Unterweisung 334

1.  Volk, erwacht und macht euch bewusst, dass ihr in einer neuen Zeit lebt.

2.  Meditiert und betet, damit die geistige Inspiration in eurem Verstandesvermögen zu strahlen beginnt.

3.  Beobachtet alle Arten von menschlichem Elend, von Schmerz, von Bedürftigkeit und lasst euer Herz beim Anblick des Schmerzes, der euch überall umgibt, immer feinfühliger werden.

4.  Wenn ihr im Innersten eures Wesens einen hochherzigen und edlen Impuls fühlt, Gutes zu tun, so lasst diesen Impuls überhandnehmen und sich bekunden. Es ist der Geist, der seine Botschaft mitteilt, weil er seinen Körper willig und bereit vorgefunden hat.

5.  Begreift, dass, wenn ihr euch aufmacht, um den Samen meiner Lehre zu säen, es aus jener Liebe heraus geschehen soll, die aus dem Empfindsamsten eures Wesens geboren wird. Doch versucht nicht erneut, Gutes zu tun oder Taten zu vollbringen, die ihr für verdienstvoll haltet, wenn sie der Furcht vor einer Strafe entspringen, falls ihr sie nicht tut. Darin liegt kein Verdienst; sagt Mir dies nicht mehr, nicht mal eurem Geist, da er sich nicht mit Kleinigkeiten abfinden kann. Wenn euer Geist sich der menschlichen Hülle entledigt und er sich im Heiligtum des Geistigen Lebens in sein eigenes Innerstes zurückzieht, um seine Vergangenheit und seine Ernte einer Prüfung zu unterziehen, werden ihm viele seiner Werke, die ihm hier auf der Welt vollkommen erschienen waren ― würdig dem Herrn vor Augen geführt zu werden und einer Belohnung wert ― in den Augenblicken jener Meditation armselig erscheinen. Der Geist wird begreifen, dass der Sinn vieler Taten, die ihm auf der Welt als gut erschienen, nur der Ausdruck von Eitelkeit, von falscher Liebe, von Wohltätigkeit war, die nicht von Herzen kam.

6.  Wer, glaubt ihr, hat dem Geist die Erleuchtung eines vollkommenen Richters gegeben, um sich selbst zu richten? Das Gewissen, das in jener Stunde der Gerechtigkeit auf euch den Eindruck machen wird, in nie zuvor gesehener Klarheit zu erstrahlen ─ und es wird es sein, das einem jeden sagt, was das Gute, das Gerechte, das Richtige, das Wahre gewesen ist, das er auf Erden tat, und was das Böse, das Falsche und das Unreine war, das er auf seinem Weg säte.

7.  Das Heiligtum, von dem Ich eben zu euch sprach, ist das des Gewissens ─ jener Tempel, den niemand entweihen kann, jener Tempel, in welchem Gott wohnt und aus dem seine Stimme ertönt und das Licht hervorbricht.

8.  Auf der Welt wart ihr nie bereit, in jenes innere Heiligtum einzutreten, weil eure menschliche Persönlichkeit immer auf Mittel und Wege bedacht ist, der weisen Stimme auszuweichen, die in jedem Menschen spricht. Ich sage euch: Wenn euer Geist sich seiner Hülle entledigt, wird er schließlich vor der Schwelle jenes Heiligtums innehalten und sich sammeln, um es zu betreten und vor jenem Altar des Geistes niederzuknien, sich selbst zu hören, seine Werke in jenem Licht zu prüfen, welches das Gewissen ist, in sich die Stimme Gottes als Vater, als Meister und als Richter sprechen zu hören.

9.  Kein Sterblicher kann sich jenen Augenblick in seiner ganzen Feierlichkeit vorstellen, den ihr alle durchleben werdet, um das zu erkennen, was ihr an Gutem in euch habt, um es zu bewahren, und auch das, was ihr zurückweisen müsst, weil ihr es nicht länger im Geist festhalten dürft.

10.  Wenn der Geist dann fühlt, dass er vor seinem Gewissen steht und dieses mit der Klarheit der Wahrheit aufleuchtet, fühlt sich jenes Wesen zu schwach, um sich selbst anzuhören, es wollte, es hätte nie existiert; denn in einem Augenblick zieht an seinem Bewusstsein sein ganzes Leben vorbei ─ jenes, das es hinter sich ließ, das es besaß und das sein eigen war und von dem es nun schließlich Rechenschaft ablegen muss.

11.  Jünger, Menschen, bereitet euch schon in diesem Leben auf jenen Augenblick vor, damit ihr jenen Tempel nicht in ein Tribunal verwandelt, wenn euer Geist vor der Schwelle des Tempels des Gewissens erscheint; denn der geistige Schmerz wird dann so groß sein, dass es keinen körperlichen Schmerz gibt, der damit zu vergleichen wäre.

12.  Wacht und betet, meditiert, übt meine Unterweisungen aus und lasst euch niemals von eurer Eitelkeit täuschen, die euch glauben machen will, dass ihr mit Wahrhaftigkeit, mit Barmherzigkeit oder mit Liebe wirkt, während im Grund keine dieser Tugenden vorhanden ist.

13.  Merkt euch in eurem Herzen niemals die Werke, die ihr gerade tut, und begnügt euch nie mit dem Erstbesten, das ihr tut, damit ihr unablässig auf eurem Weg aufwärts steigt.

14.  Ich will, dass ihr über alles nachdenkt, was Ich euch in dieser Unterweisung gesagt habe, damit ihr begreift, wie sich im Geistigen euer Gericht vollzieht. So sollt ihr aus eurer Vorstellungswelt jenes Bild zum Verschwinden bringen, in welchem ihr euch einen Gerichtshof vorstellt, der von Gott in Gestalt eines Greises geleitet wird, welcher die guten Kinder zu seiner Rechten vorbeiziehen lässt, um sich des Himmels zu erfreuen, und der die Bösen zu seiner Linken aufstellt, um sie zu einer ewigen Strafe zu verdammen.

15.  Nun ist es an der Zeit, dass das Licht bis in die höchsten Bereiche eures Geistes und eures Verstandes gelangt, damit die Wahrheit in jedem Menschen erstrahlt und er sich vorbereitet, um das Geistige Leben würdig zu betreten.

16.  Ihr weist Mich darauf hin, dass der Kampf, den ihr im Herzen eurer Geschwister geführt habt, anscheinend nutzlos ist ─ dass ihr zu ihnen von Vergeistigung sprecht und versucht, aus ihren Herzen den Fanatismus und die abgöttischen Kulthandlungen zu entfernen, und dass sie, kurz nachdem ihr sie belehrt habt, erneut vor ihren Götzenbildern niederknien.

17.  Ihr kommt mit einem verwundeten und welken Herzen, aber ihr hegt die Hoffnung, dass Ich euch in meinem Wort neue Argumente und neue Waffen gebe, um weiterzukämpfen.

18.  Ich sage euch, geliebte Jünger, in denen Ich den brennenden Wunsch sehe, dass das Licht in allen euren Geschwistern erstrahlt: Ihr müsst euch mit Geduld wappnen, um auf den ersehnten Augenblick der Erleuchtung jener zu warten, für die ihr so viel betet und bittet.

19.  Auch sie glauben, dass ihr euch in einem Irrtum befindet, weil sie euch im Freien beten sehen, und weil sie euch von Unterweisungen und Offenbarungen sprechen hören, die nicht in Büchern niedergeschrieben sind.

20.  Auch sie beten für euch und sprechen zu Mir und bitten Mich, dass ihr euch nicht verirrt.

21.  Ich frage euch, Jünger: „Wem glaubt ihr, höre Ich mehr zu, euch oder ihnen?“ Viele von euch sagen Mir in ihrem Herzen: „Uns, Meister, denn in der Art zu beten, kommen wir der Wahrheit näher.“

22.Nun Ich sage euch, Jünger, dass Ich den einen ebenso zuhöre wie den anderen, denn ihr seid alle gleich vor Mir, weil Ich die einen ebenso liebe wie die anderen, und weil Ich bei allen die Angst sehe, dass jemand vom Pfad abirren könnte.

23.  Es ist der Kampf, Volk, der angekündigte Kampf, die große Schlacht, die selbst in den Heimen und selbst im Schoß der liebevollsten und vereinigsten Familien entbrennen würde.

24.  Wem wird der Sieg in diesem Kampf gehören? Niemandem. Der Sieg wird der Wahrheit, dem Licht, der Liebe und Gerechtigkeit gehören. Ihr alle werdet von diesen göttlichen Kräften besiegt werden. Doch gerade diese scheinbare Niederlage wird euer Sieg sein.

25.  Daher unterrichtet euch der Meister mit großer Liebe, damit ihr für die Zeit nach meinem Scheiden vorbereitet seid. Doch ebenso, wie Ich euch meine Barmherzigkeit zuteilwerden ließ, so sollt ihr die Menschen durch eure Werke der Liebe führen.

26.  Mein Strahl ist auf euer Verstandesvermögen herabgekommen, um euren Geist vorzubereiten, und Ich habe meine Wohlgefälligkeiten unter euch ausgegossen, damit ihr würdig werdet, bei Mir in meinem Reich zu sein.

27.  Die Versuchung kämpft auch unter euch, um euch von meinem Pfad abzubringen. Doch Ich als guter Hirte habe euch von allen Wegen ausgesucht, und ohne zu verlangen, dass ihr bis zur Selbstaufopferung geht, erwarte Ich eure Besserung, damit ihr meine Gnade voll und ganz empfangt und zu guten Jüngern werdet, die der Menschheit morgen meine Lehre bringen.

28.  Ich habe euch auferweckt, weil ihr für das Leben der Gnade tot wart. Ich habe euch vergeben und vorbereitet, damit ihr morgen zur Menschheit sprecht, die sich erhoben hat und ihren Gott leugnet. Ich bin der unwissende Fremdling, der an die Türen jedes Herzens klopft, weil Ich euch meine Liebe fühlbar machen will.

29.  Die Menschheit erkennt Mich nicht und leugnet meine Gegenwart in dieser Zeit. Doch Ich werde sie erkennen lassen, dass Ich meine Gerechtigkeit mit Liebe und Barmherzigkeit bekunde, dass Ich nicht mit der Geißel komme, um ihr Schmerz zu bereiten ─ dass Ich sie nur zum Leben der Gnade erheben und sie läutern will mit dem kristallklaren Wasser, welches mein Wort, meine Wahrheit ist.

30.  Die Welt hat meine Lehre nicht gelernt und hat ihre Abgötterei und ihren Fanatismus genährt. Daher durchlebt sie nun den großen Schmelztiegel und trinkt den Leidenskelch; denn ihr Materialismus hat sie von Mir entfernt.

31.  Ein großer Kampf erwartet euch, Israel, denn ihr werdet meine Wahrheit bezeugen, werdet die Verfinsterung der Menschheit beseitigen und ihr mein Licht zeigen.

32.  Diejenigen, die sich Hirten der Menschen nennen, haben meine Gegenwart nicht gefühlt; sie erwarten Mich noch immer. Doch Ich sehe, dass sie eine andere Lehre erteilen als diejenige, die der Meister der Menschheit anvertraut hat, die euch auf den Weg der Wahrheit führen wird, da sie euch lehrt, einander zu lieben.

33.  Es ist nicht mein Wille, dass die Welt von meiner Liebeslehre abweichende Weltanschauungen nährt. Denn dies schadet dem Geist, und damit verleugnet ihr Mich. Ihr habt meine Lehre nicht zu ergründen verstanden, verschmäht das Brot des ewigen Lebens, und die Menschheit sucht Mich in ihren Synagogen, in ihren materiellen Tempeln, die ihre eigenen Hände ihrem Verständnis gemäß geschaffen haben. Doch wann wird die Menschheit Mich verstehen und meinen Ruf vernehmen?

34.  Nach 1950 wird ein großer Kampf der Weltanschauungen einsetzen, und ihr, Volk Israel, werdet euch im Vertrauen auf meine Göttlichkeit auf den Weg machen. Ihr wisst nicht, welche euch ablehnen werden. Doch gibt es etwa ein menschliches Gesetz, das eure guten Taten und Werke, die ihr auf eurem Weg tut, bestrafen könnte? Nein. Denn ihr seid die dazu Beauftragten, den Schmerz der Menschen zu beseitigen, ihnen meinen Frieden zu bringen und zu bewirken, dass die Liebe im menschlichen Herzen erblüht.

35.  Jünger: Jener Grundsatz, den Ich euch in der Zweiten Zeit lehrte „einander zu lieben“, ist auf alle Handlungen eures Lebens anwendbar. Manche sagen Mir: „Meister, wie kann ich meine Nächsten lieben, da ich ein unbedeutendes Wesen bin, dessen Leben mit körperlicher Arbeit ausgefüllt ist?“ Diesen meinen Kinderschülern sage Ich: Selbst bei dieser körperlichen Arbeit, die scheinbar ohne Bedeutung ist, könnt ihr eure Nächsten lieben, wenn ihr eure Arbeiten mit dem Wunsch tut, euren Geschwistern zu dienen.

36.  Stellt euch vor, wie schön euer Leben wäre, wenn jeder Mensch mit dem Gedanken arbeiten würde, Gutes zu tun und seine kleine Anstrengung mit jener der anderen zu vereinen. Wahrlich, Ich sage euch, es gäbe dann kein Elend mehr. Doch die Wahrheit ist, dass jeder für sich arbeitet, an sich denkt und höchstens noch an die Seinen.

37.  Ihr alle müsst wissen, dass niemand sich selbst genug sein kann und dass er die anderen benötigt. Ihr alle sollt wissen, dass ihr zutiefst an eine universelle Mission gebunden seid, die ihr vereint erfüllen sollt ─ jedoch nicht durch irdische Verpflichtungen vereint, sondern durch die Gesinnung, durch Inspiration und Ideale, mit einem Wort: durch die Liebe untereinander. Die Frucht wird dann zum Wohl aller sein.

38.  Ich sage euch, Volk, dass ihr nicht nur für euch arbeiten sollt, dass ihr bei eurem Bemühen versuchen sollt, Licht bei allen zu verbreiten, die euch suchen, ohne Unterschiede zu machen. Wahrlich, Ich sage euch, wer seinen Geschwistern mehr gibt, wird von Mir mehr empfangen, weil er meine Lehre auf sein Leben anwendet.

39.  Ich gebe euch genügend Kenntnisse, damit ihr die Liebesbotschaft, die Ich euch in dieser Zeit gesandt habe, bekannt macht.

40.  Jener Christus, der zu einer anderen Zeit kam, um den Menschen eine Liebeslehre zu bringen, ist der Geist, der in dieser Zeit zu euch spricht und sich durch ausgewählte Verstandesorgane kundgibt, um der Welt diese Botschaft zu übermitteln. Dieses Wort ─ bescheiden in seiner Form und einfach in seiner Ausdrucksweise ─ wird diese jeder Vergeistigung fernstehenden Menschheit zur Besinnung bringen.

41.  Ich lasse an alle Völker und alle Religionen der Welt den Ruf ergehen, um sie an das höchste Gebot meines Gesetzes zu erinnern ─ jenes, das Ich meinen Jüngern beim Letzten Abendmahl verkündet habe.

42.  Derzeit befindet sich die Menschheit in der Vorbereitungsphase. Es ist meine Gerechtigkeit, die in ihr am Werk ist, ohne dass die Menschen es bisher bemerkt haben. Denn in ihrem Stolz, in ihrem hochmütigen Materialismus schreiben sie alle Ereignisse ihres Lebens, die für sie unabwendbar sind, dem Zufall zu. Aber bald wird mein Ruf zu den Herzen gelangen, und dann werden sie sich Mir reuevoll nahen und Mich bitten, dass ihnen ihr Hochmut und ihre Fehler vergeben werden.

43.  Dies wird die entscheidende Stunde für den Geist der Menschheit sein, in der er für kurze Zeit die absolute Leere nach seinen großen Enttäuschungen spüren wird, wenn er das Falsche seiner Selbstherrlich­keit, die Hinfälligkeit seiner Macht, das Irrtümliche seiner Ideologien feststellt. Doch dieser Zustand der Verwirrtheit wird nicht lange andauern, weil dann meine Sendboten auftreten und meine neue Botschaft verbreiten werden.

44.  Noch einmal wie in vergangenen Zeiten, in denen die Botschafter meiner Lehre vom Osten hinauszogen und die Kenntnis meines Wortes in den Westen brachten, so wird die Welt zu dieser Zeit wiederum meine Boten sehen, wie sie den Völkern und den Heimen das Licht dieser Botschaft bringen.

45.  Wird es den Menschen befremdlich erscheinen, dass nun das Licht von Westen nach Osten geht? Werden sie deswegen die Botschaft nicht anerkennen, die ihnen meine Boten in meinem Namen bringen?

46.  Wahrlich, Ich sage euch, das einzige Licht, das ihr vom Osten aufsteigen seht, ist jenes, das eure Welt erhellt, das Licht des Königsgestirns. Denn das göttliche Licht, das den Geist erleuchtet, geht aus Mir hervor und ist an allen Orten und Punkten des Weltalls.

47.  Zwar habe Ich in den vergangenen Zeiten oft durch Kultformen und Symbole zu euch gesprochen. Doch nun ist die Zeit gekommen, in der ihr die Wahrheit direkt schauen sollt, ohne die Notwendigkeit, Kultformen oder Symbole zwischen sie und euch zu stellen.

48.  Der Meister empfängt den Jünger, der in dieser Dritten Zeit bereit ist, zu studieren, um meine göttliche Lehre zu verstehen. Das Buch ist vor euch aufgeschlagen, und seine Seiten erleuchten euren Geist, damit ihr erkennt, dass das Werk, das Ich euren Händen anvertraut habe, groß und erhaben ist ─ dass meine Lehre die höchste Weisheit enthält, damit ihr zu meinem Reich gelangt. Es ist der Weg, den ich euch erneut aufgezeigt habe, damit ihr auf ihm voranschreitet und so die Ungerechtigkeit hinter euch lasst, mit der ihr zu Mir gekommen seid.

49.  Ich habe euren Geist durch mein Licht, durch meine Gerechtigkeit zubereitet, damit ihr wie euer Meister seid, damit ihr euch nicht mehr auf verschiedene Wege verirrt, damit der Gehorsam gegenüber meinen Geboten in euren Herzen ist. Doch wacht und betet, damit ihr nicht die Zurüstung verliert, die Ich eurem Geist gegeben habe. In dieser Zeit zeige Ich der Welt das Licht eines neuen Tages, damit die Menschen sich vorbereiten, mein Wort vernehmen und mit ihren geistigen Augen meine Gegenwart schauen.

50.  Eure Mission ist sehr heikel, Volk Israel. Doch mein Wort ist in das Innerste eures Wesens eingedrungen und hat euch erleuchtet, hat von euren Augen die Blindheit genommen und euch die Herrlichkeit meines Reiches gezeigt.

51.  Mein Wort hat euch verwandelt, denn ihr seid nicht mehr dieselben, die ihr früher wart ─ denn jetzt seid ihr für meine Gegenwart empfänglich, habt ihr Mich erkannt und versteht euch zu erheben, um Mich von Geist zu Geist zu suchen. Doch noch immer sehe Ich, dass ihr meine Unterweisungen nicht vollständig praktiziert habt, dass ihr gestrauchelt seid, und dass ihr für kurze Zeit wieder die alten seid, weil ihr euer Herz nicht völlig vom Überflüssigen und Unnötigen gesäubert habt, ─ von dem, was die Welt in ihrer Verderbtheit nährt. Das Unkraut wächst noch neben dem goldenen Weizen, der in euch am Erblühen ist. Die Zeit ist gekommen, in der das Unkraut, das zu allen Zeiten in den Herzen gekeimt und geblüht hat, mit der Wurzel ausgerissen wird. Es wird zu Bündeln gebunden und ins Feuer geworfen zu seiner Vernichtung. Dann wird euer Herz das saubere Feld, das fruchtbare und vorbereitete Erdreich sein, auf dem mein Wort seine Früchte bringen wird.

52.  Geliebte Jünger, ihr müsst euch in Vielem vorbereiten, weil eure Schritte hin zur Vergeistigung langsam gewesen sind, und die Zeit für euch knapp geworden ist. Denn in dieser Zeit solltet ihr bereits in direkter Zwiesprache mit meinem Göttlichen Geist sein, um eure Mission zu erfüllen.

53.  Euer Geist hat für kurze Zeit die Körpermaterie zu beherrschen verstanden, und dann habt ihr meine Gebote als meine wahren Jünger zu erfüllen vermocht, um für die Menschheit einzustehen, die durch eure Vermittlung meine Barmherzigkeit und mein Erbarmen empfangen soll.

54.  Lasst meinen Geist ganz in euch wohnen, damit ihr der Menschheit mein Werk als das Rettungsboot, als einen Leuchtturm, als einen neuen Himmel für die inkarnierten und desinkarnierten Geistwesen zeigt.

55.  Ich will euch alle zubereitet und mit dem Licht meines Heiligen Geistes bekleidet sehen, will bei euch den Sinn für die Verantwortung gegenüber meinem göttlichen Werk und die Liebe zu meiner Göttlichkeit und zu euren Geschwistern finden. Denn Ich will, dass ihr euch aus Liebe zu ihnen hingebt und euch darin unterweist, direkt mit meinem Geist Zwiesprache zu halten ─ denn Ich werde Mich eures Geistes bedienen, je nach der Zubereitung, die ihr erlangt habt. Dann wird das Erwachen der Welt vollständig sein, und durch eure Vermittlung wird sie Mich fühlen. Denn dies ist mein Wille.

56.  Ihr befindet euch in der Zeit des großen Kampfes des Guten gegen das Böse, des Lichts gegen die Finsternis, und ihr bereitet euch nun vor, um meine Sache zu verteidigen. Ihr sollt Mich zum Vorbild nehmen, denn Ich gehe meinen Heeren voran, und ihr seid ein Teil von ihnen. Seht, wie mein Licht die Finsternis vertreibt, und wie mein Wort die Sünde beseitigt. Wenn ihr gute Soldaten sein wollt, so seid sanftmütig und habt das Licht der Wahrheit (bei euch), damit ihr als wirkliche Diener Gottes Zeugnis von dem gebt, was Ich dem Geist in dieser Zeit für seine Rettung übergebe.

57.  Ich will unter euch, erwähltes Volk, keine unterschiedlichen Denkweisen noch unterschiedliche Willensäußerungen sehen; Ich will euch einig sehen, mit derselben Inspiration, die von Mir kommt, und geleitet von meinem Wort, das bei euch allen ein einziges ist.

58.  An jene von euch, die geschlafen haben und die Lampe ihres Heiligtum verlöschen ließen und sich meiner Gnade beraubt haben, lasse Ich den Ruf ergehen und sage ihnen: Erhebt euch, beeilt euch und kommt zu Mir, der ich euch als Vater erwarte und nicht als Richter. Doch wahrlich, Ich sage euch, ihr dürft nicht länger auf den Wegen stehenbleiben, denn dann wäre eure Verantwortung mir gegenüber morgen sehr groß.

59.  Ich habe eure Intuition erweckt, und mittels dieser Gabe hat mein Geist mit eurem Geist gesprochen und habe Ich euch meine Aufträge gegeben, damit ihr sie befolgt.

60.  Ich lasse euch sicheren Schrittes gehen, damit ihr meinen Willen erfüllt. Denn alles, was ihr nach meinem Willen tut, wird dem Fortschritt eures Geistes dienen. Ich gebe euch Vollmacht und meinen Frieden, damit er das Zeugnis meiner Gegenwart unter euch sei. Ich will nicht, dass etwas den Frieden stört, den Ich euch gebe. Bereitet euch vor und wirkt weiterhin durch ihn. Doch falls ihr Leid tragen solltet um der Sache willen, die Ich euren Händen anvertraut habe, so sage Ich euch: Freut euch, denn Ich werde eurem Geist eine große Belohnung geben.

61.  Wisst, dass ebenso, wie es Geistwesen gibt, die als Wiedergutmachung erneut zur Inkarnation gesandt werden, um auf der Erde zu wohnen und in Gerechtigkeit die Früchte dessen zu ernten, was sie früher ausgesät haben, es auch andere gibt, die nicht reinkarnieren, aber sich unsichtbar auf der Erde aufhalten, bis sie die Vergeistigung oder Erhebung erlangen, die sie sich von allem entfernen lässt, was ihnen nicht mehr zusteht.

62.  Jede Wiedergutmachung ist hart, ist bitter und leidvoll. Aber meine Lehre lehrt euch, wie ihr euren Geist davor bewahren könnt, sich einer Läuterungs- und Wiedergutmachungsprüfung stellen zu müssen; stattdessen soll er  den Frieden finden, nachdem er auf der Erde gelitten hat.

63.  Lernt hier in meinem Wort, das, was der Welt angehört, nur bis zu einem angemessenen Grad zu lieben, damit, wenn die Stunde gekommen ist, alles hinter sich zu lassen, auf eurem Geist keinerlei Last liegt, die ihn seiner Freiheit beraubt.

64.  Geliebtes Volk, kommt zum Licht. Ich bin der Weg, der zu ihm führt, Ich bin die Wahrheit und das Leben.

65.  Es ist unmöglich, dass jemand zugrunde geht, der bei den Handlungen seines Lebens auf sein Gewissen hört.

66.  Wenn Ich in meinem Wort zu euch vom Geistigen Leben spreche, möchtet ihr, dass Ich es euch im Einzelnen beschreibe, um es begreifen zu können. Doch wenn ihr erkennt, dass ─ obwohl Ich viel über dasselbe gesprochen habe ─ es sehr wenig ist, was ihr zu begreifen vermochtet, sagt ihr Mir schmerzerfüllt: „Meister, wie wird wohl jenes Dasein sein, das wir trotz Deiner Unterweisungen und Offenbarungen nicht zu erfassen vermögen?“

67.  Ich sage euch, Jünger: Seid unbesorgt, denn es ist nicht von Bedeutung, dass ihr wisst, wie jene Wohnstätte ist, sondern dass ihr Glauben daran habt, dass ihr zu ihr kommen werdet und euch daher möglichst gut vorbereiten sollt, um jenes Ziel ohne Zögern oder Zaudern zu erreichen.

68.  Ihr habt bereits von Mir gelernt, dass die Erhebung des Geistes durch die Liebe erlangt wird, weil jener, der liebt, alle Gaben und Fähigkeiten seines Wesens entfaltet. Strebt nicht danach, nur durch die Entfaltung des Verstandes zu den hohen Gipfeln des Lichts zu gelangen, sondern sucht immer die rechte Art, die Intelligenz mit den Gefühlen in Einklang zu bringen, damit ihr zur selben Zeit, in der ihr eine Unterweisung studiert, sie zur Anwendung bringt.

69.  Der Weg der Wahrheit ist so klar, dass niemand, der auf ihm wandelt, zugrunde gehen kann.

70.  Ihr geht nicht allein, denn meine Ermutigung und mein Licht sind mit jedem von euch. Aber für den Fall, dass euch dies zu wenig erscheinen sollte, habe Ich jedem menschlichen Geschöpf ein geistiges Lichtwesen zur Seite gestellt, um über eure Schritte zu wachen, um euch irgendeine Gefahr ahnen zu lassen, um euch als Gefährte in eurer Einsamkeit und als Stab auf der Lebensreise zu dienen. Es sind jene Wesenheiten, die ihr Schutzengel oder Beschützer nennt.

71.  Zeigt euch niemals undankbar ihnen gegenüber, und seid nicht taub für ihre Eingebungen, denn eure Kräfte werden nicht genügen, um alle Prüfungen des Lebens zu bestehen. Ihr bedürft jener, die weiter fortgeschritten sind als ihr, und die etwas aus eurer Zukunft kennen, weil Ich es ihnen offenbart habe.

72.  Der Kampf jener Wesen ist sehr schwer, solange ihr nicht die Vergeistigung erreicht, weil ihr eurerseits sehr wenig beitragt, um sie bei ihrer schwierigen Mission zu unterstützen.

73.  Wenn euch eure Vergeistigung erlaubt, die Gegenwart jener eurer Geschwister zu fühlen und wahrzunehmen, welche unsichtbar, ohne irgendeine Zurschaustellung, zugunsten eures Wohlergehens und eures Fortschritts wirken, dann werdet ihr es bedauern, sie genötigt zu haben, sich um eurer Sünden willen so sehr abzuplagen und auch zu leiden. Doch wenn diese Einsicht in euch aufsteigt, dann nur, weil es in eurem Verstand bereits licht wurde. Dann wird Mitgefühl, Dankbarkeit und Verständnis für sie erwachen.

74.  Welch großes Glücksgefühl wird in euren Beschützern sein, wenn sie sehen, dass ihre Mühe von euch unterstützt wird, und dass ihre Inspiration mit eurer Erhebung im Einklang ist!

75.  Ihr habt so viele Geschwister und so viele Freunde im Geistigen Tal, die ihr nicht kennt.

76.  Morgen, wenn die Erkenntnis über das Geistige Leben sich über den Erdkreis verbreitet hat, wird die Menschheit die Bedeutung jener Wesen an eurer Seite erkennen, und die Menschen werden meine Vorsehung segnen.

77.  Wer hat sich schon ein Bild gemacht von den Schlachten, die diese Legionen des Lichts gegen die Invasionen verwirrter Wesen austragen, die euch fortwährend bedrohen? Es gibt keinen menschlichen Blick, der diesen Kampf entdeckt hat, den beide unablässig gegeneinander führen, ohne dass ihr ihn wahrgenommen habt.

78.  Eure Unwissenheit über das Vorhandensein all dessen, das geschieht, ohne dass ihr euch dessen bewusst seid, ist einer der Gründe gewesen, weshalb Ich in dieser Zeit angeordnet habe, dass die Geistige Welt sich euch durch von Mir bestimmte Gehirne mitteilt, um diese Aufgabe zu erfüllen. So haben jene Wesen Gelegenheit gehabt, zu euch zu kommen, um Zeugnis von ihrem Dasein zu geben und um euch mit ihrer Liebe, mit ihrer Barmherzigkeit, mit ihrer Demut und ihrer Geduld zu beweisen, dass sie für die Aufgabe leben, euch zu behüten.

79.  Betet, Volk, und vereinigt euch in eurem Gebet mit ihnen. Habt Vertrauen auf ihren Schutz. Es sind Wesen von strahlendem Licht, die fähig sind, an eurer Seite die schwierige Mission zu erfüllen, euch auf dem ganzen Pfad zu führen und beizustehen, bis ihr zu Mir gelangt.

Mein Friede sei mit euch!