Autor: Cristina Marti Schneider

  • Um das Jahr 2000

    Um das Jahr 2000

    werden die Menschen die Gaben und Fähigkeiten des Geistes zu bekunden beginnen

    Volk, bleibt beständig in meiner Lehre, und wahrlich, Ich sage euch, drei Generationen nach der eurigen wird der Geist eurer Nachfahren eine große Vergeistigung erreicht haben. Sucht die wahre Erhebung, und danach wird es die ganze Menschheit tun; denn eure Welt ist nicht dazu verdammt, ewig ein Tal der Tränen, ein Land der Sünde, eine Hölle der Unzucht und des Krieges zu sein. Der Tag des Herrn ist schon bei euch, mein Schwert der Gerechtigkeit wird die Verderbtheit treffen. Was wird geschehen, wenn Ich den bösen Samen zerstöre, das Laster und den Hochmut, und statt dessen dem Samen des Friedens, der Eintracht, der Erneuerung und des wahren Glaubens an Mich Schutz biete? Die Welt wird sich wandeln müssen, der Mensch wird sich ändern, wenn einmal seine geistige Hingabe an Gott und sein Leben besser sind. 4-87,9

    Begreift, dass ihr alle Mir gehört. Der Preis für eure Rettung ist das mit meinem Blut gekennzeichnete Beispiel, mein Opfer aus Liebe, und es ist notwendig, dass ihr erkennt, dass Ich um euren Geist willen komme, um ihn zu den Pforten des Verheißenen Landes zu bringen. Mein Wort wird euch nicht vor dem angesagten Zeitpunkt verlassen, und danach, wenn ihr euch zugerüstet habt, wird man die Frohe Botschaft durch euch und durch meine Boten in verschiedenen Nationen kennenlernen. Mein Wort wird erforscht und schließlich studiert und verstanden werden. Um das Jahr 2000 werden sich die geistigen Gaben der Menschheit zu manifestieren beginnen und Zeugnis für mein Wort ablegen.

    Bereitet euch vor, und in kurzer Zeit werdet ihr eure Gaben erkennen. Ihr alle besitzt seit dem Augenblick eurer Erschaffung ein Erbe. Daher könnt ihr alle tätig werden und meine Arbeiter sein. 7-181,56-57

    Ihr wisst heute nicht, in welcher Form Ich Mich von 1950 an dem ganzen Erdkreis offenbaren werde. Doch Ich lasse euch wachend zurück, weil ihr erleben werdet, dass sich die Gaben und Fähigkeiten des Geistes gegenüber den Sinnen des Körpers durchsetzen werden und die Menschheit fühlen wird, dass sie in einer neuen Zeit lebt, der Zeit der Zwiesprache von Geist zu Geist. 8-236,73

    Ihr alle werdet den Frieden empfangen, wie ihr ihn euch verdient habt; doch Ich verheiße euch bessere Zeiten. Nach der Reinigung, die auf Erden geschehen muss, werden von Mir ausgesandte Menschen auftreten, tugendsame Seelen mit großen Missionen, um die gehorsame Menschheitsfamilie zu schaffen. Vier Generationen nach der euren werden noch vergehen, bis meine Lehre sich über den Erdkreis ausbreitet und schöne Früchte erntet.

    Nicht alle meine Kinder werden in der heutigen Zeit mein Kommen im Geist verstehen, noch werden sie erfahren, dass Ich die Menschheit vorbereite, um sie zu Mir zurückkehren zu lassen. Ich will, dass ihr so, wie ihr aus Mir hervorgegangen seid – nämlich rein – zurückkehrt, damit ihr in das Himmelreich eingehen könnt.

    Jeder Geist trägt eine Kraft in sich, die ihn in Verfolgungen und Versuchungen schützt, und ein Licht, das ihn führt, welches das Gewissen ist. Wenn Ich dem Menschen Willensfreiheit gegeben habe, dann deshalb, damit er einen eigenen Willen besitzt und sich dadurch als Herr seines Lebens, seiner Taten und Mir ähnlich fühlt. Ich habe ihm meine Liebe bewiesen, indem Ich ihn zum Besitzer einer hohen Bestimmung gemacht und ihn mit Annehmlichkeiten umgeben habe, auch wenn dieses Kind nicht die Gesetze befolgt hat, die Ich ihm gegeben habe. 11-310,61-63

    11-328,34 Ich werde euch auf alle Wege des Erdballs senden, ebenso wie eure Kinder, die gleichfalls Jünger des Heiligen Geistes sein werden, und auch deren Kinder werden meine Saat hinaustragen. Doch wahrlich, Ich sage euch, es werden keine drei Generationen nach der euren vergehen, bis diese Menschheit angesichts des Spiritualismus, des Kommens des Heiligen Geistes, durch außergewöhnliche Ereignisse bis in ihre Grundfesten erschüttert werden wird, von denen Ich einige unter euch verwirklicht habe, während Ich andere für die Zukunft bereithalte. Ebenso werdet ihr das Reich des Bösen nach und nach beseitigen. Diese Macht wird durch eure Werke der Liebe und Gerechtigkeit immer mehr zerfallen.

    Jeder Mensch, der zum Spiritualismus bekehrt wird, wird einer weniger sein, der zu jenem Reich gehört. Aber wenn ihr glaubt, dass Ich euch die Aufgabe oder den Auftrag gebe, durch eure Werke der Liebe und des Lichtes die Atmosphäre des Bösen zu überwinden, so sage Ich euch in Wahrheit, dass noch nicht die Zeit ist, in der ihr es völlig besiegen könnt, dass es noch stärker ist, als ihr es seid. Aber verbergt wegen dieser Worte, die Ich euch sage, nicht eure Waffen und unterlasst nicht, sie zu zücken – nein, meine Kinder. Bedenkt: Auch wenn euer Schwert nicht allmächtig ist, so bin doch Ich allmächtig, und Ich bin in eurem Schwert.

    Kämpft gegen die Versuchungen, entdeckt die Fallen, zerreißt die verführerischen Netze und Stricke, entdeckt sie durch eure Intuition, wenn sie sich hinter dem Schleier des Jenseits verbergen, entdeckt sie, wenn sie sich unter den Menschen oder in den Kämpfen der Menschen verbergen – kämpft immer.

    Ich sage euch: Ihr sollt in diesem Streite mit Mir sein. Ich bin in ihm als ein großer Streiter gegen die Finsternis und alles bestehende Böse, und am Ende werde Ich es sein, der den letzten Schlag führt und der siegt, der euch beisteht, und ihr werdet die sein, die Mir siegen helfen. Der endgültige Sieg über die Versuchung und das Böse wird dir, meinem Volke, in dieser Zeit nicht gelingen. Ich werde jene Macht eine Zeitlang binden müssen, aber eure Verdienste dabei werden euch zugerechnet werden.

    Die Zeit, in der jene Macht gebunden sein wird, wird dazu dienen, dass das Gute im Herzen der Menschen Wurzeln treibt, dass das Gute in all seinen Formen an Stärke zunimmt. Wenn der Mensch dann im Guten stark geworden ist, wenn das Gute auf der Waage meiner Gerechtigkeit mehr wiegt als das Böse, dann wird die Versuchung in all ihren Formen für eine weitere Zeitspanne losgelassen sein, und in eben dieser Zeit wird es nicht mein Schwert sein, das sie besiegt, sondern eure eigenen Waffen.

    Ich werde nur von der Unendlichkeit aus wachen, weil ihr dann die nötige Kraft haben werdet, um den Feind zu besiegen. Die Tugend in all ihren Formen wird sich auf dieser Welt durchgesetzt haben, und die Versuchung wird keinen Winkel, noch eine offene Tür, noch einen Raum finden, und ihre größten Fallen, ihre größten Fallstricke werden zunichte sein bis zum letzten Element jener Macht der Versuchung. Wenn dann ihr Reich zerbrochen und zerteilt ist, wird der Beginn eures Triumphes kommen, und die Finsternis wird sich in Licht verwandeln, das Böse wird zu Gutem werden, und die Verirrten werden gefunden werden.

    Seht, dies wird der Triumph in eurem Geist sein, und wenn ihr dann euren Lobgesang anstimmt, wird es der Triumph des Lichtes, der Gerechtigkeit und der Liebe sein. Denn ihr werdet nicht als Gescheiterte von dieser Welt gehen, werdet nicht durch die Versuchung zugrundegerichtet scheiden. Nein, meine Kinder. Obwohl ihr während einer langen Zeit zu Fall gekommen seid und weiterhin durch diese Fallstricke stürzen werdet, wird der Tag eures Triumphes kommen, an dem ihr euer Angesicht emporrichtet und auf euren Herrn blickt, so wie sich der Soldat vor seinem Befehlshaber aufrichtet.

    Volk, Ich bereite dich auf die kommenden Auseinandersetzungen vor. Ich will euch in allen Kämpfen immer siegreich sehen. Aber Ich will nicht, dass diese Siege eurem Stolz schmeicheln. Es sollen keine Siege für eure Eitelkeit sein, sie sollen für mein Reich sein. Sie sollen für eure geistige Demut tiefe, innigste Befriedigungen sein, die sich nicht einmal auf eurem eigenen Gesicht abzeichnen.

    Eure Werke der Liebe und Barmherzigkeit sollen nicht bekanntgemacht werden, unter euch soll es keine Pharisäer geben, die mit der unter ihren Mitmenschen ausgeübten Wohltätigkeit Feiern veranstalten. Ihr sollt jene sein, die im Stillen Gutes tun.

    Ihr lebt bereits in der Zeit des Heiligen Geistes, und euer Geist entfaltet sich nun in all seinen Fähigkeiten, um mittels derselben Gutes zu tun. Ihr werdet geben können – nicht nur die Güter, die ihr auf Erden besitzt, sondern auch die, die euer Verstand, euer Herz und euer Geist besitzt. Was ihr nicht durch euer Wort, durch eure irdische Persönlichkeit tun könnt, tut durch das Gebet. Sprecht mit Mir, erhebt euch zu Mir, und ihr werdet von dort aus große Werke der Barmherzigkeit und Liebe vollbringen können.

    Doch wenn euer Gewissen euch sagt, dass ihr euch von etwas Materiellem trennen müsst, um es dem Notleidenden zu geben, so beabsichtigt nicht, jene Wohltat durch ein Gebet zu ersetzen. Seid nicht bestrebt, euren Egoismus durch geistige Gebete zu verbergen oder zu verschleiern. Hegt nicht den Wunsch, dass das, was ihr tun könnt, der Vater tun soll.

    Lasst zu, dass euch immer euer Gewissen befiehlt und sagt, in welcher Weise ihr Wohltätigkeit ausüben müsst, und wenn in dieser Wohltätigkeit die Notwendigkeit liegt, dass ihr euch von etwas Eigenem trennen müsst, soll es euer Herz nicht bedauern. Reicht die Hand, und ihr werdet Glück in eurem Geist spüren. Dann wird auch euer Herz die Freude in eurem Vater empfinden.

    Ich bereite euch auf die großen Kämpfe unter der Menschheit vor und sage euch: Die Menschen von heute interessieren sich für das Jenseits – nicht wirklich alle, aber man erforscht doch an allen Punkten der Erde das Geistige, man ist bestrebt, die geheime Schatzkammer des Herrn zu erforschen, man bespricht und studiert die Bücher, die Menschen dringen in die Philosophien und Wissenschaften ein.

    Der Grund dafür ist, dass Ich gesucht werde, dass meine Gegenwart von allen gefühlt wird, und sie Mich zu finden versuchen. Die Geister wissen, dass Ich die Quelle von Liebe und Vergebung bin, und so wagen sie es trotz ihrer Verfehlungen, Mich zu suchen, weil sie Vergebung und Erlösung erhoffen. Sie wissen, dass Ich eine unerschöpfliche Quelle von Barmherzigkeit bin, und dass Ich auch ein mit Speisen bedeckter Tisch bin, um ihren Hunger und Durst zu stillen. 11-328,34-42

  • Das Gleichnis über die drei Wanderer

    „Auf einem Wege befand sich ein Greis von schlichtem und ehrwürdigem Aussehen, der weder Stab noch Reisesack bei sich trug. Unterwegs begegnete er drei jungen Wanderern, deren Herzen froh gestimmt waren und aus deren Kehlen liebliche Lieder erklangen. Der Greis wandte sich an den ersten von ihnen und sprach zu ihm: „Wanderer, Ich habe Hunger, Ich habe Durst und bin dürftig bekleidet; schenke mir etwas von dem, was du in deinem Reisesack trägst, und gib mit ein Stück von deinen Kleidern.“

    Der Jüngling suchte in seinem Ranzel und fand weder Brot noch Wasser, und von seinen Kleidern wollte er sich nicht trennen. „Geh zu meinem Bruder“, sagte er zu ihm, „er wird dir wohl geben können, was du benötigst; ich habe nichts, das ich dir anbieten könnte.“

    Der Greis wandte sich an den zweiten und bittet ihn in gleicher Weise. Dieser sucht in seinem Reisesack, doch es findet sich in ihm weder Nahrung noch Wasser, das seinen Durst löscht. „Wende dich an den dritten“, sagt der zu ihm, „er wird dir geben, was ich dir nicht geben konnte“. Der dritte sucht auf die gleiche Bitte hin, und seine Antwort ist dieselbe: „Ich habe nichts, um es dir zu geben.“ Da fühlt der Greis Angst, der Durst und der Hunger haben ihn ermattet; doch da er sieht, dass die Reisesäcke der jungen Männer leer sind, spricht er zu ihnen: „Wie wollt ihr diesen Weg, den ich zurückgelegt habe, fortsetzen, ohne zu wissen, was euch erwartet? Der Weg ist lang und mit Disteln und Dornen übersät. Die Felder sind dürr, es gibt keine Bäume, um Schatten zu finden; es gibt keine Früchte, die Sonne ist brennend heiß, und es gibt weder Flüsse noch Quellen, die dem Wandersmann Kühlung bieten.“

    Die Wanderer hörten dem Alten zu und sprachen: „Das macht nichts, wir werden weiterziehen, wir sind jung und stark, wir fühlen uns voller Energien und fähig, die Wechselfälle des Lebens hinzunehmen.“ Mit spöttischem Lächeln wollten sie den Greis verlassen, doch dieser sagte zu ihnen: „Wartet, ich rate euch, zuvor etwas für euren Unterhalt zu suchen. Sammelt in eure Vorrats­taschen das für die Reise Notwendige, damit ihr diesen Weg zurücklegen könnt, ohne zugrunde zu gehen.“

    Nachdem sie den Greis angehört hatten, erwiderten sie: „Wenn du erschöpft, bloß und hungrig bist, so kommt das daher, weil du alt bist, die Anstrengung hat dich müde gemacht. Du hast viele Morgenröten erscheinen sehen, und dein Haupthaar ist weiß wie Schnee geworden — deshalb bist du entmutigt. Wir sind jung und fürchten das Leben nicht.“

    Da antwortete ihnen der Greis: „Auch Ich war einmal jung und stark, auch ich sang auf den Wegen, hatte Energie in meinem Körper; doch die Zeit lehrte mich und gab mir Erfahrung. Ich will euch zeigen, was ihr durchwandern müsst.“ Und indem er sie auf den Gipfel eines Berges führte, zeigte er ihnen die Welt.

    Von hier aus sahen sie, wie sich zur Rechten und zur Linken Stürme erhoben, welche die Nationen peitschten und Zerstörung in ihnen verursachten. Die Wasser des Meeres überfluteten die Lande, und die Menschen gingen unter der Gewalt der entfesselten Elemente zugrunde. Die jungen Männer sprachen zu dem Greis: „Was haben wir mit diesen Ereignissen zu tun?“ Doch der Alte antwortete ihnen: „Das, was ihr jetzt seht und was euch betroffen macht, werdet ihr beim Durchwandern dieser Wege erleben müssen.“ — Doch jene zweifelten.

    Noch einmal sprach er zu ihnen: „Seht hin!“ und zeigte gen Osten. Dort sahen sie, wie die Nationen sich in einem grausamen Kriege bekämpften. Sie sahen, wie die Mütter und die Söhne weinten und wie letztere ihr Leben auf dem Schlachtfeld verloren und in der letzten Stunde nach ihren Angehörigen riefen. Sie sahen trauernde Frauen, die den Verlust des Gatten oder des Sohnes beklagten, sahen hungernde und nackte Kinder.

    Später breitete ein lichter Geist vor ihren Augen seinen Mantel wie Schnee über die verwüstete Erde, und eine herzzerreißende Klage stieg von ihr empor, und wo dieser Geist erschien, wurde das Leben der Menschen abgeschnitten wie das Gewächs auf den Feldern, wenn es Zeit zum Einbringen der Ernte ist. Und die Jünglinge fragten: „Was bedeutet dies alles?“ — „Ich zeige euch die kommenden Zeiten“, antwortete der Greis, „Zeiten, die ihr erleben werdet.“

    Zuletzt hielt sie der Alte zurück, damit sie schauten, und sie sahen die Naturgewalten entfesselt: das Feuer verzehrte Wälder und Städte, die Seuche hüllte die Menschen wie Nebel ein, die Vulkane spien Feuer und begruben ganze Landstriche unter ihrer Asche. Er zeigte ihnen das Meer, auf dem sich große Katastrophen abspielten: während einige Meere austrockneten, veränderten andere ihre Lage. Zuletzt sahen sie am Firmament vier Engel mit Posaunen erscheinen, welche die Vollendung der Zeiten verkündigten.

    Die Jünglinge waren entsetzt vor Schrecken. Da sprach der Greis zu ihnen: „Seht, jetzt habe ich euch die Ereignisse gezeigt, die kommen müssen und die ihr durchzustehen habt.“

    Mit entstelltem Angesichte riefen jene jungen Männer die Natur an — doch diese hörte sie nicht. Doch in dem Augenblicke, da ihr Herz voller Angst und ohne Trost weinte, sprach die Stimme des Alten voll väterlicher Güte zu ihnen: „Verzweifelt nicht, kniet nieder und betet zum Allmächtigen — Er streckte schweigend seine Hand aus, und alles war Stille, Ruhe und Frieden. Die Vision verschwand. Sie sahen das Licht eines neuen Tages, und da sie begriffen, dass der Greis diese Ereignisse vorausverkündet hatte, warfen sie sich zu Boden und sprachen: „Wir wollen beten, damit der Vater, der allmächtig ist, unseren Weg bereitet, und wir bis zum Ende unseres Lebens in seinem Lichte wandeln.“ (Ende des Gleichnisses)

    Volk, denke eingehend darüber nach und öffne deine Augen dem Lichte. Ihr seid die drei Wanderer, die Ich über die Zeiten hin gerufen und gelehrt habe, damit ihr voll meiner Weisheit seid und euren Glauben entzündet; damit ihr euch für den Lebensweg vorbereitet, zum Ziele gelangt und in das Geistige Leben eingeht, wo ihr meinen Frieden finden werdet.

    In den vergangenen Zeiten habt ihr euch von meinem Worte nicht überzeugen lassen, und als der Meister von euch ging, fand euer Geist keinen Frieden. Ich habe euch gesagt: Selig sind, die glauben. Selig die Menschen des Glaubens, denn sie werden ewiges Leben haben.

    Euch, den Zugerüsteten dieser Zeit, sage Ich: Ich habe Hunger und Durst nach eurer Liebe. Meine Kinder, ihr habt es aus Mangel an Vergeistigung nicht erreicht, mit eurem Gotte Zwie­sprache zu halten. Ihr habt die Tugenden, mit denen Ich euch überschüttet habe, verschmäht und habt euren Schatz verloren.

    Jetzt sage Ich euch: Nehmt meine Lehre auf, die Ich euch während der sechsten Offenbarungszeit gebe. Sucht nicht in den Büchern der Welt das Licht für euren Geist, denn ihr werdet es (dort) nicht finden. Sucht nicht in ihnen Antworten auf eure Fragen oder die Lösung für eure Probleme. Betet, verbindet euch mit Mir, Ich werde eure Bitten erhören.

    Buch des Wahren Lebens, Band 2, U. 43, 44-54

  • Gleichnis vom Greis und den zwei jungen Wanderern

    Auf einem Weg befand sich ein Greis von schlichtem und ehrwürdigem Aussehen, der weder Stab noch Reisesack bei sich trug. Unterwegs begegnete er drei jungen Wanderern, deren Herzen froh gestimmt waren und aus deren Kehlen liebliche Lieder erklangen. Der Greis wandte sich an den ersten von ihnen und sprach zu ihm: „Wanderer, Ich habe Hunger, Ich habe Durst und bin dürftig bekleidet; schenke mir etwas von dem, was du in deinem Reisesack trägst, und gib mit ein Stück von deinen Kleidern.“
    Der Jüngling suchte in seinem Ranzen und fand weder Brot noch Wasser, und von seinen Kleidern wollte er sich nicht trennen. „Geh zu meinem Bruder“, sagte er zu ihm, „er wird dir wohl geben können, was du benötigst; ich habe nichts, das ich dir anbieten könnte.“

    Der Greis wandte sich an den zweiten und bittet ihn in gleicher Weise. Dieser sucht in seinem Reisesack, doch es findet sich in ihm weder Nahrung noch Wasser, das seinen Durst löscht. „Wende dich an den dritten“, sagt der zu ihm, „er wird dir geben, was ich dir nicht geben konnte“. Der dritte sucht auf die gleiche Bitte hin, und seine Antwort ist dieselbe: „Ich habe nichts, um es dir zu geben.“ Da fühlt der Greis Angst, der Durst und der Hunger haben ihn ermattet; doch da er sieht, dass die Reisesäcke der jungen Männer leer sind, spricht er zu ihnen: „Wie wollt ihr diesen Weg, den ich zurückgelegt habe, fortsetzen, ohne zu wissen, was euch erwartet? Der Weg ist lang und mit Disteln und Dornen übersät. Die Felder sind dürr, es gibt keine Bäume, um Schatten zu finden; es gibt keine Früchte, die Sonne ist brennend heiß, und es gibt weder Flüsse noch Quellen, die dem Wandersmann Kühlung bieten.“

    Die Wanderer hörten dem Alten zu und sprachen: „Das macht nichts, wir werden weiterziehen, wir sind jung und stark, wir fühlen uns voller Energien und fähig, die Wechselfälle des Lebens hinzunehmen.“ Mit spöttischem Lächeln wollten sie den Greis verlassen, doch dieser sagte zu ihnen: „Wartet, ich rate euch, zuvor etwas für euren Unterhalt zu suchen. Sammelt in eure Vorratstaschen das für die Reise Notwendige, damit ihr diesen Weg zurücklegen könnt, ohne zugrunde zu gehen.“
    Nachdem sie den Greis angehört hatten, erwiderten sie: „Wenn du erschöpft, bloß und hungrig bist, so kommt das daher, weil du alt bist, die Anstrengung hat dich müde gemacht. Du hast viele Morgenröten erscheinen sehen und dein Haupthaar ist weiß wie Schnee geworden — deshalb bist du entmutigt. Wir sind jung und fürchten das Leben nicht.“

    Da antwortete ihnen der Greis: „Auch Ich war einmal jung und stark, auch ich sang auf den Wegen, hatte Energie in meinem Körper; doch die Zeit lehrte mich und gab mir Erfahrung. Ich will euch zeigen, was ihr durchwandern müsst.“ Und indem er sie auf den Gipfel eines Berges führte, zeigte er ihnen die Welt.
    Von hier aus sahen sie, wie sich zur Rechten und zur Linken Stürme erhoben, welche die Nationen peitschten und Zerstörung in ihnen verursachten. Die Wasser des Meeres überfluteten die Lande und die Menschen gingen unter der Gewalt der entfesselten Elemente zugrunde. Die jungen Männer sprachen zu dem Greis: „Was haben wir mit diesen Ereignissen zu tun?“ Doch der Alte antwortete ihnen: „Das, was ihr jetzt seht und was euch betroffen macht, werdet ihr beim Durchwandern dieser Wege erleben müssen.“ Doch jene zweifelten.
    Noch einmal sprach er zu ihnen: „Seht hin!“ und zeigte gegen Osten. Dort sahen sie, wie die Nationen sich in einem grausamen Krieg bekämpften. Sie sahen, wie die Mütter und die Söhne weinten und wie letztere ihr Leben auf dem Schlachtfeld verloren und in der letzten Stunde nach ihren Angehörigen riefen. Sie sahen trauernde Frauen, die den Verlust des Gatten oder des Sohnes beklagten, sahen hungernde und nackte Kinder.
    Später breitete ein weisser Geist vor ihren Augen seinen Mantel wie Schnee über die verwüstete Erde, und eine herzzerreißende Klage stieg von ihr empor, und wo dieser Geist erschien, wurde das Leben der Menschen abgeschnitten wie das Gewächs auf den Feldern, wenn es Zeit zum Einbringen der Ernte ist. Und die Jünglinge fragten: „Was bedeutet dies alles?“ „Ich zeige euch die kommenden Zeiten“, antwortete der Greis, „Zeiten, die ihr erleben werdet.“

    Zuletzt hielt sie der Alte zurück, damit sie schauten, und sie sahen die Naturgewalten entfesselt: das Feuer verzehrte Wälder und Städte, die Seuche hüllte die Menschen wie Nebel ein, die Vulkane spien Feuer und begruben ganze Landstriche unter ihrer Asche. Er zeigte ihnen das Meer, auf dem sich große Katastrophen abspielten: Während einige Meere austrockneten, veränderten andere ihre Lage. Zuletzt sahen sie am Firmament vier Engel mit Posaunen erscheinen, welche die Vollendung der Zeiten verkündigten.

    Die Jünglinge waren entsetzt vor Schrecken. Da sprach der Greis zu ihnen: „Seht, jetzt habe ich euch die Ereignisse gezeigt, die kommen müssen und die ihr durchzustehen habt.“

    Mit entstelltem Angesicht riefen jene jungen Männer die Natur an — doch diese hörte sie nicht. Doch in dem Augenblicke, da ihr Herz voller Angst und ohne Trost weinte, sprach die Stimme des Alten voll väterlicher Güte zu ihnen: „Verzweifelt nicht, kniet nieder und betet zum Allmächtigen.“ Er streckte schweigend seine Hand aus, und alles war Stille, Ruhe und Frieden. Die Vision verschwand. Sie sahen das Licht eines neuen Tages, und da sie begriffen, dass der Greis diese Ereignisse voraus verkündet hatte, warfen sie sich zu Boden und sprachen: „Wir wollen beten, damit der Vater, der allmächtig ist, unseren Weg bereitet, und wir bis zum Ende unseres Lebens in seinem Lichte wandeln.“ (Ende des Gleichnisses)

    Unterweisung 43, 43-50

  • Perlen aus unveröffentlichten Unterweisungen

    Die 12 Bände des Buch des Wahren Lebens (auf spanische: Libro de la Vida Verdadera) wurden aus tausenden von mitgeschriebenen Unterweisungen zusammengestellt, die in den letzten 3 Jahren durch den Herrn wöchentlich in verschiedenen Versammlungsstätten gegeben wurden. Diese Unterweisungen wurden z.T. stark gekürzt, so dass viele „Perlen“ des Dritten Testaments noch unveröffentlicht sind.

    Auch diese „Perlen“ sollen an die Öffentlichkeit gelangen. Die folgenden Texte sind Auszüge aus noch unveröffentlichten Unterweisungen und Textstellen, die viel Licht, Trost und auch Prophetien für unsere Zeit enthalten.

  • Die Universelle Seele

    Die Universelle Seele

    27. und was ist die Seele,…? fragt ihr Mich. Und Ich antworte euch: Die Seele ist die Idee des Unendlichen Seins, des Absoluten, des Göttlichen Geistes, Seines Souveränen Geistes. Die Seele ist das Vehikel des Geistes, und sie soll in den verschiedenen existierenden, geistigen Ebenen und der gesamten Schöpfung wirken. Sie ist die Hülle des Geistes, die ihn ausweist, während er sich entwickelt und Wissen, Erfahrung und Stärke für sich selbst erwirbt.

    28 Ihr seid Geist, und wenn ihr erkennt, was ihr seid, werdet ihr euch allmählich auf verschiedenen Ebenen entfalten, bis ihr euch von allem, was materiell ist, trennt. Und dann wird die Seele, die Gottvater erdacht hat, die der Göttliche Geist erdacht hat, die Idee seines unsterblichen, unendlichen Geistes, eine Zeit kommen, in der auch ihr sie verlassen werdet und sie wird Teil der Universellen Seele werden, so wie euer Geist, der jetzt frei ist, Teil des Heiligen Geistes sein wird, da er ein Teilhaber des Großen Geistes, des Einen und Einzigen Absoluten, Göttlichen Geistes ist. Durch eure Entwicklung, eure Vervollkommnung, eure Erhebung wird eine Zeit kommen, in der ihr die Seele nicht mehr braucht, und sie wird in der Seelenebene bleiben, wo sie mit ihrer unsterblichen Idee von Gottvater erdacht wurde. Wenn ihr die Seele verlasst, wird sie sich mit der Universalseele vereinigen, und euer Geist wird ebenfalls gehen, um sich in Aktion mit dem großen Universalgeist zu vereinigen.

    30. Der Geist des Universalen Vaters ist die Kraft und die allumfassende, alles einhüllende Göttliche Essenz. Der göttliche Geist ist Gott. Die Seele ist die Idee des Höchsten Verstandes, die als feinstoffliches Vehikel für jedes Teilchen Seines Geistes dient; sie ist die Hülle der geistigen Kinder Gottes, die sie auf den verschiedenen Ebenen kennzeichnet, während sie gereinigt, unterwiesen und geistig gehoben werden. …

    Unveröffentlichte Unterweisung vom 14. Dezember 1947

  • Der Heilbalsam

    Der Heilbalsam

    Jeder von euch trägt in seinen geistigen Händen den Heilbalsam, Worte und Blicke, die ebenfalls Balsam sind.

    Besucht die Kranken, entdeckt die Krankheit des Geistes und des Körpers. Giesst dorthin den Heilbalsam, geliebtes Volk, den Balsam, welchen Ich euch in diesem Augenblick auf unsichtbare Weise von Geist zu Geist  übergebe.

    Wie werdet ihr ihn übergeben können, meine Jünger?

    Mit eurer Gegenwart, indem ihr eure Lippen schliesst: mit eurem Gebet von Geist zu Geist. 

    Mit euren Worten des Trostes, des Rates, der Stärke, mit Worte der Hoffnung und des Glaubens an Mich und in das Leben, mit Worte des Vertrauens und des Glaubens in die Zukunft, in jeden Tag.

    Mit euren Händen, indem ihr den Kranken liebkost oder berührt, um ihm eure geistige und körperliche Kraft zu übermitteln, mit euren Tränen – Tränen, die eurem eigenen Herzen entspringen; Tränen, die offenbaren, dass ihr den fremden, den menschlichen Schmerz teilt.  Und der Kranke wird spüren, wenn er eure Tränen sieht, dass sein Schmerz minder wird, weil ihr an ihm teilnehmt; und eure Tränen werden wie Balsam sein für die Kranken.

    Auszug aus der Versammlungsstätte „El Redentor“ vom 20. Juni 1950, S.11

  • Wirf dich in meine Arme!

    Wirf dich in meine Arme!

    Was könnt ihr in diesem Augenblick für euer irdisches Leben von Mir erbitten? Habt ihr etwa nicht gefühlt, dass mein Blick bis ins Tiefste (eures Seins) geschaut hat? Ahnt euer menschliches Herz nicht, dass meine göttliche Hand auch euer Wesen liebkost, während Ich mit eurem Geist spreche und mit ihm Zwiesprache halte?

    Fühlt ihr nicht, dass während Ich in das Heiligtum eures Geistes eintrete, Ich auch in euer Heim eintrete, in die Herzen eurer Geliebten, sowohl in jene, welche euch lieben, als auch in jene, die euch verleugnen?

    Fühlt ihr nicht, dass Ich sowohl in jenen bin, die gegenwärtig sind, als auch in jenen, deren Abwesenheit ihr mir anzeigt?

    Glaubt ihr nicht, dass niemand von Mir entfernt ist, da Ich in Allem und in Allen bin?

    In Wahrheit, mein Volk, bist du mein fortgeschrittener Jünger. Es genügt, dass du zu Mir kommst und deinen Geist, (ja) sogar dein Fleisch, in einem Moment geistiger Erhebung reinigst, damit Ich Mich, durch diesen Moment geistiger Kommunikation zwischen uns, durch diesen Augenblick der Reinheit an Geist und Materie, in all‘ deinem Leben verströme, in allem was du bist und in allem was dir gehört.

    Es ist nicht nötig, dass du in der Tiefe deines Herzens eine „Fürbitte-Liste“ erstellt, Ich weiss ja besser als du, was du brauchst. Schon viele Male habe Ich dir (im Voraus) gegeben, was du von Mir erbittest. Oft bittest du Mich, und du weisst nicht, ob es gut oder schlecht für dich ist, worum du Mich bittest.

    Erheb dich und wirf dich in Meine Arme! Du bist mein Geschöpf, du bist mein kleines Kind, das Ich sehr liebe! Du verstehst es noch nicht, im Herzen des Vaters zu lesen, Ich (aber) kann in deinem lesen. Du hast noch nicht begonnen, Meine göttliche Sprache kennenzulernen. Ich verstehe die deinige, obwohl sie unvollkommen ist.

    Die Klage deines Geistes, sein Weinen, der Seufzer, der Deiner Brust entweicht, erreichen immer die Tiefe des väterlichen Herzens. Der Vater erhört dich immer!

    So wirf dich in die Arme des Vaters! Vertraue dich Ihm an und all das, was du tun musst, wirst du mit Hilfe des Vaters bewerkstelligen. Und all das, was du nicht zu tun vermagst, überlass es dem Meister, und der Meister wird es für dich tun, und du wirst auf deinem Weg weiterhin Wunder sehen.

    Auszug aus der Versammlungsstätte „El Redentor“ vom 5. März 1950

  • Der Rat Elias‘ Nr. 6

    1. Ihr gehört zu meiner Herde, die ich auf dem Weg der Vollkommenheit führe, auf dem Weg des Herrn; ich führe euch lediglich auf ihm.

    2. Dies ist die Zeit der Spiritualität, deren Anbetungsweise euch der Vollkommenheit näher bringen wird. Selig, wer auf mich hört, denn ich komme vom Herrn.

    3. So wie ich euch in der Zweiten Zeit, im Täufer inkarniert, die Nähe des Himmelreiches [Mt 3,2] ankündete, das mit Christus und seinem erlösenden Wort näher kam, so bin ich in dieser Zeit im Geist gekommen, um das Volk darauf vorzubereiten, seinen Herrn in seinem dritten Kommen zu empfangen.

    4. Schon kommt das Himmelreich wieder zu euch, schon kommt der Meister, um euch sein Wort hören zu lassen und die Verlorenen zu erretten.

    5. Die Bitterkeit auf Erden ist sehr groß, doch die Prüfungen werden der Menschheit helfen, geistig aufzusteigen, damit sie die vollkommene Wohnstätte erreiche. Auf diese Weise wird die Erde euch ermöglichen, rein zum Vater zurückzukehren, so wie ihr am Anfang (der Zeiten) zur Erde gekommen seid.

    6. Glücklich jene, die erkennen, dass der Tod den Fortschritt des Geistes [Joh 8,51] nicht aufhält, sondern dass dieser seinen Weg zu Gott fortsetzt; vertraut mir.[1]

    7. Wisst, dass Ich in all euren Wechselfällen und Fehltritten bei euch bin, dass ich der Hirte bin, der den Weg bereitet und reinigt.

    8. Wisst, dass auch mein Geist leuchtet und er in euren geistigen Stürmen das Leuchtfeuer ist, das euch den sicheren Weg zeigt und euch Hoffnung einflösst. Doch ihr müsst erkennen, was eure Mission ist; und wenn ihr Gewissheit darüber habt, werdet ihr euch aufmachen, die Mission zu erfüllen. Und wahrlich, ich sage euch, ihr werdet Frieden haben und niemals vom Weg abkommen.

    9. Dies ist die Zeit der Spiritualität, ja ― aber auch der Wiedergutmachung, der Sühne, der Gerechtigkeit, der Versöhnung und der Vergebung.

    10. Wer sich gerettet fühlt, der soll seine Geschwister retten, indem er ihren Geist pflegt und sie rein erhält, damit es ihnen nicht schwerfällt, einen Schritt vorwärts zu tun.

    11. Wer kann behaupten, durstig zu sein, nachdem er aus dieser Quelle getrunken hat? Jene, die aus Jakobs Brunnen getrunken hatten, wurden wieder durstig [Joh 4,6-15], aber wer vom Wasser getrunken hat, welches die Liebe des Meisters ausgiesst, kann nie wieder ein durstiger Mensch sein.[2]

    12. Die Zeit der materiellen Wohlgefälligkeiten ist vorbei. Strebt nicht nach mehr, als ihr braucht, und so werdet ihr eurem Geist Gelegenheit geben, sich vom Materiellen zu lösen und sich zu erheben.

    13. Euer Geist hat das Recht, als Ausgleich für ein Leben voller Kämpfe und Prüfungen, dank seiner Verdienste, sein Wohlergehen, seinen Frieden und sein Glück zu suchen.

    14. Erlangt die geistige Erhebung von dieser Welt aus, denn sie ist wie der Gesang der Engel; das geistige Gebet ist Hymne und Konzert zugleich.[3]

    15. Lasst nicht zu, dass Verzweiflung in euer Leben kommt, denn ihr könntet eure Augen vor den Wohltaten, die von eurem Vater kommen, verschließen und sie unbemerkt an euch vorbeiziehen lassen.

    16. Es gibt Momente, in denen ihr denkt, nichts zu besitzen, und doch habt ihr alles. Im Augenblick der Prüfung sollt ihr beten und euren Glauben unter Beweis stellen, damit ihr die Gnade des Vaters in eurer Reichweite seht.

    17. Jenseits der Lehre, die ihr vom Meister empfangt, kann euch nur euer Gewissen führen.

    18. Als euer Hirte sage ich euch: Ergebene Schafe, seid sanftmütig, und ich werde euch ohne Straucheln in die Hürde des ewigen Friedens führen.

    19. Meine Stimme sprach damals in der Wüste [Joh 1,28] und stieg hinab bis zum Jordan, um Christus zu verkünden. Heute spreche ich von der Unendlichkeit aus und steige hinab zu den Bewohnern der Erde, damit sie das Licht des Heiligen Geistes empfangen. Alle bereite ich in dieser Zeit vor, damit sie den Samen der Vergeistigung empfangen können.

    20. Das Licht des Heiligen Geistes erleuchtet euren Verstand und euren Geist ― das menschliche Gewissen ist erwacht; denn seht, hier ist Elias, der die Menschen zur Umkehr auffordert und sie den Weg der Tugend und der Liebe lehrt. Das ist das Evangelium, das der Meister euch heute bringt, und schon immer gebracht hat.

    21. In diesem Zeitalter hat sich der Universelle Strahl durch das menschliche Verstandesorgan kundgetan. Doch die Menschen erkennen die göttliche Manifestation nicht, da sie vor den falschen Göttern niederknien, die von ihrem Verstand und ihren Ideen geschmiedet wurden. Die Verwirrung hat sie dazu gebracht, verschiedene Götter anzubeten ― eine Verwirrung, die selbst bis zu den Weisen gelangt ist, die vorgeben, in ihren Büchern und in ihrer Wissenschaft andere Götter zu finden, die anders sind als der Wahre, und ich frage sie: Weshalb sucht die Menschheit andere Götter, wenn es von Anfang an nur einen Gott gibt [Ex 20,2-6], und dieser Wahre und einzige Gott ohne Ende ist?[4]

    22. Von Anfang an, als Gott den Menschen formte und ihm ein Atom seiner Göttlichkeit gab, das der Odem des Lebens ist, hat sich das Wissen um Gut und Böse in eurem Gewissen bekundet.[5]

    23. Wenn ihr euch vom guten Weg abwendet, bildet ihr damit andere Götter und zieht das Leid an, das jeder Bewohner dieses Planeten in sich trägt. Nicht einmal ihr, die Auserwählten, die von der mächtigen Hand des Herrn gesalbt wurden, habt es verstanden, den Frieden zu behalten, den der Meister ― der Dreieinige Gott, der wahre Gott Israels ― euch jeden Augenblick gibt.

    24. Seid euch dessen bewusst, gesegnete Herde, dass die unsichtbaren Mächte der Finsternis sich den Auserwählten nähern, um sich der einen zu bemächtigen und die anderen zu verwirren. Sie stiften sie dazu an, sich gegen die göttlichen Weisungen aufzulehnen, sie bringen sie vom Weg des Guten und der Tugend ab, damit sie den göttlichen Befehl, eine einzige und untrennbare Familie zu bilden, missachten.

    25. Ihr verkennt einander und wendet euch von der Wahrheit ab; und wieder umhüllen euch Verwirrung und Finsternis auf dem Weg.

    26. Die Wissenschaftler, die Menschen verschiedener Glaubensrichtungen und Doktrinen, bereiten sich darauf vor, die Früchte dieser Trinitarisch-Marianischen Geistlehre zu kosten. Wenn sie zu euch gelangen, werden sie euch fragen: „Welchem Gott folgt ihr?“ Und ihr werdet ihnen nicht zu antworten wissen, wenn ihr euch nicht gebührend im Geist und in der Körpermaterie vorbereitet. Ich habe euch gesagt: Wenn ihr euch vorbereitet, wird euer Mund Worte der Wahrheit sprechen, und ihr werdet euch nicht vor den Menschen fürchten müssen.

    27. Vereinigt euch im Geist, im Denken und in den Werken. Wenn ihr euch im Gehorsam gegenüber dem göttlichen Gesetz zubereitet, werden die Menschen euch nicht als Betrüger bezeichnen können, noch euch als Ketzer oder Lügner brandmarken. [Eph 4,3],

    28. Alle Menschen sind eure Geschwister, sie wurden durch dieselbe Hand des universellen Schöpfers geformt. Sogar die ungläubigen Menschen ― die das Kommen Christi in dieser Dritten Zeit nicht wahrhaben oder anerkennen wollen, weil die schlichten Orte, an denen sich der göttliche Geist offenbart, sowie die Unbeholfenheit und Ungebildetheit der Diener des Herrn sie verwirrt ― auch sie, das sage ich euch erneut, sind Kinder des Ewigen Vaters.

    29. Deshalb sage ich euch: Durch eure große Zurüstung und Erhebung werden viele von ihnen zur Meditation angeregt werden  und einige werden durch euer Vorbild glauben.

    30. Jeder Bewohner dieses Planeten Erde, der gute Vorsätze hat, der das Gute ausübt, der über seine Taten nachdenkt, der keine Lügen ausspricht, der voller Erbarmen, Liebe und Barmherzigkeit gegenüber seinen Mitmenschen und Geschwistern handelt, wird in sich selbst die Offenbarung des lebendigen Gottes schauen.

    31. Ach, wenn die Menschen doch nur gehorsam wären und sich von Eitelkeit, Böswilligkeit und Rachsucht abwenden würden! Wahrlich, es wäre harmonisch auf diesem Planeten, und es gäbe keine Ersten oder Mächtigen. Ihr wäret alle weise, weil ihr die Offenbarung Gottes in euch hättet und ihr würdet der Gottheit (in zweifacher Hinsicht) ähneln: 1) in der Größe eurer Werken und 2) in euren Absichten, das Gute zu tun und das Gute zu leben.

    32. Seht, geliebte Herde, ihr sollt diejenigen sein, die dieses geistige Werk in der Welt verbreiten, dieses vollkommene Werk, das euch Liebe, Barmherzigkeit und wahre Größe lehrt. Das Geistwerk wird sich in eurem Wesen niederlassen, wenn dieses demütig und gehorsam, im Körper und Geist mit dem lebendigen Gott in Harmonie steht, der euch eure Verfehlungen vergibt und euch in jedem Augenblick liebkost.

    33. Wenn jene, die in materiellen Dingen den Schmerz der Menschheit zu heilen suchen, die Erkenntnis im Gehorsam und in der Ausübung des Guten suchen würden, würden sie vom Herrn bevorzugt werden. Wie wenige solcher Herzen gibt es!

    34. Und ihr, meine Schafe, die ich dazu gebracht habe, eure Kraft zu erkennen, auch ihr könnt Gutes tun; nicht indem ihr die Bücher der Menschen studiert, sondern durch eure erhobenen Gedanken und euer Gebet. Auf diese Weise werdet ihr euch mit lebendigem Glauben an euren Gott zur Göttlichkeit und zum Heiligen hin versetzen können. ― Gott ist der Größte, und als solcher steigt Er auf eure Welt herab, um euch väterlich zu liebkosen, um euch Trost und guten Rat zu geben, um euch zu Verstehen zu geben, dass ihr das Göttliche nicht verfälschen dürft und dass es eure Pflicht ist, die Tugenden in euren Werken und nicht nur in den Worten auszuüben[6].

    35. Ich habe euch den Samen der Liebe und des Gehorsams gegenüber eurem Gott übergeben. Denn der Same des Hasses ist das Gift, das der Mensch in die Welt trägt, in der er wandelt ― ein Gift, das zu Leid und Verwirrung führt.

    36. Ich habe euch erleuchtet, damit, wenn ihr euch zu eurer Auftragserfüllung aufmacht, ihr überallhin das Gute und den Vorsatz der Wiedergutmachung hinbringt [Mk 11,28]. Ich habe euch gelehrt, zu vergeben, wenn eure Geschwister euch verletzen; ich habe euch gelehrt, die Gewalttätigkeiten als einen Ausdruck und Moment des Schmerzes jener zu deuten, die euch angreifen. Wenn ihr es so nehmen könnt, wird dieser Schmerz, diese Gewalt, keine Spur (des Schmerzes) in eurem Herzen noch in eurem Körper hinterlassen, denn ihr werdet mit Licht bekleidet sein.

    37. Wer in Finsternis gehüllt sich euch nähert, soll erkennen, dass ihr die wahren Kinder Gottes seid. Vergebt euren Geschwistern, und so werdet ihr den Weg des Lichts aufzeigen, indem ihr durch eure Taten zeigt, dass ihr die göttliche Stimme gehört habt und dass ihr Gott in euch tragt. Durch eure guten Taten werdet ihr wiederum die Vergebung für eure Verfehlungen und das Licht des Herrn erlangen.

    38. Wenn ihr als Arbeiter Verwirrung gestiftet habt, ist es an der Zeit, dass ihr die Wahrheit sagt und der Welt Orientierung gebt, indem ihr Worte des Trostes aussprecht. Dann werden die Menschen keinen Grund haben, dieses Werk zu verfolgen, in welchem euch nur Liebe, Gebet und Reue angeraten wurde.

    39. Die Menschen werden ein Volk erblicken, das bescheiden in der Kleidung und demütig im Herzen sein wird, unwissend in materiellen Dingen, aber inspiriert durch den Heiligen Geist.

    40. Übt die Liebe in euren Heimen, auf euren Wegen und gegenüber all euren Geschwistern aus. Seid die Gehorsamen, seid die Erleuchteten, damit ihr Licht in jene dunklen Pfade bringt, auf denen die Menschheit wandelt.

    41. Wacht auf, richtet euch auf, die Zeit eurer Auftragserfüllung ist gekommen. Tragt nicht die mörderischen Waffen in der Hand, um eure Geschwister zu verletzen, nein, gesegnete Herde. Wenn sich euer Mund öffnet, dann möge es sein, um Worte des Trostes für die Leidenden auszusprechen, Worte der Behutsamkeit, wenn es nötig ist, Worte der Vergebung, wenn ihr verletzt werdet. Mit diesen Waffen werdet ihr nichts zu fürchten haben.

    42. Es hat euch nicht am täglichen Brot gefehlt, und selbst wenn die Essensportion knapp würde, so bereitet euch vor, und diese Essensportion wird sich vermehren. Kultiviert sie und nehmt sie zu euch, denn ihr werdet satt werden und die Naturgewalten werden euch nicht überraschen.

    43. Selig sind die, die leiden, denn ihr Geist ist mir näher.

    44. Euer Geist ist groß und wird durch das Gebet gestärkt. Ich bekleide ihn mit dieser Stärke durch die Hand Gottes, der euch jeden Augenblick segnet.

    45. In dieser Zeit habe ich den Abwesenden, den Anwesenden, allen gleichermaßen dieses Licht gegeben. Und durch die Unschuldigen, durch diejenigen, die verstanden haben, kommt der Vater gleichermaßen zu allen, und überströmt das ganze Universum, bis zu allen Enden eures Planeten.

    46. Der Friede meines Geistes sei mit euch, gesegnete Herde.


    [1] BdWL U. 345,80

    [2] BdWL U. 151,1-2

    [3] BdWL U. 106,32

    [4] BdWL U. 94,19

    [5] BdWL U. 345,9-10

    [6] BdWL U. 269,45

  • Der Rat Elias‘ Nr. 5

    1. Groß ist der Kampf des Hirten, denn ich sehe, dass jeder von euch in seinem Herzen leidet, weil Prüfungen und Schicksalsschläge auf eurem Lebensweg lauern.

    2. Israel, die Menschheit geht zugrunde, und sie wartet auf jene, die in dieser Dritten Zeit die Schlafenden aufsuchen.

    3. Doch dafür müsst ihr euch zuerst zu einem einzigen Licht vereinigen, zu einer Fackel, welche die Dunkelheit durchbricht.

    4. Die Welt befindet sich auf dem dritten Höhepunkt der Verderbtheit, und ihr seid damit beauftragt, diese Finsternis mit dem Licht des Herrn zu durchbrechen; dem Licht, das sich in eurem Geist befindet.

    5. In der Zweiten Zeit inkarnierte unser Vater und Herr in Jesus, dem göttlichen Meister, und erwarb die Verdienste, um euch den Weg des Heils zu zeigen.

    6. Aber jetzt sollt ihr euch aufmachen und die Verdienste erwerben, um in das Verheissene Land zu gelangen, das der Vater jedem von euch bestimmt hat.

    7. Schlaft nicht, Israel, die Zeit materieller Wohlgefälligkeiten ist vorüber; jetzt ist die Zeit, um im Geist und in der Körpermaterie zu kämpfen. Siehe, wenn ihr schlaft [Mt 24,7], dann wird die Seuche entfesselt werden und euch im Schoss eurer Gemeinden und Heimen überraschen; und das ist nicht der Wille des Vaters.[1]

    8. Wenn ihr euch schon aufgemacht hättet, um zu arbeiten, würde die ganze Welt bereits das Brot des ewigen Lebens [Joh 6,26] kosten, von dem ihr euch satt gegessen habt.[2]

    9. Zweiundzwanzig Gebote hat euch der Vater anvertraut, damit ihr sie studiert, versteht und lebt.

    10. Ich sehe euch sehr an irdischen Dingen hängen, und es ist an der Zeit, dass ihr euch mehr und mehr vergeistigt, damit ihr die Zwiesprache von Geist zu Geist erreicht.

    11. Wahrlich, der Hirte sagt euch: „Ihr seid groß, sehr groß, aber ihr habt nicht verstanden, euch selbst zu erkennen, noch zu erkennen, was ihr in euch tragt.“[3]

    12. In der Zweiten Zeit kam der göttliche Geist auf diesen Planeten, um euch die großen Tugenden zu vermachen, indem er mit großer Demut zu euch herabstieg, um euch zu lehren, ebenfalls demütig zu sein.

    13. Er ist die unendliche Macht und Eigentümer der gesamten Schöpfung, und als solcher kam Er zu euch, wurde als Mensch geboren im bescheidenen Stroh, um euch ein Beispiel an Tugend zu geben.

    14. Erneuert euch, damit ihr Morgen als Lehrer die Menschenscharen lehrt und ihnen durch ein erhobenes Leben die vollkommene Botschaft der Dritten Zeit überbringt, die der Vater in die Herzen seines geliebten Volkes gesät hat.

    15. Seht, die Völker verkennen einander in Erfüllung der Prophezeiung der Zweiten Zeit, die euch offenbart hat, dass in dieser Zeit der Heilige Geist zu euch herabkommen würde [Lk 21,24]. Sie besagte, dass die Völker einander verkennen würden und dass Nation gegen Nation, Kinder gegen Eltern und Frau gegen Mann sich erheben würden.

    16. Mein Kampf ist groß, damit die zwölf Stämme Israels, das Volk des Herrn, Ende 1950 wieder vereint und versammelt sei, die einen im Geist, die anderen in der Körpermaterie.[4]

    17. Wenn ihr euch aufmacht, euren Auftrag zu erfüllen und keinen Glauben in euren Herzen habt, wenn ihr kein Vertrauen in euch selbst und in eure Mission habt, werdet ihr zuweilen Furcht vor euren Geschwistern empfinden, Furcht, die ihr ablegen sollt.

    18. Ihr habt als Vorbild die zwölf Apostel Jesu, die in der Zweiten Zeit den göttlichen Auftrag erfüllten, indem sie durch alle Gegenden zogen und den gesegneten (Lebens)Saft überbrachten, den sie bei sich trugen; den guten Samen, den ihr Meister ihnen anvertraut hatte.

    19. Ihr sollt sie nachahmen, und ebenfalls stark sein, ohne den Tod zu fürchten; denn ich, euer Hirte, spreche zu euch nicht vom Tod, sondern vom Leben. In dieser Zeit sollt ihr wahrlich den Tod der Körpermaterie nicht fürchten, denn diese Zeit ist bereits vergangen.[5]

    20. Darum macht euch auf und erfüllt! Verschwendet nicht eure Zeit, denn was könnt ihr den Vater für eure Mission bitten, das er euch nicht gewähren würde?

    21. Wenn ihr Glauben habt, so bekundet ihn, indem ihr ihn in der Tiefe eures Herzens fühlt.

    22. Der Vater will, dass ihr gute Soldaten seid, die bereit sind, Ihm zu folgen; und dass ihr nicht zu denen gehört, die bei der geringsten Gefahr den Rücken kehren und ihre Auftragserfüllung und ihr Volk im Stich lassen.

    23. Auch die Versuchung kämpft und versucht, euch zu Fall zu bringen, und legt dem Vater ihre Sache vor. Doch der Meister hat euch gelehrt, euch zu verteidigen und die Versuchung zurückzuweisen.

    24. Erwartet ihr etwa, dass die Sekten und Religionen euch ein Beispiel der Vereinigung geben? Ihr wurdet sehr oft gebeten, euch zu vereinigen.

    25. Ihr werdet schwach sein, wenn ihr euch nicht vereinigt, und der Vater kann euch seine göttlichen Anordnungen nicht geben, wenn unter dem Volk Spaltungen herrschen.

    26. Haltet euch nicht damit auf, die Fehler und Kleinlichkeiten eurer Geschwister zu betrachten [Lk 6,41], damit ihr euch vereinigen könnt. Doch zuvor vereinige sich jeder innerhalb seiner selbst, denn jeder von euch ist in sich selbst gespalten: Körpermaterie und Geist kämpfen miteinander, und in eurem eigenen Wesen herrscht Krieg und Spaltung.

    27. Vereinigt euch innerlich, dann fahrt fort, euch mit euren Geschwistern zu vereinigen, und dann, nur dann, werdet ihr euch mit dem Vater vereinigen können. [Eph 4,3]

    28. Groß ist der Schmerz im göttlichen Geist, denn in jedem Moment fordert Er die Vereinigung von euch ― dies soll jedoch kein Opfer für euch sein.[6]

    29. Wenn ihr euch nicht vereinigt, könnt ihr im Kampf gegen das Böse nicht das Schwert der Liebe und der Nächstenliebe führen, das Er in eure rechte Hand gelegt hat.

    30. Wenn ihr euch hingegen vereinigt, werdet ihr gegen die verschiedenen Glaubensbekenntnisse, gegen so viele verschiedene falsche Vorstellungen eurer Geschwister kämpfen, als gute Soldaten des Lichts, mit welchem ihr alle retten werdet, die in der Finsternis sind.

    31. Es ist notwendig, dass ich euch die göttlichen Worte des Meisters in Erinnerung rufe, denn ich sehe bei einigen, dass ihr sie im Gedächtnis habt, aber nicht studiert, und bei anderen, dass der Wind sie davonweht; und ihr habt den Vater wieder einmal (alleine) in der Wüste sprechen lassen.

    32. Dies sollte nicht so sein, denn ihr werdet euch für jedes Wort, das der Vater euch gegeben hat, verantworten müssen; und der Vater wird euch nach jedem einzelnen Wort fragen: Was werdet ihr dann antworten?

    33. Ihr [Mt 5,1] habt in der Zweiten Zeit dem göttlichen Meister auf den Plätzen und Ufern, in den Tälern und auf den Bergen zugehört. Wahrlich, viele von euch haben Ihn als Wanderprediger erlebt, sein Gewand berührt und die göttliche Lehre durch seine Lippen gehört.[7]

    34. Ach, wie viel Liebe hat euer Geist empfangen!

    35. Große Liebe und große Wunder hat der Herr auf euren Weg gelegt.

    36. Eine große Lehre wurde euch gegeben; einige von euch glaubten ihr, andere nicht. Als ihr jedoch den Meister verliesset und dem Wirrwarr von Bräuchen und Glaubensbekenntnissen folgtet, erkanntet ihr nicht, dass Er zu euch gesprochen hatte [Joh 19,17]. Und als ihr erkanntet, dass es Gott selbst war, der bei euch gewesen und zu euch gekommen war: Wie sehr habt ihr geweint! Doch da war es schon zu spät, denn ihr hattet Ihm den Opfertod gegeben, ihr hattet Ihn zum blutigen Golgatha geführt, an dem Jesus bis zum letzten Bluttropfen vergossen hat.

    37. Als das Opfer vollbracht war, rettete es euch aus den Klauen der Sünde, rettete es euch vor dem unerbittlichen Cäsar, der die Welt ist ― so wie Moses euch zuvor aus den Klauen des Pharaos gerettet hatte.

    38. Ihr habt die Zweite Zeit nicht genutzt, und siehe, der Herr kehrt in dieser Dritten Zeit erneut zurück [Lk 21,27], und in Erfüllung seiner Prophezeiung ist Er als Heiliger Geist unter euch und erfüllt so seine Verheißung.

    39. Es ist die Dritte Zeit der Wiedergutmachung, und ihr müsst sie nutzen. Nun ist der Vater da, um euch zu richten; deshalb ist das Gericht unter euch.

    40. Richtet euch auf, nutzt den Rat des Hirten, denn obwohl dieses Wort bescheiden ist, hat es Licht und Essenz in sich.

    41. Völker, der Hirte sieht euch in diesem Augenblick, und der Schmerz der Mütter, der Kummer der Witwen und die Verzweiflung der Waisen gelangen zu mir. Ich gebe euch mein Licht, damit die Herrscher, welche die Völker führen, in ihren Herzen den Wunsch nach Frieden hegen.

    42. Ich gebe euch meine Barmherzigkeit, und mein Hirtenfrieden sei mit euch!


    [1] BdWL U. 141,37

    [2] BdWL U. 1,6

    [3] BdWL U. 86,68

    [4] BdWL U. 93,40

    [5] BdWL U. 332,9

    [6] BdWL 232,33

    [7] BdWL U. 53,12

  • Der Rat Elias‘ Nr. 4

    1. Väter: Pflegt den kleinen Samen, erzieht eure Kinder von klein auf, von Geist zu Geist. Erzählt ihnen vom Vater, erzählt ihnen vom Gesetz, von den Sieben Siegeln, erzählt ihnen, dass ihr alle Kinder dieses Vaters seid, der vollkommene Liebe ist.

    2. Sie werden Fortschritte machen, die weder eure Augen sehen noch euer Verstand sich vorstellen kann.

    3. Lehrt eure Kinder im Leid widerstandsfähig zu sein, denn von alleine lernen sie, sich zu freuen. Lehrt sie gehorsam, geduldig und ergeben zu sein. Lehrt sie, bei meinem Geist Fürsprache einzulegen.

    4. Fordert nicht das Glück für sie, denn es liegt nicht im Menschen, es zu geben.

    5. Gebt ihnen stattdessen ein Beispiel in der Einhaltung und Befolgung des Gesetzes, denn dazu seid ihr fähig.

    6. Ich sehe, wie die gesegneten Kinder in manchen Heimen hochmütig sowie ungehorsam werden und ihre Eltern verkennen. Sie beachten ihre Geschwister nicht und wollen ein Zepter schwingen, das ihnen nicht zusteht; denn dieses Zepter soll nur in der Hand eures Vaters sein.

    7. Ihr müsst sie eure Grundsätze lehren, damit sie diese auch denen weitergeben, die später kommen. [Spr. 23,19-28] Lehrt sie die Tugend und die Liebe, und so werdet ihr die Augen des Herrn mit Freude erfüllen.

    8. Betretet die verschiedenen Wege, arbeitet in euren Heimen und seid den gesegneten Kindern ein gutes Vorbild; nicht nur jenen, die von euch abstammen, sondern auch den Kindern eurer anderen Mitmenschen. Lehrt sie, ihre Pflichten zu erfüllen. Fürchtet euch nicht und seid nicht ängstlich!

    9. Die Geistige Lichtwelt und euer Hirte werden euch zu Hilfe kommen, und ihr werdet ohne Furcht zu den Menschen sprechen, und eure Worte des Lichts und der Lehre, werden dem Vater wohlgefällig sein.

    10. Wenn ihr seht, dass die Frau stark den Leidenschaften nachgeht und in Nachahmung jener sündigen Magdalena alleine mit den sieben Sünden in ihrer schwachen Körpermaterie auseinandergesetzt ist [Lk 8,2], dann erweckt sie mit Liebe und Sanftmut, verurteilt sie nicht; denn ihr müsst zuerst über euch selbst urteilen, bevor ihr über eure Geschwister urteilt. [Mt 7,1-5] Überlasst das Urteil dem Vater. Es wird euch gelingen, die Sünderin mit Worten der Lieben von diesem Verhalten abzubringen, sie vom Abgrund zu entfernen, in den sie fallen könnte.

    11. Ja, (schon) in der Zweiten Zeit gab es sündige Frauen ― in dieser Zeit gibt es sie in noch größerer Zahl. Doch verachtet sie nicht und sagt nicht, dass sie sündiger wären als ihr. Denn obwohl ihr vor den Augen der Menschen nicht dieselben Fehler begeht, begeht ihr vor den Augen der Gottheit andere Verfehlungen.

    12. In Gedanken (und) in Worten vergeht ihr euch jederzeit an jemandem. Deshalb dankt den Vater dafür, dass Er euch wieder auf dem Planeten Erde inkarnieren ließ, damit ihr die Gelegenheit habt, eure Fehler zu berichtigen.

    13. Ihr besitzt die 22 Gebote, und der Hirte wird nicht müde, euch jederzeit zu sagen: „Studiert und ergründet sie, damit ihr sie in die Tat umsetzen könnt!“

    14. Nützt die Frauen nicht aus, ob sie nun Sünderinnen sind oder nicht; seid einander treu, Männer und Frauen.

    15. Auf dem Weg zu sündigen, ist schwerer. Sich an jemanden zu vergehen ist schwerer, als zu erfüllen, denn ihr müsst den Fehler wiedergutmachen. Doch wenn ihr erfüllt, werdet ihr Freude in eurem Herzen haben.

    16. Lehrt eure Schwestern, die fehlen während sie die Schleier der Reinheit zerreißen ― als ob der Menschensohn sie nicht sähe ― damit sie niemals Kindesmord begehen; denn der Vater verabscheut Kindermord. [Ex. 23,26]

    17. Ihr habt ein Gebot, das euch anordnet, nicht von Bildern zu sprechen, die nicht wahr sind, und niemandem von bösen Taten zu berichten, die Männer und Frauen zu tun behaupten.

    18. Verursacht nicht den zivilen Tod mit eurem zweischneidigen Schwert: eurer Zunge.

    19. Ihr sollt euren Geschwistern nicht das Leben nehmen und niemanden als Rivalen ansehen. Denn ein böser Blick, ein böses Wort oder eine böse Tat genügt, um zu töten.

    20. Ihr sollt den Namen Gottes nicht missbrauchen [Ex. 20,7], veranlasst, dass er geachtet wird.

    21. Wenn ihr die Tempelschwellen überschreitet, in denen eure Geschwister den Herrn anbeten, so haltet Stille und respektiert sie, denn auch sie sind Geschöpfe des Höchsten.

    22. Wahrlich, ich sage euch: Nutzt die Zeit, die euch der Herr auf dieser Erde gewährt. Fühlt euch klein, damit aus der Fülle eures Herzens die heilsamen Worte geboren werden, welche veranlassen, dass die Menschen auf der Suche nach Erlösung zu euch kommen.

    23. Hört auf die Stimme der Propheten unter euch, denn sie sind die Stimme Gottes.

    24. Ergründet die 22 Gebote, welche die Seiten des Gesetzes umfassen, jenes Gesetzes, das zu lieben und zu erfüllen, ihr geschworen habt.

    25. Die Erde muss gereinigt werden, damit sie den vollkommenen Samen in ihren Schoß aufnehmen kann. Denn wenn dies nicht geschieht, werden Plagen und Katastrophen kommen, um die in Sünde Verstockten erkennen zu lassen, dass es nur einen wahren Gott gibt und dass nun die Zeit des Gerichts ist.

    26. Die Glocke ist dumpf geworden, weil sie euch so oft zur Umkehr rief ― die einen wie die anderen.

    27. Empfindet ihr Reue, seid ihr zerknirscht?

    28. Bereut und sündigt nicht mehr!

    29. Habt ihr den Vorsatz, nicht mehr über eure Geschwister zu urteilen? Folgt ihm und lernt, die Sache dem Vater zu überlassen! [Dt. 32,35]

    30. Wenn der Schmerz euch erreicht, sagt der Vater zu euch: „Einem jeden gebe Ich, was seinen Werken entspricht“. Das ist Gerechtigkeit. [Sal. 62,12]

    31. Herde, ich gebe euch Milch und Honig, ich gebe euch in Vertretung des Heiligen Geistes das Gesetz, welches mit goldenen Buchstaben in euren Geist und euer Herz eingeprägt ist.

    32. Vergeudet diesen Schatz nicht, meine Schäfchen, denn er ist ein Bollwerk in Zeiten der Prüfung und ein vollkommener Führer in Zeiten des Chaos.

    33. Völker, die ihr weint, wenn die Prüfungen euch erschüttern: Ich gebe euch Heilbalsam für eure Wunden und Gesundheit für eure Krankheiten. Ich vergebe und segne euch, im höchsten Namen des Vaters.

    34. Durch euch, oh Volk, gebe ich dem ganzen Universum. Mein Hirtenfrieden sei in euch!