Unterweisung 317

1.  Geliebte Jünger: Ich sehe euch vorbereitet, ihr habt euch geistig gesammelt, um die Gnade zu erlangen, mein Wort zu vernehmen und zu verstehen. Auf eurem Weg habt ihr meine Gegenwart gehabt, indem Ich euch das Wunder beschert, euch meinen Schutz gab, oder durch euer Gewissen zu euch sprach. Ich will in eurem Herzen wohnen, um euer Führer und Meister zu sein.

2.  „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“, sage Ich euch noch einmal. Mein Wort ist das Brot, das euren Geist nährt, meine Gegenwart bringt euch den ersehnten Frieden. Wie viele Prüfungen habt ihr auf der Welt erlebt! Ihr habt Frieden und Trost in irdischen Vergnügungen gesucht, und als ihr ihn nicht gefunden habt, seid ihr zu Mir zurückgekehrt, um Mir zu sagen: „Herr, nur bei Dir finden wir Frieden und Trost für unseren Geist.“

3.  Israel: Lernt, Mich in dieser Zeit der Heimsuchungen in eurem Gebet zu suchen. Wenn die Prüfungen noch größer werden, so sucht Mich als strahlenden Leuchtturm oder als Rettungsboot. Vertraut auf Mich, denn Ich werde euch zum sicheren Hafen führen. Jeder, der Mich sucht, findet Mich. Jeder Geist, der sich im Glauben an meine Göttlichkeit erhebt, erlangt das Heil. Daher habe Ich euch auf die Welt gesandt und euch gesagt: Wacht und betet für die Menschen, denn sie haben mein Wort nicht vernommen, und nur das Volk Israel vernimmt meine Unterweisung zur Wachsamkeit und zur Zubereitung. Und zur Menschheit wird der Meister sagen: Hier ist der Treuhänder deines Heils, hier ist das Volk Israel, das mein Jünger ist, das sich auf den Weg zu dir machen wird, um dir meine Lektion zu geben, um dir das Brot des Ewigen Lebens zu geben, das du nicht entgegennehmen wolltest, solange Ich es durch das menschliche Verstandesvermögen übergab, weil dir das Mittel unvollkommen erschienen ist, das Ich wählte, um Mich in dieser Zeit kundzutun.

4.  Wie viele haben mein Wort vernommen, und als sie es nicht verstanden, haben sie sich vom Pfad entfernt. Ich werde sie erneut rufen, werde ihnen Beweise meiner Wahrheit geben, und sie werden an Mich glauben, weil die Lebens- und Ver­geistigungssaat, die Ich in ihr Herz gesät habe, im Glauben erblühen wird. Diese Wahrheit wird in ihnen erstrahlen, und sie werden vor ihren Geschwistern bekennen, dass Ich bei den Menschen gewesen bin und Mich durch das menschliche Verstandesvermögen kundgetan habe.

5.  Wie könnten die Menschen meine Werke beurteilen und in meine innersten Urteile eindringen? Doch Ich habe ihnen die Willensfreiheit, einen eigenen Willen gegeben, und aufgrund dieser Gaben habe Ich sie der Prüfung unterworfen. Diejenigen, die geglaubt haben, haben in der Prüfung gesiegt, haben ihren Glauben gestärkt, haben sich zu den Regionen des Geistes erhoben, indem sie sich von der Essenz meiner Offenbarungen nährten.

6.  Wahrlich, Ich sage euch, die Begegnung meines Geistes mit dem euren ist im Jenseits geschehen. Ich habe euch gelehrt, Mich zu suchen, indem ihr euch auf der Leiter des Gebets erhebt und Mir mit dieser Lauterkeit im Geistigen begegnet, weil Ich Mich in dieser Zeit nicht vermenschlicht habe. Ich habe Mich nur des Verstandes und Herzens meiner Geschöpfe bedient, um Mich durch sie kundzutun.

7.  Ich habe euch dieses Lehrbuch gegeben, damit die zuletzt Gekommenen gleichfalls meine Offenbarungen kennen­lernen. Ich habe die Lektionen wiederholt, habe gesehen, dass viele in mein Werk eingedrungen sind und alles von seinem Anfang an kennenlernen wollen. Darum habe Ich Lehre für euch wiederholt. Ich habe euch gesagt, dass Elias durch Übermittlung von Roque Rojas die Dritte Zeit eröffnete, damit ihr auf eurem Weg dem Göttlichen Meister begegnen würdet.

8.  Wohl dem, der Mich mit Liebe vernimmt, der zu Mir kommt und sein Herz öffnet, um die Essenz meines Wortes zu empfangen, weil er Licht erlangt. Durch diese Weisheit wird er mein Werk verstehen, wird es nach 1950 auszuüben verstehen und sich zu Recht mein Jünger nennen.

9.  Euch alle will Ich meine Jünger nennen. Aber erinnert euch daran, dass der gute Jünger den Unterweisungen treu sein und seinen Meister nachahmen soll.

10.  Ihr denkt daran, dass euer geistiger Kampf hier auf Erden groß ist, und euer Geist lässt euch erahnen, dass er, wenn er einmal in jenes Leben eingeht, das ihn jenseits dieser Welt erwartet, weiterhin darum ringen wird, aufzusteigen. Wenn ihr darüber meditiert, erfahrt ihr schließlich eine gewisse Traurigkeit bei dem Gedanken, dass es kein Ausruhen gibt, wenn das menschliche Leben zu Ende ist. Diese Traurigkeit stammt nicht aus dem Geist, sondern aus dem Fleisch, das schwach und kleingläubig ist, weil seine Natur nicht ewig ist und es angesichts der Ewigkeit verzagen muss.

11.  Für den Geist bedeutet die Ewigkeit seinen größten Segen. Wenn er an die Freude denkt, weiß er, dass diese kein Ende haben wird, und wenn er an seine Wiedergutmachung denkt, weiß er, dass er genügend Zeit haben wird, um seine Verfehlungen wieder­gutzumachen und sich zu vervollkommnen.

12.  Die geistige Ruhe, wie sie eure irdische Natur versteht und auffasst, gibt es nicht. Die Erholung, die den Geist erwartet, ist Aktivität, ist die Vervielfachung im Tun des Guten, ist das Nutzen eines jeden Augenblicks. Dann erholt sich der Geist, entledigt er sich von Selbstvorwürfen und Leiden, erquickt er sich, indem er Gutes tut, erholt sich, indem er seinen Schöpfer und seine Geschwister liebt.

13.  Wahrlich, Ich sage euch, wenn Ich euren Geist untätig bleiben lassen würde, damit er ruht, wie ihr euch die Ruhe auf Erden vorstellt, würde sich seiner die Finsternis der Verzweiflung und der Angst bemächtigen; denn das Leben und das Licht des Geistes sowie sein größtes Glück sind die Arbeit, der Kampf, die un­ablässige Aktivität.

14.  Der Geist, der von der Erde zum Geistigen Tal zurück­kehrt ― die Müdigkeit des Fleisches in sich selbst eingeprägt mitbringt und das Jenseits als ein Ruhelager sucht, um zu ruhen, um zu vergessen, um die Spuren des Lebenskampfes auszulöschen ─ wird sich als das unglücklichste Wesen fühlen und weder Frieden noch Seligkeit finden, bis er aus seiner Lethargie erwacht, seinen Irrtum einsieht und sich zum Geistigen Leben erhebt, das so ist, wie Ich es euch eben gesagt habe: Liebe, Tätigkeit, un­ablässiger Kampf auf dem Pfad, der zur Vollkommenheit führt.

15.  Hier auf Erden muss sich euer Geist dagegen bedrückt fühlen, da auf ihr alles begrenzt und vergänglich ist. Hier muss er sich wirklich von so viel Sünde und so viel Unreinheit, wie es im menschlichen Leben gibt, erholen. Doch ist es keine Erschöpfung, wie jene, die das Fleisch bedrückt, sondern ein Ekel vor allem Schlechten, ein Abgestoßensein von allem Unlauteren, ein Überdruss daran, immer wieder wegen Unsittlichkeiten oder aus nicht gerecht­fertigten Gründen zu kämpfen und zu leiden.

16.  Wenn die Menschen aus diesem Leben hier ein reines Dasein gemacht hätten, und ihren Körper zu einer würdigen Wohnung für den Aufenthalt eines Geistes bereitet hätten, dann würde man keine Erschöpfung kennen, noch gäbe es Ekel oder Widerwille; und daher würde der desinkarnierte Geist nicht mit dem Verlangen nach Erholung und Ruhe zur Geistigen Welt kommen. Im Gegenteil ─ er würde voller Kraft und Glauben ankommen, um sein Tagwerk fortzusetzen ─ jenen Kampf, den er auf der Welt niemals aufzuhalten vermochte, und den nicht einmal der Tod aufhob.

17.  Ich will, dass am Ende des Kampfes, wenn alle meine Kinder für ewig in der Geistigen Heimat vereint sind, sie an meinem unendlichen Glück als Schöpfer teilhaben, als Anerkennung dafür, dass jeder von euch aufbauend oder wiederherstellend am göttlichen Werk teilnahm.

18.  Erst im Geistigen werdet ihr feststellen, dass von allem, was Ich seit Anbeginn geschaffen habe, nichts verlorengegangen ist, dass alles in Mir wiederaufersteht, alles zum Leben ersteht und sich erneuert.

19.  Wenn also so viele Wesen lange Zeit hindurch verirrt waren, wenn viele, statt Werke des Lebens, zerstörerische Werke voll­brachten, so werden sie feststellen, dass die Zeit ihrer Verirrung nur vorübergehend war und dass ihre Werke, so schlecht sie auch gewesen sein mögen, im Ewigen Leben Berichtigung erfahren und sie zu Mitarbeitern meines unablässig schöpferischen Werkes verwandelt werden.

20.  Was sind schon einige Jahrhunderte der Sünde und Finsternis, wie sie die Menschheit auf der Erde hatte, wenn ihr sie mit der Ewigkeit vergleicht, mit einer Zeit der Entwicklung und des Friedens ohne Ende? Ihr habt euch aufgrund eurer Willensfreiheit von Mir entfernt und werdet, durch das Gewissen veranlasst, zu Mir zurückkehren.

21.  Das Fleisch war zu hartnäckig und widerspenstig, um den Weisungen jenes inneren Lichts zu folgen, das ihr Gewissen nennt, und es fiel ihm viel leichter, den Impulsen zu folgen, die es zur Zügellosigkeit seiner Instinkte und seiner Leidenschaften ver­leiteten.

22.  Lange ist die Menschheit in schwerem Ringen zwischen dem Gewissen, das nie geschwiegen hat, und dem Fleisch, das aus dem Materialismus seinen Kult und sein Gesetz machen möchte, den Lebensweg auf dieser Erde gegangen, ohne dass bis heute weder die Körpermaterie noch der Geist gesiegt haben, da der Kampf andauert.

23.  Ihr fragt Mich, wer siegen wird? Und Ich sage euch, dass es nicht mehr lange dauert bis zum absoluten Sieg des Gewissens, der mittels des Geistes im Fleisch wirkt.

24.  Ahnt ihr nicht, dass nach so viel Kampf und so langem Ringen die Körpermaterie, die menschlich und vergänglich ist, sich dem Gewissen beugen wird, das mein ewiges Licht ist?

25.  Begreift, dass der Mensch nach einem so langen Widerstreit schließlich jene Empfindsamkeit und Nachgiebigkeit erlangen wird, die er nie zuvor gegenüber jener Stimme und jenem geistigen Leben gehabt hat, das in seinem Wesen vibriert und lebt.

26.  Ihr alle bewegt euch auf diesen Punkt zu, ohne dass ihr es merkt. Doch wenn ihr dereinst auf Erden den Sieg des Guten und der Gerechtigkeit schaut, werdet ihr den Grund für den Kampf, die Schlachten und die Prüfungen begreifen.

27.  Mit dieser Zubereitung will Ich euch sehen, damit ihr euren Weg mit guten Beispielen besät und so Zeugnis von all dem ablegt, was ihr von Mir empfangen und gehört habt.

28.  Wenn diese Kundgebung einmal vorüber ist, werdet ihr meine Lehre als übernatürlich ansehen, jenseits eures Begriffsvermögens, und ihr werdet euch fragen: „Wie ist es möglich, dass der Herr in dieser Zeit einer größeren Entwicklung für die Menschheit in unserer eigenen Sprache zu uns gesprochen hat?“

29.  Hört , Jünger: Schon in den vergangenen Zeiten wurde niedergeschrieben, dass Ich kommen und Mich bei allen meinen Kindern kundgeben würde, und so würde Ich das Kommen einer Friedenszeit unter den Menschen vorbereiten, indem Ich sie zur Ausübung der Vergeistigung bringe. Jetzt ist die Erfüllung dieser Prophetie da, heute bereite Ich euch zu, umgeben von der Geistigen Welt, während andere Geistwesen im Jenseits auf meine Weisungen warten und kommen werden, um in den bevorstehenden Zeiten unter den Menschen zu wohnen. Unter ihnen sind die, welche die Völker regieren werden ─ jene, die aufgrund ihrer großen Tugend bewirken werden, dass die Menschen meine Gebote befolgen, und die sie auf den guten Weg bringen. Sie werden nach euch kommen.

30.  Mein Werk wird immer weiter wachsen, bis sich schließlich alle Geistwesen in Erfüllung meines Gesetzes vereinen, und diese irdische Wohnstätte zu einer Welt der Vollkommenheit wird. Die sie in jener Zeit bewohnen, werden meine Liebe in allem Geschaffenen pulsieren fühlen und sich zubereiten, um in einer besseren Welt zu leben. Diese Erdenwelt wird für euren Geist nur vorübergehend sein, er wird im Verlangen nach seiner Vervollkommnung zu anderen Regionen, anderen Ebenen des Jenseits gehen. Erinnert euch, dass Ich euch gesagt habe: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ Und in dieser Zeit größerer Entwicklung, in der ihr meine Unterweisungen besser versteht, habe Ich euch gesagt: „Im Haus des Vaters gibt es eine unendliche Zahl von Wohnungen.“ Meint also nicht, dass ihr beim Scheiden von dieser Welt bereits die größte geistige Höhe erreicht habt. Nein, Jünger. Wenn euer Entwicklungsabschnitt auf diesem Planeten zu Ende ist, werde Ich euch zu anderen Wohnstätten leiten, und so werde Ich euch ewig auf der unendlichen Stufenleiter eurer Vervollkommnung führen. Vertraut auf Mich, liebt Mich, und ihr werdet gerettet sein.

31.  Bleibt nicht stehen, Volk. Da ihr den Weg kennt, so beschleunigt eure Schritte. Erfüllt mein Gesetz, lebt liebend und seid wohltätig zu euren Nächsten. Dann werden alle Gaben, die Ich euch verliehen habe, wie Lichter sein, die den Pfad der Menschen erhellen.

32.  Warum zweifelt ihr bisweilen an euch und an Mir, obwohl Ich euch gesagt habe, dass ihr Teil meines Geistes seid? Warum zweifelt ihr daran, meine Eigenschaften zu besitzen? Da ihr auf diese Welt gekommen seid, um eure früheren Verfehlungen wiedergutzumachen ─ warum lästert ihr dann, wenn ihr auf eurem Weg auf Prüfungen stoßt?

33.  So bereite Ich euch vor, Jünger, so präge Ich das Buch meiner Unterweisungen in euer Herz. Wenn ihr euch für eure Leiden nach Trost sehnt, dann sucht mein Wort in eurem Herzen, und es wird wie ein Quell kristallklaren Wassers daraus strömen.

34.  Ich lehre euch in diesem Jahr 1950, dem letzten meines Aufenthaltes unter euch. Ich will, dass ihr die Vergeistigung erreicht, die Ich von euch verlangt habe. Ihr habt euren Vater verstanden und habt geistig Buße getan. Ihr habt Mich geliebt, und von den einen sind die unreinen Kleider abgefallen, die ihren Geist bedeckten, und andere sehe Ich nach ihrer Läuterung streben. Vergesst nicht, dass ihr, um meine Lehre zu befolgen, euch jedes Materialismus entledigen müsst.

35.  Ich habe mein Licht eurem Gewissen anvertraut, damit ihr, von ihm geführt, jede Unvollkommenheit beseitigt, und die Tugenden erblühen, die Ich mit meinem Wort in eurem Geist aufdecke. Ich habe euch empfänglich für die Liebe und auch den Schmerz gemacht. Ich habe euch gesagt: „Liebt einander“, damit ihr mein Wort in seiner ganzen Reinheit fühlt. Teilt euren Frieden mit euren Geschwistern, helft ihnen, ihren Leidenskelch zu trinken.

36.  Erinnert euch, dass Ich euch gesagt habe: In meinen Augen seid ihr alle meine Kinder. Wenn Ich euch die Entwicklung erlaube, und ihr in ihr eure Kämpfe habt, geschieht dies, weil Ich sehnlich wünsche, dass ihr eure Vollkommenheit erringt.

37.  Es ist an der Zeit, dass ihr das geistige Werk beginnt, das euch anvertraut worden ist. Seht, wie unfruchtbar die Felder sind, weil der Same der Liebe und Barmherzigkeit auf dem Grund eures Herzens verborgen lebt.

38.  Ich bin mit meinen Unterweisungen gekommen, um euch im Guten zu bestärken. Ich führe euch auf Liebespfade, damit ihr mit meiner Licht- und Trostbotschaft zu euren Geschwistern geht. Wenn die Zeit meines Predigens für euch lang gewesen ist, geschah dies, damit ihr den Inhalt meiner Lehre in euch aufnehmt und niemals ihren Sinngehalt verfälscht. Denn ihr seid das Neue Israel ─ das Volk, das von meiner Wahrheit Zeugnis ablegen wird.

39.  Auf Schritt und Tritt erweckt euch die Stimme eures Gewissens und macht euch begreiflich, dass ihr eine hohe Bestimmung unter der Menschheit und eine große Mission zu erfüllen habt.

40.  Gibt es in euch nicht eine Kraft, die euch nicht zu Fall kommen lässt, und eine Stimme, die euch nicht schlafen lässt? Wenn ihr euch vom Weg entfernt oder eure Mission vergesst ─ fühlt ihr dann nicht eine Unruhe, die euch keine Ruhe lässt? Denn diese Kraft, dies innere Licht, diese Stimme, die innerlich zu euch spricht, ist euer Gewissen, in dem unauslöschlich mein Gesetz und eure Aufträge geschrieben stehen.

41.  Lasst euch liebevoll von diesem inneren Führer leiten, und wahrlich, Ich sage euch, jede geistige Beunruhigung wird verschwinden und an seiner Stelle einen tiefen Frieden und eine wahre Befriedigung zurücklassen.

42.  Wenn ihr diese kostbaren Augenblicke nutzt, werdet ihr morgen keine Tränen vergießen wegen der verlorenen Zeit, werdet nicht Irrtümer beklagen, noch zu Fall kommen. Denkt daran, dass es eure guten Werke sind, die von Mir Zeugnis ablegen müssen. Oder meint ihr etwa, dass eure Geschwister meine Wahrheit auch durch unvollkommene Werke werden erkennen können? Vergesst nicht, dass „der Baum an seiner Frucht erkannt wird.“

43.  Befürchtet nicht, zu wenige und zu unbedeutend zu sein. Mit euch wird eine unsichtbare Heerschar von Lichtwesen ziehen, die euren Weg vorbereiten, indem sie Türen öffnen, damit ihr hindurch­geht und dabei Hindernisse niederreißt und Schwierigkeiten überwindet.

44.  Gegen eine Welt der Finsternis werdet ihr auf diese Lichtwelt zählen. Um den Einfluss des Krieges zu überwinden, werdet ihr auf den Engel des Friedens zählen. Gegen Krankheit, Seuche und Tod werdet ihr die Barmherzigkeit jener unsichtbaren Wesen bei euch haben, die bereitstehen, um ihren Heilbalsam der Barmherzigkeit und des Trostes auf die Menschheit zu ergießen.

45.  Niemals sind meine Jünger von Mir ungeschützt gewesen, niemals sind sie von jenen Wesen im Stich gelassen worden, die in Regionen des Lichts und der Harmonie wohnen.

46.  Wer inspirierte einige meiner Jünger der Zweiten Zeit, damit sie sich an das göttliche Wort ihres Meisters erinnerten und es als Erbe für alle Generationen niederschreiben würden? Wer führte meine Jünger auf unbekannten Wegen zu fernen Städten? Wer befreite Petrus aus seinem Gefängnis, während seine Gefängnis­wärter schliefen, und wer stand jenen Aposteln meiner Wahrheit in der schwersten Stunde ihres Opfertodes bei? Die Geistwesen, eure Geschwister, die die Menschen Engel genannt haben.

47.  Oh, wenn ihr doch den Wert kennen würdet, den jener Einfluss auf euer Leben hat! Ihr wäret gegenüber ihren Rufen und ihren Hinweisen williger, demütiger und gehorsamer. Aber ihr seid kleingläubige Geschöpfe, weil ihr das Geistige Leben mit euren körperlichen Sinnen betasten und sehen möchtet. Und da ihr dies nicht erlangt habt, habt ihr euch in eurem Glauben betrogen gefühlt.

48.  Wahrlich, Ich sage euch, wenn euer Glaube fest wäre, hättet ihr nicht das Verlangen, die Gegenwart des Geistigen mit den Sinnen des Fleisches zu spüren, denn dann wäre es der Geist, der mit seiner feinen Empfindsamkeit jene Welt wahrnehmen würde, die unaufhörlich um euch herum pulsiert.

49.  Ja, Menschheit, wenn ihr euch der Geistigen Welt fern fühlt, so können sich doch jene Wesen den Menschen nicht ferne fühlen, da es für sie keine Entfernungen, keine Grenzen noch Hindernisse gibt. Sie leben im Geistigen, und daher können sie dem Leben der menschlichen Wesen nicht fern stehen, deren höchste Bestimmung jene Erhebung und Vervollkommnung des Geistes ist.

50.  Ihr alle seid Geschwister, alle Geistwesen besitzen dieselben Eigenschaften, selbst eure Körpermaterie ist jener der anderen gleich ge­schaffen worden. Weshalb habt ihr euch dann in Gesellschaftsklassen und Nationen aufgespalten, Menschheit? Ich liebe euch wie ein einziges Kind, und ebenso vergebe Ich euch. Doch seid dieser Gnade würdig, erringt eure Erlösung. Der Zeitpunkt wird kommen, an dem ihr ― über meine Lehre meditieren ― von meiner Liebe inspiriert, einander lieben, und nicht eure Fehler beurteilen werdet.

51.  Beratet und korrigiert mit Liebe auf eurem Weg, doch fühlt euch gegenüber euren Geschwistern nicht überlegen. Liebt nur und lebt gerecht, wie Ich es euch gelehrt habe.

52.  Bereitet euch vor, denn morgen werdet ihr Führer und Lehrer der Menschheit sein. In jener Zeit, von der Ich zu euch spreche, sollt ihr meine Lehre liebevoll weitergeben, wie Ich euch es euch gelehrt habe. Ihr sollt eure Geschwister nicht mit Härte beurteilen ─ in der Meinung, dass ihr damit eurem Herrn wohlgefällig seid. Wahrlich, Ich sage euch, selbst wenn ihr die Menschen in meinem Namen lehrt, werdet ihr nicht frei davon sein, zu sündigen. Wacht und betet. Doch wenn Ich euch die Verfehlungen eurer Geschwister ohne Liebe bestrafen sehe, werde Ich durch das Gewissen zu euch sprechen und euch wie in der Zweiten Zeit sagen: „Wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“

53.  Meine Lehre ist für alle Zeiten. Derzeit wiederhole Ich für euch die Lektionen der vergangenen Zeitalter, damit ihr Mich besser versteht. So, wie ihr Mich hört, vernahmen Mich auch die Jünger der Zweiten Zeit. So, wie ihr gerade die ersten Schritte in meiner Lehre tut, so taten es auch jene. So, wie ihr darum ringt, eure Unvollkommenheiten zu überwinden, so rangen auch jene und siegten schließlich.

54.  So, wie ihr an den Gaben zweifelt, die Ich euch verliehen habe, so gab es auch unter jenen Jüngern solche, die in der Meinung, dass der Meister sie nicht beobachtete, sein Wort heimlich auf die Probe stellten. Wenn sie sich meine Beispiele zum Vorbild nahmen, offenbarte sich die Frucht ihrer Zubereitung in ihren Werken. Wenn sie nicht wachten und beteten, geschah kein Wunder durch sie, und sie kehrten mit Zweifeln in ihrem Herzen zu Mir zurück. Doch als sie die Wahrheit meines Wortes erneut vernahmen, bereuten sie ihre Verfehlungen und versprachen unter Tränen, nicht mehr an Mir zu zweifeln.

55.  Ebenso sehe Ich euch in dieser Zeit, Jünger: Die einen von euch haben als unsichtbare Waffen den Glauben und die guten Werke und sehen, dass mein Wort sich bei ihrer Auftragserfüllung offenbart. Aber andere meiner Kinder haben ─ ohne mein Gesetz zu befolgen ─ den Anspruch erhoben, dass Ich ihnen vor den Augen der Menschen ein Wunder gewähre, das sie als meine Boten erkennbar macht, und als sie es nicht erhalten haben, haben sie an Mir gezweifelt und haben Mich verleugnet.

56.  Ich vergebe ihnen; denn wenn sie auch heute zweifeln, werden sie morgen glauben ─ wenn sie heute meine Lehre nicht akzeptieren, werden sie morgen ihr eigenes Leben hingeben, um die Wahrheit dieser Offenbarung zu bekennen und zu bezeugen.

57.  Ich segne die, die in meinem Gesetz leben, und die, die es ablehnen, denn durch diese Letzteren werde Ich, wenn sie in den Sinngehalt meiner Unterweisungen eingedrungen sind, der Menschheit große Beweise geben. Denn sie werden das zuverlässige Mittel dafür sein, dass mein Göttlicher Geist sich in Tugend, Wahrheit und Liebe auf ihre Geschwister ergießt.

58.  So habe Ich meine Freude an euch, Jünger, so ermutigt euch der Vater für die Zeit der Prüfungen, die ihr durchleben werdet.

59.  Bleibt achtsam gegenüber der Stimme des Gewissens, und wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet weiterhin meine Unterweisung empfangen. Obwohl 1950 diese Kundgebung durch den Stimm­träger endet ─ hört auf das Gewissen, dann wird eure Gemeinschaft mit Gott ewig sein, und es wird nichts und niemanden geben, der die Jünger von ihrem Meister trennen wird.

60.  Vertraut auf mein Wort. Wahrlich, Ich sage euch, alle Prophetien werden zur Genugtuung der Propheten und zur Freude des Volkes Israel in Erfüllung gehen.

61.  Wacht und betet, denn die Zeiten werden sich ändern. Vereinigt euch mit meinem Liebesgesetz, und es wird keine Prüfung geben, die euch auf dem Weg aufhält. Lebt die Beispiele, die Ich euch in Jesus gab, dann werdet ihr gewiss vorwärts kommen. Niemand wird mein Wort auf euren Lippen zum Schweigen bringen können. Wahrlich, Ich sage euch, nicht einmal das Schafott wird euch dazu bringen, mein Gesetz zu vergessen. Denn die Erinnerung an das geopferte Lamm wird euch stark machen, und ihr werdet euch meiner Göttlichkeit zum Opfer bringen.

62.  Wie viele von euch werden ihre Liebsten verlassen, um sich auf den Weg zu jenen zu machen, die mein Wort durch eure Vermittlung hören sollen. Wie viele von euch werden aus Liebe zu meiner Lehre ihre materiellen Güter aufgeben und in größter Armut leben. Doch wenn euer Körper die irdischen Güter auf dieser Welt entbehren sollte, werde Ich euren Geist in der Ewigkeit mit meiner Liebe schmücken. Doch seid unbesorgt, oh vielgeliebte Kinder! Ich verlange von keinem von euch den Opfertod. Ich habe euch in meinem Wort nur gesagt: Alles, was ihr in meinem Werk hingeben solltet, werdet ihr hundertfach zurückbekommen. Besät euren Pfad mit guten Werken, und ihr werdet die Früchte dessen im Jenseits ernten.

63.  So bereite Ich euch an diesem Morgen vor, an dem die Christenheit der Passion Jesus gedenkt. Auch ihr, Jünger, erlebt gerade den immer gegenwärtigen Opfertod des Messias und nährt euch von den Beispielen des göttlichen Erlösers.

64.  Volk Israel: Seid das Licht der Menschheit, erinnert sie an mein Versprechen, wiederzukommen, das Ich ihr durch Jesus gab, und sagt ihr, dass Ich mein Wort gehalten habe.

65.  Jene Prophezeiungen sind von den Menschen vergessen worden, doch Ich erinnere sie daran durch meine neuen Apostel.

66.  Jünger: Bei der Kundgebung meines Wortes ist meine Vaterliebe und mein Frieden gegenwärtig. Nehmt ihn in euch auf ─ ihr, die ihr noch im Tränental wohnt.

67.  Trinkt euren Leidenskelch mit Geduld. Denn nach dieser Bitternis werdet ihr ewig das Brot und den Wein meiner Liebe genießen.

Mein Friede sei mit euch!