Autor: Cristina Marti Schneider

  • Über die Atheisten

    Ich sage euch, dass es besser für euch ist, voller Ungewissheiten und Verneinungen zu sein, als voll falscher Überzeugungen oder Lügen, die ihr für Wahrheiten hält. Die ehrliche Verneinung, die dem Zweifel oder der Unwissenheit entspringt, schadet euch weniger, als die unaufrichtige Zustimmung zu etwas Falschem. Der ehrliche Zweifel, der nach Verständnis hungert, ist besser als der feste Glaube an irgendeinen Mythos. Die verzweifelte Ungewissheit, die schreiend nach Licht verlangt, ist besser als die fanatische oder abgöttische Sicherheit.

    Heute überwiegen überall die Ungläubigen, die Enttäuschten und die Verbitterten. Es sind Widerspenstige, die oftmals klarer sehen als die anderen, die das rituelle Gehabe nicht als solches empfinden. Die Versicherungen, die sie von denen vernommen haben, die die Menschen geistig führen, überzeugen sie auch nicht. Denn all jene komplizierten Theorien erfüllen nicht ihr Herz, das nach reinem Wasser dürstet, welches ihre Angst beschwichtigt.

    Jene, die ihr für rebellisch haltet, zeigen in ihren Fragen oft mehr Erkenntnislicht als diejenigen, die in der Meinung, gelehrt und groß zu sein, darauf antworten. Sie empfinden, sehen, spüren, hören und begreifen klarer als viele, die sich Meister in den göttlichen Lehren nennen. (248, 12)

    Schlecht haben Mich auf Erden jene vertreten, die Mich zu kennen behaupten, und das ist der Grund dafür, dass viele Mir den Rücken gekehrt haben. Jene, die sich Atheisten nennen, werde Ich nicht deshalb zur Rechenschaft ziehen, weil sie Mich aus ihren Herzen verbannt haben, sondern jene, welche die Wahrheit verfälschten und einen Gott vor Augen führten, den viele nicht annehmen konnten.

    Alles, was gerecht, gesund und gut ist, enthält die Wahrheit, die Ich zu allen Zeiten verkündet habe.

    Die Stunde ist gekommen, in der ihr die Wahrheit wieder lieben sollt, das heißt, in der ihr wieder das Gerechte und Gute erkennen sollt. Da ihr aus Mir geboren seid, müsst ihr dahin gelangen, nach dem Hohen, dem Ewigen und dem Reinen zu trachten.

    Ich habe niemanden gefangen gehalten, niemanden habe Ich gezwungen, den Weg zu verlassen, den er erwählt hat. Wer zu forschen begehrte, dem habe Ich es erlaubt, wer sich zu vergnügen wünschte, dem habe Ich es gestattet; doch ihnen allen habe Ich mein Gesetz, das alleinige, vor Augen geführt, damit sie nicht vom Pfad abirren. (U. 125, 22-25)

    Alle glauben an Mich, auch wenn nicht alle es bekennen, nicht alle Mich lieben. Glaubt nicht an den Atheisten, Ich sehe keine Atheisten, und es kann sie auch gar nicht geben. Das Fleisch mag Mich leugnen, doch nicht der Geist. Kann irgendein Mensch etwa seinen leiblichen Vater leugnen, auch wenn er ihn nicht gekannt hat? Ebenso wenig kann der Geist seinen geistigen Vater leugnen, auch wenn er Ihn nicht kennt. Kann es eine Baumfrucht geben, die nicht zuvor am Baum gewesen wäre? (U. 80,23)

    Die Stunde wird kommen, da der Friede von den Menschen so sehr herbeigesehnt wird, dass sie ihn mit allen Mitteln suchen werden: in den Religionen, in der Wissenschaft und in den verschiedenen Doktrinen. Die Gläubigen und die, welche sich Atheisten und Freidenker nennen, werden sich alle auf der Suche nach diesem Frieden auf den gleichen Punkt zubewegen, und wenn sie ihn erreichen, werden sie mir gegenüberstehen. (U. 2,11)

  • Missbrauch der Geistesgaben

    Missbrauch der Geistesgaben

    Allen habe ich bei ihrem Lebensbeginn die gleichen Gaben geschenkt; doch während einige durch die Entwicklung ihrer Tugend emporzustreben und groß zu werden verstanden, sind andere stehengeblieben, und wieder andere sind auf Abwege geraten. U. 44,34

    Wehe denen, welche die Schmeichelei, die Eitelkeiten und das Geld suchen! Denn der Schmerz und die Prüfungen werden bewirken, dass ihre Mitmenschen kommen und sich vor ihnen niederwerfen, um einen Tropfen Heilbalsam zu erlangen. Aber wehe jenen, die sich für Götter halten, ohne zu begreifen, dass ihre Vollmacht sich in Unheil verwandelte und ihr Licht in Finsternis! Weh meinen guten Jüngern, denn sie werden um jener willen leiden müssen, denn es wird Verwirrung entstehen! U. 73,44

    Manche glauben sich zu kennen; denn da sie um die vielen Gaben wissen, die der Mensch in seinem Geist besitzt, blähen sie sich vor den Unwissenden auf, bilden sie sich etwas auf ihre eigene Größe ein, werden sie herrschsüchtig, und schließlich gehen sie an der Finsternis ihres Hochmuts zugrunde. Sie verstehen nicht, dass der Geist im Gewissen die geheime Schatzkammer Gottes besitzt, und dass man diese nur mit Ehrfurcht betreten darf. U. 98,14

    Prahlt nicht mit euren Gaben und euren Erkenntnissen der Wahrheit, die ihr habt. Ich sage euch, wenn ihr dies tun würdet, würdet ihr euch der Gefahr aussetzen, durch eure Brüder großen Prüfungen unterworfen zu werden. U. 30,28

    Ich muss euch sagen, Jünger: Wenn euch daran gelegen ist, dass eure Werke vor Mir Wert haben, dürft ihr von euren Mitmenschen für sie nichts verlangen. U. 257,32

    Ich bin nicht gekommen, um euch nutzloses oder verblüffendes Wissen zu lehren: Ich habe euch mein Dasein und den Grund für das eure offenbart. Ich habe euch das Geheimnis aufgedeckt, dass die Kraft, welche Leben schenkt und alles belebt, die Liebe ist; sie ist die Urkraft, aus der alle Wesen hervorgegangen sind. U. 135,19

    Auch sage Ich euch: Studiert diese Unterweisungen gut, damit ihr nicht die falschen Propheten und Seher dieser Welt aufsucht und an sie glaubt. U. 250,62

    Vergesst nicht, dass ihr meine Kinder seid; und wenn ihr mit Mir in Harmonie zu leben versteht, werdet ihr es nicht nötig haben, eure Geschwister zu fragen, noch die Bücher oder die Sterne zu befragen, denn Ich spreche zu eurem Geist durch das Gewissen, und wenn ihr es hört, werdet ihr euch mit Weisheit regieren und in Erfüllung meines Willens zu leben verstehen. U. 14,65

    So wie man zu allen Zeiten das Leben der Menschheit in Epochen oder Zeitalter unterteilt hat, und jede von ihnen sich durch etwas ausgezeichnet hat — sei es durch ihre Entdeckungen, durch die göttlichen Offenbarungen, welche die Menschen in ihr empfangen haben, durch die Entwicklung des Sinnes für das Schöne, was ihr Kunst nennt oder durch die Wissenschaft —, so sage Ich euch, wird diese Epoche sich durch die Entfaltung der Fähigkeiten des Geistes auszeichnen, jenes Teiles eures Wesens, mit dem ihr hättet beginnen sollen, es in euch zu entwickeln, um euch so große Übel und Irrtümer zu ersparen. U. 117,15

    Glaube, Liebe und Vergeistigung sind die drei Tugenden, die die Soldaten und Apostel der Dritten Zeit unbesiegbar machen werden. Diese Tugenden waren in all jenen Dienern gegenwärtig, die von den frühesten Zeiten an mein Dasein, meine Gegenwart, mein Gesetz und meine Wahrheit bezeugten. U. 255,27

    Aber sie waren nicht die einzigen in der Geschichte der Menschheit, es gab noch viele mehr, die verschiedene Wege eingeschlagen habe, um ihre Mission durchzuführen und meine Wahrheit zu bezeugen, wobei sie jeder Art von Angriffen, Verhöhnungen, Verfolgungen und Verleumdungen standhielten. Ihr Glaube, ihre Nachsicht gegenüber denen, die sie verletzt haben, ihre beständige und treue Liebe gegenüber ihren Mitmenschen — eine, die sich an ihrem Herrn inspirierte — hat sie den Schmerz, die Ungerechtigkeit und den Tod überwinden lassen. Wie könntet ihr euch sonst die Ergebung der Märtyrer gegenüber ihren Henkern erklären? Wie könntet ihr die Geduld und die Gleichmut angesichts der Verfolgungen bei all denen begreifen, die Mich geliebt haben und Mir nachgefolgt sind?U. 255,28

    63. Geistige Zurüstung ist es, was euch Not tut; aber wenn ihr nach meinem Wort handelt, werdet ihr im Leben eurer Geschwister Erregung verursachen, weil sich in euch der Geist mit all seinen Gaben und Kräften kundtun wird. U. 8,63

  • Die Entwicklung der Geistesgaben

    Die Entwicklung der Geistesgaben

    Es gibt in dieser Zeit keine neuen Gaben für euren Geist, alles tragt ihr in euch seit dem Augenblick, da ihr aus Mir erstanden seid. U. 143,6

    Ihr alle besitzt die Gaben des Geistes, die sich in dieser Dritten Zeit zu entfalten beginnen durch die Entwicklung, die die Geister erreicht haben. Die Intuition, das geistige Gesicht, die Offenbarung, die Prophetie, die Inspiration zeigen sich in klarer Weise unter den Menschen, und dies ist die Ankündigung einer neuen Zeit, es ist das Licht des Buches der Sieben Siegel, das in dieser Zeit bei seinem sechsten Kapitel aufgeschlagen ist. Doch ihr, die ihr wisst, wozu diese Offenbarungen dienen, und die Zeit, in der ihr lebt, versteht — lenkt eure Geistesgaben auf den Weg der Liebe. Seid immer darauf vorbereitet, eure liebevolle Hilfe anzubieten, und ihr werdet im Einklang mit meinem Gesetz sein und werdet euren Mitmenschen als Beispiel dienen. Dann werdet ihr meine Jünger sein und werdet als solche anerkannt werden U. 95,18

    Die Eigenschaften des Geistes sind unwandelbar, weil sie Tugenden meiner Göttlichkeit sind, ewige Kräfte. Begreift jedoch, dass je nachdem, wie ihr gelebt habt, die Reinheit, die ihr vorweisen könnt, größer oder geringer sein wird. U. 214,59

    Ihr konntet die Geistesgaben und Kräfte, die ihr besitzt, infolge eurer Unwissenheit nicht nutzen. Doch wenn sie sich bei irgendeinem meiner Kinder in spontaner und natürlicher Weise offenbart haben, war immer jemand zur Stelle, der ihn für anormal erklärte oder ihm okkulte und widernatürliche Kräfte unterstellte. U. 62,7

    Durch das, was Ich euch jetzt gesagt habe, werdet ihr nun begreifen können, dass es euch nicht möglich sein wird, die Gaben, mit denen eurer Geist ausgestattet ist, in vollem Umfang zu entfalten. Denn da sie zu einem Wesen gehören, das der Ewigkeit angehört und Teil der Unendlichkeit ist, ist es nur natürlich, dass ihr in einem so kurzen Leben, wie es das Leben des Menschen auf Erden ist, nicht soweit kommt, um die volle Entfaltung mancher eurer Fähigkeiten zu erleben. U. 223,11

    Dennoch muss Ich euch erklären, dass ihr, weil ihr wisst, dass ihr im gegenwärtigen Dasein nicht die größte Entfaltung euer Gaben erreichen könnt, nicht in eurem Eifer, eure Entwicklung zu erlangen, nachlassen dürft. Im Gegenteil ─ bedenkt, dass, wenn ihr in einem einzigen Dasein die volle Entfaltung eurer Geistesgaben erleben könnt, diese sehr klein wären. U. 223,12

    Gekommen ist die Zeit, die euch Joel ankündigte. Doch Ich muss euch darauf hinweisen, dass jene Gaben, die ihr jetzt aus eurem Wesen empor dringen saht, euch nicht erst jetzt gegeben wurden. Sie haben seit dem Anfang eures Geistes zusammen mit euch eine Umwandlung erfahren, und jetzt, in dieser Zeit, habe Ich euch zur Erde gesandt, um die Früchte eurer Entwicklung zu ernten. U. 158,63

    Und danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Greise werden Träume haben[1], eure jungen Männer werden Visionen sehen.

    Y después de esto sucederá que derramaré yo mi espíritu sobre toda clase de hombres; profetizarán vuestros hijos y vuestras hijas; vuestros ancianos tendrán sueños misteriosos, y tendrán visiones vuestros jóvenes. Joel 3,1

    Die Tugend ist verachtet und für etwas Schädliches oder Unnützes gehalten worden. Jetzt ist die Zeit gekommen, in der ihr begreifen sollt, dass nur die Tugend euch das Heil bringen wird, euch den Frieden fühlen lassen wird und euch mit Befriedigung erfüllen wird. Aber noch immer muss die Tugend viele Behinderungen und Bedrängnisse erleiden, bevor sie in alle Herzen einziehen kann. U. 64,16

  • Maria und das Pfingstereignis

    Maria und das Pfingstereignis

    Die betende Urgemeinde, Apostelgeschichte 1

    „1,13. Als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben: Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, der Zelot, sowie Judas, der Sohn des Jakobus. 14 Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.“

    Das Pfingstereignis, Apostelgeschichte 2

    „2.1 Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. 2 Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. 4 Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“

    Spannend an diesem Bericht aus der Apostelgeschichte finde ich, dass die Urgemeinde sich um Maria versammelt hatte und sie in ihrem Mittelpunkt, den Schoss der Gemeinde bildete. In diesem Schoss ereignete sich dann das Pfingstereignis, wo der Heilige Geist auf alle herabkam und sie mit den Gaben des Geistes erfüllte.

    Dass Maria ihre Mitte war erscheint mir auch prophetisch zu sein für die Dritte Zeit, in welcher wir leben. Denn wie in einem oben aufgeführten Bericht erläutert, steht die Menschheit heute unter Marias besonderem Schutz, ihre Zärtlichkeit und Fürbitte breitet sich wie ein breiter Schutzmantel über die Menschheit aus. In ihrem Schoss wird auch das Neue Volk Gottes geboren, die Jünger des Heiligen Geistes, und durch die Ausübung der Liebe in geistigem Sinne, gemäss dem Dritten Testament, entfalten die Jünger des Heiligen Geistes dieselben Geistesgaben, welche die Apostell sinnbildlich durch die Feuerzungen am Pfingstgeschehen erhalten haben“

  • Maria in der Wüste

    Maria in der Wüste

    Apok. 12,6. „Und die Frau entfloh in die Wüste, wo sie einen Ort hatte, bereitet von Gott, dass sie dort ernährt werde tausendzweihundertsechzig Tage.“

    Bei Apok. 12,6 flüchtet Maria in die Wüste, weil sie den männlichen Sohn gebären wird. Sie wurde durch den Drachen verfolgt, weil er nicht wollte, dass Maria den Sohn gebäre. Als Jesus geboren wird, erscheint Josef ein Engel und sagt ihm, er soll aus Bethlehem fliehen, denn sie werden von Herodes verfolgt, denn er möchte den neugeborenen König töten.

    Nach Mt. 2,13. mussten sie nach Ägypten flüchten. Herodes wurde wütend auf die drei Waisen, weil sie wussten, dass Jesus schon geboren worden war und sie einen anderen Rückweg einschlugen.

    Herodes ist hier dass Sinnbild des Drachens, der Bosheit, die Jesus töten möchte. Der Drachen ist das Symbol für das Böse.

    Im DT gibt es eine Stelle, die sagt, dass das Böse weiss, dass ihm nur noch kurze Zeit gewährt ist; und man könnte meinen, dass es nur ein Wesen ist, dass mit dem Bösen gemeint ist. Aber in Wahrheit sind es viele Wesen, die Krieg gegen Gott machen, denn sie wollen das zerstören, was der Vater mit uns bzw für uns gemacht hat…die Tatsache, dass Er uns erreten möchte.

    Jetzt in der DZ führt uns der Vater zusammen und rüstet uns zu, das ganze Volk Israel, die Heiden und die ganze Menschheit…Die Menschheit kämpft jetzt! Deshalb auch treten heute viele Dinge in Erscheinung, die gegen Gottes Gesetz vorstossen Der Materialismus, die Abtreibung, der Versuch die Familie zu zerstören etc. Das gehört alles zum Werk des Drachen, um gegen das Werk des Vaters zu kämpfen. Deshalb verfolgt er die Frau, und die geht in die Wüste.

    Auch das Volk Israel wurde aus Ägypten fortgeführt in die Wüste, damit sich das Volk Israel dort läutere und reinige in den Prüfungen…Dort hat das Volk viele schlimme Situationen erlebt und sie sehnten sich zurück nach den Fleischtöpfen Ägyptens. Das Volk Israel hat in der Wüste viele Anklagen gegen die neue Situation erhoben.

    Wenn Maria in Apokal. 12,6 in die Wüste geht ist dies das Sinnbild für das trinitarisch- marianische Volk, welches in die Wüste geführt wird und dort vom Vater geistig erhalten bleibt bzw ernährt wird. In diesem Sinn wurde Jesus von Maria geboren – und in der Wüste ernährt uns Christus. Nun befinden wir uns in einer geistigen Wüste, die uns läutert und reinigt. Die Wüste als Sinnbild für die Prügungen, die uns reinigen, weil es nötig ist, dass wir rein sind, damit wir in dieser DZ die Mission erfüllen können, die wir seit dem Zeitpunkt haben, an dem wir mit dem Vater unseren Bund bzw Gelöbnis abgelegt haben.

  • Maria in der Apokalypse und ihre Bedeutung für die Dritte Zeit

    „Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. Und sie war schwanger und schrie in Kindsnöten und hatte große Qual bei der Geburt. Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen, und sein Schwanz fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor die Frau, die gebären sollte, damit er, wenn sie geboren hätte, ihr Kind fräße. Und sie gebar einen Sohn, einen Knaben, der alle Völker weiden sollte mit eisernem Stabe. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron.Und die Frau entfloh in die Wüste, wo sie einen Ort hatte, bereitet von Gott, dass sie dort ernährt werde tausendzweihundertsechzig Tage.“

    Apok 12,1-6.


    Bei Apok 12,5 bezieht es sich auf die Geburt Jesu, der durch Maria in die Welt kam. Obwohl Jesus der Soh Marias ist, ist er der Sohn Gottes, weil Er durch das Werk des Heiligen Geistes empfangen wurde. Dieser männliche Sohn Jesus kam, um uns Sein Wort zu bringen, v.a. kam er zum Volk Israel, jenem Volk, das einen geistigen Bund mit Gott hatte. Es ist nötig, dass dieses Volk seine Mission erfüllt. Denn dieses Volk war damit beauftragt, die Nationen zu unterweisen.

    Jesus kam in der Zweiten Zeit, weil jenes Volk seine Mission nicht erfüllt hatte. Jesus sprach zuerst das Volk Israel an, und das Volk erkannte ihn nicht. Deshalb ging Sein Evangelium nachher zu den Heiden, weil sein Volk ihn nicht anerkennen wollte.

    In diesem Sinn kommt Jesus in dieser Zeit mit „eisernem Stab um über die Nationen zu herrschen“, weil es nicht mehr eine Zeit der Wohlgefälligkeiten ist, jetzt wird er die Rechnung von uns verlangen über all das was wir gesät haben. Vor allem von uns, dem Volk Israel im Geist, aber auch von allen Nationen.

    Die ganze Menschheit steht jetzt in der Gerichtszeit. Deshalb gab Er uns in der Zweiten Zeit Sein Wort, und jetzt in der Dritten Zeit sollen wir nicht mehr warten, sondern es ist die Zeit, dass wir dafür einstehen, was wir gesät haben. Deswegen stehen wir nun alle unter Prüfungen und es sind z.T. sehr harte Prüfungen.

    Wir können beobachten, wie die Gewalt auf der Welt immens zugenommen hat, wie fremdartige Krankheiten auftauchen, wie die ganze Menschheit geprüft oder heimgesucht wird. Bis wir aufwachen und Christus suchen!

    Die obigen biblischen Stellen können helfen, diese Stelle aus der Apokalypse besser zu verstehen.

  • Maria in den Drei Testamenten

    Offenbarung, 12,1. „Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen.“

    Der Beginn des 12. Kapitels aus der Apokalypse Johanni entspricht der Zeit des 6. Siegels. Der Mond symbolisiert alles Weibliche, die Zärtlichkeit Gottes. Maria ist die Essenz des Weiblichen, und wird in allem, was auf Erden weiblich ist, repräsentiert. Die Sonne repräsentiert das göttliche Licht. Der Mond dagegen gibt das Licht der Sonne wieder. Er erhellt die Erde in der Nacht, sinnbildlich erhellt er die Menschheit in der Finsternis.
    In Apokalypse 12,1 ist die Frau mit der Sonne bekleidet und der Mond ist unter ihren Füssen. d.h. Die Barmherzigkeit der göttlichen Mutter führt die Menschheit in der Finsternis. Symbolisch wird hier ausgedrückt, dass Maria eine göttliche Essenz ist, die in Gott Selbst ist, nämlich: Seine göttliche Zärtlichkeit.

    In der Bibel wird manchmal der Begriff „Elohim“ genannt, welches „Gott oder Götter“ heißt. Damit wird auf die „Versammlung der Götter“ hingedeutet. Es drückt aus, dass in Gott mehrere Aspekte zum Ausdruck kommen: wie bspw. Christus, als das Wort und die Liebe Gottes, oder eben Maria, als Seine Zärtlichkeit.


    Gen. 1,27.“Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“

    Auch in Genesis heißt es, dass Gott den Menschen nach Seinem Ebenbild geschaffen hat: als Mann und Frau schuf Er ihn. Hier sagt die Bibel aus, dass in Gott das Männliche als auch das Weibliche ist, da er den Menschen als Mann und Frau erschuf, eben: Nach Seinem Ebenbild.

    Auf dem Haupt trägt die Frau in Apok. 12 eine Krone mit 12 Sternen. Sterne sind im Himmel vorzufinden, der Himmel steht für den Zustand der Vollkommenheit. Mit diesen Sternen sind erleuchtete Wesen, Lichtwesen gemeint. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um die 12 Jünger, als Repräsentanten der 12 Patriarchen der Ersten Zeit und der 12 Stämme Israels. Die Jünger waren ja nach der Auferstehung Jesu um Maria herum versammelt.

    Bei Sprichwörter Kap. 31 wird von der perfekten Frau berichtet, was als früher Hinweis in der Bibel auf Maria gedeutet werden kann. Auch im Alten Testament wird Maria schon in Genesis erwähnt und hier wird ersichtlich, dass der Drache, die alte Schlange, durch ihren Nachkommen, Jesus, geschlagen werden wird.

    Moses 3, 15. „Und Feindschaft setze ich zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse.“

    Als Maria durch den Engel besucht wurde, sprach er Sie mit folgenden Worten an:

    Lukas 1,28. „Und er trat bei ihr ein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir!“
    Er bestätigt, dass der Herr mit ihr ist, dass Seine Gegenwart in Ihr ist und sie „begnadet“ ist.

    Hohelied 6, 9. Aber eine ist meine Taube, meine Makellose; die Einzige ist sie für ihre Mutter, das Liebste für die, die sie geboren hat. Als die Töchter sie sahen, priesen sie sie glücklich; die Königinnen und Nebenfrauen rühmten sie. 10 Wer ist sie, die hervorbricht wie die Morgenröte, schön wie der Mond, klar wie die Sonne, überwältigend wie die Bilder am Himmel?“

    Bei Vers 10 stechen dieselben Begriffe ins Auge, wie wir sie in der Apokalypse vorfinden: Schön wie der Mond und klar wie die Sonne.Gott ist unser Vater-Mutter-Gott. Er schuf uns nach Seinem Ebenbild, also als Vater-Mutter-Wesen:

    Stellen aus dem DT:
    Band X, U 295,44: Der Mensch ist ein Abglanz des Schöpfers, ein Ebenbild Gottes. Die Kinder müssen zwangsläufig dem Vater ähnlich werden, aus dem sie hervorgingen. Diese Ähnlichkeit ist im Geist begründet, da er mit Eigenschaften Gottes versehen ist und darüber hinaus ewiges Leben hat. Die Materie, das heißt: der menschliche Körper ist nur ein vorübergehendes Gewand des Geistes.

    Band IX, U 243, 46: Der Mensch sollte sich immer bewusst sein, dass er Teil von Mir Selbst ist, dass er „nach meinem Bild und Gleichnis“ geschaffen ist.

    Band VIII, U 230, 41: Wer weiß nicht, dass er nach dem Ebenbild des Vaters geschaffen worden ist, mit göttlichen Eigenschaften wie Geist, Intelligenz und Willen ausgestattet?

    Auch Maria, die Zärtlichkeit Gottes, ist in den reinen Welten keine Frau, sondern Teil des Wesenheit des Vaters:

    Band VI, U 171,8: Bereitet eure Herzen, um die Botschafterin der Liebe zu empfangen, welche Maria ist, die Mutter, die herniederkommt, um das Herz der Kinder zu trösten

    U. 171,69: Die zartfühlendste Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen hat keine Gestalt. Dennoch nahm sie in der Zweiten Zeit die Gestalt einer Frau an in Maria, der Mutter Jesu.
    70. Begreift, dass Maria immer existiert hat, da ihr Wesen, ihre Liebe, ihr Zartgefühl schon immer in der Gottheit gewesen sind.

    Band V, U 141,6: Der Mantel eurer Himmlischen Mutter hat der Welt von der Ewigkeit aus Schatten gespendet und beschützt liebevoll meine Kinder, die von ihr sind. Als Geist wurde Maria nicht auf der Welt geboren; ihr mütterlicher Wesenskern ist immer ein Teil von Mir gewesen.

  • Die Annahme des Dritten Testaments in anderen Nationen

    Die Annahme des Dritten Testaments in anderen Nationen

    (Auch) wenn es euch unmöglich erscheint, sage Ich euch: kurz ist die Zeit, in welcher sich meine Botschafter unter Meinem eigenem Auftrag in andere Nationen erheben werden. Dann werdet ihr sehen, wie sich andere Nationen in kurze Zeit vergeistigen. Sie werden die Spiritualistisch-Trinitarisch-Marianische Lehre verstehen und sie in ihrem Geist und Herzen aufnehmen und in kurzer Zeit werden sie euch überraschen.

    Weshalb Volk?

    Weil es Nationen gibt, die nur darauf warten, grosse Völker innerhalb der Menschheit, welche die Falschheit ihrer Doktrinen erkannt haben, welche ihre Altäre und grosse Versammlungsstätten zerstört gesehen haben, von welchen kein Stein auf dem anderen geblieben ist. Sie haben die grossen Religionen in vollständiger Dekadenz gesehen, in der Verwahrlosung, in der Einsamkeit. Sie haben die Völker voll des Schmerzen, des geistigen und körperlichen Elends gesehen, hungernd an Geist und Körper, krank an Pestilenz und Tod.

    Diese Länder erwarten meinen Samen, diese Geister, die erkannt haben, was von ihrem Werk des materiellen Lebens zurückgeblieben ist – diese Geister, die nicht von dieser Welt abrücken können und die Loslösung (davon), die Unendlichkeit (und) den Vater suchen, diese Geister sind die vorbereiteten Erdreiche, die durch die Prüfungen, das Feuer und den Schmerz fruchtbar gemacht wurden und die nur auf Meine Lehre, auf die Ankunft Meines Werkes warten, damit sie sich voller Stärke zur Erfüllung einer Mission erheben können.

    Auszug aus der Versammlunsgstätte „El Redentor“ vom 20 Juni 1950

  • Über die Prüfungen

    Sei willkommen im Lichte des Erlösers, du Volk, das von Prüfungen und Kämpfen, von Zweifeln und Bedenken, von Trauer und Schmerz gequält ist. (X-293,5)

    Ihr werdet noch erleben, daß – wenn ihr eure Gedanken Mir zuwendet, um zu beten – ihr Mir sagen werdet: „Meister, vergib mir, in meiner Bestimmung gibt es keine Ungerechtigkeit, ich bin zu mir selbst ungerecht.“ (X-286,29)

    Dies ist eine Unterweisung, die euch immerdar gegenwärtig sein soll, Jünger, weil ihr erkennt, daß dies die Denkweise ist, mit der ihr die Vernunft auf die Höhe des Geistes erheben könnt. Denn der Geist allein kennt die Realität der Seele und die menschliche Realität. (X-286,30)

    Ich lehre euch derzeit, euch selbst zu studieren, um euch kennenzulernen – im Kern eures Wesens mittels geistiger Betrachtung und Gebet die großen Lebenslehren zu entdecken. (X-286,31)

    Heute fluchen viele den Schmerz, aber morgen werden sie ihn als einen Meister segnen, der sie hohe und schöne Lektionen lehrte. (X-286,32)

    Ich wollte, daß es immer die Liebe des Meisters wäre, die euch den Weg und das Ziel des Lebens wiese. Aber ihr habt es vorgezogen, daß es der Schmerz sein soll, der euch lehrt. Nun sollt ihr diesen bitteren Meister hinter euch lassen, um die Unterweisungen Dessen zu empfangen, der euch mit Güte lehrt. (X-286,33)

    Wenn ihr euch im Augenblick nicht vom Schmerz befreien könnt, so tragt ihn mit Geduld. Versäumt nicht seine Lehren, liebt ihn, denn er ist gekommen, um eure Flecken zu reinigen und euch im Glauben, in der Tugend und in der Geduld groß zu machen. (X-286,34)

    Wenn ihr an Mein Wort glaubt, müsst ihr auch an die Unterweisung glauben, in der Ich euch sagte: „Kein Blatt vom Baume bewegt sich ohne den Willen Gottes.“ Dann werdet ihr auch glauben können, daß die Weisheit Gottes alles sinnvoll eingerichtet hat, und daß es kein Leiden geben kann, das nicht eine weise Lehre im Menschen hinterlässt. (X-286,35)

    Es ist Zeit, daß ihr damit aufhört, von Mutmaßungen und Halbwahrheiten zu leben, damit ihr euch zur Welt der Wirklichkeit erhebt und – obschon eure Füße über den Staub einer Welt der Tränen und des Schmerzes gehen – euer Geist in einem Reich des Friedens lebt. (X-286,37)

    In euren Herzen sind die Spuren der Stürme eingeprägt, die über sie hinweggegangen sind, an euren Füssen sind die Narben noch frisch, welche die Dornen des Weges auf ihnen zurückgelassen haben, und in eurem ganzen Wesen sehe Ich die Mühsal eines Lebens, von dem ihr heute begreift, daß es nicht das ewige sein kann. (II-50,16)

    Die Prüfungen treten auf eine so unmerkliche Weise ein, daß ihr oftmals nicht einmal merkt, woher sie gekommen sind, noch wann sie endeten. Was würde aus euch, wenn Ich euch das Datum, den Tag und die Stunde ankündigte, damit ihr sie erwartet? (IX-251,24)

    Dies Leben ist eine beständige Prüfung für den Menschen, vom Augenblick an, da er geboren wird, bis zum irdischen Tode. (IV-99,37)

    Die Zeit der Wiedergutmachung und der Läuterung musste kommen, auch wenn dafür Jahrhunderte über die Welt hinweggehen mussten, und eure Seele bis zu dieser Stunde warten musste. Doch diese Zeit ist nun gekommen, es ist die jetzige. Begreift sie, erlebt sie, und nutzt sie. (IX-272,24)

    Beim ersten Mal werde Ich liebevoll rufen, um euch zu helfen, euch für den Kampf bereit zu machen. Doch wenn ihr diese Stimme nicht versteht, werde Ich mit Strenge rufen und euch nochmals heimsuchen. Aber wenn ihr euch auch dann nicht einstellt, wird das Gericht voll einsetzen, um euch wachzurütteln, damit ihr die Augen öffnet und das Licht eines neuen Tages schaut. (XI-335,23)

    Ich warne euch in dieser Weise, damit ihr nicht verstört seid, wenn ihr seht, daß neue Kriege ausbrechen, daß Tag für Tag Menschenmassen durch unterschiedliche Ereignisse vor euren Augen zugrundegehen. Wenn ihr den Grund für diese Heimsuchungen, die euer Herz erschüttern, nicht erkennen könnt, so denkt daran, daß jede Seele zur Erde gekommen ist, um von sich aus das wiedergutzumachen, was sie zuvor verweigert hatte, und daß es so schlaftrunkene Wesen gibt, daß nur eine solche Prüfung sie aufweckt. (XI-335,24)

    Ihr seid wie Sträucher, die manchmal so dürre und kranke Zweige haben, daß sie eine schmerzhafte Beschneidung benötigen, um ihre kranken Teile zu entfernen, damit sie wieder gesunden können. Wenn Meine Liebesgerechtigkeit vom menschlichen Baume die kranken Äste entfernt, die sein Herz schädigen, richtet sie ihn auf. Wenn einem Menschen ein Glied seines Körpers abgeschnitten werden soll, seufzt er, zittert er und wird feige, auch wenn er weiß, daß es geschieht, um das zu entfernen, was krank ist, was tot ist und bedroht, was noch leben kann. Auch die Rosen, wenn sie beschnitten werden, vergießen ihren Lebenssaft wie Schmerzenstränen; aber danach bedecken sie sich mit den schönsten Blüten.

    Meine Liebe beschneidet auf eine unendlich höhere Weise das Böse im Herzen meiner Kinder, wobei Ich Mich manchmal selbst opfere. Als die Menschen Mich kreuzigten, bedeckte Ich meine Henker mit Meiner Güte und Meiner Vergebung und gab ihnen Leben. Mit Meinen Worten und in Meinem Schweigen erfüllte Ich sie mit Licht, verteidigte und rettete Ich sie. So beschneide Ich das Böse, wehre Ich ihm durch Meine Liebe und verteidige und rette Ich den Übeltäter. Jene Vergebungen waren, sind noch immer und werden ewiglich Quellen der Erlösung sein. (IX-248,5)

    Heute seid ihr noch mit dem Schleier der Unwissenheit bedeckt, den ihr in eurem irdischen Materialismus und in eurem religiösen Fanatismus voll falscher Befürchtungen und Vorurteile nicht zu zerreißen wagtet. Wenn daher eine Prüfung in euer Leben kommt und ihr keinen klaren Grund dafür findet, schreit ihr: „Vater, was habe ich getan, daß Du mich so strafst?“ – ohne zu wissen, daß Meine Gerechtigkeit manchmal Jahrhunderte und sogar Zeitalter braucht, um eine Seele zu erreichen. Meine Gerechtigkeit kommt immer, und obschon sie dem Anschein nach zu spät oder zur Unzeit eintrifft, wird sie sich mit Sicherheit immer in weiser Form manifestieren. (XI-322,43)

    Denen, die Mich beharrlich nach dem Grund fragen, weshalb sie heimgesucht wurden, sage Ich: Schweigt, fragt Mich nicht nach dem Grund! Kennt ihr etwa eure Schuld Mir gegenüber? Wisst ihr, auf welche Weise Ich eure Seele reinigen werde, damit sie so rein zu Mir zurückkehrt, wie sie aus Mir hervorging? Daher sage Ich euch: Empfangt die Prüfungen, die Ich euch täglich sende, nur mit Geduld und Vorbereitung, denn Meine Kraft ist immer bei euch. (XII-347,43)

    Die Aufgabe, die ihr tragt, habe Ich euch gemäss eurer Fähigkeit und Stärke gegeben; ihr müsst sie nur begreifen und lieben. Betet täglich, damit ihr das notwendige Licht für eure Arbeiten empfangt. Bleibt dann zugerüstet, aufmerksam, damit ihr die Stimmen derer, die euch rufen, derer, die euch bitten, hören könnt, und auch, damit ihr den Prüfungen standhalten könnt. Jeder Tag eures Daseins ist eine Seite des Buches, das jeder von euch schreibt. Jeder Tag ist durch eine Prüfung gekennzeichnet, und jede Prüfung hat eine Sinn und einen Grund. (V-120,41)

    Begreift, daß nicht Ich den Schmerz zuteile, denn Ich bin euer Vater, der eure Seele schmücken will. Ihr selbst seid es, die den Schmerz auf eurem Lebensweg säen, und wenn er euch dann überwältigt, sagt ihr Mir: „Herr, warum drückt uns der Schmerz darnieder?“ Doch erkennt, daß Ich euch nur Liebe schenke, euch segne und euch Meine Unterweisung gebe. (VI-163,46)

    Der Mensch ist es, der Hindernisse für seinen geistigen Fortschritt aufrichtet. Gott straft nicht, noch ist Er ein Henker. Gott ist Macht, Kraft, Licht, Leben und Liebe. Er inkarniert Sein „Wort“, um mit euch auf der Erde zu leben, den gleichen Versuchungen ausgesetzt, und daher liebte Er euch am meisten. Wie könnt ihr glauben, daß – obwohl Ich euch so sehr liebe und den Menschen mit so vielen Gnadengaben versehen und ihn für ein ewiges Geistiges Leben vorbereitet habe, Ich ihn bestrafen könnte? Nein, Menschheit, ihr seid es, die alle Prüfungen des Schmerzes, die euch treffen, selbst anziehen. Ihr werft den „Speer“, der euren Mitmenschen verletzt, erhebt die brudermörderische Hand, um den zu beseitigen, der euch stört.

    Deshalb sage Ich euch, daß ihr selbst eine Läuterung in Meiner Göttlichen Gerechtigkeit notwendig macht. Wenn eure Werke auf die allumfassende Vollkommenheit ausgerichtet sind, dann habt ihr aufgrund eurer Verdienste eine Belohnung verdient, doch wenn eure Werke schlecht sind, eine Läuterung, sei es im Leibe oder im Geiste. (XII-359,80)

    Doch heute will Ich nur eure Sorgen entgegennehmen. Ihr klagt und leidet und schreibt euren ganzen Schmerz Meiner Gerechtigkeit zu, und macht euch nicht bewusst, daß ihr für euer Straucheln verantwortlich seid. Denn statt euch mit Eifer zum Kampfe zu erheben, habt ihr euch zurückgelehnt, um im Schatten des mächtigen Baumes zu schlafen. (VI-169,2)

    Erhebt euer geistiges Gebet, aber nicht für euch noch für die Euren, sondern für die ganze Menschheit, die leidet und die Meine liebevolle Umarmung zurückweist. Aber ihr vermöget diese Liebe besser zu fühlen und selbst wenn euch große Prüfungen auf eurem Wege begegnen, werdet ihr nicht zugrundegehen.

    Es gibt Prüfungen, die euch Meine Gerechtigkeit sendet; aber der größte Teil davon schafft ihr euch durch eure Schwachheiten. Doch in den einen wie den andern stärkt euch Meine Liebe und steht euch bei, damit ihr weiter bis ans Ende des Weges geht. (X-302,44)

    Ich habe eure Demut, eure Liebe und Sanftmut auf die Probe gestellt, um euch euer Inneres erkennen zu lassen. Ich kenne euch, doch es ist nötig, daß ihr selbst erfahrt, wessen ihr fähig seid, und nur die Prüfungen werden euch die Gelegenheit geben, euch kennenzulernen. (IX-268,27)

    Euer Geist ist mit großer Kraft ausgestattet worden, und die Prüfungen, die Ich euch sende, sind nicht größer als die Macht und Energie, die ihr besitzt. Sie sind Begünstigungen und helfen euch, Verdienste zu erwerben und euch zu retten. (IX-262,24)

    Auf dem Wege, der euch vorgezeichnet ist, gibt es keine Prüfungen, die unnütz sind. Alle haben ein Ziel, das darin besteht, eure Seele zu vervollkommnen. Die großen Prüfungen sind immer für die großen Geister. Daher, wenn ihr einen Wirbelsturm über euch kommen seht, der euren Seelenfrieden zu zerstören droht, so habt keine Angst, bietet ihm die Stirn und besiegt ihn mit der Vollmacht, die Ich euch verliehen habe. Wartet die nötige Zeit ab und lasst nicht nach in eurem Ringen. Verwünscht ihn nicht zu dem Zeitpunkt, da er bei euch erscheint; bleibt wachend und betend. – Ich spreche nicht von den Naturgewalten, sondern von jenen, die dem Geiste zum Prüfstein dienen und die, wenn sie gut genutzt werden, ihm helfen aufwärtszusteigen, da sie neue Wege vor ihm aufdecken, ihn mit Gefühlen bekannt machen und in ihm erwecken, die in ihm schlummerten und deren er bedurfte, als Hilfe zu seiner Entwicklung. „Erkennt euch selbst“, habe Ich euch gesagt. Dringt in euer eigenes Wesen ein und macht Gebrauch von allen euren Möglichkeiten und Fähigkeiten, denn heute müsst ihr alles kennenlernen und mit eurem Geiste erfassen, damit ihr euer Werk auf Erden abgeschlossen zurücklasst. (VI-148,58)

    Ich habe viele am Rande des Abgrunds seufzen und schluchzen gesehen, weil ihre Körperhülle widerspenstig und unbezähmbar gewesen ist. Doch ihre Seele, die darum ringt, die Verirrungen des Fleisches zu überwinden, hat sich im Gebet zu Mir erhoben, um Mir zu sagen: „Herr, wenn Du mir nicht zu Hilfe kommst, gehe ich zugrunde“: – Da hat sich der Meister ihnen zugewandt, um jenen rebellischen Körper mit einem Worte oder durch eine Prüfung nachgiebig zu machen und um der Seele Macht zu geben, die menschlichen Leidenschaften und Schwächen zu überwinden. (IV-101,17)

    Auf Meinem Wege gibt es gleichfalls Prüfungen, aber diese sind Lektionen für die Seele, sind Licht und Offenbarung, durch die das Leben euch heimsucht, um euch auf dem atemlosen Lauf aufzuhalten, der euch ins Verderben führt. (X-283,13)

    Es gibt viele, die nur durch die Leiden des Lebens zum rechten Weg zurückgekehrt sind. Einige lästerten, während sie den Schmerz durchlebten. Doch als sie erkannten, daß e r es war, der sie auf dem Weg ins Verderben aufhielt, segneten sie ihren Leidenskelch. Diese setzte Ich an Meinen Tisch, und Ich gebe ihnen das Lamm zu kosten, das in eine köstliche Speise von Liebe und Barmherzigkeit verwandelt ist. (II-55,51)

    Der Mensch ist allein von sich aus unfähig, Mein Wort aufzunehmen und seine Sitten, Neigungen, Bestrebungen und Ideale zu ändern: deshalb habe Ich zugelassen, daß ihn eine Zeitlang der Schmerz erschüttert. Doch wenn der Kelch für die Menschen am bittersten ist und sie vor dem Richter ihres Gewissens ihre Irrtümer erkennen, werden sie Meinen Namen anrufen, Mich suchen, werden die verirrten Schafe zu Meiner Hürde der Liebe zurückkehren, und alle Meine Kinder werden erfüllt sein vom Lichte Meines Geistes, um eine neue Art von Leben zu beginnen. (I-22,22)

    Wenn der Schmerz sehr stark wird, dann erinnert sich der Mensch an Gott – so gleichgültig und kalt er sich auch gegenüber Meiner Lehre gezeigt hat – er richtet seine Augen im Verlangen nach Meiner Barmherzigkeit auf Mich und sendet in seiner Verzweiflung dies Gebet empor: „Herr, warum gewährst Du mir nicht, worum ich Dich so sehr bitte? Wenn Du mein Flehen nicht erhören kannst, so verkürze meine Tage auf Erden, da es keinen Sinn hat, nur um zu leiden auf ihr zu sein.“ Wie viel Unwissenheit zeigt ihr, wenn ihr so zu eurem Vater sprecht, der ganz Liebe ist für Seine Kinder! (II-49,3)

    Habt die Gewissheit, daß jene, die in dieser Zeit am meisten leiden, dies tun, weil sie früher den Kelch des Vergnügens, der menschlichen Befriedigungen und der Herrlichkeit der Welt bis zu Neige ausgetrunken haben, wodurch sie sich vom geistigen Pfad entfernten und sich befleckten. (IX-272,23)

    Wenn ihr der Ursache für eure Prüfungen mehr auf den Grund gehen wollt, so bedenkt, daß ihr in der Zeit der Sühne für alle eure früheren Verfehlungen seid. Wenn ihr schon Glauben habt an das, was Ich euch darlege, werden bei dem Gedanken, daß Ich der einzige bin, der eure Vergangenheit kennt und der sie mit Liebe beurteilen kann, eine süße Zufriedenheit, ein unendlicher Friede in euer Wesen einziehen. (I-27,23)

    Die Gabe des inneren Wortes wird bei allen sein, und auf diese Weise werdet ihr Mein Werk leicht erklären. Ihr werdet die Herzen der Menschen trösten und ihnen das Brot geben, dessen sie bedürfen. Ihr werdet die Krankheiten der Seele und des Körpers heilen.

    Der Mensch leidet in dieser Zeit, weil er sich von der Erfüllung der Göttlichen, moralischen und natürlichen Gesetze abgekehrt hat und Heilung im Trügerischen dieser Welt sucht. Er weiß nicht, daß der Ursprung seines Leidens in der Seele liegt. Er wollte bisher nicht zum Ursprung der Gesetze, zur Ordnung, zur geistigen Pflichterfüllung zurückkehren, und hat sich nicht der Quelle zugewandt, der alles Gute entspringt.

    Solange er nicht demütig seinen Blick Mir zuwendet und die empfindsamen Saiten seines Herzens verhärtet bleiben, und nicht der Glaube sein Führer ist, wird der Mensch weiterhin dem Irrtum erliegen, wird erkranken und zugrundegehen.

    Ich lasse dich, Volk Israel, voll Stärke, Frieden und Heilkraft zurück, damit ihr diese in Meinem Namen euren Mitmenschen zuteil werden lasst. (X-291,70)

    Ihr alle habt eine neue Inkarnation erlebt, und das Leid, das ihr erfahrt, ist so schwer, daß ihr Mich bittet, euer Dasein zu beenden. Doch Ich frage euch: Wisst ihr nicht, daß ihr nicht aufhören könnt, zu existieren, und daß, wenn ihr heute auf Erden leidet, eure Seele nach ihrem Übergang in die Geistige Welt weiterhin unter derselben Prüfung leben wird, bis sie ihre Schuld bezahlt oder die Lektion gelernt hat? Ihr leert derzeit einen sehr bitteren Kelch, weil ihr euch am Ende eines Entwicklungsabschnitts und am Beginn eines andern befindet. Es ist die Zeit der Ernte, in der ihr die Früchte dessen empfangt, was ihr während des letzten „Tagewerks“ gesät habt. Es muss also geschehen, damit, wenn die Felder dann rein sind, Ich Meinen Sämännern erneut den Samen der Liebe zur Aussaat übergebe, welcher – gut gepflegt – euch die Früchte des Friedens und der Erlösung bescheren soll. (IV-103,15)

    Ach, wenn ihr doch einsehen würdet, daß der Schmerz, der die Körperhülle heimsucht, ein Balsam und eine Erleichterung für die Seele ist! Denn solange der Körper Gesundheit und Wohlergehen besaß, wurde die Seele oftmals ins Verderben gezogen, oder sie fühlte sich in einem Leben voller Vergnügungen und entfesselten Leidenschaften gefangen, das jedoch ohne Licht für die Seele war – bis der Schmerz als eine Kraft kam, die mächtiger ist als die menschlichen Leidenschaften, um den Menschen in seinem blinden Lauf aufzuhalten und zu bewirken, daß die Seele sich befreit und dabei den Schmerz segnet und erkennt, daß es keine weisere als Gottes Gerechtigkeit gibt. (X-285,9)

    Hat euch manchmal der Schmerz gequält? Haben sich eure Zweige im Sturm verbogen, sind die dürren Blätter abgefallen und sind von eurem Baume die faulen Früchte abgefallen?/ sind die dürren Blätter und die faulen Früchte vom Baume abgefallen? Ich sage euch, daß das Gute, das eure Seele dabei gewonnen hat, nicht mit dem zu vergleichen ist, was in der Welt am Höchsten geschätzt wird! (IX-258,60)

    Meine Unterweisung teilt dem Geiste Kraft mit, sodass er alle Prüfungen überwindet; die Anzahl derselben ist in der Bestimmung jedes Geschöpfes aufgezeichnet. Warum vor ihnen zurückschrecken? Warum verzagen angesichts des Gebirges, das sich vor euren Augen erhebt? Wisst ihr nicht, daß ihr nach Überwindung dieser Hindernisse das Ziel erreichen werdet, das ihr sucht? (IV-106,13)

    Ohne Prüfungen gibt es keine Verdienste, ohne Verdienste kann es keinen Lohn geben. (VI-149,79)

    Ihr sollt nicht lästern auf der schweren Wanderschaft, jeder neue Schmerz ist ein neues Licht in eurem Herzen, jede Prüfung wird in eurem Wesen die Blumen der Erfahrung emporspriessen lassen. Begreift: wenn euch ein Schmerz trifft, dann deshalb, weil ihr ihn benötigt. Auch müsst ihr verstehen, daß dann, wenn Freude von euch Besitz ergreift, ihr auch diese gerade nötig hattet. (VI-144,21)

    Wenn ihr herbeikommt, gequält von schweren Problemen, bedrückt durch Armut oder geängstigt durch die Leiden der Prüfungen, sucht ihr in Meinem Worte irgendeinen Satz für euren Schmerz, irgendein Wort, das darauf hinweist, daß Mein Blick euch entdeckt hat und daß Ich eure Rufe vernehme. Dann berühre Ich euer Herz und beweise euch, daß Mir nichts verborgen ist. Ich überströme euch mit Meinem Frieden, gebe euch die köstliche Speise Meiner Unterweisungen und sende euch gestärkt aufs neue auf den Weg des Lebens, des Kampfes und der Wiedergutmachung. (X-293,7)

    Ihr fragt Mich, ob Ich nichts für euch tun kann? Ach, Meine kleinen Kinder, noch bevor ihr Mich bittet, habe Ich das, was ihr benötigt, in eure Hände gelegt! Aber im Lebenskampf stehend und ohne das Licht des Glaubens eurer Wege gehend, vermögt ihr Meine Gegenwart nicht zu fühlen noch das zu erkennen, was Ich eurer Seele zuteil werden lasse, noch das Licht des neuen Tages zu schauen, das nur auf euer Erwachen wartet, damit ihr es voll erstrahlen seht. (IV-100,48)

    Wisset, daß Ich Mich nicht damit begnüge, eure Leiden mitzufühlen, sondern daß Ich sie beseitigen will. Aber außer diesem Wissen ist es notwendig, daß ihr Liebe und Glauben an Mein Gesetz habt, daß ihr zu bitten und zu beten versteht, und daß ihr Geduld in den Prüfungen habt. (IX-262,74)

    Flieht nicht vor den Prüfungen, lernt ihnen die Stirne zu bieten. Es wird nicht genügen, eure Türe zu verschließen, um ungefährdet zu sein. Bei geschlossener Tür wird die Gefahr eindringen. Lasst euch nicht von den niederen Leidenschaften in Versuchung führen. (V-142,54)

    Wahrlich, Ich sage euch, wenn Ich Furcht vor dem Anstieg zum Kalvarienberg und vor dem Kreuz empfunden hätte, würdet ihr noch immer auf den Messias warten. (I-24,23)

    Ich weiß, wem es leid getan hat, weil er in der Prüfung schwach gewesen ist – wer Mir gelobt hatte, seinem Feind zu vergeben, und es nicht tat. Doch als er zu Mir zurückkehrte, um Mich zu vernehmen, fühlte er augenblicklich den Vorwurf seines Gewissens und bekannte demütig seine Verfehlung, mit der Bitte um eine neue Gelegenheit. (IX-261,18)

    Wenn sich der Schmerz auf eurem Wege zeigt, so seid bereit, ihn anzunehmen. Wenn ihr die Prüfung sehr nahe seht, so betet, wie Jesus es im Garten tat am Vorabend Seines Todes, und sprecht wie Er: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so entferne diesen Kelch von Mir, aber Dein Wille geschehe und nicht der Meine.“ – Wachet, Meine Kinder, denn wenn ihr euch zubereitet, werde Ich in vielen Fällen den Leidenskelch von euren Lippen entfernen. Doch wenn es nötig sein sollte, daß ihr ihn trinken müsst, werde Ich euch – auf Grund eurer Ergebenheit und Unterwerfung unter den Willen Gottes – mit Kraft versehen, um durchzuhalten. (V-141,66)

    Begreift: Wenn Meine Gerechtigkeit euch trifft, beschützt euch gleichzeitig Meine Liebe. (IV-87,22)

    Wer kann durch dieses Leben gehen, ohne ein Kreuz zu tragen? Und wer vermag es wohl zu tragen, ohne zuweilen Zusammenzubrechen erschöpft von seiner Last? (V-133,41)

    Vergesst nicht, daß Ich, euer Messias, euer Erlöser, auch Mein Kreuz auf Erden hatte und unter seinem Gewicht mehrfach zusammenbrechen musste. Doch wahrlich, Ich sage euch, daß das Fleisch zwar gebeugt werden und unter der Last des Schmerzes, der Erschöpfung und des Todeskampf (es) zusammenbrechen kann; doch der Geist wird nicht besiegt werden, den nach jedem Sturz richtet er sich höher empor, bei jeder Klage wird er seine Bestimmung segnen, und selbst vom Tode wird er sich zum Lichte des wahren Lebens erheben. (V-133,42)

    Heute ist es der Schmerz, der euch läutert; morgen wird es eure Vergeistigung sein. (X-300,48)

    Ihr seid nicht allein bei eurem Ringen, der Mensch ist es nie gewesen, denn Ich habe ihm immer den besten Weg gezeigt, habe ihn begleitet und ihm Mut eingeflösst. (VI-173,32)

    Meine Liebe bedeckt euch wie ein Schutzmantel in den Stunden des Schmerzes und Gerichtes, die ihr durchlebt, und Meine Barmherzigkeit macht euch begreiflich, daß der Kelch, den ihr trinkt, notwendig ist. (VI-169,21)

    Ich werde jenen Kelch entfernen und ihn für euch in Wein des ewigen Lebens verwandeln, sobald ihr Mir eure Verdienste vorzeigen könnt. (VI-169,22)

    Vielen, die Mir ihre Trübsale und ihren Kelch der Bitternis vor Augen geführt haben, könnte Ich sagen, daß niemand sie nach Golgatha abgeführt hat; sie selbst und ihr eigener Wille waren es, die ihn gesucht haben. Auch könnte Ich ihnen sagen, daß wenn sie auf dem Höhepunkt der Prüfung verstehen, zu Mir zu kommen und Mich zu rufen, die Nägel, Dornen, Galle und Essig verschwinden und sie zu einem neuen und besseren Leben auferstehen werden. (VI-169,56)

    Euer Leben ist voller Liebesbekundungen, die ihr nicht immer wahrzunehmen verstandet. Doch selbst in den Tagen größter Trübsale erreicht euch ein Hoffnungsstrahl, der euch nicht in Verzweiflung oder in Trostlosigkeit versinken lässt. Denn der Vater steht dem Kinde bei und lässt nicht zu, daß seine Seele zugrunde geht. Gerade an solchen Tagen bekunde Ich euch Meinen Schutz in deutlicher Weise, damit ihr lernt, zu vertrauen, und wenn euch andere Heimsuchungen von größerem Ausmaße treffen, ihr euch vorbereitet fühlt, daß sich diese an euch vollziehen, und ihr das Ergebnis für euch erwirkt, das von Mir bestimmt ist. (VI-148,57)

    Ich komme, weil ihr Mich in der Stille eurer (inneren) Kämpfe und eurer Enttäuschungen gerufen habt; doch sollt ihr es schätzen, daß Ich auf euren Ruf hin ohne Säumen gekommen bin, wie ein Hirte schnell herbeieilt, wenn er das Blöken des Schafes hört, das sich verirrt hat oder sich in Gefahr befindet. (IV-90,16)

    Wahrlich, Ich sage euch, Ich werde euch mit Meinem Stab der Liebe berühren und aus den „Felsen“ Wasser sprudeln lassen. Die Schuld und die Sünden, welche die Menschheit jahrhundertelang belastet haben, werden ihr vergeben sein, und Friede wird in den Seelen sein. „Kommt zu Mir, o Kranke, o Blinde des Geistes, Mein Heilbalsam ist bereit, sich in jeden von euch zu ergießen! Kommt zu Mir, die ihr früher Herren wart und heute Entbehrungen, Erniedrigungen und Elend erduldet – ihr, die ihr früher Festgewänder und Ehrungen kanntet und heute eure Tränen in der Abgeschiedenheit eurer Schlafkammer verbergt. Nähert euch Mir, ihr Männer, die ihr euer Weinen vor eurer Frau und euren Kindern verheimlicht, damit sie nicht den Mut verlieren gegenüber dem Leben. Öffnet Mir euer Herz und sagt Mir alle eure Sorgen. Ich werde euch einen Schlüssel, ein Brot und ein Geldstück geben, damit sich eure Bitternis in Freude verwandelt.“ – Heute besitzt ihr nichts, das Heim, in dem ihr lebt und in dem eure Kinder geboren wurden, gehört euch nicht. Ihr seid wie die Vögel und wisst nicht wie, aber ihr lebt! (III-71,31)

    Ich bin der Gott der Hoffnung und der Verwirklicher aller erlaubten Hoffnungen Meiner Kinder. Wenn euch der Schmerz durchdringt, so lasst ihn seine Aufgabe erfüllen, aber denkt daran, daß ihr, um auf der Stufenleiter zur Vollkommenheit, zur geistigen Entwicklung emporzusteigen, euch nicht damit begnügen dürft, in den Prüfungen, im Schmerze stark und ergeben zu sein. Ihr müsst darüber hinaus an die Leiden eurer Nächsten denken, müsst mir den andern Mitgefühle haben und eure Mitmenschen lieben. Dann wird euer Geist Verdienste erworben haben, wird die menschliche Selbstsucht besiegt haben, wird die Eigenliebe des Fleisches überwunden und sich als guter Jünger des Göttlichen Meisters emporgerichtet haben. (XI-330,5)

    Wenn euch eine Prüfung heimsucht, so ruft Elia an, welcher Licht ist, welcher den Weg bereitet, dann werden Elia und Ich in jenem Augenblick der Prüfung mit euch sein. (XII-342,28)

    Komm, erwähltes Volk, und ruhe dich von deiner Mühsal aus, denn Ich biete dir heute wie immer Meine Liebe an. Öffnet eure Herzen und lasst Mich die Wunde heilen, die euch so lange hat leiden lassen, ohne daß sie eure Mitmenschen bemerkt haben. Warum fürchtet ihr die Zukunft, wenn ihr wisst, daß Ich euch nahe bin? Ich blicke in euer Inneres und weiß, daß ihr noch immer schwach werdet in den Prüfungen und angstvoll Elia und Mich den Meister, ruft, weil ihr fühlt, daß ihr zugrunde geht. Doch Ich sage euch, daß Ich euch nicht fallen lassen werde, daß Elia der starke Stab ist, der euch stützt, daß Ich jedem Meiner Kinder eine gerechte Bestimmung zugewiesen habe, und daß die Prüfungen eure Seele festigen und Mir näher bringen werden. (VI-168,24)

    Ich habe euch gelehrt, die körperlich und seelisch Kranken zu heilen. Wer einer solchen Befähigung gerecht wird und sich selbst krank fühlen sollte, wird am Kopfende seines Bettes die Gegenwart des Höchsten Arztes fühlen. Lernt Meine Gegenwart sowie die der Geistigen Welt erkennen, damit ihr euch niemals verlassen, damit der Verwaiste sich nicht schutzlos fühlt, damit die Witwe sich nicht allein oder hilflos fühlt, damit der alleingelassene Mann oder die verlassene Frau keine Leere in ihrer Seele fühlen, und damit die, die auf Erden keine Liebe erfahren haben, in ihren Herzen die Liebe ihres Himmlischen Vaters empfinden. (VI-156,18)

    Ach, wen ihr wüsstet, wie viele Wesen voll Licht und Liebe euch vom Geistigen Tale aus folgen, euch beistehen und inspirieren! Aber wie sollen sie euch nach eurem Willen helfen, wenn ihr nicht das tut, was dabei euch zukommt? (X-300,25)

    Wenn ihr den Einfluss und den Beistand jener spüren wollt, die liebendes Mitgefühl mit euch haben, ist es nötig, daß ihr Glauben und Gehorsam gegenüber ihren Weisungen zeigt, und Vertrauen, Empfindsamkeit und Bereitschaft zum Gebet. Dann werdet ihr auf eurem Lebensweg Wunder erleben. (X-300,26)

    Wenn ihr geprüft wurdet, als ihr schwach wart – wie sehr solltet ihr es nicht jetzt werden, da ihr stark seid! (XI-327,14)

    Wird der Vater zulassen, daß große Verwirrungen oder Versuchungen an seine Jünger herantreten? Wahrlich, Ich sage euch, gewiss werde Ich dies zulassen – doch nicht in der Absicht, euch in diesen Prüfungen durch die Versuchung besiegt zu sehen. Nein, sondern damit ihr die Finsternis in Licht verwandelt und eure Feinde besiegt und sie zu Freunden und Geschwistern macht – damit ihr, euch auch über die Sünden der Menschen hinwegsetzend, Spuren des Guten und der Tugend hinterlasst und die Menschen zum Guten bekehrt. Darum werde ich zulassen, daß die Prüfungen auch zu euch kommen. Ich habe euch bereits gelehrt, wie ihr sie bestehen könnt: Indem ihr wacht, betet und Meine Lehre zur Anwendung bringt. (XI-327,15)

    Wie werden diese Prüfungen sein, die auf euch zukommen und die bald eintreffen werden?: Sie werden unterschiedlicher Art sein. Einige davon habt ihr bereits hinter euch, andere durchlebt ihr derzeit, und später werden weitere kommen.

    In euren Seelen soll weder Traurigkeit noch Furchtsamkeit sein. So wie jeder Tag für euch eine Befriedigung und ein Brot mit sich bringt, so bringt euch jeder Tag auch einen Kummer. Fasst diese Prüfung als große Lektionen auf, die euch das Leben gibt, bei denen ihr Meine Unterweisungen zur Anwendung bringen müsst.

    Vom Kinde bis zum Erwachsensten – ihr alle werdet Prüfungen auf dem Lebenswege haben, und schon jetzt mache Ich euch Meinen Willen kund, daß ihr wach sein sollt. Ich möchte nicht, daß irgendjemand von euch in solchen Prüfungen versagt.

    Wenn jemand ins Straucheln kommt, soll/wird immer eine Freundeshand, eine Bruderhand an seiner Seite sein, die ihm auf dem Pfade wiederaufhilft. Wenn jemand schläft und im Schlaf überrascht wird, so wendet euch rechtzeitig dem zu, der eingeschlafen ist, und weckt ihn auf. Wenn der Schlaf tief ist und er nicht erwacht, so soll der , der wach ist, der Wächter dessen sein, er eingeschlummert ist. (XI-327,16)

    So unterweise Ich euch, so schule Ich euch und mache euch zu jeder Versöhnung bereit, damit ihr auch zu vergeben versteht. (XI-327,17)

    Bedenke, Volk; Von vielen Prüfungen, die ihr bereits seit langem durchlebt habt und die ihr aus Liebe zu Meiner Sache glücklich überstanden habt, wisst ihr nicht, ob sie, wenn sie sich erneut auf eurem Wege einstellen, euch nicht zur Verzweiflung bringen. Ihr wisst nicht, ob nicht Krankheiten oder der Mangel an dem für euer Leben Notwendigen euch für kurze Zeit an Meiner Barmherzigkeit (zweifeln lassen), an eurer Zurüstung zweifeln lassen. (XI-327,18)

    Ich prüfe euch zwar, Ich suche euch heim und richte euch. Aber gleichzeitig erhalte Ich euch, vergebe Ich euch und richte euch wieder auf. Niemals wird eine Seele von Meiner Gegenwart enttäuscht sein, denn in Mir ist keine Ungerechtigkeit. (IX-253,10)

    Mein Friede sei mit euch!

  • Über die Religionen

    Ihr fragt: „Wo ist die wahre Weisheit?“ Und Ich sage euch: In Gott.

    Ein Anderer fragt; „Welche ist die wahre Religion?“ Und der Meister antwortet: Wer Mich liebt und seine Mitmenschen liebt, hat die Wahrheit gefunden und hat Mein Gesetz erfüllt. (VIII-197,9)

    Wachet, denn bald werde Ich als Richter zu jeder Sekte und Religionsgemeinschaft kommen, und Ich werde jeden religiösen Führer, jeden Pfarrer oder Geistlichen fragen, was er mit den Seelen getan hat, die ihm anvertraut wurden. Alle werde Ich fragen, was sie mit Meinem Gesetz und Meiner Lehre gemacht haben, und alles Unkraut wird vernichtet werden. (III-71,24)

    Ich muss euch nocheinmal sagen, daß Ich Mich nicht gegen irgendeine der Religionen ausspreche, weil sie alle in Mir gesegnet sind. Aber ihr müsst auch begreifen, daß Ich als Meister die Fehler aufzeigen muss, die der Mensch dauernd begeht, damit ihr sie eines Tages berichtigen könnt. Denn wenn Ich euch nicht helfen würde, die Wahrheit zu entdecken – wann würdet ihr sie von euch aus findet? (VII-190,20)

    Lasst Meine zu Licht und Liebe gewordene Wahrheit zu jedem Menschen gelangen, zu jeder Religion und zu jedem Volke, so wie Ich zulasse, daß eure Wahrheit oder das, was ihr schließlich zur Wahrheit gemacht habt, zu Mir gelangt. Worin besteht diese eure Wahrheit, die Ich von allem empfange?: Es ist euer Gebet, euer Glaube und eure Hoffnung. (VII-190,21)

    Erkennt die Demut, mit der Ich immer zu euch gekommen bin, seht, wie Ich zu allen Zeiten ohne Throne, ohne Szepter noch Paläste gekommen bin, immer in Schlichtheit und Sanftmut gehüllt. Was würden die Armen, die Parias, die Enterbten von Mir denken, wenn sie Mich mit Pomp und Luxus umgeben kommen sähen?: Sie würden sich erniedrigt fühlen, Meiner unwürdig. Die Herren, die Reichen, die Mächtigen der Erde hingegen würden Mich den Gott ihrer Gesellschaftskaste- und Klasse nennen. (VII-190,18)

    Wenn die Armen der Welt Mich barfuss, unter der Last des Kreuzes keuchend und blutend sehen, erbeben sie angesichts der Demut ihres Herrn vor Mitgefühl und fühlen sich mit Ihm eins. Die Reichen dagegen, auch wenn sie in Wirklichkeit nicht die gleichen Gefühle wie die Armen haben müssen, können sich Mich nicht in der Armut vorstellen / auch wenn sie es in Wirklichkeit nicht sind, und die gleichen Gefühle wie die Armen haben müssten, können sich Mich nicht in der Armut vorstellen. Also bedecken sie ein Bild, mit dem sie Mich darzustellen behaupten, mit Purpur, Gold, Seide und allem, was sie Edelsteine nennen. Der Grund dafür ist, daß sie Meine Lehre vergessen haben, und deshalb wollten sie Mich mit all dem umgeben , was Meine Unterweisung am meisten bekämpft: der Eitelkeit! (VII-190,19)

    Heute bin Ich gekommen, euch aus eurem geistigen Stillstand zu reißen. Denn schon seit langem schläft diese Menschheit tief auf einem Ruhelager aus religiösem Dogmatismus, Abgöttereien, falschen Kulten und Materialismus, womit sie die Ausübung der Nächstenliebe, der Barmherzigkeit, der Vergebung und all dessen ersetzen wollte, was dieses eine Gesetz miteinschliesst. (IX-268,40)

    Wie wollt ihr Mir nachfolgen, wenn ihr Mich über Symbole und Figuren, äußerliche Kultformen und materielle Darstellungen sucht und anbetet? Ihr sagt Mir: „Es ist das Vermächtnis der Vorgänger, und wir respektieren es.“

    Nun, Volk, jetzt sage Ich euch, daß jene Vorgänger nur eure Wegbereiter waren, damit ihr jene Form von Gottesdienst und von geistiger Kommunikation, die sie begannen, zur Vollkommenheit bringt. (IX-255,14)

    Verwechselt nicht das Göttliche Gesetz mit den Religionen oder Anbetungsformen, die ihr habt, um jenes Gesetz auszulegen. (IX-255,15)

    Das Gesetz ist ewig und unwandelbar. Die Religionen, die Kulte und Anbetungsformen entwickeln und verändern sich gemäss der moralischen und geistigen Entwicklung derer, die sich zu ihnen bekennen. Wenn es diese geistige Entwicklung nicht gäbe, würdet ihr Gott noch immer in den Sternen und in den Naturkräften anbeten wie die primitiven Völker. (IX-255,16)

    Bleibt nicht stehen in eurer Art, Mich zu lieben, Mir zu dienen und Mich zu verehren. Schreitet immerzu voran, verbessert euch immer mehr, strebt nach eurer Vervollkommnung. Tastet jedoch nicht das Gesetz an, verändert es nicht, verfälscht es nicht. Es wird euch immer das Höchste lehren, wird euch immer gebieten, es vollkommen zu erfüllen. Es wird gegenwärtig und ewig sein als Universelles Gesetz, das euch die wahre Liebe zu Gott und die wahre Liebe untereinander lehrt. (IX-255,17)

    Seid keine Bewahrer von Gewohnheiten, Bräuchen oder Traditionen, denn dann würdet ihr für Jahrhunderte in der Lethargie des Dogmatismus und der Unwissenheit versinken. Seid jedoch Bewahrer des Gesetzes und der Wahrheit. (IX-255,18)

    Seid in dieser Zeit nicht wie das jüdische Volk der Zweiten Zeit, das – weil es traditionalistisch, konservativ und fanatisch war – das Brot des Himmelreiches, das der Messias ihm brachte, nicht essen konnte, und das ihn jahrhundertelang erwartete, und als die Stunde gekommen war, ihn nicht erkennen konnte, weil seine Vermaterialisierung es das Licht der Wahrheit nicht sehen ließ. (IX-255,19)

    Die Zeit, in der das Göttliche oder das Geistige in materiellen Formen dargestellt wurde, ist vorbei. Denn wenn in jenen Zeiten das Gesetz in Stein gemeißelt wurde und die Propheten menschliche Wesen waren – wenn aufgrund der Tatsache, daß „das Wort“ Mensch wurde und mit körperlichen Augen gesehen wurde, die Menschheit Symbole geschaffen und Götzenbilder geformt hat, so komme Ich jetzt im Geiste, und Meine Boten kommen gleichfalls geistigerweise zu euch. Welche neue Symbole oder neue Formen könntet ihr vom Unendlichen, vom nicht Darstellbaren schaffen? (X-283,32)

    Ich komme, um euch ohne Bücher und allein durch den Geist verstehen zu lassen; Ich will euch den Sinngehalt aller Offenbarungen zu deuten lehren. Auf diese Weise werdet ihr nicht mehr in Abgötterei geraten; denn ihr werdet euch nicht mehr damit begnügen, bei dem Sinnbild stehenzubleiben, sondern werdet in den Kern der Lehre einzudringen verstehen, um ihre Wahrheit auszulegen. (VII-199,52)

    Ihr habt gehört, daß die Engel im Himmel ewig das Göttliche Konzert vernehmen. Wenn ihr über dies Sinnbild nachdenkt, dann hütet euch davor, zu glauben, daß man auch im Himmel Musikstücke ähnlich jenen vernimmt, die ihr auf Erden zu hören gewohnt seid. Wer so denkt, ist einem völligen Irrtum des Materialismus erlegen. Wer dagegen – wenn er von der Musik des Himmels und von der Seligkeit der Engel beim Hören derselben sprechen hört – an die Harmonie mit Gott bei diesem Göttlichen Konzert denkt, der wird in der Wahrheit sein. (VII-199,53)

    Doch wie kommt es, daß manche dies nicht so auffassen, obwohl jedem von euch in seiner Seele ein Ton des Universellen Konzertes innewohnt? Wie kommt es, daß mancher, der dies Wort vernimmt, es nicht begreift, es nicht erfühlt, oder es falsch auslegt? (VII-199,54)

    O geliebte Kinder, die ihr schwach seid in eurem Auffassungsvermögen – sucht im Gebet das Licht. Fragt Mich in euren Meditationen; denn so weitgehend eure Fragestellungen auch sein mögen, Ich werde euch aus der Ewigkeit zu antworten wissen. Ich werde euch meinerseits gleichfalls Fragen stellen, damit zwischen dem Meister und den Jüngern das Licht der Wahrheit aufgeht. (VII-199,55)

    Die himmlische Musik ist die Gegenwart Gottes in euch, und inmitten jenes Konzertes wird euer Ton erklingen, wenn ihr einmal die wahre Erhebung erreicht habt, welches die geistige Schönheit ist. Dies ist die Himmelsmusik und der Gesang der Engel. Wenn ihr es so erlebt und fühlt, wird die Wahrheit in eurem Wesen wiederstrahlen, und ihr werdet fühlen, daß Gott in euch ist. Das Leben wird euch ein ewiges und Göttliches Konzert darbieten, und in jedem seiner Töne werdet ihr eine Offenbarung entdecken.

    Noch habt ihr die schönen Töne nicht in ihrer vollkommenen Harmonie vernommen – liebliche Töne zuweilen, andere kraftvoll. Wenn ihr sie zufällig mal wahrnehmt, werden sie euch als unbestimmte Töne erscheinen, die ihr nicht vereinen könnt, doch ihr seid euch der Schönheit, die sie enthalten, nicht völlig bewusst geworden. Ihr müsst die Sinne, die Leidenschaften und die Schatten des Materialismus’ hinter euch lassen, um das Konzert Gottes in eurer Seele vernehmen zu können. (VII-199,56)

    Volk, Ich sage dir nocheinmal, daß die Töne des Göttlichen Konzertes um euch her erklingen und daß es unbedingt nötig ist, daß eure Seelen sich emporschwingen, um seine Harmonie wahrzunehmen. Wenn dies nicht der Fall ist, werdet ihr zulassen, daß jene Töne in Erwartung anderer in den Räumen weiterschwingen, die sie zu vernehmen verstehen. (VII-199,59)

    Ich will, daß ihr die Feinfühligkeit für das Geistige erwerbt, damit ihr durch sie eure Trübsal hier auf dieser Erde lindert, wo ihr so viel weint und leidet. (VII-199,60)

    Hört nicht auf jene, die diese Wahrheit leugnen: daß Ich in euch und bei euch bin. Erwacht und vernehmt jenen Teil Meines Konzertes, den Ich euch derzeit zu Gehör bringe. Eure Ohren waren bisher nur darauf eingestellt, den Widerhall der Klagen und das Getöse der Kriege dieser Menschheit zu vernehmen, welche der beste Beweis für eure Zerstrittenheit und euren Mangel an Harmonie sind. Diesen Beweis könnt ihr an allen Orten und auf allen Gebieten eures menschlichen Lebens finden. (VII-199,61)

    Die Menschen sind es, die die Unwetter hervorrufen. Aber Meine Pflicht ist es, sie zu lehren, Frieden zu schaffen. Und eben dies tue Ich derzeit durch Meine Lehre, welche zu allen Zeiten als ein wohlklingendes und harmonisches Konzert herniedergekommen ist – als eine Botschaft, die aus jenem Reiche der Liebe und Gerechtigkeit stammt. (VII-199,66)

    Ich komme, um euch Liebe zu geben, denn Ich finde keinen Menschen, der sein Herz öffnet, um fremdes Leiden zu seinem eigenen zu machen. Jene, denen ich Reichtümer und Gaben anvertraut habe, damit sie ihren Nächsten dienen, verweigern jegliches Mitleid; sogar diejenigen, die sich als meine Vertreter auf Erden bezeichnen, verschließen inmitten ihres Überflusses und gekleidet wie Könige ihr Ohr und ihr Herz vor den Klagen dessen, der bei ihnen Liebe und Barmherzigkeit sucht. (VIII-209,21)

    Ich entdecke im Innersten vieler Menschen den inneren Kampf zwischen dem Geist und dem Körper. Er will über den Glanz des Zeremonienkults hinausgelangen, um die Schönheit des Geistigen zu entdecken. Ich habe dieses Licht entzündet, das euch erleuchtet und euch beunruhigt. Ich bin diese Stimme, die euch ruft. Niemand hat euch eure Beunruhigung erklären noch euer inneres Ringen verstehen können. Ich allein, der Ich in euer Herz eindringe, kenne euer Sehnen und euren Durst. Ich bin es auch, der euch den Pfad zeigt, dem ihr folgen müsst, damit ihr das findet, was ihr sucht. (V-138,45)

    Wie viele von denen, die Mir zuhören, sind im Edelsten ihrer Seele getadelt, verkannt oder verletzt worden, weil sie aufrichtig waren und ihre Gefühle jemandem anvertraut hatten! (V-138,46)

    In jeder Religion erheben sich in den vordersten Reihen Menschen, die sich als Meine Boten, als Meine Auserwählten und Bevorzugten bezeichnen, aber Ich sehe nicht einen Gerechten, durch den die Menschheit gerettet werden könnte. Kein Mund kann so sprechen, wie Ich in jener Zeit durch Jesus gesprochen habe. (VIII-209,25)

    In der ganzen Menschheit wird die Spiritualität zum Vorschein kommen. Sehr nahe ist die Zeit des Kampfes, die Zeichen dafür nähern sich schon. Die Menschen selbst werden sie geben. Ich berühre nun mit Meinem gerechtigkeitsschaffendem Arm die Kirchenfürsten dieser Erde, die Priester, die Geistlichen und Pastoren. In diesem Augenblick fühlen sie Meinen Urteilsspruch tief in ihrem Gewissen. Es gibt nicht einen, der in dieser Stunde ruhig ist. Die einen beugen ihren Nacken, andere schluchzen, wieder andere versuchen, die Stimme ihres Gewissens zum Schweigen zu bringen. Aber alle fühlen Mich, alle spüren Mich, denn wahrlich, Ich sage euch, in diesem Augenblick bin Ich bei allen. (XII-366,22)

    Ich möchte in der Menschheit die Kirche entdecken, die Petrus gründete, und sehe, daß kein Kirchengebäude auf jenem Fundamentstein ruht. Wie wenige nahmen ihn sich in seinem Eifer zum Vorbild, wie wenige gingen bis zum Opfertod, indem sie seinen Schritten nachfolgten! Ich sehe zwar die großen Kirchen, die großen religiösen Organisationen, den Pomp und den Reichtum, den Glanz und die Macht. Aber Ich sehe keinen geistigen Glanz, keine Festgewänder der Tugend, Ich entdecke keine Macht, die Teil Meiner universellen Macht ist, und in Wahrheit sage Ich euch, daß jene Nachfolger Petri im Geistigen Tale schluchzen, wenn sie die betrachten, die ihnen nachgefolgt sind und dabei die Menschheit ins Unglück und in den Tod geführt haben – wenn die Lippen derer, die sich Apostel dieser Zeit nennen, Nachfolger Petri, zwar von Liebe sprechen, von Christus sprechen, von allumfassendem Frieden sprechen, doch ungeachtet ihrer Worte mörderische Kriege schüren.

    Petrus säte nicht Tod. Ich nahm ihm sein Schwert aus der Hand. Ich lehrte ihn, Leben zu spenden, Leben für andere. Ich lehrte ihn, sein Blut hinzugeben, damit es ein Same der Liebe, ein Zeugnis der Wahrheit wäre, ein wirkliches Siegel für seine eigenen Werke, und er erfüllte seinen Auftrag bis zum Ende seines Lebensweges. (XII-366,23)

    Wenn Ich daher in dieser Zeit die Saat derer beurteile, die Ich als Vorbild, als Boten unter den Menschen ließ, so kann Ich nicht anders, als den Menschen zu sagen, daß sie wie Dummköpfe auf Sand gebaut haben, und daß sie nicht auf dem unerschütterlichen Felsen Petri gebaut haben, auf dem der Mensch seinem Vater und Herrn die wahre Kirche hätte errichten sollen. Und Ich sage euch auch dies: Von dieser ganzen Pracht, von diesem ganzen Machtgebäude wird kein Stein auf dem andern bleiben.

    Doch was werden die Menschenmassen danach anfangen? Was werden die Herden ohne Hirt und ohne Schafstelle tun? Wohin werden die Schafe ihre Schritte lenken, wenn die Glocken sie nicht mehr zur Hürde rufen? (XII-366,24)

    Später wird die Zeit kommen, in der Sekten und Religionsgemeinschaften von der Welt verschwinden und im Herzen der Menschen nur die Lehre Christi verbleibt, welche Liebe, Gerechtigkeit und Friede ist. (V-136,57)

    Den Scharen, die Mir zuhören, sage Ich: Wozu bedeckt ihr euch mit euren Sonntagsgewändern und mit Schmuckstücken und bekleidet nicht lieber eure Seele mit Reinheit? Ich will bei euch nur diese Kleidung sehen. (V-131,15)

    Während einige Weihrauch und Myrrhe verbrennen als Opfergabe für Meine Göttlichkeit, lehre Ich euch, Mir das innere Wesen eures Herzens, den Wohlgeruch eurer Seele darzubringen. Diese geistige Opfergabe ist es, die Ich von euch will. (V-131,17)

    Ich habe Meine Gedanken zu Worten werden lassen, welche Liebe und Zärtlichkeit verströmen, damit ihr in ihnen den Heilbalsam findet, der eure Seele und euren Körper heilt. Auch habe Ich euch gelehrt, euren Gott auf dem Altar der Wahrheit anzubeten, nicht auf den Altären der Schatten, der Abgötterei und des Fanatismus. (VII-199,50)

    Niemand soll der Meinung sein, daß Ich den verschiedenen Kirchen ihre Theologiestudenten, Gläubigen oder Anhänger entreißen will. Nein – aber die Stunde ist gekommen, in der eine neue Zeit anbricht, welche unzeitgemäße Lehren beseitigt, unnütze Bräuche, Vorstellungen und Traditionen auslöscht, die Seele von allem Falschen läutert und befreit, um ihr das wahre Brot des Geistes zu geben, das immer durch den Ritus verfälscht wurde. (X-290,60)

    Um dies Licht herum werden sich die Menschen vereinen, die Völker versöhnen, die Feinde einander vergeben, und durch dasselbe wird man die Essenz der Lehre begreifen, die Ich euch vor fast zweitausend Jahren mit Worten und Werken lehrte. (X-290,61)

    Erscheint es euch schwierig, daß die Menschheit dieser Epoche das Geistige versteht? Geht zurück in der Menschheitsgeschichte, unterstützt durch die Intuition und dem, was euch euer Geist offenbart, damit ihr erfahrt, daß es eine Epoche gab, in der – obwohl die Völker der Erde in einen Abgrund von Hassgefühlen, Lastern, Unwissenheit, Aberglauben und Fanatismus gefallen waren – die Menschen sich daraus erhoben am Vorbild Christi inspiriert und von Glaube und Liebe ergriffen, und sich über Nationen und Länder hinweg als ein unaufhaltsamer Strom von Licht und Hoffnung ausbreiteten. (X-290,62)

    Christus war auf den Lippen von Jüngern und Märtyrer die lebten, um den Göttlichen Samen der Liebe zu säen und zu verbreiten. Christus offenbarte sich der Welt durch seine Diener und lebte im Herzen all derer, die Ihn liebten, in Seiner Göttlichen Passion. (X-290,63)

    Kurz war die Zeit, in der jener Friede und jene Harmonie in den Völkern und Nationen der Erde Früchte trugen; denn das Unkraut der Undankbarkeit und der Gottlosigkeit kehrte zurück und überwucherte die Felder. Aber in den Tagen der Vergeistigung, der Harmonie, des Verstehens und der Brüderlichkeit – welchen Frieden, welche Inspiration und wie viel Licht gab es da unter den Menschen!

    Wenn diese Harmonie und diese Vergeistigung wieder zur Essenz eures Lebens werden – könnt ihr euch vorstellen, in welcher Weise sich dann Meine noch unoffenbarte Weisheit auf den Geist der Menschen ergießen wird? (X-290,64)

    Versteht ihr jetzt, warum der Mensch das Bedürfnis hatte, Bildnisse herzustellen, die Mich darstellen? Wegen seines Mangels an Zurüstung, weil es nicht empfindsam ist für die geistigen Kundgebungen. (I-27,76)

    Wenn der Mensch Meine Lehre verstünde, würde er nicht das Bedürfnis haben, Bildnisse figürlich darzustellen oder zu malen, um danach vor ihnen niederzuknien. Er würde entdecken, daß es auf der Welt kein vollkommeneres Bild des Herrn gibt als den geistig erhobenen Menschen selbst. Dann würde er sich bemühen, die gleichen Werke zu tun wie Ich, um seinem Schöpfer näherzukommen. (I-27,77)

    Der Apostel Johannes drang in das Geistige ein; durch seine Verzückung fühlte er die Gegenwart des Vaters, bei Seiner geistigen Stimme fühlte er sich ohnmächtig werden. Doch obwohl er in jenen Gesichten Gestalten und Formen geschaut hatte, verstand er nicht, daß jedes Bild nur das Symbol eines großen Lehrbuches der Weisheit und Prophetie war, aber nicht das Bild oder die Gestalt Gottes. (I-27,78)

    Der Mensch schaute das Lamm, den Löwen, das Buch, die Sterne, die Ältesten, die Leuchter, und alles, was sein verwunderter Blick sah, waren nur Gestalten und Formen, die auf der Erde existieren und dem Menschen bekannt sind. Sie wurden als Sinnbilder verwendet, um mit ihnen tiefe, göttliche Lehren zur Darstellung zu bringen; doch Meine Göttlichkeit an all ihrer Herrlichkeit kann niemand schauen, weil Ich unendlich bin, weder Anfang noch Ende habe. (I-27,79)

    Heute seid ihr in der Zeit, die euch geweissagt worden ist, und diese Meine Lehre als Licht eines neuen Zeitalters vermittelt die Fähigkeit, in jenem Buche lesen zu lernen, welches so lange Zeit hindurch eurem Verständnis verschlossen war. Die Stunde naht, in der euch gelingen wird, all das zu entziffern, was ihr so lange als hinter dem Schleier des Geheimnisses verborgen betrachtet habt. (I-27,82)

    Glaubt ihr nicht wirklich, daß – wenn Johannes den Sinn der Offenbarung verstanden hätte, die er empfangen hatte – er euch seinen Inhalt eindeutig erklärt hätte, anstatt euch eine Buch mit Bildern und Symbolen zu vermachen? Erkennt: Wenn er diese Offenbarung in voller Klarheit erläutert hätte – welcher Mensch jener Zeit hätte sie verstehen können und hätte infolgedessen an die Wahrheit der Weissagung geglaubt? (I-27,83)

    Es war Mein Wille, daß jenes Buch versiegelt bleiben würde und euch nur sein Vorhandensein und ein Teil seines Inhalts enthüllt werden sollte, damit, wenn die jetzige Zeit gekommen sein würde, Ich euch jene Offenbarung erklären würde. (I-27,84)

    Erwache, Volk, bring diese Botschaft der Menschheit, damit sie in ihrem Geiste das Licht Meines Wortes in der Dritten Zeit aufnimmt. Vergesst eure menschlichen Nöte und rufet „Hosianna, Hosianna“, denn endlich wird eure geistige Entwicklung euch den wahren Sinn der Lehren zu verstehen erlauben, die Ich euch zur Kenntnis brachte und deren Licht euch zu einer vollkommenen Welt in der Ewigkeit leiten wird. (I-27,85)

    Mein Friede sei mit euch!