Autor: Cristina Marti Schneider

  • Unterweisung 206

    1. Mein Erbarmen mit euch entspringt meiner Liebe und verströmt sich unablässig auf alle Wesen. Meine Liebe segnet und vergibt euch immerzu, es läutert und hilft euch, euch auf eurem Entwicklungsweg zu erheben, damit ihr euch Mir nahe fühlt und euch würdig macht, euch als meine Kinder zu erkennen.

    2. Ich habe euch mein Gesetz gegeben, damit ihr euch in eurem Verhalten nach ihm richtet. Dies ist der Weg, den Ich euch seit Anbeginn der Zeiten vorgezeichnet habe, dies ist die Grundlage, das Fundament, auf dem ihr eure Werke errichten sollt. Dies Gesetz wird euch die für euch notwendigen Prinzipien zeigen, weil in ihm meine weisen Gebote enthalten sind.

    3. Dies Wort, mit dem Ich euch heute unterweise, ist die Fortsetzung jener Lehre, die Ich euch von den ersten Zeiten an gegeben habe, die nicht aufhört, weil sie weder Anfang noch Ende hat. Und in dem Maß, wie sich euer Geist entwickelt, werdet ihr meine weisen Lektionen, mein Verlangen, euch zu vervollkommnen, immer besser verstehen.

    4. Ich gebe euch die höchste Art der Vergeistigung ein, damit ihr Mich in der würdigsten Weise liebt, und damit ihr für meine Kundgebungen empfänglich seid und sie richtig auslegen könnt.

    5. Wenn ihr mein Wort studiert habt und die in ihm enthaltene Essenz zu entnehmen versteht, werdet ihr euch gestärkt, völlig getragen fühlen. Dann sollt ihr mit Nächstenliebe zur ganzen Menschheit sprechen, die von meinem Kommen in dieser Zeit nichts weiß, und ein Gefühl des Mitgefühls wird euer ganzes Wesen erfüllen. Ihr werdet eure Geschwister aufsuchen, um ihnen das zu offenbaren, was Ich zu euch gesprochen habe, und werdet ihnen den ganzen Reichtum geben, den Ich euch für sie hinterlassen habe, als ob es ein heiliges Gut in euren Händen wäre.

    6. Die Menschheit braucht Licht, um einen Schritt nach vorne tun zu können. Alle Geschöpfe haben Hunger, haben das Bedürfnis, gestützt auf den Glauben zu leben, die Wahrheit zu erkennen und auch danach, zu erfahren, wohin die Reise geht. Ich werde sie durch jene lehren, die sich vorbereitet haben und bei ihrer heiklen Mission werden sie alle Fehler liebevoll zu korrigieren verstehen, die sie in ihren Ausübungsformen finden werden. Ihr werdet mit dieser Mission beginnen und Mich zum Vorbild zu nehmen versuchen. Ihr sollt keinen Unterschied zwischen arm und reich machen in eurem Bemühen, den Schmerz zu lindern. Ihr sollt euren Glauben nicht aufzwingen und niemanden nötigen, eure Kenntnis anzunehmen. Ihr sollt euch nicht wegen meines erneuten Kommens entzweien und nicht jene bekämpfen, die die vergangenen Testamente besitzen, wenn sie meine letzten Unterweisungen nicht kennen oder nicht annehmen wollen.

    7. Bringt Licht in die Finsternis, bringt den Herzen Frieden und stillt die Ungeduld derer, die Mich erwartet haben. Kommt euren Geschwistern zu Hilfe, dann werde Ich über eure Familien und eure Güter wachen.

    8. Wenn ihr auf diese Weise arbeitet, werdet ihr im Geist der Menschheit den Tempel erbauen, der bestehen bleiben und in dem die Verehrung erhoben werden wird, die Ich immer von der Menschheit, von diesen meinen viel geliebten Kindern, erwartet habe.

    9. Achtet darauf, dass eure Werke aufrichtig sind. Sagt immer die Wahrheit, seid meine Jünger. In diesem Wort spreche Ich zu den Menschen kommender Zeiten, zu all‘ jenen, die Mir nachfolgen und Mich zum Vorbild nehmen möchten.

    10. Wenn einmal das Jahr 1950 vergangen ist, so sucht nicht nach einem bestimmten Ort, um zu beten oder um mein Wort zu studieren. Wählt dafür ein Heim oder einen Platz im Freien oder den Ort, an dem ihr euer Brot verdient. Nehmt euch meine zwölf Jünger zum Vorbild, die überall, wo sie sich aufhielten, den Tempel zu finden verstanden, weil sie ihn in sich selbst trugen, in ihrem Geist, und das Große und Erhabene in ihren Taten auf ihre Erhebung und ihre Gemeinschaft mit Mir gegründet war.

    11. Solange es Leiden auf Erden gibt, solange es Elend gibt, wird die Fürsprache Marias keinen Augenblick lang aufhören, und ihr Geist wird das Leben all‘ ihrer Geschöpfe erleuchten.

    12. Ihr bietet Mir die Wohnung eures Herzens an, von wo aus ihr Mich gerufen habt, und Ich bin unverzüglich zu der Verabredung geeilt.

    13. Auf meinem Weg habt ihr die geistige Ruhe erfahren, die ihr auf Erden nie zuvor gefunden hattet. Im Verlangen nach Süßem für euren Gaumen habt ihr viele Wege zurückgelegt, bis ihr den Honig meines Wortes gefunden habt.

    14. Von der Kindheit an, während der Jugendzeit und bis ins reife Alter hinein habt ihr unermüdlich den Weg gesucht, weil ihr vom Pfad abgeirrt seid, und die Finsternis immer wieder zwischen eure Schritte trat. Aber das Licht meines Geistes erschien vor euch, und dieser Tag war der eurer Auferstehung, der ebenso wichtig ist wie der Tag eurer Geburt.

    15. Vergesst nicht den Tag, an dem ihr mein Wort zum ersten Mal vernommen habt, denn es war der Augenblick, in dem ihr zum Leben des Lichts zurückgekehrt seid.

    16. Ihr seid bedürftig herbeigekommen und habt mein Wort erforscht, die einen demütig und andere stolz, alle von der Macht meiner Gegenwart angezogen. Ihr musstet zu Mir kommen. Seit so langem habe Ich euch erwartet! Und während manche meine Liebkosung verachteten, Mir den Rücken zukehrten und den ungewissen Weg einschlugen, sind andere bei Mir geblieben, um sich an meinen Worten zu erfreuen und sich dem Dienst an meinem Werk zu widmen.

    17. Ich bin in allen meinen Kindern, selbst im Herzen des Mörders. Von niemandem entferne Ich Mich, und Ich bin dem am nächsten, der sich für am unwürdigsten hält.

    18. Denen, die herbeigekommen sind, gebührt es, für jene zu beten, die gefallen sind. Aber seid nicht ihre Richter, denn sie werden das Licht erlangen.

    19. Erwartet nicht die Erneuerung der Menschheit aus sich selbst heraus, ohne dass ihr für sie ein Vorbild gewesen seid. Ich will nicht, dass ihr zu Schmarotzerpflanzen werdet.

    20. Ihr sollt den zügellosen Lauf der Menschen durch die Gabe des Wortes, das Ich euch gegeben habe, aufhalten. Ich werde euch die Menschheit wie zarte Pflanzen anvertrauen, die Bewässerung und Pflege brauchen. Denn die Menschen werden von allen Wegen zu Mir kommen, und selbst aus Gefängnissen werden die Menschen kommen, um zu meinen Jüngern zu werden. Aber wenn ihr heute eure Aufgabe nicht erfüllen solltet, wird euer Geist kommen müssen, um den Toten zum Leben zu erwecken, den ihr auf dem Weg verlassen zurück ließet; ihr werdet kommen, um den Kranken zu heilen, den ihr nicht beachtet habt, werdet euch um das Brot bemühen müssen, um es dem Hungernden anzubieten, um den ihr euch nicht gekümmert habt. Doch weshalb eine so schmerzliche Sühne suchen, obwohl ihr sie jetzt mit eurer Pflicht erfüllen könnt?

    21. Die menschliche Wissenschaft ist groß, doch der Geist des Wissenschaftlers schläft und lässt zu, dass die Menschen sterben. Daher habe Ich in eure Hände den Heilbalsam gelegt, damit ihr, zu Ärzten der Menschheit verwandelt, ein Beispiel von Erbarmen und Liebe gebt.

    22. Auf der Welt werden Epidemien ausbrechen und ein großer Teil der Menschheit wird daran zugrunde gehen. Es werden sonderbare und seltene Krankheiten sein, denen gegenüber die Wissenschaft machtlos sein wird.

    23. Die ganze Welt wird vom Unkraut befreit werden. Mein Gericht wird die Selbstsucht, den Hass, das unersättliche Machtstreben beseitigen. Große Naturphänomene werden in Erscheinung treten.

    24. Nationen werden ausradiert werden und ganze Landstriche verschwinden. Es ist ein Alarmruf für eure Herzen.

    25. Der Weg ist bereitet. Ich bin euer Führer, bin untrennbar auf eurem Lebensweg.

    26. Gesegnetes Volk Israel: Seid willkommen in der Gegenwart deines Herrn, jenes Herrn, der sich sanftmütig und demütig bei euch an dieser Stätte niederlässt. Doch es ist nicht der materielle Ort, an dem Ich Mich zeige. Die Wohnung ist in eurem Herzen, unsichtbar, es ist jene, die ihr Mir in diesem Augenblick eurer geistigen Erhebung anbietet.

    27. Ich weiß, dass ihr mein Wort braucht. Was würde aus euch ohne dasselbe, mein Volk? Ich weiß, dass ihr Mich braucht, und Ich komme unermüdlich, um euch zu stärken. Mein Wort berät euch und richtet euch auf, dies reine und lichtvolle Wort, das ihr in keinem von Menschenhand geschriebenen Buch findet.

    28. Die Wissenschaftler, die Mich gehört haben, bekennen nicht vor euch, dass dies Wort mit keinem anderen vergleichbar ist. Aber im Innersten ihres Herzen geben sie es zu.

    29. Ich habe euch auf diesem Weg den geistigen Frieden fühlen lassen, den ihr zuvor auf der Erde nicht hattet finden können. Ihr habt viele Wege durchlaufen. Viele Honigarten habt ihr von Blüte zu Blüte ausprobiert wie der unwissende Kolibri, aber keiner war süßer für euren Gaumen. Doch dies Wort, das auf euren Lippen zu Honig wurde, hat alle Arten von Geschmacksnoten ausgelöscht, die ihr früher probiert habt.

    30. Ihr habt unablässig den rechten Weg gesucht und habt verschiedene Pfade gefunden. Ihr habt gegen die Finsternis gekämpft, und euer schneller Lauf war langsam und müde geworden.

    31. Doch das Licht meines Göttlichen Geistes erstrahlte für euch, und jener für euer Gewissen und euren Geist unvergessliche Tag ist im Erinnerungsbuch des Jenseits festgehalten, in dem ihr mit euren geistigen Augen alles lesen werdet, was ihr auf Erden tut, und alles, was ihr vom Meister vernommen habt. Jener Tag war für euren Geist ein Tag der Auferstehung zum Leben der Gnade.

    32. Manche von euch kamen als Erfolgreiche hierher, andere als Bedürftige. Für die einen wie die anderen war der Zeitpunkt festgelegt. Ihr musstet zu eurem Vater kommen, der euch liebevoll erwartete, der euch willkommen hieß und euch zum geistigen Leben auferstehen ließ.

    33. Ihr werdet durch meine Worte mit Freude erfüllt und fühlt, dass die Körpermaterie, die euch umhüllt, euch daran hindert, euch meinem gesegneten Werk ganz hinzugeben. Aber ihr fügt euch. weil ihr wisst, dass es den Jüngern nicht erlaubt ist, sich in meine hohen Ratschlüsse einzumischen, dass der Jünger ergeben und folgsam sein soll, dass ihr durch diese Materie sowohl den Weg des Lichts, als auch die Pfade der Lüge und der Finsternis kennenlernen werdet. Ihr werdet im Schatten des mächtigen Baumes die Frucht des Wohlergehens genießen und den Zankapfel entfernen. Ihr werdet euch im Schatten der grünen Palme erquicken und darüber wachen, dass ihre Blätter nicht von Raupen zerstört werden, noch Raubvögel ihre Nester auf ihr bauen.

    34. Ich habe euch auf euren Wegen gelassen, damit ihr den Geschmack aller Arten von Honig kennenlernt und zuletzt den mit dem besten Geschmack für euren Gaumen wählt. Ich habe euch die beiden Extreme kennenlernen lassen, damit ihr, vom Hauch meines göttlichen Atems geleitet, zu unterscheiden vermögt und euch immer dem Guten zuneigt.

    35. Der Meister hat euch gesagt: Hinter jener Tür, die ihr verschlossen findet und die ihr Tod nennt, ist das Leben. Das Leben bin Ich. Der Tod ist das, was euch die Versuchung anbietet, die eure Augen erblinden lässt und die euch nicht an meiner Seite leben lässt. Doch ihr habt eine mächtige Waffe, um euch von der Versuchung zu befreien: Es ist das Gebet. Es ist die Waffe, die euch das Gefühl gibt, stark zu sein, die euch meiner Göttlichkeit näher bringt und euch auf eurem geistigen Entwicklungsweg mit Mir verbunden euren Weg gehen lässt.

    36. Ich, der Vater, habe niemanden von meinem Schoß der Liebe und Vergebung zurückgewiesen, auch nicht die, die sich von der Versuchung betören ließen und in den Abgrund gestürzt sind. Ich habe niemanden verlassen. Es gibt keine verlassene Wesen, weder auf der Erde, noch im Geistigen Tal. Wer von euch könnte von meinem Schoß verstoßen werden, weil er ein Sünder ist und unwürdig, meine Barmherzigkeit zu empfangen? Ich lebe im Herzen des verstockten Sünders, der das Licht meines Göttlichen Geistes nicht empfangen konnte, weil er nicht auf den Ruf geachtet hat, der von der Stimme seines Gewissens ausgeht. Meint ihr, dass Ich Mich wegen seiner Kette von Übeltaten von ihm entfernt habe? Nein, fürwahr. Ich bin der Vater aller Geschöpfe, ohne einen Unterschied unter meinen Kindern zu machen. Ich bin Liebe, und als liebevoller Vater vernachlässige Ich keinen, mein Volk.

    37. Euch kommt es zu, für den Verirrten zu beten, zu bitten, dass das Licht meines Geistes seinen Geist erleuchtet, damit er erwacht, die Fesseln der Versuchung zerreißt und die Finsternis vertreibt, die ihn blind gemacht hat.

    38. Aber Israel hat geschlafen. Israel erwartet, dass die Menschheit ihre Erneuerung durch eigene Verdienste erlangt. Es hat nicht den Platz eingenommen, der ihm zukommt, denn seine Aufgabe ist es, ein Vorbild für die anderen zu sein.

    39. Und euch, Volk, sage Ich: Bei wem habe Ich mein Gesetz gelassen? Etwa in den Händen der verstockten Sünder? Das Gesetz ist in euren Händen. Wer ist also verantwortlich dafür, dass meine Gebote noch nicht befolgt werden? Israel! Und darüber hinaus sage Ich euch: Warum habt ihr eure Füsse zu Schmarotzern auf Erden gemacht? Warum seid ihr nicht aufgebrochen, um die Aufträge zu erfüllen, die Ich euch gegeben habe? Warum lasst ihr zu, dass der Sünder seinem Weg in zügellosem Lauf weiter folgt? Warum bringt ihr ihn Mir nicht näher mit jener Gabe des Wortes, die Ich euch anvertraut habe, und sprecht (nicht) zu ihm in meinem Namen? Wollt ihr, dass die Finsternis weiterhin das Auge des Menschen blind macht? Wisst ihr nicht, dass durch eure Vermittlung die Finsternis beseitigt werden muss?

    40. Macht euch auf, Volk, sagt euch der Vater. Geht und richtet den Gefallenen auf. Neue Aufträge habe Ich der Menschheit zu übergeben. Große und neue Aufträge werde Ich jeder Nation, jedem ihrer Regierenden und jedem ihrer Einwohner geben.

    41. Große Phänomene werden unter euch erscheinen. Die Jahreszeiten werden sich ändern. Die Winter werden hart sein, und ihr werdet nicht wissen, wann der Frühling kommt. Denn die Menschen haben das Wetter bestimmt, aber wer könnte sich meinem Willen widersetzen? Die Regenfälle werden zurückgehalten werden und nicht auf eure Felder gelangen. Bereitet euch daher vor, Volk, denn es naht die Zeit des Chaos unter euch, und Israel muss seinen Kampf vervielfachen.

    42. Bei euch wird Frieden herrschen. Bewahrt ihn! Vertreibt diesen Frieden nicht aus euren Herzen. Diese Nation wurde von Mir erwählt, und es ist nicht mein Wille, dass sie angetastet wird. Seid jedoch vorbereitet, denn durch eure geistige Auftragserfüllung soll diese Nation und die Menschheit Licht empfangen.

    43. Hier habt ihr Mich, Israel! Ihr vernehmt nur meine Stimme, ohne Mich sehen zu können. Aber ihr begnügt euch damit, den Klang der himmlischen Glocke zu hören.

    44. Ich folge der Stimme eures Rufes in den Winkel eures Schlafzimmers. Keines eurer Leiden kann von Mir unbeachtet bleiben, und Ich komme, um euch all‘ das zu geben, was zum Wohl des Körpers und des Geistes ist.

    45. Ich gebe euch keine falschen Reichtümer, denn ihr würdet euch zugrunde richten. Und Ich komme, um euch zu retten, um euch nach diesem Leben zu meiner Rechten zu stellen.

    46. Bittet Mich um Reichtümer für den Geist, und Ich werde sie euch geben. Schmückt nicht eure Materie, während ihr den Geist nackt sein lasst.

    47. Mein Gesetz, das dem Menschen in den zwei ersten Zeiten gegeben worden ist, ist noch nicht befolgt worden. Daher bin Ich erneut bei euch, um euch zu erretten.

    48. Seit 1866 wird mein Wort in dieser Nation vernommen, in der die kristallklaren Wasser sich aus ihren Quellen auf die geistig Dürstenden ergießen. Hier bin Ich, um die steinernen Herzen meiner vielgeliebten Kinder zu glätten.

    49. Ach, wenn doch alle herbeikämen, Mich zu vernehmen! Aber manche ziehen es vor, obwohl sie Mich gehört haben, die holprigen Wege voller Geröll zu wählen, statt auf dem Lichtpfad des Herrn zu wandeln. Und dieser ist euer Bruder, der Undankbare, der Ungehorsame, der statt des Brotes des ewigen Lebens lieber das bittere Brot der Erde isst.

    50. Selig, die ihr bei Mir bleibt, weil ihr wisst, dass Ich Christus bin, der den verlorenen Sohn erwartet.

    51. Euer Vater ist gekommen, euch in seiner Lehre zu unterweisen, dieser geistigen Lehre, die keinen Fanatismus zulässt, die euch lehrt, das göttliche Gesetz und die menschlichen Gesetze vollkommen zu erfüllen.

    52. Ich habe euch nicht gelehrt, euren Körper zu verletzen oder abzutöten, um meine Vergebung zu erlangen. Die einzige Buße, die Ich von euch annehme, ist jene, in der ihr auf das Überflüssige oder Schlechte verzichtet, wenn auch oftmals mit Schmerz in eurem Herzen. Wann immer ihr so gehandelt habt, hat euer Herz den Frieden meines Geistes empfunden.

    53. Ich spreche in dieser Weise zu euch, weil Ich nicht will, dass euer Geist sich über den Staub der Erde schleppt, obwohl seine eigentliche Welt eine andere ist.

    54. Wisst ihr, was euch nach diesem Leben erwartet? Wohin wird euer Geist gehen? Ihr seid Wanderer auf dieser Welt, aber bald wird diese Wanderschaft enden und ihr werdet näher bei Mir sein.

    55. In den drei Zeitaltern habe Ich unterschiedliche Formen der Kommunikation mit der Menschheit gesucht: In der Ersten Zeit durch Moses, um eure Schritte zur Freiheit und zum Licht zu lenken. In der Zweiten Zeit, indem Ich Mensch wurde, als das Wort inkarnierte und für die Welt eine Spur der Erlösung hinterließ. Heute bin Ich auf der Weißen Wolke gekommen, als Regenbogen des Friedens, um euch zu sagen: Kommt im Verlangen nach dem Licht des Heiligen Geistes herbei. Ich will nicht, dass ihr auf neue Zeiten wartet, um euch aufzumachen, denn die kommenden werden größeren Schmerz und schwerere Prüfungen mit sich bringen.

    56. Ich hinterlasse nun das Dritte Testament, damit ihr es studiert und es befolgt, denn schon nähert sich das Jahr 1950.

    57. Wenn ihr meine Unterweisung nicht nutzt, werdet ihr bitterlich weinen, wenn ihr den Meister zu euch Lebewohl sagen hört. Wartet ihr etwa darauf? Wartet ihr, bis sich auch Seuchen und Hunger ausbreiten und Trauer und Schmerz in euer Heim einziehen?

    58. Ich will euch vereint und stark zurücklassen. Verkennt einander nicht, liebt euch, und der Friede wird universell sein.

    59. Welche unter euch werden morgen die Meere durchkreuzen, Berge überqueren und ferne Gegenden betreten? Welche werden ihre Familie, ihre Kinder verlassen müssen, um mein Wort zu den Nationen zu bringen?

    60. Wacht und meditiert, denn selbst vor dem Jahr 1950 habt ihr das Brot, das Ich euch gegeben habe, allein gegessen. Ihr habt eure Hand verschlossen, um die Reste dieser Speise zu verbergen, und habt das Wasser versteckt, ohne an die Dürstenden zu denken. Doch die Dinge werden sich ändern, und nach diesen drei letzten Jahren, in denen Ich euch mein Wort geben werde, werdet ihr euch als Meister aufmachen, um die Neulinge zu unterweisen. Reinigt euch von vielen eurer Unvollkommenheiten, damit ihr rein seid und für Religionen und Sekten ein Vorbild sein könnt. Bereitet euch vor, denn viele derer, die Mich derzeit vernehmen, werden Mir den Rücken kehren, andere werden aufbrechen und ihren eigenen Willen tun. Unter euch ist jener, der Mich verraten wird, der Mich ausliefern und verkaufen wird.

    61. Studiert mein Wort, damit ihr morgen nicht sagt, dass es ein Mensch war, der sprach, und nicht euer Gott. Doch wer ist fähig, so zu euch zu sprechen, wie Ich es tue? Welches menschliche Wesen hat die Fähigkeit, ein Volk umzuwandeln und zu erneuern, wie Ich es tat?

    62. Bald werdet ihr diese Stimme nicht mehr vernehmen, aber ihr werdet im Gedächtnis behalten, dass Ich von 1866 bis 1950 bei euch war, und dass während viele auf Mich hörten, andere mein Wort aus ihrem Herzen warfen. Ihr, die ihr bei Mir gewesen seid, werdet auch in der Ewigkeit beim Vater sein.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 205                            

    Gegeben am 1. Januar 1948

    1. Kommt und nehmt die Essenz meines Lehrwortes in euch auf, ruht euren Geist aus, bringt den Verstand und das Herz zur Ruhe.

    2. Nähert euch Mir auf solche Weise, dass ihr euch mit dem Frieden eures Meisters verschmolzen fühlt.

    3. So wie ihr herbeigekommen seid, so werdet ihr eure Geschwister aus fernen Ländern herbeikommen sehen, weil sie alle nach dem Licht dieser Botschaft verlangen.

    4. Allen werde Ich die ersten Lektionen geben, die sie vorbereiten, um später die Unterweisungen für den Geist zu verstehen.

    5. Denkt über das Wort nach, dringt in jeden Satz ein und sucht immer nach dem Sinngehalt, der Essenz meiner Lehre. Begreift, dass ihr, die Menschen, sich an meine Gesetze halten müssen, und sich nicht mein Gesetz euren Vorstellungen und eurem Gutdünken anpassen muss.

    6. Wenn Ich euch gewähren ließe, dass ihr meine Lehre nach eurem Willen und nicht nach dem meinen auf euer Leben anwendet, wahrlich, Ich sage euch, ihr würdet niemals aus eurem geistigen Stillstand herausfinden und ihr würdet eurem Geist niemals seine Entwicklung, seine Entfaltung und Vervollkommnung erlauben.

    7. Da seht ihr die in ihren Religionen träge gewordene Menschheit, die keinen Schritt mehr hin zum Licht macht, weil sie sich nicht dem unterworfen haben, was das göttliche Gesetz anordnet, sondern das Gesetz ihrem Willen zu unterwerfen versucht haben, indem sie es mit Mythen und Irrtümern anfüllten.

    8. Es ist notwendig gewesen, dass viele Menschen dieser Zeit sich von jeglicher Religion freimachen, um Mich mit dem Geist zu suchen und all‘ jene Eigenschaften, Gaben und Fähigkeiten entfalten zu können, die sie im Innersten ihres Wesens pochen fühlen.

    9. Diese sind es, die die Botschaften aufzunehmen vermochten, die zu ihnen vom ewigen Leben sprechen.

    10. Euch musste Ich von den verschiedenen Pfaden abbringen, auf denen ihr gingt, um euch auf diesen Weg zu bringen, auf dem meine Offenbarungen erstrahlen und meine Botschaften widerhallen. Denn Ich will, dass ihr zu denen gehört, die das Leben von einer größeren Höhe geistiger Erhebung aus betrachten.

    11. Was ist die Materie ohne Geist? Ein Verband unbelebter Zellen. Der Geist ist das Leben der Materie, aber das eine wie das andere stammen von Gott ab.

    12. Habt ihr mitunter daran gedacht, dass, da alles aus Gott hervorgeht, Er in euch ist? Und weshalb ist Er in euch und wozu? Etwa, um dort zu verharren, ohne sich zu offenbaren? (Dann) wäre Er nicht Gott, da Er überall erscheint, spricht, erleuchtet, sich fühlbar macht und offenbart. Seid also nicht der Auffassung, dass Gott in euch ist, um verborgen zu bleiben, ohne euch seine Botschaft zu geben. Denkt nicht, dass Er ohne Ideen in euch sein kann. Wisst, dass Gott sich durch euch in Fülle offenbaren will.

    13. Wüsstet ihr Mir zu antworten, wenn Ich euch fragen würde, warum Gott in euch ist? Warum Er, obwohl Er alles ist, in dem ist, was ihr Geist nennt, in jenem Teil eures Wesens? Warum Er will, dass ihr ein folgsames Werkzeug seiner Kundgebung sein sollt? Noch könnt ihr Mir nicht antworten, Jünger, weil euch niemand zur inneren Betrachtung angeleitet hat. Deshalb wisst ihr nicht, weshalb ihr den Vater offenbart, und warum Er sich durch eure Werke zum Ausdruck bringt. Aber wenn ihr euch mit Liebe dem Studium und der Ausübung meiner Lehre widmet, so zweifelt nicht daran, dass ihr bald auf diese und andere, noch tiefer gehende Fragen antworten könnt. Und wenn ihr einmal das Licht dieses Wissens erlangt habt, werdet ihr in Wahrheit wissen, warum und wozu der Vater in jedem seiner Kinder wohnt.

    14. Manche sagen, dass es Gott nicht gibt, und andere, die zwar bekennen, dass sie an sein Dasein glauben, sich nicht dafür interessieren. Doch in Unkenntnis darüber, dass sie Ihn in sich tragen, wissen die einen wie die anderen nicht, dass sie ohne Ihn nicht leben können.

    15. Wenn ihr einmal alle von dieser Wahrheit Kenntnis habt und aufrichtig glaubt, dass ihr geistige Kinder jener göttlichen Essenz seid, werdet ihr euch oftmals fragen, bis zu welchem Grad ihr Gott, den ihr in eurem Geist gegenwärtig habt, durch euch habt sich offenbaren lassen.

    16. Die Zeiten werden vergehen, ihr werdet einen langen Weg zurücklegen und eines Tages werdet ihr innehalten, um verwundert die Werke zu betrachten, die der Herr durch eure Vermittlung tat. Dann werdet ihr euch an Jesus, den Meister, erinnern, der an sich den Willen seines Vaters geschehen ließ.

    17. Wann werdet ihr begreifen, dass Gott, der euch das Leben gab, es dazu verwenden will, um sich zu offenbaren? Seht, wie manchmal eine einzige dieser Botschaften hier genügt, um euch viel weiter sehen und erkennen zu lassen als bis dahin, wohin ihr gelangt seid. Und dieses Verstehen wird euch befähigen, Wunder zu vollbringen, denn ihr werdet euch selbst erkennen, und eben deswegen werdet ihr euer geistiges Erbe anzuwenden verstehen.

    18. Oh geliebte Jünger, ihr müsst lernen, Liebe zu geben, Gutes zu tun und mit dem Geist zu geben. Ich sage euch, dass der, welcher der Welt die Macht seines Geistes offenbart und aus jener Wissensquelle schöpft, um es den anderen anzubieten, den Willen des Vaters vollziehen wird.

    19. Ihr müsst alle Fähigkeiten und Kräfte kennen, die ihr in euch habt, damit sich die Essenz eures Wesens zu offenbaren beginnt. Ihr werdet dann erleben, wie leicht es ist, die Probleme des Lebens zu lösen, wie ruhig und sanft das Ringen um den Aufstieg ist.

    20. Das Elend, der Schmerz und die Krankheit werden durch die Kraft des Geistes schwinden, der sie durch das Gebet vertreiben wird.

    21. Macht euch bereit, Mich zu empfangen, habt häufig Momente geistiger Vorbereitung, in denen ihr bereit seid, mit eurem Herrn Zwiesprache zu halten.

    22. Wenn ihr wirklich glauben würdet, dass ihr Gott in eurem Wesen tragt, könnten euch dann Krankheiten befallen oder Versuchungen zu Fall bringen? Wie könnte euch die schwache Kraft der Materie beherrschen?

    23. Ich mache euch frei und stark, damit ihr die Welt und das Fleisch besiegt. Denn Ich führe euch und bringe euch näher zur vollkommenen Zwiesprache mit dem Vater.

    24. Glaubt nicht, dass ihr bereits mit dieser Kommunikation, die ihr mittels dieser Verstandesorgane habt, die vollkommene Zwiesprache habt. Und sie ist auch nicht die schlichte Intuition, die manchmal euren Verstand erleuchtet. Die höchststehende Zwiesprache, die eindringlichste, die ihr erreicht, wird niemals mittels eurer Materie geschehen.

    25. Der Körper, Jünger, ist nur ein Gehäuse. Aber in seinem Inneren gibt es ein Fläschchen, dessen Parfüm oder Essenz der Geist ist. Und meint ihr nicht, dass es falsch ist, dass jenes Parfüm verschlossen ist, obwohl sein Duft eine ganze Wohnung wohlriechend machen könnte? Die Wohnung könnte heute euer Heim sein, morgen wird sie die Welt sein, später der endlose Raum.

    26. Volk: Öffnet euren inneren Tempel, damit ihr in ihm die Essenz empfangt, die dies Wort enthält. Wenn ihr im Äußeren bleibt, wenn ihr euch nicht bemüht, in euer Heiligtum einzutreten, werdet ihr, nachdem ihr Mich vernommen habt, fortgehen und auf euren Schultern weiterhin die Last tragen, die ihr bei eurem Kommen trugt, eine Last der Mühsale, der Krankheiten, der Enttäuschung.

    27. Lernt von denen, die sich schon vorbereiten, um Mich zu hören, indem sie zuerst in den inneren Tempel eintreten, der im Geist existiert. Sie stärken sich und heilen mit meiner Liebesbotschaft.

    28. Euch fehlt der Glaube, um euer Angesicht emporzurichten und hoffnungsvoll zu lächeln und der Zukunft ohne Befürchtungen, ohne Misstrauen ins Gesicht zu blicken, denn in der Zukunft bin Ich.

    29. Wie oft seid ihr krank, nur weil ihr es so denkt; denn auf Schritt und Tritt meint ihr, dass euch das Verhängnis verfolgt oder der Schmerz euch auflauert. Dann zieht ihr durch euer Denken die Finsternis an, mit denen ihr euer materielles Leben und euer geistiges Tagewerk überschattet. Doch Ich bin hier bei euch, um aufs Neue den Glauben an das Leben, an die Wahrheit, an das Ewige, an den vollkommenen Frieden zu entzünden, und auch um euch zu lehren, das Licht anzuziehen.

    30. Jünger: Der göttliche Plan war, ist und wird sein, euch vollkommen zu machen. Und wenn Gott euch für eure Gestaltgebung die Vorstellung der Vollkommenheit gewährte, weshalb dann das Licht dieser Wahrheit verdunkeln, die der Vater in euer Wesen hineinlegte, so wie in alles, was Er ersann? Wisst, dass der Mensch dem Universum gleicht und das Universum dem Menschen. Das Universum ist die große Wohnstatt der Kinder des Herrn. Doch in ihr gibt es viele Lebensräume, durch die ihr für eure Vervollkommnung gehen müsst, und der Geist des Menschen ist das Heiligtum, in dem euer Herr wohnen soll.

    31. Wenn ihr mein Wort versteht, werdet ihr bald sagen: „Vater, öffne schon heute die Tore meines inneren Tempels, damit Deine Essenz, welche Leben und Gesundheit, Weisheit und Kraft ist, in mich eindringt.“

    32. Ich sage euch: Wenn ihr so zu Mir sprecht, wird es geschehen, weil der Geist sich seiner Aufgabe hingegeben hat. Dann werdet ihr Mich durch euch offenbaren sehen, sogar durch euren Körper, das geringe Wesen, das dennoch in seiner Ausgestaltung Größe besitzt.

    33. Heute bewohnt ihr diese Wohnstätte, morgen werdet ihr eine andere jenseits der Erde bewohnen, und von jeder Wohnstätte werdet ihr das für eure Vervollkommnung Notwendige nehmen.

    34. Überall werdet ihr euren Geschwistern begegnen, denn das Universum ist voller Geschöpfe, und alle sind Kinder Gottes.

    35. Sonnen, Sterne, Welten, Elemente, Wesen jeder Art, Atome, Kräfte, alles, vom höchsten Engel bis zum dunkelsten Kriechtier, sie alle sind Kinder des Absoluten Wesens, alles gehört Ihm. Ihr wisst, dass es keinen Reichtum gibt, der keinen Besitzer hat, und der Eigentümer dieses universellen Reichtums ist Gott.

    36. Nun frage Ich euch, Jünger: Ist es möglich, dass ihr krank seid? Ist es möglich, dass ihr betrübt seid, obwohl diese Lehre dazu da ist, euch frei und glücklich zu machen?

    37. Für die Offenbarung, die Ich euch gebracht habe, ist die geistige Einführung nötig, die nur Ich, der Meister des Geistes, euch gebe.

    38. Wenn ihr euch immer mehr als Materie denn als Geist gefühlt habt, so lehre Ich euch nun, mehr Geist als Materie zu sein und sich als solches zu fühlen. Dies ist Erlösung, Rettung und Frieden.

    39. Manchmal fragt ihr euch, warum ihr in dieser Zeit mehr leidet als die Menschen vergangener Zeiten, und warum ihr kommen musstet, um eine geistige Mission zu erfüllen, die ihr früher nicht hattet. Und Ich sage euch: Diese Aufgabe, geistig auf den Pfaden des Guten und des Lichts zu wandeln, um auf den Gipfel des göttlichen Berges zu gelangen, ist immer in eurem Geist gewesen. Und andererseits haben sich in der gegenwärtigen Existenz alte Schulden angesammelt, nicht zum Abschluss gebrachte Werke und nicht zu Ende geführte Missionen.

    40. Wer den Sinn eines neuen Lebens nicht zu begreifen vermag, wird gegen meine Gerechtigkeit aufbegehren und seine Wiedergutmachung als Strafe auffassen. Wer dagegen in einem neuen Dasein die Gelegenheit erkennt, Schulden zu bezahlen und Flecken abzuwaschen, der wird den Namen des Herrn segnen.

    41. Noch seid ihr klein, und als Kleine sollt ihr aufrichtig sein. Schämt euch nicht, Mich in euren Gebeten um Kleinigkeiten zu bitten. Das Wesentliche ist, dass ihr betet, denn Ich werde euch inspirieren und erziehen.

    42. Betet, übernehmt meine Sätze, salbt und heilt euch durch den Glauben und die Kraft, die diese verbreiten.

    43. Morgen, wenn euer Gebet nicht mehr dazu da ist, eure Krankheiten zu heilen, sondern euch an der Zwiesprache mit dem Vater zu erquicken, wird euer Geist durch Regionen reisen, die dem Verstand nicht bekannt sind. Zu einigen werdet ihr Stärke und Beglückungen des Geistes hinbringen.

    44. Gott, der in euch ist, wird seine Botschaften durch eure Lippen kundtun, wenn euer Geist und euer Körper sie auszulegen verstehen.

    45. Wie ist es möglich, dass Gott durch den Menschen spricht, könnt ihr euch fragen. Und Ich sage euch: Zu jener Zeit wurde das ‚Wort‘ Mensch, um das Wort Gottes auszusprechen. Das ‚Wort‘, welches der Ausdruck der Weisheit ist, nahm Fleisch an, und sein Körper war Jesus, der Mensch.

    46. Warum solltet ihr, die ihr die Jünger von Jenem seid, in welchem das ‚Wort‘ sprach, dieses nicht mittels des Geistes und selbst des Fleisches offenbaren?

    47. Heute seid ihr Schüler und seid nicht immer fähig, meine Lektion zu verstehen. Doch sprecht zunächst zu Gott mit eurem Herzen, mit eurem Gedanken und Er wird euch vom Innersten eures Wesens aus antworten. Seine Botschaft, die in eurem Gewissen sprechen wird, wird eine klare, weise, liebevolle Stimme sein, die ihr nach und nach finden werdet, und an die ihr euch später gewöhnen werdet.

    48. Es ist notwendig, dass ihr von Anfang an über die Botschaften nachdenkt, die ihr durch euer Gebet aufnehmt, damit ihr wirklich diejenigen erkennt, die ihr von eurem Vater bekommt und sie niemals mit jenen Stimmen, Ideen, Gedanken und sogar Offenbarungen eures verwirrten Geist verwechselt. Nur in der Stille und in der Meditation werdet ihr den Weg erkennen können, auf dem jede Botschaft zu euch gelangt.

    49. Welcher Mensch könnte sagen, in welche geistigen Regionen sein Geist eindringt, und bis zu welcher Höhe des Lichts er sich zu erheben vermag? Niemand. Daher irrt sich oftmals der, der die Wege des Gebets, der Gemeinschaft mit Gott, der geistigen Betrachtung des Geistes nicht kennt. Denn anstatt dem Licht entgegen zu gehen, dringt er in die Finsternis ein, woher er schlechte Inspirationen und falsche Botschaften empfängt.

    50. Kämpft, versucht, das Wissen zu erlangen, das zum ewigen Licht des Geistes führt, dort, wo euer Ursprung und euer Ziel ist.

    51. Ströme von Gesundheit strömt mein Wort aus. Wenn ihr euch vorbereitet, um zu empfangen, werdet ihr gesund sein. Wenn ihr die Gesundheit zu suchen versteht, werdet ihr feststellen, dass ihr euch durch den Geist geheilt habt.

    52. Bittet, betet, sucht Mich. Ich werde euch zudem einige Fortschritte gewähren. Doch bemüht euch darum, Verdienste zu erwerben.

    53. Dringt allmählich in die Harmonie des Lebens ein, indem ihr mit all‘ euren Geschwistern, gegenwärtigen und abwesenden, sichtbaren und unsichtbaren, eine einzige Familie bildet.

    54. Dann werdet ihr euch eines nie zuvor erlebten inneren Friedens erfreuen, welcher der Befolgung des göttlichen Gebotes entspringt, einander zu lieben.

    55. Geliebte Arbeiter: Ich sehe, wie fleißig ihr die Felder bestellt, die Erde vorbereitet und den Samen in sie legt, der euch morgen seine Früchte bringen wird und so eure Anstrengung vergelten wird. Wählt den Samen aus und grabt die Erde um, denn ihr beginnt nun ein Jahr, das das erste der drei letzten Jahre ist, in denen Ich Mich in dieser Weise unter euch kundgeben werde. Die Zeit, die noch bleibt, ist kurz, und ihr werdet euch bei eurer Vorbereitung beeilen müssen, denn Ich will euch nicht als schwache Kindlein, sondern als fortgeschrittene Jünger zurücklassen, die schon nahe daran sind, zu Meistern zu werden.

    56. Nach meinem Scheiden werdet ihr die Verantwortlichen für die Auslegung sein, die ihr meiner Lehre durch eure Worte und eure Werke gebt. Die Menschen werden meine Lehre nach euren Taten und eurem Leben beurteilen.

    57. Meine Inspiration wird euch nicht fehlen. Durch sie werdet ihr den Augenblick erkennen, in dem ihr sprechen müsst und was ihr sagen müsst. Mit klaren, bestimmten und schlichten Worten sollt ihr das Dasein des Jenseits bekanntmachen, das Ich euch offenbart habe, und so für eure Geschwister mit wahrer Liebe einen geistigen Pfad anlegen, und immer sollt ihr eure Worte mit Taten und Beispielen bekräftigen.

    58. Allmählich lernt ihr, fremde Leiden wie eigene zu empfinden. Der Grund dafür ist, dass euer Geist, wenn er sich an meiner Lehre sättigt, sich erhebt, Entfernungen überwindet und in die Geheimnisse des Jenseits eindringt, wo er entdeckt, dass der Ursprung aller Wesen ein einziger ist: der Vater, in welchem ihr alle Geschwister seid.

    59. Aber nicht nur euer Geist hat in meinem Werk Anstöße zu seinem Fortschritt erhalten. Auch eure verstandesmäßigen Fähigkeiten haben sich entfaltet, als ihr gefühlt habt, wie die geistige Inspiration in euch immer stärker wurde, und ihr festgestellt habt, dass das Verstehen all‘ dessen, was ihr früher unklar saht, sich mehrt und die Geheimnisse sich aufklären.

    60. Wenn es euch nicht gelingt, ganz in die Welt des Geistes einzudringen, um alles, was sie enthält, zu begreifen und zu fühlen, so deshalb, weil ihr noch dem Druck der Materie und dem Einfluss der Welt ausgesetzt seid. Ich habe euch vieles offenbart, aber wahrlich, Ich sage euch, der Mensch wird niemals von dieser Erde aus verstehen, wie die Welt ist, die ihn erwartet, auf welche Weise dort der Geist lebt, welche Seligkeiten er in Gegenwart der Göttlichkeit erlebt, und wie jener seine Läuterung erhält, der voller Unvollkommenheiten bedeckt ist.

    61. Wenn der menschliche Verstand die Wonne des reinen Geistes im Jenseits begreifen würde, dann hätte jene Glückseligkeit Grenzen, wie sie der Mensch hat. Darum sage Ich euch, dass ihr jenes von hier aus nicht zu begreifen vermögt, wohl aber zu erahnen.

    62. Ebenso wenig könnt ihr euch die Intensität des Schmerzes vorstellen, den ein Geist erlebt, wenn sein Gewissen ihn in die Gegenwart meiner Göttlichkeit bringt. Daher sage Ich euch immerzu: Bereitet euch vor und erhebt euren Geist, denn ihm werden die Unterweisungen offenbart, die er kennen muss. Seht wie zwischen dem Geist und dem Verstand ein wirklicher Einklang bestehen muss, damit ihr schon von hier aus eine Ahnung von jener Wahrheit erlangen könnt.

    63. Ich habe zugelassen, dass eure Intelligenz sich weitet und in der Unendlichkeit das Licht sucht, das sie benötigt. Ich habe euch Willensfreiheit gewährt, damit ihr (selbst) euren Weg wählt. Aber Ich habe meine Gebote über euren Willen gestellt. In jenem Gesetz werdet ihr den rechten Weg erkennen können, in ihm werdet ihr die Kenntnis finden, um eure Werke zu läutern. Falls ihr diesem Weg nicht folgen möchtet, seid ihr frei, euch von ihm abzuwenden. Doch ihr werdet euch nicht mehr selbst betrügen können, euer Gewissen wird unablässig zu euch sprechen. Auch dann, wenn ihr, bereits ohne Materie, in meine Gegenwart gelangt, wird jener innere Gewissensrichter euch richten und euch sagen, welchem Läuterungsweg ihr folgen müsst. Jenes Gerechtigkeitslicht ist Teil von Gott selbst, der in euch ist und der euch lehrt, das Gute zu lieben und das Böse zurückzuweisen.

    64. In diesen Vorbereitungsjahren sollt ihr euch dem Studium meiner Lehre widmen, denn es gibt viele Herzen, die eures Wortes bedürfen. Es gibt Überdruss an so viel Verderbtheit, es gibt Hunger danach, geistig zu leben.

    65. Die Jünger dieses Werkes werden die geistige Nahrung überschwänglich weitergeben, werden die falschen Vorstellungen, die die Menschheit bisher gehegt hat, korrigieren, werden die Frohe Botschaft dieser Zeit, in der ihr lebt, weitergeben, werden die Weiterentwicklung von Weltanschauungen und des Lebens, das diese Zeit mit sich bringen wird, ankündigen, werden den Menschen zu Diensten sein, ohne nach Klassen, Sekten, Religionen oder Rassen zu unterscheiden, werden jedem geistigen oder physischen Bedürfnis Rechnung tragen. Diese Jünger werden wie ein Leuchtturm sein, der das Boot des Schiffbrüchigen erhellt, werden der Stern sein, der den rettet, der orientierungslos in der Nacht umhertappt.

    66. Sie werden keine Tempel aus Stein erbauen, noch werden sie Altäre errichten, um ihre Werke bekannt zu machen. Sie werden einen großen geistigen Tempel erbauen, dessen Steine die Herzen der Menschen sein werden, die sich durch die Kraft der Liebe miteinander vereinen.

    67. Hört aufmerksam meinen Unterweisungen dieser letzten drei Jahre zu. Denn die Jünger, die diese Lehre lernen, werden nach 1950 die Meister sein. In jener Zeit werde Ich, wo auch immer ihr euch nach meinem Willen vereinigt und in Wahrheit zu Mir erhebt, euch mit dem Licht meiner Inspiration erleuchten, damit ihr große und grundlegende Werke vollbringt. Doch bereitet euch dafür zu, denn wenn der von Mir festgelegte Zeitpunkt gekommen ist, werde Ich Mich nicht mehr des Stimmträgers bedienen.

    68. Mein Licht wird in jedem meiner Kinder erstrahlen, das sich auf die Zeit der direkten Zwiesprache mit dem Meister vorbereitet. Aber es wird nicht in jenen sein, die mein Werk verkaufen und zu Händlern werden. Bereitet euch vor, damit, wenn mein Wort im Jahr 1950 endet, ihr die Form verstanden habt, um auf dem Weg voranzukommen. Denn, hört gut zu!: all‘ jene werden in Verwirrung geraten, die sich nicht genügend vorbereitet haben.

    69. Begreift, geliebtes Volk, die Art und Weise, in der ihr mein Wort nach meinem Willen unter die Menschheit bringen sollt. Damit ihr nicht strauchelt, sollt ihr euch nicht vornehmen, die Gewohnheiten, die die Menschheit jahrhundertelang gehabt hat, von einem Augenblick zum andern umzuwandeln. Gebt ihr meine Lehre und sie wird die Irrtümer begreifen, in denen sie gelebt hat. Die Überzeugungskraft, die meine Lehre besitzt, wird ihr Auffassungsvermögen erleuchten und die Wahrheit wird erkannt werden. Dann wird das, was in ihren Augen einst als falsch erschien, in unendlichem Licht erstrahlen.

    70. Meine Kinder, Ich bin bei euch gewesen und habe euer Herz berührt, damit ihr Mir in ihm einen Platz bereitet, in dem Ich für immer wohnen kann.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 204                            

    Gegeben am 1. Januar 1948

    1. Ich empfange euch, Volk. Die Tore meines Reiches öffnen sich, um euch willkommen zu heißen und meine Liebe auf euch auszugießen. Ich gebe euch in diesem Augenblick das, was ihr gemäß dem Glauben der einen und der Bedürftigkeit der anderen benötigt.

    2. Ich komme, um das Heiligtum eures Herzens zu suchen. Ich komme, um euch das Licht der Wahrheit zu geben, welches das Licht der Liebe ist, deren mächtige Kraft die Schöpfung bewegt und alles in ihr in Ordnung, in Harmonie, im Gleichgewicht hält. Darum lehre Ich euch zu lieben, damit ihr das Geheimnis des Lebens kennenlernt. Seid hochherzig, damit eure Liebe wie ein Lied ist, das das Herz der Betrübten erfreut.

    3. Es liegt in euren Händen, eure Aufgabe zu erkennen und zu erfüllen. Eure Bestimmung ist es, den Geist über jedes Elend und jede Sünde zu stellen, euer ganzes Wesen zu erheben, euch zu veredeln und würdig zu machen. Ich will, dass ihr euren Körper ohne Gewaltsamkeit beherrscht, dass ihr es mit Weisheit und zugleich mit Barmherzigkeit tut. Wenn die Menschen, statt meine Gesetze zu erörtern, sie in liebevollem Gehorsam erfüllen, werden sie aus dieser Welt ein Paradies wie jenes machen, dessen sich die ersten Menschen in ihrer Unschuld und ihrem Gehorsam erfreuten, bevor sie es mit unreinen Gedanken und Taten befleckten.

    4. Wenn der Mensch nach dem Willen des Himmlischen Vaters leben würde, wäre diese Welt ein Tal materieller Wohltaten und geistiger Erhebung. Er würde nicht über die Widrigkeiten der Naturgewalten klagen, denn er würde mit ihnen und mit allen Geschöpfen in Harmonie leben. Es wäre ein göttliches Konzert, in dem jeder Mensch eine Note wäre. Aber der Mensch lebt nicht in Einklang mit den göttlichen Gesetzen und darum ist er zum Gefangenen des Schmerzes, zum Sklaven seiner selbst geworden. Der Mensch schleift Ketten hinter sich her, leidet, vergießt Tränen und verzweifelt, ohne zu erkennen, dass er all dies seinem eigenen Tun und Lassen verdankt. Wenn er begreifen würde, dass es keine Träne gibt, die nicht gerechtfertigt ist, würde er bald seine Erhebung erlangen.

    5. Wahrlich, Ich sage euch, die Lösung von allen Übeln, die die Menschheit erleidet, liegt in den Händen des Menschen. Er kann sein eigener Arzt sein. Deshalb sage Ich euch, dass euer Geist sich zu Mir erheben wird, wenn ihr den Weg einschlagt, den euch das Gewissen diktiert.

    6. Wozu wollt ihr dieses Leben, wenn es nicht zum Wohl eures Geistes ist, der der Ewigkeit angehört? Ihr seid auf diese Welt der Krankheiten, der Tränen, der Schmerzen gekommen und wollt nicht wissen, dass ihr euer Leben mit ein wenig Güte umwandeln würdet.

    7. Wer Mich wirklich liebt, wird der Weise sein, der zuerst die Welt und danach das ganze Universum umfasst. Seht die Liebe eures Gottes sich in der ganzen Schöpfung offenbaren. Sie ist weises Handeln, vollkommenes Wort, ist der Schlüssel zum Reich. Die Liebe, die das Herz des Universums ist, wird euer Dasein erheben, bis die Zwiesprache aller Wesen mittels des Gedankens erreicht ist.

    8. Volk: Das Jahr hat 365 Tage, doch wie viele Werke der Barmherzigkeit, der Liebe tut ihr in ihm? Warum sagt ihr Mir, dass ihr Mich liebt, wenn ihr nichts für eure bedürftigen Geschwister tut? Wenn Ich euch sage, dass Ich euch liebe, beweise Ich es mit wahrhaftigen Werken. Die Menschen behaupten, Christus zu lieben, und verletzen Mich in jedem Augenblick, sie richten Mich, zerstören in sich selbst mein Andenken und mein Vorbild und weigern sich, meinen Werken zu nachzufolgen. Glaubt ihr nicht, dass all dies einer Dornenkrone und einer erneuten Kreuzigung gleichkommt? Wenn Ich geistig den Kranken, den Betrübten, den Armen, den Gefangenen beistehe, weshalb sehe Ich euch dort nicht, Mich dabei begleitend? Warum verweigert ihr denen, die euch darum bitten, ein wenig Barmherzigkeit? Erkennt, weshalb Ich euch gesagt habe, dass ihr Mich erneut gekreuzigt habt. Denn wer Liebe verweigert, verleugnet Mich.

    9. Ich habe euch gesagt, dass ihr als Kinder Gottes mit Ihm identifiziert sein müsst. Warum helft ihr nicht mit, die Schöpfung des Vaters durch eure eigenen gedanklichen, moralischen oder geistigen Schöpfungen zu verschönern?

    10. Der wahre Diener Gottes ist jener, der den Balsam der Liebe für die Menschen verwaltet, der die von einem tiefempfundenen Mitgefühl inspirierte Barmherzigkeit ausübt.

    11. Mein Schmerz für euch hat lange Zeit angehalten, und dieser Schmerz kommt von eurer Verständnislosigkeit und eurem Mangel an Liebe.

    12, In dieser Dritten Zeit komme Ich zurück, um liebevoll jenen Satz zu wiederholen: „Liebt einander.“

    13. Volk, macht euch bereit, meinen Heilbalsam zu empfangen. Jeder, der aufnahmebereit ist, wird gesund werden, jeder Schwache wird gestärkt werden. Konzentriert euch auf euer Herz, erhebt euren Geist zu Mir und wartet. Ich werde euch mehr geben als das, was ihr geglaubt habt. Empfangt in der Stille, denn in der Stille gebe Ich euch. Ich bin die Sonne eurer Hoffnung, geliebte Schafe. Aber ebenso, wie Ich euch gebe, gebt auch ihr. Seid nicht engherzig. Wenn ihr etwas gebt, so denkt nicht an das, was ihr damit euren Kindern entzieht. Denn wenn euch das schwerfällt, was ihr gebt, ist es besser, wenn ihr es nicht tut.

    14. Urteilt nicht über das Leben eurer Mitmenschen, denn ihr werdet dann nicht nur eure Lippen beflecken, sondern auch euer Herz. Ihr sollt jedoch bereit sein, jede eurer Handlungen zu beurteilen und die Weisungen eures Gewissens zu vernehmen.

    15. Führt ein reineres Leben, und wenn euch der Harmonie mit allen Kindern Gottes annähert, werdet ihr jenen Frieden, nach dem ihr euch so sehr sehnt, zu fühlen beginnen.

    16. In Wahrheit sagt euch der Meister: Von diesem Morgen an findet der Vergleich mit den drei Zeiten statt, die symbolisch die drei Jahre darstellen, in denen Ich euch (noch) mein Wort geben werde. Deshalb wird meine Unterweisung nun tiefgehender sein, da mein Licht euer Auffassungsvermögen aufgeschlossen hat und in euren Geist eingedrungen ist.

    17. Ihr seid nicht mehr die Menschen der Ersten Zeit, die in ihrem primitiven Zustand keine uneingeschränkte Kenntnis eines geistigen Gesetzes hatten, um sich daran zu halten. Es war notwendig, dass die gesandten Propheten des Vaters das Dasein Gottes bezeugten. Sie alle sprachen von ein- und demselben Göttlichen Wesen, und so begann sich in der Menschheit ein Glaube an den lebendigen und wahren Gott zu bilden. Abraham mit seiner Liebe zu seinem Herrn, Jakob mit seiner Standhaftigkeit in den Prüfungen, und Moses mit seinen Inspirationen und dem Gesetz bekräftigten und mehrten die Erkenntnis Gottes für die Menschen.

    18. Jene Menschen waren die Wegbereiter eines Zeitalters, so wie ihr dies von einem anderen sein sollt, dem Zeitalter der Vergeistigung.

    19. In diesem Jahr 1948, das die Erste Zeit repräsentiert, werdet ihr in meinem Wort viele Unterweisungen kennenlernen, die sich auf jene Zeit beziehen. Ihr werdet die Bedeutung der Geschichte Israels erkennen, das nicht das einzige Volk gewesen ist, das in der Ersten Zeit errettet und geistig in der Zweiten Zeit erlöst wurde. Jenes Volk könnt ihr im Herzen aller Rassen finden. Israel könnt ihr auch in allen Religionen entdecken; denn jenes Volk wurde als Werkzeug auserwählt, um der ganzen Menschheit ein Beispiel und eine Lehre zu geben. Darum sage Ich euch, dass die Geschichte Israels, dem ihr geistig angehört, allen bekannt sein soll, denn in ihr sind die großen Offenbarungen enthalten, die Ich den Ersten gab.

    20. Ihr werdet erstaunt sein, in jenen Zeiten so große Geister wie Abraham vorzufinden, der seinen Herrn mit reiner Liebe mehr als alles Geschaffene liebte. Meditiert über das Leben und die Werke jenes Menschen nach, und ihr werdet entdecken, dass sein Glaube, seine Kraft, seine Sanftmut und seine Liebe der wahre Stamm des israelitischen Baumes ist.

    21. In jenen Zeiten gab es götzendienerische und heidnische Völker, die die Naturkräfte wie Gottheiten anbeteten, denen sie unreine Kulte darbrachten. Da erschien Abraham und machte die Inspiration bekannt, die er von seinem Herrn empfing, welche Licht der Wahrheit und der Gerechtigkeit war. Doch die Menschen, hartherzig und ungläubig, unterwarfen den Patriarchen der Prüfung. Er entkam allen Fallstricken und Nachstellungen, bekehrte sie zur Lehre des Guten, bis er sie dazu brachte, den Gott Abrahams als den unsichtbaren, aber lebendigen Gott aller Zeiten zu verkünden.

    22. Seht, wie lange es schon diese geistigen Kämpfe unter den Menschen gibt. Doch erkennt, dass nach ihnen immer das Licht der Wahrheit erstrahlt ist.

    23. Begreift, dass Ich euer Leben durch mein Wort nicht schwieriger mache, sondern eure Gottesverehrung und eure Ausübungen vereinfache. Ich lehre euch, dass es nicht nötig ist, die Güter der Welt zu verschmähen oder eure Pflichten zu vernachlässigen, um Mir wohlgefällig zu sein. Denn solange ihr in der Materie seid, werdet ihr menschlichen Bedürfnissen unterworfen sein. Aber Ich lehre euch auch, dass ihr selbst das, was von der Erde stammt, unter Beachtung eines Gesetzes zum Wohl eures Geistes gebraucht. Wenn ihr so lebt, werdet ihr mein Gesetz erfüllen.

    24. Seit der Ersten Zeit habe Ich euch einen geistigen Hirten vor euch gestellt, der zugleich der Wegbereiter meines Kommens unter mein Volk gewesen ist. Ihr hattet diese Lektionen nicht voll und ganz begriffen und gerietet aus Unwissenheit in falsche Kulte, indem ihr die Naturkräfte oder das Goldene Kalb angebetet habt.

    25. Der Gott der Wahrheit hat sich immer in eurem Dasein offenbart, sei es, dass Er euch mit Reichtümern überhäufte, Licht in eure Intelligenz einstrahlte oder euch die Macht gab, auf der Welt zu regieren.

    26. Gestern wart ihr Herren, lebtet im Überfluss, aber ihr ließet euch von der Selbstsucht und der Eitelkeit dazu verleiten, die einfachen Leute zu Dienern und Sklaven zu machen. Dennoch habe Ich euch vergeben, und bin als Vater gekommen, um den wiederaufzurichten, der gefallen ist und alle zu segnen. Ich bin für euch euer Diener gewesen, da Ich euch alles gewährt habe, worum ihr Mich gebeten habt. Aber Ich habe geduldig auf die Stunde gewartet, in der ihr euch aufmacht, um die Mission zu erfüllen, die Ich euch schon zu Anbeginn der Zeiten anvertraut habe.

    27. Ich bin die Gerechtigkeit, dennoch bestrafe Ich euch nicht. Denn nicht einmal dafür, dass ihr Mich gekreuzigt habt, habe Ich euch zur Rechenschaft gezogen. Daher sind es eure Mühsale und Leiden, die euch läutern. Es ist euer Ungehorsam gegenüber meinem Gesetz, der für euch die Läuterung, die Wiedergutmachung, die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands geistiger Reinheit notwendig macht. Aber ihr seid auf dem sicheren Wege des Fortschritts und der Erlösung des Geistes. Ihr müsst euch jedoch eurer Mission und der Zeit, in der ihr lebt, bewusst sein. Denn wenn ihr euer Gewissen fragt, was ihr zum Wohl der Menschheit getan habt, ob mein Gesetz bereits der Welt bekannt ist und ob mein Werk vorangekommen ist, so wird es euch sagen: Nein.

    28. Nun, da Ich zu euch spreche, gewöhnt ihr euch an mein Wort. Erkennt, dass Ich, um Glauben zu finden, schlichte und demütige Herzen ausgewählt habe, um Mich durch ihre Vermittlung kundzugeben. Dennoch habt ihr gezweifelt und habt sogar geglaubt, dass es der Mensch ist, der zu euch spricht. Darum habe Ich euch erlaubt, dass ihr die Menschen, durch die Ich Mich kundtue, in ihrem Normalzustand ohne Verzückung erforscht, damit ihr euch von ihrer Unbeholfenheit und ihrer Unwissenheit überzeugen könnt. Ich habe euch Demut und Barmherzigkeit gelehrt, habe euch vorbereitet und Ämter unter mein Volk verteilt. Aber viele von denen, die sie bereits erhalten haben, sind selbstherrlich geworden, haben sich zu Herren gemacht und wollen die Ersten sein.

    29. Der Erste bin Ich allein, und Ich komme nicht, um euch zu demütigen, noch euch zu meinen Sklaven zu machen, sondern Ich lege alles in eure Hände, was euch fehlt. Ich bin der Vater und kann gegenüber euren Leiden nicht gleichgültig sein. Ich bin Gott und kann euch nicht in der Finsternis im Stich lassen. Deshalb offenbare Ich Mich bei euch, damit ihr Mich erkennen könnt und wisst, bei wem ihr euch befindet und wen ihr vernehmt.

    30. Ihr habt kein Beispiel von Einigkeit gegeben und deshalb könnt ihr den Mangel an Brüderlichkeit und Harmonie unter den Religionen und Sekten sehen, deren Meinungsverschiedenheit und Spaltungen den Wunsch nach Macht nähren, und die sich für eine neue Schlacht rüsten.

    31. Ihr wart noch nicht imstande, mein Gesetz zu erfüllen. Der Weg besteht aus Licht, doch oftmals wandelt ihr in der Finsternis. Ihr empfangt jeden Augenblick die Liebe des Meisters, und trotzdem schürt ihr Feinseligkeiten. Ihr erhaltet dauernd Unterweisungen über Moral und Tugend, und noch immer gibt es bei euch schlechte Taten und Gedanken. Daher spotten die zuletzt Gekommenen, weil sie bei meinen Jüngern Falschheit sehen. Ebenso wenig glauben die Wissenschaftler, wenn sie meinen Kundgaben beiwohnen, an die Kundgebung meines universellen Strahles durch das menschliche Verstandesvermögen. Ihr müsst große Beweise von Vollmacht geben, indem ihr Lazarus aus dem Grab auferstehen lasst, dem Blinden das Licht gebt und dem Lahmen Beweglichkeit, all jene Beweise, die der Mensch sehen muss, um an mein Kommen unter euch in dieser Zeit zu glauben.

    32. Es ist eure Materie, die sich als Hindernis aufrichtet, damit der Geist seine Aufgabe erfüllt, und die sich meinem Willen widersetzt. Doch Ich habe euren Geist mit einem Schwert versehen, damit er im Kampf mit den Leidenschaften seines eigenen Leibes siegt und Verdienste erwirbt, da die widerspenstige Materie dem Geist zur Wiedergutmachung oder als Prüfstein dient.

    33. Darum bin Ich gekommen, euch beizustehen. Ich bin euer Heiland und biete euch die Gelegenheit an, das „Gelobte Land“ kennenzulernen und darin zu wohnen.

    34. Nutzt die Zeit, die Ich euch anvertraut habe. Ihr kennt nicht die Stunde, in der Ich euch rufe. Macht euch frei vom Materialismus, übt aus, seid der wahre Apostel, und Ich werde den Menschen durch eure Vermittlung die Macht der göttlichen Barmherzigkeit offenbaren.

    35. Die großen Prüfungen erwarten euch. Bereitet euch vor! Ich will nicht, dass ihr morgen sagt, dass ihr nicht belehrt worden seid, noch will Ich euch verloren oder bedürftig sehen, wenn ihr im Besitz einer unermesslichen Macht seid. Ich, der euch so viel Liebe gegeben habe, der euch an meiner Festtafel das Essen und den Wein genießen ließ, möchte euch hernach nicht Ketten des Elends und des Leidens hinter euch herschleppen sehen.

    36. Wenn ihr nicht erfüllt, werdet ihr euch eine schmerzliche Zukunft bereiten, und anstatt die Ersten zu sein, werdet ihr euch als die Letzten fühlen. Ihr werdet eure Angehörigen umkommen sehen, werdet das tägliche Brot knapp werden sehen. Der Krieg wird euch geliebte Wesen entreißen, und diese Erde, die Ich erwählt habe, um mein Licht und meinen Frieden überfließen zu lassen, werdet ihr mit unschuldigem Blut befleckt werden sehen. Ihr werdet das fremde Joch fühlen, werdet deren Sklaven sein und werdet vom wahren Wege entfernt werden. Zu jener Zeit werdet ihr meine Stimme nicht mehr vernehmen.

    37. Ich, der Schöpfer, fordere euch nicht noch zwinge Ich euch mein Gesetz auf. Ich komme herab, um euch um Erfüllung und um Demut zu bitten.

    38. Friede sei mit dir, Volk, wann immer du mein Wort mit gutem Willen vernimmst.

    39. Ich bin der göttliche Gärtner, der die Gärten eurer Herzen pflegt und sie mit himmlischem Wasser begießt, und Ich bin gekommen, um einen Tropfen göttlicher Liebe auf die so große Bitternis der Erde zu vergiessen. Ich zeige euch den Pfad, der zum Reich des Vaters führt, ein Weg, auf dem ihr niemals ein Ende finden werdet, sondern auf den ihr immer Fortschritt erlangen und neue Herrlichkeiten kennenlernen werdet.

    40. Heute schleift euch mein Wort ab und gibt euch Gestalt. Ich bearbeite den inneren Menschen, den Geist. Lernt, euch zu formen und euch schöne Formen zu geben, denn Ich werde euer Werk segnen, damit ihr danach die Verwirklichung eurer großen Mission auf dieser Welt vollendet.

    41. Ich bin euer Meister, doch betrachtet Mich nicht als vom Vater getrennt, denn Ich bin der Vater. Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Sohn und dem Heiligen Geist, denn der Heilige Geist ist Einer, und dies bin Ich. Seht in meinen Offenbarungen aller Zeiten einen einzigen Gott, der sich euch durch vielfältige und unterschiedliche Unterweisungen gezeigt hat, als ein einziges Buch mit vielen Seiten, mit vielen Liebeslektionen.

    42. Heiligt meinen Namen mit euren Werken, und ihr werdet jenes Licht in euch finden, das euch von der Finsternis der Unwissenheit und der Sünde befreien wird.

    43. Erinnert ihr euch, Volk, wie ihr gewesen seid, bevor ihr durch mein Wort geformt wurdet? Erinnert ihr euch daran, dass ihr früher vieler Handlungen fähig wart, die ihr jetzt nicht mehr tut? Ihr könnt euer heutiges Leben nicht mit eurem vergangenen Leben vergleichen. Früher wart ihr der einsame Wanderer, der seinen Weg ohne ein Licht zurücklegte, das das Dasein erhellte und die Hoffnung in ihm entzündet hätte. Heute seid ihr Schüler Jesu, in dessen Quell der Liebe ihr euren Durst gelöscht und eure Wunden gewaschen habt. Meine Liebe zieht die Dornen heraus, die in euch stecken, und wenn euer Kreuz Nägel hat, werde Ich sie gleichfalls herausziehen.

    44. Ich bin das Licht dieser Welt und aller Welten. Ich will, dass ihr euch mit diesem Licht bekleidet. Mein Wort ist Heilbalsam, heilt euch damit, indem ihr es vernehmt. Weshalb seid ihr krank, leidet und weint ihr, obwohl ihr Gott in euch habt? Prüft euch selbst und korrigiert alles, was zu korrigieren ist. Reinigt alles, was es zu reinigen gibt. Ich sagte euch: „Reinigt das Gefäß von innen und von außen“, das heißt, dass euer inneres Wesen im Willen und in der Inspiration mit eurem materiellen oder menschlichen Wesensteil in Einklang sein möge.

    45. Ich forme euer inneres Leben, jenes, das ihr vor den Menschen verbergt, das für die anderen unsichtbar ist, das ihr jedoch vor Mir nicht verbergen könnt. Formt euer Äußeres in der Weise, dass sein Antlitz eine getreue Widerspiegelung eures Geistes sei. Dann werden eure Taten aufrichtig und wahrhaftig sein. Das ist der Grund dafür, dass die Menschen der Welt nur ein Gesicht zeigen, während sie das andere verbergen.

    46. Habt ihr schon eure Wunden untersucht, habt ihr in ihnen den Balsam gelegt, den Ich euch gegeben habe? Wenn ihr an der Wahrheit meines Balsams zweifelt, so behandelt sie aufs Neue. Doch wenn ihr glaubt, so verzichtet auf das Heilmittel, und ihr werdet sehen, wie meine Liebe sie heilt, und wenn ihr sie sucht, werden sie nicht mehr da sein. Anderen werde Ich gewähren, dass sie ihre Gesundheit durch den Glauben, durch das Gebet, durch den Gedanken finden. Es werden Scharen von geistigen Wesen kommen, die ihre Macht und ihre Kraft vereinigen werden, euch salben werden und ihr werdet heilen.

    47. Der Spiritualist sagt: „Wie schön ist das Leben!“ Der Weltliche, der Materialist sagt: „Wie bitter, wie traurig und wie düster ist das Leben!“ Der Mensch ohne Erhebung stolpert über alles, alles verletzt ihn. Wer sich erhoben hat, merkt nicht einmal die Widrigkeiten des Weges. Wenn sich die Hochgesinnten mit anderen beschäftigen, loben sie deren Tugenden oder entschuldigen deren Fehler. Niemals verurteilen oder verdammen sie. Die Niedriggesinnten verurteilen, verleumden, machen die Fehler der anderen bekannt und finden Freude daran.

    48. Jene, die verurteilen und über die Angelegenheiten ihrer Geschwister urteilen, frage Ich: Haltet ihr eure Sündenlast für leicht, da ihr sie durch die der andern vermehren wollt? Wenn ihr euch von eurer Last freimachen könnt, warum vermehrt ihr sie durch die der andern? Weshalb zieht ihr vor, euch Schmutz aufzubürden und euch selbst zu belasten, anstatt in euren Geschwistern geistige Werte zu suchen, um euch zu bereichern?

    49. „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen“, doch die, die in den hohen geistigen Regionen wohnen, helfen den Menschen, sich ihrer Last zu entledigen, oder sie helfen ihnen, sie zu tragen, aber ohne sie zu verurteilen, noch sich an ihrem Elend zu weiden.

    50. Ich habe euch an dem einen Tag lästern gesehen, und an anderen Tagen bereuen. Ich habe euch meine Kundgabe leugnen sehen, und danach ihre Wahrheit bezeugend. Ich habe euch an dem einen Tag verleumden gesehen, und am andern denjenigen verteidigend, den ihr verleumdet habt. Es ist gut, wenn ihr eure Fehler berichtigt, aber es wäre besser, wenn ihr nicht wieder dem Bösen anheim fielet, so dass ihr nichts zu berichtigen habt. Ich sah euch an dem einen Tag demjenigen eine Liebesgabe spenden, der sie nicht benötigte, und Ich sah euch sie dem wirklich Armen verweigern. Doch Ich beschuldige und richte euch nicht. Ich erleuchte euch durch das Licht meiner Lehre, damit ihr nicht erneut sündigt. Doch Ich sage euch auch, dass Ich euch zuweilen hilfsbereit, edel, wohltätig und verständnisvoll gesehen habe, und diese Verdienste sind von Mir immer beachtet und vermerkt worden. Aber in eurem Herzen sollte bereits mehr Weizen als Unkraut sein.

    51. Betet nicht, indem ihr die Lippen mechanisch bewegt, ohne in eurem Herzen und eurem Geist den Wunsch zu spüren, euch zu erheben. Betet, indem ihr fühlt, ohne zu sprechen. So leicht, wie ihr in vergangenen Zeiten falsche Gelöbnisse machtet und umsonst Schwüre ablegtet, sollt ihr nun die Wahrheit sagen.

    52. Nehmt nichts Fremdes an euch. Wer Fremdes wegnimmt, muss es mit Schmerz und Scham zurückgeben. Ich zeige auf niemanden, aber Ich will, dass jeder von meinem Wort den Teil beherzigt, der auf ihn zutrifft.

    53. Ich werde euch nicht für das anklagen oder zur Rechenschaft ziehen, was ihr getan habt, als ihr euren Weg noch in der Finsternis der Unwissenheit, der Kleinheit und der Vermaterialisierung gingt. Doch wenn ihr heute in voller Erkenntnis dessen, was mein Gesetz ist, auf dem Verbotenen, dem Unlauteren beharrt, werdet ihr eure Taten vor Gott verantworten, der sich euch gegenüber in eurem eigenen Gewissen unerbittlich zeigen würde.

    54. Ihr alle seid meine Saat und der Meister erntet sie. Wenn unter dem guten Samen Unkraut aufgeht, nehme Ich auch dieses mit Liebe zu mir, um es in goldenen Weizen umzuwandeln. Ich sehe in den Herzen Unkraut, Schmutz, Verbrechen, Feindseligkeiten aufkeimen, und dennoch nehme Ich euch an und liebe euch. Ich liebkose diesen Samen und reinige ihn, bis er wie Weizen in der Sonne glänzt.

    55. Glaubt ihr, dass die Macht meiner Liebe nicht fähig ist, euch zu erlösen? Nachdem Ich euch gereinigt habe, werde Ich euch in meinen Garten aussäen, wo ihr neue Blüten und neue Früchte tragen werdet. Zu meinem göttlichen Werk gehört die Aufgabe, euch würdig zu machen.

    56. Meine Liebe segnet euch, vergibt euch und macht euch würdig, mein Wort zu vernehmen.

    57. Mein Wort ist der Weg. Ich lehrte euch mein Gesetz seit den ersten Zeiten, damit eure Schritte immer auf dem Weg des Guten und der Gerechtigkeit bleiben würden.

    58. Diese Lehre ist die gleiche wie die, die Ich euch in den vergangenen Zeiten gegeben habe, die Lehre der Liebe.

    59. Euer Geist ist das Kind der vollkommenen Liebe des Schöpfers. Euer Herz, jenes Organ, das ihr besitzt, in welchem die Gefühle ihre Wurzeln haben, ist ein Sinnbild der Liebe.

    60. Schenkt daher Liebe, denn die Menschheit bedarf ihrer sehr. Es ist Hunger im Herzen der Menschen, geistige Zurückgebliebenheit, Verlangen nach Leben.

    61. Da ihr Menschenscharen, die ihr Mich gehört habt, durch das Brot des Lebens gestärkt und genährt worden seid, könnt ihr dem Geist und ermatteten Herz Nahrung verschaffen.

    62. Wo ihr einen irrigen Glauben oder eine falsche Vorstellung antrefft, sollt ihr mein Licht hinbringen. Doch niemals sollt ihr meine Lehre mit Gewalt aufzwingen. Ihr sollt nie einen Unterschied zwischen dem Reichen und dem Bedürftigen machen, um sie auf unterschiedliche Weise zu behandeln, und ihr werdet nur auf dem Grund ihrer Leiden einen Bruder von euch sehen, der gefallen ist und stöhnt. Daraufhin werdet ihr, da euer Herz von jenem Schmerz bewegt wird, eine Möglichkeit suchen, ihn zu erleichtern. Euer Mitgefühl wird den Entblößten bedecken. Ihr werdet dem, der keinen Frieden hat, Ruhe bringen. Ihr werdet wie ein Stern auf dem Weg dessen sein, der verirrt im Finstern wandelt. Wenn ihr so erfüllt, werdet ihr würdig sein, dass Ich euch Meister nenne.

    63. Meine Lehre benötigt nicht die Errichtung von Versammlungsstätten, um neue Menschenscharen zu versammeln. Mein Wille ist es, dass man den universellen Tempel errichtet, der durch die Herzen gebildet sein wird.

    64. Versteht es dem Beispiel, das Jesus euch in der Zweiten Zeit gab, zu folgen, der keine Versammlungsräume wählte, um sein Wort zu verkünden, sondern Felder als passenden Ort für seine Unterweisungen und Gleichnisse aufsuchte.

    65. Wer jedoch Versammlungsräume dazu benutzen sollte, um aus der Unwissenheit oder dem Schmerz der Menschen ein Geschäft zu machen, wird sich nicht meines Lichtes erfreuen, noch darf er sich Spiritualist nennen.

    66. Ihr werdet kämpfen müssen, und der Platz für euren Kampf wird überall sein, sowohl in eurem Heim, als auch bei der materiellen Arbeit oder unterwegs.

    67. Dort, im passenden Augenblick sollt ihr euch vorbereiten und unter meiner Inspiration sprechen, ohne dass der, der euch vernimmt, weiß, wer zu ihm durch sein Gewissen gesprochen hat.

    68. Erwartet nicht, dass die Menschen ihre Bräuche von einem Augenblick zum andern vergessen. Seid auch nicht überrascht, wenn euch jemand Verblendete nennt. Meine Lehre in der Zweiten Zeit erschien auch vielen als ein Irrtum, doch danach wurde sie als die allerhöchste Wahrheit angenommen.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 203

    1. Seid willkommen, die ihr eure Kenntnisse erweitern wollt, um das Höchste in eurem Wesen zu entdecken.

    2. Glücklich und selig sollen jene sein, die klar sehen wollen. Doch wahrlich, Ich sage euch, ihr könnt dies nicht erreichen, bis ihr die Anstrengung macht, euch die Binde zu entfernen, die eure Augen bedeckt.

    3. Der Mensch hat sich doppelt schuldig gemacht: nicht nur, weil er keinerlei Anstrengungen unternimmt, damit die Binde fällt, die ihm die Kenntnis der höchsten Belehrungen verwehrt, sondern auch deshalb, weil er sich nicht von den Fesseln der Materie gelöst hat, die ihn, im Gegensatz zu den geistigen Freuden, zu den körperlichen Genüssen führen. Das ist der Grund, weshalb er sich unter der Herrschaft der Leidenschaften versklavt hat und zulässt, dass sein Geist einem Lahmen gleicht, der nichts tut, um gesund zu werden.

    4. Auf allen Gebieten sehe Ich die Mehrzahl der Menschen haltlos, überall begegne Ich nur dem schwachen Menschen. Und worauf ist das zurückzuführen? Darauf, dass ihr nicht den Mut und genügend Willenskraft habt, aus dem Schmutz, in dem ihr steckt, herauszukommen, aus der Trägheit, die die Fesseln schmiedet, die an die Materie binden, und dies ist der Ursprung aller Laster, aller Fehler.

    5. Aber der Mensch will von jener Macht, mit der er ausgestattet wurde, welche der Wille ist, keinen Gebrauch machen.

    6. Dem Willen, welcher der uneingeschränkte Gesetzgeber sein soll, welcher zum obersten Führer werden und von der Vernunft unterstützt, kämpfen soll: Macht gegen Macht, Herrschaft gegen Herrschaft; Auf der einen Seite die Leidenschaften und die Begierden, auf der anderen die Vernunft und der Wille, bis diese letzteren die Schlacht gewinnen und ihr sagen könnt, dass ihr befreit seid. Dann werdet ihr die großen Propheten, die großen Erleuchteten, die Übermenschen sein können. Dann werdet ihr mit den wilden Tieren zusammenleben und mit Reptilien spielen können. Denn wahrlich, Ich sage euch, es sind die Fehler, die euch umgeben, die bewirken, dass ihr jene kleinen Geschwister von euch fürchtet, und dies ist auch der Grund dafür, dass sie euch angreifen. Doch wenn ihr euch die Zeit nehmt, die Menschen zu beobachten, werdet ihr entdecken, dass es Menschen gibt, die wilder als Tiger sind und die mehr Gift haben als die Kobra.

    7. Glaubt nicht, dass die Propheten des Altertums Wunder vollbringen konnten, weil sie dafür vorherbestimmt waren. Nein, es geschah deshalb, weil sie kämpften, bis sie siegten und wirkliche Arbeiter des Tempels wurden. Doch wahrlich, Ich sage euch: Wer sich am meisten anstrengt, um die Wahrheit zu erlangen, ist Verfehlungen und Leidenschaften ausgesetzt. Aber ihr besitzt das Licht, das euch erleuchtet, welches die göttliche Kraft ist, die unsterbliche und reine Natur, die unzerstörbare Essenz, die alles belebt und den Menschen zur höchsten Glückseligkeit führt. Diese unzerstörbare Essenz ist das reine Element, das jeder Mensch besitzt. Aber der Mensch hat sich mit irdischen Vergnügungen vergiftet und daher bedeckte sich diese unzerstörbare Essenz, dieses unsterbliche Wesen, mit dem sterblichen Kleid und opferte sich freiwillig. Aber mit der Kraft, die es besitzt, wird es nach und nach die Würde des sterblichen Menschen wiederherstellen, und dieser wird dann die Freuden der unsterblichen Frucht suchen und für immer aufhören, nach den verderblichen Wonnen zu streben, welche die schlechte Frucht beschert.

    8. Und was benötigt ihr, um all‘ dies zu erreichen? Das Wissen, wie ihr eure Kraft und Energie gebrauchen sollt, die wahre Arbeiter des Tempels wirken, damit ihr siegen und die Binde fallen lassen könnt, die eure Augen bedeckt, damit ihr klar seht und keinen Fehltritt macht, noch im Dunkeln umhertappt.

    9. Ich habe zu euch von dem gesprochen, was ihr Geheimnisse nennt. Aber ihr müsst mein Wort gründlich studieren, um das ganze Licht wahrzunehmen.

    10. Ich will, dass ihr diese große Wahrheit begreift, dass weder Gott noch die Natur für den Menschen Geheimnisse haben. Es ist die Schwäche gegenüber den göttlichen Unterweisungen, die den Menschen unfähig gemacht hat, das wahre Gesetz auszuüben. Deshalb irrt er von hier nach da, von einer Seite zur anderen, ohne irgendetwas zu verstehen, ohne etwas zu fühlen, ohne zu verstehen, dass Gott im Gewissen des Menschen ist und sich immer zu seinem Nutzen bemerkbar macht.

    11, Das wahre Gesetz bedeutet Vervollkommnung. Denn was nützt es euch zu sagen, dass ihr die eine oder andere Religion ausübt? Was nützt es euch zu sagen, dass ihr an Gott glaubt, wenn eure Werke, eure Gedanken ganz das Gegenteil aussagen? Der Tag wird kommen, an dem Ich euch meine Herrlichkeit vermachen werde, damit ihr seht, dass Ich im Vater bin und ihr in Mir, und Ich in euch. Und dieser Bund wird sich der Bund des Friedens nennen. Dann wird das Gesetz erfüllt werden, ihr werdet Ihn als einzigen Herrn anerkennen, es wird keinen Unterschied untereinander geben, denn ihr werdet euch alle wie ein einziger Mensch, wie ein einziges Wesen lieben. Und wenn ihr wollt, wenn ihr, meine Geliebten, die Anstrengung macht, wenn ihr die wahren Arbeiter des Tempels sein wollt, können wir noch heute diesen Bund des Friedens schließen. Meint nicht, dass ihr diesen Planeten verlassen müsst, um diesen Bund zu schließen. Nein, was ihr braucht, ist Wille. Der Tisch ist gedeckt, und Ich lade euch ein, euch zu setzen. Kommt und nehmt eure Plätze ein, lasst Mich euch führen, euch dienen. Teilt mit Mir das Brot der Wahrheit, erleuchtet mit dem höchsten Licht als Kinder Gottes, die ihr seid. Ich lade euch ein, kommt mit Mir, stimmt mit Mir den Lobgesang an: Ehre sei Gott in der Höhe, und der Bund des Friedens sei nun auf Erden gestiftet. Halleluja, Halleluja dem Herrn!“ Empfangt meinen wohltätigen Tau, sättigt euch an Mir. Übergebt Mir eure Leiden, gebt Mir eure Trübsale und erinnert euch nicht mehr an sie. Singt mit Mir: „Halleluja, Halleluja dem Herrn!“ Werdet nicht zu laut, meine Geliebten, denn Ich bin ja bei euch.

    12. Wenn ihr mit dem himmlischen Konzert in Einklang sein könntet, hättet ihr nicht das geringste Verlangen mehr, nochmals die vergiftete Frucht zu euch zu nehmen. Ihr würdet das unsterbliche Wesen immer in euch strahlen lassen. Wollt ihr zu Tisch kommen, meine geliebten Kinder? Er ist gedeckt und Ich bin euer Diener, Ich leite euch an. Kommt, denn Ich erwarte euch.

    13. Seid nicht wie die Pharisäer, die sich im Tempel, in den Synagogen mit bleichem Gesicht zeigen, damit die Menschen sagen, dass sie gefastet haben, und danach lassen sie ihrer Bosheit und Materialismus freien Lauf. Nein, meine Geliebten, ihr sollt in der Versammlungsstätte, auf der Straße und in euren Heimen die Gleichen sein, immer lauter wie reines Wasser, damit die, welche die Lehre Jesu angreifen wollen, es sehen und sagen, dass meine Lehre in Wahrheit gut ist, weil ihr in eurem öffentlichen und privaten Leben ein lebendiger Spiegel von Tugend seid, weil ihr überall Liebe, Wahrheit und Güte hinterlasst.

    14. In diesem Augenblick nähere Ich Mich, um mein Volk zu betrachten und mein Wort in sein Herz zu schreiben. Ich hinterlasse euch die Erinnerung an meine Kundgabe mittels dieser Stimmträger. Wenn ihr nachdenkt, werdet ihr erkennen, dass Ich nicht einen einzigen Augenblick lang in Schweigen gehüllt war, dass Ich, das Wort, immerzu mit euch gesprochen und Mich mit euch unterhalten habe. Meine Stimme, die Ich auf vielerlei Weise zu den Menschen gelangen lasse, sei es zu ihrem Verstand, zu ihrem Gewissen oder zu ihrem Herzen, ist Ermutigung, Stärke, Hoffnung, Inspiration, und manchmal Richterspruch.

    15. Auch sage Ich euch: Zu allen Zeiten haben Mich die Menschen geistig gesucht, die einen mit größerem Eifer als die anderen.

    16. Denn nicht alles findet ihr auf der Erde. Es gibt Kenntnisse und Offenbarungen, die Ich Mir vorbehalte, damit, wenn ihr sie sucht, ihr Mich findet. Niemals habe Ich euch meine Liebe, meine Barmherzigkeit verweigert, was so weit ging, dass Ich euch auch das gewährte, von dem ihr wisst, dass es euch nicht gut tut, damit ihr euch selbst von eurem Fehler überzeugen würdet, als ihr darum batet.

    17. Diese Zeit geistiger Kundgebungen und des göttlichen Wortes ist ein Fest, ein Festmahl gewesen, zu dem ihr eingeladen wurdet, um euch an seinen Speisen zu sättigen. Wer nackt kam, fand würdevolle Kleider, um sich zu bedecken.

    18. Nach langen Tagewerken und Kämpfen konntet ihr in den Schatten eines mächtigen Baumes gelangen, wo ihr eure Kräfte zurückgewonnen und gelernt habt, die Fallen der Versuchung zu besiegen, die euch auf Schritt und Tritt dazu einladen, den Weg zu verlassen. So lernt ihr nach und nach, die guten Jünger zu sein.

    19. Nachdem Ich euch meine Lehre gegeben habe, treffe Ich euch daher begeistert an, bereit, weiterhin für diese Sache zu kämpfen. Ihr habt eure Verantwortung, eure Verpflichtung verstanden, dieses Werk mit der Lauterkeit und Reinheit bekannt zu machen, die ihm inne wohnt. Ihr erkennt nun, dass, wenn ihr mit Eifer, Sanftmut und Liebe tätig seid, ihr den Menschen viele Disteln und Dornen aus dem Weg geräumt habt. Von verschiedenen Punkten der Erde seid ihr diesem Ruf gefolgt, um zu Soldaten und Jüngern zu werden.

    20. Heute kommt ihr, um Mir eure Treue zu zeigen, Mir nachzufolgen, Mir die Früchte eurer Arbeit darzubringen, die Ich allein kenne. Ich allein weiß, wer ihr gewesen seid, wer ihr seid, und wer ihr morgen sein werdet. Ihr seid jene, die mit Hunger nach guten Werken, nach Liebe dürstend und danach, geliebt zu werden, herbeigekommen seid, und der Vater empfing euch, stillte euren Hunger und verwandelte euch zu seinen Dienern.

    21. Als ihr meine göttliche Liebe erkannt und empfunden hattet, habt ihr Mir alles, was euer Herz verschlossen und vor der Welt verborgen hatte, in einer umfassenden Beichte anvertraut. Eure Reue über begangene Verfehlungen war echt, weil euer Geist zuvor mit meinem Licht erleuchtet wurde.

    22. Ich will, dass ihr zugerüstet seid, dass ihr diesen Liebesbund, den ihr mit meiner Göttlichkeit geschlossen habt, durch eure Werke und eure (innere) Sammlung, wenn ihr Mich erneut vernehmt, ehrt. Denn auch wenn ihr Mich jetzt als Vater erlebt, werde Ich zu euch als Richter kommen müssen.

    23. Niemanden möchte Ich schlafend überraschen, denn er wird dann zu spät erwachen und wird Tränen vergießen müssen.

    24. Nur noch drei Jahre lang werdet ihr dies Wort vernehmen können. Es hat euch unablässig gelehrt. Wann werdet ihr Meister sein? Werdet ihr meinen Platz einnehmen können, um die Menschenscharen weiterhin zu nähren? Heute ist mein Wort wie ein Warnruf, denn jetzt seid ihr in die Zeit des Höhepunktes meines Wortes eingedrungen.

    25. Ich habe euch zusammengebracht, damit ihr euch im Geist vereint, damit ihr euch mit festen Vorsatz zur Auftragserfüllung auf den Weg macht und euch geschwisterlich umarmt.

    26. Begreift, dass ihr alle gleich seid. Es soll unter euch keine Herren noch Höherstehende geben. Ich will, dass ihr alle Diener meiner Sache seid. Seht, die Geschichte meines Wortes wird von jenen niedergeschrieben, die Ich Goldfedern genannt habe, und Ich will nicht, dass die kommenden Generationen durch diese Schriften Spaltungen unter euch entdecken. Auch ihr müsst dies wollen. Hinterlasst ihnen euer Vorbild, niedergeschrieben durch eure Werke, dann werden sie sich auf den Weg machen, so wie auch ihr bei euren eigenen Geschwistern Ansporn gefunden habt.

    27. Ich bin herabgekommen, um alle zu liebkosen, um sie mit meinem Mantel zu bedecken, doch diese Menschheit ist unempfänglich und taub geblieben. Ich habe zu ihr durch Wunder gesprochen, doch sie ist halsstarrig geblieben. Ich habe sie meine Gerechtigkeit fühlen lassen, doch sie ist vor meiner Gerechtigkeit geflohen. Zu euch spreche Ich mit Worten der Liebe, damit ihr davon Zeugnis ablegt, und ihr habt die Frohe Botschaft nicht weitergegeben, noch haben jene die Zeit erahnt, in der sie sich befinden. Ihr alle habt im Geist die gleichen Eigenschaften, doch die einen rüste Ich als Sendboten zu, und die anderen bereite Ich vor, damit sie diese empfangen.

    28. Geht hinaus als Arbeiter, immer meinem Willen unterstellt. Bewahrt euch zugerüstet, denn wenn ihr es nicht sein solltet, werdet ihr mit leeren Händen gehen, obwohl sie von meiner Göttlichkeit angefüllt worden sind.

    29. Ich habe mein vollkommenes Werk in sündige Hände gelegt, doch dies ist kein Grund, dass ihr es nicht offenbaren könntet. Wenn ihr unwürdig seid, macht euch meine Liebe würdig und gibt euch die Mittel, damit ihr euch liebt und euch gegenseitig rettet.

    30. Da Ich mächtig bin, will Ich, dass meine Geschöpfe nicht bedürftig sind, und daher lege Ich meine Schätze und Wohltaten in sündige Hände, damit diese sich ihrerseits öffnen und die anderen überreich beschenken.

    31. Wohl dem, der alles, was er in seinem Geist mitgebracht hat, weitergeben konnte. Denn wer ungläubig, selbstsüchtig oder töricht gewesen ist, hat das, was er in sich hatte, nicht einmal erkannt. Seid Menschen des Glaubens, damit ihr Lazarusse auferweckt und die Blinden sehend macht.

    32. Wenn ihr mein Wort auf die Probe stellt, um zu erfahren, wie viel Wahrheit es enthält, so werdet ihr nicht dieses auf die Probe stellen, sondern euch selbst. Denn wenn ihr keinen Glauben an das habt, was ihr sagt oder tut, welchen Glauben an euch könnten dann die anderen haben? Ihr müsst wie ein Spiegel sein, in dem sich eure Geschwister sehen und erkennen können, dass ihr meine Boten seid.

    33. Erfüllt eure Aufgabe, und wenn ihr damit zu Ende seid, werdet ihr euch vor einem großen, verschlossenen Tor befinden, das eure Hand öffnen kann, weil sie den Schlüssel hat. Jenseits dieses Tores erwarte Ich euch. Ein fremder Schlüssel wird euch nicht dienlich sein, um das Tor zu öffnen, noch werdet ihr von der ersten zur dritten Stufe auf der Stufenleiter gelangen können, ohne zuvor auf der zweiten gewesen zu sein. Denn die sieben Stufen derselben bedeuten den Weg der geistigen Vervollkommnung, den ihr alle zurücklegen müsst.

    34. Ich mache aus euch allen ein einziges Herz, damit Ich euch als einen einzigen Willen und mit einem einzigen Ideal bildend zurücklasse.

    35. Es spricht in diesem Augenblick Jener zu euch, der euch seit Anbeginn der Zeiten Gesetze und Gebote gegeben hat, damit ihr mit Rechtschaffenheit und Erhebung wandeln und die Hand denen reichen würdet, die schwach sind. Doch eure Früchte sind karg, und noch habt ihr euch nicht von der Substanz jenes Brotes ernährt, das Ich euch immerzu angeboten habe und welches Liebe, Güte und Barmherzigkeit ist. Ihr verschweigt meine Offenbarungen und behaltet eure Gaben für euch. Und der Geist der Menschen ist arm und eines Tages wird er euch zur Rechenschaft ziehen, und Ich will nicht, dass ihr die Härte seines Urteils zu fühlen bekommt, wenn sie eure Verantwortung erfahren. Arbeitet, dann werde Ich eure Saat vervielfältigen.

    36. Es ist wahr, dass ihr ein sehr schweres Kreuz auf euch tragt, und dass die Ämter, die Sühne und Verurteilung auf euch lasten. Wenn ihr nicht erfüllt, werdet ihr eure Verantwortung noch viel stärker spüren.

    37. Zum jetzigen Zeitpunkt hätte sich die Frohe Botschaft verbreitet haben müssen, und die Zahl meiner Jünger hätte viel größer sein müssen. Wo sind die Kranken, die ihr geheilt habt, und die Sünder, die ihr bekehrt habt? Der Auftrag, den Ich euch gebe, geht nicht über eure Kräfte und eure Fähigkeit. Euer Kreuz gleicht dem meinen, es ist das Kreuz der Entsagung, des Opfers und der Liebe. Jeder, der es mit wirklichem Verständnis auf sich nimmt, wird mit seinem durch die Verständnislosigkeit seiner Mitmenschen durchbohrten Herzen zu Mir kommen, aber im Frieden mit Mir und von seinem Werk befriedigt.

    38. Über die Gemeindevorsteher, die ihr hier seht, die eure Geschwister sind, erhebt sich Elias, der euren Geist erleuchtet und inspiriert. Und auch Maria, eure Göttliche Mutter stellt ihre Geschöpfe vor und bringt sie Mir näher, damit zwischen dem Vater und dem Kind immer Gemeinschaft sei. Maria ist eure ständige Fürsprecherin. In ihrer Gegenwart seid ihr alle kleine und zarte Kinder, und wie viele Tränen vergießt sie, wenn ihre sehr geliebten Kinder sündigen. In Wahrheit kennt ihr ihre Liebe und ihre Fürsorge nicht und habt ihren mütterlichen Geist nicht getröstet. Meine Gerechtigkeit ist viele Male durch ihre Fürsprache zurückgehalten worden. Doch glaubt nicht, dass es in ihr einen Mir entgegengesetzten Willen gibt; denn sie ist Teil meines Göttlichen Geistes. Maria verkörpert meine Zärtlichkeit und ist Vorbild der mütterlichen Liebe.

    39. Jeder, der sich in dieser Zeit durch Gebet und gute Ausübung meiner Lehre zubereitet, wird sich von den entfesselten Naturgewalten verschont sehen. Ich lade euch ein, zu beten und gebe euch allen die Gelegenheit, euch zu retten. Während die Naturelemente die Reihen der Unfolgsamen läutern und verringern, sollt ihr wachend und arbeitend bleiben und für eure Geschwister beten.

    40. Oft schon habe Ich von euch die Vereinigung erbeten, damit ihr der Welt eine einzige Lehre bringt. Denn wenn ihr euch spaltet, werdet ihr große Prüfungen haben und eure Wiedergutmachung wird größer sein. Denn obwohl ihr meinen Willen und eure heikle Mission kennt, habt ihr euch dann von meinen Vorschriften abgewandt. Vereinigt euch, bleibt wie ein einziger Geist und ein einziger Wille. Liebt einander.

    41. Ihr seid in meiner Gegenwart und schämt euch wegen eurer mangelnden Auftragserfüllung. Ihr kommt ohne gute Werke und habt das Gewand der Gnade verloren, mit dem Ich euch geschmückt habe. Ihr habt meine Gebote missachtet und Mir Unvollkommenheit unterstellt, weil Ich euch meine Weisungen mittels eines Menschen gegeben habe. Ihr seid der Meinung, dass das Menschenwesen nicht fähig ist, das göttliche Wort zu übermitteln, und Ich beweise euch derzeit, dass meine Entscheidung richtig ist. Der Mensch besitzt meinen Geist und ist fähig, Mich zu verstehen. Deshalb habe Ich ihn zu einem Stimmträger gemacht und bediene Mich seiner, um Mich der Welt mitzuteilen.

    42. Ihr tragt in eurem Geist ein Buch, in das ihr eure Werke während der verschiedenen Inkarnationen, die ihr auf Erden gehabt habt, niedergeschrieben habt. Und in der gegenwärtigen Zeit, der Zeit des Gerichts, habe Ich die einen ausgesandt, um wiedergutzumachen, und die anderen, um eine heikle Aufgabe zu erfüllen. Ich habe euch aus großen Scharen von Wesen ausgesucht, um ein Werk der Reinigung, ein Werk der Erneuerung und geistiger Erhebung unter der Menschheit zu vollbringen.

    43. Die Welt wird sich fragen, weshalb Ich euch als Ungebildete und Sünder erwählt habe. Ich sage euch, dass die Bestimmung aller Wesen in Mir ist. Ich werde euch glätten, um aus euch meine Apostel zu machen, und die Auftragserfüllung wird euch schließlich läutern.

    44. Elias hat euer Auffassungsvermögen zugerüstet, damit ihr den Beginn der sechsten Etappe, das gelöste Sechste Siegel, klar sehen könnt, das Gnade und Licht für jeden Geist gebracht hat. Ihr habt mein schlichtes und verständliches Wort gehabt, das Geheimnisse aufklärte, Wege auftat und in jedem Geschöpf Licht machte. Viele Prophezeiungen habt ihr in Erfüllung gehen sehen, und angesichts eines so großen Beweises seid ihr erwacht und macht ihr euch bereit, meine Lehre auszuüben.

    45. Ich gewähre euch die Gnade, Mich bis zum Jahr 1950 zu vernehmen, in welchem meine Stimmträger aufhören werden, mein Wort zu übermitteln. Sie alle bitte Ich um Brüderlichkeit und Beständigkeit bei ihren Arbeiten, damit sie mit Vollkommenheit übermitteln können und meine Lehre in allen Versammlungsstätten dieselbe Essenz hat. Denn es ist ein einziger Meister, der zu euch spricht. Die Welt erwartet die Frohe Botschaft, und mein Wille ist es gewesen, euch zu erwählen, um ihr diese Botschaft zu bringen.

    46. Die Regierenden eurer Nation wissen nicht, dass es in ihr ein von Mir erwähltes Volk gibt, das für den Frieden und das gute Einvernehmen unter den Menschen betet und wacht. Ich bereite sie vor und erlaube, dass sie unter euch treten, um meine Kundgebungen und eure Ausübung zu erleben.

    47. Achtet darauf, meine Worte richtig auszulegen und meine Gebote zu befolgen. Gebt den Menschen keine Früchte der Unwissenheit oder des Fanatismus. Korrigiert eure Unvollkommenheiten, macht euer Herz empfindsam, dann werde Ich um eurer Erfüllung willen die Naturgewalten aufhalten, die das Leben und die Geruhsamkeit eurer Geschwister, sowie eure eigene, zerstören.

    48. Für eine kurze Zeit gewähre Ich euch mein Wort. Der von Mir festgesetzte Zeitpunkt rückt näher und ihr, Gemeindeleiter und Arbeiter, müsst euch einig sein. Nehmt Mich zum Vorbild. Erinnert euch, dass der Meister, um sein Werk in der Zweiten Zeit zu vollenden, das Kreuz erlitt und auf den Schultern zum Kalvarienberg trug. Seid demütig und nehmt eure Mission an. Euer Schmerz erreicht Mich und eure Tränen vermischen sich mit meinen Tränen der Liebe und des Schmerzes um der Menschheit willen.

    49. Tut Werke der Liebe und Barmherzigkeit, führt die Menschenscharen mit Eifer und Rechtschaffenheit, wie es mein Wille ist.

    50. Bereitet euch vor, damit ihr nach Beendigung des Jahres 1950 meine Lehre zum Herzen der Menschheit bringt und sich das Volk in alle Nationen verstreut. Ich gebe euch Stärke; denn nach dieser Zeit, in der ihr mein Wort hört, wird euer Weg holprig werden. Ich segne euch.

    51. Mein Friede ist bei euch in dem Augenblick, in dem ihr Mich willkommen heißt.

    52. Ich werde verstehen, euch eine unauslöschliche Erinnerung dieser Kundgebung und dieses Wortes zu hinterlassen, das Ich euch lange Zeit gewährt habe.

    53. Mein Wort hat euch geschmückt, doch prahlt niemals damit. Ich allein weiß, wer ihr gewesen seid, wer ihr seid, und wer ihr sein werdet. Die, die mit geistigem Hunger und Durst in meine Gegenwart kamen, stillten ihr Verlangen, als sie mein Wort hörten, und heute sind sie meine Diener. Diese Diener sind die Jünger, denen Ich das Licht des Sechsten Siegels gezeigt habe.

    54. An diesem Tag kommt ihr aus verschiedenen Gegenden zusammen, weil meine Stimme sich überall hören ließ und euch zur Zusammenkunft rief.

    55. Ich komme nicht, um euch zu richten oder euch zur Rechenschaft zu ziehen. Euer Gewissen und eure Intuition werden euch eure Verantwortung und den Wert eurer Werke am besten sagen können.

    56. Glaubt nicht, dass nur ihr Mich liebt. Auf allen Wegen der Welt befinden sich solche, die Mich suchen, Mir nachfolgen und Mich lieben. Aber doch will Ich, dass ihr euch an meiner Lehre schult und dadurch denen als Vorbild dienen könnt, die Mich unvollkommen oder in unlauterer Weise lieben. Wahrlich, Ich sage euch, in der ganzen Menschheit sind die Gaben der Prophetie, der Inspiration und des Wortes verteilt.

    57. Schlaft nicht, denn es bleiben nur euch noch drei Jahre, bis ihr Mich in dieser Form nicht mehr vernehmt. Wann werdet ihr Meister dieser Lehre sein?

    58. Ich habe euch heute vereint, um euch meinen Warnruf zu geben, damit ihr euch in einem Verständnis wahrer geistiger Liebe vereint und begreift, dass es unter euch nach meinem Willen weder Herren noch Untergebene geben soll. Mein Wort wird niedergeschrieben bleiben. Aber denkt daran, dass es nicht mein Wille ist, dass in diesem Buch eure Unvollkommenheiten geschrieben stehen.

    59. Wollt ihr etwa den zukünftigen Generationen die Geschichte eurer Verfehlungen als ein schlechtes Beispiel hinterlassen?

    60. Mein Werk ist heilig, ist göttlich, und dennoch bin Ich gekommen, um es in sündige Hände zu legen, denn wenn die Sünder sich liebkost, würdig gemacht und durch ihren Herrn vergeben fühlen, sind sie es, die Mir mit der größten Liebe, Treue und Entsagung nachfolgen.

    61. Außerdem: Wo sind die Gerechten dieser Erde?

    62. Euch, Jünger, sage Ich: Setzt eurerseits euren ganzen guten Willen ein, damit Ich euch, durch meine Unterweisungen vervollkommnet zurücklasse.

    63. Zweifelt nicht an euch wegen eurer Unbeholfenheit, denn Ich kann selbst die Felsen sprechen lassen.

    64. Auf euren Wegen, in eurem Leben gibt es eine Stufenleiter, die beim Menschen beginnt und bei Gott endet. Geht auf ihr Schritt für Schritt, bis ihr zum Schoß eures Vaters Selbst gelangt, wenn euer Geist den höchsten Grad an Vollkommenheit erreicht hat.

    65. Elias ist wie ein Leuchtturm, der in dieser Zeit euren Weg erhellt. Er stärkt euch in den Prüfungen und kündigt euch jene an, die noch kommen werden.

    66. Gesegnet seien die Arbeiter, die in diesen Augenblicken, von ihrem Gewissen geführt, mein Wort vernehmen. Denn sie sind es, die auf ihrem Weg Gesundheit, Frieden und Freude zu säen verstanden.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 202

    übergeben an Weihnachten 1947

    1. Seht mit dem Blick eures Geistes den Stern, der euch in die Gegenwart eures Vaters führt.

    2. Hier ist der Heiland, der euch in seinem Wort die göttliche Wärme bringt, die eure durch die leidvolle Pilgerschaft des Lebens geängstigten Geister benötigen.

    3. Wenn ihr euch Mir aufgrund des Schmerzes nähert, empfängt euch meine Liebe. Habt Vertrauen und nehmt an der Feierlichkeit dieser Kundgebung teil.

    4. Ich will bei euch sein, so nah eurem Herzen, dass ihr meine Gegenwart wirklich fühlt. Ich will, dass ihr und Ich in der Harmonie und Innigkeit dieser Nacht vereint sind; dass euch bewusst ist, dass Ich euer erstes Licht bin, die göttliche Verheißung, der unermüdliche Meister, der daran arbeitet, euren Geist vollkommen, Gottes würdig, zu machen.

    5. Ich will bei euch sein, auch wenn es nur eine Stunde ist, aber auf solche Weise, dass es euch unmöglich ist, euch von Mir zu trennen. Seht, Ich will euch mit Sanftmut, mit Hoffnung und Heilbalsam erfüllen, und Ich will, dass ihr daran denkt, dass Ich in einer Nacht wie dieser auf die Welt kam, um euch durch mein Leben und vorbildliche Werke den Weg zu zeigen, der zum Himmelreich führt.

    6. Nähert euch Mir, damit ihr in euren Herzen die Essenz dieses Wortes empfangt und euer Gebet, das im Stillen aus euren Herzen dringt, sich in dieser feierlichen Stunde mit allen Gesängen der Himmel vereint.

    7. Betet alle, betet für die Armen, für die Betrübten, für die Gefangenen, für die Kranken, für die Waisen. Betet, damit eure Gedanken den Leidenden salben, die Traurigen aufmuntern und die Tränen derer trocknen, die weinen.

    8. Es gibt keinen unter euch, so hart sein Herz auch sein mag, der in diesen Augenblicken nicht innerlich mild gestimmt wird. Doch Ich sage euch auch, dass man, um an die anderen zu denken, sich selbst vergessen muss. Dann werden wir – sie, ihr und Ich- in dieser Stunde geistiger Gemeinschaft eins sein.

    9. Ich habe euch in eurer Einsamkeit besucht, und wenn meine Unterweisung dieses Tages zu Ende ist, werde Ich als Spur meiner Gegenwart einen Wohlgeruch hinterlassen, der für dies Volk unvergesslich sein wird.

    10. Lasst Mich die welken Blumen einsammeln, die euer Herz voller Traurigkeit und Wunden Mir darbringt, und Ich werde dort eine Leuchte des Glaubens und der Hoffnung zurücklassen.

    11. Euer Herz ist es, das heute mein Geist sucht, um aufs Neue im Herzen der Menschheit zu erscheinen.

    12. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr aus meinen Sätzen euer Gesetz macht, wenn ihr meinen Schritten folgt und Mich zum Vorbild nehmt, wird in euren Herzen die göttliche Liebe zu erblühen beginnen, die euch den Samen der Unsterblichkeit brachte, als sie vor vielen Jahrhunderten Mensch wurde.

    13. Ich selbst komme jetzt, um euch den Grund für diese Liebe zu erklären, da ihr sie nicht begreifen konntet.

    14. Euer Geist erbebt, während er Mir zuhört und sagt Mir: „Herr, es hat den Anschein, dass Ich in jener Zeit bei Dir gewesen bin. Dein Wort erinnert mich an alles. Willst Du mich aus dieser Ungewissheit befreien, Meister?“

    15. Wahrlich, Ich sage euch, in jener Zeit waren alle, Geistwesen und Menschen, Zeugen meines Kommens und meines Werkes auf der Welt.

    16. Euer Geist ist derselbe, auch wenn er in einer anderen Welt gelebt oder einen anderen Körper bewohnt hat. Heute weint er mit anderen Augen, aber sein Wesen ist dasselbe und seine Fragen sind dieselben. Er fragt Mich auch, versucht Mich zu erblicken oder zu entdecken. Dann sage Ich ihm, dass er sich nicht fürchten soll, dass er frohgemut sein und sich bewusst werden soll, dass das Leben in der Unendlichkeit eine ständige Befragung darstellt, und dass es notwendig ist, demütig, beharrlich zu sein und großen Glauben zu haben, um die göttlichen Unterweisungen zu verstehen.

    17. Ihr wollt oftmals zuerst das Große und danach das Kleine verstehen. Beginnt jedoch damit, euch selbst zu erkennen. Ergründet euch selbst, stellt euch selbst Fragen, und ihr werdet erleben, wie ihr euch mit dem Feuer eures Wesens zu ernähren beginnt, denn Gott entzündete es mit dem Feuer seines Heiligen Geistes.

    18. Vage begreift ihr diese Lehre, weil ihr wisst, dass ihr nicht mehr Licht haben könnt als es eurer Entwicklung entspricht. Aber Ich versichere euch, dass jene, die Mich im Innern ihres Wesens, im Tempel ihres eigenen Geistes zu suchen verstehen, bald eine Antwort auf jene Fragen erhalten werden, für die sie jahrhundertelang keine Erklärung finden konnten.

    19. Wenn im Menschen Auflehnung gegenüber dem Geistigen vorhanden ist, ist es nur natürlich, dass seine Kleinheit das Unendliche nicht beurteilen kann. Und so viel der Meister auch von der Größe des Vaters zu euch spricht, vermag der Mensch nicht zu erfassen, was diese Wahrheit enthält.

    20. Ich muss euch sagen, dass Ich zu euch gerade von jener Kenntnis spreche, die ihr von Gott haben sollt. Denn alles zu erfassen, in alles einzudringen und es zu erkennen, so wie ihr es möchtet, das könnt ihr nicht erreichen.

    21. Gott allein kennt Gott wirklich, sagt euch der Meister.

    22. Volk, werde der tiefen Stille gewahr, mit der das Universum in dieser Stunde seinen Herrn begrüßt und anbetet. Alles versinkt in liebender Hingabe, in erhabener Betrachtung, in tiefer Anbetung.

    23. Der Grund dafür ist, dass alle Wesen und alles Geschaffene wissen, dass Ich eben jetzt mein Wort gebe, das gleiche Wort, das von den Lippen Jesu kam, dem die Menschen und die Naturelemente gehorchten, dem die unheilbaren Krankheiten weichen mussten und bei dem die Toten auferstanden.

    24. In dieser Nacht geistiger Feier für den, der sich vorzubereiten und zu erheben versteht, habt ihr im Unsichtbaren, im Unberührbaren die Gegenwart und den Besuch jener Wesen, die ihr Engel nennt. Und wenn ihr euren Geist wirklich von der Materie zu lösen verstündet, würdet ihr die Felder, die Städte, die Heime und den Weltenraum vom himmlischen Glanz unzähliger Wesen, Boten des Lichts, des Friedens und der Liebe erleuchtet sehen.

    25. Die Himmel nähern sich der Erde und ihr Licht sucht sowohl den, der sich die Zeit zum Gedenken nimmt, als auch den, der die geistige Wahrheit vergessen hat.

    26. Freut euch, oh Menschheit, freut euch wenigstens in dieser Nacht, da ihr diesen Frieden noch nicht für immer zu bewahren vermögt.

    27. Freut euch mit gesundem Frohsinn des Herzens, welche Zärtlichkeit und Rückkehr zur Güte ist. Ja, freut euch mit Wonne des Geistes, welche ewige Erleuchtung ist.

    28. Heilige Nacht nennt ihr diese Nacht im Gedenken an jene, in der der Rabbi auf die Welt kam.

    29. Unter dem göttlichen Einfluss dieser Erinnerungen kommen sich die Wesen näher, man erinnert sich an den Abwesenden, vergibt einander Kränkungen, die Familien kommen zusammen, die Freunde besuchen sich, die Herzen werden von Hoffnung erfüllt. Alle scheinen etwas Unbekanntes zu erwarten, das sie nicht genau benennen können.; in der Nacht, in der die Menschen ein wenig Herzlichkeit in die Härte ihrer Herzen einziehen lassen, und manche ein wenig Spiritualität in ihren Materialismus. Doch Ich frage euch: Meint ihr, dass nur diese Nacht würdig ist, von den Menschen heilig genannt zu werden? Könntet ihr nicht mit ein wenig Liebe alle Nächte und Tage eures Daseins zu heiligen machen, damit ihr erleben würdet, dass das Leben in jedem Augenblick heilig ist?

    30. Ihr sagt Mir: „Es ist die Nacht, in der wir jedes Jahr jener Nacht gedenken, in der Du auf unsere Welt kamst, um uns eine Botschaft der Liebe zu bringen.“ Und Ich antworte euch, dass jene Stunde den Augenblick anzeigte, in der jener Mensch geboren wurde, in dem das Wort Mensch wurde, dass mein Geist jedoch damals den Menschen ebenso nahe war, wie Er es zuvor gewesen ist, und wie Er es heute ist.

    31. Aber solange ihr nicht ein tägliches Leben führt, das ganz und gar dem Gesetz, der Wahrheit und der Liebe untereinander zugewandt ist, bemüht euch wenigstens darum, in dieser Nacht der Erinnerung geistig vereint zu sein.

    32. Sucht Mich alle, kommt alle zu Mir, aber kommt sanft- und demütig und erwartet alles von der Barmherzigkeit eures Herrn.

    33. Niemand komme mit Selbstherrlichkeit oder Eitelkeit, denn Ich sage euch, dass ihr Mir als Bedürftige und Sünder, aber Demütige, die ihre Flecken in den kristallklaren Wassern meiner Vergebung waschen, lieber sind.

    34. Ach, wenn ihr doch im Geist mit Mir kommen und von hier aus das ganze Elend der Menschheit sehen könntet!

    35. Wenn die Mächtigen, die Reichen und die, die von Annehmlichkeiten umgeben sind, in dieser Nacht bei Mir sein wollten, würde Ich sie im Geist zu den Orten des Schmerzes und der Armut bringen, die sie nicht sehen wollen.

    36. Dann würde Ich ihnen sagen: Verlasst für einen Augenblick euer Fest und besuchen wir zusammen die Orte, wo eure Geschwister, die Armen, leben. Sehen wir, wie sie diese gesegnete Nacht der Kümmernisse für die einen und der Festlichkeiten für die anderen begehen. Seid unbesorgt, würde Ich ihnen sagen, Ich bitte euch nur um einige Augenblicke, danach werdet ihr zu eurem Fest und eurer Fröhlichkeit zurückkehren können. Dann würde Ich sie von Ort zu Ort bringen und würde ihnen eine alte Mutter zeigen, die in der Einsamkeit ihres elenden Schlafzimmers den Verlust ihrer Kinder beweint, die ihre Hoffnung waren, und die ihr durch den Krieg entrissen wurden.

    37. Diese Frau lebt nur von Erinnerungen und Gebeten. Während es viele gibt, die sich an Vergnügungen berauschen, leert sie ihren Leidenskelch. Ihr Geist wartet nur noch auf die Stunde, in der er diese Welt verlässt und in die Ewigkeit eingeht. Denn ihre Hoffnung auf die Menschen ist schon seit langem erloschen.

    38. Danach würde Ich ihnen die Kinder zeigen, die unter der Menschheit umherstreunen, die das Leben ihrer Nächsten nicht achtet, die den Notleidenden weder liebt noch versteht.

    39. Ich würde bewirken, dass diese Menschen die so tiefgründigen Fragen der Kinder vernehmen würden, die in ihrer menschlichen Unschuld nach dem Grund für so viel Ungerechtigkeit, so viel Hass, Selbstsucht und Grausamkeit fragen.

    40. Dann würde Ich sie zu jenen Orten bringen, wo das Stöhnen und Klagen eines Kranken ersticken, der erlebte, wie sein Körper zusammenbrach, so wie ein Ast abbricht, wenn ihn der Sturm peitscht. Es sind die Kranken, die Besiegten, die Vergessenen.

    41. Später würde Ich bewirken, dass uns die Tore der Gefängnisse durchlassen würden, damit sie die Tausenden von Wesen erblicken würden, die aus Mangel an Liebe, Barmherzigkeit, Licht, Gerechtigkeit und Frieden in das Dunkel der Gefangenschaft geraten sind.

    42. Und so würde Ich ihnen von Ort zu Ort in einem einzigen Bild das ganze Elend und den Schmerz vor Augen führen, den das Machtstreben, die Habgier, der Hass, der Materialismus und der unstillbare Machthunger der mit ihrer falschen Macht Eingebildeten bewirkt haben – derer, die sich für mächtig halten, und es doch nicht sind, und die niemanden das besitzen lassen, was ihm von Rechts wegen zusteht.

    43. Aber Ich rufe sie nicht, weil Ich weiß, dass sie taub sind für meine Stimme, obwohl sie in ihrem Gewissen vernehmbar ist.

    44. Doch Ihr, Volk, die Mich derzeit vernehmt, die ihr Entbehrungen, Einsamkeit, Kälte und auch ein Dasein als Waisen kennengelernt habt, und die ihr daher mit jenen Menschen so sehr mitfühlt, die aus Hunger und Durst nach Gerechtigkeit weinen, kommt zu Mir, und gemeinsam wollen wir im Geist die Kranken, die Betrübten, alle Armen und Vergessenen der Welt besuchen.

    45. Kommt, damit ihr seht, wie Ich meinen Mantel ausbreite und ihn mit dem euren vereine, um die ganze Menschheit liebevoll zu bedecken. Kommt, damit ihr meine geistige Stimme vernehmt, die denen, die weinen, sagt: Weint nicht länger, seid nicht traurig, erwacht zum Glauben und zur Hoffnung, welche Licht sind auf dem Lebensweg. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr wieder mit wahrem Glauben betet und wacht, werden diese Tage des Schmerzes für die Menschheit verkürzt werden.

    46. Ja, geliebtes Volk, von da aus, von dem Sitzplatz aus, auf dem ihr ruht, um Mich zu vernehmen, könnt ihr euren Geist sich meinem Wohnsitz nähern lassen, damit er die Tragödie der Menschen, seiner Geschwister, besser sieht, begreift und fühlt.

    47. Seht ihr jene Menschenscharen, die gut aufgelegt sind? Es sind Soldaten, die während der Schlacht einen kurzen Waffenstillstand eingelegt haben, um Mir einige Minuten des Gebets und des Gedenkens darzubringen. Aber ihre Freude und Unbeschwertheit sind künstlich. Sie essen und trinken, um ihre Leiden zu lindern, doch in ihrem Herzen gibt es einen großen Schmerz. Sie leiden, Volk, sie leiden sehr, und besonders in dieser Nacht, die für sie eine Qual ist. Jede Erinnerung ist ein Stachel, jeder Name oder jedes Gesicht, das sie sich vergegenwärtigen, ist eine Wunde.

    48. Während ihr Frieden habt trotz eurer Armut, während ihr eure Eltern, Kinder und Ehefrauen sehen könnt, müssen sie die Bitternis ertragen, sie nicht umarmen zu können, und die Angst bei dem Gedanken, sie vielleicht nie wieder zu sehen.

    49. Viele, viele von ihnen leiden, wenn sie Leben zerstören, Heime und Städte verwüsten, Schmerz, Trauer und Tränen säen, und dann glauben sie, jedes Recht darauf verloren zu haben, in ihre Heime, zum Frieden, in den Schoß der Ihren zurückzukehren.

    50. Ich weiß, dass viele von ihnen nicht schuldig sind, sie weder Hass noch Böswilligkeit im Herzen tragen. Ich weiß, dass sie Opfer sind, Sklaven und Werkzeuge der wirklich Bösen.

    51. Ich allein kann sie retten, meine Liebe allein kann sie schützend bedecken. In der Welt sind sie allein.

    52. Ihr, Volk, die ihr euch nicht vorzustellen könnt, was diese Prüfung bedeutet, die ihr jedoch heute durch mein Wort an den empfindsamsten Saiten eures Herzens angerührt worden seid: Sendet ihnen eure Gedanken voller Barmherzigkeit und Licht. Denn wahrlich, Ich sage euch, sie werden sich, ohne zu wissen warum, gestärkt und ermutigt fühlen, zu beten und zu hoffen, dass endlich der mörderische Krieg zu Ende geht, und ihre Ohren statt des dröhnenden Kampfgetöses wieder jene lieblichen Worte vernehmen, die sagen: „Friede auf Erden den Menschen guten Willens.“

    53. Betet, Volk, und bewirkt damit, dass die Welt das Licht eines neuen Tages erwartet, dass die Menschen sich an meine Verheißung erinnern, jene, die von besseren Zeiten, von Vergeistigung und Wohlergehen spricht.

    54. Auch euch sage Ich: Gehen wir jetzt zu den Herzen der Kinder und suchen wir jene auf, denen alles fehlt. Schaut sie an: Sie schlafen, in ihren Träumen gibt es keine Vorwürfe gegen irgendjemanden, obwohl ihr Bett sehr hart ist.

    55. Auf dem Tisch war heute kein Brot, dennoch ruhen sie im Vertrauen auf den neuen Tag. Sie haben Lumpen an, aber sie fühlen keine Scham, weil sie unschuldig sind, und sie lächeln, obwohl ihren Körpern Wärme fehlt. Sie sind Engel auf Erden, denn in ihrem Lächeln ohne Bosheit spiegelt sich die Reinheit der Himmel.

    56. Oh Unschuld! Deckt sie mit eurem feinsten Mantel zu, denn ihrer ist das Reich der Himmel!

    57. Ihr alle nennt diese Nacht ‚Heilige Nacht‘, und Ich verströme eine Flut von Segnungen auf alle meine Kinder.

    58. Wisst, dass Ich Euch gehöre, und ihr die Meinen seid. Erinnert euch daran, dass Ich euch meine Liebe bewies, indem Ich unter euch, dem einfachen Volk, lebte, in der Armut geboren wurde, Mich unter Dornen abmühte und in der Schmach starb.

    59. Von Mir könnt ihr nicht sagen, dass Ich euch nicht verstehe. Denn Ich habe eure Leiden nicht nur gesehen, sondern Ich habe sie selbst durchlebt.

    60. Ich spreche zu euch auch über die Alten, über jene, die schon lange den Frühling des Lebens hinter sich haben und nun die Kälte des Winters spüren. Mit zunehmendem Alter fehlt ihnen die Kraft, die Energie, die Gesundheit. Die Arbeit fällt schwer, die Glieder werden unbeholfen und man verlangt nicht mehr von ihnen, mitzuarbeiten.

    61. So sehen sich die Alten vom (Lebens)kampf der anderen ausgeschlossen, sie sehen sich alleingelassen, und ihr mattes Herz muss in Traurigkeit versinken und Not, Elend, Hunger, Einsamkeit kennenlernen. Ich spreche von ihnen, weil sie gleichfalls eure Hilfe und euren Trost benötigen. Liebt sie, Volk, und ihr werdet das Recht haben, euch an den großen Tisch des geistigen Festmahls zu setzen, wo Ich euch sagen werde: Wohl euch, die ihr in der Nachfolge des Meisters alle, die leiden, verstehen konntet.

    62. Beginnt so, Mitgefühl in euch zu entfalten. Dann werde Ich eure Hände gebrauchen, um durch sie meine Segnungen zu übermitteln, und niemals wieder werdet ihr euch dem widersetzen, wenn Ich das Eure verwende, um es eurem Bruder oder Schwester zu geben, damit, wenn ihr Mir sagt: „Herr, alles, was mir gehört, ist Dein“, ihr dies von Herzen sagt.

    63.Wenn ihr in eurem Leben Nächstenliebe ausgeübt habt, so tut dies weiterhin. Doch wenn nicht, dann beginnt mit dem ersten Notleidenden, der an eure Tür klopft, sei es ein Kranker an Geist oder Körper, ein trostloses Herz, eine Witwe, ein Greis oder ein Kind.

    64. Denkt daran, dass die wirklich Notleidenden Jesus repräsentieren, dass Er in jedem von ihnen kommt, um euch zu sagen: „Ich habe Durst“, Durst danach, dass ihr einander liebt.

    65. Ist es möglich, dass das Herz der Menschen angesichts der Bilder großen Schmerzes und Elends, die diese Menschheit bietet, nicht erschüttert wird? Ja, ja, es ist möglich. Ich sehe die, die keine Not leiden, mit ihren Blicken die Schätze, die sie besitzen, mit mehr Zärtlichkeit liebkosen als die Wesen, die Kinder Gottes.

    66. Geliebtes Volk, ihr habt Mich in diesen kurzen Augenblicken begleitet, um die Notleidenden zu besuchen. Seid gesegnet dafür. Glaubt nicht, dass Ich die Reichen und Mächtigen vergesse, denn obwohl sie Mich scheinbar nicht benötigen, kenne Ich ihr Elend, ihre Bitternisse und auch ihre Missgeschicke am besten. Doch heute glauben sie, alles zu haben. Wozu also Mich um Hilfe bitten, da Ich doch ihrer Meinung nach der Christus der Kranken, der Parias, der Betrübten bin? Sie wissen nicht, dass es meine Aufgabe ist, sie aus dem falschen Glanz zu retten, um ihnen die wahre und ewige Freude zu geben.

    67. Wisst ihr, wer mein Wort, außer euch, noch mit Innigkeit vernommen und ihren Geist aus Liebe erbeben gefühlt hat? Es ist Maria, geliebtes Volk, der mütterliche Geist, der im Schoß des Schöpfers lebt, und dessen Essenz immerdar mit der Erinnerung an Jesus vereint sein wird.

    68. Ihr Gang durch die Welt war kurz, obwohl er länger als der meine war, weil sie früher kam und später ging. Ihre kurzen und liebevollen Worte waren eine himmlische Liebkosung.

    69. Fühlt sie im Geist, liebt sie und sucht sie geistig. Wisst: Wann immer ihr Werke der Barmherzigkeit vollbringt, wird sie bei euch sein. Denn sie hält über die leidende und blutende Welt ihren Mantel der Fürsprache und Zärtlichkeit, und bei jeder eurer Klagen oder Leiden werdet ihr eine Stimme vernehmen können, die euch sanft antwortet: Fürchtet euch nicht, Ich bin hier, habt Vertrauen.

    70. Auf diese Weise, Volk, seid ihr bei Mir gewesen. Mein Odem ist in dieser gesegneten Nacht in euer Herz gedrungen und hat euch alle Mühsal vergessen lassen.

    71. Betet, damit das Licht eures Heilands euer Führer sei und euch durch dieses stürmische Meer führt, das ihr heute durchquert.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Wie wirkt der Geist auf das Gedächtnis unserer Seele?

    Wie wirkt der Geist auf das Gedächtnis unserer Seele?

    Der Geist kann, je nach seiner Entwicklung und seiner Wiedergutmachung, eine positive oder negative Auswirkung auf seine Seele haben. Wer sich von den seelischen Instinkten mitreißen lässt, ohne sich dagegen zur Wehr zu setzen, wird krank. Im kranken Zustand überträgt er (dann) seine Krankheit auf dies Seele und den Körper. Zum anderen überträgt ein den göttlichen Geboten gehorsamer Geist auf natürliche Weise der Seele die Wohltaten, die er bekommt und sein Gedächtnis erweitert sich.

    Ich habe Menschen kennengelernt, die, weil sie nicht ihre Irrtümer berichtigten, ihre Gedächtniskraft und Fähigkeit des logischen und tiefgehenden Denkens verloren haben, bis dahin, dass es sich negativ auf ihre Berufsausübung auswirkte. Anderseits pflegte uns ein alter Freund, von welchem ich die geistigen Grundlagen erlernte, zu sagen, dass wer die Vergeistigung ausübt, eine Zunahme sowohl seines Gedächtnis als auch seiner Intelligenz um 400% erfährt. Diese Zahl ist natürlich nur symbolhaft zu verstehen, dennoch bin ich mit dem einverstanden, was er uns sagte.

    Im Übrigen kann man auf all‘ das auch die Aussage des Meisters anwenden, der sagte: „Suche das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und das Übrige wird Dir als Zugabe hinzugegeben werden.“ (Matth 6,33)

  • Studie über die Seele, Teil 1

    Studie über die Seele, Teil 1

    Autor: Alfredo Melendez

    Um die menschliche Seele und ihr Unterschied zum Geist zu verstehen, ist es am Naheliegendsten den Menschen mit einem Tier zu vergleichen, da der Mensch die einzige Spezies ist, die -neben der Seele- Geist besitzt, während die Tiere nur Seele besitzen.

    Wir können nachvollziehen, dass die Funktionen und Sinne, die unser Körper hat, durch die menschliche Seel belebt und kontroliert werden, auf dieselbe Weise wie diese Funktionen und Sinne in einem Tier (ebenfalls) durch die Seele des Tieres kontrolliert und belebt werden.

    Die Herzschläge, die Darmbewegungen, die Atmung, der Blutkreislauf, die Sauerstoff- und Nahrungsaufnahme, die Kontrolle über das Nervensystem und den Bewegungsapparat, etc. – Dies sind alles Funktionen der menschlichen Seele, denn auch die Tiere besitzen diese Fähigkeiten. Wenn jemand behaupten würde, diese Funktionen seien dem Geist anzurechnen, so wäre es ein Leichtes zu beweisen, dass dem nicht so ist, denn die Tiere haben dieselben Fähigkeiten ohne einen Geist zu besitzen.

    Der Mensch hat also gleich dem Tier eine Seele, die -obwohl sie entwickelter ist als die tierische- alle Funktionen im Körper vollbringt, wie auch die Tiere ihren Körper durch die Seele, die sie haben, steuern.

    Die Tiere haben Gefühle und eine beschränkte, jedoch verblüffende, Intelligenz. Der Mensch hat auch diese Fähigkeiten, doch diesen fügen sich Empfindungen und ein Urteilsvermögen an, die jene tierischen Fähigkeiten bei weitem übersteigen, und dies aufgrund des Geistes, der der Einzige ist, der ein Bewusstsein über sein Dasein hat, und auch das Gewissen besitzt, welches dieselbige Stimme Unseres Vaters in uns ist.

    „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« (3. Mose 19,18) und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden? Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Matthäus, 5:43 -48)

    In dieser Bibelstelle wird die Art und Weise ersichtlich, wie Menschen natürlicherweise ihre Liebesfähigkeit zeigen, und sie wird mit der geistigen Liebe verglichen, die der Meister uns lehrte. Nur der Geist hat die Fähigkeit die Feinde zu lieben, denn im Naturgesetz, welches auch Instinkt genannt wird, ist gespeichert: „Jene zu lieben, die uns auch lieben“. Das Naturgesetz oder der Instinkt ist in der Seele eingeschrieben, während im Geist ein höheres Gesetz eingraviert ist. Deshalb können wir von den Tieren auch nicht erwarten, dass sie gegenüber ihren Angreifern gutmütig reagieren. Im Geist des Menschen existiert aber eine viel höhere Fähigkeit, um den göttlichen Willen und die göttliche Unterweisung zu verstehen, denn so kann er die Beschränkungen seiner Körper-Seele überwinden.

    Als Beispiel im Folgenden ein paar Stellen aus dem Dritten Testament, die dies erwähnen:

    Dies wird der Beginn davon sein, dass alle Menschen auf verschiedenen Pfaden zur Vergeistigung hin schreiten. Die Wissenschaftler werden Mich erkennen und zu Beratern der Menschen werden. Das Buch der Weisheit wird sich ihnen öffnen, aus welchem sie sehr große Offenbarungen empfangen werden. Erst dann wird der Geist dem menschlichen Verstand den Weg zum wahren Wissen öffnen, und das Gewissen wird die Handlungen der Menschen regeln. (4-97,69)

    Noch ist der menschliche Verstand zu begrenzt, um das zu begreifen, was nur der hochstehende Geist erkennen und erfassen kann. Beschränkt euch vorläufig darauf, das zu verstehen und zu erklären, was euch meine Unterweisung offenbart hat, die unendliches Licht enthält und eurer geistigen Zukunft als festes Fundament dient. Lasst eurer Phantasie nicht freien Lauf, indem sie die Erklärung jener Geheimnisse gibt, denn sie würden der Menschheit als seltsame Theorien erscheinen; doch meine Lehre ist auf die Wahrheit gegründet. (8-237,25)

    Wahrlich, Ich sage euch: Wie sehr haben die Theologen die Menschheit verwirrt! Aber Ich gebe euch mein Licht, um euch zu retten, euch zu erlösen und zu erheben, indem Ich euch wahrheitsgemäß sage, dass nicht euer Verstand dem Geist diese Erkenntnisse offenbart, sondern dass der Geist dem menschlichen Verstand die geistige und göttliche Erkenntnis offenbart. Daher sagt euch euer Herr: Es werden nicht die Theologen sein, sondern die Spiritualisten, die wahren Jünger des Heiligen Geistes — die Geister, die lernen, in Kontakt mit dem Göttlichen Geist zu sein, um meine Stimme zu vernehmen und die Liebkosung, die Ermutigung und den Lockruf eures Herrn zu fühlen. (9-244.4)

    In allen diesen Versen wird hervorgehoben, dass der Geist über dem menschlichen Verstand steht. Daraus folgern wir, dass es einen geistigen Verstand gibt und dass der sogenannte menschliche Verstand, der Verstand der Körper-Seele ist, die beschränkt ist.

    Es gibt noch viele weitere Studien, die über die Seele und ihre Fähigkeiten gemacht werden können, indem die Heiligen Schriften und die Unterschiede, welche es zwischen den Menschen und den Tieren gibt, genauer erforscht werden.

  • Stille Gespräche mit dem Herrn

    Stille Gespräche mit dem Herrn

    Eva Bell-Werber, gebürtige Amerikanerin, empfing um die 40-ger Jahre des 20. Jahrhunderts in ihren Stille-Zeiten göttliche Belehrungen von Geist zu Geist, die sie in diesem Handbuch zusammengestellt hat.

    ISBN: 978-3-7999-0003-4

    8. Auflage 2018

  • In Seiner Gegenwart

    In Seiner Gegenwart

    Eva Bell-Werber, gebürtige Amerikanerin, empfing um die 40-ger Jahre des 20. Jahrhunderts in ihren Stille-Zeiten göttliche Belehrungen von Geist zu Geist, die sie in diesem Handbuch zusammengestellt hat. Ein wichtiges Handbuch für den Alltag, das durch seine Belehrungen zum Bewusstsein der immerwährenden Gegenwart Gottes führt.

    ISBN: 978-3-923193-40-0

    5. Deutsche Auflage 2023

  • Studie über die Seele, Teil 2

    Studie über die Seele, Teil 2

    Autor: Alfredo Melendez

    Ein Körper ohne Seele ist ein Geschwulst ohne Leben. Körper und Seele ohne Geist ist ein Tier oder eine Pflanze. Körper, Seele und Geist ist ein Mensch. Seele und Geist ohne Körper ist ein entkörperter Geistbruder.

    Zunächst können wir sagen, dass die Seele das Leben des Körpers ist, was uns die Geistigen Lichtwesen so erklären.

    Die Seele ist eine Form von Intelligenz-Dasein – obwohl eine limitierte Intelligenz- welche die Gesamtheit aller Energien reguliert, organisiert und harmonisiert, die dem Körper Leben geben, und ihn als Einheit funktionieren lassen.

    Die Seele hört nicht auf zu existieren, wenn der Körper, den sie belebt stirbt, sondern sie entwickelt sich weiter.

    Einige Auswirkungen der Seele können durch die Energien, die im Körper vorkommen und durch ihn ausstrahlen, gemessen werden, bspw durch die Elektrokardiogrammen, Elektroencephalogrammen, Wärmebildkameras oder den Kirlian-Kameras.

    Die Seele ist allgemein das Leben des Körpers, und im Fall des Menschen ist sie, gemäss den Erläuterungen der Geistigen Lichtwelt, auch die Vermittlerin zwischen Körper und Geist.

    Viele desinkarnierte Wesen lassen den Körper vieler Menschen erkranken, welchen sie sich nähern, da ihre Seele, die Harmonie der Energien und/oder der Seele der Inkarnierten beeinträchtigt.

    In der Seele existiert ein „Gedächtnis“, in welchem der Instinkt eingraviert ist, der im Tier wirkt, gemäs seiner Spezies. Doch jede Spezies hat eine Lern- und Entwicklungsfähigkeit, obwohl diese limitiert ist; diese verhelfen der Art zum Überleben.

    Im Gedächtnis der Seele werden auch die Erinnerungen an unangenehme Geschehnisse gespeichert, die wir Traumas nennen, und die das Verhalten des Tieres oder des Menschen beeinflussen.