Kategorie: Band XI

  • Unterweisung 310

    1.  Komm zu Mir, verirrte und irrende Menschheit. Sucht zuerst mein Reich, und wenn ihr einmal in ihm seid, trinkt aus der unerschöpflichen Quelle meiner Weisheit. Doch vergesst nicht, dass mein Reich nicht von dieser Welt ist, und dass ihr es nur durch die Befolgung meiner Liebesgesetze einnehmen könnt.

    2.  Jünger: Das gegenwärtige Jahr 1950 wird entscheidende Ereignisse für alle Menschen mit sich bringen. Daher ist eure Verantwortung so groß, wenn ihr meine Lehre vernehmt.

    3.  Die Menschheit ist krank, ist blind und steht einen Schritt vor dem Abgrund. Der Vater wird sie durch eure Vermittlung retten. Wahrlich, Ich sage euch, niemand wird verlorengehen.

    4.  Da Ich alle meine Kinder gleichermaßen liebe ─ warum gibt es dann Elend auf der Welt? Dies ist die Frage, die sich die Menschen stellen und ihr kennt den Grund für die Ereignisse.

    5.  Es ist nicht das erste Mal, dass euer Geist auf dieser Welt lebt. Schon vor langer Zeit habe Ich ihm erlaubt, dass er in verschiedenen Körpermaterien reinkarniert, damit er so seine Fehler wiedergutmacht und gegenüber meinem Gesetz würdig wird. Ich stellte die Geistwesen vom Beginn ihrer Erschaffung an auf die Erde, damit sie durch ihre eigenen Verdienste die Fähigkeit gewännen, in mein Reich zu kommen.

    6.  Der Geist des Menschen ist das bevorzugte Geschöpf der Schöpfung gewesen. Ich habe ihn als einen Beweis meiner Liebe mit Willensfreiheit ausgestattet. Alle anderen Wesen sind meinem Willen unterworfen. Doch wenn die Menschen in Ausübung ihrer Willensfreiheit sich nur vom Weg meiner Liebe entfernt haben, werden sie auf eben diesem durch ihre Willensfreiheit geschaffenen Weg ihr Heil erlangen müssen.

    7.  Für alle Geistwesen ist die Zeit der Ernte gekommen, und deshalb seht ihr Verwirrung unter den Menschen. Aber wahrlich, Ich sage euch, in diesem Chaos wird jeder seine eigene Saat ernten.

    Doch was wird mit jenen meiner Kinder geschehen, die immerzu gegen mein Gesetz verstoßen haben? Wahrlich: Alle, die schlafen und meine Unterweisungen nicht ergründen und studieren wollen, werden von den Prüfungen wie von einem Wirbelsturm erfasst, der sie zu Fall bringt. Doch für alle, die meine Weisungen befolgt haben, wird er wie eine Aufmunterung für ihre Auftragserfüllung sein, wie eine schöne Belohnung, die Gott ihnen schenkt.

    8.  Der Vater ist unerschöpfliche Aktivität, Er wirkt ewig für alle seine Kinder, und angesichts dieses Beispiels sollt auch ihr unermüdlich sein in der Erfüllung eurer Arbeit, damit ihr euch auf diese Weise mit eurem Herrn identifiziert. Begreift, dass eure Arbeit für euch ein wahrer Segen ist, denn sie besteht darin, eurem Gott immer näher zu kommen. Dies ist das Geheimnis der Vervollkommnung eures Lebens.

    9.  Der Mensch hat sich entwickelt, und bei seiner Entfaltung hat er viele Früchte erlangt, um der Menschheit dienen zu können. Aber heutzutage hat er sich in seinem Hochmut seinem Schöpfer überlegen geglaubt.

    10.  Ihr fragt Mich, ob Ich meinen Kindern helfen kann, aus ihrer Verirrung herauszufinden. Und Ich antworte euch: Ja, Volk. Die Gelegenheit, die Ich dem Geist in seinen Reinkarnationen im menschlichen Leben gegeben habe, ist ein Beweis meiner Liebe. Denn mein Reich kann nur durch die guten Taten der Liebe und Barmherzigkeit erlangt werden, die meine Kinder vollbringen, indem sie bei vollem Gebrauch ihrer Willensfreiheit den Weisungen ihres Gewissens folgen.

    11.  Auch wenn ihr euch unbedeutend und schwach fühlt, sollt ihr euren Geschwistern durch die unendliche Macht beistehen, die Ich euch mit dem Gebet anvertraut habe. Das reine und lautere Gebet, das Ich euch gelehrt habe, ist es, das die ganze Menschheit in der Hürde meiner Liebe vereinigen soll.

    12.  Betet, Jünger, sendet eure Gedanken als eine Friedensbotschaft zu jenen, die derzeit euer Leben durch ihre Intelligenz verwandeln, damit die Früchte, die sie erlangen, wie Heilbalsam für die Leiden der Menschheit sind.

    13.  Warum nennt euch der Herr das auserwählte Volk? Weil Ich euch schon in der Ersten Zeit eine heikle Mission unter euren Geschwistern zuwies. Doch Ich stattete euch nicht mit größeren Gaben aus als sie, noch stellte Ich euch über die anderen Völker, sondern Ich machte euch zu einem treuen Sohn, zum Boten meiner Licht- und Liebesbotschaft für alle noch im Irrtum befindlichen Völker auf der Erde.

    14.  Euch habe Ich die Gnade gewährt, mein Wort durch einen Stimmträger zu vernehmen ─ eine Botschaft, die ihr, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, zum Herzen der Menschheit tragen sollt.

    15.  Jünger, nutzt die Zeit, seht euch die Menschen an, die in ihren Materialismus versunken sind und sich an die falschen Stimmen der Welt halten. In ihnen wird das Leid sein, und nur so werden sie hinsichtlich ihres Gewissens erwachen. Das Leiden ─ auch wenn ihr es nicht versteht, solange ihr es durchlebt ─ ist für euren Geist ein Segen.

    16.  Erhebt euch im Geist zu Mir, über jede Pein, über jede Versuchung oder Schwachheit hinweg, dann werdet ihr begreifen, wie schön der Weg ist, den Ich euch in der Erfüllung meines Gesetzes anbiete. Wenn ihr auf die Menschheit blickt, die in ihrer Verderbtheit zum Gipfel der Lasterhaftigkeit gelangt ist, so sagt euch der Vater: Der Geist hat sich dennoch entwickelt, die Grausamkeit der Kriege hat ihn wachgerüttelt, und heute, da er auf allen Wegen den Frieden sucht, steht er an einem Scheideweg.

    17.  Da ist eure Mission, Israel. Jeder von euch wird mit seinem Gebet und mit seinem Beispiel die Menschheit führen müssen. Niemand hat das Recht, über die Unvollkommenheiten seiner Nächsten zu sprechen. Denn wer von euch ist vollkommen? Richtet niemanden und seid ein gutes Vorbild unter den Menschen. Auf diese Weise sollt ihr als ein Abglanz ewigen Friedens und ewiger Seligkeit leben. Dann werden die Menschen ─ so vieler Leiden überdrüssig ─ zu euch kommen und euch sagen: „Gebt uns von eurem Brot, gebt uns von diesem unerschöpflichen Wasser.“

    18.  Die Nationen ringen um einen Frieden, den sie noch nicht erreicht haben. In einigen Teilen der Welt haben die Kriege aufgehört, aber in anderen umgibt die Menschen in ihren mörderischen Kämpfen weiterhin das Chaos. Vergeblich möchten sie, dass auf dieser Welt der Friede regiert, weil ihnen Liebe und Barmherzigkeit fehlt. Die Menschen zittern aus Angst vor den neuen Waffen, die von der menschlichen Intelligenz geschaffen wurden. Helft ihnen, Volk, streckt ihnen meine Liebesbotschaft entgegen, die Ich euch anvertraut habe. Habt keine Vorliebe für bestimmte Rassen, Sprachen oder Ideologien, seht in ihnen nur eure Geschwister, die Rat und Liebe benötigen.

    19.  Betet, denn wahrlich, Ich sage euch, mein Friede wird zu allen Völkern der Erde gelangen, indem er den Egoismus und die menschlichen Schwachheiten überwindet.

    20.  So wird mein Reich zu euch kommen, und dann werden die Erfindungen, die heute Zerstörung und Tod verursachen, nur noch beim notwendigen Wiederaufbau verwendet werden, um aus dieser Welt ein wahres Paradies zu machen. Ich will, dass der Mensch sich endlich vervollkommnet und diesen Planeten so regiert, wie der Vater das Universum regiert: mit Liebe.

    21.  Der Mensch, der einen großen Glauben an mein Gesetz hat und mit wahrer Liebe meine Lehre lehrt, hat nichts zu befürchten, weil er ein Werkzeug des Vaters sein wird und zugleich ein Teil Gottes.

    22.  Jünger: so wie das Licht Schatten beseitigt, so werdet ihr mit meiner göttlichen Botschaft die Unwissenheit der Menschheit beseitigen können.

    23.  Mein in dieser Dritten Zeit offenbartes Wort wird bewirken, dass die Menschen den wahren Sinn der Gerechtigkeit entdecken und von meinem Werk inspirierte Gesetze erlassen werden.

    24.  Diese der Menschheit noch unbekannte Lehre wird sich schließlich auf der ganzen Erde verbreiten und im Herzen vieler Völker Wurzeln fassen. Die Vergeistigung wird ihre volle Entfaltung in der Menschheit der Zukunft erreichen.

    25.  Ihr habt die Gnade gehabt, meine Botschaften durch meine Stimmträger zu vernehmen, aber ihr werdet nicht mehr das Erblühen meiner Lehre miterleben, weil ihr dann nicht mehr dieser Erde angehören werdet. Es werden andere Generationen sein, die die Erfüllung meines Wortes bezeugen werden. Denn euch war die Aufgabe beschieden, Wegbereiter der Vergeistigung zu sein.

    26.  Doch deshalb wird eure Mission nicht weniger wichtig sein als die der zukünftigen Generationen ─ im Gegenteil: Bedenkt, dass viel von euch abhängt, dass jene den guten Weg einschlagen, dass sie gute Ausleger meines Werkes und gute Jünger sind.

    27.  Ihr sollt euren Teil beitragen, der ─ wie Ich euch schon gesagt habe ─ sehr wichtig ist. Doch werdet nicht stolz darauf. Denn wer innerhalb eines geistigen Werkes eitel wird, hat es nicht verstanden, ein würdiger Jünger zu sein, da eine der wesentlichsten Bedingungen dafür, ein Jünger von Mir zu sein, die Demut ist.

    28.  Betrachtet euch im Spiegel eures Gewissens, um zu sehen, ob er nicht irgendeine Unlauterkeit widerspiegelt. Erblickt euch in diesem inneren Spiegel, bevor ihr anhebt, die Werke eurer Geschwister zu verurteilen. Dann wird euren Taten mehr Reinheit und Wahrhaftigkeit zugrunde liegen.

    29.  Ich sage euch dies, weil Ich sehe, dass viele von euch Freude daran haben, die Fehler zu verurteilen, die eure Geschwister in den verschiedenen Kulten begehen, ebenso wie ihre Riten und ihre Ausübungsformen. Ich sage euch, es wäre besser für euch, weder Religionen noch Glaubensbekenntnisse zu richten, da ihr vorerst ihre geistige Reichweite nicht erkennt.

    30.  Ich lasse euch als Wegweiser zurück, jedoch nicht als Hetzer. Euer Same soll der des Friedens und der Eintracht sein, aber niemals der der Verwirrung noch der Gewalt.

    31.  Mein Wort hat Vereinigung und Frieden zum Ziel, damit ihr, wenn ihr euch an ihm inspiriert, euren Geschwistern die Hand zu reichen versteht und ihren Glauben immer als etwas Heiliges achtet. Denn ihr Glaube ist ein innerlicher Altar, in dem Ich wohne. Dann werdet ihr bei euren Geschwistern die Entfaltung zu erkennen vermögen, die sie aufgrund ihres Kampfes, ihrer Anstrengung und ihrer Missgeschicke erreicht haben.

    32.  Wenn ihr beim Vergleich der Form, in der eure Geschwister ihren Kult praktizieren, mit der Form, die ihr habt, Unterschiede entdeckt, so haltet euch nicht damit auf, nach dem Äußerlichen zu urteilen, und versteht es in die Tiefe einzudringen, wo die Wahrheit existiert. Da ihr Spiritualisten seid, denkt daran, dass ihr immer den Geist suchen sollt und nicht die äußeren Formen.

    33.  Wenn ihr eure Geschwister auf diese Weise nach und nach zu verstehen vermögt, werdet ihr recht bald entdecken, dass jeder Mensch auf einem anderen Weg voranschreitet, aber dass alle Wege in einem einzigen Punkt zusammenlaufen, welcher der Weg zum Licht, zur Wahrheit und zum Leben ist.

    34.  Ihr erkennt nun, dass es nicht genügt, die Kenntnis meines Wortes in eurem Geist zu tragen, weil der wichtigste Teil noch zu tun ist, der darin besteht, meine Unterweisungen zur Anwendung zu bringen. Dies ist die Prüfung, in der ihr zeigen müsst, wie viel ihr von meinem Wort gelernt habt.

    35.  Als Ich euch in sinnbildlicher Sprache gesagt habe, dass Ich eure Lippen verschließe, geschah dies, um euch verständlich zu machen, dass Ich in jenem Augenblick eure Lippen gesegnet habe, damit euer Geist durch sie seine Inspiration kundgeben und meine göttlichen Worte wiederholen kann, während dieselben Lippen für das Richten, Kritisieren, Lügen oder Lästern verschlossen bleiben. Bewahrt meine Unterweisung liebevoll und lasst zu, dass euer Geist wie ein viele Jahrhunderte lang aufgestauter Strom in Worten des Trostes, des Lichts, des Heilbalsams, der Weisheit und des Friedens überbordet.

    36.  Es wird nicht nötig sein, dass ihr meinen Namen oft aus­sprechen müsst ─ im Gegenteil: Je weniger ihr ihn aussprecht und je besser ihr meine Unterweisung zur Anwendung bringt, ein desto größeres Zeugnis werdet ihr von Mir gegeben haben.

    37.  Fühlt eure Nächsten im Herzen nach und nach als wahre Geschwister, seht die Menschheit als eine einzige Familie an, aber hütet euch davor, dies auszuposaunen. Macht eure Verdienste niemals bekannt, denn diese zu beurteilen kommt Mir allein zu. Das einzige, was ihr durch euer Leben und eure Worte bekannt machen sollt, ist mein Werk. Denn dieses soll allen euren Geschwistern bekannt werden.

    38.  Die Demut des Spiritualisten muss echt sein, darf nicht nur scheinbar sein, damit seine Spur auf Erden lichtvoll ist.

    39.  Erkennt, dass mein Wort keine neue Religion ist noch sein kann. Dieses Werk ist der lichtvolle Weg, in welchem sich alle Ideologien, Glaubensbekenntnisse und Religionen geistig vereinigen werden, um vor die Tore des Verheißenen Landes zu gelangen.

    40.  Ich gebe euch in diesem Wort den Frieden und die Warmherzigkeit, die euch eure Schmerzen vergessen lassen. Ich stärke euren Glauben und gebe euch Licht, damit ihr dem Weg folgt, der zu Mir führt. Dieses Licht inspiriert euch, fordert euch auf, für die zu beten, die leiden ─ Anwesende oder Abwesende. Es bringt euch euren unbekannten Geschwistern näher, die fern von euch leben, die ihr nicht körperlich berühren oder liebkosen könnt. Meine Lehre lehrt euch, für alle zu bitten und das zu fühlen, was im Herzen eurer Nächsten vor sich geht. Ich habe euch gesagt, dass Ich ganz Gegenwart bin, dass für Mich niemand abwesend oder fern von Mir ist, und Ich gebe euch die Fähigkeit, euch zu versetzen, um euch denen zuzuwenden, die Hilfe, Trost oder Begleitung benötigen.

    41.  Wie viel Gutes werdet ihr von dem Tag an tun können, an dem ihr eure Gaben erkennt und sie zum Wohl eurer Geschwister zu gebrauchen versteht! Der zubereitete Geist kann Entfernungen überbrücken, Gefahren trotzen und Hindernisse überwinden, um dorthin zu gehen, wo es ersehnt wird.

    42.  Wenn ihr in eurem Geist eine schwere Last tragt, weil ihr eure alten Schulden nicht zu begleichen vermochtet, so wirkt in geistiger Weise, dann werdet ihr den verlorenen Frieden und die verlorene Freude zurückkehren fühlen.

    43.  Mein Wort lässt euch die ersten Zeiten erleben, indem es euch an meine Manifestationen durch die Patriarchen und Propheten und mein Wort durch Jesus in der Zweiten Zeit erinnert. Ich lasse euch meine Vaterliebe fühlen, und euer Geist ruht im Bewusstsein, dass er von meiner Barmherzigkeit gesehen und beschützt wird.

    44.  Ich spreche zu euch mit der gleichen Weisheit wie der, die Ich als Meister meinen Jüngern zuteilwerden ließ. Heute jedoch, als Heiliger Geist, zeige Ich euch eine weitere Seite des Buches, damit ihr sie studiert und erleuchtet werdet.

    45.  Es ist mein Wille, dass ihr die drei Testamente, die euch in drei Zeiten gegeben wurden, zu einem einzigen vereint, und dass ihr euch vorbereitet, um denen zu antworten, die euch nach dem Grund für diese Kundgebungen fragen.

    46.  Das Beispiel eurer Urväter ist mit unauslöschlichen Lettern niedergeschrieben: Abraham, Isaak und Jakob, die ihrem Volk eine Saat des Glaubens, der Liebe und der Standhaftigkeit hinterließen, erfüllten ihre Bestimmung und sind bei Mir. Von euch verlange Ich keine Opfer, denn jene Zeiten sind nun vorüber. Euer Leben ist heute ohnehin leidvoll, und Ich will nur, dass ihr euch vergeistigt. Doch wenn Ich euren Kindern die Mission zuweisen sollte, meine Lehre in andere Länder zu tragen, so widersetzt euch nicht. Wenn Ich euch dazu gebrauchen sollte, eine Menschenmenge mit eurem Wort und Beispielen zu führen, dann weigert euch nicht. Auf diese Weise werdet ihr in dieser Zeit eine Spur hinterlassen, und Ich werde den kommenden Generationen die Früchte zeigen, die mein Wort hervorbrachte.

    47.  Die Zeit des Kampfes ist für euch gekommen. Die Geistlichen großer Religionsgemeinschaften verbünden sich miteinander, um sich stark zu fühlen und gegen meine Auserwählten zu kämpfen. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, wollen sie diese Offenbarung ihrer Begabung zuschreiben ― diese Offenbarung, die Ich euch anvertraut habe, ihr, die Ich zu Demütigen und Einfachen zugerüstet habe. Wenn Ich diese Gnade in euch gelegt habe, dann deshalb, weil Ich euch kenne und euch geläutert und gepflegt habe, um Mich eures Verstandesvermögens zu bedienen. Doch das, was Ich euch gegeben habe, gehört allen meinen Kinder, und Ich will nicht, dass es Anlass für Kämpfe ist. Wenn dieser Kampf nach 1950 dennoch einsetzt ─ eine Zeit, in der ihr meine Kundgabe in dieser Form nicht mehr haben werdet ─ wie sehr werdet ihr die Abwesenheit meines Wortes fühlen! Dann werde Ich euch nur erlauben, dass ihr meine Apostel von großem Glauben und starkem Willen zum Vorbild nehmt.

    48.  Mein Wort wird bald zu anderen Nationen gelangen und die Menschen in ihrem Hass und Rachedurst zurückhalten. Seht ─ noch erheben sich die Kranken nicht von ihrem Lager, und noch immer gibt es Nachrichten über neue Kriege. Die Heime wurden nicht wiederaufgebaut, und die Völker nicht wiederhergestellt, und noch immer gibt es Blutdurst. Zu ihnen soll meine Botschaft des Friedens und der Eintracht gelangen.

    49.  Ihr wisst, dass jenseits eures Kontinents die Nationen verwüstet worden sind, und der Schmerz alle Herzen erreicht hat. Es gibt keine Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen, die keinen Leidenskelch geleert haben, und unter ihnen entdecke Ich solche, die trotz ihres Leides die Kraft haben, um zu bitten, dass die Nationen, die ihren Frieden bewahren, nicht durch Krieg verwüstet werden. Und in verschiedenen Sekten finde Ich fromme Geistwesen, die mit aufrichtiger Liebe und Mitleid für die beten, die jene großen Prüfungen durchmachen. Ich empfange ihre Werke, respektiere ihre Bräuche und rechne ihnen ihre Verdienste zu. Wacht, betet, bittet als gute Jünger, und Ich werde euch meine Gnade gewähren. Ich schütze jedes Geschöpf und segne alle Nationen.

    50.  Ihr alle werdet den Frieden empfangen, wie ihr ihn euch verdient habt; doch Ich verheiße euch bessere Zeiten. Nach der Reinigung, die auf Erden geschehen muss, werden von Mir ausgesandte Menschen auftreten, tugendsame Geistwesen mit großen Missionen, um die gehorsame (Menschheits)familie zu schaffen. Vier Generationen nach der euren werden noch vergehen, bis meine Lehre sich über den Erdkreis ausbreitet und schöne Früchte erntet.

    51.  Nicht alle meine Kinder werden in der heutigen Zeit mein Kommen im Geist verstehen, noch werden sie erfahren, dass Ich die Menschheit vorbereite, um sie zu Mir zurückkehren zu lassen. Ich will, dass ihr so, wie ihr aus Mir hervorgegangen seid ─ nämlich rein ─ zurückkehrt, damit ihr in das Himmelreich eingehen könnt.

    52.  Jeder Geist trägt eine Tugend in sich, die ihn vor Hinterhalt und Versuchungen bewahrt, und ein Licht, das ihn führt, welches das Gewissen ist. Wenn Ich dem Menschen Willensfreiheit gegeben habe, dann deshalb, damit er einen eigenen Willen besitzt und sich dadurch als Herr seines Lebens, seiner Taten und Mir ähnlich fühlt. Ich habe ihm meine Liebe bewiesen, indem Ich ihn zum Besitzer einer hohen Bestimmung gemacht und ihn mit Annehmlichkeiten umgeben habe, auch wenn dieses Kind nicht die Gesetze befolgt hat, die Ich ihm gegeben habe.

    53.  Mein Ruf in dieser Zeit hat allen gegolten, doch sind es nur wenige, die Mir nachfolgen. Fühlt euch nicht ferne von Mir, weil ihr heute auf dieser Welt lebt. Ich will, dass ihr Mich schon in eurer Lebenswelt erkennt, dass euer Herz für jede göttliche Bekundung empfänglich ist, dass ihr Mich liebt, und dass ihr innig mit Mir vereint seid. Da ihr ─ wenn auch nur in begrenzter Form ─ meine Natur besitzt, könnt ihr Mich verstehen und große Werke tun.

    54.  Der Weg, den Ich dem Geist vorgezeichnet habe, führt ihn zur Erhebung, obschon ihr auf ihm oftmals Disteln und Dornen begegnet.

    55.  Wenn ihr heilige oder gerechte Menschen sucht, die euch führen, werdet ihr sie nicht finden. Wenn ihr die höchste Voll­kommenheit erstreben wollt, dann schaut Mich im Unendlichen, hält Zwiesprache mit Mir, und Ich werde euch beraten und euch inspirieren.

    56.  Ihr habt zur Welt nicht davon gesprochen, was ihr von Mir gehört habt. Doch diese materialistische und kalte Welt erwartet ein Zeichen von Mir, einen Hinweis oder ein Wort, um zu ihrem Herrn zurückzukehren und ein neues Leben zu beginnen. Die Wissenschaftler beobachten und fragen sich nach dem Grund so vieler Phänomene im Weltraum. Die Theologen wollen in meine Geheimnisse eindringen, und jeder für meine Gegenwart empfindsame Geist fragt sich, ob die Welt in ein neues Zeitalter eingegangen ist. Und Ich habe die Antwort für diese Begierigen, nach Wissen Dürstenden, denen Ich an der Quelle das Wasser zu trinken geben werde, das ihren Durst löscht.

    57.  Ihr seid nun zubereitet, eure Gaben sind von Dauer. Wenn ihr die Gnade, die ihr habt, hochgeschätzt habt, so verliert sie nicht. Wenn ihr Verdienste habt, dann vermehrt sie. Denn kein Opfer wird unfruchtbar sein, noch irgendeine Anstrengung vergeblich, weil jedes Werk niedergeschrieben bleibt und es keine Hand gibt, die euer Buch auslöschen oder verändern kann.

    58.  Ihr, die ihr einen Geist Israels in euch tragt, wisst, dass die Essenz, die mein Wort ausgießt, die gleiche ist wie die, die Ich euch in der Ersten und Zweiten Zeit gab. Heute zeige Ich euch die Seiten des Buches des Lebens in seinem dritten Teil, und wie die vorher­gehenden enthält er meine unendliche Weisheit.

    59.  Ich bin das Buch, in dem das Leben niedergeschrieben ist und in dem alle Weisheit vorhanden ist. Kommt, klopft an meine Tür, und Ich werde euch unverzüglich öffnen. Doch will Ich in eurem Herzen wahres Verlangen nach Licht sehen. Wenn ihr fühlen solltet, dass euer Auffassungsvermögen an eine Grenze des Verständnisses gelangt ist und nicht darüber hinauskommen kann, so fürchtet nicht. Denn dann wird sich euer Geist, für den weitreichendere Horizonte existieren, über die Begrenztheit der Materie erheben, bis er jenes Licht erreicht, das er zu schauen wünschte.

    60.  Wann immer der Mensch im Verlangen, sein Wissen zu vermehren, alles der Kraft seiner Intelligenz anvertraut hat, ist er an den für den menschlichen Verstand unüberwindlichen Hindernisse gescheitert. Oder er hat sich in Abgründe voller Geheimnisse gestürzt, ohne dass er seine Neugier oder seinen Wunsch, mehr Licht für seine Wissenschaft zu entdecken, befriedigen konnte.

    61.  Bis heute hat den Wissenschaftlern Vergeistigung gefehlt, weshalb ihre Kenntnisse immer begrenzt gewesen sind, da sie nicht den wahren Ursprung, den Urgrund und das Prinzip all dessen, was sie studieren, zu suchen verstanden.

    62.  Wahrlich, Ich sage euch, nach diesem Zeitalter einer materialistischen, egoistischen und verderblichen Wissenschaft wird eine Zeit kommen, in der die Wissenschaftler in die Geheimnisse der Natur einzudringen verstehen werden ─ geistig vorbereitet durch das Gebet, bekleidet mit Demut und Respekt, von edlen, hohen, menschlichen Ideen und Vorsätzen inspiriert.

    63.  Mit großen Schritten geht die Menschheit auf das Ende dieser von der Wissenschaft des Menschen geschaffenen Welt, dieser falschen und oberflächlichen Welt zu, und es wird der Mensch sein, der mit eigener Hand das Werk zerstört, das sein Hochmut und seine Habgier aufgebaut haben.

    Danach wird Stille eintreten, Meditation und dadurch Erneuerung, hochstehende Vorsätze und Ideale. Vor den Menschen wird sich ein neues Zeitalter auftun, und in dieses wird eine im Schmerz gereinigte und in der Erfahrung geläuterte Menschheit eingehen. Die Menschen werden eine neue Welt aufbauen, aber es wird eine von dem Geist geführte, vom Gewissen erleuchtete, auf den Weg meines Gesetzes gebrachte Welt sein.

    64.  Ich will, dass diese Welt begreift, dass die materialistische Wissenschaft niemals das Ziel eures Daseins ist noch sein wird, da ihr mit ihr nicht einmal euer Glück auf der Erde habt erlangen können.

    65.  Ihr müsst wissen, dass wenn ihr diesen Planeten verlasst, ihr nur zu einer höheren Wohnstätte gelangen könnt, wenn ihr von einer durch die Liebe, durch die Tugend vergeistigte Welt ausgeht. Von einer wissenschaftlichen und materialistischen Welt aus, könnt ihr das nicht erreichen.

    66.  Die vermaterialisierten Geistwesen sind in anderen Welten blind, weil sie ihre Fähigkeit, das Geistige zu verstehen, vernachlässigt haben und damit verhindert haben, genügend feinfühlig zu werden, um das Subtile, das Reine, das Hohe, das Leuchtende wahrzunehmen.

    67.  Niemand wage es, zu leugnen, dass er in seinem Wesen geistige Aufgaben mitbringt. Nur Ich und euer Geist kennen den Pakt, der zwischen dem Vater und seinen Kindern besteht. Glaubt jedoch und wisst, dass ihr euch für alles, was Ich euch übergeben habe, vor Mir verantworten müsst, dass ihr über alle Gaben und Aufträge, die Ich euch anvertraut habe, Rechenschaft ablegen müsst, wenn ihr als Geistwesen zum ewigen Reich zurückkehrt.

    68.  Da ihr einen Zeitpunkt erreicht habt, an dem ihr das Geistige Leben bereits verstehen, annehmen und begreifen könnt, habe Ich euch mein Wort gesandt, welches Lehre für den Geist ist, welches sicherer Weg und voller Licht ist, damit ihr auf ihm mit sicherem und festem Schritt zu Mir kommt, mit Geduld und Liebe wiedergutmacht, euch des Mantels aus Unreinheiten entledigt, den ihr lange Zeit hindurch getragen habt, und immer mehr Licht erwerbt, damit ihr, wenn jene gesegnete Stunde gekommen ist, euch von dieser Welt der Prüfungen und des Kampfes entfernen, einen würdigen Einzug in das Tal tun könnt, das euch erwartet, um euch eine Ernte aus Licht und eine Frucht des Friedens zu bescheren.

    69.  Ihr alle tragt mein Licht in euch, jeder Geist besitzt diese Gnade; aber während bei manchen dies Licht immer stärker wurde, anwuchs, nach außen drang, um sich kundzutun, bleibt es bei anderen nur in einem gebundenen, verborgenen, unbewussten Zustand. Doch wahrlich, Ich sage euch: Wie sehr ein Mensch auch spirituell zurückgeblieben sein mag, immer wird er zwischen dem Guten und dem Bösen unterscheiden können, weshalb ihr alle für eure Werke Mir gegenüber verantwortlich seid.

    70.  Ich muss euch sagen, dass eure Verantwortlichkeit in dem Maß wächst, in dem eure Erkenntnis zunimmt, denn ihr werdet dann immer sensibler werden für die Weisungen des Gewissens.

    71.  Seid ihr euch bewusst, wie sehr ihr auf der Erde eine Lehre benötigt, die euch auf erlaubte, gerechte und schlichte Weise das Verständnis erleichtert?

    72.  Hier habt ihr mein Wort, Volk, das verheißene Wort, die schon in der Zweiten Zeit von Mir angekündigte Botschaft ─ jene, deren Essenz der Geist der Wahrheit sein würde, das göttliche Licht,  das kommen würde, um jedes Geheimnis aufzuklären, das der Verstand der Menschen nicht zu durchdringen vermochte.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 311

    Gegeben am 1. Februar 1950

    1.  Geliebte Jünger: Ihr habt das Heiligtum vorbereitet, um Mich zu empfangen, und hier bin Ich, gegenwärtig im Geist und in Wahrheit. Jeder von euch zeigt Mir sein eigenes Heiligtum. Aber dem Meister gefällt jenes, das ihr durch eure Einigkeit, durch eure geistige Harmonie bildet. Dafür habe Ich euch die Liebe gelehrt, damit ihr durch sie im Geist zur Ära der geistigen Vereinigung gelangt. Wahrlich, Ich sage euch, erst dann werdet ihr Mir das wahre Heiligtum vorzeigen können, in dem man das göttliche Konzert vernimmt.

    2.  Heute bin Ich dabei, diesen Tempel durch mein Wort, durch die Inspirationen meines Gesetzes im Geist meiner Kinder aufzurichten. Aber noch immer seid ihr meine Schüler, fortwährend kommen Kinderschüler in meine Gegenwart. Die einen habe Ich über lange Jahre hinweg gelehrt, die anderen beginne Ich die ersten Lektionen in der Dritten Zeit zu lehren.

    3.  Mein Wort durch diese Kundgebung wird bald enden. Doch welche werden es sein, die nach Mir der Menschheit die Lektion weitergeben sollen? Welche werden jene sein, welche die Unterweisung weitergeben, die das Große Buch des Lebens enthält? Meine Jünger, die Ich seit langem vorbereitet habe, damit sie an meine Stelle treten können. Doch nicht, damit sie sich nur bemühen, meine Worte zu wiederholen. Denn dann würdet ihr nur den Wortlaut des Stimmträgers wiedergeben. Es ist jedoch nicht das menschliche Wort, das Ich euch vermache, sondern die Essenz meiner Botschaft.

    4.  Ihr habt mein Wort durch meine Stimmträger vernommen. In ihm habt ihr Unvollkommenheiten entdeckt, die einige der Körpermaterie des Stimmträgers zugeschrieben haben, und andere Mir. Ich komme nicht, um meine Kinder, durch die Ich Mich kundgebe, anzuklagen, aber Ich sage euch dennoch: Ich habe euch bei dieser Kundgebung nicht betrogen, habe dies nie getan. Ich habe euch meine Offenbarungen und die Inspiration des Heiligen Geistes mittels des menschlichen Verstandesvermögens gebracht, und zusammen mit meiner vollkommenen Lehre  hat es die Unvollkommenheiten des Menschen gegeben. Der Meister sagt euch: Diese Etappe meiner Kundgabe wird vorübergehen, und dann werdet ihr, durch das Licht meines Heiligen Geistes erleuchtet, klar zu unterscheiden verstehen, wo meine Essenz zum Ausdruck kommt, und was menschliche Unzulänglichkeit ist. Und so wie es die Landarbeiter auf Erden machen, die, wenn sie ihre Weizenernte eingebracht haben, die Spreu zu trennen verstehen, so sollt ihr den Weizen meiner Unterweisung von der Spreu trennen und in der Kornkammer eurer Herzen verwahren. Doch die Spreu, die die Unvollkommenheit der Stimmträger ist, soll der Vergessenheit anheimfallen, während die Essenz meiner Unterweisungen ewig in eurem Geist bleiben wird.

    5.  Um Mich in dieser Zeit, in dieser Form kundzutun, habe Ich den Ruf an große Menschenscharen ergehen lassen. Unter ihnen habe Ich Männer und Frauen verschiedenen Alters, Standes und der Rasse erwählt. Diese Erwählten, von denen ihr ein Teil seid, sind Geistwesen, die Ich kenne. Denn es gibt nicht einen einzigen Geist, der Mir fremd ist. Ihr alle seid meine Kinder.

    6.  Ich habe den Entwicklungsweg eines jeden von euch verfolgt, denn Ich habe eure Bestimmung vorgezeichnet. Und als Ich den Ruf an euch ergehen ließ, damit ihr bei diesen Kundgebungen anwesend seid, habe Ich meine Erwählten ausgesucht. Ich habe sie mit Fähigkeiten und Kräften ausgestattet, und sie werden in ihrer Aufgabe durch die Lichtgeister, durch meine Friedensboten unterstützt ─ Geistwesen voll des Wortes, die euch Schritt für Schritt auf den Weg des Spiritualismus gebracht und euch dabei geholfen haben, in euch selbst die Gaben und Gnaden zu entdecken und euren Geist für das Jenseits, für die Ewigkeit zu erwecken.

    7.  Durch meine göttlichen Unterweisungen und durch die Prüfungen, die Ich weise auf euer ganzes Leben verteile, habe Ich euren Geist immer mehr entfaltet, ihn für den Kampf gestählt und ihm das enthüllt, was zuvor ein Mysterium für ihn war, ein undurchdringliches Geheimnis. Ihr habt euch an meinem Werk erfreut, und durch meine Lektionen lernt ihr nach und nach, die Unterweisungen der Ersten und der Zweiten Zeit auszulegen, die die Theologen nicht zu begreifen vermochten.

    8.  Die Prüfungen, denen ihr auf eurem Lebensweg begegnet, drücken euch nieder. Aber sofort denkt ihr daran, dass mein Göttlicher Geist in eurem Wesen ist ─ wie ein Stern, wie ein Leuchtturm, und immer wendet ihr euch diesem Licht zu, um euch zu retten.

    9.  Viele der Erwählten, die Ich mit Gnadengaben überschüttet habe, sind gegenüber ihrer Aufgabe in meinem Werk kalt gewesen. Die Ideale der Welt, die Versuchungen und die mangelnde Zubereitung haben sie von Mir getrennt. Doch wie viele, die meinen Unterweisungen treu geblieben sind, sehe Ich mit meiner Gnade bekleidet, obwohl sie nicht zu den Erwählten gehörten, noch durch den Stimmträger das Siegel und die Gaben empfangen haben. Denn Ich habe ihnen ihre Gaben von Geist zu Geist gegeben, und in ihnen ist die Gnade vorhanden, die in euch allen seit Anbeginn der Zeiten besteht.

    10.  Glücklich die Getreuen, selig jene, die bis zum Ende ihrer Prüfungen standhaft bleiben. Gesegnet seien, die die Kraft, die ihnen meine Lehre zuteilwerden lässt, nicht vergeudet haben, denn sie werden in den kommenden Zeiten der Bitternis die Wechselfälle des Lebens kraft- und lichtvoll überstehen.

    11.  Seid getreu, Jünger, denn mein Werk wird euch niemals enttäuschen, der Meister wird seine Verheißung erfüllen und nicht einen Augenblick lang abwesend sein bei euren Kämpfen mit der Menschheit.

    12.  Meine Lehre, von der sich euer Geist nährt, will euch in Meister, in treue Apostel des Heiligen Geistes verwandeln.

    13.  Ich will euch mit diesen Offenbarungen nicht nur den Frieden der Welt bringen und euch die Leiden durch körperliche Linderung erleichtern. Ich gebe euch mit dieser Kundgebung die großen Lehren, die zu euch von eurer geistigen Entwicklung sprechen. Denn wenn Ich euch nur die Güter der Welt hätte bringen wollen ─ wahrlich, Ich sage euch: Dafür hätte genügt, die Wissenschaftler zu beauftragen, die Ich durch Intuition erleuchte und denen Ich die Geheimnisse der Natur offenbart hätte, damit sie aus ihr den Heilbalsam nähmen, um euch von euren körperlichen Leiden zu heilen.

    14.  Mein Werk will euch weitere Horizonte zeigen, jenseits eures Planeten, mit jener unendlichen Zahl von Welten, die euch umgeben ─ Horizonte, die kein Ende haben, die euch den Weg zur Ewigkeit weisen, die euch gehört.

    15.  Es ist euer Geist, zu dem Ich spreche, damit er durch mein Licht ― mein Gesetz, das sich im Gewissen befindet ― seine Vollkommenheit erstrebt. Verwandelt dieses Gesetz in eine Stufenleiter, einen Weg, damit ihr zu Mir gelangt. Denn es ist eure Ankunft, die Ich mit Sehnsucht erwarte, damit ihr, oh vielgeliebte Kinder, euch meines Reiches erfreuen könnt, meine Liebe versteht, und Ich meinerseits die eure empfangen kann, die vollkommen sein muss, damit euer Geist sich an der universellen Herrlichkeit meines Werkes erfreuen kann.

    16.  Erringt dieses Reich, Jünger, Ich stehe euch bei. Denn wie viele Feinde, wie viele Versuchungen werden sich eurem Schritt entgegenstellen, und wie vielen Abgründen werdet ihr entgehen müssen!

    17.  Ihr seid das Volk Israel, das im Verlangen nach dem Land der Verheißung durch die Wüste wandert. Ihr habt nicht mehr Moses als Führer ─ es ist euer Vater, der diesem Volk voranzieht, der euch ermutigt und euch aufrichtet. Und obwohl Ich euch durch meine Erwählten führe ─ erkennt, dass über ihnen der Universelle Führer ist, welcher Gott ist, euer Vater, Der zu euch spricht und euch sagt: Schreitet weiter voran, besiegt eure Feinde, werdet nicht schwach in den Prüfungen, damit ihr nicht unterwegs umkommt. Vorwärts! Sagt euch nicht von eurer Bestimmung los, denn ihr wisst nicht, ob ihr nicht gerade in jenem Augenblick am Horizont bereits das Gelobte Land erspähen könnt.

    18.  Ich habe meinen Erwählten große Gaben anvertraut. Eine davon ist die der Heilung ─ der Heilbalsam, um mit dieser Gabe eine der schönsten Aufgaben unter den Menschen erfüllen zu können, da euer Planet ein Tal der Tränen ist, wo es immer Schmerz gibt. Mittels dieser Gabe  habt ihr ein weites Feld vor euch, um nach meinem Willen Trost zu spenden. Diesen Heilbalsam habe Ich in euer Wesen gelegt, in die zartesten Saiten eures Herzens, und ihr habt euch an ihm erquickt, vor seinen Wunderwerken hat sich euer Nacken gebeugt, euer Herz ist durch den Schmerz der Menschen weich geworden, und ihr seid immer auf dem Pfad der Barmherzigkeit gewandelt. Spendet weiterhin diesen Heilbalsam, der nicht in euren Händenist, weil er durch Blicke des Mitgefühls, des Trostes, des Verständnisses übertragen, durch gute Gedanken weitergegeben wird und sich in heilsame Ratschläge, in Worte des Lichts verwandelt.

    19.  Die Gabe der Heilung hat keine Grenzen. Vergesst niemals, dass ihr von ihr durchdrungen seid; und falls der Schmerz euch zur Beute machen sollte, weil ihr einer Prüfung unterworfen werdet, falls ihr ihn mit diesem Heilbalsam nicht beseitigen könnt, so vergesst nicht meine Unterweisungen, vergesst euer Leiden und denkt an die anderen, bei denen die Qual größer ist. Dann werdet ihr bei euch und bei euren Geschwistern Wunder erleben.

    20.  Ich habe erlaubt, dass im gleichen Zeitabschnitt wie dem meiner Kundgebung, sich meine Geistige Welt in dieser Zeit durch die Gabenträger bei euch bekundet, damit sie diese mit meinem Heilbalsam gesättigten Wesen empfangen und sie als Meister der Liebe und Barmherzigkeit unter euch wären. Einige von euch haben ihre Geduld, ihre Demut zu würdigen verstanden, andere haben sie zum Objekt von Demütigungen, Schikanen, Vermaterialisierungen gemacht. Doch diese Lichtwesen haben ihre Klagen, ihre Vorwürfe nicht vor Mich gebracht. Es sind verständnisvolle Geistwesen, die ─ um euch aus eurem geistigen Elend zu reißen ─ angesichts eures Begehrens und Armseligkeit herabgekommen sind und dabei oftmals ihre eigene Vergeistigung geopfert haben, mit dem Ziel, euch der Finsternis zu entreißen, euch ins Licht zu bringen. Aber dieser Zeitabschnitt wird bald zu Ende sein.

    21.  Meine Geistige Welt, Fürsprecher von Arbeitern und Menschenscharen, wird Mir sagen: „Herr, richte unsere Geschwister nicht wegen der Beleidigungen, die sie uns zugefügt haben.“ Und wenn sie in dieser Weise für euch eintreten und euch vergeben ─ was wird der Vater dann nicht alles tun, wenn Er euch seine Vergebung gewährt? Sie haben selbst die ärmlichsten Heime betreten, indem sie euren Spuren des Elends und des Schmerzes folgten. Sie sind auf den Ruf meiner Arbeiter und der Kranken hin zu jedem Ort geeilt, ohne Angst, sich zu beflecken, wobei sie sich nur um die Wunde kümmerten, um sie zu heilen, um die Trübsal, um Trost zu hinterlassen, um die Krankheit, um sie in Gesundheit zu verwandeln. Der Vater sagt euch: Das Beispiel, das meine Geistige Welt euch gegeben hat, müsst ihr eurem Geist einprägen. Vergesst es nicht. Ich will, dass ihr so seid, wie sie, damit ihr, wenn diese Kundgebungen zu Ende sind, diesen Heilbalsam zu allen euren Geschwistern bringt, ohne Unterscheidung nach Gesellschafts­klassen, Rassen und Weltanschauungen ─ dass ihr königliche Paläste, als auch die armseligsten Hütten oder den schmutzigsten Ort betretet, ohne dass ihr Angst vor Ansteckung, vor Kritik oder Spott habt.

    22.  Geht immer zu denen, die leiden, und hinterlasst als Spur eures Ganges die besten Früchte eurer Liebe. Wenn ihr so handelt, werdet ihr euch meine Geistige Welt zum Vorbild genommen haben, die mein treuer Jünger und euer Lehrmeister ist. Und so, wie sie keinerlei Lohn suchen und, wenn sie euch die größten Wohltaten erwiesen haben, es immer in meinem Namen getan haben, ebenso sollt ihr nach meinem Willen auf den Wegen der Welt gehen und dabei Trost, Gesundheit und Liebe aussäen, auch wenn ihr für all das wie meine Geistige Welt und wie euer Meister in jener Zweiten Zeit nur Beleidigungen, Bedrängnisse und Undank erntet. Ihr sollt keinerlei Lohn auf dieser Welt erwarten. Doch wenn ihr eine Belohnung haben wollt, soll sie die Befriedigung, die Freude sein, den, der weinte, zum Lächeln gebracht zu haben, den Toten zu meiner Wahrheit auferweckt zu haben, und den Betrübten getröstet zu haben.

    23.  Ich habe euch in meinem Gesetz den ewigen Frieden übergeben, und Ich will, dass jeder von euch wie eine Friedenstaube ist, dass eure Flügel sich niemals schließen, dass ihr euch durch eure Gebete in alle Orte zu versetzen versteht, sei es innerhalb des Materiellen oder mit den Gedanken, und dass ihr da wo Krieg und Zwietracht herrscht, wo sich Ungerechtigkeit zeigt, wie Friedensengel gegenwärtig seid, wie Schutzengel und Boten des Heiligen Geistes.

    24.  Erkennt, dass diese Menschheit Mir niemals Früchte des Friedens dargebracht hat. Von ihren Anfängen an hat sie in Kriegen gelebt, unablässig hat sie gekämpft, um unsinnige Ziele zu erreichen, um ausschweifend zu leben und Hass und Rache zu nähren. Dies ist die Frucht, die die Menschen Mir anbieten, und auch heute haben diese Kämpfe noch nicht geendet. Die Menschheit macht sich bereit, ihren größten Kampf zu beginnen, sie bereitet ihre mächtigsten Waffen vor, die Waffen ihres Verstandes.

    25.  Die Menschen gehen auf ihre eigene Vernichtung zu. Über ihnen agieren die Wesen des Jenseits. Die einen sind Boten meiner Liebe und inspirieren die Menschen zum Frieden, zur Gerechtigkeit, zur Eintracht. Die anderen inspirieren sie nur zum Hass, zu Kriegen und offenbaren den Wissenschaftlern die Mittel zur Zerstörung, die das menschliche Gehirn allein nicht zu entdecken fähig wäre. Schon vor langer Zeit kündigte Ich den Menschen diese Geschehnisse durch meinen Apostel Johannes an, damit sie wachend und betend sein würden. Aber sie haben nur geschlafen, und daher gibt es die Feinde des Friedens, die im Herzen der Menschheit kämpfen, um sie ins Verderben zu führen. Daher mache Ich euch zu meinen Liebesboten, damit ihr mit den Legionen des Friedens vereint seid und das Gute siegt ─ damit ihr an der Erfüllung der Prophetie des Johannes mitwirkt.

    26.  Wenn diese Kampfzeit kommt, die Ich euch angekündigt habe, in der ihr Provinzen, Länder und Meere durchqueren werdet, dann lasst euch nicht vom Getöse der Kriege Angst einjagen und lasst auch nicht zu, dass ihr angesichts der Gegenwart des Todes den Mut verliert, sondern ihr sollt die Flügel eures Friedensideals ausbreiten, damit dieses Gebet die Menschen beschützt. Ihr sollt von allen Gaben eures Geistes Gebrauch machen, um meinen Liebessamen auszusäen.

    27.  Meine Kundgebung in dieser Zeit hat euch das Bedeutungsvolle erkennen lassen, das im Kampf und in den Prüfungen enthalten ist, die euch erwarten: Wird eure Liebe die Hartherzigkeit der Menschen überwinden? Wahrlich, Ich sage euch: Mein Friede wird siegen. Aber Ich werde ihn nicht mit Gewalt aufzwingen, er wird durch die Überzeugungskraft kommen, die meine Unterweisungen ausstrahlen. Wenn er einmal in das Herz des am meisten im Bösen verblendeten Kindes eindringt, so wird dieses Herz endlich Frieden finden.

    28.  Der Meister sagt euch: Es wird ein Schmerz kommen, der größer als alle Leiden und Sünden der Menschen ist. Dieser Schmerz wird der Kelch ihrer Reue sein. Vor ihm werden sie ihren Nacken beugen, und wenn sie dann meine Vergebung und meinen Heilbalsam empfangen, werden sie sich als meine Diener bekennen.

    29.  Ich habe euch, oh meine Kinder, die Gabe des Wortes gegeben, weil Ich das Ewige Wort bin. Ich bin das Göttliche Wort, das niemals endet. Ich bin das göttliche Konzert, und Ich habe euch einen Teil von ihm überantwortet. Dieses Wort, das Ich in euren Geist gelegt habe, wird sprechen, und eure Lippen, die heute zu unbeholfen sind, um die Eingebungen und Inspiration auszudrücken, die Ich euch gewähre, werden beredsam sein, werden willige und treue Übermittler des göttlichen Konzertes sein. Es wird eine Gabe sein, die euch in Staunen versetzen wird, durch die ihr in Verzückung geraten werdet, und durch die Menschen sich meiner Gegenwart erfreuen und sie fühlen werden. Ihr habt diese Gabe zu entfalten begonnen. Denn Ich sage euch noch einmal: Eure Lippen werden aus der Überfülle heraus sprechen, die in eurem Herzen und in eurem Geist vorhanden ist.

    30.  Bewahrt und liebt das, was aus eurem Herzen geboren wird, und wenn ihr es weitergebt, wird es Essenz und Leben haben. Wenn ihr dagegen sprechen solltet, ohne die Wahrheit zu sagen, wird es wie ein tauber Same sein, der im Herzen eurer Geschwister nicht aufgehen wird.

    31.  Jünger: Groß sind die Lektionen, die Ich euch gewährt habe, denn das Ende dieser Kundgebung ist schon sehr nahe, und ihr dürft nicht vergessen, dass mein Wort erst nach diesem Zeitabschnitt in euren Versammlungen erblühen wird durch die Zwiesprache von Geist zu Geist. Dann werden eure Lippen die großen Offenbarungen meines Reiches weitergeben und ihr werdet mit meiner Liebesbotschaft in alle Herzen dringen. Dann werden die Menschen sagen: „Wie kommt es, dass dieser in meinem Herzen lesen kann, was in ihm verborgen war?“ Doch erinnert euch daran, dass nicht ihr es sein werdet ─ Ich werde es sein, der durch eure Vermittlung spricht. Wegen dieser Gaben sollt ihr euch nicht als Herren fühlen, sollt ihr euch unter den Menschen nicht aufspielen, denn eure Körpermaterie wird nichts von jener geistigen Größe anzeigen. Ihr werdet einer unter allen anderen sein, ihr werdet keine Insignien tragen, die euch unterscheiden. Ihr werdet dem Anschein nach wie alle anderen sein, aber in den Augenblicken, die dafür geeignet sind, wird sich meine verborgene Schatzkammer in euren Geist ergießen.

    32.  Ihr habt dank der Gnade des Heiligen Geistes die Gabe des Geistigen Gesichts, die nicht darauf beschränkt ist, im Geistigen die Botschaften des Jenseits zu schauen. Das Geistige Gesicht ist eine weitergehende Gabe, ist Intuition, ist Vorahnung, ist Prophetie; es sind auch Botschaften, die ihr in euren Träumen empfangt. Das Geistige Gesicht ist der geistige Blick, der die Vergangenheit, die Gegenwart und selbst die Zukunft schauen kann, soweit es mein Wille ist. Wie oft wird der Seher, wenn er eine Vision erblickt, nicht wissen, was er gesehen hat. Doch jene, die sein Zeugnis vernehmen, werden jene Botschaft verstehen.

    33. Derzeit befinden sich die Seher noch in Vorbereitung. Doch wahrlich, Ich sage euch: Ihr alle seid Seher. Die einen haben sich auf die eine Weise entwickelt, die anderen in einer anderen, aber ihr alle habt das Geistige Gesicht in latentem Zustand. Jene, die das, was mein Wille ist, bei ihrem Gebet in Form von symbolischen Bildern sehen, bereite Ich weiter zu. Denn nach 1950 wird die Mission, die Ich ihnen anvertrauen werde, sehr groß sein, und ihre Verantwortung wird dann zunehmen. Daher sage Ich euch: Bereitet euch vor, denn wenn dieses Wort nicht mehr durch die Stimmträger ertönt, werden die Menschen­scharen, Gläubige wie Ungläubige, einen großen Verlust verspüren. Euer Zeugnis, euer Ruf zum Erwachen und zur inneren Einkehr soll dann wie eine Fackel mitten in der Nacht sein. Ihr sollt wie Herolde sein, die die Völker, die noch schlafen, aufwecken. Bereitet euch vor, Volk, damit ihr nach 1950 in eurem Geist die Botschaften zu empfangen vermögt, die von meiner Liebe herabkommen.

    34.  Ich habe zu euch über die Geistesgaben gesprochen, und wenn ihr Mich nicht mehr in dieser Form vernehmt, werdet ihr in ihnen immer mehr die ganze Größe entdecken, die in eurem eigenen Wesen vorhanden ist. Ihr werdet Mich erneut vernehmen und werdet verwundert über so viel Liebe, so viel Gnade, mit der Ich euch beschenkt habe, Tränen vergießen. Doch von der Fähigkeit, euch durch euer Verstandesvermögen mit der Geistigen Welt in Verbindung zu setzen, dürft ihr keinen Gebrauch mehr machen, nachdem das Jahr 1950 zu Ende ist. Die geistigen Lichtwesen werden sich weiterhin durch die Gabenträger und solche, die es nicht waren, bemerkbar machen, aber ihre Bekundung wird sich durch Inspiration fühlbar machen. Ebenso werden sie euch weiterhin ihren Heilbalsam übergeben und Wunder tun, und ihr Wort wird unerschöpflich unter euch sein.

    35.  Doch wenn ihr, nachdem einige Zeit nach diesen Kundgebungen verstrichen ist, Gerüchte zu hören beginnt, dass der Meister oder die Geistige Welt zurückgekehrt sind, um sich durch das menschliche Verstandesvermögen kundzutun, könnt ihr es dementieren, weil mein Wort ein einziges ist und mein Gesetz sich niemals ändert.

    36.  Ihr sollt wachsam leben, oh Volk, damit ihr die Stimme der wahren Propheten und das Zeugnis der Apostel vom Betrug zu unterscheiden versteht! Ihr sollt wachsam leben, damit ihr nicht in die Netze der Falschheit geratet, und ihr die Starken dieser Zeiten des Kampfes seid, und jener Zeiten, die noch kommen werden. Denn eine Gruppe meiner Jünger, die meinen Unterweisungen treu bleiben werden, wird sich nicht beflecken, noch wird sie der Soldat sein, der seine Fahne geistiger Reinheit im Stich lässt. Die Wahrheit wird in ihnen sein, und Ich werde Mich den anderen Völkern kundgeben, zu ihnen sprechen und ihnen sagen: Dies ist mein Werk, dies sind meine Jünger, und das beste Merkmal, das Ich der Welt darüber geben werde, welche meine Boten sind, wird darin bestehen, dass die Falschen in den großen Prüfungen zu Fall kommen, und die Treuen standhaft bleiben werden. Die Falschen werden angesichts des Schmerzes fluchen, und die Getreuen werden Mich segnen. Die Falschen werden meinem Gesetz den Rücken kehren, und die Treuen werden immer an ihm festhalten.

    37.  Ich will, dass ihr alle meine treuen Zeugen und meine geliebten Jünger seid, und dafür bereite Ich euch vor. Aber bevor Ich meine Lektion dieses Tages beende, werde Ich euch etwas sagen, das euch nicht überraschen soll: Ich habe in meinen Unterweisungen von Berufenen und von Auserwählten gesprochen. Glaubt ihr, dass ein Vater, der vollkommen ist wie Ich, Vorlieben oder Bevorzugungen unter seinen Kindern haben kann? Könnte ein entwickelter Geist akzeptieren, dass sein Vater einige seiner Kinder beschenkt und die anderen ohne Erbe lässt?

    38.  Wenn ihr eure Mission zu erfüllen beginnt und ihr zu den Nationen, zu den entferntesten Völkern, selbst in die Urwälder gelangt, werdet ihr Menschen begegnen, und ihnen sollt ihr begreiflich machen, dass ihr alle Geschwister seid, sollt ihnen Zeugnis geben von meiner Geistlehre. Ihr werdet dann verwundert sein über die Liebesbeweise, die Ich euch geben werde.

    39.  Dort, unter jenen von der Zivilisation abgeschnittenen, aber auch von der menschlichen Verderbtheit sehr weit entfernten Menschen, werdet ihr große Geistwesen entdecken, die die Reihen des Volkes Israel vermehren werden.

    40.  Die Kranken werden auf eurem Weg den Heilbalsam empfangen und genesen; die Betrübten werden zum letzten Mal weinen, aber ihre Tränen werden Freudentränen sein. Angesichts jener Beweise, die ihr geben sollt, werden die Menschenscharen den Herrn und seine Jünger segnen, ihr werdet umjubelt werden, wie es an jenem Tag geschah, an dem euer Meister in Jerusalem einzog. Aber auch unter jenen, die euch zujubeln, wird es Männer und Frauen geben, die voll derGeistesgaben sind, die ihr besitzt. Bei den einen wird euch deren Gabe der Weissagung in Staunen versetzen; bei anderen wird mein Heilbalsam unerschöpflich sein; bei wieder anderen wird mein Wort wie kristallklares Wasser hervorquellen. So werdet ihr unter euren Geschwistern, gleich einer unerschöpflichen Aussaat, die Gaben des Heiligen Geistes in Erscheinung treten sehen.

    41.  Dann werdet ihr erkennen, dass ihr nicht die Einzigen seid, dass ihr nur die Stimmträger Gottes, die damit Beauftragten seid, die Menschheit wachzurütteln und ihr zu sagen, dass der Mensch in seinem Geist einen unerschöpflichen Schatz an Tugenden hat, und dass Ich ihnen die Gaben als ihr Herr und als Vater übergeben habe. Ihr werdet entdecken, dass ihr vor der Gerechtigkeit der Liebe Gottes alle gleich seid, dass ihr alle im Geist und in Wahrheit mit der gleichen Gnade beschenkt seid. Erst dann wird die Menschheit das Geheimnis ihrer Existenz in sich selbst aufzuklären versuchen, werden sie in ihr Inneres eindringen und ihren eigenen Geist erkennen. Danach werden sie ihr Gesicht zum Unendlichen erheben und all das erfragen, was sie nicht zu begreifen vermögen.

    42.  All das, was ihr sie lehren könnt, sollt ihr sie wissen lassen, und im Hinblick auf all das, was ihr ihnen nicht erklären könnt, weil dessen Kenntnis eurem Vater entspricht, sollt ihr euch zubereiten, damit Ich es ihnen durch eure Vermittlung offenbare. Aber zuvor müsst ihr eure Mission erkennen. Und wenn Ich euch immer noch Volk Israel nenne, so wird ein Tag kommen, an dem alle vor Mir, vor ihrem Herrn, gleich sein werden ─ indem sie ihre eigenen Gaben entfalten ─ und schließlich ein einziges Volk bilden werden, welches das Volk Gottes sein wird.

    43.  Wenn meine Lehransprache endet, wird euer Geist vom Jenseits aus, wo er sich an meiner Gegenwart erquickt, zusammen mit den geistigen Heerscharen des Friedens seine Empfindungen der Liebe, seine Gedanken des Friedens und der Barmherzigkeit auf diese Menschheit herabsenden, die das Licht für ihren Geist nicht vollständig zu erlangen vermochte. Doch worum könnt ihr den Vater bitten, obwohl Er euch seit Anbeginn schon alles gegeben hat? Es ist euer Gewissen, das eurem Geist erlaubt, die Frucht zu sich zu nehmen, auf die er ein Anrecht erworben hat.

    44.  Wann immer ihr eure Kampfeswege zurücklegt, wird auf ihnen bereits alles bereitgestellt sein, was ihr benötigen werdet. Ihr müsst nur Verdienste erwerben, die euch meiner Liebe würdig machen.

    45.  Warum spreche Ich so zu euch, meine Kinder? Weil Ich euch liebe, weil Ich Mich nicht an euren Leiden ergötze. Der Vater möchte auf eurem Gesicht immer das geistige Lächeln des Friedens sehen.

    46.  Ich segne euch und sage euch noch einmal: Seid die würdigen Boten meines universellen Friedens!

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 312

    1.  Der Meister befindet sich erneut unter euch in Erfüllung seiner Verheißung. Er will euch ein weiteres Blatt des Buches anvertrauen, das Er als ein Liebesgeschenk für sein Volk hinterlassen wird ─ ein weiteres Blatt, geliebte Jünger, das von den zukünftigen Generationen gelesen, studiert und verstanden werden wird.

    2.  Wer außer Mir hätte euch offenbaren können, dass ihr in der Dritten Zeit lebt? Wer außer Mir hätte euch sagen können, dass ihr das Volk Israel seid? Ihr wisst dies und glaubt daran, weil Ich es euch gelehrt habe. Ihr seid diese, jene und dieselben im Geist, und Ich will euch in einer einzigen Familie vereinen.

    3.  Ich bin es, der eure Familie geschaffen hat, und in ein einziges Heim habe Ich Geistwesen verschiedener Stämme verteilt. In einer ein- und derselben Familie gibt es Geistwesen vom Stamm Levi, Simeon, Ruben, Juda ─ Glieder verschiedener Stämme, und wenn in ihnen Frieden herrscht und sie sich untereinander lieben, hat sich in Wahrheit und im Geist die Sehnsucht des Vaters auszukristallisieren begonnen: die Vereinigung aller Menschen.

    4.  Heime und Familien Israels: Wann immer ihr fühlt, dass sich in eurer Mitte die Versuchung spürbar macht, sucht die Einsamkeit auf, ruft Mich an und sagt Mir: „Meister, komm und gib uns Deine Stärke, gib uns Dein Schwert und lass nicht zu, dass Ich als Vater meine Kinder verkenne; erlaube nicht, dass ich als Ehemann meine Gefährtin verkenne, oder dass ich als Gefährtin meinen Gatten verkenne.“ Ich werde euer Gebet hören, euch verteidigen und euch weiterhelfen, denn dies ist mein Wille.

    5.  Heute komme Ich zu den Meinen und habe die klangvolle Glocke geläutet, die euch zur Zusammenkunft in dieser Dritten Zeit ruft. Erneut wird die Menschheit geistig die vereinigten Stämme schauen, die das Volk Israel bilden.

    6.  Schon in der Ersten Zeit erwies Ich euch viele Wohlgefälligkeiten. Die Nationen oder Länder in jener Ära hatten keine größeren Weisen als Salomon, keine erleuchteteren Boten als meine Propheten, keine schöneren und keuscheren Frauen als die Israels, noch vollkommenere Männer als die meines Volkes. Ich ließ in ihrer Mitte die Gabe der Weisheit, der Inspiration, der Schönheit erstehen. Ich bewirkte, dass die Gaben des Heiligen Geistes erblühten, und ihr wusstet damals, dass ihr das Auserwählte Volk Gottes wart ─ ihr wusstet, dass euer Herr mit euch war und euch liebkoste ─ wusstet, dass Ich euer starker Held war. Und dennoch habt ihr euch an meine Gaben, an meine Liebkosung und an meine Gegenwart gewöhnt. Daher kam die Gerechtigkeit des Vaters über euch.

    7.  Sehr zahlreich sind die Stämme Israels dem Geist nach. Aus jedem davon werde Ich zwölftausend erwählen und sie an ihrer Stirne kennzeichnen. Doch das Volk Israel beschränkt sich nicht auf 144.000. Das Auserwählte Volk ist unermesslich groß.

    8.  Der Meister lehrte euch in der Zweiten Zeit, dass viele zu den Berufenen gehören und wenige zu den Auserwählten; doch das ganze Volk Israel wird berufen, und Ich werde unter ihnen 144.000 kennzeichnen. In alle werde Ich Frieden, Vergeistigung und den Beginn der Zwiesprache von Geist zu Geist legen.

    9.  Es naht die Zeit, in der die Menschen dem Geist mehr Bedeutung beimessen und von der materialistischen Wissenschaft enttäuscht sein werden, die sie in Schmerz, Enttäuschung und Lethargie verfallen lassen wird. Aber dann wird das Volk Israel kommen, die Schlafenden wachrütteln, die zu Fall Gekommenen aufrichten und die Toten auferwecken, so wie es die Stimme Jesu tat, die zu Lazarus sagte: „Steh auf und wandle!“ Wenn die Menschen einmal vergeistigt sind, wenn ihr Verstand und ihre Gefühle sich erheben, werden sie das wissen, was sie durch die Wissenschaft niemals erfahren haben. Dann werden sie sich in Harmonie, mit Geschwisterlichkeit, mit edlen Gedanken aufrichten, um im Reich zu leben, das Ich den Menschen inspiriert habe.

    10.  Im Haus eures Vaters gibt es viele Wohnungen, welche die unendlich vielen Stufen der Leiter sind, die zur Vollkommenheit führt. Von dort steigt die Geistige Welt herab, um sich unter euch kundzutun. Ihr habt Mich viele Male von Geist zu Geist nach dem Grund für das Vorhandensein jener unermesslich großen Zahl von Sternen gefragt und jener Planeten, die über eurer Welt strahlen, und habt Mir gesagt: „Meister, sind jene Welten leer?“ Doch Ich sage euch: Die Zeit ist noch nicht gekommen, in der Ich es euch völlig offenbare. Wenn der Mensch Vergeistigung erlangt, dann erst werden ihm große Offenbarungen gegeben werden, und er wird mit jenen geliebten Wesen meiner Göttlichkeit von Geist zu Geist Zwie­sprache halten können, und dann wird der Gedankenaustausch zwischen allen Geschwistern stattfinden.

    11.  Doch sollt ihr schon heute erfahren: Alle Welten sind von meinen Geschöpfen bewohnt, nichts ist leer, alle sind gesegnete Gefilde und Gärten, betreut von Maria, der göttlichen Zärtlichkeit.

    12.  Der Heilige Geist wird durch euren Mund erneut hohe Lehren übermitteln, die euch und der Menschheit unbekannt sind. Wann, geliebtes Volk? Dann, wenn bei euch Vergeistigung herrscht und Hingabe an eure Mission.

    13.  Ich sehe, dass das Brot, mit dem sich der Mensch geistig nährt, nicht das Brot meines Tisches ist. Alles wurde im Lauf der Zeit verunreinigt, das Herz und die Hand des Menschen hat alles unrein hinterlassen. Doch Ich bin zu euch gekommen, Volk, und habe Mich durch sündige Körpermaterien wie die euren kundgetan, um euch ein im Grund unverfälschtes und reines Wort zu übergeben. Beurteilt mein Wort und meine Kundgebungen jedoch nicht oberflächlich, denn in ihnen gibt es viel an menschlicher Unvollkommenheit. Sucht den Sinngehalt meiner Kundgebungen, und ihr werdet das liebevolle Gesicht eures Meisters erblicken, werdet den Ton seiner Stimme vernehmen, an den sich euer Geist noch erinnert.

    14.  Meine Apostel der Zweiten Zeit, die ihr euch zum Vorbild nehmen müsst, baten flehentlich darum, dass der Heilige Geist auf ihren Geist herabkomme, und sprachen unter seiner Inspiration. Ebenso sollt ihr euch zubereiten, Volk. Denn der Geist kann unter der Inspiration des Heiligen Geistes durch die Körpermaterie sprechen.

    15.  Wacht also über euch ─ wacht, damit sich euer Ver­standesvermögen nicht verunreinigt. Bewahrt euer Herz rein, damit ihr jenen Tau der Gnade empfangen könnt, den Ich euch sende ─ jenes kristallklare Wasser, das im Brunnquell eures eigenen Wesens bewahrt werden soll, damit ihr den Durst der Welt stillt.

    16.  Fürchtet nicht das Urteil der Menschen, geliebtes Volk, fürchtet das Göttliche Gericht, falls ihr es durch eure Verfehlungen auf euch ziehen solltet.

    17.  Schämt euch niemals, euch an so bescheidenen Orten wie diesem hier zu versammeln, wo ihr mein Wort vernehmt.

    18.  Wenn man euch fragen sollte, ob diese Versammlungsorte eure Tempel sind, sollt ihr in aller Wahrheit sagen, dass dies nicht der Fall ist, dass ihr euren Tempel derzeit im Geist errichtet.

    19.  Die einen werden über eure Offenbarung staunen, und die anderen werden sich über euer Wort lustig machen.

    20.  Fühlt euch nicht verletzt durch den Spott eurer Geschwister, da ihr euch bewusst seid, dass jener, der dies tut, aufgrund seiner Unwissenheit die Wahrheit nicht zu erkennen vermag. Den Ausgleich dafür werdet ihr bei denen finden, die zu euch kommen, um euch zu erforschen, und dann überrascht sind vom inneren Frieden, welcher jeden meiner wahren Jünger durchstrahlt.

    21.  Ihr dagegen sollt euch niemals über jene lustig machen, die in ihrem religiösen Fanatismus Götzendiener sind. Denn wenn sie Mich auch in materiellen Formen suchen, so beten sie Mich doch in ihnen an. Ihr braucht eure Geschwister nicht auf ihre Irrtümer hinzuweisen, um zu erreichen, dass sie beseitigt werden. Vielmehr würdet ihr damit ihren Zorn erregen und ihren Fanatismus noch verstärken. Es wird genügen, meine Lehre mit der Vergeistigung, die sie verlangt, in die Praxis umzusetzen, um die Irrtümer eurer Geschwister ans Licht der Wahrheit zu bringen.

    22.  Ihr werdet viel Geduld, große Barmherzigkeit und wahre Liebe aufbringen müssen, wenn ihr wollt, dass die Menschheit bald die Essenz meines Wortes zu erkennen und ihm wahre Verehrung entgegenzubringen lernt, sowie in jedem menschlichen Geschöpf einen geistigen und irdischen Bruder in Gott zu erkennen lernt.

    23.  Wer hat euch gesagt, dass ihr nur geistig Geschwister seid? Es wird nicht nötig sein, dass ihr euch den Kopf zerbrecht, um zu verstehen, dass derselbe Ursprung, den ihr geistig habt, auch euer materieller Ursprung ist, da alles aus Mir hervorgegangen ist. Außerdem erinnere Ich euch daran, dass auf der Erde die ganze Menschheit aus einem einzigen Vater und einer einzigen Mutter hervorgegangen ist.

    24.  Warum liebt und anerkennt ihr euch dann nicht als Geschwister, obwohl eure geistigen Bande ewig und eure mensch­lichen Bande so tief sind? Wahrlich, Ich sage euch, dies ist so aus Mangel an geistigem Wissen unter den Menschen ─ trotz ihrer Religionen.

    25.  An dem Tag, an dem die Menschen durch Meditation ─ inspiriert vom Licht, das vom Gewissen ausgeht, um das Gehirn und das Herz des Menschen zu erleuchten ─ ihre Essenz entdecken, wird unter der Menschheit der Friede zu keimen beginnen. Auch sage Ich euch, dass ─ wenn der Mensch einmal zum geistigen Licht erwacht ─ es nichts und niemanden geben wird, der ihn auf seinem Weg eines unermüdlichen Suchers nach Wahrheit aufhalten wird. Niemals wieder wird er seine Geistesfreiheit verlieren, die er nach vielen Schmerzen und vielen Tränen erlangt hat.

    26.  Es wird nicht nötig sein, dass Ich Mich auf der ganzen Welt durch Stimmträger kundgebe, damit die Völker erwachen und die Menschen sich von der Finsternis befreien. Diejenigen, die meinen, dass Ich mein Wort erst dann beenden werde, bis die ganze Welt sie vernimmt, befinden sich im Irrtum. Denn dies würde bedeuten, dass das Gehirn des Menschen das einzige Mittel ist, über das Ich verfüge, um meine Botschaften zum Geist der Menschen gelangen zu lassen. Doch Ich beweise euch nun die Wahrheit jener alten Prophetie, in der euch offenbart wurde, dass eine Zeit kommen würde, in der der Göttliche Geist auf alles Fleisch und jeden Geist ausgegossen würde.

    27.  Wahrlich, Ich sage euch, diese durch den Propheten angekündigte Zeit ist gerade diese, in der ihr lebt ─ dieses jetzt beginnende Zeitalter, das ihr als die Dritte Zeit kennt.

    28.  Das Verdienst dieses Volkes wird darin bestehen, diese göttliche Botschaft von Herz zu Herz und von Provinz zu Provinz zu tragen, damit jene, die beim Licht dieser neuen Morgenröte erwacht sind, in ihrem Herzen den Samen meines Wortes empfangen, sobald das Erdreich durch den Tau meiner Gnade fruchtbar geworden ist.

    29.  In jener Zweiten Zeit ließ Ich Mich nur von einem Volk vernehmen, und es waren nur drei Jahre, die Ich darauf verwandte, der Welt mein Wort zu geben.

    30.  Ich brachte euch den Samen und unterwies meine Jünger, wie sie ihn aussäen müssten. Nachdem sie von Mir gelernt hatten, vertraute Ich ihnen die weiten Felder an, damit sie diese bestellen würden. Das Verdienst jener Sämänner besteht darin, dass sie ihren Meister nicht bedrängten, dass Er längere Zeit bei ihnen bleiben solle, als es geschrieben stand, noch Einwände vorbrachten, indem sie sagten, dass es noch viele Völker und Nationen gäbe, die diesen Samen kennenlernen mussten. Sie wussten, dass sie von ihrem Meister die Wahrheit geerbt hatten, und dass diese ihnen genügte, um die Finsternis zu besiegen, um die Welt zu bekehren und zu bewirken, dass jener göttliche Same in allen menschlichen Generationen fortdauern würde.

    31.  Entfernt aus eurem Verstand jede irrige Vorstellung, die ihr zuweilen bildet, und beschränkt euch nur auf das, was Ich euch von den ersten Tagen meiner Kundgabe an offenbart habe, da ihr wisst, dass jedes meiner Worte ein Gesetz ist, und dass jedes Gesetz befolgt werden muss.

    32.  Geliebtes Volk: Eure Herzen sind von Genugtuung erfüllt bei dem Gedanken, dass ihr meine Jünger in dieser Dritten Zeit seid. Doch Ich sage euch, dass ihr niemals zulassen dürft, dass euch die Eitelkeit verblendet. Denn wenn ihr dieser Schwäche erliegen würdet, würdet ihr selbst auf euer Gewissen nicht mehr hören, wenn dieses euch eure Verfehlungen vorhält. Wer sein menschliches Leben nicht zu läutern und zu erheben beginnt, kann nicht danach streben, sich geistig zu erheben, denn seine Schritte werden irreführend sein und seine Werke keinen Wahrheitssamen haben.

    33.  Bedenkt also, dass Ich in meinen Lektionen manchmal von der geistigen Unterweisung zum Ratschlag herabsteige, damit ihr euch in eurem menschlichen Leben rechtschaffen verhaltet. Ich spreche dann zum Herzen des Menschen, ermahne es zur Erneuerung, mache ihm den Schaden begreiflich, den die Laster dem Körper zufügen, und das Übel, das sie dem Geist antun. Ich habe euch gesagt, dass der Mensch, der sich von einem Laster beherrschen lässt, vergessen hat, dass der Geist nicht besiegt werden darf ─ dass er vergessen hat, dass die wahre Stärke darin besteht, das Böse durch die Tugend zu überwinden.

    34.  Jener vom Fleisch besiegte Mensch hat sich selbst herab­gewürdigt, hat gegen seine Selbstachtung verstoßen, ist von seinem hohen Stand eines Menschen zu einem armen Wesen herab­gesunken, das zu feige ist, um zu kämpfen.

    35.  Anstatt seinem Heim Licht, Brot und Wein zu bringen, bringt jener Mann Schatten, Leid und Tod, macht seinKreuz und das seiner Gattin und seiner Kinder schwer und hemmt den geistigen Entwicklungsweg aller, die um ihn sind.

    36.  Ich habe zum Herzen der Frau, Mutter und Gattin gesprochen, die im Herzen nicht die Reinheit zu erhalten verstand, noch dem Lebensgefährten und den Kindern die Wärme der Zärtlichkeit und des Verständnisses zu geben vermochte.

    37.  Wie könnten Männer und Frauen ihr geistiges Leben erheben, wenn sie nicht zuvor die schweren Fehler korrigiert haben, die in ihrem menschlichen Leben existieren?

    38.  Mein Werk macht es erforderlich, dass seine Jünger durch die Lauterkeit und die Wahrhaftigkeit der Handlungsweisen in ihrem Leben Zeugnis abzulegen verstehen.

    39.  Die einen wie die anderen frage Ich: Habt ihr Kinder? Dann habt Erbarmen mit ihnen. Wenn ihr auch nur für einen Augenblick deren Geist erblicken könntet, würdet ihr euch unwürdig fühlen, euch ihre Eltern zu nennen. Gebt ihnen keine schlechten Beispiele, hütet euch davor, in Gegenwart der Kinder zu streiten.

    40.  Ich weiß, dass es in dieser Zeit wie nie zuvor Probleme innerhalb der Ehen gibt ─ Probleme, für welche die Betreffenden nur eineLösung finden: die Trennung, die Scheidung.

    41.  Wenn der Mensch vom geistigen Wissen die nötige Kenntnis hätte, würde er keine so schweren Fehler begehen, denn er würde im Gebet und in der Vergeistigung die Inspiration finden, um die schwierigsten Situationen zu lösen und die härtesten Prüfungen zu bestehen.

    42.  Mein Licht erreicht alle Herzen, auch die betrübten und niedergeschlagenen, um ihnen neuen Lebensmut zu geben.

    43.  Meine Stärke wird den Schwachen zuteil, damit sie sich bald aufrichten ─ mit dem eisernen Willen, ihr dunkles und leeres Dasein durch Wissen, durch Tugend und Vergeistigung in ein leuchtendes Leben zu verwandeln.

    44.  Jünger, Ich will, dass ihr alle durch das Beispiel predigt, dass ihr nicht vortäuscht, dass ihr nicht Wahrhaftigkeit ausposaunt und das Gegenteil tut, dass die Frucht, die ihr erntet, statt bitter zu sein, wohlschmeckend ist.

    45.  Volk, vergesst daher nicht, dass ihr zuerst eurem Leben auf der Erde gerecht werden müsst, damit ihr danach in meinem Werk Erfüllung zu finden vermögt.

    46.  Bevor ihr weiterhin eure Leiden auf der Welt beklagt, haltet inne, um einige Augenblicke nachzudenken, damit ihr den Grund für eure Kümmernisse entdeckt.

    47.  Ich erlaube euch, so lange zu suchen, bis ihr die Ursache eures Leids gefunden habt, damit ihr Abhilfe schaffen könnt. Denn es ist eure Aufgabe, zu verhindern, dass das Leid in euer Zuhause eindringt. Ich versichere euch, dass ihr nicht nur den Grund für alles, was euch leiden lässt, finden werdet, sondern dass gleich­zeitig die Vorgehensweise, eure Leiden zu heilen, offenbart werden wird. Meine Barmherzigkeit wird auf jene herabströmen, die zu beten und zu meditieren verstanden haben; und diese Barmherzigkeit wird in eurem Geist und in eurem Körper wie Heilbalsam sein.

    48.  Ich werde euch beweisen, dass der verheißene Tröster zu euch gekommen ist, um eure Tränen zu trocknen und euren Schmerz in Frieden zu verwandeln.

    49.  Kommt alle zu Mir, die ihr ein verborgenes Leid im Herzen tragt. Ihr tragt heimlich einen Schmerz in euch, den euch ein Verrat zugefügt hat, und eure Verbitterung ist sehr groß, weil es ein sehr geliebtes Wesen war, das euch zutiefst verletzt hat.

    50.  Werdet still in euch, damit das Gebet euch erleuchtet und ihr erfahren könnt, ob nicht ihr irgendeinmal der Grund dafür wart, dass man euch verraten hat. Dann wird das Gebet euch im Gedanken bestärken, dass ihr denen vergeben müsst, die euch in eurer Liebe, in eurem Glauben, in eurem Vertrauen verraten.

    51.  Wahrlich, Ich sage euch, im selben Augenblick, da ihr dem vergebt, der euch beleidigt hat, werdet ihr meinen Frieden in Fülle fühlen; denn in diesem Augenblick wird sich euer Geist mit dem Meinen vereint haben, und Ich werde meinen Mantel ausbreiten, um euch zu vergeben und euch beide in meine Liebe zu hüllen.

    52.  Ich stähle euch für die Zeit des Kampfes. Denkt daher niemals, dass eure Leiden von heute unfruchtbar sind. Was wollt ihr, Volk? Noch immer habt ihr es nötig, dass es der Schmerz ist, der euch seine Lektionen erteilt.

    53.  Diese Zeit der Prüfung und der Lehren für euren Geist wird vorübergehen, aber sie wird ihre Saat des Glaubens, der Erfahrung, der Weisheit und der Stärke in jedem meiner Jünger hinterlassen. Danach werden die Zeiten des Kampfes kommen, in denen ihr verfolgt, verleumdet und verspottet werdet ─ selbst von denen, die sich eure Freunde nennen. Doch überrascht werdet ihr feststellen, dass ihr angesichts des Verrates nicht kleinmütig werdet, dass euch dann niemand mehr enttäuschen kann, weil ihr gelernt haben werdet, zu vergeben und gegenüber euren Geschwistern ver­ständnisvoll und nachsichtig zu sein.

    54.  Ich werde meine Jünger segnen, wann immer sie vergeben, und werde jene mit Segnungen beglücken, denen ihr vergeben habt.

    55.  Ihr seid nicht allein auf der Welt, in eurer Umgebung schweben Wesen in unendlicher Zahl, die euch bei allen Schritten eures Lebens beistehen und inspirieren.

    56.  Damit ihr diesen geistigen Einfluss und dieses Licht aufnehmen könnt, ist es notwendig, dass ihr betet, damit ihr immer ein Anrecht auf den Beistand hoher Wesen habt.

    57.  Seid empfindsam für die geistigen Einflüsse, und es wird keinen Grund mehr dafür geben, auf dem Weg zu straucheln.

    58.  Es ist ein schmaler Weg, der sich euren Augen darbietet, und es ist notwendig, zu wachen und zu beten, um seine Begrenzungen nicht zu überschreiten. Auf ihm will Ich euch immer antreffen, denn für diejenigen, die auf diesem Pfad zu Mir kommen, bedeutet dies, dass sie wirklich frei von Lastern und von Falschheit sind.

    59.  Wollt ihr euch des unsichtbaren Besuches sowie des Einflusses der geistigen Lichtwesen erfreuen? Wollt ihr euch ebenso von denen befreien, die in den Schatten ihres Materialismus und ihres Irrtums leben? Dann sage Ich euch, dass das Geheimnis darin besteht, ein ruhiges, einfaches Leben zu führen, in Liebe zu leben, in eurem Heim die Saat der Tugend zu pflegen.

    60.  Mein Segen kommt auf alle herab. Aber während die einen ihn anzunehmen verstehen und seine Wohltaten nutzen, weisen ihn die anderen zurück und berauben sich so der ganzen Gnade, die er enthält.

    61.  Jene geistigen Heerscharen, von denen Ich gesprochen habe, stellen gleichfalls einen Teil meiner Segnungen dar, die Ich euch sende. Meine Boten und Diener beeilen sich in dem Augenblick, in dem sie die göttliche Eingebung empfangen, ihren Geschwistern beizustehen, welche die Erde bewohnen ─ diesen Planeten, der durch die Menschen in ein Tränental verwandelt worden ist.

    62.  Nur meine Lehre wird euch in Kontakt mit der Geistigen Welt bringen können und euch einander annähern, wie es allen Kindern des Herrn zukommt, die ─ da sie Geist besitzen ─ nicht voneinander getrennt sein können, noch zulassen sollen, dass die Materie eine Barriere bildet zwischen denen, die die Erde bewohnen, und denen, die sich im Geistigen befinden.

    63.  Lasst zu, dass mein Wort weiterhin eure Herzen glättet bis es euch wirklich empfindsam gemacht hat für fremden Schmerz.

    64.  Ihr werdet eure geistige Mission niemals vollkommen erfüllen können, solange die Saiten eures Herzens nicht empfindsam geworden sind.

    65.  Lasst euch bei eurer Zubereitung nicht aufhalten, denkt daran, dass in jeder Sekunde, die vergeht, Schmerzensschreie ertönen, die diese Menschheit, eure Schwester, ausstößt.

    66.  Als ihr erstmals zur Kundgebung meines Wortes gekommen seid, habt ihr Mir die Last eurer Leiden, euer Klagen präsentiert und habt viele Tränen vergossen, weil ihr glaubtet, dass niemand auf Erden so viel leidet wie ihr. Der Grund dafür war, dass euer Herz nur für sich selbst lebte, und eure Augen gegenüber jeder Not oder jedem Leiden anderer geschlossen waren. Es war notwendig, dass ihr mein Wort vernehmen würdet, welches ewige Quelle von Wahrheit und Licht ist, damit die dunkle Binde, die eure Augen bedeckte, fallen würde und euch die Wirklichkeit erblicken ließe. Doch die Wahrheit ist, dass euch eure Leiden, obwohl sie groß waren, klein erschienen, als ihr andere Völker der Erde zu betrachten begannt, durch die der Krieg gezogen war, der durch Feindschaften, Machtstreben und Rachedurst der Menschen entstanden war. Dann habt ihr euren Kopf beschämt gesenkt und Mir gesagt: „Herr, vergib mir. Heute erkenne Ich, dass ich, als der Schmerz in meinem Herzen heftig wurde, zu lästern begann, obwohl ich Dir hätte danken müssen, weil meine Leiden unvergleichlich geringer waren als diejenigen anderer Menschen. Aber es war meine Unwissenheit, die mich Dir gegenüber ungerecht sein ließ. Heute sehe ich meinen Irrtum ein, bitte ich Dich um Vergebung für alle meine Beleidigungen und bitte Dich inständig, dass Du alles, was ich für mich erbat, nun denen zuteilwerden lässt, die eine unermesslich schwerere Last mit sich schleppen als jene, die ich trug.“

    67.  Wie anders ist eure heutige Art zu beten, wenn ihr sie mit jener vergleicht, die ihr gebrauchtet, bevor ihr dieses Wort gehört habt! Warum? Weil eure Art zu fühlen und die göttlichen Unterweisungen auszulegen anders wurde.

    68.  Jetzt sage Ich euch, Jünger, dass ihr nicht stehenbleiben, noch euch einreden dürft, dass es, um wahre Barmherzigkeit auszuüben, bereits genügt, Mitleid zu fühlen, wie ihr es bis heute getan habt. Nein, Volk, denn vieles gibt es zu läutern, empfindsam zu machen. Es gibt noch viel Egoismus, der bekämpft werden muss, als ob es Unkraut wäre. Es gibt noch viel Kälte, die in geistige Wärme umgewandelt werden muss, damit in eurem Geist schließlich das Gefühl von Liebe aufsteigt, das die Quelle ist, aus der das Mit­gefühl, die Barmherzigkeit und alle edlen und hohen Empfindungen entspringen.

    69.  Dann werdet ihr fähig sein, Arbeiten und Aufgaben in Angriff zu nehmen, denen ihr euch heute nicht gewachsen fühlen würdet, weil euch noch die Kraft dazu fehlt, die der wahren Liebe entspringt.

    70.  Also, Volk: Glaubt ihr, dass ihr untätig auf die Stunde warten müsst, in der euer Geist von dieser Inspiration erleuchtet und euer Herz von diesem Ideal erfüllt wird? Glaubt ihr, dass ihr durch das bloße Vernehmen meines Wortes die Saiten eures Herzens ausreichend empfindsam machen könnt? Nein, Volk. In derselben Zeit, in der ihr meine Lektionen vernehmt, müsst ihr euch denen zuwenden, die leiden, um mit dem Schmerz in Kontakt zu sein, um von dem Leidenskelch eurer Geschwister zu kosten und mit euren Sinnen das Elend, die Verwaistheit, die abstoßenden Laster, die Krankheiten, die euch mit Schrecken erfüllen, die Finsternis, welche die verwirrten Verstandesorgane verdunkelt, den Hunger, den Durst und die Erneuerung der Geistwesen direkt mitzuerleben.

    71.  Nur so werdet ihr zu Meistern derer werden können, die im Leben viel leiden. Denn wenn ihr euch nur durch Studium in meinem Wort und durch Gebete vorbereiten solltet, werdet ihr, wenn ihr euch der Wirklichkeit stellen wollt und die Absicht habt, zu trösten, zu bekehren und zu heilen, betrübt feststellen, dass ihr gegenüber denen, die das erlitten habe, was ihr euch nicht vorstellen könnt, armselig dasteht, und dass diese vielmehr Meister von euch sein könnten aufgrund dessen, was sie ertragen haben, was sie erlebt und erfahren haben. Dann würden eure Lippen verstummen müssen, und ihr könntet denken, dass meine Lehre nicht genügend trostreich und stark ist, um den Menschen ihre Leiden zu lindern und in ihnen den Glauben und die Hoffnung auf meine Gerechtigkeit, auf meine Vergebung und auf meine Liebe zu erwecken.

    72.  Wo könnt ihr die Lektion ausüben, die ihr empfangt, um euch immer mehr vorzubereiten? Die Gelegenheiten dazu gibt es so reichlich, dass ihr ─ wenn ihr zu beobachten versteht ─ werdet feststellen können, dass kein Tag eures Lebens vergeht, ohne dass sich nicht mindestens eine Gelegenheit bietet, Barmherzigkeit auszuüben in irgendeiner der vielerlei Formen, in denen sie ausgeübt werden kann.

    73.  Durch die Gabe der Intuition, die Ich allen Menschen zuteilwerden ließ, könnt ihr viele Dinge entdecken, die im Geheimnis der Herzen verborgen sind ─ viele Tragödien, die nicht nur das irdische Leben eurer Geschwister betreffen, sondern auch ihren.

    74.  Wie kann man in die Intimität jener Herzen eindringen, ohne sie zu verletzen und ohne ihre Geheimnisse zu entweihen? Wie jene verborgenen Leiden entdecken, die das Leben eurer Geschwister überschatten? Ich habe es euch bereits gesagt: Die Intuition, jene Gabe, die Teil der des Geistigen Gesichts ist und die ihre volle Entfaltung in euch durch das Gebet erhalten soll, zeigt euch die Vorgehensweise, den Schmerz eines jeden eurer Mitmenschen zu lindern.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 313

    1.  Ich stärke euer Verstandesvermögen, damit es alles aufnehmen kann, was Ich in diesen Augenblicken auf euch ergieße.

    2.  Dies ist die Zeit der großen Prüfungen und der großen Unterweisungen. Euer Geist weiß dies, und daher nähert er sich angesichts meiner Kundgebung, begierig nach meinen Offen­barungen und meinen Worten. Er begreift, dass er diese Prüfungen nur mit einer großen Zubereitung wirklich nutzen können wird.

    3.  Niemals zuvor hat der Geist der Menschen ein so weites Feld für seine Entfaltung erblickt, und nun beeilt er sich, im Verlangen nach der Wahrheit ― die er verloren hat und nicht wiederzufinden vermag ― in dasselbe einzudringen.

    4.  Wenn Ich die Menschen bei ihrem Suchen allein ließe, würden sie sich verirren. Doch wahrlich, Ich sage euch: Wenn Ich sie nicht verlassen habe, als sie auf dem Weg in ihr Verderben waren ─ wie könnt ihr dann annehmen, dass Ich sie im Stich lassen würde, wenn sie nach der Wahrheit suchen? Daher bin Ich in dieser Zeit zu euch gekommen und habe euch eine Botschaft voller Offenbarungen gebracht, die bald der Leuchtturm und der Weg für den Geist des Menschen sein wird.

    5.  Zuerst bin Ich zu diesem Volk gekommen, das sich nach und nach um meine göttliche Kundgebung schart, und morgen, wenn es stark ist und fähig, zu lehren, werde Ich in ihm zu den anderen Nationen gelangen.

    6.  Begreift die Verantwortung, die diese Worte für euch bedeuten, und lasst euer ganzes Wesen die süße Last seines Kreuzes fühlen.

    7.  Ihr, Volk, seid der Missionar, der in dieser Dritten Zeit dem Geist eurer Geschwister Pfade bahnen wird ─ Pfade der Wahrheit, die den Geist zum Licht und zum Frieden führen. Ihr seid es, die zwischen den Menschen geistige Bande spannen wird, damit die Völker miteinander in Einklang kommen und sich zusammen­schließen.

    8.  Obwohl ihr euch heute unter dem Einfluss meines Wortes befindet, schlaft ihr einen sanften Schlaf, weil ihr euch nicht der Tragweite dieser Zeit, noch der Erhabenheit der Aufträge, die ihr derzeit empfangt, bewusst geworden seid. Aber ihr werdet nicht immer schlafen, bald kommen die Stürme, um das Laubwerk dieser Bäume zu schütteln, in deren Schatten ihr so oft die göttliche Nachtigall trillern gehört habt. Doch wenn ihr einmal seht, wie die Äste gerüttelt werden, und der Baumstamm knarrt ─ wenn ihr seht, wie die Blätter, die Früchte und die Nester herabfallen, dann werdet ihr euch bewusst werden, dass ihr geschlafen habt, weil ihr nicht die Stimme vernehmen wolltet, die euch aus der Unendlichkeit warnte, die unermüdlich zu euch sprach, damit ihr wachsam leben würdet und euch niemals der Schmerz überfiele.

    9.  Wäre es nicht besser, wenn ihr jetzt beim Klang meiner Stimme erwachen würdet, als morgen vom Getöse des Unwetters?

    10.  Bald werdet ihr mein Wort nicht mehr vernehmen, und wenn ihr es nicht so beherzigt, wie es ein wahrer Schüler meiner Lehre tun sollte, werdet ihr morgen weinen müssen. Doch ihr werdet dann nicht sagen können, dass Ich zu euch nicht von Gefahren oder Verfolgungen gesprochen habe. Denn dann werdet ihr euch mit größter Klarheit daran erinnern, wie Ich während der Zeit meiner Kundgabe das Verstandesvermögen aller meiner Stimm­träger gebrauchte, um euch fortwährend zu sagen: Wacht und betet, denn der Kampf wird groß sein, und ihr müsst dann stark sein.

    11.  Ich werde einen vorbereiteten Weg hinterlassen, einen Pfad voller Licht für den Geist. Ich werde als Meister euch gegenüber meine Aufgabe erfüllen. Und später wird jeder von denen, die sich in dieser Zeit geistig an meinen Tisch gesetzt haben, um das Brot meines Wortes zu essen, Mir von jeder der Aufgaben Rechenschaft ablegen müssen, die ihm für sein geistiges Tagewerk anvertraut worden sind.

    12.  Was wäre die Antwort, die ihr Mir gerne in dem Augenblick geben würdet, in dem Ich euch um die Frucht eures Kampfes bitte? Selbstverständlich wünscht ihr euch in diesen Augenblicken, dass eure Antwort in jener Stunde gut ausfällt. Daher sage Ich euch, dass ihr schon jetzt etwas dafür tun möget, damit euer Geist auf seinem Weg eine wertvolle Frucht erntet, die ihn jenen Augenblick mit Zuversicht erwarten lässt.

    13.  Wahrlich, Ich sage euch, euer Geist wird diesen ent­scheidenden Zeitpunkt unwiderruflich durchleben. Warum dies also ignorieren und denken, dass euer Geist schließlich erst nach diesem Leben dem Vater seine Ernte überreichen muss?

    14.  Ich gebe euch Zeit, damit ihr meditiert und der Mission gerecht werdet, die euer Geist in dieser Zeit auf Erden erfüllen soll.

    15.  Erkennt, dass Ich als Meister euch gerecht und liebevoll behandle, dass Ich euch alle Mittel zur Verfügung stelle, damit ihr den Frieden erlangt, den ihr erringen sollt.

    16.  Ebenso, wie es solche gibt, die niemals von dieser Erde scheiden möchten, gibt es auch solche, die davon träumen, sie für immer zu verlassen. Den einen wie den anderen sage Ich, dass es weitgehend von ihnen abhängt, dass ihr Wunsch in Erfüllung gehe.

    17.  Wenn der, der sich danach sehnt, zum Geistigen Tal zurückzukehren, seine Aufgabe auf Erden abgeschlossen zurück­lässt, wird er sich zu jenen Wohnstätten erheben, und es wird keinen Grund mehr geben, weiterhin zu dieser Welt zurückzukehren. Dem dagegen, der eine große Neigung zum Materiellen fühlt, wird ─ wenn er das Leben zum Wohl seines Geistes zu nutzen versteht, indem er für die anderen Gutes bewirkt ─ gewährt werden, so oft mit Wonne in seinem Geist zurück­zukehren, wie es notwendig ist. Aber wenn jener, der sich danach sehnt, das menschliche Leben zu verlassen, und der das Geistige Leben ersehnt, seine Aufgabe nicht erfüllt hat, und wenn jener, der für immer auf der Erde wohnen möchte, die Gelegenheit nicht zu nutzen versteht, die das Leben ihm bietet, werden beide ihre Wünsche nicht in Erfüllung gehen sehen: Der Erstere wird zur Welt zurückkehren müssen und das Geistige Tal verlassen müssen, um erneut zur Erde zurückzukehren ─ unauf­hörlich ─ bis er seine Aufgabe erfüllt und die Frucht erntet, die er viele Male ablehnte. Der Zweite wird in der Geistigen Welt zurückgehalten werden müssen, bis er, in Übereinstimmung mit seinem Gewissen, in sich den festen Vorsatz fasst, auf Erden die Aufgabe zu erfüllen, die er immer zurückließ, ohne sie zu verwirklichen.

    18.  Glaubt nicht, dass Ich euch tadle, wenn ihr Mir Liebe für euer Leben auf der Welt zeigt. Wenn euer Verlangen edel ist, und ihr das Erdendasein wünscht, um meinem Namen Ehre zu machen, werde Ich euch nichts vorzuwerfen haben. Aber wenn eure Verwurzelung in der Welt unsinnigen Zielen oder niederen Leidenschaften gehorchen sollte, dann werde Ich der Erste sein, der euch sagt, dass ihr nicht würdig seid, diese Welt zu bewohnen, die Ich mit Segnungen für den Fortschritt eures Geistes überhäuft habe.

    19.  Liebt Mich, lebt in meinem Gesetz, seid in Einklang mit allem und allen, dann wird der Ort, an dem ihr wohnt, gleichgültig sein. Denn das, was allein zählt, wird eure geistige Erhebung sein.

    20.  Ihr wisst nicht, wie verdienstvoll es für den Geist ist, sich inmitten seiner menschlichen Lebensumstände zu erheben, indem er alle Versuchungen der Welt überwindet. Um diese Verdienste zu erwerben, erlaubte Ich eurem Geist, Mensch zu werden, und ließ Ich ihn auf materiellen Welten wohnen, weise von Mir vorbereitet.

    21.  Jede Welt, jede Wohnstätte wurde geschaffen, damit der Geist sich auf ihr entwickle und einen Schritt auf seinen Schöpfer zu tue und so, immer weiter auf dem Weg der Vervollkommnung vorankommend, Gelegenheit habe, weiß, rein und wohl­gestaltet ans Ziel seines Reiseweges zu gelangen, auf den Gipfel der geistigen Vollkommenheit, was eben gerade das Wohnen im Reich Gottes ist.

    22.  Wem erscheint es unmöglich, schließlich im Schoß Gottes zu wohnen? Ach, ihr armseligen Verstandesmenschen, die ihr nicht wirklich nachzudenken versteht! Habt ihr schon vergessen, dass ihr aus meinem Schoß ins Dasein tratet, das heißt, dass ihr bereits zuvor in ihm existiert habt? Es ist doch nichts Seltsames daran, dass alles, was dem Quell des Lebens entsprang, zu seiner Zeit zu ihm zurückkehrt. Jeder Geist war, als er aus Mir ins Leben trat, jungfräulich rein; doch hernach befleckten sich viele auf ihrem Weg. Dennoch ─ da alles von Mir in weiser, liebevoller und auf Gerechtigkeit bedachter Weise vorausgesehen wurde, ging Ich unverzüglich daran, auf dem Weg, den meine Kinder durchlaufen mussten, alle notwendigen Mittel für ihre Rettung und Erneuerung bereitzustellen.

    23.  Auch wenn jene geistige Jungfräulichkeit von vielen Wesen geschändet wurde, wird der Tag kommen, an dem sie sich von all ihren Verfehlungen läutern und dadurch ihre ursprüngliche Reinheit zurückgewinnen. Die Läuterung wird in meinen Augen sehr verdienstvoll sein, denn der Geist wird sie durch große und fortwährende Prüfungen seines Glaubens, seiner Liebe, seiner Treue und seiner Geduld errungen haben.

    24.  Ihr alle werdet auf dem Weg der Arbeit, des Kampfes und des Schmerzes zum Reich des Lichts zurückkehren, von wo aus ihr es nicht mehr nötig habt, in einen menschlichen Körper zu inkarnieren, noch in einer Welt aus Materie zu leben, denn dann wird euch euer geistiges Wirkungsvermögen bereits befähigen, euren Einfluss von einer Welt zur anderen fühlbar zu machen und euer Licht zu senden.

    25.  Warum hemmt ihr euren Geist, indem ihr seinen Fortschritt verhindert und damit seinen Einzug in das Reich des Lichts ver­zögert, wo alles (herrlich) Große existiert, wonach ein Geist trachten kann?

    26.  Arbeitet unablässig, auch wenn es nur ein wenig täglich ist, immer mit dem Gedanken, zu der Heimstatt zu gelangen, die dem Geist wirklich entspricht ─ zu jener Heimat, die Ich manchmal das Gelobte Land nenne, in der man keine Tränen vergießt, noch leidet, noch stirbt.

    27.  Zu diesem Zustand der Erhebung und des Lichts führt diese Lehre den Geist ─ die Lehre, welche Weg, Leuchtturm, Nahrung und Wanderstab ist.

    28.  Gesegnet sei ein jeder, der sich beim Vernehmen dieses Wortes auf Flügeln der Gedanken erhebt. Denn wenn er aus seiner Verzückung zum täglichen Lebenskampf zurückkehrt, wird er in seinem Inneren ein brennendes Licht tragen, das ihn Schritt für Schritt vorankommen lassen und ihn jener ewigen Heimat näherbringen wird, aus der ihr alle hervorgegangen seid, und zu der ihr alle zurückkehren werdet.

    29.  Ich werde in diesen Augenblicken zu allen Jüngern sprechen, die lieber ihr Leben hingeben würden, als meinen Geboten nicht zu gehorchen. Lasst mein Wort zu den empfindsamsten Saiten eures Herzens gelangen, denn in den kommenden Zeiten werdet ihr euch oftmals auf dieses Wort stützen.

    30.  Wenn ihr meine Essenz wirklich bewahrt, werdet ihr nicht zu denen gehören, die das Aufhören meiner geistigen Kundgebung beklagen, da ihr meine Offenbarungen und Unterweisungen zu bewahren verstandet. Weder Trübseligkeit, noch Traurigkeit, noch Aufbegehren, noch Verstörtheit wird es bei euch geben, weil ihr alles gemäß meinen Verheißungen in Erfüllung gehen sehen werdet, und nicht einen Augenblick lang werdet ihr das Verlangen haben, aufzubegehren oder euch der Erfüllung meines Willens zu widersetzen.

    31.  Habt schon heute die volle Erkenntnis darüber, dass jeder, der diesen Schritt auf die Vergeistigung zu, mit Standhaftigkeit tut, bald die Belohnung dafür sehen, meine Gegenwart um sich und in sich fühlen, sich meiner Inspiration erfreuen, und der Fortschritt aller seiner Geistesgaben offensichtlich sein wird. Es wird nicht nur der Glaube daran bestehen, dass Ich euch nahe bin, sondern die Wirklichkeit meiner Gegenwart in eurem Geist.

    32.  Diejenigen, die meinen, dass sie nach 1950 in Stillstand geraten oder Vergeistigung verlieren, irren sich. Denn gerade nach dem Ausbleiben meines Wortes werden einige von euch wirkliche Schritte hin zu Fortschritt und Verständnis in meiner Lehre tun.

    33.  Wenn ihr glaubt, dass ihr während der Zeit meiner Kundgabe große Höhen der Vergeistigung erreicht habt, und dass dies der Grund dafür gewesen ist, dass mein Wort in den Verstandesorganen und auf den Lippen der Stimmträger erblüht sei, so befindet ihr euch in einem großen Irrtum. Denn Ich sage euch in voller Wahrhaftigkeit, dass ihr bisher keinen festen Schritt auf die Vergeistigung zu getan habt, die das Ziel ist, das allen meinen Kindern durch mein liebevolles Wort aufgezeigt worden ist.

    34.  Es ist notwendig, dass der Stimmträger verschwindet, dass ihr meine Gedanken nicht mehr auf den Lippen dieser Geschöpfe vermenschlicht hört, dass ihr jeden Ritus und allen Symbolismus aufgebt, damit ihr die Essenz des Spiritualismus finden könnt.

    35.  Ich sage dies zu den einen und zu den anderen ─ zu denen, die den Fortschritt ihres Geistes und das Erblühen meiner Lehre in dieser Zeit ersehnen, und auch zu den Bewahrern von Traditionen, Gewohnheiten und Bräuchen, die meinen, dass sie, wenn sie ihre materiellen Kulte ausüben, das Gesetz erfüllen.

    36.  Ja, Volk, ihr wisst wohl, dass ihr innerhalb einer reinen, schlichten und essentiell geistigen Lehre, wie es die ist, die Ich offenbart habe, ein weiteres Mal einen äußerlichen Kult geschaffen habt, von dem ihr im Lauf der Zeit geglaubt habt, dass er mein Werk darstellt. Doch die Zeit ist gekommen, in der Ich mit absoluter Klarheit zu euch spreche. Denn nun seid ihr stark genug, um diese Wahrheit kennenzulernen.

    37.  Zusammen mit dem Weizen meines Wortes wuchs auch die Brennnessel und das Unkraut eurer Irrtümer. Doch hier wird eines meiner in der Zweiten Zeit gegebenen Gleichnisse in Erfüllung gehen ─ jenes, das lehrte, das Unkraut zusammen mit dem Weizen wachsen zu lassen, ohne zu versuchen, das Unkraut auszujäten, bevor der Weizen reif ist, weil die Gefahr bestünde, dabei auch die gute Saat auszureißen.

    38.  So wird es in dieser Zeit geschehen, gesegnetes Volk. Die Stunde ist festgesetzt, in der die Sichel meiner Gerechtigkeit herabkommt, um die Felder zu mähen, in die meine Saat gesät wurde, damit ihr euch endlich, nachdem die Wahrheit und die Essenz meines Werkes von jedem menschlichen Einfluss getrennt worden ist, an der Betrachtung meines Lichts erfreuen könnt und euch die Kenntnis dieser göttlichen Offenbarung zu eigen macht.

    39.  Auch die Stunde ist festgesetzt, in der dieselbe Sichel zu jeder Religion herabkommt, um deren Felder zu mähen ─ mit dem Ziel, die Wahrheit von all jenem zu trennen, was sie an Falschem und Unreinem an sich haben.

    40.  Das ganze menschliche Dasein hat sich entwickelt ─ seine Wissenschaft, seine Art zu denken und zu leben, seine Kenntnisse, seine Eroberungen und seine Zielsetzungen. Nur seine spirituelle Seite, nur seinen Geist hat der Mensch vernachlässigt, ohne einsehen zu wollen, dass der Geist einer ständigen Vergewaltigung unter­worfen ist, ohne sich um all die Rechte kümmern zu wollen, die der Geist innerhalb des Lebens besitzt. Und deshalb lebt die Menschheit schon seit vielen Jahrhunderten in geistigem Stillstand.

    41.  Wie wenig geben die Menschen ihrem Geist mit ihren religiösen Kulten! Wie viel Durst, wie viel Hunger, und welch großes Verlangen nach Licht hat der Geist der Menschheit!

    42.  Es ist nur sehr wenig Weizen, den sie hat wachsen lassen, und es gibt viel Unkraut. Doch Ich komme allen zu Hilfe, indem Ich die Felder mit der unversöhnlichen und gerechtigkeitsschaffenden Sichel der Wahrheit mähe, die ihr schließlich auf eurer Welt erstrahlen sehen werdet.

    43.  Ihr Volk, welche die Unterweisungen des letzten Jahres meiner Kundgabe unter euch vernehmt: Lasst zu, dass sie sich in das Subtilste, in das Empfindsamste eures Verstandesorgans und eures Herzens einprägen, damit das Licht des Gewissens, das im Höchsten eures Wesens strahlt, in jedem von euch wirksam werden kann.

    44.  Die Spur, die Ich euch hinterlassen werde, wird aus Frieden bestehen, damit ihr, wenn ihr dies Wort nicht mehr vernehmt und von ihm Zeugnis ablegen müsst, sagt: „Der Meister ging weg und hinterließ uns den Weg mit seinem göttlichen Licht vorbereitet.“

    45.  Meine Spur wird in das Verborgenste eures Herzens eingeprägt bleiben ─ dort, wo das innere Heiligtum ist.

    46.  Es ist notwendig, dass sich mein Wort eurem Verstand einprägt, damit ihr es gründlich studiert. Nur so werden euer Glaube und eure Stärke echt sein.

    47.  Ihr werdet bald erleben, dass viele nicht an das Aufhören meines Wortes glauben werden. Doch wahrlich, Ich sage euch, daran werdet ihr erkennen, dass sie auch nicht an meine Gegenwart geglaubt haben, während Ich Mich in dieser Form kundgetan habe. Diejenigen, die zwischen Zweifel und Glaube hin- und her­geschwankt sind ― auch wenn sie sich den Anschein gaben, einen absoluten Glauben an meine Kundgebung zu haben ― werden gerade jene sein, die leugnen, dass mein Wort aufgehört hat. Denn die, die wirklich an alles geglaubt haben, was Ich euch offenbart und geboten habe, werden nicht fähig sein, eines meiner Worte zu leugnen.

    48.  Jene, die gezweifelt und keinen völligen Glauben gehabt haben, wie es der Glaube eines Jüngers zum Meister sein soll, werden auf ihrem Weg stehenbleiben, indem sie sich von dem monotonen und routinemäßigen Ritus nähren, den sie selbst geschaffen haben. Diejenigen dagegen, die Mir derzeit geglaubt haben, werden zwangsläufig weiterhin an Mich glauben, auch nachdem die Kundgebung meines Wortes zu Ende ist. Sie werden meinen Anordnungen gehorsam sein und das ihnen Mögliche tun, um meine Unterweisungen richtig auszulegen. Sie werden ein Ideal haben: das der Vergeistigung, und werden ein Licht haben, das sie immer begleiten wird: der Glaube.

    49.  Mein Blick wird auf der Arbeit dieses Volkes ruhen, wenn der Zeitabschnitt meiner Kundgabe einmal vorüber ist, um jeden gehorsamen Jünger zu belohnen, indem Ich ihm meine Barm­herzigkeit gewähre, ihn ermutige, in seinem Tagwerk fortzufahren, ihn zu immer neuen Schritten geistigen Fortschritts ermuntere. Ich weiß, dass unter diesem Volk solche sind, die nicht nur an mein Wort glauben, sondern es auch für richtig und vollkommen halten, dass der Vater seiner Kundgabe in dieser Form einen Schlusspunkt setzt, damit das Ringen um die Vergeistigung beginnen kann. Diese Herzen haben die Gewissheit, dass es dann keine Verlassenheit noch Leere geben wird, und dass meine Gegenwart noch fühlbarer sein wird, weil auf diese Weise eine neue Art der Kommunikation mit meiner Göttlichkeit näherkommen wird, eine reinere und vollkommenere Etappe, weil es die Zwiesprache von Geist zu Geist sein wird.

    50.  Nicht mehr fern ist die Zeit, in der sich euch eure Geschwister nähern, um euch über meine Offenbarung auszufragen, euer Zeugnis von den Beweisen verlangen, die Ich euch von meiner Wahrheit gegeben habe. Doch wie unterschiedlich wird die Art und Weise sein, in der die einen und die anderen mein Werk bezeugen werden. Während die einen sich strikt an die Wahrheit halten, die sie vernommen haben, werden die anderen Argumente suchen müssen, um ihre Irrtümer zu rechtfertigen.

    51.  Es ist notwendig, dass Ich so zu euch spreche, geliebtes Volk, damit ihr rechtzeitig nachdenkt und eine genaueste Prüfung eurer Werke, Gedanken, Gefühle, Worte und Vorhaben vornehmt und dabei zulasst, dass es euer Gewissen ist, das diese Selbstbetrachtung und diese Prüfung anleitet.

    52.  Dieser Augenblick ist nötig, damit ihr eure Augen voll der Wahrheit öffnet, weil ihr dann noch berichtigen könnt, falls ihr geirrt habt, und die verlorene Zeit wiedereinholen könnt.

    53.  Groß wird die Befriedigung derer sein, die meine Lehre zum Sieg führen und sie in ihrer ganzen Reinheit und Wahrhaftigkeit bekannt machen. Doch Ich als Meister, der euch sehr liebt, will, dass alle meine Jünger diese Freude erleben.

    54.  Hört Mich, Volk: Ich bewahre in meiner geheimen Schatzkammer viele Wunder für euch auf, um eure Vergeistigung zu belohnen. Aber Ich werde abwarten, bis ihr euch alle als Geschwister vereinigt habt ─ bis ihr alle Gehorsam gegenüber meinen Weisungen zeigt, um dann auf euren Geist und eure Körpermaterie den Strom von Licht, Barmherzigkeit, Trost und Offenbarung zu ergießen, den Ich für die Tage eurer Vergeistigung aufbewahre.

    55.  Größere Klarheit kann dieses Wort nicht haben, das durch alle meine Stimmträger übermittelt wird. Wenn es einmal von allen verstanden worden ist, wird meine Gerechtigkeit darauf bedacht sein, jene in Betracht zu ziehen, die nach größerer Vergeistigung streben, und ebenso, um die Werke derer zu richten, die ihr Reich noch immer auf dieser Welt suchen.

    56.  Wer bewirkte, dass der Mensch von Anfang an eine Orientierung für seine Handlungsweisen suchen würde? Wer veranlasste ihn im Grunde seines Wesens seine unsterbliche Essenz zu suchen? Der Geist. Er war es, der ihm nach und nach offenbart hat, dass ihn eine höhere Natur belebte und ihn erleuchtete.

    57.  Der Mensch hat sich ─ wenn auch nur allmählich ─ mittels der Gabe der Intuition und der Offenbarung und mittels seiner Intelligenz von den frühesten Zeiten seines Daseins an der Aufgabe gewidmet, nach seinem Ursprung, seiner Essenz, dem Grund für sein Dasein, seines Aufenthaltes auf der Welt und dem Zweck, für den er geschaffen wurde, zu suchen.

    58.  Seit er sich bewusst wurde, dass es in ihm Fähigkeiten gab, die ihn von den anderen Geschöpfen unterschieden, erwuchs in ihm die Vorstellung, dass ihm unter allen Wesen der Schöpfung eine höhere Bestimmung vorbehalten war, und allmählich wurde im Verborgenen seines Wesens das intuitive Wissen von einem Gott, von der Existenz des Geistes geboren, und daher das Bedürfnis, Jenem eine Verehrung oder eine geistige Opfergabe darzubringen, von Dem er fühlte, dass er aus Ihm hervorgegangen war.

    59.  Dies war der Ursprung der geistigen Entwicklung der Menschheit ─ eine Entwicklung, die nicht bei allen Menschen gleich war. Denn von diesen ─ geteilt in Rassen und getrennt durch Nationalitäten, Gewohnheiten und Sprachen ─ haben die einen schnellere Fortschritte gemacht als die anderen, haben die einen eine Art und Weise gehabt, Gott ihre Verehrung darzubringen, und die anderen haben andersartige Formen angenommen.

    60.  Auf alle Menschen habe Ich Licht verströmt und ihnen damit die einzige existierende Wahrheit offenbart; aber ihr seht ja, wie jeder Mensch und jedes Volk in unterschiedlicher Weise fühlt, denkt, glaubt und interpretiert.

    61.  Jene verschiedenartigen Denkweisen der Menschen haben ihre Entzweiungen verursacht, da jedes Volk und jede Rasse anderen Wegen folgt und andersartige Ideale pflegt.

    62.  Die Mehrheit hat sich vom lichtvollen und wahren Pfad entfernt, in der Meinung, dass die Erfüllung des Göttlichen Gesetzes übermenschliche Opfer, Entsagungen und Anstrengungen bedeutet, und hat es vorgezogen, für sich selbst Religionen und Sekten zu gründen, deren Gesetzeserfüllung und Kulthandlung für sie leichter zu befolgen sind. Auf diese Weise glauben die Menschen, das Verlangen nach Licht und Erhebung beschwichtigen zu können, das sie in ihrem Geist fühlen.

    63.  Viele Jahrhunderte und viele Zeitalter sind vergangen, ohne dass die Menschen sich bewusst wurden, dass die Erfüllung meines Gesetzes kein menschliches Opfer ist und dass siehingegen sehr wohl Leib und Geist der Welt zum Opfer bringen, wenn sie meine Gebote missachten. Sie haben sich nicht klar gemacht, wollten nicht begreifen, dass, wer nach meinem Wort lebt, das wahre Glück, den Frieden, die Weisheit und die Herrlichkeit finden wird, welche die vermaterialisierten Menschen sich auf so andersartige Weise vorstellen.

    64.  Die moralische und wissenschaftliche Welt, die euch umgibt, ist das Werk von Menschen mit materialistischen Idealen ─ von Menschen, die nur die materielle Verbesserung der Menschheit erstrebt haben, und Ich habe ihnen erlaubt, ihr Werk zu tun, es bis an seine Grenze durchzuführen, seine Folgen kennenzulernen und seine Früchte zu ernten, damit sie daraus das Licht der Erfahrung ziehen können. In jenem Licht wird sich meine Gerechtigkeit offenbaren, und in jener Gerechtigkeit wird mein Gesetz gegenwärtig sein, welches die Liebe ist.

    65.  Wenn die Menschen einmal ihre Irrtümer erkennen und sich auf die Suche nach dem wahren Weg machen, wird dies geschehen, weil sie erwacht sind, weil sie bereut haben, weil sie erleuchtet worden sind, und dann werden ihre Werke nicht nur eine menschliche Zweckbestimmung, sondern auch die geistige haben.

    66.  Jedes Volk, jede Religion, Sekte, Wissenschaft und jeder Mensch trägt in sich seinen Anteil  an Falschem und an Irrtümern, ebenso wie seinen Anteil an Wahrheit. Doch der Zeitpunkt wird kommen, an dem die Notwendigkeit, sich zu vereinigen, sie wie eine mächtige und unwiderstehliche Kraft zusammenführt, damit jeder im Verlangen, mit allen in Einklang zu kommen, seinen Samen beiträgt. Dabei wird es Kämpfe, Streitgespräche und Verwirrungen geben müssen. Doch diese werden notwendig sein, damit alle zu dem einzigen Ergebnis gelangen, welches die unwandelbare Wahr­heit meines Daseins und meines Gesetzes ist.

    67.  Am Ende des Kampfes werden die Menschen ─ nun in Frieden mit sich selbst und mit ihren Nächsten ─ begreifen, dass es, um das Ziel des Wissens zu erreichen und den wahren Frieden zu erfahren, unerlässlich ist, in Einklang mit dem Göttlichen Gesetz zu leben, das gerade aus der Liebe des Schöpfers hervorgeht. Gleichzeitig werden sie begreifen, dass es nicht nötig ist, sich zu so vielen und so verschiedenen Religionen zu bekennen, um sich im Guten und in der Moral bewahren zu können, sondern dass es ― um unter allen die wahre Harmonie zu erlangen und eine Moral zu haben, die jenseits des nur Menschlichen ist ― genügt, im Herzen das Wort zu tragen, das ihr Lehre Christi nennt, und um es ganz zu ergreifen, müsst ihr es schlicht und demütig leben und lieben.

    68.  Das Licht der Offenbarung, das Ich euch in dieser Zeit gesandt habe, habe Ich durch meine Übermittler oder Stimmträger in bescheidene und einfache Worte verwandelt, damit die ganze Menschheit es kennenlernt und ihr bei ihrem Erwachen hilft ─ heute, da alle irdische Mittel und Lösungen suchen, um sich vor dem Chaos zu retten, in das die Welt versinkt ─ heute, da niemand versucht, sich geistig zu inspirieren, um bei Mir die Antworten auf seine Fragen und die Lösung seiner Probleme zu finden.

    69.  Mein Wort wird zu den Palästen und zu den einfachen Hütten gelangen, wird an die Türen der Herzen klopfen, die Geistwesen erbeben lassen, die an Körper oder Geist Kranken heilen und trösten, und die verfinsterten Gehirne erleuchten.

    70.  Wohl denen, die es froh empfangen, die es vernehmen und über seinen Sinngehalt meditieren, denn es wird fruchtbarer Same in ihren Herzen sein.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 314

    1.  Ein weiteres Mal habe Ich euch vernommen, und die Vereinigung eurer Gebete ist das beste Loblied gewesen, mit dem ihr Mich beschenkt habt.

    2.  Von jedem von euch löst sich eine Frucht der Liebe, die wie ein Ton der Harmonie mit eurem Vater ist, und die Vereinigung eurer Gedanken bildet ein Konzert voll geistiger Reinheit.

    3.  Bei einigen sehe Ich, dass dieser Ton Gebet ist, Danksagung für die Wohltaten, die sie von Mir empfangen haben.

    4.  Bei anderen ist dieser Gedanke voller Traurigkeit und Bitternis wegen der Missgeschicke, denen sie auf dem Pfad begegnet sind. Doch durch die Vereinigung dieser Gedanken bildet ihr einen Glaubensakt, welcher Huldigung und Hochachtung gegen­über meiner Göttlichkeit ist.

    5.  Dies ist die Zwiesprache, die der Vater vom Geist seiner Kinder erwartete ─ dies ist die Liebesgabe, die ihr Ihm nie schenken wolltet.

    6.  Aber das Gebet, das Ich euch zu allen Zeiten gelehrt habe und das ihr aus Mangel an geistiger Entfaltung nicht immer darzubringen vermochtet, ist das, was euch leiten wird, und unter seinem Licht werdet ihr nun die wahre geistige Zwiesprache mit eurem Gott erreichen.

    7.  Solange ihr unter dem Einfluss meines Wortes seid, verschwindet die Welt mit ihren dornenreichen Wegen für euch.

    8.  Am siebten Tag ruht sich eure Körpermaterie von ihren irdischen Mühsalen aus, und euer Geist ─ frei wie eine Lerche ─ kommt im Verlangen nach der unversiegbaren Quelle meiner Weisheit herbei. Er kommt zu meiner Kundgebung und stärkt sich an der Ausstrahlung meiner Liebe, die Ich ihm bei der Unterweisung meines Wortes anbiete.

    9.  Ich suche nicht Glauben bei den einen oder Ungläubigkeit bei anderen. Ich suche nicht große Verdienste bei den einen oder kleine bei anderen. Nein, Volk. Meine göttliche Liebe ist vollkommen, Ich bin Vater von allen, und wenn Ich euch meine Unterweisung zuteil­werden lasse, gebe Ich euch allen die gleiche Essenz, die gleiche Liebe.

    10.  Wenn die Menschheit in ihrer Gesamtheit mein Wort vernehmen würde, würde es nicht für die einen Segnungen und für die anderen Tadel geben. Entweder wäre mein Tadel allgemeingültig, oder meine Segnung wäre für alle. Aber jetzt ist die Zeit, in der Ich Mich durch das menschliche Verstandesvermögen kundtue, und nicht alle werden diese Kundgebung miterleben. Die Zahl meiner Zeugen, die dazu bestimmt sind, meine Lehre durch einen Stimmträger zu vernehmen, ist sehr klein. Doch wahrlich, Ich sage euch, wenn diese Zeugen sich vorzubereiten verstehen, wird die Menschheit mein Wort durch ihre Lippen vernehmen. Denn alle werden erfahren, dass der Heilige Geist euch mittels des menschlichen Verstandesvermögens gelehrt hat.

    11.  Dafür bereite Ich euch als Vater vor, damit nach 1950, wenn ihr zu den Menschenmengen aufbrecht und in meinem Namen sprechen müsst, mein Wort, welches Wahrheit ist, nicht mit Unlauterkeit und Lüge vermischt wird. Es soll wie ein Strom kristallklaren Wassers sprudeln, denn der Ursprung dieses Wassers, welcher mein Geist ist, ist klar und rein, und das, was von euren Lippen kommt, muss ebenfalls rein sein.

    12.  Ich will, dass ihr immer rein seid, dass ihr wie eine Oase unter den Menschen seid, in der alle nach Wahrheit Dürstenden ihren Durst löschen können und in diesem Wasser nicht die Unreinheit des Schlammes vorfinden.

    13.  Wenn diese Lehrzeit vorüber ist, werdet ihr Mir sagen: „Vater, warum bist Du nur so kurze Zeit bei uns gewesen? Warum bist Du so bald gegangen?“ Doch Ich werde euch antworten: Die Dauer meiner Unterweisung für meine Jünger der Dritten Zeit war durch die Uhr der Ewigkeit festgesetzt, und in dieser werdet ihr die Lektionen der vergangenen Zeiten verstehen und fortsetzen können. Ich habe euch keine andersartige Lehre gegeben.

    14.  Ich muss euch bis zum letzten meiner Worte auf meine Anordnungen hinweisen, damit ihr im Augenblick der Prüfungen nicht wankt. Es ist mein Wille, dass ihr auf jede Frage eine Antwort habt, für jeden Zweifel einen Lichtstrahl, für jede Schwachheit die Stärke meines Gesetzes. Dann werdet ihr in eurer Auftragserfüllung zu siegen vermögen und euren Geist dabei in der schönsten und erhabensten Mission erquicken, die Ich euch seit Anbeginn der Zeiten anvertraut habe, die darin besteht, aus Liebe zu erlösen und zu vergeben, Gutes zu tun ─ nicht zum Wohl von euch selbst, sondern um eurem Vater zu gefallen und euren Geist zu vervoll­kommnen.

    15.  Die Ausübung eurer Mission wird euch den Frieden geben, und wenn ihr einmal stark seid durch die Macht der Liebe, werdet ihr diese Menschheit, die heute nackt, hungrig und krank ist, lehren, dass nur die Ausübung des Guten für ihren Geist den Heilbalsam bringen wird, welcher der Friede Gottes ist.

    16.  Dies wird die Lehre sein, die ihr den Menschen in meinem Namen bringen werdet, wenn sie einmal das Wohlergehen und den Frieden, welcher das höchste Gut des Geistes ist, nicht mehr in der Wissenschaft finden, noch in den Reichtümern, noch in den Zuneigungen dieser Welt. Dann werden sie auf ihrem Weg dem demütigen Bruder, meinem Jünger, meinem Apostel begegnen, der ─ ohne zu prahlen, ohne seine Mission auszu­posaunen, mit seinen Werken der Liebe und Wahrhaftigkeit lehrt. Dann werden die Menschen das Geheimnis des Friedens entdecken und ihr Herz reinigen, um von meinem Reich den vollkommenen Frieden zu empfangen. Denn der Friede der Menschen entsteht oft durch die Furcht vor einander. Dieser scheinbare Friede ist zum Scheitern verurteilt. Damit gibt es keine Ruhe im Geist.

    17.  Kämpft, Jünger, formt im Herzen meiner Kinder ein Reich des Friedens, von dem aus sie in einer besseren Welt leben können, einer starken Welt ─ nicht die gebrechliche, die sie Mir heute präsentieren. Denn mit einem schwachen Hauch oder Erregung der Naturkräfte könnte Ich das eitle und stolze Werk der Menschen zerstören. Aber es ist das Werk meiner Kinder, und Ich respektiere es ─ erlaube, dass es seine Früchte trägt, weil Ich weiß, dass sie schließlich, ihrer Werke müde, die Unterweisungen meiner Liebe annehmen werden.

    18.  Alle meine Werke haben die Liebe und die Gerechtigkeit zum Ursprung. Alles, was ihr seht, was ihr mittels des Verstandesvermögens zu erkennen vermögt, selbst das kleinste der Atome, lebt und bewegt sich auf dem Weg der Liebe und Gerechtigkeit. Denn alles ist von Mir geschaffen worden, und in meinem Geist gibt es keine Unlauterkeit, noch gibt es Unvollkommenheit.

    19.  Viele der großen Werke, die der Mensch Mir zeigt, und denen er sein Leben, seine Kraft und seinen Hochmut gewidmet hat, haben nicht die Liebe und die Gerechtigkeit zum Ursprung, und jedes Werk, das nicht diesen Ursprung hat, wird zerstört werden, und den Menschen wird als Frucht nur das Licht der Erfahrung bleiben.

    20.  Der Mensch hat sein neues Leben auf die Wissenschaft gegründet, indem er forscht und seinen Turm des Hochmuts, seinen Turm von Babel errichtet, von dem aus er Mir keine Verehrung darbringt, Mich nicht anerkennt. Doch wahrlich, Ich sage euch, der Mensch wird in Verwirrung geraten und in seiner Verwirrung seinen neuen Turm von Babel zerstören. Dann wird die Menschheit erkennen, dass der Mensch seit der Ersten Zeit seinen Turm der Eitelkeiten, des Misstrauens gegen Mich errichtete, und die Folgen, die dies in den vergangenen Zeiten hatte, werden sich in der Dritten Zeit wiederholen.

    21.  Der Materialismus, der Hochmut und der Stolz werden niedergeworfen werden, und unter den Menschen wird Verwirrung einsetzen.

    22.  Die Gelehrten werden an ihrer Gelehrtheit zweifeln, die Wissenschaftler werden ─ wenn sie meinen, das Ziel gefunden zu haben ─ auf ein unergründliches Geheimnis stoßen. Die Naturkräfte werden sich gegen die Wissenschaftler wenden, weil sie nicht mit Liebe genutzt worden sind, und es wird Chaos unter den Menschen herrschen.

    23.  Erinnert euch daran, dass Ich der Anfang und das Ende bin, die Wissenschaft und das Wissen. Ich habe den Menschen dieses Licht gegeben, und Ich habe Mich an ihren Werken erfreut, wenn sie sie im Dienst des Guten verwendet haben; wenn sie die Gaben und Fähigkeiten, mit denen Ich sie begnadet habe, für die Entfaltung des Geistes und des Verstandes gebraucht haben. Dann haben sie Mir Verehrung erwiesen, haben sie die Aufgabe, die Ich ihnen anvertraute, treu erfüllt. Doch wenn sie ihre Gaben in den Dienst des Bösen, der Eitelkeit, des Verlangens nach Selbstherrlichkeit gestellt haben, dann haben sie Mir nicht gehorcht, haben den Weg verbogen, haben sie Mich verletzt. Aber in meiner Weisheit habe Ich Mich ihrer bedient, um meine göttlichen Pläne durchzuführen, habe Ich sie als Beispiel für die Menschheit, als Werkzeuge meiner Gerechtigkeit verwendet.

    24.  Bin Ich etwa ein Feind der Wissenschaft? Bin Ich ein Hindernis für den Fortschritt und die Entwicklung meiner Kinder? Wenn jemand dieser Meinung sein sollte, dann deshalb, weil er mein Wort nicht auszulegen verstanden hat, den Vater nicht in seiner Wahrheit begriffen hat. Denn jede Gabe oder Fähigkeit, die es im Menschen gibt, muss Entfaltung haben, weil die Entwicklung Universelles Gesetz ist. Alles in meiner Schöpfung muss sich vervollkommnen, ihr alle müsst zu Mir zurückkehren ─ rein, vollkommen und vervielfacht. Doch wenn Ich für kurze Zeit in das Wollen des Menschen einge­griffen habe, dann deshalb, weil die Sünde und das menschliche Übelwollen eine Grenze hat, welche meine Gerechtigkeit ist.

    25.  Wenn die Menschheit einmal durch diesen Schmelztiegel hindurchgegangen ist, wenn das Licht der Wahrheit sich siegreich über die Finsternis erhebt, dann ─ oh geliebtes Volk ─ werden die Menschen auf festen Fundamenten den neuen Turm errichten, der ein Tempel des Dankes an Gott, ein Heiligtum des Friedens sein wird, in dem es niemals Streit über meine Existenz geben wird, in dem die Erkenntnis des einen die aller sein wird. Dort wird es keine Abgötterei, Mystizismus noch Betrug gegenüber meinem Gesetz geben. Dann werden die Menschen mit meiner Hilfe auf diesem Tränental eine Welt des Friedens errichten, in der alle Tugenden erblühen, in der sich alle Wissenschaften vervollkommnen. Im Schoß aller Institutionen werden sie meine Stimme ertönen fühlen, die ihnen sagen wird: „Liebt einander“, und in ihrem harmonischen Leben werden die Menschen ein Abbild der ewigen Heimat erkennen.

    26.  Wenn der Mensch trotz seiner Unvollkommenheiten so viel entdeckt hat ─ was wird erst geschehen, wenn er wacht und betet und sich Mir nährt? Was wird geschehen, wenn er sich mit Ehrfurcht, Demut und Liebe meinem Quell des Lichts und der Wahrheit nähert? Der Heilige Geist wird auf die Menschen alle Offenbarungen ausgießen, die Er in seiner geheimen Schatzkammer zurückgehalten hat. Wenn dies geschieht, wird es nicht mehr nötig sein, dass der Wissenschaftler sich den Kopf zerbricht und seine Bücher zu Rate zieht, weil sein Geist ihn zum unerschöpflichen Quell meiner Weisheit führen wird. Dort wird er Mich auf ihn wartend antreffen, ihn immer erwartend, um ihm neue und große Lektionen zu offenbaren. So werde Ich die Menschen von Offenbarung zu Offenbarung, von Heimstatt zu Heimstatt, von Vollkommenheit zu Vollkommenheit bis in die Ewigkeit führen.

    27.  Für diese kommenden Zeiten bereite Ich euch vor. Ihr alle werdet Zeugen der Erfüllung dieser Verheißungen sein, ihr alle werdet das Glück haben, eine harmonische Note im Konzert des Herrn zu sein. Wenn Ich Mich bei euren Verstößen gegenüber meinem Gesetz eurer bediene, um meine Gerechtigkeit zu offenbaren, so werde Ich Mich auch dann, wenn ihr in Einklang mit meinen Geboten lebt, eurer selbst bedienen, um euch mit meinen Offenbarungen, mit meinen Liebesbotschaften zu belohnen.

    28.  Heute errichte Ich ein Heiligtum im Herzen meiner Kinder. Aber bei dieser Errichtung muss Ich auf den Beistand von euch allen bauen.

    29.  Welches Heiligtum meint der Vater, oh Volk? ─ das eures Geistes. Denn in dieser Zeit sehe Ich es in Trümmern. Doch Ich werde euch bei seinem Wiederaufbau helfen.

    30.  Das Heiligtum des Herrn hat immer existiert, es hat weder Anfang noch Ende, es ist sein eigenes Werk. Sein göttlicher und unendlicher Geist ist es, der auf eure Zubereitung wartet, damit ihr euch innerhalb desselben fühlt, wo alles Harmonie und Vollkommenheit ist.

    31.  Euer Planet, der ein Atom inmitten der Unermesslichkeit des Universums ist, hat die Aufgabe, ein Abbild jenes harmonischen Tempels zu sein.

    32.  Wenn ihr daher zu dieser Erkenntnis gelangt, die nicht nur Wort oder Theorie sein soll ─ nein, Jünger, die etwas sein soll, das ihr fühlt und lebt, dann werdet ihr die Tempel aus Stein nicht mehr benötigen. Euer Geist wird kein Verlangen nach diesen Orten haben, die ihn daran hindern, seinen Herrn besser kennenzulernen. Er wird die Freiheit suchen, und in der gesegneten Gnade, die Ich ihm anvertraut habe, wird er die Stufenleiter zu seiner Vollkommenheit finden.

    33.  Dies wird dann geschehen, wenn der Mensch sich von Mir begleitet und gesehen fühlen wird, wenn er erkennt, dass es unter seinen Füßen keinen schmutzigen Staub gibt. Dann wird er verstehen, dass sein Heim ein kleines Heiligtum für Mich ist, dass seine Welt, obwohl sie nur ein Atom in der Unermesslichkeit der Schöpfung ist, in ihrer Gesamtheit das universelle Heiligtum Gottes darstellt.

    34.  Alle Welten, auf denen sich meine Kinder vervollkommnen, sind wie ein unendlich großer Garten. Heute seid ihr noch zarte Schösslinge, aber Ich verspreche euch, dass euch das kristallklare Wasser meiner Unterweisungen nicht fehlen wird, und ihr durch deren Bewässerung immer mehr an Weisheit und Liebe zunehmen werdet; bis eines Tages in der Ewigkeit, wenn die Bäume vollreife Früchte im Überfluss tragen, der Göttliche Gärtner sich an seinem Werk erquicken kann, indem Er die Früchte seiner eigenen Liebe kostet.

    35.  So bereite Ich euch vor, Jünger, schlage Ich vor euch das Buch des Lebens auf, damit euch nicht mehr nach einem bestimmten Ort verlangt, um Mich zu verehren ─ damit ihr Mich an jedem Ort und in jedem Augenblick fühlt ─ sei es auf den Feldern, in den Tälern, auf den Bergen oder am Meer. Es genügt eure Anwesenheit an irgendeinem Ort, dass dieser geheiligt ist, weil Ich in euch bin.

    36.  Wenn Ich in dieser Weise zu euch spreche und euch unterweise, geschieht es, um euch von dem Fanatismus frei zu machen, den ihr traditionsgemäß gehabt habt ─ nicht, um einen neuen Fanatismus unter euch zu schaffen.

    37.  Erkennt, dass meine Lehre, obwohl sie tiefgründig ist, schlicht und klar ist.

    38.  Bevor ihr Lehrmeister seid, will Ich euch als gute Jünger sehen, die von Mir lernen, damit euch die Menschen nicht verwirren, damit ihr auf jede Frage mit Bestimmtheit und Wahrhaftigkeit, mit Freundlichkeit und Liebe antwortet, weil ein solches Wort am meisten in die Herzen dringt.

    39.  Ich habe euch gesagt, dass in vielen Fällen ein Wort der Weisheit und Liebe genügt hat, um einen Geist zu retten, dass jenes Wort nicht vergessen worden ist, weil es wie ein Siegel ewigen Feuers in jenem Geist geblieben ist, und er dieses Wort, das seine Rettung gewesen ist, nicht nur in seinem irdischen Leben behielt, sondern sogar im Jenseits. Daher vermache Ich euch mein Wort als Erbe, das wie ein Schlüssel ist, der für die Geistwesen den Weg zum Frieden erschließt. Fürchtet euch nicht vor den Scheidewegen, lasst euch nicht von den Missgeschicken niederdrücken, beseitigt den Zweifel, vertieft euch in meine Lehre, dann wird euch diese Kraft große Beglückung schenken. Wehe den Schwachen, wehe denen, die nicht an meiner Unterweisung erstarkt sind, denn sie werden weiterhin auf dem Weg straucheln!

    40.  Ich will, dass mein Volk, mein Zeuge, mein Jünger, der Starke auf den Wegen sei, damit er die Menschenscharen rettet, die Ich auf seinen Weg stelle.

    41.  Heute vermögt ihr die Stärke eures Geistes noch nicht zu erfassen, weil ihr noch schwach im Glauben seid. Aber ich werde diesen Glauben durch große Prüfungen stark machen. Doch das Vertrauen, das ihr zu Mir habt, müsst ihr auch zu euch selbst haben, da Ich euch die Gaben, die ihr in euch tragt, gegeben habe.

    42.  Bald wird meine Kundgabe durch das menschliche Ver­standesvermögen enden, und nach 1950 werdet ihr Mich nicht mehr durch diese Kundgabe vernehmen. Doch ihr sollt euch nicht an diejenigen wenden, welche Stimmträger oder Gabenträger waren, um Mich anzurufen oder meine Geistige Welt anzurufen. Nicht einmal in der größten Prüfung sollt ihr meinen Willen zu missachten versuchen.

    43.  Bereitet euch vor, damit ihr durch die Kraft meiner Unterweisungen das Eintreten vieler Ereignisse verhindert und diejenigen vermeidet, die meinem Willen entsprechen. Wenn ihr aber schlaft, werden diese Prüfungen eintreten und eure Arbeit erschweren.

    44.  Wie viele Männer und Frauen gehen auf anderen Pfaden als jene, die Ich euch vorgezeichnet habe, obwohl sie in ihrem Geist die gleichen Gaben besitzen wie ihr. Wenn diese Männer und Frauen in euch einen guten Lehrmeister finden, werden sie den Grund für diese Gaben erfahren und in der Kenntnis meiner Unterweisungen eine weitgehende Entfaltung erlangen. Doch wenn sie auf ihrem Weg keinen guten Lehrmeister finden sollten, werden die einen in Verwirrung geraten, andere werden ihre Gaben dazu verwenden, sie nach ihrer eigenen Vorstellung und ihrem eigenen Willen zu entfalten, und wieder andere werden zu Werkzeugen unsichtbarer Mächte, die wohl solche des Lichts sein können, aber auch solche der Finsternis.

    45.  Schlaft also nicht, Jünger, hinsichtlich eurer Auftragserfüllung. Nach 1950 werde Ich euch eine Zeitspanne gewähren, damit ihr über eure Mission nachdenkt und bei dieser Meditation zur Vereinigung der Kenntnisse innerhalb meiner Lehre gelangt. Aufgrund dieser Vereinigung werdet ihr den Ereignissen und dem Kampf die Stirn bieten.

    46.  So warne Ich euch vor allen Prüfungen, und im letzten Jahr meiner Gegenwart unter euch bei dieser Kundgebung werde Ich zu euch über alle Gefahren sprechen und euch die Verhaltensweise mitteilen, um sie zu bestehen.

    47.  Vernehmt wohl, was Ich euch jetzt sage: Im Schoß einer großen Kirche werden die Geistlichen zur Menschheit vom Heiligen Geist sprechen. Sie werden von der Dritten Zeit sprechen. Sie werden von den Sieben Siegeln sprechen. Sie werden einen Ruf an die Völker ergehen lassen und behaupten, die Hundert­vierundvierzigtausend zu erwählen und sie mit dem Kennzeichen zu versiegeln, mit dem Ich die durch meinen Willen Erwählten gekennzeichnet habe. Doch Ich werde alle Menschen heimsuchen, bei den Geistlichen der Menschheit werde Ich Mich durch das Gewissen bekunden und sie großen Prüfungen unterwerfen. Zu jener Zeit werde Ich wissen, welcher von euch Ich Mich bedienen werde, um jenen Beweise zu geben. Ich werde durch eure Vermittlung mit der Überzeugungskraft sprechen, die Ich euch verliehen habe.

    48.  Nicht die Menschen werden es sein, die der Menschheit die Offenbarungen des Heiligen Geistes bekannt machen, denn in den hohen Ratsschlüssen des Herrn ist es Er allein.

    49.  Die Trinitarisch-Marianische Geistlehre hat euch kein Mensch offenbart. Ich als Vater kündigte sie euch schon in der Ersten Zeit durch meine Propheten an. Durch Jesus, das Wort des Vaters, kündigte Ich sie euch an, verhieß Ich sie euch als eine nicht sehr ferne Offenbarung.

    50.  In dieser Dritten Zeit habe Ich ─ indem Ich Mich durch das menschliche Verstandesvermögen kundgab ─ mein Versprechen erfüllt und die Lektionen offenbart, die verborgen waren. Nicht der Mensch ist es gewesen, der eurem Geist die Gaben verliehen hat ─ Ich habe sie euch anvertraut, als ihr aus Mir hervorgingt.

    51.  Nicht der Mensch ist es gewesen, der das trinitarische Symbol auf eure Stirn gezeichnet hat. Es ist der Herr gewesen, der euch im Geist gekennzeichnet hat. Nicht der Mensch ist es gewesen, der eure Aufgabe bestimmt hat, es ist meine allmächtige Stimme gewesen.

    52.  Wie sollte der Vater den Menschen eine solche Entweihung und Irreführung erlauben? Ich, das geopferte Lamm, bin der Einzige, der würdig ist, die Siegel des Buches der Weisheit, des Großen Buches des Lebens, zu lösen, welches die Bestimmung alles Geschaffenen enthält. Ich, das Alpha und das Omega des Göttlichen Wortes, bin der Einzige, der euch die intimen Offenbarungen meiner Göttlichkeit sagen kann. Wie könnte Ich erlauben, dass der weltlich Gesinnte und Ehrfurchtslose die göttlichen Lektionen nach seinem Willen dazu verwendet, die Unwissenden zu übertölpeln und sich unter den Menschen zu erhöhen?

    53.  Es werden Anzeichen dieser Entweihungen in Erscheinung treten, aber dies wird nur geschehen, damit ihr, geliebtes Volk, erwacht. Es werden Zeichen von Entweihung, falschen Zeugnissen, falschen Wundern unter den Menschen zutage treten; falsche Propheten, falsche Kundgebungen werden erscheinen, die man meiner Göttlichkeit zuschreibt. Aber dies wird nur ein Beweis für das Verlangen nach Fortschritt des Geistes, nach dem Kommen des Heiligen Geistes, nach der Erfüllung meiner Prophetien und aller meiner Verheißungen sein.

    54.  Verzögert nicht die Zeit meiner geistigen Ankunft unter den Menschen, seid durch eure mangelhafte Zubereitung kein Hindernis für meine Bekundung unter der Menschheit durch eure Werke. Denn obwohl ihr nicht der Erlöser seid, noch ausposaunen sollt, dass ihr die Menschen retten werdet, noch die einzigen in diesem Werk seid, so seid ihr doch das fruchtbare Erdreich gewesen, das meinen Samen der Erlösung geduldig erwartete. Ihr seid ein Teil meiner Legionen des Lichts, meiner Heere des Friedens und der Wahrheit, die in dieser Zeit bereits für die Grundlegung des Friedens kämpfen. Aber Ich bereite euch vor, damit ihr eurer Mission als das starke Israel gerecht werdet ─ einer Mission die ihr zu keiner Zeit erfüllt habt; die ihr heute jedoch zum Abschluss bringen sollt, damit ihr zu jener Lichtheimat gelangt, die euch erwartet; von der aus ihr weitere Horizonte erblicken werdet, wo ihr meine Gerechtigkeit und meine Liebe ausüben und euch auf die Stufe der Vollkommenheit erheben werdet, bis ihr den Platz einnehmt, der euch im Schoß Gottes zukommt.

    55.  Sind es etwa Phantasien, die Ich euch übermittle? Nein, Volk. Euch als Menschen gebe Ich eine moralische Unterweisung und versehe euch mit Tugend, damit ihr liebevoll und friedlich in eurem Heim lebt, damit euer Brot nicht bitter ist. Meine Lehre bringt Wohlergehen, Ermutigung und Fortschritt, aber eurem Geist genügt diese Nahrung nicht. Eurem Geist mangelt es an einer höheren Speise, um nach dem Tod seiner Körpermaterie seine Reise in die Unendlichkeit fortzusetzen. Für diese Reise gebe Ich dem Geist Unterweisungen, die dem Menschen als Phantasien erscheinen ─ tiefe und selbst für die aufgeweckteste Vor­stellungskraft unergründliche Lektionen. Diesen Schlüssel vertraue Ich eurem Geist an, damit er mit ihm alle Türen öffnet, die er auf seinem Weg antrifft, und er so seine Reise zur geistigen Vervoll­kommnung fortsetzt.

    56.  Meine Lehre enthält alle Unterweisungen. Sie ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Daher sollt ihr sie in allen Augen­blicken eures Daseins befolgen.

    57.  Gebt dem Göttlichen den höchsten Platz in eurem Geist, und gebt der Körpermaterie, was ihr zukommt. Gebt Gott, was Gottes ist, und dem Kaiser, was des Kaisers ist!

    58.  Wenn ihr lernt, in eurem Leben gerecht zu sein, wird euer Schritt fest sein, und Zweifel und Unsicherheit werden ver­schwinden.

    59.  Wenn einmal die Zeit eures Predigens kommt, wenn eure Schwachheiten und überflüssigen Kulthandlungen verschwunden sind ─ wenn ihr euch nur noch mit dem für euren Geist Not­wendigen und Erhebenden beschäftigt, dann werdet ihr euch einer längeren Zeit erfreuen, um mein Werk auszuüben. Wenn ihr auf eurem Weg dann jemandem begegnet, der dessen bedarf, was ihr besitzt, werdet ihr euch nicht wie Thomas zweifelnd zeigen, noch wie Petrus in seinem Augenblick der Feigheit, noch werdet ihr wie Judas schwach sein gegenüber Eitelkeiten und Versuchungen.

    60.  Euer Geist sagt Mir: „Meister, warum vergleichst Du uns mit jenen außergewöhnlichen Geistwesen?“ Doch der Meister sagt euch: Es ist wahr, meine Jünger der Zweiten Zeit waren große Geister, die unter den Menschen für deren geistigen Fortschritt wirkten ─ ein Fortschritt, den die Menschen jener Zeit nicht erreicht hatten, und auch nicht in der gegenwärtigen. Aber sie waren Geistwesen wie ihr und waren auch menschlich wie ihr. Ihre Tugend kämpfte gegen ihre Unvollkommenheiten; aber da ihr Geist stärker war, überwand er die menschlichen Schwachheiten, und sie widmeten sich der Aus­übung meiner Unterweisungen, erreichten aufgrund ihrer Tugend und ihrer Liebe die genaue Befolgung meiner Lehre, und das Beispiel, das jeder von ihnen hinterließ, ist des Meisters, der sie unterwies, würdig gewesen.

    61.  Auch ihr werdet große Beispiele geben, die des Meisters würdig sind, der in dieser Dritten Zeit zu euch gesprochen hat. Zweifelt ihr etwa an Mir und an euch? Ich warte geduldig darauf, dass ihr mein Wort auslegt, und Ich will, dass auch ihr die Menschheit geduldig unterweist.

    62.  Ich, der geduldigste Meister, erkläre euch die Lektion, die ihr nicht verstanden habt, klar und deutlich, und die Prüfung, die ihr nicht zu bestehen verstandet, lege Ich euch erneut in den Weg. Wenn ihr sie dann besteht, wird sich euer Geist stark fühlen und Mir danken. Dann wird der Meister das Buch der Weisheit zur Hand nehmen und euch eine neue Lektion lehren.

    63.  Doch wenn dieses Buch einmal in der Schatzkammer eures Herzens aufbewahrt ist, wird der Meister euch sagen: Ihr seid keine Jünger mehr, ihr seid Meister. Geht zur Menschheit, die meine Offenbarungen nicht kennt, und schlagt vor ihr das Buch der Weisheit auf und unterweist eure Geschwister mit der gleichen Geduld, mit der Ich euch gelehrt habe.

    64.  Wenn Ich euch eure Mängel aufgezeigt habe, geschah dies, damit ihr sie korrigiert. Erinnert auch ihr euch, wenn ihr zu euren Geschwistern geht und bei ihnen die gleichen Mängel antrefft, dass diese sich mit Geduld und mit Liebe korrigieren lassen.

    65.  Habe Ich in meinen Unterweisungen etwa Gewalt gepredigt? Habe Ich etwa eine Peitsche benutzt, um euch zu unterweisen? Nein, Jünger, Ich habe euch liebevoll vergeben. Ihr Männer: Habt ihr bereits Geduld mit eurer Gefährtin? Ihr Frauen: Seid ihr mit eurem Gatten geduldig gewesen? Und ihr beiden Eheleute: Habt ihr Geduld gehabt bei der Erziehung eurer Kinder? Wenn ihr in dieser Weise gehandelt habt, habt ihr wie Ich gehandelt. Wenn ihr nicht so gehandelt habt, vergebe Ich euch. Aber Ich werde euch auf eurem Lebensweg prüfen, bis ihr bestanden habt.

    66.  Ich hinterlasse euch ein weiteres Mal mein Wort als Liebessamen. Wenn ihr ihn aussäht, dann denkt daran, dass auch der materielle Samen nicht in dem Augenblick aufgeht, in dem er gesät wird, und noch viel weniger kann er schon erblühen und Frucht tragen. All dies benötigt Liebe, Verdienste und Opferbereitschaft für die Aufzucht.

    67.  Das Erdreich, das Ich euch gewähre, ist das Herz der Menschheit, das Saatkorn ist meine Offenbarung als Heiliger Geist. Widmet euch eurem bestellten Feld, liebt es, segnet es. Denn durch euer Beispiel werdet ihr neue Arbeiter unterweisen, die mit euch zusammen die Sämänner der Dritten Zeit sein werden.

    68.  Lernt, meine Unterweisung zu erkennen. Wo könnt ihr sie entdecken? Etwa im Wort, das der Stimmträger ausspricht? Nein, Jünger. Meine Unterweisung habt ihr in der Essenz dieses Wortes. Wenn ihr von Geist zu Geist mit eurem Herrn Zwiesprache hält. Wie könnt ihr dann meine göttliche Stimme erkennen? An der Stimme eures Gewissens. Dort werde Ich ewig in euch sein und euch lehren.

    69.  Meine Liebe wird die empfindsamsten Saiten eurer Herzen erzittern lassen. Aber es wird die Übereinstimmung mit eurem Gewissen sein, die euch mein göttliches Konzert vernehmen lässt, und viele von euch werden Mich in der geistigen Gestalt Jesu schauen. Ich muss euch darauf hinweisen, dass die Gestalt Jesu nicht die vollkommenste Art und Weise ist, in der ihr Mich schauen werdet. Wenn Ich euch in vergangenen Zeiten sagte: „Aller Augen werden Mich schauen“, so gab Ich euch zu verstehen, dass ihr alle die Wahrheit erkennen werdet, obschon Ich euch sagen muss, dass Ich Mich der Entwicklung eines jeden Geistes entsprechend begrenzen werde. Doch wenn ihr auf der Stufenleiter zur Vollkommenheit aufsteigt, werdet ihr Mich gewisslich in all meiner Herrlichkeit schauen.

    70.  Versucht jetzt nicht, Mich euch in irgendeiner Weise vorzustellen. Bedenkt: Wenn euer Geist, obwohl er begrenzt ist, Essenz ist, Licht ist ─ welche Gestalt könnte dann der Universelle Geist eures Herrn haben, der weder Anfang noch Ende hat? Lasst das Unergründliche im Innern meines Buches der Göttlichen Weisheit. Wacht und betet, und wenn der menschliche Tod euren Geist einmal in Freiheit versetzt, werde Ich für ihn einen weiteren Schleier in meinem unendlichen Buch der Offenbarungen be­seitigen, damit er den Vater erkennt und sich selbst erkennt ─ damit ihr, wenn ihr zum Jenseits gelangt, bei der Betrachtung einer besseren Welt, einer wunderbaren Welt, die euch erwartet, entzückt seid, welche jedoch nicht die letzte sein wird, die ihr bewohnt.

    71.  Betet, Volk, betet für die Menschheit. Mit eurem Gebet oder ohne dasselbe, bin Ich bei allen. Aber Ich wünsche, dass unter meinen Kindern das Gebot, einander zu lieben, erblüht.

    72.  Ich habe eure Welt besucht, und da Ich eure Nöte sah, habe Ich euch ein Liebesgeschenk hinterlassen. Ihr habt meine göttliche Sprache nicht lernen wollen. Ich jedoch kenne die eure, obschon sie unvollkommen ist.

    73.  Geht festen Schrittes auf meinem Pfad und ihr werdet ihn mit Wundern besät antreffen. Wer hat euch gesagt, dass die Zeit der Wunder vorüber ist? Ist eure Existenz nicht ein Liebeswunder? Ahnt ihr nicht die Gefahr, die eure Umwelt bedroht? Ahnt ihr nicht die Gefahr, die eure Welt umgibt? Warum geht ihr nicht zugrunde? Weil euch ein Liebeswunder beschützt.

    74.  Alles, was euch umgibt, ist von Mir als ein wunderbares Liebeswunder geschaffen worden, um meine vielgeliebten Kinder zu beglücken.

    75.  Die Zeit der Wunder währt ewiglich. Ich bin ein nicht endendes Liebeswunder für alle meine Kinder.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 315

    1.  Gesegnet sei das Volk, das auf den Ruf seines Herrn hin herbeigeeilt ist. Mein Buch öffnet sich vor euch, um euch eine weitere Lektion zu offenbaren. Die Unterweisung, die meinem Geist entspringt, ist Essenz und Leben für den euren. Nehmt und esst davon, denn es ist das Brot ewigen Lebens.

    2.  Ich säe derzeit meine Lehre in das Herz dieser Menschenscharen und werde die Früchte zur gegebener Zeit ernten. Mein Wort wird nicht verlorengehen, weil Ich es im Empfindsamsten eures Wesens bewahre, welches euer Geist ist.

    3.  Stillt euren Hunger und Durst an diesem Tisch der Liebe. Vergesst euer Elend und genest von euren Leiden, damit ihr diese Augenblicke wirklich genießen könnt.

    4.  Das Feuer des Schmerzes versengt euer Herz, und nur das kristallklare Wasser meines Wortes kann es löschen. Daher lade Ich euch ein, Mir zuzuhören, damit ihr lebt und den Frieden zurückgewinnt.

    5.  Ja, Volk, Ich will euch zu Besitzern meines Friedens machen, damit ihr ihn danach auf die Wege und Völker der Erde verteilt. Ich habe euch gerufen, um euch vorzubereiten und euch zu Boten meiner Friedensbotschaft zu machen. Bedenkt, dass ihr nicht die einzigen seid, die Mich in dieser Zeit benötigen, sondern dass die ganze Menschheit, die euch umgibt, nach Liebe und Licht dürstet.

    6.  Fürchtet euch nicht, wenn ihr nicht verstanden werdet ─ mein Licht erleuchtet jedes Verstandesvermögen. Seht in der Unter­schiedlichkeit von Sprachen und Glaubensbekenntnissen keine unüberwindlichen Hindernisse für die Verbreitung meiner Lehre.

    7.  Der Turm zu Babel steht zwar noch, aber ebenso wahr ist, dass das spiritualistische Volk auf der Welt in Erscheinung tritt, und dieses hat die Aufgabe, die Grundmauern dieses Turmes der Spaltungen, Differenzen und des Hochmuts nach und nach zu zerstören.

    8.  Ich will, dass ihr lernt, inmitten des Lebenskampfes Frieden zu halten, damit ihr alle diese Welt weiterhin als eine einzige Wohnstatt, als ein Heim betrachtet, das ─ obschon nur vorüber­gehend ─ die Wärme und die Nahrung bietet, die ihr alle zum Leben benötigt.

    9.  Denkt noch nicht an den Frieden, den euch das Geistige Leben bescheren kann, wenn ihr einmal dieses Leben hinter euch gelassen habt. Denkt an das Viele, das ihr noch auf dieser Welt zu tun habt. Beschäftigt euch lieber damit, möglichst große Verdienste zu erwerben, um einer besseren Welt würdig zu sein. Und wenn ihr daran denkt, so zweifelt nicht daran, dass ihr die Tage, die euch meine Barmherzigkeit auf der Erde gewährt, wohl zu nutzen verstehen werdet.

    10.  Hinterlasst auf eurem Lebensweg eine Liebesspur. Denn falls es nicht so sein sollte, werdet ihr nicht in das Reich des Friedens gelangen können.

    11.  Wenn ihr Mich liebt, wenn ihr an Mich glaubt, wenn ihr Mir gefallen und euch in eurem Geist eine friedvolle Zukunft erarbeiten wollt, dann nehmt diese Unterweisung mit, befolgt sie mit Lauterkeit und Wahrhaftigkeit. Wenn dies geschieht, werdet ihr in eurem ganzen Wesen eine sehr große Stärke und großes Licht erfahren, weil ihr dann Mich zum Vorbild nehmen werdet.

    12.  Wenn euer Kampf einmal zu Ende geht, werdet ihr in eurem Herzen eine unendliche, himmlische Stimme vernehmen können, die euch sagen wird: „Seid gesegnet, die ihr meine Stimme in der Wüste vernommen und an sie geglaubt habt. Denn von diesem Augenblick an habt ihr ein vollkommenes Ideal gehabt, an dem ihr euch inspiriert habt. Gesegnet seien, die den Verleumdungen, Schlägen und Demütigungen standzuhalten vermochten. Denn am Ende habt ihr die Erde erobert, auf der ihr alle eure Wunden stillen werdet. „

    13.  Bewahrt mein Wort auf, oh gesegnetes Volk ─ bedenkt, dass es das feste Fundament eines neuen Turmes sein muss, den die Menschen werden errichten müssen. Doch nicht den Turm, der den menschlichen Hochmut symbolisiert, noch den, welcher der göttlichen Macht und Gerechtigkeit misstraut, sondern den immateriellen Turm, der die geistige Erhebung, die Liebe, die Barmherzigkeit und die Harmonie unter den Menschen versinnbildlicht.

    14.  Um euch bei eurer geistigen Entfaltung beizustehen, ist es unerlässlich gewesen, dass Ich mittels des menschlichen Verstandesvermögens mit diesem Volk hier in Verbindung trat, um euch an mein Gesetz zu erinnern, um euch mein Wort zu erklären und eure Mission zu bestimmen.

    15.  Gesetz, Normen und Ratschläge habe Ich euch anvertraut, damit ihr eure Schritte zu lenken versteht, wenn einmal mein Wort nicht mehr bei euch ist. Jenes Gesetz und jene Normen, die der Menschheit durch das menschliche Verstandesvermögen gegeben worden sind, werden dazu dienen, dass die Menschen, denen Ich Geistesgaben gewährt habe, diese auf den richtigen Weg zu lenken verstehen und so ihre eigene Verwirrung und die ihrer Geschwister vermeiden.

    16.  Ich sage euch aufs Neue, dass euer geistiges Tageswerk nicht leidvoll sein wird. Wenn ihr alle die verschiedenen Gaben und Missionen, die Ich euch anvertraut habe, zu vereinigen versteht, werdet ihr eine Vereinigung bilden, die unbesiegbar sein wird in den Prüfungen, weil ihr euch gegenseitig stärken werdet und euch im Kampf zur Erlangung des Gelobten Landes ermutigen werdet.

    17.  Die Welt verstand es nicht, Mich in der gegenwärtigen Zeit so zu erwarten, wie Mich das Volk Israel in jener Zweiten Zeit erwartete. Meine großen Propheten hatten einen Messias angekündigt, einen Heiland, den Sohn Gottes, welcher kommen würde, um die Unterdrückten zu befreien und die Welt durch das Licht des Wortes zu erleuchten. Je mehr jenes Volk litt, desto mehr sehnte es das Kommen des Verheißenen herbei; je mehr es vom Kelch der Erniedrigung und der Unterdrückung trank, desto mehr sehnte es sich nach der Gegenwart des Messias, und überall suchte es nach Hinweisen und Zeichen, die zu ihm von der Nähe der Ankunft ihres Erlösers sprechen würden.

    18.  Von Generation zu Generation und von Eltern auf Kinder wurde die göttliche Verheißung weitergegeben, die das auserwählte Volk des Herrn lange Zeit hindurch zum Wachen und Beten veranlasste. Endlich kam Ich zu meinem Volk, aber nicht alle vermochten Mich zu erkennen, obwohl Mich alle erwarteten: Die einen taten es in vergeistigter Weise und die anderen in einer materialistischen Auslegung. Aber Mir genügte die Lauterkeit und die Liebe derer, die meine Gegenwart fühlten und im Licht meines Wortes das Himmelreich erblickten und an meine Kundgebung glaubten. Mir genügten jene, die Mir getreulich nachfolgten und in Mir ihren geistigen Erlöser sahen, denn sie waren es, die meine Wahrheit bezeugten, nachdem Ich von dieser Welt geschieden war.

    19.  Obwohl meine Botschaft für alle Völker der Erde bestimmt war, ging mein Ruf an das Herz des auserwählten Volkes, damit es hernach zum Sprachrohr meines Wortes würde. Dennoch ─ nicht nur jenes Volk fühlte meine Gegenwart, auch in anderen Nationen vermochten die Menschen die Zeichen meiner Ankunft zu ent­decken und erahnten die Zeit meiner Gegenwart auf Erden.

    20.  Als Ich der Welt erklärte, dass Ich der Messias sei, und mein Wort als ein Lebensstrom die Herzen zu nähren begann, war überall Hunger und Elend des Körpers und des Geistes. Nur das Licht der Hoffnung erhielt jenes Volk aufrecht, da selbst seine Verehrung Gottes Entweihungen erlitten hatte, indem man sie in einen weiteren abgöttischen Kult verwandelte.

    21.  Hunger, Durst, Krankheit, Knechtschaft, Verwirrung, Aussatz, Finsternis, Elend ─ dies war die Last, die der Kaiser auf die Schultern des Volkes Gottes gelegt hatte. Deshalb wurde der Messias ersehnt, deshalb wurde er von einem Tag zum anderen erwartet, und als mein Wort zu den Herzen gelangte und zu ihnen von Liebe, Gerechtigkeit, von Geschwisterlichkeit und von Freiheit sprach, folgten die Menschenscharen Mir nach. Als meine Hand die Kranken berührte und sie dabei den Frieden und den göttlichen Trost fühlen ließ, schrien sie, ohne sich beherrschen zu können auf Straßen und Plätzen, um davon Zeugnis zu geben, dass Ich der verheißene Christus, der angekündigte Messias sei.

    22.  Doch jetzt, in dieser Dritten Zeit ─ welches Volk hat Mich erwartet? Wer hat gewacht und gebetet in Erwartung der Erfüllung meiner Verheißung? Nur sehr wenige. Denn anstatt sich jenes Volk zum Vorbild zu nehmen, das die Kenntnis der Prophetien von Generation zu Generation weitergab, ist das, was ihr getan habt, mein Wort im Lauf der Zeit auszulöschen. Doch wisst, dass Ich in meinem Wort, das Ich in der Zweiten Zeit als Jesus gab, wiederzukommen versprach, und so die Worte der Propheten früherer Zeiten bestätigte, die nicht nur von meinem Kommen als Mensch sprachen, sondern auch meine Ankunft im Geist ankündigten, in dieser Zeit, in der ihr jetzt lebt.

    23.  Die Zeichen, die von meiner Wiederkunft sprechen würden, ebenso wie die Beweise meiner Gegenwart unter den Menschen waren niedergeschrieben, und sie alle sind in Erfüllung gegangen. Warum erwartete Mich die Welt dann nicht? Die Menschheit leert zurzeit den bittersten Kelch von allen, die der Mensch auf der Welt getrunken hat. Warum hat er Mich dann nicht ersehnt noch Mich gerufen? Weil sein Materialismus einen solchen Grad erreicht hat, dass er Mich aus seinem Leben ausgeschlossen, Mich aus seinem Herzen vertrieben hat. Denn sie sind nicht mehr die Demütigen, die sich vor ihrem Herrn verneigten, um zu beten und seinem Willen zu gehorchen.

    24.  Heute fühlt sich der Mensch groß, weise, stark, mächtig und unabhängig. Er besitzt das Licht der Wissenschaft ─ weshalb sollte er sich nach dem Licht des Geistes sehnen? Er ist Herr der Naturkräfte ─ weshalb also erwarten, dass Ich komme, um ihn von seinen Feinden zu befreien, da er es mit seinen Waffen tun kann?

    25.  Die Menschheit schlief geistig zu dem Zeitpunkt, in dem meine Verheißung in Erfüllung ging, zu euch zurückzukehren. Kein einziges Volk wachte und erwartete Mich. Und bedenkt, dass in der Ersten Zeit die Verheißung des Messias für ein Volk geschah, die Verheißung meiner Wiederkunft jedoch für alle Nationen.

    26.  Wahrlich, Ich sage euch, mein Licht hat seinen Weg bereits wie ein Blitz, von Osten nach Westen genommen, ohne dass die Welt dessen gewahr wurde.

    27.  Mein Wort ist zu euch gekommen und hat ungebildete Menschen erweckt und überrascht, die den Grund für meinen Ruf nicht kannten, um Mich ihres Verstandes zu bedienen und der Welt meine neue Botschaft zu übermitteln.

    28.  Wenn diese Botschaft abgeschlossen ist, werde Ich nicht mehr durch diese Übermittler sprechen, sondern Mich hernach auf subtile Weise in den Geistwesen bekunden. Aber mein Wort, geprägt in die Herzen derer, die es vernahmen, und niedergeschrieben in einem neuen Buch, soll zu den Völkern und Nationen der Welt als Same des Friedens, als Licht des wahren Wissens, als Heilmittel für jedes Übel, das den Körper und den Geist der Menschen quält, gebracht werden.

    29.  Mein Wort wird nicht dann zu den Herzen gelangen, wenn es meine Sendboten wünschen, sondern wenn es mein Wille ist. Denn Ichwerde es sein, der über meine Saat wacht, der ihr das Erdreich bereitet und den Weg bahnt. Ich werde es sein, der es weisheitsvoll, zum rechten Zeitpunkt zu den Völkern, Nationen und Familien gelangen lässt. Es wird hingelangen, wenn man es bereits erwartet, wenn die Herzen wachsam sind und sich an meine Verheißungen erinnern, wenn sie aus ihrem tiefen Traum von Selbstherrlichkeit, Hochmut, Materialismus und Eitelkeit erwacht sind.

    30.  Volk, das sich um die Kundgebung meines Wortes geschart hat: Da ihr nicht in Erwartung meines Kommens zu wachen verstandet, begreift wenigstens den Wert meines Werkes, indem ihr die unendliche Liebe erkennt, mit der Ich zu euch gekommen bin, um euch zu sagen: Da ihr meine Rückkehr nicht erwartet habt, bleibt wenigstens von jetzt an wach, indem ihr für die Rettung der Welt bittet und betet.

    31.  Ich habe euch gesucht, um aus jedem von euch einen Jünger von Mir zu machen, um euch als Erbe mein Wort zu hinterlassen, welches ewiger Same ist, und ─ nachdem Ich meine eigene Saat in euch gesät und sie gepflegt habe ─ euch als meine Stellvertreter in andere Länder zu senden, um dieses Liebesgeschenk all euren Geschwistern zu bringen.

    32.  Ich habe Hunger nach dem Glauben und der Vergeistigung meiner Kinder. Ich habe euch den Geist gegeben, welcher ein Teil von Mir ist, der euch den übrigen Geschöpfen überlegen macht, die diese Welt bevölkern. Der Mensch ist Mir ähnlich aufgrund der Eigenschaften und Tugenden, mit denen Ich ihn ausgestattet habe. Ich habe euch alles gegeben, damit ihr ein an Werken der Liebe und Barmherzigkeit reiches Leben führt.

    33.  Verheimlicht meine Lehre nicht aus Furcht, zurückgewiesen zu werden. Wenn ihr euch in ehrenhafter Weise vorbereitet, wenn ihr euch an die Befolgung meiner Gesetze haltet ─ wer könnte euch dann zurechtweisen? Meine Unterweisungen führen euch zur höchsten Moral und Vergeistigung, und ihr könnt in Frieden mit jenen leben, die ihren Glauben in anderen Formen bekennen, sowie mit denen, die zu anderen Rassen oder anderen Klassen gehören. Ich will nur, dass ihr das Siegel der reinsten Vergeistigung zum Ausdruck bringt, damit ihr als Jünger dieses Werkes erkannt werdet. Fühlt euch deshalb nicht größer noch kleiner als eure Geschwister, fühlt jedoch die Pflicht, ihnen beizustehen, indem ihr ihnen mein Wort nahebringt, damit auch sie zu meinen Jüngern werden können.

    34.  Ich habe euch die Erde gegeben, damit ihr alle sie gleicher­maßen besitzt, damit ihr in Frieden lebt und sie als ein zeitweiliges Heim nutzt, in dem ihr eure Gaben entfalten und euren Geist zubereiten sollt, damit er zu seiner neuen Wohnstätte aufsteigt. Ich habe euch gesagt: „Im Haus des Herrn gibt es viele Wohnungen.“ Ihr werdet sie in dem Maß kennenlernen, in dem ihr euch erhebt. Jede einzelne Wohnstätte wird euch im aufsteigenden Maß näher zu Mir bringen, und diese Wohnungen werden von euch je nach euren Werken erreicht werden. Denn alles ist einer göttlichen Ordnung und Gerechtigkeit unterworfen.

    35.  Niemand wird euren Schritt von einer Stufe zur nächsten verhindern können, und am Ende einer jeden von ihnen wird Jubel und ein Fest in eurem Geist und auch in meinem sein.

    36.  So bereite Ich euch vor, damit ihr wisst, dass der Weg, den ihr zurücklegen müsst, weit ist, und ihr euch nicht mit euren ersten Werken begnügt ─ in der Meinung, dass sie euch das Tor zu jenen Wohnstätten öffnen werden. Auch sage Ich euch, dass es schön und befriedigend für einen Geist ist, zum Ende einer Etappe zu gelangen und innezuhalten, um hinter sich den zurückgelegten Weg mit seinen großen Kämpfen, seinen Tagen der Bitternis und seinen Stunden des Friedens zu betrachten, nachdem er zahllose Hindernisse überwunden hat. Und schließlich der Triumph, die Belohnung und die Ge­rechtigkeit, die um euch herum strahlen, und der Geist eures Vaters ─ gegenwärtig, herrlich, das Kind segnend, es in seinem Schoß ruhen lassend, wo es auf seine nächste Stufe vorbereitet wird und so von einer zu anderen fortschreitend, bis es schließlich zur höchsten Erfüllung gelangt, um dann ewiglich bei Mir zu sein.

    37.  Erfüllt vorerst eure Bestimmung auf der Erde. Bringt Frieden dahin, wo Streit herrscht ─ Liebe, wo Hass regiert, und seid wohltätig, wo der Egoismus herrscht. Wenn ihr einmal ans Ende dieses Weges gelangt, werde Ich euch das, was ihr euren Geschwistern gegeben habt, mit Zinsen zurückgeben.

    38.  Dies ist mein schlichtes und klares Wort, das im Fassungs­bereich eures Verstandesvermögens ist. Ich habe Mich über eure innere Sammlung und Aufmerksamkeit gefreut. Ich sehe in jedem von euch das Bestreben, meine Lehre auszuüben, euch zu erneuern, euch zu vervollkommnen und eine an Geist und Körper gesunde Familie zu bilden, die sich untereinander liebt, sich gegenseitig anerkennt und zu einem einzigen Geist verschmilzt, die der Menschheit Licht, Stärke und Frieden sendet.

    39.  Das Licht meiner Göttlichkeit ist in jedem Gewissen, als höchste Gabe, die der Vater seinen Kindern als Erbe gegeben hat. Ihr seid daher unter all meinen Geschöpfen die erhabensten, da ihr das Licht des Gewissens in euch habt, das euch wissen lässt, wer ihr seid, aus Wem ihr hervorgegangen seid, was eure Bestimmung ist, und wohin ihr geht.

    40.  Jetzt lebt euer Geist in einer Zeit größeren Lichts, in der er einen Schritt nach vorne machen wird, in der er sich in erhöhtem Maß zu Mir erheben wird, der Ich das Ziel eurer Vervollkommnung und Vergeistigung bin.

    41.  Die Leiter, die Jakob in Traumbildern sah, erhebt sich heute strahlend vor jedem Geist und lädt ihn ein, emporzusteigen und die Geheimnisse kennenzulernen, in welche die Menschen nicht einzudringen vermochten.

    42.  Jetzt ist eine Zeit der Klarheit für den Geist und für das menschliche Verstandesvermögen, in der ihr den Inhalt, die Essenz oder den Sinngehalt all jener Offenbarungen zu entdecken verstehen werdet, die euch schon in vergangenen Zeiten gegeben wurden, die ihr jedoch nicht richtig auszulegen vermochtet, weil sie euch mittels einer symbolischen Sprache oder im Gleichnis gegeben worden sind.

    43.  Der Mangel an Vergeistigung der Menschen ist der Grund dafür gewesen, dass das Verstandesvermögen nicht die Wahrheit erkannt hat, die in jedem der Worte oder Gestalten verborgen ist, die in den göttlichen Botschaften enthalten sind. Also hat die Menschheit angenommen, dass sie nur glauben muss, auch wenn es schwer zu verstehen ist. Ich sage euch jetzt, dass Ich für niemanden ein Geheimnis bin, dass ihr durch euren Mangel an geistiger Erhebung, durch euren Mangel an Gebet und euren Mangel an Nächstenliebe und Demut dieses Geheimnis erst schafft.

    44.  Ich kann kein Geheimnis sein, denn Ich bin überall und zeige Mich vollständig in allem, was existiert und euch umgibt. Aber wenn ihr hartnäckig behauptet, Mich nicht zu sehen, wenn ihr eure Augen verschließt, wenn Ich Mich bei euch zeige ― oder vor Mir flieht, wenn Ich euch rufe, werde Ich für euch weiterhin ein undurchdringliches Geheimnis bleiben.

    45.  Wisst ihr, welche Bedeutung jene Leiter hat, die Jakob in Traumbildern sah? Diese Leiter repräsentiert das Leben und die Entwicklung der Geistwesen. Der Körper Jakobs schlief im Augenblick der Offenbarung, aber sein Geist war wach. Er hatte sich zu seinem Vater erhoben, indem er vom Gebet Gebrauch machte, und als sein Geist in die Regionen des Lichts eindrang, vermochte er eine himmlische Botschaft zu empfangen, die als ein Vermächtnis geistiger Offenbarungen und Wahrheiten für sein Volk erhalten bleiben würde, welches die ganze Menschheit ist. Denn Israel ist kein irdischer Name, sondern ein geistiger.

    46.  Jakob sah, dass jene Leiter auf der Erde stand und ihre Spitze den Himmel berührte. Dies zeigt den Weg der geistigen Erhebung an, welcher auf Erden mittels des Fleisches beginnt und der endet, wenn der Geist sein Licht und seine Essenz mit der seines Vaters vereint, fern jedes materiellen Einflusses.

    47.  Der Patriarch sah, dass auf jener Leiter Engel auf- und niederstiegen. Dies versinnbildlicht das unaufhörliche Inkarnieren und Desinkarnieren, das ständige Kommen und Gehen der Geistwesen im Verlangen nach Licht oder auch mit der Aufgabe, wiedergutzumachen und sich zu läutern, um bei der Rückkehr zur Geistigen Welt sich ein wenig höher zu erheben. Es ist der Weg der geistigen Entwicklung, der zur Vervollkommnung führt. Deshalb sah Jakob an der Spitze der Leiter die sinnbildliche Gestalt Jehovas, welche anzeigte, dass Gott das Ziel eurer Vervollkommnung, eures Strebens und die höchste Belohnung von unendlichen Seligkeiten ist ─ als Lohn für schwere Kämpfe, lange Leiden und die Beharrlichkeit, zum Schoß des Vaters zu gelangen.

    48.  Immer fand der Geist in den Schicksalsschlägen und Prüfungen eine Gelegenheit, Verdienste zu erwerben, um aufzu­steigen. Dort, in jeder Prüfung, war immer die Leiter Jakobs versinnbildlicht, die euch aufforderte, eine weitere Sprosse zu erklimmen.

    49.  Dies war eine große Offenbarung, oh Jünger, denn in ihr wurde zu euch in einer Zeit vom Geistigen Leben gesprochen, in der das Erwachen des Geistes zur Verehrung des Göttlichen, des Hohen, Reinen, Guten und Wahren kaum begonnen hatte.

    50.  Jene Botschaft konnte nicht nur für eineFamilie bestimmt sein, nicht einmal für ein einziges Volk; ihre Essenz war geistig und hatte daher universelle Bedeutung. Eben darum sprach die Stimme des Vaters zu Jakob: „Ich bin Jehova, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks. Das Land, in dem du dich befindest, werde Ich dir und deinem Samen geben, und dieser Same wird zahlreich wie der Staub der Erde sein. Ihr werdet euch nach Westen und nach Osten, nach Norden und nach Süden ausbreiten, und alle Geschlechter der Erde werden in dir und deinem Samen gesegnet werden.“

    51.  Diese Botschaft könnte euch dem Anschein nach als von geringer Bedeutung erscheinen, aber sie ist unendlich tief in ihrem geistigen Gehalt. Doch wie könnten die Menschen ihre Essenz entdecken, da sie ihr keine Bedeutung beimaßen, da sie jedes Zeichen oder jede geistige Offenbarung meiden? Ich Selbst musste euch die Auslegung jener Botschaft geben, die Ich euch in einer anderen Zeit gab, als das Erwachen des Geistes auf der Welt kaum begann, um euch bei eurer Mission zu ermutigen.

    52.  Tag für Tag erscheinen Zeichen und gibt es Ereignisse, die zu euch vom Ende eines Zeitalters sprechen.

    53.  Die menschliche Wissenschaft hat die Grenze erreicht, bis zu der der Mensch sie in seinem Materialismus hinführen kann. Denn die am geistigen Ideal der Liebe, des Guten und der Vervollkommnung inspirierte Wissenschaft kann viel weiter kommen, als ihr sie gebracht habt.

    54.  Der Beweis dafür, dass euer wissenschaftlicher Fortschritt nicht die gegenseitige Liebe als Beweggrund gehabt hat, ist der moralische Niedergang der Völker, ist der brudermörderische Krieg, ist der Hunger und das Elend, die überall herrschen, ist die Unwissenheit über das Geistige.

    55.  Voll Hochmut erheben sich die großen Nationen, prahlen mit ihrer Macht, bedrohen die Welt mit ihren Waffen, sind stolz auf ihre Intelligenz und ihre Wissenschaft, ohne sich der Zerbrechlichkeit der falschen Welt, die sie geschaffen haben, bewusst zu sein; denn ein leichter Hauch meiner Gerechtigkeit wird genügen, damit diese künstliche Welt verschwindet. Doch es wird die Hand des Menschen selbst sein, die sein eigenes Werk zerstört; es wird sein Verstand sein, der die Form finden wird, das zu vernichten, was er zuvor erschuf. Ich werde dafür sorgen, dass nur jene menschlichen Werke, die den Menschen gute Früchte beschert haben, überdauern, damit sie weiterhin zum Wohl der kommenden Generationen verwendet werden. Doch alles, was einem verderb­lichen oder egoistischen Zweck dient, wird im Feuer meines unerbittlichen Gerichts zerstört werden.

    56.  Auf den Ruinen einer Welt, die von einer materialistischen Menschheit geschaffen undzerstört wurde, wird sich eine neue Welt erheben, deren Fundamente die Erfahrung sein wird, und die das Ideal ihrer geistigen Erhebung zum Ziel haben wird.

    57.  Stellt euch den Fortschritt einer Menschheit vor, deren Moral der Vergeistigung entspringt; stellt euch eine Menschheit ohne Begrenzungen und Ländergrenzen vor, die alle Mittel zum Leben, welche die Erde ihren Kindern beschert, geschwisterlich teilt. Versucht euch vorzustellen, wie die menschliche Wissenschaft beschaffen wäre, wenn sie als Ideal die Liebe untereinander hätte, wenn der Mensch die Kenntnisse, die er sucht, durch das Gebet empfinge. Bedenkt, wie wohlgefällig es für Mich sein wird, den Kult der Liebe, des Glaubens, des Gehorsams und der Demut von den Menschen durch ihr Lebenzu empfangen, ohne dass sie ihre Zuflucht zu Riten und äußerlichen Kultformen nehmen müssen.

    58.  Dies erst wird Leben für die Menschen sein, denn in ihm werden sie Frieden atmen, werden sie Freiheit genießen und sich nur von dem nähren, was Wahrheit enthält.

    59.  Das Dasein, das ihr auf der Erde führt, hat mehr vom Tod als vom Leben an sich. Es ist für viele eine Hölle, ein Gefängnis, Gefangenschaft, Verbannung. Man kennt darin keinen Frieden, noch kann man sich der Freiheit erfreuen. Weder im Körper noch im Geist existiert Gesundheit, noch gibt es Freuden, die euch ein wenig für so viel Schmerz entschädigen.

    60.  Aber ihr seid bemüht, glücklich zu erscheinen. Ihr denkt darüber nach, wie ihr eure ständigen Misserfolge verschleiert. Ihr setzt eine lächelnde Maske vor euer Gesicht, um vorzutäuschen, dass ihr glücklich seid, und prahlt mit Kraft und Lebensmut, um die Furcht zu verbergen, die ihr vor dem Abgrund habt, den ihr unter euren Füßen aufgerissen habt.

    61.  Früher war die Erde ein Tal der Tränen, derzeit ist sie ein Tal des Blutes. Was wird sie morgen sein? Ein Schlachtfeld rauchender Trümmer, über die das Gerichtsfeuer hinweggegangen ist, das die Sünde verzehrte und den Hochmut der lieblosen Menschen nieder­warf, weil sie ihren Geist vernachlässigten.

    62.  Ebenso werden aus dem Tempel der Weisheit die Händlerder Wissenschaft hinausgeworfen werden, weil sie mit dem Licht Wucher trieben, weil sie die Wahrheit schändeten.

    63.  Von welchen zukünftigen Zeiten spreche Ich gerade zu euch? Ihr wisst es nicht, noch werde Ich sie genauer bestimmen, weil die Geschehnisse immer mehr von der Erfüllung meines Wortes zu euch sprechen werden.

    64.  Während Ich den einen sage, dass sie die ganze Frucht ihrer Werke sammeln sollen, damit das Feuer es vernichtet, sage Ich den anderen, dass sie ihr Saatkorn sammeln und es behüten sollen, damit, wenn der Tag des Gerichts vorüber ist, dieses Saatkorn sich weiterhin als Lebenssamen vermehrt.

    65.  In meiner Unterweisung dieses Tages will Ich euch sagen, dass mein Wort zurückgekehrt ist, um diese Menschheit zu erleuchten, damit sie erwacht und zur Vergeistigung ersteht.

    66.  Die Vorstellung, die die Menschen von Mir haben, ist sehr begrenzt, ihre Erkenntnis über das Geistige sehr gering, ihr Glaube sehr klein.

    67.  Die Religionen schlummern in einem jahrhundertelangen Traum, ohne einen Schritt voranzukommen, und wenn sie erwachen, dann nur, um in ihrem Innern in Erregung zu geraten, und wagen es nicht, den Kreis zu durchbrechen,  den sie sich durch ihre Traditionen  geschaffen haben.

    68.  Es werden die Demütigen, die Armen, die Einfachen und Unwissenden sein, die im Verlangen nach Licht, nach einem reinen geistigen Umfeld, nach Wahrheit und Fortschritt jenen Kreis verlassen. Sie sind es, die die Glocke und den Weckruf erschallen lassen werden, wenn sie die Zeit meiner neuen Offenbarungen im Zeitalter der Vergeistigung kommen fühlen.

    69.  Die Menschen möchten das Geheimnis des Geistigen Lebens entdecken ─ jenes Daseins, in das sie unwiderruflich eingehen werden und welches kennenzulernen sie eben deshalb interessiert.

    70.  Die Menschen fragen, flehen, bitten um Licht, weil sie das Bedürfnis fühlen, sich vorzubereiten. Doch als Antwort sagt man ihnen, dass das Geistige Leben ein Geheimnis sei und dass der Wunsch, den Schleier lüften zu wollen, der es bedeckt, vermessen und blasphemisch sei.

    71.  Wahrlich, Ich sage euch, jene nach Wahrheit und nach Licht Dürstenden werden die Quelle, deren Wasser ihren Durst löscht, nicht auf der Welt finden. Ich werde es sein, der jenes Wasser der Weisheit, das die Geistwesen zu trinken verlangen, vom Himmel herabströmen lasse. Ich werde meinen Brunnquell der Wahrheit auf jeden Geist und jeden Verstand ergießen lassen, damit die Geheimnisse zunichte werden. Denn Ich sage euch noch einmal, dass nicht Ich es bin, der sich für die Menschen in Geheimnisse hüllt, sondern ihr es seid, die sie erschaffen.

    72.  Zwar wird es in eurem Vater immer etwas geben, das ihr niemals erkennen werdet, wenn ihr bedenkt, dass Gott unendlich ist und dass ihr nur kleine Teilchen seid. Aber dass ihr nicht wissen sollt, wer ihr in der Ewigkeit seid, dass ihr für euch selbst ein undurch­dringliches Geheimnis sein sollt und dass ihr abwarten müsst, bis ihr in das Geistige Leben eintretet, um es kennenzulernen ─ dies ist von Mir nicht vorgeschrieben.

    73.  Es ist richtig, dass in den vergangenen Zeiten nicht in dieser Weise zu euch gesprochen wurde und auch keine weitreichende Aufforderung dazu erging, in das Licht geistiger Erkenntnisse vorzudringen; aber in früheren Zeiten verspürte die Menschheit nicht die dringende Notwendigkeit nach Wissen, die sie heute empfindet, noch war sie geistig und verstandesmäßig befähigt, zu verstehen. Wenn sie auch immer suchte und herumstocherte, so geschah dies doch mehr aus Neugierde als aus wirklichem Verlangen nach Licht.

    74.  Damit die Menschen den Weg finden, der sie zu jenem Licht führt, und damit sie in der Lage sind, jenes Wasser der Quelle des Lebens und der Weisheit zu empfangen, müssen sie zuvor jeden äußerlichen Kult aufgeben und aus ihren Herzen jeden Fanatismus beseitigen. Wenn sie dann in ihren Herzen die Gegenwart des lebendigen und allmächtigen Gottes zu fühlen beginnen, werden sie aus dem Innersten ihres Wesens ein neues, unbekanntes Gebet aufsteigen fühlen, voller Empfindung und Aufrichtigkeit, voll Erhebung und Zärtlichkeit, welche das wahre Gebet sein wird, offenbart durch den Geist.

    75.  Dies wird der Beginn seiner Erhebung zum Licht sein, der erste Schritt auf dem Weg zur Vergeistigung. Wenn der Geist dem Menschen das echte Gebet offenbaren kann, wird er ihm auch alle Fähigkeiten offenbaren können, die er besitzt, sowie die Art und Weise, sie zu entfalten und auf den Weg der Liebe zu leiten.

    76.  Noch lebt ihr in einer Zeit, in der ihr die Bücher benötigt, die das Zeugnis meiner Manifestationen enthalten, um in ihnen zu lernen, oder dass eure Geschwister, die mehr wissen, euch ihr Wissen vermitteln. Doch ihr rechnet nicht damit, dass die Zeit der Intuitiven näher rückt ─ derer, die aufgrund von Inspiration sprechen ─ derer, die das Licht im Gebet empfangen ─ derer, die ohne auf der Erde zu lernen, mehr Macht haben als der Wissenschaftler.

    77.  Meine Kundgabe und die meiner Geistigen Welt durch dieses arme, unwissende und ungebildete Volk ist ein Beweis für das, was Ich euch sage ─ der Beginn eines Zeitalters, das mit den Kundgebungen von Geist zu Geist seinen Höhepunkt haben wird.

    78.  Bald wird sich die Menschheit auf dieses Ziel zubewegen, ohne dass es Hindernisse gibt, die sie am Gelingen ihrer höchsten geistigen Bestrebungen hindern könnten. Jeder Mensch hat das heilige Recht, die Wahrheit kennen­zulernen, und niemand darf sich ihm in den Weg stellen, da Ich es bin, der ihn am letzten Ende des Weges erwartet, um ihn mit unendlicher Liebe zu umarmen und ihm all die Schönheit zu zeigen, die die Ewigkeit für jeden von denen bereithält, die mit Liebe nach ihr verlangen ─ für all jene, die Hunger und Durst nach Wahrheit haben.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 316

    1.  Jünger: Hier bin Ich als Meister erneut unter euch. Mein Geist empfängt euren Ruf, und sogleich erhört Er eure Bitte und sendet euch seinen Universellen Strahl, um euch in sein Licht zu hüllen.

    2.  Ich wende Mich den vorbereiteten Verstandesorganen zu, um euch meine Unterweisung zu geben. Aber nicht nur die Stimmträger empfangen meine Gegenwart ─ nein, Ich bin bei allen meinen Kindern, vom Schüler bis zum Jünger. Sie alle fühlen in diesem Augenblick die Gegenwart des Heiligen Geistes.

    3.  In Wahrheit fühlt nicht nur ihr Mich. Von allen Punkten eurer Welt aus erhebt sich der Geist meiner Kinder im Verlangen nach dem Arzt aller Ärzte, um von Ihm Liebkosung, Heilbalsam und Stärkung zu empfangen. Da jetzt die Zeit der Manifestation meines Geistes unter der Menschheit ist, mache Ich Mich bei allen meinen Kindern fühlbar. Ich begrenze Mich und lasse Mich je nach der Entwicklung eines jeden schauen, um damit den Glauben und die Liebe meiner Jünger anzufachen.

    4.  Die Dritte Zeit ist für die Menschheit voll und ganz angebrochen. Es sind etwa 2000 Jahre vergangen, seit Ich euch mein Wort gegeben habe; doch jene Lehre ist trotz der verstrichenen Zeit noch nicht von der ganzen Menschheit erkannt worden, weil Ich nicht von all meinen Kindern geliebt werde. Dennoch bringen Mir alle Verehrung entgegen, alle suchen einen einzigen Göttlichen Geist, welcher der meine ist. Doch Ich sehe keine Einigkeit unter den Menschen, Ich sehe unter ihnen nicht denselben Glauben, dieselbe Erhebung und Erkenntnis, und daher komme Ich als Heiliger Geist, um sie in Mir zu vereinen, um sie mit meiner Lehre der Wahrheit zu vervollkommnen, mit meinem unwandelbaren Wort, mit meinem Gesetz der Liebe und Gerechtigkeit.

    5.  Der größere Teil dieser Menschheit nennt sich christlich; doch der Meister sagt euch: Wenn er wirklich christlich wäre, hätte er mit seiner Liebe, mit seiner Demut und seinem Frieden bereits den Rest der Menschen überwunden. Aber meine schon in der Zweiten Zeit als Testament hinterlassene Lehre ist nicht im Herzen der Menschheit, sie lebt und blüht nicht in den Werken der Menschen. Sie wird in verstaubten Büchern aufbewahrt, und Ich bin nicht gekommen, um zum Menschen über Bücher zu sprechen. Statt eines Buches brachte Ich euch mein Leben, mein Wort und meine Werke, mein Leiden und meinen Tod als Mensch. Der Grund, weshalb der größte Teil der Menschheit, der sich christlich nennt, nicht den Frieden noch die Gnade Christi hat, ist der: Weil die Menschen Ihn nicht zum Vorbild nehmen, weil sie nicht nach seiner Lehre leben.

    6.  Das Reich der Ungerechtigkeit hat unter der Menschheit die Herrschaft übernommen, weil die Menschen meine Offenbarungen missachtet haben. Doch jetzt komme Ich in der Dritten Zeit, um sie an meine Lektionen der vergangenen Zeiten zu erinnern.

    7.  Warum herrscht in der heutigen Zeit das Reich der Ungerechtigkeit? Weil Ich jene herrschen sehe, die Diener sein müssten, und jene, die in Liebe und Demut Herren sein sollten, in der Versklavung sehe.

    8.  Den, der stiehlt und die Gutgläubigkeit der anderen übertölpelt, entdecke Ich als Reichen, und der Gewaltherrscher wird gepriesen und ist von Schmeichlern umgeben. Wer sich mit Menschenblut befleckt, wird auf einen hohen Thron gehoben, und jene, welche Opfer der menschlichen Grausamkeit sind, werden gedemütigt.

    9.  So sehe Ich euer Leben, Menschheit. Ich sehe viele Institutionen mit schönen Namen, aber es geht von ihnen keine Wahrhaftigkeit, Liebe noch Wohltätigkeit aus. Ich sehe, dass sich im Schoß von Sekten und Religionen Geistliche erheben und ihren Gemeinden sagen: „Tut Gutes!“ Doch wahrlich, Ich sage euch: Der einzige, der sagen darf: „Tut Gutes!“, bin Ich. Denn Ich allein tue euch Gutes. Die Menschen sollen immer sagen: „Lasst uns Gutes tun!“

    10.  Ich sehe weder Wahrhaftigkeit noch Aufrichtigkeit, weil die Menschen sich vom Bösen, das herrscht, haben anstecken lassen. Dennoch gibt es solche, die meinem Gesetz treu geblieben sind und die gelitten haben, ohne vom Pfad abzuweichen, den ihnen meine Liebe weist.

    11.  Durch jene, die meinem Gesetz treu geblieben sind trotz der Umwelt, die sie umgibt, sage Ich denen, die leiden: Bleibt beharrlich im Guten, erinnert euch an meine Beispiele der vergangenen Zeiten und lebt sie, dann werdet ihr die menschlichen Schwachheiten überwinden.

    12.  Viele Lektionen offenbarte Ich euch in der Zweite Zeit, und jene Unterweisung war die Vorbereitung, die Ich euch für diese Dritte Zeit gab, da sich euer Geist nicht zu Mir erheben konnte.

    Ich kam zu euch in Jesus, wurde geboren, litt und starb als Mensch. Durch meinen Opfertod öffnete Ich euch die Türen zum Jenseits, damit euer Geist, aus seiner Lethargie er­wachend, sich zu Mir erheben würde. Ich schlug vor euch das Buch der Sieben Siegel auf, das große Buch des Lebens, und wahrlich, Ich sage euch: Durch meinen Opfertod aus Liebe zur Menschheit löste Ich in jener Zeit das Fünfte Siegel.

    13.  Heute komme Ich nicht als Mensch zu euch, Ich komme als Heiliger Geist, um euch zu lehren, damit ihr die Zwiesprache von Geist zu Geist erlangt. Damit jedoch diese Zwiesprache ihre Vollkommenheit erreicht, habe Ich Mich durch das menschliche Verstandesvermögen kundzugeben begonnen. Aber diese Kund­gebung wird 1950 enden, und dann werden diese Schüler zu Jüngern werden und von Geist zu Geist mit ihrem Meister Zwiesprache halten. Obwohl sie in meinen Augen meine Jünger sind, werden sie in den Augen der Menschen die guten Lehrmeister sein.

    14.  Heute bereite Ich euch wie in der Zweiten Zeit vor. Ihr und jene seid dieselben, ihr seid Jünger und Zeugen meiner Unter­weisungen.

    15.  Die Prüfungen haben euch auf eurem Weg in Bedrängnis gebracht. Doch wenn ihr auf ihm auch auf Hindernisse stoßen solltet, werdet ihr Mir nicht den Rücken kehren, werdet ihr Mich nicht verleugnen, weil ihr Zeugen meines Versprechens gewesen seid, zurückzukehren, und ihr es in dieser Zeit erfüllt gesehen habt.

    16.  Ihr könnt in meiner Kundgebung dieselben Unterweisungen wie die der Zweiten Zeit finden; aber in dieser Ära habe Ich euch durch das Licht meines Heiligen Geistes das Unergründliche offenbart, und in der Zwiesprache von Geist zu Geist werde Ich euch weiterhin neue und sehr große Lehren offenbaren. Den ganzen Inhalt des Sechsten Siegels werde Ich euch in dieser Offen­barungsepoche bekannt machen, die euch für die Zeit vorbereiten wird, in der Ich das Siebte Siegel lösen werde. So werdet ihr das Unergründliche immer mehr erkennen; so werdet ihr entdecken, dass die Geistige Welt die Wohnstätte aller Geistwesen ist, das unendliche und wunderbare Vaterhaus, das euch im Jenseits erwartet, wo ihr den Lohn für die Werke empfangen werdet, die ihr mit Liebe und Barmherzigkeit an euren Geschwistern getan habt.

    17.  In dieser Zeit ist euer Geist von meinen Offenbarungen gesättigt ─ sei es, dass er sie durch den Stimmträger empfangen hat, oder mittels seiner Geistesgaben.

    18.  Es ist die Zeit, in der ihr ─ da ihr unter den Menschen nicht einen Bruder findet, der euch Orientierung gibt, euch berät und euch als Stütze dient ─ zu Mir kommt, weil Ich der Göttliche Kreuzträger bin, der euch in euren Schicksalsschlägen aufrichtet und euch tröstet.

    19.  Durch den Spiritualismus habt ihr das kennengelernt, was in eurer Bestimmung die geistige Wiedergutmachung bedeutet, und in der Ausübung meiner Unterweisungen dringt ihr meinem Willen gemäß in die Zukunft ein und betrachtet die Prüfungen, die euch auf eurem Weg zustoßen, als einen Weckruf, wenn ihr nicht wacht und betet.

    20.  Euer Gewissen ist der Richter, der nicht schläft, euch immer rät, für eure Geschwister und für euch selbst zu wachen.

    21.  Warum bringen die Menschen den Völkern Elend und Zerstörung? Warum respektieren sie nicht deren Leben und das ihrer Nächsten? Aus Mangel an geistiger Erhebung, weil sie sich von der Erfüllung meines Gesetzes entfernt haben.

    22.  Könntet ihr in einem Augenblick von Gewalttätigkeit eine mörderische Waffe ergreifen, um euren Bruder zu töten? Nein, Jünger, keiner von euch fühlt sich dessen fähig, selbst wenn Ich ihn schwer prüfen würde. Warum? Weil ihr wisst, dass jedem Geschöpf in seinem Schicksal seine Auftragserfüllung und seine Stunde, zu Mir zurückzukehren, bestimmt ist. Ihr erinnert euch an die Wiedergutmachung, die euch erwartet, wenn ihr euch mit Menschenblut befleckt, und diese Furcht vor meinem Gericht lässt euch das Leben eures Nächsten respektieren, und ihr wünschtet, dass alle den gleichen Respekt fühlen würden. Der Vater sagt euch: Heute ist die Herrschaft der Ungerechtigkeit auf ihrem dritten Höhepunkt. Aber der Spiritualismus, welcher die Offenbarung des Heiligen Geistes ist, wird nicht einen einzigen Winkel der Welt ohne seine Gegenwart lassen, und wenn meine Lehre einmal im Herzen der Menschen Fuß gefasst hat, wird bei allen Menschen guten Willens mein Reich der Gerechtigkeit herrschen.

    23.  Wenn diese göttliche Offenbarung einmal von allen richtig verstanden worden ist, wird es keine Suizide und Morde mehr geben, niemand wird sich das Leben nehmen und noch weniger das seines Nächsten. Der Mensch wird eine umfassende Erkenntnis aller seiner Handlungsweisen haben. Aber zuvor werde Ich ihn weiterhin prüfen, und so wie Ich euch meine Lehre durch das menschliche Verstandesvermögen kundgetan habe, werde Ich, das Wort, Mich allen meinen Kindern hörbar und verständlich zu machen wissen.

    24.  Da Ich euch in der Zweiten Zeit sagte, dass jedes Auge Mich schauen würde, werde Ich euch meine Verheißung erfüllen, indem Ich Mich von allen Menschen in meiner ganzen Wahrheit schauen und fühlen lasse.

    25.  Das ist der Grund dafür, warum der Meister euch ständig sagt, dass eure Mission, meine Lehre zu verbreiten, nicht schwierig und noch weniger unmöglich sein wird. Denn das Erdreich ist fruchtbar geworden, und ihr als die guten Arbeiter werdet täglich mehr lernen, es besser zu bestellen. Wisst jedoch, dass ihr nicht die einzigen Boten oder Stimmträger meiner Lehre sein werdet. Auch die Geistige Welt erfüllt derzeit ihre Mission unter der Menschheit. Beide werdet ihr eure Geschwister zu Wegbereitern meiner Lehre für die kommenden Generationen machen.

    26.  Durch die Natur hattet ihr Zeichen meiner Ankunft in dieser Zeit. Ich gebe der Menschheit derzeit Zeichen und wecke die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler. Denn in diesem Jahr 1950 werde Ich das Herz aller meiner Kinder erschüttern. Viele werden an diesen Prüfungen irre werden, andere dagegen werden erwachen, und nach diesen Geschehnissen werde Ich als Heiliger Geist kommen und ihnen sagen, dass sie meine Jünger aufsuchen sollen, die meine Offenbarungen dieser Dritten Zeit besitzen.

    27.  Wenn sie als Schüler Fehler begehen, werde Ich als vollkommener Meister ihnen vergeben und ihnen durch eure Vermittlung meine Lehre der Zurüstung geben, die Ich euch derzeit durch das menschliche Verstandesvermögen anvertraue. Wenn Ich euch dann alle mit Liebe in den geistigen Sinn meiner Unterweisungen eindringen sehe, werde Ich euch überraschen, indem Ich euch große Offenbarungen kundtue, und voller Freude werdet ihr Mir dann sagen: „Meister, deine Weisheit hat wahrlich kein Ende.“

    28.  Bleibt beharrlich im Guten, Jünger, das euch nicht enttäuschen wird. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr dann ins Jenseits kommt, werdet ihr bei Mir die Ernte eurer guten Werke finden. Dann werdet ihr erleben, wie schön euer Lohn ist. Vorerst wisst ihr nicht, wie er sein wird, und versucht auch nicht, ihn euch vorzustellen. Ich sage euch nur: Wacht und betet. Sät meine Liebessaat mit Worten, mit Blicken, mit Gebeten. Da die Nächstenliebe in vielerlei Formen mitgeteilt wird, handelt so bei euren Nächsten. Wahrlich, Ich sage euch, Mir wird euer heilbringender Gedanke genügen, um euren Wunsch zu dem meinen zu machen und den Notleidenden nach meinem Willen zu geben.

    29.  So will Ich euch sehen, oh Jünger des Heiligen Geistes ─ als Boten des Friedens, als Ärzte des Körpers und des Geistes, als Sämänner der göttlichen Eigenschaften. Niemals sollt ihr aufhören, Trost, Balsam und Frieden zu säen. Auf diese Weise werdet ihr eure Mission bis zum Ende des Tagewerkes erfüllen. Eure Arbeit wird mit meiner göttlichen Liebkosung gekrönt werden, und Ich werde euren Geist mit den ewigen Festgewändern meines Segens stärken.

    30.  Ihr empfangt nun meine letzten Lektionen durch das menschliche Verstandesvermögen, und in ihnen bitte Ich um eure Vereinigung nach 1950. Wenn ihr diese Kundgebung nicht mehr habt ─ wer wird dann meinen Platz einnehmen? Wer wird seine Stimme hören lassen und an die Lehre des Göttlichen Meisters erinnern? Ehrfurcht und Furchtsamkeit werden euch erfassen, selbst die Stimmträger, durch die Ich euch meine Unter­weisung gab, werden Furcht fühlen, selbst die mit ihren Gemeinden vertrauten Gemeindeleiter werden sich nicht trauen, euch mein Wort zu geben. Was werdet ihr dann tun, oh Jünger?

    31.  Volk: Ich werde nun von jenen sprechen, die einst auf der Welt zurückblieben, um von meinem Wort Zeugnis abzulegen: meinen Jüngern der Zweiten Zeit.

    32.  Jesus war nicht mehr da, die Apostel seiner Wahrheit waren auf Missionsreisen, betraten die Städte, besuchten die Heime, schrieben an ihre entfernten Geschwister.

    33.  Das göttliche Wort begann wie eine neue Morgenröte das Leben der Menschheit zu erhellen und vertrieb die Finsternis, in der die Menschen gelebt hatten.

    34.  Meine Lehre, auf den Lippen und in den Werken meiner Jünger, war ein Schwert der Liebe und des Lichts, das gegen die Unwissenheit, das Götzentum und den Materialismus kämpfte. Ein Schrei der Empörung stieg bei denen auf, die den nahen Untergang ihrer Mythen und Traditionen sahen, während gleichzeitig aus anderen Herzen ein Hymnus des Jubels drang angesichts des lichtvollen Weges, der sich für die Hoffnung und den Glauben der nach Wahrheit Dürstenden und von Sünde Belasteten auftat.

    35.  Jene, die das Geistige Leben leugneten, gerieten in Wut, als sie die Offenbarungen über das Himmelreich vernahmen, während die, die jenes Dasein erahnten und davon Gerechtigkeit und Heil erhofften, dem Vater dankten, dass Er der Welt seinen Eingeborenen Sohn gesandt hatte.

    36.  Die Menschen, die in ihren Herzen die gesegnete Sehnsucht bewahrt hatten, ihrem Gott mit Lauterkeit zu dienen und Ihn zu lieben, sahen ihren Weg licht werden und ihren Verstand sich klären, als sie sich in mein Wort vertieften, und sie fühlten eine Belebung in ihrem Geist und in ihrem Herzen. Die Unterweisung Christi als wahres geistiges Brot füllte die unermessliche Leere aus, die in ihnen war, und erfüllte mit ihrer Vollkommenheit und ihrer Essenz alle Sehnsüchte ihres Geistes überreichlich.

    37.  Ein neues Zeitalter hob an, ein lichtvollerer Weg tat sich auf, der in die Ewigkeit führte.

    38.  Welch schöne Gefühle geistiger Erhebung, von Liebe und von Zärtlichkeit erwachten da in jenen, die vom Glauben erleuchtet wurden, um mein Wort zu empfangen! Welcher Mut und welche Standhaftigkeit begleitete jene Herzen, die alles zu erleiden und zu überwinden verstanden, ohne einen Augenblick zu verzagen!

    39.  Etwa weil das Blut des Meisters noch frisch war? Nein, Volk, die geistige Essenz jenes Blutes, welches die materielle Verkörperung der Göttlichen Liebe war, wird nicht trocken, noch erlischt sie jemals; sie ist heute wie damals gegenwärtig, lebendig und lebenswarm.

    40.  Der Grund dafür ist, dass in jenen Herzen gleichfalls Liebe zur Wahrheit vorhanden war, der sie ihr Leben weihten und für die sie sogar ihr Blut hingaben, um damit zu beweisen, dass sie die Lektion ihres Meisters gelernt hatten.

    41.  Jenes hochherzig dahingegebene Blut überwand die Hinder­nisse und die Heimsuchungen.

    42.  Welch ein Gegensatz zeigte sich zwischen der Geistigkeit der Jünger meines Wortes und der Abgötterei, dem Materialismus, dem Egoismus und der Unwissenheit der Fanatiker in alten Traditionen oder der Heiden, die nur lebten, um dem Vergnügen der Körpermaterie zu huldigen!

    43.  Niemals war das Gesetz Gottes so klar, wie es auf den Lippen Jesu war. Daher fühlte sich die Welt bis in ihre tiefsten Wurzeln erschüttert, und viele Völker entfernten aus ihrem Herzen alte Traditionen und widmeten sich dem Wort, das sich den Menschen in Christus verständlich machte.

    44.  Niemals hatte die Welt einen Menschen beherbergt, der größere Unterweisungen offenbart und größere Werke vollbracht hätte.

    45.  Wie viele Geheimnisse enträtselte damals der Mensch? Wie viel Licht durchflutete seinen Geist, sein Herz und seinen Verstand! Jene Worte des Meisters voller Zärtlichkeit, seine weisen, tief­gründigen und zugleich klaren Gleichnisse; jene Vergleiche, für die Er das Kind, die Blumen verwendete, um sich verständlich zu machen; jene machtvollen Werke, die nur für einen Gott möglich waren und welche die Welt Wunder nannte ─ all dies war wie ein neuer Morgentau, der die wie Wüsten trockenen Äcker fruchtbar machte, die im Herzen der Menschen existierten.

    46.  Bis dahin hatten die Menschen noch nicht den geistigen Sinn entdeckt, der in allem vom Herrn Geschaffenen vorhanden ist, selbst in den kleinsten Wesen. Wenn sie ein Kind in ihre Arme nahmen und ihm tief in die Augen blickten und seine Fragen voller Unschuld und intuitivem Wissensdrang vernahmen, da fühlten sie die Gegenwart eines Geistes, eines Wesens, das etwas mehr war als jenes Kind.

    47.  Wenn sie eine zarte Pflanze beobachteten, die unter Gestrüpp verborgen wuchs, entdeckten sie bei ihr sofort den Drang zu wachsen, um die Blüte ihrer Schönheit darbieten zu können und so die Bestimmung zu erfüllen, die der Schöpfer ihr zugewiesen hatte.

    48.  So erwachten jene Menschen, wobei sie den Eindruck hatten, in einer nie zuvor gesehenen Welt zu leben. Dies war so, weil sie blind waren und sehenden Auges nicht sahen, weil sie taub waren und mit hörenden Ohren nichts vernahmen. Doch Ich kam zu den Menschen, um ihnen das Sehvermögen, das Gehör, die Stimme, die Beweglichkeit, den Willen, das Verstandesvermögen und die Empfindungsfähigkeit zu geben, damit ihr Geist, im Gefängnis des Fleisches gefangen, sich aus seinem finsteren Kerker befreien und lernen würde, das Buch des Ewigen Lebens zu lesen und aus­zulegen.

    49.  Fragt euch jetzt, neue Hörer meines Wortes: Gibt es auf der Welt noch jene schlichten und klaren Ausleger der göttlichen Offenbarungen? „Nein“, antwortet ihr Mir aus tiefstem Herzen, weil ihr sehr wohl wisst, dass jeder Schritt, den die Welt in ihrer Wissenschaft voranschreitet, ein weiterer Schritt ist, der sie von der Vergeistigung entfernt. Denn anstatt den Sinn oder die geistige Essenz zu suchen, die alle Wesen enthalten, lag ihr Interesse darin, die Substanz und die rein materielle Kraft zu entdecken.

    50.  Erkennt, weshalb Ich zu den Menschen zurückgekehrt bin, und lasst zu, dass mein Wort in eure Herzen dringt. Denn in dieser Zeit soll ein neues Bekehrungswunder der Vergeistigung und Erhebung unter der Menschheit Wirklichkeit werden. Lernt von Mir, damit ihr die guten Jünger dieser Zeit seid.

    51.  Hier ist das Buch meiner Unterweisungen, das Ich euch derzeit vermache. Darin sind die Niederschriften; sie werden mein Werk unter euch fortsetzen. Wenn ihr Mich einmal nicht mehr in dieser Form vernehmt, werdet ihr meine Lektionen wiederholen, und in ihnen werdet ihr immer neue Offenbarungen entdecken.

    52.  Beim Lesen meiner Unterweisungen werden euch meine Weisheit, meine großen Botschaften und Inspirationen zuteil. An die Erläuterungen der Geistigen Welt werdet ihr euch mit demselben Wohlgeruch erinnern, mit dem ihr sie erhalten habt. Diese Zeit wird dem Studium, der Auslegung, der Zubereitung gewidmet sein, und wenn ihr am wenigsten daran denkt, werden unter euch jene in Erscheinung treten, die meine durch Inspiration empfangene Unterweisung wortgewandt wiedergeben. Aber wie groß wird ihre Zubereitung sein müssen, damit ihnen von den Menschenscharen geglaubt wird. Heute schaut ihr auf diese Stimmträger, die zu euch in Verzückung sprechen, und so groß auch die Ungläubigkeit mancher ist, denkt ihr, dass meine Kundgabe durch diese Übermittler möglich ist. Doch wenn die Menschen einst meine Jünger in ihrem normalen Zustand göttliche Offenbarungen verkünden sehen, werden sie an ihnen zweifeln.

    53.  In eurer eigenen Gemeinde werden sich manche empören, die zweifeln, wenn sie euch unter meiner Inspiration sprechen hören, und ihr werdet eine große Vorbereitung und geistige Reinheit haben müssen, um Glauben zu finden. So werde Ich Mich weiterhin kundgeben, ob es nun einer ist, der euch vernimmt, oder eine Menschenmenge, ob eure Zuhörerschar aus ausgewählten Menschen, aus Ungebildeten oder aus den sogenannten Gelehrten besteht ─ vor den einen wie vor allen werde Ich Mich durch euer Verstandesvermögen kundgeben. Wenn ihr euch vorzubereiten versteht, werde Ich die Beweise geben, die jene erbitten, die euch zuhören. So werde Ich mein Trinitarisch-Marianisches Geistwerk weiterhin aussäen, meine Offenbarung als Heiliger Geist im Herzen der Menschen. Dann werdet ihr begreifen, dass meine Kommunikation mit euch nicht Ende 1950 abgebrochen wird. Denn die Bande zwischen Gott und seinen Kinder sind ewig.

    54.  In der Dritten Zeit verwirklichte Ich mit der Klarheit meiner Kundgebungen das für die Menschen Unmögliche: Mich durch das menschliche Verstandesvermögen mitzuteilen. Begreift Mich, Jünger, denn in der Zwiesprache von Geist zu Geist, die euch erwartet, werdet ihr meine Gegenwart ewiglich fühlen. Wenn ihr euch vorzubereiten versteht, werdet ihr Mir nicht mehr sagen: „Herr, warum kommst Du nicht? Warum siehst Du meinen Schmerz nicht?“ Ihr werdet nicht mehr so zu Mir sprechen. Wahrlich, Jünger, Ich sage euch, wer so zu Mir spricht, wird einen greifbaren Beweis seiner Unwissenheit und seines Unvorbereitetseins geben. Ich will meine Jünger nicht von Mir getrennt sehen, Ich möchte, dass ihr Mir in eurem Geist sagt: „Meister, Du bist unter uns, unser Geist fühlt Dich, Deine Weisheit ist die Quelle meiner Inspiration.“ Dies ist das wahre Bekenntnis, das Ich von euch hören will.

    55.  Ich will in meiner neuen Apostelschar keinen Thomas sehen, Ich will in euch die Hingabe von Johannes sehen, dass ihr alle Mich immer in eurem Geist fühlt. Aber Ich will nicht, dass ihr euch Mir gegenüber als Sklaven fühlt, denn ihr könntet dann in einen neuen Fanatismus geraten.

    56.  In den Augenblicken eurer Auftragserfüllung in meiner Lehre gebt euch geistig ganz hin, und widmet euch in den Augen­blicken eurer irdischen Pflichten diesen mit aller Sorgfalt. Ich sage euch noch einmal, dass ihr euch Mir gegenüber nicht als Sklaven fühlen sollt. Habt wahre Vergeistigung, die meine Lehre vermittelt, damit ihr Gott gebt, was Gottes ist, und dem Kaiser, was des Kaisers ist. Auf diese Weise werdet ihr Frieden haben und werdet glücklich sein bei eurer Auftragserfüllung, ohne stehen­zubleiben. Ihr werdet nicht ausposaunen, dass ihr meine Zeugen seid, sondern mit euren Werken beweisen, dass ihr meine Wahrheit sät.

    57.  Wenn Ich euch mein Wort in dieser Form nach 1950 nicht mehr gebe, setze Ich Mich nicht zur Ruhe, denn mein Universeller Geist ruht niemals. Ich bin ewige Aktivität, immer kämpfe Ich für die Vervollkommnung aller meiner Geschöpfe. Ich bin der Wegbegleiter bei der Entwicklung meiner Kinder, bin ihr Berater; und am Ende jedes Entwicklungsabschnitts bin Ich es, der die Frucht ihrer Auftragserfüllung in meinem Gesetz entgegennimmt.

    58.  Ich bin der vollkommene Gärtner und werde die Früchte nicht abreißen, solange sie grün sind. Ich werde Mich in einen Sturm zu verwandeln wissen, um die Bäume zu rütteln, und werde ihre schlechten Früchte herabfallen lassen, aber die guten wird meine Liebe bewahren, und ewig wird sich mein Geist an ihrem Fortschritt und an ihrer Entwicklung erfreuen.

    59.  Steigt empor auf dem Pfad, der euch auf den Gipfel des Berges führt, und bei jedem eurer Schritte werdet ihr meine Unterweisungen besser verstehen und euch immer mehr vervoll­kommnen bei der Auslegung der göttlichen Botschaft.

    60.  Was ist die Sprache des Geistes? Es ist die Liebe. Die Liebe ist die universelle Sprache aller Geistwesen. Seht ihr nicht, dass auch die menschlicheLiebe spricht? Oftmals braucht sie keine Worte, spricht sie besser durch Taten, durch Gedanken. Wenn sich schon die menschliche Liebe so äußert ─ wie wird dann erst eure Sprache sein, wenn ihr euch in meinen Gesetzen vervollkommnet?

    61.  Geht festen Schrittes, Jünger, werdet nicht feige angesichts der Prüfungen, der Schicksalsschläge. Denkt daran, dass Ich diesen Weg vor euch gegangen bin und ihn durch meine Spur gesegnet hinterlassen habe. Betet für die Menschheit, dies ist eure Aufgabe. Kommt zu Mir, der Ich unerschöpfliche Quelle von Trost und Balsam bin, und bringt dieses Geschenk auch euren Geschwistern.

    62.  In diesem Augenblick dringe Ich in das Herz meiner Kinder ein und verteile meine Liebessaat. Doch welches Herz wird wie fruchtbares Erdreich sein, das die Saat aufgehen lässt? Heute wisst ihr es noch nicht. Aber wenn ihr zu guten Arbeitern werdet, werdet ihr meine Lehre in die Kranken, in die Besessenen, in die Lasterhaften, in die nach Liebe und Frieden Dürstenden zu säen verstehen.

    63.  In alle sollt ihr den unermesslichen Schatz meines Wortes legen, der in eurem Geist immer größer werden wird.

    64.  Wenn ihr alle die Arbeiter des Göttlichen Gärtners seid, wenn ihr alle Mitarbeiter in meiner Liebespflanzung seid, dann deshalb, weil ihr alle euch am Höhepunkt meines Werkes erfreuen sollt.

    65.  Ihr alle werdet euch an meinen Tisch setzen, weil es im Himmel ein Fest geben wird. Ihr alle werdet die klugen Jungfrauen meines Gleichnisses sein. Dort wird es keinen Verlorenen Sohn geben, ihr alle werdet mein Reich eingenommen haben und das schönste und erhebendste Konzert vernehmen. Euer Geist wird das größte Glück erfahren, weil er endlich die große Liebe eures Vaters und Herrn versteht.

    Mein Friede sein mit euch!

  • Unterweisung 317

    1.  Geliebte Jünger: Ich sehe euch vorbereitet, ihr habt euch geistig gesammelt, um die Gnade zu erlangen, mein Wort zu vernehmen und zu verstehen. Auf eurem Weg habt ihr meine Gegenwart gehabt, indem Ich euch das Wunder beschert, euch meinen Schutz gab, oder durch euer Gewissen zu euch sprach. Ich will in eurem Herzen wohnen, um euer Führer und Meister zu sein.

    2.  „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“, sage Ich euch noch einmal. Mein Wort ist das Brot, das euren Geist nährt, meine Gegenwart bringt euch den ersehnten Frieden. Wie viele Prüfungen habt ihr auf der Welt erlebt! Ihr habt Frieden und Trost in irdischen Vergnügungen gesucht, und als ihr ihn nicht gefunden habt, seid ihr zu Mir zurückgekehrt, um Mir zu sagen: „Herr, nur bei Dir finden wir Frieden und Trost für unseren Geist.“

    3.  Israel: Lernt, Mich in dieser Zeit der Heimsuchungen in eurem Gebet zu suchen. Wenn die Prüfungen noch größer werden, so sucht Mich als strahlenden Leuchtturm oder als Rettungsboot. Vertraut auf Mich, denn Ich werde euch zum sicheren Hafen führen. Jeder, der Mich sucht, findet Mich. Jeder Geist, der sich im Glauben an meine Göttlichkeit erhebt, erlangt das Heil. Daher habe Ich euch auf die Welt gesandt und euch gesagt: Wacht und betet für die Menschen, denn sie haben mein Wort nicht vernommen, und nur das Volk Israel vernimmt meine Unterweisung zur Wachsamkeit und zur Zubereitung. Und zur Menschheit wird der Meister sagen: Hier ist der Treuhänder deines Heils, hier ist das Volk Israel, das mein Jünger ist, das sich auf den Weg zu dir machen wird, um dir meine Lektion zu geben, um dir das Brot des Ewigen Lebens zu geben, das du nicht entgegennehmen wolltest, solange Ich es durch das menschliche Verstandesvermögen übergab, weil dir das Mittel unvollkommen erschienen ist, das Ich wählte, um Mich in dieser Zeit kundzutun.

    4.  Wie viele haben mein Wort vernommen, und als sie es nicht verstanden, haben sie sich vom Pfad entfernt. Ich werde sie erneut rufen, werde ihnen Beweise meiner Wahrheit geben, und sie werden an Mich glauben, weil die Lebens- und Ver­geistigungssaat, die Ich in ihr Herz gesät habe, im Glauben erblühen wird. Diese Wahrheit wird in ihnen erstrahlen, und sie werden vor ihren Geschwistern bekennen, dass Ich bei den Menschen gewesen bin und Mich durch das menschliche Verstandesvermögen kundgetan habe.

    5.  Wie könnten die Menschen meine Werke beurteilen und in meine innersten Urteile eindringen? Doch Ich habe ihnen die Willensfreiheit, einen eigenen Willen gegeben, und aufgrund dieser Gaben habe Ich sie der Prüfung unterworfen. Diejenigen, die geglaubt haben, haben in der Prüfung gesiegt, haben ihren Glauben gestärkt, haben sich zu den Regionen des Geistes erhoben, indem sie sich von der Essenz meiner Offenbarungen nährten.

    6.  Wahrlich, Ich sage euch, die Begegnung meines Geistes mit dem euren ist im Jenseits geschehen. Ich habe euch gelehrt, Mich zu suchen, indem ihr euch auf der Leiter des Gebets erhebt und Mir mit dieser Lauterkeit im Geistigen begegnet, weil Ich Mich in dieser Zeit nicht vermenschlicht habe. Ich habe Mich nur des Verstandes und Herzens meiner Geschöpfe bedient, um Mich durch sie kundzutun.

    7.  Ich habe euch dieses Lehrbuch gegeben, damit die zuletzt Gekommenen gleichfalls meine Offenbarungen kennen­lernen. Ich habe die Lektionen wiederholt, habe gesehen, dass viele in mein Werk eingedrungen sind und alles von seinem Anfang an kennenlernen wollen. Darum habe Ich meine Lehre für euch wiederholt. Ich habe euch gesagt, dass Elias durch Übermittlung von Roque Rojas die Dritte Zeit eröffnete, damit ihr auf eurem Weg dem Göttlichen Meister begegnen würdet.

    8.  Wohl dem, der Mich mit Liebe vernimmt, der zu Mir kommt und sein Herz öffnet, um die Essenz meines Wortes zu empfangen, weil er Licht erlangt. Durch diese Weisheit wird er mein Werk verstehen, wird es nach 1950 auszuüben verstehen und sich zu Recht mein Jünger nennen.

    9.  Euch alle will Ich meine Jünger nennen. Aber erinnert euch daran, dass der gute Jünger den Unterweisungen treu sein und seinen Meister nachahmen soll.

    10.  Ihr denkt daran, dass euer geistiger Kampf hier auf Erden groß ist, und euer Geist lässt euch erahnen, dass er, wenn er einmal in jenes Leben eingeht, das ihn jenseits dieser Welt erwartet, weiterhin darum ringen wird, aufzusteigen. Wenn ihr darüber meditiert, erfahrt ihr schließlich eine gewisse Traurigkeit bei dem Gedanken, dass es kein Ausruhen gibt, wenn das menschliche Leben zu Ende ist. Diese Traurigkeit stammt nicht aus dem Geist, sondern aus dem Fleisch, das schwach und kleingläubig ist, weil seine Natur nicht ewig ist und es angesichts der Ewigkeit verzagen muss.

    11.  Für den Geist bedeutet die Ewigkeit seinen größten Segen. Wenn er an die Freude denkt, weiß er, dass diese kein Ende haben wird, und wenn er an seine Wiedergutmachung denkt, weiß er, dass er genügend Zeit haben wird, um seine Verfehlungen wieder­gutzumachen und sich zu vervollkommnen.

    12.  Die geistige Ruhe, wie sie eure irdische Natur versteht und auffasst, gibt es nicht. Die Erholung, die den Geist erwartet, ist Aktivität, ist die Vervielfachung im Tun des Guten, ist das Nutzen eines jeden Augenblicks. Dann erholt sich der Geist, entledigt er sich von Selbstvorwürfen und Leiden, erquickt er sich, indem er Gutes tut, erholt sich, indem er seinen Schöpfer und seine Geschwister liebt.

    13.  Wahrlich, Ich sage euch, wenn Ich euren Geist untätig bleiben lassen würde, damit er ruht, wie ihr euch die Ruhe auf Erden vorstellt, würde sich seiner die Finsternis der Verzweiflung und der Angst bemächtigen; denn das Leben und das Licht des Geistes sowie sein größtes Glück sind die Arbeit, der Kampf, die un­ablässige Aktivität.

    14.  Der Geist, der von der Erde zum Geistigen Tal zurück­kehrt ― die Müdigkeit des Fleisches in sich selbst eingeprägt mitbringt und das Jenseits als ein Ruhelager sucht, um zu ruhen, um zu vergessen, um die Spuren des Lebenskampfes auszulöschen ─ wird sich als das unglücklichste Wesen fühlen und weder Frieden noch Seligkeit finden, bis er aus seiner Lethargie erwacht, seinen Irrtum einsieht und sich zum Geistigen Leben erhebt, das so ist, wie Ich es euch eben gesagt habe: Liebe, Tätigkeit, un­ablässiger Kampf auf dem Pfad, der zur Vollkommenheit führt.

    15.  Hier auf Erden muss sich euer Geist dagegen bedrückt fühlen, da auf ihr alles begrenzt und vergänglich ist. Hier muss er sich wirklich von so viel Sünde und so viel Unreinheit, wie es im menschlichen Leben gibt, erholen. Doch ist es keine Erschöpfung, wie jene, die das Fleisch bedrückt, sondern ein Ekel vor allem Schlechten, ein Abgestoßensein von allem Unlauteren, ein Überdruss daran, immer wieder wegen Unsittlichkeiten oder aus nicht gerecht­fertigten Gründen zu kämpfen und zu leiden.

    16.  Wenn die Menschen aus diesem Leben hier ein reines Dasein gemacht hätten, und ihren Körper zu einer würdigen Wohnung für den Aufenthalt eines Geistes bereitet hätten, dann würde man keine Erschöpfung kennen, noch gäbe es Ekel oder Widerwille; und daher würde der desinkarnierte Geist nicht mit dem Verlangen nach Erholung und Ruhe zur Geistigen Welt kommen. Im Gegenteil ─ er würde voller Kraft und Glauben ankommen, um sein Tagwerk fortzusetzen ─ jenen Kampf, den er auf der Welt niemals aufzuhalten vermochte, und den nicht einmal der Tod aufhob.

    17.  Ich will, dass am Ende des Kampfes, wenn alle meine Kinder für ewig in der Geistigen Heimat vereint sind, sie an meinem unendlichen Glück als Schöpfer teilhaben, als Anerkennung dafür, dass jeder von euch aufbauend oder wiederherstellend am göttlichen Werk teilnahm.

    18.  Erst im Geistigen werdet ihr feststellen, dass von allem, was Ich seit Anbeginn geschaffen habe, nichts verlorengegangen ist, dass alles in Mir wiederaufersteht, alles zum Leben ersteht und sich erneuert.

    19.  Wenn also so viele Wesen lange Zeit hindurch verirrt waren, wenn viele, statt Werke des Lebens, zerstörerische Werke voll­brachten, so werden sie feststellen, dass die Zeit ihrer Verirrung nur vorübergehend war und dass ihre Werke, so schlecht sie auch gewesen sein mögen, im Ewigen Leben Berichtigung erfahren und sie zu Mitarbeitern meines unablässig schöpferischen Werkes verwandelt werden.

    20.  Was sind schon einige Jahrhunderte der Sünde und Finsternis, wie sie die Menschheit auf der Erde hatte, wenn ihr sie mit der Ewigkeit vergleicht, mit einer Zeit der Entwicklung und des Friedens ohne Ende? Ihr habt euch aufgrund eurer Willensfreiheit von Mir entfernt und werdet, durch das Gewissen veranlasst, zu Mir zurückkehren.

    21.  Das Fleisch war zu hartnäckig und widerspenstig, um den Weisungen jenes inneren Lichts zu folgen, das ihr Gewissen nennt, und es fiel ihm viel leichter, den Impulsen zu folgen, die es zur Zügellosigkeit seiner Instinkte und seiner Leidenschaften ver­leiteten.

    22.  Lange ist die Menschheit in schwerem Ringen zwischen dem Gewissen, das nie geschwiegen hat, und dem Fleisch, das aus dem Materialismus seinen Kult und sein Gesetz machen möchte, den Lebensweg auf dieser Erde gegangen, ohne dass bis heute weder die Körpermaterie noch der Geist gesiegt haben, da der Kampf andauert.

    23.  Ihr fragt Mich, wer siegen wird? Und Ich sage euch, dass es nicht mehr lange dauert bis zum absoluten Sieg des Gewissens, der mittels des Geistes im Fleisch wirkt.

    24.  Ahnt ihr nicht, dass nach so viel Kampf und so langem Ringen die Körpermaterie, die menschlich und vergänglich ist, sich dem Gewissen beugen wird, das mein ewiges Licht ist?

    25.  Begreift, dass der Mensch nach einem so langen Widerstreit schließlich jene Empfindsamkeit und Nachgiebigkeit erlangen wird, die er nie zuvor gegenüber jener Stimme und jenem geistigen Leben gehabt hat, das in seinem Wesen vibriert und lebt.

    26.  Ihr alle bewegt euch auf diesen Punkt zu, ohne dass ihr es merkt. Doch wenn ihr dereinst auf Erden den Sieg des Guten und der Gerechtigkeit schaut, werdet ihr den Grund für den Kampf, die Schlachten und die Prüfungen begreifen.

    27.  Mit dieser Zubereitung will Ich euch sehen, damit ihr euren Weg mit guten Beispielen besät und so Zeugnis von all dem ablegt, was ihr von Mir empfangen und gehört habt.

    28.  Wenn diese Kundgebung einmal vorüber ist, werdet ihr meine Lehre als übernatürlich ansehen, jenseits eures Begriffsvermögens, und ihr werdet euch fragen: „Wie ist es möglich, dass der Herr in dieser Zeit einer größeren Entwicklung für die Menschheit in unserer eigenen Sprache zu uns gesprochen hat?“

    29.  Hört, Jünger: Schon in den vergangenen Zeiten wurde niedergeschrieben, dass Ich kommen und Mich bei allen meinen Kindern kundgeben würde, und so würde Ich das Kommen einer Friedenszeit unter den Menschen vorbereiten, indem Ich sie zur Ausübung der Vergeistigung bringe. Jetzt ist die Erfüllung dieser Prophetie da, heute bereite Ich euch zu, umgeben von der Geistigen Welt, während andere Geistwesen im Jenseits auf meine Weisungen warten und kommen werden, um in den bevorstehenden Zeiten unter den Menschen zu wohnen. Unter ihnen sind die, welche die Völker regieren werden ─ jene, die aufgrund ihrer großen Tugend bewirken werden, dass die Menschen meine Gebote befolgen, und die sie auf den guten Weg bringen. Sie werden nach euch kommen.

    30.  Mein Werk wird immer weiter wachsen, bis sich schließlich alle Geistwesen in Erfüllung meines Gesetzes vereinen, und diese irdische Wohnstätte zu einer Welt der Vollkommenheit wird. Die sie in jener Zeit bewohnen, werden meine Liebe in allem Geschaffenen pulsieren fühlen und sich zubereiten, um in einer besseren Welt zu leben. Diese Erdenwelt wird für euren Geist nur vorübergehend sein, er wird im Verlangen nach seiner Vervollkommnung zu anderen Regionen, anderen Ebenen des Jenseits gehen. Erinnert euch, dass Ich euch gesagt habe: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ Und in dieser Zeit größerer Entwicklung, in der ihr meine Unterweisungen besser versteht, habe Ich euch gesagt: „Im Haus des Vaters gibt es eine unendliche Zahl von Wohnungen.“ Meint also nicht, dass ihr beim Scheiden von dieser Welt bereits die größte geistige Höhe erreicht habt. Nein, Jünger. Wenn euer Entwicklungsabschnitt auf diesem Planeten zu Ende ist, werde Ich euch zu anderen Wohnstätten leiten, und so werde Ich euch ewig auf der unendlichen Stufenleiter eurer Vervollkommnung führen. Vertraut auf Mich, liebt Mich, und ihr werdet gerettet sein.

    31.  Bleibt nicht stehen, Volk. Da ihr den Weg kennt, so beschleunigt eure Schritte. Erfüllt mein Gesetz, lebt liebend und seid wohltätig zu euren Nächsten. Dann werden alle Gaben, die Ich euch verliehen habe, wie Lichter sein, die den Pfad der Menschen erhellen.

    32.  Warum zweifelt ihr bisweilen an euch und an Mir, obwohl Ich euch gesagt habe, dass ihr Teil meines Geistes seid? Warum zweifelt ihr daran, meine Eigenschaften zu besitzen? Da ihr auf diese Welt gekommen seid, um eure früheren Verfehlungen wiedergutzumachen ─ warum lästert ihr dann, wenn ihr auf eurem Weg auf Prüfungen stoßt?

    33.  So bereite Ich euch vor, Jünger, so präge Ich das Buch meiner Unterweisungen in euer Herz. Wenn ihr euch für eure Leiden nach Trost sehnt, dann sucht mein Wort in eurem Herzen, und es wird wie ein Quell kristallklaren Wassers daraus strömen.

    34.  Ich lehre euch in diesem Jahr 1950, dem letzten meines Aufenthalts unter euch. Ich will, dass ihr die Vergeistigung erreicht, die Ich von euch verlangt habe. Ihr habt euren Vater verstanden und habt geistig Buße getan. Ihr habt Mich geliebt, und von den einen sind die unreinen Kleider abgefallen, die ihren Geist bedeckten, und andere sehe Ich nach ihrer Läuterung streben. Vergesst nicht, dass ihr, um meine Lehre zu befolgen, euch jedes Materialismus entledigen müsst.

    35.  Ich habe mein Licht eurem Gewissen anvertraut, damit ihr, von ihm geführt, jede Unvollkommenheit beseitigt, und die Tugenden erblühen, die Ich mit meinem Wort in eurem Geist aufdecke. Ich habe euch empfänglich für die Liebe und auch den Schmerz gemacht. Ich habe euch gesagt: „Liebt einander“, damit ihr mein Wort in seiner ganzen Reinheit fühlt. Teilt euren Frieden mit euren Geschwistern, helft ihnen, ihren Leidenskelch zu trinken.

    36.  Erinnert euch, dass Ich euch gesagt habe: In meinen Augen seid ihr alle meine Kinder. Wenn Ich euch die Entwicklung erlaube, und ihr in ihr eure Kämpfe habt, geschieht dies, weil Ich sehnlich wünsche, dass ihr eure Vollkommenheit erringt.

    37.  Es ist an der Zeit, dass ihr das geistige Werk beginnt, das euch anvertraut worden ist. Seht, wie unfruchtbar die Felder sind, weil der Same der Liebe und Barmherzigkeit auf dem Grund eures Herzens verborgen lebt.

    38.  Ich bin mit meinen Unterweisungen gekommen, um euch im Guten zu bestärken. Ich führe euch auf Liebespfade, damit ihr mit meiner Licht- und Trostbotschaft zu euren Geschwistern geht. Wenn die Zeit meines Predigens für euch lang gewesen ist, geschah dies, damit ihr den Inhalt meiner Lehre in euch aufnehmt und niemals ihren Sinngehalt verfälscht. Denn ihr seid das Neue Israel ─ das Volk, das von meiner Wahrheit Zeugnis ablegen wird.

    39.  Auf Schritt und Tritt erweckt euch die Stimme eures Gewissens und macht euch begreiflich, dass ihr eine hohe Bestimmung unter der Menschheit und eine große Mission zu erfüllen habt.

    40.  Gibt es in euch nicht eine Kraft, die euch nicht zu Fall kommen lässt, und eine Stimme, die euch nicht schlafen lässt? Wenn ihr euch vom Weg entfernt oder eure Mission vergesst ─ fühlt ihr dann nicht eine Unruhe, die euch keine Ruhe lässt? Denn diese Kraft, dies innere Licht, diese Stimme, die innerlich zu euch spricht, ist euer Gewissen, in dem unauslöschlich mein Gesetz und eure Aufträge geschrieben stehen.

    41.  Lasst euch liebevoll von diesem inneren Führer leiten, und wahrlich, Ich sage euch, jede geistige Beunruhigung wird verschwinden und an ihrer Stelle einen tiefen Frieden und eine wahre Befriedigung zurücklassen.

    42.  Wenn ihr diese kostbaren Augenblicke nutzt, werdet ihr morgen keine Tränen vergießen wegen der verlorenen Zeit, werdet nicht Irrtümer beklagen, noch zu Fall kommen. Denkt daran, dass es eure guten Werke sind, die von Mir Zeugnis ablegen müssen. Oder meint ihr etwa, dass eure Geschwister meine Wahrheit auch durch unvollkommene Werke werden erkennen können? Vergesst nicht, dass „der Baum an seiner Frucht erkannt wird.“

    43.  Befürchtet nicht, zu wenige und zu unbedeutend zu sein. Mit euch wird eine unsichtbare Heerschar von Lichtwesen ziehen, die euren Weg vorbereiten, indem sie Türen öffnen, damit ihr hindurch­geht und dabei Hindernisse niederreißt und Schwierigkeiten überwindet.

    44.  Gegen eine Welt der Finsternis werdet ihr auf diese Lichtwelt zählen. Um den Einfluss des Krieges zu überwinden, werdet ihr auf den Engel des Friedens zählen. Gegen Krankheit, Seuche und Tod werdet ihr die Barmherzigkeit jener unsichtbaren Wesen bei euch haben, die bereitstehen, um ihren Heilbalsam der Barmherzigkeit und des Trostes auf die Menschheit zu ergießen.

    45.  Niemals sind meine Jünger von Mir ungeschützt gewesen, niemals sind sie von jenen Wesen im Stich gelassen worden, die in Regionen des Lichts und der Harmonie wohnen.

    46.  Wer inspirierte einige meiner Jünger der Zweiten Zeit, damit sie sich an das göttliche Wort ihres Meisters erinnerten und es als Erbe für alle Generationen niederschreiben würden? Wer führte meine Jünger auf unbekannten Wegen zu fernen Städten? Wer befreite Petrus aus seinem Gefängnis, während seine Gefängnis­wärter schliefen, und wer stand jenen Aposteln meiner Wahrheit in der schwersten Stunde ihres Opfertodes bei? Die Geistwesen, eure Geschwister, die die Menschen Engel genannt haben.

    47.  Oh, wenn ihr doch den Wert kennen würdet, den jener Einfluss auf euer Leben hat! Ihr wäret gegenüber ihren Rufen und ihren Hinweisen williger, demütiger und gehorsamer. Aber ihr seid kleingläubige Geschöpfe, weil ihr das Geistige Leben mit euren körperlichen Sinnen betasten und sehen möchtet. Und da ihr dies nicht erlangt habt, habt ihr euch in eurem Glauben betrogen gefühlt.

    48.  Wahrlich, Ich sage euch, wenn euer Glaube fest wäre, hättet ihr nicht das Verlangen, die Gegenwart des Geistigen mit den Sinnen des Fleisches zu spüren, denn dann wäre es der Geist, der mit seiner feinen Empfindsamkeit jene Welt wahrnehmen würde, die unaufhörlich um euch herum pulsiert.

    49.  Ja, Menschheit, wenn ihr euch der Geistigen Welt fern fühlt, so können sich doch jene Wesen den Menschen nicht ferne fühlen, da es für sie keine Entfernungen, keine Grenzen noch Hindernisse gibt. Sie leben im Geistigen, und daher können sie dem Leben der menschlichen Wesen nicht fern stehen, deren höchste Bestimmung jene Erhebung und Vervollkommnung des Geistes ist.

    50.  Ihr alle seid Geschwister, alle Geistwesen besitzen dieselben Eigenschaften, selbst eure Körpermaterie ist jener der anderen gleich ge­schaffen worden. Weshalb habt ihr euch dann in Gesellschaftsklassen und Nationen aufgespalten, Menschheit? Ich liebe euch wie ein einziges Kind, und so vergebe Ich euch. Doch seid dieser Gnade würdig, erringt eure Erlösung. Der Zeitpunkt wird kommen, an dem ihr ― über meine Lehre meditierend ― von meiner Liebe inspiriert, einander lieben, und nicht eure Fehler beurteilen werdet.

    51.  Beratet und korrigiert mit Liebe auf eurem Weg, doch fühlt euch gegenüber euren Geschwistern nicht überlegen. Liebt nur und lebt gerecht, wie Ich es euch gelehrt habe.

    52.  Bereitet euch vor, denn morgen werdet ihr Führer und Lehrer der Menschheit sein. In jener Zeit, von der Ich zu euch spreche, sollt ihr meine Lehre liebevoll weitergeben, wie Ich euch es gelehrt habe. Ihr sollt eure Geschwister nicht mit Härte beurteilen ─ in der Meinung, dass ihr damit eurem Herrn wohlgefällig seid. Wahrlich, Ich sage euch, selbst wenn ihr die Menschen in meinem Namen lehrt, werdet ihr nicht frei davon sein, zu sündigen. Wacht und betet. Doch wenn Ich euch die Verfehlungen eurer Geschwister ohne Liebe bestrafen sehe, werde Ich durch das Gewissen zu euch sprechen und euch wie in der Zweiten Zeit sagen: „Wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“

    53.  Meine Lehre ist für alle Zeiten. Derzeit wiederhole Ich für euch die Lektionen der vergangenen Zeitalter, damit ihr Mich besser versteht. So, wie ihr Mich hört, vernahmen Mich auch die Jünger der Zweiten Zeit. So, wie ihr gerade die ersten Schritte in meiner Lehre tut, so taten es auch jene. So, wie ihr darum ringt, eure Unvollkommenheiten zu überwinden, so rangen auch jene und siegten schließlich.

    54.  So, wie ihr an den Gaben zweifelt, die Ich euch verliehen habe, so gab es auch unter jenen Jüngern solche, die in der Meinung, dass der Meister sie nicht beobachtete, sein Wort heimlich auf die Probe stellten. Wenn sie sich meine Beispiele zum Vorbild nahmen, offenbarte sich die Frucht ihrer Zubereitung in ihren Werken. Wenn sie nicht wachten und beteten, geschah kein Wunder durch sie, und sie kehrten mit Zweifeln in ihrem Herzen zu Mir zurück. Doch als sie die Wahrheit meines Wortes erneut vernahmen, bereuten sie ihre Verfehlungen und versprachen unter Tränen, nicht mehr an Mir zu zweifeln.

    55.  Ebenso sehe Ich euch in dieser Zeit, Jünger: Die einen von euch haben als unsichtbare Waffen den Glauben und die guten Werke und sehen, dass mein Wort sich bei ihrer Auftragserfüllung offenbart. Aber andere meiner Kinder haben ─ ohne mein Gesetz zu befolgen ─ den Anspruch erhoben, dass Ich ihnen vor den Augen der Menschen ein Wunder gewähre, das sie als meine Boten erkennbar macht, und als sie es nicht erhalten haben, haben sie an Mir gezweifelt und haben Mich verleugnet.

    56.  Ich vergebe ihnen; denn wenn sie auch heute zweifeln, werden sie morgen glauben ─ wenn sie heute meine Lehre nicht akzeptieren, werden sie morgen ihr eigenes Leben hingeben, um die Wahrheit dieser Offenbarung zu bekennen und zu bezeugen.

    57.  Ich segne die, die in meinem Gesetz leben, und die, die es ablehnen, denn durch diese Letzteren werde Ich, wenn sie in den Sinngehalt meiner Unterweisungen eingedrungen sind, der Menschheit große Beweise geben. Denn sie werden das zuverlässige Mittel dafür sein, dass mein Göttlicher Geist sich in Tugend, Wahrheit und Liebe auf ihre Geschwister ergießt.

    58.  So habe Ich meine Freude an euch, Jünger, so ermutigt euch der Vater für die Zeit der Prüfungen, die ihr durchleben werdet.

    59.  Bleibt achtsam gegenüber der Stimme des Gewissens, und wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet weiterhin meine Unterweisung empfangen. Obwohl 1950 diese Kundgebung durch den Stimm­träger endet ─ hört auf das Gewissen, dann wird eure Gemeinschaft mit Gott ewig sein, und es wird nichts und niemanden geben, der die Jünger von ihrem Meister trennen wird.

    60.  Vertraut auf mein Wort. Wahrlich, Ich sage euch, alle Prophetien werden zur Genugtuung der Propheten und zur Freude des Volkes Israel in Erfüllung gehen.

    61.  Wacht und betet, denn die Zeiten werden sich ändern. Vereinigt euch mit meinem Liebesgesetz, und es wird keine Prüfung geben, die euch auf dem Weg aufhält. Lebt die Beispiele, die Ich euch in Jesus gab, dann werdet ihr gewiss vorwärts kommen. Niemand wird mein Wort auf euren Lippen zum Schweigen bringen können. Wahrlich, Ich sage euch, nicht einmal das Schafott wird euch dazu bringen, mein Gesetz zu vergessen. Denn die Erinnerung an das geopferte Lamm wird euch stark machen, und ihr werdet euch meiner Göttlichkeit zum Opfer bringen.

    62.  Wie viele von euch werden ihre Liebsten verlassen, um sich auf den Weg zu jenen zu machen, die mein Wort durch eure Vermittlung hören sollen. Wie viele von euch werden aus Liebe zu meiner Lehre ihre materiellen Güter aufgeben und in größter Armut leben. Doch wenn euer Körper die irdischen Güter auf dieser Welt entbehren sollte, werde Ich euren Geist in der Ewigkeit mit meiner Liebe schmücken. Doch seid unbesorgt, oh vielgeliebte Kinder! Ich verlange von keinem von euch den Opfertod. Ich habe euch in meinem Wort nur gesagt: Alles, was ihr in meinem Werk hingeben solltet, werdet ihr hundertfach zurückbekommen. Besät euren Pfad mit guten Werken, und ihr werdet die Früchte dessen im Jenseits ernten.

    63.  So bereite Ich euch an diesem Morgen vor, an dem die Christenheit der Passion Jesu gedenkt. Auch ihr, Jünger, erlebt gerade den immer gegenwärtigen Opfertod des Messias und nährt euch von den Beispielen des göttlichen Erlösers.

    64.  Volk Israel: Seid das Licht der Menschheit, erinnert sie an mein Versprechen, wiederzukommen, das Ich ihr durch Jesus gab, und sagt ihr, dass Ich mein Wort gehalten habe.

    65.  Jene Prophezeiungen sind von den Menschen vergessen worden, doch Ich erinnere sie daran durch meine neuen Apostel.

    66.  Jünger: Bei der Kundgebung meines Wortes ist meine Vaterliebe und mein Frieden gegenwärtig. Nehmt ihn in euch auf ─ ihr, die ihr noch im Tränental wohnt.

    67.  Trinkt euren Leidenskelch mit Geduld. Denn nach dieser Bitternis werdet ihr ewig das Brot und den Wein meiner Liebe genießen.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 318

    1.  Selig ihr, die ihr im Verlangen nach meiner Unterweisung herbeikommt. Wohl euch, die ihr in meinem Wort den Schatz des ewigen Lebens zu entdecken versteht. Doch wer sind die, die sich an meinen Lektionen stärken, damit sie als Botschafter unter der Menschheit verbleiben können, wenn mein Wort durch diese Sprachrohre einmal aufgehört hat? Ihr seid es, die sich von alten Flecken reinigen, weil ihr gegen mein Gesetz verstoßen habt, die den Kelch der Bitternis leeren, die aus großer Trübsal herbeikommen und euren Geist im kristallklaren Wasser meiner Unterweisungen reinigen.

    2.  Wenn ihr heute zu dieser Kundgebung kommt, fühlt ihr euch meiner Gegenwart unwürdig. Doch Ich sehe, dass ihr euch erneuert, und diese Läuterung macht euch Meiner würdig. Fühlt meine Liebkosung, fühlt meine Liebe, sie ist der Heilbalsam, der eure Leiden heilt.

    3.  Ihr gedenkt ─ zum letzten Mal in dieser Form ─ meiner Passion der Zweiten Zeit. Ihr kommt nicht, um eine Tradition zu erfüllen. Denn die Jünger des Heiligen Geistes werden keine Traditionalisten sein. Sie werden meinem Gesetz gehorchen. Ihr kommt nur, um jener göttlichen Geschehnisse zu gedenken, der vollkommenen Lehrbeispiele, die Ich euch durch Jesus hinterließ, die euch ewig lehren werden, eure eigene Erlösung zu erringen.

    4.  Heute sehe Ich euren Geist beim Gedenken an jene Lehrbeispiele erschüttert und Ich sage euch: Oh viel geliebte Kinder, weist diese Lektionen nicht von euch, denn sie sind euer Erbe!

    5.  Ihr dankt Mir für die Stärke, die euch mein Wort zuteilwerden lässt. Doch es gibt welche unter euch, die Mir folgende Frage stellen: „Vater, warum lässt Du in meinem Leben nicht das Wunder geschehen, das ich schon seit langem erwarte?“ Doch der Meister sagt euch: Ich habe euer Leben in dieser Zeit mit Wundertaten besät. Von meinem Geist zu dem euren sind immerzu Wohltaten und Gnadengaben gelangt. Durch Vermittlung der Geistigen Welt habe Ich meine Liebe unter euch verströmt. Durch euren Glauben und gute Werke habt ihr diese Wunder Wirklichkeit werden sehen. Ich frage euch: Benötigt ihr etwa ein tägliches Wunder, um an Mich zu glauben?

    6.  Zu Beginn eurer Entwicklung überschüttete Ich euch mit materiell sichtbaren, fühlbaren Gnadengaben und Wohltaten. Doch als eure Erkenntnis und euer Glaube sich wie ein Licht in eurem Geist entzündeten, hörte Ich auf, euch diese materiellen Beweise zu geben. Heute muss euer Glaube als Jünger mit meinem Willen übereinstimmen, um alle Hindernisse und Widrigkeiten zu überwinden. Ihr fragt Mich: „Meister, was ist der Glaube?“ Und der Meister antwortet euch: Der Glaube ist der geistige Blick, der weiter als das Herz und der Verstand sieht. Der Glaube ist der Blick, der die Wahrheit sieht und entdeckt. Daher erblickt euer Glaube die Manifestationen, die ihr oftmals nicht zu begreifen vermögt, und macht euch durch sie glaubensstark.

    7.  Dies ist eine bedeutsame Morgenandacht, oh geliebtes Volk, denn Ich errichte unter euch gerade das Neue Jerusalem. Ihr seid die ersten Steine der weiß-glänzenden Stadt, die von Mir durch die Propheten angekündigt worden ist. Diese geistige Stadt wird ihre Grundmauern nicht auf dieser Welt haben. Denn wenn ihr glaubt, dass das Neue Jerusalem euer irdisches Vaterland ist, befindet ihr euch in einem schweren Irrtum: Das Neue Jerusalem erbaue Ich nun in eurem Geist, und diese Stadt ─ weißer als das blendende Weiß des Schnees ─ wird sich zu allen Menschen hin ausbreiten, wenn die Erlösung für die ganze Menschheit kommt.

    8.  Wenn Ich heute zu euch komme, um mit dem Aufbau der Großen Stadt zu beginnen, sehe Ich unter meinem Volk den Mangel an Harmonie, an Vergeistigung, und mein Göttlicher Geist leidet, weil ihr noch nicht völlig bei Mir zu sein versteht. Trotz der vollkommenen Lektionen, die Ich euch im Lauf der Zeit gegeben habe, haltet ihr hartnäckig an den niederen Leidenschaften, an der Uneinigkeit und an der Abgötterei fest.

    9.  Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr groß sein wollt, dann sucht die Größe nicht in den Eitelkeiten der Welt, denn sie sind vergänglich. Sucht sie im Geistigen, das ewig ist.

    10.  Um diese Erhebung zu erreichen, bedarf es einer ständigen Anstrengung, eines unbeugsamen Willens, eines bedingungslosen Glaubens. Nur so werdet ihr die Verherrlichung des Geistes erlangen können.

    11.  Der Weg bietet sich dafür an, Verdienste zu erwerben, da er mit Prüfungen übersät ist. Da werdet ihr lernen können, euren Hochmut zurückzuweisen, den Schmerz mit Geduld anzunehmen, die Eitelkeiten und Leidenschaften zu verwerfen. Andererseits gehen auf dem Weg viele Notleidende, denen ihr helfen könnt, damit sie gleichfalls zum Ziel gelangen.

    12.  Jeder Mensch ─ ob er Vergeistigung in seinem Leben hat oder nicht ─ trägt ein Kreuz. Mein Wort lehrt, es mit Liebe zu ertragen, um es leicht und sogar notwendig zu machen, um leben zu können. Wer sein Kreuz liebt, liebt sein Schicksal, weil er weiß, dass Ich es gewesen bin, der es vorzeichnete. Dieser liebt meinen Willen, und wer meinen Willen tut, hat Anteil an meinem Frieden, meinem Licht und meiner Kraft.

    13.  Wer der Last seiner Aufgabe ausweicht, wer den rechten Weg verlässt oder die Verpflichtungen außer Acht lässt, die sein Geist Mir gegenüber eingegangen ist, um stattdessen Verpflich­tungen nach seinem Geschmack oder Willen zu übernehmen, der wird keinen wahren Frieden in seinem Herzen haben können, da sein Geist niemals zufrieden und ruhig sein wird. Es sind jene, die immerzu Vergnügungen suchen, um ihre Pein und ihre Ruhe­losigkeit zu vergessen, indem sie sich durch falsche Freuden und flüchtige Befriedigungen betrügen.

    14.  Ich lasse sie ihren Weg gehen, weil Ich weiß, dass sie, auch wenn sie sich heute entfernen, Mich vergessen und Mich sogar leugnen, bald die Bedeutungslosigkeit der Reichtümer, der Titel, der Vergnügungen und Ehrungen der Welt begreifen werden, wenn die Wirklichkeit sie aus ihrem Traum von Größe auf Erden aufweckt, wenn der Mensch sich der geistigen Wahrheit, der Ewigkeit, der göttlichen Gerechtigkeit stellen muss, denen niemand entkommen kann.

    15.  Niemandem ist dies unbekannt, da ihr alle einen Geist besitzt, der euch durch die Gabe der Intuition die Wirklichkeit eures Lebens offenbart ─ den Weg, der für euch angelegt ist, und alles, was ihr auf ihm verwirklichen sollt. Aber ihr wollt euch unbedingt von jedem geistigen Gelöbnis entbinden, um euch frei zu fühlen und als Herren eures Lebens.

    16.  Ist die Mehrheit der Menschen etwa bemüht, ihren religiösen Pflichten nachzukommen? Ich sage euch, ihr habt die Religionen geschaffen, um zu versuchen meinem Gesetz zu entkommen und euch selbst glauben zu machen, dass ihr es erfüllt.

    17.  Auf diese Menschheit könnte Ich die gleichen Worte anwenden, die Ich damals dem jüdischen Volk sagte, als Ich ihm vor Augen führte, dass es, um alte und bereits nutzlose Traditionen zu befolgen, das Gesetz vergessen hatte.

    18.  Überall ist das Sinnbild des Christentums, das Kreuz, zu sehen. Überall finde Ich die Kirchen aus Stein, die Mehrheit der Menschen spricht meinen Namen aus, man bringt Mir Huldigungen dar und vollzieht täglich Riten für Mich. Dennoch entdecke Ich im Herzen der Menschen keine Bekundung von Liebe, welche die Essenz, der Anfang und das Endziel meiner Lehre ist. Doch ihr alle glaubt im Gesetz und in der Wahrheit zu sein. Daher beklagt ihr euch, wenn Ich euch das Gegenteil offenbare, und wenn euch jemand eure Irrtümer aufzeigt, lasst ihr zu, dass ihr von Zorn erfasst werdet.

    19.  Christen, wahrlich, Ich sage euch: Wenn Ich in der heutigen Zeit als Mensch auf die Welt kommen würde, wärt gerade ihr diejenigen, die Mich zum Kreuz eines neuen Kalvarienberges schleppen würden, wenn ihr auf meinen Lippen die Wahrheit vernehmen würdet. Aber Ich werde nicht mehr als Mensch zu eurer Welt kommen. Ich bin im Geist gekommen, ihr werdet Mich nicht mit den Augen eures Körpers sehen, aber ihr werdet Mich vernehmen. Ihr wollt Mir begegnen, um Mich zu vernichten. Doch wenn ihr Mir einmal begegnet, wird dies geschehen, um Mich anzubeten. Denn wer geistig zu Mir spricht, wird den Beweis dafür erbringen, dass der Glaube in seinem Herzen erstanden ist und seinen Verstand erleuchtet hat.

    20.  Heute entdecke Ich unter meinen neuen Jüngern noch die Schwachheit von Petrus, den Zweifel von Thomas, den Ehrgeiz von Judas, und so ist es nötig, dass Ich euch weiterhin als Meister lehre.

    21.  Erinnert euch bei diesem letzten Gedenken ― das Ich heute, in diesem Jahr 1950 bei euch abhalte ― an den Tag, an dem Jesus in Begleitung seiner Jünger triumphierend in das erste Jerusalem einzog, um seine göttliche Mission am Kreuz zu vollenden.

    22.  Erlebt diese Augenblicke geistig mit wahrer Andacht, nicht als ein schlichtes Gedenken. Nein, fühlt, dass Ich euch gerade meine letzten Lektionen durch die Stimmträger in der Dritten Zeit gebe. Und diese Worte werden für euren Geist während seiner ganzen Wanderschaft das Brot ewigen Lebens sein. Diese Unter­weisungen werden eure Schutzwehr und euer Stab sein. Ihr müsst sie euch zu eigen machen, sie mit dem Feuer meiner Liebe in euer Gewissen einprägen, damit ihr sie später so, wie Ich sie euch gegeben habe, in das Herz eurer Geschwister prägt.

    23.  Ein großer Teil der Menschheit feiert diese Tradition, und mein Geist macht allen seinen Kindern seine Liebe fühlbar.

    24.  Es ist die Zubereitung, die Ich den Geistwesen gebe. Wenn sich die geistige und menschliche Erneuerung einmal bei allen Menschen vollzieht, wird die Vergeistigung als Frucht die Geschwisterlichkeit und die Liebe unter den Völkern mit sich bringen. Dann wird von diesem Planeten das helle Licht geistiger Harmonie ausstrahlen, das auf allen Welten erblickt werden wird. Es wird die blendendweiße Stadt sein, die mein Apostel Johannes in seiner Verzückung sah. Es wird nicht mehr die mörderische Stadt sein, die ihren Meister auf einem Kreuz erhöht, um Ihn bluten und sterben zu sehen. Es wird die erneuerte Stadt sein, die das Kommen ihres Herrn, des Vaters erwartet, der vom Kreuz seines Martyriums herabsteigt, um ewig im Herzen seiner Kinder zu leben.

    25.  Als der Meister im einstigen Jerusalem weinte, geschah es nicht wegen jener Rasse, es geschah wegen der Blindheit der Menschen, die ─ obwohl sie dem Vater so nahe waren ─ Ihn nicht erkannten. Der Meister breitete seine väterlichen Arme aus, um seine Kinder zu umarmen. Doch das Herz der Kinder verschloss sich, durch seine Finsternis blind geworden, und so konnte der Vater nicht die Liebkosung der Seinen fühlen. Stattdessen empfing Er Unglauben, Spott, Hohn und den Tod. Da es jedoch nicht die irdische Stadt war, um derer willen Jesus weinte, ließ Er ihre Zerstörung zu, um der Menschheit zu zeigen, dass das, was der Vater suchte und immer suchen wird, das in den dunklen Wäldern der Sünde verirrte geistige Schaf ist.

    26.  Da Ich euch in der Zweiten Zeit sagte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ ─ Warum habt ihr dann gedacht, dass meine Kundgebung als Heiliger Geist nochmals in der begrenzten Gestalt Jesu geschähe? Erinnert euch, dass Ich zur Frau aus Samaria sagte: „Die Stunde kommt, in der die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden.“

    27.  Ich bin zu euch im Geist gekommen, habe euch mein Versprechen erfüllt. Doch werdet nicht fanatisch hinsichtlich eurer Nation, denn sie ist in dieser Zeit nur euer Schutzort gewesen, wie es jedes andere Volk der Erde hätte sein können. Aber ihr, die dazu Bestimmten, mein Wort in dieser Zeit zu vernehmen, seid wirklich die dafür Erwählten, in der Vereinigung eurer Geister den Bau des Neuen Jerusalems zu beginnen.

    28.  Heute seid ihr noch weit davon entfernt, auf eurer Welt das Friedensreich zu schauen. Macht euch frei von jedem Egoismus, und obwohl ihr im gegenwärtigen menschlichen Leben keinen Frieden genießt, sollt ihr nicht aufhören, euch darum zu bemühen. Ich habe euch gelehrt, euch selbst zu vergessen und an die anderen zu denken. Warum müsst ihr immer nur euer Wohlergehen erstreben und lasst zu, dass Ich der einzige bin, der sich um die ganze Menschheit kümmert? Es gibt viele eurer Geschwister , denen eure Worte, Gebete und eure Liebe fehlen. Ihnen fehlt der Reichtum an Wohltaten, den diese Offenbarungen schenken, die ihr vergeudet habt. Bearbeitet diese Felder, macht sie fruchtbar mit eurer Liebe. Falls ihr die Arbeit unvollendet zurücklasst, wenn Ich euch ins Jenseits abberufe, so seid unbesorgt, denn der körperliche Tod wird eurer Auftragserfüllung kein Ende setzen.

    29.  Ich bin das Leben, Ich bin ewig, und Ich habe euch in Mir wohnen lassen, damit ihr das Werk, das ihr begonnen habt, niemals im Stich lasst. Vertraut auf Mich, und wahrlich, Ich sage euch, keine einzige Saat wird verloren gehen, und eure Ernte wird vollkommen sein.

    30.  Denkt an die kommenden Generationen, die nach euch kommen werden, und sät für sie die Saat der Liebe, lasst eure Spur der Tugend erkennbar zurück. Wisst ihr etwa, ob Ich euch nicht in jenen Generationen zurückkehren lasse? Seid tugendsam im Vergnügen und im Leiden, im Frieden und im Kampf.

    31.  Befolgt mein Gesetz der Gerechtigkeit und Liebe; es gibt nichts Unmögliches, das euch an der Erfüllung meiner Höchstgebote hindert. Ich verlange von euch keine vollkommenen Werke, denn noch immer sehe Ich euch im stürmischen Ozean des Lebens um euer Leben ringen. Ihr kämpft dort, an das Rettungsboot eures Gewissens geklammert, um nicht im aufgewühlten Meer der Verderbtheit umzukommen.

    32.  Die großen Kataklysmen des Geistes und die Verfinsterungen, die die Lehren des Materialismus verursachen, bereiten  den Leidenskelch und große Ereignisse für die Menschheit vor.

    33.  Noch immer ist euer Planet kein Ort der Liebe, der Tugend noch des Friedens. Ich sende eurer Welt reine Geistwesen, und ihr gebt sie Mir unrein zurück, weil das Leben der Menschen von Sünde und Verderbtheit durchdrungen ist.

    34.  Ich sehe die Tugenden wie kleine, vereinzelte Lichter unter den Geistwesen, die von den Stürmen des Egoismus, der Rache- und Hassgefühle gepeitscht werden. Das ist die Frucht, die Mir die Menschheit darbringt.

    35.  Lange bevor euer Geist den Frieden und die Harmonie auf dieser Welt findet, hat eure Körpermaterie diese Glückseligkeit bereits genossen.

    36.  Damit der Mensch diesen Planeten bewohnen würde, ließ Ich diese Erde mit meiner vollkommenen Weisheit durch die Naturkräfte erschüttern und vorbereiten. Aber bevor der Mensch sie bewohnen würde, lebten die primitiven Bestien auf ihr.

    37.  Als diese Welt in eine Heimstatt voller Wonnen, Wunder und Schönheiten verwandelt war, bot Ich sie meinem vielgeliebten Kind, dem Menschen an. So ließ Ich euch die Erde bewohnen, um auf ihr zu leben; denn auch das Leben lieben und verstehen bedeutet, Mich zu lieben und zu verstehen. Wenn einmal die Liebe und das Verständnis für alles, was euch umgibt, wirklich vorhanden ist, dann werdet ihr Mich erkannt haben und werdet euch im wahren Wissen erlöst haben, weil Ich in allem Geschaffenen bin.

    38.  Diejenigen, welche die Natur ohne Liebe erforschen, nur vom Wissen der menschlichen Wissenschaft geleitet, leugnen Mich; und zwar deshalb, weil sie nicht zu sehen verstanden, weil sie kein Verständnis hatten und noch viel weniger gefühlt und geliebt haben. Wie viele gibt es dagegen unter den Demütigen, unter den Verachteten, den durch den Stolz und die Unwissenheit derer, die sich für Gelehrte unter der Menschheit halten, Erniedrigten, die ohne zu wissen geglaubt haben, weil der Blick ihres Glaubens die Wahrheit direkt geschaut hat und sie verstanden haben, dass dieser Planet seit Anbeginn für den Menschen da war ─ ein Paradies der Gnade, der Harmonie und der Segnungen.

    39.  Ihr habt gestaunt, als ihr die Vollkommenheit jedes Wesens erkannt habt, wie jedes von Mir geschaffene Geschöpf seinen Platz auf seinem Weg einnimmt, alles einem Gebot unterworfen ist, alles meinem Gesetz gehorcht. Ihr braucht nicht am Ursprung eurer Natur zu zweifeln, weil ihr bereits auf die Genauigkeit und Zuverlässigkeit ihres Gesetzes vertraut. Ihr habt viele Lehren im Leben entdeckt und vertraut auf die Befolgung seiner Naturgesetze, die euch nicht betrogen haben.

    40.  Von der Erde habt ihr ihre Wohltaten empfangen. Sie ist für euch wie ein Segensborn, der euch immer Nahrung, ein Paradies voller Wonnen beschert hat, und am Ende eures irdischen Lebens hat sie ihren Schoß geöffnet, um euch liebevoll aufzunehmen. Aber während ihr im menschlichen Leben zu Beginn eures Daseins auf dieser Welt Schönheit vorgefunden habt, ringt euer Geist, obwohl er sich in der Dritten Zeit befindet, noch immer darum, Frieden zu erlangen. So, wie Ich diesen Planeten im Anbeginn durch die Naturgewalten erschütterte, um ihn euch als ein Paradies voller Segnungen anzubieten, so werden es in dieser Zeit erneut meine Naturgewalten sein, die euch erschaudern lassen. Es wird meine vollkommene Gerechtigkeit sein, die den Geistwesen hilft, ihre Freiheit zu erlangen. Ebenso werde Ich Mich inmitten der Religionen, Sekten und Institutionen bekunden und ihre Feindschaften und Rachegefühle beseitigen, welche die Menschen aus Mangel an geistiger Vereinigung entzweit haben.

    41.  Diese Ereignisse erwarten die Menschheit. Wacht und betet, Jünger, denn diese Prüfungen werden viele von euch miterleben. Ihr werdet erleben, wie die Lehren des Materialismus aufkommen, wie sie die Menschen umschlingen und sie angstvolle Schmerzensschreie ausstoßen lassen.

    42.  Ich will euch mit diesem Weckruf nicht erschrecken, sondern euch, die ihr in dieser Prüfungszeit auf Erden lebt, warnen. All dies muss geschehen, damit alle Geistwesen ihr Heil erlangen.

    43.  Es wird mein Göttlicher Geist sein, der den Hochmut der Menschen auslöscht. Es wird meine Weisheit sein, die euch, die ihr im Finstern umhergeirrt seid, die Wahrheit enthüllt. Es wird das Licht des Heiligen Geistes sein, das den Geist der Menschen in ihren Wissenschaften erleuchtet und sie auf den Pfad der Vergebung, der Liebe und der Gerechtigkeit führt.

    44.  Wenn ihr einmal durch diese Prüfungen meiner Liebe gegangen seid, wird die geistige und materielle Erneuerung der Menschheit eintreten. Dann werden die Menschen, wenn sie auf dem Pfad der Tugend und der Vergeistigung wandeln, sich wundern, wenn sie begreifen, dass dieses Leben das gleiche ist wie das, das Ich ihnen von Anfang an angeboten habe, dass nichts in ihm sich geändert hat. Sie werden erfahren, dass der Planet, den Ich ihnen als vorübergehende Wohnstatt anvertraut habe, weiterhin verschwenderisch an Segensgaben ist ─ dass die Mutter Erde, barmherzig wie der Urheber des Lebens, ihnen weiterhin ihren Busen anbietet, um sie mit ihrer Liebe zu nähren. Denn dies ist die Aufgabe, die der Vater ihr anvertraut hat. Auch die Sonne wird dieselbe sein, die immerzu ihre belebende Wärme senden wird, als ein Symbol für die Gegenwart des Herrn. In jener Zeit wird es sein, oh geliebtes Volk, da die Menschen begreifen, dass es ihre schlechten Werke gewesen sind, die ihnen ihr Dasein bitter gemacht haben. Daher werden sie zu meinen guten Arbeitern werden und sich darauf vorbereiten, in harmonischer Weise voll­kommenere Wohnstätten in der Ewigkeit zu bewohnen.

    45.  So bereite Ich euch, Jünger, auf die Zeiten vor, die euch erwarten, in denen es unter Gesättigten keine Hungernden, unter Weisen keine Unwissende, unter Großen keine Kleinen geben wird. Ihr alle werdet beim Festmahl des Herrn sein und euch am ewigen Konzert seiner Liebe erfreuen.

    46.  In jener Zeit, oh Jünger, wird das Neue Jerusalem im Herzen der Menschen sein. Ihr werdet hohe Grade von Vergeistigung erreichen, und Ich werde nicht nur Geistwesen mit großer Entwicklung zur Inkarnation unter euch senden, damit sie euch meine Botschaften bringen. Ich werde euch auch die Geistwesen senden, die eure Tugend benötigen, und die, wenn sie unter euch leben, sich von ihren Sünden reinigen. In jenen Zeiten wird das Gegenteil von heute geschehen, wo Ich euch reine Geistwesen sende, und ihr sie Mir befleckt zurückgebt.

    47.  Schafft mit der Essenz meines Wortes im Herzen eurer Kinder ein Heiligtum der Vergeistigung, nicht des Fanatismus oder der Abgötterei. Führt sie auf den Weg meines Gesetzes. Es genügt nicht, niemandem Schaden zuzufügen. Es ist zwar richtig, nichts Böses zu tun, aber wenn ihr Gutes tut, werdet ihr Mir damit wohlgefällig sein.

    48.  Wie einleuchtend und schlicht ist die Wahrheit! Wie klar und einfach die Spiritualität! Und doch, wie schwer ist sie für den zu begreifen, der hartnäckig im Dunkel seines Fanatismus und seiner Traditionen verharrt. Sein Verstand kann nicht begreifen, dass es etwas mehr gibt als das, was er versteht; sein Herz sträubt sich, das zu verwerfen, was für ihn sein Gott und sein Gesetz war: die Tradition und der Ritus.

    49.  Meint ihr etwa, dass Ich jene verabscheue, die meine Wahrheit durchaus nicht erkennen wollen? Nein, meine Kinder, meine Barmherzigkeit ist unendlich groß, und gerade diese sind es, an die Ich Mich wende, um ihnen zu helfen, ihr Gefängnis zu verlassen, damit sie sich an der Betrachtung des Lichts ergötzen. Ihnen sind die für ihr Erwachen zum Glauben notwendigen Prüfungen vorbehalten. Es werden keine über ihre Kräfte gehenden Prüfungen sein, es werden Lektionen sein, die jedem Geist, jedem Leben, jedem Menschen weise angepasst sind.

    50.  Von dort, unter jenen verfinsterten Gehirnen, unter jenen Herzen, die krank sind vor religiösem Fanatismus und vor Unwissenheit, werdet ihr die großen und leidenschaftlichen Soldaten der Wahrheit erscheinen sehen. Denn an dem Tag, an dem sie sich von ihren Ketten, ihrer Finsternis befreien und sie das Licht sehen, werden sie ihren Jubel nicht zurückhalten können und mit voller Kehle hinausschreien, dass Ich zurückgekommen bin, um die Welt zu retten, indem Ich sie auf der Stufenleiter der Vergeistigung zum wahren Reich erhebe.

    51.  Um euch bei eurer Entwicklung zu helfen, habt ihr die Kundgebung Elias‘ gehabt, eures geistigen Führers, dem Weg­bereiter der Dritten Zeit, der euren Geist vorbereitet hat. Doch er sieht mit Traurigkeit, dass viele verirrt sind, und wie groß ist dann der Schmerz Elias‘. Er sucht seine Schafe gemeinsam mit meinen geistigen Dienern auf allen Wegen. Wer von euch wird sich vorbereiten, um die Abwesenden herbeizuholen, jene, die auf dem Weg des Schmerzes sind? Diejenigen, die gerade leiden, werde Ich stärken, damit sie nicht lästern, damit sie meine Gegenwart fühlen und sich eilig aufmachen in dieser Zeit, um mit dem Meister an einem Tisch zu sein und sich vom Brot und Wein zu nähren, die Ich mit meiner Liebe vorbereitet habe.

    52.  Ihr seid die Generation, die in dieser Dritten Zeit mein Wort vernimmt, damit euer Leben sich der Erfüllung meines Gesetzes anpasst, und Ich Mich durch das von Mir vorbereitete Verstandesorgan kundgebe, um mein Versprechen der Zweiten Zeit zu erfüllen.

    53.  In der vergangenen Zeit fühlten meine Apostel Traurigkeit, als Ich ihnen sagte, dass Ich sie bald verlassen würde, dass sie danach diejenigen sein würden, die meine Lehre verbreiten müssten. Doch Ich wies sie darauf hin, dass Ich wiederkommen würde, wenn die Welt sich auf der dritten Stufe der Verderbtheit befände. Die einen haben Mich nicht erkannt, doch es werden andere kommen, die ─ wenn sie die Essenz meines Wortes empfangen ─ ihren Meister verstehen und meine Gegenwart fühlen. Ihr werdet wiederum bei Mir sein, und Ich werde euch mit derselben Liebe wie immer empfangen, damit ihr an meiner Brust seid.

    54.  Ich habe euch meine Lehre gegeben, damit ihr ─ indem ihr sie lebt ─ euch würdig macht, in mein Reich einzugehen.

    55.  Seit der Zweiten Zeit habe Ich euch gelehrt, wie ihr die Versuchung zurückweisen sollt, all das, was euch von dieser Welt nicht zukommt; damit ihr bei Mir seid, so wie Jesus im Vater gewesen ist.

    56.  Bereitet euch vor, denn ihr seid die Jünger, die der Spur des Meisters folgen, der ein weiteres Mal den Kalvarienberg emporsteigt. Diese letzten Lehrworte sind wie die letzten Augenblicke im Leben Jesu. Denn wenn das Jahr 1950 zu Ende ist, wird mein Göttliches Wort nicht mehr durch diese Sprachrohre zu euch sprechen. Heute kommt ihr eilig herbei, weil ihr keine einzige meiner Lektionen versäumen wollt. Ihr bewahrt sie in eurem Herzen, weil ihr Zeugen meiner letzten Worte an die Menschheit sein wollt.

    57.  Ihr seid dieselben wie jene, die in der Zweiten Zeit das Hosianna sangen, als Jesus Jerusalem betrat. Heute, da Ich Mich euch im Geist kundtue, breitet ihr nicht mehr eure Mäntel auf meinem Weg aus, es sind eure Herzen, die ihr eurem Herrn als Wohnung anbietet. Heute kommt euer Hosianna nicht mehr aus voller Kehle, dies Hosianna entspringt eurem Geist als ein Lobgesang der Demut, der Liebe und Erkenntnis des Vaters, als ein des Glaubens an diese Kundgebung, die euer Herr euch in der Dritten Zeit gebracht hat.

    58.  Einst wie heute seid ihr dieselben wie jene, die Mir bei meinem Einzug in Jerusalem gefolgt sind. Die großen Menschenmassen umgaben Mich, gefesselt von meinen Worten der Liebe. Männer und Frauen, Greise und Kinder erschütterten die Stadt mit ihren Jubelrufen, und selbst die Priester und Pharisäer, die befürchteten, dass das Volk rebellieren würde, sprachen zu Mir: „Meister, wenn Du den Frieden lehrst ─ warum erlaubst Du, dass Deine Anhänger einen solchen Aufruhr verursachen?“ Doch Ich antwortete ihnen: „Wahrlich, Ich sage euch, wenn diese schweigen würden, würden die Steine sprechen.“ Denn es waren Augenblicke des Jubels, es war der Höhepunkt und die Verherrlichung des Messias unter den nach Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden ─ jenen Geistwesen, die lange Zeit hindurch die Ankunft des Herrn in Erfüllung der Prophetien erwartet hatten.

    59.  Mit jenem Jubel und jener Freude feierte mein Volk auch die Befreiung aus Ägypten. Jenes Gedenken an das Passah wollte Ich für mein Volk unvergesslich machen. Aber wahrlich, Ich sage euch, Ich befolgte nicht bloß eine Tradition, indem Ich ein Lamm opferte ─ nein, Ich bot Mich in Jesus, dem Opferlamm, als den Weg an, durch den alle meine Kinder Erlösung finden würden. Auch in der Dritten Zeit befolge Ich keine Tradition. Durch mein Wort habe Ich euch die Geschehnisse vergangener Zeiten nach­erleben lassen. Doch wisst, Jünger, dass das Gesetz, das Ich euch auf dem Berg Sinai diktierte, in eurem Gewissen gegenwärtig ist. Die Opferung des Unbefleckten Lammes sowie die Offenbarungen, die Ich euch als Heiliger Geist gebracht habe, und die Unter­weisungen, die Ich euch in den kommenden Zeiten gewähren werde ─ dies alles ist in der Ewigkeit gegenwärtig.

    60.  Später werdet ihr dieser Ereignisse gedenken, doch euer Gedenken soll aus Meditation, wahrhaftigen Vorsätzen zur Erneuerung und Erfüllung innerhalb meiner Lehre bestehen. Ihr werdet keine Feste begehen, werdet keine Zeremonien noch Riten abhalten in der Meinung, Mir damit wohlgefällig zu sein, und dabei das Gesetz vergessen. Ihr sollt keine Traditionalisten sein. Die spiritualistischen Jünger werden sich immer das Leiden ihres Herrn vergegen­wärtigen, werden seine göttliche Gegenwart fühlen, wenn sie ihre Geschwister lehren, und auf die Stimme ihres Gewissens hören.

    61.  Wenn der Zeitpunkt da ist, des Heiligen Abendmahls zu gedenken, sollt ihr es mit eurem Gebet tun, dann werdet ihr fühlen, dass mein Göttlicher Geist unter euch das geistige Brot und den geistigen Wein austeilt. Auf diese Weise werde Ich euch die Lektionen erhellen, die ihr noch als in Geheimnis gehüllt betrachtet.

    62.  Erwacht, Jünger! Ihr seid in eine Zeit eingegangen, in der die christliche Menschheit im Verlangen, die richtige Auslegung der früheren Offenbarungen zu erlangen, mein Wort und die Prophetien studiert. Bei einigen entdecke Ich ein wenig Licht, andere sind in die Irre gegangen. Bei einigen sehe Ich genügend Demut, Respekt und Liebe, um die Prophetien im Studium zu begreifen. Bei anderen sehe Ich Hochmut und Eitelkeit, und in ihrem Streben nach Größe, erklären sie den Völkern den Sinngehalt der Schriften. Doch wahrlich, Ich sage euch, mit ihren Irrtümern haben sie die Menschheit verwirrt.

    63.  Erinnert euch, dass Ich euch in der Zweiten Zeit sagte, dass Ich euch den Geist der Wahrheit, den Heiligen Geist, senden würde, und dass Er euch die Offenbarungen erklären würde, die ihr in jener Zeit nicht verstehen konntet, und euch neue Unter­weisungen geben würde.

    64.  Hier ist der Geist der Wahrheit, der Heilige Geist, und spricht zu euch von der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.

    65.  Wacht und betet, Volk, denn im Gebet werdet ihr das Licht finden, um meine Unterweisungen besser zu verstehen. Dies ist das Brot und der Wein ─ nährt euch, Jünger, stärkt euch, denn morgen werdet ihr diese Nahrung mit der Menschheit teilen.

    66.  Lernt von Mir, überbringt mein Vorbild und meine Weisheit, oh Volk, oh vielgeliebte Jünger!

    67.  Ihr alle seid Arbeiter auf meiner Flur ─ die einen als Erste, und die anderen als Letzte, aber ihr alle werdet Erste sein können durch euren Eifer und eure Vergeistigung.

    68.  In dieser Morgendämmerung, in der euer Geist Mir sein geistiges Hosianna darbringt, durchflutet euch mein Göttlicher Geist mit Frieden, Liebe und Segen.

    69.  Durch meine Segnungen empfangen Legionen von Geistwesen, die sich im Geistigen Tal geläutert haben, das Licht. In dieser Zeit erleben sie die Fortsetzung meines Werkes, die Aufrichtung des Neuen Jerusalem in den vereinigten Geistern der Menschen.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 319

    1.  Seid ein weiteres Mal bei Mir willkommen. Wer offenbart sich bei euch in dieser Zeit? Der Vater, der Sohn oder der Heilige Geist? Ich antworte euch: Es offenbart sich unter euch euer Gott. Wenn Ich euch in der Zweiten Zeit als Mensch sagte: „Wer den Sohn kennt, kennt den Vater“, so sage Ich euch heute, da Ich nicht als Mensch zu euch komme, sondern im Geist: Wer Jesus[1] vernimmt, vernimmt und empfängt Jehova, und dies ist die Stimme des Heiligen Geistes. Seht darin keine drei Personen oder drei Götter, erkennt einen einzigen Göttlichen Geist, der sich in dieser Zeit unter euch in Fülle in dieser Stimme, in diesem Wort eures Meisters aller Meister kundgibt. Ihr werdet dabei dem Richter begegnen, werdet den Vater entdecken und die Essenz des Heiligen Geistes fühlen.

    2.  In meinen letzten Kundgebungen durch die menschlichen Stimmträger im gegenwärtigen Jahr 1950 werde Ich den Fortschritt meiner Jünger prüfen. Ich werde sie auf die Probe stellen, indem Ich die Lektion bei euch prüfe. Denn Ich will euch zeigen, wer in meiner Unterweisung fortgeschrittener ist, oder wer zurück­geblieben ist. Ich weiß alles. Die Lektionen und Prüfungen, die Ich gebe, werden dazu dienen, dass jeder von euch innerlich Kenntnis von seinem Fortschritt, seinem Stillstand oder seinem Rückschritt hat.

    3.  Ich bringe immer mehr Licht in euren Geist, damit ihr nach dem Aufhören meines Wortes erleuchtet zurückbleibt und dann ─ wie Ich euch schon gesagt habe ─ strahlende Leuchttürme in diesem Meer der Leidenschaften und Stürme seid, die eure Welt bilden.

    4.  Diejenigen, die großen Glauben an Mich haben, bereiten demütig ihren Geist vor, um in ihm alles aufzunehmen, was Ich in dieser Zeit übergebe. Aber es gibt noch immer Jünger, welche die Augen ihres Geistes weit öffnen, weil sie im Jenseits die Wahrheit meiner Gegenwart zu entdecken versuchen.

    5.  Noch immer befällt einige Herzen der Zweifel, und sie fragen sich, ob Ich es bin, oder nicht. Noch immer geraten einige bei manchen meiner Worte und Offenbarungen in Verwirrung. Doch Ich frage euch: Warum, da ihr doch in der Dritten Zeit seid? Überlasst den Zweifel dem Thomas, denn er lebte in der Zweiten Zeit. Aber erinnert euch an die Lektion, die Ich ihm gab, und an all das, was Ich in jener Zeit manifestierte, um den Materialismus zu zerstören, um den Zweifel jener Menschen zu beseitigen. Doch heute in der Dritten Zeit, in der sich in eurem Geist und in eurem Herzen die Unterweisungen und Offenbarungen der ver­gangenen Zeiten und der Dritten Zeit ansammeln ─ warum zweifelt ihr da immer noch? Warum überlegt ihr im Innersten, ob Ich es bin, oder nicht, ob es wohl Wahrheit oder Betrug in diesem Werk gibt, das ihr derzeit empfangt? Ich spreche in dieser Weise nur zu denen, die zweifeln ─ zu denen, die innerlich ringen, weil sie sich in den letzten Zeiten meiner Kundgebung durch das Verstandesvermögen des Menschen befinden. Doch Ich sage euch aufs Neue: „Wohl denen, die ohne zu sehen geglaubt haben!“

    6.  Ihr gedenkt gemeinsam mit eurem Meister der Ereignisse, die in der Zweiten Zeit geschahen. Ich habe euch gelehrt, dass Ich die Unterweisung, die Ich euch damals gab, in eurem Geist gelassen habe. Jedes meiner Werke und meiner Worte waren Akte ewigen Lebens, die Ich euch gab. Das Blut, das Ich verströmte, um euch den Weg zu eurer Erlösung vorzuzeichnen, ist noch immer frisch und wird ewig im Geist aller meiner Kinder sein. Denn das, was in jener Zeit aus meinem Körper quoll, war ein Sinnbild des Lebens, das Ich verströmte ─ der Vergebung, mit der Ich alle Sünder umhüllte ─ des Lichts, mit dem Ich alle dunklen Nebelschwaden dieser Menschheit auflöste. Dieses geistige Leben ist ewig in euch ─ in jenem Blut, das immer frisch in eurem Geist sein wird.

    7.  Als Ich Mensch wurde, um den Menschen Erlösung, Heil und Licht zu bringen, kam Ich nicht nur zu ihnen. Es war die von meinem Göttlichen Geist bestimmte Zeit, um zu allen Geistwesen aufzubrechen, ohne irgendeine Bevorzugung von Welten oder Entwicklungsgraden zu machen. Daher ging mein Geist, nachdem Ich meine Mission als Meister unter euch vollendet hatte, zu allen Wohnstätten, die von den Geistwesen des Herrn bewohnt sind. Denn obschon ihr die Verheißung des Messias hattet, war diese Verheißung nicht nur für die inkarnierten Geistwesen bestimmt, sondern auch für jene, die Mich im Jenseits erwarteten ─ für jene, die in der Wiedergutmachung, in der Sühnung, in der geistigen Erfahrung den Tag erwarteten, an dem der Erlöser aller Geistwesen kommen würde, um die Tür zu öffnen.

    8.  Daher geschah es, dass ─ nachdem Ich mein Werk unter euch vollbracht hatte und die Tore meines Reiches durch mein Liebes­opfer für alle meine Erdenkinder geöffnet hatte ─ Ich Mich den anderen Geistwesen zuwandte und auch ihnen die Freiheit gab. Doch die einen traf Ich mit einem menschlichen Gewand an, und die anderen mit unterschiedlichen Gewändern. Aber wahrlich, Ich sage euch, niemals waren für Mich diese Gewänder von Bedeutung, sondern die Erhebung der Geistwesen. Denn Ich komme, um sie von Unvollkommenheiten und vom Materia­lismus frei zu machen ─ Ich komme, um sie mit meiner Lehre zu läutern, um ihnen das weiße Gewand zu geben, das weißer ist als die blendende Weiße des Schnees, wovon Ich in dieser Zeit oft zu euch gesprochen habe.

    9.  So, wie Ich seinerzeit die einen und die anderen in ihren verschiedenen Lebenswelten aufsuchte, so habe Ich Mich in der Dritten Zeit erneut zu allen aufgemacht. Erneut habe Ich Mich den Geistwesen offenbart, die im ganzen Universum wohnen. Ich habe zwar Bande der Liebe geknüpft, die Verbundenheit aller Geistwesen erstrebt. Aber Ich will, dass meine Kundgabe heute vollkommener ist als die der vergangenen Zeiten, damit ihr durch sie bald zu Mir gelangt, damit ihr durch die Kundgabe von Geist zu Geist die Inspirationen des Vaters, seine Gebote, seine Zurechtweisungen und seine Gerechtigkeit mit größerer Vollkommenheit empfangt.

    10.  Als Heiliger Geist habe Ich die Dritte Zeit der Aufgabe gewidmet, alle Geistwesen zu erleuchten, damit sie niemals mehr zu Fall kommen, die Verirrten zu retten, die Verblendeten zu bekehren und jene zu reinigen, die sich sehr befleckt haben, um sie von ihren Ketten der Schande, der Schmach, des Verbrechens und der Gewissensbisse zu befreien ─ all jene, die in ihrem Gewissen eingeprägt die ganze Geschichte ihrer Verfehlungen, ihrer Verstöße gegen mein Gesetz mit sich schleppen.

    11.  Alles im Universum ist weise geordnet. Ich spreche derzeit zu den Welten, zu allen meinen Kindern in der Form, in der Ich Mich jedem von ihnen kundgeben muss, um sie zur vollkommenen Zwiesprache von Geist zu Geist zu bringen; um sie zur Voll­kommenheit zu bringen, welche das Ziel ist, das alle erwartet. Seid ihr etwa geistig die Fortgeschrittensten im Universum? Verlangt nicht, es zu erfahren, denn ihr könntet es nicht begreifen.

    12.  In der Zweiten Zeit sagte Ich euch: „Im Haus des Vaters gibt es viele Wohnungen.“ Heute sage Ich euch in eurer eigenen Sprache: In dem von Mir geschaffenen Universum gibt es viele Welten, die von Kindern meines Göttlichen Geistes bevölkert sind. Ihr alle seid Geschwister in Mir, ihr alle seid Mir ähnlich, und obwohl ihr gegenwärtig in eurer Unvollkommenheit verschieden seid, werdet ihr in der Vollkommenheit alle gleich sein. Zu dieser Vollkommenheit führe Ich euch, und damit ihr sie erreicht, bereite Ich euch zu, lehre Ich euch, prüfe Ich euch und arbeite Ich an euch. Ich bringe euch alle gleichermaßen auf den Weg zur Zwiesprache mit meinem Göttlichen Geist, und auch zur Zwiesprache untereinander führe Ich euch. Wann wird diese Kommunikation zwischen den Geistwesen vollkommen sein? Ihr wisst es jetzt noch nicht. Es wird viel Gerede geben ─ viele Manifestationen, die von den einen geglaubt werden und von anderen geleugnet werden. Aber der Geist wird sich bekunden, der Geist wird sprechen, der Geist wird sich auf dem ganzen Erdkreis durchsetzen.

    13.  Zu all dem sage Ich euch, dass es nicht ein irdischer Tag ist, dass es nicht nur einige Stunden sind, die Ich euch widme, um in die Welt des Lichts und in die Abgründe der Finsternis einzudringen auf der Suche nach den Geistwesen, die Mich erwarten. Nein, Volk, es ist ein ganzer Zeitabschnitt, es ist ein ganzes Zeitalter innerhalb der Ewigkeit, das schon zu Beginn der Schöpfung von Mir dazu bestimmt wurde, zu allen als Heiliger Geist zu kommen, wobei Ich Mich entsprechend dem Fortschritt der Geistwesen in der Dritten Zeit auf einem höheren Niveau und mit mehr Vollkommenheit offenbare.

    14.  Blickt heute nicht über eure Welt hinaus. Weder euer Geist, noch euer Blick, noch euer Verstand sollen hinausgehen, um das zu erforschen, was euch noch nicht gemäß ist. Ihr sollt nur das mit Respekt und Gehorsam empfangen, was euch mittels des Gebets, mittels der Erhebung zukommt, die euch zu Mir führt und zu meiner Geistigen Welt, die sich der Aufgabe widmet, euch zu beschützen. Durch diese Erhebung, durch den Nutzen, den ihr aus dem zieht, was Ich euch in dieser Zeit offenbare, wird es euch gelingen, das kennenzulernen, was ihr heute aus Neugier wissen wollt und was ihr morgen gerechterweise, als Vergütung, als Belohnung erfahren werdet, oh geliebte Jünger des Herrn!

    15.  Es naht die Zeit, in der Ich euch ohne dieses Wort zurücklasse. Wenn ihr es einmal nicht mehr vernehmt, werden viele traurig sein, in andere wird Kälte eindringen, doch die übrigen werden inbrünstig bleiben. Aber wenn ihr Mich heute fragt, was mein göttliches Sehnen ist, so antworte Ich euch: Dass ihr alle inbrünstig seid, dass ihr euch vorbereitet, bevor Ich dieses Wort unter euch beende. Erforscht mein Werk, wenn ihr wollt, damit ihr überzeugt seid, standhaft seid, damit euch nicht später der Zweifel überfällt. Denn dieser wird euch leiden und straucheln lassen, weil dieser Zweifel euch einen starken Schmerz hinterlassen wird, den euch euer Gewissen in Erinnerung rufen wird. Doch Ich will nicht, dass meine Jünger in ihrem Gewissen irgendeinen Vorwurf mit sich tragen ─ Ich will, dass sie nur den Frieden meines Geistes fühlen.

    16.  Wenn dieses Volk sich nicht vorzubereiten versteht, wenn es meine letzten Unterweisungen nicht nutzt, wird es später mein Wort vermissen, und die Zeit, die Prüfungen, die Missgeschicke und die unsinnigen Worte der Menschen werden es in Zweifel stürzen. Dann wird der Jünger auf seinem Weg innehalten und sich fragen müssen, ob das, was er vernahm, richtig war oder nicht Wahrheit gewesen ist, und wenn dann nur das scheinbare Schweigen auf seine Zweifel antwortet, wird er sein Gesicht respektlos erheben, um dem Vater zu sagen: „Herr, obwohl Du versprochen hast, ewig bei uns zu bleiben ─ warum sehen Dich deine Kinder nicht? Warum vernehmen Dich unsere Ohren nicht? Warum fühlt unser Herz nicht das Deine schlagen? Warum manifestierst Du Dich nicht deutlich bei uns?“

    17.  Und wenn ihr seht, dass die Lehren der Menschen und die religiösen Institutionen sich in großen Auseinandersetzungen erheben und auf ihrem Weg vorankommen, indem sie Schlachten gewinnen, dann werdet ihr sagen: „Wo ist das Werk des Vaters geblieben? Warum schwieg Er und ließ uns allein als Opfer von Schicksalsschlägen und Gefahren?“ Ihr werdet sehr große Zweifel haben, wie sie andere Jünger von Mir zu einer anderen Zeit gehabt haben, und der Zweifel wird noch größer werden, wenn ihr euch an viele meiner Worte erinnert, die gemäß den schlechten Auslegungen nicht in Erfüllung gingen, und ihr werdet dann sagen: „Warum hatte sein Wort nicht die Wirkung noch die Macht, sein Volk vereinigt zurückzulassen? Warum vollbrachte Er mit all seiner Macht nicht das Wunder, dieses spiritualistische Volk des Herrn zu einem einzigen Herzen zu verschmelzen? Warum kamen in der Zeit, in der Er seine Jünger lehrte, nicht Menschen aus allen Nationen des Erdkreises, um Ihn zu vernehmen? Warum trat kein Frieden unter den Menschen ein, wenn Er durch seinen Universellen Strahl mit Vollmacht herniederkam? Warum war sein Abschied so traurig? Warum schied Er im Stillen von uns, ohne von der ganzen Menschheit vernommen noch verherrlicht worden zu sein?“ All dies wird euer Herz im Feuer des Zweifels quälen, aber Ich will nicht, dass dies geschieht. Ich will, dass euer Geist, allen Zweifeln und Ungewissheiten enthoben, vom Vater nichts verlangt, was für seinen Göttlichen Geist Vermaterialisierung bedeutet. Ich will nicht, dass ihr nach dem Aufhören meines Wortes verlangt, dass Ich Mich vermenschliche, Mich begrenze, oder die Gestalt Jesu als Mensch annehme.

    18.  Ich will, dass euer Geist Mir wirklich nachfolgt ─ nicht nur aufgrund des Verlangens, Mich zu fühlen, nicht wegen der Stärke eures geistigen Bedürfnisses, Mich zu sehen und zu vernehmen, sondern dass ihr Mich aufgrund der Wahrheit fühlt, Mich im Gleichmut eures Geistes schaut, mit dem Glauben eures Wesens. Denn dann werdet ihr Mich größer, vollkommener und unwandelbar erblicken.

    19.  Erinnert euch daran, dass die Menschen sich in jener Zweiten Zeit betrogen fühlten. Sie erwarteten einen Messias voll irdischer Macht, um Israel aus der Knechtschaft der Menschen zu befreien. Sie erwarteten einen kriegerischen Fürsten, einen Herrn über Heere, Völker und irdische Ländereien. Doch als sie das Wort jenes sanftmütigen und demütigen Meisters vernahmen, der nur von den Werken seines Vaters sprach, und der ihnen ein besseres Reich als die Reiche der Erde versprach, der den geistigen Sieg seiner Lehre ankündigte, der ihnen Gerech­tigkeit für diejenigen ankündigte, die Tränen vergossen, für die geistig Armen, für die Kranken, für die Gedemütigten, für die Sklaven ─ da fühlten sich jene betrogen, die den nahen Zeitpunkt ihrer irdischen Befreiung und der Verherrlichung jenes Herrn erwarteten ─ sie, die sich danach sehnten, Ihn auf einem Thron in dieser Welt sitzen zu sehen und ein Zepter der Gerechtigkeit in seiner Rechten zu erblicken, um die Völker zu richten, um die großen Reiche dieser Welt zu unterwerfen.

    20.  Als die Nacht der Verhaftung des Meisters gekommen war, waren ihre Herzen angesichts so großer Sanftmut erschüttert, weil der Herr keinen Widerstand leistete, weil Er seine eigenen Feinde nicht mit seiner Macht niederschmetterte, weil Er sich wie ein sanftes Lamm zur Schädelstätte schleifen ließ. Und als seine Apostel die Verspottung und Verhöhnung durch jenes Volk sahen, entfernten selbst sie sich verwirrt und misstrauisch. Und sie fragten sich selbst: „Warum haben sich die Ereignisse in dieser Weise zugetragen?“ Sie fühlten eine große Liebe zu ihrem Meister und machten den Schmerz Jesu zu dem ihren, doch sie waren geistig noch nicht erwacht, und auch ihre geistigen Augen öffneten sich noch nicht für das Licht der Wahrheit. Und als sie Ihn dort auf der Schädelstätte sahen und seinen Tod auf jenem schändlichen Marterholz mitansahen, und sie sahen, dass sein Blut wie das irgendeines Menschen herabfloss, da bemächtigte sich der Zweifel jener Herzen.

    21.  Wie würden sie darangehen können, das Werk ihres Meisters fortzusetzen? Wie würden sie jenes Erlösungsvorbild fortsetzen? Doch der Meister war durch den Tod gegangen, um sich voller Herrlichkeit und Leben über alles Geschaffene zu erheben. Er betrachtete die Seinen und litt unter dem Zweifel seiner Jünger, und als einen weiteren Beweis seiner unendlichen Liebe ließ Er sich nach seiner Auferstehung von den Frauen sehen, die Ihn unbeirrbar liebten und Ihm nachfolgten, damit sie seinen Jüngern Zeugnis von dem ablegen würden, was sie gesehen und gehört hatten. Doch trotz jenes Zeugnisses zweifelten diese. Es war nötig, dass der Meister sich manifestieren würde, die Finsternis des Zweifels vertreiben und in all jenen Herzen Licht anzünden würde. Aber da war noch der Jünger, der am meisten zweifelte ─ Thomas, der gesagt hatte, dass er nur dann, wenn er die Wunden seines Meisters mit seinen eigenen Fingern betasten würde, er daran glauben könnte, dass er auferstanden war. Und so musste der Meister auch ihn in seinem Zweifel überzeugen.

    22.  Als der Meister seine Jünger allein und bewegt vorfand, weil die einen an die Auferstehung des Meisters glaubten und Thomas zweifelte, zeigte sich der Herr unter ihnen und sprach: „Mein Friede sei mit euch!“ Er rief Thomas zu sich, zeigte ihm seine Wunden und sagte zu ihm: „Lege deine Finger hinein, Thomas, und zweifle nicht, denn Ich bin es wirklich.“ Doch Thomas, der in jenem Augenblick seinen Zweifel bereute, rief, in seiner Ungläubigkeit besiegt, aus: „Mein Herr!“ Doch Ich sagte ihm: „Weil du Mich gesehen hast, hast du geglaubt. Wohl denen, die ohne zu sehen glauben.“

    23.  Wollt ihr in eurem Gewissen ewig diesen liebevollen Vorwurf Jesu, des Meisters, mit euch tragen? Und dass Ich euch erneut sage: „Ihr habt geglaubt, weil ihr gesehen habt?“ Nein, Jünger des Heiligen Geistes ─ nein, Jünger der Dritten Zeit! Habt keinen Zweifel in euch, beseitigt ihn schon jetzt, schaut Mich im Geist, schaut Mich in meiner Wahrheit und in meiner Essenz, damit ihr Mich später, wenn euch diese Kundgebungen fehlen, durch die Liebe und den Glauben mit dem geistigen Blick zu sehen vermögt, der rein und frei ist von Zweifeln und Flecken.

    24.  Um euch an die Erfüllung eures Auftrags zu machen, sollt ihr nicht abwarten, bis Ich euch nur noch durch die Seher sagen kann: Erhebt euch und tut eure Pflicht, erwartet nicht, dass Ich noch einmal Mensch werde, um Glauben zu finden. So geschah es in der Zweiten Zeit, weil es auf diese Weise notwendig war. Denn der Meister konnte von seinen damaligen Jüngern in jener Zeit nicht mehr verlangen, in welcher der Mensch mit seinem Geist in das unergründliche Gefilde des Jenseits einzudringen begann. Ihr jedoch, die ihr diese und jene von damals seid, die ihr euch geistig sehr weiterentwickelt habt, die Ich oft geprüft habe, und zu denen Ich oft durch das menschliche Verstandes­vermögen gesprochen habe, um euch die Wahrheit zu bringen und euch große Offenbarungen zu machen ─ könntet ihr zweifeln, könntet ihr in Vermaterialisierung verfallen, könntet ihr die Liebe eures Herzens erkalten und euren Geist nach dem Aufhören meines Wortes vom Weg abirren lassen? Nein, Jünger, Ich spreche derzeit zu euch und werde euch noch oft durch mein Wort vorbereiten, damit in eurem Geist nur Licht, Kraft, Entschlossenheit und unerschütterlicher Eifer angesichts aller Prüfungen ist.

    25.  Als Ich Mich geistig bei meinen Jüngern der Zweiten Zeit zeigte, fühlten sie in ihrem Geist wahre Liebe. Damals schlossen sie sich in einer Umarmung der Brüderlichkeit und geistiger Stärke zusammen, um das Werk ihres Meisters fortzusetzen. Denn nachdem sie ihre Zweifel beseitigt hatten, sagten sie voll geistiger Beglückung: „Tatsächlich ─ wir sind wirklich mit dem Messias, mit dem Sohn Gottes zusammen gewesen, wir lebten wirklich mit dem Heiland der Welt zusammen, Er hat uns nicht betrogen. Er ist das Leben, Er ist der Erlöser, Er ist die Wahrheit, sein Reich ist nicht von dieser Welt, seine Heimat ist das Ewige Reich, von wo aus Er uns heute betrachtet, zu uns spricht und sich schauen lässt. Er hat uns versprochen, ewig bei uns zu sein. Und tatsächlich sind wir vereint, lieben wir uns und werden wir allen Völkern der Erde Zeugnis von Ihm geben.“

    26.  Wisst ihr etwa, ob nach dem Aufhören meines Wortes auch unter euch die wahre Vereinigung kommt, wenn ihr auf dem Grund eures Herzens und eures Geistes das Fehlen meines Wortes fühlt, wenn meine Geistige Welt ihr Wort gleichfalls nicht mehr unter euch widerhallen lässt durch die Gabenträger? Dann werden die Ge­meinden sich gegenseitig aufsuchen, und jene, die fern geblieben sind und nach eigenem Gutdünken gewirkt haben, werden ihre Geschwister suchen, um die Wärme und die Anwesenheit, den Rat und die Stütze der anderen aufzusuchen. Sie werden nach meinem Wort verlangen, und die einen werden im Kreis der anderen den Heilbalsam suchen, und Ich werde erneut kommen, um Mich zu bekunden.

    27.  Ja, mein Volk, und Ich werde von ganz nahe zu eurem geistigen Ohr  sprechen, und ihr werdet Mich alle sehen, und diese deutlichen Bekundungen, die Ich euch geben werde, von denen ihr heute noch nicht wisst, in welcher Weise sie geschehen werden, werden in eindeutiger und klarer Weise kommen, um euch auf den rechten Weg zu bringen. Sie werden eure Schutzwehr, euer Ansporn sein, damit ihr niemals glaubt, dass ihr alleine geht. Ich werde euch auf den Wegen, bei eurer geistigen Auftrags­erfüllung, bei der irdischen Pflichterfüllung und auch bei euren Verfehlungen überraschen. Ich werde den passenden Augenblick wählen, um Mich auf dem Weg eines jeden meiner Jünger spürbar zu machen. Ich werde in euren Zusammenkünften gegenwärtig und spürbar sein, und ihr werdet meine Wärme, den Hauch meines Geistes fühlen und meine Inspirationen empfangen.

    28. So wie ihr an Mich glaubt, möchte Ich, dass ihr auch einander glaubt ─ dass unter euch kein falsches Zeugnis auftaucht ─ dass von euren Lippen keine Lüge kommt, um euch unter dem Volk oder der Menschheit groß oder bekannt zu machen. Wehe dem, der lügt! Wehe dem, der sagen sollte: „Ich habe den Meister gesehen“, ohne Ihn gesehen zu haben! Wehe dem, der sagen sollte: „Ich habe diese Botschaft vom Herrn empfangen“, ohne sie empfangen zu haben! Denn dann wird ihm meine Inspiration entzogen werden, und er wird sie nur durch die Reinigung seiner Flecken zurückgewinnen. Gebraucht meinen Namen nicht missbräuchlich, verwendet mein Werk nicht dazu, um zu lügen, missbraucht meinen Geist oder mein Werk nicht, um damit euren Betrug zu verdecken.

    29.  Ich will, dass ihr nur die Wahrheit sagt; dass ihr, wenn ihr von Mir niemals eine Inspiration oder eine Bekundung erhaltet, damit einverstanden seid und nicht lügt, denn dann wird euch niemand beschuldigen können. Doch Ich frage euch: Wer kann jener sein, der von Mir nichts empfängt? Wer kann jener sein, der sich nicht meiner Inspiration erfreut, der meine Weisungen nicht empfängt und meine Bekundungen fühlt? Ich werde Mich angesichts eurer Verfehlungen nicht entziehen. Ich werde immer bei euch sein, werde euch in Propheten verwandelt zurücklassen ─ aber als Propheten der Wahrheit, nicht als falsche, die auf die Straßen hinausgehen und mit ihrer Prophetie prahlen.

    30.  In den ersten Zeiten gingen meine Propheten auf die Straßen hinaus und verkündeten die Botschaft des Herrn. Aber wie viel Demut, wie viel Kraft und Glauben war in ihnen! Die Zeiten haben sich geändert, und heute könnt ihr nicht auf die Straßen, die Landwege oder auf die Marktplätze der Leute gehen und aus vollem Hals meine Botschaften hinausschreien. Heute müsst ihr wissen, wann der Augenblick gekommen ist, in dem ihr sprechen, handeln oder beten sollt. Wenn ihr euch in dieser Weise vorbereitet, wird mein Volk an euren eigenen Zeugnissen nicht zweifeln.

    31.  Wenn ihr nahe an einer Prüfung seid, wenn meine Gerechtigkeit im Begriff ist, sich bei den Völkern der Erde und auch bei euch fühlbar zu machen ─ wenn es mein Wille ist, euch irgendein Ereignis zu offenbaren, werde Ich einen von euch auswählen, um euch zu warnen und euch das anzukündigen, was geschehen wird. Ich werde zwei oder drei oder so viele wie nötig auswählen, um jene Botschaft zu bestätigen. Zweifelt jedoch nicht, denn dadurch würdet ihr vom Vater eine noch größere Manifestation verlangen. Wisst ihr nicht, dass der Meister euch in dieser Dritten Zeit gesagt hat: „Die Zeit der Wohltaten ist zu Ende?“ Wenn ihr dann sagt: „Ja, Vater, die materiellen Wohltaten sind zu Ende, aber die geistigen Wohltaten hast Du uns zugesagt.“ Darauf antworte Ich euch: „Ja, meine Kinder ─ aber wenn ihr vom Meister verlangt, dass Er Mensch werden soll, dann gehört dieses euer Verlangen zu den irdischen Wohltaten, und diese Zeit ist nun vorbei.“

    32.  Daher habe Ich euch von vielen Traditionen frei gemacht, weil ihr die eurem Geist vom Vater offenbarte Anbetungsweise ─ eine in Gnade und Vollkommenheit gehüllte Verehrungsform ─ entweihen und herabwürdigen würdet. Ihr würdet sie in Riten, in Zeremonien und weltliche Feste verfallen lassen, und euch immer mehr mit dem äußerlichen Kult, mit der Einhaltung von Traditionen beschäftigen, statt der Erfüllung des Gesetzes und der Lehre. Deshalb habe Ich euch zum Leidwesen der einen und zur Freude anderer in dieser Zeit von vielen Traditionen, von vielen religiösen Praktiken frei gemacht, an die euer Geist gebunden war.

    33.  Jetzt entdeckt ihr nach und nach den wahren Tempel, und diesen Tempel findet ihr sowohl in euch, als auch im Äußeren, in der Unendlichkeit des Universums. Heute erkennt ihr, dass der wahre Altar in eurem Herzen ist, dass der Glaube der Leuchter ist, den ihr für Mich anzünden sollt, dass die Blumen, die Opfergaben, eure Werke, eure Verdienste sein sollen ─ dass das Bildnis eures Herrn ihr selbst seid, dass ihr Mich durch euch erblicken könnt. Heute erkennt ihr, dass der Quell der Gnade mein Göttlicher Geist ist ─ eine unerschöpfliche Quelle von Vollkommenheit und von Segnungen ─ dass Ich das Werk bin, weil mein eigenes Werk in Mir ist und es unendlich und universell ist ─ dass Ich der Hirte aller Geistwesen bin, die Mir in herrlicher Zahl nachfolgen, und dass schließlich alle zur einzigen Hürde gelangen werden, welche der vollkommene Friede ist, welche die ewige Heimat der Geistwesen im Jenseits ist, und dass das Haus des Vaters überall ist, und ihr dieses Haus niemals verlassen habt.

    34.  Auf diese Weise wird euer Geist seine Flügel ausbreiten und durch den Weltraum die Unendlichkeit schauen, durch die Zeit die Ewigkeit, durch den Weg den vollkommenen und lichtvollen Pfad, der euch zum Vater führt. Dann werdet ihr die Traditionen, welche Hindernisse und Fallstricke waren, vergessen und auf dem Weg hinter euch gelassen haben ─ die Routine, die nur die Mauer war, die euren Geist aufgehalten hatte, und die Bildnisse ─ Objekte des Fanatismus ─ werden zurückbleiben, und euer Geist wird eilig und frei, voller Inbrunst, Freude, Hoffnung und Glauben auf seine geistige Zukunft zugehen.

    35.  All das, was der Geist als einen Stab betrachtete, um sich aufrecht zu halten, um sich darauf zu stützen, um zu glauben und um Mich zu lieben, wird er zurücklassen, um Mich mit seinem geistigen Blick zu schauen, um der Unendlichkeit und der Wahrheit zu vertrauen, die Ich in dieser Zeit in Fülle unter euch offenbart habe. Durch die Zubereitung der einen überwinde Ich die Unvollkommenheiten der anderen. Durch euren Wunsch nach Fort­schritt, nach Annäherung an Mich, nach Erhebung, nach einem Ideal und nach Verständnis in meinem göttlichen Werk komme Ich und offenbare Ich Mich, verströme Ich Mich unter euch als Weisheit und als Licht.

    36.  Das Blut Jesu, verwandelt in Licht der Erlösung, drang in alle Geistwesen als Rettung ein und tut dies weiterhin. Ewiglich spendet mein Geist Rettung und Licht, unablässig lasse Ich die Strahlen meines Lichts dort eindringen, wo es dunkel ist, unaufhörlich ergießt sich mein Göttlicher Geist ─ nicht als menschliches Blut, sondern als Erlöserkraft, als geistiges Leben auf alle meine Kinder.

    37.  Eure Zukunft erwartet euch, diese Zeiten rücken näher und kommen auf euch zu, und mit diesen Zeiten werden die Menschen, die Scharen kommen, die begierig sind nach geistigem Wissen ─ begierig auch danach, ihre Zweifel zu zerstreuen und für ihren Geist eine Tür zum Licht und zum Frieden finden zu können.

    38.  Die Menschen werden herbeikommen, und unter ihnen Thomas ― vertreten durch die Wissenschaft und den Materialismus ― mit seinen wachen Augen, um nachzuforschen; und dies nicht nur mit seinen Augen, auch mit den Fingern seiner Hand, um zu betasten, zu berühren, weil er nur so an meine Gegenwart und an die geistigen Geschehnisse glauben kann, die nacheinander unter der Menschheit eintreten und von denen die Menschen Zeugnis ablegen werden, damit der Thomas der Dritten Zeit in seinem Zweifel und seinem Materialismus von meiner Liebe überwunden werden kann.

    39.  Bereitet euch vor, damit ihr Apostel des Glaubens seid, damit ihr die inbrünstigen Jünger seid, die nicht nur mit Worten bezeugen, sondern auch mit Taten. Auf diese Weise werden eure Beispiele die Hartherzigkeit der Menschen überwinden. Ich werde Wundertaten vollbringen und Beweise geben, welche die Ungläubigkeit jener, die sich bei euch einstellen, wirklich erleuchten.

    40.  Ich verlange von euch nichts Unmögliches, es werden keine schwer zu vollbringenden Werke für euch sein, Mir wird eure Zubereitung, euer Gebet und euer Glauben genügen, und alles Übrige werde Ich tun, oh meine geliebten Kinder!

    41.  All das, was ihr nicht zu tun vermögt ─ jede Schwierigkeit, der ihr begegnet, sollt ihr Mir überlassen, und Ich werde alles möglich machen. Dann werden die Menschen erleben, dass das, was für menschliche Wesen unmöglich ist, durch eure Vermittlung Wirklichkeit wird. Diese Wundertaten werden sie nicht den Menschenwesen zuschreiben können, und in ihrer Verwunderung werden sie ins Jenseits gehen müssen, um über eine höchste und erhabene Macht nachzudenken.

    42.  Ich werde Mich in Herrlichkeit offenbaren, um die Sünde der Menschen zunichte zu machen. Vor der menschlichen Macht werde Ich Mich als Weisheit und göttliche Wissenschaft offenbaren. Ich werde auch den Materialismus der menschlichen Wissenschaft beschämen. Für alle Religionen und Institutionen der Menschen werde Ich als der Retter kommen ─ so habe Ich es angekündigt. Auf den Feldern der Zwietracht und der Schlacht werde Ich mit meinen unsichtbaren Waffen des Friedens, mit meinem zweischneidigen Schwert gegenwärtig sein, um jede Sünde und Verderbtheit zu vernichten.

    43.  Ich bin als der Große Krieger gekommen, so wie die Menschen Mich sehen wollen und wie Mich viele erwarten, welche die Erde bewohnen. Als Krieger bin Ich in Wahrheit und im Geist gekommen. Mein Krieg hat schon vor langer Zeit begonnen, und doch hat er kaum angefangen: das Schwerste, das Schrecklichste dieser Schlacht wird noch kommen, und in diesen Kampf werdet ihr ziehen, die Ich derzeit als Soldaten ausbilde. Ihr wisst jedoch, dass mein Krieg nicht aus Unrecht besteht, sondern gerade aus Rechtsprechung über das menschliche Unrecht. Meine Liebe wird die Heuchelei, die Selbstsucht und die Schlechtig­keit des Menschen ausmerzen. Mein Friede wird all das beseitigen, was einen Samen und eine Grundlage von Hass, von Zwietracht in sich trägt. Was wird mein unsichtbares Schwert also verschonen, das Ich in eure Hände lege? Das Leben meiner Kinder, die Empfindsamkeit und die Tugend. Alles andere wird fallen.

    44.  Wenn Ich einen Funken von Liebe zu Mir, ein Atom von Wahrheit, ein bisschen Liebe oder Mitgefühl für andere sehe, so wird all dies meine Waffe verschonen. Daher könnt ihr nun verstehen, dass diese Schlacht sehr groß unter euch sein wird. Doch diese vollzieht sich nicht nur unter Menschenwesen, dieser Kampf ist universell. Alle Geistwesen werden nach dieser Schlacht einen Schritt auf das wahre Leben zugetan haben ─ einen Schritt hin zum Fortschritt, einen festen Schritt auf Mich zu, in Wahrheit und im Geist.

    45.  Fühlt ihr nicht, wie das Geistige Leben in eurer Umgebung in Erregung ist? Fühlt ihr nicht, dass in eurem Geist das Getöse dieser großen Schlacht zu hören ist? Selbst im Augenblick eures tiefen Schlafes ringt und kämpft euer Geist, macht er sich frei und arbeitet er in der Mission, die Ich ihm zugewiesen habe.

    46.  Dies sind die großen Schlachten, die mein Jünger Johannes mittels der prophetischen Gabe schaute. Er sah die Heere, welche die gleichen sind, die heute in vollem Kampf stehen.

    47.  Das Heftigste der Schlacht ist noch nicht gekommen, und deshalb unterrichte Ich euch unablässig, um euch in mutige Soldaten meiner Lehre, meines Gesetzes verwandelt zurückzulassen ─ jenes Gesetzes, das seinen Soldaten sagt: „Liebt einander!“

    48.  Dies ist es, was der Große Krieger, was der Fürst der Heere euch in der Dritten Zeit sagt, oh geliebtes Volk. Erhebt euch mit diesem Liebesschwert, ergreift es, zieht es aus der Scheide und besiegt allen Hass und alles Böse, das es in der Menschheit gibt.

    49.  Ihr wisst, dass Ich von meinem Hohen Thron aus das Weltall in meinen Frieden und in meine Segnungen hülle.

    50.  Alles ist von Mir zu jeder Stunde, in jedem Augenblick gesegnet. Von Mir ist nicht, noch wird jemals irgendeine Ver­fluchung oder Verdammung für meine Kinder kommen. Daher lasse Ich, ohne Gerechte oder Sünder zu sehen, auf alle meinen Segen, meinen Kuss der Liebe und meinen Frieden herniederkommen.

    Mein Friede sei mit euch!


    [1] Hier müsste es Christus heißen, da Jesus gemäß dem BdWL nur der Körper war