Unterweisung 331

1.  Wer an dieser Kundgabe durch das menschliche Verstandes­vermögen zweifelt, verhält sich so, als ob er seinen Status der Überlegenheit gegenüber den anderen Geschöpfen leugne ─ als ob er seinen eigenen Geist verneine und sich nicht des geistigen und verstandesmäßigen Niveaus bewusst werden möchte, das er durch unendlich viele Prüfungen, Leiden und Kämpfe erreicht hat.

2.  Zu leugnen, dass Ich Mich mittels eures Verstandesvermögens oder mittels eures Geistes kundtue, bedeutet, sich selbst zu leugnen und sich auf den Platz der niederen Geschöpfe zu stellen.

3.  Wer weiß nicht, dass der Mensch ein Kind Gottes ist? Wer weiß nicht, dass er einen Geist in sich trägt? Warum dann nicht glauben, dass es zwischen dem Vater und seinen Kindern eine oder mehrere Arten geben muss, sich miteinander zu verständigen?

4.  Da Ich Intelligenz bin, wende Ich Mich an euch mittels eures Verstandesvermögens; da Ich Geist bin, wende Ich Mich an euch mittels eures Geistes. Doch wie wollen jene, die meine Kundgabe leugnen, diese Wahrheit begreifen und annehmen, wenn sie Mich nie als Geist betrachten und erkennen wollten? In ihren Herzen haben sie viele irrige Anschauungen entwickelt, wie jene, zu meinen, dass Ich ein göttliches Wesen mit menschlicher Gestalt bin, das durch Symbole und Bilder versinnbildlicht werden muss, um durch sie mit Mir Zwiesprache zu halten.

5.  Im Lauf der Jahrhunderte hat sich die Menschheit, die Mich auf diese Weise suchten, an die Stummheit ihrer Bildnisse und Skulpturen gewöhnt, vor denen sie beten und Riten darbringen, und in ihren Herzen hat sich schließlich die Auffassung herangebildet, dass niemand würdig ist, Gott zu schauen, zu hören oder zu fühlen. Indem sie sagen, dass Ich unendlich viel zu hoch bin, um Mich den Menschen zu nahen, glauben diese, Mir eine bewundernde Huldigung darzubringen. Doch sie irren sich; denn wer behauptet, dass Ich zu groß sei, um Mich mit so kleinen Geschöpfen wie dem Menschen abzugeben, ist ein Ignorant, der das Schönste leugnet, was mein Geist euch offenbart hat: die Demut.

6.  Wenn ihr an Christus glaubt, wenn ihr behauptet, Christen zu sein, dürft ihr keine solch unsinnigen Vorstellungen hegen wie diejenige, zu meinen, dass ihr es nicht wert seid, dass euer Herr sich euch nähert. Habt ihr vergessen, dass gerade euer christlicher Glaube auf jenem Beweis göttlicher Liebe beruht, als das Wort Gottes Mensch wurde? Welche greifbarere und menschlichere Annäherung konnte noch mehr dem Auffassungsvermögen der sündigen und fleischlichen Menschen mit verfinstertem Geist und verschlossenem Verstand entgegenkommen als jene, in der Ich sie meine göttliche Stimme, zu Menschenwort geworden, vernehmen ließ?

7.  Dies war der größte Beweis von Liebe, Demut und Erbarmen mit den Menschen, den Ich mit Blut besiegelte, damit euch immer vor Augen bliebe, dass niemand Meiner unwürdig ist, da Ich gerade um derer willen, die am meisten im Schlamm, im Dunkel und in den Lastern verloren waren, mein Wort Mensch werden ließ und den Lebenssaft meines Blutes vergoss.

8.  Weshalb verneinen dann eben jene, die all dies glauben, jetzt meine Gegenwart und Kundgabe? Weshalb suchen sie zu behaupten, dass dies nicht möglich sei, weil Gott unendlich ist und der Mensch viel zu tiefstehend, viel zu unbedeutend und unwürdig sei? Wahrlich, Ich sage euch, wer meine Kundgabe in dieser Zeit leugnet, leugnet auch meine Gegenwart auf der Welt in jener Zweiten Zeit und leugnet auch meine Liebe und meine Demut.

9.  Für euch, Sünder, ist es natürlich, dass ihr euch in eurer Sünde fern von Mir fühlt. Ich dagegen fühle, dass, je mehr Verfehlungen ihr begeht und je mehr ihr euren Geist befleckt, es umso notwendiger ist, dass Ich Mich euch zuwende, um euch das Licht zu geben, euch die Hand zu reichen, um euch zu heilen und zu retten.

10.  Ich wusste, dass, wenn Ich Mich meinen Kindern erneut kundtun würde, viele Mich leugnen würden, und deshalb kündigte Ich meine Wiederkunft schon damals an; aber gleichzeitig machte Ich begreiflich, dass meine Gegenwart dann geistig sein würde. Doch wenn ihr dies bezweifelt, so vergewissert euch anhand des Zeugnisses jener vier Jünger, die meine Worte in den Evangelien niederschrieben.

11.  Warum hätte Ich als Mensch zur Welt zurückkehren und mein Blut erneut vergießen lassen sollen? Es wäre, als ob Ich mein Werk und meinen Opfertod jener Zeit für unfruchtbar halten würde, und es wäre so, als ob Ich der Auffassung wäre, dass die Menschheit sich von damals bis heute geistig überhaupt nicht entwickelt hätte.

12.  Ich wusste, dass Ich trotz eures Materialismus‘ dieser Zeit im Kern eures Wesens einen entwickelten Geist antreffen würde, und aus diesem Grund ist meine Kundgabe jetzt geistig gewesen.

13. Hier bin Ich im Geist und sende euch von der leuchtenden Wolke aus mein Wort und vermenschliche es durch diese Sprachrohre, als eine vorbereitende Unterweisung für jene Kommunikation, zu der ihr alle gelangen sollt: der Zwiesprache von Geist zu Geist.

14.  Ich habe euch diese Botschaft, die auf den Lippen meiner Stimmträger in Menschenwort übertragen wird, gebracht, damit ihr später ― wenn mein Wort aufgehört hat, und ihr euch die nötige Zeit genommen habt, es von Grund auf zu studieren und zu verstehen ― als Boten einer Frohen Botschaft hinauszieht, um meine Offenbarung mit euren Geschwistern zu teilen.

15.  Zusätzlich zu dieser Botschaft habe Ich den Menschen direkt ein Licht gesandt, das bis zum Grund ihres Wesens gelangt ist und nach und nach ihr Herz und ihren Verstand erleuchtet hat.

16.  Wenn meine Botschaft durch euch zur Welt gelangt, werdet ihr entdecken, dass die Äcker wahrhaft vorbereitet waren.

17.  Ja, Jünger, jetzt ist die Zeit, in der die Menschen ─ ohne sich dessen bewusst zu sein ─ über ihre geistige Zukunft meditieren, das ergründen, was sie als göttliche Offenbarungen kennen, und auch erahnen, was ihre Aufgabe ist. Auf diese Weise gelangen sie, in der inneren Stille ihres Herzens nachdenkend, zum Verständnis vieler Wahrheiten.

18.  So ist es im Verstand vieler Licht geworden, so legen sie den religiösen Fanatismus ab, und die Abgötterei verliert an Macht in ihren Herzen.

19.  Ohne sich dessen bewusst zu sein, machen sie sich den Weg hin zur Vergeistigung frei. Ein unbekannter Mut, ein Glaube und eine höhere Macht hat ihnen geholfen, Ängste und Vorurteile zu überwinden, und in dem Maß, in dem ihr Wille stärker geworden ist, sind ihre Überlegungen bestimmter, klarer und präziser geworden.

20.  Seht, wie das Licht der Wahrheit, vom göttlichen Geist zum Geist weitergegeben, zu den Menschen gelangt. Wer könnte das Vordringen dieses Lichts verhindern, das mit den irdischen Augen nicht zu sehen ist?

21.  Die Essenz und die Wahrheit, die Ich euch in meinen Offenbarungen vergangener Zeiten zur Kenntnis brachte, konnte in vergessenen Bücher, in denen mein Wort niedergeschrieben war, nicht verloren gehen, noch konnte ihr Sinngehalt durch die Tatsache, dass sie von Seiten der Menschen Änderungen erlitt, zugrunde gehen. Die Wahrheit steht über jeder menschlichen Armseligkeit, und sie offenbart sich in jedem Augenblick. Aber ihr Licht wird klarer erkannt, wenn der Mensch es erreicht hat, einen neuen, entschiedenen und entscheidenden Schritt auf seinem Entwicklungsweg zu tun.

22.  Die Symbole, das Gleichnis und das Sinnbild, durch welche die Geheimnisse des geistigen Lebens in den früheren Zeitaltern offenbart wurden, werden in der heutigen Zeit verstanden werden, in der das Licht einer langen geistigen Erfahrung euch allen helfen wird, das Gesetz, die Lehre, die Prophetie, die Offenbarung und die Verheißungen richtig auszulegen.

23.  Meine Botschaft fällt wie fruchtbarmachender Regen auf euren Geist hernieder, in den Ich den göttlichen Samen der Liebe gelegt habe. Heute ist der Tag, den ihr der Erholung von euren irdischen Mühen widmet, und an dem ihr eurem Geist die Gelegenheit gebt, in Ruhe zu beten und zu meditieren, und ihr euch so darauf vorbereitet, mein Wort zu vernehmen, welches für euren Geist Brot des ewigen Lebens ist.

24.  Mein Wirken, geliebtes Volk, hat zum Ziel, euren Geist lichtvoll zu machen, indem es denselben lehrt, in höheren Welten zu leben.

25.  Ich will euch zu meinen Jüngern machen, damit ihr Mich als Kinder meines Geistes zu empfinden lernt. Warum solltet ihr meine Gegenwart nicht in euch fühlen, da ihr doch aus meiner eigenen Essenz besteht, da ihr doch ein Teil von Mir seid? Ihr fühlt Mich nicht, weil ihr euch dessen nicht bewusst seid, weil es euch an Vergeistigung und Vorbereitung mangelt, und so viele Zeichen und Gefühlseindrücke ihr auch empfangt, ihr schreibt sie materiellen Ursachen zu. Deshalb sage Ich euch, dass ihr, obwohl Ich bei euch bin, meine Gegenwart nicht wahrnehmt.

26.  Jetzt sage Ich euch: Ist es etwa nicht natürlich, dass Ihr Mich in eurem Wesen fühlt, da ihr ein Teil von Mir seid? Ist es ─ wenn man darüber meditiert ─  etwa nicht gerecht, dass euer Geist schließlich mit dem meinen verschmilzt? Ich enthülle euch die wahre Größe, die in jedem Menschen vorhanden sein soll; denn ihr seid in die Irre gegangen, und ihr seid im Verlangen, auf Erden groß zu sein, geistig kleiner geworden!

27.  Ihr habt den materiellen Werten mehr Bedeutung beigemessen, als sie besitzen; vom Geistigen dagegen wollt ihr nichts wissen. Und eure Liebe zur Welt ist so groß geworden, dass ihr euch sogar so viel wie möglich darum bemüht, alles zu verleugnen, was sich auf das Geistige bezieht, weil ihr meint, dass diese Kenntnis im Widerspruch zu eurem Fortschritt auf Erden steht.

28.  Ich sage euch, dass die Kenntnis des Geistigen den Fortschritt der Menschen nicht beeinträchtigt, weder in Bezug auf die Moral noch hinsichtlich seiner Wissenschaft. Im Gegenteil: Jenes Licht offenbart den Menschen einen unendlichen Reichtum an Kenntnissen, die ihrer Wissenschaft derzeit noch unbekannt sind.

29.  Solange der Mensch sich weigert, sich auf der Stufenleiter der Vergeistigung zu erheben, wird er der wahren Herrlichkeit nicht näherkommen können, die ihm hier, im Schoß seines Vaters, das höchste Glück bescheren wird, ein Kind Gottes zu sein ─ ein würdiges Kind meines Geistes, aufgrund seiner Liebe, seiner Erhebung und seines Wissens.

30.  Wollt ihr Mich fühlen, oh Volk? Dann seid sanftmütig und demütig und hört auf Mich zu bitten, bei euch zu sein. Wartet geduldig auf den Moment, in dem es mein Wille ist, Mich bei euch kundzugeben.

31.  Ich mache meine Gegenwart durch diese Kundgabe mittels des menschlichen Verstandesvermögens spürbar. Ich muss euch jedoch sagen, dass ihr diese Kundgebung nicht aufgrund von Verdiensten erhalten habt, sondern dass es meine Barmherzigkeit war, die aus der Liebe zu euch geboren ist, die bewirkte, dass Ich Mich euch näherte, um euch meine Gegenwart fühlbar zu machen.

32.  Ich wusste, dass ihr meine Botschaften sehr benötigen würdet, dass in eurem Geist der Hunger und Durst nach meinem Licht bereits sehr groß war, dass ihr soweit wart, auf einen Ruf von Mir herbeizueilen. Denn das Leiden auf der Erde hatte euch geläutert, und ihr wart empfindsam geworden. Deshalb habe Ich Mich in dieser Form bei euch eingestellt und euch begreiflich gemacht, dass diese Botschaft nur die Vorbereitung dafür sein würde, wenn ihr Mich von Geist zu Geist suchen müsstet. Dann wird es nicht mehr mein Erbarmen sein, das Mich dazu bewegt, mit euch Zwiesprache zu halten, sondern eure geistige Erhebung. Ihr werdet dann keine Parias, Blinde oder für das Geistige Unempfängliche sein, sondern ihr werdet in voller Kenntnis und mit absolutem Glauben daran, was die Zwiesprache von Geist zu Geist für euch bedeutet, werdet ihr alles in eurer Macht Stehende tun, um dieser Gnade würdig zu werden.

33.  Dann werdet ihr bereits das Licht haben, das ihr braucht, damit mein Geist sich durch euch bekundet und meine Gegenwart in euren Gedanken, Worten und Werken fühlbar macht.

34.  Heute seid ihr wie Pilger, die seit langem umhergeirrt sind. Doch in dieser Zeit hat euch meine laute Glocke herbeigerufen. Ihr seid teilweise eilig zur Quelle der Gnade gekommen, und Ich freue Mich, meine Arbeiter zu empfangen und zu sehen, dass dies Volk geistig Schritt für Schritt vorankommt und Mir seine Liebe zum Nächsten zeigt. Ihr wart wie hartes Felsgestein, aber der Meißel meines Wortes hat euer Herz bearbeitet, um es in ein Heiligtum zu verwandeln.

35.  Vom Buch des Lebens mache Ich euch eine weitere Seite bekannt, damit ihr mehr Licht habt, und mein Wort in euren Herzen aufblüht. Ich bringe einen Schatz an geistiger Barmherzigkeit für jene unter euch, die sich bedürftig fühlen.

36.  Ihr habt dieses irdische Paradies in ein Tränental ver­wandelt. Ich vertraute es euch als den Garten Eden an, damit euer Geist zusammen mit seiner Körpermaterie sich an all dem erquicken könnte, was euer Vater für das Wohlergehen des Menschenwesens vorbereitet hatte; damit ihr dessen süße Früchte genießen würdet, und so mit eurem Herzen voller Wonne in geistiger Harmonie mit eurem Vater sein würdet.

37.  Selig jene, die sich angesichts der neuen Morgenröte von ihrer Finsternis frei gemacht und Mich gesegnet haben. Ich habe euch in meinem Wort die Essenz und das Licht gebracht und die Finsternis von euch genommen, damit ihr auf dem Weg standhaft seid, den Ich euch bereitet habe.

38.  Ihr seid meine Arbeiter, denen Ich die Pflege des Samens überlassen habe, der später erblühen wird. Ich habe euch den mächtigen Baum voller Laubwerk anvertraut, damit der Wanderer sich in seinem Schatten ausruht. Doch die Stürme haben ihn seiner Blätter beraubt, weil ihr von der Versuchung überrascht worden seid, als ihr schlieft. Die Blätter, welche die Stürme diesem Baum entreissen, sammelt meine Barmherzigkeit ein, und Ich schaffe aus ihnen erneut das Laubwerk seiner Äste.

39.  Ich habe euch die Frucht dieses Baumes beschert, und ihr habt die unendliche Süße meiner göttlichen Liebe genossen. Einige meiner Arbeiter haben sich zu Herren aufgeschwungen und haben den Baum im Stich gelassen, den Ich ihnen anvertraut hatte. Doch Ich werde ihn weiterhin pflegen, weil viele Menschenscharen unter sein Laubwerk kommen werden, um auszuruhen und sich von seinen Früchten zu nähren.

40.  Wohl jenen, die zu allen Zeiten und in allen Prüfungen stark geblieben sind, und welche die Menschenscharen zu Mir geführt haben. Ich stärke sie, erleuchte sie und beschütze sie mit meinem geistigen Mantel vor der Unbarmherzigkeit der Zeiten. Ich entferne den Leidenskelch von ihren Lippen, damit mein Volk sich täglich an meinem Wort erquickt.

41.  Viele werden in langen Zügen herbeikommen im Verlangen nach meinem Vaterschoß und vom Baum die Frucht des Lebens begehren, deren Süße sie kennenlernen werden. Ich erwarte in ihnen meine Auserwählten, die Kranken und die Bedürftigen. Elias wird sie Mir vorstellen: Es sind die betrübten Herzen und die geknechteten Geistwesen, die zu allen Zeiten einen sehr bitteren Kelch geleert haben, ohne Trost zu finden. Doch weder die Zeiten noch die Stürme werden den Baum zerstören können, seine Blätter werden immer Saft in sich haben, und seine Früchte werden vervielfacht werden.

42.  Ich habe von meinen Dienern die Finsternis, den Betrug, beseitigt, habe ihr Herz mit meiner göttlichen Liebe zubereitet, und habe den Frieden meines Geistes in sie gelegt. Ich habe ihnen mein Gesetz und die Weiße meines Werkes gezeigt, damit sie über seine Reinheit und Lauterkeit wachen.

43.  Viele werden sich zu Richtern aufschwingen und die Reinheit meines Werkes verkennen und die Kundgebung meines Geistes durch das menschliche Verstandesvermögen leugnen. Doch Ich bin der Mächtige, der Weg und das Licht, und wann immer es mein Wille gewesen ist, habe Ich meine Barmherzigkeit als Stab ausgestreckt, damit sich die Menschheit an ihr aufrecht erhält.

44.  Ich bin Der, welcher euren Geist und eure Körpermaterie nähre, und wenn ihr bei Mir seid, entfernt sich der Schmerz von euch und fühlt ihr die Zärtlichkeit meiner Liebe im Grund eures Herzens. Auch ist es der Augenblick, in dem das Gewissen euch zur Rechenschaft zieht und euch über euch selbst Scham darüber empfinden lässt, dass ihr in der Sünde gelebt habt und eure Mission nicht treu erfüllt habt.

45.  Ich habe euch den Weg zur Vergeistigung bekannt gemacht, damit ihr euch täglich von der Vermaterialisierung freimacht, damit ihr jene seid, die im Dienst meiner Göttlichkeit stehen ─ zugerüstet, um die Zwiesprache von Geist zu Geist zu erlangen.

46.  Einige betrübte Herzen sagen Mir: „Vater, wann werden die Kriege aufhören, wie es durch Deine Propheten angekündigt ist?“ Und Ich sage euch darauf, dass die Zeit des Friedens von meinem göttlichen Finger angezeigt wird. Wenn ihr euch vergeistigt, werdet ihr wie ein klarer Spiegel sein, und jeder, der euch so zubereitet erblickt, wird euch befragen müssen, und von den ersten Worten an, die von euren Lippen kommen, werden sie die Liebe empfangen, die aus dem Grund eures Herzens kommt. Und dann werdet ihr als meine Jünger erkannt werden, und man wird euch zuhören, ohne müde zu werden. Dies wird der Beginn der Zeit des Friedens sein.

47.  Hütet euer geistiges Gewand, damit es sich nicht befleckt, damit es immer weiß ist, damit ihr von euren Geschwistern geachtet und respektiert werdet. Eure Körpermaterie ist vergänglich, doch euer Geist gehört der Ewigkeit an. Deshalb sollt ihr von den Gaben Gebrauch machen, die Ich euch anvertraut habe, damit ihr in der ewigen Heimat wohnt.

48.  Wie wohltuend ist für euch meine Kundgebung, wenn ihr Mich versteht, wenn euer Herz wie ein offenes Buch ist, in dem mein Wort niedergeschrieben bleibt ― damit ihr es studiert und ausübt, damit ihr ein Beispiel von Demut und Sanftmut gebt. Richtet jene auf und stärkt den, den ihr müde und erschöpft auf dem Weg antrefft, verweigert ihm nicht das, worum er bittet, denn Ich habe euch die Barmherzigkeit übergeben. Wohl dem, der sich von dem trennt, was er in seinem Reisebündel trägt, denn die Wohltat, die er seinen Geschwistern erweist, wird ihm vervielfacht zurückgegeben werden. Euer Geist ist Besitzer eines geistigen Schatzes, der jeden Tag unerschöpflich ist.

49.  Seid wie der gute Landmann, der den Samen auf den Äckern pflegt ─ ein Same, der durch die Anstrengung des Menschen materiell erblüht und seine Frucht trägt. Wer mit Glauben und Hoffnung die Arbeitsgeräte ergreift, pflügt das Land um, befreit die Pflanze vom Unkraut und hofft darauf, dass das Wasser sie zum Blühen bringt und sie reichliche Früchte trägt für die Ernährung der Menschheit.

50.  Ich habe Mich in Erfüllung einer Verheißung unter euch kundgetan. Meine Liebe hat eine Zeit für diese Kundgabe festgelegt, und die Zeit wird immer kürzer. Während die einen glauben, zweifeln andere. Doch was soll der Vater angesichts derer tun, die Ihn nicht erkannt haben? Der Schmerz wird zurückkehren, um eure Bosheit zu läutern, und das Unkraut, das sich vermehrt hat, wird noch einmal vernichtet werden.

51.  Begreift, Israel, dass ihr für mein Werk verantwortlich seid. Fühlt den Schmerz derer, die in jenen Nationen in der Knechtschaft leiden und weinen. Sie hoffen, dass mein machtvolles Erbarmen sie befreien und ihnen den Frieden geben kann. Die unschuldigen Kinder weinen und sind schutzlos auf den Wegen, die Alten werden verspottet und die Jungfrauen verführt. Und so entreißt einer dem anderen ohne Mitleid und ohne Gewissensbisse den Faden des Lebens.

52.  Israel, Ich habe euch zubereitet, damit ihr aufbaut, damit ihr der Menschheit den Frieden und die Hoffnung gebt, und ihr den Hafen des Heils zeigt.

Mein Friede sei mit euch!