Kategorie: Studie über die Seele

  • Wie wirkt der Geist auf das Gedächtnis unserer Seele?

    Wie wirkt der Geist auf das Gedächtnis unserer Seele?

    Der Geist kann, je nach seiner Entwicklung und seiner Wiedergutmachung, eine positive oder negative Auswirkung auf seine Seele haben. Wer sich von den seelischen Instinkten mitreißen lässt, ohne sich dagegen zur Wehr zu setzen, wird krank. Im kranken Zustand überträgt er (dann) seine Krankheit auf dies Seele und den Körper. Zum anderen überträgt ein den göttlichen Geboten gehorsamer Geist auf natürliche Weise der Seele die Wohltaten, die er bekommt und sein Gedächtnis erweitert sich.

    Ich habe Menschen kennengelernt, die, weil sie nicht ihre Irrtümer berichtigten, ihre Gedächtniskraft und Fähigkeit des logischen und tiefgehenden Denkens verloren haben, bis dahin, dass es sich negativ auf ihre Berufsausübung auswirkte. Anderseits pflegte uns ein alter Freund, von welchem ich die geistigen Grundlagen erlernte, zu sagen, dass wer die Vergeistigung ausübt, eine Zunahme sowohl seines Gedächtnis als auch seiner Intelligenz um 400% erfährt. Diese Zahl ist natürlich nur symbolhaft zu verstehen, dennoch bin ich mit dem einverstanden, was er uns sagte.

    Im Übrigen kann man auf all‘ das auch die Aussage des Meisters anwenden, der sagte: „Suche das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und das Übrige wird Dir als Zugabe hinzugegeben werden.“ (Matth 6,33)

  • Studie über die Seele, Teil 1

    Studie über die Seele, Teil 1

    Autor: Alfredo Melendez

    Um die menschliche Seele und ihr Unterschied zum Geist zu verstehen, ist es am Naheliegendsten den Menschen mit einem Tier zu vergleichen, da der Mensch die einzige Spezies ist, die -neben der Seele- Geist besitzt, während die Tiere nur Seele besitzen.

    Wir können nachvollziehen, dass die Funktionen und Sinne, die unser Körper hat, durch die menschliche Seel belebt und kontroliert werden, auf dieselbe Weise wie diese Funktionen und Sinne in einem Tier (ebenfalls) durch die Seele des Tieres kontrolliert und belebt werden.

    Die Herzschläge, die Darmbewegungen, die Atmung, der Blutkreislauf, die Sauerstoff- und Nahrungsaufnahme, die Kontrolle über das Nervensystem und den Bewegungsapparat, etc. – Dies sind alles Funktionen der menschlichen Seele, denn auch die Tiere besitzen diese Fähigkeiten. Wenn jemand behaupten würde, diese Funktionen seien dem Geist anzurechnen, so wäre es ein Leichtes zu beweisen, dass dem nicht so ist, denn die Tiere haben dieselben Fähigkeiten ohne einen Geist zu besitzen.

    Der Mensch hat also gleich dem Tier eine Seele, die -obwohl sie entwickelter ist als die tierische- alle Funktionen im Körper vollbringt, wie auch die Tiere ihren Körper durch die Seele, die sie haben, steuern.

    Die Tiere haben Gefühle und eine beschränkte, jedoch verblüffende, Intelligenz. Der Mensch hat auch diese Fähigkeiten, doch diesen fügen sich Empfindungen und ein Urteilsvermögen an, die jene tierischen Fähigkeiten bei weitem übersteigen, und dies aufgrund des Geistes, der der Einzige ist, der ein Bewusstsein über sein Dasein hat, und auch das Gewissen besitzt, welches dieselbige Stimme Unseres Vaters in uns ist.

    „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« (3. Mose 19,18) und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden? Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Matthäus, 5:43 -48)

    In dieser Bibelstelle wird die Art und Weise ersichtlich, wie Menschen natürlicherweise ihre Liebesfähigkeit zeigen, und sie wird mit der geistigen Liebe verglichen, die der Meister uns lehrte. Nur der Geist hat die Fähigkeit die Feinde zu lieben, denn im Naturgesetz, welches auch Instinkt genannt wird, ist gespeichert: „Jene zu lieben, die uns auch lieben“. Das Naturgesetz oder der Instinkt ist in der Seele eingeschrieben, während im Geist ein höheres Gesetz eingraviert ist. Deshalb können wir von den Tieren auch nicht erwarten, dass sie gegenüber ihren Angreifern gutmütig reagieren. Im Geist des Menschen existiert aber eine viel höhere Fähigkeit, um den göttlichen Willen und die göttliche Unterweisung zu verstehen, denn so kann er die Beschränkungen seiner Körper-Seele überwinden.

    Als Beispiel im Folgenden ein paar Stellen aus dem Dritten Testament, die dies erwähnen:

    Dies wird der Beginn davon sein, dass alle Menschen auf verschiedenen Pfaden zur Vergeistigung hin schreiten. Die Wissenschaftler werden Mich erkennen und zu Beratern der Menschen werden. Das Buch der Weisheit wird sich ihnen öffnen, aus welchem sie sehr große Offenbarungen empfangen werden. Erst dann wird der Geist dem menschlichen Verstand den Weg zum wahren Wissen öffnen, und das Gewissen wird die Handlungen der Menschen regeln. (4-97,69)

    Noch ist der menschliche Verstand zu begrenzt, um das zu begreifen, was nur der hochstehende Geist erkennen und erfassen kann. Beschränkt euch vorläufig darauf, das zu verstehen und zu erklären, was euch meine Unterweisung offenbart hat, die unendliches Licht enthält und eurer geistigen Zukunft als festes Fundament dient. Lasst eurer Phantasie nicht freien Lauf, indem sie die Erklärung jener Geheimnisse gibt, denn sie würden der Menschheit als seltsame Theorien erscheinen; doch meine Lehre ist auf die Wahrheit gegründet. (8-237,25)

    Wahrlich, Ich sage euch: Wie sehr haben die Theologen die Menschheit verwirrt! Aber Ich gebe euch mein Licht, um euch zu retten, euch zu erlösen und zu erheben, indem Ich euch wahrheitsgemäß sage, dass nicht euer Verstand dem Geist diese Erkenntnisse offenbart, sondern dass der Geist dem menschlichen Verstand die geistige und göttliche Erkenntnis offenbart. Daher sagt euch euer Herr: Es werden nicht die Theologen sein, sondern die Spiritualisten, die wahren Jünger des Heiligen Geistes — die Geister, die lernen, in Kontakt mit dem Göttlichen Geist zu sein, um meine Stimme zu vernehmen und die Liebkosung, die Ermutigung und den Lockruf eures Herrn zu fühlen. (9-244.4)

    In allen diesen Versen wird hervorgehoben, dass der Geist über dem menschlichen Verstand steht. Daraus folgern wir, dass es einen geistigen Verstand gibt und dass der sogenannte menschliche Verstand, der Verstand der Körper-Seele ist, die beschränkt ist.

    Es gibt noch viele weitere Studien, die über die Seele und ihre Fähigkeiten gemacht werden können, indem die Heiligen Schriften und die Unterschiede, welche es zwischen den Menschen und den Tieren gibt, genauer erforscht werden.

  • Studie über die Seele, Teil 2

    Studie über die Seele, Teil 2

    Autor: Alfredo Melendez

    Ein Körper ohne Seele ist ein Geschwulst ohne Leben. Körper und Seele ohne Geist ist ein Tier oder eine Pflanze. Körper, Seele und Geist ist ein Mensch. Seele und Geist ohne Körper ist ein entkörperter Geistbruder.

    Zunächst können wir sagen, dass die Seele das Leben des Körpers ist, was uns die Geistigen Lichtwesen so erklären.

    Die Seele ist eine Form von Intelligenz-Dasein – obwohl eine limitierte Intelligenz- welche die Gesamtheit aller Energien reguliert, organisiert und harmonisiert, die dem Körper Leben geben, und ihn als Einheit funktionieren lassen.

    Die Seele hört nicht auf zu existieren, wenn der Körper, den sie belebt stirbt, sondern sie entwickelt sich weiter.

    Einige Auswirkungen der Seele können durch die Energien, die im Körper vorkommen und durch ihn ausstrahlen, gemessen werden, bspw durch die Elektrokardiogrammen, Elektroencephalogrammen, Wärmebildkameras oder den Kirlian-Kameras.

    Die Seele ist allgemein das Leben des Körpers, und im Fall des Menschen ist sie, gemäss den Erläuterungen der Geistigen Lichtwelt, auch die Vermittlerin zwischen Körper und Geist.

    Viele desinkarnierte Wesen lassen den Körper vieler Menschen erkranken, welchen sie sich nähern, da ihre Seele, die Harmonie der Energien und/oder der Seele der Inkarnierten beeinträchtigt.

    In der Seele existiert ein „Gedächtnis“, in welchem der Instinkt eingraviert ist, der im Tier wirkt, gemäs seiner Spezies. Doch jede Spezies hat eine Lern- und Entwicklungsfähigkeit, obwohl diese limitiert ist; diese verhelfen der Art zum Überleben.

    Im Gedächtnis der Seele werden auch die Erinnerungen an unangenehme Geschehnisse gespeichert, die wir Traumas nennen, und die das Verhalten des Tieres oder des Menschen beeinflussen.

  • Fragen zur Seele

    Fragen zur Seele

    Autor: Alfredo Melendez

    • Wie kann ein seelisches Trauma geheilt werden?

      Autor: Alfredo Melendez Ich finde diese Frage interessant, weil es genau in der Seele ist, wo die Traumatas gespeichert werden, welche in vielen Fällen Phobien bzw. Ängste erzeugen. Jedes Trauma kann durch das tiefe Gebet und die Anerkennung des Gesetzes und der Göttlichen Liebe aufgelöst werden. Es gibt auch Traumatas, die im bestimmten Mass durch…

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    • Wie ist die Verwirrung des Geistes und wie jene des menschlichen Verstandes zu verstehen?

      Autor: Alfredo Melendez Die Verwirrung des Geist kann sowohl im geistigen Zustand als auch im inkarnierten Zustand geschehen. Es gibt in der Bibel Erzählungen über mehrere Wesen, die uns als gefallene Engel bekannt sind, weil sie in die Hochmut und Eitelkeit hinabstürzten. Wie die Erläuterung 50 der Geistigen Lichtwelt besagt, „wollten sie nicht weniger sein…

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    • Heilung durch den Geist

      Autor: Alfredo Melendez Wie erfolgt die Heilung durch unseren Geist? Und wann bzw. weshalb erfolgt keine Heilung? Unser Geist erhält den Heilbalsam vom Göttlichen Geist oder den Wesen, die gelernt haben sich zu erheben, und dieser überträgt den Heilbalsam (welcher nicht materiell ist) auf die Seele. Die Wirkung des geistigen Heilbalsams auf die Seele ist,…

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  • Wer sind die Dämonen und wo haben sie ihren Ursprung?

    Wer sind die Dämonen und wo haben sie ihren Ursprung?

    Welches Dasein und welche Macht haben sie? Was wollen sie? Wann und wie kommen wir unter den Einfluss dämonischer Kräfte?

    In den polytheistischen Kulturen fasste man die Dämonen der Antike als Götter oder Genies auf, denen man einen Kult widmete. Doch da der Vater sich als einziger Gott offenbart hatte, wurden die Dämonen in der hebräischen und christlichen Kultur als betrügerische Wesen aufgefasst, die eine höhere Macht hatten als die menschliche.

    Der Ursprung der Dämonen ist derselbe wie jener aller Geister;  da wir alle aus Gott stammen. Doch  nicht alle Geister würden von jenen (Menschen), die die verschiedenen Unvollkommenheits-Grade der desinkarnierten verwirrten Geister einstufen, als Dämonen bezeichnet werden.

    Obwohl man sagen kann, dass die Dämonen Wesen von hohem Grad an Verwirrung und Bosheit sind, bittet uns Unser Vater, dass wir diese Art von Bezeichnung auf keinen der geistigen Wesen anwenden, seien sie inkarniert oder desinkarniert, denn wir können in den Fehler verfallen, sie auf unkorrekte Art und Weise zu behandeln.

    U. 295.7: Zu diesen drei Irrtümern, die den Verstand der Menschen beherrschen, sage Ich euch: Wenn ihr glaubt, dass Gott der Heilige Geist ist, gibt es keinen Grund dafür, Ihn in materiellen Gestalten zu suchen, da Er Geist ist. Und jenes imaginäre Wesen, das ihr Luzifer oder Satan nennt, existiert nur im Verstand derer, die meine Worte, Offenbarungen und Botschaften vergangener Zeiten nicht geistig auszulegen vermochten.

    Wahrlich, Ich sage euch, im Geistigen Tal gibt es große Geister der Finsternis, die Zwietracht, Hass und Verderbnis säen. Es gibt zahllose Geister, deren Einfluss die Menschen erreicht, wenn sie ihnen schlechte Gedanken eingeben und sie zu schlechten Werken anstiften. Aber diese Wesen sind keine Dämonen; es sind unvollkommene, verstörte, verwirrte Wesen, die durch Schmerz, Missgunst oder Rachsucht verdunkelt sind. Wundert euch nicht, wenn Ich euch sage, dass ihre Natur dieselbe ist, die auch euer Geist hat, und dieselbe, wie sie jene Wesen haben, die von euch Engel genannt werden.

    Viele dieser Wesen (von vielen Dämonen genannt) streben danach eine große Macht über andere zu haben, viele möchten als höhere Wesen anerkannt werden und in diesem Streben machen sie nicht Halt vor dem Ruf ihres Gewissens und rebellieren gegen die göttliche Ordnung. Ihre Existenz ist damit erfüllt, ihr Ziel zu begehren, das ihnen sehr nahe erscheinen mag, doch ihre Errungenschaften befriedigen sie nicht und so nehmen sie sich andere Ziele vor, in der Meinung diese seien besser und kämpfen weiter, um diese zu erhalten. Dieses Streben ist wie eine Fata Morgana und in derren Irreführung beachten sie das Leid nicht, das sie anderen zufügen könnten; obwohl, auch für sie wird die Stunde des Gerichts kommen, wie für alle, in welchem sie ihre Verfehlungen erkennen und beklagen werden.

    So , wie viele Inkarnierte es tun, benutzen diese Wesen unsere Schwächen, um uns zu beeinflussen und uns zum Ziel zu führen, das sie für uns bereitet haben. Wir fallen unter ihre Macht, wenn wir Unseren Vater vergessen, der unser wirklicher Schutz ist. Unseren Vater vergessen bedeutet, Sein Wort und Sein Gesetz zu vergessen, für das Gerechte und Wahre zu wachen und beten zu vergessen, etc.

  • Fortschritt der Wissenschaft und Entwicklung des Geistes: Wie hängen diese zusammen?

    Fortschritt der Wissenschaft und Entwicklung des Geistes: Wie hängen diese zusammen?

    Autor: Alfredo Melendez

    U. 106,6. Die menschliche Wissenschaft ist der materialisierte Ausdruck der geistigen Befähigung, welche der Mensch in dieser Zeit erreicht hat. Das Werk des Menschen in dieser Zeit ist nicht nur ein Produkt des Verstandes, sondern auch seiner geistigen Entwicklung.

    Dieser Vers besagt, dass die menschliche Wissenschaft der materialisierte Ausdruck der geistigen Befähigung der Menschen ist. Bezieht sich dieser Vers auch auf die Entwicklung der Seele oder bezieht es sich auf den Einfluss des Geistes, wenn die Wissenschaft aus Nächstenliebe betrieben wurde?

    Gemäß der Erläuterung 50 der Geistigen Lichtwelt ist „die Entwicklung des Geistes an die Entwicklung der materiellen Dinge gebunden“, d.h. an die Entwicklung der Seele. Insofern, findet die Entwicklung der Seele tatsächlich im Gleichschritt mit der Entwicklung des Geistes statt.

  • Geschieht die Entwicklung der Seele parallel zur Entwicklung des Geistes?

    Geschieht die Entwicklung der Seele parallel zur Entwicklung des Geistes?

    Autor: Alfredo Melendez

    Ja, gemäss der E. 50 der Geistigen Lichtwelt ist die Entwicklung des Geistes an die Entwicklung der Seele, die ihm zugeteilt wurde, gebunden.

    „Auf diese Weise, vermöge der Einswerdung dieser Pole, Geist und Seele, ist die Wiedergutmachung des Geistes mit der Entwicklung der materiellen Dinge vereint, damit der Geist alles Materielle regiere, das der Vater für ihn geschaffen hat. Der Vater legte dem Sohn eine Erde zu Füßen, damit er darauf herrsche 2 und seinen Willen ausübe. Doch um den Geist an die Materie zu binden, hat er den Geist mit der Seele vereint und diese wiederum mit dem Körper. (GLW E. 50,12-14)

    Wenn es heisst, dass die Entwicklung des Geistes an die Entwicklung der materiellen Dinge gebunden ist, dass der Geist die Erde regieren soll und der Geist sich mittels der Seele ausdrückt als auch mit der Materie interagiert, so müssen wir daraus folgern, dass die Seele sich mit dem Geist entwickeln muss, damit es ein vollkommenes Werkzeug werde und der Geist völlige Herrschaft über die Mateire haben kann. Denn, wie könnte ein erhobener Geist diese Herrschaft ausüben ohne ein geeignetes Werkzeug dafür zu haben?

    Es gab manche die in Betracht zogen, dass man, je nach Entwiklungsgrad des Geistes, ihm eine andere, ähnlich entwickelte Seele gewähren könne, doch wenn es so wäre: Weshalb heisst es dann, dass der Geist an die Entwicklung der materiellen Dinge gebunden ist? Gibt es etwa eine bessere Form, damit die menschliche Seele sich entwickle, als sie mit dem Geist zusammen sich entwickeln zu lassen, dem sie zugewiesen wurde? Gibt es für den Geist eine bessere Wiedergutmachung als jene, zu lernen, die Seele, die ihm zugeteilt wurde, zu führen und sie zur Entwicklung zu bringen?

    Es gibt ausserdem einige Arten und Weisen, festzustellen, dass der Geist, wenn er desinkarniert, mit der Seele vereint bleibt, und dass es dieselbe Seele ist, die mit dem Geist wieder inkarniert. Darüber werden wir vielleicht später sprechen.

    Ich glaube, dass wir uns nicht vorstellen könnten, in welchem Grad der Geist mittels der Seele Herrschaft über die Materie haben könnte; Doch der Meister erlaubt in der Unterweisung 264, dass wir uns eine Idee davon machen:

    „Ihr fragt, wie sie damals meine menschliche Gestalt sahen, und einer meiner Jünger Mich sogar berühren konnte, obwohl Ich nicht mehr zur Menschenwelt gehörte? — Ihr müsst noch vieles von Mir lernen, um die Wahrheit all dessen, was Ich euch vor Augen geführt habe, zu erkennen. Aber alle Geheimnisse werden sich zur rechten Zeit auflösen. Vorerst braucht ihr nur zu wissen, dass es zwischen der göttlichen Natur und der Natur des Menschen viele andere gibt, derer sich der Herr für seine hohen Ziele bedient.

    Christus war in seinen Offenbarungen und Unterweisungen seiner Zeit lange voraus, damit der Mensch, wenn die Zeiten kommen würden, in denen er für das Geistige erwachen und sich für all das interessieren würde, was sich auf jenes höhere Leben bezieht, auf Schritt und Tritt in Jesus den Meister entdeckt, der seinen Kindern alles offenbarte, sagte und vermachte.“ (9.264.44-45)

    Diese zwischen dem Menschen und dem Göttlichen liegende Natur ist eine Natur, welche die entwickelten Geister erlangen, und bei welcher sie, um sich auf der materiellen Ebene zu bekunden, ihre Seele gebrauchen, welche sich mit dem Geist entwickelt hat.

  • Weshalb ist die Rückkehr zum Vaterschoss so schmerzlich und mühsam, auch wenn das Gewissen sich immer mehr ausdehnt?

    Weshalb ist die Rückkehr zum Vaterschoss so schmerzlich und mühsam, auch wenn das Gewissen sich immer mehr ausdehnt?

    Autor: Alfredo Melendez

    Damit wir nicht in Eitelkeiten fallen und nicht über unsere vergangene Irrtümer erschrecken, hat unser Vater nicht erlaubt, dass wir uns an sie errinnern. Dies ist auch der Grund, weshalb wir nicht wissen, wie gross unsere Schuld ist oder wie lange sich unsere Wiedergutmachung hinzieht.

    Je bewusster wir über die eigenen Nöte und jene unserer Nächsten sind, desto grössere(r) Kampf und Arbeit (in unserer Wiedergutmachung) wird von uns verlangt; und in diesem Kampf und Arbeit, sollen wir auch den anderen in ihrer Wiedergutmachung beistehen. Und obwohl es nicht unmöglich ist, so glaube ich dennoch, dass wir wohl kaum in einer Inkarnationszeit erreichen werden, den Fortschritt wiederaufzuholen, den wir erlangt hätten, wenn wir alle Gelegenheiten, die uns früher dargeboten wurden, genutzt hätten.

    Dass unser Gewissen sich ausdehnt, weist nicht daraufhin, dass wir unsere Irrtümer gänzlich korrigiert und/oder wiedergutgemacht haben.

  • Unser Geist entsprang dem Schoss des Vaters. Wie konnte dann die Verwirrung geschehen?

    Unser Geist entsprang dem Schoss des Vaters. Wie konnte dann die Verwirrung geschehen?

    Autor: Alfredo Melendez

    Als unser Geist dem Göttlichen Geist entsprang, waren wir rein und makellos, doch wir mussten noch lernen, die göttliche Weisheit zu empfangen, indem wir den freien Willen gut nutzen.

    Wir waren wie ein neugeborenes Baby. Unser Vater hätte uns mit all der Weisheit erschaffen können, die in unserem Geist inne ist, aber dann hätte unsere Entwicklung keinen Wert, weil sie nicht bewusst erreicht worden wäre.

    Der Geist durfte von seinem Ursprung an über sich selbst entscheiden, ob er vorwärtsschreiten, zurückgehen oder stehenbleiben will. Stehenbleiben oder zurückgehen sind ein Übel für den Geist und dieses Übel wird er bedauern, wenn er sich darüber bewusst wird, dass andere über Fähigkeiten und Mächte verfügen, die ihnen grosse Befriedigung verschaffen und dass er die gleiche Gelegenheit gehabt hatte, diese zu entwickeln und er dies nicht gemacht hat.

    Nachdem ein Geist inkarniert ist, bleibt der freie Wille im Geist, nur, dass er jetzt noch einer anderen Prüfung unterzogen wird, und zwar jener der Körpermaterie.

    Seht, ihr habt den freien Willen, besitzt den Willen und deswegen leidet ihr. Wie oft wolltet ihr den unerbittlichen Gesetzen unterworfen sein, festen Gesetzen, wie es die euch untergeordneten Wesen sind! Nein, meine Brüder und Schwestern, der Verdienst liegt gerade darin, euren freien Willen dem Gesetz unterzuordnen und eure Vernunft dem Gewissen. Der freie Wille und der Wille wurden euch gewährt, damit ihr dem Herrn ähnlich seid. (GLW E. 53,34)

    Warum folgte der Geist nicht von Anfang an der Stimme des Gewissens? Weil er es nicht hinreichend entwickelt hatte, um die Gebote zu verstehen und zu erfüllen, die es ihm eingab, und gleichzeitig die Triebe des Fleisches zu beherrschen. Der freie Wille und der Einfluss der Materie sind die Prüfungen, denen euer Geist unterworfen ist. (U. 1-15,5)

    Was würde aus dem Geist, der seines freien Willens beraubt ist? Erstens wäre er nicht Geist und deshalb wäre er kein Geschöpf, das des Höchsten würdig wäre; er wäre so etwas wie jene Maschinen, die ihr herstellt, etwas ohne eigenes Leben ohne Intelligenz, ohne Willen und ohne Strebsamkeit. (1-20,37)

    Dass unser Gewissen sich erweitert bedeutet nicht, dass wir unsere Irrtümer vollständig korrigiert und/oder wiedergutgemacht haben.

  • Wie kann ein seelisches Trauma geheilt werden?

    Wie kann ein seelisches Trauma geheilt werden?

    Autor: Alfredo Melendez

    Ich finde diese Frage interessant, weil es genau in der Seele ist, wo die Traumatas gespeichert werden, welche in vielen Fällen Phobien bzw. Ängste erzeugen.

    Jedes Trauma kann durch das tiefe Gebet und die Anerkennung des Gesetzes und der Göttlichen Liebe aufgelöst werden.

    Es gibt auch Traumatas, die im bestimmten Mass durch seriöse Psychologen geheilt werden können.

    Einmal fragte mich ein blinder Freund über den geistigen Grund, der dazu geführt hatte, das er als Kind in einem Unfall den Sehsinn verloren hatte. Ich antwortete ihm, indem ich ihm die folgende Frage stellte: „Sag mir, wer hat den Fehler begangen, dass dies geschehen ist, Du oder Gott?“ Und er antwortete mir: „Alles weist darauf hin, dass ich es war.“

    Obwohl er blind war, konnte man in seinem Gesicht und in seinem Leben spüren, dass er in diese eingeschränkte Lebensverfassung eingewilligt hatte, in ihm war Frieden und Glauben an unseren Vater. Ich glaube, dass wenn er gegen diese Lebenseinschränkung rebelliert hätte, Traumatas geblieben wären, die für ihn schwer zu überwinden gewesen wären.

    Die Irrtümer, die wir in der Vergangenheit oder in anderen Inkarnationen begangen haben, sind der Grund für unsere gegenwärtige Prüfungen und Leiden. Einige der Prüfungen, mit welchen wir uns auseinander setzen müssen, bleiben in unserer Seele als Tramatas gespeichert, die schwer zu lösen sind. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns an die Aussage von Paulus errinnern: „Alles, was der Mensch sät, muss er ernten.“, d.h wir müssen verstehen, dass nicht Gott die Ursache unseres Schmerzes ist, sondern unsere Fehler. Und obwohl uns andere dem Anschein nach ohne Grund schaden, über uns lachen, uns beleidigen oder misshandeln, etc. , so sind sie nur die Werkzeuge, die uns an unsere vergangenen Irrtümer erinnern. Denn sehr wahrscheinlich waren wir es, die früher (anderen) geschadet ausgelacht, beleidigt oder misshandelt haben.

    Ein Beweis dafür finden wir in der Unterweisung 70, wo unter anderen Beispielen gesagt wird, dass im heutigen Elenden sich manchmal jener verbirgt, der in anderen Zeiten eine Krone auf seinem Haupt trug.

    „Die Wissenschaften, die Religionen und die Theologen werden in dieser Zeit nicht entdecken können, wie meine Gerechtigkeit wirkt; doch euch habe Ich es offenbart. — Jedes Menschenherz ist ein lebender Beweis meiner Gerechtigkeit und meiner Weisheit. Manchmal verbirgt sich im Herzen eines Elenden der Geist dessen, der in einer anderen Zeit eine Krone auf seinem Haupt trug, oder in einem Gefängnis wird der gefangengehalten, der in einem anderen Leben ein Volk seiner Freiheit beraubte. Eure ganze Existenz ist eine unendliche Lektion der Liebe, um die Geister zu vervollkommnen, damit sie als willige und gehorsame Kinder zum Schoß ihres Vaters gelangen können. Aber solange diese Finsternis, die nun die Menschheit einhüllt, sich verdichtet, werden die Menschen, wenn die Angst sie in ihren Bann schlägt, schreien müssen: Mein Gott, mein Gott, warum hast Du uns verlassen?, ohne zu merken, dass das Licht meines Geistes bereit ist, in ihre Herzen einzudringen, sobald sie zum Glauben auferstehen. Doch diese Finsternis wird nicht ewig bestehen, nicht einmal allzu lang, obwohl es den Menschen wegen der Heftigkeit ihres Schmerzes so vorkommt, als ob sie eine Ewigkeit gedauert hätte. Allmählich wird es licht in den Geistern werden, und diese werden voll Jubel ausrufen: Hosianna, hosianna, der Herr ist nun bei uns!“ (3-70,62)

    Nur (schon) die Anerkennung unserer Irrtümer kann uns auf den Weg der Genesung, der durch die Traumatas ausgelösten (Gesundheits-)Verfassung bringen.

    Wir haben nicht die Fähigkeit tief und wahrhaftig zu vergeben, wie es gefordert wäre, deshalb können wir, wenn wir vergeben den Satz hinzufügen:“im Namen des Meisters“. Denn nur unser Meister, der auch unser Vater ist, kann uns die Gnade gewähren, auf diese Weise zu vergeben. Und in dieser Vergebung, die wir jenen zusprechen, die uns geschadet haben, werden wir uns selber unsere Fehler vergeben können.

    Es geschieht auch manchmal, dass wenn wir uns über die Verletzung oder den Schaden, den wir anderen verursacht haben, bewusst werden, wir den Eindruck haben, dass wir für diese Fehler bestraft werden müssen, und so ziehen wir unbewusst den Schmerz an, um unsere Irrtümer zu „begleichen“; bewusst würden wir dies nie tun.

    Deshalb sagt der Meister, dass wir unsere schlimmsten Richter zu sein pflegen und dass Er unser Verteidiger ist.

    „Den Urteilsspruch habt ihr vor langer Zeit selbst unterschrieben; doch ich, den ihr als euren Richter betrachtet, bin in Wirklichkeit euer Verteidiger, der euch von eurer Bürde befreit, indem ich euch liebevoll dahin bringe, den guten Weg einzuschlagen, damit ihr die wahre Freiheit erlangt, welche die des Geistes ist.“ (1-27,40)

    Es ist deshalb von Nöten, dass wir in einem erhobenen Gebet unserem Vater im Vertrauen bitten, dass Er uns helfe unsere Schwierigkeiten, unsere Traumatas, unsere Ängste, etc zu lösen, indem wir den anderen vergeben, wie wenn sie unsere eigenen Kinder wären, und indem wir auch uns selber vergeben, denn: Welches Recht haben wir, weiterhin jenen zu richten, den unser Vater schon vergeben hat?