Autor: Cristina Marti Schneider

  • Ist Reinkarnation biblisch?

    Ist Reinkarnation biblisch?

    In der Bibel wird die Reinkarnation nicht direkt erwähnt. Jesus spricht mit Nikodemus aber darüber, als er ihm erklärt, dass ein Mensch wiedergeboren sein muss, um in das Reich Gottes zu kommen (Joh. 3,3), und umschreibt es mit folgenden Worten: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist“ (Joh. 3,5-6)

    DT: Das Fleisch ist von dieser Welt, und in ihr bleibt es, während der Geist sich frei erhebt und zu dem Leben zurückkehrt, von dem er ausging. Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus meinem Geist geboren ist, ist Geist. Die Auferstehung des Fleisches ist die Reinkarnation des Geistes, und wenn einige glauben, dass dies eine menschliche Theorie ist, und andere von euch glauben, dass es eine neue Offenbarung ist — wahrlich, Ich sage euch, Ich habe vom Anbeginn der Menschheit an damit begonnen, der Welt diese Offenbarung bekannt zu machen! Den Beweis dafür könnt ihr im Text der Schriften finden, die ein Zeugnis meiner Werke sind. U 72,46
     

    Über Elias

    Bei der Frage der Prister und Leviten, ob Johannes der Täufer, ein Prophet, Elias oder gar der Messias sei, antwortet Johannes der Täufer jeweils veneinend. Doch Jesus sagt in Matthäus 11,10-14 über Johannes den Täufer folgendes aus: „Dieser ist es, von dem geschrieben steht: „Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird.“ Wahrlich, ich sage euch, unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer aufgestanden als Johannes der Täufer; der Kleinste aber im Reich der Himmel ist größer als er. (…) Und wenn ihr es annehmen wollt: Er ist Elia, der kommen soll. Wer Ohren hat, der höre!“

    Jesus bestätigt mit dieser Aussage, dass im Körper von Johannes der Täufer der Geist des Propheten Elias reinkarniert war.

    Dass das Konzept der Reinkarnation im jüdischen Glauben integriert war, beweist auch der Umstand, dass die Leviten und Pharisäer Johannes den Täufer direkt fragen, ob er Elia sei (Joh. 1,19-23). Johannes verneint diese Frage, aber antwortet sinngemäss wie Jesus:»Ich bin, wie der Prophet Jesaja gesagt hat, „eine Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!“ (Jesaja, 40,3) Auch der letzte Prophet im Alten Testament kündet an, dass bevor der Herr auf die Erde kommt, immer zuvor Elias als sein Vorbote erscheint, um dem Herrn den Weg zu ebnen: „Siehe, ich sende den Propheten Elia, bevor der Tag des Herrn kommt, der grosse und furchbare.“ (Maleachi 3,23)

    Über die Verklärung auf dem Berg Tabor

    DT: In der Zweiten Zeit machte Jesus einmal eine Wanderung, gefolgt von einigen seiner Jünger. Sie hatten einen Berg erstiegen, und während der Meister jene Männer durch seine Worte mit Bewunderung erfüllte, sehen sie plötzlich den Körper ihres Herrn verklärt, welcher im Raum schwebte und zu seiner rechten den Geist Moses und zu seiner Linken den Elias hatte.

    Bei jenem übernatürlichen Anblick warfen sich die Jünger zur Erde, geblendet vom göttlichen Licht. Doch sie beruhigten sich sogleich und schlugen ihrem Meister vor, über seine Schultern den Purpurmantel der Könige zu legen, ebenso über Mose und Elia. Da hörten sie eine Stimme, die aus der Unendlichkeit herabkam, welche sprach: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe, hört auf Ihn“.

    Große Furcht befiel die Jünger, als sie jene Stimme hörten, und als sie aufblickten, sahen sie nur den Meister, der ihnen sagte: „Fürchtet euch nicht und sagt dieses Gesicht niemanden, bis ich von den Toten auferstanden bin“. Da fragten sie ihren Herrn: „Warum sagen die Schriftgelehrten, dass Elia zuvor kommen muss?“ Und Jesus antwortete ihnen: „Wahrlich, Elia wird zuvor kommen und alle Dinge zurechtrücken. Doch ich sage euch, dass Elia schon gekommen ist, und sie erkannten ihn nicht; vielmehr taten sie an ihm, was sie wollten“. Da verstanden die Jünger, dass Er von Johannes dem Täufer zu ihnen sprach. (siehe auch Markus 9,13) U: 29,15-17

    DT: Elias ist der Lichtstrahl, den Ich euch immer gesandt habe, damit er euren Weg erhellt. Er ist es, der die Erde erleuchtet hat, damit ihr den Weg findet und ihm folgt, der euch schneller zu dem Punkt führt, an dem euer Vater auf euch wartet. Er ist der Träger der großen Geheimnisse des Geistes, die er euch in dieser Zeit aufhellt, damit ihr euren Vater besser kennenlernen könnt. Auch heute erfüllt er eine ähnliche Aufgabe, wie in der Ersten Zeit: die Götzenbilder von ihren Altären zu stoßen, um der Welt die wahre Verehrung zu lehren.

    Volk: Elias, dessen Geist sich durch meine Stimmträger einstellt und der zu euch mit Worten voller Licht und Prophezeiung spricht, ist derselbe, der in der Ersten Zeit die Welt mit seiner Macht in Staunen versetzte; und wundert euch nicht, wenn Ich euch auch offenbare, dass er unter den Menschen der Zweiten Zeit war, damals bekannt als Johannes der Täufer. Ich sage euch, dass ihr darüber nicht erstaunt sein sollt, denn nicht erst heute habe Ich euch diese Lehren offenbart, sondern sie sind bereits niedergeschrieben. U. 190,2-3

    DT: Ein Beispiel dafür ist, dass die Propheten sagten, dass Elias vor Christus kommen würde, um dem Herrn die Wege zu bereiten, und jene Prophetie ging in Erfüllung. Doch danach erklärte Jesus, wenn sein zweites Kommen zur Welt sein würde, zuvor Elias kommen würde, um alles wiederherzustellen. Diese Verheißung ist unter euch gebührendermassen in Erfüllung gegangen.

    Wenn diese Offenbarung morgen von jenen Menschen studiert wird, die viel in den Schriften herumgewühlt haben, werden sie feststellen können, dass der Geist Elias‘ in dieser Zeit kam, um die gleiche Mission zu erfüllen, die ihm in der Zweiten Zeit anvertraut worden war: jene, die Wege des Herrn zu bereiten, indem er jene läuterte, die hernach die Jünger des Heiligen Geistes sein würden.

    Heute ist er nicht gekommen, um wie in vergangenen Zeiten auf der Erde zu leiden, in denen er den Spott der Heiden, die Bitternis der Verfolgung zu ertragen hatte. Denn aus seinem Mund kam das prophetische Wort, das allen Gottlosen das Gericht ankündigte.

    Heute ist er im Geist gekommen, und folglich wird ihn die Hand des Menschen nicht antasten noch verletzen können. Dennoch hat ihm dies Volk noch immer den Leidenskelch der Undankbarkeit dargereicht .

    Elias ist ein Hirte, der seine verirrten Schafe liebevoll sucht. Zuweilen ist es ihm gelungen, die neunundneunzig Schafe zu vereinen, aber er hat bemerkt, dass ihm eines fehlt, um die Zahl derer zu vervollständigen, die seine Herde bilden. Und dieses weint, wenn es sieht, dass es sich in die Dornhecken der Felsenklüfte verirrt hat. Doch Elias macht sich eilends auf die Suche nach ihm. Welche Freude fühlt sein Geist, wenn es ihm gelungen ist, es aus der Gefahr zu retten. Mit welcher Liebe erhofft er das geliebte Schaf in die Gesellschaft seiner Geschwister einzubringen. Aber wie groß ist sein Schmerz, wenn er bei der Rückkehr zur Schafhürde feststellt, dass viele andere den Pferch übersprungen und sich entfernt haben, weil sie dem Diktat ihres freien Willens gefolgt sind.

    8. Die Menschenscharen, welche Zeugen der Gegenwart Elias‘ gewesen sind und die das Erblühen eines Werkes gesehen haben, das er ankündigte, werden nicht diejenigen sein, die sich am meisten in das Studium der Offenbarungen vertiefen, die ihr Herr ihnen gegeben hat. Morgen werden Menschen kommen, denen das Studium der Zeugnisse dieses Volkes genügen wird, um überzeugt in alle vier Winde hinauszuposaunen, dass dieses Werk eine Wahrheit ist, dass der Herr ein weiteres Mal unter den Menschen gewesen ist und dass Elias wiederum sein Wegbereiter war. (U. 189,3-8)

    DT: In Elias könnt ihr das Gesetz der Reinkarnation erklärt und bestätigt finden, das die Menschen heute so sehr bekämpfen. In ihm könnt ihr auch eine Lehre und eine Erklärung darüber entdecken, was die Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen ist, als er sich geistig durch den Mund und das Verstandesvermögen des Propheten Elisa kundgab. (siehe 2 König 2,9) U. 190,4

    Über die Auferstehung des Fleisches

    Das Tal der Totengebeine (Hesekiel 37)

    1 Die Hand des Herrn kam über mich, und der Geist des Herrn führte mich hinaus und trug mich in ein Tal, das mit Totengebeinen angefüllt war. 2 Er führte mich an ihnen vorbei. Sehr viele Knochen bedeckten dort den Boden des Tals, und sie waren völlig vertrocknet. 3 Dann fragte er mich: »Menschenkind, können diese Gebeine wieder lebendig werden?« »O Herr, mein Gott«, antwortete ich, »das weißt nur du.« 4 Da sagte er zu mir: »Weissage über diese Gebeine und sag zu ihnen: `Ihr gebleichten Knochen, hört das Wort des Herrn! 5 So spricht Gott, der Herr, zu diesen Knochen: Seht! Ich werde euch Atem einhauchen und euch wieder lebendig machen! 6 Ich gebe euch Sehnen, lasse Fleisch an euch wachsen und überziehe euch mit Haut. Ich hauche euch Atem ein und mache euch wieder lebendig. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.´« 7 Ich weissagte, wie er es mir befohlen hatte. Und noch während ich redete, hörte ich plötzlich ein lautes Geräusch und die Knochen rückten zusammen und verbanden sich miteinander. 8 Und dann bildeten sich vor meinen Augen Sehnen und Fleisch auf den Knochen. Schließlich wurden sie von Haut überzogen, aber sie hatten noch keinen Atem in sich. 9 Da sagte er zu mir: »Weissage über den Atem, weissage, Menschenkind, und sag zu dem Atem: `So spricht Gott, der Herr: Komm, o Atem, aus den vier Winden! Hauche diese Erschlagenen an, damit sie wieder lebendig werden.´« 10 Ich weissagte, wie er es mir befohlen hatte, und der Atem fuhr in sie hinein und sie wurden lebendig. Sie standen auf, und es war eine riesige Menschenmenge. 11 Dann sagte er zu mir: »Menschenkind, diese Gebeine sind das gesamte Volk der Israeliten. Sie sagen: `Unsere Knochen sind vertrocknet, für uns gibt es keine Hoffnung mehr, es ist zu Ende mit uns.´ 12 Deshalb weissage und sag zu ihnen: `So spricht Gott, der Herr: Seht, ich öffne eure Gräber; ich lasse euch als mein Volk aus euren Gräbern steigen und bringe euch nach Israel zurück. 13 Und wenn ich eure Gräber öffne und euch als mein Volk aus euren Gräbern steigen lasse, dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin. 14 Ich gebe euch meinen Geist, damit ihr lebt, und ich bringe euch in euer Land. Dann werdet ihr erkennen, dass ich, der Herr, es angekündigt und auch ausgeführt habe. Ich, der Herr, habe gesprochen!´« (Hesekiel 37)

    DT: Das Geheimnis der „Auferstehung des Fleisches“ wurde aufgeklärt durch die Offenbarung über die Reinkarnation des Geistes. Heute wisst ihr, dass der Sinn dieses Gesetzes der Liebe und Gerechtigkeit der ist, dass der Geist sich vervollkommnet, dass er niemals verloren geht, weil er immer eine offene Tür als Gelegenheit für seine Rettung vorfinden wird, die ihm der Vater anbietet.
    Mein Urteilsspruch über jeden Geist aufgrund dieses Gesetzes ist vollkommen und unerbittlich.
    Ich allein weiß euch zu richten, weil jedes Schicksal für die Menschen unbegreiflich ist. Daher wird niemand den andern gegenüber bloßgestellt oder verraten.
    Nachdem die Geister in ihren Sünden sich verloren hatten, nach so vielen Kämpfen und Wechselfällen und nach langem Wandern, werden sie zu mir kommen voll Weisheit aufgrund ihrer Erfahrungen, gereinigt durch den Schmerz, erhoben durch ihre Verdienste, müde von der langen Pilgerschaft, jedoch einfach und fröhlich wie Kinder. U. 61,61-64

    DT: Jünger, glaubt dir also, dass dem Geist ein einziges Erdenleben genügt, um seine Aufgabe zu vollenden und sich zu vervollkommnen? Nein Meister, sagt ihr mir mit innerster Überzeugung.

    Dies ist die Auferstehung des Fleisches; doch nicht in der Form, in der sie von den Menschen aufgefasst wurde. Wenn das Fleisch stark geworden ist, kommt es in das Innere der Erde, während der Geist ins jenseits abschaltet und wartet, bis meine Gerechtigkeit ihn zur Inkarnation in einen neuen Körper aussende auf diese Weise vereinigen sich Geist und Materie wieder in dieser Welt, doch nicht im geistigen Tal.

    Weil der Vater euch mehr als eine Gelegenheit für die Erfüllung eurer Aufgabe gewährt, sollte dir (dennoch) die, welche ihr jetzt habt, nicht ungenutzt lassen, denn niemand kennt die Zahl der Erdenleben, die meine Gerechtigkeit zuweist. Darum soll sich sowohl der Greis, als auch der junge Mann und das Kind beeilen, die Aufgabe zu erfüllen die ihnen angewiesen worden ist, um ihre Schuld zu begleIchen.

    Auch sage Ich euch, dass dies die Zeit der Auferstehung der Toten ist, denn dieses mein Licht wird den Glauben der entzünden, die in der Finsternis der Gewissensbisse, der Verzweiflung und des späteren Leides zugrunde gingen. U. 56,35-37

    DT: Wie habt ihr glauben können, dass am Tag des Gerichts die Körper der Toten auferstehen und sich mit ihren Geistern vereinen, um in das Reich Gottes einzugehen? Wie könnt ihr das, was euch zu anderen Zeiten gelehrt wurde, in dieser Weise auslegen?

    Das Fleisch ist von dieser Welt, und in ihr bleibt es, während der Geist sich frei erhebt und zu dem Leben zurückkehrt, von dem er ausging. Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus meinem Geist geboren ist, ist Geist. Die Auferstehung des Fleisches ist die Reinkarnation des Geistes, und wenn einige glauben, dass dies eine menschliche Theorie ist, und andere von euch glauben, dass es eine neue Offenbarung ist — wahrlich, Ich sage euch, Ich habe vom Anbeginn der Menschheit an damit begonnen, der Welt diese Offenbarung bekannt zu machen! Den Beweis dafür könnt ihr im Text der Schriften finden, die ein Zeugnis meiner Werke sind.

    Doch in dieser Zeit ist diese Offenbarung zu eurem Geist gelangt, der sich auf einer höheren Entwicklungsstufe befindet, und bald wird sie gerechterweise als eines der gerechtesten und liebevollsten Gesetze des Schöpfers angenommen werden. Verwerft die Vorstellung, die ihr vom Tag des Gerichts hattet; denn es ist nicht einer eurer Tage, weil es ein Zeitabschnitt ist, und das Ende der Welt ist nicht das des Planeten, auf dem ihr lebt, sondern das Ende des selbstsüchtigen Lebens, das ihr auf ihm geschaffen habt.

    Wahrlich, Ich sage euch: Ihr lebt bereits am Tag des Herrn, ihr seid schon unter seinem Gericht. Lebende und Tote werden derzeit gerichtet, vergangene und gegenwärtige Taten werden auf dieser Waage gewogen. Macht eure Augen auf, damit ihr Zeugen seid, dass die Göttliche Gerechtigkeit sich überall spürbar macht. U. 76, 41-44

    Das geistige Israel

    DT: Israel nannte ich das Volk, das ich derzeit um meine neue Offenbarung schare. Denn niemand weiß besser als ich, welcher Geist in jedem der Berufenen dieser Dritten Zeit wohnt.

    Israel hat eine geistige Bedeutung, und euch gebe ich diesen Namen, damit ihr euch bewusst seid, dass ihr ein Teil des Volk Gottes seid. Denn Israel stellt kein Volk der Erde dar, sondern eine Welt von Geistern.

    Dieser Name wird auf Erden erneut bekannt werden, aber frei von Irrtümern, in seinem wahren Sinngehalt, welcher geistig ist.

    Ihr müsst den Ursprung und die Bedeutung dieses Namens kennen. Euer Glaube daran, dass ihr Kinder jenes Volkes seid, muss absolut sein, und ihr müsst völlige Erkenntnis darüber haben, von wem und weshalb ihr diese Bezeichnung erhalten habt, damit ihr den Angriffen standhalten könnt, die euch morgen von denen zuteil werden, die dem Namen Israel einen anderen Sinn geben. (274, 47 – 50)

    DT: Ich habe euch wissen lassen, dass ihr geistig ein Teil jenes Volkes Israel seid, damit ihr eine umfassendere Kenntnis von eurer Bestimmung habt. Aber ich habe euch zugleich empfohlen, dass ihr die diesbezüglichen Prophetien nicht öffentlich verkündet, bis die Menschheit sie von sich aus entdeckt. (U. 86,11)

    DT: Jedes Volk bringt eine Mission zur Erde mit, und die Bestimmung, die Israel mitgebracht hat, ist jene, unter den Menschen der Prophet Gottes, der Leuchtturm des Glaubens und der Weg zur Vollkommenheit zu sein.

    Meine Prophezeiungen und Offenbarungen, die ich euch seit den ersten Zeiten gegeben habe, wurden nicht richtig ausgelegt, weil die Stunde noch nicht gekommen war, in der die Menschheit sie verstanden hätte.

    Früher war Israel ein Volk der Erde. Heute sind es über die Welt verstreute Menschen. Morgen wird das Volk Gottes aus allen Geistern bestehen, welche zusammen mit ihrem Vater in vollkommener Harmonie die göttliche Familie bilden werden. (221, 28 – 30)

    Stellen aus dem Dritten Testament zur Reinkarnation:

    DT: (…) Die Reinkarnation des Geistes ist eine der grossen Wahrheiten, welche die Menschheit kennen und glauben soll. (…) Es ist nötig, dass Ich in dieser Zeit komme und euch davon unterrichte, dass die „Auferstehung des Fleisches“ sich nur auf die Reinkarnation des Geistes beziehen kann, da dieser das Wesentliche und der Grund für das Leben ist – das, was in Wahrheit ewig ist.

    Zu welchem Zweck sollten die toten Körper wiederafuerstehen, da sie doch nur die vergänglichen Gewänder des Geistes waren? Das Fleisch sinkt in die Erde und vermisscht sich mit ihr. Dort wird es gereinigt, verwandelt sich und ersteht unablässig von neuem zum Leben, während der Geist sich weiter aufwärtsentwickelt, weiterhin der Vollkomenheit entgegengeht. Wenn er zur Erde zurückkehrt, ist es für ihn eine Auferstehung zum menschlichen Leben, und auch für seinen neue Körperhülle ist es eine Auferstehung in Verbindung mit dem Geist. Doch das Materielle ist nicht von unvergänglicher Beschaffenheit, das Geistige hingegen wohl, daher sage Ich euch noch einmal, dass es euer Geist ist, den ich suche, den Ich lehre und den Ich bei mir haben will. (U. 151,56.58)

    DT: Der Mensch ist hinsichtlich seines geistigen Wesensteiles zum „Bild und Gleichnis“ seines Gottes geschaffen worden, da er mit den gleichen Fähigkeiten wie der Göttliche Geist ausgestattet ist. Euer Körper gehört der Erde an, doch euer Geist ist aus Mir hervorgegangen und muss rein und vollkommen zu Mir zurückkehren. Daher ist der Weg des Geistes der einer langen Entwicklung.

    In seiner ewigen Existenz genügt eurem Geist nicht ein einziger Körper, so wenig wie für euren Körper während seines Lebens auf dieser Welt ein einziges Gewand ausreichend ist. Deshalb ist die Reinkarnation des Geistes für seine Entwicklung notwendig. Bei jeder Etappe lernt ihr Reichtum und Armut, Gesundheit und all die Krankheiten kennen, welche die Menschen befallen. Ihr lernt Egoismus, Stolz, Sorgen und Mangel an Barmherzigkeit kennen, doch auch Vergebung und Liebe, Edelmut und Hochherzigkeit.

    Ihr seid bis in diese Zeit gelangt, in verschiedene Körper inkarniert. Euer Geist hat sich nach und nach von seinen Flecken gereinigt. Denn von Anfang an ließ er sich von den Neigungen des Körpers besiegen und entfernte sich so von der Reinheit und Vollkommenheit, die er besaß, als er aus Mir hervorging.

    Ihr seid bis in die Dritte Zeit gelangt, und euer Geist hat sich entwickelt, doch nicht ausreichend genug, um seine körperlichen Instinkte ganz beherrschen zu können und in einer völlig geistigen Etappe leben zu können. U. 359, 60-63

    DT: Geliebtes Volk: Zu allen Zeiten habe Ich euren Geist gerufen, doch ihr habt eure materielle Natur nicht zu beherrschen verstanden, um meine göttlichen Aufträge zu erfüllen.

    Nicht ihr alle versteht, was für den inkarnierten Geist jede der sieben Stufen der Himmelsleiter bedeutet. Sie bedeuten die Entwicklung, die jeder Geist erreichen muss, weil ihr so rein zu Mir zurückkehren müsst, wie ihr aus meinem Geist hervorgegangen seid. Doch ihr habt euch in euren verschiedenen Reinkarnationen euren Geist befleckt und meine Gebote nicht befolgt. Daher, geliebte Kinder, seid ihr erneut zur Welt gekommen, um wiedergutzumachen.

    Ich habe euch auf jenen geistigen Ebenen vernommen – voll Reue darüber, dass ihr mein Gesetz nicht erfüllt habt. Ihr habt Mir gesagt: „Vater, Vater, gewähre mir einen Erdenkörper, um durch ihn deine Gebote zu erfüllen.“ Und Ich habe euch diese Gelegenheit gewährt, habe euch auf diese Welt gesandt, damit ihr in einem neuen Körper eure Aufgabe erfüllen könnt. U. 343, 10-24

    DT: Ihr fragt Mich, ob Ich meinen Kindern helfen kann, aus ihrer Verirrung herauszufinden. Und Ich sage euch: Ja, Volk. Die Gelegenheit, die Ich dem Geist in seinen Reinkarnationen im menschlichen Leben gegeben habe, ist ein Beweis meiner Liebe. Denn mein Reich kann nur durch die guten Taten der Liebe und Barmherzigkeit erlangt werden, die meine Kinder vollbringen, indem sie bei vollem Gebrauch ihrer Willensfreiheit den Weisungen ihres Gewissens folgten. U. 310,10

    DT: In dieser Dritten Zeit habe Ich euch die Bestätigung der Reinkarnation des Geistes gebracht. Die Menschheit hat zwar zu allen Zeiten das intuitive Wissen davon gehabt, und der Geist hat dies Geheimnis dem „Fleisch“ offenbart, aber dieses — immer ungläubig und schwach — hat es in Zweifel gezogen.

    Es sind Wesen aus dem Jenseits gekommen, um den Menschen diese Offenbarung zu überbringen, doch sie haben nur bei einigen Glauben gefunden, und diese sind in ihren Glaubensüberzeugungen bekämpft und von den Unwissenden und Ungläubigen abgelehnt worden. Aber heute lebt in der Menschheit wie nie zuvor die Ahnung, die Gewissheit über diese Manifestationen, auch wenn nicht alle aus Furcht vor der Welt wagen, es zu bekennen.

    Doch Ich bin in dieser Zeit gekommen, um euch die Bestätigung dafür zu bringen und euch zu sagen: In der Reinkarnation des Geistes offenbart sich mein vollkommenes Liebesgesetz. Doch wahrlich, Ich sage euch: Wie wenige sind derer, die nur ein Mal auf der Erde Mensch geworden sind, und wie viele Gelegenheiten habe Ich den Geist durch verschiedene Körper auf der Welt beschert, um das wiedergutzumachen, was die Geistwesen an Bösem getan hatten. Aber euer Körper ist ein dichter Schleier, der euch daran hindert, den Kern dieser Unterweisungen zu entdecken.

    DT: Sehr wenig ist es, was Ich euch darüber, wer ihr über die Zeiten hin gewesen seid, kennenzulernen erlaubt habe, weil Ich nicht will, dass ihr im Fleisch, bevor ihr die wahre seelische Reife erreicht habt, in das Heiligtum, in die Intimität meiner hohen Ratsschlüsse eindringt. Ich will nicht, dass ihr aus den Unterweisungen über das Geistige Leben neue Wissenschaften macht, die euch nur zur Neugier, zum Herumrätseln und zur Zeitverschwendung veranlassen. Ich will nicht, dass ihr auf dem geistigen Wege auch nur einen Schritt tut, der für euch nutzlos ist. Ich will, dass sie alle für euch von Nutzen sind, dass ihr nur das vernehmt und euch nur das offenbart wird, was euch bei eurer seelischen Entwicklung hilft. Doch all das, was euch nur zur menschlichen Befriedigung dient, sollt ihr nicht erfahren. Immer wird ein Schleier davor sein, weil es das Heilige, das Intime eures geistigen Erbes darstellt.

    Wenn diese Menschheit einmal feste Schritte in der Vergeistigung, in der Erfüllung meiner Gesetze macht, wird sie schon in ihrem menschlichen Leben große Lehrinhalte des Heiligen Geistes entdecken, und dann wird sie die klare Schau des Vergangenen, des Gegenwärtigen und des Zukünftigen haben — nur so weit begrenzt, wie es mein Wille ist.

    Darum, Jünger, betretet den wahren Weg der Vergeistigung, den euch meine Lehre zeigt, damit ihr die guten Propheten seid, die den Menschenmassen die Gefahr ankündigen und ihnen das Scheitern ersparen.

    Ich werde euch in eurer Mission beistehen, indem Ich euch im passenden Augenblick einen Teil der früheren Leben jener Ungläubigen zeige. Doch dies wird nicht geschehen, damit ihr sie verurteilt, sondern damit ihr sie in meinen Offenbarungen unterweist.

    So werden sie die Menschen in ihrer Entwicklung erwecken und begreifen, dass ein Menschenleben nicht ausreicht, um meine ewige Lektion kennenzulernen.

    Wenn ihr diesen Kampf mit eurem vollen Einsatz führt, werdet ihr viel erreichen. Aber wer von euch hat die Gewissheit, zu dieser Welt zurückzukehren oder nicht mehr wiederzukommen? Wer könnte sagen: „Alles, was Ich im Leben tat, war das, was der Vater für meine Bestimmung vorsah. Nun kann ich zu anderen Welten weiterziehen und mich Gott auf der unendlichen Stufenleiter der Entwicklung weiter nähern.“

    Wahrlich, Ich sage euch, um diese Lektionen zu verstehen, ist die Kenntnis, die ihr habt, zu klein. Aber all jene, die ihre Aufgabe erfüllen, werden auf dem geistigen Pfade einen Schritt auf Mich zu getan haben und werden von Lektion zu Lektion, von Lebenswelt zu Lebenswelt auf die Ewigkeit zugehen. Wenn es nicht so wäre — glaubt ihr, dass ihr fähig wäret, auf den höheren Lebensebenen zu wohnen, und dass euch das Gewissen es erlauben würde, welches meine eigene Gerechtigkeit ist?

    Seid ergeben, arbeitet und lasst zu, dass mein göttlicher Wille sich an euch erfüllt. Viele von euch werden noch im Erdenkörper die Erfüllung meiner Prophetien, die Umwandlung dieser Menschheit, die Erlösung aller in meinem Gesetze kommen sehen. Aber zuvor werden sie große Kämpfe, große Kriege miterleben müssen, wie sie den Menschen noch nicht bekannt sind, wie sie die Geschichtsschreibung noch nicht aufgezeichnet hat.

    Doch wenn ihr, die ihr bereits Kenntnis von dem habt, was geschehen wird, von den Ereignissen, die sich nähern, euch läutern müsst — was wird mit jenen geschehen, die angesichts der Unterweisungen des Heiligen Geistes nicht erwacht sind, die mein Gesetz geschändet haben, die ihre Aufgabe vergessen haben, die in ihren Traditionen leben und sich mit Ketten der Unwissenheit beladen haben?

    Die Bestürzung, das Leiden und die Reue werden wie ein Schmelztiegel für die großen Legionen von Geistwesen sein, die sich vor ihrem eigenen Richter einstellen werden. Doch wahrlich, Ich sage euch, auch ihnen werde Ich helfen, und wenn sie aus ihrem tiefen Schlaf erwachen, werden sie mein strahlendes Antlitz schauen, das ihnen meine Vergebung anzeigt, und sie werden nur noch darauf warten, dass Ich sie auf den Pfad sende, den sie zuvor entweiht und verachtet haben, um ihre Vergehen wiedergutzumachen und sich meiner Liebe würdig zu erweisen. Und Ich als liebevoller Vater werde ihnen dies gewähren.

    Daher sage Ich euch in meiner Unterweisung, dass ihr jene, die ihr heute mit Menschenblut und mit allen Verfehlungen befleckt seht, nicht richten sollt. Denn in eurer ewigen Existenz gibt es größere Vergehen als das, menschliches Blut zu vergießen. Doch verlangt vorerst nicht, alles zu erfahren. Ich habe euch bereits darauf hingewiesen, dass Ich allein in meinen hohen Ratschlüssen gerecht richten kann.

    Jetzt sollt ihr nur lieben und vergeben, und wenn Ich euch erlaube, dass ihr die Ereignisse, die um euch her geschehen, studiert und bewertet, dann deshalb, weil Ich nicht will, dass ihr gegenüber dem Schmerz eurer Mitmenschen gleichgültig und blind und gefühllos seid. Ich habe euch mit meiner Lehre feinfühlig gemacht, damit ihr, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, unter allen euren Mitmenschen Unterweisung, Verständnis, Liebe, Vergebung und Trost spenden könnt. Dafür mache Ich euch zu einem Leuchtturm, zu einem strahlenden Stern und einem treuen Freund, damit ihr euch in eurem Heim, in den Institutionen und unter den Völkern entsprechend verhaltet. U. 309, 22-30

  • Johannes der Täufer: die Reinkarnation Elias

    Die christlichen Kirchen lehnen die Lehre der Reinkarnation ab. Nachfolgend soll zunächst untersucht werden, ob die abweisende Meinung gerechtfertigt ist. Das Neue Testament bietet uns hierfür im Zusammenhang mit der geistigen Herkunft von Johannes dem Täufer verschiedene Anhaltspunkte. So berichtet der Apostel Matthäus, was Jesus zu dem Volke über Johannes redete, wobei Er die bedeutsamen Worte sprach: „Wahrlich, Ich sage euch: Unter allen, die vom Weibe geboren sind, ist nicht aufgekommen (einer), der größer sei denn Johannes der Täufer; der aber der Kleinste ist im Himmelreich, ist größer denn er. Aber von den Tagen Johannes des Täufers bis hierher leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalt tun, die reißen es an sich. Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis auf Johannes. Und so ihr’s wollt annehmen ER IST ELIA, DER DA SOLL KÜNFTIG SEIN.“ (Matth 11, 11-14)

    Hier spricht Jesus ganz klar aus, daß Johannes der Prophet Elia ist, d. h. daß der Geist des großen Gottesstreiters aus dem Alten Testament in Johannes dem Täufer inkarniert war. Die Jünger Jesu und das sie umgebende Volk waren über die von Jesus gemachte Aussage nicht überrascht; ihnen war also die Idee der Wiederverkörperung eines Geistes nicht unbekannt. Die Jünger sprachen mit ihrem Meister und wiesen auf die Worte der Schriftgelehrten hin, daß Elia zuvor kommen müsse:

    Matth 17, 11-13: „Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Elia soll ja zuvor kommen und alles zurechtbringen. Doch Ich sage euch: ES IST ELIA SCHON GEKOMMEN, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern haben an ihm getan, was sie wollten. Also wird auch des Menschen Sohn leiden müssen von ihnen. Da verstanden die Jünger, daß er von Johannes dem Täufer zu ihnen geredet hatte.“

    Eine andere interessante Mitteilung machte der Evangelist Lukas. Nachdem der Engel des Herrn dem Priester Zacharias angekündigt hatte, dass seine Frau einen Sohn gebären würde, befahl er ihm, dass er den Namen Johannes tragen sollte. Und er fuhr fort (Luk 1, 15-17): „Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken und wird noch im Mutterleibe erfüllt werden mit dem Heiligen Geist. Und er wird der Kinder von Israel viele zu Gott, ihrem Herrn, bekehren. UND ER WIRD VOR IHM HERGEHEN IM GEIST UND KRAFT ELIAS, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungläubigen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein bereitet Volk.“ Einen weiteren Beweis erbringt uns nochmals der Evangelist Lukas (9, 18-19): „Und es begab sich, da er allein war und betete und seine Jünger zu ihm traten, fragte er sie und sprach: Wer sagen die Leute, dass ich sei? Sie antworteten und sprachen: Sie sagen, du seiest Johannes der Täufer, etliche aber, du seiest Elias; etliche aber es sei der Propheten einer auferstanden.“

    Hier ist unschwer zu verstehen, daß das Wort „auferstanden“ die Bedeutung von „inkarniert“ hat, d. h. die Wiederkehr eines Geistes in einem neuen Körper auf dieser Welt. Die Jünger sprachen den Gedanken der Reinkarnation eines Geistes mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit aus, woraus zu schließen ist, daß die Reinkarnation bekannt war und als solche angenommen wurde.

    Im Nachfolgenden zitieren wir eine Stelle aus dem „Buch des Wahren Lebens“, in dem die Unterweisungen Christi in Seiner Wiederkunft als Heiliger Geist gesammelt sind. Auch die dann später wiedergegebenen Stellen, stammen aus vorstehend genanntem Buch.

    „In jedem Zeitabschnitt und in jeder göttlichen Offenbarung erscheint Elia bei den Menschen. Der Messias war noch nicht zur Erde gekommen, es fehlte wenig, daß Er als Mensch geboren würde, als der Geist des Propheten in Johannes – der später der Täufer genannt wurde – schon Fleisch angenommen hatte, um die Nähe des Himmelreichs anzukündigen, welches die Gegenwart des „Wortes“ unter den Menschen sein würde.“ (U. 31, 61-62)

  • Die Reinkarnation des Geistes

    Die Reinkarnation des Geistes

    Reinkarnation des Geistes bedeutet die Fleischwerdung des inneren Menschen,  bestehend aus dem Geistfunken und der ihn umhüllenden Seele, in einem neuen Körper.

    Bei der Reinkarnation des Geistes kann man zwei Ursachen erkennen. Die eine ist für das Wohl des Geistes, indem die Barmherzigkeit des Himmlischen Vaters einem Geist durch seine Menschwerdung eine nochmalige Gelegenheit gibt, vergangene Fehler zu wiedergutzumachen, seine geistige Aufgabe weiterzuverfolgen und sich weiter zu entwickeln bzw. zum Geistigen zu erheben. Das Gewissen ist ihm dabei behilflich, indem es ihn als Göttliches Licht führt, ihn in seinem Kampf gegen die leidenschaftlichen Neigungen der Körpermaterie unterstützt und ihn diese Weise immer mehr auf den schmalen Weg der Erfüllung der göttlichen Gebote lenkt und leitet, damit er den Weg Vervollkommnung erreicht.

    Die andere Ursache ist, einem Lichtgeist die Möglichkeit zu geben, unter den Menschen durch sein Vorbild für das Reich Gottes zu arbeiten. Diese Aufgabe übernimmt nicht nur von Zeit zu Zeit ein großer Lichtgeist, sondern auch in vielen Fällen ein menschlicher Geist, der im Jenseits einen hohen Entwicklungsgrad erlangt hat und der nun aus Liebe zu Seinem Himmlischen Vater und aus Liebe zu seinen noch auf Erden lebenden Geschwistern freiwillig die schwere Mission erfüllt, ihnen zu helfen, den Weg zur Vergeistigung zu finden.

    • Himmel und Hölle:

      Die Menschen haben sich die Hölle als einen Ort ewiger Qual vorgestellt, wohin ihrer Meinung nach alle jene kommen, die gegen meine Gebote verstoßen haben. Und so wie sie für die schweren Vergehen diese Hölle schufen, so stellten sie sich für die geringeren Vergehen einen andern Ort vor und ebenso einen weiteren für jene, welche…

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    • Die zwei Lehrmeister des Lebens: Der Schmerz und die Liebe

      Matthäus 5,3 Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. 4 Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. 5 Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. 6 Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. 7 Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.…

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    • Das Gesetz der Wiedergutmachung

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  • Die unbekannten Geschehnisse von Mexiko, 1866-1950 / Teil 2

    Die unbekannten Geschehnisse von Mexiko, 1866-1950 / Teil 2

    Autor: Joseph Zaragoza

    Zunächst sei darauf hingewiesen, dass die „literarische“ Qualität der Texte weder dem sozialen Umfeld entspricht, in welchem sie, theoretisch, ihren Ursprung haben, noch der historischen Zeit, in der sie, theoretisch, hervorgebracht wurden[13]. Dies will nicht heissen, dass sie  äusserst komplex oder kompliziert seien. Im Gegenteil: sie weist eine ausserordentliche Einfachheit auf. Jedoch übersteigt die Tiefe der Sachverhalte, die dort dargelegt werden, bei weitem jegliche Kenntnis, die man noch in der heutigen Zeit über die Materie haben könnte.

    Auf eine schwer erklärbare Weise sind die Texte des Dritten Testaments sowohl mit grösstem Eifer als auch gleichzeitig mit grösster Einfachheit verfasst; in einem derart neutralen  Standartspanisch, dass es verstanden werden kann. Im Dritten Testament kommt in der Tat weder irgendein „Regionalismus“ noch irgendeine „Eigentümlichkeit“ vor, die erlaubt seine Herkunft geographisch einzuordnen, noch irgendeine Äusserung, die ihn chronologisch einzuordnen erlauben würde.

                       Es handelt sich um ein Spanisch, das jedem zugänglich ist, welches aber gleichzeitig vom Inhalt her gewaltig reich ist: „Das Wort, welches ich euch lehre, –ist bspw. zu lesen– ist an seiner Oberfläche klar und einfach, doch unendlich tief in seinem Gehalt“.[14] Eine Sprache, die aufgrund dieser Tatsache, sich immer für viele Ebenen der Interpretation anbietet –die sich immer ergänzen und niemals widersprechen. Eine Sprache, deren Verständnisebene immer in enger Konsonanz mit dem Entwicklungsstandpunkt und der Verständnisebene des Lesers[15] stehen würde.

    Eine Sprache, in welcher abgesehen von den menschlichen Fehlern, die überall zu finden sind (in diesen völlig handwerklichen Auflagen, die bis jetzt existieren) alles mit dem Ganzen und mit jedem seiner Teile im Verhältnis zu stehen scheint. Eine Sprache, in der nichts ein Produkt des Zufalls zu sein scheint[16]. Eine Sprache, deren einzige „Referenz“ gerade die Sprache wäre, die in der Bibel verwendet wird.

    Etwas, das gemäss seiner eigenen Logik dem „Beginn“ einer anderen Zeit entsprechen  würde, dem „Beginn einer neuen Zeit“… Jener Zeit des Heiligen Geistes, die so sehr erwartet wurde und danach rundweg in Vergessenheit geriet ?[17] Jener Zeit, in welcher sich die Prophezeiungen über das „Ende der Welt“[18] erfüllen würden ? Jener Zeit, in welcher „eure Söhne und Töchter prophezeien werden, eure Alten Träume und eure Jungen Visionen haben werden“ ?[19] Den Gläubigen fällt es zu, zu entscheiden, den Forschenden zu analysieren !

    Welche sind die Gründe, die für die Glaubwürdigkeit dieser Texte sprechen? Über allem hinweg die Texte selbst, die Weisheit und Tiefe der Reflexionen, die Offenbarungen und Ermahnungen, die dort dargestellt werden. Und andererseits die Tatsache, laut allen Offenkundigkeiten an vielzähligen Orten und durch zahlreiche „Sprachrohre“ hindurch „empfangen“ worden zu sein, und trotz allem eine Einheit bewahrt zu haben in ihrem Geist, in ihrem Charakter, in ihrem Stil. Welche dunkle Macht hätte ein trügerisches Spiel solchen Ausmasses während Jahrzehnten in einem ganzen Land organisieren können?

    In diesen Offenbarungen, die gemäss ihren eigenen Aussagen im Jahre 1866 mit den ersten durch Roque Rojas[20] durchgegebenen Botschaften begonnen hätten, findet man, auf jeden Fall, die Erklärung von Grundkenntnissen, die von der Mehrheit des Christentums –noch heute– für Geheimnisse gehalten wurden, v.a. jene der Dreifaltigkeit: welche nicht mehr als die Kundgabe „Gottes“ in drei verschiedenen Phasen – als „Vater“, als „Sohn“ und als „Heiliger Geist“[21] wäre.

    Kundgaben, die in jeder Phase der jeweiligen erreichten Entwicklungsstufe der Menschheit entsprächen. So habe die erste Kundgabe Gottes als Vater, als Potenz, den Hauptzweck gehabt, das Gesetz darzulegen; die zweite Kundgabe als Sohn, der Menschheit die Liebe zu verkünden, seine dritte, im Jahre 1866 beginnend, als Heiliger Geist, die Weisheit[22] kundzutun. Auf diese Weise wäre Gott jedesmal genau derselbe, nur auf drei verschiedene Weisen sich kundgebend. Siehe da das grosse Geheimnis der Trinität aufgeklärt!

    Seinerseits wird das Geheimnis der „Auferstehung des Fleisches“ als Reinkarnation des Geistes erklärt. Das „Endgericht“ gäbe es nicht, weil alle Geister „fortwährend“ durch das Gesetz der „Reinkarnation“ gerichtet würden, welches dem Gesetz der „Wiedergutmachung“ abgeleitet ist. Auf diese Weise erfreuten sich alle Geister der Möglichkeit, so viele Male wie nötig zu reinkarnieren, um all das zu lernen und auf sich zu nehmen, was das Menschenleben sie lehren solle. Doch dieses wäre nicht mehr als bloss eine Stufe der unzähligen, die die Entwicklungsleiter der Geister beinhaltet.

    Tatsächlich bestätigt das Dritte Testament, dass das Gesetz der Reinkarnation bereits mehr oder weniger klar im Neuen Testament nahegelegt werde, vor allem was das Kommen des Propheten Elias, reinkarniert in Johannes dem Täufers[23], angeht. Und ebenfalls noch selbst auf das Kommen Jesu Bezug nehmend, der wie man weiß in den meisten Fällen als einer der Propheten des Altertums[24] angesehen wurde. (Man soll sich daran erinnern, dass die Reinkarnation bei den ersten Christen ein akzeptiertes Konzept war, und dass es aus politischen Gründen, erst im Jahre 543, durch den römischen Kaiser Justinianus verboten wurde[25].)

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    [13]Es soll hier wiederum darauf hingewiesen werden, dass in den Anfängen der grösste Teil der Menschen, die diese Texte empfangen, Analphabeten waren, wie in Mexiko damals der grösste Teil der Bevölkerung.

    [14]U. 332,10

    [15]„Mein Wort ist für alle demütig und einfach gewesen.“ U. 244,35 „Meine Kundgabe ist für alle verständlich. Ich habe gemäss dem Fassungsvermögen eures Gehirns gesprochen, denn ihr könntet meine ganze Weisheit nicht verstehen.“ U. 184,20

    [16]„Ich will, dass ihr die Bedeutung begreifen lernt, die dem Studium und der Ergründung Meines Wortes zukommt, da jeder Ausspruch entweder eine Offenbarung oder eine Prophetie, ein Urteil oder eine Belehrung für euren Geist enthält.“ U. 76,49

    [17]Was bei Lukas, 18,8 bereits nahegelegt bzw. prophezeit wird: „Wird aber der Menschensohn auf Erden Glauben finden, wenn er kommt?“

    [18]Welche, obwohl mit beträchtlichen Umwälzungen und unzähligen Menschenverlusten, nicht das Ende der physischen Welt, die wir bewohnen, bedeuten würde, sondern nur das Ende der „egoistischen, zurückgehaltenen und nutzlosen“ Welt: dem „Reich des Bösen“.

    [19]Joel 3,1

    [20]Über das Leben des Vorläufers des Trinitarisch-Marianischen Spiritualismus ist wenig bekannt. Er wurde in Mexiko geboren (1812–1879). Der Vater war Mexikaner und hatte jüdisch-sefadische Wurzeln, die Mutter war Eingeborene Otomí (aus einem indigenen Volk im Zentrum Mexikos, welches in Übereinstimmung mit ihrer eigenen Symbolkunde eine Prophezeiung erhalten hatte, die das nahe Bevorstehen einer neuen Zeit ankündigte). Er studierte 3 Jahre lang im Priesterseminar von Mexiko und lernte viele verschiedene Berufe (Drucker, Zimmermann, Maler, etc). Am 21. Juni 1861 hätte er seine erste Vision gehabt, in welcher der Engel Gabriel –sic– ihm die 5 Jahre später stattfindende Ankunft des Geistes der Wahrheit ankündete, gemäss der Beschreibung in den Heiligen Schriften und ihm auftrug, Menschen auf diese Ankunft vorzubereiten. In der Zwischenzeit habe er auf spontane Weise unzählige schwerkranke Menschen geheilt. Am 1. September 1866 gab er als erstes Sprachrohr die erste Botschaft aus der „Geistigen Lichtwelt“ durch. Nach den Worten des Dritten Testaments sei er gleichzeitig „Prophet, Seher und Führer“ gewesen. (siehe U. 345,57-58)

    [21]Die Bezeichung Trinitarisch-Marianischer Spiritualismus beschreibt die Tatsache, dass im Vordergrund der Glaube an die ‚Vor-Stellung‘ des Geistes vor der Materie steht. Es bezeichnet die Kundgaben eines einzigen und lebendigen wahren Gottes, im Glauben an Gott als Vater-Mutter-Einheit, der allmächtig und zugleich göttlich-zärtlich ist. Dazu muss gesagt werden, dass diese dritte Kundgabe bereits im Mittelalter durch den Abt Joachim von Fiore, 1135-1202, vorausgesagt wurde, der sie klar als „Die Ära des Heiligen Geistes“ bezeichnete. Auch der chilenische Jesuit Manuel Lacunza, 1731-1801, hat die Kennzeichen die diese Zweite Wiederkunft mit sich bringen würden auf folgende Weise beschrieben: „Es wird nicht mit Schnelligkeit geschehen, sondern langsamer, als man denkt“ – siehe „La Venida del Mesías en Gloria y Majestad“, London 1816. Die Deutsche Literatur hat ihrerseits durch den Musiker und Schriftsteller Jakob Lorber, 1800-1864, das Bevorstehen dieser Geschehnisse beschrieben, die gemäss seinen Schriften in einer Nation „jenseits des grossen Ozeans“ stattfinden würden – siehe „Das grosse Evangelium Johannes“, Lorber-Verlag, D-74321 Bietigheim-Württemberg, 1985.

    [22]Und jede folgende und sich ergänzende Kundgabe habe zum Ziel gehabt, die Entwicklung der Geister zu fördern, und nicht diese zu bremsen oder gar aufzuhalten. „Ich übergebe euch meine Lehre nicht einfach in Form einer moralischen Bremse für eure Leidenschaften. Nein, ich gebe sie euch, damit ihr auf den Stufen höchster Geistesgefilden emporscheitet.“ U. 118,89

    [23]„Da fragten ihn seine Jünger: Weshalb halten unsere Schriftgelehrten daran fest, dass zuerst der Prophet Elia kommen muss? Jesus antwortete: Sie haben recht! Elia kommt und wird alles in Ordnung bringen. Doch ich sage euch: Er ist bereits gekommen, aber man hat ihn nicht erkannt. Sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten. Und auch der Menschensohn wird durch sie leiden müssen. Nun war es den Jüngern klar, dass er von Johannes dem Täufer sprach.“ Matthäus 17,10-13 Auch bei Johannes 9,1-2 hat es klare Anzeichen über die Kenntnis dieses Wissens: Als er seines Weges ging, sah er einen Mann, der von Geburt an blind war. Seine Jünger fragten ihn: „Meister, wer hat gesündigt, er oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde?“ Und bei der Textstelle über Nikodemus sagt Jesus: „Ihr müsst wiedergeboren werden“ (Joh. 3,6-8). Auch der Jakobsleiter (Genesis 28,12), die nach dem DT nichts anderes bedeutet als das unaufhörliche Inkarnieren und Desinkarnieren der Geister, wird dieselbe Vision und Bedeutung gegeben, die gemäss Johannes 1,51 der ganzen Welt zukommen würde: „ Ihr werdet den Himmel offen und die Engel Gottes über dem Menschensohn auf- und niedersteigen sehen.“ Und noch deutlicher und höchst erstaunlich wird dies im zweiten Kapitel des zweiten Buch der Könige beschrieben.

    [24]„Er fragte seine Jünger: Für wen halten mich die Leute eigentlich? Was sagen sie von mir? Einige meinen, du bist Johannes der Täufer. Andere halten dich für Elia oder für einen der Propheten, antworteten die Jünger.“ Markus 8,27-28

    [25]Von damals datiert die bekannte Aussage „Wenn jemand die fabelhafte Präexistenz der Seele und die ihr nachfolgende ungeheure Wiederherstellung behauptet, sei Bannfluch“, die diese Fragestellung scheinbar auf endgültige Weise beseitigte, an welche sich sehr wenige zurück wagten. Siehe „Edikt des Justinianus gegen Origines“ –dem 15 Bannfluche folgten– im allgemeinen, durch Verdammung seinem Empfänger, dem II. Konzil von Konstantinopel, auferlegt; welcher es zu seinem grossen Bedauern unterschrieben hat –wie bekannt ist– und nur nach vielfachem Druck durch den Papst Vigilius und mit nicht wenigen Widerständen und etwas verspätet durch die Mehrheit der damaligen Christenheit. Siehe u.a.: Ch. J. Hefele „Histoire des Conciles d’Après les Documents Originaux“ Letouzey et Ané Editeurs Paris, 1908

  • Die unbekannten Geschehnisse von Mexiko, 1866-1950 / Teil 3

    Die unbekannten Geschehnisse von Mexiko, 1866-1950 / Teil 3

    Im Verständnis des Dritten Testaments wäre jeder Mensch eine Ganzheit aus Geist, Seele und „Materie“. Der Geist wäre ewig, pure Essenz, wie sein Schöpfer. Die Seele, so subtil sie auch sein möge, wäre Substanz –weswegen sie nicht vor der Schöpfung existierte[26]. Die Seele wäre nichts anderes als das subtile Element, durch welches sich der Geist in der materiellen Welt kundgibt. Die Materie schliesslich, der physische Körper, wäre nicht mehr als ein „flüchtiges Kleid“[27], „welches der Geist so oft wechselt, wie es für seine Entwicklung von nöten ist.“

    All dies –Geist, Seele und Körper– wäre nach eigenen Plänen dem Gesetz der Entwicklung unterstellt. So unglaublich dies auch erscheinen mag, hätten diese drei Teile ein jedes für sich seine eigenen Tendenzen und Neigungen. Dem Geist jedoch stünde es zu, sich dem Rest gegenüber durchzusetzen. „Viel Kraft besitzt die Materie in seinen Neigungen und Schwächen, doch der Geist besitzt eine höhere Kraft, mit welcher er sich durchzusetzen hat. Welchen Verdienst hätte der Geist, wenn er auf einen Körper ohne Willen noch eigenen Neigungen wirken würde?“[28]

    Auch wenn der Geist ein Funke „Gottes“ wäre, wäre er mit freiem Willen, und sogar mit einer Art „Persönlichkeit“ oder ‚Höherem Selbst‘ begabt, welches ihn absolut einzigartig und einmalig sein lasse; und dies auf allen Ebenen und Stufen der Entwicklung. Dies wäre, was sich auf eine mehr oder weniger konstante Art und Weise im Lauf seines Menschenlebens oder Wegstrecke kundgebe: das, was im allgemeinen als Charakter bekannt ist, und welches gemäss der Entwicklung des Geistes sich mehr oder weniger treu durch die „Materie“ oder den physischen Körper hindurch auszudrücken vermag[29].

    Jede Erfahrung, jedes Menschenleben (jede dieser „Reisen geistiger Entwicklung“),  würde im Licht des Gewissens, im Geist selbst gerichtet werden. Dieser würde von hier aus (und nach einer Ruhe- und Meditationszeit) seinen eigenen Entwicklungsplan gestalten. Auf diese Weise geschähe seine erneute Inkarnation in einem männlichen oder weiblichen Körper, in der einen oder anderen Menschenrasse, mit diesen und jenen Tendenzen, etc. Jedoch wäre im Gegensatz zu allem, was man sich vorstellen könnte, keine Reinkarnation zufällig.

    Im Gegenteil, jede Reinkarnation antwortete und stünde in Resonanz mit einer Gesamtheit von Geistern; derweise, dass jeder Geist anhand eines bestimmten Mechanismus –dessen Mathematik ausserhalb der menschlichen Reichweite liegt– alle Geister auf seinem Weg anträffe, mit welchen er zusammenleben werden müsse. „Jeder Einzelne von euch ist durch die Weisheit Gottes in dieser Welt an seinen Platz gestellt und demjenigen nahe, bei dem er sein soll. Jedem Menschen ist der Kreis zugewiesen, in dem er leben soll und in welchem es inkarnierte und desinkarnierte Geister gibt, mit denen er zusammenleben soll“[30] Hier in Kürze das Gesetz der Reinkarnation wie es das Dritte Testament[31] begreift.

    Was sich von hier aus folgern lässt, ist leicht abzuleiten. In der Tat gäbe es, gemäss dem Dritten Testament, den Tod, so wie er verstanden wird, nicht; weder die „ewige Strafe“, noch die „Hölle“[32] noch irgendeinen Geist, dessen Zweck es wäre die Menschen zu versuchen und sie zum bösen Handeln zu verleiten[33]. Es gäbe jedoch Geister (inkarnierte und desinkarnierte) auf vielfachen Ebenen der Entwicklung, mit mehr oder weniger Bewusstsein über die Wirklichkeit[34], mehr oder weniger frei, mehr oder weniger fähig, sich den Einflüssen des Guten oder Bösen zu entziehen; die seit Anbeginn der Zeiten in der/n Welt/en „schwebten“ und mehr oder weniger fähig wären sie zu beeinflussen[35].

                Zahlreich sind sie also, die Unterschiede, die zwischen den Schriften der Bibel und jenen des Dritten Testaments aufgezeigt werden können; doch diese beträfen letztlich nicht den Kern, sondern wären vielleicht nur solche der Interpretation und des Niveaus, offensichtlich. Wenn man dem glaubt, was das Dritte Testament besagt, wäre alles bereits (im Einklang mit dem jeweiligen Entwicklungsstandpunkt der Menschheit) in den Schriften „der Ersten und Zweiten Zeit“[36] gesagt und angekündet worden; jedoch hätten Interpretationsfehler (und bewusste Veränderungen noch dazu) das Grundverständnis der Dinge verformt.

    All dies dem Mangel an Glauben hinzugefügt, der durch die Unfähigkeit der Christenheit hervorgerufen wurde, die Zeichen zu erkennen, die sehr klar und deutlich das „Ende der Welt“ ankündigten (welches trotzt enormer Schäden und Verluste unzähliger Menschenleben nicht „das Ende der Welt“ sein würde wie es verstanden worden war)[37]. Die Welt würde in der Tat, nach der „neuen Sintflut“ und „der Läuterung“ dieselbe bleiben, nachdem all das was „entartet“ und „unnatürlich“ ist, zum Verschwinden gebracht worden wäre.

    Eine Sache ist klar: der Ermahnungs- und Verweiston, der in der Bibel gewiss vorhanden ist –und der durch die Kirchen bis zur Ermüdung aufgedrängt worden ist– verschwindet fast vollständig im Dritten Testament, das, trotz seiner recht strengen Mahnungen über das „Ende der Welt“ und über die dringende Notwendigkeit der Erneuerung, den „apokalyptischen“ Ton der Bibel fast vollständig löscht. Dies auf eine Weise, dass alles in „Liebe und Weisheit“ aufgeklärt und „besänftigt“ wird: sogar trotz der angekündigten Prophezeiungen.

    Jedoch werden diese, wie bereits gesagt wurde, enorm relativiert: „Nach dieser Sturmnacht, die die Welt durchlebt haben wird, wird der Regenbogen des Friedens erscheinen und alles wird zu seinen Gesetzen, zu seiner Ordnung und Harmonie zurückkehren. Ihr werdet von Neuem den Himmel geläutert und die Felder fruchtbar sehen, die Gewässer werden wieder in ihren Wasserläufen rein fliessen und die Meere werden mild sein. Die Bäume werden Früchte tragen, die Weiden werden erblühen und die Ernten werden reichhaltig sein. Der Mensch, geläutert und geheilt, wird sich von Neuem würdig fühlen und wird seinen Weg vorbereitet finden, damit er sich erheben und zu mir zurückkehren kann“.[38]

    Und, wichtiger noch, diesen Prophezeiungen fügten sich andere an, die nicht nur unglaublich, sondern sogar unvorstellbar sind für die Gesamtheit der Christen: die sichere Ankunft der  „Kommunikation von Geist zu Geist“ und auch die direkte Kommunikation zwischen den Geistern (inkarniert oder desinkarniert); die Möglichkeit seine ganze geistige Vergangenheit  zurückzugewinnen (und darüber zu verwalten); die Möglichkeit alle höheren Geistesgaben zu entfalten (Hellsichtigkeit, Inspiration, Offenbarung, Prophezeiung, etc.); der sichere „Umzug“ in andere Welten oder Wohnungen [39]; die Möglichkeit immer klarere, immer höhere Unterweisungen zu empfangen, etc.[40]

    In der Tat ist das Dritte Testament ausserordentlich interessant, sogar wenn man es ausschliesslich in seinem literarischen Sinn nimmt. Die Einbildungskraft ist immer erfüllt angesichts der „unendlichen“ Horizonten, die es in jedem Moment eröffnet. Seine Behauptungen sind immer kohärent und untrüglich verlockend, sogar für den skeptischsten Leser.[41] Mehr noch, alle dort behandelten Fragestellungen sind von einer unbestrittenen Aktualität und geben eine viel  fortgeschrittenere Aufklärung als der ausgearbeiteste Wissenschaftsdiskurs oder der kühnste esoterische Text.[42]

    Offensichtlich, es wäre absurd zu fordern, dass Kriterien wissenschaftlicher Wahrhaftigkeit aufgestellt werden für all das was der Trinitarisch-Marianische Spiritualismus behauptet. Eines ist jedoch klar: es wäre nicht unmöglich, dass das Dritte Testament tatsächlich der dritte Teil der christlichen Bibel wäre, denn alles passt zu dem, was dort gesagt wird. (Dennoch: zu glauben, dass das dort Dargelegte wahr oder nicht wahr ist, ist eine völlig andere Frage; was selbstverständlich jeglicher Möglichkeit wissenschaftlichen Analyse entgeht.)

    Möglich ist es jedoch, den historischen und sozialen Kontext festzulegen und abzugrenzen, in welchem diese spirituelle Bewegung hervorgerufen wurde, die befremdenderweise so wenig bekannt ist. Und dies, obwohl ihre Texte bereits in vielen Sprachen übersetzt worden sind.[43] Ein derartiges Studium ist möglich. Die Arbeit gestaltet sich jedoch nicht so einfach, v.a. wenn berücksichtigt wird, dass –neben den grundlegenden Texten und den Hauptwebseiten im Internet[44]– die bibliographischen und journalistischen Informationen, mit welchen gerechnet werden kann, sehr spärlich sind.[45]

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    [26]„Aus diesem Lebensatem, der in der ganzen Schöpfung vibriert, erschuf Gott die menschliche Seele. Doch verwechselt den Geist nicht mit der Seele: Der Geist ist Essenz, die Seele ist substanzieller Natur. Der Geist ist ur-eigener Teil des Vaters. Die Seele ist das subtile Element, durch welches sich der Geist im materiellen Universum kundgibt. Auch wenn die Seele noch so ätherisch und durchsichtig ist; Glaubt ihr, dass sie vor der materiellen Schöpfung existierte? Nein, Brüder. Der Geist war es, der vor den materiellen Welten existierte und er braucht nicht mehr Substanz als die göttliche Liebe, welcher er entsprang.“ Los Protectores, Explicación –Erklärung– 50, Absatz 11-13 (E.50, 11–13)

    [27]U. 220,29

    [28]„Der Kampf des Geistes mit seiner Körperhülle ist der von Macht gegen Macht. Da findet er den Prüfstein, an dem er seine Überlegenheit und seine Erhebung beweisen muss.“ U. 53, 8-9

    [29]„Was ihr Charakter nennt ist kaum die Kundgabe eures Geistes durch euren menschlichen Teil hindurch. Der Charakter gehört dem Geist an, und Gott fördert und stärkt ihn durch Prüfungen, durch Lektionen hindurch. Davon sind die einen tiefgründig, einfach die anderen, einige sind dem Herzen angenehm, andere schwierig, doch alle sind sie von Vorteil, denn sie haben zum Ziel, euren Geist auf vollkommene Weise auszubilden.“ E. 64,14-15

    [30]„So trefft ihr, jeder auf seinem Weg, nach und nach alle, deren Aufgabe es ist, euch die Liebe zu lehren, die euch emporhebt; von andern werdet ihr Schmerz erleiden, welcher euch läutert. Die einen werden euch Leid bringen, weil ihr es also bedürft, während die andern euch ihre Liebe schenken werden, um eure Bitternisse auszugleichen; doch alle haben eine Botschaft für euch, eine Lehre, die ihr verstehen und nützen müsst.“ U. 11,16

    [31]Folgendes kann ohne irrtümlichen Zweifel behauptet werden: kein anderer der bekannten Texte erklärt mit soviel Klarheit, Tiefe und Einzelheit, was das Gesetz der Reinkarnation zuletzt sein soll. Weder das Tibetische noch Ägyptische Totenbuch, noch jegliches der zahlreichen buddhistischen Texte über die Materie. Nicht jene Texte, die in spiritistischen Kreisen des 19. Jhd. aufkamen, noch jene der Theosophie. Auch nicht die Texte des nordamerikanischen Wundertäters Edgar Cayce, oder die mehr oder weniger wissenschaftlichen Texte der ebenfalls amerikanischen Forscher Brian Weiss oder Ian Stevenson.

    [32]„Glaubt ihr, dass ich, euer Vater, Orte geschaffen habe, die ausdrücklich dazu bestimmt sind, euch zu strafen und mich so auf ewig für eure Beleidigungen zu rächen?“ U. 52,34 „Ich habe weder den Tod noch die Hölle erschaffen. Denn als mein Geist die Idee der Schöpfung fasste, fühlte ich nur Liebe und aus meinem Schoss quoll nur Leben hervor. Wenn der Tod und die Hölle existieren würden, so wären sie infolge ihrer Kleinheit menschliche Werke. Ihr wisst ja bereits, dass nichts menschliches Ewigkeitscharakter hat.“ U. 303,42 „Habe ich euch nicht dargelegt, dass die höchste Eigenschaft Gottes die Liebe ist? Meint ihr dann nicht, dass eine ewige Qual die absolute Verneinung der göttlichen Eigenschaft der ewigen Liebe wäre?“ U. 164,34

    [33]„Von Gott können keine Teufel kommen; Die habt ihr euch mit eurem Verstand vorgestellt. Das Konzept, welches ihr von diesem Wesen habt und den ihr mir bei jedem Schritt als Feind gegenüberstellt, ist falsch.“ U.114,59 Sogar: „Der Mensch hat durch die Zeiten hindurch fälschlicherweise versucht, das Böse zu personifizieren und hat es mit verschienen Namen benannt. Dies hat verschiedene abergläubische Mythen und Kulten hervorgebracht. Diese entsprechen jedoch nicht der geistigen Entwicklungsstufe, die ihr erreicht habt. Durch das väterliche Wort wisst ihr, dass es kein Geschöpf gibt, dessen Aufgabe ist, Böses zu tun.“ E. 50,15

    [34]„Der grösste Teil der verwirrten Geister, ist verstört, weil sie noch nicht bemerkt haben, dass sie sich schon im geistigen Zustand befinden. Sie glauben noch auf der materiellen Dimension zu leben und beharren darauf, es auf die Art zu tun, wie sie es als menschliche Wesen getan hatten. Bereits im Geist, beharren sie darauf, Menschen zu sein, weil der Eindruck, der das Fleisch in ihnen hinterliess sehr tief und intensiv ist. Das ist so, weil sie als Mensch sehr materiell gelebt haben; sie waren v.a. in den Leidenschaften, der Sünde und im Fanatismus beheimatet. Die Ignoranz, die sie in ihrem irdischen Leben hatten, hüllte ihren Geist ein, so dass er seine Kraft verlor, und sich nicht von dieser schweren Last befreien konnte, als der Zeitpunkt des Übergangs in die geistige Dimension kam, den ihr Tod nennt.“ E. 26,27-29

    [35]„Dem Geist offenbare ich seiner Erhebung entsprechend meine Weisheit. In dem Masse wie er fortschreitet und sich vergeistigt, versteht er die Offenbarungen, die er vorher nicht kannte, immer besser.“ U. 244,27 „Ihr alle kehrt auf dem Weg der Arbeit, des Kampfes und des Schmerzes zur Lichtwelt zurück. Von dort werdet ihr nicht mehr in einen menschlichen Körper inkarnieren, noch in einer materiellen Welt  leben müssen. Denn dann wird eure geistige Reichweite euch bereits erlauben, euren Einfluss spüren zu lassen und euer Licht von einer Welt zur andern zu senden.“ U. 313,24

    [36]„Menschheit, ist der Schmerz, das Elend und das Chaos, das euch in dieser Zeit umgibt für euch unerwartet? Wenn ihr überrascht seid, so deshalb weil ihr euch nicht für meine Prophezeiungen interessiert und euch nicht vorbereitet habt. Alles war vorgesehen und angekündigt. Doch euch mangelte es an Glauben. Und nun erleidet ihr die Folgen und leert gleichsam einen bitteren Kelch.“ U. 276,41

    [37]„Von diesem ganzen moralischen und materiellen Gerüst wird nicht ein Stein auf dem andern bleiben. Damit auf dieser Erde der neue Mensch erscheinen kann, muss jeder Fleck ausgelöscht und jede Sünde aufgehoben werden, damit die gute Saat allein zurückbleibe.“ U. 289,60-61

    [38](siehe U. 351,66-69) Diese Welt scheint in der Tat kaum auf ‚halbem Weg‘ zu stehen: „Ihr befindet euch am Abschluss einer Welt und am Beginn einer neuen Welt. Der Planet wird derselbe sein, auch die Natur. Das Licht wird gleich sein. Doch die Lebensweise der Menschheit wird sich ändern. Ihre Ziele, ihre Kämpfe und Ideale werden verschieden sein. Es wird Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit vorherrschen.“ U. 292,54

    [39]„Siehe, Mein Volk, betrachte den Himmel, schau ihn genau an und du wirst erleben, dass in jedem Stern eine Verheissung liegt, eine Welt, die dich erwartet; es sind Lebenswelten, die den Kindern Gottes versprochen sind, und die ihr alle bewohnen werdet. Denn ihr alle werdet mein Reich kennenlernen, welches nicht nur für bestimmte Wesen gemacht wurde; es wurde als die universelle Heimstätte geschaffen, in der sich alle Kinder des Herrn vereinen werden.“ U. 12,24

    [40]All dies mit der Bestätigung, dass die bereits angekündigten oder  suggerierten Prophezeiungen nahe bevorstehen: wie bspw. das allgemeine Schwächeln von Kirchen und Religionen oder die Massenbekehrung des jüdischen Volkes, und v.a. die Spaltung, die während einiger Zeit im Trinitarisch-Marianischen Spiritualismus bestehen würde.

    [41]„Kommt zu mir, ihr Intellektuellen, die ihr des Denkens überdrüssig und im Herzen enttäuscht seid. Kommt zu mir, die ihr verwirrt seid und statt zu lieben gehasst habt. Ich werde euch Ruhe geben und euch begreiflich machen, dass der meinen Geboten gehorsame Geist niemals ermüdet. Ich werde euch in eine Wissenschaft einführen, die niemals die Intelligenz trübt. Ich werde für jeden einen Satz bereithalten, ein Wort, welches wie ein Licht diese desillusionierten Herzen erleuchten soll, denen es an Liebe mangelt. Es ist nicht wichtig, dass ihr nicht an mich glaubt noch mich liebt.“ U. 282,54

    [42]„Die Lehre, die ich euch gebe hat keine Grenzen. Sie ist universell und unendlich. In ihr werdet ihr die wahre Kenntnis des geistigen und materiellen Lebens finden.“ U. 193,6

    [43]U.a. auf Deutsch, Englisch, Rumänisch, Lettisch, Französisch und Russisch.

    [44]Siehe Fussnote 1

    [45]Es existieren fünf Texte, zwei auf Spanisch: S.Ortiz Echaniz , „El Espiritualismo Trinitario Mariano: Una religión popular.“ INAH, Mexico 1990; und G.Baldomero, „Memorias sobre los hechos de Roque Rojas y algunas anecdotas sobre sus antepasados“, Mexico 1914. Und drei auf Deutsch: E.Enkerlin, W.Maier, „Die Dritte Zeit“, Reichl Verlag, St.Goar 1962,2001; E.Enkerlin, „Gottes Geisteswerk“, Reichl Verlag, St.Goar 1989, 2006; und W.Maier, „Die Göttlichen Offenbarungen von Mexiko“, Reichl Verlag, St.Goar, 1991, 2002.

  • Die unbekannten Geschehnisse von Mexiko, 1866-1950 / Teil 4

    Die unbekannten Geschehnisse von Mexiko, 1866-1950 / Teil 4

    Glücklicherweise sind die Zeugnisse aus erster Hand noch vielzählig, die von den Zeugen aufgenommen werden können, die die letzten Jahre dieser Bewegung in Mexiko von innen her erlebt haben. Durch diese Zeugnisse ist es möglich auf relativ einfachem Weg die Stimmung, die in jenen Versammlungsstätten vorherrschte, zu rekonstruieren, die viele irrtümlicherweise Tempel nannten. Dieselben, in welchen nicht nur die göttlichen Lehren „empfangen“ wurden, sondern auch alle Art mögliche Wunder und „wunderbare“ Heilungen geschahen.

    Reale Heilungen, scheinbar, überraschende Heilungen geschahen durch die Facultades[46], die zu Hunderten in allen diesen Versammlunsgstätten praktizierten. Heilungen, die anfangs mit dem ganzen Repertoire der Eingeborenenmedizin Mexikos durchgeführt wurden, und die immer subtiler und weniger „materiell“ wurden. (Ende der 40-er Jahre verwendete man in den entwickeltsten und den Grundzügen des Dritten Testaments am treuesten bleibenden Versammlungsstätten zur Heilung ausschliesslich einfaches Wasser und das Gebet.)

    Es ist anzufügen, dass im Innern dieser spirituellen Bewegung viele Heiler ausgebildet wurden, die irrtümlicherweise mit der bekannten Tradition des Schamanismus in Verbindung gebracht werden. Diese ist logischerweise eine der Auseinandersetzungen gewesen, die den Trinitarisch-Marianischen Spiritualismus zu spalten begannen.

    Denn seit den Anfängen dieser Offenbarungen wurde festgelegt, dass die „materiellen Heilungen“ nur vorübergehend sein würden; eine einfache Weise, „dem Volk“, welches von Fanatismus durchdrungen war, sowohl zu zeigen, dass eine neue Zeit gekommen war, als auch, dass die Menschen mit der Gabe der Heilung begabt waren. Und, dass sie alle durch dessen Entfaltung ihrem „Meister“ ähneln könnten dessen einziges Ziel bei der Heilung von Kranken gewesen war, seinen Jüngern zu zeigen, auf dieselbe Weise vorzugehen: „Alles was ihr seht, das ich tue, könnt auch ihr tun“.[47] In Übereinstimmung mit den Zeugenberichten hätte diese Ausübung den materiellen und weltlichen Ehrgeiz einiger Anhänger geweckt.

    All dies, sich der klaren und deutlichen Anweisung entgegenstellend, die Heilungen in jeder Hinsicht nicht zu „vermaterialisieren“. Auf jeden Fall scheint dies ein wichtiger Grund für die Teilung innerhalb des Trinitarisch-Marianischen Spiritualismus gewesen zu sein –v.a. im entscheidenden Jahrzehnt der 40-er Jahre, in welcher sich die Tatsachen und Umstände entschieden, welche 1950 und bis in die heutigen Tagen die Spaltung dieser Bewegung verursachten, die gemäss ihren eigenen Worten dazu berufen war, eine neue geistige Wiedergeburt für die Menschheit zu eröffnen.

    Die Tatsachen sind mehr oder weniger bekannt: am 17. Dezember 1950, d.h. 14 Tage vor dem Ende des in den Texten des Dritten Testaments sehr klar festgelegten Zeitraums für die Erfüllung dieser „Offenbarungen durch das menschliche Verstandesorgan“, gab ein mehrheitlicher Teil vor, eine göttliche Lehre empfangen zu haben, in welcher der Eingeber aller vorherigen Unterweisungen seine Bestimmungen zurücknahm und erlaubte, dass diese Praktiken bis in undefinierte Zeit stattfinden dürften.

    Der übriggebliebene Teil dagegen, welcher akzeptierte, dass diese „durch das menschliche Verstandesvermögen“ durchgegebene Offenbarungen am 31. Dezember 1950 ihren Abschluss finden mussten, fügte sich im Verzicht auf diese „immer festlichen und jeweils vielbesuchten Versammlungen“. Und nach dem Empfang der letzten Lehre gab er sich der  Aufgabe hin, die ca. 3000 anderen einzusammeln, die von allen Versammlungsstätten (aus Mexiko-City und anderen Landesteilen) einzutreffen begannen, in welchen sie empfangen worden waren.

    Paradoxerweise kamen die meisten von ihnen aus den Versammlungsstätten, die es abgelehnt hatten, diese Art von Kundgaben zu beenden, weil deren Leiter, auf diese Weise, jegliche Spur der klaren und präzisen Anweisung zum Verschwinden bringen wollten, ab dem 1. Januar 1951 die Erfüllung der anderen sehr wichtigen Prophezeiung des Dritten Testaments: der „Kommunikation von Geist zu Geist“[48], auf sich zu nehmen.

    Dieser Minderheitsteil des Trinitarisch-Marianischen Spiritualismus erbrachte eine riesengroße Arbeit durch Auslese und Bereinigung aller empfangenen Lehren, bis sie sie in 366 Unterweisungen sammelte und vereinigte, die erstmals, wie bereits gesagt wurde, im Jahre 1956 in Mexiko verlegt wurden. Bis zum heutigen Tag handelt es sich dabei um eine durchaus handwerkliche Ausgabe von 12 Bänden, die trotz deren Bescheidenheit es erreicht hat, diesen Text bekannt zu machen –der aufgrund seiner Qualität und ev. Transzendenz lange bekannt sein, und analysiert und diskutiert werden sollte, auf die Art und Weise, wie er es verdient.

    *************************************************************************

    [46]Facultad ist die spanische Bezeichung, die den Menschen (sowohl Männer wie Frauen, als auch Kindern, Jugendlichen und Alten) gegeben wurde, die die ‚Auf-Gabe‘ der Heilung bekommen hatten. Diese konnten auch Sprachrohre werden.

    [47](siehe U. 130,12) „Ich heilte die Kranken ohne irgendein Medikament. Ich redete zu den Geistern und befreite die Bessesenen von fremden und übernatürlichen Einflüssen. Ich unterhielt mich mit der Natur und wandelte mich vom Mensch zum Geist und von Geist zum Menschen. Und jede dieser Unterweisungen hatte das Ziel, euch den Weg der Geistesentwicklung zu lehren.“ U. 114,4

    [48]Welche im Gegenteil zu dem, wie sie vorgestellt werden könnte, nicht übertrieben komplex wäre: „Heute erscheint euch jene Kommunikation unmöglich, doch ich versichere euch, dass sobald ihr die Vergeistigung erreicht habt, ihr sehen werdet, dass jene Kommunikation mit dem Vater und der geistigen Welt die einfachste ist, die ihr bis jetzt ausgeübt habt.“ U. 239,91

  • Das Herz

    Das Herz

    Autor: Elias Gutierrez

    Weshalb ist das Herz wichtig? Allein im Buch des Wahren Lebens (BdWL) hat es über 4026 Hinweise, die vom Herzen sprechen. Wenn wir diese Hinweise überprüfen, fragen wir uns, auf welches Herz Bezug genommen wird: Auf das menschliche Herz, würden viele sagen; auf das göttliche Herz, würden andere sagen, auf das geistige Herz, würden viele sagen, auf das körperliche Herz, würden einige sagen, oder auf das Herz der Seele, würden die wenigsten sagen.  Und in der Tat, wenn wir die Hinweise im BdWL überprüfen und sorgfältig studieren, werden wir feststellen, dass es für jede der oben genannten Antworten Hinweise gibt, je nach der Bedeutung, die dem Text gegeben wird.   

    Hier ein paar Beispiele aus dem BdWL:

    Das menschliche Herz:

    01-009.45 45. Das Getöse und die Schandtaten der brudermörderischen Kriege haben die Sensibilität des menschlichen Herzens ausgelöscht, haben die Bekundung jedes hochstehenden Gefühls, wie die Nächstenliebe und das Mitleid, verhindert.

    01-026.22 22. Erwacht, werdet euch der Zeit bewusst, in der ihr lebt, damit wenn der Zeitpunkt gekommen ist, an dem die Menschen sich anschicken, um jeden religiösen Kult des menschlichen Herzens zu entweihen und auszulöschen, sie von euch nichts zu entfernen haben weil euer Heiligtum und eure Gottesverehrung Geistig sein wird. Dann wird euer Geiste direkt mit meiner Göttlichkeit Zwiesprache halten können; dies wird seine Befreiung sein.

    02-044.67 67. Mein Wort in dieser Zeit wird wie ein zweischneidiges Schwert kämpfen, um aus dem menschlichen Herzen alle Irrtümer zu beseitigen, damit es sich frei von Unwissenheit zu meiner Göttlichkeit erhebt und die Verbindung von Geist zu Geist erreicht.

    Das göttliche Herz:

    03-079.36 36. Noch haben die Menschen auf Erden nicht ihre größten Werke vollbracht — jene, die meinem Vaterherzen eine göttliche Genugtuung verschaffen. Noch immer erweisen sich ihre aus menschlicher Sicht wunderbaren Werke als klein, wenn ihre Urheber sie mit meinen Gesetzen der Liebe beurteilen. Das ist der Grund, weshalb viele Wissenschaftler sich nicht um das Geistige bemühen wollen, denn sie wissen, dass dort die Gegenwart Dessen ist, der alles weiß — Dessen, der alles sieht und alles richtet. Sie ziehen es vor, mein Dasein zu leugnen, in der Meinung, damit die Stimme ihres Gewissens zum Schweigen zu bringen.

    05-140.18  Die Türen meines Herzens stehen offen, damit ihr eintretet und mein Wort studiert.

    05-142.39 39. Was Ich euch an diesem Tag sagen werde, wissen nicht einmal die Propheten. Ich allein in meinen Hohen Ratschlüssen kann es euch offenbaren. Fürchtet nicht, die intimen Ratschlüsse eures Vaters nicht zu kennen. Seid glücklich in dem Bewusstsein, dass Ich euch als Meister immer neue Lektionen offenbaren werde. Wie könnt ihr denken, dass Ich euch etwas verbergen will, nur in der Absicht, dass ihr es nicht erfahrt? Ich liebe euch und in meinem Vaterherzen kann keine Selbstsucht existieren. Wenn Ich Mich euch nahe, geschieht es, um euren Geist zu erleuchten, damit er Mich verstehen und lieben kann.

    06-147.01 Ich empfange mein Volk, euch, die ihr im Verlangen nach der Güte meines Wortes herbeikommt, um die Kümmernisse des Lebens zu lindern. Ich lasse euch die Zärtlichkeit zuteil werden, die mein göttliches Herz birgt, und segne euch.

    Das geistige Herz:

    01-015.07 7. Von neuem wandte sich die Menschheit ab von meinen Geboten und Ich musste zu den Menschen kommen, um sie zu lehren. Es genügte nicht, dass Ich euch mein Gesetz in jener materiellen Form gegeben habe und es enthielt auch nicht alles, was der Vater euch zu sagen hatte; und so sandte Ich euch Jesus, durch den ihr das Wort Gottes hören würdet. Er sprach zu euren Herzen. Jener Meister kannte die Wege, die zum Innersten des menschlichen Wesens führen und mit seinen Worten, mit seinen Werken und seinem Opfer am Kreuz rührte Er an eure eingeschlafenen Herzen. Er weckte eure teilnahmslosen Gefühle, weil Er wusste, dass ohne diese Vorbereitung die Zeit nicht kommen würde, in der der Mensch in seinem eigenen Geiste die Stimme seines Herrn hören würde, der nun bei euch ist, wie es euch angekündigt war.

    01-016.32 32. Um meine Botschaften zu entdecken und zu verstehen, müsst ihr zuerst von Herzen gütig und sanft sein, Tugenden, die in jedem Geiste vom Augenblick seiner Erschaffung an vorhanden sind; aber um die wahre, hohe Empfindung der Liebe fühlen zu können, müsst ihr euch verGeistigen, indem ihr eure guten Gefühle pflegt; doch alles habt ihr im Leben haben wollen, nur keine Geistige Liebe.

    01-018.04 4. Die Mich fühlten, Mich liebten und Mir nachfolgten, waren die von schlichtem Herzen, sanftmütigem Geiste und reinem Verstand, die Hunger und Durst nach Liebe, Gerechtigkeit und Wahrheit litten.

    Das körperliche Herz:

    08-237.61. 61. Ruht euch aus, lasst zu, dass euer Geist sich nährt. Lasst zu, dass euer Herz, wenn es meine Gegenwart fühlt, schneller schlägt.

    09-246.47 47. Der Weg, von dem Ich spreche, ist der der Erneuerung, der Vergeistigung, der Ausübung der Barmherzigkeit. Jeder, der die angsterfüllte Stimme des Kranken, die Bitte dessen, der erschöpft und ohne Trost ist, vernimmt, soll sein Herz öffnen und es von Liebe und Mitleid erfüllt schlagen fühlen.

    09-247.58 58. Lasst euer Herz mehr bewegt werden als euer Gehirn, denn jenes ist Herr desselben. Je erhobener ein Mensch ist, desto mehr liebt er, desto demütiger ist er, und desto gesünder ist er.

    05-134.62 62. Manche denken nun: Doch wenn der Mensch immer gesund wäre, wie würde er sterben? Darauf antworte Ich euch, dass es nicht nötig ist, dass euer Körper krank ist, damit er zu leben aufhört. Es genügt, dass das Herz stehenbleibt, wenn die Stunde geschlagen hat, um aufzuhören zu sein.

    04-102.01 1. Euer Bittgebet hat den Himmel erreicht, und als Beweis dafür fühlt ihr in diesen Augenblicken meinen Frieden. Wenn ihr bei einer Gelegenheit das Empfinden habt, dass ein süßer Frieden euer Herz durchdringt, könnt ihr mit Sicherheit sagen, dass euer Schöpfer euch nahe gewesen ist. Wenn euer Herz schneller schlägt und euch eine unerklärliche Wonne erfüllt, so deshalb, weil euer Geist die Stimme seines Herrn vernommen hat.

    09-268.36 36. Wenn der Augenblick meiner Kundgebung naht, schlägt euer Herz schneller. Bei den einen ist es aus Freude, bei anderen aus Furcht. Aber ihr alle fühlt meine göttliche Gegenwart.

    Das seelische Herz:

    01-019.13 Habe Ich euch verletzt, weil Ich euch hartherzig genannt habe? Ich habe euch nur die Wahrheit gesagt, denn in allen Welten erfüllen alle Geschöpfe mein Gesetz und ihr antwortet nicht auf meinen göttlichen Ruf

    12-346.61 Der Mensch hat Hunger und Durst nach meiner Wahrheit, doch sein Herz birgt Hass, Unkraut, Übelwollen, und Verblendung hat ihn erfasst, weil die verschiedenen Weltanschauungen das Ziel verfolgt haben, ihn mit einer andersartigen Unterweisung und einem anderen Gesetze zu betören.

    01-004.31 Versenkt euch in die Stille, oh Geister, die ihr mein Licht empfangt, während euer Herz Mir sein Leid klagt. Lasst eure Tränen bei Mir zurück und nehmt meinen Heilbalsam dafür mit.

    Definition des Herzens:

    Eine der Definitionen für das Wort Herz ist „Zentrum“; Zentrum wovon? Das Herz ist das Zentrum oder der wichtigste Teil von allem.  Das Herz einer Wassermelone ist der süßeste und schmackhafteste Teil der Wassermelone, das Herz der Stadt ist der zentrale Teil, in dem sich normalerweise die Regierungsbüros der Stadt befinden.  So sagen wir auch, dass das Zentrum unseres Wesens unser Herz ist. Doch unser Wesen besteht aus mindestens drei Teilen: dem Körper, der Seele und dem Geist, und jeder dieser Teile hat ein Zentrum (bzw. ein Herz), welches empfindsam ist für seine Umgebung und sich allem gegenüber in Schwingungen ausdrückt.

    Das Herz unseres physischen Körpers schlägt und verteilt das Blut in jeden Winkel des Körpers. Aber es sendet auch elektromagnetische Wellen aus, die gemessen werden können. Wenn das Herz unseres Körpers aufhört zu schlagen, stirbt der physische Körper des Menschen.

    Wenn unser Herz vibriert, lässt es auch die Herzen der Menschen um uns herum vibrieren, aber es schwingt auch das Herz unserer Seele und das Herz unseres Geistes an.  

    Unsere Seele nimmt die Form des Körpers an, sie dient ihm als Kleid auf dieser Erde, daher ist das Zentrum der Seele dem physischen Herz sehr nahe. Wenn unsere Seele eine Emotion hat, drückt sie diese von ihrem Seelen-Herz aus; und da sich das Seelen-Herz fast an der gleichen Stelle wie unser physisches Herz befindet, spüren wir den Ursprung dieser Seelenschwingung als physische Empfindung bei unserem physischen Herzen, und wir denken dann fälschlicherweise, dass diese Schwingung vom physischen Herzen aus kommt – doch genaugenommen wird unser physisches Herz in dem Moment durch die Schwingung unseres seelischen Zentrums angerührt.

    Wenn ein Mensch sich also verliebt oder traurig ist, spürt er eine Energie, die aus dem seelischen Zentrum seines Wesens fließt und seine Brust berührt, wo sich das physische Herz befindet. 

    06-147.01 1. Ich empfange mein Volk, euch, die ihr im Verlangen nach der Güte meines Wortes herbeikommt, um die Kümmernisse des Lebens zu lindern. Ich lasse euch die Zärtlichkeit zuteil werden, die mein göttliches Herz birgt, und segne euch.

    12-361.58. 58. Mein liebevollstes Vaterherz öffnet sich, damit selbst der Letzte in seinem Geist die Wärme meiner Göttlichen Liebe fühlen kann. Ich bin ein offenes Buch, die Wahrheit und das Gesetz.

    Gott ist in Allem und überall gegenwärtig.  Sein Wesen, seine Aufmerksamkeit, Seine Intension (Sein Zentrum, Sein Herz) ist in Allem, jedem und überall, und ist gleichzeitig verbunden mit dem Zentrum bzw. Herz von jedem und allem

    01-001.48 Wie kommt es, dass ihr Mich nicht fühlen könnt, obwohl Ich in euch bin? Einige sehen Mich in der Natur, andere fühlen Mich nur jenseits aller Materie; aber wahrlich, Ich sage euch, dass Ich in allem und überall bin. Warum sucht ihr Mich immer außerhalb von euch, wenn Ich Mich auch in euch befinde

    10-303.49 Ihr vernehmt mein Wort und sagt: „Der Herr kommt von den Höhen.“ Darauf antworte Ich euch: Wenn ihr mit Höhen das Reine, das Vollkommene, das Ewige und das Weise meint, so habt ihr recht. Doch wenn ihr mit Höhen den materiellen Ort meint, der sich über euch im Unendlichen befindet, so seid ihr einem Irrtum erlegen. Denn Ich bin in allem und überall, Ich bin allgegenwärtig, und mein Geist erfüllt und umfasst alles.

    11-321.75. Versucht euch auch nicht den Ort vorzustellen, wo sich jenes Wesen aufhält, den eure Erinnerung heraufbeschwört. Denn es ist weder nahe, noch ist es ferne, ebenso wie Ich, der euch weder ferne, noch nahe ist, da Ich in allem und überall gegenwärtig bin.

    76. Die einzige Entfernung, die zwischen euch und Gott oder zwischen euch und einem Geistwesen existiert, ist nicht eine materielle Entfernung, sondern eine geistige, verursacht durch euren Mangel an Vorbereitung, an Reinheit oder Bereitschaft, die Inspiration und den geistigen Einfluss zu empfangen.

    06-162.17 Während die Menschen in Mir einen unnahbaren, fernen Gott erkennen wollten, habe Ich Mir vorgenommen, ihnen zu beweisen, dass Ich ihnen näher bin als die Wimpern ihren Augen.

    05-131.26 Alles lebt in Mir, alles verewigt sich in Mir, nichts geht verloren.

    27. In dieser Zeit suche Ich euch in eurer Heimstatt auf, denn wenn ihr Mich sucht, so suche Ich auch euch. Ich will mit euch sprechen, lasst Mich auf den Grund eurer Herzen eindringen und versucht nicht, Mir euren Kummer noch eure Verfehlungen zu verheimlichen.

    28. Versucht, Mich in der Stille zu vernehmen, erhebt euren Geist zu eurem Vater, dann werdet ihr bald meine Stimme hören, die in einer Sprache zu euch spricht, die noch nie von euch gehört worden ist, und die ihr doch zu verstehen vermögt, als ob ihr sie schon immer vernommen hättet.

    29. Ihr sollt euch darüber nicht verwundern, denn ihr müsst verstehen, dass Ich das Universelle Wort bin. Ich spreche zu den Gewissen, Ich spreche zu den Herzen, zu den Geistern, zur Vernunft und zu den Sinnen, Ich spreche in allen Wesen, meine Stimme verstummt nie.

    30. Lernt, Mich zu vernehmen und erforscht meine Lektionen. Erinnert euch, dass Ich euch gesagt habe: „Wer vom Wasser meines Wortes trinkt, wird niemals mehr Durst haben.“ Ich habe meine Weisheit auf alles Bestehende ausgegossen, damit ihr sie während eurer ganzen Lebensreise einsammelt.

    31. Auch wenn es keine Religionen auf der Welt gäbe, würde es genügen, euch auf den Grundeures Wesens zu konzentrieren, um meine Gegenwart in eurem inneren Tempel zu finden. Auch sage Ich euch, dass es genügen würde, alles, was das Leben euch darbietet, zu beobachten, um in ihm das Buch der Weisheit zu entdecken, das euch fortwährend seine schönsten Seiten und seine tiefsten Lehren zeigt.

    05-131.32  Ihr werdet dann begreifen, dass es nicht recht ist, dass die Welt in die Irre geht, während sie den rechten Weg in ihrem Herzen trägt, noch dass sie in der Finsternis der Unwissenheit umherirrt, obwohl sie inmitten so viel Lichts lebt.

    Wir sind innerlich und äußerlich mit Gott verbunden, innerlich durch das Zentrum unseres Geistes und äußerlich durch die Zentren aller Dinge. Alle Galaxien sind mit Gott durch das Zentrum der Galaxie verbunden, aber Er ist auch mit allen Sonnen durch das Zentrum jeder Sonne verbunden, und mit jedem Planeten durch das Zentrum jedes Planeten, und mit jedem Molekül durch das Zentrum jedes Moleküls und wiederum mit jedem Atom der Materie durch das Zentrum jedes Atoms, er ist auch nach außen mit seinen Kindern durch das Zentrum ihrer Seele und durch das Zentrum jeder ihrer Zellen und mit dem Zentrum jedes der Atome, aus denen die Zellen bestehen, verbunden, usw. usw. usw.   

    Und so wie Gott mit jedem von uns verbunden ist und wir mit Ihm, so sind wir mit allem und jedem und überall verbunden.  In dem Moment, in dem wir geboren werden, kommt der Schleier der Materie über uns und wir vergessen, dass wir mit Gott und mit allem und jedem verbunden sind.

    02-053.21 21. Der dichte Schleier eures Materialismus hatte euch in eine Unwissenheit versinken lassen, die verursachte, dass ihr euch dem Göttlichen ferne fühltet, und die euch das Licht verbarg, welches das Leben des Geistes erhellen muss. In dieser Zeit zerriss meine Stimme jenen Schleier und zeigte euch mein Heiligtum, indem sie euch neue Lehren aus meiner geheimen Herzenskammer offenbarte. Bei meiner geistigen Kundgebung haben die einen ihre Lampe des Glaubens entzündet, während die andern vorgezogen haben, das Leben weiterhin in dem Lichte zu betrachten, das ihnen ihre geringe geistige Erkenntnis gegeben hat. Wann werdet ihr alles erfassen, was ihr für euren Geist (an Erkenntnissen) ansammeln müsst?

    Von unseren Wesensteilen (Geist, Seele und Körper) ist unser Körper der Jüngste aller drei, daher beginnt die Erinnerung, die in unserem materiellen Gehirn gespeichert ist, zu dem Zeitpunkt als wir in diesem Leben, auf dieser materiellen Ebene, geboren oder inkarniert wurden. Wenn wir uns an eine Erfahrung aus einem früheren Leben erinnern wollen, ist diese nicht in unserem materiellen Gehirn gespeichert, diese Erfahrung ist nur in unserer Seele und in unserem Geist enthalten, denn die Materie lässt als dichter Schleier diese Erinnerungen nicht zum Gehirn durch. 

    09-274.54 54. Euer Verstand empfängt nicht die Eindrücke oder Erinnerungsbilder der Vergangenheit eures Geistes, weil der Körper wie ein dichter Schleier ist, der nicht zulässt, in das Leben des Geistes einzudringen. Welches Gehirn könnte die Bilder und Eindrücke aufnehmen, die der Geist im Verlauf seiner Vergangenheit empfangen hat? Welche Intelligenz könnte mit menschlichen Vorstellungen zusammenhängend erfassen, was ihm unbegreiflich ist.

    • Die Türe unseres Herzens öffnen

      Autor: Elias Gutierrez Unser Vater hat Seine Herzenstür immer offen, wir nicht. 05-140.18 Die Türen meines Herzens stehen offen, damit ihr eintretet und mein Wort studiert. Zu allen drei Zeiten hat unser Vater an die Tür unseres Herzens geklopft, damit wir Ihm öffnen und mit Ihm Zwiesprache halten, aber unsere Körperlichkeit erlaubt uns nicht, diesen Ruf zu hören. Der Schleier, der unsere Körperlichkeit…

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