Kategorie: Buch des Wahren Lebens

  • Unterweisung 338

    1.  Ich bin der Weg und das Licht, das euch führt. Ich bin der Stab, der euch stützt und euch Stürze auf eurem Weg erspart. Ich bin das Leuchtfeuer, das euren Pfad erhellt, euren Geist mit dem Frieden meines Göttlichen Geistes stärkt und die Stürme eures Lebens beruhigt, damit ihr heil seid, damit euer Geist nicht zurückbleibt.

    2.  In meinem Wort empfangt ihr die Kraft, die Wärme und die Nahrung, die euer Geist benötigt, um sich zu erheben und zu kämpfen, wie der Meister ihn gelehrt hat.

    3.  Mein Wort hat über die Jahrhunderte hinweg als Prüfstein gedient, dient (als solches) und wird (weiterhin so) dienen, um die Reinheit des Geistes zu erlangen und zu seiner Vervollkommnung. Euer Geist ist durch verschiedene Entwicklungsabschnitte gegangen, doch er hat noch nicht die Vollkommenheit in seinen Werken bei der Erfüllung seiner Mission erreicht.

    4.  Ich bin in der Dritten Zeit gekommen und habe Mich durch das menschliche Verstandesvermögen kundgetan mit dem Ziel, euch erneut den Weg zu zeigen und euch als Jünger der Dritten Zeit vorzubereiten. Ich habe in schlichtester Weise zu euch gesprochen, damit ihr mein Wort versteht. Ich habe in Sinnbildern und in Gleichnissen zu euch gesprochen. Doch bei jeder meiner Unterweisungen habe Ich ihre Essenz in euren Geist eindringen lassen und euch das Verlangen bekundet, das der Meister fühlt, in jedem von euch einen wirklichen Jünger zu erkennen.

    5.  Wann wird der Zeitpunkt kommen, an dem euer Geist die vollkommene Liebe begreift, die der Vater euch zu allen Zeiten entgegengebracht hat? In dieser Zeit ist der Kampf eures Meisters in der Menschheit groß, um alle seine Geschöpfe, alle Geistwesen zu retten. Ich wecke euren Geist auf, so wie die Natur bei den ersten Morgenstrahlen erwacht.

    6.  Obwohl mein Wort schlicht ist ─ wenn ihr es studiert, werdet ihr in seinem Grund Größe entdecken und werdet den Wert eines jeden meiner Worte zu schätzen wissen. Erkennt, dass ihr in einer Schule seid, in der Ich euch als Schüler, Jünger und Meister betrachte. Je nach der Stufe, die euer Geist erreicht hat, empfangt ihr von meinem Wort das, was euch gemäß ist. Der Schüler nimmt mein Wort einfach auf und ergründet es. Der Jünger entnimmt meiner Unterweisung den Teil, der ihm entspricht, und wird dadurch mit Tugend erfüllt. Jener, der bereits Meister ist, nimmt mein Wort auf, ergründet es, erfreut sich an ihm, fühlt in seinem Geist das Verlangen zu erfüllen, meine Unterweisungen zu verbreiten, die Tugenden auszuüben und seine Gaben zu entfalten.

    7.  Ihr wollt mein Wort euren Nächsten übermitteln, doch ihr habt entdeckt, dass viele eurer Geschwister nicht vorbereitet sind. Ihr habt an die Herzen geklopft, doch ihr habt verschlossene Türen vorgefunden, und sie haben eure Worte nicht aufgenommen, und ihr habt die Wunde durch die Missachtung eurer Geschwister gespürt. Doch ihr seid gesegnet, denn wahrlich, Ich sage euch, so werdet ihr das verstehen können, was euer Meister fühlt, wenn Er an das Herz des Menschen klopft und das Heiligtum nicht vorbereitet vorfindet. Doch meine Liebe zu allen meinen Kindern ist groß.

    8.  Darum sage Ich euch: Lasst nicht nach in eurem Kampf, bleibt standhaft, denn Ich werde euch beistehen; und wenn ihr bei einer Gelegenheit die Türen verschlossen antreffen solltet, so werden sich die Herzen morgen öffnen und mein Wort empfangen.

    9.  Die Menschheit ist töricht und bleibt hartnäckig in ihrer Sünde. Ich jedoch in meiner Liebe, in meiner Vergebung für alle meine Geschöpfe, die auf der Erde und im Jenseits wohnen ─ Ich liebe euren Geist, denn er ist Teil meines eigenen Geistes. Doch eurer Körpermaterie versorge Ich mit dem Notwendigen, damit sie die Stütze des Geistes ist.

    10.  Die Ruhe und der Friede, die ihr auf Erden genießt, sind ein Segen und eine Gnade, die ihr von eurem Vater empfangt. Aber ihr erhebt auch eure geistige Klage und sagt Mir: „Herr, meine Körpermaterie ist armselig und zerlumpt.“ Und wahrlich, Ich sage euch: Glaubt ihr etwa, dass Ich deshalb fern von euch bin? Glaubt ihr, dass die Gegenwart Gottes nicht bei euch ist, weil eure Körperhülle mit Lumpen bekleidet ist?

    11.  Das Interesse, das Ich an euch habe, gilt eurem Geist, und wenn ihr auf dieser Welt ergeben und mit eurer Armut einverstanden lebt, wird die Tugend, die euer Geist offenbart, groß sein. Erinnert euch daran, dass euer Meister euch die Demut gelehrt hat und die Verdienste, welche der Geist durch diese Tugend erlangen kann. Ihr sollt auf euren Lippen einzig einen Segen und einen Lobgesang für euren Gott haben. Denn wahrlich, Ich sage euch, die Belohnung ist nicht auf der Erde, geliebte Jünger, sie ist im Jenseits. Hier auf Erden werde Ich euch die Herrlichkeit nicht geben, hier ist nicht das Paradies; hier habe Ich für meine Erwählten eine milde Wiedergutmachung vorbereitet.

    12.  Wohl euch, die ihr mit Frieden und Ergebung leidet, denn ihr werdet feste Schritte auf dem Weg machen. Der Meister hat euch gelehrt, nicht nach den Reichtümern dieser Welt zu streben, nicht nach den vergänglichen Schätzen dieses Lebens zu verlangen. Wenn ihr in einer bescheidenen Hütte wohnt, aber euer Geist die Gaben zu entfalten versteht, die Ich ihm gegeben habe, werdet ihr euch glücklicher fühlen können als ein König oder Herrscher der Erde im luxuriösesten Wohnsitz.

    13.  Ich habe zu euch im Gleichnis gesprochen, um euch zu lehren, auf diesem Planeten in Einklang mit eurem Vater zu leben, damit ihr seine Gebote zu befolgen vermögt. Denn eure Bestimmung ist in meiner Liebe niedergeschrieben.

    14.  Dieses Leben hat euch dazu gedient, dass euer Geist durch die Ergebung und durch das Licht, das ihr von Mir empfangen habt, Erhebung erlangen kann.

    15.  Ihr seid durch verschiedene Entwicklungsetappen gegangen. Schon in der ersten habt ihr euch vorzubereiten begonnen, um zur Erfüllung eurer heiklen Mission zu gelangen. In der zweiten habt ihr größeren Fortschritt, größere Klarheit in eurem Geist festgestellt. In der dritten habt ihr größeren Fortschritt, größeres Verständnis gegenüber meinem Wort und mehr Befolgung desselben erbracht. So seid ihr zur vierten Etappe gelangt und habt die Gnade eures Gottes noch mehr gespürt, die Annäherung meines Geistes an den euren. Und in dieser großen Wonne gelangte euer Geist zur fünften Etappe, in der ihr eine noch größere Entfaltung bei eurer Auftragserfüllung erbringen musstet. Ihr habt gerungen, und so seid ihr zur sechsten Etappe gelangt, zu neuer Erfüllung, erneutem Fortschritt und weiterer Entfaltung der Tugenden, die euer Gott euch verliehen hat. Und so werdet ihr zur siebten Etappe gelangen, in der ihr das Reich des Vaters schauen werdet, in der euer Geist die Herrlichkeit des Vaters unmittelbar erfahren wird, und in der ihr zur Rechten eures Herrn sein werdet.

    16.  Mein Wort kommt herab, um euren Geist zu inspirieren, weil Ich will, dass ihr euch morgen aufgrund eurer Zubereitung weiterhin an der Gegenwart meines Göttlichen Geistes erquickt. Denn wenn ihr zubereitet seid, werdet ihr euch nicht verwaist fühlen, werdet ihr das Fehlen meines Wortes nicht spüren, weil euer Geist mit meiner Göttlichkeit Zwiesprache halten kann. Deshalb möchte Ich, dass ihr euch rechtzeitig vorbereitet, dass ihr das Gebet ausübt und in eurem Herzen Vergeistigung habt, damit ihr morgen nicht in Verwirrung geratet noch Betrug begeht. Ich will, dass ihr euren Geist zu Mir zu erheben versteht, damit ihr meine Inspiration empfangt. Denn Ich bin im Begriff, jeden von euch in einen Fußschemel von Mir zu verwandeln.

    17.  Ein Fußschemel ist die Grundlage, auf der das Licht und die Kraft eures Herrn ruht. Dann werdet ihr, meine Kinder, morgen die wahren Fußschemel, die wahren Stimmträger meines Wortes sein. Vorbereitet durch die Entfaltung eurer Gaben werdet ihr mein Wort in aller Reinheit weitergeben. Ich will unter meinem Volk Israel keine Unwissenheit sehen, nachdem diese kostbare Zeit meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen für euch vorüber ist.

    18.  Wer von euch wird nach 1950 diese göttliche Sache verleugnen? Wenn ihr so handelt, wird es aus Unwissenheit geschehen, und die Unwissenheit ist es, die Ich derzeit bei euch beseitige. Denn wer erleuchtet ist, wird nicht zurückweichen, er wird standhaft bleiben und auf dem Weg voranschreiten. Jener jedoch, der Mich nicht verstanden hat, wird nicht erkennen, dass es die Frucht seiner fehlenden Zubereitung, seines Mangels an Glauben und Vergeistigung gewesen ist, und aus diesem Grund wird er zu seiner Abgötterei und seinem Fanatismus zurückkehren.

    19.  Wenn ihr auf diesem Weg Unvollkommenheit seht, so schreibt sie nicht meiner Göttlichkeit zu, Ich bin vollkommen. Schreibt es eurem Nächsten zu, der sich nicht vorzubereiten verstanden hat, um euch mit der Vollkommenheit zu führen, mit der Ich euch unterwiesen habe.

    20.  Ich habe euch gesagt: Für meinen Geist gibt es keine Nationalitäten, gibt es keine Kasten noch Familiengeschlechter, gibt es keine Rassen noch Farben. Ihr alle seid meine Kinder, und für alle habe Ich meine Arme geöffnet, und alle habe Ich empfangen. Ich habe denjenigen empfangen, der zerknirscht und reuevoll zu meinen Füßen gekommen ist ─ das Herz, das verdorben ist, das noch Blutspuren an seinen Händen mit sich trägt, und habe ihn vor der Justiz der Erde in Schutz genommen. Warum? Weil er mein Kind ist. Und wenn er der grausamste Sünder auf der Erde gewesen ist, wenn er getötet hat, habe Ich ihm vergeben und ihm gesagt: „Sündige hinfort nicht mehr.“ Ich bin die Vergebung, aber Ich will, dass diese Vergebung euch für immer zum Heil dient.

    21.  Ich will, dass ihr eure bösen Wege verlasst, dass jeder mein Wort versteht und seine Fehler bereut, dass ihr in meiner Gegenwart reuige Sünder seid, dass ihr bei eurem Gott beichtet. Denn Ich werde euch im Stillen vernehmen und eure Sünden nicht bekanntmachen. Ich werde euch nicht verraten, meine Kinder, Ich werde euch als der treueste eurer Freunde beraten. Nehmt auf Erden nicht die verbotenen Früchte zu euch, genießt nicht das, was euch nicht gehört, tut keine Werke, die euch im Leben entehren. Seid Männer oder Frauen, die in aller Ehrbarkeit und Rechtschaffenheit leben, wie Ich euch gelehrt habe. Wenn eine Schwachheit euch sündigen ließ, so bereut nun eure Verfehlung. Lasst zu, dass meine Barmherzigkeit euch reinigt. Doch Ich will, dass eure Reue reinen Herzens geschieht.

    22.  Bessert euch, erneuert euch, denn der Meister hat euch in dieser Zeit gesagt: Ich bediene Mich des Sünders, aber nicht des widerspenstigen, sondern des reuigen Sünders. Und wenn ihr bereut habt ─ was habt ihr dann empfangen? Frieden, geistige Ruhe, Ausgeglichenheit in eurem Geist, Dankesgefühle und Tugenden eures Gottes.

    23.  Welcher Mensch ist fähig, euch einen Augenblick geistigen Friedens zu geben, wie Ich ihn euch in jedem Augenblick gebe? Welcher Mensch berät euch so wie Ich? Erkennt, dass niemand auf Erden fähig ist, euren Weg mit so viel Zuverlässigkeit und Fähigkeit zu bereiten, wie Ich es bei euch tue. Und dennoch wollt ihr euch noch immer von diesem Weg entfernen, um neue Abenteuer zu erleben.

    24.  Männer und Frauen, die ihr unter der Abwesenheit eurer Familienangehörigen gelitten habt, die desinkarniert sind ─ derer, die mit euch zusammengelebt haben, euch Ruhe gegeben haben und eure Herzen mit Liebe erfüllt haben: Seid ihr nicht damit einverstanden, dass sich mein Wille an euren Angehörigen vollzogen hat? Ihr Mütter habt den Verlust eurer Kinder gefühlt, ihr Kinder seid im Leben verwaist zurückgeblieben, habt die Gegenwart eurer geliebtesten Menschen verloren, die eure Eltern gewesen sind. Die Ehefrauen haben ihre treuen Gefährten hinscheiden sehen. Ich entfernte sie aus eurem Leben, Ich habe sie ins Jenseits abberufen. Doch wollt ihr euch in meine hohen Ratschlüsse einmischen? Nein. Denn ihr sollt erkennen, dass ihr nur vorübergehend auf dieser Welt seid, dass Ich sie nur deshalb abberufen habe, weil Ich für sie ein neues Leben bereithalte. Doch nun sind eure Herzen damit einverstanden, und wenn ihr über die Abwesenheit eurer Angehörigen geweint habt, ist es aufgrund der Schwachheit eurer irdischen Natur geschehen. Euer Geist jedoch, der meinen heiligsten Willen verstanden hat, hat Freude empfunden.

    25.  Der Vater sagt euch: Befolgt jeden meiner Aufträge mit Liebe, mit Zustimmung und Frieden. Denn eines nicht sehr fernen Tages wird auch euer Geist in das Jenseits eingehen und jene Geistwesen erblicken, die vor euch starben. Noch wohnt ihr auf diesem Planeten, doch wahrlich, Ich sage euch: Euch erwartet das gleiche Schicksal. Habt jedoch in diesem Leben Kraft, Licht und Frieden, damit ihr auf dieser Welt weiterhin rechtschaffen lebt. Wenn Ich euch dann abberufe, werden sich eure Augen jenem neuen Leben öffnen, und ihr werdet einen neuen Weg beginnen.

    26.  Wohl jenem, der vorbereitet ist, denn er wird aus seiner Läuterung hervorgehen und auf seinem Weg ein neues Leben erblicken.

    27.  Entfernt euch von der Welt, erhebt euren Blick zu Mir und erquickt euch an meiner Gegenwart. Lasst mein Wort in euer Herz eingeprägt sein, damit ihr stark seid und nicht zulasst, dass die Versuchung euch dessen beraubt, was Ich euch mit so viel Liebe anvertraut habe. Erfüllt das Gesetz, damit ihr wahre Spiritualisten seid. Denn ihr habt zu allen Zeiten geschlafen, und Ich habe euch aufgeweckt. Wenn ihr den Vorsatz habt, bei Mir zu sein, werdet ihr die Last eurer Schulden nicht spüren.

    28.  Ich komme in dieser Zeit, um die Auftragserfüllung meiner Arbeiter entgegenzunehmen, und um in ihrem Geist meine Liebe und meinen Friedenskuss, geistige Glückseligkeit zu hinterlassen. Ich will, dass ihr der Spiegel für die anderen seid ─ für jene, die meine Gegenwart unter euch leugnen, die nicht an meine Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen glauben.

    29.  Meine Geistige Welt beschützt euch und ist der Stab in eurem Leben. Wenn ihr euch jedoch in die Finsternis begebt, zeigen sie Mir ihre Tränen, weil ihr vergessen habt, dass sie es sind, die euch bewachen. Doch Ich komme als Vater, um euch zu beraten ─ als Meister, um euch zu unterweisen, und als Gott, um euch meinen Segen und meine Barmherzigkeit zu geben. Ich sehe, dass die Jünger mit der Hoffnung erfüllt sind, zu Mir zu gelangen; und Ich sage euch, dass jeder, der bei Mir sein will, gehorsam sein muss.

    30.  Ich habe euch unterwiesen, damit ihr begreift und euch vergeistigt.

    31.  Meine Kundgebung durch das menschliche Verstandesvermögen geht auf das Ende zu. Doch wenn ihr meine Unterweisungen versteht, werdet ihr euch gedanklich und willensmäßig vereint fühlen und einander lieben.

    32.  Es sind nur noch wenige Morgenandachten, in denen ihr mein Wort durch das menschliche Verstandesvermögen vernehmen werdet, und es ist notwendig, dass ihr Mich versteht, damit ihr die Essenz dieses Wortes auf dem Grund eures Herzens mit euch nehmt. Ich bin zu euch gekommen, morgen müsst ihr euch geistig erheben, um zu Mir zu gelangen.

    33.  Nach dem Ende meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen wird in eurem Wesen die Lehre nachhallen, die Ich euch gegeben habe. Ihr werdet wegen des Ausbleibens dieser Kundgebung Wehmut fühlen und dann der ungenutzten Zeit nachweinen, wenn ihr nicht das genutzt habt, was Ich euch in meiner Lehre gegeben habe.

    34.  Ich habe euch in dieser Zeit gerufen, geliebtes Volk, damit ihr vorbereitet seid. Doch wenn ihr diese Gelegenheit verschmäht, werde Ich zulassen, dass ihr auf eurem eigenen Weg weitergeht, und Ich werde euren Schritten sanft und demütig folgen, und wenn ihr stürzen solltet, werde Ich euch gütig und liebevoll wiederaufrichten, und nach eurer langen Wanderschaft werde Ich euch erneut zu Mir ziehen.

    35.  Ich habe euch auf eine höhere Stufe gehoben als jene, auf der sich die Menschheit befindet. Ich habe eurem Geist Fortschritt gewährt, damit ihr in Nachahmung eures Meisters zur Menschheit herabsteigt, um sie aufzurichten, wie Ich es mit euch getan habe. Ihr sollt nicht den Splitter im Auge eurer Geschwister sehen, ohne zuvor den Balken zu betrachten, der in euch ist. Begreift diese Worte, Volk, denn die Menschheit hat sie noch nicht begriffen.

    36.  Ihr werdet meinen Tempel bilden. Er wird die Vereinigung der reinen Geistwesen sein, der Geistwesen guten Willens, die ihren Gott lieben und Ihm dienen. Es werden die Geistwesen des Lichts sein, die nichts Böses mehr in sich haben, weil die Finsternis in diesen Geistwesen keinen Platz finden wird, da sie rein wie Schneeflocken sein werden.

    37.  Ich habe euch gesagt: Ihr werdet Teil meiner Heerscharen sein, die gewaltig kämpfen werden, um die Menschheit aus ihrer Finsternis zu befreien, und durch euren Gehorsam werdet ihr bis zur Stufe der Vollkommenheit gelangen. Viele gute Werke werdet ihr tun können, wenn ihr sanft, demütig und voller Glauben an euren Vater seid. Denn Ich werde Mich durch euer Verstandesvermögen kundgeben, weil Ich euch große Gaben gegeben habe und Mich in euch als Licht, Gnade und Weisheit ergossen habe.

    38.  Ich habe euch reich gemacht, damit ihr den Bedürftigen von diesem Reichtum gebt. Denn ihr sollt keine Egoisten sein, die alles nur für sich selbst haben wollen. Denn wenn ihr so handeln solltet, würdet ihr meiner Barmherzigkeit beraubt sein.

    39.  Die Prophetien werden in Erfüllung gehen, und wenn die Menschheit dann in ihrer Verwirrung, in ihrer Finsternis ist, werdet ihr derselben das Licht zeigen und in euch selbst meine Gegenwart bekunden.

    40.  Versteht Mich, Volk, Ich spreche klar zu euch, empfange euch liebevoll. Kommt herbei, um euren Durst zu löschen, Ich bin die Quelle lebendigen Wassers. Ruht euch bei Mir aus, der Ich der Friede bin, und erquickt euch bei Mir, der Ich die vollkommene Weisheit bin.

    41.  Bedenkt, Menschheit, es ist notwendig, dass ihr Schmerz empfindet, damit ihr Mich fühlt. Doch gebt nicht Mir die Schuld an diesen Geschehnissen, sondern euch selbst. Als das Leiden zu euch gelangt ist, habt ihr Mir gesagt: „Herr, warum strafst Du uns?“ Ihr erkennt jedoch nicht die Frucht eurer Werke, um Mir zu sagen: „Herr, wir haben gesündigt, vergib uns.“

    42.  Wenn die Menschheit sich einmal auf meinem Weg zu führen versteht, wird sie sich gerettet haben, und alle werden ihren Gott und Herrn lieben und sich untereinander lieben. Daher sage Ich euch: Bewahrt meine Lehre in eurem Herzen, habt meine Weisheit in eurem Geist und gebt sie an die Menschheit auf allen Wegen weiter, so wie Ich sie euch gegeben habe. Helft ihr, aufzusteigen, richtet sie mit der Kraft auf, die Ich eurem Geist anvertraut habe.

    43.  Ich gebe euch Schuhwerk für eure Füße, damit ihr gestärkt seid und so alle Wege beschreitet und mein Licht bringt. Ihr werdet in Stellvertretung von Mir gehen, denn Ich habe einen Bund mit euch geschlossen, damit ihr diese gesegnete Mission erfüllt. Wenn ihr dann zu Mir gelangt, werdet ihr Mir eure Ernte zeigen.

    44.  Aufs Neue werde Ich Mich an eurem Geist erfreuen und euch die Unterweisung darlegen, die ihr lernen sollt, weil ihr das ausüben werdet, was Ich als Meister euch gelehrt habe.

    45.  Ihr zeigt Mir euren Gehorsam und den Eifer, den ihr in eurem Herzen habt, um Mir nachzufolgen, und das lässt euch mein göttliches Wort verstehen. Es ist mein Wille, dass ihr zubereitet seid, um die wahren Boten meines Wortes zu sein, damit die Menschen erwachen und Mich auf dem Grund ihres Herzens fühlen ─ damit sie den Weg erkennen und auf ihm wandeln und im Einklang mit Mir sind.

    46.  Ihr habt verschiedene Prüfungen durchlebt und seid in ihnen nicht schwach gewesen, weil meine Kraft in euch geblieben ist. Ich als Vater ermutige euch mit meinem Wort und weise euch auf den Augenblick hin, in dem Ich euch die Barmherzigkeit anvertraue, welche die Menschheit benötigt. Ihr werdet in Stellvertretung von Mir hinausziehen und euren Geschwistern das Brot des Lebens und das Licht meines Heiligen Geistes bringen, damit sie ihrer Finsternis entkommen.

    47.  Ich werde Mich der Geistwesen bedienen, die ich gereinigt und geläutert habe ─ derer, denen Ich Licht für ihre geistigen Augen gegeben habe, damit sie meine Gegenwart in dieser Dritten Zeit erkennen ─ euch, die Ich mit meinem Wort vorbereitet habe, damit ihr das Zeugnis von meiner Gegenwart in euren Herzen gebt.

    48.  Ihr seid bedürftig, ohne irgendein Gut in meine Gegenwart gekommen. Doch Ich habe euren Geist zubereitet, habe ihn mit dem Licht meines Heiligen Geistes bekleidet und habe unter euch meine Wohlgefälligkeiten ausgeteilt, damit ihr zu den Bedürftigen geht und den Reichtum, den Ich euch anvertraut habe, mit ihnen teilt.

    49.  Daher habe Ich euch sehr vorbereitet und geläutert, um Mich eurer zu bedienen ─ euer, die ihr euch vom Bösen und von der Lüge abgekehrt habt ─ jener Geistwesen, in die mein Licht eingedrungen ist als sie mein Wort vernommen haben; es hat sie erleuchtet und hat sie erkennen lassen, wo der wahre Gott ist. Aus diesem Grund habt ihr euch von der Verwirrung abgewandt, welche die Welt durch ihre falschen Lehren vermittelt hat, durch welche die Menschheit Mich sucht, weil sie nicht erkannt hat, dass ihr Gott sich nicht im Materialismus ihrer Werke bekundet.

    50.  Erhebt euren Geist und haltet Zwiesprache mit Mir von Geist zu Geist. Doch um diese Zwiesprache zu erlangen, ist es nötig, dass ihr mein Göttliches Gesetz in euer Herz eingeprägt habt, damit ihr aufgrund dieser Vergeistigung Gemeinschaft mit Mir haben könnt. Ich sage euch: Wenn Ich nicht mehr durch das menschliche Verstandesvermögen zu euch spreche, werde Ich Mich nicht von eurem Geist entfernen; Ich werde in euch wohnen, weil dies notwendig ist, um Mich durch eure Vermittlung der Menschheit kundzutun.

    51.  Es ist mein Wille gewesen, dass ihr die Ersten sein würdet, die sich an diesen Tisch setzen. Es ist mein heiligster Wille gewesen, dass ihr um Mich versammelt und geschart sein würdet, um euch euer Erbe zu geben und euch von Bedürftigen zu Reichen zu machen, die den Schatz meines Wortes besitzen. Auf diese Weise haben eure geistigen Augen das Licht eines neuen Tages erblickt, weil ihr die Jünger der Dritten Zeit seid, die Ich vorbereitet habe, damit ihr der Menschheit später Zeugnis von meiner Gegenwart gebt ─ damit ihr mit ganzer Wahrheit und mit Weisheit von meinem Gesetz sprecht ─ damit ihr das Evangelium meiner Liebe predigt und der Menschheit durch eure Werke meine Gegenwart fühlbar macht, damit in ihre Herzen die Reue einzieht wegen ihrer früheren Verfehlungen und Irrtümer; damit sie ihre falschen Götter aufgeben und ihren wahren Gott finden und durch eure Vermittlung Trost und Hoffnung für die kommenden Zeiten erhalten, in denen meine Prophetien in Erfüllung gehen werden.

    52.  Auf eurem Weg wird die Finsternis auftreten, um die Menschen einzuhüllen. Euch jedoch nicht, weil ihr mein Licht in eurem Geist und Herzen tragt. Ihr könnt nicht mehr von der Finsternis der Welt umfangen sein, welche den Verstand verfinstert und die Menschen verblendet und bewirkt, dass sie die Stimme ihres Gewissens nicht vernehmen. Doch dies ist der Kampf, den Ich euch anvertraue, denn in eure Hand habe Ich ein Lichtschwert gelegt, das die dunklen Kavernen erhellen wird.

    53.  Ihr werdet erleben, wie sich die Menschen in ihrer Not weiterhin vor den falschen Göttern verneigen. Doch das Licht meines Wortes wird bis ins Innerste ihrer Herzen dringen, und sie werden die Gegenwart meines Geistes fühlen.

    54.  Die Volksmengen werden aufbrechen und sich läutern, damit sie meine Botschaft durch eure Vermittlung empfangen. Denn der Vater sucht die Rettung der Geistwesen, und es ist notwendig, dass sie sich vorher reinigen und läutern, um meine Barmherzigkeit zu empfangen. Manche werden sich auflehnen, weil sie voller Machtstreben sind, weil sie sich unter den Volksmengen zu Herren aufgeschwungen haben und ihr Geist sich verfinstert und verwirrt hat.

    55.  Ihr werdet vernehmen, wie eure Geschwister den Wahrheitsgehalt meiner Botschaften, die Ich durch euch übermittelt habe, leugnen und sagen werden, dass ihr die Falschen seid ─ unvollkommene Menschen, die meine Gegenwart nicht in sich, im Innersten ihres Wesens tragen können. Denn sie gehören zu denen, die Mich als einen weiteren König dieser Welt betrachten wollen.

    56.  In der Zweiten Zeit herrschte Ich voller Demut, um den Menschen meine Lehre zu bringen, doch sie haben nicht an das Kommen des Eingeborenen Sohnes des Vaters geglaubt. Ebenso werden eure Geschwister in dieser Zeit bestreiten, dass ihr meine Boten, meine Erwählten seid, die Ich mit meinen Wohlgefälligkeiten beschenkt habe, damit ihr mein Werk in aller Klarheit bekannt macht. Denn sie werden euch als bescheiden ansehen und werden erfahren, dass ihr zu den verwirrten Menschen gehörtet, dass ihr früher gleichfalls im Schmutz und in der Sünde gelebt habt. Ihr jedoch werdet zu ihnen von meiner Liebe sprechen und sie einladen, Mich in ihren Herzen zu empfangen, damit auch sie den rettenden Hafen finden können.

    57.  Auf diese Weise werdet ihr die Wege begehen, und wenn ihr dann ausführlich gesprochen habt, wenn ihr meine Liebe und meine Barmherzigkeit für die Menschheit unermüdlich offenbart habt, wenn ihr die wahre Verehrung gezeigt habt, die sie ihrem Gott darbringen sollen, dann wird diese Menschheit mein Gericht entfesselt sehen, und die große Reinigung der Menschheit wird beginnen, bis sie rein und lauter ist wie das Gold im Schmelztiegel. Ihre Sünde wird mit dem Feuer enden, und die Mächtigen werden erkennen, dass meine Macht größer ist als die ihre, und dass meine Gerechtigkeit über allen Gesetzen steht. Ihre Feindschaften werden beseitigt und abgeschafft werden. Denn meine Liebe wird das Feuer sein, welches das Herz der Menschen läutern wird. Dann werden die großen Menschenmengen meine Gegenwart fühlen, und dies wird geschehen, Israel, wenn eure Arbeit, eure Mühe zu erblühen beginnt. Die Felder werden fruchtbar sein, und mein Same wird sich hundertfach vermehren.

    58.  Euer Kampf wird weitergehen, selbst nachdem ihr eure Körpermaterie verlassen habt. Euer Geist wird weiterhin das Leben meines Heiligen Geistes, ein Leben der Gnade, ewiges Leben in sich tragen, und ihr werdet wie meine Engel arbeiten, damit die kommenden Generationen Menschen guten Willens sind, die einander lieben und meinen Frieden nähren und ihren Gott mit ihren Werken verherrlichen.

    59.  Heute befindet sich die Menschheit im Chaos, sie schläft einen tiefen Schlaf. Sie hat Mich nicht gefühlt, hat Mich nicht vernommen, und es sind nur wenige, die wach sind und die Gegenwart ihres Herrn fühlen. Doch die Menschheit wird schließlich begreifen, dass nun die Zeit ist, in der sie sich vergeistigen soll, um den Gipfel des Berges zu erreichen. Denn sie werden das Licht des Heiligen Geistes empfangen, damit sie aus ihrer Finsternis herauskommen.

    60.  Die Zeit ihrer Verwirrung geht nun ihrem Ende zu, die Reiche dieser Welt werden erbeben und sehen, dass ihre Fundamente falsch sind, und auf diese Weise wird man meinen Willen fühlen. Doch euch obliegt es, die Welt vorzubereiten, weil es mein Wille ist, dass die Männer, die Frauen und die Kinder die Frohe Botschaft vernehmen sollen. Denen, die geweint haben und Trost erwartet haben ─ gebt ihnen diesen Trost, zeigt ihnen die Wahrheit im Innersten eures Herzens.

    61.  Den Schmerz, den ihr um meinetwillen ertragen habt, segne und heilige Ich, denn alles, was ihr um meinetwillen erleidet, wird euch ewig würdig machen.

    62.  Ich gebe eurem Geist Kraft und lasse in euren Händen Waffen des Lichts, damit ihr Fallgruben überwindet, welche die Versuchung als Hindernis errichten wird. Auf diese Weise werdet ihr weiter auf das Reich zugehen, das Ich euch verheißen habe.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 207

    1. Seid gesegnet, weil ihr keinerlei bildliche Darstellung mehr benötigt, die Mich symbolisiert, um meine Gegenwart zu fühlen. Dies ist ein Schritt, den ihr auf die Vergeistigung hin getan habt.

    2. Vor euren Blicken liegt ein weites Feld, auf dem ihr eine Unterweisung nach der anderen studieren könnt, ohne jemals ans Ende zu gelangen. Denn dies Leben, das ihr als menschliche Wesen habt, wird nicht ausreichen, um alles zu verstehen.

    3. Wie hat sich das Aussehen dessen, was euch umgibt, verändert, seit ihr meine Stimme vernommen habt! Der Schleier, der eure Augen bedeckte, zerriss, und ihr könnt sie nicht mehr schließen. Denn: Wer von denen, die das Licht erblicken, möchte erneut im Finstern sein?

    4. Ihr könnt die Bewunderung, die Dankbarkeit und die Liebe, die ihr für Mich fühlt, nicht mehr in eurem Herzen ersticken, und ihr beweist es Mir in eurem geistigen Gebet und in euren Handlungen. Ihr habt bereits die auswendig gelernten Gebete voll gekünstelter und blumiger Worte vergessen, die euer Verstand nicht begriff, noch euer Herz fühlte. Damals hattet ihr keine eigene Sprache, um zu eurem Gott zu sprechen.

    5. Wenn ihr heute der Blöße, dem Elend oder dem Schmerz eures Bruders oder eurer Schwester begegnet, fühlt ihr, dass aus dem Tiefsten eures Wesens ein Gefühl des Erbarmens, der Liebe aufsteigt, welches die Sprache ist, die euer Verlangen nach Gutem für eure Nächsten am besten ausdrückt.

    6. Schon seit langem hattet ihr einen Tempel errichtet, um euch selbst anzubeten. Ihr bewundertet euch selbst in der Erkenntnis der Macht und Herrschaft, die ihr über andere Menschen ausüben konntet. Ihr liebtet euch selbst, ihr hielt euch für stark und mächtig.

    7. Ich bin gekommen, um diesen euren Hochmut zu beugen und bewirke, dass ihr Demut fühlt, weil ihr eure materielle Bedeutungslosigkeit erkennt. Ich habe euch offenbart, dass es etwas in euch gibt, das euren Wert und eure Kraft begründet, dessentwegen ihr nicht eitel werden könnt, und dass dieses Etwas euer Geist ist; dass dessen Größe weit von der Selbstherrlichkeit entfernt ist, die ihr in eurer Materie fühlt. Denn der Geist ist ein Teil Gottes und steht über allem Materiellen. Da ist die wahre Größe, die Ich in den Menschen gelegt habe. Doch ihr müsst darum kämpfen, dass sein Licht sich nicht abschwächt, damit ihr auf dem Entwicklungsweg durch Verdienste seine Erhebung erreicht.

    8. Früher, als euer Leben von den Leidenschaften beherrscht war, fühlte sich euer Geist in Ketten gelegt und unterdrückt. Jetzt lernt ihr, diese Leidenschaften zu beherrschen, weil im Herzen meiner Jünger kein Platz für Stolz, noch Selbstsucht, noch Hass ist. Euer Geist beginnt nun die Handlungen, die Gedanken und alle Schritte eures Lebens zu lenken, und diese Unterwerfung ist wie eine freiwillige Sühne, der ihr euch unterwerft, um die begangenen Verfehlungen zu bereinigen.

    9. So wird der Geist immer mehr Kraft im Guten gewinnen. Und wenn er so ans Ende seiner menschlichen Lebensreise gelangt, wird seine Herrlichkeit so groß sein, dass er beim Verlassen dieser Welt ganz in die Wohnstätte des Geistes eingehen wird, ohne Spuren von Hochmut oder Zeichen von Elend an sich zu haben.

    10. Wer mit dieser Demut und Erhebung ins Jenseits gelangt, wird die Notleidenden, die er auf dieser Erde zurückließ, nicht vergessen können. Dann wird er zu ihnen zurückkehren, um zu einem Beschützer und Hüter der Schwachen, der Kranken und der Verlorenen zu werden.

    11. Entfaltet durch die Ausübung des Guten die Gaben eures Geistes, und wahrlich, Ich sage euch: Die Unglücksfälle, die Seuchen, die Krankheiten werden vor jenem zurückweichen, der sich Vergeistigung und gute Vorbereitung bewahrt. Dies wird nicht geschehen, damit er stolz werde, denn er wird es nicht mit seiner physischen Kraft erreicht haben, sondern durch den Geist, der durch die Demut Macht hat.

    12. Vereinigt euch mit Mir und vernehmt mein Wort.

    13. Die Welt braucht Rettung, braucht Menschen guten Willens, die sich aufmachen und für meine Lehre arbeiten.

    14. Dies ist eine Zeit, in der der Mensch keine volle Kenntnis seiner geistigen Situation besitzt.

    15. Die Zahl derer, die erwacht sind, während sie mein Wort vernommen haben, ist sehr klein verglichen mit der jener, die keine Kenntnis von meiner Kommunikation haben. Es gibt einige, die auf intuitive Weise die Nähe und Gegenwart des Geistigen fühlen.

    16. Die Menschen benötigen eine rettende Hand und ein rettendes Wort. Diese Hand und diese Stimme werden jene meiner neuen Jünger sein, die durch große Kämpfe das geistige Wissen bringen werden, das die Verirrten rettet.

    17. Es nahen die Zeiten der Prüfung. Ich habe euch zugerüstet, damit ihr Kraft und Mut habt, um alles zu schauen, was Ich euch angekündigt habe. In dieser Auseinandersetzung werden die Menschen begreifen lernen, dass der Grund für den Krieg zwischen Nationen und für den Kampf ihrer Weltanschauungen der ist, dass sie in Verständnislosigkeit und Entfremdung von der Lehre Christi leben. Denn wenn sie befolgt würde, wäre die Welt wohlgefällig. Aber wenn statt Liebe Egoismus herrscht, wie kann es da Klarheit im Verstand und Vergeistigung in den Werken ihres Lebens geben? Wie kann sich unter diesen Umständen der Geist gegenüber der Widerspenstigkeit des Fleisches durchsetzen, um seine Essenz zu offenbaren?

    18. Anstatt das Elend, das sie überall umgibt, zu beheben, sind die Menschen heute darauf aus, den größten Vorteil für sich selbst daraus zu ziehen. Warum haben sich die Menschen nicht im Verlangen nach einem Ideal erhoben, das ihnen reinere Gefühle und Bestrebungen besitzen lässt, die des Geistes würdiger sind? Weil sie nicht über das hinausblicken wollten, was ihren sterblichen Augen erkennbar ist, das heißt, über ihre Nöte, ihre irdischen Vergnügungen und ihre materialistische Wissenschaft hinaus. Sie haben die Zeit, die ihnen auf der Welt beschieden war, dazu verwendet und genutzt, Reichtümer und Vergnügungen anzuhäufen, in dem Gedanken, dass, wenn es mit der Materie zu Ende geht, für sie alles aus ist. Anstatt sich zu erheben und sich als Kind Gottes zu betrachten, sinkt der Mensch in seinem unwissenden Hochmut auf die Stufe eines tieferstehenden Wesens, und wenn sein Gewissen von der Gottheit und vom Geistigen Leben zu ihm spricht, bemächtigt sich seiner die Furcht vor der Gerechtigkeit Gottes, und er zieht es vor, diese innere Stimme zum Schweigen zu bringen und keinen Gedanken an jene Warnungen zu verschwenden. Er hat weder über das eigene Dasein noch über seinen geistigen und materiellen Zustand nachgedacht. Wie könnte er aufhören, Staub und Elend zu sein, solange er in dieser Weise lebt und denkt?

    19. Daher komme Ich, um euch zu lehren und siehe da: Die Mich vernehmen, haben in ihrem Verstand eine andere Vorstellung und denken tief über jenes höhere Leben nach, welches das des Geistes ist, und das schon von der Materie aus zu leben begonnen werden kann, wenn man begreift, dass etwas Höheres im Menschen existiert, welches meine göttliche Gnade ist.

    20. Daran könnt ihr erkennen, dass das Gesetz oder die Kraft, die alles regiert, Gott ist, dessen Macht und Weisheit sich in der Natur offenbart, die eine Widerspiegelung seiner Vollkommenheit ist. Wenn diese Menschheit die Größe ihres Vaters anerkennt und würdigt, wenn sie begreift, dass es nicht nötig ist, sein Bild zu schaffen, um Ihn anzubeten, und sie Ihn selbst in den scheinbar unbedeutenden Wesen der Schöpfung zu entdecken versteht, dann wird sie auf einem guten Weg sein und auf dem Weg, die Weisheit und die Macht Gottes zu erkennen, die alles Geschaffene in sich birgt. Auf diese Weise vergeistigen sich jene, die meine Unterweisung empfangen, weil sich ihr Auffassungsvermögen für weitere Horizonte öffnete. Die Mauer, die sie gefangen hielt, bleibt zerstört zurück, so dass sie eine Welt erblicken, in der sie eine Unterweisung nach der anderen ergründen und verstehen können.

    21. Doch wahrlich, Ich sage euch: Noch ist das, was ihr gelernt habt, nicht ausreichend, um alles zu verstehen, was mein Wille ist. Noch lange werdet ihr auf diesem weiten Weg gehen müssen. Doch Ich sage euch auch, dass ihr von dem Augenblick an, an dem ihr den Schleier der Unwissenheit zerreißen konntet, nicht mehr umkehren könnt. Wer diesen himmlischen Gesang vernommen hat, wird sein Gehör nicht mehr meiner Inspiration verschließen können, noch werden seine Lippen aufhören, seinen Herrn zu preisen.

    22. Heute seid ihr fähig, jedes Mal ein anderes Gebet zu sprechen, das vom Grund eures Herzens kommt, wo ihr doch vor kurzem noch gekünstelte Worte formuliertet, die ihren Ursprung im Verstand und in Büchern hatten. Jetzt hat euer Gebet keine Grenzen mehr, denn jedes Mal, wenn ihr euch mit wahrem Glauben erhebt, fühlt ihr, dass ihr euch dem Kampf immer mehr nähert. Und so nähert sich, statt Worte zu suchen, die Inspiration eurem Geist, im eigenen und im fremden Schmerz, als auch beim Dank sagen, um ihn in die Gegenwart des Herrn zu tragen. Heute sind es nicht eure Lippen, die die Herrlichkeiten des Herrn preisen, jetzt ist es euer ganzes Wesen, das von seiner Güte Zeugnis ablegt.

    23. Erkennt euch, und wenn ihr eure Fehler entdeckt habt, so korrigiert sie. Ermutigt euch selbst mit der Hoffnung, zu dem Ort zurückzukehren, zu dem jeder Geist gelangen muss. Kämpft mit diesem Eifer auch gegen euch selbst. Beweist euch, dass ihr in eurer geistigen Natur überlegen seid. Beweist euch, dass ihr euch überwinden könnt, wenn euch die Leidenschaften, die schlechten Neigungen zu beherrschen versuchen.

    24. Und jenes Erbe vergangener Zeiten, als ihr für die Befriedigungen des Leibes lebtet und einen Tempel errichtet hattet, um euch selbst anzubeten, weil ihr euch für ewig, stark und mächtig hieltet, wird durch die wirkliche Erkenntnis dessen beseitigt werden, was die geistigen und materiellen Werte bedeuten.

    25. Die Überzeugung von eurer Stärke und von eurem geistigen Wert wird nicht Grund für Eitelkeit sein, denn die geistige Größe unterscheidet sich sehr von der irdischen Größe.

    26. (Der) Geist ist Lichtfunke, Liebessamen, Lebenskeim.

    27. Erkennt, welch falschen Weg ihr nahmt, als ihr bei dem Versuch, Größe zu erlangen, nur euren irdischen Ambitionen freien Lauf ließet.

    28. Nach und nach versteht ihr nun die Vergeistigung, und auf diese Weise wird euer Geist Licht, Erkenntnis und Gnade in sich haben, wenn ihr an das Ende dieses Lebens gelangt, das euch gewährt worden ist.

    29. Begreift ihr also das Zeitalter, in der ihr lebt?

    30. Betet, damit ihr den Vertretern der Nationen beisteht, die zusammenkommen, um die Konflikte unter den Völkern zu lösen. Glaubt ihr, dass sie alle eine unterschiedliche Vorstellung für jede Lösung haben? Nein, Volk, sie machen sich etwas vor; innerlich, in ihrem Gewissen, stimmen sie überein. Es sind die materiellen Interessen, die sie über ihre eigenen Überzeugungen hinweggehen lassen. Wie leicht wäre die Lösung aller Konflikte, wenn jeder nach seinem Gewissen handeln würde. Dann wäre die Welt im Frieden. Die Männer, die die Geschicke der Völker lenken, würden dann, weit davon entfernt, an ihre eigene Größe zu denken, an das Wohlergehen aller denken. Doch nichts davon existiert, und das Misstrauen lässt die Menschen ständig auf der Lauer sein.

    31. Aufs Neue sage Ich euch: Wenn die Welt ihre Schritte auf meinen Weg zurücklenkt und meine Lehre befolgt, wird sie ihre Probleme lösen und in Frieden leben.

    32. An diesem Tag kommt mein universeller Strahl auf euren Geist herab, um euch mit dem Brot des ewigen Lebens zu nähren. Es ist meine Stimme, die euch gerufen hat. Ich sehe unter euch die zuletzt Gekommenen, die Ich einlade, sich an meinem Wort zu erquicken. Die einen sind ungläubig, andere abgöttisch, einige kommen wie sanfte Schafe zum Gehege, andere tragen auf ihrem Gesicht die Maske der Heuchelei. Sie zweifeln an meiner Gegenwart, und innerlich machen sie sich über meine Lehre lustig, weil es für sie unmöglich ist, dass der Schöpfer sich durch das menschliche Verstandesvermögen kundgibt.

    33. Wenn es nicht der wahre Gott wäre, der sich kundtut, dann würde Ich nicht die Beweise geben, die Ich euch gebe, noch würde Ich euch den Weg der Tugend lehren. Der, der nicht glaubt, tut dies, weil er nicht meditiert hat. Sein Herz hat sich verschlossen und befindet sich in der Finsternis.

    34. Die Stimme sagt euch: Ich bin der wahre Gott, der Vater, das Leben und das Licht. Ich komme herab, um Mich in dieser Form kundzugeben, um eure Verirrungen, Fehler und niederen Leidenschaften zu beseitigen, die euch daran hindern, die Wahrheit zu begreifen und zu ergründen.

    35. Ich verrate keinen an die anderen, denn ihr seid bei meinem Festmahl. Mit meinem Licht, das in eurem Gewissen ist, spreche Ich zu eurem Geist, damit er erschüttert wird und erwacht.

    36. Ich bin derselbe Christus, den ihr in der Zweiten Zeit verurteilt habt. Und die Zeiten sind nach meinem Willen gekennzeichnet worden.

    37. Als ihr Mich in jener Zeit zum Kreuz geführt habt, an dem Ich aus Liebe zu euch selbst den letzten Tropfen meines Blutes vergoss, ließ Ich euch wie den Unschuldigen erscheinen, der nicht weiß, was er tut, obwohl ihr den Messias durchaus in Kenntnis der Ursache verurteilt habt. Doch Ich ließ euch in der Obhut von zwölf Männern zurück, die in der Nachfolge des Meisters meine Lehre unter der Menschheit verbreiteten.

    38. Heute entdecke Ich unter euch die, die zu einer anderen Zeit mit voller Kehle schrien: „Kreuzigt ihn! Er ist ein Hexenmeister!“, und die so die Wohltaten verkannten, die Ich austeilte.

    39. Die Zeiten sind vergangen und euer Geist ist nach meinem Willen gekommen, in dieser Nation zu leben, damit ihr das Göttliche Wort, das Wort der Liebe und des Lebens, auf andere Art vernähmet.

    40. Hier bin Ich bei euch! Ich rühre euer Herz an, damit ihr Mir Herberge gebt. Ich komme herab auf der Suche nach eurem Geist, den Ich sehr liebe, denn ihr habt ihn an die Sünde gekettet und so sein Licht verschüttet.

    41. Wann immer eure Intelligenz erstrahlt ist, ist es nicht geschehen, um euren Nächsten zu lieben. Denn eure Liebe ist in einem Leben voller Zweckmäßigkeit und Materialismen erschlafft.

    42. Ihr vergesst das ewige Leben des Geistes und haltet euch schließlich für Götter auf dieser Welt. Ihr zweifelt sogar an meinem Dasein und an meiner Gerechtigkeit, weil ihr seht, dass Ich das Blutvergießen unter den Menschheit nicht verhindere, ohne zu begreifen, dass Ich als Richter unerbittlich bin und die Sühnung und Bereinigung von Verfehlungen durch Schmerz zulasse.

    43. Öffnet euer Herz! Erhebt euren Geist! Lasst zu, dass er euch sagt, dass die Stimme, die ihr vernehmt, dieselbe ist, die zu euch immer von Liebe, Barmherzigkeit und Vollkommenheit gesprochen hat. Die Dritte Zeit hat euch überrascht! Habt nicht den Wunsch, Mich wie in der Zweiten Zeit vermenschlicht zu erblicken! Erinnert euch daran, dass Ich euch sagte, dass Ich auf der Wolke kommen würde. Mein Göttlicher Geist kommt bis zu euch herab, und daher sende Ich meinen Strahl von der Leiter der Vollkommenheit auf den Stimmträger herab, und so wird meine Stimme selbst im Schmutz dieser Welt vernommen.

    44. Nicht nur ihr vernehmt mein Wort. Ich, das Wort, ergieße mein Licht auf das Universum. Aber wenn ihr alle fragt, ob sie eine Stimme vernommen haben, die vom Jenseits hernieder kommt, werden sie euch mit Nein antworten. Warum? Weil die Menschheit taub auf den Wegen der Welt wandelt, von Sünde und Fanatismus umfangen, ohne auf den Ruf zu achten, der von ihrem Gewissen an sie ergeht.

    45. Seit dem Jahr 1866 habe Ich euch mein Wort gegeben, das Erlösung für euren Geist ist und das euch den Pfad kennzeichnet, auf dem ihr den vollkommenen Frieden auf dem Universum erlangen müsst.

    46. Ich habe euren Geist mit einer heiklen Mission betraut, durch die er seine Schuld gegenüber seinem Herrn begleichen wird. Ich bin dabei, das Unkraut auszureißen, um es in Bündel zu schnüren und ins Feuer zu werfen, bis es zu Asche geworden ist. Denn zuletzt wird das Licht erstrahlen, und meine Lehre wird weltweit anerkannt werden.

    47. Der Mensch wird neue Lehren und neue Gesetze erschaffen, doch es wird nicht mehr sein Wille, sondern der meine geschehen. Dann wird es Frieden, Harmonie und Brüderlichkeit geben. Die Herzen werden sich nicht mehr von Hass nähren, keine mörderische Hand wird sich mehr erheben. Damit jedoch all‘ dies geschieht, werde Ich euch zuvor reinigen. Manche von euch werden diese Prophezeiungen vom Geistigen Tal aus in Erfüllung gehen sehen, und die, die weiterhin die Erde bewohnen, werden den neuen Generationen nach 1950 davon Zeugnis ablegen.

    48. Volk: Der Weg, den Ich vorgezeichnet habe, damit ihr zu Mir gelangt, ist ein einziger. Er ist durch Licht gekennzeichnet. Auf ihm ist das Leben und das Gebet. Es ist der Weg des Geistes. Wenn ihr auf ihm geht, werdet ihr nicht zugrunde gehen. Wenn ihr auf dem Pfad seid, so verkündet der Welt die spiritualistische Lehre, gebt Zeugnis von meinen Offenbarungen und lehrt eure Geschwister, durch das vollkommene Gebet zu Mir zu gelangen.

    49. Erinnert euch, Volk, an jenes Gebetsbeispiel, das Ich euch im Olivengarten gab, als Ich beim Vater Vergebung für die Menschheit erflehte. Der Körper Jesu warf sich vor dem Himmlischen Vater nieder, doch nicht vor irgendeinem Bildnis, und Ich richtete meine Worte zum Himmel, dieselben, die Ich der Menschheit vermachte.

    50. Ein weiteres Mal verströme Ich meine Barmherzigkeit unter euch und umarme euch liebevoll. Wanderer des Lebens, Jünger und Kinderschüler: Es ist ein Gnadentag, an dem die Stimme des Meisters hernieder kommt, um euch zu liebkosen. Ich zeige Mich nicht als strenger Richter, sondern als gerechter Vater, und mit meinem Wort führe Ich euch auf den von Mir vorgezeichneten Pfad, von dem ihr euch entfernt hattet.

    51. Ihr alle seid Kämpfer. Ich sehe, dass manche niedergeschlagen ankommen, andere haben den Sieg errungen, und wieder andere stimmen noch keinen Triumphgesang an. Ihr seid inmitten dieses Kampfes und kennt nicht seinen Ausgang. Die Felder, die ihr besäen müsst, und die ihr noch nicht kennt, sind sehr ausgedehnt. Aber ihr besitzt Samen im Überfluss und werdet ihn aussäen können

    52. Während die einen ergeben und stark sind in der Erfüllung ihrer Aufgabe, überfällt andere die Müdigkeit und sie erschlaffen, obwohl sie wissen, dass es ein Auge gibt, das alles sieht, ein Ohr, das alles vernimmt und eine Hand, die immer aufschreibt. Bedenkt, dass ihr eine kostbare Zeit verstreichen lasst, die ihr heute durchlebt, und dass sich morgen eure Augen ohne Licht nicht mehr öffnen werden. Dann wird sich euer Geist traurig aufrichten, weil ihr mein Wort nicht vernehmen wolltet. Eures Geistes wird sich ein unermessliches Verlangen bemächtigen, Mich wie in dieser Zeit zu vernehmen. Doch nur eine strenge Stimme wird zu euch gelangen, die Stimme des Gewissens, die euch erbeben lassen wird. Daher sage Ich euch heute: Entfernt euch nicht von meinem Wort, seid nicht taub gegenüber meinen Weisungen. Entnehmt dieser Lehre die Essenz, wie ein heiliges Schriftstück, für das ihr euch vor Mir werdet verantworten müssen, denn es ist das Gesetz.

    53. Die Blindheit des Volkes, um die Größe meiner Lehre zu begreifen, ist die Folge seiner Sünde und seines Schmerzes.

    54. Diese Essenz, die Ich euch gebe, ist Leben für den Geist und Heilbalsam für jeden schmerzerfüllten Geist. Sie gleicht dem Tau auf unfruchtbaren Feldern.

    55. Wenn ihr noch keine guten Früchte geerntet habt, so fragt euer Gewissen nach dem Grund dafür, und dieses wird euch antworten, dass man, um gute Ergebnisse zu erzielen, arbeiten und wachen muss. Sät gute Beispiele auf das Land, sät Tugend, offenbart die Gaben, mit denen Ich euren Geist erschaffen habe. Entblößt ihn von den schlechten Leidenschaften und kleidet ihn mit guten Werken. Dann werdet ihr auf Erden meine wahren Kinder sein und eine Stellvertretung meiner Göttlichkeit.

    56. In jedem von euch habe Ich die Verantwortung dafür gelegt, mein Trinitarisch-Marianisches Geistwerk bekannt zu machen, das von der Menschheit erörtert werden wird und in den Köpfen eine Revolution der Vorstellungen hervorrufen und all‘ jene verwirren wird, die den Beginn dieses Werkes nicht begriffen und noch weniger sein Endziel begreifen werden können.

    57. Meine Sämänner schlafen und machen mein Werk nicht bekannt, das lauter und rein ist, weil sie erkennen, dass sie ihm ihre schlechten Werke beigemischt haben. Es bleibt euch nur noch kurze Zeit dafür, dass die Welt mein Wort über diese Kommunikation vernimmt. Wenn ihr schlaft, werdet ihr morgen Schmerz und Bitternis im Herzen haben, doch es wird nicht der Vater sein, der euch richtet, es wird euer Gewissen sein.

    58. Es bleibt euch nur noch eine kurze Zeit, in der ihr diese Speisen genießen könnt. Welche werden Ende 1950 bei Mir sein? Welche von euch werden den fruchtbaren Weizen eurer Ernte vorweisen?

    59. Die Welt schläft in ihrer tiefen Lethargie und wartet darauf, dass ihr kommt und sie zum Leben aufrichtet. Ihr habt euch noch nicht auf den Weg zu den Toten gemacht, weil euch das Vertrauen in Mich fehlt. Was befürchtet ihr von den Menschen? Fürchtet ihr ihre Justiz oder den Tod? Ich habe euch gesagt, dass Ich euch vom Tod befreien werde; erinnert euch daran, dass Ich euch ewiges Leben gegeben habe.

    60. Ich bin nicht müde geworden, zu euch zu sprechen, denn Ich bin das ewige Wort. Mein Wort ist der Meißel, der die Herzen aus Stein bearbeitet und glättet, aus denen Ich kristallklares Wasser quellen lasse.

    61. In dieser Zeit des Schmerzes und der Tragik will Ich, dass ihr Mich zum Vorbild nehmt. Aber setzt euer ganzes Vertrauen in Mich, dann werden eure Geschwister die Strahlkraft des Spiritualismus kennenlernen können. Ihr werdet es Mir gleich tun können, seid nicht unsicher. Die Last des Kreuzes geht nicht über eure Kräfte.

    62. Volk, als Ausgleich für die großen Prüfungen habt ihr mein Wort. Ihr seid von euren Angehörigen verkannt und verachtet worden um meines Werkes willen. Wie viele von euch waren den Orgien und Vergnügungen der Welt ergeben und brachtet (so) euren Geist zur Degeneration, für den jede Ausschweifung ein Schlag war. Doch wer brachte euch schließlich von diesem Weg ab? Euer Meister. Ihr habt meine Liebe begriffen und dankt Mir dafür, weil ihr wisst, dass Ich im Austausch für eure Entsagungen gekommen bin, um mit euch zu sprechen.

    63. Ihr glaubtet, dass es keinen Blick gäbe, der eure Vergangenheit kennen könnte. Doch hier bin Ich und lese im Buch eures Lebens, damit ihr nicht an meinem Dasein und meiner Gegenwart zweifelt.

    64. In dieser Zeit habe Ich euch an den Platz meiner Jünger gesetzt, so wie Ich meine Apostel in der Zweiten Zeit um Mich setzte.

    65. Mein Wort führt euch auf den Pfad, den meine Spur hinterließ. Ihr seid schon seit langem unterwegs, doch noch immer kommt kein Triumphschrei von euren Lippen. Ihr seid mitten im Kampf und werdet die Belohnung erst erhalten, wenn ihr ans Ende der Reise gelangt. Die einen sehe Ich stark, andere ertappe Ich erschöpft. Ich werde euch Ruhepausen geben, damit ihr in ihnen meditiert; denn jetzt ist eine kostbare Zeit, die niemand vergeuden darf.

    66. Missachtet nicht meine Weisungen und seid nicht taub gegenüber meiner Stimme. Hört dies Wort und entnehmt ihm die Essenz. Reinigt euren Verstand und euer Herz, damit ihr seine Größe erkennt. In ihm ist das, was eurem Geist Leben gibt. Dies ist der Tau, den Ich auf die unfruchtbaren Felder herabsinken lasse, und es ist das Samenkorn, das ihr der Menschheit bringen sollt. Wenn manche meiner Kinder nach dem Aussäen keine Früchte ernten konnten, so deshalb, weil der Same nicht rein war. Sät das gute Samenkorn und wartet auf die gute Frucht.

    67. Vertreibt aus eurem Herzen die Furcht vor den Menschen, die euch immer von der Durchführung eurer Mission abgehalten hat. Befreit euren Geist von jedem Makel, bis er nackt ist, und beginnt ihn dann mit dem Licht eurer guten Werke zu bekleiden. Dann werdet ihr euch innerlich würdig fühlen, mein Gesetz bei euch zu haben. Erklärt meine Lehre und lasst die Menschen sie erforschen. Beim Eindringen in mein Werk werden sie keinen Anfang finden, noch werden sie sein Ende sehen.

    68. Meine Lehre ist so rein, dass ihr euch bei den Menschheit für nichts entschuldigen oder schämen müsst. Wenn ihr euch dennoch schämen solltet, wird es wegen dem sein, was ihr ihm hinzugefügt habt, oder weil euer Leben nicht in Einklang mit dem ist, was ihr lehrt. Oftmals möchtet ihr unerkannt vorbeigehen, doch dies wird nicht möglich sein, weil Ich euch aussandte, damit ihr diese Frohe Botschaft mit dem Beispiel eurer guten Werke weitergeben solltet.

    69. Die Welt wird sich bewusst werden, dass unvermutet eine neue Zeit für sie angebrochen ist, und sie wird jene aufsuchen, die ihr etwas über diese Unterweisungen sagen können. Doch wenn ihr schlafen solltet, mit wie viel Schmerz werdet ihr dann erwachen!

    70. Nur noch Augenblicke bleiben euch, um dies Wort zu vernehmen. Welche werden bei Mir sein, wenn es zu Ende geht? Welche werden mein Gesetz rein erhalten, so wie Ich es euch gegeben habe?

    71. Seht, dass ihr euch von da an stark aufmachen sollt, um eure edle Mission zu erfüllen. Ihr sollt euch nicht vor dem Tod fürchten, denn Ich sage euch, dass der Tod nicht zu euch gesandt werden wird. Wohl aber sollt ihr der Versuchung, die ihr in der Materie mit euch tragt, den Todesstoß versetzen, damit ihr nicht zu Fall kommt. Der gute Jünger muss lernen, sich selbst zu überwinden, um die anderen zu lehren, ihre Schwächen und Leidenschaften zu beherrschen.

    72. Seht ihr nicht die Schlichtheit, mit der Ich zu euch spreche? Wahrlich, Ich sage euch, es ist die gleiche wie die, die sich in der Zweiten Zeit offenbarte, in der Ich Mich begrenzte, um dem Menschen gleich zu sein und ihn durch mein Wort und mein Vorbild zu erheben, damit er Gott ähnlich werden würde.

    73. Seid meine Werkzeuge, aber niemals Hindernisse, damit Ich zu den Herzen gelange. Warum zweifelt ihr daran, es Mir gleich tun zu können? Ihr habt die Unterweisungen schlecht verstanden. Wenn ihr meine Kinder seid, so habt ihr doch wohl etwas Ähnliches von eurem Vater geerbt, und euer Vater ist gut.

    74. Ihr seid vom Geistigen zur Erde herabgekommen, um über Schicksalsschläge hinweg die Spuren des Göttlichen Meisters zu suchen. Und jetzt, da Ich Mich durch euch kundtue, lasst ihr alles, was ihr habt, hinter euch, um Mich zu vernehmen. Meint ihr etwa, dass eure Entsagungen und Opfer von Mir nicht belohnt werden? Vergesst an keinem einzigen Tag das Endziel eurer Bestimmung, damit ihr täglich einen Schritt nach vorne macht.

    75. Bedenkt, dass ihr Mir nichts geben werdet. Alles, was ihr erwirkt, wird euer sein.

    76. Warum beuge Ich Mich herab und steige bisweilen sogar bis in den tiefsten Abgrund, um euch zu retten? Weil Ich euch liebe.

    77. Hier in dieser Lehre habt ihr eine Grundlage, einen kurzen und sicheren Weg, um zu eurem Vaterland zurückzukehren. Es ist die Lehre der Vergeistigung. Wenn ihr sie begreift, wie viel Licht werdet ihr dann in euren Gedanken, in den Worten und in den Werken haben! Wiederholt nicht nur mit den Lippen, dass ihr Spiritualisten seid. Wenn ihr es einmal wirklich seid, werdet ihr es nicht nötig haben, es auszuposaunen.

    78. Meditiert diese Unterweisungen, die Ich zurzeit eurem Herzen und eurem Geist gebe. Morgen werdet ihr sie dort suchen müssen, um sie euren Geschwistern zu lehren.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 206

    1. Mein Erbarmen mit euch entspringt meiner Liebe und verströmt sich unablässig auf alle Wesen. Meine Liebe segnet und vergibt euch immerzu, es läutert und hilft euch, euch auf eurem Entwicklungsweg zu erheben, damit ihr euch Mir nahe fühlt und euch würdig macht, euch als meine Kinder zu erkennen.

    2. Ich habe euch mein Gesetz gegeben, damit ihr euch in eurem Verhalten nach ihm richtet. Dies ist der Weg, den Ich euch seit Anbeginn der Zeiten vorgezeichnet habe, dies ist die Grundlage, das Fundament, auf dem ihr eure Werke errichten sollt. Dies Gesetz wird euch die für euch notwendigen Prinzipien zeigen, weil in ihm meine weisen Gebote enthalten sind.

    3. Dies Wort, mit dem Ich euch heute unterweise, ist die Fortsetzung jener Lehre, die Ich euch von den ersten Zeiten an gegeben habe, die nicht aufhört, weil sie weder Anfang noch Ende hat. Und in dem Maß, wie sich euer Geist entwickelt, werdet ihr meine weisen Lektionen, mein Verlangen, euch zu vervollkommnen, immer besser verstehen.

    4. Ich gebe euch die höchste Art der Vergeistigung ein, damit ihr Mich in der würdigsten Weise liebt, und damit ihr für meine Kundgebungen empfänglich seid und sie richtig auslegen könnt.

    5. Wenn ihr mein Wort studiert habt und die in ihm enthaltene Essenz zu entnehmen versteht, werdet ihr euch gestärkt, völlig getragen fühlen. Dann sollt ihr mit Nächstenliebe zur ganzen Menschheit sprechen, die von meinem Kommen in dieser Zeit nichts weiß, und ein Gefühl des Mitgefühls wird euer ganzes Wesen erfüllen. Ihr werdet eure Geschwister aufsuchen, um ihnen das zu offenbaren, was Ich zu euch gesprochen habe, und werdet ihnen den ganzen Reichtum geben, den Ich euch für sie hinterlassen habe, als ob es ein heiliges Gut in euren Händen wäre.

    6. Die Menschheit braucht Licht, um einen Schritt nach vorne tun zu können. Alle Geschöpfe haben Hunger, haben das Bedürfnis, gestützt auf den Glauben zu leben, die Wahrheit zu erkennen und auch danach, zu erfahren, wohin die Reise geht. Ich werde sie durch jene lehren, die sich vorbereitet haben und bei ihrer heiklen Mission werden sie alle Fehler liebevoll zu korrigieren verstehen, die sie in ihren Ausübungsformen finden werden. Ihr werdet mit dieser Mission beginnen und Mich zum Vorbild zu nehmen versuchen. Ihr sollt keinen Unterschied zwischen arm und reich machen in eurem Bemühen, den Schmerz zu lindern. Ihr sollt euren Glauben nicht aufzwingen und niemanden nötigen, eure Kenntnis anzunehmen. Ihr sollt euch nicht wegen meines erneuten Kommens entzweien und nicht jene bekämpfen, die die vergangenen Testamente besitzen, wenn sie meine letzten Unterweisungen nicht kennen oder nicht annehmen wollen.

    7. Bringt Licht in die Finsternis, bringt den Herzen Frieden und stillt die Ungeduld derer, die Mich erwartet haben. Kommt euren Geschwistern zu Hilfe, dann werde Ich über eure Familien und eure Güter wachen.

    8. Wenn ihr auf diese Weise arbeitet, werdet ihr im Geist der Menschheit den Tempel erbauen, der bestehen bleiben und in dem die Verehrung erhoben werden wird, die Ich immer von der Menschheit, von diesen meinen viel geliebten Kindern, erwartet habe.

    9. Achtet darauf, dass eure Werke aufrichtig sind. Sagt immer die Wahrheit, seid meine Jünger. In diesem Wort spreche Ich zu den Menschen kommender Zeiten, zu all‘ jenen, die Mir nachfolgen und Mich zum Vorbild nehmen möchten.

    10. Wenn einmal das Jahr 1950 vergangen ist, so sucht nicht nach einem bestimmten Ort, um zu beten oder um mein Wort zu studieren. Wählt dafür ein Heim oder einen Platz im Freien oder den Ort, an dem ihr euer Brot verdient. Nehmt euch meine zwölf Jünger zum Vorbild, die überall, wo sie sich aufhielten, den Tempel zu finden verstanden, weil sie ihn in sich selbst trugen, in ihrem Geist, und das Große und Erhabene in ihren Taten auf ihre Erhebung und ihre Gemeinschaft mit Mir gegründet war.

    11. Solange es Leiden auf Erden gibt, solange es Elend gibt, wird die Fürsprache Marias keinen Augenblick lang aufhören, und ihr Geist wird das Leben all‘ ihrer Geschöpfe erleuchten.

    12. Ihr bietet Mir die Wohnung eures Herzens an, von wo aus ihr Mich gerufen habt, und Ich bin unverzüglich zu der Verabredung geeilt.

    13. Auf meinem Weg habt ihr die geistige Ruhe erfahren, die ihr auf Erden nie zuvor gefunden hattet. Im Verlangen nach Süßem für euren Gaumen habt ihr viele Wege zurückgelegt, bis ihr den Honig meines Wortes gefunden habt.

    14. Von der Kindheit an, während der Jugendzeit und bis ins reife Alter hinein habt ihr unermüdlich den Weg gesucht, weil ihr vom Pfad abgeirrt seid, und die Finsternis immer wieder zwischen eure Schritte trat. Aber das Licht meines Geistes erschien vor euch, und dieser Tag war der eurer Auferstehung, der ebenso wichtig ist wie der Tag eurer Geburt.

    15. Vergesst nicht den Tag, an dem ihr mein Wort zum ersten Mal vernommen habt, denn es war der Augenblick, in dem ihr zum Leben des Lichts zurückgekehrt seid.

    16. Ihr seid bedürftig herbeigekommen und habt mein Wort erforscht, die einen demütig und andere stolz, alle von der Macht meiner Gegenwart angezogen. Ihr musstet zu Mir kommen. Seit so langem habe Ich euch erwartet! Und während manche meine Liebkosung verachteten, Mir den Rücken zukehrten und den ungewissen Weg einschlugen, sind andere bei Mir geblieben, um sich an meinen Worten zu erfreuen und sich dem Dienst an meinem Werk zu widmen.

    17. Ich bin in allen meinen Kindern, selbst im Herzen des Mörders. Von niemandem entferne Ich Mich, und Ich bin dem am nächsten, der sich für am unwürdigsten hält.

    18. Denen, die herbeigekommen sind, gebührt es, für jene zu beten, die gefallen sind. Aber seid nicht ihre Richter, denn sie werden das Licht erlangen.

    19. Erwartet nicht die Erneuerung der Menschheit aus sich selbst heraus, ohne dass ihr für sie ein Vorbild gewesen seid. Ich will nicht, dass ihr zu Schmarotzerpflanzen werdet.

    20. Ihr sollt den zügellosen Lauf der Menschen durch die Gabe des Wortes, das Ich euch gegeben habe, aufhalten. Ich werde euch die Menschheit wie zarte Pflanzen anvertrauen, die Bewässerung und Pflege brauchen. Denn die Menschen werden von allen Wegen zu Mir kommen, und selbst aus Gefängnissen werden die Menschen kommen, um zu meinen Jüngern zu werden. Aber wenn ihr heute eure Aufgabe nicht erfüllen solltet, wird euer Geist kommen müssen, um den Toten zum Leben zu erwecken, den ihr auf dem Weg verlassen zurück ließet; ihr werdet kommen, um den Kranken zu heilen, den ihr nicht beachtet habt, werdet euch um das Brot bemühen müssen, um es dem Hungernden anzubieten, um den ihr euch nicht gekümmert habt. Doch weshalb eine so schmerzliche Sühne suchen, obwohl ihr sie jetzt mit eurer Pflicht erfüllen könnt?

    21. Die menschliche Wissenschaft ist groß, doch der Geist des Wissenschaftlers schläft und lässt zu, dass die Menschen sterben. Daher habe Ich in eure Hände den Heilbalsam gelegt, damit ihr, zu Ärzten der Menschheit verwandelt, ein Beispiel von Erbarmen und Liebe gebt.

    22. Auf der Welt werden Epidemien ausbrechen und ein großer Teil der Menschheit wird daran zugrunde gehen. Es werden sonderbare und seltene Krankheiten sein, denen gegenüber die Wissenschaft machtlos sein wird.

    23. Die ganze Welt wird vom Unkraut befreit werden. Mein Gericht wird die Selbstsucht, den Hass, das unersättliche Machtstreben beseitigen. Große Naturphänomene werden in Erscheinung treten.

    24. Nationen werden ausradiert werden und ganze Landstriche verschwinden. Es ist ein Alarmruf für eure Herzen.

    25. Der Weg ist bereitet. Ich bin euer Führer, bin untrennbar auf eurem Lebensweg.

    26. Gesegnetes Volk Israel: Seid willkommen in der Gegenwart deines Herrn, jenes Herrn, der sich sanftmütig und demütig bei euch an dieser Stätte niederlässt. Doch es ist nicht der materielle Ort, an dem Ich Mich zeige. Die Wohnung ist in eurem Herzen, unsichtbar, es ist jene, die ihr Mir in diesem Augenblick eurer geistigen Erhebung anbietet.

    27. Ich weiß, dass ihr mein Wort braucht. Was würde aus euch ohne dasselbe, mein Volk? Ich weiß, dass ihr Mich braucht, und Ich komme unermüdlich, um euch zu stärken. Mein Wort berät euch und richtet euch auf, dies reine und lichtvolle Wort, das ihr in keinem von Menschenhand geschriebenen Buch findet.

    28. Die Wissenschaftler, die Mich gehört haben, bekennen nicht vor euch, dass dies Wort mit keinem anderen vergleichbar ist. Aber im Innersten ihres Herzen geben sie es zu.

    29. Ich habe euch auf diesem Weg den geistigen Frieden fühlen lassen, den ihr zuvor auf der Erde nicht hattet finden können. Ihr habt viele Wege durchlaufen. Viele Honigarten habt ihr von Blüte zu Blüte ausprobiert wie der unwissende Kolibri, aber keiner war süßer für euren Gaumen. Doch dies Wort, das auf euren Lippen zu Honig wurde, hat alle Arten von Geschmacksnoten ausgelöscht, die ihr früher probiert habt.

    30. Ihr habt unablässig den rechten Weg gesucht und habt verschiedene Pfade gefunden. Ihr habt gegen die Finsternis gekämpft, und euer schneller Lauf war langsam und müde geworden.

    31. Doch das Licht meines Göttlichen Geistes erstrahlte für euch, und jener für euer Gewissen und euren Geist unvergessliche Tag ist im Erinnerungsbuch des Jenseits festgehalten, in dem ihr mit euren geistigen Augen alles lesen werdet, was ihr auf Erden tut, und alles, was ihr vom Meister vernommen habt. Jener Tag war für euren Geist ein Tag der Auferstehung zum Leben der Gnade.

    32. Manche von euch kamen als Erfolgreiche hierher, andere als Bedürftige. Für die einen wie die anderen war der Zeitpunkt festgelegt. Ihr musstet zu eurem Vater kommen, der euch liebevoll erwartete, der euch willkommen hieß und euch zum geistigen Leben auferstehen ließ.

    33. Ihr werdet durch meine Worte mit Freude erfüllt und fühlt, dass die Körpermaterie, die euch umhüllt, euch daran hindert, euch meinem gesegneten Werk ganz hinzugeben. Aber ihr fügt euch. weil ihr wisst, dass es den Jüngern nicht erlaubt ist, sich in meine hohen Ratschlüsse einzumischen, dass der Jünger ergeben und folgsam sein soll, dass ihr durch diese Materie sowohl den Weg des Lichts, als auch die Pfade der Lüge und der Finsternis kennenlernen werdet. Ihr werdet im Schatten des mächtigen Baumes die Frucht des Wohlergehens genießen und den Zankapfel entfernen. Ihr werdet euch im Schatten der grünen Palme erquicken und darüber wachen, dass ihre Blätter nicht von Raupen zerstört werden, noch Raubvögel ihre Nester auf ihr bauen.

    34. Ich habe euch auf euren Wegen gelassen, damit ihr den Geschmack aller Arten von Honig kennenlernt und zuletzt den mit dem besten Geschmack für euren Gaumen wählt. Ich habe euch die beiden Extreme kennenlernen lassen, damit ihr, vom Hauch meines göttlichen Atems geleitet, zu unterscheiden vermögt und euch immer dem Guten zuneigt.

    35. Der Meister hat euch gesagt: Hinter jener Tür, die ihr verschlossen findet und die ihr Tod nennt, ist das Leben. Das Leben bin Ich. Der Tod ist das, was euch die Versuchung anbietet, die eure Augen erblinden lässt und die euch nicht an meiner Seite leben lässt. Doch ihr habt eine mächtige Waffe, um euch von der Versuchung zu befreien: Es ist das Gebet. Es ist die Waffe, die euch das Gefühl gibt, stark zu sein, die euch meiner Göttlichkeit näher bringt und euch auf eurem geistigen Entwicklungsweg mit Mir verbunden euren Weg gehen lässt.

    36. Ich, der Vater, habe niemanden von meinem Schoß der Liebe und Vergebung zurückgewiesen, auch nicht die, die sich von der Versuchung betören ließen und in den Abgrund gestürzt sind. Ich habe niemanden verlassen. Es gibt keine verlassene Wesen, weder auf der Erde, noch im Geistigen Tal. Wer von euch könnte von meinem Schoß verstoßen werden, weil er ein Sünder ist und unwürdig, meine Barmherzigkeit zu empfangen? Ich lebe im Herzen des verstockten Sünders, der das Licht meines Göttlichen Geistes nicht empfangen konnte, weil er nicht auf den Ruf geachtet hat, der von der Stimme seines Gewissens ausgeht. Meint ihr, dass Ich Mich wegen seiner Kette von Übeltaten von ihm entfernt habe? Nein, fürwahr. Ich bin der Vater aller Geschöpfe, ohne einen Unterschied unter meinen Kindern zu machen. Ich bin Liebe, und als liebevoller Vater vernachlässige Ich keinen, mein Volk.

    37. Euch kommt es zu, für den Verirrten zu beten, zu bitten, dass das Licht meines Geistes seinen Geist erleuchtet, damit er erwacht, die Fesseln der Versuchung zerreißt und die Finsternis vertreibt, die ihn blind gemacht hat.

    38. Aber Israel hat geschlafen. Israel erwartet, dass die Menschheit ihre Erneuerung durch eigene Verdienste erlangt. Es hat nicht den Platz eingenommen, der ihm zukommt, denn seine Aufgabe ist es, ein Vorbild für die anderen zu sein.

    39. Und euch, Volk, sage Ich: Bei wem habe Ich mein Gesetz gelassen? Etwa in den Händen der verstockten Sünder? Das Gesetz ist in euren Händen. Wer ist also verantwortlich dafür, dass meine Gebote noch nicht befolgt werden? Israel! Und darüber hinaus sage Ich euch: Warum habt ihr eure Füsse zu Schmarotzern auf Erden gemacht? Warum seid ihr nicht aufgebrochen, um die Aufträge zu erfüllen, die Ich euch gegeben habe? Warum lasst ihr zu, dass der Sünder seinem Weg in zügellosem Lauf weiter folgt? Warum bringt ihr ihn Mir nicht näher mit jener Gabe des Wortes, die Ich euch anvertraut habe, und sprecht (nicht) zu ihm in meinem Namen? Wollt ihr, dass die Finsternis weiterhin das Auge des Menschen blind macht? Wisst ihr nicht, dass durch eure Vermittlung die Finsternis beseitigt werden muss?

    40. Macht euch auf, Volk, sagt euch der Vater. Geht und richtet den Gefallenen auf. Neue Aufträge habe Ich der Menschheit zu übergeben. Große und neue Aufträge werde Ich jeder Nation, jedem ihrer Regierenden und jedem ihrer Einwohner geben.

    41. Große Phänomene werden unter euch erscheinen. Die Jahreszeiten werden sich ändern. Die Winter werden hart sein, und ihr werdet nicht wissen, wann der Frühling kommt. Denn die Menschen haben das Wetter bestimmt, aber wer könnte sich meinem Willen widersetzen? Die Regenfälle werden zurückgehalten werden und nicht auf eure Felder gelangen. Bereitet euch daher vor, Volk, denn es naht die Zeit des Chaos unter euch, und Israel muss seinen Kampf vervielfachen.

    42. Bei euch wird Frieden herrschen. Bewahrt ihn! Vertreibt diesen Frieden nicht aus euren Herzen. Diese Nation wurde von Mir erwählt, und es ist nicht mein Wille, dass sie angetastet wird. Seid jedoch vorbereitet, denn durch eure geistige Auftragserfüllung soll diese Nation und die Menschheit Licht empfangen.

    43. Hier habt ihr Mich, Israel! Ihr vernehmt nur meine Stimme, ohne Mich sehen zu können. Aber ihr begnügt euch damit, den Klang der himmlischen Glocke zu hören.

    44. Ich folge der Stimme eures Rufes in den Winkel eures Schlafzimmers. Keines eurer Leiden kann von Mir unbeachtet bleiben, und Ich komme, um euch all‘ das zu geben, was zum Wohl des Körpers und des Geistes ist.

    45. Ich gebe euch keine falschen Reichtümer, denn ihr würdet euch zugrunde richten. Und Ich komme, um euch zu retten, um euch nach diesem Leben zu meiner Rechten zu stellen.

    46. Bittet Mich um Reichtümer für den Geist, und Ich werde sie euch geben. Schmückt nicht eure Materie, während ihr den Geist nackt sein lasst.

    47. Mein Gesetz, das dem Menschen in den zwei ersten Zeiten gegeben worden ist, ist noch nicht befolgt worden. Daher bin Ich erneut bei euch, um euch zu erretten.

    48. Seit 1866 wird mein Wort in dieser Nation vernommen, in der die kristallklaren Wasser sich aus ihren Quellen auf die geistig Dürstenden ergießen. Hier bin Ich, um die steinernen Herzen meiner vielgeliebten Kinder zu glätten.

    49. Ach, wenn doch alle herbeikämen, Mich zu vernehmen! Aber manche ziehen es vor, obwohl sie Mich gehört haben, die holprigen Wege voller Geröll zu wählen, statt auf dem Lichtpfad des Herrn zu wandeln. Und dieser ist euer Bruder, der Undankbare, der Ungehorsame, der statt des Brotes des ewigen Lebens lieber das bittere Brot der Erde isst.

    50. Selig, die ihr bei Mir bleibt, weil ihr wisst, dass Ich Christus bin, der den verlorenen Sohn erwartet.

    51. Euer Vater ist gekommen, euch in seiner Lehre zu unterweisen, dieser geistigen Lehre, die keinen Fanatismus zulässt, die euch lehrt, das göttliche Gesetz und die menschlichen Gesetze vollkommen zu erfüllen.

    52. Ich habe euch nicht gelehrt, euren Körper zu verletzen oder abzutöten, um meine Vergebung zu erlangen. Die einzige Buße, die Ich von euch annehme, ist jene, in der ihr auf das Überflüssige oder Schlechte verzichtet, wenn auch oftmals mit Schmerz in eurem Herzen. Wann immer ihr so gehandelt habt, hat euer Herz den Frieden meines Geistes empfunden.

    53. Ich spreche in dieser Weise zu euch, weil Ich nicht will, dass euer Geist sich über den Staub der Erde schleppt, obwohl seine eigentliche Welt eine andere ist.

    54. Wisst ihr, was euch nach diesem Leben erwartet? Wohin wird euer Geist gehen? Ihr seid Wanderer auf dieser Welt, aber bald wird diese Wanderschaft enden und ihr werdet näher bei Mir sein.

    55. In den drei Zeitaltern habe Ich unterschiedliche Formen der Kommunikation mit der Menschheit gesucht: In der Ersten Zeit durch Moses, um eure Schritte zur Freiheit und zum Licht zu lenken. In der Zweiten Zeit, indem Ich Mensch wurde, als das Wort inkarnierte und für die Welt eine Spur der Erlösung hinterließ. Heute bin Ich auf der Weißen Wolke gekommen, als Regenbogen des Friedens, um euch zu sagen: Kommt im Verlangen nach dem Licht des Heiligen Geistes herbei. Ich will nicht, dass ihr auf neue Zeiten wartet, um euch aufzumachen, denn die kommenden werden größeren Schmerz und schwerere Prüfungen mit sich bringen.

    56. Ich hinterlasse nun das Dritte Testament, damit ihr es studiert und es befolgt, denn schon nähert sich das Jahr 1950.

    57. Wenn ihr meine Unterweisung nicht nutzt, werdet ihr bitterlich weinen, wenn ihr den Meister zu euch Lebewohl sagen hört. Wartet ihr etwa darauf? Wartet ihr, bis sich auch Seuchen und Hunger ausbreiten und Trauer und Schmerz in euer Heim einziehen?

    58. Ich will euch vereint und stark zurücklassen. Verkennt einander nicht, liebt euch, und der Friede wird universell sein.

    59. Welche unter euch werden morgen die Meere durchkreuzen, Berge überqueren und ferne Gegenden betreten? Welche werden ihre Familie, ihre Kinder verlassen müssen, um mein Wort zu den Nationen zu bringen?

    60. Wacht und meditiert, denn selbst vor dem Jahr 1950 habt ihr das Brot, das Ich euch gegeben habe, allein gegessen. Ihr habt eure Hand verschlossen, um die Reste dieser Speise zu verbergen, und habt das Wasser versteckt, ohne an die Dürstenden zu denken. Doch die Dinge werden sich ändern, und nach diesen drei letzten Jahren, in denen Ich euch mein Wort geben werde, werdet ihr euch als Meister aufmachen, um die Neulinge zu unterweisen. Reinigt euch von vielen eurer Unvollkommenheiten, damit ihr rein seid und für Religionen und Sekten ein Vorbild sein könnt. Bereitet euch vor, denn viele derer, die Mich derzeit vernehmen, werden Mir den Rücken kehren, andere werden aufbrechen und ihren eigenen Willen tun. Unter euch ist jener, der Mich verraten wird, der Mich ausliefern und verkaufen wird.

    61. Studiert mein Wort, damit ihr morgen nicht sagt, dass es ein Mensch war, der sprach, und nicht euer Gott. Doch wer ist fähig, so zu euch zu sprechen, wie Ich es tue? Welches menschliche Wesen hat die Fähigkeit, ein Volk umzuwandeln und zu erneuern, wie Ich es tat?

    62. Bald werdet ihr diese Stimme nicht mehr vernehmen, aber ihr werdet im Gedächtnis behalten, dass Ich von 1866 bis 1950 bei euch war, und dass während viele auf Mich hörten, andere mein Wort aus ihrem Herzen warfen. Ihr, die ihr bei Mir gewesen seid, werdet auch in der Ewigkeit beim Vater sein.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 205                            

    Gegeben am 1. Januar 1948

    1. Kommt und nehmt die Essenz meines Lehrwortes in euch auf, ruht euren Geist aus, bringt den Verstand und das Herz zur Ruhe.

    2. Nähert euch Mir auf solche Weise, dass ihr euch mit dem Frieden eures Meisters verschmolzen fühlt.

    3. So wie ihr herbeigekommen seid, so werdet ihr eure Geschwister aus fernen Ländern herbeikommen sehen, weil sie alle nach dem Licht dieser Botschaft verlangen.

    4. Allen werde Ich die ersten Lektionen geben, die sie vorbereiten, um später die Unterweisungen für den Geist zu verstehen.

    5. Denkt über das Wort nach, dringt in jeden Satz ein und sucht immer nach dem Sinngehalt, der Essenz meiner Lehre. Begreift, dass ihr, die Menschen, sich an meine Gesetze halten müssen, und sich nicht mein Gesetz euren Vorstellungen und eurem Gutdünken anpassen muss.

    6. Wenn Ich euch gewähren ließe, dass ihr meine Lehre nach eurem Willen und nicht nach dem meinen auf euer Leben anwendet, wahrlich, Ich sage euch, ihr würdet niemals aus eurem geistigen Stillstand herausfinden und ihr würdet eurem Geist niemals seine Entwicklung, seine Entfaltung und Vervollkommnung erlauben.

    7. Da seht ihr die in ihren Religionen träge gewordene Menschheit, die keinen Schritt mehr hin zum Licht macht, weil sie sich nicht dem unterworfen haben, was das göttliche Gesetz anordnet, sondern das Gesetz ihrem Willen zu unterwerfen versucht haben, indem sie es mit Mythen und Irrtümern anfüllten.

    8. Es ist notwendig gewesen, dass viele Menschen dieser Zeit sich von jeglicher Religion freimachen, um Mich mit dem Geist zu suchen und all‘ jene Eigenschaften, Gaben und Fähigkeiten entfalten zu können, die sie im Innersten ihres Wesens pochen fühlen.

    9. Diese sind es, die die Botschaften aufzunehmen vermochten, die zu ihnen vom ewigen Leben sprechen.

    10. Euch musste Ich von den verschiedenen Pfaden abbringen, auf denen ihr gingt, um euch auf diesen Weg zu bringen, auf dem meine Offenbarungen erstrahlen und meine Botschaften widerhallen. Denn Ich will, dass ihr zu denen gehört, die das Leben von einer größeren Höhe geistiger Erhebung aus betrachten.

    11. Was ist die Materie ohne Geist? Ein Verband unbelebter Zellen. Der Geist ist das Leben der Materie, aber das eine wie das andere stammen von Gott ab.

    12. Habt ihr mitunter daran gedacht, dass, da alles aus Gott hervorgeht, Er in euch ist? Und weshalb ist Er in euch und wozu? Etwa, um dort zu verharren, ohne sich zu offenbaren? (Dann) wäre Er nicht Gott, da Er überall erscheint, spricht, erleuchtet, sich fühlbar macht und offenbart. Seid also nicht der Auffassung, dass Gott in euch ist, um verborgen zu bleiben, ohne euch seine Botschaft zu geben. Denkt nicht, dass Er ohne Ideen in euch sein kann. Wisst, dass Gott sich durch euch in Fülle offenbaren will.

    13. Wüsstet ihr Mir zu antworten, wenn Ich euch fragen würde, warum Gott in euch ist? Warum Er, obwohl Er alles ist, in dem ist, was ihr Geist nennt, in jenem Teil eures Wesens? Warum Er will, dass ihr ein folgsames Werkzeug seiner Kundgebung sein sollt? Noch könnt ihr Mir nicht antworten, Jünger, weil euch niemand zur inneren Betrachtung angeleitet hat. Deshalb wisst ihr nicht, weshalb ihr den Vater offenbart, und warum Er sich durch eure Werke zum Ausdruck bringt. Aber wenn ihr euch mit Liebe dem Studium und der Ausübung meiner Lehre widmet, so zweifelt nicht daran, dass ihr bald auf diese und andere, noch tiefer gehende Fragen antworten könnt. Und wenn ihr einmal das Licht dieses Wissens erlangt habt, werdet ihr in Wahrheit wissen, warum und wozu der Vater in jedem seiner Kinder wohnt.

    14. Manche sagen, dass es Gott nicht gibt, und andere, die zwar bekennen, dass sie an sein Dasein glauben, sich nicht dafür interessieren. Doch in Unkenntnis darüber, dass sie Ihn in sich tragen, wissen die einen wie die anderen nicht, dass sie ohne Ihn nicht leben können.

    15. Wenn ihr einmal alle von dieser Wahrheit Kenntnis habt und aufrichtig glaubt, dass ihr geistige Kinder jener göttlichen Essenz seid, werdet ihr euch oftmals fragen, bis zu welchem Grad ihr Gott, den ihr in eurem Geist gegenwärtig habt, durch euch habt sich offenbaren lassen.

    16. Die Zeiten werden vergehen, ihr werdet einen langen Weg zurücklegen und eines Tages werdet ihr innehalten, um verwundert die Werke zu betrachten, die der Herr durch eure Vermittlung tat. Dann werdet ihr euch an Jesus, den Meister, erinnern, der an sich den Willen seines Vaters geschehen ließ.

    17. Wann werdet ihr begreifen, dass Gott, der euch das Leben gab, es dazu verwenden will, um sich zu offenbaren? Seht, wie manchmal eine einzige dieser Botschaften hier genügt, um euch viel weiter sehen und erkennen zu lassen als bis dahin, wohin ihr gelangt seid. Und dieses Verstehen wird euch befähigen, Wunder zu vollbringen, denn ihr werdet euch selbst erkennen, und eben deswegen werdet ihr euer geistiges Erbe anzuwenden verstehen.

    18. Oh geliebte Jünger, ihr müsst lernen, Liebe zu geben, Gutes zu tun und mit dem Geist zu geben. Ich sage euch, dass der, welcher der Welt die Macht seines Geistes offenbart und aus jener Wissensquelle schöpft, um es den anderen anzubieten, den Willen des Vaters vollziehen wird.

    19. Ihr müsst alle Fähigkeiten und Kräfte kennen, die ihr in euch habt, damit sich die Essenz eures Wesens zu offenbaren beginnt. Ihr werdet dann erleben, wie leicht es ist, die Probleme des Lebens zu lösen, wie ruhig und sanft das Ringen um den Aufstieg ist.

    20. Das Elend, der Schmerz und die Krankheit werden durch die Kraft des Geistes schwinden, der sie durch das Gebet vertreiben wird.

    21. Macht euch bereit, Mich zu empfangen, habt häufig Momente geistiger Vorbereitung, in denen ihr bereit seid, mit eurem Herrn Zwiesprache zu halten.

    22. Wenn ihr wirklich glauben würdet, dass ihr Gott in eurem Wesen tragt, könnten euch dann Krankheiten befallen oder Versuchungen zu Fall bringen? Wie könnte euch die schwache Kraft der Materie beherrschen?

    23. Ich mache euch frei und stark, damit ihr die Welt und das Fleisch besiegt. Denn Ich führe euch und bringe euch näher zur vollkommenen Zwiesprache mit dem Vater.

    24. Glaubt nicht, dass ihr bereits mit dieser Kommunikation, die ihr mittels dieser Verstandesorgane habt, die vollkommene Zwiesprache habt. Und sie ist auch nicht die schlichte Intuition, die manchmal euren Verstand erleuchtet. Die höchststehende Zwiesprache, die eindringlichste, die ihr erreicht, wird niemals mittels eurer Materie geschehen.

    25. Der Körper, Jünger, ist nur ein Gehäuse. Aber in seinem Inneren gibt es ein Fläschchen, dessen Parfüm oder Essenz der Geist ist. Und meint ihr nicht, dass es falsch ist, dass jenes Parfüm verschlossen ist, obwohl sein Duft eine ganze Wohnung wohlriechend machen könnte? Die Wohnung könnte heute euer Heim sein, morgen wird sie die Welt sein, später der endlose Raum.

    26. Volk: Öffnet euren inneren Tempel, damit ihr in ihm die Essenz empfangt, die dies Wort enthält. Wenn ihr im Äußeren bleibt, wenn ihr euch nicht bemüht, in euer Heiligtum einzutreten, werdet ihr, nachdem ihr Mich vernommen habt, fortgehen und auf euren Schultern weiterhin die Last tragen, die ihr bei eurem Kommen trugt, eine Last der Mühsale, der Krankheiten, der Enttäuschung.

    27. Lernt von denen, die sich schon vorbereiten, um Mich zu hören, indem sie zuerst in den inneren Tempel eintreten, der im Geist existiert. Sie stärken sich und heilen mit meiner Liebesbotschaft.

    28. Euch fehlt der Glaube, um euer Angesicht emporzurichten und hoffnungsvoll zu lächeln und der Zukunft ohne Befürchtungen, ohne Misstrauen ins Gesicht zu blicken, denn in der Zukunft bin Ich.

    29. Wie oft seid ihr krank, nur weil ihr es so denkt; denn auf Schritt und Tritt meint ihr, dass euch das Verhängnis verfolgt oder der Schmerz euch auflauert. Dann zieht ihr durch euer Denken die Finsternis an, mit denen ihr euer materielles Leben und euer geistiges Tagewerk überschattet. Doch Ich bin hier bei euch, um aufs Neue den Glauben an das Leben, an die Wahrheit, an das Ewige, an den vollkommenen Frieden zu entzünden, und auch um euch zu lehren, das Licht anzuziehen.

    30. Jünger: Der göttliche Plan war, ist und wird sein, euch vollkommen zu machen. Und wenn Gott euch für eure Gestaltgebung die Vorstellung der Vollkommenheit gewährte, weshalb dann das Licht dieser Wahrheit verdunkeln, die der Vater in euer Wesen hineinlegte, so wie in alles, was Er ersann? Wisst, dass der Mensch dem Universum gleicht und das Universum dem Menschen. Das Universum ist die große Wohnstatt der Kinder des Herrn. Doch in ihr gibt es viele Lebensräume, durch die ihr für eure Vervollkommnung gehen müsst, und der Geist des Menschen ist das Heiligtum, in dem euer Herr wohnen soll.

    31. Wenn ihr mein Wort versteht, werdet ihr bald sagen: „Vater, öffne schon heute die Tore meines inneren Tempels, damit Deine Essenz, welche Leben und Gesundheit, Weisheit und Kraft ist, in mich eindringt.“

    32. Ich sage euch: Wenn ihr so zu Mir sprecht, wird es geschehen, weil der Geist sich seiner Aufgabe hingegeben hat. Dann werdet ihr Mich durch euch offenbaren sehen, sogar durch euren Körper, das geringe Wesen, das dennoch in seiner Ausgestaltung Größe besitzt.

    33. Heute bewohnt ihr diese Wohnstätte, morgen werdet ihr eine andere jenseits der Erde bewohnen, und von jeder Wohnstätte werdet ihr das für eure Vervollkommnung Notwendige nehmen.

    34. Überall werdet ihr euren Geschwistern begegnen, denn das Universum ist voller Geschöpfe, und alle sind Kinder Gottes.

    35. Sonnen, Sterne, Welten, Elemente, Wesen jeder Art, Atome, Kräfte, alles, vom höchsten Engel bis zum dunkelsten Kriechtier, sie alle sind Kinder des Absoluten Wesens, alles gehört Ihm. Ihr wisst, dass es keinen Reichtum gibt, der keinen Besitzer hat, und der Eigentümer dieses universellen Reichtums ist Gott.

    36. Nun frage Ich euch, Jünger: Ist es möglich, dass ihr krank seid? Ist es möglich, dass ihr betrübt seid, obwohl diese Lehre dazu da ist, euch frei und glücklich zu machen?

    37. Für die Offenbarung, die Ich euch gebracht habe, ist die geistige Einführung nötig, die nur Ich, der Meister des Geistes, euch gebe.

    38. Wenn ihr euch immer mehr als Materie denn als Geist gefühlt habt, so lehre Ich euch nun, mehr Geist als Materie zu sein und sich als solches zu fühlen. Dies ist Erlösung, Rettung und Frieden.

    39. Manchmal fragt ihr euch, warum ihr in dieser Zeit mehr leidet als die Menschen vergangener Zeiten, und warum ihr kommen musstet, um eine geistige Mission zu erfüllen, die ihr früher nicht hattet. Und Ich sage euch: Diese Aufgabe, geistig auf den Pfaden des Guten und des Lichts zu wandeln, um auf den Gipfel des göttlichen Berges zu gelangen, ist immer in eurem Geist gewesen. Und andererseits haben sich in der gegenwärtigen Existenz alte Schulden angesammelt, nicht zum Abschluss gebrachte Werke und nicht zu Ende geführte Missionen.

    40. Wer den Sinn eines neuen Lebens nicht zu begreifen vermag, wird gegen meine Gerechtigkeit aufbegehren und seine Wiedergutmachung als Strafe auffassen. Wer dagegen in einem neuen Dasein die Gelegenheit erkennt, Schulden zu bezahlen und Flecken abzuwaschen, der wird den Namen des Herrn segnen.

    41. Noch seid ihr klein, und als Kleine sollt ihr aufrichtig sein. Schämt euch nicht, Mich in euren Gebeten um Kleinigkeiten zu bitten. Das Wesentliche ist, dass ihr betet, denn Ich werde euch inspirieren und erziehen.

    42. Betet, übernehmt meine Sätze, salbt und heilt euch durch den Glauben und die Kraft, die diese verbreiten.

    43. Morgen, wenn euer Gebet nicht mehr dazu da ist, eure Krankheiten zu heilen, sondern euch an der Zwiesprache mit dem Vater zu erquicken, wird euer Geist durch Regionen reisen, die dem Verstand nicht bekannt sind. Zu einigen werdet ihr Stärke und Beglückungen des Geistes hinbringen.

    44. Gott, der in euch ist, wird seine Botschaften durch eure Lippen kundtun, wenn euer Geist und euer Körper sie auszulegen verstehen.

    45. Wie ist es möglich, dass Gott durch den Menschen spricht, könnt ihr euch fragen. Und Ich sage euch: Zu jener Zeit wurde das ‚Wort‘ Mensch, um das Wort Gottes auszusprechen. Das ‚Wort‘, welches der Ausdruck der Weisheit ist, nahm Fleisch an, und sein Körper war Jesus, der Mensch.

    46. Warum solltet ihr, die ihr die Jünger von Jenem seid, in welchem das ‚Wort‘ sprach, dieses nicht mittels des Geistes und selbst des Fleisches offenbaren?

    47. Heute seid ihr Schüler und seid nicht immer fähig, meine Lektion zu verstehen. Doch sprecht zunächst zu Gott mit eurem Herzen, mit eurem Gedanken und Er wird euch vom Innersten eures Wesens aus antworten. Seine Botschaft, die in eurem Gewissen sprechen wird, wird eine klare, weise, liebevolle Stimme sein, die ihr nach und nach finden werdet, und an die ihr euch später gewöhnen werdet.

    48. Es ist notwendig, dass ihr von Anfang an über die Botschaften nachdenkt, die ihr durch euer Gebet aufnehmt, damit ihr wirklich diejenigen erkennt, die ihr von eurem Vater bekommt und sie niemals mit jenen Stimmen, Ideen, Gedanken und sogar Offenbarungen eures verwirrten Geist verwechselt. Nur in der Stille und in der Meditation werdet ihr den Weg erkennen können, auf dem jede Botschaft zu euch gelangt.

    49. Welcher Mensch könnte sagen, in welche geistigen Regionen sein Geist eindringt, und bis zu welcher Höhe des Lichts er sich zu erheben vermag? Niemand. Daher irrt sich oftmals der, der die Wege des Gebets, der Gemeinschaft mit Gott, der geistigen Betrachtung des Geistes nicht kennt. Denn anstatt dem Licht entgegen zu gehen, dringt er in die Finsternis ein, woher er schlechte Inspirationen und falsche Botschaften empfängt.

    50. Kämpft, versucht, das Wissen zu erlangen, das zum ewigen Licht des Geistes führt, dort, wo euer Ursprung und euer Ziel ist.

    51. Ströme von Gesundheit strömt mein Wort aus. Wenn ihr euch vorbereitet, um zu empfangen, werdet ihr gesund sein. Wenn ihr die Gesundheit zu suchen versteht, werdet ihr feststellen, dass ihr euch durch den Geist geheilt habt.

    52. Bittet, betet, sucht Mich. Ich werde euch zudem einige Fortschritte gewähren. Doch bemüht euch darum, Verdienste zu erwerben.

    53. Dringt allmählich in die Harmonie des Lebens ein, indem ihr mit all‘ euren Geschwistern, gegenwärtigen und abwesenden, sichtbaren und unsichtbaren, eine einzige Familie bildet.

    54. Dann werdet ihr euch eines nie zuvor erlebten inneren Friedens erfreuen, welcher der Befolgung des göttlichen Gebotes entspringt, einander zu lieben.

    55. Geliebte Arbeiter: Ich sehe, wie fleißig ihr die Felder bestellt, die Erde vorbereitet und den Samen in sie legt, der euch morgen seine Früchte bringen wird und so eure Anstrengung vergelten wird. Wählt den Samen aus und grabt die Erde um, denn ihr beginnt nun ein Jahr, das das erste der drei letzten Jahre ist, in denen Ich Mich in dieser Weise unter euch kundgeben werde. Die Zeit, die noch bleibt, ist kurz, und ihr werdet euch bei eurer Vorbereitung beeilen müssen, denn Ich will euch nicht als schwache Kindlein, sondern als fortgeschrittene Jünger zurücklassen, die schon nahe daran sind, zu Meistern zu werden.

    56. Nach meinem Scheiden werdet ihr die Verantwortlichen für die Auslegung sein, die ihr meiner Lehre durch eure Worte und eure Werke gebt. Die Menschen werden meine Lehre nach euren Taten und eurem Leben beurteilen.

    57. Meine Inspiration wird euch nicht fehlen. Durch sie werdet ihr den Augenblick erkennen, in dem ihr sprechen müsst und was ihr sagen müsst. Mit klaren, bestimmten und schlichten Worten sollt ihr das Dasein des Jenseits bekanntmachen, das Ich euch offenbart habe, und so für eure Geschwister mit wahrer Liebe einen geistigen Pfad anlegen, und immer sollt ihr eure Worte mit Taten und Beispielen bekräftigen.

    58. Allmählich lernt ihr, fremde Leiden wie eigene zu empfinden. Der Grund dafür ist, dass euer Geist, wenn er sich an meiner Lehre sättigt, sich erhebt, Entfernungen überwindet und in die Geheimnisse des Jenseits eindringt, wo er entdeckt, dass der Ursprung aller Wesen ein einziger ist: der Vater, in welchem ihr alle Geschwister seid.

    59. Aber nicht nur euer Geist hat in meinem Werk Anstöße zu seinem Fortschritt erhalten. Auch eure verstandesmäßigen Fähigkeiten haben sich entfaltet, als ihr gefühlt habt, wie die geistige Inspiration in euch immer stärker wurde, und ihr festgestellt habt, dass das Verstehen all‘ dessen, was ihr früher unklar saht, sich mehrt und die Geheimnisse sich aufklären.

    60. Wenn es euch nicht gelingt, ganz in die Welt des Geistes einzudringen, um alles, was sie enthält, zu begreifen und zu fühlen, so deshalb, weil ihr noch dem Druck der Materie und dem Einfluss der Welt ausgesetzt seid. Ich habe euch vieles offenbart, aber wahrlich, Ich sage euch, der Mensch wird niemals von dieser Erde aus verstehen, wie die Welt ist, die ihn erwartet, auf welche Weise dort der Geist lebt, welche Seligkeiten er in Gegenwart der Göttlichkeit erlebt, und wie jener seine Läuterung erhält, der voller Unvollkommenheiten bedeckt ist.

    61. Wenn der menschliche Verstand die Wonne des reinen Geistes im Jenseits begreifen würde, dann hätte jene Glückseligkeit Grenzen, wie sie der Mensch hat. Darum sage Ich euch, dass ihr jenes von hier aus nicht zu begreifen vermögt, wohl aber zu erahnen.

    62. Ebenso wenig könnt ihr euch die Intensität des Schmerzes vorstellen, den ein Geist erlebt, wenn sein Gewissen ihn in die Gegenwart meiner Göttlichkeit bringt. Daher sage Ich euch immerzu: Bereitet euch vor und erhebt euren Geist, denn ihm werden die Unterweisungen offenbart, die er kennen muss. Seht wie zwischen dem Geist und dem Verstand ein wirklicher Einklang bestehen muss, damit ihr schon von hier aus eine Ahnung von jener Wahrheit erlangen könnt.

    63. Ich habe zugelassen, dass eure Intelligenz sich weitet und in der Unendlichkeit das Licht sucht, das sie benötigt. Ich habe euch Willensfreiheit gewährt, damit ihr (selbst) euren Weg wählt. Aber Ich habe meine Gebote über euren Willen gestellt. In jenem Gesetz werdet ihr den rechten Weg erkennen können, in ihm werdet ihr die Kenntnis finden, um eure Werke zu läutern. Falls ihr diesem Weg nicht folgen möchtet, seid ihr frei, euch von ihm abzuwenden. Doch ihr werdet euch nicht mehr selbst betrügen können, euer Gewissen wird unablässig zu euch sprechen. Auch dann, wenn ihr, bereits ohne Materie, in meine Gegenwart gelangt, wird jener innere Gewissensrichter euch richten und euch sagen, welchem Läuterungsweg ihr folgen müsst. Jenes Gerechtigkeitslicht ist Teil von Gott selbst, der in euch ist und der euch lehrt, das Gute zu lieben und das Böse zurückzuweisen.

    64. In diesen Vorbereitungsjahren sollt ihr euch dem Studium meiner Lehre widmen, denn es gibt viele Herzen, die eures Wortes bedürfen. Es gibt Überdruss an so viel Verderbtheit, es gibt Hunger danach, geistig zu leben.

    65. Die Jünger dieses Werkes werden die geistige Nahrung überschwänglich weitergeben, werden die falschen Vorstellungen, die die Menschheit bisher gehegt hat, korrigieren, werden die Frohe Botschaft dieser Zeit, in der ihr lebt, weitergeben, werden die Weiterentwicklung von Weltanschauungen und des Lebens, das diese Zeit mit sich bringen wird, ankündigen, werden den Menschen zu Diensten sein, ohne nach Klassen, Sekten, Religionen oder Rassen zu unterscheiden, werden jedem geistigen oder physischen Bedürfnis Rechnung tragen. Diese Jünger werden wie ein Leuchtturm sein, der das Boot des Schiffbrüchigen erhellt, werden der Stern sein, der den rettet, der orientierungslos in der Nacht umhertappt.

    66. Sie werden keine Tempel aus Stein erbauen, noch werden sie Altäre errichten, um ihre Werke bekannt zu machen. Sie werden einen großen geistigen Tempel erbauen, dessen Steine die Herzen der Menschen sein werden, die sich durch die Kraft der Liebe miteinander vereinen.

    67. Hört aufmerksam meinen Unterweisungen dieser letzten drei Jahre zu. Denn die Jünger, die diese Lehre lernen, werden nach 1950 die Meister sein. In jener Zeit werde Ich, wo auch immer ihr euch nach meinem Willen vereinigt und in Wahrheit zu Mir erhebt, euch mit dem Licht meiner Inspiration erleuchten, damit ihr große und grundlegende Werke vollbringt. Doch bereitet euch dafür zu, denn wenn der von Mir festgelegte Zeitpunkt gekommen ist, werde Ich Mich nicht mehr des Stimmträgers bedienen.

    68. Mein Licht wird in jedem meiner Kinder erstrahlen, das sich auf die Zeit der direkten Zwiesprache mit dem Meister vorbereitet. Aber es wird nicht in jenen sein, die mein Werk verkaufen und zu Händlern werden. Bereitet euch vor, damit, wenn mein Wort im Jahr 1950 endet, ihr die Form verstanden habt, um auf dem Weg voranzukommen. Denn, hört gut zu!: all‘ jene werden in Verwirrung geraten, die sich nicht genügend vorbereitet haben.

    69. Begreift, geliebtes Volk, die Art und Weise, in der ihr mein Wort nach meinem Willen unter die Menschheit bringen sollt. Damit ihr nicht strauchelt, sollt ihr euch nicht vornehmen, die Gewohnheiten, die die Menschheit jahrhundertelang gehabt hat, von einem Augenblick zum andern umzuwandeln. Gebt ihr meine Lehre und sie wird die Irrtümer begreifen, in denen sie gelebt hat. Die Überzeugungskraft, die meine Lehre besitzt, wird ihr Auffassungsvermögen erleuchten und die Wahrheit wird erkannt werden. Dann wird das, was in ihren Augen einst als falsch erschien, in unendlichem Licht erstrahlen.

    70. Meine Kinder, Ich bin bei euch gewesen und habe euer Herz berührt, damit ihr Mir in ihm einen Platz bereitet, in dem Ich für immer wohnen kann.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 204                            

    Gegeben am 1. Januar 1948

    1. Ich empfange euch, Volk. Die Tore meines Reiches öffnen sich, um euch willkommen zu heißen und meine Liebe auf euch auszugießen. Ich gebe euch in diesem Augenblick das, was ihr gemäß dem Glauben der einen und der Bedürftigkeit der anderen benötigt.

    2. Ich komme, um das Heiligtum eures Herzens zu suchen. Ich komme, um euch das Licht der Wahrheit zu geben, welches das Licht der Liebe ist, deren mächtige Kraft die Schöpfung bewegt und alles in ihr in Ordnung, in Harmonie, im Gleichgewicht hält. Darum lehre Ich euch zu lieben, damit ihr das Geheimnis des Lebens kennenlernt. Seid hochherzig, damit eure Liebe wie ein Lied ist, das das Herz der Betrübten erfreut.

    3. Es liegt in euren Händen, eure Aufgabe zu erkennen und zu erfüllen. Eure Bestimmung ist es, den Geist über jedes Elend und jede Sünde zu stellen, euer ganzes Wesen zu erheben, euch zu veredeln und würdig zu machen. Ich will, dass ihr euren Körper ohne Gewaltsamkeit beherrscht, dass ihr es mit Weisheit und zugleich mit Barmherzigkeit tut. Wenn die Menschen, statt meine Gesetze zu erörtern, sie in liebevollem Gehorsam erfüllen, werden sie aus dieser Welt ein Paradies wie jenes machen, dessen sich die ersten Menschen in ihrer Unschuld und ihrem Gehorsam erfreuten, bevor sie es mit unreinen Gedanken und Taten befleckten.

    4. Wenn der Mensch nach dem Willen des Himmlischen Vaters leben würde, wäre diese Welt ein Tal materieller Wohltaten und geistiger Erhebung. Er würde nicht über die Widrigkeiten der Naturgewalten klagen, denn er würde mit ihnen und mit allen Geschöpfen in Harmonie leben. Es wäre ein göttliches Konzert, in dem jeder Mensch eine Note wäre. Aber der Mensch lebt nicht in Einklang mit den göttlichen Gesetzen und darum ist er zum Gefangenen des Schmerzes, zum Sklaven seiner selbst geworden. Der Mensch schleift Ketten hinter sich her, leidet, vergießt Tränen und verzweifelt, ohne zu erkennen, dass er all dies seinem eigenen Tun und Lassen verdankt. Wenn er begreifen würde, dass es keine Träne gibt, die nicht gerechtfertigt ist, würde er bald seine Erhebung erlangen.

    5. Wahrlich, Ich sage euch, die Lösung von allen Übeln, die die Menschheit erleidet, liegt in den Händen des Menschen. Er kann sein eigener Arzt sein. Deshalb sage Ich euch, dass euer Geist sich zu Mir erheben wird, wenn ihr den Weg einschlagt, den euch das Gewissen diktiert.

    6. Wozu wollt ihr dieses Leben, wenn es nicht zum Wohl eures Geistes ist, der der Ewigkeit angehört? Ihr seid auf diese Welt der Krankheiten, der Tränen, der Schmerzen gekommen und wollt nicht wissen, dass ihr euer Leben mit ein wenig Güte umwandeln würdet.

    7. Wer Mich wirklich liebt, wird der Weise sein, der zuerst die Welt und danach das ganze Universum umfasst. Seht die Liebe eures Gottes sich in der ganzen Schöpfung offenbaren. Sie ist weises Handeln, vollkommenes Wort, ist der Schlüssel zum Reich. Die Liebe, die das Herz des Universums ist, wird euer Dasein erheben, bis die Zwiesprache aller Wesen mittels des Gedankens erreicht ist.

    8. Volk: Das Jahr hat 365 Tage, doch wie viele Werke der Barmherzigkeit, der Liebe tut ihr in ihm? Warum sagt ihr Mir, dass ihr Mich liebt, wenn ihr nichts für eure bedürftigen Geschwister tut? Wenn Ich euch sage, dass Ich euch liebe, beweise Ich es mit wahrhaftigen Werken. Die Menschen behaupten, Christus zu lieben, und verletzen Mich in jedem Augenblick, sie richten Mich, zerstören in sich selbst mein Andenken und mein Vorbild und weigern sich, meinen Werken zu nachzufolgen. Glaubt ihr nicht, dass all dies einer Dornenkrone und einer erneuten Kreuzigung gleichkommt? Wenn Ich geistig den Kranken, den Betrübten, den Armen, den Gefangenen beistehe, weshalb sehe Ich euch dort nicht, Mich dabei begleitend? Warum verweigert ihr denen, die euch darum bitten, ein wenig Barmherzigkeit? Erkennt, weshalb Ich euch gesagt habe, dass ihr Mich erneut gekreuzigt habt. Denn wer Liebe verweigert, verleugnet Mich.

    9. Ich habe euch gesagt, dass ihr als Kinder Gottes mit Ihm identifiziert sein müsst. Warum helft ihr nicht mit, die Schöpfung des Vaters durch eure eigenen gedanklichen, moralischen oder geistigen Schöpfungen zu verschönern?

    10. Der wahre Diener Gottes ist jener, der den Balsam der Liebe für die Menschen verwaltet, der die von einem tiefempfundenen Mitgefühl inspirierte Barmherzigkeit ausübt.

    11. Mein Schmerz für euch hat lange Zeit angehalten, und dieser Schmerz kommt von eurer Verständnislosigkeit und eurem Mangel an Liebe.

    12, In dieser Dritten Zeit komme Ich zurück, um liebevoll jenen Satz zu wiederholen: „Liebt einander.“

    13. Volk, macht euch bereit, meinen Heilbalsam zu empfangen. Jeder, der aufnahmebereit ist, wird gesund werden, jeder Schwache wird gestärkt werden. Konzentriert euch auf euer Herz, erhebt euren Geist zu Mir und wartet. Ich werde euch mehr geben als das, was ihr geglaubt habt. Empfangt in der Stille, denn in der Stille gebe Ich euch. Ich bin die Sonne eurer Hoffnung, geliebte Schafe. Aber ebenso, wie Ich euch gebe, gebt auch ihr. Seid nicht engherzig. Wenn ihr etwas gebt, so denkt nicht an das, was ihr damit euren Kindern entzieht. Denn wenn euch das schwerfällt, was ihr gebt, ist es besser, wenn ihr es nicht tut.

    14. Urteilt nicht über das Leben eurer Mitmenschen, denn ihr werdet dann nicht nur eure Lippen beflecken, sondern auch euer Herz. Ihr sollt jedoch bereit sein, jede eurer Handlungen zu beurteilen und die Weisungen eures Gewissens zu vernehmen.

    15. Führt ein reineres Leben, und wenn euch der Harmonie mit allen Kindern Gottes annähert, werdet ihr jenen Frieden, nach dem ihr euch so sehr sehnt, zu fühlen beginnen.

    16. In Wahrheit sagt euch der Meister: Von diesem Morgen an findet der Vergleich mit den drei Zeiten statt, die symbolisch die drei Jahre darstellen, in denen Ich euch (noch) mein Wort geben werde. Deshalb wird meine Unterweisung nun tiefgehender sein, da mein Licht euer Auffassungsvermögen aufgeschlossen hat und in euren Geist eingedrungen ist.

    17. Ihr seid nicht mehr die Menschen der Ersten Zeit, die in ihrem primitiven Zustand keine uneingeschränkte Kenntnis eines geistigen Gesetzes hatten, um sich daran zu halten. Es war notwendig, dass die gesandten Propheten des Vaters das Dasein Gottes bezeugten. Sie alle sprachen von ein- und demselben Göttlichen Wesen, und so begann sich in der Menschheit ein Glaube an den lebendigen und wahren Gott zu bilden. Abraham mit seiner Liebe zu seinem Herrn, Jakob mit seiner Standhaftigkeit in den Prüfungen, und Moses mit seinen Inspirationen und dem Gesetz bekräftigten und mehrten die Erkenntnis Gottes für die Menschen.

    18. Jene Menschen waren die Wegbereiter eines Zeitalters, so wie ihr dies von einem anderen sein sollt, dem Zeitalter der Vergeistigung.

    19. In diesem Jahr 1948, das die Erste Zeit repräsentiert, werdet ihr in meinem Wort viele Unterweisungen kennenlernen, die sich auf jene Zeit beziehen. Ihr werdet die Bedeutung der Geschichte Israels erkennen, das nicht das einzige Volk gewesen ist, das in der Ersten Zeit errettet und geistig in der Zweiten Zeit erlöst wurde. Jenes Volk könnt ihr im Herzen aller Rassen finden. Israel könnt ihr auch in allen Religionen entdecken; denn jenes Volk wurde als Werkzeug auserwählt, um der ganzen Menschheit ein Beispiel und eine Lehre zu geben. Darum sage Ich euch, dass die Geschichte Israels, dem ihr geistig angehört, allen bekannt sein soll, denn in ihr sind die großen Offenbarungen enthalten, die Ich den Ersten gab.

    20. Ihr werdet erstaunt sein, in jenen Zeiten so große Geister wie Abraham vorzufinden, der seinen Herrn mit reiner Liebe mehr als alles Geschaffene liebte. Meditiert über das Leben und die Werke jenes Menschen nach, und ihr werdet entdecken, dass sein Glaube, seine Kraft, seine Sanftmut und seine Liebe der wahre Stamm des israelitischen Baumes ist.

    21. In jenen Zeiten gab es götzendienerische und heidnische Völker, die die Naturkräfte wie Gottheiten anbeteten, denen sie unreine Kulte darbrachten. Da erschien Abraham und machte die Inspiration bekannt, die er von seinem Herrn empfing, welche Licht der Wahrheit und der Gerechtigkeit war. Doch die Menschen, hartherzig und ungläubig, unterwarfen den Patriarchen der Prüfung. Er entkam allen Fallstricken und Nachstellungen, bekehrte sie zur Lehre des Guten, bis er sie dazu brachte, den Gott Abrahams als den unsichtbaren, aber lebendigen Gott aller Zeiten zu verkünden.

    22. Seht, wie lange es schon diese geistigen Kämpfe unter den Menschen gibt. Doch erkennt, dass nach ihnen immer das Licht der Wahrheit erstrahlt ist.

    23. Begreift, dass Ich euer Leben durch mein Wort nicht schwieriger mache, sondern eure Gottesverehrung und eure Ausübungen vereinfache. Ich lehre euch, dass es nicht nötig ist, die Güter der Welt zu verschmähen oder eure Pflichten zu vernachlässigen, um Mir wohlgefällig zu sein. Denn solange ihr in der Materie seid, werdet ihr menschlichen Bedürfnissen unterworfen sein. Aber Ich lehre euch auch, dass ihr selbst das, was von der Erde stammt, unter Beachtung eines Gesetzes zum Wohl eures Geistes gebraucht. Wenn ihr so lebt, werdet ihr mein Gesetz erfüllen.

    24. Seit der Ersten Zeit habe Ich euch einen geistigen Hirten vor euch gestellt, der zugleich der Wegbereiter meines Kommens unter mein Volk gewesen ist. Ihr hattet diese Lektionen nicht voll und ganz begriffen und gerietet aus Unwissenheit in falsche Kulte, indem ihr die Naturkräfte oder das Goldene Kalb angebetet habt.

    25. Der Gott der Wahrheit hat sich immer in eurem Dasein offenbart, sei es, dass Er euch mit Reichtümern überhäufte, Licht in eure Intelligenz einstrahlte oder euch die Macht gab, auf der Welt zu regieren.

    26. Gestern wart ihr Herren, lebtet im Überfluss, aber ihr ließet euch von der Selbstsucht und der Eitelkeit dazu verleiten, die einfachen Leute zu Dienern und Sklaven zu machen. Dennoch habe Ich euch vergeben, und bin als Vater gekommen, um den wiederaufzurichten, der gefallen ist und alle zu segnen. Ich bin für euch euer Diener gewesen, da Ich euch alles gewährt habe, worum ihr Mich gebeten habt. Aber Ich habe geduldig auf die Stunde gewartet, in der ihr euch aufmacht, um die Mission zu erfüllen, die Ich euch schon zu Anbeginn der Zeiten anvertraut habe.

    27. Ich bin die Gerechtigkeit, dennoch bestrafe Ich euch nicht. Denn nicht einmal dafür, dass ihr Mich gekreuzigt habt, habe Ich euch zur Rechenschaft gezogen. Daher sind es eure Mühsale und Leiden, die euch läutern. Es ist euer Ungehorsam gegenüber meinem Gesetz, der für euch die Läuterung, die Wiedergutmachung, die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands geistiger Reinheit notwendig macht. Aber ihr seid auf dem sicheren Wege des Fortschritts und der Erlösung des Geistes. Ihr müsst euch jedoch eurer Mission und der Zeit, in der ihr lebt, bewusst sein. Denn wenn ihr euer Gewissen fragt, was ihr zum Wohl der Menschheit getan habt, ob mein Gesetz bereits der Welt bekannt ist und ob mein Werk vorangekommen ist, so wird es euch sagen: Nein.

    28. Nun, da Ich zu euch spreche, gewöhnt ihr euch an mein Wort. Erkennt, dass Ich, um Glauben zu finden, schlichte und demütige Herzen ausgewählt habe, um Mich durch ihre Vermittlung kundzugeben. Dennoch habt ihr gezweifelt und habt sogar geglaubt, dass es der Mensch ist, der zu euch spricht. Darum habe Ich euch erlaubt, dass ihr die Menschen, durch die Ich Mich kundtue, in ihrem Normalzustand ohne Verzückung erforscht, damit ihr euch von ihrer Unbeholfenheit und ihrer Unwissenheit überzeugen könnt. Ich habe euch Demut und Barmherzigkeit gelehrt, habe euch vorbereitet und Ämter unter mein Volk verteilt. Aber viele von denen, die sie bereits erhalten haben, sind selbstherrlich geworden, haben sich zu Herren gemacht und wollen die Ersten sein.

    29. Der Erste bin Ich allein, und Ich komme nicht, um euch zu demütigen, noch euch zu meinen Sklaven zu machen, sondern Ich lege alles in eure Hände, was euch fehlt. Ich bin der Vater und kann gegenüber euren Leiden nicht gleichgültig sein. Ich bin Gott und kann euch nicht in der Finsternis im Stich lassen. Deshalb offenbare Ich Mich bei euch, damit ihr Mich erkennen könnt und wisst, bei wem ihr euch befindet und wen ihr vernehmt.

    30. Ihr habt kein Beispiel von Einigkeit gegeben und deshalb könnt ihr den Mangel an Brüderlichkeit und Harmonie unter den Religionen und Sekten sehen, deren Meinungsverschiedenheit und Spaltungen den Wunsch nach Macht nähren, und die sich für eine neue Schlacht rüsten.

    31. Ihr wart noch nicht imstande, mein Gesetz zu erfüllen. Der Weg besteht aus Licht, doch oftmals wandelt ihr in der Finsternis. Ihr empfangt jeden Augenblick die Liebe des Meisters, und trotzdem schürt ihr Feinseligkeiten. Ihr erhaltet dauernd Unterweisungen über Moral und Tugend, und noch immer gibt es bei euch schlechte Taten und Gedanken. Daher spotten die zuletzt Gekommenen, weil sie bei meinen Jüngern Falschheit sehen. Ebenso wenig glauben die Wissenschaftler, wenn sie meinen Kundgaben beiwohnen, an die Kundgebung meines universellen Strahles durch das menschliche Verstandesvermögen. Ihr müsst große Beweise von Vollmacht geben, indem ihr Lazarus aus dem Grab auferstehen lasst, dem Blinden das Licht gebt und dem Lahmen Beweglichkeit, all jene Beweise, die der Mensch sehen muss, um an mein Kommen unter euch in dieser Zeit zu glauben.

    32. Es ist eure Materie, die sich als Hindernis aufrichtet, damit der Geist seine Aufgabe erfüllt, und die sich meinem Willen widersetzt. Doch Ich habe euren Geist mit einem Schwert versehen, damit er im Kampf mit den Leidenschaften seines eigenen Leibes siegt und Verdienste erwirbt, da die widerspenstige Materie dem Geist zur Wiedergutmachung oder als Prüfstein dient.

    33. Darum bin Ich gekommen, euch beizustehen. Ich bin euer Heiland und biete euch die Gelegenheit an, das „Gelobte Land“ kennenzulernen und darin zu wohnen.

    34. Nutzt die Zeit, die Ich euch anvertraut habe. Ihr kennt nicht die Stunde, in der Ich euch rufe. Macht euch frei vom Materialismus, übt aus, seid der wahre Apostel, und Ich werde den Menschen durch eure Vermittlung die Macht der göttlichen Barmherzigkeit offenbaren.

    35. Die großen Prüfungen erwarten euch. Bereitet euch vor! Ich will nicht, dass ihr morgen sagt, dass ihr nicht belehrt worden seid, noch will Ich euch verloren oder bedürftig sehen, wenn ihr im Besitz einer unermesslichen Macht seid. Ich, der euch so viel Liebe gegeben habe, der euch an meiner Festtafel das Essen und den Wein genießen ließ, möchte euch hernach nicht Ketten des Elends und des Leidens hinter euch herschleppen sehen.

    36. Wenn ihr nicht erfüllt, werdet ihr euch eine schmerzliche Zukunft bereiten, und anstatt die Ersten zu sein, werdet ihr euch als die Letzten fühlen. Ihr werdet eure Angehörigen umkommen sehen, werdet das tägliche Brot knapp werden sehen. Der Krieg wird euch geliebte Wesen entreißen, und diese Erde, die Ich erwählt habe, um mein Licht und meinen Frieden überfließen zu lassen, werdet ihr mit unschuldigem Blut befleckt werden sehen. Ihr werdet das fremde Joch fühlen, werdet deren Sklaven sein und werdet vom wahren Wege entfernt werden. Zu jener Zeit werdet ihr meine Stimme nicht mehr vernehmen.

    37. Ich, der Schöpfer, fordere euch nicht noch zwinge Ich euch mein Gesetz auf. Ich komme herab, um euch um Erfüllung und um Demut zu bitten.

    38. Friede sei mit dir, Volk, wann immer du mein Wort mit gutem Willen vernimmst.

    39. Ich bin der göttliche Gärtner, der die Gärten eurer Herzen pflegt und sie mit himmlischem Wasser begießt, und Ich bin gekommen, um einen Tropfen göttlicher Liebe auf die so große Bitternis der Erde zu vergiessen. Ich zeige euch den Pfad, der zum Reich des Vaters führt, ein Weg, auf dem ihr niemals ein Ende finden werdet, sondern auf den ihr immer Fortschritt erlangen und neue Herrlichkeiten kennenlernen werdet.

    40. Heute schleift euch mein Wort ab und gibt euch Gestalt. Ich bearbeite den inneren Menschen, den Geist. Lernt, euch zu formen und euch schöne Formen zu geben, denn Ich werde euer Werk segnen, damit ihr danach die Verwirklichung eurer großen Mission auf dieser Welt vollendet.

    41. Ich bin euer Meister, doch betrachtet Mich nicht als vom Vater getrennt, denn Ich bin der Vater. Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Sohn und dem Heiligen Geist, denn der Heilige Geist ist Einer, und dies bin Ich. Seht in meinen Offenbarungen aller Zeiten einen einzigen Gott, der sich euch durch vielfältige und unterschiedliche Unterweisungen gezeigt hat, als ein einziges Buch mit vielen Seiten, mit vielen Liebeslektionen.

    42. Heiligt meinen Namen mit euren Werken, und ihr werdet jenes Licht in euch finden, das euch von der Finsternis der Unwissenheit und der Sünde befreien wird.

    43. Erinnert ihr euch, Volk, wie ihr gewesen seid, bevor ihr durch mein Wort geformt wurdet? Erinnert ihr euch daran, dass ihr früher vieler Handlungen fähig wart, die ihr jetzt nicht mehr tut? Ihr könnt euer heutiges Leben nicht mit eurem vergangenen Leben vergleichen. Früher wart ihr der einsame Wanderer, der seinen Weg ohne ein Licht zurücklegte, das das Dasein erhellte und die Hoffnung in ihm entzündet hätte. Heute seid ihr Schüler Jesu, in dessen Quell der Liebe ihr euren Durst gelöscht und eure Wunden gewaschen habt. Meine Liebe zieht die Dornen heraus, die in euch stecken, und wenn euer Kreuz Nägel hat, werde Ich sie gleichfalls herausziehen.

    44. Ich bin das Licht dieser Welt und aller Welten. Ich will, dass ihr euch mit diesem Licht bekleidet. Mein Wort ist Heilbalsam, heilt euch damit, indem ihr es vernehmt. Weshalb seid ihr krank, leidet und weint ihr, obwohl ihr Gott in euch habt? Prüft euch selbst und korrigiert alles, was zu korrigieren ist. Reinigt alles, was es zu reinigen gibt. Ich sagte euch: „Reinigt das Gefäß von innen und von außen“, das heißt, dass euer inneres Wesen im Willen und in der Inspiration mit eurem materiellen oder menschlichen Wesensteil in Einklang sein möge.

    45. Ich forme euer inneres Leben, jenes, das ihr vor den Menschen verbergt, das für die anderen unsichtbar ist, das ihr jedoch vor Mir nicht verbergen könnt. Formt euer Äußeres in der Weise, dass sein Antlitz eine getreue Widerspiegelung eures Geistes sei. Dann werden eure Taten aufrichtig und wahrhaftig sein. Das ist der Grund dafür, dass die Menschen der Welt nur ein Gesicht zeigen, während sie das andere verbergen.

    46. Habt ihr schon eure Wunden untersucht, habt ihr in ihnen den Balsam gelegt, den Ich euch gegeben habe? Wenn ihr an der Wahrheit meines Balsams zweifelt, so behandelt sie aufs Neue. Doch wenn ihr glaubt, so verzichtet auf das Heilmittel, und ihr werdet sehen, wie meine Liebe sie heilt, und wenn ihr sie sucht, werden sie nicht mehr da sein. Anderen werde Ich gewähren, dass sie ihre Gesundheit durch den Glauben, durch das Gebet, durch den Gedanken finden. Es werden Scharen von geistigen Wesen kommen, die ihre Macht und ihre Kraft vereinigen werden, euch salben werden und ihr werdet heilen.

    47. Der Spiritualist sagt: „Wie schön ist das Leben!“ Der Weltliche, der Materialist sagt: „Wie bitter, wie traurig und wie düster ist das Leben!“ Der Mensch ohne Erhebung stolpert über alles, alles verletzt ihn. Wer sich erhoben hat, merkt nicht einmal die Widrigkeiten des Weges. Wenn sich die Hochgesinnten mit anderen beschäftigen, loben sie deren Tugenden oder entschuldigen deren Fehler. Niemals verurteilen oder verdammen sie. Die Niedriggesinnten verurteilen, verleumden, machen die Fehler der anderen bekannt und finden Freude daran.

    48. Jene, die verurteilen und über die Angelegenheiten ihrer Geschwister urteilen, frage Ich: Haltet ihr eure Sündenlast für leicht, da ihr sie durch die der andern vermehren wollt? Wenn ihr euch von eurer Last freimachen könnt, warum vermehrt ihr sie durch die der andern? Weshalb zieht ihr vor, euch Schmutz aufzubürden und euch selbst zu belasten, anstatt in euren Geschwistern geistige Werte zu suchen, um euch zu bereichern?

    49. „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen“, doch die, die in den hohen geistigen Regionen wohnen, helfen den Menschen, sich ihrer Last zu entledigen, oder sie helfen ihnen, sie zu tragen, aber ohne sie zu verurteilen, noch sich an ihrem Elend zu weiden.

    50. Ich habe euch an dem einen Tag lästern gesehen, und an anderen Tagen bereuen. Ich habe euch meine Kundgabe leugnen sehen, und danach ihre Wahrheit bezeugend. Ich habe euch an dem einen Tag verleumden gesehen, und am andern denjenigen verteidigend, den ihr verleumdet habt. Es ist gut, wenn ihr eure Fehler berichtigt, aber es wäre besser, wenn ihr nicht wieder dem Bösen anheim fielet, so dass ihr nichts zu berichtigen habt. Ich sah euch an dem einen Tag demjenigen eine Liebesgabe spenden, der sie nicht benötigte, und Ich sah euch sie dem wirklich Armen verweigern. Doch Ich beschuldige und richte euch nicht. Ich erleuchte euch durch das Licht meiner Lehre, damit ihr nicht erneut sündigt. Doch Ich sage euch auch, dass Ich euch zuweilen hilfsbereit, edel, wohltätig und verständnisvoll gesehen habe, und diese Verdienste sind von Mir immer beachtet und vermerkt worden. Aber in eurem Herzen sollte bereits mehr Weizen als Unkraut sein.

    51. Betet nicht, indem ihr die Lippen mechanisch bewegt, ohne in eurem Herzen und eurem Geist den Wunsch zu spüren, euch zu erheben. Betet, indem ihr fühlt, ohne zu sprechen. So leicht, wie ihr in vergangenen Zeiten falsche Gelöbnisse machtet und umsonst Schwüre ablegtet, sollt ihr nun die Wahrheit sagen.

    52. Nehmt nichts Fremdes an euch. Wer Fremdes wegnimmt, muss es mit Schmerz und Scham zurückgeben. Ich zeige auf niemanden, aber Ich will, dass jeder von meinem Wort den Teil beherzigt, der auf ihn zutrifft.

    53. Ich werde euch nicht für das anklagen oder zur Rechenschaft ziehen, was ihr getan habt, als ihr euren Weg noch in der Finsternis der Unwissenheit, der Kleinheit und der Vermaterialisierung gingt. Doch wenn ihr heute in voller Erkenntnis dessen, was mein Gesetz ist, auf dem Verbotenen, dem Unlauteren beharrt, werdet ihr eure Taten vor Gott verantworten, der sich euch gegenüber in eurem eigenen Gewissen unerbittlich zeigen würde.

    54. Ihr alle seid meine Saat und der Meister erntet sie. Wenn unter dem guten Samen Unkraut aufgeht, nehme Ich auch dieses mit Liebe zu mir, um es in goldenen Weizen umzuwandeln. Ich sehe in den Herzen Unkraut, Schmutz, Verbrechen, Feindseligkeiten aufkeimen, und dennoch nehme Ich euch an und liebe euch. Ich liebkose diesen Samen und reinige ihn, bis er wie Weizen in der Sonne glänzt.

    55. Glaubt ihr, dass die Macht meiner Liebe nicht fähig ist, euch zu erlösen? Nachdem Ich euch gereinigt habe, werde Ich euch in meinen Garten aussäen, wo ihr neue Blüten und neue Früchte tragen werdet. Zu meinem göttlichen Werk gehört die Aufgabe, euch würdig zu machen.

    56. Meine Liebe segnet euch, vergibt euch und macht euch würdig, mein Wort zu vernehmen.

    57. Mein Wort ist der Weg. Ich lehrte euch mein Gesetz seit den ersten Zeiten, damit eure Schritte immer auf dem Weg des Guten und der Gerechtigkeit bleiben würden.

    58. Diese Lehre ist die gleiche wie die, die Ich euch in den vergangenen Zeiten gegeben habe, die Lehre der Liebe.

    59. Euer Geist ist das Kind der vollkommenen Liebe des Schöpfers. Euer Herz, jenes Organ, das ihr besitzt, in welchem die Gefühle ihre Wurzeln haben, ist ein Sinnbild der Liebe.

    60. Schenkt daher Liebe, denn die Menschheit bedarf ihrer sehr. Es ist Hunger im Herzen der Menschen, geistige Zurückgebliebenheit, Verlangen nach Leben.

    61. Da ihr Menschenscharen, die ihr Mich gehört habt, durch das Brot des Lebens gestärkt und genährt worden seid, könnt ihr dem Geist und ermatteten Herz Nahrung verschaffen.

    62. Wo ihr einen irrigen Glauben oder eine falsche Vorstellung antrefft, sollt ihr mein Licht hinbringen. Doch niemals sollt ihr meine Lehre mit Gewalt aufzwingen. Ihr sollt nie einen Unterschied zwischen dem Reichen und dem Bedürftigen machen, um sie auf unterschiedliche Weise zu behandeln, und ihr werdet nur auf dem Grund ihrer Leiden einen Bruder von euch sehen, der gefallen ist und stöhnt. Daraufhin werdet ihr, da euer Herz von jenem Schmerz bewegt wird, eine Möglichkeit suchen, ihn zu erleichtern. Euer Mitgefühl wird den Entblößten bedecken. Ihr werdet dem, der keinen Frieden hat, Ruhe bringen. Ihr werdet wie ein Stern auf dem Weg dessen sein, der verirrt im Finstern wandelt. Wenn ihr so erfüllt, werdet ihr würdig sein, dass Ich euch Meister nenne.

    63. Meine Lehre benötigt nicht die Errichtung von Versammlungsstätten, um neue Menschenscharen zu versammeln. Mein Wille ist es, dass man den universellen Tempel errichtet, der durch die Herzen gebildet sein wird.

    64. Versteht es dem Beispiel, das Jesus euch in der Zweiten Zeit gab, zu folgen, der keine Versammlungsräume wählte, um sein Wort zu verkünden, sondern Felder als passenden Ort für seine Unterweisungen und Gleichnisse aufsuchte.

    65. Wer jedoch Versammlungsräume dazu benutzen sollte, um aus der Unwissenheit oder dem Schmerz der Menschen ein Geschäft zu machen, wird sich nicht meines Lichtes erfreuen, noch darf er sich Spiritualist nennen.

    66. Ihr werdet kämpfen müssen, und der Platz für euren Kampf wird überall sein, sowohl in eurem Heim, als auch bei der materiellen Arbeit oder unterwegs.

    67. Dort, im passenden Augenblick sollt ihr euch vorbereiten und unter meiner Inspiration sprechen, ohne dass der, der euch vernimmt, weiß, wer zu ihm durch sein Gewissen gesprochen hat.

    68. Erwartet nicht, dass die Menschen ihre Bräuche von einem Augenblick zum andern vergessen. Seid auch nicht überrascht, wenn euch jemand Verblendete nennt. Meine Lehre in der Zweiten Zeit erschien auch vielen als ein Irrtum, doch danach wurde sie als die allerhöchste Wahrheit angenommen.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 203

    1. Seid willkommen, die ihr eure Kenntnisse erweitern wollt, um das Höchste in eurem Wesen zu entdecken.

    2. Glücklich und selig sollen jene sein, die klar sehen wollen. Doch wahrlich, Ich sage euch, ihr könnt dies nicht erreichen, bis ihr die Anstrengung macht, euch die Binde zu entfernen, die eure Augen bedeckt.

    3. Der Mensch hat sich doppelt schuldig gemacht: nicht nur, weil er keinerlei Anstrengungen unternimmt, damit die Binde fällt, die ihm die Kenntnis der höchsten Belehrungen verwehrt, sondern auch deshalb, weil er sich nicht von den Fesseln der Materie gelöst hat, die ihn, im Gegensatz zu den geistigen Freuden, zu den körperlichen Genüssen führen. Das ist der Grund, weshalb er sich unter der Herrschaft der Leidenschaften versklavt hat und zulässt, dass sein Geist einem Lahmen gleicht, der nichts tut, um gesund zu werden.

    4. Auf allen Gebieten sehe Ich die Mehrzahl der Menschen haltlos, überall begegne Ich nur dem schwachen Menschen. Und worauf ist das zurückzuführen? Darauf, dass ihr nicht den Mut und genügend Willenskraft habt, aus dem Schmutz, in dem ihr steckt, herauszukommen, aus der Trägheit, die die Fesseln schmiedet, die an die Materie binden, und dies ist der Ursprung aller Laster, aller Fehler.

    5. Aber der Mensch will von jener Macht, mit der er ausgestattet wurde, welche der Wille ist, keinen Gebrauch machen.

    6. Dem Willen, welcher der uneingeschränkte Gesetzgeber sein soll, welcher zum obersten Führer werden und von der Vernunft unterstützt, kämpfen soll: Macht gegen Macht, Herrschaft gegen Herrschaft; Auf der einen Seite die Leidenschaften und die Begierden, auf der anderen die Vernunft und der Wille, bis diese letzteren die Schlacht gewinnen und ihr sagen könnt, dass ihr befreit seid. Dann werdet ihr die großen Propheten, die großen Erleuchteten, die Übermenschen sein können. Dann werdet ihr mit den wilden Tieren zusammenleben und mit Reptilien spielen können. Denn wahrlich, Ich sage euch, es sind die Fehler, die euch umgeben, die bewirken, dass ihr jene kleinen Geschwister von euch fürchtet, und dies ist auch der Grund dafür, dass sie euch angreifen. Doch wenn ihr euch die Zeit nehmt, die Menschen zu beobachten, werdet ihr entdecken, dass es Menschen gibt, die wilder als Tiger sind und die mehr Gift haben als die Kobra.

    7. Glaubt nicht, dass die Propheten des Altertums Wunder vollbringen konnten, weil sie dafür vorherbestimmt waren. Nein, es geschah deshalb, weil sie kämpften, bis sie siegten und wirkliche Arbeiter des Tempels wurden. Doch wahrlich, Ich sage euch: Wer sich am meisten anstrengt, um die Wahrheit zu erlangen, ist Verfehlungen und Leidenschaften ausgesetzt. Aber ihr besitzt das Licht, das euch erleuchtet, welches die göttliche Kraft ist, die unsterbliche und reine Natur, die unzerstörbare Essenz, die alles belebt und den Menschen zur höchsten Glückseligkeit führt. Diese unzerstörbare Essenz ist das reine Element, das jeder Mensch besitzt. Aber der Mensch hat sich mit irdischen Vergnügungen vergiftet und daher bedeckte sich diese unzerstörbare Essenz, dieses unsterbliche Wesen, mit dem sterblichen Kleid und opferte sich freiwillig. Aber mit der Kraft, die es besitzt, wird es nach und nach die Würde des sterblichen Menschen wiederherstellen, und dieser wird dann die Freuden der unsterblichen Frucht suchen und für immer aufhören, nach den verderblichen Wonnen zu streben, welche die schlechte Frucht beschert.

    8. Und was benötigt ihr, um all‘ dies zu erreichen? Das Wissen, wie ihr eure Kraft und Energie gebrauchen sollt, die wahre Arbeiter des Tempels wirken, damit ihr siegen und die Binde fallen lassen könnt, die eure Augen bedeckt, damit ihr klar seht und keinen Fehltritt macht, noch im Dunkeln umhertappt.

    9. Ich habe zu euch von dem gesprochen, was ihr Geheimnisse nennt. Aber ihr müsst mein Wort gründlich studieren, um das ganze Licht wahrzunehmen.

    10. Ich will, dass ihr diese große Wahrheit begreift, dass weder Gott noch die Natur für den Menschen Geheimnisse haben. Es ist die Schwäche gegenüber den göttlichen Unterweisungen, die den Menschen unfähig gemacht hat, das wahre Gesetz auszuüben. Deshalb irrt er von hier nach da, von einer Seite zur anderen, ohne irgendetwas zu verstehen, ohne etwas zu fühlen, ohne zu verstehen, dass Gott im Gewissen des Menschen ist und sich immer zu seinem Nutzen bemerkbar macht.

    11, Das wahre Gesetz bedeutet Vervollkommnung. Denn was nützt es euch zu sagen, dass ihr die eine oder andere Religion ausübt? Was nützt es euch zu sagen, dass ihr an Gott glaubt, wenn eure Werke, eure Gedanken ganz das Gegenteil aussagen? Der Tag wird kommen, an dem Ich euch meine Herrlichkeit vermachen werde, damit ihr seht, dass Ich im Vater bin und ihr in Mir, und Ich in euch. Und dieser Bund wird sich der Bund des Friedens nennen. Dann wird das Gesetz erfüllt werden, ihr werdet Ihn als einzigen Herrn anerkennen, es wird keinen Unterschied untereinander geben, denn ihr werdet euch alle wie ein einziger Mensch, wie ein einziges Wesen lieben. Und wenn ihr wollt, wenn ihr, meine Geliebten, die Anstrengung macht, wenn ihr die wahren Arbeiter des Tempels sein wollt, können wir noch heute diesen Bund des Friedens schließen. Meint nicht, dass ihr diesen Planeten verlassen müsst, um diesen Bund zu schließen. Nein, was ihr braucht, ist Wille. Der Tisch ist gedeckt, und Ich lade euch ein, euch zu setzen. Kommt und nehmt eure Plätze ein, lasst Mich euch führen, euch dienen. Teilt mit Mir das Brot der Wahrheit, erleuchtet mit dem höchsten Licht als Kinder Gottes, die ihr seid. Ich lade euch ein, kommt mit Mir, stimmt mit Mir den Lobgesang an: Ehre sei Gott in der Höhe, und der Bund des Friedens sei nun auf Erden gestiftet. Halleluja, Halleluja dem Herrn!“ Empfangt meinen wohltätigen Tau, sättigt euch an Mir. Übergebt Mir eure Leiden, gebt Mir eure Trübsale und erinnert euch nicht mehr an sie. Singt mit Mir: „Halleluja, Halleluja dem Herrn!“ Werdet nicht zu laut, meine Geliebten, denn Ich bin ja bei euch.

    12. Wenn ihr mit dem himmlischen Konzert in Einklang sein könntet, hättet ihr nicht das geringste Verlangen mehr, nochmals die vergiftete Frucht zu euch zu nehmen. Ihr würdet das unsterbliche Wesen immer in euch strahlen lassen. Wollt ihr zu Tisch kommen, meine geliebten Kinder? Er ist gedeckt und Ich bin euer Diener, Ich leite euch an. Kommt, denn Ich erwarte euch.

    13. Seid nicht wie die Pharisäer, die sich im Tempel, in den Synagogen mit bleichem Gesicht zeigen, damit die Menschen sagen, dass sie gefastet haben, und danach lassen sie ihrer Bosheit und Materialismus freien Lauf. Nein, meine Geliebten, ihr sollt in der Versammlungsstätte, auf der Straße und in euren Heimen die Gleichen sein, immer lauter wie reines Wasser, damit die, welche die Lehre Jesu angreifen wollen, es sehen und sagen, dass meine Lehre in Wahrheit gut ist, weil ihr in eurem öffentlichen und privaten Leben ein lebendiger Spiegel von Tugend seid, weil ihr überall Liebe, Wahrheit und Güte hinterlasst.

    14. In diesem Augenblick nähere Ich Mich, um mein Volk zu betrachten und mein Wort in sein Herz zu schreiben. Ich hinterlasse euch die Erinnerung an meine Kundgabe mittels dieser Stimmträger. Wenn ihr nachdenkt, werdet ihr erkennen, dass Ich nicht einen einzigen Augenblick lang in Schweigen gehüllt war, dass Ich, das Wort, immerzu mit euch gesprochen und Mich mit euch unterhalten habe. Meine Stimme, die Ich auf vielerlei Weise zu den Menschen gelangen lasse, sei es zu ihrem Verstand, zu ihrem Gewissen oder zu ihrem Herzen, ist Ermutigung, Stärke, Hoffnung, Inspiration, und manchmal Richterspruch.

    15. Auch sage Ich euch: Zu allen Zeiten haben Mich die Menschen geistig gesucht, die einen mit größerem Eifer als die anderen.

    16. Denn nicht alles findet ihr auf der Erde. Es gibt Kenntnisse und Offenbarungen, die Ich Mir vorbehalte, damit, wenn ihr sie sucht, ihr Mich findet. Niemals habe Ich euch meine Liebe, meine Barmherzigkeit verweigert, was so weit ging, dass Ich euch auch das gewährte, von dem ihr wisst, dass es euch nicht gut tut, damit ihr euch selbst von eurem Fehler überzeugen würdet, als ihr darum batet.

    17. Diese Zeit geistiger Kundgebungen und des göttlichen Wortes ist ein Fest, ein Festmahl gewesen, zu dem ihr eingeladen wurdet, um euch an seinen Speisen zu sättigen. Wer nackt kam, fand würdevolle Kleider, um sich zu bedecken.

    18. Nach langen Tagewerken und Kämpfen konntet ihr in den Schatten eines mächtigen Baumes gelangen, wo ihr eure Kräfte zurückgewonnen und gelernt habt, die Fallen der Versuchung zu besiegen, die euch auf Schritt und Tritt dazu einladen, den Weg zu verlassen. So lernt ihr nach und nach, die guten Jünger zu sein.

    19. Nachdem Ich euch meine Lehre gegeben habe, treffe Ich euch daher begeistert an, bereit, weiterhin für diese Sache zu kämpfen. Ihr habt eure Verantwortung, eure Verpflichtung verstanden, dieses Werk mit der Lauterkeit und Reinheit bekannt zu machen, die ihm inne wohnt. Ihr erkennt nun, dass, wenn ihr mit Eifer, Sanftmut und Liebe tätig seid, ihr den Menschen viele Disteln und Dornen aus dem Weg geräumt habt. Von verschiedenen Punkten der Erde seid ihr diesem Ruf gefolgt, um zu Soldaten und Jüngern zu werden.

    20. Heute kommt ihr, um Mir eure Treue zu zeigen, Mir nachzufolgen, Mir die Früchte eurer Arbeit darzubringen, die Ich allein kenne. Ich allein weiß, wer ihr gewesen seid, wer ihr seid, und wer ihr morgen sein werdet. Ihr seid jene, die mit Hunger nach guten Werken, nach Liebe dürstend und danach, geliebt zu werden, herbeigekommen seid, und der Vater empfing euch, stillte euren Hunger und verwandelte euch zu seinen Dienern.

    21. Als ihr meine göttliche Liebe erkannt und empfunden hattet, habt ihr Mir alles, was euer Herz verschlossen und vor der Welt verborgen hatte, in einer umfassenden Beichte anvertraut. Eure Reue über begangene Verfehlungen war echt, weil euer Geist zuvor mit meinem Licht erleuchtet wurde.

    22. Ich will, dass ihr zugerüstet seid, dass ihr diesen Liebesbund, den ihr mit meiner Göttlichkeit geschlossen habt, durch eure Werke und eure (innere) Sammlung, wenn ihr Mich erneut vernehmt, ehrt. Denn auch wenn ihr Mich jetzt als Vater erlebt, werde Ich zu euch als Richter kommen müssen.

    23. Niemanden möchte Ich schlafend überraschen, denn er wird dann zu spät erwachen und wird Tränen vergießen müssen.

    24. Nur noch drei Jahre lang werdet ihr dies Wort vernehmen können. Es hat euch unablässig gelehrt. Wann werdet ihr Meister sein? Werdet ihr meinen Platz einnehmen können, um die Menschenscharen weiterhin zu nähren? Heute ist mein Wort wie ein Warnruf, denn jetzt seid ihr in die Zeit des Höhepunktes meines Wortes eingedrungen.

    25. Ich habe euch zusammengebracht, damit ihr euch im Geist vereint, damit ihr euch mit festen Vorsatz zur Auftragserfüllung auf den Weg macht und euch geschwisterlich umarmt.

    26. Begreift, dass ihr alle gleich seid. Es soll unter euch keine Herren noch Höherstehende geben. Ich will, dass ihr alle Diener meiner Sache seid. Seht, die Geschichte meines Wortes wird von jenen niedergeschrieben, die Ich Goldfedern genannt habe, und Ich will nicht, dass die kommenden Generationen durch diese Schriften Spaltungen unter euch entdecken. Auch ihr müsst dies wollen. Hinterlasst ihnen euer Vorbild, niedergeschrieben durch eure Werke, dann werden sie sich auf den Weg machen, so wie auch ihr bei euren eigenen Geschwistern Ansporn gefunden habt.

    27. Ich bin herabgekommen, um alle zu liebkosen, um sie mit meinem Mantel zu bedecken, doch diese Menschheit ist unempfänglich und taub geblieben. Ich habe zu ihr durch Wunder gesprochen, doch sie ist halsstarrig geblieben. Ich habe sie meine Gerechtigkeit fühlen lassen, doch sie ist vor meiner Gerechtigkeit geflohen. Zu euch spreche Ich mit Worten der Liebe, damit ihr davon Zeugnis ablegt, und ihr habt die Frohe Botschaft nicht weitergegeben, noch haben jene die Zeit erahnt, in der sie sich befinden. Ihr alle habt im Geist die gleichen Eigenschaften, doch die einen rüste Ich als Sendboten zu, und die anderen bereite Ich vor, damit sie diese empfangen.

    28. Geht hinaus als Arbeiter, immer meinem Willen unterstellt. Bewahrt euch zugerüstet, denn wenn ihr es nicht sein solltet, werdet ihr mit leeren Händen gehen, obwohl sie von meiner Göttlichkeit angefüllt worden sind.

    29. Ich habe mein vollkommenes Werk in sündige Hände gelegt, doch dies ist kein Grund, dass ihr es nicht offenbaren könntet. Wenn ihr unwürdig seid, macht euch meine Liebe würdig und gibt euch die Mittel, damit ihr euch liebt und euch gegenseitig rettet.

    30. Da Ich mächtig bin, will Ich, dass meine Geschöpfe nicht bedürftig sind, und daher lege Ich meine Schätze und Wohltaten in sündige Hände, damit diese sich ihrerseits öffnen und die anderen überreich beschenken.

    31. Wohl dem, der alles, was er in seinem Geist mitgebracht hat, weitergeben konnte. Denn wer ungläubig, selbstsüchtig oder töricht gewesen ist, hat das, was er in sich hatte, nicht einmal erkannt. Seid Menschen des Glaubens, damit ihr Lazarusse auferweckt und die Blinden sehend macht.

    32. Wenn ihr mein Wort auf die Probe stellt, um zu erfahren, wie viel Wahrheit es enthält, so werdet ihr nicht dieses auf die Probe stellen, sondern euch selbst. Denn wenn ihr keinen Glauben an das habt, was ihr sagt oder tut, welchen Glauben an euch könnten dann die anderen haben? Ihr müsst wie ein Spiegel sein, in dem sich eure Geschwister sehen und erkennen können, dass ihr meine Boten seid.

    33. Erfüllt eure Aufgabe, und wenn ihr damit zu Ende seid, werdet ihr euch vor einem großen, verschlossenen Tor befinden, das eure Hand öffnen kann, weil sie den Schlüssel hat. Jenseits dieses Tores erwarte Ich euch. Ein fremder Schlüssel wird euch nicht dienlich sein, um das Tor zu öffnen, noch werdet ihr von der ersten zur dritten Stufe auf der Stufenleiter gelangen können, ohne zuvor auf der zweiten gewesen zu sein. Denn die sieben Stufen derselben bedeuten den Weg der geistigen Vervollkommnung, den ihr alle zurücklegen müsst.

    34. Ich mache aus euch allen ein einziges Herz, damit Ich euch als einen einzigen Willen und mit einem einzigen Ideal bildend zurücklasse.

    35. Es spricht in diesem Augenblick Jener zu euch, der euch seit Anbeginn der Zeiten Gesetze und Gebote gegeben hat, damit ihr mit Rechtschaffenheit und Erhebung wandeln und die Hand denen reichen würdet, die schwach sind. Doch eure Früchte sind karg, und noch habt ihr euch nicht von der Substanz jenes Brotes ernährt, das Ich euch immerzu angeboten habe und welches Liebe, Güte und Barmherzigkeit ist. Ihr verschweigt meine Offenbarungen und behaltet eure Gaben für euch. Und der Geist der Menschen ist arm und eines Tages wird er euch zur Rechenschaft ziehen, und Ich will nicht, dass ihr die Härte seines Urteils zu fühlen bekommt, wenn sie eure Verantwortung erfahren. Arbeitet, dann werde Ich eure Saat vervielfältigen.

    36. Es ist wahr, dass ihr ein sehr schweres Kreuz auf euch tragt, und dass die Ämter, die Sühne und Verurteilung auf euch lasten. Wenn ihr nicht erfüllt, werdet ihr eure Verantwortung noch viel stärker spüren.

    37. Zum jetzigen Zeitpunkt hätte sich die Frohe Botschaft verbreitet haben müssen, und die Zahl meiner Jünger hätte viel größer sein müssen. Wo sind die Kranken, die ihr geheilt habt, und die Sünder, die ihr bekehrt habt? Der Auftrag, den Ich euch gebe, geht nicht über eure Kräfte und eure Fähigkeit. Euer Kreuz gleicht dem meinen, es ist das Kreuz der Entsagung, des Opfers und der Liebe. Jeder, der es mit wirklichem Verständnis auf sich nimmt, wird mit seinem durch die Verständnislosigkeit seiner Mitmenschen durchbohrten Herzen zu Mir kommen, aber im Frieden mit Mir und von seinem Werk befriedigt.

    38. Über die Gemeindevorsteher, die ihr hier seht, die eure Geschwister sind, erhebt sich Elias, der euren Geist erleuchtet und inspiriert. Und auch Maria, eure Göttliche Mutter stellt ihre Geschöpfe vor und bringt sie Mir näher, damit zwischen dem Vater und dem Kind immer Gemeinschaft sei. Maria ist eure ständige Fürsprecherin. In ihrer Gegenwart seid ihr alle kleine und zarte Kinder, und wie viele Tränen vergießt sie, wenn ihre sehr geliebten Kinder sündigen. In Wahrheit kennt ihr ihre Liebe und ihre Fürsorge nicht und habt ihren mütterlichen Geist nicht getröstet. Meine Gerechtigkeit ist viele Male durch ihre Fürsprache zurückgehalten worden. Doch glaubt nicht, dass es in ihr einen Mir entgegengesetzten Willen gibt; denn sie ist Teil meines Göttlichen Geistes. Maria verkörpert meine Zärtlichkeit und ist Vorbild der mütterlichen Liebe.

    39. Jeder, der sich in dieser Zeit durch Gebet und gute Ausübung meiner Lehre zubereitet, wird sich von den entfesselten Naturgewalten verschont sehen. Ich lade euch ein, zu beten und gebe euch allen die Gelegenheit, euch zu retten. Während die Naturelemente die Reihen der Unfolgsamen läutern und verringern, sollt ihr wachend und arbeitend bleiben und für eure Geschwister beten.

    40. Oft schon habe Ich von euch die Vereinigung erbeten, damit ihr der Welt eine einzige Lehre bringt. Denn wenn ihr euch spaltet, werdet ihr große Prüfungen haben und eure Wiedergutmachung wird größer sein. Denn obwohl ihr meinen Willen und eure heikle Mission kennt, habt ihr euch dann von meinen Vorschriften abgewandt. Vereinigt euch, bleibt wie ein einziger Geist und ein einziger Wille. Liebt einander.

    41. Ihr seid in meiner Gegenwart und schämt euch wegen eurer mangelnden Auftragserfüllung. Ihr kommt ohne gute Werke und habt das Gewand der Gnade verloren, mit dem Ich euch geschmückt habe. Ihr habt meine Gebote missachtet und Mir Unvollkommenheit unterstellt, weil Ich euch meine Weisungen mittels eines Menschen gegeben habe. Ihr seid der Meinung, dass das Menschenwesen nicht fähig ist, das göttliche Wort zu übermitteln, und Ich beweise euch derzeit, dass meine Entscheidung richtig ist. Der Mensch besitzt meinen Geist und ist fähig, Mich zu verstehen. Deshalb habe Ich ihn zu einem Stimmträger gemacht und bediene Mich seiner, um Mich der Welt mitzuteilen.

    42. Ihr tragt in eurem Geist ein Buch, in das ihr eure Werke während der verschiedenen Inkarnationen, die ihr auf Erden gehabt habt, niedergeschrieben habt. Und in der gegenwärtigen Zeit, der Zeit des Gerichts, habe Ich die einen ausgesandt, um wiedergutzumachen, und die anderen, um eine heikle Aufgabe zu erfüllen. Ich habe euch aus großen Scharen von Wesen ausgesucht, um ein Werk der Reinigung, ein Werk der Erneuerung und geistiger Erhebung unter der Menschheit zu vollbringen.

    43. Die Welt wird sich fragen, weshalb Ich euch als Ungebildete und Sünder erwählt habe. Ich sage euch, dass die Bestimmung aller Wesen in Mir ist. Ich werde euch glätten, um aus euch meine Apostel zu machen, und die Auftragserfüllung wird euch schließlich läutern.

    44. Elias hat euer Auffassungsvermögen zugerüstet, damit ihr den Beginn der sechsten Etappe, das gelöste Sechste Siegel, klar sehen könnt, das Gnade und Licht für jeden Geist gebracht hat. Ihr habt mein schlichtes und verständliches Wort gehabt, das Geheimnisse aufklärte, Wege auftat und in jedem Geschöpf Licht machte. Viele Prophezeiungen habt ihr in Erfüllung gehen sehen, und angesichts eines so großen Beweises seid ihr erwacht und macht ihr euch bereit, meine Lehre auszuüben.

    45. Ich gewähre euch die Gnade, Mich bis zum Jahr 1950 zu vernehmen, in welchem meine Stimmträger aufhören werden, mein Wort zu übermitteln. Sie alle bitte Ich um Brüderlichkeit und Beständigkeit bei ihren Arbeiten, damit sie mit Vollkommenheit übermitteln können und meine Lehre in allen Versammlungsstätten dieselbe Essenz hat. Denn es ist ein einziger Meister, der zu euch spricht. Die Welt erwartet die Frohe Botschaft, und mein Wille ist es gewesen, euch zu erwählen, um ihr diese Botschaft zu bringen.

    46. Die Regierenden eurer Nation wissen nicht, dass es in ihr ein von Mir erwähltes Volk gibt, das für den Frieden und das gute Einvernehmen unter den Menschen betet und wacht. Ich bereite sie vor und erlaube, dass sie unter euch treten, um meine Kundgebungen und eure Ausübung zu erleben.

    47. Achtet darauf, meine Worte richtig auszulegen und meine Gebote zu befolgen. Gebt den Menschen keine Früchte der Unwissenheit oder des Fanatismus. Korrigiert eure Unvollkommenheiten, macht euer Herz empfindsam, dann werde Ich um eurer Erfüllung willen die Naturgewalten aufhalten, die das Leben und die Geruhsamkeit eurer Geschwister, sowie eure eigene, zerstören.

    48. Für eine kurze Zeit gewähre Ich euch mein Wort. Der von Mir festgesetzte Zeitpunkt rückt näher und ihr, Gemeindeleiter und Arbeiter, müsst euch einig sein. Nehmt Mich zum Vorbild. Erinnert euch, dass der Meister, um sein Werk in der Zweiten Zeit zu vollenden, das Kreuz erlitt und auf den Schultern zum Kalvarienberg trug. Seid demütig und nehmt eure Mission an. Euer Schmerz erreicht Mich und eure Tränen vermischen sich mit meinen Tränen der Liebe und des Schmerzes um der Menschheit willen.

    49. Tut Werke der Liebe und Barmherzigkeit, führt die Menschenscharen mit Eifer und Rechtschaffenheit, wie es mein Wille ist.

    50. Bereitet euch vor, damit ihr nach Beendigung des Jahres 1950 meine Lehre zum Herzen der Menschheit bringt und sich das Volk in alle Nationen verstreut. Ich gebe euch Stärke; denn nach dieser Zeit, in der ihr mein Wort hört, wird euer Weg holprig werden. Ich segne euch.

    51. Mein Friede ist bei euch in dem Augenblick, in dem ihr Mich willkommen heißt.

    52. Ich werde verstehen, euch eine unauslöschliche Erinnerung dieser Kundgebung und dieses Wortes zu hinterlassen, das Ich euch lange Zeit gewährt habe.

    53. Mein Wort hat euch geschmückt, doch prahlt niemals damit. Ich allein weiß, wer ihr gewesen seid, wer ihr seid, und wer ihr sein werdet. Die, die mit geistigem Hunger und Durst in meine Gegenwart kamen, stillten ihr Verlangen, als sie mein Wort hörten, und heute sind sie meine Diener. Diese Diener sind die Jünger, denen Ich das Licht des Sechsten Siegels gezeigt habe.

    54. An diesem Tag kommt ihr aus verschiedenen Gegenden zusammen, weil meine Stimme sich überall hören ließ und euch zur Zusammenkunft rief.

    55. Ich komme nicht, um euch zu richten oder euch zur Rechenschaft zu ziehen. Euer Gewissen und eure Intuition werden euch eure Verantwortung und den Wert eurer Werke am besten sagen können.

    56. Glaubt nicht, dass nur ihr Mich liebt. Auf allen Wegen der Welt befinden sich solche, die Mich suchen, Mir nachfolgen und Mich lieben. Aber doch will Ich, dass ihr euch an meiner Lehre schult und dadurch denen als Vorbild dienen könnt, die Mich unvollkommen oder in unlauterer Weise lieben. Wahrlich, Ich sage euch, in der ganzen Menschheit sind die Gaben der Prophetie, der Inspiration und des Wortes verteilt.

    57. Schlaft nicht, denn es bleiben nur euch noch drei Jahre, bis ihr Mich in dieser Form nicht mehr vernehmt. Wann werdet ihr Meister dieser Lehre sein?

    58. Ich habe euch heute vereint, um euch meinen Warnruf zu geben, damit ihr euch in einem Verständnis wahrer geistiger Liebe vereint und begreift, dass es unter euch nach meinem Willen weder Herren noch Untergebene geben soll. Mein Wort wird niedergeschrieben bleiben. Aber denkt daran, dass es nicht mein Wille ist, dass in diesem Buch eure Unvollkommenheiten geschrieben stehen.

    59. Wollt ihr etwa den zukünftigen Generationen die Geschichte eurer Verfehlungen als ein schlechtes Beispiel hinterlassen?

    60. Mein Werk ist heilig, ist göttlich, und dennoch bin Ich gekommen, um es in sündige Hände zu legen, denn wenn die Sünder sich liebkost, würdig gemacht und durch ihren Herrn vergeben fühlen, sind sie es, die Mir mit der größten Liebe, Treue und Entsagung nachfolgen.

    61. Außerdem: Wo sind die Gerechten dieser Erde?

    62. Euch, Jünger, sage Ich: Setzt eurerseits euren ganzen guten Willen ein, damit Ich euch, durch meine Unterweisungen vervollkommnet zurücklasse.

    63. Zweifelt nicht an euch wegen eurer Unbeholfenheit, denn Ich kann selbst die Felsen sprechen lassen.

    64. Auf euren Wegen, in eurem Leben gibt es eine Stufenleiter, die beim Menschen beginnt und bei Gott endet. Geht auf ihr Schritt für Schritt, bis ihr zum Schoß eures Vaters Selbst gelangt, wenn euer Geist den höchsten Grad an Vollkommenheit erreicht hat.

    65. Elias ist wie ein Leuchtturm, der in dieser Zeit euren Weg erhellt. Er stärkt euch in den Prüfungen und kündigt euch jene an, die noch kommen werden.

    66. Gesegnet seien die Arbeiter, die in diesen Augenblicken, von ihrem Gewissen geführt, mein Wort vernehmen. Denn sie sind es, die auf ihrem Weg Gesundheit, Frieden und Freude zu säen verstanden.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 202

    übergeben an Weihnachten 1947

    1. Seht mit dem Blick eures Geistes den Stern, der euch in die Gegenwart eures Vaters führt.

    2. Hier ist der Heiland, der euch in seinem Wort die göttliche Wärme bringt, die eure durch die leidvolle Pilgerschaft des Lebens geängstigten Geister benötigen.

    3. Wenn ihr euch Mir aufgrund des Schmerzes nähert, empfängt euch meine Liebe. Habt Vertrauen und nehmt an der Feierlichkeit dieser Kundgebung teil.

    4. Ich will bei euch sein, so nah eurem Herzen, dass ihr meine Gegenwart wirklich fühlt. Ich will, dass ihr und Ich in der Harmonie und Innigkeit dieser Nacht vereint sind; dass euch bewusst ist, dass Ich euer erstes Licht bin, die göttliche Verheißung, der unermüdliche Meister, der daran arbeitet, euren Geist vollkommen, Gottes würdig, zu machen.

    5. Ich will bei euch sein, auch wenn es nur eine Stunde ist, aber auf solche Weise, dass es euch unmöglich ist, euch von Mir zu trennen. Seht, Ich will euch mit Sanftmut, mit Hoffnung und Heilbalsam erfüllen, und Ich will, dass ihr daran denkt, dass Ich in einer Nacht wie dieser auf die Welt kam, um euch durch mein Leben und vorbildliche Werke den Weg zu zeigen, der zum Himmelreich führt.

    6. Nähert euch Mir, damit ihr in euren Herzen die Essenz dieses Wortes empfangt und euer Gebet, das im Stillen aus euren Herzen dringt, sich in dieser feierlichen Stunde mit allen Gesängen der Himmel vereint.

    7. Betet alle, betet für die Armen, für die Betrübten, für die Gefangenen, für die Kranken, für die Waisen. Betet, damit eure Gedanken den Leidenden salben, die Traurigen aufmuntern und die Tränen derer trocknen, die weinen.

    8. Es gibt keinen unter euch, so hart sein Herz auch sein mag, der in diesen Augenblicken nicht innerlich mild gestimmt wird. Doch Ich sage euch auch, dass man, um an die anderen zu denken, sich selbst vergessen muss. Dann werden wir – sie, ihr und Ich- in dieser Stunde geistiger Gemeinschaft eins sein.

    9. Ich habe euch in eurer Einsamkeit besucht, und wenn meine Unterweisung dieses Tages zu Ende ist, werde Ich als Spur meiner Gegenwart einen Wohlgeruch hinterlassen, der für dies Volk unvergesslich sein wird.

    10. Lasst Mich die welken Blumen einsammeln, die euer Herz voller Traurigkeit und Wunden Mir darbringt, und Ich werde dort eine Leuchte des Glaubens und der Hoffnung zurücklassen.

    11. Euer Herz ist es, das heute mein Geist sucht, um aufs Neue im Herzen der Menschheit zu erscheinen.

    12. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr aus meinen Sätzen euer Gesetz macht, wenn ihr meinen Schritten folgt und Mich zum Vorbild nehmt, wird in euren Herzen die göttliche Liebe zu erblühen beginnen, die euch den Samen der Unsterblichkeit brachte, als sie vor vielen Jahrhunderten Mensch wurde.

    13. Ich selbst komme jetzt, um euch den Grund für diese Liebe zu erklären, da ihr sie nicht begreifen konntet.

    14. Euer Geist erbebt, während er Mir zuhört und sagt Mir: „Herr, es hat den Anschein, dass Ich in jener Zeit bei Dir gewesen bin. Dein Wort erinnert mich an alles. Willst Du mich aus dieser Ungewissheit befreien, Meister?“

    15. Wahrlich, Ich sage euch, in jener Zeit waren alle, Geistwesen und Menschen, Zeugen meines Kommens und meines Werkes auf der Welt.

    16. Euer Geist ist derselbe, auch wenn er in einer anderen Welt gelebt oder einen anderen Körper bewohnt hat. Heute weint er mit anderen Augen, aber sein Wesen ist dasselbe und seine Fragen sind dieselben. Er fragt Mich auch, versucht Mich zu erblicken oder zu entdecken. Dann sage Ich ihm, dass er sich nicht fürchten soll, dass er frohgemut sein und sich bewusst werden soll, dass das Leben in der Unendlichkeit eine ständige Befragung darstellt, und dass es notwendig ist, demütig, beharrlich zu sein und großen Glauben zu haben, um die göttlichen Unterweisungen zu verstehen.

    17. Ihr wollt oftmals zuerst das Große und danach das Kleine verstehen. Beginnt jedoch damit, euch selbst zu erkennen. Ergründet euch selbst, stellt euch selbst Fragen, und ihr werdet erleben, wie ihr euch mit dem Feuer eures Wesens zu ernähren beginnt, denn Gott entzündete es mit dem Feuer seines Heiligen Geistes.

    18. Vage begreift ihr diese Lehre, weil ihr wisst, dass ihr nicht mehr Licht haben könnt als es eurer Entwicklung entspricht. Aber Ich versichere euch, dass jene, die Mich im Innern ihres Wesens, im Tempel ihres eigenen Geistes zu suchen verstehen, bald eine Antwort auf jene Fragen erhalten werden, für die sie jahrhundertelang keine Erklärung finden konnten.

    19. Wenn im Menschen Auflehnung gegenüber dem Geistigen vorhanden ist, ist es nur natürlich, dass seine Kleinheit das Unendliche nicht beurteilen kann. Und so viel der Meister auch von der Größe des Vaters zu euch spricht, vermag der Mensch nicht zu erfassen, was diese Wahrheit enthält.

    20. Ich muss euch sagen, dass Ich zu euch gerade von jener Kenntnis spreche, die ihr von Gott haben sollt. Denn alles zu erfassen, in alles einzudringen und es zu erkennen, so wie ihr es möchtet, das könnt ihr nicht erreichen.

    21. Gott allein kennt Gott wirklich, sagt euch der Meister.

    22. Volk, werde der tiefen Stille gewahr, mit der das Universum in dieser Stunde seinen Herrn begrüßt und anbetet. Alles versinkt in liebender Hingabe, in erhabener Betrachtung, in tiefer Anbetung.

    23. Der Grund dafür ist, dass alle Wesen und alles Geschaffene wissen, dass Ich eben jetzt mein Wort gebe, das gleiche Wort, das von den Lippen Jesu kam, dem die Menschen und die Naturelemente gehorchten, dem die unheilbaren Krankheiten weichen mussten und bei dem die Toten auferstanden.

    24. In dieser Nacht geistiger Feier für den, der sich vorzubereiten und zu erheben versteht, habt ihr im Unsichtbaren, im Unberührbaren die Gegenwart und den Besuch jener Wesen, die ihr Engel nennt. Und wenn ihr euren Geist wirklich von der Materie zu lösen verstündet, würdet ihr die Felder, die Städte, die Heime und den Weltenraum vom himmlischen Glanz unzähliger Wesen, Boten des Lichts, des Friedens und der Liebe erleuchtet sehen.

    25. Die Himmel nähern sich der Erde und ihr Licht sucht sowohl den, der sich die Zeit zum Gedenken nimmt, als auch den, der die geistige Wahrheit vergessen hat.

    26. Freut euch, oh Menschheit, freut euch wenigstens in dieser Nacht, da ihr diesen Frieden noch nicht für immer zu bewahren vermögt.

    27. Freut euch mit gesundem Frohsinn des Herzens, welche Zärtlichkeit und Rückkehr zur Güte ist. Ja, freut euch mit Wonne des Geistes, welche ewige Erleuchtung ist.

    28. Heilige Nacht nennt ihr diese Nacht im Gedenken an jene, in der der Rabbi auf die Welt kam.

    29. Unter dem göttlichen Einfluss dieser Erinnerungen kommen sich die Wesen näher, man erinnert sich an den Abwesenden, vergibt einander Kränkungen, die Familien kommen zusammen, die Freunde besuchen sich, die Herzen werden von Hoffnung erfüllt. Alle scheinen etwas Unbekanntes zu erwarten, das sie nicht genau benennen können.; in der Nacht, in der die Menschen ein wenig Herzlichkeit in die Härte ihrer Herzen einziehen lassen, und manche ein wenig Spiritualität in ihren Materialismus. Doch Ich frage euch: Meint ihr, dass nur diese Nacht würdig ist, von den Menschen heilig genannt zu werden? Könntet ihr nicht mit ein wenig Liebe alle Nächte und Tage eures Daseins zu heiligen machen, damit ihr erleben würdet, dass das Leben in jedem Augenblick heilig ist?

    30. Ihr sagt Mir: „Es ist die Nacht, in der wir jedes Jahr jener Nacht gedenken, in der Du auf unsere Welt kamst, um uns eine Botschaft der Liebe zu bringen.“ Und Ich antworte euch, dass jene Stunde den Augenblick anzeigte, in der jener Mensch geboren wurde, in dem das Wort Mensch wurde, dass mein Geist jedoch damals den Menschen ebenso nahe war, wie Er es zuvor gewesen ist, und wie Er es heute ist.

    31. Aber solange ihr nicht ein tägliches Leben führt, das ganz und gar dem Gesetz, der Wahrheit und der Liebe untereinander zugewandt ist, bemüht euch wenigstens darum, in dieser Nacht der Erinnerung geistig vereint zu sein.

    32. Sucht Mich alle, kommt alle zu Mir, aber kommt sanft- und demütig und erwartet alles von der Barmherzigkeit eures Herrn.

    33. Niemand komme mit Selbstherrlichkeit oder Eitelkeit, denn Ich sage euch, dass ihr Mir als Bedürftige und Sünder, aber Demütige, die ihre Flecken in den kristallklaren Wassern meiner Vergebung waschen, lieber sind.

    34. Ach, wenn ihr doch im Geist mit Mir kommen und von hier aus das ganze Elend der Menschheit sehen könntet!

    35. Wenn die Mächtigen, die Reichen und die, die von Annehmlichkeiten umgeben sind, in dieser Nacht bei Mir sein wollten, würde Ich sie im Geist zu den Orten des Schmerzes und der Armut bringen, die sie nicht sehen wollen.

    36. Dann würde Ich ihnen sagen: Verlasst für einen Augenblick euer Fest und besuchen wir zusammen die Orte, wo eure Geschwister, die Armen, leben. Sehen wir, wie sie diese gesegnete Nacht der Kümmernisse für die einen und der Festlichkeiten für die anderen begehen. Seid unbesorgt, würde Ich ihnen sagen, Ich bitte euch nur um einige Augenblicke, danach werdet ihr zu eurem Fest und eurer Fröhlichkeit zurückkehren können. Dann würde Ich sie von Ort zu Ort bringen und würde ihnen eine alte Mutter zeigen, die in der Einsamkeit ihres elenden Schlafzimmers den Verlust ihrer Kinder beweint, die ihre Hoffnung waren, und die ihr durch den Krieg entrissen wurden.

    37. Diese Frau lebt nur von Erinnerungen und Gebeten. Während es viele gibt, die sich an Vergnügungen berauschen, leert sie ihren Leidenskelch. Ihr Geist wartet nur noch auf die Stunde, in der er diese Welt verlässt und in die Ewigkeit eingeht. Denn ihre Hoffnung auf die Menschen ist schon seit langem erloschen.

    38. Danach würde Ich ihnen die Kinder zeigen, die unter der Menschheit umherstreunen, die das Leben ihrer Nächsten nicht achtet, die den Notleidenden weder liebt noch versteht.

    39. Ich würde bewirken, dass diese Menschen die so tiefgründigen Fragen der Kinder vernehmen würden, die in ihrer menschlichen Unschuld nach dem Grund für so viel Ungerechtigkeit, so viel Hass, Selbstsucht und Grausamkeit fragen.

    40. Dann würde Ich sie zu jenen Orten bringen, wo das Stöhnen und Klagen eines Kranken ersticken, der erlebte, wie sein Körper zusammenbrach, so wie ein Ast abbricht, wenn ihn der Sturm peitscht. Es sind die Kranken, die Besiegten, die Vergessenen.

    41. Später würde Ich bewirken, dass uns die Tore der Gefängnisse durchlassen würden, damit sie die Tausenden von Wesen erblicken würden, die aus Mangel an Liebe, Barmherzigkeit, Licht, Gerechtigkeit und Frieden in das Dunkel der Gefangenschaft geraten sind.

    42. Und so würde Ich ihnen von Ort zu Ort in einem einzigen Bild das ganze Elend und den Schmerz vor Augen führen, den das Machtstreben, die Habgier, der Hass, der Materialismus und der unstillbare Machthunger der mit ihrer falschen Macht Eingebildeten bewirkt haben – derer, die sich für mächtig halten, und es doch nicht sind, und die niemanden das besitzen lassen, was ihm von Rechts wegen zusteht.

    43. Aber Ich rufe sie nicht, weil Ich weiß, dass sie taub sind für meine Stimme, obwohl sie in ihrem Gewissen vernehmbar ist.

    44. Doch Ihr, Volk, die Mich derzeit vernehmt, die ihr Entbehrungen, Einsamkeit, Kälte und auch ein Dasein als Waisen kennengelernt habt, und die ihr daher mit jenen Menschen so sehr mitfühlt, die aus Hunger und Durst nach Gerechtigkeit weinen, kommt zu Mir, und gemeinsam wollen wir im Geist die Kranken, die Betrübten, alle Armen und Vergessenen der Welt besuchen.

    45. Kommt, damit ihr seht, wie Ich meinen Mantel ausbreite und ihn mit dem euren vereine, um die ganze Menschheit liebevoll zu bedecken. Kommt, damit ihr meine geistige Stimme vernehmt, die denen, die weinen, sagt: Weint nicht länger, seid nicht traurig, erwacht zum Glauben und zur Hoffnung, welche Licht sind auf dem Lebensweg. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr wieder mit wahrem Glauben betet und wacht, werden diese Tage des Schmerzes für die Menschheit verkürzt werden.

    46. Ja, geliebtes Volk, von da aus, von dem Sitzplatz aus, auf dem ihr ruht, um Mich zu vernehmen, könnt ihr euren Geist sich meinem Wohnsitz nähern lassen, damit er die Tragödie der Menschen, seiner Geschwister, besser sieht, begreift und fühlt.

    47. Seht ihr jene Menschenscharen, die gut aufgelegt sind? Es sind Soldaten, die während der Schlacht einen kurzen Waffenstillstand eingelegt haben, um Mir einige Minuten des Gebets und des Gedenkens darzubringen. Aber ihre Freude und Unbeschwertheit sind künstlich. Sie essen und trinken, um ihre Leiden zu lindern, doch in ihrem Herzen gibt es einen großen Schmerz. Sie leiden, Volk, sie leiden sehr, und besonders in dieser Nacht, die für sie eine Qual ist. Jede Erinnerung ist ein Stachel, jeder Name oder jedes Gesicht, das sie sich vergegenwärtigen, ist eine Wunde.

    48. Während ihr Frieden habt trotz eurer Armut, während ihr eure Eltern, Kinder und Ehefrauen sehen könnt, müssen sie die Bitternis ertragen, sie nicht umarmen zu können, und die Angst bei dem Gedanken, sie vielleicht nie wieder zu sehen.

    49. Viele, viele von ihnen leiden, wenn sie Leben zerstören, Heime und Städte verwüsten, Schmerz, Trauer und Tränen säen, und dann glauben sie, jedes Recht darauf verloren zu haben, in ihre Heime, zum Frieden, in den Schoß der Ihren zurückzukehren.

    50. Ich weiß, dass viele von ihnen nicht schuldig sind, sie weder Hass noch Böswilligkeit im Herzen tragen. Ich weiß, dass sie Opfer sind, Sklaven und Werkzeuge der wirklich Bösen.

    51. Ich allein kann sie retten, meine Liebe allein kann sie schützend bedecken. In der Welt sind sie allein.

    52. Ihr, Volk, die ihr euch nicht vorzustellen könnt, was diese Prüfung bedeutet, die ihr jedoch heute durch mein Wort an den empfindsamsten Saiten eures Herzens angerührt worden seid: Sendet ihnen eure Gedanken voller Barmherzigkeit und Licht. Denn wahrlich, Ich sage euch, sie werden sich, ohne zu wissen warum, gestärkt und ermutigt fühlen, zu beten und zu hoffen, dass endlich der mörderische Krieg zu Ende geht, und ihre Ohren statt des dröhnenden Kampfgetöses wieder jene lieblichen Worte vernehmen, die sagen: „Friede auf Erden den Menschen guten Willens.“

    53. Betet, Volk, und bewirkt damit, dass die Welt das Licht eines neuen Tages erwartet, dass die Menschen sich an meine Verheißung erinnern, jene, die von besseren Zeiten, von Vergeistigung und Wohlergehen spricht.

    54. Auch euch sage Ich: Gehen wir jetzt zu den Herzen der Kinder und suchen wir jene auf, denen alles fehlt. Schaut sie an: Sie schlafen, in ihren Träumen gibt es keine Vorwürfe gegen irgendjemanden, obwohl ihr Bett sehr hart ist.

    55. Auf dem Tisch war heute kein Brot, dennoch ruhen sie im Vertrauen auf den neuen Tag. Sie haben Lumpen an, aber sie fühlen keine Scham, weil sie unschuldig sind, und sie lächeln, obwohl ihren Körpern Wärme fehlt. Sie sind Engel auf Erden, denn in ihrem Lächeln ohne Bosheit spiegelt sich die Reinheit der Himmel.

    56. Oh Unschuld! Deckt sie mit eurem feinsten Mantel zu, denn ihrer ist das Reich der Himmel!

    57. Ihr alle nennt diese Nacht ‚Heilige Nacht‘, und Ich verströme eine Flut von Segnungen auf alle meine Kinder.

    58. Wisst, dass Ich Euch gehöre, und ihr die Meinen seid. Erinnert euch daran, dass Ich euch meine Liebe bewies, indem Ich unter euch, dem einfachen Volk, lebte, in der Armut geboren wurde, Mich unter Dornen abmühte und in der Schmach starb.

    59. Von Mir könnt ihr nicht sagen, dass Ich euch nicht verstehe. Denn Ich habe eure Leiden nicht nur gesehen, sondern Ich habe sie selbst durchlebt.

    60. Ich spreche zu euch auch über die Alten, über jene, die schon lange den Frühling des Lebens hinter sich haben und nun die Kälte des Winters spüren. Mit zunehmendem Alter fehlt ihnen die Kraft, die Energie, die Gesundheit. Die Arbeit fällt schwer, die Glieder werden unbeholfen und man verlangt nicht mehr von ihnen, mitzuarbeiten.

    61. So sehen sich die Alten vom (Lebens)kampf der anderen ausgeschlossen, sie sehen sich alleingelassen, und ihr mattes Herz muss in Traurigkeit versinken und Not, Elend, Hunger, Einsamkeit kennenlernen. Ich spreche von ihnen, weil sie gleichfalls eure Hilfe und euren Trost benötigen. Liebt sie, Volk, und ihr werdet das Recht haben, euch an den großen Tisch des geistigen Festmahls zu setzen, wo Ich euch sagen werde: Wohl euch, die ihr in der Nachfolge des Meisters alle, die leiden, verstehen konntet.

    62. Beginnt so, Mitgefühl in euch zu entfalten. Dann werde Ich eure Hände gebrauchen, um durch sie meine Segnungen zu übermitteln, und niemals wieder werdet ihr euch dem widersetzen, wenn Ich das Eure verwende, um es eurem Bruder oder Schwester zu geben, damit, wenn ihr Mir sagt: „Herr, alles, was mir gehört, ist Dein“, ihr dies von Herzen sagt.

    63.Wenn ihr in eurem Leben Nächstenliebe ausgeübt habt, so tut dies weiterhin. Doch wenn nicht, dann beginnt mit dem ersten Notleidenden, der an eure Tür klopft, sei es ein Kranker an Geist oder Körper, ein trostloses Herz, eine Witwe, ein Greis oder ein Kind.

    64. Denkt daran, dass die wirklich Notleidenden Jesus repräsentieren, dass Er in jedem von ihnen kommt, um euch zu sagen: „Ich habe Durst“, Durst danach, dass ihr einander liebt.

    65. Ist es möglich, dass das Herz der Menschen angesichts der Bilder großen Schmerzes und Elends, die diese Menschheit bietet, nicht erschüttert wird? Ja, ja, es ist möglich. Ich sehe die, die keine Not leiden, mit ihren Blicken die Schätze, die sie besitzen, mit mehr Zärtlichkeit liebkosen als die Wesen, die Kinder Gottes.

    66. Geliebtes Volk, ihr habt Mich in diesen kurzen Augenblicken begleitet, um die Notleidenden zu besuchen. Seid gesegnet dafür. Glaubt nicht, dass Ich die Reichen und Mächtigen vergesse, denn obwohl sie Mich scheinbar nicht benötigen, kenne Ich ihr Elend, ihre Bitternisse und auch ihre Missgeschicke am besten. Doch heute glauben sie, alles zu haben. Wozu also Mich um Hilfe bitten, da Ich doch ihrer Meinung nach der Christus der Kranken, der Parias, der Betrübten bin? Sie wissen nicht, dass es meine Aufgabe ist, sie aus dem falschen Glanz zu retten, um ihnen die wahre und ewige Freude zu geben.

    67. Wisst ihr, wer mein Wort, außer euch, noch mit Innigkeit vernommen und ihren Geist aus Liebe erbeben gefühlt hat? Es ist Maria, geliebtes Volk, der mütterliche Geist, der im Schoß des Schöpfers lebt, und dessen Essenz immerdar mit der Erinnerung an Jesus vereint sein wird.

    68. Ihr Gang durch die Welt war kurz, obwohl er länger als der meine war, weil sie früher kam und später ging. Ihre kurzen und liebevollen Worte waren eine himmlische Liebkosung.

    69. Fühlt sie im Geist, liebt sie und sucht sie geistig. Wisst: Wann immer ihr Werke der Barmherzigkeit vollbringt, wird sie bei euch sein. Denn sie hält über die leidende und blutende Welt ihren Mantel der Fürsprache und Zärtlichkeit, und bei jeder eurer Klagen oder Leiden werdet ihr eine Stimme vernehmen können, die euch sanft antwortet: Fürchtet euch nicht, Ich bin hier, habt Vertrauen.

    70. Auf diese Weise, Volk, seid ihr bei Mir gewesen. Mein Odem ist in dieser gesegneten Nacht in euer Herz gedrungen und hat euch alle Mühsal vergessen lassen.

    71. Betet, damit das Licht eures Heilands euer Führer sei und euch durch dieses stürmische Meer führt, das ihr heute durchquert.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 28

    1. Jünger, die Zeit nähert sich, in der eure Mitmenschen zu euch kommen werden in dem Verlangen, euch zu befragen und die Bezeugung der Offenbarung zu verlangen, die Ich euch in der Dritten Zeit übergebe, um ihren Verstand zu erleuchten. Wenn dies geschieht, so verleugnet Mich nicht, indem ihr euch verbergt! Wenn Ich euch in dieser Etappe meiner Kundgebung mit so viel Liebe unterrichte, dann gerade deshalb, um euch zu lehren, meine Unterweisungen weiterzugeben, wann immer ihr gefragt werdet.

    2. Ich habe erlaubt, dass ihr meine Lehre auszuüben beginnt, mit dem Ziel, eure geistigen Gaben und Fähigkeiten zu entwickeln, damit, wenn die Zeit der Verkündung meines Wortes unter der Menschheit gekommen ist, eure Lippen nicht stammeln und euer Verstand nicht zu unbeholfen ist, um meine Wahrheit kundzutun.

    3. Eure Aufgabe ist es, dem Vorbild eures Göttlichen Meisters auf seinem Erdenwege nachzuleben. Erinnert euch: Wann immer Ich Mich in den Heimen zeigte, ließ Ich in allen eine Botschaft des Friedens zurück, heilte Ich die Kranken, tröstete Ich die Betrübten mit der göttlichen Vollmacht, die der Liebe eigen ist.

    4. Niemals unterließ Ich es, in ein Haus einzutreten, weil man Mir darin nicht glauben würde. Ich wusste, dass beim Verlassen dieses Ortes die Herzen seiner Bewohner voll überquellender Freude sein würden; denn ohne es zu wissen hatte ihr Geist durch meine Unterweisung in das Himmelreich geschaut.

    5. Zuweilen suchte Ich die Herzen auf, manchmal suchten sie Mich; doch in allen Fällen war meine Liebe das Brot des ewigen Lebens, das Ich ihnen im Sinngehalt meines Wortes gab.

    6. Bei einigen Gelegenheiten, bei denen Ich Mich in die Einsamkeit irgendeines Tales zurückzog, blieb Ich nur für Augenblicke allein, weil die Menschenmengen — begierig, Mich zu hören — sich ihrem Meister im Verlangen nach der unendlichen Güte seines Blickes näherten. Ich empfing sie und überströmte jene Männer, Frauen und Kinder mit der Zärtlichkeit meiner unbegrenzten Barmherzigkeit, weil Ich wusste, dass es in jedem Geschöpf einen Geist gibt, um derentwillen Ich zur Welt gekommen war. Dann sprach Ich zu ihnen vom Himmelreich, welches die wahre Heimat des Geistes ist, damit sie ihre innere Unruhe durch mein Wort besänftigen und sich an der Hoffnung stärken würden, das ewige Leben zu erlangen.

    Es kam vor, dass es unter der Menge verborgen jemanden gab, der die Absicht hatte, meine Wahrheit schreiend zu leugnen und zu versichern, dass Ich ein falscher Prophet sei; aber mein Wort kam ihm zuvor, bevor er noch Zeit gehabt hatte, seine Lippen zu öffnen. Bei anderen Anlässen ließ Ich zu, dass irgendein Lästerer Mich schmähte, um vor der Menge zu beweisen, dass der Meister angesichts der Beleidigungen nicht unwillig wurde, womit Ich ihnen ein Beispiel von Demut und Liebe gab.

    7. Es gab einige, die — von meiner Sanftmut beschämt — sich sogleich entfernten und bereuten, mit ihren Zweifeln Den verletzt zu haben, der mit seinen Werken die Wahrheit verkündete. Sobald sich die Gelegenheit bot, kamen sie zu Mir, folgten sie Mir auf den Wegen nach — weinend, gerührt von meinem Worte, ohne auch nur zu wagen, Mich anzusprechen, um Mich für die Beleidigungen, die sie Mir zuvor zugefügt hatten, um Vergebung zu bitten. Ich rief sie herbei, liebkoste sie mit meinem Worte und gewährte ihnen irgendeine Gnade.

    8. Ganz die gleichen Wege wirst du jetzt zurücklegen, o geliebtes Volk — es sind Pfade, die durch meine Beispiele von Liebe vorbereitet worden sind und die jetzt euch erwarten, Jünger des Heiligen Geistes, damit ihr mit meinem Worte und eurem Vorbild der Menschheit die Erlösung bringt.

    9. Vergesst nicht, dass die „Giftpflanze“ und das „Unkraut“ nur mit den Werken der Liebe und Barmherzigkeit vernichtet werden, die Ich euch durch Jesus lehrte.

    10. Ihr werdet die Wege voller Steine finden und die Felder mit Brennnesseln bedeckt. Aber euer Geist, von Elias geführt und im Glauben gestärkt, wird im Verlangen, den Leidenden den Balsam der Liebe zu bringen, mit dem Lichte der Wahrheit den Weg derer erhellen, die in Finsternissen leben. Er wird weder die Dornen des Weges noch den Schmerz fühlen, den der Zweifel und die Verständnislosigkeit ihm verursachen könnten.

    11. Geht auf diesem Wege, und je größer die Zahl der Herzen ist, die ihr mit überströmender Liebe beschenkt, desto größer wird eure Intuition sein, und desto tiefer und beständiger euer Glaube an die Werke, die Ich durch eure Vermittlung offenbaren werde.

    12. Wenn euch vor Beginn eurer Mission deren Erfüllung unmöglich oder schwierig erschien, so wird sie euch später immer leichter erscheinen, woran ihr euren geistigen Fortschritt feststellen könnt.

    13. Dies ist die Zeit, in der Ich alle Geistwesen auf der Erde inkarnieren lassen werde, mit denen Ich mein vielgeliebtes Volk bilden werde, damit sie mit ihren Werken der Liebe und Barmherzigkeit der Menschheit das Zeugnis des wahren Wissens über das Geistige Leben geben.

    14. Ihr, die ihr gekennzeichnet wurdet, um diesen Auftrag zu erfüllen, und die ihr das Wissen und die Gewissheit habt, zu meinem Volke zu gehören — freuet euch über diese Offenbarung, doch verzagt nicht angesichts des nahenden Kampfes; denn wahrlich, Ich sage euch, die Soldaten, die für die Wahrheit kämpfen sollen, dürfen keine Furcht vor den Gegnern fühlen, welche die Menschheit ihnen entgegenstellt.

    15. Alle, die ihr in eurem Geist die Sehnsucht nach Vergeistigung, nach Freiheit fühlt und euch danach sehnt, euch auf dem Wege der Liebe, der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit zu Mir zu erheben, erkläre Ich als zu meinem Volke gehörig, und ihr werdet die Soldaten der Wahrheit sein. Doch um dies zu erreichen, müsst ihr wachen und beten und gegen eure Schwächen kämpfen, damit das Zeugnis, das ihr von meiner Lehre gebt, wahrhaftig ist.

    16. Auch sage Ich euch, dass jeder, der das Verlangen hat, zu meinem Volke zu gehören, von ihm aufgenommen und geliebt werden soll, wenn er durch seine Gedanken und Werke bezeugt, dass das Ideal der Liebe das Licht ist, das seinen Lebensweg erhellt.

    17. Damit ihr meine Unterweisung besser versteht, höret mein Gleichnis:

    18. Zwei Wanderer gingen langsamen Schrittes durch eine ausgedehnte Wüste, ihre Füße schmerzten vom heißen Sand. Sie gingen einer fernen Stadt entgegen, und nur die Hoffnung, an ihr Ziel zu kommen, belebte sie auf ihrem schweren Wege, denn das Brot und das Wasser gingen allmählich zur Neige. Der jüngere der beiden begann zu ermatten und bat seinen Gefährten, die Reise alleine fortzusetzen, weil ihn die Kräfte verließen.

    19. Der bejahrte Wanderer versuchte dem jungen neuen Mut einzuflößen, indem er ihm sagte, dass sie vielleicht schon bald auf eine Oase stoßen würden, wo sie die verlorenen Kräfte wiedergewinnen würden; aber jener fasste keinen neuen Mut.

    Der ältere gedachte ihn nicht in jener Einöde im Stich zu lassen, und obwohl auch er müde war, lud er den ermatteten Gefährten auf seinen Rücken und setzte die Wanderung mühsam fort.

    20. Nachdem der Jüngling ausgeruht war und er die Mühsal erwog, die er dem bereitete, der ihn auf seinen Schultern trug, löste er sich von seinem Hals, nahm ihn bei der Hand, und so setzten sie ihren Weg fort.

    21. Unermesslicher Glaube beseelte das Herz des greisen Wanderers, welcher ihm Kräfte gab, seine Müdigkeit zu überwinden.

    Wie er es geahnt hatte, tauchte am Horizont eine Oase auf, unter deren Schatten sie die Kühle einer Quelle erwartete. Schließlich gelangten sie zu ihr und tranken von jenem erquickenden Wasser, bis sie sich sattgetrunken hatten.

    Sie fielen in erholsamen Schlaf, und beim Erwachen fühlten sie, dass die Müdigkeit verschwunden war, auch hatten sie weder Hunger noch Durst; sie fühlten Frieden in ihren Herzen und die Kraft, zu der Stadt zu gelangen, die sie suchten.

    Sie wollten jenen Ort eigentlich nicht verlassen, doch die Reise musste fortgesetzt werden. Sie füllten ihre Gefäße mit jenem kristallklaren und reinen Wasser und nahmen ihren Weg wieder auf.

    22. Der betagte Wanderer, welcher die Stütze des jungen gewesen war, sagte: „Wir wollen von dem Wasser, das wir bei uns tragen, nur mit Maßen Gebrauch machen; es ist möglich, dass wir unterwegs einige Pilger treffen, die, von Erschöpfung überwältigt, am Verdursten oder krank sind, und es wird dann notwendig sein, ihnen das anzubieten, was wir bei uns tragen.“

    Der junge Mann widersprach und sagte, dass es unvernünftig wäre, von dem zu geben, was vielleicht nicht einmal für sie selbst ausreichen würde; dass sie es in so einem Falle zu dem Preis verkaufen könnten, den sie wollten, da es sie so große Anstrengung gekostet hatte, jenes kostbare Element zu erlangen.

    23. Der Alte war mit dieser Antwort nicht zufrieden und erwiderte ihm, dass, wenn sie Frieden in ihrem Geist haben wollten, sie das Wasser mit den Notleidenden teilen müssten.

    24. Verdrossen sagte der junge Mann, dass er es vorzöge, das Wasser seines Gefäßes allein zu verbrauchen, ehe er es mit jemandem teile, den man unterwegs treffen würde.

    25. Wiederum ging die Ahnung des Greises in Erfüllung, denn vor sich sahen sie eine aus Männern, Frauen und Kindern bestehende Karawane, die in der Wüste verirrt dem Untergang nahe war.

    Der gute Alte ging eilig auf jene Leute zu und gab ihnen zu trinken. — Die Ermatteten fühlten sich sogleich gestärkt, die Kranken öffneten ihre Augen, um jenem Reisenden zu danken, und die Kinder hörten auf, vor Durst zu weinen. Die Karawane erhob sich und setzte ihre Reise fort.

    26. Friede war im Herzen des edelmütigen Wanderers, während der andere, als er sein Gefäß leer sah, besorgt zu dem Gefährten sagte, dass sie umkehren und die Quelle aufsuchen sollten, um das Wasser, das sie verbraucht hatten, zu ersetzen.

    27. „Wir dürfen nicht zurückgehen“, sagte der gute Wandersmann, „wenn wir Glauben haben, werden wir weiter vorne auf neue Oasen stoßen“. Doch der Jüngling zweifelte, hatte Furcht und zog es vor, auf der Stelle von seinem Gefährten Abschied zu nehmen, um im Verlangen nach der Quelle zurückzugehen. Sie, die Leidensgefährten gewesen waren, trennten sich. Während der eine auf dem Pfade weiterging, vom Glauben an sein Ziel beseelt, lief der andere bei dem Gedanken, er könnte in der Wüste umkommen, mit der Zwangsvorstellung des Todes in seinem Herzen der Quelle zu.

    Schließlich langte er keuchend und erschöpft an. Aber zufrieden trank er sich satt, vergaß den Gefährten, den er allein gehen ließ, und ebenso auch die Stadt, auf die er verzichtet hatte, und beschloss, fortan in der Wüste zu leben.

    28. Es dauerte nicht lange, da zog in der Nähe eine Karawane vorbei, die aus erschöpften und durstigen Männern und Frauen bestand. Sie kamen begierig näher, um von den Wassern jener Quelle zu trinken. Doch plötzlich sahen sie einen Mann auftauchen, der ihnen zu trinken und zu rasten verbot, wenn sie ihm jene Wohltaten nicht bezahlten. Es war der junge Wanderer, der sich der Oase bemächtigt und sich zum Herrn der Wüste gemacht hatte.

    29. Jene Menschen hörten ihn traurig an, denn sie waren arm und konnten jenen kostbaren Schatz, der ihren Durst löschen würde, nicht kaufen. Schließlich trennten sie sich von dem wenigen, das sie bei sich trugen, kauften ein wenig Wasser, um den brennenden Durst zu lindern, und setzten ihren Weg fort.

    30. Bald wandelte sich jener Mensch vom Herrn zum König, denn nicht immer waren es Arme, die dort durchzogen; es gab auch Mächtige, die ein Vermögen für ein Glas Wasser geben konnten.

    31. Dieser Mann erinnerte sich nicht mehr an die Stadt jenseits der Wüste, und noch weniger an den brüderlichen Gefährten, der ihn auf seinen Schultern getragen und ihn davor bewahrt hatte, in jener Einöde umzukommen.

    32. Eines Tages sah er eine Karawane kommen, die zielsicher der großen Stadt zustrebte; doch mit Staunen beobachtete er, dass jene Männer, Frauen und Kinder voll Kraft und Freude ausschritten und dabei ein Loblied anstimmten.

    Der Mann verstand nicht, was er erblickte, und seine Überraschung wurde noch größer, als er sah, dass an der Spitze der Karawane jener voranschritt, welcher sein Reisegefährte gewesen war.

    33. Die Karawane hielt vor der Oase an, während die beiden Männer einander gegenüberstanden und sich erstaunt betrachteten. Endlich fragte der Oasenbewohner den, der sein Gefährte gewesen war: „Sage mir, wie ist es möglich, dass es Menschen gibt, die diese Wüste durchqueren, ohne Durst zu fühlen oder Müdigkeit zu verspüren?“ Er tat dies, weil er in seinem Innern daran dachte, was von dem Tag an aus ihm würde, an dem niemand mehr herbeikommen würde, um ihn um Wasser oder Obdach zu bitten.

    34. Der gute Wanderer sagte zu seinem Gefährten: „Ich gelangte zu der großen Stadt, doch nicht allein. Unterwegs traf ich Kranke, Dürstende, Verirrte, Erschöpfte, und ihnen allen gab ich neuen Mut durch den Glauben, der mich beseelt, und so gelangten wir von Oase zu Oase eines Tages vor die Tore der großen Stadt. Dort wurde ich vor den Herrn jenes Reiches gerufen, der mir, als er sah, dass ich die Wüste kannte und Mitleid mit den Reisenden hatte, den Auftrag gab, zurückzukehren, um Führer und Berater der Reisenden bei der qualvollen Wüstendurchquerung zu sein; und hier siehst du mich, wie ich gerade eine weitere Karawane führe, die ich zu der großen Stadt bringen muss. — Und du? Was machst du hier?“ fragte er den, der in der Oase geblieben war. — Dieser schwieg beschämt.

    Da sagte der gute Reisende zu ihm: „Ich weiß, dass du dir diese Oase angeeignet hast, dass du ihr Wasser verkaufst und für den Schatten Geld verlangst. Diese Güter gehören nicht dir, sie wurden von einer göttlichen Macht in die Wüste gelegt, damit derjenige von ihnen Gebrauch mache, der sie benötigen würde. Siehst du diese Menschenscharen? Sie bedürfen keiner Oase, weil sie weder Durst spüren noch müde werden. Es genügt, dass ich ihnen die Botschaft weitergebe, die ihnen der Herr der großen Stadt durch meine Vermittlung sendet, und schon machen sie sich auf und finden bei jedem Schritte neue Kraft dank dem hohen Ziel, das sie haben: jenes Reich zu erreichen.

    35. Überlasse die Quelle den Dürstenden, damit sie in ihr Erquickung finden, und jene ihren Durst löschen, die die Härten der Wüste erleiden. Dein Stolz und Egoismus haben dich verblendet. Doch was hat es dir genützt, Herr dieser kleinen Oase zu sein, wenn du in dieser Einöde lebst und du dich der Möglichkeit beraubt hast, die große Stadt kennenzulernen, der wir gemeinsam entgegengingen? Hast du jenes hohe Ziel bereits vergessen, das wir beide hatten?“

    36. Als jener Mann den schweigend angehört hatte, der ein treuer und selbstloser Gefährte gewesen war, brach er in Tränen aus, weil er Reue fühlte wegen seiner Verfehlungen. Er riss sich die falschen Prunkgewänder vom Leibe und suchte den Ausgangspunkt auf, welcher dort war, wo die Wüste begann, um dem Weg zu folgen, der ihn zu der großen Stadt führen würde. Doch nun ging er seinen Weg von einem neuen Lichte erleuchtet, dem des Glaubens und der Liebe zu seinen Mitmenschen. (Ende des Gleichnisses)

    37. Ich bin der Herr der Großen Stadt und Elias der Greis meines Gleichnisses. Er ist „die Stimme dessen, der in der Wüste ruft“, er ist der, der sich aufs neue unter euch kundgibt in Erfüllung der Offenbarung, die Ich euch bei der Verklärung auf dem Berge Tabor gab.

    38. Er ist es, der euch in der Dritten Zeit zu der Großen Stadt führt, wo Ich euch erwarte, um euch den ewigen Lohn meiner Liebe zu geben.

    39. Folge Elias, o geliebtes Volk, und alles wird sich ändern in deinem Leben, in deiner Gottesverehrung und deinen Idealen; alles wird verwandelt werden.

    40. Habt ihr geglaubt, dass eure unvollkommene Religionsausübung ewig bestehen bleiben würde? — Nein, meine Jünger: Morgen, wenn euer Geist am Horizont die Große Stadt erblickt, wird er wie sein Herr sagen: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 27

    1. Geliebte Jünger, Ich öffne eure Augen dem Lichte meiner Unterweisung, damit ihr die Wahrheit vom Betrug unterscheiden könnt. Das Licht des Gewissens, die Empfindungsfähigkeit und die Intuition, die ihr besitzt, werden euch den guten Weg weisen und euch die guten Früchte enthüllen.

    2. Aus der wahren Erkenntnis meiner Lehre wird in euch die Demut geboren werden, weil ihr euch so klein gegenüber eurem Schöpfer fühlen werdet und dennoch so begnadet und beschenkt durch Ihn, dass ihr nicht wagen werdet, euren Blick zum Vater zu erheben, wenn ihr ihn für unrein haltet.

    3. Die Eitelkeit hat sich in jenen eingenistet, welche in der Meinung, die volle Erkenntnis der Wahrheit erreicht zu haben, sich für gelehrt, stark, unfehlbar, groß und absolut gehalten haben, ohne sich bewusst zu werden, dass sie sich oftmals geirrt haben.

    4. Ich will nicht, dass in diesem Volke, das sich gerade erst unter dem Lichte dieser Unterweisungen zu bilden beginnt, morgen die Menschen auftauchen, die — durch ihre Eitelkeit verwirrt — ausposaunen, dass sie die Wiedergeburt Christi oder die neuen Messiasse sind.

    5. Die so handeln, werden jene sein, welche meinen, das Verständnis meiner ganzen Wahrheit erlangt zu haben, in Wirklichkeit aber fern von dem durch Christus gekennzeichneten Pfade gehen, welcher derjenige der Demut ist.

    6. Studiert das Leben Jesu auf Erden, und ihr werdet eine tiefe und unvergessliche Lehre der Demut finden.

    7. Jesus wusste, wer Er war, woher Er kam und wozu Er gekommen war; dennoch ging Er niemals auf die Plätze oder Straßen, um stolz bekanntzugeben, dass Er der Sohn Gottes, der Messias oder der Erlöser sei, sondern mit seinen Werken legte Er ein vollkommenes Zeugnis für seine Lehre der Liebe und Barmherzigkeit ab. Mit seinen Taten gab Er zu verstehen, wer Er war, und wenn Ihn gelegentlich jemand fragte: „Bist Du Christus?“, so beschränkte sich Jesus darauf, ihm zu antworten: „Du hast es gesagt.“

    8. Das heißt: Während die Menschen es mit ihren Lippen aussprachen, bestätigte Er es mit seinen Werken, denen gegenüber alle Worte ohne Wert waren.

    9. All dies musst du vor Augen haben, o geliebtes Volk, damit du — einmal im Kampfe stehend — dich nicht durch Versuchungen zu Fall bringen lässt oder erlaubst, dass dein Herz den Lohn empfängt, der nur dem Geiste zusteht.

    10. Um euch zu ersparen, dieser Schwäche zu verfallen, werde Ich dafür sorgen, dass diese Form meiner Kundgabe an euch sein Ende hat.

    Obschon es solche gegeben hat, die ihre Aufgabe in wahrer Demut zu erfüllen verstehen, gibt es auch solche, die sich in Gegenwart der Menschenmengen schließlich für Götter gehalten haben. Aber wenn sie sehen, dass sie das, was sie früher hatten, nicht mehr besitzen, werden sie zu der Einsicht kommen, dass es für die Erlangung einer fortwährenden Verbindung mit dem Vater nötig ist, Demut zu besitzen.

    11. Ihr alle wisst, dass Ich einen Tag angekündigt habe, an dem diese Kundgabe ihr Ende findet; dieser Zeitpunkt ist 1950. Doch ihr werdet erleben, wie die, welche durch diese Kundgebung eitel wurden und sich erhöhten, sich nicht dem Willen des Vaters unterwerfen werden — in dem Gedanken, dass sie beim Verlust dieser Gabe — von den Menschenmengen unbeachtet — zu ihrem normalen Leben zurückkehren werden und nicht mehr vom Volke gepriesen werden.

    12. Die Stimmträger werden sagen, wenn die Stunde näherrückt: „Wer wird kommen, um uns zuzuhören, wenn das Volk weiß, dass der Meister nicht mehr durch unseren Mund spricht?“ Und die Leiter werden sagen: „Wer wird zu unseren Versammlungsorten kommen — von dem Tage an, da bekannt ist, dass das Wort des Herrn nicht mehr durch den Mund seiner Erwählten ertönt?“ Den einen wie den anderen sage Ich schon jetzt: Wenn dies die einzige Form wäre, in der Ich Mich ihrem Geiste kundtun kann, würde Ich euch niemals derselben berauben; doch wenn Ich sie aufhören lasse, ist es ein Zeichen, dass etwas Höheres und Vollkommeneres euch erwartet — etwas, das auch ihr kennt: es ist die Verbindung von Geist zu Geist mit eurem Vater.

    13. Volk, bilde aus meinen Worten ein Gedenkbuch und bewahre seinen Inhalt in deinem Geist, erleuchtet vom Lichte deines Gewissens, damit du niemals mein Werk entweihst.

    14. Wenn ihr an meine Kundgebung in dieser Form geglaubt habt, müsst ihr auch glauben, dass Ich nicht mehr so zu euch sprechen werde, wie Ich es bis heute getan habe; und wenn ihr an meine Gegenwart geglaubt habt, während Ich euch mittels des menschlichen Verstandesorgans gelehrt habe, wobei Ich Mich ungebildeter und unvollkommener Wesen bediente: Wie solltet ihr da nicht glauben, dass ihr meine göttliche Inspiration von Geist zu Geist empfangen könnt?

    15. Vieles habe Ich euch schon gelehrt, o Jünger. Beschränkt euch nicht darauf, Mich nur zu hören — ergründet mein Wort mit Liebe, studiert es eingehend — jetzt, da es die rechte Zeit ist, es zu tun, und nicht, nachdem ihr in Versuchung gefallen seid; denn euer Kampf wird dann schwerer sein.

    16. Studiert meine Unterweisung, damit ihr sie richtig auslegt und mit ihrem Lichte den Sinn des Lebens und den Zweck der Prüfungen verstehen könnt.

    17. Viele von denen, welche die entfesselten Naturgewalten betrachten, die über die Ufer tretenden Wasserfluten, die in ihrem tobenden Laufe ganze Landschaften verheeren, und jene Menschen, die damit beschäftigt sind, sich in grausamen, brudermörderischen Kriegen zu vernichten, sagen, dass es der Zorn Gottes ist, der ebenfalls entfesselt ist.

    18. Ich vergebe denen, die meine Gerechtigkeit in dieser Weise auslegen; doch sie werden noch begreifen, dass alle Leiden und Schicksalsschläge, welche die Menschheit erduldet, von ihrem Ungehorsam gegenüber meinem Gesetze herrühren.

    19. Manche sagen: „Herr, wenn wir Dich so sehr mit unseren Unvollkommenheiten verletzen, sie überdies die Ursache all unserer Qualen sind — warum vernichtest Du uns nicht lieber? Wozu erhältst Du uns im Schmerz?“

    20. Denen, die Mich so fragen, sage Ich: Wenn Ich euch nicht liebte, würde Ich euch mit dem bloßen Aussprechen: „Es soll geschehen“ verschwinden lassen; aber wenn Ich euch trotz eurer Verfehlungen weiterhin erhalte, so ist es der Beweis dafür, dass euch eine hohe Bestimmung erwartet.

    21. Meine Ratschlüsse sind vollkommen, und meine Liebe zu euch ist unendlich; deshalb werden eure Unvollkommenheiten niemals ein ausreichendes Gewicht haben, um den Willen des Allmächtigen zu ändern. Für Augenblicke entfernt ihr euch von dem Wege, den euch mein Gesetz zeigt. Doch schließlich werdet ihr in der Vollkommenheit meiner Gerechtigkeit meine Liebe finden.

    22. Die Menschen waren immer Prüfungen unterworfen, in denen sie außer der Läuterung ihres Geistes das Licht der Erfahrung erlangt haben, das ihnen in dieser Zeit helfen wird, die weisen, gerechten und vollkommenen Lehren zu verstehen, die euch das Leben gibt. Deshalb habe Ich euch gesagt, dass ihr mit eurem Lichtschwert gegen die Finsternisse kämpfen und außerdem wachend und betend bleiben müsst, um nicht in Versuchung zu fallen.

    23. Wenn ihr der Ursache für eure Prüfungen mehr auf den Grund gehen wollt, so bedenkt, dass ihr in der Zeit der Sühne für alle eure früheren Verfehlungen seid. Wenn ihr schon Glauben habt an das, was Ich euch darlege, werden bei dem Gedanken, dass Ich der einzige bin, der eure Vergangenheit kennt und der sie mit Liebe beurteilen kann, eine tiefe Zufriedenheit, ein unendlicher Friede in euer Wesen einziehen.

    24. Schaut euch in dieser Zeit die verbannten Könige an, die Fürsten ohne Hoffnung zu regieren, die Reichen im Ruin und die Mächtigen auf dem Schmerzenslager! Wer kennt die Sühne, die in den Prüfungen liegt, denen sie unterworfen sind? — Ich allein. Doch Ich will, dass ihr alle wisst, dass ihr durch aufrichtige Reue, gute Werke, durch Erneuerung und Vergeistigung eure Sühnezeit verkürzen könnt, bis ihr eure Befreiung vom Schmerz und damit den Frieden erreicht.

    25. Mit diesen Unterweisungen erhelle Ich euch die Lehren, welche ihr von den frühesten Zeiten an erhalten habt, die euch die Menschen jedoch verheimlicht haben, womit sie verhinderten, dass die Menschen den Weg zur Erlösung finden konnten.

    26. Glaubst du nicht, geliebtes Volk, dass — da du in dieser Zeit zu den ersten gehört hast, die diese Wahrheit begriffen haben — diese Erkenntnis gerade dich verpflichtet, das Licht zu den Kriegsschauplätzen und zu den Völkern ohne Frieden zu bringen?

    27. Erforscht hierfür mein Wort, doch tut es immer mit dem Ziel, die Wahrheit zu erlangen.

    28. Stärkt euren Glauben an mein Wort, damit ihr in der Zukunft, wenn ihr Argumente gegen dieses Werk hört, nicht schwankend werdet.

    29. Ihr sagt Mir: „Meister, was könnten wir gegen Deine vollkommene Lehre hören, das fähig wäre, unseren Glauben in Gefahr zu bringen?“

    30. So denkt ihr heute, geliebte Jünger, weil ihr die Stürme und den nahenden Kampf noch nicht kennt. Jetzt kommt ihr in Frieden, um mein Wort zu hören, euch an meinem Unterricht zu erquicken; doch Ich bereite euch vor und mache euch wachsam, damit euch niemand überraschen wird.

    Unter euch gibt es viele Unschuldige, viele Gutgläubige, viele edel Gesinnte, Männer und Frauen ohne Schlechtigkeit, die die Verderbtheit und den Verrat nicht kennen, deren die Menschen fähig sind. Doch wenn sie sich nicht schulen, werden sie leicht die Beute jener werden, welche sich gegen diese Lehre erheben, werden sie wie schutzlose Schafe gegenüber hungrigen Wölfen sein.

    31. Es ist für euch besser, dass ihr schon jetzt durch Mich das erfahrt, was ihr morgen hören werdet. Bereitet euch mit dem Lichte meiner Unterweisung für den Kampf vor, sodass euch nichts verletzt, wenn ihr angegriffen werdet, und man euch entmutigen will.

    32. Seid nicht bestürzt, wenn man euch sagt, dass der, welcher in dieser Zeit zu euch gesprochen hat, der Versucher gewesen sei, und dass prophezeit ist, dass auch er Wunder tun würde, durch die er selbst die Auserwählten verstören und verwirren würde. Wahrlich, Ich sage euch, viele von denen, die meine Kundgebung so beurteilen, werden zu jenen gehören, welche tatsächlich im Dienste des Bösen und der Finsternis stehen, auch wenn ihre Lippen zu versichern suchen, dass sie immer die Wahrheit verbreiten.

    33. Vergesst nicht, dass der Baum an seiner Frucht erkannt wird, und Ich sage euch: Die Frucht ist dies Wort, das durch das Verstandesorgan dieser Stimmträger — Männer und Frauen von einfältigem Herzen — hörbar geworden ist. An der Frucht und an dem geistigen Fortschritt derer, die sie genossen haben, wird die Menschheit den Baum erkennen, der Ich bin.

    34. Das Trinitarisch-Marianische Geisteswerk wird sich auszubreiten beginnen und dadurch einen wahren Alarm unter vielen hervorrufen, die in der Überzeugung, die Lehre studiert und verstanden zu haben, die sie früher vom Vater erhielten, über der Kenntnis ihrer Philosophien und Wissenschaften eitel geworden sind, ohne sich der geistigen Entwicklung bewusst zu werden, welche die Menschheit erreicht hat.

    Sie werden beim Erwachen aus ihrer Geistesträgheit die Art und Weise bemerken, in der heute der Geist der Menschen denkt und fühlt, werden Bannflüche schleudern gegen das, was sie „neue Ideen“ nennen werden, und werden verbreiten, dass diese Bewegung durch den Antichrist hervorgerufen worden sei. Dann werden sie ihre Zuflucht nehmen zu den Schriften, den Prophetien und zu meinem Worte, das Ich euch in der Zweiten Zeit gab, um zu versuchen, meine neue Kundgebung, meine neuen Unterweisungen und alles, was Ich euch versprochen habe und heute erfülle, zu bekämpfen.

    35. Mein Wort wird auf den Lippen meiner Jünger und durch Schriften sogar zu denen gelangen, welche nichts gelten lassen, was jenseits des Materiellen ist oder was außerhalb ihrer Kenntnisse und Begriffe liegt, die sie einmal angenommen haben, und sie werden Mich einen falschen Gott nennen, weil Ich euch dieses Wort gebracht habe.

    Doch wenn ihr dies hört, wird euer Glaube nicht Schiffbruch erleiden — obschon euer Herz sich verletzt fühlt — da ihr mit innerer Bewegung daran denken werdet, dass euer Meister es euch bereits angekündigt und euch mit seinem Worte ermutigt hatte, diesen Prüfungen standzuhalten.

    Ich sage euch jedoch: Obschon ihr auf eurem Wege dem Betrug, der Heuchelei, dem Aberglauben, dem religiösen Fanatismus und der Abgötterei begegnen werdet, dürft ihr niemanden wegen seiner Irrtümer verurteilen. Lehrt sie mit meinem Worte und überlasst die Sache Mir, der Ich der einzige bin, der euch richten darf und der weiß, wer der falsche Gott, der falsche Christus, der böse Apostel, der heuchlerische Pharisäer ist.

    36. Euch kommt nur zu, meine Unterweisung in reinster Weise auszulegen, damit in euren Werken der göttliche Same Frucht bringt und an seiner Essenz von euren Mitmenschen Jener erkannt wird, welcher ihn euch eingab.

    37. Das Herz dieses Volkes wird nicht unfruchtbar sein; Ich weiß, warum Ich es gerufen und versammelt habe. Es wird Augenblicke geben, in denen sogar innerhalb meines Werkes viele in Verwirrung geraten werden; aber zuletzt werden sie sich aus dem Wirbelsturm retten und sich lichterfüllt auf die Suche nach den Wegen machen, welche zu andern Ländern führen, und meine Lehre den Menschen anderer Völker bringen, mit einer göttlichen Botschaft geistiger Brüderlichkeit und des Friedens. Sie werden lehren, dass alles Materielle eine Grenze hat, dass die Menschen schlechten Gebrauch ihrer Willensfreiheit gemacht haben, und dass Ich heute eurem rasenden Lauf ein „bis hierher“ setze und meinen Willen in euch vollziehe; doch komme Ich nicht in Gegnerschaft zu euch, sondern zum Wohle der ganzen Menschheit.

    38. Meine Annäherung an euch in dieser Zeit erfolgt nicht, um Rache zu üben für das, was die Menschheit auf dem Kalvarienberg mit Mir machte; Beweis dafür ist, dass Ich viele Male, nachdem ihr Mich verletzt habt, euch als Beweis der Liebe und Vergebung meinen Frieden gegeben habe.

    39. Wenn meine Gegenwart unter euch in dieser Zeit zusammenfällt mit den großen Katastrophen und den furchtbaren Kriegen, die euch jetzt bedrängen, so schreibt nicht Mir diesen Kelch zu, den die Menschen trinken. Die Leiden sind die Frucht eurer Sünden, und diese sind nicht aus Mir entsprungen. Wenn Ich euch ankündigte, dass in der Zeit, in der Ich zu euch als Heiliger Geist sprechen würde, der Schmerz unter der Menschheit wüten werde, so diktierte Ich damit nicht euer Urteil; es geschah, weil Ich wusste, dass, wenn diese Prüfungen kommen würden, ihr Mich brauchen würdet. Ich kündigte es euch nur an, damit ihr wachend und betend sein solltet in Erwartung meines Kommens.

    40. Den Urteilsspruch habt ihr vor langer Zeit selbst unterschrieben; doch Ich, den ihr als euren Richter betrachtet, bin in Wirklichkeit euer Verteidiger, der euch von eurer Bürde befreit, indem Ich euch liebevoll dazu bringe, den guten Weg einzuschlagen, damit ihr die wahre Freiheit erlangt, welche die des Geistes ist.

    41. Du weinst, mein Volk, weil du in deinem reuevollen Herzen die Liebe des Meisters fühlst. Man hatte euch gesagt, dass keiner, der mit einer schweren Schuld in seinem Geist vor den Vater treten würde, Vergebung erlangen würde, und dass er eine ewige Verdammnis zu erleiden hätte. Doch wie habt ihr meine göttliche Gerechtigkeit als so ungeheuerlich auffassen können? Habt ihr nicht bemerkt, wie Ich durch Jesus deutlich zeigte, dass meine zartesten Worte und meine liebevollsten Blicke denen galten, welche am meisten gesündigt hatten? Wie könnte Ich auf der Welt eine Lehre verkünden und in der Ewigkeit das Gegenteil davon tun?

    42. Zwischen Christus und dem Vater kann nicht der kleinste Unterschied bestehen, da beide der gleiche Geist sind, die gleiche Liebe, die gleiche Weisheit, welche sich der Menschheit in drei Phasen kundgetan hat. Ich sagte euch schon in der Zweiten Zeit: „Wer den Sohn kennt, kennt den Vater“.

    43. Rein seid ihr aus Mir hervorgegangen, und rein müsst ihr zurückkehren; doch die Zeit der Sühne wird vorübergehend sein, niemals ewig; kurz oder lang, das hängt von dem Willen ab, den der Geist einsetzt, um seine Erlösung zu erreichen.

    44. Ich finde euch verwirrt vor, weil ihr die Bücher zur Hand genommen habt, in die eure Mitmenschen ihre Irrtümer gedruckt haben, die ihr lange Zeit für die reine Wahrheit gehalten habt. Doch die Tage sind nahe, in denen der Mensch sogar seine Glaubenssätze wird berichtigen müssen; denn das Licht der neuen Zeit wird ihn den Weg der Wahrheit erkennen lassen, weil es in dieser Nacht, in der sich sein Geistesleben befindet, Licht werden wird.

    45. Ich sende euch diese Lehre, um euch darin zu unterweisen, von eurem menschlichen Dasein aus in das Geistige Leben einzudringen.

    46. Noch seid ihr mehr Materie als Geist, und darum zweifelt ihr für Augenblicke an der Wahrheit dieses Wortes und fragt euch: „Ist es wirklich der Meister, der zu uns spricht?“ Dann entringt sich dem Geiste ein „Ja“, welches gegen ein „Nein“ der Körpernatur kämpft.

    47. Ich tue Mich unter euch in begrenzter Form kund, damit ihr mein Wort hört, in welchem Ich euch meine göttlichen Gedanken sende, die euch aufs neue den Weg eures geistigen Aufstiegs vorzeichnen.

    48. Ich segne sowohl den, der an meine Kundgabe glaubt, als auch den, der zweifelt. Ich bevorzuge nicht, alle liebe Ich gleichermaßen. Ich offenbare Mich der Welt nicht nur für einige Herzen, sondern um alle Pfade mit Licht zu erhellen, damit die Menschen dem Ziele der Vergeistigung nachstreben und das göttliche Gebot erfüllen, welches lautet: „Liebet einander“.

    49. Ich bin der göttliche Sämann der Liebe und kenne die Zeit der Aussaat und der Ernte der Frucht. Es steht geschrieben, dass Gott der Welt von neuem das Licht geben wird, wenn die Menschen auf dem Gipfel der Verderbtheit sein würden.

    50. Jünger, es ist Zeit, zu säen. Die Menschen suchen und rufen nach dem Krieg; sucht ihr das menschliche Herz, um in dasselbe Frieden und Liebe zu säen.

    51. Wenn ihr angegriffen werdet, so nehmt Deckung in der Reinheit meiner Lehre. Während die Menschen triumphieren, wenn sie euch das menschliche Dasein nehmen, werde Ich triumphieren, indem Ich euch das ewige Leben gebe.

    52. Die Legionen des Guten sind in Tätigkeit, sie haben den Kampf aufgenommen, doch sie retten den, der umkommt. Dies ist meine göttliche Aufgabe. Vergesst ihr, dass man Mich den Erlöser der Menschheit genannt hat? Was ist seltsam daran, dass der Hirte seine Schafe sucht? Bevor ihr existiertet, liebte Ich euch schon und es wurde euer Ungehorsam und ebenso eure Erlösung vorhergesehen.

    53. Als Ich Mich in Jesus offenbarte, sagte Er, dass Er euer König ist, doch ihr gabt Ihm das Kreuz zum Thron. Da zeigte Ich euch alle Kraft, welche der Liebe, Vergebung und Sanftmut innewohnt. So, wie Ich sein Blut fließen ließ, so gebe Ich euch meine Liebe ohne Beschränkung.

    54. Meint ihr, dass Ich in dieser Zeit der Schmerzen nicht unter euch bin? Seht, hier bin Ich! Gleich einer Quelle kristallklaren Wassers habe Ich den geistigen Durst gelöscht, der euch verzehrt. Ich bin gekommen, euch zu sagen: Es ist Zeit, dass ihr eurem Geist ermöglicht, sich zu entwickeln, damit alle seine schlummernden Fähigkeiten erwachen. Hierfür inspiriere Ich euch und erkläre Ich euch die Vergeistigung.

    55. Der Glaube, der Gedanke und der Wille sind Mächte. Seid groß und stark mittels dieser Gaben und offenbart sie in all euren Werken, welche immer auf Liebe gegründet sein sollen.

    56. Ihr kennt jetzt die Aufgabe, die Ich Mir auferlegt habe.

    57. Ich erwarte euch in der Ewigkeit, doch müsst ihr kämpfen, um zu Mir zu kommen. Deshalb erhelle Ich euren Weg, damit ihr ihm folgen und immer vorwärts gehen könnt.

    58. Seid rein in euren Gedanken, Worten und Werken, und ihr werdet auf meinem Wege sein. Dann werdet ihr im Reiche des Vaters die Stätte einnehmen, die Er euch bestimmt hat.

    59. Beherrscht eure Leidenschaften, lasst die irdischen Vergnügungen sein und denkt an eure Mitmenschen. Seht, wie das Blut meiner Kinder in dieser Welt vergossen wird, hört das Schluchzen, das sich allen leidenden Herzen entringt. Es gibt viele Nester, in denen die Vögel tot sind — viele Kinder, die leiden — viele Mütter, die weinen — viele Kindlein ohne Wiege.

    60. Betet für sie, auf dass das brüderliche Empfinden der einen und das mütterliche der andern wie ein Balsam des Trostes ist, der in ihre Herzen dringt.

    61. Hinterlasst dem Wanderer, der nach euch kommt, Spuren des Lichts. Dann werdet ihr Gott in eurem Herzen und im Tiefsten eures Wesens fühlen; dort wird der Vater seinen besten Tempel finden. Das Gewissen wird wie der Gipfel des Berges sein, von wo aus Ich Mich kundgebe. Dann wird der Mensch mehr Geist als Körper sein und mehr Licht als Schatten.

    62. So, wie der Windhauch und die Sonne euch liebkosen, so, mein Volk, sollt ihr eure Nächsten liebkosen. Dies ist die Zeit, in der Bedürftige und Notleidende überreichlich vorhanden sind. Begreift, dass der, der euch um eine Gefälligkeit bittet, euch die Gnade gewährt, anderen nützlich zu sein und für eure Erlösung zu wirken. Er gibt euch die Gelegenheit, barmherzig zu sein und dadurch eurem Vater ähnlich zu werden. Denn der Mensch ist geboren, um über die Welt den Samen des Guten auszustreuen. Versteht also, dass, wer euch bittet, euch einen Gefallen tut.

    63. Wer sagt, dass er eine Gunst erwiesen hat, indem er Hilfe leistete, lügt, denn er hat kaum eine Verpflichtung erfüllt.

    64. Ich werde Mich an meinen Jüngern erquicken, wenn aus ihrer harmonischen Übereinstimmung die süßen und schwingenden Töne des Spiritualismus erklingen, denn alle Zubereiteten werden in der Sprache des Herzens reden. Die sich nicht zubereitet haben, werden nicht verloren gehen, denn Ich bin Der, welcher zu warten versteht, bis die Früchte reifen; aber diese werden ihren Ungehorsam beweinen, wenn sie den Kelch der Bitternis leeren.

    65. Ich bin in allen, aber einige werden sagen: „Ich fühle Dich nicht;“ andere werden sagen: „Ich sehe Dich nicht;“ aber alle begreifen, dass Ich in allen bin und in allem Geschaffenen. Weshalb versucht ihr, alles mit den Augen zu sehen und mit den Sinnen zu betasten? Versucht mit dem Geiste, mit dem Verstande und mit dem Herzen zu sehen.

    66. Dann werdet ihr das Unbekannte sehen und werdet seine Schwingung in eurem ganzen Wesen fühlen. Wenn ihr begreift, wie sehr Ich euch liebe, werdet ihr nicht mehr sagen, dass euer Gott euch straft.

    67. Wahrlich, Ich sage euch, in Mir gibt es keinen Zorn, denn er ist menschliche Schwäche. Ihr seid es, die das Feuer des Schmerzes entzünden, und danach ruft ihr Mich an, damit Ich es lösche; doch es ist meine Gerechtigkeit, die sich in euch bekundet. Deshalb müsst ihr das Feuer des Hasses und der Leidenschaften, das ihr entflammt habt, mit dem Wasser der Tugend, mit Tränen und sogar mit Blut löschen.

    68. In der Zweiten Zeit sagte Ich euch: „Die Vögel haben Nester, die Füchse haben Höhlen, doch der Sohn Gottes hat nicht, da Er sein Haupt hinlege“.

    69. „Den Frieden lasse Ich euch, meinen Frieden gebe Ich euch“; in ihm werdet ihr Trost und Freude finden. Seid ihr in meiner Liebe, wie Ich in eurem Schmerze bin!

    70. Versteht, dass Ich in euer Herz gedrungen bin, ohne dass ihr mein Kommen gefühlt habt. Um meine Gegenwart zu fühlen, musstet ihr wach sein; doch als Ich euch fand, habt ihr geschlafen. Deshalb habt ihr, als Ich euch aufweckte, verwundert gefragt, wer gekommen sei und in dieser Weise zu euch spreche.

    71. Ich muss euch darauf hinweisen, dass Ich euch nicht durch einen unvorhergesehenen Besuch überrascht habe. Schon vor langer Zeit ließ Ich euch die Zeichen wissen, die meiner Kundgebung als Heiliger Geist vorausgehen würden; aber sehend habt ihr nichts erblickt, und hörend habt ihr nichts vernommen.

    72. Wenn ihr die Ereignisse erforscht, die eure Welt im vergangenen Jahrhundert (19. Jhd.!) bewegt haben, deren Zeitpunkte in euren Geschichtsbüchern niedergeschrieben sind, so werdet ihr erkennen, dass in Wahrheit alles, was vom Herrn vorausgesagt war, treu in Erfüllung ging.

    73. Wahrlich, Ich sage euch, während der Zeit, in der meine Kundgabe andauert, werde Ich keinen Glauben finden, denn die Menschen müssen zuerst ihr Herz und ihren Verstand läutern, damit sie mein Wort von Grund auf verstehen können.

    74. Denen, die meinen Unterweisungen Tag für Tag zuhören und die, obwohl sie dauernd Beweise meiner Wahrheit erhalten, noch zweifeln und Mich verneinen — ihnen sage Ich, dass es notwendig ist, den geistigen Sinn meiner Unterweisung zu studieren, damit sie deren Wahrheit begreifen. In derselben Weise habe Ich in der Zweiten Zeit zu ihnen gesprochen, als Ich sagte: „Es ist notwendig, dass Ich sterbe, damit Mir geglaubt wird“, und dass Ich am dritten Tage auferstehe, damit die Menschheit sich überzeugt, dass Ich der Sohn Gottes bin.

    75. Diejenigen, welche der Vergeistigung noch ferne sind, möchten Mich in der Gestalt Jesu sehen, um Mir zu sagen: „Herr, Ich glaube an Dich, denn Ich habe Dich gesehen.“ Ihnen sage Ich: „Selig sind, die ohne zu sehen geglaubt haben, denn sie haben den Beweis erbracht, dass sie dank ihrer Vergeistigung Mich in ihrem Herzen empfunden haben.“

    76. Versteht ihr jetzt, warum der Mensch das Bedürfnis hatte, Bildnisse herzustellen, die Mich darstellen? — Wegen seines Mangels an Zubereitung, weil er nicht empfindsam ist für die geistigen Manifestationen.

    77. Wenn der Mensch meine Lehre verstünde, würde er nicht das Bedürfnis haben, Bildnisse figürlich darzustellen oder zu malen, um danach vor ihnen niederzuknien. Er würde entdecken, dass es auf der Welt kein vollkommeneres Bild des Herrn gibt als den geistig erhobenen Menschen selbst. Dann würde er sich bemühen, die gleichen Werke zu tun wie Ich, um seinem Schöpfer näherzukommen.

    78. Der Apostel Johannes drang in das Geistige ein; durch seine Verzückung fühlte er die Gegenwart des Vaters, bei seiner geistigen Stimme fühlte er sich ohnmächtig werden. Doch obwohl er in jenen Gesichten Gestalten und Formen geschaut hatte, verstand er nicht, dass jedes Bild nur das Symbol eines großen Lehrbuches der Weisheit und Prophetie war, aber nicht das Bild oder die Gestalt Gottes.

    79. Der Mensch schaute das Lamm, den Löwen, das Buch, die Sterne, die Ältesten, die Leuchter, und alles, was sein verwunderter Blick sah, waren nur Gestalten und Formen, die auf der Erde existieren und dem Menschen bekannt sind. Sie wurden als Sinnbilder verwendet, um mit ihnen tiefe, göttliche Lehren zur Darstellung zu bringen; doch meine Göttlichkeit in all ihrer Herrlichkeit kann niemand schauen, weil Ich unendlich bin, weder Anfang noch Ende habe.

    80. Wenn das Buch der Weissagungen des Johannes von einigen als undurchdringliches Geheimnis angesehen und von anderen in einer irrtümlichen Auslegung betrachtet worden ist, so ist es darauf zurückzuführen, dass die Menschheit noch nicht die nötige Vergeistigung erlangt hat, um das zu verstehen, was dort dargestellt ist; und Ich kann euch auch sagen, dass es nicht einmal von dem Propheten begriffen worden ist, dem es eingegeben wurde.

    81. Johannes hörte und sah, und als er vernahm, dass man ihm befahl, es niederzuschreiben, gehorchte er sogleich; doch er verstand, dass jene Botschaft für die Menschen war, welche lange Zeit nach ihm kommen würden.

    82. Heute seid ihr in der Zeit, die euch geweissagt worden ist, und diese meine Lehre — als Licht eines neuen Zeitalters — vermittelt die Fähigkeit, in jenem Buche lesen zu lernen, welches so lange Zeit hindurch eurem Verständnis verschlossen war. Die Stunde naht, in der es euch gelingen wird, all das zu entziffern, was ihr so lange als hinter dem Schleier des Geheimnisses verborgen betrachtet habt.

    83. Glaubt ihr nicht wirklich, dass — wenn Johannes den Sinn der Offenbarung verstanden hätte, die er empfangen hatte — er euch seinen Inhalt eindeutig erklärt hätte, anstatt euch ein Buch mit Bildern und Symbolen zu vermachen? Erkennt: Wenn er diese Offenbarung in voller Klarheit erläutert hätte — welcher Mensch jener Zeit hätte sie verstehen können und hätte infolgedessen an die Wahrheit der Weissagung geglaubt?

    84. Es war mein Wille, dass jenes Buch versiegelt bleiben würde und euch nur sein Vorhandensein und ein Teil seines Inhalts enthüllt werden sollte, damit, wenn die jetzige Zeit gekommen sein würde, Ich euch jene Offenbarung erklären würde.

    85. Erwache, Volk, bringe den Menschen diese Botschaft, damit sie in ihrem Geist das Licht meines Wortes in der Dritten Zeit aufnehmen. Vergesst eure menschlichen Nöte und rufet „Hosianna, Hosianna“, denn endlich wird eure geistige Entwicklung euch den wahren Sinn der Lehren zu verstehen erlauben, die Ich euch zur Kenntnis brachte und deren Licht euch zu einer vollkommenen Welt in der Ewigkeit leiten wird.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 26

    1. Jünger, nachdem ihr meine Unterweisung gehört und eure Vergangenheit im Lichte meines Wortes beurteilt hattet, habt ihr geistig gesagt: „Kein Blatt am Baume bewegt sich ohne den Willen Gottes“.

    2. Ihr denkt so, weil ihr zu verstehen beginnt, dass die Prüfungen, die ihr nach und nach gleich einem bitteren Kelche leert, wie Stufen gewesen sind, die euch allmählich dem Baume des Lebens näher gebracht haben, wo der Meister euch erwartet, um euch euer Erbe zu übergeben.

    3. Als ihr zur Kundgebung meines Wortes gekommen seid, habt ihr alle euch gefragt, was wohl der Grund meiner Wiederkunft sei, und beim Vernehmen meines Grußes, der euch sagt „mein Friede sei mit euch“, sind die voller Freude, welche den Wert erkennen, den der Friede besitzt, während die, welche nur an den Erwerb materieller Güter denken, Mich mit Enttäuschung in ihrem Innern fragen, ob Ich nur gekommen bin, um euch Frieden anzubieten.

    4. Die so denken, beleidigen Mich nicht, denn ihr Unverständnis kommt von ihrer Unwissenheit, und diese ist gerade die Finsternis, die zu bekämpfen Ich gekommen bin, indem Ich die Geistwesen mit dem Lichte meiner Lehre erleuchte.

    5. Herzen, die ihr heute durch die Leidenschaften und Missgeschicke, die euer Leben verbittert haben, verhärtet seid: Begreift, dass ihr den Frieden erreichen werdet, wenn ihr geistige Erhebung erlangt habt.

    6. Der Friede in dem Geist spricht zu euch von Licht, von Moral, von Tugenden. Wer sich nicht sehnt, diesen Zustand der geistigen Erhebung zu erreichen, träume nicht davon, meinen Frieden zu genießen; denn noch immer ist er Gefangener der Leidenschaften des Körpers und der falschen Traumbilder von Glück, welche ihm die materielle Welt vorgaukelt.

    7. Wer angeekelt von den irdischen Vergnügungen in seinem Innern ein heißes Verlangen nach Frieden lebendig erhält, der sucht die Befreiung seines Geistes, begierig, das Ziel zu erreichen, für das er geschaffen wurde.

    8. Seit Anbeginn der Menschheit sind es nur wenige gewesen, die den Frieden gesucht haben oder in ihm verblieben sind, nachdem sie ihn einmal erlangt haben, weil der Mensch ihn nur sucht, wenn der Schmerz ihn besiegt hat. Deshalb seht ihr, wie nach jedem eurer unmenschlichen, brudermörderischen und ungerechten Kriege sich Tausende von Menschen erheben, die nach dem Frieden dürsten, den sie vorher nicht zu schätzen wussten, weil sie sich nicht des Wertes bewusst gewesen sind, den diese göttliche Gabe hat.

    9. Ihr müsst begreifen, dass es nicht das Wissen der Menschen ist, in dem ihr inneren Frieden finden werdet, da die Quelle, aus der er stammt, geistig ist. Das Gold, die menschliche Weisheit, die Wissenschaft, die Macht der Menschen haben nicht genügt, um diese Gnade zu erlangen, die ihr nur erreichen werdet, wenn ihr gute Werke tut und euch in eurem Leben auf dem Weg der Liebe bewegt, den euch mein Gesetz weist.

    10. Es wird nichts Erstaunliches an sich haben, dass die Männer, welche die Menschheit Gelehrte nennt — wenn sie meinen Offenbarungen nachgehen und auf der Suche nach meinem Frieden sind — den Platz der Schüler einnehmen, um die ersten Lektionen vom Buche des Lebens zu studieren.

    11. Niemand kennt besser als Ich den unendlichen Durst, welcher unter der Menschheit herrscht. Mein Erbarmen dringt wie ein Hoffnungsstrahl in jedes Herz, um ihm die Nähe des Kampfes fühlbar zu machen, durch den es den wahren Frieden und die Befreiung des Geistes erreichen wird.

    12. Meine Unterweisung ist der Ruf der himmlischen Posaune, welche von den Geistwesen gehört worden ist, denen sie verkündet hat, dass die Zeit des Gerichts, der Sühne und auch der Erlösung gekommen ist.

    13. Alles war vorhergesagt worden; doch ihr habt vorgezogen, die Ereignisse abzuwarten, ohne euch vorzubereiten, um dem Kampf die Stirne bieten und eure Freiheit erringen zu können. Euch fehlte der Glaube, der Gehorsam gegenüber meinem Gesetze der Liebe, und heute weint ihr über eure Schuld.

    14. Die Menschenmengen, die sich versammeln, um meine göttlichen Unterweisungen zu hören, erscheinen euch groß an Zahl; aber wie klein sind sie, wenn ihr sie mit euren Mitmenschen vergleicht, die meinen Frieden entbehren.

    15. In diese Scharen hier habe Ich meinen Frieden gelegt; einige wussten ihn zu bewahren, andere berauben sich desselben, sobald sie mein Wort nicht mehr vernehmen und sie in die Gewohnheiten des Alltags zurückfallen. Es sind die, welche Mich bei der Rückkehr zu dem bescheidenen Orte, an dem Ich Mich kundgebe, fragen: „Herr, warum finde ich nur Frieden, wenn ich Dir zuhöre, oder ist es so, dass er nur an diesen Orten vorhanden ist?“ Doch Ich antworte ihnen, dass, wenn sie nur zu der Stunde Frieden gefunden haben, da sie meine Lehre hören, dann deshalb, weil sie nur in diesem Augenblick ihren Geist vom Einfluss des Körpers läutern und, wenn sie die Schwelle dieser Versammlungsräume hinter sich lassen, zu ihrem Leben der Unvollkommenheiten, der Selbstsucht, der Leidenschaften, des Grolles und der Laster zurückkehren, ohne die Weisungen der Lehre, die sie gehört haben, in Anwendung zu bringen. Denn Hören heißt nicht Lernen, und nur, wer meine Lehre erforscht und in die Tat umsetzt, wird sich in Wahrheit mein Jünger nennen können, weil er immer geistig vorbereitet sein wird, seinen Brüdern das Beispiel zu geben, wie man sein Leben in Befolgung meiner Unterweisungen auf die rechte Bahn bringt.

    16. In diesem Lehrwort werdet ihr die Erkenntnis der sittlichen Verantwortung finden, die ihr dadurch übernommen habt, dass ihr in eurem Herzen die Gabe meines Friedens empfangt, die ihr mit euren Mitmenschen teilen müsst.

    17. Begreift und macht euch klar, wie oft Ich euch gesagt habe: Seid willkommen in der bescheidenen Versammlungsstätte, die zu einem Haus des Friedens und des Gebets geworden ist, wo Ich Mich als Meister kundgebe.

    18. Durch mein Wort habt ihr eure Aufgabe und die Sühnepflicht begriffen, die auf eurem Geist lastet. Heute erkennt ihr, dass es, um zu Mir zu kommen, nötig ist, die Reinheit zu erlangen, die euch würdig macht, in das Reich der Gerechten einzugehen, welches das eurem Geiste verheißene Land ist.

    19. Nicht alle, die Mir zuhören, sind bei Mir, denn die Gedanken einiger sind ferne. Dagegen gibt es einige, die körperlich entfernt und im Geiste gegenwärtig sind.

    20. So wie ihr an meine Türen klopft, bin auch Ich zu den euren gekommen, nicht um etwas von euch zu verlangen, sondern um euch das zu geben, was ihr nötig habt.

    21. Ich gebe eurem Geist Licht, denn Ich sehe, dass er nicht länger in der Finsternis bleiben will; er wünscht sich über die Unwissenheit und die Leidenschaften des Körpers zu erheben, er möchte den Vater schauen und verstehen und den Zweck seines eigenen Daseins erkennen.

    22. Erwacht, werdet euch der Zeit bewusst, in der ihr lebt, damit, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, an dem die Menschen sich anschicken, jeden religiösen Kult des menschlichen Herzens zu entweihen und auszulöschen, sie von euch nichts zu entfernen haben, weil euer Heiligtum und eure Gottesverehrung geistig sein werden. Dann wird euer Geist sich direkt mit meiner Göttlichkeit verbinden können; dies wird seine Befreiung sein.

    23. Ihr lebt in einer Welt, die durch die menschliche Wissenschaft umgewandelt wurde; dies ist ihre Ära, die Zeit ihrer Herrschaft.

    24. Ein neues Babel haben die Menschen aufgerichtet, einen neuen Turm des Hochmuts und der Eitelkeit. Von seiner Höhe herab fordern sie meine Macht heraus und erniedrigen die Schwachen. Wahrlich, Ich sage euch, auf diesem Wege wird der Mensch nicht zu Mir kommen. Nicht weil Ich die Wissenschaft verleugne — ist sie doch Licht, das Ich, der Schöpfer, in den menschlichen Verstand gelegt habe —, sondern wegen des bösen Gebrauchs, den die Menschen von ihr gemacht haben.

    Ich vertraute euch die Wissenschaft wie einen Baum an, den ihr mit Liebe, Achtung und Eifer pflegen solltet, damit aus ihm Früchte von bestem Geschmacke hervorgingen — solche, die Leben spenden. Glaubt ihr, dass ihr diesen Baum gut gepflegt habt?

    Erkennt, dass seine Früchte zerstörerisch und leidbringend waren, dass sie, statt Leben zu spenden, Tod gesät haben. Wie verfehlt ist die menschliche Wissenschaft, die im Dienste des Menschen stehen soll! Aber dennoch segne Ich sie, denn sie ist meiner Kinder Werk.

    25. Der Materialismus hat die Menschheit umstrickt. Aus vielen Herzen wurde mein Name ausgelöscht, die Menschen vergessen zu beten, welches die geistige Form ist, mit Gott zu sprechen. Meine Lehre und mein Vorbild durch Jesus wurden vergessen, und die, welche versuchen, in meiner Lehre beständig zu bleiben und mein Gesetz zu erfüllen, tun es mittels abgöttischer Kulte und suchen Mich mittels Figuren und Bildern, von Menschenhand gemacht. Soll mein Gesetz so erfüllt werden?

    26. Viele haben die Natur zu ihrem Gott gemacht, indem sie dieselbe als schöpferische Quelle all dessen, was existiert, vergöttlichen. Doch wahrlich, Ich sage euch, diese Natur, aus deren Schoße alle Wesen hervorgegangen sind — die materiellen Kräfte und Naturreiche, die euch umgeben — sie ist nicht Schöpferin; sie wurde zuvor vom göttlichen Schöpfer geplant und geschaffen. Sie ist weder die Ursache noch der Grund des Lebens. Ich allein, euer Herr, bin der Anfang und das Ende, das Alpha und das Omega.

    27. Der Schatten des Baumes der menschlichen Wissenschaft hat die Menschheit umfangen, die Mehrzahl seiner Früchte hat sie vergiftet, und es naht die Zeit, in der die Sichel der Gerechtigkeit jeden unreinen Zweig und jede schlechte Frucht abschneidet.

    28. Als der Mensch noch unschuldig war, machte ihn sein Zustand der Reinheit der Gnade des Herrn würdig. Er hatte die Wissenschaft nicht nötig, um die Mittel zum Leben zu finden. Es war nicht nötig, dass seine Augen oder seine Intelligenz sich anstrengten, in die Geheimnisse der Schöpfung einzudringen, um das Licht zu finden, das seinen irdischen Lebensweg erleuchten würde.

    29. Wie eine liebevolle Mutter brachte die Natur ihren Busen an die Lippen des Kindes, um es zu nähren; doch das Kind wuchs, und von der äußeren Schönheit der Früchte des Lebensbaumes verführt, streckte es seine Hand aus, brach sie ab und kostete sie, wodurch in seinem Herzen und seinem ganzen Wesen das Bedürfnis und das Verlangen nach Wissen erwachte. Das Lebensalter der Unschuld enteilte, und für den Menschen begann ein neuer Abschnitt, jener der Wissenschaft, in welchem der Geist das menschliche Leben und seine Geheimnisse zu erkennen verlangte. Da begann der Kampf, die Erfahrung, die Entfaltung, die Entwicklung, die Sühneleistung.

    30. Das Kind, dessen Glück ganz auf das Fühlen der mütterlichen Liebkosung gerichtet war, wurde zum Jugendlichen, welcher — verwundert angesichts der Größe des Lebens, das für ihn ein Geheimnis war — sich voller Neugier und Unruhe wissensdurstig auf den Weg machte. Wer außer Mir bewirkte, dass der Mensch dieses Ideal des Wissens und Erkennens fühlte?

    Alles war durch Mich vorausgesehen und vorbereitet, um die Schritte des Menschen auf der Erde zu lenken, weshalb er bei jedem Schritt auf eine Überraschung und ein neues Wunder stieß. Es gab kein Hindernis, keine Not noch Pein, für die er keine Lösung finden würde.

    Wenn der Mensch sein Erwachen für die Welt hatte, so zeigte sich auch in seinem Geist, aus seiner Ruhelosigkeit und seinem Ahnungsvermögen heraus die tiefe Sehnsucht, das Leben zu verstehen und zu schauen, das jenseits der materiellen Schöpfung ist, jenseits der Materie und der Wissenschaft.

    31. So entstand die geistige Verehrung Gottes, damit der Geist sich durch sie nährt und hohe Erkenntnisse erlangt und er gemäß der Wissenschaft lebt, die von meinem Gesetze der Liebe inspiriert ist.

    32. Nicht alle Menschen haben sich Mich im Unendlichen, im Geistigen und Unsichtbaren befindlich vorgestellt. Während daher seit den Anfängen der Menschheit einige Mich jenseits alles Materiellen gesucht haben, haben andere es mittels äußerlicher Kulte getan. Dies sind jene, welche Mich in den Sternen, in den Naturkräften und in Geschöpfen suchten, bis sie zur Einsicht gelangten, dass Der, welcher alles geschaffen hatte, was sie anbeteten, sich im Unendlichen befand, und Er es war, den sie anbeten sollten.

    33. Mit der Zeit hat sich die Menschheit in ihren Glaubensüberzeugungen und in der Erkenntnis des Geistigen weiterentwickelt, wobei sie, durch göttliche Eingebungen erleuchtet, ihre Gottesverehrung vervollkommnete. Dennoch fühlen Mich noch in der heutigen Zeit viele meiner Kinder nur durch Gebilde der Schöpfung, Riten, Bilder und Symbole. Und zwar deshalb, weil der Geist, noch immer durch die Traditionen abgelenkt, sich mit dem wenigen zufrieden gibt, das er mit seiner geringen Erhebung erlangt. Aber angesichts der Geheimnisse ist für ihn die Stunde der Beunruhigung gekommen, und er erleidet Nöte und macht Prüfungen durch, wie er sie bisher niemals auf seinem Wege angetroffen hat. Daraufhin wird er erwachen und sich aufmachen, um zu fragen, um zu forschen, wie er es bereits tat, als er den Grund für das Leben auf der Erde wissen wollte.

    34. Was ist es, was ihr in diesen Augenblicken auf der Erde am meisten ersehnt? —Frieden, Gesundheit und Wahrheit. Wahrlich, Ich sage euch, diese Gaben wird euch nicht eure Wissenschaft geben, so wie ihr sie angewendet habt.

    35. Die Gelehrten befragen die Natur, und sie antwortet ihnen auf jede Frage; doch hinter jenen Fragen stehen nicht immer gute Absichten, gute Gesinnungen oder Nächstenliebe. Die Menschen sind unmündig und unverständig, die der Natur ihre Geheimnisse entreißen und ihr innerstes Wesen entweihen — nicht um sie zu ehren, indem sie aus ihren Quellen die Grundstoffe entnehmen, um sich gegenseitig Gutes zu tun wie wahre Geschwister, sondern um eigensüchtiger und zuweilen verderblicher Ziele willen.

    36. Die ganze Schöpfung spricht zu ihnen von Mir, und ihre Stimme ist die der Liebe; doch wie wenige wussten diese Sprache zu hören und zu verstehen!

    37. Wenn ihr bedenkt, dass die Schöpfung ein Tempel ist, in dem Ich wohne, fürchtet ihr da nicht, dass Jesus dort erscheint, die Geißel ergreift und die Händler und alle, die ihn entweihen, verjagt?

    38. O geliebtes Volk, ergründe und begreife meine Unterweisung, öffne deinen Verstand und lasse mein Licht in ihn eindringen; dies Licht wird aus euren Werken sprechen, auch wenn euer Wort schwerfällig ist. Es gefällt Mir, dass euer Wort unbeholfen ist, denn euer Geist wird es sein, welcher von Mir Zeugnis ablegt.

    39. Das Schicksal eines jeden von euch ist verschieden, doch das Ziel von allen ist das gleiche: zu Gott zu kommen.

    40. Einige von euch leiden, und damit sühnt ihr eure Verstöße gegen mein Gesetz in den vergangenen Zeiten; andere trinken den Leidenskelch durch die Bosheit ihrer Mitmenschen. Die ersteren reinigen sich in den Prüfungen des Lebens, die letzteren haben den gleichen Kelch zu leeren, den sie ihren Mitmenschen zu trinken gaben. Aber wahrlich, Ich sage euch, bei den einen wie bei den anderen zeigt sich die liebevolle und vollkommene Gerechtigkeit eures Herrn.

    41. Liebet einander, erfüllt mein Liebesgesetz, damit das Licht des Friedens und der Eintracht im Osten erstrahlt, welcher sich zurzeit in den Finsternissen und Leiden des Krieges befindet. Fühlt den Schmerz der Menschen und erkennt, wie sie nach einem Retter suchen — wie verirrte Schafe, wenn sie klagend nach ihrem Hirten rufen.

    42. Wie viel Schmerz bedrückt die Menschen in dieser Zeit! Kaum wird ein Kind geboren, da beginnt es wegen seiner Mitmenschen bereits den Kelch des Leidens zu trinken. Einige verlieren die Mutter, bevor sie die erste Liebkosung fühlen, andere werden vom Getöse des Krieges taub, statt das süße mütterliche Wiegenlied zu hören.

    43. Das Paradies der ersten Menschen wurde in ein Tal der Tränen verwandelt, und jetzt ist es nur ein Tal des Blutes. Deshalb wecke Ich heute, da Ich gekommen bin, das meinen Jüngern gegebene Versprechen zu erfüllen, die Menschheit aus ihrem geistigen Schlafe auf und gebe ihr meine Liebeslehre, um sie zu retten. Ich suche die Geistwesen, welche die Bestimmung haben, in dieser Zeit meine Kundgebungen und mein Wort mit ihren Werken zu bezeugen.

    Wenn diese durch Mich Gekennzeichneten um mein Gesetz vereint sind, werden die Erde und die Sterne erschüttert werden, und am Himmel wird es Zeichen geben; denn zu diesem Zeitpunkt wird die Stimme des Herrn von einem Ende der Erde zum anderen gehört werden, und sein Göttlicher Geist, umgeben von den Geistern der Gerechten, der Propheten und der Märtyrer, wird die geistige und die materielle Welt richten.

    44. Dann wird die Zeit des Heiligen Geistes ihre Vollkraft erreichen. — Damit ihr euren Mitmenschen diese Prophetie bekannt macht, frage Ich euch: Wann werdet ihr euch zur Erfüllung eurer Aufgabe aufmachen als die Jünger dieser Zeit? Wann werdet ihr es ermöglichen, dass eure Mitmenschen euch hören und vor der Stimme ihres eigenen Gewissens erzittern? Wann werdet ihr der Menschheit dies Wort des Lichtes und der Liebe bringen?

    45. Es ist mein Wille, dass ihr euch vereinigt, damit in jeder Versammlungsstätte und in jeder Bruderschaft der „Geschmack eurer Frucht“ einheitlich ist. Warum sollten sie verschiedenen „Geschmack“ anbieten, da sie doch alle Reben desselben Weinstocks sind?

    46. Lernet, handelt und erhebt euch vereint, damit eure Kraft geachtet wird. Gebt keinen Anlass, dass falsche Kundgebungen meiner Göttlichkeit im Schoße von Sekten oder Kirchen auftauchen, seid nicht der Grund dafür, dass falsche Propheten aufstehen, welche die Menschenmengen mit ihrem Worte betören.

    47. Habt acht, ihr Seher! Wenn ihr von eurem Vater geprüft worden seid, wenn selbst eure Angehörigen euch verkannt haben, so fürchtet euch nicht; erinnert euch, dass Jesus in seiner Heimat verkannt wurde und in andere Gegenden gehen musste, um Glauben zu finden. „Niemand ist Prophet in seinem Vaterland“ sagte Er euch.

    48. Wenn sie an euren Gaben gezweifelt haben, so werden andere Herzen kommen, die euch wirklich glauben. Einige von euch werden in fremde Länder gehen, wo ihr mehr Vertrauen in euer Zeugnis antreffen werdet als im Schoße dieses Volkes.

    49. Um euch bei eurer Aufgabe zu helfen, hat euch der Meister seine Unterweisung gegeben, und Er wird niemals müde, es zu tun, denn Er ist „Das Wort“ des Vaters.

    50. Geliebte Jünger, gebt einem Kranken den heilenden Balsam, tut es mit Liebe, mit wahrer geistiger Zubereitung, damit ihr erreicht, dass der Leidende den göttlichen Trost erfährt.

    51. Bei einigen Gelegenheiten habe Ich euch gewährt, dass wahre Wunder geschahen, ohne dass eure Vorbereitung euch ein Anrecht darauf gegeben hat; doch jetzt sage Ich euch, dass ihr eure Vorbereitung nicht vernachlässigen dürft, denn Ich werde euch überraschen, euch warnen, indem Ich euch das, was ihr erhofft, nicht gewähre, um euch verstehen zu lassen, dass ihr euch nicht vorzubereiten wisst, um ein wahres Werk der Barmherzigkeit zu vollbringen.

    52. Lasst es nicht zu, dass sich durch seinen Schmerz allein der Kranke ein Anrecht auf meine Wohltaten erwirbt; ihr müsst seine Verdienste mit denen eurer Nächstenliebe vereinen, dann wird sich meine Gnade in beiden bekunden. Wo immer ihr seid, sollt ihr Verdienste erwerben, damit ihr jedes Mal, wenn ihr für eure Brüder Fürbitte einlegt, würdig seid, Mich um das zu bitten, was ihr zum Wohle eurer Nächsten braucht.

    53. Bewahrt die geistige und körperliche Vorbereitung, denn ihr kennt nicht den Augenblick, an dem ihr ein Werk der Barmherzigkeit tun müsst, und es wird mein Wohlgefallen finden, euch zu Trägern des Balsams, des Friedens oder dessen zu machen, was euren Brüdern am meisten fehlt. Begreift das Schöne der Aufgabe, die ihr durch eure Sühneleistung erfüllt, damit ihr euer Kreuz mit der ganzen Liebe, derer ihr fähig seid, umarmt.

    54. Hier auf der Welt nehmt ihr die Stimme eures Gewissens nicht so klar wahr, wie ihr sie hören werdet, wenn ihr im Geistigen seid; deshalb vernachlässigt ihr oft die Erfüllung eurer Aufgabe. Doch denkt daran, dass dieselbe euch immer erwartet, wie ferne auch der Zeitpunkt eures Scheidens in das Jenseits sei, und dass, wenn ihr die Augen in einer neuen Welt öffnet, nur das Licht zu euch gelangen wird, das ihr in eurem Kampfe erreicht habt, und ihrden Frieden besitzen werdet, auf den ihr euch ein Anrecht erworben habt durch die Verdienste, die ihr erlangt habt.

    55. Wisst ihr, wie ihr nach meinem Willen zur nächsten Wohnstätte kommen sollt, wo Ich euch erwarte? — Voller Frieden, erleuchtet durch das Licht der Weisheit, welches in jedem reinen Geist erstrahlen soll; ohne Ungewissheiten, ohne Tränen.

    56. Niemand soll glauben, dass — als er in diese Welt kam — ihn mein Werk überraschte, indem es ihm eine Aufgabe übertrug; nein, das wäre allzu viel Unwissenheit, wenn man im Lichte lebt. Ich bin nur gekommen, um euch das wiedererkennen zu lassen, was ihr im Geistigen erhalten habt, bevor ihr zur Erde gesandt wurdet.

    57. Also, geliebte Jünger, wenn euer Geist hierfür gekommen ist, weil Ich es ihm so befohlen habe und jeder von euch es so wünschte und annahm, so denkt daran, dass ihr nicht zu Mir zurückkommen dürft, ohne den Auftrag erfüllt zu haben, welchen ihr zu erfüllen versprochen habt; denn andernfalls würde es sehr schmerzlich für euren Geist sein.

    58. Ergründet mein Wort, erlaubt nicht, dass irgendetwas oder irgendjemand euch an der Erfüllung eurer Aufgabe hindert, dass irgendetwas euch zum Verzicht auf all das veranlasst, was denen als Lohn zusteht, welche auf der Welt Soldaten Gottes, Apostel seiner Wahrheit waren.

    59. Um euch bei eurer Sühne zu helfen, gebe Ich euch mein Wort, und sein Licht leitet euch zur Vollkommenheit.

    60. Hört Mir unermüdlich zu, lernt von Mir. Hört auf Elias und nehmt euch ein Beispiel an seiner Tugend, damit ihr gleich ihm Hirten einer Anzahl von Geistwesen seid, die euch mein Wille zugewiesen hat.

    61. Auf alle schaue Ich mit Liebe, und Ich sage euch, dass Ich in dieser Zeit nicht nur gekommen bin, um euch zu liebkosen und euch meinen Frieden zu geben, sondern um euch zu unterweisen, euch verständlich zu machen, dass ihr Besitzer geistiger Gaben seid, mit denen ihr den Menschen in ihrer Drangsal helfen sollt, um sie bis zum Ende ihrer Sühne zu fuhren.

    62. Die Zeit der großen Prüfungen ist gekommen, doch der Geist ist noch immer schwach. Große Schmerzen und Umwälzungen erwarten ihn, und deshalb nähere Ich Mich gleich einem Rettungsboot, um meine Kinder aufzunehmen, indem Ich ihnen helfe, sich auf dem geistigen Pfade weiterzuentwickeln.

    63. Alle Geistwesen haben mein Gericht verdient, selbst jene der Kinder in den Armen ihrer Mütter haben Schmerz empfunden.

    64. Euch, Jünger, bereite Ich vor, damit ihr meine Lehre der Liebe und des Friedens zu allen Nationen tragt — damit ihr durch eure Auftragserfüllung eure Mitmenschen rettet. Naht euch den Kleinen und den Großen.

    Häufig werdet ihr vor Wissenschaftlern stehen, und vor ihnen müsst ihr Beweise von Vergeistigung geben. Wie viele werden sich beim Erkennen der Nutzlosigkeit ihres materiellen Wissens beschämt fühlen und werden bekennen, dass das, was die Wissenschaft nicht schaffte bei der Krankenheilung und bei der Lösung der Probleme, welche die Menschen quälen, die Liebe und die Barmherzigkeit meiner Jünger erreichte.

    65. Diese in der Welt wenig bekannte Nation wird verschwenderisch gesegnet sein. Ihr Boden wird ertragreich sein, und ihre Truhen werden sich öffnen, und den vom Kriege verwüsteten Nationen Nahrung senden. Der Geist ihrer Bewohner wird, von meiner Liebe angeregt, den Notleidenden Gedanken des Lichtes zusenden, und wenn die Zeit der Verkündigung gekommen ist, wird er mein Wort bringen, um mit ihm die Leidenden zu beleben und zu heilen.

    66. Viele Ausländer werden kommen, um sich euch in euren Ideen von Frieden und Eintracht anzuschließen. Die Vergeistigung wird sich als wohltätiger Same ausbreiten, und die Wahrheit, die sie verkündet, wird bekannt werden. Dann wird das Kind Mich mit Lauterkeit zu lieben verstehen, und der Quell der Gnade, dem alles Gute entquillt, wird sich über die Menschheit ergießen.

    67. Ich will, dass ihr in diesem Zeitabschnitt euren Auftrag erfüllt, und, wenn ihr ins Jenseits hinübergeht, eure geistige Arbeit fortsetzt. Lehrt eure Brüder, dass es ein einziges Gesetz voller Gerechtigkeit ist, das alle Geistwesen regiert, dass alle einen Platz in meiner Schöpfung einnehmen, und jeder durch Mich in seiner Erfüllung angespornt wird. Alles gehorcht unwandelbaren göttlichen Gesetzen.

    68. Wenn die Menschheit während dieser Zeit der Prüfungen schlecht über euch urteilt und euch für den Krieg der Ideologien, für die Zerstörung der Nationen und für das Ausbleiben des Friedens verantwortlich macht, so verzagt nicht und lasst euch nicht beirren, verharret im Beten und Wachen. Fürchtet euch nicht vor Strafe, wenn ihr mein Gesetz erfüllt.

    69. Begreift, dass Ich den Ausbruch der Kriege zugelassen habe, damit der Geist der Menschen sich läutert. Jede Nation, Institution, und jedes Heim werden von meiner Gerechtigkeit heimgesucht, um den Grad an Fortschritt aufzudecken, in dem sie sich befinden.

    70. Arbeitet, wie Ich euch gelehrt habe; bringt die Sünder zur sittlichen Erneuerung; stellt (zerbrochene) Leben wieder her, bringt die zu Mir, die sich entfernt haben. Wenn dieser Zeitabschnitt dann vorüber ist, wird in allen Geistwesen das Licht des Wissens und der Erfahrung sein. Meine Lehre wird die Menschen anleiten, und es wird keine Verfälschungen oder schlechte Auslegungen in meinem Gesetze geben.

    71. Wenn Ich euch zuweilen „Kinder“ nenne, so deshalb, weil ihr vor meiner Göttlichkeit noch klein seid, und angesichts der Ewigkeit erweist sich euer Dasein als sehr kurz. Seht ihr nicht manchmal euer Glück in einer Kleinigkeit? Weint ihr nicht manchmal wegen etwas, was kein Grund für euren Schmerz sein sollte?

    72. Wahrlich, Ich sage euch, Ich suche nicht nur den Armen und Unbedeutenden, sondern auch den, welcher sich in der Welt ausgezeichnet hat, sei es durch seine Macht oder sein Wissen. An alle ergeht mein Ruf, damit sie die Läuterung ihres Geistes erlangen.

    73. Wenn Ich Mich bei den Armen in dem wenigen, das sie besaßen, fühlbar machte, um sie zuzubereiten und aufzurütteln, so werde Ich die, welche materielle Güter angehäuft haben, der Prüfung unterwerfen, damit sie meinen Ruf beachten. Den, der meiner Stimme gegenüber taub ist, werde Ich von dieser Welt wegnehmen und ihm im Geistigen Tale die Arbeit zeigen, die er auf der Erde nicht zu erfüllen verstand.

    74. Diese Unterweisung soll euch als Lehre dienen. Häufet Verdienste an, bevor ihr euch von dieser Welt entfernt, hinterlasst Trost, Gesundheit und Frieden als Spur eures Lebensweges; wenn ihr es nicht tut, werdet ihr morgen Tränen vergießen.

    75. Euer Herz muss stark werden, um den Prüfungen standzuhalten, die es erwarten. Ich habe euch gesagt, dass ihr Verfolgungen und Verleumdungen erleiden werdet, dass euch die Schuld an der religiösen Verwirrung gegeben wird, welche in Erscheinung treten wird; doch Ich werde über euch wachen und euch weiterhelfen.

    76. Entfernt aus euren Herzen den Abscheu, den ihr vor jenen empfinden mögt, welche an Krankheiten leiden, die ihr ekelhaft nennt; und bekämpft den Widerwillen, den ihr verspüren könntet, wenn ihr einem Totschläger gegenübersteht oder jemandem, welcher in den Lastern den Verstand verloren hat. Reicht ihnen eure Hand, gebt ihnen tiefstempfundene Worte. Betet für sie. Ich allein weiß, was sich in jeder dieser Existenzen verbirgt. Ich allein kenne die Ursachen ihres Falles.

    77. Ich allein kann vergeben und jene freisprechen, welche von der menschlichen Gerichtsbarkeit verfolgt und verurteilt werden.

    78. Ich stärke euren Geist mit meinem Worte; denn vieles ist es, was ihr noch in eurem Herzen erleben und empfinden müsst.

    79. Ich mache eure durch euren Materialismus teilnahmslos gewordenen Gefühle wieder empfindsam. Gestern fühltet ihr den fremden Schmerz nicht; aber bald werden eure Augen um des Leidens eurer Mitmenschen willen viele Tränen vergießen.

    80. Die Felder sind reichlich vorhanden, doch die Arbeiter sind knapp. Ihr solltet zu den Arbeitern gehören, die lernen, diesen gesegneten Samen auszusäen! Tut es jetzt, da ihr auf der Erde lebt, damit ihr mit Verdiensten ins Jenseits kommt.

    Mein Friede sei mit euch!