Unterweisung 330

1.  Geliebte Jünger, erkennt Mich erneut als Meister, der euren Geist sucht, um ihm eine neue Lektion zu geben.

2.  Mein Wort wird unter euch zu Heilbalsam, und im Verlangen nach diesem Heilbalsam kommt ihr herbei. Euer ganzes Wesen wird gestärkt, und euer Geist wird durch meine Gegenwart getröstet. Denn ihr lebt in Zeiten der Bitternis und der Kämpfe, weil ihr überall, wohin ihr euren Fuß setzt, die Dornen fühlt, die verletzen. Doch wenn der Schmerz in euer Wesen dringt, erhebt ihr eure Gedanken im Verlangen nach dem Meister, um Ihm eure Zustimmung und Ergebung angesichts der Prüfungen zu zeigen.

3.  Von der Zweiten Zeit an versprach Ich euch einen großen Trost, von dem ihr nicht wusstet, wann er kommen würde. Dieser große Trost würde in der Zeit kommen, in der der Friede von dieser Welt gewichen wäre, in der keine Liebe und Barmherzigkeit im Herzen der Menschen vorhanden wären; und siehe da, hier ist der verheißene Trost bei euch! Hier ist die Wärme meines Göttlichen Geistes, die euch umgibt ─ nicht nur für die, die Mich durch das Verstandesvermögen des Menschen vernehmen, sondern für meine Geschöpfe im ganzen Universum! Ich lasse euch in dieser Zeit meine Wärme, meinen Trost und meine Kraft fühlen ─ euch, die ihr meine Apostelschar bildet und Mich in der Dritten Zeit bei euch gehabt habt und Mich durch diese Kundgebungen vernommen habt.

4.  Seid gesegnet für eure Stärke, für eure Ergebung und eure geistige Erhebung angesichts der Prüfungen, die Ich euch gesandt habe, denn der Schmerz hat euch geläutert. Doch ist es nicht nur der Schmerz, der euch zu meiner Rechten bringen muss, es sind nicht nur die Leiden, die eurem Geist Vollkommenheit geben müssen. Der Schmerz wäscht zwar die geistigen und physischen Flecken ab, ist bei einigen Gelegenheiten ein Hindernis, ist ein Zügel, ist Anlass zur Selbstbesinnung, zur Reue, zum Verständnis der Leiden anderer. Aber die geistige Erhebung, die Vervoll­kommnung des Geistes wird bei der Ausübung der Liebe und der Barmherzigkeit erlangt. Lasst also zu, dass der Schmerz euch reinigt, wenn er kommt, ruft ihn niemals herbei, lasst ihn kommen, wenn er an euch herantreten soll. Sucht nicht den Schmerz, sucht den Frieden, sucht das Wohlergehen und die Freude, sucht sie für euch und für die anderen, wünscht sie für alle. Denn Ich bin der Gott des Friedens, der Freude und des Lichts.

5.  Ich bin der Gott der Hoffnung und der Verwirklicher aller meinen Kindern erlaubten Hoffnungen. Wenn der Schmerz in euch eindringt, so lasst ihn seine Aufgabe erfüllen, aber denkt daran, dass ihr, um auf der Stufenleiter zur Vollkommenheit, zur geistigen Entwicklung emporzusteigen, euch nicht damit begnügen sollt, in den Prüfungen, im Schmerz stark und ergeben zu sein. Ihr sollt darüber hinaus an die Leiden eurer Nächsten denken, sollt Mitgefühl mit den anderen haben und eure Geschwister lieben. Dann wird euer Geist Verdienste erworben haben, wird er den menschlichen Egoismus überwunden haben, wird er die Eigenliebe der Körper­hülle besiegt haben und sich als guter Jünger des Göttlichen Meisters erhoben haben.

6.  Wer von euch wünscht nicht wahren Frieden auf dieser Welt? Wer von euch ersehnt nicht das Reich der Liebe, der Tugend, der Freude im Herzen aller Menschen? Doch Ich sehe, dass euer Herz zu einer echten Ergebung gegenüber dem Schmerz gelangt ist, zu einer großen Zustimmung inmitten der Prüfungen, und dafür segne Ich euch. Aber darüber hinaus ermutige Ich in euch die Hoffnung auf eine Änderung in eurem Leben: Verzweifelt nicht, denkt nicht, dass ihr in eurem Herzen oder in dem eurer Angehörigen nicht den Frieden erleben werdet, der in früheren Zeiten das Herz und die Wege aller Menschen erhellte. Dafür unterweise Ich euch derzeit und bereite euch vor, um die Felder und die Wege durch eure tugendsamen Schritte, durch eure Gebete, durch eure weisen, von Mir gelernten Ratschläge, durch eure geistigen Werke ─ Werke der Liebe ─ zu reinigen und vorzubereiten. Auf diese Weise bereitet ihr diese Welt vor und macht sie würdig dafür, dass das Reich des Vaters erneut in das Herz seiner Kinder einzieht.

7.  Findet euch nicht damit ab, dass diese Welt für immer ein Tränental ist. Ich will, dass eure Auftragserfüllung und Erneuerung die Nationen, die Rassen und die Völker erneuern und durch diese Erneuerung das Tränental zu einem Tal der Liebe und des Friedens wird. Habe Ich den Menschen nicht schon in den vergangenen Zeiten das Himmelreich angeboten? Habe Ich es nicht in meinem Wort und in meinen Manifestationen gebracht?

8.  Bereitet euch also zu, oh Jünger, damit die Macht eures Geistes Breschen schlägt, Pfade öffnet, die Wege bereitet, und ihr auf dem Weg der Menschen wie Wegbereiter meines Kommens seid. Ich werde alle eure Werke neu machen! Ich habe dem Menschen Willensfreiheit gewährt und ihm den Planeten Erde anvertraut. Ich habe ihm Macht und Herrschaft über alle Naturreiche, Substanzen und Wesen gegeben, damit er seine Wohnstätte schaffe. Vom Anbeginn des Menschen an, vom Anbeginn des Geistes an habe Ich Mich als Gesetz der Liebe und Gerechtigkeit gezeigt, habe Ich Mich auf vielerlei Weise in Geboten, in Lebensregeln, in Gleichnissen bekundet. Ich habe aus dem Leben, aus der Natur ein wahres und vollkommenes Lehrbuch gemacht, damit der Geist des Menschen sich nicht auf die krummen Wege verirrt, damit der Mensch immer den Weg findet und aus dem großen Buch des Lebens lernt, das von Gott geschrieben und geschaffen worden ist. Doch nun ist eine Zeit gekommen, in der Ich die Aufmerk­samkeit aller Menschen auf Mich ziehen werde, und Ich habe mit euch, den Letzten, den Armen und Demütigen begonnen, um euch zu Aposteln dieser Wahrheit, zu Propheten der Ereignisse zu machen, die geschehen werden, zu Zeugen meines Dritten Kommens.

9.  Meine Lehre ist für alle, und bei diesem Erweckungs­ruf an die Menschheit werde Ich Gerechtigkeit schaffen und alle meine Kinder an ihre Aufgabe erinnern. Ich werde durch sie alles Zerstörte neu machen, alles Herabgewürdigte werde Ich würdig machen und die Fundamente für ein neues Leben auf dieser Welt legen. Ich werde alles Unnütze und Überflüssige beseitigen, werde alles Schädliche im Leben der Menschen zunichte machen, werde jeden Betrug und jedes Laster bekämpfen, den Hochmut, den Egoismus, die Heuchelei, und werde der Menschheit ein weiteres Mal das unwandelbare Gesetz, das Gesetz aller Zeiten, das ewige zeigen, an das Ich euch noch einmal erinnere. Dann werdet ihr wirklich die Nähe meines Reiches, die Gegenwart des Universellen Vaters fühlen.

10.  Innerhalb und außerhalb von euch wird meine Gegenwart mit tiefer Hochachtung, mit geistiger Erhebung, mit wahrer Liebe und Verehrung empfunden und erkannt werden. Die glücklichen Tage der Patriarchen werden wiederkehren. Die Tage, in denen die Familien viele Jahre lang in Liebe vereint lebten und nur der Tod sie trennte, werden zurückkommen. Die Zeiten, in denen großmütige und gerechte Bevollmächtigte die Völker der Erde regierten, werden gleichfalls wiederkommen. All dies halte Ich in Bereitschaft, und diese Zeiten werden dem Menschen Licht und großen Fortschritt bringen, weil Ich ihm die Erfahrung, das Licht, die Erhebung und alles, was die Menschheit in ihren großen Kämpfen, in ihren Stürzen, in ihren Irrtümern und in ihren Erfolgen auf dem Weg des Lebens geerntet hat, als Grundlage, als Erfahrung, als wirkliche Erkenntnis dessen, was das Gute und das Böse, was das Licht und die Finsternis ist, belassen werde. Und wenn dann die Äcker vorbereitet sind, werden die großen Sämänner, die großen Führer, die großen Patriarchen, die guten Regierungsbeauftragten und die gerechten Richter kommen.

11.  Wenn diese Geistwesen von großem Licht einmal unter den Menschen erschienen sind, wird die Menschheit überrascht von der Kraft, der Güte und der Energie derselben sich fragen: „Wer sind diese? Ist es etwa David, der zur Erde zurückgekehrt ist? Ist es vielleicht Salomon? Ist es wohl Elias? Sind etwa die Propheten der frühen Zeiten zurückgekommen? Sind es etwa die Apostel des Meisters aus der Zweiten Zeit?“ So werden sich die Menschen fragen. Aber Ich werde dies geheim halten, bis ihr alle ins Jenseits zurückgekehrt seid. Dann werdet ihr zuverlässig erfahren, wer jene gewesen sind, die in der Dritten Zeit zu euch gekommen sind.

12.  Ihr, die ihr in diesem Augenblick anwesend seid und mein Wort vernehmt, sagt im Innersten eures Herzens: „Diese Zeiten werde wir nicht mehr erreichen, diese glücklichen Zeiten werde wir nicht erleben können.“ Aber der Meister erklärt euch: Ich lasse zu, dass ─ obwohl jene Ereignisse, die Ich euch voraussage, ferne sind, jenseits der Lebensdauer eures gegenwärtigen Daseins ─ das Glück, der Friede und das Wohlergehen in euer Herz, in euer gegenwärtiges Dasein einziehen, und dies wird wie eine Vorweg­nahme der Glückseligkeit sein, die diese Menschheit in den Zeiten der vollen Entfaltung des Spiritualismus unter den Menschen genießen wird. Doch wer oder welche von euch können wissen, ob Ich sie nicht aussenden werde, um diese Welt zu jener Zeit zu bewohnen, um die Früchte euer Geduld, eurer Standhaftigkeit und eurer Ergebung in den Schmerz zu ernten? Dies wird geschehen, wenn ihr lernen werdet, inmitten eures Wohlstandes die Liebe und Barmherzigkeit auszuüben ─ wenn ihr lernen werdet, den Vater in euren höchsten Glücksmomenten zu verherrlichen. Doch wenn ihr dann in jene Atmosphäre von Glückseligkeit und Ruhe gehüllt seid, sollt ihr euch den Notleidenden zuwenden. Gerade dann sollt ihr euch an den erinnern, der leidet. Auf diese Weise werde Ich euch zeigen, dass ihr meine Unter­weisungen auch im tiefen Frieden, im Wohlstand ausüben könnt, und dass ─ wenn der Schmerz reinwäscht ─ die Liebe heiligt.

13.  Darauf bereite Ich euch derzeit vor, Jünger, auf jene neuen Zeiten, die kommen werden. Damit das Himmelreich in das Herz meiner Kinder einzieht, muss der Mensch zuvor meine Gerechtigkeit erfahren, muss er sich zuvor läutern, bis in den letzten Winkel dieser Welt, und wenn dann alles zubereitet ist, wird mein Reich ganz unter euch sein. Mein Reich hat sich mit dem Kommen meines Universellen Strahles zu nähern begonnen, der in dieser Dritten Zeit unter euch zu Wort und Leben, zur menschlichen Stimme geworden ist.

14.  Elias, als Wegbereiter des Heiligen Geistes zu allen Zeiten, ebnete die Wege und erweckte die Menschen. Er kam, um mit seiner Glocke die verstreuten Schafe zu rufen, damit sie alle in der Schafhürde vereinigt die Stimme ihres Herrn vernehmen würden. Dies ist die Vorbereitung darauf gewesen, dass das Reich des Vaters, das Himmlische Reich euch in dieser Zeit immer näher kommen würde.

15.  Wer, der in dieser Zeit die Stimme des Herrn vernommen hat, hat nicht wenigstens ein bisschen Frieden in seinem Herzen gefühlt? Wer hat für sein Leiden nicht einen Tropfen Heilbalsam oder ein wenig Trost erlangt? Wer, der sich auf die Wege der Finsternis verirrt hat, hat in meinem Wort nicht einen Lichtstrahl durchschimmern sehen? Wer, der lebensmüde gewesen ist und glaubte, dass er keine Daseinsberechtigung habe, hat in meinem Werk nicht die wahre Berechtigung für sein Dasein entdeckt?

16.  Es ist das Reich des Vaters, das sich euch genähert hat. Aber dieses Reich besteht nicht nur aus dem König, weil ein König ohne Untertanen kein König sein kann, und so ist Er mit seinem ganzen Reich gekommen, um sich kundzutun: Er als Vater, und seine Untertanen als wahre Kinder des Vaters und als wirkliche Geschwister von euch. Dies ist das Reich, das Ich verheißen hatte ─ dies ist der Trost, den Ich in diesen Zeiten für euch in Bereitschaft hatte, und in dem Maß, in dem eure Zubereitung Fortschritte macht und die Zeit vergeht, wird mein Wort in Erfüllung gehen und mein Reich euch immer näher kommen.

17.  Elias durchquert wie in einem feurigen Wagen geistig das ganze Universum und hinterlässt eine Spur von Liebe ─ jener Liebe, die das Feuer des Gottesgeistes ist, jenes Lichts, das erleuchtet und erhellt, das umarmt, das die im Geist und im Herzen Kalten erwärmt. Doch wenn Elias das ganze Universum durchquert hat ─ hätte er da unterlassen, auch die Nationen dieser Welt zu durchqueren? Nein, fürwahr. Sein Licht ist bei allen gewesen, ebenso seine Vorbereitung. Er ist der Wegbereiter, weshalb er bei seinem Durchzug die Geistwesen erweckt. Wenn manche noch un­erweckt sind, dann deshalb, weil sie noch auf den neuen Ruf Elias als Hirte warten. Er, der unermüdlich ist, wird die Eingeschlafenen, die in tiefen Schlaf Versunkenen solange schütteln, bis er sie aufgeweckt hat. Doch jene, die am Erwachen sind, öffnen ihre Augen und ahnen intuitiv die Zeit, in der sie leben. Sie ahnen die Gegenwart des Vaters, die Bedeutung des Zeitpunktes, und ihr Geist entzieht sich der Welt, um sich mit seinem Herrn zu verbinden, um Ihn in seiner Einsamkeit anzurufen, um Ihn anzuflehen, um Ihn bis in sein eigenes Herz zu ziehen. Die einen rufen Ihn als Vater, andere als Meister, die übrigen suchen Ihn auch als Richter. Aber wahrlich, Ich sage euch, alle werden ebenso erwachen wie jene, die es bereits getan haben. Niemand wird bei seinem Bitten, bei seiner Erhebung und seinem Gebet unbeachtet bleiben. Ich spreche mit ihnen, Ich teile Mich ihnen mit und bereite sie zu. Aber da sie noch nicht vervollkommnet sind, noch der Zwiesprache von Geist zu Geist gewiss sind, zweifeln sie an dieser Wahrheit.

18.  Wer sind jene, welche die Ungewissheit derer beseitigen werden, die geistig mit meinem Göttlichen Geist Zwiesprache zu halten beginnen? Ihr, die ihr Wegbereiter, Apostel und Propheten sein werdet. Ihr werdet mit dem treffsicheren Wort, mit der genauen, klaren Unterweisung und dem unmissverständlichen Zeugnis eintreffen, dass Ich unter der Menschheit gewesen bin, und dass Ich weiterhin im Geist aller meiner Kinder gegenwärtig bin und ewig sein werde. Und ihr werdet ihnen auch die vollkommene Art und Weise erklären, Mir näherzukommen. Ihr werdet sie die wahre geistige Verehrung lehren ─ wie man dem geistigen Leben und dem irdischen Leben gerecht wird, und werdet ihnen die Liebe, die Gerechtigkeit und die Moral vor Augen führen.

19.  Wenn die Menschheit bei euch große Gaben entdeckt und sich deshalb minderwertig fühlt, so lasst sie wissen, dass es keine höheren Menschenwesen gibt. Es kann fortgeschrittenere Geistwesen geben, aber höhere gibt es nicht. Wahrlich, Ich sage euch, dort in der Wohnstätte der Gerechten, sehr nahe bei Mir, gibt es große Geist­wesen. Dies ist das Ziel, das Ich jedem von euch zeige. Ich will, dass am Ende der Zeiten, wenn diese verschwinden, wenn die Wege für eure Füße enden und ihr zum Ziel dieser Oase himmlischen Friedens gelangt, ihr alle an meinem Tisch gleich seid ─ gleich im unendlichen und vollkommenen Frieden meines Heimes, meines Reiches. Wenn euch die Menschen also bewundern, euch schmeicheln, euch beneiden, so macht ihnen begreiflich, dass alle in gleicher Weise beschenkt sind. Ich offenbare euch an diesem Tag, dass jeder Mann oder jede Frau, die den Willen dazu hat, ein Gabenträger sein kann, um zu heilen und das Licht zu übermitteln. Ich erkläre euch an diesem Tag, dass jeder Mann oder jede Frau aufgrund von Sehertum oder geistigem Gesicht das Jenseits und das Zukünftige schauen kann.

20.  Wahrlich, Ich sage euch, jeder Mann oder jede Frau, welchen Alters sie auch sein mögen, wird heilen und Wunder tun können, wenn sie Liebe und guten Willen haben. Und wenn Ich unter euch diejenigen gekennzeichnet habe, welche die Gabe der Prophetie, der Heilung, der Fähigkeit, die Stimmen des Jenseits zu übermitteln, die Gabe, zu beraten und Menschenmengen zu führen ― dann deshalb, weil Ich jedem von euch einen kleinen Teil in meinem Werk anvertrauen wollte. Aber eure Geister und eure menschlichen Körper sind von meiner Liebe in einer für alle gleichen Art geschaffen worden. Ihr seid aus einem einzigen Geist hervor­gegangen, und auch aus einem einzigen Fleisch. Doch ihr sollt der Menschheit auch begreiflich machen, dass sie im Werk des Herrn nur einen Teil übernehmen sollen; doch diesen Teil werdet nicht ihr ihnen vorschreiben. Ihr sollt sie mit diesen Unter­weisungen nur vorbereiten, damit sie durch ihr Gewissen und meine Barmherzigkeit die Gabe und die Aufgabe entdecken, die ihnen vom Vater anvertraut worden sind.

21.  Hundertvierundvierzigtausend sind die Gekennzeichneten in dieser Dritten Zeit. Es ist eine Legion von Geistwesen, es ist eine Schar, die meine Barmherzigkeit zu allen Zeiten aus der Vielzahl von Geistwesen gekennzeichnet und ausgewählt hat, um ihnen eine besondere Mission, eine Verantwortung gegenüber den anderen und auch eine Wiedergutmachungsgelegenheit zu geben, um sie als Führer, als Apostel, als Vorbild vorzubereiten. Die zwölf Stämme Jakobs in jener Ersten Zeit waren zahlreich, sie überschritten bei weiten die Hundertvierundvierzigtausend, und dennoch war es mein Wille, nur die genannte Anzahl aus jenem so zahlreichen Volk für die Auftragserfüllung in dieser Dritten Zeit auszuwählen. Ihnen habe Ich die Mission gegeben, die Menschheit zu erwecken, sie auf den Weg des Heiligen Geistes zu führen ─ auf jenen unendlichen Weg, der euch dem Vater näherbringt, der den Geist des Menschen mit den höheren Welten und den tieferstehenden Welten verbindet ─ der alle Geistwesen einander näher bringt, sie identifiziert und ihn durch den symbolischen Akt des Kennzeichens zu wahren Geschwistern und Kindern Gottes macht.

22.  Viele sind gekennzeichnet worden, aber andere werden im Laufe ihres Lebensweges überrascht werden und ihnen wird offenbart werden ─ sei es durch meinen Göttlichen Geist oder durch eure Vermittlung ─, dass sie zur Zahl der Hundertvierund­vierzigtausend gehören. Und das Zeichen, das Ich euch geben werde, dass dessen Zahl vollendet ist, wird eine große Erschütterung auf eurem Planeten verursachen; und diese Erschütterung, dieses Ereignis, wird nicht lange auf sich warten lassen. Wenn dies geschieht, und viele von euch sich an diese Worte erinnern, werdet ihr geistig vor dem Vater kniend sagen: „Herr, du hast uns gekennzeichnet, nun sind wir vereint.“

23.  „Wehe, wehe dem ganzen Universum in diesem Augenblick“, sagt euch der Vater in Wahrheit. Denn dadurch werde Ich den Menschen begreiflich machen, dass etwas Übernatürliches geschieht, dass gerade etwas jenseits der Naturkräfte, des Willens des Menschen geschieht. Dann wird der größte Teil der Menschheit furchterfüllt zum Gebet und zur Reue gelangen.

24.  Aufgrund der Barmherzigkeit Gottes und vom Pro­pheten Johannes angekündigt steht geschrieben, dass in der Fülle des Sechsten Siegels die Auserwählten des Herrn gekennzeichnet würden. Ich habe erfüllt, was der Prophet niedergeschrieben und gesagt hat. Seid euch auch all dessen gewiss, was Ich euch sage. Wer von euch versteht nicht, wovon Ich spreche? Wer lässt die Lektion, die Ich gerade meinen Jüngern erteile, unberührt vorübergehen?

25.  Ich habe meine Kundgebung begrenzt, habe sie vereinfacht, um Mich allen meinen Kindern verständlich zu machen. Sucht meine Majestät oder meine Herrlichkeit nicht in den äußeren Werken, sucht nicht alles im Gesicht der Körperhüllen, durch die Ich Mich kundgebe. Wenn sie ein bisschen geistige Verwandlung, ein bisschen Gestaltveränderung erlangen, so deshalb, weil sie von meiner Gnade in Besitz genommen sind. Sucht Mich jedoch in der Essenz meines Wortes, dort werdet ihr Mich finden.

26.  So manifestiere Ich meinen Universellen Strahl unter euch. Er wird zu Heilbalsam, zu Unterweisungen, zu Prophetie und Erquickung für euren Geist. Aber das Licht meines Strahls kommt auch zu allen Glaubensbekenntnissen, zu allen geistig-religiösen Zere­monien herab, welche die Menschheit feiert. In diesem Augenblick bin Ich in allen Herzen gegenwärtig, sammle Ich die Tränen der Menschen, gebe Ich den Waisen den Schutz meiner Liebe, liebkose Ich die Kinder voller Zärtlichkeit, ermutige Ich das Herz der Jugend, stärke Ich die Alten in ihrer Müdigkeit, begleite ich den Einsamen und die Verlassenen, heile Ich die Kranken, vernehme Ich selbst die letzte Klage und Sorge sowohl derer, die zu bitten und zu beten verstehen, als auch derer, die dies nicht tun. Wenn Ich auch die Beleidigung jenes vernehme, der in seinem Schmerz lästert, vergebe Ich ihm seine Unwissenheit. Ich bin bei allen. Ich trenne Mich nicht vom Mächtigen, noch demütige Ich ihn. Ich verstoße nicht den Reichen noch den Habgierigen, wende Mich nicht vom Egoisten ab. Im Gegenteil ─ Ich betrachte sie als jene Kinder, die ihr Erbe an sich genommen haben und sich vom Vater entfernt haben. In ihrem Reichtum haben sie Mich dann vergessen ─ haben sie vergessen, dass Ich mehr als sie habe, und dass sie Mich eines Tages benötigen werden.

27.  Heute rufen sie meinen Namen nicht an, suchen nicht meinen Geist, lieben Mich nicht, aber Ich bin bei ihnen. Die Tore meines Reiches sind für den Reumütigen immer offen, mein Herz ist für die Armen immer offen. Denn ihr alle seid geistig betrachtet Arme ─ die einen in materiellem Reichtum und andere im Elend, obwohl Ich euch immer meine Gaben und meine Wohltaten zuteilwerden lasse, um euch reich zu machen und zu Besitzern der wahren Werte, der wahren ewigen Güter. Und da Ich mit allen bin, oh mein Volk, warum solltet ihr es nicht gleichfalls sein? Ich will, dass auch euer zum Jenseits erhobener Geist alle eure Geschwister in gleicher Weise betrachtet, dass ihr von jener Stufe aus, die euer Geist im Gebet und in der Liebe erreicht, eure Geschwistern nicht nach Religionen, Sekten, Klassen oder Rassen unterscheidet ─ dass ihr alle mit der gleichen Liebe betrachtet, und sie mit der gleichen Geschwisterlichkeit und Barm­herzigkeit anseht; dass ihr nicht über die Kulte oder Anbetungs­formen der anderen lästert, dass ihr noch viel weniger über den Fanatismus oder die Abgötterei eurer Nächsten spottet. Denn dann würdet ihr meine Lehre nicht so ausüben, wie Ich sie euch lehre.

28.  Ich habe dem Geist von den ersten Zeiten an geistige Freiheit gewährt. Von dem Augenblick an, in dem die ersten Geistwesen meinem Herzen entsprangen, stellte Ich sie auf den Weg der geistigen Freiheit, und auch dem Menschen gewährte Ich von seinem Ursprung an Gedankenfreiheit. Wer sind dann diejenigen, die für die Geistwesen die Ketten schmieden? Wer sind diejenigen, welche die Menschen und die Geistwesen gefangen nehmen und ein­schüchtern? Es sind die schlechten Geistlichen und die schlechten geistigen Führer der Menschheit, die sich von der Finsternis überwältigen lassen und dann den Geist des Menschen auf falsche Wege führen. Zu allen Zeiten habe Ich mein Liebesgesetz angeboten, niemals habe Ich es aufgezwungen. Niemals habe Ich einen Geist bestraft, weil er Mich nicht liebt, oder weil er mein Gesetz nicht befolgt. Ich prüfe ihn nur, halte ihn zurück, ermahne ihn, berühre ihn und stelle ihm die Mittel für seine Erlösung bereit. Aber niemals strafe Ich ihn, und noch viel weniger könnte Ich Mich rächen. Im Geist Gottes voller Liebe kann die Rache keinen Platz haben.

29.  Also, mein Volk, verlange nicht, dass alle Menschen so denken und glauben wie ihr. Ihr dürft die Menschen niemals verdammen, dürft über jenen, der euch kein Gehör schenkt, der eure Vorschläge, eure Unterweisung oder eure Ratschläge nicht annimmt, kein Urteil fällen oder eine Strafe verhängen. Ihr sollt alle eure Geschwister mit derselben tiefen Achtung und mit wahrer geistiger Nächstenliebe betrachten. Dann werdet ihr erfahren, dass jeder in seiner Religionsausübung, in seiner Lehre, auf seinem Weg den Platz erreicht hat, zu dem ihm seine geistige Befähigung das Recht gegeben hat; und zu dem Punkt, auf dem ihr die Menschen seht, hat sie die eigene Entwicklung hingeführt.

30.  Ihr sollt den Spiritualismus, die dritte Botschaft Gottes an die Menschen, nur anbieten. Denn die erste geschah vom Vater auf dem Sinai, die zweite war die von Christus, und die dritte Botschaft ist die des Heiligen Geistes. Aber in dieser dritten Botschaft sind alle Gesetze, Gebote, Testamente vereinigt, die Gott seinen Kindern vermacht hat.

31.  Bringt diese reichhaltige und schöne Botschaft der ganzen Menschheit und bietet sie liebevoll an. Wenn ihr so handelt, werdet ihr erleben, wie euer Same in den Herzen in Demut, in jener Stille keimen wird, mit der es die Saat der Erde tut. Ebenso wird auch euer Geist aufgehen und sich unendlich freuen, wenn er sieht, dass der Same des Vaters niemals stirbt, wenn er gut ausgesät wird.

32.  Ich bereite euch vor, damit ihr bald die wahren Sämänner und die guten Apostel seid, die ihren Geschwistern die Saat meiner Barmherzigkeit bringen. Ich bereite euch derzeit für die Zeit nach dem Scheiden meines Wortes vor, damit es dann kein Chaos unter euch gibt, damit es kein Weinen gibt, damit in euren Geist nicht Ungewissheit oder Orientierungslosigkeit eindringt.

33.  Ich habe euch gesagt, dass nicht alle Gemeinden vorbereitet sind, weil sie in diesen letzten Augenblicken nicht zu erwachen verstanden. Doch all jene, die sich wirklich vorbereiten, werden als Verantwortliche zurückbleiben, um den anderen Gemeinden in ihren Prüfungen beizustehen; die, wenn sie mein Wort nicht mehr vernehmen, verzweifeln ─ die in ihrem Schmerz, wenn sie die Botschafter des Wortes des Meisters an dem Tisch, an dem sie so lange Zeit hindurch gegessen haben, nicht mehr sehen, Tränen vergießen und in ihrem Glauben wanken werden.

34.  Ihr werdet in Wahrheit die Ratgeber sein, stark wie Säulen, damit die Dächer der Häuser Israels nicht einstürzen. Ich will, dass ihr wie eine Stimme seid, die tröstet, wie ein Lobgesang ― wie ihr es in jener Ersten Zeit gewesen seid, als ihr die Wüste im Verlangen nach dem Gelobten Land durchquert habt, da die Frauen ihre Leiern spielten, um die Männer zu ermuntern und zu trösten, und um das Herz der Kinder auf dem schweren Weg zu erfreuen; als die Soldaten sich von der Schlacht erschöpft fühlten, als die Fußsohlen von dem harten Weg geschwolen waren. Dann ertönte der Lobgesang der Frauen Israels im Raum, erquickte das Herz der Männer und machte die Wanderschaft leichter.

35.  Ebenso werdet ihr in jenen Augenblicken der Stille, der inneren Sammlung und Meditation ― wenn diese Momente vom Weinen, von der Verzweiflung, vom Wunsch, dass der Strahl der Vaters nocheinmal zu den Stimmträgern zurückkehrt, unterbrochen werden ― mit euren Worten wie ein Lobgesang, wie eine Stimme voller Trost sagen: „Wir sind nicht verlassen, der Meister ist unter uns, Er ist für immer in unseren Herzen geblieben“, und die Stimme der Seher wird euch aufmuntern. Dies wird die Zeit der Propheten sein, in der ihre getreuen Zeugnisse im Herzen des Volkes wie Herolde ertönen werden, die wirklich die kommenden Ereignisse verkünden als Zeugnis dafür, dass der Vater und sein Reich näher sind, als sie es in dieser Zeit meiner Kundgabe gewesen sind.

36.  Kurz ist bereits die Zeit meines Bleibens unter euch in dieser Form, und Ich bereite euch schon jetzt auf einige Gnadengaben vor, die Ich in den letzten Tagen von 1950 gewähren werde.

37.  Ihr Stimmträger, denkt jetzt nicht, dass jener unter euch, der meinen Strahl zum letzten Mal empfängt und mein letztes Wort ausspricht, der Glücklichste und Gnadenvollste unter euch sein wird ─ denkt das nicht. Ich werde Mich bei jeder meiner letzten Lehransprache durch jeweils einen von euch kundgeben, werde zu jedem eurer Verstandesvermögen herniederkommen. Mit meiner ganzen Gnade werde Ich in euren Geist und in euer Herz die Erinnerung an das letzte Mal eingeprägt lassen, an dem Ich Mich durch jeden von euch kundgab. Es wird wie ein Kuss sein, wie eine Empfindung, die euer Geist niemals wird auslöschen können. Denn ihr seid diejenigen, die Mir gedient haben ─ die Werkzeuge, durch die Ich in dieser Zeit zur Welt gesprochen habe, und Ich werde euch meine Liebkosung und meinen Segen geben, werde euch auf eurem ganzen Lebensweg begleiten und bis zu jenem Tag oder Augenblick auf euch warten, an dem ihr für ewig zu meiner Rechten sein werdet.

38.  Bei euch Gabenträgern, die ihr für meine Geistige Welt eine offene Tür gewesen seid, werde Ich gleichfalls bewirken, dass meine Gnade und die jener gesegneten Wesen für immer in euren Herzen eingeprägt bleiben. Meine Geistige Welt wird sich ebenfalls zum letzten Mal durch ihre Beschützten und Schützlinge kundgeben und als letzte Botschaft einen Rat der Liebe, einen Rat voller Herzlichkeit und Licht und das Zeugnis und die Bestätigung zurücklassen, dass jeder dieser Schutzgeister weiterhin über den Schritten ihrer Geschwister auf der Erde wachen werden, und dass weder der Vater noch die Geistige Welt sich von diesem geliebten Volke trennen werden.

39.  Diejenigen, die die Aufgabe von Gemeindeleitern hatten, und alle, die meine Unterweisungen vernommen haben und sie befolgen, indem sie ihre Geschwister lieben und ihnen vergeben, werden über ihrem Geist und ihrer Körpermaterie die Gnade und die Stärke des Meisters haben, um weiterzumachen. Denn ihre Stimme wird nach meinen Abschied kraftvoll sein, eine Stimme voller Leben, ein Wort voller Essenz und Stärke. Alle ihre Gaben werden in den letzten Augenblicken belebt werden. Jeder von ihnen wird ein Geist sein, der in eine Fackel des Lichts verwandelt wird, und alle diese Fackeln sollen dem Volk voranschreiten, damit es nicht in die Irre geht. Denn sie sollen während der Zeit der Meditation und danach in der Zeit des Kampfes geistig weiterhin Wächter des Volkes sein, um es aus den Fallen der Knechtschaft, von den Stolpersteinen, von den verführerischen Hinterhalte zu befreien, alle Hindernisse überwindend  und sie weiterhin zu den Versammlungsorten zu führen ─ zur gesegneten Hürde der geistigen Vereinigung, der Vereinigung von Idealen und Vorsätzen, der Vereinigung im Gehorsam und in der Erfüllung der von Mir anvertrauten Aufträge.

40.  Den Sehern sage Ich: Ihr werdet Gesichte voller Herrlichkeit haben, wie ihr sie niemals zuvor hattet ─ Vorläufer eurer Offenbarungen, die ihr in den zukünftigen Zeiten entfalten und empfangen werdet. Denn gewiss erreichen diese Propheten noch nicht die Erhebung, die sie erlangen sollen ─ noch haben ihre Augen nicht alles gesehen, was sie sehen sollen, noch haben ihre Lippen alles gesagt, was sie prophezeien sollen. Doch die Läuterung, die sie ─ von ihrem Gewissen geleitet ─ erreichen werden, wird so wirksam sein, dass niemals die Lüge oder die Finsternis in ihrem Geist oder auf ihren Lippen sein wird. Immer werden sie die wahre Inspiration von der falschen und ver­führerischen Inspiration zu unterscheiden verstehen. Sie werden von der Barmherzigkeit des Vaters das zu empfangen wissen, was Er ihnen als Botschaft für die Menschheit übergibt.

41.  Meine Goldfedern, deren Hände in diesen Zeiten unermüdlich gewesen sind, werden weiterhin das Zeugnis der Propheten mitschreiben, werden weiterhin ihre eigene Inspiration niederschreiben, und auch das Wort der Inspirierten ─ jener, die als Lehrer unter dem Volk erscheinen werden.

42.  Ich werde auch meine Säulen nicht vergessen ─ jene Herzen, die das Volk gleichfalls auf den Weg der inneren Sammlung, der Hochachtung und der geistigen Erhebung gebracht haben. Die einen wie die anderen sind wie Hauptleute unter dem Befehl eines Generals gewesen. Sie sind wie Moses oder Josua in der Wüste gewesen, unterstützt vom Stamm Juda ─ von jenem Stamm, in dem die Makkabäer große Heerführer, unbesiegbare Krieger gewesen sind, welche Breschen in die Stadt schlugen, Mauern niederrissen und ganze Völker beherrschten, weil sie hinter sich das Volk des Herrn hatten, das als Erbe das Gelobte Land erhalten sollte. Solche Vergleiche zieht der Meister zu euch, oh Säulen!

43.  Und das Volk, das aus Schülern und Jüngern besteht, wird gleichfalls in den letzten Augenblicken große Wonne haben und große Unterweisungen des Meisters empfangen. Unter den großen Gnadengaben, die Ich euch, oh Volk, anvertraute, werde Ich euch jene gewähren, dass ihr euch Ende 1950 zum letzten Mal mit der Geistigen Welt, mit den Schutzengeln, den Ratgebern oder heilenden Wesen in Verbindung setzen könnt, und auch mit jenen Geistwesen, die auf Erden eure Eltern, eure Kinder, Geschwister, Freunde oder Verwandte gewesen sind. Ich werde euch gewähren, dass ihr sie zum letzten Mal vermaterialisiert, vermenschlicht vernehmen könnt und bei jener Kommunikation die Liebkosung, die geistige Umarmung, den Ratschlag voller Licht, die Stimme der Hoffnung empfangt, die euch sagt: „Geht weiter, bis wir alle im Haus des Herrn vereinigt sind.“

44.  Auf diese Weise bereite Ich euch von nun an mit Liebe, mit Zärtlichkeit vor, verfeinere Ich euren Geschmack, erweiche Ich euer Herz, damit jene Augenblicke für euch eine Gelegenheit zur Annäherung, zur Versöhnung, zur Vergebung untereinander sind. Mögen die Stolpersteine, die bösen Blicke, die zweischneidigen Schwerter, die tiefe Wunden in euren Herzen hinterlassen haben, in ihre Scheiden zurückkehren und alles durch wahre Liebe, durch Vergebung unter Geschwistern ausgelöscht werden. Wenn eure Augen in jenen Augenblicken weinen, mögen eure Tränen von wahrer Liebe herrühren und mehr, als aus euren Augen, dem Quell hoher Gefühle eures Geistes entspringen. Wenn eure körperlichen Arme sich umschlingen, sollen es mehr als die Arme eures Körpers, die Bande eures Geistes sein ─ Bande der Liebe, mit denen Ich alle Geistwesen des Universums miteinander verbunden habe, und ihr alle sollt euch in diesem Augenblick in meinem Gesetz anerkennen. Wenn mein Wort dann beendigt ist, wenn die Stimme des Meisters nur noch wie ein fernes Echo in den Weiten ertönt, soll jene Liebe, jene enge Umarmung von euch die Wärme sein, der Trost sein, die Gesellschaft sein, die ihr euch gegenseitig auf eurer Wanderschaft leistet, und durch diese Liebe, durch diese Barmherzigkeit untereinander werdet ihr das Heiligtum erblicken, um das Ich euch bitte ─ jenen Tempel, in dem Ich wohnen will und wo Ich von euch gesehen, gehört und gefühlt werde ─ jenen Tempel, in den die Welt nach meinem Willen eintreten soll, damit sie Mich fühlt, Mich sieht, Mich verehren kann und Mich für eine ganze Ewigkeit durch den Spiritualismus liebt, der die Botschaft ist, die der Heilige Geist durch euer Verstandesvermögen dem Erdkreis sendet.

45.  Ihr sollt mit euer geistigen Botschaft auch zu den Kindern, den Jugendlichen und den Alten gehen. Seht keine Grenzen mehr und sagt nicht: „Herr, befreie die Völker.“ Sagt nun zu Mir: „Vater, segne unsere Geschwister, vergib uns allen, die wir Dich verletzen.“ Seht keine Nationalitäten mehr, erwähnt sie nicht mehr in eurem Gebeten. Erhebt euch, und wenn ihr dann mit den Engeln vereint seid ─ mit jenen, die immer für alle einstehen und bitten, so verströmt auch den Frieden eures Geistes auf alle eure Geschwister. Dann werdet ihr sehen, wie die Rassen sich wieder zu einer einzigen zu vereinigen beginnen. Die Sprachen, die euch trennen, werden nach und nach denen bekannt werden, die sie nicht kannten. Die Kasten und Sippen werden verschwinden und durch Demut  und Verständnis ersetzt werden. Mächtigen und Reichen werden ─ von den Prüfungen besiegt ─ zu denen herabsteigen, die sie für tiefstehend betrachteten, und jene, die unten waren, werden emporsteigen, um die Höhe derer zu erreichen, die oben waren. Denn es ist die Zeit der Wiedergutmachung, und in dieser Wiedergutmachung ist meine göttliche Gerechtigkeit, welche vollkommen ist. In jedem anwesenden Geist wird meine Waage eure Taten abwiegen. Daher sage Ich euch: Ich bin Der, welcher euch mit Vollkommenheit zu richten und zu führen versteht, und Ich allein kann in das Geheimnis jedes Lebens, jedes Schicksals eindringen.

46.  Wacht und betet ihr, damit der Friede meines Göttlichen Geistes auf die ganze Welt herniederkommt.

Mein Friede sei mit euch!