Autor: Cristina Marti Schneider

  • Unterweisung 337

    1.  Willkommen seien die von Herzen Sanftmütigen und Demütigen, die an der Bescheidenheit dieser Orte, in denen Ich Mich kundgebe, keinen Anstoß genommen haben, weil sie nur daran gedacht haben, ihrem Geist die Wonne zu verschaffen, mein Wort zu vernehmen.

    2.  Wahrlich, Ich sage euch, um der kurzen Augenblicke der Zubereitung dieser Herzen willen sende Ich mein Licht und meinen Frieden zu diesem aufgewühlten Meer, in dem die Menschheit inmitten ihrer Leidenschaften und ihrer Kriege zugrunde geht.

    3.  Wie sollte nicht auch mein Geist Wonne fühlen, wenn Ich diese Menschenscharen sehe, die Mich in der Essenz der Botschaft suchen, die sie durch den Stimmträger vernehmen? Sie verlangen nicht mehr nach Förmlichkeiten oder Riten, sie wollen sich nur vom Brot des Geistes nähren.

    4.  Esst und sättigt euch, Geist, Verstandesorgane und Herzen, damit ihr euch für die Ewigkeit gestärkt und genährt fühlt, wenn ihr diese Stimme nicht mehr vernehmt.

    5.  Die durch die Stimmträger vermenschlichte Stimme eures Meisters wird enden. Aber das Buch meiner Offenbarungen und Unterweisungen wird wie ein Leuchtfeuer von unauslöschlicher Helligkeit für immer vor eurem Geist aufgeschlagen bleiben.

    6.  Dies Wort, das euren Geist mit Frieden überflutet hat, das dem Herzen und Verstand dieses Volkes Wonnen ohne Ende beschert hat, das die Toten zum Glauben auferweckt und den Pfad all derer erhellt hat, die es vernommen haben, wird ─ auch wenn ihr es nicht mehr von den Lippen meiner dazu Erwählten vernehmt, für euch unauslöschlich und unvergesslich sein.

    7.  Gesegnet seien, die dies Brot und diesen Wein im Reinsten und Lautersten ihres Wesens zu bewahren verstehen, denn sie werden immer etwas haben, um auf ihren Weg Trost zu spenden, Barmherzigkeit zu säen und Licht zu entzünden.

    8.  Wohl denen, die heute geglaubt haben, denn morgen werden sie von dem Zeugnis geben, was sie vernommen und gesehen haben. Ihr werdet auf der Erde zurückbleiben, um für das geistige Erwachen und den Frieden eurer Geschwister zu arbeiten, und Ich werde auf euch warten, um euch zum Gelobten Land zu führen.

    9.  Da euer Gedächtnis zu schwach ist, um die Fülle an Unterweisungen zu behalten, die Ich euch offenbart habe, werde Ich euch ein von Mir inspiriertes materielles Buch hinterlassen, das alles Wesentliche enthält, was Ich in dieser Zeit diesem Volk gelehrt habe. So wird euer Tagwerk leichter sein, weil meine Unterweisungen euch stets ermutigen werden ─ weil ihr nicht Gefahr laufen werdet, dass ihr mit der Zeit das vergesst, was ihr einst vernommen habt. Ihr würdet in Irrtümer, Verfälschungen oder Geheimniskrämerei verfallen.

    10.  Mein Wort wird für dies Volk weiterhin ein Leuchtturm und ein Stern sein, und der geistige Triumph wird denen gehören, die bis ans Ende treu und beharrlich sind ─ denen, die nicht vor dem Hunger und Durst der Wüste zurückschrecken ─ denen, die Schritt für Schritt ihren eigenen Kalvarienberg emporsteigen, den Blick immer ins Unendliche gerichtet, welches Licht, Ewigkeit und Verheißung wahrer Glückseligkeit ist.

    11.  Je mehr ihr den Geist erhebt, desto weniger wird euch das Kreuz drücken. Und wenn Ich einmal nicht mehr in dieser Form zu euch spreche, werde Ich Mich euch im Geist nahen und euch sagen: Schlagt euer Buch auf und studiert, damit ihr bald die mutigen Jünger seid, die dieses Werk benötigt, um sich auf der Erde bekannt zu machen. Ihr werdet euer Buch aufschlagen, und dieses wird euch antworten, es wird euch von Zweifeln befreien und euch das offenbaren, was ihr euch gerade zu erklären versuchtet.

    12.  Wahrlich, Ich sage euch, dass der Tag kommen wird, an dem ihr kein materielles Buch mehr benötigt, das euch auf Schritt und Tritt an mein Wort erinnert, weil es dann wie  ein unerschöpflicher Strom an Inspiration von euren Lippen strömen wird. Doch damit dieser Tag kommt, und damit ihr diesen Grad von Erhebung und Weisheit erlangt, werdet ihr zuvor viel in der geschriebenen Unterweisung studieren und sie ausüben müssen, bis ihr die Reife und die Essenz erlangt, die euch erlaubt, die göttliche Inspiration von Geist zu Geist zu empfangen.

    13.  Es wird dem Meister wohlgefällig sein, wenn Er Frieden in euren Herzen sieht. Ihr, meine Jünger, sollt euch immer an meinem Wort erquicken, und wenn ihr euch geistig erhebt, werdet ihr meine Bekundung in eurem Geist fühlen und meine Inspiration empfangen.

    14.  Ihr seid mein erwähltes Volk und sollt demütig und hochherzig sein. Wandelt auf dem Weg des Lichts, damit ihr nicht strauchelt und scheitert. Denn Ich bin es, der vor euch herzieht. Wer zuweilen schläft, wird beim Erwachen sehen, dass seine Geschwister auf dem Weg des Lichts vorangekommen sind, während er teilnahmslos war. Doch Ich gebe mein Wort Tag für Tag auch dem Diener, der nicht gearbeitet hat, der sich von der Finsternis übertölpeln ließ und zugelassen hat, dass in seinem Herzen das Unkraut aufkeimt.

    15.  Entfernt euch, oh geliebte Jünger, von euren früheren Wegen, denn auf ihnen hat euch nur der Schmerz überfallen. Deshalb traf Ich euch nackt und hungrig an, ohne Frieden und ohne Trost für die Welt, ohne Wissen um eure Bestimmung, und ohne dass ihr meine Vaterwärme fühltet. Doch nun habe Ich euch eine neue Gelegenheit beschert und euch die Zeit gegeben, in der ihr euch an meinem Wort erquickt, damit ihr in ihm die Erlösung eures Geistes findet ─ jenes Geistes, der zu allen Zeiten Sklave der Leidenschaften der Körpermaterie gewesen ist.

    16.  Ihr seid in der Zeit, in der die Welt ihren dritten Grad an Verdorbenheit nährt, in der das Machtstreben blüht und die Ruchlosigkeit derer die Oberhand hat, welche die Stimme der Vernunft und des Gewissens nicht vernehmen. Ihr jedoch, die ihr auf diesem Weg des Lichts seid, empfangt mein Wort, damit ihr eure Bestimmung versteht, damit ihr euch erhebt und euch durch die Liebe zubereitet, die Ich euch immer gelehrt habe.

    17.  Ihr liebt Mich sehr und habt die Zeit zu nutzen verstanden. Ihr habt euch vergeistigt, habt eure Körpermaterie bezwungen und habt euch inspiriert, um für den Fortschritt eurer Geschwister zu arbeiten. Aber es gibt auch viele, die Mich nicht verstanden haben, nicht auf die Vernunft hören und meinen Frieden nicht fühlen noch in ihrem Wesen geistige Größe haben wollen.

    18.  Ich ermutige euch mit meiner Liebe, damit ihr euch nicht schwach fühlt, damit ihr, meine Kraft empfangend, euch in eurem Vorsatz bestärken könnt, meine Aufträge zu erfüllen, und ihr den Problemen und Widrigkeiten die Stirn bietet, welche die Menschheit selbst euch bereiten wird.

    19.  Habt keine Angst vor den Menschen, wacht und betet, damit euch nicht die Finsternis überrascht, noch euch der Gnade beraubt, mit der Ich euch zubereitet habe. Ihr sollt meine Boten in den verschiedenen Gegenden der Erde sein. Das Erkennen meines Werkes ist für euch euer geistiges Erwachen gewesen. Ihr seid keine Götzendiener mehr noch Fanatiker. Ihr wisst bereits, was eure Bestimmung und eure geistige Mission ist. Doch wer auf diesem Weg wandeln will, liebe seine Geschwister und habe das Gewissen als Führer seiner Handlungen; dann wird er ganz Licht sein und keine Finsternis in seinem Herzen haben. Er wird Freude und Zufriedenheit in sich haben, und dies wird bewirken, dass sein Geist sich noch mehr zu Mir erhebt.

    20.  Jeder, der sich auf diesem Weg befindet, wird immer von meiner Geistigen Lichtwelt beschützt werden, wird bei der Erfüllung seiner Mission von ihr unterstützt werden.

    21.  Seid zufrieden mit den großen Wohltaten, die der Vater euch im Hinblick auf all das beschert hat, was sich auf das menschliche Leben auf Erden bezieht. Bittet nicht um das, was eurem Geist und eurer Körpermaterie zum Verderben gereichen könnte. Ich habe euch mehr zu geben, als ihr von Mir erbitten könntet. Doch bin Ich es, der weiß, was euch auf dem Lebensweg wirklichfehlt. Ich habe euch gesagt: Wenn ihr mein Gesetz zu erfüllen versteht, werdet ihr Mich in all meiner Herrlichkeit schauen.

    22.  Die Lichtwesen beseitigen nun die Finsternis unter euch. Sie werden eure Beschützer sein, die sich darum bemühen werden, dass ihr rein seid und jede Neigung zur Vermaterialisierung aufgebt, damit ihr die geistige Schönheit schaut und ihre Friedensbotschaften für die Menschheit empfangt. Elias reinigt und bereitet gleichfalls meine Auserwählten, damit Ich Mich durch ihre Vermittlung kundgeben kann.

    23.  Nutzt die kurze Zeit, die euch bleibt, um mein Wort durch den Stimmträger zu vernehmen, damit ihr erleuchtet bleibt und die Inspiration zu empfangen versteht. Denn durch euren Geist werde Ich weiterhin zu den großen Menschenscharen sprechen. Auch meine Geistige Welt wird immer bei euch sein. Seid folgsam und geht mit Mut und festem Vorsatz voran, ohne die Entfernungen zu messen. Ihr sollt eure Arbeit allmählich in Angriff nehmen, dann werdet ihr erleben, wie die Welt nach und nach die Furcht vor Strafen und jede menschliche Tendenz verliert. So wird sie immer mehr euer Zeugnis annehmen.

    24.  Ihr kennt bereits eure Mission, und wie ihr euch vorbereiten sollt. Es fehlt euch nur noch, dass ihr von Geist zu Geist Zwiesprache mit meiner Göttlichkeit zu halten versteht ─ nicht mehr durch den Verstand eines Stimmträgers.

    25.  Dann werden jene, die Mich nicht erkannt haben, nicht länger verwirrt sein. Sie werden Vertrauen und Glauben haben und werden erleben, dass der Geist meine geistige Kundgabe zu empfangen und zu verstehen vermag.

    26.  Die Versammlungsräume, die euch Schutz gegeben haben, werden weiterhin Versammlungsorte für euch sein. Aber Ich sage euch, dass der wahre Tempel, der für alle Ewigkeit offen bleibt, der Tempel des Heiligen Geistes ist. Zu ihm werden alle Generationen gelangen, und in ihm werden sie von Mir Leben und Licht, Frieden und Glückseligkeit empfangen.

    27.  Nach 1950 werdet ihr zu wirken beginnen, um der Menschheit die Frohe Botschaft auf die Weise zu bringen, wie Ich es euch gelehrt habe. Deshalb komme Ich, um euch zu unterweisen, damit ihr das wahre Licht ansammeln könnt, das ihr der Welt bringen werdet. Ihr als das erwählte Volk sollt die Vorstellungen eurer Geschwister in den verschiedenen Sekten und Religionen respektieren und sie durch eure Bemühungen in einem einzigen Willen vereinen. Die Zeit wird kommen, in der mein Werk in verschiedenen Nationen erblühen wird ─ auf jenen Feldern, die unfruchtbar gewesen sind, damit alle die wahre Essenz meines Wortes erkennen, das Ich in dieser Zeit wie kristallklares Wasser verströmt habe.

    28.  Morgen werdet ihr ein einziges Volk sein, mit einem einzigen Ideal, wie eine einzige Quelle, zu der alle kommen, um ihr kristallklares Wasser zu trinken. Seid wachsam, damit die Menschheit ein und dieselbe Frucht genießt ─ jene Frucht, die dem Herzen und dem Geist Essenz und Süße schenkt.

    29.  Meine Lehre wird euch auf eine solche Weise vorbereiten, dass jeder, der ihre Essenz verinnerlicht, lernen wird, mit seinen Mitmenschen auf eine besondere Weise umzugehen, die jedem Einzelnen, ob Kind, Jugendlicher oder Greis, Mann oder Frau, gerecht wird.

    30.  Wenn Ich zu euch von einer besonderen Weise, in Beziehung mit euren Geschwistern zu treten, spreche, will Ich, dass ihr versteht, dass Ich von einem geistigen Umgang spreche. Denn es ist nötig, dass ihr jedes Mal, wenn ihr mit euren Nächsten in Beziehung tretet, euch sehr bewusst seid, dass, wenn ihr euch ihnen zuwendet, ihr mit ihrem Geist Zwiesprache halten werdet.

    31.  Dann werdet ihr im Kind einen Geist zu entdecken verstehen, der einen Kampf beginnt, der mittels eines reinen Herzens und eines jungfräulichen Verstandes ein Leben beginnt. Wenn euer Herz diese Überlegungen anstellt, wird es Zärtlichkeit und Liebe zu jenen Geistwesen fühlen.

    32.  Wenn ihr vor dem Jugendlichen steht, könnt ihr in seiner Energie, in seinen großen Erwartungen und in seinen ehrgeizigen Zielen die Gegenwart eines Geistes auf dem Höhepunkt seines Kampfes auf Erden sehen ─ in jenem Lebensabschnitt, in dem der Geist unablässig gegen die Leidenschaften des Fleisches und die Gefahren ankämpft, die ihm auf Schritt und Tritt nachstellen.

    33.  Habt Verständnis für die Jugend, helft ihr und achtet auf sie, damit sie auf dem schwierigen Lebensweg vorwärts kommt.

    34.  Habt gegenüber den reifen Menschen und den Greisen Respekt und Liebe. In ihnen könnt ihr einen Geist entdecken, der bereits den Gipfel des Berges des Lebens überschritten hat. Was die Erde ihnen zu geben hatte ─ wenig oder viel ─, haben sie bereits erhalten. Von ihr erwarten sie nichts mehr. Sie setzen ihre ganze Hoffnung auf die Zukunft, die ihr Geist erwartet. Aber von allen Menschen sind sie diejenigen, die am meisten zu geben haben, weil sie bereits die Ernte all dessen geerntet haben, was sie während ihres Daseins gesät haben. Bei ihnen ist es nicht ihr Geist, der eurer Fürsorge bedarf ─ es ist ihr müdes Fleisch, das vom Lebenskampf erschöpft ist. Seid ihnen gegenüber aufmerksam, zärtlich und respektvoll, weil sie es benötigen und verdienen. Nach so vielen Bitternissen und ermüdenden Kämpfen ist diesen Herzen ein Tropfen Honig sehr willkommen.

    35.  Ich will, dass ihr, geliebtes Volk, die Menschen auf diese Weise betrachtet: geistig, damit ihr jedem eurer Geschwister den Wert beimesst, den er hat, und ihm den Platz gebt, den er verdient. Wenn ihr eure Essenz vergesst und euch weiterhin nur als materiell-körperliche Wesen behandelt, werdet ihr euch den wahren Wert absprechen, der in jedem Menschenwesen vorhanden ist, welcher der Geist ist.

    36.  Jetzt, da Ich meine Stimme durch meine Wortübermittler hören lasse, heiße Ich die Zuhörerschar willkommen, die hier ist, um Mich zu vernehmen. Ich heiße den andächtigen wie den ungläubigen Menschen willkommen, den von gutem Glauben wie den Ausforscher, den, der sich in der Vergeistigung geläutert hat, wie den, der die schwere Last seines Materialismus trägt.

    37.  Ich segne euch, geliebtes Volk, weil ihr Mir bis zu diesem Tag den Glauben und den Wunsch gezeigt habt, der Vervollkommnung eures Geistes näherzukommen. Die Mission Israels ist es, für die Welt zu beten und sie zu unterweisen. Ihr seid angewachsen und habt euch vermehrt, und aus Schülern werdet ihr allmählich zu Jüngern, um später jene aufzusuchen, die in kurzer Zeit das Erbe meines Wortes empfangen werden.

    38.  Die Art und Weise, in der Ich Mich in dieser Zeit offenbart habe, ist anders als die der Zweiten Zeit, doch meine Absicht ist die gleiche: Die Menschheit zu retten, sie aus jenem Wirbelsturm zu entfernen, dem sie auf ihrem Weg begegnet ist und dem sie nicht zu entrinnen vermochte. Die Versuchung ist in all ihrer Macht entfesselt, und der Mensch ist wie ein kleines Kind gefallen und hat große Leiden erfahren. Er leert seinen Leidenskelch und ruft nach Mir in seiner tiefen Verwirrung, und der Vater ist bei ihm gewesen. Noch sind im Kelch die Hefen übriggeblieben, doch Ich werde euch helfen, jene Schmerzen zu ertragen, welche die Folge eures Ungehorsams sind. Wohl euch, die ihr Mich hört, denn ihr werdet stark sein! Doch was wird mit den anderen sein, wenn sie jenes große Leid trifft? Wird ihr Geist aus Mangel an Glauben zusammenbrechen? Das Gebet Israels muss ihnen Halt geben.

    39.  Ich will euch rein, reumütig und von meiner Liebe belebt sehen. Solange ihr euer Heil auf der Welt gesucht habt, seid ihr schwach gewesen. Als ihr euren Blick zu Mir emporgerichtet habt und Mich gebeten habt, habt ihr Kraft empfangen. Da ihr wisst, wo der Trost ist ─ warum habt ihr Mich dann nicht immer gesucht? Warum sucht ihr nicht die Liebe, um den Hass zu beseitigen und so die Kriege zu beenden? Ich spreche weiterhin zur Welt, doch nur Israel hört Mich und übernimmt die Verantwortung für meine Worte. Auf ihm lasse Ich die Lasten, aber auch die geistigen Begnadungen.

    40.  In euch habe Ich meine Wahrheit und meine Essenz gelegt, damit ihr mein Wort bekanntmacht. Ich will in euch keinen Fanatismus, keine Unwissenheit oder Heuchelei sehen. Ich will mein Volk im Rahmen meiner Gesetze frei sehen, wie eine starke und aufrichtige Familie, die den Bedürftigen zu lieben versteht und ihm die Hand reicht, die die Schicksalsschläge versteht, welche die Menschheit in dieser Zeit durchlebt, und für die sie bittet. Ich bereite euch vor, damit ihr niemals sagt: „Mein Vater, uns mangelt es an Licht, an Wissen und an Kraft, um gegen das Falsche und die Finsternis zu kämpfen.“

    41.  Ich habe euch um ein bisschen Glauben gebeten, um durch eure Vermittlung Wunder zu tun. Ich habe euch Beweise von Vollmacht gewährt, die Ich euch gegeben habe. Ihr habt den Kranken geheilt, weil ihr ihn in eure Liebe gehüllt habt. Ein Wort von euch hat einen Sünder bekehrt. Ihr habt sein Herz bewegt, und das Licht, das ihn durchdrungen hat, hat ihn zum Nachdenken gebracht, und beim Erkennen seiner Verfehlungen hat er bereut, und ihr habt ihn gerettet. Tröstet und spendet Frieden, habe Ich euch gesagt; und auf eurem Weg durch die Heime habt ihr Frieden gebracht, und von ihm haben nicht nur die Wesen Nutzen gehabt, welche diese Welt bewohnen, sondern auch jene geistigen Wesen, eure Geschwister, danken Mir für das Licht, welches das Volk Israel im Universum verbreitet hat.

    42.  Noch größere Gnadengaben werdet ihr erlangen, wenn ihr euch im Geist und in Wahrheit untereinander liebt, und ihr euch bei der Erfüllung meiner Gesetze des Friedens und des guten Willens vereinigt habt. Wenn ihr einmal auf diese Weise vorbereitet seid, werden gerechte geistige Gesetze von euch ausgehen. Es werden Führer unter euch erscheinen, die den Lauf der Völker ändern werden. Doch wenn Ich einem von euch diesen Auftrag erteile, so nehmt ihn in Demut an, fühlt dabei die große Verantwortung, die Ich euch übertrage und erinnert euch an Moses, als er das auserwählte Volk sicher führte, erinnert euch an seine Aussprüche, seine Grundsätze voller Weisheit und Gerechtigkeit, und nehmt euch ihn zum Vorbild.

    43.  Ich habe für euch große Aufgaben in der Zukunft vorgesehen, je nach eurer Zubereitung. Euer Einfluss wird entscheidend für den Lauf dieser Welt sein. Ihr werdet die Gleichheit predigen, werdet die Mission respektieren, die Ich meinen Kindern gegeben habe, weil sie alle Tugenden und heilige Rechte besitzen, die Ich euch ausnahmslos gewährt habe.

    44.  Damit ihr den Sieg erringen könnt, müsst ihr euch vereinigen, für die Menschheit Erbarmen fühlen. Vergebt ihr, so wie Ich ihr vergeben habe. Ihr werdet ihre zahllosen Fehler sehen, ihre moralischen und geistigen Krankheiten, ihre Entartung. Ihr jedoch sollt nur Licht weitergeben. Eure Mission ist es, zu geben, meine Lehre zu erklären und ein gutes Vorbild zu sein. Das Übrige sollt ihr Mir überlassen. Die großen Angelegenheiten, die ihr bei euren Geschwistern findet, sollt ihr vor Mich bringen, und Ich werde sie nach meinem Willen richten. Bildet nach 1950 keine Theorien, noch Wissenschaften innerhalb meiner Lehre, schafft keine Dogmen oder Riten, verbleibt nur im Glauben. Tragt das Kennzeichen in eurem Geist und übt die Tugenden aus, die ich euch gelehrt habe. Sammelt Kräfte für den Kampf, weil die Menschheit euch erwartet. Die einen von euch werden über die Grenzen eurer Nation hinausgehen, die anderen zu nahen Provinzen. Andere von euch werden dorthin zurückkehren, wo sie auf dieser Welt das erste Licht erblickt haben. Ich werde euch zerstreuen; betet jedoch und bereitet euch zu, damit ihr meinen Willen erkennt und ihn zu befolgen versteht.

    45.  Zieht in meinem Namen hinaus. Bereitet euch vor, bevor ihr sprecht. Wenn ihr euch anschickt, um zu arbeiten, dann studiert euren heiklen Auftrag. Ich werde euer Wegbereiter sein. Wenn von euch das Zeugnis meines Kommens in der Dritten Zeit verlangt wird, so sprecht über das, was ihr gesehen und gehört habt. Zu dieser Zeit werdet ihr mein Wort studiert und erforscht haben, und das, was ihr bis dahin nicht habt verstehen können, werdet ihr dann verstehen.

    46.  Ich sende euch aus, um im Herzen eurer Geschwistern aufzubauen. Euer Werk wird einen Anfang und ein Ende haben, damit es Meiner würdig ist

    47.  Ihr werdet beurteilt und ausgeforscht werden. Doch wenn man bei euch das Ideal sieht, zu dienen, wird man sich vor euch verneigen und euch lieben. Die Menschen werden angesichts eurer Verwandlung und eurer Vergeistigung überrascht sein und euch zum Vorbild nehmen. Von der Unterweisung, die ihr gebt, werde Ich im Jenseits Zeuge sein.

    48.  Ich werde große Geistwesen zur Erde senden, um das Werk fortzusetzen, und ihr werdet je nach euren Verdiensten große geistige Missionen haben. Die Menschheit hat viel gesündigt, und die schlechte Saat hat tiefe Wurzeln in ihr Herz getrieben. Deshalb wird das Werk der Läuterung langwierig sein und viel Geduld erfordern. Die Geistwesen, die den rechten Weg zu weisen haben, sind bereits ausgesandt worden ─ ihr seid es, die das Volk Israel bilden, das Ich auf eine geistige Stufe gestellt habe, von der aus ihr die Menschheit erheben könnt.

    49.  Fühlt euch den anderen gegenüber nicht überlegen. Mein Wort und meine Gaben sind für alle da, damit ihr Mich in gleicher Weise versteht.

    50.  Die Dritte Zeit hat im Jahr 1866 begonnen, und ihr wisst nicht, wie viele Jahre oder Jahrhunderte dieses Zeitalter dauern wird. Wenn die Zweite Zeit fast 2000 Jahren dauerte, wisst ihr nicht, bis wann die gegenwärtige Zeit dauern wird. Vertraut nur darauf, geliebtes Volk, dass der Vater sich euch kundgeben wird und euch sehr nahe sein wird, und dass ihr euch täglich mehr umwandeln werdet. Wenn ihr im Kampf innehalten möchtet, werde Ich euch anspornen, damit ihr voranschreitet. Es ist ein zäher, anhaltender Kampf, der begonnen hat, und er wird weitergehen. Es ist mein Werk der Wiederherstellung.

    51.  Ich habe euch Leben gegeben, habe euch zu dieser Welt gesandt, um eine heikle Mission zu erfüllen. Erfüllt meine Aufträge, liebt Mich mehr als alles Geschaffene und dient euren Geschwistern, damit ihr auf einer höheren Stufe leben könnt und Mir täglich näher seid.

    52.  Ihr alle werdet bei Mir wohnen, wenn ihr euch geläutert und eure Aufgabe erfüllt habt. Lebt geistig auf der Erde und befolgt die geistigen und irdischen Gesetze, damit ihr die Erfüllung aller meiner Verheißungen erlebt.

    53.  Hinterlasst euren Kindern dies Erbe: mein Wort. Ich habe euch die Macht gegeben, zu erschaffen, eine Familie zu bilden. Ich habe euch ein Heim gewährt und euch gesagt: Erfüllt es mit Liebe, mit Wärme und guten Beispielen. Wenn ihr bei euren Kindern Rechtschaffenheit erleben wollt, so erfüllt meine Gesetze. Sie erwarten dies von euch; doch wenn sie in der gegenwärtigen Zeit eure Ratschläge und Beispiele nicht verstehen sollten, so wird der Zeitpunkt kommen, ihr Familienväter, an dem sie euch Vernunft zugestehen, euch ehren und euch segnen.

    54.  Lernt heute von Mir, denn Ich wende Mich an alle ohne irgendeine Ausnahme, ihr alle seid meine Kinder, und ihr alle habt die gleichen Rechte, von Mir geliebt, gesegnet, vergeben und erlöst zu werden.

    55.  Hier ist mein Wort, von dem Lichtfunken ausgehen, welche die Finsternis aus jedem für die Wahrheit verschlossenen Verstand vertreibt.

    56.  Seht, wie die Macht dieses Wortes die Türen eurer Herzen öffnet, damit die Liebe und die Demut, die Vergeistigung und der Glaube in sie einziehen, und zugleich bewirkt, dass der Hochmut, die Unwissenheit und die Sünde, die lange Zeit darin gewohnt haben, für immer verschwinden.

    57.  Wahrlich, Ich sage euch: Jeder, der Mich vernommen hat ─ ob er an mein Wort glaubt oder nicht ─ trägt nun in seinem Geist einen Lichtfunken, und in seinem Herzen hat sich eine Tür für das Gewissen geöffnet, die niemals mehr geschlossen sein wird.

    58.  Mein Wort wird gegen die geistige Unwissenheit ankämpfen müssen, die in der Menschheit herrscht. Während jene, die von meiner Wiederkunft wissen, glauben, dass meine Gegenwart geschehen wird, indem mein Geist wie in der Zweiten Zeit inkarniert, wundern sich jene, welche nichts von meiner Rückkehr und meinen Verheißungen wissen, über meine Gegenwart im Geist und durch das menschliche Verstandesvermögen und fragen sich ständig, warum Ich erneut unter den Menschen bin, obwohl sie nichts darüber wussten.

    59.  Der Grund dafür ist, dass die Menschheit sich mit ihren Riten, ihren Traditionen und äußerlichen Kulten begnügt hat und dabei vergessen hat, das Gesetz, die Prophetien und Unterweisungen zu studieren, die Ich den Menschen in den vergangenen Zeiten hinterließ.

    60.  Wie hättet ihr nicht überrascht sein können, wenn ihr Mich jetzt hört, da ihr nicht wachend wart, wie Ich es euch auftrug? Wie hättet ihr nicht erstaunt sein sollen angesichts des Vorhandenseins meines Wortes, da ihr euch nie dafür interessiert habt, meine Prophetien und die Zeichen kennenzulernen, die meine Wiederkunft angekündigt haben?

    61.  Für diese Menschen, die kein Interesse daran haben, die Wahrheit kennenzulernen, ist es so, als ob Ich in der Zweiten Zeit nichts getan noch gesagt hätte. Es ist so, als ob Ich nicht gekommen wäre noch existiert hätte. Daher ist es notwendig gewesen, dass mein Wort in dieser Zeit von den vergangenen Geschehnissen spricht, damit ihr die gegenwärtigen Ereignisse mit den Prophetien, Verheißungen und Unterweisungen der Ersten und der Zweiten Zeit in Beziehung setzen könnt.

    62.  Wenn ihr euch alle mit dem Wort auseinandergesetzt hättet, das Ich euch damals brachte, hättet ihr Mich alle erwartet, hättet ihr alle verstanden, dass meine Wiederkunft im Geist geschehen würde, und niemand wäre bei meiner Kundgebung erstaunt gewesen. Aber ihr seid mit Finsternis im Verstand, mit der Binde der Unwissenheit herbeigekommen, die euch hinderte, das Licht der Wahrheit zu sehen ─ mit einem Herzen voller Fanatismus und Torheit. Wie wäre es so möglich gewesen, dass ihr alle sofort, als ihr Mich hörtet, gesagt hättet: „Er ist der Meister?“ Es ist notwendig gewesen, dass ihr Mich ein ums andere Mal, und noch einmal vernehmen würdet, damit euer Verstand bei jeder Lektion einen neuen Lichtfunken aufnehmen würde, der euch dem Verständnis näherbringen würde.

    63.  So habt ihr, ohne die Notwendigkeit, irgendjemanden zu Rate zu ziehen, noch auf Bücher zurückzugreifen, Seite um Seite die Wahrheit der Offenbarungen der vergangenen Zeiten kennengelernt, durch die ihr den Grund für meine geistige Kundgebung in dieser Zeit verstanden habt.

    64.  Euer Herz ist immer ruhiger geworden, und euer Geist hat seinen Glauben immer mehr bestärkt, als er die festen Grundmauern sah, auf denen diese Lehre errichtet ist, die Ich mit dem Namen Spiritualismus bezeichnet habe, und welche die Lehre ist, die zu euch von ewigen Offenbarungen spricht.

    65.  Jünger, begreift also, dass, wenn Ich zu euch im Geist durch den menschlichen Stimmträger sprach, dies geschah, damit ihr, wenn Ich nicht mehr durch dieses Mittel zu euch spreche, Mich weiterhin im Geist sucht und die wahre Zwiesprache mit meiner Göttlichkeit erlangen könnt.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 338

    1.  Ich bin der Weg und das Licht, das euch führt. Ich bin der Stab, der euch stützt und euch Stürze auf eurem Weg erspart. Ich bin das Leuchtfeuer, das euren Pfad erhellt, euren Geist mit dem Frieden meines Göttlichen Geistes stärkt und die Stürme eures Lebens beruhigt, damit ihr heil seid, damit euer Geist nicht zurückbleibt.

    2.  In meinem Wort empfangt ihr die Kraft, die Wärme und die Nahrung, die euer Geist benötigt, um sich zu erheben und zu kämpfen, wie der Meister ihn gelehrt hat.

    3.  Mein Wort hat über die Jahrhunderte hinweg als Prüfstein gedient, dient (als solches) und wird (weiterhin so) dienen, um die Reinheit des Geistes zu erlangen und zu seiner Vervollkommnung. Euer Geist ist durch verschiedene Entwicklungsabschnitte gegangen, doch er hat noch nicht die Vollkommenheit in seinen Werken bei der Erfüllung seiner Mission erreicht.

    4.  Ich bin in der Dritten Zeit gekommen und habe Mich durch das menschliche Verstandesvermögen kundgetan mit dem Ziel, euch erneut den Weg zu zeigen und euch als Jünger der Dritten Zeit vorzubereiten. Ich habe in schlichtester Weise zu euch gesprochen, damit ihr mein Wort versteht. Ich habe in Sinnbildern und in Gleichnissen zu euch gesprochen. Doch bei jeder meiner Unterweisungen habe Ich ihre Essenz in euren Geist eindringen lassen und euch das Verlangen bekundet, das der Meister fühlt, in jedem von euch einen wirklichen Jünger zu erkennen.

    5.  Wann wird der Zeitpunkt kommen, an dem euer Geist die vollkommene Liebe begreift, die der Vater euch zu allen Zeiten entgegengebracht hat? In dieser Zeit ist der Kampf eures Meisters in der Menschheit groß, um alle seine Geschöpfe, alle Geistwesen zu retten. Ich wecke euren Geist auf, so wie die Natur bei den ersten Morgenstrahlen erwacht.

    6.  Obwohl mein Wort schlicht ist ─ wenn ihr es studiert, werdet ihr in seinem Grund Größe entdecken und werdet den Wert eines jeden meiner Worte zu schätzen wissen. Erkennt, dass ihr in einer Schule seid, in der Ich euch als Schüler, Jünger und Meister betrachte. Je nach der Stufe, die euer Geist erreicht hat, empfangt ihr von meinem Wort das, was euch gemäß ist. Der Schüler nimmt mein Wort einfach auf und ergründet es. Der Jünger entnimmt meiner Unterweisung den Teil, der ihm entspricht, und wird dadurch mit Tugend erfüllt. Jener, der bereits Meister ist, nimmt mein Wort auf, ergründet es, erfreut sich an ihm, fühlt in seinem Geist das Verlangen zu erfüllen, meine Unterweisungen zu verbreiten, die Tugenden auszuüben und seine Gaben zu entfalten.

    7.  Ihr wollt mein Wort euren Nächsten übermitteln, doch ihr habt entdeckt, dass viele eurer Geschwister nicht vorbereitet sind. Ihr habt an die Herzen geklopft, doch ihr habt verschlossene Türen vorgefunden, und sie haben eure Worte nicht aufgenommen, und ihr habt die Wunde durch die Missachtung eurer Geschwister gespürt. Doch ihr seid gesegnet, denn wahrlich, Ich sage euch, so werdet ihr das verstehen können, was euer Meister fühlt, wenn Er an das Herz des Menschen klopft und das Heiligtum nicht vorbereitet vorfindet. Doch meine Liebe zu allen meinen Kindern ist groß.

    8.  Darum sage Ich euch: Lasst nicht nach in eurem Kampf, bleibt standhaft, denn Ich werde euch beistehen; und wenn ihr bei einer Gelegenheit die Türen verschlossen antreffen solltet, so werden sich die Herzen morgen öffnen und mein Wort empfangen.

    9.  Die Menschheit ist töricht und bleibt hartnäckig in ihrer Sünde. Ich jedoch in meiner Liebe, in meiner Vergebung für alle meine Geschöpfe, die auf der Erde und im Jenseits wohnen ─ Ich liebe euren Geist, denn er ist Teil meines eigenen Geistes. Doch eurer Körpermaterie versorge Ich mit dem Notwendigen, damit sie die Stütze des Geistes ist.

    10.  Die Ruhe und der Friede, die ihr auf Erden genießt, sind ein Segen und eine Gnade, die ihr von eurem Vater empfangt. Aber ihr erhebt auch eure geistige Klage und sagt Mir: „Herr, meine Körpermaterie ist armselig und zerlumpt.“ Und wahrlich, Ich sage euch: Glaubt ihr etwa, dass Ich deshalb fern von euch bin? Glaubt ihr, dass die Gegenwart Gottes nicht bei euch ist, weil eure Körperhülle mit Lumpen bekleidet ist?

    11.  Das Interesse, das Ich an euch habe, gilt eurem Geist, und wenn ihr auf dieser Welt ergeben und mit eurer Armut einverstanden lebt, wird die Tugend, die euer Geist offenbart, groß sein. Erinnert euch daran, dass euer Meister euch die Demut gelehrt hat und die Verdienste, welche der Geist durch diese Tugend erlangen kann. Ihr sollt auf euren Lippen einzig einen Segen und einen Lobgesang für euren Gott haben. Denn wahrlich, Ich sage euch, die Belohnung ist nicht auf der Erde, geliebte Jünger, sie ist im Jenseits. Hier auf Erden werde Ich euch die Herrlichkeit nicht geben, hier ist nicht das Paradies; hier habe Ich für meine Erwählten eine milde Wiedergutmachung vorbereitet.

    12.  Wohl euch, die ihr mit Frieden und Ergebung leidet, denn ihr werdet feste Schritte auf dem Weg machen. Der Meister hat euch gelehrt, nicht nach den Reichtümern dieser Welt zu streben, nicht nach den vergänglichen Schätzen dieses Lebens zu verlangen. Wenn ihr in einer bescheidenen Hütte wohnt, aber euer Geist die Gaben zu entfalten versteht, die Ich ihm gegeben habe, werdet ihr euch glücklicher fühlen können als ein König oder Herrscher der Erde im luxuriösesten Wohnsitz.

    13.  Ich habe zu euch im Gleichnis gesprochen, um euch zu lehren, auf diesem Planeten in Einklang mit eurem Vater zu leben, damit ihr seine Gebote zu befolgen vermögt. Denn eure Bestimmung ist in meiner Liebe niedergeschrieben.

    14.  Dieses Leben hat euch dazu gedient, dass euer Geist durch die Ergebung und durch das Licht, das ihr von Mir empfangen habt, Erhebung erlangen kann.

    15.  Ihr seid durch verschiedene Entwicklungsetappen gegangen. Schon in der ersten habt ihr euch vorzubereiten begonnen, um zur Erfüllung eurer heiklen Mission zu gelangen. In der zweiten habt ihr größeren Fortschritt, größere Klarheit in eurem Geist festgestellt. In der dritten habt ihr größeren Fortschritt, größeres Verständnis gegenüber meinem Wort und mehr Befolgung desselben erbracht. So seid ihr zur vierten Etappe gelangt und habt die Gnade eures Gottes noch mehr gespürt, die Annäherung meines Geistes an den euren. Und in dieser großen Wonne gelangte euer Geist zur fünften Etappe, in der ihr eine noch größere Entfaltung bei eurer Auftragserfüllung erbringen musstet. Ihr habt gerungen, und so seid ihr zur sechsten Etappe gelangt, zu neuer Erfüllung, erneutem Fortschritt und weiterer Entfaltung der Tugenden, die euer Gott euch verliehen hat. Und so werdet ihr zur siebten Etappe gelangen, in der ihr das Reich des Vaters schauen werdet, in der euer Geist die Herrlichkeit des Vaters unmittelbar erfahren wird, und in der ihr zur Rechten eures Herrn sein werdet.

    16.  Mein Wort kommt herab, um euren Geist zu inspirieren, weil Ich will, dass ihr euch morgen aufgrund eurer Zubereitung weiterhin an der Gegenwart meines Göttlichen Geistes erquickt. Denn wenn ihr zubereitet seid, werdet ihr euch nicht verwaist fühlen, werdet ihr das Fehlen meines Wortes nicht spüren, weil euer Geist mit meiner Göttlichkeit Zwiesprache halten kann. Deshalb möchte Ich, dass ihr euch rechtzeitig vorbereitet, dass ihr das Gebet ausübt und in eurem Herzen Vergeistigung habt, damit ihr morgen nicht in Verwirrung geratet noch Betrug begeht. Ich will, dass ihr euren Geist zu Mir zu erheben versteht, damit ihr meine Inspiration empfangt. Denn Ich bin im Begriff, jeden von euch in einen Fußschemel von Mir zu verwandeln.

    17.  Ein Fußschemel ist die Grundlage, auf der das Licht und die Kraft eures Herrn ruht. Dann werdet ihr, meine Kinder, morgen die wahren Fußschemel, die wahren Stimmträger meines Wortes sein. Vorbereitet durch die Entfaltung eurer Gaben werdet ihr mein Wort in aller Reinheit weitergeben. Ich will unter meinem Volk Israel keine Unwissenheit sehen, nachdem diese kostbare Zeit meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen für euch vorüber ist.

    18.  Wer von euch wird nach 1950 diese göttliche Sache verleugnen? Wenn ihr so handelt, wird es aus Unwissenheit geschehen, und die Unwissenheit ist es, die Ich derzeit bei euch beseitige. Denn wer erleuchtet ist, wird nicht zurückweichen, er wird standhaft bleiben und auf dem Weg voranschreiten. Jener jedoch, der Mich nicht verstanden hat, wird nicht erkennen, dass es die Frucht seiner fehlenden Zubereitung, seines Mangels an Glauben und Vergeistigung gewesen ist, und aus diesem Grund wird er zu seiner Abgötterei und seinem Fanatismus zurückkehren.

    19.  Wenn ihr auf diesem Weg Unvollkommenheit seht, so schreibt sie nicht meiner Göttlichkeit zu, Ich bin vollkommen. Schreibt es eurem Nächsten zu, der sich nicht vorzubereiten verstanden hat, um euch mit der Vollkommenheit zu führen, mit der Ich euch unterwiesen habe.

    20.  Ich habe euch gesagt: Für meinen Geist gibt es keine Nationalitäten, gibt es keine Kasten noch Familiengeschlechter, gibt es keine Rassen noch Farben. Ihr alle seid meine Kinder, und für alle habe Ich meine Arme geöffnet, und alle habe Ich empfangen. Ich habe denjenigen empfangen, der zerknirscht und reuevoll zu meinen Füßen gekommen ist ─ das Herz, das verdorben ist, das noch Blutspuren an seinen Händen mit sich trägt, und habe ihn vor der Justiz der Erde in Schutz genommen. Warum? Weil er mein Kind ist. Und wenn er der grausamste Sünder auf der Erde gewesen ist, wenn er getötet hat, habe Ich ihm vergeben und ihm gesagt: „Sündige hinfort nicht mehr.“ Ich bin die Vergebung, aber Ich will, dass diese Vergebung euch für immer zum Heil dient.

    21.  Ich will, dass ihr eure bösen Wege verlasst, dass jeder mein Wort versteht und seine Fehler bereut, dass ihr in meiner Gegenwart reuige Sünder seid, dass ihr bei eurem Gott beichtet. Denn Ich werde euch im Stillen vernehmen und eure Sünden nicht bekanntmachen. Ich werde euch nicht verraten, meine Kinder, Ich werde euch als der treueste eurer Freunde beraten. Nehmt auf Erden nicht die verbotenen Früchte zu euch, genießt nicht das, was euch nicht gehört, tut keine Werke, die euch im Leben entehren. Seid Männer oder Frauen, die in aller Ehrbarkeit und Rechtschaffenheit leben, wie Ich euch gelehrt habe. Wenn eine Schwachheit euch sündigen ließ, so bereut nun eure Verfehlung. Lasst zu, dass meine Barmherzigkeit euch reinigt. Doch Ich will, dass eure Reue reinen Herzens geschieht.

    22.  Bessert euch, erneuert euch, denn der Meister hat euch in dieser Zeit gesagt: Ich bediene Mich des Sünders, aber nicht des widerspenstigen, sondern des reuigen Sünders. Und wenn ihr bereut habt ─ was habt ihr dann empfangen? Frieden, geistige Ruhe, Ausgeglichenheit in eurem Geist, Dankesgefühle und Tugenden eures Gottes.

    23.  Welcher Mensch ist fähig, euch einen Augenblick geistigen Friedens zu geben, wie Ich ihn euch in jedem Augenblick gebe? Welcher Mensch berät euch so wie Ich? Erkennt, dass niemand auf Erden fähig ist, euren Weg mit so viel Zuverlässigkeit und Fähigkeit zu bereiten, wie Ich es bei euch tue. Und dennoch wollt ihr euch noch immer von diesem Weg entfernen, um neue Abenteuer zu erleben.

    24.  Männer und Frauen, die ihr unter der Abwesenheit eurer Familienangehörigen gelitten habt, die desinkarniert sind ─ derer, die mit euch zusammengelebt haben, euch Ruhe gegeben haben und eure Herzen mit Liebe erfüllt haben: Seid ihr nicht damit einverstanden, dass sich mein Wille an euren Angehörigen vollzogen hat? Ihr Mütter habt den Verlust eurer Kinder gefühlt, ihr Kinder seid im Leben verwaist zurückgeblieben, habt die Gegenwart eurer geliebtesten Menschen verloren, die eure Eltern gewesen sind. Die Ehefrauen haben ihre treuen Gefährten hinscheiden sehen. Ich entfernte sie aus eurem Leben, Ich habe sie ins Jenseits abberufen. Doch wollt ihr euch in meine hohen Ratschlüsse einmischen? Nein. Denn ihr sollt erkennen, dass ihr nur vorübergehend auf dieser Welt seid, dass Ich sie nur deshalb abberufen habe, weil Ich für sie ein neues Leben bereithalte. Doch nun sind eure Herzen damit einverstanden, und wenn ihr über die Abwesenheit eurer Angehörigen geweint habt, ist es aufgrund der Schwachheit eurer irdischen Natur geschehen. Euer Geist jedoch, der meinen heiligsten Willen verstanden hat, hat Freude empfunden.

    25.  Der Vater sagt euch: Befolgt jeden meiner Aufträge mit Liebe, mit Zustimmung und Frieden. Denn eines nicht sehr fernen Tages wird auch euer Geist in das Jenseits eingehen und jene Geistwesen erblicken, die vor euch starben. Noch wohnt ihr auf diesem Planeten, doch wahrlich, Ich sage euch: Euch erwartet das gleiche Schicksal. Habt jedoch in diesem Leben Kraft, Licht und Frieden, damit ihr auf dieser Welt weiterhin rechtschaffen lebt. Wenn Ich euch dann abberufe, werden sich eure Augen jenem neuen Leben öffnen, und ihr werdet einen neuen Weg beginnen.

    26.  Wohl jenem, der vorbereitet ist, denn er wird aus seiner Läuterung hervorgehen und auf seinem Weg ein neues Leben erblicken.

    27.  Entfernt euch von der Welt, erhebt euren Blick zu Mir und erquickt euch an meiner Gegenwart. Lasst mein Wort in euer Herz eingeprägt sein, damit ihr stark seid und nicht zulasst, dass die Versuchung euch dessen beraubt, was Ich euch mit so viel Liebe anvertraut habe. Erfüllt das Gesetz, damit ihr wahre Spiritualisten seid. Denn ihr habt zu allen Zeiten geschlafen, und Ich habe euch aufgeweckt. Wenn ihr den Vorsatz habt, bei Mir zu sein, werdet ihr die Last eurer Schulden nicht spüren.

    28.  Ich komme in dieser Zeit, um die Auftragserfüllung meiner Arbeiter entgegenzunehmen, und um in ihrem Geist meine Liebe und meinen Friedenskuss, geistige Glückseligkeit zu hinterlassen. Ich will, dass ihr der Spiegel für die anderen seid ─ für jene, die meine Gegenwart unter euch leugnen, die nicht an meine Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen glauben.

    29.  Meine Geistige Welt beschützt euch und ist der Stab in eurem Leben. Wenn ihr euch jedoch in die Finsternis begebt, zeigen sie Mir ihre Tränen, weil ihr vergessen habt, dass sie es sind, die euch bewachen. Doch Ich komme als Vater, um euch zu beraten ─ als Meister, um euch zu unterweisen, und als Gott, um euch meinen Segen und meine Barmherzigkeit zu geben. Ich sehe, dass die Jünger mit der Hoffnung erfüllt sind, zu Mir zu gelangen; und Ich sage euch, dass jeder, der bei Mir sein will, gehorsam sein muss.

    30.  Ich habe euch unterwiesen, damit ihr begreift und euch vergeistigt.

    31.  Meine Kundgebung durch das menschliche Verstandesvermögen geht auf das Ende zu. Doch wenn ihr meine Unterweisungen versteht, werdet ihr euch gedanklich und willensmäßig vereint fühlen und einander lieben.

    32.  Es sind nur noch wenige Morgenandachten, in denen ihr mein Wort durch das menschliche Verstandesvermögen vernehmen werdet, und es ist notwendig, dass ihr Mich versteht, damit ihr die Essenz dieses Wortes auf dem Grund eures Herzens mit euch nehmt. Ich bin zu euch gekommen, morgen müsst ihr euch geistig erheben, um zu Mir zu gelangen.

    33.  Nach dem Ende meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen wird in eurem Wesen die Lehre nachhallen, die Ich euch gegeben habe. Ihr werdet wegen des Ausbleibens dieser Kundgebung Wehmut fühlen und dann der ungenutzten Zeit nachweinen, wenn ihr nicht das genutzt habt, was Ich euch in meiner Lehre gegeben habe.

    34.  Ich habe euch in dieser Zeit gerufen, geliebtes Volk, damit ihr vorbereitet seid. Doch wenn ihr diese Gelegenheit verschmäht, werde Ich zulassen, dass ihr auf eurem eigenen Weg weitergeht, und Ich werde euren Schritten sanft und demütig folgen, und wenn ihr stürzen solltet, werde Ich euch gütig und liebevoll wiederaufrichten, und nach eurer langen Wanderschaft werde Ich euch erneut zu Mir ziehen.

    35.  Ich habe euch auf eine höhere Stufe gehoben als jene, auf der sich die Menschheit befindet. Ich habe eurem Geist Fortschritt gewährt, damit ihr in Nachahmung eures Meisters zur Menschheit herabsteigt, um sie aufzurichten, wie Ich es mit euch getan habe. Ihr sollt nicht den Splitter im Auge eurer Geschwister sehen, ohne zuvor den Balken zu betrachten, der in euch ist. Begreift diese Worte, Volk, denn die Menschheit hat sie noch nicht begriffen.

    36.  Ihr werdet meinen Tempel bilden. Er wird die Vereinigung der reinen Geistwesen sein, der Geistwesen guten Willens, die ihren Gott lieben und Ihm dienen. Es werden die Geistwesen des Lichts sein, die nichts Böses mehr in sich haben, weil die Finsternis in diesen Geistwesen keinen Platz finden wird, da sie rein wie Schneeflocken sein werden.

    37.  Ich habe euch gesagt: Ihr werdet Teil meiner Heerscharen sein, die gewaltig kämpfen werden, um die Menschheit aus ihrer Finsternis zu befreien, und durch euren Gehorsam werdet ihr bis zur Stufe der Vollkommenheit gelangen. Viele gute Werke werdet ihr tun können, wenn ihr sanft, demütig und voller Glauben an euren Vater seid. Denn Ich werde Mich durch euer Verstandesvermögen kundgeben, weil Ich euch große Gaben gegeben habe und Mich in euch als Licht, Gnade und Weisheit ergossen habe.

    38.  Ich habe euch reich gemacht, damit ihr den Bedürftigen von diesem Reichtum gebt. Denn ihr sollt keine Egoisten sein, die alles nur für sich selbst haben wollen. Denn wenn ihr so handeln solltet, würdet ihr meiner Barmherzigkeit beraubt sein.

    39.  Die Prophetien werden in Erfüllung gehen, und wenn die Menschheit dann in ihrer Verwirrung, in ihrer Finsternis ist, werdet ihr derselben das Licht zeigen und in euch selbst meine Gegenwart bekunden.

    40.  Versteht Mich, Volk, Ich spreche klar zu euch, empfange euch liebevoll. Kommt herbei, um euren Durst zu löschen, Ich bin die Quelle lebendigen Wassers. Ruht euch bei Mir aus, der Ich der Friede bin, und erquickt euch bei Mir, der Ich die vollkommene Weisheit bin.

    41.  Bedenkt, Menschheit, es ist notwendig, dass ihr Schmerz empfindet, damit ihr Mich fühlt. Doch gebt nicht Mir die Schuld an diesen Geschehnissen, sondern euch selbst. Als das Leiden zu euch gelangt ist, habt ihr Mir gesagt: „Herr, warum strafst Du uns?“ Ihr erkennt jedoch nicht die Frucht eurer Werke, um Mir zu sagen: „Herr, wir haben gesündigt, vergib uns.“

    42.  Wenn die Menschheit sich einmal auf meinem Weg zu führen versteht, wird sie sich gerettet haben, und alle werden ihren Gott und Herrn lieben und sich untereinander lieben. Daher sage Ich euch: Bewahrt meine Lehre in eurem Herzen, habt meine Weisheit in eurem Geist und gebt sie an die Menschheit auf allen Wegen weiter, so wie Ich sie euch gegeben habe. Helft ihr, aufzusteigen, richtet sie mit der Kraft auf, die Ich eurem Geist anvertraut habe.

    43.  Ich gebe euch Schuhwerk für eure Füße, damit ihr gestärkt seid und so alle Wege beschreitet und mein Licht bringt. Ihr werdet in Stellvertretung von Mir gehen, denn Ich habe einen Bund mit euch geschlossen, damit ihr diese gesegnete Mission erfüllt. Wenn ihr dann zu Mir gelangt, werdet ihr Mir eure Ernte zeigen.

    44.  Aufs Neue werde Ich Mich an eurem Geist erfreuen und euch die Unterweisung darlegen, die ihr lernen sollt, weil ihr das ausüben werdet, was Ich als Meister euch gelehrt habe.

    45.  Ihr zeigt Mir euren Gehorsam und den Eifer, den ihr in eurem Herzen habt, um Mir nachzufolgen, und das lässt euch mein göttliches Wort verstehen. Es ist mein Wille, dass ihr zubereitet seid, um die wahren Boten meines Wortes zu sein, damit die Menschen erwachen und Mich auf dem Grund ihres Herzens fühlen ─ damit sie den Weg erkennen und auf ihm wandeln und im Einklang mit Mir sind.

    46.  Ihr habt verschiedene Prüfungen durchlebt und seid in ihnen nicht schwach gewesen, weil meine Kraft in euch geblieben ist. Ich als Vater ermutige euch mit meinem Wort und weise euch auf den Augenblick hin, in dem Ich euch die Barmherzigkeit anvertraue, welche die Menschheit benötigt. Ihr werdet in Stellvertretung von Mir hinausziehen und euren Geschwistern das Brot des Lebens und das Licht meines Heiligen Geistes bringen, damit sie ihrer Finsternis entkommen.

    47.  Ich werde Mich der Geistwesen bedienen, die ich gereinigt und geläutert habe ─ derer, denen Ich Licht für ihre geistigen Augen gegeben habe, damit sie meine Gegenwart in dieser Dritten Zeit erkennen ─ euch, die Ich mit meinem Wort vorbereitet habe, damit ihr das Zeugnis von meiner Gegenwart in euren Herzen gebt.

    48.  Ihr seid bedürftig, ohne irgendein Gut in meine Gegenwart gekommen. Doch Ich habe euren Geist zubereitet, habe ihn mit dem Licht meines Heiligen Geistes bekleidet und habe unter euch meine Wohlgefälligkeiten ausgeteilt, damit ihr zu den Bedürftigen geht und den Reichtum, den Ich euch anvertraut habe, mit ihnen teilt.

    49.  Daher habe Ich euch sehr vorbereitet und geläutert, um Mich eurer zu bedienen ─ euer, die ihr euch vom Bösen und von der Lüge abgekehrt habt ─ jener Geistwesen, in die mein Licht eingedrungen ist als sie mein Wort vernommen haben; es hat sie erleuchtet und hat sie erkennen lassen, wo der wahre Gott ist. Aus diesem Grund habt ihr euch von der Verwirrung abgewandt, welche die Welt durch ihre falschen Lehren vermittelt hat, durch welche die Menschheit Mich sucht, weil sie nicht erkannt hat, dass ihr Gott sich nicht im Materialismus ihrer Werke bekundet.

    50.  Erhebt euren Geist und haltet Zwiesprache mit Mir von Geist zu Geist. Doch um diese Zwiesprache zu erlangen, ist es nötig, dass ihr mein Göttliches Gesetz in euer Herz eingeprägt habt, damit ihr aufgrund dieser Vergeistigung Gemeinschaft mit Mir haben könnt. Ich sage euch: Wenn Ich nicht mehr durch das menschliche Verstandesvermögen zu euch spreche, werde Ich Mich nicht von eurem Geist entfernen; Ich werde in euch wohnen, weil dies notwendig ist, um Mich durch eure Vermittlung der Menschheit kundzutun.

    51.  Es ist mein Wille gewesen, dass ihr die Ersten sein würdet, die sich an diesen Tisch setzen. Es ist mein heiligster Wille gewesen, dass ihr um Mich versammelt und geschart sein würdet, um euch euer Erbe zu geben und euch von Bedürftigen zu Reichen zu machen, die den Schatz meines Wortes besitzen. Auf diese Weise haben eure geistigen Augen das Licht eines neuen Tages erblickt, weil ihr die Jünger der Dritten Zeit seid, die Ich vorbereitet habe, damit ihr der Menschheit später Zeugnis von meiner Gegenwart gebt ─ damit ihr mit ganzer Wahrheit und mit Weisheit von meinem Gesetz sprecht ─ damit ihr das Evangelium meiner Liebe predigt und der Menschheit durch eure Werke meine Gegenwart fühlbar macht, damit in ihre Herzen die Reue einzieht wegen ihrer früheren Verfehlungen und Irrtümer; damit sie ihre falschen Götter aufgeben und ihren wahren Gott finden und durch eure Vermittlung Trost und Hoffnung für die kommenden Zeiten erhalten, in denen meine Prophetien in Erfüllung gehen werden.

    52.  Auf eurem Weg wird die Finsternis auftreten, um die Menschen einzuhüllen. Euch jedoch nicht, weil ihr mein Licht in eurem Geist und Herzen tragt. Ihr könnt nicht mehr von der Finsternis der Welt umfangen sein, welche den Verstand verfinstert und die Menschen verblendet und bewirkt, dass sie die Stimme ihres Gewissens nicht vernehmen. Doch dies ist der Kampf, den Ich euch anvertraue, denn in eure Hand habe Ich ein Lichtschwert gelegt, das die dunklen Kavernen erhellen wird.

    53.  Ihr werdet erleben, wie sich die Menschen in ihrer Not weiterhin vor den falschen Göttern verneigen. Doch das Licht meines Wortes wird bis ins Innerste ihrer Herzen dringen, und sie werden die Gegenwart meines Geistes fühlen.

    54.  Die Volksmengen werden aufbrechen und sich läutern, damit sie meine Botschaft durch eure Vermittlung empfangen. Denn der Vater sucht die Rettung der Geistwesen, und es ist notwendig, dass sie sich vorher reinigen und läutern, um meine Barmherzigkeit zu empfangen. Manche werden sich auflehnen, weil sie voller Machtstreben sind, weil sie sich unter den Volksmengen zu Herren aufgeschwungen haben und ihr Geist sich verfinstert und verwirrt hat.

    55.  Ihr werdet vernehmen, wie eure Geschwister den Wahrheitsgehalt meiner Botschaften, die Ich durch euch übermittelt habe, leugnen und sagen werden, dass ihr die Falschen seid ─ unvollkommene Menschen, die meine Gegenwart nicht in sich, im Innersten ihres Wesens tragen können. Denn sie gehören zu denen, die Mich als einen weiteren König dieser Welt betrachten wollen.

    56.  In der Zweiten Zeit herrschte Ich voller Demut, um den Menschen meine Lehre zu bringen, doch sie haben nicht an das Kommen des Eingeborenen Sohnes des Vaters geglaubt. Ebenso werden eure Geschwister in dieser Zeit bestreiten, dass ihr meine Boten, meine Erwählten seid, die Ich mit meinen Wohlgefälligkeiten beschenkt habe, damit ihr mein Werk in aller Klarheit bekannt macht. Denn sie werden euch als bescheiden ansehen und werden erfahren, dass ihr zu den verwirrten Menschen gehörtet, dass ihr früher gleichfalls im Schmutz und in der Sünde gelebt habt. Ihr jedoch werdet zu ihnen von meiner Liebe sprechen und sie einladen, Mich in ihren Herzen zu empfangen, damit auch sie den rettenden Hafen finden können.

    57.  Auf diese Weise werdet ihr die Wege begehen, und wenn ihr dann ausführlich gesprochen habt, wenn ihr meine Liebe und meine Barmherzigkeit für die Menschheit unermüdlich offenbart habt, wenn ihr die wahre Verehrung gezeigt habt, die sie ihrem Gott darbringen sollen, dann wird diese Menschheit mein Gericht entfesselt sehen, und die große Reinigung der Menschheit wird beginnen, bis sie rein und lauter ist wie das Gold im Schmelztiegel. Ihre Sünde wird mit dem Feuer enden, und die Mächtigen werden erkennen, dass meine Macht größer ist als die ihre, und dass meine Gerechtigkeit über allen Gesetzen steht. Ihre Feindschaften werden beseitigt und abgeschafft werden. Denn meine Liebe wird das Feuer sein, welches das Herz der Menschen läutern wird. Dann werden die großen Menschenmengen meine Gegenwart fühlen, und dies wird geschehen, Israel, wenn eure Arbeit, eure Mühe zu erblühen beginnt. Die Felder werden fruchtbar sein, und mein Same wird sich hundertfach vermehren.

    58.  Euer Kampf wird weitergehen, selbst nachdem ihr eure Körpermaterie verlassen habt. Euer Geist wird weiterhin das Leben meines Heiligen Geistes, ein Leben der Gnade, ewiges Leben in sich tragen, und ihr werdet wie meine Engel arbeiten, damit die kommenden Generationen Menschen guten Willens sind, die einander lieben und meinen Frieden nähren und ihren Gott mit ihren Werken verherrlichen.

    59.  Heute befindet sich die Menschheit im Chaos, sie schläft einen tiefen Schlaf. Sie hat Mich nicht gefühlt, hat Mich nicht vernommen, und es sind nur wenige, die wach sind und die Gegenwart ihres Herrn fühlen. Doch die Menschheit wird schließlich begreifen, dass nun die Zeit ist, in der sie sich vergeistigen soll, um den Gipfel des Berges zu erreichen. Denn sie werden das Licht des Heiligen Geistes empfangen, damit sie aus ihrer Finsternis herauskommen.

    60.  Die Zeit ihrer Verwirrung geht nun ihrem Ende zu, die Reiche dieser Welt werden erbeben und sehen, dass ihre Fundamente falsch sind, und auf diese Weise wird man meinen Willen fühlen. Doch euch obliegt es, die Welt vorzubereiten, weil es mein Wille ist, dass die Männer, die Frauen und die Kinder die Frohe Botschaft vernehmen sollen. Denen, die geweint haben und Trost erwartet haben ─ gebt ihnen diesen Trost, zeigt ihnen die Wahrheit im Innersten eures Herzens.

    61.  Den Schmerz, den ihr um meinetwillen ertragen habt, segne und heilige Ich, denn alles, was ihr um meinetwillen erleidet, wird euch ewig würdig machen.

    62.  Ich gebe eurem Geist Kraft und lasse in euren Händen Waffen des Lichts, damit ihr Fallgruben überwindet, welche die Versuchung als Hindernis errichten wird. Auf diese Weise werdet ihr weiter auf das Reich zugehen, das Ich euch verheißen habe.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Der Rat Elias’ Nr. 11

    Der Rat Elias’ Nr. 11

    1. Jetzt ist eine Zeit der Gnade, eine Zeit, in welcher der Vater dem Geist seiner Kinder erneut Gnade und Licht eingibt, denn der Geist muss sich reinigen und seine Flecken entfernen [Jes 1,24-25], damit er dem Herrn Rechenschaft über sein (Lebens)werk auf Erden ablegen kann.

    2. Und was ist das Werk des Menschen in der Welt? Wenige sind die Herzen, die sich standhaft bereit gemacht haben, um dem Vater zu dienen, erfüllt von Liebe zu Ihm.

    3. Doch die vollkommene und wahre Liebe zum Vater ist jene, die Liebe und Barmherzigkeit für den Nächsten innehat, jene die Erbarmen für den Bruder und die Schwester hegt.[1]

    4. Der Vater sagt euch immer: „Liebt einander“ [Joh 13,34], und in dieser Liebe sind alle Tugenden enthalten, die der Herr euch zu allen Zeiten gelehrt hat.[2]

    5. Achtet auf das, was der Hirte euch an diesem Gnadenmorgen übergibt.

    6. Als euer Gott Mensch wurde, lehrte Er euch mit seiner Unterweisung der unendlichen Liebe die vollkommene Art und Weise, wie ihr vergebend und einander liebend leben sollt, um euren Geist so zu erlösen. In seiner Nächstenliebe wurde er Mensch, um der Menschheit ein lebendiges Beispiel zu sein.

    7. Sehr geliebte Herde: Versammelt euch mit eurem Hirten und lasst uns gemeinsam über die göttlichen Offenbarungen meditieren und darum beten, dass der Herr euch erleuchte und Licht in euren Geistern schaffe.

    8. In der Zweiten Zeit sagte der göttliche Meister, als ein lebendiges Beispiel der Vollkommenheit: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, und niemand kommt zum Vater, wenn er nicht nach meinem Beispiel lebt.“[Joh 14,5-6][3]

    9. Hat die Menschheit die geistige Bedeutung dieses Satzes verstanden? Nein.

    10. Hat die Menschheit die Bedeutung der Inkarnation des göttlichen Wortes in Jesus verstanden? Nein, auch nicht.

    11. Deshalb komme ich, euer Hirte, um euch die geistige Bedeutung der göttlichen Worte zu erklären, damit ihr in Erfüllung eurer Mission und eurer geistigen Wiedergutmachung zu Hirten der Menschheit werdet. Auf dieselbe Weise wie ich euch liebe und lehre, so liebt und lehrt eure Geschwister, damit sie das Brot des ewigen Lebens verstehen und schmecken mögen.

    12. Und welchen besseren Ausgangspunkt, welches bessere Thema für eure Meditation gäbe es, als das Leben und die Beispiele des Herrn in Jesus?

    13. Erhebt eure Gedanken zum göttlichen Meister, und so werdet ihr verzückt durch die Nähe des Ewigen, im Buch eurer Existenz die Erinnerung an die Unterweisung auftauchen sehen, die in einer Krippe begann und am Kreuz gipfelte.

    14. Die Menschheit glaubt, die Heilsbotschaft zu kennen, die der Herr auf die Erde gebracht hat, doch sie irrt sich [Heb. 2,2-3]. Während die einen das göttliche Wort in einer materiellen Form interpretieren, sind die anderen nicht in der Lage, den wahren Sinn der Offenbarungen zu entziffern. Werden die Religionen angesichts dieser Verwirrung in der Lage sein, das Gesetz Gottes zu erfüllen, werden die Geistlichen in der Lage sein, ihr Volk zum wahren Leben zu führen?

    15. Erinnern wir uns an die empfangene Unterweisung:

    16. Bevor Jesus begann, sein göttliches Evangelium zu predigen, zog Er sich in die Wüste zurück, um zu beten und über die erhabene Mission nachzudenken, die Ihn in die Welt gebracht hatte. [Lk 4,1].

    17. Doch war es notwendig, dass Christus, das Wort Gottes, in die materielle Abgeschiedenheit ging, um sich würdig zu machen, die göttliche Botschaft zu verkünden? Wahrlich, ich sage euch: Nein, es war nicht nötig, dass dieser Meister, der von den Propheten und Patriarchen angekündigt worden war, um den Menschen das Himmelreich zu bringen, beten und meditieren musste, um die Menschen zu belehren.

    18. In seiner unendlichen Liebe zu seinen Kindern lehrte Er sie, dass es notwendig ist die Gedanken, die Gefühle und das ganze Wesen von Unreinheiten zu reinigen ― bevor man im Namen Gottes spricht und zur Ausübung von Tugenden rät, und bevor man seine Mitmenschen liebt und ihnen vergibt.

    19. So lehrte Er durch das Beispiel, dass es notwendig ist, das Gefäß innen und außen zu reinigen, damit das kristallklare Wasser nicht verschmutzt wird.

    20. Ihr wisst, dass nach vierzig Tagen des Fastens die Versuchung an Jesus herantrat, um Ihm alles anzubieten, was eine Körpermaterie nach so langer Enthaltsamkeit begehren kann. [Lk 4,2-4].

    21. Seht, gesegnete Herde, wie groß die Barmherzigkeit des Herrn ist, der seinen Kindern solche Beispiele gibt.

    22. Wenn ihr euch den Vorsatz vornehmt, dem göttlichen Willen zu gehorchen, beginnt der Kampf zwischen Geist und Körpermaterie, denn der Cesar verlangt von euch seinen Tribut und jenen, der Gott entspricht. Wenn ihr in diesem Moment im Gebet seid, werdet ihr die Versuchungen zurückweisen, aber wenn ihr schlaft, werdet ihr zum Opfer eurer eigenen Nachlässigkeit, über welche ihr später weinen werdet.

    23. Oft wollt ihr eure Fehler vor den göttlichen Gesetzen rechtfertigen, und ihr sagt dem Vater, dass es sehr menschlich ist, wenn ihr bestimmte Früchte des Lebens zu euch nehmt; doch ihr begreift nicht, dass ihr zwar eurer Körpermaterie Vergnügungen und Freuden zukommen lassen sollt, diese jedoch ― weil sie weltliche Befriedigungen sind ― wahrlich nicht mit einem Wesen harmonieren, das sich als göttliches Wesen, nur von Offenbarungen des Herrn nährt; und dieses Wesen ist euer Geist. Denkt daran: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das von Gott kommt. [Matth 4,4]

    24. Die Menschheit hat diese göttlichen Lektionen nicht verstanden, und statt sich an der Essenz der Botschaft zu erfreuen und ihr Wissen durch deren Bedeutung zu stärken, ist sie nur in Verwirrung geraten.

    25. Wenn der Herr zuliess, dass die Versuchung an Ihn herantrat und Ihn mit ihren Neigungen zu verwirren suchte, so bedeutet das nicht, dass die Versuchung oder das Böse als ein Wesen existiert; denn Gott hat weder Schwächen noch böse Neigungen geschaffen, um seine Kinder fallen zu sehen und sich an ihrem Schmerz zu erfreuen.

    26. Hört, Schafe Elias’, alle Offenbarungen, die euer Geist empfangen hat und durch welche ihr unterwiesen werdet, wurden euch in Sinnbilder oder Gleichnisse kundgetan. Auf dieselbe Weise werdet ihr Anleitung erhalten, wie ihr euch in der Welt verhalten sollt, um dem Herrn zu gefallen und die Vollkommenheit eures Geistes zu erreichen, sowie hinsichtlich all dessen, was ihr vermeiden sollt, um das Gesetzt nicht zu brechen.

    27. Wenn Jesus seine Körpermaterie vierzig Tage lang nicht mit materiellem Brot nährte, bedeutet dies, dass ihr zuerst die Wünsche des Körpers und die Leidenschaften der Körpermaterie beherrschen müsst, um dann würdig  zu sein, eine Gnade oder eine Belohnung von eurem Vater zu empfangen und um die Geheimnisse des Ewigen Lebens zu bekunden. Denn die Wünsche und Leidenschaften eurer Körpermaterie halten euch von eurer Auftragserfüllung ab, da ihr sie für unentbehrlich haltet

    28. Erinnert ihr euch nicht daran, dass das Volk Israel, um das Gelobte Land zu erobern, vierzig Jahre lang durch die Wüste ziehen musste, um seinen Geist vom Materialismus zu reinigen, der es in Ägypten versklavt hatte?

    29. Wisst ihr etwa nicht, dass die Jünger Jesu, bevor sie das göttliche Evangelium predigten, auf alle Befriedigungen verzichten mussten, die die Welt bietet?

    30. Drei erhabene Beispiele hat der Herr euch hinterlassen, als Er in der Wüste war; drei ewige Lektionen, die euch klar aufzeigen, wie man in der Welt leben sollte, um das Himmelreich zu erobern.

    31. Als die Versuchung Jesus aufforderte, Steine in Brot zu verwandeln, um den brennenden Hunger zu stillen (und) um zu beweisen, dass Er Gottes Sohn sei, machte Jesus deutlich, dass vor den Begierden und Schwächen der Körpermaterie, die Stärke des Geistes (da) ist, als Teil Gottes, das eine ewige Nahrung in sich trägt und die Macht hat, Versuchungen zu überwinden.

    32. Das Gewissen erinnert euch als Licht Gottes an die Worte, die Jesus zu seinen Jüngern sprach; Worte, die ein unabänderliches Testament für die Menschen aller Zeiten sind: „Was ihr Mich tun seht, könnt auch ihr tun!“ [Lk 18,10]

    33. Als die Versuchung Jesus später auf einen hohen Berg führte und Ihm die Vollmacht über die Königreiche der Erde anbot, lehrte der Meister seine Kinder, ihre Gier nach irdischen Gütern zu überwinden und predigte später folgendermaßen: „Sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und kein Dieb sie stiehlt.“ [Matth 6,20]

    34. Weshalb sprach der Herr auf diese Weise? Weil viele seine Lehre verwechseln, sie auf materielle Weise deuten und die Güter der Welt horten. Erinnert euch an den reichen Jüngling, der im Glauben, das Gesetz zu erfüllen, zu Jesus ging und ihn fragte: „Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erlangen?“ [Matth 19,16]

    35. Dieser Jüngling befolgte seit seiner Kindheit die Gebote Moses, und der Meister sagte ihm: „Wenn du vollkommen sein willst, verkaufe alles, was du hast, gib den Erlös den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmelreich haben. Komm und folge mir!“ [Matth 19,21]

    36. Doch jener Jüngling besaß so viele Reichtümer auf der Welt, dass er nicht auf sie verzichten wollte. Er wollte die vergänglichen Besitztümer dieser Welt nicht aufgeben, er wollte den Göttlichen Meister nicht nachahmen und verzichtete auf den Besitz des ewigen Lebens.

    37. Da sagte der Herr: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein reicher Geizhals ins Himmelreich kommt.“ [Matth 19,24]

    38. Danach wurde Jesus auf die Zinnen des Tempels von Jerusalem geführt, und erneut näherte sich dem Herrn die Versuchung und sagte Ihm: „Wenn du wirklich Gottes Sohn bist, dann stürze dich von hier hinab, denn es steht geschrieben: Ich werde meine Engel senden, damit du deinen Fuß nicht an Steinen stößt.“ [Matth 4,6]

    39. Und wie verhielt sich Jesus angesichts dieser Prüfung? Er brachte euch vor allem bei, demütig zu sein. Er hätte sich von der Höhe des Tempels hinabstürzen können, ohne seine Füße auch nur mit dem Staub der Erde zu beschmutzen; Er tat es aber nicht.

    40. Erinnert ihr euch nicht daran, dass Er bei einer anderen Gelegenheit zum Erstaunen seiner Jünger über die aufgepeitschten Wasser des Meeres ging? [Lk 6,19] Und damit wollte Er (euch) lehren, dass seine Lehre, seine Offenbarung, das aufgewühlte Meer menschlicher Leidenschaften überwinden würde, ohne verunreinigt zu werden, und dass seine Lehre als ruhiges, kristallklares Wasser zu den durstigen Lippen seiner Kinder gelangen würde, mit der ursprünglichen Reinheit, mit der sie aus Gott entsprang.

    41. Hat die Menschheit die hinterlassenen Beispiele Jesu auf diese Weise gedeutet? Nein.

    42. Ernähren sich Menschen anderer Glaubensrichtungen und Religionen mit dem Saft der göttlichen Offenbarungen? Auch nicht. Doch hier ist (nun) der Baum des Lebens, voller wohlschmeckender Früchte, und wartet auf die Ankunft der Menschen guten Willens, auf die Rückkehr des Verlorenen Sohnes aus dem Gleichnis, der diese Menschheit symbolisiert, um sie ewig mit seiner Liebe zu erhalten und zu nähren.

    43. Ergründet das Wort eures Hirten und nährt euch vom göttlichen Beispiel. Ihr müsst bedenken, dass bevor ihr eure geistige Mission beginnt, ihr diese  drei Beispiele leben müsst, welche die göttliche Barmherzigkeit euch durch Jesus hinterlassen hat.

    44. Wenn die Körpermaterie den Geist manchmal in Versuchung führt, indem sie ihm zeitliche Freuden und die Leidenschaften der Welt anbietet, um ihn zu Fall zu bringen, dann lasst den Geist sich als Meister und Herrscher über die Materie erheben und erinnert euch dann an die Worte des Göttlichen Meisters: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht in Versuchung führen.“ [Matth 4,7]

    45. Wenn ihr auf dem Weg eurer Auftragserfüllung seht, dass eure Geschwister einen Überfluss an weltlichen Gütern haben, während ihr (nur) das Nötigste zum Leben erhaltet, dann ahmt nicht den reichen Jüngling nach, der vor Jesus trat, versucht nicht vergängliche Reichtümer anzuhäufen.

    46. ​​Der Herr hat euch gesagt, dass ihr die geistigen Freuden den materiellen vorziehen sollt.

    47. Erinnert euch an die Zeit, als Israel die Wüste durchquerte, um zum Gelobten Land zu gelangen. Dort litten sie eine Zeit lang unter  Nahrungsmittelknappheit, und die Menschen befürchteten zu verhungern. Doch angesichts der Schwäche seines Volkes erhob sich in Moses der Glaube und die Beharrlichkeit, um die Gebote Jehovas zu erfüllen.

    48. Auf die Bitten des Anführers Israels hin schickte der Herr dem Volk die tägliche Versorgung an Nahrungsmitteln und wies es durch Mose an, nur die für den Tag notwendige Ration zu nehmen [Ex. 16,19], denn Er würde sie in seiner Barmherzigkeit nicht mittellos zurücklassen.

    49. Viele aber wankten im Glauben, weil sie meinten, sie würden am nächsten Tag nichts zu essen haben. Sie nahmen mehr Essen mit, als sie brauchten, und hoben etwas für den nächsten Tag auf. Wie groß waren ihre Überraschung und ihr Schmerz, als sie sahen, dass alles, was sie gesammelt hatten, verdorben war!

    50. Ihr hört, wie euer Hirte euch an diese Geschehnisse erinnert, und ihr sagt in eurem Herzen: „Wie gerecht und liebevoll war der Rat des göttlichen Meisters, als Er zu uns sagte: „Legt euren Schatz im Himmel an, denn dort wird er nicht verderben, und keine Motte wird in ihn eindringen, und kein Dieb wird ihn stehlen.“

    51. Denkt daran, dass Er auch so zu euch gesprochen hat: „Seht die Vögel des Himmels, die weder säen noch spinnen noch einen Vorrat haben[Math 6,26], und Gott lässt sie nicht verhungern; wenn Er sie so ernährt, wie viel mehr euch? [Math 7,9-11] Wenn der Sohn eines Mannes um Brot bittet, wird er ihm einen Stein geben? Und wenn er ihn um einen Fisch bittet, wird er ihm dann eine Schlange geben? Denn wenn ihr, die ihr Menschen seid, euren Kindern das Beste zu geben versteht, was wird euer Vater, der vollkommen ist, nicht (für euch) tun?“[4]

    52. Mit diesen Erklärungen führt Elias seine Schafe auf den Weg des Verstehens, denn das ist die Mission, die der Herr mir anvertraut hat: Die Wahrheit in ihrer ursprünglichen Reinheit wiederherzustellen; solange dies nicht der Fall ist, wird sich die Menschheit selbst täuschen und, anstatt das Vorbild Jesu zu leben, der Größe der Welt nachjagen und dabei vergessen, dass die größte der menschlichen Eigenschaften der Geist ist, den Gott in den Menschen gelegt hat.

    53. Als «Das Wort» Mensch wurde, begann es die Demut mit seiner Ankunft als Mensch zu lehren [Lk 2,7], indem es in einer Krippe geboren wurde. Während also der verheißene Messias in den Palästen der Könige und im Tempel von Jerusalem erwartet wurde, kam der Meister aller Weisheit ohne menschlichen Prunk, ohne dass ihm die Herolde vorausgingen, die eitlen und hochmütigen Königen üblich sind.

    54. Im Gegensatz zu den Eitelkeiten der Welt war es das Konzert des Himmelreiches, das den bescheidenen Hirten von Bethlehem die Ankunft ihres Erlösers ankündigte [Lk 2,14], indem es ihnen verkündete: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind.“[5]

    55. Im Verlauf der Zeit war die Zahl jener, die angesichts Gegenwart des Erlösers gleichgültig blieben, größer als die Zahl der Armen im Geist, die vor Ihn traten, um ihrem Herrn ihre Liebesgabe darzubringen.

    56. Der Augenblick näherte sich, in der Er beginnen sollte, die Frohe Botschaft zu verkünden. Und Er gelangte zu diesem demütigen Hirten, von dem die Propheten angekündigt hatten, dass er die Herzen der Eltern und Kinder [Lk 3,21], vorbereiten würde, damit sie die göttliche Botschaft aufnehmen könnten; unter dem Namen Johannes der Täufer kanntet ihr Mich in jener Zeit.

    57. Der feierliche Augenblick kam, und vor diesem demütigen Hirten erschien das Wort des Ewigen. Stellt euch dieses Bild vor, das nie aus meinem Geist verschwinden wird; denn dieses erhabene Beispiel der Demut wird mich ewig bewegen; dass der Herr vor dem Kleinsten im Himmelreich [Lk 7,28],  erschien.

    58. Der Diener stand auf seinen Füssen, und sein Gott verneigte sich vor ihm.[6]

    59. Ich kann euch nicht erklären, selbst wenn ich es wollte, wie sehr mein Geist damit kämpfte, die Schluchzer zu unterdrücken, die (in diesem Moment) meiner Brust entweichen wollten, ergriffen von der Liebesbekundung, die ich (in diesem Moment) erlebte.

    60. Ich sage euch nur, dass ich ― nachdem ich die Erregung, die mich in jenem Augenblick ergriff, beherrscht hatte ― zu Ihm sagte: „Herr, ich bin es, der von Dir getauft und gereinigt werden muss, und Du kommst zu mir?“ [Matth 3,13-15]. Und der Herr antwortete mir: „Lass mich, denn so müssen wir die ganze Gerechtigkeit erfüllen, damit die Schriften erfüllt werden.“[7]

    61. Fast zwanzig Jahrhunderte sind vergangen, und noch immer erschaudert mein Geist bei der Erinnerung an diese erhabenen Augenblicke.

    62. Geliebte Herde: Mögen die Erklärungen, die euch euer Hirte an diesem Gnadenmorgen gegeben hat ― in welchen wir uns gemeinsam Abschnitte aus dem Leben Jesu in Erinnerung gerufen haben ― euch als Ermahnung dienen, seinem göttlichen Beispiel zu folgen, und als Ermutigung, seinen göttlichen Fußstapfen in dieser Welt nachzugehen.

    63. Erinnert euch noch einmal daran, dass Er zu euch sagte: „Was ihr mich tun seht, das könnt auch ihr tun!“

    64. Möge der Friede des Hirten mit euch sein!


    [1] BdWL U. 95,45

    [2] BdWL U. 140,10

    [3] BdWL U. 107,45

    [4] BdWL U. 37,39

    [5] BdWL U. 104,2

    [6] BdWL U. 234,59

    [7] BdWL U. 53,41

  • Der Rat Elias‘ Nr. 10

    Der Rat Elias‘ Nr. 10

    1. Mein Friede und meine Stärke seien unter euch.

    2. Euer Sieg wird aus eurer Vereinigung und eurem Studium hervorgehen, geliebte Herde, und euer Sieg wird den Geist des Friedens hervorbringen, der seine Flügel über das ganze Universum schwingen wird.[1]

    3. Und wo ist der Geist des Friedens, mein Volk? Er ist in euch; Ihr seid der Engel des Friedens, der Engel der Erlösung und der Frohen Botschaft.

    4. Vereinigt euch im Geist und in der Wahrheit, denn ich habe – gleich dem Vater und dem göttlichen Meister – allen euren Gemeinden den universellen Frieden als Gegenleistung für eure Vereinigung versprochen; auch die Liebe und Erlösung der Menschen als Gegenleistung für eure Geschwisterlichkeit und eure geistige Harmonie.[2]

    5. Verwerft alles, was eurem Verstandesvermögen und eurer Körpermaterie entspringt, und ein Hindernis für eure Vereinigung sein mag. Ich verstehe euch, und deshalb gewähre ich euch in diesem Moment ein Schwert der Liebe, und mit diesem Schwert sollt ihr alles besiegen, was Gerede und schlechtes Urteil ist, allen Mangel an Liebe und Nächstenliebe unter euch.

    6. Wenn ihr die Versuchungen besiegt und diese böse Saat, das Unkraut und die Brenn-nesseln ausgerottet habt, werdet ihr sehen, wie frei ihr sein werdet, um dem Vater zu dienen. Ihr werdet euch dann in einem einzigen Gesetz, einer einzigen Erfüllung und einem einzigen Gebot vereinigen, wie es der göttliche Wille des Vaters ist.

    7. Drei Jahre liegen vor euch, drei Jahre, die der Meister euch anvertraut, stellvertretend für die drei Jahre, in welchen Er seine Lehre, sein Beispiel und sein Leiden in der Zweiten Zeit überbrachte.

    8. Diese drei Jahre stehen für die Drei Zeiten, in denen Er sich als Göttliche Dreifaltigkeit auf diesem Planeten Erde bekundete; und Er möchte gemäss seinem Willen im Verlauf dieser drei Jahre sehen, wie ihr sein Gesetz in aller Reinheit ausübt und euch der Welt rein hingebt.

    9. Entfernt von eurem Geist, von eurem Herzen und von eurem Weg alles, was euer Gewissen unrein für euer Wesen und unwürdig für das Werk des Vaters hält. Dann werdet ihr die Starken unter denen sein, die sich in dieser Welt für stark halten, und ihr werdet das gesegnete Vorbild für andere sein können.

    10. Dies ist die Zeit der Vergeistigung, deren Ausübung euch der Vollkommenheit näher bringen wird.

    11. Selig, der mich hört; denn ich komme im Namen des Herrn. [Lk 19,38]

    12. Von den einen empfange ich Tränen, von den anderen die Kälte ihres Herzens, und wieder andere sagen mir: „Hirte, wenn du es wirklich bist, erwecke die meinen zum Leben der Gnade, bringe den Verlorenen zurück, der sich auf dem Weg verirrt hat, lass meine Gattin und meine Kinder heimkehren, denn ich leide in dieser Welt.“

    13. Der Greise spürt die Last seines irdischen Lebens und sagt ebenfalls zu mir: „Hirte, mein Haus leidet unter Schmerzen und Prüfungen, und wahrlich, der Krümel Brot fehlt an meinem Tisch, und die Meinen haben mich vergessen und gehen zugrunde“.

    14. Und der Hirte hört diese Bitten und steigt am Gnadenmorgen zu euren Herzen hinab, um euch zu sagen: Warum verliert ihr den Mut, geliebte Herde, warum fühlt ihr euch bedürftig, wo ihr doch von den drei Mächten genährt werdet, die sich als unerschöpfliches Leben über euch ausgiessen?

    15. Wenn ihr euch in dieser Welt schwach fühlt, was werdet ihr der Menschheit in der Zukunft geben können? Werdet ihr eure Leiden den Menschenscharen vor Augen führen, während sie mit ihren Leiden auf der Suche nach dem Meister sind?

    16. Der Hirte sagt euch jetzt: Alles, worum ihr bittet und was eurem Fortschritt [Matt 7,7] und eurer geistigen Entwicklung dienlich ist, wird euch gewährt werden. Aber bittet nicht um weltliche Reichtümer, denn darin könntet ihr euch verlieren, und der Vater, der alles sieht, weiß genau, was ihr in eurem Leben braucht und was euch an eurem Tisch und in euren Händen fehlt.

    17. Wenn es euch an Glauben in euren Herzen mangelt, dann deshalb, weil ihr nicht zu wachen und beten verstanden habt, weil ihr nicht verstanden habt, eure Sorge vor meinen Geist zu bringen. Und wahrlich, ich sage euch: Ich höre euer Schweigen, und mit meinem Hirtenmantel wische ich eure Tränen ab. Empfangt die Gnade meiner geistigen Hand, die euch vom Vater gewährt wird.

    18. Erhebt euch, denn euer Führer steht vor euch. Befolgt meine Ratschläge, übt sie auf eurem Weg aus, damit morgen, wenn diese Kundgebung aufgehört hat, ihr euch nicht als Waisen des himmlischen Wortes vorkommt, durstig und um Nächstenliebe flehend; und damit, wenn ihr eure Augen zum Firmament erhebt, ihr nicht das Gefühl habt, dass die göttliche Kraft weit weg von euch ist.

    19. All dies will der Hirte nicht für seine Herde, darum bin ich gegenwärtig auf eurem Weg und giesse unsichtbar (meine) Ratschläge auf euch aus. Ich mache mich selbst in eurer Schlafkammer bemerkbar, damit ihr wie die Pflanzen seid, die wieder aufleben, wenn sie vom Vater bewässert werden.

    20. Gleich einem leeren Blatt, öffnet eure Herzen, damit der Meister seine Lehre der Dritten Zeit in sie einpräge. Möge seine Lehre unauslöschlich und unvergesslich in eurem Herzen und in eurem Geist sein.

    21. Gesegnet das Herz, welches das Wort des Herrn auf seinem Weg studiert, denn das Echo der göttlichen Stimme wird in seinem Verstand aufstrahlen, und es wird keinerlei Entfernung geben, die es daran hindert, den Vater in seinem Geist zu spüren.

    22. Die Universelle Mutter nähert sich euch als Fürsprecherin [Joh 19,27], um euch in euren Nöten zu trösten und in euren Prüfungen zu stärken; um ihre mütterliche Zärtlichkeit in den Herzen spürbar zu machen, die sich in dieser Welt einsam fühlen.[3]

    23. Gesegnetes Israel, ich sage euch: Ihr seid der Spiegel des ganzen Universums, und in euch muss sich das Licht des Vaters widerspiegeln.[4]

    24. Ihr seid wie Ton in den Händen des Töpfers [Jer 18,6], und euer Menschenleben besitzt ihr durch göttliche Bestimmung; darum achtet es, sowie das Leben der Anderen.

    25. Große Offenbarungen sind euch mittels des menschlichem Verstandesorgans übergeben worden. Doch größere und wunderbarere sind euch vorbehalten für die Zeit der Zwiesprache von Geist zu Geist, die sich vor euch öffnet.

    26. Bis diese Zeit gekommen ist, betet mit mir, sucht mich in euren Prüfungen, und wenn ihr euch verwirrt fühlt, so ruft mich an.

    27. Euer Herz ist empfindsam geworden für die Liebesbekundungen, die ihr vom Vater empfängt, und ihr versteht es, sein Wort zu deuten.

    28. Die Seher geben Zeugnis davon, was in den Augenblicken geschieht, in denen der universelle Strahl des Vaters zu seinen Kindern herabsteigt, und sie geraten in Verzückung und staunen über die geistigen Wunder, mit denen der Herr sein Kommen in dieser Dritten Zeit begleitet.

    29. Die Scharen von Kranken, die im Verlangen nach göttlichem Heilbalsam kommen, sind geheilt worden; die Armen im Geist haben sich, nachdem sie die Ermutigung des göttlichen Meisters empfangen haben, groß und stark gefühlt ― als Besitzer eines Reiches, das in ihren Herzen wohnt und das ihnen niemand nehmen kann. Und alle diese Wunder geben den Arbeitern Kraft und Mut.

    30. Dennoch gibt es Momente, in denen eure Herzen Überdruss und auch Traurigkeit empfinden. Und was ist der Grund dafür, geliebte Herde? Weil ihr das Wort des Meisters nicht gründlich studiert und erforscht habt, und weil ihr das Gesetz, das der Herr in eure Hände gelegt hat, nicht sorgfältig beachtet habt.

    31. Wenn ein Moment des Schmerzes oder der Traurigkeit über euch kommt, dann erinnert euch an ein einziges göttliches Wort des geliebten Meisters, und ihr werdet spüren, wie im nächsten Augenblick alle Traurigkeit aus eurem Herzen verschwunden sein wird; und dann werdet ihr euren Geist zum unendlichen Thron des Herrn erheben.

    32. Helft euren Geschwistern und Mitmenschen mit dem Gebet und durch euer tugendhaftes Vorbild auf dem Lebensweg; denn wenn ihr nicht wacht, wird euer Gebet wenig Wirkung haben.

    33. Es ist an der Zeit, dass ihr eure Geschwister lehrt, wahren Frieden im Herzen und im Geist zu empfinden, und zu diesem Zweck ist es notwendig, dass ihr alles von eurem Weg entfernt, was euch unnötigerweise Schmerzen bereitet und euch verstören kann.

    34. Doch wie soll sich eurer Geist zur Auftragserfüllung erheben, wenn ich ihn hungrig und durstig nach den Dingen der Erde vorfinde?

    35. Geliebte Herde, vergesst nicht die gesegnete Lehre des Herrn [Neh 10,28-29], befolgt sein Gesetz und lebt seine Gebote. Vergesst nicht den Eid, den ihr dem Vater geschworen habt.

    36. Studiert, erforscht, versteht und lebt, was ihr verstanden habt.

    37. Vergesst nicht, was der Meister euch gesagt hat: Ihr denkt, weil ihr Verstand habt, dennoch verstehen nicht alle; ihr seht, weil ihr Augen habt, dennoch haben nicht alle gelernt, die Dinge des Geistes zu schauen [Mk 8,18]; ihr hört, weil ihr Ohren habt, dennoch vernehmen nicht alle das Wort des Vaters.

    38. Alle suchen in Zeiten der Not und der Bedrängnis, alle flehen um Hilfe, und selbst jene, die an der Gegenwart des Heiligen Geistes zweifeln, strecken ihre Hände aus, um Nächstenliebe zu erhalten. Und wahrlich: Wer hat um etwas gebeten, und nicht empfangen? Wer war schon mal in Not, dem sie nicht gestillt wurde?

    39. Ich bereite den Geist der Menschheit vor und biete ihr den Frieden an, denn ihre Augen vergießen Tränen, und ich bitte den Vater, mir zu gewähren, euch ganz nahe zu sein: in der Ecke des Schlafgemachs oder am Bett des Kranken, in der Zelle des Gefangenen oder an den Orten des Schmerzes ― dort bin ich, erfüllt mit dem Licht des Heiligen Geistes, um euch zu leiten und euch aufzurichten. Erkennt mich und seid demütig gegenüber meiner Stimme, das ist alles, was ich von euch verlange.

    40. Ich erwecke euch, Menschheit, ich vergebe und segne euch. Ich gebe jedem meine Liebe und mein Licht, empfangt es.

    41. In diesem Moment habe ich den Gläubigen und den Ungläubigen, den Ersten und den Letzten, den Jünger und den Laien vor des Meisters Füsse gebracht, denn alle Geistwesen sind vollkommen vor der Liebe des Vaters.

    42. Dankt dem Herrn, gesegnete Schafe, weil euer Geist die Hindernisse und Wechselfälle des Lebens überwunden hat, und ihr vor die Tafel des Herrn gelangt seid. Dankt dem Vater, weil ihr das Brot des Lebens und den Wein der Gnade gekostet habt.

    43. Der Friede des Hirten sei mit euch!


    [1] BdWL U. 126,32

    [2] BdWL U. 60,66

    [3] BdWL U. 110,62

    [4] BdWL U. 100,75

  • Die Türe unseres Herzens öffnen

    Die Türe unseres Herzens öffnen

    Autor: Elias Gutierrez

    Unser Vater hat Seine Herzenstür immer offen, wir nicht.

    05-140.18 Die Türen meines Herzens stehen offen, damit ihr eintretet und mein Wort studiert.

    Zu allen drei Zeiten hat unser Vater an die Tür unseres Herzens geklopft, damit wir Ihm öffnen und mit Ihm Zwiesprache halten, aber unsere Körperlichkeit erlaubt uns nicht, diesen Ruf zu hören. Der Schleier, der unsere Körperlichkeit darstellt, hat uns diesen Ruf nicht sehen, hören oder fühlen lassen. Unser Vater hat auch durch die Natur zu uns gesprochen, und wir haben es nicht verstanden, Ihn dadurch zu vernehmen.

    11-336.29 Öffnet die Tür eures Herzens und lasst mich eintreten, damit ihr in euren Leiden getröstet werdet. Ich, der Herr der Wesen und der Welten komme mit der Demut eines Bettlers zu euch, und meine einzige Bitte, meine flehentliche Bitte ist, dass ihr einander liebt. Denn durch euer Verständnis und eure Einsicht werdet ihr Mich lieben und verehren.

    04-097.50 Studiert und wirkt, Jünger. Bedenkt, dass Ich mit Beharrlichkeit an die Türen eurer Herzen geklopft habe, bis ihr Mir geöffnet habt. Ich spreche zu euch manchmal in bildlichem Sinne, aber immer tue Ich es mit der gleichen Einfachheit, mit der ihr sprecht. Dies deshalb, weil mein Wort jetzt das erklärt, was Ich euch einst in Gleichnissen gab und was ihr darum nicht in seinem wahren Sinn zu verstehen vermochtet. Warum auf dunklen Wegen gehen, wenn Ich euch mit meinem Worte einen leuchtenden Pfad gezeigt habe?

    04-083.48. Der Zweck meiner Kundgebung ist, euren Geist vom Pfade des Leidens abzubringen. Ich habe eindringlich gerufen, bis ihr die Tür eures Herzens geöffnet habt; dann konnte Ich euch die Zärtlichkeit meines Segens und meines Friedens fühlen lassen, und ihr habt ausgerufen: Wie nahe war mir der Herr!

    Unser Vater, der um den körperlichen Schleier weiß und unsere Begrenztheit in der Kommunikation mit Ihm kennt, hat einen Weg gesucht, um trotz dieses Schleiers mit uns zu kommunizieren.

    Deshalb gab Er uns in der Ersten Zeit sein Wort gegeben und offenbarte uns sein Gesetz durch die Propheten, damit sie uns persönlich sagen konnten, was wir nicht in der Lage waren, direkt von Gott zu erfahren. Doch anstatt auf seine Boten, die Propheten, zu hören, wurden sie zum Schweigen gebracht und von denen getötet, die auf sie hätten hören sollen.

    In der Zweiten Zeit sandte Unser Vater Seinen geliebten Sohn, um uns persönlich zu lehren und uns zu zeigen, wie wir die Tür unseres Herzens öffnen können, um mit Ihm und mit anderen in Verbindung zu treten. Doch anstatt den Lehren des göttlichen Meisters Aufmerksamkeit zu schenken und sie zu praktizieren, zeigten die Menschen durch ihr Verhalten, dass sie Ihn nicht verstanden hatten, und sie töteten Ihn. Nur seine Apostel und ihre Anhänger hörten auf ihn und zeigten, dass sie ihre Lektion gelernt hatten, indem sie ein lebendiges Zeugnis für sein Wort ablegten; doch auch die Apostel wurden verachtet und hingerichtet.

    12-364. 44. In der Zweiten Zeit kam Ich als „Wort“ des Vaters, um Mensch zu werden und Mich bei den Menschen kundzutun.

    45. Es war ein Gebot des Vaters und musste in Erfüllung gehen. Es war notwendig, mit den Menschen selbst zusammenzuleben, um ihnen meine Lehre und meine Wahrheit zu bringen. Mein Wort offenbarte sich in Essenz, Präsenz und Macht, um an die Tür der Herzen zu klopfen und sie zu öffnen.

    07-177. 61. Es ist lange her, dass Ich unter euch gewesen bin, und Ich klopfe noch immer an die Türen eurer Herzen, damit ihr euch liebt.

    Der Vater weiss, dass wir in dieser Dritten Zeit aufgrund unserer geistigen Entwicklung Fortschritte beim Verständnis seines Wortes gemacht hat. Doch Er weiss auch, dass wir immer noch limitiert sind, um Ihm zuzuhören und Ihm die Türen unseres Herzens zu öffnen und mit ihm zu speisen.

    Es ist offensichtlich, dass wir dazu neigen, uns nur auf das zu verlassen, was wir an Wissen in unserem Gehirn angesammelt haben, und dass wir alle Antworten aus dem Gehirn bekommen wollen.

    Deshalb kam Er in dieser Zeit, um direkt über das menschliche Verstandesorgan der Stimmträger zu kommunizieren, und brachte uns erneut Sein Wort, in dem Er uns deutlich zeigt, wie wir die Fähigkeit entwickeln können, auf die Rufe zu hören, die Er an die Tür unseres Herzens richtet, so dass wir nun die Tür öffnen und von Geist zu Geist mit Ihm Zwiesprache halten können.

    In Seinem Wort hat Er uns alles Nötige zurückgelassen, damit wir, wenn wir es studieren, es in unser Gehirn einprägen und sie in die Tat umsetzen und schließlich die Fähigkeit entwickeln, die Tür unseres Herzens zu öffnen und uns mit Ihm zu verbinden und mit Ihm zu speisen. 

    02-050.64 Ich bin gekommen, um Mich ein weiteres Mal in dieser Welt zu offenbaren und der Menschheit begreiflich zu machen, dass Ich Mich nicht auf einer Himmelshöhe befinde, die ihr nicht erreichen könnt. Ich lehre euch die Form, euren Geist durch das Gebet zu erheben, bis ihr meine Gegenwart findet und euer Geist durch ein dem Guten geweihtes Leben meiner Göttlichkeit näher bringt. Nur wer in meinem Gesetze lebt, weiß, dass Ich tatsächlich im Menschen bin, und dass dies kein bildlicher Ausdruck ist.

    02-050.4. Ihr müsst euch zubereiten, denn der Augenblick ist sehr nahe, in dem Ich Mich in eurem Geist fühlbar machen werde. Ich werde zu euch kommen und an die Türe eines jeden Herzens klopfen: Selig, wer Mir Herberge zu geben versteht. Die einen werde Ich um Brot bitten, andere um Wasser, wie euch mein Jünger Johannes weissagte: „Siehe, Ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören und die Türe auftun wird, zu dem werde Ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit Mir.“

    In seinem Wort sagt Er uns, dass wir, um diese Fähigkeit zu entwickeln, zuerst unser Herz von allem reinigen müssen, was dort nicht sein darf. 

    Warum sollen wir unser Herz reinigen? Weil unser Herz mit allem erfüllt ist, was dort nicht hingehört: Habgier, Ehebruch, Rache, niedrige Leidenschaften, Groll, Neid, Eitelkeit, Exzesse, Lügen, Gewalt, böser Wille, Missverständnis, Stolz, Egoismus, Gemeinheit, Hochmut, Arroganz, Faulheit, Unversöhnlichkeit, Missverständnis, Lästerung, Opferrolle, Selbstbeschuldigung, Hoffnungslosigkeit, Wut, Verachtung, Beleidigung, Respektlosigkeit, Jähzorn, Unkooperativität, Grobheit, Falschheit, Verleumdung, Dummheit, Sturheit, Schlampigkeit, Negativität, Materialismus, Unwissenheit, Fanatismus, Götzendienst, Hass usw. , usw. All diese Fehler befinden sich bzw. schwingen in unserem Seelengewand und sind wie Flecken, die das Licht, das von unserem Geist ausgehen sollte, überschatten. Sie stellen Hindernisse dar, die uns daran hindern, mit Gott Zwiesprache zu halten, und solange wir unser Herz nicht von all diesen Fehlern gereinigt haben, werden wir nicht in der Lage sein, die Stimme des Vaters zu hören.

    Wir müssen unser Herz reinigen, denn unser Vater, der sich bereits im Herzen unseres Geistes manifestiert und durch unser Gewissen zu uns spricht, möchte sich auch im Herzen unserer Seele und im Herzen unserer Körpermaterie manifestieren und sie mit Liebe zum Schwingen bringen und sie mit dem tiefsten Teil unseres Geistes und mit seinem eigenen göttlichen Herzen synchronisieren und dort in unserem Herzen bleiben und dort seinen Wohnsitz nehmen und sich von dort aus manifestieren und mit uns selbst, mit anderen, mit der Natur und mit der gesamten Schöpfung Zwiesprache halten.

    08-224. 4. Erhebt euren Geist, reinigt euer Herz und tretet in einem Akt der Liebe zu meiner Göttlichkeit in geistige Gemeinschaft mit Mir. Ich werde meine Wohltaten auf euch ergießen.

    05-122.50. Die Wahrheit sucht immer reine Herzen, um sich offenbaren zu können. Reinigt das eure, damit dies Licht in den Worten, in den Gedanken und in den Werken meines Volkes ist.

    05-122.68. Wacht und betet, macht euer Herz frei vom Materialismus, reinigt es von eigennützigen Interessen und von Leidenschaften. Studiert meine Unterweisung, damit ihr in dieser Stunde nicht gleichgültig seid und ihr mit mutiger Rechtschaffenheit den nächsten Schritt tun könnt.

    10-284. 22. Wollt ihr Mich mit dem Geist vernehmen, damit er sich nährt und die Essenz dieser Unterweisung nutzt? Dann reinigt euer Herz, klärt euren Verstand und lasst zu, dass euer Gewissen euch führt. Ihr werdet dann erleben, wie in eurem Wesen eine Umwandlung wirksam zu werden beginnt — nicht nur geistig, sondern auch moralisch und körperlich. Jene Erhebung, welche der Geist nach und nach durch die Erkenntnis erringt — jene Reinheit, die er allmählich erreicht, wird sich in den Gefühlen des Herzens und in der Gesundheit des Körpers widerspiegeln.

    23. Die Leidenschaften werden immer schwächer werden, die Laster allmählich verschwinden, der Fanatismus und die Unwissenheit werden immer mehr dem echten Glauben und den tiefen Erkenntnissen in meinem Gesetz weichen.

    24. Wenn ihr wünscht, von den Menschenscharen angehört zu werden, und dass euer Wort überzeugt und bewegt, so sucht die Art und Weise, dass dieses Wort in den Geist eurer Zuhörer dringt. Doch wie erreicht man, dass es in das Herz eurer Geschwister eindringt und ihren Geist beeindruckt und erweckt? Es ist sehr einfach, das Geheimnis besteht darin, dass ihr euch immer an die Wahrheit haltet und mit euren Liebeswerken Zeugnis ablegt.

    12-351. 78. Ich gebe euch das Licht meines Heiligen Geistes, damit ihr nicht im Dunkel versinkt. Ich habe zu euch gesprochen, damit ihr Mir in eurem Herzen Wohnung gebt und es in ein Heiligtum meiner Göttlichkeit verwandelt.

    03-068.29 Sorgt dafür, dass Ich die Wohnung in euren Herzen vorbereitet finde, dass dort mein Tisch ist und auf ihm das Brot. Ich will, dass ihr euch von meiner Liebe umworben fühlt, wie Ich es bei dem sanftmütigen Johannes tat. — O Menschen, bereitet euch innerlich zu und findet zu wahrer geistiger Wachsamkeit, damit ihr das Göttliche nicht entweiht und ihr es sich offenbaren lasst. Erkennt, dass ihr meinen göttlichen Strahl in eurem Verstande empfangt, obwohl er noch voller Sünden und Leidenschaften ist. Wenn ihr Mich in der Zweiten Zeit unter Schlägen und Spott ein Kreuz tragen ließet, so lasst Mich heute in euren Herzen wohnen.

    05-114.30 30. Ich bereite meine Heimstätte im Innern der Menschen — sowohl in denen, die Mich lieben, als auch in denen, die Mich nicht kennen, damit mein Licht euren Geist als Reich hat. Erkennt mein Licht, das zur Offenbarung und Lehre geworden ist. Es ist die Botschaft des verheißenen Trösters − Jenes, von dem Ich euch ankündigte, dass Er kommen würde. Der lange Zeit Erwartete ist nun da, Er wartet nur noch darauf, dass das schlummernde Herz der Menschen erwacht, um in ihnen wie das Licht einer neuen Morgenröte zu erstrahlen. Dann werdet ihr erkennen, dass trotz der inzwischen verstrichenen Zeit die Wahrheit immer noch dieselbe ist, weil sie unwandelbar ist. Die Wahrheit ist Gott und einen Beweis dafür könnt ihr in der Natur finden, einer der vielen Äußerungen eures Schöpfers. Und so, wie Ich Mich durch die Natur zeige, so möchte Ich Mich auch in euch offenbaren.

    01-003.31. Heute komme Ich im Geiste, und wahrlich, Ich sage euch: Manche meinen, dass Ich euch in den ersten Zeiten näher war als heute. Sie irren sich, weil Ich Mich euch mit jedem Kommen immer mehr genähert habe. Erinnert euch, dass Ich Mich in der Ersten Zeit auf einem Berge niederließ und euch von da aus mein in Stein gemeißeltes Gesetz herabsandte. In der Zweiten Zeit verließ Ich die Bergeshöhe und stieg in eure Täler hinab, indem Ich Mensch wurde, um unter euch zu leben. Und in der heutigen Zeit habe Ich, um euch noch näher zu sein, euer Herz zu meiner Wohnung gemacht, um Mich dort kundzutun und von seinem Innern aus zu den Menschen zu sprechen.

    Wenn all diese schlechten Gesinnungen und Gefühle im Herzen existieren, in welchem Teil unseres Wesens befinden sich dann die guten Einstellungen, die guten Sehnsüchte, die Tugenden, die guten Gefühle, die Liebe, die Nächstenliebe, das Mitgefühl, die Mäßigung, das Verständnis, die Barmherzigkeit, der Glaube, der Gehorsam, die Bereitschaft, die feste Absicht, die göttlichen Gesetze zu befolgen?

    Die guten Gesinnungen und die Sehnsucht, die Tugenden zu entwickeln, sind ursprünglich in unserem eigenen Geist zu finden, und seine Hauptaufgabe besteht darin, Seele und Körper der Führung des Geistes gefügig zu machen und damit zu beginnen, bei der Manifestation all dieser guten Gefühle durch den Körper zusammenzuarbeiten, Und dann beginnt das Zentrum unserer Seele und unseres Körpers, also unser Herz, diesen guten Gefühlen Platz zu machen und alle Gefühle, die außerhalb des Gesetzes schwingen, zu vertreiben, und so beginnt er, den Raum für die Wohnung unseres Vatergottes freizumachen, und dann beginnen wir, die Gegenwart des Vaters in uns zu spüren, in uns selbst, in unserem eigenen Herzen.

    01-001.47. Fühlt Mich euch sehr nahe; Beweise dafür gebe Ich euch in den schweren Augenblicken eures Lebens. Es war mein Bestreben, dass ihr aus euren Herzen meine Wohnung bereitet, um darin meine Gegenwart zu fühlen.

    48. Wie kommt es, dass ihr Mich nicht fühlen könnt, obwohl Ich in euch bin? Einige sehen Mich in der Natur, andere fühlen Mich nur jenseits aller Materie; aber wahrlich, Ich sage euch, dass Ich in allem und überall bin. Warum sucht ihr Mich immer außerhalb von euch, wenn Ich Mich auch in euch befinde?

    49. Als Ich euch sagte, wer Ich bin, habt ihr die Stimme, die zu euch sprach, weder gehört noch verstanden, und als ihr Mich gesehen habt, wusstet ihr nicht, wen ihr vor Augen hattet. Dies war der Beweis eures Mangels an geistiger Empfindsamkeit.

    Wenn unser Vater uns sagt, dass er in jedem von uns ist, ist das keine Metapher, sondern eine buchstäbliche Realität, die viele von uns nicht verstehen, weil wir sie mit unserem Verstand erforschen, aber nicht mit dem Geist fühlen oder mit dem Herzen leben, und wir denken, dass es etwas sehr Schönes und Romantisches ist, aber dass es nur eine Metapher ist.

    02-055. 64. Ich bin gekommen, um Mich ein weiteres Mal in dieser Welt zu offenbaren und der Menschheit begreiflich zu machen, dass Ich Mich nicht auf einer Himmelshöhe befinde, die ihr nicht erreichen könnt. Ich lehre euch die Form, euren Geist durch das Gebet zu erheben, bis ihr meine Gegenwart findet und euer Geist durch ein dem Guten geweihtes Leben meiner Göttlichkeit näher bringt. Nur wer in meinem Gesetze lebt, weiß, dass Ich tatsächlich im Menschen bin, und dass dies kein bildlicher Ausdruck ist.

    Jede falsche Gesinnung, die wir in unserem Herzen hegen, zusammen mit vielen der Prüfungen, die wir anziehen, und der negativen Einstellung, mit der wir sie verarbeiten, stellen symbolisch wie Flecken dar, die sich verdunkeln, wenn wir Fleck auf Fleck ansammeln, wird es symbolisch wie ein Schorf um das Herz ist und es verhärtet ist. Das Ergebnis ist, dass wir unser Herz vor dem Geistigen verschließen, das sich manchmal in einen Felsen verwandelt, aber das Wort des Vaters hat den Vorteil, dass es aus diesem Felsen eine unerschöpfliche Quelle hervorbringt, die unseren eigenen Durst löscht und einen Fleck nach dem anderen von dem Schorf in unserem Herzen reinigt.

    01-001. 54. Dennoch stoße Ich diese kleinen Kinder, deren Verstand und Herz verhärtet ist, nicht von Mir. Ich unterwerfe sie großen Prüfungen und lasse sie mein Wort gründlich fühlen. Wenn sie sich beugen, haben sie gesiegt; wenn sie sich auflehnen, müssen sie von neuem in die Irre gehen und auf eine andere Gelegenheit warten.

    01-002. 39.     Aus dem unfruchtbaren Felsen eures Herzens habe Ich einen unerschöpflichen Quell hervorsprudeln lassen, auf dass ihr trinken möget und euch nie mehr dürste.

    02-050. 2. Diese Stimme, die euch ruft, ist die des Göttlichen Meisters; dies Wort ist von Dem, der alles geschaffen hat. Wer Macht hat, alles zu tun, wird den Stein eures Herzens in ein Heiligtum der Liebe und Erhebung verwandeln und wird das Licht entzünden, wo nur Finsternis war.

    01-001. 52. Wie viele durch die Prüfungen des Lebens hart gewordene Herzen haben sich von der Sanftmut meines Wortes überwunden gefühlt. Sie haben empfunden, dass sie Trost finden, gesund werden und zu neuem Leben erwachen. So kommt es, dass jene, die Mir nachfolgen, meiner Macht und Liebe zuschreiben, was sie empfangen haben, und ihr Geiste kann sich nicht mehr von Mir trennen, weil ihr Herz voll Dank und Liebe ist und sie das reine Weiß ihres geistigen Gewandes nicht gegen die königlichen Gewänder des reichsten Monarchen eintauschen würden.

    In dieser Zeit ist das Land, das Israel kultivieren muss, das Herz der anderen, dort muss der Same abgelegt werden, er kann ihnen Trost und Frieden bringen, er kann ihnen helfen, in der Tugend zu bleiben, die Kraft des Vaters zu empfangen, um die größten Prüfungen zu überstehen, und das wird die beste Gabe sein, die wir dem Vater geben können.

    01-002. 40.     Heute werde Ich euch keine Äcker in der Welt geben, um sie zu bestellen. Ihr werdet eure Äcker in den Herzen finden. Einige haben gerade mit der Bestellung begonnen, andere sind dabei, ihre Aussaat zu beenden.

    01-002. 52.     Während die Menschheit sich in dieser Zeit reinigt und weint, werdet ihr durch mein Wort vorbereitet, um den Herzen Trost und Frieden zu bringen. Das Leid wird wie ein Schmelztiegel sein, in dem die Geister sich läutern wird, um sich würdig zu machen, zu Mir zu kommen. Alle haben meine Kraft erhalten, und in den größten Prüfungen werden sie vorankommen.

    01.002.48………….. Ihr stellt Mir die gesegneten Kinder vor Augen und bittet Mich, dass Ich um deren Unschuld willen eure Sünden vergebe. Darauf antworte Ich euch: Wenn ihr es versteht, ihr Herz zu pflegen und sie in der Tugend zu bewahren, werde Ich eure Opfergabe annehmen.

    Manchmal versteckt sich unser Vater in den Herzen der Bedürftigen, die an unsere Tür klopfen. In den Herzen der Armen, der Kranken, der Geschlagenen, der Traurigen.

    01-002. 68.     Ihr sagt Mir: „Meister, wie ist es möglich, dass Du vor unseren Türen als Bedürftiger erscheinst?“ Doch Ich sage euch: Wundert euch nicht, und haltet es nicht für unmöglich. Ich werde verborgen im Herzen der Armen, Kranken, Besiegten und Trauernden kommen, um an die Tür eurer Barmherzigkeit zu klopfen. Siehe, Ich sage euch: Werdet still in eurem Sinn und Geist, damit ihr die Lehre nützen könnt, die Ich euch brachte.

    01-002. 73.     Meine Liebe wird die Härte eures Herzens überwinden. Wie in jener Zweiten Zeit steht das Tor zum Heil offen. Kommt und beschreitet durch dasselbe den Weg, der euren Geist in das Gelobte Land führen wird.

    Wenn Egoismus, Heuchelei, Eitelkeit und Materialismus in unseren Herzen wohnen, müssen wir sie entfernen, um Platz für die Nächstenliebe zu schaffen, die keinen Lohn erwartet.

    01-002. 85.     Dann werdet ihr erleben, wie die Selbstsucht, die Heuchelei, die Eitelkeit und der Materialismus unmerklich aus euren Herzen weichen werden, und stattdessen werdet ihr wahre Nächstenliebe auszuüben beginnen, die keinerlei Belohnung erwartet.

    01-003. 31. Heute komme Ich im Geiste, und wahrlich, Ich sage euch: Manche meinen, dass Ich euch in den ersten Zeiten näher war als heute. Sie irren sich, weil Ich Mich euch mit jedem Kommen immer mehr genähert habe. Erinnert euch, dass Ich Mich in der Ersten Zeit auf einem Berge niederließ und euch von da aus mein in Stein gemeißeltes Gesetz herabsandte. In der Zweiten Zeit verließ Ich die Bergeshöhe und stieg in eure Täler hinab, indem Ich Mensch wurde, um unter euch zu leben. Und in der heutigen Zeit habe Ich, um euch noch näher zu sein, euer Herz zu meiner Wohnung gemacht, um Mich dort kundzutun und von seinem Innern aus zu den Menschen zu sprechen.

    Nur unser göttlicher Vater weiß, was jeder von uns in seinem Herzen trägt.

    Wir mögen traurig, durstig, krank oder müde sein, wir mögen uns ungeliebt und heimatlos fühlen, aber wenn wir unsere Herzen öffnen, um unseren Vater hereinzulassen, wenn er an unsere Tür klopft, lösen sich alle Sorgen auf und unsere Herzen werden von Licht und Freude durchflutet.

    01-004. 25. Nur Ich sehe das, was jedes Herz birgt, ohne dass irgendjemand es kennt. Ich finde traurige, durstige, kranke oder müde Schäfchen; Geschöpfe ohne Liebe und ohne Heim, die dennoch, wenn sie Mich hören, sagen: „Ich bin glücklich, wenn Ich dem Göttlichen Meister zuhöre, weil sich dann alle meine Kümmernisse verflüchtigen und mein Herz von Licht und Freude überfließt.“

    01-004. 36. Aber es gibt auch solche, die Mich suchen und doch nicht finden, weil sie es dort tun, wo Ich nicht sein kann. Diese beginnen dann sogar an meinem Dasein zu zweifeln, ohne zu wissen, dass sie Mir ganz nahe sind, dass Ich in ihnen selbst bin.

    01-004.37 37. Sie finden Mich in ihrem eigenen Herzen nicht, weil sie wie verschlossene Tempel sind. Der Friede und das Licht, das in ihnen ist, blieb verborgen. Doch dort ist das wahre Heiligtum, in dem Ich wohne und darauf warte, dass ihr eintretet, um zu euch von tiefen Offenbarungen zu reden und euch den Grund vieler Geheimnisse zu erklären…

    01-007. 2. Der Thron, den Ich bei euch suche, ist euer Herz, und in ihm werde Ich Mich niederlassen, wenn es Mich ohne Abgötterei oder Fanatismus anzubeten versteht.

    01-007. 23. Wenn ihr Mich finden wollt, so sucht Mich in der Stille, in der Demut eures inneren Tempels, und dort werdet ihr in Verbindung mit meinem Geiste sein, und Ich werde Mich von euch geliebt und verehrt fühlen.

    01-010. 46. Mein Wort dringt in euer Herz wie der Weizen in fruchtbares Erdreich, und wenn ihr es empfangt, müsst ihr es zum Blühen und sich vervielfältigen bringen.

  • Der Rat Elias‘ Nr. 9

    Der Rat Elias‘ Nr. 9

    1. Oh gesegnete Herde, wieviel Freude ist in Mir, eurem Hirten, wenn Ich euch wie früher in der Zweiten Zeit vereinigt und versammelt vorfinde. [Mt. 6:34] Wie groß war damals die Freude des Meisters, als Er die Herzen der Menschenscharen empfing, die sich um Ihn und sein gesegnetes Wort versammelten!

    2. Einige folgten Ihm im Glauben, andere gingen zu Ihm, um zu sehen, was der Meister ihnen gewähren würde [Lk 20,1-8], und wieder andere traten vor den Messias, um Ihn zu prüfen und Ihn auf die Probe zu stellen.

    3. Heute wie gestern reinige ich den Weg, berühre die Herzen und rufe sie zur Umkehr auf; ich sehe, dass in den Heimen kein Friede herrscht, und ich treffe in eurer Gemeinde, welches mein Heim ist, den Ungehorsam.

    4. Euer Hirte möchte in eurem Heim keinen Unglauben vorfinden. Ihr habt mein strahlendes Licht, um euch mit meinem guten Rat zu erleuchten und so die Dunkelheit aus eurer Mitte zu vertreiben.

    5. Einige von euch wandeln im Gehorsam, andere zwischen Zweifel und Glauben.

    6. Wie wollt ihr Frieden in eurem Herzen tragen, wenn ihr ihn nicht im Schoß eures Heimes und im Universum findet?

    7. Erkennt in eurem Leben den Herrn, der gekommen ist, um euren Geist zu retten. Die Herzen werden sich erneuern, wenn sie den Schmerz und die großen Prüfungen, die kommen werden, mit Sanftmut anzunehmen verstehen.

    8. Wer sonst kann euch heilen als euer eigener Gott und Herr, der euch sein unendliches Wort bringt? Es ist göttliches Wort, und kommt, um den Geist aufzuerwecken.

    9. Welche Erhebung und Reinheit des Herzens könnt ihr eurem Vater darbringen, wenn ich sehe, dass zuweilen Eltern ihre Kinder verkennen und Kinder ihre Eltern?

    10. Ihr wisst nicht, durch die Prüfungen, die ihr gehorsam annehmt, oh Volk, das ganze Universum (Gutes) erhalten wird. Wandelt weiter auf dem Weg mit Gehorsam und Freude, und so werdet ihr Frieden und Glücksgefühle im Geist haben.

    11. Wenn ihr für den Frieden der Völker betet, was könnt ihr den Vater bitten, dass er euch nicht gewähren möge?

    12. Durch euch wird Frieden sein, durch euch werden die Wohlgefälligkeiten über die verschiedenen Völker ausgegossen werden; daraufhin werden sie sich aufrichten und unserem Vater Hosianna singen, Dem, der ewig ist![1]

    13. Wenn die Versuchung an euch herantritt, so weist sie mit aller Kraft zurück und ruft mich an ― und mein Licht wird nicht zulassen, dass sich schlechte Gedanken in euch festsetzen; wie gebrechlich finde ich euch manchmal vor!

    14. Denkt daran, dass die Versuchung und die Finsternis ihre eigene Aufgabe zu erfüllen haben [Jak 2,19], und deshalb müsst ihr wachsam bleiben.

    15. Wenn es euch schwerfällt, euch in eurem Geist zu erheben, werde ich euer Herz berühren, um zu verhindern, dass ihr in den Abgrund fällt; aber dazu müsst ihr Glauben haben, und so werdet ihr jegliche Versuchung besiegen, die sich in eurem Verstand einnisten und ihn überfluten kann.

    16. Es ist nicht der Wille meines Vaters, dass in euren Gemeinden Spaltungen und Konflikte zwischen Geschwistern bestehen noch, dass Eltern und Kinder sich gegenseitig verkennen.

    17. Für Momente vergieße ich meine Tränen, wenn ich die Verwirrung in meiner Herde sehe, und werfe mich zu Füßen des Meisters, um für meine Schafe um Vergebung zu bitten, denn ich will nicht, dass sie verloren gehen, noch dass sie abgleiten und in den Abgrund fallen.

    18. Es wird keine andere Zeit für euch geben, dies ist die letzte Zeit, und deshalb müsst ihr euch in Gedanken und im Gebet vereinigen. Die Zeit drängt, sie ist bereits sehr kurz. Ihr, die ihr vom Weg abgewichen seid, kehrt auf ihn zurück ―ich habe euch den Weg geebnet und bereit gemacht.

    19. Wenn ihr meinen Rufen nicht folgt, werden euch die Naturelemente, die dem Herrn gehorsam sind, mit mächtiger Stimme rufen. Richtet euch nach dem göttlichen Auftrag des Herrn, damit, wenn die Zeit gekommen ist und der Vater euch den Befehl gibt, ihr euch erhebt, und auf einem Weg geht, der frei von Verwirrung und Dunkelheit ist, erleuchtet vom hellen Leuchtfeuer.

    20. Verlangt nicht mehr nach dem breiten Weg, kehrt auf den schmalen Weg zurück. [Mk 7,13-14] Seht, meine Füsse haben auch geblutet, denn es ist meine Pflicht, meinem Herrn eine Herde zu präsentieren, die so rein und weiß ist wie die Schneeflocken.

    21. In Zukunft werdet ihr meine vermenschlichte Stimme nicht mehr vernehmen, aber wenn ihr euch vorbereitet, werdet ihr in den Zeiten der Zwiesprache von Geist zu Geist sehr viel empfangen.

    22. Tragt immer das Wort des Hirten in euch, und ihr werdet euch im Haus meines Vaters wiederfinden, indem ihr eure Körpermaterie mit der Stärke eures Geistes beugt.

    23. Die gesegneten Kinder beschütze ich, und ihr, meine Herde, müsst euch ihnen nähern, um sie zu liebkosen und sie vor der Verwahrlosung retten. Helft Maria, der keuschen Braut, die als Universelle Mutter diese hilflosen Kinder ebenfalls liebkost und beschützt, und sie unter ihren liebevollen Mantel nimmt.

    24. Weh dem, der den Frieden meines Herrn verschmäht, denn der Schmerz wird ihn reinigen, und der Hirte will dies nicht für seine Schafe.

    25. Wandelt gehorsam wie kleine Schafe und werdet nicht zu Böcken [Mt 25,32-33], die Elias, euren Führer und geistigen Hirten, so sehr leiden lassen.

    26. Ihr seid die Kleinen, die sich beim Wandeln auf der Erde die Füße an den Steinen des Weges verwunden, ihr seid jene, die sich noch unter dem Schutz des Lebensbaumes ernähren und schlafen, und ihr fangt gerade erst an, die Gnade zu schmecken, die euch die unendliche Liebe unseres Vaters gewährt.

    27. Ihr lebt in der Zeit, in der der Vater voller Wohlgefallen kommt, um euch sein göttliches Wort zu geben, damit ihr es mit eurem Geist und eurem Herzen ergründen könnt.

    28. Meine Gesegneten, ich sehe in diesem Augenblick euren Geist, der voller Bitterkeit und Schmerz zu mir sagt: „Hirte, lindere unseren Schmerz“. Ja, geliebte kleine Schafe, ich habe eure klägliche Stimme gehört und sage euch: Fürchtet euch nicht vor dieser Welt, fürchtet euch nur, auf den falschen Wegen zu gehen, die euer freier Wille eingeschlagen hat.

    29. Ihr trägt das Gesetz des Vaters in eurem Gewissen; leitet damit euer Herz, damit Ruhe in ihm sei und Liebe und Licht in eurem Geist.[2]

    30. Ich bin der Lichtträger des Heiligen Geistes, und siehe, zu allen Zeiten bin ich vor euch gewesen, in der Ersten Zeit ebenso wie in der Zweiten und jetzt in der Dritten.[3]

    31. Der Herr hat mich als Vorläufer gesandt, um euch den Weg zu lehren und eure harten Herzen empfindsam zu machen, damit ― wenn Er euch besucht ― eure Herzen nicht hart wie Stein seien, sondern ihr die göttliche Liebe in euren Geschwistern offenbart.

    32. Der Vater breitet seinen Mantel der Barmherzigkeit jeden Augenblick über euch aus. Dies habt ihr bemerkt, als ihr voller Angst wart. Und als ihr euch reinen Herzens der Erfüllung seiner Lehre gewidmet habt, dann hat der Herr euch mit einem Funken Hoffnung gestärkt.

    33. Als ihr krank wart, hat Er Sich euch als Arzt der Ärzte genähert und hat einen Tropfen seines kostbaren Heilbalsams in eure Wesen gegeben.

    34. Demjenigen, der das Gesetz übertreten hat, ist eine liebevolle Hand entgegengekommen, um ihn zu führen und ihn mit dem Licht des Gewissens zu erleuchten, damit er sich selbst beurteilen kann; denn ihr wisst ja, in jedem von euch ist das Licht des Gewissens.

    35. Erkennt also eure Aufgabe, seid nicht der törichte Pilger, wollt nicht nach Lust und Laune die (verschiedenen) Wege begehen; nein, geliebte Herde. Lasst zu, dass das Licht des Gewissens eure edelsten Empfindungen wieder aufblühen lässt, damit ihr die Fehler, die ihr begeht, begreift und das Licht und die Gnade des Vaters in euch tragt.

    36. Der göttliche Meister hat versprochen, euch in dieser Zeit [Joh 16,13-15], große Lehren zu geben, damit ihr die göttlichen Offenbarungen versteht und das Wort des Vaters für euren Geist kein Geheimnis ist.

    37. Euer geduldigster Meister verlässt in dieser Dritten Zeit seinen unendlichen Thron, um zu eurem Herzen zu gelangen. Doch morgen, wenn die Stimmen aus der Höhe, die heute als göttliche Gnade über euch ausgegossen werden, nicht mehr in dieser Welt erklingen, werdet ihr das Echo des unendlichen Wortes überall zu vernehmen suchen, doch ihr werdet es nicht mehr mit euren materiellen Ohren hören.

    38. Erwartet nach dem Jahr 1950 nicht, dass die Gnade auf dieselbe Weise ausgegossen werde, geliebte Herde. Heute, da diese Gnade durch menschliche Verstandesorgane ausgeströmt wird, verwandelt euch in gehorsame Geschöpfe, in Herzen, die in jedem Augenblick dem Studium gewidmet sind, um die Unterweisung zu lernen und über sie zu wachen, damit ihr versteht, dass ihr in dieser Dritten Zeit die Gnade genießt, die ihr in der Vergangenheit nicht gekannt habt.[4]

    39. Wendet euch von den Dingen ab, welche die(se) Unterweisung aus eurem Herzen löschen, damit ihr morgen nicht bedürftig und euer Herz nicht voller Klagen sei.

    40. Setzt die Unterweisung auf eurem Weg um, denn die Stimme des Vaters hat das Buch der göttlichen Lehren aufgeschlagen und sie in euer Herz eingraviert, damit ihr morgen durch sie zu Meistern der Menschheit werdet und ihr ein Beispiel der Demut und des Gehorsams geben könnt.

    41. Ich gieße das kristallklare Wasser meiner Nächstenliebe über euren Geist, damit ihr euch stark fühlt und zum Leben der Gnade erweckt werdet, denn ich bin wie eine Stütze für euch.[5]

    42. Ich rette euch aus den Abgründen, in denen ihr euch für Augenblicke befunden habt, und meine Hirten-Hand richtet euch auf, um euch wieder auf den wahren Weg zu stellen, wo ihr euren Durst stillen und euren Kummer lindern werdet.

    43. Wahrlich, an diesem gesegneten Gnadenmorgen höre ich gleichermaßen den alten Greis zu, den jungen Mann, der Jungfrau, dem Mädchen und der Mutter, die wie eine entblätterte Rose, ihren bitteren Kelch auf dieser Welt trinkt.

    44. So wie die Morgenröte sich auf eure Wohnung niederlässt, so komme ich zu euch herab, um die Flecken zu reinigen, mit denen ihr euer Herz befleckt habt.

    45. Mein Hirten-Friede sei mit euch!


    [1] BdWL U. 342,54

    [2] BdWL U. 311,5

    [3] BdWL U. 138,12

    [4] BdWL U. 365,42

    [5] BdWL U. 342,27

  • Der Rat Elias‘ Nr. 8

    Der Rat Elias‘ Nr. 8

    1. Die Menschheit hat mich nicht als ihren geistigen Führer anerkannt, und deshalb bereite ich euch vor, damit ihr eure Geschwister lehrt und über sie wacht, so wie ich über die Inkarnierten und Desinkarnierten gewacht habe.

    2. Ich bin im Geist gekommen, und jene, die mich geistig in Gestalt eines älteren eine Herde führenden Hirten geschaut haben, haben Zeugnis von mir abgelegt.[1]

    3. Möget ihr von diesem Tag an die starke Säule sein, damit nichts und niemand euren Glauben zerstört. Ihr seid das Fundament eines Turms, des Turms Israels, der seine Basis auf der Erde und seine krönende Spitze im Himmel hat. Darum fühlt euch nicht ohnmächtig und werdet nicht schwach, denn je größer euer Beispiel ist, desto größer wird die Achtung sein, welche die kommenden Generationen vor diesem Werk haben werden.[2]

    4. Es genügt, dass sich zwei oder drei von euch versammeln, damit mein Licht herabsteigt, um euch ganz zu durchfluten. Denn es ist eine Zeit der Gnade, und diejenigen, die großen Glauben zeigen, werde ich mit meinem Geist erfüllen, damit sie mächtige Taten vollbringen, wie ich sie nach göttlichem Willen zu allen Zeiten vollbracht habe. [1. Kön 18,20]

    5. Wenn ich euch ermahne, dann deshalb, weil euer Hirte will, dass die Gnade auf euch herabkomme aufgrund eurer Ergebung und eures Gehorsams gegenüber dem göttlichen Willen.

    6. Dieses Volk besteht aus Geschöpfen, die aus großen Menschenmengen erwählt wurden. Dieses Volk ist von Gefahren befreit worden und besitzt den Frieden, den andere nicht haben. Dies ist das Zeichen, welches bezeugt, dass der Vater seine Macht unter euch offenbart hat, und ihr müsst diese mit euren Geschwistern teilen.

    7. Euer Gebet ist Heilbalsam, Trost und Frieden für die Leidenden.

    8. Helft dem Hirten bei seiner Aufgabe, jedem Geist das Licht zu bringen, indem ihr die verirrten Schafe in die Schafshürde zurückbringt und sie der symbolischen Zahl der neunundneunzig sicheren Schafe anschließt, die das Gleichnis (aus der Bibel) erwähnt. [Matth 18,12]

    9. Es ist eine Zeit der Auseinandersetzung, und ihr werdet kämpfen müssen, aber führt keinen Krieg gegen eure Geschwister, sondern nur gegen die Unwissenheit, den Götzendienst und all die Irrtümer, in welche die Menschheit gefallen ist; nach dem Kampf wird der Geist des Menschen rein sein.

    10. Ihr werdet noch erleben, dass große Katastrophen über diese Welt kommen, in welchen sich die göttliche Gerechtigkeit offenbaren wird. [Matth 13,8]

    11. Die Geistesgaben werden in allen Menschen zur Entfaltung kommen, und jedes Zeugnis wird eine Seite im Buch der Taten sein, das ihr besitzen werdet.

    12. Dies wird dann geschehen, wenn die Lehre des Vaters um das Jahr 2000 über den ganzen Erdkreis verbreitet werden wird. Ihre Wunder werden offenkundig sein, und alle werden mit Erstaunen von der Wahrheit der Lehren des Herrn sprechen, die durch einfache Herzen übergeben wurden.[3]

    13. Ihr, die ihr nach Vergeistigung dürstet, kommt und trinkt aus der Quelle kristallklaren Wassers.

    14. Israel, ihr seid ― wie in früheren Zeiten ― die Auserwählten, die in dieser Dritten Zeit die göttliche Botschaft empfangen. Eure Geschwister werden euch fragen, wer ihr seid und was ihr (da) tut, und ihr sollt ihre Fragen beantworten. Doch wenn ihr euch klein fühlen solltet, um das göttliche Wort zu erklären, so werde ich durch euch sprechen, und angesichts dieses Wunders werdet ihr euch im Geist vor dem Vater verneigen, um Ihm zu danken.

    15. Jene, die ihren geistigen Blick geöffnet haben, haben reichlich bezeugt, was geschieht, wenn der göttliche Strahl zu euch herabsteigt, und sie sind in Verzückung geraten, als sie sein Licht betrachteten.

    16. Ihr habt reichlich von der göttlichen Speise gegessen, die Nahrung für den Geist ist, und ihr fühlt euch gestärkt, denn das göttliche Wort ist eine unerschöpfliche Quelle an Liebe und  Weisheit, und es ist eure Pflicht, sie mit den Hungrigen und Durstigen zu teilen.

    17. Um euch in der Gnade zu bewahren, sollt ihr wachen, denn es wird immer solche geben, die euch um eure Gaben beneiden und euch um euren Schatz bringen wollen.

    18. Ihr tragt ein Zeichen, das niemand auslöschen kann: das geistige Kennzeichen [Apk 7,4], und dadurch werdet ihr als die Auserwählten erkannt werden. Und selbst die entfesselten Naturgewalten werden eurer Stimme gehorchen, wenn ihr ihnen im Namen des Vaters befehlt, innezuhalten, damit sie euren Geschwistern keinen Schaden zufügen.[4]

    19. Habt Glauben, denn nach diesem Chaos [Apk 22,3-5], durch das die Menschheit geht, wird der Friede wieder auf dieser Welt erstrahlen, und alles wird gut werden.[5]

    20. Wacht über die Grundsätze dieser Lehre, die der Herr euch in dieser Zeit gebracht hat, und führt jeden Arbeiter (in die Geistlehre) ein. Ihr habt den Geschmack der Essenz, die vom Vater kommt, kennengelernt, und ihr seid fähig, in jedem Wort, das zu euren Ohren gelangt, seine Wahrheit oder seine Falschheit zu entdecken ― und wo ihr keine Liebe, Barmherzigkeit und Demut findet, könnt ihr mit Sicherheit sagen, dass es nicht das Wort Gottes ist.

    21. Eure Werke werden vom Vater beurteilt [Joel 3,12], denn diese Zeit der Kundgabe durch das menschliche Verstandesorgan wird bald zu Ende gehen.

    22. Ich als Hirte beurteile nicht eure vergangenen Werke, ich lade euch nur ein, in die Pflichterfüllung einzudringen, denn (jetzt) ist die Zeit des Gerichts und der Buße.

    23. Ihr wisst, dass ich der Vorbote des Kommens des Herrn bin, und ihr wisst, dass ich euch vorher zubereitet, dass ich eure Tränen abgewischt und euren Geist gestärkt habe, der ein Hauch des Herrn und des göttlichen Geistes ist.

    24. Aber da ihr euch im Schmelztiegel befindet, hat eurer Materialismus euch verunreinigt, und ihr habt die Essenz des Herrn mit euren Sünden bedeckt. Doch der Herr kommt, um euch zu retten, Er kommt wieder, um euren Geist mit seinem Licht zu bekleiden, damit ihr eure Körperhülle beugt und mit diesem Licht die Ketten sprengt, die eure Körpermaterie und euer Herz anketten ― jenes Herz, das schmerzerfüllt schlägt und welches nur mit der Liebe Gottes wird frei schlagen können.

    25. Deshalb sage ich euch: Entledigt euch eures Materialismus, beherrscht euren Stolz und euren Hochmut und erkennt, dass der Herr euch gesagt hat, dass die Größe des Geistes in der Demut der Körpermaterie liegt.

    26. Ich sehe, dass jeder von euch das Gesetz in sich trägt, aber in Bruchstücken. Jeder von euch hält in seinen Händen ein Teil des Gesetzes und setzt ihn nach eigenem Gutdünken um; doch dies ist nicht der Wille des Göttlichen Meisters.

    27. Ihr habt das Gesetz durch euren Materialismus und nach eurem Gutdünken in Stücke zerbrochen und aufgeteilt: (So nicht) ― Nein, meine Herde! Der Wille des Herrn ist, dass ihr euch unter den Schutz des Gesetzes begebt und dass das Gesetz euch hält, und nicht, dass ihr versucht, es eurem eigenen Gutdünken entsprechend zu beugen.

    28. Ich bereite euch zu, damit ihr im Geist und in der Körpermaterie erwacht.

    29. Seht, die Zeit vergeht, das Sechste Siegel nähert sich seinem Ende, und was habt ihr aufgenommen, geliebte Herde?

    30. Obwohl ihr die Barmherzigkeit und die Liebe des göttlichen Meisters vor Augen habt, herrscht immer noch Unkraut und gegenseitiger böser Wille vor; ihr habt euch nicht vereint, wie es der Wille des Herrn ist.

    31. Doch in dieser Dritten Zeit haben sich die Barmherzigkeit und die Liebe erneut offenbart, und der Herr hat euch (mehr) Zeit für (diese) Zeit gegeben.

    32. Nutzt also die Zeit, beeilt auf besonnene Weise eure Schritte. Richtet mit eurem liebevollen, barmherzigen Wort und mit Wohlwollen den gefallenen Bruder auf und führt ihn auf den Weg des Guten, an dessen Ende sich die Göttlichkeit und der Friede befinden.

    33. Die läutende Glocke hat das Volk Israel zur Versammlung einberufen. Der Herr steigt von der Leiter der Vollkommenheit auf die Jakobsleiter herab, um von dort aus seinen Lichtstrahl und seine Essenz auf das Verstandesorgan des Stimmträgers zu senden, um euch Milch und Honig zu geben und damit eure Lippen zu versüßen, die lange mit Bitterkeit erfüllt waren, um den Schweiß von euren Stirnen abzuwischen und euren Nacken aufzurichten, damit ihr das Licht des Herrn seht.[6]

    34. Der Herr kommt in Erfüllung seiner Prophezeiung der Zweiten Zeit, um euch von der Sünde zu erlösen und euch von eurer Vergangenheit zu befreien, indem Er euch das Gesetz von Neuem gibt, weil ihr es nicht anerkannt hattet.

    35. Nehmt meinen Frieden, damit ihr ihn auf euren Wegen weitergebt, wie es der Wille des Herrn ist.

    36. Der Friede des Hirten sei mit euch!


    [1] BdWL U. 345,66

    [2] BdWL U. 34,60

    [3] BdWL U. 181,56

    [4] BdWL U. 1, 32-33

    [5] BdWL U. 239,43

    [6] BdWL U. 226,30 & U. 88,24

  • Der Rat Elias‘ Nr. 7

    Der Rat Elias‘ Nr. 7

    1. Ich bin Elias und komme, um euch zu rufen und euch auf den Weg des Lichts zu führen.

    2. Der Vater hat mir Vollmacht über euren Geist verliehen, und im Jenseits folgen mir unendlich viele geistige Heerscharen, wie eine unermessliche, für die Menschen unsichtbare Herde, deren Existenz ich euch aber offenbare; aber das ist noch nicht alles. Wisst, dass diese gewaltigen Scharen von Wesen dem Guten, der Barmherzigkeit und der Liebe geweiht leben. Das ist die Verehrung und der Tribut, den sie ihrem Herrn Augenblick für Augenblick darbringen.

    3. Diese weißen Legionen sind Soldaten des Friedens [Apk 7,9], Boten von Gedanken und Inspirationen hoher Spiritualität. Sie sind die Hüter der Menschheit, ihre Beschützer und Krankenpfleger.

    4. Die Kommunikation dieser Wesen mittels des menschlichen Verstandesorgan wird aus eurer Mitte verschwinden, aber sie werden weiterhin in eurem Gewissen vibrieren. Dann werdet ihr zur Erkenntnis gelangen, dass sie euch in ihrer kurzen Kundgabe durch das menschliche Verstandesorgan ein unwiderlegbares Zeugnis ihrer Existenz, ihrer Gegenwart unter euch und der so hohen Mission gegeben haben, die ihnen im Universum anvertraut wurde.[1]

    5. Wenn ihr also morgen jenen begegnet, die ebenfalls diese Kundgabe der Geistigen Lichtwelt genossen, werdet ihr nicht überrascht sein und euch nicht in Unkenntnis darüber befinden.

    6. Der Herr hat euch diese Gnade anvertraut, damit ihr die Wirklichkeit begreift und mittels dieser Kundgaben viele Dinge versteht. Die Welt wird eure Erfahrung und Vorbereitung anerkennen und sehen, dass ihr dem göttlichen Willen zu befolgen und anzunehmen verstandet, wenn diese Form der Kommunikation Ende 1950 aufgehoben wird.

    7. So spricht Elias zu euch, so muss ich zu euch sprechen, denn ihr müsst auch wissen, dass ich durch göttlichen Willen [Apok 4,1] den Schlüssel zur Schafshürde besitze, und ― obwohl Christus die Tore der Geistigen Welt geöffnet hat [Apok 20,1-6] ― mir der Schlüssel gegeben wurde, um die Kundgabe durch das menschlichen Verstandesorgan in dieser Zeit zu eröffnen, damit die Geistwesen der höheren Welt Zugang zu eurem Verstand haben und sich in Worten kundgeben können. Ich bin es auch, der ― wenn der Zeitpunkt der Beendigung dieser Kundgabeform kommt, den ihr schon kennt ― mit dem göttlichen Schlüssel jene Türen verschließt, welche die Hand des Menschen nicht zu öffnen vermögen wird.[2]

    8. Nach 1950 werdet ihr mich zwar nicht mehr durch die Lippen menschlicher Stimmträger vernehmen, doch ich werde euch gleich nah sein; ich werde nicht abwesend sein. Und jeder, der die Vergeistigung bewahrt, wird Mich näher bei sich spüren.

    9. Ich bin Elias, euer Hirte, der euch, einen nach dem anderen, zum neuen Jordan führen wird, um euch in den Wassern des Lebensflusses [Apk 22,1] zu waschen, denn ich muss euch rein vor die Augen des Allerhöchsten bringen.[3]

    10. Das Licht meines Geistes stammt von meinem Herrn ― Licht, das ein lebendiger und mächtiger Strahl ist, der bis in die Tiefen des menschlichen Herzens, des Verstandes und des Gewissens vordringt. Dieses Licht wird die schlummernden Saiten, die verborgenen Gaben, die erschlafften Fähigkeiten und Sinne erwecken.

    11. Und jedem, der erwacht, werde ich sagen: „Steh auf!“ Und treu und gehorsam gegenüber der Stimme seines Hirten, wie ein sanftmütiges Schaf, wird er nicht mehr vom Weg abkommen und die göttlichen Pläne nicht mehr verraten.

    12. Sucht jenseits eurer selbst und eurer Werke die Essenz und die Wahrheit dieser Offenbarung, und ihr werdet über ihre Größe erstaunt sein; ihr werdet eure geistige Dürftigkeit und den Grund für eure Kleinheit verstehen.

    13 Wie wollt ihr das Geistige, das Göttliche, mit euren begrenzten und fleischlichen Augen erfassen? Ihr wollt die Wahrheit dieses Werkes mit euren materiellen Sinnen prüfen, und ihr habt es für unvollkommen und sogar für unrein befunden, indem ihr es viele Male anhand der Werke eurer Geschwister beurteilt habt.

    14. Vergebt und helft den Dienern, durch jene wir, die geistigen Mächte, uns bekunden, damit sowohl sie als auch ihr durch die Überwindung eurer Unvollkommenheit in den Genuss der Essenz, der Gegenwart und der Vollmacht des Göttlichen kommen. Tut dies mit der Kraft eures Gebets.

    15. Wann wird es mir gelingen, die Herde des Herrn in einer einzigen Schafhürde zu versammeln? Das weiß nur der Vater, aber es wird so sein. Währenddessen werde ich weiterhin Wege und Schicksale bereit machen, damit ihr alle hingelangt.

    16. Während also einige Geistwesen zur Erde hinabsteigen, verlassen andere die Erde, um im Geistigen Tal zu wohnen. Dieses ständige Kommen und Gehen ist der Weg der Entwicklung, die Leiter der Vollkommenheit [Gen 28,12], von der Jakob träumte.[4]

    17. Wenn ihr aufhört, Mich durch menschliche Lippen zu vernehmen, dann vergesst mich nicht, denn Ich werde euch niemals vergessen.

    18. Denkt daran, dass so wie ich in dieser und in anderen Zeiten zur Menschheit gesandt wurde, um die Ankunft des Herrn anzukünden [Matth 11,14-15], morgen ― wenn ihr die notwendige Vergeistigung erreicht habt, um direkt mit eurem Herrn Zwiesprache zu halten ― auch ich es sein werde, der euch meine prophetische Stimme hören lässt, die ankündigt, dass die Stunde nahe ist, in der ihr in eurem Geist das Echo des göttlichen Wortes hören werdet.

    19. Erinnert euch an jenen Täufer, der die Wüste verließ und zum Jordan hinabstieg [Joh 1,23-28], um das Kommen des Messias und sein Reich der Liebe zu verkünden. Er war der Vorläufer, der die Scharen vorbereitete, um sie ihrem Herrn zu übergeben; jener Vorläufer und dieser Elias im Geist sind ein Einziger.

    20. Ohne dass mein Geist zu inkarnieren brauchte, gab ich mich durch das Verstandesorgan von Roque Rojas kund, dem Gerechten der Dritten Zeit, sprach zu den Herzen und kündigte ihnen das baldige Kommen des Meisters an. Ich bereitete die Wege des Herrn, damit Er die Türen zu jenen Herzen offen vorfände, die durch mich, nicht mehr in den Wassern des Jordans, sondern in jenen des Lebensflusses gereinigt, sich dem Herrn durch Reue und Erneuerung nähern würden.

    21. Als dann der Vater kam und Verstandesorgane suchte, um der Welt seinen Gruß und sein Wort mitzuteilen, brachte ich eine Gruppe von Kinderschülern zu Ihm, aus denen die ersten Jünger der Dritten Zeit hervorgehen sollten.

    22. Ich bin zu allen Zeiten mit dem Geist der Menschheit.

    23. Ich war sowohl auf eurem Weg, bevor ihr auf der Erde wart, als auch in den ersten Zeiten inkarniert (in Menschengestalt), oder im Geist, wie ich jetzt gekommen bin.[5]

    24. Und auch in den kommenden Zeiten werde ich nicht von eurem Weg verschwinden. Ich werde euch immer Zeugnis und Beweise meiner Gegenwart geben, denn ich bin ein Hirte, ich bin ein Strahl Gottes, ich bin ein Lichtblitz der Gottheit ― jener, der über den Weg eines jeden Reisenden aufleuchtet, damit er niemals den Weg verliert, der zum Herrn führt.

    25. Dies ist die Zeit, in der große Ideen aufscheinen werden, dies ist die Zeit, in der sich die Theorien der Menschen wie ein zweischneidiges Schwert erheben werden, dies ist die Zeit, in der sich große Geistwesen gegen große Geistwesen stellen, und wem wird der Sieg gehören? Wer wird über die anderen die Oberhand haben?

    26. Das scharfsinnige Auge des Vaters hat alle Lehren, Religionen und Theorien dieser Zeit geprüft und auf ihrem Grund Falschheit, den unreinen Samen, Eitelkeit, Grössenwahn, blinden Ehrgeiz und die Gier des Menschen erkannt.

    27. Wie oft ist der Name des Herrn, ohne Achtung vor Ihm, benutzt worden, um die Menschenscharen zu fesseln und die Gewissen zu beherrschen!

    28. Seht, wie der Vater sich auf demütige Weise durch das Verstandesorgan eingestellt hat; nicht durch das Verstandesorgan von weisen und gelehrten Menschen, noch von Philosophen und Wissenschaftlern, sondern von ungebildeten und sündigen Menschen, die aber vorher durch seine göttliche Hand, durch Wiedergutmachungen, Prüfungen und geistige Entwicklung vorbereitet wurden.

    29. Auf diese Weise hat der Herr sein göttliches Wort durch demütige Menschen, durch diese unwissenden, von der übrigen Menschheit ignorierten Verstandesorgane, in den trinitarisch-marianischen Versammlungsstätten übermittelt.

    30. Mit wie viel Geduld und Vollkommenheit, mit wie viel Liebe und Essenz rüstet der göttliche Meister in dieser Dritten Zeit Seine Kinder zu und befreit Sein Volk aus der Sklaverei.

    31. Er hat sein Volk, das unter den Menschen verstreut ist, herausgesucht; Männer und Frauen, Greise und Kinder, von nah und fern aus reichen Häusern und bescheidenen Hütten gerufen, die Geister erweckt und zu ihnen gesagt: “Ihr seid Israel, ihr seid der begabte Same Jakobs, der erkennen muss, dass er in dieser Dritten Zeit gekommen ist, um sich zum Kampf zu erheben, um sich zur Nachfolge meiner Göttlichkeit aufzumachen, indem er das Kreuz der Erlösung der Zeit des Heiligen Geistes auf seinen Schultern trägt.”[6]

    32. Ich Elias bin ― wie ich es immer war ― der gute Hirte, der gute Freund und liebevolle Ratgeber, der immer eure Herzen zubereitet. Ich bin wie ein freundlicher, kleiner Dieb auf Zehenspitzen in die verborgenste Ecke eures Schlafgemachs gekommen, um eure Tränen zu trocknen, um euch zu warnen und die Stolpersteine aus eurem Weg zu entfernen, damit ihr bei eurem Vorhaben vorankommt.

    33. Ich erfülle euren Weg mit Segen und befreie euch, jetzt und immer, vom Bösen und von den Hinterhalten des Weges.

    34. Nun bringe Ich euch, meine Schafe, eine Lichtbotschaft von der Gottheit, damit ihr bereit seid, auf die Geistige Lichtwelt zu hören, damit sie euch gemäß den Anweisungen des Göttlichen Meisters die klare und umfassende Erklärung des Wortes des Herrn überbringt.

    35. Die Toren des Reich Gottes sind offen, um jeden guten Arbeiter und all jene zu empfangen, welche die Lehre des Herrn kennen und sie in die Tat umsetzen.

    36. Seht hier euren Hirten, den ihr Tag und Nacht veranlasst, euch zwischen Dorngestrüpp und Felsbrocken zu suchen, auf den verschiedenen Wegen, auf hohen Bergen und niedrigen Hügeln, um euch so vor den hungrigen Wölfen zu bewahren, die über euch herfallen könnten.

    37. Ich trage weder Schuhwerk noch habe ich Reisetaschen bei mir. Und so nähre ich die Geistwesen, welche die Räume des Alls bevölkern. Und viele richte ich auf, die im Wissen um das Licht, in den Grüften der Erde leben,  obwohl ihre Geister sich in die Räume des Alls erheben müssten.

    38. Geliebte Schafe, die ihr euch immer vor dem Augenblick des Todes fürchtet: Nehmt immer den gesunden und guten Rat an, den euch euer Hirte gibt, denn nicht alles endet, wenn das Ende eures Daseins auf dieser Erde kommt.

    39. Ihr habt eine große Verantwortung gegenüber den Menschenscharen, meine Schafe. Ihr müsst den Samen in die Herzen der Menschen säen wie einen Brillant, der in der Finsternis leuchtet. Doch wie könnt ihr dies vollbringen, wenn ihr nur eurem Gaumen und euren Begierden frönt, wenn ihr euch nur mit Dingen beschäftigt, die dem göttlichen Wort widersprechen, mit Dingen, die euch irreführen?

    40. Gebraucht die fünf Sinne, die der Herr in eure Körpermaterie gelegt hat, nicht nur, um sie mit Dingen zu beschäftigen, die Ihm nicht wohlgefällig sind.

    41. Der Hirte beobachtet, dass viele von euch über die Alten spotten, dass ihr kein Mitleid mit den Witwen und Waisen habt [Lev 19,32], dass wenn in eurer Familie Leiden sind oder Schmerzen euren Körper befallen [Ex 22,22-24], ihr eure Lippen öffnet, um beim Schöpfer zu klagen, ohne zu verstehen, dass Er allumfassende Liebe und Barmherzigkeit ist.[7]

    42. Wenn ihr eure Gedanken fünf Minuten erhebt, die der Herr für Sich erbittet, dann bittet nicht nur für euch selbst, während ihr jene vergesst, die in Verzweiflung sind.

    43. Schaut mit barmherzigen Augen auf jene, die auf den Irrwegen der Menschheit Pein erleiden; bittet für jene, die auf den Straßen und in den Gassen im Sterben liegen.

    44. Fürchtet nicht den Zeitpunkt, an welchem sich euer Geist von euer Körperhülle trennt. Jeden Morgen bin ich bei euch, um euch vorzubereiten, sei es mittels eures Schlafs oder in jeglichem Ruhemoment eurer Körpermaterie; dann stärke ich euch im Geist.

    45. Der Meister sagte euch, dass Er euch nicht ausgesandt hat, um zwischen Felsbrocken zu säen. Bei euren ersten Schritten auf dem Weg der Vergeistigung, erscheint euch das Kreuz, das der Herr auf eure Schultern gelegt hat, sehr schwer. Doch ich bin euer Kreuzesträger, um euch zu helfen und zu lehren, euch vom finsteren Weg zu entfernen.

    46. Es ist an der Zeit, dass ihr die verlorenen Schafe sucht, damit ihr eurem Hirten helft, die Menschenscharen, die auf den breiten Wegen gehen, auf den Weg des Lichts zu führen.

    47. Der Herr hat euch gesagt: „Lasst die Kinder zu Mir kommen, denn ihnen gehört das Himmelreich!“ Und ich sage euch: Jene Kinder, die sich dem Meister von den ersten Zeiten an näherten, seid ihr ― und wie viel Güte vergießt der Herr in euch![8]

    48 Den Hirtenfrieden lasse ich unter euch!


    [1] U. 354,14

    [2] U. 226,26

    [3] U. 143,46

    [4] U. 126,12

    [5] U. 345,51

    [6] U. 183,45

    [7] BdWL U. 337,34

    [8] BdWL U. 118,1-2

  • Zur Beschaffenheit der Seele

    Zur Beschaffenheit der Seele

    «Warum habe Ich den Menschen nach meinem Ebenbild geformt? Euch habe Ich es gesagt, Volk: Nach meinem Ebenbild wandelt ihr auf Erden, denn wahrlich, Ich sage euch, so wie Ich im Vater und im Heiligen Geist bin, Dreifaltig und Eins in Wahrheit: Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Heiliger Geist, was (so viel) heißt (wie): Liebe, Weisheit und Vollkommenheit.

    In der Zweiten Zeit habe Ich euch den Grund gelehrt, weshalb Ich aus dem Schoß einer Frau geboren wurde; genau wie ihr, mein geliebtes Volk, die ihr euch in eurem Körper, in eurer Seele und in eurem Geist auf dem Weg entwickelt. Ihr habt mich als Jüngling gesehen, und als Jüngling habe Ich der Menschheit große Wundertaten offenbart. Auch in eurem Leben habe das verwirklicht, was notwendig war, mein Volk.

    Waren alle diese Zeichen für Gott notwendig? Nein, mein Volk. Doch Ich wollte euch als vollkommene Weisheit lehren, dass auch Ich, wie ihr, dem Schoss einer Mutter entsprang. Dass auch Ich, wie ihr, meine Kindheit und Jugend durchlebte, bis Ich zu jenen (Jahren) gelangte, in welchen Ich die Lehre übergab. Jene Lehrzeit dauerte ebenfalls drei Jahre; drei Jahre, welche in einem Jahr der Vorbereitung, einem Jahr der Ausführung und im letzten Jahr des Opfers aufgeteilt waren ― das letzte Jahr des Opfers war das Jahr, an dem ich euch am meisten geben konnte, nicht für den Körper, sondern für den Geist. So auch in dieser Zeit, in welcher Ich euch bereits die Zeit zur Vorbereitung gegeben habe. Ich habe euch Zeit für die Aufträge gegeben, und nun, da es dem Ende zugeht, ist jetzt die Zeit der Auftragserfüllung, gesegnete Kinder.

    Deshalb habt ihr auf Erden Aufgaben zu erfüllen; die (einen) kennen sie (schon), andere erahnen sie in ihrem Herzen. Euch allen habe ich die Kraft gegeben, damit ihr euch auf dem Weg nicht verwaist fühlt. Ich habe eurer Intelligenz Licht gegeben, damit ihr dieses Wort, das ihr vernehmt, studiert und analysiert. Mit wieviel Gnade war Ich auf Erden, wieviel Liebe hegte Ich für alle meine Geschöpfe.

    Wahrlich, ich bin als zartes Kind geboren worden, das den Namen Jesus trug, und in diesem Augenblick sage Ich euch: Was bedeutet «Jesus, der Retter»? Denn ich bin als Retter der ganzen Menschheit in diese Welt geboren worden. Nachdem ich eure Seele gerettet hatte, konnte Ich euch das Göttlichste geben, die Erlösung, und durch das Opfer, durch mein kostbarstes Blut, war Ich Christus: Christus, das ERLÖSER bedeutet.

    Gesegnetes Volk, euer Geist ist zum Aufstieg bestimmt. Euren Geist bekleide Ich mit einer Hülle, die euer Körper ist. Doch in eurem Geist ist etwas Größeres, etwas Göttliches, denn er ist aus meinem eigenen Herzen hervorgegangen. Und diesem Geist habe Ich auch eine Seele anvertraut. Diese Seele hat sich ebenfalls entwickelt, denn sie ist nicht aus dem Nichts entstanden, nein, sie hat auch eine große Entwicklung gehabt, und der Vater sagt euch in Wahrheit: Öffnet eure Ohren an diesem Morgen, hört und erforscht dieses Wort, das Ich euch gebe, damit ihr den Wert eures Lebens auf Erden versteht.

    Ich habe euch einen göttlichen Funken gegeben. Dieser göttliche Funke ist meinem Herzen entsprungen, er ist ein Atom von Gott Selbst. In diesem Atom ist die Kraft, ist die Liebe und ist das Leben. In diesem Atom, oh Volk ― versteht Mich ― ist in Wahrheit die Heilige Dreifaltigkeit, denn in ihm ist der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Der Geist hat sich die Zeitalter hindurch entwickelt, denn es ist nicht der erste Körper, den Ich ihm anvertraut habe. Er war seit der Ersten Zeit bei Mir. Euer Geist hat sieben Aufstiege gehabt, oder sagen wir (so), er hat sieben Entwicklungsstufen durchschritten, und in jeder Entwicklungsstufe habe Ich ihn mit meiner Liebe genährt, Ich habe ihm meine Kraft und mein Licht gegeben. So ist euer Geist gewachsen. Er hat immer mehr die große Vollmacht erkannt, die der Vater ihm gegeben hat, und er hat auch erkannt, dass es nicht nur um die Auftragserfüllung im Körper geht, sondern um die Auftragserfüllung im Geist.

    Ja, mein Volk, denn ihr wisst genau, dass ihr nicht ewig leben werdet. Auf dieser Erde wird die Zeit kommen, in der das Läuten der Glocke auch von eurem Geist gehört werden wird. Wenn die Zeit für die Loslösung von eurem  Körper kommt, dann klagt nicht, lasst in eurem Herzen nicht den großen Schmerz der einen und der anderen zu, oder die große Furcht. Denn jener, den ich rufe, jener, für welchen die Zeit gekommen ist, dass er die Kette loslasse, dass die Vermaterialisierung des Geistes aufhört, er ist der Begnadete. Denn wahrlich, Ich sage euch: Jenen, den ihr tot nennt, ist der zum Leben der Gnade wiedererweckt wird. Es ist euer Geist, Volk, der im Schoß des Herrn wiedergeboren wird, und große Freude herrscht in eurem Geist vor, wenn er dies erkennt.

    Versteht mich, diese Erde ist nicht euer Ziel, sie ist nicht das «Ein und Alles» für euch ― diese Erde, die euch so viel Pein, so viel Schmerz und so viel Leid gebracht hat. Nein Volk, euer Geist muss weiter kämpfen. Der Kampf in eurem Geist ist sehr gross, nachdem ihr von der Sünde losgelöst seid. Doch siehe: Jene, die erkannt haben, jene, die bereits barmherzig sind, jene, die bereits das Licht besitzen, singen Mir ewiglich himmlische Hymnen. Denn sie sind von Freude, Frieden und Ruhe erfüllt, und sie möchten nie mehr zur Erde zurückzukehren. Sie wollen keine Hülle mehr tragen, und auch keine launenhafte und verstörte Seele mehr besitzen.

    Ihr fragt Mich, geliebtes Volk: Was ist unsere Seele? Und der Vater sagt euch an diesem Gnadenmorgen, oh gesegnetes Volk: Groß ist die Unterweisung und (noch) als Kinderschüler sehe Ich euch. Die Unterweisung (über die Seele) ist unermesslich groß, sie würde euch verstören und deshalb sage Ich euch: Studiert, ergründet, und wenn der Vater sieht, dass ihr euch auf der Höhe des Verständnisses befindet, dann werde Ich zu euch auch über diese Dinge sprechen. Aber an diesem Gnadenmorgen sage Ich euch: Eure Seele ist euer Denken, eure Seele sind eure Werke, was ihr auf eurem Weg verwirklicht ― das ist eure Seele, und diese Seele wird sich im Raum durch euren eigenen Kampf, und durch eure eigene Arbeit und Anstrengung mit dem göttlichen Funken, den Ich in euch gelegt habe, mit dem Geist, vereinigen; dann wenn der Zeitpunkt gekommen ist, Gott zu erkennen.

    Dann, so sage Ich euch, wird der Geist voller Freude, voller Größe und voll der Vollmacht sein, denn dann wird er spüren, wie sehr er an meiner Seite war. Die Einigung des Geistes mit der Seele bedeutet: Licht, Kraft und Liebe. Wenn diese die Finsternis und die Unruhe überwunden hat, dann werdet ihr die Vollkommenen sein, oh sehr geliebtes Volk; denn ihr wandelt mit zwei Gesetzen auf eurem Weg: Dem göttlichen Gesetz, das Ich in euren Geist gelegt habe, und in euer Herz habe Ich das Gesetz der Welt gelegt, das Gesetz, das wie ihr wisst, unvollkommen ist, das Ehebruch beinhaltet, und grosse Finsternis mit sich bringt. Aber in Wahrheit sage Ich euch: Das Licht muss siegen, das Licht wird kommen und euer Geist wird alle Schwächen eurer Seele überwinden, um sich mit Mir in meinem Schoß zu vereinen, für alle Ewigkeit.

    Auszug aus einer unveröffentlichten Unterweisung des Göttlichen Meisters vom 10. März 1950, aus der Versammlungsstätte „Göttliches Licht», S. 2-5.

  • Unterweisung 207

    1. Seid gesegnet, weil ihr keinerlei bildliche Darstellung mehr benötigt, die Mich symbolisiert, um meine Gegenwart zu fühlen. Dies ist ein Schritt, den ihr auf die Vergeistigung hin getan habt.

    2. Vor euren Blicken liegt ein weites Feld, auf dem ihr eine Unterweisung nach der anderen studieren könnt, ohne jemals ans Ende zu gelangen. Denn dies Leben, das ihr als menschliche Wesen habt, wird nicht ausreichen, um alles zu verstehen.

    3. Wie hat sich das Aussehen dessen, was euch umgibt, verändert, seit ihr meine Stimme vernommen habt! Der Schleier, der eure Augen bedeckte, zerriss, und ihr könnt sie nicht mehr schließen. Denn: Wer von denen, die das Licht erblicken, möchte erneut im Finstern sein?

    4. Ihr könnt die Bewunderung, die Dankbarkeit und die Liebe, die ihr für Mich fühlt, nicht mehr in eurem Herzen ersticken, und ihr beweist es Mir in eurem geistigen Gebet und in euren Handlungen. Ihr habt bereits die auswendig gelernten Gebete voll gekünstelter und blumiger Worte vergessen, die euer Verstand nicht begriff, noch euer Herz fühlte. Damals hattet ihr keine eigene Sprache, um zu eurem Gott zu sprechen.

    5. Wenn ihr heute der Blöße, dem Elend oder dem Schmerz eures Bruders oder eurer Schwester begegnet, fühlt ihr, dass aus dem Tiefsten eures Wesens ein Gefühl des Erbarmens, der Liebe aufsteigt, welches die Sprache ist, die euer Verlangen nach Gutem für eure Nächsten am besten ausdrückt.

    6. Schon seit langem hattet ihr einen Tempel errichtet, um euch selbst anzubeten. Ihr bewundertet euch selbst in der Erkenntnis der Macht und Herrschaft, die ihr über andere Menschen ausüben konntet. Ihr liebtet euch selbst, ihr hielt euch für stark und mächtig.

    7. Ich bin gekommen, um diesen euren Hochmut zu beugen und bewirke, dass ihr Demut fühlt, weil ihr eure materielle Bedeutungslosigkeit erkennt. Ich habe euch offenbart, dass es etwas in euch gibt, das euren Wert und eure Kraft begründet, dessentwegen ihr nicht eitel werden könnt, und dass dieses Etwas euer Geist ist; dass dessen Größe weit von der Selbstherrlichkeit entfernt ist, die ihr in eurer Materie fühlt. Denn der Geist ist ein Teil Gottes und steht über allem Materiellen. Da ist die wahre Größe, die Ich in den Menschen gelegt habe. Doch ihr müsst darum kämpfen, dass sein Licht sich nicht abschwächt, damit ihr auf dem Entwicklungsweg durch Verdienste seine Erhebung erreicht.

    8. Früher, als euer Leben von den Leidenschaften beherrscht war, fühlte sich euer Geist in Ketten gelegt und unterdrückt. Jetzt lernt ihr, diese Leidenschaften zu beherrschen, weil im Herzen meiner Jünger kein Platz für Stolz, noch Selbstsucht, noch Hass ist. Euer Geist beginnt nun die Handlungen, die Gedanken und alle Schritte eures Lebens zu lenken, und diese Unterwerfung ist wie eine freiwillige Sühne, der ihr euch unterwerft, um die begangenen Verfehlungen zu bereinigen.

    9. So wird der Geist immer mehr Kraft im Guten gewinnen. Und wenn er so ans Ende seiner menschlichen Lebensreise gelangt, wird seine Herrlichkeit so groß sein, dass er beim Verlassen dieser Welt ganz in die Wohnstätte des Geistes eingehen wird, ohne Spuren von Hochmut oder Zeichen von Elend an sich zu haben.

    10. Wer mit dieser Demut und Erhebung ins Jenseits gelangt, wird die Notleidenden, die er auf dieser Erde zurückließ, nicht vergessen können. Dann wird er zu ihnen zurückkehren, um zu einem Beschützer und Hüter der Schwachen, der Kranken und der Verlorenen zu werden.

    11. Entfaltet durch die Ausübung des Guten die Gaben eures Geistes, und wahrlich, Ich sage euch: Die Unglücksfälle, die Seuchen, die Krankheiten werden vor jenem zurückweichen, der sich Vergeistigung und gute Vorbereitung bewahrt. Dies wird nicht geschehen, damit er stolz werde, denn er wird es nicht mit seiner physischen Kraft erreicht haben, sondern durch den Geist, der durch die Demut Macht hat.

    12. Vereinigt euch mit Mir und vernehmt mein Wort.

    13. Die Welt braucht Rettung, braucht Menschen guten Willens, die sich aufmachen und für meine Lehre arbeiten.

    14. Dies ist eine Zeit, in der der Mensch keine volle Kenntnis seiner geistigen Situation besitzt.

    15. Die Zahl derer, die erwacht sind, während sie mein Wort vernommen haben, ist sehr klein verglichen mit der jener, die keine Kenntnis von meiner Kommunikation haben. Es gibt einige, die auf intuitive Weise die Nähe und Gegenwart des Geistigen fühlen.

    16. Die Menschen benötigen eine rettende Hand und ein rettendes Wort. Diese Hand und diese Stimme werden jene meiner neuen Jünger sein, die durch große Kämpfe das geistige Wissen bringen werden, das die Verirrten rettet.

    17. Es nahen die Zeiten der Prüfung. Ich habe euch zugerüstet, damit ihr Kraft und Mut habt, um alles zu schauen, was Ich euch angekündigt habe. In dieser Auseinandersetzung werden die Menschen begreifen lernen, dass der Grund für den Krieg zwischen Nationen und für den Kampf ihrer Weltanschauungen der ist, dass sie in Verständnislosigkeit und Entfremdung von der Lehre Christi leben. Denn wenn sie befolgt würde, wäre die Welt wohlgefällig. Aber wenn statt Liebe Egoismus herrscht, wie kann es da Klarheit im Verstand und Vergeistigung in den Werken ihres Lebens geben? Wie kann sich unter diesen Umständen der Geist gegenüber der Widerspenstigkeit des Fleisches durchsetzen, um seine Essenz zu offenbaren?

    18. Anstatt das Elend, das sie überall umgibt, zu beheben, sind die Menschen heute darauf aus, den größten Vorteil für sich selbst daraus zu ziehen. Warum haben sich die Menschen nicht im Verlangen nach einem Ideal erhoben, das ihnen reinere Gefühle und Bestrebungen besitzen lässt, die des Geistes würdiger sind? Weil sie nicht über das hinausblicken wollten, was ihren sterblichen Augen erkennbar ist, das heißt, über ihre Nöte, ihre irdischen Vergnügungen und ihre materialistische Wissenschaft hinaus. Sie haben die Zeit, die ihnen auf der Welt beschieden war, dazu verwendet und genutzt, Reichtümer und Vergnügungen anzuhäufen, in dem Gedanken, dass, wenn es mit der Materie zu Ende geht, für sie alles aus ist. Anstatt sich zu erheben und sich als Kind Gottes zu betrachten, sinkt der Mensch in seinem unwissenden Hochmut auf die Stufe eines tieferstehenden Wesens, und wenn sein Gewissen von der Gottheit und vom Geistigen Leben zu ihm spricht, bemächtigt sich seiner die Furcht vor der Gerechtigkeit Gottes, und er zieht es vor, diese innere Stimme zum Schweigen zu bringen und keinen Gedanken an jene Warnungen zu verschwenden. Er hat weder über das eigene Dasein noch über seinen geistigen und materiellen Zustand nachgedacht. Wie könnte er aufhören, Staub und Elend zu sein, solange er in dieser Weise lebt und denkt?

    19. Daher komme Ich, um euch zu lehren und siehe da: Die Mich vernehmen, haben in ihrem Verstand eine andere Vorstellung und denken tief über jenes höhere Leben nach, welches das des Geistes ist, und das schon von der Materie aus zu leben begonnen werden kann, wenn man begreift, dass etwas Höheres im Menschen existiert, welches meine göttliche Gnade ist.

    20. Daran könnt ihr erkennen, dass das Gesetz oder die Kraft, die alles regiert, Gott ist, dessen Macht und Weisheit sich in der Natur offenbart, die eine Widerspiegelung seiner Vollkommenheit ist. Wenn diese Menschheit die Größe ihres Vaters anerkennt und würdigt, wenn sie begreift, dass es nicht nötig ist, sein Bild zu schaffen, um Ihn anzubeten, und sie Ihn selbst in den scheinbar unbedeutenden Wesen der Schöpfung zu entdecken versteht, dann wird sie auf einem guten Weg sein und auf dem Weg, die Weisheit und die Macht Gottes zu erkennen, die alles Geschaffene in sich birgt. Auf diese Weise vergeistigen sich jene, die meine Unterweisung empfangen, weil sich ihr Auffassungsvermögen für weitere Horizonte öffnete. Die Mauer, die sie gefangen hielt, bleibt zerstört zurück, so dass sie eine Welt erblicken, in der sie eine Unterweisung nach der anderen ergründen und verstehen können.

    21. Doch wahrlich, Ich sage euch: Noch ist das, was ihr gelernt habt, nicht ausreichend, um alles zu verstehen, was mein Wille ist. Noch lange werdet ihr auf diesem weiten Weg gehen müssen. Doch Ich sage euch auch, dass ihr von dem Augenblick an, an dem ihr den Schleier der Unwissenheit zerreißen konntet, nicht mehr umkehren könnt. Wer diesen himmlischen Gesang vernommen hat, wird sein Gehör nicht mehr meiner Inspiration verschließen können, noch werden seine Lippen aufhören, seinen Herrn zu preisen.

    22. Heute seid ihr fähig, jedes Mal ein anderes Gebet zu sprechen, das vom Grund eures Herzens kommt, wo ihr doch vor kurzem noch gekünstelte Worte formuliertet, die ihren Ursprung im Verstand und in Büchern hatten. Jetzt hat euer Gebet keine Grenzen mehr, denn jedes Mal, wenn ihr euch mit wahrem Glauben erhebt, fühlt ihr, dass ihr euch dem Kampf immer mehr nähert. Und so nähert sich, statt Worte zu suchen, die Inspiration eurem Geist, im eigenen und im fremden Schmerz, als auch beim Dank sagen, um ihn in die Gegenwart des Herrn zu tragen. Heute sind es nicht eure Lippen, die die Herrlichkeiten des Herrn preisen, jetzt ist es euer ganzes Wesen, das von seiner Güte Zeugnis ablegt.

    23. Erkennt euch, und wenn ihr eure Fehler entdeckt habt, so korrigiert sie. Ermutigt euch selbst mit der Hoffnung, zu dem Ort zurückzukehren, zu dem jeder Geist gelangen muss. Kämpft mit diesem Eifer auch gegen euch selbst. Beweist euch, dass ihr in eurer geistigen Natur überlegen seid. Beweist euch, dass ihr euch überwinden könnt, wenn euch die Leidenschaften, die schlechten Neigungen zu beherrschen versuchen.

    24. Und jenes Erbe vergangener Zeiten, als ihr für die Befriedigungen des Leibes lebtet und einen Tempel errichtet hattet, um euch selbst anzubeten, weil ihr euch für ewig, stark und mächtig hieltet, wird durch die wirkliche Erkenntnis dessen beseitigt werden, was die geistigen und materiellen Werte bedeuten.

    25. Die Überzeugung von eurer Stärke und von eurem geistigen Wert wird nicht Grund für Eitelkeit sein, denn die geistige Größe unterscheidet sich sehr von der irdischen Größe.

    26. (Der) Geist ist Lichtfunke, Liebessamen, Lebenskeim.

    27. Erkennt, welch falschen Weg ihr nahmt, als ihr bei dem Versuch, Größe zu erlangen, nur euren irdischen Ambitionen freien Lauf ließet.

    28. Nach und nach versteht ihr nun die Vergeistigung, und auf diese Weise wird euer Geist Licht, Erkenntnis und Gnade in sich haben, wenn ihr an das Ende dieses Lebens gelangt, das euch gewährt worden ist.

    29. Begreift ihr also das Zeitalter, in der ihr lebt?

    30. Betet, damit ihr den Vertretern der Nationen beisteht, die zusammenkommen, um die Konflikte unter den Völkern zu lösen. Glaubt ihr, dass sie alle eine unterschiedliche Vorstellung für jede Lösung haben? Nein, Volk, sie machen sich etwas vor; innerlich, in ihrem Gewissen, stimmen sie überein. Es sind die materiellen Interessen, die sie über ihre eigenen Überzeugungen hinweggehen lassen. Wie leicht wäre die Lösung aller Konflikte, wenn jeder nach seinem Gewissen handeln würde. Dann wäre die Welt im Frieden. Die Männer, die die Geschicke der Völker lenken, würden dann, weit davon entfernt, an ihre eigene Größe zu denken, an das Wohlergehen aller denken. Doch nichts davon existiert, und das Misstrauen lässt die Menschen ständig auf der Lauer sein.

    31. Aufs Neue sage Ich euch: Wenn die Welt ihre Schritte auf meinen Weg zurücklenkt und meine Lehre befolgt, wird sie ihre Probleme lösen und in Frieden leben.

    32. An diesem Tag kommt mein universeller Strahl auf euren Geist herab, um euch mit dem Brot des ewigen Lebens zu nähren. Es ist meine Stimme, die euch gerufen hat. Ich sehe unter euch die zuletzt Gekommenen, die Ich einlade, sich an meinem Wort zu erquicken. Die einen sind ungläubig, andere abgöttisch, einige kommen wie sanfte Schafe zum Gehege, andere tragen auf ihrem Gesicht die Maske der Heuchelei. Sie zweifeln an meiner Gegenwart, und innerlich machen sie sich über meine Lehre lustig, weil es für sie unmöglich ist, dass der Schöpfer sich durch das menschliche Verstandesvermögen kundgibt.

    33. Wenn es nicht der wahre Gott wäre, der sich kundtut, dann würde Ich nicht die Beweise geben, die Ich euch gebe, noch würde Ich euch den Weg der Tugend lehren. Der, der nicht glaubt, tut dies, weil er nicht meditiert hat. Sein Herz hat sich verschlossen und befindet sich in der Finsternis.

    34. Die Stimme sagt euch: Ich bin der wahre Gott, der Vater, das Leben und das Licht. Ich komme herab, um Mich in dieser Form kundzugeben, um eure Verirrungen, Fehler und niederen Leidenschaften zu beseitigen, die euch daran hindern, die Wahrheit zu begreifen und zu ergründen.

    35. Ich verrate keinen an die anderen, denn ihr seid bei meinem Festmahl. Mit meinem Licht, das in eurem Gewissen ist, spreche Ich zu eurem Geist, damit er erschüttert wird und erwacht.

    36. Ich bin derselbe Christus, den ihr in der Zweiten Zeit verurteilt habt. Und die Zeiten sind nach meinem Willen gekennzeichnet worden.

    37. Als ihr Mich in jener Zeit zum Kreuz geführt habt, an dem Ich aus Liebe zu euch selbst den letzten Tropfen meines Blutes vergoss, ließ Ich euch wie den Unschuldigen erscheinen, der nicht weiß, was er tut, obwohl ihr den Messias durchaus in Kenntnis der Ursache verurteilt habt. Doch Ich ließ euch in der Obhut von zwölf Männern zurück, die in der Nachfolge des Meisters meine Lehre unter der Menschheit verbreiteten.

    38. Heute entdecke Ich unter euch die, die zu einer anderen Zeit mit voller Kehle schrien: „Kreuzigt ihn! Er ist ein Hexenmeister!“, und die so die Wohltaten verkannten, die Ich austeilte.

    39. Die Zeiten sind vergangen und euer Geist ist nach meinem Willen gekommen, in dieser Nation zu leben, damit ihr das Göttliche Wort, das Wort der Liebe und des Lebens, auf andere Art vernähmet.

    40. Hier bin Ich bei euch! Ich rühre euer Herz an, damit ihr Mir Herberge gebt. Ich komme herab auf der Suche nach eurem Geist, den Ich sehr liebe, denn ihr habt ihn an die Sünde gekettet und so sein Licht verschüttet.

    41. Wann immer eure Intelligenz erstrahlt ist, ist es nicht geschehen, um euren Nächsten zu lieben. Denn eure Liebe ist in einem Leben voller Zweckmäßigkeit und Materialismen erschlafft.

    42. Ihr vergesst das ewige Leben des Geistes und haltet euch schließlich für Götter auf dieser Welt. Ihr zweifelt sogar an meinem Dasein und an meiner Gerechtigkeit, weil ihr seht, dass Ich das Blutvergießen unter den Menschheit nicht verhindere, ohne zu begreifen, dass Ich als Richter unerbittlich bin und die Sühnung und Bereinigung von Verfehlungen durch Schmerz zulasse.

    43. Öffnet euer Herz! Erhebt euren Geist! Lasst zu, dass er euch sagt, dass die Stimme, die ihr vernehmt, dieselbe ist, die zu euch immer von Liebe, Barmherzigkeit und Vollkommenheit gesprochen hat. Die Dritte Zeit hat euch überrascht! Habt nicht den Wunsch, Mich wie in der Zweiten Zeit vermenschlicht zu erblicken! Erinnert euch daran, dass Ich euch sagte, dass Ich auf der Wolke kommen würde. Mein Göttlicher Geist kommt bis zu euch herab, und daher sende Ich meinen Strahl von der Leiter der Vollkommenheit auf den Stimmträger herab, und so wird meine Stimme selbst im Schmutz dieser Welt vernommen.

    44. Nicht nur ihr vernehmt mein Wort. Ich, das Wort, ergieße mein Licht auf das Universum. Aber wenn ihr alle fragt, ob sie eine Stimme vernommen haben, die vom Jenseits hernieder kommt, werden sie euch mit Nein antworten. Warum? Weil die Menschheit taub auf den Wegen der Welt wandelt, von Sünde und Fanatismus umfangen, ohne auf den Ruf zu achten, der von ihrem Gewissen an sie ergeht.

    45. Seit dem Jahr 1866 habe Ich euch mein Wort gegeben, das Erlösung für euren Geist ist und das euch den Pfad kennzeichnet, auf dem ihr den vollkommenen Frieden auf dem Universum erlangen müsst.

    46. Ich habe euren Geist mit einer heiklen Mission betraut, durch die er seine Schuld gegenüber seinem Herrn begleichen wird. Ich bin dabei, das Unkraut auszureißen, um es in Bündel zu schnüren und ins Feuer zu werfen, bis es zu Asche geworden ist. Denn zuletzt wird das Licht erstrahlen, und meine Lehre wird weltweit anerkannt werden.

    47. Der Mensch wird neue Lehren und neue Gesetze erschaffen, doch es wird nicht mehr sein Wille, sondern der meine geschehen. Dann wird es Frieden, Harmonie und Brüderlichkeit geben. Die Herzen werden sich nicht mehr von Hass nähren, keine mörderische Hand wird sich mehr erheben. Damit jedoch all‘ dies geschieht, werde Ich euch zuvor reinigen. Manche von euch werden diese Prophezeiungen vom Geistigen Tal aus in Erfüllung gehen sehen, und die, die weiterhin die Erde bewohnen, werden den neuen Generationen nach 1950 davon Zeugnis ablegen.

    48. Volk: Der Weg, den Ich vorgezeichnet habe, damit ihr zu Mir gelangt, ist ein einziger. Er ist durch Licht gekennzeichnet. Auf ihm ist das Leben und das Gebet. Es ist der Weg des Geistes. Wenn ihr auf ihm geht, werdet ihr nicht zugrunde gehen. Wenn ihr auf dem Pfad seid, so verkündet der Welt die spiritualistische Lehre, gebt Zeugnis von meinen Offenbarungen und lehrt eure Geschwister, durch das vollkommene Gebet zu Mir zu gelangen.

    49. Erinnert euch, Volk, an jenes Gebetsbeispiel, das Ich euch im Olivengarten gab, als Ich beim Vater Vergebung für die Menschheit erflehte. Der Körper Jesu warf sich vor dem Himmlischen Vater nieder, doch nicht vor irgendeinem Bildnis, und Ich richtete meine Worte zum Himmel, dieselben, die Ich der Menschheit vermachte.

    50. Ein weiteres Mal verströme Ich meine Barmherzigkeit unter euch und umarme euch liebevoll. Wanderer des Lebens, Jünger und Kinderschüler: Es ist ein Gnadentag, an dem die Stimme des Meisters hernieder kommt, um euch zu liebkosen. Ich zeige Mich nicht als strenger Richter, sondern als gerechter Vater, und mit meinem Wort führe Ich euch auf den von Mir vorgezeichneten Pfad, von dem ihr euch entfernt hattet.

    51. Ihr alle seid Kämpfer. Ich sehe, dass manche niedergeschlagen ankommen, andere haben den Sieg errungen, und wieder andere stimmen noch keinen Triumphgesang an. Ihr seid inmitten dieses Kampfes und kennt nicht seinen Ausgang. Die Felder, die ihr besäen müsst, und die ihr noch nicht kennt, sind sehr ausgedehnt. Aber ihr besitzt Samen im Überfluss und werdet ihn aussäen können

    52. Während die einen ergeben und stark sind in der Erfüllung ihrer Aufgabe, überfällt andere die Müdigkeit und sie erschlaffen, obwohl sie wissen, dass es ein Auge gibt, das alles sieht, ein Ohr, das alles vernimmt und eine Hand, die immer aufschreibt. Bedenkt, dass ihr eine kostbare Zeit verstreichen lasst, die ihr heute durchlebt, und dass sich morgen eure Augen ohne Licht nicht mehr öffnen werden. Dann wird sich euer Geist traurig aufrichten, weil ihr mein Wort nicht vernehmen wolltet. Eures Geistes wird sich ein unermessliches Verlangen bemächtigen, Mich wie in dieser Zeit zu vernehmen. Doch nur eine strenge Stimme wird zu euch gelangen, die Stimme des Gewissens, die euch erbeben lassen wird. Daher sage Ich euch heute: Entfernt euch nicht von meinem Wort, seid nicht taub gegenüber meinen Weisungen. Entnehmt dieser Lehre die Essenz, wie ein heiliges Schriftstück, für das ihr euch vor Mir werdet verantworten müssen, denn es ist das Gesetz.

    53. Die Blindheit des Volkes, um die Größe meiner Lehre zu begreifen, ist die Folge seiner Sünde und seines Schmerzes.

    54. Diese Essenz, die Ich euch gebe, ist Leben für den Geist und Heilbalsam für jeden schmerzerfüllten Geist. Sie gleicht dem Tau auf unfruchtbaren Feldern.

    55. Wenn ihr noch keine guten Früchte geerntet habt, so fragt euer Gewissen nach dem Grund dafür, und dieses wird euch antworten, dass man, um gute Ergebnisse zu erzielen, arbeiten und wachen muss. Sät gute Beispiele auf das Land, sät Tugend, offenbart die Gaben, mit denen Ich euren Geist erschaffen habe. Entblößt ihn von den schlechten Leidenschaften und kleidet ihn mit guten Werken. Dann werdet ihr auf Erden meine wahren Kinder sein und eine Stellvertretung meiner Göttlichkeit.

    56. In jedem von euch habe Ich die Verantwortung dafür gelegt, mein Trinitarisch-Marianisches Geistwerk bekannt zu machen, das von der Menschheit erörtert werden wird und in den Köpfen eine Revolution der Vorstellungen hervorrufen und all‘ jene verwirren wird, die den Beginn dieses Werkes nicht begriffen und noch weniger sein Endziel begreifen werden können.

    57. Meine Sämänner schlafen und machen mein Werk nicht bekannt, das lauter und rein ist, weil sie erkennen, dass sie ihm ihre schlechten Werke beigemischt haben. Es bleibt euch nur noch kurze Zeit dafür, dass die Welt mein Wort über diese Kommunikation vernimmt. Wenn ihr schlaft, werdet ihr morgen Schmerz und Bitternis im Herzen haben, doch es wird nicht der Vater sein, der euch richtet, es wird euer Gewissen sein.

    58. Es bleibt euch nur noch eine kurze Zeit, in der ihr diese Speisen genießen könnt. Welche werden Ende 1950 bei Mir sein? Welche von euch werden den fruchtbaren Weizen eurer Ernte vorweisen?

    59. Die Welt schläft in ihrer tiefen Lethargie und wartet darauf, dass ihr kommt und sie zum Leben aufrichtet. Ihr habt euch noch nicht auf den Weg zu den Toten gemacht, weil euch das Vertrauen in Mich fehlt. Was befürchtet ihr von den Menschen? Fürchtet ihr ihre Justiz oder den Tod? Ich habe euch gesagt, dass Ich euch vom Tod befreien werde; erinnert euch daran, dass Ich euch ewiges Leben gegeben habe.

    60. Ich bin nicht müde geworden, zu euch zu sprechen, denn Ich bin das ewige Wort. Mein Wort ist der Meißel, der die Herzen aus Stein bearbeitet und glättet, aus denen Ich kristallklares Wasser quellen lasse.

    61. In dieser Zeit des Schmerzes und der Tragik will Ich, dass ihr Mich zum Vorbild nehmt. Aber setzt euer ganzes Vertrauen in Mich, dann werden eure Geschwister die Strahlkraft des Spiritualismus kennenlernen können. Ihr werdet es Mir gleich tun können, seid nicht unsicher. Die Last des Kreuzes geht nicht über eure Kräfte.

    62. Volk, als Ausgleich für die großen Prüfungen habt ihr mein Wort. Ihr seid von euren Angehörigen verkannt und verachtet worden um meines Werkes willen. Wie viele von euch waren den Orgien und Vergnügungen der Welt ergeben und brachtet (so) euren Geist zur Degeneration, für den jede Ausschweifung ein Schlag war. Doch wer brachte euch schließlich von diesem Weg ab? Euer Meister. Ihr habt meine Liebe begriffen und dankt Mir dafür, weil ihr wisst, dass Ich im Austausch für eure Entsagungen gekommen bin, um mit euch zu sprechen.

    63. Ihr glaubtet, dass es keinen Blick gäbe, der eure Vergangenheit kennen könnte. Doch hier bin Ich und lese im Buch eures Lebens, damit ihr nicht an meinem Dasein und meiner Gegenwart zweifelt.

    64. In dieser Zeit habe Ich euch an den Platz meiner Jünger gesetzt, so wie Ich meine Apostel in der Zweiten Zeit um Mich setzte.

    65. Mein Wort führt euch auf den Pfad, den meine Spur hinterließ. Ihr seid schon seit langem unterwegs, doch noch immer kommt kein Triumphschrei von euren Lippen. Ihr seid mitten im Kampf und werdet die Belohnung erst erhalten, wenn ihr ans Ende der Reise gelangt. Die einen sehe Ich stark, andere ertappe Ich erschöpft. Ich werde euch Ruhepausen geben, damit ihr in ihnen meditiert; denn jetzt ist eine kostbare Zeit, die niemand vergeuden darf.

    66. Missachtet nicht meine Weisungen und seid nicht taub gegenüber meiner Stimme. Hört dies Wort und entnehmt ihm die Essenz. Reinigt euren Verstand und euer Herz, damit ihr seine Größe erkennt. In ihm ist das, was eurem Geist Leben gibt. Dies ist der Tau, den Ich auf die unfruchtbaren Felder herabsinken lasse, und es ist das Samenkorn, das ihr der Menschheit bringen sollt. Wenn manche meiner Kinder nach dem Aussäen keine Früchte ernten konnten, so deshalb, weil der Same nicht rein war. Sät das gute Samenkorn und wartet auf die gute Frucht.

    67. Vertreibt aus eurem Herzen die Furcht vor den Menschen, die euch immer von der Durchführung eurer Mission abgehalten hat. Befreit euren Geist von jedem Makel, bis er nackt ist, und beginnt ihn dann mit dem Licht eurer guten Werke zu bekleiden. Dann werdet ihr euch innerlich würdig fühlen, mein Gesetz bei euch zu haben. Erklärt meine Lehre und lasst die Menschen sie erforschen. Beim Eindringen in mein Werk werden sie keinen Anfang finden, noch werden sie sein Ende sehen.

    68. Meine Lehre ist so rein, dass ihr euch bei den Menschheit für nichts entschuldigen oder schämen müsst. Wenn ihr euch dennoch schämen solltet, wird es wegen dem sein, was ihr ihm hinzugefügt habt, oder weil euer Leben nicht in Einklang mit dem ist, was ihr lehrt. Oftmals möchtet ihr unerkannt vorbeigehen, doch dies wird nicht möglich sein, weil Ich euch aussandte, damit ihr diese Frohe Botschaft mit dem Beispiel eurer guten Werke weitergeben solltet.

    69. Die Welt wird sich bewusst werden, dass unvermutet eine neue Zeit für sie angebrochen ist, und sie wird jene aufsuchen, die ihr etwas über diese Unterweisungen sagen können. Doch wenn ihr schlafen solltet, mit wie viel Schmerz werdet ihr dann erwachen!

    70. Nur noch Augenblicke bleiben euch, um dies Wort zu vernehmen. Welche werden bei Mir sein, wenn es zu Ende geht? Welche werden mein Gesetz rein erhalten, so wie Ich es euch gegeben habe?

    71. Seht, dass ihr euch von da an stark aufmachen sollt, um eure edle Mission zu erfüllen. Ihr sollt euch nicht vor dem Tod fürchten, denn Ich sage euch, dass der Tod nicht zu euch gesandt werden wird. Wohl aber sollt ihr der Versuchung, die ihr in der Materie mit euch tragt, den Todesstoß versetzen, damit ihr nicht zu Fall kommt. Der gute Jünger muss lernen, sich selbst zu überwinden, um die anderen zu lehren, ihre Schwächen und Leidenschaften zu beherrschen.

    72. Seht ihr nicht die Schlichtheit, mit der Ich zu euch spreche? Wahrlich, Ich sage euch, es ist die gleiche wie die, die sich in der Zweiten Zeit offenbarte, in der Ich Mich begrenzte, um dem Menschen gleich zu sein und ihn durch mein Wort und mein Vorbild zu erheben, damit er Gott ähnlich werden würde.

    73. Seid meine Werkzeuge, aber niemals Hindernisse, damit Ich zu den Herzen gelange. Warum zweifelt ihr daran, es Mir gleich tun zu können? Ihr habt die Unterweisungen schlecht verstanden. Wenn ihr meine Kinder seid, so habt ihr doch wohl etwas Ähnliches von eurem Vater geerbt, und euer Vater ist gut.

    74. Ihr seid vom Geistigen zur Erde herabgekommen, um über Schicksalsschläge hinweg die Spuren des Göttlichen Meisters zu suchen. Und jetzt, da Ich Mich durch euch kundtue, lasst ihr alles, was ihr habt, hinter euch, um Mich zu vernehmen. Meint ihr etwa, dass eure Entsagungen und Opfer von Mir nicht belohnt werden? Vergesst an keinem einzigen Tag das Endziel eurer Bestimmung, damit ihr täglich einen Schritt nach vorne macht.

    75. Bedenkt, dass ihr Mir nichts geben werdet. Alles, was ihr erwirkt, wird euer sein.

    76. Warum beuge Ich Mich herab und steige bisweilen sogar bis in den tiefsten Abgrund, um euch zu retten? Weil Ich euch liebe.

    77. Hier in dieser Lehre habt ihr eine Grundlage, einen kurzen und sicheren Weg, um zu eurem Vaterland zurückzukehren. Es ist die Lehre der Vergeistigung. Wenn ihr sie begreift, wie viel Licht werdet ihr dann in euren Gedanken, in den Worten und in den Werken haben! Wiederholt nicht nur mit den Lippen, dass ihr Spiritualisten seid. Wenn ihr es einmal wirklich seid, werdet ihr es nicht nötig haben, es auszuposaunen.

    78. Meditiert diese Unterweisungen, die Ich zurzeit eurem Herzen und eurem Geist gebe. Morgen werdet ihr sie dort suchen müssen, um sie euren Geschwistern zu lehren.

    Mein Friede sei mit euch!