Kategorie: Band III

  • Unterweisung 72

    1. Gesegnet seien, die ehrfurchtsvoll und demütig mit den Augen des Geistes in die göttlichen Offenbarungen eindringen, denn ihr Zeugnis von meiner Kundgebung als Heiliger Geist wird wahrhaftig sein. Geht hin zu den Menschen und sät den Samen meiner Liebe selbst auf die dürren Felder und bewässert ihn mit dem Wasser meiner Liebe.

    2. Es gibt viele, die in dieser Zeit das Geistige schauen, doch glaubt deshalb nicht, dass sie Mich alle lieben. Ich habe euch schon einmal gesagt, dass nicht jeder, der zu Mir „Vater, Vater“ sagt, Mich liebt, sondern jener, der im Stillen Barmherzigkeit an seinen Brüdern übt und demütig mit Mir in Verbindung tritt.

    3. Die Fähigkeit der geistigen Schau ist eine Gabe des Heiligen Geistes. Aber während die einen demütig sind und bei den Gesichten vor Wonne und Furcht erzittern, prahlen die anderen über die Gabe, die sie besitzen.

    4. Warum gibt es Jünger, die die ersten Plätze erstreben, obwohl Ich an meinem Tische niemanden bevorzuge? Ich, der Ich der Meister bin und — von der Liebe meiner Kinder umgeben — den Ehrenplatz des Tisches einnehmen sollte, habe beim Eindringen in das Herz eines jeden von ihnen bei den einen einen Gerichtshof vorgefunden, wo meine Worte und meine Werke gerichtet werden, bei anderen einen finsteren Kerker, wo man Mich geißelt und verspottet, und bei wieder anderen habe Ich ein Kreuz gefunden, das für eine erneute Opferung bereitsteht.

    5. Einige meiner Kinder leiden, wenn sie die Verständnislosigkeit des Volkes sehen, das immer ungehorsam ist gegenüber meinen Anordnungen und Weisungen.

    6. Dennoch, und trotz der so großen Selbstsucht gibt es manche, die den Gefangenen in seiner Zelle besuchen, den Kranken auf seinem Lager, und manche eilen zu den Krankenhäusern, um denen, die dort vergessen leiden, einen Strahl des Lichtes zu bringen. Die auf solche Weise tätig sind, lieben Mich in ihren Nächsten und ehren Mich durch ihre Werke.

    7. Bringt euren Verstand zur Ruhe — bedenkt, dass die Augenblicke schon knapp sind, in denen ihr Mich in dieser Kundgebung gegenwärtig habt. Das Jahr 1950 ist schon sehr nahe, und Ich sehe euch noch in tiefe Lethargie versunken. Der Grund ist, dass ihr meine Worte durch einen sündigen Körper wie dem euren vernehmt, und darum haben sie für euch nicht die Glaubwürdigkeit, die sie verdienen. Doch der Tag wird kommen, an dem mein prophetisches Wort in Erfüllung geht, und ihr werdet dann euer Unverständnis bereuen.

    8. Dies ist die von Mir angekündigte Zeit gewesen, in der Ich zur Menschheit spreche; hernach wird die eure kommen. Doch falls ihr eure Lippen verschließen und meine Lehre nicht bekannt machen solltet, werden die Steine sprechen und die Naturgewalten euch aufwecken.

    9. Volk, Ich will dich vom Schmerz befreien, der dich niederdrückt. Unterstütze Mich bei diesem Werke: Hast du den Willen, dies zu tun? Dann lerne von Mir, höre meine Unterweisung, nutze diese Zeit, die schnell für euch vorübergehen wird.

    10. Wenn der Speisesaal leer bleibt und der Tisch verlassen, soll der Grund dafür der sein, dass die Jünger sich in alle Winde verstreuten und die Frohe Botschaft weitersagen, und nicht, weil sie Mir den Rücken gekehrt haben und meinem Rufe nicht gefolgt sind.

    11. Ich verspreche euch, nach meinem Abschied, aber bevor ihr euch über die Welt verstreut, im Geiste zu kommen, um euch das Licht zu geben, das euch alles verstehen lässt, was Ich euch mit meinen Unterweisungen kundtat, und um euch die notwendige Kraft zu geben, eure Aufgabe zu erfüllen. In diesen Augenblicken wird das Licht des Heiligen Geistes in jedem Verstande sein; die einen werden Mich schauen, andere werden Mich vernehmen, und alle werden meine Gegenwart geistig fühlen.

    12. Macht euch dieser Gnade würdig; keines meiner Worte soll aus eurem Herzen verschwinden, denn ihr würdet auf verbotene Wege geraten.

    13. Lernet jetzt, erfüllt euren Geist mit meinem Licht, denn der Augenblick wird kommen, in dem ihr den Antrieb fühlen werdet, euch aufzumachen und eure Aufgabe zu erfüllen. Doch was kann der lehren, der nichts gelernt hat? Kann ein Blinder einen anderen Blinden führen?

    14. Mit wahrem Glauben fühlt ihr, dass Ich unter euch gegenwärtig bin; aber ihr fühlt euch unfähig, große Werke zugunsten eurer Brüder zu tun. Doch wahrlich, Ich sage euch, trotz eurer Kälte werden in dieser Zeit unter euch die Jünger aufstehen, die alles aufgeben, um meiner Spur zu folgen, so wie die sündigen Frauen, die auf mein Wort hin ein neues Leben beginnen, nicht mehr sündigen und ein Vorbild für ihre Geschwister sind.

    15. Erkennt, dass das Licht des Sechsten Siegels euren Geist erleuchtet. Das Buch ist aufgeschlagen, denn die Siegel sind vom ersten bis zum sechsten gelöst. Ich sammle nun die, welche mein Zeichen tragen sollen, um ihnen eine sehr schwierige Aufgabe anzuvertrauen. Am Ende dieses Zeitabschnitts werde Ich diejenigen empfangen, die sie erfüllt haben, und jenen, die meine Anweisungen nicht befolgt oder sie verfälscht haben, werde Ich sehr schwere Vorwürfe machen, und mein Wort wird sich an ihnen streng erweisen.

    16. Volk, begreife, dass du die Zeit nicht mehr mit Nichtigkeiten vergeuden darfst, mit dem Erwerb unnötiger Reichtümer oder mit neuen weltlichen Abenteuern. Begreift, dass jeder Augenblick, den Ich euch gewähre, Licht und Fortschritt für euren Geist bedeutet.

    17. Meine Gegenwart überrascht diese Menschheit, die nicht darauf vorbereitet ist, Mich zu empfangen. Meine Kundgebung im Geiste in dieser Dritten Zeit fällt mit dem größten Materialismus der Wissenschaft zusammen, der seinen Höhepunkt erreicht hat. Ich sehe die Waffen, mit denen sich die Menschen vorbereiten, meine Lehre zu bekämpfen, welche ihre Wissenschaft, ihre Philosophie, ihre materialistischen Theorien, ihre Eigenliebe, ihr Ehrgeiz und ihr Hochmut sind. Doch Ich besitze ein Schwert, welches die Wahrheit ist, deren strahlendem Glanze niemand widerstehen kann. Ihr Licht wird die Menschheit in dieser Zeit erleuchten und alles aufdecken, was falsch ist, und die Finsternis vertreiben. Wenn mein Licht auf allen Wegen erstrahlt und die Wahrheit in allen Geistern ist — wer wird dann noch der Lüge Zuflucht geben können? Wer wird seinen Bruder täuschen können?

    18. Das menschliche Herz hat sich verhärtet, bis es schließlich empfindungslos gegenüber dem Geistigen wurde, welches sein innerstes Wesen und sein Ursprung ist. Ich sage euch: Während meine Vaterliebe an euer Herz klopft, ohne Antwort zu erhalten, fühlen die Geschöpfe, die tiefer als der Mensch stehen, und alles Geschaffene die Gegenwart des Schöpfers. Ich spreche zu den Bergen, und sie antworten Mir; Ich spreche zu den Vögeln, und sie erwidern Mir mit Jubilieren; Ich segne die Gefilde, und sie breiten einen Blumenteppich aus. Spreche Ich dagegen zu den Menschen, muss Ich, um gehört zu werden, vor ihren Augen als Mensch sterben. Doch Ich bin von neuem gekommen, weil Ich weiß, dass ihr Geist sich zum Lichte meiner Lehren erheben wird, um zum wahren Weg zurückzukehren.

    19. Geliebtes Volk, Ich gebe euch den Namen Israel, denn Ich habe euch ein weiteres Mal mein Gesetz gegeben und euch die vollkommene Gottesverehrung gelehrt. Ihr wart weit davon entfernt, die Naturkräfte und die Sterne anzubeten, wie es die Alten taten; dennoch fand Ich euch in dieser Zeit einem neuen Götzendienst verfallen. Mein Wort musste gegen eure Irrtümer kämpfen, und noch immer sind in vielen Herzen Wurzeln früherer Bräuche, Glaubensüberzeugungen und Überlieferungen.

    20. Wo sind die Götzen aus Gold und Silber, welche die Menschen in vergangenen Zeiten herstellten, und wo die Götter, die die Vorstellungskraft der Menschen schuf? Stein für Stein ist von den unvollkommen errichteten Altären nach und nach herabgestürzt.

    21. Heute komme Ich zu euch mit einer Lehre, die — wenn sie einmal begriffen ist, die am leichtesten zu erfüllende ist, auch wenn es für die Welt den Anschein hat, dass sie unmöglich zu verwirklichen ist. Ich lehre euch den Kult der Liebe zu Gott durch euer Leben, eure Werke und das geistige Gebet, das nicht an einem bestimmten Orte von den Lippen ausgesprochen wird, noch kultische Handlungen oder Bilder benötigt, um inspiriert zu sein.

    22. Es ist nicht mein Wille, dass ihr weiterhin im Finstern lebt. Darum habe Ich euch mein Licht gesandt und euch aufgefordert, mit eurem Gott von Geist zu Geiste Zwiesprache zu halten.

    23. Meine Lehre lehrt euch, Mich nahe zu sehen als einen liebevollen Vater und nicht als einen fernen Gott, wie Mich der größte Teil der Menschheit empfindet. Auch zeigt sie euch den reinsten, leichtesten und sichersten Weg, um in meine Gegenwart zu gelangen.

    24. Volk, Ich gebe dir eine vollkommene Unterweisung. Versucht euch zu erheben, kämpft, um den Berg zu ersteigen, läutert euch, damit euer Geist sich von den weltlichen Leidenschaften befreit und das Glück erleben kann, im Unendlichen zu wohnen. Begreift, dass euer Geist Hunger und Durst danach hat, sich in den Regionen von meiner Liebe zu nähren, in denen die Schwingung meiner Kraft, meines Liebesgeistes und meiner universellen Ausstrahlung herrscht.

    25. Wenn ihr erreicht habt, einige Schritte vorwärts zu kommen, so werdet nicht eitel, weil ihr euch für das erste Volk der Erde haltet, das Besitzer der Wahrheit ist. Vergesst nicht, dass ohne Demut alle eure Werke falsch sein werden.

    26. Ich will, dass ihr euch durch tätige Nächstenliebe, durch Vergeistigung, durch Tugend auszeichnet, damit ihr der Menschheit durch euer Leben das beste Zeugnis dafür gebt, dass ihr „Israel“, das Volk Gottes seid, in dessen Schoß einzugehen mein Wort jeden Geist einlädt.

    27. Heute wollt ihr erklären, warum ihr Israel seid, und habt keine Argumente; ihr wollt erklären, warum ihr Spiritualisten seid, und es fehlen euch die Worte. Ihr versucht darzulegen, worin eure Geistesgaben bestehen, und es fehlt euch die Beweisführung und die geistige Entwicklung, um sie überzeugend zu erläutern. Aber wenn eure Aufwärtsentwicklung wahr wird, werden euch die notwendigen Worte zufliegen, da ihr mit euren Werken der Liebe erklären werdet, wer ihr seid, wer euch gelehrt hat und wohin ihr geht.

    28. Es nähern sich Zeiten voller Überraschungen und unerwarteter Ereignisse für die Menschheit. Ich will, dass dies Volk die richtige Deutung jener Geschehnisse zu geben versteht, da euch in meinem Worte alles offenbart worden ist, was geschehen muss.

    29. Ihr befindet euch zur Prüfung und Zurüstung im göttlichen Schmelztiegel meines Werkes. Doch verzagt nicht angesichts des Schmerzes, denn es ist notwendig, dass ihr abgeschliffen werdet. Lernt, den Leidenskelch mit Geduld zu leeren, damit ihr das Recht habt, jene zu trösten, die leiden, und ihr den Schmerz nicht verflucht. Denn wenn ihr ihn in euch selbst fühlt, werdet ihr fähig sein, den eurer Brüder besser zu verstehen.

    30. Ich schule euch, damit ihr bald Ärzte des Geistes und des Körpers werdet. Doch wisset, dass vor Mir jener wichtiger ist, der den Geist heilt, als der, der nur den Schmerz des Körpers heilt.

    31. Den Männern, Frauen und Kindern, die mein Wort vernehmen, sage Ich: Bewahrt es in euren Herzen und erinnert euch im Lichte eures Gewissens an meine Lehrsätze und Gebote, denn sie sollen morgen die Waffen sein, die euch dazu dienen werden, die Lehre zu verbreiten und bekanntzumachen, was euer Kreuz der Liebe und Erlösung sein wird, damit Ich euch sagen kann: Seid gesegnet, denn ihr erkennt mehr und mehr den wahren Weg des Geistes, von dem viele abgewichen sind, weil er lang ist, und die Mir dann gesagt haben: „Herr, wir können Dir nicht nachfolgen.“

    32. Viele sind derer, die Mir zugehört haben, aber wenige derer, die Mir nachfolgen, und dieser bediene Ich Mich, um jene zu ermutigen, die sich vom schmalen Weg entfernt haben — um die Blinden sehend, die Tauben hörend, die Lahmen gehend zu machen und die „Toten“ aufzuerwecken. Durch meine Diener habe Ich Wundertaten unter den Menschen vollbracht und vollbringe sie noch immer, um sie aus ihrem tiefen Schlafe aufzuwecken.

    33. In der Zweiten Zeit ließet ihr Mich allein am Kreuze, als Ich den Kelch mit Galle und Essig trank, und es wurde nur mein Blut auf Golgatha vergossen. Doch jetzt werdet ihr Mich mit eurem Kreuze begleiten und dabei euren Herrn als Helfer haben, so wie Ich auf dem Schmerzensweg einen Menschen hatte, der Mir das Kreuz tragen half. Euer Leben ist die Straße der Bitternis, auf der ihr fallend und euch wieder aufrichtend Schritt für Schritt bis zum Gipfel des Berges gelangt, wo ihr eurem Vater sagen könnt: „Herr, in deine Hände befehle ich meinen Geist.“

    34. Wer sind die, die Mir bis ans Ende ohne Prahlerei nachfolgen? Ihr wisst es nicht. — Welche werden dahin gelangen? Alle, sagt euch der Meister, zuerst die einen, hernach die anderen. Die einen mit weniger Schmerz, und die anderen unter großen Opfern, je nach dem Weg, den jeder wählt, und der Art und Weise, in der er auf ihm wandelt.

    35. Der gerade Weg ist der kürzeste; er wird durch Licht, Liebe und Tugend gebahnt. Es ist der Weg des Gesetzes.

    36. Die krummen Wege verlängern den Entwicklungsgang, aber schließlich werdet ihr alle bei mir anlangen.

    37. Ihr kennt nicht die Stätte des Friedens, welche die Geistwesen erreichen, die zur „Bergeshöhe“ gelangen, aber ihr habt Glauben an die Existenz des Verheißenen Landes, und darum sage Ich euch aufs neue: Selig, die ohne zu sehen geglaubt haben.

    38. Von alters her kündigten euch die Prophetien an, dass in dieser Zeit jedes Auge Mich schauen würde — das des Sünders und das des Frommen; aber Jesus in menschlicher Gestalt werden nicht alle sehen. Meine Gegenwart wird mit den Augen eures Glaubens, eurer Liebe und geistigen Erhebung geschaut werden.

    39. Meine Stimme wird im Innersten eures Wesens erklingen, und ihr werdet fühlen, dass Ich in euch lebe. Doch müsst ihr euer Herzenskämmerlein reinigen, damit ihr euch nicht schämt, Mich in ihm zu empfangen, wenn es befleckt ist. Sucht den Beistand eurer geistigen Brüder, und sie werden euch bei eurer Zurüstung helfen.

    40. Ihr habt bereits eure Wanderschaft auf dem Weg zu eurer geistigen Entwicklung begonnen, setzt sie ohne Furcht fort. Ich habe euch in den Prüfungen ermutigt, die Ich euch auferlegte. Welche menschliche Macht hätte jenen wieder herausholen können, der in den Abgrund gestürzt war? Wer hätte das Unmögliche möglich machen können, das in eurem Leben geschah? Wer konnte die Schlingen der Versuchung zerstören, die euren Geist bedrängten?

    41. Ich bin der einzige, der diese Werke unter euch zu tun vermag, ohne eine Vergütung dafür zu verlangen. Ich zähle meine Wohltaten nicht auf, um vor euch damit zu prahlen, was Ich euch gebe, sondern weil Ich will, dass meine Unterweisungen nicht unbeachtet (an euch) vorübergehen, und dass euer Geist sie ergründet und begreift. Ich will, dass euer Herz gütig wird, damit es dem Geist hilft, gute Werke zu vollbringen und den Weg eurer Brüder mit Liebe und Barmherzigkeit zu besäen.

    42. Ihr kommt zu diesen bescheidenen Versammlungsstätten, in denen ihr mein Wort hört, wie zu einer Schule, in der ihr das lernen sollt, was ihr später auf eurem Lebensweg in die Tat umsetzen sollt. Begreift, dass ihr durch das bloße Hören der Unterweisung eure Aufgabe noch nicht erfüllt habt. Ich vertraue euch die Welt an, damit ihr in ihr den Samen meiner Lehre verbreitet. Ich vertraue euch euer Heim an, zeige euch die Betätigungsbereiche und die einzuschlagenden Wege. Die Gefängnisse, die Krankenhäuser, die Waisenhäuser, die Orte, wo das Laster und die Verderbtheit herrschen, sind geeignete Wirkungsfelder für euer Gebet und eure Werke der Barmherzigkeit.

    43. Besiegt euch selbst, und der Weg wird euch leicht werden. Dann werdet ihr das Tier besiegen können, das mein Apostel Johannes in seiner Offenbarung sah.

    44. Schon oft wolltet ihr Mir geloben, dass ihr Mir nachfolgen werdet, doch Ich habe eure Lippen versiegelt, damit sie das Gelöbnis nicht aussprechen. Andere unter euch wollten den Schwur niederschreiben, dass sie Mich immer lieben werden, und Ich habe eure Feder angehalten, weil Ich will, dass euer Geist es ist, aus welchem der unumstößliche Vorsatz, Mir nachzufolgen, entspringt.

    45. Wenn ihr für einen Augenblick euren eigenen Geist sehen könntet, wärt ihr überrascht, zu erfahren, wer ihr seid; ihr würdet euch über sein Licht wundern und würdet Achtung vor euch selbst empfinden. Doch obwohl ihr ihn nicht mit den Augen eures Körpers sehen könnt — habt Glauben an ihn aufgrund seiner Äußerungen, dann wird euer Körper nicht länger ein Kerker oder ein Hindernis für seine Erhebung sein. Bedenkt, dass euer Geist als ein dem Schöpfer ähnliches Wesen dazu bestimmt ist, Werke zu vollbringen, die Jenes würdig sind, der ihm das Leben gab.

    46. Jetzt müsst ihr eure Kräfte mehr denn je sammeln, um für die Ausreifung eures Geistes zu sorgen, der bei vielen von euch eine Spur des Schmerzes, der Trauer und der Tränen hinter sich gelassen hat. Doch jetzt, da ihr die Stadt der Sünde verlassen habt und euch Schritt für Schritt dem Neuland nähert, das euch liebevoll erwartet — wendet euer Gesicht nicht zurück, geht weiter bis ans Ziel.

    47. Betrachtet die fehlgeleitete Menschheit — fehlgeleitet, weil die großen Religionsgemeinschaften, die sich christlich nennen, dem Rituellen und Äußerlichen mehr Bedeutung beimessen als meiner Lehre selbst. Jenes Wort des Lebens, das Ich mit Werken der Liebe und mit dem Blut am Kreuze besiegelte, lebt nicht mehr im Herzen der Menschen, es ist eingesperrt und stumm in den alten und verstaubten Büchern. Und so gibt es eine „christliche“ Menschheit, die weder begreift noch weiß, wie man Christus nachfolgt.

    48. Darum habe Ich nur wenige Jünger in dieser Zeit — solche, die ihre Brüder, die Leid tragen, lieben, die den Schmerz lindern — solche, die in der Tugend leben und sie durch ihr Vorbild predigen: Dies sind die Jünger Christi.

    49. Wer meine Lehre kennt und sie verheimlicht oder sie nur mit den Lippen bekanntmacht und nicht mit dem Herzen, der ist nicht mein Jünger.

    50. Ich bin in dieser Zeit nicht gekommen, um Tempel aus Stein aufzusuchen und Mich in ihnen kundzutun. Ich suche Geister, Herzen, nicht materielle Festgewänder.

    51. Auf die Menschen, die mein Dasein leugnen, weil sie sich auf den Wegen der Wissenschaft verirrt haben, blicke Ich mit Erbarmen. Nicht einmal die, die Mich im Herzen der Menschen zu zerstören suchen, betrachte Ich als Feinde; Ich liebe sie und vergebe ihnen, weil sie meine vielgeliebten Kinder sind.

    52. Dringt in mein Wort ein, aber tut es mit Achtung und verlangt nicht zu wissen, was nur euer Herr wissen darf. Doch fühlt die unendliche Freude, zu wissen, dass ihr ein vollkommenes, weises und gerechtes Wesen als Gott habt.

    53. Geliebtes Volk, seht diese bedrückte und kranke Menschheit, die sich nicht der Zeit bewusst ist, in der sie lebt, noch meiner Gegenwart unter den Menschen.

    54. Erwache, Volk, denn Ich übergebe dir eine Botschaft des Lichtes, des Glaubens und des Heils für diese Menschheit. Macht euch frei von eurer Lethargie und denkt über die Aufgabe nach, die ihr in dieser Zeit auf Erden habt.

    55. Ich sage euch nicht, dass ihr die Retter oder Erlöser dieser Menschheit sein werdet, nein; aber Ich lasse euch doch wissen, dass ihr die Frohe Botschaft in die Provinzen und Nationen hinaustragen sollt. Eure Mission wird sich nicht darauf beschränken, dass ihr meine Lehrsätze wiederholt, sondern dass ihr sie auslegt und sie allezeit mit Werken der Barmherzigkeit bekräftigt und Liebe unter eure Brüder sät.

    56. Zieht eure Vollmacht, Werke zu tun, die eure Mitmenschen überraschen und überzeugen, nicht in Zweifel. dass ihr einfach und ungebildet seid, ist kein Hindernis, den Auftrag zu erfüllen, den Ich euch anvertraut habe. Es ist ein Geist des Lichtes in euch, der nur euren Glauben benötigt, um sich zu offenbaren.

    57. Unter diesen Scharen von Armen und Enterbten werde Ich jene erleuchten, die Ratgeber, Ärzte des Geistes, Ausleger meines Werkes, Boten des Friedens und Propheten sein werden.

    58. Einige werden Weggehen zu anderen Völkern, die übrigen werden die Ankunft derer erwarten, die ihr Ausländer nennt, der Fremdlinge, welche Frieden, Licht, Brüderlichkeit und Gastfreundschaft suchen.

    59. Ich habe euch gesagt, dass diese Nation derzeit vorbereitet wird, damit sie sich in der durch meinen Willen festgesetzten Stunde als ein Banner des Friedens und der Vergeistigung unter den Völkern der Erde erhebt. Sie wird Obdach gewähren, Zuflucht sein und jene beschützen, die von Schmerz gebeugt zu ihr kommen. Groß ist die Bestimmung dieses Volkes, darum prüfe Ich es und lasse es meine Gerechtigkeit fühlen.

    60. Wäre euer Herz nicht von Wonne erfüllt, wenn ihr die Flüchtlingszüge auf der Suche nach Frieden vor eure Türen kommen sähet? Würdet ihr euch nicht darüber freuen, euer Brot mit den Hungernden zu teilen?

    61. Bereitet eure Herzen und veredelt eure Empfindungen, denn ihr wisst nicht die Stunde oder den Tag, an dem mein Wort in Erfüllung geht. Entwickelt die Gabe der Heilung, mit der Ich euch geistig reich gemacht habe, weil mit den Heimatlosen viele Kranke herbeikommen werden, und andere, die durch Erschöpfung niedergedrückt sind. Bekannte und unbekannte Krankheiten werden sie quälen; doch Ich gebe euch einen einzigen Heilbalsam für alle Leiden, seien sie geistig oder körperlich. Um Wunder zu wirken, bedarf jener Balsam der wahrhaften Nächstenliebe, die das Gebet zur Grundlage hat.

    62. O gesegnete Nation, in die Ich meinen zum Wort gewordenen Strahl des Lichtes gelangen ließ, in der Ich mein Volk in Erscheinung treten ließ: Zerstöre deinen religiösen Fanatismus, befreie dich von der Unwissenheit, und du wirst nie mehr Sklave sein!

    63. Ich habe diese Landstriche begnadet, damit, wenn der Tag gekommen ist, das Manna der Barmherzigkeit auf sie herniederfällt, und die großen Menschenscharen, welche nach der Wahrheit suchen, von ihm essen.

    64. Wachet über eurem Erbe, wacht über euren Gaben, denn ihr seid dazu bestimmt, die Menschheit die Vergeistigung zu lehren — die Lehre, welche die größte Weisheit offenbart und den Frieden der Menschen und den Aufstieg des Geistes sichert.

    65. Die Aufträge und Missionen, die Ich euch anvertraue, sind keineswegs ein Joch oder eine Last für euch. Ihr habt die Last eurer Unvollkommenheiten nicht erduldet und die Ketten der Erniedrigung und der Knechtschaft nicht mit euch geschleppt, damit Ich euch ein neues Joch anbiete. Die Aufgaben, die Ich euch anvertraue, sind gewiss schwierig und von sehr großer Verantwortung, aber ihre Erfüllung sichert euren Frieden, euer Wohlergehen und euer Heil.

    66. Wenn ihr eure Aufgabe gut durchführt, ist sie, statt ein schweres Kreuz oder eine schmerzende Last zu sein, eine unaussprechliche Freude für den Geist und eine unermessliche Befriedigung für das Herz.

    67. Dies ist das Zeitalter Elias‘, der im Geiste zu euch gekommen ist, alle Wege ebnet, Hindernisse niederreißt, Licht in die Finsternis bringt, Ketten der Unwissenheit zerbricht und allen Geistern den Weg weist.

    68. So, wie Moses Israel vom Joche Ägyptens befreite und es in das Land Kanaan führte, wird euch in dieser Zeit Elias von der Finsternis dieser Welt befreien, um euch ins Licht des Geistigen Reiches, das neue Gelobte Land zu bringen.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 71

    1. Geliebte Jünger, in dieser Zeit habt ihr die Gnade empfangen, euch an meinen Tisch zu setzen; kommt und seid im Geiste bei Mir. Bewahrt mein Wort in euren Herzen, dann werdet ihr aus meinen Liebeslehren ein Gedenkbuch von wunderbarer Weisheit bilden.

    2. Das Licht meines Heiligen Geistes wird Wege und Wüsten erhellen, damit die Menschheit den wahren Weg finden kann, jenen zu ihrer geistigen Aufwärtsentwicklung. Ich komme, während Lasterhaftigkeit und Verdorbenheit ihren Höhepunkt erreichen. Meine Lehre erscheint bei euch als rettende Arche; die Welt ist ein Ozean des Schmerzes; wird die Menschheit, wenn sie diese Arche sieht, nicht den Wunsch haben, in ihr die Rettung zu finden?

    3. Jünger, ihr alle kennt die Wüsten und die Kreuzwege (des Lebens); deshalb seid ihr dafür geeignet, die nach Licht verlangenden Menschenscharen aufzusuchen.

    4. Geht zum „Aussätzigen“, sobald in euren Herzen kein „Aussatz“ mehr ist. Sprecht liebevoll mit denen, die vom Schmerz gebeugt sind, und wenn meine Lehre sich in euren Gefühlen widerspiegelt und ihr Liebe und Erbarmen mit euren Brüdern fühlt, seid ihr in eurer geistigen Entwicklung fortgeschritten. Weist euren Brüdern den Weg und seid nicht beleidigt, wenn sie euch zuletzt aus Undankbarkeit allein lassen. Eure Genugtuung wird aus dem Bewusstsein kommen, dass jene, die verloren waren, sich Mir nähern, und ihr werdet meinen Beistand in eurer Einsamkeit fühlen.

    5. Da wird das Manna herabkommen, um euch zu nähren, und immer werdet ihr etwas haben, um es den Bedürftigen zu geben.

    6. Ich liebe euch und will euch vollkommen sehen. Darum offenbart sich meine Gerechtigkeit in unerbittlicher Weise unter den Menschen. Alle vergangenen und anscheinend von Gott vergessenen Werke werden in dieser Zeit gerichtet werden, in welcher der inkarnierte Geist meine Urteile begreifen, annehmen und verstehen kann. Könige, Richter, Herren — alle, die in irgendeiner Weise den Samen des Bösen unter ihre Brüder gesät haben, werden beim Gericht des Herrn zugegen sein. Doch Ich sage euch, statt sie mit Ketten zu binden, sie des Lichtes zu berauben, oder sie ewigen Qualen zu unterwerfen — wie Menschen in ihrer Unwissenheit glauben mögen — werde Ich ihnen eine Aufgabe in meinem Rettungswerk zuweisen, damit sie ihren Geist läutern, die Verfehlungen, die sie begangen haben, wiedergutmachen und begreifen, dass meine Gerechtigkeit der Göttlichen Liebe entspringt. Wenn Ich jene großen Sünder, von deren Namen viele in eure Geschichte eingegangen sind, zur gegebenen Zeit gebrauche, um Werke der Brüderlichkeit und des Friedens unter den Menschen zu vollbringen — wieso betrachtet dann ihr bisweilen manche eurer Brüder als ein Hindernis auf eurem Wege? Wieso wollt ihr diejenigen Wesen sogar von dem euch bestimmten Weg entfernen, die mein Wille dort hinstellte? Oh, wenn ihr wüsstet, dass gerade sie Mir oftmals besser dienen, und dass sie im Begriffe sind, euch zu helfen, zu Mir zu kommen.

    7. Euer Herz sei wie diese Versammlungsstätten, in denen ihr zusammenkommt, mein Wort zu hören. Durch deren Türen sind solche gegangen, die sich in vielerlei Formen vergangen haben: die ihre Hand mit dem Blut ihres Bruders befleckt haben, die Diebstähle, Verleumdungen und Schandtaten verheimlichen; und dennoch — wann sind sie je von Mir zurückgewiesen worden? Oder wann sind sie auch nur vor den anderen bloßgestellt worden? Ein barmherziger Schleier des Zartgefühls hat ihre Schandflecken verdeckt, während mein Geist mit jenen Sündern alleine gesprochen hat. Seht, wie sie durch das Hören meines Wortes beten lernen und dabei ihre Gedanken zum Unendlichen erheben, wie in ihnen das Gefühl erwacht, dass, wer sich dem Geistigen zuwendet, Kraft, Licht, Eingebung und Heilkraft, Lebensmut und Frieden empfängt.

    8. Gesegnetes Volk, in diesen Augenblicken, in denen der Krieg die Welt erschüttert, habe Ich euch aufgefordert, für eure Mitmenschen einzustehen und zu beten, ihren Schmerz mitzufühlen und ihnen Gefühle des Lichtes und des Friedens zu senden. Doch Ich muss euch sagen, dass ihr zuvor lernen müsst, zu lieben, zu dienen und denen zu vergeben, die um euch sind, damit ihr die in der Ferne Weilenden zu lieben und ihnen zu dienen versteht. Liebt eure Bestimmung, nehmt euren Kelch an, umfasst mit Liebe euer Kreuz. Niemand weiß, welcher Geist sein Wesen belebt, noch kennt er die Ursache für seinen Sühneweg, solange er auf der Erde ist.

    9. Das Gewissen soll den Geist erleuchten, und der Geist soll den Körper führen.

    10. Lasst ab von eurer Traurigkeit und eurer Hoffnungslosigkeit, ihr alle könnt zum verheißenen Vaterhaus gelangen; dabei will Ich euch beistehen. Auf welche Zeiten, die günstiger sind als die gegenwärtige, wartet ihr noch, um aufzubrechen? Wartet ihr etwa auf Zeiten des Friedens, um Verdienste zu erwerben? Wahrlich, Ich sage euch, dies ist die beste Zeit, um eure Entsühnung zu erreichen und Verdienste zu erlangen.

    11. Volk, Ich sage dir: Nutze die göttliche Unterweisung, die Ich dir gegeben habe, denn nach dem Jahre 1950 wirst du ohne sie sein. Eher würde die Sonne aufhören zu scheinen, als dass mein Wort nicht in Erfüllung ginge. Doch jene, die es nicht in ihren Herzen bewahrt haben, werden über ihre Undankbarkeit weinen müssen, obwohl dies nicht mein Wille ist.

    12. Unaufhörlich rüttle Ich euch wach, und mit jeder Unterweisung arbeite Ich an euch, damit ihr nicht vom Wege abirrt und euren Geist nicht mehr befleckt.

    13. Seid keine kleingläubigen Menschen, erkennt, dass Ich das, was Ich euch in den vergangenen Zeiten verhieß, in der Dritten Zeit erfüllt habe; der Mensch hingegen hat seine Gelöbnisse und seine Pflichten nicht zu erfüllen verstanden.

    14. Für Augenblicke rafft ihr euch auf, um Mir nachzufolgen, wenn ihr fühlt, dass Ich euch in euren Prüfungen beistehe, und dass meine Barmherzigkeit euch hilft, sie unversehrt zu überstehen; doch danach vergesst ihr es wieder infolge eurer Undankbarkeit.

    15. Unter euch sind auch solche, die Mich lieben, die nur auf die Zeit der Heimsuchungen und der Verfolgungen warten, um ihre Treue und ihre Stärke zu beweisen. Dies werden jene sein, die zu den von Naturgewalten gepeitschten Landstrichen aufbrechen, um den Notleidenden ihre barmherzige Hilfe zuteilwerden zu lassen. Ich werde bewirken, dass sie den richtigen Zeitpunkt erkennen, um an ihre Auftragserfüllung zu gehen, und lasse sie in ihren Herzen die Botschaft empfinden, die ihnen sagen wird, dass sie kein zweites Bündel für die Reise mitnehmen sollen, und dass sie meiner himmlischen Macht vertrauen sollen.

    16. Andere Arbeiter werden ausgesandt werden, um in anderen Nationen von meinem Werke zu sprechen, und dort werden sie durch ihre Werke der Liebe und ihre Gebete dem Kriege wehren. Wenn dann der Zeitpunkt ihres Erfüllens gekommen ist, sollen sie sich nicht meinem Auftrag widersetzen, weil sie die Ihren und ihre Güter zurücklassen müssen. Sie sollen sich nicht den reichen Geizhals zum Vorbild nehmen.

    17. Wer darüber jammert, das verlassen zu müssen, was er besitzt, um Mir nachzufolgen, wird seinen Weg leidvoll und sein Kreuz schwer machen. Wer dagegen voll Ergebung und Vertrauen alles meiner Fürsorge überlässt, wird Frieden und Kraft im Kampfe haben, und bei seiner Rückkehr wird er alles so vorfinden, wie er es verließ.

    18. Ich habe euch die geistigen Gaben offenbart, die ihr besitzt, und den Gebrauch, den ihr von ihnen machen sollt, damit ihr sie niemals dazu verwendet, Werke zu tun, die nicht innerhalb meines Gesetzes sind, denn dann würdet ihr, anstatt Licht zu spenden, Finsternis und Irrtum verbreiten.

    19. Gebt keinen Anlass dazu, dass euch um eurer unvollkommenen Handlungen willen selbst eure Angehörigen verkennen und sich von euch trennen. Sie werden euch verstehen lernen, wenn ihr Mich verstanden habt.

    20. Ich will, dass meine Jünger immer darauf vorbereitet sind, dem Rufe dessen, der leidet, zu folgen und ihn mit wahrer Barmherzigkeit zu heilen.

    21. Sehet, wie viele Kranke es in eurer Umgebung gibt, denkt daran, dass es kein Heim gibt, das frei von Krankheiten ist. Seht die vielen Besessenen, die von niemandem Barmherzigkeit empfangen. Da sind eure Felder, um zu säen: tragt eure Geistesgaben hin, bringt das Licht und befreit sie von ihren Ketten, ohne zu vergessen, dass ihr auch die unsichtbaren Wesen mit Liebe und Barmherzigkeit behandeln sollt, damit ihr sie zum Lichte führt.

    22. Warum werdet ihr träge, wenn Ich euch mit Frieden und Glück überflute? Ist es nötig, dass euch immerzu der Schmerz begleitet, damit euer Herz sich an Mich erinnert und euer Geist wach bleibt?

    23. Erhebt euch und sündigt nicht mehr, schwächt euch nicht in den Vergnügungen der Erde, denn ihr werdet euch sowohl für euren Geist, als auch für euren Körper vor Mir verantworten müssen, und der Augenblick wird kommen, in welchem euch nicht (mehr) gewährt wird, worum ihr bittet, auch wenn euer Schreien bis zum Himmel aufsteigt, denn zum ersten, zweiten und dritten Mal wurde es euch gegeben, und trotz eurer Kenntnis habt ihr es ungenutzt gelassen, weil ihr erkannt habt, dass Ich vor allem Liebe bin; aber vergesst nicht, dass Ich in meiner Gerechtigkeit unerbittlich bin.

    24. Wachet, denn bald werde Ich als Richter zu jeder Sekte und Religionsgemeinschaft kommen, und Ich werde jeden religiösen Führer, jeden Pfarrer oder Geistlichen fragen, was er mit den Geistern getan hat, die ihm anvertraut wurden. Alle werde Ich fragen, was sie mit meinem Gesetz und meiner Lehre gemacht haben, und alles Unkraut wird vernichtet werden.

    25. Steht auch ein für den Frieden dieser Nation, die Ich dazu bestimmt habe, dass in ihr mein Wort vernommen und studiert wird. Krieg, Habgier, Machtgelüste und falsche Lehren lauern eurem Volke auf. Doch Ich werde euch aus den Händen Pharaos befreien, der euch zu seinen Vasallen machen möchte, denn jetzt dient ihr meiner Sache.

    26. Doch wenn ihr aufs neue die Sklaverei herbeiwünscht, so wird sie euch zuteil werden; aber vergesst nicht, dass ihr dazu bestimmt seid, für den Frieden der Welt zu beten und zu verhindern, dass der Krieg die Kinder aus den Armen ihrer Eltern reißt. Betet, damit durch euer Gebet die Finsternis aufgelöst wird.

    27. Mütter, betet für die Menschheit! Mädchen, verbleibt im Gebet und in der Tugend! Ihr seid der Quell, aus dem die Generationen von morgen hervorgehen werden, welche Zeugnis von meiner Wahrheit geben sollen.

    28. Volk, es sind nicht die Worte gewesen, die ihr in eurem Gebet gesprochen habt, welche meine Herzenskammer geöffnet haben; es war die Stimme eures Geistes und das Pochen eures Herzens. Nehmt alles an, was Ich euch übergebe, denn Ich will keine Trauer oder Bedürftigkeit unter diesem Volke wahrnehmen, das Ich so sehr liebe. Verliert nicht das Gewand des Friedens, mit dem Ich euch bedecke.

    29. Der geistige Altar, unsichtbar euren materiellen Augen, lädt euch zu jedem Zeitpunkt ein, auf ihm eure Opfergabe niederzulegen, welche gleichfalls geistig sein muss.

    30. Hört mein Wort, es ist der Same, den ihr säen sollt; sein innerstes Wesen ist die Liebe. Ich gebe es euch ohne irgendeinen Gegenwert. Es ist das Geschenk, das euch für diese Zeit aufbewahrt wurde. Ich werde nicht müde, meine Kinder mit Liebe zu überschütten; ebenso wenig werde Ich müde, auf ihre Rückkehr zum guten Wege zu warten. Doch die Menschheit wird es gewiss überdrüssig werden, weiterhin Hass, Gewalt und Selbstsucht zu säen. Jeder Same des Hasses, den sie sät, wird sich in einer solchen Weise vervielfältigen, dass ihre Kräfte nicht ausreichen werden, um ihre Ernte einzubringen. Dieses unvorhergesehene und über ihre menschliche Macht gehende Ergebnis wird sie auf ihrem atemberaubenden und wahnwitzigen Laufe aufhalten. Danach werde Ich in allen Herzen ein Wunder vollbringen, indem Ich dort Nächstenliebe erblühen lasse, wo es nur Egoismus gab.

    Die Menschen werden Mir wieder alle Vollkommenheit, Allwissenheit und höchste Gerechtigkeit zuerkennen. Sie werden sich erinnern, dass Jesus sagte: „Kein Blatt vom Baume bewegt sich ohne den Willen des Vaters.“ Denn heute bewegen sich — nach der Meinung der Welt — das Blatt vom Baume, die Lebewesen und die Sterne zufällig.

    31. Wahrlich, Ich sage euch, Ich werde euch mit meinem Stab der Liebe berühren und werde aus den „Felsen“ Wasser sprudeln lassen. Die Schuld und die Sünden, welche die Menschheit jahrhundertelang belastet haben, werden ihr vergeben sein, und Friede wird in den Geistern sein. „Kommt zu Mir, o Kranke, o Blinde des Geistes, mein Heilbalsam ist bereit, sich in jeden von euch zu ergießen! Kommt zu Mir, die ihr früher Herren wart und heute Entbehrungen, Erniedrigungen und Elend erduldet — ihr, die ihr früher Festgewänder und Ehrungen kanntet und heute eure Tränen in der Abgeschiedenheit eurer Schlafkammer verbergt. Nähert euch Mir, ihr Männer, die ihr euer Weinen vor eurer Frau und euren Kindern verheimlicht, damit sie nicht den Mut verlieren gegenüber dem Leben. Öffnet Mir euer Herz und sagt Mir alle eure Sorgen. Ich werde euch einen Schlüssel, ein Brot und ein Geldstück geben, damit sich eure Bitternis in Freude verwandelt.“ — Heute besitzt ihr nichts, das Heim, in dem ihr lebt und in dem eure Kinder geboren wurden, gehört euch nicht. Ihr seid wie die Vögel und wisst nicht wie, aber ihr lebt!

    32. Es ist eine Zeit des Gerichts und der Heimsuchungen. Die Zeit der Zufriedenheit, in der ihr alles hattet, ist vorbei. Erwerbt Verdienste in den Prüfungen, und Ich werde euch in Gerechtigkeit, Licht und Frieden gewähren für euren Geist, und das, was ihr auf Erden nötig habt, wird euch obendrein gegeben.

    33. Wie viel Leid sehe Ich in eurer Welt! Schon das Kind kennt den Leidenskelch, und früh schon verhärtet sich sein Herz. Die Blumen welken in voller Jugend, und vorzeitig beginnen die Haare silberweiß zu glänzen. Ich empfange eure Tränen wie ein Geschenk; sie pochen an die Türen meiner Barmherzigkeit, und Ich öffne sie, um euch mit Hoffnung und Frieden zu erfüllen.

    34. Fühlt ihr nicht, dass ihr ins Leben zurückkehrt? — Ihr habt eure Klage und euer Schuldbekenntnis bei Mir niedergelegt, da ihr wisst, dass ihr gehört und getröstet werdet, weil Ich die Auferstehung und das Leben bin.

    35. Heute kommt ihr unter die Wolke meiner Verheißung, um Schatten zu finden, und euer Geist wird erhellt durch den Glanz, den meine Unterweisungen euch geben.

    36. Ihr lebt in der Zeit, die von Propheten und Sehern der vergangenen Zeiten angekündigt wurde, deren Geist jetzt die Erfüllung des göttlichen Wortes schaut.

    37. Wenn ihr geistig zubereitet wäret, könntet ihr in der Unendlichkeit die Scharen geistiger Wesen sehen, welche vor eurem Blicke einer unermesslich großen, weißen Wolke gleichen würden, und wenn sich die Sendboten oder Abgesandten von ihr lösen, würdet ihr sie wie Lichtfunken auf euch zukommen sehen.

    38. Euer geistiger Blick ist noch nicht durchdringend, und darum muss Ich zu euch über das Jenseits sprechen — von all jenem, das ihr noch nicht zu schauen vermögt. Aber Ich sage euch, die Zeit wird kommen, in der ihr alle Seher sein werdet und euch an jenem wunderbaren Leben ergötzen werdet, das ihr derzeit von euch ferne fühlt, das aber in Wirklichkeit nahe bei euch schwingt, euch umgibt und erleuchtet, euch inspiriert und unaufhörlich an eure Türen klopft.

    39. Diese Lehre hat die Aufgabe, alle schlafenden Fasern in eurem Wesen empfindsam zu machen, damit der Mensch schon von dieser Welt aus ein wenig vom Lichte des Reiches erblickt, das ihn erwartet.

    40. Viele Jahrhunderte des Materialismus lasten auf der Menschheit, aber dies ist nicht ihre Bestimmung. Der Mensch ist nicht dazu verdammt, für immer ohne Kenntnis des höheren Lebens zu sein. Wenn er noch immer viele Herrlichkeiten der Schöpfung nicht kennt, so nicht, weil Gott sie ihm verborgen hat, sondern weil seine Liebe zur Welt die Augen des Geistes blind gemacht hat. Aber nun wird er sie dem Lichte öffnen, und dann wird er erkennen, dass sein Vater ihn immerdar gesucht hat, um ihm den Inhalt des Buches des Wahren Lebens zu offenbaren.

    41. Wie stark werden die Menschen sein, wenn sie sich mit ihren Brüdern verbinden, die im Reiche des Lichtes wohnen! Doch damit jene Zeit kommt, muss die Menschheit noch viel Bitterkeit trinken.

    42. Der Schmerz wird der Leidenskelch sein, der den Menschen die Empfindsamkeit, den Edelmut, die Reinheit und die Geistigkeit zurückgibt. Doch wahrlich, Ich sage euch, nicht euer Vater reicht euch jenen Kelch, ihr selbst habt ihn gefüllt und müsst ihn austrinken, damit ihr den Geschmack der Frucht aller eurer Werke kennenlernt. Doch nach jenem Gericht könnt ihr euch zum wahren Leben erheben, dessen Weg vom Lichte des Gewissens erleuchtet sein wird.

    43. Geliebte Arbeiter, habt ihr eine Gewissensprüfung vollzogen, bevor ihr Mir eure Frucht darbrachtet?

    44. Warum sehe Ich Weinen bei euch? Warum zeigen sich Tränen in euren Augen? — Weil ihr nicht einverstanden seid mit dem, was ihr getan habt.

    45. Fürchtet euch nicht, Jünger, Ich nehme euren Liebestribut an, jedes eurer Werke der Barmherzigkeit und selbst diese Tränen, die ihr vergossen habt. Lehnt euer Haupt an Mich, erholt euch, während ihr meinem gütigen Worte lauscht, dann werdet ihr von all euren Wunden genesen.

    46. Die Aufgabe, die Ich euch anvertraut habe, ist schwierig, und gerade dann, wenn ihr meine Stimme vernehmt, vergleicht ihr mit zunehmendem Verständnis die Vollkommenheit meiner Unterweisungen mit der Armseligkeit eurer Werke, und dann findet ihr sie klein und Meiner unwürdig. Aber Ich sage euch, über die Lauterkeit oder das Fehlen derselben in euren Werken kann nur euer Vater urteilen.

    47. Ihr seht euch einem Volke gegenüber, das euch Tag für Tag aufsucht im Verlangen nach Heilung, Ratschlägen, Licht und Trost, und manchmal befürchtet ihr, ihm nicht das zu geben, was Ich euch anvertraut habe.

    48. Mir gefällt eure Furcht und euer Pflichteifer, denn dies wird euch in eurer Entwicklung vorankommen lassen, durch welche ihr alle Gaben, die Ich euch gegeben habe, entfalten und gebrauchen werdet.

    49. Verlangt euch danach, euch zu vervollkommnen? Dann hört meinen Unterweisungen aufmerksam zu. Niemand kann euch mit der Liebe, der Weisheit und dem Zartgefühl korrigieren, mit dem Ich es tue.

    50. Wollt ihr eure Schandflecken abwaschen? Dann lasst zu, dass meine barmherzige Liebe euch mit ihrer weisen und vollkommenen Gerechtigkeit heimsucht.

    51. Ich tadle euch nicht vor euren Brüdern, noch stelle Ich euch vor ihnen bloß. Ich verstehe es, mit meinem Lichte jeden Geist zu erreichen und im Geheimen, mit leiser, aber eindringlicher Stimme zu jedem Herzen zu sprechen.

    52. Es werden Tage kommen, in denen mein Wort sich strenger kundgeben wird, denn je länger ihr meine Lehre hört und meine Gebote empfangt, desto größer ist eure Verantwortung. Wenn ihr wollt, dass der Meister nicht in strengem Tone zu euch spricht, so könnt ihr es durch eure Folgsamkeit vermeiden, indem ihr meinen Anordnungen gehorsam seid, diese gesegnete Kundgebung nicht zur gewohnten Alltäglichkeit für euch werden lasst und unermüdliche Sämänner der Barmherzigkeit, des Lichtes und des Friedens seid.

    53. Lasst zu, dass mein Wort euch von Makeln und Unreinheiten befreit und wartet nicht, bis der Schmerz euch läutert. Hier, auf dem Grunde meines Wortes könnt ihr alles finden, was ihr braucht, um die vollkommene Art und Weise zu verstehen, meine Lehre auszuüben, und um Glauben zu haben für die Erfüllung eurer Sühneaufgabe.

    54. Denkt daran, wenn ihr einen entscheidenden Schritt auf dem Wege zur Vergeistigung tut, dass nach euch die Generationen kommen werden, die einen noch größeren Fortschritt erreichen sollen. Ihr sollt als feste Fundamente bestehen bleiben, damit eure Brüder sich auf ihnen voller Glauben erheben.

    55. Ihr sollt innerhalb meines Werkes ein neues Apostelamt bilden. Lasst euch von den hohen Vorbildern jener anspornen, die Mir in der Zweiten Zeit nachfolgten. Doch wenn ihr erkennt, dass einige von ihnen Augenblicke der Schwäche hatten, die sie fehlen ließen, so achtet darauf, dass ihr nicht in jene Fehler verfallt. Seid nicht furchtsam wie Petrus, damit ihr Mich nie verleugnet, und nährt nicht Träume von irdischem Ruhm oder irdischer Größe, damit ihr mein Werk nicht für elendes Geld verratet wie Judas Ischariot, und zweifelt nie an meiner Gegenwart wie Thomas, damit ihr nicht schmerzliche Reue fühlen müsst.

    56. Wisset, dass Ich euch liebe, da Ich euch diese Liebe in jedem meiner Worte offenbare; aber vergesst nicht, dass Ich euch auch streng behandeln würde, um euch von euren Fehlern oder von eurer Hartnäckigkeit in einer Sache abzubringen, die für meine Jünger unpassend ist. — Was fehlt euch, um meine guten Jünger sein zu können? — Ihr habt alles. Umarmt euer Kreuz, tragt es mit Liebe, denn an ihm werdet ihr zum Lichte empordringen, das euer Geist erwartet, wenn eure Aufgabe beendet ist.

    57. Eure Freude ist sehr groß, wenn ihr seht, dass meine Liebe neue Verstandesorgane zubereitet, durch die Ich euch mein Wort geben werde, denn ihr begreift, dass euch das Manna in der Wüste nicht fehlen wird. Dies Wort wird die Nahrung sein, die euch die Kräfte geben soll, um zu den Toren des Verheißenen Landes zu gelangen.

    58. Du betest, Volk, meine Stimme entfernt dich von der Welt und hilft dir, dich innerlich zu erheben. Wie oft musstet ihr auf den Augenblick warten, in dem mein Strahl zu euch herabkommt, um beten zu können, weil ihr es vorher nicht vermochtet. Achtet darauf, wie euer Geist in dem Maße, in dem er sich läutert, meine Gegenwart immer näher fühlt. Schon ist die Zeit vorbei, in der ihr Mich ferne fühltet, in der ihr Mich für einen König hieltet, der nicht in der Lage ist, zu euch herabzukommen, weil ihr euch für unwürdig und armselig hieltet. Daher bin Ich in drei Zeiten gekommen, um Mich dem Menschen vollständig erkennbar zu machen.

    59. Heute sage Ich euch: Macht euch innerlich bereit, damit ihr meine Liebe fühlt und Mich verstehen könnt. Wer sich zu vergeistigen verstand, entdeckt überall meine Spur, und in jedem Augenblicke fühlt er meine Gegenwart in sich.

    60. Kommt unermüdlich herbei, Mich zu hören. Ich gebe euch die notwendigen Waffen, damit ihr die Hindernisse und schlechten Einflüsse zu überwinden vermögt, die euren Lauf behindern können. Überwindet die Welt, überwindet euch selbst, und ihr werdet zu Mir gelangen. Kämpft, und Ich werde euch in eurem Kampfe nicht im Stich lassen.

    61. Nicht der Zufall war es, der euch herbeigeführt hat, um Mich in dieser Zeit zu hören. Es ist meine Vaterliebe gewesen, die euch aus der großen Zahl der Menschen aussuchte, weil Ich euch geistig als Erstgeborene erkenne. Auf euch senkte sich vor langer Zeit mein Gesetz und meine Gerechtigkeit hernieder. Bei euch war das Gesetz der Propheten und das Blut des Lammes. Auf euch liegt jetzt das Licht meines Heiligen Geistes, welches euch die Geheimnisse erklärt.

    In den vergangenen Zeiten bildete Ich aus euren Geistwesen ein Volk — ein Volk, das in dieser Zeit, in der es inkarniert ist, sich verborgen unter den Menschen befindet. Heute vereint euch nicht die Rasse, das Blut, der Name, die Stämme; der eine weiß nicht einmal, wo sich der andere befindet; und dennoch werdet ihr durch den Geist vereint sein. Nur mein durchdringender Blick kann euch entdecken, doch nicht der Blick der irdischen Machthaber. Wer könnte euch finden, um euch in die Knechtschaft, ins Gefängnis abzuführen?

    62. Auch wenn Ich euch Erstgeborene genannt habe — erwartet nicht, dass sich irgend jemand vor euch verneigt; niemanden sollt ihr demütigen. Ich allein weiß, wer „Erster“ und wer „Letzter“ auf diesem Wege ist. Doch so, wie Ich euch zu Erben gemacht habe, machet zu Erben eure Brüder. Vereinigt euch im Geiste, in eurer Vorstellung, in Gedanken. Knüpft Bande der Liebe und des guten Willens untereinander, dann werdet ihr stark sein und niemand wird euch mehr erniedrigen. Pharaonen, Könige, Cäsaren und Henker waren in vergangenen Zeiten über euch in Augenblicken der Schwachheit meines Volkes. Wer wird euch in dieser Zeit unterdrücken, so ihr nicht schwach werdet? Ihr braucht niemandem die Achtung zu versagen, um mein Gesetz zu erfüllen. Ihr sollt weder die Wissenschaftler, noch die Geistlichen irgendeiner Konfession oder Religion zurückweisen. Eure Aufgabe beschränkt sich darauf, die Offenbarung bekannt zu machen, die Ich euch gebracht habe.

    Ich spreche in dieser Weise zu euch, weil Ich, als Ich euch erschuf, in euer Wesen meinen Samen der Vollkommenheit legte. Ich will, dass ihr durch eure Werke Mir ähnlich seid. Begnügt euch nicht damit, meiner Göttlichkeit dadurch ähnlich zu sein, dass ihr Geist, Intelligenz, Gewissen und andere Eigenschaften besitzt, denn all dies ist mein Werk.

    63. Ich werde euch keine Frucht anbieten und euch sagen: „Esst sie, und ihr werdet wie Götter sein!“ Ich habe euch gesagt: „Esst dies Brot, damit ihr in meiner Gnade lebt.“ Doch warum hat es der Mensch nicht erreicht, seinem Meister durch seine Werke ähnlich zu sein? — Weil er sich im Materialismus geistig und moralisch verunstaltet hat, und solange er Sehnsucht nach den Herrlichkeiten der Erde hat, kann er das Gelobte Land nicht besitzen.

    64. Ich sagte, dass eher ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen würde, als dass ein reicher Geizhals in den Himmel eingehe. Doch wenn Mich jemand fragt, ob der, der reich war, dazu verdammt ist, niemals die Seligkeiten meines Reiches zu genießen, so sage Ich ihm: Sobald sich dieses Herz von seiner Habgier, seinem Egoismus und seiner Vermaterialisierung freigemacht hat, wird er kein reicher Geizhals mehr sein, und dann kann er in mein Reich eingehen. meine Gerechtigkeit verdammt niemanden, und schon gar nicht auf ewig. Das Feuer, von dem die Schriften zu euch sprechen, ist das unerbittliche Gewissen, das wie das Feuer brennen wird, bis es den Geist von jedem Flecken geläutert hat, und jenes Feuer endet, sobald die Spur der Sünde verschwunden ist. Begreift, dass nicht Ich es bin, der euer Urteil spricht: Ihr selbst seid es.

    65. Die Zeit, in die ihr nun eintretet, ist jene, in der ihr den Schatz entdecken sollt, mit dem meine Vaterliebe jedes Menschenwesen ausstattete, und den zu entdecken niemand auf Erden euch gelehrt hat. Vielmehr wurden euch diese Lehren vorenthalten und verheimlicht von den Menschen, aus Furcht, dass ihr euch selbst erkennen würdet. Aber Ich bin nun gekommen, und Ich weiß, dass niemand auf dem Entwicklungsweg des Geistes und des Gewissens verlorengehen wird, und Ich ermutige euch, weiterhin euer Wesen zu erforschen, zu studieren und zu erkennen — was ein Anfang ist, um Mich zu finden und zu erkennen. Wer könnte euch daran hindern, in euer eigenes Inneres zu blicken? Wer könnte den Augenblick eurer geistigen Gemeinschaft mit Mir erfahren? Wer könnte eure Augen dem Lichte der Wahrheit verschließen?

    66. Ihr entdeckt euch selbst, und durch den Geist empfangt ihr die Offenbarung des Geistigen Lebens. Wer von denen, die erwacht sind und jenes Licht betrachtet haben, vermöchte wider seinen eigenen Geist zu verstoßen? Wer würde wagen, seinen Körper seines Daseins zu berauben, nachdem er eine Ahnung von dem hat, was das Jenseits ist? Wisset, dass es nicht blinder Zufall war, der euch zur Erde gesandt hat. Nichts geschieht ohne meinen Willen. Ich habe euch hergesandt, damit ihr Wächter des Friedens seid, den ihr mit euren Brüdern teilen sollt mittels des Gebetes, des Wortes, der Gedanken, wenn ihr von Geist zu Geist mit meiner Göttlichkeit Zwiesprache haltet.

    67. Betrachtet Krieg, Hunger, Seuche und Tod als einen düsteren Trauerzug, der von Volk zu Volk zieht und dabei Trauer, Elend und Vernichtung sät. Kämpft gegen den Krieg, ihr habt die Waffen der Liebe und der Barmherzigkeit. Ihr könnt schon in dieser Welt Untertanen meines Reiches des Friedens sein, wenn ihr einander liebt.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 70

    1. Ich bin die Schatztruhe der Weisheit, welche die Menschheit bis heute nicht zu ergründen wusste. Ich habe euch den Schlüssel zur Vergeistigung gegeben, damit ihr die Truhe mit ihm öffnet und erkennen könnt, was Ich für euch bereithalte.

    2. Wenn irgendeines meiner Kinder sich für unwürdig hält oder sich unfähig fühlt, die Türen zu meiner Liebe zu öffnen, so sage Ich euch in Wahrheit, dass alle meine Kinder meiner Liebe würdig sind. Ihr alle besitzt den Schlüssel, um diese Tür zu öffnen. Verliert ihn nicht, damit ihr nicht dem Stamme Juda nachfolgt, der in diesem Leben umherirrt und ruhelos auf der Erde umherzieht.

    3. Ich will euch weder als Reiche noch als Bettler sehen, sondern als Pilger, in deren Proviantbeutel nie der Unterhalt für sie selbst und für den Hungernden fehlt, dem sie auf ihrem Wege begegnen.

    4. Ich will, dass ihr die Wege kennt, dass ihr die verschiedenen „Bäume“ zu unterscheiden versteht, und dass ihr in jedem Wanderer, dem ihr begegnet, euren eigenen Bruder erkennt, damit, wenn sie euch fragen: „Wohin geht ihr?“, ihr aufrichtig und bestimmt antwortet und immer meine Wahrheit sagt.

    5. Auf diese Weise werdet ihr wie der Wanderer sein, der auf das Morgen vertraut, der frei von Sorgen für sich selbst dahinschreitet und an die anderen denken kann; denn Ich lehre euch, den Schmerz eurer Nächsten zu fühlen und ihn mit einem Tropfen Balsam zu lindern, den Ich euch gewähre, damit ihr mit ihm euren Brüdern beisteht.

    6. Wie sehr musste Ich euren Geist zu allen Zeiten läutern! Glaubt ihr, dass Ich euch befleckt sein ließe, sodass ihr in diesem Zustande daranginget, meine Lehre zu predigen?

    7. Ich rüste euch zu, damit ihr unter den Menschen das Starke Israel seid.

    8. Beim Hören meines Wortes ist euer Geist erbebt, da er sich erinnerte, dass er diese Stimme schon früher einmal vernahm, und er fragt sich: Wo war das? Und Ich sage euch: Es war in der Wüste, auf den Bergen und an den Ufern der Flüsse Judäas, aus dem Munde Jesu von Nazareth, an dem ihr gezweifelt habt, obwohl ihr erkanntet, dass in seinem Worte eine göttliche Kraft, eine Liebe und eine Macht war, die euch Leben, Gesundheit und Frieden gab.

    9. Ihr seid in dieser Zeit wiederauferstanden, und euer Geist hat meine Unterweisung nochmals vernommen, euer Herz ist erbebt beim Klang dieser Stimme, die es bereits kennt. Mein Wort ist einfach und demütig; doch betrachtet nicht nur die Farbe der Frucht, esst sie, damit ihr in ihrem Innern ihren Samen entdeckt. Dieser Same wird es sein, den ihr morgen anbaut. Wenn ihr ihn gut pflegt, wird er euch gute Früchte tragen. Dann werdet ihr erkennen, dass der Baum, von dem er stammte, die Liebe eures Vaters in sich trug.

    10. Erwerbt Verdienste, damit ihr zu dem Orte gelangt, der euch zukommt, welcher sich nicht auf den Thronen oder in den Palästen der Erde befindet, noch bei den Herrlichkeiten der Welt ist, bei der Schmeichelei oder den irdischen Ehrungen. Euer Platz hier auf Erden ist im Kampfe für den Frieden und das Gute, und im Jenseits wird er bei meiner Liebe sein.

    11. Dies hier ist nicht das Land der Verheißung, ihr kennt diese eurem Geiste verheißene Heimstatt noch nicht, auch lebt in eurem Geiste wegen eurer Erdgebundenheit kein brennendes Verlangen, dahin zu gelangen.

    12. Allen Menschen der verschiedenen Glaubensbekenntnisse und Religionen sage Ich, dass sie die materiellen Reichtümer nicht auf ihren Platz zu verweisen verstanden, um dann diejenigen des Geistes auf den Platz zu stellen, der ihnen zusteht. Wenn die Menschen meine Gesetze erfüllten, würden sie schon von hier aus den Abglanz des Verheißenen Landes schauen und den Klang der Stimmen ihrer Bewohner vernehmen.

    13. Ihr behauptet, an mein Dasein zu glauben und Glauben an meine Göttlichkeit zu haben; auch sagt ihr, dass mein Wille geschehe. Doch wahrlich, Ich sage euch: Wie gering ist euer Glaube und eure Ergebenheit in das, was Ich verfüge! Aber Ich erwecke in euch den wahren Glauben, damit ihr stark seid auf dem Wege, den Ich für euch gebahnt habe.

    14. Arbeitet an euch, wartet nicht, bis der Tod euch unvorbereitet überrascht. Was habt ihr für den Zeitpunkt vorbereitet, da ihr zum Geistigen Leben zurückkehrt? Wollt ihr überrascht werden, während ihr noch mit Ketten an die Materie, an die Leidenschaften und die irdischen Besitztümer gebunden seid? Wollt ihr mit geschlossenen Augen in das Jenseits eingehen, ohne den Weg zu finden, und dabei die Müdigkeit dieses Lebens in den Geist geprägt mitnehmen? Bereitet euch zu, Jünger, dann werdet ihr das Kommen des körperlichen Todes nicht fürchten.

    15. Seufzt nicht, weil ihr dies Erdental verlassen müsst, denn auch wenn ihr erkennt, dass in ihm Wunder und Herrlichkeiten existieren, sage Ich euch in Wahrheit, dass diese nur ein Abglanz der Schönheiten des Geistigen Lebens sind.

    16. Wenn ihr nicht erwacht — was werdet ihr tun, wenn ihr euch am Anfang eines neuen Weges befindet, der von einem Lichte erhellt ist, das euch unbekannt erscheint?

    17. Scheidet von dieser Welt ohne Tränen, ohne im Herzen eurer Angehörigen Schmerz zurückzulassen. Löst euch, wenn der Augenblick gekommen ist, und lasst auf dem Antlitz eures Körpers ein Lächeln des Friedens zurück, das von der Befreiung eures Geistes spricht.

    18. Der Tod eures Körpers trennt euch nicht von den Wesen, die euch anvertraut waren, noch entbindet er euch von der geistigen Verantwortung, die ihr für jene habt, die eure Eltern, Geschwister oder Kinder waren.

    19. Begreift, dass für die Liebe, für die Pflicht, für die Empfindungen, mit einem Wort: für den Geist der Tod nicht existiert.

    20. Ich habe zu denen gesprochen, die sich für tot hielten, und sie haben zu Mir gesagt: „Wer hat zu mir gesprochen?“ Ich habe sie berührt, und sie haben Mich gefragt: „Wer hat mich berührt?“ Und sie haben eine Stimme gehört, die ihnen sagte: „Ich bin Jener, der Lazarus auferweckte, derselbe, der von den Toten auferstand, um euch geistiges Leben zu geben.“

    21. Meine Lehre kann euch niemals zum Fanatismus verleiten, noch prägt sie euch abergläubische oder abgöttische Vorstellungen ein; im Gegenteil, sie befreit euren Geist von den Ketten, welche die Menschheit ihm angelegt hat. Mein Weg ist schmal, aber wer auf ihm wandelt, besitzt und genießt wahre Freiheit.

    22. Ich will euch nicht versklaven mit meiner Unterweisung, denn in ihr gibt es keine Dogmen, Verurteilungen oder Verdammungen. Ich will, dass ihr aus Liebe, durch Verdienste, aus Glauben, aus Überzeugung zu Mir kommt.

    23. Ich habe euch erlaubt, Glaubensbekenntnisse, Sekten und Lehrsysteme kennenzulernen, damit ihr, die Frucht verschiedener Bäume kostend, den Geschmack der Frucht, die Ich euch anbiete, zu beurteilen verstündet. Doch Ich frage euch: Werdet ihr noch dazu fähig sein, die Geistlichen und Priester zu fragen, ob es wahr ist, dass Ich Mich mittels des menschlichen Verstandesorgans kundtue? Wozu fragt ihr jene, die mein Versprechen, wiederzukommen, vergaßen, und die sich nicht einmal vorbereiten, um Mich zu empfangen? Wahrlich, Ich sage euch, selbst der Ungebildetste von euch wird selbst feststellen, dass Ich Der bin, als der Ich zu euch spreche. Wenn mein Wort euren Geist erbeben lässt, wenn er erwacht und zutiefst bewegt ist, wird euch dies beweisen, dass Ich bei euch bin; denn Ich bin der einzige, der Macht über den Geist hat.

    24. Menschenwort kann euer Herz erzittern lassen, oder eure Gefühle und euren Intellekt beeindrucken. Aber wenn es etwas gibt, das bewirkt hat, dass ihr über eure Gefühle, euer Herz und euren Intellekt hinaus tief bewegt werdet, so ist dieses Etwas die Stimme eures Herrn gewesen.

    25. Ich sage euch, dass der, der beim Hören dieses Wortes nicht zutiefst bewegt wurde, meine Gegenwart zwar leugnen kann; doch es bleibt in seinem Gewissen eingeprägt, und der Zeitpunkt wird kommen, an dem er sagt: Jene Stimme, die Ich vernahm, war die des Herrn.

    26. Um euch zu helfen, euer Kreuz weiterhin zu tragen, teile Ich das Manna aus, das euren Geist nährt, bereite Ich eure Herzen zu und mache euch zu meinen Dienern.

    27. Die Zeiten haben sich geändert, Ich mache euch nun frei von jedem Fanatismus und jeder Abgötterei, damit ihr Mir nur eure Vergeistigung darbringt.

    28. Ich lasse den Ruf an meine Auserwählten in verschiedenen Gegenden ergehen und suche sie auf ihren unterschiedlichen Lebenswegen aus, damit sie alle den geistigen Sinn meines Wortes aufnehmen und zu dem klaren und wahren Verständnis meiner Lehre gelangen und dieselbe in ihren Liebeswerken unter ihren Brüdern ausüben.

    29. Obschon ihr derzeit noch kleine Kinder seid, werdet ihr morgen Jünger sein und den Jüngern der Zweiten Zeit nacheifern, und so, wie sie sich aufmachten und von der Wahrheit Zeugnis ablegten, von meinen Wundertaten und von meiner Liebe, so müsst ihr euch morgen aufmachen, um meine Wahrheit zu bezeugen.

    30. Ich habe euch die Tugenden offenbart, die ihr ausüben sollt, und mit den Gaben, die euer Geist vom Beginn eurer Erschaffung an besitzt, sollt ihr euch unter den Menschen zu erkennen geben. Ich bilde nun meine neuen Arbeiter aus, die morgen diesen Samen auf der ganzen Welt aussäen werden. Nach und nach kommen große Menschenscharen zu meinem Werke, angezogen vom Lichte des Heiligen Geistes, der in dieser Dritten Zeit seine Strahlen unter alle Menschen sendet.

    31. Ich bin „auf der Wolke“ gekommen, um zur Menschheit zu sprechen, welche — weil sie in ihrer Verderbtheit verstockt ist — weder meine Schritte noch meine Gegenwart gespürt hat, und auch meine Verbindung mit euch über das menschliche Verstandesorgan nicht bemerkt hat. Ich werde unermüdlich sein, um sie aus ihrer Lethargie wachzurütteln, und ihr werdet erleben, dass die Menschen nach und nach von verschiedenen Wegen herbeikommen werden, um sich mit euch zu vereinigen. Viele werden sich zum Spiritualismus bekehren, denn Ich beseitige nun den Fanatismus und die Abgötterei, den Stillstand und die Verwirrung der Menschheit.

    32. Dies ist die Dritte Offenbarung, welche von Mir und den Propheten angekündigt wurde. Dies ist die Zeit, in der das Licht des Sechsten Leuchters die Menschheit erleuchtet. Es ist die verheißene Zeit, in der Ich in strahlendem Lichte kommen sollte, mein Wort zu erfüllen. Ich bin gekommen, um euch das gleiche geistige und göttliche Gesetz wie zu allen Zeiten bekannt zu machen.

    33. Gesegnetes Volk Israel: Zu allen Zeiten habe Ich euch aus der Knechtschaft Pharaos errettet, und Ich sage euch: Wenn ihr nicht weiterhin Sklaven sein wollt, so kommt zu Mir, denn Ich werde euch die Kraft und die Vollmacht geben, eure Ketten zu zerreißen. Wollt ihr auf der Himmelsleiter emporsteigen, die für euren Geist bereitsteht? Dann seid beharrlich, studiert und ergründet mein Wort, damit ihr es schließlich in seinem Sinngehalt und in seiner Geistigkeit begreifen könnt, damit ihr auf diesem Wege Verdienste erwerbt, die euch zu Mir führen werden.

    34. Jemand sagt Mir: „Vater, ich will dein Arbeiter sein, ich will Dir dienen, ich will, dass mein Geist deinem Geiste nahe ist, aber ich weiß nicht, was ich tun soll, um deine Vergebung zu verdienen.“ Und Ich antworte jenem Herzen, das sich auf diese Weise an seinen Vater wendet: Erneuere dich, gebe nach und nach deine alten Gewohnheiten auf, deine Erdgebundenheit, damit du Mich verstehen lernst und deine Aufgabe erkennst. Doch jeder, der die Erneuerung begehrt, muss durch viele Prüfungen gehen, weil die Versuchung euch nachstellt, und wenn sie sieht, dass ihr euren Geist von den falschen Wegen abwendet, muss sie euch einen furchtbaren Kampf auferlegen, um euch von euren Vorsätzen abzubringen, und wenn ihr euch schwach zeigt, wird sie jene Schwachheit ausnützen und versuchen, euch dazu zu bringen, dass ihr zu euren alten Gewohnheiten zurückkehrt; doch es ist nicht mein Wille, dass ihr euch von ihr überwinden lasst. Ich will, dass eure Schritte immer vorwärts gehen, dass euer Glaube fest ist, und euer Vorsatz, euch zu vergeistigen, wahrhaftig ist, gegründet auf das, was ihr gelernt habt.

    35. So ihr Israel seid, ist es gerecht, dass ihr lernt, Mich zu lieben und Mir von Geist zu Geist Verehrung darzubringen, dass die Äußerlichkeiten eurer Gottesverehrung immer geringer werden, bis ihr zur Vergeistigung gelangt. Mein Geist wird euch mit der Zeit von jeder schlechten Auslegung meines Werkes frei machen. — Der Mensch hat meine Unterweisungen, meine Lehrsätze, meine Prophetien falsch ausgelegt, und es ist mein Wille, dass mein Volk Israel mit den Geistesgaben und Wundertaten in Erscheinung tritt, die es durch seine Vergeistigung erlangt.

    36. Ich werde euch den Menschen als meine Diener vorstellen, als die Trinitarisch-Marianischen Spiritualisten der Dritten Zeit — Spiritualisten, weil ihr mehr Geist als Materie sein sollt; Trinitarisch, weil ihr in drei Zeiten meine Offenbarung empfangen habt; Marianisch, weil ihr Maria, eure universelle Mutter, liebt, welche über euch gewacht hat, damit ihr nicht auf dem Lebensweg verzagt.

    37. Diese Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen wird zu Ende gehen, aber danach müsst ihr Mich von Geist zu Geiste suchen, um meine Weisungen zu empfangen. Darum fordere Ich von euch Erneuerung, damit ihr diese Vergeistigung erreicht. Ich werde euch weiterhin lehren, euch mit meinem Geiste zu verbinden, und ihr werdet neubelebt sein, wenn ihr diese Form der Zwiesprache erlangt habt, die eines jeden würdig ist, der sich Trinitarisch-Marianischer Spiritualist nennt.

    38. Seid tapfer und verteidigt euch in allen Prüfungen durch euer Gebet. Meine geistigen Wohltaten werden sich auch fernerhin auf euch ergießen um eurer Beharrlichkeit und Bereitschaft zum Kampfe willen. Ihr werdet nicht allein sein, meine Geistige Welt wird da sein, um euch Schutz zu geben, euch zu führen und euch in eurem Kampfe beizustehen.

    39. Ich bin das Licht, das euch einlädt, eure Lampe bei Mir zu entzünden, damit ihr euren Geist erhellt und in ihm meine Gegenwart entdeckt. Von dem Tage an, an dem ihr in euch selbst einzudringen versteht, wird es leicht für euch sein, das Herz eurer Brüder zu erreichen.

    40. Bei meinem Worte weinen die „Ersten“ und freuen sich die „Letzten“. — Warum? — Weil die „Ersten“ immer müder werden und immer mehr Wunden mit sich herumtragen, obwohl Ich euch sagen muss, dass sie es sind, die ihr Kreuz schwer und den Kelch bitter machen, den sie bei ihrer Sühneleistung trinken. Denn Ich habe ihnen auf ihrem Wege immer meinen Beistand gegeben, damit der Lebensweg erträglich ist und ihre Schritte fest sind.

    41. Mein Beistand hat euch nicht einen einzigen Augenblick gefehlt, mein Wort hat nicht aufgehört, sich kundzutun. Nie habe Ich euch in euren Prüfungen allein gelassen; selbst zu eurem Krankenlager ist meine Geistige Welt herabgekommen, wenn der Schmerz euch niedergedrückt hat, und ihre Hilfe und ihr Rat hat euch nicht gefehlt, damit ihr den Bedürftigen beisteht, die Tag für Tag an eure Türen kommen. Die Gaben der Intuition, der Inspiration und des geistigen Schauens sind in eurem Wesen erwacht und haben euren Weg erhellt. Ich war bei euch in eurem menschlichen Alltagsleben, es hat euch nicht am täglichen Brot auf eurem Tisch gemangelt. Doch nachdem Ich euch so viele Beweise meiner Liebe gegeben und eurer Nation den Frieden erhalten habe, während die Welt in einen Scheiterhaufen des Hasses und der Leidenschaften verwandelt ist — da beklagt ihr euch noch immer über die Last eures Kreuzes? O Jünger der Dritten Zeit, vergesst nicht, dass das Kreuz, das die Welt einst Mir auferlegte, aus Finsternis, Undankbarkeit, Spott und Verachtung bestand, und Ich nahm es an, denn es waren meine Kinder, die es Mir auferlegten! Betrachtet dagegen das Kreuz, das Ich euch anvertraut habe: Wie trostvoll und leicht ist es, wenn ihr es mit Liebe zu tragen versteht!

    42. Es ist notwendig, dass ihr euren Ursprung und das Ziel kennt, zu dem euch eure Schritte lenken, damit ihr eure Bestimmung mit Liebe annehmt und euer Kreuz umarmt, bis ihr an ihm sterbt, wie es Christus, euer Meister, tat.

    43. Ich bin in dieser Zeit gekommen, um zu euch über euren Ursprung, eure Aufgabe und das Ziel zu sprechen, das euch in der Ewigkeit des Geistes erwartet. Wer mein Wort nicht verstanden hat und sich schwach fühlt, nachdem er meine Unterweisungen gehört hat, hat seinen Geist nicht genährt und gestärkt, hat immer nach den Gütern verlangt, die der Welt angehören, die niemals wesentlich sind in eurem Leben und euch obendrein gewährt werden. Warum lasst ihr euch durch die Welt versuchen? Ihr müsst lernen, euch über die irdischen Wechselfälle hinwegzusetzen, denn in vielen Fällen sind es nur Kleinigkeiten, Armseligkeiten, denen ihr allzu viel Bedeutung beimesst. Wenn ihr euch so, wie ihr euch um das Materielle bemüht, um die Güter des Geistes sorgtet, würde euch nichts mangeln, und eure Entwicklung wäre groß.

    44. Vergesst eure Vergangenheit, vermeidet alle Fehler, die euch lange Zeit begleitet haben, dann werdet ihr in eurem Wesen allmählich einen absoluten Wandel erleben, denn ihr habt dann euren Aufstieg zur Vergeistigung begonnen.

    45. Begreift, dass Ich euch einen würdigen Platz anbiete, sowohl hier auf der Erde, solange ihr auf ihr lebt, als auch im Jenseits, wenn ihr einmal im Geistigen Reiche wohnt.

    46. Auf was wartet ihr, um den entscheidenden Schritt zu tun? Bittet, bittet, damit euch gegeben wird.

    47. Nehmt meinen Samen der Liebe in euer Herz auf und beginnt ihn zu pflegen, ohne ihn jemals zu vernachlässigen, dann wird er euch bald Früchte tragen, die euch auf eurer Wanderschaft als Nahrung dienen werden.

    48. Sprecht miteinander und nehmt dabei mein Wort als Gesprächsthema, aber habt immer den Vorsatz, euch gegenseitig zu unterweisen. Dieser Austausch der Anschauungen und Erkenntnisse wird vorteilhaft für euch sein und euren Geist erheben. Ich verspreche euch, in jenen Augenblicken geistiger Gespräche gegenwärtig zu sein, um euch zu inspirieren und euch immer zum Verstehen und zum Lichte zu führen; doch verwandelt das, was geistige Gemeinschaft sein soll, niemals in eine gewöhnliche Diskussion, denn dann wird meine Gegenwart nicht bei euch sein.

    49. Ich will zu denen sprechen, die bisher meinen Heilbalsam nicht auf ihrem Körper gefühlt haben, und in deren Herz auch nicht mein Friede eingezogen ist.

    50. Wahrlich, Ich sage euch, Ich habe meinen Balsam auf euch ausgegossen, doch ihr wart nicht vorbereitet, ihn aufzunehmen. Einige haben ihn durch ihre Lästerungen zurückgewiesen, andere durch ihren Mangel an Glauben.

    51. Ich sage euch, eure Fehler sind vergeben, aber ihr müsst lernen, durch Verdienste ein Anrecht auf alle Gnaden oder Wohltaten zu erwerben, die ihr von eurem Vater erfleht. Denn wenn Ich sie euch gäbe, ohne dass ihr eurerseits etwas dafür tut, würde euer Geist keine Fortschritte machen. Was könntet ihr morgen jene lehren, die leiden? Welche Erfahrung hättet ihr aus euren Prüfungen gesammelt? Betrachtet die Kranken, die von Mir ein Wunder empfangen haben, und ihr werdet entdecken, dass jeder einzelne Verdienste erwarb, um eine Belohnung zu erhalten. Bei einigen triumphierte der Glaube, bei anderen kam es zur Erneuerung; andere fühlten wahre Reue, wieder andere haben sich in ihren Schwachheiten oder in ihrem Stolz gezüchtigt.

    52. Mit welcher Genugtuung richtet sich der Geist empor, nachdem er eine Schlacht geschlagen und siegreich aus ihr hervorgegangen ist! Welche Befriedigung könnten wohl jene erleben, die ohne irgendein Verdienst von ihrem Vater eine Wohltat empfingen? Jene wüssten das, was sie empfingen, nicht zu schätzen, noch verstünden sie es zu bewahren, da es sie keine Anstrengung oder Opfer kostete, es zu erhalten. Aber der, der nach einem großen Kampfe den Frieden errungen hat, setzt sich nicht der Gefahr aus, ihn zu verlieren; er hütet ihn und wacht über ihm. Wer aufgrund von Entsagungen und Opfern die Gesundheit zurückgewinnt, bringt sie nicht wieder in Gefahr, weil er weiß, was es ihn kostete, sie zu erlangen.

    53. Ängstigt euch nicht, die ihr Mir eure Erschöpfung und euren kraftlosen Geist vor Augen führt, Ich verlange nichts Unmögliches von euch. — Höret: An diesem Tage bitte Ich euch nur um eure Aufmerksamkeit, und dass ihr mein Wort in euer Herz gelangen lasst, denn es soll eure schlummernden Gefühle wecken und euren Geist erleuchten, damit der Glaube und die Hoffnung in euren Herzen wie eine Flamme entbrennen. Dies ist notwendig, damit ihr den Weg ebnet, und das Wunder, das ihr von Mir erwartet, in Erfüllung geht.

    54. Seid euch bewusst, dass ihr nicht mehr in den Zeiten lebt, in denen der Vater euch alles ohne euer Zutun schenkte, weil eurem Geist Entwicklung, Erfahrung, Erkenntnis fehlte; dass ihr jetzt vieles von eurer Seite daransetzen müsst, um das zu erlangen, was ihr ersehnt oder benötigt.

    55. Verzweifelt ihr, weil Ich so zu euch spreche? Lasst ihr, die ihr krank seid, den Mut sinken? Ich gewähre in diesem Augenblicke meinen Heilbalsam allen, die im Begriffe sind, das Kreuz der Erneuerung, der Besserung, des moralischen und geistigen Wiederaufbaus zu umfassen. Auch gebe Ich einigen die Gesundheit, die meine Wohltat bald vergessen werden; denn sie werden sich nicht einmal bewusst machen, warum ihr Meister sie geheilt hat. Doch Ich habe im voraus in ihren Geist den Samen gelegt, welcher aus der Unterweisung dieses Tages hervorging, und zu gegebener Zeit werden sie Mir Rechenschaft ablegen müssen.

    56. Der Schmerz der einen und der anderen gelangt zu Mir, für alle hat meine Liebe einen Tropfen göttlichen Balsams.

    57. Fühlt Mich euch nahe, werdet gesund und erhebt euch zum Leben, damit ihr von meiner Wahrheit Zeugnis ablegt.

    58. Volk, die Propheten starben, aber von ihrer Botschaft blieb eine unauslöschliche Schrift zurück. In Jesus wurden viele jener Prophetien erfüllt, doch für die übrigen musste erst diese Zeit kommen, damit sie ihre Erfüllung fänden.

    59. Neunzehn Jahrhunderte sind vergangen, seit Ich euch mein letztes Wort am Kreuze gab, doch als Ich meine Stimme abermals unter den Menschen hören ließ, stellte Ich fest, dass sie, anstatt sich zu lieben, einander hassen, sich nicht als Brüder erkennen und einander sogar töten — so, wie es die Propheten voraussagten und Jesus es ankündigte. Doch gerade in dieser Zeit, in der die Verderbtheit eine große Entwicklung erreicht hat, ist ein Volk mit einer Saat der Vergeistigung erstanden, das die Menschen mit prophetischer Stimme erwecken soll, das durch seine Vollmacht über die Naturgewalten und über die Krankheiten den Wissenschaftlern Beweise der Gnade und Macht geben soll, und das durch sein Eindringen in die Gaben des Geistes denen Beweise seiner Wahrheit geben soll, welche Religion lehren. Auch das Erscheinen dieses Volkes war bereits von den Propheten vorausgesagt.

    60. Ich habe Mich über das Verstandesorgan dieser Stimmträger kundgetan, um meine göttliche Unterweisung in euer Herz zu schreiben; doch sie haben in ihrer Rauheit Ähnlichkeit mit dem Stein, in den Ich in der Ersten Zeit die Gebote des Gesetzes schrieb.

    61. Wenn ihr einst über die Unterweisungen nachdenkt, die Ich euch gegeben habe, über die Zeit, in der ihr lebt, und über die Art, in der Ich Mich kundgab, werdet ihr feststellen, dass alles — sowohl meine Ankunft, als auch die Zeit, während der meine Kundgebung stattfand, und der Tag, an dem sie endete — von einer großen Zahl von überraschenden und auffälligen Ereignissen und Geschehnissen begleitet war, sowohl im menschlichen Leben, als auch im Geistigen Reich. Dann wird man in all diesen Ereignissen die Zeichen erkennen, die seit jenen Zeiten für meine Wiederkunft angekündigt sind.

    62. Die Wissenschaften, die Religionen und die Theologen werden in dieser Zeit nicht entdecken können, wie meine Gerechtigkeit wirkt; doch euch habe Ich es offenbart. — Jedes Menschenherz ist ein lebender Beweis meiner Gerechtigkeit und meiner Weisheit. Manchmal verbirgt sich im Herzen eines Elenden der Geist dessen, der in einer anderen Zeit eine Krone auf seinem Haupte trug, oder in einem Gefängnis wird der gefangengehalten, der in einem anderen Leben ein Volk seiner Freiheit beraubte. Eure ganze Existenz ist eine unendliche Lektion der Liebe, um die Geister zu vervollkommnen, damit sie als willige und gehorsame Kinder zum Schoße ihres Vaters gelangen können. Aber solange diese Finsternis, die nun die Menschheit einhüllt, sich verdichtet, werden die Menschen, wenn die Angst sie in ihren Bann schlägt, schreien müssen: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du uns verlassen?“, ohne zu merken, dass das Licht meines Geistes bereit ist, in ihre Herzen einzudringen, sobald sie zum Glauben auferstehen. Doch diese Finsternis wird nicht ewig bestehen, nicht einmal allzu lange, obwohl es den Menschen wegen der Heftigkeit ihres Schmerzes so vorkommt, als ob sie eine Ewigkeit gedauert hätte. Allmählich wird es licht in den Geistern werden, und diese werden voll Jubel ausrufen: „Hosianna, hosianna, der Herr ist nun bei uns!“

    63. Volk, betrachte all die Kämpfe dieser Menschheit, betrachte die Menschenmassen, wie sie im Verlangen nach Mir in ihre Gotteshäuser strömen! Ihr Herz hat eine unerklärliche Sehnsucht, weil ihr Geist meine Wiederkunft erwartet.

    64. Erneuert euer Leben, reinigt euer Herz! Denn Ich sage euch, in der geistigen Sphäre leben viele Lichtgeister, die nur auf eure Zurüstung warten, um unter euch ins Fleisch zu kommen und der Menschheit ihre Botschaft zu bringen. Sie sind die verheißenen und angekündigten Generationen, sie werden eure Kinder und Nachkommen sein. Darum sage Ich euch, dass ihr euren Kelch mit Geduld trinken sollt, damit das Erbe, das ihr ihnen vermacht, rein ist, und sie auch den Weg geebnet finden durch eure Liebe und euren Glauben.

    65. Werden diejenigen, die dies Wort vernommen haben, es wohl verleugnen, wenn sie befragt werden? — Möge es nicht geschehen, dass ihr hernach bitterlich weint! Bezeugt mit Worten, mit Werken, mit Gedanken, mit Gebeten, mit eurem Schweigen; dies ist eure Aufgabe.

    66. Euer Herr sagt euch: Gesegnet seien, die den Willen des Vaters tun, denn ob sie auch weinen werden, wenn sie mein Wort 1950 zum letzten Mal hören, so werden sie Mich danach „in der Wolke“ gegenwärtig sehen, ohne dass diese jemals wieder ihrem Blick entschwindet.

    67. An vielen Orten eurer Nation habe Ich Gebetshäuser bereitgestellt, damit ihr in ihnen mein Wort vernehmt.

    68. Mein Volk ist so bescheiden wie die Stätten, an denen Ich Mich kundtue. Aber es ist mein Wille, die Menschheit abermals durch die von Herzen Bescheidenen und Demütigen in Erstaunen zu setzen; durch sie werde Ich bekannt machen, dass dies die Zeit des Lichtes und der Gnade ist.

    69. Mein Ruf hat dies Volk zusammengeführt, das Ich unter meinem Schutze geduldig zubereitet habe, damit es würdig sei, das Gesetz zu empfangen und es den Menschen als Botschaft der Göttlichen Liebe zu bringen.

    70. Ich sage euch, die Bekehrung eines Sünders übt einen großen Einfluss auf das Herz der Menschen aus, weil sie ihnen als Ansporn dient. Dies ist der Grund, weshalb Ich nicht Gerechte gesucht habe, um meine neue Apostelschar zu bilden, sondern Sünder, um aus ihnen meine Jünger zu machen und den Menschen zu beweisen, dass sie vom Weg des Guten abgeirrt sind und dass es ihnen möglich ist, zu ihm zurückzukehren, indem sie sich erneuern und ändern.

    71. Einen Gerechten sandte Ich euch zum Auftakt dieser Zeitepoche, Roque Rojas, durch dessen Lippen Elias sprach, der Wegbereiter. Er ebnete den Weg des Herrn, damit Ich Mich den Menschen kundtäte und ihr meine Stimme hören könntet. Seit dem Zeitpunkt, da sie zum ersten Mal ertönte, habt ihr sie beständig vernommen und meine Kundgebung gehabt. Niemandem wurde gesagt, er müsse sich verbergen, um Mich hören zu können, noch dass er sich an einen bestimmten Ort zurückziehen müsse, um seine Mission durchzuführen. Weder Katakomben noch verborgene Plätze sind nötig gewesen, um euch mit meinem Worte zu erfreuen und eure Andachten abzuhalten. Hingegen habe Ich euch das Gesetz gelehrt, das ihr nun leben sollt, das da lautet: „Liebet einander!“

    72. Ich habe euch die Zeit gegeben, um eure Aufgabe durchzuführen, und ein Ackerland ohne Grenzen, damit ihr auf ihm sät. Ich habe euch keine bestimmten Orte oder eine bestimmte Stunde angewiesen. Abermals sage Ich euch: „Gott ist Geist, und ihr müsst Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 69

    1. In diesem Augenblick vergebe Ich euch jede Schuld, doch Ich sage euch auch dies: Geht, wenn ihr wollt, bis zur Aufopferung, aber sündigt nicht aufs neue. Ich habe ein Buch in euer Herz geschrieben; doch wenn Ich euch um diese Unterweisung bitten würde, könntet ihr Mir nicht eine einzige seiner Seiten erläutern.

    2. Damit ihr tätige Nächstenliebe übt, habe Ich euch kleinen Prüfungen unterzogen, indem Ich auf euren Weg den nach Brot und Trost Hungernden stellte. Doch wie viele Male habt ihr eure Türen vor Mir verschlossen. Ich habe euch schon oft gesagt, dass Ich Mich im Herzen dieser eurer Brüder verberge, die eure Barmherzigkeit anflehen.

    Jünger, diese Gelegenheiten, die euer Herr euch bietet, nämlich geistige und materielle Wohltaten auszuteilen, dienen dazu, die vollkommene Nächstenliebe auszuüben — jene, die keine Belohnung erwartet und die stattdessen im Buche eurer guten Werke geschrieben steht. Habe Ich euch durch das, was Ich an euch getan habe, etwa nicht meine Barmherzigkeit bewiesen? Bemüht euch also um eure Brüder. Erinnert euch, wie oft Ich euch das gewährt habe, was ihr für unmöglich hieltet. Wenn ihr wollt, dass die Welt erkennt, dass dies die Zeit meiner neuen Offenbarung ist, so legt Zeugnis dafür ab durch eure Werke der Liebe und tut nicht das Gegenteil dessen, was Ich euch in meinen Unterweisungen gelehrt habe, denn dann werdet ihr meine Gegenwart verleugnen.

    3. Wenn ihr trotz eurer Mühe die Früchte eurer Saat nicht zu sehen bekommt, so seid unbesorgt. Diese Liebestat ist gleich jener, die ihr an einem Bedürftigen tut, der an die Tür eures Heimes klopft und von dem ihr keine Bezahlung erwartet. Doch Ich werde eurem Geist (nach dem Leibestode) die Möglichkeit geben, dass er von der Stufe, auf der er sich befindet, herabsteigt, um sich an der Fruchtbarkeit des Samens zu erfreuen, den er auf der Erde hinterließ.

    4. Familienväter, habt ein feines Gefühl für die Äußerungen des geistigen Fortschritts eurer Kinder. Beobachtet die Kinder, die euch anvertraut sind, mit Liebe und Barmherzigkeit, damit ihr die neuen Generationen auf den Pfad lenkt, der durch mein Licht gebahnt wurde. Führt sie nicht in den Abgrund, und grabt ihnen auch keine Fallgruben. Diese Geisterwesen sollen nicht das Sodom und Gomorra dieser Zeit betreten.

    5. Wappnet euch mit Geduld, denn die Zeit wird kommen, in der viele euch über dieses Wort befragen werden. Unter ihnen werden die neuen Pharisäer und Schriftgelehrten herbeikommen, um euch auszuforschen. Habt keine Voreingenommenheit beim Antworten und gebt allen ehrlichen Aufschluss, denn ihr müsst selbst für die Antworten und das Verhalten, das ihr gegenüber diesen Ausforschern zeigt, vor Mir Rechenschaft ablegen.

    6. Heute schlägt euer Herz voll Wonne, und das Gebet, das ihr emporsendet, ist wie Weihrauch oder der Duft von Blumen. Wenn eure Gedanken diese Reinheit erreichen, vereinigen sie sich mit denen der gerechten Geister, die nahe bei eurem Herrn leben.

    7. Zu allen Zeiten habe Ich euch gesagt: Betet. Heute sage Ich euch, dass ihr durch das Gebet Weisheit erlangen könnt. Wenn alle Menschen beteten, würden sie niemals von dem Lichtpfad abirren, der von Mir vorgezeichnet wurde. Durch das Gebet würden die Kranken gesund, es würde keine Ungläubigen mehr geben, und der Friede würde zu den Geistern zurückkehren.

    8. Wie kann der Mensch glücklich sein, wenn er meine Gnade zurückgewiesen hat? Meint er etwa, dass die Liebe, die Barmherzigkeit und die Sanftmut keine Eigenschaften des menschlichen Lebens sind?

    9. Auch das geistige Leben wird von Gesetzen regiert, und wenn ihr euch von ihnen entfernt, fühlt ihr sehr bald die schmerzlichen Folgen jenes Ungehorsams. Erkennt, wie groß

    Mein Verlangen ist, euch zu retten. Heute wie damals werde Ich das Kreuz auf Mich nehmen, um euch zum wahren Leben zu erheben. Wenn mein auf Golgatha vergossenes Blut das Herz der Menschen erschütterte und sie zu meiner Lehre bekehrte, so wird es in dieser Zeit mein göttliches Licht sein, das den Geist und den Körper erbeben lässt, um euch auf den wahren Weg zurückzubringen.

    10. Ich will, dass die, die für das Leben der Gnade tot sind, ewiglich leben. Ich will nicht, dass euer Geist in der Finsternis wohnt.

    11. Hört ihr nicht die Rufe der Gerechtigkeit? Seht ihr nicht die Naturgewalten, wie sie einen Landstrich nach dem anderen heimsuchen? Glaubt ihr, dass — wenn ihr ein tugendhaftes Leben führtet — die Notwendigkeit bestünde, dass sich meine Gerechtigkeit in dieser Weise fühlbar macht? Wahrlich, Ich sage euch, es gäbe keinen Grund, euch zu läutern, wenn Ich euch rein gefunden hätte.

    12. Macht euren Körper im Laufe dieses Erdenlebens gefügig, denn es ist nicht recht, dass euer Geist sich später wegen eurer Schwachheiten unter Schmerzen reinigen muss.

    13. Die Sünder weinen, wenn sie diese Worte hören, und fragen Mich, was sie tun sollen, um in diesem Leben ihre Schandflecken abzuwaschen. Darauf antworte Ich ihnen: Tut Werke der Barmherzigkeit unter euren Brüdern, eure Welt ist ein geeignetes Feld, um Nächstenliebe zu säen. Sie ist von Millionen Herzen bevölkert, die auf unterschiedliche Art leiden, mit Heimen im Elend, mit Männern und Frauen, die im Laster verkommen sind. Es ist eine Welt, in der Stätten der Sühne, Krankenhäuser, Gefängnisse, Schlachtfelder im Überfluss vorhanden sind. Vergebt, vergebt viel in eurem Leben, begreift, dass die Vergebung aus der Liebe geboren wird. Wer Mich wahrhaft liebt, muss seinen Nächsten lieben, denn er ist mein Kind, und er soll ihm vergeben, wann immer er von ihm beleidigt wird. Erinnert euch daran, dass meine ersten Worte, als Ich am Kreuze hing, Fürsprache und Vergebung für diejenigen waren, die Mich kreuzigten.

    14. An jeden Ort und in jede Familie werde Ich ein Kind des Lichtes setzen, damit diese den Weg der anderen ebnen; doch nicht nur auf Erden, sondern auch im Geistigen Leben, damit sie den Weg vor ihren Brüdern her säubern und gangbar machen.

    15. Viele kommen, mein Wort zu hören, doch Ich allein weiß, welcher Geist in jedem Körper verborgen ist. Einige hören Mir mit kaltem Herzen zu, andere zweifelnd, doch gibt es viele, die vor Liebe und Wonne beben, da sie meine göttliche Geistkraft fühlen, während andere von Gewissensbissen gequält werden, die ihre materielle Natur nicht versteht. Denn viele von ihnen schrien damals Pilatus zu: „Kreuzige ihn, kreuzige ihn!“ Doch heute schluchzen sie, und in ihrem Schmerz wären sie fähig, mit Tränen in den Augen zu schreien: „Kreuzigt Ihn nicht, es ist der Göttliche Meister!“

    16. Schon oft habe Ich euch gesagt, dass ihr und jene (von damals) die gleichen sind. Kommt herbei, von neuem den Wein zu kosten und das Brot von meinem Tische zu essen. Esst von dem Lamm, es ist der Same des Lebens. Kommt, ihr Hungrigen, Durstigen, Befleckten, stärkt euch und sättigt euch, denn hernach werde Ich euch sagen: Nehmt euer Kreuz auf euch und folgt Mir nach.

    An meinem Tische in dieser Zeit wird sowohl der Mann, als auch die Frau Apostel sein; an diesen Tisch werde Ich euren Geist setzen.

    17. Die Frauen sind es gewesen, die in dieser Zeit das spiritualistische Banner hochgehalten haben, sie haben auf dem Wege die Spur des Apostels hinterlassen, der mit Eifer das Gesetz des Herrn beachtet. In meiner neuen Apostelschar wird die Frau neben dem Manne stehen, und es wird keine (bestimmten) Lebensalter geben, um Mir zu dienen: sowohl der Erwachsene, als auch das Kind oder der Greis werden es tun, das junge Mädchen wie die Mutter. Denn Ich sage euch ein weiteres Mal, dass es euer Geist ist, den Ich suche, und dass er schon seit langem seine Kindheit hinter sich gelassen hat.

    Es werden keine zwölf Diener sein wie in der Zweiten Zeit, nun werden es Hundertvierundvierzigtausend sein, zwölftausend von jedem Stamme. Sie befinden sich verstreut unter der Menschheit, doch meine Liebe hat sie gekennzeichnet, und geistig sind sie vereint, auch wenn die einen in dieser Welt leben und die anderen im Geistigen Gefilde. Von denen, die auf Erden leben, sprechen die einen eine Sprache und die anderen andere Sprachen. Doch keiner wird vom Wege seiner Bestimmung abirren, denn das Licht meines Heiligen Geistes führt sie. Ich kenne den Stamm dieses Baumes, seine Zweige und seine Blätter, und dieser Baum hat die Aufgabe, der Menschheit Schatten zu spenden.

    18. Mein Geist schenkt euch seine Offenbarungen in Erfüllung der Verheißungen vergangener Zeiten. Wahrlich, Ich sage euch, ihr lebt bereits in den Zeiten, die euch angekündigt wurden. Ich versprach euch, zurückzukommen, und hier bin Ich. Ich ließ euch die Zeichen wissen, die vor meiner Ankunft geschehen sollten, und was in der Zeit meiner Gegenwart unter euch sein würde, und seht, wie alles in Erfüllung ging. Das Versprechen meines Kommens blieb in eurem Geiste lebendig, und ihr habt Mich erwartet. Aber gepeitscht von Heimsuchungen wart ihr nahe daran, schwach zu werden; doch heute, da Ich bei euch bin, und ihr Mir zuhört, frage Ich euch: Wann werdet ihr meine Leiden zu den euren machen? Wann werdet ihr wahrhaftig lieben und um der Aufgabe willen leiden, welcher Jesus sein Leben weihte?

    19. Volk, mein Wort lässt eure Herzen erbeben, und Tränen quellen aus euren Augen, wenn ihr daran denkt, dass Jener, der euch so sehr liebte, sein Leben an einem Kreuze beendete. Ihr erinnert euch an Mich, wie Ich am Marterholz verblutete, und dann ist euer Geist erschüttert. Doch wisse, Menschheit, auch wenn die körperlichen Schmerzen Jesu grausam waren, waren sie nur ein schwaches Abbild des Schmerzes des Göttlichen Geistes.

    20. Heute biete Ich euch das Brot meines Wortes an — ein Brot, das nicht mit Sauerteig angerührt ist, noch durch Schweiß auf der Stirne erworben wird. Elias hat die Tür des Hauses geöffnet, damit ihr eintretet und euch an den Tisch des Herrn in der Dritten Zeit setzt, und er hat euren Weg gesegnet, damit ihr in die Gegenwart des Meisters gelangt.

    21. Die sich für befleckt und unwürdig hielten, vor Mir zu erscheinen, fühlen sich heute rein, und zwar, weil mein Blut nicht aufgehört hat zu fließen, weil meine Wunden sich noch nicht geschlossen haben, und jedes Mal, wenn die Menschen vom Wege abirren oder in Sünde fallen, ist das Opfer am Kreuz, die Einsamkeit und die Finsternis der Menschen in meinem Geiste gegenwärtig.

    22. Auch vom geistigen Tische dieser Zeit wird sich ein schlechter Jünger erheben, um seinen Verrat und seine Reue zu verbergen, und auch heute werden Mir die Jünger jene Frage stellen: „Wer ist es, Meister?“

    23. Damals speiste Ich zum letzten Mal, nur von meinen Aposteln umgeben, und was Christus ihnen sagte, vernahmen nur sie. Heute speise Ich geistig mit meinen neuen Aposteln, deren viele sind, und unter ihnen entdecke Ich den Pharisäer, den Heuchler, den Verräter. Unter der Menge kommen Männer und Frauen verschiedener Religionsgemeinschaften, um dies Wort und diese Manifestationen zu erkunden und sie dann aufgrund dessen, was sie wissen, zu beurteilen und sagen zu können, ob es Wahrheit ist. Euch alle lasse Ich herbeikommen, damit ihr Zeugen dieser Botschaft geistiger Weisheit seid, die Ich euch übergebe. Es ist das Dritte Testament, das euch allein der Geist der Wahrheit offenbaren konnte.

    24. Bedenkt: die Israeliten nach dem Fleisch halten sich an das Gesetz Moses‘ und das Wort der Propheten, die Christen vereinigten das Gesetz Moses‘ und das Wort Christi in einem einzigen Gesetz. Was ist also befremdlich daran, dass dies spiritualistische Volk jene zwei Testamente mit den Offenbarungen des Heiligen Geistes vereinigt? Dies ist die vollkommene Bundeslade: hier ist das Gesetz Moses‘, die Liebe Christi und die Weisheit des für diese Zeit verheißenen Trösters.

    25. Männer, die ihr den Geist der Menschen auf die Pfade der Religion lenkt: Öffnet eure Augen diesem Lichte, betrachtet dies Volk, das im Verlangen nach Liebe aufgebrochen ist, nach Gerechtigkeit ruft und um Licht bittet. Es ist nur ein sehr kleiner Teil der Menschen, die sich wie ein Mann erheben und auf der Suche nach Christus, nach seiner Wahrheit und seiner Verheißung sind. Habt Acht auf die Hinwendung des Menschen zum Ewigen, zum Geistigen! Oder ist es möglich, dass — obwohl ihr Augen habt — ihr nicht seht? Ich weiß alles und sehe alles; darum bin Ich wie ein Dieb in der Nacht gekommen, um euch in eurem Schlaf zu überraschen und euch zum Lichte des neuen Tages zu erwecken.

    26. Schon seit langem lehre Ich dies Volk und habe ihm die Lehren offenbart, die die Menschen vor ihm verborgen hatten. Auch habe Ich ihm offenbart, was Ich für es aufgespart hatte; aber noch habe Ich ihm nicht alles gesagt, noch werde Ich Mich in dieser Form bis 1950 kundtun. Diejenigen, die meine Unterweisungen nicht hörten, werden meine Botschaft durch das Buch empfangen, das von meinen „Goldfedern“ geschrieben wird.

    27. Nach meinem Weggang werden sich viele gegen das Volk, gegen meine Lehre erheben. Meere werden durchkreuzt werden von denen, die meine Diener bekämpfen und verfolgen wollen. Doch wer könnte das Licht des Göttlichen Meisters unterdrücken? Wer könnte die Entwicklung des Geistes aufhalten oder die Zeit zurückdrehen? Wenn die Menschen in der Zweiten Zeit glaubten, dass, wenn sie Christus an einem Kreuze töteten, seine Lehre sterben würde, so unterschrieben sie nur mit eigener Hand ihren Urteilsspruch, denn Christus besiegte am Kreuze mit seiner unendlichen Liebe alles. Die Wahrheit triumphiert wie das Licht immer über die Finsternis, und sei sie noch so dunkel.

    28. Mein Geist übergibt euch die Saat, damit ihr sie auf die Felder sät, welche die Geister der Menschen sind, die fruchtbar geworden sind durch Schmerz und Kampf und nur auf die Ankunft des Sämanns warten. Bald werden mein Name und meine Lehre von neuem auf allen Lippen sein.

    29. Um euch eine Lektion der Liebe zu geben, wasche Ich eure Füße, vielgeliebte Jünger, damit ihr die Unterweisungen, die Ich euch in dieser Zeit gab, mit denen vereinigt, die Ich euch in vergangenen Zeiten offenbarte. Ich will — wenn 1950 da ist, das letzte Jahr meines Wortes unter euch — dass dann diejenigen, die heute noch „Kinder“ sind, Jünger geworden sind. Heute hört ihr Mir noch voll Freude zu; doch was wird sein, wenn ihr Mir zuhört und dabei wisst, dass es zum letzten Mal ist? — Ich erinnere euch an die Prüfungen der Zweiten Zeit, doch Ich spreche zu euch mit neuen Worten, durch das Verstandesorgan eines Menschen, denn wenn Ich direkt zu euch spräche, würdet ihr der Gewalt meines Wortes nicht standhalten, noch der Intensität seines Lichtes, noch der Majestät meiner Gegenwart.

    30. Darum kam Ich einst als Mensch zu euch, und selbst bei Johannes offenbarte Ich Mich nach meiner Kreuzigung unter einigen symbolischen Bildern, damit er meine Offenbarungen verstünde.

    Wahrlich, Ich sage euch, Ich arbeite an euch, damit ihr die Kundgabe von Geist zu Geist empfangt, die direkte Verbindung mit meiner Göttlichkeit. Nach 1950 werdet ihr Mich nicht mehr in dieser Form hören, aber ihr werdet meine Gegenwart fühlen, weil eure geistige Erhebung größer sein wird, und ihr werdet dann ganz in die Zeit der geistigen Zwiesprache eintreten. Und wenn einmal die Einigkeit und Brüderlichkeit bei euch eingezogen sind, wird die Zeit der großen Wunder sein — die Zeit, in der meine Stimme von den Menschen gehört wird. Dann wird der Kampf kommen und die Verfolgung, die Türen dieser Versammlungshäuser werden geschlossen werden, eure Heime werden verleumdet werden. Man wird euch Hexenmeister nennen, eure Angehörigen werden euch verleugnen, und einige von euch werden um der Verteidigung meiner Sache willen ins Gefängnis kommen. Doch Ich werde bei euch sein, um euch nicht mutlos werden zu lassen; denn Ich bin das Leben, und so Ich in euch bin — wer vermöchte gegen Das Ewige Leben zu kämpfen?

    31. Seid wachsam, Jünger, denn wenn eure Stimme jene aufweckt, die heute noch schlafen, werden sie aus Sekten und Konfessionen herbeikommen, um euch zu sagen, dass das, was ihr besitzt, falsch ist, dass sie die Bundeslade und die Erfüllung der Verheißungen besitzen sowie den Inhalt der Sieben Siegel. Und wenn ihr dann nicht mit den Waffen zu kämpfen versteht, die Ich euch zugebilligt habe, welches Waffen der Liebe und der Weisheit sind, wird es viele Verwirrungen unter der Menschheit geben, und die Menschen, nach Wahrheit verlangend und nach Licht hungernd, werden dahin gehen, wohin man sie ruft, und könnten den Weg verfehlen.

    32. Ihr, die ihr den Auftrag erhalten habt, dies Volk zu leiten und zu führen — gebt ein Beispiel der Brüderlichkeit, indem ihr euch nach dem Vorbilde Jesu, Moses‘ und Elias‘ im Geiste vereint, welche bei der Verklärung auf dem Berge Tabor vereint erschienen.

    33. Jünger, Ich habe euch in dieser Zeit nicht nur durch das Wort gelehrt, sondern auch durch meine Wohltaten, mit denen Ich euch fortwährend überreich beschenkte. Die Zeiten der Sinnbilder sind vorbei, heute wird man ohne Symbole an Mich glauben, Mich lieben und Mich verstehen, und auch jetzt noch werden die Sinnbilder in meinem Worte weniger, weil ihr nun fähig seid, meine Unterweisung zu begreifen, zu ergründen und sie in euren Werken der Liebe in die Tat umzusetzen.

    34. Wenn ihr glaubt, dass Jesus, weil Er Gottes Sohn war, keinen Schmerz spürte, irrt ihr euch. Wenn ihr glaubt, dass Ich frei von Schmerz bin, weil Ich heute im Geiste komme, so seid ihr gleichfalls in einem Irrtum befangen. Wenn ihr denkt, dass — weil Ich weiß, dass ihr schließlich alle bei Mir sein werdet — Ich heute nicht leide, so habt ihr auch darin nicht recht. Wahrlich, Ich sage euch, es gibt kein anderes Wesen, das empfindsamer ist als der Göttliche Geist.

    Ich frage euch: Wer gab allen Wesen die Empfindsamkeit? Was könnt ihr Gutes tun, das nicht Freude bei Mir auslöst? Und was könnt ihr Böses tun, das nicht wie eine Wunde für meine Empfindsamkeit ist? Seht, das ist der Grund, weshalb Ich euch sage, dass die Menschheit Mich von neuem gekreuzigt hat. Wann werde Ich von meinem Kreuze herabgenommen und werde Ich von der Dornenkrone befreit?

    35. Heute sollt ihr des Abendmahls Jesu gedenken durch das geistige Brot, das Ich euch zu allen Zeiten gegeben habe. Ich habe euch große Lehrbeispiele gegeben: das Manna der Wüste in der Ersten Zeit, das Wunder der Fische in der Zweiten. Das Brot, das Ich segnete und an meinem Tische austeilte, stellvertretend für das Göttliche, war eine Lehre, die Ich eurem Geiste übergab, damit er meine Liebe verstehen sollte. Heute bringe Ich kein materielles Brot mit, das zu euch von himmlischen Lehren spricht. Die Zeit der Symbole ist vorbei. Heute gebe Ich euch nur mein Wort, in welchem Ich euch sage, dass diese Kundgabe nicht die höchste ist, die ihr kennenlernen werdet, und dass das, was Ich euch durch diesen Mittler sage, auch nicht alles ist, was Ich euch zu sagen habe.

    36. Geliebtes Volk, erinnere dich und denke in diesen Stunden über alles nach, was Ich in jener Nacht tat, welche die letzte war, die Ich als Mensch unter euch verbrachte, und auch über all das, was Ich euch in jenen Augenblicken sagte, in denen Ich euch in meiner Unterweisung gesagt habe: Seid willkommen, Jünger der Dritten Zeit, die Ich versammelt habe, indem Ich euch dazu veranlasste, von verschiedenen Punkten der Erde herbeizukommen. Ich habe euch versammelt, damit ihr die neuen „Karawanen“ Israels bildet, welche die Wüste durchqueren, die sich vor eurem Blicke ausdehnt, und dort sollt ihr die neue Unterweisung des Herrn empfangen.

    37. Ich sehe, dass sich einige nicht von der Abgötterei freizumachen vermochten, trotz der Belehrungen und der Prüfungen, durch die sie gegangen sind. Erkennt, wie Ich den Weg zu eurer Aufwärtsentwicklung gesäubert habe, damit ihr auf ihm geht. Doch lasst nicht zu, dass sich der Zweifel gleich einer Wolke dazwischenschiebt, welche euren Geist hindert, mein Licht zu schauen.

    38. Ihr habt bemerkt, dass ihr in dieser Zeit freier von menschlichen Versuchungen seid, und dass Ich euch nur das Lebensnotwendige zugebilligt habe, und Ich sage euch: Seid nicht auf überflüssige Dinge aus.

    39. Ihr habt eine Palme in der Wüste gefunden und eine Quelle kristallklaren Wassers. Es war keine Vorspiegelung, es war keine Illusion, es war Wirklichkeit. Die Zweige und der Schatten der Palme sind meine geistige Gegenwart, ihre Früchte mein Wort, die Quelle ist die Liebe und die Weisheit, die Ich in euer Herz verströmt habe.

    40. Wer Mir aufmerksam zugehört hat, hat diesmal gelernt, die Stimme seines Gewissens zu vernehmen, sich selbst zu beurteilen, sein eigenes Werk zu erkennen und den Schmerz auf sich zu nehmen, den er sich schuf. Dann offenbart der Geist dem Fleische tiefe Lehren, um es davon zu überzeugen, dass es sanft und ergeben sein muss bei den Prüfungen. Wer zu diesen tiefen Betrachtungen gelangt, wird sich meinen göttlichen Geboten nicht widersetzen.

    41. Wie in der Zweiten Zeit verbirgt sich mein Wort vor niemandem, Ich lasse es zum Unwissenden gelangen, zum Verständigen, zu denen, die reinen Herzens sind, und zum Sünder, zum Aufrichtigen und zum Heuchler. Die himmlische Glocke hat für alle geläutet. Wenn diese Menschheit, die in ihrer Mehrheit vom Quell der Lehre getrunken hat, die Ich euch als Christus lehrte, wachend und betend gewesen wäre, als Ich ihr die Zeichen meines neuen Kommens gab — wie groß wäre ihre Wonne gewesen, wenn sie meine Gegenwart gefühlt hätte. Es war notwendig, dass Ich euch einen Mann sandte, damit er euch im Jahre 1866 meine Botschaft übergab, und durch seine Lippen Elias euch die neue Zeit ankündigte. Seit damals hat diese Palme mehr und mehr ihr Laubwerk ausgebreitet, wobei mein Wort in neue Gegenden gelangte, die Versiegelten zum Aufbruch veranlasste und die Menschenscharen lehrte. Diejenigen, die Mir mit Sanftmut zugehört haben und Mir auf dem Pfade zu ihrer geistigen Entwicklung gefolgt sind, haben auf ihrem Wege keine Müdigkeit mehr gespürt, noch Hunger und Durst. Sie haben auf ihm Undank, Spott, Verachtung und Gleichgültigkeit erlebt. Doch nichts hat sie aufgehalten, denn ihr Ideal findet seine Erfüllung am Ende des Weges, und sie wissen, dass dies Ziel nicht auf Erden ist.

    42. Nur die, die sich mit dieser Sanftmut und Vergeistigung zubereiten, werden die Vollmacht erlangen, den vom Schmerz zu befreien, der leidet; denn wer von Eitelkeit erfüllt ist oder schlechten Gebrauch von seinen Gaben macht, verliert diese Gnade.

    43. Zwingt niemandem meine Lehre unter einem bestimmten Namen auf, doch richtet den auf, der gefallen ist, und sagt ihm, dass er an Mich glauben soll. Wer könnte euch hindern, Gutes zu tun an eurem Nächsten?

    44. Denkt nicht mehr an die irdischen Bequemlichkeiten, damit ihr euch darauf vorbereitet, eure Aufgabe zu erfüllen und ihr an jene Menschenscharen denkt, die sich im Verlangen nach der Rettungsarche der Liebe, welche meine Lehre ist, aufmachen werden, und die euren Herzen unterwegs begegnen müssen.

    45. Wann werden von neuem Apostel meiner Sache in Erscheinung treten wie jene, die Mir in der Zweiten Zeit nachfolgten? Mit wie viel Glauben, welcher Liebe und Standhaftigkeit verteidigten sie meine Wahrheit! Ihr würdet gerne jene Werke und jene Wunder tun; doch wahrlich, Ich sage euch, ihr könntet es tun, wenn euer Glaube so groß wäre wie der ihre. Seid Menschen des Glaubens, und ihr werdet Wunder vollbringen, auch wenn ihr in materieller Hinsicht Bedürftige seid. Hört Mich und ergründet mein Wort, andernfalls habt ihr Mich nur ins Leere reden lassen.

    46. Seid demütig, erkennt, wie Jesus sich vor seinen Jüngern beugte, um ihnen ihre Füße zu waschen. Tut an euren Brüdern Werke gleich diesem, und ihr werdet euch zu Recht meine Jünger nennen können.

    47. Wie wenige sind derer, die gewacht haben und des Tages gedachten, an dem Jesus am Kreuze verschied. Doch wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr über den Tod des Meisters nachdenkt, sollt ihr daran denken, dass dieser Augenblick für jeden von euch kommt. Ich brauchte den Tod nicht zu fürchten, denn Ich bin das Leben, ihr jedoch müsst euch darum sorgen, eure Mission innerlich bereitet und zugerüstet zu vollenden.

    48. Niemand soll sich bedeutungslos und armselig fühlen, denn ihr kennt weder eure Begabung zum Sprechen, noch den Reichtum eures Herzens, eure Brüder zu lieben.

    49. Ihr weint über den schmachvollen Tod, den ihr eurem Herrn auf Golgatha gabt, und ihr ahnt nicht, dass ihr Mich in dieser Zeit aufs neue verwundet und über mein Wort spottet. Aber Ich habe gelobt, alle meine Kinder zu retten, und mein Wille wird in Erfüllung gehen. Wenn dieser Menschheit mein damals vergossenes Blut nicht genügt, werde Ich ein geistiges Kreuz nehmen, um Mich an ihm kreuzigen zu lassen und Lichtfunken zu verbreiten, die über das Gewissen der Menschen zu den Geistern gelangen.

    50. Wehe denen, die in dieser Zeit durch ihre Schändlichkeiten und ihren Ungehorsam den Kindern ein schlechtes Beispiel geben, die Ich mit einer geistigen Mission (zur Erde) gesandt habe! Wollt ihr den Volkshaufen gleichen, die unter Geschrei und Spott Jesus nach Golgatha führten und dabei Entsetzen in die Herzen der Kinder säten, die sich nicht erklären konnten, warum man einen Menschen marterte und tötete, der nur Segnungen austeilte.

    51. Jedes Mal, wenn Jesus stürzte, weinten jene Unschuldigen. Doch wahrlich, Ich sage euch, ihr Weinen entsprang mehr dem Geiste als dem Fleische. Wie viele von ihnen folgten Mir später nach und liebten Mich, ohne dass aus ihren Herzen die Erinnerung an das ausgelöscht werden konnte, was ihre unschuldigen Augen mitangesehen hatten.

    52. Es ist Zeit, dass ihr über das nachdenkt, was Ich euch sage. Lasst die Menschen Mich hören, lasst die Kranken die ersten sein, die in meine Gegenwart kommen. Betet für die abwesenden Kranken und besucht die, die in Anstalten untergebracht sind. Denkt daran, dass in der Zweiten Zeit viele der Aussätzigen vor den Toren der Stadt lebten, und obwohl sie wussten, dass Jesus die Kranken heilte, sich damit abfanden, nur von ferne den Klang seiner Stimme zu hören, weil sie sich sagten: „Wie wollen wir zum Meister kommen, wenn die Menschenmenge uns wegjagt?“ Dann belohnte Jesus ihren Glauben angesichts der menschlichen Gleichgültigkeit und Selbstsucht, indem Er ihre Körper von dem Übel reinigte, das sie quälte.

    53. Werdet nicht müde, Mir in dieser Zeit zuzuhören, denn jene, die mein letztes Wort im Jahre 1950 vernehmen, werden es in ihrem Geiste als Symbol für den letzten Tropfen Blut empfangen, der sich am Kreuze von meinem Körper löste.

    54. Ihr habt das Gesetz vergessen und habt gewartet, bis euch die Naturgewalten an meine Gerechtigkeit erinnerten: Orkane, Wasserläufe, die über die Ufer treten, Erdbeben, Dürren, Überschwemmungen sind Rufe, die euch wachrütteln und zu euch von meiner Gerechtigkeit sprechen.

    55. Welche andere Frucht kann Mir die Menschheit in dieser Zeit anbieten als die der Zwietracht und des Materialismus? Dies Volk, das jahrelang meine Unterweisung gehört hat, kann Mir ebenfalls keine wohlgefällige Ernte darbringen.

    56. Niemand entkommt meiner Gerechtigkeit. Ich richte die Lebenden und die Toten. Doch wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr euch nicht aufrafft und meine Lehre wahrhaft und lauter ausübt, wird euch die Justiz der Menschen richten. — Wie sehr hat sich diese Menschheit befleckt! Das Blut des Lammes zeigte den Menschen den Weg zur Entwicklung des Geistes, auf dem sie gehen müssen, um die begangenen Verfehlungen wiedergutzumachen; doch auf jenes göttliche Blut vertrauend habt ihr von neuem gesündigt. Die Welt hat euch gefangengenommen, doch Ich fordere nun von euch zurück, was Mir gehört.

    57. Ich werde das Unkraut beseitigen, welches eine Giftpflanze ist, und werde nochmals das goldene Weizenkorn säen, und jene Felder, die lange Zeit unfruchtbar gewesen sind, werden fruchtbar und ertragreich sein.

    58. Seit dem Altertum wisst ihr durch meinen Propheten Johannes, dass eine Zeit kommen würde, in der jedes Auge Mich sehen wird; jene Zeit habt ihr vor Augen. In dieser Zeit wird der Geist der Menschen seine Augen dem Lichte der Wahrheit öffnen und Mich schauen. Er wird mein Wort verstehen und meine Gegenwart fühlen. Aus den Steinen wird nicht nur Wasser hervorquellen, sondern werden auch Blumen hervorsprießen.

    59. Heute seid ihr der Auffassung, dass meine Gerechtigkeit euch straft, indem sie die Naturgewalten entfesselt, um Elend, Trauer und Hunger zu säen. Dennoch — eines Tages werdet ihr begreifen, dass es eure Werke gewesen sind, die jenes Unheil, jenes Gericht über euch hereinbrechen ließen. Auch werdet ihr lernen, dass eure Verdienste, euer Glaube und das Gebet die Naturgewalten beruhigen können. Habt ihr nicht gehört, dass Ich meinen Kindern Vollmacht über die Naturkräfte gebe, wenn Ich sie geistig kennzeichne? Dies kann euch nicht in Erstaunen setzen, wenn ihr euch erinnert, dass Ich dem ersten Menschen die Vollmacht gab, sich die Erdenschöpfung untertan zu machen. Dies ist der Grund, weshalb Ich euch zuweilen sage, dass der Mensch sich selbst noch nicht entdeckt hat und sich daher nicht kennt.

    60. Ich bin der König des Universums, der Mensch hier auf Erden ist ein Prinz, da er mein Kind ist. Hat der Mensch von der Macht all seiner Fähigkeiten etwa guten Gebrauch zu machen verstanden? Wahrlich, Ich sage euch, er hat seinen Vater verleugnet und sich zum König gemacht, um in der Welt seinen Willen zu tun. Doch wer seinen Willen nicht mit dem meinen eint und außerhalb der göttlichen Gesetze wandelt, schafft in sich selbst die Voraussetzungen, dass diese ihn richten. Dies nennt ihr Strafe, und schließlich nennt ihr Mich einen ungerechten Vater.

    61. In dieser Dritten Zeit werden viele Geister mein Licht schauen, und da sie ihren Weg durch dasselbe erhellen, werden sie nicht wieder auf Abwege geraten. Vielmehr werden sie auf ihre Vergangenheit zurückblicken, um all ihre Fehler zu erkennen und sie zu bereuen. Sie werden nicht mehr menschlichen Ruhm erstreben, sondern nur die Unsterblichkeit des Geistes.

    62. Die Menschen werden den Gipfel des Berges ersteigen, und von dort aus werden sie das Bild des Gelobten Landes sich abzeichnen sehen, das Neue Jerusalem, das euch als höchster Lohn in der Ewigkeit erwartet.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 68

    1. Ich komme, um die Herde Elias‘ zu lehren. Mein Wort ist für dieses Volk das, was das Manna für das Volk Israel in der Wüste war. Euer Geist suchte in dieser Zeit die Wahrheit vergeblich auf den Lebenswegen, bis ihr schließlich die Stimme eures Herrn vernahmt. Ich bin der Wanderer, der Fremdling, der an die Türen der Herzen geklopft hat. Die Menschen — statt meine Gegenwart zu empfinden — haben sich weiterhin ihren Sorgen, ihren ehrgeizigen Zielen oder ihren Leiden hingegeben. Ihr, die ihr meine Gegenwart empfunden und meine Stimme vernommen habt, habt Stärkung empfangen, um die Höhen und Tiefen des Lebens zu bestehen, und das Licht, um zu begreifen, dass die Besitztümer der Welt kein Paradies darstellen, dass hier nicht das Gelobte Land ist, dass die Welt jetzt ein trauriges Tal der Tranen ist, ein Land der Verbannung und der Sühne.

    Im Geistigen Gefilde wird es sein, wo ihr wahren Frieden und wahres Glück finden werdet, wo Ich mit euch die Freudenfeste eurer Ankunft feiern werde. Jeder, der sich nach dem wahren Frieden sehnt, muss ihn in meiner Wahrheit, auf meinem Wege suchen. Umsonst streben die Menschen nach einer „Krone“ oder einem „Thron“, im Glauben, dass sie mit dem Erreichen desselben den Frieden erlangt haben. Ich sage euch, dass die Zeit der „Könige“ ihr Ende gefunden hat. Meine Gerechtigkeit ist zu den Menschen gekommen.

    2. Ich, euer König, lehrte euch, dass es auf Erden keine andere Krone als die von Dornen gibt, und keinen anderen Thron als das Kreuz. Und alles, was ihr mit Jesus machtet, erlitt Er aus Liebe zu euch. Heute, da Ich zurückgekommen bin und euch von neuem auf der Welt begegne, klage Ich euch nicht an wegen jenem Blut. Ich komme voller Liebe und Vergebung für euch, um Mich unter den Demütigen, unter diesen einfachen Kindern kundzutun, die mein Kommen in dieser Form nicht verstanden.

    3. Ich habe euch der Verderbtheit eures Lebens entzogen, und habe euch von euren Flecken gereinigt, habe euch Jünger genannt, euch einen kostbaren Samen anvertraut und euch als „meine Arbeiter“ bezeichnet. Ich habe euch aufgetragen, diesen Samen mit Hingabe zu hüten, denn wer ihn verliert, wird ärmer daran sein als zuvor.

    4. Volk, dies ist die Zeit, in der ihr den Weg meines Gesetzes beschreiten müsst, damit sich nicht der Fall vergangener Zeiten wiederholt, in denen die Schwachheiten und Stürze des Volkes Israel die Hindernisse waren, die es unmöglich machten, dass die anderen Völker den wahren Gott verehrten.

    5. Das Licht des Heiligen Geistes erleuchtet euren Verstand, damit ihr alles ergründet, was Ich euch offenbare, und ihr euren Brüdern befriedigend antworten könnt. Denkt nicht, dass Ich euch euren eigenen Kräften überlasse, nur mit dem, was euer Gedächtnis von dem bewahrt hat, was Ich euch lehrte. Was könnt ihr ohne meinen Beistand den Menschen weitergeben? Welche Beweise könnt ihr ohne meine Hilfe geben? Wenn ihr jedoch Glauben habt an meine Macht und meine Unterstützung und vorbereitet seid, werdet ihr Kranke heilen, Ungläubige überzeugen und „Tote“ erwecken können. Die einen werdet ihr aufsuchen und die anderen empfangen, und den Menschen wird die frohe Botschaft gegeben werden, dass Ich Mich durch das menschliche Verstandesorgan kundgetan habe.

    6. Bis zum letzten Tag des Jahres 1950, an dem Ich mein Wort zurückziehen werde, werde Ich den Menschen fernerhin meine Botschaft des Friedens und der Liebe geben. Meine Manifestation und mein Wort dieser Zeit wird die Menschheit bewegen, die Religionsgemeinschaften werden selbst in ihren Grundfesten erschüttert, und sogar die Wissenschaft wird — neugierig geworden — innehalten, um nachzuforschen.

    7. Hier ist die Wahrheit, von der ihr vorausahntet, dass ihr sie in dieser Zeit unverhüllt kennenlernen würdet; doch ihr glaubtet nicht, dass ihr sie in dieser Schlichtheit finden würdet, in der sie sich offenbart, und noch weniger in dieser Form. Doch hier ist sie, bildet euch ein Urteil darüber!

    8. Ich habe zu euch in einer dem Menschen verständlichen Sprache gesprochen, manchmal in bildlichem Sinne und in Gleichnissen, manchmal mit voller Klarheit. Große Wahrheiten werde Ich euch noch durch verschiedene Stimmträger offenbaren, denn einer allein würde nicht genügen, um die Botschaft meiner Göttlichkeit zu übermitteln.

    9. Ihr kommt aus fernen Gegenden, eure Reisetasche ist leer, und stattdessen ist euer Herz voller Kümmernisse. Doch als ihr diese himmlische Stimme vernommen habt und Ich euch willkommen geheißen habe, habt ihr erlebt, wie euer Lebensweg erhellt wurde, und der Friede, der wahre Friede, in euer Herz einzog.

    10. Als ihr daher mein Wort durch das menschliche Verstandesorgan gehört habt, ist es euch bewusst geworden, dass dies die Dritte Zeit ist, dass meine Kundgabe in dieser Form kurz sein wird, und dass ihr darum diesen Unterricht nutzen müsst.

    11. Ihr befragt euer Gewissen, und es antwortet euch, dass ihr auf Irrwegen gegangen seid. Dann fühlt ihr eine unendliche Wonne bei der Erkenntnis, dass es ein wahres Wunder war, dass ihr den Weg gefunden habt, den ihr so ferne glaubtet. Der Grund dafür ist, dass es für den Glauben keine Schranken gibt; für die Reue genügt ein Schluchzer, für das Gebet ein Augenblick der Erhebung, und für die Erneuerung findet ihr immer eine Gelegenheit zur Wiedergutmachung.

    12. Als ihr als „Letzte“ in den Kreis dieser eurer Brüder getreten seid, fühltet ihr euch unwürdig, bei ihnen zu sein, und habt sie für höhere Wesen gehalten. Später veranlasste euch eure Beharrlichkeit, euer Glaube und eure Liebe, euch zu den Jüngern zu setzen. Einmal auf diesem Platze, haben die einen ihre Demut bewahrt, während die anderen aus Mangel an Verständnis für meine Lehre von Eitelkeit erfüllt wurden, sich als Herren fühlten und diejenigen, die sie zuvor bewundert und beneidet hatten, sogar gering achteten. Ich musste sie heimsuchen und zurechtweisen; doch ebenso, wie Ich euch sage, dass ihr nur jene zum Vorbild nehmen sollt, die euch gute Beispiele geben, so sollt ihr auch erkennen, wie Ich Mich selbst der Unfolgsamen und Undankbaren bediene, um euch Lehren von großer Weisheit zu geben.

    13. Einige sind bereit, beim ersten Warnzeichen meiner Gerechtigkeit zum Weg des Gehorsams zurückzukehren. Doch gibt es auch solche, die in ihrem Hochmut meine Gebote entweihen und sich über das Gesetz hinwegsetzen. Mein Wort wird dann ausführlich und unmissverständlich, damit der Mensch begreift, dass es die Demut und der Gehorsam gegenüber meinen Geboten ist, was euch Mir näherbringt.

    14. Jünger, betrachtet das Licht, das zu euch gelangt; es ist die Widerspiegelung der Lichter des Neuen Jerusalems, das euch aus der Unendlichkeit seine Botschaft sendet.

    15. Diese Nation, in der sich mein Wort kundgetan hat, ist nicht das Neue Jerusalem, welches Johannes mit den Augen des Geistes sah, als er Folgendes weissagte: „Und Ich, Johannes, sah die Heilige Stadt, das Neue Jerusalem, das vom Himmel herabkam wie eine für den Gatten geschmückte Braut“; dennoch soll diese Nation ein Symbol jener Geistigen Stadt sein. Ihre Bewohner sollen zubereitet sein, aus ihren Herzen soll für jeden, der an ihre Türen klopft, Friede und der Willkommensgruß fließen, von ihrem Geiste soll das Licht ausstrahlen, das die Konflikte löst, welche die Menschheit verwirren, und von ihrer Gottesverehrung soll das Vorbild von Vergeistigung und Erhebung für andere Völker ausgehen.

    16. Heute zweifelt ihr noch daran, dass diese Nation eine solche Bestimmung erfüllen kann, und dieser Zweifel steigt in eurem Herzen auf, wenn ihr seht, dass ihr vermaterialisiert seid, den Vergnügungen der Welt verhaftet, obwohl ihr den Göttlichen Meister hört und euch seine Jünger nennt.

    17. Begreift, dass Ich euch nicht voreilig auf den Weg meiner Unterweisungen führen wollte, aber dass Ich euch auch gesagt habe, dass ihr nicht stehenbleiben sollt. Fürchtet ihr die Urteile der Menschen? Fürchtet ihr die Qualen, die ihr um meiner Sache willen erleiden könntet? Wahrlich, Ich sage euch, es wird keine Dornenkrone um eure Schläfen gewunden werden, noch werdet ihr unter Geißelhieben und Faustschlägen einer blutdürstigen Menge ein schweres Kreuz tragen.

    18. Liebt eure Mitmenschen, sät überall meine Barmherzigkeit; doch seid niemals verbittert, weil die Menschen den Dienst, den ihr ihnen erweist, schlecht lohnen. Denkt an das Vorbild Jesu!

    19. Den Weg, den Ich euch früher mit meinem Blute vorzeichnete, habe Ich heute mit meinem Lichte kenntlich gemacht. Doch drückt ihm nicht irgendeinen Makel auf, und hinterlasst auch keine Spuren von Unvollkommenheit oder Unlauterkeit, denn dann werden die Menschen morgen sagen, dass Der, welcher in dieser Zeit sprach, ein Betrüger gewesen ist.

    20. Fordert nicht meine Göttliche Gerechtigkeit durch Ungehorsam oder Verstöße gegen mein Gesetz heraus. Gebt auch keinen Anlass dazu, dass die irdische Justiz über euch kommt wegen unlauteren Handlungen.

    21. Ich will, dass euer Geist sich in dieser Zeit kundtut und überströmt, ohne dass sein Körper ein Hindernis ist, das ihn davon abhält, oder ein Schleier, der ihn verbirgt, und dass jedes Wort, das von seinen Lippen kommt, voll Leben ist.

    22. Geliebtes Volk, für euch gehört die Zweite Zeit der Vergangenheit an, für Mich ist sie gegenwärtig. Nicht Judäa ist heute der Ort meiner Kundgebungen, nicht Jerusalem ist die Stadt, die ihren Heiland mit Psalmen und Olivenzweigen empfängt. Es ist ein anderer Ort auf der Welt, wo Ich Mich heute einfinde, aber es ist das gleiche Volk, dieselben Geistwesen. Jetzt ist euer Herz die Stadt, und eure Psalmen und Ölzweige sind innerlicher Jubel.

    23. Jetzt umgeben Mich nicht Petrus, Andreas, Johannes, Jakobus, Bartholomäus, Philippus und die anderen Jünger; sie erfüllten ihre Mission und hinterließen euch ihr Vorbild; heute sind es große Jüngerscharen, die Ich zubereite. Ganz deutlich fühlt ihr eure geistigen Gaben: In den einen äußert sich die Gabe der Weissagung durch geistige Gesichte und Träume, in anderen die Gabe des Wortes, in wieder anderen die Gabe der Inspiration, der geistigen Zwiesprache und der Heilung. Aber in euch allen existieren die gleichen Fähigkeiten, die ihr durch eure Werke der Liebe für eure Brüder entwickeln könnt.

    24. Ihr alle habt die Verklärung während meiner Kundgabe gesehen oder empfunden, wenn der Stimmträger, durch den Ich euch mein Wort gebe, eurem Blick entschwindet und Christus in geistiger Gestalt erscheint, erfüllt von Liebe zu euch.

    25. Jünger, schon nähern wir uns den Toren der „Stadt“. Betrachtet sie, es ist das Herz der Menschheit. Wird sie vorbereitet sein, den Meister und seine Jünger zu empfangen?

    26. Wachet und betet, denn während die einen Mich mit Lobgesängen empfangen, werden die Pharisäer euch auflauern, und manche werden euch auch Geld anbieten für euer Stillschweigen. Wachet, damit ihr nicht in Versuchung fallt, denn aus dieser Prüfung werden die schlechten Jünger hervorgehen, die ihren Glauben verraten werden.

    27. Ich bringe euch den Frieden und eine neue Unterweisung. Wenn mein Opfer der Zweiten Zeit die Opferung unschuldiger Tiere aufhob, die ihr auf dem Altar Jehovas opfertet, so hat heute die Nahrung meines göttlichen Wortes bewirkt, dass ihr meinen Körper und mein Blut nicht mehr durch das Brot und den Wein dieser Welt darstellt.

    Jeder Geist, der leben will, muss sich vom Göttlichen Geiste nähren. Wer mein Wort vernimmt und es in seinem Herzen empfindet, hat sich in Wahrheit genährt. Dieser hat nicht nur meinen Körper gegessen und mein Blut getrunken, sondern hat auch von meinem Geiste genommen, um sich zu nähren.

    Wer — nachdem er diese Himmlische Nahrung gekostet hat — wird Mich nochmals in Gebilden und Formen suchen, die von Menschenhand gemacht sind?

    Von Zeit zu Zeit komme Ich und beseitige Traditionen, Riten und Gebräuche und lasse in eurem Geiste nur das Gesetz und den geistigen Kern meiner Unterweisungen bestehen.

    28. Dies ist eine Zeit des Gedenkens, der inneren Sammlung und der Besinnung, lasst Mich unter euch einkehren. Ich komme von den Städten und den Schlachtfeldern und habe mit meinen Kindern das Brot ihrer Bitternis geteilt. Ich habe auf allen Wegen Licht verbreitet, habe Wunder getan und habe Beweise meiner Gegenwart unter den Menschen gegeben. Doch es ist notwendig, dass ihr Mich annehmt, damit ihr meine Worte bis zum letzten vernehmt.

    29. Sorgt dafür, dass Ich die Wohnung in euren Herzen vorbereitet finde, dass dort mein Tisch ist und auf ihm das Brot. Ich will, dass ihr euch von meiner Liebe umworben fühlt, wie Ich es bei dem sanftmütigen Johannes tat. — O Menschen, bereitet euch innerlich zu und findet zu wahrer geistiger Wachsamkeit, damit ihr das Göttliche nicht entweiht und ihr es sich offenbaren lasst. Erkennt, dass ihr meinen göttlichen Strahl in eurem Verstande empfangt, obwohl er noch voller Sünden und Leidenschaften ist. Wenn ihr Mich in der Zweiten Zeit unter Schlägen und Spott ein Kreuz tragen ließet, so lasst Mich heute in euren Herzen wohnen.

    30. Ich verlange von euch Zubereitung, was Erneuerung und Vergeistung bedeutet, damit, wenn das Jahr 1950 kommt, die Zuhörerscharen sehr groß sind. Denn unter der Menge entdeckt mein Blick jene, die zu den Hundertvierundvierzigtausend gehören, und die Ich an ihrer Stirne zu kennzeichnen habe und die Ich ihre Aufgabe erkennen lassen muss. Doch seid unbesorgt, wenn am letzten Tag (meiner Kundgebung) die Zwölftausend von jedem Stamme nicht (alle) gekennzeichnet sind.

    Aus der Unendlichkeit werde Ich sie meine Liebkosung fühlen lassen und ihnen die ihnen anbefohlene Aufgabe zuweisen. Der Ort, wo sie sich aufhalten, ist gleichgültig. Ich sage euch dies, weil Ich allein die Bestimmung und die Aufgaben jedes Geschöpfes zuweisen kann und es niemanden gibt, der es nach meinem Weggang tun kann.

    31. Ich lasse euch nach 1950 wissen, welche jene sind, die zu dieser Zahl gehören, auch ohne mein Wort gehört zu haben; auch sie werden Glaubensbeweise erbringen. — Nachdem mein Wort beendigt ist, werden euch manche nachzuahmen versuchen, um die Gutgläubigkeit der Menschen zu missbrauchen. Doch ihr werdet vorbereitet sein, sodass ihr jede Falschheit entdeckt.

    32. Ihr werdet mein Abschiedswort in der Form in euren Herzen bewahren, in der Ich es euch geben werde. Doch ihr sollt dies Zeugnis zu anderen Nationen gelangen lassen und der Menschheit sagen, dass Ich im Geiste allen meinen Kindern sehr nahe bin.

    33. Heute sage Ich euch: Hier ist der Meister, jener, den die Menschen den Rabbi aus Galiläa nannten. Ich gebe euch die ewiggültige Lehre, die Lehre der Liebe. Das Festmahl, zu dem Ich euch heute einlade, ist geistig, das Brot und der Wein gleichfalls. Aber heute wie ehedem und wie immer bin Ich der Weg, die Wahrheit und das Leben.

    34. Ich gebe euch meine Kraft, denn diese Dritte Zeit ist voller Prüfungen. Meine Wärme hat sich in euer Herz gesenkt, welches kalt war wie die Steinplatte, die den Toten bedeckt, und schon fühlt ihr, wie es in Liebe zu seinem Vater schlägt. Ihr habt gesehen, wie Ich unter den großen Menschenscharen nach und nach diejenigen ausgewählt habe, die an ihrer Stirne das göttliche Zeichen tragen sollen, und dass mein Wort ihnen sagt, dass diese Gnade, mit der Ich sie bekleidet habe, nicht dazu da ist, dass sie sich über die anderen erheben und sie demütigen, sondern dass sie dieselbe mit der Demut eines Menschen tragen sollen, der bereit ist, seinen Nächsten zu dienen, weil er erkennt, dass diese Unterweisung für alle da ist.

    35. Vor euch liegt eine Zeit der Gnade; dies Volk soll sie mit erleuchtetem Verstand und in voller Erkenntnis all dessen erleben, was es spricht und was es sieht. Diese Gnadenzeit darf euch nicht zur Routine werden, und noch weniger sollt ihr euch mit Unnötigem abgeben.

    36. Dieser Zeitabschnitt, in welchem Ich euch mit dieser Kundgebung Zeugnisse meiner Gegenwart gegeben habe und auf dem Lebensweg eines jeden von euch Wunder getan habe, wird die Erinnerung sein, die euch morgen im Kampfe stärkt, damit ihr mit Ergebung, Vergeistigung und Liebe euren Weg geht. Mein Gesetz wird durch euer Gewissen erstrahlen und euren Pfad beleuchten, wie das Angesicht Moses‘ leuchtete, als er vom Sinai herabstieg und das Volk aufsuchte, das sich am Fuße desselben aufhielt.

    37. Die zwölf Stämme werden sich aufs neue um mein Gesetz scharen. An ihrer Spitze werden die Zwölftausend von jedem Stamme stehen, und wenn es soweit ist, werde Ich ihnen sagen: Macht euch auf den Weg als die guten Jünger Christi, um die frohe Botschaft von meiner Gegenwart zu bringen.

    38. Alle Prophetien werden in Erfüllung gehen, und die Menschheit wird aus ihren verborgensten und unbekanntesten Winkeln ein Volk hervorgehen sehen, das demütig ist, arm an materiellen Gütern, aber stark im Geiste, eifrig in meinem Gesetze und barmherzig mit seinen Mitmenschen. Sein Heiligtum wird innerlich sein, unsichtbar und unberührbar, daher unmöglich zu zerstören. Dort wird ein unauslöschliches Licht brennen, das ihm den Weg erhellen wird. Seine Lebenswege und Heimsuchungen werden schmerzlich sein und hart, doch niemals wird es um derentwillen schwach werden, noch aus Unzufriedenheit oder Kummer klagen, und es wird Mir auch nicht den Rücken kehren, denn es hat die Stärke des Apostels.

    Die Menschen werden aus dem Schmutz, dem Schlamm und der Sünde zum Gesetz und zur Tugend emporsteigen und auf den Wegen der Liebe und der Gnade wandeln. Überall wird mein Geist empfunden werden, jedes Auge wird Mich schauen, jedes Ohr wird Mich hören, und jeder Verstand wird meine Offenbarungen und Eingebungen begreifen. Menschen, die man für ungeschickt und ungebildet hielt, werden sich plötzlich erleuchtet und in meine Propheten verwandelt sehen. Von ihren Lippen werden Worte kommen, die wie kristallklares Wasser auf welken Herzen sein werden.

    39. Dies Wasser werden die Propheten dem Quell der Weisheit und Wahrheit entnehmen, welcher Ich bin; in ihm werden die Menschen Gesundheit, Reinheit und ewiges Leben finden.

    40. Aller Schmerz, der sich derzeit über die Menschheit ergießt, ist der Leidenskelch, durch den sie die Läuterung erlangen wird. Die Witwen und Waisen werden sich von Tag zu Tag vermehren, doch über ihre Trostlosigkeit und ihre Klagen hat sich der Mantel Marias gebreitet. Meine Gerechtigkeit ist über eure Welt gekommen, und durch sie wird sich selbst das Antlitz des Planeten wandeln. Die Natur zieht den Menschen wegen seiner Entweihungen zur Rechenschaft, weshalb die Naturgewalten entfesselt sind. Die Wissenschaftler, die an Mich zu glauben behaupten, sind bestürzt und verwirrt, und als sie meine Gerechtigkeit kommen sahen, riefen sie aus: „Vater, Vater!“ Doch ihr Schrei geschah nicht aus Liebe oder aus Reue, sondern aus Angst um ihr Leben und um das, was sie auf der Welt besitzen. Ich sage euch aufs neue, dass nicht jeder, der zu Mir „Vater“ sagt, Mich liebt.

    41. Wenn die Menschheit alle Zeichen des Gerichtes sieht und die Reichen sich dann beeilen würden, mit den Armen das zu teilen, was sie besitzen; wenn die, die beleidigt haben, um Verzeihung bäten; wenn die, die sich mit Diebstahl, Laster oder Lüge befleckt haben, bereuen würden und sich vornähmen, ihre Schandflecken reinzuwaschen — wahrlich, Ich sage euch, die Wasserfluten würden sanft in ihre Flussbetten zurückkehren, die orkanartigen Stürme würden zur leichten Brise werden, und der Krieg, der die Menschen in seinen Bann geschlagen hat, würde sich in einen Engel des Friedens verwandeln. Aber euer Herz ist hart; ihr seht den Nackten an eurer Seite, ohne dass ihr sein Frieren mitfühlt, und ihr empfindet nicht den Hunger oder den Schmerz eurer Mitmenschen, auch wenn eure Hilfe sie erreichen kann.

    42. Niemand will darüber nachdenken, dass ihr nur Pilger auf dieser Welt seid, und ihr wollt auch nichts tun, was euch auf eurer Reise in die Ewigkeit nützlich sein kann.

    43. Hier bin Ich, Menschheit — geistig gegenwärtig, wirklich und wahrhaftig, in euch und außerhalb von euch, damit ihr die Stimme Des Wortes vernehmt und euch aufmacht, um die Sandalen, die Wegzehrung und den Wanderstab zu ergreifen, und ihr den Weg meiner Unterweisungen beschreitet bis in die Gegenwart Dessen, der euer alleiniger Gott ist.

    44. Volk Israel, du befindest dich in meiner Gegenwart. Ihr kommt her wie unwissende Kinder und erkennt nicht, dass ihr in eurem Geist eine Menge Schuld mitbringt, die ihr abtragen müsst. Ihr seid in dieser Zeit ein weiteres Mal ausgesandt worden, damit ihr Gelegenheit habt, eure alten Verfehlungen wiedergutzumachen, und ihr könnt bis zu jener Ebene emporsteigen, auf der Ich euch sehen will.

    45. Ihr kommt herbei, mein Wort an diesem Tag zu hören, und mit Ungewissheit im Herzen beugt ihr euch vor Mir und fragt Mich, ob Ich zu euch zurückgekommen bin. Doch Ich sage euch: Denkt nach, und ihr werdet erkennen, dass Ich meine Liebe an euch offenbart habe und euch meine Gegenwart spüren ließ. Ich habe euch aus großen Menschenscharen ausgewählt, damit ihr dies Erbe empfangt und es hernach euren Brüdern übermittelt.

    46. Ihr stellt Mir euren Kampf vor Augen, eure Mühen und Sorgen für andere, und Ich nehme sie an, weil sie Mir wohlgefällig sind. Ich sehe euch ermattet, mit blutenden Füßen, aber mit der Erfahrung, die das Leben schenkt. Einige von euch nehmen Mich zum Vorbild und führen ihre Aufgabe mit Geduld und geistiger Erhebung durch. Denkt an die, die nach euch kommen, und bereitet ihnen ihren Weg; euer Vorbild wird das beste Erbe sein. Solange ihr demütig lebt und im Gehorsam gegenüber meinen Geboten arbeitet, fühlt ihr meinen Frieden. Doch wenn ihr zulasst, dass eure Ohren sich meinen Anweisungen verschließen, irrt ihr vom Wege ab und bedenkt nicht, dass die Menschen eure Handlungen beobachten und euch in jedem Augenblick beurteilen. Wie könntet ihr von meiner Macht und meiner Weisheit sprechen, wenn ihr euch selbst meine Worte zuschriebet, um gepriesen zu werden. Fühlt die tatsächliche Größe, die Ich jedem meiner Kinder gewährt habe und welche größer ist als jene, die ihr zu haben vorgebt. Wenn Ich euch ein Wunder gewähre, so freut euch und denkt daran, dass Ich euch mit ihm meine Liebe gezeigt habe.

    47. Studiert mein Gleichnis:

    48. „In einer Provinz lebte ein ehrwürdiger Greis, umgeben von Männern, Frauen und Kindern, die er eingeladen hatte, um an einem Festmahl teilzunehmen. Alle kamen sie von verschieden Wegen herbei und folgten der Einladung jenes Greises. Eine wohltönende Glocke läutete in der Höhe, und auf ihren Ruf hin waren sie in langen Zügen voll Ergebung zu dem Ort geeilt, wo jener wohnte, der sie rief.

    49. Als jene Menschenscharen die Wohnung betraten, sahen sie auf dem Tische weder Brot, Speisen noch Wasser, die den Körper nähren, und bei einigen begann Enttäuschung, bei anderen Spott in die Herzen einzuziehen. Mit scheinbarer Demut neigten sie ihren Nacken, doch im Innern murrten sie wider den Greis. Er jedoch, der wusste, was im Innern jener Leute vor sich ging, sprach zu ihnen: „Kommt zu Mir und höret! Ihr seid auf dem Lebensweg wie Schiffbrüchige gewesen, ohne ein Leuchtfeuer, das euch rettet. Ihr seid für die Liebe und die Freude tot gewesen und kennt nicht den Zweck, weswegen ihr in diese Welt gekommen seid. Auch habt ihr euch von den Wechselfällen des Lebens, von der Welt und ihren Leidenschaften besiegen lassen, und darum habe Ich euch gerufen. Ich will euch den Weg vorzeichnen, der euch glücklich machen wird, und euch das Licht geben.“ Furchtsam und mit dem Gefühl, dass der Greis in ihren Herzen las und ihre Gedanken kannte, wiesen sie ihn auf ihre kranken Körper hin, auf ihre Ermattung und ihren Durst nach Vergeistigung.

    50. „Seid glücklich“, sprach der Greis zu ihnen, „ich will euch die Güter gewähren, die ihr nötig habt, Ich will euren Hunger und euren Durst stillen.“

    51. Unter jenen Scharen befanden sich sowohl Heuchler, als auch Menschen reinen Herzens, und sie alle hörten der Belehrung zu. Er öffnete das Buch seiner vollkommenen Unterweisung und gab ihnen sein Wort als Nahrung, und als er geendet hatte, fragte er sie: „Habt ihr euren Hunger gestillt? Seid ihr gesättigt?“ Sie dankten für das Wunder, das sie empfangen hatten, denn sie hatten sich nie vorgestellt, dass die Liebe so mächtig ist. — Der Greis fuhr fort, zu ihnen zu sprechen: „Freut euch, dass ihr mich angenommen habt. Dies ist das Brot, das den Geist nährt, und das Wasser, das den Durst nach Liebe und Vollkommenheit löscht.“

    52. Hernach gab er jenem Volke Gesetze und Gebote, damit es sich nach ihnen richte und würdig bleibe, immer jene Speise zu empfangen. Diejenigen, die diese Botschaft verstanden, gelobten zu gehorchen und allezeit in der Ausübung der Tugenden zu leben, die jener ehrwürdige Greis lehrte. Er sagte ihnen, dass — wenn sie sich stark fühlen würden — sie seine Unterweisung in andere Gegenden bringen sollten, dass die „Ersten“ diesen Auftrag ausführen sollten, während die übrigen dableiben sollten, um die Neuankömmlinge zu empfangen.

    53. Die dazu Bestimmten zogen hinaus, um diesen Auftrag zu erfüllen, und nahmen die Stärke des Greises mit sich. Sie wachten, beteten und begannen mit ihrer Arbeit. Alle waren im gleichen Ideal vereint, ein einziger Gedanke beherrschte sie: jenes Brot den Hungernden zu bringen. Sie stießen auf Schwierigkeiten auf ihrem Wege, und ihr Geist kämpfte, um sie zu überwinden. Doch bald begannen sie schwach zu werden und den Greis (innerlich) zu richten, wobei sie sich fragten, ob sein Schutz ihnen wohl überallhin folge? Sie wussten, dass sie von Zeit zu Zeit zu jenem Hause zurückkehren sollten, in welchem der Greis sie versammelt hatte.

    Es kam die Zeit, in der jenes Volk das Gedächtnis des Tages feierte, an dem es zum ersten Mal die Stimme des Greises gehört hatte, und große Scharen eilten herbei; doch jene Jünger, die weggegangen waren, kehrten nicht zurück, sie waren vom Wege abgeirrt und hatten das Gesetz verfälscht. Der Greis fühlte Schmerz wegen der Abwesenheit jener Jünger; er bildete neue Boten heran und sandte sie zur Arbeit aus. Während die ersten pflichtwidrig handelten und das Wesentliche jener Lehre vergaßen, sprachen die zweiten im Namen der Tugend, die jener Greis lehrte, und bekehrten die Herzen durch die Wahrheit ihrer Worte.“

    (Ende des Gleichnisses)

    54. Ergründet mein Gleichnis und vergesst nicht, dass ihr höchst wachsam sein müsst, wenn ihr meine Gebote erfüllen wollt. Versammelt die Kranken, die Dürstenden und Hungernden und gebt ihnen das Brot des Geistes. Strömt Liebe in die Herzen und seid euch bewusst, dass ihr in meinem Werk des Lichtes und der Wiederherstellung Botschafter seid. Lasst nicht Hochmut oder Eitelkeit aufkommen, damit ihr euch nicht enterbt. Lasst nicht nach in der Erfüllung meines Gesetzes. Liebet einander, und ihr werdet in Frieden leben.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 67

    1. Ich segne alle meine Kinder, sowohl die, die mein Lehrwort hören, als auch jene, die bei dieser Kundgebung nicht anwesend sind. Kommt und hört den Geist der Wahrheit, denn dies Wort wird euer geistiger Stab sein. Euer Herz zeigt sich Mir niedergedrückt von Leiden, Kümmernissen, Undankbarkeiten und Enttäuschungen, die sich in eurem Leben angehäuft haben. Nehmt dies Wort in euch auf, als ob es ein Wein wäre, dann wird seine Lieblichkeit eure Verbitterung mildern.

    2. Manche ergötzen sich noch in dieser Zeit an den Vergnügungen der Welt. Andere hingegen haben diese falschen Freuden nicht kennengelernt und haben bei der Rückkehr zur Geistigen Welt den Frieden in ihrem Geiste gefunden. Denn wenn ihr meint, dass die, die materielle Befriedigungen und Vergnügungen genießen, jene sind, die Mir am nächsten stehen, befindet ihr euch in einem Irrtum. Wahrlich, Ich sage euch, sie haben noch viele Lektionen zu lernen! Doch jener, der alles zurückweist, was mit falscher Pracht glänzt, steht in Gemeinschaft mit seinem Herrn und sättigt sich an seiner göttlichen Kraft.

    3. Ihr Neulinge, lasst den Meister euch eine neue Unterweisung vor Augen führen; bereitet euch vor, damit Ich euch neue Offenbarungen gebe. Ihr wisst, dass die Zeitdauer meiner Kundgebung nur von 1866 bis 1950 währt, und es ist notwendig, dass Ich euch alles sage, was Ich euch für diesen Zeitabschnitt bereithalte. Einige wenige Jahre verbleiben euch noch, um Mich in dieser Form zu hören. Wenn ihr sie nützt, werdet ihr am Ende die großen Lehren besitzen, die Ich euch versprochen habe.

    4. Hat jemand gedacht, dass die „Arbeiter“ nach 1950 von ihrer Arbeit ausruhen werden? Wahrlich, Ich sage euch, dann wird der Kampf erst beginnen! Meine Jünger müssen dann zu Meistern werden, damit die Menschenscharen sie suchen, wie sie Mich gesucht haben. Die Seher sollen sich vervollkommnen, damit sie vor den Augen des Volkes zu großen Propheten werden, und ihr alle müsst euch zubereiten, um die Inspiration des Heiligen Geistes zu empfangen. Ihr sollt weiterhin Zusammenkommen, damit die Menschen euch aufsuchen, angezogen von der Vergeistigung und Andacht eurer Zusammenkünfte, ebenso wie von euren Werken der Liebe und Barmherzigkeit.

    5. Denkt an diese Ereignisse, die euch erwarten und die kommen müssen, weil es in meinem Worte vorausgesagt ist. Dann wird euch euer Gewissen sagen, ob ihr über meine Lehren nachgedacht habt, ob ihr sie ergründet und verstanden habt, und ob ihr euch für diese Zeit des Kampfes vorbereitet.

    6. Dies Volk wird neue Patriarchen hervorbringen, unter deren Anleitung tugendhafte Familien entstehen werden, welche Vorbild für die übrigen sein werden. Es wird auch Märtyrer geben; dies werden solche sein, die während ihrer Auftragserfüllung die Angriffe, Verfolgungen und den Spott der Menschen ertragen müssen — diejenige, die Nöte und Entbehrungen erleiden müssen, um ihren Nächsten zu dienen.

    7. Alles ist für die letzte Schlacht vorbereitet, nach welcher eine einzige Lehre bestehen bleiben wird, welche diese Wahrheit sein wird, die Ich euch lehre und die Ich euch im Verlauf der Zeiten offenbart habe — als das Gesetz des Geistes, voller Weisheit, Gerechtigkeit und Liebe.

    8. Eure Werke und Handlungsweisen müssen immer reiner werden, und ihr sollt euch nicht davor fürchten, in der Zeit der gegen euch gerichteten Verleumdung und Verfolgung der Justiz überantwortet zu werden, wenn die Erfüllung eurer Mission dem entspricht, was Ich euch gelehrt habe.

    9. Damit das Licht meines Geistes während eurer Versammlungen in eurem Verstande erstrahlt, müsst ihr lernen, Stille und eine innere Sammlung zu bewahren, wie ihr sie nie gehabt habt; dann werdet ihr meine Gegenwart und meine Wunder wahrhaft fühlen, meine Lichtgeister werden euch stärken und erleuchten. Doch wehe denen, die meine Wahrheit gegen Betrug eintauschen!

    10. Begreift, wie groß mein Werk ist, und wie wenig Wert ihr ihm beigemessen habt. Wenn ihr euch sehr erquickt habt, während ihr Mich über das Verstandesorgan des Stimmträgers hörtet, so sage Ich euch fürwahr, dass Ich eine noch vollkommenere Form für euch bereithalte — jene, bei der ihr Mich direkt in euren Gedanken empfangt. Meine Unterweisung wird dann rein, lauter und göttlich zu euch gelangen, weil sie nicht durch den Mund des Stimmträgers gegangen ist.

    11. Seid nicht verwirrt, wenn Ich euch sage, dass Ich aufs neue vor Richtern, Tribunalen und Gesetzeslehrern stehe. Wahrlich, Ich sage euch, Ich habe in vielen von denen, die Mir heute nachfolgen, ein Tribunal vorgefunden und bin vor einem Richter gestanden! Morgen werden Mich die Menschen in euch richten. Dies ist der Grund, weshalb Ich euch bitte, dass eure Werke gut seien, damit jene, anstatt diese Wahrheit zu verneinen, sich bessern und sich zu ihr bekennen, statt dieselbe zu verurteilen.

    12. Wie viel musste Ich in dieser Zeit zu euch sprechen! Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr mein Wort zu nutzen verstündet, würde euch eine Lehrunterweisung genügen, um euch von ihr zu nähren. Aber kaum sind einige Augenblicke vergangen, nachdem ihr Mir zugehört habt, bewahrt ihr meinen Frieden schon nicht mehr, noch habt ihr meine Barmherzigkeit unter euren Mitmenschen bekundet.

    13. Auferstehet zum Leben der Gnade, indem ihr von der Speise esst, die Ich euch in dieser Zeit gebracht habe. Begreift ihr nicht, dass ihr die Spur eurer Schritte auf der Welt zurücklassen müsst? Heute will Ich, dass diese Spur die Menschenscharen in meine göttliche Gegenwart führt. Kommt auf Wegen des Lichtes, des Friedens, der Brüderlichkeit, und ihr werdet Mich bald finden. Werdet nicht mutlos, wenn ihr zuweilen auf ein Hindernis stoßt, oder wenn euer Fuß sich an den Dornen des Weges verletzt. Wahrlich, Ich sage euch, wenn euer Glaube nicht wankt, wird euch das kristallklare Wasser nicht fehlen, das euren Durst löscht, denn ihr werdet euch von meinem Worte nähren.

    14. Wenn ihr euch stark fühlt und seht, dass eure Brüder an eurer Seite nur unter Mühsalen ihren Weg gehen, so fühlt euch nicht überlegen, denn ihr würdet in den schweren Fehler der Eitelkeit verfallen und würdet dem Wurme gleichen, der sich mit der Feuchtigkeit der Erde aufbläht. In meinem neuen Volke sollen sich weder Könige noch Herren erheben. Jeder schlechte Same wird aus euren Herzen entfernt werden, damit ihr meine Propheten sein könnt.

    15. Begnügt euch nicht damit, von den unsicheren Wegen gerettet worden zu sein. Geht und sucht die Verirrten, damit ihr sie rettet. Seid demütig, gebt Raum der Barmherzigkeit, werdet Menschen guten Willens, dann werdet ihr eure Aufgabe erfüllen können.

    16. Es gibt so manchen, der Mir in seinem Innern sagt: „Herr, Ich bin dabei, zu erfüllen“. Darauf antworte Ich ihm, dass er kaum so weit ist, zu lernen, wie man eine Aufgabe erfüllt. Noch seid ihr nicht standhaft genug auf dem Wege. Ich muss euch häufig durch mein Vorbild und das meiner Apostel stärken.

    17. In der Zweiten Zeit gab die Menschheit Mir ein Kreuz aus Holz, zu dessen Martyrium Mich die Menschen verurteilten. Aber auf meinem Geiste trug Ich ein anderes, schwereres und blutigeres: das eurer Unvollkommenheiten und das eurer Undankbarkeit.

    18. Wärt ihr fähig, ein Kreuz der Liebe und des Opfers für eure Nächsten auf den Schultern zu tragen und so in meine Gegenwart zu gelangen? Seht, dazu sandte Ich euch zur Erde; deshalb wird eure Rückkehr dann geschehen, wenn ihr mit erfüllter Mission vor Mich tretet. Dies Kreuz wird der Schlüssel sein, der euch die Tore des verheißenen Königreiches öffnet.

    19. Falls die Menschenscharen euch verletzen und verspotten, während ihr mit eurem Kreuz den Weg des Lebens geht, welches eure Straße der Bitternisse ist, so erinnert euch an das, was ihr Jesus angetan habt, und bedenkt das, was Er an euch tat: euch vergeben.

    20. Mit welcher Furcht hören einige meiner Kinder dies Wort, das von den Lippen des menschlichen Stimmträgers kommt, und zwar deshalb, weil sie wissen, dass es vom Heiligen Geiste inspiriert ist, und unter den Anwesenden gibt es einige, die das Ende Sodoms und Gomorras miterlebten und später die Zerstörung Jerusalems.

    21. Wenn ihr diese Offenbarungen hört, denkt ihr daran, dass ihr lange auf der Erde gelebt habt und dass dennoch das Ergebnis dürftig ist, das ihr Mir vorweist.

    In den vergangenen Zeiten gewährte Ich euch die zeitlichen Güter im Überfluss, damit ihr in diesem Reichtum ein Sinnbild des geistigen Reichtums sehen solltet. Heute seht ihr euren materiellen Reisesack leer, weil euch diese Schätze nicht mehr vonnöten sind, die Zeit materiellen Reichtums ist für euch vorbei.

    22. Christus kam zu euch, und sein Körper wurde nach der Geburt nicht in Linnen oder in Seide gehüllt. Nur ein einziges Leibröckchen bedeckte seinen Körper. Dennoch brachte Er in seinem Worte einen Schatz und repräsentierte Er ein Reich, machtvoller als alle auf Erden. — Ihr wart langsam im Begreifen, weil ihr die Güter dieser Welt sehr geliebt habt und nicht die Reinheit des Geistes geliebt habt. Doch heute lebt ihr in einer neuen Zeit und habt eine neue Gelegenheit dafür, dass euer Geist sich aufschwingt, die menschlichen Schwachheiten überwindet und alle geistigen Reichtümer zum Erblühen bringt, mit denen er ausgestattet worden ist.

    23. Aufgrund eurer Entwicklung seid ihr erwachsen, und dennoch fühlt ihr euch zu unbeholfen, um die ersten Schritte in diese neue Zeit zu tun. Darum bin Ich gekommen und habe Mich durch euren Verstand kundgetan, um euch zu lehren, auf dem Pfade eurer geistigen Entwicklung voranzuschreiten.

    24. Seht die Männer, die Frauen und die Kinder, wie sie sich um die Religionsgemeinschaften und Sekten scharen, und obwohl das Licht meines Geistes über alles Fleisch und über jeden Geist ausgegossen ist, schlafen sie angesichts der Wirklichkeit dieser Zeit.

    25. Durch wie viele Prüfungen müsst ihr noch gehen, damit ihr nicht Verachtung für die Armen fühlt, noch Ekel gegenüber den Krankheiten, die ihr abstoßend nennt! Wer kann wissen, ob jener Aussätzige, der euch seine Hand entgegengestreckt hat und von dem ihr euch entsetzt abgewandt habt, nicht in einer anderen Inkarnation euer Vater oder euer Sohn gewesen ist?

    26. Ihr zeugt Kinder eures Fleisches, doch Ich bin es, der die Geistwesen auf die Familien, Volksstämme, Nationen und Welten verteilt, und in dieser für die Menschen unzugänglichen Gerechtigkeit offenbart sich meine Liebe.

    27. Volk, nutze diese Zeit, die Ich euch gewährt habe, sie ist kostbar und entscheidend für euren Geist. Meine klangvolle und lauttönende Stimme hat euch aus eurer Lethargie aufgeweckt. Für Mich ist keiner mit Schuld belastet, alle habe Ich gleichermaßen geliebt. Beginnt euch untereinander zu lieben, damit die Menschheit sich endlich in meinem Gesetze versöhnt und das göttliche Gebot erfüllt, das euch sagt: Liebet einander.

    28. Wie ist es möglich, dass die Völker, die sich Christen nennen, sich durch den Krieg vernichten und sogar beten, bevor sie hingehen, um ihre Brüder zu töten, und Mich bitten, dass Ich ihnen den Sieg über ihre Feinde gebe? Kann mein Same dort existieren, wo statt Liebe der Hass und statt Vergebung die Rache herrscht?

    29. Es ist notwendig, dass sich von neuem meine Propheten erheben, um die Menschheit zu ermahnen. Denn während es Völker gibt, die sich vernichten, verblendet von Ehrgeiz und Gewalt, fürchten jene, die mein Licht empfangen haben und die Menschheit unparteiisch beurteilen, ihre Aufgabe anzupacken und die Frohe Botschaft weiterzugeben. Wenn diese Menschen mit dem Geiste zu beten verstünden, würden sie meine Stimme vernehmen, würden sie meine Inspiration empfangen. Aber jedes Mal, wenn sie beten, liegt ein Schleier über ihren (geistigen) Augen, der ihnen das Licht meiner Gegenwart verbirgt. Ich muss zu den Menschen in den Augenblicken kommen, in denen ihre Körper ruhen, um ihren Geist zu erwecken, ihn zu rufen und mit ihm zu sprechen. Es ist Christus, der wie ein Dieb in tiefer Nacht in euer Herz dringt, um in ihm seinen Samen der Liebe zu säen.

    30. Höret, Jünger, und begreift: Gebt durch eure Gleichgültigkeit nicht den Anlass dazu, dass der Meister, wenn Er die Zeit dieser Kundgabe beendet, sagt, dass Er vergeblich sprach. Doch wenn ihr diese Zeit nicht ausnützt, werdet ihr eure Undankbarkeit zu beweinen haben. Viele Male wird euch Verzweiflung überwältigen und Krankheiten euch niederwerfen, obwohl ihr eine Quelle der Gesundheit in eurer Reichweite hattet, die ihr nicht nutzen wolltet. Nur meine Barmherzigkeit wird euch retten können; um sie zu verdienen, habe Ich euch gelehrt, euer Brot mit dem Hungrigen zu teilen.

    31. Versteht die Göttliche Barmherzigkeit, die sich eurem Herzen naht, damit ihr alle als eure Geschwister betrachten könnt.

    32. Ich halte euch von keiner eurer menschlichen Pflichten ab, doch Ich sage euch mit Nachdruck, dass ihr euch auch mit den Unterweisungen des Vaters beschäftigen sollt, damit euer Geist sich vervollkommnet, indem er Werke tut, die vor Mir wohlgefällig sind.

    33. Heute kommt mein göttlicher Strahl zu eurer Welt herab, und er ist im gesamten Universum, er schwingt in jeder Kreatur. Während er in den einen Intuition ist, ist er in anderen Inspiration, und in wieder anderen ist er menschliches Wort, wie es unter euch geschieht.

    34. Diese Wände und dies Dach erfüllen nur die Aufgabe, euch vor den Unbilden der Witterung zu bewahren und vor den neugierigen oder zudringlichen Blicken eurer Brüder zu schützen. Diese Männer und Frauen, durch die Ich euch mein Wort gebe, haben nichts Göttliches an sich, sie sind so menschlich wie ihr, und der Sitz, auf dem sie ruhen, ist nicht mein Thron, noch ist es mein Richterstuhl. Dies Bänkchen dient nur dazu, den Stimmträger während seiner Verzückung zu stützen.

    35. Ich komme, um in euren Herzen ein Reich der Liebe aufzurichten. Doch damit die Fundamente dieses Reiches unzerstörbar und ewig sind, habe Ich euch die Lehren des Geistes offenbart, ohne deren Kenntnis ihr nur irrige Glaubenslehren schaffen würdet.

    36. Bis zum Jahre 1950 werdet ihr dies Wort haben. Danach werde Ich euch diesen Planeten für eure Auftragserfüllung überlassen; doch nicht nur die Erde, sondern auch den Geistigen Raum.

    37. Im Augenblick eurer inneren Sammlung und eures Gebetes bin Ich zu euch gekommen, um euch zu liebkosen und euch meine Gegenwart fühlbar zu machen, damit ihr erlebt, dass die Verbindung von Geist zu Geist Wahrheit ist. So habt ihr gelernt, mein Kommen zu erwarten, wann immer Ich Mich kundtue und mein Wort an euch richte.

    38. Euer Herz hat Frieden, und ihr bewahrt Dankbarkeit im Geiste, weil ihr euch erinnert, dass, als Ich euch rief, euer Gewissen euch anklagte: „Du bist unwürdig.“ Doch dann habt ihr meine Stimme vernommen, die euch sagte: „Ich liebe euch, kommt zu Mir, ihr seid meine Erwählten, Ich vergebe euch.“ Da erblühte in euren Herzen der Glaube und die Liebe zum Meister.

    39. In eurem Geiste habe Ich dies Erbe niedergelegt, auf diesen Grundmauern lasse Ich mein Werk ruhen, welches keine schwachen Fundamente haben darf. Dies Licht wird nicht erlöschen, denn Ich entzündete es zuvor in euren Herzen; diese Lehre wird nicht untergehen, denn Ich habe euch zuvor geläutert.

    40. Denkt nicht, dass ihr mein Werk auf der Erde erhaltet; das Werk ist es, das euch erhält.

    41. Versteht ihr, warum Ich schlichte und ungeschulte Herzen erwählte, um den ersten Gemeinschaften vorzustehen? Weil — wenn sie auch meinem Werke noch so viele Unvollkommenheiten beimischen würden — dasselbe doch nicht seinen Wesensgehalt verlieren würde, und meine Gerechtigkeit zum geeigneten Zeitpunkt kommen würde, um das Getreide zu schneiden und den Weizen von jedem Unkraut zu trennen. Doch vergesst nicht, dass Ich euch gesagt habe, dass die Ersten die Letzten und die Letzten die Ersten sein werden, denn von Generation zu Generation werden Jünger erstehen, deren Entwicklung, Vergeistigung und Verständnis ihnen ermöglichen wird, große Fortschritte auf dem geistigen Pfade zu machen.

    42. Ihr habt gelobt, Mir auf diesem Wege zu folgen; doch Ich sage euch, dass es nicht nötig war, dass ihr ein Gelöbnis ablegtet. Denn welcher Mensch, der vom Wege des Leidens hierherkommt, möchte zu ihm zurückkehren?

    43. Ich bahne euch den Weg des Wahren Lebens, wo der Friede wohnt. Ihr schafft unheilvolle Wege, die ihr mit euren Tränen und eurem Blute markiert.

    44. Ich gebe euch meine Unterweisungen in einer Sprache, die selbst der Ungebildetste verstehen kann; denn Ich spreche zu euch nicht in unbekannten Ausdrücken oder mit wissenschaftlichen Worten. Ich verwende einfache Worte, denn Ich bin das Wort der Liebe, das jeden Geist und jedes Herz anspricht. Ich will, dass — wenn Ich aufhöre, in dieser Form zu euch zu sprechen — ihr den geistigen Gehalt dieser Weisheit genutzt habt, damit ihr ihn morgen der Menschheit mit der Wahrheit und Weisheit weitergeben könnt, die er enthält.

    45. Die Wege werden nun geebnet, damit die Menschheit sich an verschiedenen Punkten der Erde auf die Suche macht nach dem strahlenden Leuchtfeuer dieser Lehre, die bald das Ideal jedes Geistes sein wird.

    Euer ganzes Wesen bereitet sich nun vor, um Zeugnis von meinem Worte zu geben: der Geist, das Herz und die Lippen, damit ihr wie eine reine Quelle seid, aus der diese kristallklaren Wasser ihren erfrischenden Wohlgeruch unter die Menschen fließen lassen.

    46. Erfüllt eure Bestimmung! Habt nicht den Wunsch, zu Mir zurückzukehren, ohne zuvor den Weg zurückgelegt zu haben, den Ich euch wies, denn es würde euch der Schmerz zuteil, Flecken in eurem Geist zu sehen, die er noch nicht abgewaschen hat, weil er nicht bis ans Ende seines Sühneweges gelangte.

    Die Reinkarnationen sind über euch hinweggegangen, doch viele von euch haben die unendliche Gnade und die Liebe nicht gewürdigt, die euch der Vater damit zuteil werden ließ. Bedenkt: je größer die Zahl der Gelegenheiten ist, desto größer ist eure Verantwortung, und wenn diese Gelegenheiten nicht genutzt werden, so wird mit jeder derselben die Sühnelast und die ausgleichende Gerechtigkeit größer werden. Dies ist die Bürde, deren unerträgliche Last viele Menschen nicht begreifen und die euch nur meine Lehre offenbaren kann.

    47. Meine Unterweisung will euch zu Herren dieses vergänglichen Reiches machen, damit nicht dieses euch beherrscht. Ich will nicht, dass — wenn ihr im Geistgewand in meine Gegenwart gelangt — ihr Mir sagt: „Vater, warum hast Du mich abberufen, obwohl Ich noch auf der Erde leben wollte ?“ — Wie selten zeigt ihr euch einverstanden mit meinem Willen!

    48. Heute sage Ich denen, die Ich in dieser Zeit Anfänger und Jünger genannt habe, dass niemand zu Mir gelangen wird, ohne zuvor den Weg zurückgelegt zu haben, der seinem Geiste für dessen volle Entfaltung zugewiesen wurde. — Dies ist eine Zeit der Wiedergutmachung und der Gerechtigkeit; Ich allein kenne das Urteil über jeden einzelnen. Jede Verfehlung aus der Vergangenheit wird heute wiedergutgemacht. Es genügt, euch zu sagen, dass der, der früher seinen Mitmenschen den Tod gab, jetzt (zur Erde) kommen musste, um (geistig) Tote zum Leben zu erwecken.

    49. Gesegnete Kinder, Ich kenne euer Gebet und verstehe eure Sprache. Die Menschen nehmen keine Rücksicht auf euch, weil sie euch für klein und schwach halten, wodurch der Geist leidet, der sich in euch verbirgt.

    50. Greise, ihr seid von der Last der Zeit und der Kämpfe gebeugt worden; eure Lippen schweigen, euer Herz ist traurig. Ihr habt viel gelernt im Leben; ihr könnt nicht mehr auf die Herrlichkeiten der Welt hoffen, denn eure Jugend liegt hinter euch, und ihr setzt eure Hoffnung nur auf das Leben, das euren Geist jenseits des Todes erwartet. Ihr fühlt euch unnütz, weil eure Brüder glauben, dass ihr zu nichts nütze seid, da ihr nicht körperlich mitarbeitet. Aber ihr wisst, dass in euren Herzen ein Licht brennt und ein Buch (der Erfahrung) existiert. Ich, euer Meister, verstehe euch, kenne euer Herz und sage euch: Sprecht mit Mir, erkennt, wie euch meine Liebe einhüllt. Wartet ruhig auf die Stunde der Abberufung. Beunruhigt euch nicht: Dort erwartet euch das wahre Leben, die ewige Jugend.

    51. Mädchen, Ich allein verstehe euch. Euer Herz hat sich dem Leben wie ein Blumenkelch geöffnet. Ihr träumt von Liebe, von Zärtlichkeit, von Glück. Doch Ich sage euch: Träumt nicht länger, erwacht, denn ihr müsst euch gut vorbereiten, damit ihr die erhabene Aufgabe erfüllt, die euch erwartet, und ihr müsst sehr stark werden, um euren Leidenskelch zu leeren. Aber wenn euer Herz liebt, werdet ihr in dieser Liebe den Halt und den Trost für euren Lebensweg finden.

    52. In dieser Zeit der Wiederherstellung wird meine Gerechtigkeit eine tiefe Spur in den Menschen zurücklassen. Die Menschen werden von all ihren Werken Rechenschaft ablegen müssen. Wer auf dieser Erde seine Augen für die Wahrheit geöffnet hat, soll für alle „wachen“ und beten, denn wenn die Menschen sich nicht inmitten der Verwirrung im Gebet erheben, wird das Chaos auf der Welt herrschen. Auch diese Augenblicke hier sind dem „Wachen“ gewidmet. Du, Volk, dem das geistige Gebet aufgetragen ist, damit du Verdienste um den Frieden erwirbst — wende dich ab vom Unnützen und Bösen und bereite deinen Geist mehr und mehr.

    53. Es ist notwendig, dass sich auf der Erde ein Heer von Soldaten des Friedens zubereitet, das gegen den Hass und die Sünde kämpft, bis sie ausgelöscht sind. Dieses Heer ist es, das Ich nun sammle und ausbilde und das aus sichtbaren und unsichtbaren Wesen bestehen wird. Mein Apostel Johannes hatte die Gabe, es in seiner Offenbarung zu schauen.

    54. Bald werden meine Legionen bereit sein und die Felder des Todes und der Verwüstung einnehmen. Ihr Kommen wird wie ein Wirbelwind sein, der die Herzen der Menschen erschüttert. Sturm wird im Innern eines jeden von ihnen herrschen, und nur ein Leuchtfeuer wird in der Finsternis jener Tage Licht spenden, und jenes Leuchtfeuer werde Ich sein. Alle Kinder dieses Volkes, die sich nicht entschließen, die Aufgabe zu erfüllen, die Ich ihnen übertrug, als Ich sie zur Erde sandte, werden ins Geistige Tal abberufen werden, damit sie denen Platz machen, die zu kämpfen haben. Später werden jene, die hinübergegangen sind, im Geiste zu arbeiten beginnen; aber ihre Anstrengung wird größer sein müssen.

    55. Diejenigen, die ihre Aufgabe gehorsam erfüllen, werden nichts fürchten, denn das Licht des göttlichen Leuchtfeuers wird ihre Wege inmitten des Sturmes erhellen. Es wird nichts geben, das sie zum Scheitern bringen oder ins Verderben stürzen könnte.

    56. Gesegnet seien, die diese Zeit als Sühne zu nutzen wissen, denn sie werden unverletzt aus dieser Schlacht hervorgehen. Aber die noch immer die Schätze der Erde lieben und die höchsten Stellungen und den Ruhm der Welt erstreben, sie werden ihre Sühne unter größten Geistesschmerzen zu ertragen haben.

    57. Was werden jene dem Vater darbringen können, die nur die Welt geliebt haben? Was werden sie antworten können, wenn sie im Geiste vor Jenen gelangen, der sie so sehr geliebt hat und der ihnen so viele Gelegenheiten für ihr Geistesheil geboten hat?

    58. Ihr alle hättet vorbereitet sein müssen für diese Zeit. Erinnert euch, dass meine Sendboten sogar ihr Leben für euch hingegeben haben, um euch meine Gerechtigkeit anzukündigen. Ihr habt jenen Stimmen wenig Beachtung geschenkt, nur weil ihr glaubtet, dass sie der Wahrheit sehr ferne sind. Doch siehe da, jene Stimmen der Boten und Propheten erheben sich und erschallen in dieser Zeit mit noch größerer Eindringlichkeit. Wahrlich, Ich sage euch, wenn jene Botschaften von den Menschen aufmerksam gehört und gläubig studiert werden, werde Ich meine neuen Propheten senden, damit sie ihnen das ankündigen, was nach dieser Zeit kommt, und um der früheren Propheten willen werden jene Glauben finden, die noch kommen werden.

    59. Selig, wer Frieden in seinem Leben hat und diesen nutzt, um an seinen Brüdern Werke der Barmherzigkeit zu tun. Selig jener, der — obschon er einen Schmerz in seinem Herzen trägt — sich selbst vergisst, um seinen Nächsten zu trösten. Dieser lebt nach dem Vorbilde Jesu, als Er unter die Last des Kreuzes gebeugt seinen Weg ging und selbst dann noch tröstete, heilte und den Menschenscharen vergab.

    60. Der Prophet Elias, der Wegbereiter, der Vorbote der Dritten Zeit, legt Fürsprache für seine Herde ein, er betet für die, die nicht zu beten verstehen, und verhüllt mit seinem Mantel den Schandflecken des Sünders in der Hoffnung auf dessen Erneuerung. Elias rüstet seine Scharen, seine Heere, um die Finsternis zu bekämpfen, die durch Unwissenheit, Sünde, Fanatismus und den Materialismus der Menschheit entstanden ist.

    61. Selbst wegen eines einzigen „Letzten“, der unter euch ist, wann immer Ich euch mein Wort predige, gibt es ein Fest in meinem Reiche — ein Fest, an dem ihr alle teilhabt. Wenn ihr wüsstet, wie viel Freude im Meister ist, wann immer jemand zum ersten Male kommt, um meine Lehren zu hören, auch wenn in seinem Herzen der Zweifel, die Hartherzigkeit und selbst der Spott vorhanden ist! — Mein Wort weiß alle menschlichen Schwachheiten zu überwinden.

    Heute fragt Mich ein Herz: „Wenn Du Christus bist, warum hältst Du Dich in dieser Armut auf?“ Doch der Meister muss ihm sagen: Wann habe Ich Mich zum König in eurer Welt gekrönt? Wann wohnte Ich auf Erden in Palästen? Einmal lebte Ich unter den Menschen, damit ihr Mich als Mensch kennenlerntet, und Ich lebte euch meine vollkommene Demut und Sanftmut vor. Ich bin König, doch die Menschen schufen meine Krone nicht, die aus Weisheit besteht. Meine Krone ist jenes Licht, das im göttlichen Verstande des Schöpfers strahlt, und die Strahlen, die es aussendet, fallen in euren Verstand — nicht, damit ihr euch für Könige haltet, sondern damit ihr im Wissen um die Größe, die Gott in euren Geist gelegt hat, demütig zu sein vermögt mit der wahren Demut, die Ich euch durch Jesus lehrte, als Ich euch sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 66

    1. Ihr habt den Ruf der Glocke gehört und seid erwacht. Die Glocke ist meine Stimme gewesen, die ihr über das Verstandesorgan des Menschen empfangen habt, und das, was erwacht ist, war euer Geist. Versinke nicht wieder in Teilnahmslosigkeit, geliebtes Volk, denn du lebst in einer Zeit des Kampfes. Da ihr bereits zu säen begonnen habt, will Ich nicht, dass ihr eure Felder im Stich lasst, und auch nicht, dass ihr den Platz verliert, den ihr auf meinen Gütern einnehmt und den zu erreichen euch so viel Schmerz gekostet hat.

    2. Lasst euer Gewissen seinen Willen gegenüber dem durchsetzen, was euer Verstand und euer Geist denkt, denn er ist es, der sich wahrhaft Rechenschaft gibt von der Aufgabe, die auf dem Geist lastet. Bedenkt: Wenn ihr, statt den Weisungen des Gewissens zu folgen, dazu neigt, den Anreizen des Fleisches zu gehorchen, werdet ihr bald zum Weg des unfruchtbaren Kampfes zurückkehren, zur Welt der Leichtfertigkeiten und der Eitelkeit, in der euer Geist sich leer und traurig fühlen wird.

    3. Kommt auf meine Ländereien und bleibt auf ihnen. Auf ihren Feldern gibt es Platz für alle, in meiner Kornkammer gibt es Samen im Überfluss, und in meiner Liebe gibt es Wasser des Lebens, damit ihr die göttliche Saat betreut.

    4. Ich, der Universelle Sämann, werde euch alles lehren, was ihr wissen müsst. Meine Liebe und meine Geduld werden jede meiner Belehrungen begleiten, damit sie eurem Geist eingeprägt bleiben. Wenn ihr es daher für erforderlich haltet, zu säen, so erinnert euch daran, dass euer Herz zu einem Hort meines Wortes wurde, und wendet euch an dasselbe im Verlangen nach meinem Samen der Liebe für eure Brüder.

    5. Lasst euch jetzt Zeit beim Hören meines Wortes, damit ihr es bis dahin eindringen lasst, wohin es gelangen muss, und wenn dann der Augenblick kommt, um zu säen, so beginnt das Tagewerk mit bedächtigem Schritt, damit ihr nicht vorzeitig müde werdet, und ihr euch schnell wiederaufrichtet, wenn ihr zu Fall kommt.

    6. Haltet euch nicht an der Oberfläche des Wortes auf, denn dann werdet ihr nicht dazu kommen, seinen Sinngehalt wahrzunehmen und euch in sein unendliches Licht zu versenken.

    7. Werdet nicht fanatisch und geratet nicht in Abgötterei, indem ihr Dinge liebt, denen eure Brüder irgendeine göttliche Symbolik gegeben haben. Denkt daran, dass — wenn ihr die Jünger einer zutiefst spirituellen Lehre sein wollt — ihr kämpfen müsst, um jene sinnenhafte Gottesverehrung aus euren Herzen zu entfernen, welche die Menschheit Jahrhunderte hindurch genährt hat. Aber dies tut dann auch mit ganzer Entschlossenheit, Jünger, wenn ihr wirklich von dem Schritt überzeugt seid, den ihr machen wollt. Es darf nicht Vorkommen, dass ihr am einen Tage predigt, dass eure Mitmenschen sich von der Abgötterei und dem religiösen Fanatismus abkehren sollen, und ihr dann plötzlich in einer Prüfung, die an euch herantritt, vor einem Götzen in die Kniee fallt.

    8. Begreift ihr, weshalb Ich euch immerzu sage, dass ihr mein Wort ergründen und es studieren sollt? — Weil nur auf diese Weise das Licht der Überzeugung in euer Wesen eindringen kann. Dann wird mit Sicherheit eine völlige Umwandlung eurer Art zu fühlen, zu denken und zu handeln stattfinden.

    9. Wenn ihr die Entwicklung meiner Kundgebungen durch das menschliche Verstandesorgan beobachtet, werdet ihr zu der Feststellung kommen, dass das Vorwärtsschreiten in meinen Unterweisungen mit bedächtigem, aber festem und sicherem Schritt erreicht wurde, was Ich euch zur Nachahmung empfehle.

    10. Erkennt, dass Ich in früheren Jahren nicht mit der Klarheit zu euch gesprochen habe, mit der Ich es jetzt tue. Ich war geduldig und nachsichtig; Ich erlaubte auch einige äußerliche Kulthandlungen, weil es noch nicht der richtige Zeitpunkt war, um die Spreu vom Weizen zu trennen, das heißt, den geistigen Gehalt meiner Unterweisung von den unnötigen Kultformen. Ich sah, dass euer Glaube nicht genügend fest war, um gewisse Offenbarungen zu vernehmen. Jetzt hingegen, da das Licht meiner Unterweisungen allmählich in den Geist einiger meiner Jünger eindringt, kann Ich klar zu euch sprechen.

    11. Ich weiß, nicht alle erfassen derzeit den Sinn der Vergeistigung, und nicht alle sind zufrieden mit der Vorstellung, sich nur von der Essenz zu nähren und auf Riten, Symbole und äußerliche Kulthandlungen verzichten zu müssen, an denen viele Herzen so großen Gefallen haben. Aber Mir wird genügen, dass eine Gruppe von Jüngern den Sinn der Vergeistigung verstanden hat, wenn Ich unter diesem Volk mein Wort beende; denn diese Gruppe wird als die erste Frucht betrachtet werden, die mein über das Verstandesorgan des Menschen kundgegebenes Wort hervorbrachte. Um euch zu helfen, meine Lehre zu verstehen, gebe Ich euch weiterhin meine Unterweisungen, segne Ich euch und sage euch: Seid willkommen, meine Kinder, fühlt die Wärme meines Geistes, fühlt meine Gegenwart und erinnert euch jener Zeit, in der ihr Mich umringtet, um meinen göttlichen Worten zu lauschen — in der ihr Mir auf den Wegen nachfolgtet, um Mich Wunder vollbringen zu sehen, während einige sich nicht eine Silbe von Mir entgehen ließen, um herauszubekommen, ob es Wahrheit war oder nicht, was Ich sprach. Die einen wie die anderen von euch hörten eine harmonische Stimme, die unablässig von Liebe, Vergebung und Barmherzigkeit sprach. Es war ein Licht, das noch niemals vor den Menschen erstrahlt war. Dies Wort eröffnete eine neue Zeit für das Volk Israel und für die ganze Menschheit.

    12. Viele von denen, die Mich in Jesus hörten, sind in dieser Zeit zur Erde gekommen und haben Mich nocheinmal gehört. Obwohl sie glaubten, ihre Bestimmung auf diesem Planeten erfüllt und das Verheißene Land eingenommen zu haben, ist der Geist zurückgekehrt, um zu versuchen, auf dem Weg zu seiner geistigen Vervollkommnung nur einen Schritt weiter nach vorn zu machen.

    13. Entwicklung ist notwendig, damit der Geist von meiner Weisheit erleuchtet wird. Heute hört ihr von neuem die Stimme, die zu euch von Liebe spricht. Den neuen Jüngern und allen Menschen sage Ich: Liebt eure Brüder, bittet Mich für eure Nächsten, und Ich werde euch Wunder gewähren. Fürchtet euch nicht, euch vor der Welt offen zu der Mission zu bekennen, die euer Geist mitbringt. Wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet eure Geistesgaben nicht verbergen können, und sie werden sich früher oder später offenbaren.

    14. Wie schwierig erscheint es euch, euch einen Weg zu bahnen, um eure Aufgabe in dieser Zeit zu erfüllen. Doch Ich sage euch, dass es nicht schwierig ist, weil die Menschheit darauf vorbereitet ist, meine Botschaft zu empfangen.

    15. Zu allen Zeiten sind die Schwachen angesichts des Kampfes verzagt, während die Starken gezeigt haben, dass der Glaube an mein Gesetz alles überwindet. Deine Bestimmung, Israel, ist es gewesen, der Welt immerdar neue Botschaften und Offenbarungen kundzutun, weshalb ihr zuweilen zweifelt, ob ihr Glauben finden werdet. Doch seid unbesorgt, nehmt den Samen, den Ich euch anvertraut habe, und sät ihn aus. Ihr werdet schon sehen, wie viele der Felder, die ihr für unfruchtbar hieltet, ihr fruchtbar finden werdet, wenn sie mit der Wahrheit meines Wortes fruchtbar gemacht werden.

    16. Unterlasst nicht, eure Aufgabe zu erfüllen, weil ihr euch unwürdig fühlt. Wahrlich, Ich sage euch, wer eine Mission hat und unterlässt, sie zu erfüllen, handelt ebenso böse wie der, der das Gesetz wissentlich schändet.

    17. Vergesst nicht, dass der Vater am Ende Rechenschaft von euch fordern wird — sowohl über das, was ihr Böses getan habt, als auch darüber, was ihr zu tun unterlassen habt. Wisset, dass sowohl die eine als auch die andere Verfehlung eurem Geist Leiden verursachen wird.

    Verbreitet meine Lehre, sprecht zu den Menschen von meinem Wort, überzeugt sie mit euren Werken der Liebe, ladet sie ein, Mich zu hören, und wenn sie mit den Menschenscharen herbeikommen, und in ihren Herzen das Licht des Glaubens entflammt, werde Ich sie Kinder des Neuen Volkes Israel nennen.

    18. Ihr werdet nicht mehr vom Wege abirren können. Ich habe euch das Licht gegeben, damit ihr es ergründet, und habe euch die Augen geöffnet, damit ihr sogar ins Jenseits eindringt. Der Gebrauch, den ihr von euren Gaben macht, soll immer gut sein, damit die Folgen angenehm für euer Herz sind und wohlgefällig für den Vater.

    19. Begreift, dass Ich gekommen bin, euch eine vollkommene Unterweisung zu lehren. Ihr habt durch meine Stimmträger an verschiedenen Orten und in verschiedenen Gegenden vernommen, dass mein Wort nach 1950 nicht mehr zu hören sein wird. Schon heute sage Ich euch: Wie viele derer, die heute meinem Worte mit scheinbarer Hochachtung zuhören, werden sich darüber hinwegsetzen, wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist; wie viele, die Mir jetzt sagen: „Herr, Ich werde Mich nicht von diesem Wege trennen“, werden Mich hernach in Kirchen, in Synagogen, auf Altären und in Bildnissen suchen und Mich nicht finden.

    20. Bedenkt, dass Ich euch nicht zu überraschen suche, indem Ich mein Wort unerwarteterweise zurückziehe, sondern dass Ich es euch schon lange Zeit zuvor und auf mancherlei Weise ankündige, damit ihr begreift, dass ihr diese kurzen Zeitspannen und diese Unterrichtsstunden nutzen müsst, um später nicht in Irrtümer zu fallen und Entweihungen zu begehen. Wie viele von denen, die sich heute meine Jünger, meine Arbeiter nennen, werden Mich in jener Stunde verraten!

    21. Der Zeitpunkt, an dem ihr Mich nicht mehr über das Vestandesorgan des Stimmträgers hören werdet, ist festgelegt. Doch Ich habe denen, die sich zubereiten, versprochen, dass sie danach den Klang meines Wortes im Heiligtum ihres Herzens vernehmen werden.

    22. Meine Gerechtigkeit wird alles Unkraut mit der Wurzel ausreißen, und es ist mein Wille, dass euch zu jener Stunde meine Sichel als Weizen und nicht als Unkraut antrifft. — Ich spreche in eurer Sprache und mit voller Klarheit, damit ihr nicht morgen sagt, dass Ich in bildlichem Sinne zu euch sprach und ihr Mich daher nicht verstanden habt.

    23. Diese Versammlungsstätten werden weiterhin für eure Zusammenkünfte bereitstehen und um auch fernerhin die neuen Menschenscharen aufzunehmen. Geistige Wächter werden sie beschützen.

    24. Ich spreche zu euch über einen entscheidenden Schritt, den ihr tun werdet, über einen Zeitpunkt der Prüfung, der näherrückt, doch sehe Ich nicht, dass euer Herz erbebt. Wie sehr habt ihr euch an mein Wort gewöhnt! Doch es wird zu Ende gehen, und ihr habt den Schatz, den ihr besaßet, nicht zu schätzen gewusst!

    25. Ich habe euch bei vielen Gelegenheiten gesagt, dass Ich durch Unnützes oder Böses nicht befleckt werde; daher müsst ihr begreifen, dass Ich nicht in eure Unlauterkeiten und Entweihungen verwickelt sein werde.

    26. Einige haben sich gewandelt, als sie meine Unterweisung hörten; aber seht, worin ihre Wandlung besteht: Sie kamen demütig, weinend und zerknirscht, ohne irgendetwas Gutes. Doch hernach, als sie ihr geistiges Erbe empfingen, erhoben sie stolz ihr Angesicht, fühlten sich als Herren und sogar als Könige, und in ihrem Stolze wollten sie über den Willen des Vaters hinweggehen. Wisst ihr, wo die Eitelkeiten und der Hochmut bleiben? — Im Innern der Erde. — Und der Ungehorsam, die Missachtung und die Beleidigungen? — In eurem Geist, sobald er sich seiner Körperhülle entledigt. — Ihr seid Atome, die durch meine göttliche Barmherzigkeit leben, ohne welche ihr nicht mehr existieren würdet!

    27. Wenn jemand in seiner Eitelkeit glaubt, er könne mein Werk mit seinem Verstande völlig erfassen und alles verstehen, dann deshalb, weil er nichts versteht. Wer sich hingegen bis zu einem solchen Grad in meine Weisheit und in meine Größe vertieft, dass er sagt: Ich weiß nichts und bin nichts vor dem Herrn, der ist im Begriffe zu verstehen.

    28. Wenn dies Volk, das sich an meinem Wort in dieser Zeit so sehr erfreut hat, nicht an sich arbeitet, wenn es seinen widerspenstigen Verstand nicht meinen Unterweisungen beugt, wird es hernach viele Tränen vergießen müssen.

    29. Wollt ihr wissen, was mein Wunsch ist? — Dass ihr auf Erden meine Gebote in Demut erfüllt, damit euer Geist, durch seine Auftragserfüllung rein und leuchtend geworden, nach Beendigung seiner Mission sehr hoch aufsteigt, bis er jene gesegneten Heimstätten erreicht, welche den gehorsamen Kindern des Herrn vorbehalten sind.

    30. An meinem Tische gibt es für jeden von euch einen vorbereiteten Platz und auch eine Speise. Wenn ihr einmal an meinem Tische gegessen und getrunken habt, werdet ihr nie wieder Hunger und Durst haben. Ihr werdet Mich nicht mehr in Kirchen und auf Altären suchen, die von Menschenhand gemacht sind, da ihr erkennt, dass ihr Mich im inneren Heiligtum eurem Geiste tragt.

    31. Alles hatte Ich bereitgestellt für den Zeitpunkt, da ihr euch bei meinem Worte einfinden würdet, denn Ich wache über allen. Ach, wenn ihr doch in Erwartung Meiner gelebt hättet, wie groß wäre euer Fortschritt gewesen! Doch jetzt seid ihr bei Mir und hört meine Unterweisungen.

    32. Männer, fürchtet nicht die Prüfungen des Lebens und lasst euch nicht von der Last eurer Schuld niederdrücken. Gebt dem Geist Zeit und Kraft für die Erfüllung eurer geistigen Aufgabe, dann werdet ihr immerzu auf eurem Entwicklungswege aufwärtsschreiten.

    33. Ihr Frauen, weint nicht nur wegen eurer Angehörigen. Bedenkt, dass euer Herz den Schmerz der Menschheit fühlen soll. Vergebt euren Geschwistern, damit euer Herz rein ist und der Nächstenliebe Obdach geben kann.

    34. Glaubt ihr, dass Ich zu euch gekommen wäre, wenn Ich euch nicht zuvor vergeben hätte, und wenn in meinem Geiste keine Barmherzigkeit vorhanden wäre?

    35. Ich will, dass ihr dies an euren Brüdern tut. Aber fürchtet euch nicht, ihnen die Frohe Botschaft zu bringen, zweifelt nicht an euren Geistesgaben, und misstraut auch nicht dem Erfolg eurer Liebeswerke für sie, denn der Mangel an Glauben würde euch zum Scheitern bringen, euer Wort würde nicht überzeugen, noch hätten eure Werke ein festes Fundament.

    36. O Menschheit, gesegnete Schöpfung, wenn ihr wüsstet, wie euch euer Vater liebt! Ihr geht in die Irre, und Ich komme, euch zu suchen. Wann immer ihr Mich sucht, öffne Ich euch die Tore zum Heil; ihr ruft nach Mir und Ich antworte euch augenblicklich. Doch ihr fühlt Mich nicht, ihr hört Mich nicht und seht Mich nicht, weil ihr nicht erweckt seid.

    37. In dieser Zeit bereite Ich Mir dies Volk, damit aus ihm die Hundertundvierundvierzigtausend hervorgehen, die der Menschheit meine Botschaft bringen müssen.

    38. Geliebtes Volk, erwarte die irdischen Heimsuchungen mit Fassung und sehe in jeder Prüfung eine Stufe, die euch den Heimstätten näherbringt, die — wenngleich unbekannt für euch — von eurem Geist erahnt und ersehnt werden.

    39. Ich bin es, der Herr, der zu euch spricht. Wundert euch nicht, dass Ich Mich euch kundtue, denn dies habe Ich getan, seit Ich den ersten Menschen schuf. Denkt ein wenig nach, wendet eure Gedanken der Vergangenheit zu, überprüft die Geschichtsschreibung, und ihr werdet entdecken, dass Ich Mich der Menschheit auf Schritt und Tritt kundgetan habe.

    40. Den Kindern, die Mir zuhören, sage Ich: Wohl euch, die ihr in der Zeit des Heiligen Geistes auf die Erde gekommen seid, denn eure Gaben werden ein günstiges Betätigungsfeld vorfinden, um sich zu offenbaren. Doch hört auf Mich, lasst euch nicht von den schlechten Beispielen eurer Vorfahren leiten. Bedenkt, dass das Blut des Lammes, zu Licht geworden, auf euren Geist niedergegangen ist, um ihm den Pfad zu zeigen, auf dem er in Gehorsam und Liebe aufwärtssteigen muss, um zu Mir zu gelangen. Seid willkommen — ihr, die im Verlangen nach ihrem Erbe herbeikommen, auf das sie lange Zeit gewartet haben.

    41. Es ist Freude im Geiste des Vaters, wenn ihr nicht mehr Bedürftige seid; doch Ich setze keinen Preis fest für das, was Ich euch gebe. Ich schenke euch meine erbarmende Liebe, ohne euch Bedingungen zu stellen, während ihr Mir dagegen solche stellt, um Mich zu lieben, und zwar, wenn Ich euch das gewähre, worum ihr Mich bittet. — In dieser Unterweisung sollt ihr lernen, zu bitten, zu empfangen und zu geben. Lernet auch, die Stunde abzuwarten, in der es mein Wille ist, euch zu geben, was eurem Geist am zuträglichsten ist. Verzweifelt nicht, lästert nicht, lasst es nicht an Glauben fehlen; denkt daran, dass Ich euch liebe, dass Ich gerecht zu euch bin. — Denen, die Mir in diesem Werke dienen, sage Ich: Sucht kein Entgelt, oder Vergütungen. Tut das Liebeswerk und schreitet weiter voran. Alles, was ihr in meinem Namen tut, werdet ihr verwirklicht sehen, und darin werdet ihr die beste Belohnung haben.

    42. Viele sind überrascht, wenn sie mein Wort durch menschliche Vermittlung hören, und fragen sich: „Was ist Wohlgefälliges an uns, den Sterblichen, dass Gott Selbst sich herablässt, zu uns zu sprechen?“ Doch der Meister antwortet euch: Wohlgefälliges finde Ich nicht an euch, wohl aber ein Vorrecht, nämlich dass ihr Geist besitzt. Und wenn Ich zu euch durch das Verstandesorgan und den Mund eines Menschen spreche, so darum, weil er Leben hat, im Gegensatz zu euren Götzenbildern, durch die ihr Mich angebetet habt. In den vergangenen Zeiten habe Ich Mich nicht in dieser Form kundgetan, weil euer Geist und euer Verstand nicht genügend vorbereitet und entwickelt waren, um Mich zu empfangen. Heute habe Ich euch genügend befähigt gefunden, um Mich durch eure Vermittlung offenbaren zu können. Es war nicht mehr notwendig, dass Das Wort Mensch wurde, um zu euch zu sprechen. Diese Gabe hatte der Heilige Geist euch vorbehalten.

    43. Ich stehe über den Zeiten, über allem Geschaffenen, mein Göttlicher Geist ist nicht der Entwicklung unterworfen. Ich bin ewig und vollkommen, nicht wie ihr, die ihr sehr wohl einen Anfang habt, die ihr durchaus Gesetzen der Entwicklung unterworfen seid und außerdem über eurem Sein den Ablauf der Zeiten fühlt. Sagt also nicht, dass der Vater einem Zeitalter angehört, Christus einem anderen, und der Heilige Geist wieder einem anderen. Denn der Vater ist ewig und gehört keinem Zeitalter an, sondern die Zeiten sind sein, und Christus, als Er als Mensch entschwunden war, ist Gott Selbst, ebenso wie der Heilige Geist, der kein Anderer ist als euer Vater Selbst, der seine höchste Offenbarungsform unter euch vorbereitet, das heißt ohne Hilfe irgendeines materiellen Mittlers.

    44. Wenn ihr erlebt, dass Ich Mich durch das menschliche Verstandesorgan kundtue, so faßt diese Form nur als eine Vorbereitung auf, damit ihr euch morgen in Vollkommenheit von Geist zu Geist mit eurem Vater verbindet. — Vorbereitung habe Ich die heutige Verbindungsform genannt, doch habe Ich darum nicht unterlassen, durch sie meine Herrlichkeit zu offenbaren, und Ich habe auch nicht aufgehört, euch vollkommene Lehren zu offenbaren.

    45. Ihr dürft nicht dort verschiedene Gottheiten sehen, wo nur Eine existiert, welche sich in unterschiedlichen Offenbarungsphasen zeigen musste, gemäß dem geistigen Fortschritt, den die Menschheit nach und nach erreicht.

    46. Jesus gab euch damals vom ersten bis zum letzten Augenblick seines Weges auf dieser Welt eine vollkommene Offenbarung. Dennoch erklärte Er euch: „Ich sage euch nicht alles, denn ihr würdet es nicht begreifen“. Doch gleich darauf sagte Er: „Ich werde euch den Geist der Wahrheit senden, der euch alles offenbaren wird.“ So machte Ich euch begreiflich, dass für jene, die meine Offenbarungen damals nicht verstehen konnten, der Zeitpunkt kommen würde, an dem sie durch die Entwicklung ihres Geistes und ihrer Erhebung diese Offenbarungen aufgrund meines Wortes der Dritten Zeit begreifen würden.

    47. Heute seid ihr in der Epoche, in der der Herr im Geiste kommt, um euch neue Lehren seiner verborgenen Weisheit darzulegen. Diese Zeit ist kaum angebrochen, und ihr könnt euch nicht vorstellen, was sie für den Geist der Menschen bereithält — die Schritte, die die Menschen auf diesem Wege tun, auch nicht die neuen Offenbarungen, die für euch bestimmt sind. Die Zeit materieller Wunder, wie ihr sie begreift, ist vorüber. Heute ist euer Geist fassungslos vor Bewunderung und Liebe angesichts meiner neuen Werke und Offenbarungen. Früher glaubtet ihr nur, weil das Unmögliche möglich gemacht worden war — angesichts eines materiellen Wunders. Heute sollt ihr aufgrund der göttlichen Essenz meiner Offenbarungen in eurem Geiste glauben. Sehnt ihr euch etwa nach den Wundern vergangener Zeiten zurück, wie dem Felsen, dem Wasser entquoll, als er geschlagen wurde, oder dem Manna, das die Menschenmengen davor bewahrte, vor Hunger in der Wüste umzukommen? Denkt ihr an Christus, wie Er den Blinden das Augenlicht wiedergab, die Aussätzigen reinigte und den Lahmen das Gehen ermöglichte, indem Er nur gebot, dass es geschehe? Denkt ihr an die Toten, die Er auferweckte, indem Er nur zu ihnen sprach: „Steh auf!“ Wahrlich, Ich sage euch, all diese Wunder werden wiederkommen, doch ihr werdet sie in anderer Weise Wirklichkeit werden sehen, und wahrlich: Wie viele von ihnen tue Ich derzeit unter euch!

    48. Im Laufe der Zeit habe Ich Mich euch immer mehr genähert, bis Ich Mensch geworden bin, um unter den Menschen zu wohnen. Jetzt beginnt ihr euren Aufstieg und werdet euch Mir immer mehr nähern. Welche unter euch werden wenigstens diese Unterweisungen verstehen, wenn das Jahr 1950 kommt?

    49. Die Jakobsleiter steht vor euch, es ist jene, die der Patriarch in einem Traume sah, es ist der Weg, den euer Geist zurücklegen wird, um zum Herrn zu gelangen. — Ihr kennt viele und neue Lehren, doch dies soll nicht Anlass dazu sein, dass ihr euch über diejenigen lustig macht, die Mich in ihrer Unwissenheit mit abgöttischen Kulten suchen. Wisst ihr etwa, ob jene — wenngleich sie weniger wissen — Mich nicht mehr lieben als ihr? Die Leiter, von der Ich zu euch spreche, ist der Weg, auf dem unwiderruflich alle zu Mir kommen müssen.

    50. Volk, die Nationen befinden sich im Krieg. Betet, und richtet sie nicht. Erhofft nicht den Sieg der einen und die Vernichtung der anderen, denn alle stehen in einer schweren Prüfung.

    51. Meine Liebe und meine Gnade sind mit euch. Dies ist die Dritte Zeit, in der sich euer Geist von neuem im Verlangen nach dem Lichte erhebt. Trotz der vergangenen Zeiten und selbst inmitten des Chaos, das auf eurer Welt herrscht, wart ihr fähig, euch aufzumachen, um Mich zu suchen. Wer könnte die Entfaltung der Gaben, die er in seinem Geiste trägt, verhindern?

    52. Lasst mein Wort in euer Herz eindringen, damit es später zu allen Menschen gelangt. Wenn ihr bemerkt, dass meine Stimmträger keine Vollkommenheit erreicht haben, so begreift, dass selbst die einfachste Unterweisung oder der schlichteste Lehrsatz, den Ich euch durch sie lehre, göttliche Essenz enthält. Ermutigt jene Herzen durch euren Glauben und euer Vertrauen, und wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet vollkommene Früchte ernten.

    53. Wenn diese Nation meine Lehre der Vergeistigung ausübend lebt, werdet ihr eine große Zahl von Ausländern herbeikommen sehen, die dies Land als Land der Verheißung betrachten, und wenn sie sich in seinem Schoße befinden und sehen, wie dies Volk lebt und wie es Gott seine Anbetung darbringt, werden sie erkennen, dass in eurem Herzen der Friede und das Licht des Herrn lebt, dass aber das Neue Jerusalem jenseits dieser Welt ist. Sorgt dafür, dass eure Werke nicht den Weg verwischen, der sie zum ersehnten Ziele führen kann, welches mein Reich ist. Die Liebe, der gute Wille, die Brüderlichkeit sollen es sein, mit denen ihr eure Brüder empfangt. dass es dann ja keine Abneigung oder Groll gegen irgendeinen Bruder aus anderen Rassen oder Völkern gibt! Liebt und vergebt, denn damit werdet ihr in ihren Herzen die Hoffnung auf meine göttliche Vergebung entzünden.

    54. Lehrt die Umkehr, die Reue, die Erneuerung, die Geduld in den Prüfungen und in den Sühneerlebnissen, und ihr werdet damit die abergläubische Furcht vor der Hölle, wie ihr sie euch vorgestellt habt, zunichtemachen und werdet stattdessen für meine Göttlichkeit ein Heiligtum errichten und einer vollkommeneren Vorstellung von meiner göttlichen Gerechtigkeit in euch Gestalt geben.

    55. Da Ich es war, der euch lehrte, einander zu lieben und dem zu vergeben, der euch beleidigt, so gab Ich euch auch Beweise dafür mit meinen Werken. — Ich spreche zu euch von himmlischen Manifestationen, doch Ich tue es im Sinnbild, damit ihr Mich besser versteht. Ich kann euch nicht das ganze Geistige Leben offenbaren, denn euer Verstand wäre noch nicht fähig, es zu fassen. Es ist besser, dass Ich euch Schritt für Schritt den Weg zeige, der zum Gipfel führt, und wenn ihr es am wenigsten denkt, werdet ihr euch in meiner Gegenwart sehen.

    56. Ich habe euch Zeiten der Heimsuchung und des Schmerzes angekündigt. Doch fürchtet euch nicht, denn wenn ihr zubereitet in sie eintretet, werdet ihr angesichts der Wunder erstaunt sein, die Ich in jenen Tagen für euch bereithalte. Dann werden die Ungläubigen glauben.

    57. Alles, was Ich euch offenbart habe in diesen Zeiten, ist dazu da, dass ihr es der Menschheit bekanntmacht. Dies ist eure Aufgabe, die ihr erfüllen sollt, damit ihr im Jenseits weiter aufwärtssteigt.

    58. Jünger, wahrlich, Ich sage euch, wenn Ich Mich in dieser Zeit unter euch kundgetan habe, so geschah es nicht, weil Mich die Menschen gerufen haben. Ich habe euch aufgesucht, weil dies mein Wille gewesen ist, und damit habe Ich ein Versprechen erfüllt. Die Naturgewalten bezeugten meine erneute Gegenwart, und einige Herzen fühlten sie. Nicht die Glocken waren es, die Mich ankündigten! Wie sehr werden sich die Menschen läutern müssen, damit sie meine Gegenwart wahrnehmen können!

    59. Wenn die Welt sich an mein Wort gehalten hätte, wäre es nicht nötig, dass die Augen der Menschen Tränen vergießen müssen, um Mich schauen zu können.

    60. Ich zeige euch aufs neue das Blatt des Gesetzes. Es ist der Anfang und das Ende des Buches, das Ich euch derzeit offenbare, damit ihr in der Zeit nach meinem Scheiden zugerüstet bleiben könnt.

    61. Heute ist es eine kleine Schar, die Mich umgibt, aber morgen werden es unermessliche Menschenmengen sein, die sich um Mich scharen. Unter ihnen werden die Pharisäer, die Heuchler herbeikommen und Irrtümer in meiner Lehre suchen, um die Meinung der großen Masse gegen mein Werk aufzuhetzen. Sie wissen nicht, dass — bevor sie noch mein Werk ausforschen — sie selbst durchschaut sein werden.

    62. Eure Aufgabe wird es dann nur sein, gelassen und ruhig zu bleiben und die sittliche Kraft meiner Unterweisung in euren Werken zu zeigen. Wenn ihr euch in den Prüfungen so verhaltet, werden selbst die eingefleischtesten Verfolger bekennen, dass ihr tatsächlich Mich gehört habt. — Ich komme, das Wissen auf euch auszugießen, denn nur mit Weisheit werdet ihr dem Vater nahe sein.

    63. Ich gebe euch mein Wort mit dem gleichen geistigen Gehalt, mit dem Ich in der Zweiten Zeit zu euch sprach, und habe euch an viele meiner Unterweisungen erinnert, die ihr vergessen hattet oder von denen ihr euch wegen irrtümlicher Auslegungen eurer Vorfahren abgewendet habt.

    64. Ihr habt so sehr gegen meine Lehre verstoßen, dass Ich euch sagen kann: Ihr habt einen Weg geschaffen, der von dem meinen völlig verschieden ist, dem ihr aber den gleichen Namen gegeben habt. Niemand außer Mir konnte euch von eurem Irrtum befreien — mit Worten des Lebens, der Liebe und der Wahrheit.

    65. Ergründet und begreift daher mein Wort jetzt, da ihr Mir zuhört, dann wird Licht in euch sein. Dies ist die Zeit, in der Ich euch mit voller Klarheit sage, dass die Wiedereinkörperung des Geistes Tatsache ist, dass sie als Licht göttlicher Gerechtigkeit und Liebe vom Anbeginn der Menschheit besteht, ohne welche ihr auf dem langen Wege der Vervollkommnung des Geistes nicht vorankommen könntet. — Ich bin es, der euch gesagt hat, dass Ihr zum geistigen Geschlechte Abrahams gehört, dass ihr zu der Menschheitsgruppe gehört, die in der einen Zeitepoche tief sinkt, um sich hernach in einer anderen beim Ruf der Stimme irgendeines meiner Sendboten wiederaufzurichten, um dann wiederum zu fallen und von neuem aufzustehen wie in der Gegenwart.

    Ihr seid zum Sechsten Siegel gelangt, doch Ich sehe an euch eine schwere Last von Verfehlungen als (anhaftender) Schmutz von der Menschheit. Aber ihr erhebt euch über die Sünden mit der geistigen Fähigkeit, Mich zu verstehen und Mich zu fühlen, und mit dem Vorsatz, Mir ohne Wanken bis zum Endziel zu folgen.

    66. Wenn ihr Glauben habt, so hört auf die Stimme eures Gewissens, und sie wird euch dann klarer erscheinen; wenn ihr dies Wort hier vernehmt, so erinnert euch an eure Vergangenheit, damit ihr euer Leben, eure Liebe und eure Verdienste beurteilt. Das Gewissen wird euch sagen, ob ihr euch der Erfüllung eurer Mission gewidmet habt oder nicht. Aber ängstigt euch nicht, denn auf Erden gibt es keine Gerechten, vor denen ihr euch schämen könntet. Der einzige Gerechte bin Ich, und Ich richte euch mit Liebe.

    67. Wegen eurer Sünden und eurer Bedeutungslosigkeit unter dieser Menschheit habe Ich euch Abschaum genannt; doch Ich habe euch gleichfalls gesagt, dass Ich Mich dieses „Abschaums“ bedienen werde, um ihn, nachdem Ich ihn gereinigt habe, als ein Vorbild vorzustellen.

    68. Bildet eine Gemeinschaft, in welcher ihr das Gesetz Gottes und die menschlichen Gesetze treu befolgt, in welcher Sittlichkeit und Aufwärtsentwicklung des Geistes vorhanden ist. Wahrlich, Ich sage euch: Ich sehe, dass in dieser Zeit Mann und Frau von ihrem Wege abgewichen sind.

    69. Ich entdecke Männer, die ihren Verpflichtungen nicht nachkommen — Frauen, die der Mutterschaft ausweichen, und andere, die in die Bereiche Vordringen, die für den Mann bestimmt sind, obwohl euch schon in alter Zeit gesagt wurde, dass der Mann das Haupt der Frau ist. Die Frau soll sich deswegen nicht zurückgesetzt fühlen; denn jetzt sage Ich euch, dass die Frau das Herz des Mannes ist. Siehe, darum habe Ich die Ehe eingesetzt und geheiligt; denn in der Vereinigung dieser zwei Wesen, die geistig gleichwertig, aber körperlich verschieden sind, besteht der vollkommene Stand.

    70. Wer zweifelt daran, dass Ich derzeit zur Welt spreche, nur weil ihn seine Sünde Meiner unwürdig macht? Was wäre lobenswert an Mir, wenn Ich nur dort wäre, wo es nur Gerechte gibt, wo es weder Schmerz noch Unwissenheit gibt? Wenn der Vater die Kinder dazu anregt, Verdienste zu erwerben, damit sie durch sie seine Gnade erlangen, so erwirbt sich auch der Vater Verdienste gegenüber seinen Kindern, um das Recht zu haben, geliebt zu werden. Noch immer sehe Ich euch als kleine Kinder, denen Ich zu Hilfe komme, um sie aus dem Morast zu ziehen, zum Brunnen zu bringen und darin zu waschen, um euch hernach mit dem Gewande der Tugend zu bekleiden.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 65

    1. Ihr bereitet das Heiligtum eures Herzens, damit mein Wort als Balsam auf es herniederfällt. Doch in diesem Augenblick frage Ich euch: Warum finde Ich euch vom Schmerz gebeugt? — Weil ihr nicht gewacht und gebetet habt.

    2. Wenn ihr an meinem Tische die geistigen Speisen esst — warum nutzt ihr dann nicht die Essenz, die sie enthalten, welche Gesundheit und ewiges Leben ist? Wann werdet ihr meine Lehre verstehen, damit ihr darangeht, sie durch Werke der Liebe an euren Mitmenschen zu predigen?

    3. Zuweilen wagt ihr es, Mir zu sagen, dass Ich euch nichts von dem gewährt habe, worum ihr Mich gebeten habt, obwohl Ich es euch jederzeit darreiche und es nur an eurer Zubereitung fehlt, um es empfangen zu können.

    4. Belastet nicht euren Geist mit Ketten der Sünde, befreit ihn, damit er sich erhebt und alles von Mir empfängt, was er auf seinem Entwicklungsweg benötigt. Warum löscht ihr euer Licht des Glaubens aus, obschon Ich unter euch bin? Ich habe euch gesagt, dass auf diesem Volke die Verantwortung für den Frieden der Nationen und das Heil der Menschheit liegt. Aber wie wollt ihr eure Aufgabe erfüllen, wenn eure Schritte noch unsicher sind? — Ihr kommt, mein Wort zu hören, ihr sagt, dass ihr euren Herrn liebt; doch Worte genügen nicht, gute Werke sind nötig, damit die Menschheit meinen Frieden erlangt. Ich komme nicht, um euch zu entmutigen, sondern um euren Geist zu erwecken. Nehmt aufs neue die Frucht des Baumes und sättigt euch daran, o Wanderer!

    5. Selig, wer von dieser Frucht isst und fest glaubt, dass er vom Baume des Lebens gegessen hat; denn wahrlich, Ich sage euch, er wird nicht sterben. — In dieser Zeit fand Ich euch für das Leben der Gnade tot, doch meine Gegenwart bei dieser Unterweisung ist eure Auferstehung gewesen. Ihr hieltet euch für unwürdig, euch in meiner Gegenwart zu befinden, doch Ich machte euch würdig, indem Ich euren Geist von all seinen vergangenen Verfehlungen läuterte und ihn in Reinheit kleidete. Mit dieser Vergebung habe Ich euch eine Lehre der Liebe und Gerechtigkeit gegeben; setzt sie in die Tat um bei euren Brüdern.

    6. Mit welchem Recht wollt ihr eure Nächsten wegen ihrer Unvollkommenheiten richten und verurteilen? Erinnert euch, dass Ich euch in der Zweiten Zeit sagte: „Wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“

    7. Meine Lehre ist klar und rein, damit die Anfänger sie verstehen und sie ihrem Herzen einprägen. Ich bin gekommen, um euch von Lektion zu Lektion bis zur vollkommenen Zwiesprache von Geist zu Geist zu führen.

    8. Auf eure Wüste des Sühneweges fällt nun das himmlische Manna herab. Wenn ihr einst zum göttlichen Vaterhause gelangt, werdet ihr euch an den Tisch des Vaters setzen, um von seinen Speisen zu essen. — Die weite Wüste versinnbildlicht die Sühne, und der Weg die Entwicklung des Geistes.

    9. Kommt zum Vater, Er wohnt auf dem Gipfel des Berges, und Er wird euch Gärten und Ländereien geben, die in der Umgebung dieses Berges liegen. Die Männer werden den Weizen anbauen, die Frauen werden dafür sorgen, dass die Gärten und die Auen sich mit Blumen bedecken, und der Gesang der Kinder wird sich mit dem der Vögel vereinen, um euch die Arbeit süß zu machen. Menschliche Eitelkeiten werden nicht zu euren Äckern gelangen, auch nicht die Besitzgier, denn sie würden wie Plagen sein, die eure Früchte vernichten würden. Wie viele Menschen können wohl begreifen — wenn sie diese Worte hören — in welchem Ausmaß sie sich von dem Weg entfernt haben, den mein Gesetz vorzeichnet?

    10. Wenn ein Mensch zu der Überzeugung gelangt, dass es für seine Verfehlungen keine Vergebung gibt, entfernt er sich immer mehr vom (rechten) Weg. Ach, wenn er doch wüsste, dass ein Augenblick aufrichtiger Reue ihn retten und ihm zur Sühne dienen kann, dass — auch wenn er sich meiner Göttlichkeit sehr ferne glaubt — ihn nur ein einziger Schritt (von Mir) trennt, und dieser Schritt ist der seiner Reue. Hört ihr nicht meine Stimme? Fühlt ihr nicht, dass Ich als liebevollster Vater komme, als aufrichtiger Freund? Ihr schlaft, und darum vernehmt ihr meinen Ruf nicht. Wie wollt ihr meine Schritte hören, wenn Ich „auf einer Wolke“ komme?

    11. Erwacht, bereitet euch, damit ihr mein Versprechen erfüllt seht. Ich werde selig nennen, die erwachen und Mich vernehmen, denn dann werde Ich in ihr Herz die frohe Botschaft von meiner geistigen Gegenwart legen, und von ihren Lippen werden Worte der Zärtlichkeit, des Lichtes und der Hoffnung für die Menschen kommen.

    12. Orkanartige Stürme kommen auf euch zu, weshalb ihr euren Glauben stärken müsst, damit ihr die Prüfungen besteht und möglichst viele rettet. Ich will, dass ihr Freunde und Brüder aller Menschen seid.

    13. Dies ist die Zeit, die Joel sah und ankündigte, in welcher die Kinder der Menschheit Gesichte und prophetische Träume haben würden, in welcher ihr Mund, von meiner göttlichen Kraft bewegt, sprechen würde, denn mein Geist würde dann auf alles Fleisch und auf jeden Geist ausgegossen sein.

    14. Seht, hier ist ein Volk, das im Stillen entsteht und wächst und dessen Kinder Worte des Heiligen Geistes sprechen, geistige Botschaften übermitteln, mit ihrem geistigen Blick die Schwellen des Jenseits überschreiten und die Ereignisse der Zukunft erblicken. Wahrlich, Ich sage euch, diese Saat ist auf der ganzen Welt ausgestreut, und niemand wird sie vernichten können.

    15. Durch den Mund von Männern, Frauen und Kindern habt ihr mein göttliches Konzert vernommen, wie in Entrückung habt ihr euch der Wonne überlassen, die Stimme des Herrn und seiner Engel zu hören. Mein Wort ist nicht nur für ein Volk, es ist für alle Völker, für alle Glaubensbekenntnisse und Religionen.

    16. Nur diese Menschengruppe hier weiß, dass jetzt die Dritte Zeit ist; aber die Menschheit wird es gleichfalls erfahren, obwohl sie zuvor alles verneinen wird, was Ich euch offenbart habe und was geschrieben steht. Wahrlich, Ich sage euch, dies Wort wird bis zu den Enden der Erde gelangen, denn für Mich ist nichts unmöglich. Ich werde der Welt meine Wunden zeigen wie dem Thomas, damit sie glaubt und bereut, damit sie sich in ihren Tränen wäscht und Mir hernach getreulich nachfolgt bis ans Ende. Dies göttliche Manna wird auf jedes Herz niedergehen, und der Weg, der zum Wohnsitz des Herrn führt, wird allen Geistern offenbart werden.

    17. Das Wasser des Jakobsbrunnens versiegte und löschte nicht den Durst des Geistes der Menschheit. Ich habe es einst schon der Samariterin gesagt: „Wahrlich, Ich sage dir, Ich habe ein Wasser, dass — wer von ihm trinkt, nie mehr Durst haben wird.“ Und dies kristallklare und lautere Wasser ist mein Wort, das Ich auf die Welt ausgießen werde, um ihren brennenden Durst zu löschen.

    18. Elias führt schon seit langem meine Herde unter der Menschheit und fordert alle auf, sich zu vereinigen. Diese Herde muss wachen und beten, denn sie besitzt mein Licht und meine Vollmacht, der Menschheit mit Liebe beizustehen.

    19. Ihr, die ihr diese Unterweisungen hört, habt sie schon zu anderen Zeiten kennengelernt; doch jetzt müsst ihr sie unter der Menschheit verbreiten, damit diese sie kennenlernt. Ihr wisst auch, dass ihr nach 1950 ohne dies Wort sein werdet. Doch bereitet euch vor, damit dies nicht ein Verlust ist, den ihr beklagen müsst, sondern ein Schritt nach vorn, der euch geradewegs zum Kampfe führen wird. Ich werde nahe sein und meine Boten gleichfalls. Ich werde weiterhin über die wachen, die Ich lehrte, und durch Inspiration zu Ihnen sprechen.

    20. Niemand hege den Wunsch, dass Ich mein Bleiben unter euch verlängere, denn Ich habe euch bereits meinen Willen kundgetan und euch das Jahr und den Tag vorausgesagt, an dem diese Kundgebung durch das menschliche Verstandesorgan enden wird. Niemand setze sich einer Verurteilung aus (durch Nichtbeachtung dieser Bestimmung).

    21. Wer bisher zu unbeholfen gewesen ist, um Mir zu dienen, und sich hernach zurüstet, wird seine Unbeholfenheit verlieren, mit Weisheit reden und Wunder vollbringen.

    22. Wenn du, Volk, das Mich vernimmt, beim Gedanken an meine Passion weinst und du deine Sünden bereust, so sei gesegnet. Denn wahrlich, Ich sage euch, euer Schmerz läutert euch, und mein Wort, welches Leben und Auferstehung ist, tröstet euch.

    Mein Licht ist für alle meine Kinder; nicht nur für euch, die ihr diese Welt bewohnt, sondern für all die Geistwesen, die auf unterschiedlichen Daseinsebenen leben. Sie alle werden befreit und zum ewigen Leben auferstanden sein, wenn sie mit ihren Werken der Liebe an ihren Brüdern mein göttliches Gebot erfüllen, das von euch fordert, dass ihr euch untereinander liebt.

    23. Der Vater leidet, wenn die Menschheit sich streitet, von Kriegsfurien gepeitscht. Bruder hat sich gegen Bruder erhoben, und unschuldiges Blut tränkt die Erde. Heute, am großen Tag des Gerichts, atmet ihr eine Atmosphäre der Verzweiflung und des Todes. Doch bis Anfang 1946 wird der Kampf zu Ende sein, und ihr werdet eine Erholungspause in eurem Leiden haben.

    24. Der ganze Schmerz der Menschheit fällt auf Mich wie ein schweres Kreuz. Ich bin verleugnet und gegeißelt worden vom menschlichen Geschlechte, das Ich zu meinen Jüngern machen wollte, und von denen Mir nur einige wenige nachfolgen. Morgen, wenn man mein Werk kennt, das Ich in dieser Form offenbart habe, werde Ich ein weiteres Mal gegeißelt werden, weil sie Mich nicht verstehen werden. Dieses Unverständnis meiner Kinder öffnet von neuem meine Wunden, und mein Blut fällt wiederum auf alle Geister.

    Weil Ich aus der Wahrheit spreche und die Liebe lehre, haben sie Mich nicht anerkannt, und später werdet ihr verachtet werden, weil ihr meine Worte wiederholt und von Mir Zeugnis gebt. Aber wann immer ihr euer Kreuz auf euch nehmt und den Berg ersteigt, werdet ihr viele Unschuldige retten und viele Sünder erlösen.

    25. Nicht als König bin Ich zu euch gekommen, Ich bin demütig erschienen, und daran erkennt ihr, dass das Wort, das ihr gehört habt, „Das Wort“ des Vaters ist. Aufs neue reicht Mir die Menschheit eine Dornenkrone und einen Mantel der Undankbarkeit. Ich habe die Verleumdung und die Zurückweisung meiner Kinder erlitten.

    26. Obwohl der Geist in voller Entwicklung begriffen ist, schläft er. Doch Ich erleuchte euch durch das Gewissen, damit ihr zum rechten Weg zurückkehrt und euch der Erfüllung eurer Aufgabe zuwendet. Warum habt ihr das Gefühl, dass mein Wort euch verletzt?

    27. Während ihr meiner Passion in der Zweiten Zeit gedenkt, weint ein Herz, das allerzärtlichste, im Stillen und legt Fürbitte ein für ihre Kinder, die sie nicht begriffen haben. Sie hat keine Vorwürfe gegen die, die ihr so viel Schmerz verursacht haben, auch keine Anklage gegen die, die den vielgeliebten Sohn opferten. Allein ihre Liebe und ihre Vergebung für die Menschheit krönt das Erlösungswerk ihres einzigen Kindes. Es ist eure Himmlische Mutter, die Ich unter euch zurücklasse, damit ihr auf sie hört und in ihrem Schoße Trost findet.

    28. In der Tiefe eures Herzens fühlt ihr nun den göttlichen Atem des Herrn. Ach, wenn ihr doch die Liebe erfasstet, mit der Ich zu euch komme!

    29. Durch die Vereinigung eurer Herzen habt ihr ein Heiligtum geschaffen, um Mich zu empfangen. Jedes Herz hat sich zubereitet, jeder Verstand hat sich aufgehellt, und dies ist der richtige Zeitpunkt, dass mein göttlicher Strahl zu euch herabkommt.

    30. Die Heimsuchung rückt näher, und auf sie bereite Ich euch vor. Es ist Zeit, dass ihr euren Weg mit festem Schritt und ohne Furcht geht. Ihr seid Israel, und dieser Name bedeutet „stark“. Immer ist in eurem Geiste dieser gesegnete Same vorhanden gewesen.

    Das wahre Gebet stärkt euren Geist, reinigt euch von euren Schandflecken, tröstet euch, wenn ihr traurig seid, steht euch bei in der Verwaisung und entfernt euch von den Versuchungen. Doch ebenso, wie Ich euch lehrte, von Geist zu Geist zu beten, um im Leben stark zu sein, so erhebt auch in der Stunde des Todes euren Geist auf jenen gesegneten Stufen des Gebetes zu Mir. — Wie weit entfernt vom wahren Gebete lebt die Menschheit! Wie wenige sind derer, die es auszuüben verstehen. Geistig leben die Menschen wie die Menschen des Altertums: die Anbetung des Goldenen Kalbes, die Verehrung für heidnische Götzen bestehen weiter. Der babylonische Turm der Wissenschaftler dieser Zeit fordert unaufhörlich meine Gerechtigkeit heraus.

    31. Eine neue Sintflut wird hereinbrechen, die die Erde von der menschlichen Verderbnis reinwaschen wird. Sie wird die Altäre der falschen Götter umstürzen, wird Stein für Stein die Fundamente jenes Turms des Hochmuts und der Gottlosigkeit zerstören und wird jede falsche Lehre und jede verkehrte Philosophie auslöschen.

    Doch diese Sintflut wird nicht nur aus Wasser bestehen wie einstens; denn die Hand des Menschens hat alle Elemente gegen sich entfesselt, sowohl sichtbare, als auch unsichtbare. Er spricht sich selbst sein Urteil, straft und richtet sich selbst.

    32. Jede Schuld wird bis ins Kleinste beglichen werden. Dafür ist es notwendig, dass die Großen von heute zu Dienern werden und die Untertanen erhoben werden. Ihr, die ihr Mich hört — glaubt an eure Verantwortung für den Frieden der Welt!

    33. Ihr seid nicht mehr zwei oder drei, die Mich hören. Eure Zahl ist schon groß, denn meine Saat hat sich von Herz zu Herz, von Heim zu Heim, von Provinz zu Provinz ausgebreitet, und die Nachrichten von meiner neuen Offenbarung haben eure Grenzen überschritten und sind in andere Länder gelangt, wo der Widerhall meines Wortes und die Kunde von meinen Wundern bezeugt haben, dass Ich wirklich zu euch zurückgekommen bin.

    34. Das Haus Israel ist jetzt im Tiefsten eures Wesens, in eurem Geist. Gerade dort habe Ich Mich in dieser Zeit mittels dieser Kundgabe offenbart.

    35. Ich habe euch gesagt, dass ihr euch beeilen sollt, meine Unterweisungen zu studieren, dass ihr meine Gegenwart nutzen sollt, da die Zeit meines Abschieds nahe ist, und niemand ist in Unkenntnis darüber. Seht, das ist die Prüfung, die euch erwartet. Wer wird vorbereitet sein, um sie zu bestehen? — Ihr habt euch vervielfacht, und dennoch sehe Ich euch nicht stark. Der Grund ist, dass euch Liebe, Hilfsbereitschaft und Brüderlichkeit der einen für die anderen gefehlt hat; ihr seid nicht durch den Geist vereint. Und dies wollen die Besitzer der Bundeslade des Neuen Bundes sein?

    36. Ich wollte, dass ihr stark seid durch eure Einigkeit und groß durch euren Geist. Es ist nicht nötig, dass ihr materielle Macht besitzt, um groß zu sein, noch das Wissen der Erde, um überlegen zu sein. Es gibt etwas, das euch euer Gott immer offenbart hat und das euch in Wahrheit Größe gibt.

    37. Groß ist das Licht, das Ich über euch ausgegossen habe; doch lasst euch davon nicht blenden, denn dann würdet ihr euren Mitmenschen als Dummköpfe und Fanatiker erscheinen. Dies Licht gehört nicht nur euch, es ist das Licht des Sechsten Siegels, das in allen Nationen erstrahlen soll.

    38. Ihr kommt rein vor Mich, nach und nach habt ihr euch von Fanatismus, Abgötterei und unnützen Traditionen freigemacht. Auf diese Weise schlägt euer Herz im Gleichklang mit eurem Geist. Der Weg beginnt in Mir, und in Mir endet er. Aber Ich verlange nicht von euch, dass ihr diesen Entwicklungsweg an einem „Tag“ zurücklegt, sondern Ich gebe euch genügend Zeit, damit ihr den Weg bis zu Ende geht.

    39. Ich stehe euch auf dem ganzen Entwicklungsweg bei, Ich gebe euch Kraft, Ich läutere euch. Wenn ihr eure geistige Entwicklung anhand eures gegenwärtigen Lebens beurteilt, werdet ihr beim Vergleich eures derzeitigen Lebens mit dem der Anfänge der Menschheit erkennen, dass ihr einen großen Schritt nach vorne gemacht habt. Studiert mein Wort mit dem Eifer, mit dem ihr die Wissensgebiete der Erde studiert, und während ihr es ergründet, werdet ihr entdecken, dass das, was ihr für unerforschlich hieltet, eurem Geiste vorbehalten war. In der heutigen Zeit fällt nach und nach der Schleier von vielen Geheimnissen, viele verborgene Dinge kommen ans Licht der Wahrheit, und darum werde Ich von meinen Kindern mehr geliebt und verstanden.

    40. Kann eine Ebenbildlichkeit bestehen zwischen dem Kind und dem Vater, wenn dem Kinde die Weisheit des Vaters fehlt? Nein, meine Kinder; doch Ich halte euch nicht in Unwissenheit. Ich bin das Licht, welches Weisheit ist, und mit ihr werde Ich euch überfluten, damit ihr Mich liebt. Ich habe wirklich Hunger und Durst nach eurer Höherentwicklung. Dies ist der zwingendste Grund für meine Kundgebung und meine Verbindung mit euch.

    41. Erleuchtet und stärkt euch durch diese Unterweisung, denn in euren Herzen gibt es Vorahnungen von Krieg, und ihr müsst vorbereitet sein. Ich habe diese Nation im Frieden erhalten, damit sie Mich in ihrem Herzen aufnimmt. Der Same meiner Lehre muss Frucht bringen.

    42. Wie viele Tränen werdet ihr vergießen, wenn ihr nicht diese kostbare Zeit des Friedens nutzt! Ihr werdet euch dann von Krieg, Seuchen und Verzweiflung überfallen sehen. Versucht nicht, den Krieg durch körperliche Bußübungen aufzuhalten, welches unnütze Opfer sind. Wenn ihr Mir Buße anbieten wollt, so bezwingt die Widerspenstigkeit, den Stolz oder den Materialismus eures Fleisches. Wenn ihr Mir Fasten darbringen wollt, so soll es darin bestehen, dass ihr auf Unmäßigkeit verzichtet — auf das, was euch schädlich ist, indem ihr eure Leidenschaften beherrscht. Doch achtet dabei darauf, dass ihr nicht in einen neuen Fanatismus geratet, denn es gibt viele Handlungen, die zulässig sind und die ihr doch zu unzulässigen machen könnt.

    43. Ich will, dass ihr sowohl die Erneuerung eures Körpers, als auch die eures Geistes erreicht. Wenn ihr das, worum Ich euch bitte, richtig auffasst, wird es euch nicht als ein Opfer erscheinen, es zu erreichen, und ihr werdet erkennen, dass die Erfüllung (meiner Aufforderung) euch große Befriedigungen und einen höheren Frieden beschert.

    44. Jene, die sich aus dem Morast, dem Schmutz und der Selbstsucht zu einem Leben des Dienstes und tätiger Nächstenliebe für ihre Mitmenschen erheben, werde Ich als ein Beispiel dafür vorzeigen, dass meiner Lehre Licht und Gnade innewohnt, um Sünder zu erneuern. Dies Beispiel wird auf alle Herzen übergreifen. Wer wünscht nicht, zu denen zu gehören, die Mich bezeugen? Doch wahrlich, Ich sage euch, wenn eure Handlungen nicht wirklich von Herzen kommen, werden sie bei euren Brüdern keine Frucht bringen, und ihr werdet oftmals hören, dass sie euch Heuchler und falsche Prediger nennen. Und Ich will nicht, dass es euch so ergeht.

    45. Ihr müsst wissen, dass es in der heutigen Zeit sehr schwer ist, den Menschen etwas vorzumachen. Ihr Geist ist aufgeweckt, und auch wenn sie sich im Materialismus ihres Daseins verirrt hat, ist sie gegenüber jeder geistigen Manifestation feinfühlend. Doch wenn ihr eure Brüder nicht täuschen könnt — könnt ihr da euren Vater täuschen?

    46. Lasst die Liebe des Meisters in eurem Wesen Herberge nehmen, damit ihr euren Feinden vergebt, wie Er euch vergibt. Dann wird euer Herz unter den Menschen wie ein Rettungsanker sein.

    47. Bereitet euer Schiff vor, denn der Sturm kann von einem Augenblick zum anderen kommen. Spürt ihr nicht die Nähe des Kampfes? Offenbart euch euer Geist nichts? Hört die Stimmen der Natur und beobachtet den Gang der Naturkräfte. Dringt in das Herz eurer Brüder ein, und ihr werdet die Ankündigung des Kampfes entdecken, der auf euch zukommt. Alles spricht zu euch von Chaos. Was den menschlichen Verstand betrifft — er erfindet nur Waffen für die Zerstörung. Was das Herz angeht — es gibt Gefühlen der Brüderlichkeit keinen Raum, doch solchen des Hasses wohl. Nicht in einem einzigen Körper herrscht Gesundheit, alle sind von Krankheit und Seuchen angesteckt. Die Kinder werden mit einer Schmerzenslast geboren, die Eltern verstehen ihre Kinder nicht und die Kinder nicht ihre Eltern. Die Ehegatten trennen sich, die Frauen verlieren ihre Tugend, ohne diesem irgendeine Bedeutung beizumessen. Die Menschen entweihen das Heiligste. — Die Religionsgemeinschaften missachten und befehden einander, und die Laster gewinnen Macht unter den Menschen. — Währenddessen erweckt euch mein Wort mit sanfter Mahnung und fordert euch zur Erneuerung auf, und dass ihr euch vom Untergang in diesem stürmischen Meer errettet. Nur eine geistige Lehre wie die meine ist imstande, den Menschen auf dem Weg des Lebens zu erhalten. Nur mein Wort kann die tiefen Probleme des Geistes lösen und das Dasein des Menschen auf seinem Prüfungs- und Leidensweg versüßen.

    48. Wenn die Menschheit einen großen Baum gehegt hat, dessen Früchte in ihrer Mehrzahl bitter und tödlich gewesen sind — erscheint es euch da nicht schön, dass Ich einen Baum pflanze, den ihr Mir pflegen helft, und dass seine Früchte des Lebens, des wahren Friedens und göttlicher Weisheit euch für so viel Schmerz entschädigen? Denn Ich bin der Baum, Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Lasst euren Geist in seinen Gaben wachsen, damit ihr angenehmen Schatten und Früchte des Lebens von gutem Geschmacke spendet. Ich bin die Wahrheit, und diese entströmt diesen Lippen von Menschen, auch wenn sie Sünder sind; denn meine Wahrheit ist stärker als eure Sünden.

    49. Ein weiteres Mal zeige Ich euch den Weg und das Leben und entferne Ich die dunkle Binde vor euren Augen. Wenn ihr dies Wort vernehmt, sprecht ihr in euren Herzen: Warum war ich nicht früher fähig, mich von den Lastern freizumachen, wo doch die Lehre des Herrn so schön ist, und warum war sie kein Ansporn in meinem Dasein? — Weil ihr euch nicht von meiner Lehre genährt habt, sondern von Riten, die nur die Sinne beeindrucken und den Geist leer lassen. Hier gebe Ich euch mein Wort ohne Kultformen und Riten, damit es direkt in euren Geist gelangt. Hier gibt es kein Labsal für eure körperlichen Sinne. Heute ist nur euer Gehör beteiligt im Augenblick meiner Kundgabe. Morgen, wenn mein durch das menschliche Verstandesorgan gegebenes Wort nicht mehr zu hören sein wird, wird nicht einmal euer körperliches Gehör meine Stimme wahrnehmen; es wird euer Geist sein, der meine Unterweisung durch Inspiration empfängt, und im Herzen wird das Echo derselben vernommen. — Macht euch gläubig auf den Weg und geht ohne Hast und mit Bedacht.

    50. Die Tage sind nahe, in denen die Menschen meiner Passion gedenken. Wahrlich, Ich sage euch, wenn die Menschen angesichts des Lichtes dieser Zeit erwachen und von äußerlichen Kultformen befreit Mich auf geistige Weise suchen, werden ihre Erhebung und ihre Schlichtheit die schönsten Palmzweige sein, mit denen sie Mich im Zweiten Jerusalem, der Geistigen Stadt, empfangen.

    Ich wollte, dass ihr immer, wenn ihr meines Leidensweges gedenkt, dies ohne Riten und Darstellungen tun würdet, dass ihr euch meiner Werke erinnert und gründlich über sie nachdenkt. Dann werdet ihr fühlen, dass jene Weisheit in eurem Geiste zu neuem Leben erwacht.

    51. Mit diesen Unterweisungen werde Ich wie in vergangenen Zeiten eure (religiösen) Traditionen beseitigen und bewirken, dass euer Geist sich an meine Lehre und an mein Gesetz hält.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 64

    1. Hier ist meine Lektion, geliebte Jünger. Ergründet sie und bringt meine göttliche Unterweisung zur Anwendung. Dieser Same, den Ich euch anvertraue, ist geheiligt. Baut ihn an, begreift, dass davon die Frucht abhängt, die ihr erlangt.

    2. In der Zweiten Zeit sagte Ich euch: „Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen“, das heißt: „gibt es viele Welten, auf denen der Geist seine Entwicklung erreichen kann. Erwerbt euch Verdienste, damit ihr einen hohen Ort in den Welten erreicht, in denen das geistige Licht und der geistige Friede in größter Intensität erstrahlen. Wo werdet ihr nach diesem Leben hingelangen? — Ich allein weiß es. — Darum sage Ich euch, dass ihr euch durch gute Werke eine Stufe erarbeiten sollt, von der aus ihr aufwärtssteigen könnt, bis ihr den wahren geistigen Frieden erreicht habt, und dass ihr den Zeitpunkt nicht verzögern sollt, an dem euer Geist den Lohn empfängt, den er mit diesen Werken der Liebe an seinen Geschwistern erworben hat.

    3. Ihr seht, dass es nicht Strafen sind, die den erwarten, der die Aufgabe nicht erfüllt hat, die ihm der Vater aufgetragen hat. Ihr erntet nur das Resultat eurer Werke.

    4. Nicht in dem von der menschlichen Phantasie geschaffenen Gerichtshof werdet ihr Mich in jener Stunde des Gerichtes sehen; es wird in unbekannten Welten sein, wohin die Geister gelangen und wo sie ein höchst reines und strahlendes Licht vorfinden, das diejenigen erleuchtet, die im Leben nach der Wahrheit und der geistigen Aufwärtsentwicklung gestrebt haben. Jene, die meine Wahrheit nicht suchten, werden an Orte der Sühne kommen, wo sie ihrem Geist die Reinheit zurückgeben werden, um danach vorwärtszuschreiten und zu Mir zu kommen; denn keiner wird verlorengehen.

    5. Wie entscheidend wird zu jenem Zeitpunkt die Aufgabe eures Gewissens sein; denn niemand wird die Stimme jenes Richters zum Verstummen bringen können, welche unlösbar mit eurem Geist verbunden existiert. Ihr werdet alle Handlungen eures Lebens ergründen, und keiner wird sich mit einem Übermaß an Strenge oder einem Zuviel an Wohlwollen gerichtet fühlen. Gerade dann wird jenes Licht, das Ich von Anbeginn dafür einsetzte, den Weg der Geister zu erhellen, eindringlich erstrahlen.

    6. Liebt euch von einer Nation zur anderen, schließt euch zu einer einzigen Bruderschaft zusammen, damit ihr morgen, wenn ihr in verschiedenen geistigen Welten lebt, euch von einer Welt zur anderen lieben könnt.

    7. Wahrlich, Ich sage euch, es gibt keinen glücklicheren Tag für einen Geist als jenen, an dem er seine Auftragserfüllung vor seinem Schöpfer niederlegt, wenn jene Frucht sich vor Dessen unendlicher Weisheit als wohlgefällig erweist.

    8. Die Geister des Lichts — jene, die ihr Engel nennt, werden zu dieser Begegnung herbeikommen, um euch vor euren Vater zu bringen.

    9. Eure Kehlen schrien in der Zweiten Zeit, als ihr Jesus kommen saht: „Hosianna, Hosianna Dem, der da kommt im Namen des Herrn!“ — Wenn ihr jetzt fühlt, dass mein Geist sich euch naht, öffnet ihr die Tore des Heiligtums eures Herzens, werdet ihr stille in ihm und zeigt ihr Mir die innere Wonne, die euch umfängt.

    10. Ich bin der gleiche wie damals, auch ihr seid dieselben, meine Unterweisung ist gleichfalls dieselbe. Eure Entwicklung jedoch ist größer, und darum sucht ihr eine vollkommenere Verbindung und Verehrung für euren Schöpfer. Wenn ihr heute betet, vereinigt sich euer Geist, losgelöst vom Körper, mit den Engeln, die den geistigen Raum bevölkern, um mit ihnen vereint einen Lobgesang anzustimmen, welcher nicht von der Erde, sondern vom Himmel ist.

    11. Wenn die Menschheit das Gedächtnis der Geburt des Erlösers feiert, wird das Herz der Menschen von einer Freude und einer Hoffnung erfüllt, die sie nicht erklären können. Das gleiche geschieht (in umgekehrtem Sinne), wenn ihr des Leidens und der Opferung eures Herrn gedenkt. Ihr spürt — und sei es nur für eine kurze Zeit — eine unerklärliche Traurigkeit, und zwar, weil Ich immerdar im Herzen der Menschen geboren werde und sterbe.

    12. Ich wollte, dass ihr alle ewig lebt, und Ich kann dies vollbringen, weil Ich das Leben bin. Darum habe Ich Mich in verschiedenen Formen immerdar meinen Kindern offenbart, und deshalb habe Ich ihnen mein Gesetz übergeben, damit es euch den Weg zeigt, auf dem ihr zu Mir gelangen könnt.

    Als die Menschen sich für das ewige Leben verloren hielten, bin Ich gekommen und habe ihnen meine Vergebung geschenkt, ihre Flecken mit meinen Lehren der Liebe ausgelöscht und ihnen die Möglichkeit geboten, ihre Sünden wiedergutzumachen.

    13. Wie viel Blut ist auf die Gesetzestafeln der Ersten Zeit gefallen und versuchte das auszulöschen, was auf ihnen geschrieben stand! Wie sehr hat man meine Lehre der Zweiten Zeit geschändet, ohne ihr Licht verdunkeln zu können! Doch alles habe Ich vergeben, weil die Vergebung Auferstehung und Leben ist, und Ich habe euch gesagt, dass Ich der Weg, die Wahrheit und das Leben bin.

    14. Oft werde Ich von jemandem gefragt: „Meister, so Du unsere Verfehlungen vergibst — warum lässt Du dann zu, dass wir sie mit Schmerzen sühnen ?“ Darauf sage Ich euch: Ich vergebe euch, aber es ist notwendig, jene Verstöße wiedergutzumachen, damit ihr eurem Geist die Reinheit zurückgebt.

    15. In der Zweiten Zeit sagte Ich euch: „Bittet, so wird euch gegeben, klopfet an, so wird euch aufgetan.“ Jetzt sage Ich euch, dass eure Hand immer an die Tür des Vaters klopfen soll und nicht an die des Richters. Sucht meine Liebe, meine Weisheit, meine Vergebung, aber sucht nicht meine Gerechtigkeit, die unerbittlich ist!

    16. Die Tugend ist verachtet und für etwas Schädliches oder Unnützes gehalten worden. Jetzt ist die Zeit gekommen, in der ihr begreifen sollt, dass nur die Tugend euch das Heil bringen wird, euch den Frieden fühlen lassen wird und euch mit Befriedigung erfüllen wird. Aber noch immer muss die Tugend viele Behinderungen und Bedrängnisse erleiden, bevor sie in alle Herzen einziehen kann. Die Soldaten, die sie verteidigen, müssen mit großer Anstrengung und großem Glauben kämpfen. Wo sind diese Soldaten des Guten, der tätigen Nächstenliebe und des Friedens? Glaubt ihr es zu sein? — Ihr prüft euch innerlich und antwortet Mir, dass ihr es nicht seid. Dafür sage Ich euch, dass ihr alle mit gutem Willen zu jenen Soldaten gehören könnt. Wozu, glaubt ihr, bin Ich denn zu euch gekommen?

    17. Wenn ihr eurerseits all eure Liebe für diese Sache einsetzt, werdet ihr das Verdienst haben, den Weg des Kommens der neuen Generationen bereitet zu haben, welche der Welt eine Botschaft der Glückseligkeit bringen werden.

    18. Viel von dem, was Ich euch in meinen Unterweisungen gesagt habe, ist dazu bestimmt, dass ihr es erfüllt. Doch erkennt auch, dass Ich durch euch zu euren Kindern spreche. Hört und ergründet es, damit eure Leibeshülle sich sanft beugt und mithilft, dass euer Geist den Weg geht, den Ich ihm mit meinen Liebeslehren vorzeichne.

    19. Der Zeitpunkt, Mich zu finden, war für euch günstig: der Hunger hatte euch geschwächt, und durch die Frucht dieses Baumes habt ihr die Lebenskraft zurückgewonnen.

    20. Die heutige Zeit ist gefahrvoll für die Menschheit, und noch sind die Menschen der rettenden Arche fern, welche mein Gesetz ist.

    21. Ich bilde die Jünger heran, die der Welt beweisen sollen, dass die Erfüllung meines Gesetzes kein „Unmöglich“ ist und auch kein Opfer bedeutet.

    22. Wenn ihr eure Nächsten liebt, seid ihr gerettet. Jenes Gebot zu erfüllen ist keine Buße. Wer lebt, um seinem eigenen Bruder zu dienen und dabei seinen Schmerz mitfühlt und lindert, bei dem wird ein kurzes Gebet zu Mir genügen, dass Ich durch seine Vermittlung Wunder tue.

    23. Noch sende Ich meine Boten nicht in ferne Gegenden, weil sie noch viel zu lernen haben. Sobald sie stark und genügend vorbereitet sind, werden sie Mir im Innern ihres Herzens sagen: „Meister, nun sind wir vorbereitet.“ Ich werde dann in das Heiligtum jener Jünger eintreten, und dort werde Ich Ergebung, Demut, Weisheit und Nächstenliebe finden.

    24. Ich werde dem Arbeiter meinen Kuss geben und ihm den Weg zeigen, jenen Pfad, welcher — auch wenn er weit ist — ihn Mir näherbringen wird. Auf ihm gibt es Dornen, an seinen Seiten gähnen Abgründe, zuweilen gibt es Fallgruben und Gefahren, auch Versuchungen. Aber wer gläubig auf ihm verbleibt, fühlt bei jedem Schritt meine Gegenwart; denn Ich habe euch schon gesagt, dass Ich der Weg bin. Wer könnte meinen, dass Ich ihn im Kampfe verlasse? Wie könnt ihr denken, dass Ich Mich von euch entferne, wenn ihr mein Gesetz erfüllt, da Ich Mich in eurer Vergangenheit doch niemals von euch getrennt habe? Lasst zu, dass Ich euch prüfe; die Prüfungen des Lebens stärken den Geist, stählen das Herz und vervollkommnen es.

    25. Wann werden die Menschen sich danach sehnen, die Vollkommenheit ihrem Geist zu erreichen? Heute haben sie nicht einmal Frieden, weil unter ihnen der gute Wille fehlt. Das Licht der Himmel wird sich auf dieser Welt widerzuspiegeln beginnen, wenn in den Menschen jene gutwillige Bereitschaft entsteht, ihre Schritte auf den Weg der Brüderlichkeit, der gegenseitigen Achtung, der Liebe untereinander zu lenken.

    26. Männer und Frauen dieses Volkes. Ihr seid schlicht und einfach, und darum gebe Ich euch meine Unterweisung mit einfachen Worten, damit alle sie verstehen. Mein Wort ist das Bollwerk eures Glaubens und eurer Hoffnung, und die Wohltaten und Liebesbeweise, mit denen Ich euren Weg besäe, sind die Ermunterung und der Anreiz dazu, dass ihr den Weg fortsetzt, ohne in den Prüfungen schwach zu werden.

    27. Die Menschheit, in Machtblöcke und Nationen aufgeteilt, hat ein Vorgefühl, dass die Zeit meiner geistigen Offenbarung gekommen ist; innerlich erwartet sie Mich und sehnt sie sich nach Mir. Wie willkommen wird ihr die Kunde von meiner Gegenwart und meiner Verbindung mit euch sein, die ihr überbringen werdet.

    28. Volk, bereite dich zu, damit du der Herold der Frohen Botschaft bist. Wenn diese Zeit kommt, soll euer Mund nicht verschlossen bleiben, und euer Arm soll nicht zu faul sein, um das Stück Land zu besäen und zu pflegen, das euch zukommt.

    29. Einige Völker haben bereits den Besuch der Wegbereiter erhalten; aber es ist unbedingt notwendig, dass die Arbeiter, die der Meister selbst in der Dritten Zeit gelehrt hat, hingehen und jene Saat bewässern, die nach dem Tau der Gnade lechzt.

    30. Wie bald werdet ihr viele Länder gute Früchte hervorbringen sehen, die ihr heute für hartherzig und der Vergeistigung sehr ferne haltet!

    31. Die Felder werden fruchtbar sein, denn sie sind gründlich vorbereitet worden. Die Brennnessel und das Unkraut werden aus ihnen entfernt werden, bis sie gesäubert sind. Wenn daher meine Jünger zu ihnen kommen und sie aufnahmebereit sehen, werden sie Mir sagen: „Dank, Meister!“

    32. Die Zeit dieser Verkündigung wird durch die weithin tönende Glocke angekündigt werden, die geläutet werden wird.

    33. Diese Nation soll bereit und geschmückt sein, um die Menschenscharen aufzunehmen, die auf der Suche nach Lebensunterhalt und Frieden sich ihr nähern werden. Bereitet ihr euch vor, säubert euer Heim und richtet die beste Speise her, damit ihr den Fremdling an euren Tisch setzen könnt.

    34. Wahrlich, Ich sage euch, in diesen Menschenscharen wird vom Bettler bis zum König alles herbeikommen. Diejenigen, die bei euch Gastfreundschaft und Liebe finden, werden dem Unendlichen ein Loblied der Dankbarkeit emporsenden.

    35. Jene, die durch meine Gnade gekennzeichnet worden sind, wissen, dass sie Wächter und Soldaten dieser Rettungsarche sind, und dass sie jede Spur von Abgötterei und Fanatismus zerstören müssen. Groß ist der Kampf, der euch erwartet, aber die Fackel eures Glaubens wird euch retten. Ihr habt bereits erfahren, was Verleumdung, Verfolgung und Intrige ist. Ihr habt schon all diese Prüfungen erlitten, die euch nicht unvorbereitet treffen werden, wenn sie sich wiederum auf eurem Wege zeigen; denn es ist kein mit Rosen besäter Weg, der in mein Reich führt, es ist jener, dem die blutige Spur meiner Schritte aufgeprägt ist. Darum sage Ich euch: Selig jene, die um meiner Sache Willen Verfolgung und Verleumdung erleiden und denen Brot und Wasser verweigert wird, denn sie werden zu Mir kommen und gepriesen werden.

    36. Fürchtet nicht Beleidigungen oder Schmähungen. Denkt daran, dass sie auch eurem Meister entgegengeschleudert wurden. Fürchtet euch nicht davor, dass die Menschen von euch etwas sagen, was ihr nicht seid. Denkt daran, dass sie Mich Zauberer und Hexenmeister nannten. Wenn die Welt euch verabscheut, so erinnert euch daran, dass sie Mich schon vor euch verabscheute!

    37. Lernt zu schweigen und überlasst die Sache Mir. Seid Fürsprecher eben jener, die euch beleidigen, und euer Verdienst wird groß sein. — Heute kennt ihr viele Verfehlungen eurer Mitmenschen noch nicht; doch wenn ihr einmal mit wahrer Gerechtigkeit zu urteilen versteht, werden euch ihre Fehler offenbar werden, denn dann werdet ihr fähig sein, eure Brüder zu lehren und zum Heil zu führen.

    38. Dies sind die Wege des Geistes, die der gute Jünger des Heiligen Geistes kennenlernen und durchlaufen muss, ohne in die Irre zu gehen.

    39. Das Kind des Lichtes wird im Finstern zu gehen vermögen und wird darin den Verirrten zu finden wissen, um ihn zu retten.

    40. Wie ist es möglich, dass ihr in dieser Zeit, in der die Menschheit seufzt, noch immer davon träumt, große materielle Reichtümer zu besitzen? Habe Ich euch etwa meinen Frieden gegeben, damit ihr nur an euren weltlichen Ehrgeiz denkt? Unaufhörlich gelangen Kriegsnachrichten zu euch, und ihr tut nichts, um euch geistig zu fördern. Schon seit langem verlange Ich eure Vereinigung, und noch immer finde Ich euch gespalten. Wann endlich wird die ganze Menschheit die Sehnsucht fühlen, sich im Denken und im Wollen geistig zu vereinen? — Ich habe euch schon gesagt, dass an dem Tag, an dem ihr euch vereinigt, ihr einen unüberwindlichen Wall bilden werdet, der jeden Angriff abwehrt. Ihr müsstet bereits stark sein, denn die „Früchte dieser Bäume“ sind überreichlich gewesen, und sie alle waren euer.

    41. Sind euch in eurem Geiste nicht die Wunder gegenwärtig, die Ich einem jeden zuteil werden ließ? Habt ihr nicht begriffen, dass alles, was Ich euch gelehrt habe, eine Offenbarung eures Vaters gewesen ist? Wenn sich jemand schämt, ein Jünger dieses Werkes zu sein, dann deshalb, weil er überhaupt nichts von meiner Unterweisung verstanden hat. Heute könnt ihr noch ruhig leben, auch wenn ihr eure geistigen Pflichten vernachlässigt. Doch die Heimsuchungen werden kommen, und dann werdet ihr über euch jammern; eure letzte Stunde wird schlagen, und ihr werdet nicht wissen, wie ihr in jene Welt eintreten sollt, die euch erwartet, und auch nicht, womit ihr die Stimme eures Gewissens zum Schweigen bringen könnt. — Seht, wie viele Herzen kommen in meine Gegenwart durch einen von euch, der Mir getreu und gehorsam ist! Macht euch bewusst, wie sehr ihr auf Schritt und Tritt von jenen beobachtet werdet, die wissen möchten, ob ihr tatsächlich den Heiligen Geist vernehmt.

    42. Meint ihr, wenn von euren Lippen eine Gotteslästerung oder ein unzüchtiges Wort kommt, dass dann der Ungläubige euch glaubt, dass ihr Jünger Christi seid, des Göttlichen Wortes? Entsprechen jene Worte und jene Redensarten etwa der Ausdrucksweise und den Grundsätzen, die Ich euch gelehrt habe?

    Die Kinder beobachten euch ebenfalls: Warum streitet ihr vor ihnen? Erkennt, dass mit diesem Beispiel, das ihr gebt, unter die Kleinen die Bosheit Kains eindringt. Denkt daran, dass sie eure nächsten Nachkommen sind, die das weitersagen werden, was ihr gelernt habt und was ihr auf dem Wege eures Gottes und Herrn gewesen seid.

    43. Erarbeitet euch einen guten Lohn, indem ihr für eure Brüder eine gute Frucht anbaut. Bereitet euch für die kommenden Zeiten vor, denn vor meinem Abschied wird es noch Zwist unter euch geben, weil an euch alle die Versuchung herantritt. Ihr müsst wachsam sein. Betet und setzt meine Unterweisung in die Tat um. Wahrlich, Ich sage euch, diese kurzen Zeitspannen, die ihr der Ausübung des Guten widmet, werden ihre wohltätigen Wirkungen noch in vielen der nach euch kommenden Generationen fühlbar machen.

    Niemand war imstande oder wird je imstande sein, sich sein Schicksal selbst zu bestimmen; dies kommt Mir allein zu. Vertraut auf meinen Willen, und ihr werdet den Lebensweg bis zum Ende ohne größere Schwierigkeiten zurücklegen.

    44. Faßt es recht auf, wenn Ich euch sage, dass kein Blatt vom Baume sich ohne meinen Willen bewegt; dann werdet ihr wissen, wann Ich es bin, der euch prüft, und wann ihr euren (selbstverschuldeten) Leidenskelch leert — um hernach Mich zu beschuldigen. Dann werdet ihr zu Richtern und macht Mich zum Angeklagten. — Erkennt eure Irrtümer und berichtigt sie. Lernt, die Fehler eurer Mitmenschen zu vergeben, und wenn ihr sie nicht korrigieren könnt, so breitet wenigstens einen Schleier der Nachsicht über sie.

    45. Euer Bittgebet für eure Mitmenschen ist zu Mir gelangt; denn ihr seid in das Heiligtum des Herrn eingetreten, und dort hat sich euer Geist geborgen gefühlt. Diejenigen, die Frieden suchen, die einen Weg suchen, der sie zu einem besseren Leben führt — sie sind es, die mein Heiligtum betreten. Diejenigen, die Schätze und Ehren der Welt suchen, sind eifrig bestrebt, andere Wege zu finden. Ich sage euch, der Friede, der nur in meinem Geiste wohnt, wird schließlich von allen ersehnt und gesucht werden.

    46. Wer oder was kann euch auf Erden den wahren Frieden des Geistes geben? Nur die unendliche Liebe eures Vaters.

    47. Es gibt wohlhabende Reiche, denen die Gesundheit fehlt und die keine Freude kennen, und es gibt arme Menschen, die gesund sind und nicht wissen, was sie besitzen, und die verbittert leben, weil sie Reichtümer oder Annehmlichkeiten ersehnen. Ich entdecke keine edlen Bestrebungen in den Herzen der Menschen, und wenn sie diese endlich haben, so verfolgen sie jenes Ziel nicht auf guten Wegen. Den Beweis dafür habt ihr in diesen unsinnigen und für Wesen, die das Licht Gottes besitzen, unwürdigen Kriegen.

    48. Ich bin der Friede, in meiner unendlichen Weisheit ist alles vorhanden, was ihr euch wünschen könnt. Doch wann haben die Völker gebetet, um meinen Frieden zu erlangen? Wann haben die Männer, welche die Völker führen und regieren, ihre Augen auf Mich gerichtet? Wann sind die Heere niedergekniet, um ihren Himmlischen Vater um Vergebung zu bitten, nachdem sie ihre Nächsten getötet hatten? Und der Friede ist so zerbrechlich, dass es nötig ist, zu wachen und an sich zu arbeiten, um ihn bewahren zu können und nicht zuzulassen, dass er zu Mir zurückkehrt. Bedenkt, wie ihr voll Frieden seid, nachdem ihr Mir zugehört habt, und mit diesem Frieden verlasst ihr die Versammlungsstätten und gelangt zu euren Heimen; aber wie kurz sind die Augenblicke, in denen ihr diesen Frieden im Herzen zu bewahren imstande seid! — Ich habe euch „das Volk des Friedens“ genannt, „die Kinder des Friedens“. Aber ihr entschließt euch nicht dazu, die Frohe Botschaft zu lehren, weil ihr wisst, dass man, um den Frieden zu bringen, ihn selbst besitzen muss. Doch wann wollt ihr diesen hohen Auftrag erfüllen?

    49. Jünger, lernt, meinen Frieden festzuhalten, macht ihn zu einem Schwert und zerstört die Zwietracht und die Uneinigkeit, die in eurem Heime herrscht. Erfüllt das Leben derer, die euch umgeben, mit Frieden, damit euch dies zur Übung dient und ihr morgen den Frieden in andere Heime und zu anderen Völkern bringt. Dies ist das Saatgut, das Ich in eurem Kornspeicher bereitstelle.

    50. Wie bald würde dies Volk anerkannt werden, wenn in seiner Mitte der Friede lebte und es ihn in seinem Leben unter Beweis stellte; die Orkane, die Unwetter und Wirbelstürme würden sich angesichts der Stärke eures Friedens in Nichts auflösen. Solange Zwist unter diesem Volke existiert, wird es gebrechlich sein, und seine Tore werden für Nachstellungen offen sein.

    51. Mein Wort in diesen Versammlungsstätten ist in Strömen herabgekommen; meine Wunder sind überreichlich gewesen, um euren Glauben zu beleben. Habt ihr den Sinn meines Werkes unter euch etwa nicht begriffen?

    52. Ich habe euch „Israel“ genannt, damit ihr mutig aufbrecht, Mir nachfolgt und den Herzen der Menschen meinen Frieden und mein Gesetz bringt. Dies ist eure Bestimmung, und die Zeit wird kommen, in der dies Volk sich in der Welt voll geistiger Kraft erhebt. Es wird als Licht in der Zeit der Verwirrung und des Zweifels erscheinen, wenn der Hunger und Durst nach Wahrheit am größten ist.

    53. Der Meister sagt euch: Volk, deine Hand soll niemals leer sein, dein Herz soll nicht kleinlich sein, denn ihr wisst nicht den Zeitpunkt, an dem ihr euch von Scharen Bedürftiger umringt oder euch von den Fragen Wissensdurstiger bestürmt seht. Eure Pflicht ist es dann, allen von dem Vielen zu geben, das Ich in euren Geist einströmen ließ. Habt nicht das Gefühl, als wärt ihr gar nichts, doch haltet euch auch nicht für die am meisten Geliebten und für die einzigen Besitzer der Wahrheit, welche die göttlichen Offenbarungen und die Gnadengaben des Herrn in sich bergen; denn dann wärt ihr in Gefahr, unter die Herrschaft anderer zu geraten, so wie in alten Zeiten Israel wegen seines Ungehorsams gegenüber meinen Geboten in Gefangenschaft geriet.

    54. Was würde euer Herz empfinden, wenn es sähe, wie eure Kinder sich vom rechten Weg entfernen, von eurem Vorbild enttäuscht? Was würde euer Geist empfinden, wenn er vom Jenseits aus sähe, dass die neuen Generationen Mich in der Abgötterei suchen?

    55. Die Stämme (des Geistigen Israel) sind noch verstreut, der größte Teil dieses Volkes hat noch nicht den Weg gefunden. Es ist nötig, dass diejenigen, die diese Stimme gehört und meine Gebote empfangen haben, wachen und die Ankunft der Menschenscharen zugerüstet erwarten, damit — wenn diese eure Einigkeit und eure Gottesverehrung sehen — sie meine Lehre anerkennen und Mir nachfolgen. Erwartet nicht, dass sie von einer einzigen Rasse oder Nation sind, denn unter ihnen werden Menschen aller Rassen herbeikommen.

    56. Elias führt nach und nach seine Herde zusammen, und wahrlich, Ich sage euch, der Zeitpunkt, an dem ihr alle zueinander findet, wird bald kommen.

    57. Ich habe euch die Starken meines Hauses genannt und gebe euch in jedem Augenblicke meine göttliche Kraft, damit ihr über die Aufgabe wacht, die Ich euch anvertraut habe, indem ihr im Innern meines Heiligtums betet, das in jedem von euch existiert.

    58. Seid willkommen, die ihr für kurze Zeit die Welt zurücklasst, um mein Wort zu vernehmen. Wahrlich, Ich sage euch, durch einen von euch, der meine Lektion lernt und ausübt, würde ein (ganzer) Landstrich gerettet werden; ebenso würde dies Volk, wenn es sich insgesamt zubereitete und mit Liebe betete, die Rettung der Menschheit erreichen. Wenn dies nicht geschieht, so liegt es nicht daran, dass eure Zahl zu klein ist, sondern daran, dass eure Liebe noch zu klein ist.

    Reinigt zunächst euer Herz! Wer könnte besser als ihr seine Fehler und seine Schandflecken kennen? Begreift dies und reinigt euch von allem, was euch euer Gewissen zum Vorwurf macht.

    59. Es gibt viele, die ihre Sünden zu entschuldigen suchen; doch Ich frage euch: Bürdete etwa der Vater dem Kind jene Last von Mühsalen und Leiden auf? Bin Ich nicht Der, der zu allen Zeiten gekommen ist und eure Bürde von Trübsalen und Leiden erleichtert hat?

    60. Zu jeder Stunde ruft euch meine Stimme auf den guten Weg, auf dem der Friede ist; aber euer taubes Gehör hat nur einen Augenblick der Empfindsamkeit für jene Stimme, und dieser Augenblick ist der letzte eures Lebens, wenn der Todeskampf euch die Nähe des körperlichen Todes ankündigt. Dann wolltet ihr gerne das Leben neubeginnen, um Fehler wiedergutzumachen, um euren Geist angesichts des Urteilsspruches eures Gewissens zu beruhigen und dem Herrn etwas Wertvolles und Verdienstvolles darzubringen.

    61. Ich bin der Weg, und diesen Weg habe Ich euch seit den ersten Schritten der Menschheit auf Erden gezeigt. Sagt Mir: Wann habe Ich euch ohne Hilfe oder ohne Licht gelassen? In welchem Lebensalter oder in welchem Zeitalter habe Ich jemals mein Gesetz aus eurem Geiste getilgt? Niemals habe Ich aufgehört, zu euch zu sprechen, deshalb fordere Ich jetzt von euch eure Ernte. Durch meine neue Kundgabe habe Ich euch mit göttlicher Strenge und absoluter Gerechtigkeit zur Rechenschaft gezogen und mache Ich euch für eure Verstöße gegen mein Gesetz verantwortlich.

    62. Ich habe euch alle Jünger genannt, die ihr dies Wort vernommen habt. Aber ihr müsst dies durch eure Lebensführung unter Beweis stellen und diese Gute Botschaft verbreiten, damit die gegenwärtige Menschheit den Weg bereitet für die neuen Generationen. Diese Wesen sollen nicht von den ersten Tagen ihrer Kindheit an den Kelch der Bitternis und des Leidens trinken, denn sie haben eine andere Aufgabe. Doch falls ihr ihnen von diesem Kelch zu trinken geben solltet, werdet ihr dafür von Mir zur Rechenschaft gezogen werden.

    63. Ach, wenn ihr doch mit der Einfachheit der Vögel leben wolltet, die in Liebe zueinander leben und die, wenn sie fühlen, dass der Winter naht, auf der Suche nach einem besseren Klima den Flug beginnen, aber ihre Nester auf den Bäumen fertig zurücklassen, damit sie ihren Geschwistern als Heim dienen! — Der Winter eures Lebens ist das Greisenalter; doch ihr, die ihr kleingläubige Menschen seid, seht in jenem Winter die Kälte des Todes und des Endes, ohne zu begreifen, dass nach dem Winter immer der Frühling kommt mit seinem Wiedererwachen, seinem Vogelgesang und seinen Wohlgerüchen.

    64. Dieser geringe Glaube an die geistige Auferstehung nach diesem Leben ist der Grund dafür, dass ihr euch bis zum letzten Augenblick eures Daseins mit dem Menschlichen, dem Materiellen beschäftigt, ohne die Flügel des Geistes auszubreiten, um den Flug zu beginnen, und ohne ein Nest für die neuen Bewohner zurückzulassen, das durch Tugend und Glaube aufgebaut wurde.

    65. Ihr seid nicht wie die Vögel, denn eure Welt ist nicht friedlich. Ihr seid vielmehr Krieger, die in einer unaufhörlichen Schlacht kämpfen. Doch Ich sage euch: Kämpft — aber mit Edelmut, schwingt Waffen der Gerechtigkeit, bleibt beharrlich im Guten, das Gute ist die Wahrheit. Lasst die Wege für die neuen Soldaten gangbar zurück, hinterlasst ihnen das Land aufgeräumt und gereinigt, damit auf ihm zuletzt die Vernunft, die Liebe und die Gerechtigkeit siegen, während ihr bei Mir zur Ruhe kommt.

    66. Ich muss so zu euch sprechen, weil eure Welt in Kriege jeder Art verstrickt lebt. Wenn Prüfungen die Welt heimsuchen, überfallen sie diese immer unvorbereitet; denn während sie wenig an das Ewige denkt und darüber nachsinnt, genießt sie allzu sehr die Freuden der Welt und des Fleisches.

    67. Wahrlich, Ich sage euch, wenn die Menschen sich in dieser Zeit nicht von den Flecken reinigen, die sie in ihrem Geist verursacht haben, werden die Naturgewalten als Herolde kommen, um mein Gericht und meine Herrlichkeit anzukündigen und die Menschheit von jeder Unreinheit zu säubern.

    68. Selig die Männer, Frauen und Kinder, die — wenn sie die Nähe jenes Gerichtes begreifen — meinen Namen preisen, weil sie fühlen, dass der Tag des Herrn gekommen ist. Denn ihr Herz wird ihnen sagen, dass sich das Ende der Herrschaft des Bösen naht. Ich sage euch, diese werden durch ihren Glauben, ihre Hoffnung und ihre guten Werke gerettet werden. Doch wie viele derer, die in jenen Tagen leben, werden Gott lästern!

    69. Menschheit, du glaubst, dass man große Reichtümer und irdische Güter benötigt, um die Welt zu erobern, und vergisst dabei Christus, der in einem Stall geboren wurde und der, ohne irgendetwas auf Erden zu besitzen, dennoch das Herz der Menschen eroberte, Völker zu seinen Vasallen machte und zum König und Herrn ausgerufen wurde.

    70. Wenn ihr die Wahrheit einmal begreift und fühlt, werdet ihr erleben, wie leicht es für den Geist ist, den Schritten seines Meisters zu folgen, selbst in den härtesten Prüfungen. Tut alles, was euch möglich ist, denn Ich werde nicht mehr von euch verlangen, als ihr tun könnt. Dann werdet ihr für die neuen Generationen den Weg gebahnt hinterlassen.

    Ich lege euch die Kinder ans Herz und trage euch auf, sie auf den rechten Weg zu führen. Versammelt sie, sprecht zu ihnen mit Liebe und Hingabe von Mir. — Sucht die Verstoßenen auf, jene, die verloren unter Elend und Laster leben. Ich gebe euren Worten geistige Kraft, damit diese der Weg zum Heil sind, wenn sie über eure Lippen kommen. Öffnet vor den Unwissenden das Buch des Wahren Lebens, damit ihr Geist erwacht und groß wird beim Eindringen in die Offenbarungen des Heiligen Geistes. Werdet eurem Meister ähnlich, und ihr werdet Gehör finden.

    71. Wenn Ich in der Zweiten Zeit einen bescheidenen Ort aufsuchte, um als Mensch geboren zu werden und Herzen zu finden, darin zu wohnen, so sollt ihr nicht auf eine Stellung aus sein, die euch angesehen macht. — Sucht die empfindsame Saite, die in jedem Herzen vorhanden ist, um dorthin meinen Samen und meinen heilenden Balsam zu legen. — Der Ort, an dem Ich als Mensch geboren wurde, war Mir gleichgültig, aber Ich gab sogar das Leben hin, damit meine Liebe in euren Herzen geboren würde. Jetzt sage Ich euch: Menschen, der Same dieser Liebe, der in meinem Blute symbolisiert war, fiel in das Herz aller Menschen. Warum liebt und pflegt ihr heute nicht das, was Ich mit so viel Liebe säte?

    72. Seid nicht taub gegenüber dieser Stimme, öffnet eure Augen für die Wirklichkeit dieser Zeit und beginnt das Tagewerk mit vollem Vertrauen und Glauben. Andernfalls müsst ihr im Jenseits als Blinde erwachen, und Ich habe euch gesagt, dass man jene Welt nicht mit geschlossenen Augen betreten soll.

    73. Verlangt der Herr etwa Unmögliches von euch? Ich lehre euch nur, Liebe zu säen, damit ihr schließlich die Frucht des Lebens erntet. Pflegt heute das Herz der Kinder, damit ihr sie morgen von den Herrlichkeiten des Heiligen Geistes sprechen hört.

    74. Wacht über die Rosen und Lilien, welche die Herzen der Jugend sind, dann werdet ihr euch morgen an dem Erblühen der Tugend erfreuen. Lehrt, mit dem Geiste zu beten, und ihr alle werdet erkennen, dass dies die vollkommene Zwiesprache ist, wenn ihr fühlt, dass euer Geist in meine Gegenwart gekommen ist und sich dort von meiner Liebe genährt hat.

    75. Auch heute noch kommt mein göttlicher Strahl zu den Menschen herab. Doch erinnert euch an das, was ihr gehört habt, als Ich euch sagte: „Wo zwei oder drei meiner Kinder Zusammenkommen, dort werde Ich herabkommen, um ihnen mein Wort zu geben.“ Seit damals hat sich die Zahl meiner Zuhörer vermehrt, bis sie zu Scharen von Menschen wurden.

    76. Wenn Ich euch mein Versprechen, zurückzukommen, erfüllte, werde Ich auch meinen Willen, zu scheiden, erfüllen. Nützt die kurzen Zeitspannen gebührend aus, die euch zum Hören meines Wortes noch verbleiben, dann werdet ihr als Jünger des Heiligen Geistes zubereitet sein.

    Mein Friede sei mit euch!

  • Unterweisung 63

    1. Warum erschrickt euer Herz vor Furcht, wenn ihr mein Wort als Richter hört? Ach, wenn ihr doch immer Furcht hättet, aber nicht vor Strafe, sondern vor Scham, Mich zu verletzen und euch zu beflecken. Wie viel Gutes würdet ihr für euren Geist erreichen!

    2. Ich habe euch gesagt, dass ihr euch meiner Gegenwart in dieser Offenbarungsform würdig machen sollt, dass ihr nicht die Tore meiner Barmherzigkeit verschließen sollt.

    3. Ich bin vollkommen und erwarte von euch Vollkommenheit. Nur auf diese Weise werdet ihr zum Gipfel des Berges gelangen. Dafür gebe Ich euch die Zeit, das Licht und die Kraft.

    4. An diesem Tage, den die Menschen dem Gedenken jener widmen, die ins Jenseits abgeschieden sind, und den sie fälschlicherweise „Tag der Toten“ nennen, gewähre Ich euch, dass jene Wesen mit euch in Verbindung treten, damit sie euch einen Beweis geben, dass sie leben. Sie werden euch sagen, dass ebenso, wie ihr geistige Missionen erhalten habt, die ihr auf Erden zu erfüllen habt, auch sie schwierige Aufträge im Geistigen Tale erfüllen.

    5. Weint nicht um diese Wesen, belastet sie nicht mit euren materiellen Anliegen, lasst es ihnen gegenüber nicht an Achtung fehlen. Lasst sie mit euch in Verbindung treten, empfangt in euren Herzen ihre Botschaft und ihren guten Rat, und lasst sie dann in Frieden zu der Welt ziehen, in der sie leben und von wo aus sie über euch wachen. Diese Gnade, sie zu hören, wird bald vorübergehen. Danach werdet ihr ihre Gegenwart nur in euren Herzen fühlen.

    6. Während Ich euch vereine — nicht nur mit allen, die auf der Erde wohnen, sondern auch mit denen, die in anderen Welten leben — spüren viele der Nationen meine Gegenwart nicht, weil sie in ihre Kriege verstrickt sind. Aber ohne es zu wissen, erfüllen sie mein Wort der Zweiten Zeit, in welchem Ich euch ankündigte, dass Ich wiederkehren würde, wenn diese Ereignisse in der Menschheit einträfen.

    7. Geht ans Werk, ergründet dies Wort mit Eifer. Was würde aus euch, wenn ihr es nicht mehr hören könntet, wenn diese Münder vor der festgesetzten Zeit verstummten? Was für eine Unterweisung würdet ihr denen geben, die noch kommen werden, da ich euch noch nicht alle meine Offenbarungen gegeben habe?

    8. Bleibt beharrlich in eurer Erneuerung, wachet, betet und lernt. Hört Mir zu, soviel ihr wollt, doch gewöhnt euch nicht an meine Gegenwart. Sucht Mich immer als Vater und als Meister, fordert niemals meine Gerechtigkeit heraus.

    9. Seht, wie ihr durch dieses bisschen Glauben, das ihr gehabt habt, viele Wunder erlangt habt, wie das jetzige, durch welches ihr die Stimme derer hören werdet, die auf der Welt eure Angehörigen waren.

    10. Es werden nicht die Gräber sein, die sich öffnen, um jene hervorkommen zu lassen, die sich regungslos in ihnen befinden; es werden die Tore der Geistigen Welt sein, die jene hindurchlassen, die sich voll Licht und Leben einstellen, um euch ihr Weiterleben wissen zu lassen.

    11. Wenn eines jener Wesen noch menschliche Neigungen oder Verlangen nach Irdischem äußern sollte, so habt Erbarmen mit ihm und gebt ihm durch euer Gebet das Licht. Denkt daran, dass ihr einander beistehen sollt.

    12. So geht ihr Schritt für Schritt auf dem Wege voran, der auf den Gipfel des Berges hinaufführt, wohin ihr gelangen werdet, wenn ihr Reinheit und Vollkommenheit in dem Geist habt.

    13. Begreift, dass ihr Christus als Meister habt, dass euch mein durch diese Menschenlippen gegebenes Wort vereint hat, und dass dies Wort das Buch der Liebe und der Weisheit ist. Ich gebe euch jedes Mal eine neue Lektion zur Erquickung eures Geistes. Heute fühlt ihr Wonne, wenn ihr Mir zuhört, morgen werdet ihr Freude empfinden, wenn ihr meine Unterweisung in die Tat umsetzt. Ich habe gesagt, dass die Menschen zu euch kommen werden im Verlangen nach diesem Lichte, und es ist erforderlich, dass sie es in euren Worten, in euren Werken und in eurem Leben finden.

    14. Ich habe den Tisch gedeckt und euch zu meinem Festmahle geladen; aber Ich sage euch, später sollt ihr es sein, die den Tisch decken, um dann eure Brüder zu empfangen und somit bis in alle Ewigkeit dies Fest der Brüderlichkeit und der Liebe fortzusetzen. In dieser Dritten Zeit soll euer Geist seine Bestimmung erfüllen, eure Brüder zu lehren und alles mit ihnen zu teilen, was er von meiner Barmherzigkeit empfangen hat. Es werden nicht materielle Güter sein — da ihr solche entbehrt — es werden geistige Güter sein, mit denen ihr überhäuft seid.

    Damit eure Tugend geglaubt wird und euer Wort Macht hat, zu überzeugen und zu bekehren, müsst ihr auf dem Weg des Guten bleiben. Wenn ihr fühlt, dass meine Liebe euch vom Weg des Bösen entfernt hat und euch auf den Weg der Erneuerung gestellt hat, so tut dort feste Schritte und kehrt nicht mehr zu dem Orte zurück, aus dem ihr errettet worden seid. Wenn ihr euch dann aufmacht, um Erneuerung, Besserung und Beharrlichkeit im Guten zu predigen, werdet ihr das Herz des Sünders leicht gewinnen und bewegen können. Wenn ihr euer Herz und eure Lippen in den Augenblicken zu läutern versteht, in denen ihr eure Worte an das harte Herz eures Bruders richtet, wenn ihr in diesen Augenblicken eure Gedanken voller Vertrauen zu Mir erhebt, werde Ich es sein, der durch eure Vermittlung spricht und mit seinem Worte die verborgensten Fasern jenes Herzens anrührt und es so meine Gegenwart fühlen lässt.

    15. Begreift, dass ihr euch geistig und körperlich wandeln müsst, dass viele eurer Bräuche und Überlieferungen — ein Erbe eurer Vorfahren — aus eurem Leben verschwinden müssen, um der Vergeistigung Platz zu machen.

    16. Seht diese Menschheit, wie sie sich in einen Abgrund stürzt, während ihr noch immer in einem tiefen Schlaf befangen seid, in welchem ihr nur eure Ruhe sucht und euch nicht um das kümmert, was anderen geschieht. Ich sage euch nochmals, dass ihr euch nicht mehr mit Unnötigem, mit Schädlichem befassen sollt, damit ihr diese Augenblicke besser dazu verwendet, Werke der Barmherzigkeit zu tun, meinen Liebessamen in die Geister eurer Brüder zu sähen.

    17. Dies ist die Zeit, welche meine Propheten sahen und ankündigten, dies ist die Zeit, die Ich euch in meinem Worte voraussagte. Erkennt, wie eine nach der anderen jener Prophetien nun in Erfüllung gehen. Mein Königswort weicht niemals zurück, noch widerspricht es sich, noch verneint es sich selbst. Auch mittels dieser menschlichen Sprachrohre habe Ich euch viele Prophezeiungen gegeben, die ihr eine nach der anderen habt in Erfüllung gehen sehen. Ich sage euch dies, weil das Jahr 1950 näherrückt und ihr danach mein Wort nicht mehr durch das menschliche Verstandesorgan hören werdet.

    18. Ich spreche zu euch mit gütigen Worten voller Liebe, um euch zu überzeugen, dass ihr euch für diesen großen Tag vorbereiten müsst. Wohl denen, die darauf vertrauen, dass mein Wort unwandelbar ist, und die sich auf diese Zeit vorbereiten, denn sie werden nicht bestürzt sein, dass diese Form meiner Kundgabe endet.

    19. Hört meine Stimme, noch könnt ihr euch einige Jahre an ihr erquicken. Sie ist das Hohe Lied, das im Himmel ertönt und dessen Widerhall auf der Erde vernommen wird. Wenn dieses Lied nicht mehr durch den Mund meiner Stimmträger zu hören ist, werde Ich bewirken, dass ihr es fortan im Verborgensten eures Herzens vernehmt, wenn ihr euch geistig mit Mir verbindet. Wahrlich, Ich sage euch, es ist nur noch eine kurze Zeitspanne bis dahin, dass diese Voraussagen in Erfüllung gehen. Doch sage Ich euch auch, dass der Mensch seinen Willen nicht über den meinen wird stellen können, indem er versucht, meine Kundgabe unter euch zu verlängern. Seid wachsam, denn viele werden sich anschicken, ihre Brüder zu täuschen. Ihr sollt weiterhin die Sünder in meine Gegenwart bringen — jene, die sich durch Diebstahl, durch Ehebruch oder ein Verbrechen befleckt haben — nicht, um sie vor dem Herrn anzuklagen, sondern damit ihnen vergeben wird und sie von ihrer Finsternis und ihren Schandflecken befreit werden.

    20. Ihr sollt auch weiterhin die Kranken salben mit Liebe und in meinem Namen, mit ebenso großem oder größerem Vertrauen und Glauben als dem, den ihr jetzt besitzt, damit Ich auch in Zukunft Wunder unter euch tue. Dies wird die Saat sein, die Ich entgegennehme und in meinen Kornkammern aufbewahre.

    21. Welche eurer Taten ist wohl vollkommen gewesen? Euer Gewissen sagt euch, dass ihr bis heute keine einzige vollbracht habt.

    22. Denkt daran, dass nur das, was vollkommen ist, zu Mir gelangt. Darum wird euer Geist nur dann in mein Reich eingehen, wenn er die Vollkommenheit erreicht hat. Ihr seid ohne Erfahrung aus Mir hervorgegangen, doch werdet ihr mit dem Gewande eurer Verdienste und Tugenden geschmückt zu Mir zurückkehren müssen.

    23. Volk, hebe dein Antlitz empor und beschaue den Himmel. Wenn ihr fühlt, dass Ich als Richter komme, erbebt ihr und beugt euren Nacken. Begreift, dass die Zeit meiner geistigen Zwiesprache mit dem Menschen gekommen ist, wie es geschrieben steht.

    24. Stimmträger dieses Volkes, die ihr die Werkzeuge seid, durch die Ich zur Menschheit spreche, hört auf mein Wort, das euch sagt: Ihr seid die Quelle, mein Wort ist das kristallklare Wasser. Lasst es überströmen, doch bewahrt seine Reinheit.

    25. Auf dies Volk werden meine Weisungen herabkommen, damit meine Wahrheit verankert bleibt. Von euch werden die getreuen Niederschriften ausgehen, die sich später in die Herzen der Menschen aller Rassen prägen sollen. Unter euch befinden sich die Jünger, die die Schriften vereinen und ordnen werden.

    26. Mein himmlisches Konzert wird auf Erden vernommen, damit die Voraussagen der Propheten und das Wort Jesu in Erfüllung gehen. Schon vor langer Zeit sprach Joel zu euch von einer Zeit, in welcher die Söhne und die Töchter Israels weissagen und Gesichte und Träume haben würden, und dass mein Geist auf alles Fleisch ausgegossen würde. Wahrlich, Ich sage euch, jetzt ist die angekündigte Zeit.

    27. Hier ist mein Geist, der sich durch euch kundtut, die Geistige Welt, die durch euren Mund spricht. Hier sind Männer und Frauen aller Lebensalter, die mit ihrem Blicke in das Geistige eindringen, und andere, die in ihren Träumen Ankündigungen und Offenbarungen empfangen.

    28. Dies ist die Zeit, in der meine Geistigen Heerscharen sich der Welt nähern, um diejenigen aufzurichten, die Mir nachfolgen werden, und um die Giftpflanze und das Unkraut der Sünde zu zerstören.

    29. Ihr Seher, betrachtet Mich! Ihr wollt irgendeine Gestalt entdecken und findet sie nicht. Ihr seht nur die Helligkeit meines Lichts, denn dies bin Ich: Das Licht.

    30. Ich lasse euch beim Lichte des Sechsten Siegels wachen. Ihm entspringt die Gabe des Wortes, aus ihm erhebt sich dies Konzert, das ihr in eurem Herzen hört und das euren Geist erbeben lässt; denn Ich bin der Herr. Vor euch ist das Lamm, das Das Sechste Siegel löst, um euch den Weg zu zeigen. Denn das Lamm ist Christus, und Christus ist der Weg.

    31. Jeder achte den Platz, der den anderen zugewiesen ist, und habe Achtung vor sich selbst.

    32. Betet, tut Buße! — Wenn ihr Heuchler seid, so seid jetzt aufrichtig; wenn ihr unklug seid, so seid jetzt besonnen; wenn ihr im Dunklen lebt, so erhebt euch zum Licht; wenn ihr keine göttlichen Inspirationen habt, so hört Mir zu, und ihr werdet von Licht erfüllt werden. Der zu euch spricht, ist Ursprung und Urgrund alles Geschaffenen, und Er sagt euch: Nehmt das Liebeskreuz Jesu auf euch und kommt zu Mir!

    33. Heute hat euch mein Kommen überrascht, weil ihr nicht darauf vorbereitet wart; das ist der Grund für den Zweifel von einigen. Wenn jemand seine Frage zum Unendlichen erhoben und gefragt hat, ob diese Kundgebung Wahrheit ist, hat er mitten in meiner Lehrrede sofort eine weise und liebevolle Antwort erhalten, die eine Flamme des Lichts in seinem Herzen entzündet hat.

    34. Wer Glauben hat, fühlt niemals Ermüdung oder Überdruss, Mich zu hören. Er kann jedes Mal Täler überqueren und über Berge steigen, um mein Wort zu vernehmen, wenn Ich Mich kundtue.

    35. Wer erkannt hat, wie das Wasser beschaffen ist, das seinen Durst löscht, und das Brot, das seinen Hunger stillt, tauscht sie für keine Sache, und nichts hält ihn davon ab, sie zu finden. Wer die Beglückung fühlt, dem Göttlichen Meister zuzuhören, und die Wonne, für kurze Zeit in das Ewige einzudringen, bedauert nicht, dass er während dieser Augenblicke die Vergnügungen der Welt hinter sich lässt.

    36. Jünger, es hat Augenblicke gegeben, in denen mein Wort, voll gerechten Vorwurfes, euch bitter erschienen ist, und zwar, weil ihr es nicht zu begreifen vermochtet. Denn wahrlich, Ich sage euch, Ich komme nicht, um die Bitternis zu vermehren, die ihr auf Erden erleidet.

    37. Meine göttliche Unterweisung hat euch von den unsicheren Wegen, den falschen Freuden und dem Laster abgebracht. Dafür hat sie bewirkt, dass ihr die Freude kennt und Gefallen daran habt, das Gute zu tun.

    38. Ich werde euch nicht ohne Erbe lassen, wenn mein Wort nicht mehr durch diese Übermittler zu hören ist, denn Ich will euch erhalten, damit ihr vor den neuen Generationen die Wahrheit meiner Liebeslehren bezeugt, und damit ihr Ratgeber eurer Brüder seid.

    39. Nicht alle werden in dieser Zeit das Wort kennenlernen, das Ich euch durch das menschliche Verstandesorgan gab, weil für sie noch nicht der Zeitpunkt ihres Erwachens gekommen ist. Sie werden gerufen, doch nicht auserwählt werden. Aber morgen, wenn sie dann bereit sind, Mir zu folgen, werden sie noch einmal gerufen werden, und dann werden sie gewiss zu den Auserwählten zählen.

    40. Gleich einer tönenden Glocke erwecken nun die Elemente der Natur die Menschheit, die schläft, und rufen sie auf, zu beten und sich zu besinnen. Jene, die diese Stimme nicht verstehen, sind im Irrtum befangen oder taub für geistige Botschaften. Heute schreiben sie diese Ereignisse noch bloßen Naturerscheinungen zu. Doch der Augenblick wird kommen, in welchem die Geistlichen der Konfessionen und die Menschen der Wissenschaft und der Macht sich voll Furcht fragen werden: Ist es tatsächlich die Gerechtigkeit des Herrn, die an unsere Türen pocht? Ist jetzt die Zeit seiner Gegenwart unter uns?

    41. Ich sage euch, die Halsstarrigkeit des Menschen ist groß! Noch immer beugt er sich nicht dem Schmerz und lehnt sich gegen meine Gerechtigkeit auf, die ihn heimsucht. Doch wenn er seinen Nacken beugt, wird das ganze Menschengeschlecht in einer einzigen Hürde vereinigt werden.

    42. Euch sage Ich: Auf was wartet ihr, um die Frohe Botschaft weiterzugeben? Wollt ihr etwa auf Trümmern weissagen? Ich sage und offenbare euch alles, damit ihr jederzeit eine weise Antwort auf jede Frage habt, die euch eure Brüder stellen. Bedenkt, dass ihr mit schwerwiegenden Argumenten angegriffen werdet, die denjenigen mit Furcht erfüllen, der nicht vorbereitet ist.

    43. Prägt euch mein Wort ein und vergesst nicht die großen Wunder, die Ich euch gewährt habe, damit jeder von euch ein lebendes Zeugnis meiner Wahrheit ist. Dann wird der, der euch ausforscht und in meinem Wort herumstöbert, erkennen, dass es in nichts dem widerspricht, was Ich euch in den vergangenen Zeiten gesagt und prophezeit habe.

    Der Kampf wird groß sein — so groß, dass einige, die meine Jünger gewesen sind, von Furcht erfüllt werden und Mich verleugnen, indem sie behaupten, dass sie Mich nie gehört haben.

    Diejenigen, die meinen Geboten treu bleiben und sich dem Kampfe stellen, werde Ich mit einem Mantel bedecken, unter dem sie sich verteidigen werden, und sie werden jede kritische Situation unversehrt überstehen.

    Wer diesen Samen schlecht sät oder wer die Reinheit dieses Werkes befleckt, dem wird zu jeder Stunde Gericht, Verfolgung der Menschen und Ruhelosigkeit zuteil. Jedermann soll den Baum, den er großgezogen hat, am Geschmack seiner Frucht erkennen.

    44. Ich halte für die Zeit des geistigen Kampfes meines Volkes große Wunder bereit — Wunder und Werke, welche Gelehrte und Wissenschaftler in Erstaunen setzen werden. Niemals werde Ich euch euren eigenen Kräften überlassen. Lasst euch nicht verunsichern, wenn die Menschen euch verspotten; vergesst nicht, dass sich in der Zweiten Zeit die Menge auch über euren Meister lustig machte.

    45. Während viele noch immer meine Ankunft erwarten, ist bereits mein Abschied sehr nahe. Doch wahrlich, Ich sage euch, der Heilige Geist wird von nun an jeden Verstand und jeden Geist immerdar erleuchten, denn ihr seid bereits auf dem Höhepunkt der Zeiten.

    46. Von jedermann empfange Ich ein Geschenk: Die Kinder bieten Mir ihre Unschuld dar, die Jungfrauen Ihren Wohlgeruch (der Reinheit), die Mütter ihre Tränen, die Väter ihr Kreuz, die Greise ihre Müdigkeit. Doch meine Liebe belebt euren Glauben, Ich hüte diese Leuchte, damit ihre Flamme niemals erlischt.

    47. In dieser Zeit kam Ich nicht als Mensch auf die Erde herab, um von den Augen eures Körpers gesehen zu werden. Jene Zeit ist vorbei. Jetzt ist die Zeit, in der ihr Verdienste erwerben müsst für euer Heil. Sucht Mich im Unsichtbaren, und ihr werdet Mich bald finden. Sucht Mich als Vater, als Meister, und so werdet ihr Mich haben. Sucht Mich nicht als Diener, wenngleich Ich euch in Wahrheit sage, dass Ich euch immer gedient habe. Meine Dienste erwarten kein Entgelt; aber wenn ihr meine Wohltaten in irgendeiner Weise entgelten möchtet, sage Ich euch nur, dass ihr einander lieben sollt. Denn wenn ihr also tut, wird mein Werk gekrönt werden.

    48. Wundert euch nicht, dass — obwohl Ich der Herr alles Geschaffenen bin — Ich unter euch erscheine und um Liebe bitte. Ich bin der Gott der Sanftmut und der Demut. Ich prahle nicht mit meiner Größe, vielmehr verberge Ich meine Vollkommenheit und meine Pracht, um eurem Herzen näherzukommen. Wenn ihr Mich in all meiner Herrlichkeit schauen würdet — wie sehr würdet ihr über eure Verfehlungen weinen!

    49. Seht, hier ist der Weg, geht auf ihm, und ihr werdet euch retten. Wahrlich, Ich sage euch, es ist nicht nötig, Mich in dieser Zeit gehört zu haben, um das Heil zu gewinnen. Jeder, der im Leben mein göttliches Gesetz der Liebe ausübt und der jene am Schöpfer inspirierte Liebe in Nächstenliebe verwandelt, ist gerettet. Er gibt Zeugnis von Mir in seinem Leben und in seinen Werken.

    50. Ihr vernehmt den Heiligen Geist, doch nicht einen Geist, der verschieden ist von dem, der zu euch als Christus oder als Jehova gesprochen hat. Es ist der gleiche, der einzige, der existiert, der sich jedoch in jedem der drei Zeitalter in verschiedener Weise kundgetan hat.

    51. In der Ersten Zeit offenbarte sich euer Gott auf dem Sinai, und die Eigenschaft seines Wesens, die Er euch darbot, war die seiner Gerechtigkeit und seines Gesetzes. In der Zweiten Zeit sprach derselbe Gott zu euch in Christus und offenbarte euch eine Seite seines Wesens, die ihr nicht begriffen hattet: die Liebe. Und in der jetzigen Zeitepoche, welches die Dritte Zeit ist, spricht mein Heiliger Geist aus der Unendlichkeit zu euch; Er tritt aus dem Geistigen mit eurem Geiste in Verbindung und zeigt euch so eine weitere Eigenschaft seines Wesens, die seiner Weisheit, welche Licht ist für die ganze Menschheit. Warum Geheimnisse sehen, wo es keine gibt? Das Mysterium der Dreieinigkeit ist aufgeklärt.

    52. Was bewog Mich dazu, euch zu erschaffen? — Meine Liebe. Denn bevor Ich euch erschuf, liebte Ich euch schon in Mir. Der Herr liebte die, die seine Kinder werden sollten, doch wollte Er sich auch von ihnen geliebt fühlen. Für die Kinder gestaltete Ich die Natur, die Naturkräfte, die Welten oder Heimstätten, damit ihr des materiellen Lebens teilhaftig sein könntet und so einen Weg der Vervollkommnung und der Aufwärtsentwicklung beginnen könntet. Ich gab den Geistern einen materiellen Körper, durch den sie ihre Empfindungen und ihre Fähigkeiten zum Ausdruck bringen könnten, vom Gewissen geleitet.

    53. Dem so beschaffenen und beschenkten Menschen gewährte Ich den freien Willen, in sein Inneres legte Ich das Blatt meines Gesetzes und meiner Gerechtigkeit und stellte ihn an den Anfang des Entwicklungsweges.

    54. Ohne dies innere Gesetz hätte Mich der Mensch niemals erkannt, verstanden und geliebt. Doch das Gewissen, welches das Leuchtfeuer gewesen ist, das den Weg erhellt, und die Stimme, die das Gute anrät, hat euch die Offenbarungen des Vaters begreifen lassen; und nun seid ihr in der Gegenwart angelangt, in der der inkarnierte Geist sich frei offenbaren und sich gegenüber dem Schädlichen und dem Materiellen durchsetzen soll.

    55. Warum musste Ich bei drei Anlässen zu euch herabkommen? Weil ihr auf der schweren Lebensreise gestürzt seid und Ich kommen musste, um euch aus dem Staub der Erde aufzurichten — weil ihr mit vollem Bewusstsein vom Wege abweicht. Doch wenn ihr euch dann zugrunde richtet und weint, sagt ihr Mir: „Vater, warum strafst Du mich?“ Warum sagt ihr, dass Ich euch bestraft habe? Bedenkt, dass — während ihr lästert — das Leben, mit dem Ich euch umgeben habe, euch weiterhin seine Wohltaten schenkt. Lernt zu leben, dann werdet ihr nicht straucheln: dies lehrt euch mein Gesetz. Erwartet nicht von den Lehren der Menschen den Frieden oder das wahre Leben.

    56. Mein Gericht wird zu allen kommen. Wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist, werde Ich die „Diener meines Gesetzes“ und die Männer, die Dogmen bilden, fragen: „Was ist deine Ernte ?“ Und die einen wie die anderen werden Mir nur Eitelkeit, Feindseligkeiten und ihre mangelnde Liebe zu den Menschen vorweisen.

    57. Vor allen anderen werde Ich die Hüter meines Gesetzes richten, denn dieses ist mein Testament der Liebe und Weisheit für alle meine Kinder, denn von ihm geht die Erlösung der Menschen aus. Weh denen, die diese Unterweisungen in ihrem Verstand verborgen halten, denn dieser wird eine Höhle der Finsternis sein — oder in ihrem Herzen, denn es wird nur eine Höhle der Selbstsucht sein!

    58. Seid zugerüstet und begreift Mich! Wer das Licht des Heiligen Geistes in sich hat, ströme Licht aus auf alle (geistig) Bedürftigen.

    59. Wenn jemand fühlt, dass mein Wort ihn verletzt, kommt dies daher, weil es wie ein Schwert ist. Aber die Wunden, die es schlägt, sind solche der Liebe. Morgen werdet ihr begreifen, dass mein Wort immer gerecht ist.

    60. Ich werde die Familienväter rufen und sie fragen: „O Väter der Menschen, was habt ihr mit euren Kindern gemacht ?“ Ich werde die Lehrer der Menschheit richten, unter denen die Philosophen, die Theologen und Wissenschaftler sein werden, und auch sie werde Ich fragen, wie der Same beschaffen war, den sie in das Herz und in den Verstand ihrer eigenen Brüder gelegt haben. Ich werde sie fragen, im Dienste welcher Sache sie die Gaben einsetzten, die Ich ihnen anvertraute.

    61. In meine Gegenwart werden die Regierenden der Völker, Nationen und Königreiche kommen, und Ich werde sie fragen, auf welchen Weg sie die menschlichen Geschicke gelenkt haben und was sie mit ihren Völkern gemacht haben. Ich werde von ihnen Rechenschaft fordern über das Brot ihrer Brüder, über die Arbeit und den Tagelohn, und wenn sie in ihren Herzen nur Habgier und Eitelkeit und in ihrer Hand Reichtümer darbieten, während ihre Völker vor Hunger umkommen — wie groß wird dann ihre Verantwortung sein!

    62. Auch die Ärzte werden gerufen werden. Sie werde Ich fragen, was sie mit dem Geheimnis der Gesundheit gemacht haben, das Ich ihnen enthüllte, und mit dem Heilbalsam, den Ich ihnen anvertraute. Ich werde sie fragen, ob sie in Wahrheit den fremden Schmerz gefühlt haben, ob sie sich bis zum ärmlichsten Lager herabgebeugt haben, um den, der leidet, mit Liebe zu heilen. Was werden Mir jene antworten, die Pracht, Wohlleben und Luxus erreicht haben mit dem Schmerz ihrer Mitmenschen — einem Schmerz, den sie nicht immer zu lindern verstanden? Alle werden sich in ihren Herzen Fragen stellen, und sie werden Mir im Lichte ihres Gewissens antworten müssen.

    63. Wenn ich euch offenbart habe, dass ihr ein Teil Israels seid, so denkt nicht, dass Ich euch mehr liebe als andere Volksgruppen. Warum sollte Ich euch mehr lieben als andere, da ihr doch alle meine Kinder seid?

    64. Wahrlich, Ich sage euch, wenn die Menschen an dem Gesetz festgehalten hätten, an das sie das Gewissen in ihrem Innern mahnte, wäre es nicht notwendig gewesen, euch Führer oder Propheten zu senden, noch wäre es nötig gewesen, dass euer Herr zu euch herabkam und dass Ich sogar in der Ersten Zeit mein Gesetz in einen Stein meißeln musste, und dass Ich Mensch werden und als Mensch an einem Kreuze sterben musste in der Zweiten Zeit.

    65. Wenn Ich ein Volk heranbildete und es mit Gnadengaben überhäufte, geschah dies nicht, damit es sich erhöhe und die anderen erniedrige, sondern damit es ein Beispiel der Ergebung gegenüber dem wahren Gott und ein Vorbild der Brüderlichkeit unter den Menschen wäre.

    66. Ich erwählte dies Volk, damit es ein Werkzeug meines Willens auf Erden sei und ein Überbringer meiner Offenbarungen, damit es alle einlade, in meinem Gesetze zu leben, und so die ganze Menschheit schließlich ein einziges Volk des Herrn bilde.

    67. Dies Volk hat viel gelitten — obwohl es das Auserwählte gewesen ist — weil es glaubte, dass das Erbe nur für es selbst da sei, dass sein Gott nicht auch für die Heiden Gott sein könne, weil es die übrigen Völker als Fremdlinge betrachtete und sie nicht teilhaben ließ an dem, was der Vater ihnen anvertraut hatte. Ich habe es nur darum eine Zeitlang von den anderen Völkern abgesondert, damit es nicht von der Schlechtigkeit und dem Materialismus angesteckt werden sollte. Aber als es sich in seiner Selbstsucht abkapselte und groß und stark zu sein glaubte, bewies Ich ihm, dass seine Macht und seine Größe trügerisch waren, und Ich ließ zu, dass andere Nationen es überfielen und in die Knechtschaft führten. Könige, Pharaonen und Cäsaren waren seine Herren, obwohl Ich ihnen angeboten hatte, ihr Herr zu sein.

    Der Vater in seiner unendlichen Liebe offenbarte sich aufs neue seinem Volke, um ihm die Freiheit zu geben und es an seine Mission zu erinnern — und in der heutigen Zeit komme Ich, um ihm meine Lehren der Liebe zu geben; doch nur mein Blick kann unter der Menschheit die Kinder Israels entdecken, die Ich herbeirufe und sammle, damit sie das Licht des Heiligen Geistes empfangen.

    68. Ich habe Mich vor eurem Geiste offenbart, denn die Zeit, in der Ich durch die Natur und mittels materieller Manifestationen, die ihr Wunder nanntet, zu euch gesprochen habe, ist längst vergangen. Heute könnt ihr Mich bereits in eurem Geiste empfinden, ebenso wie im Innersten eures Herzens.

    69. In dieser Zeit ist nicht Palästina Zeuge meiner Offenbarung gewesen; denn es ist nicht ein bestimmter Ort, den Ich suche, sondern euer Geist. Ich suche das „Volk Israel nach dem Geist“, nicht dem Blute nach — das Volk, das den geistigen Samen besitzt, den es über die Zeiten hindurch meine Barmherzigkeit empfangen hat.

    70. Bereite dich, Volk, nütze die Zeit, denn diese Zeit ist Licht. Das Jahr 1950 kommt näher, und Ich will nicht, dass ihr euch als Waisen fühlt, wenn Ich mein Wort zurückziehe. Wahrlich, Ich sage euch, jene, die sich zubereiten, werden Mich dann näher fühlen, sie werden große Inspirationen haben, werden Kranke durch bloßes Gebet heilen und werden mit ihrer Gabe des Wortes überraschen.

    71. Ihr sollt diese Zusammenkünfte beibehalten, denn Ich werde in ihnen große Offenbarungen geben. Die Gabe des geistigen Gesichts wird sich entfalten, und durch eure Lippen werde Ich zu Gelehrten und Wissenschaftlern sprechen. Diese Voraussage soll von denen, die die Aufgabe haben, mein Wort aufzuzeichnen, niedergeschrieben werden.

    72. Männer und Frauen, die ihr dies Wort vernehmt: Glaubt ihr an mein Kommen unter Euch? Glaubt ihr an meine Kundgabe durch das Verstandesorgan des Menschen? Bei den einen antwortet der brennende Glaube: „Ja, Meister, ich glaube an deine Gegenwart.“ Bei den anderen antwortet ihr Schweigen, das kündet: „Wer weiß?“

    73. Der Meister sagte euch: Prüft nicht nur Mich. Dringt ins Innere eures Herzens ein und erkennt, was aus ihm hervorgegangen ist. Wenn ihm Worte der Liebe und Wahrheit entsprungen sind, könnt ihr befriedigt sein; wenn es Trost für andere gespendet hat, könnt ihr sagen, dass aus eurer Quelle kristallklares Wasser hervorgesprudelt ist. — Wenn ihr auf einer hohen Stufe der Vollkommenheit stündet, hätte meine Kundgebung unter euch keine Daseinsberechtigung. Aber wenn euer Gewissen euch viele Unvollkommenheiten vorwirft, warum fragt ihr Mich dann, wozu Ich gekommen bin? Ihr müsst wissen, dass Ich auf der Suche nach eurem Geist gekommen bin, welcher die Bestimmung hat, sich auf dem von meiner Vaterliebe vorgezeichneten Weg zu vervollkommnen, damit er seine Läuterung erreicht und das Glück erlangt, das jedes Wesen im Innersten ersehnt. Ich komme, um ihm zu zeigen, auf welche Weise er Verdienste erwirbt, um dies Ziel zu erreichen.

    74. Wahrlich, Ich sage euch, die Geistwesen der Gerechten, die nahe bei Gott wohnen, verdienten sich mit ihren eigenen Werken das Recht, jenen Platz einzunehmen — nicht, weil Ich ihnen diesen gegeben habe. Ich wies ihnen nur den Weg und zeigte ihnen am Ende desselben eine hohe Belohnung.

    75. Gesegnet seien, die zu Mir sagen: „Herr, Du bist der Weg, das Licht, das ihn erhellt, und die Kraft für den Wanderer. Du bist die Stimme, die die Wegrichtung angibt und uns auf der Lebensreise neubelebt; und Du bist auch die Belohnung für den, der zum Ziele gelangte — Ja, meine Kinder, Ich bin das Leben und die Auferstehung von den Toten.

    76. Es genügt, zu wissen — wie Ich es euch in meinem Wort gesagt habe — dass die Reinkarnation des Geistes Wahrheit ist, und schon entzündet sich in euren Herzen ein Licht, und ihr bewundert meine liebevolle Gerechtigkeit noch mehr.

    Vergleicht die Theorien und verschiedenen Deutungen, welche die Konfessionen diesen Lehren gegeben haben, und entscheidet euch für jene, die am meisten Gerechtigkeit enthält und am meisten Vernunft besitzt. Doch wahrlich, Ich sage euch, dies ist eine der Offenbarungen, die den Geist in dieser Zeit am meisten erregen wird, in welcher die innere Erkenntnis über diese große Wahrheit erwacht.

    77. Wenn Mich die Menschen wiederum verurteilen, weil Ich der Welt die Wahrheit sage, können sie es tun; Ich werde zulassen, dass sie Mich verurteilen. Doch wenn sie Mich ergreifen und festnehmen wollen, werden sie es nicht können, denn Ich bin im Geiste und bin für sie unberührbar und unsichtbar.

    78. Ihr seid beim Wunder dieses Wortes zum wahren Leben auferstanden. Ihr lebt nicht mehr gleichgültig dahin und sündigt auch nicht mehr, wie jene tun, die Mich nicht gehört haben; denn dann würdet ihr auf die Ebene der (geistig) Toten herabsinken. — Ich allein kann und darf so zu euch sprechen.

    79. In der Zweiten Zeit kündigte Ich meinen Aposteln meine neue Offenbarung an, und als sie Mich fragten, welche Zeichen jene Zeit anzeigen würden, kündigte Ich ihnen eines nach dem anderen an, wie auch die Beweise, die Ich ihnen geben würde. Die Vorzeichen sind bis zum letzten erschienen, sie verkündeten, dass dies die von Jesus vorausgesagte Zeit ist, und nun frage Ich euch: Wenn diese geistige Kundgebung, an der Ich euch teilhaben lasse, nicht Wahrheit wäre — warum ist dann Christus nicht (in der von den Gläubigen erwarteten Form) erschienen, obwohl die Zeichen eintrafen? Oder glaubt ihr, dass der Versucher auch Macht über die ganze Schöpfung und über die Naturgewalten hat, um euch zu betrügen?

    80. Ich habe euch einst gewarnt, damit ihr nicht der Verführung falscher Propheten, falscher Christusse und falscher Erlöser erliegt. Doch heute sage Ich euch, dass der inkarnierte Geist aufgrund seiner Entwicklung, seiner Erkenntnis und Erfahrung soweit erwacht ist, dass es nicht leicht ist, ihm Finsternis als Licht anzubieten, so viel Blendwerk diese auch zur Verfügung hat. Darum habe Ich euch gesagt: Bevor ihr euch diesem Weg mit blindem Glauben überlasst, prüft nach, soviel ihr wollt! Erkennt, dass dies Wort für alle gegeben worden ist, und dass Ich Mir nie einen Teil davon nur für bestimmte Menschen aufgespart habe. Macht euch bewusst, dass es in diesem Werke keine Bücher gibt, in denen Ich irgendeine Lehre vor euch geheimzuhalten suche.

    Doch habe Ich euch in jener Zweiten Zeit durch den Mund meines Apostels Johannes auch gesagt: „So jemand meine Stimme hört und die Tür auftut, werde Ich bei ihm einkehren und das Mahl mit ihm teilen und er mit Mir.“ Ebenso lehrte Ich euch das Gleichnis von den Jungfrauen, damit ihr es euch in dieser Zeit vergegenwärtigtet.

    81. Elias, der zuerst kommen musste, um den Weg des Herrn zu bereiten, gab sich zum ersten Mal 1866 durch das menschliche Verstandesorgan kund. Wollt ihr nicht ein wenig Zeit darauf verwenden, die Zeichen und Ereignisse zu erforschen, die auf allen Gebieten eintraten und mit dem Zeitpunkt jener Kundgebung zusammenfielen? Von neuem werden es die Gelehrten sein, die die Sterne studieren und die in der Antike Magier genannt wurden, die bezeugen werden, dass der Himmel Zeichen gegeben hat, welche göttliche Rufe sind.

    82. Euch, denen das Glück zuteil wurde, Mich zu hören, sage Ich: Ich habe an eure Tür geklopft, und ihr habt Mir geöffnet. Ich habe mit euch gespeist und ihr mit Mir. Ihr saht den Glanz des Blitzes und hörtet den Donner des Feuerstrahls, und hier bin Ich.

    83. Sehet das Sechste Siegel, das gelöst ist und vor euren Augen offenliegt. Wer hat es gelöst? Wer löste die fünf vorhergehenden? Es war nicht Moses, nicht Elias, noch irgendein Patriarch. Ich war es, der Messias, Das Wort, das Opferlamm, denn jenes Buch der Weisheit ist der Weg und das Leben, und Ich habe euch gesagt, dass Ich der Weg, die Wahrheit und das Leben bin.

    84. Ich sandte Elias, damit er der Welt verkünde, dass das Sechste Siegel sehr bald gelöst würde, und vom Lichte des Heiligen Geistes überströmt kam er zu den Menschen herab als Wegbereiter meines Kommens in der Dritten Zeit. Ihr wisst schon, wie sich Elias kundgab, wie sich der Meister offenbart hat, wie viel Er euch gegeben und euch gelehrt hat. Ich sage euch jetzt nur, dass ihr diese Lehre in all ihrer Reinheit bewahren sollt, dass ihr euch auf die Erneuerung und die Vergeistigung zubewegen sollt, damit mein Kommen im Geiste geglaubt und mein Wort mit Achtung und Liebe gehört wird.

    85. Sprecht immer die Wahrheit, und ihr werdet als Jünger des Heiligen Geistes erkannt werden, denn nicht einmal die Schneeflocken haben die Reinheit meines Wortes. Der Widerschein der Sonne auf dem Schnee der Berge schmerzt eure Augen; doch das göttliche Licht schmerzt den Geist nicht, noch blendet es ihn.

    86. Hört auf Mich, Ich bin Christus, das Wort des Vaters. Ich komme nicht, um irgendetwas aufzuheben, was seit den ersten Zeiten offenbart worden ist. Mein Gesetz ist das gleiche, es ist das Gesetz der Liebe. Die Formen können sich ändern, aber nicht der Inhalt. Darum habe Ich euch gesagt, dass ihr nicht deshalb, weil ihr mein Wort durch Vermittlung menschlicher Wesen vernehmt, es in Zweifel ziehen sollt.

    87. Seht, hier zeigt sich aufs neue der Weg vor euren Blicken. Beginnt, euren Geist zu erheben, sagt euch selbst mit innerlichster Befriedigung, dass ihr meine Jünger seid. Wer sind die Jünger des Göttlichen Meisters? — Jene, die ihre Nächsten lieben, die meine Lehre der Vergebung, der Barmherzigkeit und der Selbstlosigkeit ausüben.

    88. Kleine Kinder seid ihr alle während des Lebens, und alle befinden sich unter dem Mantel meiner Vorsehung.

    89. Wer in seinem Gebete zu Mir spricht: „Vater, dein Wille geschehe an mir“, und, wenn ihn eine Prüfung überfällt, ausruft: „Herr, warum suchst Du mich in solcher Weise heim?“ der ist noch kein Jünger, sondern kaum ein Kinderschüler, denn er hat den Unterricht nicht begriffen. Wenn ihr danach trachtet, meine Jünger zu sein, schaut auf das Leben Jesu, eures Meisters auf Erden, erkennt seinen Gehorsam und seine Ergebung gegenüber dem Vater von seiner Kindheit an. Er kam zur Welt, um den Willen seines Vaters zu tun, und durchlebte Erniedrigung, Verleumdungen, Undankbarkeiten, Verachtung, Schmerz und Opferung, ohne von dem durch den Ewigen vorgezeichneten Wege abzuweichen.

    90. Was werdet ihr bezüglich eures Lebenswandels antworten, wenn ihr einst in die Gegenwart des Herrn kommt? Früher wusstet ihr, dass jeder für sich selbst Rechenschaft geben muss. Jetzt habt ihr erfahren, dass von jedem von euch eine Anzahl Geister abhängig ist, für die ihr euch ebenfalls verantworten müsst. Seht, darin besteht die Bedeutung eures Vorbilds im Leben, damit ihr morgen nicht statt einer süßen und angenehmen Frucht Bitternisse ernten müsst. Vergesst nicht, dass aus jenen Wesen, die Ich euch anvertraute, die neuen Generationen hervorgehen werden, die den Spiritualismus auf der Erde zum Erblühen bringen sollen. Jene gesegneten Generationen sind eine göttliche Verheißung für die Menschheit. Ihr habt die Pflicht, ihnen den Weg und die Heimstätte zu bereiten und sie in einer Atmosphäre der Geistigkeit und der Liebe willkommen zu heißen.

    91. Werdet ihr sie erkennen können, wenn sie ankommen? Müsst ihr dann nicht wach sein? Spürt die Welt etwa dies Geschehen? — Zuvor müsst ihr eure warnende Stimme erheben, damit alle die Dornen entfernen, die sie auf dem Weg gelassen haben, und ebenso die Unreinheiten, damit ihre Kinder sich weder verletzen noch verunreinigen, wenn sie zur Erde kommen.

    92. Einigkeit verlange Ich von dir, Volk, damit mein göttlicher Same in deinem Schoße aufkeimt. Ich will nicht, dass ihr unter Tränen zu Mir kommt wegen eurer Verstöße gegen mein Gesetz, oder dass ihr die vergeudete Zeit beklagt. Nichts würde euer Weinen in jenen Augenblicken wiedergutmachen.

    93. Ich habe zu euch in dieser Zeit gesprochen, als ob ihr reine und unbefleckte Geschöpfe wäret, um euch durch die Liebe umzuwandeln.

    Mein Friede sei mit euch!