Kategorie: Uncategorized

  • Das Dritte Testament

    Das Buch meiner Unterweisung besteht aus den Lehren, die Ich euch in dieser Zeit mittels des menschlichen Verstandesvermögens diktiert habe. Mit diesem Buch, das die Menschheit schließlich als das Dritte Testament anerkennen wird, sollt ihr meine Göttliche Sache verteidigen. (Kap. 6,9)

    Mein Wort wird für alle Zeiten niedergeschrieben bleiben, aus ihm werdet ihr das Buch der Dritten Zeit, das Dritte Testament, die letzte Botschaft des Vaters zusammenstellen. Denn in allen drei Zeitaltern hatte Gott Seine Goldfedern, um der Menschheit seine Weisheit zu hinterlassen. (Kap. 6,36)

    Das Buch meiner Unterweisung besteht aus den Lektionen, die Ich euch durch das menschliche Verstandesvermögen diktiert habe. Mit diesem Buch, das die Menschheit als das Dritte Testament kennenlernen wird, sollt ihr meine göttliche Sache verteidigen. (Kap. 59,28)

    Ich vermache euch derzeit das Dritte Testament, doch ihr habt nicht einmal die beiden ersten verstanden. Wenn ihr in dieser Zeit zubereitet gewesen wäret, wäre es nicht notwendig gewesen, dass mein Wort materiell hörbar wird, denn Ich würde dann geistig sprechen und ihr würdet mir mit eurer Liebe antworten. (Kap. 63,36)

  • Christus – die vollkommene Liebe und das Wort Gottes

    Bevor sich der Vater in Jesus der Menschheit kundgab, sandte Er euch seine Offenbarungen, wobei Er sich materieller Formen und Ereignisse bediente. Unter dem Namen Christus habt ihr den kennen gelernt, der die Liebe Gottes unter den Menschen kundtat. Doch als Er zur Erde kam, hatte Er sich schon zuvor als Vater offenbart, weswegen ihr nicht sagen dürft, dass Christus auf der Welt geboren wurde. Jesus war es, der geboren wurde, der Körper, in welchem Christus wohnte.

    Denkt nach, und ihr werdet mich schließlich verstehen und werdet anerkennen, dass Christus schon vor Jesus war, denn Christus ist die Liebe Gottes.

    Hier bin Ich bei euch und gebe euch Kraft, um für den ewigen Frieden eures Geistes zu kämpfen. Doch wahrlich, Ich sage euch, schon bevor die Menschheit mich kennen lernte, erleuchtete Ich euch bereits aus der Unendlichkeit und sprach Ich schon zu euren Herzen. Denn da Ich eins bin mit dem Vater, bin Ich immer in ihm gewesen. Es mussten Zeitalter über die Menschheit hinweggehen, bis die Welt mich in Jesus empfing und das Wort Gottes vernahm, wenngleich Ich euch sagen muss, dass nicht alle, die damals meine Lehre vernahmen, die erforderliche geistige Entwicklung hatten, um in Christus die Gegenwart Gottes zu fühlen.

    In Jehova glaubtet ihr einen grausamen, schrecklichen und rachsüchtigen Gott zu erkennen. Alsdann sandte euch der Herr, um euch von eurem Irrtum zu befreien, Christus, seine göttliche Liebe, damit ihr, den Sohn kennen lernend, den Vater kennen solltet. Und trotzdem glaubt die unwissende und aufs Neue in ihre Sünde verstrickte Menschheit einen erzürnten und beleidigten Jesus zu sehen, der nur auf die Ankunft derer im Geistigen Tal wartet, die Ihn verletzten, um ihnen zu sagen: Weichet von mir, Ich kenne euch nicht; und um sie sogleich die grausamsten Qualen in der Ewigkeit erleiden zu lassen.

    Es ist Zeit, dass ihr den Sinn meiner Lehren versteht, damit ihr keinen Irrtümern anheim fallt. Die göttliche Liebe wird euch nicht hindern, zu mir zu kommen. Doch wenn ihr eure Fehler nicht wiedergutmacht, wird es der unerbittliche Richter eures Gewissens sein, der euch sagt, dass ihr nicht würdig seid, in das Reich des Lichts zu gelangen.

    Ich will, dass ihr wie euer Meister seid, um euch zu Recht meine Jünger zu nennen. Meine Hinterlassenschaft besteht aus Liebe und aus Weisheit. Christus war es, der zu euch kam, und Christus ist es, der in diesem Augenblick zu euch spricht. Doch versucht nicht, mich von Gott zu trennen, oder mich außerhalb von ihm zu sehen, denn Ich bin und war immer eins mit dem Vater.

    Ich habe euch gesagt, dass Christus die göttliche Liebe ist versucht deshalb nicht, mich vom Vater zu trennen. Glaubt ihr, dass Er ein Vater ohne Liebe zu seinen Kindern ist? Wie kommt ihr auf diesen Gedanken? Es ist an der Zeit, dass ihr dies erkennt.

    Niemand soll sich schämen, Gott, den Schöpfer, Vater zu nennen, denn dies ist sein wahrer Name.

    In Jesus erblickte die Welt ihren Mensch gewordenen Gott. Die Menschen erhielten von ihm nur Lektionen der Liebe, Lehren von unendlicher Weisheit, Beweise vollkommener Gerechtigkeit, aber niemals ein Wort der Gewalttätigkeit, einen Akt oder ein Zeichen von Groll. Seht stattdessen, wie sehr Er beleidigt und verspottet wurde. Er hatte Vollmacht und alle Gewalt in seiner Hand wie sie die ganze Welt nicht hat, aber es war notwendig, dass die Welt ihren Vater in seinem wahren Wesen, seiner wahren Gerechtigkeit und Barmherzigkeit kennen lernen sollte.

    In Jesus sah die Welt einen Vater, der alles für seine Kinder hingibt, ohne dafür irgendetwas für sich zu verlangen. Einen Vater, der die schwersten Beleidigungen mit unendlicher Liebe vergibt, ohne jemals Rache zu üben, und einen Vater, der, statt seinen Kindern, die Ihn beleidigen, das Leben zu nehmen, ihnen vergibt und ihnen mit seinem Blut den Weg zu ihrer geistigen Erlösung vorzeichnet.

    Als Mensch war Jesus euer Ideal und die Verwirklichung der Vollkommenheit. Damit ihr in ihm ein der Nachfolge würdiges Vorbild hättet, wollte Ich euch das lehren, was der Mensch sein muss, um seinem Gott ähnlich zu werden.

    Es ist ein Gott, und Christus ist eins mit Ihm, weil Er das Wort der Gottheit ist, der einzige Weg, durch den ihr zum Vater alles Geschaffenen gelangen könnt.

    Jünger, Christus ist die höchste Manifestation der göttlichen Liebe, ist das Licht, welches in den Regionen des Geistes das Leben ist. Das Licht, das die Finsternis durchbricht und vor jedem geistigen Blick die Wahrheit aufdeckt, die Geheimnisse auflöst, die Tür öffnet und den Weg zur Weisheit, Ewigkeit und Vollkommenheit des Geistes zeigt. (Kap. 19,46-58)

  • Auferstehung

    Eine Zeit der Auferstehung ist diese Dritte Zeit. Die Geister gleichen Toten und die Körper deren Grabeshöhlen. Aber der Meister ist zu ihnen gekommen, dessen Wort des Lebens ihnen sagte: Kommt heraus und erhebt euch zum Licht, zur Freiheit! (Kap. 7,36)

    Sie litten, aber sie suchten nicht, getröstet zu werden, weil sie wussten, dass sie gekommen waren, um selbst zu trösten. Sie erhofften nichts von der Welt, weil sie nach dem Lebenskampf die Freude erwarteten, die Auferstehung des Geistes zum Glauben und zum Leben all jener zu betrachten, die der Wahrheit abgeschworen hatten.

    Wer sind jene Menschen, von denen Ich zu euch spreche? Ich sage euch, es handelt sich dabei um all jene, die euch Botschaften des Lichts, der Liebe, der Hoffnung, der Gesundheit, des Glaubens, des Heils gebracht haben. Der Name, den sie hatten, ist nicht wichtig, noch der Lebensweg, auf den ihr sie habt in Erscheinung treten sehen, noch der Titel, den sie auf Erden getragen haben. (Kap. 8,79-80)

    Männer und Frauen empfingen Zeichen und Rufe aus dem Jenseits. Die Alten und die Kinder waren gleichfalls Zeugen dieser Erscheinungen. Und in den Tagen, die dem Kreuzestod des Erlösers vorangingen, drang das Himmlische Licht in die Herzen der Menschen. Die Wesen des Geistigen Tales riefen die Herzen der Menschen. Und an dem Tag, an dem der Meister seinen letzten Atemzug als Mensch tat und sein Licht in alle Höhlen und in alle Winkel eindrang, in die materiellen und geistigen Heimstätten, im Verlangen nach den Wesen, die ihn seit langem erwarteten – vermaterialisierte, verwirrte und kranke Wesen, die vom Wege abgeirrt waren, gebunden mit Ketten der Gewissensbisse, Lasten der Ungerechtigkeit mit sich schleppend, und andere Geister, die tot zu sein glaubten und an ihre Körper gebunden waren – da erwachten alle aus ihrem tiefen Schlaf und erhoben sich zum Leben.

    Aber bevor sie diese Erde verließen, gaben sie denen, die ihre Angehörigen gewesen waren, eine Bezeugung ihrer Auferstehung und ihres Daseins. Durch all dies erlebte die Welt diese Kundgebungen in jener Nacht der Trauer und des Schmerzes. (Kap. 12,49-50)

    Statt meiner in den Martern und im Todeskampf Jesu zu gedenken – warum gedenkt ihr nicht meiner Auferstehung voll Licht und Herrlichkeit? (Kap. 14,60)

    Ich leite nunmehr eine Zeit geistiger Auferstehung für alle ein. Eine Zeit, in der Ich jenen gesegneten Samen der Liebe zum Erblühen bringen werde, den Ich von der Höhe eines Kreuzes herab auf die Welt verströmte und euch damit ankündigte, dass, wenn die Menschen sich lieben, wie Ich es euch lehrte, der Tod aus der Welt geschafft sein würde und an seiner Stelle das Leben über die Menschen herrschen und sich in all ihren Werken bekunden würde. (Kap. 18,63)

    Nun soll die Welt die Wahrheit über die Auferstehung des Fleisches erfahren, welches die Reinkarnation des Geistes ist. (Kap. 30,9)

    Reinkarnieren bedeutet: zur materiellen Welt zurückkehren, um von neuem als Mensch geboren zu werden; das Auferstehen des Geistes in einem menschlichen Körper, um seine Mission fortzusetzen. Dies ist die Wahrheit über die Auferstehung des Fleisches, von der eure Vorfahren gesprochen haben, wobei sie ebenso verdrehte wie absurde Auslegungen gegeben haben. (Kap. 30.10)

    Das Fleisch ist von dieser Welt, und in ihr bleibt es, während der Geist sich frei erhebt und zu dem Leben zurückkehrt, von dem er ausging. „Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus meinem Geist geboren ist, ist Geist“. Die Auferstehung des Fleisches ist die Reinkarnation des Geistes, und wenn manche glauben, dass dies eine menschliche Theorie ist, und andere von euch glauben, dass es eine neue Offenbarung ist – wahrlich, Ich sage euch, Ich habe vom Anbeginn der Menschheit damit begonnen, der Welt diese Offenbarung bekannt zu machen! Den Beweis dafür könnt ihr im Text der Schriften finden, die ein Zeugnis meiner Werke sind. (Kap. 30.14)

    Das Geheimnis der Auferstehung des Fleisches wurde aufgeklärt durch die Offenbarung über die Reinkarnation des Geistes. Heute wisst ihr, dass der Sinn dieses Gesetzes der Liebe und Gerechtigkeit der ist, dass der Geist sich vervollkommnet, dass er niemals verloren geht, weil er immer eine offene Tür als Gelegenheit für seine Rettung vorfinden wird, die ihm der Vater anbietet. (Kap. 30,16)

    Gesegnet seien, die zu mir sagen: „Herr, Du bist der Weg, das Licht, das ihn erhellt, und die Kraft für den Wanderer. Du bist die Stimme, die die Wegrichtung angibt und uns auf der Lebensreise neu belebt; und Du bist auch die Belohnung für den, der zum Ziel gelangt“. Ja, meine Kinder, Ich bin das Leben und die Auferstehung von den Toten. (Kap. 31,44)

    Wenn in der Zweiten Zeit meine Geburt als Mensch ein Wunder war, und meine geistige Auferstehung nach meinem körperlichen Tod ein weiteres Wunder – wahrlich, Ich sage euch – dann ist meine Kundgabe in dieser Zeit mittels eines menschlichen Verstandes ein geistiges Wunder. (Kap. 38,21)

    Wenn das Siebte Siegel zusammen mit den sechs anderen abgeschlossen ist, wird auch jenes Buch verschlossen bleiben, welches das Urteil Gottes über die Werke der Menschen gewesen ist, vom ersten bis zum letzten. Dann wird der Herr ein neues, unbeschriebenes Buch öffnen, um in ihm die Auferstehung der Toten, die Befreiung der Unterdrückten, die Erneuerung der Sünder und den Sieg des Guten über das Böse aufzuzeichnen. (Kap. 38,70)

    Sie litten, aber sie suchten nicht getröstet zu werden, weil sie wussten, dass sie gekommen waren, um selbst zu trösten. Sie erwarteten nichts von der Welt, weil sie nach dem Kampf die Freude erwarteten, die Auferstehung zum Glauben und zum Leben all jener Geister zu schauen die von der Wahrheit abgefallen waren.

    Wer sind diese Wesen, von denen Ich zu euch spreche? Ich sage euch, es handelt sich um all jene, die euch Botschaften des Lichts, der Liebe, der Hoffnung, der Gesundheit, des Glaubens, des Heiles gebracht haben – ganz gleich, welchen Namen sie hatten, oder auf welchem Weg ihr sie habt in Erscheinung treten sehen, oder welchen Titel sie auf Erden getragen haben. (Kap. 50,62-63)

    Aber Ich werde bewirken, dass der Mensch sich von diesem Tod zum Leben erhebt. Ich werde dafür sorgen, dass er seine Auferstehung erlebt und in jenem neuen Leben für die Wiedergeburt aller Ideale kämpft, für die Wiederbelebung aller Prinzipien und aller Tugenden, welche Eigenschaften und Erbgut des Geistes sind, welche sein Ursprung sind. Denn aus mir ging der Geist hervor, von mir nahm er Leben, aus meiner Vollkommenheit trank er, von meiner Gnade wurde er gesättigt. (Kap. 52,51)

    Hört mein Wort, welches die Auferstehung und das Leben ist. In ihm werdet ihr Glauben, Gesundheit und Freude zum Kämpfen und zum Leben zurückgewinnen. (Kap. 53,33)

    Doch dies wird die Menschheit dazu bringen, aus ihrem Abgrund des Hochmuts, des Materialismus und der Sünde emporzusteigen, um sich in den Tränenströmen ihrer Reue zu waschen und damit zu beginnen, sich auf dem Weg der Vergeistigung aufwärts zu entwickeln. (Kap. 57,39)

    Es ist mein Wille, dass das Volk Israel geistig unter der Menschheit aufersteht, damit sie die wahre Auferstehung im Fleisch schaut. (Kap. 63,12)

    Ihr sollt bestätigen, dass die Reinkarnation des Geistes eine der großen Wahrheiten ist, die die Menschheit kennen und glauben soll.

    Manche ahnen sie, akzeptieren sie und glauben an sie aus Intuition heraus, als etwas, das in meiner liebevollen Gerechtigkeit gegenüber den Menschen nicht fehlen konnte. Doch wird es auch viele geben, die euch Gotteslästerer und Lügner nennen werden.

    Seid unbesorgt, das gleiche geschah meinen Aposteln, als sie die Auferstehung von den Toten predigten, wie sie Jesus lehrte. Die Priester und Richter warfen sie ins Gefängnis, weil sie solche Lehren predigten. (Kap. 63,252-254)

    Später nahm die Welt jene Offenbarung an, obschon Ich versichern kann, dass sie nicht die ganze Bedeutung dieser Lehre zu erfassen vermochte, so dass es nötig ist, dass Ich in dieser Zeit komme und euch davon unterrichte, dass die Auferstehung des Fleisches sich nur auf die Reinkarnation der Geister beziehen kann, da diese das Wesentliche und der Grund für das Leben ist – das, was in Wahrheit ewig ist. Zu welchem Zweck sollten die toten Körper wiederauferstehen, da sie doch nur die vergänglichen Gewänder des Geistes waren? (Kap. 63,255)

    Das Fleisch sinkt in die Erde und vermischt sich mit ihr. Dort wird es gereinigt, verwandelt und ersteht unablässig zu neuem Leben, während der Geist sich weiter aufwärts entwickelt, weiterhin der Vollkommenheit entgegengeht, und wenn er zur Erde zurückkehrt, ist es für ihn eine Auferstehung zum menschlichen Leben, und auch für seine neue Körperhülle ist es eine Auferstehung in Verbindung mit dem Geist. (Kap. 63,256)

  • Christentum (Entwicklung)

    In jenen armen und demütigen Fischern aus Galiläa habt ihr ein würdiges Vorbild. Durch die Liebe verwandelt in geistige Fischer, erschütterten sie Völker und Reiche durch das Wort, das sie von Jesus gelernt hatten, und bereiteten durch ihre Beharrlichkeit und ihre Aufopferung die Bekehrung der Völker und das Zustandekommen des geistigen Friedens vor. Von den Königen bis zu den Bettlern – sie alle erfuhren meinen Frieden in jenen Tagen wahren Christentums. (Kap. 13,49)

    Meine Lehre, auf den Lippen und in den Werken meiner Jünger, war ein Schwert der Liebe und des Lichts, das gegen die Unwissenheit, das Götzentum und den Materialismus kämpfte. Ein Schrei der Empörung stieg bei denen auf, die den nahen Untergang ihrer Mythen und Traditionen sahen, während gleichzeitig aus anderen Herzen ein Hymnus der Wonne drang angesichts des lichtvollen Weges, der sich für die Hoffnung und den Glauben der nach Wahrheit Dürstenden und von Sünde Belasteten auftat. (Kap. 13,51)

    Die christliche Religion, die ihr heutzutage kennt, ist nicht einmal ein Abglanz der Lehre, die meine Apostel ausübten und lehrten! (Kap. 13,61)

    Nach meinem Scheiden in der Zweiten Zeit setzten meine Apostel mein Werk fort, und die auf meine Apostel folgten, führten deren Arbeit fort. Es waren die neuen Arbeiter, die Bebauer jenes Ackerlandes, das vom Herrn vorbereitet war, fruchtbar gemacht durch sein Blut, seine Tränen und sein Wort, aufbereitet durch die Arbeit der zwölf Ersten und auch durch jene, die auf sie folgten. Doch im Lauf der Zeit und von Generation zu Generation mystifizierten oder verfälschten die Menschen mein Werk und meine Lehre immer mehr. (Kap. 14,1)

    Wer sagte dem Menschen, dass er von Mir ein Abbild machen dürfe? Wer sagte ihm, dass er Mich am Kreuz hängend darstellen solle? Wer sagte ihm, dass er das Abbild Marias, die Gestalt der Engel oder das Antlitz des Vaters herstellen dürfe? Ach, ihr kleingläubigen Menschen, die ihr das Geistige materiell sichtbar machen musstet, um meine Gegenwart zu spüren! (Kap. 14,2)

    Tag für Tag – in Gemeindesälen, Kirchen und Kathedralen – spricht man meinen Namen aus und wiederholt man meine Worte, doch niemand ist innerlich bewegt, niemand erbebt durch ihr Licht, und zwar deshalb, weil die Menschen den Sinn derselben falsch verstanden haben. Die meisten glauben, dass die Wirkungskraft des Wortes Christi darauf beruht, es wieder und wieder mechanisch zu wiederholen, ohne zu begreifen, dass es nicht nötig ist, es aufzusagen, sondern es zu studieren, darüber nachzudenken, es auszuüben und zu leben. (Kap. 14,18)

    In der Zweiten Zeit, nachdem das Opfer Christi vollbracht war, ließ Ich das höchste Symbol des Christentums verschwinden, das Kreuz, zusammen mit der Dornenkrone, dem Kelch und allem, was von Seiten der Menschheit zum Objekt schwärmerischer Verehrung hätte werden können. (Kap. 14,58)

    Hört auf mich, Jünger, damit ihr alte Glaubensvorstellungen aus eurem Verstand ausmerzt. Die Christenheit teilte sich in Glaubensgruppierungen auf, die sich untereinander nicht lieben, die ihre Geschwister durch falsche Urteile demütigen, verachten und bedrohen. Ich sage euch, es sind Christen ohne Liebe, deswegen sind sie keine Christen, denn Christus ist Liebe. (Kap. 15,3)

    Wie ist es möglich, dass die Völker, die sich Christen nennen, sich durch den Krieg vernichten und sogar beten, bevor sie hingehen, um ihre Geschwister zu töten, und Mich bitten, dass Ich ihnen den Sieg über ihre Feinde gebe? Kann mein Same dort existieren, wo statt Liebe der Hass und statt Vergebung die Rache herrscht? (Kap. 15,6)

    Es herrscht große Ungleichheit; denn Ich sehe Herren, denen nur die Krone fehlt, um sich Könige nennen zu können, und Ich sehe Untergebene, die wahre Sklaven sind. Daraus ist ein Kampf entbrannt. Unter jenen auf der Welt reich gewordenen Herren gibt es viele, die sich Christen nennen, doch Ich sage euch, daß sie kaum meinen Namen kennen. (Kap. 15,11)

    Jene, die in den Mitmenschen nicht ihren Nächsten sehen, die Reichtümer anhäufen und sich dessen bemächtigen, was anderen gehört, sind keine Christen, weil sie kein Mitgefühl kennen. (Kap. 15,12)

    Ihr habt so sehr gegen meine Lehre verstoßen, dass Ich euch sagen kann: Ihr habt einen Weg geschaffen, der von dem meinen völlig verschieden ist, dem ihr aber den gleichen Namen gegeben habt. Niemand außer mir konnte euch von eurem Irrtum befreien – mit Worten des Lebens, der Liebe und der Wahrheit. (Kap. 15,21)

    Was nützt es, daß das Symbol des Christentums, das heißt das Kreuz, sich millionenfach auf Erden befindet, wenn die Menschen nicht guten Willens sind und einander nicht lieben? (Kap. 15,60)

    Der Spiritualismus in dieser Zeit wird, ebenso wie das Christentum in der Vergangenheit, mit Zorn, mit Grausamkeit und Wut bekämpft und verfolgt werden. Doch inmitten des Kampfes wird das Geistige in Erscheinung treten, dabei Wunder vollbringen und die Herzen erobern. (Kap. 47,37)

    Machte sich Israel nicht unsterblich durch die Befreiung vom ägyptischen Joch? Machten sich die ersten Christen auf ihrem Siegeszug nicht durch die Liebe unsterblich? Ebenso werden sich die Spiritualisten unsterblich machen in ihrem Kampf für die Freiheit des Geistes. (Kap. 47,45)

    Millionen von Menschen nennen sich Christen, doch in der Mehrzahl kennen sie die Lehre Christi nicht. Sie behaupten zwar, all die Werke zu lieben, die Ich als Mensch tat; aber in ihrer Art zu glauben, zu denken und die Dinge zu betrachten beweisen sie, dass sie den Wesenskern meiner Lehre nicht kennen. (Kap. 48,3)

    Es gibt kein Volk auf Erden, von dem Ich euch sagen könnte, dass ihr nicht hinzugehen braucht, weil es diese Offenbarung nicht nötig hat. Welches Volk kann behaupten, dass es wirklich christlich ist – nicht nur dem Namen nach, sondern aufgrund seiner Liebe, seiner Barmherzigkeit und seiner Vergebung? Welche Nation kann ihre Spiritualität beweisen? In welchem Teil der Welt lieben sie einander? Wo befolgen die Menschen tatsächlich die Lehre Christi? (Kap. 59,18)

    Auf diese Weise wird das Licht, das den Fanatismus auflöst und den Geist befreit, nach und nach von Mensch zu Mensch weiter vordringen. Und die, die sich Christen nannten, ohne es zu sein, werden die wahren Unterweisungen Christi durch dieses Licht kennenlernen und auslegen. Denn es wird ihnen eine erhebende Vorstellung vom geistigen Leben geben, von dem Jesus in seinen Unterweisungen sprach. (Kap. 60,32)

  • Symbol des Blatts im Dritten Testament

    Der Geist Gottes ist wie ein unendlich großer Baum, an dem die Äste die Welten und die Blätter die Wesen sind. Da es ein- und derselbe Pflanzensaft ist, der durch den Stamm zu allen Zweigen und von diesen zu den Blättern strömt, glaubt ihr da nicht, daß es etwas Ewiges und Heiliges gibt, das euch alle untereinander verbindet und euch mit dem Schöpfer vereint? (Kap. 24,33)

    Ich sagte euch, dass kein Blatt vom Baum sich ohne meinen Willen bewegt. Und jetzt sage Ich euch, dass kein Element der Natur einem anderen Willen als dem meinen gehorcht. (Kap. 25,23)

    Wehe dann dem Geist, der unter dem Antrieb des Fleisches nachgegeben hat und sich vom Einfluss der Welt, die ihn umgibt, beherrschen ließ. Dabei hat er seine Führerstellung mit der eines schutzlosen Wesens vertauscht, das die menschlichen Leidenschaften und Schwächen umtreiben gleich den dürren Blättern, wenn sie richtungslos vom Wind umhergewirbelt werden. (Kap. 34,32)

    Die Legionen von Geistern, die ziellos auf der Welt umherirren und auf verschiedene Weise an die Herzenstüren der Menschen pochen, sind oftmals Stimmen, die euch sagen wollen, dass ihr erwachen sollt, dass ihr eure Augen für die Wirklichkeit öffnen sollt, dass ihr eure Fehler bereuen und euch erneuern sollt, damit ihr später, wenn ihr eure Materie im Schoß der Erde zurücklasst, nicht wie sie eure Einsamkeit, eure Unwissenheit und euren Materialismus beweinen müsst. Erkennt hierin, wie selbst der Finsternis Licht entspringt, denn kein Blatt vom Baum bewegt sich ohne meinen Willen. Ebenso werden jene geistigen Manifestationen, die von Tag zu Tag mehr werden, die Menschen schließlich derart überschwemmen, dass sie am Ende die Skepsis der Menschheit besiegen werden. (Kap. 41,41)

    Die Prüfungen, denen ihr auf eurem Lebensweg begegnet, sind kein Zufall. Ich habe sie euch gesandt, damit ihr Verdienste erwerbt. Kein Blatt vom Baum bewegt sich ohne meinen Willen, und Ich bin sowohl in den großen als auch in den kleinen Werken der Schöpfung. (Kap. 42,22)

    Fasst es recht auf, wenn Ich euch sage, dass kein Blatt vom Baum sich ohne meinen Willen bewegt. Dann werdet ihr wissen, wann Ich es bin, der euch prüft, und wann ihr euren Leidenskelch leert, um hernach Mich dafür zu beschuldigen. Dann werdet ihr zu Richtern und macht Mich zum Angeklagten. (Kap. 45,23)

    Heute ist der Mensch wie ein kleines dürres Blatt, das vom Baum des Lebens gefallen und Spielball der Winde ist, tausend Wechselfällen unterworfen, schwach gegenüber den Naturgewalten, gebrechlich und armselig angesichts des Todes, während er doch Herr über die Erde sein sollte wie ein Fürst, der von Mir ausgesandt wurde, um sich auf der Welt zu vervollkommnen. (Kap. 46,14)

    Die Menschen werden Mir wieder alle Vollkommenheit, Allwissenheit und höchste Gerechtigkeit zuerkennen. Sie werden sich erinnern, dass Jesus sagte: „Kein Blatt vom Baum bewegt sich ohne den Willen des Vaters“. Denn heute bewegen sich nach Meinung der Welt das Blatt vom Baum, die Lebewesen und die Sterne zufällig. (Kap. 57,7)

  • Über die Atheisten

    Ich sage euch, dass es besser für euch ist, voller Ungewissheiten und Verneinungen zu sein, als voll falscher Überzeugungen oder Lügen, die ihr für Wahrheiten hält. Die ehrliche Verneinung, die dem Zweifel oder der Unwissenheit entspringt, schadet euch weniger, als die unaufrichtige Zustimmung zu etwas Falschem. Der ehrliche Zweifel, der nach Verständnis hungert, ist besser als der feste Glaube an irgendeinen Mythos. Die verzweifelte Ungewissheit, die schreiend nach Licht verlangt, ist besser als die fanatische oder abgöttische Sicherheit.

    Heute überwiegen überall die Ungläubigen, die Enttäuschten und die Verbitterten. Es sind Widerspenstige, die oftmals klarer sehen als die anderen, die das rituelle Gehabe nicht als solches empfinden. Die Versicherungen, die sie von denen vernommen haben, die die Menschen geistig führen, überzeugen sie auch nicht. Denn all jene komplizierten Theorien erfüllen nicht ihr Herz, das nach reinem Wasser dürstet, welches ihre Angst beschwichtigt.

    Jene, die ihr für rebellisch haltet, zeigen in ihren Fragen oft mehr Erkenntnislicht als diejenigen, die in der Meinung, gelehrt und groß zu sein, darauf antworten. Sie empfinden, sehen, spüren, hören und begreifen klarer als viele, die sich Meister in den göttlichen Lehren nennen. (248, 12)

    Schlecht haben Mich auf Erden jene vertreten, die Mich zu kennen behaupten, und das ist der Grund dafür, dass viele Mir den Rücken gekehrt haben. Jene, die sich Atheisten nennen, werde Ich nicht deshalb zur Rechenschaft ziehen, weil sie Mich aus ihren Herzen verbannt haben, sondern jene, welche die Wahrheit verfälschten und einen Gott vor Augen führten, den viele nicht annehmen konnten.

    Alles, was gerecht, gesund und gut ist, enthält die Wahrheit, die Ich zu allen Zeiten verkündet habe.

    Die Stunde ist gekommen, in der ihr die Wahrheit wieder lieben sollt, das heißt, in der ihr wieder das Gerechte und Gute erkennen sollt. Da ihr aus Mir geboren seid, müsst ihr dahin gelangen, nach dem Hohen, dem Ewigen und dem Reinen zu trachten.

    Ich habe niemanden gefangen gehalten, niemanden habe Ich gezwungen, den Weg zu verlassen, den er erwählt hat. Wer zu forschen begehrte, dem habe Ich es erlaubt, wer sich zu vergnügen wünschte, dem habe Ich es gestattet; doch ihnen allen habe Ich mein Gesetz, das alleinige, vor Augen geführt, damit sie nicht vom Pfad abirren. (U. 125, 22-25)

    Alle glauben an Mich, auch wenn nicht alle es bekennen, nicht alle Mich lieben. Glaubt nicht an den Atheisten, Ich sehe keine Atheisten, und es kann sie auch gar nicht geben. Das Fleisch mag Mich leugnen, doch nicht der Geist. Kann irgendein Mensch etwa seinen leiblichen Vater leugnen, auch wenn er ihn nicht gekannt hat? Ebenso wenig kann der Geist seinen geistigen Vater leugnen, auch wenn er Ihn nicht kennt. Kann es eine Baumfrucht geben, die nicht zuvor am Baum gewesen wäre? (U. 80,23)

    Die Stunde wird kommen, da der Friede von den Menschen so sehr herbeigesehnt wird, dass sie ihn mit allen Mitteln suchen werden: in den Religionen, in der Wissenschaft und in den verschiedenen Doktrinen. Die Gläubigen und die, welche sich Atheisten und Freidenker nennen, werden sich alle auf der Suche nach diesem Frieden auf den gleichen Punkt zubewegen, und wenn sie ihn erreichen, werden sie mir gegenüberstehen. (U. 2,11)

  • Über die Prüfungen

    Sei willkommen im Lichte des Erlösers, du Volk, das von Prüfungen und Kämpfen, von Zweifeln und Bedenken, von Trauer und Schmerz gequält ist. (X-293,5)

    Ihr werdet noch erleben, daß – wenn ihr eure Gedanken Mir zuwendet, um zu beten – ihr Mir sagen werdet: „Meister, vergib mir, in meiner Bestimmung gibt es keine Ungerechtigkeit, ich bin zu mir selbst ungerecht.“ (X-286,29)

    Dies ist eine Unterweisung, die euch immerdar gegenwärtig sein soll, Jünger, weil ihr erkennt, daß dies die Denkweise ist, mit der ihr die Vernunft auf die Höhe des Geistes erheben könnt. Denn der Geist allein kennt die Realität der Seele und die menschliche Realität. (X-286,30)

    Ich lehre euch derzeit, euch selbst zu studieren, um euch kennenzulernen – im Kern eures Wesens mittels geistiger Betrachtung und Gebet die großen Lebenslehren zu entdecken. (X-286,31)

    Heute fluchen viele den Schmerz, aber morgen werden sie ihn als einen Meister segnen, der sie hohe und schöne Lektionen lehrte. (X-286,32)

    Ich wollte, daß es immer die Liebe des Meisters wäre, die euch den Weg und das Ziel des Lebens wiese. Aber ihr habt es vorgezogen, daß es der Schmerz sein soll, der euch lehrt. Nun sollt ihr diesen bitteren Meister hinter euch lassen, um die Unterweisungen Dessen zu empfangen, der euch mit Güte lehrt. (X-286,33)

    Wenn ihr euch im Augenblick nicht vom Schmerz befreien könnt, so tragt ihn mit Geduld. Versäumt nicht seine Lehren, liebt ihn, denn er ist gekommen, um eure Flecken zu reinigen und euch im Glauben, in der Tugend und in der Geduld groß zu machen. (X-286,34)

    Wenn ihr an Mein Wort glaubt, müsst ihr auch an die Unterweisung glauben, in der Ich euch sagte: „Kein Blatt vom Baume bewegt sich ohne den Willen Gottes.“ Dann werdet ihr auch glauben können, daß die Weisheit Gottes alles sinnvoll eingerichtet hat, und daß es kein Leiden geben kann, das nicht eine weise Lehre im Menschen hinterlässt. (X-286,35)

    Es ist Zeit, daß ihr damit aufhört, von Mutmaßungen und Halbwahrheiten zu leben, damit ihr euch zur Welt der Wirklichkeit erhebt und – obschon eure Füße über den Staub einer Welt der Tränen und des Schmerzes gehen – euer Geist in einem Reich des Friedens lebt. (X-286,37)

    In euren Herzen sind die Spuren der Stürme eingeprägt, die über sie hinweggegangen sind, an euren Füssen sind die Narben noch frisch, welche die Dornen des Weges auf ihnen zurückgelassen haben, und in eurem ganzen Wesen sehe Ich die Mühsal eines Lebens, von dem ihr heute begreift, daß es nicht das ewige sein kann. (II-50,16)

    Die Prüfungen treten auf eine so unmerkliche Weise ein, daß ihr oftmals nicht einmal merkt, woher sie gekommen sind, noch wann sie endeten. Was würde aus euch, wenn Ich euch das Datum, den Tag und die Stunde ankündigte, damit ihr sie erwartet? (IX-251,24)

    Dies Leben ist eine beständige Prüfung für den Menschen, vom Augenblick an, da er geboren wird, bis zum irdischen Tode. (IV-99,37)

    Die Zeit der Wiedergutmachung und der Läuterung musste kommen, auch wenn dafür Jahrhunderte über die Welt hinweggehen mussten, und eure Seele bis zu dieser Stunde warten musste. Doch diese Zeit ist nun gekommen, es ist die jetzige. Begreift sie, erlebt sie, und nutzt sie. (IX-272,24)

    Beim ersten Mal werde Ich liebevoll rufen, um euch zu helfen, euch für den Kampf bereit zu machen. Doch wenn ihr diese Stimme nicht versteht, werde Ich mit Strenge rufen und euch nochmals heimsuchen. Aber wenn ihr euch auch dann nicht einstellt, wird das Gericht voll einsetzen, um euch wachzurütteln, damit ihr die Augen öffnet und das Licht eines neuen Tages schaut. (XI-335,23)

    Ich warne euch in dieser Weise, damit ihr nicht verstört seid, wenn ihr seht, daß neue Kriege ausbrechen, daß Tag für Tag Menschenmassen durch unterschiedliche Ereignisse vor euren Augen zugrundegehen. Wenn ihr den Grund für diese Heimsuchungen, die euer Herz erschüttern, nicht erkennen könnt, so denkt daran, daß jede Seele zur Erde gekommen ist, um von sich aus das wiedergutzumachen, was sie zuvor verweigert hatte, und daß es so schlaftrunkene Wesen gibt, daß nur eine solche Prüfung sie aufweckt. (XI-335,24)

    Ihr seid wie Sträucher, die manchmal so dürre und kranke Zweige haben, daß sie eine schmerzhafte Beschneidung benötigen, um ihre kranken Teile zu entfernen, damit sie wieder gesunden können. Wenn Meine Liebesgerechtigkeit vom menschlichen Baume die kranken Äste entfernt, die sein Herz schädigen, richtet sie ihn auf. Wenn einem Menschen ein Glied seines Körpers abgeschnitten werden soll, seufzt er, zittert er und wird feige, auch wenn er weiß, daß es geschieht, um das zu entfernen, was krank ist, was tot ist und bedroht, was noch leben kann. Auch die Rosen, wenn sie beschnitten werden, vergießen ihren Lebenssaft wie Schmerzenstränen; aber danach bedecken sie sich mit den schönsten Blüten.

    Meine Liebe beschneidet auf eine unendlich höhere Weise das Böse im Herzen meiner Kinder, wobei Ich Mich manchmal selbst opfere. Als die Menschen Mich kreuzigten, bedeckte Ich meine Henker mit Meiner Güte und Meiner Vergebung und gab ihnen Leben. Mit Meinen Worten und in Meinem Schweigen erfüllte Ich sie mit Licht, verteidigte und rettete Ich sie. So beschneide Ich das Böse, wehre Ich ihm durch Meine Liebe und verteidige und rette Ich den Übeltäter. Jene Vergebungen waren, sind noch immer und werden ewiglich Quellen der Erlösung sein. (IX-248,5)

    Heute seid ihr noch mit dem Schleier der Unwissenheit bedeckt, den ihr in eurem irdischen Materialismus und in eurem religiösen Fanatismus voll falscher Befürchtungen und Vorurteile nicht zu zerreißen wagtet. Wenn daher eine Prüfung in euer Leben kommt und ihr keinen klaren Grund dafür findet, schreit ihr: „Vater, was habe ich getan, daß Du mich so strafst?“ – ohne zu wissen, daß Meine Gerechtigkeit manchmal Jahrhunderte und sogar Zeitalter braucht, um eine Seele zu erreichen. Meine Gerechtigkeit kommt immer, und obschon sie dem Anschein nach zu spät oder zur Unzeit eintrifft, wird sie sich mit Sicherheit immer in weiser Form manifestieren. (XI-322,43)

    Denen, die Mich beharrlich nach dem Grund fragen, weshalb sie heimgesucht wurden, sage Ich: Schweigt, fragt Mich nicht nach dem Grund! Kennt ihr etwa eure Schuld Mir gegenüber? Wisst ihr, auf welche Weise Ich eure Seele reinigen werde, damit sie so rein zu Mir zurückkehrt, wie sie aus Mir hervorging? Daher sage Ich euch: Empfangt die Prüfungen, die Ich euch täglich sende, nur mit Geduld und Vorbereitung, denn Meine Kraft ist immer bei euch. (XII-347,43)

    Die Aufgabe, die ihr tragt, habe Ich euch gemäss eurer Fähigkeit und Stärke gegeben; ihr müsst sie nur begreifen und lieben. Betet täglich, damit ihr das notwendige Licht für eure Arbeiten empfangt. Bleibt dann zugerüstet, aufmerksam, damit ihr die Stimmen derer, die euch rufen, derer, die euch bitten, hören könnt, und auch, damit ihr den Prüfungen standhalten könnt. Jeder Tag eures Daseins ist eine Seite des Buches, das jeder von euch schreibt. Jeder Tag ist durch eine Prüfung gekennzeichnet, und jede Prüfung hat eine Sinn und einen Grund. (V-120,41)

    Begreift, daß nicht Ich den Schmerz zuteile, denn Ich bin euer Vater, der eure Seele schmücken will. Ihr selbst seid es, die den Schmerz auf eurem Lebensweg säen, und wenn er euch dann überwältigt, sagt ihr Mir: „Herr, warum drückt uns der Schmerz darnieder?“ Doch erkennt, daß Ich euch nur Liebe schenke, euch segne und euch Meine Unterweisung gebe. (VI-163,46)

    Der Mensch ist es, der Hindernisse für seinen geistigen Fortschritt aufrichtet. Gott straft nicht, noch ist Er ein Henker. Gott ist Macht, Kraft, Licht, Leben und Liebe. Er inkarniert Sein „Wort“, um mit euch auf der Erde zu leben, den gleichen Versuchungen ausgesetzt, und daher liebte Er euch am meisten. Wie könnt ihr glauben, daß – obwohl Ich euch so sehr liebe und den Menschen mit so vielen Gnadengaben versehen und ihn für ein ewiges Geistiges Leben vorbereitet habe, Ich ihn bestrafen könnte? Nein, Menschheit, ihr seid es, die alle Prüfungen des Schmerzes, die euch treffen, selbst anziehen. Ihr werft den „Speer“, der euren Mitmenschen verletzt, erhebt die brudermörderische Hand, um den zu beseitigen, der euch stört.

    Deshalb sage Ich euch, daß ihr selbst eine Läuterung in Meiner Göttlichen Gerechtigkeit notwendig macht. Wenn eure Werke auf die allumfassende Vollkommenheit ausgerichtet sind, dann habt ihr aufgrund eurer Verdienste eine Belohnung verdient, doch wenn eure Werke schlecht sind, eine Läuterung, sei es im Leibe oder im Geiste. (XII-359,80)

    Doch heute will Ich nur eure Sorgen entgegennehmen. Ihr klagt und leidet und schreibt euren ganzen Schmerz Meiner Gerechtigkeit zu, und macht euch nicht bewusst, daß ihr für euer Straucheln verantwortlich seid. Denn statt euch mit Eifer zum Kampfe zu erheben, habt ihr euch zurückgelehnt, um im Schatten des mächtigen Baumes zu schlafen. (VI-169,2)

    Erhebt euer geistiges Gebet, aber nicht für euch noch für die Euren, sondern für die ganze Menschheit, die leidet und die Meine liebevolle Umarmung zurückweist. Aber ihr vermöget diese Liebe besser zu fühlen und selbst wenn euch große Prüfungen auf eurem Wege begegnen, werdet ihr nicht zugrundegehen.

    Es gibt Prüfungen, die euch Meine Gerechtigkeit sendet; aber der größte Teil davon schafft ihr euch durch eure Schwachheiten. Doch in den einen wie den andern stärkt euch Meine Liebe und steht euch bei, damit ihr weiter bis ans Ende des Weges geht. (X-302,44)

    Ich habe eure Demut, eure Liebe und Sanftmut auf die Probe gestellt, um euch euer Inneres erkennen zu lassen. Ich kenne euch, doch es ist nötig, daß ihr selbst erfahrt, wessen ihr fähig seid, und nur die Prüfungen werden euch die Gelegenheit geben, euch kennenzulernen. (IX-268,27)

    Euer Geist ist mit großer Kraft ausgestattet worden, und die Prüfungen, die Ich euch sende, sind nicht größer als die Macht und Energie, die ihr besitzt. Sie sind Begünstigungen und helfen euch, Verdienste zu erwerben und euch zu retten. (IX-262,24)

    Auf dem Wege, der euch vorgezeichnet ist, gibt es keine Prüfungen, die unnütz sind. Alle haben ein Ziel, das darin besteht, eure Seele zu vervollkommnen. Die großen Prüfungen sind immer für die großen Geister. Daher, wenn ihr einen Wirbelsturm über euch kommen seht, der euren Seelenfrieden zu zerstören droht, so habt keine Angst, bietet ihm die Stirn und besiegt ihn mit der Vollmacht, die Ich euch verliehen habe. Wartet die nötige Zeit ab und lasst nicht nach in eurem Ringen. Verwünscht ihn nicht zu dem Zeitpunkt, da er bei euch erscheint; bleibt wachend und betend. – Ich spreche nicht von den Naturgewalten, sondern von jenen, die dem Geiste zum Prüfstein dienen und die, wenn sie gut genutzt werden, ihm helfen aufwärtszusteigen, da sie neue Wege vor ihm aufdecken, ihn mit Gefühlen bekannt machen und in ihm erwecken, die in ihm schlummerten und deren er bedurfte, als Hilfe zu seiner Entwicklung. „Erkennt euch selbst“, habe Ich euch gesagt. Dringt in euer eigenes Wesen ein und macht Gebrauch von allen euren Möglichkeiten und Fähigkeiten, denn heute müsst ihr alles kennenlernen und mit eurem Geiste erfassen, damit ihr euer Werk auf Erden abgeschlossen zurücklasst. (VI-148,58)

    Ich habe viele am Rande des Abgrunds seufzen und schluchzen gesehen, weil ihre Körperhülle widerspenstig und unbezähmbar gewesen ist. Doch ihre Seele, die darum ringt, die Verirrungen des Fleisches zu überwinden, hat sich im Gebet zu Mir erhoben, um Mir zu sagen: „Herr, wenn Du mir nicht zu Hilfe kommst, gehe ich zugrunde“: – Da hat sich der Meister ihnen zugewandt, um jenen rebellischen Körper mit einem Worte oder durch eine Prüfung nachgiebig zu machen und um der Seele Macht zu geben, die menschlichen Leidenschaften und Schwächen zu überwinden. (IV-101,17)

    Auf Meinem Wege gibt es gleichfalls Prüfungen, aber diese sind Lektionen für die Seele, sind Licht und Offenbarung, durch die das Leben euch heimsucht, um euch auf dem atemlosen Lauf aufzuhalten, der euch ins Verderben führt. (X-283,13)

    Es gibt viele, die nur durch die Leiden des Lebens zum rechten Weg zurückgekehrt sind. Einige lästerten, während sie den Schmerz durchlebten. Doch als sie erkannten, daß e r es war, der sie auf dem Weg ins Verderben aufhielt, segneten sie ihren Leidenskelch. Diese setzte Ich an Meinen Tisch, und Ich gebe ihnen das Lamm zu kosten, das in eine köstliche Speise von Liebe und Barmherzigkeit verwandelt ist. (II-55,51)

    Der Mensch ist allein von sich aus unfähig, Mein Wort aufzunehmen und seine Sitten, Neigungen, Bestrebungen und Ideale zu ändern: deshalb habe Ich zugelassen, daß ihn eine Zeitlang der Schmerz erschüttert. Doch wenn der Kelch für die Menschen am bittersten ist und sie vor dem Richter ihres Gewissens ihre Irrtümer erkennen, werden sie Meinen Namen anrufen, Mich suchen, werden die verirrten Schafe zu Meiner Hürde der Liebe zurückkehren, und alle Meine Kinder werden erfüllt sein vom Lichte Meines Geistes, um eine neue Art von Leben zu beginnen. (I-22,22)

    Wenn der Schmerz sehr stark wird, dann erinnert sich der Mensch an Gott – so gleichgültig und kalt er sich auch gegenüber Meiner Lehre gezeigt hat – er richtet seine Augen im Verlangen nach Meiner Barmherzigkeit auf Mich und sendet in seiner Verzweiflung dies Gebet empor: „Herr, warum gewährst Du mir nicht, worum ich Dich so sehr bitte? Wenn Du mein Flehen nicht erhören kannst, so verkürze meine Tage auf Erden, da es keinen Sinn hat, nur um zu leiden auf ihr zu sein.“ Wie viel Unwissenheit zeigt ihr, wenn ihr so zu eurem Vater sprecht, der ganz Liebe ist für Seine Kinder! (II-49,3)

    Habt die Gewissheit, daß jene, die in dieser Zeit am meisten leiden, dies tun, weil sie früher den Kelch des Vergnügens, der menschlichen Befriedigungen und der Herrlichkeit der Welt bis zu Neige ausgetrunken haben, wodurch sie sich vom geistigen Pfad entfernten und sich befleckten. (IX-272,23)

    Wenn ihr der Ursache für eure Prüfungen mehr auf den Grund gehen wollt, so bedenkt, daß ihr in der Zeit der Sühne für alle eure früheren Verfehlungen seid. Wenn ihr schon Glauben habt an das, was Ich euch darlege, werden bei dem Gedanken, daß Ich der einzige bin, der eure Vergangenheit kennt und der sie mit Liebe beurteilen kann, eine süße Zufriedenheit, ein unendlicher Friede in euer Wesen einziehen. (I-27,23)

    Die Gabe des inneren Wortes wird bei allen sein, und auf diese Weise werdet ihr Mein Werk leicht erklären. Ihr werdet die Herzen der Menschen trösten und ihnen das Brot geben, dessen sie bedürfen. Ihr werdet die Krankheiten der Seele und des Körpers heilen.

    Der Mensch leidet in dieser Zeit, weil er sich von der Erfüllung der Göttlichen, moralischen und natürlichen Gesetze abgekehrt hat und Heilung im Trügerischen dieser Welt sucht. Er weiß nicht, daß der Ursprung seines Leidens in der Seele liegt. Er wollte bisher nicht zum Ursprung der Gesetze, zur Ordnung, zur geistigen Pflichterfüllung zurückkehren, und hat sich nicht der Quelle zugewandt, der alles Gute entspringt.

    Solange er nicht demütig seinen Blick Mir zuwendet und die empfindsamen Saiten seines Herzens verhärtet bleiben, und nicht der Glaube sein Führer ist, wird der Mensch weiterhin dem Irrtum erliegen, wird erkranken und zugrundegehen.

    Ich lasse dich, Volk Israel, voll Stärke, Frieden und Heilkraft zurück, damit ihr diese in Meinem Namen euren Mitmenschen zuteil werden lasst. (X-291,70)

    Ihr alle habt eine neue Inkarnation erlebt, und das Leid, das ihr erfahrt, ist so schwer, daß ihr Mich bittet, euer Dasein zu beenden. Doch Ich frage euch: Wisst ihr nicht, daß ihr nicht aufhören könnt, zu existieren, und daß, wenn ihr heute auf Erden leidet, eure Seele nach ihrem Übergang in die Geistige Welt weiterhin unter derselben Prüfung leben wird, bis sie ihre Schuld bezahlt oder die Lektion gelernt hat? Ihr leert derzeit einen sehr bitteren Kelch, weil ihr euch am Ende eines Entwicklungsabschnitts und am Beginn eines andern befindet. Es ist die Zeit der Ernte, in der ihr die Früchte dessen empfangt, was ihr während des letzten „Tagewerks“ gesät habt. Es muss also geschehen, damit, wenn die Felder dann rein sind, Ich Meinen Sämännern erneut den Samen der Liebe zur Aussaat übergebe, welcher – gut gepflegt – euch die Früchte des Friedens und der Erlösung bescheren soll. (IV-103,15)

    Ach, wenn ihr doch einsehen würdet, daß der Schmerz, der die Körperhülle heimsucht, ein Balsam und eine Erleichterung für die Seele ist! Denn solange der Körper Gesundheit und Wohlergehen besaß, wurde die Seele oftmals ins Verderben gezogen, oder sie fühlte sich in einem Leben voller Vergnügungen und entfesselten Leidenschaften gefangen, das jedoch ohne Licht für die Seele war – bis der Schmerz als eine Kraft kam, die mächtiger ist als die menschlichen Leidenschaften, um den Menschen in seinem blinden Lauf aufzuhalten und zu bewirken, daß die Seele sich befreit und dabei den Schmerz segnet und erkennt, daß es keine weisere als Gottes Gerechtigkeit gibt. (X-285,9)

    Hat euch manchmal der Schmerz gequält? Haben sich eure Zweige im Sturm verbogen, sind die dürren Blätter abgefallen und sind von eurem Baume die faulen Früchte abgefallen?/ sind die dürren Blätter und die faulen Früchte vom Baume abgefallen? Ich sage euch, daß das Gute, das eure Seele dabei gewonnen hat, nicht mit dem zu vergleichen ist, was in der Welt am Höchsten geschätzt wird! (IX-258,60)

    Meine Unterweisung teilt dem Geiste Kraft mit, sodass er alle Prüfungen überwindet; die Anzahl derselben ist in der Bestimmung jedes Geschöpfes aufgezeichnet. Warum vor ihnen zurückschrecken? Warum verzagen angesichts des Gebirges, das sich vor euren Augen erhebt? Wisst ihr nicht, daß ihr nach Überwindung dieser Hindernisse das Ziel erreichen werdet, das ihr sucht? (IV-106,13)

    Ohne Prüfungen gibt es keine Verdienste, ohne Verdienste kann es keinen Lohn geben. (VI-149,79)

    Ihr sollt nicht lästern auf der schweren Wanderschaft, jeder neue Schmerz ist ein neues Licht in eurem Herzen, jede Prüfung wird in eurem Wesen die Blumen der Erfahrung emporspriessen lassen. Begreift: wenn euch ein Schmerz trifft, dann deshalb, weil ihr ihn benötigt. Auch müsst ihr verstehen, daß dann, wenn Freude von euch Besitz ergreift, ihr auch diese gerade nötig hattet. (VI-144,21)

    Wenn ihr herbeikommt, gequält von schweren Problemen, bedrückt durch Armut oder geängstigt durch die Leiden der Prüfungen, sucht ihr in Meinem Worte irgendeinen Satz für euren Schmerz, irgendein Wort, das darauf hinweist, daß Mein Blick euch entdeckt hat und daß Ich eure Rufe vernehme. Dann berühre Ich euer Herz und beweise euch, daß Mir nichts verborgen ist. Ich überströme euch mit Meinem Frieden, gebe euch die köstliche Speise Meiner Unterweisungen und sende euch gestärkt aufs neue auf den Weg des Lebens, des Kampfes und der Wiedergutmachung. (X-293,7)

    Ihr fragt Mich, ob Ich nichts für euch tun kann? Ach, Meine kleinen Kinder, noch bevor ihr Mich bittet, habe Ich das, was ihr benötigt, in eure Hände gelegt! Aber im Lebenskampf stehend und ohne das Licht des Glaubens eurer Wege gehend, vermögt ihr Meine Gegenwart nicht zu fühlen noch das zu erkennen, was Ich eurer Seele zuteil werden lasse, noch das Licht des neuen Tages zu schauen, das nur auf euer Erwachen wartet, damit ihr es voll erstrahlen seht. (IV-100,48)

    Wisset, daß Ich Mich nicht damit begnüge, eure Leiden mitzufühlen, sondern daß Ich sie beseitigen will. Aber außer diesem Wissen ist es notwendig, daß ihr Liebe und Glauben an Mein Gesetz habt, daß ihr zu bitten und zu beten versteht, und daß ihr Geduld in den Prüfungen habt. (IX-262,74)

    Flieht nicht vor den Prüfungen, lernt ihnen die Stirne zu bieten. Es wird nicht genügen, eure Türe zu verschließen, um ungefährdet zu sein. Bei geschlossener Tür wird die Gefahr eindringen. Lasst euch nicht von den niederen Leidenschaften in Versuchung führen. (V-142,54)

    Wahrlich, Ich sage euch, wenn Ich Furcht vor dem Anstieg zum Kalvarienberg und vor dem Kreuz empfunden hätte, würdet ihr noch immer auf den Messias warten. (I-24,23)

    Ich weiß, wem es leid getan hat, weil er in der Prüfung schwach gewesen ist – wer Mir gelobt hatte, seinem Feind zu vergeben, und es nicht tat. Doch als er zu Mir zurückkehrte, um Mich zu vernehmen, fühlte er augenblicklich den Vorwurf seines Gewissens und bekannte demütig seine Verfehlung, mit der Bitte um eine neue Gelegenheit. (IX-261,18)

    Wenn sich der Schmerz auf eurem Wege zeigt, so seid bereit, ihn anzunehmen. Wenn ihr die Prüfung sehr nahe seht, so betet, wie Jesus es im Garten tat am Vorabend Seines Todes, und sprecht wie Er: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so entferne diesen Kelch von Mir, aber Dein Wille geschehe und nicht der Meine.“ – Wachet, Meine Kinder, denn wenn ihr euch zubereitet, werde Ich in vielen Fällen den Leidenskelch von euren Lippen entfernen. Doch wenn es nötig sein sollte, daß ihr ihn trinken müsst, werde Ich euch – auf Grund eurer Ergebenheit und Unterwerfung unter den Willen Gottes – mit Kraft versehen, um durchzuhalten. (V-141,66)

    Begreift: Wenn Meine Gerechtigkeit euch trifft, beschützt euch gleichzeitig Meine Liebe. (IV-87,22)

    Wer kann durch dieses Leben gehen, ohne ein Kreuz zu tragen? Und wer vermag es wohl zu tragen, ohne zuweilen Zusammenzubrechen erschöpft von seiner Last? (V-133,41)

    Vergesst nicht, daß Ich, euer Messias, euer Erlöser, auch Mein Kreuz auf Erden hatte und unter seinem Gewicht mehrfach zusammenbrechen musste. Doch wahrlich, Ich sage euch, daß das Fleisch zwar gebeugt werden und unter der Last des Schmerzes, der Erschöpfung und des Todeskampf (es) zusammenbrechen kann; doch der Geist wird nicht besiegt werden, den nach jedem Sturz richtet er sich höher empor, bei jeder Klage wird er seine Bestimmung segnen, und selbst vom Tode wird er sich zum Lichte des wahren Lebens erheben. (V-133,42)

    Heute ist es der Schmerz, der euch läutert; morgen wird es eure Vergeistigung sein. (X-300,48)

    Ihr seid nicht allein bei eurem Ringen, der Mensch ist es nie gewesen, denn Ich habe ihm immer den besten Weg gezeigt, habe ihn begleitet und ihm Mut eingeflösst. (VI-173,32)

    Meine Liebe bedeckt euch wie ein Schutzmantel in den Stunden des Schmerzes und Gerichtes, die ihr durchlebt, und Meine Barmherzigkeit macht euch begreiflich, daß der Kelch, den ihr trinkt, notwendig ist. (VI-169,21)

    Ich werde jenen Kelch entfernen und ihn für euch in Wein des ewigen Lebens verwandeln, sobald ihr Mir eure Verdienste vorzeigen könnt. (VI-169,22)

    Vielen, die Mir ihre Trübsale und ihren Kelch der Bitternis vor Augen geführt haben, könnte Ich sagen, daß niemand sie nach Golgatha abgeführt hat; sie selbst und ihr eigener Wille waren es, die ihn gesucht haben. Auch könnte Ich ihnen sagen, daß wenn sie auf dem Höhepunkt der Prüfung verstehen, zu Mir zu kommen und Mich zu rufen, die Nägel, Dornen, Galle und Essig verschwinden und sie zu einem neuen und besseren Leben auferstehen werden. (VI-169,56)

    Euer Leben ist voller Liebesbekundungen, die ihr nicht immer wahrzunehmen verstandet. Doch selbst in den Tagen größter Trübsale erreicht euch ein Hoffnungsstrahl, der euch nicht in Verzweiflung oder in Trostlosigkeit versinken lässt. Denn der Vater steht dem Kinde bei und lässt nicht zu, daß seine Seele zugrunde geht. Gerade an solchen Tagen bekunde Ich euch Meinen Schutz in deutlicher Weise, damit ihr lernt, zu vertrauen, und wenn euch andere Heimsuchungen von größerem Ausmaße treffen, ihr euch vorbereitet fühlt, daß sich diese an euch vollziehen, und ihr das Ergebnis für euch erwirkt, das von Mir bestimmt ist. (VI-148,57)

    Ich komme, weil ihr Mich in der Stille eurer (inneren) Kämpfe und eurer Enttäuschungen gerufen habt; doch sollt ihr es schätzen, daß Ich auf euren Ruf hin ohne Säumen gekommen bin, wie ein Hirte schnell herbeieilt, wenn er das Blöken des Schafes hört, das sich verirrt hat oder sich in Gefahr befindet. (IV-90,16)

    Wahrlich, Ich sage euch, Ich werde euch mit Meinem Stab der Liebe berühren und aus den „Felsen“ Wasser sprudeln lassen. Die Schuld und die Sünden, welche die Menschheit jahrhundertelang belastet haben, werden ihr vergeben sein, und Friede wird in den Seelen sein. „Kommt zu Mir, o Kranke, o Blinde des Geistes, Mein Heilbalsam ist bereit, sich in jeden von euch zu ergießen! Kommt zu Mir, die ihr früher Herren wart und heute Entbehrungen, Erniedrigungen und Elend erduldet – ihr, die ihr früher Festgewänder und Ehrungen kanntet und heute eure Tränen in der Abgeschiedenheit eurer Schlafkammer verbergt. Nähert euch Mir, ihr Männer, die ihr euer Weinen vor eurer Frau und euren Kindern verheimlicht, damit sie nicht den Mut verlieren gegenüber dem Leben. Öffnet Mir euer Herz und sagt Mir alle eure Sorgen. Ich werde euch einen Schlüssel, ein Brot und ein Geldstück geben, damit sich eure Bitternis in Freude verwandelt.“ – Heute besitzt ihr nichts, das Heim, in dem ihr lebt und in dem eure Kinder geboren wurden, gehört euch nicht. Ihr seid wie die Vögel und wisst nicht wie, aber ihr lebt! (III-71,31)

    Ich bin der Gott der Hoffnung und der Verwirklicher aller erlaubten Hoffnungen Meiner Kinder. Wenn euch der Schmerz durchdringt, so lasst ihn seine Aufgabe erfüllen, aber denkt daran, daß ihr, um auf der Stufenleiter zur Vollkommenheit, zur geistigen Entwicklung emporzusteigen, euch nicht damit begnügen dürft, in den Prüfungen, im Schmerze stark und ergeben zu sein. Ihr müsst darüber hinaus an die Leiden eurer Nächsten denken, müsst mir den andern Mitgefühle haben und eure Mitmenschen lieben. Dann wird euer Geist Verdienste erworben haben, wird die menschliche Selbstsucht besiegt haben, wird die Eigenliebe des Fleisches überwunden und sich als guter Jünger des Göttlichen Meisters emporgerichtet haben. (XI-330,5)

    Wenn euch eine Prüfung heimsucht, so ruft Elia an, welcher Licht ist, welcher den Weg bereitet, dann werden Elia und Ich in jenem Augenblick der Prüfung mit euch sein. (XII-342,28)

    Komm, erwähltes Volk, und ruhe dich von deiner Mühsal aus, denn Ich biete dir heute wie immer Meine Liebe an. Öffnet eure Herzen und lasst Mich die Wunde heilen, die euch so lange hat leiden lassen, ohne daß sie eure Mitmenschen bemerkt haben. Warum fürchtet ihr die Zukunft, wenn ihr wisst, daß Ich euch nahe bin? Ich blicke in euer Inneres und weiß, daß ihr noch immer schwach werdet in den Prüfungen und angstvoll Elia und Mich den Meister, ruft, weil ihr fühlt, daß ihr zugrunde geht. Doch Ich sage euch, daß Ich euch nicht fallen lassen werde, daß Elia der starke Stab ist, der euch stützt, daß Ich jedem Meiner Kinder eine gerechte Bestimmung zugewiesen habe, und daß die Prüfungen eure Seele festigen und Mir näher bringen werden. (VI-168,24)

    Ich habe euch gelehrt, die körperlich und seelisch Kranken zu heilen. Wer einer solchen Befähigung gerecht wird und sich selbst krank fühlen sollte, wird am Kopfende seines Bettes die Gegenwart des Höchsten Arztes fühlen. Lernt Meine Gegenwart sowie die der Geistigen Welt erkennen, damit ihr euch niemals verlassen, damit der Verwaiste sich nicht schutzlos fühlt, damit die Witwe sich nicht allein oder hilflos fühlt, damit der alleingelassene Mann oder die verlassene Frau keine Leere in ihrer Seele fühlen, und damit die, die auf Erden keine Liebe erfahren haben, in ihren Herzen die Liebe ihres Himmlischen Vaters empfinden. (VI-156,18)

    Ach, wen ihr wüsstet, wie viele Wesen voll Licht und Liebe euch vom Geistigen Tale aus folgen, euch beistehen und inspirieren! Aber wie sollen sie euch nach eurem Willen helfen, wenn ihr nicht das tut, was dabei euch zukommt? (X-300,25)

    Wenn ihr den Einfluss und den Beistand jener spüren wollt, die liebendes Mitgefühl mit euch haben, ist es nötig, daß ihr Glauben und Gehorsam gegenüber ihren Weisungen zeigt, und Vertrauen, Empfindsamkeit und Bereitschaft zum Gebet. Dann werdet ihr auf eurem Lebensweg Wunder erleben. (X-300,26)

    Wenn ihr geprüft wurdet, als ihr schwach wart – wie sehr solltet ihr es nicht jetzt werden, da ihr stark seid! (XI-327,14)

    Wird der Vater zulassen, daß große Verwirrungen oder Versuchungen an seine Jünger herantreten? Wahrlich, Ich sage euch, gewiss werde Ich dies zulassen – doch nicht in der Absicht, euch in diesen Prüfungen durch die Versuchung besiegt zu sehen. Nein, sondern damit ihr die Finsternis in Licht verwandelt und eure Feinde besiegt und sie zu Freunden und Geschwistern macht – damit ihr, euch auch über die Sünden der Menschen hinwegsetzend, Spuren des Guten und der Tugend hinterlasst und die Menschen zum Guten bekehrt. Darum werde ich zulassen, daß die Prüfungen auch zu euch kommen. Ich habe euch bereits gelehrt, wie ihr sie bestehen könnt: Indem ihr wacht, betet und Meine Lehre zur Anwendung bringt. (XI-327,15)

    Wie werden diese Prüfungen sein, die auf euch zukommen und die bald eintreffen werden?: Sie werden unterschiedlicher Art sein. Einige davon habt ihr bereits hinter euch, andere durchlebt ihr derzeit, und später werden weitere kommen.

    In euren Seelen soll weder Traurigkeit noch Furchtsamkeit sein. So wie jeder Tag für euch eine Befriedigung und ein Brot mit sich bringt, so bringt euch jeder Tag auch einen Kummer. Fasst diese Prüfung als große Lektionen auf, die euch das Leben gibt, bei denen ihr Meine Unterweisungen zur Anwendung bringen müsst.

    Vom Kinde bis zum Erwachsensten – ihr alle werdet Prüfungen auf dem Lebenswege haben, und schon jetzt mache Ich euch Meinen Willen kund, daß ihr wach sein sollt. Ich möchte nicht, daß irgendjemand von euch in solchen Prüfungen versagt.

    Wenn jemand ins Straucheln kommt, soll/wird immer eine Freundeshand, eine Bruderhand an seiner Seite sein, die ihm auf dem Pfade wiederaufhilft. Wenn jemand schläft und im Schlaf überrascht wird, so wendet euch rechtzeitig dem zu, der eingeschlafen ist, und weckt ihn auf. Wenn der Schlaf tief ist und er nicht erwacht, so soll der , der wach ist, der Wächter dessen sein, er eingeschlummert ist. (XI-327,16)

    So unterweise Ich euch, so schule Ich euch und mache euch zu jeder Versöhnung bereit, damit ihr auch zu vergeben versteht. (XI-327,17)

    Bedenke, Volk; Von vielen Prüfungen, die ihr bereits seit langem durchlebt habt und die ihr aus Liebe zu Meiner Sache glücklich überstanden habt, wisst ihr nicht, ob sie, wenn sie sich erneut auf eurem Wege einstellen, euch nicht zur Verzweiflung bringen. Ihr wisst nicht, ob nicht Krankheiten oder der Mangel an dem für euer Leben Notwendigen euch für kurze Zeit an Meiner Barmherzigkeit (zweifeln lassen), an eurer Zurüstung zweifeln lassen. (XI-327,18)

    Ich prüfe euch zwar, Ich suche euch heim und richte euch. Aber gleichzeitig erhalte Ich euch, vergebe Ich euch und richte euch wieder auf. Niemals wird eine Seele von Meiner Gegenwart enttäuscht sein, denn in Mir ist keine Ungerechtigkeit. (IX-253,10)

    Mein Friede sei mit euch!

  • Über die Religionen

    Ihr fragt: „Wo ist die wahre Weisheit?“ Und Ich sage euch: In Gott.

    Ein Anderer fragt; „Welche ist die wahre Religion?“ Und der Meister antwortet: Wer Mich liebt und seine Mitmenschen liebt, hat die Wahrheit gefunden und hat Mein Gesetz erfüllt. (VIII-197,9)

    Wachet, denn bald werde Ich als Richter zu jeder Sekte und Religionsgemeinschaft kommen, und Ich werde jeden religiösen Führer, jeden Pfarrer oder Geistlichen fragen, was er mit den Seelen getan hat, die ihm anvertraut wurden. Alle werde Ich fragen, was sie mit Meinem Gesetz und Meiner Lehre gemacht haben, und alles Unkraut wird vernichtet werden. (III-71,24)

    Ich muss euch nocheinmal sagen, daß Ich Mich nicht gegen irgendeine der Religionen ausspreche, weil sie alle in Mir gesegnet sind. Aber ihr müsst auch begreifen, daß Ich als Meister die Fehler aufzeigen muss, die der Mensch dauernd begeht, damit ihr sie eines Tages berichtigen könnt. Denn wenn Ich euch nicht helfen würde, die Wahrheit zu entdecken – wann würdet ihr sie von euch aus findet? (VII-190,20)

    Lasst Meine zu Licht und Liebe gewordene Wahrheit zu jedem Menschen gelangen, zu jeder Religion und zu jedem Volke, so wie Ich zulasse, daß eure Wahrheit oder das, was ihr schließlich zur Wahrheit gemacht habt, zu Mir gelangt. Worin besteht diese eure Wahrheit, die Ich von allem empfange?: Es ist euer Gebet, euer Glaube und eure Hoffnung. (VII-190,21)

    Erkennt die Demut, mit der Ich immer zu euch gekommen bin, seht, wie Ich zu allen Zeiten ohne Throne, ohne Szepter noch Paläste gekommen bin, immer in Schlichtheit und Sanftmut gehüllt. Was würden die Armen, die Parias, die Enterbten von Mir denken, wenn sie Mich mit Pomp und Luxus umgeben kommen sähen?: Sie würden sich erniedrigt fühlen, Meiner unwürdig. Die Herren, die Reichen, die Mächtigen der Erde hingegen würden Mich den Gott ihrer Gesellschaftskaste- und Klasse nennen. (VII-190,18)

    Wenn die Armen der Welt Mich barfuss, unter der Last des Kreuzes keuchend und blutend sehen, erbeben sie angesichts der Demut ihres Herrn vor Mitgefühl und fühlen sich mit Ihm eins. Die Reichen dagegen, auch wenn sie in Wirklichkeit nicht die gleichen Gefühle wie die Armen haben müssen, können sich Mich nicht in der Armut vorstellen / auch wenn sie es in Wirklichkeit nicht sind, und die gleichen Gefühle wie die Armen haben müssten, können sich Mich nicht in der Armut vorstellen. Also bedecken sie ein Bild, mit dem sie Mich darzustellen behaupten, mit Purpur, Gold, Seide und allem, was sie Edelsteine nennen. Der Grund dafür ist, daß sie Meine Lehre vergessen haben, und deshalb wollten sie Mich mit all dem umgeben , was Meine Unterweisung am meisten bekämpft: der Eitelkeit! (VII-190,19)

    Heute bin Ich gekommen, euch aus eurem geistigen Stillstand zu reißen. Denn schon seit langem schläft diese Menschheit tief auf einem Ruhelager aus religiösem Dogmatismus, Abgöttereien, falschen Kulten und Materialismus, womit sie die Ausübung der Nächstenliebe, der Barmherzigkeit, der Vergebung und all dessen ersetzen wollte, was dieses eine Gesetz miteinschliesst. (IX-268,40)

    Wie wollt ihr Mir nachfolgen, wenn ihr Mich über Symbole und Figuren, äußerliche Kultformen und materielle Darstellungen sucht und anbetet? Ihr sagt Mir: „Es ist das Vermächtnis der Vorgänger, und wir respektieren es.“

    Nun, Volk, jetzt sage Ich euch, daß jene Vorgänger nur eure Wegbereiter waren, damit ihr jene Form von Gottesdienst und von geistiger Kommunikation, die sie begannen, zur Vollkommenheit bringt. (IX-255,14)

    Verwechselt nicht das Göttliche Gesetz mit den Religionen oder Anbetungsformen, die ihr habt, um jenes Gesetz auszulegen. (IX-255,15)

    Das Gesetz ist ewig und unwandelbar. Die Religionen, die Kulte und Anbetungsformen entwickeln und verändern sich gemäss der moralischen und geistigen Entwicklung derer, die sich zu ihnen bekennen. Wenn es diese geistige Entwicklung nicht gäbe, würdet ihr Gott noch immer in den Sternen und in den Naturkräften anbeten wie die primitiven Völker. (IX-255,16)

    Bleibt nicht stehen in eurer Art, Mich zu lieben, Mir zu dienen und Mich zu verehren. Schreitet immerzu voran, verbessert euch immer mehr, strebt nach eurer Vervollkommnung. Tastet jedoch nicht das Gesetz an, verändert es nicht, verfälscht es nicht. Es wird euch immer das Höchste lehren, wird euch immer gebieten, es vollkommen zu erfüllen. Es wird gegenwärtig und ewig sein als Universelles Gesetz, das euch die wahre Liebe zu Gott und die wahre Liebe untereinander lehrt. (IX-255,17)

    Seid keine Bewahrer von Gewohnheiten, Bräuchen oder Traditionen, denn dann würdet ihr für Jahrhunderte in der Lethargie des Dogmatismus und der Unwissenheit versinken. Seid jedoch Bewahrer des Gesetzes und der Wahrheit. (IX-255,18)

    Seid in dieser Zeit nicht wie das jüdische Volk der Zweiten Zeit, das – weil es traditionalistisch, konservativ und fanatisch war – das Brot des Himmelreiches, das der Messias ihm brachte, nicht essen konnte, und das ihn jahrhundertelang erwartete, und als die Stunde gekommen war, ihn nicht erkennen konnte, weil seine Vermaterialisierung es das Licht der Wahrheit nicht sehen ließ. (IX-255,19)

    Die Zeit, in der das Göttliche oder das Geistige in materiellen Formen dargestellt wurde, ist vorbei. Denn wenn in jenen Zeiten das Gesetz in Stein gemeißelt wurde und die Propheten menschliche Wesen waren – wenn aufgrund der Tatsache, daß „das Wort“ Mensch wurde und mit körperlichen Augen gesehen wurde, die Menschheit Symbole geschaffen und Götzenbilder geformt hat, so komme Ich jetzt im Geiste, und Meine Boten kommen gleichfalls geistigerweise zu euch. Welche neue Symbole oder neue Formen könntet ihr vom Unendlichen, vom nicht Darstellbaren schaffen? (X-283,32)

    Ich komme, um euch ohne Bücher und allein durch den Geist verstehen zu lassen; Ich will euch den Sinngehalt aller Offenbarungen zu deuten lehren. Auf diese Weise werdet ihr nicht mehr in Abgötterei geraten; denn ihr werdet euch nicht mehr damit begnügen, bei dem Sinnbild stehenzubleiben, sondern werdet in den Kern der Lehre einzudringen verstehen, um ihre Wahrheit auszulegen. (VII-199,52)

    Ihr habt gehört, daß die Engel im Himmel ewig das Göttliche Konzert vernehmen. Wenn ihr über dies Sinnbild nachdenkt, dann hütet euch davor, zu glauben, daß man auch im Himmel Musikstücke ähnlich jenen vernimmt, die ihr auf Erden zu hören gewohnt seid. Wer so denkt, ist einem völligen Irrtum des Materialismus erlegen. Wer dagegen – wenn er von der Musik des Himmels und von der Seligkeit der Engel beim Hören derselben sprechen hört – an die Harmonie mit Gott bei diesem Göttlichen Konzert denkt, der wird in der Wahrheit sein. (VII-199,53)

    Doch wie kommt es, daß manche dies nicht so auffassen, obwohl jedem von euch in seiner Seele ein Ton des Universellen Konzertes innewohnt? Wie kommt es, daß mancher, der dies Wort vernimmt, es nicht begreift, es nicht erfühlt, oder es falsch auslegt? (VII-199,54)

    O geliebte Kinder, die ihr schwach seid in eurem Auffassungsvermögen – sucht im Gebet das Licht. Fragt Mich in euren Meditationen; denn so weitgehend eure Fragestellungen auch sein mögen, Ich werde euch aus der Ewigkeit zu antworten wissen. Ich werde euch meinerseits gleichfalls Fragen stellen, damit zwischen dem Meister und den Jüngern das Licht der Wahrheit aufgeht. (VII-199,55)

    Die himmlische Musik ist die Gegenwart Gottes in euch, und inmitten jenes Konzertes wird euer Ton erklingen, wenn ihr einmal die wahre Erhebung erreicht habt, welches die geistige Schönheit ist. Dies ist die Himmelsmusik und der Gesang der Engel. Wenn ihr es so erlebt und fühlt, wird die Wahrheit in eurem Wesen wiederstrahlen, und ihr werdet fühlen, daß Gott in euch ist. Das Leben wird euch ein ewiges und Göttliches Konzert darbieten, und in jedem seiner Töne werdet ihr eine Offenbarung entdecken.

    Noch habt ihr die schönen Töne nicht in ihrer vollkommenen Harmonie vernommen – liebliche Töne zuweilen, andere kraftvoll. Wenn ihr sie zufällig mal wahrnehmt, werden sie euch als unbestimmte Töne erscheinen, die ihr nicht vereinen könnt, doch ihr seid euch der Schönheit, die sie enthalten, nicht völlig bewusst geworden. Ihr müsst die Sinne, die Leidenschaften und die Schatten des Materialismus’ hinter euch lassen, um das Konzert Gottes in eurer Seele vernehmen zu können. (VII-199,56)

    Volk, Ich sage dir nocheinmal, daß die Töne des Göttlichen Konzertes um euch her erklingen und daß es unbedingt nötig ist, daß eure Seelen sich emporschwingen, um seine Harmonie wahrzunehmen. Wenn dies nicht der Fall ist, werdet ihr zulassen, daß jene Töne in Erwartung anderer in den Räumen weiterschwingen, die sie zu vernehmen verstehen. (VII-199,59)

    Ich will, daß ihr die Feinfühligkeit für das Geistige erwerbt, damit ihr durch sie eure Trübsal hier auf dieser Erde lindert, wo ihr so viel weint und leidet. (VII-199,60)

    Hört nicht auf jene, die diese Wahrheit leugnen: daß Ich in euch und bei euch bin. Erwacht und vernehmt jenen Teil Meines Konzertes, den Ich euch derzeit zu Gehör bringe. Eure Ohren waren bisher nur darauf eingestellt, den Widerhall der Klagen und das Getöse der Kriege dieser Menschheit zu vernehmen, welche der beste Beweis für eure Zerstrittenheit und euren Mangel an Harmonie sind. Diesen Beweis könnt ihr an allen Orten und auf allen Gebieten eures menschlichen Lebens finden. (VII-199,61)

    Die Menschen sind es, die die Unwetter hervorrufen. Aber Meine Pflicht ist es, sie zu lehren, Frieden zu schaffen. Und eben dies tue Ich derzeit durch Meine Lehre, welche zu allen Zeiten als ein wohlklingendes und harmonisches Konzert herniedergekommen ist – als eine Botschaft, die aus jenem Reiche der Liebe und Gerechtigkeit stammt. (VII-199,66)

    Ich komme, um euch Liebe zu geben, denn Ich finde keinen Menschen, der sein Herz öffnet, um fremdes Leiden zu seinem eigenen zu machen. Jene, denen ich Reichtümer und Gaben anvertraut habe, damit sie ihren Nächsten dienen, verweigern jegliches Mitleid; sogar diejenigen, die sich als meine Vertreter auf Erden bezeichnen, verschließen inmitten ihres Überflusses und gekleidet wie Könige ihr Ohr und ihr Herz vor den Klagen dessen, der bei ihnen Liebe und Barmherzigkeit sucht. (VIII-209,21)

    Ich entdecke im Innersten vieler Menschen den inneren Kampf zwischen dem Geist und dem Körper. Er will über den Glanz des Zeremonienkults hinausgelangen, um die Schönheit des Geistigen zu entdecken. Ich habe dieses Licht entzündet, das euch erleuchtet und euch beunruhigt. Ich bin diese Stimme, die euch ruft. Niemand hat euch eure Beunruhigung erklären noch euer inneres Ringen verstehen können. Ich allein, der Ich in euer Herz eindringe, kenne euer Sehnen und euren Durst. Ich bin es auch, der euch den Pfad zeigt, dem ihr folgen müsst, damit ihr das findet, was ihr sucht. (V-138,45)

    Wie viele von denen, die Mir zuhören, sind im Edelsten ihrer Seele getadelt, verkannt oder verletzt worden, weil sie aufrichtig waren und ihre Gefühle jemandem anvertraut hatten! (V-138,46)

    In jeder Religion erheben sich in den vordersten Reihen Menschen, die sich als Meine Boten, als Meine Auserwählten und Bevorzugten bezeichnen, aber Ich sehe nicht einen Gerechten, durch den die Menschheit gerettet werden könnte. Kein Mund kann so sprechen, wie Ich in jener Zeit durch Jesus gesprochen habe. (VIII-209,25)

    In der ganzen Menschheit wird die Spiritualität zum Vorschein kommen. Sehr nahe ist die Zeit des Kampfes, die Zeichen dafür nähern sich schon. Die Menschen selbst werden sie geben. Ich berühre nun mit Meinem gerechtigkeitsschaffendem Arm die Kirchenfürsten dieser Erde, die Priester, die Geistlichen und Pastoren. In diesem Augenblick fühlen sie Meinen Urteilsspruch tief in ihrem Gewissen. Es gibt nicht einen, der in dieser Stunde ruhig ist. Die einen beugen ihren Nacken, andere schluchzen, wieder andere versuchen, die Stimme ihres Gewissens zum Schweigen zu bringen. Aber alle fühlen Mich, alle spüren Mich, denn wahrlich, Ich sage euch, in diesem Augenblick bin Ich bei allen. (XII-366,22)

    Ich möchte in der Menschheit die Kirche entdecken, die Petrus gründete, und sehe, daß kein Kirchengebäude auf jenem Fundamentstein ruht. Wie wenige nahmen ihn sich in seinem Eifer zum Vorbild, wie wenige gingen bis zum Opfertod, indem sie seinen Schritten nachfolgten! Ich sehe zwar die großen Kirchen, die großen religiösen Organisationen, den Pomp und den Reichtum, den Glanz und die Macht. Aber Ich sehe keinen geistigen Glanz, keine Festgewänder der Tugend, Ich entdecke keine Macht, die Teil Meiner universellen Macht ist, und in Wahrheit sage Ich euch, daß jene Nachfolger Petri im Geistigen Tale schluchzen, wenn sie die betrachten, die ihnen nachgefolgt sind und dabei die Menschheit ins Unglück und in den Tod geführt haben – wenn die Lippen derer, die sich Apostel dieser Zeit nennen, Nachfolger Petri, zwar von Liebe sprechen, von Christus sprechen, von allumfassendem Frieden sprechen, doch ungeachtet ihrer Worte mörderische Kriege schüren.

    Petrus säte nicht Tod. Ich nahm ihm sein Schwert aus der Hand. Ich lehrte ihn, Leben zu spenden, Leben für andere. Ich lehrte ihn, sein Blut hinzugeben, damit es ein Same der Liebe, ein Zeugnis der Wahrheit wäre, ein wirkliches Siegel für seine eigenen Werke, und er erfüllte seinen Auftrag bis zum Ende seines Lebensweges. (XII-366,23)

    Wenn Ich daher in dieser Zeit die Saat derer beurteile, die Ich als Vorbild, als Boten unter den Menschen ließ, so kann Ich nicht anders, als den Menschen zu sagen, daß sie wie Dummköpfe auf Sand gebaut haben, und daß sie nicht auf dem unerschütterlichen Felsen Petri gebaut haben, auf dem der Mensch seinem Vater und Herrn die wahre Kirche hätte errichten sollen. Und Ich sage euch auch dies: Von dieser ganzen Pracht, von diesem ganzen Machtgebäude wird kein Stein auf dem andern bleiben.

    Doch was werden die Menschenmassen danach anfangen? Was werden die Herden ohne Hirt und ohne Schafstelle tun? Wohin werden die Schafe ihre Schritte lenken, wenn die Glocken sie nicht mehr zur Hürde rufen? (XII-366,24)

    Später wird die Zeit kommen, in der Sekten und Religionsgemeinschaften von der Welt verschwinden und im Herzen der Menschen nur die Lehre Christi verbleibt, welche Liebe, Gerechtigkeit und Friede ist. (V-136,57)

    Den Scharen, die Mir zuhören, sage Ich: Wozu bedeckt ihr euch mit euren Sonntagsgewändern und mit Schmuckstücken und bekleidet nicht lieber eure Seele mit Reinheit? Ich will bei euch nur diese Kleidung sehen. (V-131,15)

    Während einige Weihrauch und Myrrhe verbrennen als Opfergabe für Meine Göttlichkeit, lehre Ich euch, Mir das innere Wesen eures Herzens, den Wohlgeruch eurer Seele darzubringen. Diese geistige Opfergabe ist es, die Ich von euch will. (V-131,17)

    Ich habe Meine Gedanken zu Worten werden lassen, welche Liebe und Zärtlichkeit verströmen, damit ihr in ihnen den Heilbalsam findet, der eure Seele und euren Körper heilt. Auch habe Ich euch gelehrt, euren Gott auf dem Altar der Wahrheit anzubeten, nicht auf den Altären der Schatten, der Abgötterei und des Fanatismus. (VII-199,50)

    Niemand soll der Meinung sein, daß Ich den verschiedenen Kirchen ihre Theologiestudenten, Gläubigen oder Anhänger entreißen will. Nein – aber die Stunde ist gekommen, in der eine neue Zeit anbricht, welche unzeitgemäße Lehren beseitigt, unnütze Bräuche, Vorstellungen und Traditionen auslöscht, die Seele von allem Falschen läutert und befreit, um ihr das wahre Brot des Geistes zu geben, das immer durch den Ritus verfälscht wurde. (X-290,60)

    Um dies Licht herum werden sich die Menschen vereinen, die Völker versöhnen, die Feinde einander vergeben, und durch dasselbe wird man die Essenz der Lehre begreifen, die Ich euch vor fast zweitausend Jahren mit Worten und Werken lehrte. (X-290,61)

    Erscheint es euch schwierig, daß die Menschheit dieser Epoche das Geistige versteht? Geht zurück in der Menschheitsgeschichte, unterstützt durch die Intuition und dem, was euch euer Geist offenbart, damit ihr erfahrt, daß es eine Epoche gab, in der – obwohl die Völker der Erde in einen Abgrund von Hassgefühlen, Lastern, Unwissenheit, Aberglauben und Fanatismus gefallen waren – die Menschen sich daraus erhoben am Vorbild Christi inspiriert und von Glaube und Liebe ergriffen, und sich über Nationen und Länder hinweg als ein unaufhaltsamer Strom von Licht und Hoffnung ausbreiteten. (X-290,62)

    Christus war auf den Lippen von Jüngern und Märtyrer die lebten, um den Göttlichen Samen der Liebe zu säen und zu verbreiten. Christus offenbarte sich der Welt durch seine Diener und lebte im Herzen all derer, die Ihn liebten, in Seiner Göttlichen Passion. (X-290,63)

    Kurz war die Zeit, in der jener Friede und jene Harmonie in den Völkern und Nationen der Erde Früchte trugen; denn das Unkraut der Undankbarkeit und der Gottlosigkeit kehrte zurück und überwucherte die Felder. Aber in den Tagen der Vergeistigung, der Harmonie, des Verstehens und der Brüderlichkeit – welchen Frieden, welche Inspiration und wie viel Licht gab es da unter den Menschen!

    Wenn diese Harmonie und diese Vergeistigung wieder zur Essenz eures Lebens werden – könnt ihr euch vorstellen, in welcher Weise sich dann Meine noch unoffenbarte Weisheit auf den Geist der Menschen ergießen wird? (X-290,64)

    Versteht ihr jetzt, warum der Mensch das Bedürfnis hatte, Bildnisse herzustellen, die Mich darstellen? Wegen seines Mangels an Zurüstung, weil es nicht empfindsam ist für die geistigen Kundgebungen. (I-27,76)

    Wenn der Mensch Meine Lehre verstünde, würde er nicht das Bedürfnis haben, Bildnisse figürlich darzustellen oder zu malen, um danach vor ihnen niederzuknien. Er würde entdecken, daß es auf der Welt kein vollkommeneres Bild des Herrn gibt als den geistig erhobenen Menschen selbst. Dann würde er sich bemühen, die gleichen Werke zu tun wie Ich, um seinem Schöpfer näherzukommen. (I-27,77)

    Der Apostel Johannes drang in das Geistige ein; durch seine Verzückung fühlte er die Gegenwart des Vaters, bei Seiner geistigen Stimme fühlte er sich ohnmächtig werden. Doch obwohl er in jenen Gesichten Gestalten und Formen geschaut hatte, verstand er nicht, daß jedes Bild nur das Symbol eines großen Lehrbuches der Weisheit und Prophetie war, aber nicht das Bild oder die Gestalt Gottes. (I-27,78)

    Der Mensch schaute das Lamm, den Löwen, das Buch, die Sterne, die Ältesten, die Leuchter, und alles, was sein verwunderter Blick sah, waren nur Gestalten und Formen, die auf der Erde existieren und dem Menschen bekannt sind. Sie wurden als Sinnbilder verwendet, um mit ihnen tiefe, göttliche Lehren zur Darstellung zu bringen; doch Meine Göttlichkeit an all ihrer Herrlichkeit kann niemand schauen, weil Ich unendlich bin, weder Anfang noch Ende habe. (I-27,79)

    Heute seid ihr in der Zeit, die euch geweissagt worden ist, und diese Meine Lehre als Licht eines neuen Zeitalters vermittelt die Fähigkeit, in jenem Buche lesen zu lernen, welches so lange Zeit hindurch eurem Verständnis verschlossen war. Die Stunde naht, in der euch gelingen wird, all das zu entziffern, was ihr so lange als hinter dem Schleier des Geheimnisses verborgen betrachtet habt. (I-27,82)

    Glaubt ihr nicht wirklich, daß – wenn Johannes den Sinn der Offenbarung verstanden hätte, die er empfangen hatte – er euch seinen Inhalt eindeutig erklärt hätte, anstatt euch eine Buch mit Bildern und Symbolen zu vermachen? Erkennt: Wenn er diese Offenbarung in voller Klarheit erläutert hätte – welcher Mensch jener Zeit hätte sie verstehen können und hätte infolgedessen an die Wahrheit der Weissagung geglaubt? (I-27,83)

    Es war Mein Wille, daß jenes Buch versiegelt bleiben würde und euch nur sein Vorhandensein und ein Teil seines Inhalts enthüllt werden sollte, damit, wenn die jetzige Zeit gekommen sein würde, Ich euch jene Offenbarung erklären würde. (I-27,84)

    Erwache, Volk, bring diese Botschaft der Menschheit, damit sie in ihrem Geiste das Licht Meines Wortes in der Dritten Zeit aufnimmt. Vergesst eure menschlichen Nöte und rufet „Hosianna, Hosianna“, denn endlich wird eure geistige Entwicklung euch den wahren Sinn der Lehren zu verstehen erlauben, die Ich euch zur Kenntnis brachte und deren Licht euch zu einer vollkommenen Welt in der Ewigkeit leiten wird. (I-27,85)

    Mein Friede sei mit euch!

  • Über geistiges Forschen

    Jünger der Dritten Zeit, wahrlich, Ich sage euch, da ihr Meine neuen Offenbarungen empfangen habt, sollt ihr den Inhalt der Unterweisungen vergangener Zeiten wahrheitsgemäß und richtig auslegen. (V-112,29)

    Alle, was euch in ihnen offenbart wurde, hat einen göttlichen Sinn, auch wenn es für euch den Anschein hat, daß sie bei manchen Gelegenheiten vom menschlichen Leben sprechen. Sucht ihren geistigen Gehalt und ihr werdet entdecken, daß sie euch immer das Geistige Leben zeigen. (V-112,30)

    Haltet euch nicht allzu sehr mit der Untersuchung der Buchstaben auf, was das Oberflächliche ist, denn dies kann euch in Verwirrung bringen. Dringt in den Sinngehalt des Wortes ein, dort werdet ihr die Wahrheit finden. Achtet darauf, dass eure prüfende Untersuchung einfach ist, wie es Mein Wort ist, und macht nicht das schwer verständlich, was klar, lauter und natürlich ist. (V-112,31)

    Gebet und Geistige Betrachtung ist das, was erforderlich ist für das Studium der göttlichen Lektionen. Wahrlich, Ich sage euch, wer Mein Licht so sucht, wird es bald finden. Ich habe euch schon gezeigt, daß man mit Gebet Weisheit erlangt. (V-112,32)

    Der Jünger, der in dieser Weise Mein Wort ergründet und auf diese Art seinen Meister um Rat bittet, wird immer die Wahrheit finden und nie in Verwirrung geraten. (V-112,33)

    Der Tag wird kommen, an dem eure Empfindsamkeit für das Geistige euch mit Leichtigkeit den geistigen Sinngehalt entdecken lässt, den jedes Wort enthält, das von Mir ausgegangen ist. (V-112,34)

    Ihr müsst Meinem Worte auf den Grund gehen; denn wenn ihr es nicht tut, werdet ihr dort Geheimnisse sehen, wo der Meister zu euch mit Klarheit und Vollkommenheit gesprochen hat. Gott hat keine Geheimnisse für den Menschen. Was geschehen ist, ist folgendes: das eine Mal wolltet ihr nicht zum Lichte vordringen, und ein andermal verlangtet ihr nach Offenbarungen vor dem richtigen Zeitpunkt. Der Schmutz, in den der Mensch geraten ist, ist der Grund dafür, daß er viele Meiner Unterweisungen nicht richtig auszulegen verstand, obwohl es längst Zeit ist, daß er sie versteht. (VII-186,10)

    Wie groß und schön ist Meine Lehre, und wie weit ist sie von allem Überflüssigen entfernt! Ergründet sie, damit ihr nicht in Fanatismus verfallt. Die Zeit wird kommen, in der ihr sie uneingeschränkt verstehen und mit euren Gedanken das Jenseits erreichen könnt. Wie schön wird es sein, wenn ihr diese Spiritualität erlangt habt! (VI-173,8)

    Vereinigt die Ergebnisse eures Studiums und eure Auslegung Meines Wortes, damit eure Art der Verehrung Gottes und eure Werke bei allen gleich sind. (VI-147,35)

    Der menschliche Blick bleibt immer an Äußerlichkeiten hängen. Er dringt nicht tiefer, und daher kommen die ungerechten und falschen Auslegungen der Menschen. (V-126,52)

    Geliebte Jünger, studiert Meine Unterweisungen mit Liebe und gutem Willen, und ihr werdet schließlich alles verstehen, was Ich euch über die Zeiten hin geoffenbart habe. (V-115,21)

    Wahrlich, Ich sage euch, ihr und all jene, die diesem Werke auf den Grund gehen, werden die wahrhaftigen Ausleger der Schriften sein. (V-115,22)

    Das Zeugnis dessen, was jenes Volk sah und erlebte, ging in die Geschichte ein und es wurde in Schriften festgehalten, welche alle Generationen bis in eure Tage gekannt haben. Aber jene Zeugnisse sind jetzt auf Menschen ohne Glauben und ohne geistige Vorbereitung gestoßen, welche, um glauben zu können, es für notwendig halten, darüber nachzudenken, zu grübeln und zu forschen und alles ihrer Wissenschaft, ihrer Vernunft und Logik zu unterwerfen. Diese Menschen haben gezweifelt, andere sind verwirrt worden, einige haben es verneint, und manche haben darüber gespottet. (V-115,24)

    Es ist nur natürlich, daß jene, die die göttliche Wahrheit zu finden versuchen, indem sie dieselbe mit ihren Augen oder ihrem beschränkten Verstande suchen, keine drei Schritte tun, ohne daß sie gestrauchelt sind oder in einen Abgrund geraten sind. Den Weg zur Wahrheit kann nur der Geist finden. (V-115,25)

    Es ist notwendig, daß Ich euch sage, daß das Zeugnis der Menschen, die Mir nachfolgten, wahrhaftig war; das, was sie der Nachwelt vermachten, war richtig. Sie stellten die Lehren dar, die sie mit ihrem schlichten und unschuldigen Glauben aufgenommen hatten – so, wie sie dieselben sahen und wie sie alle Geschehnisse erfasst hatten. (V-115,26)

    All jene Ereignisse, Werke und Prüfungen, von denen die Alten zu euch sprechen, enthalten eine Wahrheit, ein Licht, eine Offenbarung. Jene glaubten, ohne nachzuforschen, weil sie die Ereignisse miterlebten. Euch obliegt es, den Dingen auf den Grund zu gehen und dann zu glauben, um den geistigen Inhalt aus dem herauszuziehen, was euch offenbart worden ist. (V-115,27)

    Alles hat eine so einfache und einleuchtende Erklärung. Aber Ich sage euch noch einmal, daß, um sie zu finden, der Geist beim tiefen Nachdenken Fortschritte machen muss. (V-115,28)

    Studiert und legt Meine Unterweisungen richtig aus, denn wenn ihr dies nicht tun solltet, würdet ihr in Fanatismus geraten infolge der schlechten Wiedergabe, die ihr Meiner Lehre der Vergeistigung gebt, und da diese die Erhebung des Geistes ist, lässt sie keine Irrtümer zu. (V-131,50)

    Wohl euch, die ihr in dieser Zeit Mein Wort vernommen habt, denn in ihm werdet ihr den sicheren Weg finden. Aber ihr sollt es nicht nur hören, sondern es ergründen, es richtig auslegen, damit, wenn ihr es euren Mitmenschen lehrt, ihr keine Verwirrung in ihre Herzen sät. (VI-165,36)

    Es ist notwendig, das dies Licht bald zu den Herzen der Menschen gelangt, auch wenn es zunächst Anlass für Streitgespräche oder Auseinandersetzungen ist. Schon immer sind das Licht und die Finsternis, die Wahrheit und die Unwahrheit, das Gute und das Böse aufeinander geprallt. So wie die Schatten der Nacht dem Lichte des Tages weichen, so wird die Schlechtigkeit der Menschen angesichts Meiner Liebesbotschaft entschwinden. (IX-258,40)

    Wie könnt ihr sagen, dass ihr euren Gott liebt, wenn ihr Ihn nicht zuvor in euren Brüdern geliebt habt? Empfindet in euren Herzen die Güte dieses Wortes, Jünger, bedenkt, dass sein Wesen das Meine ist, die Wahrheit und auch die Liebe. Das Wort und die Niederschrift sind euer, sind Menschenwerk. Deutet und erklärt das eine wie das andere, dann werden eure Folgerungen tief, sicher und richtig sein. (I-20,23)

    Ergründet Mein Wort, damit ihr euch von seinem geistigen Gehalt nähren könnt, ihr Meine Gegenwart finden und Meine Göttliche Liebkosung spüren könnt. Achtet beim Studium darauf, nicht am Buchstaben hängen zu bleiben, und bemüht euch alles zu deuten, was ihr an Symbolischem und Gleichnishaftem findet. Sucht die Vereinfachung und Geistigkeit in euren Forschungen, Beobachtungen und Studien, und denkt immer daran, dass ihr morgen eure Mitmenschen an dieser Botschaft teilhaben lassen müsst, denen ihr sie in bereits aufbereiteter Form weitergeben sollt, damit sie sie schneller verstehen. (VI-149,66)

    Der geistig geprägte Jünger soll immer die Essenz Meiner Werke suchen, damit er die Wahrheit in Meinen göttlichen Botschaften entdeckt. Ihr werdet dann erleben, wie einfach es ist, den tiefen Sinn all dessen zu entdecken, was die einen in Geheimnisse hüllen und andere durch ihre theologischen Dogmen komplizieren. (V-126,55)

    Vergeistigung bedeutet Einfachheit. Weshalb dann kompliziert darstellen, was so einfach, klar und durchsichtig ist wie das Licht? (V-126,56)

    Ich habe euch das wahre Licht und die wahre Wissenschaft zur Kenntnis gebracht, welche in Mir sind. Ich mache euch groß im Geiste, weil Ich will, dass ihr Mich mit ihm sucht, mehr als mit dem Verstande, damit ihr wirklich Spiritualisten sein könnt. Denn schon naht der Zeitpunkt der großen Gelegenheiten für das Volk Israel.

    Wenn ihr euch derzeit als Gefangene gefühlt habt, mit einem eingeengten Betätigungsfeld für Meine Unterweisung, so ist nun bald der Augenblick gekommen, in dem Ich für jeden von euch die Wege öffnen werde. Dort werdet ihr Meine Lehre zu Anwendung bringen, und bei der Ausübung werdet ihr die Größe aller Meiner Worte entdecken. (XI-324,15)

    Nur so werdet ihr Mich verstehen können, so werdet ihr Mein Wort richtig auslegen und in eurem Verstand keine Theorien und Vorstellungen bilden, die euch verwirren und euch nicht zum Verstehen Meiner Lehre bringen. Ihr müsst Liebe, Frieden und Barmherzigkeit üben, um mit eurem Vater eins zu werden. Dann könnt ihr euch selbst erkennen, so wie Ich euch zubereitet habe, voller Gaben und Gnaden.

    Ich habe euch gesagt, dass jeder von euch große Werke auf dem Wege tun kann, welche von Mir Zeugnis ablegen, euch Mir ähnlich machen, und durch die Tugend könnt ihr sie vollbringen. (XI-324,16)

    Dies ist eine weitere Meiner Unterweisungen, Volk; doch damit du sie besser verstehst, vertiefe dich mehr mit deinem Geist als mit deinem Verstande darin. (VI-151,62)

    Mein Friede sei mit euch!

  • Von der Wichtigkeit sich regelmäßig zusammenzukommen

    Heute sehe Ich, daß jeder Meiner Jünger, wenn diese beim Meister versammelt sind, eine andere Art und Weise hat, Mein Wort aufzufassen, und wenn sie einander ihre eigenen Auslegungen mitteilen, geraten sie in Diskussionen und in Kritik, während Ich unter Meinem Volke Einigkeit im Denken will. Dafür müsst ihr Nächstenliebe haben, tolerant sein und auf den richtigen Augenblick zum Sprechen warten. (VII-189,25)

    Heute habt ihr unterschiedliche Auffassungen von Meinen Unterweisungen; doch am Ende werdet ihr alle das gleiche Verständnis und dieselbe Erkenntnis erlangen. Dies wird euch im Kampfe ermutigen; denn wenn ihr dann alle vereint seid, werdet ihr euch stärker fühlen. (VII-189,26)

    Ich habe euch immer gesagt: Bildet keine Theorie aus Meinen Unterweisungen und Offenbarungen, denn diese schwächen die Wahrheit dessen, was Ich euch überantwortet habe. (VII-189,27)

    Sprecht miteinander und nehmt dabei Mein Wort als Gesprächsthema, aber habt immer den Vorsatz, euch gegenseitig zu unterweisen. Dieser Austausch der Anschauungen und Erkenntnisse wird vorteilhaft für euch sein und eure Seele erheben. Ich verspreche euch, in jenen Augenblicken geistiger Gespräche gegenwärtig zu sein, um euch zu inspirieren und euch immer zum Verstehen und zum Lichte zu führen; doch verwandelt das, was geistige Gemeinschaft sein soll, niemals in eine gewöhnliche Diskussion, denn dann wird Meine Gegenwart nicht bei euch sein. (III-70,48)

    Vermeidet beim Studium Meiner Unterweisung jede Diskussion oder Leidenschaftlichkeit, damit ihr niemals euer Urteilsvermögen trübt. Immer sollen eure Versammlungen von Vergeistigung geprägt sein, welche Andacht und Erhebung ist.

    Und denkt nicht immer an euch, zieht die Kranken, die Schwachen oder vom Leben Ermatteten in eure Mitte, – jene, die Hunger und Durst nach geistiger Nahrung haben, die Erniedrigten und Schutzlosen, deren Rechtssache kein Verständnis findet. Liebt sie alle und bringt sie herbei und gebt ihnen hier in euren Versammlungen Trost, heilt ihre Wunden, helft ihnen, zu beten, und kommt zu Mir, vereint in einem einzigen Gebet.

    Sucht Mich als Vater und als Arzt; dies wird genügen, daß Ich den Heilbalsam ausgieße und euch Wunder gewähre. (XII-349,22)

    Je spiritueller eure Zusammenkunft ist, desto größere Wunder werdet ihr Wirklichkeit werden sehen. Es werden sich unter euch die guten Ausleger Meiner Unterweisung erheben, und während sie sprechen, um euch ihre Auslegung mitzuteilen, werde Ich sie erleuchten, und sie werden das sagen, was ihnen in jenem Augenblick inspiriert werden wird. Niemand spreche jedoch aus Eitelkeit, damit er nicht seine kostbaren Gaben verliere. (XII-349,23)

    Die Vergeistigung, die Andacht und die Erhebung eures Denkens werden der Schlüssel sein, der euch das Tor zu den neuen Offenbarungen öffnet, in deren Lichte ihr die Aufklärung aller Geheimnisse und all dessen finden werdet, was noch unklar sein sollte. (XII-356,61)

    Ihr sollt dafür sorgen, dass eure Zusammenkünfte die geistige Kraft haben, welche eure Mitmenschen anzieht, so wie Mein Wort in dieser Zeit große Menschenmengen angezogen und zusammengeführt hat. (XII-356,63)

    Euer Gebet wird bei jenen Zusammenkünften Wunder vollbringen, wann immer ihr eure Gedanken zu vereinen versteht und die Anliegen eurer Mitmenschen so betrachtet, als wären sie eure eigenen. Dann werdet ihr fühlen, wie sich auf sie der Trost ergießt, die Gesundheit für ihren Körper oder ihre Seele, der Friede für ihr Herz, das Licht, das sie zum wahren Leben erhebt. (XII-356,64)

    Angesichts all jener Beweise Meiner Gegenwart wird euer Herz der gegenwärtigen Zeit nicht nachtrauern, denn ihr werdet Mein niedergeschriebenes Wort haben, um es mit größter Zurüstung auszulegen, und ihr werdet es zutiefst erfühlen. (XII-356,65)

    Es werden die Ausleger Meiner Unterweisungen in Erscheinung treten, die Seher mit klarem Blick und wahrem Worte. Ihr werdet eine spirituellere Art der Krankenheilung ausüben. Der Heilbalsam, den Ich in euch gelegt habe, wird zuerst zur Seele des Kranken gelangen und sie dazu anregen, ihren daniederliegenden Körper wiederaufzurichten und ihm den Weg zu zeigen, die Leiden und die Leidenschaften zu besiegen, um die wahre Freiheit des Geistes zurückzugewinnen. (XII-356,66)

    Euer ganzes Wirken soll bescheiden und verschwiegen sein, niemand soll in reinem Herzen die Missgunst oder die Eitelkeit keimen lassen, denn wenn dies geschehen sollte, werdet ihr das Wunder der Zwiesprache von Geist zu Geist nicht eintreten sehen, was gerade das ist, was ihr nach Beendigung der gegenwärtigen Etappe auszuüben beginnen sollt. (XII,356,67)

    Der Eifer, die Ehrfurcht, der Gehorsam und die Demut Meiner Jünger wird mit geistigen Wohltaten belohnt werden. (XII-356,69)

    Damit das Licht Meines Geistes während eurer Versammlungen in eurem Verstande erstrahlt, müsst ihr lernen, Stille und eine innere Sammlung zu bewahren, wie ihr sie nie gehabt habt; dann werdet ihr Meine Gegenwart und Meine Wunder wahrhaft fühlen, Meine Lichtgeister werden euch stärken und erleuchten. Doch wehe denen, die Meine Wahrheit gegen Betrug eintauschen! (III-67,9)

    Wenn ihr die Verhaltensweise, die Ich euch anrate, befolgt, wird euer Vorbild anerkannt werden und eure Kraft wird dem Spiritualismus Bahn brechen. (X-281,62)

    Denkt daran, dass Ich euch gesagt habe: “Wenn zwei oder drei versammelt sind in Meinem Namen, werde Ich unter euch sein und Mich gemäss eurer Zurüstung kundtun. (IX-259,28)

    Mein Friede sei mit euch!