1. Wohl euch, die ihr eure Kenntnisse erweitern wollt, um das Höchste zu entdecken.
2. Glücklich und selig seien, die klar erkennen wollen. Doch wahrlich, Ich sage euch, ihr müsst mein Wort studieren und ergründen, damit die Binde fällt, die eure Augen bedeckt.
3. Der Mensch hat sich doppelt schuldig gemacht. Nicht nur, weil er keine Anstrengung macht, damit jene Binde fällt, die ihn an der Erkenntnis meiner Lehre hindert, sondern auch, weil er sich in den Banden des Fleisches entkräftet, die ihn zu materiellen Vergnügungen führen, zum Nachteil der geistigen Freuden. So kommt es, dass er zu einem Sklaven seiner Leidenschaften geworden ist und seine Willenskraft zur Erneuerung zerstört hat.
4. Die Blinden wollen die Blinden führen, und jene, die meine Lehre nicht praktiziert haben, wollen die Sünder leiten. Der Mensch ist schwach, weil er sich nicht bemüht hat, sich mit meinem Wort zu erneuern und zu läutern. Er wollte keinen Gebrauch machen von jener Kraft, mit der er ausgestattet ist, welche der Wille ist, um gegen seine Laster zu kämpfen und sich selbst zu überwinden. Wenn euer Geist diese Schlacht gewinnt, dann könnt ihr sagen, dass ihr befreit seid. Wenn euer Geist die Herrschaft über das Fleisch hat, werdet ihr erleben, dass selbst die Raubtiere sich eurem Liebesruf sanft beugen.
5. Wenn der Mensch sich vergeistigt, wird er durch das Licht meines Heiligen Geistes alles verstehen, was er in Gott und in der Natur als ein Geheimnis betrachtet hat.
6. Sagt nicht, dass ihr an Mich glaubt, wenn eure Werke oder eure Gedanken gerade das Gegenteil besagen. Der Tag wird kommen, an dem ihr aufgrund eurer Vergeistigung fühlen werdet, dass Ich in euch bin und ihr in Mir seid. Wenn ihr meine wahren Jünger sein wollt, so trachtet nach dieser Vergeistigung.
7. Mein Tisch ist gedeckt, kommt und nährt euch von dem Brot des ewigen Lebens, bereitet euch mit meinen Liebeslektionen zu, beseitigt eure Unwissenheit durch mein Licht, macht euch frei von den Leidenschaften, seid die Kinder des Lichts.
8. Dann werden eure Werke und eure Vergeistigung wie ein Lobgesang sein, den euer Geist anstimmt, um euren Vater zu verherrlichen.
9. Bereitet euch vor, Jünger, denn der Tag rückt näher, an dem Ich zum letzten Mal durch dieses Mittel zu euch spreche; und ihr werdet dann stark sein müssen, um den neuen Tag, die neue Zeit zu erwarten, in der Ich nicht mehr das Gehirn eurer Stimmträger als Instrument gebrauchen werde, die mein Wort übermitteln, sondern Ich im Geist gegenwärtig sein werde ─ bereit, meine Inspiration in den Geist eines jeden von euch einfließen zu lassen.
10. Nur noch einige Monate bleiben euch, um euch an diesen Kundgebungen zum letzten Mal zu erquicken; es ist eine genügend lange Zeit, um über meine Botschaft und meine Offenbarungen zu meditieren, damit ihr euch durch Studium, durch Gebet und durch Ausübung (derselben) vorbereitet, damit ihr Kräfte ansammelt,euren Geschwistern beisteht, jene aufrichtet, die gefallen sind, denen Trost spendet, die in ihren schweren Prüfungen Tränen vergießen, und mit jedem eurer Schritte eine echte Spur von Vergeistigung hinterlasst.
11. Wer in der wichtigsten Stunde, in der Ich euch mein letztes Wort gebe, auf seinem Posten steht, der wird im Kampf standhaft bleiben, der wird bestehen. Doch jeder, der Fehltritte macht, wird zu Fall kommen, weil nur das fest Gegründete dem Lauf der Wirbelstürme widerstehen wird, die danach zu diesem Volk gelangen werden, weshalb Ich euch sage, dass jedes Werk, das nicht auf Fundamenten der Wahrheit, der Hingabe, der Nächstenliebe und der Vergeistigung errichtet sein sollte, niedergerissen werden wird.
12. Lernt, die Essenz meines Wortes zu erkennen, damit ihr euren Geist nur von ihr nährt. Denn Ich habe gesehen, dass ─ weil ihr euch nicht darum bemüht habt, meine Essenz zu entdecken ─ ihr euch stattdessen die Ausdrucksweise der Stimmträger und der Gabenträger zu eigen gemacht habt. Doch vergesst nicht, dass der Geschmack, den ihr der Welt bringen sollt, nicht ein menschlicher, sondern ein göttlicher Geschmack sein soll.
13. Wahrlich, Ich sage euch, wenn die Körper der Stimmträger sich auf die Durchführung ihrer so hohen und heiklen Aufgabe vorbereitet hätten, hätten deren Lippen beim Übermitteln meiner Botschaft nicht nötig gehabt, so viel zu sprechen, um meine Inspiration auszudrücken, noch hätten sich meine Kundgebungen über Stunden hingezogen.
14. Wenn sie die Weisung ihres Gewissens verstanden und befolgt hätten, und sie sich von der Liebe zum Volk und von der Barmherzigkeit zu den nach geistigem Licht Bedürftigen hätten inspirieren lassen, hätte sich mein Wort auf einige Sätze beschränkt, die jedoch selbst in der Form so vollkommen gewesen wären, dass sie jene erschüttert hätten, die sich auf Erden für die Gelehrtesten halten. Und meine Botschaften hätten nur Minuten gedauert, aber in diesen wäre so viel Essenz übermittelt worden, dass der Geist der Zuhörer sich in die Ewigkeit versetzt gefühlt hätte, wo die Zeit weder lang noch kurz ist. Und meine Gegenwart hättet ihr in ihrer ganzen Intensität empfunden, weil sie nicht durch die Unvollkommenheiten, die Unreinheiten und Vermaterialisierung eurer Stimmträger getrübt worden wäre.
15. Ach, meine Kinder, Ich sehe euch in diesen Augenblicken weinen, aber leider schon zu spät. Denn für den Rest eurer Auftragserfüllung, reicht die Zeit nicht mehr aus, um eine vollkommene Frucht zu erlangen ─ jene Frucht, die ihr während eines ständigen Ringens, zur Erlangung der Vergeistigung, hättet reifen lassen müssen! Dennoch werdet ihr etwas in diesen letzten Morgenstunden tun können.
16. Jetzt werde Ich euch sagen, wie ihr eure Irrtümer berichtigen könnt, um sie nicht länger mit euch zu schleppen und noch viel weniger an eure Geschwister weiterzugeben, als ob sie ein Teil der Wahrheit wären.
17. Nehmt das Wort so, wie ihr es von den Lippen des Stimmträgers gehört habt, und erhebt dann euren Verstand, ruhig und besonnen, mittels des Gebets. Meditiert über jene Lektionen nach, bis ihr ihren Sinn, ihren Grund, ihren Gehalt entdeckt habt. Dies wird die göttliche Essenz sein, die ihr in eurem Herzen bewahren, und die ihr hernach der Menschheit als Botschaft des Lichts bringen sollt.
18. Wenn ihr einmal auf die leeren Worte, auf die Förmlichkeiten, auf die symbolischen Handlungen und die Zeremonien verzichtet, werdet ihr den Schleier zerrissen haben, der euch daran hindert, die Wahrheit zu erkennen. Wenn ihr das Äußerliche und das Überflüssige zurückweist, wird es ein Zeichen dafür sein, dass die Vergeistigung von euch allmählich empfunden und gelebt wird. Dann werden sich euer Geist, euer Herz und Verstand und selbst eure Sinne nicht mehr so leicht von oberflächigen oder nur wenig bedeutenden Zurschaustellungen beeindrucken lassen. Der Geist wird in allem die Essenz, die Wahrheit, das Leben, das Grundsätzliche suchen.
19. Könnte einer von diesen Jüngern seinen Geschwistern eine Botschaft bringen, in der das Reine mit dem Unreinen, das Göttliche mit dem Fleischlichen und das Hohe mit dem Gemeinen vermischt ist? Nein, Volk, es ist nur natürlich und richtig, dass ihr denkt, dass diese guten Jünger nur eine himmlische Botschaft verbreiten, die sowohl in ihrer Essenz, als auch in ihrer Form ein lebendiges Zeugnis von Licht und Wahrheit ist.
20. Welchen werde Ich das Werk anvertrauen, mein Wort in Schriften zu verwandeln, damit sie ein weiteres Mittel sind, um euer Zeugnis zu verbreiten? Ich allein weiß es. Doch wahrlich, Ich sage euch, Ich werde sie sehr prüfen, und sie werden unter denen ausgewählt werden, die am meisten Liebe dafür hegen, dass die Spiritualität meiner Lehre sich unter ihren Geschwistern verbreitet.
21. Stärkt euch an diesen Unterweisungen, damit ihr in der letzten Stunde meiner Kundgebung standhaft sein könnt und dann zu den Soldaten gehört, die für die Essenz, Spiritualität und Schlichtheit dieses Werkes kämpfen.
22. Wenn dieser mein Same im Herzen der Völker, welche die Menschheit bilden, aufgegangen ist, wird es im Leben der Menschen einen umfassenden Wandel geben. Wie groß wird der Unterschied sein, den sie sowohl in ihrem menschlichen Leben als auch in ihrer geistigen Gottesverehrung zeigen, wenn man den Vergleich zieht zwischen der Art zu leben, zu glauben, anzubeten, zu kämpfen und zu denken der Menschen früherer Zeiten und denen, die die Spiritualität leben.
23. Von jener Zeit des Fanatismus, der Abgötterei, der Vermaterialisierung und absurder Glaubensdogmen wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Alle Irrtümer, die eure Vorfahren und ihr selbst jenen kommenden Generationen vermacht, werden beseitigt werden. Alles, was keine Essenz des Guten und Wahren in sich trägt, wird nicht überdauern. Aber alles Gute, das ihr geerbt habt, werden sie bewahren.
24. Diese Lehre, die in einer geistigeren Form als in den vergangenen Zeiten dargelegt ist, wird unter den Menschen, Völkern, Kirchen und Sekten kämpfen müssen, um sich durchzusetzen und Fuß zu fassen. Doch sobald die kurze Zeit der Verwirrtheit vorüber ist, wird der Friede zu den Menschen kommen, und sie werden jubeln, wenn sie meinem Wort den Sinngehalt entnehmen, den es schon immer in sich barg.
25. Die Vorstellungen über meine Göttlichkeit, über das Geistige Leben und über den Zweck eures Daseins wird in die richtigen Bahnen gelenkt werden, weil jeder Mensch ein guter Ausleger all dessen sein wird, was euch von eurem Meister, seinen Boten und Propheten in Gleichnissen und Sinnbildern gesagt worden ist.
26. Jene Ausdrucksweise wurde von den Menschen nur zum Teil verstanden. Es war die Lektion, die ihnen entsprechend ihrer geistigen und verstandesmäßigen Fassungskraft zugewiesen worden war. Aber da sie alles wissen wollten, verstrickten sie sich in immer mehr Widersprüche und falsche Vorstellungen, weil sie dem, was nur in geistiger Weise gedeutet werden konnte, materielle Auslegungen gaben.
27. Nun erstrahlt das Licht aufs Neue in jedem Geist, und ihr werdet daher in den Kern jener und dieser Offenbarungen eindringen können. Doch vergesst nicht, dass ─ wenn ihr wirklich danach trachtet, den Sinngehalt oder die Essenz meines Wortes zu erkennen, ihr euch dem Studium dieser Offenbarungen widmen müsst, indem ihr sie geistig ergründet. Dann wird es einfach werden, sein Sinngehalt wird offensichtlich, klar, schlicht erscheinen. Die Geheimnisse werden beseitigt werden und damit die Unwissenheit. Dann wird die Erde nach und nach lichtvolle Wesen zum Geistigen Tal zurücksenden und nicht dunkle Wesen, die in den Schleier der Unwissenheit gehüllt sind.
28. Seit diese Kundgabe sich zu offenbaren begann, wurde euer Geist durch meine Lehre erleuchtet, obschon sich auch Ungläubige zeigten ─ sowohl bei denen, die den Verstand geschult haben, als auch bei den Ungebildeten und Unwissenden.
29. Wie viele Argumente, um diese Offenbarung zu leugnen! Wie viele Versuche, dies Wort zu vernichten! Doch nichts hat den Lauf meiner Botschaft aufgehalten ─ im Gegenteil: Je mehr man dies Werk bekämpft hat, desto mehr wurde der Glaube der Menschen entzündet, und je mehr Zeit verging, desto größer wurde die Zahl derer, durch die Ich mein Wort übermittle.
30. Was ist daraus zu lernen? Dass Menschenmacht niemals imstande sein wird, zu verhindern, dass die göttliche Macht ihre Ratschlüsse durchführt.
31. Wenn der gegenwärtige Mensch mit all seiner Wissenschaft nicht imstande ist, die Elemente der Natur seinem Willen zu unterwerfen ─ wie könnte er dann seine Macht den geistigen Kräften aufzwingen?
32. Ebenso wie die Gestirne im Kosmos ihrer unwandelbaren Ordnung folgen, ohne dass der Wille des Menschen sie ihre Bahn oder ihre Bestimmung verändern lassen kann, so kann auch die Ordnung, die im Geistigen existiert, von niemandem verändert werden.
33. Ich schuf den Tag und die Nacht, das heißt, Ich bin das Licht, und niemand anderer als Ich kann es zurückhalten. Dasselbe gilt für das Geistige.
34. Ich bin das Licht eures Geistes, und Ich allein weiß, wann Ich euch den Schatz an göttlicher Klarheit senden muss.
35. Den Lauf des Lebensflusses wird niemand ändern können, das Vordringen des Lichts wird niemand verhindern können. Daher seht ihr, dass ─ nachdem meine Kundgabe sich euch in dieser Form so manche Jahre kundgetan hat, sie nun auf ihre Beendigung zugeht, ohne dass einer der so vielen Gegner dieser Lehre es erreicht hätte, auch nur einen Tag des Vollzugs meiner Kundgebung zu verhindern.
36. Der Stimmträger hat sich beim Kontakt mit meinem Licht stark, unbesiegbar, unverwundbar gefühlt, und so ist es wirklich gewesen.
37. Wenn das Volk im Innern dieser Versammlungsorte zusammenkam, hat es dies immer ohne Furcht vor der Welt getan, immer voll Vertrauen in meine Gegenwart und meinen Schutz, und Ich habe ihm bewiesen, dass sein Glaube auf Wahrheit beruhte.
38. Angesichts der Beweise, die Ich diesem Volk für die Wahrheit meiner Gegenwart gegeben habe, sind die Menschenscharen immer mehr herbeigeströmt, und die Anzahl der Orte, in denen Ich mein Wort kundtue, hat sich vervielfacht.
39. Ich muss euch auch sagen, dass sich die Zahl der Ungläubigen, der Zweifler und Leugner vermehrt hat. Denn solange die Menschheit von Mir nicht die Vorstellung hat, die der Wahrheit entspricht, wird es immer welche geben, die Mich leugnen. Wegen ihrer Verwirrtheit können sie Mich nicht verstehen, noch können sie Mich vernehmen, noch fühlen, und dann müssen sie Mich leugnen und das bekämpfen, was für sie nicht wahr sein kann, weil es außerhalb ihres Auffassungsvermögens ist.
40. Ich vergebe ihnen, weil es nicht ihre Absicht ist, Mir irgendwie zu schaden, noch wären sie dazu imstande. Sie sind wirklich der Meinung, dass diese Menschenscharen Opfer einer Verführung oder eines Betruges sind und würden ihnen dies gerne ersparen.
41. Doch es werden auch andere Leugner kommen, die ─ wenn sie die Bedeutung dieser Lehre vernehmen ─ vor seiner Wahrheit und seiner Gerechtigkeit erzittern, und da sie ihre Macht und ihren Namen in Gefahr sehen, werden sie mein Werk mit unedlen Waffen bekriegen und bekämpfen. Bei diesen Herzen wird es nicht die Unwissenheit noch die ehrliche Überzeugung sein, die sie veranlasst, dieses Volk zu bekämpfen ─ es wird die Missgunst, der Hass und die Furcht davor sein, dass es in der Menschheit licht wird. Doch niemand wird verhindern können, dass es hell wird, wenn für den Geist die Stunde des Tagesanbruchs kommt.
42. Wisst ihr, was der Ursprung jenes Lichts ist, das in dem von den Lippen der Stimmträger gesprochenen Wort enthalten ist? Sein Ursprung ist im Guten, in der göttlichen Liebe, im universellen Licht, das von Gott ausgeht. Es ist ein Strahl oder ein Funke jenes leuchtenden All-Seins, das euch das Leben gibt; es ist ein Teil der unendlichen Kraft, die alles bewegt und unter der alles schwingt, sich regt und unaufhörlich seine Kreise zieht. Es ist das, was ihr göttliche Ausstrahlung nennt, es ist das Licht des Göttlichen Geistes, das die Geistwesen erleuchtet und belebt.
43. Jene Ausstrahlung bekundet sich sowohl im Geist als auch in der Körpermaterie, sowohl in den Welten als auch im Menschen, den Pflanzen und allen Wesen der Schöpfung. Sie ist geistig für den Geist, ist materiell für die Materie, ist Intelligenz für das Verstandesvermögen, ist Liebe in den Herzen. Sie ist Wissen, ist Talent und ist Selbstbesinnung, ist Instinkt, ist Intuition und steht über den Sinnen aller Wesen gemäß ihrer Ordnung, ihrer Beschaffenheit, ihrer Art und ihrem Entwicklungsgrad. Aber der Ursprung ist ein einziger: Gott; und ihre Essenz eine einzige: die Liebe. Was kann also unmöglich daran sein, dass Ich den Verstand dieser Geschöpfe erleuchte, um euch eine Botschaft geistigen Lichts zu senden?
44. Die Pflanzen empfangen die Lebensausstrahlung, die ihnen mein Geist sendet, damit sie Früchte tragen. Die Sterne empfangen die Kraft, die mein Geist auf sie ausstrahlt, um auf ihren Umlaufbahnen kreisen zu können. Die Erde, die das gegenwärtige, lebendige Zeugnis ist, all euren Sinnen zugänglich, empfängt unaufhörlich die Ausstrahlung von Leben, die so viele Wunder aus ihrem Schoß hervorgehen lässt. Weshalb sollte es dann unmöglich sein, dass der Mensch, in dessen Wesen wie ein Juwel die Gegenwart eines Geistes strahlt, worin seine Ähnlichkeit mit Mir begründet ist, direkt von meinem Geist zu seinem Geist die göttliche Ausstrahlung empfängt, welche der geistige Same ist, der in ihm Frucht bringen soll?
45. Lernt Mich alle kennen, damit Mich niemand leugnet ─ erkennt Mich, damit eure Vorstellung von Gott auf Wahrheit beruht und ihr wisst, dass dort, wo sich das Gute zeigt, Ich bin.
46. Das Gute vermischt sich mit nichts. Das Gute ist Wahrheit, ist Liebe, ist Barmherzigkeit, ist Verständnis.
47. Das Gute ist klar erkennbar und unverwechselbar. Erkennt es, damit ihr euch nicht irrt. Jeder Mensch kann einen anderen Weg gehen; aber wenn sie alle an einemPunkt zusammentreffen, welcher das Gute ist, werden sie sich schließlich erkennen und vereinigen. Nicht so, wenn sie sich hartnäckig selbst betrügen, indem sie dem Guten den Anschein des Bösen geben und das Böse als Gutes maskieren, wie es bei den Menschen dieser Zeit geschieht.
48. Meditiert über diese Unterweisung nach, Ungläubige meiner Kundgebung und meines Wortes, und urteilt erst dann. Aber erinnert euch zuvor daran, dass Ich, als Ich unter den Menschen gewesen bin, euch gesagt habe, dass mein Reich nicht von dieser Welt ist, womit Ich ihnen begreiflich machte, dass meine Wohnstätte geistig ist. Als Ich zu ihnen über das Geistige Leben sprach, tat Ich es mittels Gleichnissen, da sie es nicht hätten verstehen können, wenn Ich ihnen das Himmelreich in all seiner Herrlichkeit und Wahrheit beschrieben hätte.
49. Fälschlicherweise haben die Menschen meine sinnbildlichen Gleichnisse und Unterweisungen wörtlich aufgefasst, weil sie in ihrer Vorstellung allem Göttlichen materielle oder menschliche Formen gegeben haben.
50. Wegen der materiellen Auslegung, die der menschliche Verstand meinen Offenbarungen gegeben hat, sind viele Vorstellungen über das Geistige Leben so weit von der Wahrheit entfernt.
51. Wie könnten die Menschen so dem, was Ich Himmelreich genannt habe, eine richtige Auslegung geben? Wie könnten sie meine Gerechtigkeit erkennen, solange sie glauben, dass es eine Hölle wie jene gibt, die ihre Vorstellungskraft geschaffen hat, und wann werden sie akzeptieren und begreifen, dass das Gesetz der Reinkarnation nicht nur eine Theorie ist, noch ein falscher Glaube einiger Menschen, sondern ein Gesetz ewiger Gerechtigkeit und liebevollen Ausgleichs, durch das der Geist sich läutert, vervollkommnet, formt und erhebt?
52. Hört Mich erneut, Menschheit: Jetzt ist die Dritte Zeit, in der Ich Mich eingestellt habe, um euch zu sagen, dass Ich nicht gekommen bin, um auch nur ein einziges der von Mir offenbarten Worte, als Ich auf der Erde gewesen bin, auszulöschen, sondern um aus euren Herzen alle falschen Auslegungen zu löschen, die ihr meinen Unterweisungen gegeben habt.
53. Wenn ihr euren Fanatismus ablegt, der euch blind macht und euch daran hindert, die Wahrheit zu erkennen, werdet ihr diese Lehre allmählich verstehen, und werdet vor euch voller Licht den Inhalt meiner Offenbarungen sowohl dieser Zeit, als auch der vergangenen Zeiten zutage kommen sehen. Dann werdet ihr das, was ihr bis heute Geheimnis genannt habt, vollkommene Gerechtigkeit nennen, und werdet dem Unwandelbaren seinen ewigen Wert, und dem Menschlichen, das vergänglich ist, seine richtige Bedeutung zu geben verstehen.
54. Auf diese Weise werdet ihr wissen, dass ein einziges Dasein auf der Erde ─ da es so kurz ist im Vergleich mit dem Geistigen Leben ─ nicht für die Ewigkeit eines Geistes entscheidend sein kann. Das heißt, dass es weder ausreichend sein wird, damit einer von euch innerhalb desselben die Vollkommenheit erreicht ― die euch direkt in das Reich der höchsten Vergeistigung bringt, die ihr Himmel nennt ― noch werden die Fehler eines Lebens auf der Erde entscheiden können, dass ein Geist in der Finsternis oder im Schmerz für ewig zugrunde geht.
55. Zwar hat ein Menschenleben, das einem Geist gewährt worden ist, einen so großen Wert, und stellt eine für den Fortschritt eines Geistes so günstige Gelegenheit dar, dass die Tatsache, sie nicht zu nutzen oder schlecht zu verwenden bedeutet, dass meine immer unerbittliche Gerechtigkeit sich auf dem Pfad dessen bekundet, der so heilige Gaben wie jene, die Ich jedem Geist anvertraue, wenn Ich ihn zur Erde sende, herabwürdigt. Aber dass von einem so kurzen Dasein, wie es das des Menschen auf der Welt ist, die ganze Ewigkeit seines Geistes abhängt, ist ein Irrtum ─ umso mehr, wenn ihr in Betracht zieht, dass die menschlichen Fehler den Wesen eigen sind, denen Entfaltung, Licht und Erhebung fehlen.
56. Meine Lehre voll Licht und Liebe stärkt den Geist, damit er seine Macht über das Fleisch ausüben und es derart empfindsam machen kann, dass diesem die Eingebungen des Gewissens immer leichter wahrnehmbar werden.
57. Vergeistigung ist das Ziel, das der Mensch anstreben soll, da er dadurch imstande sein wird, voll und ganz mit seinem Gewissen eins zu werden und schließlich das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Denn aufgrund des Mangels an geistiger Erhebung der Menschen konnte jene tiefgründige und weise, unbeirrbare und gerechte innere Stimme nicht genügend vernommen und gedeutet werden, und daher hat der Mensch keine uneingeschränkte Erkenntnis erlangt, die ihm wirklich das Gute vom Bösen zu unterscheiden erlaubt. Doch nicht nur dies, Er soll in sich auch die notwendige Kraft finden, um jedem guten Impuls zu folgen und jeder lichtvollen Eingebung zu gehorchen, und zugleich jede Versuchung, jeden unlauteren oder schlechten Gedanken oder Gefühlsimpuls zurückweisen.
58. Die besten Waffen, um alle seine Feinde zu besiegen, wird der Mensch in seinem eigenen Geist finden, und das Gewissen wird es sein, das ihm die Vorgehensweise offenbart, wie er in jener Schlacht kämpfen und sich verteidigen soll, die er unausweichlich gegen das Böse schlagen soll ─ jene Macht, zu der sich der Mensch so hingezogen fühlt und die er in einem Geist personifiziert, dem er so viele Namen gegeben und eine Gestalt verliehen hat.
59. Ich sage euch, dass ihr das Böse, die Versuchung und die Finsternis bekämpfen müsst, jedoch nicht in jenem Wesen, das ihr in eurer Phantasie geschaffen habt, sondern innerlich, in euch selbst, dort wo die Schwächen, schlechten Neigungen und die Finsternis zuhause sind. Denn die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht.
Mein Friede sei mit euch!