1. Seid willkommen in meiner Gegenwart als Geist und als Körpermaterie! Denn beide erquicken sich, sättigen sich an meiner göttlichen Essenz und stärken sich an Mir, um im Tagwerk fortzufahren.
2. Hier ist mein Geist, und hier ist auch der eure!
3. Der Vater und die Kinder sind zugegen, sie schauen sich liebevoll von Angesicht zu Angesicht, sie erkennen einander, lieben sich und segnen sich. Wahrlich, Ich sage euch, Volk, zu keiner Zeit vor der jetzigen hatte euer Geist den sicheren Weg gefunden, um zu Mir zu gelangen. Heute findet ihr Mich durch einen Augenblick der Erhebung, der Freimachung von den irdischen Pflichten, durch einen Augenblick wahrer Reue und die Kenntnis des Weges zum geistigen Gebet.
4. Es ist nicht mehr die Zeit der Bußübungen, der Zeremonien oder Riten, damit ihr mit Mir Zwiesprache halten könnt, damit ihr glauben könnt, dass ihr Mich verherrlicht und Mir wohlgefällig seid. Diese Zeit habt ihr schon lange hinter euch gelassen. Euer Geist hat sich befreit, und er erquickt sich in der Dritten Zeit, indem er seine geistigen Flügel ausbreitet und die Unendlichkeit beherrscht, sich zu Mir erhebt und versetzt und sich von den irdischen Leiden und Nöten freimacht. Wenn er nach seiner Erhebung zu seiner Körpermaterie zurückkehrt, teilt er ihr seine Kraft und sein Licht mit, erhebt er sie, stärkt und tröstet er sie. Indem der Geist seine eigene Körpermaterie in die Arme nimmt, wie es ein Erwachsener mit einem kleinen Kind tut, trägt er sie auf die Wege des Lebens und des Lichts, belebt er sie mit Glauben und mit Hoffnung.
5. In dem Maß, wie die Zeit vergeht, hört euer Geist auf, sich schwach zu fühlen, fühlt er sich durch meine Unterweisungen und durch das in seinen Prüfungen und seinem Kampf erworbene Licht immer stärker. Daher will Ich meine Schüler zu Jüngern, zu Aposteln dieses Werkes voller Licht, Geistigkeit und Liebe werden sehen, um euch an meiner Stelle zurücklassen zu können, um die Menschen zu unterweisen, um ihnen die von ihnen nicht entdeckten Lektionen aufzuzeigen und ihnen beharrlich und standhaft den Weg zur Wahrheit zu zeigen ─ den Weg, der zum Frieden dieser Erde und zur Herrlichkeit und dem ewigen Frieden des Geistes führt.
6. Von meinem hohen Thron aus sende Ich meinen Universellen Strahl, der sich ausbreitet und sich in Liebe auf alle existierenden Geschöpfe ergießt. Doch bei euch, auserwähltes Volk, wird mein Strahl zum Menschenwort, zu einem verständlichen Wort, das Klarheit schafft. Mein Wort kommt zu meinem ganzen Volk herab, und wahrlich, Ich sage euch: Obwohl meine Kinder oftmals gesagt haben: „In diesem Stimmträger und in dieser Gemeinde existiert der Betrug“, so ist doch ungeachtet jedes Betrugs und jeder fehlenden Zubereitung mein Geist gegenwärtig gewesen. Erinnert ihr euch nicht daran, dass Ich euch oft gesagt habe: Ich blicke nicht auf den Makel oder die mangelnde Vorbereitung meiner Kinder?
7. Es ist meine Zeit. Es ist die Zeit der Erfüllung für den Vater, von Ihm selbst auferlegt aus Liebe zu seinen Kindern. Warum sollte Ich Mich angesichts eurer Sünde zurückhalten, da gerade sie es ist, mit der Ich kämpfe, und die Ich durch mein Licht und durch meine Liebe besiegen werde?
8. Verurteilt niemanden als Betrüger, verurteilt niemanden als Lügner oder als Befleckten. Seht ihr nicht, dass ihr alle meine Jünger seid, dass ihr alle derzeit von Mir lernt? Nach 1950, wenn mein Universeller Strahl nicht mehr zu menschlichem Wort unter euch wird, dann wirklich: Wehe, wehe jenem, der ─ so groß seine Zubereitung auch sein mag ─ zu bewirken versucht, dass mein Universeller Strahl sich wie in dieser Zeit kundtut! Denn trotz seiner großen Vergeistigung und Zubereitung wird er durch seinen Ungehorsam ein Betrüger sein. Es wird die Zeit sein, in der ihr nicht mehr mit der Gegenwart des Vaters in der Form rechnen sollt, in der ihr sie vom Beginn dieser Offenbarung an bis 1950 gehabt habt, weil meine Gesetze und meine Anordnungen unwandelbar sind. Ich ändere mein Werk niemals, meine Gerechtigkeit ist unerbittlich, und meine Jünger müssen in Einklang mit ihrem Vater, im Gehorsam Ihm gegenüber und in völliger Übereinstimmung mit Ihm leben. Dennoch versichere Ich euch als Meister, dass Ich den Wortübermittlern, durch die Ich Mich kundgebe, trotz ihres großen Unvorbereitetseins und ihrer Unvollkommenheit jetzt, in der Zeit meiner Kundgabe vergebe, und Ich Mich kundgebe und meine Barmherzigkeit auf die Menschenscharen verströme. Wenn in meinem Wort, das Reinheit und Vollkommenheit ist, die Unvollkommenheiten des Fleisches vorkommen, so habe Ich euch darin unterwiesen, den Baum an seiner Frucht zu erkennen, damit ihr die menschlichen Unvollkommenheiten vergebt und am geistigen Geschmack der Frucht die Gegenwart, Macht und Essenz eures Herrn zu entdecken versteht.
9. Ich schaffe derzeit ein geistiges Gedenkbuch in eurem Gewissen, und aufgrund meiner göttlichen Weisung wird auch ein materielles Buch meines Wortes geschaffen. Es ist das göttliche Testament, das Ich für die Nachwelt, für die künftigen Generationen, für die späteren Generationen hinterlasse, die nach euch kommen werden. Aber wahrlich, Ich sage euch: Sie werden den Geschmack eurer Unvollkommenheiten nicht kennenlernen. Mein Wort ─ sei es das, welches euer Gewissen bewahrt hat, oder das, welches auf Papier festgehalten ist ─ wird vollkommen sein, wird rein sein ohne jeden Makel, ohne jede Unreinheit und Unvollkommenheit, und es wird das kristallklare Wasser sein, dessen Wunderkraft den Durst des Menschen, den Durst des Geistes stillt. Es wird das Brot und der Wein sein, mit denen der Geist der Menschen viele Male eine Feier begehen wird. Es wird der strahlende Leuchtturm und auch der durch das Licht des Heiligen Geistes erhellte Weg sein, auf dem die Wanderer und die verirrten Schiffbrüchigen die Richtung entdecken können, um zum sicheren Hafen zu gelangen.
10. Die Durchsetzung des Spiritualismus auf der Welt soll euch nicht schwierig, und noch weniger unmöglich erscheinen. Denn Ich habe die Äcker fruchtbar gemacht, und der Samen, den Ich euch anvertraut habe, ist keimfähig. Die Äcker harren darauf, und obschon nicht alle vorbereitet sind, erwarten die einen die Aussaat, andere werden gerade gesäubert, und diese Säuberung ist eine Bewässerung mit Gerechtigkeit, mit Prüfungen, mit Weisheit und Liebe von Seiten eures Vaters.
11. Jetzt erhält die Menschheit, die in Völker, Rassen, Sprachen und Hautfarben geteilt ist, von meinem Göttlichen Geist ihren jeweiligen Gerichtsanteil, die Prüfungen, die jedem zukommen, den Kampf, den Schmelztiegel und die Wiedergutmachung, die Ich für jeden Menschen und jede Rasse vorgesehen habe. Aber ihr wisst, dass mein Gericht die Liebe zur Grundlage hat, dass die Prüfungen, die der Vater den Menschen schickt, Liebesprüfungen sind ─ dass alles zum Heil, zum Guten geleitet wird, auch wenn es in diesen Prüfungen scheinbar Unglück, Verhängnis oder Elend gibt. Hinter alldem ist das Leben, die Erhaltung des Geistes, die Erlösung desselben. Immerdar ist der Vater in Erwartung des Verlorenen Sohnes, um ihn mit größter Liebe zu umarmen.
12. Es gibt ganze Rassen, die Mich nicht anerkennen, es gibt Völker, die sich hartnäckig von meinen Gesetzen entfernen, die meine Lehre nicht kennenlernen wollen, die sich ihr widersetzen, weil sie sie für unzeitgemäß halten. Jene, die Mich nicht verstanden haben, sind es, die auf irdischen Freiheiten bestehen. Es sind auch solche, die oftmals das Gute aus eigenem Vorteil heraus tun und nicht aus Hochherzigkeit. Doch jedem Volk und jeder Rasse sind meine Gerechtigkeit und Prüfungen zugedacht, und diese treffen Tag für Tag ein, um deren Herzen und Geister schließlich fruchtbar zu machen, als ob es bestellbare Felder wären, und um nach ihrer Bearbeitung den Samen in sie zu legen, das ewige Saatkorn meiner Liebe, meiner Gerechtigkeit und meines Lichts. Jene Völker werden von Mir mit Liebe sprechen, jene Rassen werden dann ihre Hoffnung auf Mich setzen, und in den Geistern aller Völker dieser Menschheit werden Jubellieder erklingen, Chöre des Lobpreises und der Liebe zum einzigen Herrn aller Menschen.
13. Jetzt ist jedoch Prüfungs- und Kampfeszeit. Selbst euer Gott kämpft derzeit. Er ist Herr der Heerscharen und hat euch zu seinen Soldaten ernannt. Heute seid ihr noch schwach und misstraut ihr euch selbst. Ihr ermesst die Prüfungen, stellt euch den Kampf vor und lasst zu, dass euer Geist und euer Herz feige wird. Euer Gewissen erschafft in sich selbst eine Waage, und in die rechte Waagschale legt es das Gute und in die linke das Böse dieser Menschheit. Solange ihr seht, dass das Gute nur wie ein Getreidekorn ist, das Böse jedoch wie hundert Scheffel, wisst ihr nicht, was ihr tun sollt. Dann blickt ihr in euer Inneres und seht, dass ihr weder gerecht, noch tugendhaft, noch heilig seid und denkt, dass nur Gerechte, Tugendhafte und Heilige die Erlösung dieser im Bösen abgestumpften, im Hass verhärteten, in den Leidenschaften, in den Lastern und im Elend vermaterialisierten Menschheit vollbringen können.
14. Ihr beurteilt euer eigenes Heiligtum und erblickt in ihm eure kleine Opfergabe, eure schwache Flamme. Ihr dringt in das Heiligtum der anderen ein und seht, dass es kein Zügel mehr ist, um den rasenden Lauf der Menschen aufzuhalten. Dann denkt ihr, dass, wenn ihr von Gott sprecht, man nicht auf euch hört ─ dass, wenn ihr von den Fähigkeiten des Geistes sprecht, ihr ausgelacht werdet.
15. Warum so wenig Vertrauen zu dem Schatz von unschätzbarem Wert, den Ich euch in diesem Werk anvertraut habe, das Ich euch offenbart habe? Wahrlich, Ich sage euch: Ohne heilig oder gerecht zu sein, werdet ihr große Werke der Erlösung unter den Menschen, große Wunder unter der Menschheit tun können, und ihr werdet auch ein Vorbild unter den Menschen sein können. Wenn Ich Heilige und vollkommene Wesen zu dieser Menschheit senden würde, damit sie den Menschen ein Beispiel geben würden, würde es ihnen unmöglich erscheinen, diesen auch nur ähnlich zu werden! Ich will unter die Menschen bekehrte Sünder senden, die ─ ohne gerecht oder heilig zu sein ─ ein Beispiel von Erneuerung, von Reue, Stärke, Eifer für die Lehre des Vaters, Sehnsucht, Fortschritt und von geistiger Entwicklung zu geben verstehen, und diese seid ihr!
16. Euer Geist wird eines Tages zur Vollkommenheit gelangen, doch ihr wisst nicht wann. Der Vater wird euch nicht zwingen, noch werdet ihr eure Schritte erzwingen. Aber dennoch sollt ihr nie stehenbleiben. Auch wenn euer Schritt langsam ist, will Ich, dass er immer fest und aufwärtsführend ist.
17. Dass ihr unter den Menschen werdet kämpfen müssen? Das ist wahr. Dass das Zeugnis, das ihr ihnen abgebt ― dass Ich Mich durch das menschliche Verstandesvermögen kundgab, um euch dieses Wort zu bringen ― in Zweifel gezogen wird? Das ist gewiss. Doch dies soll euch nicht kränken, denn zu allen Zeiten hat die Menschheit an meiner Gegenwart und meinem Kommen zu dieser Welt gezweifelt, und zwar deshalb, weil die Menschen sich selbst nicht erkannt haben ─ weil die Menschheit, obwohl sie sagt, dass sie vom Vater geliebt wird, niemals das Ausmaß dieser Liebe verstanden hat ─ weil sie, obwohl sie ihren Herrn zu kennen glaubt, nicht weiß, dass eine seiner schönsten Eigenschaften die der Demut ist. Daher bin Ich immer in demütiger Weise zu den Menschen gekommen, niemals habe Ich bei meinen göttlichen Manifestationen meine ganze Macht, noch meine ganze Pracht, noch meine ganze Herrlichkeit eingesetzt. Die Menschen könnten Mich dann nicht schauen, sie könnten Mir auch nicht widerstehen!
18. Ich habe Mich immer begrenzt, aber Ich habe Mich in der Demut, in der Liebe und in der Zärtlichkeit begrenzt. Denn mit der gleichen Liebe, mit der Ich euch heute liebe, liebte Ich euch in der Zweiten Zeit, in der Ersten, und werde Ich euch bis in alle Ewigkeit lieben. Ich kann euch in Wahrheit sagen, dass der Vater euch schon liebte, bevor ihr existiert habt.
19. Unter euch gibt es Jünger, die sich selbst fragen: „Warum vermochte unser Geist nicht im Guten und in der Tugend zu verbleiben und darin auszuharren, obwohl er einem Vater voller Liebe, voller Reinheit und Vollkommenheit entsprang?“ Der Meister antwortet euch: Ich sandte euren Geist zur Erde, mit allen Eigenschaften ausgestattet, die es im Vater gibt, und erschuf ihn als ein seinem Schöpfer ähnliches Kind. Es wurde ihm für seinen Gang über die Erde eine Körpermaterie anvertraut, doch diese Körpermaterie ist für den Geist der Grund für Prüfungen und Kampf gewesen, weil das Fleisch schwach ist. Es musste so sein ─ gebrechlich ─, um die Stärke des Geistes zu erproben.
20. Die Tugend zeigt sich nur in der Prüfung. Das Licht strahlt am stärksten in der Finsternis, das Licht strahlt nicht im Licht, und so war es notwendig, dass euer Geist geprüft und geläutert würde. Denn euer Geist hat einen Anfang, doch in seiner Unschuld hatte er keine Verdienste, fehlte es ihm an Erfahrung, an Entfaltung und an Vollkommenheit. Dafür wurde ihm eine niedere Lebensstufe anbefohlen, um zu einer anderen, höheren aufsteigen zu können, und so weiter auf den sieben Stufen der Stufenleiter zur Vollkommenheit, bis er als vollkommener und reiner Geist in die Gegenwart des Vaters gelangt ─ voller Licht, durch die Entfaltung all seiner Gaben entwickelt, in all seinen Fähigkeiten vervollkommnet, mit vielen im Kampf erworbenen Verdiensten, voll Erkenntnis seiner selbst, seines Vaters und des Lebens, sich seiner Herkunft bewusst, wozu er geschaffen worden ist, und wohin er zurückgekehrt war.
21. Wenn der Geist im Fleisch den Beginn seines Kampfes auf dem Erdenweg vorfand, so traf er auch auf eine unendliche Zahl von Prüfungen und Versuchungen ─ manche Prüfungen handgreiflich und andere unsichtbar; so mächtige Versuchungen und Prüfungen, dass diese ihn mittels des Fleisches zu Fall brachten ─ die einen sichtbar und andere nur für den Geist, für das Gewissen wahrnehmbar ― für die zarten Saiten des Herzens und des Verstandes.
22. Der Geist ist von seinem Ursprung an auf alle Arten geprüft worden. Da er durch das Böse geprüft worden ist ─ meint ihr etwa, dass der Vater das Böse besitzen könnte, um seine Kinder zu versuchen? Wahrlich, Ich sage euch: Nein. Aber auch das Böse existiert von eurem Ursprung an, es hat die Schwachheit, die Verführbarkeit des Geistes und des Fleisches bewirkt. Da die Geistwesen nicht von ihrer eigenen Stärke Gebrauch zu machen verstanden, und das Fleisch den Versuchungen erlag ─ was hat der Vater angesichts dessen getan? Er hat zugelassen, dass die Kräfte des Bösen euch auf die Probe stellen. Einmal und tausend Male habe Ich es zugelassen, um in euch mein eigenes Licht, das Ich euch anvertraut habe, auf die Probe zu stellen, um eure eigene Tugend, welche die meine ist, einer Prüfung zu unterziehen, um euch im Schmerz, in den schwierigen Krisenzeiten, im Chaos des Lebens zu läutern; damit euer Geist während dieser Prüfungen und dieser schwierigen Geschehnisse Anlässe zur Vervollkommnung, zur Gesetzeserfüllung findet ─ Gelegenheiten, um euren Geschwistern und eurem Vater seine Stärke und die Standhaftigkeit in meinen Gesetzen zu beweisen.
23. Immer schon habt ihr mein Gesetz intuitiv erkannt ─ mein Gesetz, welches das Gute befiehlt und das Böse verabscheut. Intuitiv erkennt jedes menschliche Wesen von seinen ersten Schritten auf Erden an, was das Gute ist und wo das Böse ist. Doch ihr seid nicht fähig gewesen, euch wie die ersten Menschen an das Naturgesetz zu halten, wie es mein Volk vor dem Kommen Moses tat. Glaubt ihr, dass mein Volk Israel, das im Entstehen begriffen war, vor der Ankunft Moses‘ seinen Vater nicht erkannte? Wahrlich, Ich sage euch: So war es nicht. Seit Anbeginn dieser Menschheit hat es (immer) jemanden gegeben, der Mich erkannt hat, und durch ihn bin Ich von den anderen erkannt worden. Aber als unter der Menschheit das Böse größeres Gewicht bekam als das Gute, musste Ich kommen, um den Menschen an das Gute zu erinnern, musste Ich Mich körperlich vermaterialisieren, um mich den Menschen sichtbar und fühlbar zu machen ― wie es am Sinai geschah, als Ich vor Moses, der von seinem Volk umgeben war, mein Gesetz verkündete und es ihm in Stein gemeißelt übergab und ihn zu seinem Volk sandte, damit es die Saat unter allen Nationen sein würde.
24. Durch dieses Gesetz wurde mein Volk gerettet, befreite es sich und erlangte es Wohlergehen und Glück auf dieser Erde und Hoffnung auf das Jenseits. Aber es kam der Tag der Verfälschung meines Gesetzes, der Tag der Gewöhnung an dasselbe, und erneut breitete sich das Böse aus, bis es mehr wog als das Gute selbst. Als jene Gebote nach und nach verdreht wurden, als die Menschen neue Wege innerhalb des meinen zu schaffen begannen, da musste Ich erneut kommen, aber nun als Messias, Mensch geworden unter den Menschen, um die Wege gerade zu machen und sie mit dem Weg der Wahrheit zu verbinden, um die Menschen zur Wahrheit und zum Guten hinzuziehen, um sie auf den Weg der Gerechtigkeit und der Liebe einzuladen ─ um die Betrüger zu entlarven, um alles Falsche, allen Aberglauben, zu zerstören und ihnen zu sagen: „Dies ist das Gesetz, das war es, was Ich in jener Ersten Zeit übergab!“
25. Durch dieses mein Kommen fanden neue Völker der Erde und neue Rassen gleichfalls den Weg, den Frieden, das geistige Glück, Nahrung und Hoffnung auf das Jenseits.
26. Während eines langen Zeitalters nährte sich diese Menschheit vom reichen Mahl des Himmelreiches. Aber siehe da, auch dieses Mahl wurde verunreinigt, und bereits in diesem Zustand zu den hungernden Menschen gebracht, wurde meine Lehre verfälscht, meine Unterweisungen gleichfalls verdreht und falsch ausgelegt. Die Gesetzeserfüllung der Kinder und ihre Gottesverehrung waren nicht das, was der Vater angeordnet hatte, und so wurde es notwendig, zu den Menschen zurückzukehren und damit ein Versprechen einzulösen. Denn Ich wusste im Voraus, dass meine Gegenwart unter den Menschen von Zeit zu Zeit notwendig war. Daher ist jetzt das angekündigte Zeitalter, in dem der Herr erneut zu euch kommen würde, um von euch Rechenschaft über das Gesetz der vergangenen Zeiten, über die Offenbarungen, Unterweisungen und Wunder zu fordern, mit denen ihr in den zwei Zeitaltern reichlich gesegnet wurdet, die zuvor vorübergegangen sind.
27. Das ist der Grund, weshalb Ich gekommen bin. Denn ihr wart nicht imstande, im Guten standhaft zu sein und darin zu verbleiben, weil ihr den Schwächen des Fleisches nachgegeben habt, weil ihr in sowohl sichtbaren, als auch unsichtbaren Versuchungen gefallen seid ─ unter jene übernatürliche Macht des Bösen, die über euch existiert.
28. Glaubt ihr etwa, dass in jener Ersten Zeit alle Zeugen meines Kommens angesichts desselben zu Gläubigen wurden? Wahrlich, nicht alle!
29. Glaubt ihr etwa, dass jene Offenbarung von allen geglaubt wurde, als sie zu anderen Ländern, zu Ländern von Heiden getragen wurde? Nein. Viele begriffen nicht, dass jenes Gesetz ein göttliches Werk sein sollte. Vielmehr glaubten sie, dass es Menschenwerk war. Aber als jenes Gesetz sich durch seine Gerechtigkeit, durch ihre eigenen Taten durchsetzte und manifestierte, da erforschten es die großen Ungläubigen.
30. Ebenso war es in der Zweiten Zeit. Tausende und Abertausende von Männern und Frauen vernahmen Mich. Viele haben wirklich geglaubt, aber noch mehr zweifelten und dachten nicht, dass jener Mensch der Messias sei, sondern dass Er ein Mensch wie alle anderen sei. Sein Wort wurde durch ihre Ungläubigkeit unverständlich und konfus, und es war nur für die Gutgläubigen einleuchtend und klar. Daher wurde Ich von den Ungläubigen bekämpft, verspottet und verfolgt, und mein Leiden, meine Taten, meine Wunder wurden vom Ungläubigen nicht als göttliche Werke, sondern als Menschenwerk betrachtet.
31. Als meine Lehre sich durch ihre eigenen Manifestationen über die Menschheit verbreitete, als meine Zeugen gleichfalls Beweise davon gaben, dass sie meine wahren Jünger, meine wahren Zeugen waren, da bekehrte sich die ungläubige Menschheit zu meiner Lehre, vergoss Tränen der Reue und wurde gleichfalls meine Jüngerin.
32. Warum sollte es euch wundern, dass dies auch in dieser Zeit geschieht?
33. Manche werden an eurem Zeugnis zweifeln und daran, dass Ich Mich dem Menschen durch das Verstandesvermögen kundgetan habe. Manche werden, wenn sie ihre Blicke auf jene materiellen Bücher richten, die mein Wort enthalten, anzweifeln, dass es ein göttliches Werk ist, das durch Inspiration empfangen worden ist. Dann werden sie alles euch, den Menschen, der menschlichen Eitelkeit zuschreiben, weil es in dieser Menschheit Misstrauen gibt. Aber ihr sollt über das Misstrauen und über die Ungläubigkeit hinwegsehen, ohne eure Geschwister zu verurteilen, ohne euch damit Gewalt anzutun, weil ihr wisst, dass nach dem Misstrauen und der Ungläubigkeit infolge eurer eigenen Taten der Glaube eintreten wird. Lasst sie eure Werke sehen, lasst eure Zeugnisse wirklich voller Licht sein, sodass es weder die Bücher, noch eure Worte sind, welche die Welt bekehren, sondern eure guten Werke, mit denen ihr das Zeugnis besiegelt, dass Ich bei euch gewesen bin, dass Ich auf der Wolke gekommen bin, um Mich mittels meines Strahles durch einen Stimmträger bzw. einen Menschen, kundzutun, der von meinem Göttlichen Geist so bezeichnet worden ist.
34. Ich werde euch auf alle Wege des Erdballs senden, ebenso wie eure Kinder, die gleichfalls Jünger des Heiligen Geistes sein werden, und auch deren Kinder werden meine Saat hinaustragen. Doch wahrlich, Ich sage euch, es werden keine drei Generationen nach der euren vergehen, bis diese Menschheit angesichts des Spiritualismus, des Kommens des Heiligen Geistes, durch außergewöhnliche Ereignisse bis in ihre Grundfesten erschüttert werden wird, von denen Ich einige unter euch verwirklicht habe, während Ich andere für die Zukunft bereithalte. Ebenso werdet ihr das Reich des Bösen nach und nach beseitigen. Diese Macht wird durch eure Werke der Liebe und Gerechtigkeit immer mehr zerfallen.
35. Jeder Mensch, der zum Spiritualismus bekehrt wird, wird einer weniger sein, der zu jenem Reich gehört. Aber wenn ihr glaubt, dass Ich euch die Aufgabe oder den Auftrag gebe, durch eure Werke der Liebe und des Lichts die Atmosphäre des Bösen zu überwinden, so sage Ich euch in Wahrheit, dass noch nicht die Zeit ist, in der ihr es völlig besiegen könnt, denn es ist noch stärker, als ihr es seid. Aber verbergt wegen dieser Worte, die Ich euch sage, nicht eure Waffen und unterlasst nicht, sie zu zücken ─ nein, meine Kinder. Bedenkt: Auch wenn euer Schwert nicht allmächtig ist, so bin doch Ich allmächtig, und Ich bin in eurem Schwert.
36. Kämpft gegen die Versuchungen, entdeckt die Fallen, zerreißt die verführerischen Netze und Stricke, entdeckt sie durch eure Intuition, wenn sie sich hinter dem Schleier des Jenseits verbergen, entdeckt sie, wenn sie sich unter den Menschen oder in den Kämpfen der Menschen verbergen ─ kämpft immer. Ich sage euch: Ihr sollt in diesem Kampf mit Mir sein. Ich bin in ihm wie ein großer Krieger gegen die Finsternis und alles bestehende Böse, und am Ende werde Ich es sein, der den letzten Schlag ausführt und siegt, der euch beisteht, und ihr werdet die sein, die Mir helfen zu siegen. Der endgültige Sieg über die Versuchung und das Böse wird euch, meinem Volk, in dieser Zeit nicht gelingen. Ich werde jene Macht eine Zeitlang binden müssen, aber eure Verdienste dabei werden euch zugerechnet werden. Die Zeit, in der jene Macht gebunden sein wird, wird dazu dienen, dass das Gute im Herzen der Menschen Wurzeln treibt, dass das Gute in all seinen Formen an Stärke zunimmt. Wenn der Mensch dann im Guten stark geworden ist, wenn das Gute auf der Waage meiner Gerechtigkeit mehr wiegt als das Böse, dann wird die Versuchung in all ihren Formen für eine weitere Zeitspanne losgelassen sein, und in eben dieser Zeit wird es nicht mein Schwert sein, das sie besiegt, sondern eure eigenen Waffen.
37. Ich werde nur von der Unendlichkeit aus wachen, weil ihr dann die nötige Kraft haben werdet, um den Feind zu besiegen. Die Tugend in all ihren Formen wird sich auf dieser Welt durchgesetzt haben, und die Versuchung wird keinen Winkel, noch eine offene Tür, noch einen Raum finden, und ihre größten Fallen, ihre größten Fallstricke werden zunichte sein bis zum letzten Element jener Macht der Versuchung. Wenn dann ihr Reich zerbrochen und zerteilt ist, wird der Beginn eures Triumphes kommen, und die Finsternis wird sich in Licht verwandeln, das Böse wird zu Gutem werden, und die Verirrten werden gefunden werden.
38. Seht, dies wird der Triumph in eurem Geist sein, und wenn ihr dann euren Lobgesang anstimmt, wird es der Triumph des Lichts, der Gerechtigkeit und der Liebe sein. Denn ihr werdet nicht als Gescheiterte von dieser Welt gehen, werdet nicht durch die Versuchung zugrunde gerichtet scheiden. Nein, meine Kinder. Obwohl ihr während einer langen Zeit zu Fall gekommen seid und weiterhin durch diese Fallstricke stürzen werdet, wird der Tag eures Triumphes kommen, an dem ihr euer Angesicht emporrichtet und auf euren Herrn blickt, so wie sich der Soldat vor seinem Befehlshaber aufrichtet.
39. Volk, Ich bereite euch auf die kommenden Auseinandersetzungen vor. Ich will euch in allen Kämpfen immer siegreich sehen. Aber Ich will nicht, dass diese Siege eurem Stolz schmeicheln. Es sollen keine Siege für eure Eitelkeit sein, sie sollen für mein Reich sein. Sie sollen für eure geistige Demut tiefe, innigste Befriedigungen sein, die sich nicht einmal auf eurem eigenen Gesicht abzeichnen.
40. Eure Werke der Liebe und Barmherzigkeit sollen nicht bekanntgemacht werden, unter euch soll es keine Pharisäer geben, die mit der unter ihren Geschwistern ausgeübten Wohltätigkeit Feiern veranstalten. Ihr sollt jene sein, die im Stillen Gutes tun. Ihr lebt bereits in der Zeit des Heiligen Geistes, und euer Geist entfaltet sich nun in all seinen Fähigkeiten, um mittels derselben Gutes zu tun. Ihr werdet geben können ─ nicht nur die Güter, die ihr auf Erden besitzt, sondern auch jene, die euer Verstand, euer Herz und euer Geist besitzt. Was ihr nicht durch euer Wort, durch eure irdische Persönlichkeit tun könnt, tut durch das Gebet. Sprecht mit Mir, erhebt euch zu Mir, und ihr werdet von dort aus große Werke der Barmherzigkeit und Liebe vollbringen können. Doch wenn euer Gewissen euch sagt, dass ihr euch von etwas Materiellem trennen müsst, um es dem Notleidenden zu geben, so beabsichtigt nicht, jene Wohltat durch ein Gebet zu ersetzen. Seid nicht bestrebt, euren Egoismus durch geistige Gebete zu verbergen oder zu verschleiern. Hegt nicht den Wunsch, dass das, was ihr tun könnt, der Vater tun soll.
41. Lasst zu, dass euch immer euer Gewissen befiehlt und sagt, in welcher Weise ihr Wohltätigkeit ausüben müsst, und wenn in dieser Wohltätigkeit die Notwendigkeit liegt, dass ihr euch von etwas Eigenem trennen müsst, soll es euer Herz nicht bedauern. Reicht die Hand, und ihr werdet Glück in eurem Geist spüren. Dann wird auch euer Herz die Freude in eurem Vater vorausfühlen.
42. Ich bereite euch auf die großen Kämpfe unter der Menschheit vor und sage euch: Die Menschen von heute interessieren sich für das Jenseits ─ nicht wirklich alle, aber man erforscht doch an allen Punkten der Erde das Geistige, man ist bestrebt, die geheime Schatzkammer des Herrn zu erforschen, man bespricht und studiert die Bücher, die Menschen dringen in die Philosophien und Wissenschaften ein. Der Grund dafür ist, dass Ich gesucht werde, dass meine Gegenwart von allen empfunden wird, und sie Mich zu finden versuchen. Die Geistwesen wissen, dass Ich die Quelle von Liebe und Vergebung bin, und so wagen sie es trotz ihrer Verfehlungen, Mich zu suchen, weil sie Vergebung und Erlösung erhoffen. Sie wissen, dass Ich eine unerschöpfliche Quelle von Barmherzigkeit bin, und dass Ich auch ein mit Speisen bedeckter Tisch bin, um ihren Hunger und Durst zu stillen.
43. Meint ihr, dass die Menschen bei dieser Suche nicht stark werden und sich vorbereiten? Meint ihr, dass sie bei ihren Studien keine Entwicklung und Entfaltung erreichen? Doch, Volk. Wenn ihr euch einmal auf den Weg macht, werdet ihr überrascht sein. Wenn ihr mit euren Geschwistern sprecht, die sich unter dem Schatten anderer Bäume nähren ─ die andere Früchte als die essen, die Ich euch angeboten habe, werdet ihr erleben, dass auch sie sich genährt haben, dass auch sie stark sind. Und wenn der Augenblick des Kampfes gekommen ist, wenn ihr vom Schwert eurer Vernunft, eures Wissens und eurer geistigen Erhebung Gebrauch machen müsst, werdet ihr erleben, dass auch das Schwert euer Geschwister Lichtkraft besitzt.
44. Schlaft nicht, damit ihr kämpfen könnt, aber lernt, den Sieg zu erkennen. Denn oftmals wird der Sieg in eurer Niederlage sein, wird die Niederlage gegenüber dem Gegner nur scheinbar sein. Der Sieg wird in euch selbst sein, und hernach wird er sich auf dem Gesicht dessen, der euch scheinbar besiegte, widerspiegeln.
45. Versteht Mich, Volk. Denn der Augenblick wird kommen, an dem ihr schweigen müsst, an dem ihr den Nacken in wahrer Demut demütig beugen müsst, und dann wird der Gegner sich über euch erheben und seinen Schlag ausführen. Aber ihr werdet geschwiegen haben, werdet euch absichtlich gebeugt haben, und später werdet ihr sehen, wie im Geist desselben die Saat aufgeht, die ihr hinterlassen habt, und dass der Schlag eures Schwertes des Lichts und der Liebe eine tiefe Wunde im Herzen eures Geschwisters ─ nicht eures Feindes ─ hinterließ, und durch diese Wunde wird der Hochmut jenes Herzens vergehen und die Saat des Meisters eindringen.
46. Ihr hattet bereits Erfahrung, denn ihr seid oft zu meinem Heiligtum gekommen, um Mir zu sagen: „Meister, ich habe mit großer Liebe in ein Herz gesät, aber seine Ohren haben mich nicht gehört, er blieb kalt und hart, und seine Lippen haben mich verspottet.“ Doch der Meister hat liebevoll gelächelt, hat euch mit Frieden und Hoffnung erfüllt und hat euch gesagt: Wartet ab, denn euer Same ist nicht verlorengegangen, er gelangte bis auf den Grund jenes Herzens. Lasst ihn dort! Ich werde ihm Regen geben und ihn fruchtbar machen. Ich werde das Unkraut und die Felsbrocken beseitigen, die eure Hand vorerst nicht entfernen konnte. Aber bittet für jenen, vergesst es nicht, bittet geistig und hofft darauf, dass der Zeitpunkt euer Genugtuung und eurer Beglückung kommen wird. Doch wenn jener Zeitpunkt spät gekommen ist, hat er Zweifel in euch aufkommen lassen. Aber damit der Zweifel nicht ewig fortbesteht, habe Ich euch gesagt: „Denkt an das Samenkorn, das ihr ausgesät habt. Es verschwand dem Anschein nach, aber an seiner Stelle ist ein Strauch hochgewachsen. Pflegt ihn nun, damit er Früchte trägt.“ Da ist eure Freude und die der anderen groß gewesen.
47. Ich bereite euch vor, Volk, damit ihr nicht ungeduldig seid, damit die geistige Geduld die Auftragserfüllung bestimmt. Denn der Same, den Ich euch ein weiteres Mal anvertraue, hat keine zeitliche Begrenzung, um zu keimen, wie der Same auf der Erde. Er entfaltet sich innerhalb der Ewigkeit, und diese Zeit kann sowohl kurz, als auch lang sein. Ihr wisst dies nicht, eure Aufgabe ist es nur, ihn durch euer Gebet und eure Liebe zu pflegen und zu behüten.
48. So bereitet euch der Meister für die Zeit nach seinem Abschied vor. Ich will, dass die Glückseligkeit, die ihr heute genießt, wenn ihr mein Wort durch das menschliche Verstandesvermögen vernehmt, nach meinem Abschied fortbesteht. Volk, wenn mein Geist in jenem Jenseits das Nahen eures Geistes mittels des Gebets erwartet, sei es einzeln oder gemeinsam ─ dann will Ich im Herzen meiner Kinder die Glückseligkeit und Wonne erblicken, die Ich heute sehe. Dass ihr in voller Erkenntnis all dessen, was in dieser Zeit geschah ─ all dessen, was der Vater euch gab und des Endpunktes, den Er seiner Kundgebung durch das Verstandesvermögen setzte, herbeikommt, um Ihm euren unendlichen Dank darzubringen. Dass ihr mit einem Loblied herbeikommt, das eure Lippen verschweigen, das aber in eurem Geist brennt, um Ihm zu sagen: „Vater, wie vieles hast Du uns zuteilwerden lassen! Wie viel Wonne in unseren Geistern während jener Zeiten! Wie lichtüberflutet hast Du die Geister zurückgelassen, und welch kostbares Erbe hast Du der Menschheit hinterlassen!“
49. So glückserfüllt will Ich euch sehen, oh Volk! Ich will unter euch keinen Geist sehen, der zurückgeblieben ist, will niemanden sehen, der weiterhin im Unglauben umherschweift, der inmitten seiner Sünden und seiner mangelnden Nutzung meiner Gnade sich die Haare rauft. Ich will Eintracht unter dem Volk sehen, sodass Ich in meinem eigenen Geist seine Ausstrahlung und seine Gebete fühlen kann, die Folgendes zum Ausdruck bringen: EINIGKEIT, FRIEDEN UND GUTEN WILLEN ─ GLAUBEN, HOFFNUNG UND BARMHERZIGKEIT.
50. So will Ich diese Tugenden sehen ― von eurem Geist gepflegt und wie eine Standarte im Wind wehend, im Unendlichen, damit Ich euch den Befehl geben kann, zu allen Völkern, zu den Volksmassen aufzubrechen, die Mich wirklich erwarten und mit brennendem Herzen die Wiederkunft des Messias, des Erlösers zu den Menschen ersehnen. Einige sagen: „Der Meister ist bereits unter uns, aber er ist unsichtbar.“ Ich sage euch: Gesegnet sei die Intuition und das Ahnungsvermögen dieser Geistwesen. Andere sagen: „Nein, Er ist noch nicht gekommen, Er muss sichtbar und berührbar kommen wie in der Zweiten Zeit.“ Der Grund dafür ist, dass jene die Wolke vergessen haben ─ jene geistige Wolke, in der Ich in dieser Dritten Zeit gekommen bin.
51. Es gibt andere, die jene Verheißung ganz vergessen haben und weder wachen noch beten. Aber ihr seid zubereitet, euch ist mit lebendiger Stimme die Offenbarung der Dritten Zeit übergeben worden, damit ihr ohne Wanken, mit voller Gewissheit zu euren Geschwistern geht und angesichts der großen Menschenmassen nicht eingeschüchtert werdet. Denn wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werdet ihr ausgefragt werden und sollt ihr die Herzen durch euer Zeugnis befriedigt zurücklassen. Die Gläubigen werden Legionen bilden, auch die Ungläubigen werden solche bilden und kämpfen. Aber die Heere der Ungläubigen werden bald dezimiert werden, weil dann die Zeit ist, in der der Heilige Geist die Oberhand gewinnt. Denn Er wird in alle Herzen einsickern.
52. Stärkt euch, Jünger, nährt euch, werdet bei Mir gesund, besteht die irdischen Prüfungen, seid guten Mutes angesichts des Lebens. Blickt nicht gleichgültig auf den Schmerz, der euch bedrängt, denn dieser Prüfstein wird euch vervollkommnen. Verwünscht nicht den Schmerz, und verflucht ihn auch nicht, segnet ihn vielmehr. Wenn der Leidenskelch von euch getrunken werden muss, so trinkt ihn. Falls seine Hefen von euch nicht getrunken werden können, werde Ich sie trinke. Aber seid ergeben und geduldig. Betrachtet den Schmerz mehr mit dem Geist als mit dem Fleisch, oder fühlt ihn mehr mit dem Geist als mit dem Körper, dann werdet ihr erleben, wie viel Stärkung ihr in den Meditationen eures Geistes finden werdet. Ihr werdet erleben, wie viel Licht das Gewissen dem Geist zuteilwerden lässt und dieser seiner Körperhülle. In eurem Geist werdet ihr den göttlichen Balsam, den wahren Heilbalsam finden, der alle Leiden lindert und heilt, und durch ihn werdet ihr wirklich genesen.
53. Seid der wahre Spiritualist, seid mein wahrer Jünger, oh Volk! Dann werden alle Dornen, Stolpersteine und Hindernisse auf dem Weg leichter und gelinder werden. Jene Last, die zeitweilig auf euren Schultern lastet, wird unerklärlicherweise leichter sein, wenn ihr meditiert und betet. Die Erklärung dafür werdet ihr in euch selbst haben. Es kommt daher, dass der Geist sich erheben wird, und er erhoben stark ist und sein Fleisch stark macht. Daher will Ich, dass ihr ein erhobenes Leben führt, damit ihr von dort aus dieses Leben beherrscht, und euer Geist in allen Prüfungen kämpft und siegt ─ damit er von dort aus das Fleisch, dessen Leidenschaften, Schwächen und Nöte beherrscht.
54. Erhebt euch immer mehr, mein Volk, dann werden der Friede und das Reich des Vaters in eurer Reichweite sein, und noch während ihr diese Erde bewohnt, wird euer Geist Bewohner des Friedensreiches des Vaters sein!
55. Dies ist mein Lehrwort, das Ich euch in dieser Morgenandacht als Lektion gebe. Nehmt sie in eurem Geist auf, in ihr ist die ganze Liebe des Meisters enthalten, in ihr ist eine Waffe mit der Kraft, sich in der Zukunft zu erheben und zu kämpfen.
56. Bittet in diesem Augenblick für die ganze Menschheit, sagt euch der Meister, und bittet in Wahrheit für alle eure geistigen Geschwister! Jetzt ist der Augenblick des Gebets gekommen. Mein Geist der Liebe und des Friedens wird seinen Mantel über das ganze Universum breiten, um alle meine Kinder in diese Liebkosung, in diesen Heilbalsam und in diesen väterlichen Segen einzuhüllen, oh gesegnetes Volk meiner Göttlichkeit!
Mein Friede sein mit euch!