Autor: Cristina Marti Schneider

  • Maria, die weibliche Essenz Gottes

    Maria, die weibliche Essenz Gottes

    23. Ist die ganze Menschheit marianisch? Wahrlich, Ich sage euch: Nein, viele kennen Maria nicht einmal. Ich sehe einen Teil der Menschheit, welcher nicht einmal ihren Namen kennt, einen anderen großen Teil, der durch Sie in großen Fanatismus verfallen ist, in die größte Abgötterei, in Entweihung, in Gewinnsucht. Und einen weiteren Teil der Menschheit und der Religionsgemeinschaften, die Sie nicht als Geistige Mutter der Menschheit anerkennen.
    24. Euch habe ich „Marianisches Volk“ genannt, weil ihr die Menschheit lehren werdet, wer Maria ist.
    25. Ich sage dir, oh Volk: Maria ist nicht nur die Frau, die in der Zweiten Zeit den Erlöser empfing. Ich sage all jenen Teilen der Menschheit, die Ich soeben erwähnt habe, allen Sekten und Religionsgemeinschaften, allen Rassen und allen Menschen, dass Maria die mütterliche, göttliche Essenz ist, die immer existiert hat. Sie ist die weibliche, universelle Essenz, die ihr in allen Werken der Schöpfung entdecken und erblicken könnt. Sie ist die Zärtlichkeit, ist die Fürsprache und der Busen, der nährt.
    Schon in den vergangenen Zeiten wurde euch die Existenz Marias und ihr irdisches Kommen offenbart. Denn wahrlich, von den Ersten bis zu den Letzten – zu allen habe Ich als Vater, als Richter und als Meister gesprochen.
    26. Schon in der Ersten Zeit begannen die Patriarchen und Propheten von der Ankunft des Messias zu sprechen. Doch der Messias kam nicht nur im Geiste – er kam, um aus einer Frau geboren zu werden, um Mensch zu werden, um von einer Frau einen Körper zu erhalten.
    Der mütterliche Geist Gottes musste gleichfalls Mensch werden, zur Frau werden, als eine Blume der Reinheit, damit ihrer Blütenkrone der Duft des „Wortes“ Gottes entströme, welches Jesus war.
    27. Als jene Frau ihr Jungfrauenalter erreicht hatte, wurde sie verlobt. Der Vater sandte ihr einen Engel, um ihr ihre Mission anzukündigen. Doch wie traf der Engel sie an, wie überraschte er die verlobte Jungfrau?: Betend. Und da er sie vorbereitet antraf, sagte er ihr: „Sei gegrüßt, oh Maria, die Du Gnade vor Gott gefunden hast. Fürchte Dich nicht, denn Dein Schoß wird jenen empfangen, welcher im Hause Jakob herrschen wird, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.“
    28. Maria wusste, dass sie einen mächtigeren und größeren König empfangen würde als alle Könige der Erde. Doch krönte sie sich deswegen etwa zur Königin unter den Menschen?
    29. Verkündeten ihre Lippen auf Plätzen, Straßen, in den einfachen Hütten oder in den Palästen, dass sie die Mutter des Messias werden würde, dass der „Eingeborene Sohn“ des Vaters aus ihrem Schoße hervorgehen werde? Gewiss nicht, mein Volk: die größte Demut, Sanftmut und Gnade war in ihr, und die Verheißung ging in Erfüllung. Ihr Herz einer menschlichen Mutter wurde beglückt, und schon bevor sie gebar – zu diesem Zeitpunkt und hernach während des ganzen Lebens des Sohnes – war sie eine liebevollste Mutter, die geistig die Bestimmung Jesu kannte, die Mission, die er unter den Menschen zu erfüllen hatte, und wozu er gekommen war. Sie widersetzte sich niemals dieser Bestimmung, denn sie hatte Anteil an demselben Werke.
    30. Wenn sie zuweilen Tränen vergoss, war es ein Weinen der menschlichen Mutter, war es die Körpernatur, die den Schmerz in dem Sohne, ihrem eigenen Fleische, fühlte.
    Doch war sie eine Jüngerin des Meisters, ihres Sohnes? Nein. Maria brauchte von Jesus nichts zu lernen. Sie war im Vater Selbst und hatte sich nur inkarniert, um jene schöne und schwierige Aufgabe zu erfüllen.
    Beschränkte sich jenes vortreffliche Mutterherz darauf, nur ihren geliebtesten Sohn zu lieben? Gewiss nicht; durch jenes kleine menschliche Herz offenbarte sich das mütterliche Herz in Tröstung und erhabenen Worten, in Ratschlägen und Wohltaten, in Wundern, in Licht und in Wahrheit.
    Niemals stellte sie sich zur Schau, niemals fasste sie das Wort des Meisters falsch auf. Aber ebenso, wie sie zu Füßen der Krippe war, die ihr als Wiege diente, so war sie auch zu Füßen des Kreuzes, an dem der Sohn, der Meister, der Vater der ganzen Schöpfung starb und seinen letzten Atemzug als Mensch tat.
    31. So erfüllte sie ihre Bestimmung als menschliche Mutter und gab allen Müttern und allen Menschen ein erhabenes Beispiel.
    Und damit sie von der Menschheit beachtet würde, damit auch sie geliebt würde, und damit ihr Vorbild nicht aus den Herzen der Menschen gelöscht würde, widmete der blutende Meister am Kreuz eines seiner sieben Worte am Kreuz der Mutter, indem Er ihr sagte: „Mutter, dies ist Dein Sohn!“, und sagte zum Sohn, welcher in diesem Augenblicke Johannes, der Apostel des Herrn war: „Sohn, dies ist deine Mutter!“
    32. Damit wollte der Meister Johannes als Stellvertreter der Menschheit hinterlassen, und im Herzen der Menschen ein Heiligtum der Liebe und Achtung für die Universelle Mutter.
    33. Nahm der Apostel Johannes jene Mütterlichkeit nur für sich in Anspruch? Nein, fürwahr, er ging zu den Seinen, zu den Gefährten im Kampfe und bei den Unterweisungen, zu den anderen Jüngern und sagte ihnen: „Der Meister sagte dies, bevor Er hinschied“, und da blieben die Jünger bei Maria, bis Sie in die Unendlichkeit emporgehoben wurde.
    34. Am Pfingsttag, jenem Fest, welches das Volk seit der Ersten Zeit als Passahfest feierte, waren die Jünger versammelt, und in ihrer Mitte war Maria. Und der Heilige Geist nahte sich, in einer weißen Taube symbolisiert, und überströmte sie mit seinem Licht und erfüllte sie mit seiner Gnade.
    35. Die Jünger fühlten tiefste Hochachtung und Liebe für Maria. Und da jene Sämänner, jene Ärzte der Seele diese Verehrung für die Mutter des Erlösers als Mensch fühlten – warum sollten dann die Generationen der Zeiten, die auf sie folgten, sie nicht fühlen? Ich habe euch gesagt, dass Maria ewig ist, und wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr euch an Sie wendet, werden viele von euch Sie finden.
    36. Als mein Jünger Johannes sich auf der Insel Patmos einsam an seinem Rückzugsort befand, wo er die großen Offenbarungen der kommenden Zeiten empfing, wo er geistig in das Hohe Jenseits eindrang und die großen Geheimnisse des Herrn sah, eingekleidet in Sinnbilder und dargestellt durch Gestalten, sah er dort auch die Gestalt Marias.
    In dieser großen Offenbarung, welche Johannes durch den Vater für die Menschen der kommenden Zeitalter anvertraut wurde, sah er dort nach einem großen Zeichen eine Frau, die mit der Sonne bekleidet war und der Mond zu ihren Füßen, und auf ihrer Stirne eine Krone mit zwölf Sternen. Jene Frau fühlte Geburtswehen, und als jener Schmerz am größten war, sah Johannes das Böse in Gestalt eines Drachens, der ihr nachstellte und nur auf die Geburt des Kindes wartete, um es zu verschlingen.
    Doch der Meister sagt euch: Da diese dem Johannes durch den Vater gegebene Offenbarung von den kommenden Zeiten sprach, sage Ich euch: Er sah Maria in der Dritten Zeit, kurz bevor Sie das Marianische Volk zur Welt brachte, und das Böse, das dem Volk des Herrn auflauerte.
    Johannes sah auch, dass im Augenblick der Geburt eine große Schlacht von Engeln gegen den Drachen entbrannte, welcher das Böse der Menschen verkörperte – eine Schlacht, die derzeit bei euch stattfindet, weil das Marianische Volk geboren worden ist, bereits auf der Erdoberfläche erschienen ist, und heute seinen Schild und sein Schwert der Liebe erhält, um in die große Endschlacht zu ziehen.
    37. Dies bedeutet diese Offenbarung, oh geliebtes Volk! Deshalb hat der Vater dir an diesem Tage gesagt: Jene, welche Maria kennen, kennen sie nicht in ihrer Wahrheit. Sie sehen sie nur als Frau, sie betrachten Sie nur als menschliche Mutter, und um Sie herum haben sie Kulte, Riten, Feste und Schwärmereien geschaffen. Durch diese abgöttische Verehrung haben sie die Erfüllung der Gesetze des Herrn, das Wort des Meisters und die Liebe untereinander vergessen.
    38. Der Vater will nicht, dass die Welt Maria in dieser Weise kennenlernt, noch will Ich, dass man Sie auf diese Art liebt. Maria ist nicht nur eine Frau, Ich habe es euch bereits gesagt: Maria ist die mütterliche Essenz, die im Göttlichen existiert, und die sich in allem Geschaffenen offenbart.
    39. Wenn ihr Sie sucht in der Einsamkeit der Nacht, in der Stille, die nichts stört, dort in dem Kosmos, werdet ihr ihrem Bildnis begegnen, und wenn ihr Sie sucht in dem Duft der Blumen, werdet ihr Sie ebenfalls treffen, und wenn ihr Sie sucht in dem Herzen eurer Mutter, werdet ihr Sie haben. Wenn ihr Sie zu treffen wünscht in der Reinheit der Jungfrau, dort werdet ihr Sie ebenfalls schauen, und so wie in Ihr in unzähligen Werken, wo sich das ewig Weibliche widerspiegelt, das in Gott existiert und in seiner ganzen Schöpfung besteht.
    40. Wenn ihr euch einmal körperlich auf die Wege der Auftragserfüllung, der Predigt der Unterweisung begebt, werdet ihr mit den harten Herzen, mit jenen zusammenstoßen, welche eine
    verschlossene Tür geschaffen haben, um die Essenz der Liebe Marias und ihren Namen nicht eindringen zu lassen.
    Für viele gibt es diese Essenz nicht. Was wirst du dann tun, oh Volk? Wirst du Gewalt anwenden, um jene Mauer, jene Tür nieder zu reißen, um die Marianische Unterweisung in jene Menschen und Völker eindringen zu lassen? Nein. Ich habe euch gesagt, dass ihr mein Werk nur darstellen, meine Unterweisung nur aufzeigen sollt, aber dass ihr mit so viel Geist, mit so viel Herz, mit einer solchen Wahrhaftigkeit sprechen sollt, dass viele von jenen Halsstarrigen sich bekehren und sagen werden: „Wahrlich, die Essenz der Universellen Mutter durchflutet den ganzen Erdkreis, diese Lehre ist klar und verständlich. Sie ist wie ein Lebensquell, der zum Trinken einlädt, der jedoch nicht nötigt, von ihm Gebrauch zu machen.“
    41. Wahrlich, Ich sage euch, wenn dies geschehen würde, hätte Ich schon seit langer Zeit alle Geister mit meiner Macht herbeigeschafft, um sie in diesem Wasser zu baden, um sie von ihm trinken zu lassen und sie zu dem Ziel zu bringen, für das ihr alle bestimmt seid. Aber ihr sollt nicht nur durch Mich, sondern auch durch euch selbst zu Mir gelangen.
    Deshalb habe Ich euch Geist, Willen, Intelligenz, Fähigkeiten und Sinne gegeben. Deshalb habe Ich euch mein Gesetz offenbart und euch die nötige Zeit gegeben und euren Geist auf einen Weg der Entwicklung, des Fortschritts und der Erlösung derselben gestellt.
    Ich will, dass euer Herz und euer Wort wie eine Quelle sind, wie ein unerschöpflicher Born unter den Menschen, und dass eure Stimme demütig dazu einlädt, von meinem Worte zu trinken, das ihr verbreiten sollt.
    42. Wenn dieses Wasser kristallklar ist, wenn es so ungetrübt ist, wie Ich es euch anvertraut habe – wahrlich, Ich sage euch, dann werden die Menschen in ihm ihre Gesundheit und ihr Heil finden. Sie werden dann aus voller Kehle schreien und bekennen, dass sie bei euch meine Wahrheit gefunden haben, und dies ist die Verantwortung Israels in der Dritten Zeit – dies ist die Last, die auf dem Spiritualistisch-Trinitarisch-Marianischen Volke ruht.
    43. Euer sanfter und demütiger Gang wird Religionsgemeinschaften erschüttern, wird Grundmauern und Prinzipien erschüttern. Euer Wort, das immer das Meine sein wird, wird falsche Heiligtümer niederreißen, und von ihnen wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Es wird die Götzenbilder stürzen, all jene Abgötterei, die man um die Verehrung Gottes herum geschaffen hat, ebenso um Maria und um ihren Namen, bis man zu den größten Übertreibungen gelangt ist. All dies muss verschwinden, durch das Feuer des Wortes des Heiligen Geistes verbrannt, das Ich in euch gelegt habe und weiterhin legen werde.

    Buch des Wahren Lebens, U. 360,23-43

  • Die Bedeutung von Moses, Jesus & Elias für die Menschheit

    141,53. In der ersten Epoche verkörperte Mich Abel auf der Erde, in der zweiten Noah, in der dritten Jakob, Moses in der vierten, Jesus in der fünften, in der sechsten, der gegenwärtigen, Elias, und in der siebten wird der Heilige Geist regieren.

    2-29,19. Mein Werk ist der Geistige Berg, zu dem Ich euch einlade, ihn auf Pfaden der Liebe, der Barmherzigkeit und Demut zu besteigen. Es ist der neue Berg Tabor, auf dem die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft in eins verschmelzen, und wo das Gesetz, die Liebe und die Weisheit zu einer einzigen Essenz vereinigt werden.

    20. Moses, Jesus und Elias: Dies ist der Weg, den der Herr dem Menschen vorgezeichnet hat, um ihm zu helfen, sich zum Reiche des Friedens, des Lichts und der Vollkommenheit zu erheben.

    21. Fühlt in eurem Leben die Gegenwart der Boten des Herrn. Keiner von ihnen ist gestorben, sie alle leben, um den Weg der Menschen, die sich verirrt haben, zu erhellen und ihnen zu helfen, sich von ihren Stürzen zu erheben, und um sie zu stärken, damit sie sich in den Prüfungen ihrer Schuldabtragung mit Liebe widmen.

    22. Erkennt das Werk, das Moses durch die Inspiration Jehovas auf Erden erfüllte. Erforscht eingehend die Lehre Jesu, durch welchen das „Göttliche Wort“ sprach, und sucht den geistigen Sinn meiner neuen Offenbarung, deren Zeitalter von Elias vertreten wird.

    23. Wenn ihr vollständige Kenntnis dieser göttlichen Offenbarungen erlangt habt, so bildet davon ein Buch, das in drei Teile geteilt sein soll, und ihr werdet finden, dass der erste vom Gesetz spricht, der zweite von der Liebe und der dritte von der Weisheit. Dann werdet ihr verstehen, dass es das Gesetz ist, das führt, dass die Liebe erhebt und die Weisheit vervollkommnet. Schließlich werdet ihr begreifen, dass diese Offenbarungen euch in vollkommener Ordnung gegeben wurden, wobei sie das menschliche Leben erhellen: dass euch die Lehre der Liebe gegeben wurde, als ihr schon ein umfangreiches Wissen von der Gerechtigkeit besaßet, und dass ebenso die Weisheit zu euch kommen wird, wenn ihr im Einklang mit den Lehren lebt, welche die Liebe in sich birgt.

    • 2-29 . 25. Moses, Jesus und Elias verkörpern die drei Phasen, in denen Ich Mich euch kundgetan habe: Der Arm Moses, welcher die Tafel des Gesetzes hielt und den Weg zum Gelobten Lande wies; die Lippen Jesu, die das göttliche Wort verkündeten; und Elias, welcher mit seinen geistigen Kundgebungen die Tore öffnete, die euch zum Unendlichen und zur Erkenntnis dessen führen, was ihr Geheimnis nennt.

    2-29,42. In der heutigen Zeit erscheine Ich bei euch geistig auf dem Berge der Vollkommenheit und habe wie in dem Gesichte jener Jünger Moses und Elias an meiner Seite — es sind die drei Boten, die den Menschen den Weg des Geistes durch die Erfüllung des Gesetzes vorgezeichnet haben.

    43. Moses übergab der Menschheit das Gesetz in Stein gemeißelt, Jesus brachte sein Gesetz der Liebe am Kreuz zur höchsten Entfaltung, und Elias erleuchtete in dieser Zeit als ein göttlicher Strahl jeden Geist mit der Weisheit. Jeder Abgesandte hatte seine Zeit, um der Menschheit die göttliche Botschaft, die Offenbarungen und die Prophetien verständlich zu machen.

    • 3-81-37 . 37. Elias erleuchtete wie Jesus und Moses die Augen eures Geistes, damit ihr den Vater schauen würdet. Moses lehrte euch: „Du sollst (Gott vor allem Geschaffenen lieben und) deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Jesus sagte euch: „Liebet einander!“ Elias gebot euch, „Barmherzigkeit und (noch) mehr Barmherzigkeit mit euren Geschwistern zu haben, und fügte sogleich hinzu: „und ihr werdet meinen Vater in all seiner Herrlichkeit schauen.“

    • 5-128 ,14. Achtet auf dies Licht und ihr werdet nicht vom rechten Weg abirren. Beachtet meine Gesetze, dann werden der Glaube und das Vertrauen in eure Geistesgaben sehr groß sein. Begreift, welches die Vollmachten von Moses, Jesus und Elias sind, denn Ich habe euch an ihnen beteiligt.

    • 10-286 . 16. Moses war der Initiator der Vergeistigung, der Wegbereiter Jehovas, der Gesetzgeber. Jenes Tages, an dem er mit den Gesetzestafeln vom Berge herabstieg, wurde vom Volke Israel gedacht, so wie ihr es jetzt tut, wenn ihr des Tages gedenkt, an dem euch durch Roque Rojas offenbart wurde, dass das Testament Moses‘, das Vermächtnis Jesu und die Botschaft Elias‘ ein einziges Buch bilden würden: das Buch der Wahrheit und des Lebens.

    17. So wie Moses das Herz seines Volkes vorbereitete, um Jehova zu empfangen, und euch heute Elias erweckte, um die Stimme des Göttlichen Geistes zu vernehmen, so war es gleichfalls Elias — der in Johannes, genannt der Täufer reinkarnierte — welcher die Menschenmassen zur Buße und zum Gebet ermahnte und ihnen ankündigte, dass das Himmelreich sich den Menschen nahte. Denn in der Lehre, die Ich euch brachte, und in meiner Unterweisung war die Gegenwart des Vaters und das Licht der Himmel.

    18. Christus ist die Manifestation des Vollkommenen, in Ihm könnt ihr das ewige Gesetz erblicken, könnt ihr die unendliche Liebe finden und die absolute Weisheit bewundern.

    19. Jesus erhellte mit seinem Leben das Gesetz, das Israel von Moses empfing, und kündigte euch an, dass später der Tröster kommen würde, um alles zu klären und zu erläutern, was Christus lehrte, und was nicht richtig ausgelegt wurde.

    20. Christus umfasst alle Zeitalter, seine Gegenwart besteht zu allen Zeiten, weil Er „das Ewige Wort“ ist.

    21. Elias ist der Wegbereiter, der Erklärer der Geheimnisse, er ist der Schlüssel, der die Türe öffnet, damit ihr in das Tiefgründige eindringt. Er ist der geistige Befreier, der in der Zeit der Vollendung der Vergeistigung der Menschen gesandt worden ist, die von Moses begonnen wurde.

  • Prophetie 

    Kriege und Naturkatastrophen – Zeichen am Himmel

    Dieselbe Welt, die ihr derzeit bewohnt, ist lange Zeit hindurch ein Schlachtfeld gewesen. Doch dem Menschen hat die enorme Erfahrung, die ihm von seinen Vorfahren vermacht wurde, nicht genügt – eine bittere und schmerzvolle Erfahrung, die wie ein durch das Gewissen aufgeschlagenes Buch vor den Menschen dieser Zeit liegt.

    Aber das Herz der Menschen ist zu hart, um jene Frucht der Erfahrung anzunehmen, die wie ein Lichtvermächtnis ist. Das einzige, was sie von ihren Vorfahren als Erbe übernommen haben, ist der Hass, der Stolz, der Groll, die Habgier, der Hochmut und die Rache gewesen, die ihnen im Blut weitergegeben wurden. (U. 271, 65)

    Bedenkt, dass Gerichtszeit ist; denn wahrlich, ich sage euch, jedes Vergehen wird gesühnt werden. Die Erde selbst wird Rechenschaft fordern von dem schlechten Gebrauch, den der Mensch von ihr und ihren Naturreichen gemacht hat.

    Alles, was zerstört worden ist, wird euch zur Rechenschaft ziehen und die Menschen dadurch erkennen lassen, dass sie vom Schöpfer mit Liebesabsichten geschaffen wurden, und dass gerade jener einzige Wille, der sie vernichten könnte, sie umsorgt, sie beschützt und sie segnet. (U. 180, 67)

    Ich übergebe euch diese Botschaft, die ihr über die Meere hinweg weitergeben müsst. Mein Wort soll den alten Kontinent durchqueren und selbst zu den Menschen des alten Palästinas gelangen, die sich in einen brudermörderischen Kampf um ein Stückchen Land gestürzt haben, ohne sich des Elends ihres Geistes bewusst zu werden. 

    Ihr könnt euch die Prüfung, die die Welt durchleben wird, nicht vorstellen. Alle erwarten den Frieden, doch dieser wird erst zur Geltung kommen, nachdem die Naturgewalten von mir Zeugnis abgelegt haben. (U. 243, 52)

    Meine Naturkräfte werden entfesselt sein und ganze Landstriche verheeren. Die Wissenschaftler werden einen neuen Planeten entdecken, und ein Sternenregen wird eure Welt erhellen. Aber dies wird kein Unheil für die Menschheit herbeiführen; es wird den Menschen nur das Kommen einer neuen Zeit ankündigen. (U. 182, 38)

    Ich habe euch schon offenbart, dass mein Volk über die ganze Erde verstreut ist, das heißt, dass der geistige Same auf dem ganzen Erdkreis ausgestreut ist. 

    Heute seid ihr uneinig und missachtet euch sogar gegenseitig wegen Kleinigkeiten. Doch wenn die materialistischen Lehren euch alle zu überwältigen drohen, werdet ihr, die ihr mit dem Geist denkt und fühlt, endlich eins werden. Wenn jene Zeit kommt, werde ich euch ein Zeichen geben, damit ihr euch erkennen könnt ‑ etwas, das ihr in derselben Weise sehen und hören könnt. Wenn ihr euch dann gegenseitig Zeugnis davon gebt, werdet ihr verwundert sein und sagen: „Es ist der Herr, Er ist mit uns“. (U. 156, 35 – 36)

  • Gott von ganzer Seele oder von ganzem Geist lieben?

    DU SOLLST DEN HERRN, DEINEN GOTT, LIEBEN, VON GANZEM HERZEN, VON GANZER SEELE UND MIT DEINER GANZEN KRAFT!“ (5. Mose 6,5)

    Dieses Grundgebot aus dem Alten Testament ist eines der großen Eckpfeiler des christlichen Glaubens.

    Nun heißt es im DT: „Du sollst Gott von ganzem Herzen und von ganzem Geist, mit allen deinen Kräften lieben, und deinen Nächsten wie dich selbst!“ (GLW E. 30,11)
    Was stimmt jetzt wirklich, von ‚ganzer Seele‘ oder von ganzem Geist‘?

    In der Ersten Zeit war es den Menschen nicht klar, was der Unterschied zwischen der Seele und dem Geist war. Manchmal verwendeten sie den Begriff Seele für den Geist und manchmal den Begriff Geist für die Seele. An ganz wenigen Stellen wurden im Alten Testament der Begriff des Geistes verwendet, meistens ersetzten sie ihm mit dem Begriff der Seele. Deshalb könnte man es als Irrtum jener Zeiten ansehen, dass sie „Seele“ so einsetzten – oder es war eine Begrenzung der Sprache jener Zeiten. Denn damals war es nicht so wichtig den Unterschied zwischen Geist und Seele zu machen, weil es um grundlegendere Dinge im Leben ging, zB. um Dinge wie: „Du sollst nicht töten, Du sollst nicht stehlen, etc.“

    Nun in der Dritten Zeit, wo es darum geht, die Dinge differenzierter anzusehen, werden uns diese Sachverhalte im DT erklärt, deshalb steht der Geist im DT im Vordergrund, dh. das Konzept des Geistes, was der Geist ist und was die geistige Liebe ist.

    Wenn man Moses 6,5 wörtlich fasst, ist die dort beschriebene Liebe noch eingeschränkt, weil die Liebesfähigkeit der Seele eine fleischliche, materielle, egozentrische Liebe ist, während bei der Formulierung mit dem ‚Geist‘ über die geistige Liebe gesprochen wird. Man kann Gott nicht ‚tierisch‘ lieben, dh mit der Seele. Denn die Liebe der Seele ist eine eingeschränkte, limitierte Liebe, die den „unvernüftigen“ Wesen eigen ist. Die geistige Liebe ist die erhobene Liebe, die der Vater von uns erwartet.

    Den Vater von ganzem Geist zu lieben ist eine viel höhere und erhabenere Fähigkeit, als Ihn mit der Liebe der Seele zu lieben. Denn die Tiere und die ganze Schöpfung lieben Gott mit ganzer Seele, von Ihm erhoffen sie, von Ihm empfangen sie, Ihm dienen und lieben sie. Aber wir sollten mehr als Tiere sein und Ihn mit dem Höchsten in uns dienen, welches der Geist ist.

    Stellen aus der Bibel, die dies belegen:
    Johannes, 4,24. „Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten.“
    Gott ist Geist, deswegen ist es der Geist als Kind Gottes, der lernen muss zu lieben, denn die Seele ist nur ein Werkzeug des Geistes, damit er sich in materiellen Dimensionen bekunden kann. Die Seele regiert unseren Körper, der Geist sollte aber unsere Seele regieren, und das Gewissen unseren Geist.

    Stellen aus dem DT:
    U. 216,11. Menschheit, eurer Eifer und eure Liebe werden euch zu ewigen Besitzern der Gaben des Geistes machen. Ich will, dass ihr immer demütig, eifrig im Guten, im Gesetz, in der Wahrheit seid, gütig mit der Güte des Geistes, die über der des Herzens steht.

    U. 182,2. Jeder, der an Mich glaubt und meine Gebote befolgt, ist in einer rettenden Arche, wo immer er sich befindet, ob im Geistigen Tal oder in dieser Welt. Wer im Geist und in der Wahrheit liebt, ist bei Mir. Jedes menschliche Geschöpf hat in sich selbst die Mittel, um sich zu retten, und diese sind: Das Licht des Gewissens und die Intuition des Guten, das im Geist lebt. Es sind Eigenschaften, die Ich euch gewährt habe.

  • Dritte Zeit

    Die Dritte Zeit ist für die Menschheit voll und ganz angebrochen. Es sind etwa 2000 Jahre vergangen, seit Ich euch mein Wort gegeben habe; doch jene Lehre ist trotz der verstrichenen Zeit noch nicht in der ganzen Menschheit bekannt geworden, weil Ich nicht von all meinen Kindern geliebt werde. Dennoch bringen mir alle Verehrung entgegen, alle suchen einen einzigen Göttlichen Geist, welcher der meine ist. Doch Ich sehe keine Einigkeit unter den Menschen, Ich sehe unter ihnen nicht denselben Glauben, dieselbe Erhebung und Erkenntnis und daher komme Ich als Heiliger Geist, um sie in mir zu vereinen, um sie mit meiner Lehre der Wahrheit zu vervollkommnen, mit meinem unwandelbaren Wort, mit meinem Gesetz der Liebe und Gerechtigkeit. (Kap. 5,13)

    Eine Zeit der Auferstehung ist diese Dritte Zeit. Die Geister glichen Toten und die Körper deren Grabeshöhlen. Aber der Meister ist zu ihnen gekommen, dessen Wort des Lebens ihnen sagte: Kommt heraus und erhebt euch zum Licht, zur Freiheit! (Kap. 7,36)

    Die Dritte Zeit, in der ihr jetzt lebt, ist die Zeit der Aufdeckung großer Geheimnisse. Gelehrte und Theologen werden ihre Kenntnisse berichtigen müssen angesichts der Wahrheit, die Ich euch derzeit offenbare. (Kap. 7,65)

    Diese Unterweisung, die das Dritte Zeitalter erhellen soll, ist nicht meine letzte. Das Geistige hat kein Ende. Mein Gesetz erstrahlt gleich einer göttlichen Sonne in allen Gewissen. Stillstand und Niedergang ist nur den Menschenwesen eigen und es ist immer die Folge von Lastern, Schwächen oder Zügellosigkeit der Leidenschaften. (Kap. 23,46)

    Dies ist die Dritte Zeit, in der euer Geist schon auf Erden damit beginnen kann, von sehr hohen Lebensebenen und sehr großen Erkenntnissen zu träumen. Denn wer von dieser Welt scheidet und in seinem Geist bereits die Erkenntnis dessen mitnimmt, was er vorfinden wird als auch die Entfaltung seiner Geistesgaben, der wird viele Welten durchqueren, ohne in ihnen zu verweilen, bis er zu jener gelangt, auf der zu wohnen ihm aufgrund seiner Verdienste zukommt. (Kap. 29,22)

    Geliebtes Volk, dies ist der Dritte Tag, an dem Ich mein Wort unter den Toten zu neuem Leben erwecke. Dies ist die Dritte Zeit, in der Ich vor der Welt in geistiger Weise erscheine, um ihr zu sagen: „Hier ist derselbe Christus, den ihr am Kreuz sterben saht, und er spricht derzeit zu euch, denn er lebt und wird leben und wird immer sein“. (Kap. 31,61)

    Ich wollte damit sagen, daß jeder äußerliche Kult, so prächtig er den Menschen auch erscheint, aus dem Herzen der Menschen verschwinden wird und Ich an seiner Stelle den wahren, geistigen Tempel meiner Göttlichkeit aufrichten werde. Jetzt ist die Dritte Zeit, das heißt der dritte Tag, an dem Ich den Wiederaufbau meines Tempels beenden werde. (Kap. 37,24)

    Dies ist die Dritte Zeit, in der Ich euch die Lektion gelehrt habe, die die Menschheit geistig vereinen soll. Denn es ist mein Wille, daß die Sprachen, die Rassen, die verschiedenen Ideologien kein Hindernis mehr sein sollen für ihre Vereinigung. Die geistige Essenz, aus der Ich einen Geist schuf, ist dieselbe, die alle besitzen. Und die Substanzen, aus denen das Blut zusammengesetzt ist, das durch die Adern des Menschen fließt, sind die gleichen bei allen. Daher sind alle gleich und meiner würdig, und für alle bin Ich aufs neue gekommen. (Kap. 36,36)

    Dies ist die Dritte Zeit, in der der Geist des Menschen sich von den Ketten des Materialismus befreien muß. Dies wird der Kampf der Weltanschauungen mit sich bringen, der heftiger sein wird, als ihn die Geschichte der Menschheit kennt. (Kap. 36,43)

    Dies ist die Dritte Zeit, in der ich euch die Lektion gelehrt habe, die die Menschheit geistig vereinen soll. Denn es ist mein Wille, daß die Sprachen, die Rassen, die verschiedenen Ideologien kein Hindernis mehr sein sollen für ihre Vereinigung. Die geistige Essenz, aus der ich einen Geist schuf, ist dieselbe, die alle besitzen. Und die Substanzen, aus denen das Blut zusammengesetzt ist, das durch die Adern des Menschen fließt, sind die gleichen bei allen. Daher sind alle gleich und meiner würdig, und für alle bin ich aufs neue gekommen. (Kap. 38,36)

    Die Veränderungen, die das menschliche Leben erfährt, werden so groß sein, daß es euch vorkommen wird, als ob eine Welt zu Ende ginge und eine andere geboren würde. (Kap. 38,37)

    So, wie zu allen Zeiten das Leben des Menschen in Epochen oder Zeitalter unterteilt wurde, und jedes derselben sich durch etwas ausgezeichnet hat – sei es durch seine Entdeckungen, durch die göttlichen Offenbarungen, die es empfangen hat, durch seine Entfaltung im Sinn des Schönen, was der Mensch Kunst nennt, oder durch seine Wissenschaft – so wird die nun beginnende Zeit, das Zeitalter, das bereits wie eine neue Morgenröte hervorbricht, durch die Entfaltung der Geistesgaben gekennzeichnet sein, jene Seite eures Wesens, die ihr hättet pflegen sollen, um euch so viele Übel zu ersparen, was ihr jedoch immer auf später verschoben habt. (Kap. 38, 38)

    Glaubt ihr nicht, daß das menschliche Leben sich völlig wandeln kann, wenn es Spiritualität entwickelt, die Geistesgaben entfaltet und das Gesetz in Kraft setzt, welches auf dieser Welt vom Gewissen diktiert wird? (Kap. 38,39)

    Bald werden alle Völker begreifen, daß Gott in jedem Zeitalter zu ihnen gesprochen hat, daß die göttlichen Offenbarungen die Leiter gewesen ist, die der Herr zu den Menschen herabgelassen hat, damit sie zu ihm aufwärts steigen könnten. (Kap. 38,40)

    Diese neue Zeit werden manche die Zeit des Lichts nennen, andere das Zeitalter des Heiligen Geistes, und wieder andere die Zeit der Wahrheit. Doch ich sage euch, daß es die Zeit der geistigen Aufwärtsentwicklung, der geistigen Wiederherstellung, der Rückforderung sein wird. (Kap. 38,41)

    Dies ist die Epoche, von der ich schon seit langer Zeit gewünscht habe, daß sie im Herzen des Menschen lebt, und die fortwährend von ihm selbst bekämpft und zerstört wurde. Eine Zeit, deren Helligkeit von allen gesehen wird und unter deren Licht sich alle Kinder des Herrn vereinen; nicht zu einer Religionsgemeinschaft von Menschen, die die einen aufnimmt und die anderen abweist, die ihre eigene Wahrheit ausposaunt und sie anderen abspricht, die unwürdige Waffen gebraucht, um sich durchzusetzen oder welche Finsternis statt Licht gibt. (Kap. 38.42)

    Dies ist die Dritte Zeit, in der der Geist des Menschen sich von den Ketten des Materialismus befreien muß. Dies wird der Kampf der Weltanschauungen mit sich bringen, der heftiger sein wird, als ihn die Geschichte der Menschheit kennt. (Kap. 38,43)

    Die Verderbtheit, der Egoismus, der Hochmut, das Laster, die Lüge und alles, was euer Leben überschattet hat, werden wie zerbrochene Götzenbilder zu Füßen derer fallen, die sie verehrten, um der Demut Platz zu machen. (Kap. 38,44)

    Fürchtet nicht die Urteile und Spöttereien der Sekten und Konfessionen. Sie sind es, die, obwohl sie die Bücher der Weissagung in ihren Händen haben, diese nicht richtig ausgelegt haben und mich daher nicht zu erwarten verstanden. Ihr dagegen, die ihr die Prophezeiungen nicht kanntet, die von meiner Wiederkunft als Heiliger Geist sprachen, habt mich erwartet. Nun ist die Dritte Zeit da, doch die Menschheit hat es nicht verstanden, das Evangelium auszulegen (Kap. 60,14)

  • Das Dritte Testament

    Das Buch meiner Unterweisung besteht aus den Lehren, die Ich euch in dieser Zeit mittels des menschlichen Verstandesvermögens diktiert habe. Mit diesem Buch, das die Menschheit schließlich als das Dritte Testament anerkennen wird, sollt ihr meine Göttliche Sache verteidigen. (Kap. 6,9)

    Mein Wort wird für alle Zeiten niedergeschrieben bleiben, aus ihm werdet ihr das Buch der Dritten Zeit, das Dritte Testament, die letzte Botschaft des Vaters zusammenstellen. Denn in allen drei Zeitaltern hatte Gott Seine Goldfedern, um der Menschheit seine Weisheit zu hinterlassen. (Kap. 6,36)

    Das Buch meiner Unterweisung besteht aus den Lektionen, die Ich euch durch das menschliche Verstandesvermögen diktiert habe. Mit diesem Buch, das die Menschheit als das Dritte Testament kennenlernen wird, sollt ihr meine göttliche Sache verteidigen. (Kap. 59,28)

    Ich vermache euch derzeit das Dritte Testament, doch ihr habt nicht einmal die beiden ersten verstanden. Wenn ihr in dieser Zeit zubereitet gewesen wäret, wäre es nicht notwendig gewesen, dass mein Wort materiell hörbar wird, denn Ich würde dann geistig sprechen und ihr würdet mir mit eurer Liebe antworten. (Kap. 63,36)

  • Christus – die vollkommene Liebe und das Wort Gottes

    Bevor sich der Vater in Jesus der Menschheit kundgab, sandte Er euch seine Offenbarungen, wobei Er sich materieller Formen und Ereignisse bediente. Unter dem Namen Christus habt ihr den kennen gelernt, der die Liebe Gottes unter den Menschen kundtat. Doch als Er zur Erde kam, hatte Er sich schon zuvor als Vater offenbart, weswegen ihr nicht sagen dürft, dass Christus auf der Welt geboren wurde. Jesus war es, der geboren wurde, der Körper, in welchem Christus wohnte.

    Denkt nach, und ihr werdet mich schließlich verstehen und werdet anerkennen, dass Christus schon vor Jesus war, denn Christus ist die Liebe Gottes.

    Hier bin Ich bei euch und gebe euch Kraft, um für den ewigen Frieden eures Geistes zu kämpfen. Doch wahrlich, Ich sage euch, schon bevor die Menschheit mich kennen lernte, erleuchtete Ich euch bereits aus der Unendlichkeit und sprach Ich schon zu euren Herzen. Denn da Ich eins bin mit dem Vater, bin Ich immer in ihm gewesen. Es mussten Zeitalter über die Menschheit hinweggehen, bis die Welt mich in Jesus empfing und das Wort Gottes vernahm, wenngleich Ich euch sagen muss, dass nicht alle, die damals meine Lehre vernahmen, die erforderliche geistige Entwicklung hatten, um in Christus die Gegenwart Gottes zu fühlen.

    In Jehova glaubtet ihr einen grausamen, schrecklichen und rachsüchtigen Gott zu erkennen. Alsdann sandte euch der Herr, um euch von eurem Irrtum zu befreien, Christus, seine göttliche Liebe, damit ihr, den Sohn kennen lernend, den Vater kennen solltet. Und trotzdem glaubt die unwissende und aufs Neue in ihre Sünde verstrickte Menschheit einen erzürnten und beleidigten Jesus zu sehen, der nur auf die Ankunft derer im Geistigen Tal wartet, die Ihn verletzten, um ihnen zu sagen: Weichet von mir, Ich kenne euch nicht; und um sie sogleich die grausamsten Qualen in der Ewigkeit erleiden zu lassen.

    Es ist Zeit, dass ihr den Sinn meiner Lehren versteht, damit ihr keinen Irrtümern anheim fallt. Die göttliche Liebe wird euch nicht hindern, zu mir zu kommen. Doch wenn ihr eure Fehler nicht wiedergutmacht, wird es der unerbittliche Richter eures Gewissens sein, der euch sagt, dass ihr nicht würdig seid, in das Reich des Lichts zu gelangen.

    Ich will, dass ihr wie euer Meister seid, um euch zu Recht meine Jünger zu nennen. Meine Hinterlassenschaft besteht aus Liebe und aus Weisheit. Christus war es, der zu euch kam, und Christus ist es, der in diesem Augenblick zu euch spricht. Doch versucht nicht, mich von Gott zu trennen, oder mich außerhalb von ihm zu sehen, denn Ich bin und war immer eins mit dem Vater.

    Ich habe euch gesagt, dass Christus die göttliche Liebe ist versucht deshalb nicht, mich vom Vater zu trennen. Glaubt ihr, dass Er ein Vater ohne Liebe zu seinen Kindern ist? Wie kommt ihr auf diesen Gedanken? Es ist an der Zeit, dass ihr dies erkennt.

    Niemand soll sich schämen, Gott, den Schöpfer, Vater zu nennen, denn dies ist sein wahrer Name.

    In Jesus erblickte die Welt ihren Mensch gewordenen Gott. Die Menschen erhielten von ihm nur Lektionen der Liebe, Lehren von unendlicher Weisheit, Beweise vollkommener Gerechtigkeit, aber niemals ein Wort der Gewalttätigkeit, einen Akt oder ein Zeichen von Groll. Seht stattdessen, wie sehr Er beleidigt und verspottet wurde. Er hatte Vollmacht und alle Gewalt in seiner Hand wie sie die ganze Welt nicht hat, aber es war notwendig, dass die Welt ihren Vater in seinem wahren Wesen, seiner wahren Gerechtigkeit und Barmherzigkeit kennen lernen sollte.

    In Jesus sah die Welt einen Vater, der alles für seine Kinder hingibt, ohne dafür irgendetwas für sich zu verlangen. Einen Vater, der die schwersten Beleidigungen mit unendlicher Liebe vergibt, ohne jemals Rache zu üben, und einen Vater, der, statt seinen Kindern, die Ihn beleidigen, das Leben zu nehmen, ihnen vergibt und ihnen mit seinem Blut den Weg zu ihrer geistigen Erlösung vorzeichnet.

    Als Mensch war Jesus euer Ideal und die Verwirklichung der Vollkommenheit. Damit ihr in ihm ein der Nachfolge würdiges Vorbild hättet, wollte Ich euch das lehren, was der Mensch sein muss, um seinem Gott ähnlich zu werden.

    Es ist ein Gott, und Christus ist eins mit Ihm, weil Er das Wort der Gottheit ist, der einzige Weg, durch den ihr zum Vater alles Geschaffenen gelangen könnt.

    Jünger, Christus ist die höchste Manifestation der göttlichen Liebe, ist das Licht, welches in den Regionen des Geistes das Leben ist. Das Licht, das die Finsternis durchbricht und vor jedem geistigen Blick die Wahrheit aufdeckt, die Geheimnisse auflöst, die Tür öffnet und den Weg zur Weisheit, Ewigkeit und Vollkommenheit des Geistes zeigt. (Kap. 19,46-58)

  • Auferstehung

    Eine Zeit der Auferstehung ist diese Dritte Zeit. Die Geister gleichen Toten und die Körper deren Grabeshöhlen. Aber der Meister ist zu ihnen gekommen, dessen Wort des Lebens ihnen sagte: Kommt heraus und erhebt euch zum Licht, zur Freiheit! (Kap. 7,36)

    Sie litten, aber sie suchten nicht, getröstet zu werden, weil sie wussten, dass sie gekommen waren, um selbst zu trösten. Sie erhofften nichts von der Welt, weil sie nach dem Lebenskampf die Freude erwarteten, die Auferstehung des Geistes zum Glauben und zum Leben all jener zu betrachten, die der Wahrheit abgeschworen hatten.

    Wer sind jene Menschen, von denen Ich zu euch spreche? Ich sage euch, es handelt sich dabei um all jene, die euch Botschaften des Lichts, der Liebe, der Hoffnung, der Gesundheit, des Glaubens, des Heils gebracht haben. Der Name, den sie hatten, ist nicht wichtig, noch der Lebensweg, auf den ihr sie habt in Erscheinung treten sehen, noch der Titel, den sie auf Erden getragen haben. (Kap. 8,79-80)

    Männer und Frauen empfingen Zeichen und Rufe aus dem Jenseits. Die Alten und die Kinder waren gleichfalls Zeugen dieser Erscheinungen. Und in den Tagen, die dem Kreuzestod des Erlösers vorangingen, drang das Himmlische Licht in die Herzen der Menschen. Die Wesen des Geistigen Tales riefen die Herzen der Menschen. Und an dem Tag, an dem der Meister seinen letzten Atemzug als Mensch tat und sein Licht in alle Höhlen und in alle Winkel eindrang, in die materiellen und geistigen Heimstätten, im Verlangen nach den Wesen, die ihn seit langem erwarteten – vermaterialisierte, verwirrte und kranke Wesen, die vom Wege abgeirrt waren, gebunden mit Ketten der Gewissensbisse, Lasten der Ungerechtigkeit mit sich schleppend, und andere Geister, die tot zu sein glaubten und an ihre Körper gebunden waren – da erwachten alle aus ihrem tiefen Schlaf und erhoben sich zum Leben.

    Aber bevor sie diese Erde verließen, gaben sie denen, die ihre Angehörigen gewesen waren, eine Bezeugung ihrer Auferstehung und ihres Daseins. Durch all dies erlebte die Welt diese Kundgebungen in jener Nacht der Trauer und des Schmerzes. (Kap. 12,49-50)

    Statt meiner in den Martern und im Todeskampf Jesu zu gedenken – warum gedenkt ihr nicht meiner Auferstehung voll Licht und Herrlichkeit? (Kap. 14,60)

    Ich leite nunmehr eine Zeit geistiger Auferstehung für alle ein. Eine Zeit, in der Ich jenen gesegneten Samen der Liebe zum Erblühen bringen werde, den Ich von der Höhe eines Kreuzes herab auf die Welt verströmte und euch damit ankündigte, dass, wenn die Menschen sich lieben, wie Ich es euch lehrte, der Tod aus der Welt geschafft sein würde und an seiner Stelle das Leben über die Menschen herrschen und sich in all ihren Werken bekunden würde. (Kap. 18,63)

    Nun soll die Welt die Wahrheit über die Auferstehung des Fleisches erfahren, welches die Reinkarnation des Geistes ist. (Kap. 30,9)

    Reinkarnieren bedeutet: zur materiellen Welt zurückkehren, um von neuem als Mensch geboren zu werden; das Auferstehen des Geistes in einem menschlichen Körper, um seine Mission fortzusetzen. Dies ist die Wahrheit über die Auferstehung des Fleisches, von der eure Vorfahren gesprochen haben, wobei sie ebenso verdrehte wie absurde Auslegungen gegeben haben. (Kap. 30.10)

    Das Fleisch ist von dieser Welt, und in ihr bleibt es, während der Geist sich frei erhebt und zu dem Leben zurückkehrt, von dem er ausging. „Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus meinem Geist geboren ist, ist Geist“. Die Auferstehung des Fleisches ist die Reinkarnation des Geistes, und wenn manche glauben, dass dies eine menschliche Theorie ist, und andere von euch glauben, dass es eine neue Offenbarung ist – wahrlich, Ich sage euch, Ich habe vom Anbeginn der Menschheit damit begonnen, der Welt diese Offenbarung bekannt zu machen! Den Beweis dafür könnt ihr im Text der Schriften finden, die ein Zeugnis meiner Werke sind. (Kap. 30.14)

    Das Geheimnis der Auferstehung des Fleisches wurde aufgeklärt durch die Offenbarung über die Reinkarnation des Geistes. Heute wisst ihr, dass der Sinn dieses Gesetzes der Liebe und Gerechtigkeit der ist, dass der Geist sich vervollkommnet, dass er niemals verloren geht, weil er immer eine offene Tür als Gelegenheit für seine Rettung vorfinden wird, die ihm der Vater anbietet. (Kap. 30,16)

    Gesegnet seien, die zu mir sagen: „Herr, Du bist der Weg, das Licht, das ihn erhellt, und die Kraft für den Wanderer. Du bist die Stimme, die die Wegrichtung angibt und uns auf der Lebensreise neu belebt; und Du bist auch die Belohnung für den, der zum Ziel gelangt“. Ja, meine Kinder, Ich bin das Leben und die Auferstehung von den Toten. (Kap. 31,44)

    Wenn in der Zweiten Zeit meine Geburt als Mensch ein Wunder war, und meine geistige Auferstehung nach meinem körperlichen Tod ein weiteres Wunder – wahrlich, Ich sage euch – dann ist meine Kundgabe in dieser Zeit mittels eines menschlichen Verstandes ein geistiges Wunder. (Kap. 38,21)

    Wenn das Siebte Siegel zusammen mit den sechs anderen abgeschlossen ist, wird auch jenes Buch verschlossen bleiben, welches das Urteil Gottes über die Werke der Menschen gewesen ist, vom ersten bis zum letzten. Dann wird der Herr ein neues, unbeschriebenes Buch öffnen, um in ihm die Auferstehung der Toten, die Befreiung der Unterdrückten, die Erneuerung der Sünder und den Sieg des Guten über das Böse aufzuzeichnen. (Kap. 38,70)

    Sie litten, aber sie suchten nicht getröstet zu werden, weil sie wussten, dass sie gekommen waren, um selbst zu trösten. Sie erwarteten nichts von der Welt, weil sie nach dem Kampf die Freude erwarteten, die Auferstehung zum Glauben und zum Leben all jener Geister zu schauen die von der Wahrheit abgefallen waren.

    Wer sind diese Wesen, von denen Ich zu euch spreche? Ich sage euch, es handelt sich um all jene, die euch Botschaften des Lichts, der Liebe, der Hoffnung, der Gesundheit, des Glaubens, des Heiles gebracht haben – ganz gleich, welchen Namen sie hatten, oder auf welchem Weg ihr sie habt in Erscheinung treten sehen, oder welchen Titel sie auf Erden getragen haben. (Kap. 50,62-63)

    Aber Ich werde bewirken, dass der Mensch sich von diesem Tod zum Leben erhebt. Ich werde dafür sorgen, dass er seine Auferstehung erlebt und in jenem neuen Leben für die Wiedergeburt aller Ideale kämpft, für die Wiederbelebung aller Prinzipien und aller Tugenden, welche Eigenschaften und Erbgut des Geistes sind, welche sein Ursprung sind. Denn aus mir ging der Geist hervor, von mir nahm er Leben, aus meiner Vollkommenheit trank er, von meiner Gnade wurde er gesättigt. (Kap. 52,51)

    Hört mein Wort, welches die Auferstehung und das Leben ist. In ihm werdet ihr Glauben, Gesundheit und Freude zum Kämpfen und zum Leben zurückgewinnen. (Kap. 53,33)

    Doch dies wird die Menschheit dazu bringen, aus ihrem Abgrund des Hochmuts, des Materialismus und der Sünde emporzusteigen, um sich in den Tränenströmen ihrer Reue zu waschen und damit zu beginnen, sich auf dem Weg der Vergeistigung aufwärts zu entwickeln. (Kap. 57,39)

    Es ist mein Wille, dass das Volk Israel geistig unter der Menschheit aufersteht, damit sie die wahre Auferstehung im Fleisch schaut. (Kap. 63,12)

    Ihr sollt bestätigen, dass die Reinkarnation des Geistes eine der großen Wahrheiten ist, die die Menschheit kennen und glauben soll.

    Manche ahnen sie, akzeptieren sie und glauben an sie aus Intuition heraus, als etwas, das in meiner liebevollen Gerechtigkeit gegenüber den Menschen nicht fehlen konnte. Doch wird es auch viele geben, die euch Gotteslästerer und Lügner nennen werden.

    Seid unbesorgt, das gleiche geschah meinen Aposteln, als sie die Auferstehung von den Toten predigten, wie sie Jesus lehrte. Die Priester und Richter warfen sie ins Gefängnis, weil sie solche Lehren predigten. (Kap. 63,252-254)

    Später nahm die Welt jene Offenbarung an, obschon Ich versichern kann, dass sie nicht die ganze Bedeutung dieser Lehre zu erfassen vermochte, so dass es nötig ist, dass Ich in dieser Zeit komme und euch davon unterrichte, dass die Auferstehung des Fleisches sich nur auf die Reinkarnation der Geister beziehen kann, da diese das Wesentliche und der Grund für das Leben ist – das, was in Wahrheit ewig ist. Zu welchem Zweck sollten die toten Körper wiederauferstehen, da sie doch nur die vergänglichen Gewänder des Geistes waren? (Kap. 63,255)

    Das Fleisch sinkt in die Erde und vermischt sich mit ihr. Dort wird es gereinigt, verwandelt und ersteht unablässig zu neuem Leben, während der Geist sich weiter aufwärts entwickelt, weiterhin der Vollkommenheit entgegengeht, und wenn er zur Erde zurückkehrt, ist es für ihn eine Auferstehung zum menschlichen Leben, und auch für seine neue Körperhülle ist es eine Auferstehung in Verbindung mit dem Geist. (Kap. 63,256)

  • Christentum (Entwicklung)

    In jenen armen und demütigen Fischern aus Galiläa habt ihr ein würdiges Vorbild. Durch die Liebe verwandelt in geistige Fischer, erschütterten sie Völker und Reiche durch das Wort, das sie von Jesus gelernt hatten, und bereiteten durch ihre Beharrlichkeit und ihre Aufopferung die Bekehrung der Völker und das Zustandekommen des geistigen Friedens vor. Von den Königen bis zu den Bettlern – sie alle erfuhren meinen Frieden in jenen Tagen wahren Christentums. (Kap. 13,49)

    Meine Lehre, auf den Lippen und in den Werken meiner Jünger, war ein Schwert der Liebe und des Lichts, das gegen die Unwissenheit, das Götzentum und den Materialismus kämpfte. Ein Schrei der Empörung stieg bei denen auf, die den nahen Untergang ihrer Mythen und Traditionen sahen, während gleichzeitig aus anderen Herzen ein Hymnus der Wonne drang angesichts des lichtvollen Weges, der sich für die Hoffnung und den Glauben der nach Wahrheit Dürstenden und von Sünde Belasteten auftat. (Kap. 13,51)

    Die christliche Religion, die ihr heutzutage kennt, ist nicht einmal ein Abglanz der Lehre, die meine Apostel ausübten und lehrten! (Kap. 13,61)

    Nach meinem Scheiden in der Zweiten Zeit setzten meine Apostel mein Werk fort, und die auf meine Apostel folgten, führten deren Arbeit fort. Es waren die neuen Arbeiter, die Bebauer jenes Ackerlandes, das vom Herrn vorbereitet war, fruchtbar gemacht durch sein Blut, seine Tränen und sein Wort, aufbereitet durch die Arbeit der zwölf Ersten und auch durch jene, die auf sie folgten. Doch im Lauf der Zeit und von Generation zu Generation mystifizierten oder verfälschten die Menschen mein Werk und meine Lehre immer mehr. (Kap. 14,1)

    Wer sagte dem Menschen, dass er von Mir ein Abbild machen dürfe? Wer sagte ihm, dass er Mich am Kreuz hängend darstellen solle? Wer sagte ihm, dass er das Abbild Marias, die Gestalt der Engel oder das Antlitz des Vaters herstellen dürfe? Ach, ihr kleingläubigen Menschen, die ihr das Geistige materiell sichtbar machen musstet, um meine Gegenwart zu spüren! (Kap. 14,2)

    Tag für Tag – in Gemeindesälen, Kirchen und Kathedralen – spricht man meinen Namen aus und wiederholt man meine Worte, doch niemand ist innerlich bewegt, niemand erbebt durch ihr Licht, und zwar deshalb, weil die Menschen den Sinn derselben falsch verstanden haben. Die meisten glauben, dass die Wirkungskraft des Wortes Christi darauf beruht, es wieder und wieder mechanisch zu wiederholen, ohne zu begreifen, dass es nicht nötig ist, es aufzusagen, sondern es zu studieren, darüber nachzudenken, es auszuüben und zu leben. (Kap. 14,18)

    In der Zweiten Zeit, nachdem das Opfer Christi vollbracht war, ließ Ich das höchste Symbol des Christentums verschwinden, das Kreuz, zusammen mit der Dornenkrone, dem Kelch und allem, was von Seiten der Menschheit zum Objekt schwärmerischer Verehrung hätte werden können. (Kap. 14,58)

    Hört auf mich, Jünger, damit ihr alte Glaubensvorstellungen aus eurem Verstand ausmerzt. Die Christenheit teilte sich in Glaubensgruppierungen auf, die sich untereinander nicht lieben, die ihre Geschwister durch falsche Urteile demütigen, verachten und bedrohen. Ich sage euch, es sind Christen ohne Liebe, deswegen sind sie keine Christen, denn Christus ist Liebe. (Kap. 15,3)

    Wie ist es möglich, dass die Völker, die sich Christen nennen, sich durch den Krieg vernichten und sogar beten, bevor sie hingehen, um ihre Geschwister zu töten, und Mich bitten, dass Ich ihnen den Sieg über ihre Feinde gebe? Kann mein Same dort existieren, wo statt Liebe der Hass und statt Vergebung die Rache herrscht? (Kap. 15,6)

    Es herrscht große Ungleichheit; denn Ich sehe Herren, denen nur die Krone fehlt, um sich Könige nennen zu können, und Ich sehe Untergebene, die wahre Sklaven sind. Daraus ist ein Kampf entbrannt. Unter jenen auf der Welt reich gewordenen Herren gibt es viele, die sich Christen nennen, doch Ich sage euch, daß sie kaum meinen Namen kennen. (Kap. 15,11)

    Jene, die in den Mitmenschen nicht ihren Nächsten sehen, die Reichtümer anhäufen und sich dessen bemächtigen, was anderen gehört, sind keine Christen, weil sie kein Mitgefühl kennen. (Kap. 15,12)

    Ihr habt so sehr gegen meine Lehre verstoßen, dass Ich euch sagen kann: Ihr habt einen Weg geschaffen, der von dem meinen völlig verschieden ist, dem ihr aber den gleichen Namen gegeben habt. Niemand außer mir konnte euch von eurem Irrtum befreien – mit Worten des Lebens, der Liebe und der Wahrheit. (Kap. 15,21)

    Was nützt es, daß das Symbol des Christentums, das heißt das Kreuz, sich millionenfach auf Erden befindet, wenn die Menschen nicht guten Willens sind und einander nicht lieben? (Kap. 15,60)

    Der Spiritualismus in dieser Zeit wird, ebenso wie das Christentum in der Vergangenheit, mit Zorn, mit Grausamkeit und Wut bekämpft und verfolgt werden. Doch inmitten des Kampfes wird das Geistige in Erscheinung treten, dabei Wunder vollbringen und die Herzen erobern. (Kap. 47,37)

    Machte sich Israel nicht unsterblich durch die Befreiung vom ägyptischen Joch? Machten sich die ersten Christen auf ihrem Siegeszug nicht durch die Liebe unsterblich? Ebenso werden sich die Spiritualisten unsterblich machen in ihrem Kampf für die Freiheit des Geistes. (Kap. 47,45)

    Millionen von Menschen nennen sich Christen, doch in der Mehrzahl kennen sie die Lehre Christi nicht. Sie behaupten zwar, all die Werke zu lieben, die Ich als Mensch tat; aber in ihrer Art zu glauben, zu denken und die Dinge zu betrachten beweisen sie, dass sie den Wesenskern meiner Lehre nicht kennen. (Kap. 48,3)

    Es gibt kein Volk auf Erden, von dem Ich euch sagen könnte, dass ihr nicht hinzugehen braucht, weil es diese Offenbarung nicht nötig hat. Welches Volk kann behaupten, dass es wirklich christlich ist – nicht nur dem Namen nach, sondern aufgrund seiner Liebe, seiner Barmherzigkeit und seiner Vergebung? Welche Nation kann ihre Spiritualität beweisen? In welchem Teil der Welt lieben sie einander? Wo befolgen die Menschen tatsächlich die Lehre Christi? (Kap. 59,18)

    Auf diese Weise wird das Licht, das den Fanatismus auflöst und den Geist befreit, nach und nach von Mensch zu Mensch weiter vordringen. Und die, die sich Christen nannten, ohne es zu sein, werden die wahren Unterweisungen Christi durch dieses Licht kennenlernen und auslegen. Denn es wird ihnen eine erhebende Vorstellung vom geistigen Leben geben, von dem Jesus in seinen Unterweisungen sprach. (Kap. 60,32)

  • Symbol des Blatts im Dritten Testament

    Der Geist Gottes ist wie ein unendlich großer Baum, an dem die Äste die Welten und die Blätter die Wesen sind. Da es ein- und derselbe Pflanzensaft ist, der durch den Stamm zu allen Zweigen und von diesen zu den Blättern strömt, glaubt ihr da nicht, daß es etwas Ewiges und Heiliges gibt, das euch alle untereinander verbindet und euch mit dem Schöpfer vereint? (Kap. 24,33)

    Ich sagte euch, dass kein Blatt vom Baum sich ohne meinen Willen bewegt. Und jetzt sage Ich euch, dass kein Element der Natur einem anderen Willen als dem meinen gehorcht. (Kap. 25,23)

    Wehe dann dem Geist, der unter dem Antrieb des Fleisches nachgegeben hat und sich vom Einfluss der Welt, die ihn umgibt, beherrschen ließ. Dabei hat er seine Führerstellung mit der eines schutzlosen Wesens vertauscht, das die menschlichen Leidenschaften und Schwächen umtreiben gleich den dürren Blättern, wenn sie richtungslos vom Wind umhergewirbelt werden. (Kap. 34,32)

    Die Legionen von Geistern, die ziellos auf der Welt umherirren und auf verschiedene Weise an die Herzenstüren der Menschen pochen, sind oftmals Stimmen, die euch sagen wollen, dass ihr erwachen sollt, dass ihr eure Augen für die Wirklichkeit öffnen sollt, dass ihr eure Fehler bereuen und euch erneuern sollt, damit ihr später, wenn ihr eure Materie im Schoß der Erde zurücklasst, nicht wie sie eure Einsamkeit, eure Unwissenheit und euren Materialismus beweinen müsst. Erkennt hierin, wie selbst der Finsternis Licht entspringt, denn kein Blatt vom Baum bewegt sich ohne meinen Willen. Ebenso werden jene geistigen Manifestationen, die von Tag zu Tag mehr werden, die Menschen schließlich derart überschwemmen, dass sie am Ende die Skepsis der Menschheit besiegen werden. (Kap. 41,41)

    Die Prüfungen, denen ihr auf eurem Lebensweg begegnet, sind kein Zufall. Ich habe sie euch gesandt, damit ihr Verdienste erwerbt. Kein Blatt vom Baum bewegt sich ohne meinen Willen, und Ich bin sowohl in den großen als auch in den kleinen Werken der Schöpfung. (Kap. 42,22)

    Fasst es recht auf, wenn Ich euch sage, dass kein Blatt vom Baum sich ohne meinen Willen bewegt. Dann werdet ihr wissen, wann Ich es bin, der euch prüft, und wann ihr euren Leidenskelch leert, um hernach Mich dafür zu beschuldigen. Dann werdet ihr zu Richtern und macht Mich zum Angeklagten. (Kap. 45,23)

    Heute ist der Mensch wie ein kleines dürres Blatt, das vom Baum des Lebens gefallen und Spielball der Winde ist, tausend Wechselfällen unterworfen, schwach gegenüber den Naturgewalten, gebrechlich und armselig angesichts des Todes, während er doch Herr über die Erde sein sollte wie ein Fürst, der von Mir ausgesandt wurde, um sich auf der Welt zu vervollkommnen. (Kap. 46,14)

    Die Menschen werden Mir wieder alle Vollkommenheit, Allwissenheit und höchste Gerechtigkeit zuerkennen. Sie werden sich erinnern, dass Jesus sagte: „Kein Blatt vom Baum bewegt sich ohne den Willen des Vaters“. Denn heute bewegen sich nach Meinung der Welt das Blatt vom Baum, die Lebewesen und die Sterne zufällig. (Kap. 57,7)