellt euch eine Menschheit ohne Begrenzungen und Ländergrenzen vor, die alle Mittel zum Leben, welche die Erde ihren Kindern beschert, geschwisterlich teilt. Versucht euch vorzustellen, wie die menschliche Wissenschaft beschaffen wäre, wenn sie als Ideal die Liebe untereinander hätte, wenn der Mensch die Kenntnisse, die er sucht, durch das Gebet empfinge. Bedenkt, wie wohlgefällig es für Mich sein wird, den Kult der Liebe, des Glaubens, des Gehorsams und der Demut von den Menschen durch ihr Lebenzu empfangen, ohne dass sie ihre Zuflucht zu Riten und äußerlichen Kultformen nehmen müssen.

    58.  Dies erst wird Leben für die Menschen sein, denn in ihm werden sie Frieden atmen, werden sie Freiheit genießen und sich nur von dem nähren, was Wahrheit enthält.

    59.  Das Dasein, das ihr auf der Erde führt, hat mehr vom Tod als vom Leben an sich. Es ist für viele eine Hölle, ein Gefängnis, Gefangenschaft, Verbannung. Man kennt darin keinen Frieden, noch kann man sich der Freiheit erfreuen. Weder im Körper noch im Geist existiert Gesundheit, noch gibt es Freuden, die euch ein wenig für so viel Schmerz entschädigen.

    60.  Aber ihr seid bemüht, glücklich zu erscheinen. Ihr denkt darüber nach, wie ihr eure ständigen Misserfolge verschleiert. Ihr setzt eine lächelnde Maske vor euer Gesicht, um vorzutäuschen, dass ihr glücklich seid, und prahlt mit Kraft und Lebensmut, um die Furcht zu verbergen, die ihr vor dem Abgrund habt, den ihr unter euren Füßen aufgerissen habt.

    61.  Früher war die Erde ein Tal der Tränen, derzeit ist sie ein Tal des Blutes. Was wird sie morgen sein? Ein Schlachtfeld rauchender Trümmer, über die das Gerichtsfeuer hinweggegangen ist, das die Sünde verzehrte und den Hochmut der lieblosen Menschen nieder­warf, weil sie ihren Geist vernachlässigten.

    62.  Ebenso werden aus dem Tempel der Weisheit die Händlerder Wissenschaft hinausgeworfen werden, weil sie mit dem Licht Wucher trieben, weil sie die Wahrheit schändeten.

    63.  Von welchen zukünftigen Zeiten spreche Ich gerade zu euch? Ihr wisst es nicht, noch werde Ich sie genauer bestimmen, weil die Geschehnisse immer mehr von der Erfüllung meines Wortes zu euch sprechen werden.

    64.  Während Ich den einen sage, dass sie die ganze Frucht ihrer Werke sammeln sollen, damit das Feuer es vernichtet, sage Ich den anderen, dass sie ihr Saatkorn sammeln und es behüten sollen, damit, wenn der Tag des Gerichts vorüber ist, dieses Saatkorn sich weiterhin als Lebenssamen vermehrt.

    65.  In meiner Unterweisung dieses Tages will Ich euch sagen, dass mein Wort zurückgekehrt ist, um diese Menschheit zu erleuchten, damit sie erwacht und zur Vergeistigung ersteht.

    66.  Die Vorstellung, die die Menschen von Mir haben, ist sehr begrenzt, ihre Erkenntnis über das Geistige sehr gering, ihr Glaube sehr klein.

    67.  Die Religionen schlummern in einem jahrhundertelangen Traum, ohne einen Schritt voranzukommen, und wenn sie erwachen, dann nur, um in ihrem Innern in Erregung zu geraten, und wagen es nicht, den Kreis zu durchbrechen,  den sie sich durch ihre Traditionen  geschaffen haben.

    68.  Es werden die Demütigen, die Armen, die Einfachen und Unwissenden sein, die im Verlangen nach Licht, nach einem reinen geistigen Umfeld, nach Wahrheit und Fortschritt jenen Kreis verlassen. Sie sind es, die die Glocke und den Weckruf erschallen lassen werden, wenn sie die Zeit meiner neuen Offenbarungen im Zeitalter der Vergeistigung kommen fühlen.

    69.  Die Menschen möchten das Geheimnis des Geistigen Lebens entdecken ─ jenes Daseins, in das sie unwiderruflich eingehen werden und welches kennenzulernen sie eben deshalb interessiert.

    70.  Die Menschen fragen, flehen, bitten um Licht, weil sie das Bedürfnis fühlen, sich vorzubereiten. Doch als Antwort sagt man ihnen, dass das Geistige Leben ein Geheimnis sei und dass der Wunsch, den Schleier lüften zu wollen, der es bedeckt, vermessen und blasphemisch sei.

    71.  Wahrlich, Ich sage euch, jene nach Wahrheit und nach Licht Dürstenden werden die Quelle, deren Wasser ihren Durst löscht, nicht auf der Welt finden. Ich werde es sein, der jenes Wasser der Weisheit, das die Geistwesen zu trinken verlangen, vom Himmel herabströmen lasse. Ich werde meinen Brunnquell der Wahrheit auf jeden Geist und jeden Verstand ergießen lassen, damit die Geheimnisse zunichte werden. Denn Ich sage euch noch einmal, dass nicht Ich es bin, der sich für die Menschen in Geheimnisse hüllt, sondern ihr es seid, die sie erschaffen.

    72.  Zwar wird es in eurem Vater immer etwas geben, das ihr niemals erkennen werdet, wenn ihr bedenkt, dass Gott unendlich ist und dass ihr nur kleine Teilchen seid. Aber dass ihr nicht wissen sollt, wer ihr in der Ewigkeit seid, dass ihr für euch selbst ein undurch­dringliches Geheimnis sein sollt und dass ihr abwarten müsst, bis ihr in das Geistige Leben eintretet, um es kennenzulernen ─ dies ist von Mir nicht vorgeschrieben.

    73.  Es ist richtig, dass in den vergangenen Zeiten nicht in dieser Weise zu euch gesprochen wurde und auch keine weitreichende Aufforderung dazu erging, in das Licht geistiger Erkenntnisse vorzudringen; aber in früheren Zeiten verspürte die Menschheit nicht die dringende Notwendigkeit nach Wissen, die sie heute empfindet, noch war sie geistig und verstandesmäßig befähigt, zu verstehen. Wenn sie auch immer suchte und herumstocherte, so geschah dies doch mehr aus Neugierde als aus wirklichem Verlangen nach Licht.

    74.  Damit die Menschen den Weg finden, der sie zu jenem Licht führt, und damit sie in der Lage sind, jenes Wasser der Quelle des Lebens und der Weisheit zu empfangen, müssen sie zuvor jeden äußerlichen Kult aufgeben und aus ihren Herzen jeden Fanatismus beseitigen. Wenn sie dann in ihren Herzen die Gegenwart des lebendigen und allmächtigen Gottes zu fühlen beginnen, werden sie aus dem Innersten ihres Wesens ein neues, unbekanntes Gebet aufsteigen fühlen, voller Empfindung und Aufrichtigkeit, voll Erhebung und Zärtlichkeit, welche das wahre Gebet sein wird, offenbart durch den Geist.

    75.  Dies wird der Beginn seiner Erhebung zum Licht sein, der erste Schritt auf dem Weg zur Vergeistigung. Wenn der Geist dem Menschen das echte Gebet offenbaren kann, wird er ihm auch alle Fähigkeiten offenbaren können, die er besitzt, sowie die Art und Weise, sie zu entfalten und auf den Weg der Liebe zu leiten.

    76.  Noch lebt ihr in einer Zeit, in der ihr die Bücher benötigt, die das Zeugnis meiner Manifestationen enthalten, um in ihnen zu lernen, oder dass eure Geschwister, die mehr wissen, euch ihr Wissen vermitteln. Doch ihr rechnet nicht damit, dass die Zeit der Intuitiven näher rückt ─ derer, die aufgrund von Inspiration sprechen ─ derer, die das Licht im Gebet empfangen ─ derer, die ohne auf der Erde zu lernen, mehr Macht haben als der Wissenschaftler.

    77.  Meine Kundgabe und die meiner Geistigen Welt durch dieses arme, unwissende und ungebildete Volk ist ein Beweis für das, was Ich euch sage ─ der Beginn eines Zeitalters, das mit den Kundgebungen von Geist zu Geist seinen Höhepunkt haben wird.

    78.  Bald wird sich die Menschheit auf dieses Ziel zubewegen, ohne dass es Hindernisse gibt, die sie am Gelingen ihrer höchsten geistigen Bestrebungen hindern könnten. Jeder Mensch hat das heilige Recht, die Wahrheit kennen­zulernen, und niemand darf sich ihm in den Weg stellen, da Ich es bin, der ihn am letzten Ende des Weges erwartet, um ihn mit unendlicher Liebe zu umarmen und ihm all die Schönheit zu zeigen, die die Ewigkeit für jeden von denen bereithält, die mit Liebe nach ihr verlangen ─ für all jene, die Hunger und Durst nach Wahrheit haben.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 316

    1.  Jünger: Hier bin Ich als Meister erneut unter euch. Mein Geist empfängt euren Ruf, und sogleich erhört Er eure Bitte und sendet euch seinen Universellen Strahl, um euch in sein Licht zu hüllen.

    2.  Ich wende Mich den vorbereiteten Verstandesorganen zu, um euch meine Unterweisung zu geben. Aber nicht nur die Stimmträger empfangen meine Gegenwart ─ nein, Ich bin bei allen meinen Kindern, vom Schüler bis zum Jünger. Sie alle fühlen in diesem Augenblick die Gegenwart des Heiligen Geistes.

    3.  In Wahrheit fühlt nicht nur ihr Mich. Von allen Punkten eurer Welt aus erhebt sich der Geist meiner Kinder im Verlangen nach dem Arzt aller Ärzte, um von Ihm Liebkosung, Heilbalsam und Stärkung zu empfangen. Da jetzt die Zeit der Manifestation meines Geistes unter der Menschheit ist, mache Ich Mich bei allen meinen Kindern fühlbar. Ich begrenze Mich und lasse Mich je nach der Entwicklung eines jeden schauen, um damit den Glauben und die Liebe meiner Jünger anzufachen.

    4.  Die Dritte Zeit ist für die Menschheit voll und ganz angebrochen. Es sind etwa 2000 Jahre vergangen, seit Ich euch mein Wort gegeben habe; doch jene Lehre ist trotz der verstrichenen Zeit noch nicht von der ganzen Menschheit erkannt worden, weil Ich nicht von all meinen Kindern geliebt werde. Dennoch bringen Mir alle Verehrung entgegen, alle suchen einen einzigen Göttlichen Geist, welcher der meine ist. Doch Ich sehe keine Einigkeit unter den Menschen, Ich sehe unter ihnen nicht denselben Glauben, dieselbe Erhebung und Erkenntnis, und daher komme Ich als Heiliger Geist, um sie in Mir zu vereinen, um sie mit meiner Lehre der Wahrheit zu vervollkommnen, mit meinem unwandelbaren Wort, mit meinem Gesetz der Liebe und Gerechtigkeit.

    5.  Der größere Teil dieser Menschheit nennt sich christlich; doch der Meister sagt euch: Wenn er wirklich christlich wäre, hätte er mit seiner Liebe, mit seiner Demut und seinem Frieden bereits den Rest der Menschen überwunden. Aber meine schon in der Zweiten Zeit als Testament hinterlassene Lehre ist nicht im Herzen der Menschheit, sie lebt und blüht nicht in den Werken der Menschen. Sie wird in verstaubten Büchern aufbewahrt, und Ich bin nicht gekommen, um zum Menschen über Bücher zu sprechen. Statt eines Buches brachte Ich euch mein Leben, mein Wort und meine Werke, mein Leiden und meinen Tod als Mensch. Der Grund, weshalb der größte Teil der Menschheit, der sich christlich nennt, nicht den Frieden noch die Gnade Christi hat, ist der: Weil die Menschen Ihn nicht zum Vorbild nehmen, weil sie nicht nach seiner Lehre leben.

    6.  Das Reich der Ungerechtigkeit hat unter der Menschheit die Herrschaft übernommen, weil die Menschen meine Offenbarungen missachtet haben. Doch jetzt komme Ich in der Dritten Zeit, um sie an meine Lektionen der vergangenen Zeiten zu erinnern.

    7.  Warum herrscht in der heutigen Zeit das Reich der Ungerechtigkeit? Weil Ich jene herrschen sehe, die Diener sein müssten, und jene, die in Liebe und Demut Herren sein sollten, in der Versklavung sehe.

    8.  Den, der stiehlt und die Gutgläubigkeit der anderen übertölpelt, entdecke Ich als Reichen, und der Gewaltherrscher wird gepriesen und ist von Schmeichlern umgeben. Wer sich mit Menschenblut befleckt, wird auf einen hohen Thron gehoben, und jene, welche Opfer der menschlichen Grausamkeit sind, werden gedemütigt.

    9.  So sehe Ich euer Leben, Menschheit. Ich sehe viele Institutionen mit schönen Namen, aber es geht von ihnen keine Wahrhaftigkeit, Liebe noch Wohltätigkeit aus. Ich sehe, dass sich im Schoß von Sekten und Religionen Geistliche erheben und ihren Gemeinden sagen: „Tut Gutes!“ Doch wahrlich, Ich sage euch: Der einzige, der sagen darf: „Tut Gutes!“, bin Ich. Denn Ich allein tue euch Gutes. Die Menschen sollen immer sagen: „Lasst uns Gutes tun!“

    10.  Ich sehe weder Wahrhaftigkeit noch Aufrichtigkeit, weil die Menschen sich vom Bösen, das herrscht, haben anstecken lassen. Dennoch gibt es solche, die meinem Gesetz treu geblieben sind und die gelitten haben, ohne vom Pfad abzuweichen, den ihnen meine Liebe weist.

    11.  Durch jene, die meinem Gesetz treu geblieben sind trotz der Umwelt, die sie umgibt, sage Ich denen, die leiden: Bleibt beharrlich im Guten, erinnert euch an meine Beispiele der vergangenen Zeiten und lebt sie, dann werdet ihr die menschlichen Schwachheiten überwinden.

    12.  Viele Lektionen offenbarte Ich euch in der Zweite Zeit, und jene Unterweisung war die Vorbereitung, die Ich euch für diese Dritte Zeit gab, da sich euer Geist nicht zu Mir erheben konnte.

    Ich kam zu euch in Jesus, wurde geboren, litt und starb als Mensch. Durch meinen Opfertod öffnete Ich euch die Türen zum Jenseits, damit euer Geist, aus seiner Lethargie er­wachend, sich zu Mir erheben würde. Ich schlug vor euch das Buch der Sieben Siegel auf, das große Buch des Lebens, und wahrlich, Ich sage euch: Durch meinen Opfertod aus Liebe zur Menschheit löste Ich in jener Zeit das Fünfte Siegel.

    13.  Heute komme Ich nicht als Mensch zu euch, Ich komme als Heiliger Geist, um euch zu lehren, damit ihr die Zwiesprache von Geist zu Geist erlangt. Damit jedoch diese Zwiesprache ihre Vollkommenheit erreicht, habe Ich Mich durch das menschliche Verstandesvermögen kundzugeben begonnen. Aber diese Kund­gebung wird 1950 enden, und dann werden diese Schüler zu Jüngern werden und von Geist zu Geist mit ihrem Meister Zwiesprache halten. Obwohl sie in meinen Augen meine Jünger sind, werden sie in den Augen der Menschen die guten Lehrmeister sein.

    14.  Heute bereite Ich euch wie in der Zweiten Zeit vor. Ihr und jene seid dieselben, ihr seid Jünger und Zeugen meiner Unter­weisungen.

    15.  Die Prüfungen haben euch auf eurem Weg in Bedrängnis gebracht. Doch wenn ihr auf ihm auch auf Hindernisse stoßen solltet, werdet ihr Mir nicht den Rücken kehren, werdet ihr Mich nicht verleugnen, weil ihr Zeugen meines Versprechens gewesen seid, zurückzukehren, und ihr es in dieser Zeit erfüllt gesehen habt.

    16.  Ihr könnt in meiner Kundgebung dieselben Unterweisungen wie die der Zweiten Zeit finden; aber in dieser Ära habe Ich euch durch das Licht meines Heiligen Geistes das Unergründliche offenbart, und in der Zwiesprache von Geist zu Geist werde Ich euch weiterhin neue und sehr große Lehren offenbaren. Den ganzen Inhalt des Sechsten Siegels werde Ich euch in dieser Offen­barungsepoche bekannt machen, die euch für die Zeit vorbereiten wird, in der Ich das Siebte Siegel lösen werde. So werdet ihr das Unergründliche immer mehr erkennen; so werdet ihr entdecken, dass die Geistige Welt die Wohnstätte aller Geistwesen ist, das unendliche und wunderbare Vaterhaus, das euch im Jenseits erwartet, wo ihr den Lohn für die Werke empfangen werdet, die ihr mit Liebe und Barmherzigkeit an euren Geschwistern getan habt.

    17.  In dieser Zeit ist euer Geist von meinen Offenbarungen gesättigt ─ sei es, dass er sie durch den Stimmträger empfangen hat, oder mittels seiner Geistesgaben.

    18.  Es ist die Zeit, in der ihr ─ da ihr unter den Menschen nicht einen Bruder findet, der euch Orientierung gibt, euch berät und euch als Stütze dient ─ zu Mir kommt, weil Ich der Göttliche Kreuzträger bin, der euch in euren Schicksalsschlägen aufrichtet und euch tröstet.

    19.  Durch den Spiritualismus habt ihr das kennengelernt, was in eurer Bestimmung die geistige Wiedergutmachung bedeutet, und in der Ausübung meiner Unterweisungen dringt ihr meinem Willen gemäß in die Zukunft ein und betrachtet die Prüfungen, die euch auf eurem Weg zustoßen, als einen Weckruf, wenn ihr nicht wacht und betet.

    20.  Euer Gewissen ist der Richter, der nicht schläft, euch immer rät, für eure Geschwister und für euch selbst zu wachen.

    21.  Warum bringen die Menschen den Völkern Elend und Zerstörung? Warum respektieren sie nicht deren Leben und das ihrer Nächsten? Aus Mangel an geistiger Erhebung, weil sie sich von der Erfüllung meines Gesetzes entfernt haben.

    22.  Könntet ihr in einem Augenblick von Gewalttätigkeit eine mörderische Waffe ergreifen, um euren Bruder zu töten? Nein, Jünger, keiner von euch fühlt sich dessen fähig, selbst wenn Ich ihn schwer prüfen würde. Warum? Weil ihr wisst, dass jedem Geschöpf in seinem Schicksal seine Auftragserfüllung und seine Stunde, zu Mir zurückzukehren, bestimmt ist. Ihr erinnert euch an die Wiedergutmachung, die euch erwartet, wenn ihr euch mit Menschenblut befleckt, und diese Furcht vor meinem Gericht lässt euch das Leben eures Nächsten respektieren, und ihr wünschtet, dass alle den gleichen Respekt fühlen würden. Der Vater sagt euch: Heute ist die Herrschaft der Ungerechtigkeit auf ihrem dritten Höhepunkt. Aber der Spiritualismus, welcher die Offenbarung des Heiligen Geistes ist, wird nicht einen einzigen Winkel der Welt ohne seine Gegenwart lassen, und wenn meine Lehre einmal im Herzen der Menschen Fuß gefasst hat, wird bei allen Menschen guten Willens mein Reich der Gerechtigkeit herrschen.

    23.  Wenn diese göttliche Offenbarung einmal von allen richtig verstanden worden ist, wird es keine Suizide und Morde mehr geben, niemand wird sich das Leben nehmen und noch weniger das seines Nächsten. Der Mensch wird eine umfassende Erkenntnis aller seiner Handlungsweisen haben. Aber zuvor werde Ich ihn weiterhin prüfen, und so wie Ich euch meine Lehre durch das menschliche Verstandesvermögen kundgetan habe, werde Ich, das Wort, Mich allen meinen Kindern hörbar und verständlich zu machen wissen.

    24.  Da Ich euch in der Zweiten Zeit sagte, dass jedes Auge Mich schauen würde, werde Ich euch meine Verheißung erfüllen, indem Ich Mich von allen Menschen in meiner ganzen Wahrheit schauen und fühlen lasse.

    25.  Das ist der Grund dafür, warum der Meister euch ständig sagt, dass eure Mission, meine Lehre zu verbreiten, nicht schwierig und noch weniger unmöglich sein wird. Denn das Erdreich ist fruchtbar geworden, und ihr als die guten Arbeiter werdet täglich mehr lernen, es besser zu bestellen. Wisst jedoch, dass ihr nicht die einzigen Boten oder Stimmträger meiner Lehre sein werdet. Auch die Geistige Welt erfüllt derzeit ihre Mission unter der Menschheit. Beide werdet ihr eure Geschwister zu Wegbereitern meiner Lehre für die kommenden Generationen machen.

    26.  Durch die Natur hattet ihr Zeichen meiner Ankunft in dieser Zeit. Ich gebe der Menschheit derzeit Zeichen und wecke die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler. Denn in diesem Jahr 1950 werde Ich das Herz aller meiner Kinder erschüttern. Viele werden an diesen Prüfungen irre werden, andere dagegen werden erwachen, und nach diesen Geschehnissen werde Ich als Heiliger Geist kommen und ihnen sagen, dass sie meine Jünger aufsuchen sollen, die meine Offenbarungen dieser Dritten Zeit besitzen.

    27.  Wenn sie als Schüler Fehler begehen, werde Ich als vollkommener Meister ihnen vergeben und ihnen durch eure Vermittlung meine Lehre der Zurüstung geben, die Ich euch derzeit durch das menschliche Verstandesvermögen anvertraue. Wenn Ich euch dann alle mit Liebe in den geistigen Sinn meiner Unterweisungen eindringen sehe, werde Ich euch überraschen, indem Ich euch große Offenbarungen kundtue, und voller Freude werdet ihr Mir dann sagen: „Meister, deine Weisheit hat wahrlich kein Ende.“

    28.  Bleibt beharrlich im Guten, Jünger, das euch nicht enttäuschen wird. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr dann ins Jenseits kommt, werdet ihr bei Mir die Ernte eurer guten Werke finden. Dann werdet ihr erleben, wie schön euer Lohn ist. Vorerst wisst ihr nicht, wie er sein wird, und versucht auch nicht, ihn euch vorzustellen. Ich sage euch nur: Wacht und betet. Sät meine Liebessaat mit Worten, mit Blicken, mit Gebeten. Da die Nächstenliebe in vielerlei Formen mitgeteilt wird, handelt so bei euren Nächsten. Wahrlich, Ich sage euch, Mir wird euer heilbringender Gedanke genügen, um euren Wunsch zu dem meinen zu machen und den Notleidenden nach meinem Willen zu geben.

    29.  So will Ich euch sehen, oh Jünger des Heiligen Geistes ─ als Boten des Friedens, als Ärzte des Körpers und des Geistes, als Sämänner der göttlichen Eigenschaften. Niemals sollt ihr aufhören, Trost, Balsam und Frieden zu säen. Auf diese Weise werdet ihr eure Mission bis zum Ende des Tagewerkes erfüllen. Eure Arbeit wird mit meiner göttlichen Liebkosung gekrönt werden, und Ich werde euren Geist mit den ewigen Festgewändern meines Segens stärken.

    30.  Ihr empfangt nun meine letzten Lektionen durch das menschliche Verstandesvermögen, und in ihnen bitte Ich um eure Vereinigung nach 1950. Wenn ihr diese Kundgebung nicht mehr habt ─ wer wird dann meinen Platz einnehmen? Wer wird seine Stimme hören lassen und an die Lehre des Göttlichen Meisters erinnern? Ehrfurcht und Furchtsamkeit werden euch erfassen, selbst die Stimmträger, durch die Ich euch meine Unter­weisung gab, werden Furcht fühlen, selbst die mit ihren Gemeinden vertrauten Gemeindeleiter werden sich nicht trauen, euch mein Wort zu geben. Was werdet ihr dann tun, oh Jünger?

    31.  Volk: Ich werde nun von jenen sprechen, die einst auf der Welt zurückblieben, um von meinem Wort Zeugnis abzulegen: meinen Jüngern der Zweiten Zeit.

    32.  Jesus war nicht mehr da, die Apostel seiner Wahrheit waren auf Missionsreisen, betraten die Städte, besuchten die Heime, schrieben an ihre entfernten Geschwister.

    33.  Das göttliche Wort begann wie eine neue Morgenröte das Leben der Menschheit zu erhellen und vertrieb die Finsternis, in der die Menschen gelebt hatten.

    34.  Meine Lehre, auf den Lippen und in den Werken meiner Jünger, war ein Schwert der Liebe und des Lichts, das gegen die Unwissenheit, das Götzentum und den Materialismus kämpfte. Ein Schrei der Empörung stieg bei denen auf, die den nahen Untergang ihrer Mythen und Traditionen sahen, während gleichzeitig aus anderen Herzen ein Hymnus des Jubels drang angesichts des lichtvollen Weges, der sich für die Hoffnung und den Glauben der nach Wahrheit Dürstenden und von Sünde Belasteten auftat.

    35.  Jene, die das Geistige Leben leugneten, gerieten in Wut, als sie die Offenbarungen über das Himmelreich vernahmen, während die, die jenes Dasein erahnten und davon Gerechtigkeit und Heil erhofften, dem Vater dankten, dass Er der Welt seinen Eingeborenen Sohn gesandt hatte.

    36.  Die Menschen, die in ihren Herzen die gesegnete Sehnsucht bewahrt hatten, ihrem Gott mit Lauterkeit zu dienen und Ihn zu lieben, sahen ihren Weg licht werden und ihren Verstand sich klären, als sie sich in mein Wort vertieften, und sie fühlten eine Belebung in ihrem Geist und in ihrem Herzen. Die Unterweisung Christi als wahres geistiges Brot füllte die unermessliche Leere aus, die in ihnen war, und erfüllte mit ihrer Vollkommenheit und ihrer Essenz alle Sehnsüchte ihres Geistes überreichlich.

    37.  Ein neues Zeitalter hob an, ein lichtvollerer Weg tat sich auf, der in die Ewigkeit führte.

    38.  Welch schöne Gefühle geistiger Erhebung, von Liebe und von Zärtlichkeit erwachten da in jenen, die vom Glauben erleuchtet wurden, um mein Wort zu empfangen! Welcher Mut und welche Standhaftigkeit begleitete jene Herzen, die alles zu erleiden und zu überwinden verstanden, ohne einen Augenblick zu verzagen!

    39.  Etwa weil das Blut des Meisters noch frisch war? Nein, Volk, die geistige Essenz jenes Blutes, welches die materielle Verkörperung der Göttlichen Liebe war, wird nicht trocken, noch erlischt sie jemals; sie ist heute wie damals gegenwärtig, lebendig und lebenswarm.

    40.  Der Grund dafür ist, dass in jenen Herzen gleichfalls Liebe zur Wahrheit vorhanden war, der sie ihr Leben weihten und für die sie sogar ihr Blut hingaben, um damit zu beweisen, dass sie die Lektion ihres Meisters gelernt hatten.

    41.  Jenes hochherzig dahingegebene Blut überwand die Hinder­nisse und die Heimsuchungen.

    42.  Welch ein Gegensatz zeigte sich zwischen der Geistigkeit der Jünger meines Wortes und der Abgötterei, dem Materialismus, dem Egoismus und der Unwissenheit der Fanatiker in alten Traditionen oder der Heiden, die nur lebten, um dem Vergnügen der Körpermaterie zu huldigen!

    43.  Niemals war das Gesetz Gottes so klar, wie es auf den Lippen Jesu war. Daher fühlte sich die Welt bis in ihre tiefsten Wurzeln erschüttert, und viele Völker entfernten aus ihrem Herzen alte Traditionen und widmeten sich dem Wort, das sich den Menschen in Christus verständlich machte.

    44.  Niemals hatte die Welt einen Menschen beherbergt, der größere Unterweisungen offenbart und größere Werke vollbracht hätte.

    45.  Wie viele Geheimnisse enträtselte damals der Mensch? Wie viel Licht durchflutete seinen Geist, sein Herz und seinen Verstand! Jene Worte des Meisters voller Zärtlichkeit, seine weisen, tief­gründigen und zugleich klaren Gleichnisse; jene Vergleiche, für die Er das Kind, die Blumen verwendete, um sich verständlich zu machen; jene machtvollen Werke, die nur für einen Gott möglich waren und welche die Welt Wunder nannte ─ all dies war wie ein neuer Morgentau, der die wie Wüsten trockenen Äcker fruchtbar machte, die im Herzen der Menschen existierten.

    46.  Bis dahin hatten die Menschen noch nicht den geistigen Sinn entdeckt, der in allem vom Herrn Geschaffenen vorhanden ist, selbst in den kleinsten Wesen. Wenn sie ein Kind in ihre Arme nahmen und ihm tief in die Augen blickten und seine Fragen voller Unschuld und intuitivem Wissensdrang vernahmen, da fühlten sie die Gegenwart eines Geistes, eines Wesens, das etwas mehr war als jenes Kind.

    47.  Wenn sie eine zarte Pflanze beobachteten, die unter Gestrüpp verborgen wuchs, entdeckten sie bei ihr sofort den Drang zu wachsen, um die Blüte ihrer Schönheit darbieten zu können und so die Bestimmung zu erfüllen, die der Schöpfer ihr zugewiesen hatte.

    48.  So erwachten jene Menschen, wobei sie den Eindruck hatten, in einer nie zuvor gesehenen Welt zu leben. Dies war so, weil sie blind waren und sehenden Auges nicht sahen, weil sie taub waren und mit hörenden Ohren nichts vernahmen. Doch Ich kam zu den Menschen, um ihnen das Sehvermögen, das Gehör, die Stimme, die Beweglichkeit, den Willen, das Verstandesvermögen und die Empfindungsfähigkeit zu geben, damit ihr Geist, im Gefängnis des Fleisches gefangen, sich aus seinem finsteren Kerker befreien und lernen würde, das Buch des Ewigen Lebens zu lesen und aus­zulegen.

    49.  Fragt euch jetzt, neue Hörer meines Wortes: Gibt es auf der Welt noch jene schlichten und klaren Ausleger der göttlichen Offenbarungen? „Nein“, antwortet ihr Mir aus tiefstem Herzen, weil ihr sehr wohl wisst, dass jeder Schritt, den die Welt in ihrer Wissenschaft voranschreitet, ein weiterer Schritt ist, der sie von der Vergeistigung entfernt. Denn anstatt den Sinn oder die geistige Essenz zu suchen, die alle Wesen enthalten, lag ihr Interesse darin, die Substanz und die rein materielle Kraft zu entdecken.

    50.  Erkennt, weshalb Ich zu den Menschen zurückgekehrt bin, und lasst zu, dass mein Wort in eure Herzen dringt. Denn in dieser Zeit soll ein neues Bekehrungswunder der Vergeistigung und Erhebung unter der Menschheit Wirklichkeit werden. Lernt von Mir, damit ihr die guten Jünger dieser Zeit seid.

    51.  Hier ist das Buch meiner Unterweisungen, das Ich euch derzeit vermache. Darin sind die Niederschriften; sie werden mein Werk unter euch fortsetzen. Wenn ihr Mich einmal nicht mehr in dieser Form vernehmt, werdet ihr meine Lektionen wiederholen, und in ihnen werdet ihr immer neue Offenbarungen entdecken.

    52.  Beim Lesen meiner Unterweisungen werden euch meine Weisheit, meine großen Botschaften und Inspirationen zuteil. An die Erläuterungen der Geistigen Welt werdet ihr euch mit demselben Wohlgeruch erinnern, mit dem ihr sie erhalten habt. Diese Zeit wird dem Studium, der Auslegung, der Zubereitung gewidmet sein, und wenn ihr am wenigsten daran denkt, werden unter euch jene in Erscheinung treten, die meine durch Inspiration empfangene Unterweisung wortgewandt wiedergeben. Aber wie groß wird ihre Zubereitung sein müssen, damit ihnen von den Menschenscharen geglaubt wird. Heute schaut ihr auf diese Stimmträger, die zu euch in Verzückung sprechen, und so groß auch die Ungläubigkeit mancher ist, denkt ihr, dass meine Kundgabe durch diese Übermittler möglich ist. Doch wenn die Menschen einst meine Jünger in ihrem normalen Zustand göttliche Offenbarungen verkünden sehen, werden sie an ihnen zweifeln.

    53.  In eurer eigenen Gemeinde werden sich manche empören, die zweifeln, wenn sie euch unter meiner Inspiration sprechen hören, und ihr werdet eine große Vorbereitung und geistige Reinheit haben müssen, um Glauben zu finden. So werde Ich Mich weiterhin kundgeben, ob es nun einer ist, der euch vernimmt, oder eine Menschenmenge, ob eure Zuhörerschar aus ausgewählten Menschen, aus Ungebildeten oder aus den sogenannten Gelehrten besteht ─ vor den einen wie vor allen werde Ich Mich durch euer Verstandesvermögen kundgeben. Wenn ihr euch vorzubereiten versteht, werde Ich die Beweise geben, die jene erbitten, die euch zuhören. So werde Ich mein Trinitarisch-Marianisches Geistwerk weiterhin aussäen, meine Offenbarung als Heiliger Geist im Herzen der Menschen. Dann werdet ihr begreifen, dass meine Kommunikation mit euch nicht Ende 1950 abgebrochen wird. Denn die Bande zwischen Gott und seinen Kinder sind ewig.

    54.  In der Dritten Zeit verwirklichte Ich mit der Klarheit meiner Kundgebungen das für die Menschen Unmögliche: Mich durch das menschliche Verstandesvermögen mitzuteilen. Begreift Mich, Jünger, denn in der Zwiesprache von Geist zu Geist, die euch erwartet, werdet ihr meine Gegenwart ewiglich fühlen. Wenn ihr euch vorzubereiten versteht, werdet ihr Mir nicht mehr sagen: „Herr, warum kommst Du nicht? Warum siehst Du meinen Schmerz nicht?“ Ihr werdet nicht mehr so zu Mir sprechen. Wahrlich, Jünger, Ich sage euch, wer so zu Mir spricht, wird einen greifbaren Beweis seiner Unwissenheit und seines Unvorbereitetseins geben. Ich will meine Jünger nicht von Mir getrennt sehen, Ich möchte, dass ihr Mir in eurem Geist sagt: „Meister, Du bist unter uns, unser Geist fühlt Dich, Deine Weisheit ist die Quelle meiner Inspiration.“ Dies ist das wahre Bekenntnis, das Ich von euch hören will.

    55.  Ich will in meiner neuen Apostelschar keinen Thomas sehen, Ich will in euch die Hingabe von Johannes sehen, dass ihr alle Mich immer in eurem Geist fühlt. Aber Ich will nicht, dass ihr euch Mir gegenüber als Sklaven fühlt, denn ihr könntet dann in einen neuen Fanatismus geraten.

    56.  In den Augenblicken eurer Auftragserfüllung in meiner Lehre gebt euch geistig ganz hin, und widmet euch in den Augen­blicken eurer irdischen Pflichten diesen mit aller Sorgfalt. Ich sage euch noch einmal, dass ihr euch Mir gegenüber nicht als Sklaven fühlen sollt. Habt wahre Vergeistigung, die meine Lehre vermittelt, damit ihr Gott gebt, was Gottes ist, und dem Kaiser, was des Kaisers ist. Auf diese Weise werdet ihr Frieden haben und werdet glücklich sein bei eurer Auftragserfüllung, ohne stehen­zubleiben. Ihr werdet nicht ausposaunen, dass ihr meine Zeugen seid, sondern mit euren Werken beweisen, dass ihr meine Wahrheit sät.

    57.  Wenn Ich euch mein Wort in dieser Form nach 1950 nicht mehr gebe, setze Ich Mich nicht zur Ruhe, denn mein Universeller Geist ruht niemals. Ich bin ewige Aktivität, immer kämpfe Ich für die Vervollkommnung aller meiner Geschöpfe. Ich bin der Wegbegleiter bei der Entwicklung meiner Kinder, bin ihr Berater; und am Ende jedes Entwicklungsabschnitts bin Ich es, der die Frucht ihrer Auftragserfüllung in meinem Gesetz entgegennimmt.

    58.  Ich bin der vollkommene Gärtner und werde die Früchte nicht abreißen, solange sie grün sind. Ich werde Mich in einen Sturm zu verwandeln wissen, um die Bäume zu rütteln, und werde ihre schlechten Früchte herabfallen lassen, aber die guten wird meine Liebe bewahren, und ewig wird sich mein Geist an ihrem Fortschritt und an ihrer Entwicklung erfreuen.

    59.  Steigt empor auf dem Pfad, der euch auf den Gipfel des Berges führt, und bei jedem eurer Schritte werdet ihr meine Unterweisungen besser verstehen und euch immer mehr vervoll­kommnen bei der Auslegung der göttlichen Botschaft.

    60.  Was ist die Sprache des Geistes? Es ist die Liebe. Die Liebe ist die universelle Sprache aller Geistwesen. Seht ihr nicht, dass auch die menschlicheLiebe spricht? Oftmals braucht sie keine Worte, spricht sie besser durch Taten, durch Gedanken. Wenn sich schon die menschliche Liebe so äußert ─ wie wird dann erst eure Sprache sein, wenn ihr euch in meinen Gesetzen vervollkommnet?

    61.  Geht festen Schrittes, Jünger, werdet nicht feige angesichts der Prüfungen, der Schicksalsschläge. Denkt daran, dass Ich diesen Weg vor euch gegangen bin und ihn durch meine Spur gesegnet hinterlassen habe. Betet für die Menschheit, dies ist eure Aufgabe. Kommt zu Mir, der Ich unerschöpfliche Quelle von Trost und Balsam bin, und bringt dieses Geschenk auch euren Geschwistern.

    62.  In diesem Augenblick dringe Ich in das Herz meiner Kinder ein und verteile meine Liebessaat. Doch welches Herz wird wie fruchtbares Erdreich sein, das die Saat aufgehen lässt? Heute wisst ihr es noch nicht. Aber wenn ihr zu guten Arbeitern werdet, werdet ihr meine Lehre in die Kranken, in die Besessenen, in die Lasterhaften, in die nach Liebe und Frieden Dürstenden zu säen verstehen.

    63.  In alle sollt ihr den unermesslichen Schatz meines Wortes legen, der in eurem Geist immer größer werden wird.

    64.  Wenn ihr alle die Arbeiter des Göttlichen Gärtners seid, wenn ihr alle Mitarbeiter in meiner Liebespflanzung seid, dann deshalb, weil ihr alle euch am Höhepunkt meines Werkes erfreuen sollt.

    65.  Ihr alle werdet euch an meinen Tisch setzen, weil es im Himmel ein Fest geben wird. Ihr alle werdet die klugen Jungfrauen meines Gleichnisses sein. Dort wird es keinen Verlorenen Sohn geben, ihr alle werdet mein Reich eingenommen haben und das schönste und erhebendste Konzert vernehmen. Euer Geist wird das größte Glück erfahren, weil er endlich die große Liebe eures Vaters und Herrn versteht.

    Mein Friede sein mit euch!