1. Ich mache euch mit einer weiteren Seite des Buches meiner Unterweisung bekannt, welches Liebe und Licht für euren Geist ist. Wohl euch, die ihr eurem Meister wirklich zuhört, denn Ich unterweise euch klar und vollkommen, damit ihr eure Bestimmung und die Mission versteht, die Ich eurem Geist anvertraut habe.
2. Ihr kommt, um meine Unterweisungen zu studieren und zu verstehen, um sie an eure Geschwistern weiterzugeben, und obwohl sie euch manchmal zurückgewiesen haben, habt ihr euch nicht verletzt gefühlt, sondern wart befriedigt darüber, dass ihr deren Fragen beantworten konntet.
3. Ihr sprecht zu Mir im Innersten eures Herzens, um Mich auf die Ungläubigkeit eurer Geschwistern hinzuweisen. Und Ich sage euch: Wenn ihr die Herzen wie harte Felsen angetroffen habt, werde Ich durch ihr Gewissen zu ihnen sprechen, damit sie den Wunsch verspüren, bei Mir zu sein. Eure Aufgabe ist es, euch um das Wohl der Menschheit zu bemühen, indem ihr dem Weg folgt, den Ich euch vorgezeichnet habe, ohne die Zeit oder die Entfernung zu ermessen.
4. Ihr werdet viele Bedürftige im Geist, Kranke und Sklaven antreffen, die ihr heilen und befreien müsst, indem ihr ihre Ketten zerbrecht und ihnen liebevoll meine Unterweisung zuteilwerden lasst. Denn der Tag wird kommen, an dem ihr mein Wort nicht mehr vernehmen werdet, und dann sollt ihr als Lehrmeister zurückbleiben, damit ihr die kommenden Generationen zurüsten könnt.
5. Mit dem Schwert des Lichts werdet ihr Finsternis vertreiben und euren Geschwistern eine Bresche schlagen können. Ich will, dass die Menschen in dieser Dritten Zeit Frieden, Eintracht und guten Willen haben können. Von wem sollen sie die Unterweisungen dafür erhalten? Von meinen Jüngern, geliebtes Volk — von jenen, die Mich lieben und nicht müde werden, bei Mir zu sein — die Mich im Grunde ihres eigenen Herzens fühlen.
6. Wohl denen, die immer bei Mir sind und die Versuchungen zurückweisen, indem sie sich von den Ausschweifungen der Welt fernhalten. Ihre geistigen Augen werden im Jenseits die ewige Herrlichkeit schauen — das Reich, in dem der Geist wohnen wird.
7. In euch lasse Ich die Unterweisung zur Vereinigung und Geschwisterlichkeit zurück. Wacht und betet, damit euch die Versuchung nicht das entreißt, was Ich euch anvertraut habe — damit ihr die Boten und Jünger seid, die — wenn die Zeit dafür gekommen ist — von Mir zur Menschheit gesandt werden. Wenn ihr einmal von jeder Vermaterialisierung frei seid, nur mit meiner Liebe und mit meinem Licht bekleidet, werdet ihr meine Stimme in eurem Geist vernehmen, werdet ihr die Stimme eures Hirten erkennen, und dann werdet ihr demütig wie ein Schaf den Berg emporsteigen, um zur göttlichen Heimat zu gelangen.
8. Eure Himmlische Mutter ist wie ein Hirtenmädchen, das euren Schritten folgt. Maria pflegt euch in ihrem lieblichen Garten wie Rosen und Lilien, sie gibt euch den Duft, damit ihr wie Blumen seid, die ihrem Vater ihre Essenz darbringen.
9. In der Zweiten Zeit sagte Ich euch, dass Ich erneut bei euch sein würde. Und jetzt, da Ich euch mein Versprechen erfüllt habe, haben Mich die einen erkannt, und andere haben an meiner Gegenwart gezweifelt. Einige von euch haben Freudentränen vergossen, weil sie Mich erneut vernommen und mit den Augen ihres Geistes geschaut haben. Ich habe vernommen, dass ihr Mir sagt: „Meister, wenn das Opfer meiner Körpermaterie notwendig wäre, würde ich sie mit ganzer Ergebenheit und Demut für die Rettung meines Geistes und jener der Menschheit hingeben.“
10. Ich habe euch meiner Geistigen Lichtwelt anvertraut, damit sie euer Berater und Beschützer sei — damit sie euch auf dem Weg führe und euch bei der Erfüllung eurer Mission beistehe. Jenen von euch, die Mich nicht verstanden haben, sage Ich: Zweifelt nicht, denn Ich habe Mich zu allen Zeiten durch die Menschen kundgetan. Doch Ich wollte sie mit meinen Kundgebungen nicht überraschen, weshalb Ich zuvor meine Boten gesandt habe. Ich habe den Wegbereiter gesandt, um den Weg und das Herz der Menschheit vorzubereiten.
11. Während des Jahres 1950 werde Ich euch meine letzten Unterweisungen geben, und Ich will, dass ihr, bevor Ich meine Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen beende, versteht, wie ihr mein Liebeswort aussäen sollt, und wie ihr es von Herz zu Herz, von Provinz zu Provinz, an allen Orten der Erde verbreiten sollt, wo man Mich in dieser Zeit nicht vernommen hat und Mich nicht fühlen konnte.
12. Ihr seid die starken Geistwesen voll Liebe und Licht. Werdet nicht zu Schriftgelehrten und prahlt auch nicht vor den Menschen, denn in eurer Demut wird die Gnade und das Licht eures Vaters sein.
13. Eure Blicke sollen voller Herzlichkeit sein, eure Wissenschaft soll die der Liebe sein, eure Hände sollen liebkosen, euer Wort soll Trost für die Menschen sein, dann wird die Welt euer Beispiel annehmen und nicht länger die Kriege schüren, die sie von Jahrhundert zu Jahrhundert und von Zeitalter zu Zeitalter entfesselt hat.
14. Dann wird mein Wille und der von jenen in Erfüllung gehen, die sich sehr abgemüht und viele Tränen vergossen haben, um die Vereinigung der Menschheit zu erreichen. Dann wird es keine Unterscheidungen von Rassen oder Farben mehr geben. Dies ist meine Verheißung für euch.
15. Heute glaubt jeder Mensch, die Wahrheit voll und ganz zu kennen. Jede Religion behauptet, die Wahrheit zu besitzen. Die Wissenschaftler erklären, dass sie die Wahrheit gefunden haben. Ich sage euch, dass niemand die absolute Wahrheit kennt, da der Mensch nicht einmal den Teil, der ihm offenbart worden ist, mit seinem Verstand zu fassen vermochte.
16. Alle Menschen tragen einen Teil der Wahrheit und Irrtümer in sich, die sie mit dem Licht der Wahrheit vermengen.
17. Der Kampf rückt näher, in dem all diese Kräfte einander bekämpfen und jede ihre Idee durchsetzen will. Doch am Ende wird nicht der Sieg einer menschlichen Idee noch einer wissenschaftlichen Theorie, noch eines religiösen Glaubensbekenntnisses vorherrschen, sondern die harmonische Gesamtheit aller guten Ideen, aller hochstehenden Glaubensüberzeugungen, aller zu höchster Geistigkeit erhobenen Kultformen, aller dem Dienst wahren menschlichen Fortschritts gewidmeten Wissenschaften.
18. Ich werde zulassen, dass die Menschen über ihre Vorstellungen sprechen und sie vortragen, dass andere ihre Kultformen und Riten öffentlich vorführen, dass man diskutiert und sich bekämpft, dass die Wissenschaftler ihre fortschrittlichsten Theorien verbreiten, dass alles, was in jedem Geist verborgen existiert, aufbricht, ans Tageslicht kommt und sich kundgibt. Denn nahe ist der Tag des Schnitters — jener Tag, an dem das Gewissen wie eine unerbittliche Sichel alles mit der Wurzel abschneidet, was es im Herzen der Menschheit an Falschem gibt.
19. Ihr, Volk, seid wachsam und vergesst nicht, dass Ich euch diesen Kampf angekündigt habe, damit ihr nicht verzagt, wenn ihr die Menschen leidenschaftlich diskutieren seht, wenn ihr Zeugen davon seid, wie sich die Religionen bekriegen, und wie das Gewissen mit ihnen kämpft.
20. Lasst die Welt sich erregen, lasst das Unwetter ausbrechen und den Kampf entbrennen, damit der Mensch erwacht und bei seinem Erwachen das Licht erblickt, das zu bewundern er lange Zeit erträumt hat — damit die selbstsüchtigen Menschen, welche die Tore des Weges, der zur Erkenntnis der Wahrheit führt, verschlossen haben, von ihren Hochsitzen, ihren Thronen und Sockeln herabsteigen und die nach dem Licht des Geistes hungernden und dürstenden Menschenscharen hindurchgehen lassen.
21. Ihr alle werdet mein Licht suchen müssen, ihr alle werdet einen Leuchtturm suchen müssen, um in den Tagen der Finsternis den Pfad erkennen zu können — in den Tagen der Besinnung und Reue, in den Tagen tiefer Selbstprüfung eurem Gewissen gegenüber, in denen es kein menschliches Geschöpf geben wird, das sich ruhig fühlt und das sagen kann: Ich fürchte nichts, weil ich immer in rechter Weise gewirkt habe.
22. Nein, es wird nicht einen geben, der dies ausruft oder denkt, weil sich das Gewissen in jedem Geist vernehmbar machen wird.
23. Nur die, die beten und bereuen, werden die Läuterung ihres Geistes erreichen. Nur jene, die ihre Eitelkeiten, ihre Machtausübung über andere und ihren Hochmut aufgeben, werden es schaffen, sich im Rettungsboot niederzulassen. Denn jene, die an ihren Torheiten festhalten, die sich an ihre Irrtümer und ihre Traditionen klammern — bereit, sie bis zum Ende aufrechtzuerhalten, trotz der Urteile und Weisungen des Gewissens — diese werden sich wider besseres Wissen auf den Abgrund der Verwirrung und Finsternis zubewegen, in den nach dem Willen eures Vaters niemand stürzen soll.
24. Diese Liebes- und Barmherzigkeitsbotschaft, die Ich euch zur rechten Zeit für eure Rettung gebracht habe, sollt ihr der Menschheit rechtzeitig bekannt machen.
25. Meine Weisheitsbotschaft hat die Aufgabe, die Menschen geistig zu vereinen, sie vor dem Wirbelsturm der Verwirrung zu bewahren, sie aus der Finsternis zu retten, wenn sie den Glauben verloren haben.
26. Nur mein Wort wird die Macht haben, diejenigen aufzuhalten, die sich mit rasender Geschwindigkeit auf den Abgrund zubewegen, weil es alles offenbart, weil es nicht zögert, ein Geheimnis zu enträtseln, weil es von der Barmherzigkeit und Liebe eures Vaters durchdrungen ist.
27. Wer außer Mir könnte all diese Menschen ohne Glauben an das höhere Leben und ohne Wissen über meine Gerechtigkeit retten? Wer hat wirklich die Bedeutung und den Ursprung des Schmerzes in ihrem Leben voller Trübsale, Bedrückungen und Ängste verstanden? Wie wenige Meister und Führer der Menschheit sehe Ich! Was wissen die Menschen vom Geist? Sie beschäftigen sich nur mit der menschlichen Seite, ohne das entdecken zu können, was es jenseits der irdischen Bedürfnisse und Sorgen gibt. Daher haben die Menschen — enttäuscht davon, dass sie weder in den Wissenschaften, noch in den Religionen eine befriedigende Antwort auf ihre Fragen finden können — sich der Aufgabe gewidmet, von sich aus die Wahrheit zu suchen. Manche kommen dem Pfad näher, während andere infolge ihrer geringen Vergeistigung sich neue Irrtümer zu eigen machen.
28. Die Menschen, die im Leben einen Leidenskelch nach dem anderen getrunken haben, sagen Mir: „Herr, warum gibt es niemanden, der uns den Grund für unseren Schmerz erklärt, damit in uns ein Glaube entbrennt, der uns hilft, die Last unseres Kreuzes zu tragen?“
29. Zu diesen Kindern lasse Ich als himmlischen Heilbalsam mein Licht für ihren Verstand und meine Ermutigung für ihr Herz gelangen. Denn Ich habe unendlich viele Möglichkeiten, jedes Geschöpf zu erreichen.
30. Ach, wenn doch alle Mich zu fragen verstünden, wenn doch alle geistig beten würden, wenn sich doch alle dafür interessieren würden, die Wahrheit kennenzulernen! Wahrlich, Ich sage euch, sie würden das Ersehnte erhalten. Denn niemand hat gesucht, der nicht gefunden hat — niemand hat an meine Tür geklopft, dem nicht geöffnet worden wäre.
31. Hinterlasst auf eurem Weg eine Spur der Demut. Lasst nicht zu, dass der Stolz in euer Herz dringt, weil ihr euch für die einzigen mit geistigem Wissen haltet.
32. Seid euch immer bewusst, dass ihr vor Mir alle gleich seid, dass ihr alle den gleichen Ursprung hattet und alle das gleiche Ziel habt, auch wenn sich äußerlich jedes Schicksal anders zeigt.
33. Vergesst nie, dass ihr alle zu Mir gelangen müsst, was bedeutet, dass ihr alle — obschon auf unterschiedliche Weise — die notwendigen Verdienste erbringen müsst, um die größte geistige Höhe zu erreichen. Betrachtet daher niemals jemanden als minderwertig.
34. Im Spiritualisten darf niemals die Eitelkeit Wurzeln schlagen. Dagegen soll immer echte Bescheidenheit sein Begleiter sein, dann werden seine Taten, statt mit falschem Licht zu blenden, im Herzen seiner Geschwister Anklang finden.
35. Ihr sollt euer Kreuz mit Liebe auf euch nehmen — nicht, wie man eine Pflicht übernimmt, nicht mit dem Gedanken, dass, wenn ihr es nicht tut, euch im Leben Böses widerfahren wird — nein, es soll nicht aus Furcht vor meiner Gerechtigkeit geschehen. Ihr seid geistig genügend entwickelt, um von euch zu verlangen — wie Ich es gerade tue — dass eure Auftragserfüllung in meinem Gesetz aus Liebe zu euren Geschwistern geschieht, und dass dieses Gefühl von der Liebe zu Mir inspiriert ist.
36. Lasst die Zeiten hinter euch, in denen die Menschen ihre Verfehlungen nicht aus Reue darüber, Mich verletzt zu haben, bereuten, sondern aus Furcht vor der ewigen Verdammnis, so wie die Menschen sie sich vorgestellt hatten.
37. Entfernt aus eurem Herzen die Auffassung, dass ihr eure Reue auf den letzten Augenblick verschieben könnt im Vertrauen auf die Barmherzigkeit Gottes, und denkt daran, dass das einzige, was euer Geist in jenem Gerichtsmoment ernten wird, das sein wird, was er während seines ganzen Daseins auf Erden ausgesät hat. Seine Ernte oder seine Früchte werden die Entwicklung, der Fortschritt, die Erhebung sein, die er durch das Leben erlangt hat, das ihm anvertraut war.
38. Wie verschieden ist die geistige Wirklichkeit von all dem, was die Menschen sich vorgestellt haben! Weder ist meine Gerechtigkeit so, wie ihr glaubt, noch ist göttliche Strafe das, was ihr mit diesem Namen bezeichnet, noch ist der Himmel so, wie ihr denkt, noch wird er so leicht und schnell erlangt, wie ihr es euch vorstellt, wie auch die geistige Sühne nicht so ist, wie ihr sagt, noch ist die Versuchung ein Geistwesen.
39. Ihr müsst die göttlichen Offenbarungen studieren, die Ich euch zu allen Zeiten gegeben habe, müsst die bildliche Sprache verstehen, in der zu euch gesprochen wurde, müsst auf diese Weise eure geistigen Sinne empfindsam machen, damit ihr erkennt, welches das Wort Gottes ist und was Menschenwort ist, damit ihr die Essenz meiner Unterweisungen entdeckt.
40. Nur von einem geistigen Gesichtspunkt aus werdet ihr die richtige und wahrheitsgemäße Auslegung meines Wortes finden können — sowohl jenes, das Ich euch durch die Propheten sandte, als auch jenes, das Ich euch durch Jesus vermachte, oder dieses Wortes, das Ich euch durch Vermittlung der Sprachrohre der Dritten Zeit gebe.
41. Wenn diese Menschheit einmal den wahren Sinngehalt des Gesetzes, der Lehre, der Prophetien und der Offenbarungen gefunden hat, wird sie das Schönste und Tiefste entdeckt haben in Bezug auf ihr Dasein.
42. Dann werden die Menschen die wahre Gerechtigkeit kennenlernen, und ihr Herz wird den wahren Himmel erahnen; dann werdet ihr auch wissen, was Sühne, Läuterung und Wiedergutmachung ist.
43. Heute seid ihr noch mit dem Schleier der Unwissenheit bedeckt, den ihr in eurem irdischen Materialismus und eurem religiösen Fanatismus voll falscher Ängste und Vorurteile nicht zu zerreißen gewagt habt. Wenn eine Prüfung in euer Leben trifft und ihr dafür keinen klaren Grund findet, ruft ihr daher aus: „Was habe ich bloß getan, dass ich so gestraft werde?“, ohne zu wissen, dass meine Gerechtigkeit manchmal Jahrhunderte — und sogar Jahrtausendelang auf sich warten lässt. Doch meine Gerechtigkeit kommt immer, und auch wenn sie dem Anschein nach zeitlich zu spät oder unpassend kommt, so ist doch gewiss, dass sie sich immer auf weise Art bekundet.
44. Meine Geistlehre hat verschiedene Ziele oder Aufgaben: eine ist jene, den Geist in seiner Verbannung zu trösten und ihm begreiflich zu machen, dass der Gott, der ihn schuf, ihn ewig in seinem Reich des Friedens erwartet. Eine andere ist, ihn wissen zu lassen, über wie viele Gaben und Fähigkeiten er verfügen kann, um seine Rettung und seine Erhebung oder Vervollkommnung zu erreichen.
45. Dies Wort beinhaltet die Botschaft der Vergeistigung, die den Menschen die Augen öffnet, damit sie die Wirklichkeit direkt schauen, die sie vermeintlich nur in dem, was sie sehen, in dem, was sie berühren, oder in dem, was sie mit ihrer menschlichen Wissenschaft beweisen, zu finden glauben ― ohne sich bewusst zu werden, dass sie dabei das Vergängliche „Realität“ nennen und das „Ewige“, wo die wahre Wirklichkeit existiert, verkennen und leugnen.
46. Lasst diese Botschaft von Nation zu Nation, von Haus zu Haus gehen und ihre Saat des Lichts, des Trostes und des Friedens zurücklassen, damit die Menschen einige Augenblicke innehalten und ihrem Geist eine Ruhepause gönnen, die unerlässlich ist, damit er sich besinnt und sich erinnert, dass jeder Augenblick der seiner Rückkehr zur Geistigen Welt sein kann und dass von seinen Werken und seiner Saat auf der Welt die Frucht abhängt, die er bei seiner Ankunft im Geistigen Leben erntet.
47. Heute treffe Ich euch bekümmert, niedergeschlagen und ohne Hoffnung an, und ihr sagt Mir in eurem Gebet, dass das Leben euch seit langem seine Gunst entzogen hat. Der Meister sagt euch hierzu, dass diese Zeiten, die ihr durchlebt, jene sind, die die Propheten der Ersten Zeit angekündigt haben, und später das Göttliche Wort seinem Volk bestätigte. Doch wenn es auch wahr ist, dass ihr einen sehr bitteren Kelch leert, so wisst, dass euer Schmerz nicht nutzlos sein wird, wenn ihr ihn liebevoll und geduldig zu ertragen versteht. Es war notwendig, dass die Menschen bis zu diesem Punkt gelangen, an dem der Schmerz alle Fasern ihres Wesens durchdringen und berühren würde, damit sie aus dem tiefen Schlaf erwachen, in dem ihr Geist lebt, und sie ein Leben der Selbstbestimmung beginnen, in dem sie ihrem Schöpfer den Tribut und die Anerkennung darbringen, die sie Ihm schuldig sind.
48. Seit langem schon dämme Ich ihre Willensfreiheit ein und zeige ihnen damit, dass der Zeitpunkt der Besinnung und des guten Handelns gekommen ist, damit sie nicht weiterhin leiden und sich in ein Chaos stürzen. Ich wollte ihren Sturz vermeiden, indem Ich sie beriet und warnte, aber sie sind meinen Worten gegenüber taub gewesen. Doch Ich werde diese so geliebte Menschheit weiterhin rufen, sie zur Besserung und zur Ehrbarkeit bei allen ihren Handlungen auffordern, bis Ich sie zu einer würdigen Schülerin meiner Unterweisungen gemacht habe.
49. Ich bin zu euch zurückgekehrt, wie Ich es euch versprochen hatte, um euch zu trösten und euch in euren Trübsalen Hoffnung zu geben. Doch nicht nur dies, sondern auch um euch zu erleuchten, damit ihr große Schritte auf dem geistigen Pfad macht. Ich habe euch die Unterweisung gegeben, die ihr gerade in diesen Momenten der Verwirrung benötigt, die ihr sehnsüchtig erwartet habt, um eure Wunden zu heilen und den rettenden Weg zu finden.
50. Ich habe alles vorbereitet, damit ihr ein großes Werk vollbringt und am Ende desselben ruhig, zufrieden und im Frieden mit Mir und mit euren Geschwistern zu Mir kommt. In jenem Augenblick der Gemeinschaft mit meinem Geist werde Ich von euch keinen Tribut verlangen, eure Verdienste werden daher nicht für Mich sein, sondern für euch selbst, und das, was ihr Mir darbringt, werde Ich euch als Segnungen und Wohltaten ohne Ende mit Zinsen zurückgeben.
51. Seht, wie sehr Ich euch liebe. Wenn ihr noch mehr Beweise für die Liebe eures Vaters wollt, bittet darum, und Ich werde euch gewähren, da meine Liebe unerschöpflich ist. Wenn ihr meine Geduld, meine Ergebenheit prüfen wollt, so tut auch dies. Aber nachdem ihr empfangen habt, nach eurer Anerkennung dessen, tut an euren Geschwistern das, was Ich an euch getan habe.
52. Vergebt so oft, wie ihr beleidigt werden mögt. Beachtet nicht einmal die Zahl der Fälle, in denen ihr vergeben müsst. Eure Bestimmung ist so hoch, dass ihr euch nicht in diesen Stolpersteinen des Weges verfangen dürft; denn weiter vorne warten sehr große Aufgaben auf euch. Euer Geist soll immer bereit sein zur Liebe, zum Verständnis und zum Guten, damit ihr euch auf höhere Ebene begeben könnt. So wie in vergangenen Zeiten viele eurer Geschwister mit ihren Werken schöne Seiten in das ewige Buch des Geistes schrieben, sollt ihr in ihrer Nachfolge jene Geschichte fortsetzen, als Vorbild und zur Freude der neuen Generationen, die auf die Erde kommen werden.
53. Seid stark, denn ihr durchlebt derzeit Zeiten der Prüfung. Jedes Geschöpf — vom Kleinkind an, das kaum seine Augen für das Licht dieser Welt geöffnet hat, bis zu dem von der Last der Jahre gebeugten Greis — erleidet eine Prüfung, einen Prozess der Wiedergutmachung. Doch Ich gebe euch meine Kraft, meinen Einfluss, damit ihr mit Glauben und Gelassenheit durch diese Prüfungen geht, die euch gegenüber dem Schmerz unverwundbar machen werden.
54. Es wird einen Kampf der Weltanschauungen geben, und der Glaube und die Überzeugung der einen wie der anderen wird auf die Probe gestellt werden. Doch jene, die ihr Werk auf Treibsand errichtet haben, werden es zusammenstürzen sehen, weil seine Fundamente nicht fest waren. In dieser Zeit werden die Starken die Schwachen unterstützen müssen. Jene, die nicht zu beten noch in die Wahrheit meiner Unterweisungen einzudringen verstanden, werden über ihre Unwissenheit, ihre Bedürftigkeit und ihren Mangel an Verdiensten weinen. Viele von ihnen sind jedoch unschuldig, weil sie keine wirkliche Führung von Seiten ihrer Geschwister gehabt haben, und Hirten wie Schafe werden wegen ihrer Ungewissheit und ihrer Verwirrtheit Tränen vergießen.
55. Ihr, Volk, das von Mir dazu bestimmt wurde, euren Einfluss auf diese Welt auszuüben, sollt für ihren Frieden und ihre Rettung wachen und beten. Ihr sollt eure Flügel ausbreiten, um die Menschheit in diesen Stunden der Gefahr und der Angst zu bedecken.
56. Daher habe Ich euch das Gebet von Geist zu Geist gelehrt und habe jedes Symbol oder Darstellung meiner Göttlichkeit entfernt. Ihr habt einen Tempel in eurem Inneren errichtet, und von dort aus liebt und verherrlicht ihr Mich. Ich habe euch den Respekt vor den Glaubensüberzeugungen eurer Geschwistern gelehrt und habe euch zu Wächtern ausgebildet, die wachsam sind, um den Glauben derer zu verteidigen, die in diesem bevorstehendem Kampf schwach werden. Wenn ihr dann eure Mission beendet habt, werdet ihr Mir mit Genugtuung sagen können: „Unser Vater, wir kämpfen mit dem Schwert, das nicht verwundet, mit der Liebe und gutem Willen. Wir sprechen das göttliche Wort aus, wir fordern die Menschen auf, zu Dir zu beten. Wir bringen denen Trost, die leiden, bekehren jene zum Guten, die gegen das Gesetz verstoßen hatten. Wir richten Männer und Frauen auf, die in ihrer Unwissenheit nicht weiterwussten, und erwecken ihren Glauben und ihr Vertrauen in Dich, und seitdem lieben sie uns und folgen sie uns nach.“ Und Ich werde euch als Soldaten meiner Sache empfangen und euch den Lohn geben, den ihr verdient habt.
57. Mein Werk wird sich auf der Erde ausbreiten. Den Ersten werden sich andere anschließen und danach weitere, denn es steht geschrieben, dass der Mensch sich im Verlangen nach seiner geistigen Vervollkommnung über seinen gegenwärtigen Zustand erheben wird.
58. Wie sehr müsst ihr kämpfen, um die Erde vorzubereiten, damit Ich mein Friedensreich zu den Menschen herniederkommen lasse!
59. Betet und meditiert über meine Worte, dann werdet ihr entdecken, dass sie einen Ozean an Liebe enthalten. Ich habe zu euch durch das begrenzte Verstandesvermögen des Menschen gesprochen, und dieser vermag selbst bei aller Vorbereitung nicht die Bedeutung (und) den Grund auszudrücken, die meine Lehre enthält. Dringt mit dem Geist in sie ein, damit ihr mit größerer Klarheit verstehen könnt als mit dem Herzen oder dem beschränkten Verstand eures menschlichen Wesens. Da euch mein Werk der Zweiten Zeit großartig erschienen ist, werdet ihr auch mein Kommen in dieser Zeit als einen Beweis der unendlichen Liebe eures Vaters erkennen.
60. Je mehr ihr euch vervollkommnet, desto näher werdet ihr das Ziel sehen. Ihr wisst zwar nicht, ob ihr nur noch einen Schritt von eurem Heil entfernt seid oder ob ihr noch eine lange Wegstrecke zurücklegen müsst. Ich sage euch nur, dass ihr euch willig und folgsam von diesem Wort leiten lassen sollt, das die Stimme meines Göttlichen Geistes ist. Hütet euch, gegen das Gesetz zu verstoßen, wiederholte Male den gleichen Fehler zu begehen. Beherzigt diesen Ruf, der eine Aufforderung zur Besserung ist — eine Bitte, die euer Vater an euch richtet, weil Ich euch nicht vergeblich auf Erden leben und hernach über euren Ungehorsam weinen sehen möchte.
61. Arbeitet unablässig für euren Fortschritt, und ihr werdet erleben, dass jene Prüfungen, die euch heute leiden lassen und deren Sinn ihr nicht verstanden habt, zu eurem Wohl sind und euer Wesen mit Frieden und Freude erfüllen werden. Es sind weise Prüfungen, die Ich euch sende, um euren Geist im Kampf zu läutern und zu stählen, so wie Ich so viele Wesen geformt habe, die ihr heute liebt und verehrt, deren Stärke und erprobte Tugend ihr anerkennt. Es sind eure Geschwister, die über diese Welt gegangen sind und eine Spur der Reinheit und Heiligkeit hinterlassen haben. Ich will, dass ihr euch mit ihnen vereinigt und ihnen nachfolgt. Denn eure Bestimmung ist die gleiche, ihr alle seid groß in meinen Augen, alle seid ihr würdig, und Ich will euch in der Friedenswelt wohnen sehen, die sie bewohnen.
Mein Friede sei mit euch!