Autor: Cristina Marti Schneider

  • Unterweisung 327

    1.  Der Geist Elias‘ ist vor euch hergezogen, hat euren Geist mit Licht und Liebe berührt und den Zeitpunkt und den Weg für euch bereitet. Elias ist auf dem Weg jedes seiner Schafe wie ein Schwert, wie ein Schild, der euch hilft, die vielerlei Hindernisse, die Versuchungen zu überwinden, die sich euch in den Weg stellen. Und jener, der ihn zu fühlen vermag, der ihn anruft und ihn sucht, wie das verirrte Schaf seinen Hirten sucht, wird ihn immer finden, wird in seinem Klagen, in seinem Flehen immer gehört und erhört.

    2.  Oftmals fragt ihr euch: Warum halten mich, obwohl im Grunde meines Herzens die Sehnsucht lebt, dem Meister nachzufolgen, so viele Hindernisse davon ab, zu Ihm zu kommen und Ihm zu dienen? Dann erhebt sich euer Geist in einem Gebet, das flehentliche Bitte um göttlichen Beistand ist, und in diesem Augenblick eilt Elias, der den Auftrag Gottes hat, in der Dritten Zeit über die Herde zu wachen, eilig herbei, zeigt sich auf eurem Weg und hilft euch, die Schwierigkeit zu überwinden. Dann richtet ihr euer Angesicht triumphierend empor und dankt dem Vater, und das Lämpchen eures Glaubens entflammt wieder, und ihr wandert mit Frieden und Vertrauen auf Mich weiter auf dem Pfad.

    3.  In Wahrheit sagt euch der Meister: Ich habe für jeden Geist ein Reich des Friedens und der Vollkommenheit vorbereitet. Doch diesem Reich, das Ich bereitet habe, stellt sich ein anderes Reich entgegen: die Welt. Während man mein Reich durch Demut, Liebe und Tugend erringt, erfordert die Inbesitznahme des anderen Reiches Hochmut, Ehrgeiz, Stolz, Habgier, Egoismus und Bosheit. Zu allen Zeiten hat sich die Welt meinem Reich widersetzt, allezeit sind jene, die Mir nachfolgen, auf ihrem Weg bedrängt und in Versuchung geführt worden, sei es durch sichtbare Einflüsse oder durch unsichtbare Kräfte. Dies ist nicht die einzige Zeit, in der ihr über Dornen schreitet, um zu Mir zu gelangen, es ist nicht das erste Mal, dass euer Geist im Bemühen, meine Gegenwart zu erreichen, strauchelt. Zu allen Zeiten habt ihr den Kampf im Innersten eures Wesens ausgetragen. Die Inspiration meines Geistes, die Licht in euer Inneres bringt, hat eine Schlacht entfacht mit den dunklen Kräften, mit den falschen Lichtern, den falschen Tugenden, mit der Materie, mit allem Überflüssigen, mit der ganzen falschen Herrlichkeit dieser Welt.

    4.  Euer Geist hat seine Vergangenheit und seinen Lebensweg in das Buch der Sieben Siegel geschrieben. Dort sind alle eure Handlungen, jeder eurer Schritte, Gedanken und Worte aufgezeichnet. Die großen Taten eures Geistes, die großen Schicksalsschläge und Lebenswege, seine großen Prüfungen, seine Leidenskelche ─ alles ist dort wahrheitsgemäß niedergeschrieben. Vieles hat euer Geist erlebt, aber euer Fleisch weiß es nicht. Wenn eure Körpermaterie die ersten Schritte eurer Kindheit vergessen hat ─ wie sollte sie dann die Entwicklung eures Geistes während seiner langen Lebensreise kennen? Wie wenig hat euer Geist seiner Körpermaterie zu offenbaren vermocht ─ Ich habe es euch wegen eures Mangels an Entwicklung noch nicht gewährt.

    5.  Es werden Zeiten kommen, in denen der menschliche Verstand und das menschliche Herz, gereinigt und geläutert in der Vergeistigung, durch Intuition die Stimme ihres eigenen Geistes zu empfangen vermögen; in denen sie mit Klarheit und Reinheit jede Offenbarung zu empfangen verstehen, die der Geist seiner Körperhülle macht.

    6.  Heute seid ihr noch nicht so weit, während eures menschlichen Lebens die Vergangenheit eures Geistes zu sehen. Dennoch sagt der Vater euch: Wie weit ist euer Reiseweg gewesen! Wie sehr hat euer Geist gekämpft, um auf dem rechten Weg zu bleiben! Wie oft hat er sich an den Dornen des Lebens verletzt, und wie viele Strecken eures Pfades sind mit der Blutspur eurer Schritte gekennzeichnet worden! Doch trotz aller Prüfungen und Missgeschicke folgt ihr dem Vater, eurem Meister nach, den ihr liebt ─ dem Gott, der Quelle von Licht und von Trost für euren Geist ist. Und selbst jetzt in der Dritten Zeit stoßt ihr, wenn ihr Mir nachfolgen wollt, auf Schwierigkeiten, strauchelt ihr durch die Missgeschicke. Die einen nennt ihr Prüfungen, und die anderen nennt ihr Versuchungen. Da ihr Mich so sehr liebt und so sehr wünscht, Mir auf dem Weg nachzufolgen und zu Mir zu kommen ─ warum lässt dann euer Vater zu, dass ihr so geprüft und versucht werdet? Wahrlich, Ich sage euch: Weil der Weg, der zu Mir führt, schmal ist, und in dieser Beengtheit gibt es Mühsale. Er ist so schmal wie der Passionsweg, er hat seine Stürze, er hat seine Dornen, viele Verständnislosigkeiten und Undankbarkeiten und alle Leiden des Lebens.

    7.  Doch um zu diesem Reich der Vollkommenheit zu gelangen, gibt es nur diesen Weg. Der breite Weg führt zum Reich der Welt und der Sünde.

    8.  Mein Reich ist stark und mächtig, und wenn Ich zugelassen habe, dass sich vor meiner Kraft und meiner Macht eine andere Macht erhebt ─ die des Bösen ─ so deshalb, um die meine zu beweisen; damit ihr angesichts des Betruges, der Finsternis, die Kraft meines Lichts und meiner Wahrheit erlebt und schaut. Es geschieht, damit ihr erkennt, dass jenes Reich der Finsternis der Verirrungen und Versuchungen, obschon es große Macht hat, mein Werkzeug ist und Ich Mich in Wirklichkeit seiner bediene.

    9.  Wenn Ich euch prüfe, geschieht dies nicht, um euch auf eurem Entwicklungsweg aufzuhalten, denn Ich erwarte eure Ankunft in meinem Reich. Aber Ich will, dass ihr nach den Schlachten siegreich zu Mir kommt, nach dem Kampf stark seid, voll Licht der geistigen Erfahrung nach der langen Pilgerschaft, voller Verdienste im Geist, damit ihr euer Angesicht demütig erheben und den Vater schauen könnt in dem Augenblick, da Er sich naht, um euch seinen göttlichen Kuss zu geben ─ ein Kuss, der alles Glück und alle Vollkommenheiten für euren Geist enthält.

    10.  Um in allen Prüfungen siegen zu können, tut das, was der Meister euch gelehrt hat: Wacht und betet, damit eure Augen immer wachsam sind und ihr nicht von der Versuchung überwältigt werdet. Bedenkt, dass das Böse großen Spürsinn hat, um euch zu versuchen, um euch zu Fall zu bringen, euch zu besiegen und sich eure Schwachheit zunutze zu machen. Seid scharfsichtig, damit ihr es zu entdecken versteht, wenn es euch auflauert. Denn obwohl ihr große Prüfungen und Versuchungen gehabt habt, in denen ihr gesiegt habt, um Mir in dieser Zeit nachfolgen zu können, so werdet ihr im gegenwärtigen Jahr sehr große Prüfungen und Versuchungen haben. Der Kampf in eurem Inneren ist groß, der Kampf im Schoß der Menschheit ist groß, der geistige Kampf im ganzen Universum ist gleichfalls sehr groß. Es ist die entscheidende Zeit für meine Herrschaft, für meine Gerechtigkeit, für meine Macht. Und die, welche jetzt bei Mir sind, die von meinem Wort gelernt haben, die sich derzeit bei Mir stärken, müssen alles kennen und verstehen, um siegen zu können, um in den großen Prüfungen bestehen zu können, die auf die Menschen zukommen.

    11.  Ich lehre euch, zu wachen und zu beten ─ nicht nur für euch, sondern auch für die anderen, damit ihr wie geistige Propheten seid, die ihren Geschwistern durch ihr Gebet Intuition übermitteln, die sie die Gefahren, die Versuchungen erahnen lassen. Denn dadurch könnt ihr der Menschheit die schwerwiegenden schlechten Entscheidungen ersparen. Dies ist für manche unverständlich, für andere unmöglich, aber Ich sage euch: Es ist das, was der Heilige Geist in der Dritten Zeit seinen Jüngern gebracht hat: Die Vergeistigung, die Entfaltung des Geistes durch die Geistlehre, damit er sich erhebt, damit er seinen geistigen Horizont entdeckt, sein geeignetes Feld, um zu keimen, um die Stufenleiter zu finden, damit er beim Aufstieg immer die Gegenwart des Meisters findet, die Stufenleiter, auf die er sich stützt und auf der er auf die Vollkommenheit zugeht.

    12.  Wie wenige fühlten in dieser Zeit, als Ich an jeden von euch den Ruf ergehen ließ, bei der ersten Berührung schon die innere Erleuchtung. Wie wenige waren es, die bekannt haben, dass ihr Geist das Wunder vorausahnte, dass ihr Geist fühlte, dass die Erfüllung der göttlichen Verheißung nun in ihm Wirklichkeit wurde: die Wiederkunft des Meisters. Doch wie viele von euch verfingen sich in den Netzen des Zweifels und des Widerspruchsgeistes.

    13.  Andere von euch, die sich bereits zu meinem Wort und meiner Gegenwart aufmachen wollten, wurden von Festen, Vergnügungen, von irdischen Liebesbeziehungen und Zuneigungen, von ihren menschlichen Geschäften in Anspruch genommen, und der Meister wartete weiter auf euch. Aber schließlich siegte euer Geist mit meiner Hilfe und kam zu Mir, um sich von meiner Gegenwart zu überzeugen, dass das Unmögliche möglich war, dass meine Verheißung Wirklichkeit geworden war.

    14.  Da ihr geprüft worden seid, während ihr noch schwach wart ─ wie sehr werdet ihr es jetzt werden, da ihr stark seid!

    15.  Wird der Vater zulassen, dass große Verwirrungen oder Versuchungen an seine Jünger herantreten? Wahrlich, Ich sage euch: Gewiss lasse Ich dies nun zu. Doch nicht in der Absicht, euch in diesen Prüfungen durch die Versuchung besiegt zu sehen ─ nein, sondern damit ihr die Finsternis in Licht verwandelt und, eure Feinde besiegend, diese zu Freunden und Geschwistern macht ─ damit auch ihr euch über die Sünden der Menschen erhebt, Spuren des Guten und der Tugend hinterlasst, die Menschen in gute Menschen verwandelt. Darum werde Ich zulassen, dass die Prüfungen zu euch gelangen. Ich habe euch bereits gelehrt, wie ihr bestehen könnt: Indem ihr wacht, betet und meine Lehre zur Anwendung bringt.

    16.  Wie werden jene Prüfungen sein, die auf euch zukommen und die bald eintreffen werden? In vielerlei Weisen. Einige von ihnen habt ihr bereits durchlebt, andere erlebt ihr gerade, und weitere werden später kommen. Es soll weder Traurigkeit noch Furchtsamkeit in eurem Geist sein. So, wie jeder Tag für euch eine Befriedigung und ein Brot mit sich bringt, so bringt euch auch jeder Tag einen Schmerz. Fasst diese Prüfungen als große Lektionen auf, die euch das Leben gibt, in denen ihr meine Unterweisungen zur Anwendung bringen sollt. Vom Schüler bis zum Fortgeschrittenen ─ ihr alle werdet Prüfungen auf dem Weg haben, und Ich weise euch schon jetzt darauf hin, dass es mein Wille ist, dass ihr wach seid. Ich wünsche nicht, dass irgendeiner von euch bei solchen Prüfungen scheitert. Wenn jemand ins Straucheln gerät, wird an seiner Seite immer eine freundschaftliche Hand, eine geschwisterliche Hand sein, die ihn auf dem Pfad wiederaufrichtet. Wenn jemand schläft und in seinem Schlaf überrascht wird, so geht bei passender Gelegenheit zu jenem, der eingeschlafen ist und weckt ihn auf. Falls der Schlaf tief ist und er nicht aufwacht, soll jener, der wach ist, der Wachposten für den sein, der eingeschlafen ist.

    17.  So unterweise Ich euch, so bereite Ich euch vor und mache euch für eine völlige Aussöhnung bereit, damit auch ihr zu vergeben versteht.

    18.  Bedenkt, Volk, ihr wisst nicht, ob nicht viele Prüfungen, die ihr vor langer Zeit gehabt habt, und die ihr aus Liebe zu meiner Sache glücklich überstanden habt, euch Verzweiflung verursachen, wenn sie sich erneut auf eurem Weg einstellen. Ihr wisst nicht, ob nicht Krankheiten oder der Mangel an dem für euer Leben Notwendigen euch für Augenblicke an meiner Barmherzigkeit (und) an eurer Zubereitung zweifeln lassen werden.

    19.  Ich spreche über all dies zu euch, weil die Versuchung alle ihre Künste, all ihre Kräfte gebrauchen wird, um meine Jünger zu treffen ─ meine Jünger, die nicht nur im Spiritualismus zu finden sind, weil sie im ganzen Universum sind. Ich sehe sie verstreut, wenn auch spärlich, aber sie sind überall, weil Ich sie gesandt habe. Sie werden aufgesucht werden, um ihren Geist in seiner Tugend, in seiner Liebe zu Mir, in seiner Liebe zu den anderen auf die Probe zu stellen, um ihn zu beugen, um ihm die Reichtümer dieser Welt, die irdischen, vergänglichen Herrlichkeiten, den Glanz des Ruhmes und irdische Größe anzubieten. Aber ebenso, wie Ich euch mittels des Verstandesvermögens des Menschen warne, so warne Ich all jene Jünger durch Offenbarungen und durch Intuition.

    20.  Seid wachsam, sagt euch der Meister! Wenn ihr durch Prüfungen im irdischen Leben berührt werdet und in ihnen oft siegen werdet, werden auch andere Prüfungen für den Geist kommen. Das Jahr 1950 neigt sich seinem Ende zu, und all jene, die sich innerhalb dieses meines Volkes nicht zubereitet haben, werden meine Stimmträger, meine Geistige Welt, die Gemeindeleiter und auch die Arbeiter in Versuchung führen.

    21.  Viele, die mit dem Aufhören meines Wortes nicht einverstanden sind, werden sich erheben ─ all jene, die sich unfähig fühlen, bereits ohne diese Kundgebung zu leben, werden sich erheben, um den Meister zu bitten, dass Er seine Anordnung widerruft, seine Entscheidung ändert und neue Anordnungen für sein Volk erlässt. Doch in all dem wird die Versuchung sein, die ihren Samen sät und die Herzen der Stimmträger berührt, aller ohne Ausnahme. Auf jene, die sie wachend und betend, durch ihr Gewissen erleuchtet antrifft, wird dies keinen Einfluss haben. Doch jene, die sie bereits durch mangelnde Zubereitung, durch Aufbegehren, durch Verwirrtheit und Furcht vor Verlassenheit beeinflusst antrifft, wird sie gewiss inspirieren, in ihnen wird sie einen Stützpunkt finden, und diese Herzen werden versuchen, meine Lehre in großem Maß zu verfälschen.

    22.  Wer ist jener, der bewirken kann, dass der Vater seine göttlichen Entscheidungen ändert? Wahrlich, ich sage euch, nicht einmal Jesus erwirkte dies vom Vater. Als in der Zweiten Zeit die Stunde des Opfertodes des Meisters nahte, suchte Jesus die Einsamkeit des Gartens auf und ließ sich von seinen Jüngern begleiten. Trauer überflutete die Herzen der Apostel, die Vorahnung schwerer Prüfungen bedrückte sie. Aber auch das Herz Jesu war von großer Trauer durchdrungen. Da sagte der Meister zu seinen Jüngern: „Wacht und betet einige Augenblicke mit Mir.“ Doch als der Meister wachte und betete, tat er es nicht nur für jene Jünger, sondern für die ganze Welt.

    23.  Das Herz des Meisters als Mensch fühlte sich einen Augenblick lang von allen verlassen, unverstanden und allein, und aus seinem Körper quoll blutiger Schweiß. Dies geschah, als Jesus, seinen Blick und seine Stimme emporrichtend, zum Vater sprach: „Mein Gott, wenn es möglich ist, so nimm diesen so bitteren Kelch von Mir. Doch nicht mein Wille, sondern der Deine geschehe.“

    24.  Angesichts der Bitte des Sohnes, dass der Vater seinen Willen zurücknehmen solle, wenn es möglich wäre ─ erhörte der Vater da etwa jene Worte? Wahrlich, Ich sage euch: Nein. Es war niedergeschrieben und angeordnet, und der Meister aller Meister musste sich über jenen gesegneten Körper fühlbar machen, damit der Geist über den Leib siegen würde. Als Ich dann zu den Jüngern zurückkehrte, die schliefen, sagte Ich ihnen: „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“

    25.  Wie liebevoll war sein Vorwurf für jenen Körper!

    26.  Die Dritte Zeit nähert sich ihrer Vollendung, und daher will der Meister, dass ihr wacht. Ja, meine Jünger dieser Zeit. Denn wenn die (Jünger) des Zweiten Zeitalters in jener gesegneten und feierlichen Stunde schliefen, und der Herr für alle wachte und betete, so will Ich heute, dass ihr wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt, damit ihr zulasst, dass der Vater seinen Willen unter euch vollzieht. Und wenn Er die Stunde seines Abschieds angekündigt hat, wenn Er euch den Augenblick angezeigt hat, an dem Er sein Wort zurückziehen wird, so habt ihr die hohen Anordnungen des Herrn zu befolgen, auch wenn es eine große Prüfung für euch ist. Doch ihr wisst bereits, dass mein Geist ewig gegenwärtig sein wird, dass Ich Mich von Geist zu Geist kundgeben werde, und dass meine Geistige Welt für euch einstehen und euch beschützen wird.

    27.  Ihr seid an diese während so langer Zeit erhaltenen Kundgebung gewohnt, habt euch in großem Maß an sie gewöhnt, weshalb ihr durch die Beendigung dieser Kundgebungen Schmerz fühlt. Aber seid stark gegenüber diesem Schmerz, meine Kinder, gebt angesichts dieser Prüfung Zeichen eurer geistigen Erhebung. Doch wahrlich, Ich sage euch: All jene Stimmträger, die diesen Tag gut zugerüstet erreichen, werden fühlen, dass selbst sie für kurze Zeit der Tod streift. Doch Ich werde sie danach auferwecken. Andere werden das Gefühl haben, als ob sie verwaist wären. Doch das einzige, was ausbleiben wird ─ das einzige, was sie verlieren werden, wird der Ton der körperlichen Stimme, der Klang des menschlichen Wortes sein, weil die Schwingung meines Lichts, meines Geistes und meiner Inspirationen euch überallhin folgen wird. Und je stärker eure Vergeistigung dann ist, desto größer wird auch das sein, was der Heilige Geist euch offenbart.

    28.  Ach, wenn Ich doch meine Lehre wirklich allen meinen Jüngern dieser Zeit geben könnte, in einer einzigen Schar vereint ─ wenn mein ganzes Volk diese Warnungen vernehmen würde! Aber der letzte Augenblick dieses Zeitabschnitts rückt näher, und Ich treffe euch noch immer entzweit an, geistig distanziert, ohne Liebe der einen zu den anderen. Noch immer werden aus dem Reinsten eures Herzens nicht geistiger Respekt und Nächstenliebe geboren; doch dort sind die Tugenden, die Ich als göttliche Saat in das Herz aller meiner Kinder gesät habe in Erwartung der geistigen Entwicklung, um zum Leben der Gnade wiedergeboren zu werden.

    29.  Nur die Vergeistigung wird euch die Vereinigung geben. Solange ihr nicht die Vergeistigung in meinem Werk erreicht habt, wird es keine Barmherzigkeit, noch Verständnis, noch Liebe geben, und ohne diese Tugenden werdet ihr nicht mit Mir vereint sein können. Ich will, dass ihr miteinander vereint seid, damit ihr Zeugnis von eurem Meister ablegt, und Ich auch von euch. Wenn ihr unter den Menschen sagt: „Dies ist mein Meister“, so will auch Ich dem ganzen Erdkreis sagen: „Dies sind meine Jünger.“ Doch Ich muss noch immer an euch arbeiten, und ihr müsst noch lernen und euch betätigen.

    30.  Schreitet mit Mir voran, oh meine Kinder, denn Ich werde euch helfen, jede Prüfung zu bestehen. Ich werde euch das Licht geben, damit es auf eurem Weg keine Finsternis gibt. Ich werde immer die liebevolle Stimme sein, die euch nicht erlaubt, zu schlafen. Und wenn dann jene Stunde näher rückt, die bereits sehr nahe ist, in der Ich euch das letzte Wort durch diese Kundgabe sage, dann will Ich unter euch geistige Versenkung, Ergebenheit, wirkliches Verständnis und das Bestreben antreffen, Fortschritte zu machen. Aber weh jenen, die sich meinem Willen widersetzen! Weh jenen, die meine Stimmträger verführen! Weh jenen, die sie in Netze der Versuchung fallen lassen! Denn niemand wird sagen können, dass er unwissend war, niemand wird vor dem Tribunal meiner Gerechtigkeit behaupten können, dass er nicht wusste, was er tat. Welcher Spiritualist weiß nicht, dass Ende 1950 diese Form der Kundgebung durch den Menschen enden wird? Wer weiß nicht, dass Ich allein in meinen hohen Ratsschlüssen dies zu bestimmen habe? Wer hat nicht vernommen, dass Ich ein unerbittlicher Richter bin?

    31.  Wenn Ich euch also mein letztes Wort sage, das „Mein Friede sei mit euch!“ sein wird, wird im Materiellen Stille eintreten. Euer Vater wird sein Wort nicht mehr durch den menschlichen Verstand ertönen lassen. Ich habe keinerlei Strafe vorgesehen, habe keinen Galgen für die Kinder aufgerichtet, die Mir nicht gehorchen oder sich meinem Gebot widersetzen ─ für jene, die Mich zu jenem entscheidenden Zeitpunkt auf die Probe stellen. Sie werden Angeklagte ihrer selbst sein, Angeklagte vor ihrem Gewissen. Sie werden jene sein, die ihren eigenen Urteilsspruch unterschreiben, und sie werden auch ihre (eigenen) Henker sein.

    32.  Doch welche Frucht werden sie überreichen können, welche Essenz werden sie auf die Herzen der Menschen gießen können? Jener, der sich derartig in Ungehorsam erheben sollte, wird sich mit eigener Hand der Vollmacht, der Gaben und der Aufträge berauben.

    33.  Ich kann euch nicht betrügen! Ich bin niemals in einem Akt der Falschheit, Ich verberge Mich nicht im Dunkeln. Meine Wahrheit ist immer nackt. Doch wenn die Menschen die Nacktheit meines Geistes nicht zu sehen vermochten, dann nur, weil sie es nicht wollten. Ich verberge euch meine Wahrheit nicht durch irgendein Gewand. Meine Nacktheit ist göttlich und ist rein, meine Nacktheit ist heilig, und Ich werde sie allen Wesen des Universums zeigen. Als ein Sinnbild derselben kam Ich als Mensch nackt auf die Welt, und nackt ging Ich wieder von euch.

    34.  Ich will, dass unter den Meinen immer Wahrheit herrscht, denn Ich bin und werde immer in eurer Wahrheit sein. Ich will, dass Liebe unter euch ist, und meine Liebe wird immer in eurer Liebe sein. Es gibt nur eine Wahrheit, eine einzige wahre Liebe; und wenn diese Wahrheit und diese Liebe in euch sind, werden eure Liebe und eure Wahrheit die meine sein, und meine Wahrheit und meine Liebe werden die eure sein.

    35.  So will Ich, dass meine Jünger so sind; denn auch nach 1950 werde Ich weiterhin mit ihnen sprechen: in den Augenblicken ihrer Meditation, bei euren Zusammenkünften, wenn ihr alleine seid. Wenn ihr miteinander unterwegs seid, werdet ihr immer dem Reisenden, dem Wanderer begegnen, der euren Weg kreuzt und euch bittet, dass ihr ihn einladet, mit euch zu gehen, und meine Inspirationen werden sehr groß sein. Dann wird euer Geist Trost erfahren und sagen: „Das, was der Vater vom Jenseits aus sendet, hat Er niemals durch das Verstandesvermögen des Stimmträgers gesagt. Der Grund dafür ist, dass der Vater sein Werk unter uns fortsetzt.“

    36.  So will Ich euch in Wahrheit sehen ─ mit dieser Demut, mit dieser Sanftmut, um Mich euch kundgeben zu können. Denn Ich halte für die Zukunft noch große Lektionen bereit ─ all das, was Ich euch in dieser Zeit nicht übergeben habe. Meine Geistige Welt wird zu eurem Geist kommen, und dies wird die kraftvolle Ermutigung sein, die euch tröstet und euch auf dem Weg aufmuntert: die Nähe des Vaters, die wirkliche Gegenwart von Ihm und seiner Geistigen Welt, die Nähe seines Reiches unter euch. Und wenn ihr dann zu den Menschenscharen geht, sollt ihr bei ihnen Zeugnis ablegen und ihnen erzählen, dass Ich und meine Geistige Welt bei euch gewesen sind, übermittelt durch das menschliche Verstandesvermögen ─ dass ihr es gewesen seid, die mit dem Vater gesprochen haben, und die mit meinen gesegneten Wesen Gespräche geführt haben.

    37.  Wenn die Welt euch fragen sollte: „Und dieser Gedanken­austausch und jene geistigen Gespräche ― haben diese bei euch aufgehört?“ Dann sollt ihr sagen: „Die Zwiesprache mit dem Vater ist ewig. Er hat seine Kinder vom Beginn ihrer Entwicklung an aufgesucht, und in jedem Augenblick hat Er mit seinen Geschöpfen kommuniziert. Doch im Lauf der Zeit hat Er eine bessere, vollkommenere, höhere und geistigere Kundgebungsform angestrebt.“ Wenn ihr mit dieser Einfachheit sprecht, wird die Menschheit viele göttliche Offenbarungen verstehen, und ihr werdet bewirken, dass die dunkle Augenbinde abfällt, die verhindert, dass der Geist meine Wahrheit begreift. So werdet ihr bewirken, dass auch sie meine Größe erkennen, und dass der Fanatismus und die Abgötterei aus den Herzen verschwinden.

    38.  Auf diese Weise werden die stolzen Bauwerke, die Altäre aus Gold und Silber, die Riten voller Pomp fallen, sie alle werden von selbst fallen, nur von der Zeit besiegt. Doch es ist die Abgötterei, der Tempel des Fanatismus, der im Herzen der Menschen lebt, der nach meinem Willen einstürzen, zerstört werden soll. Und den Menschen, die Mich am meisten verletzt haben, werde Ich alles entreißen, was sie in ihren Herzen bewahren, damit keine Spur von diesen Entweihungen zurückbleibt.

    39.  Oh gesegnetes Volk Israel! Seid erfüllt von meiner Kraft und meinem Licht. Denn wenn Ich euch in meinem Wort immer schwere Prüfungen und schmerzliche Ereignisse ankündige, dann deshalb, damit ihr euch vor ihnen schützen könnt und sie heil übersteht. Aber in meinem Wort verströme Ich auch immer Heilbalsam und Freude, Zuversicht und Hoffnung in euer Herz und euren Geist. Eurem Herzen kündige Ich ein besseres Leben auf der Erde an und bereite es vor. Ich tröste und segne euer menschliches Herz ─ sei es das eines Kindes, eines Jugendlichen, eines Mannes oder einer Frau im reifen Alter oder im höheren Alter ─ und eröffne euch neue Möglichkeiten auf dem Lebensweg, um Segnungen auf euren Weg zu gießen. Ich lehre euch die beste Art und Weise, auf der Welt Frieden zu finden, die Früchte kennenzulernen, die süß im Mund schmecken. Ich lehre euch, welche jene erlaubten Werke sind, die euch auf dieser Welt, die ein Tränental ist, glücklich und meines Friedens würdig machen können. Ich stärke eure Bande der Liebe zu euren Kindern, Eltern, Geschwistern, Verwandten oder Freunden und zwischen Völkern. Auch lehre Ich euren Geist ein weiteres Mal das Leben im Jenseits, das ihr durch Verdienste erreichen könnt. Denn ihr alle werdet unausweichlich ohne irgendeine Ausnahme ins Jenseits gelangen; denn der Tod kommt nicht nur im Alter, er kommt nicht nur mit der Müdigkeit des Lebens ─ er kommt zu jeder Stunde, an jedem Tag, in dem am wenigstens erwarteten Moment. Denkt daran, dass ihr alle ─ absolut alle ─ dieses Leben hinter euch lassen werdet.

    40.  Doch wenn ihr dieses menschliche Leben, das ihr lebt, genießt und erforscht ─ wenn ihr dieses Leben, dessen ihr euch erfreut und das ihr erleidet, das ihr so sehr studiert und dem ihr auch dient, niemals ganz erkannt habt ─ wie wird dann wohl jenes andere sein, das über diesem steht? Euer Geist kennt etwas von ihm, aber dieses Etwas ist nicht alles. Die einen mehr und die anderen weniger ─ sie alle haben das Tal des Geistes durchlebt, jene hohen Regionen, jene höheren Welten als diese Welt. Aber dennoch muss euer Geist immer bereit sein, um in andere Welten einzudringen ─ nicht in diejenige, die ihr das letzte Mal verlassen habt, sondern in eine andere, höhere, auf einer höheren Stufe der Leiter zur geistigen Vollkommenheit. Deswegen komme Ich zu euch, deshalb spreche Ich zu euch nicht über das irdische Leben, sondern auch über das Leben des Geistes. Denn es ist länger, es ist das vollkommene Leben, weil es die Wohnstätte ist, in der ihr ewig bleiben werdet, und Ich nicht will, dass ihr verstört seid, wenn ihr zu ihr gelangt. Ich will nicht, dass euer Geist sich unwürdig fühlt, an meine Tür zu klopfen ─ Ich will nicht, dass euch der Schritt von diesem Leben zum anderen verwirrt. Denn dieser Schritt ist von entscheidender Bedeutung, er ist eine Prüfung, ein Kampf, in Wahrheit.

    41.  Ich ziehe nicht euer ganzes Denken vom menschlichen Leben ab. Ich bin es, der euch eine Körpermaterie gegeben hat, der euren Geist inkarnieren ließ. Es ist meine Barmherzigkeit, die euch aus­gesandt hat, um auf der Erde zu leben, der diesen Planeten mit jeder Art von Gaben, Naturreichen, Elementen, Geschöpfen voller Nutzen für eure Ernährung, Erhaltung, Erquickung und Entwicklung ge­schmückt und gesegnet hat. Ich bin es, der euch verehelicht, der euch den Auftrag gibt, zu wachsen und euch zu vermehren.

    42.  Ich bin es, der die Arbeitswerkzeuge in eure Hände legt, und der diese Arbeit und eure Frucht segnet. Ich bin es, der den Schweiß auf eurer Stirn segnet. Daher kann Ich nicht der sein, der euch von eurer Pflichterfüllung abhält, solange ihr wirklich mit ihr beschäftigt seid. Aber erfüllt sie, wie es sich für euch gehört, mit Demut, mit Achtung und Barmherzigkeit gegenüber euch selbst und auch mit Barmherzigkeit gegenüber den anderen, dann werdet ihr mit den geringsten irdischen Mühen eine Frucht ernten, die eurem Herzen Frieden und Lieblichkeit schenkt.

    43.  Doch abgesehen von jenen Pflichten, jenen Liebes­beziehungen, Gefühlen und Banden, die euch miteinander vereinen, verlange Ich auch Aufmerksamkeit und Zeit für euren Geist, für jenes höhere Wesen, das allen Regungen eures Herzens, eures Verstandes und eures ganzen Wesens vorsteht ─ für jenes Wesen, das eure Körperhülle regiert, für jenes Wesen, das mein Diener ist, und dem eure Körpermaterie dienen soll. Ich will, dass ihr auch ihm Zeit gewährt für seine Meditation, für seine Arbeit, für seine Entfaltung, für seine Gottesverehrung, für seine geistigen Pflichten gegenüber seinem Vater und gegenüber den anderen Geistwesen.

    44.  In meiner Lehre und in meinem Gesetz habe Ich zu allen Zeiten alle Gesetze, alle Pflichten, alle Verehrungsformen vereinigt. Ebenso komme Ich in dieser Dritten Zeit zu euch und unterweise mit dieser Weite, damit ihr nicht in neuen Fanatismus geratet, damit ihr nicht in Geheimniskrämerei noch in Versuchung fallt und bei der Erfüllung aller eurer Pflichten einfach seid, damit der Geist nicht fanatisch wird, und die Körperhülle nicht an der Erfüllung ihrer Pflichten hindert ─ damit der Geist weder für das Herz noch für den Verstand ein Hindernis ist, sodass auch die Körpermaterie willig ist und sich das Gewissen in der Körpermaterie fühlbar macht, damit auch sie nicht den Geist an seiner Erfüllung hindert.

    45.  Dies sind meine Jünger. Wohl denen, die meine Lektion wirklich nutzen. Wohl denen, die wachen und beten in diesem Prüfungsjahr ─ in diesem Jahr, in dem Versuchungen und Verwirrungen auf euch treffen werden. So könnt ihr stark sein, könnt ihr alles durch das Gebet, durch Wachsamkeit, durch die Ausübung meiner Lehre überwinden und möget ihr euch vereinigen und einander lieben und Barmherzigkeit erweisen. Ich will nicht, dass Hindernisse für die Entfaltung meiner Manifestationen entstehen, dass unter euch Unterschiede auftreten, sondern dass Verständnis herrscht. Dann werde Ich Mich weiterhin durch mein Wort im Schoß dieses Volkes kundgeben und durch alle Stimmträger in allen Versammlungsstätten.

    46.  Wacht für alle, wacht für euch selbst, damit das Gute und der Friede schließlich eure Differenzen überwinden, damit mein Reich bei euch das Reich der Lüge, der Finsternis und des Bösen besiegt.

    47.  Ich will Mich in euch als Sieger erheben; Ich will, dass ihr euren Vater als König der Heerscharen betrachtet, der das Böse in euch besiegt, und euch selbst als Soldaten voll geistiger Würde, voll Zufriedenheit und Frieden. Dann wird man den Hymnus der universellen Harmonie beim größten der Siege vernehmen ─ jenem Triumph, der kommen wird, bei dem jedoch weder euer Vater noch ihr selbst bekümmert sein werdet, wenn es durch eure Liebe Besiegte geben wird. Unsere Besiegten werden nicht die Geistwesen sein ─ es wird das Böse sein, alle Dunkelheiten, Sünden und Unvollkommenheiten. Der Triumph des Vaters wird in der Errettung aller zurückgebliebenen Geistwesen bestehen, die in der Finsternis und im Bösen verwurzelt waren. Ihr befindet euch in einem Irrtum, wenn ihr glaubt, dass jemand verlorengehen wird. Ich wäre nicht mehr Gott, wenn ein einziger Geist keine Erlösung finden würde. All jene, die ihr Dämonen nennt, sind gleichfalls Geistwesen, die aus Gott hervorgegangen sind, und wenn sie heute verwirrt sind, so werden auch sie Erlösung finden. Wann wird das wahre Licht in ihnen sein? Dann, wenn ihr zusammen mit den geistigen Heerscharen des Lichts ihre Unwissenheit und ihre Sünde mit eurem Gebet und euren Werken der Liebe und Barmherzigkeit bekämpft.

    48.  Eures Vaters und euer vollkommenes Glück wird der Große Tag des Herrn sein. Das universelle Festmahl wird stattfinden, wenn ihr euch einst alle an seinem Tisch vom Brot des Ewigen Lebens nährt.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 328

    1.  Seid willkommen in meiner Gegenwart als Geist und als Körpermaterie! Denn beide erquicken sich, sättigen sich an meiner göttlichen Essenz und stärken sich an Mir, um im Tagwerk fortzufahren.

    2.  Hier ist mein Geist, und hier ist auch der eure!

    3.  Der Vater und die Kinder sind zugegen, sie schauen sich liebevoll von Angesicht zu Angesicht, sie erkennen einander, lieben sich und segnen sich. Wahrlich, Ich sage euch, Volk, zu keiner Zeit vor der jetzigen hatte euer Geist den sicheren Weg gefunden, um zu Mir zu gelangen. Heute findet ihr Mich durch einen Augenblick der Erhebung, der Freimachung von den irdischen Pflichten, durch einen Augenblick wahrer Reue und die Kenntnis des Weges zum geistigen Gebet.

    4.  Es ist nicht mehr die Zeit der Bußübungen, der Zeremonien oder Riten, damit ihr mit Mir Zwiesprache halten könnt, damit ihr glauben könnt, dass ihr Mich verherrlicht und Mir wohlgefällig seid. Diese Zeit habt ihr schon lange hinter euch gelassen. Euer Geist hat sich befreit, und er erquickt sich in der Dritten Zeit, indem er seine geistigen Flügel ausbreitet und die Unendlichkeit beherrscht, sich zu Mir erhebt und versetzt und sich von den irdischen Leiden und Nöten freimacht. Wenn er nach seiner Erhebung zu seiner Körpermaterie zurückkehrt, teilt er ihr seine Kraft und sein Licht mit, erhebt er sie, stärkt und tröstet er sie. Indem der Geist seine eigene Körpermaterie in die Arme nimmt, wie es ein Erwachsener mit einem kleinen Kind tut, trägt er sie auf die Wege des Lebens und des Lichts, belebt er sie mit Glauben und mit Hoffnung.

    5.  In dem Maß, wie die Zeit vergeht, hört euer Geist auf, sich schwach zu fühlen, fühlt er sich durch meine Unterweisungen und durch das in seinen Prüfungen und seinem Kampf erworbene Licht immer stärker. Daher will Ich meine Schüler zu Jüngern, zu Aposteln dieses Werkes voller Licht, Geistigkeit und Liebe werden sehen, um euch an meiner Stelle zurücklassen zu können, um die Menschen zu unterweisen, um ihnen die von ihnen nicht entdeckten Lektionen aufzuzeigen und ihnen beharrlich und standhaft den Weg zur Wahrheit zu zeigen ─ den Weg, der zum Frieden dieser Erde und zur Herrlichkeit und dem ewigen Frieden des Geistes führt.

    6.  Von meinem hohen Thron aus sende Ich meinen Universellen Strahl, der sich ausbreitet und sich in Liebe auf alle existierenden Geschöpfe ergießt. Doch bei euch, auserwähltes Volk, wird mein Strahl zum Menschenwort, zu einem verständlichen Wort, das Klarheit schafft. Mein Wort kommt zu meinem ganzen Volk herab, und wahrlich, Ich sage euch: Obwohl meine Kinder oftmals gesagt haben: „In diesem Stimmträger und in dieser Gemeinde existiert der Betrug“, so ist doch ungeachtet jedes Betrugs und jeder fehlenden Zubereitung mein Geist gegenwärtig gewesen. Erinnert ihr euch nicht daran, dass Ich euch oft gesagt habe: Ich blicke nicht auf den Makel oder die mangelnde Vorbereitung meiner Kinder?

    7.  Es ist meine Zeit. Es ist die Zeit der Erfüllung für den Vater, von Ihm selbst auferlegt aus Liebe zu seinen Kindern. Warum sollte Ich Mich angesichts eurer Sünde zurückhalten, da gerade sie es ist, mit der Ich kämpfe, und die Ich durch mein Licht und durch meine Liebe besiegen werde?

    8.  Verurteilt niemanden als Betrüger, verurteilt niemanden als Lügner oder als Befleckten. Seht ihr nicht, dass ihr alle meine Jünger seid, dass ihr alle derzeit von Mir lernt? Nach 1950, wenn mein Universeller Strahl nicht mehr zu menschlichem Wort unter euch wird, dann wirklich: Wehe, wehe jenem, der ─ so groß seine Zubereitung auch sein mag ─ zu bewirken versucht, dass mein Universeller Strahl sich wie in dieser Zeit kundtut! Denn trotz seiner großen Vergeistigung und Zubereitung wird er durch seinen Ungehorsam ein Betrüger sein. Es wird die Zeit sein, in der ihr nicht mehr mit der Gegenwart des Vaters in der Form rechnen sollt, in der ihr sie vom Beginn dieser Offenbarung an bis 1950 gehabt habt, weil meine Gesetze und meine Anordnungen unwandelbar sind. Ich ändere mein Werk niemals, meine Gerechtigkeit ist unerbittlich, und meine Jünger müssen in Einklang mit ihrem Vater, im Gehorsam Ihm gegenüber und in völliger Übereinstimmung mit Ihm leben. Dennoch versichere Ich euch als Meister, dass Ich den Wortübermittlern, durch die Ich Mich kundgebe, trotz ihres großen Unvorbereitetseins und ihrer Unvollkommenheit jetzt, in der Zeit meiner Kundgabe vergebe, und Ich Mich kundgebe und meine Barmherzigkeit auf die Menschenscharen verströme. Wenn in meinem Wort, das Reinheit und Vollkommenheit ist, die Unvollkommenheiten des Fleisches vorkommen, so habe Ich euch darin unterwiesen, den Baum an seiner Frucht zu erkennen, damit ihr die menschlichen Unvollkommenheiten vergebt und am geistigen Geschmack der Frucht die Gegenwart, Macht und Essenz eures Herrn zu entdecken versteht.

    9.  Ich schaffe derzeit ein geistiges Gedenkbuch in eurem Gewissen, und aufgrund meiner göttlichen Weisung wird auch ein materielles Buch meines Wortes geschaffen. Es ist das göttliche Testament, das Ich für die Nachwelt, für die künftigen Generationen, für die späteren Generationen hinterlasse, die nach euch kommen werden. Aber wahrlich, Ich sage euch: Sie werden den Geschmack eurer Unvollkommenheiten nicht kennenlernen. Mein Wort ─ sei es das, welches euer Gewissen bewahrt hat, oder das, welches auf Papier festgehalten ist ─ wird vollkommen sein, wird rein sein ohne jeden Makel, ohne jede Unreinheit und Unvollkommenheit, und es wird das kristallklare Wasser sein, dessen Wunderkraft den Durst des Menschen, den Durst des Geistes stillt. Es wird das Brot und der Wein sein, mit denen der Geist der Menschen viele Male eine Feier begehen wird. Es wird der strahlende Leuchtturm und auch der durch das Licht des Heiligen Geistes erhellte Weg sein, auf dem die Wanderer und die verirrten Schiffbrüchigen die Richtung entdecken können, um zum sicheren Hafen zu gelangen.

    10.  Die Durchsetzung des Spiritualismus auf der Welt soll euch nicht schwierig, und noch weniger unmöglich erscheinen. Denn Ich habe die Äcker fruchtbar gemacht, und der Samen, den Ich euch anvertraut habe, ist keimfähig. Die Äcker harren darauf, und obschon nicht alle vorbereitet sind, erwarten die einen die Aussaat, andere werden gerade gesäubert, und diese Säuberung ist eine Bewässerung mit Gerechtigkeit, mit Prüfungen, mit Weisheit und Liebe von Seiten eures Vaters.

    11.  Jetzt erhält die Menschheit, die in Völker, Rassen, Sprachen und Hautfarben geteilt ist, von meinem Göttlichen Geist ihren jeweiligen Gerichtsanteil, die Prüfungen, die jedem zukommen, den Kampf, den Schmelztiegel und die Wiedergutmachung, die Ich für jeden Menschen und jede Rasse vorgesehen habe. Aber ihr wisst, dass mein Gericht die Liebe zur Grundlage hat, dass die Prüfungen, die der Vater den Menschen schickt, Liebesprüfungen sind ─ dass alles zum Heil, zum Guten geleitet wird, auch wenn es in diesen Prüfungen scheinbar Unglück, Verhängnis oder Elend gibt. Hinter alldem ist das Leben, die Erhaltung des Geistes, die Erlösung desselben. Immerdar ist der Vater in Erwartung des Verlorenen Sohnes, um ihn mit größter Liebe zu umarmen.

    12.  Es gibt ganze Rassen, die Mich nicht anerkennen, es gibt Völker, die sich hartnäckig von meinen Gesetzen entfernen, die meine Lehre nicht kennenlernen wollen, die sich ihr widersetzen, weil sie sie für unzeitgemäß halten. Jene, die Mich nicht verstanden haben, sind es, die auf irdische Freiheiten bestehen. Es sind auch solche, die oftmals das Gute aus eigenem Vorteil heraus tun und nicht aus Hochherzigkeit. Doch jedem Volk und jeder Rasse sind meine Gerechtigkeit und Prüfungen zugedacht, und diese treffen Tag für Tag ein, um deren Herzen und Geister schließlich fruchtbar zu machen, als ob sie bestellbare Felder wären, und um nach ihrer Bearbeitung den Samen in sie zu legen, das ewige Saatkorn meiner Liebe, meiner Gerechtigkeit und meines Lichts. Jene Völker werden von Mir mit Liebe sprechen, jene Rassen werden dann ihre Hoffnung auf Mich setzen, und in den Geistern aller Völker dieser Menschheit werden Jubellieder erklingen, Chöre des Lobpreises und der Liebe zum einzigen Herrn aller Menschen.

    13.  Jetzt ist jedoch Prüfungs- und Kampfeszeit. Selbst euer Gott kämpft derzeit. Er ist Herr der Heerscharen und hat euch zu seinen Soldaten ernannt. Heute seid ihr noch schwach und misstraut ihr euch selbst. Ihr ermesst die Prüfungen, stellt euch den Kampf vor und lasst zu, dass euer Geist und euer Herz feige wird. Euer Gewissen erschafft in sich selbst eine Waage, und in die rechte Waagschale legt es das Gute und in die linke das Böse dieser Menschheit. Solange ihr seht, dass das Gute nur wie ein Getreidekorn ist, das Böse jedoch wie hundert Scheffel, wisst ihr nicht, was ihr tun sollt. Dann blickt ihr in euer Inneres und seht, dass ihr weder gerecht, noch tugendhaft, noch heilig seid und denkt, dass nur Gerechte, Tugendhafte und Heilige die Erlösung dieser im Bösen abgestumpften, im Hass verhärteten, in den Leidenschaften, in den Lastern und im Elend vermaterialisierten Menschheit vollbringen können.

    14.  Ihr beurteilt euer eigenes Heiligtum und erblickt in ihm eure kleine Opfergabe, eure schwache Flamme. Ihr dringt in das Heiligtum der anderen ein und seht, dass es kein Zügel mehr ist, um den rasenden Lauf der Menschen aufzuhalten. Dann denkt ihr, dass, wenn ihr von Gott sprecht, man nicht auf euch hört ─ dass, wenn ihr von den Fähigkeiten des Geistes sprecht, ihr ausgelacht werdet.

    15.  Warum so wenig Vertrauen zu dem Schatz von unschätzbarem Wert, den Ich euch in diesem Werk anvertraut habe, das Ich euch offenbart habe? Wahrlich, Ich sage euch: Ohne heilig oder gerecht zu sein, werdet ihr große Werke der Erlösung unter den Menschen, große Wunder unter der Menschheit tun können, und ihr werdet auch ein Vorbild unter den Menschen sein können. Wenn Ich Heilige und vollkommene Wesen zu dieser Menschheit senden würde, damit sie den Menschen ein Beispiel geben würden, würde es ihnen unmöglich erscheinen, diesen auch nur ähnlich zu werden! Ich will unter die Menschen bekehrte Sünder senden, die ─ ohne gerecht oder heilig zu sein ─ ein Beispiel von Erneuerung, von Reue, Stärke, Eifer für die Lehre des Vaters, Sehnsucht, Fortschritt und von geistiger Entwicklung zu geben verstehen, und diese seid ihr!

    16.  Euer Geist wird eines Tages zur Vollkommenheit gelangen, doch ihr wisst nicht wann. Der Vater wird euch nicht zwingen, noch werdet ihr eure Schritte erzwingen. Aber dennoch sollt ihr nie stehenbleiben. Auch wenn euer Schritt langsam ist, will Ich, dass er immer fest und aufwärtsführend ist.

    17.  Dass ihr unter den Menschen werdet kämpfen müssen? Das ist wahr. Dass das Zeugnis, das ihr ihnen abgebt ― dass Ich Mich durch das menschliche Verstandesvermögen kundgab, um euch dieses Wort zu bringen ― in Zweifel gezogen wird? Das ist gewiss. Doch dies soll euch nicht kränken, denn zu allen Zeiten hat die Menschheit an meiner Gegenwart und meinem Kommen zu dieser Welt gezweifelt, und zwar deshalb, weil die Menschen sich selbst nicht erkannt haben ─ weil die Menschheit, obwohl sie sagt, dass sie vom Vater geliebt wird, niemals das Ausmaß dieser Liebe verstanden hat ─ weil sie, obwohl sie ihren Herrn zu kennen glaubt, nicht weiß, dass eine seiner schönsten Eigenschaften die der Demut ist. Daher bin Ich immer in demütiger Weise zu den Menschen gekommen, niemals habe Ich bei meinen göttlichen Manifestationen meine ganze Macht, noch meine ganze Pracht, noch meine ganze Herrlichkeit eingesetzt. Die Menschen könnten Mich dann nicht schauen, sie könnten Mir auch nicht widerstehen!

    18.  Ich habe Mich immer begrenzt, aber Ich habe Mich in der Demut, in der Liebe und in der Zärtlichkeit begrenzt. Denn mit der gleichen Liebe, mit der Ich euch heute liebe, liebte Ich euch in der Zweiten Zeit, in der Ersten, und werde Ich euch bis in alle Ewigkeit lieben. Ich kann euch in Wahrheit sagen, dass der Vater euch schon liebte, bevor ihr existiert habt.

    19.  Unter euch gibt es Jünger, die sich selbst fragen: „Warum vermochte unser Geist nicht im Guten und in der Tugend zu verbleiben und darin auszuharren, obwohl er einem Vater voller Liebe, voller Reinheit und Vollkommenheit entsprang?“ Der Meister antwortet euch: Ich sandte euren Geist zur Erde, mit allen Eigenschaften ausgestattet, die es im Vater gibt, und erschuf ihn als ein seinem Schöpfer ähnliches Kind. Es wurde ihm für seinen Gang über die Erde eine Körpermaterie anvertraut, doch diese Körpermaterie ist für den Geist der Grund für Prüfungen und Kampf gewesen, weil das Fleisch schwach ist. Es musste so sein ─ gebrechlich ─, um die Stärke des Geistes zu erproben.

    20.  Die Tugend zeigt sich nur in der Prüfung. Das Licht strahlt am stärksten in der Finsternis, das Licht strahlt nicht im Licht, und so war es notwendig, dass euer Geist geprüft und geläutert würde. Denn euer Geist hat einen Anfang, doch in seiner Unschuld hatte er keine Verdienste, fehlte es ihm an Erfahrung, an Entfaltung und an Vollkommenheit. Dafür wurde ihm eine niedere Lebensstufe anbefohlen, um zu einer anderen, höheren aufsteigen zu können, und so weiter auf den sieben Stufen der Stufenleiter zur Vollkommenheit, bis er als vollkommener und reiner Geist in die Gegenwart des Vaters gelangt ─ voller Licht, durch die Entfaltung all seiner Gaben entwickelt, in all seinen Fähigkeiten vervollkommnet, mit vielen im Kampf erworbenen Verdiensten, voll Erkenntnis seiner selbst, seines Vaters und des Lebens, sich seiner Herkunft bewusst, wozu er geschaffen worden ist, und wohin er zurückgekehrt war.

    21.  Wenn der Geist im Fleisch den Beginn seines Kampfes auf dem Erdenweg vorfand, so traf er auch auf eine unendliche Zahl von Prüfungen und Versuchungen ─ manche Prüfungen handgreiflich und andere unsichtbar; so mächtige Versuchungen und Prüfungen, dass diese ihn mittels des Fleisches zu Fall brachten ─ die einen sichtbar und andere nur für den Geist, für das Gewissen wahrnehmbar ― für die zarten Saiten des Herzens und des Verstandes.

    22.  Der Geist ist von seinem Ursprung an auf alle Arten geprüft worden. Da er durch das Böse geprüft worden ist ─ meint ihr etwa, dass der Vater das Böse besitzen könnte, um seine Kinder zu versuchen? Wahrlich, Ich sage euch: Nein. Aber auch das Böse existiert von eurem Ursprung an, es hat die Schwachheit, die Verführbarkeit des Geistes und des Fleisches bewirkt. Da die Geistwesen nicht von ihrer eigenen Stärke Gebrauch zu machen verstanden, und das Fleisch den Versuchungen erlag ─ was hat der Vater angesichts dessen getan? Er hat zugelassen, dass die Kräfte des Bösen euch auf die Probe stellen. Einmal und tausend Male habe Ich es zugelassen, um in euch mein eigenes Licht, das Ich euch anvertraut habe, auf die Probe zu stellen, um eure eigene Tugend, welche die meine ist, einer Prüfung zu unterziehen, um euch im Schmerz, in den schwierigen Krisenzeiten, im Chaos des Lebens zu läutern; damit euer Geist während dieser Prüfungen und dieser schwierigen Geschehnisse Anlässe zur Vervollkommnung, zur Gesetzeserfüllung findet ─ Gelegenheiten, um euren Geschwistern und eurem Vater seine Stärke und die Standhaftigkeit in meinen Gesetzen zu beweisen.

    23.  Immer schon habt ihr mein Gesetz intuitiv erkannt ─ mein Gesetz, welches das Gute befiehlt und das Böse verabscheut. Intuitiv erkennt jedes menschliche Wesen von seinen ersten Schritten auf Erden an, was das Gute ist und wo das Böse ist. Doch ihr seid nicht fähig gewesen, euch wie die ersten Menschen an das Naturgesetz zu halten, wie es mein Volk vor dem Kommen Moses tat. Glaubt ihr, dass mein Volk Israel, das im Entstehen begriffen war, vor der Ankunft Moses‘ seinen Vater nicht erkannte? Wahrlich, Ich sage euch: So war es nicht. Seit Anbeginn dieser Menschheit hat es (immer) jemanden gegeben, der Mich erkannt hat, und durch ihn bin Ich von den anderen erkannt worden. Aber als unter der Menschheit das Böse größeres Gewicht bekam als das Gute, musste Ich kommen, um den Menschen an das Gute zu erinnern, musste Ich Mich körperlich vermaterialisieren, um mich den Menschen sichtbar und fühlbar zu machen ― wie es am Sinai geschah, als Ich vor Moses, der von seinem Volk umgeben war, mein Gesetz verkündete und es ihm in Stein gemeißelt übergab und ihn zu seinem Volk sandte, damit es die Saat unter allen Nationen sein würde.

    24.  Durch dieses Gesetz wurde mein Volk gerettet, befreite es sich und erlangte es Wohlergehen und Glück auf dieser Erde und Hoffnung auf das Jenseits. Aber es kam der Tag der Verfälschung meines Gesetzes, der Tag der Gewöhnung an dasselbe, und erneut breitete sich das Böse aus, bis es mehr wog als das Gute selbst. Als jene Gebote nach und nach verdreht wurden, als die Menschen neue Wege innerhalb des meinen zu schaffen begannen, da musste Ich erneut kommen, aber nun als Messias, Mensch geworden unter den Menschen, um die Wege gerade zu machen und sie mit dem Weg der Wahrheit zu verbinden, um die Menschen zur Wahrheit und zum Guten hinzuziehen, um sie auf den Weg der Gerechtigkeit und der Liebe einzuladen ─ um die Betrüger zu entlarven, um alles Falsche, allen Aberglauben, zu zerstören und ihnen zu sagen: „Dies ist das Gesetz, das war es, was Ich in jener Ersten Zeit übergab!“

    25.  Durch dieses mein Kommen fanden neue Völker der Erde und neue Rassen gleichfalls den Weg, den Frieden, das geistige Glück, Nahrung und Hoffnung auf das Jenseits.

    26.  Während eines langen Zeitalters nährte sich diese Menschheit vom reichen Mahl des Himmelreiches. Aber siehe da, auch dieses Mahl wurde verunreinigt, und bereits in diesem Zustand zu den hungernden Menschen gebracht, wurde meine Lehre verfälscht, meine Unterweisungen gleichfalls verdreht und falsch ausgelegt. Die Gesetzeserfüllung der Kinder und ihre Gottesverehrung waren nicht das, was der Vater angeordnet hatte, und so wurde es notwendig, zu den Menschen zurückzukehren und damit ein Versprechen einzulösen. Denn Ich wusste im Voraus, dass meine Gegenwart unter den Menschen von Zeit zu Zeit notwendig war. Daher ist jetzt das angekündigte Zeitalter, in dem der Herr erneut zu euch kommen würde, um von euch Rechenschaft über das Gesetz der vergangenen Zeiten, über die Offenbarungen, Unterweisungen und Wunder zu fordern, mit denen ihr in den zwei Zeitaltern reichlich gesegnet wurdet, die zuvor vorübergegangen sind.

    27.  Das ist der Grund, weshalb Ich gekommen bin. Denn ihr wart nicht imstande, im Guten standhaft zu sein und darin zu verbleiben, weil ihr den Schwächen des Fleisches nachgegeben habt, weil ihr in sowohl sichtbaren, als auch unsichtbaren Versuchungen gefallen seid ─ unter jene übernatürliche Macht des Bösen, die über euch existiert.

    28.  Glaubt ihr etwa, dass in jener Ersten Zeit alle Zeugen meines Kommens angesichts desselben zu Gläubigen wurden? Wahrlich, nicht alle!

    29.  Glaubt ihr etwa, dass jene Offenbarung von allen geglaubt wurde, als sie zu anderen Ländern, zu Ländern von Heiden getragen wurde? Nein. Viele begriffen nicht, dass jenes Gesetz ein göttliches Werk sein sollte. Vielmehr glaubten sie, dass es Menschenwerk war. Aber als jenes Gesetz sich durch seine Gerechtigkeit, durch ihre eigenen Taten durchsetzte und manifestierte, da erforschten es die großen Ungläubigen.

    30.  Ebenso war es in der Zweiten Zeit. Tausende und Abertausende von Männern und Frauen vernahmen Mich. Viele haben wirklich geglaubt, aber noch mehr zweifelten und dachten nicht, dass jener Mensch der Messias sei, sondern dass Er ein Mensch wie alle anderen sei. Sein Wort wurde durch ihre Ungläubigkeit unverständlich und konfus, und es war nur für die Gutgläubigen einleuchtend und klar. Daher wurde Ich von den Ungläubigen bekämpft, verspottet und verfolgt, und mein Leiden, meine Taten, meine Wunder wurden vom Ungläubigen nicht als göttliche Werke, sondern als Menschenwerk betrachtet.

    31.  Als meine Lehre sich durch ihre eigenen Manifestationen über die Menschheit verbreitete, als meine Zeugen gleichfalls Beweise davon gaben, dass sie meine wahren Jünger, meine wahren Zeugen waren, da bekehrte sich die ungläubige Menschheit zu meiner Lehre, vergoss Tränen der Reue und wurde gleichfalls meine Jüngerin.

    32.  Warum sollte es euch wundern, dass dies auch in dieser Zeit geschieht?

    33.  Manche werden an eurem Zeugnis zweifeln und daran, dass Ich Mich dem Menschen durch das Verstandesvermögen kundgetan habe. Manche werden, wenn sie ihre Blicke auf jene materiellen Bücher richten, die mein Wort enthalten, anzweifeln, dass es ein göttliches Werk ist, das durch Inspiration empfangen worden ist. Dann werden sie alles euch, den Menschen, der menschlichen Eitelkeit zuschreiben, weil es in dieser Menschheit Misstrauen gibt. Aber ihr sollt über das Misstrauen und über die Ungläubigkeit hinwegsehen, ohne eure Geschwister zu verurteilen, ohne euch damit Gewalt anzutun, weil ihr wisst, dass nach dem Misstrauen und der Ungläubigkeit infolge eurer eigenen Taten der Glaube eintreten wird. Lasst sie eure Werke sehen, lasst eure Zeugnisse wirklich voller Licht sein, sodass es weder die Bücher, noch eure Worte sind, welche die Welt bekehren, sondern eure guten Werke, mit denen ihr das Zeugnis besiegelt, dass Ich bei euch gewesen bin, dass Ich auf der Wolke gekommen bin, um Mich mittels meines Strahles durch einen Stimmträger bzw. einen Menschen, kundzutun, der von meinem Göttlichen Geist so bezeichnet worden ist.

    34.  Ich werde euch auf alle Wege des Erdballs senden, ebenso wie eure Kinder, die gleichfalls Jünger des Heiligen Geistes sein werden, und auch deren Kinder werden meine Saat hinaustragen. Doch wahrlich, Ich sage euch, es werden keine drei Generationen nach der euren vergehen, bis diese Menschheit angesichts des Spiritualismus, des Kommens des Heiligen Geistes, durch außerge­wöhnliche Ereignisse bis in ihre Grundfesten erschüttert werden wird, von denen Ich einige unter euch verwirklicht habe, während Ich andere für die Zukunft bereithalte. Ebenso werdet ihr das Reich des Bösen nach und nach beseitigen. Diese Macht wird durch eure Werke der Liebe und Gerechtigkeit immer mehr zerfallen.

    35.  Jeder Mensch, der zum Spiritualismus bekehrt wird, wird einer weniger sein, der zu jenem Reich gehört. Aber wenn ihr glaubt, dass Ich euch die Aufgabe oder den Auftrag gebe, durch eure Werke der Liebe und des Lichts die Atmosphäre des Bösen zu überwinden, so sage Ich euch in Wahrheit, dass noch nicht die Zeit ist, in der ihr es völlig besiegen könnt, denn es ist noch stärker, als ihr es seid. Aber verbergt wegen dieser Worte, die Ich euch sage, nicht eure Waffen und unterlasst nicht, sie zu zücken ─ nein, meine Kinder. Bedenkt: Auch wenn euer Schwert nicht allmächtig ist, so bin doch Ich allmächtig, und Ich bin in eurem Schwert.

    36.  Kämpft gegen die Versuchungen, entdeckt die Fallen, zerreißt die verführerischen Netze und Stricke, entdeckt sie durch eure Intuition, wenn sie sich hinter dem Schleier des Jenseits verbergen, entdeckt sie, wenn sie sich unter den Menschen oder in den Kämpfen der Menschen verbergen ─ kämpft immer. Ich sage euch: Ihr sollt in diesem Kampf mit Mir sein. Ich bin in ihm wie ein großer Krieger gegen die Finsternis und alles bestehende Böse, und am Ende werde Ich es sein, der den letzten Schlag ausführt und siegt, der euch beisteht, und ihr werdet diejenigen sein, die Mir helfen zu siegen. Der endgültige Sieg über die Versuchung und das Böse wird euch, meinem Volk, in dieser Zeit nicht gelingen. Ich werde jene Macht eine Zeitlang binden müssen, aber eure Verdienste dabei werden euch zugerechnet werden. Die Zeit, in der jene Macht gebunden sein wird, wird dazu dienen, dass das Gute im Herzen der Menschen Wurzeln treibt, dass das Gute in all seinen Formen an Stärke zunimmt. Wenn der Mensch dann im Guten stark geworden ist, wenn das Gute auf der Waage meiner Gerechtigkeit mehr wiegt als das Böse, dann wird die Versuchung in all ihren Formen für eine weitere Zeitspanne losge­lassen sein, und in eben dieser Zeit wird es nicht mein Schwert sein, das sie besiegt, sondern eure eigenen Waffen.

    37.  Ich werde nur von der Unendlichkeit aus wachen, weil ihr dann die nötige Kraft haben werdet, um den Feind zu besiegen. Die Tugend in all ihren Formen wird sich auf dieser Welt durchgesetzt haben, und die Versuchung wird keinen Winkel, noch eine offene Tür, noch einen Raum finden, und ihre größten Fallen, ihre größten Fallstricke werden zunichte sein bis zum letzten Element jener Macht der Versuchung. Wenn dann ihr Reich zerbrochen und zerteilt ist, wird der Beginn eures Triumphes kommen, und die Finsternis wird sich in Licht verwandeln, das Böse wird zu Gutem werden, und die Verirrten werden gefunden werden.

    38.  Seht, dies wird der Triumph in eurem Geist sein, und wenn ihr dann euren Lobgesang anstimmt, wird es der Triumph des Lichts, der Gerechtigkeit und der Liebe sein. Denn ihr werdet nicht als Gescheiterte von dieser Welt gehen, werdet nicht durch die Versuchung zugrunde gerichtet scheiden. Nein, meine Kinder. Obwohl ihr während einer langen Zeit zu Fall gekommen seid und weiterhin durch diese Fallstricke stürzen werdet, wird der Tag eures Triumphes kommen, an dem ihr euer Angesicht emporrichtet und auf euren Herrn blickt, so wie sich der Soldat vor seinem Befehlshaber aufrichtet.

    39.  Volk, Ich bereite euch auf die kommenden Auseinandersetzungen vor. Ich will euch in allen Kämpfen immer siegreich sehen. Aber Ich will nicht, dass diese Siege eurem Stolz schmeicheln. Es sollen keine Siege für eure Eitelkeit sein, sie sollen für mein Reich sein. Sie sollen für eure geistige Demut tiefe, innigste Befriedigungen sein, die sich nicht einmal auf eurem eigenen Gesicht abzeichnen.

    40.  Eure Werke der Liebe und Barmherzigkeit sollen nicht bekanntgemacht werden, unter euch soll es keine Pharisäer geben, die mit der unter ihren Geschwistern ausgeübten Wohltätigkeit Feiern veranstalten. Ihr sollt jene sein, die im Stillen Gutes tun. Ihr lebt bereits in der Zeit des Heiligen Geistes, und euer Geist entfaltet sich nun in all seinen Fähigkeiten, um mittels derselben Gutes zu tun. Ihr werdet geben können ─ nicht nur die Güter, die ihr auf Erden besitzt, sondern auch jene, die euer Verstand, euer Herz und euer Geist besitzt. Was ihr nicht durch euer Wort, durch eure irdische Persönlichkeit tun könnt, tut durch das Gebet. Sprecht mit Mir, erhebt euch zu Mir, und ihr werdet von dort aus große Werke der Barmherzigkeit und Liebe vollbringen können. Doch wenn euer Gewissen euch sagt, dass ihr euch von etwas Materiellem trennen müsst, um es dem Notleidenden zu geben, so beabsichtigt nicht, jene Wohltat durch ein Gebet zu ersetzen. Seid nicht bestrebt, euren Egoismus durch geistige Gebete zu verbergen oder zu verschleiern. Hegt nicht den Wunsch, dass das, was ihr tun könnt, der Vater tun soll.

    41.  Lasst zu, dass euch immer euer Gewissen befiehlt und sagt, in welcher Weise ihr Wohltätigkeit ausüben müsst, und wenn in dieser Wohltätigkeit die Notwendigkeit liegt, dass ihr euch von etwas Eigenem trennen müsst, soll es euer Herz nicht bedauern. Reicht die Hand, und ihr werdet Glück in eurem Geist spüren. Dann wird auch euer Herz die Freude in eurem Vater vorausfühlen.

    42.  Ich bereite euch auf die großen Kämpfe unter der Menschheit vor und sage euch: Die Menschen von heute interessieren sich für das Jenseits ─ nicht wirklich alle, aber man erforscht doch an allen Punkten der Erde das Geistige, man ist bestrebt, die geheime Schatzkammer des Herrn zu erforschen, man bespricht und studiert die Bücher, die Menschen dringen in die Philosophien und Wissenschaften ein. Der Grund dafür ist, dass Ich gesucht werde, dass meine Gegenwart von allen empfunden wird, und sie Mich zu finden versuchen. Die Geistwesen wissen, dass Ich die Quelle von Liebe und Vergebung bin, und so wagen sie es trotz ihrer Verfehlungen, Mich zu suchen, weil sie Vergebung und Erlösung erhoffen. Sie wissen, dass Ich eine unerschöpfliche Quelle von Barmherzigkeit bin, und dass Ich auch ein mit Speisen bedeckter Tisch bin, um ihren Hunger und Durst zu stillen.

    43.  Meint ihr, dass die Menschen bei dieser Suche nicht stark werden und sich vorbereiten? Meint ihr, dass sie bei ihren Studien keine Entwicklung und Entfaltung erreichen? Doch, Volk. Wenn ihr euch einmal auf den Weg macht, werdet ihr überrascht sein. Wenn ihr mit euren Geschwistern sprecht, die sich unter dem Schatten anderer Bäume nähren ─ die andere Früchte als die essen, die Ich euch angeboten habe, werdet ihr erleben, dass auch sie sich genährt haben, dass auch sie stark sind. Und wenn der Augenblick des Kampfes gekommen ist, wenn ihr vom Schwert eurer Vernunft, eures Wissens und eurer geistigen Erhebung Gebrauch machen müsst, werdet ihr erleben, dass auch das Schwert euer Geschwister Lichtkraft besitzt.

    44.  Schlaft nicht, damit ihr kämpfen könnt, aber lernt, den Sieg zu erkennen. Denn oftmals wird der Sieg in eurer Niederlage sein, wird die Niederlage gegenüber dem Gegner nur scheinbar sein. Der Sieg wird in euch selbst sein, und hernach wird er sich auf dem Gesicht dessen, der euch scheinbar besiegte, widerspiegeln.

    45.  Versteht Mich, Volk. Denn der Augenblick wird kommen, an dem ihr schweigen müsst, an dem ihr den Nacken in wahrer Demut demütig beugen müsst, und dann wird der Gegner sich über euch erheben und seinen Schlag ausführen. Aber ihr werdet geschwiegen haben, werdet euch absichtlich gebeugt haben, und später werdet ihr sehen, wie im Geist desselben die Saat aufgeht, die ihr hinterlassen habt, und dass der Schlag eures Schwertes des Lichts und der Liebe eine tiefe Wunde im Herzen eures Geschwisters ─ nicht eures Feindes ─ hinterließ, und durch diese Wunde wird der Hochmut jenes Herzens vergehen und die Saat des Meisters eindringen.

    46.  Ihr hattet bereits Erfahrung, denn ihr seid oft zu meinem Heiligtum gekommen, um Mir zu sagen: „Meister, ich habe mit großer Liebe in ein Herz gesät, aber seine Ohren haben mich nicht gehört, er blieb kalt und hart, und seine Lippen haben mich verspottet.“ Doch der Meister hat liebevoll gelächelt, hat euch mit Frieden und Hoffnung erfüllt und hat euch gesagt: „Wartet ab, denn euer Same ist nicht verlorengegangen, er gelangte bis auf den Grund jenes Herzens. Lasst ihn dort! Ich werde ihm Regen geben und ihn fruchtbar machen. “ Ich werde das Unkraut und die Felsbrocken beseitigen, die eure Hand vorerst nicht entfernen konnte. Aber bittet für jenen, vergesst es nicht, bittet geistig und hofft darauf, dass der Zeitpunkt euer Genugtuung und eurer Beglückung kommen wird. Doch wenn jener Zeitpunkt spät gekommen ist, hat er Zweifel in euch aufkommen lassen. Aber damit der Zweifel nicht ewig fortbesteht, habe Ich euch gesagt: „Denkt an das Samenkorn, das ihr ausgesät habt. Es verschwand dem Anschein nach, aber an seiner Stelle ist ein Strauch hochgewachsen. Pflegt ihn nun, damit er Früchte trägt.“ Da ist eure Freude und die der anderen groß gewesen.

    47.  Ich bereite euch vor, Volk, damit ihr nicht ungeduldig seid, damit die geistige Geduld die Auftragserfüllung bestimmt. Denn der Same, den Ich euch ein weiteres Mal anvertraue, hat keine zeitliche Begrenzung, um zu keimen, wie der Same auf der Erde. Er entfaltet sich innerhalb der Ewigkeit, und diese Zeit kann sowohl kurz, als auch lang sein. Ihr wisst dies nicht, eure Aufgabe ist es nur, ihn durch euer Gebet und eure Liebe zu pflegen und zu behüten.

    48.  So bereitet euch der Meister für die Zeit nach seinem Abschied vor. Ich will, dass die Glückseligkeit, die ihr heute genießt, wenn ihr mein Wort durch das menschliche Verstandesvermögen vernehmt, nach meinem Abschied fortbesteht. Volk, wenn mein Geist in jenem Jenseits das Nahen eures Geistes mittels des Gebets erwartet, sei es einzeln oder gemeinsam ─ dann will Ich im Herzen meiner Kinder die Glückseligkeit und Wonne erblicken, die Ich heute sehe. Dass ihr in voller Erkenntnis all dessen, was in dieser Zeit geschah ─ all dessen, was der Vater euch gab und des Endpunktes, den Er seiner Kundgebung durch das Verstandesvermögen setzte, herbeikommt, um Ihm euren unendlichen Dank darzubringen. Dass ihr mit einem Loblied herbeikommt, das eure Lippen verschweigen, das aber in eurem Geist brennt, um Ihm zu sagen: „Vater, wie vieles hast Du uns zuteilwerden lassen! Wie viel Wonne in unseren Geistern während jener Zeiten! Wie lichtüberflutet hast Du die Geister zurückgelassen, und welch kostbares Erbe hast Du der Menschheit hinterlassen!“

    49.  So glückserfüllt will Ich euch sehen, oh Volk! Ich will unter euch keinen Geist sehen, der zurückgeblieben ist, will niemanden sehen, der weiterhin im Unglauben umherschweift, der inmitten seiner Sünden und seiner mangelnden Nutzung meiner Gnade sich die Haare rauft. Ich will Eintracht unter dem Volk sehen, sodass Ich in meinem eigenen Geist seine Ausstrahlung und seine Gebete fühlen kann, die Folgendes zum Ausdruck bringen: EINIGKEIT, FRIEDEN UND GUTEN WILLEN ─ GLAUBEN, HOFFNUNG UND BARMHERZIGKEIT.

    50.  So will Ich diese Tugenden sehen ― von eurem Geist gepflegt und wie eine Standarte im Wind wehend, im Unendlichen, damit Ich euch den Befehl geben kann, zu allen Völkern, zu den Volksmassen aufzubrechen, die Mich wirklich erwarten und mit brennendem Herzen die Wiederkunft des Messias, des Erlösers zu den Menschen ersehnen. Einige sagen: „Der Meister ist bereits unter uns, aber Er ist unsichtbar.“ Ich sage euch: Gesegnet sei die Intuition und das Ahnungsvermögen dieser Geistwesen. Andere sagen: „Nein, Er ist noch nicht gekommen, Er muss sichtbar und berührbar kommen wie in der Zweiten Zeit.“ Der Grund dafür ist, dass jene die Wolke vergessen haben ─ jene geistige Wolke, in der Ich in dieser Dritten Zeit gekommen bin.

    51.  Es gibt andere, die jene Verheißung ganz vergessen haben und weder wachen noch beten. Aber ihr seid zubereitet, euch ist mit lebendiger Stimme die Offenbarung der Dritten Zeit übergeben worden, damit ihr ohne Wanken, mit voller Gewissheit zu euren Geschwistern geht und angesichts der großen Menschenmassen nicht eingeschüchtert werdet. Denn wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werdet ihr ausgefragt werden und sollt ihr die Herzen durch euer Zeugnis befriedigt zurücklassen. Die Gläubigen werden Legionen bilden, auch die Ungläubigen werden solche bilden und kämpfen. Aber die Heere der Ungläubigen werden bald dezimiert werden, weil dann die Zeit ist, in der der Heilige Geist die Oberhand gewinnt. Denn Er wird in alle Herzen einsickern.

    52.  Stärkt euch, Jünger, nährt euch, werdet bei Mir gesund, besteht die irdischen Prüfungen, seid guten Mutes angesichts des Lebens. Blickt nicht gleichgültig auf den Schmerz, der euch bedrängt, denn dieser Prüfstein wird euch vervollkommnen. Verwünscht nicht den Schmerz, und verflucht ihn auch nicht, segnet ihn vielmehr. Wenn der Leidenskelch von euch getrunken werden muss, so trinkt ihn. Falls seine Hefen von euch nicht getrunken werden können, werde Ich sie trinken. Aber seid ergeben und geduldig. Betrachtet den Schmerz mehr mit dem Geist als mit dem Fleisch, oder fühlt ihn mehr mit dem Geist als mit dem Körper, dann werdet ihr erleben, wie viel Stärkung ihr in den Meditationen eures Geistes finden werdet. Ihr werdet erleben, wie viel Licht das Gewissen dem Geist zuteilwerden lässt und dieser seiner Körperhülle. In eurem Geist werdet ihr den göttlichen Balsam, den wahren Heilbalsam finden, der alle Leiden lindert und heilt, und durch ihn werdet ihr wirklich genesen.

    53.  Seid der wahre Spiritualist, seid mein wahrer Jünger, oh Volk! Dann werden alle Dornen, Stolpersteine und Hindernisse auf dem Weg leichter und gelinder werden. Jene Last, die zeitweilig auf euren Schultern lastet, wird unerklärlicherweise leichter sein, wenn ihr meditiert und betet. Die Erklärung dafür werdet ihr in euch selbst haben. Es kommt daher, dass der Geist sich erheben wird, und er erhoben stark ist und sein Fleisch stark macht. Daher will Ich, dass ihr ein erhobenes Leben führt, damit ihr von dort aus dieses Leben beherrscht, und euer Geist in allen Prüfungen kämpft und siegt ─ damit er von dort aus das Fleisch, dessen Leidenschaften, Schwächen und Nöte beherrscht.

    54.  Erhebt euch immer mehr, mein Volk, dann werden der Friede und das Reich des Vaters in eurer Reichweite sein, und noch während ihr diese Erde bewohnt, wird euer Geist Bewohner des Friedensreiches des Vaters sein!

    55.  Dies ist mein Lehrwort, das Ich euch in dieser Morgenandacht als Lektion gebe. Nehmt sie in eurem Geist auf, in ihr ist die ganze Liebe des Meisters enthalten, in ihr ist eine Waffe mit der Kraft, sich in der Zukunft zu erheben und zu kämpfen.

    56.  Bittet in diesem Augenblick für die ganze Menschheit, sagt euch der Meister, und bittet in Wahrheit für alle eure geistigen Geschwister! Jetzt ist der Augenblick des Gebets gekommen. Mein Geist der Liebe und des Friedens wird seinen Mantel über das ganze Universum breiten, um alle meine Kinder in diese Liebkosung, in diesen Heilbalsam und in diesen väterlichen Segen einzuhüllen, oh gesegnetes Volk meiner Göttlichkeit!

    Mein Friede sein mit euch!

  • Unterweisung 329

    1. Wohl euch, die ihr eure Kenntnisse erweitern wollt, um das Höchste zu entdecken.

    2.  Glücklich und selig seien, die klar erkennen wollen. Doch wahrlich, Ich sage euch, ihr müsst mein Wort studieren und ergründen, damit die Binde fällt, die eure Augen bedeckt.

    3.  Der Mensch hat sich doppelt schuldig gemacht. Nicht nur, weil er keine Anstrengung macht, damit jene Binde fällt, die ihn an der Erkenntnis meiner Lehre hindert, sondern auch, weil er sich in den Banden des Fleisches entkräftet, die ihn zu materiellen Vergnügungen führen, zum Nachteil der geistigen Freuden. So kommt es, dass er zu einem Sklaven seiner Leidenschaften geworden ist und seine Willenskraft zur Erneuerung zerstört hat.

    4.  Die Blinden wollen die Blinden führen, und jene, die meine Lehre nicht praktiziert haben, wollen die Sünder leiten. Der Mensch ist schwach, weil er sich nicht bemüht hat, sich mit meinem Wort zu erneuern und zu läutern. Er wollte keinen Gebrauch machen von jener Kraft, mit der er ausgestattet ist, welche der Wille ist, um gegen seine Laster zu kämpfen und sich selbst zu überwinden. Wenn euer Geist diese Schlacht gewinnt, dann könnt ihr sagen, dass ihr befreit seid. Wenn euer Geist die Herrschaft über das Fleisch hat, werdet ihr erleben, dass selbst die Raubtiere sich eurem Liebesruf sanft beugen.

    5.  Wenn der Mensch sich vergeistigt, wird er durch das Licht meines Heiligen Geistes alles verstehen, was er in Gott und in der Natur als ein Geheimnis betrachtet hat.

    6.  Sagt nicht, dass ihr an Mich glaubt, wenn eure Werke oder eure Gedanken gerade das Gegenteil besagen. Der Tag wird kommen, an dem ihr aufgrund eurer Vergeistigung fühlen werdet, dass Ich in euch bin und ihr in Mir seid. Wenn ihr meine wahren Jünger sein wollt, so trachtet nach dieser Vergeistigung.

    7.  Mein Tisch ist gedeckt, kommt und nährt euch von dem Brot des ewigen Lebens, bereitet euch mit meinen Liebeslektionen zu, beseitigt eure Unwissenheit durch mein Licht, macht euch frei von den Leidenschaften, seid die Kinder des Lichts.

    8.  Dann werden eure Werke und eure Vergeistigung wie ein Lobgesang sein, den euer Geist anstimmt, um euren Vater zu verherrlichen.

    9.  Bereitet euch vor, Jünger, denn der Tag rückt näher, an dem Ich zum letzten Mal durch dieses Mittel zu euch spreche; und ihr werdet dann stark sein müssen, um den neuen Tag, die neue Zeit zu erwarten, in der Ich nicht mehr das Gehirn eurer Stimmträger als Instrument gebrauchen werde, die mein Wort übermitteln, sondern Ich im Geist gegenwärtig sein werde ─ bereit, meine Inspiration in den Geist eines jeden von euch einfließen zu lassen.

    10.  Nur noch einige Monate bleiben euch, um euch an diesen Kundgebungen zum letzten Mal zu erquicken; es ist eine genügend lange Zeit, um über meine Botschaft und meine Offenbarungen zu meditieren, damit ihr euch durch Studium, durch Gebet und durch Ausübung (derselben) vorbereitet, damit ihr Kräfte ansammelt, euren Geschwistern beisteht, jene aufrichtet, die gefallen sind, denen Trost spendet, die in ihren schweren Prüfungen Tränen vergießen, und mit jedem eurer Schritte eine echte Spur von Vergeistigung hinterlasst.

    11.  Wer in der wichtigsten Stunde, in der Ich euch mein letztes Wort gebe, auf seinem Posten steht, der wird im Kampf standhaft bleiben, der wird bestehen. Doch jeder, der Fehltritte macht, wird zu Fall kommen, weil nur das fest Gegründete dem Lauf der Wirbelstürme widerstehen wird, die danach zu diesem Volk gelangen werden, weshalb Ich euch sage, dass jedes Werk, das nicht auf Fundamenten der Wahrheit, der Hingabe, der Nächstenliebe und der Vergeistigung errichtet sein sollte, niedergerissen werden wird.

    12.  Lernt, die Essenz meines Wortes zu erkennen, damit ihr euren Geist nur von ihr nährt. Denn Ich habe gesehen, dass ─ weil ihr euch nicht darum bemüht habt, meine Essenz zu entdecken ─ ihr euch stattdessen die Ausdrucksweise der Stimmträger und der Gabenträger zu eigen gemacht habt. Doch vergesst nicht, dass der Geschmack, den ihr der Welt bringen sollt, nicht ein menschlicher, sondern ein göttlicher Geschmack sein soll.

    13.  Wahrlich, Ich sage euch, wenn die Körper der Stimmträger sich auf die Durchführung ihrer so hohen und heiklen Aufgabe vorbereitet hätten, hätten deren Lippen beim Übermitteln meiner Botschaft nicht nötig gehabt, so viel zu sprechen, um meine Inspiration auszudrücken, noch hätten sich meine Kundgebungen über Stunden hingezogen.

    14.  Wenn sie die Weisung ihres Gewissens verstanden und befolgt hätten, und sie sich von der Liebe zum Volk und von der Barmherzigkeit zu den nach geistigem Licht Bedürftigen hätten inspirieren lassen, hätte sich mein Wort auf einige Sätze beschränkt, die jedoch selbst in der Form so vollkommen gewesen wären, dass sie jene erschüttert hätten, die sich auf Erden für die Gelehrtesten halten. Und meine Botschaften hätten nur Minuten gedauert, aber in diesen wäre so viel Essenz übermittelt worden, dass der Geist der Zuhörer sich in die Ewigkeit versetzt gefühlt hätte, wo die Zeit weder lang noch kurz ist. Und meine Gegenwart hättet ihr in ihrer ganzen Intensität empfunden, weil sie nicht durch die Unvollkommenheiten, die Unreinheiten und Vermaterialisierung eurer Stimmträger getrübt worden wäre.

    15.  Ach, meine Kinder, Ich sehe euch in diesen Augenblicken weinen, aber leider schon zu spät. Denn für den Rest eurer Auftragserfüllung, reicht die Zeit nicht mehr aus, um eine vollkommene Frucht zu erlangen ─ jene Frucht, die ihr während eines ständigen Ringens, zur Erlangung der Vergeistigung hättet reifen lassen müssen! Dennoch werdet ihr etwas in diesen letzten Morgenstunden tun können.

    16.  Jetzt werde Ich euch sagen, wie ihr eure Irrtümer berichtigen könnt, um sie nicht länger mit euch zu schleppen und noch viel weniger an eure Geschwister weiterzugeben, als ob sie ein Teil der Wahrheit wären.

    17.  Nehmt das Wort so, wie ihr es von den Lippen des Stimmträgers gehört habt, und erhebt dann euren Verstand, ruhig und besonnen, mittels des Gebets. Meditiert über jene Lektionen nach, bis ihr ihren Sinn, ihren Grund, ihren Gehalt entdeckt habt. Dies wird die göttliche Essenz sein, die ihr in eurem Herzen bewahren, und die ihr hernach der Menschheit als Botschaft des Lichts bringen sollt.

    18.  Wenn ihr einmal auf die leeren Worte, auf die Förmlichkeiten, auf die symbolischen Handlungen und die Zeremonien verzichtet, werdet ihr den Schleier zerrissen haben, der euch daran hindert, die Wahrheit zu erkennen. Wenn ihr das Äußerliche und das Überflüssige zurückweist, wird es ein Zeichen dafür sein, dass die Vergeistigung von euch allmählich empfunden und gelebt wird. Dann werden sich euer Geist, euer Herz und Verstand und selbst eure Sinne nicht mehr so leicht von oberflächigen oder nur wenig bedeutenden Zurschaustellungen beeindrucken lassen. Der Geist wird in allem die Essenz, die Wahrheit, das Leben, das Grundsätzliche suchen.

    19.  Könnte einer von diesen Jüngern seinen Geschwistern eine Botschaft bringen, in der das Reine mit dem Unreinen, das Göttliche mit dem Fleischlichen und das Hohe mit dem Gemeinen vermischt ist? Nein, Volk, es ist nur natürlich und richtig, dass ihr denkt, dass diese guten Jünger nur eine himmlische Botschaft verbreiten, die sowohl in ihrer Essenz, als auch in ihrer Form ein lebendiges Zeugnis von Licht und Wahrheit ist.

    20.  Welchen werde Ich das Werk anvertrauen, mein Wort in Schriften zu verwandeln, damit sie ein weiteres Mittel sind, um euer Zeugnis zu verbreiten? Ich allein weiß es. Doch wahrlich, Ich sage euch, Ich werde sie sehr prüfen, und sie werden unter denen ausgewählt werden, die am meisten Liebe dafür hegen, dass die Spiritualität meiner Lehre sich unter ihren Geschwistern verbreitet.

    21.  Stärkt euch an diesen Unterweisungen, damit ihr in der letzten Stunde meiner Kundgebung standhaft sein könnt und dann zu den Soldaten gehört, die für die Essenz, Spiritualität und Schlichtheit dieses Werkes kämpfen.

    22.  Wenn dieser mein Same im Herzen der Völker, welche die Menschheit bilden, aufgegangen ist, wird es im Leben der Menschen einen umfassenden Wandel geben. Wie groß wird der Unterschied sein, den sie sowohl in ihrem menschlichen Leben als auch in ihrer geistigen Gottesverehrung zeigen, wenn man den Vergleich zieht zwischen der Art zu leben, zu glauben, anzubeten, zu kämpfen und zu denken der Menschen früherer Zeiten und denen, die die Spiritualität leben.

    23.  Von jener Zeit des Fanatismus, der Abgötterei, der Vermaterialisierung und absurder Glaubensdogmen wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Alle Irrtümer, die eure Vorfahren und ihr selbst jenen kommenden Generationen vermacht, werden beseitigt werden. Alles, was keine Essenz des Guten und Wahren in sich trägt, wird nicht überdauern. Aber alles Gute, das ihr geerbt habt, werden sie bewahren.

    24.  Diese Lehre, die in einer geistigeren Form als in den vergangenen Zeiten dargelegt ist, wird unter den Menschen, Völkern, Kirchen und Sekten kämpfen müssen, um sich durchzusetzen und Fuß zu fassen. Doch sobald die kurze Zeit der Verwirrtheit vorüber ist, wird der Friede zu den Menschen kommen, und sie werden jubeln, wenn sie meinem Wort den Sinngehalt entnehmen, den es schon immer in sich barg.

    25.  Die Vorstellungen über meine Göttlichkeit, über das Geistige Leben und über den Zweck eures Daseins wird in die richtigen Bahnen gelenkt werden, weil jeder Mensch ein guter Ausleger all dessen sein wird, was euch von eurem Meister, seinen Boten und Propheten in Gleichnissen und Sinnbildern gesagt worden ist.

    26.  Jene Ausdrucksweise wurde von den Menschen nur zum Teil verstanden. Es war die Lektion, die ihnen entsprechend ihrer geistigen und verstandesmäßigen Fassungskraft zugewiesen worden war. Aber da sie alles wissen wollten, verstrickten sie sich in immer mehr Widersprüche und falsche Vorstellungen, weil sie dem, was nur in geistiger Weise gedeutet werden konnte, materielle Auslegungen gaben.

    27.  Nun erstrahlt das Licht aufs Neue in jedem Geist, und ihr werdet daher in den Kern jener und dieser Offenbarungen eindringen können. Doch vergesst nicht, dass ─ wenn ihr wirklich danach trachtet, den Sinngehalt oder die Essenz meines Wortes zu erkennen, ihr euch dem Studium dieser Offenbarungen widmen müsst, indem ihr sie geistig ergründet. Dann wird es einfach werden, sein Sinngehalt wird offensichtlich, klar, schlicht erscheinen. Die Geheimnisse werden beseitigt werden und damit die Unwissenheit. Dann wird die Erde nach und nach lichtvolle Wesen zum Geistigen Tal zurücksenden und nicht dunkle Wesen, die in den Schleier der Unwissenheit gehüllt sind.

    28.  Seit diese Kundgabe sich zu offenbaren begann, wurde euer Geist durch meine Lehre erleuchtet, obschon sich auch Ungläubige zeigten ─ sowohl bei denen, die den Verstand geschult haben, als auch bei den Ungebildeten und Unwissenden.

    29.  Wie viele Argumente, um diese Offenbarung zu leugnen! Wie viele Versuche, dies Wort zu vernichten! Doch nichts hat den Lauf meiner Botschaft aufgehalten ─ im Gegenteil: Je mehr man dies Werk bekämpft hat, desto mehr wurde der Glaube der Menschen entzündet, und je mehr Zeit verging, desto größer wurde die Zahl derer, durch die Ich mein Wort übermittle.

    30.  Was ist daraus zu lernen? Dass Menschenmacht niemals imstande sein wird, zu verhindern, dass die göttliche Macht ihre Ratschlüsse durchführt.

    31.  Wenn der gegenwärtige Mensch mit all seiner Wissenschaft nicht imstande ist, die Elemente der Natur seinem Willen zu unterwerfen ─ wie könnte er dann seine Macht den geistigen Kräften aufzwingen?

    32.  Ebenso wie die Gestirne im Kosmos ihrer unwandelbaren Ordnung folgen, ohne dass der Wille des Menschen sie ihre Bahn oder ihre Bestimmung verändern lassen kann, so kann auch die Ordnung, die im Geistigen existiert, von niemandem verändert werden.

    33.  Ich schuf den Tag und die Nacht, das heißt, Ich bin das Licht, und niemand anderer als Ich kann es zurückhalten. Dasselbe gilt für das Geistige.

    34.  Ich bin das Licht eures Geistes, und Ich allein weiß, wann Ich euch den Schatz an göttlicher Klarheit senden muss.

    35.  Den Lauf des Lebensflusses wird niemand ändern können, das Vordringen des Lichts wird niemand verhindern können. Daher seht ihr, dass ─ nachdem meine Kundgabe sich euch in dieser Form so manche Jahre kundgetan hat, sie nun auf ihre Beendigung zugeht, ohne dass einer der so vielen Gegner dieser Lehre es erreicht hätte, auch nur einen Tag des Vollzugs meiner Kundgebung zu verhindern.

    36.  Der Stimmträger hat sich beim Kontakt mit meinem Licht stark, unbesiegbar, unverwundbar gefühlt, und so ist es wirklich gewesen.

    37.  Wenn das Volk im Innern dieser Versammlungsorte zusammenkam, hat es dies immer ohne Furcht vor der Welt getan, immer voll Vertrauen in meine Gegenwart und meinen Schutz, und Ich habe ihm bewiesen, dass sein Glaube auf Wahrheit beruhte.

    38.  Angesichts der Beweise, die Ich diesem Volk für die Wahrheit meiner Gegenwart gegeben habe, sind die Menschenscharen immer mehr herbeigeströmt, und die Anzahl der Orte, in denen Ich mein Wort kundtue, hat sich vervielfacht.

    39.  Ich muss euch auch sagen, dass sich die Zahl der Ungläubigen, der Zweifler und Leugner vermehrt hat. Denn solange die Menschheit von Mir nicht die Vorstellung hat, die der Wahrheit entspricht, wird es immer welche geben, die Mich leugnen. Wegen ihrer Verwirrtheit können sie Mich nicht verstehen, noch können sie Mich vernehmen, noch fühlen, und dann müssen sie Mich leugnen und das bekämpfen, was für sie nicht wahr sein kann, weil es außerhalb ihres Auffassungsvermögens ist.

    40.  Ich vergebe ihnen, weil es nicht ihre Absicht ist, Mir irgendwie zu schaden, noch wären sie dazu imstande. Sie sind wirklich der Meinung, dass diese Menschenscharen Opfer einer Verführung oder eines Betruges sind und würden ihnen dies gerne ersparen.

    41.  Doch es werden auch andere Leugner kommen, die ─ wenn sie die Bedeutung dieser Lehre vernehmen ─ vor seiner Wahrheit und seiner Gerechtigkeit erzittern, und da sie ihre Macht und ihren Namen in Gefahr sehen, werden sie mein Werk mit unedlen Waffen bekriegen und bekämpfen. Bei diesen Herzen wird es nicht die Unwissenheit noch die ehrliche Überzeugung sein, die sie veranlasst, dieses Volk zu bekämpfen ─ es wird die Missgunst, der Hass und die Furcht davor sein, dass es in der Menschheit licht wird. Doch niemand wird verhindern können, dass es hell wird, wenn für den Geist die Stunde des Tagesanbruchs kommt.

    42.  Wisst ihr, was der Ursprung jenes Lichts ist, das in dem von den Lippen der Stimmträger gesprochenen Wort enthalten ist? Sein Ursprung ist im Guten, in der göttlichen Liebe, im universellen Licht, das von Gott ausgeht. Es ist ein Strahl oder ein Funke jenes leuchtenden All-Seins, das euch das Leben gibt; es ist ein Teil der unendlichen Kraft, die alles bewegt und unter der alles schwingt, sich regt und unaufhörlich seine Kreise zieht. Es ist das, was ihr göttliche Ausstrahlung nennt, es ist das Licht des Göttlichen Geistes, das die Geistwesen erleuchtet und belebt.

    43.  Jene Ausstrahlung bekundet sich sowohl im Geist als auch in der Körpermaterie, sowohl in den Welten als auch im Menschen, den Pflanzen und allen Wesen der Schöpfung. Sie ist geistig für den Geist, ist materiell für die Materie, ist Intelligenz für das Verstandesvermögen, ist Liebe in den Herzen. Sie ist Wissen, ist Talent und ist Selbstbesinnung, ist Instinkt, ist Intuition und steht über den Sinnen aller Wesen gemäß ihrer Ordnung, ihrer Beschaffenheit, ihrer Art und ihrem Entwicklungsgrad. Aber der Ursprung ist ein einziger: Gott; und ihre Essenz eine einzige: die Liebe. Was kann also unmöglich daran sein, dass Ich den Verstand dieser Geschöpfe erleuchte, um euch eine Botschaft geistigen Lichts zu senden?

    44.  Die Pflanzen empfangen die Lebensausstrahlung, die ihnen mein Geist sendet, damit sie Früchte tragen. Die Sterne empfangen die Kraft, die mein Geist auf sie ausstrahlt, um auf ihren Umlaufbahnen kreisen zu können. Die Erde, die das gegenwärtige, lebendige Zeugnis ist, all euren Sinnen zugänglich, empfängt unaufhörlich die Ausstrahlung von Leben, die so viele Wunder aus ihrem Schoß hervorgehen lässt. Weshalb sollte es dann unmöglich sein, dass der Mensch, in dessen Wesen wie ein Juwel die Gegenwart eines Geistes strahlt, worin seine Ähnlichkeit mit Mir begründet ist, direkt von meinem Geist zu seinem Geist die göttliche Ausstrahlung empfängt, welche der geistige Same ist, der in ihm Frucht bringen soll?

    45.  Lernt Mich alle kennen, damit Mich niemand leugnet ─ erkennt Mich, damit eure Vorstellung von Gott auf Wahrheit beruht und ihr wisst, dass dort, wo sich das Gute zeigt, Ich bin.

    46.  Das Gute vermischt sich mit nichts. Das Gute ist Wahrheit, ist Liebe, ist Barmherzigkeit, ist Verständnis.

    47.  Das Gute ist klar erkennbar und unverwechselbar. Erkennt es, damit ihr euch nicht irrt. Jeder Mensch kann einen anderen Weg gehen; aber wenn sie alle an einemPunkt zusammentreffen, welcher das Gute ist, werden sie sich schließlich erkennen und vereinigen. Nicht so, wenn sie sich hartnäckig selbst betrügen, indem sie dem Guten den Anschein des Bösen geben und das Böse als Gutes maskieren, wie es bei den Menschen dieser Zeit geschieht.

    48.  Meditiert über diese Unterweisung nach, Ungläubige meiner Kundgebung und meines Wortes, und urteilt erst dann. Aber erinnert euch zuvor daran, dass Ich, als Ich unter den Menschen gewesen bin, euch gesagt habe, dass mein Reich nicht von dieser Welt ist, womit Ich ihnen begreiflich machte, dass meine Wohnstätte geistig ist. Als Ich zu ihnen über das Geistige Leben sprach, tat Ich es mittels Gleichnissen, da sie es nicht hätten verstehen können, wenn Ich ihnen das Himmelreich in all seiner Herrlichkeit und Wahrheit beschrieben hätte.

    49.  Fälschlicherweise haben die Menschen meine sinnbildlichen Gleichnisse und Unterweisungen wörtlich aufgefasst, weil sie in ihrer Vorstellung allem Göttlichen materielle oder menschliche Formen gegeben haben.

    50.  Wegen der materiellen Auslegung, die der menschliche Ver­stand meinen Offenbarungen gegeben hat, sind viele Vorstellungen über das Geistige Leben so weit von der Wahrheit entfernt.

    51.  Wie könnten die Menschen so dem, was Ich Himmelreich genannt habe, eine richtige Auslegung geben? Wie könnten sie meine Gerechtigkeit erkennen, solange sie glauben, dass es eine Hölle wie jene gibt, die ihre Vorstellungskraft geschaffen hat, und wann werden sie akzeptieren und begreifen, dass das Gesetz der Reinkarnation nicht nur eine Theorie ist, noch ein falscher Glaube einiger Menschen, sondern ein Gesetz ewiger Gerechtigkeit und liebevollen Ausgleichs, durch das der Geist sich läutert, vervollkommnet, formt und erhebt?

    52.  Hört Mich erneut, Menschheit: Jetzt ist die Dritte Zeit, in der Ich Mich eingestellt habe, um euch zu sagen, dass Ich nicht gekommen bin, um auch nur ein einziges der von Mir offenbarten Worte, als Ich auf der Erde gewesen bin, auszulöschen, sondern um aus euren Herzen alle falschen Auslegungen zu löschen, die ihr meinen Unterweisungen gegeben habt.

    53.  Wenn ihr euren Fanatismus ablegt, der euch blind macht und euch daran hindert, die Wahrheit zu erkennen, werdet ihr diese Lehre allmählich verstehen, und werdet vor euch voller Licht den Inhalt meiner Offenbarungen sowohl dieser Zeit, als auch der vergangenen Zeiten zutage kommen sehen. Dann werdet ihr das, was ihr bis heute Geheimnis genannt habt, vollkommene Gerechtigkeit nennen, und werdet dem Unwandelbaren seinen ewigen Wert, und dem Menschlichen, das vergänglich ist, seine richtige Bedeutung zu geben verstehen.

    54.  Auf diese Weise werdet ihr wissen, dass ein einziges Dasein auf der Erde ─ da es so kurz ist im Vergleich mit dem Geistigen Leben ─ nicht für die Ewigkeit eines Geistes entscheidend sein kann. Das heißt, dass es weder ausreichend sein wird, damit einer von euch innerhalb desselben die Vollkommenheit erreicht ─  die euch direkt in das Reich der höchsten Vergeistigung bringt, die ihr Himmel nennt, noch werden die Fehler eines Lebens auf der Erde entscheiden können, dass ein Geist in der Finsternis oder im Schmerz für ewig zugrunde geht.

    55.  Zwar hat ein Menschenleben, das einem Geist gewährt worden ist, einen so großen Wert, und stellt eine für den Fortschritt eines Geistes so günstige Gelegenheit dar, dass die Tatsache, sie nicht zu nutzen oder schlecht zu verwenden bedeutet, dass meine immer unerbittliche Gerechtigkeit sich auf dem Pfad dessen bekundet, der so heilige Gaben wie jene, die Ich jedem Geist anvertraue, wenn Ich ihn zur Erde sende, herabwürdigt. Aber dass von einem so kurzen Dasein, wie es das des Menschen auf der Welt ist, die ganze Ewigkeit seines Geistes abhängt, ist ein Irrtum ─ umso mehr, wenn ihr in Betracht zieht, dass die menschlichen Fehler den Wesen eigen sind, denen Entfaltung, Licht und Erhebung fehlen.

    56.  Meine Lehre voll Licht und Liebe stärkt den Geist, damit er seine Macht über das Fleisch ausüben und es derart empfindsam machen kann, dass diesem die Eingebungen des Gewissens immer leichter wahrnehmbar werden.

    57.  Vergeistigung ist das Ziel, das der Mensch anstreben soll, da er dadurch imstande sein wird, voll und ganz mit seinem Gewissen eins zu werden und schließlich das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Denn aufgrund des Mangels an geistiger Erhebung der Menschen konnte jene tiefgründige und weise, unbeirrbare und gerechte innere Stimme nicht genügend vernommen und gedeutet werden, und daher hat der Mensch keine uneingeschränkte Erkenntnis erlangt, die ihm wirklich das Gute vom Bösen zu unterscheiden erlaubt. Doch nicht nur dies, Er soll in sich auch die notwendige Kraft finden, um jedem guten Impuls zu folgen und jeder lichtvollen Eingebung zu gehorchen, und zugleich jede Versuchung, jeden unlauteren oder schlechten Gedanken oder Gefühlsimpuls zurückweisen.

    58.  Die besten Waffen, um alle seine Feinde zu besiegen, wird der Mensch in seinem eigenen Geist finden, und das Gewissen wird es sein, das ihm die Vorgehensweise offenbart, wie er in jener Schlacht kämpfen und sich verteidigen soll, die er unausweichlich gegen das Böse führen soll ─ jene Macht, zu der sich der Mensch so hingezogen fühlt und die er in einem Geist personifiziert, dem er so viele Namen gegeben und eine Gestalt verliehen hat.

    59.  Ich sage euch, dass ihr das Böse, die Versuchung und die Finsternis bekämpfen müsst, jedoch nicht in jenem Wesen, das ihr in eurer Phantasie geschaffen habt, sondern innerlich, in euch selbst, dort wo die Schwächen, schlechten Neigungen und die Finsternis zu Hause sind. Denn die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 330

    1.  Geliebte Jünger, erkennt Mich erneut als Meister, der euren Geist sucht, um ihm eine neue Lektion zu geben.

    2.  Mein Wort wird unter euch zu Heilbalsam, und im Verlangen nach diesem Heilbalsam kommt ihr herbei. Euer ganzes Wesen wird gestärkt, und euer Geist wird durch meine Gegenwart getröstet. Denn ihr lebt in Zeiten der Bitternis und der Kämpfe, weil ihr überall, wohin ihr euren Fuß setzt, die Dornen fühlt, die verletzen. Doch wenn der Schmerz in euer Wesen dringt, erhebt ihr eure Gedanken im Verlangen nach dem Meister, um Ihm eure Zustimmung und Ergebung angesichts der Prüfungen zu zeigen.

    3.  Von der Zweiten Zeit an versprach Ich euch einen großen Trost, von dem ihr nicht wusstet, wann er kommen würde. Dieser große Trost würde in der Zeit kommen, in der der Friede von dieser Welt gewichen wäre, in der keine Liebe und Barmherzigkeit im Herzen der Menschen vorhanden wären; und siehe da: Hier ist der verheißene Trost bei euch! Hier ist die Wärme meines Göttlichen Geistes, die euch umgibt ─ nicht nur für die, die Mich durch das Verstandesvermögen des Menschen vernehmen, sondern für meine Geschöpfe im ganzen Universum! Ich lasse euch in dieser Zeit meine Wärme, meinen Trost und meine Kraft fühlen ─ euch, die ihr meine Apostelschar bildet und Mich in der Dritten Zeit bei euch gehabt habt und Mich durch diese Kundgebungen vernommen habt.

    4.  Seid gesegnet für eure Stärke, für eure Ergebung und eure geistige Erhebung angesichts der Prüfungen, die Ich euch gesandt habe, denn der Schmerz hat euch geläutert. Doch ist es nicht nur der Schmerz, der euch zu meiner Rechten bringen muss, es sind nicht nur die Leiden, die eurem Geist Vollkommenheit geben müssen. Der Schmerz wäscht zwar die geistigen und physischen Flecken ab, ist bei einigen Gelegenheiten ein Hindernis, ist ein Zügel, ist Anlass zur Selbstbesinnung, zur Reue, zum Verständnis der Leiden anderer. Aber die geistige Erhebung, die Vervollkommnung des Geistes wird bei der Ausübung der Liebe und der Barmherzigkeit erlangt. Lasst also zu, dass der Schmerz euch reinigt, wenn er kommt, ruft ihn niemals herbei, lasst ihn kommen, wenn er an euch herantreten soll. Sucht nicht den Schmerz, sucht den Frieden, sucht das Wohlergehen und die Freude, sucht sie für euch und für die anderen, wünscht sie für alle. Denn Ich bin der Gott des Friedens, der Freude und des Lichts.

    5.  Ich bin der Gott der Hoffnung und der Verwirklicher aller meinen Kindern erlaubten Hoffnungen. Wenn der Schmerz in euch eindringt, so lasst ihn seine Aufgabe erfüllen, aber denkt daran, dass ihr, um auf der Stufenleiter zur Vollkommenheit, zur geistigen Entwicklung emporzusteigen, euch nicht damit begnügen sollt, in den Prüfungen, im Schmerz stark und ergeben zu sein. Ihr sollt darüber hinaus an die Leiden eurer Nächsten denken, sollt Mitgefühl mit den anderen haben und eure Geschwister lieben. Dann wird euer Geist Verdienste erworben haben, wird er den menschlichen Egoismus überwunden haben, wird er die Eigenliebe der Körperhülle besiegt haben und sich als guter Jünger des Göttlichen Meisters erhoben haben.

    6.  Wer von euch wünscht nicht wahren Frieden auf dieser Welt? Wer von euch ersehnt nicht das Reich der Liebe, der Tugend, der Freude im Herzen aller Menschen? Doch Ich sehe, dass euer Herz zu einer echten Ergebung gegenüber dem Schmerz gelangt ist, zu einer großen Zustimmung inmitten der Prüfungen, und dafür segne Ich euch. Aber darüber hinaus ermutige Ich in euch die Hoffnung auf eine Änderung in eurem Leben: Verzweifelt nicht, denkt nicht, dass ihr in eurem Herzen oder in dem eurer Angehörigen nicht den Frieden erleben werdet, der in früheren Zeiten das Herz und die Wege aller Menschen erhellte. Dafür unterweise Ich euch derzeit und bereite euch vor, um die Felder und die Wege durch eure tugendsamen Schritte, durch eure Gebete, durch eure weisen, von Mir gelernten Ratschläge, durch eure geistigen Werke ─ Werke der Liebe ─ zu reinigen und vorzubereiten. Auf diese Weise bereitet ihr diese Welt vor und macht sie würdig dafür, dass das Reich des Vaters erneut in das Herz seiner Kinder einzieht.

    7.  Findet euch nicht damit ab, dass diese Welt für immer ein Tränental ist. Ich will, dass eure Auftragserfüllung und Erneuerung die Nationen, die Rassen und die Völker erneuern und durch diese Erneuerung das Tränental zu einem Tal der Liebe und des Friedens wird. Habe Ich den Menschen nicht schon in den vergangenen Zeiten das Himmelreich angeboten? Habe Ich es nicht in meinem Wort und in meinen Manifestationen gebracht?

    8.  Bereitet euch also zu, oh Jünger, damit die Macht eures Geistes Breschen schlägt, Pfade öffnet, die Wege bereitet, und ihr auf dem Weg der Menschen wie Wegbereiter meines Kommens seid. Ich werde alle eure Werke neu machen! Ich habe dem Menschen Willensfreiheit gewährt und ihm den Planeten Erde anvertraut. Ich habe ihm Macht und Herrschaft über alle Naturreiche, Substanzen und Wesen gegeben, damit er seine Wohnstätte schaffe. Vom Anbeginn des Menschen an, vom Anbeginn des Geistes an habe Ich Mich als Gesetz der Liebe und Gerechtigkeit gezeigt, habe Ich Mich auf vielerlei Weise in Geboten, in Lebensregeln, in Gleichnissen bekundet. Ich habe aus dem Leben, aus der Natur ein wahres und vollkommenes Lehrbuch gemacht, damit der Geist des Menschen sich nicht auf die krummen Wege verirrt, damit der Mensch immer den Weg findet und aus dem großen Buch des Lebens lernt, das von Gott geschrieben und geschaffen worden ist. Doch nun ist eine Zeit gekommen, in der Ich die Aufmerksamkeit aller Menschen auf Mich ziehen werde, und Ich habe mit euch, den Letzten, den Armen und Demütigen begonnen, um euch zu Aposteln dieser Wahrheit, zu Propheten der Ereignisse zu machen, die geschehen werden, zu Zeugen meines Dritten Kommens.

    9.  Meine Lehre ist für alle, und bei diesem Erweckungsruf an die Menschheit werde Ich Gerechtigkeit schaffen und alle meine Kinder an ihre Aufgabe erinnern. Ich werde durch sie alles Zerstörte neu machen, alles Herabgewürdigte werde Ich würdig machen und die Fundamente für ein neues Leben auf dieser Welt legen. Ich werde alles Unnütze und Überflüssige beseitigen, werde alles Schädliche im Leben der Menschen zunichte machen, werde jeden Betrug und jedes Laster bekämpfen, den Hochmut, den Egoismus, die Heuchelei, und werde der Menschheit ein weiteres Mal das unwandelbare Gesetz, das Gesetz aller Zeiten, das ewige zeigen, an das Ich euch noch einmal erinnere. Dann werdet ihr wirklich die Nähe meines Reiches, die Gegenwart des universellen Vaters fühlen.

    10.  Innerhalb und außerhalb von euch wird meine Gegenwart mit tiefer Hochachtung, mit geistiger Erhebung, mit wahrer Liebe und Verehrung empfunden und erkannt werden. Die glücklichen Tage der Patriarchen werden wiederkehren. Die Tage, in denen die Familien viele Jahre lang in Liebe vereint lebten und nur der Tod sie trennte, werden zurückkommen. Die Zeiten, in denen großmütige und gerechte Bevollmächtigte die Völker der Erde regierten, werden gleichfalls wiederkommen. All dies halte Ich in Bereitschaft, und diese Zeiten werden dem Menschen Licht und großen Fortschritt bringen, weil Ich ihm die Erfahrung, das Licht, die Erhebung und alles, was die Menschheit in ihren großen Kämpfen, in ihren Stürzen, in ihren Irrtümern und in ihren Erfolgen auf dem Weg des Lebens geerntet hat, als Grundlage, als Erfahrung, als wirkliche Erkenntnis dessen, was das Gute und das Böse, was das Licht und die Finsternis ist, belassen werde. Und wenn dann die Äcker vorbereitet sind, werden die großen Sämänner, die großen Führer, die großen Patriarchen, die guten Regierungsbeauftragten und die gerechten Richter kommen.

    11.  Wenn diese Geistwesen von großem Licht einmal unter den Menschen erschienen sind, wird die Menschheit überrascht von der Kraft, der Güte und der Energie derselben sich fragen: „Wer sind diese? Ist es etwa David, der zur Erde zurückgekehrt ist? Ist es vielleicht Salomon? Ist es wohl Elias? Sind etwa die Propheten der frühen Zeiten zurückgekommen? Sind es etwa die Apostel des Meisters aus der Zweiten Zeit?“ So werden sich die Menschen fragen. Aber Ich werde dies geheim halten, bis ihr alle ins Jenseits zurückgekehrt seid. Dann werdet ihr zuverlässig erfahren, wer jene gewesen sind, die in der Dritten Zeit zu euch gekommen sind.

    12.  Ihr, die ihr in diesem Augenblick anwesend seid und mein Wort vernehmt, sagt im Innersten eures Herzens: „Diese Zeiten werden wir nicht mehr erreichen, diese glücklichen Zeiten werden wir nicht erleben können.“ Aber der Meister erklärt euch: Ich lasse zu, dass ─ obwohl jene Ereignisse, die Ich euch voraussage, ferne sind, jenseits der Lebensdauer eures gegenwärtigen Daseins ─ das Glück, der Friede und das Wohlergehen in euer Herz, in euer gegenwärtiges Dasein einziehen, und dies wird wie eine Vorwegnahme der Glückseligkeit sein, die diese Menschheit in den Zeiten der vollen Entfaltung des Spiritualismus unter den Menschen genießen wird. Doch wer oder welche von euch können wissen, ob Ich sie nicht aussenden werde, um diese Welt zu jener Zeit zu bewohnen, um die Früchte eurer Geduld, eurer Standhaftigkeit und eurer Ergebung in den Schmerz zu ernten? Dies wird geschehen, wenn ihr lernen werdet, inmitten eures Wohlstandes die Liebe und Barmherzigkeit auszuüben ─ wenn ihr lernen werdet, den Vater in euren höchsten Glücksmomenten zu verherrlichen. Doch wenn ihr dann in jene Atmosphäre von Glückseligkeit und Ruhe gehüllt seid, sollt ihr euch den Notleidenden zuwenden. Gerade dann sollt ihr euch an den erinnern, der leidet. Auf diese Weise werde Ich euch zeigen, dass ihr meine Unterweisungen auch im tiefen Frieden, im Wohlstand ausüben könnt, und dass ─ wenn der Schmerz reinwäscht ─ die Liebe heiligt.

    13.  Darauf bereite Ich euch derzeit vor, Jünger, auf jene neuen Zeiten, die kommen werden. Damit das Himmelreich in das Herz meiner Kinder einzieht, muss der Mensch zuvor meine Gerechtigkeit erfahren, muss er sich zuvor läutern, bis in den letzten Winkel dieser Welt, und wenn dann alles zubereitet ist, wird mein Reich ganz unter euch sein. Mein Reich hat sich mit dem Kommen meines Universellen Strahles zu nähern begonnen, der in dieser Dritten Zeit unter euch zu Wort und Leben, zur menschlichen Stimme geworden ist.

    14.  Elias, als Wegbereiter des Heiligen Geistes zu allen Zeiten, ebnete die Wege und erweckte die Menschen. Er kam, um mit seiner Glocke die verstreuten Schafe zu rufen, damit sie alle in der Schafhürde vereinigt die Stimme ihres Herrn vernehmen würden. Dies ist die Vorbereitung darauf gewesen, dass das Reich des Vaters, das Himmlische Reich euch in dieser Zeit immer näher kommen würde.

    15.  Wer, der in dieser Zeit die Stimme des Herrn vernommen hat, hat nicht wenigstens ein bisschen Frieden in seinem Herzen gefühlt? Wer hat für sein Leiden nicht einen Tropfen Heilbalsam oder ein wenig Trost erlangt? Wer, der sich auf die Wege der Finsternis verirrt hat, hat in meinem Wort nicht einen Lichtstrahl durchschimmern sehen? Wer, der lebensmüde gewesen ist und glaubte, dass er keine Daseinsberechtigung habe, hat in meinem Werk nicht die wahre Berechtigung für sein Dasein entdeckt?

    16.  Es ist das Reich des Vaters, das sich euch genähert hat. Aber dieses Reich besteht nicht nur aus dem König, weil ein König ohne Untertanen kein König sein kann, und so ist Er mit seinem ganzen Reich gekommen, um sich kundzutun: Er als Vater, und seine Untertanen als wahre Kinder des Vaters und als wirkliche Geschwister von euch. Dies ist das Reich, das Ich verheißen hatte ─ dies ist der Trost, den Ich in diesen Zeiten für euch in Bereitschaft hatte, und in dem Maß, in dem eure Zubereitung Fortschritte macht und die Zeit vergeht, wird mein Wort in Erfüllung gehen und mein Reich euch immer näher kommen.

    17.  Elias durchquert wie in einem feurigen Wagen geistig das ganze Universum und hinterlässt eine Spur von Liebe ─ jener Liebe, die das Feuer des Gottesgeistes ist, jenes Lichts, das erleuchtet und erhellt, das umarmt, das die im Geist und im Herzen Kalten erwärmt. Doch wenn Elias das ganze Universum durchquert hat ─ hätte er da unterlassen, auch die Nationen dieser Welt zu durchqueren? Nein, fürwahr. Sein Licht ist bei allen gewesen, ebenso seine Vorbereitung. Er ist der Wegbereiter, weshalb er bei seinem Durchzug die Geistwesen erweckt. Wenn manche noch un­erweckt sind, dann deshalb, weil sie noch auf den neuen Ruf Elias‘ als Hirte warten. Er, der unermüdlich ist, wird die Eingeschlafenen, die in tiefen Schlaf Versunkenen solange schütteln, bis er sie aufgeweckt hat. Doch jene, die am Erwachen sind, öffnen ihre Augen und ahnen intuitiv die Zeit, in der sie leben. Sie ahnen die Gegenwart des Vaters, die Bedeutung des Zeitpunktes, und ihr Geist entzieht sich der Welt, um sich mit seinem Herrn zu verbinden, um Ihn in seiner Einsamkeit anzurufen, um Ihn anzuflehen, um Ihn bis in sein eigenes Herz zu ziehen. Die einen rufen Ihn als Vater, andere als Meister, die übrigen suchen Ihn auch als Richter. Aber wahrlich, Ich sage euch, alle werden ebenso erwachen wie jene, die es bereits getan haben. Niemand wird bei seinem Bitten, bei seiner Erhebung und seinem Gebet unbeachtet bleiben. Ich spreche mit ihnen, Ich teile Mich ihnen mit und bereite sie zu. Aber da sie noch nicht vervollkommnet sind, noch der Zwiesprache von Geist zu Geist gewiss sind, zweifeln sie an dieser Wahrheit.

    18.  Wer sind jene, welche die Ungewissheit derer beseitigen werden, die geistig mit meinem Göttlichen Geist Zwiesprache zu halten beginnen? Ihr, die ihr Wegbereiter, Apostel und Propheten sein werdet. Ihr werdet mit dem treffsicheren Wort, mit der genauen, klaren Unterweisung und dem unmissverständlichen Zeugnis eintreffen, dass Ich unter der Menschheit gewesen bin, und dass Ich weiterhin im Geist aller meiner Kinder gegenwärtig bin und ewig sein werde. Und ihr werdet ihnen auch die vollkommene Art und Weise erklären, Mir näherzukommen. Ihr werdet sie die wahre geistige Verehrung lehren ─ wie man dem geistigen Leben und dem irdischen Leben gerecht wird, und werdet ihnen die Liebe, die Gerechtigkeit und die Moral vor Augen führen.

    19.  Wenn die Menschheit bei euch große Gaben entdeckt und sich deshalb minderwertig fühlt, so lasst sie wissen, dass es keine höheren Menschenwesen gibt. Es kann fortgeschrittenere Geistwesen geben, aber höhere gibt es nicht. Wahrlich, Ich sage euch, dort in der Wohnstätte der Gerechten, sehr nahe bei Mir, gibt es große Geistwesen. Dies ist das Ziel, das Ich jedem von euch zeige. Ich will, dass am Ende der Zeiten, wenn diese verschwinden, wenn die Wege für eure Füße enden und ihr zum Ziel dieser Oase himmlischen Friedens gelangt, ihr alle an meinem Tisch gleich seid ─ gleich im unendlichen und vollkommenen Frieden meines Heimes, meines Reiches. Wenn euch die Menschen also bewundern, euch schmeicheln, euch beneiden, so macht ihnen begreiflich, dass alle in gleicher Weise beschenkt sind. Ich offenbare euch an diesem Tag, dass jeder Mann oder jede Frau, die den Willen dazu hat, ein Gabenträger sein kann, um zu heilen und das Licht zu übermitteln. Ich erkläre euch an diesem Tag, dass jeder Mann oder jede Frau aufgrund von Sehertum oder Geistigem Gesicht das Jenseits und das Zukünftige schauen kann.

    20.  Wahrlich, Ich sage euch, jeder Mann oder jede Frau, welchen Alters sie auch sein mögen, wird heilen und Wunder tun können, wenn sie Liebe und guten Willen haben. Und wenn Ich unter euch diejenigen gekennzeichnet habe, welche die Gabe der Prophetie, der Heilung, der Fähigkeit, die Stimmen des Jenseits zu übermitteln, die Gabe, zu beraten und Menschenmengen zu führen ─ dann deshalb, weil Ich jedem von euch einen kleinen Teil in meinem Werk anvertrauen wollte. Aber eure Geister und eure menschlichen Körper sind von meiner Liebe in einer für alle gleichen Art geschaffen worden. Ihr seid aus einem einzigen Geist hervorgegangen, und auch aus einem einzigen Fleisch. Doch ihr sollt der Menschheit auch begreiflich machen, dass sie im Werk des Herrn nur einen Teil übernehmen sollen; doch diesen Teil werdet nicht ihr ihnen vorschreiben. Ihr sollt sie mit diesen Unterweisungen nur vorbereiten, damit sie durch ihr Gewissen und meine Barmherzigkeit die Gabe und die Aufgabe entdecken, die ihnen vom Vater anvertraut worden sind.

    21.  Hundertvierundvierzigtausend sind die Gekennzeichneten in dieser Dritten Zeit. Es ist eine Legion von Geistwesen, es ist eine Schar, die meine Barmherzigkeit zu allen Zeiten aus der Vielzahl von Geistwesen gekennzeichnet und ausgewählt hat, um ihnen eine besondere Mission, eine Verantwortung gegenüber den anderen und auch eine Wiedergutmachungsgelegenheit zu geben, um sie als Führer, als Apostel, als Vorbild vorzubereiten. Die zwölf Stämme Jakobs in jener Ersten Zeit waren zahlreich, sie überschritten bei Weitem die Hundertvierundvierzigtausend, und dennoch war es mein Wille, nur die genannte Anzahl aus jenem so zahlreichen Volk für die Auftragserfüllung in dieser Dritten Zeit auszuwählen. Ihnen habe Ich die Mission gegeben, die Menschheit zu erwecken, sie auf den Weg des Heiligen Geistes zu führen ─ auf jenen unendlichen Weg, der euch dem Vater näherbringt, der den Geist des Menschen mit den höheren Welten und den tieferstehenden Welten verbindet ─ der alle Geistwesen einander näher bringt, sie identifiziert und sie durch den symbolischen Akt des Kennzeichens zu wahren Geschwistern und Kindern Gottes macht.

    22.  Viele sind gekennzeichnet worden, aber andere werden im Laufe ihres Lebensweges überrascht werden und ihnen wird offenbart werden ─ sei es durch meinen Göttlichen Geist oder durch eure Vermittlung ─, dass sie zur Zahl der Hundertvierundvierzigtausend gehören. Und das Zeichen, das Ich euch geben werde, dass dessen Zahl vollendet ist, wird eine große Erschütterung auf eurem Planeten verursachen; und diese Erschütterung, dieses Ereignis, wird nicht lange auf sich warten lassen. Wenn dies geschieht, und viele von euch sich an diese Worte erinnern, werdet ihr geistig vor dem Vater kniend sagen: „Herr, du hast uns gekennzeichnet, nun sind wir vereint.“

    23.  „Wehe, wehe dem ganzen Universum in diesem Augenblick“, sagt euch der Vater in Wahrheit. Denn dadurch werde Ich den Menschen begreiflich machen, dass etwas Übernatürliches geschieht, dass gerade etwas jenseits der Naturkräfte, des Willens des Menschen geschieht. Dann wird der größte Teil der Menschheit furchterfüllt zum Gebet und zur Reue gelangen.

    24.  Aufgrund der Barmherzigkeit Gottes und vom Propheten Johannes angekündigt steht geschrieben, dass in der Fülle des Sechsten Siegels die Auserwählten des Herrn gekennzeichnet würden. Ich habe erfüllt, was der Prophet niedergeschrieben und gesagt hat. Seid euch auch all dessen gewiss, was Ich euch sage. Wer von euch versteht nicht, wovon Ich spreche? Wer lässt die Lektion, die Ich gerade meinen Jüngern erteile, unberührt vorübergehen?

    25.  Ich habe meine Kundgebung begrenzt, habe sie vereinfacht, um Mich allen meinen Kindern verständlich zu machen. Sucht meine Majestät oder meine Herrlichkeit nicht in den äußeren Werken, sucht nicht alles im Gesicht der Körperhüllen, durch die Ich Mich kundgebe. Wenn sie ein bisschen geistige Verwandlung, ein bisschen Gestaltveränderung erlangen, so deshalb, weil sie von meiner Gnade in Besitz genommen sind. Sucht Mich jedoch in der Essenz meines Wortes, dort werdet ihr Mich finden.

    26.  So manifestiere Ich meinen Universellen Strahl unter euch. Er wird zu Heilbalsam, zu Unterweisungen, zu Prophetie und Erquickung für euren Geist. Aber das Licht meines Strahls kommt auch zu allen Glaubensbekenntnissen, zu allen geistig-religiösen Zeremonien herab, welche die Menschheit feiert. In diesem Augenblick bin Ich in allen Herzen gegenwärtig, sammle Ich die Tränen der Menschen, gebe Ich den Waisen den Schutz meiner Liebe, liebkose Ich die Kinder voller Zärtlichkeit, ermutige Ich das Herz der Jugend, stärke Ich die Alten in ihrer Müdigkeit, begleite ich den Einsamen und die Verlassenen, heile Ich die Kranken, vernehme Ich selbst die letzte Klage und Sorge sowohl derer, die zu bitten und zu beten verstehen, als auch derer, die dies nicht tun. Wenn Ich auch die Beleidigung jenes vernehme, der in seinem Schmerz lästert, vergebe Ich ihm seine Unwissenheit. Ich bin bei allen. Ich trenne Mich nicht vom Mächtigen, noch demütige Ich ihn. Ich verstoße nicht den Reichen noch den Habgierigen, wende Mich nicht vom Egoisten ab. Im Gegenteil ─ Ich betrachte sie als jene Kinder, die ihr Erbe an sich genommen haben und sich vom Vater entfernt haben. In ihrem Reichtum haben sie Mich dann vergessen ─ haben sie vergessen, dass Ich mehr als sie habe, und dass sie Mich eines Tages benötigen werden.

    27.  Heute rufen sie meinen Namen nicht an, suchen nicht meinen Geist, lieben Mich nicht, aber Ich bin bei ihnen. Die Tore meines Reiches sind für den Reumütigen immer offen, mein Herz ist für die Armen immer offen. Denn ihr alle seid geistig betrachtet Arme ─ die einen in materiellem Reichtum und andere im Elend, obwohl Ich euch immer meine Gaben und meine Wohltaten zuteilwerden lasse, um euch reich zu machen und zu Besitzern der wahren Werte, der wahren ewigen Güter. Und da Ich mit allen bin, oh mein Volk, warum solltet ihr es nicht gleichfalls sein? Ich will, dass auch euer zum Jenseits erhobener Geist alle eure Geschwister in gleicher Weise betrachtet, dass ihr von jener Stufe aus, die euer Geist im Gebet und in der Liebe erreicht, eure Geschwistern nicht nach Religionen, Sekten, Klassen oder Rassen unterscheidet ─ dass ihr alle mit der gleichen Liebe betrachtet, und sie mit der gleichen Geschwisterlichkeit und Barmherzigkeit anseht; dass ihr nicht über die Kulte oder Anbetungsformen der anderen lästert, dass ihr noch viel weniger über den Fanatismus oder die Abgötterei eurer Nächsten spottet. Denn dann würdet ihr meine Lehre nicht so ausüben, wie Ich sie euch lehre.

    28.  Ich habe dem Geist von den ersten Zeiten an geistige Freiheit gewährt. Von dem Augenblick an, in dem die ersten Geistwesen meinem Herzen entsprangen, stellte Ich sie auf den Weg der geistigen Freiheit, und auch dem Menschen gewährte Ich von seinem Ursprung an Gedankenfreiheit. Wer sind dann diejenigen, die für die Geistwesen die Ketten schmieden? Wer sind diejenigen, welche die Menschen und die Geistwesen gefangen nehmen und einschüchtern? Es sind die schlechten Geistlichen und die schlechten geistigen Führer der Menschheit, die sich von der Finsternis überwältigen lassen und dann den Geist des Menschen auf falsche Wege führen. Zu allen Zeiten habe Ich mein Liebesgesetz angeboten, niemals habe Ich es aufgezwungen. Niemals habe Ich einen Geist bestraft, weil er Mich nicht liebt, oder weil er mein Gesetz nicht befolgt. Ich prüfe ihn nur, halte ihn zurück, ermahne ihn, berühre ihn und stelle ihm die Mittel für seine Erlösung bereit. Aber niemals strafe Ich ihn, und noch viel weniger könnte Ich Mich rächen. Im Geist Gottes voller Liebe kann die Rache keinen Platz haben.

    29.  Also, mein Volk, verlange nicht, dass alle Menschen so denken und glauben wie ihr. Ihr dürft die Menschen niemals verdammen, dürft über jenen, der euch kein Gehör schenkt, der eure Vorschläge, eure Unterweisung oder eure Ratschläge nicht annimmt, kein Urteil fällen oder eine Strafe verhängen. Ihr sollt alle eure Geschwister mit derselben tiefen Achtung und mit wahrer geistiger Nächstenliebe betrachten. Dann werdet ihr erfahren, dass jeder in seiner Religionsausübung, in seiner Lehre, auf seinem Weg den Platz erreicht hat, zu dem ihm seine geistige Befähigung das Recht gegeben hat; und zu dem Punkt, auf dem ihr die Menschen seht, hat sie die eigene Entwicklung hingeführt.

    30.  Ihr sollt den Spiritualismus, die dritte Botschaft Gottes an die Menschen, nur anbieten. Denn die erste geschah vom Vater auf dem Sinai, die zweite war die von Christus, und die dritte Botschaft ist die des Heiligen Geistes. Aber in dieser dritten Botschaft sind alle Gesetze, Gebote, Testamente vereinigt, die Gott seinen Kindern vermacht hat.

    31.  Bringt diese reichhaltige und schöne Botschaft der ganzen Menschheit und bietet sie liebevoll an. Wenn ihr so handelt, werdet ihr erleben, wie euer Same in den Herzen in Demut, in jener Stille keimen wird, mit der es die Saat der Erde tut. Ebenso wird auch euer Geist aufgehen und sich unendlich freuen, wenn er sieht, dass der Same des Vaters niemals stirbt, wenn er gut ausgesät wird.

    32.  Ich bereite euch vor, damit ihr bald die wahren Sämänner und die guten Apostel seid, die ihren Geschwistern die Saat meiner Barmherzigkeit bringen. Ich bereite euch derzeit für die Zeit nach dem Scheiden meines Wortes vor, damit es dann kein Chaos unter euch gibt, damit es kein Weinen gibt, damit in euren Geist nicht Ungewissheit oder Orientierungslosigkeit eindringt.

    33.  Ich habe euch gesagt, dass nicht alle Gemeinden vorbereitet sind, weil sie in diesen letzten Augenblicken nicht zu erwachen verstanden. Doch all jene, die sich wirklich vorbereiten, werden als Verantwortliche zurückbleiben, um den anderen Gemeinden in ihren Prüfungen beizustehen; die, wenn sie mein Wort nicht mehr vernehmen, verzweifeln ─ die in ihrem Schmerz, wenn sie die Botschafter des Wortes des Meisters an dem Tisch, an dem sie so lange Zeit hindurch gegessen haben, nicht mehr sehen, Tränen vergießen und in ihrem Glauben wanken werden.

    34.  Ihr werdet in Wahrheit die Ratgeber sein, stark wie Säulen, damit die Dächer der Häuser Israels nicht einstürzen. Ich will, dass ihr wie eine Stimme seid, die tröstet, wie ein Lobgesang ─ wie ihr es in jener Ersten Zeit gewesen seid, als ihr die Wüste im Verlangen nach dem Gelobten Land durchquert habt, da die Frauen ihre Leiern spielten, um die Männer zu ermuntern und zu trösten, und um das Herz der Kinder auf dem schweren Weg zu erfreuen; als die Soldaten sich von der Schlacht erschöpft fühlten, als die Fußsohlen von dem harten Weg geschwolen waren. Dann ertönte der Lobgesang der Frauen Israels im Raum, erquickte das Herz der Männer und machte die Wanderschaft leichter.

    35.  Ebenso werdet ihr in jenen Augenblicken der Stille, der inneren Sammlung und Meditation ─ wenn diese Momente vom Weinen, von der Verzweiflung, vom Wunsch, dass der Strahl des Vaters noch einmal zu den Stimmträgern zurückkehrt, unterbrochen werden ─ mit euren Worten wie ein Lobgesang, wie eine Stimme voller Trost sagen: „Wir sind nicht verlassen, der Meister ist unter uns, Er ist für immer in unseren Herzen geblieben“, und die Stimme der Seher wird euch aufmuntern. Dies wird die Zeit der Propheten sein, in der ihre getreuen Zeugnisse im Herzen des Volkes wie Herolde ertönen werden, die wirklich die kommenden Ereignisse verkünden als Zeugnis dafür, dass der Vater und sein Reich näher sind, als sie es in dieser Zeit meiner Kundgabe gewesen sind.

    36.  Kurz ist bereits die Zeit meines Bleibens unter euch in dieser Form, und Ich bereite euch schon jetzt auf einige Gnadengaben vor, die Ich in den letzten Tagen von 1950 gewähren werde.

    37.  Ihr Stimmträger, denkt jetzt nicht, dass jener unter euch, der meinen Strahl zum letzten Mal empfängt und mein letztes Wort ausspricht, der Glücklichste und Gnadenvollste unter euch sein wird ─ denkt das nicht. Ich werde Mich bei jeder meiner letzten Lehransprache durch jeweils einen von euch kundgeben, werde zu jedem eurer Verstandesvermögen herniederkommen. Mit meiner ganzen Gnade werde Ich in euren Geist und in euer Herz die Erinnerung an das letzte Mal eingeprägt lassen, an dem Ich Mich durch jeden von euch kundgab. Es wird wie ein Kuss sein, wie eine Empfindung, die euer Geist niemals wird auslöschen können. Denn ihr seid diejenigen, die Mir gedient haben ─ die Werkzeuge, durch die Ich in dieser Zeit zur Welt gesprochen habe, und Ich werde euch meine Liebkosung und meinen Segen geben, werde euch auf eurem ganzen Lebensweg begleiten und bis zu jenem Tag oder Augenblick auf euch warten, an dem ihr für ewig zu meiner Rechten sein werdet.

    38.  Bei euch Gabenträgern, die ihr für meine Geistige Welt eine offene Tür gewesen seid, werde Ich gleichfalls bewirken, dass meine Gnade und die jener gesegneten Wesen für immer in euren Herzen eingeprägt bleiben. Meine Geistige Welt wird sich ebenfalls zum letzten Mal durch ihre Beschützten und Schützlinge kundgeben und als letzte Botschaft einen Rat der Liebe, einen Rat voller Herzlichkeit und Licht und das Zeugnis und die Bestätigung zurücklassen, dass jeder dieser Schutzgeister weiterhin über den Schritten ihrer Geschwister auf der Erde wachen werden, und dass weder der Vater noch die Geistige Welt sich von diesem geliebten Volk trennen werden.

    39.  Diejenigen, die die Aufgabe von Gemeindeleitern hatten, und alle, die meine Unterweisungen vernommen haben und sie befolgen, indem sie ihre Geschwister lieben und ihnen vergeben, werden über ihrem Geist und ihrer Körpermaterie die Gnade und die Stärke des Meisters haben, um weiterzumachen. Denn ihre Stimme wird nach meinen Abschied kraftvoll sein, eine Stimme voller Leben, ein Wort voller Essenz und Stärke. Alle ihre Gaben werden in den letzten Augenblicken belebt werden. Jeder von ihnen wird ein Geist sein, der in eine Fackel des Lichts verwandelt wird, und alle diese Fackeln sollen dem Volk voranschreiten, damit es nicht in die Irre geht. Denn sie sollen während der Zeit der Meditation und danach in der Zeit des Kampfes geistig weiterhin Wächter des Volkes sein, um es aus den Fallen der Knechtschaft, von den Stolpersteinen, von den verführerischen Hinterhalte zu befreien, alle Hindernisse überwindend und sie weiterhin zu den Versammlungsorten zu führen ─ zur gesegneten Hürde der geistigen Vereinigung, der Vereinigung von Idealen und Vorsätzen, der Vereinigung im Gehorsam und in der Erfüllung der von Mir anvertrauten Aufträge.

    40.  Den Sehern sage Ich: Ihr werdet Gesichte voller Herrlichkeit haben, wie ihr sie niemals zuvor hattet ─ Vorläufer eurer Offenbarungen, die ihr in den zukünftigen Zeiten entfalten und empfangen werdet. Denn gewiss erreichen diese Propheten noch nicht die Erhebung, die sie erlangen sollen ─ noch haben ihre Augen nicht alles gesehen, was sie sehen sollen, noch haben ihre Lippen alles gesagt, was sie prophezeien sollen. Doch die Läuterung, die sie ─ von ihrem Gewissen geleitet ─ erreichen werden, wird so wirksam sein, dass niemals die Lüge oder die Finsternis in ihrem Geist oder auf ihren Lippen sein wird. Immer werden sie die wahre Inspiration von der falschen und verführerischen Inspiration zu unterscheiden verstehen. Sie werden von der Barmherzigkeit des Vaters das zu empfangen wissen, was Er ihnen als Botschaft für die Menschheit übergibt.

    41.  Meine Goldfedern, deren Hände in diesen Zeiten unermüdlich gewesen sind, werden weiterhin das Zeugnis der Propheten mitschreiben, werden weiterhin ihre eigene Inspiration niederschreiben, und auch das Wort der Inspirierten ─ jener, die als Lehrer unter dem Volk erscheinen werden.

    42.  Ich werde auch meine Säulen nicht vergessen ─ jene Herzen, die das Volk gleichfalls auf den Weg der inneren Sammlung, der Hochachtung und der geistigen Erhebung gebracht haben. Die einen wie die anderen sind wie Hauptleute unter dem Befehl eines Generals gewesen. Sie sind wie Moses oder Josua in der Wüste gewesen, unterstützt vom Stamm Juda ─ von jenem Stamm, in dem die Makkabäer große Heerführer, unbesiegbare Krieger gewesen sind, welche Breschen in die Stadt schlugen, Mauern niederrissen und ganze Völker beherrschten, weil sie hinter sich das Volk des Herrn hatten, das als Erbe das Gelobte Land erhalten sollte. Solche Vergleiche zieht der Meister zu euch, oh Säulen!

    43.  Und das Volk, das aus Schülern und Jüngern besteht, wird gleichfalls in den letzten Augenblicken große Wonne haben und große Unterweisungen des Meisters empfangen. Unter den großen Gnadengaben, die Ich euch, oh Volk, anvertraute, werde Ich euch jene gewähren, dass ihr euch Ende 1950 zum letzten Mal mit der Geistigen Welt, mit den Schutzengeln, den Ratgebern oder heilenden Wesen in Verbindung setzen könnt, und auch mit jenen Geistwesen, die auf Erden eure Eltern, eure Kinder, Geschwister, Freunde oder Verwandte gewesen sind. Ich werde euch gewähren, dass ihr sie zum letzten Mal vermaterialisiert, vermenschlicht vernehmen könnt und bei jener Kommunikation die Liebkosung, die geistige Umarmung, den Ratschlag voller Licht, die Stimme der Hoffnung empfangt, die euch sagt: „Geht weiter, bis wir alle im Haus des Herrn vereinigt sind.“

    44.  Auf diese Weise bereite Ich euch von nun an mit Liebe, mit Zärtlichkeit vor, verfeinere Ich euren Geschmack, erweiche Ich euer Herz, damit jene Augenblicke für euch eine Gelegenheit zur Annäherung, zur Versöhnung, zur Vergebung untereinander sind. Mögen die Stolpersteine, die bösen Blicke, die zweischneidigen Schwerter, die tiefe Wunden in euren Herzen hinterlassen haben, in ihre Scheiden zurückkehren und alles durch wahre Liebe, durch Vergebung unter Geschwistern ausgelöscht werden. Wenn eure Augen in jenen Augenblicken weinen, mögen eure Tränen von wahrer Liebe herrühren und mehr, als aus euren Augen, dem Quell hoher Gefühle eures Geistes entspringen. Wenn eure körperlichen Arme sich umschlingen, sollen es mehr als die Arme eures Körpers, die Bande eures Geistes sein ─ Bande der Liebe, mit denen Ich alle Geistwesen des Universums miteinander verbunden habe, und ihr alle sollt euch in diesem Augenblick in meinem Gesetz anerkennen. Wenn mein Wort dann beendigt ist, wenn die Stimme des Meisters nur noch wie ein fernes Echo in den Weiten ertönt, soll jene Liebe, jene enge Umarmung von euch die Wärme sein, der Trost sein, die Gesellschaft sein, die ihr euch gegenseitig auf eurer Wanderschaft leistet, und durch diese Liebe, durch diese Barmherzigkeit untereinander werdet ihr das Heiligtum erblicken, um das Ich euch bitte ─ jenen Tempel, in dem Ich wohnen will und wo Ich von euch gesehen, gehört und gefühlt werde ─ jenen Tempel, in den die Welt nach meinem Willen eintreten soll, damit sie Mich fühlt, Mich sieht, Mich verehren kann und Mich für eine ganze Ewigkeit durch den Spiritualismus liebt, der die Botschaft ist, die der Heilige Geist durch euer Verstandesvermögen dem Erdkreis sendet.

    45.  Ihr sollt mit euer geistigen Botschaft auch zu den Kindern, den Jugendlichen und den Alten gehen. Seht keine Grenzen mehr und sagt nicht: „Herr, befreie die Völker.“ Sagt nun zu Mir: „Vater, segne unsere Geschwister, vergib uns allen, die wir Dich verletzen.“ Seht keine Nationalitäten mehr, erwähnt sie nicht mehr in eurem Gebeten. Erhebt euch, und wenn ihr dann mit den Engeln vereint seid ─ mit jenen, die immer für alle einstehen und bitten, so verströmt auch den Frieden eures Geistes auf alle eure Geschwister. Dann werdet ihr sehen, wie die Rassen sich wieder zu einer einzigen zu vereinigen beginnen. Die Sprachen, die euch trennen, werden nach und nach denen bekannt werden, die sie nicht kannten. Die Kasten und Sippen werden verschwinden und durch Demut  und Verständnis ersetzt werden. Mächtigen und Reichen werden ─ von den Prüfungen besiegt ─ zu denen herabsteigen, die sie für tiefstehend betrachteten, und jene, die unten waren, werden emporsteigen, um die Höhe derer zu erreichen, die oben waren. Denn es ist die Zeit der Wiedergutmachung, und in dieser Wiedergutmachung ist meine göttliche Gerechtigkeit, welche vollkommen ist. In jedem anwesenden Geist wird meine Waage eure Taten abwiegen. Daher sage Ich euch: Ich bin Der, welcher euch mit Vollkommenheit zu richten und zu führen versteht, und Ich allein kann in das Geheimnis jedes Lebens, jedes Schicksals eindringen.

    46.  Wacht und betet ihr, damit der Friede meines Göttlichen Geistes auf die ganze Welt herniederkommt.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 331

    1.  Wer an dieser Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen zweifelt, verhält sich so, als ob er seinen Status der Überlegenheit gegenüber den anderen Geschöpfen leugne ─ als ob er seinen eigenen Geist verneine und sich nicht des geistigen und verstandesmäßigen Niveaus bewusst werden möchte, das er durch unendlich viele Prüfungen, Leiden und Kämpfe erreicht hat.

    2.  Zu leugnen, dass Ich Mich mittels eures Verstandesvermögens oder mittels eures Geistes kundtue, bedeutet, sich selbst zu leugnen und sich auf den Platz der niederen Geschöpfe zu stellen.

    3.  Wer weiß nicht, dass der Mensch ein Kind Gottes ist? Wer weiß nicht, dass er einen Geist in sich trägt? Warum dann nicht glauben, dass es zwischen dem Vater und seinen Kindern eine oder mehrere Arten geben muss, sich miteinander zu verständigen?

    4.  Da Ich Intelligenz bin, wende Ich Mich an euch mittels eures Verstandesvermögens; da Ich Geist bin, wende Ich Mich an euch mittels eures Geistes. Doch wie wollen jene, die meine Kundgabe leugnen, diese Wahrheit begreifen und annehmen, wenn sie Mich nie als Geist betrachten und erkennen wollten? In ihren Herzen haben sie viele irrige Anschauungen entwickelt, wie jene, zu meinen, dass Ich ein göttliches Wesen mit menschlicher Gestalt bin, das durch Symbole und Bilder versinnbildlicht werden muss, um durch sie mit Mir Zwiesprache zu halten.

    5.  Im Lauf der Jahrhunderte hat sich die Menschheit, die Mich auf diese Weise suchte, an die Stummheit ihrer Bildnisse und Skulpturen gewöhnt, vor denen sie beten und Riten darbringen, und in ihren Herzen hat sich schließlich die Auffassung herangebildet, dass niemand würdig ist, Gott zu schauen, zu hören oder zu fühlen. Indem sie sagen, dass Ich unendlich viel zu hoch bin, um Mich den Menschen zu nahen, glauben diese, Mir eine bewundernde Huldigung darzubringen. Doch sie irren sich; denn wer behauptet, dass Ich zu groß sei, um Mich mit so kleinen Geschöpfen wie dem Menschen abzugeben, ist ein Ignorant, der das Schönste leugnet, was mein Geist euch offenbart hat: die Demut.

    6.  Wenn ihr an Christus glaubt, wenn ihr behauptet, Christen zu sein, dürft ihr keine solch unsinnigen Vorstellungen hegen wie diejenige, zu meinen, dass ihr es nicht wert seid, dass euer Herr sich euch nähert. Habt ihr vergessen, dass gerade euer christlicher Glaube auf jenem Beweis göttlicher Liebe beruht, als das Wort Gottes Mensch wurde? Welche greifbarere und menschlichere Annäherung konnte noch mehr dem Auffassungsvermögen der sündigen und fleischlichen Menschen mit verfinstertem Geist und verschlossenem Verstand entgegenkommen als jene, in der Ich sie meine göttliche Stimme, zu Menschenwort geworden, vernehmen ließ?

    7.  Dies war der größte Beweis von Liebe, Demut und Erbarmen mit den Menschen, den Ich mit Blut besiegelte, damit euch immer vor Augen bliebe, dass niemand Meiner unwürdig ist, da Ich gerade um derer willen, die am meisten im Schlamm, im Dunkel und in den Lastern verloren waren, mein Wort Mensch werden ließ und den Lebenssaft meines Blutes vergoss.

    8.  Weshalb verneinen dann eben jene, die all dies glauben, jetzt meine Gegenwart und Kundgabe? Weshalb suchen sie zu behaupten, dass dies nicht möglich sei, weil Gott unendlich ist und der Mensch viel zu tiefstehend, viel zu unbedeutend und unwürdig sei? Wahrlich, Ich sage euch, wer meine Kundgabe in dieser Zeit leugnet, leugnet auch meine Gegenwart auf der Welt in jener Zweiten Zeit und leugnet auch meine Liebe und meine Demut.

    9.  Für euch, Sünder, ist es natürlich, dass ihr euch in eurer Sünde fern von Mir fühlt. Ich dagegen fühle, dass, je mehr Verfehlungen ihr begeht und je mehr ihr euren Geist befleckt, es umso notwendiger ist, dass Ich Mich euch zuwende, um euch das Licht zu geben, euch die Hand zu reichen, um euch zu heilen und zu retten.

    10.  Ich wusste, dass, wenn Ich Mich meinen Kindern erneut kundtun würde, viele Mich leugnen würden, und deshalb kündigte Ich meine Wiederkunft schon damals an; aber gleichzeitig machte Ich begreiflich, dass meine Gegenwart dann geistig sein würde. Doch wenn ihr dies bezweifelt, so vergewissert euch anhand des Zeugnisses jener vier Jünger, die meine Worte in den Evangelien niederschrieben.

    11.  Warum hätte Ich als Mensch zur Welt zurückkehren und mein Blut erneut vergießen lassen sollen? Es wäre, als ob Ich mein Werk und meinen Opfertod jener Zeit für unfruchtbar halten würde, und es wäre so, als ob Ich der Auffassung wäre, dass die Menschheit sich von damals bis heute geistig überhaupt nicht entwickelt hätte.

    12.  Ich wusste, dass Ich trotz eures Materialismus‘ dieser Zeit im Kern eures Wesens einen entwickelten Geist antreffen würde, und aus diesem Grund ist meine Kundgabe jetzt geistig gewesen.

    13. Hier bin Ich im Geist und sende euch von der leuchtenden Wolke aus mein Wort und vermenschliche es durch diese Sprachrohre, als eine vorbereitende Unterweisung für jene Kommunikation, zu der ihr alle gelangen sollt: der Zwiesprache von Geist zu Geist.

    14.  Ich habe euch diese Botschaft, die auf den Lippen meiner Stimmträger in Menschenwort übertragen wird, gebracht, damit ihr später ─  wenn mein Wort aufgehört hat, und ihr euch die nötige Zeit genommen habt, es von Grund auf zu studieren und zu verstehen ─ als Boten einer Frohen Botschaft hinauszieht, um meine Offenbarung mit euren Geschwistern zu teilen.

    15.  Zusätzlich zu dieser Botschaft habe Ich den Menschen direkt ein Licht gesandt, das bis zum Grund ihres Wesens gelangt ist und nach und nach ihr Herz und ihren Verstand erleuchtet hat.

    16.  Wenn meine Botschaft durch euch zur Welt gelangt, werdet ihr entdecken, dass die Äcker wahrhaft vorbereitet waren.

    17.  Ja, Jünger, jetzt ist die Zeit, in der die Menschen ─ ohne sich dessen bewusst zu sein ─ über ihre geistige Zukunft meditieren, das ergründen, was sie als göttliche Offenbarungen kennen, und auch erahnen, was ihre Aufgabe ist. Auf diese Weise gelangen sie, in der inneren Stille ihres Herzens nachdenkend, zum Verständnis vieler Wahrheiten.

    18.  So ist es im Verstand vieler Licht geworden, so legen sie den religiösen Fanatismus ab, und die Abgötterei verliert an Macht in ihren Herzen.

    19.  Ohne sich dessen bewusst zu sein, machen sie sich den Weg hin zur Vergeistigung frei. Ein unbekannter Mut, ein Glaube und eine höhere Macht hat ihnen geholfen, Ängste und Vorurteile zu überwinden, und in dem Maß, in dem ihr Wille stärker geworden ist, sind ihre Überlegungen bestimmter, klarer und präziser geworden.

    20.  Seht, wie das Licht der Wahrheit, vom göttlichen Geist zum Geist weitergegeben, zu den Menschen gelangt. Wer könnte das Vordringen dieses Lichts verhindern, das mit den irdischen Augen nicht zu sehen ist?

    21.  Die Essenz und die Wahrheit, die Ich euch in meinen Offenbarungen vergangener Zeiten zur Kenntnis brachte, konnte in vergessenen Bücher, in denen mein Wort niedergeschrieben war, nicht verloren gehen, noch konnte ihr Sinngehalt durch die Tatsache, dass sie von Seiten der Menschen Änderungen erlitt, zugrunde gehen. Die Wahrheit steht über jeder menschlichen Armseligkeit, und sie offenbart sich in jedem Augenblick. Aber ihr Licht wird klarer erkannt, wenn der Mensch es erreicht hat, einen neuen, entschiedenen und entscheidenden Schritt auf seinem Entwicklungsweg zu tun.

    22.  Die Symbole, das Gleichnis und das Sinnbild, durch welche die Geheimnisse des geistigen Lebens in den früheren Zeitaltern offenbart wurden, werden in der heutigen Zeit verstanden werden, in der das Licht einer langen geistigen Erfahrung euch allen helfen wird, das Gesetz, die Lehre, die Prophetie, die Offenbarung und die Verheißungen richtig auszulegen.

    23.  Meine Botschaft fällt wie fruchtbarmachender Regen auf euren Geist hernieder, in den Ich den göttlichen Samen der Liebe gelegt habe. Heute ist der Tag, den ihr der Erholung von euren irdischen Mühen widmet, und an dem ihr eurem Geist die Gelegenheit gebt, in Ruhe zu beten und zu meditieren, und ihr euch so darauf vorbereitet, mein Wort zu vernehmen, welches für euren Geist Brot des ewigen Lebens ist.

    24.  Mein Wirken, geliebtes Volk, hat zum Ziel, euren Geist lichtvoll zu machen, indem es denselben lehrt, in höheren Welten zu leben.

    25.  Ich will euch zu meinen Jüngern machen, damit ihr Mich als Kinder meines Geistes zu empfinden lernt. Warum solltet ihr meine Gegenwart nicht in euch fühlen, da ihr doch aus meiner eigenen Essenz besteht, da ihr doch ein Teil von Mir seid? Ihr fühlt Mich nicht, weil ihr euch dessen nicht bewusst seid, weil es euch an Vergeistigung und Vorbereitung mangelt, und so viele Zeichen und Gefühlseindrücke ihr auch empfangt, ihr schreibt sie materiellen Ursachen zu. Deshalb sage Ich euch, dass ihr, obwohl Ich bei euch bin, meine Gegenwart nicht wahrnehmt.

    26.  Jetzt sage Ich euch: Ist es etwa nicht natürlich, dass Ihr Mich in eurem Wesen fühlt, da ihr ein Teil von Mir seid? Ist es ─ wenn man darüber meditiert ─  etwa nicht gerecht, dass euer Geist schließlich mit dem meinen verschmilzt? Ich enthülle euch die wahre Größe, die in jedem Menschen vorhanden sein soll; denn ihr seid in die Irre gegangen, und ihr seid im Verlangen, auf Erden groß zu sein, geistig kleiner geworden!

    27.  Ihr habt den materiellen Werten mehr Bedeutung beigemessen, als sie besitzen; vom Geistigen dagegen wollt ihr nichts wissen. Und eure Liebe zur Welt ist so groß geworden, dass ihr euch sogar so viel wie möglich darum bemüht, alles zu verleugnen, was sich auf das Geistige bezieht, weil ihr meint, dass diese Kenntnis im Widerspruch zu eurem Fortschritt auf Erden steht.

    28.  Ich sage euch, dass die Kenntnis des Geistigen den Fortschritt der Menschen nicht beeinträchtigt, weder in Bezug auf die Moral noch hinsichtlich seiner Wissenschaft. Im Gegenteil: Jenes Licht offenbart den Menschen einen unendlichen Reichtum an Kenntnissen, die ihrer Wissenschaft derzeit noch unbekannt sind.

    29.  Solange der Mensch sich weigert, sich auf der Stufenleiter der Vergeistigung zu erheben, wird er der wahren Herrlichkeit nicht näherkommen können, die ihm hier, im Schoß seines Vaters, das höchste Glück bescheren wird, ein Kind Gottes zu sein ─ ein würdiges Kind meines Geistes, aufgrund seiner Liebe, seiner Erhebung und seines Wissens.

    30.  Wollt ihr Mich fühlen, oh Volk? Dann seid sanftmütig und demütig und hört auf Mich zu bitten, bei euch zu sein. Wartet geduldig auf den Moment, in dem es mein Wille ist, Mich bei euch kundzugeben.

    31.  Ich mache meine Gegenwart durch diese Kundgabe mittels des menschlichen Verstandesvermögens spürbar. Ich muss euch jedoch sagen, dass ihr diese Kundgebung nicht aufgrund von Verdiensten erhalten habt, sondern dass es meine Barmherzigkeit war, die aus der Liebe zu euch geboren ist, die bewirkte, dass Ich Mich euch näherte, um euch meine Gegenwart fühlbar zu machen.

    32.  Ich wusste, dass ihr meine Botschaften sehr benötigen würdet, dass in eurem Geist der Hunger und Durst nach meinem Licht bereits sehr groß war, dass ihr soweit wart, auf einen Ruf von Mir herbeizueilen. Denn das Leiden auf der Erde hatte euch geläutert, und ihr wart empfindsam geworden. Deshalb habe Ich Mich in dieser Form bei euch eingestellt und euch begreiflich gemacht, dass diese Botschaft nur die Vorbereitung dafür sein würde, wenn ihr Mich von Geist zu Geist suchen müsstet. Dann wird es nicht mehr mein Erbarmen sein, das Mich dazu bewegt, mit euch Zwiesprache zu halten, sondern eure geistige Erhebung. Ihr werdet dann keine Parias, Blinde oder für das Geistige Unempfängliche sein, sondern ihr werdet ─ in voller Kenntnis und mit absolutem Glauben daran, was die Zwiesprache von Geist zu Geist für euch bedeutet ─ alles in eurer Macht Stehende tun, um dieser Gnade würdig zu werden.

    33.  Dann werdet ihr bereits das Licht haben, das ihr braucht, damit mein Geist sich durch euch bekundet und meine Gegenwart in euren Gedanken, Worten und Werken fühlbar macht.

    34.  Heute seid ihr wie Pilger, die seit langem umhergeirrt sind. Doch in dieser Zeit hat euch meine laute Glocke herbeigerufen. Ihr seid teilweise eilig zur Quelle der Gnade gekommen, und Ich freue Mich, meine Arbeiter zu empfangen und zu sehen, dass dies Volk geistig Schritt für Schritt vorankommt und Mir seine Liebe zum Nächsten zeigt. Ihr wart wie hartes Felsgestein, aber der Meißel meines Wortes hat euer Herz bearbeitet, um es in ein Heiligtum zu verwandeln.

    35.  Vom Buch des Lebens mache Ich euch eine weitere Seite bekannt, damit ihr mehr Licht habt, und mein Wort in euren Herzen aufblüht. Ich bringe einen Schatz an geistiger Barmherzigkeit für jene unter euch, die sich bedürftig fühlen.

    36.  Ihr habt dieses irdische Paradies in ein Tränental verwandelt. Ich vertraute es euch als den Garten Eden an, damit euer Geist zusammen mit seiner Körpermaterie sich an all dem erquicken könnte, was euer Vater für das Wohlergehen des Menschenwesens vorbereitet hatte; damit ihr dessen süße Früchte genießen würdet, und so mit eurem Herzen voller Wonne in geistiger Harmonie mit eurem Vater sein würdet.

    37.  Selig jene, die sich angesichts der neuen Morgenröte von ihrer Finsternis frei gemacht und Mich gesegnet haben. Ich habe euch in meinem Wort die Essenz und das Licht gebracht und die Finsternis von euch genommen, damit ihr auf dem Weg standhaft seid, den Ich euch bereitet habe.

    38.  Ihr seid meine Arbeiter, denen Ich die Pflege des Samens überlassen habe, der später erblühen wird. Ich habe euch den mächtigen Baum voller Laubwerk anvertraut, damit der Wanderer sich in seinem Schatten ausruht. Doch die Stürme haben ihn seiner Blätter beraubt, weil ihr von der Versuchung überrascht worden seid, als ihr schlieft. Die Blätter, welche die Stürme diesem Baum entreißen, sammelt meine Barmherzigkeit ein, und Ich schaffe aus ihnen erneut das Laubwerk seiner Äste.

    39.  Ich habe euch die Frucht dieses Baumes beschert, und ihr habt die unendliche Süße meiner göttlichen Liebe genossen. Einige meiner Arbeiter haben sich zu Herren aufgeschwungen und haben den Baum im Stich gelassen, den Ich ihnen anvertraut hatte. Doch Ich werde ihn weiterhin pflegen, weil viele Menschenscharen unter sein Laubwerk kommen werden, um auszuruhen und sich von seinen Früchten zu nähren.

    40.  Wohl jenen, die zu allen Zeiten und in allen Prüfungen stark geblieben sind, und welche die Menschenscharen zu Mir geführt haben. Ich stärke sie, erleuchte sie und beschütze sie mit meinem geistigen Mantel vor der Unbarmherzigkeit der Zeiten. Ich entferne den Leidenskelch von ihren Lippen, damit mein Volk sich täglich an meinem Wort erquickt.

    41.  Viele werden in langen Zügen herbeikommen im Verlangen nach meinem Vaterschoß und vom Baum die Frucht des Lebens begehren, deren Süße sie kennenlernen werden. Ich erwarte in ihnen meine Auserwählten, die Kranken und die Bedürftigen. Elias wird sie Mir vorstellen: Es sind die betrübten Herzen und die geknechteten Geistwesen, die zu allen Zeiten einen sehr bitteren Kelch geleert haben, ohne Trost zu finden. Doch weder die Zeiten noch die Stürme werden den Baum zerstören können, seine Blätter werden immer Saft in sich haben, und seine Früchte werden vervielfacht werden.

    42.  Ich habe von meinen Dienern die Finsternis, den Betrug, beseitigt, habe ihr Herz mit meiner göttlichen Liebe zubereitet, und habe den Frieden meines Geistes in sie gelegt. Ich habe ihnen mein Gesetz und die Weiße meines Werkes gezeigt, damit sie über seine Reinheit und Lauterkeit wachen.

    43.  Viele werden sich zu Richtern aufschwingen und die Reinheit meines Werkes verkennen und die Kundgebung meines Geistes durch das menschliche Verstandesvermögen leugnen. Doch Ich bin der Mächtige, der Weg und das Licht, und wann immer es mein Wille gewesen ist, habe Ich meine Barmherzigkeit als Stab ausgestreckt, damit sich die Menschheit an ihr aufrecht erhält.

    44.  Ich bin Der, welcher euren Geist und eure Körpermaterie nähre, und wenn ihr bei Mir seid, entfernt sich der Schmerz von euch und fühlt ihr die Zärtlichkeit meiner Liebe im Grund eures Herzens. Auch ist es der Augenblick, in dem das Gewissen euch zur Rechenschaft zieht und euch über euch selbst Scham darüber empfinden lässt, dass ihr in der Sünde gelebt habt und eure Mission nicht treu erfüllt habt.

    45.  Ich habe euch den Weg zur Vergeistigung bekannt gemacht, damit ihr euch täglich von der Vermaterialisierung freimacht, damit ihr jene seid, die im Dienst meiner Göttlichkeit stehen ─ zugerüstet, um die Zwiesprache von Geist zu Geist zu erlangen.

    46.  Einige betrübte Herzen sagen Mir: „Vater, wann werden die Kriege aufhören, wie es durch Deine Propheten angekündigt ist?“ Und Ich sage euch darauf, dass die Zeit des Friedens von meinem göttlichen Finger angezeigt wird. Wenn ihr euch vergeistigt, werdet ihr wie ein klarer Spiegel sein, und jeder, der euch so zubereitet erblickt, wird euch befragen müssen, und von den ersten Worten an, die von euren Lippen kommen, werden sie die Liebe empfangen, die aus dem Grund eures Herzens kommt. Und dann werdet ihr als meine Jünger erkannt werden, und man wird euch zuhören, ohne müde zu werden. Dies wird der Beginn der Zeit des Friedens sein.

    47.  Hütet euer geistiges Gewand, damit es sich nicht befleckt, damit es immer weiß ist, damit ihr von euren Geschwistern geachtet und respektiert werdet. Eure Körpermaterie ist vergänglich, doch euer Geist gehört der Ewigkeit an. Deshalb sollt ihr von den Gaben Gebrauch machen, die Ich euch anvertraut habe, damit ihr in der ewigen Heimat wohnt.

    48.  Wie wohltuend ist für euch meine Kundgebung, wenn ihr Mich versteht, wenn euer Herz wie ein offenes Buch ist, in dem mein Wort niedergeschrieben bleibt ─  damit ihr es studiert und ausübt, damit ihr ein Beispiel von Demut und Sanftmut gebt. Richtet jene auf und stärkt den, den ihr müde und erschöpft auf dem Weg antrefft, verweigert ihm nicht das, worum er bittet, denn Ich habe euch die Barmherzigkeit übergeben. Wohl dem, der sich von dem trennt, was er in seinem Reisebündel trägt, denn die Wohltat, die er seinen Geschwistern erweist, wird ihm vervielfacht zurückgegeben werden. Euer Geist ist Besitzer eines geistigen Schatzes, der jeden Tag unerschöpflich ist.

    49.  Seid wie der gute Landmann, der den Samen auf den Äckern pflegt ─ ein Same, der durch die Anstrengung des Menschen materiell erblüht und seine Frucht trägt. Wer mit Glauben und Hoffnung die Arbeitsgeräte ergreift, pflügt das Land um, befreit die Pflanze vom Unkraut und hofft darauf, dass das Wasser sie zum Blühen bringt und sie reichliche Früchte trägt für die Ernährung der Menschheit.

    50.  Ich habe Mich in Erfüllung einer Verheißung unter euch kundgetan. Meine Liebe hat eine Zeit für diese Kundgabe festgelegt, und die Zeit wird immer kürzer. Während die einen glauben, zweifeln andere. Doch was soll der Vater angesichts derer tun, die Ihn nicht erkannt haben? Der Schmerz wird zurückkehren, um eure Bosheit zu läutern, und das Unkraut, das sich vermehrt hat, wird noch einmal vernichtet werden.

    51.  Begreift, Israel, dass ihr für mein Werk verantwortlich seid. Fühlt den Schmerz derer, die in jenen Nationen in der Knechtschaft leiden und weinen. Sie hoffen, dass mein machtvolles Erbarmen sie befreien und ihnen den Frieden geben kann. Die unschuldigen Kinder weinen und sind schutzlos auf den Wegen, die Alten werden verspottet und die Jungfrauen verführt. Und so entreißt einer dem anderen ohne Mitleid und ohne Gewissensbisse den Faden des Lebens.

    52.  Israel, Ich habe euch zubereitet, damit ihr aufbaut, damit ihr der Menschheit den Frieden und die Hoffnung gebt, und ihr den Hafen des Heils zeigt.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 332

    1.  Ich treffe euch betend an, oh geliebte Jünger, wobei euer Geist um den Frieden dieser Welt bittet. Das habe Ich euch gelehrt ─ das habe Ich euch ein weiteres Mal offenbart: Dass ihr die Boten des Friedens seid, die Bringer dieser gesegneten Gabe in dieser Zeit, in der er von diesem Planeten gewichen ist, weil das Herz des Menschen ihn ablehnt und nur Unsicherheit, Hass, die Schnelllebigkeit und die Unruhe in ihn eindringen. Als Friedensboten, und da ihr materiell nicht zu allen Orten, Wegen und Gegenden der Erde gehen könnt, um diese göttliche Botschaft zu bringen, habe Ich eurem Geist die Erhebung, die Versetzung mittels des geistigen Gebets gelehrt, damit er auf alle eure Geschwister Glückseligkeit, Wohltätigkeit und Segnungen verströmt.

    2.  Ich habe euch in meinen Unterweisungen gesagt, dass ihr Mich nicht für bestimmte Nationen bitten sollt, sondern für das Universum, für alle eure Geschwister, ohne Rassen, Nationalitäten oder Gesellschaftsklassen zu beachten; und euer erhobener Geist, der sich für kurze Zeit im Jenseits aufhält, soll von dort aus einzig die große universelle Familie des Vaters sehen, soll auf das Leiden, das Elend, den Schmerz aller blicken, und für sie sollt ihr Mich bitten. Von dort aus könnt ihr jene höherstehenden Wesen in höheren geistigen Welten schauen, und sie sollt ihr um Hilfe bitten ― so wie Ich euch gelehrt habe, die Geistige Welt respektvoll anzurufen, um von ihr Inspirationen und Schutz zu empfangen. Auf diese Weise, oh Jünger, werdet ihr mit allumfassender Liebe lieben.

    3.  Die Menschen sagen, dass Christus in der Zweiten Zeit die Liebe untereinander ohne Unterscheidung von Rassen lehrte. Und in dieser Dritten Zeit sage Ich euch: Ich, Christus, lehrte euch in der Zweiten Zeit die allumfassende Liebe. Doch Ich musste damit beginnen, euch die Liebe unter euch als Menschen zu lehren, damit ─ wenn die Zeit gekommen ist ─ ihr euch mit geistiger Liebe lieben könntet ─ nicht mehr nur ohne Unterscheidung von Rassen, sondern ohne Unterscheidung von Welten. Ich will, dass euer Geist in diese Liebe, die Ich euch jetzt lehre, alles miteinbezieht ─ dass ihr, euren Vater liebend, alle Geschöpfe liebt ─ dass ihr euch in eurer Welt untereinander mit einem Atom der Liebe liebt, mit der der Vater euch liebt ─ dass ihr alles von Mir Geschaffene liebt, dass ihr nicht gleichgültig seid, noch das zurückweist, was Ich euch vererbt und anvertraut habe.

    4.  Der Mensch legt meine Lehren nicht immer richtig aus. Ich habe euch nie gelehrt, die gute Frucht, die meine Gesetze gutheißen und zugestehen, zu verachten oder nicht zu genießen. Ich habe nur gelehrt, dass ihr nicht nach Unnötigem, Überflüssigem streben und es noch viel weniger lieben sollt; dass ihr vom Verderblichen, Unerlaubten nicht wie von Früchten Gebrauch macht, die für den Geist und die Körpermaterie förderlich sind. Doch all das, was für den Geist oder das Herz erlaubt ist und ihm zum Wohl dient, habe Ich euch anempfohlen, weil es innerhalb meiner Gesetze ist.

    5.  Ich habe euch noch eine andere Unterweisung gegeben: Dass euer Geist, wenn die Zeit der Abberufung für ihn gekommen ist, verstehen soll, seine Körpermaterie abzulegen ─ dass euer Geist, wenn er die Schwellen des Jenseits überschreiten muss, auf den Halt und die Verbindungen mit der Erde zu verzichten versteht. Aber wahrlich, Ich sage euch: Wenn der Geist sich einmal von der Körpermaterie gelöst hat, verfällt er nicht in Blindheit gegenüber den irdischen Gütern. Eher im Gegenteil ─ sagt euch der Meister ─ dann lasse Ich zu, dass euer Geist größere Erkenntnis erlangt, damit er die Werke der Schöpfung noch mehr bewundert, damit er noch mehr in den Sinn des Lebens eindringt, damit er mit seinen geistigen Flügeln alles zu umfassen beginnt, damit sein Blick jene Horizonte überschreitet, die für seine Intelligenz auf der Erde wie Grenzen waren. Dann beginnt er den Vater und die göttliche Schöpfung wirklich mit wahrer universeller Liebe zu lieben. Dann verschwindet für den Geist jede menschliche Stellung, Sippe oder Gesellschaftsschicht. Dann liebt er nicht mehr nur diejenige, die als irdische Familie zu ihm gehörten, und beginnt alle seine Nächsten mit geistiger Liebe zu lieben. Das ist die Liebe, die Ich euch zu allen Zeiten gelehrt habe. Wenn unter euch jedoch Jünger sind, die Mich in dieser Zeit nur wenig vernommen haben und deshalb befürchten, meinem Werk nicht gerecht werden noch es verstehen zu können, und daher die beneiden, die Mich oft gehört haben, die mein Wort in dieser Zeit oft empfangen haben, so sage Ich diesen in Wahrheit: Seid unbesorgt! Ob Jünger Mich oft oder wenig vernommen haben, bedeutet nichts. Denn ein Augenblick der Erleuchtung kann genügen, dass euer Geist sich in diesem Augenblick verwandelt und zu einem Meister wird, zu einer unerschöpflichen Quelle von Liebe und Inspiration.

    6.  Nehmt mein Wort als Trost und vertraut ihm ─ ihr, die ihr Mich nur wenig gehört habt! Denn wahrlich, Ich sage euch: Ihr werdet auf eurem Weg denen begegnen, die Mich in dieser Dritten Zeit kein einziges Mal gehört haben, und ihr werdet erleben, wie unter ihnen die großen Apostel des Spiritualismus, die großen intuitiven Propheten, die großen Inspirierten erscheinen werden. Ihr werdet die Gaben des Heiligen Geistes unter der Menschheit manifestiert sehen und sich durch Intuition entfalten sehen. Ihr werdet die Menschen sich von Geist zu Geist verständigen sehen, und dann werdet ihr sagen: „Wie glücklich sind wir, die wir den Meister wenigstens ein wenig hören konnten, denn diese Geschwister haben Ihn niemals durch das menschliche Verstandesvermögen vernommen.“

    7.  Erinnert ihr euch nicht, dass Markus, obwohl er kein Teil meiner zwölf Erwählten gewesen ist, ein großer Apostel meiner Lehre war? Das Apostelkind, das in seinem Herzen die Unter­weisungen des Göttlichen Meisters zu bewahren verstand, um es auf Papier zu bringen und der Menschheit als ein Goldenes Buch zu hinterlassen. In seiner Kindheit vernahm er Mich in seiner irdischen Unschuld, aber er ließ zu, dass die Hand des Meisters die göttliche Botschaft in sein Herz schrieb. Erinnert ihr euch nicht, dass Paulus, obwohl er den Göttlichen Meister kein einziges Mal vernommen hatte, sich bekehrte. Obwohl er der Verfolger meiner Apostel gewesen ist, liebte er Mich und erhob er sich innerlich, bis er zu einem der großen Soldaten in meiner Lehre wurde.

    8.  Dasselbe wird in dieser Dritten Zeit geschehen. Ich werde euch gleichfalls ein Buch hinterlassen, das äußerlich mit materiellen Buchstaben geschrieben ist, und innerlich durch das Licht des Heiligen Geistes erleuchtet ist, damit ihr aus dieser Quelle trinkt ─ damit ihr durch meine Unterweisungen die Stärke und das geistige Licht für den großen Kampf erlangt, der euch erwartet. Denn ihr alle sollt den gleichen Grad an Zurüstung, an Stärke und an geistigem Wissen haben, um euch der Menschheit zuzuwenden, die durch den Schmerz, durch die weisen Prüfungen fruchtbar geworden ist, die es auf dem Weg eines jeden Geschöpfes gibt.

    9.  Ich will, dass, wenn die großen Prüfungen kommen, nicht ihr die Überraschten seid, sondern eure Geschwister; dass euch keine Krone oder ein königlicher Mantel einschüchtert, dass euch kein Schafott oder eine Drohung Angst einjagt, dass euch keine Verleumdung feige werden lässt, dass es keine Beleidigung gibt, die euer Herz verletzt. Dann wird die Welt überrascht sein, wenn Ich Mich durch euch in Weisheit, in Demut, in Gerechtigkeit und Liebe offenbaren kann. Aber diese Eigenschaften will Ich nicht nur durch das Wort offenbaren ─ Ich will in euren Werken gegenwärtig sein. Denkt daran, dass es in den vergangenen Zeiten, in den frühen Zeiten des Christentums das Blut des Meisters, das Blut seiner Jünger und Apostel, das Blut der Märtyrer gewesen ist, das am besten sprach. Denn das Herz der Menschen war hart, und wenn eine Wahrheit und ein Wort nicht mit Blut gesiegelt war, wurde es nicht geglaubt.

    Heute wird weder der Vater noch die Welt euer Blut verlangen, noch wird man euer Leben von euch fordern, damit ihr mit ihm meine Wahrheit besiegelt. Aber man wird doch Beweise verlangen, und diese Beweise sollt ihr ihnen geben, und sie sollen aus Liebe, aus Offenbarung, aus Vergeistigung bestehen, denn nach ihnen dürsten eure Geschwister. Wenn ihr kristallklares Wasser anbietet, wenn ihr das Brot des Lebens anbietet, wird die Welt euch glauben, und durch euch wird sie an Mich glauben.

    10.  Ich habe euch gesagt, Jünger, dass ihr mit den großen Religionen und den kleineren Sekten konfrontiert werdet; aber fürchtet euch weder vor den einen noch den andern. Die Wahrheit, die Ich euch anvertraut habe, ist einleuchtend, das Wort, das Ich euch gelehrt habe, ist äußerlich betrachtet klar und einfach, aber in seinem Sinngehalt tief bis ins Unendliche, und es sind starke Waffen, mit denen ihr kämpfen und siegen werdet. Doch Ich sage euch: EinVolk auf Erden, voller Materialismus und Unglauben, wird sich erheben, um euch das Recht abzusprechen, euch Israel zu nennen, um euer Zeugnis zu leugnen, das erneute Kommen des Messias erlebt zu haben, und jenes Volk ist das jüdische. Habt ihr nicht an es gedacht? Jenes Volk erwartet in seiner Mitte die Ankunft seines Messias, seines Retters, der ihm Gerechtigkeit widerfahren lässt und es erneut über alle Völker der Erde stellt. Jenes Volk weiß, dass Ich immer zu ihm gekommen bin, und in dieser Dritten Zeit wird es sagen: „Weshalb sollte Gott zu einem anderen Volk kommen?“ Doch siehe, hier sind meine Unterweisungen!

    11.  Schon in den frühen Tagen eurer Welt begann Ich den Samen Israels im Menschengeschlecht heranzubilden. Von Generation zu Generation habe Ich es bearbeitet, habe Ich es vervollkommnet, bis der Zeitpunkt kam, an dem Ich eine Familie von unter allen ausgewählten Geistwesen bildete, um mit der Schaffung eines Volkes zu beginnen. Mit Weisheit wählte Ich jeden Geist, jedes Menschenwesen aus, um mein Volk vollzählig zu machen.

    12.  Nachdem jeder Geist desselben durch meine Barmherzigkeit geformt und gestärkt und in seinen Fähigkeiten entfaltet war, und jenen Zeiten entsprechend jede Körpermaterie mit Anmut zubereitet war, ließ Ich es sich über die Erdoberfläche verbreiten. Und zu diesem Volk habe Ich immer gesprochen, immer habe Ich nach der Möglichkeit gesucht, bei ihm zu sein und mit ihm durch seine Patriarchen in Zwiesprache zu treten. Ich sprach mit den Stämmen des Volkes durch seine Könige und seine Propheten, tat Mich durch seine Führer kund, um es immer auf dem rechten Weg zu führen, um es daran zu erinnern, dass Ich über allem Geschaffenen bin ─ um es an die Gerechtigkeit unter ihnen selbst zu erinnern, damit dieses Volk die Schutzwehr der anderen Völker der Erde sein würde ─ damit es die lebende Fackel sein würde, die selbst den letzten Winkel des Planeten erhellen würde ─ damit es der Segen aller Nationen und die Oase des Friedens für alle Notleidenden sein würde.

    13.  Dafür begnadete Ich es geistig und körperlich, dafür gewährte Ich ihm fruchtbares Land, das von Milch und Honig überfloss. Ich prüfte es in seinen großen Verfehlungen, um es stark zu machen, um es zu stählen, damit es Gutes und Böses, Licht und Finsternis, Überfluss und Hunger, Freiheit und Knechtschaft kennenlernen könnte, und ließ außerdem zu, dass es versucht würde, und in den großen Versuchungen und Erschütterungen, die das Volk trafen, kamen die einen zu Fall und die anderen blieben Mir treu. Durch jene, die zu Fall kamen, litten die anderen, durch die Schwachen wurden die Starken heimgesucht. Doch worin bestand die Schwachheit der einen und die Treue und Standhaftigkeit der anderen? Die Schwachen verfielen in die zügellose Liebe zu den irdischen Gütern, in die niederen Leidenschaften, in grenzenloses Machtstreben, in schlechte Kulte, in heuchlerische Kulte. Die Standhaften waren dies in ihrer Demut, indem sie den Schöpfer mittels schlichter Verehrung und gesunder Bräuche anerkannten und liebten.

    14.  Niemals ließ Ich dieses Volk schutzlos, denn Ich sandte ihm in seinen Leiden Propheten, um seinen Geist aufzurichten, damit es seine Hoffnung und seinen Glauben an Mich nicht sinken ließe. Doch als diese Propheten die Vermaterialisierten, die Reichen der Erde, die in den menschlichen Herrlichkeiten eitel Gewordenen vermahnten, wurden sie von ihnen abgelehnt, verfolgt und oftmals getötet. Doch im Herzen der Standhaften, der Treuen blieb das Wort jener Propheten wie eine brennende Fackel, und durch alle Propheten kündigte der Vater sein Kommen zu seinem Volk an, um es aus der Knechtschaft zu befreien, um ihm Gerechtigkeit zu verschaffen, um sein Reich in das Herz eines jeden seiner Kinder zu legen. Doch jene Verheißungen, jene Prophetien wurden von den beiden Parteien des Volkes in unterschiedlicher Weise ausgelegt.

    15.  Als der Herr nun als Messias, als Heiland zu seinem Volk kam, erwarteten Ihn die einen seit langem als Gott der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens, als Vater allen Trostes und allen Balsams. Die anderen erwarteten Ihn als einen unbesiegbaren Soldaten, als einen Krieger, der sein Volk erheben und es zur Vernichtung der feindlichen Völker bringen würde, die das Volk des Herrn gefangen genommen und beherrscht hatten. Sie erwarteten, dass seine Hände die großen irdischen Reichtümer, die zeitlichen Güter überreichen würden, um jedes seiner Kinder und jeden seiner Stämme zu beschenken. Als dann der Messias auf der Erde voll Sanftmut und in menschlicher Armut, in aller größter Demut erschien, wurde Er nur von den Treuen und Beharrlichen gefühlt und erkannt, deren Geist und Herz für die hohen Lektionen, für die die göttliche Botschaft empfänglich war, die der Herr durch Jesus brachte.

    16.  Doch bei denen, die den reichen und mächtigen Gott der Erde erwarteten, den kriegerischen Rächer aller Beleidigungen, die das Volk erlitten hatte, war ihre Enttäuschung groß und auch ihre Ablehnung. Aber jener Meister des Guten und der Demut hüllte sein ganzes Volk in die gleiche Liebe, als Er feststellte, dass es sich in Reiche aufgespalten hatte. Sowohl in Samaria, als auch in Judäa übergab Er sein Wort, in den einen Stamm wie in den anderen ergoss Er seine Liebe, seinen Balsam, seine Wundertaten, Unterweisungen und Prophetien. Dennoch wurde Er weiterhin von den materiellen Juden, von den vermaterialisierten Juden abgelehnt ─ von denen, die angesichts der Offenbarungen des Geistes erbebten, von denen, die den Weg, der zum Jenseits führt, nicht sehen wollten. Dagegen wurde Er von denen erkannt und geliebt, die das Kommen des Himmelreiches, das Brot des Ewigen Lebens, die Wahrheit über alle Menschen, die Liebe für alle Geschöpfe erwarteten, und seit jener Zeit ging dieses Volk seinen Weg in Gespaltenheit.

    17.  Es war notwendig, dass der Vater nach seinem Scheiden (in Jesus), den Händen seines Volkes das Land entriss, das schon seinen Vorfahren anvertraut worden war. Den einen wurde es als Sühne entrissen und den anderen zur Belohnung; denn jenes Land Kanaan, jenes liebliche Palästina vergangener Zeiten, wurde von Mir nur als ein Abbild des wahren Landes der Verheißung für den Geist zubereitet. Als dem Volk jene Besitztümer genommen wurden, blieb der materialistisch eingestellte Jude als Heimatloser auf der Erde zurück; doch der andere Teil ─ die Treuen, die immer meine Gegenwart gefühlt haben, blieben meinem Willen ergeben, ohne Schmerz darüber, jenes Vermächtnis vergangener Zeiten verloren zu haben, weil sie wussten, dass ihnen eine neue Gnade des Vaters anvertraut worden war: das Vermächtnis seines Wortes, des göttlichen Wortes, das Vermächtnis seines Opfers, seines Blutes.

    18.  In der heutigen Zeit, in der mein Volk Israel bereits in der Dritten Zeit lebt, sehe ich es noch immer in zwei Gruppen geteilt: Die eine vermaterialisiert, reich geworden durch die Güter der Erde als ihrer eigenmächtigen Wiedergutmachung, welche selbst die Fundamente der Welt durch ihre Macht erzittern lässt, weil sie ihre Kraft, ihr Talent, die Gnadengaben, die der Vater auf ihren Geist ausgoss, in den Dienst für sich selbst, für ihren Ehrgeiz, für ihre Größe gestellt hat. Seht, wie jenes Volk selbst innerhalb der Grenzen seines Materialismus Beweise von Stärke gegeben hat in seinen Wissenschaften, in seinem Willen, in seiner Intelligenz. Es bewahrt auf dem Grund seines Herzens den Groll wegen der früheren Hungersnöte, der Versklavungen, der Erniedrigungen; doch heute erhebt es sich stark und stolz, um andere Völker zu demütigen, sie mit ihrer Macht einzuschüchtern, um sie zu beherrschen. Heute ist es selbst der Satte und sieht mit Genugtuung auf die Millionen von Hungrigen und auf die großen Volksmassen von Sklaven ─ Sklaven ihres Goldes, ihrer Macht, ihrer Wissenschaft und ihres Geltungsstrebens.

    19.  Doch Ich sehe auch den anderen Teil meines Volkes, den der Standhaften und Getreuen ─ derer, die meine Gegenwart immer zu fühlen vermochten, derer, die meine Ankunft unter den Menschen immer erkannt haben, derer, die an meine Offenbarungen geglaubt haben und die Mir trotz allem gehorsam gewesen sind und meine Aufträge erfüllt haben. Jener andere Teil seid nicht nur ihr, die ihr in dieser Zeit Zeugen meiner Kundgabe durch das Verstandesvermögen des Menschen gewesen seid; denn ein Teil des Geistigen Volkes Israel ist über den ganzen Erdkreis verstreut, und an dem Ort, an dem sich jeder befindet, empfängt er meine fürsorgliche Liebe, spürt er meine Gegenwart, nährt er sich von meinem Brot und erwartet Mich, ohne zu wissen, von wo Ich herkommen würde, noch in welcher Art und Weise, aber er erwartet Mich. Doch die, welche sehr wohl wissen, wie Ich gekommen bin, wie Ich Mich kundgetan habe ─ die, die für die kommenden Zeiten vorbereitet sind, seid ihr, die ihr einen Teil der Hundertvierundvierzigtausend von Mir aus den zwölf Stämmen jenes Volkes Erwählten darstellt ─ Hundertvierundvierzigtausend, die vor dem zahlreichen Volk Israel wie Hundertvierundvierzigtausend Hauptleute sein werden, die es in der Auseinandersetzung der Dritten Zeit in die Große Schlacht führen.

    20.  Meint ihr, dass mein Volk immerdar geteilt sein wird? Wahrlich, Ich sage euch: Nein! Für euch sind die Unterweisung, das Licht und die Prüfungen gekommen, für jene sind meine Gerechtigkeit und gleichfalls Prüfungen gekommen. Ich führe sie nun mit großen Schritten zum Erwachen ihres Geistes, und obwohl sie mit Sicherheit im ersten Moment mein drittes Kommen zur Welt leugnen werden, wie sie das zweite verleugneten, sage Ich euch: Nicht fern ist nun der Zeitpunkt ihrer Bekehrung. Sie leben in ihren alten Traditionen, doch Ich durchschaue den Geist und das Herz des jüdischen Volkes und lasse euch wissen, dass es mehr aus Bequemlichkeit und Furcht vor geistigen Offenbarungen an seinen Traditionen festhält als aus eigener Überzeugung. Es scheut sich vor den Manifestationen des Jenseits; doch das, was Ich ihnen vorschlagen werde, ist: der Verzicht auf alles Unnötige, die Ausübung der Barmherzigkeit, der Liebe und Demut.

    21.  Ihnen werdet ihr euch stellen müssen, und ihr werdet beide zu euren Waffen greifen: die einen zum Wort, zum Gedanken, zum Gebet und zu den Beweisen ― die anderen zu ihrer Begabung, ihrer Macht, ihrer Tradition. Doch Ich werde in dieser Auseinandersetzung gegenwärtig sein und werde bewirken, dass meine Gerechtigkeit tatsächlich siegt, werde dafür sorgen, dass die Vergeistigung triumphiert, dass der Geist sich über das Fleisch erhebt, es beugt und demütigt, und dann wird die Versöhnung der Stämme Israels kommen, die Vereinigung des Volkes des Herrn. Wenn jenes Volk erst einmal zubereitet ist ─ wahrlich, Ich sage euch, dann wird es seinen Auftrag erfüllen, bis es die große Mission vollendet hat, die Gott von Anbeginn der Zeiten seinem Auserwählten Volk aufgetragen hat, welche darin besteht, der Erstgeborene und Treuhänder der Offenbarungen des Herrn zu sein, damit er als Ältestes der Geschwister die übrigen führe, seine Gnade mit ihnen teile und alle zur Rechten des Vaters bringe.

    22.  Gespalten konnte das Volk nicht über die anderen Völker der Erde triumphieren. Aber wahrlich, Ich sage euch: Ich will, dass so, wie jene in der Dritten Zeit große Beweise ihrer Stärke und ihres Lichts innerhalb des menschlichen Lebens gegeben haben, auch ihr Beweise von eurer Vergeistigung gebt ─ Beweise dafür gebt, dass die Macht des Geistes größer ist als die menschlichen Kräfte, sodass er im Kampf über diese siegt.

    23.  Begreift, Volk, damit ihr die Mission durchführen könnt, die der Vater euch anvertraut hat, damit euer Geist sich im Frieden erheben, schließlich zu Mir gelangen und von meinem Reich aus alle Geschöpfe mit der allumfassenden Liebe lieben kann, die Ich lehre.

    24.  Vieles habe Ich in dieser Zeit zu euch gesprochen, doch von all dem, was Ich euch gesagt habe, sollt ihr eine Lektion lernen, die Ich euch an diesem Gnadenmorgen gegeben habe: Die allum­fassende Liebe!

    25.  Wie oft wurde Jesus von seinen Jüngern dabei angetroffen, wie er mit den verschiedenen Schöpfungen des Erdreichs sprach. Wie oft wurde der Meister bei seinen Gesprächen mit den Vögeln, mit der Flur, mit dem Meer überrascht! Doch sie wussten, dass ihr Meister nicht entrückt war, sie wussten, dass in ihrem Meister der Schöpfergeist des Vaters lebte, welcher allen Wesen eine Sprache gegeben hatte, welcher alle seine Kinder verstand, welcher von allem durch Ihn Geschaffenen Lobpreis und Liebe empfing.

    26.  Wie oft sahen die Jünger und die Leute Jesus, wie Er einen Vogel oder eine Blume liebkoste und alles segnete, und in seinen Augen entdeckten sie Blicke unendlicher Liebe für alle Geschöpfe! Die Jünger erahnten die göttliche Wonne des Herrn, wenn Er sich von so viel Herrlichkeit, so viel Wunderbarem umgeben sah, das aus seiner Weisheit hervorgegangen war, und sie sahen auch oftmals Tränen in den Augen des Meisters, wenn Er die Gleichgültigkeit der Menschen angesichts solcher Herrlichkeit sah, die Stumpfheit und die Blindheit der menschlichen Geschöpfe gegenüber so viel Pracht. Sie sahen den Meister oft weinen, wenn Er einen Aussätzigen erblickte, der wegen seines Aussatzes Tränen vergoss, oder Männer und Frauen, die über ihr Schicksal klagten, obwohl sie von einer Sphäre vollkommener Liebe umgeben waren!

    27.  Ihr wisst sehr wohl, dass mein Gesetz euch lehrt, Mich mehr als alles zu lieben ─ nicht, weil das Herz des Vaters Selbstsucht enthält, sondern weil ihr begreifen sollt, dass ─ um die Schöpfung und euch selbst lieben zu können ─ ihr meine Liebe durch die eure verstehen müsst, um sie für euren Mitmenschen fühlen zu können. Daher sage Ich euch an diesem Gnadenmorgen: Ich will, dass eure Liebe allumfassend wird ─ aber in Mir, indem ihr zuerst Mich liebt, dann euch untereinander liebt und danach alles vom Vater Geschaffene, alle Geschöpfe, die vollkommenen Werke als Kinder des Vaters und daher eure Geschwister.

    28.  Gebt eurem Geist und euren Gefühlen Empfindsamkeit. Lasst eure Körpermaterie, obwohl sie vergänglich ist im Leben, an dieser Erquickung teilhaben, sich darüber freuen, zu existieren, sich an den Ausstrahlungen ergötzen, welche die Natur ihm beschert, sich daran sättigen und erquicken. Denn dieses körperliche Leben ist gleichfalls eine Quelle von Segnungen, von Wärme, von Energie ─ es ist Trost und Liebkosung, ist Nahrung, ist Frieden.

    29.  Lasst eure Körpermaterie sich daran laben, lasst sie an diesem Festmahl teilnehmen, sagt euch der Meister. Verbergt sie nicht noch entfernt sie aus der Natur, bewirkt nicht, dass sie diese Lebensquelle zurückweist, lasst sie nicht das ablehnen, was Ich euch mit so viel Liebe beschert habe. Dann wird sie in Frieden entschlafen, wenn der Augenblick gekommen ist. Aber euer Geist wird vom Jenseits aus, von seiner Befreiung an weiterhin die materielle Schöpfung vor allen (anderen) Werken des Vaters betrachten und wird sie dann besser als jetzt zu schätzen wissen. Und obwohl er sich nicht mehr vom materiellen Leben nährt, obwohl er sich nicht mehr mit ihm begnügen noch innerhalb desselben leben muss, wird er mit allem in Einklang sein, wird er alles bewundern und im Vater lieben.

    30.  Mein Wort durchflutet euch mit Frieden und ist Balsam für euren Geist und für euer Herz. Ihr habt mit eurem Herrn gesprochen und sprecht weiterhin mit Ihm in der Sprache des Geistes ─ jener Sprache, die Ehrfurcht enthält, die ein Lobgesang für mein göttliches Ohr ist, die eine Liebkosung des Kindes für den Vater ist, die eine Hand ist, die sich nach Ihm ausstreckt, Der alles besitzt und alles vermag. Ihr beichtet bei Mir, verbergt Mir nichts, weil ihr wisst, dass mein Blick alles umfasst, alles durchdringt, und ihr fühlt Zerknirschung gegenüber eurem Gewissen wegen der auf Erden begangenen Verfehlungen. Doch wahrlich, Ich sage euch: Ich, der eure guten Werke und eure Verfehlungen täglich von einem Morgen zum nächsten zählt, schreibe mehr gute Werke nieder und zeichne weniger schlechte auf.

    31.  Bleibt nicht stehen, oh Jünger! Wie Ich euch immer gesagt habe, soll euer Gang fest auf dem Weg des Guten und des Fortschritts bleiben, denn es kommen Zeiten, in denen nur das Gute dem Menschen weiterhilft, in denen ihn nur die Tugend und die Wahrheit auf dem Weg des Kampfes und der Auseinandersetzung aufrechterhalten. Die Tage rücken näher, in denen der Betrug zu Fall kommen wird, in denen die Falschheit, die Heuchelei, die Selbstsucht, jede schlechte Saat ihr Ende findet durch schwere Prüfungen, Stürze und Schläge. Darum sagt euch der Meister: Werdet immer stärker im Guten! Seid überzeugt, mein Volk, dass ihr für das Gute, das ihr tut, nichts Böses empfangen könnt. Wenn ihr für das Gute, das ihr auf Erden tut, eine böse Frucht oder einen bösen Lohn erntet, so ist diese böse Frucht vorübergehend, es ist nicht die endgültige Frucht, sage Ich euch in Wahrheit. Man muss beharrlich bleiben, bis man erntet.

    32.  Seid gute Arbeiter auf der Flur des Herrn und beobachtet immer die Arbeiter des materiellen Erdreiches. Lassen sie etwa ihre bereits aufgegangene Saat wegen eines vorübergehenden Unwetters im Stich? Wahrlich ─ nein! Sie warten, bis das schlechte Wetter vorüber ist, sie wachen und beten dafür und erwarten die Ernte. Und wie oft ist diese Ernte der Beharrlichkeit wirklich voller Segnungen und Überfluss gewesen! Seid auch ihr so: Fasst die Missgeschicke trotz eurer guten Taten als vorübergehende Unwetter auf, als Beweis für eure Tugend, aber vertraut immer darauf, dass meine Saat, die ihr gut ausgesät habt, euch gute Blüten und gute Früchte geben wird, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

    33.  Wahrlich, Ich sage euch, der Geist ist wie ein Saatkorn, ist wie die Samen, die ihr kennt. ─ Ich spreche jetzt in bildlichem Sinne. ─ Auch sie keimen, treiben Wurzeln und wachsen, erblühen und tragen Früchte. Aber Ich muss euch noch etwas mehr sagen: Nicht alle Geistwesen keimen zur gleichen Zeit, nicht alle erblühen gleichzeitig, noch tragen sie zu einer festgesetzten Zeit Früchte. Die einen tun es früher und andere später, auch wenn sie zum selben Zeitpunkt ausgesät worden sind. Begreift dies und wendet es auf die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft von euch und der ganzen Menschheit an. Denn daraus werdet ihr große Schlüsse, große Offenbarungen und weitreichende Antworten auf die Fragen und Zweifel der Menschen ziehen.

    34.  Wenn ihr in mein Lehrwort dieses Tages eindringt, werdet ihr in ihm eine bestimmte Absicht des Meisters entdecken: Diejenige, euren Geist darin zu bestärken, dass ihr der Menschheit die wahre Offenbarung der Reinkarnation des Geistes bringt. Das intuitive Wissen davon bewahren alle Menschen. In allen Völkern der Erde ahnen sie das Geheimnis, das die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft jedes Geistes enthält. Für die einen ist es Theorie, für andere eine Möglichkeit, für wieder andere Phantasie, und weitere verneinen es rundweg. Dennoch entdecke Ich, dass sie über diese Wahrheit nachdenken.

    35.  Die Menschheit dieser Zeit bildet Legenden, Fantasien, und selbst die zurückgebliebensten Stämme, selbst die in den Urwäldern verborgenen Völkern ahnen das Geheimnis der Reinkarnation des Geistes, und zwar deshalb, weil das Erdreich vorbereitet ist, fruchtbar geworden ist, weil der menschliche Geist in seinen Entwicklungen seiner Körpermaterie einen Teil dieses Geheimnisses ─ wie ihr es nennt ─ zu offenbaren vermochte. Nun fehlt nur noch, dass mein Volk, meine Unterrichteten, meine Treuen ─ jene, die Mich immer erwartet haben, die meine Offenbarungen und Unterweisungen zu empfangen verstanden ─ kommen, um den Menschen mit lebendigem Wort, mit Vernunftgründen, durch Wahrheiten die Bestätigung dessen zu geben. Dann werden die Menschen zu einer neuen Erkenntnis, zu einem neuen Leben erwachen, das nichts anderes als das Reich Gottes im Herzen der Menschen ist, das Geistige Reich in den Geistern der Menschen selbst.

    36.  Ich spreche zu euch mit dem gleichen Wort, mit dem Ich in der Zweiten Zeit sprach. Meinem Wort entspringt alles Gute. Wenn ihr in ihm den Heilbalsam sucht ─ mein Heilbalsam fließt unerschöpflich auf eure Leiden herab. Wenn ihr Mich für die abwesenden Kranken gebeten habt, so werden sie zwar für eure Körpermaterie abwesend sein, doch nicht für meinen Geist noch den euren, und in ihnen ist meine Heilkraft. Wenn ihr Mich um meinen Segen oder meinen Schutz für eure Unternehmungen bittet, wahrlich, Ich sage euch, meine Liebe und mein Licht ist auf ihnen. Ich nehme euch an der Hand, weil ihr auf Mich wie auf einen rettenden Führer vertraut, und Ich werde euch wirklich zum Sieg führen. Ich werde euch in den Fallstricken und in den Prüfungen stärken und euch ermutigen.

    37.  Ihr bittet Mich für die Abwesenden, welche Arbeiter sind, welche Jünger in meinem Geistwerk sind. Ich bin dort bei ihnen, Ich bin auf ihrem Weg, in ihrem Gebet, in ihrer Auftragserfüllung gewesen. Wie Lichtfackeln habe Ich sie in für euch fremden Nationen aufgestellt, damit sie wie Friedensengel, wie Wächter sind, die von meiner Geistigen Welt umgeben sind. Vom Augenblick ihres Abschieds an, sind sie von ihren Schutzengeln inspiriert worden, damit ihre irdischen und geistigen Schritte auf dem Weg sicher sind, und daher können jene Arbeiter, wenn der Meister ihre Auftragserfüllung einfordert, voll Befriedigung sagen: „Vater, wir haben in Deinem Namen gewirkt.“ Wann werden sie zu diesem Landstrich zurückkehren? Der Meister hat den Weg und den Zeitpunkt vorbereitet, und sie werden wieder in eurer Mitte sein, und ihre Worte werden in eurem Herzen als Zeugnis der großen Offenbarungen widerhallen, die der Vater ihnen gegeben hat ─ der großen Wundertaten, die ihre Augen gesehen haben, und dies wird euch Kraft geben, wird Ansporn für die Zukunft sein, wenn auch ihr Grenzen überschreiten und euch auf den Weg zu anderen Brudervölkern machen werdet.

    38.  Da Ich euch durch meine Liebe auszeichne, da Ich euch in dieser Prüfungszeit mit meinem Mantel bedecke ─ wie sollte Ich da nicht den ganzen Erdkreis mit meiner Barmherzigkeit bedecken? Da Ich euch, die ihr derzeit menschliche Geschöpfe seid, die allumfassende Liebe lehre ─ wie könnte der Meister sich dann nur mit einigen befassen und andere vergessen? Mein Blick ruht auf allen und mein Mantel gleichfalls, mein Heilbalsam überströmt alle, unter meinem Friedensmantel fühlen ihn die einen und nutzen ihn. Andere führen Krieg, vernichten einander und beleidigen einander.

    39.  Ihr fragt Mich: „Vater, warum stürzen sich die Menschen in diesem Jahr der Versöhnung, in diesem Jahr der geistigen Vereinigung und Liebe, das die Menschheit „Heiliges Jahr“ genannt hat, in mörderische Kriege?“ Der Meister antwortet euch darauf: Wachet ihr und betet! Heute vermögt ihr noch nicht in den Sinn dieser Prüfungen einzudringen, aber wahrlich, Ich sage euch, der Geist der Menschen ist schon nahe daran, zu erwachen, und dafür ist noch etwas mehr Schmerz nötig, ist es notwendig, dass sie jenen Kelch leeren, den die Menschen derzeit für sich selbst vorbereiten. Sie werden ihr eigenes Erwachen sein, sie werden ihr eigener Richter sein, sie werden ihre eigene Gerichtswaage sein. Ich lasse es so zu, und Ich vergebe ihnen und liebkose sie. Ich ergieße mein Licht in sie, damit, wenn es ihnen möglich ist, durch mein Licht zur Wahrheit zu gelangen, sie auf diese Weise dahingelangen, und nicht durch den Schmerz.

    40.  Wenn mein Universeller Strahl emporsteigt, werde Ich es euch überlassen, vom Jenseits aus euren geistigen Frieden und euren Segen auf die ganze Menschheit zu ergießen.

    41.  Dies ist meine Lektion. Übt weiterhin meine Unterweisungen aus! Geht weiter Schritt für Schritt und sorgt dafür, dass in eurem Herzen und in eurem Geist die geistige Vereinigung mit allem immer mehr Stärke und Gestalt annimmt.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 333

    1.  Kommt zu Mir, wenn ihr müde seid. In meinem Wort werdet ihr Heilbalsam, Trost und Liebkosung finden. Ich versichere euch, dass ihr, nachdem ihr meine Unterweisung vernommen habt, euch gestärkt fühlen werdet, um mit Glauben den Weg einzuschlagen, der euch dahin bringt, mein Reich einzunehmen.

    2.  Es sind die Augenblicke, in denen viele Herzen im Verlangen nach meiner Kundgebung herbeikommen, in denen Ich Beweise meiner Gegenwart gebe, indem Ich sie meinen Geist sehr nahe dem ihren fühlen lasse und sie mit der Scharfsichtigkeit meines Blickes überrasche, wenn Ich in jedem von ihnen ihre Vergangenheit, ihre Sorgen, ihre Bitten und Nöte lese.

    3.  Viele von ihnen haben Mir nur schon beim Zuhören geglaubt, weil sie in meinem Wort die Wahrheit gefunden haben. Dennoch haben viele andere gezweifelt, obwohl Ich Mich vor ihnen mit so großer Klarheit bekundet habe. Diese Herzen frage Ich in diesem Augenblick: „Welchen Beweis benötigt ihr, um an Mich zu glauben?“ Doch sie antworten Mir: „Dass Du uns das gewährst, was jeder gerade ersehnt.“

    4.  Ach ihr Menschen! Was würde aus euch, wenn Ich nur das tun würde, was ihr begehrt? Dennoch werde Ich euch etwas von dem gewähren, worum ihr bittet, um euch zu beweisen, dass Der, den ihr während dieser Kundgebungen vernommen habt, euer Meister gewesen ist.

    5.  Muss Ich Wunder tun und Wundertaten vollbringen, damit ihr mein Werk, das euch übernatürlich erscheint, wunderbar und wahrhaftig nennt? Oder genügt es, dass Ich schlicht und einfach zu euch spreche, dass Ich meine Essenz in euren Geist gelangen lasse und euch meine Gegenwart im Innigsten eures Herzens fühlbar mache?

    6.  Ich kann euch alles geben, worum ihr Mich bittet. Aber Ich darf euch nur das geben, was wirklich zum Wohl eures Geistes ist.

    7.  Lernt zu beten und gleichzeitig zu meditieren, damit in jedem von euch die Erkenntnis und das Verständnis ans Licht kommt. Nur wer weiß, zweifelt nicht, noch misstraut er. Der Zweifel entspringt der Unwissenheit, und Ich will nicht, dass ihr noch länger in der Finsternis der Unwissenheit lebt. Erkennt ihr, weshalb Ich vor euren Augen nicht jene Werke vollbringen wollte, die ihr wunderbar nennt? Weil Ich mit ihnen nur erreichen würde, dass ihr daran glauben würdet, dass Ich sie getan habe, aber eure Unwissenheit würde weiterhin dieselbe sein. Ich habe es vorgezogen, euch das in der Essenz meines Wortes verborgene Wunder anzubieten, damit ihr, indem ihr es sucht, Weisheit und Licht, Erkenntnis, Offenbarung und Wahrheit findet. Denn dann werden sich alle Ungewissheiten und die Zweifel auflösen.

    8.  Begreift nun, warum Ich euch in dieser Dritten Zeit nur herbeirufen wollte, um mein Wort zu vernehmen ─ wohl wissend, dass in ihm alles enthalten ist, was euer Geist und euer Herz wünschen oder benötigen können.

    9.  Seid keine schlechten Schüler angesichts meiner Lehre, seid verständig und einsichtsvoll, damit euer Urteil richtig ist.

    10.  Ihr seid Zeugen dieses Wortes, damit ihr nicht stumm bleibt, wenn ihr gerufen werdet, darüber Auskunft zu erteilen.

    11.  Ich versichere euch: Wenn ihr euch vornehmt, mit Interesse und mit Liebe in den Sinngehalt dieser Unterweisungen einzudringen, werdet ihr auf Schritt und Tritt wahre Wunder geistiger Weisheit, vollkommener Liebe und göttlicher Gerechtigkeit entdecken. Aber wenn ihr diese Offenbarungen gleichgültig betrachtet, werdet ihr nicht erfahren, was sie alles in sich bergen.

    12.  Geht nicht an meiner Kundgebung vorüber, wie viele von euch durchs Leben gehen: sehend, ohne zu schauen; hörend, ohne zu vernehmen; und denkend, ohne zu begreifen.

    13.  Die Menschen der Erde sind Zeugen dafür, wie viele Wunder und Güter Ich in sie gelegt habe. Aber nur diejenigen wissen ihre Reichtümer zu schätzen und ihre Geheimnisse zu entdecken, die sich aus Wissensdurst, aus Forscherdrang und zu ihrer Erbauung dafür interessieren. Diese sind es, die sich freuen, wenn sie auf Schritt und Tritt neue Manifestationen göttlicher Macht, Weisheit und Güte entdecken.

    14.  Ich sage euch noch einmal, dass Ich in dieser Dritten Zeit nicht gekommen bin, um unerklärbare Wunder oder äußerliche Wundertaten zu vollbringen, um euch zu beeindrucken oder zu verblüffen, sondern um euch ein in seiner Form schlichtes, aber in seinem Inhalt tiefes Wort zu bringen, damit es im Licht des Gewissens studiert wird. Mit ihm gebe Ich euch einen weiteren Beweis meiner Wahrhaftigkeit. Denn ihr müsst euch bewusst sein, dass Ich die Menschheit in jener Zweiten Zeit warnte, indem Ich ihr ankündigte, dass auf der Welt falsche Propheten erscheinen und Wundertaten vollbringen werden, um die Menschen zu täuschen und sie glauben zu machen, dass Ich es bin.

    15.  Ich habe nicht diese Art von Wundern gebracht, noch habe Ich irgendjemanden gezwungen, an dieses Wort zu glauben, noch habe Ich versucht, Furcht zu verbreiten, wenn ihr Mir nicht nachfolgt. Ich habe nur ein den Menschen gegebenes Versprechen erfüllt, den Geist der Wahrheit zu senden, um ihnen all das zu erklären, was sie nicht gut verstanden oder schlecht ausgelegt haben würden.

    16.  Hier habt ihr mein versprochenes Wort. Wohl denen, die in seinen Sinngehalt einzudringen verstehen. Denn wahrlich, Ich sage euch, dort werden sie meine göttliche Gegenwart finden.

    17.  Der Meister spricht zu euch unermüdlich über eure Mission. Einige von euch zeigen Mir mit Jubel ihren Gehorsam, andere stellen Mir traurig die Prüfungen vor Augen, die ihr durchgemacht habt, und Ich lege meine Stärke in euch. Seid stark, sagt euch der Meister. Die Prüfungen werden vorübergehen. Hofft, und ihr werdet empfangen; kämpft, und ihr werdet siegen.

    18.  Ich habe Mich in euren Geist ergossen, damit ihr der Menschheit die Botschaft bringt; sie erwartet meine Auserwählten. Ich werde euch mit meinem Wort zubereiten, und euer Geist wird immer erleuchtet sein. Wenn eure Gedanken und euer Geist einmal in Einklang mit eurem Gewissen sind, werdet ihr eins geworden sein, und die Vergeistigung wird in euch sein. Ihr werdet der Spiegel der Menschheit sein, und als gute Jünger werdet ihr meine Lehre verbreiten.

    19.  Arbeitet, geliebtes Volk, doch den Lohn halte Ich in meiner göttlichen Wohnstätte bereit. Dort werden euch die Engel willkommen heißen.

    20.  Ich habe einen Schatz von unermesslichem Wert in euch gelegt. Manche von euch fühlen sich meiner Barmherzigkeit nicht würdig, doch Ich sage euch: Ihr seid mein kostbarstes Werk. Übt meine Unterweisungen aus, und ihr werdet sehen, dass eure Werke lichtvoll sein werden, in ihnen wird die Wahrheit sein. Derzeit seid ihr noch wie kleine Kinder, später werdet ihr Jünger sein. Doch meine Lehre hat keine Grenze, denn immerdar wird in eurem Geist das Licht meines Heiligen Geistes strahlen. Ich bin der Weg und das Licht, und jeder, der zu Mir kommt, findet Frieden und Zufriedenheit in seinem Leben.

    21.  Ihr, die ihr im Schatten des mächtigen Baumes seid, welcher meine Lehre ist, seid dazu bestimmt, für ihn zu sorgen, ihn zu pflegen und zu bewirken, dass sich seine Äste täglich weiter ausbreiten, damit sie dem Wanderer, der sich müde nähert, um ihren Schatten zu empfangen, Schutz bieten. Wenn ihr wollt, dass die Früchte dieses Baumes, welcher mein göttliches Wort ist, sich mehren, müsst ihr zubereitet sein. Dann werdet ihr erleben, dass seine Äste sich weiter ausbreiten, damit die Volksmengen kommen und sich von seinen Früchten nähren.

    22.  Ich spreche zu euch in bildlichem Sinn, damit ihr meine Unterweisungen ergründet und versteht. Mein göttliches Licht wird euch inspirieren, damit ihr zu euren Geschwistern sprecht und ihnen Zeugnis von meiner Kundgebung als Heiliger Geist gebt. Arbeitet mit größter Hingabe und bereitet euch immer mehr zu, um vergeistigt zu sein.

    23.  Ihr kommt zum Meister, um zuzuhören und zu lernen. Aber später werdet ihr die Lehre weitergeben, die Ich euch gegeben habe. Denn die Herzen sind weiterhin harte Felsen, und die Geistwesen sind weiterhin in Finsternis gehüllt, und daher ist es nötig, die Ketten zu zerbrechen und sie zu befreien ─ daher ist es nötig, die Toten zu erwecken und jene zu bekehren, die sich versündigt haben.

    24.  Dies ist eure Mission, geliebtes Volk. Fühlt euch nicht schwach und sagt nach 1950 nicht, dass eure Arbeit zu Ende ist. Habt nicht den Wunsch, auszuruhen, denn ihr müsst noch viel arbeiten, damit mein Licht die ganze Menschheit erleuchtet.

    25.  Meine Gegenwart ist unter euch gewesen, damit ihr, wenn ihr mein Wort durch das menschliche Verstandesvermögen vernehmt, für die Erfüllung eurer Mission vorbereitet werdet ─ damit die Menschheit, wenn sie meine Unterweisungen durch eure Vermittlung erneut empfängt, zur Vergeistigung gelangt.

    26.  Ihr seid meine kleinen Schüler, denen Ich täglich eine weitere Unterrichtsstunde gebe, eine weitere Seite jenes Buches des Lebens, das die Seher immer schauen, wenn Ich zu euch vom wahren Leben spreche.

    27.  Ich habe zugelassen, dass meine Goldfedern mein Wort niederschreiben, das Ich euch in dieser Dritten Zeit gegeben habe, aus dem das Dritte Testament zusammengestellt werden wird, das später in die Hände der Menschen gelangen wird. Morgen werden es die neuen Generationen studieren und sich an die Moral zu halten wissen, sie werden sich zu vergeistigen verstehen und werden fühlen, dass der Vater bei ihnen ist. Ich werde Beschützer und Berater beauftragen, zur Rechten der Menschheit zu stehen und über sie zu wachen.

    28.  Geliebtes Volk, ihr seid der Jünger, den Ich vom Beginn meiner Kundgabe an vorbereitet habe, damit ihr, wenn die Etappe meines Wortes beendet ist, Mich in eurem Geist fühlen könnt.

    29.  Das Jahr 1950 hat seinen Höhepunkt erreicht. Es ist das Jahr, das nach meinem Willen als das letzte meiner Kundgabe durch den Verstand und die Lippen dieser Stimmträger gekennzeichnet wurde. Es ist das in meinem Wort tausendmal erwähnte Jahr, damit keine Gemeinde den letzten Tag meiner Kundgebung leugnen würde.

    30.  Das Wort, das so viel Heilbalsam auf eure Wunden hat fließen lassen, werdet ihr bald nicht mehr vernehmen. Die Stimme, die eure geistige Erquickung und euer Trost gewesen ist, wird nun bald aufhören. Aber ihr sollt nicht einen Augenblick lang unzufrieden damit sein, vielmehr sollt ihr demütig erkennen, dass, wenn es mein Wille gewesen ist, euch eine Zeit lang dieses Licht zu senden, es auch nach meinem Willen sein Ende haben wird.

    31.  Sagt nicht, dass euch die Zeit, in der Ich Mich bei euch im Wort kundgegeben habe, kurz erscheint, denn ihr sollt Mir in meinen Entschlüssen keinerlei Unvollkommenheit zuschreiben. Glaubt ihr etwa, dass Ich nicht wusste, dass ihr, wenn das Jahr 1950 kommt, unvorbereitet sein würdet? Nein, Jünger, Ich wusste alles. Dennoch ist es mein Wille gewesen, dieses Jahr als das letzte zu bestimmen, und diese Absicht sollt ihr als vollkommen auffassen.

    32.  In jener Zweiten Zeit kündigte Ich meinen Aposteln mein Scheiden gleichfalls im Voraus an, obwohl Ich wusste, dass sie noch schwach waren. Der Beweis dafür war, dass einer von ihnen an meiner Göttlichkeit zweifelte und sich in seinen materiellen Erwartungen enttäuscht fühlte. Als er feststellte, dass die Schätze, die Ich versprach, nicht von dieser Welt waren, entschloss er sich, Mich den Feinden meiner Lehre auszuliefern, geblendet von dem Geld, mit dem sie seinen Dienst belohnen würden.

    33.  Erkennt, ob nicht auch in jenem Herzen Finsternis war, das für das Leben seines Meisters einen Preis in Geld festlegte.

    34.  Danach, als Ich von jener Schar festgenommen wurde, um vor Priestern und Machthabern zu erscheinen, sah Ich, wie die Verwirrung und Bestürzung sich auch meiner anderen Jünger bemächtigte, die von Furcht erfasst flohen und sich verbargen. Als Petrus als einer von denen erkannt wurde, die Mich begleiteten, verleugnete er Mich und schwor, Mich niemals gesehen zu haben.

    35.  All dies waren Beweise dafür, dass die Jünger zur Zeit meines Scheidens noch nicht ihre Reife erlangt hatten.

    36.  Der Grund dafür war, dass jene drei Jahre, die meine Zeit des Predigens dauerte, festgelegt wurden, um der Menschheit eine göttliche Botschaft zu überbringen, doch nicht, weil die Jünger im gleichen Zeitraum die größte Erhebung und Vervollkommnung erreichen würden.

    37.  Jene drei Jahre dienten der Vorbereitung auf die Zeit des Kampfes, die nach meinem Scheiden kommen würde.

    38.  Mein Opfer war vollbracht; doch im Wissen, dass jene Herzen Mich mehr denn je benötigten, weil sich in ihrem Innern ein Sturm von Zweifeln, Leiden, Verwirrungen und Befürchtungen erhoben hatte, nahte Ich Mich ihnen sogleich, um ihnen einen weiteren Beweis meiner unendlichen Barmherzigkeit zu geben. In meiner Liebe und meinem Erbarmen für jene Kinder meines Wortes, vermenschlichte Ich Mich, indem Ich die Gestalt oder das Abbild jenes Körpers annahm, den Ich auf der Welt gehabt hatte, und ließ Mich sehen und machte Mich hörbar, und mit meinen Worten entzündete Ich aufs Neue den Glauben in jenen niedergeschlagenen Geistwesen. Es war eine neue Lektion, eine neue Art, Mich denen mitzuteilen, die Mich auf Erden begleitet hatten; und sie fühlten sich gestärkt, inspiriert, verwandelt durch den Glauben und die Erkenntnis meiner Wahrheit.

    39.  Trotz jener Beweise, deren Zeuge sie alle waren, gab es einen, der die Bekundungen und Beweise hartnäckig leugnete, die Ich meinen Jüngern geistig gab, und so war es nötig, ihm zu erlauben, meine geistige Gegenwart sogar mit seinen körperlichen Sinnen zu betasten, damit er glauben könnte.

    40.  Aber nicht nur unter den Jüngern, die Mir näherstanden, erhob sich jener Zweifel ─ nein, auch unter den Anhängerscharen, in den Ortschaften, in Städten und Dörfern, unter denen, die Beweise meiner Macht erhalten hatten und Mir um dieser Werke willen nachfolgten, entstand Verwirrung, ein ängstliches Fragen, Betroffenheit; man konnte sich nicht erklären, weshalb alles auf diese Weise geendet hatte.

    41.  Ich hatte Mitgefühl mit allen, und daher gab Ich ihnen ebenso wie meinen nächsten Jüngern Beweise dafür, dass Ich Mich nicht von ihnen entfernt hatte, auch wenn Ich ihnen nicht mehr als Mensch auf Erden beistand. In jedem Heim, jeder Familie und in jedem Volk bekundete Ich Mich den Herzen, die an Mich glaubten, indem Ich ihnen meine geistige Gegenwart auf vielerlei Weise fühlbar machte. Da begann der Kampf jenes Volkes von Christen, die ihren Meister auf Erden verlieren mussten, um sich zu erheben und die Wahrheit zu verkünden, die Er ihnen offenbart hatte. Ihr alle kennt ihre großen Werke.

    42.  Auch ihr werdet diese Kundgabe verlieren müssen, um aufbrechen zu können, um Zeugnis von meinem Wort abzulegen. Doch bevor ihr euch aufmacht, werde Ich Mich von Geist zu Geist bei meinem Volk kundgeben, um ihm seine Zweifel zu nehmen, um seine Irrtümer zu berichtigen und es von seinen Verwirrungen frei zu machen. Denn Ich sage euch noch einmal, dass auch ihr nicht vorbereitet sein werdet, wenn Ich mein Wort enden lasse. Deshalb wird es Verräter geben ─ wird es solche geben, die Mich verleugnen und die meine Kundgabe von Geist zu Geist in Zweifel ziehen. Doch Ich werde euch inspirieren und euch neue Beweise meiner Wahrheit geben, damit ihr euch gleichfalls voll Liebe, Glauben und Vergeistigung zu dem Kampf erhebt, der euch erwartet.

    43.  Vernehmt meine Stimme, Volk, sie kommt herab, um euch mit Mut und Tapferkeit für den Kampf zu erfüllen, den ihr bald aufnehmen müsst. Der Weg erwartet euch, die Zeit eurer Auftragserfüllung rückt näher, und ihr müsst stark sein.

    44.  Mein Wort, das schon jetzt in euren Geist geprägt ist, wird euer Führer sein. Es wird euch Schritt für Schritt bis zum glücklichen Ziel führen, das Ich euch vorgezeichnet habe, damit ihr für immer im Licht leben könnt.

    45.  Jeder von denen, die Mich gehört und die göttliche Unterweisung gelernt haben, wird auf dem Pfad ein Botschafter meines Wortes sein. Sein Herz wird ein Reisebündel voller Segensgaben sein, die sich auf seine gesundheits-, friedens- und trostbedürftigen Geschwister ergießen werden.

    46.  Meine Jünger werden auf dem Weg zu Städten und Völkern große Strecken zurücklegen, wo sie ─ ohne es zu wissen ─ viele Herzen erwarten. Wenn ihr einmal auf eurem Missionsweg seid, werdet ihr niemanden fragen müssen, ob ihr auf dem richtigen Weg seid, oder ob ihr euch verirrt habt, weil das Gewissen euch erleuchten wird, und mein Wort euch in allem anweisen wird, was ihr tun müsst.

    47.  Die Barmherzigkeit, mit der ihr eure Geschwister behandelt, wird von Mir durch Wunder und Werke belohnt werden, die selbst das härteste und kälteste Herz bewegen.

    48.  Jetzt werdet ihr euch erklären können, weshalb ihr schon seit langem einer Läuterung unterworfen seid. Denn es ist unbedingt notwendig, dass diejenigen, die im Begriff sind, von Reinheit zu sprechen, in ihrem Herzen Lauterkeit tragen, und jene Frieden in sich tragen, die den Heimen Frieden und Eintracht bringen werden.

    49.  Mein Wort erfüllt euch mit Mut; denn nun ist es Zeit, dass ihr auf der Erde als Boten und Apostel der Vergeistigung erscheint. Die Menschheit ist durch den Krieg, den Hunger und die Sittenverderbnis mit Schrecken erfüllt.

    50.  Es darf euch nicht an Tapferkeit mangeln, wenn ihr dem Schmerz, dem Elend und dem Tod entgegentretet. Denn gerade dann wird das Licht, das ihr in euch habt, erstrahlen und das Leben eurer Geschwister erhellen.

    51.  Glücklich dies Volk, weil in ihm die Prophetien der vergangenen Zeiten in Erfüllung gehen werden, in denen gesagt wurde, dass auf der Erde das Volk Gottes erscheinen würde, und selig jene, die es zu erkennen vermögen und es empfangen, denn sie werden mit meinem Volk vereinigt bleiben.

    52.  Nichts ist meiner Macht unmöglich. Daher werde Ich euch von einem Punkt zum anderen bewegen, werde Ich euch führen und euch dorthin gelangen lassen, wo eure Gegenwart notwendig ist. Denn in jedem Kind dieses Volkes werde Ich denen, die leiden, einen Trost senden ─ denen, die schon seit langem das Kommen der Gerechtigkeit und den Frieden auf Erden erwarten.

    53.  Wenn mein Volk zu den Nationen gelangt und sich seinen Geschwistern nähert, wird es überrascht sein, bei den Menschen eine gewisse Vorbereitung oder Bereitschaft anzutreffen, diese Lehre zu verstehen. Dies ist auf die natürliche Entwicklung zurückzuführen, die jedes Geschöpf erreicht hat, und auf die unaufhörliche Schwingung meines Geistes über der Menschheit.

    54.  Aus den Menschen von heute ohne Vergeistigung und Liebe werde Ich die durch mein Wort schon so oft prophezeiten Generationen hervorgehen lassen. Aber zuvor werde Ich diese Völker vorbereiten, die sich heute verkennen, sich bekriegen und zerstören. Wenn dann der Vollzug meines Gerichts über alle hinweggegangen ist und das Unkraut mit der Wurzel ausgerissen ist, wird eine neue Menschheit zu entstehen beginnen, die in ihrem Blut nicht mehr den Samen der Zwietracht, des Hasses oder des Neides trägt, weil das Blut ihrer Eltern sich im Schmelztiegel des Schmerzes und der Reue läuterte. Ich werde sie empfangen und ihnen sagen: „Bittet, bittet, und es wird euch gegeben“, so wie Ich es euch in der Zweiten Zeit sagte. Doch heute füge Ich hinzu: Versteht zu bitten.

    55.  Wie wenige sind es gewesen, die wirklich zu bitten verstanden. Selbst ihr, die ihr dieses Wort vernehmt, wisst oft nicht, wie ihr bitten und worum ihr bitten sollt. Doch Ich in meiner Barmherzigkeit zu euch gehe immer voran und gebe euch mehr als das, was ihr benötigt, auch wenn es nicht immer das ist, worum ihr gebeten habt. Denn Ich allein weiß, was jedem am meisten dienlich ist.

    56.  Ihr bittet für eben jetzt, Ich gebe euch für die Zukunft. Ihr denkt an eure materielle Verbesserung, Ich denke an eure geistige Vervollkommnung. Ich sage euch nicht nur, dass der Geist wichtiger ist als die Körpermaterie, sondern dass diese immer an zweiter Stelle stehen soll. All das, was nicht den Geist betrifft, wird euch zusätzlich gegeben.

    57.  Ich gebe euch alles. Und was verlange Ich dafür? Nur, dass ihr eure Mission erfüllt und dabei mit Liebe von dem Gebrauch macht, was Ich euch gewährt habe, und begreift, dass dies mehr als genug ist, um das Ziel zu erreichen, zu dem ihr gelangen sollt.

    58.  Ich spreche gerade als Vater zu euch, nicht als Richter, auch wenn mein Wort Gerechtigkeit in sich trägt. Denn gerade jetzt sollt ihr mit euren Gedanken wirken und darauf bedacht sein, euch moralisch und geistig zu bessern.

    59.  Eure Arbeit hat heute begonnen, wartet nicht bis morgen, um das Tagwerk zu beginnen, denn es könnte zu spät sein, da jedem nur eine kurze Zeit auf der Erde zubemessen ist, um sie zum Wohl des Geistes zu nutzen.

    60.  Ich nenne euch Kinder des Lichts, weil die Kenntnis meiner Lehre euch das Verständnis vom Leben im Allgemeinen gibt. Daher soll niemand erwarten, ans Ende seines Daseins auf Erden mit leeren Händen und im Vertrauen auf eine Ruhepause oder eine neue Gelegenheit zu gelangen. Denn nichts wird meine Gerechtigkeit umstimmen.

    61.  Wenn ihr meine Lehre zu begreifen vermögt, wird sie euch viele Befriedigungen geben, viele Gelegenheiten bieten, euch erheben zu können. Lernt zu beten, bevor ihr irgendeinen Entschluss fasst, denn das Gebet ist die vollkommene Art und Weise, euren Vater zu bitten, da ihr in ihm nach Licht und Stärkung verlangt, um im Lebenskampf zu bestehen.

    62.  Beim Beten wird eurem Verstandesvermögen bald die Erleuchtung kommen, die euch das Gute klar vom Bösen unterscheiden lässt, das Ratsame von dem, was ihr nicht tun sollt, und dies wird der offensichtlichste Beweis dafür sein, dass ihr euch innerlich vorzubereiten verstandet, um die Stimme des Gewissens zu vernehmen.

    63.  Meine Lehre gelangt in dieser Dritten Zeit zum Herzen des Menschen, um ihm die Art und Weise zu lehren, die vollkommene Zwiesprache mit Gott und die innere Gemeinschaft mit dem Gewissen zu erlangen als einen Beweis dafür, dass euer Geist einen Grad der Entwicklung und Befähigung erreicht hat, den er niemals zuvor hatte und der ihm ermöglicht, die neuen Offenbarungen des Heiligen Geistes zu verstehen.

    64.  Der Weg ist gebahnt und die Türe offen für jeden, der zu Mir kommen will.

    65.  Der Pfad ist schmal, dies ist euch schon seit langem bekannt. Niemandem ist unbekannt, dass mein Gesetz und meine Lehre höchst rein und unbeugsam sind, damit niemand daran denke, sie seiner Bequemlichkeit oder seinem Willen gemäß zu verändern.

    66.  Der breite Weg und das weit aufgesperrte Tor sind alles andere als das, was euren Geist ins Licht, zum Frieden und zur Unsterblichkeit führt. Der breite Weg ist jener der Zügellosigkeit, des Ungehorsams, des Stolzes und des Materialismus ─ ein Weg, dem die Menschen in ihrer Mehrheit folgen in dem Bestreben, ihrer geistigen Verantwortung und dem inneren Gericht ihres Gewissens zu entkommen.

    67.  Dieser Weg kann nicht unendlich sein, weil er weder wahrhaftig noch vollkommen ist. Daher wird der Mensch, da dieser Weg wie alles Menschliche begrenzt ist, eines Tages an dessen Ende gelangen, wo er innehalten wird, um sich entsetzt über den Abgrund zu beugen, der das Ende des Weges darstellt. Dann wird im Herzen derer, die sich schon seit langem vom wahren Weg entfernt haben, das Chaos ausbrechen.

    68.  In einigen wird Reue aufkommen, wodurch sie genügend Licht finden werden, um sich zu retten, bei anderen wird Bestürzung eintreten angesichts eines Endes, das sie für ungerecht und unlogisch halten werden, und wieder andere werden Gott lästern und rebellieren. Doch wahrlich, Ich sage euch, dies wird der Beginn der Rückkehr zum Licht sein.

    69.  Ich segne euch, Jünger der Dritten Zeit, die ihr die Schwellen dieser Welt zu überschreiten versteht, um im Verlangen nach meinem Geist herbeizukommen. Ich lade euch ein, Tag für Tag zu beten, euch zu versammeln, um mein Wort zu ergründen und darüber nachzudenken. Denn dies sind die letzten Zeiten, in denen ihr es in dieser Form habt.

    70.  Ich lade euch ein, in die geheime Schatzkammer, in die Weisheit einzudringen, die mein Werk enthält, damit ihr euch stark fühlt inmitten des Kampfes, den ihr gerade durchlebt ─ in dieser Schlacht, die ihr gerade schlagt.

    71.  Das auserwählte Volk, das den Auftrag hat, auf der Welt Licht zu entzünden, ist in alle Nationen verstreut und erhält den Ruf, damit es wachsam auf meine Stimme lebt. Die einen werden mein Wort durch meine Stimmträger hören, und die anderen werden geistig instruiert werden. Doch ihr alle werdet Zeugen des Eintreffens der Prophetien sein, die für diese Zeit angekündigt wurden. Ich werde eure Schritte auf den gleichen Weg lenken, und eines Tages werdet ihr euch begegnen und euch gegenseitig erkennen.

    72.  Ihr habt Zeitalter durchlebt, habt Jahrhunderte lang die Erde bewohnt, und in diesen Zeiten habt ihr euch entwickelt, und endlich seid ihr fähig, die geistige Zwiesprache mit eurem Herrn und mit der Geistigen Welt zu beginnen.

    73.  Ich vertraue euch einen großen Auftrag an und erwarte euer Verständnis. Gründet alle eure Handlungen auf das Gesetz, welches unbeugsam und streng ist. So vorbereitet geht euren Weg mit Gottesfurcht, aber mit Gewissheit. Fühlt die Furcht, gegen das Gesetz zu verstoßen, nicht gewissenhaft zu arbeiten. Habt jedoch auch Vertrauen, denn Ich bin Führer und Stütze auf dem Weg eines jeden von euch.

    74.  Ihr habt nur Teil am Gegenwärtigen, Ich jedoch weiß, was ihr morgen durchleben werdet, und kenne die Hindernisse, auf die ihr stoßen werdet. Ich sage euch, dass, wenn ihr Glauben habt, ihr die größten Gefahren werdet bestehen können, euch in die gefährlichsten Unternehmungen werdet stürzen können, immer meines Schutzes gewiss.

    75.  Ertragt eure Mühsale mit Geduld, und wenn ihr den Sinn eurer Prüfungen nicht zu begreifen vermögt, so betet, und Ich werde euch ihren Sinn offenbaren, damit ihr sie innerlich bejaht.

    76.  Noch habt ihr euch nicht vervollkommnet, noch seid ihr nicht gerecht, und daher stoßt ihr auf neue Prüfungen, die euer Herz glätten und euren Geist vervollkommnen werden.

    77.  Israel ist vom Beginn seiner großen Wanderschaft an kämpferisch gewesen, und als es wegen der Härte des Weges kleinmütig geworden ist, hat meine Stimme es ermutigt, indem sie ihm sagte: „Mein starker Arm ist in deinem Arm.“ Und als es gebetet und gewacht und meine Gebote befolgt hat, hat es meine Gnade und meine Privilegien genossen.

    78.  Nun durchlebt ihr die angekündigten Zeiten und dürft nicht zweifeln. Nun ist das Buch in seinen letzten Kapiteln aufgeschlagen, damit ihr mit Hingabe lest und seine Essenz entnehmt. Es sind die schweren Zeiten, von denen Ich im Voraus zu euch sprach. Doch trotz ihrer Härte will Ich, dass ihr mit Freude und Zuversicht in die Zukunft blickt. Denn eure Schmerzen werden nicht länger dauern als bis zu den Grenzen, die mein Gesetz der Liebe und Gerechtigkeit festlegt.

    79.  Betet, damit ihr voll Frieden und guten Willens seid. Denkt nach, damit ihr des Platzes, den ihr geistig einnehmt, gewiss seid. Für das Erreichen eurer größten Erhebung gibt es keine bestimmte Zeit. Wenn ihr Glauben habt, könnt ihr große Schritte auf diesem Weg tun.

    80.  Meine Kundgebung durch den Menschen wird 1950 enden. Doch die Ära des Geistes wird weitergehen, und nach diesem Jahr wird die Entfesselung der Geistesgaben kommen und dadurch die Bekehrung vieler Geistwesen.

    81.  Die Äste, die sich vom Baum gelöst haben, werden ihm wieder anhängen, ihr alle werdet euch Mir anschließen.

    82.  Wacht über meine Offenbarungen, damit meine Lehre rein und unangetastet bleibt. Der Mensch hat genug von beschränkten Anbetungsformen und sucht das Ganze. Er verlangt nach einer göttlichen Lehre, die ihn heute in seinem menschlichen Zustand rettet und morgen in seinem geistigen.

    83.  Jeder, der sich mit hochstehenden Wünschen oder Bestrebungen erhebt, wird unterstützt werden, und Ich werde ihm den kürzesten Weg zeigen, um zu Mir zu gelangen.

    84.  Erfüllt das Gesetz, selbst wenn ihr euer Herz opfern oder die auf dieser Welt bestehenden Bräuche ändern müsst. Ihr sollt keine Tempel noch Orte der Anbetung haben, ihr sollt meine Lehre nicht begrenzen, noch euer Arbeitsfeld. Euer Heim soll das Universum sein, eure Familie die Menschheit, und euer Tempel mein Göttlicher Geist.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 334

    1.  Volk, erwacht und macht euch bewusst, dass ihr in einer neuen Zeit lebt.

    2.  Meditiert und betet, damit die geistige Inspiration in eurem Verstandesvermögen zu strahlen beginnt.

    3.  Beobachtet alle Arten von menschlichem Elend, von Schmerz, von Bedürftigkeit und lasst euer Herz beim Anblick des Schmerzes, der euch überall umgibt, immer feinfühliger werden.

    4.  Wenn ihr im Innersten eures Wesens einen hochherzigen und edlen Impuls fühlt, Gutes zu tun, so lasst diesen Impuls überhandnehmen und sich bekunden. Es ist der Geist, der seine Botschaft mitteilt, weil er seinen Körper willig und bereit vorgefunden hat.

    5.  Begreift, dass, wenn ihr euch aufmacht, um den Samen meiner Lehre zu säen, es aus jener Liebe heraus geschehen soll, die aus dem Empfindsamsten eures Wesens geboren wird. Doch versucht nicht erneut, Gutes zu tun oder Taten zu vollbringen, die ihr für verdienstvoll haltet, wenn sie der Furcht vor einer Strafe entspringen, falls ihr sie nicht tut. Darin liegt kein Verdienst; sagt Mir dies nicht mehr, nicht einmal eurem Geist, da er sich nicht mit Kleinigkeiten abfinden kann. Wenn euer Geist sich der menschlichen Hülle entledigt und er sich im Heiligtum des Geistigen Lebens in sein eigenes Innerstes zurückzieht, um seine Vergangenheit und seine Ernte einer Prüfung zu unterziehen, werden ihm viele seiner Werke, die ihm hier auf der Welt vollkommen erschienen waren ― würdig dem Herrn vor Augen geführt zu werden und einer Belohnung wert ― in den Augenblicken jener Meditation armselig erscheinen. Der Geist wird begreifen, dass der Sinn vieler Taten, die ihm auf der Welt als gut erschienen, nur der Ausdruck von Eitelkeit, von falscher Liebe, von Wohltätigkeit war, die nicht von Herzen kam.

    6.  Wer glaubt ihr, hat dem Geist die Erleuchtung eines vollkommenen Richters gegeben, um sich selbst zu richten? Das Gewissen, das in jener Stunde der Gerechtigkeit auf euch den Eindruck machen wird, in nie zuvor gesehener Klarheit zu erstrahlen ─ und es wird es sein, das einem jeden sagt, was das Gute, das Gerechte, das Richtige, das Wahre gewesen ist, das er auf Erden tat, und was das Böse, das Falsche und das Unreine war, das er auf seinem Weg säte.

    7.  Das Heiligtum, von dem Ich eben zu euch sprach, ist das des Gewissens ─ jener Tempel, den niemand entweihen kann, jener Tempel, in welchem Gott wohnt und aus dem seine Stimme ertönt und das Licht hervorbricht.

    8.  Auf der Welt wart ihr nie bereit, in jenes innere Heiligtum einzutreten, weil eure menschliche Persönlichkeit immer auf Mittel und Wege bedacht ist, der weisen Stimme auszuweichen, die in jedem Menschen spricht. Ich sage euch: Wenn euer Geist sich seiner Hülle entledigt, wird er schließlich vor der Schwelle jenes Heiligtums innehalten und sich sammeln, um es zu betreten und vor jenem Altar des Geistes niederzuknien, sich selbst zu hören, seine Werke in jenem Licht zu prüfen, welches das Gewissen ist, in sich die Stimme Gottes als Vater, als Meister und als Richter sprechen zu hören.

    9.  Kein Sterblicher kann sich jenen Augenblick in seiner ganzen Feierlichkeit vorstellen, den ihr alle durchleben werdet, um das zu erkennen, was ihr an Gutem in euch habt, um es zu bewahren, und auch das, was ihr zurückweisen müsst, weil ihr es nicht länger im Geist festhalten dürft.

    10.  Wenn der Geist dann fühlt, dass er vor seinem Gewissen steht und dieses mit der Klarheit der Wahrheit aufleuchtet, fühlt sich jenes Wesen zu schwach, um sich selbst anzuhören, es wollte, es hätte nie existiert; denn in einem Augenblick zieht an seinem Bewusstsein sein ganzes Leben vorbei ─ jenes, das es hinter sich ließ, das es besaß und das sein eigen war und von dem es nun schließlich Rechenschaft ablegen muss.

    11.  Jünger, Menschen, bereitet euch schon in diesem Leben auf jenen Augenblick vor, damit ihr jenen Tempel nicht in ein Tribunal verwandelt, wenn euer Geist vor der Schwelle des Tempels des Gewissens erscheint; denn der geistige Schmerz wird dann so groß sein, dass es keinen körperlichen Schmerz gibt, der damit zu vergleichen wäre.

    12.  Wacht und betet, meditiert, übt meine Unterweisungen aus und lasst euch niemals von eurer Eitelkeit täuschen, die euch glauben machen will, dass ihr mit Wahrhaftigkeit, mit Barmherzigkeit oder mit Liebe wirkt, während im Grund keine dieser Tugenden vorhanden ist.

    13.  Merkt euch in eurem Herzen niemals die Werke, die ihr gerade tut, und begnügt euch nie mit dem Erstbesten, das ihr tut, damit ihr unablässig auf eurem Weg aufwärtssteigt.

    14.  Ich will, dass ihr über alles nachdenkt, was Ich euch in dieser Unterweisung gesagt habe, damit ihr begreift, wie sich im Geistigen euer Gericht vollzieht. So sollt ihr aus eurer Vorstellungswelt jenes Bild zum Verschwinden bringen, in welchem ihr euch einen Gerichtshof vorstellt, der von Gott in Gestalt eines Greises geleitet wird, welcher die guten Kinder zu seiner Rechten vorbeiziehen lässt, um sich des Himmels zu erfreuen, und der die Bösen zu seiner Linken aufstellt, um sie zu einer ewigen Strafe zu verdammen.

    15.  Nun ist es an der Zeit, dass das Licht bis in die höchsten Bereiche eures Geistes und eures Verstandes gelangt, damit die Wahrheit in jedem Menschen erstrahlt und er sich vorbereitet, um das Geistige Leben würdig zu betreten.

    16.  Ihr weist Mich darauf hin, dass der Kampf, den ihr im Herzen eurer Geschwister geführt habt, anscheinend nutzlos ist ─ dass ihr zu ihnen von Vergeistigung sprecht und versucht, aus ihren Herzen den Fanatismus und die abgöttischen Kulthandlungen zu entfernen, und dass sie, kurz nachdem ihr sie belehrt habt, erneut vor ihren Götzenbildern niederknien.

    17.  Ihr kommt mit einem verwundeten und welken Herzen, aber ihr hegt die Hoffnung, dass Ich euch in meinem Wort neue Argumente und neue Waffen gebe, um weiterzukämpfen.

    18.  Ich sage euch, geliebte Jünger, in denen Ich den brennenden Wunsch sehe, dass das Licht in allen euren Geschwistern erstrahlt: Ihr müsst euch mit Geduld wappnen, um auf den ersehnten Augenblick der Erleuchtung jener zu warten, für die ihr so viel betet und bittet.

    19.  Auch sie glauben, dass ihr euch in einem Irrtum befindet, weil sie euch im Freien beten sehen, und weil sie euch von Unterweisungen und Offenbarungen sprechen hören, die nicht in Büchern niedergeschrieben sind.

    20.  Auch sie beten für euch und sprechen zu Mir und bitten Mich, dass ihr euch nicht verirrt.

    21.  Ich frage euch, Jünger: „Wem glaubt ihr, höre Ich mehr zu, euch oder ihnen?“ Viele von euch sagen Mir in ihrem Herzen: „Uns, Meister, denn in der Art zu beten, kommen wir der Wahrheit näher.“

    22. Nun, Ich sage euch, Jünger, dass Ich den einen ebenso zuhöre wie den anderen, denn ihr seid alle gleich vor Mir, weil Ich die einen ebenso liebe wie die anderen, und weil Ich bei allen die Angst sehe, dass jemand vom Pfad abirren könnte.

    23.  Es ist der Kampf, Volk, der angekündigte Kampf, die große Schlacht, die selbst in den Heimen und selbst im Schoß der liebevollsten und vereinigten Familien entbrennen würde.

    24.  Wem wird der Sieg in diesem Kampf gehören? Niemandem. Der Sieg wird der Wahrheit, dem Licht, der Liebe und Gerechtigkeit gehören. Ihr alle werdet von diesen göttlichen Kräften besiegt werden. Doch gerade diese scheinbare Niederlage wird euer Sieg sein.

    25.  Daher unterrichtet euch der Meister mit großer Liebe, damit ihr für die Zeit nach meinem Scheiden vorbereitet seid. Doch ebenso, wie Ich euch meine Barmherzigkeit zuteilwerden ließ, so sollt ihr die Menschen durch eure Werke der Liebe führen.

    26.  Mein Strahl ist auf euer Verstandesvermögen herabgekommen, um euren Geist vorzubereiten, und Ich habe meine Wohlgefälligkeiten unter euch ausgegossen, damit ihr würdig werdet, bei Mir in meinem Reich zu sein.

    27.  Die Versuchung kämpft auch unter euch, um euch von meinem Pfad abzubringen. Doch Ich als guter Hirte habe euch von allen Wegen ausgesucht, und ohne zu verlangen, dass ihr bis zur Selbstaufopferung geht, erwarte Ich eure Besserung, damit ihr meine Gnade voll und ganz empfangt und zu guten Jüngern werdet, die der Menschheit morgen meine Lehre bringen.

    28.  Ich habe euch auferweckt, weil ihr für das Leben der Gnade tot wart. Ich habe euch vergeben und vorbereitet, damit ihr morgen zur Menschheit sprecht, die sich erhoben hat und ihren Gott leugnet. Ich bin der unwissende Fremdling, der an die Türen jedes Herzens klopft, weil Ich euch meine Liebe fühlbar machen will.

    29.  Die Menschheit erkennt Mich nicht und leugnet meine Gegenwart in dieser Zeit. Doch Ich werde sie erkennen lassen, dass Ich meine Gerechtigkeit mit Liebe und Barmherzigkeit bekunde, dass Ich nicht mit der Geißel komme, um ihr Schmerz zu bereiten ─ dass Ich sie nur zum Leben der Gnade erheben und sie läutern will mit dem kristallklaren Wasser, welches mein Wort, meine Wahrheit ist.

    30.  Die Welt hat meine Lehre nicht gelernt und hat ihre Abgötterei und ihren Fanatismus genährt. Daher durchlebt sie nun den großen Schmelztiegel und trinkt den Leidenskelch; denn ihr Materialismus hat sie von Mir entfernt.

    31.  Ein großer Kampf erwartet euch, Israel, denn ihr werdet meine Wahrheit bezeugen, werdet die Verfinsterung der Menschheit beseitigen und ihr mein Licht zeigen.

    32.  Diejenigen, die sich Hirten der Menschen nennen, haben meine Gegenwart nicht gefühlt; sie erwarten Mich noch immer. Doch Ich sehe, dass sie eine andere Lehre erteilen als diejenige, die der Meister der Menschheit anvertraut hat, die euch auf den Weg der Wahrheit führen wird, da sie euch lehrt, einander zu lieben.

    33.  Es ist nicht mein Wille, dass die Welt von meiner Liebeslehre abweichende Weltanschauungen nährt. Denn dies schadet dem Geist, und damit verleugnet ihr Mich. Ihr habt meine Lehre nicht zu ergründen verstanden, verschmäht das Brot des ewigen Lebens, und die Menschheit sucht Mich in ihren Synagogen, in ihren materiellen Tempeln, die ihre eigenen Hände ihrem Verständnis gemäß geschaffen haben. Doch wann wird die Menschheit Mich verstehen und meinen Ruf vernehmen?

    34.  Nach 1950 wird ein großer Kampf der Weltanschauungen einsetzen, und ihr, Volk Israel, werdet euch im Vertrauen auf meine Göttlichkeit auf den Weg machen. Ihr wisst nicht, welche euch ablehnen werden. Doch gibt es etwa ein menschliches Gesetz, das eure guten Taten und Werke, die ihr auf eurem Weg tut, bestrafen könnte? Nein. Denn ihr seid die dazu Beauftragten, den Schmerz der Menschen zu beseitigen, ihnen meinen Frieden zu bringen und zu bewirken, dass die Liebe im menschlichen Herzen erblüht.

    35.  Jünger: Jener Grundsatz, den Ich euch in der Zweiten Zeit lehrte „einander zu lieben“, ist auf alle Handlungen eures Lebens anwendbar. Manche sagen Mir: „Meister, wie kann ich meine Nächsten lieben, da ich ein unbedeutendes Wesen bin, dessen Leben mit körperlicher Arbeit ausgefüllt ist?“ Diesen meinen Kinderschülern sage Ich: Selbst bei dieser körperlichen Arbeit, die scheinbar ohne Bedeutung ist, könnt ihr eure Nächsten lieben, wenn ihr eure Arbeiten mit dem Wunsch tut, euren Geschwistern zu dienen.

    36.  Stellt euch vor, wie schön euer Leben wäre, wenn jeder Mensch mit dem Gedanken arbeiten würde, Gutes zu tun und seine kleine Anstrengung mit jener der anderen zu vereinen. Wahrlich, Ich sage euch, es gäbe dann kein Elend mehr. Doch die Wahrheit ist, dass jeder für sich arbeitet, an sich denkt und höchstens noch an die Seinen.

    37.  Ihr alle müsst wissen, dass niemand sich selbst genug sein kann und dass er die anderen benötigt. Ihr alle sollt wissen, dass ihr zutiefst an eine universelle Mission gebunden seid, die ihr vereint erfüllen sollt ─ jedoch nicht durch irdische Verpflichtungen vereint, sondern durch die Gesinnung, durch Inspiration und Ideale, mit einem Wort: durch die Liebe untereinander. Die Frucht wird dann zum Wohl aller sein.

    38.  Ich sage euch, Volk, dass ihr nicht nur für euch arbeiten sollt, dass ihr bei eurem Bemühen versuchen sollt, Licht bei allen zu verbreiten, die euch suchen, ohne Unterschiede zu machen. Wahrlich, Ich sage euch, wer seinen Geschwistern mehr gibt, wird von Mir mehr empfangen, weil er meine Lehre auf sein Leben anwendet.

    39.  Ich gebe euch genügend Kenntnisse, damit ihr die Liebesbotschaft, die Ich euch in dieser Zeit gesandt habe, bekannt macht.

    40.  Jener Christus, der zu einer anderen Zeit kam, um den Menschen eine Liebeslehre zu bringen, ist der Geist, der in dieser Zeit zu euch spricht und sich durch ausgewählte Verstandesorgane kundgibt, um der Welt diese Botschaft zu übermitteln. Dieses Wort ─ bescheiden in seiner Form und einfach in seiner Ausdrucksweise ─ wird diese jeder Vergeistigung fernstehenden Menschheit zur Besinnung bringen.

    41.  Ich lasse an alle Völker und alle Religionen der Welt den Ruf ergehen, um sie an das höchste Gebot meines Gesetzes zu erinnern ─ jenes, das Ich meinen Jüngern beim Letzten Abendmahl verkündet habe.

    42.  Derzeit befindet sich die Menschheit in der Vorbereitungsphase. Es ist meine Gerechtigkeit, die in ihr am Werk ist, ohne dass die Menschen es bisher bemerkt haben. Denn in ihrem Stolz, in ihrem hochmütigen Materialismus schreiben sie alle Ereignisse ihres Lebens, die für sie unabwendbar sind, dem Zufall zu. Aber bald wird mein Ruf zu den Herzen gelangen, und dann werden sie sich Mir reuevoll nahen und Mich bitten, dass ihnen ihr Hochmut und ihre Fehler vergeben werden.

    43.  Dies wird die entscheidende Stunde für den Geist der Menschheit sein, in der er für kurze Zeit die absolute Leere nach seinen großen Enttäuschungen spüren wird, wenn er das Falsche seiner Selbstherrlichkeit, die Hinfälligkeit seiner Macht, das Irrtümliche seiner Ideologien feststellt. Doch dieser Zustand der Verwirrtheit wird nicht lange andauern, weil dann meine Sendboten auftreten und meine neue Botschaft verbreiten werden.

    44.  Noch einmal wie in vergangenen Zeiten, in denen die Botschafter meiner Lehre vom Osten hinauszogen und die Kenntnis meines Wortes in den Westen brachten, so wird die Welt zu dieser Zeit wiederum meine Boten sehen, wie sie den Völkern und den Heimen das Licht dieser Botschaft bringen.

    45.  Wird es den Menschen befremdlich erscheinen, dass nun das Licht von Westen nach Osten geht? Werden sie deswegen die Botschaft nicht anerkennen, die ihnen meine Boten in meinem Namen bringen?

    46.  Wahrlich, Ich sage euch, das einzige Licht, das ihr vom Osten aufsteigen seht, ist jenes, das eure Welt erhellt, das Licht des Königsgestirns. Denn das göttliche Licht, das den Geist erleuchtet, geht aus Mir hervor und ist an allen Orten und Punkten des Weltalls.

    47.  Zwar habe Ich in den vergangenen Zeiten oft durch Kultformen und Symbole zu euch gesprochen. Doch nun ist die Zeit gekommen, in der ihr die Wahrheit direkt schauen sollt, ohne die Notwendigkeit, Kultformen oder Symbole zwischen sie und euch zu stellen.

    48.  Der Meister empfängt den Jünger, der in dieser Dritten Zeit bereit ist, zu studieren, um meine göttliche Lehre zu verstehen. Das Buch ist vor euch aufgeschlagen, und seine Seiten erleuchten euren Geist, damit ihr erkennt, dass das Werk, das Ich euren Händen anvertraut habe, groß und erhaben ist ─ dass meine Lehre die höchste Weisheit enthält, damit ihr zu meinem Reich gelangt. Es ist der Weg, den ich euch erneut aufgezeigt habe, damit ihr auf ihm voranschreitet und so die Ungerechtigkeit hinter euch lasst, mit der ihr zu Mir gekommen seid.

    49.  Ich habe euren Geist durch mein Licht, durch meine Gerechtigkeit zubereitet, damit ihr wie euer Meister seid, damit ihr euch nicht mehr auf verschiedene Wege verirrt, damit der Gehorsam gegenüber meinen Geboten in euren Herzen ist. Doch wacht und betet, damit ihr nicht die Zurüstung verliert, die Ich eurem Geist gegeben habe. In dieser Zeit zeige Ich der Welt das Licht eines neuen Tages, damit die Menschen sich vorbereiten, mein Wort vernehmen und mit ihren geistigen Augen meine Gegenwart schauen.

    50.  Eure Mission ist sehr heikel, Volk Israel. Doch mein Wort ist in das Innerste eures Wesens eingedrungen und hat euch erleuchtet, hat von euren Augen die Blindheit genommen und euch die Herrlichkeit meines Reiches gezeigt.

    51.  Mein Wort hat euch verwandelt, denn ihr seid nicht mehr dieselben, die ihr früher wart ─ denn jetzt seid ihr für meine Gegenwart empfänglich, habt ihr Mich erkannt und versteht euch zu erheben, um Mich von Geist zu Geist zu suchen. Doch noch immer sehe Ich, dass ihr meine Unterweisungen nicht vollständig praktiziert habt, dass ihr gestrauchelt seid, und dass ihr für kurze Zeit wieder die alten seid, weil ihr euer Herz nicht völlig vom Überflüssigen und Unnötigen gesäubert habt ─ von dem, was die Welt in ihrer Verderbtheit nährt. Das Unkraut wächst noch neben dem goldenen Weizen, der in euch am Erblühen ist. Die Zeit ist gekommen, in der das Unkraut, das zu allen Zeiten in den Herzen gekeimt und geblüht hat, mit der Wurzel ausgerissen wird. Es wird zu Bündeln gebunden und ins Feuer geworfen zu seiner Vernichtung. Dann wird euer Herz das saubere Feld, das fruchtbare und vorbereitete Erdreich sein, auf dem mein Wort seine Früchte bringen wird.

    52.  Geliebte Jünger, ihr müsst euch in Vielem vorbereiten, weil eure Schritte hin zur Vergeistigung langsam gewesen sind, und die Zeit für euch knapp geworden ist. Denn in dieser Zeit solltet ihr bereits in direkter Zwiesprache mit meinem Göttlichen Geist sein, um eure Mission zu erfüllen.

    53.  Euer Geist hat für kurze Zeit die Körpermaterie zu beherrschen verstanden, und dann habt ihr meine Gebote als meine wahren Jünger zu erfüllen vermocht, um für die Menschheit einzustehen, die durch eure Vermittlung meine Barmherzigkeit und mein Erbarmen empfangen soll.

    54.  Lasst meinen Geist ganz in euch wohnen, damit ihr der Menschheit mein Werk als das Rettungsboot, als einen Leuchtturm, als einen neuen Himmel für die inkarnierten und desinkarnierten Geistwesen zeigt.

    55.  Ich will euch alle zubereitet und mit dem Licht meines Heiligen Geistes bekleidet sehen, will bei euch den Sinn für die Verantwortung gegenüber meinem göttlichen Werk und die Liebe zu meiner Göttlichkeit und zu euren Geschwistern finden. Denn Ich will, dass ihr euch aus Liebe zu ihnen hingebt und euch darin unterweist, direkt mit meinem Geist Zwiesprache zu halten ─ denn Ich werde Mich eures Geistes bedienen, je nach der Zubereitung, die ihr erlangt habt. Dann wird das Erwachen der Welt vollständig sein, und durch eure Vermittlung wird sie Mich fühlen. Denn dies ist mein Wille.

    56.  Ihr befindet euch in der Zeit des großen Kampfes des Guten gegen das Böse, des Lichts gegen die Finsternis, und ihr bereitet euch nun vor, um meine Sache zu verteidigen. Ihr sollt Mich zum Vorbild nehmen, denn Ich gehe meinen Heeren voran, und ihr seid ein Teil von ihnen. Seht, wie mein Licht die Finsternis vertreibt, und wie mein Wort die Sünde beseitigt. Wenn ihr gute Soldaten sein wollt, so seid sanftmütig und habt das Licht der Wahrheit (bei euch), damit ihr als wirkliche Diener Gottes Zeugnis von dem gebt, was Ich dem Geist in dieser Zeit für seine Rettung übergebe.

    57.  Ich will unter euch, erwähltes Volk, keine unterschiedlichen Denkweisen noch unterschiedliche Willensäußerungen sehen; Ich will euch einig sehen, mit derselben Inspiration, die von Mir kommt, und geleitet von meinem Wort, das bei euch allen ein einziges ist.

    58.  An jene von euch, die geschlafen haben und die Lampe ihres Heiligtums verlöschen ließen und sich meiner Gnade beraubt haben, lasse Ich den Ruf ergehen und sage ihnen: Erhebt euch, beeilt euch und kommt zu Mir, der Ich euch als Vater erwarte und nicht als Richter. Doch wahrlich, Ich sage euch, ihr dürft nicht länger auf den Wegen stehenbleiben, denn dann wäre eure Verantwortung Mir gegenüber morgen sehr groß.

    59.  Ich habe eure Intuition erweckt, und mittels dieser Gabe hat mein Geist mit eurem Geist gesprochen und habe Ich euch meine Aufträge gegeben, damit ihr sie befolgt.

    60.  Ich lasse euch sicheren Schrittes gehen, damit ihr meinen Willen erfüllt. Denn alles, was ihr nach meinem Willen tut, wird dem Fortschritt eures Geistes dienen. Ich gebe euch Vollmacht und meinen Frieden, damit er das Zeugnis meiner Gegenwart unter euch sei. Ich will nicht, dass etwas den Frieden stört, den Ich euch gebe. Bereitet euch vor und wirkt weiterhin durch ihn. Doch falls ihr Leid tragen solltet um der Sache willen, die Ich euren Händen anvertraut habe, so sage Ich euch: Freut euch, denn Ich werde eurem Geist eine große Belohnung geben.

    61.  Wisst, dass ebenso, wie es Geistwesen gibt, die als Wiedergutmachung erneut zur Inkarnation gesandt werden, um auf der Erde zu wohnen und in Gerechtigkeit die Früchte dessen zu ernten, was sie früher ausgesät haben, es auch andere gibt, die nicht reinkarnieren, aber sich unsichtbar auf der Erde aufhalten, bis sie die Vergeistigung oder Erhebung erlangen, die sie sich von allem entfernen lässt, was ihnen nicht mehr zusteht.

    62.  Jede Wiedergutmachung ist hart, ist bitter und leidvoll. Aber meine Lehre lehrt euch, wie ihr euren Geist davor bewahren könnt, sich einer Läuterungs- und Wiedergutmachungsprüfung stellen zu müssen; stattdessen soll er den Frieden finden, nachdem er auf der Erde gelitten hat.

    63.  Lernt hier in meinem Wort, das, was der Welt angehört, nur bis zu einem angemessenen Grad zu lieben, damit, wenn die Stunde gekommen ist, alles hinter sich zu lassen, auf eurem Geist keinerlei Last liegt, die ihn seiner Freiheit beraubt.

    64.  Geliebtes Volk, kommt zum Licht. Ich bin der Weg, der zu ihm führt, Ich bin die Wahrheit und das Leben.

    65.  Es ist unmöglich, dass jemand zugrunde geht, der bei den Handlungen seines Lebens auf sein Gewissen hört.

    66.  Wenn Ich in meinem Wort zu euch vom Geistigen Leben spreche, möchtet ihr, dass Ich es euch im Einzelnen beschreibe, um es begreifen zu können. Doch wenn ihr erkennt, dass ─ obwohl Ich viel über dasselbe gesprochen habe ─ es sehr wenig ist, was ihr zu begreifen vermochtet, sagt ihr Mir schmerzerfüllt: „Meister, wie wird wohl jenes Dasein sein, das wir trotz Deiner Unterweisungen und Offenbarungen nicht zu erfassen vermögen?“

    67.  Ich sage euch, Jünger: Seid unbesorgt, denn es ist nicht von Bedeutung, dass ihr wisst, wie jene Wohnstätte ist, sondern dass ihr Glauben daran habt, dass ihr zu ihr kommen werdet und euch daher möglichst gut vorbereiten sollt, um jenes Ziel ohne Zögern oder Zaudern zu erreichen.

    68.  Ihr habt bereits von Mir gelernt, dass die Erhebung des Geistes durch die Liebe erlangt wird, weil jener, der liebt, alle Gaben und Fähigkeiten seines Wesens entfaltet. Strebt nicht danach, nur durch die Entfaltung des Verstandes zu den hohen Gipfeln des Lichts zu gelangen, sondern sucht immer die rechte Art, die Intelligenz mit den Gefühlen in Einklang zu bringen, damit ihr zur selben Zeit, in der ihr eine Unterweisung studiert, sie zur Anwendung bringt.

    69.  Der Weg der Wahrheit ist so klar, dass niemand, der auf ihm wandelt, zugrunde gehen kann.

    70.  Ihr geht nicht allein, denn meine Ermutigung und mein Licht sind mit jedem von euch. Aber für den Fall, dass euch dies zu wenig erscheinen sollte, habe Ich jedem menschlichen Geschöpf ein geistiges Lichtwesen zur Seite gestellt, um über eure Schritte zu wachen, um euch irgendeine Gefahr ahnen zu lassen, um euch als Gefährte in eurer Einsamkeit und als Stab auf der Lebensreise zu dienen. Es sind jene Wesenheiten, die ihr Schutzengel oder Beschützer nennt.

    71.  Zeigt euch niemals undankbar ihnen gegenüber, und seid nicht taub für ihre Eingebungen, denn eure Kräfte werden nicht genügen, um alle Prüfungen des Lebens zu bestehen. Ihr bedürft jener, die weiter fortgeschritten sind als ihr, und die etwas aus eurer Zukunft kennen, weil Ich es ihnen offenbart habe.

    72.  Der Kampf jener Wesen ist sehr schwer, solange ihr nicht die Vergeistigung erreicht, weil ihr eurerseits sehr wenig beitragt, um sie bei ihrer schwierigen Mission zu unterstützen.

    73.  Wenn euch eure Vergeistigung erlaubt, die Gegenwart jener eurer Geschwister zu fühlen und wahrzunehmen, welche unsichtbar, ohne irgendeine Zurschaustellung, zugunsten eures Wohlergehens und eures Fortschritts wirken, dann werdet ihr es bedauern, sie genötigt zu haben, sich um eurer Sünden willen so sehr abzuplagen und auch zu leiden. Doch wenn diese Einsicht in euch aufsteigt, dann nur, weil es in eurem Verstand bereits licht wurde. Dann wird Mitgefühl, Dankbarkeit und Verständnis für sie erwachen.

    74.  Welch großes Glücksgefühl wird in euren Beschützern sein, wenn sie sehen, dass ihre Mühe von euch unterstützt wird, und dass ihre Inspiration mit eurer Erhebung im Einklang ist!

    75.  Ihr habt so viele Geschwister und so viele Freunde im Geistigen Tal, die ihr nicht kennt.

    76.  Morgen, wenn die Erkenntnis über das Geistige Leben sich über den Erdkreis verbreitet hat, wird die Menschheit die Bedeutung jener Wesen an eurer Seite erkennen, und die Menschen werden meine Vorsehung segnen.

    77.  Wer hat sich schon ein Bild gemacht von den Schlachten, die diese Legionen des Lichts gegen die Invasionen verwirrter Wesen austragen, die euch fortwährend bedrohen? Es gibt keinen menschlichen Blick, der diesen Kampf entdeckt hat, den beide unablässig gegeneinander führen, ohne dass ihr ihn wahrgenommen habt.

    78.  Eure Unwissenheit über das Vorhandensein all dessen, das geschieht, ohne dass ihr euch dessen bewusst seid, ist einer der Gründe gewesen, weshalb Ich in dieser Zeit angeordnet habe, dass die Geistige Welt sich euch durch von Mir bestimmte Gehirne mitteilt, um diese Aufgabe zu erfüllen. So haben jene Wesen Gelegenheit gehabt, zu euch zu kommen, um Zeugnis von ihrem Dasein zu geben und um euch mit ihrer Liebe, mit ihrer Barmherzigkeit, mit ihrer Demut und ihrer Geduld zu beweisen, dass sie für die Aufgabe leben, euch zu behüten.

    79.  Betet, Volk, und vereinigt euch in eurem Gebet mit ihnen. Habt Vertrauen auf ihren Schutz. Es sind Wesen von strahlendem Licht, die fähig sind, an eurer Seite die schwierige Mission zu erfüllen, euch auf dem ganzen Pfad zu führen und beizustehen, bis ihr zu Mir gelangt.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 335

    1.  Heute kommt mein Geist ein weiteres Mal auf das geistige Israel herab. Ich bekunde Mich euch, geliebtes Volk, mittels des Universellen Strahls, und spreche zu euch als Vater und Meister, als Freund und auch als Richter. Ich bin in allen gegenwärtig und höre auf euer Gebet bis zur intimsten Bitte, die ihr an Mich richtet.

    2.  Ich bin erfreut, wenn Ich sehe, dass die inkarnierten Geistwesen immer mehr die wahre Zwiesprache mit ihrem Vater und Herrn entdecken, die alten Riten, die verschiedenen Kultformen hinter sich lassen, die sie verwendeten, um Mich zu suchen, Mich zu verehren, und festen Schrittes auf dem geistigen Weg voranschreiten. Ihr bescheidenen Gemeinden seid es, die in dieser Zeit diese Kundgaben empfangen und mit ihnen meine großen Lektionen.

    3.  Ich habe eine große Zahl von Geistwesen vereinigt, die zum auserwählten Volk gehören ─ nicht der Rasse nach. Wisst, dass Ich Mich nicht an Rassen wende, zu denen ihr gehört oder in den vergangenen Zeiten gehört habt. Ich wende Mich an das geistige Israel, dem Ich eine Mission anvertraut habe, weil es unter den anderen Völkern der Erde der Erstgeborene ist, dem Ich meine früheren Testamente vermachte.

    4.  Ihr, welche Treuhänder der Gnade und der Offenbarungen gewesen seid, habt den Auftrag erhalten, allen Wesen das Licht zu bringen, Leuchtfeuer für jene zu sein, die unwissend oder gleichgültig auf der Welt umherirren. Euch, die ihr mein Prophet, mein Zeuge, mein Gesandter und meine Vertrauensperson gewesen seid, habe Ich ein weiteres Mal gerufen, um euch dazu zu bringen, eure Mission fortzusetzen, und damit ihr bei dieser Auftragserfüllung erreicht, euren Geist zu vervollkommnen.

    5.  Trotz eurer Treue und eurer Liebe sage Ich euch ohne Vorwurf: Ihr habt meine früheren Unterweisungen noch nicht befolgt. Ihr habt das Licht, den Frieden und Segen besessen, den Ich euch für eure Brudervölker gab, und ihr habt diese Gaben nicht mit ihnen geteilt. Bedenkt: Um würdig zu werden, diesen Auftrag zu erhalten, habt ihr die großen Kämpfe des Geistes und der Körpermaterie durchlebt, die Auseinandersetzungen der Gedanken und die Schlachten dieser Welt, um die notwendige Stählung, Entschlossenheit und Erfahrung zu erwerben. Doch wenn Ich euch gesagt habe, dass ihr meine Aufträge nicht erfüllt habt, will Ich euren Werken der vergangenen Zeiten nicht das Verdienst absprechen. Diese Verdienste sind es, die euch der Gnade würdig machen, Mich bei dieser geistigen Kundgebung unter euch zu haben.

    6.  In der Essenz meiner Lehre werdet ihr die Gegenwart eures Gottes finden. Dies Wort ist dasselbe wie das, welches die Propheten vernahmen, es ist das gleiche Licht wie jenes, das Moses inspirierte, damit er das auserwählte Volk vereinigen und für die Zwiesprache mit ihrem Herrn vorbereiten würde. Ich entdecke unter euch die früheren Israeliten, die in der Ersten Zeit auf der Wüstenwanderung voranzogen: die mutigen und tapferen Kinder Judas; ─ die treuen Leviten, die über der Verehrung Jehovas wachten; die unermüdlichen Kinder Zebulons, die beauftragt waren, den Lebensunterhalt für die Menschenkarawane zu besorgen; und ebenso alle diejenigen, die Mir große Beweise von Treue, Liebe und Vertrauen gegeben haben.

    7.  Mein Blick verweilt mit Liebe auch auf jenen, die den Messias in der Zweiten Zeit erwartet haben ─ auf den Märtyrern, denen das Henkersschwert nicht den Glauben rauben konnte, dass Ich Mensch geworden war, um das Menschengeschlecht zu erlösen. In diesem Volk hier befinden sich meine Jünger und meine Zeugen aller Zeitalter, und nach dieser Zeit der vollkommenen Gemeinschaft mit ihrem Herrn, wenn meine Unterweisungen durch dieses Mittel, das Ich gewählt habe, abgeschlossen sind, wird mein Geist in Fülle auf alle meine Kinder herabkommen, und jeder von euch wird fühlen, dass seine Gaben und Fähigkeiten sich entfalten ─ zum Erstaunen seiner Geschwister und auch eurer selbst.

    8.  Eure Gaben werden kraftvoll und stark eurem Geist entspringen ─ nicht als Zierde, welche Grund zu Eitelkeit wäre, sondern als Tugenden und Beispiele, die ihr den Menschen in euren Gedanken, Worten und Liebeswerken zeigen werdet, und sie alle sollen die größte Demut und Sanftmut offenbaren. Die Gabe der Prophetie wird sich in hohem Maß unter euch entfalten. Die Wissenschaftler werden euch über die Zukunft befragen, sie werden zu euren Versammlungen eilen, um eure Zeugnisse zu hören und den schweren Prüfungen entgegenzutreten und ihre Konflikte zu lösen, die unter ihnen auftreten werden.

    9.  Derzeit ist eure Entfaltung noch gering, noch zweifelt ihr an euren Gaben, und wenn ihr ein Wunder mitbekommt, das Ich euch aufgrund eurer Meditation gewähre, schreibt ihr es einer anderen Ursache zu. Doch der Zeitpunkt wird kommen, in dem ihr euch mit Mir identifiziert, und dann wird euer Vertrauen vollkommen sein. Ihr werdet eure Gaben und Eigenschaften verstehen und durch sie von Mir Zeugnis ablegen.

    10.  Wahrlich, Ich sage euch, Ich bin es, der euch die Prophetie eingibt. Diese ist niemals vom Menschen ausgegangen, dieser ist nur ein Kanal gewesen. Die Prophetie stammt von Mir, und Ich gewähre euch bis zu einer bestimmten Grenze die Möglichkeit, sie auszulegen. Aber jene, die größere Weisheit enthalten, erkläre nur Ich euch. Wann immer ihr versucht habt, sie zu ergründen, ohne zubereitet zu sein, seid ihr einer falschen Auslegung erlegen.

    11.  Ich habe euch die Ereignisse angekündigt, die ihr heute eintreten seht. Jetzt ist eine Zeit großer Erfüllung. Es sind die Geschehnisse (selbst), die allen Ankündigungen, die Ich euch in der Ersten und Zweiten Zeit durch meine Propheten gab, die (richtige) Deutung gaben. Aber die Menschen hatten da bereits gesprochen, die einen richtig und die anderen falsch. Die Prophetien, die Ich der menschlichen Analyse zugänglich gemacht habe, sind richtig verstanden worden. Aber jene, die zu deuten, auszulegen und zu erfüllen Mir allein zukam, habe Ich durch Ereignisse und Beweise aufgeklärt.

    12.  Jetzt ist eine entscheidende Zeit für die Menschheit ─ eine Zeit, in der der Mensch durch die verschiedenen Prüfungen erwachen wird, die zu euch von meiner Liebe sprechen. Ich will euren Geist rein vorfinden und euren Mund würdig, meine Lehre bekanntzumachen. Dafür bekleide Ich euch mit Demut, damit ihr schlicht seid, auch wenn ihr Gaben besitzt, welche die Bewunderung derer erwecken, die euch kennen.

    13. Lasst zu, dass die Prophetie durch euren Geist und eure Körpermaterie hindurchgeht, auch wenn ihr sie nicht versteht. Eure Pflicht ist es, sie bekannt zu machen. Andere werden es sein, die das, was ihr bezeugt, besser verstehen. Doch wenn weder die einen noch die anderen fähig sind, in den wahren Sinn meiner Prophetien einzudringen, werde Ich euch zu Hilfe kommen und euch sagen: „Wenn die Prophetie, die Ich euch gegeben habe, sehr groß und weise gewesen ist, dann deshalb, weil die Offenbarung, die Ich der Menschheit geben will, sehr groß ist, damit sie weiterhin höhere Ebenen erklimmt und bewohnt, bis sie an ihr Ziel gelangt. Ich habe meinem Erwählten dieses Gesicht gewährt, und Ich gebe euch seine Auslegung.“

    14.  Glaubt ihr, dass Joel, einer der großen Propheten der Ersten Zeit, das verstand, was er den Volksmengen ankündigte? Erinnert euch an das, was er sagte: „Und es wird geschehen, dass Zeiten kommen werden, in denen eure Kinder weissagen werden, eure Jünglinge Gesichte sehen und eure Alten offenbarende Träume haben werden. Es wird Wunder am Himmel und große Zeichen auf der Erde geben. Die Sonne wird schwarz werden und der Mond wie Blut. Von der Erde werden Rauch und Dampf aufsteigen, und dann wird der große Tag des Herrn sehr nahe sein.“

    15.  Der Prophet verstand nicht die Tragweite dessen, was er sprach, aber er tat es mit Wahrhaftigkeit. Er war der Kanal und der Stimmträger von Mir, sein Geist war rein und sein Mund würdig, und die Prophetie war wie kristallklares Wasser, das aus der Quelle quillt und in seinem Flussbett nicht verunreinigt wird. So gelangte jene Botschaft zum Herzen der Menschen und blieb rein. Die einen haben es auf die eine Weise, andere auf eine andere Weise ausgelegt. Doch Ich sage euch in Wahrheit, dass das Kommen dieses prophezeiten großen Tages sehr nahe ist, und die Ereignisse nun die Worte des Propheten bestätigen.

    16.  Öffnet eure Augen und bereitet euren Geist, damit ihr die Geschehnisse ergründet, und ihr werdet erkennen, dass die schon in jenen Zeiten angekündigten Zeichen sich klar und deutlich abzeichnen, und die Tatsachen selbst euch die Erklärung und das Eintreffen jener Worte zeigen. Es ist die Auslegung, die Ich meinen Prophetien gegeben habe.

    17.  So bereite Ich euch vor, geliebte Jünger, für die Erfüllung eures schwierigen Auftrags, damit eure Lippen nur Wahrheit aussprechen, damit ihr euren Weg offen seht. Doch wenn ihr die Wahrheit aussprecht und bezeugt und man euch nicht glaubt, noch euch versteht und liebt, so überlasst Mir die Angelegenheit und weint nicht. Geht immer voran und schweigt niemals. Lasst euren Mund vertrauensvoll, beherzt sprechen und immer seine Aufgabe erfüllen. Euer ganzes Wesen soll bereit sein, Frieden zu verströmen ─ nicht nur mit euren Worten, sondern auch durch eure Gedanken und geistigen Botschaften.

    18.  Pflegt den Frieden, liebt ihn und verbreitet ihn überall, denn wie sehr benötigt ihn die Menschheit! Lasst euch nicht von den wechselvollen Geschicken des Lebens verstören, damit ihr immer stark bleibt und bereit, das zu geben, was ihr besitzt. Jener Friede, welcher Erbgut jedes Geistes ist, ist in dieser Zeit entflohen und hat dem Krieg Platz gemacht und Nationen gemartert, Institutionen zerstört und Geistwesen zugrunde gerichtet. Der Grund dafür ist, dass das Böse sich des menschlichen Herzens bemächtigt hat. Der Hass, der maßlose Ehrgeiz, die hemmungslose Habgier breiten sich aus und richten Schaden an. Aber wie kurz wird deren Herrschaft nur noch sein. Zu eurer Freude und Beruhigung kündige Ich euch an, dass eure Befreiung bereits nahe ist, dass eine Vielzahl von Wesen, die sich nach einer Atmosphäre der Geschwisterlichkeit, Reinheit und Gesundheit sehnen, auf dieses Ziel hinarbeiten.

    19.  Was werdet ihr, meine Jünger, in diesem großen Kampf tun, der bereits begonnen hat? Was sind eure Pläne? Ich sehe im Innersten eures Wesens einen immensen Willen zu kämpfen, meine Lehre bekannt zu machen, weil ihr wisst, dass sie der beste Führer für die Menschheit ist. Kämpft für euren Frieden und euren moralischen und geistigen Anspruch. Wenn ihr euch dann stark im Guten fühlt, so tragt es überall hin, denn es wird sich wie fruchtbarmachender Tau in die Herzen eurer Geschwister senken.

    20.  Betet, und euer Gebet möge Heilbalsam für jene sein, die euch umgeben, und für jene, die abwesend sind; für jene, die eure Welt bewohnen, und auch für jene, die des Trostes bedürftig jenseits derselben leben.

    21.  Ich gebe meinem Volk nun einen Ansporn, und dieser besteht darin: All jene Geistwesen, die in den leidvollen Kämpfen des Krieges ihren Körper verlieren, werden zum Geistigen Tal hingezogen werden, und dort werden sie in Erwartung eures Gebets bleiben, um Licht und Erkenntnis zu erlangen. Und in dieser Stunde, in der das Volk sich in einem inbrünstigen und tiefempfundenen Gebet vereint, werden jene Wesen von einem geistigen Lobgesang überrascht. Sie werden eure Stimme hören, die sie einlädt, weiter voranzuschreiten, und sie werden nicht einen Augenblick lang verstört sein. Das Licht wird klar sein, und von dieser Stunde an werden sie sich aufmachen, um für ihre Erhebung zu kämpfen.

    22.  Die Prüfungen, die die Menschheit nach dem Jahr 1950 erwarten, werden sehr groß sein. Sie wird sehr bittere Kelche leeren müssen und sehr harte Schläge erleiden. Aber all dies wird geschehen, damit sie aus ihrem Schlaf erwacht ─ jetzt, da ihr Geist hinsichtlich seiner Vervollkommnung und wahren Mission schläft. All diese Prüfungen, denen die Menschen in dieser Zeit unterzogen werden, sind Aufforderungen meinerseits, damit sie meditieren und über ihre Aufgaben nachdenken. Denn schon seit langem ziehen die Geistwesen von der Erde ins Geistige Tal und von diesem erneut zur Erde, ohne ihre Reinkarnationen zu nutzen. Und diese Gnade, dieser Beweis von Liebe und von Gerechtigkeit, den Ich ihnen gewähre, indem Ich ihnen neue Leben auf dieser Welt gebe, ist nicht dazu da, damit sie es vergeuden. Ich erlaube euch nicht, zur Erde zurückzukehren, nur damit ihr euch von ihren Früchten nährt, sondern damit ihr für eure Erhebung kämpft und das Reich einnehmt, das Ich euch verheißen habe.

    23.  Ich werde beim ersten Mal mit Sanftmut rufen, um euch zu helfen, euch für den Kampf bereit zu machen. Doch wenn ihr diese Stimme nicht versteht, werde Ich mit Strenge rufen und euch erneut anrühren. Wenn ihr jedoch nicht folgt, wird die Gerechtigkeit voll in Kraft treten, um euch wachzurütteln, damit ihr eure Augen öffnet und das Licht eines neuen Tages erblickt.

    24.  Ich warne euch, damit ihr nicht betroffen seid, wenn ihr seht, dass neue Kriege ausbrechen, dass Tag für Tag eine Menge Menschen vor euren Augen bei verschiedenen Unfällen ums Leben kommen. Wenn ihr den Grund für diese Prüfungen, die euer Herz erschüttern, nicht begreifen könnt, so denkt daran, dass jeder Geist zur Erde gekommen ist, um sich selbst das zurückzugeben, was er sich früher verweigert hatte, und dass es so abgestumpfte Menschen gibt, dass nur eine derartige Prüfung sie wachrüttelt.

    25.  Wie sehr liebe Ich euch, und Ich will keinen Schmerz für euch! Jene Geschöpfe, die auf der Erde keinen Trost und Heilbalsam fanden, werden ihn in dem Augenblick, da sie zum Geistigen Tal kommen, von Mir empfangen, um ins Jenseits geführt zu werden. Ich gebe ihn ihnen, weil Ich der von meinen Kindern untrennbare Hirte bin. All ihr Schmerz findet in Mir Widerhall, all das in ihren sinnlosen Kriegen vergossene Blut strömt in meine geöffneten Hände, alle Tränen der Menschheit benetzen mein Gesicht. Selbst das für euch verborgenste und geheimste Wesen ist Mir sehr nahe. Ich blicke euch alle gleichermaßen mit Liebe an. Jene Geschöpfe, die ihr mit Widerwillen anseht, werde Ich ihrem Elend entreißen und sie bearbeiten, damit aus ihnen kristallklares Wasser der Erneuerung, der Reue und der Liebe strömt.

    26.  Ich spreche zu euch auf vielerlei Weise, weil ihr vorbereitet sein müsst, um zu sprechen, wie ihr es noch nicht getan habt. Ihr freut euch, wenn ihr meine Unterweisungen hört und fühlt euch Mir täglich näher. Ihr erkennt, dass es ein Glück ist, da zu sein, um von eurem Vater geliebt zu werden ─ dass es eine Befriedigung für euch ist, die großen Prüfungen durchlebt zu haben, die Ich für euch bestimmt habe, weil jede dieser Prüfungen eine Stufe ist, die euch Mir näherbringt.

    27.  Ich habe viele meiner Kinder gerufen, um ihnen unterschiedliche Aufträge, verschiedene Aufgaben innerhalb dieses Werkes zu geben, und Ich habe sie euch gemäß eurem Fortschritt und euren Begabungen gegeben. Aus allen zusammen habe Ich mein Volk gebildet, meine neue Apostelschar. Einigen habe Ich das Amt der Leitung anvertraut, und damit ihre Aufgabe nicht schwer und mühselig ist, habe Ich das Volk in Gemeinden aufgeteilt. Anderen habe Ich die Gabe eines Stimmträgers anvertraut, damit sie meine zu Menschenwort gewordene Inspiration diesen Scharen übermitteln, die zusammenkommen, um dies Wunder zu empfangen. Einigen habe Ich das Privileg der Hellsichtigkeit gegeben, um sie zu Propheten zu machen und durch ihre Vermittlung das anzukündigen, was kommen wird. Die Aufgabe von Säulen haben jene erhalten, die das Volk auf seiner Pilgerschaft unterstützen sollen und den Gemeindeleitern eine Hilfe sind, die die Last des Kreuzes mit den Hörerscharen tragen hilft.

    28.  Andere sind mit der Gabe der Mittlerschaft begnadet worden, und diese sind als Werkzeuge der Geistigen Welt geschult worden, um deren Botschaften, die Erläuterung meines Werkes, zu übermitteln, und auch als Besitzer des Heilbalsams, des Trostes für die Kranken, damit sie mittels ihrer heilsamen geistigen Ausstrahlungen den Notleidenden gemeinsam Barmherzigkeit zuteil werden lassen. Goldfeder habe Ich den genannt, der in das Buch, das Ich euch hinterlassen werde, meine Offenbarungen, Unterweisungen und Prophetien dieser Zeit schreibt. Das Amt eines Fundamentsteines habe Ich jenen verliehen, die Beispiel von Festigkeit, Stabilität und Stärke unter dem Volk sein sollen. Deren Wort, Rat und Vorbild unter dem Volk soll unwandelbar sein, wie es der Fels ist. Doch nun, da dieser Zeitabschnitt meiner Kundgabe seinem Ende zugeht, richte Ich alle Ämter, und an all jene, die erwählt werden, um so große Aufgaben zu erhalten, lasse Ich einen Ruf ergehen, damit sie sich eingehend erforschen und das Ergebnis ihrer Werke erkennen. In dieser Stunde der Besinnung stehe Ich allen bei.

    29.  Seid unbesorgt, Ich habe Mich nicht geirrt, als Ich euch erwählte. Ich kenne euch und weiß, was ihr zu tun vermögt. Ich wusste, welche sich gerne der Erfüllung des Gesetzes widmen würden, und welche auf dem Weg schwach werden würden. Ich bin euer Vater, und allen habe Ich Gelegenheit gegeben, in meinem Werk zu arbeiten, allen habe Ich die gleiche Speise angeboten, damit ihr euch alle in derselben Weise geliebt fühlt, mit dem gleichen Recht, meine Jünger zu sein und das gleiche Erbe zu besitzen.

    30.  Ich wusste schon, dass die einen meine Weisungen erfüllen und sehr bald meine Worte befolgen würden. Andere würden lange brauchen, um ihre Fehler zu entdecken und ihre Irrtümer zu korrigieren. Aber meine Gaben bleiben latent im Geist, in Erwartung ihres Erwachens. Denn ihr alle müsst zu Mir gelangen, in allen wird das Verständnis sein. Ihr werdet vollkommen werden und bei Mir zu meiner Rechten sein. Doch damit ihr zu Mir gelangt, ist es nötig, dass ihr bereit seid, mein Gesetz zu erfüllen, und den Weg mit Demut und Ergebung zu gehen. Wacht und betet in diesen wenigen Tagen, in denen ihr Mich noch in dieser Form habt, und lasst euer Herz von meinem Wort bewegt werden, damit eurem Wesen ein Verlangen nach Gehorsam, Einigkeit und Liebe entspringt.

    31.  Bald werden die Boten aufbrechen und Sendschreiben mitnehmen. Ihre Standarte werden mein Wort und meine Botschaften sein, die ihr empfangen habt. Ich bereite euch vor, damit ihr zu Missionen des Friedens und des guten Willens aufbrecht. Denn Ich will euch an diesem feierlichen Tag, an dem Ich euch meine letzten Worte zu geben habe, vorbereitet antreffen.

    32.  Schon jetzt kündige Ich euch an, dass meine allerletzte Unterweisung nicht länger dauern wird als diejenigen, die Ich euch gerade gebe. Sie wird so kurz sein wie alle, die Ich euch gegeben habe. Denn meine große letzte Lektion besteht aus denen der letzten drei Jahre, es ist das Buch, das Ich mit dem Liebesfeuer meines Geistes in euren Geist geschrieben habe, in welchem Ich alles zusammengefasst habe, was Ich euch seit 1866 offenbart habe. In ihm habe Ich zu euch vom Anbeginn und sogar von dem, was vor dem Beginn der Schöpfung war, gesprochen ─ von der Entwicklung des Menschen von den frühesten Zeiten an bis zur Gegenwart. In diesem Buch habe Ich zu euch von all meinen Lektionen gesprochen, die euch während der großen vergangenen Zeitalter gegeben wurden, und von euren Prüfungen. In diesem Buch habe Ich die Offenbarungen aller vergangenen Zeiten und jener der Zukunft, die (noch) ohne Deutung und (noch) nicht erfüllt sind, vereinigt. Darin werdet ihr auch die Vorbereitung für euren Geist auf seinem Entwicklungsweg jetzt auf Erden und danach im Geistigen Tal finden.

    33.  Diese meine letzte Unterweisung wird am letzten Tag des gegenwärtigen Jahres 1950 beendet werden, aber sie wird nicht meine letzte Kommunikation mit euch sein. Denn Ich habe euch zu allen Zeiten gelehrt, zu beten und geistige Gemeinschaft mit Mir zu haben. Ihr Menschen und alle Wesen, welche die verschiedenen Lebenswelten bewohnen, haben Zugang zu meinem Geist, und Ich wohne in eurem. Fühlt euch nicht fern von Mir, fühlt keine Leere oder Schweigen, wenn dieses Wort zu Ende ist. Hört weiterhin das harmonische und beständige Konzert eures Vaters, erfreut euch an meiner Gegenwart, damit ihr über mein Werk meditiert und es studiert.

    34.  Es ist notwendig, dass ihr eure ganze Kraft und geistige Erkenntnis vereint, bevor ihr aufbrecht, um diese Lehre zu verbreiten. Wenn ihr dann betend und meditierend um mein Wort versammelt seid, werdet ihr meine Gegenwart fühlen. Die Kinder werden bewegt sein, die Seher werden gleichfalls die meiner Gegenwart vorhergehenden Zeichen wahrnehmen, und Ich werde Mich in subtiler Weise bekunden. Alle, die zusammenkommen, werden Mich fühlen, und diese Zusammenkünfte werden feierlich sein. Es wird eine geistige Atmosphäre herrschen, die euch Frieden und Vertrauen in die Zukunft geben wird. Auch die Geistige Welt wird zu euch kommen, ohne euer Gehirn zu gebrauchen, und wird sich überall einstellen, wo ihr sie auch ruft, um euch in euren Prüfungen beizustehen und weiterhin ihre Barmherzigkeit und ihren Schutz auf diese Welt zu verströmen. Sie wird wachen, damit es in eurem Verstand keine Verwirrung gibt, noch schlechte Auslegungen oder falsche Entscheidungen. Wenn diese Vorbereitungszeit vorüber ist, dann vergesst nicht eure Zusammenkünfte. Denn obwohl ihr ja wisst, dass Ich Mich jedem von euch einzeln bekunde, möchte Ich euch vereinigt antreffen, betend und in eure geistige Übung vertieft.

    35.  Erinnert euch an jenes Pfingstfest, das nach meinem Scheiden von meinen Aposteln gefeiert wurde. Ihre Geister erwarteten aufmerksam meine Kundgebung, und als sie in einem einzigen Gedanken vereint waren, kam mein Geist herab und legte das Wort in ihren Mund, und ihr ganzes Wesen wurde erleuchtet, damit sie sich mit den Menschen verschiedener Sprachen und Glaubensbekenntnisse verständigen könnten.

    36.  Daher möchte Ich, dass ihr immer zusammenkommt, oh Jünger. Wann immer ihr euch versammeln könnt, tut es in meinem Namen, und Ich werde gegenwärtig sein und euch den Inhalt meiner geheimen Schatzkammer offenbaren. Ich vertraue euch alle Augenblicke und Tage eures Lebens an, damit ihr einen Moment eurer Erhebung widmet. Aber ein weiteres Mal heilige Ich den siebten Tag, damit ihr an ihm in Gemeinschaft mit Mir tretet, und die übrigen Tage sollen dafür da sein, euch untereinander zu lieben und all das in die Tat umzusetzen, was ihr von meiner Lehre gut verstanden habt. Aber für eure Zusammenkünfte werden keine besonderen Versammlungsräume nötig sein, denn für Mich ist gleichgültig ob es euer Heim, euer einfaches Schlafzimmer, ein Tal oder ein Berg, das Ufer eines Flusses oder die Wüste ist.

    37.  Ich rate euch, dass ihr unter der Menschheit nicht ausposaunt, dass ihr meine Jünger seid; nicht euer Mund soll dies sagen, sondern eure Werke sollen sprechen. Sagt nicht, dass ihr dem Geist nach Israeliten seid. Die Welt wird das Geistige Israel anerkennen, wenn dieses vereinigt ist in seiner Mission, in den Geistwesen Licht zu entzünden, den Herzen Frieden zu bringen ― um so zu sein, wie Ich es Jakob in seinen Träumen, in seinen Offenbarungen sagte: „Ich werde dir eine so große, so zahlreiche Nachkommenschaft geben wie der Staub der Erde, wie die Sterne des Himmels, wie der Sand am Meer, und in deinen Nachkommen werden die Völker der Erde gesegnet werden.“

    38.  Noch sind die Völker der Erde nicht in Israel gesegnet worden, weil dieses Mir ihre Gespaltenheit präsentiert, so wie es in der Zweiten Zeit geschah. Die einen leben für die Körpermaterie, die anderen für den Geist ─ die einen schaffen ein Reich, und die anderen ein anderes. Ich sehe, dass die einen für die Welt und ihr Gold leben, und die anderen Mich suchen und in ihrer Armut glücklich sind. Doch wenn Ich einmal dieses Volk vereinigt habe, diese große Legion von Geistwesen, die für den Frieden und die göttlichen Offenbarungen verantwortlich sind, dann werden dieser Erdball und selbst der Himmel erschüttert werden. Denn ihre Vereinigung wird eine solche Macht, einen solchen Einfluss auf die Welt ausüben, dass es niemanden geben wird, der ihn nicht fühlt. Eure Mission wird bekannt sein, und eure Botschaft, die Ich euch schon jetzt anvertraue, wird das Testament vereinigen, das Ich der Menschheit in drei Zeiten vermacht habe.

    39.  Sorgt dafür, dass euer Geist wie eine Schatztruhe ist, die alles aufbewahrt, was Ich euch anvertraut habe. Denn der Weg, den ihr nun zurücklegen werdet, hat steinige Abschnitte, hat Disteln und Dornen. Aber es gibt auch Strecken, auf denen Bäume und Blumen eure Wanderung lieblich machen werden. So dahinwandernd wird euch der Tag eurer Vereinigung, der Tag eurer Erlösung und des ewigen Friedens überraschen, wenn ihr ans Ende eurer Auftragserfüllung gelangt seid.

    40.  Betet nun für jene, die fern sind, und in jene, die um euch sind, lasst euer Herz überfließen. Heilt die Kranken, beratet jene, die dessen bedürfen, werdet zu jeder Art von Trost und Heilbalsam unter der leidenden Menschheit. Wenn ihr an einem Fremden vorübergeht, an den ihr kein Wort richten könnt, ihr jedoch euer Herz bewegt fühlt und euer Geist für ihn betet und Mir das Leiden jenes eures Geschwisters ans Herz legt, so werde Ich ihm das geben, was er benötigt, weil ihr seinen Schmerz bei Mir niedergelegt habt.

    41.  Erkennt euch selbst, entdeckt die Gaben, die Ich euch gewährt habe, und erkennt, dass euer geistiges Wissen viele Herzen erleichtert hat und sie in ihrem moralischen und geistigen Niveau angehoben hat.

    42.  Nehmt alle Intuition und Liebe mit, die ihr für eure Mission benötigt.

    43.  Einige von euch sagen Mir in ihrem Gebet: „Meister, wozu Dir meine Sorgen erzählen, Dir mein Leben zeigen, oder Dich an meinen Vorhaben teilhaben lassen, da Du doch alles weißt? Warum Dir meine Verfehlungen beichten, da Du sie siehst, da ich in Dir bin? Gib mir das, was Dein Wille ist, und damit werde ich zufrieden sein.“

    44.  Und nach diesem Gebet seid ihr in Verzückung verblieben und habt nur für das gedankt, was Ich euch gewährt habe, indem Ich euch mein Wort gab. In ihm ist die geistige Nahrung und der Segen für euer menschliches Leben.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 336

    1.  Mit großer Zärtlichkeit komme Ich zu euch herab, damit euer Geist mein Gesetz erkennt. In dieser Zeit habe Ich euch weite Horizonte gezeigt, damit ihr auf dem Weg des Lichts, der Vollkommenheit und der Wahrheit wandelt.

    2.  Ich will nicht, dass ihr morgen vor der Menschheit steht, ohne meine Lehre zu kennen, und einem falschen Pfad folgt, den Ich euch niemals gezeigt habe. Denn Ich will euch vorbereitet zurücklassen, damit ihr denen den Weg der Wahrheit zeigt, die meine Unterweisung nicht vernommen haben, und ihr nicht die Blinden und Unwissenden aufsucht, um von ihnen Unterweisung zu empfangen. Denn sie werden euch nichts zu lehren haben.

    3.  Ihr sollt demütig sein und der Menschheit durch eure Gaben Zeugnis von meiner Kundgebung geben, damit sie meinen Namen anruft und meiner Gegenwart unter euch in dieser Dritten Zeit Glauben schenkt. Gebt keinen Anlass dafür, dass eure Geschwister euch sagen, dass ihr den falschen Meister gehabt habt, dass ihr Unwissende seid, dass ihr ohne Tugenden seid, und dass ihr nicht stark seid. Nein, Israel, Ich will nicht, dass dieser Schmerz in meinem Geist ist, noch dass die Menschheit euch nach meinem Abschied eure fehlende Zubereitung vorwirft. Ich will, dass jene, die Mich nicht vernommen haben, sich bewegt fühlen bei dem Gedenken, das ihr von meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen haltet, und dass sie ihren Geist mit meinen Unterweisungen nähren, die von meinen Goldfedern niedergeschrieben wurden.

    4.  Ich will, dass ihr mit euren Ratschlägen den Sünder bekehrt, und mit euren Worten der Ermutigung jenen stärkt, der niedergeschlagen und verzweifelt ist. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, und die Barmherzigkeit, die Ich euch für die Menschheit hinterlasse, ist geistig. Zu euch werden jene kommen, die, obwohl sie materielle Reichtümer besitzen, ohne Ruhe und Gesundheit sind. Auch ihnen sollt ihr das geben, was Ich euch anvertraut habe.

    5.  Bezeugt ihr selbst, dass ihr euch nicht irrt, wenn ihr Mir nachfolgt. Denn nachdem meine Kundgabe durch die Stimmträger zu Ende ist, sollt ihr weiterhin die treuen Soldaten dieser göttlichen Sache sein ─ dieser Lehre, die keinen Makel hat, und für deren Verbreitung unter der Menschheit ihr euch nicht schämen sollt. Ihr sollt meine Wahrheit durch eure Werke bezeugen. Ich will nicht, dass ihr der Welt diese Unterweisung nur durch das Wort bekannt macht.

    6.  Ich lasse mein Gesetz in euer Gewissen geschrieben zurück, damit ihr es euren Geschwistern aufzeigt, damit die Menschheit sich von ihm führen lässt und auf ihrem Weg nicht mehr strauchelt.

    7.  In dieser Zeit haben die Menschen Mich vernommen, haben sie meine Unterweisung empfangen ─ die Wahrheit, die Ich euch klar offenbart habe. Dann haben sie viel über die Art und Weise nachgedacht, die Menschheit in diesem Wissen zu unterweisen, das sie am Anfang selbst nicht verstanden haben.

    8.  Ihr sollt euch vorbereiten, Israel, damit ihr euch nicht von euren Geschwistern überraschen lässt. Ich will nicht, dass ihr euch vor den Törichten unwissend zeigt. Nein, mein Volk, ihr sollt mit Worten voller Überzeugungskraft und mit dem Vertrauen in euch selbst sprechen, sollt meine Unterweisungen und die Offenbarungen, die Ich euch in dieser Zeit gegeben habe, erklären, und den Grund dafür. Ihr seid dazu bestimmt, den zu unterweisen, der unwissend ist, und ihm den Weg seiner Entwicklung zu zeigen.

    9.  Die neuen Generationen werden Mich suchen. Denn Ich werde entwickelte Geistwesen zur Erde senden, und diese werden von ihrer zarten Kindheit an nicht auf die törichten Worte der Welt hören, weil ihr Geist ihnen begreiflich macht, dass jene Unterweisungen nicht befriedigend sind, und dann werden sie sich an euch wenden, mein Volk, damit ihr ihnen mein Geistwerk in voller Klarheit zeigt.

    10.  Wann immer ihr euch im Gebet erhebt, werdet ihr euch an meine Worte erinnern. So werdet ihr auf eurem Weg nicht überrascht werden und werdet meine Unterweisung jedem geben können, der sie benötigt und sie erbittet.

    11.  Ich bin euer Vater, der unablässig zu euch spricht, damit ihr Mich versteht, damit ihr euch nach meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen voll meines Friedens fühlt und euch aufmacht, um eure Mission voll Begeisterung, Gehorsam und Kraft zu erfüllen.

    12.  Ich will nicht, dass der Schmerz der Menschheit von euch unbeachtet bleibt. Ich will, dass ihr ihre Not fühlt ─ die Seuchen, die Plagen und jedes Leiden, und dass ihr mit Liebe betet, damit sie meine Barmherzigkeit erlangt.

    13.  Alle Beleidigungen, welche die Menschen euch antun, werden sie nicht euch antun, sondern Mir, und so werden sie mit eigener Hand den Schmerz für ihren Geist bewirken. Ihr jedoch sollt die Verachtung mit Geduld hinnehmen, denn die Zeit wird kommen, in der alle sich von meiner Wahrheit überzeugen werden und wissen werden, dass ihr euch nicht geirrt habt.

    14.  Viele werden sagen: „Wenn Gott unter uns ist ─ warum gebietet Er dann nicht, dass die Kriege enden?“ Doch ihr werdet euren Geschwistern zu antworten verstehen und ihnen sagen, dass der Vater zum Zeitpunkt des Göttlichen Gerichts zulässt, dass die Stolzen einander vernichten. Doch danach werde Ich dem Kampf eine Grenze setzen, damit sie von Mir den Frieden empfangen.

    15.  Das Wort, das Ich euch anvertraue, ist Licht auf eurem Weg, damit ihr inmitten des Chaos eure Ruhe bewahrt. Erinnert euch, Israel, dass euch jedes meiner Worte befriedigt hat. Hört dieser Unterweisung jedoch nicht nur aus Gewohnheit zu, befolgt tatsächlich das, was ihr von eurem Meister lernt.

    16.  Erkennt, Israel, wie sehr mein Geist gegen die Sünde und den Unglauben kämpfen muss. Wenn Ich sehe, dass meine Kinder Mich verstanden haben, wird mein Geist von Freude erfüllt, segne Ich euch, und euer Gehorsam gelangt wie Blumenduft zum Vater.

    17.  Ich will nicht, dass ihr morgen bitterlich weint, Israel, und Mir mit zum Himmel gerichtetem Gesicht sagt: „Die Sekten und die Religionen haben die großen Volksmengen an sich gezogen, denen Du mit so viel Liebe das Licht gegeben hast.“ Ja, meine Kinder, aber sie werden den Weizen mit dem Unkraut vermischen. Es sind Herzen, die sich durch euer Wort nicht gebessert haben. Doch wahrlich, Ich sage euch, sie haben die Absicht, die Schafe mit falschen Worten von der Schafhürde zu zerstreuen. Aber Ich bin Macht und werde bewirken, dass die Volksmengen mit voller Klarheit erkennen, dass mein Werk so rein ist wie Schneeflocken.

    18.  Lasst euch nicht überraschen, mein Volk. Lebt immer wachsam und seid die treuen Wächter. Fürchtet nicht die Worte, die eure eigenen Geschwister euch sagen, um euch davon zu überzeugen, dass ihr im Irrtum seid. Bleibt standhaft, denn große Belohnungen werde Ich den Soldaten geben, die meiner Sache treu sind ─ denen unter euch, die diesen schwierigen Zeiten der Verwirrung der Weltanschauungen, der Glaubensbekenntnisse und Religionen entgegentreten. Alle eure Geschwister sollt ihr in derselben Weise achten, wie ihr mein Werk achtet, und sollt die Lehre zeigen, die Ich euch erneut zurücklasse. Wenn die Menschen sich über euch lustig machen, so lasst sie dies tun; denn das Licht meines Heiligen Geistes wird zu ihnen gelangen, und dann wird Reue in ihren Herzen sein.

    19.  Seid standhaft und lebt wachsam, denn schwierige Zeiten warten auf euch. In diesen Zeiten werden die Menschen zu meinem Werk kommen und es auszuforschen versuchen. Doch wahrlich, Ich sage euch, Ich werde euch hindurchführen, dies ist mein Wille. Denn wenn ihr für kurze Zeit in Finsternis gehüllt seid, erscheine Ich als strahlendes Licht, um euch zu erleuchten und euch aus dem Schlund des hungrigen Wolfes zu retten, und euch den Weg des Lichts und der Wahrheit zu zeigen.

    20.  Ich, euer Meister, mache euch alle Herrlichkeiten bekannt, die euch umgeben, und jene, die ihr verborgen in euch tragt, ohne euch dessen bewusst zu sein, wegen eures Mangels an Vergeistigung.

    21.  Ich will, dass ihr die ganze Macht kennenlernt, mit der Ich euch ausgestattet habe, damit ihr das Gute tut und den Berg ersteigt, indem ihr euch immer auf den Stab meiner Wahrheit stützt.

    22.  Das Leben ist immer leidvoll für den Menschen gewesen, weil er immer viele der Gaben ignoriert hat, die er in sich trägt. Wie hätte er von ihnen Gebrauch machen können, da er nichts von ihrem Vorhandensein wusste? Ich habe die Menschen oftmals niedergeschlagen und traurig angetroffen, weil sie sich für unfähig hielten, sich vom Joch zu befreien, das für sie in dieser Zeit das Leben bedeutet. Und daher habe Ich euch angenehm überrascht mit meiner Stimme, die euch ruft, mit meinem Wort, das euch Glauben, Lebensmut, Freude und Hoffnung einflößt.

    23.  Nur der Glaube kann den Geist sich stark fühlen lassen, und darum entzünde Ich mit meiner Lehre bei den einen den Glauben und belebe ihn bei anderen. Denn ihr werdet in der Zukunft ein starkes, beispielhaftes, gehorsames und gesetzestreues Volk bilden müssen. Doch seine Kraft soll aus seinem Glauben an mein Gesetz erwachsen.

    24.  Ich will keine Tränen mehr in euren Augen erblicken, will nicht sehen, wie ihr die schwere Last eures Lebens ohne geistige Ideale und stattdessen voller Sorgen und körperlicher Leiden ertragt.

    25.  Fühlt euch nun als geliebte Kinder eures Vaters. Lernt, von Mir das zu erbitten, was ihr für euer Wohlergehen benötigt. Erinnert euch daran, dass Ich der Göttliche Tröster bin, damit ihr euch in euren Trübsalen nicht von der Angst besiegen lasst. Wisst, dass der Schmerz nur dazu dienen soll, euer Herz zu stählen, jedoch nicht, es zu schwächen. Er soll euch geläutert zurücklassen, doch nicht verbittert.

    26.  Erringt schon auf Erden jene Glückseligkeit, die euren Geist erfüllen wird, und die euch auf dieser Welt ihre ersten Früchte bescheren soll, damit ihr den Lebensweg ohne Entmutigung fortsetzt.

    27.  Vergeistigt euch bei der Inspiration meiner Unterweisungen, um Mich voll und ganz durch euer Wesen bekunden zu lassen.

    28.  Habe Ich euch nicht damals meinen Körper übergeben? Begreift also, dass ihr ihn besitzt. Lasst Mich durch eure Vermittlung manifestieren, als ob Ich es in meinem eigenen Körper tun würde. Dann werdet ihr euch wirklich vergeistigt haben und den Willen eures Vaters tun.

    29.  Öffnet die Tür eures Herzens und lasst Mich eintreten, damit ihr in euren Leiden getröstet werdet. Ich, der Herr der Wesen und der Welten komme mit der Demut eines Bettlers zu euch, und meine einzige Bitte, meine flehentliche Bitte ist, dass ihr einander liebt. Denn durch euer Verständnis und eure Einsicht werdet ihr Mich lieben und verehren.

    30.  Jedes Kind ist Teil meines Geistes, daher tut ihr das, was ihr an euren Nächsten tut, an Mir. Bekümmert euch das Leiden anderer nicht wie das eigene? Warum fühlt ihr euch als Fremde, da ihr doch der gleiche Geist und das gleiche Fleisch seid. Ihr seid mein Werk, das Ich zu Anbeginn schuf, damit es sich über die Zeiten hin entwickle und vervollkommne.

    31.  Heute, in dieser Ära großer Prüfungen, wird nur euer Glaube euch siegreich bestehen lassen, und das inbrünstige Gebet, das ein machtvoller Schlüssel ist, um die Türen zu öffnen und euch mit eurem Reiseweg vertraut zu machen, wird euch beistehen.

    32.  Eure Arbeit, um euren Geschwistern die Frohe Botschaft meiner Kundgebung im Geist zu bringen, wird sehr groß sein, weil die Menschheit dieser Zeit weniger leichtgläubig und weniger fromm ist. Sie wird euch ihre Zweifel und ihr Unvorbereitetsein vorführen, und ihr werdet beharrlich kämpfen müssen. Doch verzweifelt nicht, wenn ihr auf diese Hindernisse stoßt, erfüllt euren Auftrag in diesem Zeitabschnitt, und ihr werdet mit Befriedigung erleben, wie diese Welt durch die Geschwisterlichkeit und den Frieden erleuchtet wird, der so lange Zeit hindurch von denen ersehnt und erbeten worden ist, die immer auf den Sieg des Lichts über die Finsternis vertraut haben.

    33.  An diesem Tag, der schon nahe ist, werden die Bewohner der Erde, die Liebe als den Sinn dieses Lebens und aller Schönheiten und Vollkommenheiten zu schätzen wissen, welche die Werke der Liebe zu allen Zeiten vollbracht haben. Dann werdet ihr wissen, warum ich in dieser Ära gekommen bin, und was das Ergebnis eurer Bemühungen ist ─ während andere im Geistigen Tal sein werden und von dort aus mit unaussprechlicher Wonne die Saat vervielfacht sehen werden, die sie auf dieser Welt säten.

    34.  Seid sensibel für jede Inspiration von Mir, seid gehorsam und schlicht. Lasst zu, dass Ich Mich durch eure Gaben bekunde, lasst Mich durch eure Gaben zu euren Geschwistern gelangen. Mögen eure Lippen meine Worte des Trostes den Ohren derer zuflüstern, die leiden, und meine Weisheit jenen vermitteln, die Licht benötigen. Eure Hände sollen Mir dienen, um zu liebkosen, und eure Augen, um mit Barmherzigkeit, mit Zärtlichkeit oder Erbarmen zu blicken.

    35.  Ihr müsst euch an Mir sättigen, um die Werke tun zu können, die Ich euch gelehrt habe. Dann werdet ihr wissen, dass Christus seine Wahrheit in alle Geistwesen ergießt und nur auf ihre Erhebung wartet, um seine Liebe zu offenbaren.

    36.  Wenn euch meine Lehre dermaßen fremdartig erscheint, dass ihr meint, noch nie solche Worte vernommen zu haben, obwohl ihr Mich kennt, so sage Ich euch, dass eure Verwunderung die Folge eures Versäumnisses ist, den Kern dessen zu erforschen, was Ich euch in vergangenen Zeiten offenbarte. Aus diesem Grund mag euch diese Lehre fremd oder neu vorkommen, obwohl dies Licht in Wirklichkeit immer in eurem Leben gegenwärtig gewesen ist.

    37.  Heute wird euer Verstand wie ein zerbrechliches Boot in einem Sturm umhergeworfen. Doch es wird nicht kentern, eine wunderbare Kraft wird es beschützen. Jeder Blitz wird ein Hoffnungsfunke in tiefer Nacht sein, und wenn das Unwetter schließlich endet, und der neue Tag wie eine Friedensbotschaft kommt, wird sich dem Innersten eures Herzens ein Gebet voller Glauben, Liebe und Dankbarkeit entringen. Ihr werdet fühlen, dass euer Geist aus der Prüfung gestärkt hervorging, und werdet eine bestimmte Erleuchtung erfahren, die ihr vorher nicht kanntet und die euch ermöglichen wird, das, was für euch Dunkelheit und Geheimnis gewesen ist, klar zu erkennen.

    38.  Erst wenn ihr euch innerlich umgewandelt habt, werde Ich euch in die Welt senden, um meine Botschaft zu verbreiten. Denn erst, wenn die Vergeistigung echt ist in den Jüngern, werden sie diese so weiterzugeben verstehen, wie sie sie von Mir empfangen haben.

    39.  Auch sage Ich euch: Bevor Ich euch aussende, um diese Frohe Botschaft weiterzugeben, werde Ich eure Wunden heilen und euer Wesen im Trostbalsam baden, den Ich auf diese Menschheit ausströmen werde.

    40.  Kommt heute herbei, um dieses Wort zu hören ─ kommt zur Quelle, die an Wissen und Barmherzigkeit überfließt, damit ihr Mich wirklich kennenzulernen beginnt, denn ihr kennt Mich nicht.

    41.  Jedes Mal, wenn eure Lippen oder eure Gedanken Mir sagen: „Herr, habe Erbarmen mit mir, habe Mitleid mit meinem Schmerz ─ Herr, versage mir nicht Deine Vergebung“, dann beweist ihr eure Unwissenheit, eure Verwirrtheit und wie wenig ihr Mich kennt.

    42.  Mir sagen, dass Ich Mitgefühl mit eurem Schmerz haben soll? Mich bitten, dass Ich Erbarmen mit meinen Kindern haben soll? Mich anflehen, dass Ich eure Sünden vergebe ─ Mich, der Ich die Liebe, die Gnade, die Barmherzigkeit, die Vergebung und das Mitleid bin?

    43.  Es ist gut, wenn ihr jene zu bewegen sucht, die auf Erden ein hartes Herz haben, und dass ihr mit Tränen und flehentlichen Bitten bei denen Mitleid zu erwecken sucht, die nicht eine Spur von Mitgefühl mit ihren Nächsten haben; aber gebraucht jene Sätze oder Gedanken nicht, um Den zu bewegen, der euch aus Liebe erschuf, und um euch ewig zu lieben.

    44.  Versteht ihr nun, weshalb Ich euch sagte, dass ihr sehr wenig von Mir wisst? Zuweilen, wenn der Kelch sehr bitter in eurem Mund ist, oder eine schmerzhafte Prüfung bis an die Grenze dessen geht, was eure Kräfte aushalten, ruft ihr meinen Namen und sagt ihr Mir: „Herr, entferne diese Strafe von mir, lass mich nicht mehr leiden.“ Ach ihr Menschen, die ihr in eurer Finsternis nicht merkt, dass nicht Ich es bin, der euch im Schmerz halten will, sondern dass ihr selbst es seid, die sich das Leiden schaffen, die sich ihren Kelch mit Bitternis füllen und danach Mich beschuldigen.

    45.  Kommt zu dieser Lichtquelle hier, damit euer Geist und euer Verstandesvermögen erleuchtet werden, und beginnt Mich dann als Vater, als Meister und als Richter kennenzulernen. Denn Ich als unermüdlicher Meister bin bei euch gewesen, Israel, ohne euren Ungehorsam und eure Verständnislosigkeit, euren Mangel an Meditation und Studium meines Gesetzes anzusehen. Durch mein göttliches Wort lasse ich euch eure Fehler, eure Schwachheit und Unwissenheit erkennen. Ich habe euch die Zeit gegeben, damit ihr euch aufmacht, um auf den Feldern zu arbeiten, die Ich euch als Erbe anvertraut habe.

    46.  Es ist die Mission, die der Meister zu allen Zeiten dem Jünger anvertraut hat, damit er sich angesichts des Leidens und der Bitternis der Menschheit einsetzt.

    47.  Mein Wort hat je nach der Zubereitung und Erhebung des Geistes zu euch gesprochen. Doch Ich komme zur Welt der Sünde und der Finsternis herab, ohne mein göttliches Licht zu beflecken. Ich komme zu euch, damit ihr euch erneuert. Und wenn Ich euch mit meinem göttlichen Wort zur Rechenschaft gezogen habe, leidet ihr, weil ihr gespürt habt, dass mein Wort euer Herz berührt hat, damit euer Geist erwacht. Das Wort, das eure Körpermaterie vernommen hat, war nicht nach ihrem Geschmack, weil euer Materialismus euch hindert, die göttliche Absicht, den Kern und die Inspirationskraft jedes Wortes zu erkennen, das Ich euch übergeben habe. Daher sage Ich euch: Entmaterialisiert euch und lasst zu, dass euer Geist seine Ketten zerreißt und sich zu Mir erheben kann, damit er mein göttliches Wort vernimmt und die Körpermaterie durch den Geist das verstehen kann, was der Meister euch übergibt.

    48.  Es ist mein Wille, dass ihr das israelitische Volk seid, das in seinem Herzen die Saat der Liebe und des göttlichen Friedens trägt. Die Welt erwartet von eurem Gott Barmherzigkeit und Erbarmen, und ebenso wie in den vergangenen Zeiten erwartet sie, die wahren Jünger Jesu erblicken zu können.

    49.  Die Menschen erwarten euren Kampf gleich dem der Jünger der Zweiten Zeit. Doch manchmal habt ihr den Mut verloren, und wenn ihr vernehmt, dass eure Geschwister euch verlästern und verleumden, indem sie euch Betrüger nennen, dann verhaltet ihr euch wie Petrus und verleugnet Mich auf dem Weg, verleugnet die Gnade, mit der Ich euch zubereitet habe, und verliert sie, indem ihr wieder in euren Materialismus verfallt.

    50.  Ihr müsst den Ungläubigen überzeugen, den Gefallenen aufrichten und Worte des Trostes und der Liebe denen geben, die leiden.

    51.  Die Menschen in ihrer Willensfreiheit rufen nach Vereinigung, damit auf Erden der Friede regiere. Sie streben nach Harmonie und wollen der Welt zeigen, dass in ihnen das Licht ist, dass sie mit der Macht begnadet sind, Frieden zu schaffen. Doch jene Betrüger wollen euren Händen das Kleinod von unschätzbarem Wert und die Lade des Neuen Bundes entreißen, die Ich in eure Verantwortung gegeben habe, und wollen euch erneut zu Knechten Pharaos, zu Sklaven der Finsternis machen ─ jener, die aufgrund ihres Unverstandes Ketten der Bosheit, des Egoismus ihrer Selbstherrlichkeit mit sich schleppen.

    52.  Ich habe zu euch nicht nur von der Auftragserfüllung meiner Apostel der Zweiten Zeit gesprochen, und von der Auftragserfüllung Moses‘. Nein, Israel, Ich habe zu euch von der Auftragserfüllung Jesu von Nazareth gesprochen. Er gab euch damals ein höchst vollkommenes Vorbild.

    53.  Von derselben Vollmacht Jesu habe Ich euch gegeben, damit ihr euch wie Er aufmacht, um euren leidenden Geschwistern zu Hilfe zu kommen.

    54.  Ich habe dem Menschen keine anderen Gesetze gegeben, noch eine andere Lehre, noch andere Wege gewiesen. Es sind die Menschen selbst, welche die Nebenwege gebahnt haben, auf denen die Menschheit nun geht. Doch ihr seid auf dem richtigen Weg und erfreut euch meiner Liebe und meines Lichts.

    55.  Doch wollt ihr, Volk, dass die Steine meine Gegenwart bezeugen? Nein, Israel, denn dies wäre Grund für Schmerz und Bitternis für euren Geist und eure Körpermaterie.

    56.  Es ist nicht mein Wille, auserwähltes Volk, dass ihr zugrunde geht, und dass die Menschheit euch nicht als meine Jünger, als die Lehrmeister von morgen anerkennt. Darum sagt euch der Meister: Studiert und forscht, damit ihr meine göttliche Absicht versteht, damit die Welt den Baum des Lebens kennenlernt und zu ihm kommt.

    57.  Geliebtes Volk, kurz ist die Zeitspanne, in der ihr mein göttliches Wort durch einen Stimmträger vernehmen werdet. Doch von der Zahl meines Volkes darf nicht ein einziger Geist zu wenig oder zu viel sein. Hundertvierundvierzigtausend müssen Ende 1950 vor meiner Gegenwart versammelt sein, um die letzten Weisungen zu empfangen, nach denen ihr euch richten müsst, um eure heikle Mission zu erfüllen, um euch auf den Weg zu den Nationen zu machen und Licht, Barmherzigkeit und Wahrheit zu bringen. So kann die Welt durch die Auftragserfüllung meiner Erwählten sich des Friedens meines Göttlichen Geistes erfreuen. Daher gibt euch der unermüdliche Meister eine weitere Silbe seiner Lehre, damit ihr sie studiert, sie auslegt und befolgt.

    58.  Meine Kundgebung ist von Licht, von Frieden und von Liebe zu euch geprägt. Ich zeige euch den Weg, auf dem ihr euch erneuern sollt. Ich unterweise euch darin, auf ihm zu wandeln, damit ihr euch durch meine Liebe gestärkt fühlt. Diese wird die Kraft sein, die euch festen Schrittes gehen lässt, die euch in wahre Jünger verwandeln wird, die der Menschheit ein getreues Zeugnis meiner Gegenwart geben werden.

    59.  Ich mache euch frei, damit ihr nicht länger Sklaven der Sünde seid. Ich gebe euch das Licht, damit ihr die Wahrheit erkennt und in euren Herzen ein Heiligtum errichtet, in dem ihr Mir euren Glauben wie eine Fackel präsentiert, damit euer Geist sich zu Mir erhebt und in Gemeinschaft mit Mir ist.

    60.  Ich will nicht mehr, dass ihr Mir sagt: „Herr, warum bist Du fern von Mir, warum hörst Du mich nicht, warum fühle ich mich allein auf dem Lebensweg?“ Geliebtes Volk: Ich entferne mich niemals von meinen Kindern, ihr seid es, die sich von Mir entfernen, weil euch der Glaube gefehlt hat und ihr selbst Mich zurückgewiesen und Mir die Türen eurer Herzen verschlossen habt.

    61.  Die Welt verkennt euch und hat euch Schmerz bereitet. Doch als ihr zu eurem Vater geschrien habt, habe Ich euch aus Barmherzigkeit die besten Kleider gegeben, weil mein Erbarmen groß ist und Ich euch nicht zugrunde gehen ließ. Denn Ich bin der Rettungshafen für euch und für die Menschheit.

    62.  Ich habe euch mit den besten Speisen meines himmlischen Tisches genährt und habe eure Füße gewaschen, damit ihr euren Weg wie euer Meister geht.

    63.  Ich lasse mein Wort in euer Herz geschrieben zurück, damit ihr die Kinder des Lichts seid, die von meiner Gegenwart unter euch Zeugnis ablegen ─ damit ihr der Stab der Menschheit seid und ihr das Rettungsboot zeigt ─ damit mein Licht in der Finsternis erstrahlt und ihr die Welt lehrt, sich zu erheben und von Geist zu Geist mit meiner Göttlichkeit Zwiesprache zu halten. Deshalb bereite Ich euch vor, Volk, damit ihr die Diener der Dritten Zeit seid, die den Volksmengen das Brot des Lebens und das kristallklare Wasser geben. Die Kinder verkommen in dieser Zeit der Verderbtheit, der Begriffsverwirrung und des Materialismus. Die Welt geht ihren Weg wie ein Blinder, es sind die für das Leben der Gnade Toten, es ist die Menschheit, die zugrunde geht und Mir ein weiteres Mal den Leidenskelch zu trinken gibt. Zeigt ihnen das Licht des neuen Tages, lasst sie meine Gegenwart fühlen und sagt ihnen, dass der Vater sie mit offenen Armen erwartet.

    64.  Kurz sind bereits die Augenblicke, in denen ihr mein Wort durch einen Stimmträger vernehmen werdet. Doch mein göttliches Wort muss wie ein vor der Menschheit aufgeschlagenes Buch sein. Ihr sollt es in euer Herz, in euren Geist geschrieben vorzeigen als das Licht, das euch erleuchtet, als eine Fackel, um die Menschheit zu führen. Denn diese wird im Verlangen nach der Frucht, die ihr empfangen habt, auf verschiedenen Wegen herbeikommen, und ihr werdet sie ihr geben müssen, damit sie das Leben der Gnade in sich hat. Es ist die Frucht des Lebensbaumes, und jeder, der sich von ihr nährt, wird nicht zugrunde gehen, weil er ewiges Leben in sich haben wird. Und ihr, die ihr euch von dieser Frucht genährt habt, müsst zulassen, dass euer Geist aufersteht und sich ─ alle seine Ketten zerbrechend ─ erhebt.

    65.  Erfüllt euer Herz mit Frieden und gutem Willen. Seid Lichtgeister, die sich gegenüber der Welt als freie Geistwesen zeigen, welche ihrem Herrn den wahren Tempel zu errichten verstanden.

    66.  Ich will sehen, dass ihr den Toten Leben gebt und Licht den Blinden, indem ihr meine Botschaft denen zu Gehör bringt, die Mich nicht vernehmen wollten, und die Herzen zum Glauben bekehrt. Dies ist der goldene Same, den ihr eurem Vater in euren Händen vorzeigen sollt. Deshalb richte Ich euch auf und gebe euch meine Unterweisung, die ein Schatz von unermesslichem Wert für euren Geist ist. Denn Ich habe euch in meinem Wort meinen Frieden fühlen lassen und habe euch mit ihm inspiriert, damit ihr auf diesem Weg wandelt, welcher mit dem Licht meines Heiligen Geistes überflutet ist.

    67.  Ich habe nicht auf eure Fehler gesehen, ihr habt Mich jetzt nur als Vater, um euch mein Wort zu geben, damit ihr euch durch seine Ausübung erneuert und euch von meiner Barmherzigkeit erfüllt seht. Ich will euch mit meinen geistigen Wohltaten bekleidet sehen, alle gleichermaßen durch das Licht meines Heiligen Geistes erleuchtet, damit ihr ─ vereint durch die Liebe, den Glauben und den guten Willen ─ das starke Israel seid, das der Welt mein Werk bekanntmacht, damit man in euch meine Botschafter, meine Gesandten sieht ─ die Geistwesen, die sich wirklich vorbereitet haben, um die Menschen zu führen.

    68.  Ihr empfangt Tag für Tag meine Unterweisungen. Ich bin der Meister, der euch ständig unterweist, damit ihr in der Zukunft einen geistigen Lobgesang anstimmt, wenn ihr euch einmal vergeistigt habt.

    69.  Ich gebe euch meine Kraft, damit ihr meiner göttlichen Spur folgt. Ich erleuchte euren Verstand, damit ihr euren Vater klar versteht, damit ihr mein Wort richtig auslegt, und sich in euch die Wahrheit offenbart, welche die Menschen auf unterschiedlichen Wegen suchen.

    70.  Ihr, geliebtes Volk, sollt der Menschheit diese Botschaft bringen, damit sie das Gesetz des Vaters im Licht der Wahrheit verstehen kann. Denn Ich sehe, dass sie sich in ihren großen Irrtümern in meine hohen Ratschlüsse einmischt und in meine geheimen Schatzkammern forschend eindringen will, obwohl sie nicht darauf vorbereitet ist und Mich auch noch nicht verstanden hat.

    71.  Meine Lehre wird der klare Spiegel sein, in dem die Menschheit sich betrachten soll, damit sie mit Demut und Sanftmut zulässt, dass mein Wort sie bekehrt und sie zubereitet, damit sie Mich liebt, sich erneuert und die Menschen einander lieben.

    72.  Ich habe euch die Standarte meines Friedens gegeben, damit ihr ihn der Welt fühlbar macht. Doch der Friede, den Ich euch anvertraut habe, ist der meines Geistes ─ ist jener, der euer Gewissen inspiriert ─ jener, der aus meiner Liebe geboren wird und durch den die Menschheit sich meiner Gegenwart bewusst werden wird. Dieser Friede ist es, den Ich euch gegeben habe, damit ihr ihn voll und ganz auf eurem Weg fühlt, den Ich geebnet habe, damit ihr keinen Schmerz erfahrt. Denn diesen habt ihr euch selbst geschaffen. Doch euer Geist besitzt große Gaben und Macht, damit ihr über das Leid triumphiert, das euch reinigt und läutert. Denn wahrlich, Ich sage euch, es soll nicht nur der Schmerz sein, der euch Mir näherbringt, sondern der Gehorsam gegenüber meinem Gesetz, eure guten Werke.

    73.  Ihr werdet bei der Ausübung meiner Unterweisungen Wonne fühlen und so den Berg emporsteigen. Begreift, dass ihr eine heikle Mission zu erfüllen habt. Ihr müsst wie euer Meister unter der Menschheit eine Spur des Gehorsams hinterlassen, ein Beispiel von Demut, damit dieses wie eine leuchtende Spur ist, und die kommenden Generationen eurem Beispiel folgen. Ihr sollt ihnen den Weg geebnet hinterlassen, damit sie zur Vergeistigung gelangen. Ihr sollt die Sämänner der Wahrheit sein, damit die Welt nicht mehr in den Abgrund stürzt ─ in Feindschaften, die sie zu allen Zeiten genährt hat.

    74.  Bereitet euch vor, mein Volk, denn die Welt hungert danach, meine Wahrheit zu verstehen. Bringt ihr Trost, denn ihre Läuterung ist groß. Doch Ich sage euch auch, dass die Barmherzigkeit groß ist, die Ich in meiner Schatzkammer für euch aufbewahrt habe. Aber bevor ihr diese empfangt, müsst ihr würdig werden, sie zu verdienen. Wenn ihr einmal eure Auftragserfüllung erreicht, werdet ihr erkennen, dass ihr sie im Innersten eures Wesens tragt.

    75.  Wahrlich, Ich sage euch, ihr seid keine Bedürftigen mehr, noch Schwache, noch Blinde. Denn mein Licht hat euch erleuchtet, damit ihr von meiner Gegenwart in dieser Zeit Zeugnis ablegt. Es ist mein Wille, dass die Nachkommenden bei euch einen stillen Ort des Friedens finden, in dessen Schatten sie sich ausruhen können. Heißt sie willkommen, bringt sie zur Quelle der Gnade, ohne auf ihre Unwissenheit oder ihre Schlechtigkeit zu blicken. Wenn sie mit Aussatz kommen, so heilt sie, weil ihr den Heilbalsam habt, und wenn ein Mörder zu euch kommt, so bedeckt ihn mit eurem geistigen Mantel und sorgt dafür, dass er seine Verbrechen bereut, damit er das Wasser aufsuchen kann, das ihn von seinem Flecken reinigt, das ihn erlöst. Wenn diese geistig Notleidenden an eure Türen kommen, weil sie nach meinem Wort und meinem Licht verlangen, sollt ihr ihnen nichts verweigern. Ihr sollt die Diener eurer Geschwister sein, denn Ich habe euch dafür vorbereitet, damit ihr meine Barmherzigkeit spendet.

    76.  So wird überall, wohin ihr geht, Wohlergehen sein. Die Menschen werden Mich erkennen und meine Gegenwart fühlen und Glauben in ihren Herzen haben. Auf diese Weise wird die Welt sich von ihrer Abgötterei abkehren können. Die Menschheit muss Mich geistig suchen, muss sich lieben und den Frieden und guten Willen nähren, indem die Menschen einander lieben. Doch ihr seid diejenigen, die diese Lehre bringen werden, ihr sollt wie ein Lichtstrahl in ihrer Finsternis sein.

    77.  Euer Kampf ist nahe. Ihr werdet erkennen, dass es der Kampf des Lichts gegen die Finsternis ist. Dann werdet ihr zu Soldaten meiner Sache werden, werdet euren Banner schwingen und das Schwert meines Wortes ergreifen und miterleben, dass die Heere eures Herrn gegen die Finsternis dieser Welt kämpfen.

    78.  Dies ist die Zeit, in der Ich alle Geistwesen erleuchte, in der Ich die Welt aus der Knechtschaft befreie, die sie jahrhundertelang ertragen hat. Doch ist es nötig, dass Ich Mich in dieser Welt des Bösen, der Feindschaften und des Übelwollens fühlbar mache, in der Kriege gedeihen, in der die Sünde alle ihre Früchte getragen hat. Es ist notwendig, dass sie sich wie Gold im Schmelztiegel läutern kann, damit sie zum Leben der Gnade aufersteht und der Mensch in seinem Geist ewiges Leben hat.

    79.  Der Vater sagt euch jedoch: Ich vernichte nicht das Kostbarste der Schöpfung, welches der Geist ist. Nein, geliebte Kinder, Ich werde die Welt nur von ihrer Verderbtheit reinigen, damit eine neue Menschheit ersteht, in der die Menschenscharen Mich fühlen und mein Gesetz erfüllen werden. Die Menschen werden einander lieben, werden die Frucht des Lebensbaumes essen, werden den Durst ihres Geistes im unerschöpflichen Quell der Gnade löschen, und mein Heiliger Geist wird sie wie das Königsgestirn erleuchten. Dann werdet ihr sehen, dass die Menschheit Mich lobpreisen und Mich segnen wird.

    80.  Geliebtes Israel, ihr seid die Erwählten und die Zubereiteten, damit ihr weiterhin kämpft und arbeitet, damit diese Welt den Neuen Tag erblicken kann.

    81.  Volk, macht ihr den Anfang, weil ihr die Ersten seid, um ein Beispiel zu geben. Stellt mein Werk so vor, wie Ich es euch anvertraut habe. Seid die wahren Spiritualisten, welche die Gaben des Heiligen Geistes in aller Herrlichkeit in sich tragen.

    Mein Friede sei mit euch!