Kategorie: Band III

  • Unterweisung 62

    1. Geliebte Jünger, Ich komme, um euch zu bestätigen, dass alles, was Ich euch in vergangenen Zeiten gesagt habe, jetzt in Erfüllung geht. In gleicher Weise wird sich das erfüllen, was Ich euch in dieser Epoche durch das Verstandesorgan des Menschen vorausgesagt habe. Dies ist der Grund, weswegen sich der Glaube in diesen Menschenscharen belebt hat, die anfänglich herbeikamen, mein Wort auszuforschen, um festzustellen, ob es Wahrheit ist, dass der Göttliche Meister seinen Kindern seine Liebeslehren übergab, und die sich hernach dem Studium und der Erforschung (der Unterweisungen) gewidmet haben, um diese Lehre sogleich der Menschheit zu bringen.

    2. Ihr beginnt alles zu lieben, was eures von Leidenschaften gereinigten Herzens und eures Geistes würdig ist, und unmerklich hört ihr auf, all das zu lieben, was ihr früher in der Welt erstrebt habt. — So spricht der Geist der Wahrheit in dieser Zeit zu euch, in der Er sein Wort durch ungebildete, einfache und sündige Geschöpfe kundtut. Kleine und ärmliche Versammlungsstätten habt ihr in den abgelegensten Winkeln der Städte und Dörfer errichtet, und in ihnen hat sich das Volk versammelt — begierig, meine Unterweisung zu vernehmen.

    3. Einstens hörten die Menschen Jesus in den Dörfern, an den Ufern der Flüsse und auf freier Flur sprechen, bis der Augenblick kam, an dem mein Werk vollendet werden sollte und Ich in Jerusalem einzog — der Stadt, deren Namen für immer mit dem des Meisters verbunden ist. Doch jenes Volk ließ Mich nicht mehr fortziehen — nicht, weil es Mich liebte, sondern weil es Den töten sollte, der ihm die Botschaft einer höheren Unterweisung brachte als jene, die es bis dahin von seinem Herrn empfangen hatte.

    4. Jetzt sagt euch Christus: Ich bin das Tor zum Neuen Jerusalem. Gesegnet seien all jene, die durch dasselbe die lichte und heilige Stadt betreten, denn sie werden auch nicht mehr von ihr fortgehen — doch nicht, weil sie dem Tod begegnen — im Gegenteil, dort werden sie das ewige Leben finden.

    5. Während eure Körper in die Erde hinabgesenkt werden, in deren Schoße sie sich mit ihr vermengen, um sie fruchtbar zu machen — denn noch nach dem Tode werden sie weiterhin Kraft und Leben sein — wird euer Gewissen, das über eurem Wesen steht, nicht in der Erde bleiben, sondern er wird mit dem Geist ziehen, um sich ihm als ein Buch zu zeigen, dessen tiefe und weise Lehren von dem Geist studiert werden. Da werden sich eure geistigen Augen für die Wahrheit öffnen, und in einem Augenblick werdet ihr das zu deuten wissen, was ihr in einem ganzen Leben nicht zu begreifen vermochtet. Dort werdet ihr verstehen, was es bedeutet, ein Kind Gottes und ein Bruder eurer Nächsten zu sein. Dort werdet ihr den Wert all dessen begreifen, was ihr besessen habt, werdet das Bedauern und die Reue wegen der begangenen Fehler, der verlorenen Zeit empfinden, und die schönsten Vorsätze zur Besserung und Wiedergutmachung werden in euch geboren werden.

    6. Es war notwendig, dass Ich in dieser Zeit mit einer ausführlichen und vollständigen Unterweisung (zu euch) kam, um Geheimnisse aufzuklären und Unwissenheit zu beseitigen, damit ihr alle Gaben erkennen könntet, mit denen euch euer Vater ausgestattet hat. Ohne diese Kenntnis und ohne diese Entwicklung hättet ihr Mir nicht näherkommen können und würdet ihr immerzu in eurem Meer von Ungewissheiten umherkreuzen.

    7. Ihr konntet die Geistesgaben und Kräfte, die ihr besitzt, infolge eurer Unwissenheit nicht nutzen. Doch wenn sie sich bei irgendeinem meiner Kinder in spontaner und natürlicher Weise offenbart haben, war immer jemand zur Stelle, der ihn für anormal erklärte oder ihm okkulte und widernatürliche Kräfte unterstellte.

    8. Arme Menschheit, die — obwohl sie den wahren Gott als Gott hat — Ihn nicht kennt noch versteht, ebenso wie sie sich selbst nicht zu erkennen vermochte, weil sie aufgrund ihres religiösen Fanatismus eine dunkle Binde vor ihren Augen trägt — infolge jener unreinen und unvollkommenen Gottesverehrung, die immer ein Hindernis für ihren geistigen Aufstieg und ihre Entwicklung gewesen ist. Doch Ich, der Ich der wahre und einzige Hirte der Geister bin, der sie in die Heimat zu führen vermag, die meine Barmherzigkeit für sie vorgesehen hat — Ich gehe den verirrten Schafen nach, um sie auf den Weg des Lichtes zu bringen, der zum himmlischen Gehege führt.

    9. Aus diesem Grunde zeige Ich euch eine neue Seite des Buches des Wahren Lebens.

    10. Ich werde euch nichts wegnehmen, im Gegenteil, Ich überlasse euch alles. Noch ist es nicht Zeit, dass Ich zur Ernte komme.

    11. Ich lehre euch mit meinen göttlichen Unterweisungen, das Land zu bestellen, und wenn ihr in der Erforschung und Erkenntnis meines Gesetzes Fortschritte gemacht habt, sollt ihr es euren Brüdern, zusammen mit dem Zeugnis eurer Werke der Liebe und Barmherzigkeit bekannt machen. Ich werde von der Ewigkeit aus eure Schritte verfolgen und eure Saat bewachen. Wenn der rechte Zeitpunkt gekommen ist, werdet ihr Mir eure Ernte überreichen.

    12. Ihr lebt in einer Zeit der Prüfungen. Es vergeht nicht eine Stunde des Tages, in der ihr nicht unter irgendeiner Prüfung steht. Unter der Last derselben lästert der Weltmensch, und der überraschte Jünger fragt sich: Warum fühle ich mich von der Last der Prüfungen niedergedrückt, obwohl ich der Spur des Meisters folge? — Doch der Meister antwortet euch: Wer Mir nachfolgt, wird ein Kreuz tragen, und je gewissenhafter er sich an Mich hält und Mir nacheifert, desto bitterer wird sein Kelch sein. Denn was wäret ihr ohne Prüfungen? Wann würdet ihr zu Mir kommen?

    13. Die Seligkeit des Geistes ist für jene, die auf ihrer Schulter die Last ihres Kreuzes tragen und einen Blick der Vergebung für diejenigen haben, die sie beleidigen, ein Wort des Trostes für die Leidenden, und eine Hand, die alle segnet, die ihren Weg kreuzen.

    14. Gnade werden erlangen, die sich auf dem schmerzensreichen Wege ihres Lebens mit Ergebung aufzurichten vermögen, wenn sie zu Fall kommen, und die, ohne das Kreuz ihres Auftrags von sich zu werfen, mit ihm den Gipfel des Berges erreichen. Denn diese werden in ihrem Leben ihrem Meister nachgefolgt sein und werden mit Ihm in seinem Reiche sein.

    15. Glaubt nicht, dass Christus, weil Er Mensch gewordener Gott war, blutete und starb, ohne in seinem Todeskampf Schmerz zu fühlen. Wahrlich, Ich sage euch, der Schmerz Christi war real, und es hat weder vorher noch danach einen Schmerz gegeben, der ihm gleichkam. Gerade in seinem Fleische war der Schmerz so stark, dass dieses ausrief: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du Mich verlassen!“

    16. Auch euch wird man den Kelch des Leidens reichen. Weist ihn nicht zurück, denn nie wird euch eine Prüfung gesandt werden, die über eure Kräfte geht.

    17. Ich erwecke euch mit meinem Lichte, und ebenso werde Ich die Konfessionen mit der Wahrheit dieses Wortes erwecken.

    18. Meine erbarmende Liebe hat in dieser Zeit alle Geister erleuchtet, und in ihnen sind Fragen und Beunruhigungen aufgebrochen. Männer und Frauen erheben sich auf der Suche nach Licht, weil sie sich wie Schiffbrüchige inmitten eines Sturmes fühlen.

    19. Alle — angefangen bei den Wissenschaftlern, die sich im Meer des Lebens verirrt haben, bis hin zu denen, deren Verstand unausgebildet ist — fühlen das Kommen der Neuen Zeit. Wie viele jener Menschen werden, wenn sie Mich suchen, auf euch stoßen, um euch nach dem zu fragen, was euch der Meister lehrte! Nicht alle werden sanftmütig kommen, manche werden Beweise fordern, um zu glauben, und andere werden euch drohen! Dies ist die Zeit, auf die ihr vorbereitet sein müsst, dies wird die Gelegenheit sein, vor eurem Herrn Verdienste zu erwerben.

    20. Ihr sollt reden, wie Ich euch gelehrt habe. Von euren Lippen sollen nicht wohlklingende Worte ohne Gehalt kommen, wie sie die Menschen gebrauchen. Lasst nur bescheidene, schlichte und aufrichtige Worte aus eurem Munde kommen, dann werden diese das ganze Herz dessen bewegen, der sie aufnimmt. — Macht euch auch dafür würdig, dass Ich euch die Geheimnisse offenbare, die in meiner verborgenen Herzenskammer den Augenblick erwarten, ans Licht zu kommen. Ermutigt euch in Mir, weicht vor nichts zurück. Es ist nicht mein Wille, dass die Menschen durch Verbreitung von Furcht euren Mund verschließen und mein Volk zum Verstummen bringen.

    21. Gebt den Prüfungen, die ihr erlitten habt, den richtigen Wert, damit ihr euch nicht vor denen fürchtet, die noch kommen werden. Ihr habt Pharao besiegt, seid über die Götzen hinweggeschritten, die ihr früher angebetet habt, als ob sie euer Gott wären. Ihr habt die Traditionen vergessen und euch an das Gesetz gehalten, und habt den religiösen Fanatismus zurückgewiesen. Doch in diesem Kampfe wurde euer Geist gestählt.

    22. Messt eurem Körper nicht mehr Bedeutung bei, als er in Wirklichkeit hat, und lasst auch nicht zu, dass er den Platz einnimmt, der nur eurem Geist zukommt.

    23. Begreift, dass die Körperhülle nur das Werkzeug ist, das ihr benötigt, damit sich der Geist auf Erden kundtun kann.

    24. Ihr sollt bei der Erfüllung eurer Aufgabe mit Demut bekleidet ans Werk gehen, dann werdet ihr überrascht sein, zu sehen, wie eine geheimnisvolle Macht alles auf eurem Wege bereitstellt und vorbereitet. Wenn ihr den Samen meiner Lehre in irgendein Herz legt, werdet ihr ebenso entdecken, dass — noch bevor ihr zu ihm kommt — es bereits aufmerksam gemacht und dafür aufnahmebereit war, und dass es daher den Samen in seinem Herzen aufzunehmen vermochte.

    25. Verzagt nicht angesichts der Unfruchtbarkeit der Felder in dieser Zeit. Verliert nicht den Mut, wenn ihr beim Aussäen eines Samens entdeckt, dass unter der Erdkrume nur Steine vorhanden sind. Kämpft selbst gegen die Steine an! Ich gebe euch die Werkzeuge dafür. Habt Glauben, und Ich verspreche euch, Mich dort kundzutun, wo ihr Mich benötigt.

    26. Wachet, denn die Menschen werden sich vorbereiten und sich zu großen und mächtigen Gruppierungen vereinigen, ohne zu wissen, warum sie es tun. Doch ihr wisst, dass sie auf der Suche nach meiner Dritten Offenbarung sind, auf der Suche nach Dem, der ihnen zurückzukommen versprach. Sie werden in den vergangenen Testamenten nach Licht suchen, in der Hoffnung, ein Wort zu finden, das ihnen ihre Überzeugung bestätigt, dass dies die Zeit meiner Wiederkunft als Heiliger Geist ist.

    27. Die Menschen befragen Mich und sagen Mir: „Herr, wenn Du existierst, warum offenbarst Du Dich nicht unter uns, obwohl Du zu anderen Zeiten bis in unsere Erdenwelt herabgekommen bist? Warum kommst du heute nicht? Ist unsere Gottlosigkeit jetzt so groß, dass sie Dich hindert, uns zu Hilfe zu kommen? Immer hast Du den Verlorenen, den ‚Blinden‘, den ‚Aussätzigen‘ gesucht — jetzt ist die Welt voll von ihnen. Erregen wir nicht mehr dein Mitgefühl? — Du hast zu deinen Aposteln gesagt, dass Du zu den Menschen zurückkehren würdest und dass Du Zeichen deines Kommens geben würdest, die wir nun zu sehen glauben. Warum zeigst Du uns nicht dein Angesicht?“

    28. Seht, so warten die Menschen auf Mich, ohne zu fühlen, dass Ich unter ihnen bin. Ich bin vor ihren Augen, und sie sehen Mich nicht, Ich spreche zu ihnen, und sie hören meine Stimme nicht, und wenn sie Mich endlich für einen Augenblick schauen, leugnen sie Mich. Aber Ich gebe weiterhin Zeugnis von Mir, und die auf Mich hoffen, werde Ich fernerhin erwarten.

    29. Doch wahrlich, die Zeichen meiner Offenbarung in dieser Zeit sind groß gewesen, selbst das Blut der Menschen, in Strömen vergossen und die Erde tränkend, hat die Zeit meiner Gegenwart unter euch als Heiliger Geist angezeigt.

    30. Alles stand geschrieben im Buch der Sieben Siegel, das sich in Gott befindet und dessen Existenz der Menschheit durch den Apostel und Propheten Johannes offenbart wurde. Den Inhalt jenes Buches hat euch nur das Göttliche Lamm offenbart, denn weder auf der Erde noch in den Himmeln war ein gerechter Geist vorhanden, der euch die tiefen Geheimnisse der Liebe, des Lebens und der Gerechtigkeit Gottes erklären konnte. Doch das Göttliche Lamm, welches Christus ist, löste die Siegel, die das Buch des Lebens verschlossen, um seinen Kindern dessen Inhalt zu offenbaren.

    Und jetzt wurde Elias gesandt als Repräsentant der Dritten Zeit und als Wegbereiter meiner Kundgabe unter den Menschen, um euren Geist für das Verständnis dieser Offenbarung vorzubereiten. Er war es, der den ersten Stein des Tempels des Heiligen Geistes setzte und der euch enthüllte, dass ihr euch in der Zeit des Sechsten Siegels befindet und dass alle, die diese Kundgebungen hören und sehen werden, vor der Menschheit Zeugen sein würden, der sie meine Wahrheit zu übergeben hätten, wobei sie mit ihren Werken die Realität meiner Kundgebung bezeugen würden.

    31. Die ersten Verstandesorgane, durch die sich dies Licht kundtat, waren durch meine Gnade vorbereitet. Aber um meiner Kundgebung würdig zu sein, beteten sie und verblieben im Glauben, in der Ehrfurcht und in der Erhebung. Unter ihnen war mein Sohn Roque und meine Dienerin Damiana — Stimmträger, durch die zuerst Elias in ihm und danach Das Göttliche Wort in ihr der Menschheit die Ankunft der Dritten Zeit verkündigte. Durch ihre Vermittlung begann Ich die Kinder Israel herbeizurufen und die Erwählten jedes Stammes zu kennzeichnen.

    32. Seit damals haben einige meiner Kinder versucht, dies Licht auszulöschen. Doch wahrlich, Ich sage euch, niemand wird dies zu tun vermögen, denn das Licht des Sechsten Leuchters kommt von Gott. Vielmehr haben die, die gegen dies Licht kämpfen wollten, seine Flamme angefacht.

    33. Studiert also meine Unterweisung und sagt mir, ob alle diese Prophetien im Schoße irgendeiner Kirche hätten in Erfüllung gehen können.

    34. Mit dem Wort der Liebe und des Lebens habe Ich euch eine vollkommene Gottesverehrung gelehrt, und ihr habt eine neue Verbindung mit eurem Vater kennengelernt, die euch für die vollkommene Verbindung von Geist zu Geist vorbereitet.

    35. Es wurden euch die Fähigkeiten aufgedeckt, welche der Geist besitzt, und ihr habt begriffen, dass — obschon ihr ein Erbe besitzt — ihr es nicht kanntet. Ich überzeugte euch von meiner Gegenwart, indem Ich euch auf eurem Lebensweg die Wohltaten gewährte, die nur meine Barmherzigkeit vollbringen kann — sowohl an eurer körperlichen Gesundheit, als auch an eurer moralischen; denn nur das Licht des Glaubens wird euch bis ans Ende eures geistigen Wiedergutmachungsweges gelangen lassen.

    36. Heute empfange Ich von jedem meiner Kinder seine Opfergabe und seine Bitte.

    37. Schüttelt die Müdigkeit ab von eurem Geist und eurem Körper, denn noch müsst ihr wandern und arbeiten. Die Zeit des Schmerzes ist mit derjenigen meines Kommens zusammengefallen, so dass ihr nicht verlassen seid. Welche Freude werden die erleben, die den Leiden des Lebens die Ausübung meiner Lehre entgegensetzen!

    38. In dieser Zeit wird euer Herz lernen, in Liebe für die anderen zu schlagen, denn ihr werdet euch in Wahrheit als Brüder in Gott erkennen. Die Hand dessen, der liebt, wird stark sein, um den Gefallenen aufzurichten. Der Felsen, der die Berührung meiner Barmherzigkeit fühlt, wird unerschöpfliches Wasser hervorquellen lassen.

    39. Heute bleiben die Lippen der Kinder dieses Volkes noch verschlossen und sie verkünden der Welt nicht, dass Christus, der Rabbi, zurückgekehrt ist. Aber eure Stummheit darf nicht länger währen, denn sonst werdet ihr morgen über euren Ungehorsam weinen.

    40. Glaubt wirklich, dass eure Werke als Saat für die künftigen Generationen fortdauern werden, und dass ihr nur deshalb durch den Schmelztiegel des Leidens gehen musstet, um euch zu läutern und damit ihr die Gaben begreifen könntet, die Ich euch gegeben habe. Viele von euch mussten sich in den Wassern der Reinigung waschen. Es läuterte sich der Verstand des Stimmträgers, das Herz dessen, der Menschen zu führen hatte, die Hand dessen, der Kranke heilen sollte, die geistige Schau derer, die ins Jenseits eindringen sollten, um zu weissagen.

    41. Der Schmerz, der Leidenskelch und die Prüfungen eures Lebens haben euch gestählt, um dem Kampfe standzuhalten, der sich nähert; denn wahrlich, Ich sage euch, euer Glaube, eure Vergeistigung und eure Geduld werden von der Menschheit auf die Probe gestellt werden. Dies sage Ich nicht nur denen, die Mir gerade zuhören, sondern all jenen, die noch nach der Zeit dieser Kundgebung sich aufmachen und ihr Kreuz ergreifen, um Mir nachzufolgen.

    42. Bekleidet euch mit Sanftmut, mit Erbarmen, mit Demut, damit ihr als meine Jünger erkannt werden könnt. Wenn ihr euch wirklich als Jünger Jesu betragt, werden selbst die Pharisäer, wenn sie sich unter einer Maske verborgen an euch heranmachen, um über euch herzufallen, angesichts eures Vorbilds aus Wölfen zu sanften Lämmern werden.

    43. Ich will euch mit meinem Lichte retten. Es gibt nicht einen, der heute sagen könnte, dass er schon gerettet ist. Wahrlich, Ich sage euch, wenn Ich euch in dieser Zeit für einen Gerechten die Rettung anbieten würde, wäret ihr verloren, denn ihr könntet Mir keinen Gerechten präsentieren.

    44. Die Menschheit erleidet Schiffbruch inmitten eines Sturms von Sünden und von Lastern. Nicht nur der Mensch, wenn er erwachsen wird, befleckt sein Geist, indem er die Entwicklung seiner Leidenschaften zulässt; auch das Kind in seiner zarten Kindheit erlebt das Kentern des Bootes, in welchem es fährt.

    Mein Wort voller Offenbarungen erhebt sich inmitten dieser Menschheit wie ein riesiger Leuchtturm, der den Schiffbrüchigen die wahre Route anzeigt und in denen die Hoffnung belebt, die nahe daran waren, den Glauben zu verlieren.

    45. Es steht geschrieben, dass „alle Augen Mich schauen werden“, denn geistig werden alle meine Wahrheit erkennen. Die Blinden werden ihre Augen dem Lichte öffnen und Elias sehen, der große Menschenscharen in meine Gegenwart führt. Die ungläubige Welt wird sich mit dieser Art von Zeugnissen, von Überraschungen und Beweisen überhäuft sehen, und während die einen Mich leugnen und als Beweise die (heiligen) Schriften entgegenhalten, werden die anderen jubeln, weil sie die Stunde der Erfüllung vieler Prophetien gekommen sehen, die Ich durch den Mund meiner Propheten und durch den Mund Jesu ankündigte.

    46. Diejenigen, die mein Kommen im Schoße ihrer Kirchen erwarten, ahnen nicht einmal, in welcher Weise und wo Ich Mich kundtue, obwohl sich meine Kundgebung durch zahlreiche Ereignisse fühlbar machte. Wie ein Blitz, der im Osten entsteht und im Westen erlischt, so ist meine Ankunft gewesen. Aber die Schwingung und der Widerschein meines Geistes ist unter euch in Menschenwort umgewandelt worden, damit ihr begreifen könnt, wer Der ist, der an die Tür der Menschenherzen pochte, und weshalb die Zeichen gegeben wurden.

    47. Ich wollte Mich durch unverbildet einfache Verstandesorgane kundtun, weil sie frei von Vorurteilen, von verdrehten Auslegungen meines Gesetzes sind und daher die Geeigneten sind, mein Wort in größter Reinheit zu übermitteln. Dies Wort wird von der Menschheit leidenschaftlich erörtert werden, auch wenn sie einen Schleier der Gleichgültigkeit über dasselbe breiten möchte. Denn es wird in dieser Zeit das einzige sein, das in viele Geheimnisse und viele Irrtümer Licht bringt.

    48. Wahrlich, Ich sage euch, nach 1950 werde Ich mit meiner Macht und meiner Gerechtigkeit alle kirchlichen Rituale heimsuchen, die auf der Welt gefeiert werden, und wenn ihre Geistlichen und Pastoren bei diesem Weckruf nicht erwachen sollten, werde Ich zu ihnen sprechen, indem Ich Mich der Unmündigen bediene. Ebenso, wie die Nationen von meiner Gerechtigkeit heimgesucht wurden, werden auch die verschiedenen Konfessionen der Prüfung unterworfen werden. Jede Krone, jedes Zepter, jeder Titel und jede Hierarchie wird gerichtet werden.

    49. Volk, wo bewahrst du die Worte und die Unterweisungen auf, die Ich euch mit so viel Liebe gebracht habe? Bedenkt, dass dies Wort die göttliche Liebkosung gewesen ist, mit der euer Vater euch in dieser Zeit aufgeweckt hat. Oder wollt ihr etwa warten, bis euch die entfesselten Naturkräfte aus eurem Schlummer aufwecken?

    50. Der Vater möchte bei seinem Volke nicht mit Vorwürfen erscheinen, sondern seine Werke segnen; aber noch zeigt sich unter euch nicht der Vorsatz zur Erneuerung, und zwar, weil ihr nicht imstande wart, die ganze Liebe zu begreifen, die euer Meister bewiesen hat, indem Er euch aus dem Schmutze zog, um euch mit seiner Gnade zu bekleiden.

    51. Hört ihr nicht die Stimme des Gewissens, die euch sagt, dass ihr die Jünger der Dritten Zeit seid? Hört auf diese Stimme und rafft euch auf! Euer Meister schrieb bereits mit seinem Leiden, seiner Lehre und seinem Vorbild in das Herz der Menschen das Gesetz, dem ihr folgen sollt. Die Apostel, jene Märtyrer, kämpften für die Pflege der Saat meiner Lehre. Kämpft jetzt ihr zum Wohle der Generationen von morgen, denn von dieser Saat werdet ihr die reife Frucht ernten, die eurem Geist Frieden und Beglückung schenken wird.

    52. Die Liebe zu eurem Gott, das Erbarmen mit euren Brüdern und das Verlangen nach Vervollkommnung sollen euch zur Ausübung meiner Unterweisung bringen. Ihr sollt nicht den Schmerz oder die Furcht vor meiner Gerechtigkeit nötig haben, um euch zum Arbeiten angespornt zu fühlen, denn dann werden eure Verdienste in meinen Augen nicht wahrhaftig sein.

    53. Überlasst es anderen Völkern, dass sie erst für die neue Zeit erwachen, wenn sie sehen, dass Landstriche durch Wasserfluten verheert sind, die Nationen durch Krieg zerstört sind und Seuchen das Leben vernichten. Diese Völker — hochmütig geworden in ihren Wissenschaften und eingeschläfert durch die Prachtentfaltung ihrer Religionen — werden mein Wort in dieser unscheinbaren Form nicht anerkennen, noch werden sie meine Offenbarung im Geiste empfinden. Daher muss zuvor die Erde erschüttert werden, und die Natur wird den Menschen sagen: Die Zeit ist erfüllt, und der Herr ist zu euch gekommen.

    Damit die Menschheit erwacht, ihre Augen öffnet und bejaht, dass Ich es bin, der gekommen ist, muss erst die Macht und der Hochmut des Menschen heimgesucht werden. Doch eure Aufgabe ist es, zu wachen, zu beten und euch vorzubereiten.

    54. Jemand sagt Mir in seinem Herzen: „Herr, wie ist es möglich, dass — obwohl Du uns so sehr liebst — Du deine Gerechtigkeit auf diese Weise fühlen lässt?“ Darauf antworte ich euch: Wenn meine Gerechtigkeit euren Taten nicht in dieser Weise begegnete, würdet ihr unwiderruflich verlorengehen. Wenn Ich zulasse, dass der Schmerz über euch kommt und auch der Tod, geschieht es, weil der Schmerz den Geist läutert und der Tod ihn erneuert. Warum solltet ihr nicht den Kelch des Leidens und des Todes trinken, obwohl ihr selbst ihn geschaffen habt? Wahrlich, Ich sage euch, der Schmerz und der Tod im Fleische sind weniger furchtbar als das, was der Geist aus Reue oder aus Gram darüber, mit seinen Verfehlungen seinen Schöpfer beleidigt zu haben, empfindet.

    55. Ihr hört zu, ohne zu begreifen. Überlasst nicht die ganze Verantwortung für das Verständnis meines Wortes entweder nur dem Geist, oder nur der Körpermaterie, sondern jedes übernehme den Teil, der ihm zukommt. Das Gewissen soll es sein, das bestimmt, wofür das eine oder das andere zuständig ist.

    56. Wenn ihr erlebt, dass Ich voll Frieden zu euch gekommen bin — bewegt euch da nicht Mitgefühl beim Gedanken an jene eurer Brüder, die nicht einen Augenblick Frieden haben? Würde es euren Herzen nicht Freude machen, wenn Ich euch sagte, dass durch eure in Erbarmen gehüllten Gebete und Gedanken eure Brüder zum Lichte erwachen können?

    57. Der Vater kam in damaliger Zeit, um seine Kinder zu retten; in der heutigen Zeit sollen die Menschen es sein, die einander retten, und zwar durch die Liebe, die sie ihr Vater lehrte.

    58. Meine Barmherzigkeit hat eine Brücke geschlagen zwischen meinem Reich und der Erde. Diese Brücke ist mein Volk; durch dieses werden die Menschen zum Verheißenen Lande gelangen.

    59. Ich habe meine Weisheit unter meinem Volke verbreitet, Maria hat ihre Liebe in euer Herz verströmt — doch wo ist diese Liebe und diese Weisheit, die ihr Mir noch immer nicht darbietet? Was macht ihr mit dem, was ihr von der göttlichen Barmherzigkeit empfangt? Ihr zweifelt für Augenblicke, weil Ich im Geiste komme; fühlt Mich in dieser Form, denn wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet Mich nie mehr als Mensch haben.

    60. Durch den Mund des Stimmträgers hört ihr mein Wort, und diese Stimme hat den Ruf an jene ergehen lassen, die sich vom Wege verirrt hatten, indem sie den Menschen, Vergnügungen und Schätzen der Welt nachgelaufen sind, in der Meinung, bessere Orte zu finden als die, die der Vater für jedes seiner Kinder bestimmt hat. Diese Kinder sind in meine Gegenwart gekommen mit zerfetztem „Gewand“, mit angeekeltem Herzen und mit Spuren, welche der Rausch des Materialismus in ihrem ganzen Wesen hinterlassen hat. — Wenn der Vater euch nach eurem Gewand fragt, so begreift, dass es das der Menschenwürde ist, welches weiß und rein ist, und so sollt ihr es Mir immer vorweisen.

    61. Viele kehren nunmehr zu Mir zurück. Geschieht dies etwa, weil sie Mich lieben? Nein, der Grund ist, dass der Zeitpunkt kam, an dem die Welt ihnen nicht das bieten konnte, was sie von ihr forderten. Da erinnerten sie sich, dass es Mich gibt; aber Ich nehme sie an. Denn jetzt, da sie Mich hören, bereuen sie ihre Sünden, und in ihrem Herzen wird die Liebe zu ihrem Vater geboren. Das Licht meines Wortes wird in meinen Kindern wie eine neue Morgenröte sein, und ihre Vergangenheit wird wie die Nacht sein, wenn sie vorüber ist.

    62. Löscht euren Durst vollständig, denkt daran, dass sehr bald euer Wort den Durst eures Bruders lindern soll. Wenn ihr noch Durst fühlt, obgleich ihr Mich hört und ihr von diesem Weine trinkt, so deshalb, weil euer Herz die Herrlichkeiten der Welt begehrt. Nur mein höchst geduldiges und liebevolles Wort wird das Wunder eurer Umwandlung vollbringen können, und dann werdet ihr wirklich würdig sein, euren Weg zu beschreiten und euren Brüdern meine Unterweisung zu bringen. Niemanden sollt ihr demütigen oder ihm meine Barmherzigkeit verweigern, niemanden sollt ihr bevorzugen, denn dann würdet ihr nicht Mich zum Vorbild haben. Glaubt ihr etwa, dass mein am Kreuz vergossenes Blut nicht mehr auf irgendeinen der Sünder niederfällt?

    63. Als Johannes der Täufer das nahe bevorstehende Kommen des Himmelreiches ankündigte, war seine Weissagung für alle (bestimmt). Jener Prophet und Wegbereiter Christi ist in dieser Zeit unter euch gewesen. Er kam, bevor mein Strahl sich durch das menschliche Verstandesorgan kundtat, und er kam auch, um anzukündigen, dass das Kommen des Heiligen Geistes sehr nahe war. Seine Ankündigung, seine Prophetie galt allen ohne Ausnahme, und ihr habt ihn in dieser Zeit unter dem Namen Elias gekannt, weil dieser Geist der jenes Propheten ist, der zu allen Zeiten bei den Menschen gewesen ist, und er ist der Vorbote, der die Wege des Herrn bereitet hat. Darum heiße Ich euch alle willkommen, denn Ich kam, ohne die Sünden zu richten oder den zu demütigen, der sich am meisten befleckt hat. Diese werden zu jenen gehören, die Mich am brennendsten lieben; denn ihrer Verfehlungen waren viele, und alle wurden sie vergeben.

    64. Der „Stern“, der meine Gegenwart und mein Wort anzeigt, ist nur von den einfachen Menschen „gesehen“ worden. Die Könige und die Wissenschaftler haben in ihrer Größe geschlafen und haben am Firmament das göttliche Licht nicht zu entdecken vermocht, um dann aufzubrechen und ihm zu folgen wie jene Magier des Ostens, die alles hinter sich ließen, um zu jenem Himmelslichte zu gelangen, das der Welt die Ankunft des Heilands verkündete. Wenn die Wissenschaftler mein Licht suchen würden, und jene, die in großem Reichtum leben, etwas von meinen Lehren in die Tat umsetzen würden, würden sie meine Gegenwart in ihren Herzen fühlen.

    65. Einstens sagte Ich euch, dass eher ein Kamel durch ein Nadelöhr ginge, als dass ein reicher Geizhals in das Himmelreich eingeht. Heute sage Ich euch, dass jene Herzen sich von ihrer Selbstsucht freimachen und an ihren Brüdern tätige Nächstenliebe üben müssen, damit ihr Geist auf dem engen Pfade der Erlösung durchkommen kann. Es ist nicht notwendig, sich von Besitztümern und Vermögen freizumachen, sondern nur vom Egoismus.

    66. Wie viele von euch waren früher Besitzer irgendeines Vermögens auf der Erde, und ihr hattet das Elend und die Nöte eurer Nächsten vergessen. Als dann für euren Geist die Stunde seines Gerichts kam, fühltet ihr, dass das Ausmaß eurer Sünden so groß war und die geistige Pforte so eng, dass ihr begriffen habt, dass ihr nicht hindurchkommen konntet.

    67. Heute ist es nicht ein Schatz an materiellen Gütern, die ihr mit dem Bedürftigen teilen sollt. Euer Reichtum in dieser Zeit besteht aus Licht und geistigem Wissen, weshalb ihr euch für geistig reich betrachten könnt. Doch bedenkt: Wenn es vor Gott eine schwere Verfehlung ist, dem Bruder die Reichtümer der Welt zu verweigern und sie festzuhalten — was bedeutet es dann wohl, wenn man ihm die geistigen Gnadengaben verweigert, die niemals weniger werden, soviel man auch von ihnen weitergibt? Wie wird dann die Gerechtigkeit für diese Reichen des Geistes beschaffen sein, die sich so egoistisch zeigen?

    68. Ich habe euch dazu bestimmt, der Menschheit durch eure Vermittlung große Lehren zu geben. Wahrlich, Ich sage euch, dies Volk hat sich nicht von ungefähr gebildet, noch ist ein einziges Herz durch Zufall hinzugekommen. Die Hundertvierundvierzigtausend, die im Geiste und im Körper ans Werk gehen müssen, sollen wie ein offenes Buch voller Licht, Erfahrung und Wiedergutmachung sein.

    Darum berühre Ich ihren Geist durch das Gewissen, und wahrlich, Ich sage euch, wenn sie sich nicht am Tage bekehren, werden sie es bei Anbruch der Nacht tun. Aber sie werden ihren Blick zum Vater emporwenden und hernach den Weg der Erfüllung einschlagen.

    69. Noch gebe Ich euch eine weitere Zeitspanne, damit ihr über eure Mission nachdenkt und euer Herz zubereitet. Ich sende euch in dieser Zeit aus, damit ihr von meiner Wahrheit zeugt. Das Sechste Siegel spricht, sein Licht breitet sich aus, sein Geheimnis klärt sich auf. Ruft die Männer, Frauen und Kinder, damit sie mein Wort hören, denn das Jahr 1950 wird kommen, und meine Stimme wird dann nicht mehr in dieser Form zu hören sein.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 61

    1. Wenn mein göttlicher Strahl zu euch herabkommt, vereinigen sich die Engel mit eurem Geist im Gebet und in der Verehrung für den Vater.

    2. Die Furcht vor meiner Gerechtigkeit hat die Inbrunst dieses Volkes erhöht, wenn es erlebt, dass die Naturgewalten in diesen Tagen der Prüfung entfesselt sind. Warum verzagt Ihr? Habe Ich euch nicht gelehrt, zu beten und euch mit Glauben zu wappnen?

    3. Bedenkt, dass die Naturgewalten euch die Erfüllung der Prophetien der vergangenen Zeiten zeigen. Wenn es euch beschieden ist, diese Ereignisse mitzuerleben und anzuschauen, so erschreckt nicht vor dem Willen eures Vaters. Alles dient dazu, euch zu läutern.

    4. Jedem einzelnen von euch vertraue Ich eine Anzahl Herzen an, damit er sie durch sein Wort und sein Vorbild führt. Doch wenn ihr in den Prüfungen schwach werdet — welches Vertrauen könnt ihr dann euren Brüdern hinsichtlich meiner Unterweisung einflößen? — Unter den Menschen, die euch folgen, gibt es Herzen aus Stein, bei denen es nur mit guten Werken gelingt, sie zu bewegen und zu meiner Lehre zu bekehren.

    5. Lebt wach und seid feinfühlig, denn auf Schritt und Tritt und an jedem Ort werde Ich euch einen Bedürftigen zuführen, und ihr dürft nicht an ihm vorübergehen, ohne seine Not zu fühlen. Auch jene, die ihr nur einmal im Leben seht, gehören zu der euch anvertrauten Schar. Sie werden euch im Jenseits erkennen.

    6. Seht nicht nur aus Neugierde auf Bilder des Schmerzes. Seid immer von edelsten Gefühlen beseelt, damit eure Werke wahre Nächstenliebe beinhalten und ihr euren Brüdern Trost bringt. Geht einem Krankenhaus nicht aus dem Weg, und entsetzt euch nicht vor einem Aussätzigen, vor einem Krüppel oder vor dem, der von irgendeiner ansteckenden Krankheit befallen ist. Blickt nicht mit Verachtung oder Widerwillen auf ein Gefängnis und geht nicht an ihm vorüber, ohne für die zu beten, die sich darin befinden. Streckt eure Hand mit Liebe nach denen aus, die gefallen sind — nach denen, die von den Menschen vergessen sind. Wie viel Gutes werdet ihr ihnen an ihrem Geist tun!

    7. Stählt euer Herz für den Kampf! Ich will in meinen Reihen keine schwachen Soldaten haben. Eure Gegenwart auf dem Wege eurer Brüder kann für sie Rettung, Befreiung, Gesundheit und Frieden bedeuten.

    8. Bald werde Ich mein Wort unter euch beenden, und die, die es nicht in ihrem Herzen tragen wollten, sollen darauf gefasst sein, dass der Schmerz sie abschleift. Wie könnten sie Zeugnis von meiner neuen Kundgebung ablegen, wenn sie nicht zubereitet sind.

    9. Wenn in der Zweiten Zeit mein Wort durch das Kind Jesus zu den Lehrern des Gesetzes sprach und bewirkte, dass ihre Lippen bei meinen Fragen schwiegen, und Ich sie durch meine Antworten in Staunen versetzte, dann — wahrlich, Ich sage euch — wird auch in dieser Zeit mein Wort zu den neuen Gesetzeslehrern, Theologen und Gelehrten gelangen, um sie zu befragen und ihnen zu antworten; dafür müsst ihr euch vorbereiten. Ich werde euch aussenden, um der Menschheit dies Zeugnis zu geben, und wenn die Menschen euch nicht glauben, werde Ich ihnen sagen: „Wenn ihr meinen Sendboten wegen ihrer Armut und wegen ihrer Bescheidenheit nicht glaubt, so glaubt ihnen um ihrer Wundertaten willen.“ — Die Werke meiner Jünger werden von Zeichen in der Natur und im Leben der Völker begleitet sein, welche die Menschheit zum Nachdenken über die Wahrheit meiner Lehre bringen werden.

    10. Ich will nicht, dass die Gekennzeichneten nach ihrem irdischen Tagewerk von Finsternis umhüllt ins Geistige Tal zurückkehren. Ich will sie von Licht, Kraft und Liebe erfüllt empfangen, um sie dann als Geistwesen zur Erde zu senden als ein unsichtbares Heer, das die Wege ebnet, die Gefangenen befreit, diejenigen wachrüttelt, die in Unwissenheit, in Hochmut oder in den Lastern dahinleben. Was wird mit denen geschehen, die — obwohl sie das Zeichen des Heiligen Geistes empfangen haben, — sich ohne Licht und ohne Verdienste im Jenseits einfinden? Wird der Herr sie unter seine Heerscharen des Lichtes senden, oder muss Er sie von neuem inkarnieren lassen, damit sie ihre Unreinheiten abwaschen?

    11. Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, ihr wisst nicht, was für Zeiten die Menschheit auf dieser Erde erwarten, und verlangt auch nicht danach, in jenen Tagen auf ihr zu wohnen.

    12. Lasst ab, lasst ab von der Sünde, denn mein Schwert Göttlicher Gerechtigkeit kommt unversöhnlich, um das Böse zu vernichten. Ich werde denen helfen, die für ihre Rettung kämpfen, und werde denen mit meiner Barmherzigkeit beistehen, die wegen der Verirrung der Menschen weinen. Ja, Volk, es gibt Männer und Frauen, die wachen, um in der Tugend, im Guten zu verbleiben, und Eltern, die beten, damit ihre Kinder nicht vom guten Weg abkommen.

    13. Ich ermahne euch zu einer wohlverstandenen Buße, bei der ihr auf nichts verzichtet, was für den Geist und den Körper wohltätig ist, aber bei welcher ihr euch von allem befreit, was schädlich ist, so zuträglich und behaglich es euch auch erscheinen mag — auch dann, wenn diese Entsagung ein Opfer bedeutet.

    14. Wo immer ihr geht, lasst eine Spur der Liebe und Barmherzigkeit zurück, damit der, der dort vorbeikommt, das Licht empfängt. Dann werdet ihr wirklich euren Meister zum Vorbild nehmen. Wahrlich, Ich sage euch, eine der tiefsten Spuren, die ihr im Herzen eurer Brüder hinterlassen könnt, ist die der Vergebung empfangener Beleidigungen.

    15. Euer Herz hat sich voll Demut geöffnet, um vor seinem Herrn seine Schuld zu bekennen, und Ich, auf den alle Beleidigungen zurückfallen, gewähre euch meine Vergebung als einen Hauch des Friedens, der euren Geist beruhigt und euer Herz mit Hoffnung erfüllt. Was kann euer Geist noch mehr verlangen in der Verbannung, in der er sich befindet?

    16. Der Vater spricht zu euch von seinem Reiche aus, Maria bedeckt euch mit ihrem Mantel, und Elias wacht über euch. Achtet die Gnade hoch, die euch gewährt worden ist.

    17. Siehe, hier ist das Buch des Wahren Lebens, das vor euren Augen aufgeschlagen ist, damit ihr nicht im Finstern wandelt. Da Ich euch mit Geist ausstattete, ist es das Natürlichste und höchst gerecht, dass Ich ihn etwas mehr als das erkennen lasse, was ihn die Natur lehren kann. Ein Geist darf inmitten meiner Schöpfung nicht in Unwissenheit leben, da er höher steht als alles, was ihn umgibt.

    18. Ich habe nicht nur Durst nach eurer Liebe, sondern auch nach eurem Verständnis.

    19. Nehmt die Prüfungen und Wechselfälle des Lebens mit geistiger Erhebung hin, damit sie eurem Geist nützlich sind. Denn wahrlich, Ich sage euch, durch sie werdet ihr viele Lehren eures Vaters klar verstehen.

    20. Nehmt eure Bestimmung an, seid zufrieden mit dem, was ihr besitzt, habt Geduld. Warum verliert ihr bisweilen die Ruhe und verzweifelt? — Weil ihr euren Ursprung vergesst und ebenso die Schuld, die ihr abzutragen habt.

    21. Lasst zu, dass euer Geist begreift und er mit seiner Sühne einverstanden ist, dann werdet ihr fühlen, dass das Licht in euer Inneres eindringt und euch mit Hoffnung, Kraft und Freude erfüllt.

    22. Versteht, dass es nicht mein Wille gewesen ist, dass ihr weintet, und dass Ich kein Gefallen daran habe, in euren Augen Tränen zu sehen. Doch als Ich sah, dass euer Geist, der rein zur Erde kam, sich mit den Sünden der Welt befleckt hat, ließ Ich zu, dass er sich selbst läuterte, damit er zu Mir zurückkommen könnte. Wenn der Unwissende meiner Gerechtigkeit flucht und der Schwache zu Fall kommt, wird ihnen vergeben. Doch ihr, die ihr dies Wort gehört habt, die ihr dies Gesetz empfangen habt, könnt nicht verzweifeln oder lästern, es sei denn, dass ihr das Licht eures Glaubens auslöscht und in Verwirrung geratet. Glaubt ihr nicht — wenn ihr in dieser Weise fehlt — dass es so wäre, als ob ihr dies weiße Blatt, das Ich euch gegeben habe, beflecken würdet, oder als ob ihr das Brot, das Ich euch mit so viel Liebe darbot, von euch schleudern würdet?

    23. Werdet nicht schwach, werdet nicht wieder krank, und lasst nicht zu, dass euch irgendjemand die Gaben entreißt, die Ich euch zu entwickeln lehre. Nützet die Unterweisung und die Kraft, die Ich euch gebe, damit ihr die Bitternis und das Leid in Frieden und in Liebe umwandelt. Wenn im Schoße eures Heims Zwietracht herrscht, so deshalb, weil ihr meine Lehren der Liebe nicht in die Tat umzusetzen verstandet.

    24. Solange ihr Mir zuhört, fühlt ihr euch sicher; aber sobald ihr den Versammlungsraum verlasst, fühlt ihr euch auf vielerlei Weise in Versuchung geführt. Bin Ich es etwa, der euch versucht, der euch zu Fall bringt und dem daran gelegen ist, dass ihr verderbt? Jünger, wenn Ich zugelassen habe, dass es Versuchungen gibt, so lasst sie euch zur Prüfung dienen! Eure Aufgabe ist es, ihnen im Glauben zu widerstehen, bis ihr die Finsternisse in Licht umgewandelt habt. Wenn Ich jenen auf euren Weg stelle, der gefehlt hat, geschieht es nicht, um euch zu Fall zu bringen, sondern damit ihr ihn rettet. Betet in der Erkenntnis, dass ihr in der Kampfzeit des Geistes lebt und dass ihr das Gebot erfüllen müsst, das euch sagt: Liebet einander.

    25. Seid aktiv, schlaft nicht! Oder wollt ihr etwa warten, bis euch die Verfolgungen schlafend überraschen? Wollt ihr ein weiteres Mal in Abgötterei verfallen? Wartet ihr ab, bis fremde Lehren sich mit Gewalt oder unter Furcht durchsetzen? Seid wach, denn aus dem Osten werden falsche Propheten aufstehen und die Völker verwirren. Schließt euch zusammen, damit eure Stimme auf dem ganzen Erdball widerhallt und ihr die Menschheit rechtzeitig alarmiert.

    26. Um euch bei eurem Zusammenschluss zu helfen, mache Ich Mich unter euch in vielen Formen fühlbar, um euch die Zeit begreiflich zu machen, in der ihr lebt. Aber wie wenige sind derer, die meine Gegenwart fühlen und sagen: „Es ist der Herr!“ — Die Menschen schlafen geistig. Ihr, die ihr Mich hört, seid erwacht. Aber noch immer macht ihr euch nicht daran, die anderen zu erwecken.

    27. Aus dem Innern dieser bescheidenen Versammlungsstätten wird die neue Botschaft für die Menschheit hinausgehen, aus ihnen sollen die Scharen hinausziehen, die auf ihren Lippen das Zeugnis ihrer Erneuerung und ihres geistigen Fortschritts haben.

    28. Wie ärmlich sind — materiell gesehen — diese Gebetshäuser gewesen; doch ihre Größe ist geistig gewesen! Die Versammlungsstätten, in denen ihr mein Wort vernommen habt, sind gleich einem mächtigen und dichtbelaubten Baume, dessen Schatten heilsam gewesen ist. Sein Vorhandensein hat Frieden und Zuversicht eingeflößt, und seine Früchte haben euch genährt. Die Versammlungsstätten haben dem Ehebrecher, der Kindsmörderin, dem Lasterhaften, dem Kranken Zuflucht gewährt — denen, die ihre Hand mit dem Blut ihres Nächsten befleckt haben, den Armen, den nach Liebe Hungernden. Bei allen sind Tränen geflossen, sie haben Gebete emporgesandt, und man hörte von ihnen Worte der Dankbarkeit. Schritt für Schritt hat sich dies Volk in diesen Gebetsstätten durch Tränen und Gebete gereinigt.

    29. Jetzt läutert sich die Menschheit inmitten großer Schmerzen, der Krieg hat seinen Einfluss auf die ganze Welt ausgedehnt, und der schwache Mensch ist zurückgewichen. Heute fließen Ströme von Blut, Nationen erheben sich wider Nationen, selbst Mütter drängen ihre Söhne in den Krieg. Danach werden sich alle Folgen zeigen: Seuchen, Hunger und Tod. Es wird keinen Ort geben, der von dieser Vernichtung frei ist. Seltene Krankheiten werden auftreten, der Aussatz wird sich ausbreiten und die Blindheit ebenfalls. Die Sonne wird man wie Feuer brennen fühlen, die Felder, die früher fruchtbar waren, werden unfruchtbar sein, und die Gewässer werden verseucht sein. Daher müsst ihr euch zurüsten; denn mein Zeichen wird nicht genügen, um gerettet zu sein. Wie viele, die nicht zu meinen Gezeichneten gehören, werden gerettet werden, wie viele, die nicht zu meinen Auserwählten gehören, werden den Weg zur Erlösung finden. Wachet und betet!

    30. Wahrlich, Ich sage euch, so wie ihr in dieser Zeit auf der Erde mein Wort durch Vermittlung eines menschlichen Verstandes hört, so wird es auch in anderen Welten vernommen, wenn auch durch andere Kanäle, durch andere Mittel. Doch jene Wunder werdet ihr erst erfahren, wenn ihr in das Geistige Leben eingeht.

    31. Wer hat noch nicht Beunruhigung empfunden angesichts des Lebens im Jenseits? Wer von denen, die einen Angehörigen auf dieser Welt verloren haben, hat nicht die Sehnsucht gefühlt, ihn noch einmal zu sehen oder wenigstens zu wissen, wo er sich befindet? All dies werdet ihr erfahren, ihr werdet sie Wiedersehen. Doch erwerbt jetzt Verdienste, damit nicht, wenn ihr diese Erde verlasst und im Geistigen Tale fragt, wo sich jene aufhalten, die ihr zu finden hofft, man euch sagt, dass ihr sie nicht sehen könnt, weil sie sich auf einer höheren Stufe befinden. Vergesst nicht, dass Ich euch schon vor langer Zeit gesagt habe, dass es im Hause des Vaters viele Wohnungen gibt.

    32. Esset das Brot meines Wortes, damit aus eurem Herzen Trauer und Schmerz entweichen und ihr das ewige Leben erahnt. Ich gebe euch ein wenig von diesem Frieden.

    33. Hört Mich ein weiteres Mal und entfernt aus eurem Verstande die schlechten Gedanken, die euch die Welt eingibt, dann könnt ihr vorbereitet in die geistigen Lehren eindringen, die Ich euch offenbare. Gerade jetzt, im Augenblick eurer geistigen Erhebung, in diesem Moment, in dem ihr euch bemüht, euch im Innersten eures Herzens zu sammeln, widerspiegeln sich in eurem Geist die Leidenschaften des Fleisches. Wann werdet ihr in eurem Körper die Eigenschaften und Schönheiten des Geistes sich in Fülle widerspiegeln lassen?

    34. Läutert euch, damit ihr Mich zu fühlen vermögt, legt Schritt für Schritt eure Vermaterialisierung ab. Verlasst die falschen Götzen, die in den ungesunden Vergnügungen wohnen, in den Eitelkeiten und in dem nutzlosen Geltungsstreben. Meistert eure Leidenschaften, die euch versuchen, und sprecht zu ihnen, wie Christus in der Wüste sprach: „Du sollst deinen Herrn nicht versuchen, sondern sollst ihn anbeten.“

    35. Ich erinnere euch auch daran, dass Ich euch lehrte, einen Tribut Gott zu geben und einen anderen dem „Kaiser“; denn Ich sehe, dass ihr alles dem „Kaiser“ gebt. Prüft euch jeden Tag für einen Augenblick, denn unerbittlich wird die Stunde kommen, in der ihr meine Stimme vernehmt, die euch zum Gericht ruft, und dann muss euer Geist Rechenschaft ablegen über sich selbst und seine Körperhülle. Fürchtet nicht Mich in jener Stunde, Ich bin nicht ungerecht; fürchtet euch vor euch selbst!

    36. Wenn Ich euch auf Erden vor Augen geführt habe, dass Ich euer Wohltäter bin und euch liebe und vergebe — glaubt ihr da, dass wenn ihr in das Geistige Leben eingeht, ihr Mich verändert finden werdet?

    37. Wenn Ich euch suche und euch mit so viel Eifer nachgehe, wenn Ich zu euch spreche und Mich bis dahin herabneige, wo ihr seid, so geschieht es, weil Ich nicht will, dass ihr beim Verlassen dieser Welt euch in der Unendlichkeit verliert, dass ihr ohne Licht seid, dass ihr Mich sucht und Mich nicht findet, dass ihr, obschon Ich euch sehr nahe bin, Mich sehr ferne fühlt und Mich weder hört noch seht.

    38. Hört meine Unterweisungen und bringt sie zur Anwendung. Selig sind jene unter euch, die unter großen Entbehrungen, Heimsuchungen und Bitternissen leben und dennoch für die Weinenden bitten, sich selbst vergessen und für den Frieden der Nationen beten. Denn die, die so handeln, werden den Weg des Lichtes finden, der zum Reiche der Vollkommenheit führt, und in der Stunde ihres Gerichtes wird ihre Last sehr leicht sein.

    39. Ich überschütte euren Geist mit Wohltaten, damit selbst der Notleidende, der sich beklagte, dass er nicht Barmherzigkeit üben könne, weil er nichts habe, heute erkennt, dass er geistig einen unerschöpflichen Reichtum besitzt.

    40. Ich spreche zu euch durch ein meiner Göttlichkeit höchst würdiges Mittel: den Menschen, und wahrlich, Ich sage euch, diese Verbindung ist nie unterbrochen worden. Ich bin „Das Ewige Wort“, das immerdar zu seinen vielgeliebten Kindern gesprochen hat und sprechen wird.

    41. Je dichter die Finsternis dieser Welt ist, desto intensiver ist das Licht, das Ich ihr sende, damit die Menschheit den wahren Weg erkennt. Wenn ihr bereits zubereitet wäret — welche Wonne würdet ihr verspüren, wenn ihr bei jedem Schritt, an jedem Ort und in jedem Wesen meine Gegenwart fühlen würdet! Ihr würdet Mich in eurem Herzen empfinden, Mich in eurem Geiste vernehmen, Mich in allen meinen Werken erkennen, selbst in den kleinsten. Heute ruft die Menschheit: „Mein Gott, wie finster sind die Wege des Lebens!“, ohne zu sehen, dass Elias, der göttliche Sendbote der Dritten Zeit, die Wege mit meinem Lichte erhellt hat, und dass ihr auf ihnen deutlich die Spuren meines Blutes erkennen könnt.

    42. Mein Reich steht wider euer Reich, Ich habe Mich zum Streit wider die Welt erhoben. Doch niemand sei bestürzt, denn mein Schwert besteht aus Liebe, und meine Heere sind mit Frieden und Licht bewaffnet. Die Feinde meines Reiches werden von der universellen Macht der Liebe bezwungen werden; doch mit diesen Feinden meine Ich nicht meine Kinder, sondern ihre Unvollkommenheiten, ihren Ungehorsam und ihre Sünden, die Ich zum Verschwinden bringen werde.

    43. Wie sollte Ich eure Waffen des Hasses und des Todes gebrauchen, um euch zu vernichten? Könnte Ich der Vernichter meiner eigenen Kinder sein? Ist dies bei Gott vorstellbar? Ich sage euch: Siehe, hier ist euer König ohne Krone, ohne Zepter und ohne Mantel. Erforscht mein Wort, richtet Mich durch dieses, wenn ihr wollt. Ich sage euch, mein Reich hat sich euch in dieser Zeit genähert, um euch die Zwiesprache von Geist zu Geist mit eurem Vater zu lehren.

    44. Ihr seid die Wanderer, denen es gegeben sein wird, das Neue Jerusalem zu schauen, die weiße und leuchtende Stadt, die sich nicht auf Erden befindet, weil sie geistig ist. Schreitet voran, bleibt fest im Glauben, durchlauft den Weg voller Bitterkeiten und Härten, bis ihr zu der großen Pforte gelangt, wo ihr Mich sehen werdet. Dort werde Ich euch empfangen und euch die Pracht meines Reiches zeigen, welches die Macht meiner Herrlichkeit ist. Um euch zu helfen, dorthin zu gelangen, gebe Ich euch meinen Stab der Liebe.

    45. Heute sucht ihr mein Wort, um euren Geist zu stärken, denn ihr wisst, dass es eine günstige Zeit ist, um den Weg der Vergeistigung zu beschreiten. Jeder Mensch trägt den Weg vorgezeichnet in seinem Herzen, er muss ihn nur finden wollen. Meine Liebe hat ihre Macht allen meinen Kindern gezeigt, und mein Licht hat niemanden im Finstern gelassen.

    46. Tausende und Abertausende von Wesen leben in Verzweiflung und Angst. Aber der Zeitpunkt wird kommen, an dem ihr sehen werdet, wie sie zum Lichte empordringen, weil ihr Schmerz sie auf den Weg des ewigen Lebens führt. Mein Licht senkt sich auf die Menschen herab als göttliche Inspiration; aber dann entsteht in den Menschen der Zweifel und sie glauben nicht, dass es die Stimme des Herrn ist, die zu ihnen spricht, und zwar deshalb, weil sie noch nicht begriffen haben, in welcher Zeit sie leben.

    47. Mein Same, der aus Liebe, Wahrheit, Barmherzigkeit, Gesundheit und Frieden besteht, ist für jeden bestimmt, der ihn säen will.

    48. Ihr, die ihr mein Wort durch das menschliche Verstandesorgan hört, seid nicht die einzigen, die geistige Botschaften empfangen. Ich weiß, wo sich andere meiner neuen Jünger aufhalten — jene, die sich in Liebe zubereiten, um meine göttlichen Gedanken durch Inspiration zu empfangen, und die intuitiv wissen, welche Zeit dies ist. Wisset, dass Ich nicht allen die Gnade gewährt habe, mein Licht oder das der Geistigen Welt durch das menschliche Gehirn zu empfangen. Die einen sind in der einen Weise und andere in anderer Form vorbereitet worden. Aber sie alle werden in der Wahrheit, welche eine einzige ist, übereinstimmen, sie alle werden sich gegenseitig an der Vergeistigung, an den Werken der Liebe und Barmherzigkeit für ihre Mitmenschen erkennen.

    49. Die Menschheit hätte gern den Besuch eines neuen Messias, der sie aus dem Abgrund rettet, oder sie möchte wenigstens die Stimme Gottes wie eines Menschen Stimme hören, die in den Lüften ertönt. Doch Ich sage euch, es würde genügen, ein wenig zu beobachten, oder euren Geist in der Meditation zu sammeln, um ihm Empfindsamkeit zu geben, und schon würdet ihr hören, wie alles zu euch spricht. Wenn es euch unmöglich erscheint, dass die Steine sprechen, sage Ich euch, dass nicht nur die Steine, sondern alles, was euch umgibt, zu euch von eurem Schöpfer spricht, damit ihr von euren Träumen der Größe, des Hochmuts und des Materialismusses erwacht.

    50. Dies ist der Untergang eines Zeitalters und der Anbruch einer neuen Zeit. Das Licht der Morgenröte erscheint schon, wenn sich auch die Schatten der Nacht noch nicht auflösen. Das Wunder ist vor euren Augen, aber wegen der Härte eurer Herzen ahnt ihr es noch nicht. Wie wollt ihr in die innere Stille einkehren, wenn ihr eure Verfehlungen noch nicht bereut habt?

    51. Ihr habt euch an die Schlechtigkeit und das Laster, das euch umgibt, gewöhnt. Ihr seht den Totschlag, die Entehrung, den Ehebruch als etwas Natürliches an. Ihr bekämpft die Tugend und verschleiert dagegen das Laster, um euch in den Augen eurer Mitmenschen dem Anschein nach rein zu zeigen.

    52. Wahrlich, Ich sage euch, die Menschheit wird aus diesen Finsternissen den Weg zum Lichte finden. Doch dieser Schritt wird langsam geschehen. Was würde aus den Menschen, wenn sie in einem Augenblick alles Böse begriffen, das sie verursacht haben? Die einen würden den Verstand verlieren, die anderen würden sich das Leben nehmen.

    53. Volk, warte nicht, bis du dich im Geistigen Tal befindest, um dich aufzuraffen und der Welt die Nachricht von meiner Kundgebung unter euch zu bringen. Diese Botschaft soll das Herz der Menschen erreichen, und dies wird der Beginn ihrer Vergeistigung sein.

    54. Wenn die Menschen sich erneuert haben, werden sie meine Gegenwart und meine Liebe in ihren Herzen fühlen.

    55. O meine kleinen Kinder, ihr könnt euch die göttliche Sehnsucht nicht vorstellen, mit der Ich Mich eurem Herzen nähere! Ich komme, um mit euch zu sprechen, um Mich daran zu ergötzen, euch an meinem Tisch zu sehen. Da ihr noch nicht gelernt habt, euch zu Mir zu erheben, komme ich zu euch herab. Niemals werde Ich aufhören, euch zu lieben, niemals werde Ich müde werden, euch mit Zärtlichkeit anzublicken.

    56. Diese Form, Mich durch einen menschlichen Dolmetscher zu hören, wird enden, und die Stunde wird schlagen, in der der Vater die Glocke läutet, um euch zur Versammlung zu rufen, damit ihr zum letzten Male dieses Wort vernehmt.

    57. 1950 rückt näher, das Jahr, nach welchem ihr Mich nicht mehr hören werdet. Glaubt nicht, dass — wenn der Schall des letzten Glockenschlages verklungen ist — für dies Volk das Ausruhen kommen wird. Im Gegenteil, dies wird der erste Augenblick eures Kampfes sein, des großen Tagewerks, das ihr dann in Angriff nehmen werdet.

    58. Heute seid ihr wie meine Jünger der Zweiten Zeit, als sie den Meister umgaben, seiner Lehre lauschten und seine Werke beobachteten. Der Meister war es, der zu den Menschenscharen sprach, der Wunder unter den Notleidenden tat, der sie anleitete und berichtigte, und der sie verteidigte. Aber Er hatte ihnen seinen Weggang angekündigt, und sie wussten, dass sie in der Welt wie Schafe unter Wölfen zurückbleiben würden.

    59. Wie fürchteten sie jene Stunde! Und als der Augenblick der Trennung kam, blieben sie allein auf der Erde zurück. Doch der Meister stand ihnen bei von seinem Reiche aus, sein Geist ermutigte sie zu jeder Stunde und erfüllte ihnen alle seine Verheißungen ohne Ausnahme.

    60. Warum erwartet ihr, die ihr wisst, dass diese Form meiner Kundgabe zu Ende gehen wird, jenes Jahr 1950 mit Gleichgültigkeit? Warum denkt ihr, die ihr euch bereits müde fühlt, dass ihr euch nach jenem Zeitpunkt endlich zurücklehnen könnt, um zu schlafen? Denkt daran, dass ihr heute nur kleine Kinder seid, die hernach zu Meistern werden sollen! Doch fürchtet nicht die Erfüllung eurer Aufgabe, erinnert euch, dass — als Ich damals unter meinen Jüngern war — auch sie Anfänger in meiner Lehre waren.

    61. Bei einer bestimmten Gelegenheit sagte Ich zu Andreas, der einer meiner zwölf Apostel war: „Glaubst du an Mich?“ „Ja, Meister“, antwortete er Mir. „Glaubst du, dass du in meinem Namen die Kranken heilen kannst?“ „Ja, Herr, ich glaube es tun zu können.“ „Gut“, sagte Ich zu ihm, „gehe auf jenen Weg, der nach Jericho führt, und du wirst auf ihm einen Kranken finden. Heile ihn in meinem Namen und berichte Mir dann darüber.“

    62. Andreas machte sich auf die Wanderung und unterwegs fand er den Kranken, der ein Aussätziger war, und sprach zu ihm: „Im Namen Christi, meines Meisters und Herrn, werde gesund!“ Doch der Aussätzige blickte ihn nur traurig an, ohne irgendeine Besserung zu verspüren. Zum zweiten und dritten Mal sprach Andreas meinen Namen aus; doch der Kranke wurde nicht gesund. — Tief bekümmert kehrte der Jünger zu Mir zurück und sagte kleinlaut zu Mir: „Meister, der Kranke ist nicht gesund geworden, er ist nicht rein geworden von seinem Aussatz. Mein Glaube an Dich war nicht ausreichend. Aber ich habe begriffen, dass das, was Du tust, wir nicht zu tun vermögen. Außerdem ist die Krankheit jenes Menschen unheilbar.“

    63. Da sagte Ich zu ihm: „Andreas, folge Mir“, und brachte ihn zu dem Kranken, den Ich nur mit meiner Hand berührte, und zu dem Ich sagte: „Sei gesund!“ Der Aussätzige war augenblicklich rein.

    64. Andreas fragte Mich beschämt und zugleich verwundert, wie dies geschehen konnte, worauf Ich antwortete, dass die erbarmende Liebe Wunder tut, dass er es nicht erreichen konnte, weil er an dieser Macht zweifelte und Widerwillen davor fühlte, den Aussätzigen zu berühren. Und doch — wie viele Kranke, und unter ihnen wie viele Aussätzige heilte später Andreas, mein geliebter Jünger!

    65. Ich will euch begreiflich machen, dass ihr während dieser Zeit meiner Verkündung eure Gaben entwickelt, und dass Ich euch berichtige, wenn ihr irrt. Doch eure besten Früchte werden kommen, nachdem ihr Mich gehört habt.

    66. Nichts Unerledigtes oder Unvollendetes soll der Geist auf Erden zurücklassen.

    67. Das, was Ich euch sage, hören nur einige wenige; dennoch wird es zu allen Herzen gelangen. Wie mein Wort der Zweiten Zeit sich über das ganze Erdenrund verbreitete, wird dasjenige dieser Zeit wie ein befruchtender Regen für die Saat sein, die Ich früher säte.

    68. Glaubt nicht, dass ihr das einzige Mittel seid, um den Menschen mein Gesetz bekannt zu machen. Doch ist es notwendig, dass ihr die Aufgabe, die euch zukommt, ausführt; denn ihr seid ein Teil meiner göttlichen Pläne. Die Verleumdung oder die Erniedrigung soll euch nicht einschüchtern. Vergegenwärtigt euch den Weg, den euer Herr auf Erden ging. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; Ich bin die Pforte.

    69. Es ist Zeit, dass ihr meine Lehre durch eure Werke zum Strahlen bringt, damit mein Name bis in den verborgensten Winkel der Erde ertönt. Die einen werden Wegbereiter der anderen sein, so wie Elias zu allen Zeiten mein Wegbereiter gewesen ist.

    70. Wenn ihr auf meinem Wege wandelt, werdet ihr keine Müdigkeit fühlen, noch werdet ihr erschöpft zu Mir kommen. Ich habe auf diesen Pfad mein Licht ausgegossen durch dies Wort, das Ich euch mittels des Stimmträgers gebe — ein Wort, das ihr bald nicht mehr hören werdet. Prägt die Spur eurer Schritte tief in diesen Pfad ein, damit man euch morgen Gerechtigkeit widerfahren lässt, wenn man euch für meine guten Jünger hält, und damit euer Vorbild denen als Ansporn dient, die hernach kommen. Ich warte auf euch in der Ewigkeit; darum wird es nie zu spät sein, zu Mir zu kommen.

    71. In meinem Blute werdet ihr alle eure Schandflecken abwaschen; denn was bedeutet mein Blut, wenn nicht Liebe? Ich werde euch (einst) in meinem Schoße leben sehen, auf dem höchsten Punkt der Stufenleiter zur Vollkommenheit, nachdem ihr die dürren und trostlosen Wüsten eures Sühneweges durchquert habt, nachdem ihr die Fallgruben eurer Leidenschaften umgangen habt, und nachdem ihr euch aus den Wogen des brausenden Meeres gerettet habt. Vergehen wird der Schmerz, die Kämpfe, und schließlich werdet ihr zur Heimat gelangen, wo der wahre Friede wohnt — ein Glück, wie es das Menschenherz nicht geahnt hat, und wo das Licht der unendlichen Weisheit strahlt.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 60

    1. Kommt an meinen Tisch, um das Brot meiner Unterweisung zu essen.

    2. Du wirst nun „Das Wort“ hören, o Volk!

    3. Ich sehe euren Eifer, Mir nachzufolgen. Es war für euch unwichtig, dass euer Herz durch eure Angehörigen verwundet ist; es ist zerrissen. Doch das Gewand eures Geistes sehe Ich unversehrt; denn die Bosheit des Menschen kann nicht bis dahin gelangen.

    4. Selig, die um meiner Sache willen verspottet und verwundet werden und trotzdem mit Sanftmut und Liebe ihr Kreuz auf sich nehmen, denn sie werden Wunder der Umwandlung an ihren Brüdern erleben.

    5. Nicht alle, die die Schar bilden, die mir zuhört, haben Glauben. Ich entdecke unter ihnen die neuen Pharisäer, die sich verbergen und vergeblich versuchen, in der Wahrheit Betrug zu finden.

    6. Ich bin gekommen, um euch zu lehren, euren Geist zu erheben, damit ihr den Sinngehalt dieses Wortes entdeckt, welcher über jeder menschlichen Unvollkommenheit steht.

    7. Ich werde die geistige Essenz, die von diesem Worte ausgeht, das Ich euch gebe, über alle Völker der Erde verbreiten, denn es ist der Same der Vereinigung. Diese Lehre wird die Menschheit zum Nachdenken über viele Unterweisungen bringen und sie diese begreifen lassen.

    8. Die zerrissenen Bande werden vereinigt werden, und die Unterschiede der Rassen werden aufgrund der Vergeistigung verschwinden. Denn es wird nur eine einzige Verehrung für den alleinigen und wahren Gott geben.

    9. So werdet ihr auf der Erde eine einzige Familie zu bilden beginnen, und Ich werde euch eine große, unendliche Fackel hinterlassen, die den geistigen Weg aller meiner Kinder erhellt.

    10. Meine durchbohrte Seite lässt noch immer einen Strom von Wasser hervorbrechen, welches Erlösung und heilender Balsam für euch ist.

    11. Ich ebne die Wege, damit der Ausländer zu dieser Nation kommt und mein Wort durch diese Kundgabe hört.

    12. Wenn Ich euch in der Zweiten Zeit sagte: „Wer den Sohn kennt, kennt den Vater“, so sage Ich euch heute, da Ich zu euch als Heiliger Geist spreche: Ich bin Christus, und Ich bin der Vater, denn Das Wort, das in Christus sprach, war das Wort Gottes, welches das gleiche ist, das ihr heute empfangt.

    13. Es war notwendig, dass Ich zu euch mittels Symbolen, im Sinnbild und im Gleichnis sprach, damit ihr die Lehren der Vergeistigung begreifen lernt, die Ich euch in dieser Zeit gebracht habe.

    14. Doch die Stunde ist gekommen, in der ihr jede äußerliche Kulthandlung aus eurer Gottesverehrung entfernt und Mich mit dem Geiste sucht.

    15. Begreift, dass Ich nicht zu dem materiellen Hause komme, in das eure Körper eintreten. Ich komme zu der Heimstatt, die Mir eure Gedanken bereiten.

    16. Erfreut euch heute an meinem Wort. Wenn das Jahr 1950 kommt, wird euch mein Geist nicht verlassen, denn er ist in euch und in allem Geschaffenen. Doch ihr werdet Mich nicht mehr in dieser Form hören. Wenn Ich geistig kam, um Mich der Menschheit kundzutun, sollt ihr euch hernach geistig zu Mir erheben.

    17. Ihr kommt furchtsam vor den Meister, um Mich zu fragen: „Herr, wird unsere Saat in deinen Augen wohlgefällig sein?“ — Darauf antworte Ich euch: Wenn ihr mit Liebe gesprochen habt, wenn ihr dem Kranken Barmherzigkeit erwiesen habt, wenn ihr Beleidigungen vergeben habt, so seid ihr eurem Vater wohlgefällig gewesen.

    18. Sät guten Samen, damit ihr gute Früchte erntet. Wenn ihr Liebe sät und auf der Welt Enttäuschungen erntet, so verliert nicht den Glauben und überlasst eure Sache Mir, denn Ich bin es, dem ihr dient und von dem ihr den Lohn empfangen werdet.

    19. Ich habe euch gelehrt, in der Welt zu säen, um im Himmel zu ernten.

    20. Sucht euren Lohn nicht auf der Erde und vergesst nicht, dass mein Reich nicht von dieser Welt ist.

    21. In dieser Zeit sind die Naturgewalten entfesselt, um meine Auserwählten zu reinigen und sie vorzubereiten, um mein Wort zu predigen.

    22. Meine Inspiration erleuchtet die, die Mich gesucht haben, die dazu bestimmt sind, meine Jünger zu sein. Die Stimme Elias‘ ist wie eine läutende Glocke, welche die Geister erweckt und meine Gegenwart verkündet.

    23. Das Werk, das Ich euch darbiete, ist die Arche, in der jene gerettet werden sollen, die sie betreten; denn zu der Zeit, da ihr die letzte dieser Botschaften empfangt, werden die Elemente entfesselt sein und die Menschen peitschen. Auch ihr werdet geprüft werden, und dann werde Ich den Glauben und das Vertrauen erkennen, das ihr in Mich gesetzt habt. Ihr werdet ausgeforscht werden, und viele eurer Brüder, die aus Unwissenheit schlecht über euch geurteilt haben, werden sich euch anschließen, wenn sie meine Lehre kennenlernen. Nicht nur der Mensch wird in dieser Zeit meine Unterweisung erhalten, auch die Geistwesen, die im Geistigen Tale leben, werden auf eine höhere Stufe erhoben werden.

    24. Geliebte Jünger, wacht mit Eifer über meinem Werke, befolgt meine Anweisungen, und ihr werdet damit von Mir Zeugnis ablegen. Maria, eure liebevolle Mutter, kommt gleichfalls zu euch herab und erfüllt euch mit Gnade, lehrt euch die vollkommene Liebe und verwandelt euer Herz in eine Quelle der Barmherzigkeit, damit ihr große Werke der Liebe unter euren Brüdern vollbringt und die Wahrheit erkennt. Sie ist meine Mitarbeiterin, und neben meinem Wort als Meister und als Richter gibt es ihr Wort als Mutter und als Fürsprecherin. Liebe sie, Volk, und rufe ihren Namen an. Wahrlich, Ich sage euch, Maria wacht über euch und steht euch bei, nicht nur in diesen Tagen der Prüfung, sondern ewiglich.

    25. Ich mache mein Volk für diese Kundgebungen der Liebe verantwortlich, die Ich ihm übergebe. Jeder, der von Mir gelernt hat, bereite sich vor und lehre die „Letzten“ meine Wahrheit.

    26. Viele nach meinem göttlichen Worte Hungernde und Dürstende werden zu euch kommen und an meiner Unterweisung ihr Verlangen nach Wissen stillen. Ich werde euch vom Jenseits aus betrachten, und jedes gute Werk, das ihr zugunsten eurer Brüder tut, wird gesegnet und seine Früchte vervielfacht werden. Dagegen wird jeder Verstoß gegen mein Gesetz oder eine Verfälschung desselben gerichtet und durch meine vollkommene Gerechtigkeit geahndet werden.

    27. Glaubt und handelt ohne Fanatismus. Erhebt euch und stellt euch auf eine Stufe, von der aus ihr alle eure Mitmenschen ohne Berücksichtigung der Glaubensbekenntnisse oder Lehren unterweisen könnt. Zögert nicht, einem Bedürftigen Gutes zu tun, nur weil er eine zurückgebliebene oder unvollkommene Gottesverehrung ausübt. Vielmehr soll euer selbstloses Werk sein Herz erobern. Schließt euch nicht in Gruppen ab und schränkt damit nicht euer Tätigkeitsfeld ein. Seid ein Licht für jeden Geist und ein Balsam in jeder Trübsal.

    28. Ihr seid wie der Wanderer, der sich im Schatten eines Baumes niederlässt, um auszuruhen, und hernach seinen Weg fortsetzt. Wenn euch der Durst quält — hier in meiner Unterweisung ist ein Quell kristallklaren Wassers. Wenn eure Kräfte erschöpft sind — ruht euch aus. Wenn Traurigkeit euer Herz umfängt, so wartet, und ihr werdet das Singen der Nachtigall hören, das euch die Wechselfälle des Lebens vergessen lassen wird. Doch wenn ihr Hunger bekommt, so brecht die reife Frucht vom Baume und esst.

    29. Hier ist der Meister und spricht in einfachen Gleichnissen zu euch, damit ihr meine Lehre versteht.

    30. Ich will nicht, dass ihr auf dem Wege stehenbleibt, und auch nicht, dass ihr morgen stumm bleibt, wenn die Menschen euch nach dem fragen, was ihr von Mir gehört habt. Es ist nicht mein Wille, dass ihr Mir nach 1950 verzweifelt Vorwürfe macht, weil Ich Mich von euch entfernt habe.

    31. Erkennt, mit welcher Sanftmut und Beständigkeit Ich Mich eingefunden habe, um euch mein Wort zu geben und euch zu lehren, meine göttlichen Worte Silbe für Silbe weiterzugeben.

    32. Jünger, Ich fordere nicht von euch, dass ihr in euren Werken und Worten Vollkommenheit erreicht. Aber Ich verlange von euch die ganze Reinheit, Hilfsbereitschaft und Aufrichtigkeit, deren ihr fähig seid.

    33. Bewahrt meine Wesensart in eurem Herzen, damit, wenn ihr sprecht, eure Worte von ihr durchdrungen sind und das Herz eurer Brüder bewegen. Wenn euer Wort nicht diese Eigenschaft an sich hat, wird euch nicht geglaubt werden und man wird euch allein in der Wüste predigen lassen, der Wind wird jene Worte davontragen, und ihr werdet nichts gesät haben. Welcher Ansporn wird den bei seinem Tagewerk aufrechterhalten, der so arbeitet? Er wird in Mutlosigkeit versinken müssen.

    34. Schon jetzt sage Ich euch, dass ihr euch für den Kampf mit Kraft, mit Mut erfüllen müsst. Denn erwartet nicht, dass euch in eurem Kleinmut und in den Augenblicken der Bitternis immer jemand tröstet.

    35. Doch wenn ihr euch schon heute vorzubereiten versteht, werdet ihr euch nie verlassen fühlen und werdet auch nicht das Gefühl haben, dass Ich nicht bei euch bin, obwohl ihr mein Wort nicht mehr hört. Wenn ihr Mich sucht und liebt, werdet ihr meine Gegenwart spüren, wo immer ihr seid, und in dem Augenblicke, da ihr sie benötigt.

    36. Sucht Mich immer und auf die beste Art und Weise, die euch möglich ist, dann werdet ihr in Mir den Vater, den Meister und den Freund finden.

    37. Niemals habe Ich meine Barmherzigkeit dem verweigert, der nach ihr verlangt hat, auch wenn er „mit Aussatz bedeckt“ herbeigekommen ist. Niemandem habe Ich verboten, das Brot von meinem Tische zu nehmen.

    38. So bereite Ich euch vor; denn von euren Lippen soll mein Wort kommen, und es soll Trost, Prophetie, Balsam und Schutzwehr in den Heimsuchungen der Menschheit sein.

    39. Seht die Leidensspur, die der Krieg hinterlässt, und doch wollen die Menschen nicht aus ihrer geistigen Trägheit erwachen. Aber bald werden auf der Welt Ereignisse eintreten, die die Menschheit erschüttern und sie dazu bringen, die Wegrichtung zu ändern.

    40. Die Naturreiche werden nach Gerechtigkeit rufen, und wenn sie entfesselt sind, werden sie bewirken, dass Teile der Erdoberfläche verschwinden und zu Meer werden, und dass Meere verschwinden und an ihrer Stelle Land auftaucht.

    41. Die Vulkane werden ausbrechen, um die Zeit des Gerichts zu verkünden, und die ganze Natur wird in heftige Bewegung geraten und erschüttert werden. Betet, damit ihr euch wie gute Jünger verhaltet, denn dies wird die passende Zeit sein, in der sich die Trinitarisch-Marianische Geistlehre in den Herzen ausbreitet.

    42. Voll Jubel kommt ihr heute zu Mir, um „Hosianna“ zu singen, weil ihr meine Stimme und mein Wort in den drei Zeitaltern vernommen habt, und weil ihr erkennt, dass Ich der eine Gott bin, der sich der Menschheit in den Drei Zeiten offenbart hat.

    43. Ihr seht kein Geheimnis in meiner Dreieinigkeit, weil es in Wahrheit keines gibt. Ich bin ein einziger Gott, der sich in drei Zeitabschnitten offenbart hat. Die Menschen sind es, die beim Vertiefen in ihre Anschauungen und Wissenschaften in Verwirrung geraten.

    44. Das Buch der Unterweisung liegt offen vor euch, doch es ist der Meister, der die Lektion auswählt. Alsdann fühlt ihr, dass ihr von Neulingen zu Jüngern werdet, gemäß der Liebe, dem Glauben und dem Willen, den ihr einsetzt, wenn ihr Mir zuhört.

    45. Manche haben Mich nicht verstanden, obwohl sie Mich hören und an meine Gegenwart glauben. Andere, die die Größe meiner Offenbarung erkennen, haben sich nicht zur Erneuerung und zur Erfüllung ihrer Aufgabe aufgerafft. Wieder andere möchten meine Unterweisung unter den Menschen verbreiten, aber sie fürchten die Menschheit und fühlen, dass ihre Lippen verstummen. Und es gibt auch solche, die Mir gesagt haben: „Meister, lass mich die Freuden der Welt genießen, und wenn ich ihrer einmal überdrüssig bin, werde ich zu Dir kommen.“ — O ihr Unwissenden, die ihr so zu eurem Herrn sprecht, ohne zu bedenken, dass ihr den letzten Tag eures Lebens nicht kennt! Doch wenn ihr ihn dann kommen seht, werdet ihr mit dem Tode, dem Unbesiegbaren, kämpfen. Aber euer Geist wird sich vom Fleische lösen und wird dann die Stimme seines Gewissens hören, die ihm sagt, dass er sich ohne gute Werke, mit leeren Händen in meiner Gegenwart befindet, und die ihm vor Augen führt, dass er die Gelegenheit, seinem Vater näherzukommen, versäumt hat.

    46. Ich wähle nun unter den Menschen jene aus, die Mir voll Glauben und Standhaftigkeit folgen sollen, damit sie nach dem Vorbild ihres Herrn das Gesetz über die ganze Welt verbreiten. Ihr wisst, dass Ich niemanden bevorzuge, aber dass ihr nicht alle soweit seid, um auserwählt zu werden.

    47. Von den ersten Zeiten der Menschheit an habe Ich Mich derer bedient, die sich zubereitet haben — derer, die meine Belehrung ergründet haben, um durch ihre Vermittlung den anderen meine Botschaften und mein Gesetz zu übergeben.

    48. Als Ich zu Abraham sprach, vernahm er mein Wort, und durch den Glauben sah er seinen Herrn. Jene Stimme sagte dem Patriarchen: „Ich sehe, dass du gerecht bist auf Erden, und Ich mache mit dir einen Bund. Es ist mein Wille, zahlreiche Geschlechter aus dir hervorgehen zu lassen, die ein Volk bilden werden, das Mich erkennen und lieben soll, und in ihm werden alle Nationen der Erde gesegnet werden.“

    49. Ich gab Abraham einen Sohn, den er Isaak nannte und den er innig liebte. Doch um seinen Glauben und Gehorsam auf die Probe zu stellen, forderte ich ihn auf, ihn zu opfern. Abraham erbebte in seinem Fleische und in seinem Geiste; doch da er erkannte, dass es ein göttlicher Befehl war, den er empfing, bat er in seinem Gebet nur um Kraft, um jenen höchsten Auftrag zu vollbringen, und machte sich bereit zur Opferung seines Sohnes.

    50. Dies genügte Mir, und als der Arm Abrahams sich erhob, um zuzustoßen, hielt Ich seine Hand zurück, gab ihm das Leben des geliebten Sohnes zurück und gab ihm meinen Friedenskuss. Nur einer meiner Auserwählten konnte jene Prüfung bestehen; darum wählte ich ihn aus, damit sein Beispiel für die Menschen seiner Zeit und späterer Zeiten niedergeschrieben bleibe.

    51. Hernach sandte euch Jehova sein Wort, Mensch geworden in Jesus, den ihr der Prüfung unterworfen und dessen Leben ihr von Mir verlangt habt, um glauben zu können. Und meine unendliche und für euch unbegreifliche Liebe überantwortete Ihn euch wie ein sanftmütiges Lamm, damit ihr durch die Annahme seines Blutes zum ewigen Leben auferstündet. Nun könnt ihr wohl meine Liebe zu euch, den Sündern, ermessen.

    52. Heute suche Ich euch aufs neue. Aber ich schreibe das Gesetz nicht in Stein, und inkarniere mein Wort auch nicht in einem Menschen. Mein Heiliger Geist kommt, um durch den Verstand des von Mir inspirierten Menschen zu sprechen, um euch vorzubereiten, damit ihr hernach direkt von Geist zu Geist mit meiner Göttlichkeit in Verbindung tretet.

    53. Es ist der Geist Elias‘, der die Tore zu diesem Zeitalter öffnete, in welchem Ich euch die neuen Unterweisungen offenbart habe, die auf der sechsten Seite des Buches der Sieben Siegel, des Buches des Lebens enthalten sind, dessen Licht selbst den letzten Winkel der Welt erleuchten wird.

    54. Ihr gehört geistig zum Geschlechte Abrahams, zu dem Volke, in dem über die Zeiten hin alle Prophetien und Verheißungen in Erfüllung gingen, die Ich euch durch die Patriarchen gab.

    55. Jetzt vertraue Ich euch ein neues Testament an, das wie eine Arche ist, damit sich die Menschheit in ihr rette.

    56. Arbeitet, sät, aber tut es innerhalb meines Gesetzes. Wenn Ich euch gesagt habe: Mein Wille ist der eure, und euer Wille ist der Meine, so kann Ich euch dies wiederholen, aber immer nur dann, wenn eure Absichten erlaubt sind. Bedenkt, dass von euch nichts Unlauteres hätte ausgehen dürfen, da ihr gerecht und rein aus dem Schoße Gottes hervorgegangen seid. Ich gab euch die Erde, erfüllt mit Segnungen, damit sie die Menschen als vorübergehende Heimstätte gebrauchen würden.

    57. Wenn Ich Mich zu allen Zeiten den Menschen kundgetan habe — warum haben sie dann das Bedürfnis, mit ihren eigenen Händen mein Bildnis herzustellen, um Mich in ihm anzubeten?

    58. Volk, deine Sühne in dieser Zeit hat darin bestanden, im Morast ein Kleinod von unschätzbarem Wert zu suchen. Inwiefern? : Weil ihr auf der Erde, die ihr bewohnt und die ihr in einen stinkenden Pfuhl verwandelt habt, in vergangenen Zeiten euer Erbe verloren habt. Ihr seid ohne dasselbe in meine Gegenwart gekommen, und Ich musste euch aussenden, es zu suchen, damit ihr es Mir bei der Rückkehr zu Mir vorweisen würdet. Dies Juwel ist die Gesamtheit der Tugenden. Tut das Gute, und je mehr ihr es ausübt, desto stärker werden die Lichtstrahlen sein, die es spendet.

    59. Gebt nicht Mir die Schuld, dass Ich in Zeiten des Schmerzes und der Trübsal gekommen bin, um euch zu lehren, denn Ich habe den Schmerz nicht geschaffen.

    60. Seid meine guten Arbeiter, dann werde Ich euch in die Provinzen senden, um diese Lehre zu verkünden. Lehrt dann nichts Unnützes, und vermischt auch nicht den wahren Glauben an das Geistige mit abergläubischen Vorstellungen. Wenn ihr solche Ideen meinem Werke beimengen würdet, wäre es viel besser für euch, zu verstummen.

    61. Sprecht von meiner Wahrheit, und Ich werde euch mit meiner Inspiration belohnen, wie Ich die geistige Erwecktheit dieses Volkes und meiner Stimmträger belohnt habe, indem Ich mein Wort immer reicher strömen ließ.

    62. Fühlt meine göttliche Gegenwart unter euch. Es ist mein Wille gewesen, mein Volk an diesem Tage zu überraschen.

    63. Heute frage Ich euch: Was habt ihr mit dem Werk gemacht, das Ich euch anvertraut habe? Was habt ihr mit meinen Unterweisungen gemacht, und wie habt ihr euren Brüdern meine Botschaft weitergegeben? — Du schweigst bei meinen Fragen, Volk, denn du weißt, dass eben diese Fragen euch bereits euer Gewissen gestellt hat.

    64. Ihr fühlt euch als kleine Kinder gegenüber dem Meister und weint schweigend. Ich vergebe euch und gewähre euch eine weitere Zeitspanne, damit ihr in ihr endlich zu wahren Jüngern werdet.

    65. Ihr wisst gut, dass es euch nicht an Unterweisung gefehlt hat, dass Ich euch auf eurem Wege viele Anreize gegeben habe, damit ihr auf dem Pfade weitergeht. Zwar zeige Ich Mich als Richter, aber zuvor lasse Ich euch meine Vaterliebe fühlen.

    66. Volk, wenn Ich den Nationen den Frieden geben würde um eurer Erneuerung und Besserung willen — würdet ihr diese Bedingung freudig annehmen und euch anstrengen, sie zu erfüllen? — Überlegt euch das, was Ich euch sage, Jünger!

    67. Ich komme voll Liebe und Sanftmut, damit ihr lernt, euch zu lieben, und damit ihr demütig werdet. Ich bin das Vorbild und das Buch. Hört Christus von neuem, denn Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

    68. Nicht nur Ich habe Mich kundgetan, auch Maria, eure liebevollste Mutter, und Elias, euer Geistiger Hirte, damit ihr begreift, dass dies der letzte Zeitabschnitt ist, in welchem Gott sich mittels des menschlichen Verstandes körperlich wahrnehmbar macht, um vom Menschen gesehen, gehört und empfunden zu werden.

    69. Wenn ihr, die ihr dies Wort gehört habt, es mit Liebe umfangt und es bekanntmacht, wie Ich es euch gelehrt habe — wahrlich, Ich sage euch, eure Saat wird bis in die siebte Generation fortwirken. Doch wenn ihr keinen Gehorsam zeigt und keine Barmherzigkeit habt, wird der Schmerz sich in euren Kindern und in ihren Nachkommen fühlbar machen.

    70. Viel werdet ihr im Schoße eurer Gemeinschaft zu arbeiten haben; aber damit eure Verdienste angerechnet werden, müsst ihr euch im Denken und im Wollen vereinen, müsst ihr euch wie Geschwister lieben und müsst bereit sein, euch eure Beleidigungen zu vergeben. Dann werdet ihr die Ketten gesprengt haben, die euch an den Materialismus, an die Eigenliebe und den Egoismus binden, und ihr werdet für die anderen zu leben und zu leiden beginnen.

    71. Elias ist bei euch, und sein Licht erleuchtet euch, damit ihr in eurem Herzen das Heiligtum vollendet, so wie er euch auch den Mut gab, eure Götzen von ihrem Sockel zu stoßen. Der Strahl Elias‘ ist immer gekommen, um die Abgötterei, den Aberglauben, die Unwissenheit auszurotten, und hat bewirkt, dass die Menschen die Macht des Gottes der Wahrheit anerkennen.

    72. Volk, suche in dieser Zeit der Drangsale deine Zuflucht unter dem Friedensmantel Marias und bete für alle Menschen, sowohl für jene, die sie als Göttliche Mutter anerkennen, als auch für die, die sie nicht anerkennen.

    73. Seht, wie der Krieg sich ausbreitet wie Öl auf dem Wasser. Das Unkraut wird mit der Wurzel ausgerissen werden, damit die Erde von neuem rein ist.

    74. Wachet und betet für den Frieden eurer Nation und bewahrt mein Wort in euren Herzen, denn noch seid ihr in der Zeit, in der ihr es hören könnt. Doch bald wird diese Zeit vorüber sein.

    75. Ich empfange das Gebet dieses Volkes, das seine Bitten auch zur Himmelskönigin emporsendet, die euch ihre Liebkosung zuteil werden lässt und in eurem Herzen eine geistige Blume niederlegt.

    76. Gesegnet seien, die meinen Spuren folgen. Ihr hört meine Stimme, die Ich euch aus der Vollkommenheit zusende, eine Stimme, die im ganzen Universum in vielerlei Formen vernommen wird.

    77. Niemand kann sich vor dem Blick des Schöpfers verbergen, da Er allgegenwärtig ist. Ich folge euch, wohin ihr auch geht, wie euer eigener Schatten. Kein Gedanke kann meiner Göttlichkeit entgehen, und es gibt kein Werk, das Mir verborgen oder unbekannt geblieben ist. Ich bin sowohl bei den gerechten Geistwesen, die hohe Heimstätten bewohnen, als auch bei jenen, deren geistige Verwirrung sie Welten der Finsternis schaffen und bewohnen ließ.

    78. Ich bin bei allen. Für die einen bin Ich der Erwartete, für die anderen bin Ich der (von ihnen) Verfolgte. Der Heilige Geist zieht nun den dunklen Schleier weg, der euch bedeckte, damit jedes Auge sich an diesem Lichte erquicken kann. Ich bin das Ewige Leben, das auf der Suche nach den „Toten“ ist, um sie aufzuerwecken.

    79. Erhebt euch geistig in eurem Gebet in der Art, dass ihr zu den Schwellen der Ewigkeit gelangen könnt, wo die Zeit nicht vergeht und wo alles Friede und Seligkeit ist; denn dort werdet ihr euch am wahren Leben sättigen.

    80. Bedenkt, dass für jeden unerbittlich der Augenblick kommen wird, in dem er für immer in jene Welt eingeht. Warum versteift ihr euch dann darauf, in dieser Welt hier zu leben? Wie klein ist euer Glaube und eure Hoffnung auf das Geistige Leben, wenn ihr euch so sehr an die Erde klammert, und wenn Ich sehe, dass ihr auf ihr jene Wiedersehen möchtet, die eure Angehörigen waren und die heute im Geistigen leben, in besseren Welten als dieser. Warum wollt ihr, dass sie von neuem zum Tränental kommen, um zu weinen und euer bitteres Brot zu essen, obwohl sie von dort aus, wo sie wohnen, bereits den Abglanz des Verheißenen Landes erblicken können?

    81. Ihr fühlt, dass sich die Gerechtigkeit des Vaters im ganzen Universum offenbart. Doch Ich sage euch, dass ihr meine Gerechtigkeit nicht mit Bestrafung im gewöhnlichen Sinne verwechseln dürft. Die heutige Zeit hat euch unvorbereitet überrascht, weil ihr die Zeiten und eure Gaben ungenutzt ließet, und aus diesem Grunde fühlt ihr euch gezüchtigt.

    82. Jünger, erwachet und erkennet die Zeit, in der ihr lebt. Ich sage euch: Ebenso, wie niemand meine Gerechtigkeit aufzuhalten vermag, ebenso wenig kann jemand die Tore zum Jenseits verschließen, die euch meine Barmherzigkeit aufgetan hat. Niemand wird verhindern können, dass von jenen Welten Botschaften des Lichtes, der Hoffnung und der Weisheit zu den Menschen gelangen.

    83. Ich bin der einzige Eigentümer jenes Reiches, und sein Schlüssel liegt in meiner Lehre. Begreift daher all die Gnade, die Ich euch, den demütigen Spiritualisten, zuteil werden ließ. Denn keine Glaubensgemeinschaft oder Konfession dieser Zeit hat die Kundgabe des Göttlichen Wortes oder die Gegenwart der geistigen Lichtwesen, die durch meinen Willen gesandt sind.

    84. Lasst die großen Konfessionen oder Sekten diese Unterweisungen verkennen, lasst sie diese Kundgabe ablehnen und euch verurteilen. Der Grund dafür ist, dass sie vergessen haben, oder nicht verstehen wollen, dass Christus den Schlüssel zu allen Geheimnissen des Geistes besitzt. Nun werdet ihr erleben, wie viele derer, die Mir nachzufolgen behaupten, in Wirklichkeit jene sein werden, die Mich verfolgen. Doch mein Wort wird in Erfüllung gehen müssen.

    85. Dies ist die Dritte Zeit, in der Christus „auf der Wolke“ zur Welt kommt, voller Majestät und umgeben von geistigen Lichtwesen, um die Menschen zu befreien und zu erlösen. Allen habe Ich Zeichen meiner Gegenwart gegeben, an jede Türe habe ich geklopft. Doch obwohl sie meine Schritte vernahmen, haben sie Mich geleugnet. Nur ihr seid es gewesen, die Demütigen, die in ihrem Geiste den Samen des Volkes Gottes tragen, die an Mich geglaubt haben; ihr habt Mich empfunden und in euren Herzen aufgenommen.

    86. Niemand hat diese Kundgebungen hemmen oder euren Weg aufhalten können, denn die Wahrheit ist Licht und ein unbesiegbares Schwert.

    87. Heute wisst ihr, dass mein Kommen in dieser Zeit nicht geschah, um euch mit den Schätzen der Welt zu überschütten. Dennoch habt ihr, als einen weiteren Beweis meiner Gegenwart unter euch, meine fürsorgende Liebe spürbar erlebt — sei es, dass ihr die verlorene Gesundheit zurückgewonnen habt, sei es, dass sich die Tore zur Arbeit öffneten oder dass ihr meine Manifestationen in so vielerlei Formen empfangen habt, wie Ich sie euch zuteil werden ließ.

    88. Euch allen werde Ich Beweise meiner Gegenwart geben, sowohl im Geistigen, als auch im Materiellen.

    89. Religionen und Konfessionen der Welt: Öffnet eure Tore und kommt in Strömen zu Mir! Männer der Macht: Macht euch auf und prüft mein Werk! Männer, Frauen, sucht Mich, habt Erbarmen mit euch! Wenn dies Volk nicht bereit sein sollte, euch zu empfangen, so werde Ich euch empfangen, werde Ich euch heilen und euch das Brot meines Wortes geben.

    90. Menschheit, bete, Ich erwarte dich, um dir das Geheimnis der Dritten Zeit zu offenbaren.

    91. Erwartet ihr Seligkeit auf der Welt? Ihr wisst gut, dass diese Erde, statt Milch und Honig zu spenden, nach dem Willen des Menschen Tränen und Tod beschert.

    92. Bereitet euch vor, denn eure Hände werden es sein, die euren Götzenkult zerstören sollen, wenn ihr einmal mit ganzer Liebe die geistige Verehrung Gottes ausübt.

    93. Wache, Volk, denn der Kampf rückt näher und der Widersacher naht. Es wird nicht der Pharao der Ersten Zeit sein oder der Cäsar der Zweiten. Was euch in die Knechtschaft zurückzuführen sucht — aus Furcht vor eurer Entfaltung und eurem Erkenntnislicht — wird die Finsternis aller Zeitalter sein, die euch einhüllt und bedroht. Dafür habe Ich euch das Schwert des Lichtes gegeben, damit ihr kämpft. In diesem Lichte wird Glaube, Weisheit und Nächstenliebe sein.

    94. Die Vergebung wird eine der Tugenden sein, die vor meiner Gerechtigkeit größtes Verdienst haben werden. Ich sage euch noch einmal: „Liebet einander.“

    95. Meine Liebe wird alle Menschen und alle Welten zu einer Einheit verschmelzen. Vor Mir werden die Unterschiede der Rassen, Sprachen und Stämme verschwinden, und selbst die Unterschiede, die in der geistigen Entwicklung bestehen.

    96. Zwischen Gott als Richter und dem Menschen gibt es eine vermittelnde Stufe, welches Maria ist, die liebevollste Mutter, in deren Liebe sich die Geister reinwaschen und läutern, um dann vor ihren Herrn zu treten.

    97. Auch wenn der Ungehorsam Adams, das Verbrechen Kains und die Verwirrung Babels noch auf der Menschheit lasten — Ich werde euch Gelegenheit geben, euch von jenen Flecken zu befreien.

    98. Ich biete euch diese Quelle kristallklaren und reinen Wassers an, damit ihr an ihr euren Durst löschen und euch von jedem Schmutze reinigen könnt. Aber wachet über der Quelle, denn es werden Menschen auftreten, die euch mit falschen spirituellen Lehren betören wollen und euch sagen werden, dass sie Gott und Maria lieben. Seid auf der Hut, denn damit wollen sie euch von der Hürde (des Herrn) trennen. Es werden jene erscheinen, die meine Lehre mit menschlichen Lehren vermischen. Lebt wachsam! Denn schon naht die Stunde, in der Ich euch zum Gericht rufe. Dann wird meine Gegenwart wie der Donner im Gewitter sein und mein Licht wie der Blitz, der im Osten entsteht und im Westen erlischt. Dann werde Ich die hundertvierundvierzigtausend von Mir Gekennzeichneten herbeirufen, damit sie vor meiner Gerechtigkeit ihre Ernte übergeben. Die einen werden in der Materie und die anderen im Geistigen sein.

    99. Jene, die mir 1866 folgten, werden bei diesem Gerichte gegenwärtig sein, damit sie sich für ihre erste Saat gleichfalls verantworten. Bevor der Friede kommt, wird das Gericht sein. Ihr werdet Starke gegen Starke sich erheben sehen; doch bei diesen Kämpfen wird ihre Kraft und ihr Hochmut ermatten. Dann wird die Erde im Blut von Sündern und auch von Unschuldigen gebadet worden sein. Doch wenn jene Heimsuchungen vorüber sind, wird der Friede zu den Nationen kommen, denn die Menschen werden als einzigen Starken und Gerechten Gott anerkennen.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 59

    1. Seid alle willkommen beim Meister! — Welche von euch sind die Jünger? Welche die Kinderschüler? Ihr wisst es nicht. Es gibt viele, die bereits Meister zu sein glauben, und dennoch sehe Ich, dass sie noch nicht einmal die erste Lektion verstanden haben. Andere dagegen fühlen sich unfähig, zu lehren, und verschließen ihre Lippen, obwohl sie mit ihren Worten und mit ihren Werken schon zu lehren beginnen könnten.

    2. Zu allen Zeiten habe Ich Mich begrenzt, um von den Menschen empfunden und verstanden zu werden. Wenn Ich in jener Zweiten Zeit bei meiner Offenbarung als Christus — als Gott gekommen wäre und nicht als Mensch, hätten Mir die Menschen zu Recht Vorhaltungen gemacht und gesagt: „Herr, wir können Dich nicht zum Vorbild nehmen, denn Du bist Gott, und wir sind Menschen.“

    3. Jetzt habe Ich euch neue Unterweisungen gebracht. Die Tür zu meiner verborgenen Schatzkammer hat sich für die Menschen ein weiteres Mal aufgetan, und Ich will, dass dies Grund zur Freude für mein Volk ist.

    4. Unter den Menschen gibt es manche, die Mir in ihrem Herzen sagen: „Wenn Du uns so sehr liebst — warum leiden wir dann so viel? Warum hast Du uns zur Erde gesandt, um zu leiden ?“ — Ich vergebe eure Lästerung, denn sie entspringt eurer Unwissenheit, und sage euch, dass es eure Verfehlungen und Stürze sind, die euch nach und nach der (guten) Gaben und Eigenschaften beraubt haben, und dass ihr aus diesem Grunde, obwohl reich an Geist, ohne irgendeine Tugend geblieben seid. Darum müsst ihr jetzt Verdienste erwerben, um auf eurem Entwicklungswege vorwärtszukommen. Das ist der Grund, weshalb Ich euch meine innerste Herzenskammer öffne, ohne Unterschiede zwischen den Menschen zu machen, damit sich jeder von dieser Gnade das aneigne, von dem er fühlt, dass es seinem Geist fehlt — sei es der Friede, das Licht oder die Stärke. Aber vergesst nicht, dass es der Schmelztiegel des Schmerzes ist, in dem die Geister stark werden und Verdienste erworben werden, um größere Erhebung zu erreichen. Ich spreche zu euch von der Bergeshöhe herab, und je nachdem, wie die innere Erhebung eines jeden beschaffen ist, werdet ihr empordringen und euch Mir nähern. Nachdem ihr Mich gehört habt, werdet ihr wieder ins irdische Tal hinabsteigen, wo ihr noch immer wohnt — doch nicht in die Abgründe, die der Mensch durch seine Sünden geschaffen hat.

    5. Das „Tal“, von dem Ich zu euch spreche, ist die Harmonie mit dem Geistigen, die ihr noch nicht erreicht habt.

    Jedem Geist wurde als Mittel, um sich in dieser materiellen Welt kundzutun, ein Körper anvertraut. In diesem Körper, welcher ein Meisterwerk meiner Weisheit ist, gibt es ein Gehirn, in welchem sich die Intelligenz offenbart, und ein Herz, von dem die Tugenden und edlen Gefühle ausgehen.

    6. Viele habe Ich im Abgrund des Verderbens gefunden, und zu ihnen bin Ich herabgekommen, um sie zu retten. Meine Liebe zu den Gefallenen bewirkte, dass sie auf meine liebevolle Stimme hörten, die ihnen sagte: „Wo seid ihr, meine Kinder?“

    7. „Siehe, hier ist mein Licht, folget Mir nach!“

    8. In der Ersten Zeit hatte sich euer Glaube getrübt, meine Kinder verstanden die Sprache ihres eigenen Gewissens nicht mehr, und es wurde notwendig, dass der Vater zu ihnen kam, um ihnen zu sagen: „Nehmt diesen Stein, in den mein Gesetz gehauen ist. Vergesst nicht, dass dieses euch den Weg zeigt, der zum Gipfel des Berges führt, wo Ich euch erwarte. Und sie schworen angesichts jenes Steines, in den mein Gesetz gemeißelt war, sich auf den Weg zu machen und bis ans Ziel ihrer Bestimmung zu wandern. — Doch die Zeiten vergingen, und auf der Wanderung stellten sich Bedrängnisse und Heimsuchungen ein, die immer größer wurden, je mehr die Zeit verging. Da erhoben sie ihr Angesicht und ihre Stimme zum Vater und sprachen: „Wir verstehen Dich nicht. Seit langer Zeit kämpfen wir und ziehen wir umher, ohne das Ende unserer Wanderschaft zu sehen, und wir haben auch nicht den Frieden erlangt, den Du unserem Herzen versprochen hast.“

    9. Die Menschen fielen in ihren Ungehorsam zurück, doch der Vater suchte sie von neuem und näherte sich ihnen noch mehr, um zu ihnen als Vater und als Freund zu sprechen. Doch jene erkannten Ihn nicht und sprachen zu Ihm: „Du kannst nicht unser Gott sein, denn Er ist immer in der Höhe gewesen.“

    10. Der Grund war, dass Er zu ihnen als vollkommene Wahrheit kam, während die Menschen eine Wahrheit nach ihrem Geschmack suchten, und so führten sie voll Entrüstung den göttlichen Menschen zur Hinrichtung. Jener Mensch, der ganz Macht und Weisheit war, gab den Menschen nicht das, was sie in ihrer Verständnislosigkeit verlangten. Er war rein, und nur reine und vollkommene Werke konnten von Ihm ausgehen. Doch selbst vom Tode stand Er zum Leben auf und machte so offenbar, dass der Urheber alles Geschaffenen nicht sterben konnte. Und als der Herr von neuem in sein Reich ging, auf den Berg der Vollkommenheit, da bekannten die Menschen, dass Jener, der bei ihnen gewesen war, Gott selbst war, denn seine Werke und Wundertaten waren jenseits der Fähigkeiten des Menschen. Sie erinnerten sich, dass Er gesagt hatte, dass Er der Weg sei, und da sie sich danach sehnten, auf die Höhe des Berges zu gelangen, wo der Herr wohnte, kamen sie aus dem Abgrund (des Verderbens) heraus auf die Lebensebene, auf der sie das Licht sahen, das ihnen half, die Wanderung fortzusetzen. Aber der Weg war voller Dornen.

    Da erinnerten sie sich daran, dass ihr Vater vor allem Liebe ist, und dass Er sie hatte wissen lassen, dass Er zu ihnen zurückkommen würde, wenn ihr Schmerz sehr groß wäre, und so begannen sie ihren Herrn aus tiefstem Herzen zu fragen: „Vater, warum kommst Du nicht? Du bist Liebe und Vergebung — warum hast Du uns gestraft?“ Und sie ahnten die Zeit voraus, in der ihr Herr zum dritten Mal vom Berge herabkommen würde.

    Als Er zu ihnen kam, fragte Er sie: „Was begehrt ihr von Mir?“ Und sie antworteten Ihm: „Vater, erlöse uns!“ Da fragte der Herr sie: „Wollt ihr aus dem Abgrund herauskommen? Durchquert die irdischen Niederungen und ersteigt den Berg, nur von meiner Stimme beseelt, was das einzige ist, worauf ihr in dieser Zeit hören sollt.“

    Einige zweifelten, weil sie ihren Vater nicht in menschlicher Anwesenheit sahen. Aber andere glaubten dennoch, dass die Stimme, die sie hörten, von ihrem Herrn kam. Diese erhoben sich voll Glauben, um ihre Reise fortzusetzen, geleitet von jener göttlichen Inspiration, die das Licht auf ihrem Wege war.

    11. Jünger, ihr seid jene. Doch wahrlich, Ich sage euch, Ich habe niemanden ausgesandt, um in den Abgründen zu leben. Ich habe euch ausgesandt, um im irdischen Gnadental zu leben, damit ihr von dort aus bis zur Wohnstätte eures Vaters emporsteigt. Die Menschen sind es, die vor ihren Füßen Abgründe aufgerissen haben, in die sie hinabstürzen. Jetzt frage Ich euch: Glaubt ihr, dass ihr mit diesem Worte, das Ich euch durch Vermittlung des menschlichen Verstandes übergeben habe, ins Himmelreich gelangen könnt? Seid ihr überzeugt, das Heil zu finden, wenn ihr das glaubt und ausübt, was ihr hört?

    12. Selig, wer an dies Wort und an diese Kundgebung glaubt, denn er wird zum Gipfel des Berges gelangen. Doch dem, der nicht glaubt, sage Ich, dass dies das dritte Mal sein wird, dass er Mich verleugnet oder Mich nicht erkennt. Denn wer einmal an Mich glaubt, muss Mich immer erkennen, weil der „Geschmack“ und der Wesensgehalt meines Wortes sich niemals ändert.

    13. Diejenigen, die zweifeln, werde Ich an der Stelle lassen, an der sie sich heute befinden, damit sie durch sich selbst erwachen. Wenn Ich nicht zuließe, dass die Menschen die Folgen ihrer Handlungen kennenlernen — könnten sie dann wissen, wann sie gut oder böse gehandelt haben? Das Gewissen spricht zu ihnen bezüglich aller ihrer Werke, damit sie über ihre schlechten Taten Reue empfinden können und mit ihren Werken der Liebe mein Gesetz erfüllen, das ihnen sagt: „Liebet einander!“

    14. Christus sagte einstens zu den Menschen, die Ihn verkannten: „Ihr werdet warten müssen, bis Ich wiederkomme!“ Darum rufe Ich euch heute, da Ich erneut bei euch bin, herbei, um euch zu sagen, dass ihr euch von dem Abgrund entfernen und meiner Spur folgen sollt.

    15. Was wird der Vater mit denen machen, die zu allen Zeiten an seiner Gegenwart gezweifelt haben? Er wird sie großen Prüfungen unterwerfen und die empfindlichsten Saiten ihres Herzens anrühren, damit in ihnen der Glaube, die Liebe und das Verlangen, Ihm zu dienen, erwacht. Wahrlich, Ich sage euch, in jeder Finsternis wird Licht werden, und Friede wird sein, wo lange Zeit nur Schmerzensseufzer waren.

    16. In jedem Herzen entdecke Ich eine andersartige Vorstellung von meiner Göttlichkeit. Ich kann euch sagen, dass Ich in der Glaubensüberzeugung eines jeden von euch einen anderen Gott vorfinde. Dies liegt an dem unterschiedlichen Entwicklungsgrad, in dem sich jeder befindet.

    17. Ein weiteres Mal zeige Ich euch „den Berg“. Da er für euren Körper unsichtbar ist, zeige Ich ihn den Augen eures Glaubens. Auf dem Berge Sinai gab Ich euch in der Ersten Zeit das Licht, und auf dem Berge Tabor verklärte Ich Mich in der Zweiten Zeit, um euch Zeichen meiner Göttlichkeit zu geben.

    18. Ich will euch als diejenigen sehen, die an mein drittes Kommen glauben. Ich habe euch gesagt, dass der, der Mir nachfolgen will, sein Kreuz annehmen und Mir bis auf die Höhe des Berges folgen soll. Doch ihr wisst bereits, dass der Weg Jesu der der Demut, des Opfers ist, und bis nach Golgatha mit Blut gekennzeichnet war. Ihr wisst, dass Mich Verleumdung, Rachsucht, Hohn, Unglaube und Neid verfolgten. Doch Ich sage euch noch einmal: Wer Mir nachfolgen will, nehme sein Kreuz auf sich und folge meiner Spur.

    19. Warum fürchtet ihr euch? Ich verlange von euch nichts Unmögliches, sondern nur, dass ihr aufrichtig betet, dass ihr tätige Nächstenliebe übt, und dass ihr auf Entbehrliches verzichtet. Ist daran etwas unmöglich? — Wenn unter den Menschen von Anbeginn Vergeistigung geherrscht hätte, hätte Ich in dieser Welt nicht körperliche Gestalt angenommen, und die Menschen hätten mit Hilfe ihrer Inspiration, ihres Gewissens und ihrer Gabe der Offenbarung das dem Geiste verheißene Reich errungen.

    20. Nach 1950 wird mein Geist sich bei den Menschen nicht mehr in sinnfälliger Weise manifestieren. Von der Bergeshöhe aus, wo Ich wohne, werde Ich euch Schritt für Schritt aufwärtssteigen sehen, bis ihr bei Mir anlangt.

    21. Ihr seid Wanderer, die auf der Suche nach ihrer Erlösung, in der Hoffnung, die Wahrheit zu finden, herbeigekommen sind. Ihr trugt ein schweres Kreuz auf euren Schultern und suchtet einen Helfer, der euch beistünde, dies Kreuz zu tragen. Doch wenn ihr hiergeblieben seid, so deshalb, weil ihr gefunden habt, was ihr suchtet.

    22. Wer — der dies Wort wirklich mit geistigem Genuss aufgenommen hat — könnte seinen Meister verlassen? Wer könnte aus Unwissenheit vom Wege abkommen? Wer könnte Mir sagen, dass er nichts von Mir gelernt hat?

    23. Wer diese göttliche Unterweisung nicht mit wahrer Liebe und wahrem Interesse entgegengenommen hat, um sie zu studieren, den kann Ich nicht meinen Jünger nennen, sondern nur mein Kind.

    24. Niemandem habe Ich gesondert zu essen gegeben oder habe ihn draußen gelassen. Alle habe Ich an meinen Tisch gesetzt, und an ihm habe Ich das Brot und den Wein gleichmäßig verteilt.

    25. Ich will, dass ihr alle Arbeiter auf meinen Feldern werdet, aber Arbeiter, die zugerüstet sind und sich ganz ihrer Aufgabe widmen; die meinen Samen anzubauen verstehen und nicht den nagenden Wurm in ihre Felder eindringen lassen, der auf die Frucht aus ist, um sie zu verschlingen.

    26. Jünger, studiert diese Lektion, damit ihr euer Gewissen fragen könnt, ob ihr auf dem Wege standhaft seid, ob ihr die Unterweisung versteht, ob ihr euch schon Arbeiter in meinem Weinberg nennen könnt.

    27. Meine Barmherzigkeit hat sich an euch offenbart. Niemanden habe Ich nach seinen Taten gefragt, bevor er als Arbeiter auf meinem Wege begonnen hat, und wahrlich, Ich sage euch, unter der Zahl derer, die Mir nachfolgen, ist auch jener, der seine Hand mit dem Blute seines Bruders befleckt hat. Niemand auf Erden hätte jenen Übeltäter in einen Wohltäter der Nächstenliebe verwandeln können außer Mir. Meine Vergebung und mein Wort der Liebe waren es, die ihn erlösten und die edlen Empfindungen weckten, die in seinem Herzen schlummerten.

    28. Wenn Ich einige, die in Gefängnissen waren, gerufen habe, um sie an meinen Tisch zu setzen und mit ihnen eine neue Jüngerschaft zu bilden, so soll niemand dieses Vorgehen verurteilen. Denn Ich kam wahrlich nicht, um die Gesunden zu heilen oder die Gerechten zu retten. Ich kam, um die zu suchen, die Mich brauchten — darin zeigt sich meine Barmherzigkeit. Ich kam, um die Schlacke in ein nützliches Element zu verwandeln — darin zeigt sich meine Macht.

    29. Nur rein könnt ihr zu Mir gelangen, und nur, wenn ihr euer Herz reinigt, könnt ihr Mich empfangen. Oder verdiene Ich diese Opfergabe eurerseits nicht? Ich sehe, dass — wenn ihr im Begriff seid, in eurem Heim eine Person zu empfangen, die ihr für wichtig haltet — ihr alles reinigt und aufräumt, um euch ihrer würdig zu machen.

    30. Haltet ihr es nicht für richtig, dass ihr euch an jedem Tage, wenn das Licht der Morgenröte anbricht, die Zeit nehmt, euch innerlich zu bereiten und zu reinigen, um Mich in eurem Herzen zu tragen?

    31. Ich spreche in einfacher Weise zu euch, weil ihr von schlichtem Gemüte seid. Wenn ihr auf der Erde reich wäret, würdet ihr nicht auf Mich hören. Ich suche keine festlichen Gewänder oder Paläste unter den Menschen. Fragt die Seher nach dem geistigen Glanz, der euren Meister umgibt, und ihr werdet begreifen, dass nichts auf der Welt ihm gleichkommen kann.

    32. Hört auf die Stimme dieser Propheten, die jene sein werden, die euch oftmals durch ihre Offenbarungen führen. Schenkt ihren Worten Glauben, in der Erkenntnis, dass Ich Mich in dieser Zeit des Geringsten bediene — jenes, den ihr für zu unvollkommen haltet, um die Gnade des Meisters zu empfangen.

    33. Ich finde euer Herz von Frieden erfüllt, weil Ich bei euch bin.

    34. Ich komme, um mit euch zu sprechen und euch meine Unterweisung zu geben. In dieser Zeit wurde Ich nicht Mensch auf Erden und habe nicht den Schatten einer Palme aufgesucht, um von da aus zu den Menschen zu sprechen, und mein Fuß hat den Staub der Erde nicht berührt.

    35. Ich lehre euch die vollkommene Liebe zu eurem Schöpfer. Bin Ich etwa nicht wert, dass ihr Mich so liebt?

    36. Die Spur, die Ich euch in der Zweiten Zeit hinterließ, diente dazu, die zu Brüdern zu machen, die als Feinde lebten, und die, welche bereits als Brüder zu leben verstanden, geistig zu erheben. Heute, da ihr Mich nicht mit körperlichen Augen seht, ist es mein Wille, dass ihr Mich mit dem Blick des Glaubens seht. Doch unter euch gibt es viele, die nur an das glauben, was ihre Hände berühren, und die an allem zweifeln, was jenseits des Sehvermögens und des Verstandes ist. Sie sind es, die Mir sagen: „Vater, warum tust Du nicht Wunder wie in den vergangenen Zeiten, damit wir an Dich glauben?“ — Wahrlich, Ich sage euch, jene Zeit ist vorüber, und wenn ihr behauptet, an Mich zu glauben und Mich zu erkennen — weshalb wollt ihr dann Wunder? Glaubt aufgrund des Glaubens!

    37. Vereinigt mein Wort jener Zeit mit dem von heute. Vergleicht seinen Sinngehalt und ihr werdet finden, dass er der gleiche ist. Erinnert euch, dass Ich euch sagte: „Der Baum wird an seiner Frucht erkannt werden.“ Lasst mein Wort euer Herz durchdringen, bis es zum Geiste gelangt, der euch sagen wird, von Wem dieses Wort stammt.

    38. Solange ihr nicht den Geist den Geschmack dieser Frucht prüfen lasst, wie könnt ihr es da wagen, zu verneinen, dass der Vater es ist, der zu euch spricht?

    39. Warum können manche, obwohl sie mein Werk nicht verstehen, sich nicht von Mir trennen? Weil ihr Geist es ist, der sich von meiner Gegenwart überzeugt hat. Warum versäumen andere, die noch immer zweifeln, es nicht ein einziges Mal, Mir zuzuhören? — Weil sie den Zweifel zwar im Herzen tragen, aber der Geist sie zurückhält, weil er die Wahrheit erkennt. Wenn jene Herzen beharrlich bleiben, werden ihre dunklen Zweifel verschwinden.

    40. Ihr, die ihr euch von meinem Worte gesättigt fühlt — geht nicht weg in die Wüste (der Welt), und speichert die Nahrung, die Ich euch gegeben habe, nicht nur für euch auf. Ich rief euch, um euren Hunger zu stillen, und damit ihr hernach das gleiche an euren Brüdern, den Hungernden, tut.

    41. Jetzt, da euer Geist durch dies Wort Licht empfängt — lasst ihn gewähren, er will Mich kennenlernen, er will wissen, wer Der ist, der ihn erleuchtet, er will den Weg kennen, der ihn ans Ziel seiner Bestimmung führt.

    42. Wohl denen, die die Ketten der Sklaverei zerbrechen, die sie an die Welt binden, um bei Mir zu sein. Wohl denen, die die Schwächen für unnötige Dinge und die menschlichen Leidenschaften besiegen, um im Verstand und im Herzen Reinheit zu bewahren; denn mein Wort wird als Same in fruchtbares Land fallen.

    43. Glaubt nicht — weil ihr Mich in dieser Zeit gehört habt — dass ihr die Vollkommenheit erreicht habt. Ihr müsst euch auf dem Wege sehr anstrengen und meine Lehren zur Tat werden lassen, um durch eure Werke der Liebe jene Vollkommenheit zu erreichen.

    44. Hier auf Erden wird euer Geist nicht seine größte Erhöhung erreichen, weshalb Ich euch sage: Haltet dieses Leben nicht für das einzige, und schaut auch nicht auf euren Körper, als ob er ewig wäre. Wahrlich, Ich sage euch, diese Körpermaterie, die ihr so sehr liebt, ist nur euer Kreuz.

    45. Erfasst mein Wort, erkennt, dass in seiner Schlichtheit mein Wesen liegt, welches Leben, Heilung und Frieden ist. Die Menschen können wohl mit beredten Worten zu euch sprechen. Aber euch die Lebensessenz zu geben, die mein schlichtes Wort enthält — dies werden sie niemals zu tun vermögen.

    46. Heute höre Ich die Menschen von Gesetz, Gerechtigkeit, Frieden, Gleichheit und Brüderlichkeit reden. Doch wahrlich, Ich sage euch, wo keine Liebe ist, wird es weder Wahrheit, noch Gerechtigkeit, und noch viel weniger Frieden geben können.

    47. Wenn Ich zu euch von Liebe spreche, meine Ich das göttliche Band, das alle Wesen vereint. Ich meine nicht die Liebe, wie die Menschen sie verstehen. Wo es Selbstsucht und niedere Leidenschaften gibt, gibt es keine wahre Liebe. Ich liebe sowohl den, der Mich leugnet und verletzt, als auch den, der Mich erkennt und Mich mit seinen Werken ehrt.

    48. Wenn die einen glücklich sind, weil sie sich von Mir geliebt wissen, und ihnen die anderen gleichgültig sind, so bedeckt mein väterlicher Mantel weiterhin alle, weil die Liebe unwandelbar ist.

    49. Niemand kann verhindern, dass Ich euch liebe, so wenig, wie er verhindern kann, dass die Sonne euch ihr Licht sendet. Aber vergesst nicht, dass Ich auch Richter bin und dass niemand mein Gericht verhindern oder vermeiden kann, so wie kein menschliches Wesen von sich aus die Naturgewalten aufhalten kann, wenn sie entfesselt sind.

    50. Wandelt in meinem Gesetze, und ihr werdet begreifen, dass meine Gerechtigkeit unerbittlich ist. Erfüllt meine Weisungen, und ihr werdet selbst in den Stürmen des Lebens Frieden fühlen.

    51. Die Menschheit ist gespalten, weil sie nicht durch ein einziges Gesetz regiert wird. Jede Nation hat ihre eigenen Gesetze. Jedes Volk richtet sich nach einer anderen Lehre, und wenn ihr die Heime betretet, (seht ihr, dass) auch alle Eltern ihre Kinder in unterschiedlicher Weise erziehen.

    52. Ich offenbarte dem Menschen die Gabe der Wissenschaft, welche Licht ist. Doch der Mensch hat mit ihr Finsternis erzeugt und Schmerz und Zerstörung verursacht.

    53. Die Menschen meinen, sich auf dem Gipfel des menschlichen Fortschritts zu befinden. Dazu frage Ich sie: Habt ihr Frieden auf der Erde? Herrscht Brüderlichkeit unter den Menschen, Moral und Tugend in den Heimen? Achtet ihr das Leben eurer Mitmenschen? Nehmt ihr Rücksicht auf den Schwachen? — Wahrlich, Ich sage euch, wenn diese Tugenden in euch vorhanden wären, würdet ihr die höchsten Werte des menschlichen Lebens besitzen.

    54. Unter den Menschen herrscht Verwirrung, weil ihr die, die euch ins Verderben geführt haben, auf den Sockel gehoben habt. Fragt daher nicht, warum Ich zu den Menschen gekommen bin, und enthaltet euch des Urteils darüber, dass Ich Mich durch Sünder und Unwissende kundtue; denn nicht alles, was ihr für unvollkommen haltet, ist es.

    55. Der Mensch ist das Vollkommenste, das auf der Welt existiert. In ihm besteht Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. Er hat in sich die Dreieinigkeit, die ihr in eurem Gott findet: Gewissen, Geist und Körper, drei Potenzen, die vereinigt ein vollkommenes Wesen bilden.

    56. Der Körper könnte ohne Geist existieren, beseelt allein mittels des körperlichen Lebens; aber er wäre dann kein menschliches Wesen. Es würde Seele besitzen und ohne Geist sein, aber es könnte sich nicht selbst führen, noch wäre es das höchste Wesen, welches das Gesetz durch das Gewissen kennt, das Gute vom Bösen unterscheidet und jede göttliche Offenbarung empfängt.

    57. Dies ist das Licht der Dritten Zeit. Doch stellt den auf die Probe, der sagt, dass es nicht Gott ist, der zu euch spricht, sondern dieser Mensch hier. Wahrlich, Ich sage euch, solange mein göttlicher Strahl seinen Verstand nicht erleuchtet, werdet ihr ihm keine Worte von geistigem Wert und von Wahrheit entlocken können, selbst wenn ihr ihn mit dem Tode bedrohen würdet.

    58. Es ist nichts Befremdliches, dass ebenso, wie der Geist sich seines Körpers bedient, um zu sprechen und sich kundzutun, er sich für eine kurze Zeitspanne von demselben loslöst, um zu ermöglichen, dass sich an seiner Stelle der Vater aller Geister kundgibt: Gott.

    59. Ich komme zu euch, da ihr nicht zu Mir zu kommen versteht, und Ich lehre, dass das wohlgefälligste Gebet, das zum Vater gelangt, jenes ist, das in der Stille aus eurem Geiste emporsteigt. Dies Gebet ist es, das meinen Strahl anzieht, durch welchen ihr Mich vernehmt. Es sind nicht die Gesänge und Worte, die meine Göttlichkeit erfreuen.

    60. Mehr als die Tugendhaften suche Ich unter euch die Bedürftigen, die Unwissenden, die Sünder, um euch meine Barmherzigkeit zu offenbaren und euch in meine Jünger zu verwandeln.

    61. In dieser Zeit muss Ich euren Geist und euren Körper von allen Flecken befreien, damit ihr wahre Erhebung erlangt.

    62. Ich höre sowohl den, der sich in reiner Form zu erheben versteht, um Mich anzurufen, als auch den, der Mich in seiner Unwissenheit durch den unvollkommensten Kult sucht. Sie alle bedecke Ich mit meinem Mantel der Liebe.

    63. Ihr, die ihr Mich in dieser Zeit hört, sollt nicht glauben, dass ihr euch auf dem Gipfel der Vergeistigung befindet, denn noch fehlt euch viel, um zu jenem Entwicklungsgrade zu gelangen. Glaubt auch nicht, dass ihr kleine Kinder oder Anfänger in meinem Gesetze seid; denn wenn ihr auch die ersten Schritte in dieser Dritten Zeit tut, so wart ihr bereits in vergangenen Zeiten ebenfalls Jünger des Herrn.

    Als euer Geist Mich in dieser Zeit vernahm, erbebte er, und danach, als er mein Wort studierte, begriff er allmählich die Verehrung, die der Vater von seinen Kindern erwartet.

    64. Wenn ihr, obwohl ihr Mir nachfolgt, auf diesem Wege nicht frei von Prüfungen seid, so einfach deshalb, weil ihr noch nicht zur Wohnung des Vaters gelangt seid, wo Er euch erwartet, um euch den wahren Frieden und das vollkommene Glück empfinden zu lassen.

    65. Jetzt sage Ich euch: Werdet nicht müde, weicht nicht vor den Dornen und Hindernissen zurück. Betet, und ihr werdet Mich nahe fühlen und werdet feststellen, dass Ich der gute Gefährte auf eurer Reise bin.

    66. Verzweifelt nicht und seid auch nicht wie die Materialisten, die nur das sehen, was ihnen das materielle Leben darbietet.

    67. Jeder, der in die Irre gegangen ist, muss die Wege zurückgehen und zum Ausgangspunkt zurückkehren, um den Frieden des Geistes zu finden.

    68. Es ist notwendig, dass ihr begreift, wofür Ich euch in der Dritten Zeit berufen habe, dass ihr eure Verantwortung und eure Aufgabe kennt. Denn ihr werdet nicht nur für euch verantwortlich sein, sondern auch für die Zahl der euch Anbefohlenen.

    69. Warum fürchtet ihr euch? Bedeutet das „Liebet einander“ etwa ein Opfer? Seht ihr nicht, wie eure Brüder in den (anderen) Nationen weinen?

    70. Der Krieg hat über viele Völker der Erde seinen Mantel gebreitet, und dies wird bewirken, dass auch Hunger, Seuche und Tod entfesselt werden.

    71. Lasset ihr die Türe nicht für den Krieg offenstehen; denn er wird dann wie ein Dieb eindringen und euch überraschen. Wachet und betet!

    72. Das Unkraut wird mit der Wurzel aus den Herzen der Menschen ausgerissen werden, doch der gute Same wird erhalten bleiben, um mit ihm eine neue Menschheit zu bilden.

    73. Viele Männer und Frauen beginnen sich wegen des so großen Schmerzes und der großen Zerstörung nach meinem Gesetz, nach meinem Wort und meinem Frieden zu sehnen. Doch sie wissen nicht, wohin sie ihre Schritte lenken sollen, um Mich zu finden. Würde es euch nicht Freude machen, in jenen Augenblicken zu ihnen zu kommen und ihnen sagen zu können: „Dies ist der Weg, dort ist der Göttliche Meister.“

    74. Erkennt, wie ihr jede Seite der Unterweisung, die Ich euch gebe, begrabt, ohne den Zweck zu begreifen, den sie hat.

    75. Ich bin das Buch, das Wort und das Licht. Könnt ihr Mich etwa verleugnen, indem ihr die Wahrheit verbergt?

    76. Ich segne euch, weil ihr euer Herz als ein Heiligtum zubereitet habt. Die Felder, die eure Herzen sind, haben ihr Innerstes geöffnet, um den Tau meiner Gnade zu empfangen, welcher den Samen meines Wortes zum Keimen bringen wird.

    77. An meinem Tische ist niemand besser als ein anderer bedient worden, niemand ist bevorzugt oder erniedrigt worden. Die Menschen sind es, die Mich in unterschiedlicher Weise lieben: die einen mit Inbrunst, mit Beharrlichkeit und mit Glauben, die anderen mit Kälte, mit Ablehnung und mit Unbeständigkeit. Wenn alle Menschen, die den Frieden suchen, ihn in Mir finden, werden sie begreifen, dass das Wort Christi und seine Verheißungen ewiges Leben haben und dass jeder, der Mich in dieser Zeit findet, sich nie mehr von Mir trennen wird, weil der in dieser Zeit inkarnierte Geist eine hohe Entwicklung erreicht hat, welche Erfahrung und Licht ist.

    78. Ich lasse euch als Fackeln unter der Menschheit zurück. Durch eure Werke soll sich in vielen Herzen der Glaube entzünden. Achtet auf eure Handlungen, Worte und selbst auf eure Gedanken!

    79. Niemals soll eure linke Hand wissen, was die rechte tut, dann wird die Saat eurer Liebe überreich und fruchtbringend sein.

    80. Was habt ihr mit der Unterweisung des Meisters angefangen? Noch immer sehe Ich nicht eure Erneuerung. Doch wartet nicht, bis meine Gerechtigkeit eure Welt heimsucht, um euch zu veranlassen, für den Frieden zu arbeiten.

    81. Weil ihr im voraus fühlt, dass euch vergeben wird, dürft ihr mit dieser Vergebung keinen Missbrauch treiben.

    82. Die zwei vergangenen Zeitabschnitte (die Erste und Zweite Zeit) verstrichen, ohne dass euer Geist seine Bestimmung in Treue erfüllte. Heute hat sich eine neue Gelegenheit vor ihm aufgetan, damit er durch seine Verdienste die Erde mit Frieden überflutet und das Elend und der Schmerz aus ihr entweicht. Es ist die Gelegenheit, bei der ihr euer Vorbild dem Herzen eurer Brüder einprägen könnt, damit sie sich vom Laster, vom Schlechten trennen und durch die Erneuerung die Gesundheit des Geistes und des Körpers zurückgewinnen.

    83. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr in dieser Zeit an die Erfüllung eurer Aufgabe herangeht, ohne zu wachen und zu beten, werdet ihr erleben, wie die Erdoberfläche mit Leichen bedeckt wird.

    84. Begreife, Volk, dass du niemals zur Erde entsandt wurdest, damit du gleichgültig bist gegenüber dem, was in der Menschheit geschieht.

    85. Wachet und betet, erwartet nicht, dass dieses Jahr Annehmlichkeiten für euch bringt. Es sind Zeiten des Kampfes, der Besserung und Besinnung.

    86. Entäußert euch nicht meiner Gaben, denn ihr würdet dann wie Parias auf der Erde sein.

    87. Betet für den Frieden der Nationen. Ich habe durch das Gewissen zu den Menschen gesprochen — zu denen, die diese Völker regieren, und habe gesehen, dass ihr Herz widerspenstig ist, dass sie aus ihm nicht ihren Hass und ihren Ehrgeiz vertreiben.

    88. Wacht über euren Glauben, über euren Eifer, meine Wahrheit zu bezeugen, und kümmert euch nicht um die Prüfungen, die euch eure Brüder verursachen, weil ihr Mich liebt. Denn mein Werk, meine Lehre und mein Gesetz sind unzerstörbar, sind unbefleckt. Ich sage euch dies, denn ihr werdet verfolgt werden, weil ihr meine Jünger seid. Das Übelwollen und die Falschheit werden euch nachstellen. Aber deshalb sollt ihr euch nicht in den Katakomben verbergen, um zu beten und Mir zu dienen suchen. Diese Zeiten sind vorbei.

    89. Ich habe euren Geist befreit, und niemand wird ihn in seiner Entwicklung aufhalten können.

    90. Meine ausführliche Unterrichtung in dieser Dritten Zeit wird euch alle auf eine höhere Entwicklungsstufe erheben, von wo aus ihr euren Alleinigen Gott schauen werdet. Dann wird Friede in eurem Geist sein, und dieser Friede wird der Wonne ähnlich sein, die euch zuteil wird, wenn ihr einst nach der Eroberung des Verheißenen Landes und nachdem ihr euch von den ewigen Speisen genährt habt, die Seligkeit erlebt, zu lieben und von eurem Himmlischen Vater geliebt zu werden.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 58

    1. Dieser mein Sohn, durch dessen Verstandesorgan Ich euch diese Botschaft übergebe, beansprucht nicht, für Jesus gehalten zu werden. Er ist einer der vielen Stimmträger, die Ich in dieser Zeit zubereitet habe, um mein göttliches Wort zu euch gelangen zu lassen.

    2. Macht euch bereit, damit diese Stimme euer Herz erreicht, und ihr euch zum wahren Leben erhebt.

    3. Wahrlich, Ich sage euch, mein Wort ist das Brot des Geistes. Wer daher von ihm isst, wird nie mehr Hunger haben.

    4. Seid vor Mir wie Kinder, dann werde Ich euch wie in der Zweiten Zeit sagen: „Lasset die Kinder zu Mir kommen, denn ihrer ist das Himmelreich.“

    5. Mein Reich ist für die, die reinen Herzens sind. Darum sollt ihr jetzt, da ihr es wisst, niemanden von meiner Gegenwart fernhalten: weder den Erwachsenen, der als Sünder vor den Meister kommt — denn er kommt, um sich an meinem Worte zu läutern —, noch das Kind. Denn wenn ihr auch meint, dass sein Verständnis für die Unterweisungen meines Werkes gering ist, besitzt es einen Geist, der oftmals entwickelter ist als der eure.

    6. In dieser Zeit, in der Ich Mich durch das menschliche Verstandesorgan kundgebe, erkläre Ich euch meine früheren Unterweisungen. Mein Geist ruht in dieser Zeit auf allem Fleisch und auf jedem Geist, damit von allen meine göttliche Gegenwart empfunden wird, und ihr den Weg schaut, der in die Ewigkeit führt.

    7. Wenn die Menschheit meinen Lehren vergangener Zeiten verkehrte Auslegungen gegeben hat, so könnt ihr auch heute in diesen Fehler verfallen. Das ist der Grund, weshalb Ich, obschon Ich im Geiste komme, für kurze Zeit meine Unterweisungen körperlich hörbar mache, um sie euch begreiflich zu machen, da ihr euch nicht wachend und betend vorzubereiten verstandet.

    8. Erkennet, dass der Zweck meiner geistigen Lehre die Vervollkommnung eures Geistes ist, damit er sich den Frieden und das Glück erwirbt, die jeder Geist durch die Erkenntnis meiner Wahrheit in sich aufnimmt.

    9. Bevor Ich euch euer Kreuz gab, habe Ich euch gestärkt und eure Tränen getrocknet. Wohl dem, der sich an meiner Brust ausgeweint hat, denn er wird fühlen, dass sein Schmerz schwindet. Wohl dem, der — nachdem er meinem Gesetze gehorsam gewesen ist — in seinem Geiste Wonne empfindet; denn dies wird die Frucht seiner Verdienste sein.

    10. Wenn ihr Mir nachfolgen wollt, so kommt immer reinen Herzens zu Mir. Ihr braucht keine Juwelen, noch kostbare Kleider. Ich will nur Reinheit in eurem Geist und in eurem Körper, damit ihr Mich in euch tragt.

    11. Mein Wort ist klar, und trotzdem wollt ihr es manchmal nicht begreifen. In der Zweiten Zeit sprach Ich viel in Gleichnissen und Sinnbildern, weil die Menschen jener Epoche Mich nur auf diese Weise begriffen. Aber dennoch gebrauchten sie bei einigen Gelegenheiten den Vorwand, Mich nicht zu verstehen, und zwar, weil die Menschen das Göttliche mit ihren Händen betasten möchten, und sie vor den materiellen Entsagungen und der Vergeistigung zurückschrecken, welches die Mittel sind, durch die sie das Licht der Göttlichkeit erblicken können.

    12. Habt Vergeistigung, seid reinen Herzens, dann seid ihr beim Festmahle des Herrn niemals betrübt und werdet alles begreifen und empfinden, was Er zu euch spricht. Ihr werdet euch nicht unwürdig fühlen und werdet nicht das Verlangen haben, wegzugehen. Daher soll der, der sich von meinem Tische erhebt, dies nur tun, um mit seinem Leben und seinen Werken die Wahrheit meiner Unterweisung zu predigen.

    13. Jünger, Ich bin in eurem Herzen. Jesu starb darum für euch, um für immer in eurem Herzen zu leben. Euer Geist wird sich entwickeln, indem er mein Wort hört. Seht, durch die Werke meiner Jünger werde Ich in dieser Zeit erkannt werden.

    14. Der Schmerz hat eure Körperhülle und euren Geist geläutert, damit ihr euch in Gedanken, durch das Gebet, selbst in ferne Gegenden versetzen könnt, um eure schwierige Aufgabe zu erfüllen, Frieden zu stiften und euren Brüdern Licht zu bringen.

    15. Wenn euer Körper von seinem täglichen Kampfe ablässt und im Bette ausruht, nutzt der Geist diese Zeit, um sich zu befreien und sich mit Aufgaben zu beschäftigen, die für ihn angemessen sind: mit Werken des Herrn. Aber wenn euer Herz, statt sich von seinen Sorgen und mancherlei Nöten zu erholen oder sich im Gebete zu erheben, sich der Verbitterung überlässt, wird der Geist dauernd damit beschäftigt sein, die Schwächen seines Körpers zu überwinden, wodurch er andere Aufgaben vernachlässigt. Auf diese Weise, aus Mangel an Glauben und Vergeistigung, verliert ihr eure Tugenden, anstatt daran zu denken, dass — wer seine Pflichten gegenüber den anderen im Stich lässt, um nur für sich selbst zu sorgen — selbstsüchtig gegenüber seinen Nächsten ist und daher auch kein Erbarmen mit seinem Geist hat.

    16. Bringt meine Lehren zur Anwendung, damit ihr stark werdet und Gleichmut in eurem Geiste und Güte auf euren Lippen habt, wenn jene an eure Türen kommen, die euch ablehnen und euch verleumden.

    17. Wenn ihr mit dieser Vorbereitung tätig seid, werdet ihr erleben, dass durch euer Gebet aus jenen Herzen der Kummer, den sie verbergen könnten, entweicht — als Beweis dafür, dass sie bei meinen Jüngern waren.

    18. Wenn ihr dagegen versuchen solltet, meine Lehre zu verteidigen, indem ihr Schlag mit Schlag und Schmähung mit Schmähung beantwortet, dann werdet ihr erleben, wie die Menschen euch besiegen und Gründe finden werden, um zu beweisen, dass ihr wegen eures Mangels an Liebe und Barmherzigkeit für eure Nächsten nicht meine Jünger sein könnt.

    19. Lasst nicht zu, dass das Heiligtum, das Ich in eurem Herzen errichtet habe, durch unwürdige Gedanken zerstört wird. Lebt wach, betet, damit die Stürme euch nicht zu Fall bringen.

    20. Wenn ihr die Propheten dieser Zeit hört, die ihr Seher nennt und die in ihren Gesichten von Gefahren zu euch sprechen und Heimsuchungen Voraussagen, so erhebt eure Gedanken zu Mir und bittet Mich um Kraft, um zu bestehen, oder um Licht, um jene Klippe zu umgehen, und erfleht meine Barmherzigkeit für alle eure Brüder.

    21. Es ist Zeit, zu beten. Die Heime, die im Frieden leben, sollen für die zerstörten Heime beten. Die Witwen, die Ergebung und Trost gefunden haben, sollen in Gedanken jenen beistehen, die vom Schmerz betäubt ohne Sinn und Ziel dahinleben.

    22. Mütter, die ihr euch freut, wenn ihr euch von euren Kindern umgeben seht — sendet denen euren Trost, die sie im Kriege verloren haben. Es ist nicht wichtig, dass eure Augen den Erfolg sehen. Euch soll euer Glaube genügen, und dass ihr den Schmerz eurer Geschwister teilen wollt, damit Ich jenen, für die ihr betet, meinen Frieden, meinen Trost und meine Liebkosung, das Brot und die Vergebung zuteilwerden lasse.

    23. Ich habe euch beschenkt, damit ihr durch eure Verdienste das Land der Verheißung erreicht.

    24. Immer werde ich euch bei eurer Zurüstung behilflich sein, damit ihr stark sein könnt und euch als gute Soldaten dieser Sache aufmacht, wenn die Verwirrung ausbricht und sich Völker gegen Völker und Nationen gegen Nationen erheben.

    25. Heute sage Ich euch: Willkommen sei der Erdenpilger, der schon seit längerem dem göttlichen Lichte folgt! — O flüchtige Bewohner dieser Welt, die ihr heute hier seid und nicht wisst, wohin euer Geist morgen geht! Wahrlich, Ich sage euch, nicht der Tod erwartet euch, sondern das ewige Leben, denn Ich habe nicht den Tod für den Geist vorgesehen. Doch Ich will, dass ihr im Augenblick meines Rufes wie die treuen Jungfrauen meines Gleichnisses seid, die die Ankunft des keuschen Gemahls mit brennender Lampe erwarten, damit ihr in dem Augenblick, da ihr meine Stimme hört, die euch ruft, den Kelch der Bitternis hinter euch lassen könnt, den ihr in dieser Welt getrunken habt, und damit euch zu dieser Stunde niemand das entreißen kann, was ihr mit so viel Schmerz schon beinahe erreicht habt.

    26. Hier werden sich die Augen eures Körpers, des Weinens müde, schließen, während die Augen eures Geistes sich für das wahre Leben öffnen werden, wenn ihr die Schwellen der Ewigkeit überschreitet, wo euer Vater euch mit der Belohnung erwartet, die Er euch versprochen hat.

    27. Wie viele für das Leben der Gnade Tote sind in dieser Zeit auferstanden, als sie dies Wort vernahmen! Wie viele Schwache haben sich voll Kraft aufgerichtet! Wie viele Furchtsame und Verzweifelte wurden von Mut erfüllt und haben den Frieden gefunden!

    28. Die Menschenscharen, die Ich in den ersten Tagen dieser Kundgabe ankündigte, sind diese hier; die „Toten“ und Bedürftigen, von denen Ich sagte, dass sie kommen würden, seid ihr selbst.

    29. In eurer Einsamkeit und in eurer Bitterkeit habt ihr Tag für Tag auf den Augenblick gewartet, der euch die gute Botschaft von meinem Kommen brächte. Angezogen von dem Gerücht meiner Gegenwart und meiner Wundertaten seid ihr unter den Schatten des Baumes gekommen, wo Ich euch erwartete, und hier werdet ihr nun zu Jüngern des Göttlichen Meisters.

    30. Einige Zeit werde Ich noch bei euch sein, damit ihr meine Lehren eurem Geiste einprägt und nicht in Entweihungen oder Verfälschungen geratet. Ich will, dass euer Herz das Wort, das der Meister euch lehrt, durch Werke der Liebe bestätigt, wenn eure Lippen von meiner Lehre zu sprechen beginnen.

    31. Achtet darauf, das Herz eurer Brüder nicht zu verletzen und ihr Glaubenslicht nicht auszulöschen; denn hier unter diesen Scharen sind meine neuen Jünger. Bringt sie nicht von diesem Wege ab. Glaubt nicht, dass ihr die einzigen seid, derer Ich Mich in dieser Zeit bedienen werde. Ihr werdet „Erste“ genannt werden, und jene „Letzte“. Auch jene werden müde des Wanderns und Leidens herbeikommen und zu Mir sagen: „Vater, ich komme erschöpft zu Dir. Ich wollte, Ich wäre Dir schon viel früher auf meinem Lebenswege begegnet. Ich hätte mir viele meiner Leiden und Irrtümer erspart.“ Doch Ich sage euch, kein Blatt vom Baume bewegt sich ohne meinen Willen, und die so zu Mir sprechen, sollen wissen, dass es auch unter meinen Arbeitern welche gibt, die Mir in ihrem Herzen sagen: „Wie glücklich wäre ich, wenn ich noch frei wäre, um alles zu genießen, was die Welt mir anbietet.“ Das ist der, der die Prüfungen nicht zu nutzen verstand, welches die Lehren sind, die das Leben gibt, und der auch nicht den Sinngehalt meiner Unterweisung zu begreifen fähig war. Darum ist er schwach, und in seiner Schwachheit führt er sich selbst in Versuchung.

    32. Wer könnte Mir irgendeine Absicht oder irgendeinen seiner Gedanken verbergen — Mir, der Ich im Herzen eines jeden Menschen wohne? Wundert euch deshalb nicht, wenn Ich euch sage, dass aus eurer Mitte jene hervorgehen werden, die euch verfolgen und das von Mir Geschaffene zu zerstören versuchen. Einige von denen, die sich heute Jünger und Arbeiter des Herrn nennen, werden sich morgen gegen meine Lehre erheben und diejenigen bekämpfen, die sie ihre Brüder nannten. Darum sage Ich euch immer: Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet.

    33. Ein jeder begnüge sich mit der Gabe und dem Auftrag, die ihm anvertraut worden sind, und ziehe nicht hinaus auf die Straßen und in die Provinzen, sofern ihm nicht der richtige Augenblick angezeigt und ihm seine Aufgabe angewiesen wird. Ich sage euch dies, weil manche lehren, ohne sich vorbereitet zu haben, und es gibt auch solche, die sich zu Führern machen, ohne die nötige Zurüstung zu besitzen. Anderen dagegen, die meinen, die Aufgaben nicht erfüllen zu können, die Ich ihnen anvertraue, sage Ich: Warum haltet ihr das zu erfüllen für unmöglich, was euch Jener anvertraute, der weiß, wessen jedes seiner Kinder fähig ist? Wie sollte meine Kundgabe in dieser Zeit eurer Meinung nach erfolgen — etwa nicht durch das Verstandesorgan des Menschen?

    34. Manche haben an meiner Kundgabe in dieser Form gezweifelt und den Stimmträger als einen Betrüger angesehen. Doch Ich habe Mich auch jener bedient, die gezweifelt haben, und sie berufen und vorbereitet, um den Auftrag zu erfüllen, den sie in Zweifel zogen, und um ihnen Beweise meiner Wahrhaftigkeit zu geben.

    Viele von ihnen gehörten zu meinen besten Stimmträgern aufgrund des Glaubens und der Freudigkeit, mit der sie hernach gearbeitet haben. Als sie erkannten, dass ihren Lippen göttliche Worte entsprangen, haben sie ihre Augen Mir zugewandt, um meinen Namen zu segnen.

    35. Seit damals tun sie meinen Willen und nicht den ihren, da sie erkennen, dass, wer auf Erden seinen eigenen Willen tut, dies zur Verherrlichung seiner selbst tut und sich daher von Mir entfernt.

    36. Der Meister sagt euch: Heute ist es mein Wort, das euch führt, korrigiert und unterweist; nach 1950 wird euch nur euer Gewissen führen. Gebt meine Unterweisung in ihrer vollen Reinheit weiter, zeigt mein Werk in voller Klarheit.

    37. Ich habe euch nicht gerufen, damit ihr in diesem Kampfe umkommt — im Gegenteil, Ich will, dass ihr als gute Soldaten den Sieg davontragt. Aber dieser Sieg soll der des Friedens sein, den ihr gesät habt, jener der Gesundheit, die ihr den Kranken wiedergegeben habt, der des Lichtes, das ihr in der Finsternis entzündet habt.

    38. Arbeiter, die ihr herbeikommt, um Mir eure Arbeit vorzuweisen, Ich empfange euch. Ihr kommt von den Feldern, die Ich euch anvertraut habe, und fragt Mich: „Göttlicher Meister, ist mein Wirken, mein Kampf wohlgefällig vor Dir?“ Doch der Meister antwortet euch: Noch sind eure Werke nicht vollkommen, noch seid ihr nicht meine Jünger. Ich sehe euch als kleine Kindlein, die Ich sehr liebe, und Ich nehme die Erfüllung (eurer Aufgabe) an, die ihr Mir vorweist. Euer Geist richtet sich auf und macht die ersten Schritte, macht den Körper fügsam und schenkt meinen neuen Unterweisungen in der gegenwärtigen Offenbarungsepoche Gehör.

    39. In der Ersten Zeit kanntet ihr den Namen Jehovas und erlebtet ihr meine Kundgebungen im Schoße des Volkes Israel, dem ihr angehört habt, und Ich sagte euch: „Sehet, dies ist der Weg“; und der Weg, von dem Ich zu euch sprach, war das Gesetz. Später sprach mein in Jesus fleischgewordenes „Wort“ zu euch, und ihr wurdet durch meine Gleichnisse und Gebote erleuchtet, und mit ihnen sagte Ich euch: Jeder, der erfüllt, indem er seine Nächsten liebt und ihnen vergibt, ist auf dem Wege meines Gesetzes. — Und in der heutigen Zeit befindet ihr euch wiederum auf dem gleichen Weg zu eurer Entwicklung, und ihr habt den gleichen Göttlichen Geist bei euch, der euch lehrt und eure Schritte lenkt. Ich bin als strahlendes Licht gekommen, und jeder, der sich vorbereitet, wird Mich schauen können.

    40. Die Menschheit hat sich in dieser Zeit nicht aufgemacht, meine Gebote zu erfüllen, doch Ich erwarte sie. Zu allen Zeiten habe Ich die Geister gepflegt, doch ihr habt Mir noch keine Früchte angeboten, die Meiner würdig sind. Ich habe für alle Wesen vollkommene Gesetze erlassen, doch der Geist des Menschen, welcher das Meisterwerk des Schöpfers ist, hat sich nicht vervollkommnet. Obwohl Ich ihn unablässig inspiriert und beraten habe, hat er nicht auf seinen Gott gehört und Ihm nicht gehorcht.

    41. Ihr habt keinen guten Gebrauch von den Fähigkeiten gemacht, die Ich euch gewährt habe, und führt Mir nur Schmerz vor Augen. Wenn Schmerz in euch ist, so deshalb, weil ihr gegen das Gesetz verstoßen habt. Obwohl ihr mit Kraft ausgestattet wurdet, seid ihr schwach gewesen.

    42. Ich will, dass ihr wisst, dass ihr unter allen Geschöpfen dieser Welt das bevorzugte Wesen seid, das mit Geist und Gewissen ausgestattet worden ist. Ich habe euch die Willensfeiheit gegeben, damit ihr aus eigenem Willen den rechten Weg einschlagt, der zu Mir führt. Es ist kein blumiger Weg, den Ich euch anbiete, sondern der des Gebetes, der Buße und des Kampfes, und auf diesem Pfade soll euch euer Gewissen führen.

    43. Die Zeit kommt näher, in der ihr als Geistwesen zu Mir kommen werdet. Ihr seid in der Dritten Zeit, im sechsten Entwicklungsabschnitt, nahe der Schwelle zu jenem vollkommenen Leben, das euch erwartet. Wollt ihr zu Mir kommen und den Frieden genießen, den Ich euch von den ersten Zeiten an verheißen habe? Ihr alle sagt Mir: „Ja, Meister, denn der Kelch, den wir trinken, ist bitter, und unser Tagewerk ist schwer. Jeden Tag wird eure Arbeit schwieriger, und ihr stoßt auf die Verständnislosigkeit eurer Mitmenschen. Doch mein Wort, das Balsam ist, lindert eure Schmerzen. Jener Quell der Gnade, den ihr hattet versiegen lassen, sprudelt heute von neuem, um euch Stärke zu geben.

    44. Bedenkt, dass sich das Jahr 1950 nähert und das Volk nicht vereinigt ist. Noch sind die zwölftausend Geister von jedem Stamme nicht zubereitet. Doch wenn jenes Jahr kommt, und ihr Mir nicht die Anzahl vorweist, die Ich von euch verlangt habe — wer vermöchte nach jenem Zeitpunkte die Auserwählten zu kennzeichnen? Wollt ihr sie etwa kennzeichnen und ihre Bestimmung anzeigen? — Nein, Volk, nur Ich schreibe mit unauslöschlichen Buchstaben die Aufgabe, die jedem Geist zukommt.

    45. Welches Verlangen ist in Mir, mein Werk in anderen Nationen zu offenbaren! — Die Zeit naht, in der diese Kundgabe abgeschlossen werden muss, und diese Lippen nicht mehr in dieser Form sprechen werden.

    46. Ich bin es, der in dieser Zeit spricht, der die Geister pflegt und zubereitet. Denn auf Erden gibt es keine Lehrer des Geistes.

    47. Und so, wie diese Menschenscharen hier, die früher klein waren, sich heute vervielfacht haben, ebenso will Ich in anderen Nationen meine Jünger zusammenführen.

    48. Wenn ihr mein ständiges Ringen erkennt, sagt ihr Mir: „Meister, wie groß ist dein Werk; wie überreich dein Wort, und wie viel Liebe und Macht lässt Du in dasselbe einströmen! Die Herzen wandeln sich, und die Kranken werden gesund, da sie deine Gegenwart fühlen.“ — Hört Mir bis zum Ende zu, damit ihr von Mir lernt.

    49. Ich habe Mich in allen Nationen geistig kundgetan, wie es geschrieben steht. Die Propheten sagten: „In der Zeit des Krieges und der Trübsale wird der Heilige Geist kommen, um sich den Menschen kundzutun.“ Die Menschheit sucht Mich, sehnt sich nach meinem Wort, doch ihre Angst und Verwirrung ist so groß, dass es ihr nicht gelingt, Mich zu finden, obwohl Ich ihr so nahe bin. In einigen Städten sind die Kirchen zerstört worden, die Bücher wurden ins Feuer geworfen, der Glaube wurde bekämpft, die heiligen Gesetze verleugnet, und in manchen Nationen wurde mein Name aus den Herzen ihrer Bewohner ausgelöscht. Dennoch habe Ich euch angekündigt, dass das Himmelreich eine Stätte im Herzen der Menschen finden wird. Wer könnte den inneren Tempel zerstören, wenn ihr ihn in eurem Geist zu erbauen versteht? Wie groß ist der Kampf, der dich erwartet, Volk!

    50. Bald wird die Welt Kenntnis davon bekommen, dass das Volk Israel, in verschiedenen Nationen inkarniert, zur Erde zurückgekehrt ist, und Ich werde Mich desselben bedienen. Die Menschen werden erfahren, dass ihr nicht blutmäßig, sondern geistmäßig Nachkommen jenes Volkes seid und wie in den vergangenen Zeiten Zeuge meines Kommens und meiner Offenbarungen seid.

    51. Ihr, die ihr Mich vertretet, werdet der Menschheit meine Botschaft bringen. Ich habe euch ausgesandt, um die Erde zu erleuchten, das Gute zu predigen und von der Wahrheit Zeugnis abzulegen. Ihr werdet das Gewissen über den Geist und über den Körper stellen und werdet lehren, dass es euer Führer ist. Dann wird jeder Materialismus fallen, und der Geist wird sich wieder erheben und zu meinem Jünger werden.

    52. Ihr vergesst in diesem Augenblicke eure Leiden, um an die der anderen zu denken, weil ihr wisst, dass in anderen Ländern der Schmerz den Kelch ihrer Bewohner gefüllt hat, und dieser Schmerz gelangt zu Mir, denn — welches Leid könnte das Kind fühlen, das nicht auch zum Vater gelangte? Doch dieser Schmerz läutert und erleuchtet den Menschen, er macht ihm das Warnsignal der Gerechtigkeit spürbar und wird ihn veranlassen, auf „den Weg“ zurückzukehren. Nur der Schmerz wird ihn dazu bringen, sich zu besinnen und die Gesundheit und den Frieden, die er verloren hat, zurückzugewinnen.

    53. Meine Gegenwart und meine Liebe stehen allen meinen Kindern in dieser Stunde der Prüfung bei.

    54. Unter den Berufenen dieser Zeit befinden sich jene, die den Vater um eine weitere Zeit der Freiheit gebeten haben, die Ich ihnen auch gewährt habe. Aber als der Zeitpunkt gekommen war, um von ihnen Rechenschaft zu fordern, habe Ich sie gefragt: „Was habt ihr mit jener Freiheit gemacht, um die ihr Mich batet ?“ und sie konnten Mir nur antworten: „Wir haben unseren Willen getan, und die Frucht, die wir geerntet haben, ist sehr bitter.“

    55. Diese sind müde zu Mir zurückgekehrt, verbittert und angeekelt von den Früchten, die sie so sehr ersehnten — Früchte, die giftig und tödlich sind.

    56. Der Herr erwartete sie. Er wusste, dass sie zurückkommen mussten, und als sie zurückgekehrt waren, habe Ich sie gefragt, ob sie noch immer den Weg des irdischen Vergnügens fortsetzen oder das Liebeskreuz des Meisters tragen und Ihm folgen wollen, und sie haben Mir mit dem Herzen gesagt, dass sie Mir bis ans Ende folgen werden.

    57. Euch allen sage Ich: Betet, damit ihr Macht über euren Körper habt.

    58. Während ein großer Teil der Menschheit derzeit leidet, weil das Gesetz der Gewalt noch immer dasjenige ist, das unter den Menschen herrscht, und weil die Ungerechtigkeit regiert, komme Ich herab und erscheine geistig unter euch, um euch zu nähren, damit ihr euch erneuert, meine göttliche Unterweisung versteht und hernach unter den Menschen vollkommene Werke tun könnt. Dazu habe Ich meine Bäume gepflanzt, welches die großen und kleinen Gemeinschaften in verschiedenen Städten, Provinzen und Dörfern sind — Bäume, die dem Wanderer Schatten spenden, der auf langen Wegen und durch weite Wüsten herbeikommt, und die den Hungernden ihre Früchte des Lebens geben. Liebt diese Bäume, pflegt sie durch eure Anteilnahme und euren Eifer. Peitscht sie nicht, als ob ihr ein Wirbelsturm wäret, weil ihr einige von Blättern entblößt und andere gealtert seht, denn ihre Äste werden zu neuen Bäumen werden. Vergesst nicht den Tag, an dem ihr den ersten Schatten empfinget und die erste Frucht aßet.

    59. Ich habe euch als kleine Kinder betrachtet. Wenn ihr eure ersten Schritte als Arbeiter zu machen beginnt, vertraue Ich euch zunächst kleine Felder an, damit ihr lernt, zu säen. Jene ersten Felder sind die Herzen eurer Angehörigen, sind eure Freunde und eure Feinde. Für jeden besonderen Fall gebe Ich euch Inspirationen.

    60. Wenn dann ein Sturm gegen eure Felder herangezogen ist, haben die Menschen euch im Geiste gestählt gefunden, und wenn die Zeit zum Mähen und Ernten gekommen ist, werdet ihr mit Jubel im Herzen das geerntete Korn in die Kornkammer des Vaters tragen — eben jenes, das in der Zukunft eure Nahrung in der Ewigkeit sein wird.

    61. Seit langem schon hat euch der Meister aufgefordert, auf seinen Feldern zu säen, aber einige waren taub und abweisend gegenüber dem ersten Ruf. Doch der Vater wartet weiterhin auf sie, denn Er wusste, dass sie auf den zweiten Anruf hin voll Reue herbeieilen und Ihn um Vergebung bitten würden.

    62. Um Mir zu glauben und nachzufolgen, baten Mich einige als Beweis um Gesundheit und inneren Frieden, die sie auf Erden nicht fanden, und als diese gesund wurden und in ihren Heimen und ihrem Leben den Frieden regieren sahen, sagten sie mir: „Du bist es, Vater!“

    63. Gesegnet sei, wer die Werke erkennt, die Ich zu jedem Zeitpunkt auf seinem Wege bekunde, denn er macht seinem Vater eine Freude. Weh‘ dem, der zweifelt oder misstraut, denn er fühlt sich verlassen, verloren und schwach.

    64. Höret, Jünger: In der Zweiten Zeit fuhr Jesus eines Tages in einem Boot hinaus, begleitet von seinen Jüngern. Das Meer war ruhig, und jene Menschen begeisterten sich am Worte des Meisters. Hernach schlief Jesus ein; doch als das Meer zu schäumen begann und ein Sturm drohte, blieb Jesus weiter schlafend. Während einiger Augenblicke war das Boot ein Spielball der Wellen, und Furcht überwältigte jene Herzen bis zu dem Grade, dass sie den Meister mit angsterfüllter Stimme aufweckten und zu ihm sagten: „Herr, rette uns, wir verderben!“ Woraufhin Jesus, sie liebevoll anblickend, seine Hand gegen die Wasserwogen ausstreckte, welche augenblicklich ruhig wurden, und, Sich an seine Jünger wendend, tadelte Er ihren Zweifel mit den Worten: „O ihr kleingläubigen Menschen!“

    65. Manchmal sehe Ich euch ebenso, schwach im Glauben. Oft genügt es, dass das Brot auf eurem Tische knapp ist, oder dass sich für kurze Zeit die Tore zur Arbeit schließen, und schon bemächtigt sich euer der Zweifel und ihr vergesst, dass ihr mit Jesus im Boote fahrt, der auch euch sagt: „O ihr kleingläubigen Menschen!“

    66. Wenn Ich euch mit Gnadengaben überschütte, glaubt ihr an Mich; aber wenn Ich euch prüfe, dann zweifelt ihr.

    67. Denkt nicht, dass Ich euch den Schmerz senden könnte, denn er ist nicht von Mir geschaffen. Er ist ein Same, der aus dem Herzen des Menschen geboren wurde, und dessen Ich Mich bediene, damit seine Früchte ihn erwecken und erleuchten. Denn Ich bin Jener, der gerade aus dieser Finsternis das Licht entspringen lässt.

    68. Wie viele gibt es, die im Schmerz ihrer Prüfungen Mich einen unvollkommenen und ungerechten Gott genannt haben, ohne zu erkennen, dass das Leid, das sie gerade ernten, sie selbst gesät haben, und dass sie nur durch dieses rein werden und frei von ihrer Schuldenlast.

    69. Wann wird die Menschheit den Schmerz beseitigen? Wann werden ihre Kriege und ihre Sünden ein Ende haben? Meine Stimme, gleich einer Glocke, sagt den Geistern in dieser Zeit: Erwachet! Erhebt euch! Hört auf euer Gewissen, damit ihr mit Ergebung und Sanftmut den Weg des Gesetzes geht. Euch ist die Zeit des Friedens und der Gnade verheißen, in welcher der Schmerz und die Tränen verschwinden werden.

    Aber zuvor werdet ihr kämpfen und im Guten beharrlich bleiben müssen.

    70. Wenn einmal alle Menschen sich aufmachen und dieses Ideal mit Leben erfüllen, wird die Verwirrung Babels, die in diesen Zeiten fortdauert, verschwinden, und stattdessen werden sich alle Völker brüderlich umarmen.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 57

    1. Ruht euch einige Augenblicke von eurer ermüdenden Wanderschaft aus — ihr, die ihr über den Staub der Erde geht, und ihr, die ihr im geistigen Raume lebt.

    2. Wenn ihr meinem göttlichen Worte lauscht, läutert sich euer Geist allmählich.

    3. Euch, die ihr im Geiste lebt und noch immer den materiellen Zielen zugetan seid, sage Ich: Wendet euch ab von dem, was euch nicht mehr zugehörig ist. Denn wenn die Erde nicht die ewige Heimat für den Menschen ist, ist sie es noch weniger für den Geist. Jenseits, im Geistigen Tale, erwartet euch ein Leben voller Licht, zu dem ihr auf dem Pfade des Guten Schritt für Schritt hingelangen werdet.

    Denen, die Mir als menschliche Wesen zuhören, sage Ich, dass sie — solange sie diesen Körper besitzen, der sie auf ihrer irdischen Lebensfahrt begleitet — diesen pflegen und bis zum allerletzten Augenblick erhalten müssen. Denn er ist der Stab, auf den sich der Geist stützt, und das Werkzeug zum Kämpfen. Durch seine materiellen Augen schaut der Geist auf dieses Leben, und durch seinen Mund spricht er und kann er seinen Brüdern Trost geben.

    4. Ich bin in dieser Zeit gekommen, um euch vorzubereiten, und Ich muss zur ganzen Menschheit sprechen, um ihr in ihrer geistigen Entwicklung beizustehen.

    5. Lasst schon jetzt den Frieden in euer Herz einziehen, denn später werdet ihr unermüdlich für den Frieden der anderen beten und wachen müssen.

    6. Ihr werdet ein sehr großes und verdienstvolles Werk tun, wenn ihr den durch Schmerz und Sorgen erschütterten Herzen Ruhe und Gelassenheit gebt. Es werden Zeiten kommen, in denen ihr lernen müsst, auf diesem Frieden das Glück eurer Nächsten zu begründen.

    7. Jünger und Neulinge, wenn ihr mein Wort hört, fühlt ihr, dass die Schatten, die euren Verstand einhüllten, und die Last, die ihr in eurem Herzen tragt, sich entfernt haben. Es war die Bürde der Leiden, Sorgen und manchmal auch der Gewissensbisse, die euch im Leben immer mehr niederdrückten.

    8. Vergesst nicht, dass niemand ein besserer Helfer für euch sein kann als Jesus. Hört mein Wort und lasst zu, dass es euer Herz mit Frieden überströmt. Es wird Balsam sein auf eure Wunden.

    9. Mein Wort heilt, liebkost und stärkt. Lernt es und empfindet es, damit ihr hernach mit meiner Wahrheit und meiner Liebe jene salbt, die ihr krank auf eurem Wege findet.

    10. Die Zeiten werden vergehen, und wenn außergewöhnliche Ereignisse eintreten, werdet ihr ausrufen: „Dies war bereits angekündigt!“ Denn ihr werdet euch dessen erinnern, was Ich so viele Male prophezeit hatte.

    11. Gebt die gute Botschaft meiner Lehre jedem, zu dem ihr mein Wort gelangen lassen könnt, auch wenn er nicht sogleich Glauben zeigt. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr in Liebe zu ihm sprecht, wird sein Geist niemals etwas von dem vergessen, was ihr ihm gesagt habt.

    12. Dies ist das Ackerland, von dem Ich zu euch spreche — das Herz und der Geist eurer Brüder. Das Saatkorn ist meine Lehre, die ihr ihnen bekannt machen sollt, und das kristallklare Wasser ist meine Liebe und meine Weisheit, mit der ihr jene Felder bewässern sollt.

    13. Wann werden die Menschen meine geistige Gegenwart empfinden? Wann werde Ich hören, dass die Menschheit Mich willkommen heißt?

    14. Ihr, die ihr mich durch den menschlichen Stimmträger gehört habt — haltet euch nicht damit auf, die Mängel dieser eurer Brüder zu betrachten, durch die Ich heute zu euch spreche. Morgen wird mein Wort niedergeschrieben sein, und der Einfluss des Stimmträgers wird verschwunden sein.

    15. So wird mein Wort dieser Zeit zu allen gelangen, die es nicht hörten — voll göttlicher Essenz und voll Reinheit.

    16. Ich will, dass das einzige Kennzeichen, das die Boten dieser Kundgabe vorweisen, die Wahrheit ist. Sie ist der Schlüssel, der Schild und das Schwert.

    17. Die Gelehrten, die Wissenschaftler, die Großen dieser Zeit, die schwer gekämpft haben, um den Ruhm der Welt zu erlangen, werden verblüfft sein, wenn sie sehen, wie meine neuen Jünger — Männer, Frauen und Kinder — in aller Demut göttliche Lehren verkünden, ohne mit Überlegenheit zu prahlen und ohne Eitelkeit.

    18. Je größer die Erkenntnis ist, die ihr vom Werte dessen habt, was ihr besitzt, desto wirklicher und wahrhaftiger soll eure Demut sein.

    19. Wie glücklich ist der Geist, der — wenn er seine menschlichen Überreste in diesem Tal der Sühne gelassen hat — aus der Unendlichkeit erkennt, dass er auf der Erde eine Spur des Lichtes, der Wahrheit und der Liebe hinterlassen hat.

    20. Mein neues Volk Israel, welches dem Geiste nach das gleiche wie zu allen Zeiten ist, wird die Aufgabe haben, meine Offenbarung durch die ganze Welt zu tragen. Es wird den Menschen zeigen, wo sie das Gesetz entweiht und wo sie meine Worte falsch ausgelegt haben.

    21. Wie werdet ihr einen so hohen und schwierigen Auftrag ausführen können? — Indem ihr Liebe und Eifer für meine Lehre habt und guten Willen, mein Apostel zu sein.

    22. Wer Mitgefühl für seinen Nächsten empfindet, wer den fremden Schmerz fühlt, und wer beim Gedanken an die Nöte der anderen seine eigenen Leiden vergisst, der besitzt den Samen, den Balsam, die Nahrung. Hernach wird er die geeignete Form erlernen, das weiterzugeben, was er von Mir empfangen hat, und das auszudrücken, was aus dem Herzen und dem Geiste aufsteigt.

    23. Studiert das Buch meiner Unterweisungen im Lichte eures Gewissens. Es wird euch sagen, ob ihr Fortschritte macht, oder ob ihr im Stillstand verharrt.

    24. Denkt nicht, dass die Gabe der Liebe nur bevorzugten Wesen anvertraut worden ist. Wisset, dass ihr alle dafür bestimmt seid, und dass die einen früher und die anderen später — ihr alle lieben werdet, wie Ich es euch gelehrt habe.

    25. Nützet, nützet diese Zeiten meiner Kundgabe und studiert mein Wort, damit es euch nicht seltsam vorkommt, wenn ihr jene, durch die Ich euch meine Unterweisung gab, ohne Verzückung, in der Verbindung von Geist zu Geist mit ihrem Schöpfer sprechen seht.

    26. Erhebet euren Geist, erhöht eure Moral. Zu allen Zeiten ist dies meine Anweisung gewesen. Jakob erblickte die Gestalt des Vaters auf der höchsten Höhe der Himmelsleiter. Moses empfing das Gesetz auf dem Gipfel des Berges Sinai, Jesus hinterließ euch seine göttliche Predigt auf dem Berge Tabor.

    27. Erfasst die Symbolik jener Offenbarungen! — Doch wo ist der Berg, von dem aus Ich in dieser Zeit zu euch spreche und euch mein Gesetz gebe? Ihr alle wisst es, jener Berg ist die Vollkommenheit, die Wahrheit und die Weisheit.

    28. Wer in dieser Zeit meine Barmherzigkeit verspürte, soll auf seinem Wege nicht mehr Disteln oder Dornen säen. Denn die Frucht, die er erntet, wird oftmals bitterer sein als die, die er säte.

    29. Betrachtet euch als Teil jenes Samens, den Ich Jakob in seinem Traume verhieß, als ich ihm ankündigte, dass seine Nachkommenschaft zahlreich wie der Staub der Erde sein würde, und dass in seinem Samen alle Nationen gesegnet würden.

    30. Heute kommt meine (geistige) Wärme zu euch herab, um eurem Herzen Leben zu geben. Aber diese Wärme lässt die Blumen, die Ich in eurem Geist pflege, nicht welken. Ich gebe euch alles, und je mehr Ich meine Güter unter meinen Kindern verteile, desto mehr vermehren sie sich. Ich fürchte nicht wie ein reicher Geizhals, schließlich ohne jedes Vermögen zu sein. — Bittet, damit euch gegeben wird. Was könnt ihr Mich bitten, das Ich euch nicht gewährte? — Ich bitte euch nur, euch meiner Wohltaten würdig zu machen und Mich recht zu bitten.

    31. Einem jeden ist bestimmt, was ihm während seines Lebensweges zuteil werden soll. Während die einen es zur rechten Zeit annehmen und nutzen, verschwenden es andere, und manche haben sich nicht einmal vorzubereiten verstanden, um es zu empfangen. Doch als sie zur Geistigen Welt zurückgekehrt sind, wurden sie sich all dessen bewusst, was für sie bestimmt war und was sie weder zu erlangen noch sich zu verdienen wussten.

    32. Meine Stimme spricht zu allen, es gibt keinen inkarnierten oder entkörperten Geist, an den Ich nicht mein Wort gerichtet hätte, sei es als Vater, als Meister oder als Richter. Aber der Mensch hat es nicht verstanden, sich vorzubereiten, um die göttliche Sprache zu verstehen, obwohl Ich auf jede Weise und in allen Sprachen zu euch gesprochen habe. Wann werdet ihr von Geist zu Geist mit meiner Göttlichkeit in Verbindung treten, um meine Stimme in eurem Geiste zu hören, da ihr ja dazu bestimmt seid? Bereitet wenigstens ihr euch vor, die ihr meine Stimme vernehmt, damit ihr Schritt für Schritt, auf dem Wege der Entwicklung des Geistes, diese Gnade erlangt. Glaubt ihr nicht, dass es das Natürlichste und Selbstverständlichste ist, dass euer Geist in Gemeinschaft mit seinem Schöpfer sein kann und seine Stimme vernehmen kann, wo immer er sich befindet?

    33. Lange Zeiträume sind über die Menschen hinweggegangen, ohne dass sie den Zweck begriffen haben, für den sie geschaffen wurden.

    34. Meine Kinder, es ist nicht nötig, in die Gelehrsamkeit der Welt einzudringen, um den Endzweck eures Daseins zu erkennen. Nicht nur der Gelehrte kann Mich erkennen und sich selbst erkennen. Wie oft hat der einfache Mensch, dem auf Erden die Bildung fehlt, ein tieferes Innewerden der Wahrheit.

    35. Dies ist der Grund, weshalb Ich in schlichter und einfacher Sprache zu euch spreche, die für jeden Verstand und jeden Geist verständlich ist, weshalb Ich Mich durch einen ungebildeten und sogar schwerfälligen Verstand kundgeben wollte. Wenn Ich, obwohl Ich klar und einfach zu den Menschen spreche, nicht verstanden werde — wie könnten sie Mich verstehen, wenn Ich in höherer Form zu ihnen spräche? — Ich spreche zu euch nicht von geheimnisvollen Lehren. Je höher und vollkommener das Geistige ist, desto klarer, natürlicher und schlichter zeigt es sich eurem Geiste.

    36. Macht ein geistiges Studium aus meinen Offenbarungen, doch macht nicht komplizierte theologische Lehren aus ihnen. Da der Meister einfach ist, sollen auch die Jünger einfach sein. Folgt Mir mit Bescheidenheit und Sanftmut, und Ich werde euch zu Besitzern des Verheißenen Landes machen. Denn wer im Ungehorsam lebt, ist Eigentümer von nichts. Seid umso bescheidener gegenüber den anderen, je mehr ihr besitzt.

    37. Eure Ohren, die keine Schmeichelei vernommen hatten, sollen sich jetzt nicht vom Hochmut betören lassen. Eure Augen, die niemals die Wunder meiner Schöpfung beachtet hatten, sollen sich nicht durch Eitelkeit blenden lassen. Sucht keine andere Krone als die der Frucht eurer Liebeswerke für eure Brüder.

    38. Wartet nicht auf günstigere Zeiten, um mit der Arbeit zu beginnen. Denn wenn ihr diese kurze Zeit jetzt nicht ausnützt, werdet ihr euch morgen nach ihr zurücksehnen.

    39. All dies sage Ich euch, damit ihr der Menschheit euer Zeugnis übergeben könnt. Fürchtet nicht, dass man euch nicht glaubt, denn die Naturgewalten werden eure Worte bestätigen. Die Erde wird erbeben, die Wasser werden über die Ufer treten, das Feuer wird wüten, die Winde werden entfesselt sein auf der Welt, die Meere werden aufschäumen, und die Seuchen werden ganze Landstriche verheeren. Der zügellose Lauf der Menschheit wird durch den Schmerz aufgehalten werden. Sobald dann die Menschheit sich von ihrem Materialismus reinigt, wird mein Wort zu den Herzen gelangen, und niemand wird ohne es bleiben.

    40. Wie eine Blume hat sich euer Herz geöffnet, um Mir den Wohlgeruch eurer Erhebung und eurer Danksagung darzubringen. Denn ihr wisst, dass es meine Barmherzigkeit war, die die Dornen auf eurem Wege entfernte und eure Tränen trocknete.

    41. Ich habe euch gelehrt, dass der Weg, euch Leiden zu ersparen, darin besteht, dass ihr der Erfüllung meines Gesetzes näherkommt. Ich habe euch gesagt, dass ihr euch hierfür von vielen schwärmerischen religiösen Bräuchen abwenden müsst, die euch keinen Nutzen bringen.

    42. Die Hoffnung auf ihre Erlösung ist im Herzen derer erwacht, die Mich in dieser Zeit gehört haben. Ich will, dass ihr am Ende des Weges die Freude erlebt, alle Hindernisse überwunden zu haben.

    43. Tragt mein Wort in eurem Munde. Dafür ist es nicht nötig, dass ihr die gleiche Ausdrucksweise gebraucht, in der Ich zu euch spreche. Sprecht von Mir und meinem Werke in der gleichen Sprache, in der ihr mit euren Brüdern redet, und nur wenn ihr versucht, meine Sätze zu wiederholen, so tut dies in der Form, in der Ich zu euch gesprochen habe. Doch seid vorbereitet, denn es wird Gelegenheiten geben, bei denen Ich es sein werde, der durch euren Mund spricht, und dann wird eure einfache und erdgebundene Sprache verschwinden, um im Ausdruck und Sinn mein göttliches Wort offenbar werden zu lassen.

    44. Bald werden die Menschenscharen herbeikommen, deren Geist die Zeit vergeudet und die Gelegenheiten nicht genutzt hat, die der Vater ihnen geboten hat, um sich aufwärtszuentwickeln. Wenn sie meine Stimme vernehmen, werden sie zuerst innehalten, danach werden sie Reue fühlen, und später werden sie die Arbeitsgeräte ergreifen, um meine Felder zu bestellen und die verlorene Zeit wiedereinzuholen.

    45. Heute gehen sie an dem vorüber, der leidet, ohne den Schmerz ihres Bruders wahrzunehmen. Doch nachdem sie im Herzen von der Essenz meines Wortes berührt worden sind, werden sie ihre Augen jenem zuwenden, der Trost bedarf, und werden ihm den Balsam bringen, mit dem Ich sie heilte. Dann werden sie sich fragen: Warum sah ich früher bei niemandem den Schmerz, auch nicht die Witwen, noch die Waisen, weder nach Gerechtigkeit Hungernde, noch Notleidende? — Weil ich taub, blind und gefühllos war.

    46. Wer auf Erden seinen Nächsten geliebt hat — wie ruhig und glücklich vergeht sein Leben, und wie sanft ist sein Todeskampf. Doch wer keine Liebe auf seinem Wege säte, hatte nie einen Augenblick wahren Friedens und nimmt mit Schmerz von dem Körper Abschied, in dem er wohnte.

    47. Dies ist eine Zeit der Sünde, in der Ich euch meine Macht erweisen werde, indem Ich im Herzen der Menschen ein Heiligtum der Liebe errichte. Der Mensch wird nicht nötig haben, meiner Göttlichkeit Tempel oder Paläste zu erbauen, denn meine geistige Lehre hat keine solchen Ansprüche. In der heutigen Zeit wird der wahre Tempel Gottes, in welchem Er wohnt, von den Menschen erkannt werden.

    48. Um dieser Unterweisungen willen, die Ich euch heute gebe, werdet ihr von euren Brüdern verkannt werden. Aber fürchtet euch nicht, denn im Sinngehalt derselben ist Vernunft und Wahrheit, was bald erkannt werden wird, wenn Heimsuchungen drohend über der Menschheit hängen.

    49. Alle werden begreifen, dass meine Liebe jedem von euch einen Platz an meinem Tische gegeben hat, damit alle nach Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden an ihm den Wein des Lebens trinken und das Brot des Geistes essen..

    Die Erde hat euch lange Zeit gefangen gehalten, und viele von euch sind in den Morast und Schmutz gefallen, den die Sünde der Menschen geschaffen hat. Daraus befreit euch meine Barmherzigkeit, bis dorthin gelangt der Schall meiner Stimme, die euch auf den Weg des Lichtes einlädt. Wenn mein Wort immer in der unfruchtbaren Wüste eures Herzens ertönte, so haltet jetzt einen Augenblick inne, um es zu vernehmen. Denn in ihm könnt ihr das kristallklare und frische Wasser finden, das euren Durst nach Wahrheit löscht.

    50. Stärkt euch an meiner Unterweisung. Seid nicht länger das zerbrechliche Boot, mit dem die Wogen eurer Leidenschaften oder eurer Schwachheit ihr Spiel treiben. Macht Gebrauch von der geistigen und moralischen Kraft, die in meinem Worte vorhanden ist, und wahrlich, Ich sage euch, die Stürme des Lebens werden euch nicht mehr erschüttern.

    51. Seht, wie euch statt Strafe die freudige Überraschung meines Wortes erwartete, das euch eure Unvollkommenheiten vergab, sowie die meiner Liebe, als Ich euch an meinen Tisch setzte, um euch mit göttlichen Speisen zu erfreuen.

    52. Diejenigen, die heute durch Mich Vergebung erlangt haben, werden morgen denen vergeben, die sie verletzten, und jene, welche die Liebkosung meines Wortes empfingen, nachdem sie lange den Kelch der Bitterkeit getrunken hatten, werden später auf ihrem Wege den Herzen Trost spenden.

    53. Der Mensch hat der Natur viele Geheimnisse entrissen, und durch seine Wissenschaft hat er das menschliche Leben verwandelt. Das Licht des Wissens erstrahlt im Verstande, und jeden Tag kommt die Menschheit auf dem Wege des wissenschaftlichen Fortschritts voran, einem Ziel entgegen, das sie noch nicht zu ahnen vermag. Jedoch finde Ich im Herzen eurer Zivilisation keine Liebe.

    54. Von Zeit zu Zeit komme Ich zu den Menschen, um ihnen mein Gesetz zu bringen, um sie an meine Lehre zu erinnern, um ihnen meine Worte zu wiederholen. Denn eure Wissenschaft ohne Liebe kann nicht gut sein, euer Fortschritt kann nicht echt und dauerhaft sein, wenn er sich nicht von der Selbstsucht freimacht, um der tätigen Nächstenliebe Raum zu geben.

    55. Zwischen einem Kommen meiner Göttlichkeit und dem nächsten vergehen Tausende von Jahren, und wenn Ich Mich offenbare, geschieht es, um zu euch von ein- und derselben Liebeslehre zu sprechen. In ihr ist mein ganzes Gesetz und meine ganze Lehre zusammengefasst, wenn Ich euch sage: „Liebet einander.“

    56. An dem Tage, an dem die Menschen ihre Wissenschaft und ihren Fortschritt vom göttlichen Lichte der Liebe inspirieren lassen, werden sie aus dieser Welt ein nie erträumtes Paradies voll Leben, Licht und Gesundheit machen. Denn der selbstsüchtigen Wissenschaft von heute werde Ich nicht alle Wunder offenbaren, die Ich für die Menschheit bereithalte.

    57. In dieser Zeit sage Ich euch, dass das Böse nicht die Oberhand behalten wird, denn in meinem Werke kann das Unvollkommene nicht bestehen. Euer Geist ist geschaffen worden — damit er durch seine Entwicklung den höchsten Grad der Vollendung erreicht.

    58. Meine Jünger werden überall auf Erden erscheinen, und auf ihrem Wege wird sich der Nebel auflösen, der die Wahrheit verborgen hatte. In ihren Herzen werden meine Lehrworte eingeprägt sein, so wie in einer anderen Zeit meine Gebote in Stein gemeißelt waren.

    59. Volk, hier ist das Licht, sättige dich an ihm! Aber zerstört zuvor jenes Gewand des Materialismus, das euch eingehüllt hat und das niemals mehr euren Geist bedecken soll.

    60. Nicht die ganze Menschheit wird sich durch Vergeistigung läutern. Auch die Naturgewalten werden über die neuen Sodoms und Gomorrhas Gericht bringen, um die Erde für die neuen Generationen vorzubereiten.

    61. Jene Sintflut, welche die Erde von den menschlichen Unreinheiten säuberte, und das Feuer, das auf Sodom herabfiel, kennt ihr heutzutage als Sagen. Dennoch werdet ihr auch in dieser Zeit erleben, wie die Menschheit erschüttert werden wird, wenn die Erde unter der Gewalt der Luft, des Wassers und des Feuers erbebt. Jedoch sende Ich euch aufs neue eine Arche — welche mein Gesetz ist —, damit sich rettet, wer sie betritt.

    62. Nicht alle, die in der Stunde der Heimsuchung „Vater, Vater“ sagen, werden Mich lieben, sondern jene, die an ihren Nächsten immer meine Liebe üben. Diese werden gerettet werden.

    63. Geliebte Jünger — alle, die ihr Mir nachfolgt — machet, dass in den Schatten der Nacht eure Schritte geistig leuchten, damit sie einen Lichtpfad markieren, der jene führt, die verirrt sind.

    64. Bevor ihr daran gedacht hattet, herbeizukommen und Mir zuzuhören, bin Ich schon in euren Herzen gewesen und habe Mich mit eurem Geist in Verbindung gesetzt, denn er ist es, den Ich suche. Es ist mein Wille, dass die Menschen sich in dieser Zeit aufraffen, ihre Gleichgültigkeit aufgeben und sich von der verkehrten und unmoralischen Welt abwenden, die sie geschaffen haben. Ich will, dass ihr Jünger des Heiligen Geistes seid.

    65. Sorgt dafür, dass zwischen dem Geist und der Körperhülle Harmonie herrscht, damit ihr meine Weisungen mit Leichtigkeit erfüllen könnt. Macht den Körper in liebevoller Weise gefügig, wendet Strenge an, wenn es nötig ist. Achtet jedoch darauf, dass euch nicht Fanatismus blind macht, damit ihr dabei nicht grausam an ihm handelt. Bildet aus eurem Wesen einen einzigen Willen.

    66. Es ist nicht die Zeit, stehenzubleiben oder in Schlaf zu versinken. Erkennt, dass etwas euch wachhält, das stärker ist als ihr, sei es eine geistige Beunruhigung oder ein körperliches Leiden. Nur wach könnt ihr meine Eingebungen wahrnehmen, denn wer „schläft“, macht seinen Geist unempfänglich und kann das Licht nicht sehen noch das Leben begreifen, weil seine Augen der Wahrheit verschlossen sein werden.

    67. Es gibt viele, die nur auf ein Wort warten, um zu Mir zu kommen. Darum bereite Ich euch vor und sende euch in die Provinzen, um die Frohe Botschaft weiterzugeben. Deshalb stelle Ich die Dürstenden auf euren Weg, damit ihr ihnen dies Wasser anbietet, das in Wahrheit den Durst stillt.

    68. Ich habe euch gelehrt, nicht wie der reiche Geizhals zu handeln, der seinen Schatz vor fremden Augen verbirgt, da ihr wisst, dass diese Gabe, die ihr heute besitzt, nicht allein für euch ist, sondern für jeden, der ihrer bedarf. Es ist mein Wille, dass mein Wort auf dem ganzen Erdkreis widerhallt — zuerst durch den Stimmträger, und hernach durch meine Sendboten.

    69. Die wenigen Jahre, die noch verbleiben, um euch mein Wort zu geben, werdet ihr vorübergehen sehen, als ob sie ein Augenblick wären. Erquickt euch und hütet mein Wort, damit ihr es nach meinem Weggang in seiner vollen Reinheit bekannt macht.

    70. Wartet nicht, bis das Jahr 1950 euch in Bestürzung versetzt, weil ihr unvorbereitet seid. Legt es nicht darauf an, erst dann die verlorene Zeit wiedereinzuholen. Macht euch schon jetzt auf, nutzt und erforscht meine Unterweisungen, dann werdet ihr nicht irregehen. Bleibt beharrlich in der tätigen Nächstenliebe, seht nicht auf den Splitter im Auge eures Bruders, und wendet euch nicht ab von den „Aussätzigen“, denn Ich führe sie auf euren Weg, damit ihr sie heilt.

    71. Ich komme, um euch zu retten, um euch alle herbeizurufen. Ich will euch um mein Wort versammeln.

    72. Ich will, dass ihr mit Gehorsam und Demut bis ans Ende des Weges gelangt. Der Weg ist mit Prüfungen übersät; jede davon ist ein Schritt vorwärts zum Gipfel des Berges, oder eine weitere Stufe auf der Himmelsleiter zur Vollkommenheit. Wandelt mit dem Blick auf die Unendlichkeit gerichtet.

    73. Ich segne jene, die sich für ihre Nächsten geopfert haben — jene, welche die Lustbarkeiten der Welt verschmäht haben, um die Leidenden zu trösten. Ich will, dass im Buche der Ewigkeit eure Vorbilder niedergeschrieben bleiben, welche die Menschen brauchen, um sich aufzuraffen und Mir nachzufolgen.

    74. Ich gebe der Menschheit das Licht, denn ihre Wissenschaft wird sie nicht retten, und sie befindet sich in einem wütenden Meer. Doch Ich werde die Schiffbrüchigen retten, um sie zu Fischern zu machen, und werde ihnen ein Boot geben, damit sie den Verlorenen Hoffnung und Rettung bringen.

    75. Diese werden die Jünger der Dritten Zeit sein, die neuen Menschenfischer, die als Führer meine Unterweisung und als Vorbild und Ansporn das Leben und die Taten meiner Apostel der Zweiten Zeit haben werden.

    76. Wachet und betet, Jünger; wann immer ihr es in geistiger Verbundenheit tut, werdet ihr meinen Frieden empfinden. Wenn euch Klatsch und abfällige Urteile verfolgen, so verschließt eure Ohren, denn jene Stiche sind nicht tödlich. Wenn ihr meine göttlichen Unterweisungen befolgt, werdet ihr auf eurem Wege Beweise von Dankbarkeit und Achtung erhalten, und diese werden euch beleben und ermutigen.

    77. Je mehr ihr arbeitet, desto kürzer wird euch die Zeit und der Weg erscheinen. Wenn die Welt euch Schmerz bereitet, und ihr begreift, dass es in ihr niemanden gibt, der euch tröstet, dann legt eure Klage bei Mir nieder, und Ich werde euch trösten.

    Ihr alle tragt mein Licht im Gewissen, jenen göttlichen Funken, der niemals erlischt. Aber während jenes Licht das Herz der einen erleuchtet, finde Ich das der anderen, die jenem Lichte gegenüber widerspenstig gewesen sind, in Finsternis gehüllt. — Ich empfange alle, und heiße euch an diesem Tisch der Liebe willkommen. Wenn ihr diesen Wein zu euch nehmt und dies Brot esst, sollt ihr euch an meine Lehrworte erinnern.

    78. Labt euch an diesem Festmahl, denn nicht immer werdet ihr es genießen. Stillt euren Hunger und Durst für immer, denn sehr bald müsst ihr die langen Wege zurücklegen und werdet Mut und Stärke des Körpers und des Geistes benötigen.

    79. Wie ein Dieb bin Ich in dieser Zeit in euer Herz gekommen und habe die einen überrascht und die anderen erweckt, indem Ich zu euch sprach: Siehe, hier ist euer Meister, hört auf Ihn und reinigt euer Leben, damit ihr mit euren Werken Zeugnis von meinem Kommen ablegt. Wenn es nicht also geschieht, wird mein Wort und meine Kundgabe durch das menschliche Verstandesorgan verspottet und geleugnet werden. Machet, dass eure Werke in den Sündern Reue auslösen, und dass ihre Lippen, die nur Lästerung gekannt haben, meinen Namen mit Liebe aussprechen.

    80. Ich lege mein Wort auf eure Lippen, damit ihr den Verlorenen rettet.

    81. Obwohl die Menschen aus der Erde eine Welt des Unrats und der Übeltaten gemacht haben, soll sie sich durch eure Anstrengung und eure Verdienste in eine Welt des Friedens und der Vergeistigung verwandeln, und ihr werdet in jedem Augenblicke meine Hilfe bei diesem Werke haben.

    82. Wehe der Menschheit, wenn in ihrem Herzen nicht endlich die Barmherzigkeit und tätige Nächstenliebe aufbricht! Wehe den Menschen, wenn sie nicht endlich volle Erkenntnis ihrer bösen Werke erlangen! Ihre eigene Hand entfesselt über ihnen die Wut der Naturgewalten und versucht auf die Nationen den Kelch des Schmerzes und der Bitterkeit auszugießen. Selbst wenn sie das Resultat ihres Wirkens ernten, werden manche noch immer sagen: Es ist die Strafe Gottes.

    83. Ich habe euch nur Beweise der Liebe gegeben. Ich sandte euch zur Erde, die wie eine fruchtbare, liebevolle und zärtliche Mutter war. Ich gab euch das Feuer des Lebens, die Luft, welche Odem des Schöpfers ist, und das Wasser, das Fruchtbarkeit und Erfrischung bedeutet. Doch alles habt ihr verwendet, um Zerstörung und Tod zu säen. Alles ist entweiht worden und wird es noch mehr werden. Eure Flüsse werden von Blut sein, euer Feuer der Vernichtung dienen, die Luft wird vom Hauch des Todes geschwängert sein, und die ganze Erde wird sich in Krämpfen schütteln. In der Stunde des Gerichts werden viele zu Mir sagen: „Herr, vergib, ich hatte eine dunkle Binde vor meinen Augen.“

    84. Ich werde ihnen vergeben und werde sie wissen lassen, dass in dieser Zeit niemand unwissend im Geiste ist.

    85. Als Eigentümer alles Geschaffenen werde Ich von euch über alles, was auf der Erde geschah, Rechenschaft fordern. Dann werdet ihr erfahren, wie meinem durchdringenden Blicke nichts entgeht, und nichts aus dem Buche des Wahren Lebens gestrichen wird.

    86. Lasst zu, dass der Meister in euer Herz einzieht, ladet Mich ein, in euer Heim einzutreten, lasst Mich bei euch leben.

    Folgende Worte gelten allen Völkern der Erde:

    Habt Erbarmen mit euren Brüdern und mit euch selbst und beseitigt die Bedrohung, die über der Menschheit schwebt. Mit ein wenig gutem Willen werdet ihr selbst in den schwierigsten Augenblicken den Frieden erreichen können!

    87. Seit langem schon klopfe Ich an eure Tür. Erkennt mein Klopfen an seiner sanften Art; überlasst euch nicht dem geistigen Schlaf, damit — wenn ihr endlich öffnet, es nicht die Hand des Todes ist, die anklopft. Die von Christus, von seinem Apostel Johannes und von den Propheten angekündigten Zeiten sind gekommen. In den Augen der Menschen haben diese Zeiten lange auf sich warten lassen. Ich aber sage euch, dass — von der Ewigkeit aus betrachtet — nur ein Augenblick vergangen ist. Erinnert euch, dass euch gesagt wurde, dass jene, die meinem Liebesgesetz bis ans Ende treu bleiben, gerettet würden.

    Wachet, betet und bleibt im Guten beharrlich, damit ihr nicht in diesem von Leidenschaften, Verzweiflung und Tod aufgewühlten Meere zugrunde geht. In der Stunde des Gerichts ist mein göttliches Gesetz bei allen, meine Liebe steht euch ewig bei.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 56

    1. Mit Jubel in meinem Geiste sehe Ich euch meinem Worte lauschen. In Scharen kommt ihr zu diesen Versammlungsstätten, um euch an meinen Lehren der Liebe zu erquicken. Nicht alle kommen, um Mich zu hören, die meisten kommen in der Hoffnung auf Linderung eines Leidens oder Befreiung von einem Herzeleid. Viele sind gerufen, doch wenige sind es, die Mir nachfolgen. Es sind hier viele von denen, die in der Zweiten Zeit gerne die Stimme des Rabbi gehört hätten und keine Gelegenheit hatten, Ihn kennenzulernen. Auch solche sind zugegen, die Ihn hätten hören können, dies aber nicht wollten. Die einen und die anderen hören in dieser Zeit begierig mein Wort und warten nicht, bis Ich es zurückziehe, um später von neuem ihre Nachlässigkeit zu beklagen. Ich rede daher nicht ins Leere. Auch wenn viele mein Wort nicht interessiert, gibt es doch einige meiner Kinder, die es wie ein Juwel von unschätzbarem Werte zu hüten verstehen, um es der Menschheit bekannt zu machen, wenn der Augenblick dafür gekommen ist.

    2. Mit Barmherzigkeit und Liebe bin Ich zu allen gekommen und habe meine Gegenwart in vielen Formen fühlbar gemacht. Die einen haben Mich mit ihrem geistigen Gesicht erblickt, andere fühlen meine Kraft, die ihr Wesen erbeben lässt, andere werden vom geistigen Sinn meines Wortes tief bewegt, wieder andere fühlen, wie der Friede meines Geistes ihr Herz umfängt. Die Kranken erleben, wie sie bei meinen liebkosenden Worten von ihren Übeln genesen, und die Sünder fühlen sich von einem durchschauenden und eindringlichen Blick betrachtet, der in ihren Geist dringt. Da habt ihr gesagt: Der Herr ist bei uns.

    Als meine Jünger Mich in der Zweiten Zeit fragten, ob Ich wiederkommen würde, gab Ich ihnen das Versprechen, von neuem unter der Menschheit zu sein, und sagte ihnen, welches die Zeichen wären, die die Zeit meiner Wiederkunft kennzeichnen würden. Viele Jahrhunderte vergingen, bis diese Zeichen erschienen, die meine neue Offenbarung ankündigten — so, wie ihr sie heute erfüllt seht. Wenn Ich nach 1800 Jahren, die für die Menschheit ein Zeitalter dargestellt haben, euch mein Versprechen treu erfüllt habe — glaubt ihr da, dass jetzt, wo Ich euch mein Scheiden für 1950 angekündigt habe, der Herr sein Wort nicht einhalten wird?

    3. Als die Theologen und die Menschen, welche die Schriften der vergangenen Zeiten studierten, die Zeichen erfüllt sahen, mit denen Ich euch meine Wiederkunft und meine Gegenwart unter euch ankündigte, und als sie sahen, dass die Zeit verstrich, ohne dass sie Mich kommen sahen, schlossen sie traurig ihre Bücher, weil sie glaubten, sich hinsichtlich der Zeit und der Zeichen geirrt zu haben, ohne zu wissen, dass sie das Richtige erkannt hatten. Sie wussten nicht, dass Ich gegenwärtig bin und in dieser Form zu euch spreche. Doch Ich sage euch, dass sehr bald — wenn die Beweise, dass Ich bei euch war, der Menschheit bekannt sind, alle werden feststellen können, dass meine Kundgebung gerade in jenem Zeitabschnitt stattfand, in welchem die Weissagungen in Erfüllung gehen sollten. Welche Freude wird in vielen Herzen sein, und welches Interesse wird es geben, meine Jünger zu befragen und ebenso die neuen Schriften zu erforschen!

    4. In dieser Zeit waren nicht nur einige wenige die Zeugen meiner Offenbarung, es waren Tausende und Abertausende von Menschen, die ihr Herz aus Liebe oder aus Furcht pochen fühlten, als sie mein Wort vernahmen. Viele von ihnen werden meine treuen Zeugen und meine guten Jünger sein, die Mich nicht verlassen werden, wenn mein Wort vor Tribunalen und Konzilien gerichtet wird, und die meine Wahrheit mit ihren Werken der Liebe bezeugen werden.

    5. Wahrlich, Ich sage euch, unter diesen Menschenscharen hier gibt es nicht einen, den der Zufall hergeführt hat. Aufs neue versichere Ich euch, dass sich kein Blatt vom Baume ohne meinen Willen bewegt. Im Leben eines jeden von euch gibt es einen Grund, weshalb ihr herbeigekommen seid, um mein Wort zu bezeugen. Ihr kommt von verschiedenen Wegen, aus verschiedenen Sekten, Religionsgemeinschaften und Lehren, wobei ihr an den Steinen des Weges gestrauchelt seid und in eurem Geiste das Licht der Erfahrung angesammelt habt.

    6. Wenn ihr hierherkommt, fühlt ihr eine unbekannte Kraft, ein unerklärliches Fluidum, und ihr fragt euch: Was mag das sein? Woher stammt dieses Wort, das tief bewegt, und dieser Friede, der das Herz durchströmt? Ich habe euch geantwortet: Es ist euer Vater, der euch stärkt. Doch Ich nötige euch nicht, an meine Gegenwart in dieser Form zu glauben, und es ist auch nicht nötig, euch zum Glauben zu zwingen, da Ich ja offenbar und spürbar bei euch bin und schon eine Spur von Feinfühligkeit genügt, um Mich wahrzunehmen.

    7. Dies ist die Zeit, euch begreiflich zu machen, dass der Gebrauch, den ihr von eurer Willensfreiheit gemacht habt, falsch ist, und dass euch jetzt die Durchführung einer geistigen Mission unter der Menschheit erwartet. Seht, Ich richte eure vergangenen Werke nicht, um euch dann zu sagen, ob ihr würdig seid, diesen Auftrag zu empfangen, oder nicht. Denn es ist nicht der Zufall, der euch in diese Welt gebracht hat, es ist mein Wille gewesen.

    8. Denkt über euer Schicksal nach, fragt nach dem euch Unerklärlichen, und Ich werde euch antworten. Niemand, der an meine geheime Herzenskammer Fragen gestellt hat, ist ohne Antwort geblieben. Denn in jenem Augenblicke wird das Licht eures Gewissens erstrahlen und die großen Gaben offenbaren, die ihr von eurem Herrn empfangen habt.

    9. Ich möchte sehen, dass ihr euren Geist erhebt und in der Unendlichkeit meine Weisheit sucht. Nehmt euch hierin die Schriftsteller und die Wissenschaftler zum Vorbild, die Ich inmitten der Nacht überrasche, während die einen Inspiration und die anderen Antwort auf die grundlegenden Fragen der Natur suchen. Ich will euch (damit) nicht sagen, dass ihr auf dieser Erde die Gelehrsamkeit suchen sollt, die euch Ruhm bei den Menschen bringt. Ich will, dass jene Erhebung und jene Größe innerlich ist und dass alles, was ihr in eurem Kampfe und Studium erreicht, eine Frucht des Lebens und der Liebe für eure Brüder ist.

    10. Wenn Ich Mich den Wissenschaftlern nahe, die in ihre Überlegungen versunken und im Studium alt geworden sind, frage Ich sie: „Weshalb plagt ihr euch so sehr? Für wen kämpft und leidet ihr so?“ Doch es hat nicht einen gegeben, der Mir gesagt hätte: „Meister, ich kämpfe aus Liebe zur Menschheit.“ Sie lieben die Wissenschaft, und ihr opfern sie ihr Leben. Doch jenen, welche von edlen Zielen beseelt zu fragen verstanden, sind große Erkenntnisse offenbart worden, die der Menschheit immer eine süße Frucht geschenkt haben; dies ist ein Beweis dafür, dass Der, welcher jenes Licht inspirierte, Ich gewesen bin. Doch jene, die die Natur ohne Liebe und ohne Achtung ausgeforscht haben, sind am Anfang des Weges steckengeblieben oder sind ins Verderben gestürzt, da es nicht das Gute war, von dem sie inspiriert wurden, sondern die Eitelkeit, der Hass und der Ehrgeiz.

    11. Doch so, wie dem Menschen die Wissenschaft offenbart wird, so gebe Ich ihm auch das Licht für den Geist durch Inspiration. Auf diese Weise sprach Ich zu den Patriarchen der ersten Zeiten, ebenso inspirierte Ich Moses, den Ich zum Stimmträger meines Wortes machte, um zu meinem Volke zu sprechen, und Ich diktierte ihm Gesetze und Lebensregeln, die er niederschrieb, damit sie verewigt würden und die späteren Generationen sie kennenlernten.

    12. Nachdem Christus auf der Erde gewesen war, erleuchtete Er vier Apostel seiner Lehre und gewährte ihnen, dass sie sich in ihrer geistigen Betrachtung und Verzückung seines göttlichen Wortes erinnerten, damit sie der Menschheit das hinterließen, was ihr Geist mittels ihres Verstandes zu empfangen vermochte. Es waren Markus, Lukas, Matthäus und Johannes.

    13. Der Tag wird kommen, an dem die Bücher als unnütz ins Feuer geworfen werden, was geschehen wird, wenn ihr geistiger Gehalt in eurem Herzen lebt und ihr das Gesetz, das sie enthalten, befolgt. Doch zuvor wird dieses letzte Testament — als Ergebnis eines Kampfes — mit den zwei ersten vereinigt werden, wie es mit dem ersten und dem zweiten geschah.

    14. Heute habe Ich Mich nicht darauf beschränkt, nur von der Gegenwart zu euch zu sprechen. Viel habe Ich zu euch über die vergangenen Zeiten gesprochen und habe euch sogar im voraus Prophezeiungen über die Zukunft gegeben. Ich habe euch enthüllt, was man euch verborgen hatte, habe das richtiggestellt, was verfälscht worden ist, und habe euch zukünftige Ereignisse offenbart.

    15. Wohl denen, die sich zurüsten, denn morgen werden sie diese Unterweisung mit gutem Willen zu lesen verstehen, die von der Bestimmung der Menschheit, von der Zukunft der Nationen und dem Sieg des Lichtes zu euch spricht, welcher der der Liebe, des Friedens und der Gerechtigkeit ist. Diese Lehre wird den Menschen wahrhaft frei machen; denn als er sich für frei hielt, und dabei vor seinem Gewissen und meinen Gesetzen floh, hat er nicht gewusst, dass er Eigenschaften, Fähigkeiten und Gaben in sich trägt, die er nicht zu entwickeln verstand, weshalb er, statt frei zu sein, Sklave seiner selbst, Sklave seiner Unwissenheit gewesen ist. Wie könnte eine solche Menschheit in ihrem Herzen den Frieden meines Reiches fühlen und Mich in ihrem Herzen tragen, wenn der Verstand der Menschen durch ehrgeizige, materialistische Ziele verdunkelt ist, wenn ihr Herz für menschliche Leidenschaften schlägt, und ihr Geist vermaterialisiert ist?

    16. Diese Menschheit ist geistig tot; doch Ich, der Ich die Macht habe, Tote zu erwecken, rufe sie ins Leben zurück und bahne ihr den Weg in eine Zeit, in der die Menschen ihren Geist frei machen, seine Gaben erkennen und durch sie Fortschritt und Höherentwicklung erreichen.

    17. Heute beginnt ihr von allen Fähigkeiten des Geistes Gebrauch zu machen. Dies wird euch aus dem Abgrund emporheben.

    18. Hier ist ein Volk, das mit Anteilnahme nach meinem Wort verlangt und meine Unterweisungen sammeln will, weil es weiß, dass die Zeit meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesorgan kurz ist.

    19. Nutzt meinen Unterricht, o Jünger! Geht hernach ohne Furcht hinaus, mein Wort und meine Lehren unter den Menschen zu verbreiten. Seid nicht verzagt angesichts derer, die eure Mission mit Theorien zu entkräften versuchen.

    20. Die Menschheit sucht, ohne zu wissen, was sie will. Heute komme Ich, um euch zu sagen: Ich bin das, wonach ihr sucht. Wer wünscht sich nicht sehnlichst den Frieden? Wer sehnt sich nicht danach, die Wahrheit zu erkennen? Wer möchte nicht seine Gesundheit erhalten?

    21. Ihr müsst Mich suchen, denn der Friede ist nicht auf der Erde, und es fehlen Menschen guten Willens. Doch meine Gerechtigkeit ist herabgekommen, der Tag des Herrn ist da.

    22. Wenn der Mensch meinen Willen tut, werden selbst die Naturgewalten sich als Diener vor ihm beugen. Solange der Mensch in seinem Ungehorsam verharrt, werden die Elemente entfesselt sein und ihn so seinen Mangel an Harmonie mit allem Geschaffenen erkennen lassen.

    23. Ich komme nicht als Gegner meiner Kinder. Ich komme nur, um die Sünde zu zerstören, damit ihr mein Licht erkennen könnt.

    24. Bete, Volk, und ich versichere dir, dass Ich deine Opfergabe annehmen werde — nicht die materielle, sondern jene, die euer Geist Mir gibt.

    25. Meine Gerechtigkeit ist in jedem Herzen, sowohl in dem, das Mir seine Türen öffnet, als auch in dem, das sie meinem Rufe verschließt. Mein Blick ist durchdringend und vermag alles in ihnen zu entdecken, was sie bergen. In einigen habe ich die Opfergabe ihrer Liebe und ihrer Demut gefunden, in anderen die Wonne, bei Mir zu sein, und ihre Dankbarkeit für die empfangenen Wohltaten. In den einen entdecke Ich Hoffnung, in anderen Schmerz. Doch wahrlich, Ich sage euch, mein Altar wird in jedem Augenblicke mehr von Tränen als von Opfergaben bedeckt.

    26. Hier bei Mir reinigt ihr euch von jedem Schandfleck. Ach, wenn ihr doch diese Reinheit während eures ganzen Lebens zu bewahren vermöchtet! Aber diese Atmosphäre der Vergeistigung und der Brüderlichkeit, die ihr in diesen Stunden der Gemeinschaft und der Unterweisung schafft, herrscht nicht in der Welt. Die Luft, die ihr atmet, ist durch die Sünde vergiftet.

    27. Doch ihr habt empfunden, wie in dem Maße, in dem ihr euch meine Lehre zu eigen macht, allmählich Glied für Glied der Kette von euch abfällt, die euch an die Welt schmiedet.

    28. Ich richte euch. Doch seht, wie gütig das Wort eures Richters ist. Erkennt, dass Ich euch statt einer Verurteilung meine Vergebung schenke, damit ihr fortan nicht mehr sündigt. Ihr selbst seid es, die sich ihr Urteil sprechen, wenn ihr erkennt, dass es gerecht ist, dass der Schmerz euch heimsucht. Dann segne Ich diese Reue und befreie euch mit meiner Unterweisung vom Kelch des Leidens. Dies ist der Weg Gottes, folgt Mir auf ihm.

    29. Wer auf die Stimme seines Gewissens hört, erkennt und begreift seine Verfehlungen und nimmt zugleich seine Sühne an. Doch wer die Schwere seiner Vergehen nicht begreift, wird nicht fähig sein, sich von seinen Schandflecken zu befreien, und solange dies nicht geschieht, kann er nicht zu mir kommen.

    30. Flucht nicht gegen den Schmerz. Das, was ihr zunichte machen müsst, ist die Sünde. Der Schmerz hat euch immer dazu gedient, euch in eurem atemberaubenden Lauf in den Abgrund aufzuhalten.

    31. Heute seid ihr keine kleinen Kinder mehr und könnt den Sinngehalt meiner Unterweisungen verstehen. Auch wisst ihr, dass euer Geist nicht zugleich mit dem Körper, den ihr besitzt, entstand, und dass der Ursprung des einen nicht der des anderen ist. Jene Kindlein, die ihr in euren Armen wiegt, tragen in ihren Herzen Unschuld, doch in ihrem Geist bergen sie eine Vergangenheit, die zuweilen länger und unheilvoller ist als die seiner eigenen Eltern. Wie groß ist die Verantwortung derer, die jene Herzen pflegen sollen, damit deren Geist Fortschritt auf seinem Entwicklungswege erreicht.

    32. Blickt deswegen nicht mit weniger Liebe auf eure Kinder. Bedenkt, dass ihr nicht wisst, wer sie sind, noch was sie getan haben. Vermehrt vielmehr eure Zuwendung und Liebe ihnen gegenüber und dankt eurem Vater, dass er seine Barmherzigkeit in euch gelegt hat, um euch zu Führern und Beratern eurer geistigen Geschwister zu machen, hinsichtlich deren Körper ihr dem Blute nach vorübergehend Eltern seid.

    33. Auch ohne diese geistigen Kenntnisse zu haben, stehen sich die Menschen gegenseitig auf ihrem Entwicklungswege bei, denn der Weg zur Vollkommenheit ist für alle geschaffen und wird von allen bis zum Ende durchlaufen werden, selbst von jenem, den ihr sehr fern von meinem Gesetze glaubt. Könnt ihr euch vorstellen, dass irgendjemand von euch nicht zu Mir kommt, selbst wenn die Ewigkeit über ihn hinweggeht? Könnte der vollkommene Vater irgendeines seiner Kinder vernachlässigt haben?

    34. Jünger, glaubt ihr also, dass dem Geistwesen ein einziges Erdenleben genügt, um seine Aufgabe zu vollenden und sich zu vervollkommnen? — „Nein, Meister“, sagt ihr Mir mit innerster Überzeugung.

    35. Dies ist die „Auferstehung des Fleisches“; doch nicht in der Form, in der sie von den Menschen aufgefasst wurde. Wenn das Fleisch starr geworden ist, kommt es in das Innere der Erde, während der Geist ins Jenseits abscheidet und wartet, bis meine Gerechtigkeit ihn zur Einkörperung in einen neuen Körper aussendet. Auf diese Weise vereinigen sich Geist und Materie wieder in dieser Welt, doch nicht im Geistigen Tale.

    36. Weil der Vater euch mehr als eine Gelegenheit für die Erfüllung eurer Aufgabe gewährt, sollt ihr (dennoch) die, die ihr jetzt habt, nicht ungenutzt lassen, denn niemand kennt die Zahl der Erdenleben, die meine Gerechtigkeit ihm zuweist. Darum soll sich sowohl der Greis, als auch der junge Mann und das Kind beeilen, die Aufgabe zu erfüllen, die ihnen angewiesen worden ist, um ihre Schuld zu begleichen.

    37. Auch sage Ich euch, dass dies die Zeit der Auferstehung der Toten ist, denn dieses mein Licht wird den Glauben derer entzünden, die in der Finsternis der Gewissensbisse, der Verzweiflung und des bitteren Leides zugrunde gingen.

    38. Das Sechste Siegel ist gelöst und das Buch vor euch aufgetan. Der Leuchter erhellt das Universum, und das Göttliche Wort, symbolisiert durch eine Feuerzunge, spricht zu euch aus der Unendlichkeit. Es ist die Stimme des Lammes, welches in der Zweiten Zeit geopfert wurde, das die Menschen überrascht, sie erleuchtet und sie zum Leben der Gnade erhebt.

    39. Lebt wachsam, denn bald werden viele Propheten auftreten, und es ist notwendig, dass ihr die wahren von den falschen zu unterscheiden versteht.

    40. Die Menschen, deren Auftrag es ist, auf der Erde Gerechtigkeit zu schaffen, und die als Werkzeuge meiner Göttlichkeit verwendet werden, werden alle jene zurechtweisen, die sie bei einer Falschheit ertappen, einen jeden, der mit meiner Unterweisung ein Geschäft macht und der hinter einer Maske von Heiligkeit seine Ruchlosigkeit verbirgt.

    41. Wehe jenen, die, während sie versprechen, die Menschen zur Seligkeit zu führen, diese in Krieg und in Verwirrung stürzen!

    42. Ich will, dass meine Jünger sich zu erkennen geben, indem sie Kranke heilen, Verlorene retten, Schwache wiederaufrichten. Um diese heilige Mission zu erfüllen macht euch frei vom Unnützen, gebt jeden zwecklosen irdischen Zeitvertreib auf, betrügt nicht euer Herz oder eure Sinne mit falschen Schönheiten oder schädlichen Eindrücken.

    43. Erhebt euren Geist, damit ihr nur am Ewigen, Schönen und Guten Gefallen findet. Wenn es nicht so sein sollte, wird euer Geist — vermaterialisiert durch das Leben, das ihr geführt habt — viel leiden, um sich von seinem Körper und allem, was er zurücklässt, zu lösen, und er wird eine Zeitlang in Verwirrung und bitterem Schmerz in den (geistigen) Räumen umherstreifen, bis er seine Läuterung erreicht.

    44. Lebt in meinem Gesetze, dann braucht ihr den Tod nicht zu fürchten. Doch ruft oder wünscht ihn nicht vor der Zeit. Lasst ihn kommen, denn er gehorcht immer meinen Befehlen. Sorgt dafür, dass er euch vorbereitet findet, dann werdet ihr in die Geistige Welt als Kinder des Lichtes eingehen.

    45. Setzt euch heute an meinen Tisch, esst, damit dies Brot euch umwandelt und ihr es später dem anzubieten versteht, der seiner bedarf.

    46. Heute bringt ihr die zu meinem Worte, die ihr auf eurem Wege ohne Gesundheit, ohne Frieden und ohne Ideal findet. Morgen, wenn meine Stimme nicht mehr in dieser Form zu hören ist, werdet ihr es sein, die ihre Brüder empfangen und mit dieser Lebensessenz nähren sollen.

    47. Nichts ist dem Zufall überlassen worden, alles ist also nach meinem Willen geschehen. In der Bestimmung, die Ich euch zuweise, liegt meine Gerechtigkeit. Wenn ihr den Weg mit Dornen besät findet — wahrlich, Ich sage euch, es war nicht mein Wille, der sie daraufstreute, um eure Füße zu verwunden; doch sollt ihr auf dem Pfade voll Ergebung vorwärtsgehen und euch bewusst sein, dass jene Leiden, die ihr erduldet, euren Geist von Flecken befreien.

    48. Wenn diese Ergebung in eurem Herzen geboren wird, werdet ihr fühlen, wie meine Barmherzigkeit euren Weg ebnet.

    49. Ihr, die ihr jetzt mein Wort vernehmt, empfangt es als Balsam auf euren Wunden. Doch begnügt euch nicht damit, meine Wohltaten zu empfangen, ohne in den Sinngehalt meiner Lehre eindringen zu wollen; denn der Augenblick wird kommen, an dem ihr dies Wort nicht mehr hören werdet, und wenn ihr euch nicht vorzubereiten verstandet, um euch in den kommenden Zeiten von Geist zu Geist (mir Mir) zu verbinden, werdet ihr euch verwaist fühlen.

    50. Ich will, dass ihr in dem Kampfe, der sich naht, der starke Soldat seid, der seine Sache verteidigt, damit er im Leben wie Jakob „das starke und kluge Israel“ genannt werden kann; dass ihr bereit seid, auf den Ruf des Vaters hin immer herbeizueilen und Ihm zu antworten.

    51. Schwankt nicht zwischen Zweifel und Glaube hin und her, denn dann können eure Schritte niemals sicher und eure Entschlüsse niemals fest sein. Fordert auch nicht Beweise von Mir, um zu glauben, denn ihr wisst nicht, in welcher Form meine Gerechtigkeit euch diese Beweise geben könnte.

    52. Ahnt ihr nicht eine unsichtbare Hilfe, die jene aufrichtet, die in den Morast gefallen waren? Seht ihr nicht die großen Scharen, die krank herbeikommen, und die die Gesundheit und Lebensfreude zurückgewinnen? Bemerkt ihr nicht, wie die Parias des Lebens in meine Gegenwart kommen und — wenn ihnen die Gaben offenbart werden, die sie besitzen — sie von den Menschenmengen gesucht und sogar bewundert werden?

    53. Entdeckt alle Beweise, die Ich euch von meiner Macht und meiner Gegenwart gegeben habe, und ihr werdet überzeugt sein, dass Ich jedem ein Wunder gewährt habe, damit er an mein Kommen in dieser Zeit glaubt.

    54. Begreift: Wenn ihr eure Schritte zu dem dichtbelaubten Baume gelenkt habt, werdet ihr unter seinem Schatten die allmächtige Stimme eures Vaters hören. Die Jünger sollen meine Gegenwart nutzen und Mich fragen, ob die Frucht, die sie nach und nach ernten, erlaubt und meiner Göttlichkeit wohlgefällig ist. Darauf antworte Ich euch: Wenn ihr meinen Samen gesät habt, werdet ihr eine gute Ernte einbringen.

    55. Warum leben manche in so großer Trägheit dahin? Steht auf, erkennt, wie die Augenblicke verstreichen, ohne dass ihr sie nützt. Jetzt ist noch Zeit. Nehmt euch nicht vor, ans Werk zu gehen, wenn eure Zeit schon knapp ist; denn dann werdet ihr versuchen, den Weg mit Riesenschritten zurückzulegen, und werdet nichts Gutes erreichen und nichts ernten können, weil die Saat Zeit braucht zum Keinem, die Pflanzen zum Wachsen, und die Frucht zum Reifen.

    56. Schon nähert sich das Jahr 1950, in welchem Ich mein Wort zurückziehen werde. In jenem Jahre werde Ich das letzte meiner Kinder kennzeichnen, und die Zahl der Hundertvierundvierzigtausend wird dann voll sein. Diejenigen, die mein Wort vernommen haben und ihre Gaben und Aufträge kennen, und die diese Gnade genutzt haben, werden sich sicher fühlen. Doch jene, die dies Werk nicht begreifen wollten, werden viel zu leiden haben, werden viele Verdienste und Opfer zu erbringen haben, um die Höhe zu erreichen, in der mein Friede wohnt, der wie eine Pforte ist, die sich vor dem Geiste auftut.

    57. Ihr, die Jünger der Dritten Zeit, die ihr den Heiligen Geist kommen saht, seid diejenigen, die unter diesem Lichte die gegenwärtigen, die vergangenen und einige der zukünftigen Unterweisungen verstehen. Zweifelt nicht, dass dies eine Zeit der Aufklärung ist; doch seid nicht zu selbstsicher. Seht, wie die Begabung des Wissenschaftlers wie nie zuvor glänzt. Seht das Kind, wie viel es von den ersten Schritten an versteht. Erkennt, was rings um die Erde vor sich geht. — Noch seid ihr Schiffbrüchige, die auf der Suche nach (anderen) Schiffbrüchigen sind, die inmitten eines wütenden Meeres Hilferufe ausstoßen.

    58. Studiert mein Wort eingehend, damit ihr eine wahre Kenntnis von ihm erlangt und nicht jeder aus meiner Lehre eine andere Theorie bildet. Erwartet nicht die Zeit der Verfolgung, ohne Waffen zu haben, mit denen ihr euch verteidigt. Jene Waffen werden eure Art zu leben, euer Wort und eure Gottesverehrung sein.

    59. Ich verlange nicht von euch, dass ihr unfehlbar seid, denn der einzige Unfehlbare bin Ich. Was Ich jedoch von euch verlange, ist Aufrichtigkeit und guter Wille bei allen euren Handlungen. Das übrige wirke Ich, um euer Werk zu vervollständigen und zu vervollkommnen; denn so, wie eure Werke sind, so wird euer Lohn sein.

    60. Wenn jemand von euch Neid auf seinen Bruder fühlt, weil er meint, der Meister liebe ihn mehr, und beide einen Platz zu meiner Rechten beanspruchen sollten, würde Ich ihnen sagen, dass Ich euch nicht zu meiner Rechten setzen darf. Dies ist etwas, das jeder durch seine eigenen Verdienste erarbeiten muss. Wahrlich, Ich sage euch, Ich könnte ein Kind nicht mehr lieben als ein anderes.

    61. Von meinen Aposteln der Zweiten Zeit liebte Ich Judas nicht weniger als Johannes. Jene Geister waren Tropfen des unendlichen Ozeans meiner Liebe, und als sie zum Vater zurückkehrten, wusste Er allein in seinen hohen Ratschlüssen, was jeder für sich erworben hatte.

    62. Damit die Menschheit in dieser Zeit aufbrechen kann, um Mir nachzufolgen, sie in die Geheimnisse eindringen kann, die Ich euch erklärt habe, und von Licht erfüllt werden kann, ist es notwendig, dass sie im Geiste, im Denken und in ihrem Wollen Freiheit besitzt. Und darum bin Ich gekommen, die Geister von ihrem Joch zu befreien, und habe begonnen, Throne und Reiche zu stürzen, um Zepter und Kronen zu Fall zu bringen. Seid frei, sucht nicht hier euer Reich oder euren Himmel. Macht die einfachen Leute nicht zu euren Sklaven, und seid nicht Sklaven der Eitelkeit. Erinnert euch, dass Ich euch sagte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt, hier sind nicht mein Thron und meine Heerscharen.“ Ebenso wenig ist hier das Reich eures Geistes und sein Lohn.

    63. Mit Wahrheit sprach Ich zu euch, und mit Wahrheit spreche ich derzeit zu euch. Nach einer so langen Zeit, in der Ich euch große Offenbarungen gegeben habe, wäre es nicht recht, wenn ihr Mich wie Pilatus fragtet: „Was ist Wahrheit?“

    64. Wollt ihr zu Mir kommen? Sehnt ihr euch danach, eines Tages dahin zu gelangen, wohin jene gekommen sind, die Mir nachgefolgt sind? — Alles, was ihr benötigt, um euer Verlangen zu stillen, habe Ich euch schon gegeben. Wenn Ich einst Mensch wurde und jetzt im Geiste zu euch spreche, geschah es, um euch den Weg zu weisen, der zur Vollkommenheit führt. Ich bin Das Ewige Wort, das euch sagt: Hört auf Mich, denn 1950 ist nicht mehr fern, und dann wird es euch so vorkommen, als ob sich die Pforten des Himmels geschlossen hätten.

    65. Ich sagte euch einstens: „Wer den Sohn kennt, kennt den Vater.“ Jetzt füge Ich hinzu: Wer den Sohn kannte und durch Ihn den Vater, kennt den Geist der Wahrheit, der heute zu euch spricht.

    66. Kommt in voller Erkenntnis eurer Aufgabe zum Schoße des Sechsten Siegels. Ruft Mich, und Ich werde kommen, um zu euch zu sprechen; doch tut dies nur bis zum Jahre 1950, in welchem nach meinem Willen das Ende meiner Kundgabe mittels des menschlichen Verstandesorgans festgesetzt ist.

    67. Ich empfange sowohl den, der meinen Namen in seinem Herzen preist und meine neue Offenbarung segnet, als auch den, der nur herbeikommt, um mein Wort zu beurteilen — in der Erwartung, Irrtümer in ihm zu finden, um es zu verleugnen. Für alle halte Ich eine Lektion bereit. Ich spreche zum Herzen des Kindes und zu dem des Greises, zum Herzen des Mannes und zu dem der Frau, Ich spreche zum Philosophen und zum Wissenschaftler. Niemand geht unbeachtet an meiner Weisheit vorüber. Darum sage Ich den Menschen: Entnehmt meinem Worte das, was jedem einzelnen zugedacht ist.

    68. Einst sagte Ich euch: „Ich bin der Weg.“ Erst später habt ihr begriffen, was Jesus mit jenen Worten sagen wollte, da ihr verstanden habt, dass „der Weg“ das Göttliche Gesetz der Liebe ist.

    69. Heute sage Ich euch wiederum: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“, und wenn ihr den Wesenskern meines Wortes in dieser Zeit sucht, werdet ihr in ihm das ewige Gesetz der Liebe finden, eben jenen Weg, den Ich euch auf Erden vorzeichnete.

    70. Damals glaubten viele, dass Christus den Weg verfehlte und das Gesetz verfälschte. Daher bekämpften und verfolgten sie Ihn. Doch die Wahrheit setzt sich wie das Licht der Sonne gegen die Finsternis immer durch. Jetzt wird mein Wort von neuem bekämpft werden, denn manche glauben in seinem Sinngehalt Widersprüche, Unklarheiten und Irrtümer zu finden. Aber sein Licht wird erneut in die Finsternisse dieser Zeit hineinleuchten, und die Menschheit wird erkennen, dass der Weg und das Gesetz, das Ich euch offenbart habe, das gleiche wie in jener Zeit ist und es immer sein wird.

    71. Hört Mich in dieser Zeit, damit ihr die göttliche Unterweisung nutzt. Wiederholt nicht, was viele in der Zweiten Zeit taten: Während sie Jesus zuhörten, verspotteten sie Ihn; doch als sie die Wundertaten des Meisters am Kreuze und noch nach dem Tode sahen, wurden sie von Gewissensbissen und Furcht erfüllt, weil sie begriffen, dass Gott durch die Welt gegangen war. Weiß etwa jemand, ob nicht diese Jünger, durch die Ich Mich kundtue, jene waren, die Mich damals am meisten verkannten und verspotteten? Seht sie jetzt, wie sie das Urteil, den spöttischen Blick und den Hohn der Menge ertragen! Nennt dies nicht Vergeltung, es ist Gerechtigkeit, und es ist notwendig, dass der, welcher aus Unwissenheit fehlt, dies an sich selbst erfährt und durchlebt, damit er später seinen Irrtum zu begreifen vermag.

    72. Wisst ihr etwa, ob nicht diese Stimmträger in einer anderen Zeit zu jenen gehörten, die sich danach sehnten, meine Apostel zu sein, und die warten mussten, um Mir dienen zu können?

    73. Die Menschheit läutert sich nun durch den Schmerz, damit mein Reich des Friedens und der Vergeistigung im Herzen der Menschen und Völker gegründet werden kann.

    74. Im Jahre 1924 sagte Ich euch alles voraus, was sich in der Gegenwart ereignet!

    75. Einer nach dem anderen, so kommen sie allmählich in meine Gegenwart, die in dieser Zeit berufen sind, meine Wegbereiter und Propheten zu sein, und jeder, der im Innern den Ruf empfunden hat, sagt Mir: „Herr, hier bin ich, ich möchte in deinem Werke mitarbeiten — befiel, ich bin dein Diener.“

    76. Von diesem Augenblick an habe Ich Mich bemüht, die Unebenheiten seines Herzens mit dem Meißel meines Wortes zu glätten, ihn mit Nächstenliebe und Heilkraft, mit Frieden und Güte zu erfüllen. Entsinnt euch, dass Ich euch gesagt habe: eure Lippen werden aus der Überfülle eures Herzens heraus sprechen.

    77. Ich will, dass ihr wie Bäume seid, deren Schatten viele bedeckt. Doch wie wenige von euch sind es, die wirklich lernen, dem Wanderer Schatten zu spenden.

    78. Seid wie euer Vater, der einem mächtigen Baume gleicht, der Schatten spendet, und der seine Früchte allen seinen Kindern darbietet.

    Mein Friede sei mit euch!