Autor: Cristina Marti Schneider

  • Kapitel 6: Das Dritte Testament und das Große Buch des Lebens

    Das Buch der Liebe, der Wahrheit und Weisheit Gottes

    1. Das Buch meines Wortes ist das Buch der göttlichen und wahren Liebe; in ihm werdet ihr die unveränderliche Wahrheit finden. Greift zu ihm, und ihr werdet die Weisheit finden, die euch hilft, euch zu entwickeln und den Frieden in der Ewigkeit zu erlangen. Vergehen wird sich, wer seinen Sinngehalt verfälscht oder verändert, und derjenige wird mein Gesetz schwerwiegend verletzen, welcher ein einziges Wort weglässt oder hinzufügt, das nicht im Einklang mit meiner vollkommenen Lehre ist.

    2. Erhaltet dies Wort in seiner ursprünglichen Reinheit, denn es ist das schönste Erbe, das Ich dem Menschen hinterlassen werde. Schreibt meine Unterweisung nieder und macht sie euren Mitmenschen bekannt; bewahrt sie treulich, denn ihr seid verantwortlich für dieses Erbe.

    3. Morgen wird der Mensch in ihr den Wesenskern meiner Offenbarung finden, welche ihn mit dem Lichte ihrer Lehren auf den Weg der Wahrheit führen wird.

    4. Von Eltern auf die Kinder werden diese Schriften vermacht werden als ein Quell lebendigen Wassers, dessen Strom unerschöpflich hervorquellen und von Herz zu Herzen gehen wird. Studiert im Großen Buch des Lebens, dem Buche der Vergeistigung, das euch die göttlichen Offenbarungen erklären wird, die ihr über die Zeiten hin erhalten habt.

    5. Habe Ich euch nicht verheißen, dass jede Erkenntnis in ihrer ursprünglichen Wahrheit wiederhergestellt würde? Denn dies ist die Zeit, die euch angekündigt wurde.

    6. In Wahrheit sage Ich euch: Wer über die Unterweisungen meines Buches nachdenkt und sie ergründet mit wahrhaftem Verlangen, seine Erkenntnisse zu erhöhen, wird für seinen Geist das Licht gewinnen und Mich näher bei sich fühlen.

    7. Die Mythen von früher und die von heute werden fallen; alles Mittelmäßige und Falsche wird stürzen; denn der Zeitpunkt wird kommen, an dem ihr euch nicht mehr von Unvollkommenheiten nähren könnt, und dann wird sich der Geist auf der Suche nach der Wahrheit aufmachen, damit diese ihm als einzige Nahrung diene.

    8. In diesen Unterweisungen wird die Menschheit den Wesenskern meiner Offenbarungen finden, den sie bis heute aus Mangel an Vergeistigung nicht verstanden hat. Seit den alten Zeiten habe Ich ihn euch durch meine Gesandten, Boten und „Dolmetscher“ anvertraut, doch er hat euch nur dazu gedient, Mythen und Traditionen aus ihm zu bilden. Überdenkt und studiert diese Belehrung mit Ehrfurcht und Liebe, wenn ihr euch Jahrhunderte von Verwirrung und Leid ersparen wollt. Doch bedenkt, dass ihr eure Aufgabe nicht erfüllen werdet, wenn ihr euch nur mit dem Besitz des Buches begnügt; nein, es soll euch wachrütteln und lehren, wenn ihr wahrhaft meine Jünger sein wollt. Lehrt mit dem Vorbild, der Liebe und der Hilfsbereitschaft, die Ich euch gezeigt habe. (20, 1-8)

    9. Das Buch meiner Unterweisung besteht aus den Lehren, die Ich euch in dieser Zeit mittels des menschlichen Verstandesvermögens diktiert habe. Mit diesem Buch, das die Menschheit schließlich als das Dritte Testament anerkennen wird, sollt ihr meine göttliche Sache verteidigen.

    10. Die Menschheit kennt nur das Gesetz der „Ersten Zeit“, und was im Ersten und Zweiten Testament geschrieben steht; doch das Dritte wird nun vereinen und berichtigen, was die Menschen aus Mangel an Zurüstung und Verständnis verfälscht haben. Die Menschheit wird meine Botschaft studieren müssen, damit sie, in den Kern jedes Wortes eindringend, ein einziges Ideal, eine einzige Wahrheit, ein und dasselbe Licht entdeckt, das sie zur Vergeistigung führen wird. (348, 26)

    11. Ich offenbare euch das, was der Wissenschaftler euch nicht lehren kann, weil er es nicht kennt. Er hat in seiner irdischen Größe geschlafen und hat sich nicht zu Mir erhoben im Verlangen nach meiner Weisheit.

    12. Die Herzen der Geistlichen haben sich verschlossen, die in den verschiedenen Sekten und Religionsgemeinschaften das geistige Wissen lehren sollten, welches Größe und Reichtum für den Geist ist.

    13. Ich habe gesehen, dass das Gesetz und die Lehren, die Ich der Menschheit in vergangenen Zeiten vermachte, verborgen und durch Riten, äußerliche Kulte und Traditionen ersetzt worden sind.

    14. Doch ihr, die ihr zutiefst erkennt, dass der Sinngehalt dieses Wortes der gleiche ist wie der, den Israel am Berge Sinai empfing und den die Menschenscharen in der „Zweiten Zeit“ von den Lippen Jesu vernahmen, sollt mit eurer Gottesverehrung und euren Werken lehren, dass man das Göttliche Gesetz um der Befolgung törichter Traditionen willen, die dem Geist nicht förderlich sind, nicht vergessen darf. (93, 10-13)

    15. Ich habe euch an die Namen meiner Sendboten erinnert, durch die ihr Botschaften, Gebote, Prophetien und Belehrungen empfangen habt.

    16. Auf diese Weise habe Ich den Inhalt aller vergangenen Unterweisungen in einer einzigen Unterweisung vereint.

    17. Der Spiritualismus ist das Vermächtnis, in welchem sich die Drei Testamente in einem einzigen geistigen Buche vereinen. (265, 62-64)

    18. Diese Lehre, die spirituell genannt wird, weil sie das Geistige offenbart, ist der für den Menschen vorgezeichnete Weg, auf dem er seinen Schöpfer kennenlernen, Ihm dienen und Ihn lieben wird. Es ist das Buch, das die Menschen lehrt, ihren Vater in ihrem eigenen Nächsten zu lieben. Der Spiritualismus ist ein Gesetz, welches das Gute, das Reine, das Vollkommene gebietet.

    19. Die Pflicht, dies Gesetz zu befolgen, gilt für alle; dennoch zwingt es niemanden, es zu erfüllen, weil jeder Geist Willensfreiheit genießt, damit sein Kampf und alle seine Taten als seine eigenen Verdienste angerechnet werden können, wenn er gerichtet wird.

    20. Erkennt also, dass diese Lehre die Flamme der göttlichen Liebe ist, die vom ersten bis zum letzten meiner Kinder alle erleuchtet und ihnen Wärme gegeben hat. (236, 20-22)

    Das Verhältnis zwischen der Geistlehre und Jesu Lehre

    21. Die Geistlehre ist keine Theorie, sie ist eine praktische Unterweisung sowohl für das menschliche Leben als auch für das Leben des Geistes. Es gibt keine andere, umfassendere und vollkommenere Unterweisung als sie. Sie begleitet euch, noch bevor ihr zur Erde kommt, sie folgt euch während des ganzen Tagewerks auf dieser Welt und verschmilzt mit eurem Geist, wenn er zu ihrer vorigen Heimstatt zurückkehrt.

    22. Nicht Ich werde es sein, der aus euren Gottesdiensten die Liturgie und die Traditionen entfernt — es wird der Geist des Menschen sein, der sich unwillkürlich über seine alten Vorstellungen erhebt angesichts der Notwendigkeit größeren Lichtes, das seinen Entwicklungsweg erhellt. Bald wird der Mensch begreifen, dass das einzige, was er Gott darbringen kann, die Ausübung der Liebe ist, denn Liebe bedeutet das Gute, Barmherzigkeit, Weisheit und Gerechtigkeit.

    23. Der Spiritualismus löscht kein einziges der Worte aus, die Christus einst verkündete. Wenn es nicht so wäre, dürfte er sich nicht diesen Namen geben, da er sich der Wahrheit entgegenstellen würde. Wie könnte dies Wort gegen jenes sein, da es doch derselbe Meister ist, der es ausspricht. Wenn ihr wirklich in den Sinngehalt dieser Lehre eindringen würdet, würdet ihr sehen, dass mein Wort von heute die Erklärung oder Erläuterung all dessen ist, was Ich einst sagte. Daher ist die Menschheit von heute und die der Zukunft in der Lage, mehr zu verstehen als die vergangener Generationen und deswegen auch das Gesetz auf eine reinere, höhere und wahrhaftigere Weise zu erfüllen.

    24. Wenn ihr eure Mitmenschen bei ihrer Religionsausübung genau beobachtet, werdet ihr sehen, dass sie das, was früher Gegenstand ihrer Anbetung war, jetzt ohne innere Anteilnahme betrachten. Der Grund dafür ist, dass der Geist von selbst erwacht und nach dem verlangt, was ihn wirklich nähren kann. Darum sage Ich euch, dass die äußerliche Kultausübung dieser Menschheit dazu bestimmt ist, zu verschwinden. (283, 27-30)

    25. In diesem bescheidenen und schlichten, aber von Göttlichem Licht erfüllten Buche werden die Menschen die Klärung all ihrer Zweifel finden, sie werden die Ergänzung der Unterweisungen entdecken, die in vergangenen Zeiten nur zum Teil offenbart wurden, und sie werden die klare und einfache Art und Weise finden, all das auszulegen, was in den alten Texten im Sinnbild verborgen ist.

    26. Wer sich nach Empfang dieser geistigen Botschaft von der Wahrheit ihres Inhalts überzeugt und darangeht, sein Verlangen nach Sinneseindrücken, seine Abgötterei und seinen Fanatismus zu bekämpfen, seinen Verstand und sein Herz von all jenen Unreinheiten zu säubern, wird sein Geist befreien und ihm Frohsinn und Frieden bescheren, denn nun wird er kämpfen können, um die Ewigkeit zu erringen, die ihn erwartet. Aber jene, die in ihrer äußerlichen Kultausübung fortfahren, die sich darauf versteifen, das der Welt Angehörige zu lieben, und die nicht an die Entfaltung oder Entwicklung des Geistes glauben — wahrlich, Ich sage euch, sie werden zurückbleiben und Tränen vergießen, wenn sie sich ihrer Zurückgebliebenheit und ihrer Unwissenheit bewusst werden. (305, 4-5)

    Die Auseinandersetzungen um des neuen Wortes willen

    27. Wenn euch meine Lehre dermaßen fremdartig erscheint, dass ihr meint, noch nie solche Worte vernommen zu haben, obwohl ihr mich kennt, so sage Ich euch, dass eure Verwunderung die Folge eures Versäumnisses ist, den Kern dessen zu erforschen, was Ich euch in vergangenen Zeiten offenbarte. Aus diesem Grund mag euch diese Lehre fremd oder neu vorkommen, obwohl dies Licht in Wirklichkeit immer in eurem Leben gegenwärtig gewesen ist. (336, 36)

    28. Meine Lehre in dieser wie in der „Zweiten Zeit“ wird die Menschheit erschüttern. Die Heuchler werden sich mit der Wahrhaftigkeit auseinandersetzen müssen. Die Falschheit wird ihre Maske fallenlassen, und die Wahrheit wird erstrahlen. Die Wahrheit wird die Lüge überwinden, die diese Welt einhüllt.

    29. Der Mensch wird fähig sein, all das zu begreifen und zu erkennen, was Vernunft und Wahrheit enthält; doch alles, was man ihn zu glauben zwang, auch wenn er es nicht verstand, wird er selbst von sich weisen. Daher wird meine Lehre sich ausbreiten, weil sie Licht verströmt, das die Menschen benötigen. Euch kommt ein großer Teil dieses Werkes zu, indem ihr euren Mitmenschen dessen Beginn und dessen Zielsetzung offenbart. (237, 28-29)

    30. Die Menschheit hungert nach meinem Wort, nach meiner Wahrheit. Die Menschen verlangen und ersehnen Licht für ihren Verstand, sie rufen nach Gerechtigkeit und erwarten Trost. Dies ist eine entscheidende Zeit. Wahrlich, Ich sage euch, viele Vorstellungen, Theorien und selbst Dogmen, die jahrhundertelang für Wahrheiten gehalten wurden, werden zu Boden stürzen und als falsch verworfen werden. Der Fanatismus und die Abgötterei werden von denen bekämpft und beseitigt werden, die am meisten davon eingenommen und daran gebunden waren. Die Unterweisungen Gottes werden verstanden, ihr Licht, ihr Inhalt und Wesen werden begriffen und empfunden werden.

    31. Wenn es im Geiste der Wissenschaftler nach einer Zeit der Prüfungen, in der sie sehr große Verwirrungen erleiden werden, Licht wird und sie die Stimme ihres Gewissens vernehmen, werden sie entdecken, was sie sich nie träumen ließen.

    32. Aufs neue sage Ich euch: wachet! Denn in der Zeit der Auseinandersetzungen zwischen Glaubensbekenntnissen und Doktrinen, Religionen und Wissenschaften werden viele Menschen der Meinung sein, dass das Wissen, das ihnen ihre Bücher vermittelt haben, die Waffe sein wird, mit der sie meine neuen Jünger besiegen können, wohl wissend, dass ihr keine Bücher bei euch habt. (150, 11-13)

    33. Ich habe euch gesagt, Jünger, dass ihr mit den großen Kirchen und den kleineren Sekten konfrontiert werdet; aber fürchtet euch weder vor den einen noch den andern. Die Wahrheit, die Ich euch anvertraut habe, ist einleuchtend, das Wort, das Ich euch gelehrt habe, ist äußerlich betrachtet klar und einfach, aber in seinem Sinngehalt tief bis ins Unendliche, und es sind starke Waffen, mit denen ihr kämpfen und siegen werdet.

    34. Doch Ich sage euch: Ein Volk auf Erden, voller Materialismus und Unglauben, wird sich erheben, um euch das Recht abzusprechen, euch Israel zu nennen, um euer Zeugnis zu leugnen, das erneute Kommen des Messias erlebt zu haben, und jenes Volk ist das jüdische. Habt ihr nicht an es gedacht? Jenes Volk erwartet in seiner Mitte die Ankunft seines Messias, seines Retters, der ihm Gerechtigkeit widerfahren lässt und es erneut über alle Völker der Erde stellt. Jenes Volk weiß, dass Ich immer zu ihm gekommen bin, und in dieser „Dritten Zeit“ wird es sagen: ‚Weshalb sollte Gott zu einem anderen Volke kommen?‘ — Doch siehe, hier sind meine Unterweisungen! (332, 10)

    35. Diese spirituelle Gemeinschaft hier lebt unerkannt. Die Welt weiß nichts von eurem Dasein, die Mächtigen nehmen euch nicht zur Kenntnis, aber es naht der Kampf zwischen Spiritualisten und „Christen“, zwischen Spiritualisten und Juden. Jener Kampf ist notwendig für die Einführung meiner Lehre in der ganzen Menschheit. Dann wird man das Alte Testament mit dem Zweiten und Dritten zu einer einzigen Essenz vereinen.

    36. Vielen von euch mag dies unmöglich erscheinen; für Mich ist es das Natürlichste, Richtigste und Vollkommenste. (235, 63-64)

    Das Große Buch des Wahren Lebens

    37. Mein Wort wird für alle Zeiten niedergeschrieben bleiben, aus ihm werdet ihr das Buch der Dritten Zeit, das Dritte Testament, die letzte Botschaft des Vaters zusammenstellen; denn in allen drei Zeitaltern hatte Gott seine „Goldfedern“, um der Menschheit seine Weisheit zu hinterlassen.

    38. Moses war die erste „Goldfeder“, derer sich der Vater bediente, um die Geschehnisse der „Ersten Zeit“ mit unauslöschlichen Lettern auf eine Buchrolle zu schreiben. Moses war die „Goldfeder“ Jehovas.

    39. Unter meinen Aposteln und Nachfolgern der „Zweiten Zeit“ hatte Jesus vier „Federn“, und dies waren Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Dies waren die „Goldfedern“ des Göttlichen Meisters. Doch als die Zeit kam, in der das Erste Testament durch Bande der Liebe, der Erkenntnis und des geistigen Fortschritts mit dem Zweiten vereint werden sollte, entstand ein einziges Buch daraus.

    40. Jetzt in der „Dritten Zeit“, in der ihr aufs neue mein Wort habt, habe Ich gleichfalls „Goldfedern“ ernannt, damit es schriftlich erhalten bleibt.

    41. Wenn die Zeit gekommen ist, werdet ihr ein einziges Buch zusammenstellen, und dies Buch, das der „Dritten Zeit“, wird — wenn die Zeit dafür gekommen ist — gleichfalls mit dem Buch der Zweiten und der Ersten Zeit vereinigt werden, und dann wird aus den Offenbarungen, Prophetien und Worten der „Drei Zeiten“ das Große Buch des Lebens entstehen zur Erbauung aller Geister.

    42. Dann werdet ihr erkennen, dass alle Worte — vom ersten bis zum letzten — in Wahrheit und im Geiste in Erfüllung gegangen sind, dass alle Prophetien der vorweggenommene Geschichtsverlauf waren, den der Vater der Menschheit offenbarte. Denn Gott allein kann die Ereignisse niederschreiben lassen, die eintreten werden. Als die Propheten gesprochen haben, waren nicht sie es, sondern Gott hat es durch ihre Vermittlung getan.

    43. Ich habe meinen neuen Erwählten genügend Vorbereitung zuteil werden lassen, wie sie Moses und die vier Jünger der „Zweiten Zeit“ hatten, damit mein Wort in völliger Lauterkeit, in voller Klarheit und Wahrheit niedergeschrieben würde, denn es ist für die Generationen von morgen; doch wenn jemand beabsichtigen sollte, etwas hinzuzufügen oder aus jenem Buche zu streichen, so werde Ich euch zur Rechenschaft ziehen.

    44. Nun, meine vielgeliebten Kinder: Wer misst dem Buch, das ihr zusammenzustellen beginnt, Bedeutung bei? In Wahrheit — niemand! Doch der Zeitpunkt wird kommen, an dem die Menschheit euch voll Verlangen, voll Neugier um euer Buch bittet, und dann wird sie erwachen, mein Wort erforschen und darüber diskutieren. In jenem Ideenstreit werden Parteien zutage treten — Wissenschaftler, Theologen und Philosophen. Zu den Nationen wird das Zeugnis eures Wortes und das Buch der Weisheit gebracht werden, und alle werden von meiner Lehre sprechen. Dies wird der Beginn der neuen Schlacht, des Krieges der Worte, der Gedanken und Ideologien sein; doch am Ende, wenn alle in Wahrheit und im Geiste erkannt haben, dass das Große Buch des Lebens vom Herrn geschrieben worden ist, werden sie sich brüderlich umarmen und sich lieben, wie es mein Wille ist.

    45. Weshalb genügte nicht das Wort Jehovas in der „Ersten Zeit“, um die Welt zu vereinen, und vermochte dies auch die Lehre Jesu in der Zweiten nicht? Weshalb hat es in dieser Zeit nicht genügt, dass Ich seit 1866 mein Wort übergebe, damit die Nationen einander lieben und in Frieden leben? Es ist notwendig, dass die drei Bücher ein einziges bilden, damit dies Wort die ganze Welt erleuchtet. Dann wird die Menschheit jenem Lichte nachfolgen, und der Fluch Babels wird aufgehoben sein, denn alle Menschen werden das Große Buch des Wahren Lebens lesen, alle werden dieselbe Lehre befolgen und sich im Geist und in der Wahrheit als Kinder Gottes lieben. (358, 58-66).

  • Kapitel 7: Wirkung und Bedeutung der Geistlehre

    Die Wirkung der Kundgaben

    1. Hier, angesichts dieses Wortes, gibt es keinen Menschen, der nicht im Inneren und Äußeren seines Wesens erbebt, das heißt im Geiste und im Fleische. Während er Mir hier zuhört, denkt er an das Leben, an den Tod, an die Göttliche Gerechtigkeit, an die Ewigkeit, an das Geistige Leben, an das Gute und an das Böse.

    2. Während er meine Stimme vernimmt, fühlt er in sich die Gegenwart seines Geistes, und er erinnert sich, woher er kommt.

    3. In der kurzen Zeitspanne, da er Mir zuhört, fühlt er sich eins mit allen seinen Nächsten und erkennt sie im Tiefsten seines Wesens als seine wahren Geschwister, als Geschwister in der geistigen Ewigkeit, die ihm sogar näherstehen als jene, die es nur dem Fleische nach sind, da dieses nur vorübergehend auf Erden ist.

    4. Es gibt keinen Mann und keine Frau, die, wenn sie Mich vernehmen, sich nicht von Mir betrachtet fühlen. Daher wagt niemand, seine Schandflecken vor Mir zu verbergen oder zu beschönigen. Und Ich mache sie bewusst, aber ohne irgend jemanden öffentlich bloßzustellen, denn Ich bin ein Richter, der niemals bloßstellt.

    5. Ich sage euch, dass Ich unter euch Ehebrecher, Kindesmörder, Diebe, Laster und Gebrechen entdecke, die wie Aussatz auf dem Geist derer sind, die gesündigt haben. Doch Ich beweise euch nicht nur die Wahrheit meines Wortes, indem Ich euch zeige, dass Ich die Verfehlungen eures Herzens aufzudecken vermag. Ich will euch auch die Macht meiner Unterweisungen beweisen, indem Ich euch die Waffen gebe, um das Böse und die Versuchungen zu besiegen, indem Ich euch lehre, wie man die Erneuerung erreicht, und indem Ich in eurem Wesen ein Verlangen nach dem Guten, dem Hohen und dem Reinen erwecke und einen absoluten Widerwillen gegenüber allem Unedlen, allem Falschen und allem für den Geist Schädlichen. (145, 65-68)

    6. Heute lebt ihr noch in den trüben Tagen, die dem Lichte vorangehen. Und doch — indem jenes Licht die kleinen Aufhellungen eures nebligen Himmels nutzt, dringt es mit flüchtigen Lichtstrahlen hindurch, die zu einigen Punkten der Erde gelangen und Herzen berühren und Geister erzittern und erwachen lassen.

    7. Alle, die von diesem Lichte überrascht wurden, haben auf ihrem Wege innegehalten und gefragt: „Wer bist du?“ Und Ich habe ihnen geantwortet: „Ich bin das Licht der Welt, Ich bin das Licht der Ewigkeit, Ich bin die Wahrheit und die Liebe. Ich bin Jener, der zurückzukommen versprach, um zu euch zu sprechen, Jener, von dem gesagt wurde, dass Er das ‚Wort‘ Gottes sei.“

    8. Wie Saulus auf dem Wege nach Damaskus haben sie all ihren Stolz gedemütigt, ihren Hochmut bezwungen und demütig ihr Angesicht geneigt, um Mir mit dem Herzen zu sagen: „Mein Vater und Herr, vergib mir, nun begreife ich, dass ich Dich unwissentlich verfolgt habe!“

    9. Von jenem Augenblick an wurden diese Herzen zu kleinen Nachfolgern; denn in dieser „Dritten Zeit“ ist bis heute unter meinen neuen Jüngern kein Apostel mit der Hingabe jenes erschienen, der Mich so sehr verfolgte in meinen Jüngern und der Mich hernach mit solcher Inbrunst liebte. (279, 21-24)

    10. Die Kirchen sind in einen jahrhundertelangen Schlaf der Routine und des Stillstands versunken, während die Wahrheit verborgen geblieben ist. Doch jene, die die Gebote Jehovas und das Wort des Göttlichen Meisters kennen, müssen in dieser Stimme, die derzeit zu euch spricht, die Stimme des Geistes der Wahrheit erkennen, welche für diese Zeiten verheißen wurde. (92, 71)

    11. Ich weiß, dass viele empört sein werden, wenn sie dies Wort kennenlernen; aber es werden jene sein, die in ihrer Geistesverwirrung nicht erkennen wollen, dass im Menschen außer der menschlichen Natur auch der geistige Wesensteil existiert — oder jene, die zwar an den menschlichen Geist glauben, aber, an die Gewohnheit ihrer Überlieferungen und ihrer Glaubensüberzeugungen gebunden, leugnen, dass es einen unendlich langen Entwicklungsweg für den Geist gibt. (305, 65)

    12. Ich werde diese Worte niedergeschrieben zurücklassen, und sie werden zu meinen Jüngern der Zukunft gelangen, und wenn diese sie dann studieren, werden sie dieselben frisch, lebendig vorfinden, und ihr Geist wird erschauern vor Wonne, da sie fühlen, dass es ihr Meister ist, der in jenem Augenblicke zu ihnen spricht.

    13. Meint ihr, dass all das, was Ich euch gesagt habe, nur für diejenigen da ist, die Mir zugehört haben? Nein, geliebtes Volk, mit meinem Worte spreche Ich für die Anwesenden und für die Abwesenden, für heute, für morgen und für alle Zeit; für die, die sterben, für die Lebenden und für die, die noch geboren werden. (97, 45-46)

    Erkenntnis und Hoffnung aus dem neuen Wort

    14. Ich bin das Wort der Liebe, das jenem Trost bringt, der leidet — dem Verstörten, dem Weinenden, dem Sünder und dem, der Mich gesucht hat. Mein Wort ist in jenen Herzen der Fluss des Lebens, wo sie ihren Durst stillen und ihre Verunreinigungen abwaschen. Es ist auch der Weg, der zur ewigen Heimat der Ruhe und des Friedens führt.

    15. Wie könnt ihr zu der Auffassung kommen, dass der Lebenskampf — seine Opfer, Widerwärtigkeiten und Prüfungen — mit dem Tode endet, ohne eine gerechte Belohnung in der Ewigkeit zu finden? Daher sind mein Gesetz und meine Lehre mit ihren Offenbarungen und Verheißungen in euren Herzen der Ansporn, die Liebkosung und der Balsam beim Tagewerk. Nur wenn ihr euch von meinen Unterweisungen abwendet, fühlt ihr euch hungrig und schwach. (229, 3-4)

    16. In meiner göttlichen Liebe zu den menschlichen Geschöpfen erlaube Ich ihnen, meine Werke zu erforschen und von allem Geschaffenen Gebrauch zu machen, damit sie niemals Grund hätten, zu behaupten, dass Gott ungerecht sei, weil Er seinen Kindern seine Weisheit verberge.

    17. Ich gestaltete euch und verlieh euch die Gabe der Willensfreiheit und habe sie respektiert, obwohl der Mensch diese Freiheit missbraucht hat und Mich dadurch verletzt und mein Gesetz entweiht hat.

    18. Doch heute lasse Ich ihn die Liebkosung meiner Vergebung fühlen und erleuchte seinen Geist mit dem Lichte meiner Weisheit, damit eins meiner Kinder nach dem anderen zum Pfade der Wahrheit zurückkehrt.

    19. Der Geist der Wahrheit, welcher mein Licht ist, erstrahlt im Geiste, weil ihr in den angekündigten Zeiten lebt, in denen euch jedes Geheimnis erhellt werden wird, damit ihr das versteht, was bisher nicht richtig gedeutet worden ist. (104, 9-10)

    20. Ich habe Mich an diesem Punkt der Erde kundgetan und werde mein Wort als ein Geschenk für alle Menschen zurücklassen. Diese Gabe wird die geistige Armut der Menschheit beseitigen. (95, 58)

    21. Ich werde allen die wahrhaftige Art und Weise der Verehrung Gottes eingeben und auch die rechte Art, im Einklang mit dem Göttlichen Gesetze zu leben, dessen Erfüllung das einzige ist, was der Herr jedem von euch zurechnen wird.

    22. Schließlich werdet ihr den Inhalt oder den Sinngehalt meines Wortes erkennen, o ihr Menschen. Dann werdet ihr entdecken, dass meine Lehre nicht allein die göttliche Stimme ist, die zu den Menschen spricht, sondern auch der Ausdruck aller Geister.

    23. Mein Wort ist die Stimme, die ermutigt, ist der Schrei nach Freiheit, ist der rettende Anker. (281, 13-15)

    Die Kraft des Gotteswortes

    24. Meine Lehre entwickelt den Menschen in all seinen Wesensaspekten: sie sensibilisiert und veredelt das Herz, erweckt und vertieft den Verstand und vervollkommnet und erhebt den Geist.

    25. Macht aus meiner Lehre ein gründliches Studium, das euch ermöglicht, die rechte Art der Ausübung meiner Unterweisungen zu verstehen, damit eure Entfaltung harmonisch ist; damit ihr nicht nur den Verstand entwickelt, ohne euch um die Ideale des Geistes zu bemühen, die ihr fördern sollt.

    26. Alle Anlagen eures Wesens können in meinem Worte den lichtvollen Pfad finden, auf dem sie wachsen und sich vervollkommnen können bis ins Unendliche. (176, 25-27)

    27. Meine Lehre ist ihrem Wesen nach spirituell, ist Licht und ist Kraft, die herabströmt und in euren Geist dringt, um ihn in seinem Kampf mit dem Bösen siegen zu lassen. Mein Wort soll nicht nur den Ohren schmeicheln, es ist Licht des Geistes.

    28. Wollt ihr Mich mit dem Geist vernehmen, damit er sich nährt und den Sinngehalt dieser Unterweisung nutzt? Dann reinigt euer Herz, klärt euren Verstand und lasst zu, dass euer Gewissen euch führt. Ihr werdet dann erleben, wie in eurem Wesen eine Umwandlung wirksam zu werden beginnt — nicht nur geistig, sondern auch moralisch und körperlich. Jene Erhebung, welche der Geist nach und nach durch die Erkenntnis erringt — jene Reinheit, die er allmählich erreicht, wird sich in den Gefühlen des Herzens und in der Gesundheit des Körpers widerspiegeln.

    29. Die Leidenschaften werden immer schwächer werden, die Laster allmählich verschwinden, der Fanatismus und die Unwissenheit werden immer mehr dem echten Glauben und den tiefen Erkenntnissen in meinem Gesetze weichen. (284, 21-23)

    30. Diese Lehre, die nur einigen wenigen bekannt ist und von der Menschheit nicht zur Kenntnis genommen wird, wird bald als Heilbalsam zu allen Leidenden gelangen, um Trost zu spenden, den Glauben zu entzünden, um Finsternis zu vertreiben und Hoffnung einzuflößen. Sie erhebt euch über die Sünde, das Elend, den Schmerz und den Tod.

    31. Es könnte gar nicht anders sein, denn Ich bin es, der Göttliche Arzt, der verheißene Tröster, der es euch offenbart hat. (295, 30-31)

    32. Wenn ihr einmal durchgeistigt seid und dann Menschen begegnet, die leiden und verzweifelt sind, weil sie nicht das besitzen können, was sie auf der Welt erstreben, werdet ihr erleben, wie ihr Materialismus mit der Erhebung meiner Jünger kontrastiert, deren Zufriedenheit groß sein wird, weil ihre Bestrebungen und Wünsche edel sein werden, gegründet auf der festen Überzeugung, dass in diesem Leben alles vergänglich ist.

    33. Meine Jünger werden zur Welt durch Beispiele von Spiritualität sprechen — durch ein Leben, das darum ringt, den Geist der Gottheit näherzubringen, anstatt ihn an die falschen Schätze der Welt zu ketten.

    34. Ich weiß, dass die Materialisten sich in den kommenden Zeiten empören werden, wenn sie diese Lehre kennenlernen; aber ihr Gewissen wird ihnen sagen, dass mein Wort allein die Wahrheit spricht. (275, 5-7)

    35. Bei dem großen Tagewerk, das euch erwartet, werde Ich euer Beistand sein. Meine Lehre wird große Umwälzungen auf der Welt verursachen. Es wird große Veränderungen in den Sitten und Vorstellungen geben, und selbst in der Natur werden Umwandlungen stattfinden. All dies wird den Beginn eines neuen Zeitalters für die Menschheit anzeigen, und die Geistwesen, die Ich in Kürze zur Erde senden werde, werden von all diesen Prophetien sprechen, um zur Wiederherstellung und Aufwärtsentwicklung dieser Welt beizutragen. Sie werden mein Wort erläutern und die Geschehnisse deuten. (216, 27)

    36. Eine Zeit der Auferstehung ist diese „Dritte Zeit“. Die Geister glichen Toten und die Körper deren Grabeshöhlen. Aber der Meister ist zu ihnen gekommen, dessen Wort des Lebens ihnen sagte: „Kommt heraus und erhebt euch zum Lichte, zur Freiheit!“

    37. Wer von ihnen seine Augen der Wahrheit öffnet und dann sein Leben, seine Werke und seine Gefühle in Liebe zu seinen Mitmenschen zu erheben vermag, wird diese Welt nicht mehr als einen Verbannungsort oder ein Tal der Tränen und der Sühne betrachten, weil er immer mehr die Wonne des wahren Friedens empfinden wird, welche der Frieden des Geistes schenkt.

    38. Jener Zustand des Hochgefühls in diesem Leben wird ein Abglanz des vollkommenen Friedens und Lichtes sein, den der Geist in besseren Welten genießen wird, wo Ich Selbst ihn empfangen werde, um ihm eine Heimstätte zu bescheren, die seiner Verdienste würdig ist. (286, 13)

    Reaktionen von Theologen und Materialisten

    39. Seid nicht bestürzt, wenn man euch sagt, dass der, welcher in dieser Zeit zu euch gesprochen hat, der Versucher gewesen sei und dass prophezeit ist, dass auch er Wunder tun würde, durch die er selbst die Auserwählten verstören und verwirren würde. Wahrlich, Ich sage euch, viele von denen, die meine Kundgebung so beurteilen, werden zu jenen gehören, die tatsächlich im Dienste des Bösen und der Finsternis stehen, auch wenn ihre Lippen zu versichern suchen, dass sie immer die Wahrheit verbreiten.

    40. Vergesst nicht, dass der Baum an seiner Frucht erkannt wird, und Ich sage euch: Die Frucht ist dies Wort, das über das Verstandesvermögen dieser Stimmträger — Männer und Frauen von einfältigem Herzen — hörbar geworden ist. An der Frucht und an dem geistigen Fortschritt derer, die sie genossen haben, wird die Menschheit den Baum erkennen, der Ich bin.

    41. Das Trinitarisch-Marianische Geistwerk wird sich auszubreiten beginnen und dadurch einen wahren Alarm unter vielen hervorrufen, die in der Überzeugung, jene Lehre studiert und verstanden zu haben, die sie früher vom Vater empfingen, über der Kenntnis ihrer Philosophien und Wissenschaften eitel geworden sind, ohne sich der spirituellen Entwicklung bewusst zu werden, welche die Menschheit erreicht hat.

    42. Sie werden beim Erwachen aus ihrer Geistesträgheit die Art und Weise bemerken, in der heute der Geist der Menschen denkt und fühlt, werden Bannflüche schleudern gegen das, was sie „neue Ideen“ nennen werden, und werden verbreiten, dass diese Bewegung durch den Antichrist hervorgerufen worden sei.

    43. Dann werden sie ihre Zuflucht nehmen zu den Schriften, den Prophetien und meinem Worte, das Ich euch in der „Zweiten Zeit“ gab, um zu versuchen, meine neue Kundgebung, meine neuen Unterweisungen und alles, was Ich euch versprochen habe und heute erfülle, zu bekämpfen.

    44. Mein Wort wird auf den Lippen meiner Jünger und durch Schriften sogar zu denen gelangen, die nichts gelten lassen, was jenseits des Materiellen ist oder was außerhalb ihrer Kenntnisse und Begriffe liegt, die sie einmal angenommen haben, und sie werden Mich einen falschen Gott nennen, weil Ich euch dieses Wort gebracht habe.

    45. Doch wenn ihr dies hört, wird euer Glaube nicht Schiffbruch erleiden — obschon euer Herz sich verletzt fühlt –, da ihr mit innerer Bewegung daran denken werdet, dass euer Meister es euch bereits angekündigt und euch mit seinem Worte ermutigt hatte, diesen Prüfungen standzuhalten.

    46. Ich sage euch jedoch: Obwohl ihr auf eurem Wege dem Betrug, der Heuchelei, dem Aberglauben, dem religiösen Fanatismus und der Abgötterei begegnen werdet, dürft ihr niemanden wegen seiner Verfehlungen verurteilen. Lehrt sie mit meinem Worte und überlasst die Sache Mir, der Ich der einzige bin, der euch richten darf und der weiß, wer der falsche Gott, der falsche Christus, der böse Apostel, der heuchlerische Pharisäer ist. (27, 32-35)

    47. Der Krieg der Ideen, Glaubensbekenntnisse, Religionen, Lehren, Philosophien, Theorien und Wissenschaften wird kommen, und mein Name und meine Lehre werden auf allen Lippen sein. Meine Wiederkunft wird diskutiert und verworfen werden, und daraufhin werden sich die großen Gläubigen erheben und verkünden, dass Christus erneut unter den Menschen gewesen ist. Zu diesem Zeitpunkt werde Ich jene Herzen aus der Unendlichkeit ermutigen und auf ihren Wegen Wunder tun, um ihren Glauben zu stärken. (146, 8)

    Die Wirkung der Geistlehre

    48. Mein Licht hat bei seiner Ausbreitung auf der ganzen Welt bewirkt, dass man meine Wahrheit in jeder Lehre sucht. Dies ist der Grund für das Verhalten der Menschen in ihren unterschiedlichen Glaubensüberzeugungen.

    49. Es ist die Erfüllung dessen, was geweissagt worden ist. Wer von ihnen vertritt die Wahrheit? Wer verbirgt den hungrigen Wolf im Schafspelz? Wer versichert mit reinem Gewand seine absolute innere Lauterkeit?

    50. Ihr müsst den Spiritualismus zur Anwendung bringen, um meine Wahrheit zu entdecken; denn die Menschheit hat sich in so viele Glaubensbekenntnisse und Weltanschauungen gespalten, wie es der Entwicklung des menschlichen Denkens entsprach.

    51. So haben sich immer mehr Sekten und Konfessionen gebildet, und es wird für euch sehr schwierig sein, den Wahrheitsgehalt zu beurteilen, der in jeder von ihnen enthalten ist.

    52. Meine Lehre erleuchtet die Gedanken und Vorstellungen der Menschen, und nach und nach wird jeder die Grundlagen begreifen, um seine Werke zu vervollkommnen und sie auf eine vollkommenere und höhere Bahn zu lenken.

    53. Der Zeitpunkt wird kommen, an dem jede Sekte und Kirche sich selbst erforscht, um nach dem zu suchen, was zu meinem Werke gehört. Doch um jenen Schatz zu finden, wird es nötig sein, dass sie ihren Geist erheben und auf die Stimme des Gewissens hören. (363, 4-8, 29)

    54. Auf dieser Erde gibt es viele Religionsgemeinschaften, aber keine derselben wird die Menschen vereinen oder bewirken, dass sie einander lieben. Es wird meine Geistlehre sein, die dies Werk vollbringt. Vergebens wird die Welt sich dem Vordringen dieses Lichtes entgegenstellen.

    55. Wenn die Verfolgung meiner Jünger am heftigsten ist, werden die Naturgewalten entfesselt sein; aber sie werden sich durch das Gebet dieser meiner Arbeiter besänftigen, damit die Welt einen Beweis der Vollmacht erlebt, die Ich ihnen gegeben habe. (243, 30)

    56. Die Welt wird in Aufregung geraten, wenn mein Wort in den Nationen vernommen wird, denn der Geist der Menschen, die für diese Offenbarung vorbereitet sind, wird von Freude und zugleich von Furcht bewegt werden. Dann soll sich der, der die Wahrheit kennenlernen möchte, von der Knechtschaft seiner materialistischen Vorstellungen freimachen und sich an den lichtvollen Horizonten erquicken, die sich seinem Blicke darbieten. Doch wer in seiner Geistverfinsterung und im Ankämpfen gegen dies Licht verharrt, hat weiterhin die Freiheit, dies zu tun.

    57. Der Sinneswandel hin zur Spiritualität wird Freundschaft und Brüderlichkeit unter den Nationen herbeiführen. Doch ist es notwendig, dass ihr euch vorbereitet, denn die Auseinandersetzung wird groß sein. Wenn die Menschen sich in Kriegen gegeneinander erheben, geschieht dies nicht, weil es mein Wille ist, sondern weil sie das Gesetz Gottes nicht begriffen haben. (249, 47-48)

    58. Die Zeit des allumfassenden Gerichtes ist gekommen, und alle Werke und alle Religionsgemeinschaften werden von Mir gerichtet werden. Dem Geist des Menschen wird sich ein Wehgeschrei entringen, da alles, was falsch ist, aufgedeckt werden wird; die Wahrheit allein wird erstrahlen. In der Menschheit wird es ein Erwachen geben, und dann werden Mir die Menschen sagen: „Vater, gib uns Deine Hilfe, gib uns ein wahres Licht, das uns leitet.“ Und jenes Licht und jene Hilfe wird die Lehre des Heiligen Geistes sein, es wird die Unterweisung sein, die Ich euch gegeben habe und die auch ihnen allen gehört, weil Ich der Vater aller bin. (347, 27)

    Die Bedeutung des neuen Offenbarungswortes

    59. Dem Anschein nach enthält diese Offenbarung nichts Großartiges, aber ihr werdet in der Zukunft noch erleben, welche Bedeutung sie unter der Menschheit haben wird.

    60. Unter diesem Volke gibt es Jünger aller Art; einige ahnen die Größe dieses Werkes und fühlen bereits die Erschütterung, die sein Erscheinen in der Welt verursachen wird; andere geben sich damit zufrieden, zu glauben, dass dies ein guter Weg ist, und es gibt auch solche, die die Größe dieser Lehre nicht entdecken können und die an ihrem Sieg und ihrem Einzug in die Herzen der Menschen zweifeln. Ich sage euch, es ist ein Juwel, das Ich euch anvertraut habe, dessen göttliche Lichtstrahlen ihr nicht erkennen wolltet, weil ihr meine Unterweisung nicht ergründet habt. Ich habe euch gesagt, dass das Licht gerade in der Finsternis am hellsten strahlt, und ebenso werdet ihr in dieser Zeit des Materialismus und der Sünde die Wahrheit, die Ich euch gebracht habe, in ihrer vollen Leuchtkraft erstrahlen sehen.

    61. Vergesst nicht, dass auch zu seiner Zeit am Worte Christi gezweifelt wurde, denn die Menschen beurteilten Jesus aufgrund seiner Herkunft und seiner Kleidung, und als sie erfuhren, dass er der Sohn eines Zimmermanns aus Nazareth und einer armen Frau war — der sich später in Begleitung von armen galiläischen Fischern aufmachen sollte, um eine Lehre zu predigen, die ihnen seltsam erschien — da konnten sie nicht glauben, dass jener Wanderprediger, der von Dorf zu Dorf zog und die Dürftigkeit seiner Kleidung darbot, der König sei, welchen der Herr dem Volk Israel versprochen hatte.

    62. Ich gebe euch diese Hinweise, weil die Menschen den äußerlichen Glanz suchen, der die Sinne blendet, um an die Größe dessen glauben zu können, was nur mit dem Geiste gesehen und gefühlt werden soll.

    63. Ich musste mein Blut vergießen, mein Leben geben und auferstehen, damit die Menschen die Augen öffneten. Welchen Kelch soll mein Geist jetzt trinken, damit ihr an Mich glaubt? Menschheit: Was würde Ich nicht tun, um dich gerettet zu sehen? (89, 68-69; 71-73)

    64. Wer behaupten sollte, dass meine Lehre eine Gefahr für den materiellen Fortschritt der Menschheit ist, begeht einen schweren Fehler. Ich, der Meister aller Meister, zeige der Menschheit den Weg zu ihrer Aufwärtsentwicklung und zu wahrem Fortschritt. Mein Wort spricht nicht nur zum Geist, es spricht auch zum Verstand, zur Vernunft und selbst zu den Sinnen. Meine Lehre inspiriert und lehrt euch nicht nur das Geistige Leben, sondern sie bringt Licht in jede Wissenschaft und auf alle Wege. Denn meine Unterweisung beschränkt sich nicht darauf, alle Geister auf den Weg zu der Heimstätte zu bringen, die jenseits dieses Daseins ist, sie erreicht auch das Herz des Menschen und inspiriert ihn dazu, auf diesem Planeten ein angenehmes, menschenwürdiges und nützliches Leben zu führen. (173, 44)

    65. Die „Dritte Zeit“, in der ihr jetzt lebt, ist die Zeit der Aufdeckung großer Geheimnisse. Gelehrte und Theologen werden ihre Kenntnisse berichtigen müssen angesichts der Wahrheit, die Ich euch derzeit offenbare.

    66. Dies ist die Zeit, in der die Menschen ihre Augen dem Lichte meiner Weisheit öffnen sollen — einem Lichte, das Ich in eine Lehre umgewandelt habe, damit ihr durch sie geistig zum wahren Leben aufersteht. (290, 51-52)

    67. Die Menschen werden versuchen, meiner Offenbarung Wahrheit abzusprechen, aber die Tatsachen, die Beweise, die Ereignisse werden für diese Wahrheit sprechen und zeugen, welche als die große Botschaft der „Dritten Zeit“ von den Lippen meines Volkes kommen wird. Und auch durch Schriften wird sich meine Lehre auf der Welt verbreiten, weil dies ein zulässiges Mittel ist, das Ich von den frühesten Zeiten an meinen Boten eingab. Ich will nur, dass ihr über meine Wahrheit wacht und sie den Herzen in der reinsten und schlichtesten Weise weitergebt. (258, 6)

    68. In jener „Zweiten Zeit“ wurde mein Kommen als Mensch nur von einigen wenigen Herzen geglaubt. Dennoch bestimmte die Menschheit später die Geburt des Erlösers als Beginn eines neuen Zeitalters. Ebenso wird in dieser Zeit der Beginn meiner Kundgabe an euch, das heißt, mein Kommen als Heiliger Geist, morgen als der Beginn eines weiteren Zeitalters festgesetzt werden.

    69. Hört auf das, was euch Christus sagt, die Verkörperung der Göttlichen Liebe: Friede den Menschen guten Willens, denen, die die Wahrheit lieben und den Samen der Liebe säen. (258, 41-43).

  • Kapitel 8: Die neuen Gemeinden Christi, Jünger, Apostel und Gottgesandte

    Licht und Schatten in den Offenbarungsgemeinden

    1. Wenn Ich mein Wort in allen Nationen gegeben hätte, hätte die Mehrheit es abgelehnt, weil die Eitelkeit, der Materialismus und die falsche Größe der Menschen keine Lehre angenommen hätten, die von Vergeistigung, von Demut und Brüderlichkeit spricht. Die Welt ist noch nicht vorbereitet, um die Liebe zu begreifen, weshalb nicht alle für meine Gegenwart in dieser Form empfänglich gewesen wären.

    2. So wie Christus damals eine Felsenhöhle wählte, um als Mensch geboren zu werden, so entdeckte Ich heute diesen Erdenwinkel, der bereit war, Mich zu hören, und der Ähnlichkeit hat mit der Grotte und der Krippe, die in jener gesegneten Nacht den Gottessohn aufnahmen. (124, 13-14)

    3. Das Beispiel dieses einfachen Volkes hier, das seinen Weg ohne Geistliche geht, die es leiten, und das Mir Verehrung darbringt ohne Zeremonien und Symbole, soll ein Aufruf sein, der jene erweckt, die noch in ihrer jahrhundertelangen Nacht schlafen, und soll ein Ansporn zur Erneuerung und Läuterung vieler meiner Kinder sein. (94, 39)

    4. Unter dem Schatten meiner Lehre werden keine Throne errichtet werden, von denen herab verherrlichte Menschen den Geist ihrer Mitmenschen beherrschen können. Niemand wird gekrönt werden noch mit einem Purpurmantel bedeckt werden in dem Bestreben, den Platz des Herrn einzunehmen, noch werden Beichtväter auftreten, die richten, vergeben, verdammen oder über die Taten der Menschen Urteile fällen. Ich allein bin in der Lage, einen Geist von einem gerechten und vollkommenen Richterstuhl aus zu beurteilen.

    5. Ich kann Menschen senden, die berichtigen, lehren und führen, doch werde Ich niemanden senden, zu richten und zu bestrafen. Ich habe Menschen gesandt, welche Hirten der Menschen gewesen sind, jedoch keine Herren oder Väter. Der einzige Vater dem Geiste nach bin Ich. (243, 13-14)

    6. Ich werde in dieser Zeit ein Volk heranbilden, das mein Gesetz wirklich befolgt, das die Wahrheit liebt und die tätige Nächstenliebe. Dies Volk wird wie ein Spiegel sein, in welchem die anderen die Fehler, die sie begangen haben, sich widerspiegeln sehen können. Es soll niemandes Richter sein, aber seine Tugenden, Werke und seine geistige Pflichterfüllung sollen den Geist all derer berühren, die seinen Weg kreuzen, und sie sollen allen ihre Fehler aufzeigen, die gegen mein Gesetz verstoßen.

    7. Wenn dies Volk einmal stark und zahlreich ist, wird es die Aufmerksamkeit seiner Nächsten auf sich ziehen, denn die Reinheit seiner Werke und die Aufrichtigkeit seiner Gottesverehrung werden die Menschen in Staunen versetzen. Dann werden sich die Menschen fragen: „Wer sind jene, die, ohne Tempel zu haben, auf solche Weise zu beten verstehen? Wer hat diese Menschenscharen gelehrt, ihren Gott betend zu verehren, ohne dass sie das Bedürfnis fühlen, für ihren Gottesdienst Altäre zu errichten? Woher sind diese Wanderprediger und Missionare gekommen, die gleich den Vögeln weder säen noch ernten, noch spinnen und dennoch weiter existieren?“

    8. Dann werde Ich ihnen sagen: Dies arme und demütige Volk, das jedoch voll Eifer nach meinem Gesetze lebt und stark ist gegenüber den Leidenschaften der Welt, ist nicht von irgendeinem Menschen herangebildet worden. Diese Scharen, die ihre Freude daran haben, Gutes zu tun, die durch Inspiration erleuchtet sind und die den Herzen die Botschaft des Friedens und einen Tropfen Heilbalsam bringen, sind nicht von Lehrern oder Geistlichen irgendeiner Kultgemeinde der Erde unterwiesen worden. Denn wahrlich, Ich sage euch, in dieser Zeit gibt es auf eurer Welt keinen einzigen Menschen, der die Verehrung Gottes in wahrer Geistigkeit zu lehren vermöchte. Es ist nicht im Glanz von Riten oder Zeremonien noch im Reichtum oder in der irdischen Macht, worin die Wahrheit ihre Wurzeln hat, welche, da sie demütig ist, die reinen, edlen, aufrichtigen, wahrheitsliebenden Herzen als ihren Tempel sucht. Wo sind jene Herzen? (154, 12-14)

    9. Ich habe viele meiner Kinder gerufen, um ihnen unterschiedliche Aufträge, verschiedene Aufgaben innerhalb dieses Werkes zu geben, und Ich habe sie euch gemäß eurem Fortschritt und euren Begabungen gegeben. Aus allen zusammen habe ich mein Volk gebildet, meine neue Apostelschar.

    10. Einigen habe Ich das Amt von Leitern anvertraut, und damit ihre Aufgabe nicht schwer und mühselig ist, habe Ich das Volk in Gemeinden aufgeteilt.

    11. Anderen habe Ich die Gabe eines Stimmträgers anvertraut, damit sie meine zu Menschenwort gewordene Inspiration diesen Scharen übermitteln, die zusammenkommen, um dies Wunder zu empfangen.

    12. Einigen habe Ich das Privileg der Hellsichtigkeit gegeben, um sie zu Propheten zu machen und durch ihre Vermittlung das anzukündigen, was kommen wird.

    13. Die Aufgabe von „Säulen“ haben jene erhalten, die das Volk auf seiner Pilgerschaft unterstützen sollen und den Gemeindeleitern eine Hilfe sind, die die Last des Kreuzes mit den Hörerscharen tragen hilft.

    14. Andere sind mit der Gabe der Mittlerschaft begnadet worden, und diese sind als Werkzeuge der Geistigen Welt geschult worden, um deren Botschaften, die Erläuterung meines Werkes, zu übermitteln, und auch als Besitzer des Heilbalsams, des Trostes für die Kranken, damit sie mittels ihrer heilsamen geistigen Ausstrahlungen den Notleidenden gemeinsam Barmherzigkeit zuteil werden lassen.

    15. „Goldfeder“ habe Ich den genannt, der in das Buch, das Ich euch hinterlassen werde, meine Offenbarungen, Unterweisungen und Prophetien dieser Zeit schreibt.

    16. Das Amt eines „Fundamentsteines“ habe Ich jenen verliehen, die Beispiel von Festigkeit, Stabilität und Stärke unter dem Volke sein sollen. Deren Wort, Rat und Vorbild unter dem Volke soll unwandelbar sein, wie es der Fels ist.

    17. Doch nun, da dieser Zeitabschnitt meiner Kundgabe seinem Ende zugeht, richte Ich alle Ämter, und an all jene, die erwählt werden, um so große Aufgaben zu erhalten, lasse Ich einen Ruf ergehen, damit sie sich eingehend erforschen und das Ergebnis ihrer Werke erkennen. In dieser Stunde der Besinnung stehe Ich allen bei. (335, 27-28)

    18. Wie zu allen Zeiten gab es viele Berufene und wenige Auserwählte, denn Ich erwähle nur jene, die rechtzeitig bereit sind, ihre Aufgabe zu erfüllen; und den übrigen gebe Ich ein Licht, damit sie die Zeit zu erwarten verstehen, in der sie gleichfalls auserwählt werden.

    19. Wie viele, die nur berufen worden sind, ohne dass es schon Zeit gewesen wäre, sie für einen Auftrag zu erwählen, haben sich unter meine Jünger und Werkleute gereiht, ohne dass ihr Geist die unbedingt notwendige Entwicklung hatte, um die Last dieses Kreuzes zu tragen, noch ihr Verstand das nötige Licht, um meine Inspiration aufzunehmen! Was haben viele von ihnen getan, nachdem sie sich in den Reihen der Auserwählten befanden? − Entweihen, die Atmosphäre vergiften, die andern mit ihren schlechten Neigungen anstecken, lügen, Zwietracht säen, mit meinem Namen und mit den Geistesgaben Wucher treiben, die Ich in meine Jünger gelegt habe.

    20. Niemand versuche zu entdecken, welche es sind, denn ihr könntet es nicht. Nur mein durchdringender Richterblick verliert sie nicht aus den Augen, und Ich lasse mein Wort in ihr Gewissen gelangen, das ihnen sagt: Wachet und betet, damit ihr rechtzeitig eure Verfehlungen bereuen könnt; denn wenn ihr dies tut, verspreche Ich euch, dass Ich euch geistigerweise schnell an meinen Tisch setzen und ein Fest der Versöhnung und Vergebung feiern werde. (306, 53-55)

    21. Dies ist die Wahrheit: Nicht alle lieben einander in meinem Werke, auch wenn sie zu ihm gehören, noch haben es alle begriffen. Deshalb kann Ich euch sagen, dass die einen zu meinem Werke gehören und die andern das ihre tun.

    22. Die Mir aus Liebe nachfolgen, lieben mein Wort, weil sie wissen, dass es sie korrigiert, ohne sie zu verletzen, und ihnen ihre Fehler aufzeigt, ohne sie bloßzustellen. Dies veranlasst sie, bei der Vervollkommnung ihrer Handlungen beharrlich zu bleiben.

    23. Jene, die statt dem Streben nach dieser Vervollkommnung nur Lob, Überlegenheitsgefühl, Schmeichelei oder ihren Lebensunterhalt suchen, anstatt die Vervollkommnung des Geistes zu erstreben, ertragen mein Wort nicht, wenn es ihnen ihre Fehler vor Augen führt. Dann müssen sie ein Werk schaffen, das anders als das meine ist, wo sie frei sind, um ihren Willen zu tun. Sie haben noch nicht begriffen, dass das einzige, was die Zuhörer während der Zeit meiner Kundgebungen zu tun haben, darin besteht, dass sie Mir mit größter Erhebung zuhören, um hernach meine Botschaft auslegen zu können. (140, 72-74)

    24. Ich habe gesagt, dass die Zeit der Verwirrung, des Ungehorsams kommen wird, in welcher jener „Arbeiter“ sich erheben und behaupten wird, dass meine Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen nicht zu Ende gehen wird. Doch der Zeitpunkt wird kommen, an dem mein Wort in Erfüllung geht, auch wenn der Mensch sich meinem Willen widersetzen möchte.

    25. Wie viele Irrtümer auf dem Wege haben viele von jenen begangen, denen Ich einen Auftrag und eine Gnade anvertraut habe. Wie viel Unverständnis sehe Ich, das sich nach dem Jahre 1950 bei meinen Kindern breitmacht.

    26. Durch die Verständnislosigkeit und die Torheit hält der Mensch meine helfende Liebe und die Vollmacht und die Gnade zurück und steht abseits des wahren Weges des Gesetzes, der Harmonie und der Wahrheit.

    27. Ein weiteres Mal wird Israel sich von Stamm zu Stamm entzweien, es wird sich wiederum entzweien und das reine und lautere Gesetz, das Ich in seine Hände übergab, mit Füßen treten wollen; noch einmal wird Israel die früheren Wege aufsuchen und in Abgötterei und Fanatismus fallen. Es wird sich den Sekten zuwenden und in Verwirrung, in Finsternis geraten und sich an wohltönenden und falschen Worten ergötzen, die ihm der Mensch anbieten wird.

    28. Wenn die Kirchen- und Sektenleute sehen, dass Israel sich spaltet, dass Israel sich gegenseitig verleugnet und schwach ist, werden sie nach Gründen suchen, um das Juwel von unschätzbarem Wert an sich zu reißen, um die Lade des Neuen Bundes an sich zu bringen und morgen zu sagen, dass sie die wahren Gottgesandten unter der Menschheit und die Repräsentanten meiner Göttlichkeit sind. (363, 47-49, 51, 57)

    An die Hörer gerichtete Mahnworte bezüglichdes Geistwerkes

    29. Ich will, dass ihr nach Beendigung meiner Kundgabe eine klar umrissene Vorstellung von dem habt, was diese Lehre ist, damit ihr sie in rechter Weise befolgt; denn bis heute sind unter den Scharen, die mein Wort gehört haben, noch nicht die wahren Spiritualisten erschienen. Bis jetzt ist es nicht Spiritualismus gewesen, was ihr praktiziert habt, sondern nur eure Vorstellungsweise von dem, was mein Werk ist, was jedoch weit von der echten Spiritualität entfernt ist.

    30. Ihr müsst stark sein, um euch einzugestehen, dass ihr euch verirrt habt; müsst euch aufraffen, um eure Gewohnheiten zu verbessern, und mit Eifer danach streben, dass unter euch die Wahrheit und die Reinheit dieser Lehre erstrahlt.

    31. Fürchtet euch nicht, den äußerlichen Teil eurer Anbetungsformen und eures Kultus zu verändern, solange ihr nicht die Essenz meiner Unterweisungen verfälscht. (252, 28-30)

    32. Nutzt die Zeit, die ihr noch habt, um meine Unterweisung zu hören, damit sie euch mit Licht und mit Gnade erfüllt, damit ihr den festen Schritt auf die Spiritualität zu tut — einen Schritt, den ihr nicht getan habt, weil ihr in einem Kultus voller Materialismus und Irrtümer weitergemacht habt.

    33. Bis heute hat euch der Glaube gefehlt, um eure Figuren, Riten und Sinnbilder abzuschaffen und Mich spirituell im Unendlichen zu suchen. Euch hat der Mut dazu gefehlt, Spiritualisten zu sein, und ihr habt euch eine Art von Schein-Spiritualität ausgedacht, hinter der ihr eure materialistische Gesinnung und eure Fehler verbergt.

    34. Ich will euch nicht heuchlerisch, sondern aufrichtig und wahrheitsliebend haben. Deshalb spreche Ich mit größter Klarheit zu euch, damit ihr euer Leben gründlich säubert und der Welt die Wahrheit dieses Werkes zeigt. Ihr nennt euch Spiritualisten? Dann seid es wirklich. Sprecht nicht von meiner Lehre, solange ihr ganz und gar das Gegenteil davon tut, denn ihr werdet die Menschen mit euren Werken dann nur verwirren.

    35. Habt vor allem die Erkenntnis dessen, was mein Werk ist — dessen, was mein Gesetz bedeutet, was eure Aufgabe ist und wie ihr sie durchführen müsst, damit — wenn ihr auf eurem Wege keinen Führer habt, der würdig ist, eure Schritte zu lenken — ihr euch durch das Gewissen und durch die Erkenntnis leitet, die ihr in meiner Lehre gewonnen habt. So werdet ihr niemanden für irgendeinen Fehltritt oder Irrtum verantwortlich machen können. (271, 27-30)

    36. Vom Beginn meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen an war es mein Wille, dass ihr eure Geistesgaben praktisch anwenden und mit eurer geistigen Mission beginnen solltet, damit ihr, wenn der Tag meines Abschieds gekommen ist, einen Teil des Weges bereits zurückgelegt hättet und ihr euch nicht zu schwach fühlen würdet, um mit der Erfüllung eines so schwierigen Auftrags zu beginnen.

    37. Einige haben den göttlichen Gedanken zu deuten verstanden und haben sich bemüht, ihn zu verwirklichen. Aber es gibt auch solche — und diese sind in der Mehrzahl — die den Sinn dieses Werkes falsch aufgefasst haben.

    38. Dies sind die Irrtümer, die Ich bei diesem Volk hier beanstande, weil Ich nicht will, dass die Menschheit sich über diejenigen lustig macht, die so lange Zeit hindurch belehrt worden sind. (267, 65-67)

    39. Während die einen nur der Sinngehalt meines Wortes interessierte und sie immer nach dem Fortschritt und der Entwicklung ihres Geistes verlangten, hatten die anderen mehr am äußerlichen Kult Gefallen. Desgleichen — während die ersteren sich freuten, wenn sie Unterweisungen über Spiritualität erhielten — störte es die andern, dass ihre Fehler erwähnt wurden.

    40. Ich allein weiß, welche sich vor Mir werden verantworten müssen wegen all dem, was durch meine Stimmträger hätte bekannt sein müssen und was zurückbehalten wurde. (270, 8-9)

    41. Denkt nach, und ihr werdet einsehen, dass die Eintracht, die ihr benötigt, geistig ist und ihr sie erreichen werdet, wenn ihr euch über eure Leidenschaften und Rechthabereien erhebt.

    42. Wie könnt ihr Frieden schaffen, wenn jeder das Seine als einzig Wahres verkündet und gleichzeitig das der anderen als falsch bekämpft?

    43. Der Fanatismus ist Finsternis, ist Blindheit, ist Unwissenheit, und seine Früchte können niemals lichtvoll sein. (289, 8-10)

    44. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr euch nicht zusammenschließt, wie es mein Wille ist, wird die Menschheit euch zerstreuen, und sie wird euch aus ihrer Mitte verjagen, wenn sie sieht, dass euer Leben von dem abweicht, was ihr predigt.

    45. Was wird geschehen, wenn die Menschen entdecken, dass in jeder Gemeinde eine andere Andachtsform und eine unterschiedliche Art der Ausübung meiner Lehre besteht?

    46. Ich vertraue euch die drei letzten Jahre meiner Kundgebung an, damit ihr für die Einigung dieses Volkes arbeitet — ein Zusammenschluss, der das Geistige wie das Äußere umfasst, damit euer Wirken, erfüllt von Harmonie und Einmütigkeit, der größte Beweis dafür ist, dass euch alle, in den verschiedenen Versammlungsstätten und in verschiedenen Landesteilen, ein einziger Meister lehrte: GOTT. (252, 69-71)

    Wahre Jüngerschaft, neue Apostel

    47. Versucht nicht, dies Werk zu begrenzen, welches universell und unendlich ist, noch eurer geistigen Entfaltung Grenzen zu setzen, denn je mehr ihr euch in den Weg der guten Werke und des Studiums vertieft, desto größere Offenbarungen werdet ihr empfangen. Ihr werdet das göttliche Werk aus dem Unscheinbarsten empordringen sehen, werdet es in allem Geschaffenen manifestiert sehen, werdet es in eurem Wesen pochen fühlen.

    48. Dies ist die Schlichtheit, mit der Ich den spiritualistischen Jünger lehre, damit auch er einfach sei wie sein Meister. Der Jünger soll durch die Wahrheit seiner Worte und die Kraft seiner Werke überzeugen und bekehren, ohne jemanden durch geheimnisvolle Kräfte oder außergewöhnliche Fähigkeiten beeindrucken zu wollen.

    49. Der wahre Jünger wird durch seine Schlichtheit groß sein. Er wird seinen Meister verstehen und wird sich gleichzeitig seinen Mitmenschen verständlich machen. (297, 15-17)

    50. Ein Jünger Jesu ist jener, der durch das Wort bezwingt, der überzeugt und tröstet, der erhebt und erweckt, der aus dem Bezwungenen einen Überwinder seiner selbst und der Widerwärtigkeiten macht.

    51. Ein Apostel Christi kann keinen Egoismus in seinem Herzen tragen, indem er nur an seine eigenen Leiden oder Sorgen denkt. Er sorgt sich nicht um das Seine, sondern denkt an die anderen, mit dem absoluten Vertrauen, dass er nichts vernachlässigt hat, weil der Vater unverzüglich jenem beisteht, der das Seine zurückgelassen hat, um sich einem Kinde des Herrn zu widmen, das geistigen Beistand benötigt. Und jener, der sich selbst vergaß, um einem Nächsten ein Lächeln der Hoffnung, einen Trost für seine Traurigkeit, einen Tropfen Balsam für seinen Schmerz zu bringen, findet sein Heim bei seiner Rückkehr von einem Lichte erhellt, welches Segen, Freude und Frieden ist. (293, 32-33)

    52. An meinem Tische in dieser Zeit wird sowohl der Mann als auch die Frau Apostel sein; an diesen Tisch werde Ich euren Geist setzen.

    53. Die Frauen sind es gewesen, die in dieser Zeit das spiritualistische Banner hochgehalten haben, sie haben auf dem Wege die Spur des Apostels hinterlassen, der mit Eifer das Gesetz des Herrn beachtet.

    54. In meiner neuen Apostelschar wird die Frau neben dem Manne stehen, und es wird keine bestimmten Lebensalter geben, um Mir zu dienen: Sowohl der Erwachsene als auch das Kind oder der Greis werden es tun, das junge Mädchen wie die Mutter. Denn Ich sage euch ein weiteres Mal, dass es euer Geist ist, den Ich suche, und dass er schon seit langem seine Kindheit hinter sich gelassen hat. (69, 16-17)

    55. Wenn Ich euch in der „Zweiten Zeit“ sagte, dass mein Reich nicht von dieser Welt ist, so sage Ich euch heute, dass sich hier auch nicht das eure befindet, weil diese Welt, wie ihr bereits wisst, für den Menschen nur ein Übergang ist.

    56. Ich lehre euch das wahre Leben, das niemals auf Materialismus gegründet gewesen ist. Deshalb werden sich die Mächtigen der Erde erneut gegen meine Lehre erheben. Ich komme zu euch mit meiner ewigen Lehre, mit meiner für immer gültigen Unterweisung, welche aus Liebe, Weisheit und Gerechtigkeit besteht. Dennoch wird sie nicht sofort verstanden werden, die Menschheit wird mich wiederum verurteilen, wird Mich noch einmal ans Kreuz schlagen. Doch Ich weiß, dass meine Lehre durch all dies hindurchgehen muss, um anerkannt und geliebt zu werden. Ich weiß, dass meine schärfsten Verfolger hernach meine treuesten und entsagungsbereitesten Sämänner sein werden, denn Ich werde ihnen sehr große Beweise meiner Wahrheit geben.

    57. Jener Nikodemus der „Zweiten Zeit“, ein Fürst unter den Priestern, der Jesus aufsuchte, um mit ihm über weise und tiefgründige Lehrinhalte zu sprechen, wird in dieser Zeit erneut erscheinen, um mein Werk gewissenhaft zu erforschen und sich zu ihm zu bekehren.

    58. Jener Saulus, genannt Paulus, welcher — nachdem er Mich mit Ingrimm verfolgt hatte — zu einem meiner größten Apostel wurde, wird erneut auf meinem Wege erscheinen, und allerorten werden sich meine neuen Jünger zeigen — die einen inbrünstig, andere sich selbst verleugnend. Die gegenwärtige Stunde ist von großer Tragweite, die Zeit, von der Ich zu euch spreche, kommt euch immer näher. (173, 45-48)

    59. Die Menschen bedürfen derer, die in den Prüfungen standhaft zu bleiben vermögen − derer, die mit den großen Kämpfen der Welt und des Geistes vertraut sind. Sie sind es, die der Menschheit die Richtung weisen und sie führen können, denn in ihren Herzen wird nicht das Verlangen sein, irgendjemanden zu unterdrücken oder zu beherrschen. Sie können der Selbstsucht keine Herberge gewähren, weil sie in ihren Augenblicken der Erhebung die Barmherzigkeit des Herrn empfunden haben, der sie mit Liebe überschüttet, damit sie von dieser Barmherzigkeit an ihre Brüder weitergeben. (54, 53)

    Die Gottgesandten in aller Welt und zu allen Zeiten

    60. Die Völker der Erde haben niemals des Geistigen Lichtes ermangelt. Wahrlich, Ich sage euch, nicht nur dies Volk hier hat Propheten und Sendboten gehabt, sondern allen habe Ich Boten gesandt, um sie zu erwecken.

    61. Aufgrund des Lichtes und der Wahrheit ihrer Lehren sowie der Ähnlichkeit mit dem, was Ich euch offenbart habe, könnt ihr ihre Worte beurteilen.

    62. Die einen lebten vor dem Kommen des Messias, die andern wirkten nach meinem Dasein als Mensch, aber alle haben den Menschen eine geistige Botschaft gebracht.

    63. Jene Lehren haben — ebenso wie die meine — Entstellungen erfahren; denn wenn man nicht ihren Sinngehalt verändert hat, hat man sie verstümmelt, oder sie wurden den nach Wahrheit hungernden Menschen verheimlicht.

    64. Eine einzige Wahrheit und eine einzige Moral ist es, die den Menschen durch Sendboten, Propheten und Diener offenbart wurde. Warum haben die Völker dann unterschiedliche Vorstellungen von der Wahrheit, der Moral und dem Leben?

    65. Diese Wahrheit, die zu allen Zeiten von der Menschheit verfälscht wurde, wird wiederhergestellt werden, und ihr Licht wird mit solcher Macht erstrahlen, dass es für die Menschen den Anschein haben wird, als ob es etwas Neues wäre, obwohl es das gleiche Licht ist, das immerdar den Entwicklungsweg der Kinder meiner Göttlichkeit erhellt hat.

    66. Viele sind derer, die starben, weil sie die Wahrheit gesagt haben; viele auch derer, die Folterungen unterworfen wurden, weil sie die Stimme, die in ihnen sprach, nicht zum Schweigen bringen wollten.

    67. Denkt nicht, dass der Himmel nur jene gesandt hat, die zu euch vom Geiste, von Liebe, von Moral gesprochen haben — nein, er hat auch jene gesandt, die euch gute Früchte der Wissenschaft beschert haben, jene Kenntnisse, welche Licht in das Leben der Menschen bringen, welche ihre Lasten erleichtern und ihre Nöte lindern. Sie alle sind meine Gesandten gewesen.

    68. Es gibt auch andere, die zwar keine Lehren geistiger Moral oder wissenschaftliche Entdeckungen bringen, die jedoch die Botschaft mitbringen, welche lehrt, die Schönheiten der Schöpfung zu fühlen und zu bewundern. Es sind Botschafter von Mir, die die Aufgabe haben, den Herzen der Betrübten Freude und Balsam zu bringen.

    69. Sie alle haben einen bitteren Kelch getrunken, als sie das Unverständnis einer für die Wahrheit blinden Welt gewahr wurden, einer für das Schöne und das Gute gefühllosen Menschheit. Und dennoch — wenn Ich euch gesagt habe, dass in dieser Epoche alles wiederhergestellt werden wird — wenn Ich euch angekündigt habe, dass alles auf die rechte Bahn zurückkehren wird und all meinen Lehren ihr ursprünglicher Sinngehalt zurückgegeben werden wird, so könnt ihr glauben, dass für diese Welt eine Zeit geistigen Glanzes nahe ist, obschon ihr nicht vergessen dürft, dass — bevor dies eintritt — alles gerichtet und geläutert werden wird. (121, 9-16)

    70. Immer, wenn eine Gottesoffenbarung im Begriffe ist, die Menschen zu erleuchten, habe Ich ihnen Wegbereiter oder Propheten gesandt, um sie vorzubereiten, damit jenes Licht von ihnen erkannt werden kann. Doch glaubt nicht, dass nur jene meine Boten sind, die Botschaften für den Geist bringen. Nein, Jünger, ein jeder, der unter den Menschen das Gute sät in irgendeiner seiner Formen, ist ein Bote von Mir.

    71. Diese Sendboten könnt ihr auf allen Wegen eures Lebens antreffen, sowohl in den Religionsgemeinschaften als auch in den Wissenschaften — unter den Menschen, die regieren, oder bei denen, die gute Lehren erteilen.

    72. Ein guter Diener von mir weicht niemals von dem Pfade ab, den er zurückzulegen hat; er stirbt lieber unterwegs, als dass er zurückweicht. Sein Vorbild ist ein Same des Lichtes im Leben seiner Nächsten, und seine Werke sind Beispiele für die anderen. Ach, wenn die Menschheit doch die Botschaften verstehen könnte, die Ich ihr durch sie zusende! Doch es ist nicht so, weil es viele Menschen gibt, die heikle Missionen auf der Welt haben, die jedoch ihre Blicke von jenen großen Vorbildern abirren lassen, um einen Weg einzuschlagen, der ihnen besser gefällt. (105, 13-15)

    73. Doch was hast du mit jenen Menschen gemacht, Menschheit, die Ich zu dir gesandt habe, damit sie dich an meinen Weg erinnern, den Weg des Glaubens, welcher jener der Weisheit, der Liebe und des Friedens ist?

    74. Ihr wolltet nichts von ihren Aufgaben wissen und habt sie mit dem heuchlerischen Glauben bekämpft, den ihr aufgrund eurer Theorien und Konfessionen habt. (263,18-19)

    75. Ich muss euch ein weiteres Mal sagen, dass dies Volk, das sich um meine Kundgaben bildet, kein Volk ist, das der Vater in seiner Liebe über die anderen Völker der Erde stellt. Der Herr hat nur deshalb seinen Blick auf es gerichtet, weil er es aus Geistern gebildet hat, die schon immer auf der Welt gewesen sind, wenn eine neue göttliche Offenbarung hernieder gekommen ist. Es sind geistige Kinder jenes Volkes Israel, des Volkes von Propheten, Sendboten, Sehern und Patriarchen.

    76. Wer könnte Mich besser als sie in dieser Zeit empfangen, die neue Form meiner Offenbarung begreifen und die Erfüllung meiner Verheißungen bezeugen? (159, 51-52)

    77. Ich bin in den Schoß des Volkes Israel herabgekommen, das in seiner Mehrzahl in dieser Nation zu Hause ist. Die übrigen sind in alle Nationen verstreut, von Mir gesandt, und ihnen habe Ich Mich geistig kundgetan. Dies sind meine Auserwählten, die Mir treu geblieben sind. Ihr Herz hat sich nicht angesteckt, und ihr Geist kann meine Inspirationen aufnehmen. Durch ihre Vermittlung gebe Ich der Welt derzeit einen großen Schatz an Weisheit. (269, 2)

    78. Geliebte Kinder, die ihr in geringer Zahl herbeigekommen seid, wahrlich, Ich sage euch: Mein durchdringender Blick entdeckt überall meine Erwählten, die in ihrem Geiste fühlen, dass nun die Zeit meiner Gegenwart ist. Sie haben mein Wort nicht wie ihr gehört; doch in ihrem Geiste vernehmen sie eine Stimme, die ihnen sagt, dass Ich erneut unter der Menschheit bin, dass Ich geistig „auf der Wolke“ gekommen bin. Den einen werde Ich gewähren, Mich mit den Augen des Geistes zu schauen, anderen mittels des Ahnungsvermögens, den übrigen mache Ich meine Liebe stark fühlbar, damit sie die Gegenwart meines Geistes spüren. (346, 13)

    79. Bald werden sich die Intuitiven, die Inspirierten, die geistig Empfindsamen erheben und in den Nationen das bezeugen, was sie mit dem Geiste sehen, was sie empfinden, was sie vernehmen und empfangen. Ich sage euch nochmals, dass mein Volk sich nicht auf die beschränkt, die Mich durch diese Stimmträger vernommen haben, sondern dass Ich meine Diener zu verschiedenen Punkten der Erde gesandt habe, um die Wege zu bereiten und die Felder zu bereinigen, zu denen später die Sämänner kommen müssen.

    80. Ich stärke sie und segne sie, denn ihr Tagewerk ist leidvoll, ihr Pfad mit Dornen gespickt. Spott, Hohn, Verleumdung und Niedertracht folgen ihnen überallhin. Aber sie — ahnungsvoll und inspiriert — wissen, dass sie von Mir gesandt worden sind, und sie sind willens, in Erfüllung ihrer Mission bis ans Ende des Weges zu gelangen. (284, 50-51)

    81. Ich lade euch ein, mein Reich zu betreten. Ich rufe alle Völker der Erde ohne irgendeine Bevorzugung; doch Ich weiß, dass nicht alle auf Mich hören werden.

    82. Die Menschheit hat ihre Lampe ausgelöscht und wandelt im Dunkeln. Doch dort, wo sich Irrtum bemerkbar macht, wird ein von Mir Erleuchteter auftreten, der in seiner Umgebung Licht verbreitet — ein geistiger Wächter, der wacht und auf mein Zeichen wartet, um den Alarmruf erschallen zu lassen, der erweckt und erschüttert.

    83. Lasst die Liebe jener Sendboten in euren Herzen fruchttragender Same sein. Lehnt sie nicht ab, wenn sie sich vor euch in äußerlicher Armut zeigen. Hört auf sie, denn sie kommen in meinem Namen, um euch eine Fähigkeit zu vermitteln, die ihr derzeit nicht kennt. Sie werden euch das vollkommene Gebet lehren, werden euch von den Banden des Materialismus befreien, mit denen ihr gefesselt seid, werden euch helfen, die geistige Freiheit zu erlangen, die euch zu Mir erhebt. (281, 33)

    84. Falls irgendwer auftreten und behaupten sollte, dass er der erneut Mensch gewordene Christus sei, so glaubt ihm nicht. Denn als Ich euch ankündigte, dass Ich wiederkommen würde, ließ Ich euch wissen, dass es im Geiste sein würde. Falls euch jemand sagen sollte: Ich bin der Gesandte Gottes — misstraut ihm, denn die wahren Boten prahlen nicht und posaunen die ihnen anvertraute Mission nicht aus. Sie weisen sich nur durch ihre Werke aus. Es ist Sache der Menschen, zu sagen, ob jener ein Bote des Herrn ist. Erinnert ihr euch daran, dass Ich euch sagte, dass der Baum an seinen Früchten erkannt würde?

    85. Ich verbiete euch nicht, die „Früchte der Bäume“ zu probieren, aber ihr müsst vorbereitet sein, damit ihr die gute Frucht von der schlechten zu unterscheiden vermögt.

    86. Jene, die die Wahrheit lieben, werde Ich als Leuchter aufstellen, damit sie den Pfad ihrer Mitmenschen erhellen. (131, 5 7)

    87. Die Zeiten, in denen ihr auf der Welt einen geistigen Führer nötig hattet, sind vorüber. Von nun an wird jeder, der diesem Pfade folgt, keinen anderen Weg als den meines Gesetzes haben, noch einen anderen Führer als den seines eigenen Gewissens.

    88. Dennoch wird es immer Männer und Frauen von großem Lichte und großer Geistesstärke geben, die durch ihr Vorbild und ihre Inspiration den Menschenscharen beistehen.

    89. Wenn es anders wäre, hätte Ich euch bereits Geister wie Moses oder wie Elias zur Erde gesandt, damit sie euch den Weg vorzeichnen und euch immerzu an das Gesetz erinnern würden. Sie stehen euch auch bei, behüten und begleiten euch, aber nicht mehr in menschlicher Gestalt, sondern vom Geistigen aus.

    90. Wer sieht sie? Niemand. Aber wenn ihr euch zubereitet, werdet ihr über euch die Gegenwart großer Geister fühlen, die immer mit der Menschheit in Verbindung standen und große Missionen in ihr zu erfüllen hatten. (255, 40-41)

  • Vorwort zum Kompendium

    Das vorliegende Buch enthält eine zusammenfassende Auswahl von Textstellen aus den 12 Sammelbänden mit göttlichen Kundgaben, die unter dem Titel „Libro de la Vida Verdadera“ zwischen 1956 und 1962 in Mexiko erschienen sind. In diesen Kundgaben oder Unterweisungen offenbarte sich Gott als Schöpfer, Richter und Vater, und Christus als sein „Wort“ und als Göttlicher Meister der Weisheit aus Gott, in der Einheit des Heiligen Geistes mit Ihm.

    Es war keine leichte Aufgabe, aus der großen Fülle von Unterweisungstexten jene zu finden und auszuwählen, die für eine nach Themen geordnete Auszugsausgabe inhaltlich und sprachlich am geeignetsten und für die jeweiligen Themen unerlässlich waren hinsichtlich einer möglichst umfassenden Darstellung derselben. Auch zeigte sich die Notwendigkeit, manchmal um einer bestimmten Aussage in einem Vers der Originalausgabe willen mehrere sinngemäß zugehörige Verse in das deutsche Kompendium mit aufzunehmen. Bei anderen Textstellen ergab sich die Notwendigkeit, nur einen Teil eines größeren Originalverses mit unterschiedlichen Themeninhalten aufzunehmen.

    Bei der Übersetzung des spanischen Originaltextes der Kundgaben ins Deutsche war die genaue Wiedergabe des Sinngehaltes oberstes Prinzip, da dieser die Essenz des göttlichen Wortes darstellt. Wo immer es möglich war, wurde auch der spanische Wortlaut möglichst wortgetreu wiedergegeben, so dass zuweilen etwas eigentümliche und ungewohnte Worte, Begriffe und Ausdrucksweisen in diesen Texten vorkommen. In manchen Fällen war daher zur näheren Erläuterung eine Fußnote erforderlich. Grundsätzlich wurde aber auch auf eine gefällige und verständliche deutsche Ausdrucksweise Wert gelegt und daher oftmals auf eine wörtliche Übersetzung verzichtet, wenn eine solche sprachlich unschön gewesen wäre und der Sinngehalt der betreffenden Textstelle ohne Beeinträchtigung auch in gutem Deutsch ausgedrückt werden konnte.

    Obwohl die Stimmträger in einem Zustand der Verzückung nicht bewusst an der Formulierung der Kundgaben beteiligt waren und sie dabei nur ihr mehr oder weniger entwickeltes Sprach- und Begriffsbildungsvermögen als Werkzeug für die göttliche Kundgebung zur Verfügung stellten, und obwohl die Wortgewalt der Kundgaben deren normale Ausdrucksfähigkeit weit überstieg, war die sprachliche Klarheit und Ausdrucksmöglichkeit der Kundgaben doch auch von der geistigen Vorbereitung und dem Sprachschatz des jeweiligen Wortübermittlers abhängig.

    Das vorliegende, nach Themen gegliederte Kompendium soll dem interessierten Leser und allen nach Erkenntnis und Wahrheit strebenden Menschen dazu dienen, sich einen umfassenden Überblick darüber zu verschaffen, was der Gottesgeist im Verlauf zahlreicher Kundgebungen in Mexiko vor Ende des Jahres 1950, d. h. in der Zeit von 1884 bis 1950, als neue Botschaft und Unterweisung für die Menschheit geoffenbart hat. Vor allem aber hat es die Aufgabe, das gründliche Studium und die Vertiefung in die Lehre des Geistes, das neue Gotteswort, zu erleichtern und zu fördern.

    Durch den übersichtlichen Themenaufbau ist anhand des Inhaltsverzeichnisses ein schnelles Auffinden der Themen und Textstellen möglich, die den Leser gerade beschäftigen oder die er für die Auseinandersetzung mit Andersdenkenden oder für die Erörterung mit Geistgeschwistern benötigt.

    Der Auftrag und die Berechtigung zur Erstellung dieses Kompendiums in dieser Form und mit diesem Titel wurde von Christus selbst in seinem neuen Wort gegeben. Die einzelnen Buchkapitel behandeln jeweils ein Thema (außer Kap. 61 bis 63) und sind auch ohne Kenntnis der vorangegangenen Kapitel für den daran besonders Interessierten verständlich. Dennoch ist für das vollständige Erfassen der Geistlehre ein systematisches Studium des Werkes vom ersten bis zum letzten Kapitel empfehlenswert und erforderlich.

    Für die tägliche Erbauung und Wegweisung eignen sich besonders die Kapitel 9-11, 16-18, 20-22, 32-36, 43-45, 59-61, 63 und 65, wobei besonders auch auf die vollständigen Unterweisungen in der deutschen Übersetzung des „BUCH DES WAHREN LEBENS“ »Libro de la Vida Verdadera« hingewiesen sei. Aus ihnen kann der interessierte Leser oder Gläubige einen Eindruck davon gewinnen, wie die göttlichen Kundgaben als Ganzes erfolgt sind, und kann beim Lesen derselben ebenso wie aus diesem Dritten Testament tiefe Beglückung und Erleuchtung für seinen Geist erfahren. Möge dies allen Menschen guten Willens zuteil werden.

    Der Herausgeber

  • Wer sind die Dämonen und wo haben sie ihren Ursprung?

    Wer sind die Dämonen und wo haben sie ihren Ursprung?

    Welches Dasein und welche Macht haben sie? Was wollen sie? Wann und wie kommen wir unter den Einfluss dämonischer Kräfte?

    In den polytheistischen Kulturen fasste man die Dämonen der Antike als Götter oder Genies auf, denen man einen Kult widmete. Doch da der Vater sich als einziger Gott offenbart hatte, wurden die Dämonen in der hebräischen und christlichen Kultur als betrügerische Wesen aufgefasst, die eine höhere Macht hatten als die menschliche.

    Der Ursprung der Dämonen ist derselbe wie jener aller Geister;  da wir alle aus Gott stammen. Doch  nicht alle Geister würden von jenen (Menschen), die die verschiedenen Unvollkommenheits-Grade der desinkarnierten verwirrten Geister einstufen, als Dämonen bezeichnet werden.

    Obwohl man sagen kann, dass die Dämonen Wesen von hohem Grad an Verwirrung und Bosheit sind, bittet uns Unser Vater, dass wir diese Art von Bezeichnung auf keinen der geistigen Wesen anwenden, seien sie inkarniert oder desinkarniert, denn wir können in den Fehler verfallen, sie auf unkorrekte Art und Weise zu behandeln.

    U. 295.7: Zu diesen drei Irrtümern, die den Verstand der Menschen beherrschen, sage Ich euch: Wenn ihr glaubt, dass Gott der Heilige Geist ist, gibt es keinen Grund dafür, Ihn in materiellen Gestalten zu suchen, da Er Geist ist. Und jenes imaginäre Wesen, das ihr Luzifer oder Satan nennt, existiert nur im Verstand derer, die meine Worte, Offenbarungen und Botschaften vergangener Zeiten nicht geistig auszulegen vermochten.

    Wahrlich, Ich sage euch, im Geistigen Tal gibt es große Geister der Finsternis, die Zwietracht, Hass und Verderbnis säen. Es gibt zahllose Geister, deren Einfluss die Menschen erreicht, wenn sie ihnen schlechte Gedanken eingeben und sie zu schlechten Werken anstiften. Aber diese Wesen sind keine Dämonen; es sind unvollkommene, verstörte, verwirrte Wesen, die durch Schmerz, Missgunst oder Rachsucht verdunkelt sind. Wundert euch nicht, wenn Ich euch sage, dass ihre Natur dieselbe ist, die auch euer Geist hat, und dieselbe, wie sie jene Wesen haben, die von euch Engel genannt werden.

    Viele dieser Wesen (von vielen Dämonen genannt) streben danach eine große Macht über andere zu haben, viele möchten als höhere Wesen anerkannt werden und in diesem Streben machen sie nicht Halt vor dem Ruf ihres Gewissens und rebellieren gegen die göttliche Ordnung. Ihre Existenz ist damit erfüllt, ihr Ziel zu begehren, das ihnen sehr nahe erscheinen mag, doch ihre Errungenschaften befriedigen sie nicht und so nehmen sie sich andere Ziele vor, in der Meinung diese seien besser und kämpfen weiter, um diese zu erhalten. Dieses Streben ist wie eine Fata Morgana und in derren Irreführung beachten sie das Leid nicht, das sie anderen zufügen könnten; obwohl, auch für sie wird die Stunde des Gerichts kommen, wie für alle, in welchem sie ihre Verfehlungen erkennen und beklagen werden.

    So , wie viele Inkarnierte es tun, benutzen diese Wesen unsere Schwächen, um uns zu beeinflussen und uns zum Ziel zu führen, das sie für uns bereitet haben. Wir fallen unter ihre Macht, wenn wir Unseren Vater vergessen, der unser wirklicher Schutz ist. Unseren Vater vergessen bedeutet, Sein Wort und Sein Gesetz zu vergessen, für das Gerechte und Wahre zu wachen und beten zu vergessen, etc.

  • Ein Gruß eines Stimmträgers aus Mexiko

    Ein Gruß eines Stimmträgers aus Mexiko

    Um dem Leser / der Leserin eine Vorstellung von dem zu vermitteln, wie die Kundgaben des im Geiste wiedererschienenen Christus – zunächst vorbereitet durch den Geist Elias – sich in der Zeit von 1866 bis 1950 in Mexiko ereigneten, nachfolgend ein Gruß an die Deutschen von einem Mexikaner, der selbst ein Werkzeug des „Wortes“ war. Er ist, menschlich gesprochen, einfacher Herkunft, hat als Stierkämpfer seinen Lebensweg begonnen, dann als Fotograf sein tägliches Brot für sich und seine Familie verdient und lebte einfach und in bescheidenen Verhältnissen.

    „Eben hatte ich mein 21. Lebensjahr vollendet. Seit Jahren war ich an mein Heim gebunden als Opfer einer sehr lästigen Hautkrankheit, die mir nicht gestattete, auch nur für wenige Augenblicke die Wohltat der Sonne oder der frischen Luft zu genießen.

    In jenen Jahren der Vereinsamung, die mir wie eine Ewigkeit vorkamen, umsomehr, als ich mich im Morgenrot der Jugend befand, wo man den eitelsten Träumen nachhängt, durchlitt ich keine geringe Krise der Ungeduld und Verzweiflung. Ich muss bekennen, nur das wohlwollende Getragensein durch meine Eltern und Geschwister hat mir in dieser Prüfung eine moralische Stütze geboten, neben der leisen Hoffnung freilich, eines Tages die Gesundheit wiederzuerlangen.

    Viele Ärzte nahmen sich meines Falles an, und ich wurde unzähligen Behandlungsweisen unterzogen – alles ohne Erfolg. Ich erinnere mich nur, dass nach jedem Fehlschlag meine Hoffnungslosigkeit wuchs.

    Als meine Isolierung, mein Schweigen und meine Einsamkeit täglich unerträglicher wurden, flüchtete ich mich ins Gebet und bemerkte, dass darin mein Geist einen unaussprechlichen Frieden fand, und dass in meinem Herzen die Ahnung eines Vorgefühls aufkam, dass ich binnen kurzem mich aus meiner Gefangenschaft befreit sehen würde.

    Meine Gebete zogen sich immer mehr in die Länge, und meine geistige Konzentration wurde immer tiefer. Ich bemühte mich um möglichst häufige Meditationen, denn solange das Gebet andauerte, blieb ich allen Leiden enthoben. Wenn dann die Wonne vorüber war, und ich in die Wirklichkeit meines einsam-stillen und gleichförmigen Lebens zurückfiel, hatte ich immer das Empfinden, als käme ich aus einer anderen Welt, in der sich mein Geist gestärkt und inspiriert hatte. Hier muss ich einschalten, dass ich meine Gebete aus unvorbedachten Augenblickseinfällen formte. Nie werde ich vergessen, wie ich während solcher Entrückungen den Zeitbegriff verlor, und es Augenblicke gab, da mir alles entschwand, was mich umgab. Allerdings erinnere ich mich, dass ich mich in meiner Kindheit – etwa von 12 Jahren an – ohne dass ich mir dies erklären konnte, fast täglich in einer Art Loslösung der Seele befand, die sich über mehrere Minuten hinzog, während derer ich, vielleicht vom Unterbewusstsein geleitet, wie ein Automat handeln musste. Nie gab es die mindesten Schwierigkeiten, solange dieser eigenartige Zustand währte. Sonderbarerweise löste er anfangs Angst bei mir aus, allmählich aber machte ich mich mit ihm vertraut, während sich das Phänomen im Lauf der Zeit verstärkte.

    Meine Krankheit erreichte ihren Höhepunkt. Manchmal war mir, als ob meine Haut unter der Wirkung eines inneren Feuers brannte, das mit nichts zu dämpfen war. Gleichzeitig wurde mein Aussehen immer beklagenswerter.

    Eines Tages erschien mein Vater mit der Neuigkeit, er habe das Wort des göttlichen Meisters gehört aus dem Munde eines einfachen Menschen, der gewiss ein Auserwählter Gottes sei. Und zwar in einer dürftigen Versammlungsstätte eines abgelegenen Stadtteils von Mexiko. Ein guter Freund, der schon lange jene Kundgaben bewundere, habe ihn mitgenommen.

    Augenblicks hatte ich die Gewissheit, dass ER es war, der Meister, der da mit Hilfe des menschlichen Wahrnehmungsvermögens sprach, um sich den Menschen zu nähern, auf der Suche nach denen, die nach Licht hungerten und nach Gerechtigkeit dürsteten.

    Das Wunder, das ich Tag für Tag erwartete, stand vor mir. ER, mit dem ich so oft in meinen Stunden des Schmerzes geredet hatte, war mir nun ganz nahe und wartete auf mich, um mir die Gesundung des Leibes und der Seele zu schenken.

    Ich folgte dem Ruf des Herrn! Es war am Sonntag, den 14. Februar 1934, dass ich zum erstenmal jenen bescheidenen Versammlungsraum betrat, einen von den vielen, wo die göttliche Botschaft zu hören war. Stark beeindruckte mich die Insichgekehrtheit und tiefe Konzentration, mit der die Anwesenden sich vorbereiteten, um das Kommen des “göttlichen Strahls” zu erwarten, der das innere Hören des “Wortträgers” inspirieren sollte, welcher dann das himmlische Wort zu übertragen hatte.

    Der “Wortträger” oder das “Werkzeug” war bei jener Gelegenheit eine Frau. Eine einfache Frau von, möchte man sagen, gewöhnlichem Aussehen, und von Geburt an blind. Ihre Erscheinung, muss ich gestehen, machte mir keinen besonders angenehmen Eindruck. Umso größer war daher mein Erstaunen, als ihre Lippen sich auftaten und eine Predigt hören ließen von einer solchen Tiefe, so wundervoll und von solcher Weisheit, wie man es sich kaum vorstellen kann, dazu vorgetragen mit einer süßen Stimme voll überraschenden Tonfalls, was der Botschaft einen tief beeindruckenden und bewegenden Akzent verlieh.

    Im weiteren Verlauf der Kundgabe vergaßen die Anwesenden der Gegenwart des Wortträgers gänzlich, um sich in die Regionen des Geistes zu erheben und im Vollmaß die göttliche Belehrung zu genießen. Wenn aber während der Kundgabe jemand zufällig die Augen öffnete und den Wortträger beobachtete, so konnte er bemerken, wie jenes an sich armselige und gewöhnliche Wesen sich verklärt hatte in der Erhebung ihres Sinnes, ja, wie in solchen Augenblicken von ihm eine große Schönheit und eine ehrfurchtgebietende Majestät ausstrahlte.

    Das göttliche Wort floss von ihren Lippen wie eine unversiegliche Flutwelle, eine Stunde, zwei Stunden, drei und mehr. Das kam alles ohne Stocken, ohne Unterbrechung, fehlerlos, und ohne dass sich die geringste Ermüdung zeigte oder die Stimme heiser oder brüchig wurde. Im Gegenteil schien, je länger die Kundgebung dauerte, die Inspiration an Vollkommenheit zuzunehmen.

    Die Gegenwart des göttlichen Meisters war in jenen Augenblicken der Mitteilung so stark spürbar, dass man seine Nähe und Freundschaft ganz greifbar empfand. Er sprach zu jedem Herzen! Er las die verborgensten Gedanken der Anwesenden und berührte die geheimsten Fasern seiner Zuhörer, und zwar ohne irgendjemand zu verletzen oder anzuklagen. Ein jeder fühlte in seinem Herzen, welche Worte vom Meister mit dem forschenden Blick der Liebe und der Weisheit gerade an ihn gerichtet waren.

    Die göttliche Mitteilung nahm auf den Lippen des Wortträgers verschiedene Tönungen und Färbungen an. Wenn der Herr als Vater sprach, teilte sich der Stimme Zärtlichkeit, Vergebung und Liebkosung mit; wenn er sich als Meister kundgab, wurde sie tiefgründig und weisheitsvoll, und wenn er den Richter hervorkehrte, dann bekam die Stimme des Wortträgers den Tonfall unendlicher Autorität und Macht, wobei sich die Gerechtigkeit und der göttliche Eifer in so eindrücklicher Weise vernehmen ließen, dass es die Zuhörer wahrlich vernichtend traf und ihnen Tränen der Reue erpresste und sie feste Vorsätze zu Umkehr und Wiedergutmachung fassen ließ.

    Ganz klein fühlte ich mich vor solcher Größe und als der allerletzte unter den Versammelten. In meiner Unwissenheit kam mir der Gedanke, der Herr habe sicher meine unbedeutende Anwesenheit gar nicht bemerkt. Schnell jedoch musste ich mich von meinem Irrtum überzeugen und erfahren, dass der Blick des Meisters alle entdeckte. Nach mehreren Monaten häufiger Besuche, mit denen ich nichts anderes bezweckte, als jenes geistige Fest zu genießen, wurde ich an einem unvergesslichen Nachmittag vom Herrn gerufen. Es war der 9. August 1934, an dem ich, ohne dass ich aus meinem Erstaunen herauskam, gekennzeichnet und gesalbt wurde, dem göttlichen Wort als Wortträger zu dienen.

    Tiefste Bewegung, die edelsten und abgründigsten Gefühle ergriffen in jenem höchsten Augenblick mein Herz. Was konnte ich in diesem erhabenen Moment dem verweigern, der ein unbeschränktes Recht über seine Kreaturen hat?

    Meine Bestimmung war vorgezeichnet. Seit jenem Tag lebte ich nichts anderem, als mein Leben dem so schweren und heiklen Amt zu weihen.

    Einige Monate der Vorbereitung, die gleichzeitig meine vollständige physische Gesundung mit sich brachten, dienten der Ausbildung als Wortträger des göttlichen Meisters, dem ich mich seit jener Stunde mit Leib und Seele hingab, bis zum 31. Dezember 1950, an dem das Licht der Gottheit aufhörte, sich in dieser Form kundzugeben.

    Wenn wir, die wir Wortträger waren, es unternehmen wollten, über die Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen zu berichten, die uns in jenen Jahren unvergesslichen Kampfes vor den herbeiströmenden Scharen der verschiedenen über unser ganzes Land verstreuten Versammlungsstätten zuteil wurden, müssten wir ganze Bände füllen, denn unsere Laufbahn war eine ununterbrochene Folge wunderbarster Begebenheiten, und es wäre unmöglich, sie innerhalb des begrenzten Raumes zu erzählen, der mir hier zur Verfügung steht.

    Doch ist es von äußerster Wichtigkeit zu betonen, dass wir für unsere Vorbereitung kein anderes Buch hatten als das Wort, das von unseren eigenen Lippen floss. Denn es sollte keinerlei Beeinflussung in unseren Verstand eindringen, damit wir mit möglichster Treue die göttliche Botschaft aufnehmen konnten. Wenn wir demütig blieben, zeichnete uns der Herr aus in Liebe und Wohlgefallen vor seinem Volk. Wenn wir uns aber einmal von Eitelkeit oder Egoismus beherrschen ließen, berührte Er uns mit Seiner Gerechtigkeit, indem Er uns für einige Zeit Seine Inspiration entzog, um uns zu zeigen, dass wir ohne Ihn nichts vermöchten, denn ohne Ihn sind wir nichts.

    Seit der letzten Mitteilung des Meisters Ende 1950 habe ich nie wieder irgend eine jener eigentümlichen Empfindungen verspürt, wie ich sie während der Ausübung der Mission als Wortträger Jahr um Jahr in meinem Wesen trug.

    Von dem genannten Tag an widmete sich eine zahlreiche Gruppe von Brüdern der Aufgabe, die größtmögliche Anzahl von Kundgebungen und Offenbarungen zu sammeln, die der Herr uns gegeben hatte, und welche glücklicherweise mitgeschrieben worden waren. Aus ihnen wurde ein Buch zusammengestellt, das der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden sollte, und das bis jetzt die Quelle ist, aus der die Menschheit trinken kann von dem Wasser der Wahrheit, die der Meister den Menschen dieser und künftiger Zeit hinterließ als ein Geschenk der Liebe, des Lichts, der Gerechtigkeit und des Friedens.

    Man hat von mir ein Zeugnis erbeten, der ich unverdientermaßen ein Wortträger des Meisters während seiner Kundgebung in dieser Form war, und habe versucht, es mit diesen Zeilen zu tun. Ich tat es mit aller Aufrichtigkeit, deren ich fähig bin, mit dem heißen Wunsch, dieses Zeugnis möge als Anreiz dienen und erreichen, Vertrauen und Glauben in denen zu wecken, die dies Buch in die Hand nehmen, das Botschaften enthält, die der göttliche Meister der Menschheit dieser Zeit in Seiner Güte durch ebenso einfache wie unwürdige Vermittler offenbarte.

    Gleichzeitig sende ich aus tiefster Seele einen brüderlichen Gruß im Namen des Herrn meinen Brüdern und Schwestern in Deutschland, deren wunderbares geistiges Erwachen uns der Meister durch seine menschlichen Mittler anzeigte.“

  • Die unbekannten Geschehnisse von Mexiko (1866-1950)

    Die unbekannten Geschehnisse von Mexiko (1866-1950)

    Der Trinitarisch-Marianische Spiritualismus und das Dritte Testament: Die unbekannten Geschehnisse von Mexiko, 1866-1950

    Autor: Joseph Zaragoza

    „Ich kam auf der Wolke, von ihr ließ ich meinen universellen Strahl herabkommen, und durch denselben habt ihr mich in Wort, Essenz, Gegenwart und Macht bei euch gehabt; von 1866, seit Roque Rojas, bis 1950 durch Vermittlung der letzten Sprachrohre, durch die ich mein universelles Wort widerhallen ließ. Denn wenn ihr heute einige kennengelernt habt, die mein Volk bilden, Glieder des Volkes Israel, Bestandteile der Zwölf Stämme, so wird morgen durch diese Zeugen und Sendboten, die ich unter der Menschheit zurücklasse, mein Wort bekannt werden auf dem ganzen Erdkreis, welches als Wahrheit verkündet werden und  Rettungsanker, Heimathafen, Stern für alle Wanderer und Reich des Friedens für das ganze Universum sein wird, denn dies ist mein Wille“. (U. 366, 93, gegeben am 31. Dezember 1950)

    Der Trinitarisch-Marianische Spiritualismus ist eine Bewegung mit religiösem Charakter, die sich im Zentrum Mexikos von 1866-1950 entwickelt hat. In diesem Zeitraum brachte sie das ‚Dritte Testament‘ hervor, welches nach eigener Darstellung, der dritte Teil der christlichen Bibel sein soll. Dieses Buch besteht aus einem Haupttext, welcher unter dem Namen „Libro de la Vida Verdadera“ –Buch des Wahren Lebens– bekannt ist, deren erste spanische Auflage in 12 Bänden im Jahre 1956 in Mexiko-City erschien.[1]

    Im Gegensatz zu allem, was alle christlichen Religionen und deren kleinere Konfessionen behaupten und erwarten, vertritt der Trinitarisch-Marianische Spiritualismus die Ansicht, dass die Zweite Wiederkunft Christi nicht etwas Zukünftiges wäre, sondern dass diese bereits geschehen sei. Und zwar weder in Rom, noch auf dem Berg Athos –oder in irgendeinem anderen orthodoxen Glaubenszentrum, auch nicht im jüdisch-christlichen Jerusalem oder im Schoss des Protestantismus, wie viele es erwarten würden, sondern in einem sogenannt Dritt-Welt bezeichneten Land, in Mexiko.[2]

    Tatsächlich habe –gemäss den eigenen Aussagen des Dritten Testaments– ein solches Ereignis hauptsächlich in den Vororten von Mexiko-City stattgefunden, in der grössten Stille und im Schutz der Geschehnisse, die die Welt während dieser ganzen Zeit, von 1866 bis 1950, erschütterten. Eine solche zweite Ankunft Christi wäre jedoch nicht in der physischen Dimension (in der Materie, laut ihren eigenen Worten) geschehen, sondern im Geist oder „auf einer Wolke“, wie sie symbolisch im Neuen Testament prophezeit worden war.[3]

    Diese zweite Ankunft, im Geist,habe es ermöglicht, dass Hunderte von Menschen aus dem Volk (anfangs überwiegend Analphabeten) „durch Eingebung“ einige tausend Lehren empfingen, die sowohl vom „Vater“, von „Christus“ oder dem „Heiligen Geist“ –mit welchen Das Buch des Wahren Lebens zusammengestellt worden sei– als auch von „Maria“ –Die Botschaft Marias–, dem „Propheten Elia“ –Der Vorbote– oder der „Geistigen Lichtwelt“ –Die Beschützer– stammten.

    Besagte Texte seien nicht nur eine schlichte Folge der Bibel, sondern eine erstaunliche Weiterentwicklung und Aktualisierung der Kenntnis, die dort dargelegt wird. Eine Kenntnis, welche gemäss den eigenen Aussagen des Dritten Testaments nicht nur an das „Volk Israel“, an die „Christen“ oder an Gläubige anderer Religionen oder spiritueller Bewegungen[4] gerichtet wäre, sondern an alle Geister, seien sie „inkarniert oder desinkarniert“, auf dieser Welt oder auf „anderen“ Welten.[5]

    Man findet im Dritten Testament nicht nur viele Themen weiterentwickelt, die in der Bibel[6] oder generell in der christlichen Tradition wenig klar, zweideutig oder verwirrend dargestellt waren (wie bspw. der Begriff der Dreieinigkeit, die Vorstellungen über die „Hölle“, den „Teufel“, die „Sünde“[7], den „Tod“[8], etc.), sondern auch viele andere Sachverhalte, die weiterhin wenig klar oder offenkundig geheimnisvoll geblieben sind: Reinkarnation, „Recyclen und Evolution“ der Materie (der menschlichen Materie[9] inbegriffen); Aufklärung über den Unterschied von Geist, Seele und Körper; Existenz von „n“-Dimensionen[10] im „Universum“ (was nichts anderes als ein unendlich kleinster Ausdruck der „Schöpfung“ wäre) und, womöglich auch, von „n“-Zeitlinien [11]; sicheres Vorhandensein von Leben auf „anderen Welten“[12], etc.

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    [1]Diese Bewegung brachte auch drei andere Texte hervor: „Los Protectores“ -Die Beschützer, „El Precursor“ -Der Vorbote und „El Mensaje de Maria“ -Die Botschaft Marias. Diese Texte können z.T. im Internet auf Spanisch, Deutsch, Englisch und Französisch aufgesucht werden (siehe www.144000.net, www.das-dritte-testament.com, www.drittes-testament.de, www.le-troisieme-testament.com, www.tercera-era.com und www.eltercertestamento.org). Auf Deutsch sind folgende Bücher im Reichl Verlag, D-56329 St. Goar, erhältlich: „Buch des Wahren Lebens“ Band I-VI, „Die Dritte Zeit“, „Gottes Geisteswerk“, „Die Göttlichen Offenbarungen von Mexiko: Kurze Darstellung der Geisteslehre mit Worten des Göttlichen Meisters aus den 12 Bänden des ‚Buch des Wahren Lebens’“.

    [2]Es soll in Erinnerung gerufen werden, dass Jesus sich weder in den damaligen Macht- und Zivilisationszentren Roms oder Griechenlands zu erkennen gab, noch im jüdischen Kulturzentrum Jerusalem, sondern in einem entfernten und entlegenen Ort wie Galiläa.

    [3]„Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weissen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“ Apostelgesch. 1,10-11f.; „Dann wird man den Menschensohn mit grosser Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen.“ Luk. 21,27; „Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.“ Luk. 12, 40; „Siehe, er kommt mit den Wolken.“ Johannes Offenbarung 1,7; Selbst im Alten Testament bei Daniel 7,13 findet sich folgende klare Aussage: „Immer noch hatte ich nächtliche Visionen: Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn.“

    [4]„Mein Wort ist nicht nur für ein Volk, es ist für alle Völker, für alle Glaubensbekenntnisse und Religionen“. Siehe Unterweisung 65 –Buch des Wahren Lebens– Absatz 15 (U. 65,15) „Ich komme nicht, um eine neue Religion zu schaffen noch kommt diese Lehre, um die bestehenden Religionen zu widerrufen.“ U. 118,91

    [5]„Zu jener Zeit sagte ich euch: Ich bin das Licht der Welt. Denn ich drückte mich als Mensch aus, und die Menschen kannten nichts anderes ausser ihrer kleinen Welt. Nun, im Geist, sage ich euch: Ich bin das universelle Licht, jenes, welches das Leben aller Welten, Himmel und Wohnsitze erleuchtet. Ich bin das Licht, welches erleuchtet und allen Wesen und allen Geschöpfen das Leben schenkt.“ U. 308,4

    [6]„Die Zeit der Sinnbilder und Symbole geht zu Ende, denn eure geistige Entwicklung und gedankliche Entfaltung erlauben euch, die Wahrheit besser zu verstehen.“ U. 74,6

    [7]Etwas nie gesehenes im Christentum: der ‚lebendige, einzige und unteilbare Gott‘ des Dritten Testaments ist ein vielmehr gönnender, toleranterer und ermutigender Gott: „Ich verbiete euch nicht, die ‚Früchte der Bäume‘ zu probieren, aber ihr müsst zugerüstet sein, damit ihr die gute Frucht von der schlechten zu unterscheiden wisst. … Ihr konntet nicht zu mir zurückkehren, ohne zuvor alle Früchte des Lebens gekostet zu haben und euch an allen Vergnügungen ergötzt zu haben.“ U. 131,6 u. 36; „Ich verwehre euch nichts, denn nichts widerspricht meinen göttlichen Ratschlüssen; doch gebraucht alles mit Masse.“ U. 159,17  Und in Bezug auf die sinnliche Liebe: „Wenn das erste Gesetz die Ausbreitung der menschlichen Rasse zum Ziel hatte – wie könnt ihr da annehmen, dass derselbe Vater euch bestrafen würde, weil ihr ein Gebot von ihm befolgt und erfüllt habt? Ist es möglich, Volk, dass in eurem Gott ein solcher Widerspruch existiert?“ U. 150,45 „Durchzieht die Wege, trinkt von den Quellen, kostet und schmeckt die Früchte, lernt mich durch alles hindurch kennen“. U. 345,26 Zur gleichen Zeit besteht eine erweiterte Auffassung über die Bewertung von Gut und Böse: „Jener, der das Gute nicht ausübt, wenn er es könnte, tut übler, als jener, der nicht fähig ist Gutes zu tun und sich auf’s Böstun beschränkt, weil es das einzige ist, was er zu geben fähig ist.“ U. 153,71

    [8]„Der Tod ist nur ein Sinnbild, der Tod existiert nur für jene, die die Wahrheit noch nicht zu erkennen vermögen. Für sie ist der Tod weiterhin ein Schreckensbild, hinter dem das Unfassbare oder das Nichts ist. Euch sage ich: Macht eure Augen auf und begreift, dass auch ihr nicht sterben werdet. Ihr werdet euch vom Körper trennen, doch dies bedeutet nicht, dass ihr sterben werdet. Ihr habt, wie euer Meister, ewiges Leben.“ U. 213.5

    [9]„Das Fleisch sinkt in die Erde und vermischt sich mit ihr. Dort wird es gereinigt, verwandelt sich und ersteht unablässig von neuem zum Leben, während der Geist sich weiter aufwärtsentwickelt, weiterhin der Vollkommenheit entgegengeht, und wenn er zur Erde zurückkehrt, ist es für ihn eine Auferstehung zum menschlichen Leben, und auch für seine neue Körperhülle ist es in Verbindung mit dem Geist eine Auferstehung. Doch das Materielle ist nicht von unvergänglicher Beschaffenheit, das Geistige dagegen wohl.“ U. 151,58

    [10]Hier geht es um die Deutung von Johannes 14,2: „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen“ (deren Anzahl nach dem Dritten Testament ‚unendlich‘ wäre).

    [11]„Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft sind mit euch, sie umschliessen alles. Ich gewähre euch die Ewigkeit, in welcher ihr lebt, über welche ihr nach meinen Willen herrschen sollt, damit ihr nicht mehr nur die materielle Zeit besitzt, noch nur Herren dieser Welt seied.“ U.366,30 „Der Geist hat sowohl die Gabe, den Platz einzunehmen, den ihm der Vater im Jenseits zugewiesen hat, als auch zur selben Zeit eine Mission bei euch auszuführen. Das ist die Kraft des Geistes.“ U. 185,31

    [12]„In der Zweiten Zeit sagte ich euch, dass im Haus des Vaters viele Wohnungen bereit stehen. Nun, bestätige ich diese Worte und sage euch, dass ihr nicht die einzigen Bewohner des Universums seid, noch ist euer Planet der einzige, der bewohnt wird.“ U. 292,3 „Wisset von heute an, dass alle Welten durch meine Geschöpfe bewohnt sind. Nichts ist leer. Alle sind sie gesegnete Gärten, die von Maria, der göttlichen Zärtlichkeit, gepflegt werden.“ U. 312,11

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  • Der Turm von Babel

    Der Turm von Babel

    An diesem Gnadenmorgen, oh Menschengeschlecht, Nationen, die ihr euch vor Mir befindet, fühlt die Stimme des Vaters in euren Gewissen, auch wenn ihr mein Wort nicht vernehmt. Seid ihr des Blutes nicht überdrüssig? Tun euch die (verlorenen) Leben nicht leid? Doch weder euer Gewissen noch euer Herz ist aufgewacht. Ich bin gekommen, um eure stolzen Häupter zu zerbrechen! Ach, ihr Menschen der Dritten Zeit, die ihr mit eurer Wissenschaft in dieser Dritten Zeit euren Turm von Babel aufrichtet, um euren eigenen Gott zu demütigen und zu sagen, dass eure Wissenschaft grösser ist als das Wort eures Gottes. Ihr habt das Wort der Gebote des Vaters niedergetreten und das Wort Jesu verfälscht, denn es schien euch, dass ihr dadurch auf Erden in die Irre gehen würdet; denn ihr dachtet, dass ihr keinen Anteil an der Demut habt, nur an der Grösse. Und Ich habe zugelassen, dass ihr an Grösse zunehmt, habe zugelassen, dass ihr euren Turm baut. Und jetzt frage Ich euch: Wo bleibt eure Grösse? Wo ist euer Turm der Hochmut? Wo ist eure Wissenschaft und wohin hat sie euch geführt? Oh Männer, die ihr die Menschheit zum Abgrund führt. Gehört das Leben eures Bruders etwa euch? Dürft ihr sein Blut vergiessen? Gehört seine Bestimmung, die heilig ist, euch? Ach Menschheit der Dritten Zeit, der Zeit des Lichts, der Zeit des Heiligen Geistes! Deshalb bin Ich als Unwandelbarer, als Unerbittlicher, als Ewiger zu euch gekommen, um euch zu sagen: Ich verändere Mich nie! Wenn ihr Mich in der Zweiten Zeit demütig und arm gesehen habt, so werdet ihr Mich heute und immer demütig und arm sehen. Doch in meiner Armut und Demut liegt meine Grösse und meine Weisheit: Ich, der Schöpfer aller Dinge. Denn ohne Mich, wärt ihr nichts; denn wenn ich für eine Sekunde meinen Odem von Dir zurückziehen würde: Was wäre dann mit dem Wissenschaftler, da er nicht erschaffen kann?

    Viele Dinge habt ihr ‚erschaffen‘, Menschheit, doch keines habt ihr mit Leben erfüllt noch mit Gewissen ausgestattet, noch mit Geist; und wenn einmal der Tag kommt, an dem ihr die Dinge mit Leben verseht, mit Geist und Gewisssen, dann werde Ich meinen Zepter in eure Hand legen, oh ihr Männer, oh ihr Menschen und werde zu euch sagen: Ihr seid Gott! Doch da diese Dinge nicht sein können, ist es nötig, dass Ich zu euch komme, um euer hochmütiges Haupt zu zerbrechen und dann werdet ihr euren Turm auf Leichen und Trümmern errichten.

    Dies ist euer Reich, doch mein Reich besteht aus Leben, und deshalb komme Ich, um die Toten zu suchen, jene, die ihr getötet habt, jenen, welchen ihr einen andersartigen Gott und ein andersgeartetes Gesetz gelehrt habt, um sie zum wahren Leben aufzurichten, zum Leben der Demut, der Liebe, der wahren Weisheit und der Brüderlichkeit, zur Moral und zum wahren Leben. Dies ist der grösste Schatz, den mein Reich besitzt, der grösste Schatz, der mein Geist beherbergt.

    Der Frieden ist nicht in jenen, die sich für gross halten, den Frieden übergebe Ich, Israel, und wenn ihr einmal alle Frieden habt, dann werden alle bei Mir sein, denn den Frieden erreicht man über die Liebe, durch die Regeneration, durch die Brüderlichkeit.

    Auszug aus einer unveröffentlichten Unterweisungen von der Versammlungsstätte La Fe vom 2. November 1944

  • Jakob Lorber zur Wiederkunft Jesuchristi

    “In diesem Lande, wo Ich nun von einem Orte zum andern von den Juden des Tempels wie ein Verbrecher verfolgt werde, werde Ich persönlich nicht wieder auftreten, lehren und trösten die Schwachen. Wohl aber in den Landen eines andern Weltteiles, die nun von Heiden bewohnt werden, werde Ich ein neues Reich gründen, ein Reich des Friedens, der Eintracht, der Liebe und des lebendigen Glaubens, und die Furcht vor dem Tode des Leibes wird nicht mehr unter den Menschen sein, die in Meinem Lichte wandeln und im beständigen Verkehr mit den Engeln des Himmels stehen werden.”

     (Gr. Ev.Bd.9, Kap. 94,9)

    Jesus: “Es gibt ein gar großes Land im fernen Westen, das von allen Seiten vom großen Weltozean umflossen ist und nirgends mit der alten Welt zusammenhängt. Aus jenem Lande werden die Menschen zuerst bedeutende Dinge vernehmen, und diese werden auch im Westen Europas auftauchen, und es wird daraus ein helles Strahlen und Widerstrahlen entstehen. Die Lichter der Himmel werden sich begegnen, erkennen und unterstützen. – Aus diesen Lichtern wird sich die Sonne des Lebens, also das neue, vollkommene Jerusalem, gestalten. Und in dieser Sonne werde Ich auf diese Erde wiederkommen.” (Gr.Ev.Bd.9, Kap.94, 14-15)

    Jesus: “Wenn Ich dereinst zur Erde wiederkomme, dann werde Ich nicht allein kommen, sondern all die Meinen, die schon lange in Meinem Himmelreiche bei Mir sind, werden mit Mir in großen Scharen kommen und stärken ihre noch auf Erden im Fleische wandelnden Brüder, und es wird so eine wahre Gemeinschaft zwischen den seligsten Geistern der Himmel und den Menschen dieser Erde bestehen, was den derzeit lebenden Menschen zum größten Troste gereichen wird.” (Gr.Ev.Bd.8, Kap. 187,5)

    Jesus zu seinen Jüngern: “Ich werde nie mehr in einem Tempel, von Menschenhand erbaut, Wohnung nehmen, sondern nur im Geiste derer, die Mich suchen, Mich bitten, an Mich allein glauben und Mich auch über alles lieben werden; ihr Herz wird Mein wahrer Wohntempel sein, und in diesem werde Ich auch zu ihnen reden, sie lehren und führen. Dieses merket euch.” (Gr.Ev.Bd. 8, Kap. 163, 4)

    Jesus: “Freund, die Lehre, die Ich nun gebe, ist Gottes Wort und bleibt ewig. Und darum werden die Menschen zur Zeit Meiner Wiederkunft nur die Lehre überkommen, die ihr von Mir bekommen habt. Aber in jenen Zeiten wird sie ihnen nicht verhüllt, sondern völlig dem geistigen und himmlischen Sinne nach enthüllt gegeben werden, und darin wird das neue Jerusalem bestehen, das aus den Himmeln auf die Erde hernieder kommt.” (Gr.Ev.Bd.9, 90, 2-4)

    Jesus zu seinen Jüngern: “Von nun an werden nahezu 2000 Jahre hindurch viele Seher und Propheten erweckt werden, weil auch eine noch größere Anzahl falscher Propheten und Christusse erstehen werden. Gegen Ende der angezeigten Zeit werde Ich stets größere Propheten erwecken, und mit ihnen werden auch die Gerichte sich mehren und ausdehnen. Da werden große Erderschütterungen kommen, verheerende Stürme, Teuerungen, Kriege, Hungersnot, Pestilenz und viele andere Übel. Der Glaube wird nicht unter den in einem Hochmut erkalteten Menschen sein, und ein Volk wird wider das andere ziehen. . . .Doch darauf wird eine allergrößte Offenbarung geschehen durch Meine abermalige Darniederkunft auf diese Erde; aber dieser Offenbarung wird vorangehen ein allerschärfstes Gericht und nachfolgen eine allgemeine Sichtung der Weltmenschen durchs Feuer und sein Geschoss, auf dass dann Ich selber eine ganz andere Pflanzschule für wahre Menschen auf dieser Erde errichten kann, die bis ans Ende der Zeiten dieser Erde dauern wird.” (Gr.Ev.Bd.6, Kap. 150 , 14-17)

    Zitate ausgesucht von Walter Maier

    Siehe “Das Grosse Evangelium Johannis”, Lorber Verlag.

    „Denkt nicht, dass Ich diese Nation (Mexiko) erst in letzter Stunde für meine Kundgebung ausgewählt habe. Alles war schon von Ewigkeit her vorgesehen. Dieser Boden, diese Rasse, eure Seelen wurden von mir vorbereitet, ebenso wie die Zeit meiner Gegenwart auch durch meinen Willen vorbestimmt worden war.“ ( DT Kap. 4,12)

  •  GEBET MIT WORTE ODER MIT GEFÜHLEN?

    MIT GEDANKEN ODER MIT DEM HERZEN?


     2-031-53. Der Grund für eure Erschaffung war die Liebe, die Göttliche Sehnsucht, meine Macht mit jemandem zu teilen; und der Grund dafür, dass ich euch mit Willensfreiheit ausgestattet habe, war gleichfalls die Liebe. Ich wollte Mich von meinen Kindern geliebt fühlen — nicht durch Gesetz bedingt, sondern aus einem spontanen Gefühl heraus, das frei aus ihrem Geist hervorbrechen würde.

    Mar 12:28  Und einer der Schriftgelehrten, der gehört hatte, wie sie sich befragten, trat herzu, und als er wahrnahm, daß er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
    Mar 12:29  Jesus aber antwortete ihm: Das erste Gebot von allen ist: „Höre, Israel: der Herr, unser Gott, ist ein einiger Herr;
    Mar 12:30  und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstande und aus deiner ganzen Kraft“. [Dies ist das erste Gebot.]
    Mar 12:31  Und das zweite, ihm gleiche, ist dieses: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“. Größer als diese ist kein anderes Gebot.


    Wenn wir mit Worten beten, kommen uns viele Gedanken in den Sinn, und es ist anfangs schwierig, diese zu kontrollieren. Lieber üben wir uns ein, in unserem Geist still zu sein und mit unserem Herzen zu schwingen: Gott zu lieben, unseren Nächsten, die Natur, die Liebe ― das ist das beste Gebet.

    Ein Gebet ist oft mit Worten strukturiert, die sich manchmal wiederholen und in der Zeit, in der wir nach den richtigen Worten suchen, lenken uns viele Dinge ab.

    Beten bedeutet, ein Fenster zu öffnen und durch dieses das Reich des Geistes zu betrachten, das Angesicht unseres himmlischen Vaters, unserer himmlischen Mutter. Im Himmel, im Geistigen Raum gibt es keine menschliche Sprache; deshalb üben wir uns doch darin, die Botschaften des Geistes wahrzunehmen und mit unserem Herrn und seinen Engeln zu sprechen.


    Rom 8:26  Desgleichen aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie sich’s gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichen Seufzern.
    Rom 8:27  Der aber die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß.

    1-9-31. In Wahrheit sage Ich euch: Wenn dies Volk außer dem Verstehen seiner Bestimmung schon seine Aufgabe erfüllen würde, die Menschheit würde durch seine Gebete Gnade erlangen. Aber noch fehlt euch die Nächstenliebe, um eure Nächsten als wahre Brüder zu empfinden, um wirklich die Unterschiede der Rassen, Sprachen und Glaubensbekenntnisse vergessen zu können, und um außerdem aus euren Herzen jede Spur von Groll gegen jene auszulöschen, die euch verletzt haben.
    32. Wenn es euch gelingt, eure Gefühle über so großes menschliches Elend hinweg zu erheben, wird in euch die tiefst empfundene und aufrichtigste Bitte für eure Mitmenschen aufsteigen, und diese Liebesschwingung, diese Reinheit eurer Empfindungen werden die machtvollsten Schwerter sein, welche die Finsternisse vernichten, die die Kriege und Leidenschaften der Menschen geschaffen haben.

    6-162-24. Als meine Jünger mich baten, dass Ich sie beten lehre, gab Ich ihnen als Vorbild das Gebet, das ihr „Vaterunser“ nennt, womit Ich ihnen begreiflich machte, dass das wahre, vollkommene Gebet jenes ist, das gleich jenem von Jesus spontan aus dem Herzen kommt und bis zum Vater empordringt. Es soll Gehorsam, Demut, Schuldbekenntnis, Dankbarkeit, Glaube, Hoffnung und Verehrung enthalten.

    9-247-52. Betet, aber euer Gebet soll von euren täglichen Vorhaben und Werken bestimmt sein, dies wird euer bestes Gebet sein. Doch wenn ihr einen Gedanken an Mich richten wollt, um mit ihm eine Bitte auszudrücken, so sagt Mir nur: „Vater, Dein Wille geschehe an mir.“ Damit werdet ihr sogar mehr erbitten, als ihr verstehen und erhoffen könntet, und dieser einfache Satz, dieser Gedanke, wird jenes „Vaterunser“, um das ihr Mich in einer anderen Zeit batet, noch mehr vereinfachen.
    53. Damit habt ihr das Gebet, das alles erbittet und das am besten für euch sprechen wird. Doch nicht eure Lippen sollen es sagen, sondern euer Herz soll es empfinden; denn sagen ist nicht fühlen, und wenn ihr es fühlt, braucht ihr es Mir nicht zu sagen. Ich weiß die Stimme des Geistes zu vernehmen und verstehe seine Sprache.

    9-263-30. Wie viele hoffen, in den höchsten Himmel zu gelangen, um Maria kennenzulernen, die sie sich immer in der menschlichen Gestalt als Frau vorstellen, die sie auf der Welt war, als Mutter des Mensch gewordenen Christus, und die sie sich als Königin auf einem Thron vorstellen, schön und machtvoll. Doch Ich sage euch, dass ihr dem Göttlichen nicht länger Gestalt verleihen sollt in eurem Verstande. Maria, eure Geistige Mutter, existiert; aber sie hat weder die Gestalt einer Frau noch irgendeine andere Gestalt. Sie ist die heilige und liebevolle Zärtlichkeit, deren Barmherzigkeit sich bis ins Unendliche ausbreitet. Sie regiert in den Geistwesen, doch ihre Herrschaft ist die der Demut, der Barmherzigkeit und der Reinheit. Aber sie hat keinen Thron, wie die Menschen sich das vorstellen. Sie ist schön, aber von einer Schönheit, die ihr euch nicht einmal mit dem schönsten Angesichte vergegenwärtigen könnt. Ihre Schönheit ist himmlisch, und das Himmlische zu begreifen werdet ihr niemals imstande sein.
    31. Ich sage euch: Wenn ihr euch ein wenig der Wahrheit nähern und euch in ihre Betrachtung versenken wollt, so bleibt dabei, aus euren Augen und eurem Verstande alle Gestalten zu entfernen, die ihr bei dem Versuch, dem Göttlichen Gestalt zu geben, geschaffen hattet.